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AUTO

Das Magazin des Automobil Club der Schweiz | Edition Deutschschweiz

Ausgabe 01/2020

Autosalon

Technik

PROBLEME MIT GENFER MESSE IM ABGASEN BEI ­ZEICHEN DES WANDELS PLUG-IN-HYBRID Die grossen Automessen der Welt befinden sich im Wandel. Weg von der klassischen Ausstellung, hin zu mehr Interaktivität mit den Besuchern. Der 90. Autosalon Genf findet vom 5. bis 15. März statt

Sie werden gerne als Alleskönner angepriesen. Berechnungen der Empa sorgen jetzt aber für Aufsehen

Neuheiten

KRAFTSPRITZE FÜR ELEKTROPORSCHE

Nach dem 4S und Turbo erweitert Porsche seine Taycan-Modellreihe mit dem Turbo S


NEU Adriaküste mit Herzegowina und Montenegro

TOP

Qualität & Preis Sonnendeck

2-Bettkabine Oberdeck (ca. 13 m²)

Restaurant

Rijeka–Zadar–Split (–Mostar)–Insel Mljet–Kotor mit yachtähnlicher MV Thurgau Adriaticabbbb 1. Tag Zürich–Zagreb–Rijeka Individuelle Anreise zum Flughafen. Flug nach Zagreb. Bustransfer nach Fužine. Besichtigung der Tropfsteinhöhle Vrelo und dem Drehort der Winnetou-Serie. Stadtbesichtigung in Rijeka. Einschiffung und Abendessen. (A) 2. Tag Rijeka–Insel Rab «Leinen los!» Rundgang durch Rab. Abendessen an Bord. (F, M, A) 3. Tag Insel Rab–Zadar Busausflug zum Zrmanja Grand Canyon mit Mittagessen und Flussfahrt. Rundgang durch Zadar. Ind. Abendessen. (F, M) 4. Tag Zadar–Šibenik Schifffahrt entlang der einzigartigen Inselgruppe der Kornati Inseln. Besichtigung der Altstadt von Šibenik. Bustransfer zu den Krka Wasserfällen. Ind. Abendessen. (F, M) 5. Tag Šibenik–Split–Omiš Stadtrundgang in Split. Besuch des Diokletianpalastes und ind. Mittagessen. Fahrt nach Omiš. Ausflug mit Booten nach «Radmanove Mlinice». Abendessen an Bord. (F, A) 6. Tag Omiš–Metković Fahrt nach Metković. Busausflug nach Herzegowina. Besuch der Altstadt von Mostar. Chefs-Dinner an Bord. (F, M, A) 7. Tag Metković–Insel Korčula Mit Booten ins Neretva-Delta. In Korčula ind. Abendessen. (F, M) 8. Tag Insel Korčula–Insel Mljet Ind. Besuch des Nationalparks. Abendessen an Bord. (F, M, A) 9. Tag Insel Mljet–Dubrovnik (Gruž) Rundgang durch Dubrovnik. Abendessen an Bord. (F, M, A) 10. Tag Dubrovnik (Gruž)–Kotor Fahrt durch die Bucht von Kotor. Stadtrundgang mit Besichtigung der St. Triphons-Kathedrale. Ind. Abendessen. (F, M)

Mostar, Bosnien-Herzegowina

Weitere Informationen oder buchen www.thurgautravel.ch

(Nach Rabattabzug, günstigste Kategorie inkl. Vollpension, ohne Flug)

11. Tag Kotor Busfahrt zum Nationalpark und Fluss «Crnojević». Fotostopp mit Blick auf den Skutari See. Ab Virpazar Bootsfahrt nach Rijeka Crnojevica mit Imbiss. Busfahrt nach Njegusi und Mittagessen. Rückfahrt nach Kotor. Abendessen an Bord. (F, M, A) 12.Tag Kotor–Dubrovnik–Zürich Ausschiffung und Panoramafahrt nach Dubrovnik. Transfer und Rückflug nach Zürich. Individuelle Heimreise. (F) Kotor–Rijeka Gleiche Reise in umgekehrter Reihenfolge, ohne Übernachtung Insel Mljet. MV Thurgau Adriaticabbbb Komfortschiff mit Platz für 35 Gäste. Die 1-Bett- und alle 2-Bettkabinen mit Dusche/WC, Föhn, TV, Minisafe, Klimaanlage sowie Frischluftzufuhr. Auf OD und PD können die Fenster geöffnet werden, auf dem HD sind die Fenster aus Sicherheitsgründen nicht zu öffnen. VIP Kabinen auf dem PD (ca. 21 m²) mit Aussenbereich, Doppelbett und Sitzecke mit Zweier-Sofa. Kabinen auf PD (ca. 12 m²), OD (ca. 13 m²) und OD vorne (ca. 11 m²) mit zwei Einzelbetten, auf dem HD (ca. 16 m²) mit zwei Einzelbetten oder einem Doppelbett. Die 1-Bettkabine auf dem HD ist ca. 11 m² gross. Gutbürgerliche lokale Speisen werden im Restaurant oder dem Panoramadeck (wetterbedingt) serviert. Bordausstattung: Indoor Lounge, Sonnendeck mit Liegestühlen und Sitzgelegenheiten. Gratis WLAN nach Verfügbarkeit. Nichtraucherschiff (Rauchen im gekennzeichneten Aussenbereich erlaubt).

Bucht von Kotor, Montenegro

Alle Ausflüge gemäss Programm inbegriffen | F=Frühstück, M=Mittagessen, A=Abendessen |

11 Tage ab Fr. 2090.– Reisedaten 2020 Es het solangs het Rabatt Rijeka–Kotor, 12 Tage Kotor–Rijeka, 11 Tage 11.04.–22.04. 700 22.04.–02.05. 600 02.05.–13.05. 600 (6) 13.05.–23.05. 500 (6) 23.05.–03.06. 500 (6) 03.06.–13.06. 500 (6) 13.06.–24.06. 500 (6|7) 24.06.–04.07. 500 (6|7) 04.07.–15.07. 500 15.07.–25.07. 500 25.07.–05.08. 500 05.08.–15.08. 500 15.08.–26.08. 500 26.08.–05.09. 500 05.09.–16.09. 500 (6|7) 16.09.–26.09. 500 (6) 26.09.–07.10. 600 07.10.–17.10. 700 (6) Nur noch wenige Kabinen verfügbar (7) Flugplanänderung Unsere Leistungen Kreuzfahrt mit Mahlzeiten und Ausflügen gem. Programm, Deutsch sprechende Bordreiseleitung, AudioSet bei allen Ausflügen Nicht inbegriffen: An-/Rückreise zum/vom Flughafen Zürich, Flug Zürich–Dubrovnik/Zagreb–Zürich oder v. v., Versicherungen, übrige Mahlzeiten, Getränke, Trinkgelder (Empfehlung € 5–7 p. P./Tag), Auftragspauschale Fr. 35.– pro Rechnung (entfällt bei Buchung über www.thurgautravel.ch) Preise p. P. in Fr. (vor Rabattabzug) 11 T. 2-Bettkabine Hauptdeck hinten 2790 2-Bettkabine Hauptdeck 3090 1-Bettkabine Hauptdeck 3190 2-Bettkabine Oberdeck vorne 3590 2-Bettkabine Oberdeck 3690 3590 2-Bettkabine PD (Nr. 315)(5) 2-Bettkabine Promenadendeck(5) 3790 2-Bettkabine VIP Promenadendeck(5) 5490 Zuschlag Alleinbenutzung Hauptdeck 1190 Zuschlag Alleinbenutzung Oberdeck 1390 Flug Zürich–Zagreb/Dubrovnik–Zürich v. v. inkl. Taxen und Gebühren 390 Jahresversicherung Allianz Einzel 139 Jahresversicherung Allianz Familie 229

(5) Nicht zur Alleinbenutzung möglich

12 T. 2990 3290 3390 3790 3890 3790 3990 5690 1280 1480 390 139 229

| Programmänderungen vorbehalten

Buchen oder Prospekt verlangen Gratis-Nr. 0800 626 550 Amriswilerstrasse 12, 8570 Weinfelden Tel. 071 552 40 00, info@thurgautravel.ch

Aussergewöhnliche Reisen zu moderaten Preisen


EDITORIAL

MOBILITÄTSFORUM ANSTATT REINER AUTOMOBILSALON Vom 5. bis 15. März 2020 wird Genf wieder zum Mekka der Automobilbegeisterten. Bereits zum 90. Mal findet hier der Automobilsalon respektive die GIMS, die Geneva International Motor Show, wie der Grossanlass heute genannt wird, statt. Er ist nach wie vor eine der bedeutendsten Automobilausstellungen weltweit. Jedoch stellt sich die Frage, in welcher Form die GIMS langfristig eine Zukunft hat?

N

icht zuletzt wegen des Salons kennen wir Genf als Stadt des Automobils. Genf war einst die Wiege der Autopioniere. Hier wurde nicht nur im Jahre 1905 der Automobilsalon ins Leben gerufen, sondern vor über 120 Jahren auch der ACS gegründet. Ausgerechnet in Genf gibt es seit dem 15. Januar 2020 die erste Umweltvignette in der Schweiz. Wollte die Rhonestadt damit ein weiteres Mal ihren Pioniergeist beweisen? Für die besagte Vignette werden die Fahrzeuge in fünf verschiedene Schadstoffklassen eingeteilt. Wenn Sie also zukünftig durch die Stadt Genf oder ihre Agglomeration fahren möchten, benötigen Sie eine solche Umweltvignette, genannt «Macaron Stick’AIR». Sie kostet fünf Franken und unterscheidet sich je nach Schadstoffklasse des Fahrzeugs farblich sowie bezüglich aufgedruckter Zahl. Wenn die Grenzwerte für Luftschadstoffe überschritten werden, können die entsprechenden Zonen zwischen 06.00 Uhr und 22.00 Uhr nur mit gültiger Vignette befahren werden. Die ACS Sektion Genf und diverse andere Verkehrsverbände, darunter der TCS, der Rekurs eingereicht hat, haben sich als Mitglieder von «RouteGenève» gegen die Einführung dieser Vignette ausgesprochen. Generell ist festzuhalten, dass solche lokalen und regionalen Verkehrsabgaben weder zur Verbesserung der Luftqualität noch des Klimas beitragen. Sie fördern eher den Ausweich- respektive Umwegverkehr. Aus Sicht von uns Automobilisten kann dieser Verkehrsmassnahme also nicht wirklich etwas Pionierhaftes abgewonnen werden. Kommen wir aber auf unser eigentliches Thema, den Automobilsalon, zurück. Im Sommer des letzten Jahres wurde der langjährige Direktor des Salons, André Hefti, pensioniert. Sein Nachfolger, Olivier Rihs, hatte ambitiöse Pläne für die GIMS. Leider verlässt der neue Direktor nach nur knapp einem Jahr seinen Posten schon wieder. Wer folgen wird, ist noch offen. In seiner sehr kurzen Amtszeit hat Olivier Rihs aber ein paar zukunftswei-

sende Innovationen angestossen und eingeführt. So findet beispielsweise in diesem Jahr zum ersten Mal der GIMS VIP Day statt. An diesem diskutieren führende Persönlichkeiten aus dem Autound Technologiesektor über diverse Themen, welche die Mobilität von morgen prägen werden. So stehen unter anderem Vorträge und Diskussionen zu den Themen Autonomes Fahren, Elektromobilität und Digitale Transformation in der Autowelt auf dem Programm. Der VIP Day soll gleichzeitig als Netzwerkplattform dienen. Damit macht der Automobilsalon aus unserer Sicht einen erfolgversprechenden Schritt in die Zukunft. Wir sind davon überzeugt, dass die GIMS langfristig nur überleben kann, wenn sie sich von einer klassischen Ausstellung in ein internationales Mobilitätsforum wandelt; sozusagen zum «WEF der Mobilitätsbranche» wird. Die GIMS sollte zum European Mobility Forum (EMF) oder Swiss Mobility Forum (SWIMF) werden. Eine Plattform, auf der sich Vertreterinnen und Vertreter aus der Technologieforschung, der Automobilindustrie und anverwandten Industrien sowie aus Politik und Verkehrsverbänden etc. zu einem jährlichen Austausch treffen. Gleichzeitig sollten einem breiten Publikum neue Entwicklungen und Errungenschaften im Bereich der Mobilität im Allgemeinen sowie im Fahrzeugbereich im Speziellen vorgestellt und erlebbar gemacht werden. Die neue Mobilitätswelt sollte sowohl live vor Ort als auch virtuell und interaktiv präsentiert werden. So wie es aussieht, ist der Genfer Automobilsalon in Richtung Zukunft aufgebrochen. Von den Veranstaltern wird aber noch ein hohes Mass an Offenheit für Innovation und sehr viel Arbeit abverlangt werden, bis die GIMS vom reinen Automobilsalon zur führenden Mobilitätsplattform wird.

Ihr Thomas Hurter Zentralpräsident

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INHALT

NEUHEITEN S.13

AUTOSALON

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BENTLEY BENTAYGA HYBRID

PORSCHE TAYCAN TURBO S SPAGAT ZWISCHEN TRADITIONELLER AUTOMESSE UND ERLEBNISEVENT Die Zeiten der traditionellen Autosalons sind vorbei. Immer mehr Hersteller verzichten darauf, ihre neuen Modelle an allen grossen Messen zu zeigen. Sie verwenden ihre Ressourcen bevorzugt für eigene Events, bei denen sie das Scheinwerferlicht nicht mit anderen teilen müssen. Wie die Automessen der Zukunft aussehen könnten, zeigt die 90. Auflage der Geneva International Motor Show (GIMS). Neben den Fahrzeugen rücken immer mehr die Besucherinnen und Besucher in den Mittelpunkt. Mitmachen, statt nur dabei sein, lautet das Motto. Sie sollen die Veränderungen in der Mobilität erleben. JAGUAR F-TYPE

TECHNIK

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SEAT LEON

HONDA E

MCLAREN ELVA 4

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KALTSTART BEIM PLUG-IN-HYBRIDEN SORGT FÜR DISKUSSIONSSTOFF Plug-in-Hybride werden von den Herstellern als Alleskönner angepriesen. Emissionsfrei mit Elektroantrieb durch die urbanen Gebiete stromern, dann vom Benzinmotor befeuert, schnell, weit und ohne Reichweitesorgen über die Autobahn düsen. Zwei Forscher an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben die gefeierte Technik genauer unter die Lupe genommen und eine Schwachstelle entdeckt.


inhalt

MITGLIEDERREISE

HEN M AC ! S.3 4 IT SI E M ver S.20

kti At tra utschein l-G Hote ewinnen zu g

Impressum

LUXURIÖSE 5-TAGES-FLUSSFAHRT MIT EXKLUSIVEM PROGRAMM Die Natur entschleunigt vom Wasser aus zu erleben, ist ebenso im Trend wie die Elektromobilität. Der ACS bietet seinen Mitgliedern in Zusammenarbeit mit Thurgau Travel eine luxuriöse Genuss-Flussfahrt auf dem Fünfsterne-Schiff «Thurgau Prestige» von Basel nach Frankfurt in der beliebten Hochsaison im September 2020 an. Als besonderes Leckerli gibt es einen exklusiven Besuch des traditionsreichen Automobilherstellers Opel in Rüsselsheim. Dort erfahren die ACS Mitglieder alles über die Elektromobilitätsstrategie der Marke mit dem Blitz. Dabei sind auch Testfahrten möglich.

