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Einblick

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Die Spannung steigt. Am 12. Dezember fällt die Entscheidung, ob es Chemnitz auf die sogenannte Shortlist der Kulturhauptstadtbewerberstädte schafft. Acht Städte sind im Topf, wie viele es auf die Endauswahlliste schaffen, ist noch unklar. Fest steht nur, dass aus diesen dann im Sommer nächsten Jahres die Siegerstadt bestimmt wird.

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Bis jetzt schlägt sich Chemnitz eigentlich ganz gut. Die Bewerbung, Bidbook genannt, sieht recht ordentlich aus. Beim offiziellen Pitch vor einigen Wochen konnte man überzeugen. Magdeburg, so was wie der heiße Buchmacher-Tipp, war eher lame, Dresden, Hannover und Nürnberg erscheinen als Kulturhauptstädte eher schon zu big und Geras Konzept wirkte ziemlich unausgegoren. Die beiden kleinsten Bewerberstädte, Hildesheim und Zittau, zogen aber ne ganz ordentliche Show ab und gelten seither als Geheimfavoriten. Chemnitz ist so mittendrin, eher so ein „Why not?“. Daher sollte es vom Bauchgefühl her für die nächste Runde reichen.

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Was passieren würde, wenn das Ding schiefgeht, wollen wir uns nicht ausmalen. Schwerer, schwarzer Nebel, trüb und melancholisch, würde wohl wochen- oder monatelang in der Stadt stehen. In der hiesigen Kulturszene hat sich seit dem kecken Wunsch, diesen prestigeträchtigen Titel in unser Dorf zu holen, viel getan. Neue Initiativen sind aufgetauscht, neue Festivals wurden gegründet und neue Netzwerke geschaffen. Es gibt den ehrlichenWille und eine gemäßigte Euphorie, dieses KuHa-Ding zu wuppen. Das spiegelt sich nicht zuletzt in dem Wunsch wieder, mehr Geld für Kulturarbeit auszugeben. Und da kommen wir zu dem Fakt, dass sich die Kulturmenschen für 2020 viel vorgenommen haben. Neben den Akteur*innen, die ihre Kulturangebote mit Bier, Schnaps und Salzstangen gegenfinazieren müssen, haben Vereine und Initiativen Mittel in Höhe von ca. 4,2 Millionen Euro bei der Stadt Chemnitz beantragt. Bisher will die aber für das kommende Haushaltjahr nur 2,9 Millionen bereitstellen. Da klafft eine dicke Lücke, die geschlossen werden muss. Das hat eigentlich gar nichts mit dem KuHa-Thema zu tun, aber ein bißchen schön wäre es deshalb schon, wenn es am 12.12. klappt.

Red. Mitarbeiter

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Thomas Lehmann, Lars Neuenfeld Verlags- und Redaktionsleitung: Lars Neuenfeld Fon 0371 35 50 312 Programmredaktion: Lisa Kühnert, Maria Kreher

dieser Ausgabe: Sarah Hofmann, Michael Chlebusch, Christian Selent, Jan Kummer, Nina Kummer, René Thierfelder, Lisa Kühnert Satz & Layout: Kai Rösler, Christian Selent Druck: Mugler Masterpack GmbH Auslage: Gastronomie, Kulturund Szenelocations in Chemnitz, Westsachsen und Erzgebirge Redaktions-& Anzeigenschluß: Ausgabe 01/2020 10.12.2019 www.371stadtmagazin.de

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371 Stadtmagazin Dezember 2019  

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