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abiscene.de

Gültig: Sommer 2010 Im VK: 99 Cent

HAMBURGS SCHUL- UND JUGENDMAGAZIN Die Entscheidung, die euer Leben prägen wird

Studium oder ausbildung?

So „Edgy“ spricht die Jugend heute Diskussion mit Schülern aus Altona Männer in Pflegeberufen Weicheier, Softies oder richtig starke Kerle? Grosses Special zum Toefl-Test Wie ihr euch perfekt darauf vorbereitet Facebook: Fluch oder Segen? Wo sind eure wahren sozialen Kontakte? Vom Betonbauer zum Blödelbarden Interview mit „Supernase“ Mike Krüger Hamburgs gröSSte abiparty 2 Clubs 1 Party: Am 23.05. in der China Lounge und im HALO

Tourismus- und Eventmanagement in Hamburg

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Das Geschäft mit dem Vergnügen

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Was der neue Trend-Studiengang euch wirklich bringt


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Inhalt Wie werde ich reich und glücklich? Mal ehrlich: Diese Frage beschäftigt doch sicher die meisten von Euch! Und wieso auch nicht? Wer schon früh im Leben die Hosenbeine hochkrempelt und hart an seinem beruflichen und privaten Erfolg arbeiten, der hat es am Ende auch verdient. Aber Achtung! Die Betonung liegt auf „früh“ und „hart arbeiten“. Vergesst nicht, dass entscheidende Weichen zum Erfolg spätestens zum Ende der Schul- und Beginn der Studienzeit gestellt werden. Wer diesen Moment verpasst, hat das Nachsehen. Kai Hoffmann Chefredakteur hoffmann@uniscene.de

Studium TOEFL-Test S. 12 „Do you speak English?“ So meistert ihr den gefürchteten TOEFL-Test! Ausbildung oder Studium? S. 14 Die SCHOOL‘S OUT Entscheidungshilfe: Was kommt nach dem Abi? Tourismus-Management S. 18 Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen: Kann man Tourismus studieren? Studieren im Norden S. 22 Wenn euch Hamburgs Unis ablehnen, gibt es gute Alternativen

Ausbildung/Beruf

14 Entscheidungshilfe: „Und? was machst du nach dem abi?“

Sei ein Mann! S. 10 Weichei, Softie? Männer in Pflegeberufen sind besser als ihr Ruf Nach den Sternen greifen S. 26 Ausbildung bei Christian Rach: Ein Koch-Azubi erzählt Von wegen Kaffeeklatsch! S. 28 Neue Ausbildungsmöglichkeit: Coffee-Manager

und sonst... Starinterview: Mike Krüger S. 04 Tipps vom Kult-Komiker Abipartys „Wir feiern die ganze Nacht!“ Unsere Event-Tipps

S. 30

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Pausen-Gespräch: Die Sprache der Jugendlichen

30 Abipartys: jetzt auch u-18 in die besten clubs der stadt

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Interview

VOM BETONBAUER ZUM BLÖDELBARDEN

„ICH

WAR EIN SCHLECHTER SCHÜLER“ Interview: Manuela Chrestels

Mit seinem großen Hit „Mein Gott, Walther“ wollte Mike Krüger 1975 eigentlich nur sein Architektur-Studium finanzieren. Doch der Song schlug ein wie eine Bombe und Mike brach das Studium ab, um Sänger zu werden. Bis heute gehört der Komiker zu den ganz Großen der Branche. Mit SCHOOL’S OUT sprach der Hamburger über seine Studentenzeit und erklärte uns, wieso er regelmäßig Staus im Elbtunnel verursacht. 4 SCHOOL‘S OUT | Mai-Juli 2010


Interview Du bist kürzlich von Quickborn nach Hamburg gezogen. Was gefällt dir an Hamburg besonders gut? Ich hab als Kind schon in Hamburg gewohnt und bin hier aufgewachsen. Wem es hier nicht gefällt, der hat selbst Schuld. Ich bin viel in Deutschland unterwegs, aber Hamburg ist und bleibt mein großer Favorit. Ich liebe die Alster und die Elbe, und gehe gerne ins Henssler & Henssler oder in den Dorfkrug in Volksdorf. Dein Umzug in die Hansestadt ist auch das Thema deiner neuen Show „Is das Kunst, oder kann das weg“? Ja, der Umzug ist sozusagen der rote Faden meiner Show. Auf der Bühne stehen einige Kartons, die beim Umzug übrig geblieben sind. Gemeinsam mit dem Publikum werden diese ausgepackt. Dabei kommt natürlich einiges zum Vorschein, bei dem ich mich frage „Is das Kunst, oder kann das weg“. Das Publikum stimmt ab. Es kann sein, dass die Leute mit mehr weggehen, als sie gekommen sind. Und natürlich werden auch allgemeine Themen zur Sprache kommen, wie Bankenkrise, Internetpartnerschaft, Diäten, Hitparade und Promis. Alles was die Leute interessiert, wird von mir durch den Kakao gezogen. Wenn du die Dinge mit dem Publikum besprichst, weißt du also nie ganz genau, was passiert? Richtig, das ist das Spannende an der neuen Show. Kein Abend gleicht dem anderen. Ich bin wahnsinnig gespannt, was alles passieren wird. Wirst du auch deinen Hit „Der Nippel” zum Besten geben oder kannst du den selbst nicht mehr hören? Den muss ich immer zum Besten geben, aber ich habe auch nichts dagegen. Wenn man schon mal einen Hit hatte, sollte man den ruhig singen. Außerdem singe nicht ich, sondern der Saal. Ich muss nur ein bisschen Gitarre spielen und kann mich ausruhen. (lacht)

In seinem neuen Programm „Is das Kunst, oder kann das weg?“ räumt Mike Krüger mit seinen Altlasten auf.

Einlagen zu überspielen, aber das hat nur bei meinen Mitschülern gut geklappt und nicht bei den Lehrern. Deswegen war ich oft ein mittelmäßiger bis schlechter Schüler. Nach der Schule hast du eine Ausbildung zum Betonbauer gemacht und am Elbtunnel mitgearbeitet. Das war eine tolle Zeit, ich bin mit den Jungs im Bauwagen super klargekommen. Den Elbtunnel kenne ich in und auswendig. Bis heute bin ich Schuld an den Staus im Tunnel. Regelmäßig bleiben Mike Krüger Fans dort stehen und machen Fotos von den Wänden, die ich gekachelt habe. (lacht)

Was wolltest du als Kind werden? Ich wollte früher Architekt werden. Richard Neutra, ein berühmter amerikanischer Architekt, hat uns mal zu Hause besucht und ein Buch für mich signiert. Er war ein beeindruckender Mann, der mich sehr fasziniert hat.

Nach der Ausbildung bist du deinem Traumberuf „Architekt“ ein kleines Stück näher gekommen. Ja, ich habe ein paar Semester Architektur studiert. Wir haben abends immer die Hamburger Clubs unsicher gemacht. Und da haben meine Kommilitonen gesagt: „Mike, was die auf der Bühne können, kannst du doch auch. Frag mal, ob du hier auftreten kannst.“ Das Ergebnis war „Mein Gott, Walther“. Seitdem bin ich praktisch immer noch vom Studium beurlaubt.

Wie hast du deine Schulzeit erlebt? Ich habe immer versucht, meine schlechten schulischen Leistungen durch Comedy-

Hast du es jemals bereut, das Studium abgebrochen zu haben? Nein, der Menschheit sind wahrscheinlich ein

paar wunderschöne Häuser verloren gegangen, aber dafür haben sie ein paar lustige Lieder bekommen. Was würdest du jungen Menschen gerne mit auf den Weg geben? Wer noch keine Vorstellung davon hat, was er beruflich machen möchte, sollte sich in verschiedenen Praktika erproben. Das macht sich gut im Lebenslauf und man lernt viel. Je mehr man in unterschiedliche Bereiche reinschnuppert und sich ausprobiert, desto eher findet man auch das Richtige.

Vita: Die Supernase Mike „Supernase“ Krüger wurde am 14. Dezember 1951 auf der Durchreise nach Hamburg in Ulm geboren. Als Schüler der Peter-Petersen-Gesamtschule in Hamburg-Sasel unterhielt er schon früh seine Mitschüler mit lustigen Scherzen. Der große Durchbruch aber kam erst Jahre später. Während seines Architekturstudiums an der Uni Hamburg landete Krüger mit „Mein Gott, Walther“ seinen ersten großen Hit. Daraufhin brach er sein Studium ab und widmete sich ganz der Musik. Zahlreiche TV-Shows, Bühnenauftritte und Charterfolge machten Krüger zum Star.

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News Formel 1 in der Schule

GYMNASIUM GROOTMOOR AUF DEM SIEGERTREPPCHEN

Die glücklichen Gewinner vom Gymnasium Grootmoor

Die Formel 1 im Turnschuhformat hat neue Champions: Der Hamburg-Grandprix des „NORDMETALL Cup“ geht an das Team „Unreachable“ vom Gymnasium Grootmoor. Seit Herbst 2009 haben sich die Schüler auf das Landesfinale vorbereitet, ein Rennteam gebildet und einen turnschuhgroßen Formel-1Flitzer am Computer konstruiert und gebaut. Den Antrieb für den Mini-Rennwagen bildet eine Gaspatrone. Damit schafften die Flitzer bis zu 80 Stundenkilometer auf der 20-Meter-Bahn. Beim Wett-

bewerb der NORDMETALLStiftung geht es aber nicht nur um das schnellste Auto, sondern auch darum, ein Marketingkonzept zu erstellen und sich als Team vor einer Fachjury zu präsentieren. Mit dem Projekt wird das Wissen um Technik sowie die Teamarbeit unter Schülern gefördert. Die glücklichen Gewinner fahren Anfang Mai zur Deutschen Meisterschaft nach München und mit etwas Glück sogar im September zur Weltmeisterschaft nach Singapur. Aus Hamburg dürfen gleich vier Teams nach Bayern fahren. Auf Platz 2 landete das Team „Nitrous“ vom MatthiasClaudius-Gymnasium in Wandsbek, Platz 3 ging an die „Untitled Ladies“ vom Gymnasium Grootmoor sowie Platz 1 für die Landessieger in der Altersgruppe U15 „Aloha Crew“, ebenfalls vom Gymnasium Grootmoor. Bei soviel Fachkompetenz scheint der technische Nachwuchs in Hamburg gesichert zu sein.

Die kleinen Flitzer schaffen bis zu 80 Stundenkilometer

JUGEND FORSCHT

Am 15. und 16. Juni findet in der Messehalle Schnelsen die 7. Fachmesse für Ausbildung und Studium, „Vocaticum Hamburg“, statt. Das Konzept richtet sich vor allem an die Schüler, die 2011 ihren Abschluss machen. Über 100 Aussteller aus Unternehmen, Hochschulen, Berufsfachschulen und Institutionen werden sich an der Veranstaltung beteiligen und in Gesprächen zu den Themen Ausbildung und Studium beraten. Der Eintritt ist frei.

Ehrgeiz zahlt sich aus. Beim Regio-nalwettbewerb Jugend forscht gewannen erneut zwei Schülerinnen aus Bergedorf in der Sparte Chemie den ersten Platz. Die Schülerinnen Gotja Schaffrath (20) und Dagny Ullmann (19) erhielten den Sonderpreis für Umwelttechnik und Naturschutz. Die beiden entwickelten ein Gerät, mit dem man Schadstoffkonzentrationen im Boden aufnehmen und direkt vor Ort messen kann. Trotz des eisigen Wetters stiegen die beiden Schülerinnen in den Bille-Fluss, um direkt vor Ort Ergebnisse zu erhalten und die Funktion ihrer Erfindung zu bestätigen. Die dabei gelieferten Daten überzeugten die Jury sofort. Gotja und Dagny werden nun weiter im Landeswettbewerb von Jugend forscht antreten. Bis da-

Facts

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Mehr Infos unter www.nordmetall-cup.de

Finde deinen Beruf

CHANCEN IN HAMBURG

15.-16.06., Messehalle Schnelsen, Modering 1a, 8.30-14.45 Uhr, www.erfolg-im-beruf.de

6 SCHOOL‘S OUT | Mai-Juli 2010

hin haben sie wohl auch endlich ihre Abiturklausuren absolviert. Am Vormittag des Wettbewerbes mussten beide nämlich noch ihre Geschichts-Klausur schreiben. Die Schülerin Dagny Ullmann misst in der Bille für Jugend forscht Schadstoffe

Mehr Infos unter www.jugend-forscht.de TEXTE: Chrestels; FOTOS: istockphoto (2)


News Die UNIVERSITY PLAYERS spielen für euch

DER SOMMER WIRD HEISS Im Juni ist es soweit: Die 56 Produktion in 30 Jahren geht auf die Bretter. Die UNIVERSITY PLAYERS laden euch ein, aus nächster Nähe zwei kurze Stücke zu verfolgen: In Edward Albees „The Zoo Story“ begegnen sich zwei Männer im New Yorker Central Park. Sie beginnen ein Spiel, bei dem es um alles geht: Leben, Liebe, Tod. In „Lovesick“ von Caryl Churchill haben sich einige Liebespaare in ihrer Beziehung schlichtweg verlaufen. Der Psychiater Hodge soll die Ordnung wieder herstellen. Vielleicht sucht ihr mit oder schaut den Protagonisten zu – in jedem Fall: Be there or be square!

