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Gasfeuerungsautomat mit Zündelektronik für Gasbrenner ohne Gebläse DGAI. 131F 1.35

Printed in Germany • Edition 02.10 • Nr. 197 270

Technik Der DGAI. 131F ist ein Gasfeuerungsautomat nach EN 298 mit folgenden Merkmalen:

1…4

• Flammenüberwachung nach dem Ionisationsprinzip • Programmablaufsteuerung durch elektronische Zeitglieder • Elektronische Zündung mit Zünd- übertrager DZÜ 2 • Zündung und Flammenüberwachung mit gemeinsamer Elektrode oder mit getrennter Zünd- und lonisationselektrode • Gesamte Schaltung auf einer Leiterplatte • Optische Störanzeige • Fernentriegelung

Anwendung Der Gasfeuerungsautomat ist zur Zündung und Überwachung von Gasbrennern ohne Gebläse für intermittierenden Betrieb mit Leistungen bis 350 kW - besonders für Direktzündung auf Edelstahlbrenner - geeignet. Zulassungen EG-Baumusterprüfbescheinigung nach EG-Gasgeräterichtlinie: DGAI. 131F CE-0085 AR 0399 EG-Baumusterprüfbescheinigung nach EG-Druckgeräterichtlinie: DGAI. 131F CE0036 Zulassungen in weiteren wichtigen Gasverbrauchsländern.


Gasfeuerungsautomat DGAI. 131F Der DGAI. 131F ist in einem Kunst-stoffgehäuse mit Stecksockel eingebaut. Die Abbildung zeigt die Bestückungsseite ohne Haube. Der auf einer Leiterplatte aufgebaute Gasfeuerungsautomat arbeitet mit elektronischen Zeitgliedern. Exakte Schaltzeiten sind dadurch auch bei Spannungs- und Temperaturschwankungen oder sehr kurzen Schaltzyklen gewährleistet. Der DGAI. 131F besteht aus: • dem Steuerteil für den Programm ablauf • dem Flammenwächter nach dem lonisationsprinzip • der Zündelektronik mit • dem externen, auf die Zünd- / loni-sationselektrode zusteckenden, DUNGS-Zündübertrager DZÜ 2.

Bildet sich innerhalb der Sicherheitszeit von 5 s (SZA) keine Flamme, erfolgt Störverriegelung. Wird bei Einschalten des Reglers eine Flamme vorgetäuscht, so erfolgt Störverriegelung. Bei Flammenausfall während des Betriebes wird das Gasventil innerhalb 1 s (Sicherheitszeit-Betrieb SZB) abgeschaltet. S. Funktions- und Programmablauf.

Sicherheitszeit Anlauf 5s

Geräte- Übersicht DGAI. 131F

Ansteuerung für ein Gasmagnetventil

kein Hochspannungskabel erforderlich. Leitungsverluste und Funkstörungen sind minimiert. Der Zündübertrager DZÜ 2 ist Zubehör. Für eine Endpunktüberwachung kann der DGAI. 131F mit getrennter Zündund Überwachungselektrode betrieben werden. Dazu wird der schwarze Draht des DZÜ 2 auf Erde geklemmt. Die separate Überwachungselektrode wird an der Stelle angebracht, die vom Zündort am weitesten entfernt ist. Anschluß an Klemme 8.

DZÜ 2

DZÜ 2

Funktions-/Schaltschema DGAI. 131F

Störentriegelung Bei Störung kann der DGAI. 131F direkt mit dem eingebauten Taster oder mit einem externen Kontakt (Schließkontakt von Klemme 7 auf N) entriegelt werden.

HR Zeitkreis SZA Verstärker FW

STR

HR

BR

STR

BR

Zündung

HR Störentriegelung

5

11

Fernentriegelung

R GW L1

7

~(AC) 50 Hz 220 V N

8

9

10

BR

4

DZÜ 2

6

Störlampe extern

Zündung und Flammenüberwachung mit Zündübertrager DZÜ 2 Die Zündelektronik ist auf der Leiterplatte integriert. Sie erzeugt durch Kondensatorentladung über einen Thyristor auf die Primärspule des Zündübertragers ca. 5 Zündfunken pro Sekunde. Diese Zündimpulse betragen 200 V und werden durch den Zündübertrager auf 10-15 kV erhöht. Der Zündübertrager DZÜ 2 wird direkt an der Elektrode aufgesteckt, die sowohl die Zündung als auch die Flammenüberwachung übernimmt. Aufgrund der direkten Verbindung von Zündübertrager und Zündelektrode ist

Zündung

Zünd-/ IonisationsElektrode

Gasventil

Funktion Bei Wärmeanforderung des Reglers erhält das Gasmagnetventil Span-nung, gleichzeitig erzeugt die Zündelektronik über den Zündübertrager DZÜ 2 Zündfunken. Die Zündung schaltet sofort bei Flammenmeldung ab.

