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Radreisen '98 grenzenlos! Seiten 47 / 48 H 5567

Heft 1/1998

Februar, März, April

Die Fahrradzeitschrift für Bremen und umzu

Straßenverkehrsordnung: Fahrradstation in Bremen?

Seiten 14 - 17

Reisen:

Seiten 18 - 21

Seiten 30 - 37

Viertägige Reise zu gewinnen Seite 8

Landesverband Bremen, Kreisverbände Cuxhaven, Rotenburg, Osterholz, Verden, Diepholz, Delmenhorst pedal, Buntentorsteinweg 262, D - 28201 Bremen


Inhalt

Zum Titelbild: Der Winter war das Thema des letzten pedal-Preisrätsels, für das das Titelfoto eingesandt worden ist. Ob das EisFahrrad auf der Autoscheibe auch symbolisch zu sehen ist? Dank an den Fotografen Kalle Schienbein aus Bremen. Weitere Fotos von ihm werden im ersten Quartal in der Bremer Landesbildstelle gezeigt. Alles über das neue Preisrätsel, bei dem auch Sie mitmachen können, auf Seite 8.

Danke! Bremen - Zia Gabriele Hüttinger ("Essen auf zwei Rädern", pedal 4/97, S. 6 und 7) bedankt sich bei den pedal-Leserinnen und -Lesern für vielfache Hilfe, die sie bei ihrem selbstorganisierten Obdachlosen-Projekt erfahren hat. Geld- und Sachspenden bis hin zu einer Partie neuwertiger Herrenwäsche mit kleinen Fehlern, aber auch viele kleine Angebote haben ihr die Fortsetzung und Ausweitung ihrer Arbeit in diesem Winter möglich gemacht. Trotzdem sind weitere Spenden noch immer gern gesehen. Auch fehlen Menschen, die tageweise das Kochen oder das Verteilen der warmen Mahlzeiten per Fahrrad übernehmen können. Besonders erfreulich ist für Hüttinger, daß einer der im letzten Heft Erwähnten schon nicht mehr zu ihren "Kunden" gehört. Konto 34 42 45 15, Initiative "Suppe für Obdachlose", Sparkasse Bremen, BLZ 290 501 01. Kontakt-Telefon: (0421) 55 32 06 oder (0177) 2 29 42 43.

Inhalt .................................... 2 Zehn Jahre pedal....................... 3 Magazin ...................................... 4

Radfahren lernen 1898 und 1998 ...... 5 Termine .......................................... 4/5

Rund ums Rad ........................... 6 Fahrrad-Codierung - eine Übersicht .. 6 Codieraktionen .................................. 7

Forum ......................................... 8

Preisaufgabe: Da kehr ich ein! .......... 8 Leserbriefe ........................................ 9 Kleinanzeigen .................................... 9

Verkehr ..................................... 10 Fahrradständer und Fahrradboxen . 10 Veranstaltungen zur AGENDA 21 ... 10 Dauer-Baustelle am Domshof ......... 12 Verschwendung durch Sanierung ... 13 "Stern" in Gefahr ............................. 13 Die neue Straßenverkehrsordnung . 14 Möglichkeiten und Fußangeln ......... 14 Radeln auf Bremens (Ab-)Wegen ... 16

Fahrräder am Bahnhof? .................. 18 Wohin mit der Fahrradstation? ........ 18 Hohe Zahlungsbereitschaft ............. 18 Betreiberkonzept für Fahrradstation 19 Auf die Fahrradstation angewiesen . 21 PlusMinus ................................... 22/23

Am 1. September 1997 ist eine Novelle der Straßenverkehrsordnung in Kraft getreten. Welche Regelungen neu sind, was Radfahrerinnen und Radfaher beachten und wie Verwaltungen darauf reagieren müssen, steht auf den Seiten 14 und 15. Christiane Wasserscheid stellt den hehren Zielen die bittere Realität am Beispiel Bremen gegenüber auf Seite 16.

Der Bremer Bahnhofsvorplatz wird umgestaltet. Die jetzige Fahrradstation muß weg. Ob, wann und wo Ersatz geschaffen wird, ist immer noch offen. Fakten und Hintergründe und was der ADFC dafür tut, steht auf den Seiten 18 bis 21.

Radtouren ................................ 24

ADFC-Radwandernetz .................... 24 Neue Radwanderkarten ................... 25 Radtourenkalender ... ...................... 26 ... des ADFC Bremen ................. 26 ... der BUND Bremen ................. 27 ... anderer ADFC-Gliederungen . 28

Übernachtungsverzeichnisse .......... 30 Die-Vorträge .................................... 31 Fahrradtourismus ............................ 32 Quer durch Deutschland ................. 34 Oder und Müritz ............................... 36 Besuch aus aller Welt ..................... 37

Vereinsnachrichten ................. 38

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Mit ein wenig Kreativität können pedalLeserinnen und -Leser eine viertägige Reise ins Altmühltal gewinnen. Wie das geht, steht auf Seite 8

Zwei Bücher zum Recht .................. 17

Radreisen ................................. 30

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Was ist die Fahrrad-Codierung, wo kann man sie machen lassen? Was ist dabei zu beachten? Diese und andere Fragen werden beantwortet auf den Seiten 6 und 7

Landesverband Bremen .................. 38 Mitgliederversammlung .............. 38 Änderung der Satzung ............... 39 Kurznachrichten .................... 40/41 Landesverband Niedersachsen .. 42/43 ADFC-Gliederungen ........................ 45

Radreisen ’98 - grenzenlos ..... 47

Dem Winter entfliehen? Den Jahresurlaub auf dem Fahrrad verbringen? Oder an einem verlängerten Wochenende die nähere und weitere Umgebung kennenlernen? Anregungen, Reiseerlebnisse und Informationsmöglichkeiten finden Sie auf den Seiten 18 bis 21.

Mitlgiederversammlungen Die ADFC-Mitglieder sind Anfang des Jahres wieder zur Teilnahme an den Jahreshauptversammlungen ihrer jeweiligen Gliederung aufgerufen. Einige Gliederungen haben bereits schriftlich eingeladen, weitere Termine stehen, soweit bekannt, auf den Seiten 38 und 42


Aktuelle Nachrichten

Im Bremer Übersee-Museum wird eine Ausstellung zur Sozialgeschschichte des Fahrrades gezeigt +++ die Fahrradstation in Bremen ist vom neuen Pächter Harald Vogt übernommen worden +++ die ADFC-Ortsgruppen Oldenburg, Nordenham/Butjadingen, Varel und Emden gründen Ende März den 21. ADFC-Bezirksverein mit zusammen etwa 160 Mitgliedern +++ die VSFFahrradmanufaktur hat mit fünf Kolleginnen und Kollegen ihren Betrieb auf dem AGWeser-Gelände aufgenommen +++ der Deutsche Verkehrsgerichtstag konnte sich nicht dazu durchringen, radfahrerfreundliche Lösungen anzuregen +++ 17000 Bremerinnen und Bremer haben im vergangenen Jahr so viele Kilometer zusammengefahren, daß sie die Strecke von Bremen zum Mond hätten zurücklegen können +++ die Dokumentation zur Ausstellung "Alptraum Auto" ist erschienen +++ im Frühjahr wird erstmals der "Dachgeber", ein "Reiseradlers Übernachtungsverzeichnis", erscheinen +++ der "Bremer Pädagoge und Weltumradler Wolfgang Reiche" gibt "Tips und Tricks für Tourentreter" +++ der Vorstand möchte in der kommenden Jahreshauptversammlung den Namen "ADFC-Bezirksverein Bremen - Unterweser" beschließen lassen +++ der Mitgliedsbeitrag bleibt mit 45 DM stabil

+++ der niedersächsische Ministerpräsident Dr. Ernst Albrecht wurde vom ADFC-Landesverband Niedersachsen mit dem silbernen Fahrrad ausgezeichnet +++ der Domshof wurde umgestaltet, aber ein Foto belegt, daß der Radweg darauf zugeparkt wird +++ der Bremer Fahrradhändler Dietrich Heck ist zum Viertel-und -Innstadt-Bürgermeister gewählt worden +++ der neue Sportsenator Volker Kröning wurde auf einem Fahrrad (aber wohl nicht seinem eigenen) fotografiert +++ das letzte Teilstück der B 74 in Farge wird in vier Jahren fertiggestellt +++ in Delmenhorst sind die Fahrradständer in der

Fußgängerzone abgebaut worden +++ die Ortsgruppe in Varel hat für die bevorstehende Saison ein volles Programm +++ Wolfgang Reiche ist Opfer eines Fahrraddiebstahls geworden +++ im März veranstaltet der ADFC Bremen ein Radfahrertreffen in Hude +++ im April bietet Wolfgang Reiche einen Kursus "Fahrradpraxis am eigenen Rad" an. Aktuelle Meldungen vom März 1988, im ersten Heft des "neuen" pedal. Vom gleichen Redakteur, im gleichen Verlag, ja sogar am gleichen Computer wie das Heft, das Sie jetzt in Händen halten. Ein kleines pedal-Jubiläum also. Prost!


Rund ums Rad - Aktionen

Radlerstammtisch Bremen - Ab Februar 1998 wird es probeweise einen Radfahrerstammtisch des ADFC Bremen geben. Diese Veranstaltung wird im Leierkasten, Pagentorner Heimweg 33 (zwischen Stader Str. und Friedrich-Karl-Str.) jeweils am zweiten Freitag im Monat um 18 Uhr durchgeführt. Folgende Termine sind vorgesehen: 13. Februar, 13. März, 10. April.

Fahrrad. Markt. Zukunft. Bremen - Für den 7. und 8. Februar lädt der Verbund selbstverwalteter Fahrradbetriebe (VSF) die Fahrradbranche zu einer Fachmesse mit Symposium, Vorträgen und Diskussion ins Congress Centrum nach Bremen ein. Die erste Veranstaltung dieser Art hatte im vergangenen Jahr bundesweit große Beachtung gefunden.

“Freizeit aktiv 98” Bremen - Diese Freizeitmesse findet in diesem Jahr von Donnerstag, 26. Februar bis Sonntag, 1. März 98 wieder in Bremen statt. Der ADFC wird, wie auch schon in den vergangenen Jahren, mit einem Messestand präsent sein.

Ökomarkt an der Oste

Auch 1998 wieder R.A.DI.-Fahrradwachen Bremen - Im Jahr 1998 wird der Rad-Abstelldienst Bremen “R.A.DI.”, ein Gemeinschaftsprojekt des Bremer Vereins für Jugendhilfe & Soziale Arbeit e. V. und des ADFC-Landesverbandes Bremen vermehrt mit seinem Angebot bewachter FahrradAbstellanlagen in die Öffentlichkeit gehen. Die positive Resonanz bei BREMINALE, Viertelfest, Fahrradfestival und Hafenfest (Foto oben) hat gezeigt, daß durchaus Bedarf an dieser Dienstleistung besteht. Um das Projekt auf stabilere Beine zu stellen, werden jetzt zwei Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen mit ABM-Berechtigung, mit

der Bereitschaft, an Wochenenden zu arbeiten, mit Organisationstalent und/oder handwerklicher Begabung gesucht, die die Organisation und Durchführung weiterer Fahrradwachen übenehmen. Damit es für die neuen Kolleginnen und Kollegen genug zu tun gibt, suchen Bremer Verein und ADFC weitere Auftraggeber, zum Beispiel Anbieter von Sport- und Musikveranstaltungen, Veranstalter von Stadtteilfesten, aber auch Interessenten an einer dauerhaften Bewachung, zum Beispiel an Betrieben, Schulen, Bahnhöfen oder Einkaufszentren.

Bremervörde - Am 25. und 26. April ist der ADFC Bremervörde wieder mit einem Infostand vertreten. Wer daran mitwirken möchte, möge sich bitte bei Dirk Seyppel unter (04761) 6712.

Maifest bei dodenhof

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Ottersberg-Posthausen - Vom 24. April bis zum 2. Mai veranstaltet das Kaufhaus dodenhof eine Informations- und Verkaufsveranstaltung rund ums Rad. Hier findet man Gelegenheit zum Fachsimpeln mit namhaften Vertretern aus der Fahrradindustrie, dem ADFC und der Polizei. Uvex präsentiert ein großes Sortiment an Fahrradhelmen, bei Sachs können Fragen zur Schaltung geklärt werden. Zum Thema Diebstahlschutz informieren die Firma Trelock und die Polizei. Außerdem gibt es natürlich Gelegenheit zum Probefahren und, in Zusammenarbeit mit dem ADFC, auch wieder eine Codieraktion. Weitere Informationen unter der “Hotline” (04297) 3 - 589.

Umweltmarkt in Ehrenburg Schmalförden - Für den 28. September 1997 hatte die Wählergemeinschaft für Umweltfreundliches Leben in Ehrenburg zwischen Sulingen und Twistringen zum Schmalfördener Umweltmarkt eingeladen. Der ADFC wurde durch den Sulinger An-

sprechpartner Klaus Bendig vertreten. Er konnte Informationen rund ums Rad geben und etliche Unterschriften für eine Tempo30-Aktion sammeln. Der nächste Schmalfördener Umweltmarkt ist für das Jahr 2000 ins Auge gefaßt worden.


... vor 100 Jahren ... ... und in diesem Jahr

Bremer Nachrichten vom 13. April 1898: "Die Firma Fahrradhaus Rose u. Co. verlegte ihre Fahrschule auf die Allright-Radfahrbahnen an der Parkallee. Zwei Bahnen zu einer vereinigt bilden die größte Bahn Bremens, und lassen an Bequemlichkeit für die Besucher nichts zu wünschen übrig. Behagliche ungenirte Ankleidezimmer für Damen und Herren sind vorhanden, und ein Lesezimmer für Damen giebt diesen Gelegenheit sich völlig zurückzuziehen und von den Anstrengungen der ersten Radlerstudien auszuruhen. Die Einrichtung, daß Niemand von den Lernenden gezwungen ist zu bestimmter Zeit zu erscheinen, sondern daß er von Morgens 7 bis Abends 8 Uhr stets zu rechter Zeit kommt, wird allgemein gefallen." ... "Die Radfahrlehrbahn von Th. Löhr, Buchtstraße 32, befindet sich jetzt, nach Ablauf des Winterquartals, wieder auf der Radfahrbahn “Vereinigter Radfahrhändler” beim Bürgerpark (Sennhütte-Gasanstalt). Die Lehrbahn ist ca. 2000 Quadratmeter groß und für den Fahrradunterricht angelegt. Der Unterricht wird von Herrn Georg Löhr nach neuester Methode geleitet. Räder stehen zur Verfügung."

Zum Vormerken

Bremer Fahrradfestival und Fahrradsternfahrt

Bremen - Am Sonnabend, dem 6. Juni lockt das Bremer Fahrradfestival wieder Radfahrer aus der ganzen Stadt und der weiteren Umgebung in die Bremer Innenstadt. Damit es etwas lustiger wird, werden aus verschiedenen Orten des Umlandes geführte Touren bis auf den Marktplatz angeboten. Nähere Einzelheiten dazu stehen im nächsten pedal.

Autofreies Innerstetal

Programm der Bremer Volkshochschule vom Januar 1998 Anmeldungen nur unter der Telefonnummer (0421) 361 - 5 95 25.

Fahrrad-Inspektion: Erinnerung und Berichtigung Alle Leserinnen und Leser seien daran erinnert, daß in den meisten Fahrradgeschäften nur noch wenige Wochen die Gelegenheit zur Fahrrad-Inspektion besteht.

Bremen - Wenn das Fahrrad gestohlen wurde, ist es zu spät. Wie sah es genau aus? Wie war die Rahmennummer doch gleich? Wer jetzt einen Fahrradpaß aus seinen Unterlagen ziehen kann, hat es bei Polizei und Versicherung leichter. Einen neuen Fahrradpaß mit allen wichtigen Angaben über Fahrräder hat der ADFC Bremen jetzt erarbeitet und Dank dem Sponsor Öffentliche Versicherungen Bremen (ÖVB) drukken lassen. Die neuen Fahrradpässe sind ab sofort kostenlos im Bremer ADFC-Infoladen erhältlich. Wer sie schriftlich anfordert, möge bitte ausreichend Rückporto beilegen.

Rund ums Rad - RadfahrerInnen

Radfahren lernen, ...

Fahrradpässe erhältlich

In der Anzeige auf Seite 9 in pedal 4/97 ist die Postleitzahl der Firma Johann Hensing falsch angegeben. Richtig ist: Hammersbecker Straße 109 in 28757 Bremen.

Bremen/Clausthal-Zellerfeld Im Westen und Süden Deutschlands sind sie schon fast nichts mehr besonderes mehr, die autofreien Erlebnistage. Ein ganzes Tal oder eine schöne Region kann einen ganzen Tag lang ohne störenden Autoverkehr erwandert, erradelt, erskatet oder erjoggt werden. Das einzige Angebot dieser Art in Norddeutschland wird es mit dem autofreien Innerstetal im Harz wieder am 30. August geben. Der ADFC Bremen bemüht sich derzeit um eine Möglichkeit zur gemeinsamen Anreise mit dem Fahrrad in Bus oder Zug.

Bus zur IFMA Bremen/Köln - Zur Internationalen Fahrrad- und Motorradausstellung, die in diesem Jahr vom 30. September bis zum 4. Oktober in Köln abgehalten wird, wird der ADFC Bremen am 3. Oktober wieder einen Bus chartern.

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Rund ums Rad

Fahrrad-Codierung - eine Übersicht Die Möglichkeiten, in sein Fahrrad einen individuellen Code eingravieren zu lassen, werden immer zahlreicher. Worum es dabei geht, wo es gemacht wird und was dabei zu beachten ist, steht auf dieser Seite. Auf Seite 7 wird über ADFC-Aktivitäten auf diesem Sektor berichtet.

Aus den Buchstaben und Ziffern sind die Adresse des Eigentümers und die Anfangsbuchstabem seines Vor- und Zunamens abzulesen. So kann ein aufgefundenes Fahrrad leicht an den Besitzer zurückgegeben werden. Auch fällt es mit dem Code leichter, Fahrraddiebe zu entlarven. Codierte Fahrräder sind also für Diebe und Hehler ziemlich unattraktiv. Aus diesem Grunde gibt es zum Beispiel auch bei der Fahrraddiebstahlversicherung für ADFC-Mitglieder einen Preisnachlaß. Probleme gibt es lediglich bei manchen Rahmenwerkstoffen (z. B. Kohlefasern) und Rahmenformen (z. B. Pedersen-Räder). Wenn man das Rad verekauft, verschenkt oder wenn man seinen Namen oder seine Adresse ändert, sollte das Fahrrad neu codiert werden. Bei der Codierung sind in jedem Falle ein Personaldokument (Personalausweis, Reisepaß, Führerschein) und ein Eigentumsnachweis (Kaufvertrag, Kaufquittung, nicht

jedoch Fahrradpaß) mitzubringen, sowie das Entgelt für diese Dienstleistung. Dieses beträgt meistens 25 DM, bei Kauf des Rades im Fahrradgeschäft oder für ADFC-Mitglieder beim ADFC weniger, bei öffentlichen Aktionen der Polizei oder bei Werbeaktionen auch mal gar nichts. Besonders im letztgenannten Fall ist eine ausreichende Wartezeit einzukalkulieren, denn jeder Codiervorgang dauert einschließlich der notwendigen Überprüfungen etwa eine Viertelstunde. Zu den Codierzeiten des ADFC ist erfahrungsgemäß mit rascher Bedienung zu rechnen. Bei den meisten Fahrradhändlern ist eine Terminvereinbarung nötig, da sie das Codiergerät nicht stänndig aufgebaut haben. Liegt die codierende Stelle nicht in der Heimatgemeinde des Fahrradbesitzers, sollte man ohnehin vorher abklären, ob eine Codierung möglich ist. Denn die umfangreichen Listen mit den Straßennummern kann nicht jeder aus jeder Gemeinde haben.

Im Bremer ADFC-Infoladen wird eine Liste mit regelmäßigen Codiermöglichkeiten geführt und laufend ergänzt. Diese wird hier abgedruckt: (Hinweise auf Veränderungen bitte unter Telefon (0421) 70 11 79 oder Fax 70 11 59). Bremen ADFC Bremen - im ADFC-Infoladen, Mathildenstraße 89, 28203 Bremen, Telefon (0421) 70 11 79, an jedem dritten Freitag eines Monats, die nächsten Male also am 20. Februar, 20. März und 24. April, zwischen 16 und 18 Uhr - auf ADFC-Fahrradmärkten vom 4. April bis zum 5. September an jedem ersten Sonnabend im Monat am PräsidentKennedy-Platz (am 6. Juni auf dem Marktplatz) von 10 bis 13 Uhr. ADFC-Mitglieder zahlen für die Codierung durch den ADFC 10 DM, Nicht-Mitglieder 25 DM. Fahrradgeschäfte (sortiert nach Polsteitzahlen) Fahrradladen “Speiche”, Fehrfeld 62, 28203 Bremen, Tel. (0421) 70 03 31 Fahrradladen “Radschlag”, Humboldtstraße 16, 28203 Bremen, Tel. (0421) 70 41 05 Holland Rad Shop, Föhrenstraße 5, 28207 Bremen, Tel. (0421) 41 20 47, Fax: (0421) 46 68 11 Findorffer Fahrradladen, Hemmstraße 164, 28215 Bremen, Tel. (0421) 3 76 10 49 Rad am Turm, Wartburgstraße 41, 28217 Bremen, Tel. (0421) 38 16 67 Zweiradcenter Dutschke, Lindenhofstraße 7-11, 28237 Bremen, Tel. (0421) 61 15 66 Zweiradmarkt am Roland-Center, Alter Dorfweg 30 - 50, 28259 Bremen, Tel. (0421) 5 79 92 93 Werkstatt Bremen, Diedrich-Wilkens-Straße 49 - 53, 28309 Bremen, Tel. (0421) 3 61 - 36 03 Holland Rad Shop, Lesumer Heerstraße 48, 28717 Bremen, Tel. (0421) 6 36 87 87 und 6 36 87 59 Landkreis Cuxhaven ADFC-KV Cuxhaven: jeden Donnerstag von 16.45 bis 18.15 Uhr - bis Mitte März im BUND-Infozentrum, Friedrichstraße 13, 27472 Cuxhaven - ab Mitte März im NABU-Umweltzentr, Bahnhofstr. 20 A, 27472 Cuxhaven

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Landkreis Osterholz Das RADHAUS am Markt, Am Markt 4, Fahrradladen Worpswede, Eckhard Eyl, Findorffstraße 28, Velo-Treff Hillers, Baustraße 4, Fr. Windhorst GmbH, Bahnhofstraße 111, Fahrrad Stoll, Horanth Wohlleben, Hauptstraße 53,

28790 Schwanewede, Tel. (04209) 91 94 64 27726 Worpswede, Tel. (04792) 23 23 27711 Osterholz-Scharmbeck, Tel. (04791) 5 78 98 27711 Osterholz-Scharmbeck, Tel. (04791) 5 76 68 28865 Lilienthal, Tel. (04289) 22 58

Landkreis Verden Dodenhof, Fahrradies, Helmke Fahrrad-Center, H. Behrmann GmbH,

28866 Ottersberg, Tel. (04297) 3 - 5 89 28832 Achim, Tel. (04202) 8 48 50 27321 Thedinghausen, Tel. (04232) 6 97 64 27299 Langwedel, Tel. (04232) 79 18

Landkreis Diepholz Per Pedal,

Posthausen, Zum Achimer Bahnhof 17, Bürgerstraße 48, Herrenkamp 20,

Hindenburgstraße 12, 27211 Bassum, Tel. , (04241) 73 88


Osterholz-Scharmbeck - Am Freitag, dem 31. Oktober, war es mal wieder so weit. Nachdem der ADFC Osterholz im Jahre 1997 schon mehrere Codieraktionen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Fahrradhändlern durchgeführt hatte, wurde die jüngste Aktion von der Obrigkeit ins Leben gerufen. Hierfür hatte sich insbesondere Heike Griesoph eingesetzt, die bei der Polizeiinspektion Osterholz unter anderem als Sachbearbeitertin für die Bearbeitung von Fahrraddebstählen zuständig ist. Auch wenn die Codierungen auf dem Hof der Polizei in Osterholz-Scharmbeck von den beiden Fahrradgeschäften Windhorst und Velo Treff Hillers durchgeführt wurden, gab es keine Kämpfe um die zu codierenden Fahrräder. Heidrun Müller und Dino Uhtenwoldt vom Osterholzer ADFC boten parallel Bücher und Karten an und berieten ausführlich über Fahrradversicherungen und Sicherungsein-

richtungen am Fahrrad. Uhtenwoldt konnte aus eigener Erfahrung empfehlen, mit einem Zusammenspiel von verschiedenen Sicherungseinrichtungen dem Fahrraddieb die Wegnahme zu erschweren, zum Beispiel durch zwei unabhängig voneinander am Fahrrad angebrachte hochwertige und massive Schlösser und die Codierung am Sattelrohr. Insgesamt wurden 54 Fahrräder codiert. Daß solche Aktionen regelrechte Publikumsrenner sind, konnte auch Heiko Wellbrock vom Fahrradgeschäft Windhorst bestätigen: “Während der normalen Geschäftszeit kommt kaum jemand zum Codieren.” Auf einen Teilerfolg der bislang durchgeführten Codieraktionen kann auch Heike Griesoph zurücksehen: “Bislang wurde uns noch kein Diebstahl eines codierten Fahrrades angezeigt. Und deshalb müssen Codieraktionen unbedingt vorangetrieben werden.” R. Uhtenwoldt

Polizei Weyhe: “Wir registrieren”

Weyhe - Während überall Fahrradcodierungen nach einem bundesweit einheitlichen System angeboten werden, während überall Polizei, ADFC und Fachhandel zusammenarbeiten, während sich die Fahrradcodierung gegenüber den unterschiedlichsten aber nie wirklich funktionierenden Registrierungen so langsam überall durchsetzt, scheint man davon beim Polizeikommissariat Leeste, zuständig für die Gemeinden Weyhe und Stuhr noch nichts gehört zu haben. Dieses möchte jedenfalls eine Halterdatei für Zweiräder einrichten und trat damit Anfang Januar an die Presse. Da fragen sich die Fahrradbesitzer und -besitzerinnen im Nordkreis Diepholz natürlich irritiert, ob denn ihre Codierung doch nicht so gut ist. Doch keine Angst: Ein codiertes Fahrrad kann auch dann an seinen Besitzer in Dreye oder Heiligenrode zurückgegeben werden, wenn es in Köln oder Mittenwald aufgefunden wird. Ein in Leeste registriertes Fahrrad nur dann, wenn der rheinische oder bayerische Zollbeamte aufgrund einer Eingebung auf die Idee kommt, bei der Polizei in Leeste nachzufragen. Und auch dann nur, wenn das Fahrrad dort auch tatsächlich registriert wurde. Rolf Kasper, Sprecher des ADFC-Kreisverbandes Diepholz äußert sich dennoch diplomatisch zur Aktivität des Leester Kommissariats: “Diese Maßnahme hat eher lokkalen Charakter und kann allenfalls als Ergänzung angesehen werden.” dk

Rund ums Rad

Codieraktion in Osterholz-Scharmbeck

ADFC-Fahrradmärkte mit Fahrrad-Codierung Bremen - Ab April findet wieder an jedem ersten Sonnabend im Monat (4. April, 2. Mai, 6. Juni, dann auf den Bremer Marktplatz, 4. Juli, 1. August und 5. September) zwischen 10 und 13 Uhr ein ADFC Fahrradmarkt auf dem Präsident-Kennedy-Platz statt. Hier können Fahrräder und Ersatzteile von Privat an Privat verkauft werden. Außerdem besteht dort die Gelegeheit, sein Fahrrad codieren zu lassen. Da für jedes verkaufte Fahrrad ein ADFCFahrradpaß ausgestellt wird, müssen Anbieter ihren Personalausweis mitbringen.

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Forum pedal 1/98

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Kleinanzeigen Private Kleinanzeigen sind für ADFC-Mitglieder und für pedal-Abonnenten kostenlos. Ein auf ein Jahr befristetes pedal-Abonnent kostet nur acht Mark. Südamerika per Rad. Reiseradler, 27, sucht Mann oder Frau um gemeinsam Land u. Leute kennenzulernen. Dauer 1 Jahr o. länger. Start event. Herbst / Winter ’98. Danach event. woanders. Infos bei Patrick (0421) 2 44 97 94. Welche Frau hat Interesse, meiner Tochter (12,5 J.) Nachhilfe in den Hauptfächern der 6. Klasse OS zu geben? (gegen Bezahlung). Telefon (0421) 3 96 87 49 (privat) oder 70 11 79 (ADFC-Infoladen) Peter Boldt, 47 Jahre, sucht 1 - 3 Teilnehmer für eine neunjährige Weltreise ab 2006. Telefon (0171) 4 85 53 35. Verkaufe 2-3-PersonenTunnelzelt mit Verlängerung. Telefon (0171) 4 85 53 35. Bremen-Neustadt: Tandem zu verleihen, 50er Jahre, Zweigang-Nabenschaltung, für Spende von mindestens 10 DM zugunsten des ADFC (+ Kaution). Klaus-Peter Land, (0421) 50 32 68 oder im ADFCInfoladen, (0421) 70 11 79. Riesentandem für 14 Personen zu verleihen. Trailer für Transport wird gestellt. Lüers, Westerstede-Torsholt, (04409) 1810 Original indonesische Rikschas, exotisch, farbenfroh und handgemacht, Verleih, Rolf Kasper, Hördener Sandhöhe 42, 28844 Weyhe, (0421) 892566. Suche alte Fahrradfotos, Festschriften, Firmenkataloge, Anstecknadeln o. Ä. aus dem Fahrradbereich. Theo Giesen, Marienstr. 1, 47647 KerkenNieukerk. Private Kleinanzeigen sind für ADFC-Mitglieder und für pedal-Abonnenten kostenlos. Ein auf ein Jahr befristetes pedal-Abonnent kostet nur acht Mark. Private Kleinanzeigen sind für ADFC-Mitglieder und für pedal-Abonnenten kostenlos. Ein auf ein Jahr befristetes pedal-Abonnent kostet nur acht Mark.

