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Die Fahrradzeitschrift des ADFC für Bremen und umzu

Landesverband Bremen Kreisverband Bremerhaven Kreisverband Osterholz

Nr. 1  •  2008

Januar - April 2008

SICHER UNTERWEGS Wir können das!

KLIMAWANDEL? Grüner Bausenator im Gespräch


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INHALT/IMPRESSUM

Inhalt

Impressum Editorial

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Magazin

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Glück haben reicht nicht Kurznachrichten, Termine, Kurse

Rad & Touren

Radreisen 2008 - zum Träumen und Planen!

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ADFC Urlaubsmesse: Radreisen - grenzenlos!

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Buten & Binnen

Das war das ADFC-Jahr 2007

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Schwerpunkt

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Interview mit Bremens neuem Bausenator Reinhard Loske Mit dem Rad zur Arbeit - Neues Rekordergebnis

Sicher Unterwegs: Wir können das! Starke Kinder auf dem Rad Interview mit Astrid Wolf: Versuch macht kluch Interview mit Christiane Wasserscheid: Bei Null anfangen ADFC Tipps - damit Sie immer gut ankommen

ADFC Kreisverband Osterholz

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ADFC Bremen

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ADFC Aktiv

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ADFC Kompakt

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ADFC mobilisiert das Viertel, MoCuBa sagt Dankeschön Fördermitglieder stellen sich vor: „Heidi“ „DACHGEBER-Tage“ mit viel Klönschnack ADFC-Kontakt, ADFC-Mitgliederversammlung Fördermitglieder, Beitrittserklärung

Ihr Fahrradfachhandel links und rechts der Weser Markenfahrräder von Gazelle, vsf Fahrradmanufaktur, Rabeneick, Orbea, Raleigh, r GT, E - Bikes und Wunschfahrräder nach Maß. www.1-2-3Rad.de Meisterwerkstatt, Ersatzteile, Zubehör, Navigationgeräte Verleih: Treckingräder, Tandem, Kinderanhänger, Lastenräder, etc.

Herausgeber: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) - Landesverband Bremen e. V. Bahnhofsplatz 14 a, 28195 Bremen (0421) 70 11 79, pedal@adfc-bremen.de www.adfc-bremen.de und der Kreisverband Osterholz ISSN 0934-1161 Heft 1/2008

Auflage: 10.000 Stück

Verlag: Dieter König, Buntentorsteinweg 262 28201 Bremen (0421) 5 57 70 10 koenig.dieter@nord-com.net

Es gilt die Anzeigenpreisliste 2008.

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Blick zurück, Lückenschluss, ADFC-Seminar „Mitgliederwerbung“

pedal Regionale Fahrradzeitschrift des ADFC für Bremen und Bremerhaven sowie der Landkreis Osterholz.

Abonnements: 10 Euro / Jahr Für Mitglieder der herausgebenden ADFC-Gliederungen ist der Bezug im Jahresbeitrag enthalten.

Verkehr

Plus Minus - kommentierte Fotos

IMPRESSUM

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Redaktion: Ludger Koopmann (verantw.), Brigitte Breyling, Hannah Grundey, Antje Hoffmann, Klaus-Peter Land. Layout: Manfred Koopmann Titelbild: Hannah Grundey

Druck: Buchkunst Leipzig Gebr. Klingenberg; gedruckt auf RecySatin - Recycling Papier.

Nachdruck nur mit Erlaubnis des ADFC gestattet. Die nächsten pedal-Hefte: Ausgabe 2/08 SPEZIAL „rad & touren“ Redaktionsschluss 15. Dezember 2007 Erscheint Mitte Februar 2008 Ausgabe 3/08 Redaktionsschluss 15. Februar 2008 Erscheint Mitte April 2008

Hbf Radstation Bahnhofsplatz 14 a 28195 Bremen Tel.: 0421 /16 90 100 Öffnungszeiten: Mo - Fr: 8 -20 Uhr Sa - So: 9 -19 Uhr Neustadt Buntentorsteinweg 270 28201 Bremen Tel.: 0421 / 57 86 581

Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr: 10 -18 Uhr Mi: 10 -13 Uhr, Sa: 10 -13 Uhr

pedal Nr. 1 • 2008


EDITORIAL

Glück haben reicht nicht

Einen Unfall mit dem Fahrrad haben die meisten RadfahrerInnen wohl schon erlebt. Zum Glück geht der Großteil der Unfälle glimpflich aus. Doch was ist mit den schweren Unfällen? Da gibt es aus Schweden die „Vision Zero“: Diese Richtlinie wurde 1997 vom Schwedischen Parlament für die Sicherheitspolitik im Straßenverkehr neu gesetzt. Die Vision verlangt ein vollständig Ludger Koopmann anderes Denken in der Verkehrssicherheit und Vorsitzender hat das Ziel, dass niemand im Straßenverkehr ADFC Landesverband schwer verletzt oder getötet wird. Bremen Auch in Deutschland müsste „Vision Zero“ das Ziel sein. Dabei müssen der Staat und seine Behörden für menschengerechte Verkehrsbedingungen sorgen, so dass kleine Unachtsamkeiten oder kleine Fehler keine schweren Folgen mehr haben. Wichtige Bausteine dabei sind dabei zum Beispiel die Verringerung der Geschwindigkeit (Tempo 30 in Ortschaften) oder die Umgestaltung von Fahrzeugen, die das Verletzungsrisiko Jörg Kappmeyer Vorsitzender von Fußgängern und RadfahrerInnen verrinADFC Kreisverband gern. Osterholz Der ADFC setzt sich auf der politischen und praktischen Ebene sowohl in Bremen, Bremerhaven als auch in Berlin und Brüssel vielfältig dafür ein, die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger zu verbessern.

Knut Müller Vorsitzender ADFC Kreisverband Bremerhaven

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Genauso wichtig ist jedoch auch unser Verhalten als VerkehrsteilnehmerInnen und die gegenseitige Rücksichtnahme. Hier können wir alle unseren Beitrag dazu leisten, dass der Verkehr sicherer und angenehmer wird. Besonderes Augenmerk gilt dabei den jüngsten VerkehrsteilnehmerInnen. Wer von Kindesbeinen an lernt und gezeigt bekommt, sich selbstbewusst und sicher im Verkehr zu bewegen, wird hoffentlich bis ins hohe Alter die Freude am Radfahren nicht verlieren. Wie der ADFC dazu beiträgt, können Sie in unserem pedal-Schwerpunkt in diesem Heft lesen.

Bremens neuer Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Dr. Reinhard Loske, ist selber leidenschaftlicher Radfahrer und hat verkehrspolitisch eine Menge vor. Der ADFC konnte ein Gespräch mit ihm führen, von dem Sie Auszüge in diesem Heft lesen. Die beiden Staatsräte im grünen Ressort, Dr. Cornelia Ziehm und Wolfgang Golasowski sind übrigens beide ADFCMitglieder, erstere schon in ihrer Berliner Zeit, letzterer ist mit seiner ganzen Familie frisch eingetreten. Die pedal-Leserschaft ist mit diesem Heft regional etwas kleiner geworden, der Kreisverband Verden ist nicht mehr als Herausgeber dabei. Die Auflage des pedal bleibt jedoch bei 10.000 Heften – die neue Gestaltung und das redaktionelle Konzept kommen so gut an, dass an vielen Auslagestellen immer wieder Exemplare nachgelegt werden müssen und alle Ausgaben des Jahres 2007 nahezu vergriffen sind. Wer sich (noch) nicht für eine ADFC-Mitgliedschaft entscheiden kann, aber gerne sicher in den Genuss des pedal kommen will, kann jetzt beim Verlag Dieter König ein Jahresabo bestellen (siehe Impressum). Am Ende des Jahres 2007 gilt unser ganz besonderer Dank den vielen, vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Aktiven des ADFC, ohne deren tatkräftige Mitarbeit weder das pedal noch Fahrradfestival, große und kleine Radtouren, Familienrallyes, Infostände, stadtweite und örtliche Lobbyarbeit, Aktionen an Brennpunkten, Beratung und Service von radort, Radstation und Infoläden in Bremen, Bremerhaven, Osterholz und umzu niemals möglich wären. Ein paar Bilder in diesem pedal würdigen diese Aktivitäten, ohne die Fahrrad fahren nur halb so viel Spaß machen würde. 2008 wünschen wir uns noch mehr davon – gerne mit Ihnen zusammen! Ludger Koopmann Jörg Kappmeyer Knut Müller

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MAGAZIN Kurznachrichten+++Termine+++Kurse+++Kurznachrichten+++Termine+++Kurse Spielen für den ADFC? Wenn, dann bei Lotto Bremen! Bremen/Bremerhaven. Für über 5 Millionen Euro konnten in den Jahren 2000 bis 2006 gemeinnützige Projekte im Umweltbereich aus Lotto-Mitteln finanziert werden. Dies sind Mittel aus den Gewinnspielen direkt bei Lotto Bremen, die als Zweckerträge an das Land Bremen

Fahrradfestival“ erfolgreich durchführen. Auf die gemeinnützigen Aspekte des Gewinnspiels weist die Bremer Lottogesellschaft in ihrer neuen Bremen-gewinntKampagne besonders hin – ein Fotomotiv zeigt auch die ADFC-„Schul-Arbeiten“.

Anmeldeunterlagen gibt’s bei Wolfgang Reiche, Tel. (0421) 7 90 17 58 oder 7 58 90 und wolfgang.reiche@adfc-bremen.de.

Samstag, 8. / Sonntag, 9. März 2008

fahrrad.markt.zukunft 21. Januar + 28. März 2008

ADFC-Neuentreff

Bremen. Zu einem offenen gemütlichen Treffen lädt der ADFC Bremen am Freitag, 18. Januar und am Freitag, 28. März, jeweils um 18 Uhr ein. Neue Bremer Mitglieder und Interessierte können sich über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins informieren. Die ADFC Geschäftsstelle ist in der ersten Etage der Radstation, Bahnhofsplatz 14 a, Telefon (0421) 70 11 79.

