Das Magazin des Automobil Club der Schweiz | Edition Deutschschweiz

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AUTO

Ausgabe 08/2020

Das Magazin des Automobil Club der Schweiz | Edition Deutschschweiz

Technik

Volvo Special

Classic

BLICK IN DIE ZUKUNFT DES ANTRIEBS

ELEKTRO-SUV SCHLÄGT NEUES KAPITEL AUF

JAHRELANG IM SCHATTEN DER IKONE

Die Anzahl der Hybrid- und Elektroautos auf Schweizer S­ trassen steigt stetig. Eine schnelle Verdrängung des thermischen ­ Antriebs wird es jedoch nicht geben

Mit dem XC40 Recharge Pure Electric P8 AWD lanciert Volvo sein erstes voll­elek­ trisches Modell mit 418 km Reichweite

Die preisgünstigeren Modellreihen 924, 944 und 968 sind coole ­Porsche-Retter


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EDITORIAL

EIN JAHR IM ZEICHEN VON ­KREATIVITÄT UND FLEXIBILITÄT 2020 wird in die Geschichte eingehen, auch beim ACS. Es war für uns alle ein herausforderndes Jahr. Gleichzeitig hat es uns aber auch viel Positives gebracht. Einerseits wurde deutlich, wie unverzichtbar der motorisierte Individualverkehr für die Versorgung unseres Landes ist. Andererseits hat das Automobil generell deutlich an Stellenwert gewonnen. Was den ACS anbelangt, stand 2020 ganz im Zeichen der Digitalisierung.

I

m Zusammenhang mit dem Jahr 2020 scheint mir ein Zitat von John F. Kennedy sehr passend: «Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere bedeutet Gelegenheit.» Bei Letzterem möchte ich einhaken, denn es trifft aus meiner Sicht ganz besonders zu. In Zeiten, wo Abstandwahren das Gebot der Stunde ist, hat das Auto an Stellenwert stark gewonnen. Die Nachfrage nach Occasionsfahrzeugen ist stark angestiegen, der Markt dafür mittlerweile ausgetrocknet. Auch hat sich gezeigt, wie wichtig der motorisierte Individualverkehr für die Versorgung unseres Landes ist. Dies sind gute Nachrichten, denn dadurch rückt die Bedeutung unseres Bedürfnisses nach individueller Mobilität in den Vordergrund, was für uns als Automobilclub sehr positiv ist. Kreativität und Flexibilität sind der Schlüssel, um mit neuen Gegebenheiten rasch und erfolgreich umzugehen. Das gilt natürlich nicht nur in Zeiten der Krise, aber da ganz besonders. Das Jahr 2020 bot unserem Club die Gelegenheit, diese beiden Eigenschaften laufend unter Beweis zu stellen. Das hat der ACS erfolgreich getan. Abläufe und mobile Infrastruktur wurden den neuen Anforderungen durch die COVID-19-Regeln innert Kürze so angepasst, so dass der Service für unsere Mitglieder sowohl durch unsere Sektionen als auch durch unser Team der Zentralverwaltung unter der Leitung von Fabien Produit jederzeit vollumfänglich gewährleistet werden konnte. Selbstverständlich gilt dies auch für unseren Pannendienst. Kurzum, es wurde viel bewegt, vor allem im Bereich der Digitalisierung. Der ACS hatte sich für das Jahr 2020 das Thema Digitalisierung so oder so auf die Fahne geschrieben und dieses Projekt bereits Ende des Vorjahres gestartet. Um auf die besonderen Umstände, die sich im März zu manifestieren begannen, rasch zu reagieren, wurde der Digitalisierungsprozess stark beschleunigt. Dadurch wurde sichergestellt, dass die ACS Mitglieder sämtliche Clubleistungen jederzeit in Anspruch nehmen können und auch der persönliche Kontakt zu ihnen weiterhin gepflegt werden kann. Ein Resultat aus diesem umfassenden Projekt ist der neue Internetauftritt unseres Clubs. Auf www.acs.ch gibt es viel Neues und Spannendes zu entdecken. Ein Besuch lohnt sich.

Auch im Bereich der Club- und Motorsportveranstaltungen waren 2020 Flexibilität und Kreativität gefragt. Viele der traditionellen Events konnten nicht im vorgesehenen Rahmen stattfinden oder mussten ganz abgesagt werden. Für einige Veranstaltungen wurden aber originelle Lösungen gefunden. Dies beispielsweise bei den Generalversammlungen unserer Sektionen, welche teilweise in ganz neuer Form stattfanden. Für den Motorrennsport, der Teil der DNA unseres Clubs ist, war die Herausforderung ungleich grösser. Viele Motorrennsportbegeisterte konnten ihrer Leidenschaft nur in beschränktem Masse frönen. Hier hat eine ACS Sektion neue Wege beschritten. Mit der neuen ACS Challenge machte sie die Formel-1 für jedermann hautnah erlebbar. Dieses virtuelle Formel-1-Rennen wird auf modernsten Simulatoren gefahren, die das reale Formel-1-Feeling in der v­ irtuellen Motorsportwelt spür- und erlebbar machen. Digitale Formel-1-Rennen für jedermann, eine kreative Idee, die im ­kommenden Jahr ihre Fortsetzung finden wird. Wie diese Beispiele zeigen, stand das Jahr 2020 im Zeichen von Kreativität und Flexibilität. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen besinnliche und kreative Weihnachtsfeiertage und wünsche Ihnen für 2021 gute Gesundheit und weiterhin gute Fahrt.

Ihr Thomas Hurter Zentralpräsident

Der ACS wünscht frohe Weihnachten & ein glückliches neues Jahr!

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INHALT

TECHNIK

KOLUMNE S.14

TOM LÜTHI ZIEHT BILANZ UND SCHAUT VORAUS ACS Botschafter Tom Lüthi hat eine schwierige Saison in der Moto2 hinter sich gebracht. Er analysiert in seiner Kolumne das Geschehene und macht bereits einen Ausblick auf das nächste WM-Abenteuer in einem neuen Team.

SPECIAL

BLICK IN DIE ZUKUNFT: TREND GEHT IN RICHTUNG ELEKTROMOBILITÄT Die Neuimmatrikulationen von Hybrid- und Elektrofahrzeugen haben in diesem Jahr stark zugenommen. Laut der Statistik von auto schweiz verfügt bereits jedes vierte in den ersten zehn Monaten 2020 neu eingelöste Fahrzeug über einen Hybrid-, Elektro-, Gas- oder Brennstoffzellen-Antrieb. Das ist mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr. Eine schnelle vollständige Umstellung vom thermischen zum elektrischen Antrieb unserer Autos wird es dennoch nicht geben. Nicht zuletzt aufgrund der Corona-Krise sind die Autohersteller gar nicht in der Lage, die Bedürfnisse des Markts bzw. die Nachfrage nach alternativen Antrieben vollumfänglich zu befriedigen. Ins Abseits gerät hingegen der Dieselmotor, obschon er inzwischen vorbildlich sauber geworden und für die Langstrecken weiterhin die sinnvollste Antriebsart ist.

NEUHEITEN

S.06

VOLVO PUNKTET AN VIELEN FRONTEN Die schwedische Marke hat eine beinahe 100-jährige Tradition. Sie gilt als bodenständig und sicherheitsbewusst. Volvo Cars gehörte zwischenzeitlich zu Ford, ist jetzt aber seit 2010 im Besitz der chinesischen Geely-Gruppe. Unter dem neuen Firmendach entwickelte sich die Marke zuletzt zu einem ernstzunehmenden Premiumanbieter. Mit dem City-SUV XC40 Recharge P8 AWD lancieren die Schweden ihr erstes vollelektrisches Modell.

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BMW IX

VW GOLF R

TOYOTA GR YARIS

FERRARI SF90 SPIDER

RENAULT TWINGO ELECTRIC

VW CADDY

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S.33


inhalt

! NUS O B s l a IH R n Sie

INTERVIEW

iere hlProfit ied von za n l g n ge t i u ACS M erg ünstig rn V n en rt e reich en P a r e s n b ei u .0 2

S.16

S

Impressum Verlag ACS AUTO © Automobil Club der Schweiz (ACS) Wasserwerkgasse 39 CH-3000 Bern 13 Tel. +41 31 328 31 11 www.acs.ch, info@acs.ch Chefredaktion/ Anzeigenverkauf Markus Rutishauser Romanshornerstrasse 62B CH-8280 Kreuzlingen Mobile +41 79 406 90 23 markus.rutishauser@acs.ch

DS AUTOMOBILES – HOHE AMBITIONEN IN DER PREMIUMKLASSE Die Premiummarke des PSA-Konzerns lanciert mit dem DS9 sein drittes Modell. Damit wollen die ambitio­ nierten Pariser in die Liga der E-Klasse, des Audi A6 und BMW 5er vorstossen. Wir unterhielten uns mit DS-Chefdesigner Thierry Metroz über die Designsprache der klassischen Limousine, eine mögliche Sub-­ Marke oder die neue Generation Auto.

CLASSIC

VERKEHRSSICHERHEIT

S.20

DIE VERSCHMÄHTEN PORSCHE-RETTER 924, 944 und 968 – sie standen jahrelang im Schatten der Porsche 911er-Ikone. Ohne die preisgünstigeren Modellreihen mit wassergekühltem 4-Zylinder-Frontmotor hätte die Zuffenhausener Sportwagenschmiede allerdings kaum überlebt.

MIT 17 JAHREN AUTOFAHREN Ab dem 1. Januar 2021 wird es Jugendlichen ­möglich sein, den Lernfahrausweis für das ­Autofahren bereits im Alter von 17 Jahren zu erhalten. Dazu gibt es einen Ratgeber für Begleitfahrer.

ELEKTROMOBILITÄT

REISEN

S.24

S.30

S.26

MYTHEN ENTZAUBERT Beim Thema Elektromobilität bekommen die beinharten Verfechter des Verbrennungsmotors meist weiche Knie. Viele Argumente werden bemüht, doch sieben populäre Elektro-Mythen lösen sich schnell in Luft auf.

Berichte Titelbild und Testbericht können einem Advertorial entsprechen, wobei die Redaktion jeglicher Verpflichtung freibleibend und ohne Fremdeinsprache die Beurteilung des Objektes vornimmt. Für unaufgefordert zugesandte Berichte, Manuskripte, Bilder/ Fotos und Dateien übernimmt die Redaktion keine Verantwortung bzw. Haftung. Erscheinungsweise 8 Ausgaben pro Jahr. Für die ACS Mitglieder in den Clubleistungen enthalten. Auflage 67 416 Exemplare (WEMF-beglaubigt 2020) Nachdruck nur unter Quellenangabe und mit Bewilligung des Verlages gestattet. Titelbild Werk

OFF ROAD DRIVE S.29 BELIEBTE ACS KURSE Als Folge der Covid19-Pandemie konnte der ACS in diesem Jahr nur drei Off Road Drive Fahrkurse durchführen. Viele Interessenten mussten vertröstet werden. Die Kursdaten 2021 stehen fest, Anmeldungen sind bereits möglich.

Produktion Bodan AG Druckerei und Verlag Zelgstrasse 1 CH-8280 Kreuzlingen Tel. +41 71 686 52 52 www.bodan-ag.ch, druck@bodan-ag.ch

MUSEUMSTOUR IM OSTEN Die Bodensee-Region hat viel zu bieten. Neben den unbestrittenen landschaftlichen Reizen und historischen Bauwerken gerade auch für Bewunderer alter Automobile, von Flugzeugen und exklusiven Sportwagen.

Verpackung Die Schutz­ umschlagfolie dieser Broschüre wird umweltschonend aus recycelter Alt­ folie in der Schweiz hergestellt.

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VOLVO SPECIAL

VOLVO XC40 RECHARGE PURE ELECTRIC P8 AWD

Der erste reine Elektro-Stadt-SUV von Volvo: Ausdrucksstarkes Design trifft auf kompakte Effizienz.

SAUBERES GEWISSEN

Eine Systemleistung von 408 PS (300 kW) und 660 Nm Drehmoment sowie bis zu 418 Kilometer WLTP-Reichweite – das sind die wichtigsten technischen Eckdaten des Volvo XC40 Recharge Pure Electric P8 AWD. Das erste vollelektrische Modell der Marke verfügt zudem über eine Anhängelast von 1,5 Tonnen und kann zu Preisen ab CHF 64 500.– bestellt werden.

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er Volvo XC40 Recharge Pure Electric P8 AWD verfügt an der Hinter- und Vorderachse über einen Elektromotor mit je 204 PS (150 kW) und somit über Allradantrieb. Den Parade­ sprint von 0 auf 100 km/h schafft der Kompakt-SUV in sportlichen 4,9 Sekunden. SICHERHEITSKÄFIG FÜR AKKUS Neigt sich der Ladezustand des 78-kWh-Akkus dem Ende entgegen, lässt sich die Batterie an einer DC-Schnell-Ladestation mit bis zu 150 kW innerhalb von

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Stauraum, wo sonst der Motor verbaut ist.

40 Minuten zu 80 Prozent aufladen. Der Stromverbrauch des Allradlers liegt bei 23,8 bis 25,1 kWh pro Kilometer. Um die markentypisch hohen Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, haben die Ingenieure die Frontstruktur komplett neu gestaltet und verstärkt, um das Fehlen des Verbrennungsmotors zu kompensieren. Die Batterie ist durch einen Sicherheitskäfig geschützt, der in die Mitte der Karosseriestruktur integriert wurde. Die Platzierung am Fahrzeugboden senkt ausserdem den Schwerpunkt und reduziert die Gefahr vor Überschlägen.


Volvo Special

Der XC40 Recharge P8 AWD fährt als erstes Modell der Marke mit einem Android-Betriebssystem von Google vor. Dies ermöglicht auf dem Neun-Zoll-Touchscreen unter anderem eine Sprachsteuerung, Navigation per Google Maps sowie Zugang zum Google-Play-Store. Über die Volvo-on-CallApp lässt sich das Fahrzeug zudem vorklimatisieren. Der «Convenient Entry und Start» ermöglicht einen sofortigen Fahrzeugstart, indem das Bremspedal betätigt und ein Gang eingelegt wird – das Drücken eines Knopfes ist nicht erforderlich. JEDE MENGE ASSISTENTEN Auch punkto Sicherheit bewegt sich der Volvo-Vollzeitstromer auf Weltklasseniveau. Beim Einparkieren ermöglichen vier HD-Kameras eine detaillierte 360-Grad-Ansicht der Umgebung aus der Vogelperspektive, so dass der Fahrer auch auf engstem Raum sicher ein- und ausparkieren kann. Während der Fahrt warnt

die intelligente Driver-Assist-Technologie von Volvo vor drohenden Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern inklusive Velofahrern und Fussgängern – und das auch bei Nacht. Beim Rückwärtsfahren mit ungenügender Sicht unterstützt der Querverkehrswarnungsassistent «Cross Traffic Alert» das Manövrieren. Bei drohendem Aufprall setzt der Notbremsassistent ein. Für eine stressfreie und sichere Fahrt sorgt zudem ein Spurwechselassistent der neuesten Generation. Nicht zu vergessen ist auch der hohe Insassenschutz, den Volvo schon immer auszeichnete. Text jri/mru / Bilder Werk

Das Interieur überzeugt durch seine Moderne, Schlichtheit und einer hervorragenden Haptik. Die Bildschirme bieten dazu scharfe Grafiken bis ins Detail.