VERKEHRSSICHERHEIT S.22

CLASSIC S.26

DIE RISIKOGRUPPE Junge Erwachsene haben laut Statistik ein überdurchschnittliches Risiko, in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt zu werden. Die Ursachen dafür sind sehr vielschichtig.

DER VERGLEICH Unser Experte vergleicht zwei Porsche 911er: ­Oldtimer 993 versus Youngtimer 996

REISEN S.24 VIELE GESICHTER Knapp vier Jahrzehnte nach der Schreckensherrschaft der Roten Khmer erwacht Kambodscha aus dem touristischen Dornröschenschlaf.

Verlag ACS AUTO © Automobil Club der Schweiz (ACS) Wasserwerkgasse 39 CH-3000 Bern 13 Tel. +41 31 328 31 11 Fax +41 31 311 03 10 www.acs.ch, info@acs.ch Chefredaktion/ Anzeigenverkauf Markus Rutishauser Romanshornerstrasse 62B CH-8280 Kreuzlingen Mobile +41 79 406 90 23 markus.rutishauser@acs.ch Produktion Bodan AG Druckerei und Verlag Zelgstrasse 1 CH-8280 Kreuzlingen Tel. +41 71 686 52 52 www.bodan-ag.ch, druck@bodan-ag.ch Berichte Titelbild und Testbericht können einem Advertorial entsprechen, wobei die Redaktion jeglicher Verpflichtung freibleibend und ohne Fremdeinsprache die Beurteilung des Objektes vornimmt. Erscheinungsweise 8 Ausgaben pro Jahr. Für die ACS Mitglieder in den Clubleistungen enthalten.

ACS S.33 FAHREN WIE DIE PROFIS Der ACS bietet auch in diesem Jahr mehrere attraktive Rennausbildungs- und Fahrkurse an.

OFFROAD S.34 KURSPROGRAMM 2020 Sicheres Fahren im Gelände: Der ACS Instruktor erteilt auf einer abgesperrten Strecke in Ederswiler JU lehrreiche Tageskurse.

Auflage 71 875 Exemplare (WEMF-beglaubigt 2019) Nachdruck nur unter Quellenangabe und mit Bewilligung des Verlages gestattet. Für unverlangt eingesandtes Manuskript- und Bildmaterial übernehmen Verlag und Redaktion keine Haftung. Titelbild gims

produziert mit  naturstrom

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LEASING ab CHF 59.–*

A B C D E F G

MITSUBISHI SPACE STAR Der agile City-Flitzer; serienmässig mit Klimaanlage, Radio DAB+, Mitsubishi Global Navigation System und LED-Scheinwerfer.

A

EnergieeffizienzKategorie

5.3

l/100 km Benzin

121

g/km CO₂

* Leasingbeispiel: Space Star Entry, 1.0 Benzin, 71 PS, Normverbrauch gesamt (WLTP) 5.2 l / 100 km, CO₂-Emission gesamt (WLTP) 118 g/ km, Energieeffizienz-Kategorie A. Barkaufpreis CHF 9’950.– inkl. MWST. Leasingrate CHF 59.– / Mt., Laufzeit 24 Monate, 10’000 km / Jahr, Sonderzahlung CHF 3’184.–, effektiver Jahreszins 0.9 %, exklusiv obligatorischer Vollkasko-Versicherung. Die Multilease AG darf keine Finanzierung gewähren, falls sie zur Überschuldung des Leasingnehmers führt. Aktion gültig bei allen teilnehmenden Händlern. Gültig bei Immatrikulation von 01.01.2020 bis 30.06.2020 und nur für Privatkunden. Abb. Space Star Style, 1.2 Benzin, 80 PS, CHF 15’750.– inkl. MWST, zzgl. Metallic-Lackierung CHF 650.–. Normverbrauch gesamt (WLTP) 5.3 l /100 km, CO₂-Emission gesamt (WLTP) 121 g/km, Energieeffizienz-Kategorie A.

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AUTOSALON

GENEVA INTERNATIONAL MOTOR SHOW

IM ZEICHEN DES WANDELS

Bei der GIMS Discovery können die Besucher auf einer 456 Meter langen Indoorstrecke die Mobilität von morgen erleben.

Die 90. Auflage des Genfer Automobilsalons findet vom 5. bis 15. März 2020 statt. Die einzige grosse Automesse in Europa, die jedes Jahr durchgeführt wird, befindet sich im Wandel. Die Besucherinnen und Besucher sollen nicht nur die neuesten Autos begutachten können, sondern die Veränderungen in der Mobilität hautnah miterleben.

D

ie Organisatoren der Geneva International Motor Show (GIMS) stehen vor der vielleicht grössten Transformation in ihrer 90-jährigen Geschichte. Das klassische Format hat ausgedient. Die Zeiten der immer grösser und pompöser werdenden Stände auch. Nicht wenige grosse Marken erachten es auch aufgrund des immensen Spardrucks nicht mehr als zwingend, an allen grossen Autosalons mit ihren horrenden Standkosten teilzunehmen. So glänzen in diesem Jahr bedeutende Hersteller wie Opel, Peugeot, Citroën, Ford, Jaguar und Land Rover, Mitsubishi, Nissan, Subaru, Mini, Tesla, Volvo, Maserati und Lamborghini mit Abwesenheit. Insgesamt sind es

in diesem Jahr mindestens 17 namhafte Hersteller, die man im Genfer Palexpo vergeblich suchen wird. Die PSA-Marken fokussieren sich auf die Paris Motor Show vom 1. bis 11. Oktober 2020. Dort wiederum werden andere grosse Hersteller fehlen – höchstwahrscheinlich auch VW.

bringt den neuen i20 mit an den Lac Léman, Seat den New Leon inklusive der Kombiversion Spacetourer sowie den Cupra Leon, Skoda den Octavia RS iV und Mercedes eine überarbeitete Ver­sion der E-Klasse. Auch McLaren zeigt im Palexpo sein neuestes Modell sowie den Extrem-Roadster Elva. Lexus präsentiert die Cabrioversion seines DIE WICHTIGSTEN NEUHEITEN sportlichen LC 500. Es dürften aber noch Nichtsdestotrotz wird auch die 90. deutlich mehr Neuheiten und viele ConAuflage mit rund 150 Ausstellern und zahl- cept Cars gezeigt werden. Im letzten Jahr reichen wichtigen Neuheiten aufwarten unterstrich die GIMS ihre Sonderstellung können. Dazu zählen etwa der neue A3 von als eine der weltweit führenden AutomoAudi, der Elektro-SUV Ocean von Fisker mit bilmessen mit der Enthüllung von 164 ­­Weltgegen 500 Kilometer Reichweite oder die und Europapremieren. neuen Versionen des VW Golf 8 (GTI, GTD Die diesjährige Ausgabe will an den elf und GTE). Dazu zeigt Kia die neue Genera- Messetagen mit neuen Konzepten überration seines grossen SUVs Sorento, Hyundai schen. Sowohl der physische als auch der

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Autosalon

Spektakuläre Sportwagen werden auch in diesem Jahr die Herzen der Autofans höherschlagen lassen.

digitale Besuch der GIMS soll dem Publikum, den Ausstellern und den rund 5000 erwarteten Medienvertretern aus der ganzen Welt ein attraktives Umfeld bieten. Dazu zählen die GIMS Discovery, die GIMS Tech und die GIMS Media Days. «Unser Ziel ist es, dass der Besuch zu einem Erlebnis für Auto-Liebhaber und Technologie-Freaks, für Fachbesucher und Interessierte, für Jung und Alt wird. Der Stiftungsrat hat deshalb entschieden, dass das Erleben der Mobilität der Zukunft noch stärker ins Scheinwerferlicht rücken soll. Mit unseren neuen Konzepten können wir auf unsere bewährte Stärke – Genf als Treffpunkt der grossartigsten Automobilmarken – aufbauen», betonte Maurice Turrettini, Präsident der GIMS, im Vorfeld. TESTFAHRTEN Die GIMS Discovery ist eines der neuen Formate in Genf, bei dem Besucherinnen und Besucher die Mobilität von morgen erleben können. Sie soll die Akzeptanz von Fahrzeugen mit alternativem Antrieb fördern. Vom Supercar bis zum Alltagsauto, von innovativen Concept Cars bis hin zu den neuesten Modellen etablierter Marken können auf einer 456 Meter langen Indoorstrecke diverse Antriebsarten getestet werden. Zur Auswahl stehen Autos mit Elektro-, Hybrid-, Wasserstoff- und Erdgasantrieben. Insgesamt 48 Fahrzeuge von verschiedenen Marken stehen bereit. Die GIMS Discovery steht allen Besuchern des Genfer Autosalons offen. Die Testfahrten werden verlost. Deshalb muss die GIMS

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App heruntergeladen werden, wo man dann an der Verlosung teilnehmen kann. Mit den Discovery Drives wird die Halle 7 zur Begegnungsstätte. Vier Radio­ sender verlegen ihr Studio in die Halle. Zahlreiche Simulatoren, ein Photo Booth und viele interaktive Stände warten auf die Besucher. Insgesamt stehen an den elf Messetagen rund 11 000 Discovery Drives zur Auswahl. Aufgrund der zu erwartenden hohen Nachfrage nach Slots für Probefahrten werden die Reservierungen ausschliesslich über die GIMS mobile App verlost. Voraussetzung ist ein gültiges Ticket für den gewünschten Tag. Die App

steht kostenlos im App Store und im Google Play Store zum Herunterladen (download) bereit. TAG DER FÜHRUNGSKRÄFTE Der zweite Pressetag (4. März 2020) ist der VIP Day. An diesem Mittwoch diskutieren neu zahlreiche Führungskräfte und Persönlichkeiten aus den Bereichen Automobil und Technik die Themen, welche die Zukunft der Mobilität prägen: von der Elektrifizierung zum autonomen Fahren, von der digitalen Transformation bis zu Innovationen aus der spannenden Welt des Motorsports. BESUCHERRÜCKGANG STOPPEN Es wird mit Spannung erwartet, ob die neue Ausrichtung und die grössere Vielfalt der GIMS den Besucherrückgang, der in den letzten Jahren stattgefunden hat, stoppen kann. Die 89. Auflage vor einem Jahr wurde von 602 000 Personen besucht, was einem Rückgang gegenüber 2018 von gut neun Prozent entspricht und womit die Organisatoren ihr Ziel von mindestens 650 000 Besucherinnen und Besuchern deutlich verfehlten. 2017 strömten noch 691 000 und im Rekordjahr 2007 stolze 730 000 in die Palexpo-Hallen. Massiv zurückgegangen ist auch die Zahl der Aussteller: 2006 waren es noch 260 Aussteller aus 30 Ländern.

Kann die 90. Auflage mit seiner neuen ­Ausrichtung den zuletzt massiven Besucherrückgang stoppen?

Text Markus Rutishauser / Bilder zVg


Autosalon

08. BIS 18. MÄRZ 2018

3.–

CHF

RAB

AUTO-SALON GENF

WELCOME WELCOME DRINK & DRINK &SNACK SNACK

Sie finden den ACS-Stand in der Halle 2, Stand-Nr. 2043

Sie finden den ACS Stand in der Halle 2, Stand-Nr. 2043

V E R G Ü N S T I GT E R E I N T R I T T

G E G E N A B GA B E D I E S E S TA LO N S E R H A LT E N S I E

ATT

A M A C S S TA N D E I N E N W E LC O M E D R I N K & S N AC K

Name

Vorname

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ACS-Mitgliedsnummer

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BESUCHEN UNSan den INKassen DER HALLE 1. Nur beim Kauf einesSIE Eintrittsbilletts des Auto-Salons 2018 2 gültig 2.

Gutschein gültig unter Vorweisung des ACS-Mitgliederausweises

Der Stand ist inmit jedem Jahr ein idealer Ort für(Kombi alle Mitglieder, 3. ACS Nicht kumulierbar anderen vergünstigten Angeboten SBB, Gruppentarif usw.) um angeregte Gespräche im Kreis von Gleichgesinnten zu führen, 4. Vergünstigte Tickets ab 16.00 Uhr sind von der Aktion ausgenommen in5.Kontakt mit den Vertretern der Zentralverwaltung zu gelangen Keine Rückerstattung möglich – oder einfach um sich bei einem Getränk und Snack auszuruhen. Schneiden Sie den Bon auf dieser Seite aus und besuchen Sie uns in der Halle 2 des Genfer Palexpo. Wir freuen uns auf Sie!

ŠKODA FABIA R5 AUF ACS STAND

CARRERABAHN: ATTRAKTIVER PREIS FÜR DEN SCHNELLSTEN!

Auf dem diesjährigen ACS Stand im Genfer Palexpo-Gebäude können Sie einen Škoda Fabia R5 aus der Nähe betrachten. DieDieses Jahr neu auf dem Stand befindet sich eine einzigartige se Rennmaschine wird vom Schweizer Rallye-Meister und ACS Carrerabahn, die die Rundenzeiten der Besucher des ACS Stands Botschafter Ivan Ballinari gefahren und ist mit seiner Farbe wie misst. Mit Ihrer Teilnahme am Spiel nehmen Sie direkt auch am auch den vielen ACS Logos ein richtiger Hingucker. Der R5 mit seiSalonwettbewerb teil. Der Besucher mit der schnellsten Runden- nem Leergewicht von nur 1230 kg wird von einem 279 PS starken zeit gewinnt ein einzigartiges Fahrerlebnis im Formel Renault 2.0 Turbo-Vierzylinder-Motor angetrieben, der bei 4750 U/min ein im Wert von CHF 1500.–! Dieser einmalige Fahrkurs wird von un- erstaunliches Drehmoment von 420 Nm liefert. serem Partner, Sports Promotion, auf dem Circuit Club de Mag- Ivan Ballinari und sein Team verteilen am 8. März auf ny-Cours (F) durchgeführt. dem ACS Stand ihre begehrten Autogramme.