Bremen. Technik-Neuheiten, der große Indoor-Testparcours, direkte Kontakte zu Herstellern und Händlern und ein „Fahrrad-Forum“ mit Fachvorträgen und Reise-Dia-Shows, das sind die Höhepunkte aus dem Programm der Messe für ein

Samstag, 19. / Sonntag, 20. Januar 2008

GPS-Kurs für Anfänger

Foto: Fred Effe

gehen und für Sport, Jugend und Soziales, Gesundheit und Umweltschutz zur Verfügung stehen. Die Senatoren verteilen das Geld in Abstimmung mit den Deputationen. Auch der ADFC Bremen konnte mit dieser Förderung eine Reihe von Projekten wie zum Beispiel Schulwegepläne („Kleine Räder werden groß“), die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ oder das „Bremer

Bremen. Der ADFC bietet ein weiteres Seminar zur Satelliten gestützten Navigation auf Radtouren an. Es richtet sich an Anfänger ohne Erfahrung mit GPS. Foto: fahrrad.markt.zukunft

fachkundiges und hochinteressiertes Publikum. Außerdem ist Weltumradler Tilmann Waldthaler dabei und zeigt seine Ausrüstung. ADFC und AOK sind ebenfalls mit ihrem Angebot vertreten. Ermäßigter Eintritt für ADFC-Mitglieder wird angestrebt! Infos auf www.fahrrad-markt-zukunft.de Montag, 10. März 2008, 19.30 Uhr Foto: Wolfgang Reiche

Service rund ums Rad 28199 BREMEN Lahnstr. 33 Ecke Delmestr. 0421 - 30 21 14

Die Themen sind: Was GPS-Geräte können, welche Kartensoftware nötig ist, wie eine Radtour mit PC und GPS zu planen ist und was das alles kostet. Auf einer kleinen Radtour testen die Teilnehmer/innen verschiedene Geräte und werten anschließend die gefahrene Strecke auf dafür vorbereiteten Laptops aus. Referent ist der ADFC-Experte für Globale Positions-Systeme, Thomas Froitzheim.

Radreise in West-Kanada

Bremen. Klaus Gattner (lebt in Kanada) erzählt von Radreisen auf ehemaligen Eisenbahntrassen in West-Kanada. Der legendäre Kettle Valley Railway in British Columbia stellt das Herzstück des längsten Trails der Welt dar. Weitere Informationen auf der Website www.kanada-bike.com. Der Film-Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Jugendgästehaus, Kalkstraße 6. Der Eintritt kostet vier Euro.

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MAGAZIN Kurznachrichten+++Termine+++Kurse+++Kurznachrichten+++Termine+++Kurse ADFC-Kurse mit der VHS Bremen Die folgenden ADFC-Kurse werden in Kooperation mit der Volkshochschule Bremen durchgeführt. Anmeldung unter Tel. (0421) 361-595 25 oder unter www.vhs-bremen.de Fragen beantwortet Sigrun Bösemann, ADFC Tel. (0421) 70 11 79 oder sigrun.boesemann@adfc-bremen.de

Fahrradtechnikkurse Fahrradtechnikkurs für Anfänger/innen 5. und 6. April 2008 Klaus Wendelken

Fahrradreparaturkurs für Frauen (Anfängerinnen) 12. und 13. April 2008 Sigrun Bösemann

Fahrradtechnikkurs für Fortgeschrittene 26. und 27. April 2008 Klaus Wendelken

Weitere Kurse folgen im Herbst 2008.

Radfahren lernen – Termine 2008 Radfahren für ausländische Frauen 10. März bis 20. März 2008 Montag bis Freitag 9.30 bis 11.30 Uhr Leitung: Sigrun Bösemann Fun-Park Kattenturm Kosten: 5 Euro (nur für Frauen aus dem Stadtteil)

Sommer? Sonne? Radfahren lernen!

14. April bis 22. Mai 2008 Montag und Donnerstag 15.45 bis 18.00 Uhr oder Montag und Donnerstag 18 bis 20.15 Uhr Leitung: Christiane Wasserscheid Schulhof Kippenberg-Gymnasium Kosten: 85 Euro (57 Euro ermäßigt) zuzüglich 25 Euro Fahrradmiete

Weitere Kurse zum Radfahren lernen werden im Juni und Juli angeboten.

ADFC-Fahrradcodierung Jeden ersten und dritten Samstag im Monat codiert der ADFC Bremen von 10 bis 12 Uhr Fahrräder. Dabei werden Name und Adresse des Eigentümers verschlüsselt in den Rahmen des Fahrrades eingraviert. Weil dadurch der Handel mit gestohlenen Rädern erschwert wird, empfehlen Polizei und Versicherungen Fahrräder codieren zu lassen. Preise: 15 Euro / ADFC-Mitglieder 6 Euro; Familien und Gruppen mit gleicher Adresse: 25 Euro / ADFC-Mitglieder 11 Euro. Bitte Personalausweis und Kaufbeleg mitbringen! ADFC radort bremen, in der Radstation, Bahnhofsplatz 14a, Infos unter: Tel. (0421) 794 795 11 www.adfc-bremen.de/Service/Codierung.

Winterferien im radort Bremen. Vom 23. Dezember 2007 bis 6. Januar 2008 bleibt der ADFC radort bremen geschlossen.

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Foto: Wolfgang Reiche

Wochenende, 16.bis 18. Mai 2008

Wie leite ich eine Radtour? Bremen. In diesem Wochenendseminar werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befähigt, zukünftig in Eigenregie für andere Radtouren zu planen, auszuarbeiten und verantwortlich durchzuführen. Es richtet sich vornehmlich an alle, die im und für den ADFC Radtouren ausarbeiten und leiten wollen. Aber auch Gruppenleiter, Lehrkräfte sowie Mitglieder von anderen Organisationen und Vereinen sind angesprochen. Das Seminarprogramm gibt es beim ADFC Bremen. Es steht auch direkt im Internet oder kann per E-Mail angefordert werden. Wolfgang Reiche, Tel. (0421) 790 17 58 wolfgang.reiche@adfc-bremen.de, www.adfc-bremen.de/Reisen/ Radtourenleiterseminare

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RAD & TOUREN

Radreisen 2008 mit dem ADFC Zum Träumen und Planen

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ine kleine Auswahl von ADFC-Radreisen im kommenden Jahr ist auf dieser Seite für Sie zusammengestellt. Das gesamte Tourenangebot mit Startpunkten in Bremen und dem Umland, finden Sie im pedal SPEZIAL „Rad & Touren 2008“, das Mitte Februar erscheint. ADFC-Mitglieder bekommen es zusammen mit der Radwelt ins Haus geschickt. Sie sind nicht ADFC-Mitglied, möchten aber kein pedal verpassen? Die Infos zum AboService stehen im Impressum. Im Internet finden Sie alle Touren und Reisen des ADFC unter www.radtouren-bremen.de.

Foto: Niederrhein Tourismus GmbH

Auf der Niederrheinroute Mittwoch, 14.05.2008 bis Sonntag, 18.05.2008

Preussische Schlösser und Havelländische Seen

licher Betätigung in der Fluss- und Seenlandschaft vor den Toren Berlins. Übernachtet wird in guten Hotels bzw. Pensionen. Kontakt: Heinz Grevenstette, (0421) 65 32 34, heinz.grevenstette@adfc-bremen.de

16-18 km/h 5 Tage 50-70 km am Tag Freitag, 27.06.2008 Die Tour führt uns zu den Schönheiten von Potsdam und seiner havelländischen Umgebung. Hier- bis Sonntag, 29.06.2008 zu gehören die vielen Parks mit ihren Schlössern in Heuhotel-Radtour entlang von Babelsberg, Glienicke, Cecilienhof und Sanssouci. Eine Mischung aus Geschichte, Kultur und sport- Aller, Leine und Weser 16-18 km/h 3 Tage 210 km Vom Ausgangspunkt Eystrup fahren wir zur Aller und folgen ihr bis kurz vor Schwarmstedt. Ab hier orientieren wir uns am Radfernweg Leine, bevor es ab Neustadt in Richtung Steinhuder Meer weitergeht. Zurück geht es überwiegend auf dem Weserradweg, mit Durchqueren der historischen Stadt Nienburg. Übernachtet wird auf Rittergütern in gemütlichen Heuhotels. Kontakt: Heinz Grevenstette, (0421) 65 32 34, heinz.grevenstette@adfc-bremen.de Sommer 2008

Romantische Straße: von Füssen nach Würzburg

430 km 16-18 km/h 8 Tage Start in Füssen mit den Märchenschlössern, über Augsburg, wo die Fugger ein beeindruckendes Erbe hinterlassen haben. Weiter durch das liebliche Taubertal durch historische Stadtkerne und prachtvolle Dörfer nach Würzburg. Start: Radstation, Bahnhofsplatz 14a, 28195 Bremen Kontakt: Jürgen Wiese, (0421) 53 36 28, juergen.wiese@adfc-bremen.de

Köln, Remagen, Ahrtal nach und nach Krefeld. Start: Radstation, Bahnhofsplatz 14a, 28195 Bremen Kontakt: Jürgen Wiese, (0421) 53 36 28, juergen.wiese@adfc-bremen.de Sommer 2008

Ruhrtal-Radweg (mit Rheinweg)