GENT, CHARLESTON UND LUQIAO Volvo hat im Frühjahr seine Batterie-Montagehalle im belgischen Werk Gent eingeweiht. Dort läuft die Produktion des Volvo XC40 Recharge P8 AWD. Am Standort sind rund 6500 Mitarbeiter beschäftigt. Volvo hatte bereits Anfang des Jahres angekündigt, dass auch das US-Werk

nahe Charleston im Bundesstaat South Carolina eine eigene Batteriefertigung erhält. Ausserdem sollen batterieelektrische Fahrzeuge in einer von Volvo betriebenen Produktionsstätte im chinesischen Luqiao gebaut werden, wo Fahrzeuge auf Basis der kompakten Modular-Architektur (CMA) gemeinsam mit denen der Schwestermarken Pole­ star und Lynk & Co vom Band laufen. Text jri

Volvo V90 Recharge

NEUE MODELLSTRUKTUR Mit der Ausweitung des Angebots an Plugin- und Mild-Hybriden hat Volvo sein Modellprogramm neu geordnet: Alle Fahrzeuge mit Ladekabel tragen den Namenszusatz «Recharge» und heben sich damit von den konventionell angetriebenen Modellvarianten ab. Das gilt nicht nur für vollelektrische Modelle. Auch die Plug-in-Hybride erhalten die neue Modellbezeichnung. Die eigenständige Stellung der Recharge-Modelle wird zusätzlich unterstrichen von einer neuen Struktur bei den Ausstattungen. Bei den beiden Top-Linien steht «Inscription» für Eleganz und luxuriöse Anmutung, «R-Design» verkörpert Sportlichkeit und aktiven Fahrspass. Zusätzlich bietet Volvo in den Recharge-Modellen für beide Ausstattungslinien jeweils das Einstiegs-Level «Expression» an. Die Unterschiede zwischen den «Expression»Modellen und den jeweiligen Top-Varianten betreffen weniger das Aussendesign, sondern vor allem die Innenausstattung. Äussere Erkennungsmerkmale der Recharge-Modelle sind die Ladebuchse auf der linken Fahrzeugseite sowie das Recharge-­ Emblem am Fahrzeugheck. Neuzugang im Modellprogramm mit Ladekabel ist zum neuen Modelljahr auch der Volvo V90 Recharge T6 AWD. Der nach dem T8 AWD zweite Plug-in-Hybrid umfasst einen aufgeladenen Benzin-Direkteinspritzer mit 253 PS (186 kW), einen 87 PS (65 kW) starken Elektromotor und eine Acht-Gang-Automatik. Der Antrieb produziert eine Systemleistung von 340 PS (251 kW) und ein maximales Drehmoment von 590 Newtonmetern. Die im Mitteltunnel platzierte Lithiumionen-Batterie bietet eine Kapazität von 11,6 kWh und ermöglicht eine rein elektrische Reichweite von bis zu 52 Kilometern. Text Sm / Bilder Werk

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Volvo Special

VOLVO INVESTIERT IN ENTWICKLUNG VON ELEKTROMOTOREN

Volvo-Ingenieure entwickeln eigene Elektromotoren.

Volvo treibt die ­Eigenentwicklung von Elektromotoren für die nächste Generation von Fahrzeugen ­voran. Das Unternehmen hat in Shanghai (China) ein neues Labor für Elek­ tromotoren ­eröffnet.

elektronik ein wesentlicher Baustein von Elektroautos. Das Zusammenspiel dieser drei Komponenten ist in der Entwicklung von Premium-Elektrofahrzeugen ein entscheidender Faktor. AUF HÖHERES NIVEAU HEBEN Mit der hauseigenen Entwicklung von Elektromotoren versetzt Volvo seine Ingenieure in die Lage, die Motoren und

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amit erweitert Volvo sein globales Netzwerk von Einrichtungen, in denen Komponenten für Elektrofahrzeuge entwickelt und erprobt werden. Aktuell arbeitet Volvo bereits in Göteborg an Elektromotoren und betreibt in Schweden und China Labore für die Batterieentwicklung. Elektromotoren nehmen in der Fahrzeugentwicklung zunehmend die Rolle von Verbrennungsmotoren ein und sind zusammen mit Batterien und Leistungs-

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den gesamten elektrischen Antriebsstrang in neuen Volvo-Modellen weiter zu optimieren. Damit sind weitere Fortschritte im Hinblick auf Energieeffizienz und Gesamt-Performance möglich. «Wenn wir Elektromotoren selbst entwickeln, können wir sie noch besser abstimmen und auf ein höheres Niveau heben», sagt Henrik Green, Chief Technology Officer bei Volvo. «Durch die kontinuierliche Verbesserung von Energieeffizienz, Performance und Komfort erzeugen wir ein elektrisches Fahrerlebnis, das der Marke Volvo angemessen ist.» Elektromotoren sind für einige typische Features von E-Autos verantwortlich, darunter die direkte Beschleunigung aus dem Stand und das sogenannte Ein-Pedal-Fahren, bei dem das Fahrpedal sowohl zum Beschleunigen als auch zum Verzögern verwendet wird. Das neue Labor in Shanghai hat diesen Herbst seine Arbeit aufgenommen. Es konzentriert sich vornehmlich auf die Motorenentwicklung für vollelektrische und Hybrid-Fahrzeuge, die auf der kommenden Generation der skalierbaren Fahrzeugplattform SPA 2 basieren. BIS 2040 KLIMANEUTRAL Die Investitionen in die E-Motoren-Entwicklung sind ein weiterer Schritt zur Umsetzung der Klimaziele und der Elektrifizierungsstrategie von Volvo. Im Jahr 2025 soll bereits die Hälfte des gesamten Volvo-Absatzes auf vollelektrische Fahrzeuge entfallen, der Rest auf Hybride. Die Elektrifizierung ist Teil des umfassenden Klimaplans des Unternehmens. Darin werden die Senkung von CO2-Emissionen bei allen Produkten und in allen Geschäftsbereichen, in der Produktion und in der gesamten Lieferkette sowie ein zunehmendes Recycling und Wiederverwenden von Materialien angestrebt. Die CO2-Emisionen, die pro Fahrzeug über den gesamten Lebenszyklus entstehen, sollen bis 2025 um 40 Prozent gegenüber dem Stand von 2018 sinken. Bis 2040 will das Unternehmen vollkommen klimaneutral arbeiten. Text vc / Bilder zVg

Henrik Green, Chief Technology Officer Volvo.


Der vollelektrische Volvo XC40 Recharge fährt mit einer fortschrittlichen Sprachsteuerung für

Malin Ekholm, Leiterin des Volvo Cars Safety

das neue Infotainmentsystem auf Android-Basis vor.

Centre

KAMPF GEGEN ABLENKUNG

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Ablenkung am Steuer ist ein grosses Problem im Strassenverkehr. Volvo setzt im Kampf dagegen auf Assistenzsysteme.

martphones und Touchscreens im Auto sorgen regelmässig für Diskussionen um Unaufmerksamkeit und die durch Ablenkung resultierenden Gefahren. Die Sicherheitsexperten von Volvo empfehlen eine pragmatische Lösung: Da Ablenkung auch im Auto zum Leben gehört, sollte moderne Technik bestmöglich genutzt werden, um die Fahrer zu unterstützen. VERSCHIEDENE EINFLÜSSE Die Sicherheitsforschung des Unternehmens kommt genauso wie verhaltenswissenschaftliche Arbeiten zu dem Schluss, dass moderne Technik bei richtiger Anwendung Ablenkung aktiv verringern und somit die Verkehrssicherheit erhöhen kann. Die Systeme helfen Menschen, bessere und konzentriertere Fahrer zu sein. «Es ist einfach, Telefone und Bildschirme als Geissel des modernen Fahrens anzusehen, aber das Leben als Ganzes lenkt ab», erklärt Malin Ekholm, Leiterin des Volvo Cars Safety Centre. «Wir wissen, dass Menschen nicht absichtlich abgelenkt sind, aber es passiert. Sie kommen zu spät in die Kindertagesstätte und sind etwas gestresst oder setzen sich nach einem schlechten Arbeitstag ans Steuer. All dies beeinflusst Fahrer.» JEDER REAGIERT ANDERS Auf diese und weitere Umstände hat Malin Ekholm während eines von Volvo organisierten Webcasts zur automobilen Sicherheit hingewiesen. Im Studio Talk, der sich unter https://live.volvocars.com/

nochmals anschauen lässt, hat sie gemeinsam mit weiteren Sicherheitsexperten über Ablenkung und andere Aspekte der Verkehrssicherheit gesprochen. Wenn es um Ablenkung geht, werden zum Teil Fahrzeuge aus den 1940er Jahren als sicherer angesehen als heutige Modelle: Damals verfügten Autos weder über Touchscreens noch über eine Telefonverbindung oder ein Radio. Allerdings hat sich die Gesellschaft seitdem gewandelt. «Die Realität ist, dass Menschen sich mit Freunden, Familie, Arbeit und Unterhaltung beschäftigen wollen. Jeder reagiert anders auf Ablenkung», so Malin Ekholm. «Deshalb wollen wir unsere Kunden dort abholen, wo sie stehen, und nicht dort, wo wir sie haben wollen. Wir konzentrieren uns darauf, die Technologie auf die richtige Art und Weise zu nutzen, damit Autofahrer sicher unterwegs sind.» FAHRER UNTERSTÜTZEN Um die Gefahren der Ablenkung zu bekämpfen, setzt Volvo Cars auf moderne Technik und baut weiterhin die sichersten Autos. Aktive Sicherheitssysteme mit Notbremsfunktion und Lenkunterstützung helfen selbst dann, wenn der Fahrer nur für den Bruchteil einer Sekunde abgelenkt oder unkonzentriert ist. Der vollelektrische Volvo XC40 Recharge Pure Electric P8 AWD fährt mit einer fortschrittlichen Sprachsteuerung für das neue Infotainmentsystem auf Android-Basis vor. Per Sprachbefehl kann der Fahrer problemlos die Temperatur regeln, ein Ziel im Navigationssystem festlegen,

Lieblingsmusik und Podcasts anhören oder seiner Mutter telefonisch zum Geburtstag gratulieren. «Mit der Möglichkeit, die wichtigsten Funktionen per Sprache zu steuern, können die Hände am Lenkrad und der Blick auf der Strasse bleiben», ergänzt Ekholm. «Aktive Sicherheitssysteme wie Volvo City Safety, die Run-off Road Mitigation und die Oncoming Lane Mitigation mit integrierter Lenk­unterstützung bilden quasi ein zweites Paar Augen, das über den Fahrer wacht.» MEHRERE STUFEN Die Gefahr der Ablenkung lässt sich nach Ansicht von Volvo auch mit Innenraumkameras und anderen Sensoren angehen, die den Fahrer und dessen Verhalten beobachten. Durch solche Systeme kann das Auto eingreifen, wenn ein offensichtlich abgelenkter oder unter Rauschmitteleinfluss stehender Fahrer nicht auf Warnsignale reagiert und einen schweren, möglicherweise tödlichen Unfall riskiert. Die Eingriffe erfolgen dabei in mehreren Schritten: Zunächst werden die Fahrzeuggeschwindigkeit begrenzt und die Sicherheitssysteme aktiviert, dann wird der Volvo on Call Assistent um Hilfe gebeten. Falls der Fahrer weiterhin nicht reagiert, wird das Fahrzeug letztlich gestoppt und sicher geparkt. Die Innenraumkameras sollen mit der nächsten Volvo-Modellgeneration eingeführt werden, die auf der skalierbaren SPA2-Fahrzeugplattform basiert. Text mid/vc / Bilder Werk

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NEUHEITEN

TOYOTA GR YARIS

DAVID JAGT GOLIATH Dieser Kleine will nicht spielen, sondern vielmehr die Grossen jagen, und das zeigt er zuerst mit einem selbstbewussten Frontdesign. Drei-Zylinder-Motoren gehören nicht unbedingt zu den aufregenden Antriebseinheiten, doch wenn sich im konkreten Fall 1,6 Liter Hubraum drei Zylinder plus Turboaufladung teilen, entsteht ein durchaus beeindruckendes Aggregat. So treffen beim Allradler 261 PS (192 kW) und 360 Nm auf nur 1280 Kilogramm Leergewicht. Der GR Yaris sprintet in 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, erreicht eine Spitze von 230 km/h und kostet ab CHF 37 900.–. Text mid / Bild Werk

BMW IX

DIE ANTWORT AUF ALLE FRAGEN Überlegene Leistung: Das ist beim Auto noch immer der Weg in Führungspositionen. Doch diese Leistung manifestiert sich längst nicht mehr in PS, sondern in Intelligenz. Ein Beispiel dafür ist der BMW iX, der im Herbst 2021 auf den Markt kommt. Der vollelektrische Crossover-SUV mit wegweisenden auto­nomen Fahrfunktionen bietet eine satte Leistung von 500 PS (370 kW) und sprintet in unter fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Stromverbrauch sinkt im Vergleich zu ähnlich starken Elektroautos deutlich; vielleicht sogar unter die 20-kWh-Marke pro 100 km. Damit schafft der iX locker über 600 km Reichweite. Zum Preis will sich BMW erst äussern, wenn der Marktstart näherrückt. Text jm / Bild Werk

VW GOLF R

GRÜNES LICHT FÜR DEN LEIT-GOLF Er ist der unangefochtene Anführer des Golf-Rudels. 2002 als allradgetriebener R32 für gereifte GTI-Fans gestartet, gilt der Golf R heute als Begründer einer eigenen VW Performance-Einheit, die allen Wolfsburger Kompakt- und Mittelklässlern, aber auch den SUV ihren Stempel aufdrückt. Der Verkauf des neuen Golf R, der mit 320 PS (235 KW) und 420 Nm zum bislang stärksten SerienGolf wird und von 0 auf 100 km/h in 4,7 Sekunden beschleunigt, ist bereits erfolgt. Der Allradler mit serienmässigem Doppelkupplungsgetiebe steht ab CHF 57 500.– beim VW-Händler. Text fw/mru / Bild Werk

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FERRARI SF90 SPIDER

PFEILSCHNELLES HYBRID-CABRIO Er ist der erste serienmässige Plug-in-Hybrid des Cavallino Rampante, der Ferrari SF90 Spider. Er soll neue Massstäbe für den gesamten Sportwagensektor setzen. Das neue Cabrio mit Hardtop weist dieselbe Supersportwagen-Spezifikationen und Leistung auf wie der SF90 Stradale. Das Antriebssystem besteht also aus dem V8-Turbomotor, einem 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit E-Diff, der elektrischen RAC-e-Vorderachse mit zwei unabhängigen Elektromotoren, die auch für den vollelektrischen Antrieb sorgen, dem MGUK-Elektromotor, der sich im Heck zwischen Verbrennungsmotor und Getriebe befindet, der Hochspannungsbatterie und dem Steuerungssystem für die Elektromotoren. Die Systemleistung beträgt 1000 PS. In 2,5 Sekunden spurtet der Ferrari von 0 auf 100 km/h. Bei 340 km/h endet die Beschleunigungsorgie. Für rund CHF 520 000.– rollt das Ferrari-Cabrio ab dem 2. Quartal 2021 in die Garage seines Käufers. Text mid / Bild Werk


Neuheiten

SUISSE CARAVAN SALON

ABBRUCH SORGT FÜR ÄRGER

VW CADDY

DER ALLESKÖNNER Die fünfte Generation des Allrounders VW Caddy basiert auf der neuen Golf 8-Plattform. Dank des Modularen Querbaukastens (MQB) bietet er neu eine breite Palette an modernen Assistenzsystemen. Aussen lifestylig, innen topmodern, und je nach Ausstattungslinie sogar mit Digital-Cockpit und grossem Infotainment-Bildschirm. Ebenfalls erhältlich sind ein DSG und 4Motion. Neben der Kastenwagen-Version Cargo für den Gewerbler wird der Caddy dank grosszügigen Raumverhältnissen definitiv auch interessant für Familien, aktive Menschen, Taxi- sowie Shuttlefahrer. Für den Antrieb sorgt ein 2.0-Liter-Turbodiesel (75 bis 122 PS) und ein 1.5 TSI Benziner mit 115 PS (ab 2021). Später folgen der 1.5 TGI (Erdgas) mit 130 PS (ab 2022) und ein eHybrid (ab 2023). Die Cargo-Version mit kurzem Radstand, 75-PS-Dieselmotor, 6-Gang-Handschaltung und Front­antrieb kostet als Sondermodell «Entry» CHF 18 427.–, der Caddy Kombi «Entry» CHF 21 928.–. Für Campingfans gibt es obendrauf eine ab sofort bestellbare Camping-Version «California» (Startpreis: CHF 30 370.–). Text und Bild mru