PRAKTISCHE INFORMATIONEN Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10.00–20.00 Uhr; Samstag bis Sonntag: 9.00–19.00 Uhr Eintrittspreise (beim Veranstalter) Online auf www.gims.swiss Erwachsene (ab 16 Jahren): CHF 16.– Web, App CHF 21.– an der Kasse vor Ort Kinder (ab 6 Jahren) / AHV-Bezüger: CHF 9.– Web, App CHF 14.– an der Kasse vor Ort Gruppen (ab 20 Personen): CHF 11.– pro Person Web, App CHF 16.– an der Kasse vor Ort GIMS VIP Day, 4. März 2020 CHF 250.– Web und App Das Ticket für den VIP Day ist auch während aller Publikumstage gültig. Traditionellerweise sind die Palexpo-Hallen gut gefüllt an den Wochenenden. Wer darum die Möglichkeit hat, besucht den ­Salon unter der Woche. Ab 16.00 Uhr bezahlt der Besucher nur einen reduzierten Eintritt an der Kasse. Dies ist nicht mit anderen Angeboten kumulierbar. Die optimalen Besuchstage sind Donnerstag, 5. März, ­Montagmorgen, 9. März, und Dienstag, 10. März 2020. Zudem sind Karten erhältlich Ticketmaster: www.ticketmaster.ch FNAC: www.fnac.ch und FNAC-Filialen

PROFITIEREN SIE!

Die ACS Mitglieder erhalten auf den Eintrittstickets einen Sonderrabatt von CHF 3.–. Da die Anzahl in diesem Jahr auf 2000 Tickets begrenzt ist, empfehlen wir, schnell zuzugreifen. Die max. 2 Tickets pro E-Mail-­ Adresse können nur im Internet auf www.gims.swiss zum reduzierten Preis bezogen werden. Der Rabatt-Code lautet: ACS@GIMS20 Anreise und Eintritt, Kombi-Angebote Die SBB-RailAway-Kombis machen eine Anreise an den Salon und einen Eintritt zu vergünstigten Preisen möglich. Jedes Jahr nutzen zahlreiche Besucher die öffentlichen Verkehrsmittel, um ohne Stress an den Automobilsalon zu gelangen. Die SBB setzen mehrere Extrazüge nach und ab Genf-Flughafen auf die Schienen, während die Genfer öV (TPG) die Busfrequenzen ins Palexpo und zurück in die Stadt erhöhen. SBB, Kombi-Ticket www.sbb.ch/gims, ermässigter Eintritt (–25%), e ­ rhältlich an Bahnschaltern und Billettautomaten, und mit dem g ­ ünstigsten öV-Fahrausweis. TPG, ab Anfang März 2020 Kombiniertes Angebot eines unireso-Tickets. Hin- und Rückfahrt und Eintritt zum Autosalon. www.unireso.ch

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Technik TECHNIK

PLUG-IN-HYBRID MIT ABGASPROBLEM Plug-in-Hybride werden gerne als Alleskönner angepriesen. Mit zwei ­Antriebssträngen und reicher Ausstattung zählen sie aber zu den teureren Angeboten. Zudem ist ihre ­Umweltfreundlichkeit nicht über jeden ­ Zweifel erhaben.

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missionsfrei mit Elektrokraft durch die Stadt, dann vom Benzinmotor befeuert schnell, weit und ohne Reichweitesorgen über die Autobahn. Das ist das Topargument für ein Plug-in-Hybrid-Auto. In der Tat lässt sich gut schwärmen von den «Steckerhybriden», ermöglichen sie doch entweder den effizienten, sparsamen Antrieb mit Strom und Verbrennertreibstoff oder aber herausragende Fahrleistungen. Zudem machen sie in der CO2-Bilanz der Hersteller und Importeure eine gute Figur, weil auch der neue Normzyklus WLTP die Modelle der PHEV-Kategorie (Plug-in Hybrid Electric Vehicles) sehr wohlwollend beurteilt. KRITISCHE WARMLAUFPHASE Das Sowohl-als-auch-Argument, das in der Werbung so überzeugend klingt, hat aber auch Schattenseiten. Viola Papetti und Panayotis Dimopoulos Eggenschwiler von der Empa Dübendorf haben untersucht, wie sich die Abgassituation beim typischen Plug-in-Betrieb eines modernen Autos darstellt. Schnell wurde klar, dass der Kaltstart des Verbrennungsmotors ein beträchtliches Problem darstellt, da der seit Jahren bewährte Dreiweg-Katalysator,

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Das Forscher-Team der Empa Dübendorf mit der Katalysator-Abgasleitung. Viola Papetti vom Politecnico di Milano, Gastwissenschaftlerin an der Empa, und Dr. Panayotis Dimopoulos-Eggenschwiler, Leiter der Forschungsgruppe Abgasnachbehandlungssysteme und Fluiddynamik.

der die Abgase des Benzinmotors reinigt, nach einer längeren Elektrofahrt kalt und damit während mehrerer Minuten nicht funktionsfähig ist. Grundsätzlich arbeiten Verbrennungsmotoren, die die Emissionsgrenz­ werte der Abgasnorm Euro 6c und 6d er-

Auspuffleitung mit Katalysatoren.

füllen, in betriebswarmem Zustand extrem schadstoffarm. Dagegen ist der Ausstoss von Kohlenmonoxid (CO), unverbrannten Kohlenwasserstoffen (HC) und Stickoxiden (NOx) während der Warmlaufphase um zwei bis drei Grössenordnungen höher. Die Empa-Techniker halten aufgrund ih-


Technik

rer Berechnungen fest, dass ein Fahrzeug «in den drei ersten Minuten nach dem Kaltstart mehr Schadstoffe emittiert als bei einer 1000 Kilometer langen Fahrt mit betriebswarmem Motor». BERECHNUNGEN AN DER EMPA Die beiden Forschenden haben die Funktion eines konventionellen Benzinmotor-Katalysators in einem Plug-in-Hybridfahrzeug mit einem speziell entwickelten mathematischen Modell nachgerechnet. Mithilfe selbst entwickelter Programme auf Basis der Open-Source-Software-Plattform Open Foam berechneten sie, wie die heissen Abgase die Keramikwaben des Katalysators und den Washcoat – die katalytisch aktive Beschichtung – aufheizen. Wenn die Abgase dem Katalysator genügend Wärme zugeführt haben (dazu sind rund 140° C nötig), beginnen die ersten chemischen Reaktionen im vorderen Teil des Abgasreinigers. Diese Aufwärmphase benötigt jedoch Zeit – besonders viel bei sehr niedrigen Wintertemperaturen. Bis der Katalysator zu drei Vierteln durchgeheizt ist und bei 140° C den Hauptanteil der Gase entgiftet, dauert es laut Empa-Messungen rund dreieinhalb Minuten. Dabei halten die Forscher fest, dass die Schadstoffe in den ersten 30 Sekunden ungereinigt durchfliessen.

Elektrisch beheizter Kat (von Continental/ Emitec)

INTERVALLEINSATZ DES ­V ERBRENNERS Im Hybridauto stellt sich die Situation etwas anders dar: Weil angenommen werden kann, dass der Katalysator schon einmal warm war und nur während der Elektrofahrt im Stop-and-go-Verkehr abkühlte, wiederholten die Forscher die Modellrechnung. Dabei stellte sich heraus, dass der abgekühlte Kat zwar noch immer rund 90° C heiss war, doch ebenfalls rund drei Minuten benötigte, um wieder voll funktionsfähig zu sein. Am schnellsten wird der Abgasreiniger aufgeheizt, wenn die Fahrt nach der Elektrophase durch die

Agglomeration direkt auf die Autobahn führt. Dort erfolgt die ausreichende Erwärmung bereits nach rund 90 Sekunden, weil der stärkere Abgasstrom den Kat schneller durchgehend heizt. Als Fazit halten Viola Papetti und Panayotis Dimopoulos Eggenschwiler fest, dass der Kaltstart in den nächsten Jahren zum Problem werden könnte, da die EU die Abgasvorschriften weiter verschärfen wird. Lösen lässt sich dieses Problem nur, wenn der Katalysator gezielt aufgeheizt wird, sobald respektive noch bevor der Verbrennungsmotor in Betrieb genommen werden muss. Hinweise, wie dies realisiert werden könnte, gibt das Dübendorfer Team ebenfalls. Dimopoulos Eggenschwiler sieht drei Möglichkeiten: «Man könnte den Motor heissere Abgase produzieren lassen. Das kostet allerdings zusätzlich Treibstoff. Man könnte auch die Hybridbatterie der Autos nutzen, um die Abgase elektrisch vorzuwärmen. Oder man könnte den Washcoat des Katalysators mithilfe von Mikrowellenstrahlung vorheizen.» Diese Idee entstand an der Empa und wird derzeit zur Serienreife entwickelt. Viola Papetti fasst zusammen: «Am Ende bringt nur eine Kombination aller Methoden die besten Ergebnisse.» Text Stephan Hauri / Bilder zVg

BMW-Plug-in-Hybrid-Antriebsstränge.

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NEUHEITEN 1

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1 Mit dem Bentayga Hybrid leitet Bentley die Elektrifizierung seiner Modellreihen ein. 2 Die Individualisierung des Bentayga-Innenraums kennt keine Grenzen. 3 «Handmade» wird bei Bentley in Crewe (gut 50 km südlich von Manchester und Liverpool) auch heute noch grossgeschrieben.

BENTLEY BENTAYGA

HYBRID ERSETZT DIESEL Mit dem Bentayga macht die britische Luxusmarke Bentley einen ersten Schritt in die Elektrifizierung. Der Plug-in-Hybrid-SUV realisiert eine rein elektrische Reichweite von rund 30 km und einen CO2-Emmissionswert von 79 g/km.

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er grösstenteils handgefertigte Bentayga, benannt nach einem steilen Felsen im Herzen des Vulkankessels von Tejeda auf Gran Canaria, ist der erste Plug-in-Hybrid im Segment der Luxus-SUVs. Mit ihm wagen die Briten den Schritt in die Elektrifizierung. Dafür wurde der 435 PS starke V8-Diesel aus dem Programm gestrichen. Bis 2023 soll in jeder Modellreihe von Bent­ ley eine Hybrid-Version erhältlich sein. Für 2025 hat die Traditionsmarke, die 2019 ihr 100-Jahr-Jubiläum feierte, ein erstes vollelektrisches Modell angekündigt. Im Bentayga-Plug-in-Hybrid wird der 3,0-Liter-V6-Turbobenziner mit einem Elektromotor kombiniert. Die Systemleistung liegt bei 439 PS und das maximale

Edle Materialien: Wie Schätze aufbewahrt.

Drehmoment bei 700 Nm. Das über alle vier Räder angetriebene Schwergewicht (2626 kg) beschleunigt aus dem Stand auf 100 km/h in nur 5,5 Sekunden. Die maximale Reichweite soll gut 750 km betragen. Die

BIS 2025 FOLGT E-BENTLEY Anfahrt macht der Luxus-SUV immer elektrisch. Speziell für die Hybrid-Version hat Bentley mehrere intelligente Navigationsfunktionen entwickelt. Bei der Festlegung des Reiseziels wird automatisch die optimale Kombination aus Elektroantrieb und Verbrenner berechnet und für die effektivste Nutzung der Hybridleistung genutzt. Wir durften den Luxus-Hybrid während zweieinhalb Stunden auf britischen Landstrassen rund um den Fabrikations­ standort Crewe bei Manchester einem Test unterziehen. Nicht nur der rechtsgesteuerte SUV, sondern auch die oft engen, nicht gerade für Riesen-SUVs wie den Bentayga geeignete Strassen waren spezielle Herausforderungen. Das neueste Bentayga-Modell

von Bentley hat uns dabei beeindruckt. Im EV-Modus beschleunigt es rein elektrisch – und das sportlich. Meistens waren wir aber im Hybrid-Modus unterwegs, dessen Präferenz eine maximale Effizienz und Reichweite ist. Dazu gibt es einen Hold-Modus, der den Einsatz von Motor und elektrischer Energie ausgleicht, um die rein elektrische Reichweite für den späteren Gebrauch – beispielsweise bei der Ankunft in einer Stadt – aufrechtzuerhalten. In allen drei Modi wird wann immer möglich Energie rekuperiert und in die Batterie gespiesen. Der bislang effizienteste Bentley soll sich laut Werk mit einem Mixverbrauch von lediglich 3,5 Litern pro 100 Kilometer begnügen. Hierfür muss er allerdings regelmässig an die Steckdose. Der 17,3-kWh-Akku kann an einer Schnellladestation innert 2:30 Stunden aufgeladen werden. Der Plug-in-Hybrid verkörpert die neue Einstiegsversion der Bentayga-Modellreihe. Mit einem Basispreis von 185 890 CHF ist er sogar der günstigste Bentley überhaupt. Dennoch erhält der Kunde insbesondere im Interieur auch hier ein umfangreiches Paket an Luxusfeatures. Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

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1 Schmaler geschnittene Matrix-LED-Scheinwerfer und ein grösserer Kühlergrill prägen die neue Frontoptik. 2 Die beiden Topmotorisierungen R und P450 sind am Heck erkennbar durch die vier Endrohre. Der kleine Spoiler fährt für zusätzlichen Anpressdruck automatisch aus. 3 Die Anzeigen sind jetzt alle digital und individuell einstellbar. Dazu gibt es eine hochwertige Haptik der verarbeiteten Materialien.

JAGUAR F-TYPE

GESCHÄRFTER LOOK Jaguar hat seinen ultimativen Sportwagen rundum ­erneuert. Die schmalen Matrix-LED-Scheinwerfer prägen das neue Gesicht des F-Type. Perfekt zur Edelkatze passt die mittlere der drei Motorenversionen.

