Das Magazin des Automobil Club der Schweiz | Edition Deutschschweiz

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AUTO

Ausgabe 07/2020

Das Magazin des Automobil Club der Schweiz | Edition Deutschschweiz

Verkehrspolitik

Kia Special

Reisen

REFERENDUM GEGEN CO2-GESETZ

FLAGGSCHIFF MIT GROSSEN AMBITIONEN

FERIENREGION THUN IST EINE REISE WERT

Das von den eidgenössischen Räten verabschiedete revidierte CO2-Gesetz hilft dem Klima nicht, kostet aber viel Geld. Deshalb sammeln Verbände und der ACS Unterschriften für ein Referendum

Mit dem neuen Sorento klopft Kia bei der Premium-Klasse an. Der Allradler bietet alles, was das Herz begehrt

Oft ist das Schöne näher, als man denkt! Ein gutes Beispiel hierfür ist Thun und seine Umgebung


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EDITORIAL

JEDE UNTERSCHRIFT ZÄHLT ! Der ACS ist Mitglied der Gruppe von Wirtschaftsverbänden, die unter dem Motto «vernünftig bleiben – nachhaltig statt planlos» das Referendum gegen das neue CO2-Gesetz ergriffen hat. Der Startschuss zur Unterschriftensammlung ist am 9. Oktober 2020 gefallen. Die Referendumsfrist endet am 14. Januar 2021. Es bleibt also nur wenig Zeit, die benötigten 50 000 Unterschriften zu sammeln. Und eines ist klar: Jede Unterschrift zählt!

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er ACS ist sich bewusst, dass wir grundsätzlich alle einen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen leisten müssen und befürwortet dies auch. Deswegen unterstützt er auch die Entwicklung neuer Technologien und das Beschreiten neuer Wege. Aus der Sicht des ACS helfen zusätzliche Abgaben und neue Steuern in Form von massiven Zuschlägen auf den Treibstoffpreisen, wie sie das neue CO2-Gesetz vorsieht, dem Klima nicht und schaffen nur Ungerechtigkeiten. Ganz generell sind wir der Ansicht, dass das Schweizer Stimmvolk zu einem derart wichtigen, tief in die Zukunft unseres Landes eingreifendes Gesetz wie das CO2-Gesetz das letzte Wort haben sollte. Deshalb haben wir uns, zusammen mit den ACS Sektionen, entschieden, das Referendum aktiv zu unterstützen. Sollte das Referendum erfolgreich sein, erhalten wir die Möglichkeit, ein Gesetz zu erarbeiten, das vor allem die Forschung und Innovation fördert und weniger auf die Umverteilung von Geldern und auf bürokratische Hürden baut. Damit könnte ein wesentlicher und spürbarer Beitrag für ein gesundes Klima geleistet werden. Zudem könnten die Ungerechtigkeiten, die das neue CO2-Gesetz mit sich bringt, ausgeräumt werden. Denn durch die massive Erhöhung der Treibstoffpreise werden vor allem die Bevölkerung ausserhalb der grossen Zentren und in den Berggebieten sowie das Gewerbe massiv belastet. Das darf nicht sein. Das neue CO2-Gesetz bringt durch die zusätzlichen Abgaben und neuen Steuern nicht nur eine massive Belastung für Wirtschaft und Bevölkerung, sondern hemmt auch die Innovationskraft. Abgesehen davon ist aus unserer Sicht besonders störend, dass es eine Umverteilung von Geldern beinhaltet, die zu mehr Bürokratie und zur Einschränkung unserer Mobilität führt. Der Entscheid, dass die Hälfte der Strafzahlungen der Autoimporteu-

re, welche die erlaubten Höchstwerte bei den CO2-Emissionen bei ihren Neuwagen nicht einhalten können, nicht mehr in den Nationalstrassen- und Agglomerationsfonds NAF, sondern in einen Klimafonds fliessen sollen, führt längerfristig zu einer Unter­ finanzierung des NAFs und wird damit weitere Erhöhungen der Treibstoffpreise mit sich bringen. Zudem werden der Unterhalt und der Ausbau unserer Strasseninfrastruktur darunter leiden. Dies sind nur einige Gründe, weshalb der ACS das Referendum unterstützt. Detailliertere Ausführungen dazu finden Sie in dieser Ausgabe des ACS Magazins auf den Seiten 6 und 7. In dieser Ausgabe finden Sie auch einen Unterschriftenbogen. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass es einen grossen Effort braucht, die nötigen 50 000 Unterschriften zu sammeln. Als Mitglied des Wirtschaftskomitees, welches das Referendum ergriffen hat, ist der ACS nicht alleine bei der Unterschriftensammlung. Er muss und soll aber seinen Beitrag leisten. Als Interessensvertreter der Automobilistinnen und Automobilisten sollten wir einen wesentlichen Anteil der benötigten Unterschriften liefern können. Deshalb bitte ich Sie, liebe ACS Mitglieder, um Ihre Unterstützung. Helfen Sie uns beim Sammeln der Unterschriften! Sammeln Sie in Ihrem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis. Ausgefüllte Unterschriftenbögen können kostenlos an die Geschäftsstelle des Referendumskomitees geschickt werden. Wenn Sie noch weitere Unterschriftenbögen benötigen, können Sie diese jederzeit bei Ihrer ACS Sektion oder bei der Zentralverwaltung des ACS Schweiz bestellen. Wie gesagt, jede Unterschrift zählt. Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Unterstützung.

Ihr Thomas Hurter Zentralpräsident

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INHALT

KOLUMNE S.12 AM LIMIT DES MÖGLICHEN: ZUSAMMENSPIEL IN PERFEKTION ACS Botschafter Tom Lüthi, der bodenständige Moto2-Motorradpilot, reflektiert in einer exklusiven Kolumne sein Leben als Profisportler und Privatmensch. In dieser Ausgabe verrät der Berner, weshalb der Faktor Mensch im von Technik und Innovation geprägten Rennsport trotzdem immer noch das Zünglein an der Waage ist.

VERKEHRSPOLITIK

S.06

ACS S.24 IKONEN ZIEREN NEUE ACS VISA CARDS Der ACS hat als Sujet für die neue Serie der beliebten ACS Visa Classic Card und ACS Visa Gold Card den Jaguar XK-C120 sowie den Porsche 356 A Coupé ausgewählt. Sie stammen aus dem Archiv des bekannten Fotografen Michel Zumbrunn.

UNTERSCHRIFTENSAMMLUNG FÜR REFERENDUM GEGEN CO2-GESETZ Zahlreiche Wirtschaftsverbände – und auch der ACS – haben gegen das in der Herbst­ session von den eidgenössischen Räten verabschiedete revidierte CO2-Gesetz das Referendum ergriffen. Seit dem 9. Oktober sammeln sie Unterschriften. Die Referen­ dumsfrist endet am 14. Januar 2021. Bis dahin müssen 50 000 gültige Unterschriften ­gesammelt sein. Kein leichtes Unterfangen. Deshalb ist klar: Jede Unterschrift zählt, damit das Schweizer Volk das letzte Wort haben kann, ob es bereit ist oder eben nicht, die immensen Kosten zu tragen. Die im revidierten CO2-Gesetz vorgesehene Treibstoffpreis­ erhöhung von zuerst 12 und dann bis 20 Rappen pro Liter sowie happige Abgaben auf Öl und Gas belasten sowohl das Gewerbe als auch die breite Bevölkerung massiv.

KIA SPECIAL

S.08

CLASSIC

S.16

DAS BESONDERE ERFAHREN Über 110 klassische Fahrzeuge, die meisten davon im oberen Preissegment, vereint die Sammlung der «Fondation Renaud». Eine Neuausrichtung der Stiftung hat zum Ziel, ausgewählte Classic-Juwelen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

RATGEBER KIA KLOPFT BEI DER PREMIUM-KLASSE AN Mit dem SUV-Flaggschiff hat der erfolgreiche südkoreanische Automobilhersteller Grosses vor. Der Kia Sorento will es mit den Premium-Marken aufnehmen. Erste Testfahrten haben gezeigt: Kia lässt den selbstbewussten Worten auch Taten folgen. In keiner wichtigen Disziplin muss sich der Sorento vor der Konkurrenz verstecken. Er bietet sowohl bei der Technik als auch bei der Qualität sehr viel Leistung für vergleichsweise wenig Geld. Dazu gewährt Ho-sung Song, CEO und Präsident der Kia Motors Corpora­ tion, spannende Einblicke in die Zukunft seines Unternehmens. 4

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S.18

GEFÄHRLICH UND TEUER In unserem juristischen Ratgeber zeigen wir auf, weshalb die Ablenkung im Strassenverkehr durch die Manipulation des Mobiltelefons oder Smartphones nicht nur gefährlich, sondern eben auch sehr teuer sein kann. Hohe Bussen und Führerschein­ entzug sind oftmals die Folgen.


inhalt

Z ESETe: G C O ser A u sg a b n 2

REISEN

In die if tenboge rschr rendum Unte s Refe f ür da

S.20

Impressum Verlag ACS AUTO © Automobil Club der Schweiz (ACS) Wasserwerkgasse 39 CH-3000 Bern 13 Tel. +41 31 328 31 11 www.acs.ch, info@acs.ch Chefredaktion/ Anzeigenverkauf Markus Rutishauser Romanshornerstrasse 62B CH-8280 Kreuzlingen Mobile +41 79 406 90 23 markus.rutishauser@acs.ch

THUN – DAS TOR ZUR FERIENREGION BERNER OBERLAND Oft ist das Schöne näher, als man denkt! Wir haben die vielen Sehenswürdigkeiten und die Perlen der Ferienregion Thun erkundet – und sind beeindruckt. Die Stadt und die Umgebung haben unglaublich viel zu bieten.

ACS

VERKEHRSSICHERHEIT

S.22

SPEZIALREISEN ZU OPEL UND INS SÜDTIROL Mitte September und Anfang Oktober organisierte der ACS mit Reiseleiter Christoph Bleile an der Spitze zwei spannende, mehrtägige Ausflüge ins Opel-Werk nach Rüsselsheim und ins Südtirol zu einem exquisiten Fahrvergnügen.

WINTERREIFEN Der Winter ist im Anmarsch. Wir zeigen Ihnen, w ­ orauf bei der Wahl der Winterreifen und beim Reifenwechsel geachtet werden muss.

NEUHEITEN S.26

S.32

Produktion Bodan AG Druckerei und Verlag Zelgstrasse 1 CH-8280 Kreuzlingen Tel. +41 71 686 52 52 www.bodan-ag.ch, druck@bodan-ag.ch Berichte Titelbild und Testbericht können einem Advertorial entsprechen, wobei die Redaktion jeglicher Verpflichtung freibleibend und ohne Fremdeinsprache die Beurteilung des Objektes vornimmt. Für unaufgefordert zugesandte Berichte, Manuskripte, Bilder/ Fotos und Dateien übernimmt die Redaktion keine Verantwortung bzw. Haftung. Erscheinungsweise 8 Ausgaben pro Jahr. Für die ACS Mitglieder in den Clubleistungen enthalten. Auflage 67 416 Exemplare (WEMF-beglaubigt 2020) Nachdruck nur unter Quellenangabe und mit Bewilligung des Verlages gestattet.

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VERKEHRSPOLITIK

CO2-GESETZ

VERNÜNFTIG BLEIBEN – NACHHALTIG STATT PLANLOS

Das neue CO 2 -Gesetz beinhaltet massive Zuschläge auf den Treibstoffpreisen.

Das in der Herbstsession von den eidgenössischen Räten verabschiedete revidierte CO2-Gesetz hemmt die Innovation und bringt mehr Bürokratie. Es ist zudem ungerecht, führt zu einer Umverteilung von Geldern und hilft dem Klima nicht. Deshalb ist der ACS Mitglied der Gruppe von Wirtschaftsverbänden, die unter dem Motto «vernünftig bleiben – nachhaltig statt ­planlos» das Referendum ergriffen hat.

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er ACS ist sich bewusst, einem derart wichtigen, tief in die Zukunft dass wir grundsätzlich alle unseres Landes eingreifenden Gesetz wie einen Beitrag zur Reduk- das CO2-Gesetz das letzte Wort haben solltion der CO2-Emissionen te. Deshalb haben wir uns, zusammen mit leisten müssen und befürwortet dies auch. den ACS Sektionen, entschieden, das RefeDeswegen unterstützt er die Entwicklung rendum aktiv zu unterstützen. neuer Technologien und das Beschreiten neuer Wege. Aus der Sicht des ACS helfen ZUSÄTZLICHE BELASTUNG FÜR zusätzliche Abgaben und neue Steuern in GEWERBE UND BEVÖLKERUNG Das neue CO2-Gesetz verteuert in Form von massiven Zuschlägen auf den Treibstoffpreisen, wie sie das neue CO2-Ge- erster Linie den Energiekonsum und will setz vorsieht, dem Klima nicht und schaf- damit vor allem unsere Mobilität einfen nur Ungerechtigkeiten. Er ist der Mei- schränken. Die vorgesehene Treibstoffnung, dass das Schweizer Stimmvolk zu preiserhöhung von zwölf und längerfristig

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bis zu 20 Rappen pro Liter sowie die happigen CO2-Abgaben auf Öl und Gas belasten sowohl das Gewerbe als auch die breite Bevölkerung massiv. Im momentanen sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfeld aufgrund von COVID-19, mit drohender Arbeitslosigkeit und finanziellen Engpässen, ist es falsch, Unternehmen und Bevölkerung mit zusätzlichen Abgaben und neuen Steuern noch mehr zu belasten. Vor allem die Erhöhung der Treibstoffpreise bringt grosse Ungerechtigkeiten mit sich, da sie in erster Linie die Bevölkerung ausserhalb