RENAULT TWINGO ELECTRIC

ZOE BEKOMMT KLEINEN BRUDER

Wegen des vom Regierungsrat des Kantons Bern kurzfristig beschlossenen Durchführungsverbots von Messen im Zusammenhang mit der Covid19-Pandemie musste die BERNEXPO den bereits eröffneten Suisse Caravan Salon mit über 350 Ausstellern nach nur zwei Ausstellungstagen am 23. Oktober abbrechen. Die Veranstalter bemängeln primär die Kurzfristigkeit und die Tatsache, dass man die Türen trotz bewilligtem Veranstaltungskonzept und vorbildlichem Verhalten der Besucher hat schliessen müssen. Es entstünden damit nicht nur massive finanzielle Verluste für die BERNEXPO, den Verband, die Aussteller sowie die Lieferanten und Partner, sondern es werde mit dem Hau-RuckEntscheid auch das Vertrauen in den Veranstaltungsort Bern leiden, betonte die BERNEXPO in ihrer Medienmitteilung. Nichtsdestotrotz soll der Suisse Caravan Salon 2021 vom 28. Oktober bis zum 1. November 2021 wieder stattfinden. Text mru/pd / Bild zVg

GMC HUMMER EV

DER SANFTE RIESE Der legendäre Hummer kehrt als GMC Hummer EV zurück. Vor zehn Jahren hatte General Motors die Marke abgewickelt, weil sie nicht mehr in die Zeit passte. Diese Scharte will man nun mit einem vollelektrischen Antrieb auswetzen. Der martialisch gezeichnete GMC Hummer EV ist zum Marktstart ausschliesslich in Weiss lackiert. Je nach Version wird er von zwei oder drei Elektromotoren angetrieben, die Gesamtleistung liegt mit zwei Motoren bei 634 PS (466 kW) und klettert in den dreimotorigen Varianten auf 811 PS (597 kW) bis 1014 PS (746 kW). Aus dem Stand bechleunigt der Brocken in rund 3 Sekunden auf 100 km/h. Das alles hat seinen Preis. Die First Edition, die in einem Jahr ausgeliefert werden soll, kostet 112 595 US-Dollar, also rund CHF 102 000.– (exkl. MwSt). Text cen / Bild Werk

Renault ergänzt seine Elektroauto-Palette mit dem Twingo. Im Stadtverkehr soll der 3,61 Meter kurze Viertürer bis zu 270 Kilometer mit einer Batterieladung (21,4 kW) schaffen. In 4,2 Sekunden beschleunigt der Stromer von 0 auf 50 km/h. Auf der Autobahn backt der 82 PS/60 kW starke E-Twingo kleinere Baguettes. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 135 km/h limitiert. Der E-Twingo ermöglicht das dreiphasige Laden, womit der Akku bei 22 kW nach einer Stunde bereits wieder zu 80% geladen ist. Renault Suisse offeriert den Elektroflitzer schon ab CHF 18 900.–. Je nach Wohnort bzw. Kanton erhält der Käufer einen zusätzlichen Umweltbonus von bis zu CHF 3500.–. Text mru / Bild Werk

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CARAVAN

AUF IN DIE SLOWAKEI! Der zweite Ausflug führt die Teilnehmer in die königliche Freistadt Kremnica.

Die nächste Europa-­Rallye findet, so Covid-19 sie nicht daran hindert, vom 20. bis 24. Mai 2021 in Prievidza/Slowakei statt.

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rievidza ist die elftgrösste Stadt der Slowakei und ist das Zentrum der Region Horna Nitra (Ober-Neutra). Sie liegt rund 200 Kilometer nordöstlich von Bratislava. Eines der schönsten Denkmäler von Prievidza ist das Barockgebäude der heutigen Piaristenkirche der Heiligen Dreifaltigkeit. Die Kirche gehört zu den reinsten Barockgebäuden in Europa und wird auch die «Perle von Ober-Neutra» genannt. Die moderne Geschichte von Prievidza ist untrennbar mit dem Bergbau verbunden. Aktuell steht die Region vor

der Herausforderung der Umwandlung für ein Leben nach der Kohle. Eine ausgezeichnete Möglichkeit, wie der Bergbau in dieser Region funktioniert hat, kann im Bergbau-Freilichtmuseum besichtigt werden. Während der Rallye werden drei Ausflüge organisiert, bei denen es sich lohnt daran teilzunehmen. Ausflug Nummer 1

BANSKA BYSTRICA Die ursprünglich slowakische SiedDie gotische Kirche von Banská Bystrica. lung Bystrica erlangte durch mehrere Familien sächsischer Kolonisten, die auf dem Gebiet der heutigen Stadt auf natür- schuf in Banska Bystrica den grössten und liche Weise eine wirtschaftliche, verwal- modernsten frühkapitalistischen Betrieb tungstechnische und gewerbliche Basis seiner Art im europäischen Bergbau und der Berg­bauproduktion für diese Gegend der Metallurgie. Die Teilnehmer besuchen schufen, so an Bedeutung, dass sie von das historische Zentrum, die gotische KirKönig Belo IV im Jahr 1255 zur Stadt er- che mit einem Holzaltar von Meister Paul hoben wurde. Die Fugger-Thurzo-Ge- aus Levoca, das Denkmal und die typische sellschaft, der ungarische Kupferhandel, Berg­baugemeinde Špania dolina. Ausflug Nummer 2

Schloss Svaty Anton bei Banská Štiavnica.

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KREMNICA Die Entstehung der königlichen Freistadt Kremnica verbindet sich mit dem 17. November 1328, als der ungarische König Karl I. Robert von Anjou dem Ort Cremychbana die Urkunde mit den Rechten und Pflichten an Unternehmungen der Bergbaugesellschaften verlieh, zur Gründung der königlichen Münzprägeanstalt in unmittelbarer Nähe der Bergwerke und Hütten um die Goldvorkommen. Die Münzprägeanstalt begann, neue wertvolle Umlaufmittel zu prägen, wie Silbergroschen und Dinare, aber auch goldene Dukaten. Die Teilnehmer besuchen das


ACS

Interessierte, die an der Rallye teilnehmen wollen, können das Anmeldeformular und weitere Informationen anfordern unter: H.P. Hiltbrand Vizepräsident Europa-Rallye Comité E-Mail: campingmedia@gmx.ch

historische Stadtzentrum, das Burgareal, die Münzprägeanstalt, die Kirche Sankt Johannes der Täufer in der geografischen Mitte Europas und zum Schluss auch die Kremnitzer Bäder in Turcianske Teplice. Ausflug Nummer 3

BANSKA STIAVNICA Die Umgebung von Banska Stiavnica war im Mittelalter reich an Silbervorkommen. Aufgrund der mangelnden Erfahrungen der ursprünglichen Bevölkerung mit dem tiefen Bergbau luden die ungarischen Herrscher Bergleute und Metallurgen aus den deutschen Gegenden Sachsens und Tirol hierher ein. Um sie zu motivieren, wurden ihnen zahlreiche Privilegien erteilt, unter anderem Boden, das Abbaurecht, das Recht zum Hausbau und das Schankrecht. Banska Stiavnica zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Rallye-Teilnehmer schauen sich das historische Stadtzentrum an, das Wahrzeichen der Stadt, den Kalvarienberg mit der Kirche, die über die Stadt ragt, und besuchen das Schloss in Svaty Anton, das 1750 fertiggestellt wurde und dessen Geschichte eng mit den Adelsgeschlechtern Kohary und Coburg verbunden ist. Dies sind die Informationen, die die Veranstalter der Europa-Rallye bisher mitgeteilt haben. Interessenten können das Anmeldeformular und weitere Informationen zur 59. Europa-Rallye gerne anfordern. Siehe gelbe Box oben. Text Hanspeter Hiltbrand / Bilder Miroslav Stany

VORANZEIGE Die 90. F.I.C.C. Rallye findet vom 18. bis 27. Juni 2021 in A GuardaPontevedra, Spanien, statt. A Guarda liegt unweit der portugiesischen Grenze am Atlantik. Weiterergehende Infos in der nächsten Ausgabe.

TOLLES FINALE DER ACS CHALLENGE Dominic Weber (Bild) heisst der Sieger der ACS Challenge 2020. Der 30-jährige Russikoner setzte sich gegen 90 Widersacher durch und stemmte nach dem Finalevent vom 28. November in der Racing Lounge Kemptthal bei Winterthur den Pokal und den 2000-Franken-Siegercheck in die Höhe. Weber gewann das packende Formel 1 Sim Race dank seinem konstanten, nahezu fehlerlosen Fahrstil vor Dario Apa und Fabian Eggenberger. Begeistert von der Atmosphäre, dem fairen Sportgeist unter den Teilnehmern sowie den hochklassigen Rennen im Simulator zeigte sich auch OK-Präsident Lorenz Knecht vom ACS Sektion Zürich: «Es hat richtig Spass gemacht und gezeigt, dass ein wachsendes Bedürfnis an solchen Events besteht.» Deshalb: Fortsetzung folgt! Text Markus Rutishauser / Bilder Stephan Knecht

GARAGEN-SEXTETT GEWINNT HAUPTPREIS Der Hauptpreis des ACS Garagenwettbewerbs geht nach Müswangen im Luzerner Seetal. An sechs Männer, die in einer Garage ihrem gemeinsamen Hobby auf ganz unterschiedliche Weise nachgehen. Da sind Raphi und Pascal, die gerne an Autos herumschrauben, dann Alain, der sich für Mofas und Töffli-Rallyes begeistert. Die Passion von Hobby-Rennfahrer Yves wiederum sind schnelle Zweiräder. Fäbu macht sich an einer 7,5er Sauge zu schaffen und träumt von einem eigenen Grid-Girl, während Erwin für die Abteilung «Spassmobil» zuständig ist und Rennkarts baut. Und schliesslich ist da auch noch Charly, der das Fräsezentrum bedient und seine Kollegen mit neuen Teilen ­versorgt. Den Sieger-Gutschein im Wert von CHF 1000.– will das Sextett in eine hydrau­ lische Presse investieren. Das Gewinner-Video sehen Sie online auf www.facebook.com/acs.schweiz. Text Markus Rutishauser / Bild zVg

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TECHNIK BLICK IN DIE ZUKUNFT: DER TREND GEHT IN RICHTUNG ELEKTRIFIZIERUNG

ÜBER DIE HYBRIDBRÜCKE

Unter den Neuimmatrikulationen sind immer mehr Hybrid- und ­Elektroautos. Eine schnelle vollständige Umstellung vom thermischen zum elektrischen Antrieb unserer Autos gibt es jedoch nicht.

Porsche Taycan: Die Elektromobilität hat auch das Sportwagen-Segment im Sturm erobert.

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ie Autohersteller leiden. Um die neuen CO2-Zielwerte zu erfüllen und damit happige Strafzahlungen zu vermeiden, müssen sie die kostspielige Erneuerung der Antriebsstränge schnell in den Griff bekommen. Und ausserdem ist da als unvorhergesehene Hürde noch die Corona-Krise dazugekommen. Der schweizerische Neuwagenmarkt zeigt ein für die aktuelle Situation in Europa typisches Bild: In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres sind laut Importeurevereinigung Auto Schweiz 184 531 neue

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Personenwagen auf die Strasse gekommen; das sind 26,9 Prozent oder 67 882 weniger als im gleichen Vorjahresabschnitt. DIESELMOTOR IM OFFSIDE Da ein schneller Wechsel zur reinen Batterie-Elektromobilität nicht möglich und auch nicht sinnvoll ist, bieten die Hersteller derzeit eine breite Palette von Antriebskonzepten an. Zwischen Diesel und Batterieauto entsteht ein grosses Feld von Hybridsystemen, und parallel dazu nimmt die Entwicklung der Wasserstofftechnik Schwung auf.

Für die Kundschaft ist die Wahl des Autoantriebs so schwierig wie nie zuvor. Es gilt genau abzuklären, welche Aufgaben das neue Fahrzeug erfüllen muss. Hat beispielsweise der Elektroantrieb im Kurzstrecken-Pendlerverkehr grosse Vorteile, ist für die Ferienfahrt im grossen Auto der Dieselmotor noch immer die bessere Wahl. Leider ist der Selbstzünder aber nach den bekannten Abgasmogeleien der vergangenen Jahre innerhalb kurzer Zeit zum Prügelknaben geworden. Dass er heute dank optimierter Einspritzsysteme, neuer Partikelfilter und ausgeklügelter Harnstoffeinspritzung vor-


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bildlich sauber geworden ist, wird oft gar nicht mehr wahrgenommen bzw. gebührend anerkannt. So betrug der Rückgang des Diesels gegenüber dem Vorjahr in unserem Land Ende Oktober 36,6 Prozent. Dagegen stiegen die Anteile der Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeuge kräftig an. Auch die rein elektrisch angetriebenen Modelle gewinnen mehr und mehr die Gunst der Käuferschaft: Mit 6,7 Prozent der Neuimmatrikulationen werden sie mittlerweile auf der Strasse auch wahrgenommen. Erdgasautos dagegen scheinen den Anschluss nicht zu schaffen. Nur knapp drei Prozent der Neuwagen fahren mit CNG. STECKERHYBRIDE AN DIE DOSE Auch wenn auf lange Sicht die Elektromaschine den Verbrennungsmotor ablösen wird, gibt es bis auf Weiteres noch eine Vielzahl von Zwischenlösungen. Schon bald dürften alle Verbrenner mit Hybridmodulen kombiniert sein. In der Verbindung von neuen, sogenannten dedizierten Verbrennungsmotoren – in der Regel kleinvolumigen Benzinern – mit Elektromotoren entstehen extrem effiziente Hybridsysteme, weil der Elektromotor die Schwächen des Verbrenners kompensieren kann. Besonders beliebt bei Autoherstellern und Kunden sind derzeit Plug-in-Hybride (PHEV). Schlagendes Argument für dieses Antriebskonzept ist die Tatsache, dass es elektrisches Fahren bis rund 100 Kilometer ermöglicht und dank Verbrennungsmotor auch keine Reichweiteprobleme kennt. Der doppelte Antrieb ist jedoch nur sinnvoll, wenn das Auto auch wirklich regelmässig elektrisch fährt. Nur dann ist auch die wohlwollende gesetzliche Behandlung bezüglich CO2-Emissionen gerechtfertigt. In vielen Fällen stellt der Plug-in-Hybrid-

Seit rund einem Monat ist der Wasserstoff-Truck von Hyundai XCIENT Fuel Cell in der Schweiz unter anderem für die Firma F. Murpf AG in Hägendorf unterwegs.

