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Ausgabe 05/2018

SEKTION ACS ZÜRICH

«DIE HOCHZEITSGESCHENKE ANDERER KÖNNEN AUCH BEGEHRENSWERT SEIN» Lesen Sie in der Rubrik «Altes Eisen rostet nicht», wie ein Oldtimer-Liebhaber zum stolzen Besitzer einer schweizweiten Rarität wurde. TEMPO 30 NACHTS Auf vier Streckenabschnitten wird Tempo 30 in der Nacht getestet – wird der Lärm dadurch reduziert? MOBILITÄTSFORSCHUNG AUF IRRWEGEN Radikales Umdenken ist notwendig. EINE 2x2-SEKUNDENREGEL? Ein Zeitungsartikel sorgt für Unklarheit. Was bedeutet diese Regel?

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EDITORIAL Sektion Zürich

MOBILITÄT HAT MEHR MIT VERHALTENSÖKONOMIE DER MENSCHEN ZU TUN ALS BISHER ANGENOMMEN INHALT 04 Politik & Verkehr Tempo 30 nachts 07 Politik & Verkehr Mobilitätsforschung auf Irrwegen 09 Politik & Verkehr – Neue Kaphaltestelle geplant – Oberlandautobahn: Ein kleiner Schritt 10 Politik & Verkehr Eine 2x2­Sekunden­Regel? 13 Dies & Das Hätten Sie es gewusst? 14 Classics Hispano Suiza – ein wahrhaft edles Auto 17 Altes Eisen rostet nicht Opel Rekord Ascona Olympia 20 Helenes Gedanken Zurück zum Alltag

IMPRESSUM Herausgeber ACS Sektion Zürich Forchstrasse 95a CH-8032 Zürich Tel. +41 44 387 75 00 Fax +41 44 387 75 09 www.acszh.ch, info@acszh.ch Inserate Kromer Media Industrie Gexi Karl Roth-Strasse 3 CH-5600 Lenzburg Telefon +41 62 886 33 53 media@kromer.ch

Chefredaktor und Geschäftsführer Lorenz Knecht Redaktion Claudia A. Spitz Beat Walti Druck und Versand Kromer Print AG Industrie Gexi Karl Roth-Strasse 3 CH-5600 Lenzburg Telefon +41 62 886 33 33

Wie ticken die Menschen wirklich, wenn es um Mobilität geht? Welches sind die entscheidenden Faktoren, nach denen sich der Mensch richtet, wenn es um die Wahl der Verkehrsmittel geht? An einer im Sommer stattgefundenen Tagung in Bern haben sich die Teil­ nehmenden von führen­ den Experten über die Verhaltensökonomie und Mobilität informieren las­ sen – mit erstaunlichem Resultat. Alle Fachleute waren sich einig, dass nicht alleine Preis und Zeit die Wahl der Mobili­ tätsform bestimmen. Für Matthias Sutter, Direktor des Max­Planck­Instituts und Professor für Verhal­ tensökonomie, sei die Wissenschaft zu lange davon ausgegangen, dass Zeit und Geld alleinige Hauptverkehrsfaktoren für das Mobilitätsverhalten seien. Viel zu lange sei davon ausgegangen worden, dass der Mensch rational handle, perfekt plane und Kosten und Nutzen gegenein­ ander abwäge. Laut Sutter funktioniert der Mensch aber nicht nur nach diesem Muster. Auch andere Experten für Ver­ haltensökonomie stützen diese Ansicht. So würden Menschen bei der Wahl des Verkehrsmittels eben auch das aktuelle Wetter, den Fahrtzweck und ebenso psy­ chologische Phänomene wie die Freude am Fahren oder der Status des Fahrzeugs in Betracht ziehen. Und genau diese Fak­

toren, sind sich die Experten einig, wür­ den in den Forschungen zum Mobilitäts­ verhalten viel zu wenig berücksichtigt, was zu Fehleinschätzungen und falschen Annahmen führe. Mehr zu diesem inte­ ressanten Thema können Sie auf Seite 7 dieser Ausgabe nachlesen. Für Stirnrunzeln und grosse Fragezeichen un­ ter den Autofahrern hat die 2 x 2­Sekunden­Regel gesorgt. Ein Autofahrer wurde im Kanton Grau­ bünden aufgrund eben dieser Regel mit 2500 Franken gebüsst und musste deswegen seinen Fahrausweis für drei Mo­ nate abgeben. Was bedeu­ tet diese 2 x 2­Sekunden­Regel genau? Ich kenne sie nicht und habe auch noch nie davon gehört. Diese Regel beruht offen­ sichtlich auf einem Bundesgerichtsurteil. Der ACS Zürich klärt auf und hat Reaktio­ nen der Kantonspolizeien Graubünden und Zürich eingeholt. Mehr dazu auf Seite 10. Ich wünsche Ihnen goldene Herbst­ tage. Herzlichst

Lorenz Knecht, Geschäftsführer

AGENDA

TERMINE

ACS ZÜRICH

PRÜFUNG GESTERN, FAHREN HEUTE

ACS Clubreise Montag, 24. September 2018

ACS Erlebnisreise BMW München 9. bis 10. November 2018

ACS Sport- und Erlebnisreise London (ATP World-Tour-Finals) 16. bis 17. November 2018

Für detaillierte Informationen besuchen Sie unsere Website: www.acszh.ch

Donnerstag, 13. September 2018* Dienstag, 18. September 2018* * jeweils halbtägig von 08.30 Uhr bis 12.00 Uhr oder 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr

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TEMPO 30 NACHTS Seit dem 8. Juli ist es so weit, im Rahmen eines Versuches wird auf vier überkommunalen Streckenabschnitten Tempo 30 in der Nacht getestet. Es soll geprüft werden, ob der Lärm dadurch reduziert wird.

Stau am Tag, 30 in der Nacht, Hardstrasse

Mit grossem Aufwand wurden durch die Dienstabteilung Verkehr unzählige neue Si­ gnale angebracht für den dreimonatigen Versuch mit Tempo 30 bei Nacht von 22 bis sechs Uhr.

Für den Anfang wurden, um auf die Änderung aufmerksam zu machen, Ach­ tung­Tafeln mit dem Zusatz «Signalisations­ änderung» aufgestellt. Wie lange diese ste­ hen bleiben, weiss man nicht.

Folgende Streckenabschnitte sind ausgewählt worden: • Albisstrasse, Teilstück Mutschellen­ strasse bis Dangelweg (Siedlungsgrenze) • Hardstrasse, Hardplatz bis Albisriederplatz • Dübendorf­/Winterthurerstrasse, Tramhaltestelle «Probstei» bis Gasthof «Hirschen» • Am Wasser/Breitensteinstrasse (Europabrücke bis Wipkingerplatz)

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Achtung-Tafeln machen aufmerksam

Die eigentliche Signalisation erfolgt durch 30er­Tafeln, denen unten, relativ klein, der Zusatz «22.00 – 6.00 Uhr» bei­ gefügt ist. Beobachtungen am Anfang zeig­ ten, dass der Zusatz während des Tages gerne übersehen wird und der Verkehr noch zähflüssiger wurde. Die Tafeln werden nun angepasst. Da der Versuch in innerstädtischen Ge­ bieten mit sehr vielen Kreuzungen erfolgt, wurden rund 60 neue Schilder aufgestellt, da jede Geschwindigkeitsanordnung ge­ mäss Signalisationsverordnung nach jeder Kreuzung neu bestätigt werden muss, ein ungeheurer Aufwand für einen Versuch von drei Monaten. Die Tafeln wurden übrigens nicht provisorisch hingestellt, sondern an vielen Stellen im Boden verankert, im Ge­ gensatz zu den Achtung­Tafeln. Was auch auff ällt ist, dass die Tafeln zum Teil hoch angebracht und darum schwerer wahr­

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Volle Konzentration

nehmbar sind; dies, weil sie oft auf anderen Schildern stehen. An gewissen Stellen kann man durchaus von einem Schilderwald sprechen, stehen doch in Wollishofen an ei­ nem Ort tatsächlich vor einem Fussgänger­ streifen fünf Schilder übereinander, Ab­ lenkung lässt grüssen. Was der Versuch insgesamt kostet, wurde übrigens nicht kommuniziert.