Preisaufgabe

... vom letzten Mal: Fahrrad und Winter Fällt den pedal-Leserinnen und -Lesern zum Thema Winter nichts ein? Ist der Winter nichts, worüber man sich Gedanken machen muß? Oder ist er so unangenehm, daß man lieber gar nicht daran denkt? Oder liegt es daran, daß es bis zum Jahreswechsel gar keinen Winter gegeben hat? Jedenfalls ist auf die Preisaufgabe im letzten Heft, etwas zum Thema “Wiinter”

einzusenden, nur eine Einsendung gekommen. Wen wundert’s, daß Kalle Schienbein aus Bremen so den ersten Preis gewonnen hat: Das Fahrradreisebuch vom Fahrradbüro Berlin und zusätzlich eine Zusammenstellung der aktuellen ADFC-Länderinformationen. Schade trotzdem, denn auch unter größerer Konkurrenz wäre sein Foto (Titelseite) preiswürdig gewesen.

... zum nächsten Heft: Da kehr ich ein! Ob Biergarten, Kaffeegarten, Sommergarten, Ausflugslokal, ... - jeder hat wohl auf Radtouen oder im Anschluß daran schon Entdeckungen gemacht. Welches ist der schönste Kaffeegarten, wo kann man gemütlich einkehren? Wohin kommen Kinder gerne mit? Was ist für Sie überhaupt wichtig? Schätzen Sie freundlichen Service? Spezielle Angebote für Radfahrer, ein dazugehöriges Tiergehege oder einen Spielplatz, eine gemütliche Atmospähre? Wo können sich Radfahrerinnen und Radfahrer zwischen Nordsee und Wiehengebirge, zwischen Ems und Elbe wohlfühlen? Das pedal möchte in der nächsten Ausgabe nicht nur Ihren “Geheimtip” weitergeben. Danach wurde im letzten Heft schon gefragt. Die Redaktion möchte, wie die anderen Leser auch, gerne wissen, warum sie

diesen Betrieb so schätzen. Sie möchte neben Name, Anschrift und Telefonnummer etwas haben, was sie veröffentlichen kann: ein Foto, eine Zeichnung, ein Erlebnis, eine Kurzbeschreibung, Ihren ganz persönlichen “Werbetext”, ... Ihrer Kreativität sind auch hier wieder keine Grenzen gesetzt. Bitte senden Sie Ihre Beiträge bis zum Frühlingsanfang (20.3.1998) an das pedal-Büro, Buntentorsteinweg 262, 28201 Bremen. Unter den veröffentlichten Einsendungen wird als besonderer Anreiz dieses Mal der größte Preis, den es im pedal jemals gab, verlost - eine viertägige Reise (siehe Kasten). Der Rechtsweg ist natürlich wie immer ausgeschlossen. Der pedal-Redakteur und seine Familie dürfen leider nicht mitmachen.

Dieses Mal zu gewinnen: Eine viertägige Sternradwanderung

im Naturpark Altmühltal und im Fränkischen Seenland mit An- und Abreise 1. Klasse mit Fahrradmitnahme 4 Tage mit der Bequemlichkeit eines festen Quartiers für eine Person mit 3 Übernachtungen und Frühstück in gutbürgerlichem Haus, mit ausführlichen Tourenbeschreibungen, Kartenmaterial, gelbem Taschenbuch “Radwandern an der Altmühl”, Fahrplanhinweisen und Eintritt in zwei Museen im Werte von 250 DM zuzüglich An- und Abfahrt. Der Termin kann zwischen Veranstalter und Gewinner/in abgestimmt werden.

Von Treuchtlingen aus erradeln Sie eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten im Naturpark Altmühltal und im Fränkischen Seenland. Anhand gut aufbereiteter TourUnterlagen können Sie täglich eine neue Route wählen. Ob Seen, die “steinerne Rinne”, ob Weißenburg, Ellingen, Pappenheim, Sollnhofen, Eichstätt, ob Heidenheim im Hahnenkamm - für jeden Liebhaber von Natur und Kultur bietet sich eine Fülle von Sehenswürdigkeiten.

Die Reise wurde gestiftet von “NATOUR - Naturpark Altmühltal und Reisen”, aus dessen Programm sie ausgewählt wurde. Den Katalog von NATOUR mit vielen weiteren Reiseangeboten (auch für Wanderer, Bootswanderer oder Autowanderer) in Franken und dem Altmühltal gibt es bei NATOUR, Am Schulhof 1, 91757 Treuchtlingen. Die An- und Abreise in einem Zug 1. Klasse einschließlich Fahrradmitnahme im Zug hat die Deutsche Bahn AG gestiftet.


zur Mercedes-Werbung im letzten pedal:

“Echt voll daneben! Mercedes, nicht nur ein Auto-, sondern auch vor allem ein Rüstungskonzern, macht Werbung im pedal. Und was für eine!!! 1. Ich brauche diesen Schnickschnack nicht zum “reinen Fahrvergnügen”. 2. Seit wann werden Räder wieder nach Damen- und Herrenrad unterschieden? Ich jedenfalls fahre einen Diamantrahmen, naja, vielleicht bin ich ja keine Dame!? Und zur Krönung: 3. Kindersitz und Einkaufskorb gleich passend wozu? Natürlich zum Gepäckträger vom “Damenrad”. So wird Eure Zeitung eher zum Ärgernis statt zum Lesevergnügen.” Dorothea Tristram, Bremen Ein weiterer Brief zu dem Thema mit ähnlicher Zielrichtung, aber etwas anderen Argumenten kann aus Platzgründen erst im nächsten pedal abgedruckt werden.

zur Verkehrspolitik und Verkehrsplanung in Bremen:

Forum

Leserbriefe

Radwege von 1,60 m auf 1,20 m! Aber mehr Parkplätze für die Geschäftsleute und viel weniger Bäume: So sieht sie aus - die neue Zeit in Bremen!” Gerold Janssen, Bremen

zum pedal:

“Der Ordnung halber teile ich Euch mit, daß ich “pedal” zukünftig nicht mehr beziehen möchte. Das hat nichts mit Eurer gutgemachten Zeitschrift zu tun. Als ADFC-Mitglied werde ich weiterhin mit zwei ADFCHeften versorgt. Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg bei der Verwirklichung Eurer Ziele.” Thorsten Schmitt, Braunschweig

zur den “Ladenhütern”, dem ADFC-Ladenpersonal

(pedal 4/97, Seite 27): “Schade, daß Ihr von der modernen Titelsucht ereilt seid: Ich fand ‘Ladenhüter’ so hintersinnig, wie herrlich. Ihr also nicht. Wie wär’s mit ‘Rad-Ladler’ oder mit ‘Be-Radler’? ‘Rad-Wirt’? Alles kurz und, o Wunder, deutsch.” Henrich Hill, Bremen

“Diese Bremer Entscheidung beweist (erneut), wie tief wir mit dieser Koalition aus SPD/CDU gesunken sind. Das einst fahrradfreundliche Bremen stimmt bundesweit gegen eine fahrradfreundliche Einbahnstraßen-Regelung für Radler bzw. enthält sich im Bundesrat. Statt dessen wird aber “unser” Bürgermeister Henning Scherf salutierend stramm stehen beim Senatsempfang für die “Porsche-Parade”. Ist das etwa ein bremischer Beitrag für die Agenda 21? Passend dazu auch die für die Leher Heerstraße geplante Reduzierung dortiger

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Verkehr pedal 1/98

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Autofahrer in der Minderheit jedenfalls in Bremen und beim ADFC erst recht

Bremen - Ende April 1994 haben die Statistiker des Statistischen Landesamtes im sogenannten Mikrozensus unter anderem danach gefragt, welche Transportmittel Bremens Bürger für die Fahrt zur Arbeit benutzen. Dabei wurde das Vorurteil “Heute fahren doch sowieso alle mit dem Auto zur Arbeit” erneut widerlegt. Viele der insgesamt 286 000 Erwerbstätigen, nämlich 46 Prozent, benutzen für den Weg zur Arbeit zwar das Auto als Fahrer oder Mitfahrer. Trotzdem stellen die Nicht-Autofahrer die Mehrheit. Diese Gruppe setzt sich zusammen aus 23 Prozent Benutzern Öffentlicher Verkehrsmittel, 15 Prozent Radfahrern acht Prozent Fußgängern und acht Prozent Arbeitnehmer, die auf dem Wohngrundstück arbeiten, ihren Arbeitsplatz streng genommen also auch zu Fuß erreichen. Auffällig ist, daß von den Autofahrern und -mitfahrern 70 Prozent Männer sind, von den Benutzern öffentlicher Verkehrsmittel dagegen 60 Prozent Frauen. Dagegen ist das Geschlechterverhältnis bei den Radfahrern mit 55 Prozent Frauen und 45 Prozent Männern fast ausgeglichen. Fast die Hälfte der Erwerbstätigen mußte für den Weg zur Arbeit übrigens weniger als zehn Kilometer zurücklegen. Vom Auto wird übrigens beim Weg zur Arbeit am meisten Gebrauch gemacht. Bei den anderen Verkehrszwecken ist dessen Anteil zum Teil deutlich niedriger. Und die ADFC-Mitglieder? Bei der Mitgliederbefragung des ADFC Bremen kam’s heraus: 55 %, das entspricht etwa dem Durchschnitt der bremischen Bevölkerung, der ADFC-Mitglieder im Lande Bremen ab 12 Jahren können über einen Pkw verfügen. Das tun sie jedoch offenbar selten: Nur 13 % nutzen ihn (als überwiegendes Transportmittel) für die Fahrt zur Arbeit. In der Gesamtbevölkerung liegt dieser Anteil bei 46 %. Auch bei den anderen Wegzwecken spielt das Auto bei den ADFC-Mitgliedern mit 13 % zum Einkauf, 2 % in der Freizeit und 24 % für die Fahrt in den Urlaub eine geringe Rolle.

Fahrradständer und Fahrradboxen

Veranstaltungen zur AGENDA 21

Informationsangebote

Zwei Jahre Runder Tisch

Bremen - Im Bremer ADFC-Infoladen sind ausführliche Informationen über Fahrradständer und Fahrradboxen aller Art gesammelt. Inzwischen füllen Kataloge und Prospekte verschiedener Hersteller vier Aktenordner, die Ratsuchenden zur Einsicht zur Verfügung stehen. Der ADFC hat bundesweit eine Richtlinie zur Prüfung der Eignung von Fahrradständern entwickelt, nach der Hersteller ihre Produkte vom TÜV Rheinland testen lassen können. Bei erfolgreichem Test können sie sich anschließend mit dem Siegel “ADFCempfohlen” schmücken. Die aktuelle Liste dieser Ständertypen ist ebenfalls im ADFCInfoladen erhältlich. kpl

Bremen - Noch zwei Jahre bis ins 21. Jahrhundert! Eine Halbzeitbilanz zur Umsetzung einer Lokalen Agenda 21 veranstalten das Bremer Umwelt Forum, das Nord-Süd-Forum, das Katholische Bildungswerk und der Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche am Donnerstag, dem 5. Februar 1998 von 16.30 bis 20.00 Uhr in der oberen Rathaushalle. Welche Schritte zu einem gerechteren Handeln zwischen Norden und Süden, zwischen den Generationen und zwischen Mensch und Natur seit der UNKonferenz in Rio 1992 in Bremen unternommen wurden, soll kritisch überprüft werden. Gast ist unter anderem Bürgermeister Dr. Henning Scherf. kpl

Fahrradständer auf Fahrbahn

Wohnwege zur Weser

Bremen - Der ADFC Bremen hat mit dafür gesorgt, daß es Bremer BürgerInnen möglich ist, Fahrradabstellanlagen auf Wohnstraßen einzurichten, wo es keine anderen Parkmöglichkeiten für Fahrräder gibt. In den letzten Jahren wurden über 100 Anfragen hierzu gestellt, gefördert durch ZuschußAktionen des Ökofonds der Bündnisgrünen. Die Aufstellung der Fahrradständer bezahlen dabei die Bürger, nachdem die Straßenverkehrsbehörde ein Genehmigungsverfahren durchgeführt und für entsprechende Beschilderung gesorgt hat. Der ADFC hat zahlreiche Antragsteller hierzu beraten. Seit einigen Monaten stockt allerdings die Antragsbearbeitung. Trotzdem sollte sich niemand von der Antragstellung abschrecken lassen. kpl

Bremen - Die Wohnstraßen in der Neustadt sind mehr als zugeparkt. Perspektiven einer umwelt- und menschenfreundlichen Umgestaltung können nur gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern entwickelt werden. Sind diese bereit dazu? Eine Anwohnerbefragung ist im Januar 1998 angelaufen. Auf einem Dia- und Diskussionsabend stellt Peter Müller, Verkehrsreferent des BUND, das Neustadt-Projekt “Wohnwege zur Weser” im Buntentorviertel und in der Südervorstadt vor. Der ADFC Bremen ist an dem Projekt mitbeteiligt. Die Veranstaltung findet, unterstützt durch die Volkshochschule, am Donnerstag, dem 26. Februar, um 19 Uhr im Theatersaal der Zionsgemeinde, Kornstraße 31, statt. kpl

Günstige Angebote für ADFC-Mitglieder

Seminar: Global denken, lokal handeln

Bremen - Jetzt kann der ADFC-Landesverband Bremen ADFC-Mitgliedern zwei besondere Angebote machen: Fahrradanlehnbügel gibt es für sie jetzt zu einem besonders günstigen Preis. Nähere Auskünfte dazu sind im ADFC-Infoladen zu bekommen. Wer, zum Beispiel in seinem Vorgarten, statt Fahrradständern lieber Fahrradboxen aufstellen will, kann sich ebenfalls an den ADFC Bremen wenden. Nähere Informationen dazu gibt es im ADFC-Infoladen (Telefon (0421) 70 11 79) oder direkt bei ADFCMitarbeiter Klaus-Peter Land (Telefon (0421) 50 32 68). kpl

Bremen - In 19 Kapiteln sind in der Agenda 21 Handlungsanweisungen für das nächste Jahrhundert zusammengefaßt. Auf örtlicher Ebene müsen sie umgesetzt werden. In einem fortlaufenden VHS-Kurs, bei dem aber auch noch jederzeit ein Einstieg möglich, ist beschäftigen sich interessierte Bürger aus der Neustadt und umweltpolitisch Aktive mit der Entwicklung von allgemeinverständlichen und anschaulich vermittelbaren Leitbildern für eine nachhaltige Entwicklung Bremens. Dieses Seminar findet nicht nur als trockener Abendkurs, sondern auch in zwei lebendigen Wochenend-Zukunftswerkstätten (am 28.2./1.3. und 4./5.7.98) statt. Das Seminar beginnt am 25. Feburar und findet jeweils mittwochs um 19 Uhr bei Robin Wood in der Langemarckstraße 210 statt. Der nächste Termin kann bei Klaus-Peter Land unter Telefon (0421) 50 32 68 erfragt werden. kpl


Weyhe - Die vermutlich gefährlichste Strekke auf dem Weserradweg verliert für Anlieger und Tourenradler ihren Schrecken. Der Radweg Ahausen - Riede bis zum Abzweig nach Thedinghausen (L 331) geht nach langem Bemühen der Betroffenen seiner Vollendung entgegen. Nicht minder froh sind Anwohner und Benutzer der Landesstraße L 334 über den lange ersehnten Radwegelückenschluß zwischen Sudweyhe-Jeebel und Barrien. Das jahrelange Engagement der Bürger, Initiativen und Verbände wurde auch hier endlich belohnt. Rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Initiatoren einer Demonstration 1996 noch aufs Fahrrad gebracht. Selbst die Weyher Verwaltungsspitze unter dem heutigen Bürgermeister Edmund Irmer hatte sich in den Sattel geschwungen, um dieser Forderung bei der niedersächsischen Landesregierung demonstrativ Nachdruck zu verleihen. Rolf Kasper

Ganz ohne demonstrieren! Kommentar von Rolf Kasper Selbst die Weyher Weyher Verwaltungsspitze unter dem heutigen Bürgermeister Edmund Irmer hatte sich in den Sattel geschwungen, um bei der niedersächsischen Landesregierung den Bau des Radweges an der Landesstraße L 334 zwischen SudweyheJeebel und Barrien zu erreichen. Wie leicht haben’s Bürgermeister und Verwaltung mit der Umsetzung und Fortschreibung des Weyher Radwegeplans ’94 sowie mit den Konsequenzen der StVO-Novelle. Nahezu in eigener Regie können sie diese Lückenschlüsse realisieren, ganz ohne dafür zu demonstrieren.” Das Mißverhältnis der Ausgaben für Auto- und Fahrradverkehr ist nämlich enorm. Hier stehen ganz aktuell zweistellige Millionenbeträge ein paar hunderttausend Mark gegenüber. Effektive Radverkehrs- und ÖPNV-Förderung ist damit nicht zu machen. Verkehrspolitische Konsequenz: Eine neue Entlastungsstraße muß her, belaste sie wie sie wolle.

Bürger wollen keinen Parkplatz Scheeßel - Eigentlich hatte der Scheeßeler Gemeinderat einen Großparkplatz im Ortszentrum anlegen wollen. Doch sprachen sich in einem Bürgerentscheid 83 Prozent der Abstimmenden dagegen aus. Noch beachtlicher ist die hohe Wahlbeteiligung von mehr als der Hälfte der Wahlberechtigten. Ein Viertel wäre ausreichend gewesen. Da nun 43 Prozent der Wahlberechtigten gegen das Projekt gestimmt haben, muß der Gemeinderat den Beschluß zum Bau des Parkplatzes rückgängig machen. dk

Verkehr

Lückenschlüsse


Verkehr

Erfolgskampagne ‘98 Bremen - Der ADFC plant, die in den letzen Jahren erreichten Verbesserungen für den Radverkehr im kommenden Jahr der bremischen Öffentlichkeit näher zu bringen. Zu diesem Zweck werden von einem Grafiker attraktive Postkarten entworfen, die überall in der Stadt verteilt werden sollen. Thematisiert werden dabei Fahrradmitnahme im Öffentlichen Personenverkehr, neue Radverkehrsführungen, wie Linksabbiegespuren, geöffnete Einbahnstraßen und Fahrradstraßen, sowie die neuen Abstellanlagen und das Fahrradparkhaus.

Arbeitskreis Verkehr Bremen - Der Arbeitskreis Verkehr im ADFC Bremen ist auf Montags 19 Uhr vorverlegt worden. Interessierte sind natürlich auch um diese Zeit stets willkommen.

Radler unerwünscht? Dauer-Baustelle am Domshof Bremen - Radfahrende Menschen sind einiges gewohnt in Bremen. Sie sind ständig mit Hindernissen auf ihren Wegen konfrontiert. Deshalb umfahren sie denn auch fast ohne Murren die alljährlich während des Weihnachtsmarktes auf der zum Radfahren vorgesehenen Verkehrsfläche aufgestellten Buden am Domshof. Ende vergangenen Jahres wurde dann aber zusätzlich am Nordende des Domshofes die Baustelle für das Domshof-Café eingerichtet. Von der Violenstraße aus wurde das “Radweg”-Schild enfernt. Da dort jetzt nur noch ein Schild “Fußgängerzone” steht, ist das Radfahren auf dem Domshof illegal. Aus der Gegenrichtung werden Radler in

Höhe Sandstraße auf die Sperrung des Radweges ab Seemannstraße hingewiesen. Der baulich vorhandene Radweg wird jetzt ohne legale Ersatzführung voraussichtlich für ein Jahr als Baustellenausfahrt genutzt. Mit dieser Sperrung wurde nicht nur eine Zufahrt zur Innenstadt sondern auch die einzige Innenstadtquerung für den Radverkehr in Nord-Süd-Richtung und umgekehrt gekappt. Nicht genug damit, daß hier viele Bremerinnen auf ihrem Arbeitsweg behindert werden, auch radfahrenden Kunden wird die Zufahrt zur City erschwert. Für sie scheint die so oft bemühte “gute Erreichbarkeit” der Innenstadt nicht mehr gewünscht.

Arbeitskreis Verkehr Der AK Verkehr des ADFC Bremen trifft sich jeweils am ersten und dritten Montag eines Monats um 19.00 Uhr im ADFC-Infoladen. Der AK Verkehrsplanung des ADFC Bremerhaven trifft sich jeweils am letzten Dienstag im Monat um 19 Uhr in der Nonnenstraße. Kontakt über Knut Müller, (04740) 1363. Gäste sind bei beiden Veranstaltungen willkommen. Die Sperrung trifft jedoch nicht nur ortskundige Radfahrer, sondern auch auswärtige Besucher der Stadt, die den Hinweisschildern der Fernradwege in Richtung Bahnhof folgen. Für sie ist nicht einmal eine Umleitung ausgeschildert. Da die zuständige Behörde nach Intervention des ADFC die Beschilderung nicht korrigieren wollte, vermutet dieser: “Diese “Baustellenregelung” ist nur ein Glied in einer Kette von Maßnahmen, die die Vermutung nahelegen, daß das Fahrrad als Verkehrsmittel in Bremen nicht mehr ernstgenommen und Fahrradförderung nicht mehr angesagt ist.” bb

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Ob von der Violenstraße (oben) oder vom Dom aus (links): Radfahrer können den Bremer Domshof wegen der Baustelle ein Jahr lang nicht mehr passieren. Eine Umleitung ist für diese Radverkehrsachse nicht ausgeschildert. Fotos: dk


Sanierung der Georg-Gröning-Straße Bremen - Ein Teil der Radwege an der Geörg-Gröning-Straße ist in den letzten Monaten für 100 000 DM neu gepflastert worden. Das bewertet der ADFC Bremen so, daß rund ein Viertel des ohnehin knappen Jahresetats für ganz Bremen wurde für die Sanierung eines völlig überflüssigen Radweges ausgegeben wurde. Überflüssig deshalb, weil in Tempo-30-Zonen mit vielen vorfahrtsberechtigten Einmündungen das Radfahren auf der Fahrbahn bedeutend sicherer ist. Da außerdem die Oberfläche der Fahrbahn für den Radverkehr zumutbar gewesen wäre, das Kfz-Aufkommen nicht zu hoch ist und die Radwege ohnehin vielfach schon als Parkstreifen benutzt werden,

Die Mittel hätten sinnvoller für die Sanierung notwendiger und wichtiger Radverkehrsverbindungen an Hauptstraßen verwendet werden sollen. Zum Beispiel können die Radwege entlang der Parkallee und der Bismarckstraße nur noch eingeschränkt befahren werden. Hier ist Sanierung schon seit langem überfällig. Diese Maßnahme wurde entgegen der in Bremen geltenden Absprachen hinsichtlich Radwege-Sanierung und ohne Rückkoppelung mit der beim Bausenator angesiedelten Arbeitsgruppe Radverkehr, in der neben vielen Behörden auch der ADFC vertreten ist, angeordnet und durchgeführt. bb

Stern in Gefahr

Bremen - Der “Stern”, der unter Experten bundesweit bekannte Verkehrskreisel am Bremer Bürgerpark, ist in seiner jetzigen Gestaltung in Gefahr. Früher war es dort häufiger zu Unfällen gekommen, wenn nach rechts aus dem Kreis herausfahrende Autofahrer nicht auf Radfahrer achteten, die im Kreis bleiben wollten. Um die Autofahrer daran zu erinnern, daß sie beim Rechtsabbiegen die geradeausfahrenden Radler vorbeilassen müssen, hatte die Straßenverkehrsbehörde vor vielen Jahren einen roten Radfahrstreifen auf die äußere Spur des Kreisels markiert. Radfahrer auf dem Weg in die Innenstadt, zum Hauptbahnhof, zur Universität und in die umliegenden Wohngebiete wußten diese Lösung seither zu schätzen. Auch nachdem der “Stern” wegen Bauarbeiten einige Monate lang eine “normale” Kreuzung gewesen war, wurde er wieder zum Kreisel zurückgebaut. Jetzt ist der “Stern” angeblich Schuld daran, daß nicht genügend Autos in kurzer Zeit zum Kongreßzentrum und wieder davon weg fahren können. Deshalb soll der Platz, auf dem sechs Straßen zusammentreffen und der von zwei Straßenbahnlinien überquert wird, in eine Kreuzung mit Ampeln umgestaltet werden. Der ADFC Bremen hat sich in einer Pressemitteilung vehement gegen derartige Pläne ausgesprochen. Bei dem hohen Anteil an Radverkehr sei die gegenwärtige Gestaltung optimal.

Verkehr

Geldverschwendung

wäre die für alle Verkehrsteilnehmer sinnvollste und für den Haushalt kostengünstigste Lösung die Umwandlung der bestehenden Radwege in Parkstreifen gewesen.

Der Radweg in der Georg-Gröning-Straße war und ist zweifellos nicht gut (oben). Durch die aufwendige Neupflasterung ist er aber kaum besser geworden (rechts). Er verläuft weiterhin im Schwenkbereich der Autotüren. Fotos: bb

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Verkehr

Die neue Straßenverkehrsordnung Möglichkeiten und Fußangeln Anfang September 1997, also vor fast einem halben Jahr, ist die jüngste Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft getreten. Sie bringt einige überwiegend positive Neuerungen für den Radverkehr mit sich.

Einiges sind Anweisungen für die Verkehrsteilnehmer, die also sofort greifen. Anderes gilt für Verkehrswegebau und Verkehrsregelung. Hier müssen die neuen Bestimmungen und Möglichkeiten erst umgesetzt werden. Wie schnell und in welcher Weise das geschieht, hängt von der Lobbyarbeit in Beiräten, Parlamenten und Ämtern ab. Da sind alle politisch bewussten Radler/ innen gefordert.

Die wichtigsten neuen Regelungen im Überblick:  Radwege ohne Radwegschild an jeder Straßeneinmündung brauchen (ab 1.10.1998) nicht mehr benutzt zu werden.  Linksseitige Radwege mit Radwegschild zur Benutzung in beiden Richtungen müssen benutzt werden, wenn es rechts der Fahrbahn keine Radverkehrsanlage gibt.  Nicht näher deklarierte Seitenstreifen (wie man sie an manchen Landstraßen findet) brauchen nicht mehr benutzt zu werden.  Kinder bis zum 8. Geburtstag müssen, sofern vorhanden, auf dem Gehweg radeln, auch da, wo es einen Radweg gibt. 8- und 9-jährige Kinder dürfen zwischen Gehweg, Radweg oder - sofern es keinen benutzungspflichtigen Radweg gibt - Fahrbahn wählen. Die ursprünglichen Vorstellungen des ADFC hätten zu einfacheren Regleungen geführt. Aber insgesamt hat diese StVONovelle zu Erleichterungen für Radfahrer gesorgt. Auf der anderen Seite ist die Benutzungspflicht von linksliegenden Radwegen ein Rückschritt, denn seit Ende der sechziger Jahre waren linksseitige Radwege nicht mehr benutzungspflichtig. Aus gutem Grunde, denn Radfahren auf der “falschen” Seite ist - ob erlaubt oder nicht - extrem gefährlich. pedal 1/98

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Radverkehrsanlagen neben der Fahrbahn Behörden dürfen Radfahrer nicht mehr überall verpflichten, Radverkehrsanlagen neben der Fahrbahn zu benutzen.  Mit dem blauen Radwegschild versehen und damit benutzungspflichtig gehalten werden dürfen nur noch Radwege, deren Breite, Verlauf und Oberflächenbeschaffenheit bestimmte Anforderungen erfüllt.  Es gibt keine Verpflichtung, das Radwegschild überall aufzustellen, wo dies zulässig wäre. Für solche Radwege zum Beispiel, die zwar den StVO-Mindestanforderungen, nicht aber den Anforderungen des Verkehrs entsprechen, oder für solche in Tempo-30-Zonen braucht man keine Benutzungspflicht auszusprechen.  Rechtsseitige unbeschilderte Radwege dürfen vom Radverkehr weiterhin benutzt werden. Sie müssen von den Behörden weiterhin verkehrssicher gehalten werden. Sie dürfen weiterhin nicht beparkt werden.  Auf linksseitigen Radwegen darf der Radverkehr nur bei Benutzungspflicht zugelassen werden. Diese Bestimmung ist eher fahrradfeindlich, besonders in zwei Situationen:  Auf einem kurzen Straßenstück sind Ziele und Quellen des Verkehrs auf einer Straßenseite konzentriert. Da kann es sinnvoll sein, die Benutzung des “linken” Radweges zu erlauben, damit die Fahrbahn nicht so oft gequert werden muss. Wenn aber dem Durchgangsverkehr auf der anderen Straßenseite keine “rechte” Radverkehrsanlage angeboten werden kann, müssten Radfahrer am Beginn und Ende des Radweges jeweils die Fahrbahn wechseln.  Wie viele Experten sagen, radelt es sich bergauf besser auf einem Radweg, bergab aber besser auf der Fahrbahn. Liegt nun auf einer längeren Steigungsstrekke der einzige Radweg - bergauf betrachtet - links, wäre es sinnvoll, die Radwegbenutzung bergauf zu erlauben, ohne sie bergab vorzuschreiben. Das sieht die StVO jedoch nicht vor.  Das Zeichen “Gehund-Radweg” hat eine Benutzungspflicht zur Folge. Damit ist es allerdings auch an Anforderungen zu Breite, Oberfläche und Verlauf gebunden.

 Die Behörden können das Radeln auf gemischten Wegen erlauben, ohne sie benutzungspflichtig zu machen - bei ausreichender Breite und geringer Fußgängerdichte. Dazu Radfahrer erhält das Gehwegschild frei den Zusatz “Radfahren frei”. Auf solchen Wegen haben sich die Radler/innen natürlich dem Fußgängerverkehr unterzuordnen. Radverkehr auf der Fahrbahn Ein wichtiger Grund für die StVO-Änderung waren Untersuchungen des TÜV Bayern. Diese zeigten, dass zumindest innerorts das Unfallrisiko der Radler/innen auf der Fahrbahn niedriger ist als auf dem Radweg. Für den Radverkehr auf der Fahrbahn wurden einige Verbessserungen aufgenommen, die es mancherorts schon seit einiger Zeit gibt, nicht zuletzt in Bremen. Das eine sind Radverkehrsanlagen auf der Fahrbahn:  Radfahrstreifen sind benutzungspflichtig wie die beschilderten Radwege. Sie sind auch ebenso für den Radverkehr reserviert. Autos und Motorräder dürfen sie nur überqueren. Radfahrstreifen werden von den Autospuren durch eine durchgehende weiße Linie abmarkiert und mit Piktogrammen in Form des Radwegschildes versehen, also mit Fahrrad auf kreisförmigem blauem Grund.  Schutzstreifen sollen die Rücksichtnahme der Autofahrer verbessern, ohne die Verkehrsarten streng zu trennen. Sie sind nicht benutzungspflichtig und dürfen andererseits von Autos mitbenutzt werden. Sie sind auch da zulässig, wo nur eine Restfahrbahn von 4,5 bis 5 Metern bleibt. Sie werden mit gestrichelter Linie abmarkiert. Die Fahrradpiktogramme dürfen dort keinen blauen Grund haben.  Busspuren dürfen für den Fahrradverkehr zugelassen werden. Solche “Umweltspuren” sind Busspur und Radfahrstreifen in einem. Sie müssen so breit sein, dass Bus und Fahrrad nebeneinander passen.


