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Mach’s doch selber! DIY, kurz für Do it Yourself, hat eine lange Geschichte zwischen Baumarkt und Punkkonzert. Das Team Dito-Festivals entführt im September für ein Wochenende in die Welt des Selbermachens.

Mit dem Aufkommen der Punk-Bewegung in den 1970er-Jahren stand die Phrase „Do it Yourself!“ hoch im Kurs. Sie meinte aktiven Konsum jenseits fertiger Waren, Massenproduktion und Musikindustrie. In Eigenregie wurden Platten verkauft, Fanzines gestaltet und Jacken genäht. Der Begriff selbst ist schon älter. Er ist eng mit der zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufkommenden Begeisterung fürs Heimwerken verbunden. Heute durchdringt der Imperativ des „Do it Yourself“ – von Skillsharing über Baumärkte bis hin zu Maker Faires – alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Davon genervt sangen vor einigen Jahren Tocotronic: „Was du auch machst, mach es nicht selbst!“

für den passenden theoretischen Rahmen ist mit Vorträgen und Inputs gesorgt worden. Zum Beispiel spricht Tobi Rosswog zum Thema „Afterwork – Radikale Idee für eine Gesellschaft jenseits der Arbeit“.

Wer vom Selbermachen eine Pause braucht, hat während des musikalischen Rahmenprogramms die Gelegenheit dazu. Das kann sich durchaus sehen und hören lassen. Am Freitag sind beispielsweise Station 17 zu Gast. Die 1989 von Kay Boysen gemeinsam mit Bewohner*innen der Hamburger Stiftung Alsterdorf initiierte Band vereint Menschen mit und ohne Behinderung. Bekannt wurde sie durch Kollaborationen mit Künstler*innen wie DJ Koze, Cosmic DJ oder Barbara Einen eigenen Zugang zur DIY-Idee suchen die Morgenstern. Für abschließende Hüftschwünge Macher*innen des Dito-Festivals. Vom 13. bis zum zu schrägen Sounds sorgen am Samstagabend 15. September laden sie zum Ausprobieren und Aryon Agape und Felde. Mitmachen ins Subbotnik ein. Dafür haben sie zum zweiten Mal ein volles Programm unter dem Ein Ausflug zum Dito lohnt sich zudem wegen des Motto „Dito ist DIY, nur gemeinsam“ zusammen- Veranstaltungsorts: Das Subbotnik ist eine ehegestellt. Es finden Workshops zum Bau von Lasten- malige Mensa in DDR-Ästhetik mit riesiger Grünfahrrädern, Möbeln und Lehmöfen statt, alter fläche in Uni-Nähe. Heute wird es als Jugend- und Kleidung kann bei der Upcycling-Session neues Kulturzentrum genutzt. Wer einen eigenen EinLeben eingehaucht werden und wer Lust zum druck vom Subbotnik und dem Dito haben will, Musik machen hat, darf sich während der Dada- muss sich diesen allerdings – selber machen. Show und im Jam Space nach der Devise „Vorkenntnisse sind von Nachteil“ austoben. Auch Das Programm gibt es auf ww.dito.blogsport.de 12

Text & Foto: Christian Selent

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371 Stadtmagazin September 2019  

Chemnitz Karl-Marx-Stadt Stadtmagazin 371 September 2019

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