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Österreichische Post AG MZ 13Z03586 M

risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

Bei Unzustellbarkeit retour an: risControl, 3701 Oberthern, Oberthern 33

NR. 02 | 2017 | HEFT 452 | 38. JAHRGANG

Kinder leben gefährlich Im Jahr 2014 sind 82.100 Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr verletzt worden und mussten im Spital ärztlich behandelt werden. JAHR DER ENTSCHEIDUNGEN Interview mit Kommerzialrat Rudolf Mittendorfer stv. FVO und Konsumentensprecher der Makler

CYBERSECURITY

Wir haben Unternehmen befragt, wie sie für Datensicherheit sorgen und was sie ihren Kunden empfehlen.


EDITORIAL

As time goes by Zugegeben, man hatte Silvester viel zu stark und vor allem viel zu lang gefeiert. Jetzt erst werden die Partytiger richtig munter. Sie reiben sich die Augen und finden sich in einer völlig anderen Welt wieder. Drüben in Amerika ist ein wilder Milliardär Ersatzkaiser geworden. Er redet so wie der Ferdl am Stammtisch. Das gefällt sehr vielen. Mehr überrascht allerdings, dass er auch so handelt. Weil er seine USA als Firma sieht. Er regiert derweilen mit Twitter-Erlässen. Hat aber schon anklingen lassen, dass das auch weiterhin tun will. Reich und schön. Man gönnt sich ja sonst nichts. Na ja, Sparen das können sie, die reichsten acht Menschen auf diesem Planeten. Sie haben mehr Kohle als die übrige Hälfte der Weltbewohner. Wieso wundert man sich über deren Reichtum? Das kleine Einmaleins erklärt es doch: ein Prozent von 1.000 Millionen ist eben mehr als 1% von Eintausend. Es braucht Verteilungsgerechtigkeit, heißt es. Doch einmalig 100 Euro mehr helfen auch nicht den Graben zuzuschütten. Einer, der weiß wenn Zeit ist, nimmt seinen Hut. Ja, das ist eine Zeitenwende, bemerken die langsam aufwachenden Gäste der Silvesterparty. Es ist so eine Art von: „Der Lotse geht von

Bord.“ Ansonsten ist im Lande alles so wie es sich gehört und immer schon war. Die staatstragenden Parteien versichern sich ihres gegenseitigen Respekts und versprechen nur für Österreich zu arbeiten. Dazu ist ein New Deal angesagt. Das ist gut so. Doch so gut können Politikerpläne gar nicht sein, dass vom Anfang an schon feststeht, wer dabei gewinnt. Nebenbei gibt es ein Wettrennen darüber, wer das höhere monatliche Mindesteinkommen fordert. Begonnen hat man mit 1000 Euro monatlich, dann war man bei 1.500. Die Grünen sind inzwischen bei 1.750 monatlich angelangt. Na bitte, die paar „Kröten“ auf 2.000 wird man doch wohl auch noch schaffen können? Bleibt noch Theresa May. Sie verkündet aus London eine neue Art der splendid isolation. Sie will, bitte, keine halben Sachen. Dennoch, wir wollen Freunde unserer Partner sein und bleiben, verkündet sie. Aber sonst will man mit denen nichts mehr zu tun haben. Geschenkspakete werden jedoch auch weiterhin gerne entgegengenommen. Noch besser war´s im Europaparlament. Da hat man einen ehemaligen Spezi vom Berlusconi zum Präsidenten gewählt. Als Mitglied der Forza Italia ist er als glühender Europäer nicht aufgefallen. Na, jetzt ist er nah genug dran, um ein unvollendetes Werk zu beenden. Angesichts dessen, was gerade von Washington bis London und von Paris bis Warschau passiert, ist 2017 ein entscheidendes Jahr. Genug, rufen da die spät erwachten Silvestergäste. Sie wollen ihre alten Zeiten zurück: „Das kleine Beisl in unserer Straße, wo das Leben noch lebenswert ist und wo keiner fragt was du hast, wer du bist.“ Und so fordern sie: Play it again, Sam. Doch der ist längst durch eine digital-virtuelle Beschallungsanlage ersetzt. Freuen wir uns halt auf 2018, meint Ihre Doris Schachinger

risControl 02/17 03


INHALT

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14 16

EDITORIAL 03 As time goes by

NEWS 06 Closing abgeschlossen | Aon Risk Solutions Austria 06 Rating bestätigt | Gothaer Versicherung/Deutschland 06 Einreichfrist | TRIGOS 2017 06 Wachstum | VBV Gruppe 07 Zusammenarbeit in Asien | Allianz SE 07 Digitale Vignette | BM Verkehr 08 Auto Jahr 2017 08 Spendenabsetzbarkeit NEU 09 Drone Racing | Allianz SE 04 risControl 02/17

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Inhalt KARRIERE

06 Geschäftsführung | UNIQA IT Service GmbH 07 Vorstand | VIG Re 07 Sechs neue Kooperationspartner | g&o Versicherungs- und Finanzgruppe 08 Geschäftsführer | RWB Austria 08 Advisory Board | 21 Group AG 08 Leiter Partnervertriebe | Zürich Versicherungs AG 08 Neuer Vertriebsleiter | ÖBV 09 Vertriebsteam | Donau Versicherung

TITELGESCHICHTE 20 Kinder leben gefährlich

KOLUMNE 10 Cybersecurity - 2. Teil 28 No Cash – Bargeld wird abgeschafft - 2. Teil | Mario Passini 46 Performance jenseits ausgetretener Pfade | Michael Kordovsky

INTERVIEW 36 Jahr der Entscheidungen | Kommerzialrat Rudolf Mittendorfer


INHALT

09

10

40

44

VERSICHERUNG 14 Cyber Crime Versicherung | Wiener Städtische Versicherung 14 Insolvenzen | Standard Life 15 Testimonial | Helvetia Versicherung 16 Neues Bedingungswerk | Höher Insurance 16 Ergebnis 2016 | ARAG SE Österreich 17 Video Schadensmeldung | Wiener Städtische Versicherung 17 Hohe Schadensbelastung | Munich Re 18 Portfolio erweitert | Prisma Kreditversicherung 18 Alpiner Schutzwaldpreis | Helvetia Versicherung

28

VERANSTALTUNG 26 Upcycling | faircheck 26 Vernissage | ÖBV Versicherung 32 Berufsbegleitende akademische Weiterbildung | Ausbildung 32 Erstes g&o Treffen 2017 | g&o GmbH 33 Campus 2017 | faircheck Schadenservice GmbH 33 Stiftung Zuversicht für Kinder | Swiss Life Select 33 Botschafter | UNIQA Versicherung

REISE 40 Ausgefallene Hotels weltweit

MARKT 34 20 Jahre Maklergesetz | Fachverband der Österreichischen 12 Versicherungsmakler 44 BEZIEHUNGsWEISE | Wiener Versicherungsmakler 44 Starker Zuwachs | IGV Austria 48 Vorschlag | Europäische Datenschutzrichtlinie 48 Auszeichnung | Leitbetriebe Österreich

SCHLUSSPUNKT 50 Vorschau 50 Impressum risControl 02/2017 Heft-Nr.: 452 38. Jahrgang risControl 02/17 05


KARRIERE / NEWS

Aon Risk Solutions Austria

Closing abgeschlossen Der Kauf der VERO Anteile durch Aon wurde ohne Auflagen durch die Aufsichtsbehörden abgeschlossen. Durch den Zusammenschluss mit VERO wird Aon zu Österreichs führendem Versicherungsmakler mit über 400 Kollegen in 8 Bundesländern inklusive der Zentrale in Wien. „Unser Geschäftsmodell verbindet die Vorteile der heimischen Regionalität und Nähe zum Kunden mit der notwendigen Kapitalmarktfähigkeit eines

Konzerns internationaler Dimension. Der wesentliche Erfolgsfaktor dieser Idealstruktur ist, dass Entscheidungen weiterhin national und regional getroffen werden“, so Michael Kleiter-Bingel, CEO der Aon Holdings Austria GmbH und bestätigt abschließend: „Als vertrauensvoller Partner wird das erweiterte Aon-Team diese Einmaligkeit gemeinsam weiterleben, von der unsere Kunden in ganz Österreich profitieren werden.“

Michael Kleiter-Bingel

UNIQA IT Service GmbH

TRIGOS 2017

Geschäftsführung

Einreichfrist

Georg Gfrerer verstärkt seit 16.Jänner 2017 das Managementteam der UNIQA IT Service GmbH. In der dreiköpfigen Geschäftsführung, der nach wie vor, unverändert, Alexander Bockelmann als Vorsitzender und Christian Gartler angehören, wird Gfrerer für den Bereich Build, also die Analyse und Entwicklung der IT-Landschaft, zuständig sein. Der studierte Informatiker blickt auf eine 28-jährige Berufserfahrung zurück, wobei er vor allem in den Bereichen Programmierung, Konzeption und Entwicklung von Software sowie im Business Change Management in der Finanzdienstleistungsbranche tätig war. Georg Gfrerer ersetzt in der Geschäftsführung Roland Grimm, der sich als Gesamt-

programmdirektor ausschließlich auf das UNIQA Insurance Programm konzentriert.

Georg Gfrerer

Gothaer Versicherung/Deutschland

Rating bestätigt Fitch Rating hat die Rating Ergebnisse der Gothaer Allgemeinen Versicherung und der Gothaer Lebensversicherung AG erneut bestätigt. Die Unternehmen werden weiterhin mit A bewertet und der Ausblick ist stabil. Weiterhin positiv auf die Ratingnote wirkte sich das Ende 2015 als „stark“ bewertete „Fitch Prism Factor-Based Model” aus. Fitch rechnet damit, dass der Gothaer Konzern die starke Kapitalausstattung beibehalten wird und der Solvency II-Wert für 2016 deutlich über 100 Prozent liegen wird – und dies sogar ohne Nutzung von Transitionals. 06 risControl 02/17

„Wir arbeiten hart dafür, unseren Konzern auch in dem jetzt schon seit langer Zeit extrem herausfordernden Umfeld wertorientiert und nachhaltig zu führen. Dass uns das sehr gut gelingt, zeigt die erneute Bestätigung unserer Rating-Ergebnisse durch Fitch Ratings. Uns ist bewusst, dass in den letzten Monaten einige Unternehmen ihre Rating-Ergebnisse nicht halten konnten und herab gestuft wurden“, äußert sich der Vorstandsvorsitzende des Gothaer Konzerns, Dr. Karsten Eichmann zu den aktuellen Rating-Ergebnissen.

Vom 11. Jänner bis 3. März können sich österreichische Unternehmen in drei Kategorien für den Nachhaltigkeitspreis TRIGOS bewerben. Ausgezeichnet werden jene Betriebe, die Corporate Social Responsibility (verantwortungsvolles Wirtschaften) in all ihre Handlungsfelder integrieren und entsprechende Maßnahmen in Hinblick auf die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen, den Einkauf, die MitarbeiterInnen und auch im Bereich Umwelt und Gesellschaft setzen. Seit 2004 haben sich rund 1.900 Unternehmen für den TRIGOS beworben.

VBV Gruppe

Wachstum Die VBV Gruppe konnte im letzten Jahr ihr verwaltetes Vermögen um mehr als 7 % auf 9,4 Mrd. Euro ausbauen. Die Anzahl der Kunden wuchs um knapp 6 % auf 3,2 Millionen an. Die VBV Pensionskasse konnte im abgelaufenen Jahr ihren Kundenstock auf 290.000 Personen ausbauen, es wurde eine Performance von insgesamt Plus 3,4 % erreicht. Bereits mehr als 10 % des verwalteten Vermögens wird in die österreichische Wirtschaft investiert. Die VBV Vorsorgekasse erzielte im Jahr 2016 eine Performance von 2,24 %, und wurde wie schon berichtet mit dem österreichischen Klimaschutzpreis ausgezeichnet.


KARRIERE / NEWS

VIG Re

Allianz SE

Vorstand

Zusammenarbeit in Asien

Tomasz Rowicki wurde in den Vorstand der VIG re berufen. Rowicki verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Rückversicherungs- und Versicherungsindustrie. Im Jahr 2003 begann er als Rückversicherungsspezialist der Compensa Polen für die Vienna Insurance Group zu arbeiten. Von 2006 an verantwortete er die Rückversicherungsabteilungen von Compensa und PZM. 2012 ging Tomasz Rowicki nach Litauen, wo er federführend beim Aufbau der Aktivitäten der VIG auf dem Baltischen Nichtlebensversicherungsmarkt wirkte. Derzeit ist er Mitglied des Vorstands der Compensa Nicht-Leben Litauen, verantwortlich für Underwriting, Rückversicherung, Schaden und IT.

Standard Chartered Bank und Allianz haben eine Allfinanzvereinbarung über 15 Jahre abgeschlossen. Ziel dieser Vereinbarung ist der Vertrieb von Schadenversicherungsprodukten der Allianz für private Bankkunden von Standard Chartered in fünf Kernmärkten in Asien. Umgesetzt wird die neue Partnerschaft im Laufe des Jahres in Hongkong, Singapur, Malaysia, Indonesien und China. Für Asien

Tomasz Rowicki

wird im Laufe der nächsten vier Jahre ein Anstieg der Nachfrage nach Sachversicherungen um 10,8 % pro Jahr erwartet. Dies würde einem Gesamtmarktvolumen von etwa 280 Mrd. USD im Jahr 2020 entsprechen. Die Gründe für einen solchen Anstieg werden im Wachstum der Schwellenländer und der stärkeren Durchdringung des Versicherungsmarktes in Asien gesehen.

g&o Versicherungs- und Finanzgruppe

Sechs neue Kooperationspartner Die g&o Versicherungs- und Finanzgruppe hatte sich im vergangenen Jahr zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Kooperationspartner auf 30 anwachsen zu lassen, stetig und nicht zu schnell. Ende 2016/Anfang 2017 sind nun insgesamt 33 Mitglieder aktiv, das Prämienvolumen beträgt etwa 95 Mio. EUR. Mit der SVD Versicherungsbörse, Innsbruck, konnte erstmals ein Tiroler Unternehmen überzeugt werden. Robert Zenz, Geschäftsführer von SVD, hatte bereits beim ersten Gespräch das Gefühl, „dass die Chemie zwischen den handelnden Personen stimmt, gemeinsam Lösungen erarbeitet werden und die Mitglieder mit Überzeugung in der Gruppe tätig sind.“ „Wir fühlten uns von Anfang an willkommen mit einem für uns trotzdem noch wichtigen unternehmerischen Freiraum, insbesondere, dass der Beitritt zur g&o Gruppe wichtige bestehende Beziehungen nicht total beschneidet,“ meint Robert

Zenz. Noch weitere fünf Maklerunternehmen wollen die Stärken einer größeren Gruppierung nutzen, um Einkauf, Konditionen und Vergütungen zu optimieren, davon vier aus Tirol, Stefan Leitner und Günter Mairhofer aus Axams, Johann Mayr aus Volders, die Gatt & Kondrak KG aus Weer und Josef Kuenz aus Seefeld. Auch einen neuen Partner aus Oberösterreich, dieBerater.Company mit Sitz in Höhnhart, vertreten durch Andreas Burian und Andreas Meixner, haben das Konzept, die Einstellung, die Vorhaben und die Visionen von g&o überzeugt. Die g&o Gruppe legt im Jahr 2017 das Hauptaugenmerk auf den weiteren Aufund Ausbau des gemeinsamen Know-how in EDV und Verwaltung, sowie der weiteren Ausgestaltung der g&o Produktwelt. Fokus soll die Stärkung der bestehenden Partner sein und der Ausbau gemeinsamer Serviceleistungen für den Endkunden.

BM Verkehr

Digitale Vignette Ab dem kommenden Jahr wird die Klebevignette für die österreichische Autobahnmaut um das Angebot einer digitalen Vignette erweitert. Sie wird denselben Preis und dieselbe Gültigkeit wie die klassische Vignette haben. Für Wechselkennzeichenbesitzer ist es ein Vorteil, da die digitale Vignette mit dem Kennzeichen registriert wird. Für die Ein-

führung ist noch eine Änderung des Bundesstraßenmautgesetzes nötig, welche bereits

in Begutachtung ist, der Beschluss soll noch im Sommer erfolgen. risControl 02/17 07


KARRIERE / NEWS

RWB Austria

21 Group AG

Geschäftsführer

Advisory Board

Die österreichische Gesellschaft des deutschen Private Equity Fondsmanager hat mit Mag. Birgit Schmolmüller eine neue Geschäftsführerin. Sie folgt damit Armin Prokscha, der weiterhin Justiziar der RWB Group AG ist. Magister Schmolmüller ist seit 2008 bei RWB Austria tätig und war zuletzt Vertriebschefin des Unternehmens.

Dr. Herbert Samhaber ist hochkarätiger Zugang bei der Linzer 21 Unternehmensgruppe die die Crowdinvestingplattform firstcap.eu betreibt. „Wie alles im Leben, ist auch die Finanzwelt einem ständigen Wandel unterworfen. Einerseits ist der Zugang zu Wachstumskapital für Unternehmen in den letzten Jahren deutlich schwieriger geworden, auf der

anderen Seite fehlt es an innovativen Investmentmöglichkeiten. Ich bin daher überzeugt, dass Crowdinvesting in den kommenden Jahren einen fixen Platz in der Finanzwelt einnehmen wird und freue mich, dazu mein fachliches Wissen im Rahmen der 21 Unternehmensgruppe einzubringen“, definiert Dr. Samhaber seine neue Tätigkeit.

Zürich Versicherungs AG

Auto Jahr 2017

Leiter Partnervertriebe

Hier einige Änderungen beim Autofahren in anderen Ländern.

Mit 1. Jänner wurde Mag. Florian Weikl zum Leiter Partnervertriebe der Zürich Versicherungs AG ernannt. In dieser neu geschaffenen Position Verantwortet er alle Kanäle des unabhängigen Vertriebes. Er ist seit 2007 im Vertrieb bei Zurich tätig, wo er als Projektmanager im Vertrieb einstieg. 2009 übernahm er die Leitung für den Vertrieb Makler und Agenturen. Weikl hat das Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien und der Wirtschaftsuni-

Deutschland Bereits seit 1. Jänner sind Autofahrer auf deutschen Autobahnen verpflichtet eine Rettungsgasse zu bilden wenn der Verkehr stockt und nicht wie bislang bei Stau. Das bestehende Handyverbot in unserem Nachbarland wird im laufe des heurigen Jahres auch auf Tablets ausgeweitet, auch Videobrillen und E Book Reader Benützung soll bestraft werden. Ein ausdrückliches Verbot für das Schreiben von SMS soll ebenfalls folgen. Frankreich Nach Paris führt nun auch Grenoble eine Umweltzone ein, weitere 23 Städte werden in den nächsten Jahren folgen. Vignettenpflicht besteht ab dem 1. April auch für im Ausland zugelassene Fahrzeuge. Eine fehlende Plakette kann zu einer Strafe von 68 Euro führen. Italien Mit 1. Jänner wurden die Geldstrafen für Verstöße im Straßenverkehr drastisch angehoben. Beim Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung soll künftig sofort der Führerschein für die Dauer von 15 Tagen bis 2 Monate eingezogen werden. Für Inhaber ausländische Fahrerlaubnisse gilt ein Fahrverbot in Italien für die verhängte Strafzeit. 08 risControl 02/17

versität Wien abgeschlossen und ist geprüfter Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten. Schon während der Studienzeit begann er seinen Werdegang in der Bank- und Beratungsbranche sowie in der Interessenvertretung. Florian Weikl: „Es liegt mir besonders am Herzen, unsere mehrfach bestätigte, gute Servicequalität weiter zu steigern und gemeinsam mit meinem Team eine kompetente Betreuung für alle unabhängigen Vertriebspartner anzubieten.“

ÖBV

Neuer Vertriebsleiter Mit 1. Jänner 2017 übernahm der langjährige Salzburger ÖBV Landesdirektor Alexander Lanzinger die Vertriebsleitung in der Österreichischen Beamtenversicherung. Lanzinger (54) verantwortet damit die Organisation des gesamten Außendienstes, ebenso wie die internen Vertriebseinheiten. Er war zudem Mitglied des ÖBV Strategieteams. „Alexander

Lanzinger steht seit mehr als zwölf Jahren im Dienst der ÖBV und war beim Aufbau der Salzburger Landesdirektion federführend. Er ist ein profunder Kenner des Unternehmens und des Versicherungsgeschäfts. Es erfüllt uns mit Stolz, dass wir ihn für diese Position gewinnen konnten“, so der ÖBV Vorstandsvorsitzende Mag. Josef Trawöger.

