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€ 5,–

2/2014

Business Welche Standorte das Sparprogramm von Koenig & Bauer besonders hart trifft.

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Design

Warum die Relaunches von Zeitungen heute nicht mehr nur ästhetisch geleitet sind.

Druck  Was Online-Druckereien von den RüstzeitVersprechen der Maschinenbauer halten.

Magazin für Druck, Design & digitale Medienproduktion Deutsche Ausgabe

Muss das sein? > Warum sich Druckereien auch mit papierlosen Medien beschäftigen müssen. > Wie Sie sich am besten auf das Crossmedia-Geschäft vorbereiten.

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Mit Abo gratis. Die iPad-Ausgabe von 4c. 4c können Sie ab jetzt nicht nur auf Papier lesen. Denn nun gibt es 4c auch als App für Ihr iPad. Nutzen Sie so ganz komfortabel multimedial angereicherte Storys und genießen Sie ein völlig neues Leseerlebnis. Plus: Unsere iPad-Ausgabe finden Sie immer schon einen Tag vor Erscheinen des gedruckten Heftes im Appstore.

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von 4c.


Liebe Leserin, lieber Leser!

E Martin Schwarz

s klingt nach einer Entscheidung, die naheliegender eigentlich nicht sein könnte: Wenn Druckereien schon so viel Datenkompetenz angesammelt haben, dann wäre es doch selbstverständlich, dieses Wissen auch für Aufträge zu nutzen, bei denen bedrucktes Papier nicht das einzige Produkt ist. Crossmediale Dienstleistungen anzubieten, sich so ein Stück weit zu lösen von der Fixierung auf das, was der Drucksaal zu leisten imstande ist, diese Königsidee tragen Berater seit Jahren wie eine Monstranz vor sich her. Ob das gerechtfertigt ist und wie diese Transformation einer Druckerei gelingen kann, durchleuchten wir in unserer Coverstory ab Seite 10. Es stellt sich heraus: Was technisch einigermaßen machbar ist, erfordert organisatorisch und beim Marktauftritt von Druckereien tiefgreifende Veränderungen. An welchen Maßgaben sich Designer heute beim Relaunch von Zeitungen und Magazinen orientieren müssen, hinterfragen wir in unserer Story ab Seite 20. Denn diese Maßgaben haben sich in den letzten Jahren erheblich verändert: Heute kommt es, so scheint es, vor allem darauf an, dass sich ein neues Design für die Printausgabe auch in anderen Ausgabekanälen gut macht – und dass es die tägliche Produktion vereinfacht.

Florian Zangerl

Rüstzeiten sind es, die insbesondere bei Onlinedruckereien über wirtschaftlichen Erfolg entscheiden. Unsere Redakteurin Anja Schlimbach hat sich in ihrer Story genauer angesehen, wie die Onlinedrucker diese Rüstzeiten zu vermeiden versuchen – und was sie von den Versprechungen der Maschinenhersteller halten. Schlimbachs Story lesen Sie ab Seite 28. Erlauben Sie uns noch, an dieser Stelle auf unsere Seiten 18 und 19 hinzuweisen. Dort finden Sie in dieser Ausgabe alle Informationen zur Creative Printing 2014, unserer Konferenz für Druck und Design in Wien. Diesmal haben wir für Sie ein noch nie dagewesenes Aufgebot an Referenten zusammengestellt – und dürfen Ihre Aufmerksamkeit besonders auf unseren diesjährigen Keynote Speaker lenken. Wollen Sie am 21. Mai bei der Creative Printing dabei sein, können Sie sich jetzt noch zum günstigen Early-BirdTarif anmelden – und als Leser unserer Deutschland-Ausgabe zusätzlichen Rabatt erhalten. Alle Informationen zu unserer Veranstaltung finden Sie auch unter www.creative-printing.info. Eine vergnügliche Lektüre wünschen Ihnen

Martin Schwarz, Chefredakteur Florian Zangerl, Herausgeber

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Inhalt BUSINESS 7 STILLSTAND. Wie hart das Sparprogramm bei Koenig & Bauer die einzelnen Werke trifft. 8 NEULAND. Warum sich Elanders einen fernöstlichen Kunden gekauft hat.

DRUCK 28 ZEITNAH. Wie Online-Druckereien möglichst geringe Rüstzeiten erreichen.

STANDARDS 14 Kochstudio 15 EVENTS

32 DEAL. Wie man mit Veredelungen Kosten spart und doch eine hohe Wirkung erzielt.

26 KLICKTIPPS 36 Wunschzettel

Digital

10 coverstory. Wie Drucker in das Crossmedia-Geschäft einsteigen können.

KARRIERE 16 ABGEFRAGT. In welche Schulungsmaßnahmen Druckereien investieren werden.

41 Produkte 38 BERÜHREND. Welche Apps für Tablets und Smartphones für die Medienproduktion geeignet sind.

DESIGN 20 ERNEUERUNG. Wie sich die Ansprüche an neues Zeitungsdesign gewandelt haben. 22 FOTOPAPIER. Welchen Anteil Papier an einem neuen Kameramodell von Leica hat.

TOOLS 24 VERSÖHNT. Wie Adobe mit den Updates in der Creative Cloud die Print-Kunden überzeugen möchte.

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4c Magazin für Druck und Design


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coverstory. Wie Druckereien zu CrossmediaDienstleistern werden k旦nnen und welche Hindernisse sie daf端r 端berwinden m端ssen.

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ANSPRUCH. Worauf Verlage beim Relaunch ihrer Medien heute achten.

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VERSPRECHEN. Was die Updates der Creative Cloud Print-Designern zu bieten haben.

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ANSPRECHEND. Wie man mit wenig Geld viel Veredelung bekommt.

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Business

Karriere

Design

Tools

Druck

Digital

Produkte

Index Achilles 32 Adobe 24, 39 Autodesk 39 Bioport 40 Burda 14 Dalim Software 42 Digidruck 12 druck.at 28 Druckerei C.H. Beck 11 Druckhaus Mainfranken 29 Edubook 41 Elanders 8, 11 Epson 42 Fedrigoni 22 Flyeralarm 29 Gräfe Druck 33 Group M 14 Gruner + Jahr 14

Heidelberg 11 Heidenreich Print 34 i-Direct 12 Kodak 41 Koenig & Bauer 7 Leica 22 M-Real Zanders 38 Manroland Sheetfed 29, 36, 41 Meiller GHP 8 Mentor Media 8 Mindworker 12 Mitt Media 21 Myfonts 40 Neo7even 11 Offsetdruckerei Schwarzach 41 Onlineprinters 29 Planatol 42 R12 12

Ribergard & Munk 20 Rogler Software 42 Stieber Druck 11 Vögel Druck 36 Wacom 39 Wolf Print 12

Impressum Medieninhaber und Herausgeber: industriemagazin Verlag GmbH Verlags- und Redaktionsanschrift: Lindengasse 56, 1070 Wien, Tel. +43 1 585 9000, Fax +43 1 585 9000-16, www.4cmagazin.de, office@4cmagazin.de Büro Deutschland: Stadttor 1, Düsseldorf Medienhafen, D-40219 Düsseldorf, Tel. +49 211 3003-417 Abo-Shop: www.4-c.at/abo • iPad-Ausgabe: www.4-c.at/app • Social Media: twitter.com/4cmagazin, facebook.com/4cmagazin Chefredakteur: Martin Schwarz Autoren dieser Ausgabe: Hanna Bittner, Jason Harder, Erika Kronfuß, Rainer Scheichelbauer, Anja Schlimbach, Ingo Woelk Geschäftsführung: Hans F. Zangerl Grafik, Layout: Daniela Fruhwirth • Schriften: Premiéra (Thomas Gabriel), Acorde (Stefan Willerstorfer) Online-Redaktion: Jakub Jozefek • Marketing & Vertrieb: Karl-Heinz Roth Anzeigenverwaltung: Tel. +49 211 3003-417 • Herstellung: industriemagazin Verlag GmbH Druck: Ueberreuter Print, 2102 Korneuburg Abonnements: 1-Jahres-Abo: € 29,– • Druckauflage: 8.000 Stück • ZKZ: 86177 • ISSN: 2305-5111 Das nächste Heft erscheint am 23.04.2014.

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4c Magazin für Druck, Design & digitale Medienproduktion


Bnw: Herbert Pfarrhofer/APA/Picturedesk.com

Streik bei KBA-Mödling: Drei Tage lang standen im Februar die Maschinen still.

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igentlich hätten die beiden Herren gute Voraussetzungen, sich in ganz wesentlichen Fragen ziemlich einig zu sein: Beide sind Gewerkschafter. Beide kämpfen um die Arbeitsplätze beim angeschlagenen Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer. In diesen Tagen wollen sie einander treffen und Gespräche führen, bei denen auch die eine oder andere kürzlich entstandene atmosphärische Unstimmigkeit geklärt werden könnte. Echt profitabel?

Der eine ist Manfred Anderle, Sekretär der österreichischen Produktionsgewerkschaft Pro-Ge. „Inakzeptabel“ nannte er die Pläne des KBA-Vorstandes, wie ursprünglich geplant 460 der 750 Mitarbeiter bei KBA Mödling abzubauen, und wehrte sich gegen „Einschüchterungsversuche“ der Konzernleitung, die ihre Mitarbeiter per Aushang über mögliche rechtliche Konsequenzen des dreitägigen Streiks im Februar informierte. Der andere ist Walther Mann, Generalbevollmächtigter der IG Metall in Würzburg und Aufsichtsrat des Mutterkonzerns Koenig & Bauer. „Man kann nicht ausschließen, dass einzelne Standorte leiden bei so einer Restrukturierung. Aber man kann auch nicht an mehreren Standorten das Gleiche produzieren, wenn keiner der Standorte ausgelastet ist“, sagt Mann deutlich abgeklärter über das Restrukturierungsprojekt, das konzernweit wohl rund 1.500 Jobs kosten wird, alleine 385 davon beim Werk Mödling. Es ist eine Halbierung des Personalstandes in einem eigentlich profitablen Werk: Im Jahr 2012 erzielte der Standort Mödling ein EGT von 4,75 Millionen Euro. Das Werk Mödling rutscht mit dem neuen Sparprogramm näher an die Peripherie des

An der Peripherie

Die Restrukturierung des Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer trifft das eigentlich profitable Werk im österreichischen Mödling besonders hart. Die geplanten Maßnahmen sind Teil einer neuen Konzernarchitektur, die Wertschöpfung in den deutschen Stammwerken bündelt. Bis 2016 soll das Unternehmen wieder positiv bilanzieren. Von Daniel Pohselt und Martin Schwarz

Konzerns: Die Fertigung von Komponenten für Bogenoffsetmaschinen – Unterbau, Anleger und Greifer – wandert ins sächsische Radebeul, den zentralen Bogenoffset-Standort von Koenig & Bauer. Das stößt den Mödlingern besonders sauer auf: Die Mittelformatmaschinen sind das Filetstück der Bogendruck-Produktpalette von Koenig & Bauer. „Es macht Sinn, diese Bereiche zusammenzulegen, um die Profitabilität für den gesamten Bogenbereich zu gewährleisten“, rechtfertigt Walther Mann diesen Schritt. Kein Kompetenzzentrum In Mödling bleibt – allerdings bei reduzierter Fertigungstiefe – teilweise die Montage von Maschinen für den Wertpapierdruck, bei denen Koenig & Bauer tatsächlich eine weltweit marktbeherrschende Stellung hat. Neue Konkurrenz Die nächsten eineinhalb Jahre werden entscheidend dafür sein, wie und ob sich das Werk Mödling wird halten können. So lange könnte die Absiedelung von Maschinen nach Radebeul dauern. Es wird eine kritische Phase für die Mödlinger. Denn solange das endgültige Absiedelungskonzept nicht feststeht, wird es für das Werk schwer, sich an internen

Ausschreibungen des Konzerns zu beteiligen. Sich mit Konkurrenz konfrontiert zu sehen – und sei es auch nur konzernintern –, ist eine neue Situation für die niederösterreichische Fabrik: „KBA-Mödling hatte bisher die großen Standorte Radebeul und Würzburg als alleinige konzerninterne Kunden und musste sich nicht dem harten Wettbewerb mit ungenügend ausgelasteten konkurrierenden Herstellern stellen wie die KBA-Standorte in Deutschland“, so Schmidt. „Nachfrageschwankungen wurden meist durch Produktion auf Vorrat ausgeglichen. Das können wir uns aber wegen der damit verbundenen hohen Kapitalbindung nicht mehr leisten“, fügt er hinzu. Dividenden im Jahr 2016 Insgesamt wird Koenig & Bauer bis zu 1.500 Stellen abbauen müssen. Im Werk Würzburg werden rund 400 bis 500 Stellen wegfallen, im tschechischen Dobruska rund 300 Arbeitsplätze. Der „Welt am Sonntag“ sagte Vorstandsvorsitzender Claus Bolza-Schünemann, bis zum Jahr 2016 wieder ein positives Ergebnis erreichen und damit wieder dividendenfähig werden zu wollen. Eine komplette Schließung eines Standortes sei „nicht unmittelbar geplant“, dies hänge vom weiteren Geschäftsverlauf ab. ∑∑∑∑

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Business

Karriere

Design

Tools

Druck

Digital

Keine Nachricht

Singapur: Mit Mentor Media hat Elanders nun auch hier einen Standort.

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Glosse von Martin Schwarz

geografische Suche nach Ausstellern nicht möglich, eine entsprechende Anfrage, die wir an die Organisatoren stellten, blieb bisher unbeantwortet. Mit ein bisschen Geschick lässt sich aber auch ohne Suchfilter feststellen: Die meisten der diesjährigen Aussteller kommen aus Großbritannien und China. Große Namen fehlen weitgehend in der Ausstellerliste. Mehr als 50 der 350 Aussteller sind aus dem Gebrauchtmaschinen-Sektor. Sie glauben also gar nicht, dass Sie auf den Messeständen von Beinahe-Weltmarktführern wie ChangZhou Machinery Blade aus Changzhou, Bobrus Maszyny Poligraficzne aus Lodz oder FC Exports aus dem malerischen Letchworth etwas entdecken, das Ihnen echte Inspiration zur weiteren Entwicklung Ihres Geschäfts verschaffen könnte? Ja, das ist nicht ganz auszuschließen, leider. Die Ipex findet statt. Vielleicht wird das in vier Jahren ja wieder eine echte Nachricht sein. ∑∑∑∑

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Elanders kauft Kunden

Bnw: beigestellt

ir müssen leider mit einer Nachricht beginnen, die zuletzt vor vier Jahren eine Nachricht gewesen wäre: Die Ipex findet wieder statt. Ende März in London. 2010 konnte die Ipex noch für sich in Anspruch nehmen, ein angelsächsisches Gegenprogramm zur Drupa zu sein. Rund 1.000 Aussteller aus 40 Ländern versammelten sich im wenig weltläufigen Birmingham, viele der großen Unternehmen nutzten die Messe, in der Halbzeit zwischen zwei Drupas relevante Produktneuheiten zu präsentieren. Von diesem Glanz ist wenig übrig. Auf der Website der Ipex ist – klugerweise – eine

Produkte

Mit dem asiatischen Fulfillment-Unternehmen Mentor Media hat sich die schwedisch-deutsche Druckereigruppe Elanders einen potenten Kunden für den Verpackungsdruck einverleibt. In den schwedischen Standorten wird indes gespart.