Nicht wenige Hersteller (hier Skoda mit seinem Flaggschiff Superb) setzen auch weiterhin auf die massiv sauberer gewordenen Dieselantriebe.

antrieb heute schlicht eine Tuning-Massnahme dar, die nicht mit einem Mehrverbrauch an Benzin verbunden ist. ELEKTROANTRIEB HEUTE Auf dem Gebiet des Elektroantriebs ist in den vergangenen Jahren extrem viel Entwicklungsarbeit geleistet worden. Entsprechend gross sind die Fortschritte. Allerdings bleibt auch noch viel Weiterentwicklungsbedarf, denn die Hauptkomponente Stromspeicher muss hinsichtlich Leistungsdichte und Kosten noch wesentlich besser werden. Das übermässige Gewicht und der hohe Preis der Batteriepakete belasten nicht nur die Achsen

VW bietet den Golf gleich mit verschiedenen Hybridversionen an.

der Fahrzeuge, sondern auch die Budgets der Hersteller. Aus diesem Grund hat sich der Elektroantrieb zuerst in den oberen Preissegmenten etabliert. Mittlerweile sind jedoch auch in den mittleren und sogar unteren Preisklassen Elektromodelle verfügbar. Problematisch bleiben Elektroautos für viele Autonutzer aufgrund fehlender Ladegelegenheiten. Da müssten sich Kommunen sowie Betreiber von Mietliegenschaften und Parkhäusern baldmöglichst Lösungen einfallen lassen für die vielen Mieter und die «Laternenparkierer». Der Elektromotor ist dank dem einfachen Aufbau und der autofreundlichen Drehmomentcharakteristik unumstritten. Dagegen wartet man bei den Stromspeichern sehnlichst auf bessere Produkte. Mit der Serienreife der deutlich leistungsdichteren Festkörperbatterien ist aber erst in einigen Jahren zu rechnen. Parallel läuft auch die Entwicklung der Wasserstoff-betriebenen Brennstoffzelle. Diese könnte – wie heute schon in den Modellen Hyundai Nexo und Toyota Mirai – in Zukunft auch weitere Elektroautos beflügeln. Da die Wasserstoff-Technologie derzeit im LKW-Sektor stark gefördert wird, kann vermutet werden, dass sie sich auch im PW verbreiten könnte. Text Stephan Hauri / Bilder zVg

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INTERVIEW

DS AUTOMOBILES

NEUE GENERATION uns für ausgewogene, gute Proportionen mit einer langen Motorhaube und einem fliessenden Heck entschieden. Das Auto ist sehr elegant und steht satt auf der Strasse – ein Schlüsselfaktor. Aber es gibt auch innovative Aspekte, beispielsweise die mittige Linie auf der Motorhaube oder die zwei Leuchten auf den hinteren Kotflügeln. Haben Sie über Varianten mit längerem Radstand oder Kombiheck nachgedacht?

Wir werden auf der ganzen Welt nur einen Radstand anbieten, und es wird keine Kombiversion geben. Die Silhouette einer klassischen Limousine ist unseren Kunden auf der ganzen Welt wichtig, und es steht einer jungen Marke wie DS gut an, ein solches Flaggschiff zu besitzen. Haben Sie beim DS9 an eine Markteinführung in den USA gedacht?

DS-Chefdesigner Thierry Metroz.

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enn sich eine französische Marke im Nobelsegment profiliert, muss dabei keine Kopie der deutschen Premium-Marken herauskommen: Das hat DS, eine Ausgliederung aus dem Citroën-Portfolio, in den vergangenen Jahren definitiv unter Beweis gestellt. Benannt nach dem von 1955 bis 1975 gebauten Citroën DS, den der Philosoph Roland Barthes einst als «Boten der Übernatur» bezeichnete, unterwirft sich DS keineswegs einem gefälligen Retro-Design, sondern begreift sich als avantgardistisches Projekt. Aktuell besteht das Modellprogramm aus den Modellen DS3 Crossback und DS7 Crossback, demnächst wird die Stufenheck-Limousine DS9 das Programm nach oben erweitern. Mit seinem anspruchsvollen Interieur und eigenwilligen Details, wie den an den klassischen DS erinnernden Rückleuchten, setzt sich dieses Pre­mium-Modell spürbar von der Konkur­ renz ab. Die spannende Konzeptstudie Aero Sport Lounge gibt einen Ausblick in die Zukunft der Premium-Fahrzeuge – doch DS könnte auch in das Segment der Stadtautos einsteigen. Unser Autor hat mit Chefdesigner Thierry Metroz über seine Strategie gesprochen.

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Herr Metroz, lassen Sie uns über den DS9 sprechen. Warum haben Sie sich für den relativ konservativen Ansatz einer viertürigen Stufenheck-­ Limousine entschieden?

Der DS9 zeigt eine klassische Silhouette, weil Kunden in diesem Segment, ganz besonders in Europa, eher konservativ sind. Diese Kunden wünschen sich ein schönes, ausbalanciertes Auto mit hoher Qualität, viel Platzangebot und wertvollen Materialien; sie wünschen sich keine übertrieben originelle Karosserie. Deshalb haben wir

Konzeptstudie Aero Sport Lounge.

Nein, das Auto entspricht nicht den US-Regularien. Vielleicht in der nächsten Generation. Lassen Sie uns über das Konzeptfahrzeug Aero Sport Lounge sprechen: Was möchten Sie damit erreichen?

Es handelt sich nicht um einen SUV, sondern eine neue Generation Auto. Wir haben damit eine Alternative zum SUV entwickelt, die sich deutlich stärker auf Effizienz fokussiert. Dieses Auto zeigt eine neue Formensprache und die Silhouette eines Shooting Breaks mit langem Dach,


Interview

DS9 E-TENSE

LUXERIÖSER CHARME Unvergessen: Citroën DS – die Göttin (1955 bis 1975).

weil es sich dabei unter aerodynamischen Gesichtspunkten um die günstigste Dachform überhaupt handelt. Werden es die «Winglets» auf der Fronthaube in die Serie schaffen?

Sie sind ein Teil unserer zukünftigen Identität der Frontpartie, und wir würden diesen Schritt nach vorn gerne im Jahr 2024/25 in der Serie sehen. Die Hauptfunktion dieser DS-Wings, die sich von den Scheinwerfern bis zur Haubenmitte erstrecken, ist es, als starkes Identifikationsmerkmal zu dienen. Ihre sekundäre Funktion sind ihre aerodynamischen Vorzüge. Werden die Rückleuchten des DS9 ebenfalls zum durchgehenden ­Designelement?

Sie liefern zwar eine Verbindung zum ursprünglichen DS, aber im Moment bleiben sie unserem Flaggschiff vorbehalten. Würden Sie eine sportliche ­Sub-Marke erwägen, etwa wie AMG?

Nein. Wir werden bei DS hohe Fahrleistungen mit einem sehr hohen Niveau an Luxus und Komfort verbinden. Wir werden weiterhin unsere Performance Line anbieten, aber Sie werden keine Heckflügel, Kohlefaser-Anbauteile oder ähnliches sehen. Wie sehen Sie auf der anderen Seite des Spektrums das Thema der urbanen Mobilität und eventuell auch neuer Fahrzeugtypen?

Nach dem DS7 und DS3 Crossback lanciert die Pariser Premiummarke mit dem DS9 ihr drittes Modell. Eine stattliche Limousine als direkter ­Gegner für die E-Klasse, Audi A6 und BMW 5er.

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ie 2015 gegründete Nobelmarke DS Automobiles gehört zusammen mit Peugeot, Citroën, Opel und Vauxhall zur Groupe PSA. Konzernchef Carlos Tavares zeigte sich gegenüber dem ACS AUTO überzeugt, dass sich DS eine gute Position im Premiummarkt verschaffen wird, ist sich aber auch bewusst, dass dies einige Zeit benötigt: «Ich rechne mit mindestens 20 Jahren, damit wir dort sind, wo wir mit der Marke hinwollen!» Premiumstandard sollen nicht nur die Produkte, sondern das ganze DS-Umfeld auszeichnen. So lancieren die Franzosen im ersten Quartal 2021 einen DS-Club mit exklusiven Dienstleistungen und ein «My DS»-App. In der Schweiz gibt es 24 DS-Partner und zehn DS-Showrooms. Das neue Flaggschiff von DS ist eine klassische Limousine, die durchaus als Staatskarosse für Frankreichs Präsident Emmanuel Macron tauglich scheint. Der 42-Jährige liess sich bereits 2017 in einem DS7 Crossback chauffieren. Der DS9 ist 4,93 m lang, 1,86 m breit und 1,46 m hoch. Der Radstand beträgt stattliche 2,90 m. Dabei trifft ein avantgardistisches Design laut DS-Protagonisten auf Raffinesse, Liebe zum Detail, fortschrittliche Technologie und herausragenden Fahrkomfort. Zum Start ist das neue DS-Spitzenmodell ausschliesslich mit Plug-in-Hybridantrieben erhältlich. Die Basisversion bietet

Edle Materialien und modernste Technik ­prägen das Innenleben.

225 PS Systemleistung und Frontantrieb. Die 11,9 kWh grosse Batterie erlaubt eine rein elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometer im WLTP-Messzyklus. Die Höchstgeschwindigkeit im EV-Modus beträgt 135 km/h. Etwas später folgen noch zwei stärkerer Hybridantriebe: einen weiteren Fronttriebler mit 250 PS und einem grösseren Akku sowie als Topmotorisierung eine Version mit Allradantrieb und 360 PS Systemleistung. Eine Dieselversion gibt es nicht. Das Bestellfenster soll in diesen Tagen öffnen. Die ersten Autos werden im Mai/ Juni 2021 in die Schweiz rollen. Preise waren bei Redaktionsschluss zwar noch keine fixiert, doch scheint eine Bandbreite ab CHF 55 000.– bis 75 000.– realistisch. Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

Bei DS denken wir offen in alle Richtungen. Was urbane Fahrzeuge betrifft, so bewerten wir gerade, ob so etwas für uns Sinn ergibt. Der PSA-Konzern braucht nicht gleichzeitig mit allen Marken in allen Segmenten unterwegs sein, aber es könnte durchaus einen Markt für etwas Kleines und Luxuriöses geben. Die Welt ändert sich, das Leben in den Städten ändert sich. Wir interessieren uns für alles. Interview Jens Meiners / Bilder Werk

Das neue Flaggschiff DS9 – eine Premium-Limousine im Staatskarossenformat.

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RÜCKSPIEGEL

MIT STOLZ GEZEIGT Früher war man stolz darauf, Mitglied des ACS zu sein. Bis in die 60er-Jahre brauchte es gar einen Götti, um in den auserwählten Kreis der Mitglieder aufgenommen zu werden. Mit der zunehmenden Volksmotorisierung und dem steilen Mitgliederwachstum entfiel diese Zensur. Jedermann, der sich ein Auto leisten konnte, war im ACS willkommen. Die Mitgliedschaft wurde durch das Anbringen des Clublogos am Fahrzeug dokumentiert.

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ie guten Dienste des ACS sind es wert, sich als Mitglied dieses Clubs zu bekennen. Gestern und heute. Zeigen Sie die Zugehörigkeit zum ACS – gerne mit dem zum Fahrzeug passenden Schild oder Kleber. Im Laufe der letzten 130 Jahre haben sich die Formen der Fahrzeuge verändert. Auch das ACS Clubabzeichen hat sich anpassen müssen. Die ersten Schilder bis 1918 waren persönliche Namensschilder, welche an der Spritzwand oder am Armaturenbrett der damals allesamt offenen Wagen angebracht waren. In den 1920er und 1930er-Jahren bekamen die Autos eckige Karosserien mit angesetzten Kotflügeln, freistehenden Scheinwerfern und grossen Kühlermasken. Das ACS Emblem

Halter-Plakette von 1930

Der Autor Bernhard Taeschler ist ACS Ehren­mitglied und passionierter Sammler von ACS ­A rtikeln. Für den Erhalt von mobilem Kulturgut setzt er sich als Präsident des Dachverbandes der «Swiss Historic Vehicle Federation» ein. www.shvf.ch

wurde also auf den Kühlerdeckel montiert und war manchmal sogar mit einer Temperaturanzeige für das Kühlwasser kombiniert. Das beidseitig gleich aussehende «Wagenabzeichen» änderte über die Jahre nur geringfügig. Das «C» im verschlungenen ACS Logo war ursprünglich schwarz und wurde irgendwann gelb. Nach dem zweiten Weltkrieg kam das heute noch berühmte mehrfarbige ACS Kühlerabzeichen. Dieses wurde in unzähligen Varianten von verschiedenen Schweizer Firmen (Huguenin Le Locle, Paul Kramer Neuchâtel, CPM) gefertigt, war aber immer in den Farben mit weissem A, gelbem C und rotem S vor blauem Hintergrund emailliert. Nur ein Experte kann das Alter und die Herkunft dieser schön gearbeiteten Schilder anhand der feinen Farbnuancen bestimmen. Ab Januar 1959 gab sich der ACS ein neues CI (Corporate Identity). Die Plaketten behielten die gleiche Grösse, die bombierte Form im Zahnradkranz wurde aber in den Farben gold-schwarz gefertigt. Zudem gab es einen passenden, goldenen Ring. Weil das Anbringen der Kühlerabzeichen immer schwieriger wurde, ging man später dazu über, die Plaketten durch Kleber zu ersetzen, welche am Heck der Fahrzeuge angebracht werden konnten. Diese klebbaren Plaketten waren ursprünglich

Das farbige Kühlerschild und das gold-schwarze Schild ab 1959.

noch dick und erinnerten an die metallenen Abzeichen. Heute sind es nur noch dünne Folien. Eine weitere, leichte Änderung erfuhr das Logo zum 100-Jahre-Jubiläum des ACS im Jahr 1998. Das bisher spitze A wurde oben leicht abgerundet und die entsprechenden Kleber wurden kleiner und in den Farben silber-schwarz an die Mitglieder abgegeben.

Das neueste ACS Logo seit 1998

Besitzer von Veteranenfahrzeugen schmücken diese gerne noch mit den alten, ursprünglichen Kühlerabzeichen, die man auf Teilemärkten oder im Internet findet. Bitte achten Sie darauf, dass das angebrachte Schild zum Jahrgang des Fahrzeugs passt. Uralte Wagenabzeichen an Youngtimern sind ein Stilbruch! Text und Bilder Bernhard Taeschler

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EINE ERFOLGSSTORY Der quattro-Antrieb von Audi feiert sein 40-Jahr-Jubiläum. Seit der Ur-quattro 1980 auf dem Automobilsalon in Genf debütierte, hat sich das Prinzip der vier angetriebenen Räder zu einer der wichtigsten Säulen der Marke aus Ingolstadt entwickelt.

A

nlässlich des Jubiläums veranstaltete Audi-Importeur AMAG ein Stelldichein von mehr als 20 quattro-Fahrzeugen aus der ganzen Schweiz. Mit dabei waren Ur-quattros, quattro 20V Modelle, Gruppe 4 Rallye-Fahrzeuge, ein Treser quattro Cabriolet (davon wurden nur 30 Stück gebaut) sowie zwei exklusive Sport quattro, von dem ebenfalls nur 220 Exemplare produziert wurden. Während die Ur-quattros heute zu Preisen ab CHF 75 000.– gehandelt werden, ist ein gut erhaltener Sport quattro (430 PS) mindestens eine halbe Million Franken wert. RALLYESZENE DOMINIERT Die Jubiläumsausfahrt führte von Schattdorf UR aus um den Vierwaldstättersee. Der geplanten Pässefahrt machte der frühe Wintereinbruch einen Strich

Audi-Legenden Harald Demuth (links) und Marco Werner.

durch die Rechnung. Mit dabei war auch quattro-Legende Harald Demuth, der 1986 im Audi 100 quattro eine Skisprungschanze hinauffuhr und damit für den vielleicht spektakulärsten Auto-TV-Spot überhaupt verantwortlich war. Demut erinnert sich: «Trotz Tests auf der Skipiste hatten wir einige Sicherheitsmassnahmen getroffen, darunter ein Auffangnetz unter dem Schanzentisch. Nur wusste eben keiner, ob dieses dann im Notfall auch wirklich standgehalten hätte …» Ab 1982 dominierte die Marke mit den vier Ringen die internationale Rallyeszene fast nach Belieben. Bis heute hat Audi rund 10,5 Millionen Autos mit quattro-Antrieb produziert. REUMÜTIGE RÜCKBLENDE Für mich war dieses Event und die Chance, wieder am Steuer eines Audi quattro zu sitzen, eine Rückblende der ganz besonderen Art. Eine Mischung aus Glückseligkeit und tiefer Reue. Vor rund drei Jahrzehnten war ich nämlich selbst einmal stolzer Besitzer eines Audi quattro, der damals mit seinen 200 PS quasi ein Überflieger auf vier Rädern darstellte. Um meine geplante Weltreise finanzieren zu können, musste ich das Fahrzeug aber schweren Herzens wieder verkaufen.