Spendenabsetzbarkeit NEU Seit heuer gelten neue Regelungen der Spendenabsetzbarkeit. Das bringt veränderte Bestimmungen für alle, die ihre Spende steuerlich geltend machen wollen. Bisher wurden Spenden als belegbare Zahlung im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung oder der Bilanz angegeben. Ab heuer muss nicht mehr der

Spender die Daten an die Finanzbehörde weitergeben, sondern die bedachte Organisation ist verpflichtet die entsprechenden Daten zur geleisteten Spende an das Finanzamt zu melden. Auf dem Zahlschein der Spendenüberweisung muss Vorname, Name und Geburtsdatum bzw. Firmenbuchnummer angegeben sein.


TOP-Leistungen, Spaß inklusive.

Allianz SE

Drone Racing Die Allianz und die Drone Racing League (DRL) haben eine mehrjährige Zusammenarbeit bekanntgegeben. Als Titelsponsor der DRL-Rennstrecke wird die Allianz ihre Erfahrung im Bereich des Motorsports nutzen, um den „Sport der Zukunft“ einem rasant wachsenden weltweiten Publikum näherzubringen. Die Allianz World Championship 2017 wird aus sechs Rennen bestehen, die ab Juni in über 75 Ländern ausgestrahlt werden. Darin werden die Fähigkeiten von 16 TopDrohnenpiloten auf die Probe gestellt, die Racing-Drohnen bei einer Geschwindigkeit von über 150 km/h durch 3D-Parcours an kultigen Orten wie Miami, New Orleans, Atlanta, Boston, München und London steuern. „Das ist ein unglaublich aufregender Tag für die Drone Racing League und ein großer Sprung nach vorne zum professionellen Drone-Racing“, sagte Nicholas Horbaczewski, CEO und Gründer der DRL. „Das Bemühen um Innovation und kalkulierbares Risiko sind die Gründe, weshalb es Versicherungen

überhaupt gibt. Die Allianz ist stolz auf die Kooperation mit der DRL, einem wahren Pionier in der heutigen digitalen Sportwelt“, sagte Jean-Marc Pailhol, Head of Group Market Management & Distribution der Allianz SE. „Drohnen sind bereits jetzt ein wichtiger Bestandteil unseres Geschäfts. Wir freuen uns daher sehr darüber, mit der DRL bei ihrer Nutzung der neuesten technologischen Fortschritte und Neuinterpretation von Racingsports im 21. Jahrhundert zusammenzuarbeiten.“ Die Partnerschaft mit DRL ermöglicht es der Allianz, sich mit den Nutzern der schnell wachsenden Drohnenbranche zu vernetzen. Der Allianz Luftfahrtversicherer, Allianz Global Corporate & Specialty, bietet eine Vielzahl von Drohnenversicherungsprodukten für private und gewerbliche Betreiber, Hersteller, Reparaturbetriebe, Flugschulen und Schulungseinrichtungen an. Drohnen spielen zudem für die Allianz eine wachsende Rolle bei der Schadeneinschätzung, oder auch im Bereich der Landwirtschaftsversicherung.

Donau Versicherung

Vertriebsteam Wolfgang Petrin ist neuer Key Account Manager bei der DONAU Versicherung. Diese Funktion wurde neu geschaffen, um Partnern im Großgewerbe und Industriebereich die Möglichkeit einer zentralen Betreuung aus einer Hand zu bieten. Schwerpunkte seiner Aufgaben werden der Bestandsausbau, Analyse und Ausbau der Marktposition speziell im Bereich der Gewerbe- und Industrieversicherung und den verwandten Sparten sein. Wolfgang Petrin betreut u.a. die GrECo/

Beste Leistungen für bedarfsgerechten Versicherungsschutz und günstige Konditionen – so muss eine optimale Ablebensversicherung aussehen. Ganz egal, ob Ihr Kunde gerne im Pulverschnee wedelt, in den Ferien im Mondsee taucht oder den Großglockner mit dem Motorrad bezwingt. Spaß gehört zum Leben und deshalb ist er bei allen unseren Tarifen mit dabei – ohne Zuschlag.

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KOLUMNE

2. Teil

Cybersecurity Die Statistiken beweisen, dass Cyberkriminalität im Vormarsch ist (risControl Jänner 2017). In Österreich wird an einer nationalstaatlichen Umsetzung der EU Richtlinie zur Netz – und Informationssicherheit (NIS) gearbeitet.

Bereits im Jahr 2013 hat die österreichische Bundesregierung die Österreichische Strategie für Cybersicherheit beschlossen, eine umfassende Steuerungsgruppe die am Entwurf des zukünftigen Cybersicherheitsgesetzes arbeitet, einzusetzen. Neben den wichtigen Einrichtungen von nationalen Strukturen zum raschen Austausch aktueller Informationen über Cybersicherheitsvorfälle sind auch gesamtstaatliche Notfallmaßnahmen eingerichtet worden. Auch in Richtung Information für die Bevölkerung wurde einiges unternommen, z. B. das Sicherheitsportal www.onlinesicherheit. gv.at fungiert seit Februar 2013 als zentrales Internetportal für Themen rund um die Sicherheit in der digitalen Welt. Mit der IT-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist die Thematik Cybersicherheit auch in den Schulen angekommen. Die Initiative „Digikomp“ soll digitale Kompetenz sowohl an Schüler als auch an Lehrer vermitteln. Das im Bundesministerium geschaffene Cyber Crime Competence Center (C4) unterhält die C4-Meldestelle welche im Jahr ca. 850 Anfragen bzw. Meldungen seitens der Bevölkerung über Cyber-crime-delikte erhält, wovon viele schon in den Anfängen erkannt werden. 10 risControl 02/17

Die seit 8. August 2016 in Kraft getretene NIS-Richtlinie listet Bereiche auf, in denen wichtige Dienstleister gewährleisten müssen, dass sie Cyberangriffen erfolgreich standhalten können. Zu den wichtigen Dienstleistern zählen u.a. Dienste im Energie- Verkehrs- und Bankenbereich. Des Weiteren sind diese Firmen dazu verpflichtet, den nationalen Behörden über ernsthafte Sicherheitsvorfälle in Kenntnis zu setzen. Bei Klein- und Mittelbetrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern soll diese verpflichtende Meldung von Zwischenfällen nicht gelten. Große Sicherheitsvorfälle werden der EU Agentur für Netz- und Informationssicherheit ENISA gemeldet werden müssen, ob direkt oder über eine staatliche Stelle, wird im neuen Gesetz zu finden sein. Auch Onlinemarktplätze, Onlinesuchmaschinen und Cloudcomputingdienste fallen unter diese neue Richtlinie. Es wird auch nicht zwischen privaten und öffentlichen Einrichtungen unterschieden. Nach Angaben des Direktors der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA), Udo Helmbrecht, führten technische Ausfälle und Angriffe auf Informationssysteme zu jährlichen Verlusten zwischen 260 und 340 Milliarden Euro. Die europäische Richtlinie muss bis Mai 2018 ins nationale

Recht umgesetzt werden. In Österreich ist dazu das Cybersicherheitsgesetz in Vorbereitung zum selben Zeitpunkt wird auch die EU-Datenschutzgrundverordnung umgesetzt werden müssen. Europäischer Datenschutztag Bereits zum 10. Mal wird der Europäische Datenschutztag abgehalten. Ziel dieser Initiative ist es, Menschen in Europa für den Datenschutz zu sensibilisieren. Es sollen die Rechte im Bezug auf Sammlung und Verwendung der Daten ins Bewusstsein gerufen werden. Deloitte Österreich hat anlässlich des Datenschutztages den Report „Safeguarding the Internet of Things“ veröffentlicht. Dieser zeigt, dass smarte Autos, Häuser sowie mobile Endgeräte neben positiven Aspekten auch Angriffsflächen für Hacker bieten und Risiken für Systemausfälle in sich tragen. Das Internet of Things revolutioniert die Art des Wirtschaftens und das tägliche Leben, die Wachstumschancen sind enorm, aber auch die Risiken, die exponentiell zunehmen. Es braucht neue Strategien zum Schutz vor Datenmissbrauch. Das IoT (Internet of Things) ist ein Ökosystem, das sich aus den unterschiedlichsten Bestandteilen zusammen-


KOLUMNE

setzt. Das gilt besonders für Smart Homes, in denen Geräte verschiedener Hersteller Datensätze sammeln und analysieren. Fernseher, Webcams und Türschließsysteme sind mehr vernetzter. Der Ausfall einer einzigen Komponente, wie einer Glühbirne, kann das gesamte System lahmlegen. Auch moderne Autos gleichen immer häufiger einem Datencenter auf Rädern, in dem bis zu 70 verschiedene Computersysteme arbeiten. Die Sicherheitsbedenken der Kunden in Bezug auf Connected Cars nehmen zu. So empfindet laut einer deutschen Deloitte Studie bereits die Hälfte der Autofahrer Hackerangriffe und Datendiebstahl als immanente Risiken. „Viele Komponenten, wie mobile Apps und Mobilfunknetze, werden von den Herstellern erst nachträglich IoTtauglich gemacht. So können Unternehmen

zwar schnell neue Produkte anbieten, gehen aber auch besondere Sicherheitsrisiken ein“, erklärt Alexander Ruzicka, Leader Risk Advisory und Partner bei Deloitte Österreich. Die Empfehlungen für Unternehmen sind ähnlich derer, die wir bereits in der Jänner Ausgabe gebracht haben. Standards für Interoperabilität: Vordefinierte Standards können sicherstellen, dass alle Geräte innerhalb eines Netzwerkes miteinander sicher und effektiv kommunizieren können. Verwendung von speziell entwickelten Geräten: Anstatt bestehende, für andere Zwecke entworfene Systeme für IoT umzufunktionieren, müssen maßgeschneiderte, sichere Devices entwickelt werden. Klare Verantwortungen festlegen: Es muss geregelt sein, wer für den Schutz welcher Daten verantwortlich ist (Hersteller, Anbieter, Kunden). Institutiona-

lisierung von Data Governance: Richtlinien zur sicheren Sammlung, Verwendung und Speicherung von Daten können Verletzungen der Datensicherheit vorbeugen. „Unternehmen sollten bei jeder strategischen Entscheidung neben einer Erhebung der Chancen auch eine genaue Risikoanalyse vornehmen – dabei müssen Informationssicherheit und Datenschutz einen hohen Stellenwert einnehmen“, betont Alexander Ruzicka abschließend. Von der Theorie in die Praxis Datensicherheit ist wichtig, aber das ist nichts Neues für die Unternehmen, die mit sensiblen Daten arbeiten. Wir haben diese befragt, wie sie für Datensicherheit sorgen und was sie ihren Kunden empfehlen.

Arisecur Versicherungs-Provider GmbH

Wie schützt sich Arisecur und ihre Plattform sich gegen Angriffe aus dem Internet?

Cyberkriminalität nimmt überall zu oder wie sehen sie das?

Da unsere IT das wichtigste Element unserer Wertschöpfungskette darstellt, geht auch ein wesentlicher Teil unseres Entwicklungsbudgets in die IT-Sicherheit. Die gefährlichste Lücke ist aber der Mitarbeiter. Das war auch beim größten Bankraub der Geschichte so. Die Angreifer hatten ausgespäht, wo die Filialmitarbeiter der Bank zu Mittag Essen und hatten dort USB-Sticks mit Werbeaufdruck als Give-Away verteilt. Ein paar Mitarbeiter nämlicher Bank waren unbedacht genug diese Sticks in den Firmenrechnern einzustecken und damit den Weg für die Schadsoftware zu ebnen. Deswegen beginnt IT-Sicherheit damit, Mitarbeiter zu schulen und ein Höchstmaß an Sensibilität anzutrainieren. Natürlich machen wir viele Zugangswege schon organisatorisch zu, aber es gibt immer Wege ein System zu infiltrieren, wenn der Mitarbeiter arglos ist.

Wir sehen vor allem einen Wechsel in der Qualität der Cyberkriminalität. Früher waren es oft eher Jugendliche die mehr aus Spaß als aus ernstem Antrieb heraus die Hackerei betrieben haben. Das war deswegen aber nicht harmlos, denn in Hackerforen wie 4Chan lassen sich teils mit wenig Mühe mächtige Werkzeuge und das nötige KnowHow besorgen. In den letzten Jahren haben sich aber gut organisierten Strukturen aus Osteuropa darauf spezialisiert Schadsoftware durch Sicherheitslücken einzuschleusen und mi erbeuteten Daten Millionenbeträge zu erpressen. Es werden auch gezielt Sicherheitsstrukturen ausgespäht, um elektronische Diebstähle zu begehen. Der größte Bankraub der Geschichte wurde letztes Jahr aufgedeckt. Man hatte gezielt über Sicherheitskameras in Banken die Eingaben der Mitarbeiter ausgespäht und dies genutzt um über einen langen Zeitraum kleine Beträge von mehreren Millionen Kundenkonten zu erbeuten. Das ist eine neue Qualität gegen die man sich nur mit hohen Investitionen wehren kann.

Andreas Büttner Geschäftsführer Arisecur Sorge bereitet es mir dabei aber vor allem, dass inzwischen staatliche Institutionen ihre Aufgabe in solchen Angriffen auf die ITInfrastruktur sehen. Einerseits indem sie gezielt Sicherheitslücken in Hard- & Software einbauen lassen, um selbst Zugriff zu haben. Andererseits indem sie selbst versuchen Kunden-, Vertragsdaten und möglichst viele andere Informationen zu sammeln. Das betrifft nicht nur die Geheimdienste Russlands und Chinas. Unsere Verbündeten aus Amerika und Großbritannien spielen dabei ganz vorne mit. Staaten sind heute der vielleicht wichtigste Feind für die IT-Sicherheit geworden.

Sie haben den besten Schutz den man haben kann, aber ihr Kunde nicht. Ist das eine Gefahr für ihr Unternehmen? Nein. Es ist vollkommen klar, dass der Kunde in Sachen IT-Sicherheit nicht reliarisControl 02/17 11


KOLUMNE

ble ist. Man schätzt das 85% aller privaten LapTops, PCs, Tablets und Smartphones mit Schadsoftware kompromittiert sind. Das meiste davon bemerken wir nicht in der Nutzung, weil es den Kunden möglicherweise ausspäht oder Teile des Arbeitsspeichers zweckentfremdet, aber ansonsten keine für den Kunden messbaren oder bemerkbaren Schäden zufügt. Aus eben diesem Grund haben Kundensysteme keine Möglichkeit der direkten Interaktion mit unseren Systemen. Der Kunde erhält selbst aus unseren Anwendungen nur Zugriff auf seine eigenen Daten. Mehr kann also nicht ausgespäht werden. Sämtliche Interaktionen mit unserem System geschehen über Schnittstellensysteme mit Top-Verschlüsselungen und sehr sicheren Authentifizierungs-Technologien. Eine Gefährdung durch Kundensysteme können wir ausschließen. Was empfehlen sie Ihren Kunden? Wir empfehlen unseren Kunden auf CloudSysteme zu setzen. Er kann sich nicht sichern, indem er sein System vom Netz nimmt und im Keller eingräbt, weil er dann nicht mehr wirtschaftlich arbeiten kann. Andererseits nützt es auch nichts, wenn ein Makler versucht alle relevanten Daten auf seiner eigenen Festplatte zu verwalten.Das ist eher der Supergau der Sicherheit. Der Kunde ist niemals in der Lage mit adäquatem Mitteleinsatz seine Daten zu schützen. Deswegen sollte er sich einen zuverlässigen Cloud-Dienstleister suchen. Angebote wie das der Arisecur, wurden genau daraufhin konzipiert. Wir schützen die Daten eines Maklerbestandes auf dem höchstmöglich verfügbaren technischen Niveau.

Courtage Control Consulting GmbH Cyberkriminalität nimmt überall zu oder wie sehen Sie das? Es ist definitiv so. Früher gab es oft einfach böse Buben, die Störungen gebastelt haben. Heute gibt es nicht nur Datenverlust, sondern Datendiebstahl, Betriebsstörung, Fremdsteuerung, Erpressung. Das ist kein 12 risControl 02/17

Spaß mehr, es ist oft echte Kriminalität. Je mehr wir von Datendiensten abhängig sind umso mehr „lohnt es sich“ hier mit diversen Störungen Systeme lahmzulegen oder Daten zu klauen. Die Unmengen von Informationen sind eine begehrte Beute. Unseren Server probieren täglich „nur“ 10 bis 20 Fremde zu attackieren, das ist eine relativ geringe Anzahl. Die Erklärung dafür ist, dass unser Geschäftsbereich nicht so öffentlich ist, es wissen ganz wenige was wir tun. Konzerne, Regierungsorganisationen, Militär usw. sind viel mehr frequentiert. Versicherungsdaten sind wertvoll, daher werden auch Versicherungen und deren verbundenen Unternehmen gerne angegriffen. Wie schützt sich Courtage Control gegen Angriffe aus dem Internet? Unsere Systeme sind extrem geschlossen um externe Angriffe zu vermeiden. Wir erlauben nur bestimmte restriktive, überwachte und verschlüsselte Kommunikationskanäle bei der Kommunikation mit unseren Partnern. Das unterscheidet uns sehr von anderen Marktteilnehmer. Courtage Control hat hoch qualifizierte Sicherheitsexperten, mit Erfahrungen in Industrie- und Militärbereich, die regelmäßig unsere Systeme prüfen. Selbstverständlich schulen wir laufend unsere Mitarbeiter, wie sie mit Bedrohungen von außen umgehen. Sie haben den besten Schutz den man haben kann, aber ihr Kunde nicht. Ist das eine Gefahr für ihr Unternehmen? Nein. Wir gehen grundsätzlich immer davon aus, dass unsere Kunden und Versicherungspartner schlechteren Sicherheitsstandard haben als wir. Nichts desto trotz müssen wir manche Kunden zu Erhöhung der Sicherheit ihrer Systeme mahnen, wenn wir zusammenarbeiten wollen, denn unsere Systeme verweigern automatisch die Kommunikation mit unsicheren Systemen. Weiteres erlauben wir unseren Kunden, uns nur spezielle Datenformate zuzusenden oder hochzuladen, alles andere wird abgewiesen. Von anderer Seite ist und bleibt der höchste Risikofaktor der Mensch. Wenn der Kunde seine Zugangsdaten weitergibt oder sein Computer unbeaufsichtigt stehen lässt, ist

Dipl. Ing. Andrea Wellner Geschäftsführerin Courtage Control ein bösartiger Zugriff nicht verhinderbar. Davor schützen die so sicher angepriesenen Zertifikate auch nicht. Was empfehlen Sie Ihren Kunden? In der ersten Linie professionelle IT-Dienstleister. Es ist sehr wichtig, dass man nicht in falschen Händen landet, wo man unter den Überschrift Sicherheit nichts mehr geht oder Scheinmaßnahmen gesetzt werden, die in Wirklichkeit nichts bringen. Die Mitarbeiter immer wieder auf IT-Sicherheit aufmerksam machen und weiterbilden. Selbst überprüfen, wo man nachlässig mit Information und Informationsträger umgeht. Makler sind Riskmanager, daher leuchtet vielleicht dieses Bild ein: Wie würden sie das Risiko beurteilen, wenn der Betriebsleiter im Hof unter der Tafel „offenes Feuer verboten“ genüsslich raucht?