16-18 km/h 7 Tage 340 km Der neue Ruhrtal-Radweg liegt an einem der vielfältigsten Flüsse Deutschlands. Wälder, Moor- und Heidelandschaften wechseln sich ab mit Burgenidylle und Hinterlassenschaften der Industrie-Ära. Ein Spannungsbogen vom Sauerland bis ins Ruhrgebiet. Start: Radstation, Bahnhofsplatz 14a, 28195 Bremen Kontakt: Jürgen Wiese, (0421) 53 36 28, juergen.wiese@adfc-bremen.de Sommer 2008

Auf den Spuren der Römer von Duisburg bis Bielefeld

350 km 16-18 km/h 7 Tage Diese Route beginnt in Duisburg, es geht auf alten römischen Spuren über Xanten und folgt der Lippe durch das südliche Münsterland bis zum Teutoburger Wald (Hermannsdenkmal). Endpunkt ist Bielefeld. Start: Radstation, Bahnhofsplatz 14a, 28195 Bremen Kontakt: Jürgen Wiese, (0421) 53 36 28, juergen.wiese@adfc-bremen.de Sommer 2008

Lahntour mit Ahrtal

350 km 16-18 km/h 7 Tage Radtour an Lahn, Ahr und Rhein mit malerischen Sommer 2008 Fachwerksorten und weitläufigen Naturschutzgebieten entlang der Lahn. Mit Besuch eines stillgelegten 3 Flüsse: eine Radtour an Eisenerzbergwerks und einem Abstecher über den Rhein, Ahr und Erft Rheinweg in das Ahrtal. Endpunkt ist die Domstadt 350 km 16-18 km/h 7 Tage Köln. Die Radreise führt durch eine der schönsten Mittel- Start: Radstation, Bahnhofsplatz 14a, 28195 Bremen gebirgsregionen. Vorbei an Wasserschlössern und Kontakt: Jürgen Wiese, (0421) 53 36 28, Burgen lernen Sie den Rhein von seiner romanjuergen.wiese@adfc-bremen.de tischen Seite kennen. Beginn in Düsseldorf, über

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BUTEN & BINNEN

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ADFC Urlaubsmesse Bremen Untere Rathaushalle

19. und 20. April 2008 von 10 bis 18 Uhr Der ADFC Bremen lädt ein Wochenende lang zur Urlaubsmesse in die Untere Rathaushalle ein. Zu entdecken gibt’s grenzenlos viel Neues rund ums Radreisen:

Erfahrung pur

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eiseradler/innen stellen sich und ihre Reisen vor. Erfahren Sie Dinge über: Länder in nah und fern, Routen, Menschen und Ausrüstung, die in keinem Reiseführer stehen.

Ihr Bremer Umland ganz neu

D

ie Radtourenleiter/ innen des ADFC Bremen stellen sich und ihre über 400 Touren für die Saison vor.Damit können Sie Bremen und umzu auf Kurzund Tagestouren neu entdecken.

Radelregionen präsentieren sich

H

olen Sie sich einen bunten Ideen-Strauß für Ihren Urlaub: Professionelle touristische Angebote für jede Art von Radreise.

Neue Fahrräder zum Anfassen

D

ie Saison mit einem neuen Fahrrad beginnen? Der Bremer Fachhandel zeigt aktuelle Angebote und beantwortet Ihre Fragen.

Foto: Deutschland per Rad entdecken 2007 / ADFC / Marcus Gloger

Anzeige

Was mit muss

W

as kommt wie in Sack und Pack – das zeigt ganz praktisch Weltumradler Wolfgang Reiche (Tausend Dank an ihn für die jahrelange erfolgreiche Messe-Aufbau-Arbeit!).

Träumen Sie mit

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n Bild und Ton lassen ADFC-Reiseradler Sie an ihren traumhaften Touren teilhaben.

Mit dem ADFC auf Mehrtagestouren

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öchten Sie unterwegs sein, ohne selber planen zu müssen? Die ADFC-Tourenleiter/innen machen ganz persönliche Angebote - jede Tour ein Einzelstück!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Das neue ADFC-Messe-Team Hannah Grundey und Antje Hoffmann Mit freundlicher Unterstützung durch die AOK Bremen/Bremerhaven

Bremen - Waller Ring 141 (neben Walle-Center) Tel. (0421) 61 15 56, Fax 61 40 27, www.zweirad-dutschke.de, fun@zweirad-dutschke.de

● Mitglied der Z E G ● Fahrradwaschanlage ● Gebrauchträder ● Fahrrad-Codierung ● Online-Shop ● Motorroller von 50 - 500 cm³ ● Piaggio-Vespa-Center ● Mofa, Elektroräder ● Gebrauchtfahrzeuge ● Zubehör ● Lieferservice


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-INTERVIEW Bremens neuer Bausenator ist leidenschaftlicher Radfahrer:

Reinhard Loske will fahrradfreundliches Klima pedal: Etwas zu Ihrer Person? Loske: Ich bin leidenschaftlicher Radfahrer und hier in Bremen - soweit es das Wetter zulässt - täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit unterwegs. Außerdem fahre ich gerne mit meiner Familie, zum Beispiel ins Hollerland oder an der Weser entlang. Auf dem westfälischen Land aufgewachsen, gehörte das Fahrrad von Beginn an zu meinem Leben dazu, auch später ist es mein treuer Begleiter geblieben - ob zu Hause in der Eifel oder an meinen Arbeitsstätten, wie hier in Bremen oder zuletzt in Berlin. pedal: Was wollen Sie verkehrspolitisch in den nächsten vier Jahren bewegen? Loske: Bremen ist schon heute bundesweit an der Spitze, was den Anteil der Fahrradfahrer am innerstädtischen Verkehr angeht. Das gilt es auszubauen. Bremen will sich als Fahrradstadt deutlicher als bisher profilieren. Das Fahrrad trägt in Bremen, mehr als in allen anderen Städten dieser Größenordnung, zur Bewältigung des Verkehrsaufkommens bei. Über 350.000 Wege werden täglich mit dem Fahrrad in der Stadt zurückgelegt. Kaum vorstellbar, wenn sich nur die Hälfte davon aufs Auto verlagern würde. Ein derart hoher Radverkehrsanteil spart Geld für teure Straßenbau- und ÖPNV-Maßnahmen, ist gesundheitsfördernd und ein Aktivposten für den Klimaschutz. Ich möchte gerade den Bürgern, die bereits häufig mit dem Fahrrad unterwegs sind, eine nachhaltig positive Rückmeldung geben, sie in ihrem Verhalten bestärken. Denen, die eher selten bis gar nicht das Fahrrad benutzen, möchte ich ein überzeugendes Angebot machen, öfter aufs Rad zu steigen. Natürlich muss auch die Infrastruktur noch verbessert werden, aber genau so wichtig ist die Schaffung eines fahrradfreundlichen Klimas in der Stadt und hier hat selbst

Dr. Reinhard Loske ist seit dem 29. Juni 2007 Grüner Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa in Bremen. Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Einführung von Dienstfahrrädern. Bremen aus meiner Sicht noch Nachholbedarf. Zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur scheitern ja nicht am Geld, sondern an Interessenkonflikten. Ich nenne beispielsweise den Einzelhandelssektor. Da wird leider eher auf Parkplatzangebote für Pkw geachtet als auf vernünf-

tige Fahrradabstellmöglichkeiten. Für längere Wegdistanzen bietet sich eine Kombination Fahrrad/ÖPNV an, für die auch infrastrukturelle Maßnahmen erforderlich sind. Ein wesentlicher Punkt in diesem Zusammenspiel ist die stärkere Ausrichtung auf die umweltfreundlichen Verkehrsarten.

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-INTERVIEW pedal: Was wären Ihrer Ansicht nach die wichtigsten Schritte auf dem Weg dahin? Loske: Bremen ist 2009 erfreulicherweise Gastgeber des Kirchentages. Gerade in diesem Zusammenhang wollen wir unsere Stadt als Fahrradstadt deutschlandweit bewerben. Damit wollen wir erreichen, dass sich nicht nur die Bremerinnen und Bremer, sondern auch die hiesigen Multiplikatoren in Politik und Wirtschaft für ein fahrradfreundliches Bremen einsetzen. Zurzeit wird für das 500 Kilometer lange Fahrradroutennetz der Stadt ein Wegweisungssystem erarbeitet, ein wichtiger Beitrag der positiven Rückkopplung an die Radler, denn es gibt jedes Jahr zahlreiche Neubürger, Touristen und Besucher, wie die zum Kirchentag, die sich nicht im Netz auskennen. pedal: Wird das auch haushaltspolitisch sichtbar? Loske: Zunächst einmal ist der Radverkehr in Bremen traditionell fester Bestandteil bei nahezu allen Straßenbau- und Stadtentwicklungsprojekten. Hier wurden bereits vorausschauend Anforderungen an eine fahrradfreundliche Infrastruktur aufgestellt. Eine gesonderte Finanzierung ist hierfür nicht erforderlich. Anders ist es bei Maßnahmen, die nicht im Rahmen von übergeordneten Bauprojekten finanziert

Neues Rekordergebnis bei „Mit dem Rad zur Arbeit“

Foto: Hannah Grundey

Senator Dr. Loske prämiert Basler Versicherungen Eine Gemeinschaftsaktion von:

werden können. Ich nenne als Beispiel aus der Vergangenheit den Bau des Radwegs an der Senator-Apelt-Straße, die fahrradfreundliche Umgestaltung des Kreuzungsbereichs Huckelriede, die Einrichtung von Fahrradabstellanlagen oder die Umsetzung des Wegweisungskonzeptes. Für all diese Maßnahmen werden gesonderte Haushaltsmittel benötigt, die von mir auch höher als bislang in die aktuelle Haushaltsberatung eingebracht worden sind. pedal: Was wollen Sie für den Radverkehr in Bremen erreichen? Loske: Wir wollen den Fahrradanteil in unserer Stadt noch erheblich steigern. Ich möchte keine exakte Zahl nennen, wie das ja einige Städte tun, um sich eine Zielmarke zu setzen. Aber wie in allen anderen Städten liegt auch in Bremen der Anteil des Kurzstreckenverkehrs mit dem Pkw mit weit über 50% aller Pkw-Fahrten noch immer hoch. Hier sind Verlagerungen aufs Fahrrad meist ohne Komfortverlust für die Einzelnen, aber mit Gewinn für die Gesundheit und unser aller Klima möglich. Letztendlich sollte man auch nicht unerwähnt lassen, dass sich die Erreichbarkeiten in der Stadt für alle Verkehrsteilnehmer verbessern, wenn mehr Menschen die platzsparenden umweltfreundlichen Verkehrsarten

