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PANORAMANIA

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Hallo! Mein Name ist Marquard Wocher. Ich bin der Künstler des Thun-Panoramas. Ich werde mit dir zusammen das Panorama etwas genauer anschauen. Viel Spass!

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Gehe zuerst die Treppe zum Rundbild hoch. Wieviele Stufen zählst du?

Im Panorama sind am oberen Bildrand die Himmelsrichtungen eingezeichet. Findest du sie?

Mit dem Spruch „N Nie Ohne Seife Waschen“ kannst du dir die Himmelsrichtungen Norden, Osten, Süden, Westen in der richtigen Reihenfolge merken.

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Drehe dich einmal langsam im Kreis. Beschreibe jemandem 3 Dinge, die dir im Panorama aufgefallen sind (zum Beispiel Häuser, Personen oder Tiere). Findet dein/e Begleiter/in diese 3 Dinge?

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Im Bild scheint die Sonne, aber du siehst sie nicht. Sie steht höher am Himmel und hat daher keinen Platz im Bild gefunden. Aus welcher Richtung kommt das Licht? Wie spät ist es? Beim genauen Beobachten findest du eine Uhr im Bild. Zeichne die Zeit auf der Uhr ein.

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Welche Jahreszeit ist im Panorama dargestellt? Frühling Sommer Herbst Winter

Suche dir im Bild einen Startpunkt. Beschreibe jemandem, wohin dich dein Weg führt. Versucht gegenseitig, dem Weg des Anderen mit den Augen zu folgen.

Beispiel: Ich starte an der Aare bei den Waschfrauen. Von dort aus gehe ich Richtung Brücke, dann ...

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Wie viele Katzen findest du im Panorama? Du kannst auf dem Bildschirm ins Bild hineinzoomen, um sie zu suchen.

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Welche Tiere gibt es heute in Thun? Mache eine Skizze von 3 verschiedenen Tieren.

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Ist dir aufgefallen, dass eine Tiergattung im Bild komplett fehlt? Welche ist es?

Antwort: Vögel 10


11 Antwort: Schwäne wurden erst später, etwa vor 100 Jahren, angesiedelt. Als Marquard Wocher das Panorama malte, gab es in Thun noch keine Schwäne.

Heute siehst du in Thun am See viele Schwäne. Im Panorama sind aber keine zu sehen. Woran könnte das wohl liegen?


Mache mit dem Handy ein Panoramafoto vom Thun-Panorama. Wenn du noch nie eins gemacht hast, frage einen Erwachsenen um Hilfe. Wenn du möchtest kannst du es anschliessend an diese Emailadresse senden, damit wir es an der Mitmach-Station aufhängen können.

panoramania.thun@gmail.com

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Wo ist Wocher?

Ich habe mich selbst in meinem Panorama verewigt. Findest du mich? Ich gebe dir einen Tipp: Ich halte einen Regenschirm in der Hand und habe mir eine Mappe unter den Arm geklemmt. Die Lösung findest du auf der nächsten Seite.

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Wusstest du, dass das Thun-Panorama das älteste erhaltene Panorama der Welt ist? Marquard Wocher malte das Rundbild vor über 200 Jahren! Er brauchte dafür 5 Jahre, von 1809 bis 1814.

Roll dieses Heft so zusammen, dass ein Guckrohr daraus wird.

Jetzt stell dir vor, du wärst im Jahr 1800 geboren. Wie würde dein Leben wohl aussehen? Suche mit dem Guckrohr im Bild ein Kind, welches du sein könntest.

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Was machten die Menschen vor 200 Jahren wohl in ihrer Freizeit? Schreibe auf, welche Arten von Unterhaltung es damals gab. Einige Tätigkeiten findest du im Rundbild, schau genau hin!

Denkst du es gab vor 200 Jahren schon Filme und Kinos?

Natürlich gab es auch damals schon Theatervorstellungen. statt. Es wurden zehn Kurzfilme gezeigt. Die erste öffentliche Filmvorstellung der Brüder Lumière fand am 28. Dezember 1895 in Paris Antwort:

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Zeichne, was du siehst.

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Wie reiste man im 19. Jahrhundert? Welche Transportmittel gab es? Wo findest du Hinweise im Bild? o

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Marquard Wocher war sehr vielseitig begabt. So hat er zum Beispiel auch eine Laufmaschine mit drei Rädern für zwei Personen entwickelt.

Die erste Zugstrecke innerhalb der Schweiz wurde 1847 zwischen Zürich und Baden eröffnet. aber erst nach 1900. Die erste Fahrt über 100km mit dem Auto fand 1888 statt, wirklich verbreitet war Autofahren Schiff, Kutsche, Fahrrad

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Wie haben sich Transportmittel bis heute verändert? Was wäre die moderne Version einer Kutsche?

Das Thun-Panorama wurde von 1814 bis 1899 in Basel ausgestellt. Damals brauchte man für die Strecke von Basel nach Thun mit der Kutsche etwa 2 Tage - eine lange Reise. Das Panorama war natürlich eine super Werbung für das Berner Oberland. Dank dem Panorama mussten Touristen nicht extra nach Thun fahren. Sie konnten das schöne Städtchen auch in Basel bewundern.

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Welche Berufe findest du im Bild?