Together Internet Services GmbH / CCA EDV für Versicherungswirtschaft GmbH Cyberkriminalität nimmt überall zu oder wie sehen Sie das? Durch die zunehmende Digitalisierung und Durchdringungen aller Lebensbereiche wird immer mehr Computertechnik eingesetzt. Dadurch steigt auch der Missbrauch bzw. die Kriminalität in diesem Bereich. Es gibt unterschiedliche Arten der Cy-


KOLUMNE

berkriminalität: Hackerangriffe, Viren, Trojaner u.v.m. Manche haben zum Ziel Daten zu stehlen, andere übernehmen unbemerkt den Computer, um beispielsweise für kriminelle Botnetzwerke missbraucht zu werden, wieder andere verschlüsseln die gesamten Daten und erpressen hohe Geldsummen von den Betroffenen. Aber nicht nur Computer sind gefährdet: Heimrouter, Heizsteuerungen, Smart TVs, Lautsprecher, Alarmanlage, also jedes Gerät, dass über das Internet kommuniziert, kann Opfer eines Angriffes werden. Cyberkriminalität ist dabei nur ein Teil des Risikos, das mit dem zunehmenden Einsatz von Computern einhergeht. Banale Risiken, wie Datenverlust, Computerausfälle oder Unachtsamkeit durch den Anwender haben keinen kriminellen Ursprung, sind aber nichtsdestotrotz eine sehr konkrete Bedrohung für uns als Anwender. Damit verschwimmen die Grenzen zwischen kriminellen Ursachen, einem Ausfall oder Unachtsamkeit in der Bedienung – denn die Auswirkungen sind ähnlich gefährlich. Wie schützen Sie sich gegen Angriffe aus dem Internet? Umfassende Schutzmaßnahmen sind sehr wichtig. Dazu gehören Antivirenprogramme, mehrfache Datensicherungen, Aufklärung der Mitarbeiter, zeitgerechte Einspielung von Sicherheitsupdates, Pläne für Ausfälle etc. Ein professioneller IT Anbieter und die Auslagerung in ein Rechenzentrum bzw. die Cloud sind meiner Meinung nach eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen. Wir betreiben weit über 100 Server im Haus, dennoch ist der Produktivbetrieb der Plattform in einem der sichersten und modernsten Rechenzentren Europas ausgelagert. Wenn beispielsweise wegen eines Brandes oder Wasserschadens die gesamte IT an einem Standort ausfällt, ist ein Plan zur Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit von existenzieller Bedeutung für das Unternehmen. Deswegen sind Sicherungen nicht nur im Haus, sondern auch außer Haus wichtig. Besondern perfide sind Erpressungstrojaner, die per Email verschickt werden. Sobald man infiziert ist, wird der Datenbestand der eigenen Festplatte sowie des gesamten

Firmennetzwerkes verschlüsselt und angeboten gegen Lösegeld die Daten wieder zu entschlüsseln. Der einzig wirksame Schutz dagegen ist eine regelmäßige Sicherung des Datenbestandes auf externen Datenträgern, die nicht im Netzwerk sind und damit vom Trojaner nicht infiziert werden können. Die besten Maßnahmen helfen jedoch nicht, wenn das Sicherheitsbewusstsein bei den Mitarbeitern fehlt, beispielsweise welche Informationen an wen kommuniziert werden dürfen oder wie mit dubiosen Emails umgegangen werden soll. Wichtig ist somit die Aufklärung der eigenen Mitarbeiter, zusätzlich zu technischen Sicherheitsmaßnahmen und Prozessen.

unmittelbaren CCA Themen zuständig, können aber nicht die gesamte EDV beim Kunden betreuen. Natürlich wollen wir unseren Kunden bestmöglich helfen, kommen aber dadurch in eine Zwickmühle: Da unsere Wartung gemeinsam von allen Anwendern finanziert wird und eine Art Versicherungsmodell ist, würden Zusatzleistungen, die nicht durch den CCA Wartungsvertrag abgedeckt sind, durch andere Kunden mitfinanziert werden. Wir empfehlen deswegen das EDV System von Experten aufzusetzen und können auch gerne einige langjährige Partner dafür vorschlagen.

Sie haben den besten Schutz den man haben kann, aber ihr Kunde nicht. Ist das eine Gefahr für ihr Unternehmen?

Ich empfehle jedem einen professionellen IT Dienstleister zu nutzen. Wenn Sie bei der Kostenbetrachtung auch das Risiko von Ausfällen ohne Spezialisten berücksichtigen, dann sollte die Entscheidung eindeutig sein.

Da helfen uns unsere sehr hohen Sicherheitsstandards. Beispielsweise besteht keine Gefahr, dass Dokumente auf der Plattform infiziert oder durch einen Erpressungstrojaner verschlüsselt werden. Da der Produktivbetrieb der Plattform in das Rechenzentrum von Atos ausgelagert ist, wird sichergestellt, dass umfangreiche und ständig aktualisierte Sicherheitstechniken eingesetzt werden. Zusätzlich finden regelmäßige Audits durch Sicherheitsexperten statt. Damit ist die bestmögliche Sicherheit gewährleistet. Probleme fangen erst dort an, wo unsere Kunden mit Ihrer eigenen IT Schwierigkeiten bekommen, weil sie nicht ausreichend geschützt sind. Wir sind ganz klar für alle

Was empfehlen Sie Ihren Kunden?

Gibt es Konsequenzen für „Minimalisten“? Eines der größten Risiken ist es, ein veraltetes System zu verwenden für das keine Sicherheitsupdates mehr angeboten werden. Ein Beispiel dafür ist Win XP – der Support wurde am 08.04.2014 eingestellt. Damit ist das System im Internet offen und verwundbar und es ist ein leichtes für Schadsoftware oder Hacker dieses anzugreifen. Früher war die Faustregel, dass ein ungeschützter Rechner im Internet nach ca. 30 Minuten infiziert ist, mittlerweile sind es wenige Minuten. Trotzdem waren viele Anwender der Meinung, dass kein Handlungsbedarf besteht. Heute gibt es zum Glück nur ganz wenige, die Win XP einsetzen, aber das Bewusstsein für regelmäßige Updates könnte noch weiter verbreitet sein. Auch wir können im Problemfall keinen Support anbieten, wenn das System veraltet oder schlecht gepflegt ist. Einen Reifen, der unter die Mindestprofildicke fällt, tauscht man aus Sicherheitsgründen irgendwann einmal aus, weil das Unfallrisiko steigt. Bitte halten Sie nicht nur Ihre Reifen, sondern auch Ihre EDV aktuell.

Mag. Alexander Petzmann Geschäftsführer Together / CCA risControl 02/17 13


VERSICHERUNG

Wiener Städtische Versicherung

Cyber Crime Versicherung Die Wiener Städtische Versicherungs bietet ab sofort eine umfassende Versicherungslösung für Klein- und Mittelbetriebe an. Im Basispaket werden Schäden durch Datenverlust und Beschädigung etwa durch rechtswidrige Computereingriffe, Schadprogramme oder Angriffe, die dazu führen, dass Computersysteme ganz oder teilweise blockiert oder gestört werden gedeckt. Ebenfalls Schäden durch Datendiebstahl und Datenschutzverletzungen. Optional können sich Unternehmen auch gegen Reputationsschäden schützen – die Kosten für professionelles Krisenmanagement und die Leistungen einer Public Relations Agentur werden übernommen. Weiters wird die Absicherung gegen Betriebsunterbrechung durch Datenverlust und -beschädigung, Cybererpressung und Fremdschäden angeboten. Dazu gehören auch alle Kosten, die für die Prüfung und Abwehr von (unberechtigten) Ansprüchen sowie Rechtsanwaltshonorare entstehen. Die Versicherungssummen bewegen sich zwischen 100.000 und einer Million Euro. Als erste Anlaufstelle wurde eine Cyber Hotline eingerichtet, die in drei Stufen tätig wird, mittels Auskunft eines IT Experten am Telefon, mittels Fernwartung

mit dem System oder falls keine der beiden Stufen ausreicht wird ein IT Experte vor Ort beim Kunden zum Einsatz gesandt. Vor dem Abschluss der Cyber Crime Versicherung muss der Kunde einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen, darin enthalten sind unter anderem Fragen zur vorhandenen IT generell, zur vorhandenen IT Security und zu Ereignissen im IT Bereich aus der Vergangenheit. Bei der Beantwortung werden die Kunden durch einen IT Experten unterstützt. Vorstandsdirektorin DI Doris Wendler: „Cyberkriminalität ist ein globales Phänomen, sie kennt keine Grenzen und ist längst in Österreich angekommen. Kein Unternehmen kann sich mehr vor einem Angriff sicher sein, einige spektakuläre Fälle werden zwar medial bekannt, doch die meisten geschehen fernab der Öffentlichkeit. Mit unserer Cyber Protect-Versicherung speziell für Klein- und Mittelbetriebe stehen wir unseren Kundinnen und Kunden im Ernstfall mit Rat und Tat zur Seite und kommen für den entstandenen finanziellen Schaden auf. Der besondere Vorteil ist, dass wir mit einem internationalen IT-Dienstleister zusammenarbeiten, der auch über eine Niederlassung in Österreich verfügt.

Das bedeutet: Die IT-Experten sind über die weltweiten Entwicklungen hinsichtlich Cyberkriminalität immer am neuesten Stand, und gleichzeitig können wir unseren Kundinnen und Kunden garantieren, dass sich Spezialisten rund um die Uhr um ihre Probleme kümmern. Wir lagern unseren Kundenservice nicht ins Ausland aus – egal, ob am Telefon, per Fernwartung am Computer. Bei Bedarf kommen unsere Experten rasch ins Unternehmen, um den Betrieb wieder zum Laufen zu bringen.“

In einigen Branchen, vor allem im Handel und Einzelhandel, fehlt es deshalb an der

notwendigen Finanzkraft für Investitionen, beispielsweise in die Digitalisierung.

DI Doris Wendler

Standard Life

Insolvenzen Eine weltweite Studie zeigt auf, dass die Zahlen der weltweiten Insolvenzen um 1 % ansteigen dürften. Haupttreiber dieses Anstieges sind negative Prognosen für Lateinamerika, Afrika, Asien-Pazifik sowie Nordamerika. Laut den Experten der Prisma Kreditversicherung ist das der erste Anstieg von weltweiten Insolvenzen seit sieben Jahren. Auch in Österreich zeichnet sich für heuer eine leichtere Steigerung ab. Besonders gefährdet sei die Bauwirtschaft und die Maschinen- und Metallindustrie. Die Gründe für die Trendwende bei Insolvenzen sind die schwache Weltwirtschaft, das sinkende Wachstum des Welthandels, starker Preiswettbewerb und volatile Währungen. Umsätze und Margen geraten dadurch zunehmend unter Druck. 14 risControl 02/17


VERSICHERUNG

Helvetia Versicherung

Testimonial Armin Assinger ist neues Testimonial der Helvetia Versicherung. Werner Panhauser, Vorstand Marketing & Vertrieb bei Helvetia Österreich, freut sich über die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Skirennläufer: "Armin Assinger wurde vom österreichischen Publikum mehrfach als beliebtester Sportmoderator und Talkmaster ausgezeichnet. Mit Disziplin, Herz und Witz hat er sich eine breite Fangemeinde erarbeitet." Diese Eigenschaften passen sehr gut zur Unternehmenskultur des Schweizer Versicherers und er ergänzt: "Wir erwarten uns eine Stärkung der Markenbekanntheit in Österreich", so Panhauser. Seit über zehn Jahren ist Helvetia Hauptsponsor von Swiss-Ski und ein zuverlässiger Partner von inzwischen 30 Athletinnen und Athleten in verschiedenen Disziplinen des alpinen und nordischen Skisports. Darüber hinaus ist Helvetia Official Sponsor der Alpinen Ski-WM 2017 in St. Moritz und der Nordischen Ski-WM in Lahti.

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risControl 02/17 15


VERSICHERUNG

Höher Insurance

Neues Bedingungswerk Die Berufshaftpflichtversicherung für Versicherungsmakler und Finanzdienstleister der Höher Insurance wurde überarbeitet und mit als „Bedingungswerk 2017“ neu herausgebracht. Deckungserweiterungen gibt es ab sofort im Bereich Compliance Tätigkeit, hier sind nun auch Versicherungsmakler und gewerbliche Vermögensberater abgesichert, bisher waren nur bei Wertpapierfirmen die persönliche Haftung für zivilrechtliche Ansprüche des

Compliance Beauftragten versichert. Neu beim Versicherungsschutz für Versicherungsvermittler ist, dass auch ein Vermittler der mit einer „falschen“ Gewerbeberechtigung tätig ist, bei entstandenen Schaden Deckung erhält. (Versicherungsagent haftet wie ein Versicherungsmakler oder ein Versicherungsmakler wie ein Anscheinsagent). Eine weitere wichtige Deckungserweiterung ist die Anspruchsabwehr für Vorwürfe (vorsätzlicher Schädigung oder vorsätzliche Verletzung

von Gesetz, Auftrag oder Vorschriften) die eine Deckungsablehnung des Versicherers bewirken. Sofern diese Vorwürfe vom Versicherungsnehmer glaubhaft bestritten werden, kann der Versicherer eine bedingte Deckung erklären und eine Abwehrdeckung aussprechen.Eine der wichtigsten Erweiterungen ist die Ausdehnung der Nachdeckung von von 5 auf 7 Jahren ohne Mehrprämie, auf Wunsch kann die Nachdeckung auch auf bis zu 30 Jahre ausgedehnt werden.

Die Produktion (Neu- und Mehrprämie) konnte einen Zuwachs von 34,2 % auf 5,182 Mio. Euro verzeichnen. Gleichzeitig zum Wachstum ist das Storno II um 20,9 % bzw. um 0,848 Mio. Euro zurückgegangen. Das EGT ist auf 22,6 Mio. Euro gewachsen und

die Combined Ratio liegt bei 72,8 %. Das versicherungstechnische Ergebnis liegt bei 15,8 Mio: Euro. Die Gesamtschadenreserve beträgt 130,8 Mio. Euro. Insbesondere aufgrund von Sondereffekten konnte mit 6,7 Mio. Euro 2016 trotz Niedrigzinsphase ein sehr gutes Kapitalanlageergebnis erzielt werden (Vorjahr 4,0 Mio. EUR). CEO Dr. Matthias Effinger führt die signifikante Wachstumssteigerung auf drei wesentliche Ursachen zurück. Zum einen sei die bereits Mitte 2015 neu eingeführte Tarifgeneration auf breiten Zuspruch am Markt gestoßen. Zum anderen werden die vor wenigen Jahren neu eingeführten innovativen Rechtsdienstleistungen wie z.B. die rasche außergerichtliche Schadenerledigung bzw. Beratungsleistungen durch ARAGInhouse-Juristen mittlerweile von einer breiten Marktschicht sehr positiv und umfangreich angenommen. „Viele Vertriebspartner bestätigen uns, dass wir auf dieser Basis einen echten komparativen Wettbewerbsvorteil geschaffen haben“, so Effinger. Nicht zuletzt habe auch eine ganze Reihe von diversen neuen VertriebsAkzenten den Erfolg herbeigeführt. So z. B. noch flexiblere und zügigere Offertstellungen im Betriebsrechtsschutz oder die optimierte Erreichbarkeit für Vertriebspartner. „Alles zusammengenommen hat die ARAG in den letzten zwei Jahren sehr viel Vertrauen bei den ungebundenen Vermittlern gewinnen bzw. zurückgewinnen können und dies spiegelt sich jetzt in den Verkaufszahlen wieder“, so CEO Effinger.

ARAG SE Österreich

Ergebnis 2016 In der vorläufigen Bilanz vom letzten Jahr weist die ARAG Österreich ein deutliches Wachstum aus. Die Bestandsprämien sind um 3,4 % gegenüber dem Jahr 2015 auf 58,913 Mio. Euro gestiegen. Das reine Neugeschäft ist um 40,4 % auf 4,105 Mio. Euro gewachsen.

Geschäftsführung ARAG SE Österreich CFO Alexander Plank, Mag. Birgit Eder, CFO Dr. Matthias Effinger 16 risControl 02/17


VERSICHERUNG

Wiener Städtische Versicherung

Video Schadensmeldung Die Wiener Städtische hat die Videoschadensmeldung eingeführt. Das Smartphone wird mehr und mehr zur Schaltzentrale unseres Alltags. Vor allem Digital Natives organisieren ihr Leben damit ‚im Vorbeigehen‘. „Im Rahmen unserer Digitalisierungsoffensive bieten wir bereits viele Services, die Schadensmeldung via Live-Video ist ein weite-

rer Schritt unserer Innovationsführerschaft im Servicebereich“, erklärt Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung. Ein weiteres Plus: Während des Live-Gesprächs werden die übermittelten Bilder des Schadens aufgezeichnet und stehen den Schadensreferenten sofort zur Verfügung. „Dadurch kann ein Schadensfall schneller bear-

beitet und auch abgeschlossen werden“, betont Wendler. Die Schadensmeldung ist sowohl von jedem PC bzw. Laptop mit Mikrofon und Kamera, als auch von einem mobilen Gerät möglich. Versicherungsmakler können für Ihre Kunden das Service selbstverständlich auch nutzen bzw. ihre Kunden bei der Abwicklung unterstützen.

Munich Re

Hohe Schadensbelastung neben dem Niedringszinsumfeld und der Restrukturierung der ERGO Tochter, schwer. Besonders das vierte Quartal wurde durch die Großschäden auf Grund des Hurrikans Matthew und den Erdbeben in Neuseeland belastet.

Das größte Schadensereignis im vergangenen Jahr waren die Waldbrände in der kanadischen Provinz Alberta. Dennoch werden die Dividenden steigen, geplant ist eine Erhöhung der Dividende von 35 Cent auf € 8,60 je Aktie.

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WIEN NORD

Der weltweit größte Rückversicherer, die Munich Re, hat im letzten Jahr einen Gewinnrückgang von 2,6 Mrd. Euro auf 3,1 Mrd. Euro vermelden müssen. Die hohen Schadensbelastungen durch Naturkatastrophen machten es dem Rückversicherer,


VERSICHERUNG

Prisma Kreditversicherung

Portfolio erweitert Die Standard Life hat ihr Angebot bei den beiden fondsgebundenen Rentenversicherungen „Maxxellence Invest“ und „ParkAllee“ erweitert. Ab sofort ist damit eine dritte Gattung der MyFolio Familie verfügbar. Die fünf neuen „MyFolio Multi Manager Fonds“ sind Multi-Asset-Lösungen, die breit gestreut in eine Palette von Investmentfonds führender Vermögensverwalter aus aller Welt investieren. Sie decken unterschiedlichste Anlageklassen ab – von Geldmarkttiteln, Staats- und Unternehmensanleihen aus Industrienationen über Aktien aus spezifischen Regionen bis zu Hochzins- und Schwellenländeranleihen, Anlagen in

Immobilien und Absolute-Return-Produkten. Verantwortlich für die strategische Ausrichtung der fünf Fonds ist die Multi-Asset-Gruppe von SLI, Auswahl und Management der Zielfonds liegen beim zwölfköpfigen FondsselektionsTeam. Die leitenden Fondsmanager sind Joe Wiggins und James Millard. Das Investmenthaus des britischen Versicherers verwaltet insgesamt Kundengelder in Höhe von über 320 Milliarden Euro, mehr als 75 Milliarden Euro davon allein in Multi-Asset-Lösungen. Mit 11,2 Milliarden Euro Anlagesumme ist die 2010 aufgelegte MyFolio-Familie eine der beliebtesten Anlageformen bei Anlegern

und Beratern in Großbritannien. „Mit den ,MyFolio Multi Manager Fonds‘ bringen wir einen Bestseller aus Großbritannien auch nach Österreich. Kunden schätzen, dass ihnen die MyFolios die Rendite liefern, die ihrem individuell gewählten Risikoprofil entspricht“, sagt Bernhard Fasching, Sales Manager Austria bei Standard Life. „Die ausgewiesene Expertise der selektierten Fondsmanager und die positive Performance haben in den vergangenen Jahren zahlreiche britische Kunden von diesem Zweig der MyFolio-Familie überzeugt. Nun hoffen wir, auch in Österreich viele Anhänger dafür zu finden.“

Helvetia Versicherung

Alpiner Schutzwaldpreis Zum elften Mal hat die Arbeitsgemeinschaft der Forstvereine Bayern, Graubünden, Kärnten, Liechtenstein, St.Gallen, Südtirol, Tirol und Vorarlberg (ARGE Alpenländischer Forstvereine) am 20. Januar 2017 in Vandans den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia verliehen. Mit dem Preis würdigt die ARGE jene Projekte, die sich besonders vorbildlich für den Schutzwald einsetzen. Verliehen wird der Preis in den drei Kategorien „Schulprojekte“, „Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften“ sowie in der Kategorie „Erfolgsprojekte“. Zudem vergibt die Jury einen Anerkennungspreis. Bei der Laudatio anlässlich der Preisverleihung unterstrich Thomas Neusiedler, Vorstand Schaden-Unfall bei Helvetia Österreich, die Bedeutung dieser Initiative: „Aufmerksamkeit auf vorbildliches Engagement und nachahmenswerte Projekte zu lenken, darum geht es mir heute. Und das ist beim Schutzwaldthema nicht ganz einfach: Denn ähnlich einer guten Versicherung wird ein intakter Schutzwald außer in Ausnahmesituationen kaum bewusst wahrgenommen.“ Umso wichtiger seien Initiativen wie der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia um Verdienste gebührend zu würdigen und im besten Fall frühzeitig vor Schäden zu bewahren. 25 Projekte und Ideen aus Österreich, der Schweiz, Bayern und Südtirol sind für 18 risControl 02/17

den Preis eingereicht worden. Nun hat die Jury die Gewinner bekannt gegeben. In der Kategorie Schulprojekt hat die Grundschule Rettenberg – Premierschule der Bergwaldoffensive in Bayern den Preis für ihr Engagement Schülern den Wald, vor allem den Schutz und Bergwald, näherzubringen gewonnen. In der Kategorie „Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften“ ging der Preis an das Projekt Walderlebnistag- der Wald kommt in die Stadt aus Kärnten verliehen. Bei der Großveranstaltung zwischen dem Kärntner Forstverein und den Bezirksforstinspektionen wird die große Funktionsvielfalt des

Waldes nähergebracht. Das Projekt Kirchwald Raggal, ein Vorzeigebeispiel des Wald-Jagd Management und der professionellen Wertholzvermarktung in Vorarlberg wurde in der Kategorie „Erfolgsprojekte“ ausgezeichnet. Der Spezialpreis der Jury für das Jahr 2016 wurde der integralen Berggebietssanierung im Fürstentum Liechtenstein verliehen. Und zum zweiten Mal hat die ARGE Georg Fritz aus Möggers in Vorarlberg zum „Schutzwaldpaten“ erklärt. Georg Fritz hat sich auf vielfältige Weise für eine ressourcenerhaltende Waldwirtschaft und Waldnutzung eingesetzt und gilt in diesem Bereich als Pionier.