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ür ihren täglichen Einsatz zugunsten der Umwelt zeichnete Senator Dr. Reinhard Loske die Basler Versicherungen als „Fahrradaktiven Betrieb“ mit einem repräsentativen Fahrradständer aus. Die fahrradaktiven Beschäftigten erhielten einen Fahrradausflug, organisiert vom ADFC. 39 Teilnehmer/-innen haben im Rahmen der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ an mindestens 20 Tagen ihren Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad zurückgelegt. Die Firma stellt zwei abgeschlossene, videoüberwachte

Mit Unterstützung von:

nutzen. Das ist somit auch ein wirtschaftsfreundliches Ziel. pedal: Der Straßenzug Ostertorsteinweg / Vor dem Steintor wird für die breiteren Straßenbahnfahrzeuge umgebaut. Wie sieht in Ihren Augen eine Lösung aus, die den Radverkehr angemessen berücksichtigt? Loske: Wir haben es hier mit einer Vielzahl von konkurrierenden Nutzungsansprüchen auf engstem Raum zu tun. Insbesondere die schwächeren Verkehrsteilnehmer, die Fußgänger und Radfahrer, die ja auch eine wichtige Kundengruppe für die ansässigen Einzelhandelsgeschäfte darstellen, müssen stärker in den Fokus der verkehrlichen Organisation des Straßenraums gerückt werden. Ob dies durch mehr ordnungspolitische Konsequenz oder durch mehr Freiheitsgrade geschehen kann, darüber bin ich mir noch nicht ganz im Klaren. Die Herausforderungen in diesem quirligen Treiben sind schon von besonderer Art. Ganz einfache Lösungen wird es hier kaum geben. Ein besonderes Problem sehe ich in den Flächenansprüchen des ruhenden Verkehrs in Konkurrenz zur ausgeweiteten Schienentrasse. An dem Ziel, einen tragfähigen Kompromiss für alle Nutzergruppen zu finden, halte ich trotz aller Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten fest. Fahrradkellerräume zur Verfügung außerdem eine Duschmöglichkeit, eine Servicestation mit Luftpumpe, Werkzeug und Kleinteilen sowie Schränke für Ersatzkleidung. Jörg Twiefel von der AOK Bremen/Bremerhaven und ADFC-Vorsitzender Ludger Koopmann verwiesen hochzufrieden auf das Gesamtergebnis der gemeinsamen Aktion: „Mit 4.027 Aktiven hat das Land Bremen erneut die bundesweit beste Teilnehmerquote bei der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ von AOK und ADFC erreicht.“

Dieses Projekt wird gefördert durch die Europäische Union

MoCuBa

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BUTEN & BINNEN

Das war das ADFC Bremen- Jahr 2007 Frostfrei - rostfrei

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eujahrsempfang im Parkhaus der Radstation. Drei Männer und kein Schnee: Ludger Koopmann (Landesvorsitzender), Klaus Hinte (ADFC-Urgestein), Karsten Hübener (Bundesvorsitzender) und viele andere unterhielten sich prächtig. Das wunderbare hausgemachte Büffet wurde komplett abgeräumt!

Foto: Klaus-Peter Land

Foto: Andreas Wegmann-Klose

Tiefer.breiter.sicher / Bischofs.nadel.öhr

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rbeitskreis Brennpunkt in Aktion. Der jüngste Arbeitskreis des ADFC prangerte 2007 mit zwei Aktionen die Verkehrsbrennpunkte Tiefer und Bischofsnadel an. Foto: Klaus-Peter Land

radort bremen

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as ADFC-Team im radort bremen ist 2007 gewachsen. Sechs neue Freiwillige verstärken nun den ADFCService, um den Infobedarf radreiselustiger Bremer/innen und Bremen-Besucher/innen zu decken. Foto: Hannah Grundey

Tour de Natur

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Foto: Tobias Leuze

ie Abschlussveranstaltung der ADFC-Fahrradwoche zu Fahrrad, Fitness und Gesundheit im Rolandcenter, hatte dieses Jahr so viele Teilnehmer/innen wie nie zuvor. Besonderen Spaß machten die neuen Brücken über die A 281 und das Picknick in Pusdorf im Weseruferpark.


BUTEN & BINNEN

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Foto: Jens Lehmkuehler

Kinder.leicht.gesund / mobil mit Kind und Rad

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ie ADFC-Familienrallye gab es 2007 in zwei Auflagen: Ein Erfolgsmodell. Nächstes Jahr wird diese Bremer Veranstaltung bundesweit Karriere machen.

Foto: Hannah Grundey Foto: Klaus-Peter Land

Bremen fährt besser – besser mit dem Rad!

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rau ist alle Theorie. Im Frühjahr wurden Bremer Politikern aller Couleur bei der Parlamentarier-Radtour die Tops und Flops des Bremer Radwegnetzes vorgeführt (dabei v.l.n.r.: Karin Krusche, GRÜNE; Frank Imhoff, CDU; Uta Kummer, SPD).

Bremer Fahrradfestival

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as Bremer Fahrradfestival lockte in diesem Jahr mit strahlendem Sonnenschein, guter Stimmung und einem vielfältigen Programm viele Besucher/innen an. Beim TriRadlon wurde zu Lande, mit Wasser und Luft gekämpft, um Schwalbe-Marathon-Reifen oder Ortlieb-Taschen zu gewinnen.

Hochstraßentour

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Foto: Birgit Klose

eilnahmerekord bei „Mit dem Rad zur Arbeit“. Die Schlussveranstaltung „Hochstraßentour“ ist der alljährliche Straßencheck. Fazit: Die Bremer Straßen schnitten wieder besser ab als die Radwege.

Riesen-Dankeschön an alle, die das alles und noch viel mehr möglich gemacht haben!

pedal-Redaktionsteam


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SCHWERPUNKT SICHER UNTERWEGS

SICHER UNTERWEGS

Foto: Hannah Grundey

Vorurteil 1: „Die Radfahrer müssen diszipliniert werden, die fahren alle wie sie wollen, halten sich an keine Regeln und gefährden sich selbst am meisten“ Tatsache ist: Die Kfz-Lenker sind in über drei Viertel aller Fälle Hauptverursacher von polizeilich erfassten Unfällen mit Kfz- und Radfahrerbeteiligung (Quelle: Statistisches Bundesamt, Zahlen für 2005). Bei mindestens der Hälfte aller Kinderverkehrsunfälle liegt die Schuld nicht beim Kind. Die Unfallursache Nummer 1 ist immer noch die unangemessene Geschwindigkeit von Fahrzeugen, fand Christine Locher vom Institut für Mobilität und Verkehr der Universität Kaiserslautern heraus *). Wer muss also mehr Disziplin üben? Vorurteil 2: „Radfahren ist viel zu gefährlich, deshalb fahre ich lieber Auto.“ Neben der Verkehrssicherheit, die sich mit Unfallzahlen messen lässt, spielt die „gefühlte Sicherheit“ eine große, oft unterschätzte Rolle. Tatsächliche oder vermeintliche Gefahren halten vom Radfahren ab oder

beeinflussen das Verkehrsverhalten von Radfahrer/innen. Zum Beispiel sehen viele das Radfahren auf der Fahrbahn auch bei wenig oder mittlerem Autoverkehr als gefährlich an. Sie fahren dann zu defensiv, zum Beispiel eng am rechten Rand und sehr langsam oder sie weichen auf die Gehwege aus. Im Vertrauen auf eine eher trügerische Sicherheit auf Rad- und Gehwegen werden die tatsächlichen Gefahren jedoch unterschätzt. Radfahrer/innen widmen deshalb gefährlichen Situationen nicht die notwendige Aufmerksamkeit: Beispielsweise an Grundstückszufahrten, bei parkenden Fahrzeugen und auf links geführten Radwegen. Auch mit den Gefahren durch den Toten Winkel bei abbiegenden Lkw wird vielfach nicht gerechnet. Vision 1: Wer sieht und gesehen wird, hat wenig zu befürchten. Der ADFC setzt sich deshalb dafür ein, sowohl objektiv sichere, für die örtlichen Gegebenheiten optimierte Wege für den Radverkehr herzustellen, als auch das Verhalten aller Verkehrs-

teilnehmer/innen zu verbessern und unnötige Ängste abzubauen. Vision 2: Je mehr Radfahrer/innen unterwegs sind, desto sicherer ist Radverkehr. Ziel sollten endlich null Verkehrstote und null Schwerverletzte im Straßenverkehr sein. Als „VISON ZERO“ ist dies längst offizielle Politik in Skandinavien oder der Schweiz. n diesem pedal-Schwerpunkt SICHER UNTERWEGS geht es bei den Kleinsten los; ein Plädoyer für frühe eigenständige Mobilität hält ADFC-Verkehrspädagogin Sigrun Bösemann. Wie und warum die Kinder ans Radfahren herangeführt werden können, beantwortet Ergotherapeutin Astrid Wolf. Wie Erwachsene (wieder) Radfahren lernen können, erfahren Sie bei ADFC-Kursleiterin Christiane Wasserscheid. Beide Mütter sind zusammen mit ihren Kindern gerne mit dem Rad unterwegs. Der stellvertretende Vorsitzende des ADFC Bremen, Tobias Wolf, gibt alltagstaugliche Tipps zum sicheren Radfahren für alle. ■ Klaus-Peter Land

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SCHWERPUNKT SICHER UNTERWEGS

Wir können das!

