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03-2015 | www.aab-tirol.at

TIROLBILD Magazin f체r den AAB Tirol

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T I E Z B L

Halbzeit Der AAB Tirol hat gearbeitet Seitenblicke Beim AAB ist was los AAB'ler im Gespr채ch 4 Fragen an Werner Salzburger


THEMA Inhalt

Liebe Leserin, lieber Leser! Wir haben derzeit rund 10 200 Mitglieder in ganz Tirol – das ist alles andere als nichts. Im Gegenteil, es ist ein Zeichen dafür, dass der AAB Tirol grundsätzlich eine starke Stimme in unserem Land hat, wir müssen nur noch mehr lernen, diese laut einzusetzen. Aber wir befinden uns auf einem sehr guten Weg. Derzeit hat der AAB Tirol 188 Ortsgruppen, von Sommer 2014 bis Oktober 2015 fanden 22 Jahreshauptversammlungen mit Neuwahlen statt. In nahezu allen Bezirken gab es regelmäßige Bezirksvorstandsbzw. Bezirksleitungssitzungen. Weitere rund 40 Veranstaltungen in den Ortsgruppen und Bezirken zu den verschiedensten Themen zeigen, dass der AAB Tirol neu durchgestartet ist. Unser neuestes Steckenpferd ist der Aufbau von Gruppen der „Jungen ArbeitnehmerInnen“ in allen Bezirken. Dass dieser Nachwuchs viel zu sagen hat, zeigt die Interviewrunde mit unserer Landesobfrau Beate Palfrader auf Seite 10. Wir können stolz darauf sein, was sich in den vergangenen eineinhalb Jahren getan hat. Unsere Titelstory „Halbzeit“ soll jedoch noch eine ganz andere Seite unserer Arbeit als AAB darstellen. Eine positive Seite, eine, die darstellt, wie viel in letzter Zeit für die ArbeitnehmerInnen in unserem Land umgesetzt wurde. Welche wichtigen Schritte für die Zukunft unternommen wurden, denn zu leicht werden Erfolge und Errungenschaften in unserer schnelllebigen Zeit vergessen, und nichts ist leichter, als das Negative oder das Schlechtreden Überhand gewinnen zu lassen. Außerdem möchten wir euch noch auf unsere nächste große Veranstaltung am 9. Januar 2016 hinweisen. Zum ersten Mal in der Geschichte des AAB Tirols finden gemeinsam mit der AAB-FCG-AK Fraktion der Ball der Arbeit im Salzlager Hall statt. Es erwartet euch neben einer Tanzeinlage des TanzSport-Zentrum Pillerseetal, Live-Musik von der Tiroler Band Improve und einer Tombola noch vieles mehr. Wir würden uns sehr freuen euch, eure Familien bzw. eure Freunde als Gäste begrüßen zu können. Karten (12 Euro) können bereits unter E-Mail: landessekretariat@aab-tirol.at oder unter Tel: 0512/52052 reserviert werden! Eure Tanja Rupprecht, Landesgeschäftsführerin AAB Tirol

14 4 | Wichtige Entscheidungen für die ArbeitnehmerInnen 6 | Service - Wer hilft im Alltag 8 | AAB-Politiker melden sich zu Wort 14 | Seitenblicke - was war los in Tirol

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ZU TEUER

Impressum: Tirol Bild 2/2014 – Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Landesobfrau LR Dr. Beate Palfrader, Landesgeschäftsführerin Tanja Rupprecht; Redaktion: Tanja Rupprecht, Janina Gschwenter, Slaven Tomas Fotos: AAB-Tirol, www.istock.com, Land Tirol (Aichner /Berger), Sabine Hollaubeck, Privat; Druck: www.radin-berger-print.at, www.aab-tirol.com, P.b.b.-Erscheinungsort Innsbruck – Verlagspostamt 6020 Innsbruck – GZ 02Z031534 M

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ZeitRaum


EDITORIAL Leitartikel

Wir stehen vor großen Herausforderungen! "Aus der Ungerechtigkeit des Heute, schaffe ich die Gerechtigkeit des Morgen!" Mit diesem Satz von Antoine de Saint Expery eröffnete ich den außerordentlichen Landestag des AAB Tirol am 26. September, der ganz im Zeichen des Aufbruchs stand. Denn neben einem Rückblick auf die letzten 70 Jahre mit erfahrenen WegbereiterInnen und FunktionärInnen - der AAB Tirol wurde im September 1945 gegründet- haben wir vor allem den Blick nach vorne gerichtet. Die Gesprächsrunde mit jungen, engagierten ArbeitnehmerInnen aber auch die Teilnahme von so vielen jungen Mitgliedern hat gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aus diesem Grunde haben wir auch unsere Statuten geändert, um vor allem den Ortsorganisationen ihre Arbeit zu erleichtern. Eines ist klar, die Basis für gute Arbeitnehmerpolitik wird in den Betrieben, Dienststellen und Ortsgruppen gelegt. Es gilt nach wie vor sich großen Herausforderungen zu stellen: Da geht es einerseits um unsere jungen MitbürgerInnen, denn gerade beim Übergang von der Schule in den Beruf liegt ein großes Gefahrenpotenzial. Weit über 100.000 Jugendliche in Österreich wechseln in ein Arbeitsverhältnis, ohne eine Lehre oder eine Ausbildung absolviert zu haben und werden damit oft in atypische Beschäftigungen gedrängt, die keine langfristigen Perspektiven bieten. Da geht es auch um ältere ArbeitnehmerInnen, die zu oft nur als Kostenfaktor gesehen werden und um ihre Weiterbeschäftigung bangen müssen. Diesem Umstand kann nur mit einem Bonus-Malus-System wirksam entgegen getreten werden. Und vor allem wird es darum gehen, mit den verschiedensten Maßnahmen die Vollbeschäftigung zu sichern, denn die steigende Zahl der Beschäftigten darf nicht darüber hinweg täuschen, dass diese Steigerung vor allem in der permanent steigenden Zahl der Teilzeitbeschäftigungen begründet ist. Und Teilzeitbeschäftigung- so sinnvoll sie in bestimmten Lebenssituationen auch sein mag- kann eine soziale Absicherung und einen Schutz vor Armut auf Dauer nicht garantieren. In Tirol sind durch die Landesregierung mit dem Impulspaket, der Fachkräfteoffensive und auch mit dem permanenten Ausbau der Kinderbetreuung bereits wesentliche positive Schritte gesetzt worden. Ich darf abschließend Bischof Manfred Scheuer zitieren: "Das wirtschaftliche Leben ist nicht dazu da, die Produktionsgüter zu vervielfachen, den Gewinn oder die Macht zu steigern, sondern soll in erster Linie im Dienst der Menschen stehen!" Daran sollten wir uns stets orientieren, meint eure Landesobfrau Beate Palfrader