D

ie Reisen, die Peter Sommer in diesen Wochen nach Schweden führen, haben selten erfreuliche Gründe. Der deutsche ElandersManager Sommer ist dafür zuständig, die Zahl der Druckstandorte in dem skandinavischen Land radikal zu reduzieren. „Von sechs Standorten werden zwei übrig bleiben – einer für den Digitaldruck und einer für den Offsetdruck“, sagt Sommer gegenüber 4c. Das wird notgedrungen auch zur Folge haben, dass der Personalstand von derzeit 550 Mitarbeitern in Schweden nicht zu halten ist. Insgesamt wird die Anzahl der Mitarbeiter

der Elanders-Gruppe dennoch steigen: Mit der Akquisition des in Singapur ansässigen Fulfillment-Konzerns Mentor Media werden künftig 3.600 statt wie bisher 1.900 Mitarbeiter auf der Payroll stehen. Für Elanders ist die Übernahme ein Weg, um sich Druckvolumen für Verpackungen zu sichern. Mentor Media übernimmt für IT-Riesen wie HP, Dell, Acer, Sony oder Microsoft sowohl den Druck von Verpackungen wie auch Konfektionierung und Logistik-Dienstleistungen und betreibt dazu Standorte in Singapur, China, Indien, Japan, Taiwan, den USA, Mexiko und Tschechien. ∑∑∑∑

Meiller GHP braucht Kunden Der bayerische Mailing-Dienstleister Meiller GHP hat Gläubigerschutz beantragt.

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chwache Auslastung, starker Preisverfall: Dieses Problemgemenge hat den bayerischen Mailingdienstleister Meiller GHP ein Schutzschirmverfahren beantragen lassen. Meiller GHP, ein Joint Venture von Schweizer Post und

österreichischer Post, muss nun eine Restrukturierung einleiten. Der Sachwalter des Unternehmens, Detlef Specovius von der Anwaltskanzlei Schultze & Braun, wurde als Chief Restructuring Officer in die Geschäftsführung berufen. ∑∑∑∑

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################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ Wie viel Multimedia ################################################ braucht unsere Branche? ################################################ ################################################ Der #4ctalk. ################################################ Freitag, 04. April 2014 ################################################ 13:00 bis 14:00 Uhr ################################################ Live auf Twitter. Hashtag: #4ctalk Diskutieren Sie mit! ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ ################################################ www.twitter.com/4cmagazin ################################################ ################################################ ################################################


Am Datenstrom Die Stellschrauben, an denen Druckereien noch drehen kÜnnten, um ihre Erträge zu steigern, sitzen mitunter nicht ganz so locker. Den Blick vom Drucksaal abzuwenden, sich auch mit papierloser Medienproduktion zu befassen, kann das Problem lindern. Von Martin Schwarz


Business Coverstory

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Karriere

Design

ur 117 Kilometer sind es von Heidelberg ins baden-württembergische Waiblingen. Aber noch viel weiter entfernt ist die Vertriebsmannschaft des Druckmaschinenherstellers Heidelberg derzeit davon, Peter Sommer zu überzeugen. „Das funktioniert nicht“, knurrt Sommer. Er meint damit: Die Druckerei Elanders zum Anbieter von Multimedia-Dienstleistungen, zum E-Book-Spezialisten, zum App-Erzeuger zu drehen. Daran wäre aber Heidelberg gerade sehr gelegen. Bei Elanders und bei den anderen Kunden. Mit einer eigentlich recht kleinen Akquisition, der mehrheitlichen Beteiligung an der Softwareschmiede Neo7even im Dezember letzten Jahres, versucht der Druckmaschinenhersteller nun einen radikalen Strategiewechsel. Die Story dazu: Druckereien benötigen für anhaltenden betrieblichen Erfolg nicht nur möglichst effiziente Produktion im Drucksaal, sie müssen ihr Wissen um das Datenhandling auch dazu verwenden, um mehrere Medienkanäle zu bedienen. Das Besteck für diese Erweiterung liefert in diesem Plot Neozenzai, die SoftwareSuite von Neo7even. Die soll – neben vielem anderen – auch das Publizieren unabhängig vom Ausgabekanal möglich machen. Ob sich Druckereien ebenso wie der Druckmaschinenhersteller aus der ökonomischen Komfortzone CMYK herauswagen sollen, ob diese Kreuzfahrt durch andere Medienkanäle Druckereien wirtschaftlich in ruhigere Gewässer führen könnte, gehört wahrscheinlich zu den existentiell wichtigeren Fragen des grafischen Gewerbes. Und noch dazu zu jenen, die mit viel Für und Wider vermint sind.

Tools

Druck

Dienstleistungen generiert, an deren Ende keine bedruckte Palette Papier steht. Aber der Großteil dieser rund zehn Millionen Euro kommt von der Verlagsgruppe C. H. Beck selbst. Die Körpersprache der Verkäufer

Dem Mutterhaus zu verkaufen, dass man nicht nur Druckerei ist, dafür braucht es nicht viel Vertriebs-Hokuspokus. Bei fremden Kunden war es bisher ungleich schwerer für die Druckerei C. H. Beck. „Es hat nicht gut funktioniert“, sagt Martin Schöllhorn. Nicht als Druckerei und nicht mit dem Vertrieb einer Druckerei. „Wir haben eigene Key Account Manager installieren müssen. Verkäufer von Drucksachen sind sehr Druckereimanager Christoph Muhr: zurückhaltend, wenn es plötzlich um E-Books „Wenn wir nicht nur drucken, ist die oder XML geht. Da verändert sich sofort die Wechselbereitschaft der Kunden Körpersprache“, erzählt er. Ende des verganwesentlich geringer.“ genen Jahres hat man bei C. H. Beck eine neue Struktur rund um die Abteilung geschaffen und die C. H. Beck Media Solutions gegründet. Sie Einträgen Bücher werden. Und trotzdem sieht tritt nun nach außen als Anbieter für alles auf, er seinen Betrieb nicht auf dem Weg zum was nicht durch Druckmaschinen laufen muss, echten Crossmedia-Dienstleister. „Kunden um Umsatz zu machen. „Wir wären bescheuert, billigen einer Druckerei die Kompetenz nicht würden wir das nicht tun“, sagt Schöllhorn. zu“, bedauert er. Dieses Problem hat er bei ProNicht ganz so viel Organisationselastizität jekten wie socialmemories.de nicht: Da bleibt konnte die bayerische Druckerei Stieber bisher letztlich Print der einzige Ausgabekanal. „Ich erreichen. Zwar hat man auch hier für den muss mich mit intelligenten Modellen befassen, Außenauftritt eine eigene Marke, die Stieber wie ich Farbe aufs Papier bringen kann“, ist Media, erschaffen, aber die ist vertriebsseitig Sommer sicher. mit der gleichen Mannschaft besetzt wie die Es ist schon was Wahres dran an den Druckerei selbst. „Ich glaube, es wäre mehr Sommerlichen Bedenken. Die Kompetenz, aus Potenzial da, wenn auch der Vertrieb anders Daten etwas anderes zu generieren als nur organisiert wäre“, sagt Christoph Muhr, der bei eingefärbtes Papier, mag in jeder Druckvorstufe Stieber die E-Sparte mit aufgebaut hat. schlummern. Wahrgenommen wird das aber Mut als Muss von der Kundschaft nicht automatisch. Selbst Glaubwürdigkeitsfalle Druckereien, die sich schon lange mit dem Es sind diffuse Verhältnisse, mit denen DruckeDa macht es Sinn, sich auch mit der Skepsis Thema befassen, leiden an dieser Wahrnehreimanager konfrontiert sind: Da ist einerseits von Peter Sommer zu beschäftigen. Die mungsdiskrepanz. „Wir sind an einen Punkt die durchaus tatsachenbasierte Überzeugung, Ausgangslage: Elanders ist eine Druckerei, die gekommen, wo das Geschäft stagniert“, erzählt besonders in der Vorstufe mit dem Wissen über IT und die Schnittstellen zwischen Print und etwa Martin Schöllhorn, bei der Druckerei C. H. den Datenstrom technisch geradezu auserwählt Web recht gut einzusetzen weiß. „Je höher der Beck im bayerischen Nördlingen für das Crosszu sein, um sich auch mit Apps, personalisierten Faktor IT, desto höher die Marge“, postuliert media-Geschäft zuständig. Die Zahlen sind erst URLs, E-Mails und E-Books zu befassen. Peter Sommer gerne. Er verwirklicht Projekte einmal beeindruckend: Knapp 20 Prozent des Und da ist andererseits die Erkenntnis, dass wie socialmemories.de, bei dem aus FacebookUmsatzes von 50 Millionen Euro werden mit die Kundschaft davon nur bedingt überzeugt ist. „Es ist klug, die Vorstufe näher zu betrachten. Hier schlummert das Potenzial, auch als crossmedialer Dienstleister auftreten zu können. Aber oft liegt das Problem in der Vermarktung Welche drei Maßnahmen Druckereien zuerst setzen müssen, und der inneren Koordination dieses Schritum im Crossmedia-Geschäft erfolgreich zu sein, erzählt tes“, weiß der Schweizer Crossmedia-Experte Ihnen Professor Okke Schlüter in unserem Podcast. Hören Hannes Zaugg, Dozent am schweizerischen Sie seine drei Tipps auf unserer Facebook-Seite: Ausbildungszentrum für Marketing, Werbung www.facebook.com/4cmagazin und Kommunikation.

π Drei Tipps

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Karriere

Design

Diese innere Koordination braucht Mut, denn soll sie marktgerecht vonstattengehen, bedeutet das auch den Abschied von bekannten Unternehmensstrukturen. Das reicht weit über das bloße Entwerfen eines neuen Brandings hinaus. „Man muss dem neuen Unternehmensbereich völlige Freiheit lassen, muss auch akzeptieren, dass da neue Spielregeln erfunden werden“, sagt Okke Schlüter, Dozent an der Hochschule für Medien in Stuttgart. Wo die Druckmaschine nicht mehr das wirtschaftliche Gravitationsfeld ist, um das herum sich alle Strukturen bilden, muss eben Spielraum geschaffen werden. Druck als Zusatzleistung

Tools

Druck

Bnw: beigestellt

Business Coverstory

So wie es Thorsten Winternheimer, GeschäftsDruckereichef Thorsten Winternheimer: führer von Wolf Print in Ingelheim, macht. „Diejenigen, die bei uns Online-Services Seine letzte Offset-Druckmaschine hat Winmachen, haben mit dem Print-Geschäft ternheimer vor acht Jahren gekauft und: „Wir nichts zu tun.“ werden auch keine neue mehr anschaffen.“ Die Leistungen, die Wolf Print anbietet, lassen erahnen, wie weit sich eine Druckerei zum gut sortierten Kommunikationsgreißler entwickeln Umsatzes erwirtschaftet Winternheimer noch und dabei zwischen haptischen Produkten immer mit Druckerei-Leistungen, 40 Prozent und Web-Anwendungen einen breiten Bogen mit papierlosen Services. „Aber der Ertrag bei spannen kann. Für den Kreuzfahrtriesen Aida diesen 40 Prozent ist höher als jener mit den hat Winternheimer kürzlich Mailings produziert, Druckaufträgen“, rechnet Winternheimer vor. die sowohl Drucksaal als auch Web-Abteilung Preise im Hintergrund gut ausgelastet haben. Jedem Mailing legte Aida einen Webkey bei, der zu Videos und Bildern Frei von emotionalem Ballast der Schwarzen vom reichhaltigen Reise-Angebot führte. „Der Kunst agiert auch Michael Gitzi, GeschäftsfühUmsatzanteil, den bei solchen Projekten die rer von Digidruck in Wien. Der Digitaldrucker Druckleistungen beigetragen haben, ist gar hat sich rund um sein bisheriges Kerngeschäft nicht mehr so groß“, sagt Winternheimer, „der einige unternehmerische Satelliten aufgebaut, Druck ist da nur eine Zusatzleistung.“ Darum die zuweilen die Dienstleistungen der Digitalwissend hat Winternheimer seine Druckerei druckerei benötigen und auch mal gar nicht. völlig neu organisiert: „Diejenigen, die bei Die Agentur Mindworker erdenkt multimediale uns Online-Services machen, haben mit dem Kampagnen, der Dienstleister i-Direct exekutiert Print-Geschäft nichts zu tun. Die sitzen zwar aus multimediale Kampagnen, meist mithilfe der Kostengründen noch im gleichen Haus, sollten Xerox-Software XMPie. XMPie ist ein kompliaber eigentlich ganz woanders arbeiten.“ ziertes Produkt, das sich bändigen lassen möchte, Bitter ist die Erkenntnis, aber auch zwineines, an dem Gitzi und seine Kollegen schon gend: Drucker, die sich auf das neue Geschäft seit Jahren basteln. „Plug und Play gibt es da einlassen, müssen von der Idee Abschied nicht“, sagt er. Doch mittlerweile kennt er die nehmen, dass Gedrucktes in diesem vielteiligen Software so gut, dass er sogar für andere Drucker Puzzle der Kommunikation das prägende, das personalisierte Kampagnen orchestriert. „Wir wichtigste Stück sein kann. „Wer das nicht verkaufen den Datenstrom, den wir generieren, begreift, soll sich lieber im Druckmarkt selbst gerne an Kollegen“, schmunzelt Gitzi. Ist ein weiterentwickeln. Sich Logistik-Lösungen Druckanteil dabei, sieht sich Gitzi mit den techzu überlegen oder eine Manufaktur für hochnischen Möglichkeiten des Digitaldrucks gut veredelte Produkte zu gründen, liegt viel näher, aufgestellt, kann QR-Codes zu personalisierten als sich mit medienneutralen Lösungen zu Websites aufdrucken und Bilder personalisieren. beschäftigen“, sagt Winternheimer. Seine letzte Dennoch gehört der Druck bei der Ausgestaltung Investition im Drucksaal war ein alter Heidelmultimedialer Kampagnen nicht zu den ganz berger Tiegel. Manufaktur eben. 60 Prozent des großen Budgetfressern. „Wenn man eine mehr-

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Digital

Produkte

stufige Kampagne macht, wird meist nicht mehr um die Druckkosten gefeilscht“, weiß Gitzi um die stabilisierende Wirkung auf die Druckpreise. Man kann bei Betrachtung von Gitzis kleinem Universum nicht mehr so ganz sicher sein, ob nun Mindworker oder i-Direct Satelliten von Digidruck sind oder Digidruck doch eher schon Satellit der beiden Agentur-Dienstleister. Verbalen Applaus gibt es für diese Strategie von einem, der seit Jahren wie eine Ein-MannProzession mit einer ganz gut ausformulierten Botschaft – mehr Urbarmachung des OnlineGeschäfts durch Druckereien – durch die Szene wandelt: „Wenn sich eine Druckerei crossmedial aufstellt, ist es sinnvoll, dass kleine Unternehmen neben der Druckerei ausgegründet werden, um diese Transformation zu fördern und dann auch eigenständig zu akquirieren“, sagt Berater Bernd Zipper. Souverän Die Degradierung des Gedruckten zu einem Element von vielen in einer Kampagne, die sich alle Medienkanäle unterwirft, ist zuerst einmal keine schöne Nachricht für Druckereimanager – hat aber auch positive Effekte: Wer Kampagnen technisch über viele Medienkanäle hinweg umsetzen kann, gewinnt ein Stück weit mehr Souveränität gegenüber dem Kunden. Christoph Muhr, der Crossmedia-Manager von Stieber Druck, meint: „Für uns sind diese Dienstleistungen auch ein Instrument gegen die Fluktuation der Kundschaft. Wenn wir nicht nur drucken, ist die Wechselbereitschaft der Kunden wesentlich geringer.“ Eine ähnliche Beobachtung hat auch Andreas Spannbauer, Geschäftsführer von R12 in Wien, gemacht. Früher hieß das Unternehmen einmal Reprozwölf. Die Umbenennung soll auch signalisieren, dass man „keine reine Reprobude“ mehr ist, sagt Spannbauer. Auch er