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TITELGESCHICHTE

Kinder leben gefährlich Im Jahr 2014 sind 82.100 Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr verletzt worden und mussten im Spital ärztlich behandelt werden. Im Jahr 2014 sind 82.100 Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr verletzt worden und mussten im Spital ärztlich behandelt werden. Die meisten Kinder waren nicht unfallversichert, denn Kinder sind erst im letzten Jahr vor der Schulpflicht bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt unfallversichert. Der Versicherungsschutz beginnt mit dem Tag, an dem das jeweilige Unterrichtsjahr im Sinne des Schulzeitgesetzes beginnt - auch wenn das Kind schon vorher diesen Kindergarten besucht hat. Bis zu dieser gesetzlichen Versicherung sind die Jüngsten unserer Bevölkerung ohne Schutz, mit einigen Ausnahmen (Familienpass Oberösterreich und Niederösterreich). Jedoch auch wenn Schule und Kindergarten besucht werden, ist der gesetzliche Versicherungsschutz auf Unfälle die im örtlichen, zeitlichen und ursächlichen Zusammenhang mit dem Kindergarten- bzw. Schulunterricht beschränkt. Freizeitunfälle fallen, wie schon der Name aussagt, in die Freizeit und daher besteht hierfür kein Versicherungsschutz. Auch der Wurstsemmelkauf am Heimweg, der den direkten Heimweg zwischen Kindergarten und Wohnort unterbricht kann im Ernstfall als Freitzeitunfall gewertet werden. Die Argumentation bei Kindern heilen Stürze und Verletzungen relativ schnell sind zwar richtig, es gibt aber auch Fälle mit einer längeren Spitalsbehandlungszeit, oder Unfälle mit bleibenden Folgen. Es sind sicherlich nur einige wenige oder sogenannte Einzelfälle, doch diese haben es, wenn man die Kosten betrachtet, in sich. Für Erwachsene ist die Absicherung durch eine Unfallversicherung sinnvoll, es gilt aber zu beachten, dass viele Risikosportarten ausgenommen sind oder nur durch einen speziellen Baustein oder ein Versicherungsprodukt eingeschlossen werden können. Die aus unserer Sicht am meisten zu beachtende Versicherungsart wäre der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung beziehungsweise eine Grundfähigkeitsversicherung. Denn das hier im schlimmsten Fall entstehende finanzielle Desaster, wenn der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann ist exorbitant. 20 risControl 02/17

Vorsicht Unfall Von den obenerwähnten 82.100 verletzten Kindernund Jugendlichen, geschehen die meisten spitalsbehandelten Unfälle bei Kindern unter 5 Jahren bei Stürzen aus der Höhe, am Spielplatz von Klettergerüsten oder daheim beim Sturz vom Wickeltisch. Bei den Jugendlichen sorgt eher die erhöhte Bereitschaft unkalkulierbare Risiken einzugehen für so manchen Spitalaufenthalt. Die Fahrt mit dem Fahrrad über die Stiegen im Park, der Sturz beim Eislaufen oder ähnliches. Bundesländer Information In Oberösterreich sind Kinder ab der Geburt bzw. Eintrag in der Familienkarte bis zum Schuleintritt kostenlos unfallversichert. Auch Eltern sind automatisch während der Kinderbetreuung am Arbeitsplatz im Haushalt bei der Familie bis zum 3. Lebensjahr des jüngsten Kindes kostenlos unfallversichert, sobald die Oberösterreichische Familienkarte beantragt wird. Die Versicherungsprämie übernimmt in beiden Fällen das Land Oberösterreich. Nach dem Eintritt in die Schule erlischt die Unfallversicherung und in der Freizeit ist keine Absicherung mehr gegeben. Der Familienpass in Niederösterreich bietet ebenfalls einiges an, so deckt die Unfallversicherung des Niederösterreichischen Familienpasses Unfälle bei Kindern im Schul- und Freizeitbereich auch in den Ferien mit einem weltweiten Versicherungsschutz mit zwei Varianten, Standard und Premium an. Die Jahresprämie wird vom Land Niederösterreich gestützt und beträgt 24 bzw. 42 Euro. Zahlen aus der Versicherungslandschaft Die verrechneten Prämien in der Unfallversicherung haben sich in den letzten 4 Jahren interessant entwickelt, im Jahr 2012 lagen die verrechneten Prämien bei 833 Mio. Euro, im Jahr 2015 bei 957 Mio. Euro. Die Leistungen im Unfallbereich sind von 490 Mio. Euro im Jahr 2012 auf 580 Mio. Euro im Jahr 2015 gestiegen.


TITELGESCHICHTE

Wir haben einige Versicherungsunternehmen, Versicherungsmakler und Maklergruppierungen befragt, was wichtig ist im Bereich Unfallversicherung für Kinder. Lesen Sie hier die Meinungen:

Zürich VersicherungsAktiengesellschaft

vatarztkosten für Operationen mitversichert. Auch die lebenslange Rente wurde reformiert und somit wird neben der Standardrente ab 26% (100% der vereinbarten Rente für 25 Jahre) nun auch ab einem dauernden Invaliditätsgrad von 35% die Hälfte der vereinbarten Summe ausbezahlt.

Welches Alleinstellungsmerkmal hat Ihre Kinderunfallversicherung? Grundsätzlich können Eltern für ihre Kinder individuelle Unfallversicherungen bei Zurich abschließen. Wir empfehlen jedoch, die Kinder im Zuge einer Familienunfallversicherung einzuschließen. Diese Versicherung ist besonders attraktiv, da nur die Prämie für ein Kind gezahlt werden muss, unabhängig davon, wie viele Kinder mitversichert werden. Folgende Highlights bietet Zurich für Kinder: • Verdoppelung der Versicherungssummen für dauernde Invalidität für minderjährige Kinder während ihrer gesetzlichen Schulferien • 25% Karenzrabatt auf die Familien-Unfall während des ersten Lebensjahres des Kindes • Das neugeborene Baby ist im ersten Jahr (nach entsprechender Meldung) mit einer Versicherungssumme von EUR 25.000,00 für dauernde Invalidität gratis mitversichert • Wenn das Spitalgeld für Kinder vereinbart ist, werden die Übernachtungskosten der Eltern

Kurt Möller Vorstandsmitglied Zürich Versicherung 22 risControl 02/17

Wie viele Schadensfälle in der Kinderunfallversicherung werden jährlich gemeldet? Etwa 25% der gemeldeten Unfälle betreffen Kinder, was die Wichtigkeit ihrer Absicherung einmal mehr unterstreicht.

Walter Kupec Vorstandsmitglied Generali Versicherung

Generali Versicherung AG

sowohl bei unfall- als auch bei krankheitsbedingtem Aufenthalt übernommen • Für jugendliche Kinder gilt: Bei Sportunfällen von Jugendlichen (ab dem 15. Lebensjahr) wird die Leistung aus der Invalidität um 25 % erhöht, wenn zum Unfallzeitpunkt ein Helm getragen wurde und dies gesetzlich nicht vorgeschrieben war. • Kinderbetreuung im Rahmen der UnfallAssistance nach einem Unfall mit Spitalsaufenthalt der versicherten erwachsenen Person (14 Tage lang und EUR 35,00 pro Tag) • Psychologische Betreuung nach einem Unfall bei Invalidität bzw. Tod eines Kindes bis EUR 1.000,00 • Spitalgeld: Ab dem 15. Tag einer ununterbrochenen stationären Behandlung wird das vereinbarte Spitalgeld verdoppelt (gilt auch für Erwachsene).

Welches Alleinstellungsmerkmal hat Ihre Kinderunfallversicherung?

Welche Neuerungen kommen in der Kinderunfallversicherung?

Mit der Kinderkrebspauschale hat die Generali vor Kurzem neue Akzente bei den Leistungen gesetzt.Im Bereich Schaden/Unfall bietet das Unternehmen ihren Kunden innovative und zukunftsweisende Versicherungslösungen. Die Deckungen der Generali werden laufend evaluiert und den Kundenwünschen angepasst. Unser Ziel ist es, bestmöglichen, individuellen Versicherungsschutz zu bieten.

Im Oktober 2016 rollten wir ein neues Unfallprodukt aus und gestalteten dabei vor allem den Aufbau der Unfallkosten neu. Folglich gibt es – auch für Kinder – nun 3 Varianten (Small/ Medium/Large). Bei Wahl des Large-Pakets ist die Sonderklasse nach Unfall sowie Pri-

Die Generali Kinderunfallversicherung bietet eine optimale, umfassende Absicherung und durch die Unfall Assistance maximale Unterstützung im Schadenfall. Die 24-Stunden-Deckung für Kinder bis 15 Jahre beinhaltet Top-Sicherheiten und neben dem Unfallkapital und der -rente eine Vielzahl von Hilfestellungen und Leistungen. Die neu am österreichischen Markt entwickelte Kinderkrebspauschale sowie Prämienfreistellungen bis zum 18. Lebensjahr des Kindes bei Unfalltod des Versicherungsnehmers runden das Angebot ab. Welche Neuerungen kommen in der Kinderunfallversicherung?


TITELGESCHICHTE

Wie viele Schadensfälle in der Kinderunfallversicherung werden jährlich gemeldet?

ermöglicht maßgeschneiderten Schutz passend zu den persönlichen Bedürfnissen.

Die Anzahl der bei der Generali gemeldeten Schadenfälle aus Unfallversicherungen ist generell steigend Kinderunfälle passieren vornehmlich in der Freizeit und dabei insbesonders bei sportlichen Aktivitäten.

Wie viele Schadensfälle in der Kinderunfallversicherung werden jährlich gemeldet?

ERGO Austria International AG Welches Alleinstellungsmerkmal hat Ihre Kinderunfallversicherung? Das Unfallprodukt der ERGO Versicherung deckt Kosten nach Unfällen bei: Verbrennungen, Verbrühungen, Infektionen (z. B. FSME oder Borreliose), Vergiftungen und allergische Reaktionen nach Bienen-, Wespen- oder Hornissenstichen. Das SOS Service übernimmt die Such-, Rettungs- und Bergungskosten. Entstehende Pflege und Betreuungskosten zu Hause, Kosten für eine Hilfe im Haushalt und bei Alltagserledigungen (Fahrdienst etc.) Auch werden Begleitkosten für einen Elternteil übernommen. Welche Neuerungen kommen in der Kinderunfallversicherung? Unser Unfall-Produkt wurde erst kürzlich überarbeitet und modernisiert. Die individuelle Kombination von Basis- und Zusatzbausteinen

Jährlich sind es einige hundert Schadensfälle.

ÖBV Beamtenversicherung Welches Alleinstellungsmerkmal hat Ihre Kinderunfallversicherung? Progressionsvarianten bis zu 250% und bis zu 500%, mit einer maximalen Invaliditätsleistung bei 100%iger Invalidität von 800.000,- Euro. Invaliditäts-Vollversicherung für zusätzliche Leistung bei schwerwiegenden Unfallfolgen mit einem Invaliditätsgrad ab 50% mit bis zu 200.000,- Euro Versicherungssumme. Somit kann ein erhöhter finanzieller Bedarf für höhere Invaliditätsgrade zu einem geringen Versicherungsbeitrag gedeckt werden. Kein Mindestbeitrag für eine Kinder-UV, um auch finanziell schwächeren Eltern einen privaten UV-Schutz für ihre Kinder zu ermöglichen. Keine Zuschläge für Sport- und Freizeitrisiken (bis Vollendung des 15. Lebensjahres) Für Personen, die zum Zeitpunkt des Ablebens das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden Beerdigungskosten bis zu 10.000,Euro übernommen. Welche Neuerungen kommen in der Kinderunfallversicherung? Die ÖBV wird mit Juli 2017 ein neues Unfallprodukt nach dem Baukastenprinzip launchen. Fokus liegt auf modularen Produktbausteinen - der Kunde kann selbst je nach Bedarf wählen, welche Bausteine er möchte. Wie viele Schadensfälle in der Kinderunfallversicherung werden jährlich gemeldet?

Peter Eichler Vorstandsmitglied UNIQA Österreich

In der ÖBV erhalten jährlich ca. 20-25 Kinder eine Leistung aus ihrer ÖBV-Kinder-Unfallversicherung. Gemessen am ÖBV-Vertragsbestand von aktuell rund 850 Kinder-UVProdukten sind das etwa 3% aller in einem ÖBV-Kindertarif versicherten Kinder. Statistisch gesehen erhält daher im Zeitraum von

10 Jahren jedes 3. Kind eine Leistung aus der Kinder-Unfallversicherung.

UNIQA Österreich Versicherungen AG Welches Alleinstellungsmerkmal hat Ihre Kinderunfallversicherung? Im Rahmen der Einzel- und Familienunfallversicherung erhöht UNIQA die Leistung, sofern sich das Kind bei Ski-, Snowboardoder Radunfällen verletzt. Erleidet das Kind bei diesen Aktivitäten einen Unfall und trägt dabei einen Helm, erhöhen sich alle Versicherungsleistungen um 50 Prozent. So wird zum Beispiel bei einem Knochenbruch – sofern dieser Baustein im Vertrag inkludiert ist – der Pauschalbetrag von 500 Euro auf 750 Euro erhöht. Eine besonders sinnvolle Mehrleistung ist auch die Kostenübernahme für einen Assistenzhund. Bei schweren Dauerfolgen nach einem Unfall wird der Kontakt zu einer Organisation hergestellt, damit ein geeigneter Hund auf die Bedürfnisse des Kindes ausgebildet werden kann. Die Ausbildungskosten werden übernommen, diese liegen derzeit bei etwa 30.000 Euro. Der Hund kann dabei helfen, denn Alltag der Kinder trotz Beeinträchtigung zu erleichtern. Welche Neuerungen kommen in der Kindeunfallversicherung? Neben der Einzel- und Familienunfallversicherung, bietet UNIQA die Schüler-Unfallversicherung an. 2016 haben wir dieses Produkt überarbeitet: Für eine Prämie in Höhe von 7,50 Euro pro Jahr kann ein Kind nun für 365 Tage im Jahr rund um die Uhr abgesichert werden. Die Prämie kann bequem per Telebanking einbezahlt werden. Der Versicherungsschutz beginnt dann mit dem Folgetag. Neben einer Kapitalleistung für Dauerinvalidität sind auch Bergungskosten sowie Unfallkosten, z.B. für Therapien versichert. Wie viele Schadensfälle in der Kinderunfallversicherung werden jährlich gemeldet? Im Jahr 2016 haben sich rund 5.000 Kinder zwischen 0 bis 18 Jahre, die bei uns risControl 02/17 23


TITELGESCHICHTE

unfallversichert sind, verletzt. Die meisten Unfälle davon, ca. 50 Prozent, passierten zuhause oder in der Freizeit, danach folgen Unfälle in der Schule. Fußballspielen ist jene Sportart, bei der sich Kinder am häufigsten verletzen. Die häufigsten Verletzungsarten sind Knochenbrüche. Rund zwei Drittel aller Unfälle enden mit gebrochenen Armen und Beinen. 15 Prozent der verunfallten Kinder erleiden Zerrungen und Muskelrisse und Bänderverletzungen. Rund 10 Prozent der Unfälle führen zu kleineren Verletzungen wie Prellungen und Verstauchungen.An der Gesamtanzahl der Unfälle gemessen, betreffen 50 Prozent der Verletzungen Arme und Hände, gefolgt von 25 Prozent Verletzungen am Bein.

Allianz Versicherung AG Welches Alleinstellungsmerkmal hat Ihre Kinderunfallversicherung? Mit der Kinder-Unfallversicherung bietet die Allianz ab einer Jahresprämie von 5 Euro einen Basisschutz für Kinder bis 18 Jahre an. Der weltweite Versicherungsschutz gilt sowohl bei Unfällen in der Kinderkrippe und der Schule, also auch in der Freizeit. Im Falle einer 100-prozentigen Invalidität werden bis zu 200.000 Euro ausbezahlt. Deckungsumfang: • Kapitalleistung bei dauernder Invalidität: bis zu EUR 200.000,- bei einer 100%-iger dauerhaften Invalidität. Leistungsanspruch besteht ab 1% Invalidität. • Kosten für Such-und Bergekosten inkl. Hubschrauberbergung bis zu EUR 3.000,-: Wenn Sie – ob verletzt oder unverletzt - in Berg-/Seenot oder Hochwassergefahren geraten oder einen Unfall erleiden, übernehmen wir die Such- und Bergungskosten inklusive Rettungshubschraubertransport. • Unfallkosten (z.B.: kosmetische Operationen, Zahnersatz, etc.) bis EUR 1.000,-: Nach einem Unfall sind Rückholkosten, Heilmittel und Heilbehelfe, ärztlich verordnete Physiotherapie sowie kosmetische Operationen grundsätzlich bis zu EUR 1.000,-inkludiert. 24 risControl 02/17

Rupert Schaidreiter Spartenverantwortlicher Unfallversicherung g&o Versicherungs- und Finanzgruppe • Im Falle eines Unfalltodes werden bis zu EUR 3.000,- Begräbniskosten übernommen. Voraussetzung: Die versicherte Person hat keine wesentlichen Erkrankungen, ist nicht Berufs- oder Hochleistungssportler, keinen besonderen Gefahren beim Sport ausgesetzt. Welche Neuerungen kommen in der Kinderunfallversicherung? Aktuell sind keine Neuerungen in der Kinderunfallversicherung geplant. Wie viele Schadensfälle in der Kinderunfallversicherung werden jährlich gemeldet? Das ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. In der Kinderunfallversicherung mit dem hier genannten Leistungsumfang bleiben wir in der Regel im zweistelligen Bereich.

g&o Versicherungs- und Finanzgruppe Wie wird das Produkt Kinderunfallversicherung vom Kunden angenommen? „Wenn mein Kunde im Beratungsgespräch erfährt, dass Kinder und Jugendliche nur während der Schule bzw. schulischen Veran-

staltungen und am Weg von und zur Schule einen Anspruch auf eine mögliche Leistung durch die AUVA haben, für Freizeitunfälle aber kein Leistungsanspruch besteht, dann ist jeder Kunde auf dieses Thema sensibilisiert“. „Bei mir hat jeder Kunde auch eine Unfallversicherung. Dies schon alleine aus meiner Haftung als Makler.“ Gerade für Kinder ist eine private Unfallversicherung immens wichtig, da ein Kind oder ein Jugendlicher keine oder kaum Beitragsjahre ins Sozialsystem vorweisen kann und daher nur geringe Ansprüche auf eine Versehrtenrente hat. Der Prämienaufwand, einer privaten Unfallversicherung, steht absolut in keinem Verhältnis zu den Leistungen, die im Bedarfsfall erbracht werden. Empfohlen sind jedenfalls Versicherungen mit hohen Leistungen ab Invaliditätsgraden von 50 % und aufwärts. Hier sprechen wir von Summen bis zu € 1.000.000,--. Gerade für Kinder sind ausreichend hohe Versicherungssummen anzuraten, weil hier sehr oft, bedingt durch das junge Alter, langfristiger finanzieller Bedarf gefragt ist. Hier sollten jedenfalls Summen versichert werden, die eine entsprechende Rentenleistung oder einen möglichen Zuschuss zur Pflege abdecken können. Ein spezielles Thema in der Kinderunfallversicherung sind natürlich auch die Bergungskosten bzw. die Heilkosten. Für Hubschrauber-Transportkosten bestehen z.B. bei der AUVA satzungsmäßige Höchstgrenzen. Die tarifliche Höchstgrenze für einen Hubschraubertransport vom Unfallort ins Krankenhaus beträgt derzeit lediglich EUR 948,27. Insbesondere eine HubschrauberBergung nach einem Alpin- oder Schiunfall oder auch Spezialbehandlungen sind teuer und werden von der gesetzlichen Unfallversicherung nicht bezahlt. Wo sehen Sie die Ursachen dafür, dass viele Kinder nicht unfallversichert sind? Vielen Eltern ist die oben angeführte Problematik leider nicht bekannt. Da die Kinder eigentlich immer in der Familienunfallversicherung der Eltern mit versichert sind, spielt in der Praxis die Kinderunfallversicherung eine untergeordnete Rolle. Das wichtigste ist eine Aufklärung durch den Berater. Dann wird jeder Kunde die Wichtigkeit dieser Absicherung verstehen.