2…4


Ionisations-Flammenüberwachung Eine lonisationselektrode dient als Sonde in der Flamme, der Brennermund üblicherweise als Masse. Es ist darauf zu achten, daß am Brennermund eine gute Flammenhaftung gewährleistet ist. Der Brennermund muß mit dem "Gegenpol zur Rückleitung des Ionisationsstromes" gute Verbindung haben. Bei normalen Netzverhältnissen liegt der Gegenpol - N - auf Erdpotential. Es genügt der Erd- bzw. Schutzleiteranschluß an Brennermasse. Wird einTrenn- oder Steuertrafo verwendet, ist es unbedingt erforderlich, daß der Pol, der an Stelle von N (Klemme 11) angeschlossen ist, geerdet bzw. mit der Brennermasse verbunden ist. Dem lonisationsstrom fehlt sonst die Rückleitung. Es kann dann trotz guter Flamme und einwandfreier Anordnung der Elektrode kein oder nur ein schwacher Ionisationsstrom fließen. Das Material der lonisationselektrode und die Isolierung muß hitzebeständig sein. Bewährt hat sich Kanthal für die Elektroden und eine keramische Isolierung aus Aluminiumoxid. Der Isolationswiderstand sollte mehr als 50 MΩ betragen. Messung des Überwachungsstroms Die Stärke des lonisationsstromes kann mit einem Gleichstrom-Mikroampèremeter gemessen werden. Die Stromstärke sollte im Betrieb nicht unter 6 µA liegen. Der höchste erreichbare lonisationsstrom liegt bei ca. 50 µA. Störabschaltung erfolgt, wenn der lonisationsstrom ca. 1 µA unterschreitet. Zur Messung wird der schwarze Draht des DZÜ 2 (Klemme 8) abgeklemmt und das Mikroampéremeter dazwischengeschaltet.

Das Meßgerät muß mit einem 100 µF-Kondensator überbrückt werden. Meßgeräteanschluß br

10 9 8

DGAI. 131F

3…4

bl 100 �F

+

sw -

= 0…100 �A

DZÜ 2

Funktions- und Programmablauf

Anschlußplan DGAI. 131F

Anlauf nach Regelschaltung, mit Flammenbildung Regler Zündung Gasventil Flammensignal Störverriegelung

SZA

PE (N) 11 5 R

Anlauf ohne Flammenbildung

SZA

Regler Zündung Gasventil Flammensignal Störverriegelung

STVZ

Flammenausfall während der Anlauf-Sicherheitszeit SZA Regler Zündung Gasventil Flammensignal Störverriegelung

SZA Flammenausfall während des Betriebes

SZB

STVZ

Regler Zündung Gasventil Flammensignal Störverriegelung

Regler (N) 11

Einbau- und Betriebshinweise Einbau Die Einbaulage des Gasfeuerungsautomaten ist beliebig. Zur Montage wird das Oberteil abgenommen und der Stecksockel mit zwei Schrauben ø 4 mm befestigt. Für den Anschluß sind 6 Gummikabeleinführungen sowie 4 durchbrechbare PG-9 Öffnungen am Stecksockel vorgesehen. Elektrischer Anschluß Die Verdrahtung ist nach den örtlich gültigen Vorschriften und dem Anschlußplan auszuführen. Der Anschlußplan ist auf der Unterseite des Geräteoberteils ersichtlich. Sicherungen Externe Absicherung der Gasfeue-rungsautomaten mit einer 6 A, mittelträge bzw. 10 A flink Vorsicherung. Die zulässigen Schaltleistungen sind zu beachten! Bei Sicherungsdefekt muß die sicherheitstechnische Funktion des Überwachungsgerätes überprüft werden, da durch einen Kurzschluß die Gefahr der Kontaktverschweißung besteht.

