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GRIPS

•Der Kater•

GEGEN

GRIMM

daneben, eben nicht das Neue. Es war halt Aschenbrödel. Ich habe mich breitschlagen lassen. Es war mit Recht ein Flop, ob wohl es bei den Kindern recht gut angekommen ist. Dann bin ich ganz auf die Stücke von »Grips« eingegangen, Stücke, in denen die Kinder entschie den handeln konnten, in einer phantasievollen und konkreten Realität. Die »Grips«-Stücke mochte ich immer sehr gern, da habe ich mich richtig wohlgefühlt, »MANNOMANN«war eine sehr gute Inszenierung. Mit Volker Ludwig vom Berliner »Grips-Theater « war ich befreundet. Er sagte zu mir, ,wenn du die Stücke spielst, dann sind sie im Theater, denn damals war »Grips« noch nicht so etabliert. Mit den Münchner Inszenierungen im Theater der Jugend war auch er etabliert, denn seine Bühne war eine Privatbühne, meine nicht .

spielschule fürs Theater der .Jugend verpflichtete. Am Anfang waren sie sehr glücklich, aber wenn sie ein Stück dreißig oder vierzig mal spielen mußten, sah es anders aus. Sie waren eingesetzt wie richtige Schauspieler, leisteten vollwertige Bühnenarbeit und bekamen nichts dafür. Eines Tages stellten sie sich auf die Bühne, vor den Vorhang und erzählten, wie sie ausgebeutet wurden. Das fiel auf mich zurück, ich wußte nichts von der Aktion. Aber dann bekamen sie etwas bezahlt.

Theater der Jugend steht leer

Du MOnchner Theater der Jurend, bisher mit Lob und Erfolg 1 reich 1ese,net, steht seit der lebten Premiere (15. Ok&ober), JurU OUescbu „Die drei Dicken", völllr leer. Schlechte Krl&lken und die Anpt der Lehrer und Eltern vor . revolatlonlrer , Thematik haben verursacht, daß dmtUche Schulen Ihre Bestellunren zurllckgezoren haben. Als Schwierigkeit erwies sich , Außer den beiden e.rsten Vordie Kombination mit der stellungen konnte daher seither nicht mehr gespielt werden . Die Falckenberg-Schule, das ist die Schuld an dem Debakel wird allden Kammerspielen angeschlosgemein dem griechischen Regissene renommierte Schauspielseur Panajotis Haritoglu zugeschoben. . · schule. August Everding dachte Die Theaterleitung versuchte damals, zwei Fliegen mit einer vor der Premiere durch Klappe zu fangen, indem er den Streichungen zu retten , was zu retten war . Aber : .,Der Karren ' dritten Jahrgang der Schau war bereits völlig verfahren" siehe (Kommentar des Theate rs). : Da die nächste Premiere erst für : auch Seite 31 ! Januar 1971angesetzt ist, will 'man · , rsuchen, durch Werbeaktionen : !::~ Verbesserun

noch

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DER EINE KÄMPFT, DER NÄCHSTE ERNTET  
DER EINE KÄMPFT, DER NÄCHSTE ERNTET  

Gudrun Lukasz-Aden DER EINE KÄMPFT, DER NÄCHSTE ERNTET Vierzig Jahre Theater der Jugend, Vierzig Jahre Theater-Geschichte. Gestaltet und be...