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WIR KÖNNEN #FAIRWANDEL Geschäftsbericht 2016–2019

IG METALL Bezirk Küste


WIR SIND KÜSTE

n Flensbur

5 Bundesländer, 16 Geschäftsstellen, 183 714 Mitglieder.

4511

Mitglieder

n Rendsburg 5048

Mitglieder

4400

Betriebsräte engagieren sich an der Küste.

6500

Mehr als MetallerInnen nahmen 2016–2019 an Seminaren der IG Metall Küste teil.

n Weser-Elbe

243 Seminare für Betriebsräte, JAVis und SchwerbehindertenvertreterInnen fanden 2016–2019 an der Küste statt.

n Wilhelmshaven 4952 Mitglieder 5546 n Emden Mitglieder n Wesermarsch 18 475

Mitglieder

4865

Vertrauensleute in 154 Betrieben stehen für eine starke Vernetzung der IG Metall vor Ort.

10 664

Mitglieder

beteiligten sich an Warnstreiks in der Tarifrunde 2018 der Metall- und Elektroindustrie.

Mitglieder

n Bremen

34 348 Mitglieder

43 700 MetallerInnen 52 693 MetallerInnen

n Oldenburg

6370

waren im Januar 2018 am Küstenaktionstag der Tarifrunde auf der Straße.

n Leer-Papenburg 9181

Mitglieder

n Unt

4

M

n


rg

r

n Kiel-Neumünster 11 737

Mitglieder

n Rostock

n Stralsund-Neubrandenburg

5689

terelbe

Mitglieder

Mitglieder

n Lübeck-Wismar

4227

5002

8337

Mitglieder

Mitglieder

n Schwerin

n Region Hamburg

3530

46 097

Mitglieder

Mitglieder

IG Metall Bezirk Küste Kurt-Schumacher-Allee 10 20097 Hamburg bezirk.kueste@igmetall.de www.igmetall-kueste.de

Bremen

IG Metall Bremen Bahnhofsplatz 22–28 28195 Bremen bremen@igmetall.de www.igmetall-bremen.de IG Metall Weser-Elbe Hinrich-Schmalfeldt-Straße 31b 27576 Bremerhaven weser-elbe@igmetall.de www.igmetall-weser-elbe.de

Hamburg

IG Metall Region Hamburg Besenbinderhof 60 20097 Hamburg hamburg@igmetall.de www.igmetall-hamburg.de

Schleswig-Holstein

IG Metall Flensburg Große Straße 21–23 24937 Flensburg flensburg@igmetall.de www.igmetall-flensburg.de IG Metall Kiel-Neumünster Legienstraße 22–24 24103 Kiel kiel-neumuenster@igmetall.de www.igmetall-kiel-neumuenster.de Carlstraße 7 24534 Neumünster kiel-neumuenster@igmetall.de www.igmetall-kiel-neumuenster.de

IG Metall Lübeck-Wismar Holstentorplatz 1–5 23552 Lübeck luebeck@igmetall.de www.igmetall-luebeck-wismar.de Juri-Gagarin-Ring 55 23966 Wismar wismar@igmetall.de www.igmetall-luebeck-wismar.de IG Metall Rendsburg Schiffbrückenplatz 3 24768 Rendsburg rendsburg@igmetall.de www.igmetall-rendsburg.de IG Metall Unterelbe Wedenkamp 34 25335 Elmshorn unterelbe@igmetall.de www.igmetall-unterelbe.de

Mecklenburg-Vorpommern

Niedersachsen

Tilly-Schanzen-Straße 17 17033 Neubrandenburg stralsund-neubrandenburg@igmetall.de www.igmetall-stralsund-neubrandenburg.de

IG Metall Leer-Papenburg Jahnstraße 2 26789 Leer leer-papenburg@igmetall.de www.igmetall-leer-papenburg.de

IG Metall Rostock August-Bebel-Straße 89 18055 Rostock rostock@igmetall.de www.igmetall-rostock-schwerin.de

IG Metall Oldenburg Amalienstraße 18 26135 Oldenburg oldenburg@igmetall.de www.igmetall-oldenburg.de

IG Metall Schwerin Mecklenburgstraße 59 19053 Schwerin schwerin@igmetall.de www.igmetall-rostock-schwerin.de

IG Metall Wilhelmshaven Rheinstraße 118 26382 Wilhelmshaven wilhelmshaven@igmetall.de www.igmetall-wilhelmshaven.de

IG Metall Stralsund-Neubrandenburg Alter Markt 4 18439 Stralsund stralsund-neubrandenburg@igmetall.de www.igmetall-stralsund-neubrandenburg.de

IG Metall Emden Kopersand 18 26723 Emden emden@igmetall.de www.igmetall-emden.de

IG Metall Wesermarsch An der Gate 9 26954 Nordenham wesermarsch@igmetall.de www.igmetall-wesermarsch.de


IG Metall Küste 2016–2019

ZUKUNFTSFÄHIG BLEIBEN

Der Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft, die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, viele Auseinandersetzungen in den Branchen und Betrieben – die Herausforderungen sind in den vergangenen vier Jahren gewachsen. Dieser Geschäftsbericht macht aber gleichzeitig deutlich: Mit dem Engagement der aktiven Metallerinnen und Metaller lässt sich vieles bewegen. Das Motto des Geschäftsberichts heißt deshalb: »Wir können #Fairwandel«. Das haben wir bewiesen, als wir im Sommer 2019 mit tausenden Metallerinnen und Metallern nach Berlin zur #Fairwandel-Kundgebung gefahren sind, um für eine soziale, demokratische und ökologische Zukunft zu demonstrieren. Das machen aber auch die vielen anderen Beispiele in diesem Geschäftsbericht deutlich. In der Tarifrunde 2018 der Metall- und Elektroindustrie haben wir gezeigt, dass wir dem Wunsch der Beschäftigten nach besserer Vereinbarkeit von Arbeit und Leben mit einer tariflichen Wahlmöglichkeit nach Zeit und Geld gerecht werden können. Mit starkem Einsatz von Aktiven sind wir in viele Konflikte um Standorte und Arbeitsplätze gegangen. Wir haben dort nicht immer alles herausholen können, was wir wollten, aber immer engagiert um mehr Gerechtigkeit gestritten und gekämpft. Und dabei vieles erreicht. Ohne den Mut und die Stärke der Mitglieder wäre das alles nicht möglich gewesen. Mit ihnen sind wir in der Lage, Themen anzupacken und nach vorne zu treiben. Das ist entscheidend. Zum Bei-

spiel bei der Transformation. Auch viele Betriebe im Norden sind nicht auf die großen Veränderungen vorbereitet. Das hat unsere Umfrage zum Transformationsatlas gezeigt. Mit starken Belegschaften müssen wir diese Veränderungen weiter im Sinne der Beschäftigten gestalten. Mitbestimmung und tarifliche Regelungen sind dabei unsere Mittel. Und Bildung, die wir in den vergangenen vier Jahren wieder stärker an uns herangeholt haben. In den vergangenen vier Jahren kam es auch zu einem Wechsel an der Spitze des Bezirks: Im Dezember 2019 habe ich die Leitung von Meinhard Geiken übernommen. Ein großes Dankeschön an Meinhard für seinen großen Einsatz in unserem Bezirk! Ein Blick zurück ist auch immer ein Blick nach vorn. Wir müssen uns deutlich gegen alle Pläne der Arbeitgeber stellen, wirtschaftliche Probleme auf den Rücken der Beschäftigten abzuwälzen. Dafür müssen wir auch die Mitgliederentwicklung im Blick behalten und dafür sorgen, dass wir als Gewerkschaft stark und durchsetzungsfähig bleiben. Lasst uns gemeinsam die Zukunft gestalten: solidarisch, aktiv und gemeinsam!

Daniel Friedrich, Bezirksleiter


INHALT CORONA »Wir müssen eine beschäftigungspolitische Katastrophe ver­hindern«  |  Die Pandemie überschattet die gute Entwicklung im Bezirk der vergangenen vier Jahre ............................................................2 MEHR GELD UND MEHR ZEIT Metall- und Elektroindustrie | Die Tarifbewegungen der vergangenen Jahre haben deutliche Ver­ besserungen für die Beschäftigten gebracht .......... 4 UMSETZUNG IM BETRIEB Tarifliche Freistellungszeit ......................................................... 6 ZUSCHLÄGE ERHEBLICH ERHÖHT UND EINHEITLICH GEREGELT – ENDLICH! Nachtarbeit ..........................................................................................7 EINSATZ FÜR STANDORTE UND BESCHÄFTIGUNG Betriebliche Tarifpolitik | Besonders wenn es um den Arbeitsplatz geht, halten die Metallerinnen und Metaller an der Küste zusammen........................ 8 BEZIRKSLEITUNG Wechsel an der Spitze des Bezirks................................11 Tarifabschlüsse ...............................................................................12 TARIFFLUCHT VERHINDERN Handwerk | Im Handwerk entziehen sich viele Unter­nehmen der Tarifbindung ...................................14 SAUBER BLEIBEN MIT TARIF Textil- und Bekleidungsindustrie/Textile Dienste |  Die Metallerinnen und Metaller in der Textilund Bekleidungsindustrie und in den Textilen Diensten haben in den vergangenen Tarifrunden nicht nur um mehr Geld gekämpft .....................16 VIELE WEGE FÜHREN ZUM ERFOLG Erschließung/Organizing | Zusammen sind wir stärker – viele Kolleg*innen haben sich in den letzten Jahren gewerkschaftlich organisiert ........18

DIE ARBEIT DER ZUKUNFT SICHERN Luft- und Raumfahrt | Der Zusammenhalt der Kolleginnen und Kollegen in der Luft- und Raumfahrtindustrie ist stark ............................... 20

GEMEINSAM STÄRKER Frauen | Wie lässt sich noch mehr für Frauen erreichen und wie lassen sich die Arbeits- und Lebensbedingungen verbessern?........................ 34

MOBILITÄT NEU DENKEN Automobilkonferenzen ..............................................................22

GUTE ARBEIT – BARRIEREFREI Schwerbehindertenvertretung .............................................37

»CORONA-KRISE GEHT AN DIE SUBSTANZ DES SCHIFFBAUS« Schiffbau | Mit der jährlichen Betriebsrätebe­ fragung erhält die IG Metall Küste wichtige Einschätzungen zur Branchenentwicklung direkt aus den Betrieben .....................................................23

DIE ANGESTELLTEN VON MORGEN Studierende | Die IG Metall ist inzwischen der größte Studierendenverband Deutschlands ....... 38

WIR MACHEN WIND Windindustrie | Auch in der Krise hat die IG Metall viel für die Beschäftigten der Branche erreicht .................................................................... 26 ALLES AUS EINER HAND Bildung | Die IG Metall Küste organisiert alle Bildungsangebote seit 2020 selbst .............................. 28 UNTERSTÜTZUNG BEI DIGITALER TRANSFORMATION mv works............................................................................................30 WIR GESTALTEN WANDEL Transformation | Die Arbeitswelt verändert sich schnell und umfassend. Die IG Metall hat Projekte in die Wege geleitet, um die Betriebe in die Zukunft zu begleiten ................................. 30 BINDEGLIED IN DIE BETRIEBE Vertrauensleute ............................................................................. 31 »DAS BEWUSSTSEIN DER BESCHÄFTIGTEN FÜR DEN ARBEITS- UND GESUNDHEITSSCHUTZ IST GEWACHSEN« Arbeits- und Gesundheitsschutz | Interview mit Sönke Bock ....................................................................................33

KAMPF FÜR GLEICHSTELLUNG Studierende | Interview mit Jan-Niklas Decker, dual Studierender bei Dräger Medizintechnik in Lübeck...........................................................................................39 DIE ZUKUNFT GESTALTEN Jugend | Immer mehr junge Menschen treten in die IG Metall ein ..............................................40 QUALIFIZIERUNG MIT ERFOLG Junge Aktive | Mehr als 100 Metallerinnen und Metaller haben bisher an der Nachwuchsreihe »Junge Aktive« im Bezirk teilgenommen ......... 42 DIE RENTE RETTEN Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit /  Senioren | Der bezirkliche Ausschuss für außer­ betriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA) stärkt die Interessen der IG Metall-Mitglieder jenseits des Betriebs ..............................................44 STARK AUF SENDUNG Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Auch in den Sozialen Medien ist die IG Metall Küste aktiv und informiert über ihre Ziele ........................... 46 DER BEZIRK Kolleginnen und Kollegen aus der Bezirksleitung, Ausschüsse und Vertretungen ...................48


Corona

»WIR MÜSSEN EINE BESCHÄFTIGUNGSPOLITISCHE KATASTROPHE VERHINDERN« 6  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019


Die Pandemie überschattet die gute Entwicklung im Bezirk der vergangenen vier Jahre. Jetzt geht es darum, trotz Abstand zueinander, gemeinsam Beschäftigung und Standorte zu sichern.

Die zurückliegenden Jahre gehören zu den erfolgreichsten Jahren seit Anfang der 1990er Jahre für die IG Metall Küste, insbesondere bei der Mitgliederentwicklung. Mit viel Kraft und Rückhalt in den Betrieben ist die Gewerkschaft die tariflichen Auseinandersetzungen angegangen und hat deutliche Verbesserungen für die Beschäftigten herausgeholt. Von einer Krise, vergleichbar etwa mit der Situation in der Finanzkrise 2008 und folgende Jahre, keine Spur.

Mit der Corona-Pandemie wachsen allerdings die Probleme im Bezirk. »Wir müssen alles daran setzen, um eine beschäftigungspolitische Katastrophe zu verhindern«, sagt Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. »Die Beschäftigten dürfen nicht zu den großen Verlierern der Corona-Krise werden.« Auch deshalb hat die IG Metall Küste zusammen mit den Geschäftsstellen im Bezirk das Diskussionspapier »Gegen das Weiter-so – für einen neuen Aufbruch« entwickelt. Es formuliert Leitgedanken zu einem handlungsfähigen Staat, einer zukunftsfähigen, klimafreundlichen Wirtschaft und einem solidarischen Europa. Ziele und Leitideen werden gemeinsam mit den Mitgliedern diskutiert, um durchsetzungsstark zu bleiben.

ginnen und Kollegen auf den Werften und viele weitere Betriebe, in denen der Abbau von Arbeitsplätzen schon umgesetzt oder geplant ist. Mal sind Tausende betroffen, mal fünfzig. Es sind aber immer Menschen, die mit ihren Familien um ihre Existenz bangen. Hinzu kommt der durch Digitalisierung und Klimawandel getriebene Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft. »Schon vor der Krise gab es Unternehmen, die die Transformation nutzten, um Kosten zu sparen und Arbeitsplätze abbauen oder wollten. Durch die Corona-Krise verstärkt sich dieser Trend«, sagt Daniel Friedrich. Mit ihren Vorschlägen zur Verlängerung und Verbesserung der Kurzarbeit hat die IG Metall viel Druck auf die Politik gemacht. Die Regelungen zur Bezugsdauer und Aufstockung des Kurzarbeitergeldes der Bundesregierung sind wichtige Schritte, um Beschäftigung in der Krise zu sichern. »Mit der 4-Tage-Woche gibt es zudem weitere Möglichkeiten die Zukunft zu gestalten«, sagt Friedrich. »Wir sind gefordert, so viel wie möglich für die Beschäftigten zu tun und damit auch zukünftig gute Arbeit im Betrieb durchzusetzen.«

» Schon vor der Krise gab es Unternehmen, die die Transformation nutzten, um Kosten zu sparen und Arbeitsplätze abbauten oder wollten. Durch die Corona-Krise verstärkt sich dieser Trend.« Daniel Friedrich, Bezirksleiter

MIT KURZARBEIT DURCH DIE KRISE Das ist wichtig, auch für die betrieblichen Konflikte, die in der Corona-Krise zunehmen. Bei Airbus kämpft die IG Metall um die Zukunft tausender Beschäftigter. Dasselbe gilt für die KolleWir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  7


Metall- und Elektroindustrie

MEHR GELD UND MEHR ZEIT

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Die Tarifbewegungen der vergangenen Jahre haben deutliche Verbesserungen für die Beschäftigten gebracht – und gezeigt: Der Wunsch der Beschäftigten nach gutem Geld und besseren Arbeitszeiten lässt sich am besten gemeinsam durchsetzen. Die Tarifrunde 2016 war eine reine Entgeltrunde. Bei der Forderung von fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten konnte sich das Ergebnis sehen lassen. Es gab zwei Entgelterhöhungen: eine um 2,8 Prozent, die zweite um zwei Prozent. Und es gab einen Pauschalbetrag in Höhe von 150 Euro (Auszubildende 65 Euro). Der Tarifabschluss enthielt eine Differenzierungsklausel: Die Betriebe von Nordmetall konnten bei der IG Metall einen Antrag stellen, die Erhöhungen zu verschieben, wenn die wirtschaftliche Lage des Unternehmens dies erfordert.

Voraussetzung für die Differenzierung war allerdings die Zustimmung der IG Metall. Außerdem wurde mit Nordmetall vereinbart, dass die im Bezirk Küste übliche Beteiligung der IG Metall-Mitglieder über die Zustimmung oder Ablehnung einer solchen Differenzierung in einer Mitgliederversammlung während der Arbeitszeit stattfinden konnte. Es gab nur wenig Anträge zur Differenzierung und in der Regel wurden diese Anträge auch von den Mitgliedern abgelehnt.

MEHR SELBSTBESTIMMUNG Während der Laufzeit des Tarifabschlusses 2016 liefen bereits die Vorbereitungen für die Tarifrunde 2018. Die Beschäftigten führten intensive Diskussionen zum Thema Arbeitszeit und erprobten auch ein neues Instrument im Arbeitskampf: den 24-Stunden-Warnstreik, eine neue Eskalationsstufe in Auseinandersetzungen um den Flächentarif, um den Forderungen der IG Metall Nachdruck zu verleihen. Das Thema Arbeitszeit im Betrieb rückte in den Fokus, weil es dringenden Verbesserungsbedarf gab: Die Beschäftigten leisten zu viele unbezahlte Überstunden und die 35-Stunden-Woche gab es in vielen Betrieben schon lange nicht mehr. Dem stehen die Wünsche der Beschäftigten nach planbaren Arbeitszeiten entgegen, die erfasst und vergütet werden, wie eine Beschäftigtenbefragung der IG Metall ergab.

Für das Thema Arbeitszeit machten die Beschäftigten auch Druck auf die Arbeitgeber. Nachdem die Verhandlungen im Pilotbezirk Baden-Württemberg ergebnislos endeten, kam es bundesweit in allen Tarifbezirken erstmals zu bezahlten Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  9


Tarifliche Freistellungszeit

UMSETZUNG IM BETRIEB

Das Interesse ist groß: Mehr als 14 400 Beschäftigte, die in Schicht arbeiten, Kinder betreuen oder Angehörige pflegen, nahmen im Bezirk Küste 2019 die Wahloption auf freie Tage aus dem Tarifabschluss 2018 in der Metallund Elektroindustrie in Anspruch. Der überwiegende Teil der Anträge fiel auf Kolleginnen und Kollegen, die in Schicht arbeiten. In manchen Unternehmen musste der Betriebsrat das Recht auf Freistellung erst mit Nachdruck durchsetzen. Die Arbeitgeber haben sich teilweise unwillig gezeigt, den Beschäftigten die ausgehandelten freien Tage tatsächlich zu geben. In der Meyer-Werft in Papenburg hieß es zum Beispiel, dass nicht auf die Kolleginnen und Kollegen verzichtet werden könne: Die Schiffe müssten ausgeliefert werden, der Druck sei auch mit der verfügbaren Belegschaft schon hoch. Der Betriebsrat der Meyer-Werft hat sich sehr für die Kolleginnen und Kollegen eingesetzt – unterstützt von der IG Metall. Einerseits stand außer Frage, dass die Beschäftigten einen tariflichen Anspruch auf Freistellungszeit haben. Auf der anderen Seite wollte der Betriebsrat auch die Bedenken des Arbeitgebers ernst nehmen. Deshalb haben sie sich alle Arbeitsbereiche konkret angeschaut und geprüft, wie die konträren Interessen miteinander zu vereinbaren sind. In einer Betriebsvereinbarung wurden dann Kriterien für die Freistellungszeit festgelegt. Beispielsweise wurde für einzelne Bereiche vereinbart, dass ein Teil der anspruchsberechtigten Kolleginnen und Kollegen die freie Zeit in der ersten Jahreshälfte nimmt, der andere Teil in der zweiten. Für Nico Bloem, Betriebsratsvorsitzender der MeyerWerft, ist das ein gutes Beispiel einer gelungenen Kooperation: »Wir konnten allen Interessen gerecht werden.«

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24- Stunden-Warnstreiks. 52 693 Beschäftigte aus 30 Betrieben haben dafür Ende Januar 2018 die Arbeit niedergelegt und dafür gesorgt, dass an diesen Tagen nicht in den Streikbetrieben gearbeitet wurde.

GEMEINSAM DAS ZIEL ERREICHEN

» Ich hätte nicht gedacht, dass ich es noch einmal erlebe, dass ich Streikgeld bekomme, ich so richtig streiken darf und wir gemeinsam Flagge zeigen!« Ein Kollgege vorm Streikzelt bei STILL

Nicht nur die IG Metall-Mitglieder großer Unternehmen wie Airbus, Daimler oder STILL waren dabei. Auch Kolleginnen und Kollegen kleinerer Betriebe wie etwa der Gießerei Procast Guss aus Rendsburg oder von JHK Anlagenbau und Service aus Bremerhaven haben sich am Streik beteiligt. Die guten Vorbereitungen zahlten sich aus. Der 24-Stunden-Warnstreik war ein doppelter tarifpolitischer Erfolg: »Ich hätte nicht gedacht, dass ich es noch einmal erlebe, dass ich Streikgeld bekomme, ich so richtig streiken darf und wir gemeinsam Flagge zeigen«, so ein Kollege vor dem Streikzelt bei STILL. Und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Im Tarifvertrag wurde eine Entgelterhöhung von 4,3 Prozent über zwei Jahre vereinbart. Außerdem sieht ein zweiter Tarifvertrag, der sogenannte TV T-ZUG, zwei jährliche Einmalzahlungen vor: Im Sommer 2018 haben die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 27,5 Prozent ihres


Nachtarbeit

ZUSCHLÄGE ERHEBLICH ERHÖHT UND EINHEITLICH GEREGELT – ENDLICH!

Monatsgehaltes bekommen. Darüber hinaus gab es eine zweite Entgeltzahlung in Höhe von 12,3 Prozent der Eckentgeltgruppe 5H, also knapp 400 Euro. Beim Thema Arbeitszeit konnte die IG Metall einen Anspruch auf »verkürzte Vollzeit« mit einem Rückkehrrecht auf Vollzeit durchsetzen. Noch weit besser wurde von den Beschäftigten eine zweite Regelung angenommen, die tarifvertraglich vereinbart wurde: eine temporäre Freistellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Schichtdienst sowie von Kolleginnen und Kollegen mit pflegebedürftigen Angehörigen oder Kindern bis acht Jahre. Im Manteltarifvertrag wurde vereinbart, dass Schichtarbeitende, pflegende und kinderbetreuende Beschäftigte die Einmalzahlung in Höhe von 27,5 Prozent in acht freie Tage umwandeln können. Das haben fast alle Kolleginnen und Kollegen, die ein Recht darauf haben, auch in Anspruch genommen. Betriebsräte und Vertrauensleute der IG Metall machten bei der Umsetzung dieser neuen Regelung einen tollen Job: Sie haben nicht nur dafür gesorgt, dass IG Metall-Mitglieder diesen neuen Anspruch auch wahrnehmen können, sie haben in einigen Betrieben auch noch den Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert. Ein weiteres Mal hat sich damit bestätigt: Es geht nicht nur ums Geld. Es geht auch um Lebensqualität und um gute Arbeitsbedingungen, die eine Balance zwischen Arbeit und Privatleben ermöglichen. Dafür wird sich die IG Metall in den kommenden Jahren weiter einsetzen.

Seit dem 1. April 2020 erhalten Kolleginnen und Kollegen in Nachtarbeit endlich mehr Geld für ihre belastende Tätigkeit. Möglich macht das eine tarifvertragliche Regelung, die die IG Metall Küste Ende Januar 2020 mit dem Arbeitgeberverband Nordmetall vereinbarte. Die in den Tarifgebieten des Bezirks Küste uneinheitlichen Zuschläge bei Nachtarbeit gehören damit der Vergangenheit an. Auch die Unterschiede zwischen regelmäßiger und unregelmäßiger Schichtarbeit fallen weg. Das bedeutet mehr Gerechtigkeit und auch Verlässlichkeit für alle – dank Tarifvertrag! Vorangegangen war eine lange Auseinandersetzung. Los ging es in der Tarifrunde 2018, als das Thema auf der Agenda der Tarifthemen stand, sich die Arbeitgeber aber einer Lösung verweigerten. Eine erneute Bewegung kam dann 2019 über die Rechtsprechung: Das Landesarbeitsgericht Bremen hatte die Nachtarbeitsregelung im Manteltarifvertrag Unterweser wegen Ungleichbehandlung für unwirksam erklärt und damit einem Beschäftigten von Daimler in Bremen Recht gegeben. Bei Daimler in Bremen und einem Automobilzlieferer sorgte ein Ergänzungstarifvertrag für eine einheitliche Regelung für alle Kolleginnen und Kollegen. Sie galt aber nur bei Daimler und dem Zulieferer LEAR in Bremen. Nordmetall weigerte sich weiterhin, eine einheitliche Regelung in der Fläche abzuschließen. Zusammen mit der IG Metall machten die Beschäftigten ihre Ansprüche individuell geltend und erhöhten damit den Druck. Mit Massenklagen, unterstützt vom DGB Rechtsschutz, konnten die Arbeitgeber zu einer fairen Lösung bewegt werden. Für die Einigung mit Nordmetall musste die IG Metall Küste einer befristeten Kompensationsregelung zustimmen. Diese gilt für diejenigen Betriebe, die durch die neuen Prozentsätze der Nachtschichtzuschläge Mehrkosten nachweisen konnten und einen Antrag auf befristete Kostenkompensation bei der IG Metall gestellt hatten.

MEHR GELD

Seit dem 1. April 2020 gelten im Bezirk Küste einheitlich in allen Tarifgebieten neue Nachtarbeitszuschläge. So werden die Zuschläge erhöht: 25 Prozent (20 bis 24 Uhr) 35 Prozent (0 bis 4 Uhr) 25 Prozent (4 bis 6 Uhr). Die zuschlagspflichtige Nachtarbeit beginnt um 20 Uhr und endet um 6 Uhr. Anspruch haben alle Beschäftigten aus der Dauernachtschicht und aus den Wechselschichten (2- und3-Schicht), die Mitglied der IG Metall sind.

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Betriebliche Tarifpolitik

EINSATZ FÜR STANDORTE UND BESCHÄFTIGUNG

Protest gegen die geplante Standortschließung: Beschäftigte von Schmitz Cargobull vor der Zentrale des Herstellers von LKW-Anhängern in Horstmar, Nordrhein-Westfalen.

Besonders wenn es um den Arbeitsplatz geht, halten die Metallerinnen und Metaller an der Küste zusammen – in einigen Betrieben haben sie die Schließung von Standorten verhindert. 12  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019


Ein ohrenbetäubender Lärm störte die Aufsichtsratssitzung. »Mit Trillerpfeifen und einer Feuerwehrsirene haben wir ordentlich Lärm gemacht. Ohne Ohrstöpsel hast du es nicht ausgehalten«, erinnert sich Jens Kruszona, Betriebsratsvorsitzender von Schmitz Cargobull in Toddin in Mecklenburg-Vorpommern. Mit zwei Bussen waren die streikenden Metallerinnen und Metaller des Herstellers von LKW-Anhängern nach Horstmar in Nordrhein-Westfalen zur Zentrale des Unternehmens gefahren, um ihr Anliegen klarzumachen: Standorterhalt statt Standortschließung. Weitere Gewerkschafter und Schmitz Cargobull-Beschäftigte anderer Standorte solidarisierten sich und unterstützten den Protest. Das Ergebnis: Der Aufsichtsrat vertagte seine Entscheidung, das Werk am Standort zu schließen. Am Ende erreichten die gut organisierten Beschäftigten sogar, dass die Schließung ganz vom Tisch fällt. Dafür waren ein Warnstreik und ein unbefristeter Streik nötig. »Alle wussten immer, worum es geht«, erinnert sich Stefan Schad, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Rostock-Schwerin. »Die Geschlossenheit der Beschäftigten war der zentrale Schlüssel zum Erfolg.« Mit vielen Solidaritätsbekundungen unterstützten die Menschen den Kampf der Metallerinnen und Metaller. Auf den Erfolg kann sich die Interessenvertretung allerdings nicht ausruhen – sie rechnet mit weiteren Einschnitten. »Wir kämpfen weiter für den Standort und wollen den Wandel des Unternehmens aktiv mitgestalten«, sagt Jens Kruszona. Zum Beispiel mit einer Altersteilzeit-Regelung, die den Arbeitsplatzabbau sozialverträglich gestaltet.

BETEILIGUNG STATT GEHEIMHALTUNG So wie bei Schmitz Cargobull kämpften Metallerinnen und Metaller auch anderswo zusammen mit der IG Metall erfolgreich für Standorte, Beschäftigungssicherung und bessere Arbeitsbedingungen. Die Auseinandersetzungen machen deutlich: Nur vor Ort und gemeinsam mit den Metallerinnen und Metallern können Alternativen zu Unternehmensentscheidungen durchgesetzt werden. Dabei kommt der betrieblichen Tarifpolitik auch in flächengebundenen Betrieben eine wachsende Bedeutung zu.