 Einbahnstraßen mit 30 km/h zulässiger Höchstgeschwindigeit dürfen jetzt ausdrücklich für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet werden, laut Gesetzestext zunächst versuchsweise bis zum 31. Dezember 2000. Nach den langjährigen positiven Erfahrungen im Ausland (NL, CH) und auch in Münster, Saarbrücken, Bremen und inzwischen vielen anderen deutschen Städten kann nur bei Böswilligkeit die Freigebe enden.  Fahrradstraßen mit entsprechendem Verkehrszeichen gibt es jetzt auch offiziell. Soweit in Fahrradstraßen Autos zugelassen werden, dürfen sie nicht schneller als 25 km/h fahren und haben sich dem Fahrradverkehr unterzuordnen - auch Radlern, die nebeneinander fahren. Aus der StVONovelle und der jüngsten Überarbeitung der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA ’95) ergibt sich mehr als Bremens bisherige zaghafte Anfänge: Fahrradstraßen sollen vorfahrtsberechtigte Hauptverkehrsadern des Radverkehrs werden. Anforderungen für die Benutzungspflicht Der Gesetzgeber räumt den Behörden eine Frist von einem Jahr ein, entweder die Radwege zu verbessern oder gegebenenfalls die Gebotsschilder zu entfernen. Es ist jedoch damit zu rechnen, daß viele Wege weiterhin mit dem Radwegschild verziert sind, auch wenn die Anforderungen an be-

nutzungspflichtige Radwege nicht erfüllt sind. Hier müssen Radfahrer entweder die Verkehrsregelung vor Gericht anfechten oder es auf lästige Diskussionen mit offiziellen oder selbsternannten Ordnungshütern ankommen lassen. Gerade bei den Breiten für Radverkehrsanlagen bleibt die StVO leider hinter den von Verkehrswissenschaftlern empfohlenen Werten zurück. Um ein gefahrloses Nebeneinanderfahren oder Überholen zu ermöglichen, ist nämlich eigentlich eine Breite von mindestens zwei Metern erforderlich.

Mindestbreiten für Radverkehrsanlagen mit Benutzungspflicht (ab 1.10.1998): Radweg: - eine Fahrtrichtung - geringer / mäßiger Verkehr 1,50 m - starker Fahrradverkehr 2,00 m - Beidrichtungsverkehr 2,40 m Gehweg neben Radweg 1,50 m ! Geh-und-Rad-Weg: - eine oder beide Fahrtrichtungen: - innerorts 2,50 m - außerorts 2,00 m Die Breitenangaben beziehen sich nicht einmal auf die auf dem Boden als Radweg gestaltete Fläche, sondern auf den lichten Raum, also die tatsächlich zur Verfügung stehende Breite. Der lichte Raum darf jeweils 25 Zentimeter über den Rand des baulich gestalteten Radweges hinausragen, aber nur dann, wenn er sich nicht mit dem lichten Raum der Autos (bis 50 cm seitlich des Bordsteins) und dem der Fußgänger überschneidet. Außerdem muss der lichte Raum frei von Hindernissen sein. Verkehrsschilder, Laternenmasten, Poller, Bäume und Sträucher können also dazu führen, dass ein Radweg nicht benutzungspflichtig bleiben darf.

So gut es auch sein mag, dass ein hindernisfreier lichter Raum in die Vorschriften aufgenommen worden ist, Aufgabe des ADFC wird es auch sein, darauf zu achten, dass innerhalb des lichten Raumes keine Sturzgefahr besteht. An den Rändern der baulichen Radwege dürfen also keine Kanten bestehen, allenfalls können sie durch andersfarbiges Pflaster abgegrenzt sein. Auch an die Führung von Radwegen an Kreuzungen und Einmündungen (“Knoten”) stellt die neue StVO Anforderungen. Sichthindernisse, steile Rampen oder Bordsteine über zwei Zentimeter Höhe darf es zum Beispiel nicht geben, wenn die Straßenverkehrsbehörde einen Radweg als benutzungspflichtig ausschildern möchte. Mängel der Oberfläche, die eine Benutzungspflicht ausschließen, sind grobe Berg-und-Tal-Führung an Grundstückseinfahrten, “wassergebundene” (oft Kies-, Erd, Sand-, Matsch-) Oberflächen (z. B. Hollerallee am Bürgerpark) oder deutliche Schäden einer ursprünglich ebenen wasserfesten Decke. Auch die stetige Befahrbarkeit ist ein Kriterium. Es dürfen sich also nicht hundertmeterweise benutzungspflichtige und nur erlaubte Abschnitte abwechseln. So ein Radweg ist dann auf ganzer Länge nicht benutzungspflichtig. Da der Gesetzgeber andererseits einzelne kurzstreckige Unterschreitungen der Mindestanforderungen zulässt, der ADFC wohl noch manches Tauziehen durchstehen müssen. Was tun mit ungenügenden Radwegen? Der Umgang mit mangelhaften Strecken hängt natürlich wesentlich von der Kfz-Belastung ab: In der Parkallee oder gar der Neuenlander Straße nutzt den Radfahrern eine Aufhebung der Benutzungspflicht nichts. Hier sind Verbesserungen der Radweg anzumahnen. In anderen Straßen, wie der Hemmstraße und der Lindenstraße, sind je nach Fahrstil und Tageszeit mal die Nachteile der Radwege, mal die der Fahrbahn größer. Hier sollten die Radwege weiter gepflegt, die Benutzungspflicht jedoch aufgehoben (bzw. in der Lindenstraße nicht wieder eingeführt), werden. In Wohn- und Wohnsammelstraßen mit Tempo-30-Regelung wird keine Radlerin und kein Radler auf der Fahrbahn übersehen und plattgefahren. Eine Benutzungspflicht selbst für den breitesten und ebensten Radweg steht der Kraftverkehrsberuhigung entgegen. Radwegschilder sind hier - da ist sich der ADFC-Arbeitskreis Verkehr sicher - fehl am Platze. Ulrich Lamm ganz links: Dieses Schild (hier Rekumer Straße in Bremen-Rekum) muß nach der Verwaltungsvorschrift zur neuen StVO mit Sicherheit entfernt werden. pedal 1/98 Mitte: Schutzstreifen (hier Hindenburgstraße in Bremen-Lesum) sind jetzt auch offiziell erlaubt. Fotos: dk 15


Verkehr

Die Novelle in der Praxis

StVO-Fachtagung

Hannover - Zur Information darüber, welche Konsequeenzen sich aus der StVO-Novelle vom 1. September 1997 ergeben, laden der ADFC-Landesverband Niedersachsen und das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr für den 19. Februar zu einer Fachtagung nach Hannover ein. Mit verschiedenen Vorträgen informieren Vertreter des Verkehrsministeriums, der Polizei und verschiedener Städte sowie freie Planer über Radverkehrsförderung, die Überprüfung der Radverkehrsanlagen nach der neuen Verwaltungsvorschrift und die Radwegebenutzungspflicht und über die Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer. Das genaue Programm gibt es beim ADFC-Landesverband Niedersachsen, Postfach 352, 30001 Hannover (bitte Rück- porto beilegen).

StVO-Novelle im web Die “Informationen zu den neuen StVO-Regelungen zum 1.9.97”, verfaßt vom Verkehrswissenschaftler und ADFC-Bundesvorstandsmitglied Tilman Bracher, sind jetzt auch im Internet unter http://members.aol.com/adfcbb/ stvo/index.htm zu finden. Links und konstruktive Kritik sind willkommen.

StVO-Informationen ... ... hält der ADFC Bremen in seinem Infoladen bereit. Bei Fragen steht Brigitte Breyling als Mitarbeiterin zur Verfügung. Der Arbeitskreis Verkehr des ADFC freut sich natürlich auch über verstärktes Interesse bei der Überprüfung der Umsetzung der neuen Regeln.

Arbeitskreis Verkehr

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Der AK Verkehr des ADFC Bremen trifft sich jeweils am ersten und dritten Montag eines Monats um 19.00 Uhr im ADFC-Infoladen. Der AK Verkehrsplanung des ADFC Bremerhaven trifft sich jeweils am letzten Dienstag im Monat um 19 Uhr in der Nonnenstraße. Kontakt über Knut Müller, (04740) 1363.

Radeln auf Bremens (Ab-)Wegen

Was bringt die neue Straßenverkehrsordnung in der Praxis? Bremen - Das Fahrrad ist eine tolle Erfindung - viele Radwege (oder was davon übriggeblieben ist) allerdings nicht. Fährt (schleicht, rast, schiebt, flucht) man täglich auf einigen der - laut Behörde - 800 Kilometer Strecke, kann einem schon mal die Lust vergehen: Ab Oktober diesen Jahres wird die seit dem 1. September 1997 geltende neue Straßenverkehrsordnung in punkto Radwegebenutzungspflicht wirksam. Sie schreibt vor, wie ein Radweg auszusehen hat: möglichst zwei Meter breit, mindestens aber 1,50 Meter. Die Oberfläche muß in Ordnung sein, Buckelpisten sind unzumutbar. Und schließlich müssen Radwege und Radfahrstreifen sicher und übersichtlich sein. Nur Radwege und Radfahrstreifen, die alle diese Bedingungen erfüllen, werden auch künftig durch das blaue Schild “Radweg” markiert. Allein sie müssen benutzt werden. Auf allen anderen “Radwegen”, die zu schmal oder in schlechtem Zustand sind, muß man nicht mehr fahren. Bis zum 1. Oktober 1998 haben die Städte und Gemeinden Zeit, diese Radwege auszubessern. Tun sie das nicht, müssen sie die blauen Schilder abmontieren. Und dann hat man die freie Wahl, ob Fahrbahn oder nicht beschilderter Radweg benutzt wird. Nach Schätzungen des ADFC dürften ca. 80 bis 90 Prozent der bestehenden Radwege den neuen Kriterien nicht standhalten. Bei einem jährlichen Etat von 400 000 DM (bei Kosten von ca. 200.000 DM pro Kilometer) ist es alles eine Frage der Zeit, bis Bremens Radwege wieder “zumutbar” sind: Ganze 400 Jahre. Bis dahin zeigt sich folgendes Bild: Es gibt Radwege, die sind unsichtbar. Hier ist die Markierung zum größten Teil so abwesend, daß ihre Fragmente erst nach häufigem Befahren erkannt werden (Beispiel Horner Straße/Ecke Bismarckstraße). Auf dem “Stau-Radweg” ist Überholen schier unmöglich, will man nicht mit linksseitigen Pfählen oder rechsseitigem Grünstreifen in Berührung kommen. Zu sehen gibt es das in der St.-Jürgen-Straße. Auch bei einem “Spar-Radweg” kann man sich jeglichen Versuch eines Überholmanövers sparen. Nach dem Motto “aus eins (Fußweg) mach zwei (Fuß- und Radweg), für das Auto ist die Straße frei” ist das “Reißverschlußprinzip” zu empfehlen: Mal eine Fußgängerin, mal ein Radfahrer. Aber nicht beide gleichzeitig. Nur nicht drängeln! Ehemalige Konflikte zwischen Auto- und Radfahrenden sind hier also auf Schmalspur verlegt. Zu befahren und bestaunen ist diese Spur am Sielwall. Ein einschneidendes Erlebnis ist der “Schneisen-Radweg” auf der Kurt-Schumacher-Allee. Wird das Tempo nicht rechtzeitig genug gedrosselt, sorgt die plötzliche radwegbreite Absenkung mindestens für

eine Felgen-Delle, wenn nicht sogar einen Aufenthalt in der Horizontalen. Ein Radweg mit Slalomqualität sorgt für Abwechslung im grauen Alltag. Hier auf der Lüneburger Straße kommt keine Langeweile auf. Radwege voll mit Leergut (d. h. kleine grüne Fläschchen in Scherben) sollten mit gutem Reifenprofil und “Augen zu und durch” befahren werden, siehe Sielwall. “Augen auf” sollte beim Überqueren der Straßenbahnschienen am Ostertorsteinweg beherzigt werden. Bei soviel Schmalspurigkeit kann man leicht ins Schleudern geraten. Der “Altglascontainer-Radweg” ist ganz praktisch, kann man hier doch Umweltschutz betreiben, und zwar aus nächster Nähe. Der Container steht direkt am Radweg (Humboldtstraße). Zwischen den Scherben findet sich bestimmt noch ein Abstellplatz für das Rad. Ansonsten bleibt der Absatz für Fahrradflickzeug bei den Fahrradläden mit Sicherheit konstant. Auf einem Stück St.-Jürgen-Straße befindet sich immer mindestens ein halbes Auto auf mindestens der halben Radwegbreite. Aber dann gibt es da noch den “Breitspur-Radweg”. Hier darf auf der Fahrradstraße, zum Beispiel iin der Graf-HaeselerStraße, nebeneinander gefahren werden. Hier macht Radfahren Spaß und der Mensch kann sich freuen, beim gemütlichen Radeln nur eine Leistung von 40 Watt zu benötigen, während es beim Auto 70000 Watt sind, die eine Tonne Stahlblech bewegen. Doch, doch, Radfahren ist schön, es fördert die Gesundheit. Spätestens ab ddem 1. Oktober 1998 hat der Spuk mit den Ab(artigen Rad-)wegen ein Ende. Bis dahin gilt für das Befahren der sogenannten Radwege: Zu Risiken und Nebenwirkungen warten sie bis zumm 1. Oktober. Oder fragen Sie den ADFC. Christiane Wasserscheid

Die Bürgerinitiativen zur StVO In einer Arbeitsgruppe des 11. Bürgerinitiativen-Verkehrskongresses wurde die StVONovelle vom 1. September so bewertet: “Die Bürgerinitiativen sehen in der StVONovelle ’97 einen Schritt in die richtige Richtung. Allerdings bleibt der Radwegebenutzungszwang bestehen und es ist zu befürchten, daß der Radwegeausbau zu Lasten der FußgängerInnen geschieht, die in der Novelle nicht berücksichtigt werden. Insgesamt stellte der Kongreß fest, daß die Novelle nichts an der Autofixiertheit der Straßenverkehrsordnung ändert. Deshalb fordern die Teilnehmemden in einer vom Plenum mit großer Mehrheit verabschiedeten Resolution von Bund und Ländern ein neues Regelwerk, das Fuß-, Rad- und öffentlichem Verkehr den Vorrang einräumt.”


Gerichtsentscheidungen

Recht für Radfahrer

Nutzungsausfall Wer sein Fahrrad durch einen Unfall verliert, kann bis zum Kauf eines neuen Rades von der gegnerischen Versicherung Mietkosten von etwa acht Mark täglich verlangen. (Amtsgericht Ahrensburg, Az 4bC154/82 oder Landgericht Ahrensburg, Az 4b 154/82)

Aus verschiedenen Rechtsgebieten sind Informationen dargestellt, die für RadfahrerInnen nötig und nützlich sind. Daß weder Radfahrprüfung noch Führerschein umfassend über die Tücken der StVO informieren, merkt die Radlerin schnell; die Wissenslükken schließt dieses Buch, in das auch die StVO-Novelle vom September 1997 eingearbeitet ist. Auch andere Bereiche, die einem so schnell unter dem Buchtitel nicht einfallen, kommen nicht zu kurz: Im Kapitel Zivilrecht geht es unter anderem um Haftung für Unfallfolgen und Haftung nach dem Fahrradkauf; unter Strafrecht wird nicht nur über Trunkenheit informiert, sondern auch darüber, wie man eine Anzeige erstattet. Diejenigen, die sich fragen, ob ihnen das Gesetz gegen schlechte Arbeit von Behörden und die Ausschilderung völlig unzureichender Radwege helfen kann, werden ernüchtert. Und schließlich macht das letzte Kapitel Mut, die Fahrt mit dem Rad zur Arbeit steuerlich geltend zu machen. Das Buch stellt Juristisches allgemeinverständlich dar und erfordert keine Vorkenntnisse. Ein umfangreiches Stichwortverzeichnis mit umgangssprachlichen, technischen und juristischen Begriffen hilft denen, die nicht den Wunsch haben, alles zu lesen. “Lebensrisiko” steht dort wie die “Spuckis”, “Morddrohungen” oder “Rosen”. Es lohnt sich allerdings, das Buch ganz zu lesen. Da es anschaulich geschrieben ist, entdeckt man am eigenen Radfahrer-Alltag neue Perspektiven. Tips zum Verhalten nach einem Unfall sollte man sowieso gelesen haben, bevor man in die Situation kommt. Dabei entdeckt man noch amüsante juristische Spitzfindigkeiten wie die, was die lauteste zulässige Schalleinrichtung ist, die ein Radfahrer nutzen darf. An vielen Stellen merkt man, daß der Autor die Schwierigkeiten kennt, denen Radfahrer im Alltag ausgesetzt sind, sei es auf ungeräumten Radwegen im Winter oder bedrängt von Kraftfahrern. Dennoch (oder deshalb? d. Red.) fordert er zu rücksichtsvollem Verhalten im Straßenverkehr auf und stellt Rechte und Pflichten der Radfahrer nebeneinander. Neben vielen Sachinformationen bietet das Buch einen Einblick in das Denken der Juristen - Kenntnisse, die vor Schaden bewahren. Carmen Hagemeister Dietmar Kettler, Recht für Radfahrer, BLV Verlagsgesellschaft, München, 1998, 118 Seiten, 19,90 DM. Das Buch wird “In Zusammenarbeit mit dem ADFC“ herausgegeben.

Der Zweiradfahrer und sein Recht Nicht mehr ganz neu aber hier noch nicht vorgestellt ist das ADAC-Handbuch “Der Zweiradfahrer und sein Recht” aus dem ADAC-Verlag. Es ist übersichtlich gestaltet und ermöglicht dank eines gut gegliederten Inhaltsverzeichnisses und einer Rechtsprechungsübersicht das schnelle Auffinden der gesuchten Themen. Daß Fahrrad- und Motorradrecht klar voneinander getrennt sind, ist wegen der vielen grundsätzlich unterschiedlichen Regelungen zweckmäßig. Daß der den Fahrradverkehr betreffende Teil dabei nur rund ein Drittel des Buches ausmacht, liegt allerdings nicht nur daran, daß es viele Regelungen, etwa zur Kfz-Steuer oder zur Kfz-Haftpflichtversicherung, für Radfahrer nicht gibt. Und auch nicht daran, daß der Abschnitt “Verhalten nach einem Unfall” zwischen den Regelungen für Krafträder versteckt wurde. Eher schon daran, daß zum Beispiel im Teil “Rechtsgrundlagen des nichtmotorisierten Zweiradverkehrs” (also im wesentlichen des Fahrradverkehrs) einige Urteile, die in der Fahrradpresse viel Beachtung fanden, fehlen. Und das sind nicht selten die Entscheidungen, die zu Gunsten der Radfahrer ausgefallen sind. Auch die Verwarnungs- und Bußgeldliste auf der zweiten und dritten Umschlagseite bezieht sich nur auf die Führer motorisierter Zweiräder. Ärgerlich ist auch, daß einige kommentierende und bewertende Bemerkungen in den Text eingeflossen sind:  Der Hinweis darauf, daß Radfahrer rechts an wartenden Autos vorbei bis zur Ampel vorfahren dürfen, wird durch die Bewertung ergänzt, daß das nicht unbedenklich sei, da Autos keinen rechten Außenspiegel haben müssen und die Fahrer somit “die Verkehrsvorgänge rechts hinten nicht genügend beobachten” könnten.  Die Vorschrift, daß ein langsames Fahrzeug, “wozu auch ein Fahrrad zählt”, anhalten müsse, um anderen das Überholen zu ermöglichen, werde “leider häufig nicht beachtet”, obwohl sie “die oft gefährliche Staubildung verhindern” helfe. Die Windschutzscheibenperspektive der Autoren drückt sich zum Teil in der Wortwahl, zum Teil aber auch in einer ungewöhnlichen Sichtweise der Dinge aus. Wer wäre sonst auf solch einen Satz gekommen: “Das Verbot, als erwachsener Radfahrer den Gehweg zu befahren, dient auch dem Schutz eines den Gehweg querenden Fahrzeugs." Da man aber als betroffener Radfahrer auch jenseits des Richtertisches mit ähnlich eingestellten Menschen zu tun hat, ist das Buch bestens geeignet, um abzuschätzen, was schlimmstenfalls passieren kann. Und dafür ist es mit 12.80 DM nicht zu teuer. dk

Verkehr

Zwei Bücher zum Recht

Vorfahrt auf linkem Radweg Ein Radfahrer auf der Vorfahrtsstraße hehält auch dann sein Vorfahrtsrecht gegenüber kreuzenden oder einbiegenden Fahrzeugen, wenn er den linken von zwei vorhandenen Radwegen benutzt, der nicht nach § 2 Abs. 4 Satz 2 StVO für die Gegenrichtung freigegeben ist. (BGH 4 StR 192/86 vom 15.7.1986; zitiert nach Zeitschrift für Schadensrecht 7 (1986)) Das heißt in der Regel jedoch nicht, daß den Führer des kreuzenden Fahrzeuges die alleinige Schuld an einer Kollision trifft. Andererseits kann er sich aber auch nicht damit herausreden, der Radfahrer habe durch die Benutzung des Radweges in falscher Richtung den Unfall allein verursacht. dk Alkohol und “linker Radweg” Wer auf einem Radweg in “falscher” Richtung fährt und mit einem in “richtiger” Richtung fahrenden betrunkenen Radfahrer zusammenstößt, braucht nur 40 Prozent Schadenersatz zu leisten. (OLG Hamm, 27 U 57/91) Gully Eine Gemeinde ist einem Radfahrer gegenüber schadenersatzpflichtig, wenn dieser mit dem Rad in einem Gullydeckel hängen bleibt, dessen Stäbe einen Abstand von vier bis viereinhalb Zentimeter Abstand voneinander haben. Dieses gilt auch dann, wenn die Stäbe quer zum Bordstein verlaufen, der Radler aber aus einer Garageneinfahrt gekommen und über den Bordstein in die Fahrbahn eingefahren ist. In der Urteilsbegründung heißt es dazu, in Garagen würden zunehmend nicht nur Autos, sondern auch Fahrräder abgestellt. (OLG Hamm, Urt. v. 8.3.90 - 6 U 240/84-ZfS 1991, 41)

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Verkehr

Ergebnisse einer Fahrradzählung

Kein Platz mehr für Fahrräder am Bahnhof?

Bremen - Auf der Nordseite des Bremer Hauptbahnhofes zählte der ADFC am 29. September 1997 in der Zeit von 12.00 bis 12.20 Uhr insgesamt 460 Räder bei 314 Stellplätzen. Davon entfielen auf das Fahrrad-Parkhaus 330 Räder bei 270 Abstellmöglichkeiten. Das BREPARK-Fahrradparkhaus ist damit nach zwölf Monaten überlastet. Auf der Bahnhofssüdseite waren 545 Räder bei einem Angebot von 414 Plätzen an Fahrradständern abgestellt. Die Gesamtanzahl von 1005 zur Mittagszeit abgestellten Rädern läßt sich mit Erfahrungswerten des ADFC auf den ganzen Tag hochrechnen. Dann ergibt sich eine Anzahl von mehr als 1600 rund um den Hauptbahnhof geparkten Fahrrädern am Tag.

Die heutige (provisorische) Bremer Fahrradstation, die 1980 von ADFC-Gründer Jan Tebbe initiiert wurde, muß den im Frühjahr beginnenden Bauarbeiten auf dem Bahnhofsplatz weichen. Doch drei Monate vorher ist immer noch unklar, wo in der Bauzeit am Bahnhof Fahrräder ausgeliehen, repariert oder sicher untergestellt werden können. Aus ADFC-Sicht darf das Provisorium nicht erst mal spurlos verschwinden oder in eine abgelegene Ecke verdrängt werden, um dann möglicherweise nie wieder aufzutauchen. Solange nicht klar ist, wann die neue Fahrradstation mit einem Rundum-FahrradService-Angebot und einer großen Zahl von bewachten Fahrradparkplätzen kommt, muß das heutige Angebot zumindest aufrecht erhalten werden. Ob in dem zu erwartenden BaustellenChaos noch genügend KundInnen den Weg zu Hacky Vogt finden werden, an den der

1600 Radler am Hauptbahnhof

Fahrradstationen in Bremen schon längst Wirklichkeit?

Wohin mit der Fahrradstation?

ADFC die Fahrradstation verpachtet hat, hängt ganz entscheidend davon ab, daß es für die Bauzeit einen Standort gibt, den die Kundschaft auch akzeptiert. Der Platz des seit Jahren angekündigten “Intercity-Hotel” am Eingang des Lloyd-Tunnels, an dem es außerdem etliche leerstehende Räume gibt, wäre aus ADFC-Sicht der zunächst am besten geeignete Standort. Aufpassen müssen außerdem alle mit dem Fahrrad zum Hauptbahnhof fahrenden Bahnkunden, daß die ohnehin nicht ausreichenden Abstellanlagen nicht im Zuge der Bauarbeiten ersatzlos verschwinden und als Zwischenstandort für Würstchenbuden, Tombolaverkaufsstände oder Kfz-Vorfahrten herhalten müssen. Der ADFC bittet deshalb darum, Bescheid zu sagen, falls jemand den Abbau von Fahrradständern bemerkt (Telefon (0421) 70 11 79). kpl

Hohe Zahlungsbereitschaft Ergebnisse einer Befragung

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Im elektronischen Stadtinformationssystem stößt man unter dem Stichwort “Fahrrad” auf die obenstehende Information. Die Überschrift suggeriert, daß es in Bremen bereits viele Fahrradstationen gibt. Im Text selber ist jedoch von der einzigen Fahrradstation, die es in Bremen gibt, keine Rede.

Die Nachfrage nach einem besseren Fahrradpark-Angebot und die Bereitschaft von Radlerinnen und Radlern dafür zu bezahlen, sind am Bremer Hauptbahnhof besonders hoch. Zu diesem Ergebnis kam der ADFC Bremen bei einer Befragung von 100 Nutzern der jetzigen Abstellmöglichkeiten. Für den ADFC-Vorsitzenden Andreas Kollmorgen unterstreichen die Ergebnisse den Bedarf an einer neuen großen Fahrradstation am Hauptbahnhof: “Wenn von den im Herbst 97 gezählten 1.600 Fahrrädern, die täglich am Bahnhof parken, die Hälfte in eine bewachte Fahrradstation gehen würde, könnte diese sich schon heute fast selber tragen. Die Fahrradstation sollte Platz für mindestens 1.000 Fahrräder haben, um auch der weiter wachsenden Nachfrage gerecht werden zu können, und neben dem bewachten Fahrradparken jede Menge zusätzlichen Service rund ums Rad anbieten.” Zu einer gut ausgestatteten Fahrradstation gehören neben der diebstahlsicheren und trockenen Abstellmöglichkeit auch Wartungsservice (nach dem Motto “morgens gebracht - abends gemacht”), Fahrradvermietung und radtouristische Informationen. Mit solchen Angeboten wird die neue Fahrradstation auch weitere Kunden anziehen und sich so schnell vom Zuschußgeschäft zum attraktiven Dienstleistungsstandort am

Hauptbahnhof entwickeln - dies zeigen unter anderem die Erfahrungen aus den Niederlanden oder Lüneburg. Durchschnittlich waren die in der Stichprobe vom ADFC befragten Menschen bereit, über zwei Mark am Tag, sieben Mark in der Woche, 18 Mark im Monat oder 125 Mark im Jahr für Fahrradparkgebühren auszugeben. Die aktuellen Ergebnisse der ADFCBefragung vor Ort bestätigen die allgemeinen Erkenntnisse, die 1996 bei einer Haushaltsbefragung im Auftrag der BREPARK herauskamen. Hierbei erklärten sich zwei Drittel von 255 Befragten grundsätzlich bereit, für bewachtes Fahrradparken am Hauptbahnhof bezahlen. Der dafür “angemessene Preis” wurde mit einem mittleren Wert von über drei Mark beziffert.


So könnte eine Fahrradstation in Zukunft aussehen. Eine Vision von ÖkoStadt e. V.

Betreiberkonzept für Fahrradstation ÖkoStadt legt Studie vor Bremen - Der Verein ÖkoStadt erarbeitete mit Mitteln des Bremer Umweltsenators ein Konzept für den wirtschaftlich tragfähigen Betrieb einer Fahrradstation in Bremen. Die Studie greift Erhebungen auf, die seit 1982 im Rahmen einer Diplomarbeit und später vom ADFC gemacht wurden und legt dar, daß der Bedarf für eine Fahrradstation am Bremer Hauptbahnhof inzwischen so groß ist, daß die Größenordnung niederländischer Fahrradstationen auch in Bremen erreichbar ist. Das Konzept sieht ein Angebot von 1000 überdachten Fahrradparkplätzen vor, die von 5 Uhr morgens bis 24 Uhr nachts bewacht werden. Das Angebot soll gebührenpflichtig sein. Das Personal bietet gleichzeitig Wartungs- und Pflegearbeiten an, Fahrräder können ausgeliehen werden, Infos, Karten und Ersatzteile rund ums Rad sind erhältlich. Ob für dieses Konzept ein privater Betreiber gefunden wird oder ob zunächst über eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme (Beschäftigungsgesellschaft) die schwierige Anlaufphase bewältigt werden soll, wird in der Studie zunächst offen gehalten. Bislang ist die politische Entscheidung über den Bau der neuen Fahrradstation noch nicht gefallen, obwohl die anderen Baumaßnahmen zur Umgestaltung des Bahnhofsplatzes im März/April 1998 beginnen sollen.

Wer sich für die Studie interessiert, kann eine Kurzfassung beim ADFC Bremen erhalten (im Infoladen erhältlich oder für 5 DM in Briefmarken im Versand). Die 100-seitige Langfassung ist beim ADFC einsehbar oder

ehem. geplanter Expreßguthalle ErweiterungsDB-Bürogebäude bau

kann zum Selbstkostenpreis von 30 DM bei ÖkoStadt e. V. bestellt werden (c/o Ökobüro im Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstraße 12 - 19, 28203 Bremen, Telefon (0421) 70 10 00, Fax 70 13 06). kpl

Hauptbahnhof

+

ÜberseeMuseum

N O

W S

Die Abbildung zeigt die von der Verwaltung vorgesehene Lage der neuen Fahrradstation. Für diesen Standort ist auch das Betreiberkonzept erarbeiet worden. (+: Standort der auf der nächsten Seite erwähnten Aktion)

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Verkehr

Was ist eine Fahrradstation? Die Idee stammt aus den Niederlanden: In einem Betrieb am Bahnhof finden radfahrende Bahnkunden unter einem Dach: - Platz zum Abstellen von Fahrrädern, mit Kontrolle des Zugangs und mit Bewachung, - Werkstatt, in der das Fahrrad wenn nötig repariert und gewartet werden kann, - Leihfahrräder für Geschäftsreisende und Touristen. Häufig werden außerdem angeboten: - Verkauf von Fahrrad-Karten und -Büchern, - Gepäckaufbewahrung, - Verleih von Spezialfahrrädern und Anhängern.