π #4ctalk auf Twitter Wie viel Crossmedia brauchen Druckereien wirklich? Diskutieren Sie mit uns und unseren Lesern bei unserem #4ctalk. Am 4. April von 13 bis 14 Uhr auf Twitter. Bitte kennzeichnen Sie Ihre Beiträge mit dem Hashtag #4ctalk, um an der Diskussion teilzunehmen. Wir freuen uns auf Ihre Meinung! www.twitter.com

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Business Coverstory

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ware zuständig. Zeit braucht auch Heidelberg. Und steht vor ähnlichen Herausforderungen wie die Kundschaft: Den Vertrieb der Software alleine den Maschinenverkäufern zu überlassen, wäre ein schwerer Systemfehler. Deshalb sucht Heidelberg nun Vertriebspartner, die sich darum kümmern könnten. Die Ziele der Heidelberger sind sportlich gesetzt: „20 Prozent

Digidruck-Geschäftsführer Michael Gitzi: „Wenn man eine mehrstufige Kampagne macht, wird meist nicht mehr um die Druckkosten gefeilscht.“

segelt durch die verschiedenen Medienkanäle: „Wenn ich als Dienstleister nicht auf den Druck beschränkt bin, habe ich viel eher die Möglichkeit, bei der Gestaltung und dem Aufbau einer Kampagne einzugreifen. Wenn der Kunde zu mir kommt, weiß er in der Regel ja noch nicht genau, was er will. Wenn einer bloß drucken will, kann man kaum mehr auf die einzelnen Elemente einwirken.“ Auflage oder Ausstattung stehen dagegen bei klassischen Druckproduktionen oft schon fest, bevor der Verkäufer mit dem Musterkoffer kommt. Insgesamt wirkt sich die Vielschichtigkeit der Dienstleistungen auch Spannbauers Erfahrung nach stabilisierend auf den Preis aus: „Der reine Druckmarkt ist ja von Preiskämpfen geprägt. Sich da zu unterscheiden, ist praktisch unmöglich. Aber der Preisdruck ist bei allen anderen Dienstleistungen vor und nach der eigentlichen Druckproduktion wesentlich geringer.“

Digital

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der Neozenzai-Installationen befinden sich heute in Druckereien, 80 Prozent der Installationen bei Agenturen oder in anderen Segmenten. In zwei Jahren soll mindestens die Hälfte der Installationen von Druckereien genutzt werden“, so Berti. Nur, wie gesagt: Bei Peter Sommer in Waiblingen müssen die Software-Vertriebler vorerst nicht vorbeischauen. ∑∑∑∑

Die deutschen Druckereien gehören zu den vielfältigsten und modernsten Industrien weltweit. In Zeiten digitaler Erfolgsmeldungen hört man jedoch immer häufiger die Frage:

Wie steht es um die Zukunft von Print? Die Antwort ist für viele überraschend: Print wächst – analog wie digital. Und dafür gibt es gute Gründe: Print wird geschätzt, ist innovativ, nachhaltig und erreicht die Menschen. Dank des Internets wird heute mehr gedruckt als je zu vor.

Ähnliches Problem Irgendwo zwischen Möglichkeit und Notwendigkeit, zwischen Pflicht und Kür dürfte die Wandlung von Druckereien zu MedienDienstleistern zu verorten sein. Diese Wandlung braucht vor allem eines: Zeit. „Eine Druckerei muss in der Lage sein, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, und zudem braucht sie verlässliche Kunden, um das eigene Betätigungsfeld auch auf crossmediale Dienstleistungen auszuweiten“, sagt Christopher Berti, bei Heidelberg für den Vertrieb der Neo7even-Soft-

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www.die-zukunft-wird-gedruckt.de


Business Kochstudio

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Bnw: fotolia.de

Schlaf ist nicht gesund

Die Rabatte, die die Zeitschriftenverleger mittlerweile Kunden und Agenturen hinterhertragen, sind die falsche Antwort. Aber was bitte war noch mal die Frage? Von Thomas Koch* as Mediageschäft hat sich gewandelt. Galt es früher, insbesondere mit Hilfe des stark segmentierten Zeitschriftenmarktes individuelle Zielgruppen so pointiert wie mit keinem anderen Medium anzusprechen, regiert heute der Kampf um den besten Deal. Rabatte statt Zielgruppe Der jüngste Kampf zwischen Gruner+Jahr und Burda um den Printetat der Firma Kneipp zeigt exemplarisch, wohin die Mediaplanung steuert. Bislang belegte man auch den „Stern“, womöglich in der Absicht, Frauen und Männer und gebildete, kaufkraftstarke Verbraucher an sich zu binden. Nun muss es Burda richten. Frage: Wie viele „Mein schöner Garten“ und „Freizeit Revue“ muss man belegen, um den „Stern“ wettzumachen? Die Antwort lautet: 70 Prozent. Das ist – so pfeifen es die Spatzen

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zwischen „Brigitte“ und „Freundin“ tanzen konnten. Heute regiert der Rabatt-Stift. Wie konnte es so weit kommen? Nun, die Zeitschriftenverleger haben geschlafen. Gut zehn Jahre lang. Während der Preiskampf beim Fernsehen tobte und die Onlinemedien immer neue Wege ersannen, um das Internet zum Gammelmedium zu machen, sahen die PrintMacher wortlos zu, wie ihr Marktanteil Jahr um Jahr sank. Statt sich auf ihre konkurrenzlosen Vorzüge zu besinnen, schliefen sie. Kein Wort war zu hören von Zielgruppen und Affinitäten, von der unverzichtbaren Stärke der Zeitschriften bei Markenaufbau, -Differenzierung und -Pflege. Statt gegen andere Medien zu kämpfen, bekämpfen sie sich nun gegenseitig.

Die Prozente purzeln: Die Verlage haben keine Strategie gegen die Rabattschlachten gefunden. Im Gegenteil. Sie fördern sie noch.

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Digital

vom Dach – der Rabatt, den Burda bot. Man muss sich das so vorstellen: Der Anzeigenkunde wirft sein Printgeld in den Ring und es bekommt derjenige Verlag den Zuschlag, der den höchsten Rabatt verspricht. Warum ist man da nicht früher draufgekommen? Jahrzehntelang haben die Agenturen kostspielige Mediaplaner beschäftigt, die Verlage chic gekleidete Verkäufer ausgebildet, die Forscher neue Wege gesucht, um die Effektivität der Mediapläne zu steigern – dabei geht es doch so einfach. Den Unterschied tanzen Romantisch veranlagte Vertreter der Planungsdisziplin reiben sich die Augen und wundern sich. Aber das sind nur ein paar wenige verträumte Festhalter an der früheren WaldorfMediaplanung, als Planer noch den Unterschied

Das Media-Tal der Ahnungslosen Sie warteten seelenruhig die nächste Generation der Marketingchefs und Mediaplaner ab: Digital Natives, für die Print nicht stirbt, sondern längst tot und überflüssig ist. Den jungen Entscheidern über die Media-Milliarden ist kein Vorwurf zu machen. Es hat ihnen ja niemand erzählt. Nicht ihre vorgesetzten Mediadirektoren, nicht die Verleger. Die junge Generation der Mediaplaner ist ahnungslos – im wahrsten Sinne des Wortes. Zu dumm nur, dass dabei die Marken leiden. Sie verlieren an Loyalität und zudem Marktanteile an die Handelsmarken, die den traditionsbeladenen Marken mit lustigen TVSpots den Rang ablaufen. Nun müssen sich die Verleger sogar von Boris Schramm, dem obersten Printeinkäufer der GroupM, vorführen lassen. Er schlägt ihnen vor, ihre Portfolios abzuspecken. Er hält die steigenden Rabatte in Wirklichkeit „für eine Frage des Tarifsystems“ und eine „Bereinigung“ für notwendig. So einfach wird einem heutzutage das Geschäftsmodell unter den Füßen weggezogen. Mitleid mit den Zeitschriftenverlagen ist jedoch nicht angebracht. Sie haben ihre Zukunft selbst verpennt. Schlaf ist nicht immer gesund. ∑∑∑∑ * Thomas Koch, Mediaplaner, Agenturgründer, ExStarcom-CEO, Herausgeber von „Clap“ und MediaPersönlichkeit des Jahres, schreibt hier regelmäßig über die Zukunft von Print. Folgen Sie Thomas Koch auf Twitter: @ufomedia.

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Keine Messemuffel

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Messe München: Die Fespa braucht hier mehr Platz, als ursprünglich geplant.

Bnw: beigestellt

Von Lethargie keine Spur: Wieder kann die Fespa Digital neue Rekorde vermelden.

S

olche Nachrichten können Messeveranstalter nur selten verbreiten: Wegen des großen Interesses von Ausstellern musste eine zusätzliche Halle angemietet und die Fläche vergrößert werden. Auf insgesamt 37.000 Quadratmetern werden im Mai in München rund 400 Aussteller die Trends im großformatigen Digitaldruck, im Textildruck und in der Werbetechnik festlegen. Mehr als 13.000 Besucher werden in den vier Tagen erwartet. Rundherum wird auch viel geboten. So werden etwa wieder die „Fespa Awards“ in insgesamt 14 Kategorien für herausragende Drucklösungen im Großformat verliehen.

Nachrichtenwert

D

er Zeitungsdruck mag ja in seinem Kern eine ziemlich ausgereizte Technologie sein. Was aber keineswegs ausgereizt scheint, sind die Möglichkeiten, ihn einerseits noch effizienter zu gestalten und die Zeitung andererseits mit Zusatznutzen auszustatten. Darüber unterhalten sich Experten zwei Tage lang beim Printing Summit in München. WAN-Ifra Printing Summit, München 19. bis 20. März www.wan-ifra.org

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Technik, was sonst?

Bnw: Fotolia.de

Welche Weiterbildung er wohl braucht? Technische Schulungen stehen bei Druckereien jedenfalls nach wie vor hoch im Kurs.

Worauf Druckereien bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter achten möchten, hat nun eine Studie erhoben. Überraschend: Kommunikation und Kundenorientierung spielen bei Schulungsmaßnahmen eine eher untergeordnete Rolle. Von Anja Schlimbach

E

s mag das vielleicht spektakulärste und überraschendste Ergebnis dieser Studie sein: 39 Prozent von 500 befragten Druckereimanagern gaben an, sich schon mit Dienstleistungen für digitale Medien zu beschäftigen. „Dass sich Druckunternehmen immer stärker in Richtung Medienhäuser entwickeln, also die gesamte Unternehmenskommunikation ihrer Kunden unterstützen, ist in diesen Zahlen durchaus ablesbar. Da hat sich in den letzten Jahren offenbar ein bisschen was verändert“, so Thomas Hagenhofer vom Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA). Hagenhofer hat im Rahmen des Projekts „Weiterbildungsinitiative Druckin-

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dustrie (WiDi)“ erfühlt und erfragt, wohin sich die Branche entwickelt. Gerade bei der Beschäftigung mit digitalen Medien wird Druckern immer wieder gewahr, wie schwierig es ist, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Technische Innovation und die zunehmende Digitalisierung der Kommunikation bestimmen den Alltag der Medienbranche. Just die Betriebe, die gewohnte Geschäftsmodelle infrage stellen, brauchen Mitarbeiter, die diese Innovation mitgestalten können. Gerade in einer Branche, die sich so stark im Umbruch befindet, ist es aber nicht einfach, zielgerichtete Weiterbildung zu machen. „Wir wollten nicht ins Blaue hinein neue Qualifizie-

rungen entwickeln, sondern auf einer entsprechenden Basis aufbauen und die Unternehmen in die Diskussion über eine zukunftsorientierte Weiterbildung einbeziehen. Das war das Hauptziel der Studie“, erklärt Thomas Hagenhofer. Kommunikation: Nicht so wichtig! Zurzeit werden vor allem die technikaffinen Weiterbildungen am meisten nachgefragt, obwohl das wenig zielführend ist, wenn es darum geht, auch zu verkaufen. Daneben wird die Frage der Gesamtsicht auf den Workflow immer wichtiger. „In diesem Bereich stellen wir fest, dass die Nachfrage steigt, während sie offensichtlich im Bereich der Gestaltung

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ein bisschen zurückgeht. Da verschiebt sich die Gewichtung“, erklärt Thomas Hagenhofer. „Was mich überrascht hat, ist der geringe Stellenwert, der dem Bereich Kundenservice und Kundenbeziehung zugestanden wird. In der Frage der Kommunikation ist die Branche nach wie vor noch nicht so weit, dass sie sich von der technisch orientierten Sicht hin zu einer stärkeren Serviceorientierung bewegt. Das ist ein größeres Problem, denn genau das braucht man in den nächsten Jahren. Das ist eine Baustelle, die nach wie vor existiert.“ Nur für sieben Prozent der Befragten haben Schulungen für kundenorientiertes Handeln Priorität, Kommunikationskompetenz steht nur für 14 Prozent der Befragten ganz oben auf der Agenda.

derzeit einen Beratungsansatz für kleine und mittlere Unternehmen. Dabei gehen wir davon aus, dass Weiterbildung von der Stange nicht mehr funktioniert. Sie muss in eine Unternehmensstrategie eingebettet sein“, erklärt Thomas Hagenhofer. „Wir stecken in der Situation, berufliche Bildung in einer zum Teil sich schnell verändernden Branche organisieren zu müssen. Hinzu kommt, dass die Branche in Teilen schnell kleiner wird. Das ist sicher eine nicht ganz einfache Aufgabe. Es bleibt ein Drahtseilakt zwischen Impulsgebung für neue Inhalte und Weiterentwicklung der bestehenden Angebote.“ Ein entscheidender Punkt, der in jedem neuen Weiterbildungsansatz berücksichtigt werden sollte, ist die Verbesserung der interNicht von der Stange nen Kommunikation. „Das ist ein wichtiger Wie sich Veränderungen dauerhaft in die Schlüssel, denn ohne Überzeugung geht es in Unternehmensstrategie einfügen, ist letztendinnovativen Prozessen nicht. Die Einbezielich entscheidend dafür, wie sich Unternehmen hung der Mitarbeiter in die Unternehmenszum Beispiel für neue Geschäftsfelder, aber entwicklung dient auch der Motivation der auch für den demografischen Wandel fit manotwendigen Veränderungen, die Weiterchen können. „An dieser Stelle möchte dieses bildungen und Qualifizierungen nach sich Projekt Unterstützung geben. Wir entwickeln ziehen. Gerade in der Pilotphase, die wir jetzt RZ_4c-htkonline_90x125_.pdf 17.04.2008 9:04:40 Uhr

online-studium

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Bnw: beigestellt

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Studienautor Thomas Hagenhofer: „Was mich überrascht hat, ist der geringe Stellenwert, der dem Bereich Kundenservice und Kundenbeziehung zugestanden wird.“ durchgeführt haben, merken wir deutlich, wie froh Mitarbeiter sind, wenn sie mal nach ihrem Blickwinkel gefragt werden“, fügt Thomas Hagenhofer hinzu. ∑∑∑∑

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Bnw: Ribergard & Munk

Schön muss nicht sein

Wenn sich Zeitungen und Magazine zu einer optischen Überarbeitung entschließen, sind es selten alleine ästhetische, umso öfter aber sehr irdische Ziele, die erreicht werden sollen. Von Ingo Woelk

D

ie Vorbereitung war exzellent. Umfragen und Studien hat er zu Hilfe genommen, sich mit Sinus-Milieus auseinandergesetzt und zwei Tests mit jeweils rund 70 Lesern gemacht. Denen legte Artdirektor Helge Schalk den „Kurier“ im alten Design sowie Nullnummern mit der neuen Optik vor. Das war im Herbst 2012. Schalk bastelte damals gerade an einem neuen Layout der österreichischen Tageszeitung. Es wurde schließlich ein wirklich gelungener Relaunch. In das Typo-Gestrüpp, das den „Kurier“ umwucherte, kam wieder Ordnung, und auch eine kleine Extravaganz leistete sich Schalk. Pro Buch setzte er einen Ressorteinstieg vorne und einen hinten. Die Leserschaft des „Kurier“ reagierte auf den Relaunch, schrieb E-Mails, aber nicht jedes dieser E-Mails war eine in Buchstaben gegossene Applaussequenz. Schalk kennt den Grund dafür: „Ein umfassender Relaunch bringt hohes Risiko mit sich. Oft wird unterschätzt, was die Leserschaft dazu sagt. Und ein Relaunch bedeutet erst einmal Verwirrung und wird tatsächlich als Eingriff in die Privatsphäre empfunden.“ Ohne Ambitionen Der Relaunch eines Magazins oder einer Zeitung ist immer ein Spiel mit hohem Verlustpotenzial. Und dennoch müssen Medien diesen optischen Bruch mit der Vergangenheit von Zeit zu Zeit wagen. Der Anlassfall ist dabei selten bloß mit ästhetischen Kriterien erklärbar: „Ein Relaunch hat mit harten Zahlen zu tun und ist ein starker Indikator dafür, dass sich der Markt geändert hat. Das sieht man entweder an Leserzahlen oder im Anzeigengeschäft“, so Schalk. Diese Bewertung teilt auch Ole Munk, Geschäftsführer der dänischen Designagentur

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Auch mit einem einzigen Template für verschiedene Medien lassen sich Seiten unterschiedlich aufbereiten.

