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JUNI

06/2008

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ISSN

0946-3534


www.abenteuermedien.de


Nullnummer Juli 2008 1. Jahrgang www.kartefakt.de/virtual

ISSN 0946-3534

Erste Ausgabe des neuen virtuellen Magazins

Das virtuelle Magazin für sammelbare Abenteuerspiele

KARTEFAKT VIRTUAL ist das virtuelle Schwestermagazin der KARTEFAKT - MAGAZIN FÜR SAMMELBARE ABENTEUERSPIELE und der Zeitschrift NAUTILUS - Abenteuer & Phantastik ◆ ISSN 0946-3534 ◆ EAN 41952975 ◆ Pressepost C 64020 ◆ Verlag: Abenteuer Medien Verlag, Rostocker Straße 1, D-20099 Hamburg, T: 040-2802886, FAX: 040-28054115 ◆ eMail: nautil@abenteuermedien.de ◆ Internet: www.kartefakt.de ◆ Herausgeber: Jürgen Pirner (verantw.) ◆ Chefredakteur: Lars Schiele ◆ Ständige Mitarbeiter: Peter Bihn, Ole Christiansen, Oliver Gehrmann, Sebastian Geiger, Björn Kempff, Peer Kröger, Marcos Marin-Galiano ◆ Mitarbeiter dieser Ausgabe: Oliver Dürr, Thorsten Wanek ◆ Offizielle Kolumnen & Newsletter dieser Ausgabe: Andrea Milke (Amigo-Team) ◆ Nautil-Icon: Michael Salow ◆ Cover: Magic: The Gathering © Wizards of the Coast ◆ Anzeigenleitung: Jürgen Pirner, T: 040-2802886, FAX: 040-28054115; es gilt die Anzeigenpreisliste 11, Stand 06/2008 ◆ Satz, Layout & Reprographie: Abenteuer Medien Verlag & Catlin Design ◆ Erscheinungsweise: KARTEFAKT VIRTUAL erscheint online als FlashMagazin und als PDF ePaper ◆ Bezug: gratis eine kostenlose Online-Verbreitung von KARTEFAKT VIRTUAL ist ausdrücklich erlaubt.

Mit dieser Ausgabe begrüßen wir Sie bei der virtuellen Version der seit 1995 erscheinenden KARTEFAKT - dem Magazin für alle Sammelkarten-Spiele und sammelbaren Miniaturen-Spiele. KARTEFAKT VIRTUAL hat sich zum Ziel gesetzt, das Beste aus zwei Welten zu vereinigen die optische und redaktionelle Qualität eines Printmagazins mit den virtuellen Vorteilen eines ePapers. Diese Nullnummer kratzt nur an der Oberfläche, was künftig noch kommen wird: Interaktive Links zu Inhalten im Internet, die Einbindung von Video und Audio und vieles mehr. KARTEFAKT VIRTUAL erscheint kostenlos und kann www.kartefakt.de/virtual von jedem online weiterverbreitet werden ... (mehr lesen)

Pokémon: Promo-Karten in den Blistern Yu-Gi-Oh: Light of Destruction Naruto: Vorschau auf die neue Serie 6 Magic: Weniger neue Karten pro Jahr Magic: Abendkühle - Nacht über Lorwyn? Star Trek: Einstellung des zweitältesten aller TCGs

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Spielertraining World of Warcraft: Diener des Verräters World of Warcraft: Karte mit Kniff - »Schützin Glous« World of Warcraft: Aktuelle Siegerdecks

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Turnierspiel 10 12 14

Kolumnen Amigo-Kolumne: Vorschau auf Dragonball Serie 4

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KARTEFAKT

Light of Destruction ist die zweite superstarke Erweiterung für YuGi-Oh direkt nach Phantom Darkness Magic-Hersteller Wizards of the Coast bringt zukünftig weniger neue MagicKarten pro Jahr heraus

Diener des Verräters inspiriert zu neuen Kartenkämpfen auf Azeroth

Pokémon: Die Deutsche Meisterschaft 2008 Pokémon: Die Österreichische Meisterschaft 2008 Yu-Gi-Oh: Die Deutsche Meisterschaft 2008

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News & Rezensionen

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Willkommen im Kartefakt Virtual

Impressum

Die nationalen Meisterschaften von Yu-Gi-Oh und Pokémon


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ie Spielergemeinde war extrem heiß auf die Sneak Previews, um dort erstmals mit den neuen Karten aus Diener des Verräters zu spielen. Der Dunkelmond-Jahrmarkt Stuttgart, der nur drei Wochen nach den Sneak Previews stattfand, war für viele Spieler Anreiz, alles aus dem neuen Set herauszuholen. Dabei entstanden haufenweise neue Deckideen; und die besten von ihnen wollen wir heute präsentieren.

Twigbelly Vor gut einem Jahr erreichte Jonas Skali auf dem Dunkelmond-Jahrmarkt in Frankfurt mit einem Twigbelly-Deck das Finale - der Anfang einer Serie von hervorragenden Platzierungen des Bonners. Das Grundkonzept des Decks ist es, dem gegnerischen Helden in den ersten drei Runden mit aggressiven Verbündeten größtmöglichen Schaden zuzufügen. In Runde vier spielt man dann »Zweig des Weltbaums« (kurz »Twig« für den englischen Namen »Twig of the World Tree«), um das Spiel dann in Runde fünf zu gewinnen. Dies gelingt, indem man zunächst die ANG des Helden erhöht, beispielsweise durch »Heldenhafter Stoß«, wodurch der »Zweig« direkt 7 ANG besitzt. Nach dem ersten Angriff, bei dem man quasi umsonst zuschlägt, indem man eine der eigenen Ressourcen zerstört, folgt »Rak Skyfury«, der den Helden und die Waffe wieder bereit werden lässt. Im nächsten Angriff richtet man schon 14 Schaden an. Mit den restlichen

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drei Ressourcen wird entweder noch ein »Rak« gespielt oder »Tödlicher Stoß«, der dem gegnerischen Helden noch mal den ANG-Wert der eigenen Waffe (um eines vermehrt) als Schaden zufügt, womit 22 Schaden angerichtet wurden. Wenn in Runde vier schon ein Angriff mit dem Helden gelang oder in den ersten drei Runden genügend Schaden angerichtet wurde, reicht dies zum Sieg. Nachdem aber andere Decks zwischenzeitlich immer mehr Möglichkeiten erhielten, gegen den schnellen »Gorebelly« zu spielen, verschwand er ein wenig in der Versenkung. Erst »Schützin Glous«, die es ermöglicht, die für die Kombo in Runde fünf benötigten Karten zuverlässig zu ziehen, verleiht dem Deck wieder genügend Stabilität - (Deckliste siehe Kasten S. 7).

Allianz-Druide Das Boomkin-Deck konnte sich Ende letzten Jahres etablieren - auch damals war es Laurent Pagorek, der den Druiden in der zunächst verschmähten »Mondkingestalt« bis ins Finale des Dunkelmond-Jahrmarkts Lille führte. Seitdem hatte das Deck nur geringfügige Änderungen durchlaufen. Doch seit Diener des Verräters hat ein defensiv ausgelegter Druide plötzlich noch eine weitere Möglichkeit, um Direktschaden zu verschießen: »Myriam Sternenrufer«. Diese Nachtelf-Druidin, die es als Sneak Preview-Karte gab, verfügt über die wichtige Kraft “Als Ziel unwählbar”, sodass der Mitspieler sie nur noch über Flächenschaden oder Angriffe vom Feld


nehmen kann. Da sie allerdings über vier Gesundheitspunkte verfügt, hilft Flächenschaden kaum weiter. Und vor Angriffen kann sie die extrem stabile Beschützerkurve der Allianz - zusätzlich aufgewertet durch ein wenig Aldor-Power - bewahren. Der Gewinnplan ist recht einfach. Man hält das Spiel von Beginn an mit Hilfe von Beschützern ruhig und nimmt gegnerische Schlüsselkarten wie Ausrüstungen durch »Die natürliche Ordnung« und »Angelista« vom Feld. Dann bringt man »Myriam Sternenrufer« aufs Spielfeld und schießt den Gegner ab - oder verstärkt alternativ durch »Gabe der Wildnis« die eigenen Verbündeten und überrennt den Gegner. Weiterhin arbeitet dieses Deck mit »Schlangengestalt«, allerdings sind die Synergien zwischen »Naturgewalt« und »Die Bruderschaft der Defias« so stark, dass man hier besser auf die Verräter-Fähigkeit verzichtet.

Lockdown Ähnlich wie der Schurke wirkte auch der auf Discard ausgelegte Schattenpriester lange Zeit so,

als fehlte ihm nur noch eine entscheidende Zutat, damit sein Deck rund läuft. Der Schurke bekam schließlich »Überraschungsangriffe«, der Schattenpriester erhielt mit »Zauberstab des Leerenfeuers« endlich eine mächtige Waffe, die die frühe Zerstörung der gegnerischen Hand angemessen belohnt; denn wenn erstmal ein Angriff mit der Waffe erfolgreich gelungen ist, zieht der Gegner keine Karte mehr nach. Sollte der Gegner in eine Situation gebracht werden, in der man dauerhaft mit der Waffe angreifen kann, wird er sich aus dieser misslichen Lage nie mehr befreien können. So überrascht es nicht, dass der Rest des Decks von Laurent Pagorek, mit dem er in Stuttgart gewinnen konnte, aus einer bunten Mischung von Hate- und Discard-Karten besteht, sodass gegnerische Strategien nur selten aufgehen können und gleichzeitig die Handkarten des Gegenübers nach und nach verschwinden. Gegen einen auf Waffen basierenden Krieger machen »Tatulla die Fordernde« und »Jon Reaver« kurzen Prozess mit der Hauptbedrohung. Ein Rush-Deck beißt sich an »Gesicht schmelzen« sowie den weiteren Removals »Gedankenstachel« und »Gedankenschlag« die Zähne aus; spätestens, nachdem das Feld durch »Der Überbringer des Todes« aufgeräumt wurde, sind die gegnerischen Angriffsbemühungen erloschen eine »Große Heilung« kann zuvor noch die eigenen Life Points erhöhen. Da die gegnerische Hand gerade in Rush-Decks schnell leergespielt wird, kommen hier kaum Bedrohungen nach. Insgesamt ist das Deck sehr viel zuverlässiger, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Dank »Der Überbringer des Todes«, der praktisch als Rundum-Hate gegen alle möglichen Deck-Strategien fungieren kann, ist es unmöglich, gezielt gegen dieses Deck vorzugehen.

http://entertainment.upperdeck.com/wow/de/

Kombo-Deck Etwas weniger erfolgreich war die größte Innovation des Turniers, das Deck von Jörg Höpfner.