» Mit Trillerpfeifen und einer Feuerwehrsirene haben wir ordentlich Lärm gemacht. Ohne Ohrstöpsel hast du es nicht ausgehalten.« Jens Kruszona, Betriebsratsvorsitzender Schmitz Cargobull

Das zeigt auch das Beispiel thyssenkrupp Marine Systems (tkMS) in Emden. 2017 plante die Geschäftsführung die Schließung des Standortes mit seinen 222 Konstrukteurinnen und Konstrukteuren. Aber die Belegschaft wehrte sich. Der Erfolg kam nach langen Verhandlungen von Gewerkschaft, Betriebsrat und Geschäftsführung im Oktober 2020: Der bereits ausgesetzte Schließungsbeschluss wurde endgültig aufgehoben. Ein Weg zum Erfolg waren von der Interessenvertretung organisierte »Treppenhausrunden« zum regelmäßigen Austausch mit den Beschäftigten. »Wir haben die Kolleginnen und Kollegen von Anfang an mitgenommen«, erzählt Amke WiltsHeuse, Betriebsratsvorsitzende von thyssenkrupp Marine Systems in Emden. T-Shirts und Kapuzenpullis mit »Heimathafen Emden«-Aufdruck machten den Kampf um den Standort sichtbar. Mit Präsenz auf Kundgebungen und Konferenzen sowie Ansprache der Politik suchte die InteressenWir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  13


vertretung zusammen mit den Beschäftigten und der IG Metall die Unterstützung der Öffentlichkeit. »Statt auf Personalabbau im Rahmen eines Interessenausgleich und Sozialplan zu bauen, wie die Geschäftsführung von tkMS, setzten wir auf einen politischen Prozess«,, sagt Franka Helmerichs, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Emden. Zur Strategie gehörte auch das Alternativkonzept zur Standortschließung »Zukunft für Emden«. Die Kernbotschaft: Durch die Schließung und den Umzug gehen viele Fachkräfte unwiederbringlich verloren. Vom Konzept gingen wichtige Impulse aus: IG Metall und Betriebsrat sorgten dafür, dass es seit 2017 auch wieder Einstellungen am Standort gibt. Auch Ideen wie Kooperation der Standorte und mehr Digitalisierung in der Zusammenarbeit wurden von der Geschäftsführung übernommen. Eine Projektgruppe »Emden neu denken« vom Betriebsrat, der IG Metall Emden und der Hochschule Emden/Leer denkt industriepolitisch in die Zukunft, wie das Gelände der Nordseewerke weiter genutzt werden kann. »Alle Beschäftigten am Standort haben zusammen an die 4000 Jahre Erfahrung im Schiffbau. Wir haben alles dafür getan, dass dieser Wissensschatz erhalten bleibt«, sagt Wilts-Heuse.

FORDERUNG NACH SOZIALTARIFVERTRAG Beim Airbus-Zulieferer Diehl Aviation in Hamburg sollte unter anderem die komplette Serienfertigung von Bordküchen und Waschräumen für verschiedene Airbus-Typen wie den A380 14  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019

von Hamburg nach Ungarn verlagert werden, um Kosten zu senken. 550 Arbeitsplätze sollten dafür wegfallen. »Die Pläne waren eine Kampfansage an die gesamte Belegschaft«, sagt Ulrich Orth, Betriebsratsvorsitzender von Diehl Aviation. Mit zwei Warnstreiks erhöhten die Beschäftigten zusammen mit Betriebsrat und IG Metall den Druck auf die Verhandlungen. Die Verhandlungen verliefen zäh, IG Metall und Betriebsräte bereiteten weitere Maßnahmen vor – bis hin zur Urabstimmung für einen unbefristeten Arbeitskampf. Aber dazu kam es nicht. In den abschließenden Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat einigte man sich mit dem Arbeitgeber auf ein Verhandlungsergebnis, das einen Sozialtarifvertrag, einen Interessenausgleich und Sozialplan sowie eine Reihe von Betriebsvereinbarungen umfasst.

Zum Gesamtpaket gehört, dass Hamburg als Standort für Produktion, Vertrieb, Service, Logistik und Entwicklung erhalten bleibt. Im Sozialtarifvertrag ist vereinbart, dass bis 2023 maximal 240 Arbeitsplätze stufenweise abgebaut werden können. Dazu gehören Regelungen zu Abfindungen und eine Transfergesellschaft. Mit einem Bonus für IG Metall-Mitglieder bei Abfindungen wird ihr Einsatz beim Widerstand gegen die Abbaupläne honoriert. »Das ist ein akzeptables Ergebnis. Wir haben viel erreicht und vor allem die Pläne des Arbeitgebers abwehren können«, sagt Ina Morgenroth, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Region Hamburg.


Bezirksleitung

WECHSEL AN DER SPITZE DES BEZIRKS Seit Dezember 2019 hat die IG Metall Küste einen neuen Chef: Daniel Friedrich hat die Nachfolge von Meinhard Geiken angetreten, der den Bezirk seit Mai 2011 geführt hatte und in den Ruhestand ging. Daniel wurde von der Bezirkskommission als Nachfolger vorgeschlagen und anschließend vom Vorstand der IG Metall in sein neues Amt berufen.

ZUKUNFT GESTALTEN Auch bei Dräger in Lübeck konnten sich IG Metall und Betriebsrat gegen die Pläne des Arbeitgebers durchsetzen. Der Medizintechniker hatte einen rigorosen Sparplan angekündigt – 120 Millionen Euro sollten eingespart werden und am Standort in Lübeck 150 Arbeitsplätze wegfallen. Das Eckpunktepapier sieht vor, dass das Unternehmen bis 2023 maximal 50 der rund 7000 Beschäftigten kündigen darf. Drei Jahre lang verzichtet die Belegschaft auf Tariferhöhungen. Das Verhandlungsergebnis sieht weiter vor, dass zukünftig erfolgsabhängig Rückzahlungen in Höhe des Verzichts erfolgen. »Angesichts der Ausgangslage ist das ein gutes und akzeptables Ergebnis für die Beschäftigten. Deswegen hat das Paket am Ende des Tages ein wenig Schatten, aber viel Licht – und damit gilt es jetzt, die Zukunft zu gestalten«, sagt Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste, der als Erster Bevollmächtigter der IG Metall Lübeck-Wismar seinerzeit die Verhandlungen führte. Der Zukunftstarifvertrag bei Dräger zeigt: Der erfolgreiche Kampf um Arbeitsplätze beginnt häufig schon früher als bei der Ankündigung von Personalabbau. Umso wichtiger, den Abbau von Arbeitsplätzen zu verhindern und einen gemeinsamen Weg mit allen Beschäftigten zu sicheren Arbeitsplätzen und zukunftsfähigen Standorten zu gehen. Das wird auch in Zukunft wichtig sein.

Daniel ist seit seiner Ausbildung zum Industriemechaniker bei der Linde AG in Köln in der IG Metall aktiv. Zuerst als Jugend-und Auszubildendenvertreter und Betriebsrat sowie in den örtlichen, bezirklichen und zentralen Jugendgremien der IG Metall, seit 1998 auch hauptamtlich. Daniel startete bei der damaligen IG Metall Bergedorf (heute Teil der IG Metall Region Hamburg), 2002 wechselte er in der Bezirksleitung. Von 2015 bis 2019 leitete Daniel die Geschäftsstelle Lübeck-Wismar.

» Angesichts der Ausgangslage ist das ein gutes und akzeptables Ergebnis für die Beschäftigten. Deswegen hat das Paket am Ende des Tages ein wenig Schatten, aber viel Licht – und damit gilt es jetzt, die Zukunft zu gestalten.«

Er lebt mit seiner Frau und der gemeinsamen Tochter in Lübeck. Geboren wurde er 1975 in Köln.

Daniel Friedrich, Bezirksleiter

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Metall- und Elektroindustrie

UNSERE TARIFRUNDEN 2016–2019

Zusammen mit den Beschäftigten hat die IG Metall in den vergan­ genen Jahren wieder kräftige Entgelterhöhungen durchsetzen können. Zum 1. Juli 2016 stiegen die Entgelte in einer ersten Stufe um 2,8 Prozent, hinzukam ein Einmal­ betrag von 150 Euro. Zum 1. April 2017 profitierten die Beschäftigten von zwei Prozent mehr Geld. In der letzten Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie setzte die IG Metall 4,3 Prozent mehr Geld zum 1. April 2018 sowie einen Pauschalbetrag in Höhe von 100 Euro im März 2018 durch. 2019 erhielten alle Beschäftigten jährlich ein tarifliches Zusatzgeld in Höhe von 27,5 Prozent eines Monatseinkommens sowie einen Festbetrag in Höhe von 400 Euro. Nach dem Tarifabschluss können Beschäftigte, die Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder in Schicht arbeiten, wählen, ob sie statt des tariflichen Zusatzgeldes acht freie Tage nehmen wollen. Zwei Tage davon finanziert der Arbeitgeber. Das Ergebnis sichert den Beschäftigten zudem einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung ihrer Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden. Danach haben sie das Recht, zu ihrer ursprünglichen Arbeitszeit zurückzukehren.

Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern und Nordwestliches Niedersachen ab 1. Juli 2016 Ausbildungsvergütung EG 1 Entgelt EG 2 EG 3 EG 4 EG 5 EG 6 EG 7 EG 8 EG 9 EG 10 EG 11

1. Ausb.-J. 984 € Grundstufe 2393 € 2468 € 2601 € 2864 € 3069 € 3271 € 3811 € 4375 € 4964 € 5579 €

2. Ausb.-J. 1013 € Hauptstufe 2479 € 2558 € 2676 € 2937 € 3138 € 3370 € 3908 € 4510 € 5168 € 5810 €

3. Ausb.-J. 1043 € Zusatzstufe 1

4. Ausb.-J. 1072 € Zusatzstufe 2

2646 € 2749 € 3013 € 3251 € 3480 € 4023 € 4623 € 5316 €

2825 € 3084 € 3326 € 3582 € 4122 € 4752 €

3160 € 3401 € 3682 € 4226 €

AT-Grenzen: 6920 € Die Härtefallzahlung bei Langzeiterkrankung gemäß § 10 Ziff. 6.9.3 MTV beträgt ab 1. Juli 2016 69,05 € brutto.

Hamburg/Unterweser und PAG ab 1. Juli 2016 Ausbildungsvergütung EG 1 Entgelt EG 2 EG 3 EG 4 EG 5 EG 6 EG 7 EG 8 EG 9 EG 10 EG 11

1. Ausb.-J. 984 € Grundstufe 2393 € 2468 € 2601 € 2864 € 3091 € 3318 € 3911 € 4527 € 5164 € 5830 €

2. Ausb.-J. 1013 € Hauptstufe 2479 € 2558 € 2676 € 2937 € 3165 € 3421 € 4010 € 4659 € 5371 € 6034 €

3. Ausb.-J. 1043 € Zusatzstufe 1

4. Ausb.-J. 1072 € Zusatzstufe 2

2646 € 2749 € 3013 € 3278 € 3531 € 4125 € 4772 € 5519 €

2825 € 3084 € 3351 € 3631 € 4227 € 4905 €

AT-Grenzen: 7220 € Die Härtefallzahlung bei Langzeiterkrankung gemäß § 10 Ziff. 6.9.3 MTV beträgt ab 1. Juli 2016 69,05 € Brutto.

16  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019

Zusatzstufe 3

Zusatzstufe 3

3160 € 3425 € 3734 € 4326 €


Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern und Nordwestliches Niedersachen ab 1. April 2017 Ausbildungsvergütung EG 1 Entgelt EG 2 EG 3 EG 4 EG 5 EG 6 EG 7 EG 8 EG 9 EG 10 EG 11

1. Ausb.-J. 1004 € Grundstufe 2441 € 2517 € 2653 € 2921 € 3130 € 3336 € 3887 € 4463 € 5063 € 5691 €

2. Ausb.-J. 1034 € Hauptstufe 2529 € 2609 € 2730 € 2996 € 3201 € 3437 € 3986 € 4600 € 5271 € 5926 €

Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern und Nordwestliches Niedersachen ab 1. April 2018 Ausbildungsvergütung

3. Ausb.-J. 1064 € Zusatzstufe 1

4. Ausb.-J. 1094 € Zusatzstufe 2

2699 € 2804 € 3073 € 3316 € 3550 € 4103 € 4715 € 5422 €

2882 € 3146 € 3393 € 3654 € 4204 € 4847 €

Zusatzstufe 3

3223 € 3469 € 3756 € 4311 €

EG 1 Entgelt EG 2 EG 3 EG 4 EG 5 EG 6 EG 7 EG 8 EG 9 EG 10 EG 11

1. Ausb.-J. 1047 € Grundstufe 2546 € 2625 € 2767 € 3047 € 3265 € 3479 € 4054 € 4655 € 5281 € 5936 €

2. Ausb.-J. 1078 € Hauptstufe 2638 € 2721 € 2847 € 3125 € 3339 € 3585 € 4157 € 4798 € 5498 € 6181 €

3. Ausb.-J. 1109 € Zusatzstufe 1

4. Ausb.-J. 1141 € Zusatzstufe 2

2815 € 2925 € 3205 € 3459 € 3703 € 4279 € 4918 € 5655 €

3006 € 3281 € 3539 € 3811 € 4385 € 5055 €

3. Ausb.-J. 1109 € Zusatzstufe 1

4. Ausb.-J. 1141 € Zusatzstufe 2

2815 € 2925 € 3205 € 3488 € 3757 € 4389 € 5076 € 5871 €

3006 € 3281 € 3565 € 3863 € 4497 € 5218 €

AT-Grenzen: 7060 € Die Härtefallzahlung bei Langzeiterkrankung gemäß § 10 Ziff. 6.9.3 MTV beträgt ab 1. April 2017 70,43 € brutto.

AT-Grenze: 7360 €

Hamburg/Unterweser und PAG ab 1. April 2017

Hamburg/Unterweser und PAG ab 1. April 2018

Ausbildungsvergütung EG 1 Entgelt EG 2 EG 3 EG 4 EG 5 EG 6 EG 7 EG 8 EG 9 EG 10 EG 11

1. Ausb.-J. 1004 € Grundstufe 2441 € 2517 € 2653 € 2921 € 3153 € 3384 € 3989 € 4618 € 5267 € 5947 €

Zusatzstufe 3

3362 € 3618 € 3918 € 4496 €

Ausbildungsvergütung 2. Ausb.-J. 1034 € Hauptstufe 2529 € 2609 € 2730 € 2996 € 3228 € 3489 € 4090 € 4752 € 5478 € 6155 €

3. Ausb.-J. 1064 € Zusatzstufe 1

4. Ausb.-J. 1094 € Zusatzstufe 2

2699 € 2804 € 3073 € 3344 € 3602 € 4208 € 4867 € 5629 €

2882 € 3146 € 3418 € 3704 € 4312 € 5003 €

AT-Grenzen: 7360 € Die Härtefallzahlung bei Langzeiterkrankung gemäß § 10 Ziff. 6.9.3 MTV beträgt ab 1. April 2017 70,43 € brutto.

Zusatzstufe 3

3223 € 3494 € 3809 € 4413 €

EG 1 Entgelt EG 2 EG 3 EG 4 EG 5 EG 6 EG 7 EG 8 EG 9 EG 10 EG 11

1. Ausb.-J. 1047 € Grundstufe 2546 € 2625 € 2767 € 3047 € 3289 € 3530 € 4161 € 4817 € 5493 € 6203 €

2. Ausb.-J. 1078 € Hauptstufe 2638 € 2721 € 2847 € 3125 € 3367 € 3639 € 4266 € 4956 € 5714 € 6420 €

Zusatzstufe 3

3362 € 3644 € 3973 € 4603 €

AT-Grenze: 7680 €

Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  17


Handwerk

TARIFFLUCHT VERHINDERN

Im Handwerk entziehen sich viele Unter­ nehmen der Tarifbindung. Dabei könnten sie im Wettbewerb um Fachkräfte gerade mit fairen Arbeits­ bedingungen punkten. Für den Arbeitgeber schien alles im Lot zu sein. Langer E-Technik hatte sich tariflich gebunden. Allerdings an die Christliche Gewerkschaft Metall - die Lohnstruktur, die das mit sich brachte, hätte kaum unchristlicher sein können. Das wollten sich die rund 150 Beschäftigten nicht länger gefallen lassen: Sie organisierten sich und holten die IG Metall zur Unterstützung hinzu. Nach zehn mühevollen Verhandlungsrunden und einem Warnstreik ist es 2018 tatsächlich gelungen, in dem Vareler Unternehmen einen Haustarifvertrag auf IG Metall-Niveau abzuschließen. Langer E-Technik drohte zum Negativbeispiel eines Arbeitgebers

18  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019

in der Branche zu werden. Nun ist das Gegenteil der Fall. »Das Beispiel hat deutlich gezeigt: Wenn die Beschäftigten mitziehen, können wir viel erreichen,« sagt Friedhelm Ahrens, Tarifsekretär für das Handwerk bei der IG Metall Küste. Die Tarifflucht ist branchenübergreifend ein Problem. Im Handwerk ist sie seit Jahren bestimmendes Thema für die IG Metall. Auch in der größten Handwerksbranche, dem Kfz-Handwerk. Dort sind gerade noch 77 Betriebe unter mehreren tausend tarifgebunden. Die IG Metall hatte deshalb 2015 die Kampagne »AutohausFAIR« gestartet.


Die war zunächst auf Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern begrenzt. Die Kampagne war aber so überzeugend, dass sie in den vergangenen vier Jahren bundesweit ausgerollt wurde. Die anderen Bezirke haben »AutohausFAIR« übernommen.

VORFAHRT FÜR FAIRNESS Das Besondere an »AutohausFAIR« ist, dass in der Kampagne nicht die schwarzen Schafe der Branche angeprangert, sondern im Gegenteil die vorbildlichen Autohäuser hervorgehoben werden. Die IG Metall verleiht fairen Autohäusern Siegel, mit denen sie für sich werben können. Als »fair« wird ein Autohaus ausgezeichnet, das tarifgebunden ist, einen Betriebsrat hat und ausbildet. Ein Autohaus wollte im Berichtszeitraum den Weg in die entgegengesetzte Richtung nehmen. FCA Motor Village in Hamburg hatte geplant, aus der Tarifgemeinschaft auszutreten. Die Belegschaft hat sich dagegen gewehrt: Kolleginnen und Kollegen sind in die IG Metall eingetreten, es gab Protestaktionen. Schließlich hat der Arbeitgeber den Austritt zurückgenommen. Das war ein echter Erfolg.

GELD IST NICHT ALLES Auch in den Tarifrunden der vergangenen Jahre hat die IG Metall viel erreicht. 2017 gab es eine intensive Tarifrunde mit einem bundesweiten

Aktionstag am 1. Juni 2017 und Warnstreiks an verschiedenen Orten. Zum Warnstreik in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern konnten 1100 Beschäftigte mobilisiert werden. Das war ein großer Erfolg, der auch neue Mitglieder dazu motiviert hat, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Die zweite Tarifrunde 2019 haben die Beschäftigten ebenfalls erfolgreich mit Aktionstagen und Warnstreiks begleitet. In Mecklenburg-Vorpommern konnte der bundesweit höchste Tarifabschluss erzielt werden. Die IG Metall Küste hat im Berichtszeitraum Tarifverhandlungen für viele Handwerksbranchen geführt: Kfz, Holz und Kunststoff, Sanitärhandwerk, metallverarbeitendes Handwerk, Modell-Formbauerhandwerk, Parkett- und Bodenleger, Tischlerhandwerk, Raumausstatterhandwerk. Doch Geld ist nicht alles, was für die Beschäftigten zählt. Auch faire Arbeitszeiten und Entwicklungschancen gehören zu einem guten Arbeitsplatz dazu. Die Beschäftigten wünschen sich auch Weiterbildungsangebote, die einen beruflichen Aufstieg ermöglichen. Dafür hat sich die IG Metall Küste am dreijährigen Projekt »Zukunftsinitiative modernes Tischlerhandwerk« beteiligt, kurz genannt: ZIMT.

ZIMT ist ein Kooperationsprojekt der Tischlerfachverbände aus Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Schleswig-Holstein sowie der IG Metall-Bezirke Küste und Nordrhein-Westfalen. Ziel war es, den Qualifizierungsbedarf in den Tischlerbetrieben zu ermitteln und gemeinsam mit den Arbeitgebern ein Konzept zur Weiterqualifizierung zu entwickeln. Gerade das Tischlerhandwerk ist von kleinen Betrieben mit 6-7 Beschäftigten geprägt. Fortbildung findet da eher unsystematisch statt. ZIMT wurde drei Jahre lang durch das Bundesprogramm »Fachkräfte sichern« gefördert, um das zu ändern.

» Wenn die Beschäftigten mitziehen, können wir viel erreichen.« Friedhelm Ahrens, Tarifsekretär Handwerk

Entwickelt wurden drei Weiterbildungsmodule. Tischlerinnen und Tischler können sich nun zu Projektbetreuerinnen und Projektbetreuer, Werkstattleiterinnen und Werkstattleitern und Montagefachkräften fortbilden. Dafür wurden inhaltliche Standards definiert. Das Angebot wird sehr gut angenommen. Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste: »Die ZIMT-Ergebnisse verdienen eine bundesweite Umsetzung.«

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Die Metallerinnen und Metaller in der Textil- und Bekleidungsindustrie und in den Textilen Diensten haben in den vergangenen Tarifrunden nicht nur um mehr Geld gekämpft. Auch verbesserte Regelungen zur Altersteilzeit haben sie durchgesetzt.

Mit einer klaren Forderung ging es in die Warnstreiks. Bei Coats Opti in Papenburg legten die Kolleginnen und Kollegen im Februar 2017 für eine Stunde die Arbeit nieder, um ihrer Forderung nach mehr Geld Nachdruck zu verleihen. In der Tarifrunde der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie wollte die IG Metall eine Entgelterhöhung von 4,5 Prozent durchsetzen. Die Beschäftigten von Autoliv in Elmshorn gingen eine Woche später auf die Straße.

Der Druck war nötig – am Verhandlungstisch gab es keine Bewegung der Arbeitgeber. Erst nach der dritten Verhandlung in Saarlouis einigte sich die IG Metall auf 2,7 Prozent mehr Geld ab 1. August 2017 und ab dem 1. September 2018 um 1,7 Pro20  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019

zent mehr Geld (Auszubildende jeweils 30 Euro pro Ausbildungsjahr) für die rund 100 000 Beschäftigten der Branche. Auch eine Erhöhung der Zahlungen für die Altersteilzeit setzte die IG Metall durch. Die Beschäftigten erhalten damit einen Ausgleich für die besonderen Belastungen in der Branche, häufig durch Schichtarbeit.

BESSERE ALTERSTEILZEIT

Auch in der Tarifrunde 2018/2019 sorgten erst Warnstreiks für den nötigen Druck bei den Arbeitgebern. In zwei Stufen erhielten die Beschäftigten mehr Geld: zum 1. August 2019 2,6 Prozent und zum 1. September 2020 weitere 2,3 Prozent sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 340 Euro für die


Textil- und Bekleidungsindustrie/Textile Dienste

SAUBER BLEIBEN MIT TARIF

Monate Februar bis Juli. Auch die Altersteilzeitzahlungen und das Urlaubsgeld wurden aufgestockt. Auf mehr Geld konnten sich auch die rund 14 000 Beschäftigten der Textilen Dienste bundesweit freuen. Neben einer Tariferhöhung aus der Tarifrunde 2016 von 2,4 Prozent ab März 2017 und 1,8 Prozent ab März 2018 gab es insgesamt 216 Euro in Form von vier Einmalzahlungen. Ausgehend von den Tarifverhandlungen wurden Gespräche zur Modernisierung der Tarifverträge zu Themen wie Arbeitszeit und Demografie geführt.

AUSWIRKUNGEN DURCH CORONA Nach der Einigung mit dem Arbeitgeberverband intex im Oktober 2018 erhielten die Beschäftigten im Februar 2019 drei Prozent mehr Geld. Außerdem profitierten die Textiler von einer Einmalzahlung für November bis Januar von 200 Euro für Vollzeitbeschäftigte, für Teilzeitbeschäftigte anteilig. Wie auch die Beschäftigten in der Textilund Bekleidungsbranche erhielten die Beschäftigten durch eine Aufstockung der Zahlung für die Altersteilzeit einen Ausgleich für ihre belastenden Tätigkeiten.

trie von den Werksschließungen der Automobilhersteller betroffen. Durch Ladenschließungen und Konsumzurückhaltung sowie die fehlenden Reinigungsaufträge für Arbeitskleidung aus der Automobilindustrie blieben auch die Textilen Dienste nicht von der Pandemie verschont. Auch dank des Einsatzes der IG Metall hat die Politik verbesserte Regelungen zur Kurzarbeit beschlossen, die auch für diese Branchen gelten und einen Beitrag zur Beschäftigungssicherung in der Krise leisten können.

Turbulent warf dann die Corona-Krise die beiden Branchen durcheinander: Die Textil- und Bekleidungsindustrie war als Zulieferer der AutomobilindusWir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  21


Erschließung/Organizing

VIELE WEGE FÜHREN ZUM ERFOLG Im Raum Südoldenburg führen viele Geschäftsführer ihre Betriebe nach patriarchalischem Muster. Mit der Holzhammermethode Mitglieder zu gewinnen, ist für das Team der IG Metall Oldenburg deshalb keine Strategie. Vorsichtig und abwartend erklären sie stattdessen, was die IG Metall ist, und versuchen die Erfolge auf andere Betriebe zu übertragen.

Zusammen sind wir stärker – das haben viele Kolleginnen und Kollegen in den letzten Jahren gemerkt und sich gewerkschaftlich organisiert. Dank kontinuierlicher Arbeit der IG Metall ist es in vielen Betrieben gelungen, Aktivenkreise aufzubauen, Tarifbewegungen und Wahlen von Betriebsratsgremien in die Wege zu leiten.

22  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019

So sind sie bei dem ehemals patriarchisch geführten Unternehmen Pöppelmann in Lohne vorgegangen und konnten dort nach 70 Jahren das erste Mal auf einer Betriebsversammlung reden und sich vorstellen. Der Mitgliederstamm wächst. Beim Maschinenbaubetrieb German Oil Tools GmbH in Vechta setzte die IG Metall 2018 die Neugründung eines Betriebsrats durch. Das Konzept zur Neugründung mit Flyer-Aktionen und Aktiven-Treffen, um die Wahl vorzubereiten, übertrugen sie auf den Nachbarbetrieb M. Knake Blechbearbeitung. Auch im Handwerk konnte die Geschäftsstelle viele neue Mitglieder hinzugewinnen. So ist es dem Team in der Tischlerei Sander gelungen einen Betriebsrat zu installieren. In bisher nicht erschlossenen Kfz-Betrieben waren regelmäßige Ansprachen und Flugblatt-Aktionen

der S chlüssel zum Erfolg. Nach Kündigung des Tarifvertrages durch den Arbeitgeber startete im VW-Zentrum Oldenburg eine Tarifbewegung. Der Organisationsgrad steigt auch dort.

OHNE BETEILIGUNG GEHT ES NICHT

Rekrutierung und Einbindung bisher Unentschlossener und Stärkung der Mitglieder in den Betrieben für die Ziele der IG Metall ist eine der Säulen des Erschließungsprojekts im Bezirk. Hierfür sind die Projekte eng mit der politischen Planung der Geschäftsstellen verzahnt. Eine Herausforderung für die IG Metall ist der demografische Wandel. Hierfür gilt es, den Generationenwechsel im ehren- und hauptamtlichen Bereich aktiv zu gestalten.

Die Erschließungsarbeit im Bezirk ist auch mit Themen wie Werkverträgen oder Lohngerechtigkeit eng verknüpft. Wie bei den Piloten und Mechanikern der QinetiQ Kiel. Als der Arbeitge-


» Rekrutierung und Einbindung bisher Unentschlossener und Stärkung der Mitglieder in den Betrieben für die Ziele der IG Metall ist eine der Säulen des Erschließungsprojekts im Bezirk.«

ber eine zugesagte Lohnerhöhung aus dem Haustarifvertrag des Schwesterbetriebs aus Nordrhein-Westfalen nicht zahlen wollte, wandten sich die Kolleginnen und Kollegen an die IG Metall Kiel-Neumünster. Auf dem ersten Treffen wurden Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Aber erst die individuelle Geltendmachung der Ansprüche sorgte dafür, dass der Arbeitgeber einknickte und die Lohnerhöhung nachzahlte. Die Strategie bei der Erschließung wird an jeden Betrieb angepasst. Bei der QinetiQ Kiel brachten die Kolleginnen und Kollegen das heiße Thema direkt mit. In anderen Betrieben muss das Thema erst aufgezeigt werden. In vielen klein- und mittelständischen sowie Handwerks-Betrieben ist die IG Metall Kiel-Neumünster derzeit aktiv.

Auch für den Kampf um einen Zukunftstarifvertrag bei thyssenkrupp Fahrtreppen war es wichtig, die Angestellten miteinzubeziehen. Im Zuge des Luft- und Raumfahrtprojekts, das seinen Schwerpunkt bei Airbus hat, gelang es, die betrieblichen Strukturen zu stärken und Zulieferer, Logistiker sowie Leiharbeiter rund um Airbus stärker zu organisieren. Da Hamburg neben den großen auch viele kleinere Betriebe hat, hatte das Erschließungsprojekt bei klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) zum Ziel, auch dort betriebliche Interessensvertretungen zu initiieren oder zu stärken. Wie bei GEA Tuchenhagen, wo es nach Jahren ohne Vertrauenskörper nun wieder Vertrauensleute gibt.

WIR MACHEN WIND NETZWERKE AUFBAUEN Bei der IG Metall Region Hamburg ist das Engineering einer der Schwerpunkte der Erschließungsarbeit. Neben Mitgliederwerbung und Unterstützung bei der Neugründung von Betriebsräten geht es auch darum, das Image der IG Metall unter Hochqualifizierten zu verbessern. Zum Beispiel im Netzwerk IT und Engineering IEnet der Geschäftsstelle. Dort kommen die Aktiven einmal im Monat zusammen, um Themen wie Transformation, agiles Arbeiten oder Lean Konzepte nach vorne zu bringen. Mit der Unterstützung der Gewerkschaft sind auch die Metallerinnen und Metaller beim IT-Dienstleister Atos stärker geworden.