Ribergard & Munk. Er geht sogar einen Schritt ‚grauen alten Damen‘ sind große Zeitungen mit weiter. Modernes Zeitungsdesign müsse einem fantastischen Journalismus“, so Garcia. effizient zu verwirklichen sein: „Heute sind bei Zugegebenermaßen können die Horte exzelgedruckten Medien vor allem Rationalisierung lenten Journalismus damit besser leben als eine und Konsolidierung die Hauptantriebe. Vor Zeitung oder Zeitschrift, die keinen besonderen zehn Jahren, da waren es noch Branding, Markt- journalistischen Anspruch hat. Gerade deshalb positionierung oder auch die persönlichen Amist das Design für andere Zeitungen aber ein bitionen des Artdirektors“, so Munk. Verwunwichtiges Element, um Publikum – vor allem dern sollte der erbsenzählerische Zugang nicht: jüngeres – zu gewinnen. „Letztlich kommen die Wegen der beschränkten personellen RessourMenschen zur Publikation wegen des Inhaltes, cen muss auch die Herstellung von gedruckten wegen der Storys, nicht wegen des Aussehens“, Medien immer einfacher zu bewältigen sein, ein erklärt Garcia. Die tollste Kombination ist extravagantes Layout ist da eher hinderlich. eben, wenn die Worte und visuellen Bilder in Die Wandlung an die Ansprüche bemerkt Harmonie zusammenfinden. „Das war und ist besonders Norbert Küpper, Veranstalter des die Basis für meine Arbeit, und zwar seit vier European Newspaper Awards: „Das Produkt Jahrzehnten.“ sollte vor allem funktional sein. Man achtet Ein Design, viele Geräte eher auf gute Lesbarkeit und einfache Navigation.“ Vorbei die schöne Zeit, als bedrucktes Die Basis von Garcias Arbeit hat sich eher Papier noch ein großer Abenteuer-Spielplatz für verbreitert: Designs müssen heute auch für Designer war. virtuelle Plattformen, für Apps, für das Web, für mobile Darstellungsformen angepasst werden. Die grauen Damen Dabei muss nach Erfahrung von Ole Munk die Selbst der auf die Erde herabgestiegene Design-Umsetzung von Print und Zeitung zeitBedarfsgott der Designer-Szene Mario Garcia lich nicht parallel laufen. „Es macht nicht viel hat mittlerweile Zweifel daran angemeldet, ob Sinn, an der gedruckten Publikation zu arbeiten, für das Zeitungsdesign Edelfedern immer so ohne die digitale Präsenz zu berücksichtigen“, notwendig sind wie für den Inhalt der Memeint er. Aber das müsse nicht alles simultan dien: „Offensichtlich sind es die Inhalte, die erfolgen. Die einzelnen Kanäle sind sehr unterPublikationen voneinander unterscheiden. Die schiedlich und „solange das Branding angemes-

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sen einheitlich ist, kann es durchaus eine gute Idee sein, sich auf eine Sache zu konzentrieren“. So war bei Munks jüngstem Projekt für die schwedische Mediengruppe MittMedia (siehe Kasten) die Modernisierung der Druckproduktion das dringend zu lösende Problem, die erste redesignte Webseite wird dagegen frühestens im Frühling 2014 erscheinen. „Optimierung, nicht Behübschung“, das war auch das Ziel von Helge Schalk beim Relaunch des gedruckten „Kurier“, dem später auch ein Redesign der diversen Online-Plattformen der Zeitung folgte. So sehr Zeitungsdesigns heute auf Effizienz, auf hohe Produktivität bei der Abwicklung, auf Medienneutralität getrimmt werden – begründet sind sie jedenfalls nach Meinung von Helge

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Printed Electronics — We Build the Market

Bnw: beigestellt

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Exhibition: May 27 – 28, 2014 Conference: May 26 – 28, 2014

Designer Ole Munk: „Heute sind bei gedruckten Medien vor allem Rationalisierung und Konsolidierung die Hauptantriebe.“

Messe München, Germany

Schalk meist ebenso irdisch: „Heute gibt es meistens einen von drei Gründen: die Krise, das veränderte Mediennutzungsverhalten, etwa durch Smartphones, und wenn man generell gegenüber dem Mitbewerb schwächelt.“ ∑∑∑∑

π Dupliziert Die schwedische Mediengruppe MittMedia hat ihre Zeitungen einem neuen Design unterworfen. Jetzt haben alle die gleiche Schrift. Eines der beispielhaften Relaunch-Projekte europäischer Medien war zuletzt das der schwedischen MittMedia-Gruppe. Die dänische Designagentur Ribergard & Munk, Espergaerde, war dafür verantwortlich. Das Projekt bei MittMedia, die über 20 Zeitungen publiziert sowie zahlreiche Webseiten und Radiosender betreibt, beeindruckt. Denn es veranschaulicht die veränderten Ansprüche an einen Relaunch.

Projektziel war die Konsolidierung aller Druck- und Webpublikationen: Dabei ging es nicht um aufmerksamkeitsstarke Optik. Man wollte innerhalb der Publikationen weg von unterschiedlichen visuellen Werkzeugen, von völlig unterschiedlichen Arbeitsroutinen und Workflows sowie der uneinheitlichen Nutzung des News-Pilot-Systems, der CrossMedia-Plattform. Die Story sollte die Marschrichtung des Publizierens vorgeben – wie kann sie intelligent und effizient für viele Kommunikationskanäle aufbereitet werden? Die Vereinbarkeit neuer narrativer Techniken und neuer Plattformarbeit – das setzte MittMedia im Relaunch um. Die Duplex Im Mai 2013 konnten die ersten Zeitungen im neuen Erscheinungsbild publiziert werden, bis heute sind es 18 Titel. Jetzt haben die Zeitungen von MittMedia die gleiche Rasterstruktur mit klaren Guidelines, welche Seitenbereiche individualisiert werden können und welche gemeinsam verwendet werden müssen. Sicherlich keine leichte Aufgabe: Die Guidelines der Designer mussten in Seiten- und Artikel-Templates für den praktischen Gebrauch umgesetzt werden. Die konnten dann in der neuen Version des Cross-Media-Publishing-Systems News Pilot verwendet werden. Ein entscheidender Schritt wurde dabei im Einsatz einer neu entwickelten Schrift namens „Duplex“ getan. Die Duplex Sans und Duplex Serif mit ihren verschiedenen Schriftschnitten unterscheiden sich optisch klar, gleichzeitig ist aber die Breite der Buchstaben über die Schriften identisch. Die praktische Folge: Die Texte sind austauschbar, die Textlängen sind vorab klar definiert. Weitere Parameter neben der Typografie, die zur Unterscheidung der Publikationen dienen, sind die Wort-Bild-Balance, Farbigkeit, Navigationselemente und natürlich die Titelköpfe.

©: Organic solar cell: Fraunhofer ISE Holst Centre (above), Neale Cousland / Heliatek GmbH (middle), Karl Knauer KG (below)

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Günstige Konstellation Leica bringt nun eine Kamera auf den Markt, deren schmuckes Gehäuse mit feinem Fedrigoni-Papier tapeziert ist. Der Faserstoff hat sich in Tests überraschend widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen gezeigt.

H

andschweiß wird in seiner Wirkung oftmals erheblich unterschätzt. Für den italienischen Papierhersteller Fedrigoni und die deutsche Kameramanufaktur Leica war der Faktor Transpiration jedoch ein wichtiges Element bei der Entwicklung eines Kameradesigns, das ob seiner Materialwahl bisher wirklich einmalig ist. Denn Fedrigoni hat für die neue „Leica X2“-Sonderedition „The Paper Skin“ die Umhüllung des Gehäuses beigestellt: feinstes perlmuttschimmerndes Papier und nicht, wie sonst üblich, Leder. Widerstandsfähig wie Leder

„Wir haben es einfach mal versucht“, erzählt Maik Hoffmann, Chef der Designagentur Geometry Global. Er hat die erste Kamera mit Papierhaut gestalterisch umgesetzt. „Dazu mussten wir das Papier zuerst einem 16-stufigen Testverfahren aussetzen. Vom Ergebnis waren wir selbst überrascht.“ Das auf den ersten Blick so zarte Material erwies sich nämlich nicht nur als handschweißresistent, sondern vertrug auch aggressives Aceton, schnelle und langsame Temperaturwechsel von minus 40 bis plus 70 Grad Celsius und 400 Abrieb-Intervalle gänzlich unbeeindruckt. „Das Papier lieferte Ergebnisse, die mit den besten Ledersorten mithalten können“, zeigt sich der Kreative angetan

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von dieser Widerstandsfähigkeit. Auch Marcus Lange, Geschäftsführer bei Fedrigoni, ist stolz auf die Testergebnisse: „Constellation Jade ist eines unserer geprägten Standardpapiere und musste für das Projekt nicht weiter bearbeitet werden.“

standteil eines Premium-Produktes“, kommentiert Hoffmann die aufwändige Präsentation. Für die Ausführung in dem doch sehr hellen Papier entschied man sich übrigens vor allem, weil man „möglichst keine Leder-Anmutung erzielen wollte“.

Nah am Produkt

Musterstück Verpackung

Projekte wie dieses verfolgt der italienische Papierproduzent mit dem Ziel, noch „näher am Produkt dran“ zu sein, und testet mit einer Erstauflage von 25 Kameras die Marktresonanz auf die extravagante Materialwahl. Papier erfährt auf diese Weise eben eine ungewöhnliche Funktionserweiterung. Es ist nicht mehr bloß Verpackungsmaterial oder Zierde, sondern verwächst mit dem eigentlichen Produkt, der Kamera. Das Konzept hat gute Chancen, dem typischen Leica-Käufer zu gefallen: Leica hat schon mit exklusiven Sonderausführungen wie einer mit Hermès-Leder tapezierten Edition beachtliche Erfolge eingefahren. Bei gutem Zuspruch könne man sich vorstellen, den Grad der Individualität bis zur tatsächlichen Einzelanfertigung weiter zu denken, so Lange – mit fast jedem der aktuell 3.000 Fedrigoni-Papiere oder sogar maßgeschneiderten Neuentwicklungen. „Das Papier wird hier zum integrativen Be-

Signifikant naheliegender als eine Kamera mit Papier zu tapezieren, ist es, sie in einer Papierverpackung anzubieten. Auch diese kommt selbstredend von Fedrigoni und erinnert an ein Designpapier-Musterbuch. Aus insgesamt 16 Lagen Fedrigoni-Feinstpapier besteht die vom Verpackungsspezialisten Edelmann produzierte Kamera-Verpackung. Edelmann hat schon bisher für Leica Verpackungen realisiert, die den exquisiten Charakter der Kameras unterstrichen. Und um dem Medium Papier vollends die Ehre zu erweisen, haben die Macher der ersten papierumhüllten Kamera auch beim Zubehör auf den Einsatz von Plastikfolien gänzlich verzichtet – und alles fein säuberlich in mustergültigen Karton-Einlegern verpackt. Im Blick haben die Schöpfer nun Designund Werbepreise, zu denen sie das KameraKunstwerk einreichen möchten. Der Preis für die Kamera soll übrigens bei rund 3.900,– Euro liegen. ∑∑∑∑

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16 Lagen: Auch die Verpackung ist im Fedrigoni-Stil gehalten.

π Bewegtbild Ein Video über die neue Leica-Kamera mit Papier-Ummantelung finden Sie in unserem YouTube-Channel unter www.youtube.com/4cmagazin.

Papier rund um die Linse: Die Leica-Kamera wurde in eine Banderole aus Fedrigoni-Papier eingespannt.

Vertrauensbildende Maßnahme: Der Hinweis, was das Papier alles aushält.