Dualer Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft KMU und Dualer Bachelor-Studiengang Technik und Management Erneuerbarer Energien Start 1. Oktober

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Neu für Karriere Typen:

1.-4., 6.-8., 16.-18.06., Audimax der Uni Hamburg, Von-Melle-Park 4 (Rotherbaum), www.student.org.uni-hamburg.de/up

Die Berufsakademie hat ab Oktober zwei duale Studiengänge. Für alle, die mehr wollen. Jetzt bewerben: www.ba-hamburg.de Tag der offenen Tür: 05.06.10 und 14.07.10

Schülerpreis der AIDS-Stiftung

Die dualen Studiengänge verbinden handwerkliches / technisches Know-how mit betriebswirtschaftlichen Kompetenzen. Das Ergebnis: Gesellenbrief und Bachelor – und damit beste Karrierechancen als Führungsnachwuchs im Mittelstand.

Wollt ihr, dass eure Freunde und Mitschüler über AIDS nachdenken? Dann bewerbt euch bei der Aktion „Weißt du bescheid...?“ der Deutschen AIDS-Stiftung. Mitmachen könnt ihr mit eurer Klasse, eurem Kurs, einer AG oder Projektgruppe. Erlaubt ist alles, das dazu motiviert, über AIDS nachzudenken: Theaterstücke, Videos, Reportagen, Interviews oder Artikel in eurer Schülerzeitung. Gewinnen könnt ihr 3.000 Euro. Gutes tun und dabei Kohle absahnen. Top!

Gefördert durch:

Facts

Mehr Infos unter www.aidsstiftung.de

Chemie für alle

FERIENPRAKTIKUM Diesen Termin solltet ihr euch jetzt schon fett im Kalender anstreichen. Vom 11. bis 14. Oktober findet in der Uni Hamburg wieder das Ferienpraktikum „Chemie für Schülerinnen und Schüler“ statt. Im beliebten Ferienkurs könnt ihr euch einen kurzen Überblick über die Studiengänge Chemie, Lebensmittelchemie, Pharmazie, Biochemie sowie Kosmetikwissenschaft verschaffen und vor Ort sogar selbstständig Experimente durchführen. Mitmachen können alle Schüler der Jahrgangsstufen 11-13. Anmelden könnt ihr euch problemlos bei euren Chemielehrern. Facts

Mehr Infos unter www.chemie.uni-hamburg.de

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WEISST DU BESCHEID…?


Thema

So spricht die jugend heute Text: Ronald Ziepke

Yasim: „Deutsch finde ich nicht so ausdrucksstark. Dagegen gibt es im Türkischen für jedes Gefühl, das ich habe, ein treffendes Wort.“ Nadia: „Deutsch klingt für mich eckig. Arabisch dagegen weich. Ich mag das Wort schukran, das heißt auf ägyptisch „Danke“. Und „Danke“ ist sowieso ein gutes Wort. Es zeigt, dass man sich über etwas freut. Das Wort „Scheiße“ mag ich allerdings überhaupt nicht.“ Yasim: „Und ich mag es nicht, wenn man für eine Sache ein schweres Wort sagt, wenn es dafür auch ein einfaches gibt.“ Nadia: „Ich finde im Deutschen die Großund Kleinschreibung am schwersten. Über die fünf Fälle denke ich dagegen gar nicht mehr nach, weil Deutsch ja meine Muttersprache ist. Aber für Ausländer ist unsere Grammatik schwer. Viele haben Probleme mit den Artikeln.“ Yasim: „Auf dem Schulhof lassen deshalb auch viele die Artikel weg. Sie sagen dann eben: „Ich geh Altona“. Ich habe damit kein Problem, denn ich verstehe ja, was sie sagen wollen. Viele verkürzen die Sprache, weil sie so

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Was denken Schüler über ihre eigene Sprache? Wie reden Sie darüber miteinander? SCHOOL’S OUT hat der dreizehnjährigen Nadia und dem achtzehnjährigen Yasim im Hamburger Gymnasium Allee in Altona zugehört, als sie sich über ihre Vorlieben und die Veränderungen in der Jugend-Sprache unterhielten...

schneller viel mehr sagen können.“ Nadia: „Beim Reden setzt man ja noch viel mehr als nur Wörter ein: Man redet mit Händen und Füßen, mit seinem ganzen Körper und seinem Gesichtsausdruck. In der zweiten Klasse war ich in England und konnte kein Englisch. Da musste mein Gesicht sagen: Was wollt ihr von mir? Das hat die Sprache ersetzt. Auch die Schrift verändert sich. Mein Opa hat noch so geschwungen geschrieben, das kann ich nicht mehr lesen. Ich finde es schon schwierig, die Schrift meiner Mutter zu entziffern.“ Yasim: „Ich habe Probleme mit den ständigen Änderungen in der Rechtschreibung. Das macht es so kompliziert: Erst so, dann wieder so. Schade auch, dass das „ß“ fast weg ist - das ist doch eigentlich ein schöner Buchstabe.“ Nadia: „Man erfährt über die Sprache etwas über das Umfeld des Menschen, seine Herkunft und den Ort, an dem man gerade ist. Wenn alle auf der Welt gleich sprechen würden, wäre das doch langweilig.“ Yasim: „Stimmt, denn gerade die Sprache macht andere Völker interessant. Sprache ist eine Form von Individualität.“

SCHOOL’S OUT MiniWörterbuch:

„Jugendsprache – Deutsch, von A bis Z“ A – abkumpeln - abhängen mit Leuten, die man nicht kennt oder mit denen man übers Internet befreundet ist, sie aber nicht persönlich kennt B – „beefen“ – Streit, Ärger haben C – „Chilloletten“ – bequeme Schuhe D – „Denkzwerg“ - Dummkopf E – „edgy” – ungewöhnlich, abgefahren F – „Fleischmütze” - Glatzkopf G – „Gesichtspullover” – Bart H – „Higgi” – Schluckauf I – „Igelschnäutzchen” – kleine Mädchenbrust J – „jockig“ - lustig K – „Kellerbräune” - fahl L – „Latte” – egal sein M – „Münzmallorca” - Solarium N – „Noop” – ahnungsloser Typ O – „Opfer“ - Idiot P – „piensen“ - jammern Q – „quarzen” - rauchen R – „rippen” – jemandem die Freundin, den Freund ausspannen S – „Savanne” - Dorf T – „Talbahn fahren” – müde, schlapp und unausgeschlafen sein U – „Umtapezieren“ – Binde wechseln V – „Valium“ – Langweiler W – „Weizenspoiler“ – dicker Bierbauch Y – „yo man“ – na klar Z – „Zehenzwischenraumabtrockner“ – Schwächling

FOTOS: Ziepke

Nadia und Yasim erklären die Sprache der Jugendlichen


HELDEN GESUCHT

ENTSCHEIDEND IST NUR

DIE ENTSCHEIDUNG 70%

der Menschen in Deutschland haben sich ihre Meinung zum Thema Organspende gebildet.

12%

Aber nur haben diese in ihrem Organspendeausweis dokumentiert.

Mehr 端ber den Verein unter www.junge-helden.org

Einfach ausschneiden, ausf端llen und einstecken!


Beruf angewiesen. Aber gibt es denn keine typisch weiblichen Fähigkeiten, die in der Altenpflege benötigt werden? „Höchstens die Ordnungsliebe auf den Zimmern“, räumt Schacht ein und schmunzelt. „Frauen haben das mehr im Blick. Ich kann zum Beispiel einfach keine Betten ordentlich machen.“ Diese geschlechtertypischen Talente werden im Parkdomizil jedoch nicht gegeneinander ausgespielt, sondern als „Teamwork“ umgesetzt.

Frau Meinecke hat kein Problem mit männlichen Plegern

Sei ein Mann!

Männer in Pflegeberufen Text: Anne Schult

Weichei, Softie? Jungs, die sich für soziale Berufe interessieren, werden oft schief angeschaut! Zu Unrecht! SCHOOL’S OUT hat Altenpfleger-Azubi Nico Alonso Sanchez getroffen und festgestellt, dass er ein wirklich starker Kerl ist.

N

ico Alonso Sanchez ist ein Ausnahmefall. Der 18-Jährige absolviert seit Mitte 2009 im Parkdomizil am Bahrenfelder See eine Ausbildung zum Altenpfleger. Eine ungewöhnliche Berufswahl für einen jungen Menschen – zumal er als Mann auf den ersten Blick so gar nicht in einen Pflegeberuf passen will. Doch anstelle von Hohn und Spott bringt ihm sein Umfeld vor allem Respekt entgegen – Respekt dafür, sich für ältere Menschen einzusetzen. Nico weiß selbstbewusst: „Das kann nicht jeder!“ Wie recht er damit hat, sieht man jedes Jahr aufs Neue. Gerade im Raum Hamburg gibt es viele offene Stellen in der Altenpflege – eine Großzahl bleibt jedoch meistens unbesetzt. Es herrscht ein gravierender Fachkräftemangel. Zu anstrengend sind die körperlichen und vor allem auch psychischen Strapazen in diesem Tätigkeitsfeld, das oft unterschätzt wird. Nico allerdings scheint die richtige Beschäftigung für sich gefunden zu haben: „Ich bin kein Mensch, der den ganzen Tag im Büro sitzen kann – ich möchte lieber etwas mit anderen Menschen zu tun haben.“ Täglich begleitet er die Bewohner des Parkdomizils vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Einer seiner Schützlinge ist Frau

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Meinecke. Die muntere 71-Jährige wohnt seit zwei Jahren im Parkdomizil und hat absolut kein Problem mit männlichen Pflegern: „Das ist mir eigentlich egal, ob Mann oder Frau!“ Doch das ist nicht unbedingt gang und gebe – in vielen Einrichtungen kommt es immer noch zu Ablehnung gegenüber Männern. Nico weiß: „Manche Bewohner wollen das partout nicht und manche finden es gut, wenn ein junger Mann rein kommt.“ Sollte er zurückgewiesen werden, nimmt es der Azubi nicht persönlich: „Da bin ich eigentlich tolerant“, erzählt er und grinst. „Ich würde mich später vielleicht auch nicht unbedingt von so einem jungen Hüpfer pflegen lassen wollen!“ Entgegen vieler Vorurteile braucht es Frauen und Männer für die tägliche Arbeit in der Altenpflege. „Die Frauen bei uns im Team sind sehr dankbar, dass wir da sind – weil wir auch ein bisschen mehr Kraft haben und sie unterstützen können“, erklärt Stephan Schacht, Altenpfleger und Praxisanleiter im Park- und Stadtdomizil. Besonders während der Frühschicht helfen die Männer verstärkt mit, schließlich sind viele Bewohner in ihrer Mobilität eingeschränkt und auf tatkräftige Unterstützung

