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[pma:] unterwegs – heute: „Der Chef ist weg … was nun?“ Was tun, wenn der Chef durch Unfall oder Krankheit plötzlich komplett ausfällt? Was tun, wenn der Hauptversorger der Familie im Koma liegt und nicht mehr selbst entscheiden kann? Ein Notfallordner bietet hier wertvolle Hilfe. Er gibt Auskunft darüber, was zu tun ist. [ Auf der Suche nach kreativen Lösungen für Partner der [pma:], lernten wir Reinhard Lößl aus Bad Tölz kennen. Er stattet seit vielen Jahren erfolgreich Kunden mit einem Notfallordner aus. Der Handelsfachwirt IHK gibt im Interview Tipps und zeigt auf, warum ein Notfallordner für Makler und ihre Kunden wichtig ist. [partner:] Herr Lößl, wie sind Sie auf die Idee mit dem Notfallordner gekommen? R. Lößl: Es war im April 1984. Ich war Kaufmann mit einem Getränkeheimdienst. Aber dann hatte ich einen Unfall. Von heute auf morgen war ich berufsunfähig. Zum Glück war ich gut versichert! Und da ich nun viel Zeit hatte, begann ich, mich mit dem Thema Versicherungen ausführlicher zu beschäftigen. Meinen Beruf als Getränkehändler konnte ich nicht mehr ausüben. Und so musste ich mich beruflich neu orientieren. Ich entschied mich, meine persönlichen Erfahrungen mit Versicherungen zu meinem Beruf zu machen. Seit 1987 habe ich nun viele Menschen zum Thema Berufsunfähigkeit, Invalidität und Krankenversicherung beraten und persönlich angepasste Versorgungsangebote erstellt und vermittelt. In der Folge habe ich es dann leider immer wieder erlebt, dass meine Kunden zwar gut versichert waren, es aber öfter Probleme [partner:]

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bei der Verwendung von Versicherungsleistungen gab. Der Grund: Die Kunden hatten keine Vorsorgevollmacht. [partner:] Erinnern Sie sich an ein besonderes Beispiel? R. Lößl: Ja, da fällt mir eine Familie ein. Der Familienvater verunglückte mit dem Auto und erlitt ein schweres Schädel-Hirntrauma. Er kam bewusstlos ins Krankenhaus, lag mehrere Wochen im Koma und ist seither geistig behindert mit Pflegestufe 3. Zum Glück hatte er eine Unfallversicherung, die 300.000 EUR als Invaliditätsleistung auf sein Konto überwies. Das Problem: Die Ehefrau hatte keine Vorsorgevollmacht, das Betreuungsgericht setzte also einen amtlichen Betreuer ein. Und dieser entschied, dass das Geld von der Versicherung ausschließlich für die Betreuung des Verunglückten verwendet werden darf. Die Familie hat heute noch unter den finanziellen Folgen des Unfalls zu leiden. [partner:] Und eine Vorsorgevollmacht hilft in diesem Fall? R. Lößl: Natürlich! Viele Ehepaare glauben, dass sie sich im Notfall gegenseitig vertreten können. Das ist aber falsch. Ohne Vorsorgevollmacht bestimmt das Gericht einen Betreuer, der per Betreuungsverfügung ausschließlich die Interessen des Betreuten vertreten muss.

[pma:] Partnermagazin Nr. 32  

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