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1980-1989

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u diesen drei Festivals wurde auch George Podt mit seinem holländischen Theater „ Wederzijds« eingeladen. Den Tip hatte Jürgen Flügge von holliindischen TheaterkoUegen bekommen. Mit dieser Einladung wurden die Weichen für die Schauburg der neunziger Jahre gestellt. Damals lernten sich George Podt und Jürgen Flügges Dramaturgin Dagmar Schmidt kennen. Heute sind die beiden verheiratet, haben zwei Kinder miteinander - und leiten die Schauburg gemeinsam.

llansjörg Bets chart (liralt• ), Jürgen Flügge

Zusammenführen europäischer Theatermacher, zum Beispiel Erman Okay, ein wichtiger Ver treter des türkischen Jugendtheaters, Finn Poulsen aus Schweden, Beat Fäh aus der Schweiz, Carlo Formigoni aus Italien.« Daraus entstanden

Engagements und Produktionen, die das Theater der Jugend prägten. Aber ebenso wurde es geprägt durch das, was Jürgen Flügges Vorgänger begonnen hatten: Stückeentwicklung mit den Autoren. Wilfrid Grote und Rudolf Herfurtner waren die beiden wichtigsten, die er vertraglich ans Haus band.

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rstes Ergebnis: »CAFE STAR-TRAUM« von Rudolf

Herfurtner, von der Kritik zerrissen, vom Publikum angenommen. Kein Grund, um die Zusammenarbeit abzubrechen,

im Gegenteü. Jürgen Flügge: »Es war nicht gut gelungen. Ich war der Regisseur, und ich würde das heute ganz anders machen. Aber ich wußte, daß der Rudi ein wertvoller Autor und Mensch ist. Nach clt•n schlimmen Kritiken rief ich ihn als erstes an und sagte: Laß uns iiber das nächste Projekt nachdenken. So kamen Erfolge zustande, wie ,GEHEIME FREUNDE,, die Geschichte üb er ein jüdisches Mädchen, dessen Vater von den Nazis umgebracht wurde. Das Stück ist ein Klassiker geworden. «

ber schon vor den »SchauSpielen« erfiillte sich Jürgen Flügge auch eigene Wünsche: »Das Haus öffnen, viele Strömungen hereinlassen,

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DER EINE KÄMPFT, DER NÄCHSTE ERNTET  
DER EINE KÄMPFT, DER NÄCHSTE ERNTET  

Gudrun Lukasz-Aden DER EINE KÄMPFT, DER NÄCHSTE ERNTET Vierzig Jahre Theater der Jugend, Vierzig Jahre Theater-Geschichte. Gestaltet und be...