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Versuch einer Versöhnung Bestandskunden von Adobe haben bisher nur wenige Gründe gefunden, in die Creative Cloud zu wechseln. Im Januar hat das Unternehmen nun einen neuen Versuch gestartet: mit einem tiefgreifenden Upgrade der vornehmlich für Print relevanten Applikationen Photoshop, Illustrator und InDesign. Lohnt nun der Umstieg? Von Jason Harder

A

us der Sicht der Print-Bestandskunden von Adobe gab es bisher kaum einen Anreiz, in das Cloud-Modell zu wechseln. Und wer weiß, wie wichtig in diesem Umfeld stabile Workflows sind, wird sehr kritisch auf die sich stetig verkürzenden Upgrade-Intervalle reagieren, die Adobe seinen Kunden nun schon seit vielen Jahren zumutet. Auch in dieser Update-Runde hat sich, aus Sicht des Print-Anwenders, wenig getan, was das Aufsteigen in die Wolken mit Freuden rechtfertigt. Update-Scheu

Im Alltag zeigt sich, dass die vielen kleinen Veränderungen gerade jenen Benutzern helfen, deren Arbeitsumfeld stets moderner wird. Dies gilt insbesondere für die Publikationsfelder, die ein Anwender zu bedienen hat. Aber leider wurde in den letzten Jahren weder das Farbmanagement-Handling vereinfacht noch sind für den klassischen Print-Bediener nennenswerte Funktionen ausgebaut oder verbessert worden. In einzelnen Bereichen gibt es Optimierungen – aber meist keine, die einen Wechsel in das grundverschiedene, eine hohe Abhängigkeit erzeugende Abo-Modell von Adobe mit seinen laufenden Kosten rechtfertigen würden. Eine genaue Prüfung des eigenen Bedarfs ist daher in jedem Einzelfall dringend angeraten. Allerdings tun sich viele Bediener an Rechnern schwer damit, die administrativen Aufgaben, die der Creative-Cloud-Einsatz erfordert, zu übernehmen. Und Adobe scheint zu glauben, dass jeder Cloud-Teilnehmer gerne und freudig als Administrator seiner Rechner-

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War das Update erfolgreich, belohnt Adobe den Benutzer mit einem Hinweis auf die Neuerungen.

software fungieren möchte. Das ist ein wenig praktikabler Ansatz – insbesondere, wenn alle Prozess-Beteiligten wissen, wie heftig sich kleinste Abweichungen von einem definierten Workflow auswirken können. Dann wird eben kein InDesign-Update gefahren, es wird kein Illustrator installiert – obwohl die Cloud-Applikation ihn freudig anbietet – und weiter mit der alten Version gearbeitet. Es fällt auf, dass die Steuerungsmöglichkeiten des Softwarenutzers im Alltag mit der Creative Cloud gerade gestandene Anwender in großen Firmenstrukturen viel stärker abschrecken als jene, die gar nicht wissen, was ihnen alles um die Ohren fliegen kann. Administrativer Aufwand Als äußerst anstrengend hat sich im Praxiseinsatz erwiesen, dass Adobe jeden Benutzer

Creative-Cloud-Nutzer lernen schnell, dass es häufig Updates zu installieren gibt. Die Signalisierung erfolgt über das CloudSymbol in Menü- (Mac) oder Symbolleiste (Windows).

an eine Mailadresse bindet – und die dazugehörige Aktivierung der Cloud-Software auch ständig prüft. Ist das aus Sicht eines AdobeKunden im produktiven Alltag ein gangbarer Weg? Häufig benutzen die Anwender wechselnde Arbeitsplätze, Rechner werden ausgetauscht oder die Anwender wechseln den Einsatzbereich. Das Ergebnis: Ständig muss geprüft werden, welcher Anwender mit seiner Adobe-ID die korrekte Lizenz für die Erledigung seiner Arbeit hat oder braucht. Früher war die Software installiert und wurde genutzt – fertig. Heute steigt der administrative Aufwand. Adobe saugt offenkundig ständig Benutzungsinfos über das Internet – und jedes Update an jedem Rechner erfordert pro Arbeitsplatz schnell mal einen ein Gigabyte umfassenden Download. Je nach Anzahl der Arbeitsplätze kann das eine Online-

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π Bedingter Nutzwert

Anbindung ganz schön fertigmachen. Wo hier die Verbesserung aus Sicht des Unternehmens liegt, hat Adobe bisher nicht schlüssig erklären können. Und wer das in einer klassischen Vorstufenumgebung administrieren soll, ist auch eher diffus. Ändert das Januar-Update an diesen Problematiken irgendetwas? Nein. Es werden einzelne interessante neue Features geliefert, die aber nicht in jedem Nutzungsszenario sinnvoll eingebettet werden können. Für den Print-Anwender wird auch hier einfach nur die alte Suppe beständig weitergekocht – am Preis ändert sich nichts. Hierbei ist insbesondere ärgerlich, dass Adobe weiter darauf setzt, dass Print-Anwender den vollen Umfang der Creative Cloud beziehen und zahlen sollen – obwohl sie nur einen Bruchteil der Anwendungen sinnvoll einsetzen können. Stellt

Murphy’s Law: Manchmal, wenn es besonders wichtig ist, antwortet der Adobe-Hilfeserver nicht.

Hilfreich: Gerade über die komplexeren Neuerungen in Illustrator informieren beim Programmstart aufrufbare Demo-Filmchen.

man sich auf Adobe-Logik ein, könnte man InDesign, Photoshop und Illustrator auch als Einzel-Abos beziehen. Deutlicher kann man einem treuen Kundenstamm wohl nicht zeigen, dass man kein Interesse mehr hat, ihn zu bedienen. Fehlermeldungen Im Zentrum der Cloud-Applikationen befindet sich das Cloud-Verwaltungstool, über das Adobe anstehende Updates signalisiert und der Download weiterer Applikationen aus dem Lieferumfang gestartet werden kann. Hier werden auch die Cloud-Schriften und die Ablage von Daten im Web verwaltet. Das Cloud-Symbol in der Menüleiste signalisiert, ob hier etwas für den Anwender zu tun ist, und gewährt Zugriff auf die verschiedenen Cloud-Funktionen. Ist eine CC-Anwendung auf dem Rechner installiert, prüft Adobe beim Anwendungsstart, ob die Lizenz gültig ist. Und das nicht nur im „Hausnetz“, sondern über das Internet. Scheitert diese Prüfung, kann die Software nicht verwendet werden. An verschiedenen Standorten hat sich die Erreichbarkeit der Cloud-Server als weniger zuverlässig gezeigt, als zu wünschen wäre. Applikationsdownloads ziehen sich manchmal sehr lange hin – länger, als die ohnehin massiven Downloadgrößen an sich schon erwarten lassen würden. Mitunter scheitern sie ganz und lassen sich erst Stunden später ohne

Die groß angekündigten JanuarUpdates der CC-Anwendungen reduzieren sich für Print-Anwender auf wenige Punkte, die einen näheren Blick wert sind. > Photoshop: Hier kommen einige Montage- und 3D-Optionen hinzu. Wer wenig oder gar nicht in Photoshop arbeitet, wird davon nichts merken. > Illustrator: Endlich gibt es brauchbare Tools zum Bearbeiten abgerundeter Ecken. Während sie nach vielen Jahren gerade wieder unmodern werden, hat Adobe einen Weg gefunden, der weder dem InDesign-Ansatz entspricht noch über die Maßen intuitiv zu bedienen ist – aber es funktioniert. Dass Photoshop nun AI-Files als Smartobjects platzieren kann, ist nett; doch leider versetzen die AI-Objekte auf Photoshop-Ebenen gerne grundlos und vollautomatisch. Alltagswert: fraglich. > InDesign: Eine lang überfällige Modernisierung der Farbmanagement-Bedienung oder eine durchgehende, wirklich alle Möglichkeiten abdeckende und bedienbare Tabellenformatierung fehlt weiterhin. Dafür kamen im ePub-Bereich einige nützliche Funktionen dazu. Wer allerdings DRM-freie ePubs erzeugen möchte, muss weiterhin einen Bogen um InDesign machen.

Downloadfehler installieren. War auf dem Rechner bereits eine CS6 installiert, mault die Cloud-Applikation gerne, dass sie die Bestandteile der CS6 aktualisieren möchte, scheitert daran aber kläglich. Die anschließenden Fehlermeldungen sind für einen Normalanwender nicht hilfreich. Adobe empfiehlt meist, man solle die alten Anwendungen deinstallieren und die Cloud-CS6 installieren. Das können nämlich auch Kunden tun, die vorher noch keine CS6 besaßen. Warum das Cloud-Tool sich aber eine vorhandene CS6 krallt und glaubt, sie „aktualisieren“ zu müssen, weiß vermutlich nur Adobe. ∑∑∑∑

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Namenstag für PDFs Aus unserer Reihe „Dateien umbenennen“ diesmal: PDFs.

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er kennt das nicht: Einen Haufen PDFs verwalten müssen, aber alle haben sie kryptische Namen wie „dkj00084.pdf“. Ein Programmierer mit dem klingenden Namen Wan Achmed Lutfi Wan Mohammed Hatta hat sich dieses Problems angenommen und den PDF Paper Renamer geschrieben. Mit dem kleinen Programm lassen sich viele PDFs auf einmal umbenennen. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Umbenennungs-Tools wie Better Rename ist der PDF Paper Renamer ganz aufs Auslesen von PDF-Metadaten wie Autor, Titel und Datum ausgerichtet. Mithilfe von sogenannten Keywords kann dann neu

festgelegt werden, nach welchem Muster die Dateien umgetauft werden sollen. Bestimmte Wörter lassen sich automatisch abkürzen, Titel ab einer bestimmten Wortanzahl abschneiden und so weiter. Das Wichtigste aber: Man kann jederzeit das PDF einblenden lassen und manuell in die Titelvergabe eingreifen. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil PDF-Metadaten erfahrungsgemäß nicht immer konsistent und vollständig vergeben werden. Nur für das recht hölzern zusammengeschusterte Interface gilt: Augen zu und durch. Abgesehen von diesem Punktabzug macht der PDF Paper Renamer seinen Job. ∑∑∑∑

Tipps für Klicks Tipp 1: Mit Spotlight oder Google rechnen

Aufgeblättert: Der PDF Paper Renamer holt sich seine Dateinamen aus den Daten selbst.

πPDF Paper Renamer 1.4 System: ab OS X 10.7 Preis: 90 Cent Web: bijokmind.com/pdf-renamer Download: Mac-Appstore

Tipp 2: Schneller InDesign-Raster

M

it der Spotlight-Funktion des Mac-Systems können nicht nur Dateien, Kontaktdaten und Programme gefunden werden, sondern auch einfache Rechnungen schnell durchgeführt werden. Dazu ruft man die Spotlight-Suche auf und beginnt einfach, eine Rechnung zu tippen. Als Mal-Zeichen verwendet man das Sternchen, zum Dividieren den Schrägstrich. Auch Klammerausdrücke sind kein Problem. Das Ergebnis wird gleich darunter eingeblendet. Nach demselben Muster kann man übrigens auch Google rechnen lassen, wenn statt eines Suchterms die Rechnung eingetippt wird. ∑∑∑∑

Mathe-Recherche: Spotlight und Google suchen nicht nur, sondern rechnen auch.

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Instant-Tabelle: Drückt man beim Rahmen-Ziehen die Pfeiltasten, legt InDesign eine Tabelle an.

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it einem kleinen Trick gelingen in InDesign Tabellen und Bildraster einfach und schnell: Nachdem man begonnen hat, einen Text- oder Bildrahmen aufzuziehen – und noch bevor man die Maustaste wieder loslässt –, drückt man die Pfeiltasten auf der Tastatur. Der Rechtspfeil fügt eine Spalte hinzu, der Aufwärtspfeil eine Zeile, Linksund Abwärtspfeil entfernen sie wieder. Damit gelingt die Tabelle in einem Klick. Drückt man zusätzlich die Befehlstaste, legt man die Zellenabstände fest. ∑∑∑∑

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Grüne Wäsche.

Die WWWaste-Initiative von 4c. Online ist grüner. Das behaupten viele und nutzen fleißig soziale Netzwerke, das Web, E-Mail. Doch wie hoch ist die CO2-Belastung bei der Internetnutzung tatsächlich? Die neue WWWaste-Seite von 4c sagt es Ihnen. Damit Sie gute Argumente für Print haben, haben wir einmal genauer nachgerechnet. Testen Sie Ihre persönliche Ökobilanz bei der Webnutzung auf unserer neuen interaktiven Website. Berichten Sie anderen von dieser Initiative und erhöhen Sie so die Akzeptanz von Print als nachhaltigem Medienkanal.

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Flyeralarm-Produktion: Onlinedrucker reizen Rüstzeiten aus.

Rüstzeiten messen Maschinenhersteller gerne in Minuten und kommunizieren regelmäßig neue Rekorde. Doch Onlinedrucker haben weitaus komplexere Anforderungen an die JobwechselFähigkeiten von Druckmaschinen. Von Anja Schlimbach

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a werden die Onlinedrucker doch recht nen. Im Offsetbereich reden wir an dieser Stelle schmallippig. Die Tipps und Tricks der von zwei Millionen Euro aufwärts. Die RüstzeitRüstzeitoptimierung werden gehütet wie optimierung trägt natürlich zu einer besseren ein Schatz. Das ist auch nicht verwunderlich, Ausnutzung bei, aber in erster Linie verschiebt wenn man bedenkt, dass im Onlinegeschäft sie notwendige Investitionen um Jahre. Das Wohl und Wehe von Schnelligkeit und Effiziwird umso wichtiger, je größer der Maschinenenz abhängen. park ist“, so Peter Kolb, Geschäftsführer des „Wenn zehn Maschinen rund um die Uhr österreichischen Onlinedruckers druck.at. laufen und dabei vielleicht zwei Stunden an Rüstzeiten kann man am besten optimieren, Rüstzeit verloren gehen, braucht es eigentlich indem man den Gesamtablauf infrage stellt. eine weitere Maschine, um den Verlust auszu„Die beste Rüstzeit ist die, die nicht anfällt. Die gleichen. Und das sind keine billigen MaschiFrage muss also sein, was man tun kann, um

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die Rüstzeit generell zu vermeiden“, erklärt Ulrich Stetter, Geschäftsführer des Druckhauses Mainfranken, wohl besser bekannt unter dem Namen Flyeralarm. Es geht darum, die Prozessschritte in ihre vielen Details zu zerlegen und zu prüfen, was parallel ablaufen kann. So kann man erhebliche Einsparungen erreichen, teils durch Maschinentechnik, teils durch das Betrachten der notwendigen Tätigkeiten des Bedieners.

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nichts vormachen. Würden alle Maschinen so funktionieren, wie es von der Industrie versprochen wurde, hätten wir alle ein sehr angenehmes Leben. Dem ist aber nicht so. Sehr viel an Arbeit, die wir täglich leisten, besteht darin, die Defizite zu beheben, die

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Projekt nicht zurückbekommen. Und so entwickelt jeder Onlinedrucker im eigenen Haus und optimiert die Abläufe genau auf seine Bedürfnisse und Schwerpunkte hin“, so Kolb. Workflow