Schnell fühlte ich mich wieder wohl und eins mit diesem immer noch ganz besonderen Coupé. Neben mir als Beifahrer sass Marco Werner, der dreifache Sieger des prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennens von Le Mans auf Audi, den ich bei seinem dritten Sieg im Jahr 2007 begleiten durfte. Der Dortmunder lebt seit 2004 in Ermatingen am Bodensee. Gut, ganz ans Limit gingen wir natürlich nicht mit dem Oldtimer bzw. Veteranenfahrzeug. Was der Ur-quattro im leicht verschärften Galopp aber zeigte, war trotzdem immer noch beeindruckend. Der 5-Zylinder-Reihenmotor mit Abgasturbolader schiebt das 1335 Kilogramm leichte Coupé mit dezentem Grollen munter nach vorne. So lassen sich auch enge Kurven-Kombinationen flott durchfahren. Der Audi quattro fühlt sich

Unterwegs in einem Rallye-Audi quattro.

dabei alles andere denn als Oldtimer an. Spannend war auch mitzuerleben, wie sich die Besitzer der über 20 quattro-Fahrzeuge aus allen Ecken der Schweiz rasch und unkompliziert als grosse Familie verstanden. Ihren Audi quattro verkaufen? Nein, das kommt für die allermeisten Besitzer definitiv nicht in Frage. Text Markus Rutishauser / Bilder zVg

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Grosse Porsche-Transaxle-Fans: Thomas Bugmann, 924 Turbo – Marc Schürmann, 944 Turbo Cup – Reto Andermatt, 968 CS (von links).

COOLE PORSCHE-RETTER Sie standen jahrelang im Schatten der Porsche 911er-Ikone. Die von einem wassergekühlten 4-Zylinder-Frontmotor angetriebenen Transaxle-Modelle wurden von den Porsche Puristen trotz ihrer technischen Qualitäten nicht akzeptiert. Allerdings hätte Porsche ohne die erfolgreichen ­Modellreihen 924, 944 und 968 wohl kaum überlebt.

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chon in den 1960-er Jahren arbeitete Porsche an einem 2+2 Sportwagen mit Frontmotor, Wasserkühlung und einer sogenannten Transaxle Anordnung, bei der für eine optimale Gewichtsverteilung das Getriebe an der Hinterachse angebracht war und die Antriebswelle vom Motor durch ein starres Rohr zur Hinterachse führte. Ein bewährtes Konzept, das auch bei vielen Sportwagen wie Aston Martin, Alfa Romeo, Ferrari und Maserati zu finden ist.

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Als nun VW bei Porsche anfragte, einen Nachfolger für den VW-Porsche 914 zu entwickeln, sich aber bald vom Projekt zurückzog, entschieden sich die Zuffenhausern, das Projekt eines preisgünstigen Sportwagens mit Transaxle-Konzept in Eigenregie weiterzuführen. So entstand der 924, der ab 1975 im Audi Werk in Neckarsulm gefertigt wurde. Um die Kosten tiefzuhalten, wurden dabei zahlreiche Komponenten für Antrieb, Fahrwerk und Interieur aus den Regalen des Audi/VW Konzern verwendet, so auch der wasser-

gekühlte 2-Liter-Vierzylinder-Reihenmotor mit einer Leistung von 125 PS, der vom Audi 100 abgeleitet wurde. 924 – SPORTWAGEN MIT POTENZIAL Doch die Positionierung als Sportwagen sowie die Qualität des Fahrwerks liessen den Wunsch nach mehr Power aufkommen. Es folgte 1979 der 924 Turbo mit 170 bis 177 PS, gut erkennbar an zusätzlichen Lufteinlässen an der Front und einem Heckspoiler. Den höheren Fahrleistungen geschuldet, bekam der Turbo hinten an-


Classic

Domstrebe und 250 PS im Porsche 944

Roland Asch gewann dreimal den umkämpf-

Fast serienmässiges Cockpit im 944

Turbo Cup.

ten Marken-Pokal

Turbo Cup

stelle der Trommel- Scheibenbremsen. Die Krone der 924 Familie gebührt aber dem nur 406mal gebauten 924 Carrera GT. Sein modifizierter Turbomotor erfreut den Piloten mit satten 210 PS und einer Bremsanlage mit innenbelüfteten Scheibenbremsen, die vom Porsche 911 Turbo 3.3 übernommen wurde. Sein Potenzial zeigt der Carrera GT schon im Stand mit zusätzlichen Kotflügelverbreiterungen vorne und hinten aus Kunststoff und ­breiteren Rädern. Mit seinem dynamischen Auftritt war er optisch der Vorbote für den 944.

2990 ccm hatte dieser den damals grössten Hubraum eines Reihenvierzylinders bei Serienfahrzeugen bei einer Leistung von 211 PS bei 5800/min und einem Drehmoment von 280 Nm bei 4000/min. Karosserie und Interieur des S2 wurden direkt vom bisherigen 944 Turbo übernommen. Der Luftwiderstandsbeiwert (Cw) verbesserte sich damit von 0,35 auf 0,33, die Front zeigt sich geglättet, die Flanken wirken kraftvoller. Ein Unterflurdiffusor am Heck sorgt für eine verbesserte Luftströmung. Wegen dieser Anpassungen werden die ab 1985 gebauten Modelle auch als 944/II bezeichnet, die vor 1985 gebauten Modelle entsprechend 944/I.

Renneinsatz wurde ein Überrollkäfig eingebaut. Nur wenige Modifikationen gab es am Fahrwerk. Gefahren wurde mit Einheitsreifen von Dunlop. Der Motor mit 220 PS (1986) und später mit 250 PS (1987 bis 1989) entsprach dem Serienmodell. Auf Grund des grossen Erfolgs des 944 Turbo Cup setzte Porsche seine Markenpokal-Strategie ab 1990 mit dem Porsche 911 Carrera Cup fort.

944 – BULLIGER UND STÄRKER Mit der nun breiteren Karosserie wirkt der 944 gegenüber dem Vorgänger 924 weitaus bulliger. Als Antrieb kam neu ein 2,5 Liter 4-Zylinder-Reihenmotor von Porsche zum Einsatz, der technisch gesehen der rechten Hälfte des V8 Motors aus dem Porsche 928 entsprach. Das Leistungsspektrum reicht von 150 PS bis zur Turbover­sion mit 250 PS. Leistungsmässig in der Mitte angesiedelt ist der 944 S, dessen Motor mit Vierventilkopf und zwei obenliegenden Nockenwellen 190 PS bereitstellt. 1988 wurde der 944 S durch den 944 S2 abgelöst. Mit

PORSCHE 944 TURBO CUP 1986 lancierte Porsche mit dem Porsche 944 Turbo Cup seine erste Markenmeisterschaft mit dem Ziel, neben dem Profi-Motorsport eine kostengünstige Rennserie für den Breitensport mit Chancengleichheit anzubieten. Die Karosserie entsprach dem 944 Turbo. Jedoch waren die Rücksitze entfernt, der Fahrersitz durch einen Recaro-Sportschalensitz ersetzt und für grösste Sicherheit beim

968 – HOCHWERTIGER, ABER TEURER SPORTWAGEN Als Nachfolger des 944 kam 1991 der 968 auf den Markt. Er war die letzte Entwicklungsstufe der Porsche-Trans­ axle-Modelle mit einem Vierzylinder-Reihenmotor und wurde bis 1995 im Porsche Werk hergestellt. Als Antrieb dient der nun 3-Liter grosse Vierzylinder-Reihenmotor mit 240 PS, mit Turboaufladung 305 PS. Angeboten wurden Coupé und Cabriolet sowie die Sportversionen CS und Turbo S. Um Entwicklungskosten zu sparen, baute Porsche den 968 auf der Karosserie des 944 auf und veränderte hauptsächlich die Front- und Heckpartie des Wagens. Der Bug mit der integrierten Stossstange

Die Transaxle Porsches brillieren mit ausgewogener Strassenlage und können sehr schnell sein: 968 CS, 944 Turbo Cup, 924 Turbo.

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Die Fronten zeigen die 20jährige Design-Entwicklung der Transaxle Porsches: Vom schmalen, feinen 924 zum breiteren, maskulineren 944 und als letzte Version der flache, aerodynamische 968.

und liegenden Scheinwerfern lehnte sich an das Design des grösseren Porsche 928 an. Für den Clubsport offerierte Porsche den leichteren CS mit weniger luxuriöser, dafür sportiven Innenausstattung. Doch der teure 968 konnte nicht an den Erfolg des 924 und 944 anknüpfen. Nach etwas über 11 000 produzierten Wagen wurde die ­Produktion 1995 eingestellt. Insgesamt wurden über 320 000 Sportwagen der Modelle 924, 944 und 968 hergestellt. Das entsprach mehr als der Hälfte aller verkauften Porsche in den 1970-er und 1980-er Jahren. Somit bildeten die Modelle mit dem Vier-Zylinder-Reihenmotor und Transaxle-Anordnung die wirtschaftliche Grundlage des Sportwagen­herstellers aus Stuttgart.

924 Turbo

944 Turbo Cup

968 CS (Clubsport)

Modelljahr

1979

1988

1993

Motor

4-Zylinder Reihe

4-Zylinder Reihe

4-Zylinder Reihe

Hubraum

1984 ccm

2479 ccm

2990 ccm

Leistung

170 PS–5500/min

250 PS–6000/min

240 PS–6200/min

Drehmoment

245 Nm–3500/min

350 Nm–4000/min

305 Nm–4100/min

0–100 km/h

7,8 sec

5,9 sec

6,5 sec

Vmax

225 km/h

260 km/h

252 km/h

Besitzer

Thomas Bugmann

Raceandroadcars.com

FACH AUTO TECH

Text und Bilder Christoph Bleile

Die seitlichen Silhouetten mit den Fenstern

Grössere Unterschiede sind an den Heck­

blieben ähnlich.

partien erkennbar.

Advertorial

SCHLUSS MIT KLEBRIGEN TEILEN IM FERRARI, MASERATI, PORSCHE & CO. Wer ärgert sich nicht, wenn sich in seinem Ferrari, Maserati, Porsche oder jedem anderen Fahrzeug Kunststoffteile, oder besser gesagt deren Oberflächen, sich auflösen und klebrig werden? Eine unangenehme Erscheinung, welche viele namhafte Hersteller exklusiver Wagen offenbar nicht vorausgesehen haben. Eine Veränderung, die nicht durch mangelnden Unterhalt, dem Einwirken von Sonnenlicht oder der Anwendung von Reinigungs- und Pflegemitteln ausgelöst wird. Die «Softtouch»-Beschichtung auf Schaltern, Griffen und Abdeckungen zersetzt sich mit der Zeit und wird deshalb hässlich und klebrig. Das Resultat – schwarze Finger und hartnäckige Flecken auf den Kleidern.

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Dagegen hat die Graber Sportgarage AG in Münsingen eine Lösung bereit. Die betroffenen Teile werden sorgfältig ausgebaut, falls notwendig repariert, gereinigt, neu eingefärbt, mit neuen Symbolen versehen und durch eine Klarlackschicht geschützt. Danach erfolgen der fachmännische Einbau und eine anschliessende Funktionskontrolle. Diese Teile sehen danach wieder wie neu aus, sind angenehm zu berühren und kleben mit Bestimmtheit nie mehr. Weitere Auskunft erteilt die Graber Sportgarage AG in Münsingen am Telefon +41 31 566 13 70 oder per Mail an contact@grabersportgarage.ch


Classic

VETERANENFAHRZEUGE

ROLLENDES KULTURGUT Laut einer gross ­angelegten Studie von 2019/2020 der Swiss Historic Federation (SHVF) gibt es in der Schweiz gegen 179 000 Veteranenfahrzeuge. Für viele Besitzer ist das Kulturgut auf Rädern mit starken Emotionen verbunden.

D

ie umfassende SHVF-Studie zu den Veteranenfahrzeugen in der Schweiz bringt spannende Fakten und Zahlen auf den Tisch: Die 179 000 Veteranenfahrzeuge gehören 53 000 meist männlichen Enthusiasten. Der durchschnittliche Wert beträgt CHF 63 000.–, jener eines Veteranenmotorrads gut CHF 20 500.–. Der Bestandeswert aller Veteranenfahrzeuge in der Schweiz beträgt CHF 7,7 Milliarden und die Wirtschaftsleistung der Besitzer jährlich CHF 836 Millionen. Letztere umfasst direkte Betriebs- und Erhaltungsausgaben wie Reparaturen, Betriebsstoffe, Versicherung, Garagierung, Restaurationen, Reifen und mehr. Nicht zu unterschätzen sind zudem die jedes Jahr anfallenden Instandhal-

Gut zu wissen! Damit der Veteranenstatus erteilt werden kann, müssen folgende Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein: Die 1. Inverkehrssetzung erfolgte mindestens vor 30 Jahren (Youngtimer sind 20 bis 30 Jahre alt). Die Fahrzeuge dürfen nicht regelmässig im Betrieb stehen und die jährliche Fahrleistung ist auf durchschnittlich 2000 bis 3000 Kilometer beschränkt. Damit liegt die zulässige Nutzungsdauer bei 50 bis 60 Stunden. Es sind nur Umbauten aus der entsprechenden Epoche erlaubt. Der Fahrzeugzustand muss optisch wie technisch einwandfrei sein.

Alfa Romeo 8C 2900B, 1937 bis 1940.

tungskosten, die bei einem Fahrzeug rund CHF 5000.– und bei einem Motorrad gegen CHF 2500.– betragen. SYMPATHIE UND FREUDE Die umfangreiche Studie hat weiter ergeben, dass die Veteranen- und New-Classic-Szene eine solide Basis besitzt. Mehr als zwei Drittel der Besitzer sind in einem Club organisiert. Hunderte Vereine, über 53 000 Enthusiasten und ein breites Spektrum an Events – vom Messebesuch bis hin zu Clubausfahrten – tragen bei, dass sich fast jede/r zweite Schweizer/in darüber freut, wenn er oder sie ein Veteranenfahrzeug sieht. Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist der Meinung, dass Veteranenfahrzeuge als Kulturgut auf Schweizer Strassen erhalten werden sollen und dies auch staatliche Unterstützung verdient. ENORMER MEHRWERT Geht man davon aus, dass der durchschnittliche Besitzer eines Veteranenfahrzeugs um die 790 Kilometer pro Jahr zurücklegt, ergibt sich eine Gesamtdistanz von rund 43 Millionen Kilometer für alle Veteranenfahrzeuge in der Schweiz. In Relation zur Kilometerleistung sämtlicher in der Schweiz zugelassenen Personenautos von jährlich 59 Milliarden Kilometer (Quelle:

Bundesamt für Statistik 2018) ergibt dies einen Anteil von lediglich rund 0,1 Prozent. Argumente zur Umweltbelastung, die in Bezug auf Veteranenfahrzeuge immer wieder mal vorgebracht werden, sind vor diesem Hintergrund unhaltbar. Demgegenüber ist der enorme Mehrwert der Erhaltung des automobilen Kulturguts zu bewerten, um den Stellenwert und die Bedeutung der Geschichte der Mobilität «erfahrbar» zu erhalten. HISTORIC VEHICLE DAYS IM APRIL 2021 Das Wochenende der historischen Fahrzeuge in der Schweiz, die Historic Vehicle Days, musste in diesem Jahr abgesagt werden. Sie finden erst am 24./25. April 2021 wieder statt. Text red / Bilder zVg

Ein Klassiker mit Veteranenstatus: Der Ford Capri III aus dem Jahre 1978.