Leistbar für alle Die eine Hälfte der Österreicher hat eine Unfallversicherung, die andere braucht sie noch. Mit innovativen Lösungen sorgt die Allianz dafür, dass diese wichtige Grundabsicherung für alle leistbar ist und im Fall des Falles auch entsprechende Leistungen zur Verfügung stehen.

Bei rund 8,7 Millionen Österreicherinnen und Österreichern gibt es hierzulande laut Versicherungsverband nur 4,3 Millionen versicherte Unfallrisken. „Erst einer von zwei Österreichern hat eine Unfallversicherung – haben sollte diesen echten Basisschutz aber wirklich jeder und jede“, sagt Claudia Schlosser, die Bereichsleiterin Maklervertrieb bei der Allianz. Denn nur so ist gewährleistet, dass bei Bedarf nach einem Unfall die erforderlicwhen Mittel für einen behindertengerechten Wohnungsumbau zur Verfügung stehen und auch mögliche Einkommensausfälle kompensiert werden können. Doch viele verlassen sich offensichtlich noch immer darauf, dass für sie über die gesetzliche Unfallversicherung ohnehin vorgesorgt sei. Und betrachtet man nur Unfälle am Arbeitsplatz oder in der Schule, gilt das ja auch soweit. Für Unfälle in den eigenen vier Wänden und in der Freizeit – und das ist mit 80 Prozent die große Mehrheit! – übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung jedoch keine Kapital- oder Rentenleistung. „Angestellte light“ „Eine Unfallversicherung sollte für jedermann leistbar sein“, betont Schlosser. Die Allianz hat deshalb als einziger Anbieter die übliche Verteilung nach Berufsgruppen aufgebrochen und die Berufsgruppe „Angestellte light“ geschaffen: Damit wurde die Unfallversicherung für fast zwei Drittel der Österreicher im Erwerbsalter noch attraktiver. Denn „Angestellte light“ umfasst so große Sparten wie Dienstleistung sowie Handel, Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen. Ebenfalls darunter fallen die boo-

Claudia Schlosser menden Ich-AGs, Büroangestellte, der öffentliche Dienst und sogar Polizisten und Soldaten, sofern diese ihren „Einsatzort“ vor allem am Schreibtisch haben. Und ob Hausfrau oder Hausmann – sie gelten auch als „Angestellte light“. Ein immer heißeres Thema sind Hobbysportarten wie Tauchen, Klettern und Mountainbiken. Denn sie erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, doch wenn dabei etwas passiert, braucht’s mehr als nur ein Pflaster. Mit den Sportpaketen der Allianz lassen sich auch gefährliche Sportarten und selbst Semi-Profisportler einfach und risikoadäquat versichern. Turbo und Extra Dann gibt es noch einen Vorteil, den die Kunden in dieser Form ausschließlich mit einer Unfallversicherung der Allianz bekommen: die Turbo-Progression – damit verdoppelt sich die Versicherungssumme im Fall einer hohen Dauerinvalidität noch zusätzlich. Und dieser Vorteil kann auch

solo und als sinnvolle Ergänzung zu (auch anderswo!) bereits bestehenden Unfallversicherungen angeboten werden. Denn startet die Auszahlung beispielsweise erst ab einem Invaliditätsgrad von 50 Prozent, spart sich der Kunde drei Viertel der Prämie. „Um ein Viertel der Prämie kann sich der Kunde also die volle Versicherungssumme leisten und hat damit eine echte Absicherung für den Ernstfall“, fasst Schlosser zusammen. Die Lösungen der Allianz können zwar auch nicht davor schützen, berufs- oder arbeitsunfähig zu werden, aber durch die passende Absicherung vor den finanziellen Auswirkungen und dem Verlust des gewohnten Lebensstandards bewahren. Speziell die Körperkasko soll dabei noch erwähnt werden. Diese ist vor allem für körperlich arbeitende Personen interessant, für die eine herkömmliche Absicherung sonst oft finanziell außer Reichweite oder erst gar nicht im Fokus wäre. „Sogar Piloten, Berufssportler und Künstler können damit in den Genuss einer Versicherungsdeckung kommen“, unterstreicht Schlosser. risControl 02/17 25


VERANSTALTUNG

faircheck

Upcycling Nachhaltiges Handeln im Schadensfall ist für faircheck immer schon besonders wichtig. Die Entsorgung schadhafter Ware aus Versicherungsfällen in Mülldeponien ist seitdem nicht mehr die Regel. Leicht beschädigte Geräte oder Waren aus Schadensfällen werden durch das seit circa acht Jahren bestehende faircheck-Projekt an soziale Einrichtungen zur Weiterverwertung übergeben. Das Projekt wird nach wie vor mit viel Herzblut aller Mitarbeiter vorangetrieben. Aktuell wird das Projekt auf die nächsthöhere Ebene gebracht: Upcycling lautet die Devise. Aus einer schadhaften Markise eines Wiener Cafés wird durch den Verein „heidenspass“ in Graz Futtermaterialien für Taschen, oder für Penale und Necessaires.Der Verein heidenspass beschäftigt benachteiligte Menschen, diese erzeugen und verkaufen Produkte aus gebrauchten und recycelten Materialien, die unter lokalen und fairen Bedingungen in Graz produziert werden. Die neue Partnerschaft und damit die Möglichkeit, aus schadhaften Materialien neues Kreatives entstehen zu lassen, nimmt Dr. Peter Winkler als Anlass für eine gemeinsame Einreichung beim TRIGOS 2017. "Wir freuen uns, dass das enorme Potenzial unseres Projekts bei

unseren Auftraggebern, insbesondere den Versicherungen erkannt wird. Starke Partnerschaften sind in Zukunft besonders wichtig,

um neben dem Kerngeschäft prozessorientiert soziale und ökologische Verantwortung zu übernehmen", so Dr. Peter Winkler, CEO.

ÖBV Versicherung

Vernissage

Kuratorin Jacqueline Chanton; ÖBV Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter Werner Summer; Kunsthistorikerin Patricia Grzonka; Künstler Thomas Reinhold; Leiterin ÖBV Marketing und Unternehmenskommunikation Astrid Valek; ÖBV Aufsichtsrat-Vorsitzender Günter Blumthaler; Pianist Julian Gamisch 26 risControl 02/17

Ende Jänner fand im gut besuchten ÖBVAtrium die Vernissage zur Ausstellung des bekannten Malers Thomas Reinhold statt. Reinholds Schüttbilder der Werkgruppe „BILD“ fanden beim Publikum, darunter Aufsichtsratsvorsitzender Günter Blumthaler, Vorstandsvorsitzenderstellvertreter Werner Summer, der ehemalige MUMOK-Direktor Prof. Edelbert Köb, Kunsthistorikerin Patricia Grzonka, Astrid Valek, Leiterin Marketing und Unternehmenskommunikation breiten Anklang. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von dem jungen Pianisten Julian Gamisch. Die Ausstellung im Atrium in der Grillparzerstraße 14 ist bis einschließlich 19. Mai 2017, montags bis freitags von 8:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.


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KOLUMNE

Mario Passini

No Cash – Bargeld wird abgeschafft 2. Teil Experten sprechen von einem „War on Cash“, einem Krieg gegen das Bargeld. Denn was passiert, wenn Banken plötzlich - wie es das schon in Einzelfällen gibt - im größeren Stil Strafzinsen (Negativzinsen) auf Erspartes durchsetzen? „Am Ende steht das Ende der bürgerlichen Freiheit“, kommentierte Roland Tichy, Journalist und Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung, diesen Zusammenhang.

War on Cash

Entwicklung nicht zu stoppen

„Mobile Payment“, das mobile Bezahlen von unterwegs aus – ohne Scheine, Münzen und am besten auch ohne Plastikkarten – soll den Umgang mit Geld revolutionieren. PayPal-Chef David Marcus wagte eine Prognose: Westliche Großstädter würden ihren Alltag schon in vier Jahren ohne Bargeld und Bankkarten meistern können. Internetunternehmen, Banken, Kreditkartenunternehmen und Telefonkonzerne – sie alle sind in den Kampf um das Portemonnaie des Kunden eingestiegen. Sie alle wollen aus der herkömmlichen Brieftasche eine digitale machen, ein „Wallet“, wie das neudeutsch heißt.

Der laxe Umgang der Österreicher in Sachen Transparenz weicht einem strengeren Regime. IT-Riesen und kleine Start-ups, Banken und Handel, greifen das Thema auf, weil Bargeld-Handling teuer ist. Einen zusätzlichen Schub bringt der Umstand, dass dank EUVerordnung für Unternehmen die Kosten für den Kreditkarteneinsatz erheblich sinken. Der deutsche Bundesbanker Carl-Ludwig Thiele plädiert dafür, "sich vor Augen zu halten, dass die Freiheit scheibchenweise stirbt".

Bitcoin bietet Diskretion Bitcoins bieten bereits jetzt schon eine Möglichkeit, Waren und Dienstleistungen zu bezahlen, ohne dass es von außen nachvollzogen werden kann. Andere Systeme werden folgen. Und auch wenn die Behörden gegen Bitcoins & Co ankämpfen, weil diese Systeme von Kriminellen genutzt werden, können sie es kaum unterbinden.

Ohne Geheimnis gibt es keine Demokratie Denn natürlich haben Bürger in einer Demokratie immer etwas zu verbergen. Mehr noch: Die Freiheit in einem Rechtsstaat entsteht erst dadurch, dass Bürger nicht auf Schritt und Tritt kontrolliert werden. Wer damit rechnen muss, dass seine Daten auf Monate und Jahre dem Zugriff staatlicher Stellen ausgesetzt sind, der unterlässt womöglich Dinge, die ihm in einer freiheitlichen Demokratie ge-

WER DAMIT RECHNEN MUSS, DASS SEINE DATEN AUF MONATE UND JAHRE DEM ZUGRIFF STAATLICHER STELLEN AUSGESETZT SIND, DER UNTERLÄSST WOMÖGLICH DINGE, DIE IHM IN EINER FREIHEITLICHEN DEMOKRATIE GESETZLICH ZUSTEHEN. Schließlich ist vorstellbar, dass auch bei der Abschaffung von Bargeld Münzen für die Bezahlung alltäglicher Dinge erhalten bleiben. Aber ob sie dann noch viel Verwendung finden, ist fraglich. Einstieg in den Ausstieg vom Bargeld? Tatsächlich aber ist der Besitz von Bargeld ein Stück Freiheit. Das weiß jeder, dessen Bank- oder Kreditkartenkonto schon einmal für einen kürzeren oder längeren Zeitraum gesperrt wurde. Oder wie jüngst geschehen, wenn eine Kreditkartenfirma (Visa) wegen eines Passwort - Fehlers den Account sperrt und nicht in der Lage ist das Problem innerhalb von acht Tagen – im konkreten Fall dauerte es 14 Tage und mehr – zu lösen und den Zugriff auf´s eigene Geld wieder freizuschalten. 28 risControl 02/17

setzlich zustehen. Zum Beispiel den Kauf eines Bahntickets zum Protestcamp beim nächsten G8-Gipfel. Oder das Telefonat mit einem Aktivistenfreund, weil im Laufe des Gespräches Sätze fallen könnten, die eines Tages in einem anderen Zusammenhang wieder gegen den Anrufer verwendet werden könnten. So schaut die Welt ohne Geld aus Das gibt es schon 2016. Jetzt attackieren Hacker auch Geschäftsbanken. Die Zentralbank von Bangladesch wurde das erste prominente Opfer. Die Angriffe auf das internationale Zahlungssystem werden immer professioneller. Zum zweiten Mal binnen weniger Monate haben unbekannte Hacker das internationale Zahlungssystem Swift angegriffen – und Geld von einer Bank gestohlen. Das berichtet


KOLUMNE

die „New York Times“ unter Berufung auf einen Brief, den die Swift-Gesellschaft (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) an ihre rund 11.000 Mitglieder ausgeschickt hat. „Die Angriffe auf Swift sind auffallend, weil mehrere Millionen Dollar gestohlen wurden – und zwar nicht von den Kunden, sondern direkt von den Banken.“ Es handelt sich also tatsächlich um einen digitalen Bankraub. Totale Überwachung und elektronische Kontoverfolgung Was als neue bequeme Welt ohne Kriminalität gepriesen wird, erweist sich bei näherem Hinsehen als Schreckensvision der totalen Überwachung. Ohne Bargeld sind die Bürger restlos manipulierbar und steuerbar. Wer sich politisch unbeliebt macht, dem wird das Konto gesperrt. Alkoholikern wird an der Kasse der Kauf von Alkohol verboten. Das klingt gut, aber genauso könnte jedem anderen der Kauf jeder beliebigen Ware verboten werden. Die bargeldlose Welt macht es auch viel einfacher, Steuern und Zwangsabgaben zu erheben. Die Bürger können sich dann gar nicht mehr gegen die Selbstbedienung der politischen Verwaltung wehren. Alle sind kontrollierbar. Was immer man tut, was immer man kauft, wo immer abgebucht wird – es ist nachvollziehbar. Keine Spende im Klingelbeutel, kein Schwarzgeld, kein Trinkgeld bliebe unentdeckt; jeder Kauf wäre kontrolliert. Alles ist transparent. Es ist diese ganz große Lösung: Endlich die totale Kontrolle über die Menschen. Ohne Bargeld ist der gläserne Mensch Realität. Staatlichen Behörden hätten damit ein

hörten sowieso der Vergangenheit an. Die p.t. Gelehrten, Experten und Gutachter des Jahres 2016 irren. Sie scheinen zu übersehen, dass auch die „ehrenwerte Gesellschaft“ ihre Praktiken den technischen Gegebenheiten des Jahres 2049 angepasst haben wird. Heißt es doch nicht umsonst, die Innovationen der Gangsterei seien schneller als die Polizei. Im Jahr 2049 wird intensiv und akribisch vorgeschrieben, wie man sein Leben zu leben hat. Mit Geboten, Verboten und Regeln. Und alle tragen einen implantierten Personal-Chip, der zugleich Sensor ist. Auf dem ist umfassend alles digital aufgezeichnet. Alles! Von den persönlichen Daten, den Gesundheitsdaten, alle Körperfunktionen, alle Wege, Beziehungen, Kontakte bis hin zu allen Sozial-, Finanzund Geschäftsdaten. Alles gespeichert in einer Art Lebensregister. Digitales-Konto inklusive, ist doch der Chip gesetzliches Zahlungsmittel. Damit aber sind der Verschlüsselungstechnik Grenzen gesetzt. Da wird dann halt statt der Geldbörse der Chip geräubert. Stümper aus der Unterwelt haben noch vor zehn Jahren, so um 2040 herum, Hände abgehackt um an den Personal-Chip heranzukommen. 2049, gibt es – nicht nur offizielle – Geräte, die lesen einen Chip aus einer Entfernung von einigen Metern aus. Was man übrigens 2016 schon bei Autoschlössern konnte. Mit entsprechender Technik und Software wird der VUPiC (very unique personal chip) umprogrammiert, und die organisierte Kriminalität hat mit dem geklonten Chip unbegrenzte Möglichkeiten und kann gefahrlos alles einkassieren. Was übrigens zu neuen Formen der Kriminalität führte: Diebstahl

WAS ALS NEUE BEQUEME WELT OHNE KRIMINALITÄT GEPRIESEN WIRD, ERWEIST SICH BEI NÄHEREM HINSEHEN ALS SCHRECKENSVISION DER TOTALEN ÜBERWACHUNG. einfaches und effektives Mittel, Bürger binnen Tagen in den Ruin zu treiben und ihnen die Lebensgrundlage zu nehmen. Bargeldlose Zukunft Die bargeldlose Zukunft könnte ein wenig wie in einem Science Fiction Film sein. Der Mensch bezahlt mit Fingerabdruck oder der implantierte Chip wird gescannt. Auf Knopfdruck lässt sich feststellen, wo, wer wann was gekauft hat, wieviel virtuelles Geld jemand besitzt, und wo sich jemand gerade befindet. Wo hört es auf "praktisch" zu sein? Und wo beginnt die Überwachung? "Zurück zu den Wurzeln", denken sich viele, die Alternativen suchen. Eine Alternative könnte das altmodische Tauschen sein. Denn die bargeldlose Welt ist für einige bereits Realität. Im Tauschkreis "Wir gemeinsam" wird gehandelt, und das komplett ohne Geld. Oh du selige, oh du glückliche heile Welt Einen der „guten“ Gründe warum man in einer bargeldlosen Welt besser lebt, erzählt das Märchen von der weitgehend verbrechensfreien Welt. Zumindest Drogenhandel, Schwarzarbeit oder Steuerhinterziehung seien zurückgedrängt. Falschgeld, Skimming oder Phishing werde unmöglich gemacht. Auch Korruption und Schwarzarbeit werde vollständig nachkontrollierbar sein. Und Geldüberfälle ge-

der Identität. Früher nannte man das Skimming – das war damals aber vergleichsweise harmlos. 2049 ist es ein Schwerverbrechen und wird Mord gleichgestellt. Korruption und Schwarzarbeit seien vollständig nachkontrollierbar, wird erklärt. In listiger Weise wird ein Gefühl von Sicherheit vorgespiegelt. Eine trügerische Sicherheit, denn die Wahrheit ist viel finsterer als viele glauben machen. Völlig ungeklärt ist übrigens 2049 noch die Frage, wie das behördliche Manipulatorenamt agiert soll, wenn der digitalisierte Bürger Urlaub in einem Land machen will, dass noch nicht das bargeldlose Leben eingeführt hat. Denn, dass alle Staaten der Welt Bargeld zugleich abschaffen und darüber hinaus einen persönlich konfigurierten Chip, mit weltweit einzigartiger Identifikationsnummer einführen, das glauben selbst die glühendsten Verfechter einer bargeldlosen Gesellschaft nicht. Eine Begrenzung des Bargeldverkehrs ist eine denkbar stumpfe Waffe im Kampf gegen die organisierte Kriminalität. Kein Spitzbube ist schon 2016 nicht mehr so dumm, krumme Geschäfte mit EuroBanknoten zu tätigen. Es gibt andere Möglichkeiten. Conclusio: In einer Welt ohne Bargeld ist der Mensch dem System ausgeliefert. Vollkommen. In einer Welt ohne Bargeld steht man, wenn das digitale Geldkonto gesperrt ist, sehr schnell tatsächlich vor dem risControl 02/17 29


KOLUMNE

Verhungern. Wenn man keine Ausweichstrategien entwickelt hat ist man zum Leben im Untergrund verurteilt. Happy End: Es wird immer Bargeld geben Was schwedische Polizisten und Banker lautstark fordern, stößt bei Ökonomen auf Misstrauen. Forscher befürchten schwache Zentralbanken, die totale Überwachung und Inflation. Vor allem aber: So einfach, wie sich Schweden das vorstellt, lassen sich Münzen und Scheine gar nicht verbannen. „Die Menschen würden auf andere Währungen und zur Not auf Edelmetalle ausweichen“, sagt Paul G. Schmidt. Schwarzarbeit zum Beispiel würde ohne Bargeld zwar schwieriger, aber noch lange nicht unmöglich. Und Experte Friedrich Schneider glaubt, dass die Schattenwirtschaft maximal um 15 Prozent schrumpfen würde, wenn das Bargeld abgeschafft wird. „Der Rest weicht auf andere Zahlungsmittel aus.“ Statt eines sauberen Arbeitsmarktes gäbe es ein unüberschaubares Geld-Chaos aus Auslandswährungen, Naturalwährungen und Edelmetallen. Auch Gutschein-Systeme, mit denen Dienstleistungen direkt getauscht werden, seien vorstellbar, glaubt Schneider. Nicht nur bei Schwarzarbeit und Drogenkäufen würden diese Ausweichwährungen genutzt werden, sagt Ökonom Schmidt. „Auf Flohmärkten und in kleinen Geschäften ist eine Einführung von bargeldlosen Systemen einfach zu teuer.“ Eine Rückkehr zu „Muscheln und Perlen“? Hat Bargeld also noch Zukunft? Ja, denn trotz all der spannenden Entwicklungen bei unbaren Zahlungsinstrumenten zum Trotz ist Bargeld auch im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung weiterhin gefragt. So brachte eine Umfrage des Nachrichtensenders ntv (September 2016) das Ergebnis, dass 95% aller Befragten mit Bargeld zahlen wollen. Zwar merkt man einen tendenziellen Rückgang bei der Nutzung von Bargeld. Man erwartet mittelfristig, dass der Barzahlungsanteil an der Ladenkasse unter die 50 Prozent-Marke rutschen wird. Doch erfüllt Bargeld darüber hinaus weitere Zwecke wie die Wertaufbewahrung. Und das generiert eine deutliche Zunahme der Nachfrage nach Bargeld. Ökonom Krüger glaubt auch nicht an den Mythos vom billigen Plastikgeld. „Bei bargeldlosen Zahlungsmitteln sind die Transaktionskosten nicht so gering, wie oft behauptet wird.“ Er ist in seinem zweiten Job bei der Pay Sys Consultancy GmbH, die Kreditkartenunternehmen berät. Ein elektronisches Zahlungssystem müsse ständig weiterentwickelt und sicherer gemacht werden und sei daher auch nicht billig. Bessere Computertechnik helfe nicht unbedingt weiter, sagt Krüger und widerspricht damit der unter Ökonomen weit verbreiteten Ansicht, dass technischer Fortschritt die Kosten immer weiter sinken lässt. „Durch den technischen Fortschritt wird es auch billiger und einfacher, die Zahlungssysteme anzugreifen.“

