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Eine crossmediale Publikation der Xmedia Solutions AG

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  O k t o b e r 

2013

Sicherheit in der Schweiz

Aus Sicherheit wird Absicherung – Ganzheitlicher Schutz von Hab, Gut und Mensch |||||||| Seite 3 Betriebliches Gesundheitsmanagement als starke Waffe im War of Talents |||||||||||||||||||||||||||| Seite 4 Finanzielle Sicherheit durch Vorsorge ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| Seite 6 Gebäudeschutz ist erschwinglich – und zahlt sich aus ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| Seite 7


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Eine crossmediale Publikation der Xmedia Solutions AG III Sicherheit in der Schweiz

Ernst zu nehmende Gefahren für Unternehmen U

mfragen und Statistiken zeigen seit vielen Jahren die immer gleichen Gefahren, denen sich Unternehmen auf der ganzen Welt ausgesetzt fühlen. Das sind unter anderem Betriebsunterbrüche, Naturkatastrophen und Feuer, sowie die Gefährdung von Gebäuden und der dort befindlichen Personen und Objekte. Wirksamen Schutz gegen diese Gefahrenquellen gibt es – das zeigen eindrücklich bestehende Sicherheitskonzepte, aber beispielsweise auch innovative Trends in der Gebäudesicherheit. Produktions- und Dienstleistungsbetriebe sind verletzlicher geworden. Einer der Gründe liegt in den häufig geografisch weit verzweigten Unternehmensteilen beziehungsweise den weltweit verteilten Zulieferbetrieben. Läuft in den modernen und eben häufig ausgelagerten Prozessen etwas schief, oder fällt eine Schlüsselposition aus, hat das meist unmittelbare Auswirkungen auf die Abnehmerbetriebe. Mithin werden ganze Branchen in Mitleidenschaft gezogen, weil es bei einem Zulieferer Lieferengpässe gibt. Gründe für die auch von Schweizer Unternehmen gefürchteten Betriebsunterbrechungen gibt es viele: Neben Naturkatastrophen und Feuer ist das auch der unerlaubte Zutritt zu exponierten Gebäuden mit wertvollen Daten – die Angst vor Datendiebstahl ist grösser denn je. Sein Unternehmen vor Schäden oder Unterbrechungen zu schützen, die durch natürliche Einflüsse entstehen, ist wegen der oft

Neben Naturkatastrophen und Feuer fürchten Schweizer Unternehmen besonders den Datendiebstahl.

ungeahnten Kräfte der Natur nicht sonderlich leicht. Beim Thema Schutz gegen Brände oder Einbrüche ist das schon etwas einfacher. Mit ihren verlässlichen, präzisen und innovativen Produkten und Technologien nimmt die Schweiz in diesem Bereich sogar weltweit eine Vorreiterrolle ein. Gewiss: Die gute wirtschaftliche Stimmung – unter anderem durch die starke

Inhalt Le i ta r t i k e l

A r b e i t s s i c he r he i t

3_ Aus Sicherheit wird Absicherung

6_ Bloss kein Papiertiger!

P e r s o n e l l e V o r s o r ge

G e b äu d e s i c he r he i t

4_ Die wertvolle Ressource Mensch

7_ Auf Nummer sicher

Be t r i e b l i c he G e s u n d he i t

Sicherheit bei Sport ver anstaltungen

5_ Der Chef muss für seine Mitarbeiter sorgen

9_ Bis die erste Bierflasche fliegt …

F i n a n z i e l l e S i c he r he i t 6_ Stabilität und Erfolg durch Absicherung

Bautätigkeit – sorgt für den wichtigen monetären Background bei der Entwicklung neuer Produkte. Und eben diese Produkte mit ihren Prozessoptimierungen und Technologiesprüngen sind weiterhin stark nachgefragt. Auch, weil die Kunden mehr für ihr Geld erhalten, als noch vor ein paar Jahren. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Jahresstatistik des Verbands Schweizerischer Errichter von Sicherheitsanlagen (SES) ein leichtes Umsatzplus der dort organisierten Firmen im Jahr 2012 verzeichnet. Gemeinsam kommt man auf ein Auftragsvolumen von 670 Millionen Franken. Der Technologiesprung ist beispielsweise in der Sicherheitstechnik sehr deutlich: Hochauflösende IP-Kameras liefern gestochen scharfe Bilder, registrieren über Wärmekameras Personen in sensiblen Unternehmensbereichen und werten das Aufgezeichnete aus. Die Daten werden automatisch an eine Sicherheitszentrale gesendet – oder auch per Handy-App an den Verantwortlichen im Unternehmen. Auch bei den Brandmeldesystemen gab es grosse Entwicklungsschritte: sie können immer feinere Indikatoren unterscheiden und eine verbesserte Sensortechnik ermöglicht eine erhebliche Reduktion von Fehlermeldungen. Im Bereich der Zutrittskontrollsysteme ist die RFID-Technologie in aller Munde. Kontaktlose und mobile Anwendungen sowie vernetzte Systeme werden in der Sicherheitstechnik zum

Standard. Dabei ist die Technik ausserordentlich bedienerfreundlich und wird dank der stetigen Weiterentwicklung erschwinglich bleiben. Deutlich wird, dass sowohl die Verantwortlichen in Unternehmen, als auch die Mitarbeitenden immer sensibler werden für sicherheitsrelevante Themen und dadurch ihre Ansprüche steigen. Insbesondere, wer im Betrieb diese Bereiche verantwortet, muss fundiert ausgebildet werden. Unser duales Bildungssystem schafft gute Voraussetzungen für Mitarbeitende mit technischen Ausbildungen – dieser Fokus sollte unbedingt beibehalten werden. Wertvolle Grundausbildungen und professionelle Weiterbildungsmöglichkeiten sind also das A und O der Branche und eine wertvolle Investition in die Zukunft. Wer auf Anwenderseite die neuen Technologien unterstützt, sorgt dadurch weiterhin für eine Innovationsbereitschaft auf hohem Niveau – die sich für alle Beteiligten auszahlt.

Impressum

Beteiligte Unternehmen

Projektleitung: Anna-Rebekka Spellmeyer, rs@xm-solutions.com Redaktion: Nadine Effert, Helene Fuchs, Mike Paßmann, Otmar Rheinhold, Wiebke Toebelmann, Lena Winther

ABUS August Bremicker Söhne KG boerding messe AG Controx Brandschutz GmbH EKAS Exhibit & More AG / Ltd. Gesundheitsförderung Schweiz Hochschule Luzern IC UNICON AG Kaba AG Klubschule Migros Zürich Nest Sammelstiftung Post CH AG Securitas AG Sikomp (ROSTAG GmbH) SiD Sicherheitsdienst GmbH SLG Fachgruppe Notbeleuchtung Telenot Electronic GmbH Verband Schweizerischer Errichter von Sicherheitsanlagen SES Verband Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungs-Unternehmen VSSU Zumtobel Licht AG

V.i.s.d.P.: Mike Paßmann Produktion / Layout: Claudia Bachmann, Fotos: Thinkstock / Getty Images Druck: DZZ Druckzentrum Zürich AG Inhalte von Unternehmensbeiträgen sowie Gastbei­t rägen geben die Meinung der beteiligten   Unternehmen wieder. Die Redaktion ist für die Richtigkeit der Beiträge nicht verantwortlich. Die rechtliche Haft ung liegt bei den jeweiligen Unternehmen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Oscar Nyberg, on@xm-solutions.com Xmedia Solutions AG, Hirschengraben 33, 6003 Luzern T: 044 998 11 33