Eine lange Tradition hat der Windbereich bei der Erschließungsarbeit der IG Metall Rendsburg. Bei Vestas etwa ist dank Unterstützung der Gewerkschaft ein Netzwerk von Aktiven entstanden, mit denen der Aufbau von Mitgliedern konstant anstieg. Auch beim Hobby-Wohnwagenwerk sind immer mehr Metallerinnen und Metaller dazugekommen. Bei Wiedemann Technik und FTCAP gelang die Neugründung eines Betriebsrates. Vorangetrieben wird auch der Aufbau von Jugendstrukturen: Über gezielte Ansprache gründete sich erstmals ein Ortsjugendausschuss innerhalb der Geschäftsstelle. Zudem ist es gelungen, die Zahl der Gremien der Jugend- und Auszubildendenvertretung in den Betrieben zu erhöhen.

WANDEL GESTALTEN Die Auslagerung von Tätigkeiten aus den Stammunternehmen hat zu einem deutlichen Anstieg von Werkverträgen und damit zu Lohndumping und unsicherer Arbeit geführt. Die IG Metall Bremen will diesen Trend stoppen.Im Rahmen des seit 2015 aktiven Erschließungsprojekts in Logistik-Unternehmen im Stahl-, Luftfahrt- und Automobilbereich ist es erfolgreich gelungen, Betriebe neu für die IG Metall zu erschließen, zahlreiche Unternehmen wieder in die Tarifbindung zurückzuholen und die Interessenvertretungen zwischen den Stamm- und Werkvertragsbetrieben enger zu vernetzen. Hinzugekommen sind außerdem viele Neugründungen an Betriebsräten. Hunderte neue Mitglieder sind so in der IG Metall aktiv geworden. In Zukunft wird das Thema Transformation einen größeren Stellenwert in Erschließungsprojekten einnehmen. Ein Beispiel ist das im September 2019 gestartete Projekt »Digitale Transformation« der IG Metall Bremen. Es zielt darauf ab, Betriebsratsgremien systematisch an die Veränderungen von Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft heranzuführen und sie dabei zu unterstützen, die Auswirkungen im Betrieb zu erkennen und Veränderungsprozesse zu gestalten.

Die Idee ist, gemeinsam Ansätze zur Gestaltung, Mitbestimmung und Beteiligung zu entwickeln, wie zum Beispiel Betriebsvereinbarungen. Mit speziellen Bildungsangeboten können sich die Kolleginnen und Kollegen parallel dazu fit machen für die bevorstehenden neuen Aufgaben.

Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  23


Luft- und Raumfahrt

DIE ARBEIT DER ZUKUNFT SICHERN

Wenn Thomas Junk an die Zukunft denkt, hat er den Eindruck, ins Ungewisse zu blicken. Der Vertrauenskörperleiter steht auf dem Airbus-Gelände in Hamburg, blickt in Richtung Halle 1 und sagt, dass die Kolleginnen und Kollegen zutiefst verunsichert seien. »Die Corona-Krise hat die Luftfahrtbranche schwer getroffen. Wer weiß, wann wir jetzt mit dem Arbeitgeber über den Zukunftstarifvertrag verhandeln können, den wir so dringend brauchen.«

Der Zusammenhalt der Kolleginnen und Kollegen in der Luft- und Raumfahrtindustrie ist stark. Einen großen Anteil daran hat die ausgeprägte Branchenarbeit der IG Metall. Zusammen mit den Beschäftigten geht es jetzt um die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten. 24  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019

Die Corona-Pandemie hat eine Entwicklung zusätzlich beschleunigt, die es bei Airbus ohnehin schon gab: Unsicherheit über das Produktionsvolumen, die Verträge der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter, die Übernahme von Auszubildenden, die Beschäftigungssicherung. Die Auftragsbücher sind insgesamt zwar voll, aber die Krise hat auch für schwere Verluste gesorgt: mehr als zwei Milliarden Euro in den ersten neun Monaten in 2020. Das aber ist nur der allererste Blick. »Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fragen sich, wo das Flugzeug der Zukunft in fünf bis zehn Jahren gebaut wird, denn daran hängt auch die Zukunft der Standorte und somit der eigene Job,« sagt


Beschäftigung und Standorte sichern: Aktionstag bei Airbus in Hamburg (links) und bei Premium Aerotec in Nordenham (rechts).

Gewerkschaftssekretärin Katharina Volk, zuständig für die Luft- und Raumfahrt im Bezirk. Deshalb ist für die Kolleginnen und Kollegen das Thema Beschäftigungssicherung ganz zentral. Auch bei Premium Aerotec, der hundertprozentigen Tochter der Airbus Operations, sind die Kolleginnen und Kollegen verunsichert. Ihnen stehen harte Einschnitte bevor. Im Februar 2020 haben die Beschäftigten erfahren, dass an allen Standorten (Augsburg, Bremen, Nordenham und Varel) rund 1400 Stellen eingespart werden sollen. Wie bei Airbus sorgen sich auch hier die Beschäftigten um ihren Arbeitsplatz. Auch hier streiten IG Metall, Betriebsräte und Vertrauensleute gemeinsam für die Beschäftigungssicherung.

BRÜCKEN IN DIE ZUKUNFT BAUEN Dramatischer sind die Aussichten dann nach dem Lockdown in der Corona-Pandemie geworden: Anfang Juli 2020 kündigte Airbus an, wegen fehlender Nachfrage weltweit 15 000, in Deutschland 6000 Arbeitsplätze abzubauen. Für die IG Metall und die Beschäftigten bei Airbus geht es jetzt darum, Brücken in die Zukunft zu bauen, Arbeitsplätze und Standorte zu sichern. Die Forderungen der IG Metall in den laufenden Gesprächen zur Standort- und Beschäftigungssicherung sind deshalb: keine betriebsbedingten Kündigungen, maximale Kurzarbeit nutzen, um Beschäftigung zu halten. Wenn das nicht ausreicht, eine tarifliche Arbeitszeitverkürzung mit teilweisem Entgeltausgleich einführen. Darüber

hinaus stehen Zukunftskonzepte für die Premium Aerotec und den Standort Bremen, Erhalt der Ausbildungsplätze inklusive Übernahme und Ausweitung der Qualifizierung auf der Agenda. Erst nach der Corona-Krise soll der Zukunftstarifvertrag neu verhandelt werden. Inhalt sollen dann die Themen aus einer großen Befragung sein, die die IG Metall, Betriebsräte und Vertrauensleute in einem breiten Abstimmungsprozess 2019 vorbereitet hatten. Dass die IG Metall frühzeitig einen Zukunftsdialog einforderte, zeigen die Aktionstage an den Airbus-Standorten und bei Premium Aerotec. Sie fanden schon vor den aktuellen Abbau-Plänen des Unternehmens im November 2018 statt. Unter dem Motto »Zukunft gemeinsam gestalten« forderte die IG Metall seinerzeit neben dem Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen auch den Stop zusätzlicher Fremdvergaben und konkrete Konzepte für die betroffenen Standorte, mit denen die Auslastung dauerhaft gesichert wird.

NETZWERKE BILDEN Die IG Metall kann in dieser Branche besonders gut auf Entwicklungen reagieren, weil sie über das Netzwerk Airconnect einen regelmäßigen Austausch über die norddeutschen Standorte hinaus unterhält. Zudem werden jährlich durch die Agentur für Struktur- und Personalentwicklung (AgS) aus Bremen Umfragen über den Zustand und die Lage der Luft- und Raumfahrtbranche durchgeführt. Die Umfrage führt die IG Metall bundesweit durch, der Bezirk Küste wertet sie aber

gezielt für die norddeutschen Betriebe aus. Die Umfrage hat jeweils ein Schwerpunktthema. In den letzten Jahren waren der Tarifvertrag T-Zug, Arbeitszeit sowie Abspaltungen und Verlagerungen Schwerpunktthemen. Darüber hinaus werden jedes Jahr Grunddaten abgefragt, beispielsweise zur Beschäftigungssituation, Auftragslage, Ausbildungsquote, zu Problemen bei Stellenbesetzungen oder zu den Anteilen an Ingenieuren und Technikern. Durch die jährliche Erhebung sind die Zahlen vergleichbar und bilden die Basis der Arbeit der IG Metall. Die Ergebnisse der letzten Umfrage haben eine zentrale Sorge der Betriebsräte deutlich aufgezeigt: dass immer mehr Teile der Airbus-Produktion ins Ausland verlagert werden. Mit der Verlagerung geht nicht nur Arbeit verloren, sondern auch bereits vorhandenes Wissen und Know-how. Die IG Metall wird auch in den kommenden Jahren alles daran setzen, dass die Luft- und Raumfahrtstandorte in Norddeutschland gehalten und weiterentwickelt werden. Bei all den anstehenden Veränderungen geht es vor allem darum, wie die Kolleginnen und Kollegen bei der Premium Aerotec richtig fordern: »Mensch statt Marge.« Das gilt auch und gerade vor dem Hintergrund der weiteren Entwicklungen in der Corona-Krise. Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  25


Automobilkonferenzen

MOBILITÄT NEU DENKEN Die Automobilbranche ist im Wandel. Mobilität muss heute ganz neu gedacht werden. Autonomes Fahren, Diesel-Fahrverbote, Umstieg auf Elektroautos – niemand kann sagen, ob der Verbrennungsmotor in Zeiten des Klimawandels eine Zukunft hat und wie wir uns in den nächsten Jahren fortbewegen. Aber nicht nur der Klimawandel und die Digitalisierung, sondern auch neue globalisierte Wertschöpfungsketten und Demographie stellen die Branche vor neue Herausforderungen. Um zu diskutieren, was das für die Beschäftigten und die Gewerkschaft bedeutet, hat die IG Metall Küste 2017 und 2019 zwei Automobilkonferenzen organisiert. 2017 diskutierten 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Betriebsräten, Arbeitgebern und der Politik darüber, wohin die Branche steuert. Fragen waren, wie die Unternehmen mit ihren Produkten auf die Klimakrise reagieren und was das für die Beschäftigten bedeutet. Die Arbeitgeber wurden aufgefordert, sich zu positionieren und klar zu sagen, welche Zukunftskonzepte sie für die einzelnen Standorte entwickeln. Viele der Teilnehmenden der Automobilhersteller und

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der Zuliefererbetriebe interessierte vor allem die Frage, wo der E-Motor gebaut wird. Betriebsräte und Vertrauensleute, Beschäftigte, Führungskräfte und Politikerinnen und Politiker haben so engagiert diskutiert, dass nach Abschluss der Konferenz klar war: Es wird eine weitere geben. Bei der Automobilkonferenz 2019 in Bremen stand die Perspektive der Beschäftigten im Vordergrund. Damit wurde die Sorge vieler Kolleginnen und Kollegen aufgenommen: die Frage der Beschäftigungssicherung und die der Solidarität in Zeiten der Transformation. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten in Arbeitsgruppen über Gesundheitsschutz, Qualifizierung und Mitbestimmungsmöglichkeiten vor dem Hintergrund einer zunehmenden Digitalisierung in der Produktion und im Angestelltenbereich. Die Rückmeldungen haben gezeigt, dass die Teilnehmenden vor allem auch den Austausch über alle Standorte hinweg geschätzt haben. Darin liegt die Stärke der IG Metall: Netzwerke über Betriebe hinaus knüpfen, um Solidarität unter den Beschäftigten zu schaffen. Das haben alle als große Bereicherung empfunden.


Schiffbau

» CORONA-KRISE GEHT AN DIE SUBSTANZ DES SCHIFFBAUS« Der Schiffbau in Deutschland war gerade dabei, sich zu stabilisieren. Mit dem Spezialschiffbau – insbesondere von Kreuzfahrtschiffen und Yachten – sowie dem Marineschiffbau hatte er eine Nische gefunden. Fünf Jahre in Folge stieg die Beschäftigung, dann kam in 2020 mit der Corona-Pandemie der Einbruch. Aufträge wurden storniert oder gestreckt; es fehlte an Arbeit und Geld für die Finanzierung der Großprojekte. Zeitweise war fast die Hälfte aller Stammbeschäftigten auf den Werften in Kurzarbeit. Mehrere Standorte blieben über Monate geschlossen. Mehrere Werften versuchten, unter den Rettungsschirm der Bundesregierung (u. a. Wirtschaftsstabilisierungsfonds) zu kommen und sich so über Wasser zu halten.

Mit der jährlichen Betriebsrätebefragung erhält die IG Metall Küste wichtige Einschätzungen zur Branchenentwicklung direkt aus den Betrieben. Die aktuellen Ergebnisse machen deutlich: Schnelles Handeln ist erforderlich, um Beschäftigung und Standorte zu halten.

Bei der Vorstellung der Schiffbauumfrage, die die Agentur für Struktur- und Personalentwicklung (AgS) im Auftrag der IG Metall Küste durchgeführt hatte, warnte Bezirksleiter Daniel Friedrich vor einem massiven Arbeitsplatzabbau auf den Werften und vor der Schließung von Standorten. »Die Corona-Krise geht an die Substanz des Schiffbaus in Deutschland. Nach den Ankündigungen der Unternehmen sehen wir mehr als ein Drittel der 18 000 Arbeitsplätze auf den deutschen Werften als akut gefährdet an.« Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  27


» Die Werften sind wichtige industrielle Kerne, die gute Arbeitsplätze mit Tarifverträgen bieten. Um sie durch die Corona-Krise zu bringen, ist eine gemeinsame Kraftanstrengung nötig.« Daniel Friedrich, Bezirksleiter

Politik in Bund und Ländern sowie Unternehmen forderte er zum schnellen und entschlossenen Handeln auf. »Die Werften sind wichtige industrielle Kerne, die gute Arbeitsplätze mit Tarifverträgen bieten. Um sie durch die Corona-Krise zu bringen, ist eine gemeinsame Kraftanstrengung nötig«, so der IG Metall-Bezirksleiter. Es gehe jetzt darum, die Strukturen zu sichern und dafür schnell Geld aus den Hilfsprogrammen der Bundesregierung bereitzustellen. »Damit gewinnen die Unternehmen Zeit, um auf die Verwerfungen etwa auf dem Kreuzfahrtmarkt reagieren zu können, ohne zum Kahlschlag bei den Beschäftigten anzusetzen.« Um für Arbeit auf Werften und bei Zulieferern zu sorgen, sei auch die Bundesregierung gefordert. Sie müsse die angekündigten Aufträge für die Marine und andere Behörden zügig vergeben. »Unsere Kolleginnen und Kollegen verlieren die Geduld. Briefe und Papiere – etwa zur Schlüsseltechnologie Marineschiffbau – sind genug

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geschrieben. Wir werden jetzt für unsere Forderungen Druck machen, auch mit Aktionen auf der Straße«, sagte Friedrich. Von den Arbeitgebern verlangte er, nicht nur über angeblich zu hohe Kosten zu reden, sondern über die Qualität im Schiffbau: »Wir müssen besser und nicht billiger sein, um uns auf dem Weltmarkt durchzusetzen.«

TRÜBE AUSSICHTEN Auf den Werften arbeiteten im September 2020 18 115 Stammbeschäftigte. Das war ein Rückgang von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch wenn einige Werften weiterhin einen hohen Anteil an Werkvertragsbeschäftigten hatten, war die Gesamtzahl während der Corona-Pandemie unter anderem durch die zeitweise Schließung von Werften zurückgegangen. Im Schiffbau tätig waren insgesamt rund 90 000 Menschen (13 000 weniger als ein Jahr zuvor). Durch die weltweite Krise ist davon auszugehen, dass es auch bei den Zulieferern, die mit 64 500 Beschäftigten den größten Teil der Beschäftigten stellen, einen deut-


Schiffbau

DIE ZUKUNFT DER MARITIMEN INDUSTRIE STEHT AUF DER KIPPE

Die positive Entwicklung der Jahre 2015–2019 ist durch die weltweite Corona-Krise hart gebremst worden. Wie es mit der Beschäftigung auf den deutschen Werften weitergeht, ist noch nicht absehbar.

lichen Rückgang bei der Beschäftigung geben wird. Die Prognose der befragten Betriebsräte fällt überwiegend negativ aus: Rund die Hälfte geht davon aus, dass in den nächsten Monaten in ihren Unternehmen weitere Arbeitsplätze abgebaut werden. Neue Aufträge sind so gut wie keine eingegangen. Die Markteinschätzung hat sich insbesondere im Passagier- und Spezialschiffbau deutlich eingetrübt. Unsicherheiten gibt es auch im Marineschiffbau. Die IG Metall wird deshalb massiv für die Branche eintreten müssen, die für überwiegend gute Industriearbeitsplätze mit Tarif steht. Die teilweise guten Organisationsgrade und die aktive Branchenarbeit mit der langen Tradition der AG Schiffbau machen das möglich.

Beschäftigungsentwicklung Werften

Quelle: IG Metall Schiffbauumfrage 2020 Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  29


Auch in der Krise hat die IG Metall viel für die Beschäftigten der Branche erreicht. Mit Aktionen macht sie sich stark für den Aufbau und die Sicherung von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in Deutschland.

Windindustrie

WIR MACHEN WIND

In Bremerhaven stehen viele, teils leere Hallen, die an die guten Jahre der Windindustrie in Deutschland erinnern. Weserwind, Adwen, Powerblades, Senvion, … – alles Namen von Unternehmen, die es so nicht mehr gibt, die nach Insolvenzen geschlossen oder in Teilen von anderen übernommen worden sind. Allein in Bremerhaven gingen 3000 bis 3500 Arbeitsplätze in der Windindustrie verloren.

Alan-Thomas Bruce, ehemaliger Betriebsratsvorsitzender des Windanlagenherstellers Powerblades, ist wütend auf die Bundesregierung: »Das war eine Mischung aus den zögerlichen politischen Entscheidungen und dieser Deckelung, die dazu geführt haben, dass man die Investoren alle


» Das war eine Mischung aus den zögerlichen politischen Entscheidungen und dieser Deckelung, die dazu geführt haben, dass man die Investoren alle verschreckt hat.«

Runder Tisch und Enercon-Kundgebung in Hannover im August 2018.

Alan-Thomas Bruce, ehem. Betriebsratvorsitzender Powerblades

verschreckt hat«, sagt er. »Insbesondere bei der zeitweise boomenden Offshore-Industrie.« Von seinen ehemaligen Kollegen arbeiten nur noch wenige in der Windbranche, entweder im Servicebereich oder für andere Firmen wie SiemensGamesa, die in Cuxhaven ein Werk für Offshore-Turbinen aufgebaut haben. »Viele andere mussten die Branche wechseln, obwohl sie mit viel Herzblut für Unternehmen der Erneuerbaren Energien gearbeitet haben«, so der überzeugte Metaller.

an Standorten in Ostfriesland und Magdeburg. In der Krise haben IG Metall und Betriebsräte viel für die Beschäftigten erreicht: Die gut ausgestatteten Transfergesellschaften in der Insolvenz oder bei Betriebsschließungen waren keine Selbstverständlichkeit und mussten durchgesetzt werden.

BESSER MIT TARIF

Die letzten, offiziellen Zahlen zur Beschäftigung stammen von 2017 aus Studien im Auftrag der Bundesregierung: Zum Jahresende waren nur noch 135 100 Menschen in der Windenergie beschäftigt (112 100 Onshore und 23 000 Offshore). Innerhalb eines Jahres gab es einen Rückgang von 25 000 Jobs in der Branche. Nach Schätzungen der IG Metall sind seitdem weitere 10 000 bis 15 000 Arbeitsplätze verloren gegangen.

Der Kostendruck ist in der gesamten Branche erheblich und wirkt sich teilweise negativ auf die Arbeitsbedingungen aus. Tariflöhne und Mitbestimmung sind längst noch kein Standard in den Unternehmen. Die IG Metall fordert deshalb Tariflöhne als qualitative Kriterien bei Ausschreibungen miteinzubeziehen. In der aktuellen Branchenbefragung wird dieses Anliegen von fast 90 Prozent der Betriebsräte unterstützt. Ein weiteres Kriterium für Ausschreibungen sollte der Anteil an regionaler Wertschöpfung sein: Unternehmen, die mit guten, tariflich geregelten Arbeitsbedingungen Windanlagen in Deutschland herstellen, aufbauen oder betreiben, sollten bei der Vergabe Vorrang haben.

Ein heftiger Rückschlag war die Insolvenz des Windanlagenherstellers Senvion in 2019: Von den 1800 Arbeitsplätzen konnten nur 500 durch die Übernahme des Service-Geschäfts durch SiemensGamesa gerettet werden. Mehrere Entlassungswellen gab es in den vergangenen Jahren beim Auricher Windanlagenhersteller Enercon

Die Einschätzung zur künftigen Marktentwicklung der Windbranche in Deutschland ist bei den von der IG Metall befragten Betriebsräten weiterhin negativ – allerdings für Offshore deutlich weniger pessimistisch als bei Onshore. So wird die Aufhebung des Offshore-Deckels von fast 70 Prozent der Befragten als ein positives Signal

IN DER KRISE VIEL HERAUSGEHOLT

gesehen. Geplant ist die Anhebung des Ausbauziels für Windenergie auf See von 15 auf 20 Gigawatt bis 2030 sowie auf 40 Gigawatt bis zum Jahr 2040. Die IG Metall sieht darin einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der Erneuerbaren Energien. Nur so lässt sich das Ziel von 65 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen bis 2030 erreichen. Das Anheben des Offshore-Deckels entspricht langjährigen Forderungen aus der Branche und den norddeutschen Bundesländern, die unter anderem in den Cuxhavener Appellen von der IG Metall unterstützt worden sind. Mit vielen Aktionen hat auch die Gewerkschaft dazu beigetragen, dass wieder ein stärkerer Ausbau der Windkraft möglich ist. Der IG Metall geht es dabei insbesondere um die industriepolitische Perspektive, also die Sicherung und den Aufbau von Beschäftigung und Wertschöpfung in Deutschland. Dafür wirbt die IG Metall gemeinsam mit den Betriebsräten im Netzwerk Windindustrie, das der Bezirk Küste gemeinsam mit dem Vorstand der IG Metall organisiert. Das Motto: »Wir machen Wind – für die Arbeits- und Ausbildungsplätze«.

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Bildung

ALLES AUS EINER HAND

Die IG Metall Küste organisiert alle Bildungsangebote seit 2020 selbst. Der große Wechsel wurde lange vorbereitet – und bringt allen Vorteile. 32  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019


Bei der Bildung gab es in den vergangenen Jahren nicht weniger als eine kleine Revolution: Nach vielen Jahren Kooperation mit dem Bildungsträger Arbeit und Leben hat die IG Metall die Verantwortung für das Thema zurück ins eigene Haus geholt. Seit Anfang 2020 werden alle Bildungsangebote selbst organisiert und durchgeführt. »Wir haben die Bildung jetzt wieder dichter an uns herangeholt,« sagt Dominique Lembke, bis 2020 in der Bezirksleitung für die Bildungsarbeit verantwortlich. »Niemand kennt die Bedürfnisse der Metallerinnen und Metaller so gut wie wir. Es war also nur folgerichtig, unsere Bildungsarbeit wieder selbst zu organisieren.«

Der Auftakt war ermutigend – trotz der Corona-Pandemie. Zwar mussten im März bis Juni 2020 alle Präsenzseminare ausfallen. Im Sommer gab es dann vorübergehend aber wieder Workshops, Seminare und Bildungsreihen, ehe im Herbst weitestgehend wieder in den digitalen Seminarbetrieb gewechselt wurde. »Durch Corona sind viele neue Fragen und Themen aufgetaucht: Homeoffice, Kinderbetreuung, Kurzarbeit,«, so Lembke.

NAH AN DEN BESCHÄFTIGTEN 2019 hat die IG Metall den großen Wechsel vorbereitet. Das Bildungsangebot wurde ganz neu organisiert. Dafür wurde das Bildungsbüro eröffnet, das Angebote für IG Metall-Mitglieder organisiert. Dort können sie sich beispielsweise für Bildungsurlaube, Seminare zur Gesellschaftspolitik oder Jugend-Einstiegsseminare anmelden. Parallel hat die IG Metall Küste eine Betriebratsakademie

gegründet, die in Oldenburg angesiedelt ist. Hier werden alle Schulungen, Seminare und Veranstaltungen für Betriebsräte, Jugend- und Auszubildendenvertretungen und Schwerbehindertenvertretungen organisiert. Im Sommer 2020 liefen alle Angebote unter CoronaBedingungen. Es gab kleine Seminargruppen in großen Räumen, die Abstand zwischen den Teilnehmenden ermöglichen. Vor allem die Einstiegsseminare für Betriebsräte wurden rege nachgefragt. Hinzugekommen sind zahlreiche Module, die durch die Pandemie ganz neue Dringlichkeit erfahren haben. Vor allem Kurzarbeit und Unternehmensinsolvenz sind große Themen.

WICHTIGE SCHNITTSTELLE Neben diesen Seminaren, die offen ausgeschrieben werden, fragen Betriebsräte auch gezielt Schulungen für das ganze Gremium an. Auch da standen im Sommer 2020 Themen wie Kurzarbeit oder Homeoffice im Vordergrund. Es war aber spürbar, dass in vielen Betrieben auch langsam wieder der Alltag Einzug gehalten hat. So wurden auch Seminare zur tariflichen Eingruppierung oder zum Gesundheitsmanagement angefragt. Die Betriebsratsakademie Küste stellt in solchen Fällen die Referenten und organisiert das Modul inhaltlich. Zusätzlich wurde eine hauptberufliche Bildungsberaterin eingesetzt, die, abgestimmt mit den Geschäftsstellen, viele ausgewählte Betriebsratsgremien direkt im Betrieb besuchte. Sie informierte dort über die neue Bildungsstruktur der

IG Metall Küste und deren Möglichkeiten. Sie empfahl passende Bildungswege und begleitete auf Wunsch eine zielgerichtete Bildungsplanung. Auch Themen wie Personalentwicklung im Betriebsrat und Wissenstransfer spielten dabei oft eine Rolle. Ein weiterer Schwerpunkt der Bildungsarbeit in den vergangenen vier Jahren war neben der Arbeit mit den ehrenamtlichen Referentinnen und Referenten die betriebliche Bildungsberatung. Die Bildungsberaterinnen und –berater sind das Bindeglied zwischen den Betrieben und der IG Metall Bildungsarbeit. Sie kümmern sich um Seminare und Schulungen für die Betriebsräte und Vertrauensleute und die IG Metall Mitglieder – und geben der IG Metall Rückmeldung, wo Qualifizierungsbedarf besteht. Ihre Professionalisierung hat deshalb große Bedeutung. In speziellen Schulungen lernen sie das Bildungsangebot der IG Metall kennen und erarbeiten Methoden, die Betriebsräte und Mitglieder im eigenen Betrieb hinsichtlich deren Fortbildung zu beraten. Damit tragen sie erheblich zu einem hohen Fortbildungsniveau und einer professionellen Betriebsrats- und Vertrauensleutearbeit in ihrem Betrieb bei.

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mv works

UNTERSTÜTZUNG BEI DIGITALER TRANSFORMATION Das Metallbauunternehmen möchte auf papierlose Fertigung umstellen. Jetzt gibt es vieles zu entscheiden: Welche technische Ausrüstung am geeignetsten ist. Wie die Beschäftigten dafür qualifiziert werden müssen. Und ob es dafür Fördermittel gibt. Bei solchen Prozessen werden die Unternehmen durch die Fachleute von mv works begleitet – dem Kompetenzzentrum Arbeit 4.0 in Mecklenburg-Vorpommern, das die IG Metall zusammen mit Nordmetall initiiert hat und die gemeinsame Gesellschaft TGS trägt. Das Kompetenzzentrum geht zurück auf den Plan der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern, eine zentrale Anlaufstelle für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber für alle Fragen rund um die Digitalisierung der Arbeit zu schaffen.

2019 hat die IG Metall Küste den Projektantrag gestellt, schon im September 2019 nahm mv works die Arbeit auf. Seither wurden zahlreiche Betriebe unterstützt. mv works bietet vor allem Workshop-Reihen in den Betrieben an. Daran haben beispielsweise schon die Neptunwerft in Rostock und das Kabelwerk Prysmen Schwerin teilgenommen. In den Workshops geht es darum, erst Zukunftsvisionen und dann konkrete Zukunftsprojekte zu entwickeln. Geschäftsführer Axel Fick ist sich sicher, dass davon nicht nur die teilnehmenden Betriebe profitieren: »Das strahlt auf die Unternehmen in der Region aus.«

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Die Arbeitswelt verändert sich schnell und umfassend. Die IG Metall hat Projekte in die Wege geleitet, um die Betriebe in die Zukunft zu begleiten.

Ein Szenario hieß: Abwärtstrend. Darin war der Markt von High-End-Technologie geprägt, aber auch von hohem Protektionismus. Frank Otto lacht auf, als er das erzählt. »Nicht alle Szenarien waren so negativ,« sagt er. »Wobei ... eines hieß sogar: Spiel mir das Lied vom Tod.«

Frank Otto ist Betriebsratsvorsitzender bei Raytheon Anschütz, einem Produzenten von Schiffsnavigation in Kiel. Kolleginnen und Kollegen aus seinem Betrieb haben im Sommer 2019 an einem Zukunftsworkshop der IG Metall Kiel-Neumünster teilgenommen. Anlass war, dass eine neue Geschäftsführung die Modernisierung des Betriebes angekündigt hatte und die Beschäftig-


Transformation

Vertrauensleute

WIR GESTALTEN WANDEL

BINDEGLIED IN DIE BETRIEBE Sie tragen die Gewerkschaftsthemen in die Unternehmen. Umgekehrt sind Vertrauensleute auch das Ohr der IG Metall vor Ort. Sie sind nah an den Kolleginnen und Kollegen dran und geben Impulse, welche Themen die Beschäftigten umtreiben. Ein großes Anliegen ist es deshalb, dass sie in den Betrieben sichtbar sind.