VERKEHRSPOLITIK

der grossen Zentren sowie in den Bergregionen trifft, die auf den motorisierten Individual­verkehr angewiesen ist. MIT DER UMVERTEILUNG VON GELDERN GEGEN MOTORISIERTEN INDIVIDUALVERKEHR Mit dem neuen CO2-Gesetz fliessen die Strafzahlungen der Autoimporteure, welche die erlaubten Höchstwerte bei den CO2-Emissionen bei ihren Neuwagen nicht einhalten können, neu zu 50 Prozent in einen Klimafonds, anstatt wie bisher vollumfänglich in den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds NAF. Dies wird längerfristig zu einer Unterfinanzierung des NAFs und damit zu weiteren Erhöhungen der Treibstoffpreise führen, wodurch der motorisierte Individualverkehr noch stärker belastet wird. Zudem werden Unterhalt und Ausbau unserer Strasseninfrastruktur darunter leiden. In diesem Zusammenhang darf auch nicht vergessen werden, dass das Schweizer Stimmvolk 2017 beschlossen hat, dass diese Gelder vollumfänglich in den NAF fliessen sollen. Nun will man den damals gefällten Volksentscheid umgehen, indem rund 50 Prozent davon in einen Klimafonds abgeleitet und damit der Strasse weiter Geld entzogen wird. INNOVATION WIRD AUSGEBREMST Die Schweiz hat schon heute sehr strikte und detaillierte Vorschriften punkto Umwelt- und Klimaschutz. Weitere Regulierungen und neue Verbote bringen keine Verbesserung – im Gegenteil. Wer etwas für das globale Klima tun will, muss Geld in Forschung und Innovation investieren. Wenn die Unternehmen aber mit zusätzlichen hohen Abgaben und neuen Steuern belastet werden, führt dies zu einem Stillstand bei Innovation, Forschung und

JEDE STIMME ZÄHLT! Der Startschuss zur Unterschriften­ sammlung für das Referendum ist am 9. Oktober 2020 gefallen. Die Referendumsfrist endet am 14. Januar 2021. Es bleibt also nur wenig Zeit, um die benötigten 50 000 Unterschriften zu sammeln. Dass ein Referendum nicht so einfach zustande kommt, hat die jüngste Vergangenheit gezeigt, wo Initianten von Referenden es nicht geschafft haben, die nötigen 50  0 00 Unterschriften zu sammeln. Damit ist eines klar: Jede Unterschrift zählt! Als Mitglied des Wirtschaftskomitees,

welches das Referendum ergriffen hat, ist der ACS nicht alleine bei der Unterschriftensammlung. Er muss und soll aber seinen Beitrag leisten. Als Interessensvertreter der Automobilistinnen und Automobilisten sollten wir einen wesentlichen Anteil der benötigten Unterschriften liefern können. Deshalb bitten wir Sie, liebe ACS Mitglieder, um Ihre Unterstützung. Helfen Sie uns beim Sammeln der Unterschriften! Sammeln Sie in Ihrem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis sowie in Ihrem beruflichen Umfeld. Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre Unterstützung! www.vernuenftig-bleiben.ch

INFO

Entwicklung, weil dafür keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung stehen. Es wäre aber wichtig, optimale Rahmenbedingungen für die Unternehmen zu schaffen, damit sie durch Innovation umsetzbare Lösungen für einen effizienten Klimaschutz erarbeiten können. Text Thomas Hurter Bild Markus Rutishauser

Ausgefüllte Unterschriftenbögen können kostenlos an die Geschäftsstelle des Referendumskomitees geschickt werden. Wenn Sie noch weitere Unterschriftenbögen benötigen, können Sie diese jederzeit bei Ihrer ACS Sektion oder bei der Zentralverwaltung des ACS Schweiz bestellen. Wie gesagt, jede Unterschrift zählt. Auf www.acs.ch finden Sie den Unterschriftenbogen sowie unser Argumentarium zum Runterladen.

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KIA SPECIAL

KIA SORENTO

ALLES, WAS DAS HERZ BEGEHRT Kia klopft bei der Premium-Klasse an. Beim SUV-Flaggschiff Sorento gibt es jetzt alles, was das Herz begehrt. Autonomes Fahren auf der Autobahn und im Stau, Einparken in enge Lücken per Fernbedienung. Selbst der tote Winkel verliert durch Kameras seinen Schrecken. Zum Auftakt gibt es zwei Motoren: einen 1.6T-GDi Hybrid Benziner mit einer Gesamtleistung von 230 PS und einen 2.2 Smartstream Diesel mit 201 PS. Die Basispreise bewegen sich zwischen CHF 47 950.–* und 62 950.–*, in der Schweiz immer mit Allrad.

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ie man aus einem zusätzlichen Zentimeter ein Raumwunder schafft, zeigt Kia mit dem neuen Sorento. Im Vergleich zum Vorgänger ist das grösste SUV im Programm der Koreaner zwar nur marginal gewachsen, sowohl in Länge (4,81 m), Höhe (1,70 m) und Breite (1,90 m). Aber dank des neuen Produktionsbaukastens wurden daraus beim Radstand 3,5 Zentimeter (neu 2,82 m) – und das merkt man beim Platzangebot. Die Beinfreiheit in der zweiten Sitzreihe ist beispielsweise um satte neun Zentimeter gewachsen. Und das Ganze geht nicht zulasten des Kofferraums. Selbst wenn man den Sorento mit einer dritten Sitzreihe bestellt (Aufpreis CHF 1000.–), bleibt das Volumen bei mindestens 700 Litern. Beim fünfsitzigen Diesel sind es 705 Liter, maximal passen 2100 Liter rein – das ist eine Ansage. Die Anhängelast (gebremst) beträgt 1650 kg

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beim Hybrid-Benziner bzw. stattliche 2500 kg beim Selbstzünder. Die vierte Sorento-Generation kommt mächtiger und wuchtiger daher. Das vielleicht auffälligste Merkmal sind die Heckleuchten. Sie liegen nicht mehr horizontal, sondern bestehen aus zwei aufrechtstehenden Lichtern. Fast wie beim Ford Mustang, da sind es allerdings drei. Vielleicht wirkt der Sorento deshalb ein wenig amerikanisch. Das für Kia typische Tigernasen-Gesicht wurde breiter, bleibt aber in seinen Grundzügen erhalten. Beim

Mit dem neuen «Terrain M ­ ode»-System ist der neue Sorento im ­Gelände souverän unterwegs.

Tagfahrlicht haben sich die Designer vom Blick des Raubtiers inspirieren lassen. MIT DOPPELKUPPLUNGSGETRIEBE Der 2,2 Liter grosse Dieselmotor wurde überarbeitet und leistet jetzt 201 PS. Ein gutmütiges Triebwerk, das ein wenig Anlauf braucht: Ab 1750 U/min powert es mit 440 Newtonmetern (Nm) Drehmoment so richtig los. Ab 2750 U/min lässt der Schub wieder nach. Trotzdem ist der Sorento damit angemessen ausgerüstet. Mehr braucht es nicht, wie wir bei Testfahrten rund um den Europa-Hauptsitz von Kia in Rüsselsheim (D) feststellen durften. Neu ist das 8-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe, damit sprintet der mit Allrad angetriebene Kia in 9,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Schluss ist bei 202 km/h. Apropos Allrad: Auch im Gelände macht der Sorento eine gute Figur. Ob schmieriger Lehm, tückischer Sand, schräge Querpassagen oder steile Gefälle – dieses Auto ist nicht nur ein Schönwet-


Kia Special

Die Optik wirkt etwas amerikanisch.

ter-SUV, sondern ein zuverlässiger Kumpel bei widrigen Strassenverhältnissen. Aus den Angaben des Vergleichs-Testzyklus WLTP von sechs Litern wurden bei der ACS-Testfahrt 7,4 Liter. 1000 KILOMETER REICHWEITE Als zweite Motorisierung bietet Kia zum Marktstart eine Hybridversion an. Allerdings keine aufladbare, die wird erst im nächsten Frühling nachgereicht. Die jetzt schon verfügbare Variante kombiniert den 1,6 Liter grossen Turbo-Benziner (180 PS/132 kW) mit einer E-Maschine (60 PS), die an das 6-Stufen-Automatikgetriebe angeflanscht ist. Gemeinsam sind die beiden 230 PS (169 kW) stark, liefern ein Drehmoment von 350 Nm und beschleunigen den Zweitonner in 9,0 Sekunden auf Tempo 100 und bis maximal 193 km/h. Wie üblich bei nicht aufladbaren Hybrid-Vehikeln, bewältigt auch dieser Kia nur kurze Strecken elektrisch und dient primär als spritsparende Anfahrhilfe, dafür soll der Kraftstoffverbrauch bei unter sechs Litern liegen und so mit einer Tankfüllung (67 Liter) eine Reichweite von rund 1000 Kilometern möglich sein. Das Plugin-System (PHEV) fällt stärker aus. Zum gleichen Benzinmotor gesellt sich eine um 31 PS leistungsfähigere E-Maschine, so dass insgesamt 265 PS zur Verfügung stehen. Der Akku hat eine Kapazität von 13,8 kWh. Wie weit der Sorento damit rein elektrisch kommt, ist noch nicht bekannt. Wir schätzen, es werden mit vollen Batterien mindestens die branchenüblichen 50 Kilometer sein. BILDSCHIRM-LANDSCHAFT Auf der digitalen Seite haben es die Koreaner krachen lassen. Das 8-Zoll-Display ist serienmässig, je nach Ausstattung wächst es auf 10,25 Zoll. Zusammen mit dem voll digitalen Tacho-Instrument sitzt man vor einer wahren Bildschirm-Landschaft. Die Einbindung des Smartphones ist drahtlos, man kann sogar zwei mobile Geräte gleichzeitig anschliessen. Natürlich kann man nur mit einem telefonieren, aber das zweite ist multimediafähig.

ACS AUTO Chefredaktor Markus Rutishauser bei seiner exklusiven Testfahrt rund um den Europa-Hauptsitz von Kia in Rüsselsheim.

ist der aktive Totwinkel-Assistent. Hier wird nicht etwa nur mit Lichtzeichen oder Soundeffekten gewarnt. Man kann jetzt sogar alles sehen, was sich im toten Winkel befindet. Möglich machen das die beiden Seitenspiegel-Kameras. Ihre Bilder werden auf den Cockpit-Monitor übertragen, soDank den beiden Kameras in den Seitenspiebald man den Blinker setzt. Im Drehzahlgeln kann der Fahrer im Display alles sehen, messer erscheint die rechte Fahrzeugseite, was sich im toten Winkel befindet. im Tacho die linke. Eine verblüffend einfache und praktische Lösung. So verliert der Gleich sieben (!) USB-Buchsen stehen zur tote Winkel seinen Horror, im Zweifelsfall Verfügung. rettet Kia damit sogar Leben. Bei den Sicherheitsfeatures macht MIT SEITENSPIEGEL-KAMERAS Kia ohnehin keine Kompromisse. Zur Abgesehen davon, dass Kia bei den Standardausstattung in beiden Versionen Assistenten auf breiter Front nachgerüs- ­(Sorento und Style) gehören u.a. sieben Airtet hat, zum Beispiel was teilautonomes bags, ein Berganfahr- und BergabfahrasFahren angeht (Stop&Go-Funktion, selbst- sistent, ein Autonomer Notbremsassistent, ständige Autobahnfahrten), bieten die Anhänger-Stabilitätskontrolle, SpurhalKoreaner jetzt sogar eine Parkfunktion teassistent, Rückfahr-Querverkehrswarmit Fernbedienung für besonders enge ner, Stauassistent, Müdigkeitserkennung Parklücken an (nur Diesel). Der Clou jedoch und e-Call, ein automatisches Notrufsystem. Der Frontkollisionswarner erkennt nicht nur Fussgänger und Velofahrer, sondern auch Gegenverkehr beim Abbiegen an EXKLUSIVE PROBEFAHRT einer Kreuzung. Am Samstag, 19. Dezember 2020, haben fünf ACS-Mitglieder die Möglichkeit, den neuen Kia Sorento zu fahren und zu erleben. Der Event, der von Kia Schweiz und dem ACS organisiert und von Experten begleitet wird, findet von 10.00 bis 14.00 Uhr im Classic Center in Safenwil AG statt. Eine geführte Besichtigung des wunderschönen Classic-Museums und eine Verpflegung sind ebenfalls inklusive. Die Teilnahme wird verlost. Schicken Sie eine E-Mail mit dem Stichwort «ACS Kia Sorento» an Ilona.Hass@kia.ch. Die glücklichen Gewinner erhalten eine schriftliche Bestätigung und das Programm.

UNSER FAZIT Als Gesamtpaket hat uns der neue Kia Sorento überzeugt. Einerseits nähern sich die Koreaner mit ihrem SUV-Flaggschiff den Premium-Marken an, andererseits bieten sie damit sehr viel Auto, Sicherheit und Fahrkomfort für vergleichsweise wenig Geld. Mit der Neuauflage des Sorento stellt Kia erneut unter Beweis, dass man in den vergangenen Jahren in jeder Hinsicht grosse Fortschritte gemacht hat. * Aktuelle Kia Prämien bereits abgezogen

Text Markus Rutishauser/mid / Bilder Florian Quandt

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Kia Special

HYBRID-ANTRIEBE

DIE NEUE MOBILITÄT Kia zählt zu den führenden Anbietern von neuen Mobilitätslösungen, gerade auch, was den Antrieb betrifft. Bei den Voll-Hybriden (HEV) und Plug-in-Hybriden (PHEV) bieten die ­Koreaner viel Auswahl.

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ls erste Stufe seiner Elektri­ fizierungsstrategie setzt Kia auf den sogenannten Voll-Hybrid-Antrieb (HEV), wie er beispielsweise beim Kia Niro HEV mit 1.6 Liter Benzinmotor und 141 PS ab CHF 32 450.–* erhältlich ist. Bei dieser Antriebsform werden verschiedene Techniken kombiniert. Wird ein Verbrennungsmotor durch einen Elektroantrieb ergänzt, kann man durch eine optimale Kombination die Stärken beider Aggregate nutzen. Das führt beim Niro HEV zu einem niedri-

Kia XCeed PHEV.

gen kombinierten Verbrauch von 5,2 l/100 km (119 g/km CO2). Bei HEV-Fahrzeugen lädt sich die Batterie durch Rekuperation automatisch auf. Ein Aufladen an der Steckdose ist nicht möglich. Die rein elektrische Reichweite beträgt bei diesem System rund fünf Kilometer. Zur HEV-Gilde von Kia gehört auch das neue SUV-Flaggschiff. Der Sorento wird von einem 1.6 T-GDi-Motor angetrieben. Bei einer Leistung von 230 PS und 350 Nm ergibt sich dabei ein kombinierter Verbrauch von 7,5 l/100 km und ein CO2-Ausstoss von 170 g/km. Der Hybrid-Sorento steht ab CHF 49 950.–* in der Preisliste. Eine deutlich grössere rein elektrische Reichweite erzielen die Plug-in-Hybride (PHEV). Hier sind bei vollen Akkus aktuell bis zu 60 Kilometer möglich. Da die PHEVs über eine deutlich grössere Bat-

teriekapazität verfügen, müssen diese, um den Reichweitenvorteil erzielen zu können, allerdings regelmässig an der Haushaltssteckdose oder an einer Wallbox aufgeladen werden. Kia ist gerade bei den Plug-in-Hybriden besonders stark: Kaum eine andere Marke bietet hier so viel Auswahl: Als PHEV können mit jeweils 141 PS starken 1.6 GDi Benzinmotoren der Ceed Sportswagon (ab CHF 39 900.–*), der XCeed (ab CHF 41 400.–*) und der Niro (ab CHF 43 450.–*) bestellt werden. Die kombinierten Verbräuche liegen bei allen drei PHEV-Modellen von Kia bei 1,3 bis 1,5 l/100 km, was einem CO2-Ausstoss von 29 bis 34 g/km entspricht. Anfang des nächsten Jahres folgt auch das SUV-Flaggschiff Sorento als Plug-in-Hybrid mit einer Systemleistung von 265 PS und 350 Nm. Insider sind überzeugt, dass die rein elektrische Reichweite des Sorento PEHV deutlich über den bisher üblichen 60 Kilometer liegen wird. * Aktuelle Kia Prämien bereits abgezogen

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

KIA MACHT DEN STINGER FRISCH

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ia hat die Sportlimousine Stinger GT einer umfangreichen Auffrischungsaktion unterzogen. Äusserlich unterscheidet sich die 2021er-Version vor allem in der Heckansicht vom bisherigen Modell. Die neugestalteten Rückleuchten geben der Sportlimousine eine

charakteristische Lichtsignatur. Die Blinkleuchten bestehen aus zehn LEDSpots, deren Anordnung durch das Muster der Zielflaggen im Rennsport inspiriert wurde. Auch an der Front wurde durch das Überarbeiten der LED-Scheinwerfer und des LED-Tagfahrlichts die Lichtsignatur geschärft.