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ELEKTROMOBILITÄT

MYTHEN ENTZAUBERT Die Reichweitenangst geht um. Beim Thema Elektroauto bekommen die ­beinharten Verfechter des Verbrennungsmotors meist weiche Knie. Auch hohe Kosten dienen als Argument gegen Stromer. Doch aktuelle Modelle treten den Gegenbeweis an. Sieben populäre Elektro-Mythen lösen sich ­dabei in Luft auf. Mythos 1

ELEKTROFAHRZEUGE HABEN EINE ZU GERINGE REICHWEITE! Doch Tatsache ist: Moderne Stromer wie der neue Hyundai Kona electric verfügen über die neueste Generation des 64-kWh-Batteriemodells. Dadurch kann das Elektroauto mit einer einzigen Ladung bis zu 484 Kilometer fahren. Dies macht ihn fit für eine Vielzahl von Fahrmustern: nicht nur für Stadtfahrten und tägliche Pendel-Routen, sondern sogar für längere Autoreisen. Mythos 2

ELEKTROAUTOS SIND ZU TEUER! Zu bedenken ist aber: Stromer sind in der Anschaffung zwar etwas teurer als konventionell angetriebene Modelle, doch relativiert sich diese Rechnung schnell. Abgesehen von den preismindernden Umweltprämien, die es für den Erwerb eines Fahrzeugs mit alternativem Antrieb gibt, fallen die Betriebskosten geringer aus. Vor allem ist es billiger die Batterie ganz auf-

zuladen als den Tank komplett mit Benzin zu befüllen. Zudem sind Wartungs- und Reparaturkosten günstiger und die Wert­ stabilität auf dem Gebrauchtwagenmarkt besonders hoch. Mythos 3

Mythos 5

ES GIBT KEIN ELEKTROFAHRZEUG AUF DEM MARKT, DAS MEINEN ANFORDERUNGEN ENTSPRICHT! Diese Zeiten sind vorbei: Denn die Auswahl der auf dem Markt erhältlichen E-Fahrzeuge hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Vom kompakten Stadtauto bis zum SUV passen die Elektrofahrzeuge heute zu einer Vielzahl von Lebensstilen und Anforderungen.

ES GIBT NICHT GENUG LADEMÖGLICHKEITEN! Aber abgesehen von den Wallboxen in der eigenen Garage wächst auch die Zahl öffentlicher Ladepunkte. Im Jahr 2019 waren in Europa rund 165 000 öffentliche EV-­ Mythos 6 Ladestationen registriert, darunter mehr ELEKTROAUTOS BEREITEN KEIN als 17 000 Hochleistungs-SchnellladestatiFAHRVERGNÜGEN! onen, und diese Zahl wächst weiter. Das Gegenteil ist richtig: Im Vergleich zu Verbrennern sind Elektrofahrzeuge deutMythos 4 lich leiser und bieten eine ruhigere Fahrt. ES IST GEFÄHRLICH, ELEKTRO­ Stromer sind bekannt für eine äusserst AUTOS IM REGEN AUFZULADEN! sportliche Beschleunigung, weil das verAuch das stimmt nicht: E-Autos und ihre fügbare Drehmoment sofort beim LosfahLadegeräte sind für alle Wetterbedingun- ren anliegt. Und aufgrund der niedrigen gen ausgelegt und mit moderner Technolo- Platzierung der schweren Batterie verfügie ausgestattet, um sie genauso sicher wie gen E-Modelle sogar über eine verbesserte Benzinfahrzeuge zu machen. Fahrdynamik. Mythos 7

ELEKTROFAHRZEUGE SIND NICHT SCHICK! Die Zeiten haben sich geändert: Edel-Stromer von Porsche oder Tesla stellen das Gegenteil unter Beweis. Aber auch erschwinglichere Fahrzeuge wie etwa der neue Hyundai Kona Elektro wurden entwickelt, um auf der Strasse aufzufallen. Der kleine batterieelektrische SUV bietet schlanke, geformte Linien, leistungsstarke LED-Leuchten und aerodynamisch optimierte 17-Zoll-Leichtmetallräder. So kann es sich auf der Strasse sehen lassen – wie viele Elektroautos der neuesten Generation. Ein Team einer renommierten deutschen Fachzeitschrift schaffte mit einem Hyundai Kona electric mit einer 64-kWh-Batteriefüllung sogar eine rekordverdächtige Reichweite von 1026 Kilometer.

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Text mid/wal / Bilder Werk


ELEKTROMOBILITÄT

zu Spezialkonditionen ihre Elektrofahrzeuge mit zertifizierter, erneuerbarer und lokaler Energie aufzutanken, und zwar im grössten öffentlichen Ladenetz für Plug-inund Elektro-Fahrzeuge in der Schweiz mit 1707 Ladestationen sowie an über 60 000 Ladestationen in 28 Ländern.

E-MOBILITÄT AUF DEM VORMARSCH

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obilität ist nicht nur ein urmenschliches Bedürfnis, sondern und vor allem auch Ausdruck einer sich entwickelnden Gesellschaft und Wirtschaft sowie die Grundlage unseres Wohlstands. Die Schweiz weist einen hervorragenden Mix an Verkehrsträgern (Schiene, Strasse und Luft) und an Antriebsformen (Strom, Benzin, Diesel, Hybrid etc.) aus. Als Basis des Erfolgs unserer Mobilität dürfen diese nicht gegeneinander ausgespielt werden. Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE ist das Mobilitätswachstum in der Schweiz zu 28% durch das Bevölkerungs- und zu 46% durch das Wirtschaftswachstum bedingt. Wie erwähnt, weisen wir in unserem Land einen hervorragenden Mix an verschiedenen Verkehrsträgern aus, mit dem dieses Wachstum bewältigt werden kann. Damit unsere Mobilität weiterhin gewährleistet werden kann, dürfen weder die diversen Verkehrsträger noch die unterschiedli-

chen Antriebsformen gegeneinander ausgespielt werden. PARTNERSCHAFT MIT EVPASS Die E-Mobilität weist für die kommenden Jahre sicher das grösste Wachstumspotenzial aus. Um die in Europa zunehmend strengeren CO2-Vorschriften zukünftig einhalten zu können, wird vermehrt auf Elektro- und Hybridantriebe gesetzt. Ihre Vorzüge voll ausspielen kann die E-Mobilität mit leichten Fahrzeugen im städtischen Verkehr, wo kurze Distanzen zurückgelegt werden. Aufgrund der eingeschränkten Reichweite und der beträchtlichen Batterieladezeit kann sie hingegen auf langen Strecken nicht richtig überzeugen. Auch darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass Elektromobile nur dann umweltfreundlich sind, wenn sie mit CO2-neutral hergestelltem Strom betrieben werden. Deshalb ist der Automobil Club der Schweiz diesen Sommer eine Partnerschaft mit evpass eingegangen. Damit ermöglicht er seinen Mitgliedern,

STROMIMPORT PROGNOSTIZIERT Nebst dem Thema Reichweite und der mangelnden Energiedichte der Batterien stellt sich für die E-Mobilität noch eine weitere Problematik. Die Elektrifizierung findet nicht nur bei der Mobilität, sondern auch bei unseren Heizungen statt. Die Forschungsanstalt Empa hat in einer Studie vom Juli 2019 aufgezeigt, dass der Schweiz zukünftig in den Wintermonaten der Strom auszugehen droht. Wenn nur 20% der gefahrenen Kilometer mit Elektroantrieb zurückgelegt und 75% unserer Häuser mit Wärmepumpen beheizt würden, würde unser Strombedarf um fast 25% wachsen, was zu einem Zusatzbedarf von bis zu 22 Terawattstunden Strom jährlich führen würde. Das bedeutet, dass wir zusätzlichen Strom aus dem benachbarten Ausland importieren müssten, der zu einem wesentlichen Teil aus Kohlekraftwerken stammt und somit alles andere als CO2-neutral produziert wird. ACS ENGAGIERT SICH Trotzdem ist sich der ACS der grossen Bedeutung der E-Mobilität bewusst, weshalb er sich hier aktiv engagiert. Er ist beispielsweise in die Suche nach einer Branchenlösung für das Batterierecycling involviert. Gleichzeitig hat bei ihm die E-Mobilität in den Sparten Verkehrssicherheit und Fahrausbildung Einzug gehalten, wie das neue Verkehrsschulungskonzept, das mit dem Lehrplan 2021 an den Deutschschweizer Grundschulen eingeführt wurde, wie die traditionellen ACS Jugendfahrlager beweisen. Sicher ist, die E-Mobilität wird weiter zunehmen. Trotzdem müssen Politik und Bevölkerung offen bleiben für die Entwicklung alternativer Antriebssysteme sowie für ein sinnvolles Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsträger. Denn nur der richtige Mix garantiert der Schweiz weiterhin genügend Mobilität, Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Freude. Text Thomas Hurter / Bild zVg

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REISEN

MUSEUMSTOUR IM OSTEN DER SCHWEIZ

REGION THUN UND THUNERSEE

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WENN’S RATTERT, BRUMMT UND FLIEGT

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1 Das Herz des Oldtimer-Fans schlägt höher: Das Saurer Museum in Arbon zeigt Prunkstücke längst vergangener Zeiten. 2 Lastwagenfront mit ­Strahlkraft: Saurer überzeugte u.a. mit ausgeklügelter Technik und Design. 3 Das Flieger- und Fahrzeugmuseum Altenrhein (FFA) zeigt Flugzeuge aus ehemaligen Armeebeständen und Erzeugnisse aus britischer Produktion. 4 Das Wunder der Technik: Das FFA spricht ein breites Publikum an.

Die Bodensee-Region hat viel zu bieten – und dies zu jeder Jahreszeit. ­Unbestritten sind die landschaftlichen Reize und die historischen Bauwerke. Einen Besuch wert sind jedoch auch die Museen. Nicht nur Technik-Fans wähnen sich im Saurer Museum in Arbon, im Flieger- und Fahrzeugmuseum in Altenrhein, im Autobau Eventcenter in Romanshorn oder im Rolls-Royce Museum im vorarlbergischen Dornbirn im siebten Himmel.

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as Saurer Museum im malerischen Arbon macht deutlich, dass im Kanton Thurgau echte Tüftler ein Zuhause gefunden haben. Gezeigt werden Nutzfahrzeuge, Motoren sowie Stick- und Webmaschinen aller Generationen, die in Arbon hergestellt und in alle Welt verkauft wurden. So sind beispielsweise an die 20 historische Lastwagen, Busse, Militärfahrzeuge, Feuerwehr- und Postautos zu sehen, angefangen vom Caminhao 1911 bis zu Fahrzeugen der D-Generation. Präsentiert wird ebenfalls eine umfassende Motorenkollektion. Die Saurer-Fahrzeu-

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ge – man trifft sie auch heute noch zuweilen auf unseren Strassen – waren berühmt für ihre Kraft, ihre Langlebigkeit, ihre ausgeklügelte Technik und natürlich auch für ihr überzeugendes Design. AM ANFANG WAREN ES ­S TICKMASCHINEN Die Firma Saurer entwickelte anfänglich jedoch Stickmaschinen. Ratternd sicherten sie Ende des 19. Jahrhunderts ganzen Familien ein Auskommen; die Spitzen und Stickereien wurden über St. Gallen in alle Welt gebracht. Das Saurer Museum zeigt Stickmaschinen der drei Pionierge-

nerationen und Webmaschinen verschiedener Bautypen. Die Textilmaschinen sind betriebsbereit aufgerüstet und werden selektiv bei Führungen in Betrieb genommen. Faszinierend sind auch die Präsentation der in der Region produzierten Stoffe und die grosse Stickerei-Ausstellung. www.saurermuseum.ch VOM FLUGZEUG ZUM AUTOMOBIL Knappe zwölf Kilometer entfernt liegt Altenrhein SG. Man kennt die Ortschaft nahe der Rheinmündung einerseits wegen der von Friedensreich Hundertwasser konzipierten Markthalle. Andererseits ist


Reisen

In der Autobau-Erlebniswelt können die ­Besucher die spektakulären Fahrzeuge ­hautnah erleben.

auch der Ostschweizer Regionalflughafen St. Gallen-Altenrhein bei Privat- und Geschäftsreisenden bekannt. Ein Highlight für die ganze Familie ist das Flieger- und Fahrzeugmuseum Altenrhein (FFA). Es liegt direkt am Schweizer Bodenseeufer, wo Claude Dornier kurz nach dem Ersten Weltkrieg den Grundstein sowohl für den Flugplatz als auch für neue Werke gelegt hat. Die Entstehungsgeschichte der letzten hundert Jahre ist sagenumwoben – die Kombination der ausgestellten Exponate dementsprechend spannend. Die Basis sind Flugzeuge aus ehemaligen Beständen der Schweizer Armee und Erzeugnisse aus britischer Produktion. So ist Rolls-Royce bekannt für extreme Zuverlässigkeit und höchste Leistung – die RR-Triebwerke waren die teuersten und besten, also richtig für die Jets der Schweizer Luftwaffe. Vom Automobilbau abgeleitet, entwickelte F.H. Royce den ersten Flugzeugmotor. Dies geschah zu einer Zeit, in der Rolls-Royce gerade zur Ikone im Automobilbau wurde. Das FFA Museum schlägt hier eine Brücke und zeigt neben Fahrzeugen aus den 1930er Jahren auch ­jüngere Sportwagen und Rennfahrzeuge. Einmalig ist auch die Möglichkeit, in den teils funktionstüchtigen Ausstellungsstücken mitzufahren respektive mitzufliegen. Der Besuch ist ein besonderes Erlebnis – überraschende Eindrücke sind garantiert. www.ffa-museum.ch

rund 90 Strassensportwagen und Rennautos sowie Klassiker und Oldtimer aus der Autosammlung Fredy Lienhards. Die teilweise denkmalgeschützten, über hundert Jahre alten Gebäude, gemauert mit sandfarbenen und roten Backsteinen, wurden mit grossem Aufwand, viel Sorgfalt und Liebe zum Detail saniert, um den ursprünglichen Charakter zu bewahren. Die spektakulärste Ausstellungshalle ist zweifelsfrei der riesige Stahltank, der einst 2,4 Millionen Liter Flüssigkeiten fasste und heute drei übereinanderliegende Ausstellungsflächen beherbergt. Das Besondere der herausragenden Autoausstellung am Bodensee ist die Tatsache, dass die Besucherinnen und Besucher – bis auf wenige Ausnahmen – hautnah an die ausgestellten Fahrzeuge herankommen. Bei guter Witterung gehören auch Demonstrationsfahrten auf dem angrenzenden Rundkurs zum Programm. www.autobau.ch

SPEKTAKULÄRE ERLEBNISWELT In Romanshorn TG ist die Autobau-Erlebniswelt domiziliert. Die Ausstellung zeigt in fünf Hallen und sieben Flächen

Emily, die berühmte Kühlerfigur der

ROLLS-ROYCE VON A BIS Z Den Fahrzeugen mit der berühmten Kühlerfigur Emily widmet sich auch das Rolls-Royce Museum im österreichischen Dornbirn, rund 25 Autokilometer von Altenrhein entfernt. Es verfügt über eine Vielzahl an Exponaten, die immer wieder ausgewechselt werden. Neben den bedeutenden Rolls-Royce Phantom-Modellen sind auch Motoren und Accessoires zu bewundern. Beim Starten eines Motors oder beim Rangieren der Fahrzeuge kann man deren Spirit hautnah miterleben. Denn im Vordergrund stehen nicht nur die Geschichte der Gründer und deren Konstruktionen, die stilgerechte Restaurierung mit originalen Teilen oder Nachbauten, die berühmten Vorbesitzer mancher Fahrzeuge sowie der Lifestyle dieser glorreichen Zeit, sondern auch die Faszination, die generell mit dem Thema Rolls-Royce verbunden ist. www.rolls-royce-museum.at Text Walo Mühlheim/Markus Rutishauser / Bilder Saurer Museum Arbon, FFA Altenrhein, Autobau Erlebniswelt

