Issuu on Google+

50 jahre rolf benz 1964 – 2014


rolf benz – marken kern


sehnsucht nach

selbstver wirklichung


sehnsucht

nach

entschleunigung


sehnsucht nach

ehrlichkeit


rolf benz – historie


Klug dazuaddiert: erfolgreich um die Ecke gedacht. Die frühen 60er-Jahre: Jahre des Aufbruchs! Jetzt ist endgültig Schluss mit der Adenauerzeit; Schluss mit den muffigen 50ern; Schluss mit der Enge und mit den vollgestellten Wohnzimmern. Ein neues Gefühl für Raum, für Weite, für Klarheit setzt sich durch: geistig und gesellschaftlich. „I have a dream“, formuliert Martin Luther King 1963 dieses Gefühl und meint gesellschaftliche Weite, Freiheit, Grenzenlosigkeit – nicht anders John F. Kennedy, als er 1963 am Brandenburger Tor sagt: „Ich bin ein Berliner“. In Zeiten des Wirtschaftswunders und der Vollbeschäftigung lernt die Bundesrepublik ein neues Wort: Freizeit! Es starten das ZDF und auch die Bundesliga. Die Rolling Stones veröffentlichen 1964 ihre erste LP; die Beatles stehen mit fünf Singles auf den Plätzen 1– 5 der US-Hitparade, und Jean-Paul Sartre lehnt den Nobelpreis ab: Zu einengend sei solch ein Preis. Wie immer reagieren Design, Mode und Architektur auf Geist und Gesellschaft. So wird 1964 das Design deutlich freier, klarer. Bie­ der-brave Kombinationen sind out. Die Dinge, die uns umgeben, sie befreien sich von überflüssigen Schnörkeln und verkitschtem Zierrat. In geometrisch klaren Formen präsentiert sich die Mode von André Courrèges oder Pierre Cardin. Den 911er von Porsche sieht man 1964 erstmals auf den Straßen, und die „Pagode“, jenen 230 SL von Mercedes, ebenso. Wer 1964 denkt, der denkt weiter: Es herrscht Zukunft, und die Zeit bekommt deshalb auch einen Namen: „Raumfahrtzeitalter“ – denn schließlich startet man ins All, in den Welt„raum“. Nicht zuletzt dadurch setzt sich ein neues Bewusstsein und ein neues Empfinden für Raum und Freiheit in den Jahren 1963/1964 durch: im Denken, im Fühlen und auch im Wohnen!

1964

Der junge Polsterer Rolf Benz aus Nagold im Schwarzwald erkennt damals sehr genau die Zeichen der Zeit. Begeistert vom geistigen Aufbruch dieser Jahre gründet er 1964 „Rolf Benz“. Gleich das erste Sofa- und Sesselprogramm des jungen Unternehmens folgt dem neuen, modernen Raumgefühl: die Addiform von Rolf Benz. Radikal bricht sie mit der traditionellen, braven Anordnung von Sofa, zwei gegenüberstehenden Sesseln und einem Couchtisch. Die Elemente der Addiform sind flexibel und kombinierfähig in ihrer Anordnung. So entstehen mit diesen Sofas und Sesseln keine typischen Sitzgruppen, sondern fantasievoll kombinierte „Wohnlandschaften“, wie man damals gerne sagte. Und tatsächlich: Man kann einen Sessel der Addiform hinzufügen, also „addieren“, oder auch über Eck stellen. Man kann Sessel entweder als Einzelsessel positionieren oder mit Couchtisch als Zwischenelement kom­ binieren; oder Sessel zu einer Bank verbinden und mit einem Eck-Couchtisch zur Seite abschliessen, oder, oder  ... Ja, und das Sofa selbst lässt sich zu einem zusätzlichen, komfortablen Schlafplatz ausklappen. Die Addiform: einfach, streng, sachlich und dabei schön und praktisch. Wer sie heute – 50 Jahre später – betrachtet, staunt, wie modern, wie „zeitlos“ richtig Addiform ist und wie konsequent Rolf Benz schon damals Zeitgeist und Raumgefühl aufgriff. Seit 50 Jahren gilt für Rolf Benz: So flexibel und beweglich, wie der Mensch im Kopf ist, so flexibel und be­ weglich sollten auch die Möbel sein, mit denen er lebt.

die addiform

Der große Erfolg der Addiform legte 1964 den Grundstein für das Unternehmen Rolf Benz. Heute, 50 Jahre später, findet eine Verschmelzung der klassischen Wohnbereiche zu offenen Wohnräumen statt: Im Bad liest man Bücher oder Zeitschriften, in der Küche wird ferngesehen, und Schlaf-, Arbeits- sowie Wohnraum kennen ohnehin keine Trennung mehr. Gut so! Denn die Möbel, die Sofas und Sessel von Rolf Benz, sie werden ohnehin seit 50 Jahren für den Lebensraum des Menschen entworfen und hergestellt und eben nicht nur für sein Wohnzimmer. Genau deshalb ist Rolf Benz mehr als nur ein Synonym für gutes Sitzen, perfektes Design und höchste handwerkliche Qualität „Made in Germany“.