Auswertung Bereits im Vorfeld des Versuches er­ folgten Messungen, und diese sollen auch während des Versuches stattfinden. Auf zwei der ausgewählten Stecken verkehren auch Tramlinien. Während in

Wollishofen die Reduktion marginal ist, wird das Tempo der Strassenbahn im Be­ reich Probstei um die Hälfte reduziert. Die Reduktion wird von den VBZ als zumutbar eingestuft. Die Frage ist nur, ob das Tram auch entsprechend leiser wird.

Ziele Die Ziele formuliert die Stadt folgen­ dermassen: «Mit ‹Tempo 30 nachts› wird angestrebt, in Wohngebieten die über­ mässigen Lärmimmissionen während der Nachtstunden wahrnehmbar zu reduzie­ ren. Damit soll ein Beitrag zum Gesund­ heitsschutz und zur Verbesserung der Wohnqualität geleistet werden.» Beim Aufbau des Versuches mit den fest installierten Tafeln nährt sich der Ver­ dacht, dass es sich um ein Providurium halten könnte, also um eine verstecke Ein­ führung von weiteren Tempo­30­Abschnit­ ten. Die Frage ist auch, wie und in welcher Form die Ergebnisse des Versuches kom­ muniziert werden. Eine Erfahrung mit sol­ chen Studien ist ja, dass jeder daraus lesen kann, was er hören möchte. In einem Beitrag von Schweiz Aktuell im Schweizer Fernsehen haben sich lang­ jährige Anwohner durchaus kritisch zum Versuch geäussert.

Ende 30er-Zone, insgesamt rund 60 Schilder wurden aufgestellt

angegangen wird. Eine Antwort auf die Frage zu erhalten, warum das Mittel in der Stadt Zürich nicht eingesetzt wird, ist an­ gesichts der politischen Situation wahr­ scheinlich schwierig.

Text Claudia A. Spitz

Auch das Tram fährt 30

Im gleichen Beitrag wurde auch da­ rüber berichtet, dass im Nachbarkanton Aargau das Problem mit speziellen Stras­ senbelägen, sogenannten «Flüsterbelägen»,

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ACS­Erlebnisreise vom 9. bis 10. November 2018:

München und die Faszination BMW

Foto: BMW

Geniessen Sie mit dem ACS eine begeisternde Reise nach München mit Besichtigung von BMW und vielen weiteren Sehenswür­ digkeiten. Das Stadtbild der bayrischen Lan­ deshauptstadt München ist ge­ prägt von Jahrhunderten alten Bauwerken und unzähligen Se­ henswürdigkeiten. Zweifellos ge­ hören auch die Bayerischen Moto­ ren Werke als Premium­Hersteller von Automobilen dazu. Freitag, 9. November 2018 Um ca. 07.00 Uhr fährt der komfor­ table Reisebus ab Flughafen Zü­ rich ab. Unterwegs servieren wir Ihnen Kaffee und Gipfeli. In der Nähe des Ammersees vor München gibt es einen typisch bay­

erischen Lunch. Gegen Mittag werden wir in der «BMW Welt», einer kombinierten Ausstellungs­, Erlebnis­, und Eventstätte eintref­ fen. Nach einer exklusiven Füh­ rung durch das Werk begeben wir uns in das berühmte Dreh­Restau­ rant «181» auf dem Olympiaturm zu Kaffee und Kuchen. Anschlie­ ssend erfolgt der Transfer ins nahe gelegene Viersterne­Hotel, wo Sie sich für den Abend frisch machen können. Das Abendessen werden wir in ei­ nem eleganten Müncher Restau­ rant geniessen. Nach dem Abend­ essen erfolgt der Rücktransfer ins Hotel. Samstag, 10. November 2018 Frühstück im Hotel und anschlie­ ssend Check­Out. Um 08.45 beginnt die eineinhalb­

Der zentral gelegene Marienplatz ist das Herz der Münchner Altstadt. Foto: Pixabay

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stündige, begleitete Stadtrund­ fahrt durch München, unter ande­ rem mit einem kurzen Abstecher zum BMW Forschungs­ und Inno­ vationszentrum sowie zum Schloss Nymphenburg, das zu den grossen Königsschlössern Europas gehört. Anschliessend können Sie Mün­ chen auf eigene Faust entdecken, nach eigenem Gutdünken Flanie­ ren und Shoppen gehen. Um 15.00 Uhr erfolgt die Rückreise in die Schweiz. Voraussichtlich ge­ gen 20.00 Uhr erreichen wir den Flughafen Zürich. Leistungen und Preise • Fahrt im komfortablen Reise­ bus nach München und retour • Sämtliche Tranfers vor Ort • Lunch, «Zvieri» und Abendes­ sen am Freitag sowie Früh­ stück am Samstag (exklusive

Grösser als Versailles: Das im 17. Jahrhundert erbaute Schloss Nymphenburg. Foto: Pixabay

Getränke) • Übernachtung im Hotel «Inn­ side München Parkstadt Schwabing» • Exklusiv­Führung durch das BMW Stammwerk • Stadtrundfahrt mit Gästefüh­ rerin Preise pro Person: CHF 550 im Doppelzimmer CHF 590 im Einzelzimmer CHF 650 Nichtmitglieder Buchung und Auskünfte Weitere Infos erhalten Sie unter: ACS Sektion Zürich info@acszh.ch Telefon: 044 387 75 00

Gehört zu München wie die Limmat zu Zürich.

Foto: Pixabay

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MOBILITÄTSFORSCHUNG AUF IRRWEGEN – RADIKALES UMDENKEN NOTWENDIG Die dynamische Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung lässt die Mobilitätsbedürfnisse weiter wachsen. Um eine langfristig leistungsstarke Schweizer Volkswirtschaft zu erhalten, benötigen wir eine nachhaltige Verkehrspolitik. Diese muss zum Ziel haben, die ver­ schiedenen Verkehrsmittel für den jewei­ ligen Zweck optimal einzusetzen. Im Zen­ trum der künftigen Verkehrspolitik steht somit der einzelne Mensch und sein tat­ sächliches Mobilitätsverhalten.

Wesentlichen auf die Frage, wie sich die Änderung dieser beiden Faktoren auf die Verkehrsmittelwahl der Bevölkerung aus­ wirkt (Gerhard Fehr, Die relevanten Treiber unseres Mobilitätsverhaltens, 2018). Ver­ haltensökonomische Erkenntnisse wurden in der bisherigen Mobilitätsforschung weit­ gehend ignoriert. Ende Juni 2018 haben re­ nommierte Verhaltensökonomen an einer vom Amt für Raumentwicklung (ARE) un­ terstützten Tagung von Avenir Mobilité/ Zukunft Mobilität anhand ihrer Forschungs­ ergebnissen bewiesen: Diese bisherige For­ schung führt auf den Holzweg. «Wer die verhaltensökonomische Evidenz ignoriert, blendet wesentliche Aspekte der mensch­ lichen Entscheidungsfindung aus und kommt zu falschen Schlüssen.» (Prof. M. Sutter, Max­Planck­Institut, 2018)

Viele Faktoren prägen Mobilitätsverhalten In seiner aktuellen empirischen Studie «Der Mensch im Verkehr – ein homo oeco­ nomicus?» belegt Gerhard Fehr, Verhaltens­ ökonom bei FehrAdrice & Partners AG, dass zahlreiche weitere Faktoren wie das Wetter, der Wochentag, die Art der Reise, die Ein­ kaufsmenge, psychologische Faktoren wie das Gefühl der Unabhängigkeit, soziale Normen oder schlicht die Gewohnheit ebenfalls wesentliche Treiber für die indivi­ duelle Wahl des Verkehrsmittels sind.