Gasdruckwächter HauptgasMagnetventil

4

DGAI. 131F

Störanzeige

6 (N) 11

Fern-Entstörung

7 (N) 11 10 9

Programmablaufzeiten Sicherheitszeit-Anlauf (SZA) <5 s Sicherheitszeit-Betrieb (SZB) <1 s Störverriegelungszeit (STVZ) ca. 10 s

GW

N ~(AC)50 Hz 220 V L1 6 A, tr

8

br bl sw

Zündübertrager DZÜ 2

Zünd-/IonisationsElektrode

Inbetriebnahme Vor Inbetriebnahme sind sämtliche Anschlüsse auf Richtigkeit zu überprüfen. Das Oberteil wird dann aufgesteckt, festgeschraubt und die Anlage in Betrieb genommen. Bei der Inbetriebnahme sind folgende Sicherheitsfunktionen zu überprüfen: 1. Abschalten der Regler, Wächter und Begrenzer. 2. Gasdruckwächter-Schaltpunkte 3. Flammenwächter Ionisationsleitung unterbrechen bzw. Elektrode mit Masse kurzschließen. Wartung Der Gasfeuerungsautomat ist grundsätzlich wartungsfrei, da die Bauelemente bei jedem Schaltvorgang einer Anlaufüberwachung unterliegen. Bei Nichtbeachtung der Einbau- und Betriebshinweise sind Personen- oder Sachfolgeschäden denkbar. Deshalb unbedingt die Anweisungen beachten. Die Garantie für das Gerät erlischt bei Eingriff in die Elektronik, d. h. automatisch bei Verletzen der Verplombung.


Gasfeuerungsautomat mit Zündelektronik für Gasbrenner ohne Gebläse DGAI. 131F

Abmessungen

Technische Daten

106

Gasfeuerungsautomat

7 5

11 0 7 0

ø 4,5

ø 4,5

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

18

N x x 2 5 7 5

PG 9

ø 15,8

Ø8

Ø 13,5

PE

Ø 16,5

Zündübertrager DZÜ

für SAEAnschluß Ø 6 25

sw

ca. 900

bl br gn/ge

PE

61

19

Widerstände zwischen bl ..... br R = 140 m� ±20% sw ... SAE Anschl. R = 681 � ± 20% Induktivität zwischen bl ..... br L = 66 �H ±20% sw ... SAE Anschl. L = 291 mH ±20%

Nennspannung Frequenz Leistungsaufnahme Vorsicherung

~(AC) 230 V - 15% / + 10% 50 Hz ca. 5 VA max. 6 A träge oder 10 A flink

Störsignal Gasventil

1 A Schaltleistung max. 4 A Schaltleistung

Flammenwächter lonisationsstrom /Betrieb Abschaltempfindlichkeit Kurzschlußstrombegrenzg.

lonisation 6 - 10 µA 1 µA ca. 100 µA

Störentriegelung

Taster und Fernentriegelung

Schutzart Umgebungstemperatur

IP 40 0 - 60°C

Gewicht

0,36 kg

Zündung Zündübertrager Zündspannung Zündenergie

elektronisch mit DZÜ 2 10 - 15 KV, ca. 5 Funken/s ca. 7 mJ / Funken

Leitung 4 x 0,75 mm2 Kabellängen bis ca. 5 m Aderendhülsen Flachstecker Hochspannungsbuchse Elektrodenabstand

nach DIN 57250, kunststoffisoliert als Sonderausführung B 1,4 DIN 46 228 - Bd 6,3 x 0,8 CuZn für festen Anschlußstift nach DIN ISO 1919 3 - 4 mm

Temperaturbereich Gewicht

-30°C bis +100°C 0,15 kg

Bestelldaten Gasfeuerungsautomat Zündübertrager (Kabel- länge 900 mm)

Typ Bestell-Nr. DGAI. 131F 199 160 DZÜ 2 146 040

Änderungen, die dem technischen Fortschritt dienen, vorbehalten. Hausadresse Karl Dungs GmbH & Co. KG Siemensstraße 6-10 D-73660 Urbach, Germany Telefon +49 (0)7181-804-0 Telefax +49 (0)7181-804-166

Briefadresse Karl Dungs GmbH & Co. KG Postfach 12 29 D-73602 Schorndorf, Germany e-mail info@dungs.com Internet www.dungs.com

4…4


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