die 70er


die 80er


die 90er


2004 // Jubiläumssofa Rolf Benz DONO // 40 Jahre Zuhause

2000 –2010


seit 2010


rolf benz – made in germany


D-72202 Nagold

made in germany

Nein, das Leben ist nicht einfach. verstandenes Attribut, das mehr ist als ein simpler Verweis auf das Man weiß nicht mehr, an was Herstellungsland, das auch Goethe und Beckenbauer, Dichtung man noch glauben soll. Religio- und Fußball im Portfolio hat. „Made in Germany“, das gibt Sichernen? Das war einmal. Ideologi- heit und schenkt Vertrauen. Mehr noch, viel mehr: Es ist ein en? Lieber nicht. Bleibt: Qualität! Bekenntnis zum Wert und nicht zum Preis eines Produkts. An sie kann man glauben, wenn auf einem Produkt „Made in Sicher wird die Aura, die von „Made in Germany“ ausgeht, nicht Germany“ steht. Denn egal, ob unbedingt von Konsumenten verstanden, die ausschließlich in w i r u n s n u n e i n A u t o o d e r Schnäppchen verliebt sind und Geiz geil finden. Dafür zeigt „Made ein Sofa kaufen, ob wir in ein in Germany“ vielmehr die Haltung eines Unternehmens, das ganz Papiertaschentuch schneuzen bewusst noch „deutsche Wertarbeit“ leistet. Und wem dieser oder uns an einen Teddybären Begriff nun nicht trendig genug ist, der kann ihn ja ruhig durch k u s c h e l n – w e n n „ M a d e i n „high-class workmanship“ austauschen. Fest steht, dass Produkte Germany“ draufsteht, dann wissen wir: „Made in Germany“ begehrt sind und in der Weltwirtschaft einen Dieses Produkt ist gut, es ist langlebig, es exzellenten Ruf genießen. Sie sind schließlich Garant für jene ist hochwertig. Ja, irgendwie flüstert hohe Exportquote, die Deutschland bisher großartig durch die Krise uns das Produkt dann vertrauenerweckend geführt hat. Das soll nicht heißen, dass wir Schweizer Uhren zu: „Ich bin aus gutem Hause. Mit mir und amerikanische Smartphones ablehnen. Aus jedem Land kannst du keinen Fehler machen.“ Das nur das Beste: Und es ist nun einmal wirklich besser, bei einem Gütesiegel „Made in Germany“ steht Glas italienischem Wein auf einem deutschen Sofa zu sitzen – für Leistung und Tradition; für technische statt umgekehrt. Innovation und künstlerische Kreativität. Dieses Siegel gehört zu den Leitplanken auf den Autobahnen unseres Konsumlebens. Dabei war die Geburt dieses Gütesiegels so gar nicht nett: Die drei englischen Worte „Made in Germany“ wurden vor 125 Jahren von Großbritannien aus in die Welt gesetzt, um deutsche Waren zu diffamieren. Doch „wer andern eine Grube gräbt  ...“; das Gegenteil wurde bald der Fall: „Made in Germany“ ist seit Jahrzehnten ein global


rolf benz – jubiläum 50 Jahre


50 Jahre Rolf Benz. 50 Jahre Sehnsuchtsorte. Ich brauche einen Raum, den ich gestalten kann. Der mir persönliche Freiheit schenkt. Rolf Benz schafft solche Räume, in denen ich sein kann, wie ich bin. Rolf Benz schenkt mir einen Ort. Einen Ort, nach dem ich mich sehne, wenn ich woanders bin.

50 JAHRE ROLF BENZ

Sehnsuchtsorte sind individuell, ich habe meinen ganz eigenen. Sie können in fernen Ländern liegen oder das Elternhaus sein. Meine Lieblingsstücke tragen meine Sehnsuchtsorte in sich: Souvenirs, Erinnerungsstücke an geliebte Menschen und wertvolle Momente. Seit 50 Jahren versteht das Unternehmen Rolf Benz sich als Gestalter des persönlichsten Sehnsuchts­ ortes überhaupt: dem eigenen Zuhause. Rolf Benz gibt mir eine größere Idee an die Hand, was „Zuhause“ wirklich bedeuten kann. Mit Rolf Benz erfüllt sich hier meine Sehnsucht nach Selbstverwirklichung, nach Entschleunigung und Ehrlichkeit. Jeder Mensch braucht seinen Sehnsuchtsort. Er wird den Gedanken an diesen Ort immer bei sich tragen. Damit er immer wieder nach Hause kommen kann.

sehnsuchtsorte

STOFF UPGRADE


Rolf Benz AG & Co. KG | Haiterbacher Str. 104 | D -72202 Nagold Tel. +49 (0) 74 52 / 601-0  |  Fax +49 (0) 74 52 / 601-282 info@rolf-benz.com | www.rolf-benz.com


50 JAHRE ROLF BENZ