­Fahrzeuge aus dem Hause Rolls-Royce: Zu bewundern im gleichnamigen Museum im vorarlbergischen Dornbirn.

www.thurgau-bodensee.ch www.st.gallen-bodensee.ch

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RATGEBER

WINTER

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SICHER UNTERWEGS

icht jeder freut sich im Winter über Schnee und Eis. Was für Wintersportler und Kinder ein Vergnügen ist, stellt für Auto- und Lastwagenfahrer häufig eine Herausforderung dar. Das beginnt bei winterlichem Wetter schon damit, für die Fahrt mehr Zeit als gewöhnlich einzukalkulieren und witterungsbedingte Verzögerungen mit einzuplanen. So gerät

man nicht oder nicht so schnell unter Zeitdruck, fährt entspannter und damit in der Regel risikoärmer: Wer Zeit hat, muss sich zum Beispiel auf keine gewagten Überholmanöver einlassen, die insbesondere auf glatten Strassen zur Gefahr für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer werden können. Schon vor dem Start sollte man sich genügend zeitlichen Spielraum einräumen, damit man sein Fahrzeug richtig auf die anstehende Fahrt vorbereiten kann. Dazu

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gehört, es von Schnee und Eis zu befreien – und zwar das gesamte Auto, nicht nur die Scheiben. Schliesslich kann aufgewirbelter Schnee die eigene Sicht und die anderer beeinträchtigen. Auch reicht es nicht, kleine Gucklöcher in vereiste Scheiben zu kratzen, bevor man losfährt. Vielmehr müssen die Autoscheiben so frei sein, dass eine uneingeschränkte Sicht gewährleistet ist. Scheinwerfer und Blinker sind ebenfalls

von Schnee und Eis zu befreien. Der Motor wird erst angelassen, wenn das Auto frei von Schnee und Eis ist. Für freie Sicht sorgen am schnellsten Heizung und Klimaanlage in Kombination. MIT GEFÜHL Grundsätzlich gilt für Autofahren auf glattem Untergrund – und damit eben auch für Eis und Schnee – die Devise: möglichst geschmeidig. Das bedeutet, gefühlvoll anzufahren und abzubremsen, damit die Rä-

der nicht durchdrehen oder das Fahrzeug ins Rutschen kommt. Deshalb sollte man mit möglichst wenig Gas anfahren und schnell hochschalten, um mit niedriger Drehzahl unterwegs zu sein. Dann lässt sich das Auto besser lenken. Abrupte oder heftige Bewegungen am Lenkrad sollten grundsätzlich vermieden werden. Gerät das Fahrzeug dennoch aus der Spur und es hilft nur noch Bremsen, dann mit aller Kraft, auch wenn das Pedal wegen des ABS pulsiert. Gelenkt werden sollte beim Bremsmanöver mit Bedacht, um keinen Zusammenstoss zu riskieren. VORAUSSCHAUEND FAHREN Da sich auf glatten Strassen der Bremsweg deutlich verlängert – um vier Meter bei 30 km/h auf trockener Fahrbahn, um 16 Meter auf Schnee – ist vorausschauendes Fahren und Abstand halten besonders gefordert. Damit lassen sich vielfach auch plötzliche Bremsaktionen verhindern, bei denen das Auto ins Rutschen oder Schleudern kommen kann. Zu den Vorsichtsmassnahmen auf glatten Strassen zählt auch, im Zweifel auf Überholmanöver zu verzichten. Meist erweist es sich als weniger riskant, hinter einem Langsamfahrer zu bleiben, als diesen zu passieren. Denn vielfach sammelt sich auf winterlichen Strassen in der Fahrbahnmitte mehr Schnee an als auf den Fahrspuren: Fährt man beim Überholen darüber, können die Räder ungleichmässig abgebremst werden und der Wagen ins Schleudern geraten. Auch hier gilt: Mehr Zeit einplanen, dann muss auch nichts riskiert werden. Text jri / Bild Glosar Institut


ACS OFF ROAD DRIVE

LERNEN VOM PROFI

Besitzer von Geländefahrzeugen können sich auf der attraktiven Offroad-Piste in Ederswiler JU von einem Meister seines Fachs aus- und weiterbilden lassen. Für 2021 sind sechs ACS Kurse ausgeschrieben. Anmeldungen sind bereits möglich.

A

ls Folge der Covid19-Pandemie konnten in diesem Jahr nur drei ACS Off Road Drive Fahrkurse durchgeführt werden. Viele Interessenten mussten auf 2021 vertröstet werden. Lohnenswert ist eine Teilnahme in jedem Fall, selbst wenn man bereits über etwas Erfahrung verfügt. «Es ist wichtig, dass der Fahrer die Fähigkeiten und Grenzen seines Geländefahrzeugs kennt», betont Kursleiter Gérard «Che» Bodenheimer. Der erfahrene Instruktor arbeitete während 23 Jahren für den Schweizer Land Rover-Importeur als Brand Manager, Schulungsleiter und Gelände-Fahrinstruktor. «Nur wer weiss, wie er mit seinem Offroader umgehen muss, hat maximalen Fahrspass.». Die Motocross-Piste in Ederswiler bietet dazu ideale Voraussetzungen. Selbst bei misslichen Wetterbedingungen ermöglicht sie eine umfangreiche Ausbildung. Der ACS Off Road Drive Kurs ist aufbauend, weshalb nur ein Fahrer pro Fahrzeug zugelassen ist. Eine Begleitperson darf mitfahren. WICHTIGE THEORIE Nach dem Eintreffen und ersten Informationen bei Kaffee und Gipfeli beginnt der Kurs mit einem zweistündigen Theoriekurs. Instruktor «Che» Bodenheimer gibt sein fundiertes Wissen zu Böschungs- und Rampenwinkeln, Schwerpunkten, Achsverschränkung, Geländereduktion, Differenzialsperren und anderen Traktions­ hilfen weiter. Dabei weist der Experte auch auf die Wichtigkeit der Bereifung hin: «Euer Fahrzeug haftet auf nur vier handtellergrossen Flächen. Deshalb ist es wichtig, dass ihr die optimalen Pneus montiert. Sowohl im Sommer als auch im Winter.» Er empfiehlt den Gang zum Garagisten oder

kunft über das Fahrzeugverhalten oder die Untergrundbeschaffenheit. Wenn der Fahrer dazu auch noch auf den Ratschlag «So langsam wie möglich, nur so schnell wie nötig» hört, kommt es gut! Bei den Übungen lernen die Teilnehmer den gefühlvollen Umgang mit dem Lenkrad und merken bald, dass die Traktion der Reifen deutlich besser ist, wenn sie geradeaus schauen. Oder erfahren, von welchen Faktoren es abhängig ist, wie steil man hochfahren Experte Gérard «Che» Bodenheimer erklärt und beantwortet Fragen der Teilnehmer.

Reifenexperten. Weiter sollen Pneus maximal fünf Jahre lang benützt werden. Ebenfalls wichtig sei der Reifendruck. Vor einer Fahrt ins Gelände sollte er idealerweise abgesenkt werden. Dadurch werden die Pneus breiter und die Auflageflächen grösser. Das sei gut für Geradeausfahrten, in Steigungen und bei Abfahrten. Die Schwächung der Seitenwände wirke sich hingegen bei Schrägfahrten negativ aus. «Che» Bodenheimer gibt auch wichtige Tipps, worauf man beim Anschaffen und Einsatz von Zusatzausrüstung wie Dachträger, Astabweiser oder Zusatzleuchten achten muss. AUF POPOMETER HÖREN Bei den interessanten Übungen im Gelände betonte der Instruktor immer wieder, wie wichtig der sogenannte Popometer – also das subjektive Fahrgefühl – und dessen Sensibilisierung sei. Dieser gibt Aus-

kann. Oder wie man sicher rückwärts talabwärts fährt. Alle Teilnehmer äusserten sich am Abend ausnahmslos positiv zum Kurs und zu Instruktor Bodenheimer: «Ich habe viel gelernt und bin mir sicher, mein Fahrzeug dank der guten Ratschläge und Instruktionen von ‹Che› nun viel besser zu beherrschen als vorher. Die Offroadpiste in Ederswiler ist einfach perfekt für die lehrreichen Übungen. Ich kann diesen Kurs deshalb nur weiterempfehlen!» Text und Bilder Markus Rutishauser

Kursdaten 2021

8. Mai, 12. Juni, 19. Juni (nur in franz. Sprache), 21. August, 18. September, 2. Oktober (jeweils samstags). – Kurskosten: CHF 375.– für ACS Mitglieder, CHF 405.– für Nichtmitglieder. – Informationen und Anmeldung unter acs.ch/offroad

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VERKEHRSSICHERHEIT

Eltern haben bei der Fahrausbildung ihrer Kinder eine tragende Rolle. Mit dem «Ratgeber für Begleitfahrer» können sie sich für die Aufgabe fit machen.

MIT 17 AUTOFAHREN Ab dem 1. Januar 2021 wird es Jugendlichen ­möglich sein, den Lernfahrausweis für das Autofahren bereits mit 17 Jahren zu erhalten. Zur Prüfung zugelassen ­werden sie indes frühestens mit Erreichen des 18. Lebensjahres.

D

ieses Jahr als Fahrschüler oder Fahrschülerin soll dazu dienen, viel Fahr­ erfahrung zu sammeln. Wichtig dabei ist, wer sie auf diesem Ausbildungsweg begleitet. Der Fahrlehrer oder die Fahrlehrerin bildet zusammen mit dem familiären Umfeld das beste Team.

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3000 KM FAHRERFAHRUNG EMPFOHLEN Autofahren ist ja nichts Neues. Unzählige haben das bisher erfolgreich geschafft. Trotzdem gilt es einige Hürden zu meistern: Die technischen Einrichtungen an Autos sollte man nicht nur dem Namen nach kennen, sondern auch wissen, wie sie funktionieren. Zum Beispiel der Notbremsassistent, die Rückfahrkamera, der Spurassistent, die Einparkhilfe etc. sind heute in den meisten aktuellen Modellen serienmässig eingebaut. Der Verkehr ist hektisch, teilweise aggressiv und dicht. Unter diesen Voraussetzungen Autofahren zu lernen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Zumal in dieser Phase die Weichen für eine sichere Fahrweise in der Zukunft gestellt werden. Deshalb empfiehlt der ACS Fahrschülerinnen und Fahrschülern während 3000 gefahrenen Kilometern Erfahrungen am Steuer zu sammeln. In unterschiedlichen Infrastrukturen zu fahren, fördert Kompetenzen, die es im Strassenverkehr braucht. Innerorts in ländlichen Regionen oder in der Agglomeration und Stadt herrschen trotz geringer Geschwindigkeiten völlig unterschiedliche Bedin-

gungen. Der gemischte Verkehr in urbanen Gebieten erfordert die volle Konzentration. Es braucht viel Übung, um vieles gleichzeitig zu tun - lenken, bremsen, Blinker setzen, Schulterblick und Blick in den Rückspiegel. Da muss auch der Begleitfahrer oder die Begleitfahrerin einen kühlen Kopf bewahren. IM ENTWICKLUNGSPROZESS Jugendliche bis circa 20 Jahre sind in einem starken Entwicklungsprozess. Sogenannte «Peer Groups» (Gruppen von gleichaltrigen Jugendlichen) beeinflussen sie in ihrem sozialen Verhalten, den Wertevorstellungen und auch der persönlichen Entwicklung. Man weiss, dass die Risikogruppe der 18- bis 24-Jährigen nach wie vor als besonders gefährdet gilt, im Strassenverkehr in einen schweren Unfall verwickelt zu werden. Ob als Lenker respektive Lenkerin oder als Mitfahrer respektive Mitfahrerin. Rund die Hälfte der Unfälle mit schweren Personenschäden resultieren bei dieser Personengruppe aus Schleuder- und Selbst­ unfällen. In den allermeisten Fällen sind Substanzen wie Alkohol und Drogen oder Medikamente sowie überhöhte oder nicht


Verkehrssicherheit

Präventiv Die Aktion «be my angel tonight» hat zum Ziel, junge Erwachsene dazu zu motivieren, im Ausgang alkohol- und drogenfrei zu bleiben. Von den Clubs werden sie mit Gratissoftdrinks für ihr Engagement honoriert. Mehr unter www.bemyangel.ch. «Mach öpis» ist eine Präventionsplattform für junge Erwachsene, die viele Themen wie Sicherheit, Job, Schule, Geld, Freizeit und Nightlife behandelt. Mehr unter www.machoepis.ch

angepasste Geschwindigkeit die Ursache für diese Unfälle. Von den 16- bis 24-Jährigen in der Schweiz geben aktuell 200 000 Personen an (das entspricht einem Drittel), regelmässig, aber mindestens einmal pro Woche, Beruhigungsmittel zu konsumieren. Beim Alkohol liegt der sogenannte «Komakonsum» am Wochenende voll im Trend. Angehende Neulenkende in dieser nicht leichten Entwicklungsphase in der Fahrausbildung zu begleiten, ist deshalb eine wichtige Aufgabe. ERWACHSENE MIT TRAGENDER ROLLE Fahrlehrer sind dafür ausgebildet worden, jungen Menschen das Autofahren zu lehren. Sie greifen in der Ausbildung auch

Präventionsthemen auf und sensibilisieren glenkerinnen und Junglenker. Damit die die Jungen für die Gefahren im Strassenver- Begleitfahrten für beide Seiten stressfrei kehr. Der ACS empfiehlt deshalb unbedingt bleiben, gibt es neu den Ratgeber «Begleitdie allerersten vier Fahrstunden mit einem fahrer» von routinier24.ch. Dieses Tool Fahrlehrer zu absolvieren. Über die gesam- enthält alle wichtigen Hinweise zu Themen te Fahrausbildung gesehen sind mindestens wie Übungsfahrten, Theorie, Änderungen zehn Fahrstunden beim Fachmann oder der im Strassenverkehrsgesetz und bietet LernFachfrau ratsam. Sie legen den Grundstein, auf welchem die Eltern die Begleitfahrten aufbauen können. Auch wenn die Beziehung zwischen Kindern und ihren Eltern während der Adoleszenz sich verändert, so bleiben die Eltern doch wichtige Vertrauenspersonen. Sich gemeinsam in die Fahrausbildung zu begeben, bildet ein wichtiges, stabiles Fundament für Die meisten Autos haben heute eine automatische die Zukunft. Eltern dürfen Handbremse. Als Begleitfahrer sollte man deshalb deren auch mal über die Gefahren ­Betätigung auch mal vom Beifahrersitz aus üben. sprechen, die von Alkohol und Drogen am Steuer ausgehen. Denn videos und Übungen sowie Fragen/Antnicht selten sind auch Mitfahrende betrof- worten mit Erklärungen. ACS Mitglieder fen, wenn sich dann ein Unfall ereignet. Es profitieren bis zum 31. Januar 2021 vom Songibt verschiedene Kampagnen, die sich mit dertarif von nur CHF 34.90 (bestellen mit dem Thema der Unfallprävention von Ju- untenstehendem Talon oder via E-Mail an gendlichen 16plus befassen. Angebote wie info@acs.ch). «be my angel tonight» oder «Mach öpis» thematisieren wichtige Themen für Jun- Text Anita Brechtbühl / Bilder zVg

B E S T E L L K A R T E Ratgeber für BEGLEITFAHRER als Online-Programm Zugangskarte handlich verpackt in einer Box bestellen (Zugang zum Programm gültig für 1 Jahr – keine automatische Verlängerung)

CHF 34.90* für ACS-Mitgliede r (Preisvorteil CHF

5.–)

*Angebot gültig bis 31. Januar 2021

www.routinier24.ch Talon ausschneiden und einsenden an untenstehende Adresse oder per E-Mail an info@acs.ch  Ja, ich bestelle zum Preis

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Rechnung den Ratgeber

PLZ: Wohnort:

für Begleitfahrer.