Die Berufschancen in der Pflege sind für männliche Interessenten mittlerweile besser als noch vor einigen Jahren. Stephan Schacht kann dies bestätigen. „Früher begegnete einem oft die Reaktion: Sie als Mann in der Pflege? Das ist doch kein Männerberuf“, berichtet der 36-Jährige. „Aber die Generationen verändern sich. Jetzt habe ich schon öfter erlebt, dass die alten Menschen das selbst toll finden.“ Er sieht eine deutliche Entwicklung, die seiner Meinung nach auch dadurch bedingt ist, dass man sich heutzutage einfacher über das Berufsfeld informieren kann. Eine breitere Akzeptanz beobachten auch Nico, der in der Berufsschule zwar deutlich einer Minderheit angehört, aber deswegen nie schief angeguckt wurde. „Gerade in der heutigen Gesellschaft, die stets Gleichberechtigung fordert, sind Berufe, die nur für ein Geschlecht zugänglich sind, als grenzwertig einzustufen.“ Emanzipation sollte, so Nico, nicht nur „mehr Frauen in Technikberufen“ bedeuten. Zwar mangelt es in Deutschland noch an Initiativen, die speziell Männer unterstützen, doch sollte deshalb niemand auf „seine Berufung“ verzichten. Um herauszufinden, ob ein sozialer Beruf das Richtige ist, ist aber vorab ein Praktikum zu empfehlen – denn nicht jeder eignet sich als Held des Alltags. Facts Männer sind unterrepräsentiert: In vielen sozialen Bereichen arbeiten immer noch sehr wenig Männer. Pfleger: 13,4% Arzthelfer: 0,4% Zahnarzthelfer: 0,2% Entbindungshelfer: 0,01% (www.pfefferwerk.de)


Beruf

„ja, es gibt vorurteile!“ Interview: 3 Fragen an Dr. Bruno Köhler, MANNdat Geschlechterpolitische Initiative e.V.: Ihr Verein setzt sich dafür ein, dass Jungs und Männer in sozialen Berufsfeldern nicht mehr benachteiligt werden. Was sind Ihrer Meinung nach die größten Probleme in diesem Bereich? Die sozialen Berufsbereiche haben den Ruf, sie seien schlecht bezahlt und bieten kaum Aufstiegs- oder Karrierechancen. Dass soziale Berufe auch studiert werden können oder aber auch die aktive und interessante Arbeit in aktuellen Brennpunkten in der Jugendarbeit bedeuten kann, wird den männlichen Jugendlichen oft vorenthalten. Obwohl Männer ermutigt werden, so genannte „Frauenberufe“ wie Pfleger zu ergreifen, ist der reale männliche Anteil immer noch weit unter zehn Prozent. Worin sehen Sie die Ursache? Während die Technikbranche gezielt Mädchen umwirbt mit Frauenuniversitäten, Mädchentagen und vielem mehr, gibt es ein ähnliches Engagement im sozialen Bereich für junge Männer nicht. Bisher hat man den

Bedarf an männlichen Arbeitskräften häufig durch Zwangsdienstleistende abgedeckt, so dass eine spezielle Werbung von jungen Männern nicht notwendig war. Jungen werden außerdem nach wie vor in 14 von 16 Bundesländern aus dem Zukunftstag ausgegrenzt.

Was müssen Jungs beachten, die sich für einen solchen Beruf interessieren? Worauf müssen sie 282 EBC HH_Stadtmagazin_89x118 4c :1 18.02.2010 11:48 Uhr sich einstellen? Jungen sollten offen sein für diese Berufsbereiche, müssen aber am Ende selbstbewusst den IHR STUDIUM: 1 18.01.2010 16:40:25 Uhr Berufsweg wählen, der ihren SO_89x118_Ausgabe01_10_pfad.indd INTERNATIONAL, lfd. Nr. Begabungen am besten entKOMPAKT, Anzeig spricht. Soziale Berufsbereiche STAATLICH Breite: sind wesentlich vielfältiger als ANERKANNT Höhe: 1 man sie den Jungs in Boys-Days Hambu vorstellt, aber es existieren immer noch Vorurteile in der Gesellschaft und bei dem Kollegenkreis gegenüber Männern in diesen Wer international Berufen.

Info: Wo kann ich mich informieren? Wichtige Infos zur Jobsuche im Pflegebereich: www.berufenet. arbeitsagentur.de. www.caritas-sozialeberufe.de Altenpfleger: www.forum.pflegenetz.net www.hamburg.de/altenpflege Krankenpfleger: www.krankenschwester.de/ forum

FOTOS: Schiffler

Heilerziehungspfleger: www.hep-forum.eu Info- und Themenseiten speziell für Jungs, unter anderem mit einer Datenbank für Praktikumsstellen und detaillierten Beschreibungen der Berufsbilder: www.neue-wege-fuerjungs.de www.respekt-jungs.de

und praxisorientiert studieren und sein Studium zügig abschließen möchte, für den ist das Euro Business College Hamburg mit über 20-jähriger Erfahrung in der Umsetzung internationaler Studiengänge bestens geeignet: Die University of Applied Sciences bietet neben einem Master in Tourismus vor allem ein dreijähriges Bachelor-Studium inklusive Auslandssemester und zwei Praktika – interkulturelle Kompetenzvermittlung eingeschlossen.

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Studium

Mythos: TOEFL! So knackt ihr den test Text: Sylvia Karabiner

Ob Auslandssemester, Zulassung zu einem Master-Studiengang oder zum Aufpeppen des Lebenslaufs – es gibt viele Gründe, einen TOEFL-Test (Test of English as a Foreign Language) zu machen. Doch wie sieht ein solcher Test überhaupt aus? Und wie bereitet man sich effektiv vor? SCHOOL’S OUT sagt euch, womit man beim TOEFL rechnen muss und wie man ihn erfolgreich besteht!

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er TOEFL ist ein weltweit anerkannter und standardisierter Test. Er dient dazu, die englischen Sprachkenntnisse von NichtMuttersprachlern zu überprüfen. Häufig wird er gefordert, wenn man im englischsprachigen Ausland studieren möchte. Aber auch bei manchen deutschen Master-Studiengängen wird er verlangt. Früher gab es verschiedene Formen des Tests, aber seit Ende 2005 wurde verbindlich der Internet-based Test (iBT) eingeführt. Der TOEFL iBT ist in vier Bereiche à 30 Punkte gegliedert. Insgesamt kann man also maximal 120 Punkte erreichen.

antworten. Das Ganze dauert 60-100 Minuten. 2. Teil: Verständnis gesprochener Sprache Der zweite Bereich ist die „Listening Comprehension“, das Verständnis gesprochener Sprache. Hier geht es darum, Texte aus dem akademischen und alltäglichen Umfeld zu verstehen. Man hört mehrere Uni-Vorlesungen, die jeweils 3-5 Minuten lang sind. Zu jedem dieser Hörabschnitte werden sechs Fragen gestellt. Hinzu kommen noch 2-3 Unterhaltungen über allgemeine Campus-Themen. Zu jeder Unterhaltung werden fünf Fragen gestellt. Dauer: 60-90 Minuten.

1. Teil: Leseverständnis 3. Teil: Speaking Der erste Teil des Tests befasst sich mit der „Reading Comprehension“, dem Leseverständnis. Es wird überprüft, wie gut man akademischen Texten verschiedenster Disziplinen (zum Beispiel Biologie, Astronomie oder Soziologie) folgen kann. Man erhält 3-5 Textpassagen, die jeweils etwa 700 Wörter umfassen und muss zu jeder Passage 12-14 Multiple-Choice-Fragen be-

Der dritte Testbereich ist das „Speaking“ (Sprechen). Es wird geprüft, wie gut man über akademische und alltägliche Themen sprechen kann. Zwei Aufgaben werden gestellt, in denen man seine eigene Meinung zu einem vertrauten Thema aus dem Alltag ausdrücken muss. Bei weiteren vier Aufgaben muss man über ein Thema sprechen, zu dem man vorher einen Abschnitt zu lesen oder zu hören bekommt. Die Antworten sollen zwischen 45 und 60 Sekunden lang sein und werden in ein Head-Set-Mikrofon gesprochen. 4. Teil: Writing

Geschafft: Ein erfolgreicher TOEFL-Test macht sich gut im Lebenslauf

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Der letzte Teil ist das „Writing“, das selbstständige Schreiben. Die Writing Section ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten liest man einen kurzen Text und hört ein Gespräch zum selben Thema. Man bekommt 20 Minuten für die Antwort. Im zweiten Teil muss man innerhalb einer halben Stunde seine eigene Meinung zu einem vorgegeben Thema in Form eines Essays darlegen.

Die Anmeldung zum TOEFL iBT erfolgt beim Educational Testing Service (ETS), einer amerikanischen Organisation. Auf der Homepage kann man sich online anmelden. Die Kosten von 225 Dollar zahlt man per Kreditkarte oder Scheck. Die Tests finden in lokalen Testzentren des ETS statt. Das Testergebnis erhält man meist innerhalb weniger Wochen per Email. Für eine effektive Vorbereitung auf den TOEFL sind besonders Bücher zu empfehlen, die eine CD-Rom mit vollständigen Beispieltests enthalten. Zusätzlich gibt es seit neuestem den „TOEFL TV Channel“ auf YouTube. Da es sich um einen standardisierten Test handelt, kann man durch gute Vorbereitung das Testergebnis um einiges verbessern: Englisch, fließend.

Info: Weiterführende Literatur: • „Kaplan TOEFL iBT with CD-ROM“ von Kaplan, 21,95 Euro • „Cracking the TOEFL iBT with CD, 2010 Edition“, 19,95 Euro Hilfreiche Links: • Educational Testing Service: www.ets.org • TOEFL TV Channel: www.youtube.com/toefltv

FOTOS: istockphoto (2)


Studium Campus - Kompetenz - Karriere

Internationale Bachelor-/ Masterstudiengänge an der FH Wedel

BWL Informatik Medieninformatik Technische Informatik Wirtschaftsinformatik Wirtschaftsingenieurwesen FH Wedel

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Interview Christopher (24) ist im zweiten Semester seines Master-Studiums in Soziologie. Für die Zulassung im letzten Jahr musste auch er den TOEFL iBT mit mindestens 79 Punkten bestehen. Lest hier, wie er die Prüfung erlebte. Wie war die Prüfungssituation? Eine genaue Vorstellung, wie der Testraum aussehen würde, hatte ich nicht. Aber es war schon recht eng und die einzelnen PC-Arbeitsplätze waren nur durch dünne Pappwände voneinander getrennt. Besonders, als während des Speaking-Teils alle 16 Leute im Raum lautstark in ihr HeadSet-Mikrofon gequasselt haben, war es schwer, sich noch zu konzentrieren. Wie schwer war der Test? Ich fand ihn sehr anspruchsvoll. Man musste vier Stunden voll konzentriert sein und zügig arbeiten, um alle Fragen zu beantworten. Speziell die Writing- und Speaking-Abschnitte sind eine echte Herausforderung, wenn der Sprachgebrauch schon etwas eingerostet ist.

Wie hast du dich vorbereitet? Ich habe mich mit einer Lern-CDRom vorbereitet. Dort wurde erklärt wie der Test aufgebaut ist, wie die jeweiligen Aufgabenstellungen aussehen und worauf es bei den einzelnen Teilabschnitten ankommt. Man konnte auch mehrere Testsimulationen machen, was mir dabei geholfen hat, die eigenen Stärken und Schwächen auszuloten und etwas Routine für die Testsituation zu bekommen. Welches ist dein persönlicher Vorbereitungs-Tipp? Speziell für Leute, die eher englischsprachige Texte lesen, aber nur selten Englisch sprechen oder schreiben, ist es hilfreich, in der Vorbereitung gezielt diese beiden Bereiche zu trainieren. Bei YouTube gibt es viele hilfreiche Tipps und Übungen.

Medien verdienen deine Persönlichkeit.

Informiere dich über die BachelorStudiengänge Medienmanagement, Digitale Medienproduktion und Journalistik am Campus Hamburg Studienstart: 01. Oktober 2010

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Studium

„Und?

Was machst du “ nach dem Abi? Ihr habt Die qual der Wahl – Studium oder Ausbildung? Text: Carolin Janssen, Manuela Chrestels

Das Abitur. Viele Schülerinnen und Schüler haben 13 Jahre – den Großteil ihres bisherigen Lebens – auf dieses Ziel hingearbeitet. Doch was kommt nach der Schule? Wollt ihr direkt in den Beruf einsteigen und Geld verdienen oder erstmal Studieren und die nächsten Jahre auf das erste feste Gehalt verzichten? SCHOOL’S OUT hilft bei der Entscheidung.