Warum braucht Bremen jetzt eine richtige Fahrradstation? Viele Bahnreisende fahren mit dem Fahrrad zum Bahnhof oder setzen ihre Bahnfahrt in Bremen mit dem Fahrrad fort. Am Bremer Hauptbahnhof stehen sie vor der Frage: Wohin mit dem Fahrrad? Noch mehr Menschen würden gerne die umweltfreundlichen Verkehrsmittel Bahn und Rad benutzen, wenn sie nicht Angst vor Beschädigung oder Diebstahl ihres Fahrrades am Hauptbahnhof hätten. Eine ausreichend große Fahrradstation würde Abhilfe schaffen. Aber nicht nur die Nutzer würden von solch einer Fahrradstation profitieren. Sie wäre ein Gewinn für Alle, denn die Fahrradstation - beugt der Kriminalität in diesem Bereich vor, - fördert die Benutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel, - steigert die Attraktivität des Bahnhofsumfeldes, - dämmt das “wilde” Parken von Fahrrädern ein, - erhält und schafft Arbeitsplätze, - bietet einen Service für Bremen-Touristen, - leistet einen Beitrag zur Verkehrssicherheit der Fahrräder, - entlastet Bus und Straßenbahn auf den stark frequentierten stadtnahen Streckenabschnitten.

ADFC-Aktion am Bahnhof

Foto: kpl

Bremen - Um auf die Notwendigkeit einer “richtigen” Fahrradstation aufmerksam zu machen, hat der ADFC Bremen am 5. November 1997 eine symbolische Fahrradstation am Bremer Hauptbahnhof errichtet (Foto rechts). Als Standort war der Platz zwischen “Ämtergebäude” und Polizeiwache ausgewählt worden, der auch für die Fahrradstation benötigt würde. (Da diese Fläche gegenwärtig für (gebührenpflichtige) Kurzzeitparkplätze geenutzt wird, kamen nebenbei noch ein paar Mark in die Kassen der BREPARK.) Zwei Stunden lang informierten die Aktivisten des ADFC die Öffentlichkeit und die Presse darüber, was eine Fahrradstation ist, warum Bremen eine braucht und woran es gegenwärtig hakt. (Die auf dieser Doppelseite abgebildeten Texte sind dem für die Aktion angefertigeten Faltblatt entnommen.)


Verkehr

Was ist denn bisher geplant?

Wo gibt’s das denn schon?

Bei den Überlegungen für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes wurde schon sehr früh daran gedacht, auch eine ausreichend große Fahrradstation mit einzuplanen. Dafür wurde ein Bereich zwischen Bahnhof und Überseemuseum vorgesehen (siehe Skizze rechts). Dafür sollten die jetzt dort vorhandenen Kurzzeitparkplätze für Autos verlegt werden. Ausgehend von der Anzahl der am Hauptbahnhof geparkten Fahrräder und den Erfahrungen an anderen Orten soll die Fahrradstation Platz für 1000 Fahrräder, einen Servicebereich und eine ausreichende Anzahl von Leihfahrrädern bieten. Über weitere Angebote ist noch nicht entschieden. Die Kundinnen und Kunden können den Abstellbereich der Station nur betreten, wenn sie eine Parkkarte gelöst haben. Sie können ein Fahrrad nur dann aus dem Abstellbereich herausholen, wenn sie einen zusammen mit der Parkkarte erworbenen Abschnitt vorweisen können. Während der Aufbewahrung wird der Abstellbereich überwacht, so daß Manipulationen und Beschädigungen ausgeschlossen werden können. Die Erfahrungen an anderen Orten belegen, daß die Fahrräder in einer Fahrrad-station wirklich sicher untergebracht sind. Für die Aufbewahrung sind Entgelte zwischen 1 und 3 DM pro Tag und zwischen 100 und 170 DM pro Jahr üblich. Innerhalb dieses Rahmens werden auch die Bremer Entgelte liegen. Eine Umfrage eines unabhängigen Gutachters im Auftrage der BREPARK belegt, daß diese Beträge auch gezahlt würden.

In den Niederlanden gibt es solche Fahrradstationen an den 80 größten Bahnhöfen mit insgesamt 100 000 Stellplätzen, aber auch in Einkaufszentren und in Innenstädten. Es werden ständig mehr; vorhandene Stationen werden vergrößert. Auch in Deutschland wurden in den letzten O Itzehoe Jahren mehrere Fahrradstationen O Oldenburg O Lüneburg eingerichtet O Wunstorf O Osnabrück (siehe Karte). O Bielefeld O Potsdam O Bochum O Oberhausen O Mühlheim O Göttingen O Kassel

O Düren

O Mannheim

Die meisten sind noch in mancherlei Hinsicht unvollkommen, aber die jüngsten Fahrradstationen in Lüneburg mit 1000 und in Mannheim mit 800 Stellplätzen sind gute Vorbilder. Allein in Nordrhein-Westfalen sollen in den nächsten Jahren 100 weitere Fahrradstationen geschaffen werden, darunter eine in Münster mit 3000 Stellplätzen. Auch in Freiburg ist eine große Fahrrad-station im Bau. In Bremen wurde 1980 eine provisorische Fahrradstation geschaffen, die aber vor allem aus räumlichen Gründen nie das volle Leistungsspektrum anbieten konnte.

Auf die Fahrradstation angewiesen Aus der Zuschrift eines Kunden: “Wie zu erfahren, hat die Freie Hansestadt Bremen sich bei der Planung für eine Neugestaltung des Bahnhofsgeländes noch nicht für die Einrichtung einer Fahrradstation entscheiden können. Ich bedaure dies sehr, da eine solche Einrichtung aus allgemeinen Interessen dringend notwendig ist. Zu meiner Person und Situation: Ich wohne in Hannover und gehe einer Beschäftigung als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bremen nach. Für meinen täglichen Anfahrtsweg zum Dienstort nutze ich, nach Anreise mit der Bahn, das Fahrrad vom Hauptbahnhof zur Universität. Das Rad habe ich bisher sicher an der vorhandenen Fahrradstation auf dem Bahnhofsvorplatz abstellen können. Duch Bereitstellung die-

ser Einrichtung (mit entsprechendem Serviceangebot wie Reparaturen und Verleih) hat sich die Stadt Bremen bisher als vorbildlich gegenüber anderen deutschen Großstädten gezeigt. ... Für eine an Umweltbewußtsein und infrastrukturelle Vielfalt sich besonders auszeichnende Stadt sollte das kein Thema sein!” Dr. Hartmut Remmers, Hannover


Verkehr

Plus Minus Radverkehrsplanung aus der Sicht des ADFC

Minus

Fotos: Dieter König Foto: Jörg Kappmeyer pedal 1/98

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Gestaltung Minus von Wohnstraßen

Bremen - Ende der Siebziger Jahre setzte sich die Erkenntnis durch, daß die übliche Gestaltung von Wohnstraßen nicht zur Verkehrssicherheit und zur Attraktivität des Straßenraumes für die Anwohner beiträgt. Die verkehrsberuhigte Wohnstraße kam auf, in der sich alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt den zur Verfügung stehenden Straßenraum teilen, in den Bordsteine dann natürlich nicht gehören. Nur die nicht vorhandenen finanziellen Mittel hinderten die Städtebauer und Verkehrsplaner seither daran, alle Wohnstraßen sofort entsprechend umzugestalten. Über das Ziel herrschte dagegen weitgehende Einigkeit. Nur in Bremen werden Wohnstraßen aufgerissen und anschließend genau so wieder "gestaltet", wie sie vorher aufgeteilt waren. Jüngste Beispiele: Die erste verkehrsberuhigte Straße Bremens, die Besselstraße im Bremer Ortsteil Fesenfeld (Fotos), und die Elbstraße in der Neustadt. Ein weiteres Minus den Straßenplanern dafür, daß sie nicht einmal einen glatteren Streifen für Radfahrer in das Holperpflaster eingebaut haben. Beispiele dafür gibt es auch in Bremen durchaus.

"Radfahrer Minus absteigen" in der Baustraße Osterholz-Scharmbeck - "Radfahrer absteigen" heißt oft die Lösung, wenn den Planern nichts anderes einfällt. So auch in der Osterholz-Scharmbecker Baustraße kurz vor der Ampelkreuzung, dort, wo Radfahrer den Radweg eigentlicham nötigsten brauchen. Da es eine Linksabbiegerspur gibt, kann es am vorhadenen Platz nicht liegen. Ein weiteres Minus dafür, wie der Radweg endet, nämlich ohne eine Einfädelungshilfe. Wer hier absteigt und schiebt, paßt kaum auf den Weg. Da ist es wenig tröstlich, daß für diesen "Radweg" spätestens im September die Benutzungspflicht erlöschen muß.


Verkehr

Plus

Führung des Radweges an Verkehrsinseln

Bremen - Oft hat man bei der Gestaltung von Radwegen den Eindruck, als hätten die Tiefbauer einen Ehrgeiz entwicklet, die Radfahrer über möglichst viele Bordsteine zu führen. Manchmal muß der Radweg noch eine Kurve machen, um auch noch eine abseits gelegene Verkehrinsel zu treffen. Ein positives Gegenbeispiel hat das Bauamt Bremen-Nord an der Einmündung der Betonstraße in die Farger Straße geschaffen. Warum können das andere Behörden nicht schaffen?

Faulenstraße: Minus Kein Platz für Radfahrer Bremen - Während in Bremen in ruhigen Nebenstraßen Radwege saniert werden, bleiben Radfahrer in Hauptverkehrsstraßen weiterhin sich selbst überlassen. Die für die Faulenstraße gefundene "Lösung" ist alles andere als bahnbrechend. Damit die Autos weiterhin ungestört fahren können, mußte wohl eine Haltestelleninsel gebaut werden. Und der Platz fehlt für einen Radfahrstreifen. Die Faulenstaße ist immerhin eine der Haupt-Zufahrten zur Bremer Innenstadt. Ihre Belastung durch Autoverkehr wird - anders als lange geplant - nicht abnehmen, weil ihre Verlängerung,die Martinistraße, ja nun doch vierspurig bleiben soll.

Bremen - Die Katharinenstraße in der Bremer Innenstadt ist nach den Umbauten der Deutschen Bank und der Bremer Landesbank zur Schaffung des sogenannten "Passagenrundlaufes" wieder für den Verkehr freigegeben worden. Nicht nur für Fußgänger ist dieser Bereich jetzt attraktiver, auch Radfahrer dürfen diese Straße wieder passieren und haben so eine direkte Zufahrt zum Liebfrauenkirchhof. Auch die Nord-SüdQuerung vom und zum Herdentor ist über die Katharinenstraße wieder gut möglich. Ein Minus allerdings dafür, daß die Durchfahrt während des Weihnachtsmarktes nicht möglich war.

Foto: Dieter König

Plus

Katharinenstraße und Innenstadtquerung

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Freizeit - Radtouren

Cuxhavener Radwandertag Cuxhaven - Zum “Cuxhavener Wander- und Radwandertag” laden die Kurverwaltung des Nordseeheilbades Cuxhaven und die drei Cuxhavener Mitveranstalter ADFC, Wandergruppe ATS und Kneippverein für den 18. April ein. Ab 10 Uhr morgens wird am Fort Kugelbake gestartet zu je zwei Wander und Radwanderstrecken unterschiedlicher Länge. Die Touren sind jeweils so konzipiert, daß es mittags am Ausgangspunkt etwas zu essen gibt und daß man - wenn man noch mehr erleben möchte - am Nachmittag die andere Tour erwandern oder erradeln kann. Bei den Radtouren wird das Naturschutzgebiet Duhner Heide, der Wernerwald, die “Alte Liebe”, der neue und der alte Fischereihafen, der neue Hafen CuxPort und natürlich jede Menge Strand und Küste erradelt. Ab zwölf Uhr wird außerdem am Fort Kugelbake ein maritimes Unterhaltungsprogramm mit Verlosung angeboten. Weitere Informationen und Anmeldungen bei der Kurverwaltung des Nordseeheilbades Cuxhaven, Stichwort “Wander- und Radwandertag”, Cuxhavener Straße 92, 27476 Cuxhaven, Telefon (04721) 404 - 127, Fax 404 - 146.

Tourenleiterseminar Für alle, die selber Radtouren leiten möchten, bietet der ADFC Niedersachsen vom 24. bis zum 26. April in Eimke-Dreilingen im Landkreis Uelzen ein Tourenleiterseminar an. Der Teilnehmerbeitrag wird 150 DM betragen. Die Einladung mit Programm kann ab Ende Januar gegen Rückporto angefordert werden beim ADFC Niedersachsen, Postfach 352, 30001 Hannover.

Arbeitskreis Radtouren

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Die Radtourenleiterinnen und -leiter im ADFC Bremen treffen sich jeweils am letzten Donnerstag eines Monats um 19.00 Uhr im Bremer ADFCInfoladen. Gäste, zum Beispiel solche, die selber einmal Radtouren leiten möchten, sind herzlich willkommen.

Bremen - Bremerhaven - Cuxhaven

Preissenkung für ADFC-Radwandernetz im Infoladen In seinen Anfangsjahren hat der ADFC für mehrere Gebiete Deutschlands sogenannte "ADFC-Radwandernetze" herausgegeben. Diese Radwanderführer sind gut geeignet für Menschen, die mit dem Kartenlesen Schwierigkeiten haben, aber trotzdem nicht die vorgeschriebenen Pfade eines herkömmlichen Radwanderführer nachfahren wollen. Denn jede Tour ist mit Worten so genau beschrieben, daß man sie ohne Hilfe einer Karte nachfahren kann. Für alle, die das Kartenlesen lernen möchten, sind schwarz-weiße Ausschnitte der Topographischen Karte 1 : 100 000 abgedruckt, in denen mit Symbolen immer wieder auf den Text Bezug genommen wird. Die beschriebenen Touren sind jeweils nur wenige Kilometer lang und können so zusammengesetzt werden, daß man auf

reizvollen Wegen vom Wohnort zum gewünschten Zielort und zurück fahren kann. Da jeder Tourenabschnitt in beiden Richtungen beschrieben ist, ist man in der Wahl der Richtung völlig frei. Das “ADFC-Radwandernetz Bremen Bremerhaven - Cuxhaven” ist einer der letzten noch erhältlichen Bände, wenn auch inzwischen in vierter Auflage. Es deckt den Bereich rechts der Weser zwischen Verden und Cuxhaven bis zur Linie Fischerhude Tarmstedt - Wallhöfen - Bederkesa - Otterndorf ab. Da die Preisbindung entfallen ist, ist es ab sofort im Bremer ADFC-Infoladen für 19,80 DM statt bisher 24,80 DM (für ADFCMitglieder mit Ausweis im Bremer ADFCInfoladen 16,80 DM statt 21,80 DM) zu bekommen. dk

Tourenleiterinnen und Tourenleiter auf Tour Weyhe - Sozusagen als I-Tüpfelchen der Radelsaison ’97 spendierten sich die Weyher RadtourenleiterInnen am 1. und 2. November noch ein schönes Finale. Souverän, wie das so die Art der ADFC Tourenleiter/innen ist, führte der Weyher Radtourenmanager Johann Kracke die elfköpfige Gruppe auf reizvollen Wegen durch die stimmungsvolle Herbstlandschaft zur Jugendherberge in Rotenburg. Gemeinsam Spaß haben, lokker klönen und ein wenig Erfahrung aus tauschen, das stand im Vordergrund dieser “Tour des Guides”. Wenngleich auch ein kleines “TourenBrainstorming ’98" geplant war, überraschte doch, daß dabei gleich ein fast voller Tourenkalender herauskam. Das spricht natürlich für dieses Weyher Tourenteam. Andererseits ist bei dieser Zahl der freiwilligen Tourenorganisatoren für jeden

Einzelnen die Durchführung von durchschnittlich zwei Touren im Jahr keine allzu große Hürde. Wer zur weiteren Senkung dieses Durchschnitts beitragen möchte, möge bitte Johann Kracke unter (0421) 89 05 61 anrufen. Für neue Tourenleiterinnen und Tourenleiter werden stets Termine freigehalten, spätestens wieder im nächsten Programm. Rolf Kasper

mach mit, radel mit, bleib fit! Weyhe - So heißt das Motto des Weyher Radtourenkalenders ’98. Handlich, alles auf einem Blick, so erscheint auch in diesem Jahr wieder das Radtourenangebot des ADFC Weyhe in einem attraktiven Faltblatt. Von März bis Oktober finden die Freunde des lustvoll-naturnahen Freizeitradfahrens jeden Monat zwei bis drei Touren und sonstige Veranstaltungen rund ums Rad. Ab Mitte März wird es wieder bei allen Zweiradhändlern, in Rathäusern und diversen

Geschäften in Weyhe und umzu ausgelegt sein. Gegen einen mit 1,10 DM freigemachten Briefumschlag bekommt man das Programm aber auch frei Haus geliefert. Wie bisher stehen die Weyher Radtourentermine auch wieder im jeweiligen “pedal”. Gemeinsam mit diversen ADFC-Gliederungen starten auch die Weyher am 22. März ganz frühlingsmäßig die Radtourensaison. Rolf Kasper


und andere Karten (nicht nur) für Radler Hannover/Bremen - Ab März werden im Bremer ADFC-Infoladen einige Karten des Landes Niedersachsen ganz neu oder in neuer Auflage (Ausgabejahr 1997 und 1998) zu bekommen sein: Die Radwanderkarte des Landes Niedersachsen 1 : 75 000 wird nach und nach in neuer Aufmachung mit neuer Blattnummer und zum Teil mit neuer Blattbezeichnung erscheinen. Der Preis bleibt unverändert bei 9,80 DM (für ADFC-Mitglieder mit Ausweis im Bremer ADFC-Infoladen 7,80 DM). Blatt 13 Wendland umfaßt das Gebiet um die Orte Lüchow und Dannenberg vom Elbe-Seiten-Kanal bis zur Elbe und von Salzwedel bis zum Amt Neuhaus. Es enthält viele reizvolle Routenvorschläge für die schöne und ruhige Landschaft an der Elbe und in den Erholungsgebieten des Wendlandes, wie zum Beispiel den überregionalen Altmarkrundkurs. Informationen über Land und Leute, Sehenswürdigkeiten und Freizeitangebote runden die Karte ab. Neu sind auch die Blätter 18 Hannover Nord mit dem Bereich zwischen Hannover und der Aller zwischen Winsen und Rethem, 3 Aurich mit dem Gebiet zwischen Leer, Westerstede und der Nordseeküste und 19 Celle mit dem Bereich zwischen Burgdorf, Gifhorn und der Südheide rund um Eschede. Unter den Regionalkarten 1 : 100 000 wird möglicherweise das Blatt 6 Nordheide in neuer Auflage zu bekommen sein (war bei Redaktionsschluß noch offen). Es umfaßt den Bereich zwischen Altem Land, Walsrode und Uelzen. Die 16 Blätter dieses Kartenwerkes kosten unverändert 11,80 DM. Im vegangenen Jahr ist ja schon die Topographische Karte 1 : 100 000 in der CD-ROM-Version für 89 DM erschienen. Neu ist jetzt auch die Topographische Karte 1 : 50 000 auf CD ROM. Für 118 DM umfaßt sie den Inhalt von 132 Blättern der herkömmlichen Karte, sowie zusätzlich die 13 Niedersachsen betreffenden Blätter der Topographischen Übersichtskarte 1 : 200 000, die Bundesrepublik Deutschland im Maßstab 1 : 1 000 000, 15 000 Ortschaften und die Verwaltungsgrenzen. Eingebaut sind verschiedene Funktionen, wie Entfernungen und Flächen messen, Drucken von Kartenausschnitten, Export in Windows-Programme, Zeichnen in speicherbaren Ebenen und andere. Gerade die letztgenannte Funktion erlaubt das Erstellen eigener Karten. Die geplante Route

für die nächste Reise, die Standorte der vorgebuchten Unterkünfte, die Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt ansteuern möchte - kein Problem. Nach der Tour können die Daten ergänzt und geändert werden und ergeben so einen Ausdruck für das Reisetagebuch. Das Ortsnamenregister, die Entfernungsmessung und die Möglichkeit, ohne Rücksicht auf die Blattbegrenzungen genau die passenden Kartenausschnitte auszudrucken werden nicht nur Radfahrer begeistern. Die CD-ROM ist im Buchhandel, im pedal-Büro und im Bremer ADFC-Infoladen erhältlich (bitte kurz vorher bestellen).

Zeven - Auf dem Gelände einer ehemaligen Muntionsfabrik bei Zeven-Aspe wurde wahrscheinlich Deutschlands einziger permanenter Mountainbike-Parcours errichtet. Von einem 2,3 Kilometer langen mit Hackschnitzeln belegten Rundweg durch den Wald führen jeweils Abzweigungen zu den einzelnen Stationen. Außerdem gibt es einen kleineren Geschicklichkeitsparcours für Kinder, Hütten zum Unterstellen und einen Parkplatz. Da im nächsten pedal über das Projekt ausführlicher berichtet werden soll, freut sich die Redaktion über Erfahrungsberichte.

Freizeit - Radtouren

Neue Radwanderkarten

Mountain-Bike-Parcours


Freizeit - Radtouren

Radtourenkalender ... Teilnahmebedingungen für Radtouren des ADFC Bremen und seiner Gliederungen Sofern nicht anders angegeben, ist keine Anmeldung erforderlich. Gäste sind herzlich willkommen, sie zahlen in der Regel einen höheren Teilnehmerbeitrag. Alle Teilnehmer/innen tragen selbst das allgemeine Risiko, das die Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt. Sie sind deshalb auch bei einer geführten Tour für die Einhaltung der Verkehrsvorschriften selbst verantwortlich. Für die Verkehrssicherheit des Fahrrades ist jede/r Teilnehmer/in selbst verantwortlich. Für Minderjährige wird keine Aufsichtspflicht übernommen. Wer eine Tour abbricht, teilt das bitte dem/der Tourenleiter/in mit.

Vom Anfänger bis zum Fernreisenden

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Bremen - Der Bremer Radtourenleiter Peter Boldt unternimmt in diesem Jahr den Versuch, Radfahrerinnen und Radfahrer, die sich das nicht alleine zutrauen, behutsam an das Tourenradeln heranzuführen. Die Serie “Vom Anfänger bis zum Fernreisenden” beginnt am Sonntag, dem 5. April mit einer 25 Kilometer langen Eene-Meene-MuhKuh-Erlebnisradtour. Am Anfang dieser Tour wird der ADFC-Infoladen vorgestellt. Es folgen eine 30-, eine 40-, eine 55- und eine 70-km-Tour, eine 2-Tage- und über Pfingsten eine 3-Tage-Tour. Den Abschluß bildet etwas später - im September 2000 - eine 28-Tage-Tour, die bis in die Wüste Afrikas gehen soll. Die Einzelheiten stehen unter dem jeweiligen Datum im Terminkalender.

... des ADFC Bremen

Sonntag, 22. März Start in den Frühling Der etwas andere Weg nach Heiligenrode Günter Binsau, (0421) 21 92 32 Torfkanal/Utbremer Ring (Q 88): 10.00 55 km, mittleres Tempo Rückkehr ca. 16.30 Uhr überwiegend auf ruhigen Nebenstraßen Kurze Picknickpause und Einkehr 10 DM, ADFC-Mitglieder 4 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei Sonntag, 5. April Vom Anfänger bis zum Fernreisenden I Eene Meene Muh - Kuh-Erlebnisradtour Peter Boldt, (0171) 4 85 53 35 ADFC-Infol., Mathildenstr. 89 (S 88): 10.00 ca. 25 km, mittleres Tempo Rückkehr ca. 14 Uhr keine Einkehr, Mittagspicknick Dieses ist die erste Tour aus der Serie “Vom Anfänger bis zum Fernreisenden”. Es folgen eine 30-, eine 40-, eine 55- und eine 70-kmTour, eine 2-Tage-, eine 3-Tage- und eine 28-Tage-Tour (nach Afrika). Am Anfang dieser Tour wird der ADFCInfoladen vorgestellt. Heute fahren wir entlang der Wörpe nach Trupermoor, Heidberg, Dannenberg, Seebergen und Hexenberg. Die neuen Schilder an den Weiden erklären nicht nur, wer uns auf der anderen Seite des Zaunes gegenübersteht. Es wird viel Neues, Interessantes und auch Kurioses über Kühe und andere Tiere erzählt. kein Teilnehmerbeitrag Ostersonntag, 12. April Vom Anfänger bis zum Fernreisenden II Peter Boldt, (0171) 4 85 53 35 Kuhgrabenweg/Am Stadtwald (O 89): 10.00 ca. 30 km, mittleres Tempo Rückkehr ca. 14 Uhr überwiegend auf Wirtschaftswegen Längere Picknickpause, Verpflegung und ggfs Unterlage zum Sitzen bitte mitnehmen, keine Einkehr In den Wiesen unter- und oberhalb der Wümme fahren wir auf autofreien Wegen zum weniger bekannten Naturschutzgebiet Truper Blänken. Dieses gibt einen Eindruck von der ehemals wasserreichen Moorlandschaft. Statt Ostereiersuchen steht eine Vorführung der Eintagesausrüstung des Tourenleiters auf dem Programm. 10 DM, ADFC-Mitglieder 4 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei

Sonntag, 19. April Vom Anfänger bis zum Fernreisenden III Weidedamm 3, vorher und nachher, Vorschau: Weidedamm 7 Peter Boldt, (0171) 4 85 53 35 Kuhgrabenweg/Am Stadtwald (O 89): 10.00 ca. 40 km, mittleres Tempo Rückkehr ca. 15 Uhr überwiegend auf ruhigen Nebenstraßen Picknickpause, Verpflegung bitte mitnehmen, keine Einkehr Diese dritte Anfängertour führt uns bis an die Lesum, zurück geht es über Wümmedeich und Waller Straße. Unterwegs weden zwei alternative Bauwagensiedlungen besucht und der Tourenleiter erzählt etwas über Greenpeace, die Bremer Commune, einfaches Leben und Bewußtseinssprünge (?) 10 DM, ADFC-Mitglieder 4 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei Sonntag, 19. April Fahrt zum Gasthof Wasserburg Günter Binsau, (0421) 21 92 32 Torfkanal/Utbremer Ring (Q 88): 10.00 55 km, mittleres Tempo Rückkehr ca. 16 Uhr überwiegend auf ruhigen Nebenstraßen Etwa halbstündige Picknickpause, Einkehr Die Tour geht zeitweilig neben oder auf dem Weserdeich entlang sowie vorbei an der Achimer und Bierdener Marsch. Zurück geht es durch das Dorf Bollen. 10 DM, ADFC-Mitglieder 4 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei Sonntag, 26. April Vom Anfänger bis zum Fernreisenden IV Peter Boldt, (0171) 4 85 53 35 Berliner Freiheit/Apotheke (R 92): 10.00 ca. 55 km, mittleres Tempo überwiegend auf Wirtschaftswegen Picknickpause, Verpflegung bitte mitnehmen, Einkehrmöglichkeit Eine fast tagesfüllende Radtour zum Otterstedter See 10 DM, ADFC-Mitglieder 4 DM, Kinder in Begleitung Erwachsener frei


Donnerstag, 21. Mai (Himmelfahrt) Himmelfahrt - raus aus Deutschland Peter Boldt, (0171) 4 85 53 35 ca. 45 km, mittleres Tempo Rückkehr spät abends Wir flüchten mit Rad und einem Fischkutter in die See. Getränke sind genug an Bord, alles andere bitte mitbringen. Genauere Beschreibung im nächsten pedal. 65 DM, ADFC-Mitglieder 59 DM, Kinder bis 14 Jahre 50 DM einschließlich Schiffsfahrt, 1 Liter Bier und Tourenleitung Anmeldung bis zum 11. Mai beim Tourenleiter und durch Überweisung auf Konto 11 44 25 14, Peter Boldt, Die Sparkasse in Bremen, BLZ 290 501 01. Sonnabend, 23. bis Sonntag, 24. Mai Vom Anfänger bis zum Fernreisenden VI HEU - Hamburg Peter Boldt, (0171) 4 85 53 35 ca. 75 und 65 km, mittleres Tempo Fahrt mit dem Zug nach Hamburg, dort Schiffs- und Radrundfahrt auf, über und unter der Elbe, mit einer Übernachtung nach Bremen zurück. Genaue Beschreibung im nächsten pedal. Anmeldung bis 11. Mai beim Tourenleiter Sonnabend, 30. Mai bis Montag, 1. Juni Vom Anfänger bis zum Fernreisenden VII HEU - Solling Peter Boldt, (0171) 4 85 53 35 Hauptbahnhof (R 87), Gleis: 7.00 mittleres Tempo Per Zug, Rad und Schiff durchs Weserbergland, in Hameln eine Stadtbesichtigung, vorbei an der Hämelschenburg, zum Hochmoor Mecklenbruch auf dem Solling, schnelle Abfahrt (persönlicher Rekord des Tourenleiters: 52 km/h), 2 Übernachtungen im Heuhotel (Schlafsack mitbringen), 1. und 2. Klasse buchbar. Der Tourenleiter führt seine Mehrtagesausrüstung vor. Näheres steht im nächsten pedal.