Wie kann man die Vertrauensleute sichtbarer und ihre Arbeit zum gesellschaftspolitischen Thema machen? Das war der Schwerpunkt der vergangenen vier Jahre Vertrauensleutearbeit: Im Vertrauensleuteausschuss, ihrem zentralen Gremium, haben die Metallerinnen und Metaller immer wieder darüber diskutiert, wie sie ihre Werte und Haltung nach außen tragen und wie sie mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort ins Gespräch kommen können. Ein Herzensthema war etwa die Arbeitszeitdebatte. Die Arbeitszeit betrifft alle Beschäftigten, das bewegt über alle Branchen hinweg. Die Vertrauensleute haben darüber mit ihren Kolleginnen und Kollegen vor Ort das Gespräch gesucht. Und so auch die tarif- und gesellschaftspolitische Debatte der vergangenen Jahre über die Arbeitszeit beeinflusst.

ten verunsichert waren. »Wir wollten mit eingebunden werden,« sagt Frank Otto. Die IG Metall hat den Kolleginnen und Kollegen umgehend den Zukunftsworkshop angeboten, mit dem sie Handwerkszeug für die Mitgestaltung der Zukunft erlernen können. Und es hat funktioniert. Inzwischen hat der Betriebsrat von Raytheon Anschütz eine Zukunftswerkstatt gegründet. Eine AG, die mit den beim IG Metall-Workshop erlernten Methoden weiterarbeitet und die Kolleginnen und Kollegen auf die Entwicklung des Unternehmens vorbereitet.

Der bezirkliche Ausschuss der Vertrauensleute zusammen mit Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Küste. Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  35


ten, die den Betrieb und somit die Arbeitsplätze nachhaltig sichern. »Die Beschäftigten sollen dadurch ermächtigt werden, selbst die Zukunft ihres Unternehmens mitzugestalten,« sagt Gewerkschaftssekretärin Katharina Volk. »Es geht darum, nicht darauf zu warten, bis die Geschäftsführung irgendwann mal eine Strategie vorlegt.«

» Wir wollen die Beschäftigten ermächtigen, die Zukunft ihres Unternehmens mitzugestalten – anstatt darauf zu warten, dass die Geschäftsführung irgendwann mal eine Strategie vorlegt.« Katharina Volk, Gewerkschaftssekretärin

HANDLUNGSBEDARF ERKENNEN Was bei der IG Metall Kiel-Neumünster startete, hat der Bezirk Küste gemeinsam mit der Agentur für Personal- und Strukturentwicklung (AgS) aus Bremen weiterentwickelt. Daraus entstanden ist eine Seminarreihe »Weiterdenken – Die Zukunft beginnt jetzt«, die der Bezirk in das Bildungsprogramm aufgenommen hat und sich an Betriebsratsgremien richtet. Bestehend aus drei Modulen, geht es in der Reihe um die Kompetenz, Szenarien für den eigenen Betrieb zu entwickeln und gemeinsam Handlungspotenziale zu erarbei36  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019

Denn die meisten Betriebe begeben sich scheinbar planlos in die Zukunft. Sie installieren mal ein neues Computersystem oder nehmen Elektroautos in ihre Produktion mit auf – ein nachhaltiges Zukunftskonzept für ihren Standort haben sie oftmals nicht. Das ist ein zentrales Ergebnis des Transformationsatlas. Startpunkt für den Atlas war der Transformationskongress der IG Metall in Bonn 2018. In den Debatten auf dem Kongress wurde deutlich, dass es zunächst eines Überblicks bedarf, inwieweit der Wandel in den Betrieben bereits fortgeschritten ist. Deshalb hat die IG Metall bundesweit die Umfrage zum Transformationsatlas gestartet. Wie sind die Betriebe für die Zukunft aufgestellt? Wie


Sönke Bock, ehemals thyssenkrupp Marine Systems (tkMS) Kiel, war bis 2019 Leiter des Arbeitskreises Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz

» Die Beschäftigten sind die Expertinnen und Experten für ihre Arbeitsgebiete – Wandel und Veränderungen können nur mit ihnen gemeistert werden.« Katharina Volk, Gewerkschaftssekretärin

Arbeits- und Gesundheitsschutz

» DAS BEWUSSTSEIN DER BESCHÄFTIGTEN FÜR DEN ARBEITSUND GESUNDHEITSSCHUTZ IST GEWACHSEN«

bereiten sie sich auf die großen Treiber der Transformation vor, die Digitalisierung, den Klimawandel und den demografischen Wandel? Und wie werden die Beschäftigten dafür qualifiziert? Das waren zentrale Fragen der Umfrage. Im Bezirk Küste nahmen 2019 200 Betriebe an der Befragung teil. Die Ergebnisse machen deutlich: Wir stehen noch am Beginn der Transformation und die Entwicklungen sind in den Betrieben unterschiedlich fortgeschritten. Die meisten Betriebe haben keinen Plan, wie sie dem Wandel und der Veränderung begegnen. »Gerade im Hinblick auf eine strategische Personalentwicklung und Qualifizierungsstrategie weisen viele Betriebe weiße Flecken auf,« sagt Katharina Volk. Auch hinsichtlich der Mitbestimmung und Einbeziehung der Betriebsräte und der Belegschaft gebe es Nachholbedarf, sagt sie. Diese tiefgreifenden Veränderungen sind nicht ohne die Beschäftigten zu meistern: Sie sind die Expertinnen und Experten für ihre Arbeitsgebiete und besitzen das notwendige Know-how.

Was waren die Schwerpunkte eurer Arbeit in den letzten vier Jahren? Sönke Bock: Wir haben weiter an den Gefährdungsbeurteilungen zur psychischen Belastung gearbeitet. Aus den Betrieben stellten wir erste Konzepte zum Thema »Arbeit 4.0« vor. Unser Ziel dabei: Den Arbeits- und Gesundheitsschutz angesichts neuer Gefährdungslagen durch die Digitalisierung stärken. In der staatlichen Gewerbeaufsicht ist in den letzten Jahren massiv Personal abgebaut worden. Im Arbeitskreis haben wir uns ausgetauscht, wie wir dem entgegenwirken können. In den Geschäftsstellen und über den DGB Nord haben wir das Thema weiter skandalisiert. Was waren weitere Themen? Als wir eine tarifliche Regelung zu den Nachtschichtzuschlägen durchsetzten, haben wir auch stärker zu Nachtund Schichtarbeit und zur optimalen Gestaltung von Schichtplänen beraten. Aus unserer Sicht ist zum Beispiel der Wechsel von Früh-, Spät- und Nachtschicht möglichst kurz zu halten. Als Arbeitskreis haben wir auch die Sozialwahlen 2017 mit Kandidaten und Kandidatinnen aus dem Bezirk für die Gewerkschaftslisten begleitet.

Wird dem Arbeits- und Gesundheitsschutz mehr Bedeutung beigemessen? Das Bewusstsein der Beschäftigten für den Arbeits- und Gesundheitsschutz ist gewachsen. Viele Beschäftigte wollen mehr Zeit statt Geld. Ein Beispiel ist Hydro Aluminium in Hamburg: Dadurch, dass viele Beschäftigte im Betrieb ihre Ansprüche auf Bezahlung der Umkleidezeit einreichten, konnte der Betriebsrat Druck auf den Arbeitgeber aufbauen. Das mündete in eine vertragliche Absicherung der Vergütung der Umkleidezeit, die als Zeitgutschrift erfolgt. Das entlastet die Beschäftigten. Wie gehen die Betriebe mit dem Arbeits- und Gesundheitsschutz unter Corona-Bedingungen um? Wir stellen fest, dass Beschäftigte in Betrieben, die vorher gut aufgestellt waren, auch in Corona-Zeiten sicher arbeiten können. In Betrieben, die sich vorher nicht um den Arbeits- und Gesundheitsschutz kümmerten, funktioniert er auch nicht gut unter Pandemie-Bedingungen. Der Betriebsrat ist da stärker gefordert. Grundsätzlich ist unsere Empfehlung, den Arbeitsund Gesundheitsschutz so zu verankern, dass er vom ganzen Betriebsrat getragen wird. Also weg vom Experten in der Interessenvertretung, der sich nur um den Arbeits- und Gesundheitsschutz kümmert.

Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  37


Frauen

GEMEINSAM STÄRKER

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Mit Bildungswochen schaffen die Frauen im Bezirk Raum für ihre Ziele und Wünsche: Wie lässt sich noch mehr für die Frauen erreichen und wie lassen sich die Arbeits- und Lebensbedingungen verbessern?

Ann-Kathrin Bouda hatte mehrere Kolleginnen schwärmen hören. Die Frauenbildungswoche der IG Metall würde sich unbedingt lohnen, sagten sie. 2017 hat sich Ann-Kathrin Bouda dann ebenfalls dazu angemeldet. Wer jetzt mit ihr darüber spricht, hört ihr die Begeisterung immer noch an. »Ich habe da viele sehr starke, tolle Frauen kennengelernt,« sagt sie. »Vor allem den Austausch mit Frauen aus anderen Unternehmen fand ich sehr bereichernd.«

Davon profitiert Ann-Kathrin Bouda heute noch. Die 25-Jährige ist Betriebsrätin bei Premium Aerotec in Nordenham. Sie beschäftigt sich viel mit dem Thema sexuelle Belästigung am Arbeitplatz. Auf der Frauen-Bildungswoche hatte sie die Gleichstellungsbeauftragte eines anderen Betriebes kennengelernt, die zu dem Thema schon viel beraten hatte und die junge Premium Aerotec-Betriebsrätin deshalb in ihrer Arbeit gut unterstützen kann. »Wir ziehen da an einem Strang,« sagt Ann-Kathrin Bouda.

ERFOLGSMODELL Die beiden Frauenbildungswochen 2017 und 2019 waren Höhepunkte in der bezirklichen Frauenarbeit der vergangenen Jahre. Jeweils 100 Frauen sind den Einladungen nach Varel gefolgt und haben eine Woche lang intensiv zu Themen wie Equal Pay, Arbeitszeit, Rente oder Umgang mit Stress diskutiert. Zusätzlich haben sie an Workshops zu Rhetorik, Verhandlungsführung oder Öffentlichkeitsarbeit teilgenommen. Die IG Metall hatte ein ganzes Hotel für die Frauenbildungswoche gemietet. Die Teilnehmerinnen waren da unter sich. »Auch dadurch gab es ein wirklich gutes Gemeinschaftsgefühl,« sagt Katharina Volk, für Frauen zuständige Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Küste. Außerdem hätten die Frauen auch jenseits der Seminare viel Zeit für den Austausch auch über betriebliche Themen hinaus gehabt. Der Erfolg der Frauenbildungswoche hat inzwischen auf andere Bezirke ausgestrahlt. VergleichWir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  39


Raum zur Diskussion und für den Austausch untereinander: Szenen der Frauenbildungswoche.

bare Angebote gibt es auch in Bayern und Wolfsburg, in Nordrhein-Westfalen ist eine solche Bildungswoche geplant. Darüber hinaus fand 2019 die bundesweit organisierte Frauenkonferenz statt, an der auch Delegierte aus dem Bezirk Küste nach Mannheim reisten. Die Frauenkonferenz tagte im Rahmen der Personengruppenkonferenzen, die alle vier Jahre im Vorfeld des Gewerkschaftstages der IG Metall stattfinden. Zum ersten Mal waren alle Personengruppen zeitlich an einem Ort, neben den Frauen auch die Jugendlichen, Angestellten, Migrantinnen und Migranten in der IG Metall. Von der Küste sind rund 30 Frauen als Delegierte nach Mannheim gefahren. Der Bezirksfrauenausschuss hat zwei Anträge auf der Frauenkonferenz eingebracht: zum Thema Sexismus, lila Streikwesten für den Frauentag und zur Unterstützung der Frauenbildungswoche. Alle Anträge sind von den Delegierten angenommen worden. 40  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019

AKTIV MIT EIGENER ZEITUNG Das Thema Digitalisierung gingen die Frauen mit einem Seminar an, das die IG Metall im Februar 2020 in Lüneburg organisiert hatte. In dem Frauenseminar wurden die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeit von Frauen behandelt und die Frage debattiert, inwiefern die Entwicklung eine Chance bietet, die immer noch vorherrschende Arbeitsteilung nach Geschlechtern aufzubrechen. Natürlich ist auch die metallerin im Berichtszeitraum weiter erschienen, die Zeitung für Frauen in der IG Metall im Bezirk Küste. Die kommt zwei Mal im Jahr heraus, zum internationalen Frauentag am 8. März und zum Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit im Oktober, und wird von den Ortsfrauenausschüssen selbst gestaltet. Die Zeitung lebt von den konkreten Berichten aus den Betrieben, den Aktivitäten der Frauen vor Ort und zeigt deren starkes Engagement für ihre Themen.


Schwerbehindertenvertretung

GUTE ARBEIT – BARRIEREFREI Wie lässt sich Barrierefreiheit gestalten? Das war das Thema auf einer Fachtagung des bezirklichen Arbeitskreises Schwerbehindertenpolitik. Vertreterinnen und Vertreter der Schwerbehindertenpolitik und Betriebsräte aus den Betrieben diskutierten im März 2017, welche Handlungsmöglichkeiten im Arbeitsschutz und bei Bauund Umzugsmaßnahmen für die Interessenvertretungen vorhanden sind. Im Zentrum stand auch die Frage, welche Chancen und Risiken das Internet und die Verbreitung der Smartphone-Nutzung für die gleichberechtige Teilhabe und Integration mitbringen. Die Interessenvertretungen für behinderte und beeinträchtigte Menschen sind mit der letzten SBV-Wahl 2018 wieder gestärkt worden. Das machen die Wahlergebnisse zu den Schwerbehindertenvertretungen von 2018 deutlich: Im Bezirk haben derzeit 156 Betriebe eine Vertretung, 2014 waren es 140 Betriebe, 2010 waren es 154. Die IG Metall macht sich weiter stark für eine Arbeitswelt, in der alle Menschen gleiche und gute Arbeitsbedingungen haben.

Der Erfolg der Frauenbildungswoche hat inzwischen auf andere Bezirke ausgestrahlt. Vergleichbare Angebote gibt es auch in Bayern und Wolfsburg, in Nordrhein-Westfalen ist eine solche Bildungswoche geplant. Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  41


Studierende

DIE ANGESTELLTEN VON MORGEN

Die IG Metall ist inzwischen der größte Studierendenverband Deutschlands. Für Studierende gibt es zahlreiche Seminare, Konferenzen und Projekte.

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Fragt man Studierende in technischen Berufen, welches Einstiegsgehalt sie als Ingenieurinnen und Ingenieure erwarten, antworten die meisten: 45 000 Euro im Jahr. Nur die ganz Mutigen trauen sich, die Zahl von 50 000 Euro zu nennen – und erröten dabei, weil sie sich selbst als maßlos empfinden. Dabei haben sie ihren Marktwert auch damit noch weit unterschätzt: Die meisten Ingenieurinnen und Ingenieure steigen mit 69 000 Euro in den Beruf ein. Zumindest, wenn ihr Arbeitgeber durch die IG Metall tarifgebunden ist.

Es gibt Beratungsbedarf. Nur wer seine Ansprüche und Rechte kennt, kann sie auch geltend machen. Und Studierende haben viele Fragen, ehe sie ins Berufsleben einsteigen: Was verdiene ich? Welche Unternehmen gelten als gute Arbeitgeber, und wie finde ich überhaupt den passenden Job? Um solche Fragen zu besprechen, hat die IG Metall in den vergangenen Jahren zahlreiche Seminare für Studierende angeboten. Die sind zu einer bedeutenden Zielgruppe der Gewerkschaftsarbeit geworden: In der IG Metall sind knapp 60 000 Studierende organisiert – es ist der größte Studierendenverband Deutschlands. Alleine im Bezirk Küste gibt es 8700 Mitglieder, die noch an Hochschulen und Universitäten eingeschrieben sind. Sie sollen sich möglichst frühzeitig organisieren – und nicht erst, wenn sie als Angestellte im Unternehmen sind. Deshalb hat die IG Metall schon 2013 ein spezielles Studierendenprojekt gestartet. Das richtet sich an unterschiedliche Gruppen: an dual Studierende, Studierende ohne betriebliche Anbindung, Werkstudentinnen und Werkstudenten, Praktikantinnen und Praktikanten. Sie können Gewerk-


schaftsseminare und Präsentationen direkt an der Hochschule besuchen. Seit diesem Frühjahr gibt es zusätzlich Online-Seminare: Seither können die Studierenden auch im Internet an Seminaren zu Themen wie Einstiegsgehälter, Bewerbung auf Messen und Rechte der Arbeitenden teilnehmen. Denn es hat längst ein Strukturwandel eingesetzt. Bestes Beispiel: die Werften, eine klassische Branche der IG Metall. Wer an Werften denkt, hat üblicherweise Handwerker im Blaumann vor Augen: Schiffsbauer, Schweißer, Gabelstaplerfahrer. Das Bild ist aber nicht mehr zeitgemäß. Inzwischen sind bis zu 70 Prozent der Beschäftigten Angestellte.

VERNETZUNG AUF IMPULSE-KONFERENZ Immer größer wird der Anteil der dual Studierenden. Die stehen besonders im Fokus, weil sie in ihrem Betrieb rechtlich weniger abgesichert sind als Auszubildende. Für Auszubildende gibt es einen Tarifvertrag, der die Vergütung, Urlaubstage und weitere Ansprüche regelt. Für dual Studierende gibt es das nicht immer – manche haben sogar nur einen Praktikanten-Vertrag. Um dual Studierende gezielt zu unterstützen, hat die IG Metall Küste in Kooperation mit dem Bezirk Berlin/Brandenburg 2018 und 2019 spezielle Konferenzen organisiert. Die waren so erfolgreich, dass es sie auch weiterhin jedes Jahr geben soll. 12–14 Prozent aller dual Studierenden in der IG Metall Küste waren in das Bildungszentrum Berlin-Pichelssee gekommen. Das waren beide Male rund 100 Teilnehmende.

Auf diesen Konferenzen geht es nicht nur um die Vermittlung von Fachinhalten. Die Studierenden bekommen dort ein Forum, um sich kennenzulernen und zu vernetzen. Und zu erleben, was Gemeinschaftlichkeit in der Gewerkschaft bedeutet. »Es war wirklich beeindruckend zu erleben, was für eine Dynamik diese Konferenzen ausgelöst haben,« sagt Florian Rebstock, Gewerkschaftssekretär, zuständig für die Studierendenarbeit der IG Metall Küste in den vergangenen Jahren. Das war vor allem zum Abschluss der Konferenzen zu beobachten, erzählt er. Da haben die Studierenden selbst eine Tarifverhandlung simuliert, als Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auf der einen und Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter auf der anderen Seite – und haben beide Male leidenschaftlich für ihr Anliegen gekämpft. Doch nicht nur die Fachseminare sind für die Studierenden attraktiv. Auch das Rahmenprogramm der Konferenzen spricht viele junge Leute an: Theater, Yoga, Transparent-Malkurs, Partys. Die Konferenzen sind dadurch zu einer wichtigen Möglichkeit geworden, junge Leute für die IG Metall zu begeistern. Das gelingt auch im Zuge des Studierendenprojektes immer besser. In Bremen hat sich eine neue Studierendengruppe gegründet. Zusammen mit der Studierendengruppe in Hamburg haben sie die Jugendkampagne Organice mitgestaltet und Aktionen gemacht. In Bremen beispielsweise haben Studierende unter dem Dach der IG Metall Aktionen zum Thema Mietenpolitik veranstaltet, in Hamburg zu den Themen Rechtspopulismus und antifaschistische Arbeit.

Interview mit Jan-Niklas Decker, dual Studierender bei Dräger Medizintechnik in Lübeck

KAMPF FÜR GLEICHSTELLUNG

Jan-Niklas, Du engagierst Dich in der IG Metall – warum? Weil man durch Solidarität und Vernetzung viel mehr erreichen kann. Auch Studierende haben Rechte. Sie müssen sie aber durchsetzen. Zurzeit engagieren wir uns im Bezirksjugendausschuss stark dafür, dass dual Studierende Auszubildenden per Tarifvertrag gleichgestellt werden. Wie sehr man als Studentin oder Student von der Tarifbindung profitiert, weiß ich aus eigener Erfahrung: Bei Dräger sind wir dual Studierenden durch den Haustarifvertrag den Auszubildenden gleichgestellt. Wir kämpfen dafür, dass wir über den Flächentarifvertrag überall die gleichen Rahmenbedingungen bekommen. Gab es in den vergangenen vier Jahren Aktionen, mit denen Ihr besonders zufrieden seid? Und ob! Voriges Jahr wollte Dräger den Anspruch von Auszubildenden auf unbefristete Übernahme streichen. Sie sollten nur nach Bedarf einen Arbeitsvertrag bekommen. Dagegen haben wir uns stark gemacht. Mit dem Ortsjugendausschuss haben wir das Thema in die Öffentlichkeit getragen, durch ein Banner am Haupteingang und Gespräche mit Medien. Im September dann der Erfolg: Dräger hat die Pläne zurückgenommen. Auszubildende werden weiterhin unbefristet übernommen. Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  43


Jugend

DIE ZUKUNFT GESTALTEN

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Sie engagieren sich stark für ihre Interessen – und konnten in den vergangenen vier Jahren viele Erfolge verzeichnen.


Die IG Metall agiert nicht nur auf betrieblicher Ebene. Sie versteht sich auch als gesellschaftliche Akteurin und ist auf politischer Ebene aktiv. Das haben die jungen Mitglieder in den vergangenen Jahren auf beeindruckende Weise gezeigt. Sie haben politisch kräftig mitgemischt. Vor allem bei der Novelle des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) haben sie sich für ihre Interessen stark gemacht. Die IG Metall Küste hat die Novelle mit einer Kampagne begleitet – und einiges für die Jugendlichen erreichen können.

und engagieren sich für ihre Interessen. Die Gewerkschaft ist im Jugendbereich stark gewachsen. 2016 gab es 17 500 Mitglieder unter 27 Jahren. Ende 2019 waren es 19 500 – ein Zuwachs von 2000 jungen Mitgliedern. Rund 6000 davon sind Auszubildende.

Das neue BBiG ist zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten. Darin steht nun, dass Auszubildende einen Tag vor der Abschlussprüfung zur Prüfungsvorbereitung bezahlt freigestellt werden. Das hatte die IG Metall Jugend Küste unter dem Motto »mehr Puste für Prüfungen« im letzten Tarifabschluss vereinbart. Nun konnte erreicht werden, dass die Regelung auch ins BBiG aufgenommen wurde. Ein weiterer Erfolg ist, dass es eine Mindestausbildungsvergütung für Auszubildende gibt. Bisher hieß es nur, sie müssten angemessen vergütet werden. Da konnte der Arbeitgeber frei entscheiden, was er für angemessen hält. Außerdem müssen die Auszubildenden nun an einem Tag in der Woche nach der Berufschule nicht mehr in den Betrieb kommen – sie sollen schließlich lernen, nicht nur arbeiten. Erreicht wurde zudem, dass ins BBiG ein Passus aufgenommen wurde, wonach der Arbeitgeber alles zur Ausbildung gehörende Material bezahlen muss.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings. Bei der BBiG-Novelle konnte noch nicht durchgesetzt werden, dass auch die dual Studierenden ins Gesetz mit aufgenommen werden. Das ist problematisch, weil die Zahl der dual Studierenden zunimmt, während deren Ausbildungsverhältnis nicht explizit geregelt ist. »Wenn es im Betrieb keine starke JAV bzw. Betriebsrat und betriebliche Vereinbarungen zum dualen Studium gibt, sind die Unternehmen recht frei in der Gestaltung des dualen Studiums – fernab von rechtlichen Standards oder Qualitätsansprüchen! Wichtiges Ziel ist es deshalb, da verbindliche Regelungen für alle zu treffen,« sagt Bezirksjugendsekretärin Julia Kutzer.

Und die Jugendarbeit kommt gut an. Immer mehr junge Leute unter 27 Jahre treten der IG Metall bei

STANDARDS FÜR DUAL STUDIERENDE

2020 hat die IG Metall Küste zudem die neue Jugendkampagne Organice gestartet. In der wird etwas ganz Neues ausprobiert: Es gibt zwar einen definierten Rahmen für die Kampagne im gesamten Jugendverband und Oberthemen, die in der Kampagne eine Rolle spielen: z. B. der Einbezug dual Studierender in den Tarifvertrag, Wohnraum-

versorgung oder auch der Ausbau des ÖPNV. Die Idee ist aber, dass die Ortsjugendausschüsse selbst ihre Themen der Kampagne vor Ort festlegen. Die IG Metall Jugend bietet ihnen das Dach, unter dem sich die Jugendlichen für ihre Themen engagieren können. Die Gewerkschaft unterstützt, bündelt, erweitert. Sie steuert, mehr nicht. Inhaltlich arbeiten die jungen Leute selbst. Sie sind es schließlich, die die Zukunft gestalten sollen. Es ist ihre Zukunft. Ein Highlight der Jugendarbeit war jedes Jahr aufs Neue das IG-Metall Küste-Sommercamp in Kiel Falkenstein, direkt am Strand. Immer am ersten September-Wochenende kamen um die 200 jungen Leute ins Camp, um sich dort auszutauschen, zu vernetzen, an Workshops teilzunehmen und natürlich miteinander zu feiern. Die Vernetzung erfolgt sogar international – regelmäßig ist auch eine Delegation aus St. Petersburg dabei. Die Camps sind ein Dankeschön der IG Metall Küste an die Jugendlichen, die sich täglich in ihrem Betrieb engagieren – und daran mitwirken, die Zukunft zu gestalten. Im Betrieb. Und in der IG Metall. Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  45


Junge Aktive

QUALIFIZIERUNG MIT ERFOLG Mehr als 100 Metallerinnen und Metaller haben bisher an der Nachwuchsreihe »Junge Aktive« im Bezirk teilgenommen. Dank des Erfolgs ist das Konzept mit einer Aufbaureihe erweitert worden.

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Seit 2011 gibt es die Qualifizierungsreihe Junge Aktive im Bezirk, die an der Küste entstanden und konzeptioniert worden ist. Sie spricht alle aktiven Metallerinnen und Metaller an, die sich in ihrem Betrieb engagieren und dafür das nötige Handwerkszeug lernen wollen.

In den vergangenen Jahren gab es drei solcher Reihen. Knapp 40 Personen wurden ausgebildet. Die Qualifizierung geht über ein Jahr. Sie ist unterteilt in Theorieblöcke, in denen die Kolleginnen und Kollegen einerseits die Grundlagen sozialmethodischer Kompetenzen lernen: Rhetorik, Verhandlungsführung, Gruppenleitung, Konfliktlösungsstrategien und Öffentlichkeitsarbeit. Andererseits gibt es Module, in denen sie auch in gewerk­


schaftliches Fachwissen wie beispielsweise die Tarifpolitik einsteigen. Das Besondere an der Reihe ist, dass die Theorie mit praktischen Elementen verbunden ist. Alle Teilnehmenden haben ein eigenes Projekt. Zwischen den Theorieblöcken üben sie das Erlernte direkt in ihrem Betrieb. Möchte eine Kollegin zum Beispiel ihre Öffentlichkeitsarbeit verbessern und die Vertrauensleute vor Ort sichtbarer machen, durchläuft sie in der Theorie ein klassisches Projektmanagement: Es werden Projektziele festgelegt und der Weg dorthin in einzelne Arbeitsschritte zerlegt. Die werden dann immer wieder in den Theorieblöcken besprochen und reflektiert. So entwickeln sich die Teilnehmenden über ein Jahr hinweg gemeinsam von Modul zu Modul weiter.

Seit 2011 gab es sieben solche Reihen, 110 Leute wurden ausgebildet. 44 davon waren Frauen. Ein besonderes Highlight gab es 2017: eine erste Reihe nur für Frauen. »Es war wirklich beein­

druckend zu sehen, wie stark viele Frauen aus der Ausbildung rausgekommen sind,« sagt Julia Kutzer, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Küste. »Einige wurden anschließend in ihrem Betrieb in wichtige Funktionen gewählt, weil sie durch das Projekt gestärkt wurden und sich auch in männerdominierten Betrieben trauten, Verantwortung zu übernehmen.« Junge Aktive, so das Fazit von Julia Kutzer, ermächtigt die Teilnehmenden. Da der Erfolg der Qualifizierung spürbar und die Nachfrage groß ist, hat die IG Metall Küste 2020 eine erste Aufbaureihe gestartet: Junge Aktive Plus. 13 Kolleginnen und Kollegen nehmen aktuell daran teil. Sie alle hatten zuvor die Reihe Junge Aktive durchlaufen. Auch sie haben sich immer wieder in Theoriemodulen getroffen. Im Unterschied zu den »Jungen Aktiven« arbeiten sie aber alle an einem gemeinsamen Projekt: die Tarifrunde. Die Kolleginnen und Kollegen werden bei Verhandlungsrunden, Büroberatungen, internen vorbereitenden Sitzungen hospitieren und so einen Einblick in alle Bereiche der Gewerkschaftsarbeit während einer Tarifrunde bekommen. »Hier lernen nicht nur die jungen Aktiven. Auch wir als Organisation können durch diese Aufbaureihe unsere eigene Arbeit reflektieren und verbessern!«, so Julia Kutzer.

» Es war wirklich beeindruckend zu sehen, wie stark viele Frauen aus der Ausbildung rausgekommen sind. Einige von ihnen wurden anschließend in ihrem Betrieb in wichtige Funktionen gewählt.« Julia Kutzer, Gewerkschaftssekretärin

Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  47


Delegierte des bezirklichen AGA-Ausschusses, zusammen mit Daniel Friedrich, Bezirksleiter.

Außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit / Senioren

DIE RENTE RETTEN

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Der bezirkliche Ausschuss für außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit (AGA) stärkt die Interessen der IG Metall-Mitglieder jenseits des Betriebs. Zentrales Thema ist die soziale Frage, schwerpunktmäßig die Rentenpolitik.