Umdenken in der Verkehrspolitik Umdenken in der Mobilitätsforschung Die klassische Forschung ging davon aus, dass sich das individuelle Mobilitäts­ verhalten hauptsächlich über die Faktoren Preis und Zeit beeinflussen lässt. Entspre­ chend fokussierten sich die Forscher im

Die Studie beweist auch, dass reine Preis­ und Zeitanreize oft nicht zur beab­ sichtigten Wirkung betreffend Mobilitäts­ lenkung führen. Fehr fordert deshalb auch ein fundamentales Umdenken von Politik und Behörden bei der Entwicklung von An­ reizsystemen auf der Basis der Verhaltens­ forschung. Prof. Dr. Matthias Sutter vom

Max­Planck­Institut in Bonn geht noch ei­ nen Schritt weiter: «Wer die wesentlichen Treiber des menschlichen Entscheidungs­ verhaltens nicht versteht, richtet mit einer monetären Massnahme kontraproduktive Wirkung an.» Hans Weder, Präsident Ave­ nir Mobilité/Zukunft Mobilität und ehema­ liger Generalsekretär des heutigen BAFU, forderte deshalb einen Paradigmenwechsel in der Mobilitätsforschung, der Mobilitäts­ politik und der Mobilitätspraxis.

Politik und Behörden sind gefordert Die Behörden und die Politik stehen in der Verantwortung, nur solche Massnah­ men zur Mobilitätslenkung zu ergreifen, die auch tatsächlich die gewünschte Wir­ kung erzielen (BV Art. 36, Abs. 3 sowie LRV Art. 33, Abs. 3). Nun ist wissenschaftlich belegt, dass Preis­ und Zeitanreize keine geeigneten Massnahmen sind, um das Mo­ bilitätsverhalten der Bevölkerung wie be­ absichtigt zu beeinflussen. Wir sind also gefordert, in der neuen kantonalen «Weg­ leitung zur Regelung des Parkplatzbedar­ fes» (wird seit Anfang 2018 erwartet) sowie in der PPVO der Stadt Winterthur solche nachweislich unwirksamen Massnahmen wie die Bewirtschaftungspflicht von priva­ ten Parkplätzen, z. B. im Detailhandel, zu verhindern.

Quelle Forumsanlass in Bern mit 130 Teilnehmenden, zu der Avenir Mobilité Zukunft Mobilität mit Experten eingeladen hat.

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NEUE KAPHALTESTELLE GEPLANT Wiederum hat der ACS Einsprache gegen diese Haltestelle erhoben. Die Sektion Zürich und weitere Ein­ sprecher wehren sich vor allem gegen die Kaphaltestelle, denn es werden massive ne­ gative Auswirkungen auf den Verkehr be­ fürchtet, da der Automobilist hinter dem Tram warten muss, bis dieses weiterfährt. Das führt zu einer Verlangsamung des Ver­

Einmal mehr plant die Stadt Zürich eine Kaphaltestelle. Erneuert wird die Hot­ tinger­ und Asylstrasse, Abschnitt Stein­ wiesplatz bis Sophienstrasse. Erneuert werden unter anderem die Tramgeleise, geplant ist auch die Neuanordnung der Tramhaltestelle, sie soll stadtauswärts als Kaphaltestelle ausgebaut werden. Dazu kommen die üblichen Anpassungen wie Radstreifen, Trottoirüberfahrten oder An­ passungen der Parkierungsanordnungen auf öffentlichem Grund sowie Erneuerung der Werkleitungen.

Die Stadt Zürich lehnt die Einsprache gegen die Bushaltestelle an der Manesse­ strasse ab. Die ACS Sektion Zürich hatte diese gegen die beiden geplanten Kaphal­ testellen im Bereich von Manesseplatz bis Zurlindenstrasse gemacht und gefordert, die beiden bestehenden Haltestellen im ursprünglichen Zustand zu belassen. Der ACS begründete seine Einsprache mit der Befürchtung auf negative Auswirkungen auf den Verkehr. Die Kaphaltestelle hätte eine erhebliche Verlangsamung des Ver­ kehrs in der Uetlibergstrasse mit Staus in

kehrs und kann bei einer solchen Verbin­ dungssstrasse zu Stausituationen führen, was zusätzliche Lärm­ und Abgasimmissio­ nen auslösen kann.

Text ACS Zürich

den Spitzenzeiten zur Folge. Ebenso muss mit zusätzlichen Lärm­ und Abgasimmis­ sionen gerechnet werden, argumentiert der ACS. Die Stadt begründet die Ableh­ nung der Einsprache mit dem fehlenden Platz an der Manessestrasse für eine zu­ sätzliche Haltestelle, damit der Verkehr vorbeifahren könnte. Die neue Haltestelle verursache allenfalls einen Rückstau in der Manessestrasse und habe somit keine direkte Auswirkung auf die Uetliberg­ strasse, wird die Ablehnung der Einspra­ che begründet.

EIN KLEINER SCHRITT Nachdem die Landesregierung die Linienführung der Oberlandautobahn genehmigt hat, ist eine weitere Hürde genommen. Es ist aber sicher nicht die letzte.

Im Mai 2017 beschloss der Zürcher Kan­ tonsrat eine Teilrevision des kantonalen Richtplans mit der Linienführung der Ober­ landautobahn. Daraufhin ersuchte die Bau­ direktion den Bund um die Genehmigung. Mitte Juni kam die Genehmigung. Ein­ mal mehr dauerte es sehr lange, denn das Verfahren ist nicht so einfach. Federführend

beim entsprechenden Prüfungsbericht ist das Bundesamt für Raumentwicklung. Daneben haben sich aber sieben weitere Bundesämter geäussert. Darunter das Bundesamt für Zivil­ luftfahrt, das Bundesamt für Kultur sowie das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversor­ gung. Weiter haben auch die Schweizerischen Bundesbahnen und die Eidgenössische Natur­ und Heimatschutzkommission eine Stellung­ nahme abgegeben. Nachdem das Bundesgericht 2012 die ur­ sprüngliche Linienführung wegen dem Moor­ schutz abgelehnt hatte, musste neu geplant werden. Dazu schreibt das Amt für Raum­ entwicklung: «Mit der vorliegenden Richtplan­ anpassung wird eine neue, dem heutigen Kenntnisstand entsprechende Linienführung,

die dem Bundesgerichtsurteil Rechnung trägt, im kantonalen Richtplan aufgenommen.» 2020 wird die Oberlandautobahn zur Nationalstrasse. Dann sollte der Bund das bis­ herige kantonale Projekt übernehmen und ein Plangenehmigungsverfahren nach National­ strassengesetz durchführen. Auch wenn eine weitere Hürde genommen ist, heisst das nicht, dass die Oberlandautobahn in den nächsten zehn Jahren Entlastung bringt. Wenn sich nun keine weiteren Hindernisse stellen, sollte die Oberlandautobahn zwischen 2030 und 2035 befahrbar sein. Geduld ist also in dieser Re­ gion in den täglichen Staus weiterhin gefragt.

Text Claudia A. Spitz

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EINE 2x2-SEKUNDEN REGEL? Ein Artikel in einer Schweizer Zeitung sorgt für Fragen bei den Automobilisten. Was bedeutet die 2x2-Sekunden-Regel? Der ACS Zürich hat recherchiert. Ein Autofahrer meldete sich in einer Zei­ tung, nachdem er im Kanton Graubünden mit 2500 Franken (inkl. Gebühren) gebüsst wurde und seinen Fahrausweis für drei Mo­ nate abgeben musste. Er sei gebüsst worden aufgrund der sogenannten 2x2­Sekunden­ Regel, die besage, dass ein Auto wieder zwei Sekunden auf der eigenen Seite sein müsse, bevor ein entgegenkommendes Auto kreuze.

Bundesgerichsturteil Diese 2x2 Sekunden sind nach einem Bundesgerichtsurteil von 2015 gegen einen Motorradfahrer aufgetaucht und betrafen ein doppeltes Überholmanöver, unter ande­ rem vor einer Kurve. Die gesamte Begrün­ dung umfasst insgesamt zehn Seiten, vor al­ lem mit den entsprechenden Berechnungen. Zusammengefasst beruhen die zwei Sekunden auf der allgemein bekannten 2­Sekunden­Regel betreffend dem Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Dazu fäll­ te das Bundesgericht bereits 2010 ein ent­ sprechendes Urteil. Diese zwei Sekunden gelten auch beim Abschluss des Überhol­ manövers, und zwar für das überholende und das herannahende Fahrzeug, da sich beide bewegen, darum 2 x 2­Sekunden­Regel.