Autor Guido Portmann  Präsident Verband Schweizerischer   Errichter von Sicherheitsanlagen SES

Mit freundlicher Unterstützung:

Xmedia Solutions hat sich auf crossmediale Publikationen spezialisiert, welche in Tageszeitungen und auf relevanten Online-Portalen veröffentlicht werden. Mehr Informationen unter: www.xmedia-solutions.com

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Eine crossmediale Publikation der Xmedia Solutions AG III Sicherheit in der Schweiz

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Leitartikel

Aus Sicherheit wird Absicherung IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Von Otmar Rheinhold

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ie Schweiz ist eines der sichersten Länder der Welt. Und dennoch spielt das Bedürfnis nach Sicherheit und der Ruf nach gesicherten Verhältnissen auch bei uns eine immer grössere Rolle. Dabei wird der aufmerksame Beobachter neben den naheliegenden Dingen auch Trends entdecken, die von vielen zunächst gar nicht mit den üblichen Vorstellungen von „Sicherheit“ in Verbindung gebracht werden. Naheliegend ist der Gedanke an Gebäudeschutz und Security-Personal. Wir haben uns daran gewöhnt, dass nicht nur Banken von Wachfirmen geschützt werden. Auch ganz normale Geschäfte leisten sich inzwischen private Wachdienste. Von Firmengebäuden ganz zu schweigen. Zwar sind die Zahlen über gestiegene Bedrohungen nicht ganz eindeutig. Klar ist aber, dass die Risikowahrnehmung in der Bevölkerung und der Wirtschaft gestiegen ist. Manche Gebiete der Schweiz beklagen stark erhöhte Einbruchszahlen. Mehr als früher ist das Bewusstsein für akute Gefahren wie Feuer oder die Folgen von Naturkatastrophen vorhanden. Nicht nur Eigenheimbesitzer interessieren sich deshalb verstärkt für konkrete Massnahmen zum Gebäudeschutz.

Besseres Image Gute Zeiten für die Hersteller von Alarmanlagen und Einbruchssicherungen – die allerdings etwas hermachen sollen. Equipment zum Gebäudeschutz soll nicht nur seine Funktion erfüllen, sondern auch gut aussehen. Es soll zum ästheti-

Gute Zeiten für die Hersteller von Alarmanlagen und Einbruchssicherungen.

schen Erscheinungsbild eines Gebäudes nicht nur passen, sondern dazu beitragen. Das fängt mit Designerlampen für die Notbeleuchtung an und endet zurzeit in futuristischen Kontrollanlagen. Wer etwas auf sich hält, steuert den Zugang zu seinem Haus mit dem Smartphone von überall aus. Wenig verdeutlicht besser den Wunsch nach ständiger Kontrolle über die eigene Sicherheit. Und auch das Wachpersonal ist einem Wandel unterzogen. Zeitgleich mit dem verstärkten Einsatz werden immer höhere Anforderungen an seine Qualifikation gestellt. Ein wachsender Markt ist entstanden für die Aus- und Weiterbildung von Sicherheitsbeauftragten. Schon eine solche Funktionsbezeichnung sagt viel über den Wandel, den das Berufsbild erfährt. Nicht zuletzt impliziert sie die Möglichkeit einer Karriere – und spiegelt das verbesserte Image

in der Gesellschaft wieder. Vorbei die Zeiten, in denen Wachleute als halbgezähmte Raudis galten. Heute sehen Unternehmer sie schlicht als vertrauenswürdige Mitarbeiter von Dienstleistern, die sich um das Sicherheitsbedürfnis von privaten wie öffentlichen Institutionen kümmern. Wer Sicherheit in die guten Hände von Fachleuten gibt, hat eine Sorge weniger und kann sich besser aufs Kerngeschäft konzentrieren.

Sicherer Arbeitsplatz Sicherheit erfährt auch am Arbeitsplatz eine neue Bedeutung. Längst geht es nicht mehr nur darum, dass alle ihre Helme aufhaben, beim Hantieren im Labor nichts schief geht und im Büro niemand über die Kabel stolpert. Erfreulicherweise betrachten immer mehr Unternehmer

ihre Mitarbeiter ganzheitlich. Aus Sicherheitsmassnahmen werden dann Bestrebungen, für das körperliche und seelische Wohl der Angestellten zu sorgen. Betriebliches Gesundheitsmanagement sorgt nicht nur für ergonomische Arbeitsplätze, es macht aktive Angebote, Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht oder Diabetes auch mit Unterstützung des Betriebs zu bekämpfen. In Zeiten von Burnout und innerer Kündigung durch Überarbeitung entwickeln Unternehmen ein Gespür für die psychische Gesundheit der Belegschaft. Wer sich wohl fühlt, arbeitet auch besser. Und wer sein Alter abgesichert weiss, auch. Wenn es um die Altersguthaben geht, sollten Firmen heutzutage auf Sicherheit setzen und keine Risiken eingehen. Die Schweiz ist vergleichsweise glimpflich durch die Wirtschaftskrise gekommen, doch auch hier machen sich die Unwägbarkeiten allzu spekulativer Geldanlagen bemerkbar. Innerhalb des Drei-Säulen-Systems sollten Firmen deshalb bemüht sein, ihren Mitarbeitern eine sichere Perspektive für später zu geben. Eine klassische Win-Win-Situation – wer den Eindruck hat, auch fürs Alter zu schaffen, mehrt schon heute den Unternehmensgewinn. Nicht zuletzt steigern solche „Sicherheitsmassnahmen“ am Arbeitsplatz die Attraktivität als Arbeitgeber. Zunehmend wichtig in einer Gesellschaft, in der angesichts fehlender Fachkräfte ein regelrechter „war for talents“ entbrennt. Angst machen ist bei alldem aber nicht angesagt. Was Sicherheit angeht, ist unser Land auf dem richtigen Weg. Vielleicht gilt ja gerade auch deshalb: Die Schweiz ist eines der sichersten Länder der Welt.

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Unternehmensbeitrag

Kaba ist am Impuls der Zeit Seit Jahrzehnten ist Kaba führend bei mechanischen Schliesssystemen – und entwickelt weiterhin innovative Systeme. 1934 revolutionierte Kaba mit der Patentierung des Wendeschlüssels die Schliesstechnik. Seither hat sich Kaba immer wieder mit neuen Produkten und Technologien als Innovationsführerin in der Sicherheitsindustrie bewiesen. Die Kaba-Produktpalette umfasst mechanische und mechatronische Schlüssel und Schliesszylinder, digitale Schliesssysteme bis hin zu schlüssellosen Zutrittskontrollsystemen für Privat- und Geschäftshäuser. Dabei gewährleisten

Kaba-Lösungen nebst dem optimalen Schutz auch organisatorische Flexibilität für den Nutzer.

Sicherheit in Bestform: der neue Kaba star Dank seinen fast unbegrenzten Anwendungsmöglichkeiten nimmt der Kaba star seit Jahrzehnten eine unbestrittene Führungsrolle im Bereich der mechanischen Schliesssysteme ein.