» Wir sind eine wichtige Kraft der IG Metall zur Stärkung der Interessen der Mitglieder. Das muss sich auch in der Organisation widerspiegeln.« Falko Lehmann, Vorsitzender des bezirklichen AGA-Ausschusses

Schon lange fordern die Seniorinnen und Senioren der Außerbetrieblichen Gewerkschaftsarbeit (AGA) einen Strategiewechsel der Bundesregierung in der Rentenpolitik und treiben die Diskussion in der IG Metall voran. Eine große Rolle dabei hat der »Seniorenaufstand« in den vergangenen Jahren gespielt. Unter dem Motto »Wer Rentner quält, wird nicht gewählt« fanden bundesweit Aktionen im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 statt. Mit Infoständen, dem Verteilen von Flugblättern und dem Sammeln von Unterschriften organisierten die Aktivisten den Protest gegen die Rentenpolitik.

Ein Ort für den Austausch darüber ist der bezirkliche AGA-Ausschuss. Dort sind alle Geschäftsstellen im Bezirk mit einem AGA-Delegierten vertreten. Zwei Mal im Jahr kommen die Seniorinnen und Senioren zusammen, um sich auszutauschen und sich zu vernetzen. Über ihre Themen diskutieren sie auch auf ihren jährlichen einwöchigen Klausuren im Bildungszentrum Berlin-Pichelssee. »Wenn sich die Betriebe nur halbwegs so bewegt hätten wie wir Seniorinnen und Senioren, sehe die Rentenpolitik in Wirklichkeit anders aus«, sagt Falko Lehmann, Vorsitzender des bezirklichen Ausschusses. Für die Seniorinnen und Senioren

ist klar: Rentenpolitik muss Alterssicherung gewährleisten und verhindern, dass Menschen in Armut stürzen. Das Konzept »Neuaufbau einer solidarischen Alterssicherung« der IG Metall ist für sie ein wichtiger erster Baustein dahin. Der Beschluss des Gewerkschaftstages 2019 für ein Renten-Reformprogramm ebenso.

STÄRKUNG DER AGA-ARBEIT Unterstützerarbeit leisten die Seniorinnen und Senioren auch in der Haltearbeit. Unterschiedlich in den Geschäftsstellen ausgeprägt, ist sie ein wichtiger Bestandteil der gewerkschaftlichen Arbeit, um Mitglieder im Alter weiter in der IG Metall zu halten. Zu ihrer Kernarbeit gehört auch der Ausbau der Erwerbslosen-Arbeitskreise, die es in vielen Geschäftsstellen gibt und die Arbeit in Wohnbereichsausschüssen. Schwerpunkte waren in den letzten vier Jahren auch das Engagement gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. In Tarifrunden, vom Handwerk bis zur Metallund Elektroindustrie, sind sie auf der Straße und machen sich für die Forderungen der IG Metall stark. Für Frieden und Abrüstung kämpfen sie genauso und setzen sich auch gewerkschaftsübergreifend im DGB dafür ein.

Zur Unterstützung ihrer Arbeit hat die IG Metall auf dem Gewerkschaftstag eine Stärkung der AGA-Arbeit beschlossen, zum Beispiel durch weitere Bildungsangebote für AGA-Multiplikatoren. Natürlich begrüßen sie auch, dass sich der Gewerkschaftstag auf mehr Beteiligung der Seniorinnen und Senioren einigte, etwa durch eine bessere Vertretung in den Ortsvorständen. »Wir sind eine wichtige Kraft der IG Metall zur Stärkung der Interessen der Mitglieder. Das muss sich auch in der Organisation widerspiegeln«, sagt Falko.

Leider ist die AGA-Arbeit aufgrund der Corona-Pandemie nur eingeschränkt möglich. Die Seniorinnen und Senioren hoffen auf baldige Besserung, damit ihre politischen Aktivitäten wieder ungehindert starten können.

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

STARK AUF SENDUNG

50  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019


Der Blick auf Facebook, Instagram oder WhatsApp hat die morgendliche Zeitungslektüre bei vielen Menschen ersetzt. Für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bezirk sind die Kanäle auf Facebook, Instagram oder Twitter deshalb wichtiger für die Kommunikation und den Informationsaustausch mit den Aktiven und anderen Interessierten geworden.

Auch in den sozialen Medien zeigen wir, was die IG Metall stark macht: Bilder und Videos von Aktionen, Informationen zu Tarifabschlüssen, Hinweise zu Bildungsmöglichkeiten und vieles mehr. Transparent setzt die IG Metall Küste dabei auf Dialog statt auf Kommunikation als Einbahnstraße. Mit den Kommentarfunktionen in den sozialen Netzwerken haben alle Nutzerinnen und Nutzer eine Möglichkeit, sich in die gewerkschaftliche Diskussion einzuschalten. Das ist umso dringender, als wir diese Kanäle nicht den anderen überlassen wollen, die sich auf den Seiten der IG Metall Küste negativ äußern.

Auch in den Sozialen Medien ist die IG Metall Küste aktiv und informiert über ihre Ziele. Aufmerksamkeit erreicht die Gewerkschaft daneben auch über klassische Informations­ kanäle.

Unsere Webseite igmetall-kueste.de ist demgegenüber der zentrale Anlaufpunkt für alle ausführlichen Informationen. Aufmerksamkeit für unsere Ziele erhöhen wir durch ein Redaktionssystem, das die Webseite des Bezirks und die der Geschäftsstellen miteinander vernetzt. Dadurch wird es möglich, Texte, Banner und Fotos schnell und einfach zu teilen. Das gilt auch für Flugblätter, Flyer oder Broschüren, die in den Betrieben oder bei Aktionen in der Öffentlichkeit verteilt werden. Aktive Metallerinnen und Metaller sind auf diesen Drucksachen dabei stets mit ihrem Gesicht und zentralen Aussagen präsent.

Auch in der metallzeitung, der Mitgliederzeitschrift der IG Metall, zeigen sie ihr Engagement. Auf der Seite des Bezirks und den Lokalseiten der Geschäftsstellen werden die Mitglieder über die Gewerkschaftsarbeit auf dem Laufenden gehalten. Die metallzeitung ist dabei das klassischste Medium der Öffentlichkeitsarbeit: Sie landet regelmäßig im Briefkasten der Mitglieder und ist damit das Schaufenster in den Bezirk und die Geschäftsstellen. Aufmerksamkeit erreichen wir auch durch unsere Pressearbeit – in Zeitungen, Fernseh- und Radiostationen und auf Internetseiten. Unsere Positionen machen wir mit Pressemitteilungen, auf Pressekonferenzen oder in Interviews deutlich. Der Bezirksleiter, einzelne Bezirkssekretärinnen und Bezirkssekretäre, Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer und Betriebsräte sind dabei häufig als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner gefragt. Das gilt besonders in Tarifrunden in der Metall- und Elektroindustrie und anderen Branchen. Aber auch für die Industriepolitik und die Branchenarbeit an der Küste im Schiffbau, in der Wind- oder in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Unsere Aussagen finden dabei häufig Gehör – gestützt auf Analysen und das Fachwissen der Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben.

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UNSER BEZIRK Das sind tausende ehrenamtlich Aktive und 174 Beschäftigte in den 16 Geschäftsstellen, die die Arbeit vor Ort unter­ stützen. Koordiniert wird die Arbeit der IG Metall an der Küste von der Bezirksleitung in Hamburg.

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Politische Sekretär*innen Daniel Friedrich  1 Bezirksleiter Telefon: 040 280090-26 Daniel.Friedrich@igmetall.de Friedhelm Ahrens  2 Tarifpolitik Handwerk, Holz und Kunststoff Telefon: 040 280090-31 Friedhelm.Ahrens@igmetall.de Sandra Albert  3 Organisation Telefon: 040 280090-23 Sandra.Albert@igmetall.de Carsten Bremer  4 Tarifpolitik Metall und Elektro, Textil und Bekleidung, Luft- und Raumfahrt Telefon: 040 280090-30 Carsten.Bremer@igmetall.de Stefanie Hampe  5 Bildung Telefon: 040 280090-20 Stefanie.Hampe@igmetall.de

Bezirkskommission Ina Morgenroth, Region Hamburg Daniel Friedrich, Lübeck-Wismar (bis Dezember 2019) Martin Schindler, Wesermarsch Martin Bitter, Rendsburg Guido Fröschke, Stralsund-Neubrandenburg 52  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019

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Assistenzen Olaf Kunz  6 Tarifpolitik Metall und Elektro Telefon: 040 280090-40 Olaf.Kunz@igmetall.de Julia Kutzer  7 Jugend, berufliche Bildung, gewerkschaftliche Bildung, Vertrauensleute, Junge Aktive Telefon: 040 280090-27 Julia.Kutzer@igmetall.de Dominique Lembke  8 Tarifpolitik Metall und Elektro Telefon: 040 280090-35 Dominique.Lembke@igmetall.de Lea Marquardt  9 Tarifpolitik Metall und Elektro Telefon: 040 280090-19 Lea.Marquardt@igmetall.de Heiko Messerschmidt  10 Maritime Wirtschaft, Politik und Presse Telefon: 040 280090-43 Heiko.Messerschmidt@igmetall.de

Kristina Thurau-Vetter  12 Betriebliche Tarifpolitik, Transformation Telefon: 040 280090-38 Kristina.Thurau-Vetter@igmetall.de Katharina Volk  13 Luft- und Raumfahrt, Transformation, Arbeitsmarktpolitik, Frauen 040 280090-44 Katharina.Volk@igmetall.de Alexander Zollondz  14 metallzeitung, Internet, Öffentlichkeitsarbeit Telefon: 040 280090-49 Alexander.Zollondz@igmetall.de Ralph Kleinitz  15 Fahrer Bezirksleiter, Leiter Fuhrpark Telefon: 040 280090-46 Ralph.Kleinitz@igmetall.de

Michael Eilers, Wesermarsch Ina Morgenroth, Region Hamburg (seit Oktober 2019) Volker Stahmann, Bremen Hertha Everwien (bis Oktober 2019)

Mareike Schaaf  24 Telefon: 040 280090-39 Mareike.Schaaf@igmetall.de

Anja Elsner  17 Telefon: 040 280090-25 Anja.Elsner@igmetall.de

Cristina Wolter  25 Telefon: 040 280090-53 Cristina.Wolter@igmetall.de

Anja Kaiser  18 Telefon: 040 280090-42 Anja.Kaiser@igmetall.de

Regionales Verwaltungszentrum

Celina Knepper  19 Telefon: 040 280090-48 Celina.Knepper@igmetall.de

Britta Bauschke  26 Telefon: 040 280090-57 Britta.Bauschke@igmetall.de

Isabell Krafft  20 Telefon: 040 280090-29 Isabell.Krafft@igmetall.de Sina Kracht-Wittorf  21 Telefon: 040 280090-36 Sina.Kracht-Wittorf@igmetall.de Annika Mildner  22 Telefon: 040 280090-80 Annika.Mildner@igmetall.de Heike Philipp  23 Telefon: 040 280090-28 Heike.Philipp@igmetall.de

Stefan Soost  11 Tarifrecht, Tarifpolitik Metall und Elektro Telefon: 040 280090-37 Stefan.Soost@igmetall.de

Die Vertretung des Bezirks im Vorstand

Maureen Asiam  16 Telefon: 040 280090-33 Maureen.Asiam@igmetall.de

Beiratsmitglieder

Kontrollausschuss

Ina Morgenroth, Region Hamburg Birgit Kaulitz, Region Hamburg Stephanie Schmoliner, Kiel-Neumünster Michael Hehemann, Emden Detlev Kahl, Rostock Michael Peters, Bremen

Wolfgang Mädel

Irena Efstathiadi  27 Telefon: 040 280090-59 Irena.Efstathiadi@igmetall.de Beate Schubert  28 Telefon: 040 280090-56 Beate.Schubert@igmetall.de Olaf Horn  29 Telefon: 040 280090-54 Olaf.Horn@igmetall.de

2016 bis 2019 aus der Bezirks­ leitung ausgeschieden: Heino Bade (bis Juli 2016) Margret Friede-Braun (bis Juni 2016) Meinhard Geiken (bis Nov. 2019) Brigitte Güster (bis September 2016) Birgit Hennig (bis Februar 2017) Johanna Lang (bis Mai 2016) Bernd Rosenbaum (bis Januar 2019) Hannelore Schäfer (bis Sept. 2018) Stephanie Schmoliner (bis Juni 2017) Peter Wolf (bis Juni 2016) Jan Wolter (bis Dezember 2016) IG Metall Bezirk Küste Kurt-Schumacher-Allee 10 20097 Hamburg Telefon: 040 280090-0 Fax: 040 280090-55 Bezirk.Kueste@igmetall.de www.igmetall-kueste.de (Stand: November 2020)

(Stand: November 2020)

Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  53


Herausgeber: IG Metall Bezirk Küste, Kurt-Schumacher-Allee 10, 20097 Hamburg, bezirk.kueste@igmetall.de, verantwortlich: Daniel Friedrich, Bezirksleiter, Redaktion: Alexander Zollondz, Heiko Messerschmidt, Texte: Elke Spanner, Alexander Zollondz und Heiko Messerschmidt, Fotos: Peter Bisping, Carmen Jaspersen, Markus Scholz, Isadora Tast, Christian Kairies-Kosak, Bodo Marks, Ulf Stephan, IG Metall, Layout: Peter Bisping, Druck: drucktechnik-altona.de, Stand: Oktober 2020 54  | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019



www.igmetall-kueste.de

IG METALL Bezirk Küste


MITGLIEDER, TARIFERGEBNISSE, ZAHLEN

WIR KÖNNEN #FAIRWANDEL 2016–2019


Mitgliederentwicklung Mitgliederentwicklung Verwaltungsstellen Bremen Weser-Elbe Unterelbe Emden Flensburg Region Hamburg Kiel-Neumünster Leer-Papenburg Lübeck-Wismar Wesermarsch Oldenburg Rendsburg Wilhelmshaven Rostock Schwerin Stralsund - Neubrandenburg Bezirk Küste Mitgliederentwicklung Branchen Straßenfahrzeuge Maschinenbau Metallerzeugnisse Metallerzeugung und -bearbeitung Stahl Elektrische Ausrüstungen Elektrotechnik Sonstiger Fahrzeugbau Sonstige Waren Textil und Bekleidung Holz und Kunststoff Sonstige Handwerk Reparatur und Installation keine Angabe

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

26 500

26 374

28 371

29 281

32 554

33 809

33 972

34 348

5518

5261

5167

5041

4937

4988

4870

4952

4519

4559

4481

4513

4382

4330

4351

4227

17 507

17 568

18 234

19 103

19 016

19 007

18 862

18 475

4911

4814

4787

4795

4676

4551

4509

4511

45 207

45 049

44 861

44 492

44 504

44 596

45 355

46 097

12 436

12 287

12 071

11 992

11 746

11 594

11 710

11 737

9279

9478

9402

9391

9193

9010

9109

9181

9503

9179

9085

8911

8803

8384

8303

8337

5980

6068

6173

6197

6216

6301

6355

6370

10 410

10 263

10 120

10 300

10 153

10 358

10 500

10 664

4860

4749

4719

4835

4874

4946

5022

5048

5416

5427

5437

5425

5539

5519

5488

5546

5955

5845

5771

5703

5714

5658

5653

5689

3320

3257

3191

3334

3317

3300

3364

3530

5625

5513

5283

5174

5089

4965

4990

5002

176 946

175 691

177 153

178 487

180 713

181 343

182 413

183 714

2012 22 322 16 621 3 493 3143 2330 3635 4343 21 000 1056 1669 2960 8289 14 550

2013 22 738 16 635 2 916 3090 2358 3582 4228 22 179 1081 1590 2925 6980 14 265

2014 23 320 16 108 3 009 3109 2439 3530 4406 22 314 1119 1374 2972 6791 13 927

2015 23 875 16 300 2 761 3283 2440 3181 4347 22 519 1105 1385 2820 7525 13 697

11 990

11 989

12 030

12 014

2016 29 490 21 362 3992 3935 3023 3549 6082 27 910 1511 1991 3733 15 855 42 983 265 15 032

2017 30 160 21 628 3797 3834 2985 3646 6067 28 406 1552 1892 3695 16 425 43 039 340 13 877

2018 30 054 22 314 3809 3827 3086 3676 6157 29 926 1611 1849 3917 16 587 42 443 329 12 828

2019 29 637 22 585 3667 4308 2957 3791 6520 31 333 1557 1784 3860 17 245 42 479 261 11 730

2 | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019


Mitgliederentwicklung Frauen Bremen Weser-Elbe Unterelbe Emden Flensburg Region Hamburg Kiel-Neumünster Leer-Papenburg Lübeck-Wismar Wesermarsch Oldenburg Rendsburg Wilhelmshaven Rostock Schwerin Stralsund - Neubrandenburg Bezirk

2012 2498 556 929 2106 851 6459 2175 1136 1620 919 1819 671 833 1059 622 879 25  132

2013 2525 540 909 2159 841 6496 2129 1132 1572 930 1786 662 831 1009 611 866 24 998

2014 3116 532 876 2396 818 6544 2115 1133 1601 959 1747 654 827 981 590 867 25 756

2015 3433 532 890 2675 839 6511 2118 1110 1629 946 1794 648 819 942 596 839 26 321

2016 4286 528 881 2692 818 6474 2104 1108 1644 951 1752 635 826 913 575 823 27 010

2017 4638 528 873 2725 789 6495 2040 1096 1549 950 1781 640 807 884 554 803 27 152

2018 4956 498 861 2734 786 6614 2018 1098 1522 956 1781 670 801 852 556 783 27 495

2019 5260 513 827 2712 799 6764 2015 1106 1544 961 1776 684 820 846 590 750 27 967

Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  3


Organisationswahlen (Vertrauensleute/Betriebsräte) Vertrauensleute-Wahlen Vertrauenskörper Geschäftsstellen 2004 2008 2012 2016 Bremen 19 9 18 20 Bremerhaven 4 1 5 5 Unterelbe 13 1 12 11 Emden 5 5 7 2 Flensburg 7 17 29 21 Region Hamburg 33 39 42 33 Kiel-Neumünster 22 17 18 18 Leer-Papenburg 8 8 8 8 Lübeck-Wismar 5 3 4 3 Wesermarsch 12 11 9 11 Oldenburg 0 2 4 1 Rendsburg 4 4 2 1 Wilhelmshaven 0 2 2 2 Rostock 0 0 0 1 Schwerin 1 0 0 0 Stralsund-Neubrandenburg 2 0 5 17 gesamt 135 119 165 154

Betriebsratswahlen 2018 Beschäftigte, Zeitpunkt d. Wahl Gesamt davon: männlich weiblich U 18 Wahlberechtigte Wahlbeteiligung Gewählte BR-Mitglieder Gesamt davon: IG Metall CGB/CGM AUB Sonstige BR-Mitglieder männlich weiblich BR-Vorsitzende stellvertr. BR-Vorsitzende (teil-)freigestellte BR-Mitglieder

Vertrauensleute nach Branchen Metall gesamt Industrie Handwerk 780 773 0 72 52 20 56 46 0 18 18 0 137 107 18 1280 1253 0 237 237 0 178 149 0 25 25 0 250 250 0 9 0 0 4 4 0 82 82 0 12 12 0 0 0 0 36 34 0 3176 3042 38

Textil Industrie Handwerk 0 0 0 0 7 0 0 0 12 0 0 0 0 0 18 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 38 0

BR-Mitglieder Gesamt 241 153 200 280 40 873 869 256 605 66,44% Gesamt 6094

Gesamt 4819 1270 889 845 445

IG Metall 92554 81331 11223

Organisiert 38,38 % 40,61 % 27,46 %

Org.-Art

Anteil

4407 4 7 1671 IG Metall 3566 841 769 621 403

72,32 % 0,07 % 0,11 % 27,42 % Organisiert 74,00 % 66,22 % 86,50 % 73,49 % 90,56 %

4 | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019

Holz/Kunststoff Industrie Handwerk 4 3 0 0 3 0 0 0 0 0 27 0 0 0 11 0 0 0 0 0 9 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 55 3

nach Geschlecht Anteil in % männlich weiblich 91,67 8,33 90,28 9,72 80,36 19,64 88,89 11,11 86,86 13,14 90,00 10,00 87,34 12,66 91,57 8,43 84,00 16,00 88,00 12,00 66,67 33,33 100,00 0,00 91,46 8,54 58,33 41,67 0,00 0,00 75,00 25,00 89,48 10,52

18 bis 30 Jahre 46 bis 59 Jahre 60 Jahre und älter

2006 Anteil 5,70 % 39,46 % 1,98 %

2010 Anteil 6,65 % 41,50 % 3,24 %

2014 Anteil 7,56 % 45,93 % 3,70 %

2018 Anteil 8,19% 45,88% 4,81%

1. Amtszeit 2. Amtszeit 3. Amtszeit

38,43 % 30,03 % 31,51 %

41,90 % 24,82 % 33,13 %

44,94 % 24,90 % 30,08 %

43,35% 24,93% 30,52%


Metall- und Elektroindustrie

Lohn- und Gehaltserhöhungen ab 1964 Gültig ab 01.10.1964 01.07.1965 01.01.1966 01.01.1967 01.04.1968 01.01.1969 01.09.1969 01.10.1970 01.01.1972 01.01.1973 01.01.1974 01.01.1975 01.01.1976 01.01.1977 01.01.1978 01.01.1979 01.02.1980 01.02.1981 01.02.1982 01.02.1983 01.07.1984 01.04.1985 01.04.1986 01.04.1987 01.04.1988 01.04.1989 01.04.1990 01.04.1991 01.04.1992

Lohn- und Gehaltserhöhung 6,0 % 3,0 % 6,0 % + 3,1 Prozent Lohnausgleich für die Verkürzung der wöchent1,9 % lichen Arbeitszeit 4,0 % 3,0 % 8,0 % 12,0 % Durchschnitt der Tarifgebiete ohne Vorweganhebungen 7,5 % 8,5 % 13,0 % (wurden in drei Stufen bis 01.07.1974 erreicht) 6,8 % 5,4 % 6,9 % 5,0 % 4,3 % sowie Einmalzahlung für die unteren Lohn- und Gehaltsgrup6,8 % pen + für die Monate Februar und März 1981 je 160 DM Pauscha4,9 % le 4,2 % + für den Monat Februar 1982 120 DM Pauschale 3,2 % 3,3 % einmalige Ausgleichszahlung 250 DM + 3,9 Prozent Lohnausgleich für die Verkürzung der wöchentli2,0 % chen Arbeitszeit auf 38,5 Std. 4,4 % + für den Monat April 1986 230 DM Pauschale 3,7 % + 2,7 Prozent Lohnausgleich für die Verkürzung der wöchentli2,0 % chen Arbeitszeit auf 37,5 Std. + 1,4 Prozent Lohnausgleich für die Verkürzung der wöchentli2,5 % chen Arbeitszeit auf 37 Std. + für die Monate April und Mai 1990 Pauschale von je 215 DM + einmalige Zuwendung von 240 DM als Ausgleich für 6,0 % den Wegfall der Kontoführungsgebühr + für die Monate April und Mai 1991 Pauschale von je 290 6,7 % DM 5,4 % + 5 Prozent betriebliche Sonderzahlung

Gültig ab

Lohn- und Gehaltserhöhung

01.04.1993

3,0 %

01.06.1994 01.04.1995

2,0 % 3,4 %

01.11.1995 01.04.1997 01.04.1998

3,6 % 1,5 % 2,5 %

01.03.1999 01.05.2000 01.05.2001 01.06.2002 01.06.2003 01.03.2004 01.03.2005 01.06.2006 01.06.2007 01.01.2008 01.06.2008 01.02.2009 01.05.2009 01.04.2011 01.04.2012 01.05.2013 01.05.2014 01.01.2015 01.07.2016 01.04.2017 01.04.2018

+ 5 Prozent betriebliche Sonderzahlung + 2,7 Prozent Lohnausgleich für die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 36 Std. – 10 Prozent betriebliche Sonderzahlung für 1 Jahr, Berechnungsgrundlage für Sonderzahlung und zusätzliches Urlaubsgeld für 3 Jahre, Einkommenstabelle 31. Mai 1994 + für die Monate Januar bis April 1995 Pauschale von 152 DM + 2,8 Prozent Lohnausgleich für die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Std. ab 1. Oktober 1995 + für die Monate Januar bis März 1997 Pauschale von 200 DM

+ für die Monate Januar und Februar 1999 Erhöhungsbetrag von insgesamt 350 DM; Einmalbetrag von 1 Prozent × 12 3,2 % Monate + für die Monate März und April 2000 Pauschale von insge3,0 % samt 330 DM 2,1 % + 0,9 Prozent ERA-Strukturkomponente + für den Monat Mai 3,1 % 2002 Pauschale von 120 Euro 2,6 % + 0,5 Prozent ERA-Strukturkomponente 1,5 % + 0,7 Prozent ERA-Strukturkomponente 2,0 % + 0,7 Prozent ERA-Strukturkomponente 3,0 % + Einmalbetrag von 310 Euro + für die Monate April und Mai 2007 Erhöhungsbetrag von 4,1 % 400 Euro Anbindung Ausbildungsvergütungen an ERA-Eck-Entgelt 1,7 % + 3,98 Prozent Erhöhungsbetrag von der August-Abrechnung + für die Monate November und Dezember 2008 und Januar 2,1 % 2009 Pauschale von 510 Euro 2,1 % + für den Monat September 2009 Einmalbetrag von 122 Euro + für die Monate Mai 2010 bis März 2011 Einmalbetrag von 2,7 % 320 Euro 4,3 % 3,4 % 2,2 % 3,4 % + 150 Euro Einmalbetrag 2,8 % + 150 Euro Einmalbetrag 2,0 % 4,3 % +100 Euro Einmalbetrag

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Metall- und Elektroindustrie Löhne und Gehälter ab 1950 Ecklohn 1950* 1960* 1972* 1975 1980 1985 1987 1988 1989 1990 1991** 1992 1993** 4/1993 6/1993 9/1993 12/1993 7/1994 1994 5/1995 7/1995 11/1995 7/1996

SH/NWNS/HH/UWSG MV DM/€ Stunde/Monat DM/€ Stunde/Monat 1,19 DM 2,17 DM 4,65 DM 7,09 DM 9,35 DM 11,56 DM 12,52 DM 13,11 DM 13,63 DM 14,45 DM 15,42 DM 8,36 DM 1.455 DM 16,25 DM 10,13 DM 1.762 DM 17,20 DM 2.693 DM 12,32 DM 2.144 DM 11,61 DM 2.020 DM 12,07 DM 2.101 DM 12,38 DM 2.154 DM 14,09 DM 2.390 DM 17,54 DM 2.747 DM 18,14 DM 2.840 DM 15,74 DM 2.670 DM 19,32 DM 2.942 DM 17,34 DM 2.942 DM

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Alle Tarifgebiete im Bezirk Küste: Monatslohn 4/1997 2.986 DM 4/1998 2.986 DM 3/1999 3.159 DM 3/2000 3.254 DM 5/2001 3.322 DM 6/2002 1.751 € 6/2003 1.797 € 3/2004 1.824 € 3/2005 1.860 € 6/2006 1.916 € 6/2007 6/2008 2/2009 5/2009 4/2011 4/2012 5/2013 5/2014 1/2015 4/2016 1/2018 *

1.995 € 2.029 € 2.392 € *** 2.441 € *** 2.507 € *** 2.615 € *** 2.704 € *** 2.763 € *** 2.857 € *** 2.937 € *** 3.125 € ***

Bis 1975 wurden unterschiedliche Ecklöhne in den Tarifgebieten abgeschlossen. Aus diesem Grund handelt es sich hier um durchschnittliche Ecklöhne. ** Ab 1991 gilt der Monatslohn obligatorisch in Mecklenburg-Vorpommern, ab 1993 im gesamten Bezirk. *** Am 1. September 2003 trat das ERA in Kraft. Bis 2008 wurden die Monatslöhne und Gehälter im Zuge der Überleitung des ERA in die neue Entgeltstruktur mit den Verbänden abgeglichen, ab 2009 nicht mehr. Es gilt jetzt die ERA-Entgelttabelle. Eck-Entgelt ist die EG 5 H.


Metall- und Elektroindustrie

Ausbildungsvergütungen, Lohnrelationen Hamburg, Schleswig-Holstein, Unterweser, Nordwestl. Niedersachsen Ausb.-Jahr 1 2 3 4 01.07.1972 235 DM 280 DM 320 DM 360 DM 01.01.1975 358 DM 406 DM 459 DM 502 DM 01.02.1980 477 DM 539 DM 612 DM 665 DM 01.04.1985 566 DM 634 DM 712 DM 769 DM 01.04.1987 618 DM 689 DM 775 DM 834 DM 01.04.1988 630 DM 703 DM 791 DM 851 DM 01.04.1989 646 DM 721 DM 811 DM 872 DM 01.04.1990* 726 DM 801 DM 891 DM 952 DM 01.04.1991 836 DM 911 DM 1.001 DM 1.062 DM 01.04.1992 911 DM 986 DM 1.076 DM 1.137 DM 01.04.1993 961 DM 1.036 DM 1.126 DM 1.187 DM 01.06.1994 980 DM 1.057 DM 1.149 DM 1.211 DM 01.01.1995 1.013 DM 1.093 DM 1.188 DM 1.252 DM 01.11.1995 1.049 DM 1.132 DM 1.231 DM 1.297 DM Mecklenburg-Vorpommern 01.04.1991 420 DM 470 DM 520 DM 570 DM 01.04.1992 577 DM 629 DM 691 DM 733 DM 01.04.1993 729 DM 789 DM 861 DM 910 DM 01.06.1993 721 DM 777 DM 845 DM 890 DM 01.09.1993 750 DM 808 DM 878 DM 926 DM 01.12.1993 769 DM 829 DM 901 DM 950 DM 01.07.1994 853 DM 920 DM 1.000 DM 1.054 DM 01.07.1995 952 DM 1.027 DM 1.117 DM 1.177 DM 01.07.1996 1.049 DM 1.132 DM 1.231 DM 1.297 DM

Alle Tarifgebiete im Bezirk Küste Ausb.-Jahr 1 2 01.04.1997 1.050 DM 1.150 DM 01.04.1998 1.070 DM 1.180 DM 01.04.1999 1.120 DM 1.220 DM 01.03.2000 1.154 DM 1.257 DM 01.03.2002 617 € 670 € 01.06.2003 639 € 692 € 01.03.2004 653 € 707 € 01.03.2005 671 € 726 € 01.06.2006 694 € 749 € 01.06.2007 726 € 781 € 01.06.2008 737 € 783 € 01.09.2009 818 € 842 € 01.04.2011 840 € 865 € 01.05.2012 876 € 902 € 01.07.2013 906 € 933 € 01.05.2014 926 € 953 € 01.04.2015 957 € 986 € 01.07.2016 984 € 1.013 € 01.04.2018 1.047 € 1.078 € *

3 1.250 DM 1.280 DM 1.320 DM 1.360 DM 722 € 744 € 760 € 781 € 804 € 836 € 852 € 867 € 890 € 928 € 960 € 981 € 1.014 € 1.043 € 1.109 €

4 1.330 DM 1.370 DM 1.420 DM 1.463 DM 775 € 797 € 815 € 837 € 860 € 892 € 899 € 891 € 915 € 954 € 987 € 1.008 € 1.043 € 1.072 € 1.141 €

Für nordwestliches Niedersachsen/Unterweser 10 DM weniger

Lohnrelationen in den Tarifgebieten in % zum Ecklohn Prozentsätze in der Lohngruppe Hamburg Schleswig-Holstein Unterweser NWNS, Wilhelmshaven und Cuxhaven NWNS, Oldenburg NWNS, Werften Oldenburg NWNS, Werften Ostfriesland Mecklenburg-Vorpommern

1 – – – – – – – –

2 86 86 86 86 86 92 92 86

3 87,5 87,5 87 87,5 87,5 95 95 87,5

4 91 93 88 90 90 100 100 93

5 95 96 88 95 95 107 110 96

6 100 100 92 100 100 139* 120 100

7 108 108 95 110 110 – – 108

8 118 117 100 116 120 – – 117

9 133 133 108 133 133 – – 133

10 – – 120 – – – – –

11 – – 133 – – – – –

* = Nominaler Wochenlohn

Entwicklung der untersten Lohngruppe (in %) im Verhältnis zur 100%-Ecklohngruppe Tarifgebiet Schlesw.-Holst. Hamburg Unterweser Nordw. Nieders. Meckl.-Vorp.