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TITEL

Halbzeit

Dies trägt die Handschrift des AAB Tirols

Positive Entscheidungen, die das Leben der Tiroler ArbeitnehmerInnen erleichtern sollen

In Tirol wurden in den vergangenen Jahren viele wichtige Entscheidungen für die ArbeitnehmerInnen und Familien getroffen. Leider wird das in der veröffentlichten Meinung oft nicht so wahrgenommen, da die negative Berichterstattung bedauerlicherweise die positive überwiegt. Der nachstehende Überblick soll aber einige dieser Leistungen hervorheben und über einige wichtige Maßnahmen für Gegenwart und Zukunft informieren. Die Arbeitnehmerpolitik trägt ihre Handschrift.

sive des Landes verlängert. 10,55 Millionen Euro finanzieren zusätzliche Lehrer und unterstützen die Gemeinden in der barrierefreien Gestaltung von Gebäuden. Für Bauoffensiven stehen 24,75 Millionen Euro zur Verfügung und damit sollen heimische Arbeitsplätze im Bau- und Baunebengewerbe gesichert werden. 11,2 Mio. Euro fließen zudem in die Stärkung des heimischen Tourismus. 25 Millionen Euro machen die Infrastruktur-Impulse der TIWAG aus.

Arbeit:

Die vergangenen Jahre und leider auch die gegenwärtige Sitaution sind geprägt von der Wirtschaftskrise. Wir müssen diesen Entwicklungen trotzen und zukunftsträchtige Aktionen setzen. 4

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Impulspaket: Mit dem im Juni 2015 beschlossenen Impulspaket werden in den nächsten beiden Jahren zusätzlich 135 Millionen Euro in Tirols Zukunft investiert. Mit 53 Millionen Euro werden 500 zusätzliche neue Wohnungen gebaut und die Sanierungsoffen-

Europäischer Sozialfond (ESF): Die ESF- Strategie in der Höhe von 8,7 Millionen Euro wurden im Landtag beschlossen. Sie sollen den Problemen der Tirolerinnen und Tiroler am Arbeitsmarkt entgegenwirken. Sie verfolgt grundsätzlich wichtige Ziele: 1. Die kontinuierlich steigende und sich verfestigende Arbeitslosigkeit älterer Arbeitnehmer in den Griff zu bekommen (seit 2009 stieg diese um 63,4%)

Foto: Hansjörg Haisjackl

Fachkräftepaket: Im Januar 2015 wurde der Fachkräfte-Paket geschmiedet, der vor allem auf die Stärkung der Lehre und die Förderung von Aus- und Weiterbildungen abzielt. Das Paket ist eine klare Ansage im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Im April trat mit der Fachabschlussbeihilfe der nächste Schritt in Kraft. Arbeitssuchende Personen, die eine vom AMS geförderte Weiterbildung zur Fachkraft absolvieren, werden in Zukunft vom Land Tirol mit bis zu 350 Euro zusätzlich pro Monat unterstützt. Damit wird ein weiterer Anreiz zur Aus- und Weiterbildung gesetzt Insgesamt stehen für diese Initiative des Landes Tirol jährlich rund eine Million Euro zur Verfügung.


2. Den zunehmenden Trend zur Teilzeitarbeit zu reduzieren und den Anteil der Vollzeitbeschäftigung (liegt unter 50 %) zu forcieren. 3. Eine Verbesserung der Erwerbssituation von Working Poor sowie die Verhinderung von Working Poor. 4. Einen großen Fokus auf junge Menschen zu legen, insbesondere auf den Übergang zwischen Schule und Beruf. Lehrlingskoordinator: Die Lehre muss wieder en vogue werden. Sie ist eine fundierte und zukunftsträchtige Berufsausbildung, da sie eine optimale Verbindung zwischen der Vermittlung von praktischen