Nun lanciert Kaba den Klassiker in wegweisendem Design neu: Integriert in ein modulares Zylindersystem wird der neue Kaba star an der Fachmesse SICHERHEIT 2013 weltweit erstmals präsentiert. Bereits vorher konnte ein wichtiger Erfolg verbucht werden: der neue Kaba star wurde kürzlich mit dem renommierten Red Dot Design Award ausgezeichnet.

Türen öffnen durch Berühren Kaba TouchGo ist ein elektronisches Schloss welches erkennt, ob der Anwender einen Transponder bei sich trägt. Der Raum kann mit der normalen Betätigung am Türdrücker betreten werden. Keine Suche des Schlüssels – die Hände sind frei. Dieser selektive Zutritt gewährleistet den Zutrittskomfort und bietet gleichzeitig ein Höchstmass an Sicherheit. Und das ganz einfach, komfortabel und zuverlässig.

Sicherheitslösungen mit NFC-Technologie

Kaba Mobile Access Solutions: Temporärer Zutritt kann vom Besitzer zugewiesen werden, ohne dass er vor Ort sein muss.

Bereits Mitte 2014 wird mit Kaba Mobile Access Solutions die neueste Near Field Communication Technologie (NFC) zum Vergeben, Aktualisieren und Entziehen von digitalen Berechtigungen auf Smartphones, die diese Technologie unterstützen, genutzt werden können. Diese Art von Zutrittsmedium funktioniert mit allen aktuellen Kaba Produkten, die auf RFID basieren – so zum Beispiel für den Zutritt zu Hotelzimmern, Wohnungen und Häusern, zu gesicherten Bereichen wie Labors und Serverräumen in Universitäten und anderen geschützten Einrichtungen wie

Kaba TouchGo öffnet Türen durch Berühren.

Bürogebäuden und abgelegenen Infrastrukturanlagen. Seit ihrer Gründung 1862 hat sich Kaba immer wieder als erstes Unternehmen mit neuen, innovativen Lösungen profiliert und dabei für Sicherheit und Komfort massgebende Standards gesetzt. Die Innovationsfähigkeit des Unternehmens zeigt sich in ihrer über 150 jährigen Firmengeschichte. Kontakt Kaba AG, Schweiz  Marcel Schmuki, Leiter Produktmanagement   Telefon 0848 85 86 87  www.kaba.ch


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Eine crossmediale Publikation der Xmedia Solutions AG III Sicherheit in der Schweiz

artikel

Gastbeitrag

Die wertvolle Ressource Mensch

Vorbildliche Arbeitsbedingungen langfristig sichern

Mitarbeiterbindung ist wichtig. Die Zutaten: intelligentes Gesundheitsmanagement, Arbeits­sicherheit und viel psychologisches Geschick. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII VON Lena Winther

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as wertvollste Gut eines Unternehmens sind seine Mitarbeiter. Das erkennen Arbeitgeber zunehmend. Umso wichtiger ist es, ein zufriedenstellendes Umfeld zu schaffen. Ein wichtiger Teilnahme an einem Firmenlauf – für alles Baustein ist etwa das Betriebliche Gesundheitsgibt es Profis, die sich auskennen und massmanagement, welches Sport- und Präventionsgeschneiderte Programme für die Belegschaft programme umfasst. Ebenso ist auch eine Eindurchführen können. Das fördert Gesundheit schätzung des Gefährdungspotenzials sowie und Teamgeist. Betrachtung der Arbeitsschutzauflagen wichtig, Nicht vergessen: Jeder will gesehen werinsbesondere in Industrie- und Handwerksbeden – der junge Trainee genau wie der alte Hase, trieben. Arbeitssicherheit und Gesundheitsmader bald in Pension geht. Mitarbeiterbindung nagement müssen dabei Hand in Hand gehen. funktioniert nur, wenn sich der Beschäftigte Während Arbeitsschutz jedoch auf konkreemotional mit der Arbeitsstelle verbunden fühlt. ten gesetzlichen Bestimmungen basiert, findet Wer also nicht eine hochqualifizierte Kraft verdie Betriebliche Gelieren möchte, muss ihr das sundheitsvorsorge auf „Nicht vergessen: Jeder will Gefühl geben, dass ihre freiwilliger Basis statt. Meinung zählt und sie sich gesehen werden“ Jeder Chef ist hier geweiterentwickeln darf und fordert, die körperliche soll. Dazu gehört einerseits und seelische Gesundheit nachhaltig zu stärken. das Abstecken individueller VerantwortungsDazu hat er zahlreiche Möglichkeiten, die sich und Befugnisgebieten, andererseits auch gut zudem noch steuerlich absetzen lassen. Das organisierte Teamarbeit. Durch gezielte, mitbeginnt beim ergonomischen Bürostuhl und arbeiterfreundliche Massnahmen lassen sich Rückenschulen über Ernährungsberatungen bis Produktivität und Motivation steigern – und hin zum Betriebssport oder auch die gemeinsame damit auch der Unternehmenserfolg.

Komplexität in Unternehmen fordert Mitarbeiter immer mehr – ein systematisches Betriebliches Gesundheitsmanagement sorgt für positiven Ausgleich. Die Anforderungen an Unternehmen und Mitarbeiter werden immer komplexer. Die Folge sind oftmals strengere Arbeitsbedingungen, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Wer sich mit freiwilligen Massnahmen für ein systematisches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) engagiert, schafft die Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Unternehmen. Denn so kann er auf gesunde und motivierte Mitarbeitende zählen, die mit den Herausforderungen des Arbeitsalltags besser umgehen können. Damit sich BGM positiv auf das Unternehmen auswirkt, muss es Teil der Unternehmenskultur sein. Führungskräfte nehmen dabei eine Vorbildfunktion wahr und müssen in der Lage sein, negative Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren. Ebenso ist es wichtig, die Mitarbeitenden regelmässig über die BGM-Ziele sowie über die Ergebnisse zu informieren und sie in die Lösungsfindung aktiv einzubinden.

Rahmenbedingungen optimal gestalten Wo anfangen mit dem BGM? Viele Unternehmen sind – bewusst oder unbewusst – bereits aktiv in der betrieblichen Gesundheitsförderung. Sei dies durch Verbesserung der Arbeitssicherheit, Sensibilisierung für Gesundheitsfragen oder Sportangebote für die Mitarbeiter. Damit es nicht

bei Einzelmassnahmen und punktuellen Verbesserungen bleibt, können sich Unternehmen zum Beispiel an den Qualitätskriterien des Labels Friendly Workspace orientieren. Diese helfen, die richtigen Massnahmen für eine nachhaltige Optimierung der betrieblichen Rahmenbedingungen zu definieren. „Betriebliches Gesundheitsmanagement geht weit über Einzelthemen hinaus. Unabhängig von Grösse und Branchenzugehörigkeit ermöglicht der Ansatz des Labels Friendly Workspace einen ganzheitlichen Arbeitnehmerschutz für beides, die körperliche und psychische Gesundheit der Mitarbeitenden“, erklärt Thomas Mattig, Direktor Gesundheitsförderung Schweiz, den Nutzen der Auszeichnung.

Autor Die Gesundheitsförderung Schweiz ist eine Stiftung, die Aktivitäten für die menschliche Gesundheit initiiert, fördert und durchführt.