1950 63 64 68 64 –

1960 72,5 74 74 70 –

1970 ab 1973 ab 1974 ab 1975 ab 1976 ab 1977 ab 1978 ab 1981 ab 1982 ab 1991 ab 1992 72,5 73,5 76 80,5 – – – 81,25 82 85 86 75 – 78,5 80,4 – 82 – – – 86 86 75 – – 78 – – 81,5 – – 85 86 75 – 76,5 77,5 80/81,5 – – – – 84 86* – – – – – – – – – 82 86

*

Werften Ostfriesland seit 1.6. 1991 92 %

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Kfz-Handwerk Ecklöhne (100 %) Jahr Hamburg*

Ecklöhne (100 %) Jahr Bremen 156,6 h/Monat

156,6 h/Monat ab 01.06.2012 ab 01.09.2013 ab 01.12.2014 ab 01.07.2015 ab 01.11.2016 ab 01.08.2017 ab 01.10.2018 ab 01.07.2019 ab 01.07.2020

Jahr

Eckgehälter (100 %) Jahr Hamburg

Eckgehälter (100 %) Jahr Bremen

156,6 h/Monat

156,6 h/Monat

15,49 € ab 01.01.2012 15,92 € ab 01.01.2013

2.399,00 €

ab 01.06.2012

2.675,00 € ab 01.01.2012

2.167,00 €

2.483,00 €

ab 01.09.2013

2.750,00 € ab 01.01.2013

2.243,00 €

16,37 € ab 01.09.2013 16,86 € ab 01.06.2014

2.518,00 €

ab 01.12.2014

2.827,00 € ab 01.09.2013

2.274,00 €

2.591,00 €

ab 01.07.2015

2.912,00 € ab 01.06.2014

2.340,00 €

17,33 € ab 01.04.2015 17,83 € ab 01.06.2015

2.666,00 €

ab 01.11.2016

2.994,00 € ab 01.04.2015

2.408,00 €

2.666,00 €

ab 01.08.2017

3.081,00 € ab 01.06.2015

2.408,00 €

18,35 € ab 01.01.2016 18,90 € ab 01.06.2016

2.745,00 €

ab 01.10.2018

3.170,00 € ab 01.01.2016

2.479,00 €

2.745,00 €

ab 01.07.2019

3.256,00 € ab 01.06.2016

2.479,00 €

19,45 € ab 01.01.2017 ab 01.02.2018 Schleswig-Holstein

2.825,00 €

ab 01.07.2020

3.342,00 € ab 01.01.2017

2.551,00 €

2.910,00 €

Jahr

ab 01.01.2019

2.997,00 €

156,6 h/Monat

Schleswig-Holstein

ab 01.02.2018

156,6 h/Monat

ab 01.01.2019

2.628,00 € 2.707,00 €

ab 01.01.2012

14,97 € Jahr

Mecklenburg-Vorp.

ab 01.01.2012

2.377,48 € Jahr

Mecklenburg-Vorp.

ab 01.06.2012

15,54 €

163 h/Monat

ab 01.06.2012

2.467,82 €

163 h/Monat

ab 01.09.2013

15,98 € ab 01.01.2012 16,43 € ab 01.05.2012

12,71 €

ab 01.09.2013

2.536,92 € ab 01.01.2012

2.021,92 €

13,21 €

ab 01.11.2014

2.607,34 € ab 01.05.2012

2.100,77 €

16,92 € ab 01.01.2013 17,39 € ab 01.08.2013

13,34 €

ab 01.08.2015

2.686,19 € ab 01.01.2013

2.121,78 €

13,71 €

ab 01.11.2016

2.761,40 € ab 01.08.2013

2.181,19 €

17,89 € ab 01.11.2014 18,41 € ab 01.08.2015

14,09 €

ab 01.08.2017

2.841,48 € ab 01.11.2014

2.242,26 €

14,51 €

ab 01.10.2018

2.923,88 € ab 01.08.2015

2.309,53 €

18,92 € ab 01.11.2016 19,43 € ab 01.08.2017

14,92 €

ab 01.07.2019

3.003,88 € ab 01.11.2016

2.374,20 €

15,35 €

ab 01.06.2020

3.083,88 € ab 01.08.2017

2.443,05 €

Jahr

ab 01.11.2014 ab 01.08.2015 ab 01.11.2016 ab 01.08.2017 ab 01.10.2018 ab 01.07.2019 ab 01.06.2020

Jahr

Niedersachsen**

ab 01.12.2018

15,80 €

156,6 h/Monat

ab 01.07.2019

16,36 €

ab 01.01.2012

2.235,00 € ab 01.06.2020

16,92 €

ab 01.06.2012

2.324,00 €

ab 01.08.2013

2.389,00 €

ab 01.10.2014

2.456,00 €

ab 01.06.2015

2.527,00 €

ab 01.11.2016

Niedersachsen*

ab 01.12.2018

2.513,90 €

156,6 h/Monat

ab 01.07.2019

2.603,90 €

ab 01.01.2012

2.235,00 € ab 01.06.2020

2.693,90 €

ab 01.06.2012

2.324,00 €

ab 01.08.2013

2.389,00 €

ab 01.10.2014

2.456,00 €

ab 01.06.2015

2.527,00 €

2.600,00 €

ab 01.11.2016

2.600,00 €

ab 01.07.2017

2.675,00 €

ab 01.07.2017

2.675,00 €

ab 01.10.2018

2.753,00 €

ab 01.10.2018

2.753,00 €

ab 01.06.2019

2.833,00 €

ab 01.06.2019

2.833,00 €

ab 01.06.2020

2.907,00 €

ab 01.06.2020

2.907,00 €

*

Mindestlohn für im Leistungslohn beschäftigte Arbeitnehmer ** Monatsentgelt gem. Entgeltrahmentarifvertrag

8 | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019

*

Monatsentgelt gem. Entgeltrahmentarifvertrag


Ausbildungsvergütung Jahr Hamburg ab 01.08.2012 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.09.2013 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2014 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2015 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2016 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2017 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2018 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2019 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2020 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr

Ausbildungsvergütung 580 € 660 € 720 € 760 € 600 € 680 € 740 € 780 € 615 € 700 € 760 € 800 € 640 € 720 € 780 € 820 € 665 € 740 € 800 € 840 € 700 € 800 € 850 € 900 € 750 € 850 € 900 € 950 € 770 € 870 € 930 € 1.000 € 800 € 900 € 960 € 1.050 €

ab 01.08.2014

ab 01.08.2015

ab 01.08.2016

ab 01.08.2017

ab 01.08.2018

ab 01.08.2019

ab 01.08.2020

Jahr

4. Ausb.-Jahr 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr

Ausbildungsvergütung 724 € 608 € 631 € 675 € 749 € 628 € 651 € 695 € 769 € 648 € 671 € 715 € 789 € 700 € 720 € 760 € 830 € 750 € 770 € 800 € 880 € 800 € 820 € 850 € 930 € 850 € 870 € 900 € 980 €

Niedersachsen

1. Ausb.-Jahr ab 01.01.2012 22% der EG 4 2. Ausb.-Jahr 25% der EG 4 3. Ausb.-Jahr 29% der EG 4 4. Ausb.-Jahr 31% der EG 4 Jahr Schleswig-Holstein 1. Ausb.-Jahr ab 01.08.2012 1. Ausb.-Jahr 568 € ab 01.06.2012 23% der EG 4 2. Ausb.-Jahr 591 € 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 635 € 26% der EG 4 4. Ausb.-Jahr 699 € 3. Ausb.-Jahr 30% der EG 4 ab 01.08.2013 1. Ausb.-Jahr 588 € 4. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 611 € 32% der EG 4 3. Ausb.-Jahr 655 €

ab 01.08.2013

ab 01.10.2014

ab 01.06.2015

ab 01.11.2016

ab 01.07.2017 492 € 559 € 648 € 693 €

ab 01.10.2018

535 € 604 € 697 € 744 €

ab 01.06.2019

1. Ausb.-Jahr 23% der EG 4 2. Ausb.-Jahr 26% der EG 4 3. Ausb.-Jahr 30% der EG 4 4. Ausb.-Jahr 32% der EG 4 1. Ausb.-Jahr 23% der EG 4 2. Ausb.-Jahr 26% der EG 4 3. Ausb.-Jahr 30% der EG 4 4. Ausb.-Jahr 32% der EG 4 1. Ausb.-Jahr 23% der EG 4 2. Ausb.-Jahr 26% der EG 4 3. Ausb.-Jahr 30% der EG 4 4. Ausb.-Jahr 32% der EG 4 1. Ausb.-Jahr 23% der EG 4 2. Ausb.-Jahr 26% der EG 4 3. Ausb.-Jahr 30% der EG 4 4. Ausb.-Jahr 32% der EG 4 1. Ausb.-Jahr 23% der EG 4 2. Ausb.-Jahr 26% der EG 4 3. Ausb.-Jahr 30% der EG 4 4. Ausb.-Jahr 32% der EG 4 1. Ausb.-Jahr 23% der EG 4 2. Ausb.-Jahr 26% der EG 4 3. Ausb.-Jahr 30% der EG 4 4. Ausb.-Jahr 32% der EG 4 1. Ausb.-Jahr 25,5% der EG 4

Ausbildungsvergütung 549 € 621 € 717 € 764 € 565 € 639 € 737 €

2. Ausb.-Jahr 28% der EG 4 793 € 3. Ausb.-Jahr 31,9% der EG 4 904 € 4. Ausb.-Jahr 33,8% der EG 4 958 € 1. Ausb.-Jahr ab 01.06.2020 26,5% der EG 4 770 € 2. Ausb.-Jahr 28,9% der EG 4 840 € 3. Ausb.-Jahr 32,7% der EG 4 951 € 4. Ausb.-Jahr 34,6% der EG 4 1.006 €

Jahr

Bremen

786 € ab 01.01.2012 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 581 € 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr 657 € ab 01.01.2013 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 758 € 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr 809 € ab 01.09.2013 1. Ausb.-Jahr 598 € 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 676 € 4. Ausb.-Jahr ab 01.06.2014 1. Ausb.-Jahr 780 € 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 832 € 4. Ausb.-Jahr 655 € ab 01.04.2015 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 722 € 4. Ausb.-Jahr 829 € ab 01.01.2016 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 882 € 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr 674 € ab 01.01.2017 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 743 € 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr 853 € ab 01.02.2018 1. Ausb.-Jahr 908 € 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 722 €

435 € 530 € 591 € 618 € 485 € 580 € 641 € 668 € 505 € 600 € 661 € 688 € 525 € 620 € 681 € 708 € 545 € 640 € 701 € 728 € 580 € 675 € 736 € 763 € 605 € 700 € 761 € 788 € 645 € 740 € 801 €

Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  9


Ausbildungsvergütung 4. Ausb.-Jahr ab 01.01.2019 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr

Jahr

828 € 685 € 780 € 841 € 868 €

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Abschluss Hamburg 05.06.2012

Mecklenburg-Vorp.

ab 01.08.2012 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2013 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2014 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2015 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2016 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2017 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2018 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2019 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr ab 01.08.2020 1. Ausb.-Jahr 2. Ausb.-Jahr 3. Ausb.-Jahr 4. Ausb.-Jahr

530 € 555 € 595 € 625 € 550 € 575 € 615 € 650 € 570 € 595 € 635 € 675 € 587 € 613 € 654 € 695 € 603 € 630 € 672 € 714 € 633 € 660 € 702 € 744 € 663 € 690 € 732 € 774 € 713 € 750 € 790 € 845 € 763 € 800 € 840 € 895 €

06.08.2013

29.05.2015

23.06.2017

24.06.2019

10 | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019

Einmalzahlung für den Monat Mai 2012 in Höhe von 70 Euro brutto Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juni 2012 um 4,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2012 um 43 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 42 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 40 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 39 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. September 2013 um 2,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. September 2013 um 20 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Dezember 2014 um 2,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2014 um 15 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juli 2015 um 3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2015 um 25 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. November 2016 um 2,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2016 um 25 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01.August 2017 um +2,9 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2017 um 35 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 60 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 50 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 60 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Oktober 2018 um +2,9 Prozent Erhöhung der Ausbildunsgvergütungen ab 01. August 2018 um 50 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juli 2019 um + 2,7 Prozent aber mindestens um 86 Euro Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2019

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012

Abschluss 01.06.2012

19.06.2013

25.06.2015

05.07.2017

um 20 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 30 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 50 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juli 2020 um +2,6 Prozent aber mindestens um 86 Euro Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 30 Euro im 1. bis 3. Ausbildungsjahr und 50 Euro im 4. Ausbildungsjahr

Schleswig-Holstein

Einmalzahlung für den Monat Mai 2012 in Höhe von 100 Euro brutto Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juni 2012 um 3,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2012 um 3,8 Prozent Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. September 2013 um 2,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2013 um 20 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 25 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. November 2014 um 2,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2014 um 20 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 25 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. August 2015 um 3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2015 um 20 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. November 2016 um 2,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2016 um 20 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 4. Ausb.-Jahr Einmalzahlung in Höhe von 160 Euro für die Monate Juni und Juli 2017 Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. August 2017 um +2,9 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. August 2017 um 52 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 49 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 45 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 41 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. Oktober 2018 um +2,9 Prozent


Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012

17.06.2019

Abschluss 07.06.2012

18.06.2013

26.05.2015

26.06.2017

17.06.2019

Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. August 2018 um 50 Euro im 1. und. 2. Ausb.-Jahr um 40 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 50 Euro im 4. Ausb.-Jahr Neue Lohn- und Gehaltsstruktur ab 01. Juli 2019 Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. Juli 2019 um +2,7 Prozent aber mindestens um 80 Euro Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. August 2019 um 50 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. Juni 2020 um +2,6 Prozent aber mindestens um 80 Euro Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. August 2020 um 50 Euro in allen Ausbildungsjahren

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012

Abschluss 22.11.2012

Niedersachsen

Einmalzahlung für den Monat Mai 2012 in Höhe von 70 Euro brutto Erhöhung der Entgelte ab 01. Juni 2012 um 4,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juni 2012 um 1,0 Prozent im Verhältnis zur Eckentgeltgruppe, also um 43 Euro im 1. Ausb.-Jahr 45 Euro im 2. Ausb.-Jahr 49 Euro im 3. Ausb.-Jahr 51 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2013 um 2,8 Prozent Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 01. Oktober 2014 um 2,8 Prozent Einmalzahlung für den Monat Mai 2015 in Höhe von 30 Euro brutto Die Vergütungen der Auszubildenden werden entsprechend Entgeltgruppe 4 erhöht Erhöhung der Entgelte ab 01. Juni 2015 um 2,9 Prozent Erhöhung der Entgelte ab 01. November 2016 um 2,9 Prozent Einmalzahlung für den Monat Juni 2017 in Höhe von 75 Euro (Azubis erhalten 25 Euro) Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 01. Juli 2017 um +2,9 Prozent Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen ab 01.Oktober 2018 um +2,9 Prozent Änderung der EG 0 (Azubis) auf 24,5 Prozent der Eckentgeltgruppe 4 mit Wirkung zum 01. Juli 2017 Erhöhung der Entgelte (mindestens um 80 Euro für die EG 1 bis 4) und Ausbildungsvergütungen ab 01. Juni 2019 um +2,7 Prozent.

09.05.2014

15.12.2015

10.01.2018

Erhöhung der Entgelte (mindestens um 80 Euro für die EG 1 bis 4) und Ausbildungsvergütungen ab 01. Juni 2020 um +2,6 Prozent. Erhöhung des Prozentschlüssels der EG0 (Azubis) ab 01. Juni 2019 und 01.Juni 2020

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012

11.02.2020

Bremen

Einmalzahlung für die Monate Oktober, November, Dezember 2012 in Höhe von insgesamt 150 Euro brutto Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Januar 2013 um 3,5 Prozent Erhöhung der Ausbildunsgvergütungen ab 01. Januar 2013 in allen Ausbildungsjahren um 50 Euro Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. September 2013 um 1,4 Prozent Erhöhung der Ausbildunsgvergütungen ab 01. September 2013 in allen Ausb.Jahren um 20 Euro Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juni 2014 um 2,9 Prozent Die Altersstaffeln werden gestrichen, es bleiben die jeweils höchsten bestehen. Die G-Gruppe IV im ersten und zweiten Gesellenjahr wird ab dem 01. Juni 2014 um 50 Euro angehoben. Die altersdiskriminierenden Formulierungen werden der aktuellen Rechtsprechung angepasst. Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juni 2014 in allen Ausbildungsjahren um 20 Euro Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. April 2015 um 2,9 Prozent Die G-Gruppe IV im ersten und zweiten Gesellenjahr wird ab dem 01. Juni 2015 um 50 Euro angehoben, ab dem 01. Juni 2016 um weitere 50 Euro und entfällt ab dem 01. Juni 2017 ersatzlos. Die Angestellten werden analog behandelt. Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. April 2015 in allen Ausb.-Jahren um 20 Euro Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Januar 2016 um 2,95 Prozent Die G-Gruppen werden um eine G V erweitert Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Januar 2016 in allen Ausb.Jahren um 35 Euro Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Januar 2017 um 2,9 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Januar 2017 in allen Ausbildungsjahren um 25 Euro Einmalzahlung in Höhe von 120 Euro für den Monat Januar 2018 Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Februar 2018 um +3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen uab dem 01. Januar 2018 um 40 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Januar 2019 um +3,0 Prozent

Abschluss 19.07.2012

18.06.2013

Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. Januar 2019 um 40 Euro in allen Ausbildungsjahre Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Januar 2020 um +2,9 Prozent, mindestens jedoch um 80 Euro Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Januar 2020 um 45 € in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Januar 2021 um +2,7 Prozent, mindestens jedoch um 80 Euro Erhöhung der Auszubildungsvergütungen ab 01. Januar 2021 um 45 Euro in allen Ausbildungsjahren Mecklenburg-Vorpommern Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Mai 2012 um 3,9 Prozent Ab 01. Mai 2012 erhalten die Gehaltsgruppen II und III in der Gehaltsstaffel des Gehaltstarifvertrages folgende Fassung: Gehaltsgruppe II Bis zum voll. 3 Berufsjahr ("alt": nach voll. 4. Berufsjahr) Nach voll. 3. Berufsjahr Nach voll. 5. Berufsjahr Nach voll. 7. Berufsjahr Gehaltsgruppe III Bis zum voll. 3 Berufsjahr Nach voll. 3. Berufsjahr Nach voll. 5. Berufsjahr Nach voll. 7. Berufsjahr Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2012 um 65 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 55 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 50 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 45 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,0 Prozent ab 01. Januar 2013 Erhöhung des zusätzlichen Urlaubsgeldes für Beschäftigte um 5 Prozent auf 50 Prozent ab dem Urlaubsjahr 2013 Erhöhung des zusätzlichen Urlaubsgeldes für Auszubildende um 5 Prozent auf 50 Prozent ab dem Urlaubsjahr 2013 Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. August 2013 um 2,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2013 um 20 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 25 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. November 2014 um 2,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2014 um 20 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 20 Euro im 2. Ausb.-Jahr

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Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012

23.06.2015

06.07.2017

07.08.2019

um 20 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 25 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Sonderzahlung ab dem Kalenderjahr 2014 von 45 Prozent auf 50 Prozent Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. August 2015 um 3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2015 um 3,0 Prozent Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. November 2016 um 2,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. November 2016 um 2,8 Prozent Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. August 2017 um +2,9 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. August 2017 um +30 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. Dezember 2018 um +2,9 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. August 2018 um +30 Euro in allen Ausbildungsjahre Tarifvertrag zur Übernahme der Ausgebildeten Erhöhung des Jahresurlaubs von 29 auf 30 Tage (Neueinstellungen ab dem 01.01.2019 erst ab dem 11. Jahr Betriebszugehörigkeit) Einmalzahlung in Höhe von 90 Euro für Juni 2019 Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juli 2019 um +2,7 Prozent, mindestens aber um 90 Euro im Monat Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. August 2019 um um 50 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 60 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 58 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 71 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. Juni 2020 um +2,6 Prozent, mindestens aber um 90 Euro im Monat Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. August 2020 um 50 Euro in allen Ausbildungsjahren

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Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie Facharbeiter-Ecklöhne (100 %) Jahr Hamburg

Eckgehälter (100 %) Jahr Hamburg

Ausbildungsvergütung Jahr Hamburg

Ausbildungsvergütung Jahr Schleswig-Holstein

ab 01.02.2012 1. Ausb.-Jahr

715 €

ab 01.08.2013 1. Ausb.-Jahr

670 €

ab 01.08.2012

17,83 €

ab 01.08.2012

2.695,00 €

2. Ausb.-Jahr

743 €

2. Ausb.-Jahr

707 €

ab 01.10.2013

18,36 €

ab 01.10.2013

2.776,00 €

3. Ausb.-Jahr

838 €

3. Ausb.-Jahr

808 €

ab 01.06.2015

18,91 €

ab 01.06.2015

2.859,00 €

4. Ausb.-Jahr

867 €

4. Ausb.-Jahr

841 €

ab 01.02.2017

19,29 €

ab 01.02.2017

2.916,00 €

ab 01.10.2013 1. Ausb.-Jahr

745 €

Jahr

ab 01.04.2018

19,62 €

ab 01.04.2018

2.966,00 €

2. Ausb.-Jahr

773 €

ab 01.08.2013 1. Ausb.-Jahr

730 €

ab 01.01.2019

20,21 €

ab 01.01.2019

3.055,00 €

3. Ausb.-Jahr

868 €

2. Ausb.-Jahr

780 €

ab 01.01.2020

20,62 €

ab 01.01.2020

3.117,00 €

4. Ausb.-Jahr

897 €

3. Ausb.-Jahr

830 €

ab 01.02.2015 1. Ausb.-Jahr

775 €

ab 01.09.2014 1. Ausb.-Jahr

755 €

2. Ausb.-Jahr

803 €

2. Ausb.-Jahr

805 €

3. Ausb.-Jahr

898 €

3. Ausb.-Jahr

860 €

4. Ausb.-Jahr

927 €

4. Ausb.-Jahr

880 €

ab 01.02.2017 1. Ausb.-Jahr

805 €

ab 01.05.2016 1. Ausb.-Jahr

775 €

2. Ausb.-Jahr

833 €

2. Ausb.-Jahr

825 €

152,25 h/Monat

Jahr

Schleswig-Holstein

152,25 h/Monat

Jahr

152,25 h/Monat ab 01.11.2011

14,97 €

ab 01.03.2013

15,42 €

Jahr

Niedersachsen/Bremen

Schleswig-Holstein 152,25 h/Monat

ab 01.03.2013

Jahr

151,25 h/Monat

2.763,00 €

Niedersachsen/Bremen 151,5 h/Monat

Niedersachsen/Bremen

ab 01.03.2013

15,91 €

ab 01.03.2013

3.257,31 €

3. Ausb.-Jahr

928 €

3. Ausb.-Jahr

880 €

ab 01.09.2014

16,39 €

ab 01.09.2014

3.355,03 €

4. Ausb.-Jahr

957 €

4. Ausb.-Jahr

900 €

ab 01.05.2016

16,72 €

ab 01.05.2016

3.422,13 €

ab 01.04.2018 1. Ausb.-Jahr

835 €

ab 01.07.2017 1. Ausb.-Jahr

795 €

ab 01.07.2017

17,00 €

ab 01.07.2017

3.480,31 €

2. Ausb.-Jahr

863 €

2. Ausb.-Jahr

845 €

ab 01.05.2018

17,68 €

ab 01.05.2018

3.619,52 €

3. Ausb.-Jahr

958 €

3. Ausb.-Jahr

900 €

ab 01.01.2020

18,14 €

ab 01.01.2020

3.713,63 €

4. Ausb.-Jahr

987 €

4. Ausb.-Jahr

920 €

ab 01.01.2021

18,47 €

ab 01.01.2021

3.780,48 €

ab 01.10.2018 1. Ausb.-Jahr

870 €

ab 01.01.2018 1. Ausb.-Jahr

845 €

2. Ausb.-Jahr

900 €

2. Ausb.-Jahr

895 €

3. Ausb.-Jahr

990 €

3. Ausb.-Jahr

950 €

4. Ausb.-Jahr

1.020 €

4. Ausb.-Jahr

970 €

ab 01.10.2019 1. Ausb.-Jahr

910 €

ab 01.01.2020 1. Ausb.-Jahr

900 €

2. Ausb.-Jahr

940 €

2. Ausb.-Jahr

970 €

3. Ausb.-Jahr

1.030 €

3. Ausb.-Jahr

1.040 €

4. Ausb.-Jahr

1.060 €

4. Ausb.-Jahr

1.070 €

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Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Abschluss Hamburg Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Oktober 2013 11.09.2013 um 3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Oktober 2013 um 30 Euro in allen Ausbildungsjahren Einmalzahlung in Höhe von 260 Euro für die Monate Februar bis Mai 2015, 160 Euro für den Monat März 2015 und 06.02.2015 100 Euro für den Monat Januar 2016 Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juni 2015 um 3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Februar 2015 um 30 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Februar 2017 02.11.2016 um +2,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Februar 2017 um 30 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. April 2018 um +1,7 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. April 2018 um 30 Euro in allen Ausbildungsjahren Einmalzahlung in Höhen von insg. 300 Euro für die Mona17.01.2019 te Oktober bis Dezember 2018 Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. Januar 2019 um +3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. Oktober 2018 um 35 Euro im 1. Ausb.-Jahr 37 Euro im 2. Ausb.-Jahr 32 Eruo im 3. Ausb.-Jahr 33 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. Januar 2020 um +2,03 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. Oktober 2019 um 40 Euro in allen Ausbildungsjahren Abschluss Schleswig-Holstein Seit 2013 keine Tarifverhandlungen mehr; Tarifverträge sind nicht gekündigt

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Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Abschluss 25.02.2013

28.05.2014

26.02.2016

26.01.2018

25.11.2019

Niedersachsen und Bremen Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. März 2013 um 3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2013 um 30 Euro in allen Ausbildungsjahren Einmalzahlung für den Monat Januar 2014 in Höhe von 160 Euro Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. September 2014 um 3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. September 2014 um 25 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 25 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 30 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 30 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. Mai 2016 um +2,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. Mai 2016 um 20 Euro in allen Ausbildugsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. Juli 2017 um +1,7 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. Juli 2017 um 20 Euro in allen Ausbildungsjahren Einmalzahlung in Höhe von zweimal 150 Euro Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. Mai 2018 um +4,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. Januar 2018 um 50 Euro in allen Ausbildugsjahren Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro (Azubis 75 Euro) Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01. Januar 2020 um +2,6 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab dem 01. Januar 2020 um 55 Euro im 1. Ausb.-Jahr um 75 Euro im 2. Ausb.-Jahr um 90 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 100 Euro im 4. Ausb.-Jahr


Sanitär-Heizung-Klima und Heizungsindustrie (inkl. technische Gebäudeausrüstung TGA) Facharbeiter-Ecklöhne (100 %) Jahr Hamburg