„Die Menschen sollen spüren, dass wir sie verstehen und für sie da sind.“ LH Günther Platter Fertigkeiten, Hintergrundwissen und wichtigen Schlüsselqualifikationen bietet. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Lehre und Matura durch parallele Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung zu kombinieren und sich so den Zugang zu Universitäten und Fachhochschulen zu öffnen. Leider sind die Vorteile und Berufschancen einer praxisnahen Berufsausbildung vielen jungen Menschen und deren Eltern zu wenig bewusst. Obwohl in Tirol in ca. 180 Lehrberufen ausgebildet wird, konzentrieren sich 61,5 % der Lehrlinge auf lediglich 10 Lehrberufe. Durch den Einsatz eines Lehrlingskoordinators des Landes Tirols soll breit aufgeklärt werden. Im Juni 2016 findet erstmals ein Tag der Lehre statt. Dieses Event wird mehr als 8.000 SchülerInnen der siebten Schulstufe aus ganz Tirol die Möglichkeit bieten, an einer umfassenden Leistungsschau aus rund 30 Lehrberufen teilzunehmen und konkrete Einblicke anhand praktischer Demonstrationen durch die teilnehmenden Lehrlinge und die Fachberufsschulen zu erhalten.

Familie und Beruf:

Blickfeld der Öffentlichkeit gebracht. Tirol ist mit einer Kindergarten-Gruppengröße von 20 Kindern Spitzenreiter und Vorbild für ganz Österreich. Seit 2008 wurden in der Kinderbetreuung durch den Ausbau über 4.000 neu Plätze und 700 qualifizierte neue Jobs, meist für Frauen, verteilt auf alle Tiroler Regionen, geschaffen. Diese regionalen Arbeitsplätze ermöglichen wiederum die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Über 60 Mio € wurden in diesem Zeitraum vom Land für Bautätigkeit und Infrastruktur ausgeschüttet. Bis 2018 sollen noch zusätzlich 3.000 neue Kinderbetreuungsplätze geschaffen werden. Schulische Tagesbetreuung: Seit der Einführung der schulischen Tagesbetreuung im Schuljahr 2005/2006 wurde die Zahl der Betreuungsplätze verfünffacht und jene der Standorte versechsfacht. In die Schaffung und Qualitätsverbesserung von ganztägigen schulischen Betreuungsangeboten fließen bis 2019 insgesamt 36 Millionen Euro. Gratiskindergarten: Tirol ist mit seinen beiden für die Eltern halbtägig kostenfreien letzten Kindergartenjahren ein Vorzeigemodell in der Kinderbetreuung. Allen Kindern soll die bestmögliche außerfamiliäre

„Es geht um gelebte Sozialität, Wirtschaftspolitik mit Verantwortungsgefühl, Sozialund ArbeitnehmerInnenpolitik mit Herz.“ Landesobfrau Beate Palfrader Betreuung und Elementarbildung ermöglicht werden, um ihnen optimale Startchancen zu geben. Über 98 Prozent der Vierjährigen und über 99 Prozent der Fünfjährigen besuchen aktuell eine Kinderbetreuungseinrichtung oder eine Tagesmutter.

Die Kinder sind unsere Zukunft, hier spielen Betreuung und Bildung vom Kindergarten zur Universität aber auch die Fort- Weiterbildung eine maßgebliche Rolle. Auch Wohnen ist ein zentrales Thema in Tirol - hier sind bereits einige wichtige Schritte gesetzt worden.

Kindergeld PLUS: Das Tiroler Kindergeld PLUS soll die Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder unterstützen. Es beträgt für jedes Kind 400 Euro pro Förderjahr. Die österreichweit einzigartige Förderung ist gehaltsunabhängig. Circa 16 Millionen Euro fließen jährlich in spezielle Familienförderungen. Davon entfallen rund fünf Millionen Euro auf das Kindergeld PLUS.

Ausbau Kinderbetreuung: Das im Tiroler Landtag im Juni 2010 einstimmig beschlossene Tiroler Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetz hat mit einem Schlag die Kinderbetreuung modernisiert und in das

Stipendien für Schüler und Studenten: Der Stipendienausschuss der Landesgedächtnisstiftung stellt alljährlich für Stipendien an sozial bedürftige Schülerinnen und Schüler

„Wir müssen dafür sorgen, dass wir folgendes ernst nehmen: Arbeit ist unser Thema, Zukunft ist unser Auftrag.“ AK-Präsident Erwin Zangerl sowie Studentinnen und Studenten finanzielle Mittel bereit. Die Stipendien erleichtern es Kindern und Jugendlichen, eine entsprechende Ausbildung zu absolvieren und so eine solide Basis für das Berufsleben zu erhalten. Mit der Unterstützung soll sichergestellt werden, dass kein Jugendlicher wegen finanzieller Gegebenheiten eine bereits begonnene Ausbildung abbrechen muss. Jugendpartizipazionsprojekt "MITTUAN": Ziel des Tiroler Jugendprojektes ist es, die politische Teilhabe junger Menschen zu stärken. Dazu wurden ein JugendexpertInnenrat sowie ein Online- Forum eingesetzt und regelmäßige Jugendbezirkstage organisiert und abgehalten. Durch das aktive Mittun und das Engagement von beteiligten Jugendlichen konnten bereits einige Projekte von jungen Menschen in ihren jeweiligen Heimatgemeinden oder Schulen initiiert und gestartet werden. Ge n e r at i o n e n s c h we r p u n k t "MITEINAND": Ziel dieses Projektes, das seit 2014 in sieben Pilotgemeinden durchgeführt wird, ist es, ein lebendiges Miteinander von verschiedenen Generationen, Familien und Kulturen innerhalb der Gemeinde zu fördern und den regionalen Zusammenhalt zu stärken. Das Pilotprojekt läuft bis Ende 2015 und wird von der Abteilung JUFF des Landes begleitet. Vor Ort ist jeweils eine Koordinationsperson für die Umsetzung und die Vernetzung verantwortlich. Dabei geht es darum, bestehende Initiativen aufzuzeigen, sich Herausforderungen und Schwierigkeiten bewusst zu machen sowie Neues und Innovatives gemeinsam entstehen zu lassen. Wohnen: Im September 2015 wurde eine große Entlastung für die Wohnbauförderungskreditnehmer beschlossen. Durch die Senkung der Zinsen in allen bestehenden Verträgen auf 1 Prozent, wird die Tiroler Bevölkerung über die gesamte Laufzeit um rund 785 Millionen Euro entlastet. Diejenigen, die einen Neuvertrag abschließen, werden in Zukunft in den ersten fünf Jahren komplett zinsfrei sein und für weitere fünf Jahre wird nur ein reduzierter Zinssatz von einem halben Prozent fällig werden.