Informationen Das Label Friendly Work Space wurde von führenden Unternehmen zusammen mit Gesundheitsförderung Schweiz entwickelt und wird von einer neutralen Stelle vergeben.   www.friendlyworkspace.ch

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Unternehmensbeitrag

Die Post investiert in die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden Die Schweizerische Post hat in der jüngeren Vergangenheit tiefgreifende Veränderungen erfolgreich bewältigt. Dies verdankt die Post ihren rund 60‘000 Mitarbeitenden, für deren Gesundheit sie sich aktiv einsetzt. Es ist erst 15 Jahre her, seit die damalige PTT in die Unternehmen „Swisscom“ und „Die Schweizerische Post“ aufgeteilt worden sind. Seither absolvierte die Post ein eigentliches Fitnessprogramm, um die Wettbewerbsfähigkeit in ihren verschiedenen Märkten sicherzustellen. Der damit verbundene Wandel hat den Mitarbeitenden viel Veränderungsbereitschaft abverlangt. Dabei handelt es sich um 60‘000 Menschen – 7000 von ihnen arbeiten im Ausland – aus 140 Nationen in über 100 verschiedenen Berufen. Sie sind es, die den Erfolg der Post möglich machen.

vor rund 12 Jahren in Angriff genommen und in allen Bereichen ein Präsenzmanagement installiert. Und für eine verbesserte Reintegration in den Arbeitsprozess von Mitarbeitenden, die aus gesundheitlichen Gründen ihre Funktion nicht mehr ausüben können, verfügt die Post in allen Unternehmensbereichen über ein Betriebliches Case Management.

Engagement wird anerkannt

Post gehört zu den Pionieren im Gesundheitsmanagement „Wir schaffen den Rahmen, damit unsere Mitarbeitenden leistungsfähig und gesund bleiben“, steht in der Personalpolitik der Post. Diese Aufgabe wird von den HR-Fachleuten und den Linienverantwortlichen systematisch und unter Berücksichtigung der Eigenverantwortung der Mitarbeitenden umgesetzt. „Heute ist das Engagement der Post zu Gunsten der Gesundheit ihrer Mitarbeitenden selbstverständlich“, sagt Markus Zuberbühler, Leiter Gesundheitsmanagement der Post. Er müsse nicht immer wieder neu begründen, weshalb das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) sinnvoll und nützlich sei. „Die Investitionen ins BGM leisten einen wichtigen Beitrag für ein leistungsförderndes Betriebsklima. Die Arbeitsbedingungen werden kontinuierlich verbessert und immer mehr Mitarbeitende achten bewusster auf ihre Gesundheit”, sagt Zuberbühler weiter. Das Resultat seien weniger Unfälle, längerfristig auch eine Reduktion der krankheitsbedingten

Umweltschonend, ergonomisch und stabil: Dreirad-Elektroroller in der Zustellung.

Ausfälle und somit eine gesteigerte Produktivität. Das BGM der Post funktioniert gemäss den Stossrichtungen „Prävention”, „Früherkennung”, „Reintegration” sowie „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz”. Die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen auf den Gebieten Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz stellt die Post mit einer vom Bund (EKAS) genehmigten Betriebsgruppenlösung sicher. In der Prävention läuft zur Zeit eine dreijährige Kampagne zum Thema der psychischen Gesundheit. Mitarbeitende und Vorgesetzte werden sensibilisiert, Anzeichen von möglicher psychischer Überlastung ernst zu nehmen und dazu aufgefordert, die zur Verfügung gestellte Unterstützung zu nutzen. Das Thema Früherkennung hat die Post bereits

Dass die Massnahmen im Gesundheitsschutz und in der Gesundheitsförderung von den Mitarbeitenden geschätzt werden, geht auch aus der Personalumfrage hervor. Einmal im Jahr fühlt die Post mit diesem Instrument bei den Mitarbeitenden den Puls. Bei den Themen „Arbeitsbelastung” und „Arbeitsbedingungen” wird die Einschätzung der Mitarbeitenden auf folgende Aussagen abgefragt: „In meinem Arbeitsumfeld wird viel unternommen, um berufsbedingte Erkrankungen / Unfälle zu vermeiden.” und „Nach der Arbeit kann ich gut abschalten.” Die Werte haben sich in den letzten Jahren leicht gesteigert und sind auf dem guten Niveau von 73 bzw. 74 Punkten (von maximal 100) stabil. Das BGM der Post bekommt nicht nur von den Mitarbeitenden gute Noten. Auch von dritter Seite wird das Engagement anerkannt und bestätigt: Seit 2009 sind die grossen Konzernbereiche von der Gesundheitsförderung Schweiz mit dem Label „Friendly Work Space” ausgezeichnet. Noch diesen Herbst erhält der Gesamtkonzern das Gütesiegel. Diesen Trumpf spielt die Post denn auch auf dem Arbeitsmarkt aus. Kandidaten auf ausgeschriebene Stellen gaben an, dass das Label eine Rolle gespielt habe, sich bei der Post zu be-

Präventions-Kampagne der Post zur psychischen Gesundheit.

werben. Laut Zuberbühler führen die Investitionen und Massnahmen auf dem Gebiet des BGM zu einer Situation von gleich mehreren Gewinnern: „Sie tragen dazu bei, dass die Mitar­beitenden gesund bleiben beziehungsweise wieder in den Arbeitsprozess integriert werden. Dann leisten sie einen wichtigen Beitrag für den Unternehmenserfolg und erhöhen die Arbeitgeberattraktivität der Post. Und schliesslich tragen wir aktiv dazu bei, die Belastung der Sozialwerke zu senken, was der Gesellschaft als Ganzes zugutekommt.“ Autor: Olivier Aebischer


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Der Chef muss für seine Mitarbeiter sorgen Damit Fehltage und die damit verbundenen Kosten gar nicht erst entstehen, kann ein Arbeitgeber viel tun. zielte Rückenschulen werden Fehlhaltungen korrigiert und vorhandene Beschwerden gelindert. rbeitsausfall ist nicht nur ein menschliches Auch ist, wer in einem Grossraumbüro arbeitet, Thema, sondern schlägt sich auch im Unterständigen Krankheitserregern ausgesetzt. Um nehmenserfolg nieder. Allein die Zahlen rütteln präventiv vorzugehen, etwa gegen Erkältungsviauf: Laut einer Erhebung des Staatssekreta­r iats für ren, können Arbeitgeber neben gesundem KanWirtschaft entsteht durch den Gesundheitskiller tinenessen auch Ernährungscoachings anbieten. Stress jährlich ein Schade von 4,2 Milliarden Regelmässige Lauftreffs härten zusätzlich ab Franken. Eine Firma mit 300 Mitarbeitern etwa und stärken ganz nebenbei noch den Zusamverliert so rund eine Million Franken im Jahr. menhalt im Team. Meditation oder Yoga heben Immer mehr Arbeitgedie Moral, lösen Stress ber erkennen daher die „Ebenso gilt es, die Angestellten auf und können psychiWichtigkeit eines nachschen Leiden wie Burnim Alltag stets fit zu halten“ out vorbeugen. Generell haltigen Betrieblichen Gesundheitsmanagegilt: ein gutes BGM zahlt ments (BGM). Wichtig ist ein umfassendes Absich aus – nicht nur für die Fehltagestatistik, senzmanagement, ein Steuerungsinstrument, zu sondern auch für das Betriebsklima. dem beispielsweise Prävention, Mitarbeiterbindung, aber auch sogenannte „Bleibegespräche“ gehören. Der Chef selbst ist hier eine zentrale Figur und muss für sein Personal und dessen Work-Life-Balance sorgen. Das wichtigste Gut: die Gesundheit der Angestellten. Dazu gibt es arbeitsmedizinische Massnahmen wie Impfungen oder Betriebsnothelferkurse. Ebenso gilt es, die Mitarbeiter im Alltag stets fit zu halten. Rückenprobleme sind bei den Erkrankungen auf der Liste ganz oben. So sollte jedem betroffenen Kollegen ein Arbeitsplatz geschaffen werden, der seinen Bedürfnissen entspricht – sei es durch einen ergonomischen Regelmässige Lauftreffs härten ab und stärken den Zusammenhalt im Team. Bürostuhl oder gar einen Stehplatz. Durch geIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII VON Lena Winther

