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m Foyer wurden kleine

Stücke fur kleine Kinder von Wilfrid Grote aufgeführt, der mit insgesamt acht Produktionen zu den meistgespielten Autoren in der Flügge-Ära gehört und dessen Name noch heute mit dem des Theaters verbunden ist, obwohl er seit fünf Jahren nicht mehr für dieses Haus gearbeitet hat. earbeitete Klassiker waren fester Programmbestandteil - »WARTEN AUF GODOT «,

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»ECHT ÄTZEND«, das Umweltstück, sieht Jürgen Flügge als einen »wichtigen Meilenstein zum direkten politischen Alltagstheater«, wie auch die szenische Dokumentation »GESCHWISTER SCHOLL ZUM BEISPIEL«, »BOMBENSTIMMUNG ODER LEUTE WOLLT IHR EWIG LEBEN?«, »KEIN FEUER OHNE KOHLE «,

ein Stück über Jugendarbeitslosigkeit, und »KAFR KASSEM«, ein Bericht über ein israeli sches Dorf, der den Staat Israel als Aggressor zeigt, •Kein Feuer ohne Kohle•

»ROMEO UND JULIA«, um nur zwei zu nennen - und Geschichte, Lokalkolorit der besonderen Art, zum Beispiel » 1 705«. DAS BLUTIGE ENDE EINES VOLKSAUFSTANDES GESCHEHEN DASELBST IN BAYERN«, ein

Drei-Stunden-Spektakel, wo Jürgen Flügge seine Theorie verwirklicht sehen konnte, die er 1983 anläßlich des dreißigjährigen Bestehens des Theaters der Jugend so formuliert hatte: » ••• Der Schauspieler

ist der Mittelpunkt eines Theaterkonzepts, das sich versteht als Gegenimpuls zur totalen Verschulung und permanenten Medienberieselung in unserer Gesellschaft. Das Ensemble wird so zum Autor oder Mitautor, der Schauspieler ist auf diese Weise entscheidend am Herstel len des Produkts Theater beteiligt. Er bestimmt einen wichti gen Teil seiner Arbeit mit: das Stück.« Für »1705« zeichnet als Autor das Ensemble.

DER EINE KÄMPFT, DER NÄCHSTE ERNTET  
DER EINE KÄMPFT, DER NÄCHSTE ERNTET  

Gudrun Lukasz-Aden DER EINE KÄMPFT, DER NÄCHSTE ERNTET Vierzig Jahre Theater der Jugend, Vierzig Jahre Theater-Geschichte. Gestaltet und be...