Reaktionen Die Kantonspolizei Graubünden be­ stritt, dass diese Verzeigung aufgrund dieser Regel erfolgte. Der Sprecher der Kantonspolizei Graubünden erklärte gegen­ über der Zeitung Südostschweiz: «Bei der Kantonspolizei Graubünden ist bloss der Abstand massgeblich, wobei die Punkte ge­ merkt werden, wo der Autofahrer rausfährt, wo er reinfährt und wo er sich mit dem ent­ gegenkommenden Fahrzeug kreuzt.» Es könne vorkommen, dass den sanktionier­ ten Verkehrsteilnehmern mit einem Sekun­ denmodell erklärt werde, warum der Ab­ stand zu gering gewesen sei, denn letzten Endes sei das Zählen von zwei Sekunden – also «21», «22» – ein guter Richtwert, um 100 Meter bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h abzuschätzen.

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Überholen Grundsätzlich ist das Überholen im Strassenverkehrsgesetz­Artikel 35 geregelt. Der besagt unter anderem: «Überholen und Vorbeifahren an Hindernissen ist nur ge­ stattet, wenn der nötige Raum übersicht­ lich und frei ist und der Gegenverkehr nicht behindert wird. Im Kolonnenverkehr darf nur überholen, wer die Gewissheit hat, rechtzeitig und ohne Behinderung anderer Fahrzeuge wieder einbiegen zu können. Wer überholt, muss auf die übrigen Stras­ senbenützer, namentlich auf jene, die er überholen will, besonders Rücksicht neh­ men. In unübersichtlichen Kurven, auf und unmittelbar vor Bahnübergängen ohne Schranken sowie vor Kuppen darf nicht überholt werden.» Dass das Überholen grundsätzlich zu den gefährlichen Manövern auf der Strasse gehört ist unbestritten, das zeigen auch die Unfallzahlen. Darum ist es wichtig, nur zu überholen, wenn die Strecke übersichtlich ist und genügend Platz zur Verfügung steht. Leider ist es immer wieder so, dass Ver­ kehrsteilnehmer unnötig langsam fahren und andere behindern, was dann genau zu den bekannten riskanten Überholmanö­ vern führen kann. Der Gesetzgeber sagt auch klar: «Der Fahrzeugführer darf ohne zwingende Gründe nicht so langsam fah­ ren, dass er einen gleichmässigen Ver­

kehrsfluss hindert.» Er sagt auch, dass langsam fahrende Motorfahrzeuge nöti­ genfalls auf Ausweichplätzen halten soll­ ten, um Platz zu machen. Leider passiert das im Alltag selten bis nie. Es wäre eine kleine Rücksichtnahme, die die Strasse et­ was sicherer machen würde.

Text Claudia A. Spitz

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INTERVIEW MIT STEFAN OBERLIN, KAPO ZÜRICH Der ACS wollte wissen, wie die Kontrolle des überholenden Verkehrs im Kanton Zürich gehandhabt wird und hat sich an die Medienstelle der Kantonspolizei Zürich gewandt. Geantwortet hat Stefan Oberlin. Nach welchen Gesichtspunkten werden im Kanton Zürich Fahrer bei Überholmanövern verzeigt und was können die Folgen sein? Die Verkehrsvollzugspolizei der Kantonspolizei Zürich hält sich an Art. 35 Abs. 2 SVG, wonach Überholen nur gestattet ist, wenn der nötige Raum übersichtlich und frei ist und der Gegenver­ kehr nicht behindert wird. Es wird verzeigt, wenn der Gegen­ verkehr konkret behindert wird, dem Überholenden ausge­ wichen werden muss bzw. wenn deswegen abgebremst werden muss oder wenn der Abstand beim Überholen nicht eingehalten wird. Die Beurteilung ist Sache der Richter; eine Administrativ­ massnahme (Ausweisentzug) wird durch das Strassenverkehrs­ amt angeordnet. Was ist beim Überholen zu beachten? Zum Überholen nicht zu nahe auf das voranfahrende Fahrzeug aufschliessen. Dadurch werden die Sicht und die Beschleuni­ gungsmöglichkeit verbessert. Zuerst nach vorne orientieren, ob

die benötigte Überholstrecke frei ist und der Gegenverkehr ein gefahrloses Überholen erlaubt. Blick in Spiegel und Seitenblick. Nicht überholen, wenn schon ein anderes Fahrzeug von hinten zum Überholen angesetzt hat. Ansonsten Blinker stellen und vorsichtig ausschwenken. Nach dem Überholen hat der Fahr­ zeugführer wieder einzubiegen, sobald für den überholten Strassenbenützer keine Gefahr mehr besteht (z. B. im Innen­ spiegel sichtbar). Werden langsam fahrende Fahrzeuge, die den Verkehr behindern, verzeigt und ab wann wird ein Fahrzeug als zu langsam fahrend beurteilt? Die Polizei ahndet auch zu langsames Fahren. Dabei halten wir uns an Artikel 4 VRV, der unter anderem vorsieht, dass der Fahrzeugführer ohne zwingende Gründe nicht so langsam fah­ ren darf, dass er einen gleichmässigen Verkehrsfluss hindert. Oftmals wird aber nicht prinzipiell und absichtlich zu langsam gefahren, sondern es handelt sich um Ablenkung, Fahren in nicht fahrfähigem Zustand oder um gesundheitliche Probleme. Auch Unkenntnis der zu befahrenden Strecke oder die Suche nach einem bestimmten Ziel kann zu einer langsamen Fahrt führen. Text Claudia A. Spitz

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PLANTO-SLIM Sättigungskapseln enthalten als Wirkstoff Konjak-Glucomannan, ein wertvolles und speziell aufbereitetes pflanzliches Extrakt auf natür-

PLANTOSLIM – und der Hunger ist weg!

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✓ Pflanzlichen Ursprungs ✓ Ohne Nebenwirkungen

Hinweis: - Wir können keine Ergebnisse garantieren - Ergebnisse sind von Person zu Person unterschiedlich

Ist PLANTO-SLIM gefährlich für die Gesundheit?

Wie muss ich PLANTO-SLIM einnehmen?

30 bis 60 Minuten vor jeder Hauptmahlzeit jeweils 2 bis 3 Kapseln mit einem grossen Glas Wasser einnehmen.

Wie schnell beginnt PLANTO-SLIM zu wirken?

Bereits 30 Minuten nach der Einnahme beginnt PLANTO-SLIM an zu wirken.

Muss ich PLANTO-SLIM ewig einnehmen?

Nein, nur zur Unterstützung während der Zeit auf Ihrem Weg zum Idealgewicht. PLANTO-SLIM kann bei Bedarf jedoch beliebig wiederholt werden. Bei dauerhafter Einnahme bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

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Vor dem Essen 2 bis 3 Kapseln Planto-Slim

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mit einem grossen Glas Wasser einnehmen.

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Der Kapsel-Inhalt nimmt ein Vielfaches seines ursprünglichen Volumens ein und sorgt so für ein vorzeitiges Sättigungsgefühl.

„Ich bin begeistert von PLANTO-SLIM, habe bis anhin 15kg abgenommen und fühle mich wie neu geboren.“ Paul S.

„Die Kapseln wirken absolut super.“ Suzanne S.

licher Basis und frei von tierischen Bestandteilen. Die Kapselhülle ist rein pflanzlich. Der Inhaltsstoff selbst wird unverdaut auf natürliche Weise wieder ausgeschieden. Im Rahmen eines Diätplanes bei Diabetes mellitus wird PLANTO-SLIM nicht mit angerechnet.

PLANTO-SLIM ist ein in Deutschland hergestelltes Medizinprodukt. Es dient zur Gewichtskontrolle sowie zur Behandlung des Übergewichts. Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind bisher nicht bekannt. Vor der Einnahme lesen Sie bitte die beigelegte Gebrauchsinformation in der Packung. Bei krankhafter Fettsucht kontaktieren Sie Ihren Arzt.

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BESTELLSCHEIN JA, ich will die PLANTO-SLIM Sättigungskapseln testen, welche zur Behandlung von Übergewicht dienen. Ich bestelle gegen Rechnung und Versandkostenanteil (Fr. 6.90): (Bitte ankreuzen)

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DIES & DAS Sektion Zürich

HÄTTEN SIE ES GEWUSST? Auch wenn man als Autofahrer die Fahrprüfung bestanden hat und seine Kenntnisse immer wieder aufgefrischt und erweitert hat, gibt es immer wieder Situationen, in denen wir uns fragen, wie man sich korrekt verhält.