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ie Sechszylinder mit 340, 380 und 400 PS sowie die Handschaltung sind beim F-Type Geschichte. Fortan bietet Jaguar für seinen Zweisitzer nurmehr drei Versionen an: den P300 (2,0-Vierzylinder-Tubo mit 300 PS), den P450 (V8-Kompressor mit 450 PS) und die Topversion R (vormals SVR, V8-Kompressor mit 575 PS). Allesamt potente Motorisierungen, die den Durst nach Fahrspass löschen. Während der P450 wahlweise mit Heck- oder intelligentem Allradantrieb kombiniert werden kann, wird der P300 ausschliesslich über die Hinterräder und die R-Version immer über alle vier Räder angetrieben. Die Gangwechsel übernimmt eine neu abgestimmte Achtgang-Automatik. Grundsätzlich genügt die Einstiegsversion P300 (ab 73 500 CHF) allen Ansprüchen. Der 2.0-Vierzylinder faucht ganz schön und gibt sich mit einem Mixverbrauch von knapp acht Litern moderat. Ge-

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gen das aggressive Bollern der Achtzylinder dem Lenkrad ein frei konfigurierbares kommt er natürlich nicht an. Das 1660 kg 12,3-Zoll-Display. Bereits aus anderen Moschwere Coupé beschleunigt der Vierzy- dellen bekannt ist das bewährte Touch Pro linder über die Hinterräder in sportlichen Infotainment in der Mittelkonsole. Ge3,7 Sekunden auf Tempo 100. Wer es noch stepptes Leder und neue Ziernähte runden etwas sportlicher mag, dem sei der P450 das Jaguar-typische Cockpit ab. (ab 105 400 CHF) empfohlen. Der muss Die Abmessungen des F-Type (4,47 m zwar 80 kg mehr bewegen, doch bewältigt lang, 1,92 m breit, 1,31 m hoch) sind undas V8-Kompressor-Triebwerk diese Auf- verändert. Die serienmässigen Matrixgabe dank des maximalen Drehmoments LED-Frontscheinwerfer sind im Vergleich von 580 Nm (ab 2500 U/min) überzeugend. zum Vorgänger hingegen viel schmaler geNach nur 4,6 Sekunden ist die 100-km/h- schnitten und tiefer positioniert. Dazu gibt Marke aus dem Stand erreicht. Noch ein- es eine neue Motorhaube und einen grösmal deutlich teurer ist die Allrad-Topver- seren Kühlergrill. Dieses neue Frontlayout sion, die neu R statt SVR heisst. Die 575 PS steht dem Roadster richtig gut. Dagegen haben die Designer beim Heck richtigerweise wenig Handlungsbedarf gesehen. «Für mich ist der neue F-Type die moderVIER ODER ne Interpretation des legendären E-Type», zeigt sich Sam Allan, Global Product MaACHT ZYLINDER nager, überzeugt. Etwas mehr Platz gibt es und 700 Nm drücken ihre beiden Passagie- auch für das Gepäck. Die 299 mit bzw. 509 re gehörig in die perfekt g­ eschnittenen, be- Liter ohne Abdeckung reichen auch für quemen Sportsitze. Die 100 km/h erreicht längere Ferienreisen aus. die R-Version sieben Zehntelsekunden früUnser Fazit: Der Jaguar F-Type 2020 her als sein kleinerer V8-Bruder. Bei den V8 hat optisch viel gewonnen und ist innen ist eine Quiet-Startfunktion verbaut, was im digitalen Zeitalter angekommen. Der vor allem die Nachbarn freuen dürfte. Beim Brite bietet, was das Herz eines Coupémindestens 140 900 CHF teuren Topmo- fans begehrt: Emotionen und maximalen dell geht es primär ums Prestige. Die fahr- Fahrspass. Dazu gibt es eine sehr direktechnischen Vorteile gegenüber dem P450 te Lenkung, ein sportlich-komfortables fallen kaum ins Gewicht. Alle drei Ver­ Fahrwerk und eine bissige Bremsanlage. sionen gibt es für einen Aufpreis von 7500 Unser Favorit ist der P450, der viel LeisCHF auch als Cabriolet. tung und einen tollen V8-Sound bietet. Für Das Interieur haben die Jaguar-De- die R-Version spricht der Prestigegedanke. signer ebenfalls aufgewertet. Anstelle der analogen Instrumente sitzt hinter Text Markus Rutishauser / Bilder Werk


NEUHEITEN

MCLAREN ELVA

PURISTISCHER EXTREM-ROADSTER McLaren erweitert sein Ultimate-Series-Portfolio. Der Elva ist puristischer Roadster der Superlative, limitiert (399 Exemplare) und mit seinem Preisschild von rund 1,9 Millionen Franken primär etwas für betuchte Sammler.

M

it dem P1 (2013), dem Senna (März 2018) und dem Speedtail (2019) hat McLaren in den vergangenen Jahren das Segment der Supersportwagen geprägt. Die Briten präsentierten alle Fahrzeuge jeweils am Genfer Autosalon dem Publikum. Der dreisitzige Speedtail ist mit 1070 PS, einem Leergewicht von 1430 kg und einem Basispreis von rund 2,5 Millionen Franken die leistungsmässige Speerspitze der Marke. Alle 106 Exemplare des mit 403 km/h schnellsten Strassenautos der Welt sind bereits verkauft, obschon die ersten Fahrzeuge erst in diesen Wochen auf die Strasse rollen werden.

MEISTERWERK DER TECHNIK Im letzten Quartal dieses Jahres werden die ersten Exemplare des vierten Mitglieds der Ultimate-Series-Familie von McLaren ausgeliefert. Die bis dato bekannten Eckdaten des Elva zaubern jedem Supersportwagen-Fan ein breites Grinsen ins Gesicht. Bei einem Leergewicht von unter 1200 kg sorgte ein 815 PS starker Vierliter-V8-Turbobenziner für einen brachialen Vortrieb. Er soll die weitgehend aus Karbon gefertigten Mittelmotor-Extremroadster in nur 6,7 Sekunden aus dem Stand auf 200 km/h beschleunigen. Der Elva ist eine Hommage an den McLaren M1A von 1964, mit dem Firmengründer Bruce McLaren (1937 in Auckland

Der McLaren Elva lotet die Grenzen des Roadster-Sportwagenbaus aus.

geboren und am 2. Juni 1970 in Good­wood tödlich verunglückt) beim Canadian Sports Car Grand Prix startete und auf Anhieb aufs Podest fuhr. Um die grosse Nachfrage nach Kundenautos befriedigen zu können, arbeitete McLaren (damals nur sieben Mitarbeiter) mit Elva Cars in Sussex zusammen, der die Replika-Versionen herstellte. Wie der M1A ist auch der Elva ein äusserst radikaler Roadster. Nichts lenkt vom Fahren ab. Auf eine Frontscheibe, Seitenfenster und ein Dach wurde verzichtet. Fahrer und Beifahrer erleben die Elemente pur. Das einzigartige Active Air Management System (AAMS) stellt bei zunehmendem Tempo unauffällige Leit­ elemente in den Wind. Dieses leitet Luft durch die Front des Elva, um vor den Insassen aus der vorderen Klappe zu entweichen, bevor sie über das Cockpit nach

Das Armaturenbrett ist im gewohnten McLaren-Look gehalten. Die Sitze dagegen verfügen über eine neue, besonders leichte Kohlefaserschale.

Als die verantwortlichen Elva-Ingenieure kurz in der Kaffeepause waren: Exklusive Sitzprobe von ACS Chefredaktor Markus Rutishauser im Elva Prototype.

oben geleitet wird, was eine relative Blase der Ruhe erzeugt. Das AAMS besteht aus einem grossen zentralen Einlass, der sich über dem Frontsplitter befindet, einer vorderen Klappenauslassöffnung und einem Windabweiser, de sich vertikal anhebt und absenkt. Helme können in den Fächern hinter den Kopfstützen verstaut werden. Eine feste Windschutzscheibe ist für die meisten Märkte optional erhältlich und in den USA sogar Pflicht. Ebenfalls optional ist das massgeschneiderte Soundsystem mit Hochleistungslautsprechern hinter den Kopfstützen. Die erste Sitzprobe im McLarenHauptsitz in Working rund 50 Kilometer südwestlich von London machte viel Lust auf eine reale Testfahrt mit dem derzeit radikalsten Roadster der Welt. Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

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PORSCHE TAYCAN TURBO S

KÄLTE, SCHNEE UND VIEL LEISTUNG

ACS AUTO-Chefredaktor Markus Rutishauser testete den Porsche Taycan Turbo S im finnischen Lappland bei lebensfeindlichen Minusgraden.

Nach dem 4S und Turbo erweitert Porsche seine Taycan-Modellreihe mit dem Turbo S. Wir haben das Topmodell des Elektro-Sportwagens bei extremsten Bedingungen im hohen Norden Finnlands getestet. Ein gleichermassen spassiges wie beeindruckendes Erlebnis!

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inen Elektro-Sportwagen vom Kaliber des Porsche Taycan Turbo S mit einer brachialen Leistung von bis zu 761 PS (560 kW) und einem gigantischen Drehmoment von 1050 Nm auf Schnee und Eis zu bewegen, ist grundsätzlich schon eine Herausforderung der ganz besonderen Art. Wenn die Temperaturen am Testtag dann sogar auf minus 39 Grad Celsius sinken, kommt eine weitere erschwerende Komponente hinzu. Glücklicherweise wird die Batteriearchitektur beheizt – oder im Sommer gekühlt. «Eigentlich ist der gesamte Antrieb für maximal minus 25 Grad Celsius ausgerichtet. So extreme Verhältnisse hatten wir hier noch nie»,

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erklärte der Fahrinstruktor. Die meis- präparierten Parcours das sportliche Fahten Verbrennungsmotoren würden bei ren auf Eis und Schnee erfahren und sich solchen Verhältnissen erst gar nicht an- unter der Anleitung von erfahrenen Insspringen. Ideal sind für Stromer Tempe- truktoren weiterbilden. In Lappland verraturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius. teilen sich übrigens gerademal 180 000 Einwohner auf einer mehr als doppelt so grossen Fläche wie der Schweiz. Die modernen Skigebiete sind vielmehr grosse, IN 2,8 SEKUNDEN den ganzen Tag mit Kunstlicht erhellte Hügel denn richtige Berge. AUF TEMPO 100 Grundsätzlich herrschen im tiefwinDie Zuffenhausener betreiben im lapp- terlichen Lappland also alles andere als ländischen Levi nahe der Weltcup-erprobten ideale Bedingungen für das dynamische Skistation ein grossflächiges Ice-Experien- Fahren mit dem Elektro-Sportwagen. Eice-Center, wo sie auch Kundenevents durch- sige Kälte, niedrige Reibwerte auf Eis und führen (www.experience.porsche.com). Die Schnee sowie rund 20 Stunden Dunkelheit Teilnehmer können dort auf hervorragend prägen die Szenerie im Januar. Umso mehr


NEUHEITEN

beeindruckte uns die Tatsache, dass der Taycan auch unter diesen Verhältnissen nichts von seiner Performance einbüsst. Klar, bei fast minus 40 Grad Celsius verringert sich die Reichweite massiv. Statt der kombinierten 412 km nach WLTPNorm zeigte uns das Display im volldigitalisierten Cockpit beim Start nur rund 150 km an. Kurz nach Halbzeit auf unserer 140 km langen Teststrecke auf öffentlichen, schneebedeckten Strassen durch das Winter-Wunderland stellen wir deshalb sicherheitshalber den Reichweite (Range)-Fahrmodus ein, in dem der Taycan maximal rekuperiert. Ein weiser Entscheid, denn am Ziel hatten unsere Akkus nur noch eine Reichweite von 7 km.

Fast alles digital: das Cockpit des Porsche Taycan.

Die 4-Punkt-LED-Matrix-Scheinwerfer ­prägen die Frontoptik.

gig voneinander regelbare Motoren. «Das fühlt sich an, als hätte man mindestens zwei Gaspedale», meinte ein Journalistenkollege mit einem breiten Lachen. Fünf Fahrmodi (Normal, Sport, Sport+, Reichweite/Range und Individual) stehen zur Auswahl. Von den Proportionen her ordnet sich der 4,96 Meter lange Taycan zwischen dem 911 und dem Panamera ein. Die Optik ist immer auch Geschmackssache: Uns gefällt der flache Elektro-Sportwagen auf Anhieb. ÜBER 400 KM Die tiefliegende Front wird dominiert von den 4-Punkt-LED-Matrix-Scheinwerfern REICHWEITE und den seitlichen Lufteinlässen vor den Der Turbo S beeindruckte uns mit sei- Vorderrädern (Air Curtains), die die Aeroner Dynamik. Die 4-mm-Spikes verliehen dynamik zusätzlich verbessern. Die Türdem 2,3 Tonnen schweren Stromer einen griffe fahren automatisch aus. Die Sitzpoguten Grip. So kann der Elektro-Porsche auch bei winterlichen Bedingungen sein Potenzial unter Beweis stellen. Die Beschleunigung des Topmodells Turbo S ist brachial: Auf trockener Strasse schafft er den Sprint von 0 auf 100 km/h in 2,8 Sekunden – und das mindestens zehn Mal in Folge ohne Leistungseinbusse. Das Tesla Model S ist zwar noch einen Tick schneller (2,6 sec), kann diese Performance aber deutlich weniger oft abrufen als der Elektro-Porsche. Von 0 auf 200 km/h benötigt An ultraschnellen Ladesäulen sind die Akkus der Taycan nur 9,8 Sekunden. Dabei arbei- des Taycan in rund 22 Minuten wieder zu 80 ten an den beiden Achsen völlig unabhän- Prozent geladen.

sition ist tief und perfekt für jene Fahrer, die gerne mit dem «Popometer» fühlen. Das Interieur wirkt sehr aufgeräumt und mechanische Schaltflächen wurden fast alle durch digitale ersetzt. Riesige, hochauflösende Touchscreens beherrschen das Armaturenbrett bis hinüber zum Beifahrer. Im Turbo S ist das GT-Multifunktions-Sportlenkrad inklusive Fahrmodus-Schalter für noch mehr Motorsportfahrgefühl Serie. Der Taycan Turbo S bietet zwei Stauräume: einen kleinen (81 l) vorn und einen grossen (366 l) hinten. Die Batterien sind im Porsche Taycan im Fahrzeugboden untergebracht und halten damit den Schwerpunkt niedrig. Das 93,4 kWh starke Speicherdepot wiegt knapp 630 Kilogramm. Der Taycan ist übrigens das erste Serienfahrzeug, das mit einer Systemspannung von 800 Volt arbeitet. Gegenüber der sonst üblichen 400-Volt-Technik bei Elektroautos verkürzen sich die Ladezeiten dadurch erheblich. Die maximale Ladeleistung beträgt 270 kW, womit es möglich sein soll, den Taycan an einer ultraschnellen 150-kW-Ladesäule in nur rund fünf Minuten mit Energie für bis zu 100 km Reichweite (nach WLTP) zu versorgen. In knapp 22 Minuten ist der Akku wieder zu 80 Prozent geladen. In der Preisliste steht der Turbo S (bis zu 761 PS) ab 237 500 CHF. Er liegt damit 42 600 CHF über dem maximal 680 PS starken Turbo. Das Einstiegsmodell Taycan 4S kostet ab 135 700 CHF. Dafür erhält man keineswegs einen schwachbrüstigen Elektro-Porsche. Mit einer Leistung von bis zu 530 PS schafft der 4S den Sprint von 0 auf 100 km/h in immer noch bemerkenswerten 4,0 Sekunden. Zumindest bei der Reichweite übertrifft er mit maximal 463 km seine sportlicheren Brüder Turbo S (412 km) und Turbo (450 km) sogar leicht. Der Kaufentscheid ist also primär auch eine Frage des Budgets, denn sportlich sind alle drei Versionen allemal. Bereits in den Startlöchern steht überdies die viertürige Version des Taycan.