Zudem wurden laut Kia zahlreiche neue Assistenzsysteme und eine grossformatige Kartennavigation installiert. Das Interieur ist durch neue Details und Materialien weiter veredelt worden und auch im Aussendesign gibt es kleine, aber markante Modifikationen. Der Stinger 3.3 T-GDi AWD GT leistet 272 kW/370 PS, bringt es auf ein maximales Drehmoment von 510 Newtonmeter (Nm), ist mit einem Acht-Stufen-Automatikgetriebe ausgestattet und sprintet in 4,9 Sekunden auf Tempo 100. Bestellt werden kann der neue Modelljahrgang ab Dezember. Zum Preis äusserte sich Kia noch nicht, doch dürfte sich dieser im Bereich des Vorgängers (ab CHF 62 800.–) bewegen. Text mru/mid / Bilder Werk

Der überarbeitete Kia Stinger GT.

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Kia Special

ELEKTROMOBILITÄT

GROSSE AMBITIONEN Ho-sung Song, CEO und Präsident der Kia Motors Corporation, strebt mit seinem Unternehmen eine Spitzenposition im Markt für Elektroautos an. Bis 2027 sollen sieben rein batteriebetriebene Modelle lanciert werden. Das erste E-Fahrzeug startet 2021 und zeigt die neue Designrichtung der Marke.

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ie seit Anfang dieses Jahres bekannte Kia-Strategie «Plan S» sieht vor, dass die Marke ihre BEV-Palette bis 2025 auf elf Modelle ­ausbaut. Bis dahin sollen in fortschrittlichen Märkten wie Europa 20 Prozent des Gesamtabsatzes der Marke auf batteriebetriebene Fahrzeuge entfallen. Die sieben BEV-Modelle, welche die ersten Skizzen zeigen, werden bis 2027 eingeführt. Bis 2026 will Kia seinen weltweiten Absatz an Elektroautos auf 500 000 Einheiten steigern.

AUF AUGENHÖHE MIT PORSCHE Den Auftakt bildet 2021 das erste Modell der nächsten Elektrogeneration von Kia: Ein E-Crossover (Codename CV), CEO Ho-Sung Song präsentiert die automobile Zukunft von Kia. der auf einer neuen, speziell für elektrische Antriebstechnologien konzipierten KIA ZUKÜNFTIG AUCH MIT ABO? Plattform basiert, mehr als 500 Kilometer Kia prüft die Einführung von AbonNorm-Reichweite hat und dessen Akku nement-Services, um Kunden anderes als sich – die entsprechende Ladesäulen voübliche Kaufoptionen zu bieten. Nachgerausgesetzt – in weniger als 20 Minuten dacht wird auch über Leasing- und Mietaufladen lässt. Kia e-Soul und e-Niro verprogramme für Antriebsbatterien sowie fügen bereits über 400-Volt-Schnell-Laandere Geschäftsmodelle für das zweite detechnologie, zukünftig sind auch MoLeben (second life) der Akkus. Dazu soldelle mit 800-Volt-Systemen geplant. Mit len weltweit speziell auf den EV-Service seinem Elektro-Crossover will Kia in der Die Studie des Elektro-Crossovers, dessen zugeschnittene Werkstattplätze bis Ende gleichen Liga wie der Porsche Taycan spie- Markteinführung im nächsten Jahr erfolgt, dieses Jahres auf 600 und bis 2023 auf len. Angekündigt ist eine extraschnelle wurde 2019 am Genfer Autosalon vorgestellt. über 2000 steigen. GT-Version, die in unter drei Sekunden von Das Unternehmen sieht im Ausbau der 0 auf 100 km/h beschleunigt. Dabei soll im nächsten Jahr das E-Crossover auch mit Ladeinfrastruktur eine Grundvoraussetder Kia-Sportler nur rund einen Drittel des einem neuen Design zeigen. zung für die stärkere Verbreitung von ElekPorsches kosten. Man spricht von maximal Auch bei der Planung, Entwicklung trofahrzeugen. Daher arbeitet Kia an einer CHF 65 000.–. und Produktion seiner Fahrzeuge will Verbesserung der Lademöglichkeiten. In Kia mit einem vielfältigen Angebot künfEuropa richtet die Marke in Partnerschaft «PLAN S» FÜR DEN ÜBERGANG tig neue Wege beschreiten. Dazu zählen mit ihren nationalen Händlernetzwerken ZUR ELEKTRIFIZIERUNG Modelle für den städtischen Raum ebenüber 2400 Ladestationen ein. Ausserdem Der «Plan S» zielt mittel- und langfris- so wie Fahrzeuge für Langstrecken oder trat der Hersteller im September 2019 dem tig auf den Wandel zu einem Geschäftssys- leistungsorientiertes Fahren. Dabei will europäischen Schnelllade-Netzwerk IONItem, in dessen Fokus batteriebetriebene die Marke auf der neuen «Electric-Global TY bei. Fahrzeuge und passende Mobilitätslösun- Modular Platform» (E-GMP) Fahrzeuge gen stehen. Dazu vollzieht Kia eine unter- anbieten, deren Raumangebot im SpitzenText mru/sm/jri / Bilder Werk nehmensweite Transformation. Das soll bereich des jeweiligen Segments liegt.

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IN KÜRZE TOM’S KOLUMNE

AM LIMIT DES MÖGLICHEN

PANAMERA MIT 700 PS

Porsche schliesst das Modellangebot beim Panamera unter anderem mit dem 700 PS (514 kW) starken Topmodell Turbo S E-Hybrid vorläufig ab. Sein 4,0-Liter-V8-Bier heutige Rennsport scheint geprägt turbo liefert 571 PS (420 kW) und ist an von Technik und Innovation. Der enteinen Elektromotor mit 136 PS (100 kW) scheidende Faktor Mensch, sowie das gekoppelt. Zusammen liefern sie 870 Nm. Zusammenspiel von einzelnen Komponenten, Gegenüber dem 21 PS schwächeren Vorgänwird jedoch oft zum Zünglein an der Waage, ger konnte die rein elektrische Reichweite wenn es um Leistungen an der Weltspitze durch eine neue 17,9-kWh-Batterie und opgeht. timierte Fahrmodi um bis zu 30 Prozent Auf der Rennstrecke bewegen wir uns gesteigert werden. Das gilt auch für den nicht selten an der Grenze der Möglichkeiten neuen Panamera 4 E-Hybrid, bei dem der von Mensch und Technik. Die kleinsten VerElektrostrang wie bisher mit einem 330 änderungen können einen auf dem Niveau PS (243 kW) starken 2,9-Liter-V6-Biturbo der Weltspitze genau diese Sekundenbruchzusammenarbeitet. Die Systemleistung teile kosten, die über Sieg und Niederlage beträgt 462 PS (340 kW). Abgerundet wird entscheiden. Die grösste Herausforderung, nicht nur für uns als Rennfah- die Baureihe durch den Panamera 4S mit rer, sondern für das gesamte Team, sind jedoch nicht einmal die einzelnen 440 PS (324 kW). Komponenten. Die neuste, beste Technik kann man kaufen, sofern die Mittel dazu vorhanden sind. Daten kann man analysieren, Ingenieure und Techniker können ihr bestes Know-how einbringen, die körperliche Fitness kann BEST BUY CAR OF EUROPE 2021 fast bis zur perfekten Verfassung trainiert werden. Und dennoch gibt es Momente, in denen man das, was man auf dem MoFINALISTEN BEKANNT torrad spürt und erlebt, nicht versteht. Die grösste Herausforderung erlebt man als Team dann, wenn die einzelnen Faktoren, die eigentlich für sich Citroën C4, Dacia Sandealleine alle optimal zu sein scheinen, nicht zusammenspielen und man den ro, Honda Jazz, Peugeot Grund für das, was auf der Strecke passiert, nicht einordnen kann. Dies gilt 2008, Seat Leon, Skoda genauso auch in Erfolgsmomenten: Wenn man nicht nachvollziehen kann, Octavia und Toyota Yawarum der Grip sich plötzlich positiv verändert und warum das Motorrad ris – so heissen die siesich plötzlich so verhält, wie man es in etlichen Trainings zuvor angestrebt ben Finalisten der AUhat, wird es beinahe unmöglich, dies in anderen, schwierigen Situationen zu TOBEST-Wahl zum «Best replizieren. Das schwierigste an der Arbeit auf der Rennstrecke ist also das buy car of Europe», welZusammenspiel der einzelnen Erfolgsfaktoren und das Erkennen richtiger che die 31 Juroren aus Veränderungen, um diese Faktoren zu optimieren. ebenso vielen Ländern in einer schriftlich Dieses Spiel geht aber noch weiter: Als Fahrer verlässt man sich bei ex- erfolgten Vorauswahl nominiert haben. tremen Geschwindigkeiten zu hundert Prozent auf das Motorrad. Für uns Diese Fahrzeuge werden anlässlich der ist es normal, mit 280 km/h auf eine Kurve zuzufahren. Wenn ich in diesem traditionellen Finalisten-Testtage einem Moment nicht einschätzen kann, wie sich meine Maschine beim Anbremsen Check auf Herz und Nieren unterzogen. verhält, sinkt das Vertrauen in die Technik und ich gehe automatisch nicht Hierfür trafen sich die Juroren, sofern ihkomplett ans Limit – hier kommt eben der mentale Faktor ins Spiel, den nen die Corona-Pandemie nicht noch kurzman nicht ausser Acht lassen darf. In diesen Momenten verliert man die fristig einen Strich durch die Rechnung geentscheidenden Sekundenbruchteile. macht hat, am 4./5. November 2020 unter Das Fazit der Geschichte: Wenn die einzelnen Faktoren in der Theorie strickter Einhaltung aller Sicherheitsmassoptimal sind, das Zusammenspiel jedoch nicht funktioniert und man die nahmen auf dem Testgelände des ÖsterGründe dafür nicht einordnen kann, dann kommt irgendwann der Moment, reichischen Automobil Clubs (OEAMTC) in in dem man eben etwas an den Faktoren und den Umständen ändern muss. Teesdorf bei Wien. Anschliessend bewerManchmal sind es Details – und manchmal kann das eben auch ein komplet- ten die 31 Juroren (ACS AUTO Chefredaktor ter Teamwechsel sein. Denn eines wollen wir alle, ob Fahrer, Teams oder Markus Rutishauser vertritt in der Jury die Techniker: Wir wollen am Ende eines Rennens als erste über die Ziellinie Schweiz) die sieben Fahrzeuge nach zahlfahren. reichen Kriterien. Anfang 2021 werden die Gewinner geehrt – traditionsgemäss an einer grossen Gala, sofern diese aus bekannten Gründen stattfinden kann.

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Ihr Tom Lüthi, ACS Botschafter

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Texte ab/red


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CLASSIC

DIE FONDATION RENAUD RICHTET SICH NEU AUS

DAS BESONDERE ERFAHREN

Über 110 klassische Fahrzeuge, die meisten davon im oberen Preissegment, sind in der Sammlung der Fondation Renaud vereint. Eine Neuausrichtung der Stiftung hat zum Ziel, ausgewählte Juwelen einem breiteren Publikum an speziellen Fahr-Events zugänglich zu machen. SAMMLER UND RENNFAHRER Charles G. Renaud (1917 bis 2006) war einer der ersten Schweizer Sammler von historischen Fahrzeugen. In den Anfängen bevorzugte er italienische Sportwagen von Bugatti. In den fünfziger Jahren begann Charles Renaud selbst mit dem Automobil-Rennsport und fuhr unter dem Pseudo­ nym «Gaston» 1953 auch den legendären Grand Prix Suisse in Bern, wo er auf einem Bugatti 55 in seiner Klasse den respektablen vierten Rang errang. 1992 wurde die exklusive Fahrzeugsammlung von Charles Renaud in die «Fondation E. et C.R» überführt. Bereits ein Jahr später zählte die Sammlung über hundert Fahrzeuge. Diese wurden im neuenburgischen Cortaillod werterhaltend eingestellt, gepflegt und restauriert. Und bei passenden Gelegenheiten und entsprechenden Anlässen liess es sich Charles Renaud nicht nehmen, diese automobilen Juwelen mit grosser Freude selber zu fahren. Ende 2017 entschied der Stiftungsrat, die «Fondation E. et C.R.» ganz im Sinne der Stifter und unter Wahrung und Beibe-

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haltung des Stiftungszweckes neu auszurichten. Wesentlicher Bestandteil dieser Neuausrichtung ist die Nutzung der Stiftungs-Fahrzeuge für Ausstellungen, Veranstaltungen oder als Mietfahrzeuge für Selbstfahrer. Diese Einsätze entsprechen dem ursprünglichen Stiftungszweck, die Fahrzeuge zu bewegen, zu unterhalten und zu pflegen. Alle Fahrzeuge wurden dafür eingehend analysiert, kategorisiert, dokumentiert und professionell für die vorgesehene neue Nutzung vorbereitet.