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Jörgs Schöpfung basiert auf der neuen Hexenmeister-Verräter-Karte »Durchs Portal gerissen«. Diese erlaubt es, einen beliebigen Verbündeten aus dem Stapel der aus dem Spiel entfernten Karten unter der eigenen Kontrolle ins Spiel zu bringen. Der Clou bei dieser besonderen Form des Wiederbelebens ist, dass keinerlei Voraussetzungen erfüllt sein müssen; die Kosten des Verbündeten müssen weder kleiner oder gleich der Anzahl der eigenen Ressourcen sein, noch muss es sich um einen eigenen Verbündeten handeln. Die Strategie des Decks ist schnell erklärt: Man gräbt sich mit aller Macht durch das eigene Deck und legt extrem spielstarke und teure Verbündete mittels »Spendet Wolle« oder »Spendet Seide« im Friedhof ab. Von dort werden sie dann über »Kannibalismus« oder »Die Spuk-Mühle« aus dem Spiel entfernt, um ab Runde fünf »Durchs Portal gerissen« zu werden. Legt man einem Kontroll-Deck so früh »Der monströse Griesgram« vor die Nase, bekommt es arge Probleme, weiterhin Karten zu ziehen. Und ein Rush-Deck hat mit einem »Lokholar der Eislord« extrem große Probleme, denn er dezimiert nicht nur das eigene Feld, indem er allen Verbündeten und dem Helden zwei Schaden schießt, nein, alle

Karten mit Kniff

Schützin Glous D

ie überall gern gesehene Aldor-Jägerin hat mit 3 ANG und 2 Gesundheit sehr gute Werte für ein offensiv ausgelegtes RushDeck. Letztlich entscheidet über die Verbündeten-Wahl derartiger Decks immer die Kraft der jeweiligen Karte sowie das Metagame - rech-

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net man mit vielen offensiv ausgelegten Decks, die ebenfalls schon früh den Sack zumachen können, greift man eher zu »Tyrennius Ätzklinge«, die neben identischen Werten wie »Glous« noch die Kraft “Beschützer” hat. In einem Umfeld, in dem der eigene Spielaufbau kaum gestört wird, ist häufig »Kagella Schattenmal« die bessere Wahl, denn für jeden erschöpften eigenen Verbündeten erhält sie einen zusätzlichen ANG und steigt so schnell auf Werte von vier bis fünf ANG auf. Selbstverständlich ist »Schützin Glous« auch nicht aufgrund ihrer durchaus passablen Werte so beliebt, sondern aufgrund ihrer Kraft: Die Spielmechanik “Inspirieren” der Aldor ist für erfahrene Spieler nicht unbedingt neu. Sie besagt, dass man im gegnerischen Bereitmach-Schritt eine eigene Karte bereitmachen darf. »Glous« ist die erste Aldor-Verbündete, die Quests inspiriert. Damit nicht genug, die inspirierte Quest kann für eine Ressource weniger gelöst werden. So ist es plötzlich möglich, die in einem aggressiven Rush-Deck perfekt passende Quest »Des einen Draeneis Plunder ...«, für deren Er-

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füllung man üblicherweise zwei Ressourcen zahlen muss, quasi umsonst zu lösen; oder zwei Kopien von »Dr. Bumm« zu nutzen. Dies ist möglich, da die Kraft von »Schützin Glous« anders als die meisten bisher erschienenen Karten, die andere Karten oder Fähigkeiten verbilligen, nicht vorschreibt, dass mindestens eine Ressource gezahlt werden muss. Neben aggressiven Decks, in die »Glous« wie die Faust aufs Auge passt, kann die kleine Aldor-Verbündete auch in kombolastigen Decks unterstützend wirken. Hier ist es wichtig, schnell an die verschiedenen Teile der Kombo zu kommen, und Quests umsonst zu lösen ist eine willkommene Möglichkeit, diese aufzuziehen. »Schützin Glous« wird in den kommenden Monaten zu einer der gefragtesten seltenen Karten (Rares) aus der neuen Erweiterung Diener des Verräters avancieren. Als unverzichtbare Stütze im Rush-Deck sowie als Support für Kombo-Decks sind ihre Einsatzmöglichkeiten vielfältig, sodass sich die Anschaffung eines Playsets sofort auszahlt. Oliver Gehrmann b


Twigbelly 24 Verbündete 4x Waz’luk 4x Blutseele 4x Voss Treebender 4x Rak Skyfury 4x Schützin Glous 4x Kagella Schattenmal 7 Waffen 3x Quantenklinge 4x Zweig des Weltbaums 15 Fähigkeiten 4x Tödlicher Stoß 3x Heldenhafter Stoß

4x Durchbohren 4x Zerkrachen 14 Quests 4x Des einen Draeneis Plunder ... 4x Dr. Bumm 4x Toreks Angriff 2x Der verdorbene Geist Side Deck 3x Abfangen 3x Erstickender Ruf 4x Xanata des Lichts

»Schützin Glous« gab diesem Deck die nötige Zuverlässigkeit zurück, sodass es heute wieder seine typischen Siege in Runde fünf einfahren kann.

Starcraft-Druide 27 Verbündete 3x Korthas Greybeard 4x Antikron der Unerschütterliche 2x Angelista 4x Xanata des Lichts 3x Waldo der Lockvogel 3x Kulvo Jadefaust 4x Parvink 4x Myriam Sternenrufer 18 Fähigkeiten 3x Gabe der Wildnis 4x Naturgewalt 3x Segen der Erdmutter 4x Die natürliche Ordnung

4x Wirbelsturm 15 Quests 4x Die Bruderschaft der Defias 4x Totem von Coo 3x Gurok der Thronräuber 2x Sind wir endlich da, Yeti? 2x Finkle Einhorn, zu Euren Diensten! Side Deck 3x Anachoret Fareena 2x Angelista 3x Fluggestalt 2x Ishanah, Hohepriester der Aldor

Ein geringfügig veränderter Build dieses Decks, mit dem Max Siebel und Andreas Both in Stuttgart die Top 8 erreichen konnten ihre Decks unterschieden sich lediglich um eine einzige Karte.

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betroffenen Charaktere können anschließend auch im aktuellen Zug nicht mehr angreifen. Um gegen extrem aggressiv ausgelegte Decks nicht in den frühen Runden unterzugehen, legt Jörg besonders viel Wert auf die Beschützerkurve. Um nebenbei noch Karten aufzuziehen bzw. die in diesem Deck so wichtigen Quests lösen zu können, setzt man auf »Schützin Glous«, die die Einlösung der wichtigen Quests extrem erleichtert (siehe auch »Karten mit Kniff« auf Seite 6). Selbst wenn die Erfolgsaussichten mit

diesem Deck nicht ganz so hoch sind wie mit den anderen Kandidaten, erfreut es doch ungemein, in Runde fünf voller Stolz den »Rip« (der englische Name von »Durchs Portal gerissen« lautet »Ripped through the Portal«) anzukündigen und einen extrem spielstarken Verbündeten aufs Feld zu werfen.

Ausblick Viele Decks in Stuttgart waren gebaut, um gegen die erwartet hohe Anzahl an Krieger- und Verbündeten-lastigen-Decks bestehen zu können. Es zeigte sich aber mit zunehmender Turnierdauer, dass die auf Kontrolle ausgelegten Decks gefährlicher waren. Sollte man nun häufiger das Runenhauer-Lockdown-Deck antreffen, wird sich das Metagame erneut in eine andere Richtung entwickeln. Oliver Gehrmann b

Runenhauer Lockdown 10 Verbündete 4x Tatulla die Fordernde 2x Jon Häscher 4x Doshura Hochschreiter 26 Fähigkeiten 4x Große Heilung 4x Seelenqual 4x Berührung der Finsternis 4x Seelenzerreißung 4x Gedankenstachel 2x Gedankenschlag 4x Gesicht schmelzen 8 Ausrüstungen 4x Der Überbringer des Todes 4x Zauberstab des Leerenfeuers

16 Quests 4x Gegenangriff 3x Disziplin muss sein 3x Informationen sammeln 2x Die Wurzel alles Bösen 4x Vereitelung der Kolkaraggression Side Deck 2x Schulterschutz der Manasphäre 2x Nyn’jah 2x Shadala 3x Magie absorbieren 1x Dunkelheit

Laurence Pagoreks Siegerdeck aus Stuttgart: Der »Zauberstab des Leerenfeuers« macht den auf Discard ausgelegten Schattenpriester zu einem echten Gewinner.

Rip it-Combo 33 Verbündete 4x “Spinnenbeine” McGillicutty 4x Xanata des Lichts 4x Schützin Glous 3x Hexmeister Nar’jo 4x Doshura Hochschreiter 4x Tatulla die Fordernde 2x Schreckenshöllenbestie 4x Lokholar der Eislord 3x Der monströse Griesgram 1x Varimathras 11 Fähigkeiten 4x Kannibalismus 4x Durchs Portal gerissen

3x Den Nether herbeirufen 16 Quests 4x Spendet Wolle 4x Spendet Seide 4x Die Spuk-Mühle 4x Gegenangriff Side Deck 4x Auge von Killrog 4x Großschwert des Alptraums 1x Den Nether herbeirufen 1x Ishanah, Hohepriesterin der Aldor

Jörg Höpfners originelles Deck bringt in Runde fünf große Verbündete ins Spiel, die dem Gegner viele Probleme bereiten.