ADFC-Arbeitskreis Kinder

Starke Kinder auf dem Rad

nteressierte, die im ADFC Bremen mit Kindern und Familien zusammenarbeiten möchten, sind herzlich eingeladen, sich im Arbeitskreis Kinder zu engagieren. Dieser trifft sich an jedem 2. Mittwoch im Monat um 19 Uhr in den Räumen der Bremer ADFC-Geschäftsstelle in der Radstation.

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Kontakt: sigrun.boesemann@adfc-bremen.de

ELTERNTAXi „Umsteigen, aufsteigen, Spaß haben!“ Foto: Hannah Grundey

Kinder lernen durch Vorbilder, sie ahmen nach, was sie sehen. Jeder Erwachsene prägt das Verhalten der Kinder im Straßenverkehr durch das eigene Verhalten – positiv oder negativ.

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as verkehrssichere Kind wird es nie geben. Doch wir können unsere Kinder stärken und ihnen zeigen, wie sie sich selbstbewusst, eigenständig und sicher in ihrem Umfeld bewegen können. „Wenn wir risikokompetente Kinder wollen, gibt es zum Risiko keine Alternative“, schreibt Sportpädagoge Rudolf Lensing-Conrady in der Bonner Risikostudie*). Die Untersuchung zeigt auf, dass Kinder Erfahrungsräume und Bewegungsanreize brauchen, um die eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu erfahren und einschätzen zu können. Die positive Einstellung zu Bewegung und damit verbundenen Bewegungsrisiken schützt vor Verletzungen. Das Erleben kleiner Risiken schützt vor großen Unfällen. Die Kompetenz von Rad fahrenden Kindern kann also durch frühes Üben gefördert werden. Keine eigene Si-

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cherheit hingegen erwerben überbehütete Kinder und jene, die nur per Auto transportiert werden. Andererseits ist es wichtig, die Kinder nicht zu überfordern, sondern ihre persönlichen und entwicklungsbedingten Möglichkeiten im Auge zu behalten. Speziell gefordert sind Eltern in der Radfahrausbildung. Sie sind diejenigen, die das Mobilitätsverhalten ihrer Kinder am stärksten prägen. Sie entscheiden, ob sie ihren Kindern tägliche Erfahrungen ermöglichen: im Straßenverkehr, durch das gemeinsame zu Fuß gehen oder Radfahren. Erfreulicherweise gibt es heute viele gute und sichere Möglichkeiten, sich mit Kindern Rad fahrend in der Stadt zu bewegen. Beispiele finden Sie auf diesen Seiten. ■ Sigrun Bösemann *) zitiert nach „Kinder er-fahren die Stadt“, Dokumentation 3. Bremer Fahrradkongress 2006, erhältlich als CD-ROM für 10 Euro beim ADFC Bremen, Bahnhofsplatz 14a, 28195 Bremen oder als Download auf www.adfc-bremen.de

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Foto: Zwei plus zwei

it diesem neuartigen zwei-rädrigen ELTERNTAXI können Kinder und Erwachsene jeden Tag als Team unterwegs sein:perTandem zur Schule, ins Schwimmbad oder zum Ausflug und auf längeren Touren. Familien mit Kindern, Grundschulen, Elternvereine und andere Gruppen können sich beim Kölner Zweiradhandel „Zwei plus zwei“ darum bewerben, das ELTERNTAXI gemeinsam auszuprobieren. Sie bekommen dann für einen bestimmten Zeitraum kostenfrei Eltern-Kind-gerechte Tandems zur Verfügung gestellt. Die Tandems können auch bei Projekten der Verkehrserziehung oder anlässlich von Schulfesten eingesetzt werden. Weitere Infos unter www.elterntaxi.de

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SCHWERPUNKT SICHER UNTERWEGS Versuch macht kluch Wie Kinder das sichere Verhalten im Straßenverkehr lernen können oder auch der leere Parkplatz vor dem Supermarkt am Wochenende. Foto: Sigrun Bösemann

Die pedal-Redaktion befragte Astrid Wolf, Ergotherapeutin und Mutter zweier radelnder Kinder. pedal: Wie können Kinder das sichere Radfahren im Verkehr lernen? Astrid Wolf: Vom Bewegungsablauf her können heute schon viele Kinder mit drei Jahren Fahrrad fahren. Da beherrschen sie ihr Rad aber noch gar nicht. Sie können noch nicht anderen Leuten ausweichen, gezielt bremsen, Entfernungen abschätzen und ihr Verhalten anpassen. Das lernen sie erst durch Versuch und Irrtum und durch Nachahmung. Es ist eine nötige Entwicklungsphase, die einen besonderen Raum benötigt. Einen verkehrsarmen, wohnortnahen Raum, wie Spielplätze, Parks, Spielstraßen

pedal: Und wann geht es in den Straßenverkehr? Astrid Wolf: Mit ungefähr sechs Jahren können Kinder sich sicher im Straßenverkehr in Begleitung eines Erwachsenen mit dem Rad fortbewegen. Vorausgesetzt, sie hatten ausreichend Gelegenheiten, in Schonräumen zu üben und als Mitradler den Verkehr und seine Regeln kennen zu lernen. Umsichtige selbst radelnde Eltern entwickeln ein Gespür dafür, wann sie ihrem Kind mehr zutrauen können und lassen dies Schritt für Schritt zu. Dabei sollte bedacht werden, dass die Wahrnehmungsund Reaktionsleistungen der Kinder immer noch nicht mit denen der Erwachsenen zu vergleichen sind. Weil Kinder körperlich kleiner sind, können sie nicht über Autos hinweg sehen, auch Entfernungen und Geschwindigkeiten einzuschätzen, fällt ihnen noch schwer. Dazu bedarf es weiterer

Übung – am besten in einem Raum mit Verkehrsteilnehmern, die Rücksicht auf Kinder nehmen und langsam fahren, größeren Abstand halten und jederzeit mit einer spontanen Reaktion des Kindes rechnen pedal: Hast du einen speziellen Tipp zum Radfahren für Familien? Astrid Wolf: Zum Beispiel das „Follow-me“. Das ist eine TandemKupplung, mit der man ein Kinderfahrrad sicher und schnell an ein Erwachsenenrad ankuppeln kann. Der Vorteil ist, dass Erwachsene und Kinder gemeinsam größere Distanzen und Steigungen zurücklegen können. Die Kinder haben die Möglichkeit in verkehrsberuhigten Gegenden, zum Beispiel in Parks, selbstständig zu fahren. Wenn sie zu müde sind oder der Verkehr sie überfordert, werden sie schnell wieder angekuppelt und von einem Erwachsenen gezogen. In ihrer Rolle als Beifahrer sammeln sie wertvolle Erfahrungen, die ihr späteres Verkehrsverhalten prägen. ■

Bei Null anfangen Der nicht ganz einfache Weg für Groß und Klein, selbst mobil zu werden

Foto: Klaus-Peter Land

Mit Kinderrad, Liegerad und „Trets“ unterwegs: Karlotta, Christiane und Philippa

ADFC-Mitarbeiterin Christiane Wasserscheid leitet die Kurse „Radfahren lernen für Erwachsene“.

pedal: Wie können die Erwachsenen das sichere Verhalten im Straßenverkehr lernen? Christiane Wasserscheid: Meine Kurse fangen bei Null an, das heißt, hier erlernen Erwachsene das Radfahren von Grund auf. Auch bei uns kommt der Punkt, wo die Anfänger/innen vom Schonraum in den Straßenverkehr fahren. Und das ist von meiner Seite zunächst ein begleitetes Fahren, wie bei Eltern mit Kindern. Die erwachsenen Radfahrer/innen müssen zusätzlich Strategien erarbeiten, wie sie sicher durch den Verkehr kommen, da das begleitete Fahren von kurzer Dauer ist. Kinder wachsen langsam, unter langer

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SCHWERPUNKT SICHER UNTERWEGS Sind Sie sicher? Begleitung durch die Eltern, in die Erfordernisse des Straßenverkehrs hinein. Meinen Teilnehmer/innen fehlen 20, 30, 50 (!) Jahre Fahrradfahren, sie haben verständlicherweise mehr Ängste vor Unfällen. pedal: Hast Du als Mutter von zwei Rad fahrenden Kindern einen speziellen Tipp für Eltern? Christiane Wasserscheid: Momentan habe ich zwei Möglichkeiten, mit beiden fünf- und siebenjährigen Kindern im Straßenverkehr unterwegs zu sein: Das jüngere Kind sitzt im Anhänger oder Trets zum Mitradeln, so dass ich nur ein Kind auf seinem Fahrrad begleiten muss. Das hält den Stress durch hohe Aufmerksamkeit in Grenzen. Wichtig ist, dass das Rad fahrende Kind zuverlässig auf Zuruf reagiert. Wenn ich „Stopp!“ rufe, muss es anhalten, ohne Diskussion. Wenn beide Kinder gerne mit ihrem Fahrrad fahren möchten, wähle ich kürzere Wege und fahre auf einem Erwachsenen-Roller mit ihnen zusammen auf dem Gehweg. Das kann ich nur empfehlen. Es ist sehr entspannend, da ich beide Kinder gut und schnell im Griff habe. Nebenbei erfährt man, was so alles los ist auf dem Gehweg: Aus- und Einfahrten, Kinderwagen, Hunde, schwerhörige Menschen, Engpässe durch Autos, Mülltonnen und vieles mehr. Da ein Roller ein Spielund Sportgerät ist, darf und muss ich damit auf dem Gehweg fahren ■

ADFC-Tipps - damit Sie immer gut ankommen Wir fragen Sie nicht, ob Sie sich immer an die Regeln der Straßenverkehrsordnung halten. Sie sollen auch nicht aus Angst Ihr Fahrrad im Keller stehen lassen. Wir möchten, dass Sie sicher ankommen – und dazu können Sie durch Ihr Verhalten beitragen.