EDLE VORKRIEGS-AUTOMOBILE FÜR BESONDERE EVENTS Als Event Fahrzeuge stehen nicht weniger als fünf Bugatti Modelle von 1913 bis 1931 zur Verfügung sowie weitere aussergewöhnliche Automobile aus dieser Zeit, wie beispielsweise ein Maybach Zeppelin, ein Isotta Frascini A8 Roadster oder ein ganz seltener Marmon V16 145 mit über 8 Liter Hubraum und 200 PS. Als Novum hatte der Motor einen Aluminiumblock und Zylinderköpfe aus Aluminium. Von diesem grossartigen Wagen mit Portal-Tü-

Isotta Frascini A8 Roadster, 1927 (h.),

Marmon V16 145, 1931, erstes Automobil mit

Bugatti 50S, 1931 (v.)

16-Zylinder-Alumotor


Classic

Faszinierendes Erlebnis: Mit einem Lamborghini Miura SV P 400 über die Pässe fahren!

ren und Zweifarben-Lackierung baute die in amerikanischen Indianapolis (Indiana) beheimatete Marmon Motor Company nur gerade 400 Stück. Leider musste Marmon 1933, im schlimmsten Jahr der Weltwirtschaftskrise, den Bau von Automobilen einstellen. Marmon bleibt aber als Erfinder des Rückspiegels sowie wegen der Einführung des V16-Motors und der Anwendung von Aluminium im Automobilbau in Erinnerung. JUGENDTRÄUME ZUM ERFAHREN Grossartig und vielfältig präsentiert sich das Angebot an aussergewöhnlichen Klassikern zum Mieten. Die meisten stammen aus der Periode von 1955 bis 1974. Einige davon sind rechts gelenkt, da sie in England eingekauft wurden. Aber wer hatte schon mal die Möglichkeit, einen solchen Superwagen aus dieser Zeit zu fahren, wie beispielsweise ein

Mercedes 300 SL Coupé, 1955.

Monteverdi 375 L, 1970.

Lamborghini Miura SV, ein Mercedes 300 SL Coupé mit den legendären Flügeltüren, eine Corvette C1 oder einen stilvollen wie eleganten Monteverdi 375 L aus Schweizer Produktion? Das ist ein einmaliges und exklusives Erlebnis, das Träume wahr werden lässt.

Chevrolet Corvette C1, 1961.

Marke

Lamborghini

Mercedes

Chevrolet

Monteverdi

Modell

Miura SV P 400

300 SL Coupé

Corvette C1

375L

Jahrgang

1974

1955

1961

1970

Kurzbeschrieb

Zweisitziger Super Sportwagen mit Mittelmotor

Zweisitziger Sportwagen mit Flügeltüren

Cabriolet mit KunststoffKarosserie

Edler, viersitziger Sportwagen mit Chrysler Motor

Motor Leistung

3,9 Liter V12 385 PS

3,0 Liter R6 215 PS

4,6 Liter V8 230 PS

7,2 Liter V8 340 PS

0-100 km/h Höchstg.

5,5 sec 280 km/h

7,5 sec 235 km/h

8,7 sec 220 km/h

6,7 sec 245 km/h

Marktwert*

2 160 000.– (EUR 2 000 000.–)

1 200 000.–

68 000.–

180 000.–

* Notierung in CHF, Zustand 2, 10/2020, ermittelt von CarepO, www.carepo.ch

EXKLUSIVER ACS DRIVE EVENT Diese faszinierenden Klassiker einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, ist das Ziel einer Kooperation zwischen der Fondation Renaud und dem ACS. In Planung ist ein Fahr-Event der Extraklasse mit einer Flotte von acht bis zehn klassischen Superwagen, welche die interessierten Oldtimerfans in einer ebenso faszinierenden Umgebung erfahren können. Die Durchführung ist auf Ende Frühling (Juni 2021) geplant. Das detaillierte Programm sowie die Anmeldung sollte in der ersten AUTO Ausgabe 2021 publiziert werden, die Ende Februar erscheinen wird. Text und Bilder Christoph Bleile, zVg

Your classic car, our reliable values.

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Ratgeber RATGEBER

Das Manipulieren des Handys während der Fahrt wird mit Führerscheinentzug bestraft.

ABLENKUNG IM STRASSENVERKEHR DURCH HANDY & CO.

GEFÄHRLICH UND TEUER

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ur mal schnell eine SMS/ WhatsApp schreiben oder lesen, den Zielort im Navi eintippen, schminken, die Haare kämmen. So normal diese Tätigkeiten im Alltag sind, so ablenkend und damit gefährlich sind sie im Strassenverkehr. Die BFU-Unfallstatistik spricht hier eine klare Sprache: Schweizweit ist ein Drittel der schweren Unfälle auf Ablenkung bzw. Unaufmerksamkeit zurückzuführen. Das Risiko für sich und andere Strassenverkehrsteilnehmer ist das eine, das andere sind die rechtlichen Folgen, die sich aus solchen Ablenkungen für den Lenker ergeben können. Diese reichen von der einfachen Ordnungsbusse bis zur Bestrafung wegen einfacher oder gar grober Verkehrsregelverletzung mit Führerausweisentzug.

GESETZLICHE VORGABEN Das Gesetz schreibt zum einen vor, dass der Lenker sein Fahrzeug ständig so zu beherrschen hat, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Zum anderen ist der Lenker verpflichtet, seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuzuwenden. Er darf keine Verrichtung vornehmen, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert. Ob eine rechtserhebliche Ablenkung vorliegt, hängt von den konkreten Umstän-

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den ab. Kriterien sind hier beispielsweise die Dauer der Ablenkung, Blickrichtung, Veränderung der Körperhaltung (bücken, zur Seite drehen), Vereinnahmung der Hände, Verkehrssituation. Als grobe Faustregel lässt sich festhalten: Sobald der Blick mehr als nur wenige Sekunden vom Verkehrsgeschehen abgewendet wird und/ oder Verrichtungen (z. B. Manipulationen am Handy) vorgenommen werden, bei denen die jederzeitige Beherrschung des Fahrzeugs nicht mehr sichergestellt ist, wird es rechtlich problematisch. Kommen noch unsichere Fahrweise («Schlangenlinien») oder das Verursachen eines Unfalls dazu, fallen die Sanktionen umso härter aus. Dann wird sich mit Sicherheit auch das Strassenverkehrsamt für den Vorfall interessieren und Massnahmen wie einen Führerausweisentzug anordnen.

Ein Lenker, der während der Fahrt auf der Autobahn Manipulationen am Handy vorgenommen hatte (Wischbewegungen) und Schlangenlinien gefahren war, wurde mit einer Busse von CHF 500.– und einem einmonatigen Führerausweisentzug sanktioniert. Ein Lenker, welcher sich während der Fahrt die Haare gekämmt und hierbei in den Rückspiegel geblickt hatte, wobei er Schlangenlinien fuhr und beim Fahrstreifenwechsel den Blinker nicht betätigt hatte, wurde mit einer Busse von CHF 200.– und einem einmonatigen Führerausweisentzug bestraft.

FAZIT UND EMPFEHLUNG Ablenkung im Verkehr ist gefährlich und kann gravierende rechtliche Folgen haben. Falls Telefonate im Auto geführt werden müssen, so sind diese mit Freisprecheinrichtung zu führen. Die AufBEISPIELE AUS DER PRAXIS merksamkeit sollte stets auf den Verkehr Ein Lenker, der ein SMS/WhatsApp gerichtet sein. Ein kurzer Blick auf das während der Fahrt schreibt, ist nicht nur Armaturenbrett oder auf das Navi ist hinvisuell, sondern auch kognitiv abgelenkt gegen gestattet. Manipulationen, die über und kann motorisch das Fahrzeug nicht ein kurzes einhändiges Drücken einer ordnungsgemäss bedienen. In Kombina- Taste (zum Beispiel am gut zugänglichen tion mit einem hierdurch verursachten fixierten Navi oder Handy) hinausgehen, (Selbst-)Unfall hat die Rechtsprechung sollten unterlassen werden. solches Verhalten auch schon als grobe Verkehrsverletzung beurteilt, was einen Text CAP / Bild zVg Strafregistereintrag und mindestens drei Monate Ausweisentzug zur Folge hat.


ADVERTORIAL

BOSCH CAR SERVICE

ZUFRIEDENHEIT UND GENUSS Wussten Sie, was eine Bosch Batterie für Gemeinsamkeiten mit einem guten Rotwein hat? Nein? Dann wird es aber Zeit!

Neben dem fachgerechten Austausch der Batterie werden beim Bosch Car Service selbstverständlich auch alle anderen Arbeiten rund ums Auto angeboten.

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tellen Sie sich vor, Sie bekommen Ihren Lieblingswein geschenkt. Wie würden Sie damit umgehen? Ein sorgfältiger Umgang damit ist eine Selbstverständlichkeit. Schon bei der Lagerung gibt es qualitätsentscheidende Punkte zu beachten. Beispielsweise ist eine kühle, trockene und dunkle Lagerung sehr von Vorteil. Das Gleiche gilt für die Autobatterie. Seit genau 100 Jahren liegt es Bosch Schweiz am Herzen, die vielen Garanten für Ihre sichere Fahrt ständig zu verbessern und Ihnen eine maximale Leistung unter der Motorhaube zu gewähren.

ENTLADUNG VERMEIDEN Beschreiben wir den Motor als Herz eines Autos, dann ist die Batterie zweifelslos die Pumpe, die das Herz ständig mit Sauerstoff versorgt. Durch die Batterie wird also das ganze Auto mit Energie versorgt. Hat Ihre Batterie aber einen Fehler oder funktioniert mal nicht so, wie sie sollte, dann kriegt Ihr ganzes Auto das zu spüren. Ihre Kontrolllämpchen werden aufleuchten und Ihnen wird der nächstmögliche Weg zu Ihrem Bosch Car Service empfohlen. Ähnlich, wie wenn Ihr Wein einen Fehler hat, werden Sie es mit Sicherheit sofort merken. Zusammenhängen kann dies zum Beispiel mit einem zu feuchten Lager- oder Standplatz. Sobald die Umgebung eine zu hohe Luftfeuchtigkeit aufweist, kann eine Säureschicht entstehen und diese führt wiederhin zu einer langsamen aber sicheren Entladung der Batterie. Um eine Tiefenentladung der Batterie vorzubeugen, empfiehlt sich ein regelmässiges Fahren und Nutzen der Batterie. Da dies manchmal schwierig einzuhalten ist, haben wir eine einfache Lösung. Sie schliessen einen Batteriewächter von Bosch an Ihre Batterie an. Dieses Ladegerät simuliert einen ständigen Verbrauch und hält sie damit in Takt. Dies ist sehr wichtig, denn ist eine Batterie einmal komplett entladen, ist sie genauso unbrauchbar wie eine komplett geleerte Weinflasche.

im Auto von Bosch sind, lohnt es sich natürlich die Batterie vom gleichen Anbieter zu beziehen. So ist auch ein perfektioniertes harmonisches Zusammenspiel gewährleistet. Wussten Sie übrigens, dass Sie als ACS-Mitglied viele preiswerte Vorteile bei Bosch Car Services geniessen? Von Nettopreisen für Batterien bis hin zu Rabattsätzen auf Service- und Verschleissteile. Die Batterie ist also ein wichtiges Energiebündel, das völlig wartungsfrei einen kraftvollen Start garantiert. Wählen und behandeln Sie Ihre Bosch Batterie wie Ihren Lieblingswein und vermeiden Sie unschöne Überraschungen.

RICHTIGE WAHL LOHNT SICH! Wie für jedes Gericht der perfekt passende Wein existiert, gibt es für jedes Auto die optimal abgestimmte Batterie. In beiden Fällen lohnt sich die richtige Wahl. Haben Sie beispielsweise ein Fahrzeug mit einer «Start-Stopp-Automatik», ist eine Bosch S6 Starterbatterie Ihr richtiger «Match». Bei einem älteren Fahrzeug ist dann hingegen eher die Bosch S3 Ihr richtiger Partner. Die heutzutage verschiedenen erhältlichen Systeme erfordern Batterien mit Spitzenleistung. Da sehr viele Steuergeräte

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REISEN

REGION THUN UND THUNERSEE

EIN TAUSENDSASSA Das Dampfschiff Blümlisalp vor dem Schloss Oberhofen.

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er Abend hat sich über Thun gesenkt. Das Schloss strahlt hell erleuchtet über der Stadt in feierlichem Glanz. Jetzt schlägt Jakobs Stunde. Jakob ist der Nachtwächter von Thun und das seit mehr als 550 Jahren. Heute nimmt er regelmässig interessierte Touristen mit

Pause mit Fondue-Rucksack.

Sigriswil.

auf eine schaurig-schöne Zeitreise durch das unheimliche Thun. Auch bei Tag betrachtet macht Thun, das Tor zum Berner Oberland, eine gute Figur. Besitzergeführte Läden säumen die

Der Nachtwächter Jakob führt Gäste durch das unheimliche Thun.

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Die beeindruckende Panoramabrücke von

Gassen der Altstadt. Ein Spaziergang zum Schloss Thun wird mit traumhaften Ausblicken auf die Stadt, den See und die Berge belohnt. Im Stadtzentrum sorgen derweil Flusssurfer in der Aare für eine ganz besondere Atmosphäre. «Monster» heisst die Welle unterhalb der Mühleschleusenbrücke in Surferkreisen. Hierher wagen sich nur die Besten unter ihnen. Wer Glück hat, ergattert auf dem Mühleplatz in einem der Cafés einen Platz und kann den Surfern ganz entspannt beim Ritt auf der Welle ­zuschauen. AUF DER «BLÜMLISALP» Etwas weiter Aare aufwärts legen die Kursschiffe ab zur Fahrt auf dem Thunersee. Ratternd drehen sich die Räder des Schaufelraddampfers Blümlisalp. Das 1906 erbaute Schiff, das einst beinahe der Schrottpresse zum Opfer fiel, lässt heute den Glanz vergangener Zeiten wieder aufleben. Es passt wunderbar in die Region, in der fünf märchenhafte Schlösser zu bewundern sind.