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acht für Nacht werdet ihr von der Frage gequält: Studium oder Ausbildung? Theorie oder Praxis? Ganz so schlimm ist die Entscheidung gar nicht. Seht beide Alternativen als Chance und nicht als Zwang an, bei der ihr eh nur die falsche Wahl treffen könnt. Dennoch solltet ihr nicht leichtfertig an die Sache rangehen. Was ihr jetzt entscheidet, wird weit reichende Folgen für euer zukünftiges Leben haben. Anders gesagt: Ihr entscheidet nun, was ihr in den nächsten Jahren Tag für Tag tun werdet. FOTOS: istockphoto (3)


Studium

Rechtzeitig informieren Informiert euch rechtzeitig (!) über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten, damit ihr so früh wie möglich wisst, welche Chancen ihr habt. „Die meisten Interessenten wissen viel zu wenig“, klagt Claudia Lehmann, Studienberaterin der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Hamburg. Auch Dorothee Wolfs von der Uni Hamburg kennt das Problem: „Viele junge Menschen kommen zu mir und sagen, dass sie überhaupt nicht wissen, was sie studieren sollen. Dabei kann jeder etwas ausschließen und darüber nachdenken, wo die eigenen Stärken liegen. So bleibt dann meistens doch ein Bereich übrig, über den man mal genauer nachdenken sollte.“ Hilfestellung bei der richtigen Entscheidung könnt ihr auch jederzeit im Berufsinformationszentrum bekommen oder bei den Infotagen, die regelmäßig von der Arbeitsagentur angeboten werden. Am besten probiert ihr alles, was für euch in Frage kommt, einmal aus. So merkt ihr ganz schnell, was zu euch passt und was nicht. Goldgrube Praktikum Nehmt auf jeden Fall die Möglichkeit der Schulpraktika wahr, um in Betriebe hinein zu schnuppern. Macht nicht nur die Pflichtpraktika, sondern weitere in den Ferien. Das ist zwar hart, aber hey: Ihr wollt doch wissen, welche Laufbahn am Besten für euch geeignet wäre. Am einfachsten ist es, Praktika über Freunde oder Verwandte zu finden, da dadurch oft die Bewerbungs-Prozedur übersprungen werden kann. Habt ihr diese Möglichkeit nicht, müsst ihr wohl oder übel erst mal geeignete Betriebe googlen oder in unserer Online-Stellenbörse auf www.abiscene.de nachschauen. Am Besten ist es, einfach direkt bei geeigneten Firmen anzurufen oder einfach mal vorbeizuschauen und nachzufragen, ob derzeit überhaupt Praktikan-

Wer sich rechtzeitig über seine beruflichen Möglichkeiten informiert, ist anderen einen Schritt voraus

ten genommen werden. Generell gilt: Wer selbst früh und stets aktiv ist, wird später immer der Gewinner sein! Wege ins Studium Um mehr über das Studium zu erfahren, könnt ihr euch in eine Vorlesung schleichen oder an der Uni Hamburg an einem Schnupperstudium teilnehmen, um hautnah das Studentenleben mitzubekommen. Dabei könnt ihr dann ja auch gleich eure zukünftigen Kommilitonen ausfragen, warum sie studieren und warum gerade dieses Fach für sie interessant ist. „Es gibt keine dummen Fragen“, lautet das Motto von Claudia Lehmann. Es ist völlig okay, ein Studium zu wählen, das den persönlichen Vorlieben entspricht. „Viele richten sich nach ihren Leistungskursen aus der Schule“, so Lehmann. Doch Vorsicht! Solch eine Entscheidung geht leider oft schief. „Das Studium ist wieder eine ganz neue Welt im Gegensatz zur Schule“, findet auch Studienberaterin Dorothee Wolfs von der Uni Hamburg. Also: Findet etwas, an dem ihr wirklich Spaß habt – vielleicht ein Leben lang. Wenn ihr das schafft, gehört ihr schon zu den wenigen in eurer Altersgruppe und habt den ersten entscheidenden Vorteil. Uni oder FH?

„Viele richten sich nach ihren Leistungskursen in der Schule.“ Claudia Lehmann, Studienberaterin

„Auf eine Uni gehen Studenten, die etwas von sich halten und schlauer sind als die Allgemeinheit.“ So oder so ähnlich lauten noch immer viele Vorurteile. Doch besonders durch den inzwischen eingeführten Bachelor-Abschluss, den es nun auch an Fachhochschulen gibt, gleichen sich Uni und FH immer weiter an. Fakt ist, dass eine Universität strengere Anforderungen an die Bewerber hat. Somit könnt ihr euch dort nur

Info: Wichtige Links Mit unseren Links kann bei der Berufswahl überhaupt nichts schiefgehen: Berufsinformationszentrum BiZ Im BiZ könnt ihr euch über alles, was mit Ausbildung, Studium und Beruf zu tun hat, selbst informieren und nach passenden Ausbildungs- und Arbeitsplätzen suchen Web: berufsinformation.org Studieninformationstage, Universitätstage Die Hochschule oder Ausbildungsstätte mit den schönsten Werbeprospekten ist noch lange nicht die beste Wahl. Selbst nachrecherchieren kann also nie schaden. Web: studis-online.de ISA (Informationssystem Studienwahl & Arbeitsmarkt) Die ISA informiert euch über die verschiedenen Studienbereiche und eure Chancen auf dem Arbeitsmarkt Web: uni-due.de/isa Arbeitsagentur Klick für Klick mehr Durchblick. Das Internetportal www.abi.de der Arbeitsagentur unterstützt euch bei der Suche nach einem passenden Studiengang oder der richtigen Ausbildung. Ihr habt konkrete Fragen? Diese werden in regelmäßig stattfindenden Chats oder im Forum beantwortet Web: abi.de

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Studium „Das Studium ist eine ganz neue Welt im Vergleich zur Schule.“ Dorothee Wolfs, Studienberaterin

bewerben, wenn ihr Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss – etwa ein abgeschlossenes FHStudium – vorweisen könnt. Die Bereitschaft viel zu lernen und sich viel mit der Theorie auseinanderzusetzen ist hier besonders wichtig. An der FH könnt ihr in der Regel bereits studieren, wenn ihr eine abgeschlossene Berufsausbildung nachweisen könnt oder die vollständige Fachhochschulreife besitzt. Die erhaltet ihr übrigens, wenn ihr einen erfolgreich abgeschlossenen Besuch der zwölften Klasse aneinem Gymnasium oder einer einer vergleichbaren Schulform plus einjähriges Berufspraktikum vorweisen könnt. Ein Nachteil an Unis ist, dass die Vorlesungen

meist brechend voll und somit sehr unruhig sind. Eine persönliche Beziehung zu einem Professor und eine damit verbundenen enge Zusammenarbeit ist hier nicht möglich. Hier müsst ihr vielmehr selbstständiges Lernen und Eigenverantwortung beweisen. An der FH ist der Studium- und Aufgabenplan strikter festgelegt. An der Uni setzt man fast voll und ganz auf Theorie. An einer Fachhochschule hingegen seid ihr viel näher an der Praxis. Praxissemester gehören hier immer dazu. Oft wird sogar vor dem Studium ein mehrmonatiges Probepraktikum verlangt. „Achtet darauf, was ihr nach eurem Studium werden wollt und entscheidet, mit welcher Lernsituation ihr besser klarkommt. Die Uni ist für angehende Lehrer und Professoren geeignet, an einer Fachhochschule herrscht eine breitere Branchenvernetzung und es wird sehr viel Wert auf praxisnahe Arbeit, sowie Exkursionen gelegt“, erklärt Studienberaterin Claudia Lehmann von der Macromedia.

SCHOOL’S OUT FRAGT NACH: AUSBILDUNG ODER STUDIUM? Jennifer Schwarz (16) Berufsvorbereitungsjahr Raumgestaltung an der BBS B6: „Nach der Schule würde ich gerne eine Ausbildung im Musik-Bereich machen, da dies aber sehr schwer ist, werde ich mich um einen Ausbildungsplatz als Fachlageristin bewerben.“

Cara Hinrichsen (18) Max Brauer Gesamtschule: „Nach meinem Abitur werde ich nächstes Jahr in Hamburg Jura studieren. Ich finde, wenn man die Möglichkeit zum Studieren hat, sollte man sie auch nutzen.“

Miriam Dahlhaus (22) Raumausstatterin: „Ich habe mich gegen ein Studium entschieden, weil ich es eher unspektakulär und trocken finde. Nach dem Abi wollte ich ein bisschen Praxisluft schnuppern. Nach der Ausbildung möchte ich noch meinen Meister machen – ein anschließendes Studium ist nicht ausgeschlossen.“ Foday Jalloh (17) „Woking College“ in Surrey, England: „Nach meinem Auslandsaufenthalt möchte ich in Hamburg Business Management studieren. Ich finde, dass Studieren mehr bringt und arbeiten kann man später noch lange genug.“

Timo Schneider (18) Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel bei BMW: „Eigentlich wollte ich weiter zur Schule gehen, aber dann habe ich mich spontan bei BMW beworben und wurde sofort genommen. Ein Pluspunkt ist, dass ich durch die Ausbildung automatisch auch mein Fachabi bekomme.“

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Frauke Friedrichsen (19) Studium Lebensmittelchemie an der Uni Hamburg: „Ich habe mich für ein Studium entschieden, weil es einfach besser zu mir und meinen Vorstellungen passt. Außerdem kann man später mehr Geld verdienen.“

Nach einer Ausbildung stehen die Chancen gut, übernommen zu werden. Nach dem Studium hingegen folgt die große Jobsuche.

Die Art der Abschlüsse an einer Uni oder Fachhochschule ist in den letzten Jahren sehr ähnlich geworden: An beiden Institutionen könnt ihr nun euren Bachelor machen. Die Universität bietet aber darüber hinaus auch noch den Master-Abschluss an. Studien beweisen, dass Arbeitnehmer mit einem Uni-Abschluss später in der Regel etwas mehr verdienen als Fachhochschulabsolventen. Diese habend dagegen aber den Vorteil, oft schneller an einen guten Job zu kommen, da sie in Praktika oft schon wichtige Kontakte knüpfen konnten. Seid ihr also kontaktfreudig, arbeitet gerne in kleinen Gruppen zusammen und wollt praxisorientiert studieren? Dann ist eine Fachhochschule genau das richtige für euch! Wollt ihr dagegen eigenständig arbeiten, für euch selbst verantwortlich sein und alles von Grund auf verstehen, nachvollziehen und durcharbeiten? Dann ist ein Studium an einer Universität super für euch geeignet. Chancen & Karriere Entscheidet ihr euch für eine Ausbildung, stehen die Chancen gut, nach dem Abschluss direkt von der Ausbilderfirma übernommen zu werden. Nach einem Studienabschluss müsst ihr euch dagegen umorientieren und auf jeden Fall im Anschluss etwas Neues machen. Laut Statistiken ist das Risiko für einen Akademiker arbeitslos zu werden zwar nicht so hoch, wie für einen Nicht-Akademiker. Eine Garantie gegen Arbeitslosigkeit gibt es aber natürlich nicht, egal wie man sich entscheidet. Hat man es geschafft, einen Job zu ergattern, möchte man die Karriereleiter hochklettern. Das gestaltet sich als Nicht-Akademiker schwieriger, da einige Positionen ein Studium FOTOS: istockphoto (2), Peters (6)


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BERUFSBERATUNG FÜR ABITURIENTEN

überreden lassen sollt. Ihr müsst nicht Medizin studieren, nur weil eure Eltern das wollen oder eine Ausbildung machen, damit ihr den Familienbetrieb weiterführen könnt. Allerdings kann es nicht schaden, die kritischen Einwände eurer Eltern in eure Überlegungen mit einzubeziehen. „Man muss bedenken, dass nicht nur eine Ausbildung harte Arbeit ist, auch in einem Studium hat man oft eine 40-Stunden-Woche. Selbstdisziplin ist ein absolutes Muss“, mahnt Dorothee Wolfs.