Der Elektro-Sportwagen lässt sich auch auf Schnee und Eis sehr dynamisch bewegen.

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

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1 1 Auffallend ist der kleine Grill beim neuen Seat Leon. Hier stand das SUV Tarraco Pate. 2 Das Multimediasystem in der Mitte ist je nach ­Ausstattung zwischen 8,25 und 10,25 Zoll gross.

SEAT LEON

ZUR BEGRÜSSUNG HEISST ES «HOLA!» Nach dem VW Golf 8 und dem Skoda Octavia der vierten Generation ist nun der Seat Leon 4 an der Reihe, um das Kompaktwagen-Angebot aus dem Volkswagen-Konzern zu erweitern. Der Neue kann sich wirklich sehen lassen.

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ie aktuelle Generation orientiert sich mit seiner Frontansicht am Tarraco, dem grössten SUV der Marke. Beim Heck verbindet ein schmales LED-Band die LED-Rückleuchten. Erneut lässt der Tarraco grüssen. Bei der leicht nach innen geformten Heckblende stand die Studie Cupra Formentor Pate. In den Aussenspiegeln gibt es LED-Blinker, optional wird an der Front dynamisch geblinkt. Fahrzeuge mit Voll-LED-Scheinwerfern verfügen über ein Begrüssungslicht, das beim Öffnen das Wort «Hola!» auf den Boden projiziert. Leon Nummer 4 basiert wie der VW Golf 8, der Skoda Octavia und der bald kommende Audi A3 auf der MQB-EvoPlattform des Volkswagen-Konzerns. Innen bietet sich ein schlankes Armaturenbrett mit digitalem 10,25-Zoll-Fahrerdisplay. Das Multimediasystem in der Mitte ist je nach Ausstattung zwischen 8,25 und 10 Zoll gross. Physische Tasten verschwinden weitgehend zugunsten von

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Die Technik teilt sich der neue Seat Leon mit Golf und Kollegen. Dazugehören auch die Motoren. Einstiegsaggregat ist der 1.0 TSI mit 90 PS. Ihn gibt es auch mit 110 PS, darüber rangiert der 1,5 Liter mit 130 respektive 150 PS. Die TSI-Motoren mit 110 und 150 PS sind zudem als 48-Volt-MildhyIn den Abmessungen ist der Kombi im Verbrid im Programm. Vorläufiger Bengleich zum Vorgänger länger und schmaler. ziner-König ist der 2.0 TSI mit 190 PS und Gestensteuerung. Auf Wunsch gibt es Am- DSG. Freunde des Selbstzünders können bientebeleuchtung. Natürlich fehlen un- den 2.0 TDI mit 115 oder 150 PS wählen. zählige Assistenzsysteme nicht, auch ein Dort minimiert ein Twindosing-SCR-Sysadaptives Fahrwerk ist im Angebot. Der tem die Stickoxid-Emissionen. Neu ist ein Plug-in-Hybrid mit 204 PS und gut 60 Kilometer elektrischer Reichweite. Wer lieber umweltfreundlich unterwegs sein möchte, wählt den 1,5-LiPLUG-IN-HYBRID ter-TGI-Motor mit 130 PS und ErdgasanODER ERDGAS trieb. Preise und Ausstattungen standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Kofferraum des Fünftürers bleibt mit 380 Liter identisch, während der Kombi mit Text Stefan Donat / Bild Werk 617 Liter 30 Liter mehr als sein Vorgänger schluckt.


Publireportage: Mit über 70 fit am Steuer bleiben

MIT ÜBER 70 FIT AM STEUER BLEIBEN Fahren Sie Auto und sind über 70 Jahre alt? Dann dürfen Sie sich freuen: Seit dem 1.1.2019 ist der periodische Arzt-Check für Fahrzeuglenkende erst ab 75 fällig. Bisher lag diese Schwelle bei 70 Jahren. Damit Sie bis dahin weiterhin fit und sicher Auto fahren, ist es wichtig, dass Sie im Strassenverkehr Verantwortung übernehmen. Die Präventionskampagne Routinier 70plus unterstützt Sie dabei mit nützlichen Tipps, Übungen, Selbsttests und einem interaktiven Messestand.

Live trainieren am Messestand Besuchen Sie uns an einer Messe – das Live-Training macht Freude und fördert Ihre Sicherheit auf der Strasse. Am Stand können Sie interaktiv Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Wissen rund um den Strassenverkehr testen. Eine Runde im Fahrsimulator ist besonders gut fürs Überprüfen von Wahrnehmung und Reaktion. Probieren Sie es bei einem Besuch an einer Messe in Ihrer Nähe aus. Die Messedaten erfahren Sie auf www.routinier70plus.ch oder unter Telefon 031 328 31 33.

den Strassenverkehr und desto schöner wird der gemeinsame Tag. Sicheres Autofahren basiert auf lebenslangem Lernen und Weiterbilden. Dies lohnt sich, denn der Strassenverkehr wird immer dichter und Signalisierungen und Gesetze ändern sich. Sie können viel für Ihre Fahrfitness tun In die Berge zum Wandern fahren, Freunde besuchen oder Einkäufe erledigen – das Auto macht Sie auch mit über 70 unabhängig und ermöglicht Ihnen hohe Lebensqualität. Dafür lohnt es sich, aktiv etwas zu tun. Denn im Alter verändern sich oft die Sehkraft und das Gehör. Auch die Beweglichkeit nimmt langsam ab. Zudem verlangsamt sich die Reaktionsfähigkeit. Dies sind wichtige Faktoren beim Autofahren. Doch zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun – und weiterhin sicher Auto zu fahren. Trainieren Sie mit www.routinier70plus.ch Die Präventionskampagne Routinier 70plus bietet Ihnen eine ausgezeichnete Hilfe. Sie richtet sich gezielt an Autofahrerinnen und Autofahrer wie Sie ab 70 Jahren. Sie vermittelt Ihnen einfach und verständlich, mit welchen Übungen und Selbsttests Sie sich am Steuer fit halten, wie Sie Körper und Geist trainieren und Ihr Theoriewissen auffrischen können. So leistet Routinier 70plus einen wichtigen Beitrag, damit Sie sicher mobil bleiben. Wie wär’s, wenn Sie gleich mit dem Training beginnen? – Es lohnt sich ganz bestimmt!

Die Ziele von Routinier 70plus Die Kampagne unterstützt Sie wohlwollend beim Wahrnehmen Ihrer Eigenverantwortung im Strassenverkehr. Zudem informiert Routinier 70plus Sie über Risiken im Strassenverkehr und Alternativen der Mobilität. Dank einfachen Übungen und Tests motiviert Sie die Kampagne jedoch vor allem, jetzt aktiv zu werden, damit Sie dem medizinischen Check mit 75 gelassen entgegensehen können. Viel Spass dabei! Alle Infos auf: www.routinier70plus.ch

2101

Die Verschiebung der medizinischen Kontrolluntersuchung für Fahrzeuglenkende um fünf Jahre ist erfreulich. Grund dafür ist die zunehmend bessere Gesundheit und Fahrfitness der 70-Jährigen. Herzliche Gratulation! Doch das bedeutet für Sie auch, dass Sie selber dafür verantwortlich sind, dass Ihre Fitness am Steuer bis zum Arzt-Check im 75. Altersjahr weiterhin gut bleibt. Dies lohnt sich auch, wenn Sie beispielsweise mit Ihren Enkelkindern oder Freunden im Auto Ausflüge unternehmen. Je besser Sie dabei fahren, desto sicherer kommen Sie durch

Bitte senden Sie mir zusätzliches Informationsmaterial: ____ Ex. Fahrsicherheits-Check (Art.-Nr. 100D) ____ Ex. Routinier 70plus-Broschüre (Art.-Nr. 300D) Bestelltalon ausschneiden und einsenden an: GEWA Stiftung für berufliche Integration Kampagne Routinier 70plus Alpenstrasse 58 3052 Zollikofen Vor- und Nachname

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ACS MITGLIEDERREISE LUXURIÖSE 5-TAGES-RHEINSCHIFFFAHRT MIT EXKLUSIVEM OPEL-WERKSBESUCH

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Die Welt genussvoll vom Wasser aus zu erleben, ist voll im Trend. Gleiches gilt für Elektromobile. In Zusammenarbeit mit Thurgau Travel und Opel bieten wir ACS Mitgliedern eine hochwertige und eindrückliche Flussfahrt von Basel nach Frankfurt in der beliebten Hochsaison Ende September. Ein ­besonderes Highlight ist der exklusive Besuch beim Automobilhersteller Opel, der über eine hohe Kompetenz bei der Elektromobilität verfügt.

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er Name ist Programm: Die Thurgau Prestige gehört zu den beliebtesten Schiffen auf dem Rhein und verwöhnt mit 5*-Komfort zu moderaten Preisen. Alle Kabinen und Suiten verfügen über Dusche/WC, Kühlschrank, Safe, TV/Radio, Telefon, WLAN sowie Tisch und Stühle. Die doppelt so grossen Master Suiten verwöhnen zusätzlich mit einem begehbaren Schrank, einer Badewanne und einem zusätzlichen Sofa. Alle Kabinen und Suiten auf dem Mittel- und Oberdeck

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sind mit einem französischen Balkon ausgestattet. Kulinarik wird auf der Thurgau Prestige grossgeschrieben. Nach einem reichhaltigen Frühstück werden mittags und abends mehrgängige Menüs serviert. Und wer es leichter mag, geniesst über den Mittag einen kleinen Lunch im Panorama-Salon. Entspannen auf dem grossen Sonnendeck im Liegestuhl oder im Whirlpool, abends geselliges Beisammensein im Pa­ norama-Salon mit Bar und Tanzfläche machen die kurzweilige Schifffahrt jederzeit

zu einem luxuriösen Vergnügen der besonderen Art. Die Schifffahrt führt von Basel den Rhein hinunter bis nach Frankfurt und ­zurück rheinaufwärts nach Basel. HIGHLIGHT: ATTRAKTIVER BESUCH IM OPEL-WERK ­RÜSSELSHEIM In Frankfurt haben die ACS Mitglieder die exklusive Möglichkeit zu einem Besuch im Opel Werk mit vertieften Informationen zur Geschichte und Entwicklung. Ebenso erhalten die ACS Gäste in Rüsselsheim eine eindrückliche Führung durch die moder-


ACS Mitgliederreise Das Programm zur besten Saison:

nen Produktionsanlagen des Opel Werkes mit der Montage des Opel Flaggschiffes Insignia. Ein spannender Kontrastpunkt zur modernen Technik bildet der Besuch bei Opel Classic, wo die Ikonen der Marke mit dem Blitz gezeigt werden. Wie sich Tradition und Moderne live anfühlt, erfahren die Teilnehmer bei den Probefahrten mit den neuesten Opel Elektro-Modellen wie dem Opel Corsa-e und Grandland X Hybrid4 sowie mit Oldtimer Modellen von Opel Classic. Alles in allem, ein sehr kurzweiliges und exklusives Programm, das alle begeistern wird. OPEL WIRD ELEKTRISCH Wahrhaft elektrisierend fiel der Startschuss zur grossen Opel-Elektro-Offensive mit der Weltpremiere des ersten batterie-elektrischen Corsa der Opel-Geschichte und dem Grandland X Hybrid4. Weitere effiziente wie praktische und dynamische Neuzugänge sind der neue Opel Zafira Life, der neue Opel Astra sowie das rundum erneuerte Nutzfahrzeug-Portfolio mit Opel Vivaro und Movano. Dieses Tempo behält

ANGEBOT UND ­LEISTUNGEN

SAMSTAG, 19. SEPTEMBER 2020: BASEL

Individuelle Anreise nach Basel. Einschiffung ab 15 Uhr. Um 16 Uhr heisst es «Leinen los».

SONNTAG, 20. SEPTEMBER 2020: SPEYER

Nachmittags-Ausflug* nach Heidelberg. Die beliebte Universitätsstadt gilt als Wiege der deutschen Romantik und fasziniert seine Besucher durch das einmalige Ensemble der Altstadt und der Schlossruine.

MONTAG, 21. SEPTEMBER 2020: FR ANKFURT

Der spannende und elektrisierende Tag in Frankfurt startet mit der Fahrt durch «Mainhatten» ins Opel-Werk. Hier ist das Kennenlernen und Probefahren modernster Automobiltechnologien angesagt. Weitere Highlights sind der Besuch in der Produktion und bei Opel Classic.

DIENSTAG, 22. SEPTEMBER 2020: BADEN-BADEN

Nachmittags-Busausflug* in die Kunst- und Bäderstadt Baden-Baden, die mit prachtvollen Herrenhäusern und Parkanlagen begeistert.