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www.amigo-spiele.de/PM_Produkt_Zusatz_Blister_3BDP3.Amigo?ActiveID=3503

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eit kurzem im gut sortierten Fachhandel erhältlich sind ein paar ganz spezielle Pokémon-Produkte, die für jeden Sammler schnuckelige Taschenmonster aus Diamant & Perl auf Spezialkarten enthalten: die Blisterprodukte (auch Zusatzprodukte oder Incrementals genannt) als Dreier-Blister, Vierer-Blister und PCD-Blister. Jeder Dreier-Blister enthält drei Booster (je einmal DP1, DP2 und DP3), eine PokémonMünze und eine spezielle Promokarte. Jeder Vierer-Blister enthält vier Booster (zweimal DP3 sowie je einmal DP1 und DP2), eine PokémonMünze und zwei spezielle Promokarten. Jeder PCD-Blister enthält ein Themendeck aus DP3, einen DP3-Booster und eine spezielle Promokarte. Grundsätzlich können diese Zusatzprodukte zwei verschiedene Arten von Promokarten enthalten: Holos und Reverse Holos. Holokarten sind Promokarten, bei denen die Illustration mit einer glänzenden Folie hinterlegt ist und die entweder eine DP-Promo-Nummerierung haben oder aus der POP-Preisboosterserie Nummer sechs stammen, in der sie aber nicht als Holokarte enthalten waren. Die Reverse Holo-Promokarten sind ausgewählte Karten aus DP3 - Rätselhafte Wunder (Mysterious Treasures), die in der regulären Erweiterung als normale Karten enthalten waren, nicht jedoch - wie sonst bei Pokémon-Erweiterungen - auch als Reverse Holo: Normalerweise sind in einer regulären Erweiterung wie EX Power Keepers oder Diamant & Perl alle Karten (mit Ausnahme der sehr seltenen Pokémon ex oder Pokémon LV.X) in zwei Versionen enthalten, einmal als

normale Karte (abhängig von der Seltenheit als Holo-Karte bzw. Nicht-Holo-Karte) sowie als Reverse Holo-Karte. Bei einer Reverse Holo-Karte ist die komplette Vorderseite der Karte, mit Ausnahme der Illustration, mit einer glänzenden Folie überzogen. Jede Boosterpackung sollte genau eine solche Reverse Holo-Karte beliebiger Seltenheit enthalten. Diese befindet sich auf einer separaten Sortierungsposition - sie ersetzt nicht etwa die seltene oder die weniger häufigen Karten. Daher ist es auch möglich, dass ein Booster zwei seltene Karten enthält: eine normale und eine Reverse Holo. Bei DP3 funktioniert das minimal anders: Hier wurden in der Druckerei neun Karten der Erweiterung vom Reverse Holo-Druckbogen entfernt, sodass diese Karten in den Boostern nur als normale Version enthalten sind, nicht jedoch als Reverse Holo-Karten. Die neun Reverse Holo-Versionen sind exklusiv in den Zusatzprodukten enthalten.

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Arena in Gürzenich

Meisterliche Pokémon Die Deutsche Pokémon-Meisterschaft 2008

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ast 300 Pokémon-Spieler haben sich am letzten Maiwochenende in Köln eingefunden, um ihre Meister zu finden. Wie jedes Jahr wurden die Spieler auf drei Altergruppen verteilt: Juniors Division (Geburtsjahrgang 1997 oder jünger), Senior Division (1993, bis 1996) und Master Division (1992 und älter). Neu in diesem Jahr war, dass in allen Altersgruppen ähnlich viele PokémonBegeisterte teilnahmen, somit wurde in allen Gruppen die gleiche Anzahl an Runden gespielt. Leider bedeutete die gestiegene Spielerzahl aber auch eine hohe Belastung für die Spieler, Eltern und Helfer der Deutschen Meisterschaft.

Die großen Vier Bei Betrachtung der am häufigsten gespielten Decks konnte man schnell eine Tendenz erkennen: Beliebte Deck waren Gardevoir/ Gallade, Magmortar, Empoleon und Eveelutions. Dabei konnte man eine leichte Dominanz von Eveelutions-Versionen bei den jüngeren Altergruppen feststellen. Die Sieger in der

Junior und der Senior Division, Leon Althof und Elsina Mantzel, spielten unterschiedliche Entwicklungen von »Evoli« mit viel Erfolg. Die Junioren fanden ihren Meister in einer interessanten Kombination aus »Leafeon Level X« und »Sceptile«, während sich die Seniors einer Kombination aus »Glaceon« und »Empoleon« geschlagen geben mussten. Ein weiteres hochinteressantes Eveelutionsdeck (nach dem englischen Namen von »Evoli«: Eevee) konnte sich bei den Masters bis in die Runde der letzten Acht vorkämpfen. Es verwendete neben der klassischen »Eevee«Evolutionslinie noch »Guardevoir«. Genau dieser ist eigentlich aus andersartigen Decks bekannt, zum Beispiel aus dem des späteren Siegers Finn Looft. Finn spielte ein »Gallade«Deck mit einem »Guardevoir« und einem »Guardevoir Ex«. Dadurch konnte sein Deck aggressiver als ähnliche Decks vorgehen. Dieser kleine Vorteil gab ihm letztlich den Vorteil, den er gegen das »Empoleon«-Deck im Finale dringend nötig hatte. Nach zwei spannenden Spielen im Finale kam es kurz nach dem Start des dritten Spiels zum Zeitaus. Das bedeutet: Der nächste Preis gewinnt. Dabei stand das aggressive Gallade-Deck natürlich besser da als ein langsameres Empoleon. Das vierte große Deck vor der DM, Magmortar, ist im Feld der ganzen Empoleons leider etwas in der Versenkung verschwunden. Lediglich in den jüngeren Altergruppen gab es zwei oder drei in den Viertelfinalspielen.

Die Star unter den Pokemon

Fotos: Amigo-Spiele

Es gibt aber noch ein Pokemon, welches alle Siegerdecks gemeinsam haben: »Lepumentas« aus Great Encounters. Es kommt nur ganz selten vor, dass es auf Turnieren ein Pokémon gibt, das es in jedes Siegerdeck geschafft hat. Was macht »Lempumentas«, dieses unscheinbare Pokémon, also so stark? Sein Angriff kann es nicht sein, auch die sonstigen Kampfwerte sind eher mau. Doch all das wird um ein Vielfaches durch die Poké Power wettgemacht.

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Sieger Masters

Sieger Seniors

Sieger Juniors

Finn Looft - Gardylade

Elsina Mantzel - Glaceon/Empoleon

Leon Althof - Evo-Dro

Pokémon (18) 2x Team Galaktiks Wette 4x Absol SW 21 3x Wurmloch 1x Puppance GE 60 2x Sturmwind 1x Lepumentas GE 15 3x Roxannas 3x Trasla SW 102 Nachforschungen 1x Trasle DF 60 1x Nächtliche Wartung 2x Kirlia SW 53 1x Stevens Advice 3x Galagladi SW 7 1x Beates Ziehung 1x Guardevoir SW 7 1x Stärkeamulett 1x Guardevoir Lv. X SW 131 1x Guardevoir Ex DF 93 Energie (15) 5x Psychoenergie Trainer (27) 3x Feuerenergie 4x Sonderbonbon 1x Kampfenergie 3x Celios Netzwerk 1x Unlichtenergie 1x Professor Elms 3x Doppelte Trainingsmethode Regenbogenenergie 3x Castaway 2x Mischenergie 2x Kristall des Stillstands

Pokémon (22) 4x Phione MD 12 3x Evoli MD 62 1x Psiana MD 18 2x Glaziola MD 5 2x Glaziola Lv X MD 98 2x Plinfa MD 71 2x Plinprin MD 44 2x Impoleon MD 17 2x Puppance GE 60 2x Lepumentas GE 15

Pokémon (24) 4x Evoli MD 62 2x Folipurba MD 7 1x Psiana MD 18 1x Glaziola MD 5 1x Nachtara MD 32 2x Folipurba Lv X MD 99 1x Glaziola Lv X MD 98 2x Geckarbor GE 90 2x Reptain GE 40 2x Gerwaldro GE 8 2x Puppance GE 60 2x Lepumentas GE 15 2x Phione MD 12

Trainerkarten (24) 2x Prof. Eichs Besuch 4x Celios Netzwerk 4x Troys Rat

2x Sonderbonbon 3x PlusPower 2x Nächtliche Wartung 1x Wurmloch 3x Roxannas Nachforschungen 2x Dawn Stadium 1x Premier Ball Energie (14) 8x Wasserenergie 2x Ruf-Energy 2x Doppelte Regenbogenenergie 1x Holon Energie Wasser/Psycho 1x Mischenergie

2x PlusPower 1x Wurmloch 1x Sonderbonbon 4x Celios Netzwerk 3x Dawn Stadium 2x Team Galaktiks Wette 2x Troys Rat 2x Roxannas Nachforschungen Energie (16) 11x Pflanzenenergie 4x Doppelte Regenbogenenergie 1x Ruf-Energie

Trainerkarten (20) 2x Nächtliche Wartung

Zweiter Platz Masters Tobias Thesing - EMPzong Pokémon (22) 2x Pachirisu GE 5 1x Phione MD 12 3x Plinfa DP 93 2x Pliprin DP 58 3x Impoleon MD 17 1x Impoleon Lv. X DP 120 2x Bronzor MD 52

Das Pokémon, mit dem man »Lepumentas« noch am ehesten vergleichen kann, ist übrigens »Cleffa« aus Neo Genesis: Eine Karte, die vor sieben Jahren erschienen ist und immer noch als das stärkste Pokémon gilt. Beide haben eines gemeinsam: Sie sorgen für eine neue Hand. »Cleffa« macht das direkt, »Lepumentas« eher indirekt, indem er schlechte gegen gute Karten tauscht. Die Möglichkeit, teilweise mehrfach im Zug seine Hand nachzufüllen, erlaubt es bei der Auswahl der Unterstützer weniger in Ziehtrainerkarten zu investieren. Dafür werden mehr Ressourcen frei, die für Pokémonsucher wie »Celios

3x Troys Rat 2x Team Galaktiks Wette 3x Sonderbonbon 2x Wurmloch 2x Nächtliche Wartung 2x Kampfzone 1x Sturmwind 1x Geheimnis Fossil

