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auf die Zahlen der Student*innen auswirkt, ist laut Mario Steinebach jedoch noch nicht absehbar, da müsse man die langfristige Entwicklung abwarten. Auf die Bewerberzahlen von ausländischen Studieninteressierten hätten sich die Ereignisse jedoch bislang nicht ausgewirkt. Dass in diesem Jahr weniger zugelassen wurden, habe andere Gründe. „In einigen Studiengängen haben weniger internationale Studienbewerber und Studienbewerberinnen als im Vorjahr die fachlichen und sprachlichen Voraussetzungen für die Aufnahme eines Studiums an der TU Chemnitz erfüllt“, sagt er. Aber auch da lasse sich noch keine Tendenz ableiten, solche Jahrgänge seien möglich. Steinebach bringt jedoch noch einen weiteren Grund für sinkende Student*innenzahlen ins Feld: die Politik. Denn schon seit fünf Jahren verliert die TU Student*innen und das bewusst. Während 2015 noch 2.145 Menschen ihr Studium in Chemnitz aufnahmen, so waren es 2016 nur noch 1497. Was war passiert?

Um das Plansoll der Landesregierung erfüllen zu können, belegte die TU Chemnitz schon in den vergangenen Jahren einige Studienfächer mit einem Numerus clausus, der die Zahl der Einschreibungen reduzieren soll. Laut Mario Steinebach betraf das 33 Studienfächer. Die Student*innenzahlen sanken prompt. Doch in der TU machte sich Widerstand breit. „Das Rektorat der Technischen Universität Chemnitz hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach gegen die Reduzierung der Studierendenzahlen positioniert“ so Steinebach und führt damit unter anderem den wachsenden Fachkräftemangel in der Region an. Die TU sei dem Zwang zur Redu-

„Das Rektorat der Technischen Universität Chemnitz hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach gegen die Reduzierung der Studierendenzahlen positioniert“

Im Jahr 2014 beschloss die damalige Sächsische Landesregierung in der Koalition von CDU und SPD den Hochschulentwicklungsplan 2014 bis 2025. Der ist noch immer gültig und sieht eine zierung schon entgegen getreten, etwa, indem Reduzierung der Student*innenzahlen der TU sie in einigen Fächern den Numerus clausus wieChemnitz bis 2025 auf 9400 Student*innen vor. der aufgehoben habe. Aktuell sind 12 von 103 angebotenen Studiengängen mit einem NumeGleichzeitig sollen sich auch alle anderen sächsi- rus clausus belegt. Laut dem TU-Pressesprecher schen Hochschulen verkleinern und die Zahl von strebe man weitere Nc-freie Fächer an. Die Ein106.532 Studierenden sachsenweit auf 95.000 führung der Zugangshürden halle aber noch verringern. „Die Kapazität ergibt sich rechne- nach. Auf Landesebene zeichnet sich derweil risch aus der Personalausstattung. Im Übrigen ein Umdenken ab. entscheidet der Sächsische Landtag mit dem Haushaltsgesetz über die Personalausstattung der Im Vorjahr wurde ein neuer Landtag gewählt, einzelnen Hochschulen“, erklärt Katharina Strack neben der CDU können nun erneut SPD und erstvom Sächsischen Wissenschaftsministerium. mals auch die Grünen mitregieren. Das Umdenken Der Stellenabbau sei in diesem Zusammenhang schlägt sich im aktuellen Koalitionsvertrag wiebeendet worden. Außerdem solle die Reduzie- der: „Angesichts des weiter wachsenden Fachrung der Student*innenzahlen nicht durch eine kräf tebedarfs, insbesondere im Bereich der Verringerung der Neueinschreibungen, sondern Daseinsvorsorge, sehen wir die Notwendigkeit, durch ein effizienteres Studium erwirkt werden. das derzeitige Niveau der Studierendenzahl von 5

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371 Stadtmagazin Februar 2020  

Stadtmagazin Chemnitz Februar 2020, Planer - Chemnitz -Veranstaltungskalender, ausgehen in Chemnitz

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