0 2 / 2 010 - 07 / 2 010 Bildelement: Gruppe Jugendlicher

Alternativen

voraussetzen. „Gerade in der Medienwelt ist ein Studium oft Pflicht. Immer mehr Menschen sind gut gebildet, da hat der Arbeitgeber dann oft die Qual der Wahl“, so Claudia Lehmann, die vor ihrer Arbeit als Studienberaterin selbst zehn Jahre als Journalistin gearbeitet hat.

Wer kein Entweder-Oder mag, hat noch die Möglichkeit ein Duales Studium – eine Kombination aus Ausbildung und Studium – zu absolvieren. Die freien Plätze sind wegen der hohen Zusatzkosten für die Betriebe jedoch rar. Als zweite Alternative könntet ihr zuerst eine Ausbildung machen und dann studieren. So habt ihr eine doppelte Qualifikation, was eure Chancen auf einen Job erhöht. Ihr habt nun die Qual der Wahl…

Finden, was passt...

Bildelement: Logo

Bewerbungstraining/ Auswahlverfahren

Ihr könnt euch zwar gerne von Verwandten, Freunden und Lehrern beraten lassen, das heißt aber nicht, dass ihr euch zu irgendetwas

Übungen und Selbstpräsentation Gerade größere Unternehmen beschränken sich nicht auf das klassische Vorstellungsgespräch. Sie möchten sich ein umfassenderes Bild vom Bewerber machen, ihn "in Aktion" erleben und sein Auftreten in einer Gruppe beobachten. Dies zu üben und Tipps für den Ernstfall mitzunehmen, möchten wir Ihnen im Rahmen unseres Workshops anbieten. Gerade auch für Abiturienten, die ein duales Studium anstreben, kann dies eine wichtige Erfahrung sein.

Info: STUDIUM – Die Vor- und Nachteile auf einen Blick Vorteile • Eintrittskarte für bestimmte Berufe, z.B. Journalismus • Höherer Verdienst möglich • Bessere Karrierechancen • Auslandsaufenthalt möglich • Persönliche Entfaltung: Studien und Freizeitgestaltung selbständig und flexibel • Berufsziel kann auch erst während des Studiums klarer definiert werden

• Prestige: Titel • Laut Statistik geringeres Risiko arbeitslos zu werden Nachteile • Selbstdisziplin und Eigeninitiative erforderlich • Kein ständiges Einkommen • Lange Studiendauer • Finanzierung nötig • Studiengebühren • Viel Theorie, praktische Kenntnisse

Beratung Bewerbungstraining Seminare

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Beratung Seminare Ort: BIZ Bewerbungstraining Achtung: Begrenzte Teilnehmerzahl ! Angabe des Seminartitels, Name, Anschrift, Telefonnummer unter: Hamburg.Mitte-971-Akademiker Wir möchten @arbeitsagentur.de Studierende und Absolvent/innen HVerbindliche o c h s c h u l t Anmeldung e a m H a m bunter urg

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Studium

Das Geschäft mit dem Vergnügen Text: Anne Schult

K

Menschen, die im Tourismus- und Eventbereich tätig sind, arbeiten dort, wo andere sich amüsieren. Was verlockend nach Partyleben klingt, erfordert jedoch Fachwissen und Know-how. Da trifft es sich gut, dass immer mehr Hochschulen den Studiengang „Tourismus- und Eventmanagement“ anbieten. Doch was genau lernt man da?

ristina von Kempen, die heute in der Unternehmens- und Markenstrategie des MultichannelHändlers OTTO arbeitet, hat Tourismus- und Eventmanagement am EuroBusiness-College in Hamburg studiert und 2007 erfolgreich abgeschlossen. Sie ist damals mit klaren Zielen an die private Hochschule gekommen: „Meine Erwartung an das Studium war eine qualitativ überdurchschnittliche Ausbildung in komprimierter Zeit und mit hohem Praxisbezug.“ Durch den hohen Spezialisierungsgrad versprach sie sich Vorteile bei der Jobsuche. Im Nachhinein denkt sie positiv an ihre Ausbildung zurück: „Meine Ansprüche wurden weitgehend erfüllt. Einzelne Spezialgebiete, wie beispielsweise Tourismusmarketing, konnten durch Detailwissen und starken Praxisbezug punkten. Eine weitere Stärke stellte die Vermittlung von Soft Skills dar.“ Aus heutiger Sicht würde sie den Studiengang überzeugt weiterempfehlen: „Durch die staatliche Anerkennung des Studiengangs ist eine hohe Qualität durchgehend sichergestellt.“ Ist das Studium erst einmal geschafft, stellt sich jedoch die Herausforderung Arbeitsmarkt. Laut dem Deutschen ReiseVerband konnte die Touristikindustrie in Deutschland auch in der wirtschaftlich eher schwierigen Lage ihr hohes Gewinnniveau halten. Auch als Messe- und Kongressstandort konnte Deutschland punkten: 402 solcher Veranstaltungen wurden 2008 hier abgehalten, mehr schafften nur die USA mit 507. Beste Voraussetzungen also für Hochschulabsolventen – oder? Tatsächlich warnen Experten wie Detlef Berg von der Agentur für

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Arbeit davor, dass gerade in dieser Branche Arbeitsplatzmangel herrscht – und besonders für Akademiker ist es hier oft schwierig. Dies verdeutlicht besonders die Hotelbranche: Dort setzt man noch immer auf die klassische Hotelfachausbildung. „In der Hotellerie ist eine Ausbildung zum Hotelfachangestellten eine unbedingt notwendige Basis“, bestätigt Melanie Trufan vom SIDE Hotel. Auch Julia Richter vom Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten sieht durch das Studium keine klaren Vorteile: „Sicherlich kommen einem Absolventen eines spezifischeren Studienganges Abläufe bekannt vor, aber auch hier ist es sehr entscheidend, ob praktische Hotelerfahrung vorliegt.“ Wer also bereits weiß, dass er später in der Hotellerie arbeiten möchte, sollte auch eine Lehre im Hotel als Ausbildungsweg in Betracht ziehen. Ein wenig anders sieht die Situation bei Kreuzfahrtveranstalter TUI Cruises aus. Auf die Frage hin, ob sich ein spezielles Tourismusstudium lohnt, antwortet Sprecherin Alexandra Kroth: „Auf jeden Fall. Wenn man sich auch von der Theorie her mit der Touristik befasst

„Tourismusmarketing konnte mit starken Praxisbezug punkten.“ Kristina von Kempen, OTTO

hat, sind zumindest erste Grundbegriffe schon geläufig. Das ist auf jeden Fall einen Vorteil.“ Doch der neue Studiengang Tourismus- und Eventmanagement muss sich zwangsläufig dem direkten Vergleich mit einem klassischen BWL-Studium stellen, denn dieser bietet auf lange Sicht durchaus Vorteile. Nach dem Abschluss hat man vielfältige Möglichkeiten, kann aber durch Schwerpunktsetzung und entsprechende Praktika auch eine Spezialisierung setzen. Netter Nebeneffekt: BWL wird von fast allen staatlichen Hochschulen angeboten und kostet dementsprechend weniger. Eine weitere Alternative ist das duale Modell, wie bei der Berufsakademie Ravensburg, die mit der Hamburg Messe und Congress GmbH, kooperiert. Hier erlernt man theoretische Grundlagen und sammelt gleichzeitig wertvolle Berufserfahrung, die die Chancen auf dem Arbeitsmarkt später erhöhen. Der Haken: Man muss zwischen Ravensburg und Hamburg pendeln. Letztendlich kommt es darauf an, was man nach dem Studium aus den erworbenen Fähigkeiten macht. Generell ist ein spezialisiertes Studium sinnvoll für diejenigen, die bereits ein konkretes Berufsziel vor Augen haben – und es sich leisten können. Die Experten aus der Praxis stehen dem Studiengang offensichtlich noch etwas skeptisch gegenüber, auch aufgrund zu geringer Erfahrungswerte. Eine Garantie gibt es eben nirgendwo – selbst nicht in einer Branche, die sich die Realisierung fast aller Wünsche zum Ziel gesetzt hat.

FOTOS: istockphoto (2)


Studium Was?

Wann?

Abschluss

Europäische Medien- und BusinessAkademie (EMBA)

Wer?

Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement

Studienbeginn Sommer- und Wintersemester 6 Semester

Bachelor of Arts (B.A.), verliehen von der Hochschule Mittweida

Northern Business School (NBS)

Tourismus- und Eventmanagement

Studienbeginn Sommer- und Wintersemester 7-8 Semester

Bachelor of Arts (B.A.), verliehen von der Hochschule der BerlinBrandenburgischen Wirtschaftsverbände

EuroBusinessCollege (EBC)

Tourism and Eventmanagement (auch mit Schwerpunkt China möglich)

HS Fresenius

Tourismus und Reisemanagement

International School of Management (ISM)

Tourism and Event Management

Hochschule Bremen

Tourismusmanagement

Hamburg Messe Congress / Berufsakademie Ravensburg Wirtschaftsakademie SchleswigHolstein

Studienbeginn nur zum Wintersemester möglich 6 Semester Studienbeginn Sommer- und Wintersemester 6 Semester Studienbeginn Sommer- und Wintersemester 6-7 Semester Studienbeginn nur zum Wintersemester möglich 7 Semester

Bachelor of Arts (B.A.) Bachelor of Arts (B.A.), verliehen von der Hochschule Mittweida Bachelor of Arts (B.A.)

Kosten ca. 25.290€

ca. 12.780€

ca. 25.370€

k.A.

ca. 25.532€

Bachelor of Arts (B.A.)

ca. 1.420€

ca. 3.000€

Messe-, Kongress- und Eventmanagement (duales Studium)

Studienbeginn nur zum Wintersemester möglich 6 Semester / 3 Jahre

Bachelor of Arts (B.A.)

Betriebs-wirtschaftslehre mit Branchenschwerpunkt Tourismus (duales Studium)

Studienbeginn nur zum Wintersemester möglich

IHK-Berufsabschluss Bachelor of Arts (B.A.)

Kontakt • Europäische Medien und Business Akademie: www.emba-medienakademie.de • Northern Business School: www.nbs.de • Euo-Business-College: www.hamburg.euro-business-college.de • Hochschule Fresenius: www.hs-fresenius.de/hamburg • International School of Management: www.ism.de • Hochschule Bremen: www.hs-bremen.de • Berufsakademie Ravensburg: www.ba-ravensburg.de

• Hamburg Messe und Congress GmbH: www.hamburg-messe.de • Wirtschaftsakademie SchleswigHolstein: www.wak-sh.de • Infos zum Tourismusstudium: www.tourismus-studieren.de • Infos zum Eventmanagementstudium: www.eventmanagement-studieren.de • Fachzeitschrift für Tourismus: www.fvw.de • Portal für die Eventmarketing- und Veranstaltungsbranche: www.eventmanager.de

„es gibt chancen!“ Interview: 3 Fragen an Detlef Berg vom Team Akademische Berufe der Bundesagentur für Arbeit. Er berät Abiturienten und Studenten bei der Studien- und Berufswahl: Der Studiengang Tourismus- und Eventmanagement wird vorrangig von privaten Einrichtungen angeboten – meist gegen horrende Studiengebühren. Wie bewerten Sie diese Tatsache? Da muss man differenzieren. Es gibt staatliche Angebote, zum Beispiel in Strahlsund oder Wernigerode, die sehr gut sind. Es gibt auch einige private Anbieter, die gute Arbeit leisten – aber es gibt eben auch viele Angebote, bei denen die Frage „Was kommt danach?“ nicht im Vordergrund steht. Wir beraten dahingehend, dass die Interessenten einmal in einer der bereits bestehenden Klassen hospitieren. So kommen sie automatisch mit den Studenten ins Gespräch und können sich ein besseres Bild machen.

– das ist der große Vorteil. Deshalb gibt es von uns auch immer den Hinweis: Wenn man nicht hundertprozentig überzeugt ist von der Tourismus- oder Eventmanagementbranche - lieber BWL studieren und sich später darauf spezialisieren. Zudem gibt es für die einzelnen Bereiche vergleichbare Berufe wie zum Beispiel Hotelfachfrau. Das überschneidet sich.