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Unternehmensbeitrag

Strukturiertes Absenzenmanagement und Case-Management als Lösungen im Ernstfall Die Zeit, in welcher sich die Arbeitgebenden nach Eintritt eines Leistungsfalles ausschliesslich mit den Formen von reinen Versicherungslösungen auseinandersetzen mussten, ist vorbei. Tritt der Leistungsfall trotzdem ein, bieten sich heute im Rahmen des „Absenzen“- und „Case-Managements“ Möglichkeiten an, den Fall so optimal wie möglich zu begleiten und Arbeitnehmenden die bestmögliche Unterstützung in einer schwierigen Zeit zu geben. Ein strukturiertes Absenzenmanagement und ein erfolgreiches Case-Management helfen, den Ablauf der notwendigen Schritte einzuschätzen sowie eine Wiedereingliederung der Arbeitnehmer in der Arbeitswelt zu unterstützen. Die folgende Grafik soll zeigen, wo sich die einzelnen Bereiche in der Zeitachse befinden. Es ist nicht möglich diese einzelnen Prozesse voneinander zu lösen. Dennoch ist deren Platz im Zeitablauf klar definiert. Proaktiv

Heute sollte ein umfassendes Betriebliches Gesundheitsmanagement dazu beitragen, dass Absenzen am Arbeitsplatz gar nicht erst eintreten.

IC Unicon AG Die IC Unicon AG ist der grösste Versicherungsbroker mit Sitz in der Nordwestschweiz. Wir verstehen die Korrelation zwischen den beschriebenen „Disziplinen“ und den Prämien in den Policen Ihrer Kollektiven Krankentaggeldoder Unfallversicherung und der beruflichen Vorsorge (BVG). Die Auseinandersetzung mit diesen Themen ist Teil unserer umfassenden und neutralen Beratung. IC Unicon AG betreut rund 600 Unternehmen mit einem Prämienvolumen von 100 Millionen Franken. Wir stehen Ihnen sehr gerne für nähere Auskünfte zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Reagieren

Risikomanagement

Krankentagegeldversicherung

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Betriebliches Gesundheitsmanagement + Generationenmanagement

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Kontakt Dieter Schäublin ·  IC UNICON AG · Postfach · Kägenstrasse 17 · CH-4153 Reinach 1 BL  Tel. +41 (0)61 716 90 90 · Fax +41 (0)61 716 90 89  dschaeublin@unicon.ch · www.unicon.ch

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Keine zweite Chance für erste Hilfe Betriebsnothelfer-Kurse

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CAS Arbeit und Gesundheit/Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz Im Ernstfall zählt jede Minute. Hier lernen Ihre Mitarbeitenden, wie sie sich im Notfall verhalten müssen. Praxisorientierte Betriebsnothelfer-Kurse – speziell und modular für Firmen aufgebaut. • • • •

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Sie bestimmen den Schulungsort, den Zeitpunkt und die optional ausgewählten Schulungsinhalte – bei Ihnen in der Firma oder in einer der 50 Klubschulen in der Schweiz.

er: n Sie unt e d n fi s il ren Deta er Alle weite h/betriebsnothelf .c le klubschu Tel. 058 568 78 24 Mail firmen@gmz.migros.ch klubschule.ch/firmen

Die Erhaltung der Gesundheit von Arbeitnehmenden ist aus wirtschaftlichen wie ethischen Gründen von grosser Bedeutung für die Gesellschaft. Das CAS-Programm befähigt Fachpersonen, die im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz tätig sind, gesundheitliche Belastungen an Arbeitsplätzen zu erkennen sowie Massnahmen zur Verbesserung der Situation zu formulieren. Dauer: Februar 2014 bis Dezember 2014 Info-Veranstaltung: Montag, 9. Dezember 2013 Details unter www.hslu.ch/c154 Immer aktuell informiert: www.hslu.ch/newsletter-sozialearbeit


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Stabilität und Erfolg durch Absicherung

Bloss kein Papiertiger! Wer Arbeitssicherheit mit Leben füllt, schützt seine Mitarbeiter vor Unfällen und sein Unternehmen vor wirtschaftlichen Schäden.

Nicht nur der einzelne Angestellte profitiert von einem guten Vorsorgeplan, sondern auch das Unternehmen selbst. Die Wahl der Pensionskasse fällt nicht immer leicht. ten die Verwaltungs- und Risikokosten gehören, aber auch der Deckungsgrad oder die Höhe des ie Schweiz ist berühmt für eines der besten Satzes, zu dem die jeweilige Pensionskasse den Sozialversicherungssysteme der Welt. Doch überobligatorischen Teil des Altersguthabens selbst wer viele Jahre im Beruf steht, empfinverzinsen möchte. Nicht nur eine gründliche det das Drei-Säulen-Modell, auf dem dieses Internet-Recherche kann den Weg zu einer opSystem basiert, als kompliziert. Angestellte mit timalen Pensionskasse vereinfachen. Auch steleinem Mindesteinkommen von rund 20‘500 len sich viele Anbieter auf Messen oder auch in Franken pro Jahr sollten sich zumindest mit Fachmagazinen vor. Eine Vorsorgekommission der zweiten Säule auskennen: der beruflichen im Unternehmen ist dann für die Auswahl des Vorsorge BVG, auch passenden Partners zuPensionskasse genannt. „So individuell jeder Betrieb ist, ständig, mit dem die BeAber auch Arbeitgeber ziehung eingegangen müssen sich mit dem so unterschiedlich sind die BVG- werden soll. Die AusThema befassen. Die wahl der richtigen PenEinrichtungen.“ BVG ist nicht nur obligasionskasse kostet sichertorisch, sondern soll Pensionierte, Hinterlassene lich Zeit, doch ist die Investition weiterhin und Invaliden gemeinsam mit der Alters- und lohnenswert. Nicht zuletzt deshalb, weil die VorHinterlassenenversicherung (AHV) und der sorge für den Angestellten zunehmend zur Invalidenversicherung (IV) dabei unterstützen, Vorsorge für den Betrieb wird. ihren gewohnten Lebensstandard zu erhalten. Fast eine Million Pensionierte und 3,7 Millionen Aktive sind bei den rund 2‘200 Pensionskassen versichert. Jährlich verwalten sie ein Vermögen von über 600 Milliarden Franken. So individuell jeder Betrieb ist, so unterschiedlich sind auch die Ausrichtungen der BVGEinrichtungen. Einen kompetenten Partner finden Unternehmen, wenn sie sich einen Kriterienkatalog anlegen. Zu diesen Kriterien könnIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII VON Lena Winther