Freitag, 10 bis Sonntag, 12. Juli Mehrtagestour ins Elbe-Weser-Dreieck Cuxhaven - Otterndorf - Bremerhaven Bremen Rainer Thiele, (0421) 7 15 25 (mögl. 16.00 - 18.00) Roonstraße 60, 28203 Bremen vor dem Hauptbahnhof (R 87): ca. 15.00 ca. 60 bis 70 km pro Tag mittleres Tempo (ca. 15 km/h) Rückkehr ca. 18 - 19 Uhr überwiegend auf Wirtschaftswegen und ruhigen Nebenstraßen Mittags und abends Einkehrmöglichkeit Freitagnachmittag fahren wir mit dem Zug anch Cuxhaven und weiter mit dem Rad zur Jugendherberge nach Otterndorf (ca. 25 km). Sonnabend erkunden wir das ElbeWeser-Dreieck mit dem Rad. Die Tour fürht über Bad Bederkesa zum Jugendgästehaus Bremerhaven (ca. 70 km). Sonntagmorgen Rückfahrt nach Bremen an der östlichen Weserseite, je nach Wetter und Kondition bis nach Bremen-Vegesack (ca. 65 km). Weiterfahrt nach Bremen mit dem Zug oder mit dem Rad (zusätzlich 25 km). ca. 132 DM, ADFC-Mitglieder ca. 117 DM einschließlich Bahnfahrt und Fahrradmitnahme nach Cuxhaven, zweimal Übernachtung in Jugendherberge mit Frühstück, Kurtaxe, Reisesicherungsschein, Tourenleitung. Eigenes Bettzeug mitbringen (oder gegen Gebühr in der JH leihen) Verbindliche schriftliche Anmeldung mit anliegendem Scheck beim Tourenleiter (frühzeitige Anmeldung sichert die Teilnahme), spätestens bis zum 15. Mai. Sonnabend, 12. bis Sonnabend, 19. September ahrradurlaub auf dem Darß Rostock - Fischland - Darß - Zingst Hiddensee - Stralsund Rainer Thiele, (0421) 7 15 25 (mögl. 16.00 - 18.00) Roonstraße 60, 28203 Bremen vor dem Hauptbahnhof (R 87): ca. 10.00 ca. 40 bis 50 km je Tag mittleres Tempo (ca. 15 km/h) Bahn bis Rostock, per Rad nach GraalMüritz. Am nächsten Morgen zum eigentlichen Urlaubsort Prerow (5 Übernachtungen im Gästehaus) auf dem Darß. Tagestouren über Fischland, Darß und Zingst. Zurück über Hiddensee (Aufenthalt) und Stralsund. Genaue Beschreibung im nächsten pedal, falls dann noch Plätze frei sind. ca. 900 DM pro Person im DZ, ADFC-Mitglieder ca. 850 DM, Einzelzimmer ca. 100 DM Mehrpreis einschließlich Bahnfahrt (IC) und Fahrradmiitnahme nach Rostock/Stralsund, 7 mal Übernachtung/Frühstück im Hotel/Gasthaus, Fähre, Schiff nach Hiddensee und Stralsund, Kurtaxe, Reisesicherungsschein, Tourenleitung. Verbindliche schriftliche Anmeldung beim Tourenleiter. Bei Redaktionsschluß waren nur noch wenige Plätze frei.

Radtouren und Exkursionen des BUND Bremen Sonntage, 22. Februar, 15. und 29. März Wintergäste - Wiesenvögel Vogelkundliche Radtour Monika Siems Meierei, Bürgerpark (P 88): 10.00 Unisee - Kuhgrabenweg Kreuzdeich - Borgfelder Wümmewiesen (11.00) Einkehr um ca. 13.30 in Timmersloh Fernglas, Handschuhe und warme Kleidung mitbringen Die Tour fällt bei Dauerregen aus

Freizeit - Radtouren

Freitag, 1. Mai Vom Anfänger bis zum Fernreisenden V Peter Boldt, (0171) 4 85 53 35 Martini-Anleger (S 86): 8.00 ca. 70 km, mittleres Tempo Einkehrmöglichkeit Auf dieser letzten Eintagestour aus der Serie “Vom Anfänger bis zum Fernreisenden” fahren wir schon bis in die nächste Stadt. Da der Rückweg immer der Weser, Lesum und Wümme entlang über 70 Kilometer beträgt, benutzen wir für den Hinweg ein Schiff. Das Ziel ist Bremerhaven, dort haben wir zwei Stunden Zeit für Einkehr und verschiedene Museumsbesuche. Wer alle fünf Anfängertouren mitgemacht hat, erhält eine “Prämie”. 32 DM, ADFC-Mitglieder 26 DM, Kinder bis 14 Jahre 13 DM einschließlich Schiffsfahrt, Fahrradtransport und Tourenleitung keine Anmeldung erforderlich

Sonntag, 29. März Radwanderung zum Silbersee Waltraud Kern Balgebrückstraße / Martinistraße (S 87): 10.00 Einkehr ist möglich Etwa 50 km, 12 - 14 km/h Sonntag, 5. April Naturnahe Lebensräume auf der linken Weserseite Michael Abendroth Grollander Straße / Oldenburger Hochstraße (U 83): 9.00 Grollander Ochtum - NSG (?) Brokhuchting - Vor- und Hinterwerder - Ochtumsperrwerk - Lemwerder - Vegesack Dort kehren wir in einem der wesernahen Lokale ein. Man sollte mindestens 15 DM fürs Essen einkalkulieren. Danach können die Teilnehmer entscheiden, ob sie über den Lesum- und Wümmedeich und längs der Kleinen Wümme zurück nach Bremen radeln oder ob sie von Vegesack per Bahn zurückfahren (Fahrtkosten einkalkulieren)

Bremervörde-Touren Erstmalig werden von ADFC und NABU gemeinsam Radtouren ab Bremervörde anbieten. Auf drei Touren werden Informationen zum Thema Moor weitergegeben. Bei der ersten Tour am 9. Mai geht es mit rund 30 Kilometern Länge langsam los. Im Juli und September wird es um Pflanzen und Tiere im Moor und um dessen Besiedlung gehen. Die Teilnahme kostet jeweils 10 DM, ADFC- und NABU-Mitglieder fahren kostenlos mit. Die genauen Einzelheiten stehen im nächsten pedal.

pedal 1/98

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Radtourenkalender ... ... des ADFC Cuxhaven

... des ADFC Bremerhaven

... des ADFC Osterholz

Feierabendtouren jeden Donnerstag vom 2. April bis zum 24. September - außer Himmelfahrt (21. Mai), Dauer ca. 2 Stunden Treffpunkt: 18.30 Uhr am NABU-Umweltzentrum, Bahhofstraße 20 A, Cuxhaven

Sonntag, 29. März Ziel: Dedesdorf Knut Müller Weserfähre: 10.00 ca. 45 km Einkehrmöglichkeit

Sonntag, 22. März Start in den Frühling Jörg Kappmeyer, (04791) 54 29 Bahnhof Osterholz-Scharmbeck: 10.00 ca. 60 km mittleres Tempo (ca. 17 km/h) Rückkehr ca. 16 Uhr Einkehr ist vorgesehen In der Burg Hagen wird die Ausstellung “Hochmoorlandschaften - gestern und heute” besucht. 4 DM, ADFC-Mitglieder 2 DM, Schüler und Jugendliche bis 18 Jahre frei zuzüglich Eintritt

Sonntag, 05.04.98 Fahrt ins “Blaue” (?) mit Einkehr und Klönschnack ca. 45 km Treffpunkt: 11.00 Uhr NABU-Umweltzentrum, Bahnhofstraße 20 a, Cuxhaven Peter Doorentz, Tel. 0 47 21 / 4 92 55 Ostermontag, 13.04.98 Mit dem Osterhasen auf Ostereiernachsuche Familientour mit Einkehr ca. 30 km Treffpunkt: 13.00 Uhr NABU-Umweltzentrum, Bahnhofstraße 20 a, Cuxhaven Anmeldung: bis 6. April bei Helga und Bernd Ehlers, Tel. 0 47 21 / 6 13 37 Kostenbeitrag: DM 7,50 Samstag, 18.04.98 Kombinierter Wander- und Radwandertag der Kurverwaltung Cuxhaven ab 9.30 Uhr Fort Kugelbake, Cuxhaven Radwanderstrecken: 10.00: 30 km: Fort Kugelbake - Alte Liebe Fischereihafen - Müllersiedlung - Alte Marsch - Altenbruch - Alte Marsch - Schleuse Groden - Richtung Steubenhöft - Hafen Grimmershörnbucht - Fort Kugelbake Mittagessen: 12.00 - 14.00 Uhr; 14.00: 25 km: Fort Kugelbake - Duhnen Sahlenburg - Arensch Ostrand - HolteSpangen - Brockeswald - Pastor-DrägertWeg - Moorwiese - Fort Kugelbake Tageskarte: DM 15,00 inkl. Mittagessen, Kaffeegedeck, Rahmenprogramm Kartenvorverkauf: Ticket-Center der Cuxhavener Nachrichten = DM 13,00. Samstag, 25.04.98 Frühjahrsaktion: Bike-Fitnesstour Treffpunkt: 14.00 Uhr NABU-Umweltzentrum, Bahnhofstr. 20 a, Cuxhaven Winfried Netzlaff, 0 47 21 / 3 36 19 (abends) Uns ist jeder willkommen, der ein verkehrssicheres Fahrrad besitzt. Startgeld für NichtADFC-Mitglieder zugunsten der Vereinsarbeit (außer bei Feierabendtouren): 3 DM pro Person, Kinder frei. Für die Verkehrssicherheit des pedal Fahrrades und die Einhaltung der 1/98 Straßenverkehrsordnung ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich. 28 Jegliche Haftung schließen wir aus.

Sonntag, 19. April Ziel: Wremen Thomas Richter / Heike Vogler Stadthalle: 13.00 ca. 45 km Einkehrmöglichkeit Sonntag, 3. Mai Ziel: Stubben Wolfgang Sander Stadthalle: 10.00 ca. 75 km Einkehrmöglichkeit Sonntag, 17. Mai Ziel: Flögeln Knut Müller Stadthalle: 10.00 ca. 50 km Einkehrmöglichkeit Für die Touren des ADFC Bremerhaven gilt: Strecken: Hauptsächlich Wirtschaftswege (nicht immer befestigt) Durchschnittsgeschwindigkeit bei Fahrten bis 60 km: 14 km/h, über 60 km: 16 km/h Für die Verkehrssicherheit des Fahrrades und die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich. Jegliche Haftung von seiten des ADFC ist ausgeschlossen. Teilnehmen kann Jede/r! Startgelt für Nichtmitglieder 3 DM, Familien 5 DM.

Sonntag, 19. April Zeitmesser mit Geschichte Radtour zum Taschenuhr-Museum in Tarmstedt Jörg Kappmeyer, (04791) 54 29 Bahnhof Osterholz-Scharmbeck: 10.00 ca. 65 km mittleres Tempo (ca. 17 km/h) Rückkehr ca. 17 Uhr Einkehr ist vorgesehen 9 DM, ADFC-Mitglieder 7 DM, Schüler und Jugendliche bis 18 Jahre 5 DM einschließlich Führung im Museum

... des ADFC Verden Sonntag, 5. April Bremen und zurück Robert Reinke, (04231) 6 25 84 Lugenstein: 8.00 90 km In einer riesigen Acht werden wir zunächst über Eissel und rechts am Kanal entlang bis nach Uesen fahren. Dann geht’s links der Weser bis nach Bremen. Nach der Mittagspause am Weerdersee überqueren wir die Weser wieder am Sperrwerk und radeln auf dem Deich entlang bis nach Uesen und über Intschede nach Verden zurück. 5 DM, Schüler und Auszubildende 2 DM, ADFC-Mitglieder frei Sonntag, 3. Mai Zum Oyler Berg Robert Reinke, (04231) 6 25 84 Lugenstein: 8.00 93 km Wir fahren zunächst auf dem Weserradweg bis Hoya und dann weiter über Bücken, Blenhorst und Lemke bis nach Oyle. Auf dem Oyler Berg begehen wir eine vorgeschichtliche Schanzenanlage. Der Rückweg führt uns erst nach Nienburg und dann rechts der Weser über Drakenburg, Eystrup und Dörverden wieder zurück nach Verden. 5 DM, Schüler und Auszubildende 2 DM, ADFC-Mitglieder frei


... des ADFC Achim

... des ADFC Weyhe

... des ADFC Diepholz

Bis zum 21. März jeden Sonnabend Kleine Tour rund um Achim Hallenbad: 14.30 mittleres Tempo (ca. 15 km/h) ca. 1 1/2 Stunden abseits der Hauptstraßen

Sonntag, 22. März Luft rauf, Kette geölt wir starten die Saison, mal nach dem Frühling schauen. Leitung: Schulz, (0421) 89 39 23 Neues Rathaus: 11.00 Gemäßigte Tour, Dauer und Strecke je nach Wetter!

Sonntag, 22. März Tour in den Frühling durch das Diepholzer Bruch Horst Herrmann, (05441) 72 21 Bahnhof Diepholz: 14.00

Ab dem 24. März jeden Dienstag Feierabendtour Bibliothek am Rathausmarkt: 18.30 ca. 1 1/2 Stunden abseits der Hauptstraßen Bei Bedarf werden zwei Touren angeboten, ca. 15 km/h und über 20 km/h Sonnabend, 23. und Sonntag, 24. Mai Mit Andy in die Lüneburger Heide Andreas Bartsch, (04202) 7 52 48 Rathaus: 10.30 2 x ca. 70 km, gemütliches Tempo Rückkehr in Achim Sonntag ca. 20.15 Uhr 5 bis 15 Teilnehmer Wir fahren in Richtung Eissel, Scharnhorst bis kurz vor Schneverdingen. Mittags- und Kaffeepause sind eingeplant. Am Sonntag geht es nach einem reichhaltigen Frühstück gegen 10.30 weiter nach Schneverdingen, Niederhaverbeck, Undeloh, Wesel, Inzmühlen, Handeloh nach Buchholz (Nordheide). Von hier geht es mit der Bahn nach Sagehorn. Den Rest des Weges legen wir dann wieder mit unseren Rädern zurück. 90 DM, ADFC-Mitglieder 80 DM Anmeldung bis 2. Mai beim Tourenleiter Sonnabend, 30. Mai bis Montag, 1. Juni Mit Herbert zur Nordsee (Cuxhaven) Herbert Kablitz, (04207) 80 20 97 Achim Rathaus: 8.30, Sagehorn Bhf: 9.15 Bremen-Oberneuland, Bahnhof (R 96): 9.45 25 bis 85 km Rückkehr: Sagehorn 20.30, Achim 20.00 Die Tour geht über den Hodenberger Deich an Wümme, Lesum und Weser entlang bis Brake (ca. 85 km). Dort wird erstmals übernachtet. Am nächsten Tag geht es über Bremerhaven (Morgenstern-Museum) nach Wremen (zweite Übernachtung, ca. 30 km). Am nächsten Tag geht es nach Cuxhaven (ca. 25 km). Eventuell noch eine kleine Tour an der Küste, je nach Lus und Wetter. Um 17.46 Uhr geht es vom Bahnhof Cuxhaven nach Bremen bzw. Achim oder Sagehorn. 190 DM, ADFC-Mitglieder 180 DM einschließlich Übernachtung mit Frühstück in guten Mittelklassehotels, Eintrittsgeldern und Bahnfahrt Anmeldung bis zum 26. April beim Tourenleiter bei gleichzeitiger Einzahlung des Teilnehmerentgeltes auf Konto 53 40 48 00 bei der Volksbank Oyten, BLZ 291 655 45 Für alle Radtouren des ADFC Achim gilt: Alle Teilnehmer/innen tragen selbst das allgemeine Risiko, das die Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt. Sie sind für die Einhaltung der Verkehrsvorschriften und für die Verkehrssicherheit des Fahrrades selbst verantwortlich.

Sonntag, 5. April Delme - Welse - Ochtum und der Dünsener Bach Flüsse, Bäche, Wege rund um den ehemaligen Grafensitz ”de Horst”. Leitung: Kasper, (0421) 89 25 66 Neues Rathaus: 10.00 Längere Tour Sonnabend, 18. April Hut - Strohhut - italienischer Stiefel ... Symbiose zwischen Modeindustrie, Landwirtschaft und Tourismus?!? Leitung: Feierabend, (04242) 79 16 Neues Rathaus: 10.00 Längere Tour Freitag, 1. Mai Auf zu typischen Zielen ... Neues Rathaus: 10.00 Gemäßigte Tour Donnerstag, 21. bis Sonntag, 24. Mai Gegen den Strom, mit dem Wind und ohne Segel Quer durch und entlang unserer Region, an und auf der Weser Leitung: Verhey, (0421) 89 21 00 4 Tage, mit begrenzter Teilnehmerzahl Verbindliche Anmeldung beim Tourenleiter bis zum 15. März Für alle Touren des ADFC Weyhe gilt: Der ADFC-Weyhe bietet alle Tagestouren für Mitglieder und Kinder kostenlos an. Für Nichtmitglieder erhebt er einen Unkostenbeitrag von DM 3.- pro Person. Bei gutem Wetter Picknick nicht vergessen. Gemäßigte Tour: Tour von 30 bis 60 km Länge, auch für weniger Geübte geeignet Motto: Mehr sehen als radeln. Längere Tour: Tour von 60 bis 80 km Länge, für Leute mit mehr Kondition. Motto: Mehr radeln mehr sehen. Für alle TeilnehmerInnen gilt die Straßenverkehrsordnung. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Weder der ADFC noch die Tourenleitung können für Schäden, Unfälle oder dergleichen haftbar gemacht werden. Alle Veranstaltungen werden ehrenamtlich durchgeführt, deshalb können Änderungen nicht ausgeschlossen werden. Weitere Infortionen erteilt: Johann Kracke, Telefon (0421) 89 05 61.

Sonnabend, 25. April Fahrt zur “Wilhelmshöhe” Horst Herrmann, (05441) 72 21 Bahnhof Diepholz: 10.00

... des ADFC Delmenhorst bis 17. April jeden Freitag außer bei Schnee / Eis / Dauerregen Feierabend-Radtouren Rückfragen an Erich Hager, (04221) 6 69 00 ZOB Delmenhorst: 15.00 ca. 30 - 35 km ab 22. April jeden Mittwoch Feierabend-Radtouren Fragen an Walter Worofka, (04221) 2 10 51 ZOB Delmenhorst: 18.00 ab 24. April jeden Freitag Feierabend-Radtouren Rückfragen an Erich Hager, (04221) 6 69 00 ZOB Delmenhorst: 18.00 ca. 30 - 35 km Sonntag, 26. April Naturerlebnisfahrt zur Ochtumniederung Burkhard Kühnel-Delventhal, (04221) 21297 ZOB Delmenhorst: 10.00 ca. 40 km Rückkehr ca. 15 Uhr Mit naturkundlicher Führung werden Vogel- und Pflanzenwelt erkundet. 3 DM, ADFC-Mitglieder und Kinder bis 16 Jahren frei Sonnabend, 30. Mai bis Montag, 1. Juni Thülsfelder Talsperre Walter Worofka, (04221) 2 10 51 Fliederweg 3, 27755 Delmenhorst ZOB Delmenhorst: 9.00 3 x ca. 80 km Höchsteilnehmerzahl 15 Personen 40 DM einschließlich zwei Übernachtungen mit Frühstück in der Jugendherberge Thülsfelder Talsperre (ohne Bettwäsche) Zahlung auf Konto 51 74 09 - 202, Postgiroamt Hamburg, BLZ 200 100 20 Anmeldung bis spätestens 31. März schriftlich oder telefonisch beim Tourenleiter Für Touren des ADFC Delmenhorst gilt: Weder Tourenleiter noch ADFC können für Schäden oder Unfälle aufkommen oder haftbar gemacht werden. Bei entstehenden Kosten für Fähren, Bahnfahrten, Führungen u.s.w. richtet sich der Betrag nach der Teilnehmerzahl pedal 1/98 und wird auf die Gruppe umgelegt. Änderungen vorbehalten. Die Touren 29 finden bei jedem Wetter statt.


Freizeit - Radreisen

Bitte dran denken: Wer Ausrüstungsgegenstände bei Quo Vadis - Alles für Rucksackreisen in Bremen kauft, möchte bitte vor dem Schreiben der Quittung auf seine ADFC-Mitgliedschaft hinweisen. Für jede Mark bekommt der ADFC von Quo Vadis am Jahresende einen Bonus, der seiner gemeinnützigen Arbeit zufließt.

ADFC Länderinfobank “WerWarWo?” Die ADFC-Länderinfobank “WerWarWo?” basiert auf der Bereitschaft vieler engangierter Radfreunde, ihre Radreise- und Tourenerfahrung nicht für sich behalten zu wollen. In der computergestützen Länderinfobank sind über 700 Radreisen von mehr als einer Woche Dauer gespeichert. Die Daten dieser Reisen sind leicht verfügbar und stehen, sortiert nach Ländern und Regionen, allen Interessenten zur Verfügung. Wer sich den Ausdruck der Datenbank anschauen und einzelne Informationen daraus notieren möchte, kann zu den Öffnungszeiten in den Bremer ADFC-Infoladen kommen. Einzelpersonen erhalten aber auch gegen Einsendung eines selbstadressierten Freiumschlags an den ADFC FATour, Postfach 10 77 47, 28077 Bremen und 6 DM in Briefmarken (ADFC-Mitglieder 3 DM) pro gewünschtem Land zwischen einem und sechs Datensätzen, je nachdem, wieviele aktuell in der Datenbank gespeichert sind. Immer gern gesehen sind natürlich diejenigen Radler, die die Grunddaten ihrer Radreisen weitergeben wollen und sich so am weiteren Ausbau der Datenbank beteiligen möchten. wr

Übernachtungsverzeichnisse (auch) für Radfahrer Wer mit dem Fahrrad am Hotel vorfährt, wird schon längst nicht mehr schief angesehen. Auch das Geld der Radfahrer ist willkommen. Nicht ganz so gut sieht es manchmal aus, wenn es um die Erfüllung der speziellen Bedürfnisse von Radfahrerinnen und Radfahrern geht. Während Schuhputzmaschine, Hotelgarage, Whirlpool und Farbfernseher als normal angesehen werden, ist ein diebstahlicherer Aufbewahrungsort für das Fahrrad, eine Möglichkeit zum Trockenen des Gepäcks oder wenigstens das nötigste Werkzeug noch immer nicht üblicher Standard.

Rad und Bett Das handliche Büchlein aus der Reihe der ADFC-Ratgeber enthält mehr als 400 Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe vorwiegend in Deutschland, aber auch in Österreich und den angrenzenden Regionen. Allen gemein ist ein fahrradfreundliches Angebot und die Bereitschaft, durchreisende Radler auch für nur eine Nacht zu beherbergen. Die passenden Betriebe sind nach Postleitzahlen geordnet und dank eines alphabetischen Ortsverzeichnisses und mehrerer Übersichtskarten gut zu finden. Rad & Bett, 100 Seiten, 16,80 DM, erhältlich im Buchhandel und im Bremer ADFCInfoladen.

Lage an Radfernwegen oder in bestimmten Naturräumen selektiert werden. Die zugrundeliegende Karte ist wesentlich detailgetreuer als die im Buch. Darüber hinaus weist “Fahrradland Deutschland” auch auf Radwanderkarten, Radwanderführer, Reiseführer und Fremdenverkehrhsämter hin. Für Freunde geführter Radreisen enthält die CD Angebote führender Radreiseveranstalter in ganz Europa. Fahrradland Deutschland, 39,80 DM, erhältlich im Bremer ADFC-Infoladen oder für 44,80 einschließlich Versandkosten bei Global info GbR, Fechnerstraße 5, 10717 Berlin, Telefon (030) 86 42 01 78, Fax (030) 86 42 01 79, e-mail: global_info@ t-online.de

Urlaub auf dem Lande

Etwas mehr Komfort bietet die CD “Fahrradland Deutschland”. In sie sind die Daten des oben genannten Buches und zweier ADFCModellprojekte in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg eingegangen. Auch hier wurden die ADFC-Kriterien für fahrradfreundliche Beherbergungsbetriebe zugrundegelegt. Doch können die Betriebe nicht nur nach Ortsname, sondern auch nach ihrer

Das Verzeichnis "Urlaub und Freizeit auf dem Lande" mit gastgebenden Bauernhöfen in Niedersachsen erscheint in diesem Jahr im 25. Jahr. Wieder wird jeder der über 370 Betriebe auf einer ganzen Seite ausführlich beschrieben. Neu sind die Kartenausschnitte, die die Auswahl der je nach ihrer Lage geeigneten Höfe sehr erleichtern. Sie enthalten auch Angaben über das jeweils geeignete Blatt der Radwanderkarte des Landes Niedersachsen. Ob einfacher Landurlaub für 210 Mark pro Woche oder Champagnerwochenende, ob Urlaub mit Pferd und Hund oder mit Kindern, ob noble Jagdhütte oder Heu-Hotel, das passende Angebot sollte sich finden lassen. Urlaub und Freizeit auf dem Lande, 416 Seiten, erhältlich für 5 DM im Bremer ADFC-Infoladen oder gegen Einsendung von 7,50 DM bei der “AG Urlaub und Freizeit auf dem Lande e. V.”, Bürgerhaus Horstweg, 27384 Bothel.

Trekking-Flohmarkt

Flugreisen

Bremen - Der traditionelle Trekking-Flohmarkt des Outdoor-Ausrüsters und ADFCFördermitgliedes “Quo Vadis” findet in diesem Jahr am 9. Mai zwischen 10 und 14 Uhr auf dem Hof hinter der Bürgermeister-SmidtStraße 43 statt. Dort kann gebrauchte Trekking-Ausrüstung ge- und verkauft werden.

Die Reisemesse des Bremer Flughafens Anfang Januar wurde von 15 000 Menschen gestürmt. Flugreisen erfreuen sich steigender Beliebtheit. Die Preise sind niedrig. Kein Wunder, zahlen doch Fluggesellschaften - anders als Bus und Bahn - keine Minaralölsteuer, und die meist niedrigen Löhne im Urlaubsland wiegen die Kosten für den eigentlichen Flug auf. Auf der anderen Seite: “Eine transkontinentale Flugreise entspricht in Bezug auf das Klima fast fünfzehn Jahren sparsamen Autoverkehrs. ... Bei der Bisherigen Entwicklung belastet allein der Luftverkehr bald nach 2005 das Klima stärker, als dies dem gesamten Verkehr zugebilligt werden könnte; der Verkehr stellt dann eine stärkere Klimabelastung dar, als insgesamt einschließlich Industrie, Raumheizung etc. zulässig erscheint.” (Schallaböck, Flug im Treibhaus, in Globus, Heft 11 -12, 1993)

Fahrradland Deutschland


Weitere Diavorträge

Fortsetzung der ADFC-Dia-Reihe in der Stadtbibliothek Bremen - In dieser Reihe berichten aktive ADFC Tourenradler mit ihren Dias von ihren mehrtägigen Radreisen. Neben informativen, interessanten und gelegentlich lustigen Dias über ihre Radreisen bieten die Referenten Hintergrundberichte und geben und nachahmenswerte Anregungen. Da die Vortragenden “Radler wie Du und ich” sind, bietet sich die Gelegenheit reichlich zu fragen und sich Anregungen für die eigenen Tour zu holen. Dienstag, 17. Februar 1998, 19 Uhr Tour de Bagage eine Radtour rund um Frankreich Dia-Vortrag von Ulrich Lamm, Bremen Jedes Jahr im Juli flimmert die Tour de France über die Fernsehschirme und viele rennsportbegeisterte Menschen schauen sie sich an. Doch Frankreich ist nicht nur das Land der schnellen Rennradfahrer. Bei einer vergleichsweise geringen Bevölkerungsdichte lädt ein dichtes Netz ruhiger und gut asphaltierter Nebenstraßen zu gemächlichen wie auch flotten Radtouren ein. Die überaus abwechslungsreiche Landschaft bietet sich für jede Form des Fahrradtourismus an: Von flachen Flußradtouren über Mittelgebirgsfahrten bis hin zu spektakulären Klettertouren in den französischen Alpen. Frankreich ist - auch wenn der Fahrradtourismus von seinen eigenen Bewohnern noch nicht so recht anerkannt wird - ein hervorragendes Radreiseland. In seinem Dia-Vortrag stellt Ulrich Lamm eine “Tour” vor, die er allein und ohne Rummel, aber mit Sack und Pack absolvierte. Und obwohl die einzelnen Etappen fast so lang waren wie bei der richtigen “Tour”, fand er genügend Zeit und Muße, sich die schönen Städte und Landschaften entlang der Strecke anzuschauen - Straßburg, Vogesen, Autun, Bourbonnais, Auvergne, Languedoc (mit einem Abstecher nach Spanien), Béarn, Landes, Toulouse, Vendèe, Nantes, Bretagne, Paris und Valois. Über Brüssel und die Niederlande rollte er zurück nach Bremen.

Internationaler Radler-Treff Miesbach - Vom 21. bis zum 24. Mai lädt der ADFC Miesbach zu einem “International Cyclist Meeting at the foothills of the alpine mountains in Upper Bavaria / Germany” (auf deutsch: im Alpenvorland) ein. Mit zwei halb- und zwei ganztägigen Touren werden Natur und Kultur erkundet, außerdem stehen Empfang, Besuch des Frühlingsfestes, ein “Get-Together”, ein Radlercafe und verschiedene andere Veranstaltungen auf dem Programm. Informationen erteilt Klaus Offermann, Tegernseer Straße 18, 83607 Holzkirchen, Telefon und Telefax (08024) 1075.

Dienstag, 17. März 1998, 19 Uhr Von Bremen in die weite Welt Teil 1: Zwischen Butjadigen und Weserbergland Ein (Dia-)Vortrag von Peter Boldt, Bremen Den Abschluß unserer Winterserie mit Dia-Vorträgen, die Lust auf eigene Unternehmungen machen sollen, bildet diesmal ein gemischter Dia- und Demonstrationsvortrag. Dabei stehen die rein praktischen Dinge bei der Vorbereitung von individuellen Radtouren im Vordergrund. Peter Boldt führt auf anschauliche Weise vor, welche technischen und mentalen Voraussetzungen für eine ausgedehnte Radtour erforderlich sind. So packt er seine mitgebrachten Radtaschen aus und stellt ihren Inhalt vor, zeigt, welche Ausrüstung für die kleine und große Radtour erforderlich ist, und gibt nebenbei auch Hinweise, wie man sich für den täglichen Arbeitsweg per Rad ausstatten kann. Mit Dias von seinen zahllosen Radtouren ins Bremer Umland, an die Nordsee, nach Butjadingen, ins Elbe-Weser-Dreieck und ins Weserbergland liefert er Anregungen für reizvolle Exkursionen und Ausflüge insbesondere für Anfänger im Tourenradeln. Schließlich berichtet er von seinen Erfahrungen mit unterschiedlichen Übernachtungsarten: vom Zelten in freier Natur, in freundliche Pensionen oder im Heu mancher Bauernhöfe. Das einfache Leben per Rad auf Straßen und Wegen ist sein credo. So möchte er eines Tages hinaus in die weite Welt rollen. Wer ihn dabei begleiten möchte, ist an diesem Abend besonders willkommen ...