Was ist bei einer Tunnelfahrt zu beachten? Das Gesetz sagt dazu Folgendes: Im Tunnel sind das Rückwärtsfahren und das Wenden untersagt. Fahrzeuge müssen stets beleuchtet sein und Fahrzeugführer dürfen nur im Notfall anhalten und müssen den Motor unverzüglich abstellen. Empfohlen wird zudem, das Radio einzuschalten. Normalerweise gilt in einspurigen Tunnels ein Überholverbot, dem unbedingt Folge zu leisten ist, genauso wie den signalisierten Höchstgeschwindigkeiten. Bei Fahrzeugen mit automatisch reagierender Beleuchtung ist zudem darauf zu achten, dass sich das Abblendlicht auch wirklich einschaltet (Kontrollleuchte am Armaturenbrett). Bei Pannen sofort den Warnblinker einschalten und, wenn möglich, in eine Pannenbucht rollen oder sonst ganz rechts ranfahren. Vorsichtig aussteigen (am besten mit Warnweste) und über Notrufstationen Hilfe anfordern.

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CLASSICS Sektion Zürich

HISPANO SUIZA – EIN OLDTIMER WAHRHAFT EDLES AUTO AGENDA SEPTEMBER 2018 3. bis 9. September 2018 Grand Basel (CH) Global, exklusiv, teuer, ach ja … CH-4005 Basel www.grandbasel.com 9. September 2018 DolderClassics (CH) Das klassische Treffen in der Region Zürich. CH-8044 Zürich www.dolderclassics.ch 9. September 2018 Oldtimer Sunday Morning Treffen (CH) Wie immer, früh dort sein! CH-6300 Zug www.osmt.ch

Hispano Suiza J12 Vanvooren, 1938

D

ie wenigsten werden sich noch an diese Marke erinnern, dabei war Hispano Suiza einst absolut auf Au­ genhöhe (vielleicht sogar einen Tick höher) mit Rolls­Royce. Trotz höchstem Qua­ litätsniveau (wie Rolls­Royce hatte auch His­ pano einen starken Bezug zur Fliegerei) sollte Hispano Suiza Automobile aber leider nicht lan­ ge überleben. Die Zeit dieser herrlichen Giganten mit zum Teil bis zu 12 Litern Hubraum und mehr war eben endgültig vorbei. Der 12­Zylinder mit 9,1 (ca 200 Stück) und 11,3 Litern Hubraum (11 Stück) war der Schwanengesang dieser noch relativ jungen Firma, wenigstens was den Auto­ mobilbau betriff t. In Rüstung und Aviatik ist der Name Hispano Suiza aber bis heute vertreten. Der elegante von Vanvooren karossierte J12, den ich vor einiger Zeit fahren durfte, be­ findet sich seit vielen Jahren im Besitz ein und derselben Familie. Aufgrund technischer Pro­ bleme war der Wagen jahrelang in einem Schloss in Frankreich (noblesse oblige!) still­ gelegt. Vor einiger Zeit beschlossen Nach­ kommen der Besitzerfamilie, den Wagen in die Schweiz zu holen und ihn hier gründlich über­ prüfen zu lassen. Mechanisch brauchte der J12 relativ wenig Zuwendung, aber an der Karos­ serie hatte der Zahn der Zeit doch unerbittlich genagt. Nach dem heute favorisierten Credo «weniger ist mehr» wurde aber nur dort res­ tauriert, wo es wirklich unumgänglich war. So ist der Motor noch nie vom Chassis getrennt worden und das Intérieur entspricht, viel­ leicht mit Ausnahme der Teppiche, noch zu hundert Prozent dem Original. Die Scheiben waren allesamt blind geworden und mussten ersetzt werden. Sonst wurde vor allem geputzt

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13. bis 16. September 2018 Montreux Grand Prix (CH) CH-1820 Montreux www.montreuxgrandprix.ch 14. bis 16. September 2018 Spa Six Hours (BE) Drei Tage Motorsport mit über 600 Teilnehmern und dem berühmten 6-Stunden-Rennen am Samstag. BE-4970 Spa-Francorchamps www.spasixhours.com

und poliert und der Hispano präsentiert sich heute fast wie am ersten Tag. Meine Probe­ fahrt zeigte allerdings da und dort noch etwas «Réglage»­Bedarf, aber auch die wenigen Me­ ter, die ich selber ans Steuer durfte, zeigten das grosse Potenzial dieses herrlichen Autos. Zwei der drei Gänge (mehr braucht’s echt nicht!) sind synchronisiert und Lenkung und Bremsen vermitteln guten Kontakt mit der Strasse, auch wenn die hohen Bedienungskräfte ein Fitness­ abo völlig überflüssig machen. Das Innere des Hispano ist sehr bequem. Es geht eben nichts über ein gut «eingesessenes» Ledergestühl! Die Platzverhältnisse sind sehr grosszügig und mit heruntergekurbelter Separation wirkt der Innenraum geradezu riesig. Der V12 braucht keine hohen Drehzahlen, das enorme Drehmo­ ment reicht vollkommen, um den grossen Wa­ gen mühelos und leise flüsternd vorwärts zu bewegen. Der Hispano vermittelt eine Atmo­ sphäre von entspannter Gelassenheit und selbst verständlicher «Grandesse», welche heu­ te nur ganz wenige Autos vermitteln können. Schön, dass wir uns noch an solch majestäti­ schen Klassikern erfreuen dürfen!

Ihr Beat Walti

15. bis 18. September 2018 RAID du Sud (CH) Im Jahr 2018 wird es keinen RAID SUISSE–PARIS geben. Dafür den RAID du SUD: Gstaad–Cannes Mandelieu. Eine tolle Bergrennstrecke. CH-3780 Gstaad www.raid.ch 16. September 2018 18. Historische Verkehrsschau (CH) Die Veranstaltung für historische und klassische Fahrzeuge. CH-9423 Altenrhein www.vhvaltenrhein.ch 22. bis 23. September 2018 Ascona Classic Car Award – concorso d'eleganza di Ascona (CH) Der traditionelle Concours d'élégance am ganzen Quai von Ascona und im Park des Hotels Castello del Sole, Ascona (ACCA). CH-6612 Ascona www.a-cca.ch 22. bis 23. September 2018 Bergrennen Steckborn (CH) Eine tolle Bergrennstrecke. CH-8266 Steckborn www.bergrennen-steckborn.ch

In eigener Sache Wir brauchen noch weitere Kandidaten für unsere Rubrik «Altes Eisen rostet nicht». Oder möchten Sie einen Fahrbericht über Ihren Oldie in der ACS Zeitung? Melden Sie sich an (beat. walti@acszh.ch). Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und Ihr Interesse.

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Die Wanduhr

Freiheit auf zwei Rädern

Bereit für eine heisse Biker-Tour. Jede Stunde fahren diese drei Biker mit dröhnenden Motoren aus der Garage

ht und Mit Lic räusche! n-Ge Motore

Ein cooles Spektakel zu jeder Stunde! Die im Original Garagen-Design gefertigte Wanduhr wird aufwendig von Hand bemalt und wurde inspiriert von schönsten Chopper-Modellen und einem authentischen Chopper-Shop. Das realistische Backsteingebäude überzeugt ebenso, wie kleine liebenswerte Details, wie das beleuchtete Werbeplakat, das Aushängeschild vor dem Shop oder die beiden Mechaniker, die sich um einen defekten Chopper kümmern. Ergänzt wird das Design von einem Metall-Pendel und Gewichten in der Form von MotorKolben. Aber das Aufregendste geschieht, wenn zu jeder vollen Stunde drei Biker mit dröhnenden Motoren aus der Garage gefahren kommen und das Licht in den Fenstern und über dem Werbeplakat angeht. Bestellen Sie diese originelle Wanduhr jetzt gleich und erleben Sie ein cooles Spektakel zu jeder Stunde! Höhe inklusive Pendel und Gewichte: 44 cm. Breite: 19 cm. Tiefe: 17 cm

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„Freiheit auf zwei Rädern“

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Bitte einsenden an: The Bradford Exchange, Ltd. • Jöchlerweg 2 • 6340 Baar Tel. 041 768 58 58 • Fax 041 768 59 90 • e-mail: kundendienst@bradford.ch

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Einsendeschluss: 15. Oktober 2018

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Datenschutz: Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter www.bradford.ch/datenschutz. Wir werden Ihnen keine Angebote von The Bradford Exchange per E-Mail,Telefon oder SMS-Nachricht zukommen lassen. Sie können Ihre Kontaktpräferenzen jederzeit ändern, indem Sie uns unter nebenstehender Adresse bzw. Telefonnummer kontaktieren. Bitte teilen Sie uns per Telefon, E-Mail oder schriftlich mit, falls Sie keine brieflichen Angebote erhalten möchten.

