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IM GESPRÄC H

Viele erreichen viel

Foto: Hannh Grundey

ADFC Landesvorsitzender Tobias Wolf im Gespräch Seit Mai 2012 ist Tobias Wolf Vorsitzender des ADFC Landesverband Bremen. Er tritt im Mai 2013 zur Wiederwahl an. Seit über zehn Jahren engagiert er sich ehrenamtlich im ADFC, unter anderem lange als stellvertretender Vorsitzender für den Bereich Verkehr und später für die Finanzen. Er ist 1971 geboren, wohnt in BremenFindorff und führt dort den Bioladen „Flotte Karotte“. Er fährt unter anderem einen knallgünen Mittendrin: Tobias Wolf auf der GrasHopper von HP VeloHochstraßenTour technik (Liegerad) und in seinem Haushalt sorgen nur muskelkraftbetriebene Fahrzeuge für die Mobilität – insgesamt 8 Stück für 6 Personen.

Tobias, wie bist du zum ADFC als Mitglied gekommen? Das war während meines Studiums in Darmstadt, ich wollte mich verkehrspolitisch engagieren und für das Fahrrad als das ökologisch sinnvollste Verkehrsmittel werben. Wie schaffst du das, neben Familie und Beruf so viel Zeit (und Liebe) in dein ADFC-Engagement zu stecken? Wenn ich manche Wochen meines Terminkalenders anschaue,

W E L CO M E O U TD OORS .

weiß ich das selber nicht. Aber ganz wichtig ist, dass ich mich auf die Vorstandsmitglieder, die Mitarbeiter/innen und Aktiven im ADFC verlassen kann und ihre Unterstützung habe. Was ärgert dich, was macht dir Spaß, was ist dir wichtig – rund um den ADFC und rund um das Fahrrad? Ich ärgere mich zum Beispiel über Kopfsteinpflaster, das ist laut (vor allem für die Anwohner) und holperig und rutschig und somit gefährlich und ungeeignet zum Radfahren. Spaß habe ich überall dort, wo ich merke, dass ich als Radfahrer „willkommen“ bin, nicht an den Rand gedrängt werde, ernst genommen werde. Wichtig ist mir die gegenseitige Rücksichtnahme unter allen Verkehrsteilnehmer/innen. Es muss mehr „Shared Space“ geben, wo sich alle den Verkehrsraum teilen, um ihn möglichst sinnvoll zu nutzen. Was möchtest du mit dem ADFC in den nächsten zwei Jahren erreichen? Wir wollen in Bremen und Bremerhaven noch mehr Menschen für das Fahrradfahren begeistern. Und es wird noch attraktiver sein, Mitglied im ADFC zu werden. Denn wenn wir zeigen, dass wir viele sind, können wir auch viel für das Radfahren erreichen. Und wie sieht deine Fahrrad-Vision für Bremen und Bremerhaven im Jahr 2025 aus? Das Fahrrad ist das Verkehrsmittel Nummer eins, zusammen mit dem ÖPNV und Zu-Fuß-Gehen werden so weit über 80 Prozent der Wege zurückgelegt. Car-Sharing ist flächendeckend umgesetzt und überflüssige Parkplätze werden zu Spiel- und Grünflächen. Auf den Straßen ist wieder Leben!  Die Fragen stellte Klaus-Peter Land

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2013 pedal Nr. 3  

Regionale Fahrradzeitschrift des ADFC für Bremen, Bremerhaven und Oldenburg sowie die Landkreise Oldenburg und Wesermarsch und die ADFC-Mitg...

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