Reisen

DIE BEATUSHÖHLEN Die Blümlisalp legt auch beim Klassiker aller «Schulreislis» an – den Beatushöhlen. Mystisch und steil ist der Weg zum Höhleneingang. Über den grün bemoosten Hang stürzt der Bach hinunter zum See. Hier hat der heilige Beatus der Sage nach einen Drachen bezwungen, der dann, wie das Wasser des Bachs, in den Thunersee stürzte. In der Höhle verzaubert auf dem ungefähr einen Kilometer langen Weg die fantastische Welt der Stalagmiten und Stalaktiten die Betrachter. DIE HÄNGEBRÜCKE VON SIGRISWIL Vom Innern des Bergs geht es in schwindelerregende Höhen. Auf einer Länge von 340 Metern überspannt die Panoramabrücke Sigriswil die 182 Meter tiefe Gummischlucht. Sie verbindet die Dörfer Aeschlen und Sigriswil. Schwindelfrei sollte man beim Überqueren sein. Unternehmungslustige Wanderer holen sich zuvor in der Molkerei in Sigriswil einen Fondue-Rucksack ab, der alles für ein Fondue in der Natur enthält. Auf dem Wanderweg nach Oberhofen am Thunersee findet jeder irgendwo ein lauschiges Plätzchen, um eine Fondue-Pause einzulegen. Dazu darf der passende Wein nicht fehlen. Und der gedeiht am gegenüberliegenden Seeufer, in Spiez. IN DEN WEINBERGEN VON SPIEZ Spiez schmiegt sich mit seinen Weinbergen in eine der schönsten Buchten der Schweiz. Auf dem Erlebnisweg Spiezer Rebberg erfährt man viel über die hier wachsenden Trauben. Vor allem Riesling-Silvaner und Blauburgunder werden angebaut. Auf dem etwa einstündigen Rundgang bieten sich Ausblicke über Spiez und das mittelalterliche Schlösschen.

Weitblick auf dem Stockhorn.

In den Weinbergen von Spiez.

Blick reicht vom Thunersee bis in den Jura. Schroffe Felswände ragen in die Höhe, während talwärts verträumte Seen die Bergwelt spiegelgleich reflektieren. Von der Bergstation auf dem Stockhorn ist es nur etwa eine halbe Stunde Fussmarsch bis zum Berggasthaus Oberstockenalp. Seit mehreren Generationen bewirtschaftet die Familie Bühler die Alp. Vreni kümmert sich ums leibliche Wohl der Gäste, während Werner für einen gut

gefüllten Käsekeller sorgt. Dieses Jahr verbringen sie den dreissigsten gemeinsamen Sommer auf der Alp. Die neuen Stars der Alp sind drei Garten-Iglus inmitten der Natur. «Die Idee, eine besondere Übernachtungsmöglichkeit zu schaffen, war schon lange da. Da wir unser Massenlager wegen Corona in diesem Jahr nicht wirklich vermieten können, haben wir unseren lange gehegten Plan einfach früher in die Tat umgesetzt», sagt Vreni. Die Gäste freut’s! Eine Nacht unter Sternen zu schlafen ist ein besonderes Erlebnis. Die Region Interlaken-Thunersee bietet eine schier unerschöpfliche Vielfalt einzigartiger Erlebnisse und Landschaften. Text und Bilder Ellen Gromann

UNTER STERNEN SCHLAFEN Spektakulär ist auch die Aussicht vom 2190 Meter hohen Stockhorn: Der

Tipps Eine attraktive Möglichkeit viel zu sehen und zu erleben bietet der Regional-Pass Berner Oberland. Neben der freien Nutzung des ÖV gibt es bei vielen Partnern zusätzliche Rabatte auf den Eintrittspreis. Direkt am See logiert man im Congress Hotel Seepark****S oder im 3* Boutique Hotel Schloss Schadau, beide in Thun.

Das «Stärnebett» auf der Oberstockenalp.

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EINMALIGE ACS SCHIFFFAHRT AUF DEM RHEIN

WASSER UND BLITZ Eine spannende wie entspannende Rheinschifffahrt mit der MS Thurgau Prestige führte vom 19. bis 23.9. nach Frankfurt und ­verband einen exklusiven Besuch im Opel Werk Rüsselsheim.

Am 23. Mai 1928 stellt Fritz von Opel im RAK 2 mit 238 km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf.

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ünktlich um 16 Uhr legte das Vorzeigeschiff von Thurgau Travel, die MS Thurgau Prestige, in Basel St. Johann ab und nahm Fahrt auf, rheinabwärts. Das luxuriös ausgestattete, 110 Meter lange Flusskreuzfahrtschiff verfügt über 41 Kabinen und 21 Suiten. Vorbei ging’s in ruhiger Fahrt am Dreiländereck. Hier treffen die Grenzen der Schweiz, Deutschland und Frankreich aufeinander. Bald schon verlangsamte das Schiff seine Fahrt – das Signal der Schleuse von Kembs stand auf Rot und davor wartete bereits ein Frachter. So stieg die Spannung, bis beide Schiffe durch

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präzises Steuern in der Schleusenkammer lagen. Nun schloss sich das hintere, 600 Tonnen schwere Tor und das Abpumpen des Wassers aus der Kammer begann. Allmählich senkten sich die Schiffe den Kammerwänden entlang um 15 Meter bis auf das neue Niveau des Rheines. Das vordere Schleusentor öffnete sich und die Fahrt konnte weitergehen – ein eindrücklicher Vorgang. Am nächsten Mittag legte die MS Thurgau Prestige in Speyer an. Zur Wahl standen ein Ausflug nach Heidelberg, das mit einer pittoresken Altstadt und einer grossartigen Schlossruine lockte oder als Alternative der nahegelegene Dom zu Speyer. Der imposante Bau verrät die historische Bedeutung der Stadt, in der zur Zeit der Reformation zweimal der Reichstag zusammentrat. Mit einer Länge von 134 Metern und sechs Türmen gilt der Dom als grösste romanische Kirche der Welt. Vier Kaiser und vier Könige aus der Zeit der Salierdynastie (11. bis 12. Jahrhundert) wurden hier begraben. OPEL GESTERN UND HEUTE Der dritte Tag stand ganz im Zeichen der Marke mit dem Blitz im Logo. Gleich zu Beginn konnten die ACS Gäste für die Fahrt von Frankfurt ins Opel Stammwerk Rüsselsheim die neuesten Opel Elektromodelle testen. Da Werksführungen aktuell wegen Covid-19 nicht möglich sind, gab es einen exklusiven Besuch in der Oldtimerwerkstatt von Opel. Hier lagert die ganze Geschichte der traditionsreichen Marke – von der Nähmaschine über die Fahrräder bis zu zahllosen Versuchs- und Konzeptmodellen sowie Motorsportfahrzeuge. Da-

Die MS Thurgau Prestige legt in Frankfurt an.

runter auch der RAK 2, ein Fahrzeug mit Raketenantrieb, oder die ganze Entwicklung des berühmten Opel GT. Als besonderes Highlight durften die Teilnehmer für die Weiterfahrt nach Wiesbaden, und später zurück nach Frankfurt, auf Oldtimer umsteigen – ein einmaliges Vergnügen! DAS VERBORGENE JUWEL Kurz nach Mittag des 4. Tages legte das Schiff in Plittersdorf an, ideal für einen Ausflug in das weltbekannte Baden-Baden. Schon die Römer nutzten hier die heissen Thermalquellen. So ist heute Baden-Baden ein Kurort par excellence mit aller Art von Bädern, internationalen Musikfestspielen und einer beliebten Spielbank. Ein lohnenswerter Besuch in jedem Fall. Und schon war der letzte Abend auf dem schwimmenden Hotel angesagt. Ein kulinarisch hochstehendes Gala-Dinner setzte einen feinen Schlusspunkt hinter diese aussergewöhnliche und abwechslungsreiche Rheinschifffahrt, die jeder auf seine Art perfekt geniessen konnte und ganz bestimmt nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. Text und Bilder Christoph Bleile, zVg


ACS

AUF DIE PÄSSE, FERTIG, LOS! Trotz miserabler ­Wettervorhersage wurde die ACS Ausfahrt vom 1. bis 4. Oktober ins Südtirol zu einem exquisiten Vergnügen. chlechter hätte der Wetterbericht nicht sein können: Das Tief «Brigitte» war angesagt mit viel Regen am Freitag und Samstag. So hiess es für die kompakte und aufgestellte Gruppe, die noch sonnige Anreise am Donnerstag über die Pässe Flüela, Ofen oder Reschen zu geniessen. Wie so oft sind die letzten Meter vor dem Ziel die anspruchsvollsten. Eine kurzfristig entstandene Baustelle bei der Zufahrt zum aussergewöhnlichen 5* Hotel Ansitz Plantitscherhof bedingte für die Ankömmlinge im Oldie ohne Navi eine kleine Irrfahrt durch Meran. Doch alle zehn Teilnehmer fanden das Haus und trafen sich wohlgelaunt zum Welcome-Apéro mit Ferrari Champagner und feinen Häppchen in der gediegenen Oldtimer-Werkstatt. Dort wurden das Programm sowie die Abläufe der nächsten Tage

besprochen, bevor es anschliessend zum genussvollen Abendessen ins Gourmet Restaurant ging. Unbeeindruckt vom Wetter, startete die Truppe die Motoren der Oldies zur ersten Ausfahrt. Durch Tunnels und Nebelschwaden ging’s bergauf auf der Panoramastrasse. Die Route führte über die Aussichtsterrassen von Hafling, Voran und Mölten und danach in schönen Kurven wieder hinunter ins Tal. Via Eppan und über kleine Strässchen durch Obst- und Rebkulturen gelangte der Tross zum Mittagshalt im Weingut von ­Alois Lageder in Magreid; ein idealer Ort, um feine Kulinarik zu geniessen. Zurück wurde der direkte Weg ins Hotel gewählt, um mehr Zeit zum Wellnessen zu haben. Schwimmen im geheizten Pool und danach eine Dampf­sauna machte Spass und schafften Appetit für Apéro und Dinner. Der Regen liess auch am Samstag nicht locker. So war der Entscheid, erst am Nachmittag in Richtung Süden zu starten, optimal. Nach dem zügig befahrenden Gampenpass öffneten sich ab Fondo die Wolken und schon bald hiess es beim Lago di Santa Giustina für die beiden Cabriolets

Die wohl feinste ACS Erdbeertorte ever!

Die aufgestellte ACS Truppe - immer gut für eine schnelle Kurve auf der Strasse und an der Bar.

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«Deckel runter». Auf kurvigen Bergstrassen umrundeten die Teilnehmer die Hügel und fuhren kurz vor Trient hinunter ins Etsch-Tal. Auf dem Weg zurück genossen wir das Kurven-Eldorado des Mendelpasses und gaben dem Aston Martin DB 7, der Emil Frey Classics zur Verfügung gestellt hatte, nochmals kräftig die Sporen über das Gampenjoch. Schon wieder stand am nächsten Tag die Heimreise auf dem Programm. Die Gipfel am Ofen Pass und Nationalpark präsentierten sich schneegezuckert, die Natur im herbstlichen Kleid. Eine perfekte Kulisse zum Finale von vier tollen Tagen, die reich an Genussvollem im Hotel und auf den Ausfahrten waren und ebenso von guten Gesprächen und fröhlicher Geselligkeit geprägt wurden. Text und Bilder Christoph Bleile, zVg

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IKONEN ZIEREN NEUE ACS VISA CARDS Von 2003 bis 2020 schmückten Fahrzeuge aus Schweizer Produktion oder mit einer Schweizer Spezial Carrosserie die ACS VISA Cards. Diese wurden von dem über die Landesgrenzen hinaus bekannten Fotografen Michel Zumbrunn im Studio fotografiert. Der ACS hat für die neue Serie der ACS Visa Classic Card und ACS Visa Gold Card den Jaguar XK-C120 (im Volksmund Jaguar C-Type) sowie den Porsche 356 A Coupé aus dem Archiv von Michel Zumbrunn ausgewählt.

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ichel Zumbrunn ist an- Mensch und Maschine auf’s äusserte beanerkanntermassen der sprucht wurden. 1953 konnte der GesamtPionier von Studio­ sieg (Team Tony Rolt/Duncan Hamilton) aufnahmen von Auto- auf dem C-Type wiederholt werden, neu mobilen aus verschiedenen Design- und mit Weber Vergaser (anstelle der SU VerZeitepochen, die seinerzeit für Automo- gasern) und mit Dunlop-Scheibenbrembil-Ausstellungen, als Concours d’Elégan- sen ausgerüstet bei leichterem «Kampfce Fahrzeuge aber auch für Renneinsätze gewicht» (Gitterrohrrahmen, Carrosserie, oder für eine besondere Klientel konstru- Tank). Die anderen Werk-Teams Stirling iert und carrossiert wurden. Unzählige Moss/Peter Walker folgten auf Platz 2, Pedieser einzigartigen Automobile wurden ter Whitehead/Ian Stewart auf Platz 4. Der auf der Visa Gold Card abgebildevon Zumbrunn im Fotostudio mit indirektem Licht so ausgeleuchtet, dass diese te Jaguar C-Type (Chassis XKC-023) wurde mit dem jeweiligen dunklen Hintergrund am 22. September 1952 fertiggestellt und und ausgeklügelter Beleuchtung der Li- am 28. November 1952 an US West Coast nien wie Skulpturen wirken. Und dies Jaguar Importeur Charles Hornburg, Los alles ohne Bildbearbeitungsprogramme; Angeles, ausgeliefert. XKC-023 kam auf eiHandwerk pur mit entsprechend geschul- gener Achse von Portland nach Seattle zum lokalen Jaguarhändler Joe Henderson, der tem Auge für Proportionen und Formen. Von Mai 1951 bis August 1953 wurden ihn dann als «demonstrator» in verschieinsgesamt 53 Jaguar C-Types produziert, denen lokalen Rennen einsetzte. So kam es, wovon 43 davon hauptsächlich an Privat- dass XKC-023 in den Besitz des prominenfahrer in den USA verkauft wurden. Der Buchstabe C steht für Competition, also speziell für den Rennbetrieb. Der erste Einsatz erfolgte bereits am 24-Stunden-Rennen von Le Mans (22./23. Juni 1951), wo Peter Walker/Peter Whitehead in einem C-Type schon bei seinem ersten Renn-Einsatz auf den ersten Gesamt­ rang fuhren. Eine unglaubliche Leistung, wenn man bedenkt, das während 24 Stunden Jaguar XK-C 120, Chassis Nr. 023