Ein großer Nutzen: Bezahlen mit Bargeld hinterlässt keine Datenspuren Bargeld ist anonym und schützt seinen Benutzer vor der Beobachtung durch Dritte. Scheine und Münzen hinterlassen keine Datenspuren. Und je mehr Unternehmen und Geheimdienste sich alle erdenklichen Informationen über das Kaufverhalten sichern und Personenprofile erstellen, desto größer wird dieser Vorteil. Anbieter elektronischer Zahlungssysteme beteuern zwar gebetsmühlenartig, dass die Daten ihrer Kunden sicher seien, aber die Erfahrung zeigt, dass sich immer wieder neue Sicherheitslücken entstehen. Yahoo meldet, dass Daten von 500 Millionen Nutzern gestohlen wurden. Der beste Datenschutz ist daher, die Daten erst gar nicht entstehen zu lassen. Bargeld hilft dabei. „Bargeld braucht nur noch deine Oma – und der Bankräuber“, heißt ein Slogan der schwedischen Bargeld-Gegner. Ausgedacht haben ihn sich schwedische Bankangestellte, die aus Angst vor Überfällen als Erstes auf die Idee kamen, komplett auf bargeldlose Zahlungsmittel umzusteigen. Wer Münzen und Geldscheine abschafft, schafft auch ein Stück Freiheit ab. Genau das ist es: Bargeld ist „gemünzte Freiheit“, (Dostojewski), denn es hinterlässt keine Datenspuren und schützt die Privatsphäre, und kann ohne technische Hilfsmittel und vor allem: ohne Gebühren zum Bezahlen genutzt werden". Bargeld ist unser letztes Mittel, die Privatsphäre vor der öffentlichen Neugier zu schützen Epilog Der arme Kampl fragt: „Was Bargeld - Obergrenzen? Bei mir ist Obergrenze Null. I bin pleite“. Das Bargeld darf nicht abgeschafft werden. Erstens: Weil dem Dagobert Duck, beim Sprung in den Geldspeicher, nur der Blick auf´s Geld ein Gefühl von Sicherheit und der Freiheit gibt. Und zweitens: Weil sich dann kleine Kinder kein Zuckerl mehr kaufen können. Und überhaupt, weil ein weiser Mann sagte: Nur Bares ist Wahres.

Quellenhinweis: Internet, Wikipedia, Financial World Report, Huffington Post, staatsunrecht.wordpress.com, Kurier, godmode-trader.de, Wiener Zeitung, tagesspiegel, börse-online, finanzmarkt, www.bundesbank.de, datenschutz-berlin.de, Der Marktspiegel, Roland Tichy: Journalist und Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung, Mentale Buchführung – Wikipedia, Dagens Nyheter, 3sat. de, nachrichten.at, newstral.com, volkspetition.org, forsight.com, Le Figaro, The Electronic Telegraph, datenschutz.rpl, bundesbank.de, ludwig-erhard.de, Aftonbladet, ef-magazin.de, quer-denken. tv, finanzen.de, meins.orf.at, New York Daily News, stern.de, lebenskraft.tv, mymonk.de, nzz.at, Wall Street Journal , Leader Online, Washington Post, Wirtschaftsblatt, Die Presse, aktuellenachrichten-online, Cest-aktuell, ZEIT.de, marktspiegel, finanzen.net. u.v.a.

30 risControl 02/17


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VERANSTALTUNG

Ausbildung

Berufsbegleitende akademische Weiterbildung Das Institut für Versicherungswissenschaften e.V. bietet ab Juni 2017 zum mittlerweile achten Mal, den „Master of Business Administration Versicherungsmanagement“ (MBA-Insurance) an. Über einen Zeitraum von 24 Monaten erwerben die Studierenden in dem postgradualen berufsbegleitenden MBA-Insurance in sechs Präsenzphasen und ergänzenden Selbststudienphasen fundierte

Kenntnisse aus allen relevanten Themengebieten eines Versicherungsunternehmens. Die zentralen Zulassungsvoraussetzungen für den MBA-Insurance sind ein staatlich anerkannter Hochschulabschluss, mindestens ein Jahr Berufserfahrung, gute Kenntnisse der englischen Sprache sowie ein Empfehlungsschreiben des Arbeitgebers. Zu beachten ist außerdem, dass das anspruchsvolle Studienprogramm ein ho-

hes Engagement der Teilnehmer erfordert und es gilt, die beruflichen und akademischen Anforderungen in Einklang zu bringen. Erfolgreichen Absolventen des Studiengangs wird von der Universität Leipzig der akademische Grad „Master of Business Administration“ (MBA) verliehen. Detaillierte Informationen über den Studiengang und den Bewerbungsprozess sind unter www.mba-insurance.de zu finden.

AUF DIE ARBEIT

FOLGT DAS

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LOKDOKTOR.AT

g&o GmbH

Erstes g&o Treffen 2017 Bei strahlendem Sonnenschein und traumhaften Schifahrbedingungen trafen sich die Makler der g&o Gruppe heuer zum ersten Mal in großer Runde, um die gemeinsamen Ziele für das Jahr 2017 zu verinnerlichen und sich über die Produktvielfalt innerhalb der g&o Gruppe auszutauschen. Themen wie Cybercrime und die Notwendigkeit einer Vertrauensschadenversicherung, aber auch Spezialitäten wie etwa eine Kunstversicherung anhand konkreter Beispiele, stellten wieder das Prinzip des „Best Advice“ in den Vordergrund, nach dem ein Versicherungsmakler zu handeln hat. Als Gastredner durfte die g&o Gruppe auch dieses Mal wieder Ver32 risControl 02/17

treter namhafter Versicherungsunternehmen begrüßen, die die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit von größeren Maklerorganisationen hervorhoben. Mit einem Prämienvolumen von knapp 100 Mio. EUR und 33 Versicherungsmaklern hat die g&o Gruppe nunmehr eine Größe erreicht, die es erlaubt innezuhalten

und sich auf die Optimierung der internen Prozesse zu konzentrieren. Ein wesentliches Thema war daher die Digitalisierung der Versicherungsbranche – bei g&o wird das Hauptaugenmerk 2017 auf Onlineprozesse für Makler und Kunden sowie Weiterbildung gelegt.


VERANSTALTUNG

Faircheck Schadenservice GmbH

Campus 2017 Das Motto des faircheck Campus 2017 lautet „Potenziale entdecken und die eigenen Fertigkeiten erweitern“. Der Campus richtet seine Inhalte nicht nur an faircheck-Schadenregulierer. Interessierte Sachverständige und Schadenreferenten aus ganz Österreich haben 2017 die Möglichkeit, das praxisnahen Weiterbildungs-

programms zu konsumieren. Peter Winkler, CEO faircheck: „Als Schnittstelle zwischen Versicherungsnehmer und Versicherungen schätzen wir den gemeinsamen Austausch und übernehmen branchenweit gerne die Rolle eines soliden Weiterbildungspartners." Erfahrene Experten bringen neben spartenspezifischen Schwerpunkten Prozessthemen

verständlich und lösungsorientiert auf den Punkt. Die Schwerpunkte für 2017 sind auf Einbrüche und Schaden-Kalkulationen in der Praxis gelegt. Wie werden fingierte Einbrüche erkannt? Welche Erhebungsformen werden eingesetzt? Wie sieht eine ideale Kalkulation samt Bericht aus?

Swiss Life Select

Stiftung Zuversicht für Kinder Im letzten Jahr wurde von den Swiss LIfe Select Finanzberatern die stolze Summe von 81.963,97 Euro an die Stiftung Zuversicht für Kinder gespendet. Die Stiftung leistet weltweit schnelle und unbürokratische Hilfe. Besonders in schwerwiegenden Einzelfällen, wie z. B. bei einem Theraphieplatz für schwerbehinderte Kinder in Österreich, einem Schulbrunnen im Süden von Kambodscha oder einer Patenschaft zur Ausbildung von Ärzten in einer Kinderklinik in Afrika. Die Stiftung fördert, zum Teil in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, humanitäre Hilfskampagnen für Kinder auf der ganzen Welt. Das Ziel, zweckgebundene Mittel für Kinderhilfsprojekte durch schlanke Prozesse rasch zur Verfügung zu stellen, steht dabei für alle Beteiligten im Zentrum des Engagements. „Vor allem Kinder brauchen dringend körperlichen und seelischen Schutz. Anders als Erwachsene sind sie nicht in der Lage, das

Erlebte zu verdrängen – und sind Krisensituationen oft hilflos ausgeliefert“, so Christoph Obererlacher, Geschäftsführer von Swiss Life

Select Österreich. „Ich bin stolz auf unsere Finanzberater und danke jedem Einzelnen für sein Engagement!“

gehen. Marlies Raich, Ex-Skirennläuferin und Weltmeisterin: „Es ist toll, mit welcher Konsequenz, die Athleten der Special Olympics World Winter Games ihre Ziele verfolgen. Sport verbindet, egal ob ohne oder mit Handicap. Deshalb freue ich mich, dass ich Botschafterin sein darf.“ Ihr Ehepart-

ner Benjamin Raich, Ex-Skirennfahrer und Olympiasieger schlägt in die gleiche Kerbe: „Dass die Special Olympics World Winter Games nach Österreich geholt worden sind, finde ich extrem gut. Ich bin sehr, sehr gerne Botschafter dieser Spiele, zudem UNIQA auch Hauptsponsor ist.“

UNIQA Versicherung

Botschafter Marlies und Benjamin Raich die Testimonials der UNIQA Versicherung sind Botschafter der Special Olympics World Winter Games 2017. Insgesamt 2.700 Athleten aus 107 Nationen werden im März an bei insgesamt neun verschiedenen Disziplinen an den Start

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MARKT

Fachverband der Österreichischen Versicherungsmakler

20 Jahre Maklergesetz Makler ist, wer auf Grund einer privatrechtlichen Vereinbarung für den Auftraggeber Geschäfte mit einem Dritten vermittelt, ohne ständig damit betraut zu sein. So lautet der erste Paragraf des Österreichischen Maklergesetzes, das seit nunmehr 20 Jahren gilt. Im Jahr 1996 haben wir das erste Mal über das bedeutende Regulativ geschrieben. In der nächsten Print Ausgabe werden wir über die Anfänge berichten. Die 20 Jahre sind nun Grund zum Feiern für den Fachverband der Österreichischen Versicherungsmakler, der gemeinsam mit dem Verband Österreichischer Versicherungsmakler und dem Österreichischen Versicherungsmaklerring zu einem Festakt ins Palais Trautson lud. Rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und der Versicherungsbranche folgten der Einladung und feierten „20 Jahre Maklergesetz“. Wie schon bei der Vorstellung der neuen Standesregeln der Österreichischen Versicherungsmakler betonte Fachverbandsobmann Christoph Berghammer MAS: „Ein Versicherungsmakler ist in erster Linie Konsumen-

tenschützer an vorderster Front und haftet, nach dem Maklergesetz, als „Bundesgenosse“ des Versicherungskunden für die Qualität seiner Arbeit. Er ist zur Vermittlung des bestmöglichen Versicherungsschutzes- also „best advice“ verpflichtet. Das bedeutet für den Konsumenten, dass im Gegensatz zu Versicherungsagenten, die für ein bestimmtes Versicherungsunternehmen arbeiten, Versicherungsmakler unabhängige Spezialisten sind, die ausschließlich im Auftrag ihrer Kunden tätig werden und sie im Schadenfall unterstützen. Wir stehen in einem ständigen Wettbewerb mit anderen Vermittlergruppen, das Unterscheidungsmerkmal nach außen ist der qualitative Anspruch an uns selbst.“ Die hohe Serviceorientierung und Vermittlungspflicht der Versicherungsmakler gegenüber ihren Kunden ist auch Bestandteil der Europäischen Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD), die nach Beschluss im Europäischen Parlament im Februar 2016 in Kraft getreten ist und bis Anfang 2018 in österreichisches Recht umgesetzt werden soll. Als Grundlage für einen fairen, transparenten und einheit-

lichen Vertrieb regelt die Richtlinie unter anderem berufliche und organisatorische Anforderungen von Versicherungsvertreibern und Vermittlern, wie entsprechende Aus- und Weiterbildung sowie die Informationspflicht oder Professionalität gegenüber dem Kunden. „Da die Europäische Richtlinie lediglich Mindeststandards festlegt, profitieren Konsumenten von den strengeren Vorschriften und Pflichten, die national für Versicherungsmakler gelten. Wer in Österreich von einem Versicherungsmakler betreut wird, kann höchste Qualität erwarten und erhält neben unabhängiger Beratung auch eine umfassende, kundenorientierte Betreuung. Denn in Österreich sind wir Versicherungsmakler in erster Linie Konsumentenschützer. Die Interessen unserer Kunden haben oberste Priorität! Mit den individuellen Regelungen, die wir im Maklergesetz, in den Standesregeln und in der Rechts- und Disziplinarkommission definiert haben, wollen wir auch in den kommenden Jahren das Vertrauen der Kunden in uns Versicherungsmakler stärken“, betont Berghammer.

FV-Geschäftsführer Mag. Erwin Gisch, ÖVM-Präsident Ing. Alexander Punzl, em. Univ.-Prof. Dr. Peter Jabornegg von der Johannes Kepler Universität Linz, Sektoinschef Hon.-Prof. Dr. Georg Kathrein vom BMJ, VÖVM-Präsident Mag. Andreas Krebs, FV-Obmann Christoph Berghammer, Bundesspartenobmann Informatoin und Consulting KommR Robert Bodenstein, MBA CMC, Bundesspartengeschäftsführer Information und Consulting Dr. Josef Moser 34 risControl 02/17


Kooperation Ligaportal.at & EFM bleibt bestehen Die Zusammenarbeit der EFM Versicherungsmakler, mit über 50 Standorten die Nr. 1 in Österreich und der Plattform „Ligaportal“ geht in die nächste Runde. Die in den Jahren 2015 und 2016 bereits sehr erfolgreiche Kooperation, wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Das Onlineportal „Ligaportal“ gilt als führende Plattform für den Amateurfußball in Österreich. Die EFM Versicherungsmakler nutzten diese Kooperation bereits seit zwei Jahren als erfolgreiches Werbetool, das für viele zufriedene Neukunden und eine große, landesweite Präsenz der Marke EFM gesorgt hat. Neben dem prominenten allgemeinen Werbeauftritt der EFM Versicherungsmakler auf ligaportal.at umfasst die Kooperation unter anderem auch das Hauptsponsoring „Team der Runde“, in welches die besten Spieler der jeweiligen Klassen gewählt werden. Jedem Spieler, dem diese Ehre zu Teil wird, bekommt eine kostenlose Polizzenüberprüfung von einem der über 90 EFM Versicherungsmakler in ganz Österreich. Zusätzlich erhalten die Spieler eine optimale und ausführliche Beratung zum Thema Sportversicherungen. Gerade bei regelmäßig ausgeführten Mannschaftssportarten

gibt es auch bei dem Versicherungsschutz einige Dinge zu beachten. Auch die einzelnen EFM Versicherungsmakler zeigen sich über die Kooperation

begeistert, so Paul Paukowitsch von EFM Markersdorf a. d. Pielach, seines Zeichens Initiator der Kooperation: „Das Schöne an der Kooperation mit Ligaportal ist, dass die umliegenden Vereine der EFM Büros die Marke mit dem Standort und dem Makler verbinden und dies tolle neue Kontakte mit sich bringt. Die Kombination Sport und Versicherungen kann man heutzutage nicht mehr trennen, da die meisten wirklich guten Sportärzte, Privatärzte sind und man mit dem richtigen Versicherungsschutz schnellst möglich wieder aktiv Sport betreiben kann. Auch Herrn Arnitz, Chef von Ligaportal, möchte ich für die tolle und vor allem partnerschaftliche Zusammenarbeit recht herzlich danken.“ Damit setzt die EFM ein klares Zeichen, ist doch die „Existenzsicherung für Menschen“ oberstes Gebot innerhalb der EFM und bietet den jungen Sportlern die besten Absicherungsmöglichkeiten für ihre liebste Freizeitaktivität. Auch viele Vereine wurden von den EFM Versicherungsmaklern mit neuen Dressen unterstützt. risControl 02/17 35


INTERVIEW

Jahr der Entscheidungen Deutschland hat schon – Österreich muss bis 23.2. 2018 die IDD umsetzen Ein guter Grund für einen Rück-und Vorausblick. Wir haben dazu einen Makler und Funktionär befragt, der durch seine Präsenz und Expertise den Markt seit vielen Jahrzehnten kennt, und als langjähriger Funktionär (aktuell stv. FVO und Konsumentensprecher der Makler) das Geschehen von außen und innen beleuchten kann, Kommerzialrat Rudolf Mittendorfer.

Herr Mittendorfer – geht es der Branche gut, oder geht es ihr schlecht? Rudolf Mittendorfer: Als ich Ende 1977 in die Branche gekommen bin, ging es ihr besser; das heißt, aber nicht zwangsläufig, dass es ihr jetzt schlecht geht. Aus meiner Sicht halten sich Versicherungen und Vermittler gut - trotz stetig steigendem Gegenwind. Ich bin der Überzeugung, dass auf der ganzen Welt die Menschen enger zusammenrücken, wenn sie sich wirklich existenziell bedroht fühlen. Das ist aus meiner Sicht der Fall. Was heißt das konkret – wo liegen die Probleme? Mittendorfer: Nun, ich gebe dazu meine ganz persönliche Meinung ab, aber ich weiß von unseren Sitzungen und Gesprächen, dass die Wahrnehmung der Kollegen am Markt und in der Standesvertretung sehr ähnlich ist. Ich finde, so „einig“ war sich die Branche überhaupt noch nie. Zwischenfrage – entspringt diese Einigkeit, die wir auch konstatieren, einem politischen Kalkül, oder ist es tatsächlich die Realität? Mittendorfer: Ich bin der Überzeugung, dass auf der ganzen Welt die Menschen enger zusammenrücken, wenn sie sich wirklich existenziell bedroht fühlen. Das ist aus 36 risControl 02/17

meiner Sicht der Fall. Ich erwähne einige Beispiele – querdurch; manche treffen alle, andere nur die VU oder nur die Vermittler. Nullzinsen, Regulierung, Deregulierung, neue Regulierung, enorme Auflagen der Behörden hinsichtlich Dokumentation, Darstellung der Prozesse, Kapitalunterlegung, steigender Wettbewerb, sinkende Kaufkraft, mangelndes Wirtschaftswachstum, Kürzung oder Abschaffung von Begünstigungen, Arbeitslosigkeit, hoher Investitionsdruck, aufwendige Weiterbildung, Auslagerung von Kosten von VU zum Vertrieb, Digitalisierung…ich höre jetzt besser auf. Finden Sie das alles negativ, oder gibt es auch positive Aspekte? Mittendorfer: Leider ist es unerheblich, wie ich das befinde; unsere Aufgabe als Standesvertretung ist, nach Kräften an bestmöglichen Rahmenbedingungen zu arbeiten. Und die Aufgabe jedes Beraters ist, seine Kunden bestmöglich zu betreuen und zu trachten, dabei wirtschaftlich zu überleben, und möglichst viele Haftungen zu vermeiden. Das ist immer noch nicht sehr positiv, oder? Mittendorfer: Doch, das sehe ich durchaus positiv. Dieser Druck vom Markt, von Brüssel, vom Konsumentenschutz und von den Gerichten hat dazu geführt, dass bei Versicherungen und den Vermittlerberufen das WIR-Gefühl so groß wie nie zuvor ist. Ich kenne viele Gefechte der Vergangenheit

und war auch selbst Akteur. Aber heute ist es geradezu ein Vergnügen, die Verhandlungen mit VVO und Agenten oder Vermögensberatern zu führen. Diese Gespräche sind durchaus kontroversiell – aber man spürt die Ernsthaftigkeit, den Respekt voreinander und den Wunsch nach lebbaren Lösungen. Würde das nicht derart viele Stunden beanspruchen, wäre es geradezu ein Vergnügen. Was sind denn die wichtigsten Themen aus Ihrer Sicht? Mittendorfer: Wie gesagt, die IDD überschattet alles, das ist „die Mutter aller Schlachten“, das müssen wir so hinkriegen, dass ein fairer Wettbewerb und das wirtschaftliche Überleben gesichert sind. Kernthema ist zweifellos die Vergütung – sowohl hinsichtlich Provision, deren Verbot, Offenlegung oder eben einer vernünftigen Transparenz von der, der Konsument wirklich etwas hat. Die IDD überschattet alles, das ist „die Mutter aller Schlachten“, das müssen wir so hinkriegen, dass ein fairer Wettbewerb und das wirtschaftliche Überleben gesichert sind. Wie soll diese aussehen? Mittendorfer: No, entweder man lässt alles wie gehabt, was wohl nicht passiert, oder man findet eine Definition, die für alle Beteiligten lebbar ist und keine unnötigen Feindbilder kreiert.