Die Radreise- und Foto-Journalisten Jürgen Reimer und Christine Mohr machen noch einmal eine kleine Tournee durch pedalLand, um ihre Diareportagen (pedal 4/97, Seite 23) zu präsentieren. Hier die Orte und Termine: Sonntag, 22. März, Bremen: Schweden Land der Mitternachtssonne 14.30 Uhr Konsul-HackfeldHaus, Birkenstraße 34 Sonntag, 22. März, Bremen: Toskana 17.30 Uhr Konsul-HackfeldHaus, Birkenstraße 34 Montag, 23. März, Bremerhaven: Schweden Land der Mitternachtssonne 19.30 Uhr Deutsches Schiffahrtsmuseum, Hans-Scharoun-Pl. 1 Dienstag, 24. März, Cuxhaven: Goldener Sommer in Masuren 19.30 Uhr Stadttheater Cux-haven, Rathausstraße 21 Vorverkauf: Cuxh. Nachrichten ermäßigter Preis (Abendkasse) für ADFC-Mitglieder: 12 DM

Radreiseveranstalter Eine umfangreiche KatalogSammlung von Radreise-Veranstaltern liegt im Bremer ADFC-Infoladen zur Einsicht aus.

Apen5-Tage-Radtour rund um das Ammerland Apen, neben Bad Zwischenahn eine wichtige Perle des Ammerlandes, zeigt Ihnen eine beeindruckende parkähnliche Landschaftsform. Dabei bildet die Ammerlandroute eine lohnende Richtschnur. Der Standort liegt bei diesem Angebot an einer Stelle fest, die Routen sind sternförmig angeordnet und unterschiedlicher Länge. Nicht zuletzt treffen sich hier an den Kanälen immer mehr Paddel-Freunde zu den schönsten Erkundungen aus der Biber-Sicht. Das Programm mit vier Übernachtungen kostet inkl. Frühstück, 3 Lunchpaketen, 1 Abendessen, Schlafzimmer fürs Rad und Kartenmaterial ab 190 DM. Info & Buchung: Apen Touristik, Hauptstraße 21, 26689 Apen Telefon und Fax: (0 44 89) 73 73

Freizeit - Radreisen

Rad-Reise-Ziele ‘98


Freizeit - Radreisen

Fahrradtourismus

Radverkehrsplanung für die Gäste Wenn man mit dem Fahrrad in anderen Regionen Deutschlands oder im Ausland unterwegs ist, fällt einem immer wieder auf, daß man dort offenbar bestrebt ist, Touristen auf zwei Rädern ins Land zu holen und ihnen das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Doch auch bei uns gibt es inzwischen solche Bestrebungen. Hier vier Beispiele:

Biken unter der Sonne Andalusiens

Geführte Touren für Gruppen und Singles Weitere Infos, auch Reiten und Tennis: 11339 Jimena / Cadiz / Spanien Fax (0034 54) 64 11 80

Radreisen rund um Stuttgart

und Tagesplanung mit Musical-Besuch Interessant für Geschäftsreisende Individuelle Termine z. B. Große-Flüsse-Tour: 3 starke Tage rund um Stuttgart, max. 5 Teilnehmer Info anfordern Bike Guide Bernd Katzwinkel Holderstraße 6, 71277 Rutesheim Telefon (07152) 5 58 57

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Fahrradtourismus I ADFC auf dem Tourismusseminar in “Cuxland” Landkreis Cuxhaven - Es war schon das 19. Tourismusseminar des Landkreises Cuxhaven und immer noch werden es mehr Teilnehmer. Vor rund 80 Vertretern der Ferienorte, der Gastronomie und des Landkreises konnte Bernd Ehlers, 1. Vorsitzender des ADFC-Kreisverbandes Cuxhaven, erstmals den ADFC vorstellen und um besseren Service für Radler werben. „Der Radfahrer läßt mehr Geld im Ferienort als der Autofahrer, weil er seine Verpflegung nicht mitschleppen kann, sondern sich vor Ort versorgen muß“, sagte Bernd Ehlers und meinte damit, daß es sich für die Kommunen und die Tourismussbranche auszahle, wenn sie sich auf Radler einstellen würden. Der Kreis Cuxhaven eigne sich zwar bestens für ausgedehnte Radtouren, dennoch gebe es aus Sicht des ADFC Nachholbedarf bei Service und Infrastruktur. Nicht selten müssen die Radler weite Strecken abstrampeln, bevor sie ein Gasthaus finden. Nach einer solchen „Durststrecke“ könnten sie eine warme Mahlzeit oder einen preiswerten Radlerdrink zu jeder Tageszeit gut gebrauchen. Doch bei solchen radlerfreundlichen Angeboten hapert es im Cuxland nach Erfahrung der ADFC-Radler. Das ist allerdings noch nicht alles, was den Radlern fehlt. Auch mit Kritik an Hinweisschildern mußte Bernd Ehlers aufwarten: Entweder sind die Wegweiser an Radwanderwegen teilweise in sehr schlechtem Zustand oder sie fehlen gänzlich. Der ADFCVorsitzende im Landkreis Cuxhaven forderte einheitliche, gut lesbare Schilder. Als vorbildlich pries er die übersichtlichen Schilder in Butjadingen. „Dort könnte man sich auch ohne Karte zurechtfinden, weil die Beschilderung so gut ist.“

Im Gegensatz dazu müsse der Radfahrer im Landkreis Cuxhaven oft stoppen, um nach dem richtigen Weg zu fragen, weil die Schilder in schlechtem Zustand seien. Bernd Ehlers bot den Kommunen die Hilfe der ADFC-Mitglieder bei der Kontrolle und Pflege der Hinweisschilder an. Allerdings müßten die Radler dazu mit Kartenmaterial ausgestattet werden. Schwierigkeiten haben einzelne Radler mancherorts auch, ein Bett für eine Nacht zu finden. Viele Beherbergungsbetriebe vermieten ihre Unterkünfte am liebsten drei Tage lang oder nur mit einem Aufschlag, wenn die Reisenden lediglich eine Übernachtung buchen. Bernd Ehlers stellte die ADFC-Kampagne „Bett & Bike“ vor, mit der der ADFC jetzt dafür sorgen will, daß sich mehr Beherbergungsbetriebe auf Radfahrer einstellen. Im bundesweit veröffentlichten ADFC-Ratgeber, im praktischen Taschenbuchformat und auf CD-Rom sind die fahrradfreundlichen Hotels, Pensionen, Gasthöfe und Jugendherbergen aufgeführt. Der ADFC überprüft etwa einmal im Jahr, ob der Service in den Beherbergungsbetrieben noch stimmt. Anhaltspunkte bietet ein umfangreicher Kriterienkatalog mit folgenden Minimalforderungen: Radfahrer sind willkommen, auch für nur eine Nacht, diebstahlsichere Unterbringung der Fahrräder, ein Trockenraum für nasse Kleidung, ein Service-Reparaturkoffer für kleinere Reparaturen, Aushang/Auslage regionaler Radwanderkarten sowie von Bus- und Bahnfahrplänen und morgens nach dem Aufwachen ein kräftiges Radlerfrühstück. Nach dem Vortrag von Bernd Ehlers und dem anschließenden Mittagessen hatten alle Seminarteilnehmer Gelegenheit, die vorbildliche, fahrradfreundliche Beschilderung in Butjadingen im Rahmen einer Busrundfahrt in Augenschein zu nehmen. Der Auftritt des ADFC hatte inzwischen den gewünschten Erfolg. Vom Landkreis Cuxhaven liegt jetzt eine mündliche Zusage vor, daß der ADFC ab dem nächsten Jahr an der Planung der Ausschilderung beteiligt wird. Des weiteren haben schon etliche Gemeinden und Beherbergungsbetriebe beim ADFC Cuxhaven um Beratung zwecks fahrradfreundlicher Gastronomie und Übernachtung gebeten, um das Cuxland fahrradfreundlicher zu machen. Helga Ehlers


Fahrradtourismus III Europäisches Radroutennetz

Fahrradtourismus IV Nach Bad Oeynhausen?

Höxter/Bremen - Der Weserradweg und seine Fortentwicklung war einer der Themenschwerpunkte auf dem Wesertag 1997 in Höxter. Auf diesem jährlich stattfindenden Kongreß des Weserbundes hob dessen Vorsitzender, Senator a. D. Karl-Heinz Jantzen, die Bedeutung des über 450 Kilometer langen Weser-Radweges als “einem der erfolgreichsten Radwege Europas hervor”. Jedoch dürfe man sich nicht auf diesem Erfolg ausruhen. Jetzt seien die Kommunen aufgefordert, in ihren Bemühungen hinsichtlich Qualitätssicherung und Optimierung nicht nachzulassen. Besonders dieser Punkt wurde in den Vortragsveranstaltungen vertieft. Einer der Referenten, der Geschäftsführer des Weserbundes Ralf Rüdiger Heinrich, deutete dabei auf drei wesentliche Bereiche: In den Kommunen, die ja für die konkrete Ausgestaltung des Weserradweges zuständig sind, schleichen sich zum Teil Nachlässigkeiten ein. Die Streckenführung könne durchaus noch in Details optimiert werden, die bauliche Beschaffenheit der Wege werde oft nicht gepflegt, geschweige denn verbessert, die Ausschilderung lasse vielerorts noch zu wünschen übrig und Sehenswürdigkeiten, die Touristen links und rechts des Weges sehen wollen, seien manches Mal immer noch schwer zu finden. Diese Mängel wären nicht selten besser in den Griff zu bekommen, wenn die Abstimmung innerhalb der Kommunen besser funktionieren würde. Zu viele unterschiedliche Behörden haben oft zu entscheiden, wo es eigentlich nur um eines gehe, die Förderung des Fahrradtourismus. Ohne den Kommunen in ihre Stukturen hineinreden zu wollen, gab er ihnen doch einen Tip mit auf den Weg: Es würde mehr erreicht, wenn bei der Ausgestaltung des Weserradweges die für Tourismus zuständigen Behörden die Federführung und das entscheidende Wort hätten. Schließlich sei die Solidarität unter den Kommunen häufig nur schwach entwickelt. Nur mit Kopfschütteln könne der Weserbund zur Kenntnis nehmen, daß in den einzelnen Fremdenverkehrsämtern oft nicht für den Weserradweg geworben wird oder daß der Weser-Radwanderführer dort nicht erhältlich ist. Die Frage, ob die Fremdenverkehrsorte Angst hätten, die Touristen könnten auf diese Weise auch noch andere schöne Orte kennenlernen, mochte er nicht kommentieren. Aber angesichts eines Europas der Regionen sei es unverzichtbar, ein Projekt, das die Gemeinde- oder Landkreisgrenzen überschreitet, auch in die Waagschale zu werfen. An mangelnder Nachfrage kann das oft geringe Interesse an einer Qualitätssicherung nicht liegen. Mit jährlich 100 000 bis 150 000 Radtouristen ist er, so Jantzen in seiner Ansprache, ein “Spitzenprodukt im Tourismus der ganzen Region”. dk

“EuroVelo”, ein “European Cycle Route Network”, ist das Ziel einer Arbeitsgruppe der European Cyclists’ Federation (ECF), der auch der ADFC angeschlossen ist. EuroVelo steht für ein Projekt, welches über einen Zeitraum von 15 Jahren zu einem Routennetzwerk führen soll, das vom Nordkap bis Gibraltar und von Irland bis ans Schwarze Meer und bis nach Moskau reichen soll. Vorgeschlagen sind zwölf vernetzte Routen, welche alle europäischen Länder miteinander verbinden. Bereits bestehende nationale Routen sollen dabei die Grundlage bilden. Das Projekt berücksichtigt die Aspekte Verkehr, Tourismus, Erholung, Umweltschutz, Verkehrssicherheit und nicht zuletzt den Kulturaustausch zwischen den europäischen Ländern. Für Frühling des Jahres 2000 ist die Eröffnung der ersten Route avisiert. Jedes Jahr soll dann, bis 2011, eine neue hinzukommen. Großes Interesse einiger Anrainerstaaten zeigt sich bereits für die “Atlantic Coast Route (1)” vom Nordkap nach Sagres (Südspanien) und für den “North Sea Circuit (12)”, also rund um das europäische Nordseebecken. Die Entwicklung dieser Routen soll 1998 beginnen. Obwohl bereits eine Reihe von Institutionen verschiedener europäischer Länder ihre Unterstützung für das EuroVelo-Projekt zugesagt hat, bedarf es natürlich des Engagements aller, so selbstverständlich auch auf deutscher Seite. Dieses Projekt bundesweit bekanntzumachen und dafür zu werben, ist natürlich auch etwas für den ADFC. Rolf Kasper

Landkreis Diepholz - So fix wird’s nix mit den Radwegweisern durch den Landkreis Minden-Lübbecke. Rund 60 Kilometer dieses 1996 aus der Taufe gehobenen Fernradweges zwischen Bremen und Bad Oeynhausen warten immer noch auf ihre hübschen Signets. Ein nochmaliger Vorstoß an den Landkreis MindenLübbecke mit ein paar anregenden Zeilen hat nun einen Hoffnungsschimmer ausgelöst. Der Referent für Fremdenverkehr, Herr Hundt, hat angeboten, sich mit den regionalen Vertretern des ADFC und den Kommunen des Kreises zusammenzusetzen. “Sollte es zu einer befriedigenden Lösung kommen, wird sicherlich auch der Landkreis Minden-Lübbecke bereit sein, sich an einer Umsetzung zu beteiligen”, so Hundt. Der ADFC meint, dieser Weg ist die Mühe wert. Bietet er doch unter anderem ausgezeichnete Alternativen und Kombinationsmöglichkeiten mit dem Radweg Bremen - Osnabrück und dem Weser-Radweg. Gerade für den Kreis Minden-Lübbecke könnte er eine nützliche Zubringerfunktion erfüllen, da er aus Norden und Süden im Herzen des reizvollen Westfälischen Mühlenkreises mündet. Wenn die Schilder dran sind, wird das pedal über dieses lohnenswerte Tourenziel ausführlich berichten. Rolf Kasper

Freizeit - Radreisen

Fahrradtourismus II Spitzenprodukt Weserradweg


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Quer durch Deutschland

1000 km entlang der Flüsse von Nürnberg nach Bremen Zwölf Tage lang waren Elfi und Wolfgang Heißenhuber aus Berne im Landkreis Wesermarsch im vergangenen Sommer bei glühender von Nürnberg nach Bremen unterwegs. Jeden Tag haben sie “nur” 60 bis 80 Kilometer zurückgelegt, “wegen der großen Hitze”, wie sie schreiben. Ihr Fazit: “Diese Radtour ist weniger geeignet für sportlich ambitionierte Fahrer, sondern eher für Jedermann und -frau, da sie nur einige nennenswerte Steigungen aufweist.” Über die weniger bekannte Strecke von Nürnberg bis Minden berichten sie in diesem Beitrag.

Es regnet an diesem Samstagmorgen, als wir uns gut gelaunt vom Rest der Familie verabschieden, die Räder vollgepackt mit Zelt, Schlafsack, Kochgeschirr und allem, was man für so eine Reise braucht. Oma versteht uns nicht, sie würde auch ein Taxi zum Bahnhof bezahlen, bei dem Sauwetter. Unsere Reise beginnt in Bremen mit der Fahrt im IC “Regensburger Domspatz” über Köln nach Nürnberg. Der Fahrradwaggon ist ganz vorne, der Einstieg mit dem vollbepackten Rad (ca. 23 kg Ladegewicht) ist auch für eine Frau zu schaffen. Unsere Sitzplätze, die wir lange vorher reservieren ließen, befinden sich in Waggon 10, ganz hinten. “Schwitz” mit den vielen Taschen quer durch den ganzen Zug. Verbesserungsvorschlag für die Bahn: den ersten Wagen nach dem Fahrradwaggon für die Radfahrer reservieren. Das dürfte im Zeitalter des Computers möglich sein. Nach der Ankunft in Nürnberg gestaltet sich der Radtransport aus dem Bahnhof hinaus ohne größere Schwierigkeiten, was ja nicht so ohne weiteres vorausgesetzt werden kann.

Im heißen Sommer 1997 war in regelmäßigen Abständen der Griff zur Trinkflasche angesagt

Nach einem ausgiebigen Besuch der Nürnberger Altstadt führt uns die erste Etappe am Rhein-Main-Donau-Kanal entlang. Der Kanal ist schnell gefunden und dann geht es in der Ebene immer am Wasser entlang zumeist auf dem gut beschilderten Fahrradweg. Ab Erlangen sind die Hügelketten der Fränkischen Alb unser Panorama. Hinter Forchheim tauchen bald am Horizont die Türme des Bamberger Doms auf. Aber noch sind einige Kilometer zu fahren. Bamberg mit seiner malerischen Altstadt, dem Dom und den vielen Museen lohnt

einen Tag Pause. Auf dem Campingplatz direkt am Fluß bauen wir unser Zelt auf. Kurze Pause, duschen - ganz wichtig - dann rein in die Stadt. In einem der vielen Altstadtlokale fränkische Schmankerln essen und dazu Rauchbier trinken. Das macht so angenehm müde. Noch ein Blick zum berühmten Rathaus mitten in der Regnitz. Das ist zugleich Haus, Tor, Brücke. Am tosenden Flußwehr tummeln sich Sportkajakfahrer, mal über, mal unter dem Wasser. Am nächsten Tag kommt hinter Bamberg der Main in Sicht, der Radweg ist gut ausgeschildert, jetzt als “Main-Wanderweg”. Zunächst führt der Weg entlang der B 26 nach Haßfurt, dann durchs Maintal sehr malerisch bis Schweinfurt. Das Tal ist relativ breit, von Mittelgebirge eingerahmt. Auf der Strecke Schweinfurt - Bad Kissingen haben wir ab und zu die Radwegweiser übersehen. Bis jetzt noch keine größere Steigung. Das ändert sich jedoch schlagartig hinter dem Ort Poppenhausen. Steil hinauf auf den Berg, dann nach rechts auf den Feldweg, auf Matschweg durch den Wald, weil kürzer, hinab in den nächsten Ort, nur um dann einen weiteren Hügel erklimmen zu müssen, wo wir einige Male schiebenderweise in Schweiß geraten. Der Radweg heißt nun “Main-Saale-Weg”. Dann die große Abfahrt: neun Prozent auf zwei Kilometer zur Zielgeraden nach Bad Kissingen. Geschafft! Die nächste Tagesetappe gehört mit zu den schönsten (und anstrengendsten) unserer ganzen Reise. Zunächst führt der Saale-Radweg aus Bad Kissingen hinaus, dann entlang der Fränkischen Saale auf dem auf idyllischen kleinen Wegen durch das enge Flußtal, manchmal etwas bergan, dann wieder bergab. Die Saale ist ein wunderschöner Mittelgebirgsfluß. Viele Kanufahrer sind unterwegs. Und wir auf unserem Weg ganz allein. Gute Beschilderung, wenn man den SaaleRadwanderweg erst mal gefunden hat. Es ist ein Erlebnis, durch dieses Tal zu fahren. Jede Biegung, jede Steigung gibt den Blick frei für eine neue Aussicht. Genuß pur! Kilometer schnüren kann man allerdings in dieser Gegend nicht. Es wäre auch zu schade. Gemünden, wo die Fränkische Saale in den Main fließt, ist ein liebenswertes mittelalterliches Städtchen, schön restauriert, in einem Talkessel inmitten von Waldbergen des Mainspessart mit einer traumhaften Burgruine am Hang. Weiter geht’s durch’s Sinntal. Ab jetzt fahren wir immer in Richtung Norden, bis Bremen. Das heißt Sonne im Rücken und ist sehr angenehm. Der gut beschilderte Weg zieht sich direkt am quirligen Fluß entlang durch ein liebliches Wiesental. Es sieht hier aus wie im Allgäu. Sogar braune Kühe grasen auf den Weiden. Ein traumhafter Weg.


Die Sinn ist ein weiterer wunderbarer Paddelfluß. Aber nun sieht man Einerkajaks und die Wasserwanderer sehen auch etwas professioneller aus als auf der Saale. Langsam wird der Weg bergiger, zieht sich öfter in die Höhen hinauf, schotterig durch die Wälder, mitunter größere Steigungen, die Sinn tief unten im Tal. Die Hessische Rhön kündigt sich an. Jetzt gilt es, die Wasserscheide hin zur Fulda zu überwinden. Das bedeutet, zwei längere Strecken bergauf zu schieben. Plötzlich, auf einem Bergpfad, ruckt meine Kette, knack - gerissen. Jetzt ham’ wir den Salat. Ratlosigkeit beim Anblick der Werkzeugtasche. Sonntag ist’s und weit und breit keine Ortschaft. Ob wir’s mal mit Draht probieren? Doppelt gezwirbelt hält er gerade mal fünf Meter weit. Eine Schraube in die Kette drehen. Haben wir eine Metallsäge? Nein. Mit einem Kettenriß habe ich nicht gerechnet. Eine Stunde Pause, bis die Schraube ins Kettenglied geschraubt und der Kopf mit unserer kleinen Dreikantfeile abgefeilt ist. Das hält jetzt, aber morgen in Fulda, da müssen wir das richten lassen. Am nächsten Tag steigt der Weg gleich hinter unserem Etappenort Heubach schon wieder an, führt am Hang entlang und ‘rüber ins jungfräuliche Fuldatal. Gestern sahen wir die Wasserkuppe am Horizont, dort, wo die Fulda entspringt, die uns bis hinter Kassel begleiten wird auf unserem Weg nach Hause. Jetzt geht es immer im Tal auf dem gut beschilderten Radweg entlang, der ganz einfach erst R 2 und dann R 1 *) heißt. Fulda ist sehenswert mit seiner schönen Altstadt, der barocken Stadtkirche, dem Dom und dem Stadtschloß. Durch Auwiesen radeln wir immer weiter gen Norden. Heiß brennt die Mittagssonne vom Himmel. An einer Furt mit Holzbrücke machen wir Pause. Jetzt ein kühles Bad im Fluß. Die Bauern sind bei dem Wetter fleißig bei der Arbeit auf ihren Feldern. Überall ist was los und das ganze Tal ist Bauernland. Es gibt so einige profane, aber wichtige Dinge für uns während unserer ganzen Radreise. Das ist zum einen eine warme Dusche am Abend und zum anderen frische Brötchen am Morgen. Die Campingplätze entlang unseres Weges decken uns reichlich mit beidem ein. Die Fachwerkhäuser von Bad Hersfeld erinnern schon ein bißchen an die Weserrenaissance. Interessant die Freilichtbühne in einer Klosterruine. Ein riesiges Zeltdach

spannt sich über die Sitzreihen und die Bühne. Neben der Schnellstraße mit viel Schwerlastverkehr führt uns der R 1 dann über fünf Kilometer aus Bad Hersfeld hinaus. Sehr unangenehm. Wie schrecklich wäre es, wenn wir immer auf solchen Straßen fahren müßten. Da sind die Fahrradkarten mit den aufgezeigten Nebenstrecken und Feldwegen doch ein Segen. Die Routen führen stets durch die Dörfer und Städte der jeweiligen Regionen, so daß man auf diese Weise automatisch Deutschland ganz intensiv kennenlernt. Hinter Melsungen beginnt das Auf und Ab der Kasseler Berge. Ein etwa sieben Kilometer langer Wegeabschnitt ist sehr steil, morastig und schlecht befahrbar, eher ein Wanderweg. Es ist gerade acht Uhr abends geworden, da trudeln wir auf dem Kasseler Campingplatz ein. Voll ist der und sanitär nicht auf dem neuesten Stand. Aber was soll’s. Zelt aufgestellt, geduscht und dann in die Stadt, eine Pizza essen. In Kassel ist die Hälfte der Strecke gefahren. Uns reizt die Documenta, aber auch weniger Kunstbesessene kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Stadt, die im Krieg fast vollständig zerstört wurde, ist mustergültig wiederaufgebaut und lohnt einen Besuch allemal. Zwischen Kassel und Hannoversch Münden mäandert die Fulda durch ein enges Tal, wo auch der Radweg R 1 entlang führt. Dann, wo “Fulda sich und Werra küssen” und die Weser ihren Lauf nimmt, gelangen wir in Münden auf den allseits bekannten “WeserRadwanderweg”.

Am nächsten Tag führt unser Weg zunächst im schwindenden Frühnebel immer am Fluß entlang. Dann kommt die Sonne durch. Es wird heiß. Unsere Saftflaschen leeren sich Schluck um Schluck. Einige ganz unangenehme Steigungen, eine davon 25 Prozent. Ich glaubte schon, nicht mehr oben anzukommen. Der Schweiß rinnt in Strömen. Die Strecke selbst, entlang der Weser, ist traumhaft. Die bewaldeten Berge, die gelben Getreidefelder, eine herrliche Landschaft.

Nach Höxter gibt es keine größeren Steigungen mehr. Auf den alten Treidelpfaden fährt man immer gemütlich am Fluß entlang, an Kloster Corvey vorbei, manchmal durch die Dörfer, ab und zu weg vom Wasser durch den Wald. Das Tal wird breiter, jedoch die Berge zu beiden Seiten nicht niedriger. Das ein oder andere Mal sind hohe kahle Felsen sichtbar und immer häufiger fährt man an Kiesgruben vorbei. Die sind immer gut für ein kühles Bad in der Mittagshitze. Langsam nähern wir uns Hameln (Distanz 80 km), wo die nächste Übernachtung geplant ist. Ein Highlight für uns: abends auf den Marktplatzbänken sitzen und der Musik von Straßenmusikanten zuhören. Über Rinteln nähert man sich langsam dem großen Weserbogen und Bad Oeyenhausen (60 km) mit der größten kohlensäurehaltigen Quelle der Welt. Dann durchbricht der Fluß das Wiehengebirge und ab Minden hat man die Norddeutsche Tiefebene erreicht. Elfi Heißenhuber Die letzten 200 Kilometer bis nach Bremen haben Heißenhubers dann noch mal “wegen der Hitze auf 3 Tage verteilt”.

*) Bei den Bezeichnungen "R1" und "R2" im Text ist zu beachten: Es handelt sich um die Numerierung des Landes Hessen. Sie ist nicht zu verwechseln mit den vielen “R 1”, die irgendwelche Gemeinden oder Landkreise ausschildern. Und auch nicht zu verwechseln mit dem berühmten europaweiten “R 1”, der von Den Haag über Westfalen bis Höxter, dann weiter über Wittenberg ins Oderbruch führt und weiter bis nach Moskau geplant ist. d. Red.

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Radreisen

Oder und Müritz - Auf Endeckungsreise im eigenen Land Am 28. April machten sich vier Herren aus Delmenhorst, alle aus der Altersgruppe zwischen Ende 50 und Angang 70, auf den Weg in Richtung Oderbruch, noch vor dem verhängnisvollen Hochwasser. Die Ausrüstung bestand aus normalen Tourenrädern mit Gangschaltung und leichtem “Sturmgepäck”. Mit Schlafsack und Zelt wollten sie sich nicht groß belasten.

Mit dem RegionalExpress ging es zunächst bis Hannover. Dort drohte die erste Panne, denn zum Umsteigen blieben ganze drei Minuten. Bahnsteige und Treppen waren wegen eines Jugendsportfestes überfüllt. Doch der Inter Regio nach Berlin wartete tasächlich auf das Quartett aus Delmenhorst. Das Erstaunen darüber wich dann allerdings heiterer Ernüchterung, als man merkte, daß auch der Schaffner den Zug hatte wechseln müssen! In Berlin wurde der Anschluß an den Zug nach Frankfurt an der Oder mit einem kurzen Weg per S-Bahn problemlos geschafft. Und dann, ab Frankfurt, ging’s los durch Brandenburg, die Oder hinab. Wege und Straßen Die Radwege waren, wenn es denn welche gab, in Brandenburg gut, in Mecklenburg-Vorpommern hervorragend ausgeschildert. Aber nicht immer gab es welche. Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz der Roten Armee versanken Winfried, Erich, Manfred und Schorse bis zu den Felgen im Sand. Aber immer noch besser, als die parallele Straße: “Kopfsteinpflaster, Kohlkopfgröße, wohl aus der Zeit des ‘Alten Fritz’”, so das fachkundige Urteil. Doch ist überall sichtbar, daß das Radwegenetz ausgebaut wird. Auch Fahrradverleiher mit neuen Fahrrädern fallen auf. Betonplatten und Flußlandschaft - Impression von der Oderniederung bei Schwedt Foto: Manfred Schreiber

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Sie sollen zu einem Netz mit 30 bis 50 Kilometern Maschenweite verdichtet und um einfache Übernachtungsmöglichkeiten ergänzt werden. Unterkunft und Verpflegung Zwei Unterkünfte waren vorgebucht, die anderen suchten die Radler “frei Schnauze”, wie Mitradler Winfried Unger sich ausdrückt, “denn darin liegt ja gerade der Reiz”. Hotels und Pensionen wurden bewußt gemieden. Das hatte nicht nur finanzielle Vorteile, sondern man lernte auch die letzten Ecken des Landes kennen: “So kamen wir in den Genuß familienähnlicher Schlafzimmer aus Omas Zeiten, Gartenhäuschen, Arrestähnlicher Kellergewölbe nebst großräumigen Wasch- und Abort-Zellen.” Das verblüffend einfache “Geheimrezept”: “Fragen, und schon hat man ein Quartier!” Auch für die Fahrräder gab es meist eine passende Unterkunft. Der Frühstückstisch war stets ausreichend, manchmal sogar reichlich gedeckt, und anstandslos wurden die mitgebrachten Kaffee- und Teepullen für die weitere Tour gefüllt. Dazu gab es Tips und Ratschläge für die autoärmsten und landschaftlich schönsten Strecken. Land und Leute Ziel einer Radtour sollte es ja sein, Land und Leute kennenzulernen. Daß da auf beiden Seiten noch viel zu tun ist, merkten auch unsere Reisenden: “Wir erregten ab und zu doch Erstaunen, daß sich vier gestandene Wessies per Drahtesel aufgemacht hatten, diese mehr oder minder abgelegene Region zu erkunden. So erfuhren wir auch aus erster Hand, wo im Januar 1945 die ersten russischen Soldaten über die zugefrorene Oder kamen und die Deutschen friedlich aus dem Schlaf weckten. Oder wo für die DDRRegierungsbosse extra ein feiner Plattenweg durch ein Naturschutzgebiet, damals ein Sperrgebiet, gelegt wurde, den wir nun als prima Radweg nutzen konnten.”