Können Sie der Gefahr ins Auge sehen? Im toten Winkel eines Lkw’s kann eine ganze Schulklasse verschwinden. Achten Sie daher darauf, von den anderen Verkehrsteilnehmern gesehen

Foto: Hannes von der Fecht

Verwechseln Sie manchmal Rinks und Lechts? Das Fahren auf der falschen Radwegseite gehört nicht nur in Bremen zu

Foto: Wilhelm Hörmann

Sind Sie helle?

Bei einer Stichprobe auf einem Bremer Radweg war knapp die Hälfte der Radfahrer ohne Licht unterwegs.

Ausführliche Tipps zur Fahrrad-Beleuchtung gibt ein ADFC-Checkheft, kostenlos erhältlich im ADFC radort bremen.

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zu werden – besonders im Kreuzungsbereich. Denn hier passieren die meisten Unfälle mit abbiegenden Lkw. Verschenken Sie lieber Ihr Vorfahrtsrecht als Ihr Leben. Der ADFC setzt sich dafür ein, dass Radfahrer an Kreuzungen besser geführt werden, zum Beispiel durch vorgezogene Aufstellflächen oder früheres Grün für Radfahrer; außerdem fordert der ADFC zusätzliche Lkw-Spiegel – bundes- und europaweit.

Foto: Oliver Tjaden/ADFC

den Hauptursachen für Fahrradunfälle: Zum einen werden entgegenkommende Radfahrer gefährdet. Zum anderen rechnen Autofahrer nicht mit Radfahrern aus der falschen Richtung, auch nicht, wenn das Linksradeln erlaubt ist. In Bremen wehrt sich der ADFC gegen neue „Zwei-Richtungs-Radwege“. Nur in Ausnahmefällen sind sie sinnvoll und müssen dann für andere Verkehrsteilnehmer deutlich gekennzeichnet werden. Dabei ist eine gute Beleuchtung in Kombination mit heller Kleidung die beste Lebensversicherung im Dunkeln. Zu empfehlen sind zweiadrige Verkabelung und Standlicht. Kaum störanfällig sind Nabendynamos. Der ADFC Bremen hat Fahrräder an Schulen überprüft. Ergebnis: Viele Neuräder haben gravierende Mängel, nicht nur an der Lichtanlage. Deshalb setzt sich der ADFC auf Bundesebene dafür ein, die DIN-Normen für Fahrräder zu verbessern. Tobias Wolf

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VERKEHR

PLUS MINUS PLUS

Links herum spät markiert

MINUS

Bremen-Vahr. Rad fahren auf der linken Seite ist höchst gefährlich: Abund einbiegende Autofahrer schauen allenfalls nach Radfahrern, die „richtig herum“ fahren. Seit mehr als einem Jahr ist es in der Neuen Vahr an mehreren großen, schwer überquerbaren Straßen erlaubt, auch in der „falschen“ Richtung zu fahren. Autofah-

PLUS

Wahlfreiheit

Bremen-Oberneuland. In der Rockwinkeler- und Oberneulander Heerstraße, der Apfelallee und dem Lehester Deich gibt es neben der Fahrbahn meist nur schmale, oft sandig-matschige Seitenwege. Bis 2006 waren sie für Radfahrer als benutzungs-

MINUS

Neu und gefährlich

Bremen-Mitte. Wer von der EduardSchopf-Allee in die Straße „Am Wall“ radeln möchte, muss aufpassen: Vor der Kreuzung verläuft der Radweg verdeckt von riesigen Schaltschränken und einer Litfasssäule. Dadurch befinden sich Radfahrer nicht mehr im Blickfeld der rechts abbiegenden Autofahrer und tauchen für diese

PLUS

Um den Turm herum

MINUS Bremen-Mitte/Überseestadt. Umleitungsempfehlungen für den Radverkehr sind noch immer keine Selbstverständlichkeit. Ein positives Beispiel steht derzeit am nordwestlichen Ende

rer hätten sofort möglichst auffällig auf die neue Regelung hingewiesen werden müssen. Dazu reichen Schilder allein nicht aus. Auch eine rot gefärbte Furt, wie an der Straße „In der Vahr“, schützt Radfahrer nicht ausreichend. Doch statt jeweils zusätzlich deutlich ein Fahrrad-Piktogramm mit Richtungspfeilen auf der Furt über die Fahrbahn zu markieren, wurden die Markierungen jetzt so aufgebracht, dass sie vom ersten wartenden Auto verdeckt werden. pflichtig ausgeschildert. Das hat sich geändert, denn Radfahrer haben nun die Wahl: Die neu als „Fußweg“ deklarierten Flächen dürfen, müssen aber nicht mehr benutzt werden. Das Radeln auf der Fahrbahn ist die sichere und schnellere Alternative.

ganz plötzlich auf der Fahrbahn auf. Bereits im Planungsstadium hatte der ADFC darauf gedrängt, den Radweg direkt neben die Abbiegefahrbahn zu legen, damit ein guter Sichtkontakt möglich ist. Denn es ist bekannt, dass versteckte Radwege vor Kreuzungen zu den häufigsten Unfallursachen gehören. Gefahrenvermeidung hatte an dieser Stelle wohl nicht oberste Priorität!

der Schlachte, die hier wegen der Baustelle „Wesertower“ gesperrt werden musste. Einige erfreulich große Tafeln verweisen auf die Umfahrungsmöglichkeit über die neue Eduard-SchopfAllee. Leider endet die Umleitung ein bisschen zu früh an der Kreuzung der Eduard-Schopf-Allee.

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VERKEHR

PLUS

Geschützt Rad fahren

MINUS

Bremen-Habenhausen. In der Friedrich-Engels-Straße gab es auf dem Abschnitt zur Habenhauser Landstraße lange Zeit keinen Radweg. Einen

PLUS MINUS zu bauen, wäre unverhältnismäßig teuer gewesen. Stattdessen wurde für einen Bruchteil der Kosten ein Schutzstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn markiert. Eine gute Idee! Leider ist der Streifen etwas zu schmal geraten, er hätte ruhig breiter als ein Meter sein dürfen.

Farbe gegen Falschparker Bremen-Woltmershausen. Der Beirat hat einen ADFC-Vorschlag aufgegriffen und sich dafür eingesetzt, dass das Radwegende in der Mittel-

kampstraße besser vor dem Zuparken geschützt wird. Mit Hilfe dieser einfachen Markierung gelingt Radfahrern hoffentlich immer die unverstellte Fahrt vom Radweg auf die Fahrbahn.

Naturbelassen? – Nein danke! Bremen-Findorff. Die Begriffe „unbehandelt“ und „naturbelassen“ sind bestenfalls im Zusammenhang mit Lebensmitteln ein Qualitätsmerkmal – nicht aber für Radwege an innerstädtischen Hauptrouten! Radwegoberflächen, die sich bei Regen in Schlammpisten verwandeln und bei

Frost unbefahrbar werden, sind nicht länger hinnehmbar. Krasse Beispiele befinden sich an der Hansestraße zwischen Wartburgstraße und Steffensweg, an der Hollerallee (Foto) und Am Deich. Sie sollten dringend saniert und mit einer witterungsunabhängigen, gut befahrbaren Oberfläche versehen werden.

PLUS

MINUS

MINUS

Neues aus Schilda

Bremen-Utbremen. Nicht alle Schilder müssen ernst genommen werden. An der Lloydstraße hängt seit Jah- ren eines, das man getrost als Sperrschild auch für Radfahrer auffassen könnte. Also besser umkehren? „Weiterfahren“, sagt hier selbst das

Amt für Straßen und Verkehr (ASV). Dort kann man sich die Herkunft dieses Schildes überhaupt nicht erklären. Und weil es sich nicht um ein amtliches Verkehrszeichen handelt, kann auch kein Auftrag zum Abbau desselben gegeben werden. Leider. Logisch - oder?

Alle Fotos: Albrecht Genzel

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Texte: Albrecht Genzel/Brigitte Breyling

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ADFC KREISVERBAND OSTERHOLZ

Blick zurück Erfolgreiche Infostände und Gebrauchtfahrradmärkte 2007

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ie fünf Präsentationen des Kreisverbandes im Jahr 2007 erfreuten die zahlreich erschienenen Besucher. Informationsbedarf gab es besonders zu Radwegen in der näheren Umgebung, wie zum Beispiel zu der Themenroute „Woter is Segen“. Auch nach der neu aufgelegten BVA-Karte „Bremen und umzu“ wurde häufig gefragt. Das Radfahren ist hier in der Umgebung offensichtlich immer noch stark ausgeprägt.