2x Bronzong MD 16 2x Baltoy GE 60 2x Claydol GE 15 1x Omastar MD 26 1x Absol Ex PK 92 Trainer (22) 3x Celios Netzwerk 3x Lanas Suche

Netzwerk« genutzt werden. Das erhöht die Geschwindigkeit. Da »Lepumentas« auch die Hand wieder auffüllen kann, gibt er auch zusätzliche Stabilität und Sicherheit. Und er ermöglicht einen relativ gefahrlosen Einsatz von Karten wie »Team Galaktiks Wette«. Wie wichtig es sein kann, Schere-Stein-Papier zu beherrschen, hat Finn im Halbfinale bewiesen. In seinem Match verlor er keine einzige Runde und gewann so zwei Spiele ohne viel Gegenwehr: Sein Gegner hat einfach nichts auf der Hand ansammeln können, sondern musste immer auf drei Karten gehen. Oliver Dürr b

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Energie(16) 7x Wasserenergie 3x Ruf-Energie 3x Doppelte Regenbogenenergie 3x Mischenergie

Die Sieger Juniors (93 Spieler) 1. Leon Althof 2. Alexander Hoffmann 3. Christian Lauer 4. Lennart Paschen

Masters (97 Spieler) 1. Finn Looft 2. Tobias Thesing 3. Karl Peters 4. Robin Gimbel

Seniors (108 Spieler) 1. Elsina Mantzel 2. Dennis Mischitz 3. Björn Reinsdorf 4. Marc Lutz www.amigo-spiele.de/Pokemon_Blog.Amigo?ActiveID=1040

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Österreichische Staatsmeisterschaft

Pokémon im Alpenstaat

Fotos: Amigo-Spiele

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tolze einhundertundsieben Spieler traten zur diesjährigen Österreichischen Staatsmeisterschaft im Pokémon Sammelkarten-Spiel an - eine unglaublich hohe Teilnehmerzahl. Die Spielergruppen unterscheiden sich deutlich von denen in Deutschland: Die größte Teilnehmergruppe waren in Österreich die 47 Senioren, also Spieler, die zwischen 1993 und 1997 geboren sind. Dicht gefolgt von 44 Junioren (1998 oder später) lässt diese Verteilung nur Platz für 16 Masters (1992 oder früher). In Österreich spielt der Nachwuchs Pokémon. Viele mitgereiste Eltern sorgten zudem für eine stimmungsvolle Atmosphäre im Arkadenhof des Palais Ferstel. Der venezianischflorentinische Saal trug ebenfalls zu einer mei-

sterlichen Umgebung bei, in der die besten Pokémon-Trainer Österreichs gekrönt wurde: Wir gratulieren Alexander Poppe (Junioren), Jonas Prohaska (Senioren) und Daniel Cohen (Masters), den neuen Österreichischen Staatsmeistern im Pokémon Sammelkarten-Spiel.

Sieger bei den Junioren: Alexander Poppe

Sieger bei den Senioren: Jonas Prohaska

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Decks Daniel, der zum dritten Mal in Folge Meister geworden ist, baute auf ein Deck aus »Guardevoir« und »Galagladi«. Unterstützung erhielten die beiden »Trasla«-Entwicklungen von »Latias«, »Latios« und »Lepumentas«. Dabei sind »Guardevoir« und »Galagladi« die Hauptangreifer, besonders »Galagladi« ist hier ein guter Angreifer.

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Sein Angriff kann fast jedes Pokémon mit einem Schlag ausknocken. So sichert man sich in der frühen Phase des Spiels Feldvorteil. Hat man dann einen kleinen oder großen Vorteil auf dem Spielplan, kommt »Guardevoir« hinzu: Sein Angriff fügt nicht nur 60 Schadenspunkte zu, sondern sorgt auch dafür, dass gegnerische Pokemon keine Poké Power mehr verwenden dürfen. Da viele unterstützende Pokémon Poké Power verwenden, kann der Gegner sich von den harten Schlägen »Galagladis« nicht mehr erholen. Auch »Latias« und »Latios« behindern den Mitspieler. Sie sorgen im Doppelpack dafür, dass der Gegner keine Poké Bodys mehr benutzen kann. So muss man nur dafür sorgen, dass man auch an die nötigen Karten kommt. Hier kommt »Lepumentas« ins Spiel: Seine Poké Power erlaubt es, zwei Karten aus der Hand unters Deck zu legen und die Hand auf sechs Karten aufzufüllen. Dadurch gehen Daniel nie die Optionen aus. Jonas hingegen wollte sich das zunutze machen, was eigentlich die Gegenspieler stark macht. Er benutzt »Shiftry Ex«, um gezielt gegen Poké Power vorgehen zu können. Um den Schaden, der den Bankpokémon dabei zugefügt wird, optimal nutzen zu können, kombiniert Jonas »Shiftry« mit »Lucario«. Dessen Angriff fügt für nur zwei Energien 40 Schadenpunkte zu und macht einem Bankpokémon 20 weitere Schadenspunkte. So dominiert das Deck alle Decks, die Poké Power nutzen. Gegen andere Decks sieht es etwas schlechter aus. Aber »Lucario« und »Shiftry« sind auch gegen Spieler ohne Poké Power ein solides Team, da beide über starke Angriffe verfügen. Oliver Dürr b

Sieger bei den Masters: Daniel Cohen


Neue Karten, neues Produktionsland

Dragonball Serie 4

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it Serie 4 ändert sich bei Dragonball einiges: Nicht nur, was die Karten selbst angeht, sondern auch in Sachen Herstellung. Denn Dragonball 4 wird erstmals in China produziert. Alle Daten für Serie 4 wurden von AMIGO bereits an die chinesischen Produzenten geschickt, und die Produktion ist mittlerweile schon im vollen Gange. Allerdings ist der Weg, den das fertige Produkt von China bis nach Deutschland zurücklegen muss, sehr lang. Das hat zur Folge, dass die neue Dragonball-Serie voraussichtlich erst im Oktober in den deutschen Handel kommen wird. Aber wie bereits am Anfang angedeutet hat sich nicht nur das Produktionsland für Dragonball geändert, auch bei den Sammelkarten selbst gibt es große Neuerungen. Um die Zeit bis zum Erscheinen etwas zu verkürzen, gibt es an dieser Stelle schon einmal vorab einige Infos zu Dragonball 4: Die neue Dragonball-Serie umfasst insgesamt 83 Karten. Das Besondere an dieser Serie: Sie enthält eine Regelerweiterung. Damit wird das Dragonball Sammelkarten-Spiel für seine Fans noch spannender und abwechs-

lungsreicher. Einige Charakterkarten werden nämlich ein ganz neues Feld vorweisen. Was sich dahinter verbirgt, lässt sich aber nur mit einer speziellen Folie herausfinden, einem sogenannten »Scouter«. Diese Folie erhält man natürlich beim Kauf der Booster aus Serie 4 kostenfrei dazu. Legt man den Scouter auf ein solches Feld eines Charakters, erscheint dort eine zusätzliche Eigenschaft, die der Charakter sofort nutzen kann. Wie das alles im Einzelnen genau funktioniert, kann man im Herbst auf einer Regelkarte nachlesen, die in jedem Booster der Serie 4 zu finden sein wird. Es muss sich also keiner Gedanken darüber machen, dass er vielleicht mit dem Scouter nicht umgehen kann oder mit den neuen Funktionen der Serie 4 nicht zurechtkommt. Neben dieser spannenden Neuerung sind natürlich nach alter Dragonball-Tradition alle guten Charaktere mächtiger und stärker geworden. Aber auch die böse Seite war fleißig trainieren. Die Karten müssen also völlig neu gemischt werden, um einen Sieger zu ermitteln. Ob Cell, Gotenks, Goku, Vegeta, Böser Boo, Freezer, Paikuhan oder Piccolo, die Serie enthält auf jeden Fall eine Menge Action und Spielspaß. Mit dabei sind viele mächtige Charaktere, 18 Holokarten und starke Shenlongs, die der Besitzer aller sieben Dragonballs herbeirufen kann. Zusammen mit den Karten der neuen Dragonball-Serie werden außerdem gerade neue Dragonball-Promokarten in China produziert, die AMIGO ebenfalls im Herbst erreichen werden. Die insgesamt fünf neuen Promokarten kommen allerdings nicht in den Handel, sondern sind wie immer nur bei Turnieren und speziellen Events zu erhalten. Auch hier muss sich keiner sorgen: Für die Zeit bis Oktober hat AMIGO noch einen ausreichenden Vorrat an Promokarten auf Lager. Andrea Milke, Amigo Spiel + Freizeit www.amigo-spiele.de/Dragonball_Blog.Amigo?ActiveID=3392

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Die Deutsche Meisterschaft 2008

Turnierfestival Das spannendste Yu-Gi-Oh-Turnier des Jahres

teil zu erarbeiten: Man kann durch »Prometheus, König der Schatten« alle gegnerischen Monster auf einen Schlag zerstören oder den eigenen Deckspeed mit »Verlockung der Finsternis« extrem erhöhen. Allerdings schrumpfte die Lücke zwischen dem Finsternis-Deck und den Sechs Samurai, den Monarchen und den Apparaten, sodass sich diese Deckarten endlich auch Chancen auf den Sieg ausrechnen konnten.

Notwendig?