Wie beurteilen Sie den Studiengang und die momentane Situation im Allgemeinen? Insgesamt kann man sagen, dass das ein Modeberuf ist, bei dem es deutlich mehr Bewerber als Wie schätzen Sie die Ausbildungs- und Arbeitsplätze Chancen der Absolventen gibt. Wir sehen das kritisch, auf dem Arbeitsmarkt im was den Arbeitsmarkt und auch Vergleich zu BWL-Absol- die Ausbildung angeht – aber venten ein? wenn jemand wirklich Feuer und Der BWL-Absolvent hat natürFlamme ist, dann gibt es nach lich sehr viel größere Chancen wie vor auch Chancen.

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Thema

234 Freunde sind nicht gleich 234 Freunde Text: Carmen Schunert

Carmen Schunert, angehende Eventmanagerin, hat derzeit auf Facebook 234 Freunde. Manche davon kennt sie nur flüchtig. Trotzdem weiß die 22-Jährige allerhand über sie. Von Steffi erfährt sie, dass diese „In einer Beziehung mit Jan“ ist, Max hingegen hat seine gerade beendet und Petra kämpft immer noch mit ihren überflüssigen Pfunden. Für SCHOOL’S OUT hat Carmen Schunert ihr Profil gelüftet und ihrem Frust über ihren virtuellen Freundeskreis Luft gemacht. Carmen Schunert ist manchmal genervt von ihren FacebookBekannten.

F

acebook ermöglicht es dir, mit den Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen.“ Dieses Zitat erscheint auf der Startseite des sozialen Netzwerkes Facebook, bei dem schätzungsweise elf Millionen User aus Deutschland angemeldet sind. Folgende Inhalte teilte meine Freundin Carina vor wenigen Wochen ihren FacebookFreunden mit: 3. April 2010, 18:22 Uhr Carina B. tut nix… 3. April, 18:35 Uhr Carina B. tut immer noch nix… 3. April 2010, 18:42 Uhr Carina B. ruht sich aus…

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4. April, 9:35 Uhr Carina B. fühlt sich irgendwie bäh… Bedeutet das, mit Menschen in Kontakt zu treten? Ist es das, was Facebook unter „Inhalte teilen“ versteht? Kein Wunder, dass unter Wissenschaftlern derzeit ein Streit entfacht wurde, ob Social Networks unsozial machen und zur Vereinsamung führen. Auch ich bin der Meinung, dass soziale Netzwerke, wie Facebook oder StudiVZ, eine Gefahr für unsere wahrhaft sozialen Kontakte darstellen. Anstatt sich mit kurzen Chats zu begnügen, lohnt es sich, öfter mal einen Kaffee mit guten Freunden trinken zu gehen. Facebook ist eine Gefahr für unsere wahren sozialen Kontakte Zugegeben, Facebook hat auch durchaus positive Seiten: Einfache und schnelle Kommunikation. Wir wollen doch alle Zeit sparen! Eine schnelle Nachricht wann das nächste Meeting stattfindet, ein Blick auf die Seite meiner Freundin, um sicher zu gehen, dass ich up to date bin, was ihre derzeitige Lebenssituation betrifft. Wäre es nicht schöner gewesen, sie bei einem Telefonat zu fragen wie es ihr geht und was das

Leben mit ihr macht? Ja, aber das wäre wieder nur in ein 90-minütiges Gespräch über ihren Ex-Freund ausgeartet und dafür habe ich zurzeit keinen Kopf. Soziale Netzwerke rauben viel Zeit

Ein weiterer Vorteil der sozialen Netzwerke ist das einfache und günstige in Kontakt treten mit Freunden aus anderen Städten und sogar Ländern. Nie war es so leicht, sich trotz großer Entfernung auszutauschen. Klar, mein Briefkasten spuckt schon lange keine exotischen Briefe mehr aus, aber dafür muss ich auch nicht Tage oder sogar Wochen auf Antworten warten. Ein Nachteil, den ich an Facebook entdeckt habe, ist, dass unglaublich viel Zeit und Mut in unserem Alltag verloren geht. Ich kann zwar mit drei Freunden gleichzeitig chatten, das kommt mir jedoch vor wie eine Massenabfertigung und wirklich intensiv werden die Gespräche meist auch nicht. Oder ist genau das unsere Absicht? Bloß nicht zu viel preis-

FOTOS: istockphoto (2)


Thema

Kaum ein User kann sich vorstellen, nicht mehr mit Freunden und Bekannten über soziale Netzwerke zu chatten.

geben! Und wenn es in einer Chat-Konversation dann doch mal etwas tiefgehender wird, kann wenigstens keiner mein Gesicht sehen, welches gerade rot anläuft. Dieses Verstecken hinter einem Bildschirm kann uns den Mut rauben, sich Menschen von Angesicht zu Angesicht zu stellen. Diesen Mut können wir nur durch wahrhaftige Begegnungen erhalten und überhaupt erst erlangen. Lasst Facebook ein paar Tage ruhen! Es ist doch offensichtlich, dass Beziehungen nur wachsen können, indem man sich Zeit für den anderen nimmt und diese bewusst miteinander teilt. Sich mit einer Freundin in einem Café zu treffen, zu reden und zu lachen ist so viel mehr wert als sich nur auf einer virtuellen Beziehungsebene zu bewegen. Vor einem geplanten Treffen stellt ihr euch bewusst auf euer Gegenüber ein und bereitet euch innerlich auf die anstehende Begegnung vor.

Wie wird er oder sie wohl aussehen? Wie wird es ihm oder ihr gehen? Auf welche Themen kann ich mich gefasst machen? Aber tut ihr das auch bevor ihr euch bei Facebook einloggt? Wer meiner 234 „Freunde“ wird wohl online sein und ein Gespräch mit mir beginnen? Und worüber? Liebe Facebook-Liebhaber, lasst mich zum Schluss noch eine Sache aufgreifen: Es ist nicht nur die Zeit für echte Begegnungen mit Freunden und Bekannten, die durch die übermäßige Nutzung sozialer Netzwerke verloren geht, sondern auch die Zeit für euch selbst. Denn wie viel einfacher ist es, sich über den neuesten Gossip meiner Freunde und Arbeitskollegen auszu-

tauschen, anstatt den Computer auszuschalten, in Ruhe ein Bad zu nehmen und sich Gedanken über die eigene Lebenssituation zu machen? Schließen möchte ich nun mit einer kleinen Abwandlung meines Anfangszitats: „Starbucks, Campus Suite und dein eigenes Wohnzimmer ermöglichen es dir, mit Menschen in deinem Leben in Verbindung zu treten und Inhalte mit diesen zu teilen.“ In diesem Sinne: Lasst Facebook doch mal einige Tage ruhen und genießt die echten Begegnungen mit guten Freunden – und mit euch selbst! Carmen Schunert is offline

Rund elf Millionen Deutsche verbringen regelmäßig viel Zeit auf Facebook.

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News

Advertorial Vorträge und Podiumsdiskussion Zeit

Thema

10.15-10.30 Uhr

Begrüßung durch die Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamburg

10.30-11.00 Uhr Was studieren – Wo studieren? Ein Überblick

Bewerbt euch direkt auf der Messe beim Unternehmen eurer Wahl

Team Akademische Berufe der Agentur für Arbeit Hamburg

Neue Hochschulmesse in Hamburg: Studieren im Norden

W

as soll ich studieren? Wo kann ich studieren? Wie finde ich einen Studienplatz? Die Hochschulmesse „Studieren im Norden“, die am Samstag, den 29. Mai ab 10 Uhr in der Agentur für Arbeit Hamburg stattfindet, unterstützt Euch dabei, die passenden Antworten zu finden. Mehr als 40 Hochschulen aus den fünf norddeutschen Bundesländern präsentieren sich dann in den Räumen der Agentur für Arbeit am Berliner Tor. Weitere Organisationen wie der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Studierendenwerk stehen für Eure Fragen zur Verfügung. Ein attraktives Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen zu Studienorientierung, Studienfinanzierung und Akademikerarbeitsmarkt sowie einem Special zum Auslandsstudium runden die Messe ab. Am Messestand des Teams Akademische Berufe der Agentur für Arbeit habt Ihr Gelegenheit, mit Berufsberatern Eure Fragen zur Studien- und Berufswahl zu besprechen. Der

Psychologische Dienst der Agentur für Arbeit Hamburg informiert Euch außerdem über Testverfahren zur Studienorientierung. Was bietet Euch die Messe? • Informationen über das Studienangebot an Hochschulen aus den Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen und Schleswig-Holstein. • Informationen und Beratung zur Studienwahl • Antworten zum Thema „Numerus Clausus und Auswahlverfahren“ • Hinweise zu den Kosten des Studiums und zu Finanzierungsmöglichkeiten • Erfahrungsberichte und Tipps zum Einstieg in das Studium • Prognosen und Einschätzungen zum Akademikerarbeitsmarkt • Informationen zu Interessenund Studieneignungstests

11.15-11.45 Uhr

Die Zulassung zum Studium – Infos und Tipps rund um den Numerus clausus

12.00-12.30 Uhr

Wie finanziere ich mein Studium? Das Studierendenwerk Hamburg informiert

12.45-13.45 Uhr 14.00-15.00 Uhr

So gelingt der Start ins Studium – Podiumsrunde mit Studierenden

15.15-16.15 Uhr

Mein Weg ins Ausland – Erfahrungen und Tipps. Podiumsrunde mit ehemaligen Auslandsstudieren- den im Rahmen des Specials „Studieren im Ausland“

16.30-17.00 Uhr

Studium und Arbeitsmarkt. Informationen zur Entwicklung des Akademikerarbeitsmarktes und Tipps zur arbeitsmartktorientierten Studiengestaltung

Wege zum Auslandsstudium – Vortrag im Rahmen des Specials „Studieren im Ausland“

Facts

29. Mai, 10-17 Uhr, Agentur für Arbeit Hamburg, Kurt-Schumacher-Allee 16 (St. Georg), www.studieren-im-norden.de

Impressum Verlag: HEY + HOFFMANN Verlag GmbH & Co. KG), Gertrudenkirchhof 10, 20095 Hamburg, Tel. +40 40 3742360-0, Fax: -20, E-Mail: info@hey-hoffmann.de, Web: www.hey-hoffmann.de

Chefredaktion: Kai Hoffmann (V.i.S.d.P.) Manuela Chrestels (CvD) Art Direction: KRAVCOV HEY HOFFMANN Agentur für Werbung und Design Layout: Wolfgang Bundschuh

Herausgeber: Kai Hoffmann, Jan-Hinrich Hey

Coverfoto: istockphoto

Redaktion: Gertrudenkirchhof 10, D-20095 Hamburg, Tel. +40 40 3742360-0, Fax: -20, E-Mail: redaktion@abiscene.de, Web: www.abiscene.de

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Carolin Janssen, Sylvia Karabiner, René Meusel, Wiebke Peters, Isabel Schiffler, Anne Schult, Carmen Schunert, Ronald Ziepke

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Anzeigen: Jan-Hinrich Hey (verantw.), Marcel Mengeu, Annika Stockmann (Vertrieb/Disposition) E-Mail: media@hey-hoffmann.de Abonnement-/Leser-Service: SCHOOL‘S OUT Leserservice, Gertrudenkirchhof 10, D-20095 Hamburg, E-Mail: schools-out.abos@hey-hoffmann.de Bezugspreis Inland und EU: Einzelheft 99 Cent zzgl. Versandkosten Druck: Westermann, Braunschweig

SCHOOL‘S OUT ist Deutschlands Schul- und Jugendmagazin und mit seinen Regionalausgaben für alle Oberstufenschüler, Lehrer und Eltern der Guide für Studium und Ausbildung. Dabei wird das Magazin quartalsweise ganz oder teilweise sowohl elektronisch als auch in Print verbreitet. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlags vervielfältigt oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot fällt insbesondere auch die Vervielfältigung per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken und die Vervielfältigung auf CD-Rom/DVD. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte übernimmt der Verlag keine Haftung.