Chance auf ein einigermaßen ordentliches Einkommen haben. Der Zeitaufwand dafür ist ohnehin weitab der Normalarbeitszeit. Ich bin überzeugt, dass mehr als 90 % der Versicherungsmakler deutlich mehr als 60 Stunden in der Woche arbeiten; Und bei Krankenständen, Kuren oder Urlauben liegen wir genau auf der anderen Seite der Skala. Das ist kein Jammern, das ist Realität. Und die meisten machen das, weil sie den Beruf lieben und der Kontakt für und mit den Kunden hohe Befriedigung bringt. Aus Sicht mancher ist man offenbar nur dann ohne Interessenskonflikt, wenn man gar nichts bekommt. Und außer dem Vergütungsthema – was beschäftigt Sie noch? Mittendorfer: Ganz kurz – die Gewerbeordnung ist zu ändern, die Frage der Nebenrechte zu klären, die verpflichtende Weiterbildung zu regeln, die Treuhandkonten, die umfangreichen Dokumentationsund Compliance Regeln zu definieren, und zu guter Letzt das Riesenthema des onlineVertriebes. Ich bin überzeugt, dass mehr als 90 % der Versicherungsmakler deutlich mehr als 60 Stunden in der Woche arbeiten.

Das wäre beispielsweise ein Gesamtkostenausweis; und in der Lebensversicherung wird es wohl zu einer gestreckten Auszahlung kommen, da zeichnen sich mit den Konsumentenschützern auch schon tragbare Kompromisse ab, denn lebenslange Provisionen im Centbereich wäre für den Empfänger eine Katastrophe und von den Kosten für den Kunden nachteilig. Auch hinsichtlich der sog. „Interessenskonflikte“ gibt es noch viel Arbeit; leider haben Erfahrungen aus der Finanzkrise und dem Bankenbereich via MiFID negative Schatten vorausgeworfen. Versichern ist etwas ganz anderes – und die Pflichten des Maklers betreffend „best advice“ sind so eindeu-

tig, dass sich die Interessenskonflikte von selbst in Luft auflösen. Es ist schon paradox. Die Versicherungen werfen uns vor, dass wir zu niedrige Prämien erstreiten, und den Kunden im Schadenfall zu scharf vertreten. Die Konsumentenschützer missgönnen uns teilweise aber selbst jene Provisionen, die durch den Wettbewerb ohnehin massiv gekürzt wurden. Aus Sicht mancher ist man offenbar nur dann ohne Interessenskonflikt, wenn man gar nichts bekommt. Das Schicksal des real existierenden Sozialismus und der 5-Jahrespläne sollte eigentlich bekannt sein. Um für die Kunden gute Berater zu bekommen, müssen diese auch die

Wenn man diese Aufzählung zusammenfasst, ist das für den Fachverband zu schaffen? Mittendorfer: Die Fachgruppen, der Fachverband und innerhalb dieser eine sog. „Taskforce“ arbeiten auf Hochtouren. Es fällt mir schwer, jetzt keine Namen zu nennen, aber wir haben zum Glück viele Persönlichkeiten, die sich mit unglaublicher Vehemenz einbringen. Wir schaffen das – davon bin ich überzeugt. Wichtig ist, neben jenen Punkten, deren Brisanz und Probleme klar erkennbar sind auch jene zu identifizieren, welche auf Sicht existenzbedrohend oder schädlich sind. Denn das, was jetzt umgesetzt wird, wird viele risControl 02/17 37


INTERVIEW

Jahre gelten. Speziell das online Thema ist eine Herausforderung; da gibt es Versicherungen, die den online- Absatz massiv forcieren wollen und dort große Chancen sehen. Wir vom Fachverband sehen die Defizite und Gefahren. Nicht nur hinsichtlich Beratung oder keiner Beratung, sondern in der Vernichtung vieler tausend Arbeitsplätze, des Abziehens von Steuern in Steueroasen, des Verlustes von Ansprechpartnern für den Kunden… ich könnte da-

rüber lange reden. Gerade zu dieser Frage braucht es einen offenen Diskurs und klare Regeln. Und meiner Meinung nach würde ein Freibrief neuen Anbietern wie Google, Amazon etc. Unternehmen mit Datenhoheit, große Vorteile bringen bzw. einseitig begünstigen. Wenn wir von der IDD weggehen, wie sieht es denn mit der Rückabwicklung von Lebensversicherungen aus?

Wir vom Fachverband sehen die Defizite und Gefahren. Nicht nur hinsichtlich Beratung oder keiner Beratung, sondern in der Vernichtung vieler tausend Arbeitsplätze, des Abziehens von Steuern in Steueroasen, des Verlustes von Ansprechpartnern für den Kunden… Mittendorfer: Gut, dass Sie das fragen; ich denke, da hat sich der Fachverband wirklich vollkommen korrekt positioniert. Wir haben ernsthafte Bedenken, dass das Rückabwickeln einer mitunter über 20 Jahre laufenden Versicherung zu einem Geschäftsmodell wird, bei dem ein Prozessfinanzierer viel Geld zahlt, wenn Verträge aufgelöst werden (sollen). Und es erreichen uns auch beunruhigende Nachrichten hinsichtlich der Aktivitäten, was mit dem frei werdenden Geld (bzw. Sparprämien) gemacht wird. Gleichzeitig hat der Makler natürlich die Verpflichtung, über die vorliegenden Urteile zu informieren. Das wurde in dem Gutachten, das der Fachverband zu der Sache beauftragt hat, klar ausgesprochen. Und auch festgehalten, dass der Makler tunlichst keine Rechtsberatung vornehmen soll – informieren ja, aber Ratschläge geben – nein. Das darf und soll ein Rechtsanwalt machen, am besten einer, der nicht für eine der Seiten befangen ist. Schon vor 2 Jahren hat „plötzlich“ ein Mitbewerber den Skandal „entdeckt“ und in der Kammer für eine monatelange Prüfung gesorgt. Haben Sie selbst Ihre Kunden schon informiert - und was ist passiert? Mittendorfer (zögert): Ich sage das jetzt als Person, als Makler, nicht als Funktionär: Ja, unser Firmenanwalt hat schon vor Monaten das ausgeführt, was Prof. Riedler schrieb; wir haben informiert, und es gab eine sehr überschaubare Reaktion, genau gesagt eine Handvoll. Wir haben den Gang zum Anwalt empfohlen, aber keinen genannt. Das heißt, da handelt es sich um einen Sturm im Wasserglas?

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INTERVIEW

Mittendorfer: Nein, das sage ich keinesfalls. Sturm ja, Wasserglas nein. Das ist eine ganz heikle Angelegenheit für die gesamte Branche, für Versicherungsunternehmen, für Berater, für Kunden natürlich und für die Konsumentenschützer, die Gerichte und letztlich die Politik. Ich sehe das als riesige Herausforderung der gesamten privaten Vorsorge. Und natürlich ist es legitim, dass die Kollegen für sich zu unterschiedlichen Meinungen gelangen; die muss ja auch jeder für sich – oder auch nach außen – verantworten. Einmal ganz emotional – ich halte das, was da gemacht wurde und wird, für infam und eine Sauerei. Noch ein brisantes Thema; es kommt ja selten vor, dass der Makler-Fachverband Eingang in parlamentarische Diskussionen bzw, die Tages-Presse findet. Was war oder ist das, mit den Provisions-Kickbacks? Mittendorfer: Einmal ganz emotional – ich halte das, was da gemacht wurde und wird, für infam und eine Sauerei. Das sage ich ganz bewusst, als Rudolf Mittendorfer. Und nun zum Formalen. Es gab und gibt keine Kickbacks. Der Fachverband erhält eine Managementgebühr aus dem Rahmenvertrag zweier Versicherer. Im Vorfeld der VVRL 2005 drohte ein Versicherungsnotstand; kein Versicherungsunternehmen war bereit, JEDEN Makler zu versichern – aber genau das sicherzustellen war die Aufgabe der Standesvertretung. FVO Gunther Riedlsperger hat es damals geschafft, diesen Rahmenvertrag auszuhandeln. Wäre dieser Vertrag OHNE jedwede Kosten gewesen, dann hätte uns die anderen Anbieter von Haftpflichtverträgen UWG vorgeworfen, weil mit den Mitteln des FV (=Mitgliedsbeiträge) beworben und bearbeitet wurde. Faktum ist, dass dieser Vertrag seit über 10 Jahren läuft, dass Fachgruppen und Fachverband mehrfach berichteten, dass dazu alles im Mitgliederbereich des Fachverbandes stand und steht. Verwunderlich ist, dass nunmehrige EX-Funktionäre, solange das EX noch nicht vorhanden war,

daran keine Kritik geübt haben. Schon vor 2 Jahren hat „plötzlich“ ein Mitbewerber den Skandal „entdeckt“ und in der Kammer für eine monatelange Prüfung gesorgt. Da wurde über Jahre alles aufgerollt, viele Ressourcen verschwendet – und nichts gefunden. Das Kontrollamt hat die gewählte Vorgangsweise als absolut korrekt bestätigt. Der/die Zündler gaben aber nicht auf; es gibt ja auch politische Parteien, die im Clinch mit der WKO sind, und Journalisten, die deren Präsidenten gerne anpatzen versuchen. Aber auch diese „Mühe“ war vergebens… man kann Skandal rufen, aber es gibt halt keinen. Kein Funktionär hat einen Cent erhalten, der Fachverband verwendet diese Einkünfte, die selbstverständlich klar in den Büchern sind, für die RSS, die RDK und für Weiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit – und natürlich die Servisierung des Rahmenvertrages. Da gibt es ja laufend Arbeit, da gab es auch Roadshows. Es ist – ich wiederhole mich – eine ganz bösartige Vorgangsweise, diese vorbildlich transparente Abwicklung in den Schmutz ziehen zu wollen. Es wäre aber schön, wenn der, der das in der Kammer Diffamierungen sind leider seit längerem zur ständigen „Strategie“ in der Politik geworden… Motto: „Irgendwas wird schon hängenbleiben.“ zum Thema machte, seine eigene Kalkulation aus seiner Haftpflicht“Lösung“ für die Kollegen auf den Tisch legen würde. Was diese „Revanchisten“ aber erreicht haben ist, dass wir viel Zeit dafür verwenden müssen, um diesem Unsinn entgegenzutreten. Und in der heiklen Phase der IDD und der Problematik des Begriffes „Provision“ ist es gerade von Maklern eine Art von Brunnenvergiftung, mit haltlosen Behauptungen, die in der Kontrollamtsprüfung schon durchgefallen sind, ihr Mütchen zu kühlen. Wir können nicht jedem Medium nachlaufen und alles erklären, wir können auch nicht jeden Leser ausfindig machen und den Unsinn aufklären. Diffamierungen sind leider seit längerem zur ständigen „Strategie“ in der Politik geworden… Motto: „Irgendwas wird schon hängenbleiben.“ Riedlsperger

sollte für diesen Rahmenvertrag einen Orden bekommen – keine Unterstellungen. Riedlsperger sollte für diesen Rahmenvertrag einen Orden bekommen – keine Unterstellungen. Man sieht, das Thema weckt wirklich Emotionen; Sie haben wirklich keine Angst, dass da etwas dran ist? Mittendorfer: Ich habe insgesamt wenig Angst; vielleicht bin ich nicht intelligent genug, denn Angst ist ja auch ein Schutzfaktor. Ich habe mir alle Protokolle der letzten Jahre angeschaut – da war nix, da ist nix, da wird nix sein. Aber es stört mich massiv, dass in einer Phase, in der es – ich wiederhole mich – um die Existenz des Berufes geht, in der Funktionäre hunderte Stunden für diesen Beruf investieren, wir uns mit Ehrabschneidereien beschäftigen müssen. Da sind Personen, nicht das geworden oder geblieben, was sie wollten, und versuchen sich nun einerseits zu rächen, andererseits ein Konkurrenzprodukt aus dem Weg zu räumen. Es stört mich massiv, dass in einer Phase, in der es – ich wiederhole mich – um die Existenz des Berufes geht, in der Funktionäre hunderte Stunden für diesen Beruf investieren, wir uns mit Ehrabschneidereien beschäftigen müssen. Wo wird der Makler in einem Jahr stehen? Mittendorfer: Wir werden die kleinen Kabalen ertragen und die große Aufgabe gemeinsam mit den anderen Berufen und dem VVO und den beteiligten Ministerien und Institutionen verantwortungsvoll und gut lösen. Davon bin ich fest überzeugt. Dennoch werden die Anforderungen an die Makler massiv steigen – und dafür hat die Standesvertretung Hilfestellung zu bieten. Auch das werden wir bewältigen. Wir danken für das Gespräch. risControl 02/17 39


REISE

Levi Igloos

Levi, Finnland Bewundern Sie die Nordlichter in einem der 18 glasgedeckten Iglus, die Paare oder Familien unterbringen. Die Anlage befindet sich zehn Kilometer entfernt von Levi. Jedes Iglu hat eine Küchenzeile, ein Badezimmer und ein Doppelbett mit verstellbaren Kopfstützen für die optimale Aurora Betrachtung. Die Fenster sind isoliert und beheizt, um sie vor Frost zu bewahren, und Vorhänge bieten Privatsphäre. Genießen Sie den Kamin in der kleinen, rustikalen Lodge und den Outdoor-Whirlpool.

Manta Resort

Pemba Island, Sansibar Das Resort bietet mit seinen Strandvillen auf einer abgelegenen Insel, umgeben von unberührten Gewässern, einen einzigartigen Aufenthalt. Die Zimmer bieten weder Fernseher noch Internet, dafür viel Ruhe und Wellenrauschen. Es gibt ein vielfältiges Angebot an Tauchkursen und Möglichkeiten, das Innere der Insel voller Wildtiere und Kultur zu erforschen. Das Highlight ist das Unterwasserzimmer - schlafen Sie unter der Oberfläche und beobachten wie die Fische vorbei an großen Fenstern um das Bett gleiten.

Lion Sands Reserve Krüger-Nationalpark, Südafrika

Innerhalb des Lion Sands Reserve befindet sich das Kingston Treehouse, welches vollständig aus Holz und Glas gebaut wurde. Nach dem Betreten über eine Zugbrücke befinden Sie sich inmitten des unberührten afrikanischen Busches und dessen Tierwelt. Das umliegende Reservat wartet mit einer unglaubliche Artenvielfalt auf, die eine Chance auf Begegnungen mit den Big Five - Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard - bietet. 40 risControl 02/17


Ausgefallene Hotels weltweit Von gläsernen Iglus bis zu einer ehemaligen Seefestung entdecken Sie diese fünf einzigartigen Unterkünfte.


REISE

Taj Lake Palace Hotel

Udaipur, Indien Eine Übernachtung wie im Märchen 1001 Nacht verbringen Sie im „Taj Lake Palace Hotel“ in Udaipur. In der Mitte des Sees Pichola empfängt Sie der im Jahre 1746 erbaute Luxuspalast, der auch schon James Bond in seinen Bann zog. Der Film Octopussy wurde zu einem Großteil auf dem schwimmenden Schloss gedreht. Bis heute begeistert das Taj Lake Palace Hotel durch seine Einzigartigkeit und umfassenden Service nicht nur Agenten ihrer Majestät. Das Hotel ist auch ein idealer Ausgangspunkt für Exkursionen in die Stadt Udaipur, die auch "Venedig des des Ostens" genannt wird.

No Man's Fort

Portsmouth, England Dieses Hotel liegt etwa zwei Kilometervor der Küste der Isle of Wight und wurde zwischen 1861 und 1880 zum Schutz Portsmouths vor der französischen Flotte errichtet. Die ursprüngliche Seefestung hat einen Durchmesser von 61 Meter und erhebt sich ungefähr 20 Meter über den Meeresspiegel. Neben einem beheizten Swimmingpool stehen zwei Hubschrauberlandeplätze, eine Dachterrasse und glasüberdachte Innenräume zur Verfügung. Auf dem Dach der Festungsanlage befindet sich ein Leuchtturm, der noch heute als Seezeichen für die Schifffahrt dient und gleichzeitig eine Penthouse Suite mit einer umwerfenden Aussicht beinhaltet. 42 risControl 02/17


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MARKT

Wiener Versicherungsmakler

BEZIEHUNGsWEISE Durch die fortschreitende Modernisierung verändern sich Beziehungen laufend. Nähe und Vertrauen gehen zunehmend verloren. Doch gerade die Nähe zum Kunden und eine gute Vertrauensbasis stehen für die Wiener Versicherungsmakler an erster Stelle. Darauf machen sie nicht nur mit dem Motto BEZIEHUNGsWEISE am diesjährigen Informationstag aufmerksam, sondern auch im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit und setzen ihre Fahrt im Smart fort. „Als persönliche

Begleiter fangen wir die Ängste und Sorgen unserer Kunden vor allem durch eine gute Beziehung und Vertrauensbasis auf. Damit unsere Mitglieder rasch von einem Termin zum anderen kommen und so immer in der Nähe ihrer Kundinnen und Kunden sind, stellt die Fachgruppe auch 2017 einen Smart kostenlos für ein Monat zur Verfügung“, freut sich Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler. Unter dem Motto „Immer in Ihrer Nähe“ hat die Fach-

gruppe Wien dafür bis Jahresende zehn Smarts vom Autohaus Wiesenthal angemietet und entsprechend bedrucken lassen. Die Fachgruppe nimmt gerne Anfragen telefonisch oder per Email entgegen und steht für weitere Information zur Verfügung. Neben den zehn Smarts wurden auch Busse der Linie 13A und ausgewählte City Lights mit Werbung ausgestattet und schaffen in der Wiener Innenstadt Bewusstsein für die Leistungen der Versicherungsmakler.

Peter Zorn auch in den Vorstand der IGV Austria ein. Deren Präsident Anton Brenninger ist ob des Schließens dieser Lücke hocherfreut: „Wir haben lange mit steirischen Maklern verhandelt, nun hat alles gepasst und die IGV Steiermark ist per Jänner 2017 Teil der IGVFamilie mit über 130 Kanzleien in Österreich. Obwohl die IGV ein sehr stringentes Aufnahmeverfahren hat, ist weiteres Wachstum nicht ausgeschlossen – im Gegenteil. Mit

einer ausgeprägten regionalen Gliederung – IGV-West, Nord, Mitte, Ost, Süd und IGV-Steiermark ist ein sehr direkter Austausch und individuelles Zusammenarbeiten möglich. Unter der Dachmarke IGV Austria werden österreichweit einheitliche IT-und Verwaltungssysteme sowie Spezialprodukte entwickelt. Regionale Aktivitäten obliegen den Teilorganisationen. Beide gemeinsam sorgen für die optimale Zusammenarbeit und den Auftritt nach außen.