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ie Deutsche Meisterschaft im Sammelkarten-Spiel Yu-Gi-Oh warf schon vor ihrem Beginn am 10. Mai in Leipzig große Wellen. Mit der ganz kurz vor dem Turnier erfolgten Änderung der Liste der verbotenen und limitierten Karten am Mittwochabend stand das Metagame plötzlich Kopf, denn das zuvor dominante OTK-Deck rund um »Dimensionsfusion« und jede Menge Finsternis-Monster wurde auf einen Schlag unspielbar, sodass sich die TopSpieler Gedanken machen mussten, welche Decks nun auf der DM konkurrenzfähig sein würden. Klar war, dass das Finsternis-Deck auch ohne die Schlüsselkarte spielstark sein würde, immerhin ist es immer noch möglich, mit Hilfe von »Finsterer Bewaffneter Drache« großen Vor-

Trotz der Kurzfristigkeit der Änderungen vor der Meisterschaft wurden diese vom Großteil der Spieler positiv aufgenommen: Zu groß war die Dominanz der Finsternis-OTK-Decks oder die Stärke der Cybertal-Turbos, die schon im ersten Zug den Sieg holen konnten. Anti-Decks gab es kaum, denn bis man eine Antikarte ziehen konnte, war das Spiel meistens schon vorüber, sodass der Frust bei einem Duell gegen ein solches Deck häufig groß war. Da das FinsternisDeck nach wie vor spielbar und lediglich seiner OTK-Option beraubt war, hatte die Änderung sowieso nur auf OTK-Spieler größeren Einfluss. Diese wurden schon bei vergangenen Updates der Liste der verbotenen und limitierten Karten stets benachteiligt, da Konami gegen Decks, die in einer Runde gewinnen können, gezielt vorgeht. Daher war die Ankündigung weniger überraschend, denn schon am 1. März hatte Upper Deck angekündigt, dass man eine Änderung der Liste anstrebte, bevor diese sich im September sowieso wieder ändern würde.

Marathon Der Meisterschaft schadete all das nicht. Die Favoriten spielten extrem weit oben mit, allen voran der amtierende Meister Vittorio Wiktor, der sich ungeschlagen von einer Runde in die nächste spielte. Neben ihm konnten die United Gosus, das wohl bekannteste und erfolgreichste deutsche Team, in dem Vittorio seit Ende letzten Jahres ebenfalls Mitglied ist, noch Roland Gress und Besnik Kajtazi in den Tops platzieren. Und bis ins Halbfinale blieb Vittorio tatsächlich ungeschlagen - eine unglaubliche Leistung und gleichzeitig das beste Ergebnis, das ein amtierender Meister in der Meisterschaft des Folgejahres jemals erreichen konnte. Somit konnte

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der Superlative www.goplay-yugioh.com/de/

der Berliner erneut unterstreichen, warum er derzeit als erfolgreichster und wohl auch bester Spieler der Welt gilt. Allerdings fand sein Höhenflug ein abruptes Ende, denn Florian Chitic, der als einziger Spieler in den Top 8 mit einem GladiatorungeheuerDeck antrat, setzte sich nach einem Rückstand noch mit 2:1 gegen Vittorio durch - eine Sensation, denn obwohl Florian in den vergangenen vier Jahren schon unzählige KO-Runden erreichen konnte, ging dem Bayreuther dort regelmäßig die Luft aus, und er zog nie ins Finale ein. Vittorio, der seinen Lauf auf dem Turnier selbst mit der Aussage »Wer heute gegen mich gewinnt, wird Deutscher Meister!« kommentierte, lag vollkommen richtig, denn auch im Finale gegen Christian Mück setzte sich der sympathische Franke trotz eines - fast schon obligatorischen - Rückstands von 0:1 noch durch. Nachdem Florian sich mit einer Niederlage in Tag zwei kämpfen konnte, erlitt er nur eine weitere Niederlage, wodurch der Einzug in die Top 16 greifbar schien. Mit einem besseren TieBreaker als sein Gegner ausgestattet, spielte er in der letzten Runde gegen Nico Acksel, der nur bei einem Sieg sicher in die Top 16 einziehen könnte. Zwar hätte Florian auch bei einer Niederlage noch Chancen gehabt, dann hätte ihm aber das Glück hold sein müssen. Die Schiedsrichter staunten allerdings nicht schlecht, als sie ein volles Feld auf Florians Spielfeldseite sehen konnten, nur um wenig später auf dem Ergebniszettel Nico als Gewinner der Partie auszumachen. Eine Untersuchung wurde gestartet, da der Verdacht einer Bestechung vorlag (das hätte selbstverständlich zum Ausschluss beider Spieler vom Turnier geführt) doch während der Untersuchung wurde deutlich, dass dieses Angebot nie gemacht wurde, sondern Nico lediglich sich selbst als Gewinner angekreuzt hatte - offenbar absichtlich, was eine Disqualifikation ohne Preise für ihn zur Folge hatte, während Florian weiterhin im Turnier verbleiben durfte, um sich vier Runden später den Titel unter den Nagel reißen zu können. Mehr Comebacks in einem Turnier sind kaum möglich, sodass ihm die Sympathien im Finale sicher waren und er unter Anfeuerungsrufen des begeisterten Publikums seine Karten auf den Tisch werfen konnte.

Side Events Selbstverständlich waren nicht nur die 304 qualifizierten Spieler des Main Events in Leipzig zugegen. Über 500 weitere Spieler erfreuten sich an den umfangreichen Side Events. Ein erstes Highlight war die Traditional-Meisterschaft am Samstag, bei der über 80 Teilnehmer all die verbotenen Karten wieder auspacken konnten. Am Sonntag wurde dann das Benefiz-Event ausgetragen, bei dem sich Yu-Gi-Oh-Spieler für einen guten Zweck duellierten. Über 120 Teilnehmer traten an und spielten 1.500 EUR für die Kinderhilfe Leipzig ein (Sieger war Soner Güngör, ein weiteres Mitglied der United Gosus, der im Main Event leider nicht gut bestehen konnte). An beiden Tagen wurden zudem noch über 350 sogenannte 8-Mann-KO-Events ausgespielt, bei denen der Sieger je ein Champion Pack Game 04 erhielt.

Ganz groß Erstmals wurde dieses Jahr auch eine JuniorMeisterschaft ausgespielt. Nachdem 2007 ein ähnliches Event auf die Duel Academy aufbaute, wurde diese zur Junior-Liga weiterentwickelt, die seit Februar sehr beliebt ist. Bei der DM kamen über 100 junge Spieler in einem eigens für sie ausgetragenen Turnier zusammen, bei dem sich Davis Nguyen als Gewinner durchsetzen konnte. Die Decks der Youngsters standen denen der älteren Spieler kaum nach, offensichtlich begreifen schon junge Spieler, welche Karten sich gut miteinander vertragen. Viele der Duellanten wurden von ihren Eltern begleitet, die sich über den grundsätzlichen Turnierablauf informieren ließen, der auch für sie eine Premiere war.

Deutscher Meister: Florian Chitic

Junior-Sieger: Davis Nguyen gespannt, wie sich das auf zukünftige Turniere auswirken wird. Auch in dieser Hinsicht ist der Sieg des Bayreuthers eine Erfolgsmeldung, denn nur wenige Spieler waren glücklich über die Übermacht der Finsternis-Decks. Auch die plötzliche Abwesenheit von OTKDecks im aktuellen Format ist eine willkommene Veränderung. Endlich lohnt es sich wieder, Vorteile über die Dauer des Spiels aufzubauen, da man nicht befürchten muss, dass dieses mit

Meta-Umschwung? Die Folgen des Sieges von Florian Chitic mit einem Gladiatorungeheuer-Deck sind gravierend. Wahrscheinlich wird der Preis von »Finsterer Bewaffneter Drache« noch weiter fallen, da es nun ein anderes konkurrenzfähiges Deck gibt, das dagegen bestehen kann. Die Deckentwicklung von Florians Kameraden, dem amerikanischen Team Overdose, konnte sich erstmals auf europäischem Boden durchsetzen, und wir sind

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einem Schlag vorüber ist. Diese Änderungen beflügeln bessere Spieler, da sie nun wieder konstant weiter vorne mitspielen können und nicht durch eine glückliche Hand ihrer Gegner aus dem Turnier gekickt werden. Alles in allem war die Deutsche Yu-Gi-OhMeisterschaft 2008

ein Turnierfestival der Superlative. Sieger Florian Chitic darf Deutschland nun auf der Europameisterschaft vertreten. Gemeinsam mit den anderen sieben besten Spielern des Tages sowie den besten 32 Spielern der deutschlandweiten Rangliste wird Florian in Amsterdam versuchen,

sich schließlich für die Yu-Gi-Oh-Weltmeisterschaft in Berlin zu qualifizieren. Dieses Großturnier wird am 09. und 10. August dieses Jahres erstmals in Europa ausgetragen, und auch hier erwartet man eine gigantische Show. Oliver Gehrmann b

Rückkehr der Feen

Starkes Licht Light of Destruction - die neue Yu-Gi-Oh-Erweiterung

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ie Expansion Phantom Darkness (PTDN) wurde in Windeseile zur beliebtesten Yu-Gi-Oh-Erweiterung der letzten zwei Jahre, die Karten daraus haben die folgenden Turniere dominiert. Dadurch liegt die Messlatte für ein neues Set sehr hoch. Light of Destruction (LoD) braucht aber nicht einmal den direkten Vergleich mit dem Vorgänger zu scheuen - LoD enthält gleich mehrere Karten, die das Spiel erneut auf den Kopf stellen und die es selbst mit dem »Finsterer Bewaffneter Drache« (PTDN) aufnehmen können.