Lars Grundmann

holz-Scharmbeck wurde aus einem weit gefächerten Angebot von Rädern verkauft. Gefragt waren in erster Linie Alltagsräder, zum Beispiel für die Fahrt zum Bahnhof. Im Gespräch aufkommende Fragen zur Fahrradtechnik konnten geklärt werden. Ein besonderer Dank geht noch mal an alle ADFC-Aktiven, die durch ihren Einsatz die Info-Stände erst möglich gemacht haben. Lars Grundmann

Bei den Gebrauchtradmärkten in Schwanewede, Hambergen und Oster-

Baubeginn für lang ersehnten Lückenschluss

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as Radfahren im Landkreis Osterholz wird sicherer. Nach Jahren kommt endlich der Lückenschluss an der Teufelsmoorstraße (L 153), zwischen den Orten Teufelsmoor und Neu-Sankt-Jürgen. Dieser Straßenabschnitt, der wegen seiner touristischen Bedeutung von vielen Radfahrern genutzt wird, bekommt auf einer Länge von etwa 3,5 Kilometer einen straßenbegleitenden Radweg. Bisher müssen sich Radfahrer die wegen der angrenzenden Straßenbäume relativ enge Fahrbahn mit den meist

zu schnell fahrenden Kraftfahrzeugen teilen. Dass dies nicht nur unattraktiv sondern auch gefährlich ist, beweisen die vielen Unfälle - einer davon mit Todesfolge. Der Bau des Radweges wird aufgrund der Besonderheiten im Hammegebiet in mehreren Bauabschnitten erfolgen. So soll ein vorab auf Geotextil aufgefahrener Sanddamm die Setzungen im Moorboden vorwegnehmen, bevor der eigentliche Wegebau erfolgt. Außerdem erfordert die Baumaßnahme im geschützten Hammegebiet eine

Unterbrechung während der Brutzeit. Die insgesamt etwa 800.000 Euro teure Baumaßnahme wird sich wegen dieser Zwangspausen bis Ende 2008 hinziehen. Dann steht den Radfahrern im Landkreis Osterholz eine weitere attraktive Verbindung durch die landschaftlich reizvolle Hammeniederung zur Verfügung. Stephan Koch

ADFC-Seminar „Mitgliederwerbung“ ein voller Erfolg!

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m 20. Oktober 2007 fand das Seminar zum Thema Mitgliederwerbung in der Gesundheitsschule des Kreiskrankenhauses Osterholz statt. Geleitet wurde es von Monika und Karsten Klama vom Karsten Klama A D F C - B u n d e sve rband. Eine Frau und v.l.n.r.: Eberhard Liepe, Lars Grundmann, Hans Theuersieben Männer erkauf, Jürgen Grohn, Stephan Koch, Monika Klama, Christa lebten einen SemiGrimm, Hartmut Lange

nartag voller neuer Anregungen und interessante Einblicke in die Welt der Mitgliederwerbung. Unter Anleitung der beiden Trainer gab es einen regen Austausch zwischen den Teilnehmer/-innen. Die Ergebnisse wurden dann am späten Nachmittag im Rollenspiel umgesetzt und per Feedback ausgewertet. Bilanz des Tages: Viel Spaß, viele neue Eindrücke und Denkanstöße. Sehr empfehlenswert! Lars Grundmann

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ADFC BREMEN ADFC mobilisiert das Viertel Zustimmung für Bürgerbeteiligung beim Umbau Bremen-Mitte/Östliche Vorstadt. Asphalt oder Kopfsteinpflaster, Bordsteine oder Absenkungen, Fahrradstraße oder Renn-Meile – es ging hoch her bei der Diskussionsveranstaltung, zu der ADFC und der Verein FundamtTreffen Anfang November eingeladen hatten. Informiert wurde erstmals öffentlich über das Ausmaß der Umbauarbeiten am Straßenzug Vor dem Steintor / Ostertorsteinweg, die Anfang 2008 beginnen sollen. Am Rand wird‘s eng Für die neuen breiteren Straßenbahnfahrzeuge werden die Gleise 40 Zentimeter auseinandergelegt. Zuvor nimmt Hansewasser eine Sanierung des Hauptabwasserkanals und der Hausanschlüsse vor. Durch die Verlegung der Schienen wird nicht nur der Platz zum Radfahren rechts davon ziemlich knapp. Außerdem sollen die derzeitigen Hindernisse und Gefahrenquellen wie Kopfsteinpflaster, Ladezonen und Autoparkplätze auch weiterhin bleiben - Radfahren wird insgesamt noch unsicherer. Gemeinsame Lösung? Der ADFC hatte bereits im Frühjahr „SHARED SPACE“ als ein mögliches Konzept zum Umbau des Viertels vorgeschlagen (siehe pedal 3/2007) – damals hieß es noch, die Bauarbeiten würden 2009 stattfinden. Dann ist aber schon der Evangelische Kirchentag mit mehreren 100.000 Gästen. Außerdem seien

nach Aussage der Bremer Straßenbahn die Gleise schon jetzt derart abgefahren, dass die Baumaßnahme unbedingt vorher abgeschlossen werden Foto: Hannah Grundey müsse. Zu der Veranstaltung Johannes G.F. Bruns vom Verein FundamtTreffen, Horst kamen fast 100 Inter- Frehe, Grüner Bürgerschaftsabgeordneter und der Landesessierte, darunter Mit- behindertenbeauftragte, Dr. Joachim Steinbrück, stimmglieder der Bremischen ten zu: „Nur über eine Beteiligung der Bürger/innen kann Bürgerschaft, der Bei- der Senator die unterschiedlichen Interessen im Viertel zuräte Mitte und Östli- sammenbringen und eine verträgliche Lösung finden.“ che Vorstadt, der Landesbehindertenbeauftragte, Bewohner bungen deutlich machen, wo Radfahund Gewerbetreibende aus dem Viertel. rer/innen am besten ihren Weg durchs Ebenfalls waren Bremer Straßenbahn Viertel finden? AG und Hansewasser zu Gast und standen Fragenden Rede und Antwort. Viertel will mitreden Der ADFC-Vorsitzende Ludger KoopDie aufgeworfenen Fragen aus der mann zog am Ende der Veranstaltung ein Fazit aus der heftigen und widerDiskussion: n Sollen Radfahrer künftig vermehrt sprüchlichen Diskussion: Er forderte den zwischen den Schienen fahren oder auf Bausenator auf, die Betroffenen im Viereinem 80 bis 90 Zentimeter schmalen tel zu beteiligen, und zwar vor Beginn und nicht erst nach Abschluss der BauStreifen rechts daneben? arbeiten, wenn es zu spät wäre. Dem n Sollen Parkplätze dafür auf Gehweschlossen sich mehr als drei Viertel der ge verlegt werden oder müssen einige Besucher/innen der Veranstaltung an. wegfallen?

n Sollen grobe Kopfsteine zwischen den Schienen liegen bleiben und das Kleinpflaster seitlich davon, oder soll Asphalt (oder ein anderer ebener rutschfester Belag) auf der Fahrbahn verlegt werden? n Müssen Fahrrad-Symbole oder Einfär-

MoCuBa sagt DANKESCHÖN

Foto: Antje Hoffmann

Danke, Tack, Dziękuję, Kiitos, Ačiuˇ , oder Tak hieß es auf den Postkarten mit einem roten Schokoladenherz.

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Bremen. Zu einer neuen, nachhaltigen, stadt- und klimaverträglichen Kultur der Mobilität gehören viele Fußgänger und Radfahrer/-innen. Das ist nicht immer und überall selbstverständlich. Deshalb sagten ADFC-Aktive einen Tag lang „Danke für Ihren Beitrag zum Klimaschutz“. Der Umweltsenator Dr. Reinhard Loske stellte sich persönlich in den Dienst dieser Aktion, unterstützt von den Fachleuten aus der schwedischen Stadt Lund, der polnischen Partner-

Die weiteren Gespräche zwischen Bausenator und ADFC gingen erst nach pedalRedaktionsschluss in die entscheidende Phase. Die Ergebnisse sind der Tagespresse zu entnehmen. Klaus-Peter Land

stadt Gdansk, der finnischen Hauptstadt Helsinki, den litauischen Städten Vilnius, Klaipeda und Kaunas sowie aus dem dänischen Odense. Diese waren im Oktober nach Bremen gekommen, um Erfahrungen auszutauschen und neue Ideen gemeinsam zu entwickeln. Im EU-Projekt „MoCuBa“ (mobility culture in the baltic sea area > www.mocuba.net) war der ADFC Bremen Projektpartner als eine der wenigen Nicht-Regierungsorganisationen. Klaus-Peter Land

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ADFC AKTIV ADFC-Fördermitglieder stellen sich vor: HEIDI

Bremen. In loser Reihenfolge präsentiert das pedal die Geschäfte, Institutionen und Einzelpersonen, die den ADFC in besonderer Weise als Förder-

mitglieder unterstützen. Heute: Heidi, das Kneipenlokal an der Humboldtstraße im Viertel. Zu Fuß oder mit dem Rad kommen die meisten Gäste. Unter ihnen viele ADFC’lerInnen, die hier schon manches Treffen zur Nachbereitung von Aktionen, als Arbeitskreise und Arbeitssitzungen abgeholten haben. Stets wohlversorgt und in alpiner Atmosphäre. Heidi bietet ihrem Publikum eine leckere Küche aus dem Alpenraum, ergänzt durch wöchentlich wechselnde

Tafelgerichte, die saisonal ausgerichtet sind. Neben gemütlicher Atmosphäre, die bei Werder-Spielen mit Live-Übertragung auch schon mal überschlägt, legt Heidi viel Wert auf eine ausgesuchte Weinauswahl und netten Service. Im Sommer bietet die Terrasse Platz für etwa 35 Gäste; auch private Feiern für bis zu 80 Gäste werden gerne ausgerichtet. Heidi wird im neunten Jahr von Uwe Stöver betrieben. Er und sein freundliches Team würden sich über einen Besuch sehr freuen.