Was dabei noch viel wichtiger ist, ist das, was vor und nach dem Druck geschieht: die optimale Abstimmung mit der Druckvorstufe und der Weiterverarbeitung. „Die Einbindung des Druckprozesses in einen automatisierten Maschinenkunst Workflow von Dateneingang über die Vorstufe Die gute Nachricht ist: Es ist noch Potenzial in und Weiterverarbeitung bis hin zum Versand der Offsettechnik. „Was sich hier über die letzist essenziell für den Erfolg einer modernen ten Jahre getan hat, ist immens, und wir sind Druckerei. Wir sind stolz, hier sehr weit zu insofern beruhigt, als wir noch nicht das Ende sein. Ohne eine gute Produktionssteuerung der Verbesserungsmöglichkeiten sehen“, so hätten wir im Jahr 2013 wohl kaum mehrere Stetter. „Die Hersteller müssen aber auch vertausend Aufträge am Tag verarbeiten und stehen, dass nicht die 20-Tausender-Maschine eine Gesamtauflage von etwa zwei Milliarden der Traum aller Drucker sein kann.“ Drucksachen produzieren können“, erläutert Auf der anderen Seite muss der DruckunStefan Hagen, Experte für Produktionssteueternehmer in seiner Kaufentscheidung mit in rung bei den Onlineprinters. Betracht ziehen, dass der zuverlässige Betrieb Vor allem die Vorstufe ist ein Bereich, der über viele Jahre hinweg gewährleistet werden sich für die Rüstzeitoptimierung anbietet. muss, die Ersatzteilversorgung gesichert ist „Die Produktion muss und soll nach indusStefan Hagen, Onlineprinters: „Jede neue und zuverlässige Monteure schnell wissen, wo triellen Richtlinien ausgerichtet sein. EntMaschinengeneration wandelt den Beruf sie hingreifen müssen. Die absolute Zuverlässprechend der Engpasstheorie bedeutet dies, des Druckers ein bisschen mehr.“ sigkeit sollte ganz oben auf der Prioritätenliste dass die teuerste Maschine den Takt vorgibt. stehen. „Der Druckunternehmer muss sich Alle Daten, die zur Maschine gehen, müssen bewusst sein, dass er nicht eine Druckmaschine perfekt sein. Die Reihenfolge der Drucke und kaufen möchte, sondern am Markt verkaufbare wir von den Herstellern vorgesetzt bekomauch die Reihenfolge der Materialien müssen Verfügbarkeit“, fügt Ulrich Stetter hinzu. men“, erklärt Peter Kolb und führt aus: „Die optimiert sein“, erklärt Peter Kolb. „Man muss In der täglichen Produktion ist es nicht rele- Onlinedrucker drucken zwar viel, aber die seine Hausaufgaben gemacht haben. Das vant, ob eine Maschine theoretisch den Rüstzy- Mehrzahl der Maschinen steht bei anderen. In bedeutet, sich mit Lean Management zu beklus in 90 Sekunden, vier oder gar 15 Minuten Österreich gibt es vielleicht zwei, die professi- schäftigen. Techniken, die angewandt werden, vollbringen kann. „Wenn wir als Hersteller onell Onlinedruck betreiben. In Deutschland um die Autoproduktion zu verbessern, sind angeben, dass wir zum Beispiel einen Formmag es sechs oder sieben geben. Das normale Kerntechnologien, die man durchaus auf den wechsel in 90 Sekunden durchführen oder auch Business ist für Hersteller die Pflicht. Und die Onlinedruck umlegen kann.“ innerhalb von drei Minuten einen Gutbogen können sie gut erfüllen. Unsere AnforderunDie Leute, die den Workflow entwerfen, erreichen können, dann können wir das nur, gen als Onlinedrucker sind aber die Kür. Wir müssen die Materie genau verstehen. Es weil wir die Drucker in unseren Demozentren haben immens viele Aufträge, die für eine kommt nämlich wirklich darauf an, dass mit dem nötigen Wissen, Können und der opti- normale Druckerei gar nicht zu bewältigen keine Verzögerung entsteht und Stabilität malen Vorbereitung der Druckjobs unterstützen. wären.“ und Zuverlässigkeit auf Seiten des Systems Um Ähnliches in einer täglich produzierenden Für ein solches Druckvolumen sind die und des Programms gewährleistet sind. „Da Druckerei zu erreichen, bedarf es viel Ausdauer Maschinen deshalb in der Regel nicht gebaut darf man nicht schludern und nicht pfuschen. und eines umsichtigen Managements“, erklärt und in den Labors auch nicht entwickelt worProgrammteile müssen, wenn sie eigens proMichael Busch, Kundenbetreuer bei Manroland den. Stattdessen entwickelt man in Richtung grammiert werden, stabil sein und den echten Sheetfed. der Druckereien, die ein oder zwei Maschinen Betrieb auch wirklich aushalten können“, haben und am Tag vielleicht 30 Aufträge ergänzt Kolb. Versprechungen abarbeiten. „Wenn die Hersteller die TechnoloDer Faktor Mensch Die Aussagen der Hersteller müssen also im gien und die Abläufe entwickeln müssten, um Grunde neu gewichtet werden. „Es ist ihr Job, das Kundenklientel der Onlinedruckereien zu Mit der Technologie wandelt sich also auch viel zu versprechen. Da braucht man sich bedienen, würden sie das Geld für ein solches die Rolle des Druckers. „Der Drucker war

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Druck.at-Chef Peter Kolb: „Würden alle Maschinen so funktionieren, wie es von der Industrie versprochen wurde, hätten wir alle ein sehr angenehmes Leben.“

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früher der aktive Arbeiter an der Maschine, hat Druckplatten gewechselt, Gummitücher gespannt und Farbe gespachtelt. Heute ist er der Operator, er muss zuerst einmal die Anlage überwachen, schauen, dass alles zusammenspielt. Dazu benötigt er mehr Fachwissen, er muss die Zusammenhänge kennen. Wenn zum Beispiel die Farbe Rot ohne Anlass hochregelt, dann sollte er wissen, dass eine Farbmesskamera verstaubt sein könnte und damit nicht mehr die richtige Farbe messen kann. Die Aufgabe des Menschen in diesem System hat sich somit sehr stark verändert“, erklärt Ulrich Stetter. Es geht auch viel um die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Die modernen Druckmaschinen messen jede Sekunde Unmengen an Daten. Da muss genau entschieden werden, welche wichtig sind und welche nicht. Die beste Technik bringt demgemäß nichts, wenn nicht gut ausgebildetes Personal dahintersteht. „Deshalb setzen wir auf Fachkräfte und regelmäßige Fortbildungen. Zudem nehmen wir Vor-Ort-Schulungen von

Ausdruck von Ausdruck von

Ferdinand Berger & Söhne GmbH | Wiener Straße 80 | A-3580 Horn | T 02982-4161-0 Ferdinand Berger & Söhne GmbH | Wiener Straße 80 | A-3580 Horn | T 02982-4161-0 Stadtbüro | Pulverturmgasse | A-1090 Wien80 | T 01-313 Ferdinand Wien Berger & Söhne GmbH |33Wiener Straße A-358035-0 Horn | T 02982-4161-0 Stadtbüro Wien | Pulverturmgasse | A-1090 Wien | T|01-313 35-0 Ferdinand Berger & Söhne GmbH | Horn | Wien | Steiermark Stadtbüro WienBerger | Pulverturmgasse 3 | A-1090 01-313 35-0|| Tirol Ferdinand & Söhne GmbH | Horn Wien | Wien| T| Steiermark Tirol T 02982-4161-0 Ferdinand Berger & Söhne GmbH | Horn | Wien | Steiermark | Tirol T 02982-4161-0 T 02982-4161-0

Ferdinand Berger & Söhne GmbH | Horn | Wien | Steiermark | Tirol 210 x 148 Gefühle CO2.indd 1 Ferdinand Berger & Söhne GmbH | Horn | Wien | Steiermark | Tirol T 02982-4161-0 Ferdinand Berger & Söhne GmbH | Horn | Wien | Steiermark | Tirol 02982-4161-0 RZ_Berger Inserat 420x297_neu.indd 2-3 T RZ_Berger Inserat 420x297_neu.indd 2-3 T 02982-4161-0 RZ_Berger Inserat 420x297_neu.indd 2-3

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Maschinenherstellern und externen Dienstleistern wahr. Denn eines ist klar: Jede neue Maschinengeneration wandelt den Beruf des Druckers ein bisschen mehr“, so Stefan Hagen. Die Maschine ist schließlich immer nur so produktiv, wie es der Benutzer zulässt. „Das ist in den meisten Fällen die Wahrheit. Ein deutlich gesteigerter Durchsatz an Aufträgen belastet das Personal an der Druckmaschine zusätzlich. Diesen Entwicklungen muss sich jeder Geschäftsführer stellen und seine Mitarbeiter mit Schulung und zusätzlicher Automatisierung unterstützen“, ergänzt Michael Busch. Es ist immens wichtig, dass ein Mensch sich anschaut, ob auch wirklich alles funktioniert, was die Maschinen machen. Peter Kolb erklärt: „Probleme gibt es eigentlich immer irgendwo. Das gilt gerade für das Papier, das schließlich ein lebendiges Material ist. Deshalb braucht man eine Qualitätssicherung. Viele Prozesse kann man automatisieren. Die Kontrolle aber muss auf Seiten der Menschen liegen.“ ∑∑∑∑

„Wenn ein Unternehmen seit 145 Jahren in Familienbesitz ist und heute von der „Wenn ein Unternehmen seit 145 Jahren in Familienbesitz ist und heute von der 5. Generation geführt wird, seit dann gibt Jahren einem das beruhigendesistGefühl der Sicherheit. „Wenn ein Unternehmen in ein Familienbesitz und heute von der 5. Generation geführt wird, dann145 gibt einem das ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit. Traditionen sind die Basis für umsichtiges Handeln, wie auch der schonende mit 5. Generation geführt wird,fürdann gibt einem das einwie beruhigendes Gefühl derUmgang Sicherheit. Traditionen sind die Basis umsichtiges Handeln, auch der schonende Umgang mit der Umwelt zeigt: Berger trägt das Österreichische Umweltzeichen für den Bogenund Traditionen Basis trägt für umsichtiges Handeln, wie auch der schonende mit der Umwelt sind zeigt:dieBerger das Österreichische Umweltzeichen für den Umgang Bogen- und Rollenoffsetdruck Darüber hinaus darf sich die Druckerei Bergerund als der Umwelt zeigt: sowie BergerDigitaldruck. trägt das Österreichische Umweltzeichen für den BogenRollenoffsetdruck sowie Digitaldruck. Darüber hinaus darf sich die Druckerei Berger als CO -neutral zertifizierter Betrieb bezeichnen – das macht die Welt ein Stück grüner.“ 2 Rollenoffsetdruck sowie Digitaldruck. Darüber– hinaus darfdie sichWelt dieein Druckerei Berger als CO -neutral zertifizierter Betrieb bezeichnen das macht Stück grüner.“ 2 CO2-neutral zertifizierter Betrieb bezeichnen – das macht die Welt ein Stück grüner.“

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Alle Bilder: beigestellt

Der Pomp auf dem Papier

Lederimitat: Durch Spotlackierung kommt man der echten Tierhaut zumindest optisch schon recht nahe.

Ein Effekt ist mehr als die Summe der verwendeten Veredelungen. Mit Glitter, Lack und Folien sparsam und überlegt umzugehen, kann ebenso zu überzeugenden Ergebnissen führen. Von Anja Schlimbach

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s sind Fragen deutlich abseits allgemeinen Interesses. Wie lässt sich Leder imitieren? Kann man Kuhfell haptisch simulieren? Wie lässt sich die Anmutung von Hauswänden auf Papier übertragen? Es sind Designer, die sich mit solchen Simulationen beschäftigen und damit oft genug auch vorgegebene Budgets bei Printproduktionen zu sprengen drohen. Woran sich eine Frage knüpft, die schon deutlicher im Raster allgemeinen Interesses angesiedelt ist: Wo verläuft bei Veredelungen der Pfad zwischen vertretbarem kreativem Verzicht und Budgetdisziplin? „In vielen Fällen“, ist Thorsten Drews, Geschäftsführer des deutschen Veredelungsspe-

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zialisten Achilles, überzeugt, „sorgen schon Abstufungen dafür, dass das Budget nicht überschritten wird. Reduziert man beispielsweise bei Glitter-Effekten den Anteil an Glitter, dann ist das vielleicht nicht das Maximum dessen, was ursprünglich geplant wurde, aber es wird immerhin der gleiche Effekt erzielt. Und der ganze Prozess der Gestaltung und der Produktion wird abgekürzt.“ Einsparpotenzial gibt es naturgemäß immer dort, wo man eine Veredelung auf dem Produkt kaum mehr wahrnimmt. Eine Lackierung auf einem relativ glatten Material ist ein Beispiel dafür. Der Unterschied, den der Veredelungseffekt machen würde, wäre so

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Achilles-Chef Thorsten Drews: „Die Empfänger nehmen mehr Effekte gleichzeitig in einem Printprodukt ohnehin kaum mehr wahr.“

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marginal, dass der Konsument ihn wahrnicht mit dem Inhalt in Verbindung steht. Das scheinlich gar nicht bemerken würde. „Bei Innere muss mit dem Äußeren korrespondiealler UV-Lackiererei, die heutzutage vorgeren, damit Veredelung authentisch ist und nommen wird, ist überraschend oft nichts zu nicht enttäuscht. Nur dann zahlt man auf das sehen. Dafür müssen Strukturen her, entweder Markenkonto ein“, so Frank Denninghoff. durch die Lackierung oder Reliefprägung. Es ist nicht immer so, dass viel Veredelung Die Kombination mit einer Blindprägung mit maximalem Nutzen gleichzusetzen ist. führt auch zu einem spürbaren Effekt, weil „Auffallen ist das eine, gefallen ist das andere. der Glanz sozusagen verformt wird. Das Auge Wir raten unseren Kunden manchmal sogar kann dann viel besser erkennen, dass es an von Veredelung ab. Wenn das Produkt nicht dieser Stelle etwas zu sehen gibt“, fügt Frank gerade im Luxussegment angesiedelt ist, reiDenninghoff, Geschäftsführer von Gräfe chen drei, maximal vier zielgerichtete VeredeDruck in Bielefeld, hinzu. lungen völlig aus. Manchmal ist es sinniger, nur zwei Effekte zu nutzen, dafür aber über die Keine falschen Erwartungen gesamte Kampagne hinweg. Die Empfänger Ein Weniger an Veredelung ist immer dann nehmen mehr Effekte gleichzeitig in einem angezeigt, wenn optischer Pomp nicht zum Printprodukt ohnehin kaum mehr wahr“, Rest passt. Schließlich möchte man potenso Thorsten Drews. zielle Kunden nicht verärgern. „Das Äußere Und es gibt sogar Segmente, da ist Vereiner Verpackung, die Gestaltung eines edelung ein regelrechter Störfaktor. Bei einer Mailings muss stimmig sein, sodass sie zum Zeitungsbeilage hätte der Leser bei einer hocheinen neugierig auf den Inhalt macht und zum wertigen Veredelung eher das Gefühl, dass hier anderen dessen Wertigkeit unterstützt. im kräftigen Maß Ressourcen verschwendet Es reicht nicht aus, wenn man mit einer Verwerden. „Umgekehrt gilt bei Luxusgütern wie edelung einen Effekt schafft, der im Grunde Rolex- Uhren, dass eine Recyclingverpackung

Veredeln mit

Epson Der Digitaldruck auf Textilien eröffnet neue Möglichkeiten. Dank den vielseitigen Druckern der Epson SureColor SC-F-Serie für die Produktion bedruckter Textilien lassen sich einfach und zuverlässig Accessoires, Sportbekleidung, kreative Innendekorationen, Stoffe für Polstermöbel und flexible Beschilderungen produzieren. Aber auch andere polyesterbeschichtete Substrate, wie Aluminium, Metall und MDF-Platten für die Herstellung von Innenraumgestaltungen sind in der von Epson bekannt guten Druckqualität bedruckbar. Direktdruck auf Textilien Der SureColor SC-F2000 ist der erste Epson DTG-Drucker (Direct-To-Garment) für den Direktdruck auf T-Shirts und vergleichbare Textilien. Die speziell entwickelte UltraChrome DG-Tinte des Epson SureColor SC-F2000 ist nach Oeko-Tex® Standard 100* zertifiziert, rissfest und hautfreundlich. Mit diesem günstigen Textildrucker erhalten Kunden alles, was für einen schnellen T-Shirt-Druck nötig ist. Die Textilauflage des Druckers sorgt für einen problemlosen Druck. Die Auflage verarbeitet

Frank Schenk, Leiter Professional Graphics & Industrial Printing der Epson Deutschland GmbH, erläutert: „In den SureColor SC-F-Druckern befindet sich das gesamte Epson Know-how rund um den professionellen Druck. Der Anwender profitiert so von der Zuverlässigkeit und den hochwertigen Druckergebnissen der Maschine.“ Der Epson SureColor SC-F2000 DTG-Drucker: Für den Druck auf schwarzen und weißen Textilien dabei Material mit einer Dicke von bis zu 25 mm. Die UltraChrome-DG Tinte sorgt dafür, dass der bedruckte Bereich der Textilien weich und flexibel bleibt, was den Tragekomfort deutlich erhöht. Dieser Textil-Direktdrucker erledigt den Druck eines einzelnen T-Shirts schon in rund 27 Sekunden. Druck mit Dye-Sublimations-druckern Die Epson SureColor SC-F7000 und SCF6000 sind für Anwendungen aus dem Bereich Thermosublimationsdruck konzipiert. Die Mo-

delle sind langlebig und robust und für kleinere bis mittelgroße Druckvolumen ausgelegt. Die Systeme ermöglichen einen effizienten Bedruck von Sportkleidung, Textilien, Accessoires und kundenspezifischen Werbeartikeln. Die wasserbasierende Epson UltraChrome DS-Tinte liefert Ausdrucke mit leuchtenden Farben, tiefen Schwarztönen, klaren Konturen und sanften Abstufungen. Drucke der SureColor SC-F-Serie zeichnen sich durch eine exzellente Licht- und Waschbeständigkeit sowie Beständigkeit gegen Abrieb aus.