Kopf oder Zahl Bekannt aus der Yu-Gi-Oh-GX-Fernsehserie sind die Arkane Macht-Monster. Jaden Yukis Erzfeind Sartorius führt sie in die Schlacht, und sie verfügen über unglaubliche Effekte, die allerdings erst über einen glücklichen Münzwurf aktiviert werden müssen. Sollte unmittelbar nach ihrer Beschwörung das ungewünschte Ergebnis auf der Münze erscheinen, verschafft man meist sogar ungewollt dem Gegner deutliche Vorteile. So kann »Arkane Macht XIV - Mäßigung« nicht nur einmalig den Kampfschaden, der durch einen Kampf an den eigenen Life Points entstehen würde, auf null reduzieren, sondern sogar dauerhaft halbieren - vorausgesetzt, nach dessen Beschwörung erscheint das gewünschte Ergebnis beim Würfelwurf. Bei Zahl wird jeglicher Kampfschaden halbiert, den der Gegner nehmen würde. Dem Glück kann man allerdings durch weitere in der neuen Erweiterung enthaltene Karten auf die Sprünge helfen. So sagt die Fallenkarte »Umkehrung des Schicksals«, dass der Effekt des gewählten Arkane Macht-Monsters umgekehrt wird und nun das Ergebnis des anderen Münzwurfs gilt. Wie bei jedem anderen Themendeck benötigen auch die Arkane Macht-Monster eine Killer-

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karte, die das Spiel schlagartig entscheiden kann, damit sie sich auch in der hart umkämpften Turnierszene etablieren können: »Arkane Macht XXI - Die Welt« kann hier auf ganzer Linie überzeugen. Schafft man es, das 8-Sterne Monster aufs Spielfeld zu beschwören, und würfelt man dann noch richtig, kann man zwei Monster, die man kontrolliert, während der End Phase opfern, um den nächsten Spielzug des Gegners zu überspringen - das kommt einem Sieg gleich, besonders, wenn es gelingt, diesen Effekt mehrfach zu nutzen. Das hört sich zunächst komplett unrealistisch an, ist in der aber Praxis weitaus weniger schwierig. Da »Arkane Macht XXI - Die Welt« auch als Spezialbeschwörung beschworen werden kann, wird man nur selten zwei der eigenen Monster opfern, um sie aufs Feld zu beordern. Auch die Sneak Preview-Promokarte »Wächter der Ordnung« unterstützt die Deck-Thematik, denn sobald man zwei oder mehr Licht-Monster kontrolliert, kann der »Wächter« als Spezialbeschwörung beschworen werden. So bekommt man schnell das Tributmaterial für den mächtigen Effekt von »Arkane Macht XXI - Die Welt« aufs Feld, und nach einer erfolgreichen Angriffswelle ist es nur noch selten nachteilig, zwei eigene Monster aufzugeben, wenn man dafür den gegnerischen Spielzug überspringt.

Volle Ladung Die Batteriemänner sind mittlerweile altbekannt. Bisher blieb ihnen der große Durchbruch jedoch versagt, denn obwohl die Kombination der Monster mit »Maschinenduplizierung« interessante Wirkungen ergibt, fehlte die nötige Durchschlagskraft - der One Turn Kill (OTK) gelang einfach viel zu selten. »Batteriemann Ladegerät« soll dem Themendeck diesbezüglich auf


die Sprünge helfen, denn nach der erfolgreichen Beschwörung kann man einen beliebigen anderen Batteriemann von der eigenen Hand bzw. aus dem eigenen Deck beschwören. Noch besser ist »Batteriemann Industrielle Kraft«: Dieser kann als Spezialbeschwörung das Feld betreten, indem zwei Batteriemann-Monster im Friedhof aus dem Spiel entfernt werden, und zudem räumt er das gegnerische Feld von Störfaktoren frei, da er direkt nach Entfernen eines weiteren Monsters vom Typ Donner sowohl ein gegnerisches Monster als auch eine gegnerische Zauber- oder Fallenkarte zerstören kann. Mit »Donnerdrache« ergeben sich hier spielstarke Synergien. Der wahre Finisher im Themendeck ist allerdings »Kurzschluss«. Diese Zauberkarte bereinigt das komplette gegnerische Feld, kann allerdings erst aktiviert werden, sobald man drei oder mehr Batteriemann-Monster kontrolliert. Da diese dann im Falle von »Batteriemann AA« jeweils über 3.000 ATK verfügen würden, wird ein OTK viel eher möglich.

Licht ins Dunkel Neben den Arkane Macht-Monstern gehören auch die Lichtverpflichtet-Monster zu den vielen Licht-Monstern im neuen Set. Sie können mit durchaus spielstarken Effekten aufwarten, dafür schicken sie allerdings in der End Phase eigene Karten vom Deck auf den Friedhof. Glücklicherweise ist das Themendeck schnell genug, um mit dem Gegner kurzen Prozess zu machen, bevor man selbst durch die Mühl-Effekte Deck Out geht und verliert. Die Geschwindigkeit des eigenen Deck erhöht »Garoth, Lichtverpflichteter Krieger« noch zusätzlich, der immer, wenn Karten durch den Effekt eines LichtverpflichtetMonsters auf den Friedhof geschickt werden, zwei weitere Karten auf den Friedhof schickt und anschließend für jedes so auf dem Friedhof gelandete Lichtverpflichtet-Monster Karten nachziehen lässt. Auch »Solarwiederaufladung« gehört zu den festen Säulen des Licht-Themendecks. Nach Abwurf eines Lichtverpflichtet-Monsters zieht man zwei Karten und legt anschließend noch die obersten zwei Karten des eigenen Decks auf den Friedhof. So gräbt man sich schnell zu den spielentscheidenden Karten vor. Mit Abstand die prächtigste spielentscheidende Karte ist der »Urteilsdrache«. Er gehört zu den Nomi-Monstern, die nur auf die im Kartentext beschriebene Weise beschworen werden können - er kann das Feld betreten, nachdem vier oder mehr Lichtverpflichtet-Monster mit verschiedenen Namen im Friedhof gelandet sind. Zahlt man 1.000 Life Points, zerstört er alle anderen Karten auf dem Spielfeld und bleibt alleine liegen. Da er nach Aktivierung dieses Effekts noch mit 3.000 ATK angreifen kann, schwinden die Chancen des Gegners auf einen Sieg, sobald

der mächtige Drache das Feld betritt. Weiterer Support wie »Phantomdrache«, der das Spielfeld betreten kann, nachdem der Gegner ein Monster als Spezialbeschwörung beschworen hat, machen das Themendeck zuverlässig genug, um auch auf kommenden Turnieren mitzumischen.

Fusionspower Bisher spielten Fusionsmonster keine große Rolle. Das liegt an dem durch eine Fusionsbeschwörung bedingten Kartennachteil, den man nur selten durch die Effekte der beschworenen Monster ausgleichen konnte. Aber mit »Schicksalsenddrache« (LoD) gibt es ein Fusionsmonster, für das sich der Aufwand lohnen könnte: Da er eine Fusion von »Schicksalsheld - Plasma« und »Schicksalsheld - Dogma« ist, muss man bestehende Decks kaum abändern, da die beiden mächtigen Schicksalshelden sowieso schon gemeinsam gespielt werden - denn sie eignen sich hervorragend sowohl für den Abwurf wegen »Schicksalsziehen« als auch für eine Kombination mit »Inzahlungnahme« oder »Verlockung der Finsternis«. Der sowieso schon ausgereizte Deckspeed ermöglicht es auch, an »Polymerisation« zu kommen, die die Fusion der beiden Monster einleitet. Wenn »Schicksalsenddrache« das Feld betritt, kann man durch seinen Effekt ein gegnerisches Monster vollkommen kampflos zerstören, wobei der Gegner zusätzlich noch Schaden in Höhe der ATK des zerstörten Monsters erhält. Da stört der damit verbundene Verzicht auf die eigene Battle Phase kaum. Sollte sich der Gegner der Bedrohung entledigen, kehrt der »Drache« in der nächsten Standby Phase einfach aufs Spielfeld zurück, indem man einen Schicksalshelden im Friedhof aus dem Spiel entfernt. Auch die Gladiatorungeheuer dürfen sich über Unterstützung freuen, obwohl sie zuletzt ohnehin schon die großen Turniere aufmischen konnten: »Gladiatorungeheuer Gyzarus« kann ohne Einsatz von »Polymerisation« beschworen werden und zerstört direkt zwei gegnerische Karten, wenn er das Spielfeld betritt. Wie man das von den Gladiatorungeheuern gewohnt ist, kann er während der End Phase ins Deck (in diesem Fall ins Fusionsdeck) zurückkehren, um zwei andere Gladiatorungeheuer per Spezialbeschwörung aufs Spielfeld zu rufen.

Unkenrufe Fusionsmonster, Lichtverpflichtet, Batteriemänner und Arkane Macht-Monster sind die größeren Themen von Light of Destruction. Doch das Set bringt zudem noch Support für ein ungewöhnliches Frosch-Themendeck mit und verstärkt viele weitere, bisher weniger dominante Deckarten. Man darf gespannt sein, ob die Auswirkungen auf die Turnierszene derart deutlich

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sind wie zuletzt bei Phantom Darkness - auf jeden Fall bringt Light of Destruction definitiv wieder etwas mehr Licht in die bisher von Dunkelheit geprägte Yu-Gi-Oh-Turnierszene. Oliver Gehrmann b

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Münzen werfen, Karten ziehen

Ninja Naruto In Serie sechs ist für jeden Spieler etwas dabei

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pätestens seit Serie vier nützen die neuen Naruto-Erweiterungen allen Spielern, egal, welche Elemente und Decks sie bevorzugen. Serie sechs macht dabei eine besonders gute Figur. Ein Schwerpunkt der neuen Serie liegt auf einer bislang eher selten beachteten Kartengruppe: den Ereigniskarten.

Glück und Technik

»Ballwerfen« (Er 192) ist eine der vielen starken neuen Ereigniskarten: »Ballwerfen« verschlankt das eigene Deck, sodass man schneller an Schlüsselkarten herankommt.

Dabei kann man die Ereigniskarten der Serie sechs in zwei Kategorien einteilen. Eine Reihe von ihnen sind billig und haben tolle Effekte leider kann man die nur aktivieren, wenn man bei einem Münzwurf Glück hat. Die zweite Gruppe ist etwas teuer, kann aber mit interessanten Effekten glänzen. Zum Beispiel »Ballwerfen« (Er 192). Die Karte ist nach der dritten Runde spielbar und kostet eine Handkarte als zusätzliche Kosten. Wenn der Gegner zwei Karten zieht, darf man selbst zwei ziehen. Wenn er keine zieht, eine. Selbst im schlechtesten Fall ist die Karte also immer noch eine Möglichkeit, im Austausch an eine neue Karte zu kommen. »Ballwerfen« (Er 192) zeigt auch einen weiteren Trend in Serie sechs: Waren Karten, mit denen man Karten ziehen oder andere Karten suchen kann, in den vergangenen

»Unerwarteter Hinweis« (Er 208) ist für Decks mit vielen Jutsus eine ausgezeichnete Suchkarte, um das gerade benötigte Jutsu auf die Hand zu bekommen.