MITTWOCH, 23. SEPTEMBER 2020: BASEL

Ankunft am Morgen, reichhaltiges Frühstück und ansschliessend ­Ausschiffung. Individuelle Heimreise.

der deutsche Hersteller auch im Jahr 2020 bei mit der Lancierung des neuen Flaggschiffs Opel Insignia. ANMELDUNG Die Teilnehmeranzahl für ACS Mitglieder ist beschränkt auf 24 Personen. Wir bitten Sie um umgehende Anmeldung per Mail an Christoph Bleile, Redaktor AUTO ACS, an c.bleile@bluewin.ch mit Angabe von Namen, Adresse, Telefon sowie der ACS-Mitglieder-Nummer und der ge-

wünschten Kabinen-Kategorie. Die Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt. Anmeldeschluss ist der 31. März 2020. Für weitere Informationen stehen Ihnen Christoph Bleile, +41 79 666 92 69, sowie Thurgau Travel, 071 552 40 00, Gratis-Nr. 0800 626 550, info@thurgautravel.ch gerne zur Verfügung. Text Christoph Bleile Bilder Opel / Thurgau Travel

für ACS Mitglieder Leistungen gemäss Programm inklusive Vollpension sowie einem ganztägigen ­Besuch im Opel-Werk und Entwicklungs-Zentrum in Rüsselsheim Preise pro Person: 2-Bett-Kabine Mitteldeck, franz. Balkon  Spezialpreis CHF 940.–  (Listenpreis CHF 1240.–) Master-Suite Oberdeck, franz. Balkon  Spezialpreis CHF 1240.–  (Listenpreis CHF 1540.–) Zuschlag für Einzelbenutzung Mitteldeck  CHF 390.– * Ausflugpaket Heidelberg und Baden-Baden CHF 90.–

Eindrücklich: Opel-Werk in Rüsselsheim.

Die neuesten Opel-Elektro-Modelle wie der Grandland X Hybrid4 und der Corsa-e stehen für die ACS Gäste zur Probefahrt bereit.

Produktion des Flaggschiffs Insignia.

Opel GT Elektro, Studie von 1971.

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VERKEHRSSICHERHEIT

Das Bedienen des Smartphones während der Fahrt ist verboten. Die Reaktionszeit kann bis zu fünf Sekunden ansteigen.

UNFALLENTWICKLUNG (4. TEIL)

RISIKOGRUPPE JUNGE ERWACHSENE Junge Erwachsene haben ein überdurchschnittliches Risiko, in einen Verkehrsunfall verwickelt und schwer verletzt oder gar getötet zu ­werden. Die Ursachen sind vielschichtig. Dass die Unfallzahlen seit ein paar Jahren kontinuierlich zurückgehen, ist sehr erfreulich. Dies ist nicht zuletzt auch den vielen Präventionsmassnahmen an Schulen und Berufsschulen, aber auch vor Ort, wo sich das Nachtleben von jungen Erwachsenen am Wochenende abspielt, zu verdanken. Ebenfalls sind die Eltern gefordert, Verantwortung zu übernehmen und mit gutem Beispiel voranzugehen. WARUM SIND JUNGE ­E RWACHSENE SO GEFÄHRDET? Die Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen bringt nicht nur körperliche, sondern auch zahlreiche psychische Veränderungen mit sich. Damit verbunden sind auch die ungebändigte Neugier und die Suche nach unbekannten Erlebnissen und neuen Erfahrungen. Sie finden in der

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Pubertät ihr höchstes Stadium. Gleichzeitig verläuft das Bedürfnis nach Bindung in die entgegengesetzte Richtung, was sich später als Erwachsener durchaus wieder ändert. Bei jungen Erwachsenen ist das Stirnhirn (präfrontaler Cortex) noch nicht voll ausgereift. Dafür brauchen Jungs meist etwas länger als Mädchen. Junge Menschen können sich deshalb nur schwer Ver-

lockungen und Reizen für neue Erlebnisse und Erfahrungen entgegensetzen. Das kann wiederum die Risikobereitschaft und die Selbstüberschätzung fördern. Beides ist im Strassenverkehr höchst gefährlich und kann zu verheerenden Unfällen führen. Gemäss Prof. Dr. Lutz Jäncke von der Universität Zürich können junge Erwach-


VERKEHRSSICHERHEIT

sene bedingt Eigenverantwortung übernehmen. Was sie brauchen, sind von aussen gesetzte Rahmenbedingungen, damit sie ihre Selbstdisziplin, ihre Motivation und ihr Lernverhalten trainieren können. In einem Interview sagt Lutz Jäncke: «Das ist Erziehung. Und Erziehung funktioniert nur durch die Vorbildfunktion der Eltern und der Gesellschaft.» ( Quelle: Prof. Dr. rer. nat. Lutz Jäncke, «Denn sie wissen nicht, was sie tun», UZH, 2012)

WO LIEGEN DIE UNFALLURSACHEN? Erfreulich ist, dass die Anzahl Unfälle in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Trotzdem haben im Jahr 2018 immer noch 19 Menschen zwischen 18 und 24 Jahren ihr Leben im Strassenverkehr verloren und 418 junge Menschen wurden schwer verletzt. Im Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017 lagen die Zahlen bei 32 Getöteten und 453 Schwerverletzten pro Jahr. Bis 2016 lag das grösste Risiko für junge Menschen beim Lenken und Mitfahren im Personenwagen. Das hat sich 2016 erstmals verändert: Es erlitten mehr Personen auf dem Motorrad als im PW schwere Verletzungen. Daraus kann man schliessen,

dass sich die Weiterentwicklung von Technik und Sicherheit in Autos auszahlt. Als Hauptursachen für Junglenkerunfälle gelten gemäss Statistik der BFU (Beratungsstelle für Unfallverhütung) Ablenkung, Unaufmerksamkeit, Geschwindigkeit und Vortrittsmissachtung. Die Wochenendnächte bleiben latent gefährlich für junge Erwachsene. PRÄVENTION UND VORBILDER SCHAFFEN Schweizer Polizeien, Verbände und Organisationen sind aktiv für Verhaltens­ prävention an Schulen und Berufsschulen unterwegs. Sie sensibilisieren die angehenden Junglenkenden für die Risiken der Strasse und zeigen auf, welche physikalischen Gesetze unumstösslich vorherrschen. Dass diese Arbeit wichtig ist, wissen wir längst. Was es zusätzlich braucht für die jungen Menschen, sind Vorbilder. Eltern sind ganz besonders wichtig, wenn es um das richtige Verhalten im Strassenverkehr geht. Sie gehen den Weg vor, den ihre Kinder als Junglenkende selber in die Hand nehmen werden. Wie eingangs erwähnt, ist der präfrontale Cortex mit 17 Jahren nicht

ZWEI-PHASEN-­ AUSBILDUNG: Nur noch ein Tag obligatorisch Ab dem Jahr 2020 wird die obligatorische Weiterbildung (bisher 2-Phasen-Ausbildung) nur noch einen Tag dauern (7 Stunden) und muss im ersten Jahr nach der Führerprüfung absolviert werden. Für provisorische Führerausweise gültig bis 2020 oder später gilt: • Es muss nur der neue obligatorische Weiterbildungstag absolviert oder der Nachweis erbracht werden, dass der bisherige WAB-Kurs 1 besucht wurde. Vorgezogene Fahrausbildung ab 17 Jahre Wer den Lernfahrausweis vor dem 20. Altersjahr erwirbt, muss neu eine Lernphase von zwölf Monaten durchlaufen. Da das Mindestalter für den Erwerb des Führerausweises für Personenwagen nicht angehoben werden soll, kann künftig der Lernfahrausweis bereits im Alter von 17 Jahren erteilt werden. Für Personen, die den Lernfahrausweis nach dem 20. Altersjahr erwerben, gilt die heutige Regelung weiterhin.

voll ausgereift. Die Jungen brauchen deshalb einerseits Rahmenbedingungen (z.B. 0,0 Promille Alkohol für Neulenkende, provisorischer Fahrausweis für Neulenkende, obligatorische Weiterbildung für Neulenkende), die gewisse Risiken vermindern und ihre Verkehrssicherheit erhöhen. Andererseits brauchen sie eben die Unterstützung ihrer Eltern. Ab dem 1. Januar 2021 werden junge Erwachsene bereits mit 17 Jahren die vorgezogene Fahrausbildung beginnen können. Da sie frühestens mit Erreichen des 18. Lebensjahres die Fahrprüfung ablegen können, steht ihnen eine lange Zeit zur Verfügung, in der sie sich viel Fahrpraxis aneignen können. Der ACS empfiehlt für die angehenden Fahrschüler seine Jugendfahrlager (www.acs.ch, Fahrkurse – Jugendfahrkurse) und mindestens 3000 km Fahrleistung als Lernfahrten vor der Prüfung. Um einen optimalen Einstieg in die Fahrausbildung zu gewährleisten, sollten vor Beginn der Begleitfahrten durch die Eltern mindestens drei Fahrstunden beim Fahrlehrer absolviert werden. Text Anita Brechtbühl / Bilder zVg

Lernfahrten sind für die Fahrausbildung enorm wichtig. Eltern kommt dabei eine wichtige Aufgabe zu.

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REISEN KAMBODSCHA

VIELE     GESICHTER

Der Angkor Wat.

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ach der Schreckensherrschaft der Roten Khmer, die von 1975 bis 1979 einen grausamen Massenmord am eigenen Volk begingen, fiel Kambod­ scha jahrzehntelang in einen touristischen Dornröschenschlaf. Heute sind die meisten der grauenvollen Minenfelder geräumt. Die Menschen blicken nach vorne. Das kleine Land zwischen Thailand, Laos und Vietnam gilt als Geheimtipp in Südostasien. Auch wenn Kambodscha zu den ärmsten Staaten der Region zählt, begeistert es mit seinem reichen kulturellen Erbe, landschaftlicher Vielfalt und freundlichen Menschen. FASZINATION ANGKOR Wie die Arme einer Krake halten sich die dicken Wurzeln der Würgefeigen am bröckelnden Gemäuer des Ta-Prohm-Tempels fest. Die Natur und das, was mit unvorstellbarem Aufwand im 12. Jahrhundert von Menschenhand erschaffen wurde, verschmilzt zu einer Einheit. Früh am Morgen ist noch wenig los. Eine mystische Ruhe liegt über dem Tempel. Nur das Kreischen der Affen im Dschungel jenseits der Mauern durchbricht die Ruhe. Unzählige Tempelanlagen wurden in der Region Angkor nahe der Stadt Siem

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Phnom Penh.

Reap erbaut. Die berühmteste ist der Angkor Wat. Er ist das grösste sakrale Gebäude der Welt. Zeitweise lebten bis zu einer Million Menschen in und um den Tempel. Angkor war zu dieser Zeit eine der grössten Metropolen der Welt. Heute werden die Tempelanlagen von Angkor hauptsächlich von Touristen bevölkert. «Einmal im Leben den Angkor Wat sehen» ist ein Traum, den viele Menschen teilen. Die Massen tun der Faszination keinen Abbruch. Zwischen Buddhastatuen und reich verzierten Gemäuern eröffnet sich eine fremde Welt voller Exotik. Dank hilfsbereiter Guides findet man auch die kleinen, eher verborgenen Tempel, die man im Gegensatz zum Angkor Wat fast für sich alleine hat. In den Tempeln erzählen in Stein gehauene Reliefs vom Alltag der Menschen

und ihrem Weltbild. Man lebte vom Fischfang und von der Landwirtschaft. Daran hat sich bis heute kaum etwas geändert. Drei Tage bleiben die meisten Touristen in Siem Reap. Dann hat jeder seinen persönlichen Lieblingstempel gefunden. Bevor sich nach drei Tagen der berüchtigte Tempelkoller breitmacht, ist ein Ortswechsel angesagt. Kambodscha hat viel mehr zu bieten als nur Tempelanlagen. REISFELDER UND DER GRÖSSTE SEE IN SÜDOSTASIEN Ausgedehnte Reisfelder, grasende Wasserbüffel und Dörfer aus einfachen Holzhäusern kennzeichnen die Landschaft um Siem Reap und den Tonle-Sap-See. Der Reis wird hier in mühsamer Handarbeit angebaut und geerntet und dann vor den


Reisen

Häusern in der Sonne zum Trocknen ausgelegt. Das Leben auf dem Land ist einfach. Am Tonle-Sap-See sind es die Fische, die vor den Stelzenhäusern trocknen. Eine besondere Herausforderung für europäische Nasen. In der Trockenzeit erreicht man das Dorf Kampong Khleang mit dem Auto über eine buckelige Naturstrasse. Das Auto zieht eine rote Staubwolke hinter sich her. Schon von weitem sieht man die einfachen Holzhäuser, die auf bis zu zehn Meter hohen Pfählen gebaut sind. Mit gutem Grund, denn in der Regenzeit steht das Dorf vollständig im Wasser und ist nur mit dem Boot erreichbar. Der Pegel des Tonle Sap steigt dann um bis zu elf Meter an. Die vom Wasser bedeckte Fläche vergrössert sich um das Zehnfache. Am Steg warten Bootsführer auf ihren Teakholz-Booten und winken die Besucher lächelnd zu sich heran. Die Lebensverhältnisse sind sehr bescheiden. Man ist froh über jeden Zuverdienst. Für ein paar Dollar fahren sie die Gäste mit laut knatternden Motoren raus auf den See zum schwimmenden Dorf. Hier leben die Menschen auf Flössen. Sogar eine schwimmende Schule und einen kleinen «Supermarkt» gibt es. Rund um das Dorf werfen Fischer ihre Netze aus. Am Horizont verschmilzt der See mit dem Himmel. Kambodscha hat so viele unterschiedliche Gesichter. IM SPINNENDORF SKUON Eine Fähre verbindet den Nordosten des Sees mit der Hauptstadt Phnom Penh. Doch wer mit dem Boot reist, der verpasst den berühmten Spinnenmarkt von Skuon, auch «Spiderville» genannt. Was uns im besten Falle einen Schauer über den Rücken jagt, gilt in Kambodscha als besondere Delikatesse: Frittierte Spinnen. Für Touristen ist es eine Mutprobe. Den Kambodschanern hingegen läuft das Wasser im Mund zusammen. Ganz so schlimm wie das Aussehen ist der Geschmack wohl nicht. «Aussen knusprig, innen cremig und es schmeckt nach ganz viel Knoblauch»,

Wie in einem Ameisenhaufen geht es auf den Strassen von Phnom Penh zu.

Am Tonle-Sap-See werden die Fische zum Trocknen vor den Häusern ausgelegt.