FOTO: istockphoto


E R E I EM

G A T I FRE IL PR

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S •S A T A Y M MON

G STAG IM IS R E AR : EN AM

S P U N T E E T S N EN LETZ IM C‘E REIHEIT 2G F BUR JED E ß GRO HAM

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G R U B M A H 97.1


Sport Schüler-Triathlon

Wanted: Iron Man Für alle Schulklassen, die am 24. und 25. Juni 2010 an Deutschlands größtem Schülertriathlon in Hamburg teilnehmen, heißt es nun: Aufgepasst! Denn mit etwas Glück könnt ihr bereits im Vorfeld des Schülertriathlons an einem ganz besonderen Sporterlebnis teilnehmen. Je eine Klasse der Grundschule, der Sekundarstufe I und II werden am 12. Mai zwischen 9 und 12 Uhr dabei sein. Als Gewinner habt ihr die Möglichkeit, die Trainingsstätten des Olympiastützpunktes zu besichtigen und teilweise auch selbst zu testen! Außerdem steht eine Autogrammstunde mit dem Weltklasseschwimmer Steffen Deibler an. Info unter www.hamburg-triathlon.org.

German Open Hamburg 2010

4. Vattenfall Schul-Cup

Zum Schülertarif live an den Rothenbaum Am 17. Juli, also mitten in den Sommerferien, beginnen am Hamburger Rothenbaum die German Open Tennis Championships 2010. Das Turnier der ATP World Tour 500 ist das hochwertigste Herren-Tennisturnier in Deutschland und eines der 20 größten ATPTurniere weltweit. 12.000 Menschen. Atemlose Stille. Matchball. 24.000 Augen verfolgen gebannt, wie der kleine Filzball in die Luft geworfen wird und dann mit 200 km/h über das Netz jagt... WeltklasseTennis am traditionsreichen Rothenbaum live zu erleben, ist ein ganz besonderes Erlebnis. In dessen Genuss kommt ihr jetzt noch leichter –

Biker, aufgepasst!

dank des neuen Schülertarifs. So erhaltet ihr gegen Vorlage eines gültigen Schülerausweises 20% Rabatt auf alle Tagestickets, also auch auf die Finaltickets. Ihr seid also schon ab 20 Euro mit dabei und könnt einen kompletten Tennistag am Rothenbaum genießen. Eure Tickets könnt ihr ganz bequem online unter www.german-open-hamburg.de buchen. Auf www.abiscene.de verlosen wir außerdem 10x2 Schülertickets für das Finale. Mitmachen lohnt sich! German Open Hamburg 2010 17.-25. Juli, www.german-open-hamburg.de

Ihr seid wahrhafte Biker? Dann auf die Räder, fertig, los! Meldet euch jetzt an! Der vierte Vattenfall Schul-Cup im Altonaer Volkspark steht in den Startlöchern und wartet auf dich und deine Klasse: Noch bis zum 3. September 2010 kannst du dich über deinen Lehrer anmelden. Der deutsche Mountainbikeprofi Moritz Milatz war beim Schul-Cup 2009 dabei und zeigte den Schülern, was auf dem Bike alles möglich ist. Auch für dieses Jahr wird wieder ein besonders cooler Gast erwartet. Alles zu den Teilnahmebedingungen, den Trainingsstrecken und tolle Biker-Videos gibt‘s unter www.vattenfall.de.

Basketball-WM

FIBA U17-WM der Herren findet im Juli in Hamburg statt! Die FIBA U17-Weltmeisterschaft der Herren wird in diesem Jahr vom 2. bis 11. Juli bei uns in Hamburg ausgespielt! Zwölf Mannschaften aus fünf Kontinenten werden um den Titel spielen. Euch erwartet in diesen Tagen neben sportlichen Highlights rund um die Alsterdorfer ein großes WM-Dorf mit zahlreichen Ständen. Welche Begeisterung und Freude dem JugendBasketball in Deutschland entgegen gebracht

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wird, kann man bereits seit mehreren Jahren bei diversen Basketball-Events bestaunen – bei wachsenden Zuschauerzahlen und oftmals ausverkauften Hallen. Also holt euch schnell eure Tickets, die ihr online unter www.hamburg2010.fiba.com kaufen könnt, und unterstützt das deutsche Team und die Teams aus den Gastländern! FIBA U17-WM 2.-11. Juli, www.hamburg2010.fiba.com FOTO: istockphoto


Sport Die Marathon-Saison ist eröffnet

Hamburg Schüler laufen mit

Gleich zwei Top-Events laden auch Hamburgs Schüler zur Teilnahme ein.

Sonntag, 27.06.: 16. hella halbmarathon Der 16. hella hamburg halbmarathon verspricht wieder ein glanzvolles Sportereignis für Hamburg zu werden. Als einer der wenigen „reinen“ Halbmarathonläufe Deutschlands führt er als klassischer Citylauf an unzähligen Hamburger Attraktionen vorbei und gilt als schnellster der großen Deutschen Sommer-Halbmarathonläufe. Der Start erfolgt unter Sambatrommeln um 10 Uhr von der Reeperbahn – die Skater gehen bereits 30 Minuten früher auf die Strecke. Pendelbusse bringen euch von der Startnummernausgabe im Veranstaltungszentrum am Tennisstadion Rothenbaum (Ziel) dorthin – oder ihr kommt mit der U-Bahn (U3: St. Pauli) zum Start. Entweder ihr legt die Strecke von 21,1 km zu Fuß zurück (Mindestalter: 16 Jahre) oder schnallt euch eure Skater unter (Mindestalter: 14 Jahre). Die Meldegebühr beträgt 30 Euro. Eure jüngeren Geschwister könnt ihr am Vorabend auf die Strecke schicken, dann nämlich, wenn sie mindestens 6 Jahre, aber nicht älter als 15 Jahre sind. Natürlich können auch sie wahlweise die Skater mitbringen. Die Meldegebühr für sie beträgt 5 Euro. 16. hella hamburg marathon Samstag, 27. Juni, www.hamburg-halbmarathon.de

Sonntag, 12.09., 21. Internationaler Alsterlauf Erlebt die einzigartige Startatmosphäre rund um die Mönckebergstraße und die Steinstraße und genießt den verkehrsfreien Rundkurs um die Außenalster. Lauft auch ihr bei einem der größten Straßenläufe über 10 Kilometer in Europa mit. Ein Klassiker! Beim Hauptlauf über 10 Kilometer (Mindestalter: 10 Jahre) kommt ihr mit einem Meldegeld von 18 Euro auf eure kosten. Der Schülerlauf (615 Jahre), der nur über 1,2 Kilometer geht, kostet 5 Euro. 21. Internationaler Alsterlauf Sonntag, 12. September, www.alsterlauf-hamburg.de

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Ausbildung

Nach den Sternen greifen Text: Anne Schult

Kochen kann doch jede Hausfrau. Aber was passiert, wenn man bei Deutschlands Restaurant-Experten Christian Rach in die Lehre geht? Jens Dreher hat es SCHOOL’S OUT verraten. Seit 2008 macht er eine Ausbildung zum Koch im Tafelhaus – und hat schnell festgestellt, dass zu einem Spitzenkoch mehr gehört als nur die richtige Gewürzmischung und eine Prise Salz.

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an lernt immer was fürs Leben dazu!“, sagt Jens Dreher über die Ausbildung im Tafelhaus und grinst. Der sympathische 27–Jährige hat sich vor fast zwei Jahren dazu entschieden, eine Lehre in der Küche zu beginnen – dabei hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits eine Ausbildung zum Hotelfachmann erfolgreich abgeschlossen. Nach einer ersten Ausbildung zog es ihn aber zunächst ins Ausland. Als er dann aus Neuseeland zurückkehrte, kam auch die Liebe für die Gastronomie wieder. Er beschloss, sich im Sternerestaurant Tafelhaus zu bewerben. Dass dessen Besitzer mittlerweile eine echte Fernsehgröße ist, war ihm damals nicht bewusst. So hatte er die Gelegenheit, Christian Rach als Chef und nicht als Promi kennen zu lernen. Fragt man ihn heute, wie sich der TV-Star privat gibt, muss er einen Augenblick lang überlegen. „Er ist ein bewundernswerter Mensch“, sagt er schließlich. „Wie meine Mutter immer sagt: Ein Tausendsassa! Von ihm kann man wirklich eine Menge lernen.

Die Ausbildung im Tafelhaus beschreibt Jens als lernintensiv, aber auch kreativ. Natürlich muss man gewisse Grundrezepte im Kopf haben, aber letztlich geht es darum „eine Idee im Kopf zu haben und zu wissen, was man damit machen möchte und wie man das am besten angeht“. Dabei weiß der Azubi auch genau, wo seine Stärken liegen: „Improvisation“, gesteht er lachend. Der Unterricht in der Berufsschule vermittelt dazu das nötige theoretische Fachwissen – wozu unter anderem auch die klassische Küchensprache Französisch gehört. Heute liebt Jens das Kochen und beköstigt auch privat gerne Freunde und Familie. Doch das war nicht immer so: „Ich habe früher wenig gegessen“, erzählt er. „Ich glaube, meine Eltern hatten es auch sehr schwer mit mir. Das hat sich erst entwickelt.“ Zwar bereitet er tagtäglich edle Gourmetspeisen zu, schätzt jedoch auch den Sauerbraten seiner Mutter. Genau jene Bodenhaftung öffnet ihm so manche Tür. Jens träumte seit langem davon, später einmal in die Führungsriege eines Hotels in Position des Position Food and Beverage Managers aufzusteigen – und dafür kann er während der Kochausbildung wertvolle Informationen sammeln. Denn gerade die Logistik in der Kü-

che spiegelt die Abläufe im größeren Kontext wider. Viele Managerkarrieren haben so ihren Lauf genommen – Jens will also hoch hinaus. Und diesen inneren Antrieb braucht es auch in der Spitzengastronomie. „Man muss die Flügel schon ausbreiten und selber lernen wollen“, bestätigt Chef de Cuisine Uwe Meßner. Denn in einem solch ausgelasteten Betrieb wie dem Tafelhaus kann es schon einmal drunter und drüber gehen. Da muss ein Auszubildender eine Menge Engagement mitbringen und sich auch bewusst sein, dass Geduld und Ausdauer eine große Rolle spielen. „Man braucht Bereitschaft, Zeit zu investieren“, so Meßner. Auch ein hohes Maß an Selbstkontrolle und Verantwortungsbewusstsein ist gefragt – denn in der Küche ist Hygiene das oberste Gebot. Neben dem reinen Handwerk gehört außerdem Fingerspitzengefühl zum Meisterkoch: Er muss stets versuchen, das Empfinden der Gäste vorauszuahnen. „Wir schmecken für andere!“, erläutert Meßner und Jens nickt zustimmend. Er weiß, was der Küchenchef von ihm erwartet. Bereits vor Ausbildungsbeginn hat er sich umfassend darüber informiert, was auf ihn zukommen würde und war dementsprechend vorbereitet und motiviert.

Jens wird während der Ausbildung im Tafelhaus auch mit der Empfindlichkeit von Lebensmitteln konfrontiert: „Man versucht, die Waren entsprechend zu behandeln und sie als wertvolle Rohstoffe zu betrachten.“

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Ausbildung Seit er seine Lehre im Tafelhaus begonnen hat, fällt es Jens immer schwerer, sich auf ein Lieblingsgericht festzulegen: „Man baut im Laufe der Ausbildung zu jedem Gericht irgendwie eine Leidenschaft auf!“

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Tanz · Gesang · Schauspiel Nach der Lehre schätzt er seine Berufschancen gut ein: „Ich weiß, dass mir wahrscheinlich viele Türen offen stehen – gerade weil ich vorher schon eine Hotelfach-Ausbildung gemacht habe.“ Zwar liebt er das Kochen und möchte unbedingt noch Erfahrung in der Küche sammeln. Doch gleichzeitig blickt er re-

alistisch in die Zukunft und fokussiert eine sichere Anstellung in einer großen Hotelkette, um sich dort dann hochzuarbeiten. Wer weiß, vielleicht eröffnet er doch sein eigenes Lokal? Dann allerdings wird er sich wahrscheinlich wünschen, nie Besuch vom Restauranttester Rach zu bekommen.