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Serien eher selten, wird man in Serie sechs förmlich damit eingedeckt. Vor allem KontrollSpieler freuen sich darüber. Ein anderes Beispiel für diesen Trend ist »Unerwarteter Hinweis« (Er 208). Hat man die Karte ausgespielt, zeigt man dem Gegner die obersten fünf Karten seines Decks. Ist ein Jutsu darunter, darf man es auf die Hand nehmen. Die anderen Karten wandern zurück auf das Deck, das dann gemischt wird. »Unerwarteter Hinweis« kann man nach Runde zwei ins Ninjadorf bringen, die Karte kostet außerdem eine Handkarte und ist vor allem für Spieler interessant, die viele Jutsus verwenden: Diese finden unter den fünf Karten, die man zieht, immer mindestens ein Jutsu, das sie benötigen. Serie sechs enthält auch eine ganze Reihe neuer Kreaturen. So bekommen Fans von »Orochimaru« neben einer neuen Version des Ninjas (Ni 217) auch eine neue Schlange. »Manda« (Ni 221) ist allerdings nur etwas für risikobereite Spieler. Mit einer Kampfstärke von 9/0 macht sie zwar einiges her, sollte sich ihr Herr »Orochimaru« aber nicht im eigenen Ninjadorf befinden, muss man einen Ninja auf den Ablagestapel legen. Interessant für Decks, die »Orochimaru« und eine seiner Schlangen nutzen, ist das Ereignis »Völliger Stillstand« (Er 193). Spielbar ist es


nach der dritten Runde, und es kostet eine Handkarte. Spieler dürfen Deck nach »NinGama«, »Gama (Kröte)«, »Schlange« oder »Schnecke« durchsuchen und danach das Deck mischen. Bevor man sich aber wieder an ein Mono-Wasserdeck mit »Orochimaru« und vielen Jutsus wagt, sollte man sich die Ereigniskarte »Abraten« (Er 203) ansehen, die ein heftiger Dämpfer für jedes Wasser-Deck ist. Man kann sie nach der zweiten Runde spielen, sie kostet zusätzlich eine Karte von der Hand, der Effekt lohnt sich aber. Der Gegner darf aus »Abraten« (Er 203) oder auch »Anwendung der ersten Trainigsstufe« (Ju 214) sind eine kalte Dusche für jedes Wasser-Deck.

seiner Hand keine Karten mit dem Wassersymbol anwenden oder in sein Dorf legen. Und auch Spieler von Intellekt-Decks können sich freuen. Sie bekommen mit der Karte »Ideale Formation« (Er 235) eine weitere Möglichkeit, physische Kämpfe in intellektuelle Kämpfe zu verwandeln. Nicht nur, dass sich mit »Ideale Formation« der Intellektwert der Ninjateams erhöht. Alle geblockten und ungeblockten Teams kämpfen im Kräftemessen außerdem mit ihrem Intellektwert. Allerdings kann man die Ereigniskarte erst nach Runde vier spielen, außerdem kostet sie eine Handkarte. Bei all den interessanten Ereigniskarten fällt die Auswahl schwer. Zu viele sollte man aber nicht nutzen, denn über die Qualität eines Decks entscheiden vor allem dessen Ninjas.

Neue Gesichter Neben alten Bekannten wie »Naruto Uzumaki«, »Sakura Haruno« und »Sasuke Uchiha«, die die Entwickler in jeder Erweiterung mit mindestens einer neuen Version bedenken, kann man in Serie sechs auch einige neue Gesichter entdecken. Eines davon ist »Niwaki« (Ni 209), ein Feuerninja, der eine nette Fähigkeit mitbringt. Kommt er ins Dorf, darf man eine Karte ziehen. Greift er an oder verteidigt er, darf man ihn am Ende des Zuges auf den Ablagestapel legen und eine Karte ziehen. »Niwaki« hat eine Stärke von 2/0 (0/0) und ist ideal, wenn man noch einige Möglichkeiten zum Kartenziehen benötigt. Das gleiche kann »Dan« (Ni-210), nur dass er ein wenig stärker ist. Statt nach der ersten Runde kann man ihn erst nach der vierten Runde ausspielen. Seine Kampfwerte sind 5/2 (1/2). Seine Fähigkeit ist die gleiche. Kombiniert man die beiden noch mit der Ereigniskarte »Verhandlung« (Er 199), hat man eine effektive Kombo, mit der man sich schnell durch sein Deck arbeiten kann, denn »Verhandlung« erlaubt es einem Spieler, eine Ninjakarte aus dem Ablagestapel zu nehmen und zurück auf seine

Hand zu bringen - allerdings nur, wenn auch der Gegner schon Ninjakarten im Ablagestapel hat. Auch unter den bekannten Ninjas gibt es einige herausragende neue Versionen. So stellt der neue »Orochimaru« (Ni 217) den Gegner vor eine schwere Wahl: Entweder er zieht eine Karte, wenn »Orochimaru« im Dorf erscheint, erhält dafür aber eine weitere Karte auf seinem Niederlagenstapel. Oder er zieht keine Karte - im Gegenzug darf man ihm zwei zufällige Karten von der Hand auf den Ablagestapel legen. »Naruto Uzumaki und Konohamaru« (Ni 233) beseitigen ein altes Problem. Um »Naruto« effektiv zu nutzen, muss er verletzt sein - »Naruto Uzumaki und Konohamaru« kann man ohne weitere Kosten zum Beginn der Angriffsphase in diesen Zustand befördern und hat dann einen Ninja mit einem Angriffswert von 4/0. Außerdem erhalten alle weiteren Ninjakarten im Dorf, die den Rang Ninja Akademie Student haben, +1/+1.

Angriff und Verteidigung Mindestens genau so wichtig wie neue Ninjakarten sind auch neue Jutsus. Wieder einmal muss man aber sehr genau aufpassen, welche Jutsukarten man in sein Deck mischt, da die meisten einen bestimmten Kampfstil oder einen bestimmten Ninja als Voraussetzung haben. Erfüllt man diese Anforderungen, kann sich das Ergebnis sehen lassen. Ein gutes Beispiel ist »Spiralkugel« (Ju 210): Es kostet zwei Donnerchakra und ein zusätzliches Chakra. Nur »Hokage der Vierte«, »Jiraiya« und »Naruto Uzumaki« können es anwenden, und sie müssen die Eigenschaft Bushin haben. Dafür erhält der Anwender +7/+0 bis zum Ende des Zuges. Gewinnt sein Team, gilt der Sieg als Sieg durch Überrennen. Ähnlich verhält es sich mit »Technik der 1000 Vögel« (Ju 211) - »Sasuke Uchia« und »Kakashi Hatake« können diese Jutsukarte benutzen. Der Anwender erhält +5/+0. Bei einem Sieg kann man eine zusätzliche Karte auf den Niederlagenstapel schicken. Gerade in den ersten Runden ist diese Variante der Jutsukarte eindeutig stärker als die »Technik der 1000 Vögel« (Ju 171) aus Serie fünf (»Sasuke Uchiha« (Ni 155) kann übrigens auch sie kostenlos benutzen). Kosten die Jutsukarten wenig und haben fast keine Voraussetzungen, sind sie vor allem dazu da, andere Jutsu- oder Ninjakarten aufzuhalten: »Erdspalte« (Ju 208), kostet beispielsweise ein Erdchakra und verhindert eine Jutsukarte, die von einem Ninja mit Rang Genin oder niedriger angewendet wird. Gut ist die Karte vor allem gegen schnelle Decks, die Tai-Jutsukarten benutzen. »Anwendung der ersten Trainigsstufe« (Ju 214) ist eine Metakar-

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»Niwaki« (Ni 209) und »Dan« (Ni-210) helfen, sich auf der Suche nach Schlüsselkarten schneller durch das eigene Deck zu graben - vor allem in Kombination mit »Verhandlung« (Er 199).

te gegen Wasserdecks. Sie kostet ein Donnerund ein beliebiges Chakra. Alle Ninjakarten mit dem Symbol Wasser, gegen die der Anwender kämpft, werden aus dem Team entfernt und zurück in die Wartestellung gesetzt. Naruto Serie sechs dürfte beinahe jedes Deck verändern - und wenn es sich auch nur um eine Karte handelt, die man austauscht. Kontrollspieler dürften sich über die vielen Möglichkeiten freuen, ihr Deck zu manipulieren, während Blitzspieler eine neue »Technik der 1000 Vögel« in ihr Deck stecken können. Ganz nebenbei gibt es auch noch eine Reihe neuer Ninja- und Jutsukarten, die man ausprobieren kann. Serie sechs kann man einfach nicht ignorieren. Sebastian Geiger b

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A

m 3. Oktober dieses Jahres erscheint die neue alleinstehende Erweiterung Fragmente von Alara für Magic: The Gathering. Hersteller Wizards of the Coast ändert mit Fragmente von Alara seine Erscheinungsweise - es wird weniger Karten pro Jahr geben.

Weniger Die drei Erweiterungen im Block zu Fragmente von Alara sind mit folgender Kartenstärke angekündigt: Fragmente von Alara wird 249 Karten haben, die erste Erweiterung mit dem Arbeitstitel Papier (Paper) und die zweite Erweiterung mit dem Arbeitstitel Schere (Scissors) umfassen jeweils 145 Karten. Gleichzeitig wird es neben den bekannten häufigen Karten (Commons), weniger häufigen Karten (Uncommons) und den seltenen Karten (Rares) eine neue Seltenheitsstufe, geben: die sagenhaften Karten (Mythic Rare). Auf sagenhaften Karten ist das Erweiterungssymbol rötlich. In durchschnittlich einem von acht Boostern kann man anstelle der seltenen Karte eine sagenhafte Karte finden. Dementsprechend gibt es unter den 249 Karten in Fragmente von Alara 15 sagenhafte, 53 seltene, 60 weniger häufige, 101 häufige und 20 Standardländer. Die kleineren Erweiterungen (Papier und Schere) verteilen ihre je 145 Karten auf 10 sagenhafte, 35 seltene, 40 weniger häufige und 60 häufige Karten. Die Glitzerversionen (Foil oder Premium) der sagenhaften Karten sind in den Boostern ge-

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nauso häufig wie die Premiumkarten bisher. Die elfte Edition soll ebenfalls weniger Karten haben als frühere Grundsets - Entwickler Mark Rosewater gab preis, dass das im Sommer nächsten Jahres erscheinende Grundset 229 Karten haben soll, auch wenn diese Zahl noch nicht offiziell ist.