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SERVICE

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Wichtiges kurz festgehalten

Bearbeitung darf nichts kosten

ZU TEUER NEIN!

Mindestsicherung

Anspruch auf Mindestsicherung hat jeder der hilfsbedürftig ist und unter den Mindeststandards der Bedarfsorientierten Mindestsicherung liegt. Die Bedarfsorientierte Mindestsicherung besteht aus 620,87 € Grundbetrag und 206,96 € Wohnkostenanteil. Zusammen sind das 827,83 pro Monat. Je nach Bundesland können höhere Beiträge sowie Ergänzungsleistungen ausgezahlt werden, z.B. wenn die tatsächlichen Wohnkosten höher sind. Quellenangabe: http://tirol.arbeiterkammer.at/ beratung/arbeitundrecht/Arbeitslosigkeit/Mindestsicherung_Wer_bekommt_wie_viel.html

Mehr Datenschutz Das Abkommen Safe-Harbor zwischen der EU und den USA wurde vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) für unzulässig erklärt. Das Abkommen regelt die Übermittlung von personenbezogenen Daten. Nach Ansicht des EuGH sind die personenbezogenen Daten vor dem Zugriff der Geheimdienste nicht ausreichend geschützt. Mehr als 4000 Unternehmen, darunter auch Facebook, dürfen ab jetzt europäische Nutzerdaten grundsätzlich nicht mehr in den USA speichern. Der erfolgreiche Kläger ist übrigens der österreichische Jurist Max Schrems.

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Deutschland hat es vorgemacht. Das Höchstgericht entschied im Vorjahr, dass Banken bei Konsumentenkrediten keine Bearbeitungsgebühren verrechnen dürfen. Ein erstinstanzliches Urteil des Landesgerichts Innsbruck ist jetzt ebenfalls dieser Ansicht. Die von der Bank eingehobenen Bearbeitungsgebühren stellen eine grobe Benachteiligung des Konsumenten dar. Banken verrechnen je nach Bonitätsprüfung und Antragsbearbeitung 0,5- 3 % Bearbeitungsgebühr. Die grobe Benachteiligung liege unter anderem darin, dass die Gesamtkosten dem Konsumenten angelastet werden. Die Bonitätsprüfung und Antragsbearbeitung erfolgt nicht nur im Interesse des Kreditnehmers sondern auch im Interesse des Kreditgebers. Der Akt liegt nun beim Obersten Gerichtshof. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

„Arbeit ist für uns Selbstwertgefühl, ist positive Lebensgestaltung, ist Teil unseres Lebens. Unser Motto: Arbeitslust statt Arbeitsfrust.“ ÖAAB Bundesobfrau BM Johanna Mikl-Leitner

Alle Jahre wieder Vom 1. November bis 15. April darf ein PKW bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen wie insbesondere Schneefahrbahn, Schneematsch oder Eis nur dann in Betrieb genommen werden, wenn an allen Rädern Winterreifen angebracht sind. Schneeketten sind auf mindestens zwei Antriebsrädern anzubringen, wenn die Fahrbahn mit einer zusammenhängenden Schnee oder Eisschicht bedecket ist. Die Fahrtgeschwindigkeit ist unbedingt den Fahrbahnverhältnissen anzupassen. Man sollte aber nicht schneller als 50km/h fahren.


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Pflichten eines Hausverwalters im Wohnungseigentumsgesetz

BO StR. Andreas Wanker

Immer wieder fragen uns ratsuchende Wohnungseigentümer, welches die klassischen Aufgaben und Pflichten eines Hausverwalters sind. Daher möchten wir hier einige davon erwähnen. Aufgrund des Gesetzes ist der Verwalter zunächst einmal verpflichtet, die Interessen aller Wohnungseigentümer zu wahren. Daher darf er im Falle von Streitigkeiten der Wohnungseigentümer untereinander nicht eingreifen, sondern kann nur Hilfe für außergerichtliche Lösungen anbieten. Da ihm die Verwaltung der betreffenden Liegenschaft obliegt, vertritt er nach außen hin die

Eigentümergemeinschaft uneingeschränkt. Im Innenverhältnis hat der Verwalter allerdings Weisungen der Mehrheit der Wohnungseigentümer zu befolgen, soweit diese jedoch nicht gesetzwidrig sind. Im Rahmen seiner Vertretungsbefugnis ist er berechtigt, einen Rechtsanwalt zu beauftragen. Bis spätestens zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode (diese ist meist das Kalenderjahr) hat der Verwalter eine Vorausschau zur erstellen, in der die in absehbarer Zeit notwendigen, über die laufende Instandhaltung hinausgehenden Erhaltungsarbeiten und die in Aussicht genommenen Verbesserungsarbeiten, die dafür erforderlichen Beiträge zur Rücklage sowie die sonst vorhersehbaren Aufwendungen, vor allem die Bewirtschaftungs-kosten, und die sich daraus ergebenden Vorauszahlungen bekannt zu geben sind. Weiters hat der Verwalter jedem Wohnungseigentümer innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf der Abrechnungsperiode (üblicherweise ist dies spätestens der 30.06. eines jeden Jahres) eine ordentliche und richtige Abrechnung zu legen. Zudem hat er rückständige Zahlungen eines Wohnungseigentümers betreffend die Aufwendungen der von ihm verwalteten Liegenschaft einzumahnen und diese nötigenfalls auch einzuklagen.