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aus dünnem Papier höchstens Misstrauen hervorrufen würde“, meint Thorsten Drews. Veredelungsnutzen Das Schöne ist, dass es meist mehrere Wege zu einem einzigen Ergebnis gibt. Braucht man beispielsweise einen gewissen haptischen Effekt, kann man entweder prägen – wobei gerade bei kleinen Auflagen der Prägestempel nachher teurer ist als die gesamte Produktion – oder man verwendet Lack. Der kann zum Teil sogar digital aufgebracht werden. „Es gibt nicht für jedes Verfahren substituierende Effekte, aber man kann schon ganz gut damit spielen“, so Thorsten Drews. Soll beispielsweise ein Cover schön metallisch schimmern, gibt es mehrere Wege, das zu erreichen. „Wir können in den Bereich Kaltfolientransfer, Heißfolienprägung oder PET-Silberfolie gehen. Die nächsten Schritte führen zu Folien, die in Gold, in Rot, in Grün oder in Blau überdruckt werden. Dadurch entstehen wirklich einzigartige Effekte. Überdruckt man eine Silberfolie mit Cyan und ein bisschen Magenta, bekommt man auf einmal einen metallisierten Himmel, der ins Auge fällt und den Betrachter dazu motiviert, das Ganze ein bisschen zu bewegen“, erläutert Hendrik Heidenreich von Heidenreich Print. „Das ist aber natürlich gleich wieder eine Budgetfrage. Es wäre also vielleicht eine Alternative, Spezial-Silbermetalliclack zu nutzen. Der ist fast schon so metallisierend wie ein Kaltfolientransfer.“ Im Zirkus Manchmal kann man mit den kleinen Effekten ohnehin mehr Wirkung erreichen. Das geht bis zur strengen Reduktion. „Neulich haben wir ein Mailing in einer Auflage von knapp tausend Exemplaren teuer personalisiert und veredelt. Die Kunden waren damit mehr als zufrieden. Ich persönlich hätte es in diesem Fall schöner gefunden, die Ansprechpartner per Hand anzuschreiben, mit einem schönen blauen Folienstift. Das ist doch auch Veredelung“, erzählt Frank Denninghoff, Geschäftsführer von Gräfe Druck. „Manchmal kann man mit wenig Aufwand viel mehr zaubern, als wenn man den ganzen Zirkus tanzen lässt.“ Und schließlich kann Veredelung sogar sparen helfen. „Das Teuerste an einer Verpackung ist das Material, das oft besonderen Anforderungen von lebensmittelecht bis

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Zuckersüß: mit haptischen Elementen aufgewertet.

backformbeständig genügen muss. Nun gibt es spezielle Folien, die gleiche Eigenschaften haben können. Das Gesamtprodukt hat die gleiche oder sogar eine bessere Funktionalität, ist aber trotzdem günstiger, weil sich Materialkosten einsparen lassen“, ergänzt Thorsten Drews. Eine Frage des Budgets Veredelung steht in ihrem Nutzen und damit auch in ihrer Werthaftigkeit immer in Relation zum Gesamtprodukt. In Großbritannien wird vorgemacht, welche Konsequenzen es haben kann, wenn man diese wichtige Regel nicht beachtet. Dort werden Umschläge im Buchbereich extrem veredelt, das Papier jedoch ist unterirdisch. Inhalte sind dort nur schnelldrehende Konsumartikel. Der Mehrnutzen eines teureren Papiers wird vom Konsumenten schon eher wahrgenommen. Da verzichtet man besser auf die Veredelung. Folie über Büttenpapier Markenartikler müssen sich differenzieren. „Schauen Sie sich den aktuellen VWBeetle-Katalog an: Softtouch-Lack mit einer

Reliefnaht sorgt für die notwendige Authentizität. Sie haben das Gefühl, Sie fühlen das Originalleder. Die Lacke sind mit Ioridin-UV dargestellt. Ein solcher Katalog ist natürlich für die gesamte Branche ein Ansporn, in ihren Broschüren innovativer zu werden“, so Hendrik Heidenreich. „Es geht nicht darum, das Gleiche zu machen, sondern anders zu sein.“ Und dann gibt es auch noch die Auftraggeber, die eine sehr klare Vorstellung haben, wie sie etwas veredeln möchten, obwohl das vielleicht nicht immer den üblichen Vorstellungen entspricht. Thorsten Drews gibt ein Beispiel dafür: „Wird eine Folie auf ein Produkt gezogen, um die Drucke zu schützen, ist es beinahe unerheblich, welches Papier darunter liegt. Jetzt wollte einer unserer Kunden trotzdem ein handgeschöpftes Büttenpapier haben. Da schreit natürlich der Sparfuchs. Für den Kunden ist da aber nur relevant, dass er mit jeder Faser Luxus verkörpert, weil wiederum seine Kunden aus dem absoluten Luxusbereich genau das erwarten. Da zählt am Ende nicht der Preis, sondern nur, dass man etwas vorweisen kann, was noch nie zuvor dagewesen ist.“ ∑∑∑∑

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Die neue Manroland 704 bei der Druckerei Vögel: gleiches Modell, mehr Möglichkeiten.

„Alles ein klein wenig

besser“

Manchmal ist es sinnvoll, auf das zu vertrauen, was sich in langen Jahren bewährt hat. Diese Erfahrung machte unlängst auch die Druckerei Vögel aus Markt Stamsried. Geschäftsführerin Barbara Bucher erzählt, wie eine Maschine mit altbekanntem Charme zur neuen Größe wurde. Aufgezeichnet von Anja Schlimbach

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etztes Jahr haben wir nicht nur – wie erwartet – eine komplette Siebdruck- und Werbemittelabteilung mit der entsprechenden Ausstattung bekommen, es gab überraschenderweise auch noch eine andere große Investition. Unsere alte Manroland 704 war in die Jahre gekommen und es zeichnete sich ab, dass einige Reparaturen ins Haus stehen würden. Wir haben nur die eine Vierfarbenmaschine, über die wir von der Zeitschrift bis zum Flyer alles produzieren. Und so wurde die für 2014/2015 geplante Neuinvestition eben um ein Jahr vorgezogen. Eine Format-Alternative stand bei uns nicht zur Debatte. Wir drucken hauptsächlich Bücher und Broschüren. Anfang der 80er Jahre haben wir hierfür eine komplette Weiterverarbeitung angeschafft. Und das meint nicht nur das Falzen, denn das konnten wir vorher schon,

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verbrauch erhöht hatte. Es wurde eine neue Software aufgespielt und das Ganze optimiert. Seitdem funktioniert es besser.

Bnw: beigestellt

Leistbarer Lack

Geschäftsführerin Barbara Bucher: „Am Ende hat wieder eine Manroland das Rennen gemacht.“

sondern auch Klebebindung und Sammelheftung. Wenn Bücher nur im halben Format gedruckt würden, könnten wir sie nicht mehr über unsere Buchstraße oder den Sammelhefter fahren. Es gibt einfach nicht so viele Anlagestationen. Gleiche Baureihe Damit war die Auswahl natürlich begrenzt. In diesem Format können eigentlich nur fünf Hersteller Maschinen liefern. Drei davon kamen in die engere Auswahl, wobei sich schnell herausstellte, dass eine der Maschinen zu lang war und nicht in den Drucksaal gepasst hätte. Mit den übrig gebliebenen zwei haben wir uns dann noch einmal sehr intensiv beschäftigt, Probedrucke begutachtet, sind zu den Herstellern gefahren und haben eigene Drucke machen lassen. Wir haben alles auf Herz und Nieren geprüft und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Am Ende hat dann wieder eine Manroland 704 das Rennen gemacht, diesmal aber mit Lackmodul. Bodentest Natürlich hatte Manroland von Anfang an gute Karten bei uns. Wie bei einem Handwerksbetrieb üblich, ist zum Schluss neben dem Preis auch das Bauchgefühl entscheidend. Es ist immer ein Pluspunkt, wenn man die Technik schon kennt. Und trotzdem war es dann beeindruckend, als drei Tieflader auf dem Gelände standen und die Maschine unter Aufsicht des gesamten Teams einschließlich Projektierer und Verkäufer Stück für Stück ins Gebäude transportiert wurde. Das sind Dimensionen, die einem schon Respekt einflößen. Dazu

kommt, dass unsere Druckerei vollständig unterkellert ist. Der Boden musste nach dem ersten groben Zusammenschrauben der Druckwerke noch einmal komplett ausgemessen werden, um zu prüfen, um wie viel Hundertstel er sich gesenkt hat, und die Maschine auf die neuen Gegebenheiten anzupassen. Immerhin lasten etwa 45 Tonnen Gewicht darauf. Nachdem die Maschine dann richtig angelaufen war, musste die alte raus. Der ganze Aufwand lief nun in umgekehrter Richtung ab. Wieder wurde vermessen, um eventuelle Bodenhebungen oder -senkungen auszugleichen, damit die Maschine nur ja keinen Schaden nimmt. Hier kommt es ja wirklich auf ein Hundertstel an. Ein bisschen besser Und nun war sie da, unsere neue Manroland 704. Im Großen und Ganzen hat sich wenig verändert, nur ist alles ein klein wenig besser geworden. Am Anleger und in der Auslage hat sich bei der neuen Maschine einiges getan. Es gibt einen komplett neuen Puderapparat. Und der Leitstand wurde neu programmiert, ist moderner und schicker. Die Funktionen sind alle noch vorhanden, es sind sogar ein paar neue hinzugekommen, aber wie bei den neuen Versionen der dtp-Programme gilt: Sie verstecken sich unter einem neuen Menüpunkt. Aber das ist nichts, was sich nicht mit ein bisschen Übung bewerkstelligen ließe. Das Gleiche gilt für den ein oder anderen Auftrag, der nicht so lief, wie wir das wollten. In diesen Fällen konnten wir aber auch jederzeit bei Manroland anrufen. Es war sogar schon ein Spezialist für den Puderapparat im Haus, da sich der Puder-

Die neue Maschine war für uns auch ein kleiner Neuanfang, weil wir nun ein Lackmodul mit dabei haben. Das haben wir uns zusätzlich geleistet, damit wir schneller produzieren, schneller umschlagen und schneller weiterverarbeiten können. Der Markt fordert schließlich immer alles schneller, höher, weiter. Dazu kommt die Option der Drip-off-Lackierung. Das ist gerade für Umschläge besonders interessant. Anfragen in dieser Richtung mussten wir bislang immer mit UV-Glanzlackierung auf einem Mattlack bedienen. Die Abwicklung fand dann auch noch außer Haus statt. Das bedeutet, das Produkt war mindestens drei, vier Tage unterwegs. Die Zeit hat der Kunde oft nicht. Mit dem Lackmodul können wir nun im Offset sehr ähnliche Effekte anbieten. Das Ergebnis ist vielleicht nicht ganz so glänzend, dafür aber preislich interessanter. Ende letzten Jahres haben wir zu Werbezwecken einen eigenen Kalender mit dem Drip-off-Effekt produziert. Das ist bei unseren Kunden ein ganz großes Aha gewesen. Jetzt lackieren wir immer mehr Aufträge, wenn es auf die Geschwindigkeit ankommt. Ein Oktoberfest Die Verbindung zwischen Mitarbeitern und Kunden ist uns sehr wichtig. Wir haben viele Kunden, die auch unsere Freunde sind, die wir schon sehr lange mit unseren Dienstleistungen begleiten. Deshalb haben wir sie und alle Nachbarn eingeladen, um die Einweihung der neuen Räumlichkeiten und der neuen Maschine ganz groß zu feiern. In jedem Jahr veranstalten wir im November ein Oktoberfest. Das mag zwar ein ungewöhnlicher Zeitpunkt sein, aber wenn die Münchner das im September feiern können, dann können wir das auch im November. Und es ist auch kaum weniger beliebt. Für eine Gemeinde im Bayerischen Wald mit knapp mehr als 2.000 Einwohnern sind Betriebsfeste mit 200 Besuchern schon außergewöhnlich. Diesmal kamen auch alle, die die Installation begleitet hatten. Die Leute waren schließlich über Wochen bei uns im Haus gewesen. Wenn man gemeinsam arbeitet, soll auch gemeinsam gefeiert werden. Das haben wir dann auch getan.“ ∑∑∑∑

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Für Designer und Produktioner sind Smartphones und Tablets bisher nur bedingt Instrumente zur Steigerung der Produktivität. Nur langsam drängen Apps auf den Markt, die zumindest einige Bereiche der Medienproduktion über den Touchscreen halbwegs abdecken können. 4c hat die zehn besten herausgesucht.

Tablets können Desktops und Laptops noch nicht vollständig ersetzen, einige Arbeitsschritte können mit den Flachcomputern aber durchaus verwirklicht werden.

Von Ingo Woelk

A

pp-Anwendungen haben im Designbereich mit dem Tabletboom einen kleinen Aufschwung erlebt. In klassischen Design-Disziplinen wie Scribbeln und grafische Gestaltung gibt es schon mal eine stattliche Auswahl. Ohne klagende Kommentare bei iTunes kommt da freilich keine aus, ob berechtigt oder vom Wettbewerb gesteuert. Das Potenzial ist noch viel größer: Hört man sich bei Grafikern um, sind Apps im beruflichen Alltag der Designer in der Breite noch eher spartanisch eingesetzt. Lediglich Klassiker wie der Barcode-Scanner „Barcoo“ und die E-Marketing-Anwendung „MailChimp“ werden stets genannt. Ist die App aus Vertriebssicht ein selbstständiges Produktangebot an die Designer? Oder soll sie in erster Linie Kunden binden, wenn der Umsatz immer noch mit den Vollversionen der Produkte erwirtschaftet wird? Christoph Sahner, Pressesprecher bei Autodesk und gut im Geschäft mit 3D-Anwendungen: „Unsere Apps tragen sich selbst durch unterschiedliche Kooperationsmodelle inklusive Werbung.“ Neben dem monetären Umsatz ist ihm der direkte Dialog mit den Nutzern wichtig: „Wir erhalten viele Kommentare, Wünsche und Anregungen von Anwendern, die uns bei der Weiterentwicklung unserer Lösungen und der Gestaltung neuer Softwareprodukte helfen.“ Marco Linke, Entwickler der App „Designfee“, die Angebote kalkuliert, macht die App alleine noch nicht reich. „Aus Entwicklersicht sind die Apps absolute Nischenprodukte.“ Die Anhäufung von Reichtümern war aber auch nicht seine Ur-Motivation bei der Entwicklung: „Vielmehr möchte ich vor allem jungen Kollegen helfen, sich optimal auf dem Markt zu platzieren.“ Auch die App „Ideenkonserve“ ist ein strategisches Vehikel – und zwar des Papierherstellers Zanders. Der will sich im kreativen Prozess frühzeitig mit seinen Chromolux-Feinpapieren in Position bringen.