E-Mail: Telefonnummer:

Automobil Club der Schweiz ӏ Wasserwerkgasse 39 ӏ CH-3000 Bern 13

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ADVERTORIAL

AUS INTERCLASSIC WIRD CLASSIC CAR REPORT

ZUVERLÄSSIGE WERTE oder privater Enthusiast davon? Die Kombination aus jahrzehntelanger Erfassung von Fahrzeugdaten und aus jahrzehntelanger Beobachtung des Klassikermarkts gibt Ihnen die Gewissheit, für jeden Youngund Oldtimer auf aktuelle und verlässliche Marktnotierungen zugreifen zu können. HEIMMARKT IM FOKUS Als Schweizer Unternehmen legen wir natürlich Wert auf eine vertiefte Beobachtung des Schweizer Markts. Zusätzlich verfolgen wir das Handelsgeschehen in Europa sowie den USA und publizieren deshalb die Marktnotierungen auch in den Währungen EUR, GBP und USD, da der Markt für klassische Liebhaberfahrzeuge seit jeher international ausgerichtet ist. Dieses Alleinstellungsmerkmal soll dazu beitragen, unsere Mission «Your classic car, our reliable values» erfolgreich umzusetzen.

H

ätten Sie erwartet, dass in der Schweiz über 300 000 Young- und Oldtimer immatrikuliert sind? In kaum einem anderen Land werden im Verhältnis zur Bevölkerungszahl so viele klassische Liebhaberfahrzeuge gesammelt, unterhalten und gefahren. Ihr gesamter Buchwert lässt sich durchaus mit dem jährlichen Neuwagenumsatz vergleichen. Damit stellt der Klassikermarkt einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor dar, bei dem Informationen über den richtigen Marktwert eine wichtige Rolle spielen. AUSGEWIESENER BEDARF In der Klassikerszene gab es während der letzten Jahrzehnte nur einen Marktbericht, der nicht nur für die Schweiz, sondern auch für Kontinentaleuropa, Grossbritannien und die USA länderspezifische Marktnotierungen lieferte. Mitte 2017 wurde der Marktbericht «InterClassic» von Eurotax zur Überraschung vieler Klassikliebhaber eingestellt. Seitdem warten

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die Marktteilnehmer auf ein gleichwertiges Angebot, das den Horizont über den rein nationalen Klassikermarkt erweitert. Befragungen bei Ausstellern auf den nationalen Oldtimer- und Teilemessen in den letzten beiden Jahren haben ergeben, dass ein Bedarf an qualifizierten Marktnotierungen gerade auch in Schweizer Franken besteht. Diese Reaktionen haben die ehemaligen Redakteure des «InterClassic» dazu bewogen, über die Idee eines zeitgemässen Nachfolgeprodukts nachzudenken. Daraufhin fiel der Entscheid, auf Ende 2018 die Firma CarepO GmbH zu gründen und den Aufbau der Website Classic Car ­Report in Auftrag zu geben. ÜBER 6000 TYPEN Unsere internationale Marktbeobachtung von klassischen Liebhaberfahrzeugen umfasst deutlich über 100 Marken und mehr als 6000 Typen, die den zeitlichen Bogen von den 1920er Jahren bis zum Ende des 20. Jahrhunderts spannen und alle wichtigen Produzentenländer abdecken. Was haben Sie als professioneller Experte

MIT WENIGEN KLICKS Sie brauchen sich auf der Website www.carepo.ch nicht zwingend zu registrieren, um herauszufinden, ob Ihr gesuchter Young- oder Oldtimer auch tatsächlich in der Datenbank vorhanden ist. Wenn Sie jedoch seine aktuellen Marktnotierungen kennenlernen möchten, ist es notwendig, sich anzumelden und sich für eines der zur Auswahl stehenden Abomodelle zu entscheiden. Sie sehen also: Mit wenigen Klicks steht Ihnen die Tür zum Marktwert Ihres Young- oder Oldtimers weit offen. Fazit: Mit dem neuen Online-Bewertungstool Classic Car Report von CarepO GmbH wollen wir nach kurzem Unterbruch eine lange Tradition in einer zeitgemässen Form fortsetzen, die im Jahr 1974 ihren Anfang nahm. Text pd / Bild zVg


Kürze INinKÜRZE

TOM’S KOLUMNE

«HUNGER IST NOCH DA!»

D

as Jahr 2020 war und ist in vielerlei Hinsichten seltsam und verrückt. Nicht anders für Tom Lüthi, der nach dem dritten WM-Gesamtrang 2019 in diesem Jahr mit enormen Problemen zu kämpfen hatte: «Ich bin froh, dass ich das Kapitel 2020 mit dem letzten Rennen in Portugal nun abschliessen konnte. Wenn ich an die letzten Monate zurückdenke, dann spielen Gefühle wie Ratlosigkeit und fast schon Verzweiflung eine grosse Rolle. Denn nachdem wir das letzte Jahr so positiv abschliessen konnten, sind wir wiederum genau so gut in dieses Jahr gestartet. Bei den ersten Tests in Jerez im Februar war ich konstant bei den Schnellsten. Doch bei den Tests in Qatar hatten die Probleme bereits begonnen. Beim Eröffnungsrennen im März erlebten wir dann zum ersten Mal das, was uns dann über die gesamte Saison hinweg begleitete: wir starteten nicht überragend, aber auch nicht schlecht ins Wochenende, konnten uns dann aber nicht steigern, während sich alle um uns herum verbesserten. Dann kam die lange Pause, wir konnten durchatmen und im Mai in Jerez nochmals ‹neu› in die Saison starten – doch die Probleme blieben. Ich hatte keine Chance, ein Gefühl für das Motorrad aufzubauen, das es mir erlaubt hätte, mit der Maschine ans Limit zu gehen, zu kämpfen, zu spüren, in welche Richtung es gehen soll. Ein Lichtblick hatten wir beim Rennen in Spielberg, doch auch das hielt nicht lange an. Wir waren oft ratlos, die Szenerie vom guten Einstieg ins Wochenende und der fehlenden Verbesserung wiederholte sich Rennen für Rennen. Wenn man alles probiert und nichts zu funktionieren scheint, bleibt irgendwann auch die Freude am Fahren aus, das generelle Vertrauen sinkt und man läuft Gefahr, in eine Abwärtsspirale zu geraten. Nun haben wir das letzte Rennwochenende abgeschlossen und ich bin bereit für ein neues Kapitel. Der Übergang zum «Stop and go Racing Team» ist für mich beinahe nahtlos. Die Saison 2021 beginnt eigentlich bereits jetzt mit dem ersten Test in Jerez. Auch wenn wir aufgrund des Wetters nicht zu viel vom Test erwarten können, werden diese Tage für uns als neues Team enorm wichtig. Wir werden viel Zeit miteinander verbringen, uns kennenlernen, unsere Pläne besprechen und dadurch die Basis für die nächste Saison schaffen – für ein neues Jahr, das uns hoffentlich in allen Belangen wieder etwas zur Normalität zurückbringen wird. Eines ist für mich klar: ganz egal, wie viel ich vergangene Saison zu kämpfen hatte – ich habe immer gespürt, dass der Hunger nach dem Speed und dem Motorradfahren noch da ist. Meine Motivation, nächstes Jahr wieder Vollgas zu geben und mich zurück an die Spitze zu kämpfen, ist vielleicht sogar grösser als zuvor.»

REFERENDUM GEGEN DAS CO2-GESETZ Die Unterschriftensammlung läuft auf Hochtouren. In Zeiten, in denen das Sammeln von Unterschriften auf der Strasse durch die äusseren Umstände erschwert wird, ist Kreativität gefragt:

Hier das Beispiel einer Unterschriftensammelaktion der ACS Sektion Zürich. An einem Samstagnachmittag stiegen der Geschäftsführer Lorenz Knecht und seine Mitarbeiterin Caitlin Huber in den Rennoverall und verteilten bei der Ausfahrt Unterschriftenbögen an die Besucher des City Parkhauses in Zürich. Es war also eine Art «Drive-out-Sammelaktion, bei der die geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden konnten. ES GILT WEITERHIN: JEDE STIMME ZÄHLT! An dieser Stelle danken wir allen Mitgliedern und unseren Sektionen, die bereits fleissig Unterschriften gesammelt haben. Die Referendumsfrist läuft noch bis zum 14. Januar 2021. Wir sind also noch nicht am Ziel. Deshalb gilt weiterhin: jede Unterschrift zählt! Helfen Sie uns weiterhin beim Sammeln der Unterschriften! Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre Unterstützung! Text Carolin Kiefer / Bild zVg

Info Auf acs.ch finden Sie den Unterschriftenbogen sowie unser Argumentarium zum Herunterladen. Alternativ können Sie Unterschriftsbögen bei Ihrer ACS Sektion oder der Zentralverwaltung in Bern bestellen. Der Rückversand der ausgefüllten Unterschriftenbögen ist kostenlos.

Ihr Tom Lüthi, ACS Botschafter NR. 08/2020

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IN KÜRZE

NEUE VERKEHRSREGELN

DER ACS TRAUERT Mit Bestürzung musste die ACS Familie den überraschenden Tod von Marcel Omlin zur Kenntnis nehmen. Er ist am 20. November 2020 im Alter von 51 Jahren nach einem Schwächeanfall verstorben. Der Rothenburger leitete als Sektionspräsident während zehn Jahren die Geschicke der ACS Sek­ tion Luzern, Ob- und Nidwalden. Er hat die Sektion in dieser Zeit neu ausgerichtet und modernisiert. Dazu sass der Verstorbene seit 2006 für die SVP Luzern im Kantonsrat und vertrat dort mit grossem Engagement und umfangreichem Fachwissen die Interessen der Automobilisten. «Seine feinfühlige und humorvolle Art bleibt uns unvergessen. Wir werden Marcel Omlin in bester Erinnerung behalten und trauern mit den Angehörigen», sagt ACS Zentralpräsident Thomas Hurter zum Verlust des allseits geschätzten Menschen und Clubkollegen. Text mru / Text zVg

Das wird neu ab 1. Januar 2021

Erstmals seit 1964 dürfen auf Autobahn- darf neu 100 statt wie bisher nur 80 km/h raststätten wieder alkoholische Getränke schnell fahren. Für Veteranenfahrzeuge ausgeschenkt und verkauft werden. Zu wird das Sonntagsfahrverbot aufgehoben. den neuen Regeln ab 2021 gehört auch die Kinder bis 12 Jahre dürfen gemäss Reissverschlusspflicht, wenn Fahrspu- den angepassten Regeln mit ihrem Velo ren abgebaut werden. Die Automobilisten auf dem Trottoir fahren, sofern kein Radmüssen die Fahrzeuge auf der abgebauten weg oder Radstreifen vorhanden ist. Die Spur einschwenken lassen. Damit soll die neue Regelung soll helfen, Zusammenstösgängige Unsitte verhindert werden, dass se von Kindern mit Autos zu verhindern. viele Verkehrsteilnehmende zu früh auf Velo- und Töfflifahrende dürfen neu an die verbleibende Spur wechseln und damit Ampeln bei Rot rechts abbiegen, sofern einen besseren Verkehrsfluss verhindern. dies entsprechend signalisiert ist. In TemWer das Prinzip missachtet, wird gebüsst. po-30-Zonen sind neu vortrittsberechtigDas Gleiche droht Autolenkern, wel- te Fahrstrassen für Velos möglich. che die Bildung einer Rettungsgasse verFür den ruhenden Verkehr wird ab 2021 unmöglichen. Wer nicht genügend Platz neu das Symbol der Ladestation geschaffen. für Rettungsfahrzeuge freilässt, bezahlt Es markiert Abstellflächen, die über eine künftig ebenfalls eine Busse. Rechtsvor- Ladestation für Elektrofahrzeuge verfübeifahren ist ab 1.1.2021 erlaubt, wenn sich gen. Parkfelder mit Ladestationen können auf dem linken oder bei dreispurigen Au- neu grün eingefärbt werden. Das Signal tobahnen auf dem mittleren Fahrstreifen «Parkieren gegen Gebühr» gilt neu für alle eine Kolonne gebildet hat. Rechtsüberho- Fahrzeuge. Dies erlaubt es, auch Parkfelder len und unmittelbares Einschwenken da- für Motorräder, Mofas und schnelle E-Bikes nach bleibt verboten und wird gebüsst. einzuführen, für die man bezahlen muss. Wer mit einem Personenwagen bis 3,5 Tonnen Gewicht einen Anhänger zieht, Text red/sda

ACS QUIZ 8/2020

LÖSUNGSWORT

1. Welches Nahrungsmittel steht für eine Scheinwerferart? M Gersten

V Linsen

L

Bohnen

O

Bodenwelle

N

Jeep

Preis: Zwei Übernachtungen inkl. Frühstück im ­Hotel Schenna Resort in der ­Gemeinde Schenna im Etschtal bei Meran. Sie übernachten in einem der modernen Doppelzimmer im Wert von rund 900 CHF.

2. Eine Unebenheit in der Strasse ist eine … I Druckwelle

E Dauerwelle

3. Welches Auto kommt bei «Knight Rider» vor? R Pontiac

L Ford

4. Wie viele Autobahnraststätten sind im Nationalstrassennetz zu finden? T 36

I

59

E

87

Formel V

Teilnahmebedingungen: Mit der Teilnahme akzeptiert der Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen. Teilnahmeberechtigt sind ausschliesslich Mitglieder des Automobil Clubs der Schweiz. Der Gewinner wird persönlich vom Automobil Club der Schweiz benachrichtigt. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Viskosität

Teilnahmeschluss ist der 22. Januar 2021 ­(Poststempel).

5. Wann wurden die ersten leistungsfähigen Fahrzeugkrane entwickelt? S 1940er Jahre

R 1960er Jahre

M

1980er Jahre

6. Welches dieser Länder hat das dichteste Netz von Autoreisezügen? A Bulgarien

E Frankreich

I

Finnland

7. Bei welcher Rennserie kommt der «Fanboost» zum Zuge? T Formel E

S Formel 3000

N

8. Für was steht die Zahl bei «Benzin Bleifrei 95»? E Dichte

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T Oktanzahl

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Senden Sie uns eine Postkarte mit dem Vermerk «ACS Rätsel» und dem Lösungswort, Ihrer Mitgliedsnummer und Adresse an unten stehende Adresse, oder senden Sie uns das Lösungswort online unter www.acs.ch/auto-raetsel zu. Automobil Club der Schweiz Wasserwerkgasse 39 CH-3000 Bern 13 Lösungswort Ausgabe 07/20 AUSFAHRT


Geniessen mit der ACS Reisen AG

Der Zauber von Zypern E r l ebn isreis e vom 2 0 . – 2 6 .0 4 .2 0 2 1 mit Ku ltur un d Natur, S onn e un d G enuss s ow i e mit ei n er f as zi ni eren d en Mis chung aus Okz i d ent un d Ori ent in Aphro d ites Hei m at . Auss chre ibu ng mit det ai l l ier tem R eis eprog r amm unter w w w.ac s-t r avel.ch/ erlebnis re is e n

www.acs-travel.ch Forchstrasse 95, 8032 ZĂźrich Tel 044 / 387 75 10 Bernstrasse 164, 3052 Zollikofen Tel 031 / 378 01 41 info@acs-travel.ch


h Mehrfac hneter ic ausgeze r e Testsieg

Allianz Assistance Weltmarktführer für Assistance- und Reiseversicherungsleistungen. ACS & Allianz Assistance – Eine starke Partnerschaft mit wertvollen Vorteilen für ACS Mitglieder: 3 Schweizer 24-Stunden-Notrufzentrale kompetent und freundlich 3 Pannen- und Unfallhilfe in der Schweiz und in ganz Europa 3 Telemedizinische Beratung und medizinische Assistance rund um die Uhr, weltweit bei Krankheit und Unfall 3 Globales Partnernetzwerk weltweit und jederzeit für unsere Kunden im Einsatz