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Der Citylife erfüllt höchste Ansprüche an Qualität, Komfort und Flexibilität. Ob mit der sportlichen Sitzeinheit oder kombiniert mit dem passenden Aufsatz für die Kleinsten – Der leichte und kompakte Kinderwagen ist perfekt für die aktive Familie.

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ALTES EISEN ROSTET NICHT Sektion Zürich

«DIE HOCHZEITSGESCHENKE ANDERER KÖNNEN AUCH BEGEHRENSWERT SEIN» Walter Fuchs, Pfäffikon ZH

Opel Rekord Ascona Olympia, 1958, 47 PS, 4-Zylinder, 1488 ccm

Ich habe meinen Opel per Zufall in einer Zolliker Tiefgarage entdeckt. Obwohl ich kei­ ne besondere Affinität zu Opel hatte, gefiel mir der Wagen sehr und mir gelang es, den Besit­ zer ausfindig zu machen. Mein erster telefoni­ scher Kontakt war allerdings mit dessen Frau und die wollte von einem Verkauf überhaupt nichts wissen. Schliesslich sei der Opel ihr Hochzeitsgeschenk gewesen! Na ja, das war dann schon fast höhere Macht. Ich hatte mich dann nicht mehr gross um das Auto geküm­ mert, bis ich einen überraschenden Anruf des Besitzers bekam: Der Wagen sei jetzt frisch vorgeführt und ich könne ihn kaufen. Der verlangte Preis war zwar, gelinde gesagt, sehr sportlich, aber da es sich um die seltene ‹Kapitän­Ausführung› mit farblich abge­ stimmtem Intérieur und reichlich schönem Chromzierrat handelte, konnte ich nicht wi­

derstehen. So wurde ich 2011 schliesslich doch noch stolzer Opel­Besitzer. Von diesem Modell wurden in der Schweiz übrigens nur zehn Stück verkauft und davon existieren meines Wissens nur noch zwei. Der Zustand war einigermassen o.k., hier und da etwas verbastelt. Der Rekord bedurfte aber einer gründlichen kosmetischen Kur aussen wie innen. Eine Reise nach Österreich endete dann leider mit einem kapitalen Motorscha­ den am Arlbergtunnel, und das war der Start­ schuss für eine gründliche mechanische Revision. Der Motor, das Getriebe und weitere mechanische Teile wurden komplett revidiert und da ich ein sehr pingeliger Mensch bin, brauchten diese Arbeiten eben doch längere Zeit. Jetzt ist mein Rekord da für nahezu per­ fekt und sogar der Strassenverkehrsamts­ Experte bezeichnete ihn als ‹Perle›. Lob von

höchster Stelle also! Zum MFK­Termin in Hinwil musste ich übrigens persönlich mit, da mein junger Mecha niker mit der Lenkrad­ schaltung überhaupt nicht klar kam. Ist ja auch nicht verwunderlich, so eine Schaltung gibt es schliesslich seit 40 Jahren nicht mehr. Das Fahren mit dem Wagen macht grossen Spass. Die Trommelbremsen haben mit nur 910 kg Leergewicht leichtes Spiel und jetzt, wo alles so gut im Schuss ist, sind auch Reisen bis ins Südtirol das reinste Vergnügen, ins­ besondere wenn ich ein freundliches Lächeln oder gar ‹einen Daumen› von Passanten erhal­ te. Als kleine Gruppe von Oldie­Liebhabern machen wir öfters gemeinsam kleinere Aus­ flüge. Ab und zu ist mein Sohn auch dabei, nur meine Frau hat das Oldtimerfieber noch nicht wirklich gepackt. Aber was nicht ist, kann ja ... Sie wissen schon!

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S e a D r e a m Ya c h t C l u b

KUBA Stilvolles Yachting auf der SeaDream II mit Nostalgie unter karibischer Sonne 21.03. - 02.04.2019 Entdecken Sie die einzigartige Faszination von Kuba und fühlen Sie sich an Bord der SeaDream II wie auf Ihrer privaten Yacht. Maximal 112 Passagiere werden auf dem kleinen, mehrfach prämierten und bei unseren Kunden sehr beliebten Schiff von 95 aufmerksamen Crew-Mitgliedern mit einer exquisiten Küche und einem persönlichen Service verwöhnt. Pulsierendes Leben in der Hauptstadt Havanna, charmante Kolonialstädte, traumhafte Strände, türkisfarbenes Wasser, malerische Landschaften und die verklärte Schönheit eines nie untergegangenen karibischen Paradieses erwarten Sie. Erleben Sie spannende Gegensätze zwischen schäumendem Meer und stillen Bergen, zwischen historischer Kolonialzeit und atheistischem Sozialismus sowie zwischen Nostalgie der 50-er Jahre und dem Zeitgeist der Moderne. Fühlen Sie hautnah die ansteckende Lebensfreude mit mitreissenden Salsaklängen und prickelnden Rum-Cocktails. Sie fliegen direkt mit Edelweiss/Swiss nach Havanna, wo Sie im luxuriösen neuen Gran Hotel Manzana Kempinski absteigen. Gemeinsam mit einer erfahrenen ACS-Reiseleitung und einer versierten deutschsprachigen Gästeführerin tauchen Sie in eine nostalgische Welt ein, wie sie nur noch für kurze Zeit auf Kuba zu erleben sein wird!

SeaDream II

INFRASTRUKTUR

ALLGEMEINE INFORMATIONEN Das stilvolle Boutique-Schiff zeichnet sich durch eine perfekte Kombination aus hoher Qualität, ausgezeichnetem Service und ungezwungener Atmosphäre aus. Mit maximal 112 Passagieren an Bord fühlen Sie sich wie auf einer Privatyacht. Sie werden von 95 hervorragend ausgebildeten Crew-Mitgliedern umsorgt. Das Schiff ist 105 m lang und 14 m breit, hat eine BRZ (Bruttoraumzahl) von 4300 und verfügt über 5 Passagierdecks. Der renommierte Berlitz-Führer bewertet das Schiff mit 5 Sternen, das Magazin "Forbes" zeichnete die SeaDream I und II 2016 als "Beste kleine Kreuzfahrtschiffe" aus. Bordsprache ist Englisch, Bordwährung der USD, Bezahlung allfälliger Extras mit Kreditkarte ist möglich.

2 Restaurants, Bar und Lounge im Innen- und Aussenbereich, Pianobar, kleines Casino, Bibliothek mit Internetzugang (kostenpflichtig), Pool und Whirlpool, Golfsimulator, Marina-Plattform für Wassersport, Fitnessraum, Wellnessbereich, Kosmetiksalon mit Coiffeur, Boutique. KABINEN Die zweckmässig und gemütlich eingerichteten Kabinen mit Wohn- und Schlafbereich haben eine Grösse von 18 m2 und verfügen über Dusche/WC, Haartrockner, Klimaanlage, Fernseher, CD/DVD-Player, Ipod Docking Station, Telefon, Minibar und Safe.

Hotel GRAN HOTEL MANZANA KEMPINSKI, HAVANNA ***** Das 2017 in einem historischen Gebäude eröffnete Luxushotel liegt an bester Lage am Parque Central beim Gran Teatro und dem Museum der schönen Künste. Die für Sie reservierten Zimmer der Kategorie Patio (38 m2) sind in einem eleganten, modernen Stil und mit allem Komfort eingerichtet. Restaurants mit internationaler Küche, lokalen Spezialitäten und Seafood. Lobby Lounge mit Bar, Zigarrenlounge. Dachschwimmbad mit Pool Bar. Spa. Frühstücksbuffet. 246 Zimmer.