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Administration 1. Designfee von Designers Inn Mit der Designfee – analog gibt es die Webfee für Webdesign – kann der Kreative schnell einen Projektpreis kalkulieren, zum Beispiel für eine Broschüre. Denn häufig möchte der Kunde schon im Briefinggespräch den Preis der Leistung wissen. Mit der Designfee hat man dann sofort einen groben Richtwert für das gewünschte Projekt zur Hand. Die App ist in deutscher und englischer Sprache erhältlich, die Währung lässt sich anpassen. Die Angebote sind mit Evernote synchronisierbar, per WLAN auszudrucken und per E-Mail zu verschicken. Sowohl für iPhone und iPad. Nachdenken 2. Ideenkonserve von M-real Zanders Die Chromolux-Ideenkonserve

Wie viel soll meine DesignLeistung kosten? Die Designfee kennt sich beim Kalkulieren aus. hält brillante Ideen, bevor sie sich verflüchtigen, im digitalen Notizbuch fest. Das geschieht per Foto oder einer kurzen schriftlichen Ideen-Beschreibung. Das Vorgehen dabei: Idee haben, notieren, bewerten, kategorisieren und später wiederfinden. Die Kategorien lauten beispielsweise „revolutionär“, „profitabel“ oder „grün“. Die kostenlose deutsche und englische App hat sich die einfache Bedienung auf die Fahne geschrieben, um alle Kreati-

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ven, ob „Digital Natives“ oder „Papier-Liebhaber“, anzusprechen. Erhältlich für iPhone und iPad.

Die Ideenkonserve ist geduldig und speichert brillante wie haarsträubende Ideen.

3. Bamboo Paper von Wacom Das digitale Notizbuch „Bamboo Paper“ sichert Ideen, die sich in Skizzen und Zeichnungen auch direkt visuell ausarbeiten lassen. In der App, auch deutschsprachig erhältlich, kann aus sechs Stiftwerkzeugen zum Schreiben, Zeichnen, Malen und Markieren gewählt werden. Die vektorbasierte Freihandeingabe macht Zoomen und Skalieren ohne Qualitätsverlust möglich. Verwendet der Designer den Bamboo-StylusStift, sollten die Ergebnisse noch besser sein. Anna Wesolowski aus dem Wacom-Marketing erklärt die Motivation für die Entwicklung: „Stift und Papier sind die kraftvollsten, intuitivsten und natürlichsten Werkzeuge, um Ideen festzuhalten. Mit Bamboo Paper

Design

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Digital

Produkte

transportieren wir diese Funktionen in die digitale Welt, kombinieren die besten Eigenschaften von analogem Stift und Papier mit den Vorteilen des Digitalen.“ Zu haben nur für das iPad. Bildbearbeitung 4. Photoshop Express von Adobe Bildbearbeitung unterwegs ist beim heutigen Fotoaufkommen wichtig. Photoshop Express ist die respektable Gratis-Sparversion der Bildbearbeitungs-Ikone. Gerade aufgenommene Bilder lassen sich einfach bearbeiten, so kann man nicht nur sich selbst als Selfie-Schönheit noch schneller verbreiten, sondern auch PR-Fotos. Zu den Funktionen der englischsprachigen App zählen: Fotos beschneiden und drehen, Farben bearbeiten, Filter und Effekte einsetzen und auch der Klassiker „rote Augen entfernen“. Läuft auf iPhone und iPad.

Nicht nur schnell und überall, auch schön soll es sein: das Foto. Photoshop Express hilft und wartet mit grundlegenden Bearbeitungsfunktionen und einigen Effekten auf. Kreation

Die Notizapp Bamboo Paper sichert Einfälle.

Druck

5. ArtRage von Ambient Design Zeichen- und Mal-Apps wie ArtRage, in vielen Sprachen erhältlich, haben mit dem iPad

ArtRage: In jedem steckt ein kleiner Gauguin. Oder? und dessen Displaygröße einen Potenzial, da iPhone und iPad für Aufschwung erhalten. Mittels den Fingerbetrieb designt sind Fingerwisch lassen sich Kunstund nicht für die Maussteuerung: werke entwerfen. Auf virtueller „Der Desktop hat viele starke, Leinwand oder anderen Subsgroßartige Anwendungsmöglichtraten kann der Kreative nach keiten wie Photoshop und Illusdem grafischen Entwurf einen trator. Für mich als Entwickler Farbauftrag wählen. Das können von Zeichenapps sind die iGeräte Ölfarben oder Wasserfarben sein, perfekt für TypeDrawing und um die der Künstler mischt und im kreative Visionen auszudrücken.“ Farbauftrag und der Feuchtigkeit Zu haben für iPhone und iPad. abstimmt. Das Ergebnis macht Spaß und kann beeindrucken. Wo es genau im kreativen Design einzusetzen ist, das muss jeder für sich selbst herausfinden. Erhältlich für iPhone und iPad.

6. TypeDrawing von Hansol Huh Mit TypeDrawing lassen sich typographische Kunstwerke und Wasserzeichen auf Fotos kreieren. Der Designer tippt einen Satz und wischt und zieht ihn mit dem Finger zu Figuren, Formen und Darstellungen wie ein Selbstporträt. So lassen sich poetische visuelle Meisterwerke erschaffen. Die App in englischer Sprache ermöglicht typografische Kunst, die auf einem Desktop mit Mausgebrauch nur schwer realisierbar ist. Entwickler Hansol Huh sieht für seine App am Markt noch viel

Die mit TypeDrawing umgesetzten Typo-Werke verfehlen ihre Wirkung nicht.

7. 123D Design von Autodesk Die App123D Design führt iPadNutzer in die Welt des 3D-Designs und der 3D-Konstruktion ein. Der Designer kann seine Kreativität

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© Myfonts

analysieren. Die App in englischer Sprache erstellt auf dem Computer oder Tablet Kampagnen, die sich örtlich flexibel mit dem iPhone verschicken lassen. Am iPhone und iPad.

Die App 123D Design sorgt mit 3D-Konstruktionen für frischen Wind bei Präsentationen.

dreidimensional ausleben und damit beim Kunden Eindruck schinden. Das könnte beispielsweise bei Werbegeschenken gut funktionieren. Erst recht, wenn ein 3D-Drucker die digital gestalteten Objekte zum Leben erweckt. Die App ist in englischer Sprache und selbsterklärend, wie Christoph Sahner, Pressesprecher Autodesk, findet: „Auch Einsteiger können ihre Ideen damit leicht realisieren. Der Funktionsumfang ermöglicht es aber auch, die entworfenen Modelle in professionelle Konstruktionsanwendungen für die Weiterentwicklung zu übertragen.“ Nur für das iPad.

8. Trend Generator von Bioport Die App „Trend Generator“ generiert schicke Poster und Flyer, die sich schnell digital verteilen lassen oder gedruckt werden können. Der Nutzer kombiniert eigene Fotos und Texte mit aktuellen Design-Elementen und angesagten Grafik-Trends. Das Ergebnis sind hippe Poster, die sich an die aktuelle Design-Ästhetik

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anlehnen. Die App in englischer Sprache kann gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen hilfreich sein. Erhältlich für iPhone und iPad.

9. MailChimp von The Rocket Science Group MailChimp ist die Vorzeige-App, um kundenspezifische E-Marketing-Kampagnen zu erstellen.

Schnell und modern im Design: Plakate, erstellt mit dem „Trend Generator“.

Mit „WhatTheFont“ die Lieblingsschrift identifizieren.

10. WhatTheFont von Myfonts Eine Schrift gefällt Ihnen und Sie möchten ihren Namen wissen? MailChimp wertet die Dann Handy raus, die Schrift ausgesendeten E-Marketingfotografieren, einen guten BildKampagnen auch aus. ausschnitt wählen, eventuell mit einer zugehörigen URL ergänzen und die App „WhatTheFont“ Abonnenten erhalten per E-Mail identifiziert den Schriftnamen. Produkt-Updates, Event-EinlaDie kostenlose Anwendung ist dungen, Ankündigungen oder auf jeden Fall inspirierend. Denn Newsletter – die App bedient falls sie eine Schrift nicht erkennt, kostenfrei bis zu 2.000 Empfänger. bietet sie zumindest ähnliche Mit ein paar Klicks kann der User Schriftschnitte an. Die man dann Listen verwalten, neue Abonnatürlich auch gleich im Shop nenten hinzufügen, Kampagnen kaufen kann. Gibt es für iPhone aussenden und Auswertungen und iPad. ∑∑∑∑

π Bewegtbild Videos zu den einzelnen Apps finden Sie auch in unserem YouTube-Channel unter www.youtube.com/4cmagazin.

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Neu am Markt

Tech in Use l

Geschultes Auge

Kodak Nexpress SX3300: Bei Edubook vor allem für die Herstellung von Umschlägen benötigt.

Der Schweizer Digitaldrucker Edubook legt mit der Kodak Nexpress SX3300 im On-demand-Geschäft zu.

D

ie Edubook AG im schweizerischen Merenschwand nahe Zürich gehört zu einer international agierenden Privatschulgruppe. Zu ihrer On-demand-Produktion gehören Bücher, Ordnerinhalte, Kataloge und Broschüren. Die durchschnittliche Auflage liegt bei 200 Exemplaren. Für einen überzeugenden Farbdruck hat sich das Unternehmen die digitale Kodak Nex-

press SX3300 zugelegt. Sie schafft 109 A4-Seiten pro Minute im vier- oder fünffarbigen Druck und die Ausstattung mit der Langformatoption macht das Bedrucken von bis zu 914 mm langen und 356 mm breiten Bogen möglich. „Wir brauchen die Nexpress SX3300 mit ihrer stabilen, konstanten Farbwiedergabe und Eignung für schwergewichtige Papiersorten zur Herstellung

von Umschlägen“, sagt Geschäftsführer Nicolas von Mühlenen. Das fünfte Druckwerk setzt die Edubook AG in großem Stil für Kodak Nexpress Intelligent Coating ein. Dabei werden die Druckbogen vollformatig mit einer transparenten, seidenmatten Oberflächenbeschichtung versehen, die als Schutzlackierung dient. www.graphics.kodak.com

Tech in Use ll

Inspiziert D

ie neue Maschine hat sich der Vorarlberger Verpackungs- und Etikettendrucker mit allerlei Extras ausstatten lassen. Das Endergebnis nennt sich High Speed Roland 707 LV HS. „Durch die Neuinvestitionen in den Inline Color Pilot, die Inlinemessung in der Druckmaschine, und den neuen Inline Inspector 2.0 mit PDFErkennung gelingt es uns schon wesentlich früher, Bögen in der gewünschten Qualität zu liefern, und diese noch besser über die gesamte Auflage konstant auf höchstem Niveau zu

2/2014

gewährleisten“, meint der technische Betriebsleiter Johannes Knapp. Die Maschine bedruckt 18.000 Bogen pro Stunde in einem Format von 740 x 1.050 mm. Mit der Möglichkeit, Substrate von bis zu einem Millimeter Stärke zu verarbeiten, ist die Roland 700 High Speed besonders für Verpackungs- und Werbedrucker geeignet. Mit der Lösung Autoprint Smart können ganze Abläufe mit nur einem Knopfdruck durchgeführt werden. www.manroland-sheetfed.com

Bnw: beigestellt

Schon die zweite Manroland 700 High Speed kommt im Drucksaal der Offsetdruckerei Schwarzach zum Einsatz.

Betriebsleiter Johannes Knapp, Offsetdruckerei Schwarzach: „Die gesamte Auflage in konstant hoher Qualität.“


Business

Karriere

SammelLeidenschaft

Design

Tools

Ausschuss aus und überträgt ihn via JDF an die Vorstufe. Alternativ kann Techno Imposition aus druckreifen PDFs die Jobbeschreibung auslesen und diese für die Erstellung einer Sammelform heranziehen. Daraus wird ein druckfertiges PDF erstellt, das direkt an das Computer-to-PlateSystem weitergegeben wird. Die Sammelformen werden in dem MI-System automatisch als Produktionsaufträge angelegt. www.rogler.at

Rogler Software baut sein Management-Informations-System Techno Logic um ein Modul zur Erstellung von Sammelformen aus. Mit Techno Imposition können Sammelformen automatisiert erstellt werden. Das Modul greift dabei auf die zentrale Auftragsverwaltung des MI-Systems zurück, die Kriterien kann der Anwender im Vorfeld definieren. Die Software beschränkt sich bei der Berechnung keineswegs nur auf einfache geometrische Formen, sondern kann auch Epson erweitert seine „Signature komplexere wie beispielsweise Worthy“-Reihe um ein helles LeinFaltschachteln oder Etiketten wandmedium mit kühlem Farbton. verarbeiten. Die unterschiedDas Exhibition Canvas Natural lichen Ergebnisse werden am Satin kommt ohne optische AufMonitor grafisch dargestellt, der heller aus und wurde für die DarAnwender wählt den passenden

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stellung hochwertiger Arbeiten wie zum Beispiel Porträtfotografien und Kunstdrucke entwickelt. Der Weißegrad von 95 CIE und der kühle bläuliche Farbton machen es für Fotoreproduktionen einsetzbar. Die Leinwand besteht aus einem Polyester-BaumwollMischgewebe im Verhältnis 2:1. Sie verfügt über eine glatte Struktur und ist pH-neutral. Dank rissfester Ecken lässt sie sich einfach weiterverarbeiten und beispielsweise über Rahmen spannen. Das Epson Exhibition Canvas Papier ist in Rollenbreiten von 17“, 24“ und 44“ bei einer Länge von 12,2 m² verfügbar. www.epson.at

Touchscreen für das Kleben Das neue Längsleimsystem Combijet 9 PV von Planatol ermöglicht die Falzklebung von Sonderformaten im Zeitungsdruck. Das modular aufgebaute Falzklebesystem zur Versorgung von bis zu acht Auftrageköpfen kann jederzeit problemlos durch Zusatzfunktionen erweitert werden. Nach Kundenwunsch individualisierbar, erfüllt es die Anforderungen kleiner und mittlerer Rotationsdruckmaschinen. Das System mit 15“-Touchbedienoberfläche ist ergonomisch und platzsparend und erlaubt eine beliebige Platzierung an der Druckmaschine. Die Medien werden mit Pumpen gefördert und die Versorgung erfolgt direkt aus Kanistern, was ein einfaches Handling ohne Stillstandzeiten gewährleistet. Um Verschmutzungen des Falzapparats beim Papierbahnverlauf zu vermeiden, bietet Planatol optional die Zusatzfunktion der Bahnkantensensorik, die neben der Papierbahnkontrolle für Prozesssicherheit sorgt. Die

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Produkte

Falzklebestoffe von Planatol sind exakt auf das Auftragesystem und die Verarbeitung aus kleinsten Düsen bei höchster Geschwindigkeit abgestimmt. www.planatol-system.de

Markiert Die Produktionssoftware Twist von Dalim gewinnt durch eine Generalüberholung an Bedienungsfreundlichkeit. Da Twist 7 nun auch FTP-Server überwachen kann und neben Hotfoldern und Web-Uploads auch per E-Mail eingehende Dateien unterstützt, wird der Empfang von Kundendateien für Druckereien und Mediendienstleister erleichtert. Zudem bietet die Software einen noch besseren Umgang mit Metadaten, da sie Inhalte von E-Mail-Nachrichten zur dynamischen Workflow-Steuerung erfassen kann. Zu den wichtigsten Updates in Twist 7 gehören die Unterstützung von BigTIFF und die Optionen zur Optimierung von Bild-Workflows. Das neue ImageAction-Tool kann eine Vielzahl von Bilddateien mit Ebenenunterstützung erstellen und umwandeln. Aktionen wie Beschneiden, Skalieren, Drehen, Ändern der Auflösung und des Dateiformats werden automatisiert. Das in Twist 7 integrierte Tool Visual Compare bietet eine zuverlässige Qualitätskontrolle, die Originaldaten mit fertigen Dateien vergleicht. Das MergeXP-Tool bietet jetzt eine bessere Unterstützung beim Hinzufügen von Druckmarken auf mehrseitigen Dokumenten. So können Objekte wie Farbkontrollstreifen, Seitennummerierung oder Beschnittmarken in mehrseitigen PDF-Dateien direkt eingesetzt werden, ohne sie in einzelne Seiten aufteilen zu müssen. www.dalim.com

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