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ten TV-Produzenten und Buch-Autors Jack Douglas gelangte. Dieser verkaufte ihn 1955 an seinen Mechaniker Ces Critchlow, der den XKC-023 fortan bei lokalen Rennen einsetzte, bis er 1958 an Horvath Motor Cars in Costa Mesa ­verkauft wurde. Im Jahre 1961 ging der XC-023 an Frank Schierenbeck, ebenfalls in Costa Mesa, über. 1997 kam er ins Eigentum des bekannten Schweizer Jaguar-Sammler Dr. Christian Jenny, der den XKC-023 beim Jaguar Spezialisten Terry Larson in den ursprünglichen Auslieferungszustand restaurieren liess und später an verschiedenen Veranstaltungen, wie zum Beispiel 2012 am Concorso d’Eleganza Villa d’Este, präsentierte. Im Jahre 1951, als Peter Walker/Peter Whitehead das 24-Stunden-Rennen von Le Mans auf dem C-Type mit Start-Nummer 20 gewonnen hatten, war die Marke Porsche aus Stuttgart mit dem 356/4 SL (sehr leicht) Coupé mit Start-Nummer 46 zum


ACS

Weitere Infos:

www.jaguarheritage.com www.porsche.com www.porsche.com/museum/de/ archiv/

ersten Mal in Le Mans am Start. Das Team mit den Franzosen August Veuillet und Edmond Mouche gewannen die Klasse bis 1100 ccm und wurden 20. des Gesamtklassements. Der Startschuss zur Erfolgsstory von Porsche und Le Mans. In Gmünd in Kärnten (A) war seit 1944 das Porsche Konstruktionsbüro angesiedelt und von 1948–1950 wurden die ersten rund über fünfzig Coupés und Cabriolets des Typs 356 gefertigt, bevor man den Firmensitz und die Produktion wieder nach Stuttgart-Zuffenhausen verlegte. Beim Aufbau der Eigenmarke Porsche war die Schweiz wesentlich beteiligt. Porsche und der Schweizer Importeur nutzten den Genfer Automobil Salon für die erste Präsentation. 1949 wurde der Porsche mit Chassis Nr. 356/2-002 mit Cabriolet Carrosserie

Porsche 356 A Coupé (modified)

von Beutler (insgesamt 6 Chassis wurden von Beutler als Cabriolet carrossiert) an Frau Jolantha Tschudi ausgeliefert und am 2. April 1949 immatrikuliert. Jolantha Tschudi war die Tochter von Jacques Tschudi, dem Gründer und Eigentümer der (ersten) AMAG von 1928-1938. Der auf der Visa Classic Card abgebildete Porsche 356 A Coupé hat im Modelljahr 1956 das bisherige 356 (356 Urmodell, von 1948–1955 produziert) abgelöst und konnte in der Carrosserieform Coupé,

Cabrio oder Speedster/Convertible mit fünf Motortypen bestellt werden. Wann das hier abgebildete Porsche 356 A Coupé durch Abänderung von der Originalversion in die Carrera GT Konfiguration abgeändert wurde (zum Beispiel Alu Zierleisten auf der Stossstange, keine Hörner, hintere Dreieckfenster Plexi ohne Chromrahmen, Felgen) ist nicht überliefert. Text Urs P. Ramseier, Swiss Car Register Bilder Fotostudio Zumbrunn

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NEUHEITEN

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1 Ein aktives Thermomanagement kühlt oder wärmt den Motor und das Getriebe des XT4. Für die Verzögerung sorgen elektrohydraulische Bremsen. 2 Die Heckleuchten sind transparent (Sport) oder rot (Luxury). 3 Das Interieur bietet viel Komfort, edle Materialen und eine gute Übersicht.

CADILLAC XT4

NEUE ZUVERSICHT Mit dem XT4 erhofft sich Cadillac wieder etwas mehr Präsenz. Das neue SUV mit ­Premium-Ambitionen ist aktuell noch das einzige Modell in Europa.

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is Ende dieses Jahrzehnts will sich Cadillac zur reinen Elektromarke transformieren. So sind neben dem bereits angekündigten Lyriq vier weitere Elektro-SUV geplant. Dabei soll es sich um mindestens ein unterhalb des ­Lyriq angesiedeltes E-SUV handeln, die anderen drei Modelle sollen grösser werden. Das grösste E-SUV wird das Elektro-Pendant zum Cadillac Escalade bilden. Zudem soll mit dem Celestiq eine «super-exklusive» E-Limousine lanciert werden. Kein Escalade mehr, kein CTS oder ATS, auch kein CT6. Als einziges Modell bietet Cadillac in Europa den neuen XT4 an, den mit 4,59 Meter Länge etwas kürzeren Nachfolger des XT5. Das neue Kompakt-SUV ist seit Mitte Oktober bereits ab CHF 42 300.– erhältlich und somit der günstigste Cadillac der jüngeren Markengeschichte. Er tritt gegen die deutschen Konkurrenten BMW X1, Mercedes GLA und Audi Q3 an. Realistischerweise dürfte der Cadiallac XT4 aber eher für jene Kunden eine Alternative sein, die sich ohnehin gegen ein deutsches Produkt und deshalb für einen Volvo XC40, Land Rover Discovery Sport oder DS7 Crossback entschieden hätten.

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Unter der Haube des XT4 arbeiten nicht etwa V8- oder V6-Triebwerke, sondern konventionelle Vierzylindermotoren. Zum Auftakt bietet Cadillac, dessen Europazentrale im Glattpark in Opfikon beheimatet ist, seinen Kompakt-SUV mit einem 173 PS starken Turbodiesel 350d an, der sowohl als Fronttriebler als auch mit Allradantrieb verfügbar ist. Der etwas später erhältliche Turbobenziner mit 230 PS, der 350t heisst und über eine Zylinderabschaltung (2 statt 4) verfügt, ist stets mit einem AWD-Antrieb ausgestattet. Bei beiden Motorisierungen wird eine geschmeidig schaltende 9-Gang-Automatik von GM verbaut. Und wie fährt sich der XT4? Wir durften die Turbodiesel rund um Zürich über rund 60 km Probe fahren. Was gleich auffällt: Der 381 Nm starke Selbstzünder tönt zuerst einmal überraschend angestrengt und rau. Das störende «Nageln» verflüchtigt sich bei höheren Tempi allerdings rasch. So motorisiert hegt der Kompakt-SUV zwar keine sportlichen Ambitionen, doch für den normalen Gebrauch reicht der 2.0-Liter-Turbodiesel locker. Maximal nimmt er 1,6 Tonnen an den Haken, beim Benziner sind es 400 kg mehr. HOHER FAHRKOMFORT Zu den Highlights zählt das Fahrwerk des XT4. In diesem Bereich hat sich Cadillac dem Topniveau der Europäer angenähert, ja diese vielleicht sogar überholt. Schwammig war gestern. Über die Modus-Taste können die adaptiven Dämpfer noch etwas straffer eingestellt werden. Selbst in zügig gefahrenen engen Kurven lässt sich der XT4 nicht aus der Balance

bringen. Der Allradantrieb arbeitet mit drei Kupplungen. Eine koppelt den ganzen hinteren Teil des Antriebsstrangs ab, so dass sich nicht einmal mehr die Kardanwelle weiterdreht, was Treibstoff spart. Die beiden anderen Kupplungen verteilen das Drehmoment zwischen dem linken und dem rechten Hinterrad. Dadurch wird die Traktion in der Kurve merklich verbessert und das Einlenken erleichtert. EDLES INTERIEUR Ganz Cadillac-like präsentiert sich der Innenraum. Sieht man einmal vom mit 8,0 Zoll etwas klein geratenen Infotainment-Bildschirm ab, muss sich der US-Hersteller in keinem Bereich hinter der europäischen Konkurrenz verstecken. Edle Materialien, komfortable, sowohl beheiz- wie belüftbare Vordersitze, eine elektrisch bzw. per Fusskick bedienbare Heckklappe und die auf diesem Niveau üblichen Fahrassistenzsysteme machen den XT4 zu einem durchaus valablen Mitstreiter im Segment. Ausserdem hat uns gefallen, dass Cadillac nicht dem Digitalwahn verfallen ist und der Fahrer auf zwei Rundinstrumenten mit dazwischenliegendem Display sowie – je nach Version – auf ein gut ablesbares Head-up-Display schaut. UNSER FAZIT Cadillac ist und bleibt, zumindest auf dem europäischen Markt, ein Aussenseiter – aber dank des XT4 ist es vorstellbar, dass man die US-Premiummarke doch wieder etwas häufiger auf der Strasse sieht. Text Markus Rutishauser / Bilder Werk


Neuheiten

VW TIGUAN

NEUE MOTOREN Volkswagen hat die Nummer 1 unter den Kompakt-SUV in Westeuropa optisch aufgefrischt. Erstmals wird der seit 2013 produzierte Tiguan auch als elektrifizierter Plug-in-Hybrid und als besonders sportliche R-Version angeboten.

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olkswagen geht den nächsten Schritt und elektrifiziert, digitalisiert und vernetzt den neuen Tiguan. «Damit ist das Kompakt-SUV für die Herausforderungen unserer Zeit gerüstet», sagt Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer und designierter CEO der Marke. Alle wesentlichen Technologiebereiche des Wolfsburger Erfolgsmodells schafften einen markanten Sprung nach vorn, betont der neue Chef. Aber am Charakter als familienfreundliches, kompaktes SUV mit einer maximalen Anhängelast von bis zu 2,5 Tonnen habe sich nichts geändert. In der Schweiz startet der neue Tiguan bei CHF 31 400.– (1.5 TSI Benziner, 130 PS, 6-Gang manuell) und ist bereits bestellbar. AUF DEN ERSTEN BLICK ERKENNBAR Die VW-Designer haben einiges getan, damit der neue Tiguan auf den ersten Blick zu erkennen ist. Besonders viel Herzblut wurde in die Frontpartie investiert. Die Motorhaube baut höher und der Küh­ lergrill samt LED-Scheinwerfern breiter.

Der Tiguan mit Plug-in-Hybridantrieb kommt rein elektrisch bis zu 50 km weit.

Optional ist erstmals das LED-MatrixLicht erhältlich. Neu sind auch die markanten Stossfänger. Im Heck wurde die Modellbezeichnung Tiguan – wie bei anderen VWs bereits gemacht – mittig unter dem VW-Logo platziert und die Leuchten überarbeitet. Wichtigste Neuerung im Innern ist der MIB3-Infotainment-Baukasten, dank dem der Tiguan immer online

Zum veredelten Exterieur des Tiguan R gehören eigenständige Stossfänger, ein Heckdiffusor, Radkastenverbreiterungen und die 21-Zoll-Leichtmetallräder «Estoril». Dazu gibt es eine 18-Zoll-Bremsanlage und ein tiefergelegtes Fahrwerk mit adaptiv geregelten Dämpfern.

ist. Je nach Version bietet das System eine Sprachsteuerung, den Zugriff auf Streamingdienste sowie eine auch in der Cloud per «VW ID» speicherbare und damit in anderen Volkswagen abrufbare Personalisierung vieler Einstellungen. ANFAHRT IMMER ELEKTRISCH Die wichtigsten Neuerungen bei der Neuauflage des Tiguan sind unter der Motorhaube zu finden. Der Plug-in-Hybridantrieb (1.4 TSI) mit 245 PS (180 kW) und 400 Nm Drehmoment ermöglicht dank der 13 kWh grossen Batterie eine rein elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern. Damit rollt der PEHV-Tiguan bei ausreichender Stromreserve immer elektrisch los. Die Höchstgeschwindigkeit im E-Modus beträgt 130 km/h. Der Plug-in-Hybrid ist an ein 6-Gang-DSG gekoppelt. Laut Werk beträgt der Normverbrauch 3,5 l/100 km. Der Basispreis für den elektrifizierten Tiguan liegt bei CHF 49 650.–. NEUE TOPMOTORISIERUNG Erstmals bietet VW den Tiguan auch als R-Modell an. Seine Markteinführung erfolgt im Januar 2021. Der Performance-TSI leistet stattliche 320 PS (235 kW) und

420 Nm und macht den Familien-SUV sogar rennstreckentauglich. Auch im Alltag profitiert der Fahrer vom Torque-Splitter, mit dem er ausgerüstet wurde. Er verteilt die Antriebskraft variabel zwischen der Vorder- und Hinterachse (maximal 50:50) und zudem zwischen dem linken und rechten Hinterrad. Die Kraftverteilung wird durch den jeweiligen Lenkwinkel, die Gaspedalstellung, die Querbeschleunigung, die Gierrate und die Geschwindigkeit bestimmt. Der Fahrer kann die Wirkungsweise des Torque-Splitters und der stabilisierenden Fahrdynamiksysteme zudem über die serienmässige Fahrprofilauswahl (Normal, Sport, Race, Individual) beeinflussen. Den sportlichsten Modus «Race» kann der Fahrer über eine Taste am neuen Multifunktionslenkrad direkt auswählen. Auf unseren rund 200 Testkilometern erwies sich der VW Tiguan R als komfortables Kompakt-SUV, das auf Tastendruck zum «Leistungssportler» mutiert, aber dank ausgezeichneter Technik immer gut beherrschbar bleibt. Sein Preis für den Schweizer Markt war bei Redaktionsschluss noch nicht fixiert. Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

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Neuheiten

Optisch ist der e-Transporter nicht von seinen Brüdern mit Verbrennungsmotoren zu unterscheiden.