Der Biss in die Spinne ist eine Mutprobe für Touristen auf dem Markt von Skuon.

sagen die Mutigen. Zum Glück bietet die Küche Kambodschas viel. Sie ähnelt der thailändischen Küche, ist jedoch weniger abwechslungsreich und weniger scharf. Fisch und Reis sind Hauptnahrungsmittel und mit Currypaste, Kokosmilch und Koriander werden daraus schmackhafte Gerichte gezaubert.

zum Zentralmarkt. Im Inneren des Art-déco-Baus wird von Plagiaten bekannter Modelabels bis hin zu landwirtschaftlichen Produkten nahezu alles angeboten, was das Herz begehrt, oder worauf man getrost verzichten kann. Nach dem Zentralmarkt steuert der Fahrer den Wat Phnom an, den bekanntesten Tempel der Stadt. Im berüchtigten Foltergefängnis Tuol Sleng und auf den Killing Fields begegnet man dem düsteren Teil der kambodschanischen Geschichte. Die Grausamkeit, mit der die Roten Khmer etwa zwei Millionen Menschen durch Hunger, Zwangsarbeit und Hinrichtungen auslöschten, zeigt hier ihr erschreckendes Gesicht. Wer möchte, der lässt die Hektik der Grossstadt hinter sich und verbringt ein paar Tage auf einer der zahlreichen Inseln. Dort präsentiert Kambodscha dann noch einmal ein ganz anderes Gesicht.

LEBHAFTE HAUPTSTADT PHNOM PENH Weiter südlich taucht man in Phnom Penh am Ufer des Mekong in eine völlig andere Welt ein. Unzählige Autos, Tuk-Tuks, Motorroller und Motorrad-Rikschas bevölkern die Strassen der lebhaften Grossstadt. Ein organisiertes Chaos, gleich einem grossen Ameisenhaufen. Die Motorrad-Rikscha ist das einfachste Fortbewegungsmittel, um die Stadt zu erkunden. Für 15 bis 20 Dollar lässt man sich ein bis zwei Stunden lang von einer Sehenswürdigkeit zur anderen chauffieren, vorbei am Königspalast

Text und Bilder Ellen Gromann

Info Kambodschas Tourismus boomt und so finden sich in den touristischen Zentren Hotels für jeden Geschmack. Vom einfachen Homestay bis hin zum Luxushotel. Verschiedene Anbieter wie Tourasia stellen individuelle, begleitetete Rundreisen durch Kambodscha zusammen.

Die Tempel von Angkor sind bei den Einheimischen beliebt als Kulisse für Hochzeitsfotos.

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CLASSIC 911ER IM VERGLEICH: OLDTIMER 993 VERSUS YOUNGTIMER 996

LUFT ODER ­WASSER?

Als Porsche 1997 als Nachfolger des 993 den neuen 996 vorstellte, war die Fangemeinde geschockt und erzürnt. Der Paradigmenwechsel von der legendären Luftkühlung mit ihrem herrlichen Sound zur gedämpften Wasserkühlung sorgte für Unmut und Unverständnis bei langjährigen 911er Piloten. Ebenso wenig Anklang fanden die geglättete Karosserie, die Scheinwerfer mit integrierten Blinkern sowie das komfortorientierte Fahrwerk.

Kürzer und skulpturiert der luftgekühlte 993 – gestreckter der wassergekühlte Nachfolger 996.

D

och die damalige Finanzkrise liess dem Porsche-Management keine Wahl. Der luftgekühlte Elfer-Boxer war ausgereizt. Strengere Abgasnormen und Mitbewerber, die kräftigere und modernere Sportwagen auf den Markt brachten,

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sowie die Vorgabe, über ein Drittel Gleichteile für den Boxster 986 einfliessen zu lassen, führten zum Entschluss, statt wie bis anhin keine Evolution, sondern eine Revolution einzuleiten. Ein mutiger und wegweisender Entscheid, der Porsche wieder auf die Gewinnstrasse brachte und den

Modell

993

993

996 (M94)

996 (M96)

1. Produktion

1993–1995

1996–1997

270

270

2. Hubraum Liter

3,6

3,6

3,4

3,6

3. Kühlung

Luft

Luft

Wasser

Wasser

4. Leistung PS

272

285

300

320

5. Drehmoment Nm

330

340

350

370

6. 0–100 km/h in s

5,6

5,4

5,2

5,0

7. Spitze km/h

270

275

280

285

8. M  arktpreise in CHF mit man. Getriebe

70–80 000.–

80–90 000.–

25–32 000.–

32–40 000.–

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996 mit mehr als 175 000 verkauften Exemplaren zum bis dahin erfolgreichsten 911er Modell krönte. Die Unterschiede der beiden Modellreihen zeigen sich auch klar bei der Gegenüberstellung der technischen Angaben der Basismodelle, also ohne Tiptronic, Allrad, Turbo, GT2/3 und so weiter. Ebenso gross sind die monetären Differenzen bei Ankauf und Unterhalt. Auch hier gelten die Angaben als Richtwerte für Basismodelle, die servicegepflegt sind. Je nach Zustand des Fahrzeuges können diese stark variieren. Wir zeigen diese Gegenüberstellung nur als grobe Indikation der Kostenstruktur zwischen dem klassischen, luftgekühlten 993 und dem jüngeren, wassergekühlten 996. PORSCHE 993: SEXY, KERNIG UND EMOTIONAL Als Porsche im Jahre 1993 den Nachfolger des 964 in Form des dynamischen


ClAssic

993 präsentierte, war sich die Fachwelt einig. Die Zuffenhausener mischen wieder an vorderster Front bei den Sportwagen mit. Der Body mit deutlich taillierterer Seitenlinie, welche nach hinten in breite Hüften ausufern, gaben dem neuen 993 einen unwiderstehlichen Sex-Appeal. Gleichzeitig wurde die Karosserie um 20 % steifer, ohne dabei ein Gramm zugenommen zu haben, was sich höchst positiv auf die Fahrdynamik auswirkte. Dazukam ein überarbeitetes Fahrwerk, das mit dem Popometer bestens kommuniziert. So lässt sich der 993er traumhaft mit dem Gasfuss lenken. Dabei je nach Drehzahlniveau untermalt vom sonoren bis kreischenden Sound des luftgekühlten 6-Zylinder-Boxers, der bissig am Gas hängt. Eine Fahr-

Modell

993

996

Wartung klein

Alle 20 000 km / jedes Jahr 1100.–

Alle 20 000 km / jedes Jahr 650.–

Wartung gross

Alle 4000 km 1900.–

Alle 80 000 km 1400.–

Jahreswartung

740.–

290.–

Richtwerte für servicegepflegte Basismodelle vom Porsche Zentrum Zug (ohne Gewähr)

maschine par excellence, die auf und neben der Piste für Begehrlichkeit sorgt. PORSCHE 996: SOUVERÄN, AUSGEWOGEN UND RATIONAL Ganz anders das Fahrerlebnis im neuen 996 mit dem nun wassergekühlten Boxermotor. Die Masse sind innen wie aussen gewachsen. Der um 20 cm längere Radstand und ein komfortableres Fahr-

Sexy-Heck beim 993 Carrera.

Wuchtiges Heck beim 996 Carrera 4S.

993 mit klassischer Porsche-Front.

Bulliger Auftritt des 996 Carrera 4.

werk bringen mehr Distanz zur Strasse. Schnell zu sein, erfordert im Neuen weitaus weniger Einsatz als im Vorgänger. Obwohl er akustisch weniger wahrgenommen wird, ist der 996 in jedem Fahrbereich der Schnellere. In der Fahrdynamik ein veritabler Elfer, aber ohne Hektik. Weniger aufregend präsentiert sich auch das Kleid mit seinen geglätteten Flächen. Pluspunkte hingegen sammelt der 996 mit dem 911er-typischen präzisen Fahrverhalten und dank der höheren Leistung bietet er Souveränität und Langstreckenkomfort. Versprüht der 993 jede Menge Emotionalität, so zählen bei seinem Nachfolgemodell mehr die rationalen Argumente. Er bietet mehr Sportwagen und ist dabei weitaus günstiger beim Kauf und Unterhalt. Aber eben, Porsche suchte mit dem 996 konsequent den Weg zurück aus den roten Zahlen. Das hinterlässt bei den ersten Modellen mit der internen Bezeichnung M94 seine Spuren. Beispielsweise gibt es kein Handschuhfach und bei einzelnen Motorblöcken entstanden Risse durch schlechte Qualität. Eine Vielzahl der Kinderkrankheiten des 996 wurde mit der überarbeiteten Version M96 ab dem Jahre 2002 behoben. Text Christoph Bleile Bilder Porsche, zVg

Unser Fazit

Grosse Rundanzeigen im 993.

Mehr Platz im Interieur des 996.

Grundsolide, fahraktiv und faszinierend sind Attribute, die für den knackigen, luftgekühlten 993 sprechen. Wer nicht so viele Moneten für Porschefahren in seiner schönsten Form aufbringen kann oder will, dennoch aber mit einem 911er liebäugelt, der wird seine Freude am wassergekühlten 996 haben. Besonders empfehlenswert ist die M96-Version mit dem agilen 3,6-Liter-Motor. Er kostet halb so viel wie ein 993, sowohl im Ankauf wie im Unterhalt. Und in zwei Jahren ist auch dieser 911er ein Youngtimer – die Preise ziehen bereits an. Unser Tipp: Der 911 Carrera 4S ab Modelljahr 2002 mit bulliger Front- und Heckschürze.

Ein Porsche 993 wird von einem 996 gejagt.

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ClAssic GENEVA INTERNATIONAL MOTOR SHOW 2020

OHNE HERKUNFT KEINE ZUKUNFT Am 5. März öffnet die ­Geneva International ­Motor Show die Tore für das Publikum zum 90. Mal. Mitten in einer Zeit, in der sich nicht nur das Klima, sondern auch die Gesellschaft wandelt.

E

ine Zeit, in der die junge Generation berechtigte Forderungen an die ältere Generation stellt, von der unter anderem auch die individuelle Mobilität und das Angebot dafür betroffen ist. Im Kampf um die Erderwärmung und das CO2 will auch die globalisierte Automobil-Industrie ihren Beitrag leisten, innovative Lösungen dafür sind gefragt, die auch ökonomisch Sinn machen. Die Geneva International Motor Show will dafür die Plattform bieten und hat die Hersteller, aber auch das Publikum nach Genf eingeladen. Die neunzigste GIMS wird ganz im Zeichen dieser neuen Herausforderungen stehen. Dabei hat der Standort Genf dank neutralem Boden, der jährlichen Durchführung im März, der Anbindung an ÖV und Flughafen im Vergleich zu den europäischen Mitbewerbern Mondial (Paris) und IAA (bisher Frankfurt), die sich jährlich abwechseln, die besten Voraussetzungen. Dabei ist mit der Consumer Electronis Show (CES) in Las Vegas ein neues Format entstanden, wo die Automobil-Industrie zusammen mit den Tech-Giganten aus dem Silicon Valley gerne in die Zukunft blicken und neue mögliche Lösungen vorstellen. In diesem Umfeld wird sich die GIMS behaupten müssen. Ohne Herkunft keine Zukunft. Vom 14. bis 23. März 1924 organisierte «La cham­bre Syndicale de l’Industrie de l’Automobile, du Cycle et des parties qui s’y rat-

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Salon Plakat von 1924.

tachent», «Le Syndicat des Agent’s d’Automobiles et Auto-Garages en Suisse» sowie «La Societé Syndicale des Garages de Genève» den ersten «SALON INTERNATIONAL de l’Automobile et du Cycle» der Zwischenkriegsjahre. Neben der Automobil-Industrie damals auch getragen vom Bund, wo Bundesratspräsident Ernest Chuard «la

DER NAME WAR PROGRAMM présidence d’honneur» übernahm. Schön, dass diese Tradition insofern erhalten geblieben ist, als dass ein Vertreter des Bundesrates den Salon noch immer eröffnet.

Es gab damals auch noch Schweizer Fahrzeug-Fabrikanten, so zum Beispiel bei den Automobilen Martini und Maximag. Berna und Saurer vertraten bei den Nutzfahrzeug-Herstellern die Schweizer Farben, Condor, Motosacoche oder Moser bei den Fahr- und Motorrädern. Ihre ausgestellten Modelle brauchten in Genf den Vergleich mit den ausländischen Herstellern nicht zu scheuen. Im Ausstellungs-Katalog von 1924 finden wir mit Renault und Rolls-Royce zwei Marken, die sowohl am ersten internationalen Automobil-Salon 1924 als auch an der GIMS 2020 als Aussteller präsent waren. Entweder durch Fusion/Übernahme oder Geschäftsaufgabe verschwanden einige Marken von der jährlichen Automobil-Salon-Bühne (z.B. Delahaye, Delage, Simca, Packard). Heute


ClAssic

Salon Katalog von 1924.

Innenansicht Salon International de l'Automobile 1924.

entscheiden die Marketing-Abteilungen in den Zentralen der Hersteller über «sein oder nicht da sein», auch die GIMS 2020 ist davon betroffen. Im Zubehör- und Ersatzteil-Sektor war u.a. die Schweizer Weltmarke SCINTILLA (Solothurn) vertreten. Auch die ab 1919 im Verband der Schweizerischen KarosserieIndustrie neu zusammengeschlossenen Karosseriebetriebe wie Brichet, Fontana, Gangloff oder Pozzi zeigten ihre Spezial-Karosserien auf Chassis einheimischer oder ausländischer Hersteller. Der Name «Salon de l’Automobile» war Programm, es war von der Präsentation mehr ein Salon, bei der die technischen Errungenschaften (Chassis, Motoren, Fahrleistungen) im Vordergrund standen. Bezeichnenderweise heisst seit längerer Zeit der bisherige «Internationale Automo-

bil-Salon Genf» neu «Geneva International Motor Show», and the show must go on. Heute geht es vor allem um Lifestyle und das dazu passende Objekt der Begierde. Das Zielpublikum des Jahres 1924 unterscheidet sich deshalb auch deutlich vom heutigen, so setzte der Erwerb eines Automobiles damals auch hohe finanzielle Mittel voraus, heute hat sich das Automobil zu einem «Gebrauchsgegenstand» gewandelt. Doch schon damals hatten auch sehr viele Interessierte und Enthusiasten der neu aufstrebenden Automobil-Industrie Gelegenheit, sich ein Tages-Ticket für CHF 2.00 zu kaufen, ein Ausstellungs-Katalog war für

Weitere Informationen www.gims.swiss

Stand von Hermann Graber, Wichtrach, in den dreissiger Jahren.

