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Fahrzeugdaten

weder 250 km/h erreichen, noch in 4,4 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen. Doch genau dort liegt die Krux des Hybriden: Letztlich klaffen beim Verbrauch ökologisch entlehntes Versprechen und fahrfreudige Alltagserfahrung auseinander: Auf den von BMW nach abstrakten EU-Vorgaben angegebenen Normverbrauch komme ich selbst bei Schleichfahrt nicht, der i8 nimmt sich mindestens 4,5 Liter pro 100 km. Bei Vollgas auf der Autobahn rauschen bis zu 29,9 Liter in die drei Brennräume. Für ein Auto mit Öko-Anspruch ist das dann doch etwas viel Super Plus. Resumée: Der BMW i8 ist ein optisch und technisch beeindruckendes Fahrzeug in einer technologischen Nische, das entweder dem Fahrer für ein ökologisch reines Fahrvergnügen eine Menge Disziplin abverlangt, oder für seine durchaus ernstzunehmenden Sportwageneigenschaften das entscheidende Hybrid-Feigenblättchen benötigt, um voll in Fahrt zu kommen.

BMW i8

Motor

Dreizylinder, Turbo plus E-Motor

Einbaulage

quer über Hinterachse

Ventile/Nockenwellen

4 pro Zylinder/2

Nockenwellenantrieb

Kette

Hubraum

1499 cm3

Verbrennungsmotor kW (PS) bei 1/min

170 (231)/5800

Nm bei 1/min

320/3700

Elektromotor kW (PS)

96 (131)

Nm

250

Systemleistung kW (PS)

266 (362)

Vmax

250 km/h

0-100 km/h

4,4 s

Getriebe

Sechsstufenautomatik

Fahrbericht BWM 250 T, Bj. 1969 ein schmunzelnder Vergleich: Von Ende 1966 bis Mitte 1969 produzierte BMW den intern als „BMW 250 T“ bezeichneten, zuvor schon von Hans Glas 1954 als „Goggomobil“ entwickelten, erfolgreichsten Kleinwagen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Gut 280.000 Goggos wurden in Bayern, aber auch in Spanien und sogar Australien in Lizenz gebaut. Was hat der Zwerg zu bieten? Infotainment? - Tacho und Blinkerkontrolle. Assistenzsysteme? - Flatterige Innen- und Außenspiegel, Fingerspitzengefühl und Verstand. Soundsystem? – 2-Zylinder-2-Takt-Motor im Heck. Schnell den Benzinhahn auf der Hutablage mit einer lässigen Hüftdrehung geöffnet, schon startet der Motor schneller als mancher moderne Direkteinspritzer und brabbelt unternehmungslustig vor sich hin. Alles an Auto und Fahrer ist in Bewegung, doch die Augen strahlen. Auch bei Passanten – allen Passanten, deren Blicke der 2,90-Meter-Zwerg magnetisch anzieht. Ein Blick in die Betriebsanleitung offenbart wohlmeinende Prospektlyrik, „Öldruckbremsen garantieren Sicherheit“ liest man, und „bequeme Kunstledersitze, sowie eine Warmluftheizung (auf Wunsch) erhöhen den Komfort“. Willkommen in den 1960ern. Zu seiner Zeit ist der BMW 250 T ein Kleinstwagen im Wortsinn, der mit seinen o-beinig an der Pendelachse baumelnden Hinterrädern entgegen dem BMW i8 am unteren Rand der automobilen u

Fahrzeugdaten

BMW 250 T (Goggomobil)

Produktionszeitraum

1955 - 1969

Klasse

Kleinstwagen

Karosserieversionen

Limousine, Coupé, Lieferwagen Dart (Australien)

Motoren

Ottomotoren: 0,25 - 0,4 l (1015kW)

Länge

2900 - 3035 mm

Breite

1280 - 1370 mm

Höhe

1235 - 1700 mm

Radstand

1800 mm

Leergewicht

400 - 480 kg

Stückzahlen

Gesamt 284.491, davon 214.313 Limousinen

Preis

NP ab 3.500 DM, Wert heute (Zustand 2) ca. 9.500 Euro

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3 | 2015

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