Über den Inhalt seines Verwaltungsvertrages hat er Auskunft zu erteilen, wenn dies von einem Wohnungseigentümer gewünscht wird. Sollte ein Verwalter seinen Pflichten nicht nachkommen, könnte die Eigentümergemeinschaft eine Herabsetzung des mit dem ihm vereinbarten Entgelts verlangen.


SPRACHROHR Wichtiges kurz festgehalten

Neuigkeiten aus Bund und Land!

Der AAB Tirol ist in allen gesetzgebenden Kammern sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene durch Abgeordnete vertreten und stellt mit Landesobfrau LR Dr.in Beate Palfrader auch ein Mitglied in der Tiroler Landesregierung. Um einen genaueren Einblick in die tägliche Arbeit unserer Abgeordneten und Regierungsmitglieder zu erhalten, berichten in den nachfolgenden Statements alle Mandatare aus ihren jeweiligen Aufgabenbereichen.

Einheitliches Gehaltssystem für Pflegekräfte

Um die Berufschancen der Jugend und den Fachkräftebedarf der Wirtschaft auch in Zukunft zu sichern, kommt dem Erfolgsmodell Lehre eine besonders wichtige Bedeutung zu. Es darf nie vergessen werden, das Image der Lehre geht uns alle an! Es ist unsere Aufgabe, die duale Ausbildung jungen Menschen schmackhaft zu machen und durch diese qualitativ hochwertige Ausbildung den jungen Tirolerinnen und Tirolern beste Zukunftschancen zu ermöglichen. Deshalb freut es mich, dass wir nun den Einsatz eines Tiroler Lehrlingskoordinators beschlossen haben. Heinz Kirchmair

Leben, Arbeit, Wohnen. Tirol hat dringenden Aufholbedarf bei ganzjährigen Vollzeitarbeitsplätzen. Es gibt immer mehr Teilzeit- und Saisonbeschäftigung. Nicht einmal jede bzw. jeder zweite Tiroler Beschäftigte kann Vollzeit das ganze Jahr über arbeiten. Das bringt nicht nur immer mehr ArbeitnehmerFamilien finanziell in Bedrängnis, sondern spiegelt sich dann auch in der Pension wider. Denn halbe Arbeit ist halber Lohn, und das heißt dann leider auch halbe Pension. Erwin Zangerl

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Sonja Ledl-Rossmann

Karriere mit Lehre Die Lehre ist nach wie vor eine fundierte und zukunftsträchtige Berufsausbildung, da sie eine optimale Verbindung zwischen der Vermittlung von praktischen Fertigkeiten, Hintergrundwissen und wichtigen Schlüsselqualifikationen bietet. Ein Betriebsbesuch bei der Firma REKU in Radfeld hat mich nachdenklich gestimmt. Der Lehrlingsausbildner teilte mir mit: „Ich wünsche mir, dass Eltern von Lehrlingen, eines Tages nicht mehr beschämt sagen: Naja, mein Sohn/meine Tochter macht halt eine Lehre; sondern mit Stolz davon erzählen und froh darüber sind, dass sich ihr Kind für einen Lehrberuf entschieden hat.“ Zahlen, Daten und Fakten spiegeln dieses Bild wieder. Immer mehr Jugendliche entscheiden sich für eine weiterführende Schule und damit gegen das Erfolgsmodell „Lehre“. Ich denke aber, gemeinsam können wir dazu beitragen, um diesen Trend entgegen zu wirken. Wir alle sind dazu aufgerufen, für die Berufsausbildung bzw. die Lehre positive Stimmung zu verbreiten sowie unseren Lehrlingen und Fachkräften Wertschätzung und Respekt entgegen zu bringen. Bettina Ellinger

Fotos: Ronny Damm (1), Land Tirol/Aichner (1), Die Fotografen (1), Parlament (1), Lechner (1), Egger (1), Hollaubek (1)

Die Lehre geht uns alle an!

Ausreichend Pflegekräfte für die mobile Pflege bzw. für die Heime in Tirol zu finden, ist ein zentrales Thema, was uns immer mehr beschäftigen wird. Eine wichtige Unterstützung dafür ist, dass es gelingt, diese Pflegekräfte bei der Entlohnung mit jenen im Krankenhaus gleichzustellen, da sich viele für die Arbeit im Krankenhaus entscheiden, weil sie im extramuralen Bereich mit der gleichen Ausbildung weniger verdienen. Umso mehr freut es mich, dass es das klare Bekenntnis des Landes Tirol gibt: In einem neuen Gehaltssystem sollen Pflegekräfte in den Betreuungseinrichtungen, Pflegeheimen und Sprengeln jenen in den Krankenhäusern finanziell gleichgestellt werden.