Facharbeiter-Eck-Gehälter (100 %) Jahr Hamburg

156 h/Monat

156 h/Monat

Ausbildungsvergütung Jahr Hamburg

Ausbildungsvergütung 3. Ausb.-Jahr

470 €

ab 01.06.2012 1. Ausb.-Jahr

638,55 €

4. Ausb.-Jahr

520 €

ab 01.06.2012

14,57 €

ab 01.06.2012

2.282,29 €

2. Ausb.-Jahr

705,72 €

ab 01.02.2015 1. Ausb.-Jahr

500 €

ab 01.07.2013

14,93 €

ab 01.07.2013

2.339,35 €

3. Ausb.-Jahr

770,74 €

2. Ausb.-Jahr

530 €

ab 01.07.2014

15,36 €

ab 01.07.2014

2.407,19 €

4. Ausb.-Jahr

822,98 €

3. Ausb.-Jahr

570 €

ab 01.04.2015

15,71 €

ab 01.04.2015

2.462,56 €

ab 01.07.2013 1. Ausb.-Jahr

654,51 €

4. Ausb.-Jahr

620 €

ab 01.06.2016

16,13 €

ab 01.06.2016

2.528,73 €

2. Ausb.-Jahr

723,36 €

ab 01.12.2016 1. Ausb.-Jahr

520 €

ab 01.06.2017

16,49 €

ab 01.06.2017

2.584,36 €

3. Ausb.-Jahr

790,01 €

2. Ausb.-Jahr

550 €

ab 01.05.2018

16,98 €

ab 01.05.2018

2.661,36 €

4. Ausb.-Jahr

843,55 €

3. Ausb.-Jahr

590 €

ab 01.05.2019

17,40 €

ab 01.05.2019

2.727,89 €

ab 01.08.2014 1. Ausb.-Jahr

700,00 €

4. Ausb.-Jahr

640 €

Bremen

2. Ausb.-Jahr

775,00 €

ab 01.09.2017 1. Ausb.-Jahr

530 €

156,6 h/Monat

3. Ausb.-Jahr

840,00 €

2. Ausb.-Jahr

560 €

4. Ausb.-Jahr

890,00 €

3. Ausb.-Jahr

600 €

Jahr

Jahr

Bremen 156,6 h/Monat

Heizungsindustrie und SHK-Handwerk

Heizungsindustrie und SHK-Handwerk

ab 01.03.2012

14,50 €

716,00 €

4. Ausb.-Jahr

650 €

14,87 €

2.271,00 € 2.328,00 €

ab 01.08.2015 1. Ausb.-Jahr

ab 01.02.2013

ab 01.03.2012 ab 01.02.2013

2. Ausb.-Jahr

793,00 €

ab 01.10.2018 1. Ausb.-Jahr

560 €

ab 01.04.2014

15,30 €

ab 01.04.2014

2.396,00 €

3. Ausb.-Jahr

860,00 €

2. Ausb.-Jahr

600 €

ab 01.11.2014

15,70 €

ab 01.11.2014

2.458,00 €

4. Ausb.-Jahr

910,00 €

3. Ausb.-Jahr

650 €

ab 01.01.2016

16,16 €

ab 01.01.2016

2.531,00 €

ab 01.08.2016 1. Ausb.-Jahr

735,00 €

4. Ausb.-Jahr

700 €

ab 01.09.2016

16,58 €

ab 01.09.2016

2.596,00 €

2. Ausb.-Jahr

815,00 €

Jahr

ab 01.01.2018

16,94 €

ab 01.01.2018

2.653,00 €

3. Ausb.-Jahr

885,00 €

Heizungsindustrie und SHK-Handwerk

ab 01.11.2018

17,43 €

ab 01.11.2018

2.730,00 €

4. Ausb.-Jahr

935,00 €

ab 01.03.2012 1. Ausb.-Jahr

460 €

ab 01.01.2020

17,87 €

ab 01.01.2020

2.798,44 €

ab 01.08.2017 1. Ausb.-Jahr

755,00 €

2. Ausb.-Jahr

520 €

ab 01.01.2021

18,39 €

ab 01.01.2021

2.879,87 €

2. Ausb.-Jahr

835,00 €

3. Ausb.-Jahr

590 €

Schleswig-Holstein

3. Ausb.-Jahr

905,00 €

4. Ausb.-Jahr

630 €

160 h/Monat

4. Ausb.-Jahr

955,00 €

ab 01.09.2014 1. Ausb.-Jahr

560 €

Jahr

Schleswig-Holstein

Jahr

160 h/Monat

Bremen

ab 01.05.2015

13,11 €

ab 01.05.2015

1.885,00 €

ab 01.08.2018 1. Ausb.-Jahr

778,00 €

2. Ausb.-Jahr

620 €

ab 01.05.2016

13,91 €

ab 01.05.2016

1.951,00 €

2. Ausb.-Jahr

860,00 €

3. Ausb.-Jahr

690 €

ab 01.05.2017

14,76 €

ab 01.05.2017

2.019,00 €

3. Ausb.-Jahr

932,00 €

4. Ausb.-Jahr

730 €

ab 01.03.2018

15,23 €

ab 01.03.2018

2.084,00 €

4. Ausb.-Jahr

984,00 €

ab 01.01.2016 1. Ausb.-Jahr

600 €

ab 01.03.2019

15,66 €

ab 01.03.2019

2.142,00 €

ab 01.08.2019 1. Ausb.-Jahr

797,00 €

2. Ausb.-Jahr

660 €

ab 01.07.2020

16,00 €

ab 01.07.2020

2.188,00 €

2. Ausb.-Jahr

882,00 €

3. Ausb.-Jahr

730 €

MV (TGA)

3. Ausb.-Jahr

955,00 €

4. Ausb.-Jahr

770 €

173,3 h/Monat

4. Ausb.-Jahr 1.009,00 €

ab 01.09.2016 1. Ausb.-Jahr

640 €

Jahr ab 01.02.2013

10,15 €

Jahr

2. Ausb.-Jahr

700 €

ab 01.03.2014

10,36 €

Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

3. Ausb.-Jahr

770 €

ab 01.01.2015

10,68 €

ab 01.02.2013 1. Ausb.-Jahr

380 €

4. Ausb.-Jahr

810 €

ab 01.02.2016

10,90 €

2. Ausb.-Jahr

410 €

ab 01.01.2018 1. Ausb.-Jahr

680 €

ab 01.12.2016

11,06 €

3. Ausb.-Jahr

450 €

2. Ausb.-Jahr

740 €

ab 01.06.2017

11,33 €

4. Ausb.-Jahr

500 €

3. Ausb.-Jahr

810 €

ab 01.10.2018

11,69 €

ab 01.02.2014 1. Ausb.-Jahr

400 €

4. Ausb.-Jahr

850 €

ab 01.09.2019

12,04 €

2. Ausb.-Jahr

430 €

ab 01.11.2018 1. Ausb.-Jahr

720 €

Mecklenburg-Vorp.

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2. Ausb.-Jahr

780 €

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Abschluss Hamburg

3. Ausb.-Jahr

850 €

11.06.2012

Ausbildungsvergütung

4. Ausb.-Jahr

890 €

ab 01.01.2020 1. Ausb.-Jahr

740 €

2. Ausb.-Jahr

800 €

3. Ausb.-Jahr

875 €

4. Ausb.-Jahr

915 €

ab 01.01.2021 1. Ausb.-Jahr

760 €

2. Ausb.-Jahr

825 €

3. Ausb.-Jahr

900 €

4. Ausb.-Jahr

940 €

Jahr

Schleswig-Holstein

bis 30.04.2015 1. Ausb.-Jahr

350 €

2. Ausb.-Jahr

380 €

3. Ausb.-Jahr

450 €

4. Ausb.-Jahr

530 €

ab 01.05.2015 1. Ausb.-Jahr

420 €

2. Ausb.-Jahr

460 €

3. Ausb.-Jahr

520 €

4. Ausb.-Jahr

600 €

ab 01.08.2016 1. Ausb.-Jahr

500 €

2. Ausb.-Jahr

525 €

3. Ausb.-Jahr

570 €

4. Ausb.-Jahr

650 €

ab 01.08.2017 1. Ausb.-Jahr

530 €

2. Ausb.-Jahr

555 €

3. Ausb.-Jahr

610 €

4. Ausb.-Jahr

700 €

ab 01.08.2018 1. Ausb.-Jahr

560 €

2. Ausb.-Jahr

585 €

3. Ausb.-Jahr

650 €

4. Ausb.-Jahr

740 €

ab 01.08.2019 1. Ausb.-Jahr

585 €

2. Ausb.-Jahr

615 €

3. Ausb.-Jahr

685 €

4. Ausb.-Jahr

765 €

ab 01.08.2020 1. Ausb.-Jahr

600 €

2. Ausb.-Jahr

630 €

3. Ausb.-Jahr

700 €

4. Ausb.-Jahr

785 €

Einmalzahlung für die Monate April und Mai 2012 in Höhe von 200 Euro, die Auszubildenden erhalten 55 Euro Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juni 2012 um 3,75 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juni 2012 um 3,75 Prozent Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juli 2013 um 2,5 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juli 2013 um 2,5 Prozent Der Akkordausgleich beträgt ab dem 01. Juli 2013 20 Prozent des jeweiligen Tarifstundenlohns. 19.06.2014 Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juli 2014 um 2,9 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2014 auf 700 Euro im 1. Ausb.-Jahr 775 Euro im 2. Ausb.-Jahr 840 Euro im 3. Ausb.-Jahr 890 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. April 2015 um 2,3 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2015 auf 716 Euro im 1. Ausb.-Jahr 793 Euro im 2. Ausb.-Jahr 860 Euro im 3. Ausb.-Jahr 910 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Sonderzahlung im Jahr 2014 auf 1.080 Euro und im Jahr 2015 auf 1.473 Euro (gestaffelt nach Berriebszugehörigkeit) Die tarifliche Sonderzahlung für Auszubildende beträgt ab 01. August 2014 118 Euro im 1. Ausb.-Jahr 149 Euro im 2. Ausb.-Jahr

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Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012

173 Euro im 3. Ausb.-Jahr Die tarifliche Sonderzahlung für die Auszubil197 Euro im 4. Ausb.-Jahr denden beträgt ab 01. Die tarifliche SonderzahAugust 2016 lung für Auszubildende 124 Euro im 1. Ausb.-Jahr beträgt ab 01. August 156 Euro im 2. Ausb.-Jahr 2015 121 Euro im 1. Ausb.-Jahr 182 Euro im 3. Ausb.-Jahr 152 Euro im 2. Ausb.-Jahr 207 Euro im 4. Ausb.-Jahr 177 Euro im 3. Ausb.-Jahr Die tarifliche Sonderzah202 Euro im 4. Ausb.-Jahr lung für die AuszubildenDas Urlaubsgeld für den beträgt ab 01. AuAuszubildende beträgt ab gust 2017 127 Euro im 1. Ausb.-Jahr 01. August 2014 155 Euro im 1. Ausb.-Jahr 159 Euro im 2. Ausb.-Jahr 185 Euro im 2. Ausb.-Jahr 186 Euro im 3. Ausb.-Jahr 216 Euro im 3. Ausb.-Jahr 212 Euro im 4. Ausb.-Jahr 239 Euro im 4. Ausb.-Jahr Das Urlaubsgeld für die Das Urlaubsgeld für Auszubildenden beträgt Auszubildende beträgt ab ab 01. August 2016 01. August 2015 163 Euro im 1. Ausb.-Jahr 159 Euro im 1. Ausb.-Jahr 194 Euro im 2. Ausb.-Jahr 189 Euro im 2. Ausb.-Jahr 227 Euro im 3. Ausb.-Jahr 221 Euro im 3. Ausb.-Jahr 251 Euro im 4. Ausb.-Jahr 244 Euro im 4. Ausb.-Jahr Das Urlaubsgeld für die 02.05.2016 Erhöhung der Löhne und Auszubildenden beträgt Gehälter ab 01. Juni 2016 ab 01. August 2017 um +2,7 Prozent 167 Euro im 1. Ausb.-Jahr Erhöhung der Ausbil199 Euro im 2. Ausb.-Jahr dungsvergütungen ab 232 Euro im 3. Ausb.-Jahr 01. August 2016 auf 257 Euro im 4. Ausb.-Jahr 735 Euro im 1. Ausb.-Jahr 02.05.2018 Erhöhung der Löhne und 815 Euro im 2. Ausb.-Jahr Gehälter ab 01. Mai 2018 885 Euro im 3. Ausb.-Jahr um 77 Euro 935 Euro im 4. Ausb.-Jahr Erhöhung des AkkordausErhöhung der Löhne und gleiches auf 20 Prozent Gehälter ab 01. Juni 2017 Erhöhung der Ausbilum +2,2 Prozent dungsvergütungen ab Erhöhung der Ausbil01. August 2018 auf dungsvergütungen ab 778 Euro im 1. Ausb.-Jahr 01. August 2017 auf 860 Euro im 2. Ausb.-Jahr 755 Euro im 1. Ausb.-Jahr 932 Euro im 3. Ausb.-Jahr 835 Euro im 2. Ausb.-Jahr 984 Euro im 4. Ausb.-Jahr 905 Euro im 3. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und 955 Euro im 4. Ausb.-Jahr Gehälter ab 01. Mai 2019 Die Sonderzahlung um +2,5 Prozent beträgt Erhöhung der Ausbilnach 6 Monaten Betriebsdungsvergütungen ab zugehörigkeit 619 Euro 01. August 2019 auf nach 12 Monaten Be797 Euro im 1. Ausb.-Jahr triebszugehörigkeit 903 882 Euro im 2. Ausb.-Jahr Euro 955 Euro im 3. Ausb.-Jahr nach 24 Monaten Be1.009 Euro im 4. Ausb.triebszugehörigkeit 1.187 Jahr Euro Erhöhung der Sonderzahnach 36 Monaten Belung ab 01. Mai 2018 um triebszugehörigkeit 1.473 +3,0 Prozent Euro


Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Erhöhung der Sonderzahlung ab 01. Mai 2019 um +2,5 Prozent Baustellenzulage für Azubis ab 01. Mai 2018 bis 15 km 3 Euro, von 15 km bis 25 km 5 Euro; über 25 km 7 Euro Die tarifliche Sonderzahlung für die Auszubildenden betrag ab 01. August 2018 131 Euro im 1. Ausb.-Jahr 164 Euro im 2. Ausb.-Jahr 192 Euro im 3. Ausb.-Jahr 218 Euro im 4. Ausb.-Jahr Die tarifliche Sonderzahlung für die Auszubildenden betrag ab 01. August 2019 134 Euro im 1. Ausb.-Jahr 168 Euro im 2. Ausb.-Jahr 197 Euro im 3. Ausb.-Jahr 223 Euro im 4. Ausb.-Jahr Das Urlaubsgeld für die Auszubildenden betrag ab 01. August 2018 172 Euro im 1. Ausb.-Jahr 204 Euro im 2. Ausb.-Jahr 239 Euro im 3. Ausb.-Jahr 265 Euro im 4. Ausb.-Jahr Das Urlaubsgeld für die Auszubildenden betrag ab 01. August 2019 176 Euro im 1. Ausb.-Jahr 209 Euro im 2. Ausb.-Jahr 245 Euro im 3. Ausb.-Jahr 272 Euro im 4. Ausb.-Jahr

Abschluss Mecklenburg-Vorpommern 31.01.2013 Einmalzahlung für den

Monat Januar 2013 in Höhe von 55 Euro Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Februar 2013 um 3,3 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Februar 2013 um 25 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. März 2014 um 2,1 Prozent

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Februar 2014 um 20 Euro in allen Ausbildungsjahren 14.11.2014 Einmalzahlung für den Monat Januar 2015 in Höhe von 100 Euro Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Januar 2015 um 3,1 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Februar 2015 um 100 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Februar 2016 um 2,1 Prozent 11.11.2016 Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Dezember 2016 um +1,5 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Dezember 2016 um +20 Euro pro Ausbildungsjahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juni 2017 um +2,4 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. September 2017 um +10 Euro pro Ausbildungsjahr Einführung altersvorsorgewirksame Leistungen i. H. v. 2,4 Prozent des jeweiligen individuellen Monatseinkommens. Änderung der Lohngruppenstruktur (Lohngruppenschlüssel) Erhöhung der Schweißzulage auf 10 Prozent Erhöhung der Fernmontagezulage auf 35 Euro kalendertäglich. 17.10.2018 Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Oktober 2018 um +3,2 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Oktober 2018 um +20 Euro im 1. Ausb.-Jahr +40 Euro im 2. Ausb.-Jahr

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 +50 Euro im 3. und. 4. Ausb.-Jahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. September 2019 um +3,0 Prozent Fahrkostenzuschuss für den Weg zur Berufsschule ab 10 km 5 Euro je Berufsschultag; ab 30 km 10 Euro je Berufsschultag Erhöhung der Fernmontagezulage auf 36 Euro kalendertäglich.

Abschluss Bremen 06.03.2012 Erhöhung der Entgelte ab 01. März 2012 um 3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. März 2012 um 50 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. Februar 2013 um 2,5 Prozent 26.03.2014 Entgelterhöhung ab 01. April 2014 um 2,9 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütung ab 01. November 2014 um 2,6 Prozent Entgelterhöhung ab 01. November 2014 um 2,6 Prozent 23.11.2015 Erhöhung der Entgelte ab 01. Januar 2016 um +2,9 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Januar 2016 um +40 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. September 2016 um +2,6 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. September 2016 um +40 Euro in allen Ausbildungsjahren 01.12.2017 Erhöhung der Entgelte ab 01. Januar 2018 um +2,2 Prozent

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Januar 2018 um +40 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. November 2018 um +2,9 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. November 2018 um +40 Euro in allen Ausbildungsjahren 20.11.2019 Erhöhung der Entgelte ab 01. Januar 2020 um +2,5 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Januar 2020 um +20Euro im 1. und 2. AJ und +25- Euro im 3. und 4. AJ Erhöhung der Entgelte ab 01. Januar 2021 um +2,9 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Januar 2021 um +20Euro im 1. und 2. AJ und +25- Euro im 3. und 4. AJ

Abschluss Schleswig-Holstein 31.03.2015 Neuabschluss aller Tarif-

verträge nach 13 Jahren tariflosen Zustand Manteltarifvertrag ab 01. Mai 2015 Tarifvertrag über betriebliche Altersvorsorge ab 01. Mai 2015 (Grundbetrag 370 Euro; für Azubi 185 Euro im Jahr) Lohntarifvertrag ab 01. Mai 2015 plus 2,5 Prozent Integration Zeitlohnzulage. Erhöhung der Löhne ab 01. Mai 2015 um 3,96 Prozent. Ab 01. Mai 2016 plus 2,5 Prozent Integration Zeitlohnzulage. Erhöhung der Löhne ab 01. Mai 2016 um 3,5 Prozent. Ab 01. Mai 2017 plus 2,5 Prozent Integration Zeitlohnzulage. Erhöhung der Löhne ab 01. Mai 2017 um 3,5 Prozent.

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Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012

19.05.2016

03.07.2017

10.01.2018

19.06.2018

Gehaltstarifvertrag ab 01. Mai 2015. Erhöhung der Gehälter ab 01. Mai 2015 um 3,96 Prozent. Erhöhung der Gehälter ab 01. Mai 2016 um 3,5 Prozent Erhöhung der Gehälter ab 01. Mai 2017 um 3,5 Prozent Tarifvertrag über Fernmontage ab 01. Mai 2015. Die Fernmontage beträgt 44 Euro pro Kalendertag Tarifvertrag über Ausbildungsvergütungen ab 01. Mai 2015. Die Ausbildungsvergütungen betragen im 1. Ausb.-Jahr 420 Euro im 2. Ausb.-Jahr 460 Euro im 3. Ausb.-Jahr 520 Euro im 4. Ausb.-Jahr 600 Euro Tarifvertrag über Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2016. Die Ausbildungsvergütungen betragen im 1. Ausb.-Jahr 500 Euro im 2. Ausb.-Jahr 525 Euro im 3. Ausb.-Jahr 570 Euro im 4. Ausb.-Jahr 650 Euro Tarifvertrag über Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2017. Die Ausbildungsvergütungen betragen im 1. Ausb.-Jahr 530 Euro im 2. Ausb.-Jahr 555 Euro im 3. Ausb.-Jahr 610 Euro im 4. Ausb.-Jahr 700 Euro Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. März 2018 um +3,2 Prozent Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. März 2019 um +2,8 Prozent Tarifvertrag über Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2018. Die Ausbildungsvergütungen betragen im 1. Ausb.-Jahr 560 Euro im 2. Ausb.-Jahr 585 Euro im 3. Ausb.-Jahr 650 Euro im 4. Ausb.-Jahr 740 Euro

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 03.07.2019 Tarifvertrag über Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2019. Die Ausbildungsvergütungen betragen im 1. Ausb.-Jahr 585 Euro im 2. Ausb.-Jahr 615 Euro im 3. Ausb.-Jahr 685 Euro im 4. Ausb.-Jahr 765 Euro 03.06.2020 Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01.Juli 2020 um 2,17 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2020 um 15 Euro im 1. bis 3. Ausbildungsjahr und um 20 € im 4. Ausbildungsjahr.

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Metall verarbeitendes Handwerk Ecklöhne (100 %) Jahr Hamburg*

Ecklöhne (100 %)

152,25 h/Monat

ab 01.01.2016

2.335,04 €

ab 01.07.2016

2.374,74 €

ab 01.04.2012

15,30 €

ab 01.07.2017

2.436,48 €

ab 01.01.2013

15,68 €

ab 01.07.2018

2.514,45 €

ab 01.03.2014

16,15 €

ab 01.07.2019

ab 01.01.2015

16,48 €

Jahr

ab 01.08.2015

16,64 €

Kälteanlagenbauerhandwerk

ab 01.04.2017

17,41 €

ab 01.04.2018

17,67 €

ab 01.07.2014

2.240,00 €

ab 01.11.2018

18,24 €

ab 01.01.2015

2.303,00 €

ab 01.11.2019

18,75 €

ab 01.01.2016

2.367,00 €

ab 01.01.2017

2.429,00 €

ab 01.01.2018

2.499,00 €

ab 01.01.2019

2.569,00 €

Jahr

Schleswig-Holstein

Metallhandwerk 160 h/Monat

2.584,85 €

Niedersachsen 160,95 h/Monat

ab 01.02.2012

13,07 €

ab 01.01.2020

2.641,00 €

ab 01.07.2013

13,48 €

ab 01.01.2021

2.710,00 €

ab 01.11.2014

13,84 €

ab 01.01.2016

14,28 €

ab 01.04.2017

14,64 €

ab 01.04.2018

15,11 €

ab 01.07.2019

15,53 €

Jahr

* Tarifliches Stundenentgelt ** Entgelte gem. Entgeltrahmentarifvertrag

Eck-Gehälter (100 %) Jahr Hamburg*

Schleswig-Holstein

Kälteanlagenbauerhandwerk 160 h/Monat

152,25 h/Monat ab 01.04.2012

2.329,56 €

ab 01.01.2013

2.387,80 €

ab 01.02.2012

12,39 €

ab 01.03.2014

2.459,43 €

ab 01.07.2013

12,77 €

ab 01.01.2015

2.508,62 €

ab 01.11.2014

13,11 €

ab 01.08.2015

2.533,71 €

ab 01.01.2016

13,53 €

ab 01.04.2017

2.651,58 €

ab 01.04.2017

13,87 €

ab 01.04.2018

2.691,36 €

ab 01.04.2018

14,31 €

ab 01.11.2018

2.777,48 €

ab 01.07.2019

14,71 €

ab 01.11.2019

Jahr

Niedersachsen**

Metallhandwerk und Kälteanlagenbauerhandwerk

Jahr

2.855,25 €

Schleswig-Holstein

Metallhandwerk und Kälteanlagenbauerhandwerk 160 h/Monat

160,95 h/Monat ab 01.01.2013

2.178,51 €

ab 01.02.2012

2.114,00 €

ab 01.01.2014

2.209,01 €

ab 01.07.2013

2.180,00 €

ab 01.11.2014

2.239,00 €

ab 01.01.2016

2.311,00 €

ab 01.04.2017

2.369,00 €

Jahr

Niedersachsen

Metallhandwerk 160,95 h/Monat ab 01.08.2014

2.248,77 €

ab 01.04.2018

2.445,00 €

ab 01.03.2015

2.293,75 €

ab 01.07.2019

2.513,00 €


Eck-Gehälter (100 %) Jahr Niedersachsen**

Ausbildungsvergütung Jahr Hamburg

Metallhandwerk und Kälteanlagenbauerhandwerk

ab 01.08.2012

160,95 h/Monat ab 01.01.2013

2.178,51 €

ab 01.01.2014

2.209,01 €

Jahr

Niedersachsen

ab 01.08.2013

Metallhandwerk 160,95 h/Monat ab 01.08.2014

2.248,77 €

ab 01.03.2015

2.293,75 €

ab 01.01.2016

2.335,04 €

ab 01.07.2016

2.374,74 €

ab 01.07.2017

2.436,48 €

ab 01.07.2018

2.514,45 €

ab 01.07.2019

2.584,85 €

Jahr

ab 01.08.2014

ab 01.08.2015

Niedersachsen

Kälteanlagenbauerhandwerk 160,95 h/Monat ab 01.07.2014

2.240,00 €

ab 01.01.2015

2.303,00 €

ab 01.01.2016

2.367,00 €

ab 01.01.2017

2.429,00 €

ab 01.01.2018

2.499,00 €

ab 01.01.2019

2.569,00 €

ab 01.01.2020

2.641,00 €

ab 01.01.2021

2.710,00 €

ab 01.08.2016

ab 01.08.2017

ab 01.08.2018

* Monatsentgelt gem. Entgelttarifvertrag ** Entgelte gem. Entgeltrahmentarifvertrag ab 01.08.2019

ab 01.08.2020

Jahr

Ausbildungsvergütung ab 01.11.2014

ab 01.07.2013

500 €

4. Ausb.-Jahr

814 €

1. Ausb.-Jahr

598 €

600 €

2. Ausb.-Jahr

664 €

4. Ausb.-Jahr

700 €

3. Ausb.-Jahr

771 €

1. Ausb.-Jahr

525 €

4. Ausb.-Jahr

832 €

1. Ausb.-Jahr

648 €

1. Ausb.-Jahr

589 €

2. Ausb.-Jahr

530 €

2. Ausb.-Jahr

631 €

3. Ausb.-Jahr

3. Ausb.-Jahr

690 € ab 01.01.2016

ab 01.07.2017

4. Ausb.-Jahr

775 €

1. Ausb.-Jahr

609 €

2. Ausb.-Jahr

555 €

2. Ausb.-Jahr

651 €

3. Ausb.-Jahr

625 €

2. Ausb.-Jahr

714 €

3. Ausb.-Jahr

710 €

4. Ausb.-Jahr

725 €

3. Ausb.-Jahr

871 €

4. Ausb.-Jahr

795 €

1. Ausb.-Jahr

585 €

4. Ausb.-Jahr

932 €

1. Ausb.-Jahr

629 €

2. Ausb.-Jahr

615 €

1. Ausb.-Jahr

668 €

2. Ausb.-Jahr

671 €

3. Ausb.-Jahr

685 €

2. Ausb.-Jahr

734 €

3. Ausb.-Jahr

730 €

4. Ausb.-Jahr

785 €

3. Ausb.-Jahr

891 €

4. Ausb.-Jahr

815 €

1. Ausb.-Jahr

635 €

4. Ausb.-Jahr

952 €

1. Ausb.-Jahr

649 €

2. Ausb.-Jahr

665 €

Jahr

2. Ausb.-Jahr

691 €

3. Ausb.-Jahr

760 €

Kälteanlagenbauerhandwerk

3. Ausb.-Jahr

750 €

4. Ausb.-Jahr

860 €

ab 01.07.2014

1. Ausb.-Jahr

515 €

4. Ausb.-Jahr

835 €

1. Ausb.-Jahr

670 €

2. Ausb.-Jahr

582 €

1. Ausb.-Jahr

666 €

2. Ausb.-Jahr

700 €

3. Ausb.-Jahr

691 €

2. Ausb.-Jahr

709 €

3. Ausb.-Jahr

800 €

4. Ausb.-Jahr

752 €

3. Ausb.-Jahr

770 €

4. Ausb.-Jahr

900 €

1. Ausb.-Jahr

530 €

4. Ausb.-Jahr

857 €

Jahr

2. Ausb.-Jahr

598 €

1. Ausb.-Jahr

679 €

3. Ausb.-Jahr

710 €

2. Ausb.-Jahr

723 €

Metallhandwerk und Kälteanlagenbauerhandwerk

4. Ausb.-Jahr

773 €

3. Ausb.-Jahr

785 €

1. Ausb.-Jahr

544 €

4. Ausb.-Jahr

874 €

1. Ausb.-Jahr

689 €

2. Ausb.-Jahr

734 €

3. Ausb.-Jahr

797 €

4. Ausb.-Jahr

887 €

1. Ausb.-Jahr

711 €

2. Ausb.-Jahr

757 €

3. Ausb.-Jahr

823 €

4. Ausb.-Jahr

915 €

1. Ausb.-Jahr

731 €

2. Ausb.-Jahr

778 €

3. Ausb.-Jahr

846 €

4. Ausb.-Jahr

941 €

Schleswig-Holstein

ab 01.04.2017

ab 01.04.2018

ab 01.08.2019

ab 01.01.2013

ab 01.01.2014

Jahr

ab 01.07.2018

ab 01.07.2019

ab 01.01.2015

Niedersachsen

ab 01.08.2014

ab 01.03.2015

Niedersachsen

1. Ausb.-Jahr

503 €

2. Ausb.-Jahr

569 €

2. Ausb.-Jahr

615 €

3. Ausb.-Jahr

676 €

3. Ausb.-Jahr

730 €

4. Ausb.-Jahr

737 €

4. Ausb.-Jahr

795 €

1. Ausb.-Jahr

508 €

1. Ausb.-Jahr

559 €

2. Ausb.-Jahr

574 €

2. Ausb.-Jahr

631 €

3. Ausb.-Jahr

681 €

3. Ausb.-Jahr

749 €

4. Ausb.-Jahr

742 €

4. Ausb.-Jahr

816 €

1. Ausb.-Jahr

586 €

2. Ausb.-Jahr

662 €

Niedersachsen

ab 01.01.2016

ab 01.01.2017

ab 01.01.2018

Metallhandwerk

Metallhandwerk und Kälteanlagenbauerhandwerk ab 01.02.2012

Ausbildungsvergütung

1. Ausb.-Jahr

1. Ausb.-Jahr

528 €

3. Ausb.-Jahr

785 €

2. Ausb.-Jahr

594 €

4. Ausb.-Jahr

856 €

3. Ausb.-Jahr

701 €

1. Ausb.-Jahr

602 €

4. Ausb.-Jahr

762 €

2. Ausb.-Jahr

681 €

1. Ausb.-Jahr

548 €

3. Ausb.-Jahr

807 €

2. Ausb.-Jahr

614 €

4. Ausb.-Jahr

880 €

3. Ausb.-Jahr

721 €

1. Ausb.-Jahr

642 €

4. Ausb.-Jahr

782 €

2. Ausb.-Jahr

721 €

1. Ausb.-Jahr

568 €

3. Ausb.-Jahr

847 €

4. Ausb.-Jahr

920 €

1. Ausb.-Jahr

682 €

ab 01.01.2019

ab 01.01.2020

1. Ausb.-Jahr

430 €

2. Ausb.-Jahr

460 €

3. Ausb.-Jahr

545 €

2. Ausb.-Jahr

634 €

4. Ausb.-Jahr

640 €

3. Ausb.-Jahr

741 €

1. Ausb.-Jahr

470 €

4. Ausb.-Jahr

802 €

2. Ausb.-Jahr

761 €

2. Ausb.-Jahr

500 €

1. Ausb.-Jahr

580 €

3. Ausb.-Jahr

887 €

3. Ausb.-Jahr

570 €

2. Ausb.-Jahr

646 €

4. Ausb.-Jahr

960 €

4. Ausb.-Jahr

660 €

3. Ausb.-Jahr

753 €

ab 01.01.2016

ab 01.07.2016

ab 01.01.2021

Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  19


Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Abschluss Hamburg

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Schleswig-Holstein Abschluss