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Wie würden diese Berufe wohl heute aussehen? Was hätte dieser Kutscher jetzt für einen Job?

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Heute ist es sehr einfach, von einer schönen Aussicht ein Foto zu machen. Schätze, wann die Fotografie erfunden wurde.

Zu meiner Zeit war es leider noch nicht möglich, die Landschaft einfach zu fotografieren und dann abzuzeichnen. Es gab aber andere Techniken. Auf der nächsten Seite erfährst du mehr dazu.

Er konnte also keine Fotos als Hilfe verwenden. Das war 12 Jahre nachdem Marquard Wocher das Thun-Panorama fertiggemalt hatte. Die erste Fotografie wurde 1826 durch Joseph Nicéphore Niépce aufgenommen. 21

Antwort:


Bevor ich das Panorama malte, machte ich von einem Hausdach aus viele Skizzen von Thun. Nicht nur von Gebäuden, der Landschaft, sondern auch von Menschen. Einige meiner Skizzen findest du im Panorama wieder.

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Um alle seine Skizzen in der richtigen Grösse auf das Panorama übetragen zu können, verwendete Marquard Wocher eine Rastertechnik. In seinen Skizzen zeichnete er ein kleines Raster ein. In seinem Panorama-Gebäude spannte er mit einer Schnur ein grosses Gitternetz. Nun konnte er den Inhalt der einzelnen Quadrate übertragen.

Auf der nächsten Seite kannst du es selbst einmal ausprobieren!

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Um so ein grosses Panorama zu malen, ist es hilfreich, zuerst einen kleinen Enfwurf zu erstellen und diesen später zu vergrössern.

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Hier siehst du einen Ausschnitt vom Thun-Panorama. Versuche, das was du in den einzelnen Feldern siehst, auf die grösseren Felder auf der rechten Seite zu übertragen. Beginne im Feld oben links.


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Als Reisen einfacher wurde, kamen mehr Touristen, die sich die Stadt und Landschaft selbst anschauen konnten. Das Panorama war nicht mehr so wichtig. Ausserdem wurden neue Medien wie der Film erfunden. Bilder, die sich bewegten, waren spannender. Deshalb war mit dem Aufkommen des Films die Blütezeit des Panoramas vorbei.

Weltweit sind nur noch 21 Panoramen erhalten, die vor 1900 entstanden sind. Das Panorama hier ist eines davon. Wenn man Panoramen nicht ausstellte, brauchten sie eine Menge Platz. Häufig wurden sie deshalb auch verkauft oder sogar zerstört. Um ein Panorama auszustellen, braucht man ein spezielles Gebäude, das genau ans Panorama angepasst ist.

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Das Thun-Panorama kam 1899 von Basel nach Thun. Es war dem Verschönerungsverein Thun (heute Thun Tourismus) geschenkt worden. Dieser hatte aber keinen Ort, um es richtig auszustellen. Deshalb wurde es unter dem Turnhallenboden vom Aarefeld-Schulhaus verstaut. Etwa 50 Jahre später wurde es wiederentdeckt. Seit 1961 ist es nun hier im Schadaupark zu sehen. Davor musste das Gemälde allerdings sorgfältig aufgefrischt und das Gebäude für das Panorama erbaut werden.

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Früher und heute - findest du die zusammengehörenden Paare?

1.

Das ehemalige Waisenhaus ist heute als Restaurant bekannt. Dahinter verläuft die Einkaufsstrasse des Bälliz.

2.

Hier im Schadaupark liegt direkt neben dem Thun-Panorama das Schloss Schadau.

4.

Das Schloss Thun wurde vor 800 Jahren erbaut. Im Inneren befindet sich ein Museum. Der Rittersaal ist besonders bekannt.

3. Der Gasthof Freienhof ist noch heute im Betrieb. Im hinteren Teil befinden sich heute diverse Geschäfte.

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Lösung: 1C, 2D, 3A, 4B D. C. A. B.


Bei der Mitmach-Station in der Cafeteria findest du Bilder von Personen, die im Panorama vorkommen. Such dir eine davon aus und schreibe eine kurze Geschichte dazu. Wie heisst die Figur, was tut sie gerade, was hat sie noch vor?

Du kannst die Geschichte entweder in dein Heft schreiben und das Bild dazu einkleben oder du kannst die Geschichte auf einen Zettel schreiben und ihn zusammen mit dem Bild an der Mitmach-Station aufhängen. So können sie auch andere lesen.

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So, nun wird es Zeit, mich zu verabschieden. Ich hoffe, du hast einige neue Dinge gelernt und hattest viel Spass dabei. Vielleicht sehen wir uns mal wieder. Uf Wiederluege!

PS: Du kannst auch gerne noch weitere Fragen, Ideen oder Zeichnungen an der Mitmach-Station aufhängen.

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Impressum: Panoramania Inhalt: Anika Rieben Kontakt: panoramania.thun@gmail.com Mit Unterstützung von Anna-Lisa Schneeberger, Kunstmuseum Thun Gestaltung: Anika Rieben Herausgeber: Thun-Panorama. Ein Minor-Projekt der Hochschule der Künste Bern Thun 2021 Thun-Panorama Schadaupark CH-3602 Thun panorama@thun.ch T +41 33 223 24 62 Dienstag – Sonntag 11 – 17 Uhr

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