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IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII VON Nadine Effert

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tolperfallen, falscher Umgang mit Maschinen, fehlende Schutzkleidung oder schlechte Beleuchtung – jeder Arbeitsplatz birgt Gefahrenquellen. Vor den Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit von Mitarbeitern soll die Arbeitssicherheit schützen. Sie verfehlt jedoch ihre Wirkung, wenn sie lediglich auf dem Papier existiert. Als Teil der Unternehmenskultur sollte eine Implementierung praxisnah, zeitgemäss und unbürokratisch erfolgen. Nur eine gelebte Sicherheit trägt zur körperlichen Unversehrtheit der Mitarbeiter bei und sichert so einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Einige Unternehmen ermöglichen es ihren Angestellten darüber hinaus, eigene Ideen zur Arbeitssicherheit einzubringen oder ziehen etwa einen externen Sicherheitsexperten zu Rate. Nicht ohne Grund: Laut Bundesamt für Statistik wurden im Jahr 2011 schweizweit rund 272‘000 Arbeitsunfälle registriert, etwas mehr als in den Jahren zuvor.

Während Männer am häufigsten am Bau zu Schaden kommen, verunglücken Frauen am häufigsten bei der Arbeit im Gesundheits- und Sozialwesen. Unabhängig vom Geschlecht passieren die meisten Unfälle in der Altersgruppe der 20 bis 29-Jährigen. Junge Mitarbeiter müssen daher verstärkt für das Thema sensibilisiert werden. Nicht selten empfinden sie zum Beispiel das Tragen von Schutzkleidung als Schikane. Den Sinn von Schutz- und Sicherheitsmassnahmen aktiv vermitteln, darum geht es auch in der jüngst gestarteten Kampagne „be smart work safe“ im Auftrag der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS. Ihr Ziel: In den kommenden drei Jahren soll Arbeitssicherheit ein unabdingbarer Bestandteil der täglichen Arbeit der jungen Arbeitnehmenden werden. Auch in Zukunft bedarf es weiterer Anstrengungen in der Unfallprävention. Eine Daueraufgabe, die nur gemeinsam mit allen Beteiligten erfolgreich umgesetzt werden kann.

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Risikobudgets. Durch die Diversifikation in verschiedenen Anlageklassen, einen professionellen Anlageprozess sowie kompetente Asset Manager wird das Risiko begrenzt. Und für Grossunternehmen? Es gibt keine Unterschiede zwischen KMUs und grösseren Betrieben, die bei uns angeschlossen sind. Beide profitieren gleichermassen von unserem Risikomanagement. Im Interview Peter Beriger,   Geschäftsleiter Nest Sammelstiftung

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Schweizerische Eidgenossenschaft Confédération suisse Confederazione Svizzera Confederaziun svizra

Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit EKAS


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Gastbeitrag

Auf Nummer sicher

Licht im Dienste der Sicherheit

Ob Einbruch oder Brand – wer die Sicherheit seines Gebäudes vernachlässigt, zahlt mitunter einen hohen Preis. Investitionen in Präventivmassnahmen lohnen.

Die SLG Fachgruppe für Notbeleuchtung erarbeitet derzeit ein umfassendes Stand der Technik Papier für Notbeleuchtung.

zum einen: eine Minimierung des Brandrisikos bereits im Vorfeld. Da jedoch selbst bei hohen ie kommen alle acht Minuten, im Jahr schlaVorsichtsmassnahmen ein Feuer ausbrechen gen sie mehr als 70‘000 Mal zu und in der kann, bedeutet effektiver Brandschutz zum Regel gehen sie mit mehr als sie gekommen anderen Vorkehrungen zu treffen, die eine sind. Gemeint sind Einbrecher, die hierzulande Ausbreitung des Brandes eindämmen. Brandbesonders gern Türen und Fenster aufhebeln, meldeanlagen etwa, die an eine Sprinkleranum sich zu bereichern. lage angeschlossen sind, Mit jährlich 932 Ein- „Mit jährlich über 70‘000 Ein- oder Brandschutztüren. Je brüchen auf 100‘000 nach Art und Nutzung des Einwohner ist die brüchen ist Schweiz europaweit Gebäudes sind bauliche, Schweiz trauriger technische und organitrauriger Spitzenreiter“ Spitzenreiter in Eursatorische Massnahmen opa. Steigende Einbruchszahlen und niedrige gesetzlich vorgeschrieben. Dank der vergleichsAufklärungsquoten veranlassen immer mehr weise strikten Schweizerischen BrandschutzvorHausbesitzer zum Aufrüsten. Dem einen geschriften gibt es hierzulande hohe Sicherheitsnügen zur Sicherung von Hab und Gut baulichstandards, ohne die es weitaus mehr Brände mit mechanische Massnahmen wie Fenstersicheschweren Folgen zu verzeichnen gäbe. rungen, Bewegungsmelder und Türen aus festem Material, die mit Sicherheitsschlössern oder Mehrpunkt-Verriegelung ausgestattet sind. Der andere macht lieber zusätzlich mittels Alarmanlage und Videoüberwachung den Langfingern das Leben schwer. Dabei stehen viele Alarmanlagen heutzutage nicht mehr nur für den simplen Einbruchschutz, sondern präsentieren sich als multifunktionale Systeme, an die zusätzlich Rauch-/Brandmelder, Gasmelder oder Überfallund Notrufmelder angeschlossen sind. Gegenüber Einbrüchen haben Brände verheerende Auswirkungen: sie bedrohen MenschenEin Feuer kann trotz hoher Vorsichtsmassnahmen leben und Existenzen – auch von Unternehmen. aus­brechen. Vorkehrungen zur Verhinderung einer Brandausbreitung sind daher notwendig. Brandschutz kennt keine Toleranzgrenze. Heisst IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII VON Helene Fuchs

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Die Schweizer Licht Gesellschaft (SLG) hat als Kompetenzzentrum für Licht und Beleuchtung bereits im Juni 2005 zum Thema Notbeleuchtung eine Expertengruppe gebildet. Diese Gruppe setzt sich zusammen aus Vertretern der VKF und Fachleuten der Notbeleuchtungsindustrie. Sie ist die offizielle schweizerische Expertengruppe der europäischen und weltweiten Normengremien im Bereich Notbeleuchtung (CEN, CIE, IEC). In dieser Gruppe arbeiten rund 80 Prozent der Notbeleuchtungsspezialisten der schweizerischen Notbeleuchtungsindustrie zusammen. Dies ermöglicht der Gruppe, ganzheitlich und systemübergreifend Themen zu diskutieren und Empfehlungen zu verfassen. In diesem Sinne steht die Arbeit weniger unter dem Thema „Notbeleuchtung“, sondern viel mehr unter dem Thema „Licht im Dienste der Sicherheit“. In Arbeit ist das Stand der Technik Papier (STP) für Notbeleuchtung, welches Anfangs 2014 bei der SLG zu beziehen ist. Es beinhaltet die relevanten Normen und Planungshilfsmittel aus der Praxis. Aus dem Zusammenwirken der verschiedenen Fachrichtungen von Brandschutz, Arbeitssicherheit, Licht- und Elektroplanung und Notbeleuchtungsherstellern, ist ein umfassendes Hilfsmittel entstanden. Im STP für Notbeleuchtung sind die verschiedenen Themen in Modulen aufgegliedert, damit sich der Leser schnell und einfach zu Recht finden kann. Das STP ist zu beziehen bei info@slg.ch. Im Weiteren organisiert die SLG Vorabendseminare mit dem Thema Notbeleuchtung. Der nächste Termin ist am 23.10.2013 in der Zeit von

17.00 – 19.30 Uhr (anschliessend Diskussion und Apero). Ort: Radisson Blu Hotel, Zürich Airport.