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Niedersachsen Abschluss

Einmalzahlung für die Monate Januar bis 02.03.2012 März 2012 in Höhe von 80 Euro je Monat Erhöhung der Entgelte ab 01. April 2012 um 3,2 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2012 um 20 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. Januar 2013 um 2,5 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2013 um 20 Euro in allen Ausbildungsjahren Einmalzahlung für den Monat Februar 14.02.2014 2014 in Höhe von 50 Euro Erhöhung der Entgelte ab 01. März 2014 um 3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2014 um 20 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. Januar 2015 um 2,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2015 um 20 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. August 2015 um 1,0 Prozent Einmalzahlung für die Monate Januar und 04.03.2016 Februar 2016 in Höhe von insg. 200 Euro Erhöhung der Entgelte ab 01. März 2016 um +2,6 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2016 um +2,6 Prozent in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. April 2017 01.03.2017 um +2,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2017 um +2,0 Prozent in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. April 2018 um +1,5 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2018 um +1,5 Prozent in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. November 05.11.2018 2018 um +3,2 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2018 um +3,2 Prozent in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. November 2019 um +2,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2019 um +2,8 Prozent in allen Ausbildungsjahren

Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 24.01.2012 01. Februar 2012 um 3,3 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Februar 2012 um 30 Euro im 1. Ausbildungsjahr 30 Euro im 2. Ausbildungsjahr 35 Euro im 3. Ausbildungsjahr 40 Euro im 4. Ausbildungsjahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. 06.05.2013 Juli 2013 um 3,1 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juli 2013 um 40 Euro im 1. Ausbildungsjahr 40 Euro im 2. Ausbildungsjahr 25 Euro im 3. Ausbildungsjahr 20 Euro im 4. Ausbildungsjahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 26.09.2014 01. November 2014 um 2,7 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. November 2014 um 30 Euro im 1. Ausbildungsjahr 30 Euro im 2. Ausbildungsjahr 30 Euro im 3. Ausbildungsjahr 40 Euro im 4. Ausbildungsjahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 12.01.2016 01. Januar 2016 um 3,2 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Januar 2016 um 25 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 02.03.2017 01. April 2017 um +2,5 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. März 2017 um 60 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 05.04.2018 01. Mai 2018 um +3,2 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2018 um 50 Euro im 1. und 2. Ausbildungsjahr um 75 Euro im 3. und 4. Ausbildungsjahr Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 20.06.2019 01. Juli 2019 um +2,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2018 um 35 Euro im 1. und 2. Ausbildungsjahr um 40 Euro im 3. und 4. Ausbildungsjahr

Erhöhung der Entgelte ab 01. Januar 14.12.2012 2013 um 2,6 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Januar 2013 um 45 Euro in jedem Ausbildungsjahr Erhöhung der Entgelte ab 01. Januar 2014 um 1,4 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Januar 2014 um 5 Euro in jedem Ausbildungsjahr Erhöhung der Entgelte ab 01. August 29.04.2014 2014 um 1,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2014 um 40 Euro in jedem Ausbildungsjahr Erhöhung der Entgelte ab 01. Februar 2015 um 3,4 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Februar 2015 um 20 Euro in jedem Ausbildungsjahr Erhöhung der Entgelte ab 01. Juli 2016 31.05.2016 um +1,7 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juli 2017 um 12 Euro in jedem Ausbildungsjahr Erhöhung der Entgelte ab 01. Juli 2017 um +2,6 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juli 2017 um 18 Euro in jedem Ausbildungsjahr Erhöhung der Entgelte ab 01. Juli 2018 20.03.2018 um +3,2 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juli 2018 um 50 Euro im 1. und 2. Ausbildungsjahr um 100 Euro im 3. und 4. Ausbildungsjahr Erhöhung der Entgelte ab 01. Juli 2019 um +2,8 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. September 2019 um 20 Euro in jedem Ausbildungsjahr Abschluss eines Tarifvertrages zur Einführung von Wertguthaben und Ausgleich von Rentenabschlägen Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 17.12.2019 01. Januar 2020 um +2,8% Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Januar 2020 um 40,- Euro Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Januar 2021 um +2,6% Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Januar 2021 um 40,- Euro

20 | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019


Modell- und Formenbauerhandwerk Ecklöhne (100 %) Jahr Nds./Bremen

Parkett- und Bodenleger

Eck-Gehälter (100 %) Jahr Nds./Bremen

167,5 h/Monat

Ecklöhne (100 %) Jahr Bundesweit

167,5 h/Monat

174 h/Monat

ab 01.04.2013

14,07 €

ab 01.04.2013

2.357 €

ab 01.04.2015

13,10 €

ab 01.01.2015

14,37 €

ab 01.01.2015

2.407 €

ab 01.01.2016

13,44 €

ab 01.08.2015

14,59 €

ab 01.08.2015

2.444 €

ab 01.01.2017

13,79 €

ab 01.09.2015

15,13 €

ab 01.09.2015

2.534 €

ab 01.01.2020

14,67 €

ab 01.01.2017

15,60 €

ab 01.01.2017

2.613 €

ab 01.01.2021

14,98 €

ab 01.08.2017

15,99 €

ab 01.08.2017

2.678 €

ab 01.08.2018

16,44 €

ab 01.08.2018

2.753 €

ab 01.10.2019

16,77 €

ab 01.10.2019

2.808 €

ab 01.10.2020

17,25 €

ab 01.10.2020

2.889 €

Ausbildungsvergütung Jahr Bundesweit ab 01.04.2015

Ausbildungsvergütung Jahr Nds./Bremen ab 01.04.2013

ab 01.09.2015

ab 01.08.2016

ab 01.08.2017

ab 01.08.2018

ab 01.08.2019

ab 01.08.2020

ab 01.01.2016

1. Ausb.-Jahr

510,00 €

2. Ausb.-Jahr

555,00 €

3. Ausb.-Jahr

610,00 €

1. Ausb.-Jahr

523,26 €

1. Ausb.-Jahr

500 €

2. Ausb.-Jahr

569,43 €

2. Ausb.-Jahr

610 €

3. Ausb.-Jahr

625,86 €

3. Ausb.-Jahr

690 €

1. Ausb.-Jahr

536,86 €

4. Ausb.-Jahr

750 €

2. Ausb.-Jahr

584,24 €

1. Ausb.-Jahr

570 €

3. Ausb.-Jahr

642,13 €

2. Ausb.-Jahr

680 €

1. Ausb.-Jahr

595,00 €

3. Ausb.-Jahr

770 €

2. Ausb.-Jahr

645,00 €

4. Ausb.-Jahr

812 €

3. Ausb.-Jahr

715,00 €

1. Ausb.-Jahr

580 €

1. Ausb.-Jahr

630,00 €

2. Ausb.-Jahr

690 €

2. Ausb.-Jahr

680,00 €

3. Ausb.-Jahr

780 €

3. Ausb.-Jahr

750,00 €

4. Ausb.-Jahr

822 €

1. Ausb.-Jahr

600 €

2. Ausb.-Jahr

710 €

3. Ausb.-Jahr

800 €

4. Ausb.-Jahr

820 €

1. Ausb.-Jahr

620 €

2. Ausb.-Jahr

730 €

3. Ausb.-Jahr

820 €

4. Ausb.-Jahr

840 €

1. Ausb.-Jahr

650 €

2. Ausb.-Jahr

760 €

3. Ausb.-Jahr

850 €

4. Ausb.-Jahr

892 €

1. Ausb.-Jahr

680 €

2. Ausb.-Jahr

790 €

3. Ausb.-Jahr

880 €

4. Ausb.-Jahr

922 €

ab 01.01.2017

ab 01.01.2020

ab 01.01.2021

Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019 I  21


Tischlerhandwerk Ecklöhne (100 %) Jahr Nordwest Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen

Ausbildungsvergütung Jahr Nordwest

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Abschluss Nordwest

Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen ab 01.09.2012 1. Ausb.-Jahr 490 €

Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen 18.07.2012 Neuabschluss für folgende Tarifverträge Manteltarifvertrag Lohntarifvertrag Gehaltstarifvertrag Tarifvertrag für Auszubildende Tarifvertrag Sonderzahlung Tarifvertrag zur Altersvorsorge 20.06.2013 Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. September 2013 um 3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. September 2013 um 30 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Januar 2014 um 2,1 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. September 2014 um 18 Euro in allen Ausbildungsjahren Einführung eines Entgeltrahmentarifvertrages (mit Wirkung zum 01. September 2013) 28.07.2015 Erhöhung der Entgelte ab 01. September 2015 um 2,7 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. September 2015 um 32 Euro im 1. Ausbildungsjahr, 32 Euro im 2. Ausbildungsjahr und 42 Euro im 3. Ausbildungsjahr Erhöhung der Entgelte ab 01. Januar 2017 um 2,3 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2016 um 10 Euro in allen Ausbildungsjahren 04.07.2017 Erhöhung der Entgelte ab 01. August 2017 um +2,5 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2017 um 20,- Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. August 2018 um +2,2 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2018 um 20 Euro in allen Ausbildungsjahren 19.06.2019 Erhöhung der Entgelte ab 01. August 2019 um +2,9 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2019 um 30 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. Oktober 2020 um +2,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. August 2020 um 30 Euro in allen Ausbildungsjahren Abschluss Tarifvertrag zum Ausgleich von Rentenabschlägen

167,5 h/Monat ab 01.09.2013

2. Ausb.-Jahr

600 €

3. Ausb.-Jahr

680 €

1. Ausb.-Jahr

520 €

ab 01.09.2012

14,46 €

ab 01.09.2013

14,89 €

2. Ausb.-Jahr

630 €

15,20 €

3. Ausb.-Jahr

710 €

1. Ausb.-Jahr

538 € 648 €

ab 01.01.2015 ab 01.09.2015

15,61 €

ab 01.09.2014

ab 01.01.2017

15,97 €

2. Ausb.-Jahr

ab 01.08.2017

16,37 €

3. Ausb.-Jahr

728 €

ab 01.08.2018

16,73 €

1. Ausb.-Jahr

570 €

ab 01.08.2019

17,21 €

2. Ausb.-Jahr

680 €

17,56 €

3. Ausb.-Jahr

770 €

1. Ausb.-Jahr

580 €

2. Ausb.-Jahr

690 €

3. Ausb.-Jahr

780 €

1. Ausb.-Jahr

600 €

ab 01.10.2020

Jahr

ab 01.09.2015

ab 01.08.2016

Ost

Mecklenburg-Vorpommern, SachsenAnhalt, Brandenburg, Sachsen 174 h/Monat

ab 01.08.2017

ab 01.10.2012

10,57 €

2. Ausb.-Jahr

710 €

ab 01.01.2013

10,89 €

3. Ausb.-Jahr

800 €

ab 01.10.2013

11,25 €

1. Ausb.-Jahr

620 €

ab 01.01.2018

12,50 €

2. Ausb.-Jahr

730 €

ab 01.01.2019

13,00 €

3. Ausb.-Jahr

820 €

1. Ausb.-Jahr

650 €

2. Ausb.-Jahr

760 €

3. Ausb.-Jahr

850 €

1. Ausb.-Jahr

680 €

2. Ausb.-Jahr

790 €

3. Ausb.-Jahr

880 €

Eck-Gehälter (100 %) Jahr Nordwest

ab 01.08.2018

ab 01.08.2019

Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen 167,5 h/Monat

ab 01.08.2020

ab 01.09.2012

2.422,00 €

ab 01.09.2013

2.494,00 €

ab 01.01.2015

2.546,00 €

ab 01.09.2015

2.614,00 €

ab 01.01.2017

2.675,00 €

ab 01.08.2017

2.742,00 €

ab 01.08.2018

2.802,00 €

2. Ausb.-Jahr

570 €

ab 01.08.2019

2.883,00 €

3. Ausb.-Jahr

699 €

ab 01.10.2020

2.941,00 €

1. Ausb.-Jahr

474 €

2. Ausb.-Jahr

587 €

3. Ausb.-Jahr

720 €

1. Ausb.-Jahr

490 €

2. Ausb.-Jahr

607 €

3. Ausb.-Jahr

744 €

1. Ausb.-Jahr

544 €

2. Ausb.-Jahr

674 €

3. Ausb.-Jahr

827 €

1. Ausb.-Jahr

566 €

2. Ausb.-Jahr

701 €

3. Ausb.-Jahr

860 €

Jahr

Ost

Mecklenburg-Vorpommern, SachsenAnhalt, Brandenburg, Sachsen 174 h/Monat ab 01.10.2012

1.840,00 €

ab 01.01.2013

1.894,00 €

ab 01.10.2013

1.958,00 €

ab 2018

Ausbildungsvergütung Jahr Ost Mecklenburg-Vorpommern, SachsenAnhalt, Brandenburg, Sachsen ab 01.10.2012 1. Ausb.-Jahr 460 €

ab 01.01.2013

ab 01.10.2013

ab 01.01.2018

167,5 h/Monat

ab 01.01.2018

2.175,00 €

ab 01.01.2019

2.262,00 €

22 | Wir können #FAIRWANDEL – IG Metall Küste 2016–2019

ab 01.01.2019

Abschluss

Ost

Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen 12.09.2012 Neuabschluss der Tarifverträge Wochenarbeitszeit beträgt ab 01. Oktober 2012 40 Stunden und ab dem 01. Januar 2018 38,5 Stunden Der kalenderjährliche Urlaubsanspruch beträgt ab 01. Januar 2013 24 Tage ab 01. Januar 2014 25 Tage ab 01. Januar 2015 26 Tage ab 01. Januar 2016 27 Tage


Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012

13.12.2017

ab 01. Januar 2017 28 Tage ab 01. Januar 2018 29 Tage ab 01. Januar 2019 30 Tage Das zusätzliche Urlaubsgeld beträgt ab 01. Januar 2013 20 Prozent ab 01. Januar 2014 25 Prozent ab 01. Januar 2015 30 Prozent ab 01. Januar 2016 35 Prozent ab 01. Januar 2017 40 Prozent ab 01. Januar 2018 45 Prozent ab 01. Januar 2019 47 Prozent eines durschnittlichen Monatsverdienstes Die Jahressonderzahlung beträgt ab 01. Januar 2013 20 Prozent ab 01. Januar 2014 25 Prozent ab 01. Januar 2015 30 Prozent ab 01. Januar 2016 50 Prozent ab 01. Januar 2017 55 Prozent ab 01. Januar 2018 60 Prozent ab 01. Januar 2019 70 Prozent eines durschnittlichen Monatsverdienstes Einmalzahlung für den Monat Oktober 2012 in Höhe von 209 Euro Bei Entgeltumwandlung des Arbeitnehmers im Sinne der betrieblichen Altersvorsorge stockt der Arbeitgeber die umgewandelten Beträge um 20 Prozent auf Auszubildende erhalten im 1. Ausbildungsjahr 25 Prozent 2. Ausbildungsjahr 31 Prozent 3. Ausbildungsjahr 38 Prozent der EG3.3 Das Eckentgelt beträgt ab dem 01. Januar 2018 2.175 Euro (Erhöhung um +11,1 Prozent) Das Eckentgelt beträgt ab dem 01. Januar 2019 2.262 Euro (Erhöhung um +4,4 Prozent) Die Lehrlingsentgelte steigen im gleichen Verhältnis. Das Mindestentgelt der Entgeltgruppe 1 beträgt ab dem 01. Januar 2018 1.539 Euro Erhöhung des kalenderjährlichen Urlaubsanspruchs ab dem 01. Januar 2020 auf 29 Arbeitstage Erhöhung des kalenderjährlichen Urlaubsanspruchs ab dem 01. Januar 2023 auf 30 Arbeitstage

Holz und Kunststoff bearbeitende Industrie Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Abschluss Hamburg

Ausbildungsvergütung Jahr Hamburg ab 01.10.2014

ab 01.08.2015

ab 01.08.2016

ab 01.02.2018

ab 01.08.2018

ab 01.08.2019

ab 01.08.2020

152,25 h/Monat 1. Ausb.-Jahr 745 € 2. Ausb.-Jahr

773 €

3. Ausb.-Jahr

868 €

4. Ausb.-Jahr

897 €

1. Ausb.-Jahr

760 €

2. Ausb.-Jahr

790 €

3. Ausb.-Jahr

880 €

4. Ausb.-Jahr

910 €

1. Ausb.-Jahr

780 €

2. Ausb.-Jahr

810 €

3. Ausb.-Jahr

900 €

4. Ausb.-Jahr

930 €

1. Ausb.-Jahr

810 €

2. Ausb.-Jahr

840 €

3. Ausb.-Jahr

930 €

4. Ausb.-Jahr

960 €

1. Ausb.-Jahr

840 €

2. Ausb.-Jahr

870 €

3. Ausb.-Jahr

960 €

4. Ausb.-Jahr

990 €

1. Ausb.-Jahr

870 €

2. Ausb.-Jahr

900 €

3. Ausb.-Jahr

990 €

4. Ausb.-Jahr

1.020 €

1. Ausb.-Jahr

900 €

2. Ausb.-Jahr

930 €

3. Ausb.-Jahr

1.020 €

4. Ausb.-Jahr

1.050 €

20.10.2014

10.07.2015

30.08.2017

09.07.2019

Die monatliche Ausbildungsvergütung für kaufmännische und technische Auszubildende beträgt ab 01. Oktober 2014 745 Euro im 1. Ausb.-Jahr 773 Euro im 2. Ausb.-Jahr 868 Euro im 3. Ausb.-Jahr 897 Euro im 4. Ausb.-Jahr Die monatliche Ausbildungsvergütung für kaufmännische und technische Auszubildende beträgt ab 01. August 2015 760 Euro im 1. Ausb.-Jahr 790 Euro im 2. Ausb.-Jahr 880 Euro im 3. Ausb.-Jahr 910 Euro im 4. Ausb.-Jahr Die monatliche Ausbildungsvergütung für kaufmännische und technische Auszubildende beträgt ab 01. August 2016 780 Euro im 1. Ausb.-Jahr 810 Euro im 2. Ausb.-Jahr 900 Euro im 3. Ausb.-Jahr 930 Euro im 4. Ausb.-Jahr Die monatliche Ausbildungsvergütung für kaufmännische und technische Auszubildende beträgt ab 01. Februar 2018 810 Euro im 1. Ausb.-Jahr 840 Euro im 2. Ausb.-Jahr 930 Euro im 3. Ausb.-Jahr 960 Euro im 4. Ausb.-Jahr Die monatliche Ausbildungsvergütung für kaufmännische und technische Auszubildende beträgt ab 01. August 2018 840 Euro im 1. Ausb.-Jahr 870 Euro im 2. Ausb.-Jahr 960 Euro im 3. Ausb.-Jahr 990 Euro im 4. Ausb.-Jahr Die monatliche Ausbildungsvergütung für kaufmännische und technische Auszubildende beträgt ab 01. August 2019 870 Euro im 1. Ausb.-Jahr 900 Euro im 2. Ausb.-Jahr 990 Euro im 3. Ausb.-Jahr 1.020 Euro im 4. Ausb.-Jahr Die monatliche Ausbildungsvergütung für kaufmännische und technische Auszubildende beträgt ab 01. August 2020 900 Euro im 1. Ausb.-Jahr 930 Euro im 2. Ausb.-Jahr 1.020 Euro im 3. Ausb.-Jahr 1.050 Euro im 4. Ausb.-Jahr

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Textil und Bekleidung Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Abschluss West 21.02.2011

07.11.2012

13.11.2014

02.03.2017

Einmalzahlung in Höhe von je 50 Euro für die Monate Mai bis September 2011; für die Auszubildenden 25 Euro Erhöhung der Entgelte ab 01. Oktober 2011 um 3,6 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Oktober 2011 um 3,6 Prozent Erhöhung des zusätzlichen Urlaubsgeldes 2012 um 3,6 Prozent Einmalzahlung in Höhe von je 60 Euro für die Monate Januar, Februar, März und April 2013; für die Auszubildenden 25 Euro Erhöhung der Entgelte ab 01. Mai 2013 um 3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Mai 2013 um 50 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juni 2014 um 2,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juni 2014 um 2,0 Prozent in allen Ausbildungsjahren Einmalzahlung in Höhe von je 60 Euro für die Monate Januar bis einschl. Mai 2015; für die Auszubildenden 30 Euro Erhöhung der Entgelte ab 01. Juni 2015 um 60Euro Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juni 2015 um 30 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. Juni 2016 um 2,4 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juni 2016 um 2,4 Prozent in allen Ausbildungsjahren Abschluss eines Tarifvertrages Altersteilzeit für 25 Monate (01.01.2015 bis 31.01.2017) Einmalzahlung für Beschäftigte Februar 2017 von 40 Euro, Auszubildende 20 Euro, März und April 2017 Beschäftige jeweils 50 Euro Auszubildende jeweils 25 Euro, Mai bis Juli 2017 Beschäftigte jeweils 60 Euro Auszubildende jeweils 30 Euro Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. August 2017 um 2,7 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütung ab 1. August 2017 um 30 Euro Erhöhung Urlaubsgeld 2017 um 2,5 Prozent Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 01. September 2018 um weitere 1,7 Prozent

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Textile Dienste Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012

13.02.2019

Erhöhung der Ausbildungsvergütung ab 01. September 2018 um 30 Euro Erhöhung Urlaubsgeld 2018 um 2,0 Prozent Erhöhung der Vergütung für Heimarbeit ab 1. August 2017 um 2,7 Prozent und ab 1. September 2018 um weitere 1,7 Prozent Tarifvertrag Altersteilzeit wird vom 1. Februar 2017 bis 31. Januar 2019 in Kraft gesetzt und hat keine Nachwirkung Einmalzahlung in Höhe von insgesamt 340 Euro für die Monate Februar bis einschl. Juli 2019 Einmalzahlung für die Auszubildenden in Höhe von insgesamt 170 Euro für die Monate Februar bis einschl. Juli 2019 Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 1. August 2019 um 2,6 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütung ab 1. August 2019 um 30 Euro Erhöhung Urlaubsgeld 2019 um 2,6 Prozent Erhöhung der Löhne und Gehälter ab 1. September 2020 um weitere 2,3 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütung ab 1. September 2020 um 30 Euro Erhöhung Urlaubsgeld 2020 2,3 Prozent Tarifvertrag zur Förderung der Altersteilzeit ab 1. Februar 2019 befristet bis zum 31. Januar 2021 - ohne Nachwirkung

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012 Abschluss West 28.03.2011 Erhöhung der Entgelte ab 01. Juni 2011 um 2,7 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juni 2011 um 22 Euro in allen Ausbidlungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. Juni 2012 um 2,3 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juni 2012 um 20 Euro in allen Ausbidlungsjahren Erhöhung des zusätzlichen Urlaubsgeldes um 5,0 Prozent Tarifvertrag zur Altersteilzeit 05.03.2013 Erhöhung der Entgelte ab 01. Juni 2013 um 2,5 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juni 2013 um 20 Euro in allen Ausbildungsjahren Erhöhung der Entgelte ab 01. Juni 2014 um 2,5 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. Juni 2014 um 20 Euro in allen Ausbildungsjahren Der Tarifvertrag Altersteilzeit wird für die Laufzeit der Einkommenstarifverträge wieder in Kraft gesetzt und tritt am 30. Juni 2015 außer Kraft und wirkt nicht nach. Die Aufstockung wird um 25 Euro auf 475 Euro erhöht. Der Tarifvertrag zur Sicherung und Förderung der Beschäftigung, der Wettbewerbsfähigkeit und zur tarifplitischen Zusammenarbeit in der Branche des deutschen Textilservices wird bis zum 30. Juni 2015 fortgesetzt. 30.06.2015 Erhöhung der Entgelte ab 01. September 2015 um 3,6 Prozent Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01. September 2016 um 32 Euro in alle Ausbildungsjahren Der Tarifvertrag Altersteilzeit wird für die Laufzeit der Einkommenstarifverträge wieder in Kraft gesetzt und tritt am 31. Oktober außer Kraft und wirkt nicht nach. Die Aufstockung wird um 25 Euro auf 500 Euro erhöht. Der Tarifvertrag zur Sicherung und Förderung der Beschäftigung, der Wettbewerbsfähigkeit und zur tarifplitischen Zusammenarbeit in der Branche des deutschen Textilservices wird bis zum 31. Oktober 2016 fortgesetzt.


Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012

Lohn- und Gehaltserhöhung ab 2012

01.07.2016 Einmalzahlung für November und Dezember 2016 jeweils 45 Euro brutto Einmalzahlung Auszubildende für November und Dezember 2016 jeweils 20 Euro brutto Einmalzahlung für Januar und Februar 2017 jeweils 63 Euro brutto Einmalzahlung Auszubildende für Januar und Februar 2017 jeweils 23 Euro brutto Erhöhung Löhne und Gehälter ab 1. März 2017 um 2,4 Prozent Erhöhung Löhne und Gehälter ab 1. März 2018 um 1,8 Prozent Ausbildungsentgelte Ost und West ab dem 1. März 2017 um 23 Euro brutto und ab dem 1. März 2018 um18 Euro brutto Jahressonderzahlung Ost wird im Jahr 2016 um 14 Euro brutto auf 600 Euro brutto und im Jahr 2017 um 11 Euro brutto auf 611 Euro brutto erhöht Jahressonderzahlung GSW wird im Jahr 2016 um 4 Euro brutto auf 162,50 Euro brutto und im Jahr 2017 um 3 Euro brutto auf 165,50 Euro brutto erhöht. Jahressonderzahlung für Auszubildende im Tarifgebiet Ost für 2016 1. Ausbildungsjahr 98 Euro brutto, 2. Ausbildungsjahr 131 Euro brutto, 3. Ausbildungsjahr 163 Euro brutto Jahressonderzahlung für Auszubildende im Tarifgebiet Ost für 2017 1. Ausbildungsjahr 100 Euro brutto, 2. Ausbildungsjahr 133 Euro brutto, 3. Ausbildungsjahr 166 Euro brutto zusätzliches Urlaubsgeld West erhöht sich nach den Regelungen (§ 16 abs. 2 Satz 3) des Manteltarifvertrages analog zur Entgelterhöhung West zusätzliches Urlaubsgeld Ost wird ab 2017 um 7 Euro brutto auf 282 Euro brutto und ab 2018 um 6 Euro brutto auf 288 Euro brutto erhöht Tarivertrag Altersteilzeit wird für die Laufzeit der Lohn- und Gehaltstarifverträge fortgeführt und tritt ohne Nachwirkung am 31. Oktober 2018 außer Kraft. Die Aufstockung nach § 6 wird ab 1. März 2017 um 12 Euro brutto auf 512 Euro brutto und ab 1. März 2018 um 10 Euro brutto auf 522 Euro brutto erhöht

Tarifvertrag zur Sicherung und Förderung der Beschäftigung, der Wettbewerbsfähigkeit und zur tarifpolitischen Zusammenarbeit in der Branche des deutschen Textilservicewird bis zum 31. Oktober 2019 ohne Nachwirkung fortgesetzt. 19.10.2018 Einmalzahlung für Vollzeitbeschäftigte von 200 Euro im Zeitraum 1. November 2018 bis 31. Januar 2019 Einmalzahlung für Auszubildende von 85 Euro im Zeitraum 1. November 2018 bis 31. Januar 2019 Teilzeitbeschäftigte erhalten eine anteilige Einmalzahlung im Verhältnis ihr tatsächlichen Wochenarbeitszeit Erhöhung Löhne und Gehälter West ab 1. Februar 2019 um 3,0 Prozent Erhöhung der Ausbildungsentgelte West und Ost ab 1. Februar 2019 um 32 Euro Erhöhung Jahressonderzahlung Ost 2019 um 69 Euro auf 680 Euro brutto Jahressonderzahlung GSW beträgt im Jahr 2019 185 Euro brutto Jahressonderzahlung für Auszubildende im Tarifgebiet Ost beträgt im Jahr 2019 1. Ausbildungsjahr 112 Euro brutto, 2. Ausbildungsjahr 150 Euro brutto, 3. Ausbildungsjahr 185 Euro brutto zusätzliches Urlaubsgeld West erhöht sich nach den Regelungen des § 16 Ziffer 3 des Manteltarifvertrages analog zur Entgelterhöhung West zusätzliches Urlaubsgeld Ost wird ab 2019 um 62 Euro brutto auf 350 Euro brutto erhöht Tarifvertrag zur Förderung der Altersteilzeit wird für die Laufzeit der Lohn- und Gehaltstarifverträge fortgeführt und tritt am 29. Februar 2020 ohne Nachwirkung außer Kraft. Die Aufstockung nach § 6 wird ab 1. Februar 2019 um 18 Euro brutto auf 540 Euro brutto erhöht. Diese Erhöhung gilt für die Altersteilzeitverträge, die ab dem 1. November 2018 beginnen. Tarifvertrag zur Sicherung und Förderung der Beschäftigung, der Wettbewerbsfähigkeit und zur tarifpolitischen Zusammenarbeit in der Branche des deutschen Textilservice wird am 1. November 2019 bis zum 29. Februar 2020 ohne Nachwirkung fortgesetzt.

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