Zwei „DACHGEBER-Tage“ mit viel Klönschnack

Bremen. Die 21. Ausgabe des ADFCDACHGEBER 2008, das Radler-Übernachtungsverzeichnis auf Gegenseitigkeit, kommt Mitte Februar heraus. Dann wird wieder etikettiert, einge-

tütet und sortiert was das Zeug hält. Wer am 13. und/oder 15. Februar Zeit und Lust hat, einige Stunden seine helfenden Hände einzubringen kann, ist herzlich willkommen. Es gibt zwi-

Von eigenen Radreisen erzählen

Bremen. Am 19. und 20. April 2008 findet die 16. ADFC-Urlaubsmesse „Radreisen-grenzenlos!“ in der Unteren Rathaushalle statt. Dort stellen aktive Radtouristen ihre Reisen und Erfahrungen vor. Haben Sie von Ihrer Radreise Interessantes zu erzählen

und zu zeigen? Sie sind dazu herzlich eingeladen!

schendurch Kaffee, Tee, belegte Brötchen, Kuchen und Klönschnack ohne Ende. Bitte melden bei Wolfgang Reiche, Tel. (0421) 7 58 90 oder 7 90 17 58

Alle Interessierten treffen sich am 17. Dezember 2007, 21. Januar und 17. März 2008 jeweils montags um 19 Uhr in der ADFC-Geschäftsstelle. Ansprechpartnerin ist Antje Hoffmann, Tel. (0421) 790 17 55

Machen Sie den ADFC stark! So unterstützen Sie uns: ■ ■ ■

mit einer Geldspende mit einer Zeitspende, indem Sie sich im ADFC engagieren indem Sie ADFC-Mitglied werden – damit stärken Sie die Lobby fürs Radfahren

Ihre Geldspende können Sie bei der Steuer absetzen. Bei Beträgen über 100 Euro stellen wir Ihnen gern eine Spendenbescheinigung aus. Sonst genügt der Einzahlungsbeleg.

Spendenkonto: ADFC Landesverband Bremen Konto-Nr. 104 8859 Sparkasse Bremen, BLZ 290 501 01

Rufen Sie an oder besuchen Sie uns im radort bremen in der Radstation, Bahnhofsplatz 14 a, Telefon (0421) 70 11 79. Mehr Informationen über den ADFC und zur Mitgliedschaft finden Sie unter www.adfc-bremen.de.

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ADFC KOMPAKT

ADFC-Kontakt: ADFC-Arbeitskreise, Aktiventreffs, Offene Treffen von Kreisverbands-, Stadtteil- und Ortsgruppen, Radfahrerstammtisch, Liegeradklönschnack, Neuentreff: Termine und Orte sind jeweils über die Kontaktadressen oder die Web-Seiten zu erfahren.

ADFC-Landesverband Bremen Geschäftsstelle: Bahnhofsplatz 14 a, 28195 Bremen (0421) 70 11 79, Fax 70 11 59, info@adfc-bremen.de www.adfc-bremen.de

radort bremen - der ADFC Infoservice in der Radstation (0421) 794 795 11, info@radort-bremen.de, www.radort-bremen.de montags bis freitags 10:00 - 18:00 Uhr, samstags 10:00 bis 14:00 Uhr

ADFC-Stadtteilgruppe Bremen-Nord c/o Klaus Wilske, (0421) 6 58 63 55 bremen-nord@adfc-bremen.de

ADFC-Kreisverband Bremerhaven c/o Knut Müller, Alte Deichstraße 59 27612 Loxstedt-Ueterlande, Telefon und Fax: (04740) 13 63

ADFC-Infoladen Bremerhaven

ADFC-Kreisverband Osterholz

c/o Jörg Kappmeyer, Lerchenstrasse 2 27711 Osterholz-Scharmbeck (04791) 54 29, kontakt@adfc-osterholz.de www.adfc-osterholz.de

ADFC-Landesverband Niedersachsen Postfach 352, 30003 Hannover Leonhardtstraße 6, 30175 Hannover (0511) 28 25 57, Fax 2 83 65 61 niedersachsen@ADFC.de www.nds.ADFC.de

ADFC-Bundesverband

Postfach 10 77 47, 28077 Bremen Grünenstraße 120, 28199 Bremen (0421) 3 46 29 - 0, Fax 3 46 29 - 50 kontakt@ADFC.de www.ADFC.de

im Welt-Zentrum, Lange Straße 131, 27580 Bremerhaven Telefon während der Öffnungszeiten samstags 10:00 bis 12:00 Uhr: (0471) 5 01 00 94

Einladung Liebe ADFC-Mitglieder im Landesverband Bremen, Sie sind herzlich eingeladen zur Landesversammlung (Mitgliederversammlung)

am Dienstag, dem 15. April 2008 um 19 Uhr im FundamtTreffen (Altes Fundamt) Auf der Kuhlen 1a, 28203 Bremen

Auf der Tagesordnung stehen: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Begrüßung, Versammlungsleitung, Protokollführung Bericht des Vorstandes Bericht der Rechnungsprüfer Aussprache und Entlastung des Vorstandes Haushaltsplan 2008 Grußwort des Staatsrats beim Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Wolfgang Golasowski: „Bremen Fahrradjahr 2009“ anschließend Diskussion Wahlen: 2 Rechnungsprüfer/innen, 5 Delegierte (+ Ersatzdelegierte) zur 29. ADFC-Bundeshauptversammlung am 8./9. November 2008 in Dortmund Vertreter/innen zum Hauptausschuss Bericht aus dem Bundesverband Anträge (kann jedes Mitglied stellen, möglichst eine Woche vorher schriftlich) Verschiedenes

Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen! Der Vorstand

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Landesverband Bremen

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ADFC KOMPAKT

ADFC-Fördermitglieder ... in der Stadt Bremen 1-2-3 Rad in der Radstation

Bahnhofsplatz 14a, 28195 Bremen, (0421) 178 33 61

28 Zoll - Der Fahrradladen

Lesumer Heerstraße 78, 28717 Bremen, (0421) 6 20 88 62

1-2-3 Rad am Zweiradeck Blaukopp - U. Kasten

Fahrrad-Studio Büsselmann Dalladas, Räder u. Service

Buntentorsteinweg 270, 28201 Bremen, (0421) 5 78 65 81 Gevekohtstraße 14, 28213 Bremen, (0421) 21 62 66

Karl-Marx-Straße 168 C, 28279 Bremen, (0421) 83 25 84

Friedrich-Ebert-Straße 142, 28201 Bremen, (0421) 5 57 86 99

Zweirad-Fachmarkt Dutschke

Waller Ring 141, 28219 Bremen, (0421) 61 15 56

Fahrradstation Neustadt

Lahnstraße 33 (Delmestraße), 28199 Bremen, (0421) 30 21 14

Fahrrad-Express - Gertzen & Peukert FREY-RAD

Gaststätte Dammsiel, P. Heinemann Heidi, Uwe Stöver

Zweiradmarkt Huchting

Zweirad-Center H.-P. Jakst GmbH Fahrradhaus Meyer

www.nordwesten.net Quo Vadis GmbH

rabbit BMX bremen

radschlag Fahrradhandel GmbH

Dr. Andreas Reich - Rechtsanwalt Speiche Fahrradhandels-GmbH

Bohnenstraße 7, 28203 Bremen, (0421) 70 70 27

Am Schwarzen Meer 143, 28205 Bremen, (0421) 4 94 07 71 Niederblockland 32, 28357 Bremen, (0421) 64 07 33

Humboldtstraße 136, 28203 Bremen, (0421) 7 28 05

Kirchhuchtinger Landstr. 36, 28259 Bremen, (0421) 5799293 Davoser Straße 67 - 69, 28325 Bremen, (0421) 40 45 55 Mühlenstraße 78, 28779 Bremen, (0421) 60 15 06

Findorffstr. 105, 28215 Bremen, (0421) 3 08 00 - 65

Bürgermeister-Smidt-Straße 43, 28195 Bremen, (0421) 1 47 78 Auf dem hohen Ufer 86, 28759 a, (0421) 62 75 70

Humboldtstraße 16, 28203 Bremen, (0421) 70 41 05 Hollerallee 67, 28209 Bremen, (0421) 34 50 91

Fehrfeld 62 / Vor dem Steintor, 28203 Bremen, (0421) 70 03 31

Unterwegs Trekking und mehr GmbH

Domshof 14 - 15, 28195 Bremen, (0421) 3 36 55 23

Max Weigl, Inh. Olaf Otto

Holsteiner Straße 123, 28219 Bremen, (0421) 381215

Velo Sport - Ihr Radsporthaus

Korporative Mitglieder:

Landesinnung d. Zweiradmechanikerhandwerks Verkehrsverein Bremen / BTZ

... im Landkreis Osterholz

Martinistraße 30 - 32, 28195 Bremen, (0421) 1 82 60

Ansgaritorstr. 24, 28195 Bremen, (0421) 30500-620

Findorffstraße 105, 28215 Bremen, (0421) 3 08 00 - 0

Fahrradladen Worpswede

Findorffstraße 28, 27726 Worpswede, (04792) 23 23

Heiko Wellbrock

Bahnhofstraße 80, 27711 Osterholz-Scharmbeck, (04791) 5 76 68

Flying Dutchman Fahrradservice

In der Heide 8, 27729 Vollersode, (04793) 95 34 21

pedal Nr.1• 2008


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1-2-3 Rad Meister Werkstatt Tel: 0421-16 90 100 123rad-bremen@arcor.de www.1-2-3rad.de Mo - Fr: 8:00 - 20:00 Uhr Sa: 9:00 - 20:00 Uhr

der Infoservice des ADFC Bahnhofsplatz 14 a 28195 Bremen Tel: 0421-794 795 11 info@adfc-bremen.de www.adfc-bremen.de Mo - Fr: 10:00 - 18:00 Uhr Sa: 10:00 - 14:00 Uhr

Preise Verleih City-Rad:

Preise Parken:

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/ Tag

/ Wochenende 35,00

/ Woche

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/ Monat / Jahr

MoCuBa Mit freundlicher Unterst端tzung des Senators f端r Umwelt, Bau, Verkehr und Europa

2008 pedal Nr. 1  

Fahrradzeitung für Bremen und Umzu

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