VW E-TRANSPORTER

ELEKTRISCH AUSLIEFERN Nach dem e-Crafter und dem e-Caddy bietet Volkswagen nun auch den Transporter 6.1. als reines Elektrofahrzeug an. Die Serienfahrzeuge werden in Kooperation mit ABT in Kempten umgebaut.

gen umgebaut. Inzwischen arbeiten rund ter garantiert 100 Kilometer», betont der 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ABT-Spezialist. An einer Schnell-Ladesta­ der ABT e-Line GmbH, die in den nächs- tion mit 50 kW soll die 330 Kilogramm ten Jahren weiterwachsen will. Aktuell schwere und im Unterboden verbaute Battepeilen die Kemptener rund 3000 e-Fahr- rie laut Hersteller innert 45 Minuten wieder zeuge pro Jahr an, womit die vorhandene zu 80 Prozent aufgeladen sein. Mit WechselKapazität allerdings erst zu einem Drittel strom (7,2 kW) dauert es rund fünfeinhalb ausgeschöpft ist. Stunden. Sein maximales Drehmoment liegt bei 200 Nm, die maximale Nutzlast RESPEKTABLE REICHWEITE bei rund 1,1 Tonnen. Dazu nimmt er bis zu Mit dem e-Transporter 6.1 dürfte die 1,5 Tonnen an den Haken. Als Kombi oder Auslastung weiter steigen. Beim ABT e-T6.1 als Caravelle befördert der ABT e-T6.1 bis handelt es sich um die Serienversion des zu neun Personen. Das Fahrzeug wird mit «Bulli» mit langem Radstand und einem La- einer maximalen Höchstgeschwindigkeit ierzulande ist ABT mit Sitz im devolumen von bis zu 6,7 Kubikmeter. Die von 90 km/h bzw. optional 120 km/h ausgebayerischen Kempten in aller- Reichweite des Elektro-Nutzfahrzeuges be- liefert. Speziell für ein Elektrofahrzeug ist, erster Linie bekannt aus dem trägt mit seiner Batteriekapazität von 37,3 dass im ABT e-T6.1 das DSG-Getriebe des Rennsport und als Tuner von kWh brutto bzw. 32,5 kWh netto bis zu 138 Basismodells weiter verwendet wird. Vom Fahrzeugen der Hersteller Audi, Seat, Kilometer. «Damit schafft er auch im Win- 7-Gang-DSG werden aber nur die ersten drei Skoda und VW. Im Gänge genutzt. Der 1. Gang garantiert eine Schatten der ABT hohe Zugkraft, während der 2. und 3. für die Sportsline GmbH hat Effizienz sorgen. sich in den letzten Die Bestellung als auch der ganze SerJahren aber auch die vice- und Garantieprozess läuft für den ABT e-Line GmbH eiKunden ganz normal über seinen VW-Ganen ausgezeichneten ragenbetrieb. Die Preise der ABT e-TransRuf auf ihrem Gebiet porter starten als Kastenwagen bei CHF erarbeitet. Schon vor 45 520.–, als Kombi bei CHF 53 860.– und zehn Jahren wurden als Caravelle Comfortline bei CHF 59 020.– 50 VW Caddy für die ­( jeweils exkl. 7,7 % MwSt.). Deutsche Post zu reinen Elektrofahrzeu- Es gibt den e-Tranporter auch als Kombi und Caravelle. Text Markus Rutishauser / Bilder Werk/mru

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Neuheiten

OPEL MOKKA

NEUES MARKENGESICHT Gut möglich, dass Opel nach dem Corsa bereits wieder ein Produkt lanciert, das ankommt. Der neue Mokka entspricht den Mobilitätsbedürfnissen im urbanen Umfeld: Kompakt, leicht und auf Wunsch auch rein elektrisch.

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ie zweite Generation des Opel Mokka geht an den Start: Die Bestellfenster sind geöffnet, ausgeliefert wird er erstmals im März 2021. In der Schweiz sind die Preise für das mit einer Länge von 4,15 Metern kompakte SUV noch nicht publiziert. Der Basis-Mokka soll aber weniger als CHF 25 000.– kosten. Die Elektroversion dürfte ab rund CHF 35 000.– in der Preisliste stehen.

Der neue Opel Mokka schafft den Paradesprint von 0 auf 100 km/h in neun Sekunden und beschleunigt bis maximal 150 km/h.

bei umgeklappter Rückbank sogar bis zu 1105 Liter. HOCHAUFLÖSENDE DISPLAYS Innen gefällt der neue Mokka mit seinem Digitalcockpit «Pure Panel», das sich aus zwei hochauflösenden Farbbildschirmen (10 und 12 Zoll) zusammensetzt. Trotzdem gibt es immer noch einige Tasten und Drehsteller. Neben zahlreichen Assistenzsystemen (u.a. Frontkollisionswarner, Spurhalteassistent, Stop & Go) und optionalen LED-Matrixscheinwerfern bietet Opel für sein Kompakt-SUV auch eine Auswahl an verschiedenen Ergonomieund Komfortsitze an, die das Siegel der «Aktion Gesunder Rücken» tragen, sich klimatisieren lassen und sogar mit einer Massagefunktion aufwarten können.

NEUE PROPORTIONEN Der Mokka zeigt als erster Opel das neue Markengesicht «Vizor». Insgesamt steht das Kompakt-SUV, das optisch nicht zwischen Verbrennungs- und Elektromotor unterscheidet, deutlich breiter und flacher auf der Strasse als sein Vorgänger. Vor allem aber ist der Mokka um 12,5 Zentimeter kürzer geworden und misst nur noch ÜBER 300 KM ELEKTRISCH 4,15 Meter. Mit einer Breite von 1,79 MeNeben den aufgeladenen 1,2-Liter, einer Höhe von 1,53 Meter und kurzen ter-Dreizylinder-Benzinmotoren mit 100 Überhängen ergeben sich perfekte Aussen- PS/205 Nm und 130 PS/230 Nm mit Normmasse für all jene, die es zeitgemäss-prak- verbräuchen von 4,5 bis 4,8 l/100 km tisch mögen. Als Basis nutzt der gegenüber gibt es den neuen Mokka auch mit einem seinem Vorgänger um satte 120 Kilogramm 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel (110 PS/250 abgespeckte neue Opel Mokka die variable Nm/3,8 l/100 km). Das Paradepferd im CMP-Plattform aus dem PSA-Konzern, auf der auch der Peugeot 208 basiert. Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet der Rüsselsheimer viel Platz für vier Erwachsene und Gepäck. Sehr ordentliche 350 Liter sind es mindestens, Das Opel-Flaggschiff Insignia wurde nochmals überarbeitet.

Die Insassen schauen auf zwei hochauflösende Displays mit scharfer Darstellung.

Mokka-Stall ist jedoch unbestritten die 1,6 Tonnen schwere Elektroversion mit 136 PS (100 kW) und 260 Nm. Der Antriebsstrang wird gleichermassen im Corsa-e verwendet. Die 50 kWh-Akkus ermöglichen laut WLTP-Messung eine maximale Reichweite von 324 Kilometer. An einer Schnellladestation sollen die Akkus in nur 30 Minuten von 0 auf 80 Prozent aufgeladen werden können. An der konventionellen Heim-Wallbox mit 11 kW Wechselstromleistung vergehen rund 5:15 Stunden, ehe der leere Akku wieder voll ist. FLAGGSCHIFF ÜBERARBEITET Für nächstes Jahr kündigt Opel den Nachfolger des Astra an. Bereits beim Händler steht das überarbeitete Flaggschiff Insignia als Grand Sport (Limousine, ab CH 36 600.–) und Sports Tourer (Kombi, ab CHF 38 000.–). Die Optik wurde noch einmal geschärft und der Allradantrieb optimiert. Sportliche Speerspitze ist die GSi-Version mit 230 PS/350 Nm. Zu einem späteren Zeitpunkt reicht Opel den 170-PS-Benziner nach, der vor allem für die Flottenkunden interessant sein dürfte. Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

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Neuheiten

MAZDA MX-30

IM SINNE DER NACHHALTIGKEIT Mazda lanciert mit dem MX-30 sein erstes voll­ elektrisches 
Fahrzeug. Das entspricht dem Zeitgeist.

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ie Bremsen braucht man kaum. Bergab sorgt die Rekuperation (Energierückgewinnung) für die erforderliche Verzögerung, damit der 4,40 Meter lange Crossover nicht über die Kurve hinausschiesst. Und das gar in fünf verschiedenen Stufen, die sich über die Wippen am Lenkrad abrufen lassen. Von ganz stark bis kaum spürbar. Willkommen im ersten vollelektrischen Produkt des japanischen Autobauers Mazda! Mit dem MX-30 breche ein neues Zeitalter an, heisst es bei der Präsentation des Stromers, der ein weiteres besonderes Merkmal sein eigen nennt: Die hinteren Türen pappen nach vorne auf, was den Einstieg oder etwa die Installation eines Kindersitzes im Fond erleichtert. 300 KILOGRAMM LEICHT Was beim MX-30 weiter auffällt: das für ein Elektroauto geringe Leergewicht von etwas über 1,6 Tonnen. Die Batterie steuert gerade mal 300 Kilogramm dazu bei. Des Mazdas Leichtigkeit des Seins hat aber ihren Preis: Es ist die Reichweite. Der MX-30 schafft, bei einem Verbrauch von etwa 19 kWh, mit voll geladener 35,5-kWh-Batterie magere 200 Kilometer, in der Stadt sollen es 265 Kilometer sein. 200 Kilometer sind, gemessen am Hyundai Kona, der fast 400 Kilometer schafft, doch ein bisschen dürftig.

Ästhetische Feingeister erfreuen sich an den gefälligen Linien und Proportionen.

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Mazda geht auch bei seinem ersten Elektroauto einen eigenen Weg: Während die Konkurrenz mit einer grossen, schweren Batterie eine möglichst grosse Reichweite bieten will, setzen die Japaner auf die Balance zwischen alltagstauglicher Reichweite und geringer CO 2 -Bilanz.

BEWUSST IN KAUF GENOMMEN Die Verantwortlichen von Mazda haben den Makel indessen bewusst in Kauf genommen. Lieber mehr Nachhaltigkeit als grosse Reichweite, lautete die Losung bei der Entwicklung des MX-30. In diesem Sinne argumentiert jedenfalls Produktentwickler Joachim Kunz von Mazda Europe. Weniger grosse Batterien sorgten für eine bessere Energiebilanz bei Herstellung und Betrieb und somit für mehr Effizienz – und zusätzlich noch für einen tieferen Kaufpreis. Aufgrund dieser Überlegungen habe sich Mazda entschieden, im MX-30 einen kleineren Energiespeicher einzubauen. «Für Kurzstrecken und Wochenend-Trips reiche diese Leistung aus», glaubt Kunz. Aber so ganz glücklich scheint man bei Mazda mit der vorliegenden Lösung doch nicht zu sein: Projektmanager Kunz kündigt für Ende des nächsten Jahres einen MX-30 mit einem sogenannten Range-Extender an. Konkret wird dem mit Gleichund Wechselstrom aufladbaren Stromer dann zusätzlich noch ein kleiner Wankelmotor (Kreiskolbentriebwerk) beigegeben, der die Batterie bei Bedarf nachlädt. Trotz der Fragezeichen hinter der Reichweite darf der MX-30 aber als tolles Auto bezeichnet werden. Denn dessen

Fahr­eigenschaften sind nicht von schlechten Eltern. Der Mazda fährt sich ausgesprochen ruhig und offenbart selbst bei flotter Fahrt beste Manieren, was die Längs- und Querstabilität angeht. Natürlich zeigt sich der 145 PS (107 kW) starke, durchgestylte Fronttriebler in Sachen Beschleunigung ebenfalls von seiner Schokoladenseite. Kunststück: Bei Bedarf können bis zu 270 Nm Antriebskraft mobilisiert werden. Dazu gibt es noch eine diskret im Hintergrund wummernde Motorgeräuschkulisse. WIEDERVERWERTETE MATERIALIEN In Sachen Design entspricht der MX30 innen wie aussen ganz dem Zeitgeist. Die progressive Formensprache dürfte dem Geschmack der Kundschaft ebenso entsprechen wie die Gestaltung des puristischen Interieurs, das sich teils aus wiederverwerteten Materialien und vernähten Lederimitaten zusammensetzt. Beim Sitzkomfort auf der Rückbank gibt es aber, wie bei der Sicht nach aussen, noch Luft nach oben. Der Kofferraum bietet ein Volumen von bis zu 1171 Liter. Und der Preis? Der Mazda MX-30 kostet in der Schweiz mindestens CHF 36 990.–. Text Dario Morandi / Bilder Werk


Neuheiten

Die Front mit dem kupferfarbigen CUPRA-Logo, den Voll-LED-Scheinwerfern und den beiden grossen Lufteinlässen unterstreichen den sportlichen Auftritt. Das markante Design wird durch die Heckspoiler und den Heckdiffusor sowie den exklusiven 19-Zoll-Leichtmetallfelgen betont.

CUPRA FORMENTOR

FAHRSPASS HOCH VIER Formentorrrrrrr! So heissblütig die Aussprache des ersten komplett selbst entwickelten Fahrzeugs der Seat-Sportmarke CUPRA tönt, so fährt sich der Crossover auch. In der Schweiz startet er mit 310 PS, ­Allrad (4Drive) und DSG ab CHF 50 000.–.

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igentlich hatten sich die CUPRAMacher die Ferieninsel Mallorca für die Fahrpräsentation ihres ersten eigenständigen Models ausgesucht, doch Covid-19 machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Die vielen kurvigen Pass-und Küstenstrassen dort passen perfekt zu den Fahreigenschaften des 1644 kg schweren Crossovers (CUV). Der Formentor lässt sich nämlich zügig und angenehm direkt durch Kurven lenken. Unterstützt wird er dabei von einem präzise schaltenden 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Standardmässig ist der Formentor 2.0 TSI 4Drive mit einer Adaptiven Fahrwerksregelung (DCC) ausgestattet, die in Abhängigkeit des vom Fahrer gewählten Fahrmodus’ (Comfort, Sport, Individual, Cupra und Offroad) die Dämpferkraft für jedes einzelne Rad regelt. Die Profile lassen sich über die Auswahltaste links am handlichen Sportlenkrad auswählen. Dazu passen die Motorleistung, die beim aktuellen Topmodell inklusive Allrad bei üppigen 310 PS liegt, die progressive Lenkung und die 18-Zoll-Bremsanlage von Brembo (Aufpreis CHF 2600.–). Die rund 90-minütige

Testfahrt von Baden an den Rhein und via Aarau zurück zum Ausgangspunkt hat jedenfalls grossen Fahrspass geboten. GUTES RAUMGEFÜHL Innen präsentiert sich der CUPRA Formentor betont sportlich und aufgeräumt. Besonders gefallen haben uns die Sportschalensitze, das Sportlenkrad und der vorbildlich hoch positionierte 12-Zoll-Infotainment-Touchscreen. Sämtliche wichtige Informationen liest der Fahrer auf dem hochauflösenden, individuell konfigurierbaren 10,25-Zoll-Display hinter dem Sportlenkrad ab. Auch die Platzverhält-

Das neue CUPRA-Sportlenkrad mit Tasten für den Fahrmodus (links) und den Motorstart.

nisse sind dank des Radstands von 2,68 Meter komfortabel, selbst auf der Rücksitzbank mit einer Körpergrösse von bis zu 1,85 Meter. Das Gepäckraumvolumen von bis zu 450 Liter (Allrad: 420 l) befriedigt die allermeisten Ansprüche. Dazu gibt es auf Wunsch ein BeatsAudio-Soundsystem für CHF 600.– Aufpreis. Rüstet man die 310-PS-Topversion komplett aus, steht der spanische Crossover, wie am Beispiel unserer Testversion, mit knapp unter CHF 57 000.– in der Preisliste. PLUG-IN-HYBRID FOLGT Geplant sind vom CUPRA Formentor insgesamt sieben Antriebsvarianten, wovon voraussichtlich fünf auch in der Schweiz erhältlich sein werden. So folgt im Frühjahr eine Plug-in-Hybrid-Version mit 245 PS Leistung und einer rein elektrischen Reichweite von rund 50 Kilometer. Ebenfalls bestätigt sind der 2.0 TSI mit 245 PS und der 2.0 TSI mit 190 PS und Allrad. Angekündigt ist ausserdem eine neue Topmotorisierung mit fünf Zylindern und mehr als 350 PS. Text Markus Rutishauser / Bilder Remo Eisner

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VERKEHRSSICHERHEIT WINTERREIFEN WECHSELN

SO GEHT’S Während die meisten Autofahrer für den Reifenwechsel in die Fachgarage fahren, legen andere selbst Hand an und greifen zu Radschlüssel und Wagenheber. Doch Vorsicht, hierbei kann auch einiges schief gehen.