Hinweise Minimale Teilnehmerzahl: Maximale Teilnehmerzahl:

ACS-Reiseleitung

Flugplan

Dies Reise wird vom erfahrenen ACS-Reiseleiter Andreas Luzio begleitet. Er kennt Kuba und die SeaDream II aus eigener Erfahrung und steht Ihnen als versierter Organisator und charmanter Gastgeber sowie mit Rat und Tat zur Seite. Für die Ausflüge in Havanna, Trinidad und Cienfuegos steht eine versierte deutschsprachige Gästeführerin zur Verfügung. Von ihr erfahren Sie interessante Details zu Geschichte, Kunst und Kultur. Die Ausflüge in Maria la Gorda und Isla de la Juventud werden von englischsprachigen Guides begleitet, Ihr Reiseleiter übersetzt für Sie.

Direkte Linienflüge Zürich - Havanna - Zürich mit Edelweiss/Swiss in Economy oder Business Class, deren Sitz in ein flaches Liegebett verwandelt werden kann.

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Zürich Havanna Havanna Zürich

ab an ab an

13.25 19.45 20.00 11.30

Flugplanänderungen vorbehalten.

WK 32 / LX 8032 WK 33 / LX 8033

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Für Schweizer ist für die Einreise nach Kuba ein bei der Ankunft mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass sowie eine Touristenkarte, welche wir für Sie vorgängig besorgen, erforderlich. Der Preis für die Touristenkarte (CHF 50.-) ist im Reisepreis eingeschlossen. März ist für Kuba ein idealer Reisemonat mit meist sonnigem Wetter und kaum Regen sowie warmen, aber nicht heissen Tagestemperaturen von ca. 25 - 28 Grad, die Wassertemperatur beträgt ca. 25 Grad. Die Zeitverschiebung auf Kuba beträgt im März minus 6 Stunden zur Schweiz (MEZ). Es gelten die Allgemeinen Vertrags- und Reisebedingungen mit speziellen Annullationskosten: bis 181 Tage vor Abreise Bearbeitungsgebühr 180 - 120 Tage vor Abreise 25% des Reisepreises 119 - 90 Tage vor Abreise 50% des Reisepreises 89 - 60 Tage vor Abreise 75% des Reisepreises 59 - 0 Tage vor Abreise 100% des Reisepreises

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S e a D r e a m Ya c h t C l u b

Reiseprogramm 21.03.2019, Donnerstag

Zürich - Havanna

Individuelle Anreise zum Flughafen Zürich, wo Sie vom Check-in bis zum Einsteigen ins Flugzeug vom VIP-Service betreut werden. 13.25 Uhr Direktflug mit Edelweiss/ Swiss nach Havanna. 19.45 Uhr Ankunft. Transfer zum luxuriösen Gran Hotel Manzana Kempinski. Begrüssungscocktail auf der Dachterrasse mit herrlichem Blick.

22.03.2019, Freitag

Havanna

23.03.2019, Samstag

Havanna

Vormittag zum Ausschlafen und Ausruhen. Am Nachmittag zeigen wir Ihnen während der grossen Stadtrundfahrt Höhepunkte der Stadt wie z.B. die historische Festungsanlage, den imposanten Revolutionsplatz, die Uferstrasse Malecon und eine typische Tabakfabrik. Am Abend wartet vor dem Dinner in einem ausgesuchten Lokal eine charmante Überraschung auf Sie. Heute zeigt Ihnen die Gästeführerin während eines spannenden Rundgangs die historische Altstadt La Habana Vieja mit ihrem einmaligen Charme. Es erwarten Sie liebevoll restaurierte Plätze, die Kathedrale, private Galerien oder die Stammbar von Hemingway. Nach dem Mittagessen steht Ihnen der Nachmittag für individuelle Entdeckungen zur freien Verfügung. Am Abend Dinner in einem der exklusiven Restaurant Stadt und fulminante Revueshow im legendären Tropicana.

28.03.2019, Donnerstag

Isla de la Juventud

Ankunft auf Isla de la Juventud. Nach der Revolution sollte hier die landwirtschaftliche Entwicklung vorangetrieben werden. Sie besuchen ein Fischerdorf und das Presidio Modelo, wo Fidel und Raul Castro gefangen gehalten wurden. Mittag- und Abendessen an Bord.

29.03.2019, Freitag

Cayo Largo

Ankunft auf der Insel Cayo Largo del Sur. Im einstigen Piratennest geniessen Sie einen erholsamen Strandtag mit "Dolce far niente", Schildkröten und erfrischender "Pina Colada". Mittag- und Abendessen an Bord.

30.03.2019, Samstag

Trinidad

31.03.2019, Sonntag

Cienfuegos

Ankunft im Hafen von Casilda und kurze Fahrt nach Trinidad (ca. 10 km). Die Stadt gilt als eine der schönsten Kolonialstädte der Insel und ist Weltkulturerbe der UNESCO. Wir zeigen Ihnen die Plaza Mayor, koloniale Herrenhäuser und die Hauptkirche aus dem 19. Jh. Nach dem Mittagessen und einem Halt bei den ehemaligen Zuckermühlen Rückkehr zum Schiff. Abendessen in einem ganz besonderen Lokal in der Altstadt von Trinidad. Die SeaDream II bleibt über Nacht im Hafen.

24.03.2019, Sonntag

Soroa, Las Terrazas

Heute steht eine kurzweilige Rundfahrt (200 km) in die Umgebung auf dem Programm. Nach einem Halt in Jaimanitas, welches der Künstler José Fuster in die pittoreske Welt "Fusterlandia" verwandelte, besuchen Sie den herrlichen botanischen Gartens in Soroa. Mittagshalt im Bioreservat Las Terrazas. Nach dem Besuch einer alten Kaffeeplantage Rückfahrt nach Havanna und Abend zur freien Verfügung.

25.03.2019, Montag

Erholung auf See

Erholen Sie sich von den ersten Eindrücken Ihrer Reise und lassen Sie sich von der Crew verwöhnen.

27.03.2019, Mittwoch

Maria la Gorda

Die SeaDream II erreicht Maria la Gorda. Sie entdecken die herrliche Natur im Nationalpark Guanahacabibes, eines der grössten Naturreservate Kubas, seit 1987 unter dem Schutz der UNESCO. Vielleicht entdecken Sie einen Hummelkolibri, den kleinsten Vogel der Welt. Nach einem Blick in eine Schule Mittagessen an Bord, Möglichkeit die Marina für Wassersport zu nutzen.

www.acs-travel.ch ACS_Zuerich_05-2018.indd 19

• VIP-Service beim Abflug am Flughafen Zürich inkl. separatem Check-in, spezieller Sicherheits-/Passkontrolle, Aufenthalt VIP-Lounge, Transport zum Flugzeug • Direkte Linienflüge Zürich - Havanna - Zürich mit Edelweiss/Swiss in Economy oder Business Class inkl. Flughafentaxen (Fr. 510.- / 630.-) • Flughafentransfers • 4 Übernachtungen im Gran Hotel Manzana Kempinski Havanna in der Kategorie Patio mit Frühstücksbuffet • 7 Übernachtungen an Bord der SeaDream II in einer Kabine auf Deck 4 mit Frühstücksbuffet • Hafentaxen und Trinkgelder an Bord • Tageszimmer in einem Erstklassehotel am Abreisetag • Bestmögliches vor Ort verfügbaren Busmaterial • Ausflüge, Führungen, Eintritte gemäss Reiseprogramm • 2 Mittag- und 2 Abendessen (ohne Getränke) in Havanna, Begrüssungscocktail am Ankunftstag • Vorstellung im Tropicana Havanna (inkl. Getränke) • Vollpension während der Kreuzfahrt mit Mittag- und Abendessen an Bord und während Ausflügen • Getränke an Bord der SeaDream II inkl. erlesenen Tischweine zu den Mahlzeiten und Drinks an der Bar • Touristenkarte für die Einreise (CHF 50.-) • Ausführliche Reiseunterlagen • Versierte lokale, deutschsprachige Gästeführerin und vereinzelt englischsprachige Guides i • Erfahrene ACS-Reiseleitung auf Kuba

Havanna

Am frühen Nachmittag Transfer zum Hafen von Havanna, wo Sie von der Crew der SeaDream II erwartet werden. Nach dem Bezug der Kabine entdecken Sie Ihre Yacht und dann heisst es "Leinen los", natürlich mit karibischen Klängen und einem kühlen Drink auf Deck. Im Dining Room geniessen Sie erstmals die exquisite Küche der SeaDream II.