Infos zur Ausbildung Das muss man wissen, um später in den Töpfen der Spitzengastronomie mitmischen zu können: Voraussetzungen: Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur Fortbildungsmöglichkeiten: Küchenmeister

Berufsbezeichnung: Koch/Köchin Ausbildungsdauer: 3 Jahre Vergütung: 1. Ausbildungsjahr: € 375 bis € 517 2. Ausbildungsjahr: € 466 bis € 589 3. Ausbildungsjahr: € 543 bis € 660 FOTOS: Schiffler

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Berufsschule: Staatliche Gewerbeschule Gastronomie und Ernährung Angerstraße 4 22087 Hamburg (G 11) www.g-11.de Ausbildungsbetrieb: Restaurant Tafelhaus Neumühlen 17 22763 Hamburg

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Ausbildung

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Von wegen Kaffeeklatsch! Text: Anne Schult

Kaffee – der braune Bohnensaft ist das unangefochtene Lieblingsgetränk der Deutschen. Genau das will sich Tim Albrecht zunutze machen. Seit 2009 absolviert er eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann beim Kaffeeröster J.J. Darboven und belegt gleichzeitig an der Northern Business School den Studiengang Coffeemanagement. Für SCHOOL’S OUT erläutert der Experte in spé, was man mit dem duften Drink alles anstellen kann.

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im hat schon immer gerne Kaffee getrunken – doch sein Hobby zum Beruf zu machen, kam ihm bis vor einem Jahr nicht in den Sinn. Der Azubi, der zuvor ein Studium der Bioverfahrenstechnik begonnen hatte, kam durch eine recht abenteuerliche Geschichte an seinen jetzigen Ausbildungsplatz: Ein englischer Freund hatte sich bei Darboven beworben und musste leider kurzfristig absagen, da er zum Militärdienst eingezogen wurde. Animiert durch seinen Bekannten beschloss Tim kurzerhand, sich auf die frei gewordene Stelle zu bewerben – und wurde prompt genommen. So beschäftigt er sich seit Mitte 2009 bei Darboven mit dem Kaffeegeschäft. Doch die Leidenschaft für das Heißgetränk kommt nicht von ungefähr. „Vor fünf oder sechs Jahren wollte ich unbedingt so eine kleine Handhebelmaschine für Espresso haben“, erzählt der 23-Jährige und schmunzelt. „Die sind jedoch wahnsinnig teuer. Deswegen habe ich mir einfach gebrauchte oder kaputte Maschinen im Internet ersteigert, sie repariert und irgendwann auch wieder gewinnbringend verkauft.“ Dieser Unternehmergeist war es wahrscheinlich auch, der ihn dazu veranlasste, zusätzlich zu seiner Ausbildung noch ein Studium zu beginnen. Der Studiengang Coffeemanagement, der von der Northern Business School angeboten und mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen wird, klingt zunächst einmal nach einer Modeerscheinung – doch das ist weit gefehlt, denn Coffeemanagement bedeutet mehr als Kaffeeausschenken bei Starbucks. Hinter dem Lifestyle-Getränk steckt eine ernstzunehmende Industrie. „Der Kaffeekonsum in Deutschland steigt nach wie vor – 160 Liter hat der Deutsche im letzten Jahr getrunken, Tendenz steigend!“, weiß Tim. Trotzdem möchte er sich möglichst viel Hintergrundwissen aneignen, um später optimale Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Die Theorie lernt er sowohl an der Northern Business School als auch in der Berufsschule – denn da Tim kein herkömmliches duales Studium absolviert, muss er beide Einrichtungen besuchen. „Die Inhalte überschneiden sich natürlich“, gibt er zu. Bei der Frage nach der Notwendigkeit von Ausbildung und Studium gleichzeitig wiegelt er dann auch ab: „Es ist immer die Frage, was man möchte!“ Bei gewünschter Zusatzqualifikation empfiehlt Tim zweigleisig zu fahren, da viele Thematiken erst im Studium vertieft werden. Das klingt durchaus logisch – doch ist es nicht anstrengend, nach einer stressigen Woche im Betrieb freitags und samstags noch im Hörsaal zu sitzen? Tim winkt ab: „Ach, es geht. Das ist alles eine Frage der Motivation. Wenn man sich dafür FOTOS: Schiffler


Ausbildung entscheidet, muss man sich im Klaren sein, dass das kein Kinderspielplatz ist.“ Drei Jahre Ausbildung und Studium – dafür braucht man einen festen Willen und ein klares Ziel vor Augen. Den Sonntag, seinen einzigen freien Tag in der Woche, nutzt Tim meist, um Aufgaben für die Uni zu erledigen. Unter dieser Doppelbelastung leidet das soziale Umfeld enorm, wie er offen zugibt. „Es ist natürlich für Freundschaften und Beziehungen nicht unbedingt einfach.“ Doch der Workaholic hat das Glück, dass Freunde und Familie ihn in seinem Vorhaben unterstützen. „Ich glaube, wenn es gar keine Unterstützung geben würde, wäre es wirklich schwierig!“ Gerade seine Eltern leisten auch finanzielle Hilfestellung und übernehmen die Studiengebühren, die mit 12.000 Euro nicht gerade gering ausfallen. Doch Tim ist davon überzeugt, dass sich der Aufwand lohnt. Bei der Frage, wo er tagtäglich seine Motivation hernimmt, muss er allerdings erst einmal lachen: „Ja, das ist eine gute Frage!“ Nach einiger Überlegung meint er: „Ich habe mir das vorgenommen und möchte es schaffen – es macht ja auch Spaß! Deswegen ist die Motivation einfach da.“ Was er nach der Ausbildung machen möchte, weiß er noch nicht – „Die Kaffeebranche wird es aber bleiben!“

Infos zur Ausbildung Die wichtigsten Details zur Lehre im Kaffeebusiness Berufsbezeichnung: Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandel (Fachrichtung Außenhandel) Ausbildungsdauer: 3 Jahre Vergütung: 1. Ausbildungsjahr: € 611 bis € 655, 2. Ausbildungsjahr: € 665 bis € 721, 3. Ausbildungsjahr: € 727 bis € 788 Voraussetzungen: Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur Fortbildungsmöglichkeiten: Betriebs- oder Fachwirt/in Berufsschule: Staatliche Handelsschule am Lämmermarkt ,Wallstraße 2, 22087 Hamburg, (H 2) www.laemmermarkt.hamburg.de Ausbildungsbetrieb: J.J. Darboven GmbH & Co. KG Pinkertweg 13 22113 Hamburg Hochschule: NBS – Northern Business School Holstenhofweg 62 22043 Hamburg

Espressofan Tim hat sich spontan für die Kombination Ausbildung und Studium entschieden: „Es klang für mich einfach passend und logisch, das zu verbinden. Nur eine Ausbildung wollte ich nicht machen und nur ein Studium wäre mir zu trocken!“

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NIGHTLIFE HALO

ABISCENE Service

HALO goes Abiparty

ABIBÜCHER und ABIBÄLLE

Abi-Party im HALO. Am 13. Mai feiern hier 11 Schulen die ganze Nacht!

ABISCENE hilft allen Abi-Komitées!

Das HALO gehört zu den absoluten SzeneClubs Hamburgs. Durch seine internationalen DJ-Bookings und die angesagten Partyreihen hat sich der Club fest im Herzen der Nachtschwärmer verankert. Der HALO Resident DJ Luke Rogers Jr. wird an diesem Abend die besten House-Hymnen und Dance-Classics auf den Mainfloor schmettern. Wer es gechillter angehen möchte, findet sich in der SM-Bar im Obergeschoss wieder. Dort werden die jungen Gäste von den City DJs mit finest HipHop und R&B im fettesten Soundgewand verwöhnt.

The ABISCENE Experience Donnerstag, 13. Mai, Große Freiheit 6 (St. Pauli), 23 Uhr, 6 Euro (bei Online-Anmeldung), 8 Euro (mit Flyer), www.abisceneevents.de

China Lounge

Study Club Jeden Donnerstag feiern rund 1.000 bis 1.500 Studierende und Nachtschwärmer aller Art zu den heißesten Beats der Stadt. Auf drei Dancefloors ist für jeden etwas dabei! Auf dem Mainfloor laufen die neusten House-Hymnen, im Basement legt DJ Dam-on finest HipHop und R&B auf und im stilvollen Penthouse, dem Obergeschoss der China Lounge, wird zu den Classics getanzt und geflirtet.

2 Clubs 1 Party: China Lounge / HALO

Abiparty des Jahres Endlich ist es wieder soweit. Am 23. Mai feiern 18 Schulen ihre große Pfingst-Abiparty in den derzeit angesagtesten Hamburger Partylocations.

A

ls zum ersten Mal an einem Pfingstsonntag in der China Lounge und im HALO stattfand, wurden mit 3.000 Gästen Kiez-Rekorde gebrochen. Nun ist es wieder soweit. Einmal zahlen und doppelt feiern? Am 23. Mai ist es möglich, denn dann feiern 18 Schulen Hamburgs größte AbiParty. Und das nicht irgendwo, sondern in den coolsten Locations auf der Reeperbahn: in der China Lounge und im HALO! Beide Clubs liegen praktisch in Sichtweite gleich um die Ecke und sind seit Jahren vor allem bekannt für ihre erfolgreichen UNISCENE-Studentenpartyreihen. Auf insgesamt 5 Floors heizen euch Top-DJs ein. Mit dabei sind DJ Jerome Jerkins (H1, China Lounge), Luke Rogers Jr. (HALO, China Lounge) sowie Groovemashine DJ Dam-on und die City DJs. Und das Beste: Jeder ist herzlich Willkommen, auch wenn ihr nicht zu den veranstaltenden Schulen gehört. Das Rekordergebnis mit über 3.000 Gästen soll am 23. Mai gebrochen werden. Wenn ihr mit eurer Schule bei dieser oder einer der folgenden ABISCENE-Party mitfeiern und dabei sogar Geld verdienen wollt, schaut doch mal bei ABISCENE-EVENTS.DE vorbei. Hier erhaltet ihr Informationen über alle aktuellen Abi-Partytermine und eure Ansprechpartner. Also: Am 23. Mai den Pfingstsonntag ganz groß abfeiern...

The ABISCENE Experience UNISCENE Study Club Donnerstags, 23 Uhr, China Lounge, Nobistor 14 (St. Pauli), 6 Euro (Studis for free), www.uniscene-events.de

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Sonntag, 23. Mai, China Lounge (Nobistor 14) & HALO (Große Freiheit 6), 23 Uhr, 6 Euro (bei Online-Anmeldung), 8 Euro (mit Flyer), www.abiscene-events.de

Ab sofort bieten wir euch im Rahmen unseres ABISCENE Services auch den Druck von Abibüchern sowie komplett fertige AbiballAngebote in den Top Locations der Stadt an. Außerdem unterstützen wir euch mit Anzeigen für eure Bücher und einem namhaften Sponsor für eure Bälle. Bei der Gestaltung, Organisation und Produktion hilft euch eine spezielle kostenfreie Software, mit der ihr auch ohne Layoutkenntniss eure Bücher gestalten und eure Bälle planen könnt. Wenn ihr in einem der Komitées, ruft uns am besten einfach kurz an (Tel. 040.3742360-0). Amani, Carolin und René beantworten euch gerne die ersten Fragen und helfen euch dabei, eine Planung aufzustellen. Oder schickt uns mit Angabe, von welcher Schule ihr kommt, eine E-Mail an abibuch@abiscene.de bzw. abiball@abiscene.de.

ABISCENE Service Tell. 040.37423600, E-Mail: abibuch@abiscene.de bzw. abiball@abiscene.de

H1 Club

Superstar David Guetta in Hamburg

Gerade war er noch bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles und in dieser Nacht schon wird er an den Turntables im H1 die Party-Gäste verwöhnen. Kein DJ der internationalen Club-Szcene könnte das derzeit besser als er. A night to remember - unangefochten, schweißtreibend und Guetta-fantastisch! Achtung: Die Tickets sind begrenzt, also am besten gleich jetzt bestellen!

David Guetta @ H1 Donnerstag, 6. Mai, H1, 23 Uhr, Conventstraße 8-10c, 22 Euro, www.h1club.com

TEXTE: Meusel; FOTOS: virtualnights (2)


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STUDIS EINTRITT FREI

JEDEN DONNERSTAG

CHINA LOUNGE NOBISTOR 14, AB 23 UHR

JEDEN FREITAG

HALO CLUBBING

GROSSE FREIHEIT 6, AB 23 UHR

2.000 GÄSTE PRO WOCHE KÖNNEN NICHT IRREN!



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