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er seinen Reifenwechsel in Eigenregie erledigt, sollte darauf achten, dass das Fahrzeug auf einem ebenen und festen Untergrund steht. Der Wagenheber darf nicht verkanten und muss an der dafür vorgesehen Stelle angesetzt werden. NICHT ZU LOCKER, NICHT ZU FEST Radschrauben müssen immer mit dem dafür vorgeschriebenen Drehmoment angezogen werden. Zu locker ist hierbei genauso schlecht wie zu fest. Zu leicht angezogene Schrauben können sich im Zweifel lockern und während der Fahrt lösen. Zu fest angezogene Radschrauben belasten hingegen das Material von Felge und Schraube über Gebühr. Die Radmuttern sollten immer über Kreuz angezogen und nach zirka 50 bis 100 Kilometern Fahrtstrecke erneut nachgezogen werden. Bei laufrichtungs-gebundenen Reifen ist darauf zu achten, dass sie richtig herum montiert werden. Auf der Reifenflanke befindet sich dafür ein Richtungspfeil, der in Verbindung mit dem Wort «Rotation» die Laufrichtung des Reifens angibt. Die einzulagernden Reifen sollten so markiert werden, dass man beim nächsten Reifenwechsel weiss, an welcher Stelle sie montiert waren. Die Reifen sollten nie über Kreuz, sondern nur achsweise gewechselt werden.

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Experten sind sich einig: Winterreifen sollten mindestens vier Millimeter Profil aufweisen, gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter.

AUFGEPASST AUF UNWUCHTEN Wer die Reifenmontage selbst durchführt, bemerkt womöglich auch Beschädigungen an Reifen oder Felgen nicht. Auch auf das professionelle Auswuchten der Räder verzichtet er bewusst. Entstehen Unwuchten in den Rädern, kann es zu einem ungleichmässigen Abfahren des Reifenprofils kommen. Dies wirkt sich negativ auf Fahrverhalten und Fahrstabilität des Fahrzeugs aus. In jedem Fall sollten die Reifen vor dem Einlagern auf Beschädigungen wie eingefahrene Teile, Rissbildungen, Deformationen oder Schlitze untersucht werden. Darüber hinaus sind eine Beurteilung des Gesamtzustands der Reifen sowie das Messen der Profiltiefe Pflicht. So kann man sich frühzeitig darauf einstellen, ob neue Reifen für die nächste Saison nötig sind. Generell ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vorgeschrieben. Dennoch sollten Autofahrer ihre Reifen nicht ganz bis zum Grenzwert abfahren. Für Winterreifen sind jedoch mindestens vier Millimeter empfehlenswert. Wer glaubt, dass die eingelagerten Pneus schon keinen Druckverlust über die saisonale Auszeit erlitten haben, liegt

falsch. Ein zu niedriger Reifendruck wirkt sich negativ auf Fahrverhalten, Bremsweg und Spritverbrauch aus. Vor der Einlagerung empfehlen die Hersteller den Reifendruck um 0,5 bar zu erhöhen. KÜHL, TROCKEN UND DUNKEL Oftmals herrschen in der privaten Garage oder im Keller nicht die optimalen Bedingungen für eine Einlagerung von Reifen. Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, sollte die Reifen an einem kühlen, trockenen und vor allem auch dunklen Ort lagern. Stark schwankende Temperaturen mögen die Reifen genauso wenig wie direkte Sonnenlichteinstrahlung. Für die Lagerung bieten sich sogenannte Felgenbäume oder spezielle Wandhalterungen an. Diese entlasten die Reifen. Ansonsten sollten auf Felge aufgezogene Reifen liegend übereinander gestapelt eingelagert werden. Reifen ohne Felge sollten hingegen stehend aufbewahrt werden und regelmässig, etwa einmal im Monat, um eine Viertel Drehung gedreht werden. Text deg / Bild zVg


Verkehrssicherheit

Winterreifen

FAUSTREGEL VON O BIS O Im Winter mit Sommerreifen zu fahren, ist keine gute Wahl. Einerseits in Bezug auf die Verkehrssicherheit und auch, weil Versicherungen im Schadenfall nicht zahlen müssen. Es lohnt sich also, sein Auto winterfest zu machen und ein paar Tipps zu beachten. Die allgemeinhin bekannte Faustregel «Winterreifen von O bis O» (von Oktober bis Ostern) ist nicht gesetzlich verankert. Jedoch heisst es im Strassenverkehrsgesetz (SVG), Art. 29: «Fahrzeuge dürfen nur in betriebssicherem und vorschriftsgemässem Zustand verkehren. (…)» In Verbindung mit der in Art. 26 Abs. 1 SVG definierten Grundregel «Jedermann muss sich im Verkehr so verhalten, dass er andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder behindert noch gefährdet», lässt sich erkennen, dass zumindest bei Matsch, Glätte und Schnee das Fahren mit Winterreifen gesetzlich erforderlich ist. Wer mit Sommerreifen einen Blechschaden verursacht oder den Verkehr erheblich behindert, riskiert nicht nur eine Busse, sondern auch eine Haftungsablehnung seitens Versicherung.

W

DAS MACHT IHR AUTO WINTERFIT Sobald die Temperaturen unter 8 Grad Celsius sinken, ist die Montage von Winterrädern angebracht, auch wenn noch kein Schnee liegt. Die Gummimischung von Sommer- und Winterpneus ist unterschiedlich. Diejenige der Sommerreifen werden bei kühlen Temperaturen steif, der Gummi hat somit weniger Haftung am Boden. Bei winterlichen Strassenverhältnissen verdichtet das flache Laufflächenprofil des Sommerpneus den Schnee und führt so zu einer glatten und gefährlichen Fahrbahn. Bei Winterreifen bleiben die tiefen Profilrillen dynamisch und nehmen Schnee und Matsch auf und ermöglichen eine verbesserte Haftung. Winterreifen sollten zudem alle vier bis fünf Jahre ersetzt werden (beachten Sie dafür die DOT-Nummer. Beispiel 4118 = Kalenderwoche 41/2018). Denn auch das Alter setzt dem Gummi zu und verschlechtert so den Grip. Die gesetzliche minimale Profiltiefe beträgt 1,6 mm. Wer mit weniger Profil fährt, riskiert eine

Der ACS empfiehlt eine Profiltiefe von 4 mm für Winterreifen und 3 mm für Sommerreifen.

Busse von CHF 100.–. Der ACS empfiehlt aus Sicherheitsgründen die Winterpneus bei unter vier Millimeter zu ersetzen, die Sommerräder bei drei. Zudem wichtig im Winter: Scheibenwischerblätter kontrollieren und allenfalls ersetzen. Sie sind aus Kautschuk und werden nach einer gewissen Zeit und besonders im Winter hart. Zusammen mit einem aufgefüllten Tank des Scheibenwischwassers (mit Frostschutz) haben Sie so stets freie Sicht. Es lohnt sich zudem einen Nachfüllbeutel Scheibenwischwasser im Auto mitzuführen. Warme und wetterfeste Reservekleidung kann im Pannenfall helfen, die Wartezeit besser zu überbrücken. Sind die Scheiben mit Raureif überzogen, fahren Sie erst los, wenn die Windschutzscheibe und die Seitenscheiben frei geräumt sind. Wird die Sicht durch Schnee oder Reif beeinträchtigt, droht eine hohe Busse.

Der Bremsweg auf Schnee mit Sommerreifen beträgt bei 50 km/h satte 53% mehr.

Text Anita Brechtbühl / Bild zVg

WINTERFAHRTRAINING

er mit der Wintersaison Lust auf ein ganz besonderes Fahrerlebnis bekommen hat, kann sich für das Winterfahrtraining in Flaine (F) vom 12. Dezember 2020 anmelden (www. sports-promotion.ch/stage-de-pilotage-sur-glace, E-Mail info@sports-promotion.ch, Tel. 032 842 26 49). Notbremsma-

Flaine. Zur Verfügung stehen sechs Fahrzeuge der R.S.-Modelle von Renault. Für ACS Mitglieder beträgt die Teilnahmegebühr € 340. Achtung: Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. növer, Kurvenfahren, Gegensteuern, Schleudern und vieles mehr erleben Sie als Lenker auf der winterlichen Piste von

Text ab

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AUTO

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IN KÜRZE AUTO SCHWEIZ

LAUNAZ BLEIBT PRÄSIDENT Die Mitglieder von auto-schweiz haben François Launaz für zwei weitere Jahre in seinem Präsidenten-Amt bestätigt. Dies geschah einstimmig im Rahmen der 62. Generalversammlung der Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure, die aufgrund der aktuell angespannten Pandemie-Lage per Videokonferenz abgehalten wurde. Gleichzeitig hat François Launaz angekündigt, nach diesen zwei Jahren in Ruhestand gehen zu wollen und daher 2022 nicht erneut als Präsident zu kandidieren. Vor seiner Wiederwahl fasste François Launaz das im Zeichen von COVID-19 stehende Jahr 2020 zusammen: «Angesichts der Auswirkungen der Coronakrise stehen wir vor dem schlechtesten Marktjahr seit rund 45 Jahren. Zwischen 20 und 25 Prozent wird der Rückgang bei den Personenwagen wohl betragen, bei den Nutzfahrzeugen sieht es kaum besser aus.» Zudem habe die Krise auch negative Auswirkungen auf den CO2-Durchschnitt neuer Fahrzeuge und werde zu einer unverschuldeten

Erhöhung der Sanktions- ein Elektroauto oder ein Plug-in-Hybrid zahlungen der Impor- sein. Die Einhaltung der CO2-Zielwerte teure führen. «Bedauer- sei für 2020 aber von vorneherein ausgelicherweise können oder schlossen gewesen, so die Erläuterung von wollen Bundespräsiden- auto-schweiz-Direktor Andreas Burgener tin Simonetta Somma- während der Generalversammlung: «Coruga und das Bundesamt rona macht alles noch schlimmer, weil der für Energie diesen Um- Nachschub an hocheffizienten Modellen stand bis heute nicht verstehen. In Zeiten, fehlt. Ohne die Krise wären dieses Jahr viel in denen sich linksgerichtete ‹Möchte- mehr elektrische und hybride Personengern-Weltverbesserer› fast ungestraft ans wagen auf Schweizer Strassen gekommen.» Bundeshaus ketten und dabei ein SchlachtDie Aussichten für den Markt neuer feld aus Müll hinterlassen dürfen, scheint Personenwagen im laufenden Jahr mit die Unterstützung der ‹bösen Auto-Lobby› 240 000 Immatrikulationen bleibt sehr nicht en vogue zu sein – ein sehr trauriger trüb, dies wäre ein Minus von rund 23 ProZustand unserer politischen Landschaft», zent zum Vorjahr. Für 2021 rechnen die Imso François Launaz in seiner Rede. porteure im Durchschnitt mit einem Plus Dass die Schweizer Automobilbranche von 12,5 Prozent und gehen von 270 000 ihre Hausaufgaben bei der CO2-Senkung Neuwagen aus. Die Lage bei den leichten mit Bravour erledigt, zeigt unter anderem Nutzfahrzeugen gestaltet sich ähnlich: Die der diesjährige Marktanteil der Stecker- frühere Prognose von 26 000 Lieferwagen fahrzeuge von 11,7 Prozent bei den Perso- für das laufende Jahr wurde bestätigt. 2021 nenwagen. Damit ist das vor fast drei Jah- soll es mit 29 000 Einlösungen um 11,5 ren selbstgesteckte «10/20»-Ziel so gut wie Prozent aufwärts gehen. erreicht. Dabei soll im laufenden Jahr mindestens jeder zehnte neue Personenwagen Text Christoph Wolnik / Bild zVg

ACS QUIZ 7/2020

LÖSUNGSWORT

1. Wenn etwas sich zügig entwickelt, dann nimmt es ... auf. Z Fluss

H Hast

A

Fahrt

I

Kofferraum

Preis: Reisen Sie mit Switzerland Travel Centre, dem offiziellen Reiseveranstalter für Schweiz-Ferien, für 4 Tage entlang der Grand Tour of Switzerland «Kulinarik» im Wert von CHF 340.–.

2. Was kommt bei einem Auto nicht vor? U Hobbyraum

E Hubraum

3. Welcher Ausdruck steht für eine Bauart eines Motorradhelms? H Interface

N Integer

S

Integral

4. Wie wird ein geländegängiges Motorrad mit Strassenzulassung genannt? I Chopper

F Enduro

E

Scooter

5. Wie nennt man die Kreuzung verschiedener Fahrzeugtypen? G Crossroad

A Crossover

S

Crossway

6. Wie viele Reifenhersteller gibt es weltweit? I

ca. 30

N ca. 700

H

ca. 1500

7. Welcher Landsmann gilt als Erfinder der Kardanwelle? D Brite

R Italiener

A

Schweizer

8. Was liess sich John Lennon 1969 in seinen Mercedes einbauen? S Kochnische

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AUTO

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N Lichtorgel

T

Plattenspieler

Teilnahmebedingungen: Mit der Teilnahme akzeptiert der Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen. Teilnahmeberechtigt sind ausschliesslich Mitglieder des Automobil Clubs der Schweiz. Der Gewinner wird persönlich vom Automobil Club der Schweiz benachrichtigt. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen. Teilnahmeschluss ist der 27. November 2020 ­(Poststempel).

Senden Sie uns eine Postkarte mit dem Vermerk «ACS Rätsel» und dem Lösungswort, Ihrer Mitgliedsnummer und Adresse an unten stehende Adresse, oder senden Sie uns das Lösungswort online unter www.acs.ch/auto-raetsel zu. Automobil Club der Schweiz Wasserwerkgasse 39 CH-3000 Bern 13 Lösungswort Ausgabe 06/20 AMBULANZ


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