26.03.2019, Dienstag

Vi e l e L e i s t u n g e n

Ankunft in Cienfuegos. Die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz wird "Sonne des Südens" genannt und ist UNESCO Weltkulturerbe. Spaziergang durch die Innenstadt mit dem José Marti Park, dem Theater und Rathaus sowie der Kathedrale. Mittagessen in einem romantischen Restaurant, Nachmittag zur freien Verfügung. Abends lädt die Crew zum Abschiedsdinner ein.

01.04.2019, Montag

Cienfuegos - Havanna

Nach dem Frühstück Fahrt (240 km) mit dem Sonderbus nach Havanna, wo Sie sich am Nachmittag in einem Tageszimmer eines Erstklassehotels erholen können. Am frühen Abend Transfer zum Flughafen Havanna. 20.00 Uhr Abflug mit Edelweiss/Swiss nach Zürich.

02.04.2019, Dienstag

Havanna - Zürich

11.30 Uhr Ankunft in Zürich und individuelle Heimreise.

Auskünfte und Reservation: ACS-Reisen AG, Forchstrasse 95, 8032 Zürich

Preise Preise Arrangement pro Person in CHF (mit Reise)

SEADREAM Kuba 21.03. - 02.04.2019 Doppelkabine

Economy Class

14'470

Business Class

16'970

Annullations- & Rückreise-Versicherung:

Doppelkabine Alleinnutzung 22'530 25'030

auf Anfrage

Es gelten die Allg. Vertrags- und Reisebedingungen der ACS-Reisen AG mit speziellen Annullationsbedingungen.

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HELENES GEDANKEN Sektion Zürich

ZURÜCK ZUM ALLTAG Über eines können wir uns im Moment nicht beklagen. Wir leiden nicht unter Man­ gel an sommerlicher Sonne. Auch ich ge­ niesse sie, allerdings geniesse ich ebenso mein kühles Haus, nachdem ich am Morgen alles zugemacht habe. Eines ist sicher, wegen dem Wetter musste man dieses Jahr nicht in den Süden reisen. Bei Bekannten von mir, die ihre Ferien in der Nähe von Nizza verbringen, war es nur etwa zwei Grad wärmer als in der Region Zürich, also etwa 37 statt 35. Nun sind die schönen Zeiten der leeren Strassen vorbei und die Ferien auch. Nicht nur die Politiker kehren an ihre Arbeit zurück, auch sonst geht die Wirtschaft wie­ der auf Normalbetrieb und die Staus sind wieder bereit für ihr normales Ausmass. Reduziert wurde der Normalbetrieb in der Stadt Zürich. Auf vier überkommunalen Strassenabschnitten wird versuchsweise in der Nacht zwischen 22 und 6 Uhr für drei Monate 30 statt 50 gefahren. Es scheint mir, dass die Stadt alles daran setzt, meine Erkenntnisse aus der letzten Ausgabe zu bestätigen. Es geht nur vordergründig um Lärmreduktion, es geht gewissen Kreisen darum, die Stadt abzuschotten und Nicht­ städter draussen zu halten. Selbst Städte, die Zürich als Vorbild hinstellt, wie die Fahrradstadt Kopenhagen, treiben keine solche Abschottungspolitik, dort herrscht ein vernünftiges Nebeneinander und keine ideologische Vertreibungspolitik. Einer der Wünsche für die Zukunft ist, dass die Ver­ kehrspolitik endlich situativ wird und nicht blockiert ist durch ideologische Dis­ kussionen. Wir hätten auch in den Berei­ chen Nachhaltigkeit und Umweltschutz wichtigere Themen, aber es ist einfach, den Verkehr zu nehmen, denn dann ist den Ideologen die Aufmerksamkeit sicher, an­ ders als bei Themen wie Heizung, Indus­ trie, Landwirtschaft oder Ernährung. Die Schweizer verursachen mit ihrer Ernäh­ rung 28 Prozent der Umweltverschmut­ zung gegenüber den «nur» 12 Prozent mit dem Verkehr. Für mich ist das Auto, wie schon oft bemerkt, immer noch Teil meines Lebens

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und es gibt tatsächlich noch Momente, in denen das Fahren auch Spass macht. Ich er­ innere mich an eine Fahrt nach Davos bei freier Strasse. Ich konnte zügig fahren, ohne zu schnell zu sein, und das Gefühl ge­ niessen, einfach vorwärts zu kommen. Das ist unterdessen eher selten. Denn vielfach wird heute ausserorts kaum 80 gefahren, was ja der erlaubten Geschwindigkeit ent­ sprechen würde. Ich frage mich, ob es an den viele Radarkontrollen liegt, dass «Vor­ dermänner» mit kaum 75 rollen, auch auf geraden, übersichtlichen Strecken. Ich kann mich erinnern, dass ich in der Fahrschule gelernt hatte, dass man bei 80 auf dem Tacho 85 haben sollte, denn dann hätte man wirklich 80, da Tachos grundsätzlich etwas mehr anzeigen, und ich habe gelernt, dass die Differenz je grösser wird, desto schneller man fährt. Das habe ich auch bei meinem Wohnmobil festgestellt. Dort hat der Tacho bei 100 fast zehn Kilometer «Rückstand», das heisst, wenn mein Tacho 100 anzeigt, fahre ich gut 90 km/h. Das habe ich festgestellt, wenn ich im Ausland mit dem Navi unterwegs bin. Ich weiss auch, diese Zahlen muss man mit einer ge­ wissen Reserve unterlegen, aber die ist hier bereits dabei. Beim PW ist die Differenz kleiner, aber auch hier bin ich bei 85 auf dem Tacho ausserorts immer auf der siche­ ren Seite und habe noch nie ein Foto bekom­ men. Was mich dann auch wundert: Wenn ich innerorts unterwegs bin, habe ich oft Fahrzeuge relativ dicht hinter mir, weil ich dort wirklich situationsangepasst unter­ wegs bin und bei unübersichtlichen Orts­ durchfahrten vielleicht auch mal nur 45 oder so auf dem Tacho habe. Wenn ich dann Ende Ort beschleunige, wird die Lücke plötzlich grösser bis zum nächsten Orts­ eingang. Dort schliesst der Hintere wieder auf. Was das heisst, kann sich jeder selber ausrechnen.

Genau darum stört es mich auch, wenn langsam gefahren wird. Denn dann besteht immer das Risiko von gefährlichen Über­ holmanövern, die wiederum andere ge­ fährden. Ich habe durchaus Verständnis für Leute, die in unbekannten Gegenden, in einer schönen Landschaft oder an einem Pass langsam unterwegs sind. Ich habe aber kein Verständnis dafür, dass man in einem solchen Fall keine Zeit hat, schnell auszu­ stellen und diejenigen vorbei zu lassen, die vorwärts kommen wollen. Der geneigte Leser weiss es, ich wiederhole es aber im­ mer wieder gerne. Mitdenken und gegensei­ tige Rücksichtnahme sorgen dafür, dass man auch heute noch Freude auf der Strasse haben kann. Dies auch, wenn ich den Ver­ dacht habe, dass genau das gewissen politi­ schen Ideologen sauer aufstösst. Das ist mir allerdings egal, denn ich kann den Nutzen meiner Verkehrsmittel mir und der Gesell­ schaft gegenüber verantworten. Mit alltagstauglichen, spassigen Grüssen Helene

Inserat

Es ist doch so, dass wir trotz allen Ge­ setzen am Schluss immer noch die alleinige Verantwortung für unser Tun tragen. Ich muss ehrlich sagen, eine Busse ausserorts oder auf der Autobahn beschäftigt mich weniger, als wenn ich mich mir gegenüber nicht verantwortungsvoll verhalten habe und einen Fehler machte, der ein Risiko für andere bedeutet.

NR. 05/2018

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Clubmagazin ACS Sektion Zürich  

Ausgabe 05/2018

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