Auch Leute aus dem Nachbarland Polen lernten die Vier kennen, nachdem sie bei Schwedt einen Abstecher wagten: “Kurz nach Polen rein und flugs war ich eingekreist und schon hatte ich eine Lederjacke an von drei Zigeunerinnen. Und da es ziemlich frisch war: kurz handeln, der Schein ist dein, die Jacke mein - die Flucht nach vorn, sonst hätte ich noch einen Anhänger gebraucht. Um eine Erfahrung reicher radeln wir wieder zurück nach Deutschland.” Landschaft und Sehenswürdigkeiten Rund 300 Fotos sind auf der Tour entstanden. Den einen interessierte die abwechslungsreiche Landschaft, den anderen reizten technsiche Denkmale, wie das Schiffshebewerk in Niederfinow, eine imposante Stahlkonstruktion aus dem Jahre 1934. In der verlassenen Villa eines Kommandanten der Westgruppe der sowjeitschen Streitkräfte konnten die vier Reisenden ungestört herumstöbern. Hier lag sogar noch eine “Prawda” herum, andere Zeitungen hingen, wohl als Tapeten, an den Wänden. Immer wieder stößt man auf russische Panzer oder Flugzeuge, die als Denkmal aufgestellt worden waren und Siege oder Freundschaft dokumentieren sollten. Heute sind sie, zumal in kleinen Dörfern, Touristenattraktionen. Vor allem Besucher aus den westlichen Bundesländern bescheren dem nahebeistehenden Kiosk oder Laden einen kleinen Zusatz-Umsatz. Kommentar des Hobby-Militärhistorikers Unger: “Zeit heilt offenbar Wunden. Auch beim Bremer Roland denkt ja niemand an seine militärische Vergangenheit.” Rückblick und Ausblick Die letzte Station war Neubrandenburg. Nicht nur die Stadtmauer imponierte, sondern auch ein 50 Meter hoher Wohnturm mit weitem Blick in das Umland. Noch kurz eine Bratwurst und im Supermarkt Proviant fassen, dann ging es nach Delmenhorst zurück. Die Bahnfahrt verlief problemlos. Trotz mehr oder minder steiniger Waldwege, großer Wasserpfützen und nicht immer ebener Plattenpisten hatten die Räder bis auf drei Reifenpannen - durchgehalten. Das Delmenhorster Seniorenquartett ohnehin. “Die oft noch in Westdeutschland verbreitete Angst, eine Reise durch Neubundland sei doch ziemlich riskant, stimmt so nicht! Auch diese Leute sprechen deutsch, und das sogar sehr gerne”, faßt Unger seine Reiserfahrungen zusammen. Und so ist es nicht verwunderlich, daß die Planungen für den kommenden Urlaub schon feststehen: Es geht wieder an die Oder, aber dann von Frankfurt an oderaufwärts. Winfried Unger / Dieter König


ADFC Bremen bekam Besuch aus aller Welt Bremen - Eigentlich kommt er aus Nordchile, aber seit er vor elf Jahren sein Heimatland verlassen hat, war er (fast) in der ganzen Welt unterwegs. Am 17. November tauchte er im Bremer ADFC-Infoladen auf: Juan Carlos Lizana Carre~no, 44jähriger Weltreisender, der seinen Lebensunterhalt als Holzbildhauer verdient. Auf Empfehlung von ADFC-Mitgliedern aus Berne im Landkreis Wesermarsch hatte er Kontakt mit dem ADFC in Bremen und mit Weltradler-”Kollegen” Wolfgang Reiche Kontakt aufgenommen. Der Besuch blieb nicht ohne Folgen. Nachdem auf Initiative des ADFC in den Bremer Zeitungen Berichte erschienen waren, blieb Juan Carlos einige Wochen in Bremen und Umgebung, wohnte reihum bei “Dachgebern” und Künstler-Kollegen, arbeitete für verschiedene Auftraggeber und auch anläßlich der weihnachtlichen Kulturtage im Foyer des Syker Rathauses.

Nr. 48 von Wolfgang Reiche Es sind vor allem die vielen kleinen Hilfsmittel, die unterwegs das Improvisieren erleichtern und schon manchen Tourenradler halfen, sich aus anfangs schier ausweglosen Situationen zu befreien. Ihnen und noch so manchen anderen Teilen verdanken wir nicht selten das weitere Fortkommen nach einer technischen Panne irgendwo unterwegs auf freier Strecke. Weil diese kleinen Dinge so wichtig sein können, sollte man sich vor einer ausgedehnten Radreise in wenig besiedelte Gebiete Gedanken darüber machen, welche Hilfsmittel man einpackt:  Muttern in verschiedenen Größen  Schrauben unterschiedlicher Größe, die in ihrer Länge je nach Einsatzzweck gekürzt werden können  Unterlegscheiben verschiedener Größen  Distanzröllchen  diverse Kugeln, die in ihrer Größe an die vorhandenen Konuskugellager angepaßt sein sollten  Lüsterklemmen bzw. ihr metallener Inhalt  plastifizierter Wickel- oder anderer Draht  Gewebeklebeband, in guter Qualität und in zwei Breiten, ca. 1,5 cm und 3 cm

 Blechstreifen  Kabelbinder unterschiedlicher Größen  2 bis 3 m dünne, aber reißfest Schnur  Sekundenkleber und gegebenenfalls auch Zweikomponentenkleber  diverse Gummiringe, die aus einem altem Fahrradschlauch gewonnen wurden Viele dieser Hilfsmittel muß man bei einer Reparatur noch entsprechend bearbeiten. Dazu benötigt man neben dem normalen Fahrradwerkzeug auch einzelne “Sonderwerkzeuge”:  eine kleine Rohrzange, mit der sich Hilfsmittel und Metallteile, die noch bearbeitet werden müssen, gut und fest greifen lassen  eine kleine Dreikantfeile (ohne Heft)  ein oder zwei etwa 10 cm lange Bruchstücke eines Metallsägeblattes Kabelbinder sind neben den bereits an früherer Stelle beschriebenen Schlauchschellen ein sehr nützliches Hilfsmittel bei Pannen unterwegs. Es gibt sie in vielen Größen und Längen und sie sind vielseitig am Fahrrad einsetzbar:  Sie fixieren die elektrischen Leitungen als auch die Außenhüllen der Bowdenzüge dauerhafter am Rahmen als Klebeband.  Mit ihnen lassen sich Ersatzspeichen sicher am Unterrohr oder an der linken Kettenstrebe festziehen.  Gebrochene Flaschenhalter können mit Kabelbindern wieder provisorisch befestigt werden.  Eingerissene Reifen lassen sich mit einem alten, abgefahrenen Reifenstück und drei Kabelbindern notdürftig reparieren.  Selbst bei gebrochener Sattelkerze läßt sich der Sattel mit kräftigen Kabelbindern provisorisch auf dem Oberrohr fixieren.

MitradlerInnen gesucht?

Landau/Bremen - Die Mitradelzentrale des ADFC bringt bundesweit Touren- und FreizeitradlerInnen zusammen, die nicht alleine radeln wollen. Wer einen im ADFC-Infoladen ausliegenden Fragebogen (der auch Auskunft über weitere Teilnahmebedingungen gibt) ausfüllt und ihn zusammen mit 14 DM (ADFC-Mitglieder 7 DM) an die Mitradelzentrale in Landau schickt, erhält eine Liste mit allen Suchenden. Dann kann man direkt Kontakt mit jenen Personen aufnehmen, deren Pläne zum eigenen Vorhaben passen. Gefragt wird deshalb nach dem vorgesehenen Starttermin und der Dauer der Reise sowie dem Reiseziel. Natürlich wird auch nach der beabsichtigten Tageskilometerzahl, der Anzahl der Ruhetage und dem Durchschnittstempo gefragt. Wer nicht so weit und so lange wegfahren möchte, kann sich auch an die Bremer Radelbörse wenden. Dieses Angebot steht allerdings nur ADFC-Mitgliedern offen, ist dafür dafür aber kostenlos. Wer einen ähnlichen “Schnippel” im Infoladen ausfüllt und abgibt, bekommt eine Liste mit allen Leuten, die das schon mal gemacht haben. Es empfiehlt sich übrigens, ab und zu mal eine neue Liste zu holen, denn vielleicht ist ja wieder jemand neues dazugekommen?

Radreisen

Tips und Tricks für Tourentreter

Sein Fahrrad schleppt alles, was Juan Carlos zum Leben braucht: Seine Küchenausrüstung, Lebensmittel, Kleidung natürlich, vor allem aber seine umfangreiche Werkstattausrüstung: Beitel, Messer, Hämmer - alles zusammen rund 80 Kilogramm. Wolfgang Reiche, bei dem Juan Carlos auch übernachtet hat: “Sein Fahrrad haben wir am Morgen kaum die acht Stufen aus dem Souterrain wieder hochbekommen.” Am 23. Dezember ist Carre~no fast ebenso plötzlich, wie er erscheinen war, wieder aufgebrochen, um über Hannover und Berlin nach Dänemark zu fahen, wo er bei Freunden überwintern möchte. Im Frühjahr soll es weitergehen, durch Skandinavien, über St. Petersburg, Moskau, die Ukraine und Mittelasien bis nach China. Seine Zeitplanung läßt Raum für längere Aufenthalte und mehr oder weniger große Umwege: Erst zu seinem fünfzigsten Geburtstag im Jahre 2003 möchte er wieder zu Hause sein. dk

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Vereinsnachrichten - Bremen

ADFC-Infoladen Bremen Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstraße) 28203 Bremen Straßenbahnund Busverbindungen: mit den Linien 1 und 10 sowie 30, 31 33, 34 bis zur Haltestellle Am Dobben Telefon: Q (0421) 70 11 79 Fax: (0421) 70 11 59 Öffnungszeiten: montags: 10.00 - 13.00 Uhr dienstags: 16.00 - 18.30 Uhr donnerst: 16.00 - 18.30 Uhr freitags: 16.00 - 18.30 Uhr sowie nach Vereinbarung und immer dann, wenn das Schild "Geöffnet" in der Tür steht. Mitgliederverwaltung (telefonisch): di.: 9.00 - 13.00 Uhr do.: 9.00 - 13.00 Uhr .

Einladung zur Mitgliederversammlung des ADFC Landesverbandes Bremen

am Mittwoch, 11. März 1998 um 19.00 Uhr im Kaminsaal der Friedensgemeinde, Bremen, Humboldtstraße 175

Vorschlag zur Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes 2. Bericht der Schatzmeisterin 3. Bericht der Rechnungsprüfer 4. Entlastung des Vorstandes 5. Wahlen der Delegierten zur Bundeshauptversammlung 6. Antrag auf Satzungsänderung des ADFC-Kreisverbandes Bremerhaven (siehe rechts) 7. Verschiedenes 8. Perspektiven der Öffentlichkeitsarbeit im ADFC-Landesverband Bremen Statt eines sonst üblichen Vortrages besteht anschließend Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre in kleinen Gruppen zu unterhalten. Der Vorstand

Ein neues Gesicht in der ADFC-Geschäftsstelle

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Bei schriftlichen Anfragen und Anforderungen legen Sie bitte ausreichend Rückporto bei. Ihr Schreiben wird sonst nicht bearbeitet.

Foto Spendenkonto

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Zur Finanzierung seiner vielfältigen gemeinnützigen Aufgaben ist der ADFC Bremen auch auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen. Bitte überweisen Sie Geldspenden auf das Girokonto Nr. 104 8859, ADFC-Landesverband Bremen, Sparkasse in Bremen, BLZ 290 501 01. Spenden an den ADFC sind nach § 34g EStG als Sonderausgabe absetzbar. Bei Beträgen ab 100 DM bekommen Sie automatisch eine Spendenbescheinigung zugestellt, wenn Sie nicht Ihren Verzicht erklären.

Arbeiten beim ADFC Stellen sofort frei

Bremen - Seit einigen Jahren kann ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim ADFC Bremen abgeleistet werden. Wer daran Interesse hat, ab dem 1. September dabei zu sein, kann sich schon jetzt im ADFC-Infoladen darüber informieren. Da die gegenwärtige Stelleninhaberin aus persönlichen Gründen in Kürze aufhört, wird ihre Stelle überraschend für ein halbes Jahr frei (das auch noch als FÖJ anerkannt werden würde). Wer Interesse daran hat einzuspringen, wende sich bitte ebenfalls an den ADFC.

ABM-Kräfte gesucht

Ich heiße Jamila Souieb, bin 35 Jahre alt und stamme aus Bremen. Ich arbeite seit Dezember 1997 beim ADFC und habe seit dem 1. Januar 1998 eine auf ein Jahr befristete Stelle. Auf diese Stelle habe ich mich beworben, weil ich schon immer Lust hatte zu organisieren. Vorher waren das mehr Auftritte in der Musikszene, jetzt werde ich das Fahrradfestival mitorganisieren. Bis jetzt macht mir die Arbeit viel Spaß. Ich habe mich schon etwas eingearbeitet und erste Kontakte geknüpft.

Bremen - Für die Organisation und Ausführung von bewachten Fahrradabstellanlagen, zum Beispiel bei Großveranstaltungen, werden ab sofort Arbeitskräfte mit ABM-Berechtigung gesucht. Gebraucht werden ein/e Sozialpädagog/ e/in oder Sozialarbeiter/in oder eine Person mit ähnlicher Qualifikation sowie ein/e Hahdwerker/in oder eine Person mit ähnlicher Qualifikation. Beide sollten handwerkliches und organisatorisches Geschick haben und Spaß am Umgang mit Menschen haben. Außerdem werden noch zwei Hilfskräfte gesucht, die zupacken können. Die Fahrradwachen werden Angeboten vom Rad-Abstelldienst Bremen (R.A.DI.), einem Gemeinschaftsprojekt des Bremer Vereins für Jugendhilfe & Soziale Arbeit (BV) und des ADFC Bremen. Wer zunächst näheres wissen möchte, kann erst einmal Dieter König unter (0421) 5 57 70 10 fragen.


Mitgliedsausweis nicht vergessen!

des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs, Landesverband Bremen (ADFC Bremen) e. V.

Bremen - Bei Vorlage ihres Ausweises erhalten Mitglieder im ADFC-Infoladen Preisnachlässe auf verschiedene Artikel. Eigentlich selbstvereständlich ist deshalb: Wer den Ausweis nicht dabei hat, zahlt den Preis, den alle anderen Kunden auch bezahlen. Die ehrenamtlichen Ladenbetreuer, die unmöglich alle 4000 Mitglieder aus Bremen und Umgebung kennen können, bitten deshalb darum, den Ausweis beim Besuch im ADFC-Infoladen mitzubringen.

Änderung der Satzung Der ADFC-Kreisverband Bremerhaven beantragt, in der Landesversammlung am 11.03.1998 folgende Änderungen der Satzung des Landesverbandes vom 11.12.1990 zu beschließen: § 1 “Name, Sitz, Geschäftsjahr” wird wie folgt gefaßt: § 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr 1. Der Verein führt den Namen “Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, Landesverband Bremen e. V. (ADFC Bremen/Bremerhaven e. V.) Satz 2 entfällt Ziff. 2: keine Änderung Ziff. 3: keine Änderung § 4 “Mitgliedschaft” wird wie folgt gefaßt: § 4 Mitgliedschaft Ziff. 1 - 4: keine Änderung 5. Die Mitglieder des ADFC Bremen/Bremerhaven sind Mitglieder im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (Bundesverband e. V.) § 7 “Organe, Gliederung” wird wie folgt gefaßt: § 7 Organe, Gliederung Ziff. 1: keine Änderung Ziff. 2: keine Änderung 3. Der Landesverband kann sich innerhalb der Stadtgemeinde Bremen mit Zustimmung des Landesvorstandes in Orts- und Stadtteilgruppen gliedern. Die Stadtgemeinde Bremerhaven bildet einen eigenständigen Kreisverband innerhalb des Landesverbandes. Die Gliederung des ADFC innerhalb der Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven handeln in ihrem Bereich selbständig zur Förderung der satzungsmäßigen Ziele des ADFC. Die Mitgliederverwaltung obliegt aber dem Landesverband. § 9 “Landesvorstand” wird wie folgt gefaßt: § 9 Landesvorstand Ziff. 1: keine Änderung 2. Er besteht aus der/dem Landesvorsitzenden, den beiden Stellvertreter/innen und dem/der Schatzmeister/in. Zwei Vorstandsmitglieder sollten dem Kreisverband Bremerhaven angehören. Die Landesversammlung kann zusätzlich bis zu acht Beisitzer/ innen wählen. Ziff. 3: keine Änderung 4. Die/der Landesvorsitzende allein oder eine/einer der Stellvertreter/innen und ein anderes Mitglied des Landesvorstandes gemeinsam vertreten den Verein in Landesangelegenheiten und innerhalb der Stadtgemeinde Bremen gerichtlich und außergerichtlich. Ziff. 5: keine Änderung

Eingefügt wird § 9 a “Vorstand des Kreisverbandes Bremerhaven” § 9 a Vorstand des Kreisverbandes Bremerhaven 1. Der Kreisverband Bremerhaven bildet einen eigenständigen Vorstand. Er besteht aus der/dem 1. Vorsitzenden, der/dem 2. Vorsitzenden, der/dem Kassenwart/in, der/ dem Pressewart/in und der/dem Tourenkoordinator/in. Der Kreisverband kann zusätzlich bis zu vier Beisitzer/innen wählen. 2. Die/der Vorsitzende und die/der 2. Vorsitzende des Kreisverbandes Bremerhaven allein oder zwei weitere Vorstandsmitglieder des Kreisverbandes Bremerhaven gemeinsam vertreten den Verein innerhalb der Stadtgemeinde Bremerhaven gerichtlich und außergerichtlich. Begründung Der ADFC ist bundesweit in Landesverbänden, Kreisverbänden und Ortsgruppen organisiert. Diese Struktur findet sich in der zur Zeit geltenden Satzung des Landesverbandes Bremen nicht wieder. Der ADFC-Landesverband Bremen ist lt. Satzung für beide Stadtgemeinden zuständig. Die Satzung ist in der vorliegenden Fassung jedoch ausschließlich auf Bremer Belange zugeschnitten. Danach wird zur Zeit die ADFC-Gliederung in Bremerhaven formalrechtlich als Ortsgruppe der Stadtgemeinde Bremen geführt. Dieser Status berücksichtigt weder die geographische Lage der Stadtgemeinde Bremerhaven noch die Eigenständigkeit der Bremerhavener Gliederung. Formalrechtlich ist die Bildung eines Kreisverbandes Bremerhaven nach dem jetzigen Wortlaut der Ziffer 3 des § 7 der Satzung gar nicht möglich, weil in der Satzung von Kreisgruppen die Rede ist. Weiter ist die Bildung einer eigenständigen Bremerhavener Gliederung des ADFC in das Belieben des Landesvorstandes gestellt, der lt. Satzung zur Zeit die Möglichkeit hätte, die Zustimmung zu verweigern. Die rechtliche Vertretung der Bremerhavener Gliederung im Sinne des § 26 des Bürgerlichen Gesetzbuches erfolgt zur Zeit durch den Landesvorstand. Dies ist in der täglichen Arbeit unpraktikabel und erschwert besonders wegen der geographischen Entfernung zwischen beiden Städten das offizielle Auftreten des Kreisverbandes Bremerhaven gegenüber den Behörden, Politik und im täglichen Geschäft erheblich. Der ADFC-Kreisverband Bremerhaven mit zur Zeit etwa 160 Mitgliedern darf aus den oben dargestellten Gründen zukünftig nicht mehr als Ortsgruppe der Stadtgemein-

Vereinsnachrichten - Bremen

Antrag an die Landesversammlung am 11.03.1998:

Neuer Ansprechpartner Bremen - Neuer Sprecher der ADFC-Stadtteilgruppe BremenNord ist Lars Grundmann, Telefon (0421) 6 00 90 76, email: Grisu3031@t-online.de.

1000 DM für ADFC Bremen - Bereits seit Jahren fördert der Bremer Trekking-Ausrüster Quo Vadis - Alles für Rucksackreisen den ADFC nicht nur durch eine “normale” Fördermitgliedschhaft. Wesentlich mehr Geld zur Finanzierung der gemeinnützigen ADFC-Aufgaben kann der Schatzmeister dadurch verbuchen, daß für jeden Einkauf, der bei Quo Vadis von ADFC-Mitgliedern getätigt wird, ein Prozentsatz des Verkaufspreises an den ADFC fließt. Für das Jahr 1997 waren das wieder fast 1000 DM. Der ADFC Bremen dankt allen, die sich daran beteiligt haben und wünscht sich, daß in diesem Jahr noch mehr Menschen daran denken, beim Bezahlen darauf hinzuweisen, daß sie ADFC-Mitglied sind (auch wenn der Mitgliedsausweis zu Hause geblieben ist).

Änderungen Wenn Sie umziehen, teilen Sie Ihre neue Anschrift bitte möglichst frühzeitig der Geschäftsstelle mit. Geben Sie bitte auch Ihre alte Adresse sowie den voraussichtlichen Umzugstag an. Bedenken Sie bitte, daß zum Beispiel Ihre Zeitschriften nicht nachgesandt werden und auch später kein Ersatz geleistet werden kann.

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Vereinsnachrichten - Bremen

Neuentreff Alle, die neu im ADFC sind, die sich neu fühlen, die neu nach Bremen zugezogen sind, die neuen Schwung fühlen oder brauchen oder die einfach neugierig sind, was im ADFC vorgeht, sind einmal im Vierteljahr zum Neuentreffen eingeladen. Ab 18 Uhr gibt es Kaffee - oder Tee - und Kuchen sowie Informationsaustausch und gegenseitiges Kennenlernen im ADFC-Infoladen. Das nächste Neuentreffen ist am Freitag, dem 6. Februar.

Weihnachtsfeier 97 Bremen - Die ADFC Weihnachtsfeier fand in diesem Jahr schon am 5. Dezember, am “Tag des Ehrenamts”, statt. Bei Kerzenschein gab es Glühwein und ein Büffet mit vielen leckeren Sachen. Rund dreißig Aktive und Hauptamtliche nutzten die Gelegenheit zum Kennenlernen und Klönen.

ADFC-Wintertreffen mit Kohlessen Bremen - Das Wintertreffen des ADFC-Landesverbandes Bremen war am 24. und 25. Januar ’98 in der Jugendherberge Rotenburg/Wümme. Der inhaltliche Programmschwerpunkt lag auf Kennenlernen, Spaß und Klönen. Diejenigen, die (nur) das sonntägliche Kohlessen genießen wollten, trafen sich am Sonntag am Bremer Hauptbahnhof. Von dort aus ging es zunächst mit dem Zug nach Rotenburg und anschließend, nach einer zweistündigen Radtour, in die Jugendherberge zum rauch- und alkoholfreien Kohlessen.

Mitgliedsbeiträge

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Bitte überweisen Sie Ihren Mitgliedsbeitrag auf keinen Fall auf das Konto einer ADFCGliederung, sondern warten Sie ab. Entweder Sie haben dem ADFC eine Einzugsermächtigung erteilt, dann geht alles ganz von selbst. Oder Sie bekommen nach Ende Ihres Beitragsjahres eine Beitragsrechnung mit vorbereitetem Zahlungsträger, den Sie dann bitte bei Ihrem Geldinstitut einreichen.

de Bremen geführt werden.”

Sommer auf dem Findorffmarkt

Bremen - Der Markt in Findorff gilt wegen seines Warenangebotes und seines besonderen Flairs als einer der schönsten Wochenmärkte in Bremen, der nicht nur von Stadtteilbewohnerinnen sondern auch von “Auswärtigen” besucht wird. Diese Besucherinnen und Besucher vermissen seit einiger Zeit den ADFC-Infostand und der ADFC Bremen die Kontakte mit aufgeschlossenen oder auch kritischen Besuchern, aber auch die Einnahmen. Dietrich Reusche, der dort seit einigen Jahren in den Sommermonaten mindestens einmal im Monat mit einem großen Angebot an Reiseliteratur und Karten präsent war, kann dies nicht mehr leisten. Deshalb ist dieser interessante Job ab sofort neu zu besetzen. Besonders geeignet ist er für kontaktfreudige FrühaufsteherInnen. Interessierte können sich bei Brigitte Breyling im ADFC-Infoladen melden.

Radelbörse Bremen - Die Bremer Radelbörse droht zu verwaisen: Der bisherige “Organisator” Bernd Fröhlich wird Bremen verlassen und möchte die Arbeit in bewährte Hände legen. Wer etwa zwei bis vier Stunden im Monat übrig hat und lesen und schreiben kann, kann sich bei Bernd Fröhlich unter Telefon (0421) 3 76 19 42 das nähere erklären lassen. Wer mit einem Computer umgehen kann, wird es bei der Arbeit etwas leichter haben.

ADFC-aktiv - Wer macht mit? Bremen - Wer Zeit und Lust hat eine bestimmte (termingebundene) Aufgabe zu übernehmen, wie beispielsweise die Radfahrerparty mitorganisieren, oder kontinuierlich den ADFC unterstützen möchte, kann sich aus dieser Liste etwas aussuchen und sich im ADFC-Infoladen an Brigitte Breyling wenden. Dabei spielt es keine Rolle, wieviel Zeit gespendet wird, auch die kleinste Hilfe ist willkommen.  Nette Leute beim Ladendienst kennenlernen  Diensträder warten und reparieren  Eine Datenbank für Fotos und Dias anlegen  Wurfbude anstreichen  Radfahrerparty mit organisieren  Den ADFC am Infostand vertreten  Marktatmosphäre live erleben in Findorff  Linoleum in der Küche verlegen  Fahrradfestival vorbereiten  Bremer Radelbörse betreuen

ADFC-Fördermitglieder ... in Bremen

Blaukopp - U. Kasten Gevekohtstraße 14, 28213 Bremen (0421) 21 62 66 Fahrrad-Studio Büsselmann Karl-Marx-Straße 168 C, 28279 Bremen (0421) 83 25 84 Dalladas - Räder u. Service Friedrich-Ebert-Straße 142, 28201 Bremen (0421) 5 57 86 99 Zweirad-Fachmarkt Dutschke Lindenhofstraße 7 - 11, 28237 Bremen (0421) 61 15 56 Fahrrad-Expreß - Diegritz & Peukert Bohnenstraße 7, 28203 Bremen (0421) 707027 Fahrradstation Bremen Bahnhofsplatz Ostseite, 28195 Bremen (0421) 30 21 14 Findorffer Radhaus Hemmstraße 164, 28215 Bremen (0421) 3 76 10 49, Fax 37 22 48 Findorffer Weinladen - Inh. Ingrid Wiener Hemmstraße 120, 28215 Bremen (0421) 35 85 38, Fax 3 76 07 91 Fahrradhaus Groschopp Berliner Freiheit 16 A, 28327 Bremen (0421) 46 24 66 Zweirad-Center H.-P. Jakst Davoser Straße 67 - 69, 28325 Bremen (0421) 40 45 55 A. + O. Meyer Mühlenstraße 78, 28779 Bremen (0421) 60 15 06 Quo Vadis - Alles für Rucksackreisen Bürgerm.-Smidt-Straße 43, 28195 Bremen (0421) 1 47 78 rabbit BMX bremen - W. Fritscher Auf dem hohen Ufer 86, 28759 Bremen (0421) 62 75 70 RAD AS Handels GmbH Wartburgstraße 64, 28217 Bremen (0421) 39 32 57 Fahrradladen Radschlag GmbH Humboldtstraße 16, 28203 Bremen (0421) 70 41 05 Dr. Andreas Reich - Rechtsamwalt Hollerallee 67, 28209 Bremen (0421) 34 50 91, Fax 34 50 92 Zweiradhaus Schröder Langemarckstraße 187-207, 28199 Bremen (0421) 50 28 24 Speiche - Der Fahrradladen im Ostertor Fehrfeld 62 / Vor dem Steintor (0421) 70 03 31 H. Sprenger - Schlosserei Buntentorsteinweg 524, 28201 Bremen (0421) 87 32 36 Vegesacker Fahrradladen Gerhard-Rohlfs-Straße 45, 28757 Bremen (0421) 66 46 36 Velo Sport - Ihr Radsporthaus Martinistraße 30 - 32, 28195 Bremen (0421) 1 82 60

in der Stadt Bremerhaven

Fahrradhaus Frick Fehrmoorweg 68, 27578 Bremerh.-Leherh. (0471) 6 33 58


Bremen - Wer kennt wen, der oder die der ADFC-Geschäftsstelle ein Abo für Weser-Kurier und/oder taz spendiert, damit aktuell auf Presseveröffentlichungen reagiert werden kann?

Altes Handy gesucht Bremen - Wer ein altes, abgemeldetes Handy zuhause hat, kann den ADFC-Tourenleitern eine Freude machen. Im Falle eines Notfalles können diese nämlich auch mit einem abgemeldeten Handy noch Hilfe holen. Angebote bitte an Peter Busch unter (0421) 44 70 74 (privat) oder 70 11 79 (Infoladen).

Foto: Dieter König

mo 19.01. 20.04. 20.07. 19.10.

mi 21.01. 22.04. 22.07. 21.10.

do 22.01. 23.04. 23.07. 22.10.

Postversand für Einzelkunden ab

so 11.01. 12.04. 12.07. 11.10.

Handverteilung ab

mo 05.01. 06.04. 06.07. 05.10.

Belieferung der Depots und Auslagestellen ab

letzter Temin für Notfälle (Ergänzungen und Korrekturen)

mo 29.12. 30.03. 29.06. 28.09.

letzter Termin für Abo-Bestellungen

Redaktions- und Anzeigenschluß, Einsendeschluß für Nachrichten und Meldungen

für die Monate Februar, März, April Mai, Juni, Juli August, September, Oktober November '98 bis Januar '99 *)

letzte Redaktionssitzung: Einsendeschluß für Termine, ausführliche Beiträge

für die Monate

Heft-Nr.

Heft 1/98 2/98 3/98 4/98

di 27.01. 28.04. 28.07. 27.10.

*) Änderungen vorbehalten

Wer legt pedale aus?

Abonnements

Bremen - Im Jahre 1997 war die Nachfrage nach pedalen so groß, daß der ADFC sich gar nicht überall dort präsentieren konnte, wo es gut und sinnvoll gewesen wäre. Mit der Auflage von 8000 Stück konnten nur die wichtigsten Stellen versorgt werden. Deshalb wurde die Auflage noch einmal um 25 Prozent auf 10000 Stück erhöht. Zur Unterstützung des Teams, das viermal im Jahr die Hefte an Geschäfte, Kneipen, öffentliche Einrichtungen und viele andere Stellen verteilt, werden Freiwillige gesucht. Im der Innenstadt und den Ortsteilen Ostertor, Steintor, Findorff und Neustadt dürfte ein Fahrradanhänger hilfreich sein, in den Außenbezirken reichen sicher auch große Packtaschen oder ein stabiler Gepäckträger. Meldungen bitte schriftlich oder per Fax an den ADFC-Infoladen.