Sicherheit der TirolerInnen hat Priorität Es gibt für mich keine Kompromisse, wenn es um die Sicherheit der TirolerInnen geht. Trotz meiner Bemühungen hat SP-Verteidigungsminister Klug bis zuletzt auf den Abzug des letzten Heereshubschrauber Westösterreichs beharrt. Jedoch konnte ich nach intensiven Verhandlungen mit BMin Johanna MiklLeitner erreichen, d a s s z u k ü n ft i g i n Tirol ein vom Land finanzierter und vom Innenministerium betriebener Hubschrauber ganzjährig mit Besatzung stationiert wird. Dies hat den Vorteil, dass der Helikopter permanent in Bereitschaft stehen und dank spezieller Ausrüstung auch im hochalpinen Gelände einsetzbar sein wird. Somit können wir die bereits jetzt sehr hohe Qualität unseres Zivil- und Katastrophenschutzes noch weiter verbessern. Im Katastrophenfall wird das Bundesheer selbstverständlich weiterhin Hubschrauber nach Tirol verlegen. Landeshauptmann Günther Platter

Wohnbauförderung senkt Zinssätze! „Wohnen ist ein Grundbedürfnis der Bevölkerung! Die neue Regelung wird am 1. Jänner 2016 in Kraft treten, um den Erwerb von Wohnraum in Tirol von Beginn und auf lange Sicht erschwinglicher zu machen!“ setzt Wohnbaulandesrat Johannes Tratter mit dieser Reform einen weiteren Schritt auf dem Tirol Weg zum leistbaren Wohnen um. Nach einem entsprechenden Regierungsbeschluss bereitet die Abteilung Wohnbauförderung bereits die Umstellung der bestehenden 44.000 Verträge auf einen aktuellen Zinssatz von nur einem Prozent pro Jahr vor. Darüber hinaus ist für neu abzuschließende Förderverträge sogar eine gänzliche Zinsbefreiung für die ersten fünf Jahre vorgesehen. Die damit verbundene finanzielle Entlastung bestehender Verträge bis 2054 bewegt sich in der Höhe von insgesamt 785 Millionen Euro. Johannes Tratter

Warum verzichten wir…. …auf die andere Hälfte? Die Zahlen sprechen für sich: 51 % der Bevölkerung stellen 2 % der BürgermeisterInnen und nur 20 % der Gemeinderätinnen. Wir wollen angesichts der Gemeinderatswahlen 2016 mehr Frauen in die Politik bringen. Denn Frauen bringen andere Sichtweisen ein und gehen anders an die politische Fragestellung heran. Sie sind unmittelbar betroffen, wenn es um Kindergärten, Schulen, Raumordnung oder Pflege geht. Sie wissen aus eigener Erfahrung, welche Rahmenbedingungen die Politik setzen sollte. Dieses Wissen wollen wir in Zukunft wesentlich stärker in unsere Gemeinden einbringen. Elisabeth Pfurtscheller

Kursänderung in Flüchtlingspolitik! Kein Ende der Flüchtlingswelle: 200.000 Personen haben im vergangenen Monat unser Land passiert. Wenn Deutschland seine Grenzen schließt, steigt auch bei uns der Druck. Dabei stoßen Gemeinden und Länder bereits jetzt an die Grenzen. Bei der Suche nach Quartieren und dem Verständnis der Bürger. Die Bundesregierung darf hier nicht mehr weiterwursteln. Wir können nicht alle Flüchtlinge aufnehmen. Es braucht eine Zumutbarkeitsgrenze und eine klare Strategie, wie wir diese Herausforderung bewältigen. Das verlangt vor allem Maßnahmen in den Herkunftsländern. Jakob Wolf

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THEMA

Leben & Arbeiten

V.l.: Gökhan Akgöz, Julia Lettenbichler und Benni Ties im Gespräch mit Beate Palfrader.

Jung, dynamisch, zielstrebig Beate Palfrader: Der 20-jährige Gökhan aus Landeck weiß, wo jungen Arbeitnehmer oder überhaupt jungen Menschen der Schuh drückt. Er will nun nicht nur mehr reden und diskutieren im Freundeskreis, sondern will bei kommenden Gemeinderatswahl antreten, um sich für die Jugend in Landeck einzusetzen. Gökhan, 70 Jahre AAB, das ist mehr als dreimal so alt, wie du. Was stellst du dir unter dieser Bewegung vor? Gökhan: Ich fühle mich dazu verpflichtet mich für die Arbeiter als Arbeiter einzusetzen. Palfrader: Der 24-jährigen Julia fließt Politik schon seit einigen Jahren durch die Adern. Angefangen auf Ortsebene setzte sie sich durch und fungiert mittlerweile als Bezirksgeschäftsführerin in der JVP Kufstein, Organisationsreferentin im Vorstand des AAB Kufstein und seit Februar 2015 parlamentarische Mitarbeiterin für NR Josef Lettenbichler. Julia, das Motto des AAB Tirol lautet: "Arbeit ist unser Thema". Gibt es Bespiele aus deinem Arbeitsumfeld, wie wichtig das Eintreten für arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen ist? Julia: Ein konkretes Beispiel will ich nicht nennen, denn hier gäbe es so viele. Vielmehr ist es wichtig, dass wir die Menschen ermutigen Arbeitsrecht generell ernst zu nehmen. Viele wissen, dass in ihrer Firma etwas nicht richtig läuft oder dass ihr Arbeitgeber so nicht handeln darf, doch dann fehlt oft der Mut für das Arbeitsrecht einzutreten. Hier ist eben auch der AAB gefordert dies den Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen näher zu bringen. Palfrader: Der 23-jährige Benni aus Völs arbeitet derzeit als Vertragsbediensteter und beginnt im Oktober das Studium der Rechtswissenschaften. Er