Anders Außerdem greift Wizard zu einer Verteilung aus der Anfangszeit von Magic (bis zur dritten/Revised Edition) zurück: Eine häufige Karte eines Boosters wird durch ein Standardland ersetzt. Ein Booster enthält also ab Fragmente von Alara eine seltene (oder mit viel Glück sagenhafte) Karte, drei weniger häufige Karten, zehn häufige Karten, ein Standardland - und eine Karte mit taktischen Hinweisen. Speziell für Einsteiger gedacht ist das neue Intro-Pack aus einem vorkonstruierten Deck mit 41 Karten (inklusive einer seltenen Foil-Karte und einer normalen seltenen Karte), einem Booster des jeweils aktuellen Sets, einer Regelbeilage für das aktuelle Set sowie einer Einführung: “Wie man Magic spielt”. Zu jeder Erweiterung gibt es fünf verschiedene Intro-Packs. Themendecks wird es nicht mehr geben.

Mehr Das sogenannte Planeswalker-Handbuch (The Planeswalker’s Guide to Alara) erscheint am 2. September 2008 und wird als “das ultimative Hilfsmittel für Planeswalker auf ihren Welten-


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wanderungen durch das Multiversum” angekündigt - mit Insiderinformationen zu Fragmente von Alara, reichen Illustrationen und einem detaillierten Überblick über die Welt von Alara. Noch nie zuvor gab es für Planeswalker so einen allumfassenden Zugriff auf die Welt von Magic: The Gathering. In den Folgejahren sollen die Planeswalker-Handbücher regelmäßig erscheinen. Anfang 2009 erscheint der erste Band einer neuen Romanserie, der Planeswalker-Romane: Es geht um Jace Beleren, einen mächtigen Zauberer vor einer schwierigen Entscheidung; die schöne Liliana Vess, deren Vorliebe für grobe Scherze ein dunkles Geheimnis verbirgt; und um Tezzeret, den Anführer einer sich über mehrere Welten erstreckenden Bruderschaft, der nach Wissen und nach Macht sucht. Im Sommer 2009 erscheint der zweite Planeswalker-Roman um die Feuermagierin Chandra Nalaar, die un-

versehens für Propheten einer alten Religion interessant wird. Apropos Romane: Zukünftig wird es zu den Block-Erweiterungen nur noch einen einzigen Roman pro Block geben, der im Frühjahr (also mehr oder weniger zwischen den beiden kleinen Erweiterungen eines Blocks) erscheinen soll. Im Frühjahr 2009 erscheint zum Fragmente von Alara-Block der erste (und einzige) Roman. Diese letzte Veränderung betrifft auch die Fat Packs, die zukünftig nur noch einen Auszug anstelle des gesamten Block-Romans enthalten werden. Aich die Wizards müssen sparen. Schließlich ist die ganze Konzentration auf Planeswalker auch inhaltlich begründet - diese Kartenart wird nämlich in Fragmente von Alara auf jeden Fall wieder vertreten sein, zum Beispiel mit dem Planeswalker »Sarkhan Vol«. Lars Schiele b

Abschluss eines Doppelblocks

Nacht über Lorwyn? Magic: Abendkühle

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achdem Lorwyn, die Welt des ewigen Mittsommers, durch die Aurora in das finstere Schattenmoor verwandelt worden ist, schließt Abendkühle (Eventide) die beiden Miniblocks ab. Abendkühle mit dem Symbol des Mondes steht Morgenluft (Morningtide) mit seinem Sonnenlogo gegenüber: Wird es gelingen, wenigstens einen Rest von Lorwyns ursprünglicher Idylle zurückzubringen, oder folgt dem ewigen Sommer die ewige Finsternis Schattenmoors? Die vorliegenden Informationen lassen vermuten, dass »Ascheline, die Pilgerin« (Ashline, the Pilgrim/LW) zu gewaltiger Größe angewachsen in Kartenform auftaucht. Vielleicht bringt ihre Flamme Schattenmoor ja das Licht zurück? Die Erweiterung ist 180 Karten groß, die sich gleichmäßig auf häufige (Commons), weniger häufige (Uncommons) und seltene Karten (Rares) verteilen. Die Prerelease-Turniere finden am Wochenende 12. bis 13. Juli statt, offizieller Release ist Samstag, 26. Juli. Lars Schiele b

www.wizards.com/default.asp?x=magic/preview/evepack,,de

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Abschied im All

Unentdecktes Land Star Trek in den Händen eines Spielerkomitees

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»Data« und »Geordi« aus der Next Generation stand aber gleichzeitig vor dem Ende der Star Abschlussepisode All Good Things enthalten Trek-Lizenz von Decipher. Doch bereits ein Jahr waren. Auch die Gatherer aus dem Premierenset zuvor war hinter den Kulissen ein Spielerkomider 2nd Edition erhielten mit »Gatherer’s Raid« tee aufgebaut worden. Brad DeFruiter selbst, endlich einen sinnvollen Nutzen, und mit den damals noch Brand Manager für das STCCG, hat»Orionischen Sklavenmädchen« aus der Serie te eine neue Crew aus Turnierkoordinatoren reEnterprise gab es auch für die Thief-Strategien krutiert. Das daraus entstandene Player Commiterhebliche Verstärkung. Besonders reizvoll watee wurde nach einer STCCG-Karte The Continuren aber zwei Personing Committee getauft. nel, deren Alter Egos Es organisiert seitdem Das erste virtuelle Set unter den Spielern als Turniere und entwikThe Undiscovered Country besteht Berühmtheiten gelten: kelt neue Karten. Ein aus 45 brandneuen Spielkarten »Mot the Barber« (alias neues Set virtueller und ist am 9. Mai erschienen Evan Lorentz) und »SirKarten (siehe Kasten) na Kolrami« (alias Brad erschien bereits im DeFruiter). Beides Personnel aus dem ersten Mai - entwickelt von Brad DeFruiter selbst. Star Trek-Set überhaupt, die den späteren ErfinErstmals seit Jahren werden wieder weltweidern der 2nd Edition, Lorentz und DeFruiter, bete Regionals-Turniere ausgetragen (große Turreits vor 13 Jahren als Avatare dienten. Evan Lorniere in jeder der zwölf Spielerregionen der entz war sogar selbst am Design der populären Welt). Als besonderen Preis gibt es vom Continu»Mot«-Karte beteiligt, obwohl er inzwischen für ing Committee original Promokarten von Decidas Sammelkarten-Spiel Stargate tätig ist. pher. Highlight wird wieder die EuropameisterNeben diesen Geschenken an die Fans verschaft, die am 26. und 27. Juli in Potsdam stattfolgte What You Leave Behind aber auch die finden soll (mehr hierzu und zu dem neuen Set Ziele der vorangegangenen Edition weiter, wie auf der Website des Continuing Committee beispielsweise die sogenannten four-or-more www.trekcc.org); und natürlich die WeltmeisterElemente. Wie Brad DeFruiter bereits 2007 in schaft auf dem Gen Con - am 14. bis 17. August einem Interview in der KARTEFAKT erklärte, hanin Indianapolis (Indiana, USA). delt es sich dabei um neue Strategien, die vor Thorsten Wanek b allem kostenintensive Karten benötigen. So fanden viele der zuvor unbeliebten Personnel mit hohen Kosten von vier oder mehr (daher der Selbstverwaltet und eigenfinanziert Name) eine neue Verwendung. Ergänzt wurde

Spielerkomitees

E

nde Dezember 2007 gab die amerikanische Spieleschmiede Decipher bekannt, das Star Trek Customizable Card Game (STCCG) nach 13 Jahren endgültig einzustellen.

Ende Als Abschiedsgeschenk an die Fans gab es ein letztes Set mit 120 neuen Karten unter dem treffenden Titel What You Leave Behind. Thematisch wurden damit vor allem die sogenannten Broken Links geschlossen, also Verweise auf andere Karten, die nun endlich Wirklichkeit wurden. Dass dabei die Wünsche der Spieler im Mittelpunkt standen, zeigte sich daran, dass lang erwartete Schmuckstücke wie die »Prometheus«, ein assimilierter »Borg-Data« oder auch

KA R TE FAK T VIRTUAL

dies durch die Einführung von als Artefakt-Personnel bezeichneten Karten. Dabei handelt es sich um regulär sehr teure Karten wie den neuen »Data« aus der Zukunft oder den klingonischen »Kanzler Gorkon«, die nach dem Lösen bestimmter Missionen stark verbilligt ins Spiel kommen. Auch auf der Dilemmaseite gab es zum Schluss noch Neues: Mit dem Schlüsselbegriff Persistent versehene Dilemmas lassen sich nach Verwendung durch das Abwerfen von Handkarten wieder verwenden. Mit dem Event »Ghost Stores« lässt sich dieser Effekt auch auf ältere Dilemmas übertragen.

Neuanfang Die Spielerschaft hielt somit zu Beginn des neuen Jahres ein brandneues Set in den Händen,

22

Immer wieder finden eingestellte Sammelkarten-Spiele eine neue Heimat in den Händen begeisterter Fans. Am populärsten war das Star Wars Players Committee, welches nach dem Ende der Star Wars-Lizenz die komplette Turnierbetreuung und die Entwicklung neuer Karten für das SWCCG übernahm. Dabei engagieren sich meist ehemalige Mitarbeiter und Turnierleiter und betreuen ein Spiel nach der offiziellen Einstellung weiter. So wurde das Buffy Sammelkarten-Spiel weitergeführt, für Perry Rhodan erscheinen sogar bis heute komplett neue, gedruckte Karten. Perry Rhodan ist aber eine erfreuliche Ausnahme, da aufgrund von Lizenzbeschränkungen meistens nur sogenannte virtuelle Karten zur Verfügung gestellt werden, d.h. neue Spieltexte zum Ausdrucken und Überkleben von alten Karten.


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