Ein pedal-Abonnement kostet 8 DM für ein Jahr, besser noch 16 DM für zwei Jahre. Das Abo wird bestellt entweder - durch Überweisung des Betrages auf Konto: 57 33 29, Dieter König, Spardabank Hannover, BLZ 250 905 00, oder - durch Barzahlung des Betrages im ADFCInfoladen oder im pedal-Büro, oder - durch Einsenden des Betrages bar oder in Briefmarken an das pedal-Büro, Buntentorsteinweg 262, 28201 Bremen, und Angabe des Namens und der Adresse. Das Abo beginnt dann mit dem nächsten Heft. Wann das Abo beendet ist, erkennt man an der dreistelligen Zahl rechts oben auf dem Adreßetikett: Die ersten beiden Ziffern bezeichnen das Jahr, die dritte die Heft-Nummer des letzten bezahlten Heftes. Bitte verlängern, wenn "982" (erst recht aber "981") auf dem Etikett steht.

pedal, Regionale Fahrradzeitschrift für die Städte Bremen, Bremerhaven und Delmenhorst sowie für die Landkreise Cuxhaven, Rotenburg, Osterholz, Verden und Diepholz. Herausgeber: Allgemeiner Deutscher FahrradClub (ADFC) - Landesverband Bremen e. V., Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstr.), 28203 Bremen, sowie die beteiligten niedersächsischen ADFC-Kreisverbände ISSN 0934-1161, Postvst. T 5567 Heft 1/1998 (Februar - März 97) 11. Jahrgang (19. Jg. als Mitgliederrundbrief des ADFC Bremen) pedal erscheint vier mal jährlich Auflage: 10.000 Stück Verlag, Vertrieb und Anzeigenverwaltung: Dieter König, Buntentorsteinw. 262, 28201 Bremen, Telefon/Fax Q (0421) 5 57 70 10 Redaktion: Dieter König (verantwortlich), Klaus-Peter Land, Brigitte Breyling Satz, Layout: die AutorInnen, die RedakteurInnen Titelblatt: Druck: Geffken . Köllner, Bremen Preise: Ein Abonnement für ein Jahr (4 Hefte) kostet 8,00 DM. Für Mitglieder der herausgebenden ADFC-Gliederungen ist der Bezug im Jahresbeitrag enthalten. Einzelne Hefte werden an Selbstabholer kostenlos abgegeben. Nachdruck ist in der Regel zu nichtkommerziellen Zwecken bei Zusendung eines Belegexemplares gestattet. Der Verlag bittet jedoch um vorherige formlose Abklärung. .

pedal-Information

Redaktions-, Erscheinungsund Versandtermine

Impressum

Vereinsnachrichten - Bremen

Wissens-Durst

Ein Paket mit 14 Fahrradhelmen hat der ADFC Bremen am 8. Dezember an das Reha-Zentrum "Friedehorst" der Vereinigten Anstalten der Inneren Mission übergeben. Der ADFC unterstützt mit dieser Sachspende die Arbeit der Werkstätten. Rehabilitanten, die sich in der Arbeitsgruppe Fahrrad des RehaZentrums zusammengefunden haben und dort lernen, ihr eigenes Fahrrad zu reparieren, können nun auch mit weniger Angst ihre Räder benutzen. Der ADFC möchte sich mit dieser Sachspende auch dafür bedanken, daß in Friedehorst der ADFC-Fahrradparcours entwickelt und gebaut worden war.

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ADFC-Fördermitglieder ... ADFC Niedersachsen

Landesversammlung Niedersachsen - Die Delegierten aus den niedersächsischen Kreisverbänden treffen sich am 14. und 15. März in Hildesheim zur Landesversammlung.

10000 Mitglieder Niedersachsen - Der ADFC Niedersachsen hat jetzt über 10000 Mitglieder. Die magische Schallmauer wurde durchbrochen, als anläßlich des vom ADFC mitveranstalteten autofreien Innerstetals Reinhold Balse aus Salzgitter seine Beitrittserklärung ausgefüllt und abgegeben hatte.

Rhetorikseminar Niedersachsen - Vor allem an ADFC-Aktive richtet sich ein Rhetorikseminar am 14. / 15. Februar in der JH Hannover. Für 80 DM einschließlich Übernachtung in Mehrbettzimmern und Vollpension geht es um Lampenfieber, Körpersprache, Vorbereitung und Leitung einer Versammlung, freies Reden und zielorientierte Veranstaltungen. Da der Anmeldeschluß schon abgelaufen ist, bitte beim ADFC Niedersachsen unter (0511) 28 25 57 anfragen, ob noch Platz ist.

Ortsgruppentreffen Verden und Umgebung - Im letzten Jahr wurde von April bis Dezember in Verden ein regelmäßiges Treffen des ADFC angeboten, aber nur von wenigen Personen angenommen. Aus diesem Grunde wird ein solches Treffen nicht mehr stattfinden. Informationen, Fragen und Anregungen können aber weiterhin an HansWalter Wacker herangetragen werden.

Helfende Hände?

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Verden und Umgebung - Es ist geplant, den ADFC-Fahrradparcours auf dem Kindertag am Sonnabend, dem 4. Juli, zu präsentieren. Für den einen oder anderen Infostand oder auch für eine Codieraktion wird ebenfalls noch Hilfe gesucht. Zur Betreuung des Fahrradparcours oder einer Codieraktion sind mehrere Personen notwendig. Die Termine, bei denen der ADFC nicht an andere Veranstalter gebunden ist, können abgesprochen werden. Interessenten melden sich bitte bei Hans-Walter Wacker.

Jahreshauptversammlungen der ADFC-Gliederungen Kreisverband Cuxhaven Montag, dem 2. Februar 1998, 19.30 Uhr Friedrichstraße 13 (BUND-Infozentrum) in Cuxhaven Tagesordnung 1. Begrüßung und Feststellung der Beschlußfähigkeit 2. Wahl eines/r Protokollführers/in 3. Verlesung und Genehmigung des Protokolls der JHV ‘97 4. Berichte - des 1. Vorsitzenden - der Kassenwartin - der Kassenrevisoren 5. Entlastung des Vorstands 6. Darstellung der geplanten Erweiterung des Vorstands, Amtsperiode 2 Jahre 7. Wahl einer Mandats- und Prüfungskommission 8. Wahlen - des/der 1. Vorsitzenden - des/der 2. Vorsitzenden - von 2 Beisitzern/innen - des/der Kassenwarts/in - eines/r Revisors/in (1 Revisor bleibt im Amt, ein 2. wird neu gewählt) - von 2 Delegierten zur Landesversammlung - von 2 Ersatzdelegierten zur LV - eines/r Pressereferenten/in - eines/r Tourenkoordinators/in 9. Anträge - Abstimmung pedal / FahrRad 10. Vorschau auf Aktionen in 1998 11. Diverses - Anregungen von Mitgliedern - Aussprache Die Aktiven des ADFC Cuxhaven bitten herzlich um rege Beteiligung!

Kreisverband Osterholz Alle ADFC-Mitglieder des Kreisverbandes Osterholz sind eingeladen zur Jahresversammlung am Dienstag, dem 3. Februar um 19.30 Uhr im Sitzungszimmer des “Fidelio” in der Bahnhofstraße in Osterholz-Scharmbeck.

Große Beteiligung Delmenhorst - Am 8. Dezember fand die letzte Versammlung des ADFC-Kreisverbandes Delmenhorst mit großer Beteiligung statt. Die 25 Teilnehmenden waren angelockt worden von dem angekündigten Bericht über eine Radtour von fünf Mitgliedern des Kreisverbandes an die Oder und durch Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Für alle, die nicht dabeisein konnten, steht ein Auszug in den Reiseerlebnissen im Reiseteil in diesem pedal.

im Landkreis Cuxhaven

Ernst Kranich - Fahrräder Am Markt 5, 27624 Bederkesa (04745) 16 35 Uwe Treudler Feldstr. 19 u. Kleine Str. 8, 21769 Lamstedt (04773) 70 35, Fax 70 66 Jörg Wichmann - "Der Zweiradmeister" Speckenstraße 15 A, 27632 Dorum (04742) 22 67, Fax 23 67

im Landkreis Osterholz

Velo-Treff Hillers Baustraße 4, 27711 Osterholz-Scharmbeck (04791) 5 78 98 Fahrradladen Worpswede - Eckhard Eyl Findorffstraße 28, 27726 Worpswede (04792) 23 23 Zweirad Kliem Beekstr. 2 / Ecke Riesstr., 27721 Ritterhude (04292) 12 47 Zweiradhaus Lübke - Fr. Vanester An der Untermühle 21, 27721 Ritterhude (04292) 12 49 Das RADHAUS am Markt Am Markt 4, 28790 Schwanewede (04209) 91 94 64, Fax 91 94 65 Fahrrad Stoll - Horanth Wohlleben Hauptstraße 53, 28865 Lilienthal (04298) 22 58 Fr. Windhorst GmbH Bahnhofstr. 111, 27711 Osterholz-Scharmb. (04791) 5 76 68

im Landkreis Verden

H. Behrmann GmbH Herrenkamp 20, 27299 Langwedel (04232) 79 18 Brinkmann-Zweirad-Markt Justus-von-Liebig-Straße 17, 28832 Achim (04202) 12 12 Fahrradies Zum Achimer Bahnhof 17, 28832 Achim (04202) 8 48 50 Fahrradhaus Finke Verden Predigerstraße, 27283 Verden (04231) 8 27 86 Helmke Fahrrad-Center Bürgerstraße 48, 27321 Thedinghausen (04204) 6 97 64 Fahrradstudio Walle Waller Heerstraße 54, 27283 Verden-Walle (04230) 14 39

im Landkreis Diepholz

Zweirad Bösche, Inh. Olaf Bösche Kirchweyher Str. 4, 28844 Weyhe-Kirchw. (04203) 8 16 95, Fax 81 69 60 Heinrich Buldmann - Heinrich Willenbrock Lange Straße 4, 27232 Sulingen (04271) 23 05 Zweiradshop Drahtesel Junkernhof 2, 27211 Weyhe (0421) 80 10 84 Mundt's Radland - Fahrräder, Motorroller Am Marktplatz 17 A, 28844 Weyhe (04203) 8 17 84 Per Pedal - Hartmut Schomburg Hindenburgstraße 12, 28844 Bassum (04241) 73 88 Zweirad Schweers Bremer Straße 11, 28844 Weyhe-Erichshof (0421) 89 19 53 Zweiradfachgeschäft Wiegmann Schützenstraße 7, 27232 Sulingen (04271) 10 82

in der Stadt Delmenhorst

Fahrradhandlung Heinz Stöver Schönemoorer Str. 64, 27753 Delmenhorst (04221) 5 14 63


Cuxhaven - Der ADFC, Kreisverband Cuxhaven, ist seit etwa vier Jahren “Untermieter” im BUND-Infozentrum in der Friedrichstraße in Cuxhaven. Für ein kleines Entgelt - fast nur für ein Dankeschön - durften die Radler-Aktiven die Räumlichkeiten des BUND mit Leben erfüllen. Nach und nach richteten die Radler sich “ihre Ecke im Laden” zu einem richtigen ADFC-Infoladen ein. Die monatlichen Treffen konnten dort stattfinden, von dort wurden die Radtouren gestartet, dort wurden Fahrräder codiert und regelmäßige Öffnungszeiten abgehalten. Das alles muß nun leider anders werden. Der BUND Cuxhaven mußte aus finanziellen Gründen zum Ende März 1998 die Räumlichkeiten aufkündigen. So werden auch die ADFC-Aktiven dann ihr ihnen lieb gewordenes Domizil geräumt haben müssen. Der BUND hat eine neue, wesentlich kleinere Unterkunft angemietet, in der für die ADFC’ler kein Platz mehr ist. Wie sollte es nun ab April 1998 weitergehen? Geld für eigene Räumlichkeiten “gibt die Kassenlage nicht her”, der Geschäftsstellenpool des ADFC Niedersachsen war auch mal wieder leer!

Die Lösung des Problems wird NABU, Naturschutzbund Cuxhaven, heißen. Schon lange hatte Bernd Ehlers, der 1. Vorsitzende des ADFC Cuxhaven, mit dem NABU-Umweltzentrum “geliebäugelt”. Die Lage in der Bahnhofstraße in Cuxhaven ist zentral, die Räumlichkeiten hell und freundlich. Der Vorstand des NABU Cuxhaven hat zugestimmt, den ADFC als “Untermieter” aufzunehmen, da beide Organisationen umweltpolitische Ziele verfolgen. Auch der NABU möchte seine Räume gerne mehr belebt sehen, als es bisher der Fall ist. Ob auch genügend Platz für alle ADFC-Materialien da sein wird, ist noch ein wenig fraglich. Fahrradcodierungen werden auch weiterhin möglich sein, allerdings nur noch auf der Straße vor den Geschäftsräumen. Daß das Zuschauer anlocken wird, ist beabsichtigt. Dadurch kann die Codieraktion noch viel bekannter werden! Über weitere Einzelheiten muß noch gesprochen werden, aber die Cuxhavener ADFC’ler sollten sich schon mal an die neue Adresse NABU-Umweltzentrum, Bahnhofstraße 20 A in Cuxhaven gewöhnen. Helga Ehlers

Nachruf Der ADFC Kreisverband Cuxhaven trauert um sein langjähriges Mitglied Egon Miethbauer. Er verstarb am 28. Dezember 1997 im 62. Lebensjahr. Trotz schwerer Erkrankung hielt Egon Miethbauer dem Kreisverband Cuxhaven die Treue. Wann immer sein Gesundheitszustand es erlaubte, nahm er noch an vielen Radtouren und Treffen teil. Am 5. Januar 1998 gaben ihm ADFC-Freunde das letzte Geleit.

ADFC Niedersachsen

Ein Umzug wirft seine Schatten voraus!

Egon, in Gedanken radelst Du weiterhin mit uns! Für den Vorstand Bernd Ehlers 1. Vorsitzender

Weihnachtsmann zu Gast beim ADFC in Cuxhaven Von drauß’ von den Radwegen komm' ich her, ich muß Euch sagen, da rollt nichts mehr. Allüberall in den Pflasterritzen sah viele Glasscherben ich blitzen. Die spitzen Dinge lagen überall, und hier vor der Tür kam ich doch zu Fall. Als ich hoch kam aus der Hocke, funktionierten nur noch Lenker und Glocke. Und welches Ach und welche Pein, wegen der Schmerzen mußte ich hier ‘rein. Jetzt tut alles nicht mehr so weh, seh’ ich die vielen Aktiven des ADFC. Vom Sommerradeln platte Hintern, müssen sie nun rastlos überwintern. Es wird gegessen und getrunken, und dem alten Jahr ade gewunken. Mit diesen Worten und mit viel Lärm platzte am 8. Dezember 97 der Weihnachtsmann in das ADFC-Aktiven-Essen des Kreisverbands Cuxhaven. Schutzblech, Lenker und Glocke polterten auf den Fußboden, und ein großer Sack wurde ächzend abgestellt. So wurde das als “Dankeschön-Essen” betitelte Treffen all derer, die 1997 besonders ADFC-aktiv waren, unversehens zu einer Weihnachtsfeier. Der Weihnachtsmann mußte erst einmal verschnaufen, dann bedankte er sich bei allen ADFC-Aktiven und deren Partnern für die eifrige Mitarbeit bei Standaktionen, als Tourenleiter oder bei anderen Aktivitäten. Die mitgebrachte Rute mußte nicht benutzt werden, denn alle Angesprochenen sagten brav ihr Gedicht auf.

Nachdem alle der Geschichte vom Engelbären gelauscht hatten, verteilte der Weihnachtsmann sogar kleine Geschenke. Auch als der Weihnachtsmann längst hatte weiterziehen müssen, saßen alle ADFC-Aktiven noch lange gemütlich beisammen. Eine Woche vorher - am 1. Montag im Dezember - fand das übliche ADFC-Mitgliedertreffen im Infoladen statt. Diesmal, oder besser: wie immer Anfang Dezember, erstrahlte “unser” Domizil in Kerzenschein und Tannengrün, und die Tische waren adventlich eingedeckt. Bei Punsch, Nüssen, Mandarinen und vielen selbstgebackenen Keksen wurden die Vereinsmitteilungen schnell abgehandelt, um zum gemütlichen Teil zu kommen. Die Teilnehmerzahl war bedeu-

tend größer als sonst, und es wurden viele Erlebnisse zum Besten gegeben. Als die Fotoalben die Runde machten, zog unser Rolf eine Mundharmonika aus der Tasche und unterhielt uns den Rest des Abends mit Weihnachts- und anderen Liedern. Auch dieser Abend verlief sehr harmonisch, und sehr spät und mit vielen guten Wünschen für die bevorstehenden Festtage und den Jahreswechsel verließen wir “unseren Laden”. Nun freuen sich alle schon auf die gemeinsame Grünkohlwanderung am 1. Februar 1998, und jeder fragt sich: Wo geht pedal es diesmal wohl hin? 1/98 Bernd und Helga Ehlers 43


ADFC-Information

ADFC-Landesverband Bremen Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstraße) 28203 Bremen Telefon: Q (0421) 70 11 79 Fax: (0421) 70 11 59 Öffnungszeiten: montags: 10.00 - 13.00 Uhr dienstags: 16.00 - 18.30 Uhr donnerst: 16.00 - 18.30 Uhr freitags: 16.00 - 18.30 Uhr sowie nach Vereinbarung

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weil es ... o unabhängige, individuelle und schnelle Mobilität ermöglicht, o die umweltfreundlichste Art der Fortbewegung (außer dem zu-Fuß-gehen) ist, da abgasfrei, leise, platzsparend, o gesunde Bewegung bietet, o ein viel geringeres Gefahrenpotential als Autofahren birgt, o die billigste Art der Mobilität (außer dem zu-Fuß-gehen) darstellt, o Spaß macht: Radler sehen und erleben mehr!

ausfüllen, abschneiden und abschicken an: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club - Landesverband Bremen e. V. (ADFC Bremen), Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstraße), 28203 Bremen. Ihre Beitrittserklärung wird an die für Ihren Wohnort zuständige ADFC-Gliederung weitergeleitet, sofern Sie nicht etwas anderes bestimmt haben.

pedal 1/98

Fahrradfahren ist einfach besser,

Radfahren könnte noch schöner sein,

wenn ... o die Straßen nicht dermaßen von den Autos beherrscht würden, o die Fahrräder samt Zubehör zweckmäßiger und zuverlässiger wären, o und wenn ... was stört Sie sonst noch? Deshalb brauchen Radler eine starke Vertretung!

Der ADFC ...

o engagiert sich für eine menschen- und umweltgerechte Verkehrspolitik und -planung, das heißt für den Vorrang für Fußgänger, Radfahrer und öffentlichen Verkehr vor den Autos, o fördert und verbreitet neue Erkenntnisse zur Verbreitung des Fahrradverkehrs, o vertritt die Verbraucherinteressen rund ums Rad, o informiert Radler über Fahrradtechnik, sinnvolles Zubehör, Fahrradtouren, Fahrradliteratur, o organisiert Fahrradtouren, Technikkurse, Vorträge, o ist die Lobby der Radfahrer!

Der ADFC braucht Sie!

Der ADFC ist so stark wie seine Mitglieder und Aktiven. Sie können ihn stärken ... als Mitglied: Jedes Mitglied mehr erhöht das Gewicht des ADFC in der öffentlichen Diskussion und die finanzielle Basis für die Aktivitäten. als Aktive/r: Der größte Teil der ADFCAktivitäten wird ehrenamtlich geleistet. Viele Ideen liegen brach. Sie können mitmachen, wo immer Sie etwas fürs Radeln tun wollen. als Spender: Die Aktivitäten des ADFC kosten Geld. Dafür reichen die Mitgliedsbeiträge (noch) nicht aus. Jede zusätzliche Mark stärkt die Radler-Lobby!

Sie könnten den ADFC brauchen!

ADFC-Mitglieder o erhalten kostenlos das ADFC-Magazin “RadWelt” und (in Bremen und Umgebung) das “pedal”, o sind als Radfahrer, Fußgänger und Benutzer von Bus und Bahn automatisch haftpflicht- und rechtschutzversichert, o erhalten kostenlose Technik- und Touren-beratung im Infoladen*, o können ihr Fahrrad beim ADFC* zu einem ermäßigten Entgelt codieren lassen, o können preisgünstig an Radtouren*, Reparaturkursen*, Vorträgen* teilnehmen, o erhalten einige Bücher und Karten fürs Radeln im ADFC-Infoladen* zu ermäßigten Preisen, o können genauso die Leistungen der Partnerorganisationen im Ausland nutzen, o haben eine starke Vertretung! * Mitgliedsausweis nicht vergessen


Der ADFC im pedalVerbreitungsgebiet

Erläuterungen:

ADFC-Infoladen Cuxhaven

Cuxhaven

bis Mitte März c/o BUND-Infozentrum Friedrichstraße 13, 27472 Cuxhaven Do 16.45-18.30, 1. Mo ab 19.30 ab Mitte März c/o NABU-Umweltzentrum Bahnhofstraße 20 A, 27472 Cuxhaven Do 16.45-18.30, 1. Mo ab 19.30

Winfried Netzlaff Tel./Fax (04721) 3 3619

KREISVERBAND (KV) mit Postanschrift (meist Sprecher/in), Telefon und ggf. Treffen für Mitglieder

Ortsgruppe bzw. Stadtteilgruppe

Lamstedt/Hemmoor KV CUXHAVEN

Dorum und Umgebung

mit Sprecher/in, Telefon und Treffen für Mitglieder

Hilde und Gert Vollmers (04773) 79 39

Ort bzw. Stadtteil

c/o Bernd Ehlers Matthias-Claudius-Weg 13 27474 Cuxhaven Tel. u. Fax (04721) 6 13 37 bis Mitte März: 1. Mo, 19.30 BUND, Friedrichstraße 13 ab Mitte März: 1. Mo, 19.30 NABU, Bahnhofstraße 20 A

Jörg Wichmann (04742) 22 67, Fax 23 67

KV BREMERHAVEN

c/o Knut Müller Alte Deichstr. 59 27612 Loxstedt-Ueterlande Tel. u. Fax (04740) 1363 1. Mi, 19.30, Bürgerhaus Lehe, Friedhofstraße 15

mit ADFC-Ansprechpartner/in und Telefon

ADFC-Infoladen

mit Adresse,Telefon, Fax und Öffnungszeiten

Bremervörde

Es bedeuten z. B.:

Dirk Seyppel (04761) 6712

1. Mi: erster Mittwoch eines Monats

KV OSTERHOLZ

c/o Jörg Kappmeyer Heckenweg 27 27711 Osterholz-Scharmbeck (04791) 54 29 letzter Di, 19.30, "Rumpelstilzchen"/Bahnhofshotel

Osterholz-Scharmbeck Jörg Kappmeyer (04791) 54 29

Postfach 11 26, 26001 Oldenburg c/o Umwelthaus im Kulturzentrum PFL Peterstraße 3, 26121 Oldenburg Telefon (0441) 1 37 81, Fax 2 48 93 30 E-Mail ADFC-OL@WriteMe.com Do 18.00-20.00, Sa 10.00-12.00

Lilienthal

Stadt Bremen: siehe unten rechts

KV DELMENHORST

Weyhe

Rolf Kasper (0421) 89 25 66 2. Do, 19.30, MeyerLankenau, Hauptstr. 75

Weitere ADFC-Gliederungen: ADFC-Landesverband Bremen

c/o ADFC-Infoladen Mathildenstr. 89 (Eingang Feldstr.), 28203 Bremen Telefon (0421) 70 11 79, Fax 70 11 59 Öffnungszeiten: Mo 10.00 - 13.00, Di, Do, Fr 16.00 - 18.30 außerdem telefonisch: Di + Do 9.00 - 13.00

Postfach 352, 30001 Hannover Rautenstr. 28, 30171 Hannover Telefon (0511) 28 25 57 Fax 81 07 61

ADFC-Bundesverband Postfach 10 77 47 28077 Bremen Telefon (0421) 3 46 29 - 0, Fax 3 46 29 - 50

Informationen über weitere ADFC-Gliederungen im Bundesgebiet sind in den ADFC-Infoläden zu erfragen.

wenden sich bitte an die Landesgeschäftsstelle in Hannover

Martin Enderle, (04298) 56 78 Jacques Leclerc, (04298) 15 77

c/o Burkh. Kühnel-Delventhal Brendelweg 227 27755 Delmenhorst Stuhr (04221) 2 12 97 Christian Girschner 2. Mo, 19.00 (?), Umweltbüro, (0421) 89 25 05 Wittekindstr./Louisenstr. 8

ADFC-Landesverband Niedersachsen

ROTENBURG

Christa Grimm (04792) 12 71

Horst Saur (04791) 47 57

ADFC-Infoladen Oldenburg

Intressenten aus dem Kreis

Worpswede

Ritterhude

KV VERDEN

Hans-Walter Wacker Pulverschuppen 20 Achim/Oyten Am Alten 27283 Verden Peter Tonnemacher Tel. u. Fax (04231) 6 45 87 (0421) 40 25 46 1. Mo, 18.30, Verden/Kirchlinteln Schützenhof

Langwedel/Dörverden Thedinghausen Hans-Walter Wacker Tel. u. Fax (04231) 6 45 87

Bassum

Hartmut Schomburg (04241) 73 88

Twistringen

Karl Wüstefeld (04243) 17 42 Termine erfragen

Bruchhausen-Vilsen Ingeburg Sandvoß (04252) 26 74

KV DIEPHOLZ

c/o Rolf Kasper Hördener Sandhöhe 42 28844 Weyhe (0421) 89 25 66

Diepholz

Bremen-Nord

Sulingen

Klaus Bendig (04271) 63 62

Lars Grundmann (0421) 6 00 90 76 1. Mi, 19.30, "Zum Vegesacker Jungen", Am Vegesacker Hafen 17

Horst Herrmann (05441) 72 21 1. Di, 20.00, Münte, Lange Str. 33

-Horn-Lehe

-Findorff

Dietrich Reusche (0421) 37 29 31

ADFC-Infoladen Bremen

Mathildenstraße 89 (Eingang Feldstr.) 28203 Bremen Telefon (0421) 70 11 79, Fax 70 11 59 Mo 10.00-13.00, Di, Do, Fr. 16.00-18.30

Bremen-...

Hans-Werner Ellerbrock (0421) 23 67 31 3. Mi, 20.00, Café Gödeken, Horner Heerstr./Berckstr.

-Schwachhausen Jan Scotland (0421) 34 33 96

-Neustadt

Regina Herkenhoff (0421) 87 08 16

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dodenhof

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Wie komme ich in mein Radelgebiet? Es gibt viele Mitnahmemöglichkeiten für das Fahrrad mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um unabhängig und ohne Streß an sein Ziel zu gelangen. Radreisen ’98 - grenzenlos informiert über die Mitnahme in der Bahn, in Bussen und auf Fähren. Auch die Möglichkeit mit dem Fahrrad ab der eigenen Haustür loszufahren wird dargestellt.

Was nehm’ ich mit, was laß’ ich weg? Das Fahrrad soll für mehrere Tage oder mehrere Wochen als Reisegefährt dienen. Doch was sollte mitgenommen werden und was sollte weggelassen werden. Eine Antwort auf diese Frage ist schwierig, doch die Aussteller auf Radreisen ’98 - grenzenlos stellen Ihre individuellen Lösungen vor.

Wo übernachte ich? Für die Übernachtung auf der Radtour gibt es viele Möglichkeiten zum Beispiel in einer Jugendherberge, bei einem Dachgeber, in der Pension, im Hotel oder mit dem Zelt. Hier geben die Aussteller Informationen über die von Ihnen bevorzugte Übernachtungsform.

Radreisen ’98 - grenzenlos Infomesse für Radler von Radlern aus Bremen und umzu! am Sonntag, 1. März 1998 von 10 bis 16 Uhr Jugendgästehaus, Kalkstraße 6, 28195 Bremen

Foto S. 47 / 1

Wie organisiere ich eine Jugendherbergstour? Jugendherbergen sind nicht nur für Jugendliche geeignet. In vielen Jugendherbergen gibt es Familienzimmer und auch für jung gebliebene Erwachsene stehen Jugendherbergen zur Übernachtung zur Verfügung. Außerdem gibt es Reiseangebote für Pauschaltouren.

Was nehme ich mit auf einer Zelttour? Neben Zelten, die ausgestellt werden, wird auf Radreisen ’98 grenzenlos ein Kocherwettbewerb durchgeführt. Außerdem wird in einem Vortrag die erforderliche Zeltausrüstung vorgestellt. Hier fängt es mit Häringen an und endet bei einem Geschirrhandtuch und Gewürzen. Nebenbei wird bei diesem Vortrag noch erläutert, was in früheren Jahren mitgenommen wurde und inzwischen weggelassen wird.

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Wo mache ich meinen Fahrradurlaub? Es werden Anregungen für Radtouren in Frankreich, Italien, Dänemark, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Donauradwanderweg und viele weitere Regionen in Deutschland und Europa gegeben.

Welche Räder sich für die Radtour brauchbar? Die Aussteller stellen Ihre eigenen Reiseräder vor. Diese sind auf Radtouren erprobt worden. Generell läßt sich mit jedem intakten und nicht reparaturanfälligen Fahrrad eine Radtour unternehmen. Nach einer gewissen Zeit wird jedoch meist festgestellt, daß mit einem hochwertigen Fahrrad die Radtour mehr Spaß macht.

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Noch im Anhäger oder schon allein? Häufig wird die Meinung geäußert, daß es mit Kindern nicht möglich ist, Radtouren durchzuführen. Auf Radreisen ’98 - grenzenlos stellen junge Familien Möglichkeiten vor, wie eine Radtour mit Kindern gemacht werden kann.

Wie komme ich an Reisebücher und Karten? Der ADFC-Infoladen stellt sein Bücher- und Kartenangebot vor. Hier gibt es unter anderem die amtlichen Karten des Landes Niedersachsen und der Bielefelder Verlagsanstalt. Außerdem wird an einem Sonderstand darüber informiert, wie eine Karte für unterschiedliche Reisen (z. B. Tagestour in der Umgebung, Fahrradurlaub) aussehen sollte.

Info-Hotline: ADFC Bremen, (0421) 70 11 79

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1998 pedal Nr. 1  

Fahrradzeitung des ADFC Landesverband Bremen, Kreisverbände Cuxhaven, Rotenburg, Osterholz, Verden, Diepholz und Delmenhorst

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