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Vulva Me! Der Frauentag ist nicht zum Blumenverschenken da, sondern um sich mit Frauen und ihren Lebenswelten zu befassen. Deswegen steht dieses Jahr nach dem Frauentag das weibliche (Lust-)Organ mit der einwöchigen Ausstellung „Vulva Me“ vom 11. bis 18. März im Mittelpunkt des Chemnitzer Open Space.

Mit „Vulva Me“ trägt das Team des AJZ ein ebenso wichtiges wie häufig schambehaftetes Thema in die Öffentlichkeit. Das Ziel der interaktiven Ausstellung ist es, Tabus aufzubrechen, indem Menschen darüber reden können, sich kreativ damit auseinandersetzen oder auch einfach nur zuhören. Eröffnet wird am Mittwoch um 17 Uhr. Von da an wird Vulva*kunst eine Fläche gegeben. So soll die weibliche Sexualität der Öffentlichkeit näher gebracht werden. Die Autor*innen Jenz Mau mit „Maubeschau“, Louie Läuger mit „Da unten“ und Lucia Zamalo mit „Rot ist doch schön“ kommen zu Wort: Alle drei besprechen die Periode und widerlegen Mythen um das weibliche (Lust-) Organ. Während der Ausstellungswoche laden Workshops zum Mitmachen ein. Zum einen gibt es da den Kreativtag Samstag, an dem Vulven in Gips gegossen, auf Porzellan gemalt, geknetet oder auf Textilien gedruckt werden können. Nach dem Motto „Tragt die Vulvakunst auf Straßen“ können sogar Graffitischablonen hergestellt und später auf Folie, die an Bauzäune gespannt ist, gesprüht werden. Zum anderen gehört auch ein Workshop mit Vulvinchen zum Programm. Dabei geht es um die Macht der Worte, die wir nutzen. Wie hören sie sich ausgesprochen an, alleine oder in der Gruppe? Einen Vagina-Monolog hält am Sonntag Magda Decker vom Glamnitz-Kollektiv. Anschließend folgt eine Podiumsdiskussion zu „Vulva la revolucion? Vulva als Protestform“,

moderiert von Lotte und Lilly aus dem SextapesPodcast. Zu Gast sind Felicia Ewert, Laura Mérrit, Lina Lätitia Blatt, Louie Läuger und Daniela Ciccolini, alles Expert*innen auf ihrem Gebiet. Wer neben der Diskussion noch mehr Input sucht, findet sie unter der Woche in Filmvorstellungen im AJZ oder dem Odradek. Außerhalb der normalen Öffnungszeiten ist die Ausstellung auch für Schulklassen geeignet. Die Annäherung an die weibliche Sexualität wird dann von sexualpädagogischen Fachkräften begleitet. Die Anmeldung kann dafür unter mja@ajz.de mit dem Betreff „Anmeldung vulvame“ erfolgen. Der Anspruch des Gesamtprojekts ist vulva*positiv und empowernd. Bisher wurde das Sujet viel zu selten thematisiert. Dadurch, dass die Ausstellung in dem Ausmaß stattfinden kann und an die Öffentlichkeit gelangt, ist ein erster Schritt getan. Ein Schritt, mit dem der Frauentag so gefeiert wird, wie er es längst verdient hat. Jede*r einzelne leistet Anteil, das Tabu zu brechen, indem darüber gesprochen wird. Vulva Me! bietet eine Plattform, das „weibliche (Lust-)Organ zu erkunden, über Funktion, Aussehen, Sprache und ihre Vielfalt aufzuklären und so einen Beitrag zur Gleichberechtigung aller Geschlechter zu leisten“, so die Aussage der Veranstalter*innen. Das vollständige Programm: www.ajz-chemnitz.de Text: Svenja Jäger Foto: AJZ Chemnitz / Künstler*innenkollektiv VULVAE

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371 Stadtmagazin März 2020  

Stadtmagazin Chemnitz März 2020, Planer - Chemnitz -Veranstaltungskalender, ausgehen in Chemnitz

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