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hat mittlerweile nicht nur bei zahlreichen Wahlen als Helferlein mitgewirkt, sondern engagiert sich auch ungemein für die Planung und Umsetzung europäischer Projekte – denn die Chancen, welche durch die EU gefördert werden, dürfen gerade junge Menschen nicht versäumen. Benni, wie siehst du als junger Mann die Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt und welche besondere Maßnahmen für Vereinbarkeit von Familie und Beruf erwartest du dir von der Arbeitnehmerpolitik? Benni: Die Gleichberechtigung ist im öffentlichen Bereich bereits sehr gut vorhanden (gleiches Einkommen, Home Office, keine Probleme bei der Karenzierung bzw. beim Wiedereinstieg in den Job). Generell bin ich ein Befürworter der Vaterschaftskarenz und werde im Falle sie selbst auch einmal in Anspruch nehmen, weil in einer Partnerschaft zu leben heißt auch sich abzuwechseln in verschiedenen Aufgaben. Im privaten Bereich kann es nicht sein, dass für die gleichwertige Arbeit, ein Geschlecht besser/mehr verdient als ein Anderes. Alterspezifisch wird den Jungen oft bei dem Einstieg/dem Aufstieg im Berufsleben erklärt, dass sie zu wenig Erfahrung zu haben. Doch woher sollen wir sie nehmen? Stattdessen sollte man einfach wagen Verantwortung, bei sich abzeichnender Leistung, in jüngere Hände zu legen. Palfrader: Gökhan, warum glaubst du, dass die ArbeitnehmerInnen eine besondere, eigene Politische Vertretung innerhalb der Tiroler VP brauchen? Gökhan: Wie jeder weiß besteht unsere Partei aus 5 Bünden. Die anderen Bünde vertreten allerdings nicht die Interessen der ArbeiterInnen . Es soll so sein, dass jeder die Chance haben muss eine

Lehre zu machen. Die Jugendlichen sollen und dürfen nicht in ganzen Tag zu Hause hocken, weil sie keine Arbeit finden. Um dies aufzuzeigen brauchen wir eine besondere und eigene politisch Vertretung. Palfrader: Julia, welche Rolle sollen junge ArbeitnehmerInnen innerhalb des AAB spielen, was erwartest du dir von den "Erfahrenen"? Julia: Wichtig ist es in erster Linie, dass die älteren Funktionäre junge Menschen überhaupt ernst nehmen. Hier hat sich in den letzten Jahren einiges gebessert und so werden auch Posten und Funktionen mit jungen Menschen besetzt. Das wichtigste ist aber die Zusammenarbeit und zwar egal welchen Alters. Palfrader: Benni, warum engagierst du dich selbst als AAB-ler bzw. als Arbeitnehmervertreter? Benni: Ich engagiere mich als junger Arbeitnehmervertreter, weil mir als Arbeitnehmer die uns betreffenden Themen (Arbeitszeit, Lohn/Gehalt, Gleichberechtigung etc.) einfach am Herzen liegen und ich dadurch hoffentlich etwas zum Positiven verändern kann. Palfrader: Welche drei Eigenschaften erwartet ihr euch von einem/einer wählbaren ArbeitnehmerpolitikerIn? Julia: Überzeugung, Bürgernähe und im Idealfall Erfahrung als Arbeitnehmer/Arbeitnehmerin in verschiedenen Stufen – vom Mitarbeiter bis zur Führungsposition – um ein breites Feld der Arbeitnehmer zu repräsentieren. Benni: Drei Dinge: Mut zur Sache, Handschlagqualität, Hinter seiner/ihrer Überzeugung zu stehen. Gökhan: Ehrlichkeit, Streitbarkeit und jede Menge Ideen.

Fotos: Heisjackel

Sie haben sehr viel zu sagen, unsere jungen Arbeitnehmer. Nicht alles läuft in die richtige Richtung und deshalb haben sie beschlossen, sich zu engagieren – im AAB Tirol. AAB-Obfrau Beate Palfrader im Gespräch mit drei junge Arbeitnehmer.


THEMA

Leben & Arbeiten

Neues, modernes Landesorganisationsstatut

V.l.: Bernhard Mülleger, Birgit Winkel und Andreas Wanker Der AAB Tirol hat bei seinem außerordentlichen Landestag in Völs einstimmig ein neues Landesorganisationsstatut beschlos-

sen. Aufgrund des neuen Parteiengesetzes und des neuen Statuts der Tiroler Volkspartei war eine entsprechende Anpassung not-

wendig geworden. Besonderes Augenmerk legten LandesobfrauStv. BO StR Andreas Wanker, Dr. Bernhard Müllegger (Ortsobmann Pradl-Süd, Innsbruck u. Rechnungsprüfer) und Bezirksobmann-Stvin. Dr. Birgit Winkel bei der Ausarbeitung des neuen Statuts auf eine Verschlankung und leichtere Lesbarkeit. In den letzten eineinhalb Jahren hat sich im AAB Tirol sehr viel getan, daher wurde versucht, auch im neuen Statut ‚moderner‘ zu werden und den Gemeinde- und Ortsgruppen die Arbeit zu erleichtern. So können sich nun beispielsweise zwei oder mehrere kleine Gemeinde- / Ortsgruppen speziell aus den Tälern zu einer tatkräftigen Regionalgruppe zusammenschließen.

Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen: • E inheitlicher Arbeitnehmerbegriff •M  iteinbindung der EU-Ebene • Möglichkeit des Zusammenschlusses von Orts- und/oder Gemeindegruppen zu Regionalgruppen • Verankerung ARGE Frauen und Jugend im Statut • Wie im Statut der Tiroler Volkspartei gibt es ein Präsidium • E inbindung von AK und Gewerkschaftsfraktion • E rleichterung des Einsetzens fachspezifischer Arbeitsgruppen auf versch. Ebenen • Verschlankung und leichtere Lesbarkeit des Landesorganisationsstatuts

4 Fragen an Werner Salzburger

Werner Salzburger Seit drei Jahren sind Sie Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse –Zeit für eine erste Bilanz? Drei Dinge sind mir ein großes und zentrales Anliegen: Zum einen, die Krankenkasse zur Gesundheitskasse und damit zugleich Tirol gesünder zu machen. Darüber hinaus liegt mir die soziale Verantwortung am Herzen; der Mensch soll und muss der Mittelpunkt unseres Handelns sein – im Zweifel für unsere Versicherten. Die Gebietskrankenkasse steht nicht einzig und allein für me-

dizinische Versorgung im Land. Wir bieten unseren Versicherten mehr – Unterstützung, Hilfe und soziale Verantwortung. Als TGKK wollen wir unsere Versicherten so gut wie möglich auffangen: Unterstützungsfonds, Case Manager, kompetenter Service und unser Ombudsmann helfen uns dabei. Ich stehe dafür ein, dass im täglichen Handeln die soziale Verantwortung im Mittelpunkt steht. Und nicht zuletzt ist es in den vergangenen Jahren gelungen, das Versorgungsangebot bedarfsgerecht zu sichern und verbessern. Welches Ziel hast du dir bei deinem Amtsantritt gesteckt? Die Krankenkasse zur Gesundheitskasse zu machen. Zahlreiche Präventionsprogramme, die seither aus der Taufe gehoben wurden, verdeutlichen das: Für die Jüngsten bis zu den Ältesten, für Gemeinden bis zu den Betrieben bietet das eigens dafür eingerichtete Team Gesundheitsförderung Präventionsprogramme und Betreuung an, stetig wachsende Zahlen bestätigen das Engagement. Beispielsweise betreuen wir im Rahmen des Projektes „Gesunde Schule“ pro Jahr 15.000 Schüler, im Zuge der Betrieblichen Gesundheitsförderung

arbeiten wir mit fast 100 Unternehmen in Tirol zusammen; das Projekt „Gesunde Gemeinde“ rollt gerade an. Eine Win-Win-Situation für alle – denn gesunde Menschen sind motivierter und kosten den Staat weniger Geld. Wie gelingt es der TGKK, die Versorgung sicherzustellen? In den letzten Jahren ist in diesen Bereich viel investiert worden. 795 Vertragsärzte kümmern sich im Auftrag der TGKK um die gesundheitliche Versorgung der Tirolerinnen und Tiroler. Insgesamt wurden 37 Stellen 2014 neu besetzt. Überdies konnten wir auch im Bereich Ergo-, Physiotherapie und Logopädie 23 neue Vertragspartner gewinnen. Welche Schwerpunkte begleiten Sie in die Zukunft? 2015 und 2016 stellen wir ganz klar ins Zeichen der Frauengesundheit. Wir möchten Frauen dazu motivieren, selbst mehr für ihre Gesundheit und ihr persönliches Wohlbefinden zu tun. Dazu braucht es allerdings das Wissen über Möglichkeiten der Gesundheitsförderung und -vorsorge. Als Gesundheitskasse möchten wir dazu informieren. Ab 2018 soll dann der Schwerpunkt bei der Männergesundheit liegen.

Fotos: TGKK (1), Privat (1)

Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse


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WER, WANN, WO Veranstaltungen in ganz Tirol

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Außerordentlicher Landestag präsentiert neuen AAB

Fotos: Hansjörg Haisjackl

Am 26. September lud der AAB Tirol zum außerordentlichen Landestag in das Veranstaltungszentrum Blaike nach Völs. Rund 300 Delegierte und Gäste feierten nicht nur den 70. Geburtstag des Tiroler AABs, sondern beschlossen außerdem neue, modernere Statuten. Damit will man dem Motto „Zukunft ist unser Auftrag“ voll gerecht werden und den Bund in ganz Tirol wieder auf gesunde Beine stellen.


WER, WANN, WO Veranstaltungen in ganz Tirol

Infos, Infos, Infos und weitere Neuwahlen In ganz Tirol wurden in den vergangenen Wochen und Monaten zahlreiche Informationsabende zu den verschiedensten Themen wie Erben&Schenken, Steuerreform, u.a., veranstaltet. Nat端rlich gab es auch wieder Neuwahlen in den verschiedensten Ortsgruppen: Natters, Fieberbrunn, Brandenberg.


Fotos: AAB


WER, WANN, WO Veranstaltungen in ganz Tirol

Der AAB Tirol stellt nicht nur das Thema Arbeit in den Vordergrund sondern legt auch viel Wert auf Spaß bei Groß und Klein. Ob Grillen, Wandern, Greifvogel schauen oder einfach bei einem zünftigen Familien- (R)Itterfest – Hauptsache, es wird gelacht, miteinander geredet und jeder fühlt sich wohl!

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Fotos: AAB

Ein bisschen Spaß muss sein…


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TIROLBILD 3/2015  

Magazin des AAB Tirol

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