Schutzziel erreichen im Gebäude In erster Linie gilt es, aktiven Personenschutz im Gebäude sicherzustellen, gefolgt vom Tierund Sachschutz. Das Erreichen eines Schutzziels ist ein kontinuierlicher Prozess. Er beginnt bei der Errichtung eines Objekts und wird mit regelmässiger Inspektion und Wartung fortgesetzt. Autor Markus Christen ist Präsident der SLG Fachgruppe Notbeleuchtung. Kontakt Bei Fragen zu diesen Thema kann man sich   an die Fachgruppe wenden unter folgender   E-Mail-Adresse: notbeleuchtung@slg.ch,   respektive im Internet unter   www.notbeleuchtung.slg.ch

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„Sicherheitsleute mit Fachausweis zeigen Kompetenz“ D

as Image der Sicherheitsdienstleister gilt als angeschlagen. Als Gründe sind unter anderem ein paar schwarze Schafe zu nennen, deren Tun gleich der gesamten Branche schadet. Ein uneinheitliches Konzept in den Kantonen bei Zulassung von Mitarbeitern und Geschäftsführern, Ausrüstung, Aus- und Weiterbildung stiftet zu dem Verwirrung. Wolfram Manner, Managing Director beim Verband Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungs-Unternehmen (VSSU) über die aktuelle Situation und seinen Weg zu einer schweizweiten Lösung. Warum ist eine Berufsprüfung von Mitarbeitern im Sicherheitsbereich wichtig? Eine bestandene Berufsprüfung, die von 24 neutralen Prüfern abgenommen wurde, sagt in der Regel deutlich mehr über das fachliche Wissen eines Probanden aus, als Zeugnisse vorheriger Arbeitgeber. Diese Zeugnisse müssen grundsätzlich positiv formuliert sein und dürften das ein ums andere Mal aus Gefälligkeit überzogen positiv ausgestellt werden. Probanden, die die Prüfungen bestehen, erhalten je nach Teilgebiet den Eidgenössischen Fachausweis für Personen- und Objektschutz (kurz FPO) oder den Eidgenössischen Fachausweis für Sicherheit und Bewachung (kurz FSB). Wer sich mit einem dieser qualifizierten Fachausweise bewirbt, zeigt Kompetenz und weist gute Einstellungsvoraussetzungen vor. In welchen Fachgebieten werden die Probanden geprüft? Es gibt einen ausführlichen theoretischen, aber auch einen praktischen Teil. Theoretisch werden die Probanden fünf Stunden lang sowohl über eine Computer-basierte Prüfung, als auch

Bei Fachprüfungen wird ausführlich theoretisch, aber auch praktisch geprüft. Die Bergung und Versorgung von Verletzten ist ein mögliches Prüfungsszenario.

handschriftlich sowie mündlich unter anderem in den Bereichen Recht und Sozialkompetenz geprüft. Eine Besonderheit ist der praktische Teil, den es in dieser Form nur einmal in Westeuropa gibt. Über eine Dauer von zwei Stunden werden mehrere Szenarien praktisch durchgespielt. Wichtig ist dabei der Realitätsbezug. So wird das korrekte Verhalten bei Brand überprüft, die Bergung und Versorgung von Verletzten und die Absicherung vom Unfallort. Zudem werden Verhaltensweisen bei der Bewachung von Objekten von innen und aussen, von Menschen sowie Taktiken bei Einbruch simuliert. Täter werden bei der Prüfung auch nah an der Realität gezeigt, also durchaus unangenehm und mit Hang zur Gewalt. Neben der Demonstration des Selbstschutzes wird bei diesem Prüfungsteil zudem zusätzlich Rechtswissen abgefragt.

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Wie viele Probanden melden sich zur Prüfung an und wie viele von ihnen bestehen? Jährlich gibt es zwischen 300 und 400 Bewerbungen, von denen zwischen 200 und 300 zur Prüfung zugelassen werden, die Erfolgsquote liegt bei 75 Prozent. Die Prüfungen finden zwei Mal im Jahr in deutscher Sprache statt, sowie je einmal in Französisch und Italienisch. Da sich die Branche ständig wandelt und neue Berufszweige hinzukommen, steigt die Zahl der Bewerber seit Jahren um 10 bis 20 Prozent. So werden Tätigkeiten immer wichtiger, bei denen es die Mitarbeiter aus dem Sicherheitsbereich mit grossen Menschenmengen zu tun haben, zum Beispiel bei Konzerten oder Sportveranstaltungen. Gerade diese Mitarbeiter müssen wissen, wie man sich gegenüber vielen Fans richtig verhält, aber auch gegenüber gewaltbereiten Hooligans. Kommt das Spezialwissen der Sicherheitsleute auch den Mitbürgern zugute? Ja, denn ein positiver Nebeneffekt der immer grösseren Mitarbeiterzahl im Sicherheitsgewerbe liegt in deren Wissen, in Notsituationen richtig zu reagieren. Also zum Beispiel bei der Erstversorgung von Unfallopfern oder dem Dazwischengehen in Konfliktsituationen – diese Mitarbeiter strahlen nicht nur Sicherheit aus, sondern haben gelernt, sich korrekt zu verhalten. Nachts sind übrigens 10 Mal mehr private Sicherheitsleute unterwegs im Vergleich zur Polizei.

für das Durchführen von Sicherheitsdiensten. Für jeden Mitarbeiter muss in einzelnen Kantonen einzeln eine Einsatzbewilligung eingeholt werden – bei unterschiedlichen Voraussetzungen notabene. Viele Unternehmen arbeiten kantonübergreifend, weshalb jedes Mal eine Gebühr für ein und denselben Zweck zu entrichten ist. Das ist unserer Meinung nach bürokratischer Unsinn. Gibt es Pläne für eine bundesweit einheitliche Regelung? Ja, die gibt es. Für die Romandie wurde bereits im Jahr 1999 ein Konkordat eingeführt, das das Vorgehen in diesen Kantonen einheitlich in den Bereichen Zulassung von Mitarbeitern und Geschäftsführern, Ausrüstung, Aus- und Weiterbildung regelt. Nach über 7-jährigen Verhandlungen wurde im Jahr 2010 ein weiteres Konkordat für die Deutschschweiz und das Tessin paraphiert. Die Ratifizierung ist bereits in acht Kantonen erfolgt. Sollte es bis zum 1. Januar 2016 nicht zu einer einheitlichen Regelung kommen, greift wie bisher je nach Kanton das Binnenmarktgesetz. Daher ist die Ratifizierung des Konkordats in allen Kantonen der Deutschschweiz nötig. Erst dann können wir mit Überzeugung in allen Kantonen sagen: „Wo Security drauf steht, ist auch Security drin“. Im Interview Wolfram Manner,   Managing Director Verband Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungs-Unternehmen VSSU, Jurist und   Nachdiplom HWV