CHF 1.00 zu haben. Vor 90 Jahren wurde bereits ein attraktives Rahmenprogramm rund um den «Salon» geboten. Die Sektion Genf des Automobil Clubs der Schweiz (ACS) organisierte am 15. März 1924 den «Course Internationale du Kilomètre lancé» (Kilometerrennen) in Eaux-Mortes sowie das «Rallye Automobile Suisse», zu der aus verschiedenen Schweizer Städten zu einer Sternfahrt mit Ziel in Genf gestartet wurde. Der Umschlag des Ausstellungs-Katalogs illustriert und macht deutlich, dass sich das Publikum damals (wie heute?) nebst der Vergleichsmöglichkeiten an einem Ort während einer bestimmten Zeit vor allem von den hochpreisigen einzigartigen Objekten angezogen fühlte. Fahrzeuge, die damals zum Träumen einluden, von denen man viel gelesen hat, die man aber noch nie mit eigenen Augen sehen konnte. Alles in jener Zeit, ohne die weltumspannenden Suchmaschinen und die Flut an Informationen jeglicher Art in verschiedenen Medien. Alles hat seine Zeit. Wir dürfen gespannt sein, wie den Organisatoren der GIMS, aber auch den Ausstellern mit ihren Produkten und Dienstleistungen der Schritt in eine nachhaltige Zukunft gelingen wird. Dazu wünschen wir allen Beteiligten viel Erfolg und gutes Gelingen. Auch der ACS wird gefordert sein, seine langfristige Strategie diesen neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Immer mit dem Ziel, in zehn Jahren auf das Wohl der hundertsten Geneva International ­Motor Show anstossen zu können. Text Urs P. Ramseier, SWISS CAR REGISTER Bilder zVg

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IN KÜRZE TOM’S KOLUMNE

DIE SAISON VOR DER SAISON

D

ie Winterpause bringt den Profi-Rennfahrern alles andere als Langeweile – die Monate von Dezember bis März sind geprägt von Training, Vorbereitungen in Strategie und Detailplanung sowie dem einen oder anderen Tag auf der Rennstrecke. Ich spreche wahrscheinlich nicht nur für uns Motorradrennfahrer, wenn ich sage, dass die Zeit zwischen Saisonende und Saison­start mindestens genauso relevant ist für den Erfolg in der Meisterschaft, wie die eigentliche Saison. Dennoch sieht bei mir keine Saisonvorbereitung gleich aus – mit jedem Jahr kommen neue Aspekte zur Vorbereitung hinzu. Das habe ich nicht zuletzt auch meinem Team und meinen Coaches zu verdanken. Seien es Defizite in Fitness oder Fahrstil oder aber noch nicht ausgeschöpfte Potentiale in Kommunikation, Strategie oder technischer Arbeitsweise. All diese Themen sammeln sich während und zwischen den Rennwochenenden an. Grosse Themen, die zu umfangreich sind, um sie während der Saison anzugehen, werden nach dem letzten Rennen im November bewusst angegangen und in die Vorbereitungen während den Wintermonaten integriert. So bin ich vor allem im Dezember und im Januar, wo jegliche Tests mit den offiziellen Moto2-Motorrädern verboten sind, mit Themen wie eben Fitnesstraining, Gesprächen mit Partnern und Coaches sowie mit Sponsorenterminen und der Jahresplanung beschäftigt. Dennoch halte ich mich natürlich nicht komplett von der Rennstrecke fern: Die Tage, welche ich mit meiner BMW S1000RR in Spanien auf der Rennstrecke oder mit meinem Motocrossbike in Italien verbringe, sind aufwändig, zahlen sich aber definitiv aus. Genau das habe ich deshalb auch dieses Jahr gemacht, denn im Februar geht es bereits wieder los mit den offiziellen Testtagen auf dem Triumph-Moto2-Motorrad. So verbringe ich ab Mitte Februar fast jede Woche mehrere Tage mit meinem Team, dem LIQUI MOLY Intact GP Team, auf der Rennstrecke. Erst in Spanien (Jerez), dann bald auch schon in Qatar, wo am 8. März schliesslich die Saison 2020 mit dem ersten Rennen eröffnet wird. Aktuell sind wir alle sehr zufrieden mit den Vorbereitungen, doch die Moto2Tests folgen vom 28. Februar bis 1. März erst noch. Ich bin aber definitiv bereit und freue mich sehr darüber, dass es bald wieder losgeht.

Ihr Tom Lüthi ACS Botschafter

GROSSER BRUNCH IM CLASSIC CENTER Die Oldtimer-Saison steht vor der Tür. Grund genug, am Samstag, 4. April 2020, im «Classic Center Schweiz» in Safenwil in gemütlicher Atmosphäre mit der Liveband 18 Strings einen Ausblick in die Oldtimer-Saison 2020 zu gewinnen. Die Emil Frey Classics AG und Zwischengas laden alle Freunde von klassischen Autos und Motorrädern (Fahrzeugalter mindestens 20 Jahre) zum Saisoneröffnungs-Brunch in Safenwil ein. Dabei stehen die Türen zum Besuch des Museums offen. Eintritt im Wert von 10 CHF inklusive! Bekleidung aus den 50er/60er Jahren würde die Organisatoren freuen! Melden Sie sich frühzeitig und spätestens bis zum 31. März 2020 an unter www.emilfreyclassics.ch Text zVg

WILLKOMMEN IN DER ZUKUNFT Mit dem schlicht e genannten Elektroauto fährt Honda im Kleinwagensegment gefühlt mindestens ein halbes Jahrzehnt voraus. Die schlichte Typenbezeichnung steht erst einmal für Elektrizität. Aber auch für e wie eigenständig (Design), einzigartig (Bedienkonzept), emotional (Fahrgefühl, Design, Innenraum) und eigenwillig. Der Honda e ist ein 3,90 Meter kurzes Stadtauto mit vier Sitzen. Der Neuling leistet 136 PS (100 kW) in der Basis- und 154 PS (113 kW) in der Advance-Version. Der E-Motor stemmt 315 Nm. Die Reichweite gibt Honda mit bis zu 222 Kilometern nach WLTP an. Der ab Sommer erhältliche Stadtflitzer kostet in der Topversion selbstbewusste 43 100 CHF. Der Kunde kann bis zum 31. März 2020 zwischen einer Gratis-Wallbox oder einer Prämie von 1500 CHF wählen. Text jr/mru / Bild Werk

TERMINE Bisherige Tests: Jerez: 13./14. Februar (privater Test) und 19.–21. Februar (offizieller Moto2-Test) Qatar: 28. Februar–01. März (offizieller Moto2-Test) Erstes Moto2-Rennen 2020: MotoGP Qatar | Moto2 Rennstart: 08. März, 14.20 Uhr (Schweizer Zeit) Verfolgen Sie alle Neuigkeiten auf der neuen Website von Tom Lüthi: www.tomluethi.ch

NR. 01/2020

AUTO

31


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ACS

FAHREN WIE DIE PROFIS

D

er ACS führt auch in diesem Jahr wieder mehrere seiner attraktiven und beliebten Rennausbildungs-, Sportfahrkurse und Fahrtrainings durch. Beim Lizenz- oder Sport-Driver-Kurs auf dem Hockenheimring werden die nötigen Kenntnisse vermittelt, damit die Teilnehmer ihr Fahrzeug rennmässig bewegen können und die Lizenz­anforderungen erfüllen. Die Kosten für den zweitägigen Kurs betragen inklusive der Unfall- und Haftpflichtversicherung 1290 CHF (Preis­ änderungen vorbehalten), wobei die Verpflegung nicht inbegriffen ist. ACS Mitglieder erhalten eine Reduktion von 100 CHF. Die Klassen werden nach Anfängern und Fortgeschrittenen gebildet sowie nach

Leistungsgewicht und Antriebsart des Fahrzeuges. Der erste Kurs vom Montag/ Dienstag, 23./24. März 2020, ist bereits ausgebucht. Es gibt eine Warteliste. Anmeldeschluss für den zweiten Kurs vom Montag/Dienstag, 7./8. September 2020, ist der 18. August 2020. SPORTFAHRKURS INTERLAKEN An zwei Daten wird am Sportfahrkurs Interlaken das Basiswissen der sportlichen Fahrtechnik vermittelt. Neben der Einführungstheorie lernen die Teilnehmer auf dem abgesperrten Flugfeld das Einmaleins des Rennfahrens. Die Kurse finden am Samstag, 28. März 2020 (Anmeldeschluss: 16. März 2020), und am Samstag, 3. Oktober 2020 (Anmeldeschluss: 21. September 2020), statt. Die Kurskosten betragen

320 CHF inklusive Mittagessen sowie die Unfall- und Haftpflichtversicherung. ACS Mitglieder erhalten eine Reduktion von 50 CHF auf die Kurskosten. FAHRTRAINING DIJON/FR Das Ziel dieses eintägigen Kurses vom Freitag, 24. Juli 2020, ist die Verbesserung der individuellen rennsportlichen Fahrtechnik auf der Rundstrecke, kombiniert mit viel Fahrspass. Die Teilnehmer lernen sämtliche Brems-, Einlenk- und Beschleunigungspunkte sowie die Ideallinie auf der schnellen Rundstrecke von Dijon-Prenois kennen. Die Kurskosten betragen 750 CHF inklusive Mittagessen sowie der Unfallund Haftpflichtversicherung. ACS Mitglieder erhalten eine Reduktion von 70 CHF. www.fahrkurs.ch

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Off-Road Drive (4×4) Besitzen Sie ein Off-Road-Fahrzeug und können auf Schweizer Strassen seine Möglichkeiten nicht austesten? Dann lernen Sie die Grenzen Ihres Fahrzeugs auf der abgesperrten Piste in Ederswiler JU unter fachmännischen Anweisungen kennen.

Kursort

Fahrzeug

Trainingsgelände in Ederswiler JU

Fahrzeuge ohne Reduktionsgetriebe (Gelände-Untersetzung) sind nur bei genügender Bodenfreiheit zugelassen. Absprache empfehlenswert.

Kursdaten Samstag, Samstag, Samstag, Samstag,

Theorie

16. Mai 27. Juni 22. August 19. September

2020 2020 2020 2020

Bodenfreiheit, Böschungs- und Rampenwinkel, Schwerpunkt, Fahrwerk, Achsverschränkung,Kippgrenze,Motordrehmoment und Leistung, Geländereduktion, Antriebssysteme, Differenzialsperren und andere Traktionshilfen, Bereifung und Luftdruck je nach Einsatz und Witterung.

Kurskosten (pro Fahrer mit eigenem Fahrzeug)

Praxis

Verpflegung ist im Kursgeld nicht inbegriffen. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich im nahegelegenen Restaurant zu verpflegen.

CHF 375.– für ACS Mitglieder CHF 405.– für Nichtmitglieder Pro Fahrzeug kann ein Beifahrer (nicht fahrberechtigt) angemeldet werden: CHF 60.–.

Fahrzeughandling, Sperren, Reduktionsgetriebe, Fahren in leichtem und schwierigem Gelände, Gangwahl, Bremsen mit oder ohne ABS, Befahren von Steigungen und Gefällen an der Traktionsgrenze, Fahren quer zum Hang, Spurverhalten über Brücken, Einschätzen des Schwierigkeitsgrades je nach Witterungsbedingung.

Aus Sicherheitsgründen sind Kinder unter 16 Jahren als Begleitperson nicht zugelassen.

Besitzen Sie kein 4×4-Fahrzeug? Der ACS organisiert für Sie ein Off-Road-Fahrzeug. Für mehr Infos kontaktieren Sie uns. Instruktor Gérard Bodenheimer

Erfahrene Offroader fahren stets nach dem Motto: So gleichmässig wie möglich und nur so schnell wie nötig!

Weitere Infos finden Sie unter: www.acs.ch/offroad | Tel. 031 328 31 11 47107_ACS_Off_Road_Anzeige_210x145_2020indd.indd 1

02.12.19 10:16

ACS QUIZ 1/2020

LÖSUNGSWORT

1. Wenn man keinen Ausweg mehr kennt, gerät man in eine … M Altstadtgasse

R Sackgasse

B

Preis: Zwei Übernachtungen im Hotel Hof Weissbad AI inklusive Frühstück und Benutzung des Spa-Bereichs im Wert von rund 1000 CHF.

Dorfgasse

2. Wenn der Motor nicht anspringt, muss man den Wagen … U anschieben

E antragen

O

anbringen

S

Drei

A

E-Scooter

3. Wie viele Räder hat ein «Trike»? T Zwei

N Vier

4. Für was steht der Begriff «Pedelec»? I E-Auto

H E-Bike

5. Wie nennt man das plötzliche kräftige Durchtreten des Gaspedals? R Coldstart

L Pressery

H

Kickdown

6. Wie heisst eine mechanische Vorrichtung zur Erzeugung einer Antriebskraft? O Göpel

I

Huppel

E

Buddy

S

Madrid

7. Wo wurde 1896 die erste Fahrschule gegründet? T Bern

U Paris

8. Wie hoch ist die Durchschnittstemperatur im Gotthard-Strassentunnel? L ca. 24°

34

AUTO

NR. 01/2020

R ca. 31°

N

ca. 45°

Teilnahmebedingungen: Mit der Teilnahme akzeptiert der Teilnehmer diese Teilnahmebedingungen. Teilnahmeberechtigt sind ausschliesslich Mitglieder des Automobil Clubs der Schweiz. Der Gewinner wird persönlich vom Automobil Club der Schweiz benachrichtigt. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen. Teilnahmeschluss ist der 20. März 2020 (­ Poststempel).

Senden Sie uns eine Postkarte mit dem Vermerk «ACS Rätsel» und dem Lösungswort, Ihrer Mitgliedsnummer und Adresse an unten stehende Adresse, oder senden Sie uns das Lösungswort online unter www.acs.ch/auto-raetsel zu. Automobil Club der Schweiz Wasserwerkgasse 39 CH-3000 Bern 13 Lösungswort Ausgabe 08/19 ZUENDUNG


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Das Magazin des Automobil Club der Schweiz | Edition Deutschschweiz  

Ausgabe 01/2020

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