IGV Austria

Starker Zuwachs 12 steirische Versicherungsmakler (Auer, Fincon, Hochnegger, Klemencic, Matzer, Potzinger, Punctum, Schnepfleitner, Schrefl, Versicherungs Consulting, VFB, Zorn) sind ab Jänner 2017 gemeinsam der IGV Austria beigetreten und haben gleichzeitig die IGVSteiermark gegründet. Präsident ist der österreichweit bekannte Makler Helmut Hochnegger, seine Vorstandskollegen sind Robert Kercmaric und Wolfgang Potzinger. Hochnegger zieht gemeinsam mit 44 risControl 02/17


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Michael Kordovsky

Performance jenseits ausgetretener Pfade Die ständige Verfolgung der Schwankungen an den Aktienmärkten ist nichts für schwache Nerven. Bestenfalls quartalsweise verfolgbar sind indessen die Wertveränderungen von Private-Equity-Fonds, deren Performance langfristig jener von Aktien überlegen ist. Zwar erschwerte der Gesetzgeber in Österreich den Zugang normaler Anleger zu diesen Investments. Doch es gibt Wege, wie sie trotzdem an dieser Anlagekategorie partizipieren können. Die Stiftungen der US-Eliteuniversitäten von Harvard und Yale sind hier investiert und beim legendären Investor Warren Buffet ist es letztlich ein wesentlicher Faktor für die insgesamt überdurchschnittlichen Wertzuwächse seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway. Die Rede ist hier von Beteiligungen an Firmen, die nicht börsennotiert sind. Diese sind häufig die „Hidden Champions“, also weniger bekannt, dafür aber umso wachstumsdynamischer und/ oder ertragreicher. Was ist Private Equity? „Private Equity“ ist der englische Begriff für diese außerbörslichen Beteiligungen. Da aber kaum jemand so viel Geld hat, um sich alleine an zahlreichen Firmen zu beteiligen, gibt es eigene Fonds dafür. Deren Grundstrategien sind Buyout, Venture und Growth. Der Klassiker dabei ist Buyout, also der Aufkauf reiferer Unternehmen, wobei meist Fremdkapital zum Einsatz gelangt (Leverage-Buyout). Zurückgezahlt werden die Kredite aus dem generierten Cash Flow bzw. allgemein aus Kapitalrückflüssen wie Dividenden oder Erlöse aus Unternehmensverkäufen an andere Investoren, Firmen oder im Zuge des Börsenganges. Damit sich die Geldflüsse erwartungsgemäß entwickeln, führen diese „Übernahmefonds“ eine Optimierung der Abläufe und Umstrukturierungen bei den aufgekauften Firmen durch. Während BuyoutFonds aufkaufen, gehen Venture Capital Fonds primär Minderheitsbeteiligungen bei jungen Wachstumsunternehmen ein. Fremdkapital ist hier aber nebensächlich. Der Growth-Ansatz hingegen sind Minderheitsbeteiligungen an 46 risControl 02/17

reiferen Unternehmen. Eine weitere Strategie sind Mezzanin-Veranlagungen wie z.B. Hybridanleihen. Hier stehen hohe laufende Erträge enormen Ausfallsrisiken gegenüber. Diese Performance ist drinnen Die Performance von Private-Equity-Fonds wird meist am internen Zinsfuß, also an der Rendite des gebundenen Kapitals, gemessen. Diese Rechenmethode berücksichtigt die Veränderung des Kapitals während der Laufzeit. Zur laufenden Messung der Gesamtleistung eines Private Equity Fonds eine international geläufige Kennziffer ist der TVPI (Total Value to Paid In), der sowohl den bereits realisierten als auch den noch nicht realisierten Portfoliostand berücksichtigt. Er setzt den NAV (Net Asset Value) des Bestandsportfolios und die Rückflüsse aus dem Portfoliobeteiligungen ins Verhältnis zum eingezahlten Kapital. Je höher der Wert, desto besser. Über 1,0 beginnt eine positive Entwicklung. Allerdings ist die Aussagefähigkeit erst ab einem bestimmten Reifegrades des betreffenden Fonds gegeben. Wertzuwächse sind somit auch bei komplexeren Zahlungsströmen messbar, was einen Rendite-Vergleich zwischen Aktienindizes und Private-Equity-Fonds ermöglicht. Laut einem im Mai 2016 veröffentlichten White Paper von Voya Investment Management erzielte im 20-Jahres-Zeitraum vom 1. Oktober 1995 bis 30. September 2015 der Cambridge Associates Global Private Equity Index eine jährliche Performance von 14,5 % verglichen mit 8,1 % p.a. im S&P 500 Index.

Die Wertentwicklungsdaten der über 7800 Private Capital-Funds von Preqin Performance-Analyst geben weiteren Aufschluss. Selektiert man quer durch alle Regionen die Auflegungsjahre 1991 bis 2012 zeigt sich per 30. Juni 2015 folgendes erfreuliches Ergebnis: Gemessen am Medianwert des internen Zinsfuß liegt der Wertzuwachs von Private Equity Fonds zwischen 7,2% p.a. (Auflegungsjahr 2006) und 22,6% p.a. (Auflegungsjahr 1993). Das ist eine Betrachtung der Anlageklasse. Risikobetrachtung: Darauf lässt sich ein Private-Equity Investor ein Wer hingegen in einzelne Fonds investiert, wird sich wundern, und zwar im positiven wie auch negativen Sinne: So gab es in den Auflegungsjahren 1991 bis 2012 3 Jahre, in denen PE-Funds im Worst Case einen Totalverlust erlitten. Auf der anderen Seite gab es Renditen von bis zu 514,3% p.a.. Vor allem bei VC-Fonds gibt es extreme Chancen vs. Totalverlustrisiken, wobei meist wenige „Glücksgriffe“ die Verluste des Restportfolios kompensieren. In der Gesamtheit vereint als Anlageklasse ist aber deren Risiko gezähmt. Laut dem, bereits erwähnten Paper von Voya Investment Management, stand im Zeitraum vom 1. Oktober 1995 bis 30. September 2015 eine Volatilität von 16,9% im S&P 500 Index lediglich eine von 9,3% bei US-Private-EquityVeranlagungen gegenüber. Im Oktober 2015 veröffentlichte die British Private Equity & Venture Capital Association (BVCA) ein Research-Paper, das sich mit den Risiken der Asset-Klasse Private Equity


KOLUMNE

auseinandersetzte. Eine Untersuchung aus dem Datenspektrum von Pevara, das 2170 PEFonds beinhaltet, davon knapp 1200 US-Fonds und 718 Europa-Fonds, ergab – bezogen auf die quartalsweisen Wertänderungen – relativ geringe maximale Rückschläge bei den Private Equity-Fonds – und dies in über 2 Jahrzehnten seit 1990. Der maximale Quartalsverlust lag lediglich bei 11,4% vergleichen mit 23% im S&P 500. Das spricht für mehrere Fonds im Portfolio. Umsetzbar ist dies für normale Privatanleger ausschließlich über PE-Dachfonds. Für Privatanleger kommen nur PrivateEquity-Dachfonds in Frage Welche Sicherheit eine Streuung über zahlreiche Fonds bringt, zeigt im erwähnten ResearchPaper der BVCA eine Monte Carlo-Simulation auf Basis der Daten von Pevara. Das am TVPI gemessene Verlustrisiko (TVPI < 1) nach 10 Jahren liegt bei einem einzigen Fonds bei 28%, sinkt im gesamten Portfolio von 5 Fonds auf 10% und bei einer Selektion von 20 PEFonds bereits auf 1,4% der Fälle . Derartige Sicherheits-Vorteile bieten also PE-Dachfonds, die eine für Kleinanleger geeignete Anlage sind, sofern dies der Gesetzgeber auch zulässt. Ein bewährter Anbieter dieser Produkte ist RWB. Birgit Schmolmüller, Geschäftsführerin der RWB PrivateCapital (Austria) GmbH skizziert die bisherigen Wertentwicklungen wie folgt: „Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden. Der mittlerweile schon sehr reife Dachfonds International III liegt beispielsweise bei einem Prognose Realisationswert von 218%, der durch die stetig zunehmende Anzahl von Firmenverläufen noch im Steigen begriffen ist. Der Anleger wird - nach aktuellem Stand - sein eingesetztes Kapital um rund das 2,5fache vermehren – und das vor Steuer“. Die Erfolgstory setzt sich auch bei einem später aufgelegten Fonds nachweislich fort: „Bei dem noch jüngeren Nachfolger International IV liegt dieser Wert bei 158% und hat aufgrund der langen Restlaufzeit von über 7 Jahren noch viel Potenzial nach oben“ erläutert Schmolmüller. Auch das gesamte Chancen/Risiko-Verhältnis stimmt infolge eines soliden Anlagemixes. Dazu Schmolmüller: „Der durchschnittliche Verkaufsmultiple, über das gesamte RWB Portfolio von rund 2.400 verschiedenen Unternehmen gerechnet, liegt bei 1,9 - Tendenz

Darauf sollten Anleger bei Investments in PE-Dachfonds achten: Lange Laufzeiten und illiquider Handel: Es sollte nur Geld investiert werden, das auf Zeiträumen von 10 bis 15 Jahren nicht benötigt wird. Zwischenzeitlich auszusteigen ist schwer, denn: Das Volumen des Sekundärmarktes liegt lediglich bei 3 bis 5% des Primärmarktes, weshalb beim vorzeitigem Verkauf – sofern sich überhaupt ein Käufer findet - mit Abschläge zum NAV zu rechnen ist. Versteuerung: Bis ein steuerlicher Gewinn anfällt, vergehen in der Regel einige Jahre. Liegt dieser dann über 22 EUR (Mindestklausel gesetzlicher Natur), muss der Betrag in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Es fällt dann ein Steuersatz von 27,5% an. Anzahl der Fonds und historische Performance-Zahlen des Anbieters: Je mehr Fonds im Portfolio sind, desto sicherer ist der Dachfonds. Doch das alleine ist noch zu wenig. Anleger sollen auch prüfen, wie gut das Fondsmanagement ist und die historische Wertentwicklung erfragen. steigend. Im Durschnitt fließt bei Verkäufen also das Doppelte zurück. Die durchschnittliche Abschreibungsquote liegt bei nur 3% und diese bezieht sich fast ausschließlich auf junge Unternehmen, also Venture Capital, das im RWB Portfolio höchstens 10% ausmacht“. Bis 30.06.17 zur Platzierung in Deutschland im Angebot ist der 6. RWB Global Market GmbH & Co.Typ B geschlossene InvestmentKG, ein auf über mehr als 30 internationale Fonds gestreuter Dachfonds. Dessen Liquidationsphase beginnt aber nach dem 31.12.2029. Doch es ist monatlich eine gewinnunabhängige Entnahme in Höhe von bis zu 7% p.a., bezogen auf den Betrag der Einmaleinlage, geplant. Für jene österreichischen Anleger, die sich die Mühe machen und sich in Deutschland vor Ort beraten lassen und auch dort abschließen, beträgt das Mindestinvestment EUR 10.000,-plus 5 % Agio. Dieses Produkt darf nämlich in Österreich nur an Professionelle Anleger

und Qualifizierte Privatkunden iSd AIFMG, für die u.a. eine Mindestzeichnungssumme von 100.000 Euro erforderlich ist, vertrieben werden. So ist die aktuelle Gesetzeslage, die sich jedoch zugunsten der Kleinanleger bald verändern könnte (AIFM-Novelle im Rahmen des Gesetzes MIFIG neu). RWB PREMIUM SELECT – Die Private-EquityLebensversicherung Der elegante Ausweg ist derzeit eine Private-Equity-Veranlagung in Kombination mit Aktienindex-ETFs im Mantel der Quantum Leben (Liechtenstein). Den Kernvorteil dieses Konzepts beschreibt Schmolmüller wie folgt: „Mit RWB PREMIUM SELECT profitiert der österreichische Privatanleger von der geballten Kraft der Realwirtschaft: Breit gestreute Unternehmensanteile abseits der Börse kombiniert mit Indexfonds an der Börse. Die zwei renditestärksten Anlageklassen der Welt bringen dem Anleger durch die extrem breite Streuung einerseits die nötige Sicherheit und andererseits eine ausreichend hohe Rendite, um den Wert des Ersparten erhalten und Vermögen für die Zukunft aufbauen zu können.“ Die Ziel-Vermögensaufteilung liegt bei 60% Private Equity und 40% ETFs und die regionale Verteilung bei je einem Drittel USA, Europa und Asien (Strategie Global Balance). RWB investiert dabei global in eine breite Zahl an Private-Equity-Fonds. Alternativ können Anleger die Strategie „Asian Opportunities“ wählen und sich dabei mit einschlägigen ETFs und PE-Fonds auf den asiatischen Raum konzentrieren. Die Versicherungs/Prämienzahldauer beträgt mindestens 10 bzw. 15 Jahre, maximales Endalter 90. RWB PREMIUM SELECT ist auch für Kleinanleger geeignet, denn es ist bereits ab monatlichen Prämien von 100 EUR oder Einmalprämien ab 5000 EUR erhältlich.Teilauszahlungen sind jederzeit gegen eine Gebühr von 75 EUR möglich, wenn mindestens 1000 EUR entnommen werden und mindestens 1500 EUR Kapital im Vertrag verbleiben. Das Produkt wird steuerlich behandelt wie jede Fondsgebundene Lebensversicherung. Zu Beginn fallen lediglich 4% Versicherungssteuer an, davon abgesehen gibt es keine weitere steuerliche Belastung wenn die gesetzlichen Mindestfristen eingehalten werden (15 Jahre Vertragslaufzeit, 10 Jahre Vertragslaufzeit bei über 50-Jährigen). risControl 02/17 47


MARKT

Europäische Datenschutzrichtlinie

Vorschlag Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag für die Überarbeitung der geltenden Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation präsentiert. Im Legislativvorschlag sind zahlreiche Regelungsschwerpunkte beinhaltet. Hier einige Schwerpunkte. Die Erweiterung des Kreises der betroffenen Branchen, die neue Regelung ist für alle elektronischen Kommunikationsdienste einschließlich OTT Dienste, wie zB. Whatsapp, Facebook, Messenger, Skype etc. geltend. Auch wurde die Begriffdefinitionen um zahlreiche Begriffe erweitert. Der räumliche Anwendungsbereich soll auch Unternehmen aus Drittstaaten erfassen, falls sie Daten von Nutzern aus der Europäischen Union verarbeiten. Die Regelung verbietet grundsätzlich die Verarbeitung elektronischer Kommunikations-

inhaltsdaten einschließlich Metadaten, außer es sind bestimmte Ausnahmefälle gegeben oder der Nutzer willigt in die Verarbeitung ein. Damit eine Zustimmung gültig ist, muss vorab über deren Zweck der Verarbeitung adäquat informiert werden. Eine Erleichterung gibt es im Bereich der Cookie Bestimmungen Cookies, die keine Gefährdung der Privatsphäre darstellen, bedürfen keiner Zustimmung mehr. Dies gilt ebenfalls für Cookies, die die Zahl der Besucher auf ihrer Website ermitteln. Browser müssen nun so konfiguriert sein, dass Cookies von der direkt besuchten Website zwar akzeptiert werden, jene von Drittanbietern jedoch blockiert werden können. Der Verordnungsvorschlag verbietet jegliche unerwünschte elektronische Kommunikation. Künftig sind auch Telefonanrufe davon betroffen. Künftig

sind auch Telefonanrufe davon erfasst. Bei zulässigen Anrufen zu Marketingzwecken muss die Rufnummernanzeige eingeschaltet werden oder durch eine spezielle Vorwahl ersichtlich sein, dass es sich um einen Marketinganruf handelt.

Leitbetriebe Österreich

Auszeichnung Das Leitbetriebe Austria Institut zeichnet Unternehmen aus, die nicht auf kurzfristige Gewinne setzen, sondern auf nachhaltigen Unternehmenserfolg. Ein zertifizierter Leitbetrieb ist durch seine Markt- und Werteorientierung Treiber der Entwicklung seiner Region und Branche. Er übernimmt Verantwortung

für Gesellschaft und Umwelt, erfüllt so eine Vorbildfunktion und erzielt daraus Wettbewerbsvorteile. Bei der Zertifizierung wurde ein Scoring-Verfahren angewendet, das grundsätzlich mit einem Rating-Verfahren vergleichbar ist. Mit der Zertifizierung als Leitbetrieb Austrias wurde die HDI Lebensversicherung als

Michael Miskarik und Monica Rintersbacher, Geschäftsführerin Leitbetriebe Austria 48 risControl 02/17

Partner ins gleichnamige Wirtschaftsnetzwerk aufgenommen. Die HDI Lebensversicherung AG, Direktion für Österreich, ist von dem Leitbetriebe Austria Institut als eines der vorbildlichen Unternehmen Österreichs ausgezeichnet worden. Mit ihrer finanziellen Stärke, nachhaltigen Unternehmenskultur und hervorragenden Marktpositionierung sei sie eines der internationalen Aushängeschilder für die Leistungsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft. Michael Miskarik, Niederlassungsleiter der HDI Lebensversicherung AG in Österreich, freut sich über die Auszeichnung: "Wir sind stolz und fühlen uns sehr geehrt. Für uns ist diese Auszeichnung eine Bestätigung dafür, dass wir als Team in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet haben." Er betont weiter: "Durch das persönliche Engagement jedes einzelnen Mitarbeiters werden unsere Service- und Qualitätsstandards im Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern erst mit Leben erfüllt." In der Branche Finanzdienstleistung sind als Leitbetriebe auch die Niederösterreichische Versicherung AG und die VBV Vorsorgekasse unteranderem aufgelistet.


Die Idee Hinter SAFE7 steckte eine Idee. Die Idee, aus vier Versicherungsvertriebssystemen mit einem Betreuungsstand von 200.000 Kunden und einem der größten Provisionsvolumen im freien Vermittlermarkt in Österreich ein großes Ganzes zu machen. Zum Vorteil der Mitglieder. Eine große Einheit, in der jedes System seine Unabhängigkeit bewahrt.

Diese Idee ist Wirklichkeit geworden. Die Umsetzung läuft bereits ausgezeichnet. Die Partner in der Holding sind SIVAG- Sicherheit in Versicherungsangelegenheiten GmbH, Pluskonzept GmbH, FinanzPuls AG, EFM Versicherungsmakler AG und Verdas GmbH. Die ersten neuen Partner konnten bereits in den einzelnen Systemen begrüßt werden. Die Vorstände der SAFE7 Holding, Wilhelm Brandstetter und Michael Holzer sind beide der Meinung, dass nur durch einen Zusammenschluss Marktteilnehmer wie Versicherungsmakler, -agenten und Finanzdienstleister die Sicherheit haben, sich allen Herausforderungen wie zum Beispiel IDD erfolgreich am Markt zu stellen. Die Vorteile bei der Produktauswahl und der Qualität im Bereich der EDV Verwaltungssoftware sind ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Jedes Mitglied in einem der Vertriebssysteme hat einen geringeren Verwaltungsaufwand unter anderem durch einheitliche Prozesse, mehr Umsatz, sowie langfristig gesehen mehr Stabilität und Sicherheit. Auch im Be-

Michael Holzer und Wilhelm Brandstetter reich Nachfolge ist man gerüstet, denn dafür gibt es sofort ab Beitritt ein fixes Angebot. Die Roadshow zeichnete sich durch reges Interesse der Teilnehmer aus, denn eines ist

sicher: SAFE7 - eine ausgezeichnete Idee. Bei Interesse kontaktieren Sie SAFE7 bitte unter office@safe7.at oder auf der Homepage www.safe7.at. risControl 02/17 49


SCHLUSSPUNKT

VORSCHAU

Rechtschutzversicherung – Mediation statt Gerichtsverfahren

Sonderausgabe anlässlich des 15. Informationstages der Wiener Versicherungsmakler

Interview mit Mag. Birgit Schmolmüller, Geschäftsführerin RWB Austria

IMPRESSUM “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221. Telefon: +43 (0)720 515 000 Fax: +43 (0)720 516 700 e-mail: office@riscontrol.at Team: Doris Schachinger, Chefredakteur; Christian Proyer, Geschäftsführer; Isabella Schachinger; Christoph Schönfellner, Layout. Titelfoto: Adobe Stock. Weitere Fotos: Karl Grabherr, Generali/Kucera, TUS Gröbming, picturesborn, Marlene Froehlich, Maris Locmelis, David T Kindler, Claudia El-Morsi, Atelier Oskar Schmidt, ORF, Karl Michalski, Rudi Froese, Selina Flasch Photography, Ingo Folie, Stefanie Wagner, Paparazzo Christian, DOOKPHOTO, Jesper Anhede, Foto Agent 2016. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der 50 risControl 02/17

Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/ Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher sprachformen verzichtet. Sämtliche Personen Bezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2017 / (ca)


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Digitalisierung betrifft mich nicht jedes Unternehmen.

Digitalisierung - Fit für die Zukunft 28. 03. 2017 - ibis Wien Mariahilf Insurance 4.0 - Zukunft des Vertriebes Mag. Christian Hauer | KPMG

Digitale Prozesse & Cyber Security Wege und Irrwege in der österreichischen Versicherungsbranche DI Andrea Wellner | Courtage Control

Auswirkungen der Verordnung (EU) 2016/679 auf Unternehmen in Österreich DI Hannes Proyer | Atos

Digitalisierung der Versicherungswelt Ein Blick über den Tellerrand Volker P. Andelfinger

Zukunft ist jetzt Der neue digitale Assistent von VARIAS Arno Slepice | VARIAS

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.be1st.at

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