Wie ist die Zulassung von Sicherheitsunternehmen und deren Mitarbeitern in der Schweiz geregelt? Es gibt derzeit keine bundesweite Regelung. Die 26 Kantone haben eigene oder keine Gesetze beziehungsweise Verordnungen zur Bewilligung IIIIIIII

Unternehmensbeitrag – Interview

„Vorbereitung ist sehr wichtig“ Welches Training können Sicherheitsfachkräfte an Ihrer Schule in Anspruch nehmen? In unserer Schule können sich Sicherheitsangestellte auf eine der beiden Eidgenössischen Berufsprüfungen vorbereiten. Es gibt nur wenige öffentlich zugängliche Schulen für Sicherheitsangestellte. Dabei ist eine gute Vorbereitung auf die Prüfungen sehr wichtig, um sie überhaupt zu bestehen. Wie sieht die Schulung genau aus? Die Vorbereitungskurse dauern zwei Wochen. Die erste Ausbildungswoche ist theoretisch, in der zweiten sind Fachkunde und Praxisaufgaben dran. Hier werden die Teilnehmer beispielsweise für den FPO (Fachausweis für Objekt und Personenschutz) geschult. Anzeige 

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Warum gewinnt das Thema immer mehr an Relevanz? Lange Zeit sind Sicherheitsfirmen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Mittlerweile wurde erkannt, dass es ohne die Berufsprüfung nicht geht. So benötigt in einigen Kantonen schon heute jeder Firmeninhaber einer Sicherheitsfirma einen solchen Fachausweis, um überhaupt eine Bewilligung der Behörden zu erhalten. Im Interview Roger Stöckli,   Inhaber Sikomp,   seit 20 Jahren im Sicherheitsdienst tätig


Eine crossmediale Publikation der Xmedia Solutions AG III Sicherheit in der Schweiz

Interview

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artikel

„Motivierte Mitarbeiter arbeiten nicht Bis die erste Bierflasche fliegt … nur für Geld, sondern für die Sache.“ Gewalt im Fussballstadion oder in der Eishockeyhalle mindert Wie wichtig ist eine Ausbildung der Mitarbeiter im Sicherheitsbereich? Eine Ausbildung ist nötig, um selber im Job sicher zu sein. Der Mitarbeiter weiss dann, was er zu tun hat und er fühlt sich sicher bei der Ausführung seiner Tätigkeit. Das hat Auswirkungen auf die Qualität der Arbeit, denn der Mitarbeiter versteht, wie die Arbeit am effizientesten ausgeführt wird. Und er hat auch das Zusammenspiel zwischen Arbeitgeber, Mitarbeiter und Kunden im Fokus, ohne das eine sinnvolle und gewissenhafte Arbeit nicht möglich ist.

gute Mitarbeiter. Wesentlich sind jedoch die Lernbereitschaft, die Zuverlässigkeit, die Ausdauer, die mitgebrachte Sozialkompetenz und das Pflichtbewusst sein. Im Sicherheitsgewerbe braucht es spezielle Charaktere, die in einem Team möglichst ähnlich sein sollten. Wichtig ist, dass die Mitarbeiter motiviert sind, denn sie sind dann loyaler und freundlicher, denken mit – sie arbeiten nicht nur für das Geld, sondern für die Sache.

den Spass und schadet dem Ansehen des Sports – doch helfen schärfere Gesetze? Wie bei allen anderen Grossveranstaltungen auch, muss auch bei Sportevents für Sicherheit gesorgt werden – darüber sind sich Gesetzgeber, Verbände und Fans gleichermassen einig.

Im Interview

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach der eidgenössische Fachausweis in Sicherheits­ unternehmen? Meines Erachtens kommt es auf die Art der Aufträge, die Grösse und Vielfältigkeit eines Unternehmens an. Ein Beispiel: Für ein Unternehmen, das sich auf Eintrittskontrolle oder Verkehrsdienst spezialisiert und somit nur einen Teilbereich der gesamten Sicherheit abdeckt, ist der eidgenössische Fachausweis nicht nötig. Werden jedoch Revier- oder Separatbewachungen angeboten, sollten die Mitarbeiter die entsprechende Prüfung abgelegt haben. Kantonale Aufträge werden vermehrt nur noch vergeben, wenn Personal mit einem eidgenössischen. Fachausweis eingesetzt werden kann. Ist der Mitarbeiter mit Fachausweis eine Garantie für Qualitätsarbeit? Leider wird das gerne verkannt und nach einem erlangten Fachausweis wird angenommen, dass diese Person kompetent sei. Das ist glücklicherweise auch meistens so, jedoch gibt es auch in unserem Gewerbe bessere und weniger

Urs Ramseier,   Inhaber und Geschäftsführer, SiD Sicherheitsdienst GmbH, Schweiz

Werden Revier- oder Separatbewachungen angeboten, sollten die Mitarbeiter die entsprechende Prüfung abgelegt haben.

IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII VON Lena Winther

D

ie Menge tobt und in den Fanblöcken ist die Hölle los: Das Fussballstadion ist für viele ein heiliger Ort, an dem sie ihrer Leidenschaft für den Sport frönen und mal so richtig „loslassen“ können. Und das tun sie zumeist auch friedlich. Doch immer mal wieder kippt die Euphorie ins Gegenteil: Gewalt und Randale brechen aus, ausgelöst meist nur durch eine Handvoll Störenfriede, die sich alles andere als „sportlich“ verhalten. Und wie bei allen anderen Grossveranstaltungen auch, muss für Sicherheit gesorgt werden – darüber sind sich Gesetzgeber, Verbände und Fans gleichermassen einig. Umso wichtiger, alle an einen Tisch zu setzen. Was 2007 auch buchstäblich geschah, mit dem „Nationalen Runden Tisch gegen Gewalt im Umfeld von Sportveranstaltungen“ des Departements für Verteidigung Bevölkerungsschutz und Sport. Beteiligt waren wichtige Akteure, wie die nationale und kantonale Polizei, der

SBB, Fanarbeit CH, das Bundesamt für Sport, der Dachverband Swiss Olympic, sowie die Verbände der Fussball- und Eishockeyligen, jenen Sportarten, die am meisten mit Ausschreitungen zu kämpfen haben. Zuletzt tagte der Runde Tisch 2011, doch er ist nicht die einzige Massnahme für mehr Sicherheit. Seit drei Jahren gibt es obendrein das „Konkordat über Massnahmen gegen Gewalt im Sport anlässlich von Sportveranstaltungen“, oder kurz und bündig „Hooligan-Konkordat“. Diese schweizweite Verordnung sollte das KleinKlein der Kantonregelungen ersetzen – und sie geht hart gegen die Stadionschläger vor: Meldeauflagen und Rayonverbote bis hin zu Polizeigewahrsam und Ausreisebeschränkungen sind darin enthalten. Eine weitere Verschärfung des Gesetzes erfolgte 2012. Wie effektiv – und notwendig – solch harte Gesetze letztlich sind, darüber wird seither heiss debattiert. Das Thema Sicherheit ist wie so oft ein emotional befrachteter Zankapfel.

Ins_Sicherh13_142x202d_ko 29.08.13 15:07 Seite 1

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