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12/2007

DEUTSCH perfekt

DEUTSCH perfekt

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LEARN GERMAN

08.11.2007

ESTUDIAR ALEMÁN

9:41 Uhr

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APPRENDRE L’ALLEMAND

IMPARARE IL TEDESCO УЧИМ НЕМЕЦКИЙ

NAUKA NIEMIECKIEGO ˘ RENMEK ALMANCA Ö G

DEUTSCH

perfekt

DAS AKTUELLE MAGAZIN FÜR DEUTSCH-LERNER WWW.DEUTSCH-PERFEKT.COM 12

12/2007 DEZEMBER 4 196828 505905

grüne liebe Die Deutschen und die Umwelt

ort der stille die besten bücher 2007

Urlaub im Kloster

erinnern sie sich?

die deutschen und die umwelt

Das Wichtigste aus dem Jahr 2007

die sprache der politiker Schön-WetterDeutsch verstehen

urlaub im kloster

IN DIESEM HEFT

das war 2007

750 Wort-Erklärungen Übungen Übersetzungen Texte zum Hören am Telefon und online

die sprache der politiker

EXTRA Sammelkarten mit wichtigen Tipps

ONLINE Aktuell und interaktiv: viele Tests, Grammatik, Wortschatz

bücher 2007 die 15 besten für deutsch-lerner Deutschland: € 5,90

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08.11.2007

11:40 Uhr

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DIE REDAKTION BEGRÜSST SIE ZUM DEZEMBER-HEFT

Lesen Sie? „Ilsebill salzte nach.“ Mit diesem Satz beginnt der Roman Der Butt von Günter Grass. Der Satz wurde jetzt neben zwei anderen zum schönsten ersten Satz der deutschsprachigen Literatur gewählt. 16 844 Menschen hatten der Initiative Deutsche Sprache und der Stiftung Lesen den ersten Satz eines Romans oder einer Erzählung vorgeschlagen, der ihnen am besten gefallen hatte. Am Ende entschied eine Jury. Haben Sie diese Erfahrung auch gemacht? Einen ersten Roman-Satz gefunden, den Sie nie wieder vergessen haben? Bei mir war das: „Ich bin nicht Stiller.“ Mit diesen vier Wörtern am Anfang seines berühmten Romans Stiller sagt Max Frisch schon, was das Thema auf den nächsten 400 Seiten ist: Wer sind wir?

w w w.g o e th e .d e /d e

Ich freue mich schon darauf, bald wieder Sätze wie diese zu entdecken. Denn mit dem Winter kommt die ideale Zeit für lange Leseabende. Vielleicht sehen Sie das auch so? Dann empfehle ich Ihnen unsere Büchertipps des Jahres (ab Seite 16). Von den vielen neuen Büchern, die 2007 auf den Markt gekommen sind, präsentieren wir 15: Sie sind für Deutsch-Lerner ideal. Denn sie sind nicht nur interessant – sie sind auch gut zu verstehen. Sicher ist auch für Sie etwas dabei!

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Schöne Lesestunden wünscht Ihnen

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FOTOS: GERT KRAUTBAUER (12); JUDITH ROTHENBUSCH

Jörg Walser Chefredakteur

Für weitere Informationen: E-Mail: deutsch@goethe.de


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12/07 DEZEMBER

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Mehr als 750 Erklärungen von schwierigen Wörtern

º ¢ , ¿er

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LEICHTE TEXTE auf Stufe A2 des GER MITTELSCHWERE TEXTE auf Stufe B1 des GER SCHWERE TEXTE auf den Stufen B2 bis C2 des GER

lockere Umgangssprache Jugendsprache Vorsicht, vulgär/negativ! ungefähr, etwa Gegenteil von ... langer, betonter Vokal kurzer, betonter Vokal Plural-Formen

GER

Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen

> IN DIESEM HEFT: 18 SEITEN SPRACHSERVICE

Daniela Niebisch Sprachredakteurin

32 Euphemismen Unangenehmes durch die richtigen Worte angenehmer machen MIT KARTEN ZUM SAMMELN

37 Mahlzeit! 32

Schön-Wetter-Deutsch Nicht nur Politiker benutzen es

Serie: ein Treffpunkt vor der Stadt MIT KARTE ZUM SAMMELN

38 Übungen zu den Themen des Monats Mehr Sicherheit mit Wörtern und Texten

40 Ganz genau Die Inversion

41 Eine Situation, viele Wörter Diesmal: Auf dem Weihnachtsmarkt

42 Raten Sie mal! Drei Rätsel zu den Texten dieses Heftes 41

Auf dem Weihnachtsmarkt Von Lebkuchen, Glühwein und Engeln

43 Gesehen & gelesen Kreative Texte in Werbung und Medien

44 Schreiben • Sprechen • Verstehen Einen Brief schreiben • Einen Weg beschreiben • Naturgewalten in Redewendungen MIT KARTEN ZUM SAMMELN

47 Starthilfe • Gut zu wissen EXTRA-SERVICE Übersetzungen in Englisch, Spanisch,

Französisch, Italienisch, Polnisch, Russisch, Türkisch

49 Produkte • Lösungen Hilfen für Deutsch-Lerner • Lösungen der Übungen 43

Was heißt das? Kreative Texte aus den Medien

Schöne Verpackungen

> LESEN & HÖREN Interviews und Texte mit diesen Symbolen können Sie hören: am Telefon oder im Internet.

Firmen zahlen ihm für seine Sätze Geld. Seine Texte sind dann auf Plakaten zu lesen oder im Radio zu hören. Der Schweizer besitzt eine Werbeagentur in Berlin. Im Interview erzählt er, wie man Dinge schöner macht, als sie eigentlich sind.

Nicht nur Firmenchefs oder Politiker verpacken unangenehme Inhalte gerne in schöne Worte. Auch im Privatleben kann es nötig sein, etwas positiver auszudrücken, als es ist. Es ist zum Beispiel nicht sehr höflich, einer Frau zu sagen, dass sie dick ist. „Vollschlank“ ist schon netter. Auch wenn trotzdem jeder weiß, was wirklich gemeint ist. Lernen Sie mehr über dieses Schön-Wetter-Deutsch – Sie werden danach oft besser verstehen, was wirklich gemeint ist (ab Seite 32)!

51 Peter von Felbert Nach dem Ende der Deutschen Demokratischen Republik wollte der Fotograf 1990 sehen, wie sich das Leben in einem ostdeutschen Dorf ändert. Er fand eine Idylle. Von Felbert erzählt die sehr persönliche Geschichte seines Besuchs.

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Nicht nur Verpackungen, sondern Geschenke mit schönem Inhalt wünscht Ihnen

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FOTOS: NDR/W. BORRS; PRIVAT; PETER VON FELBERT; G. KRAUTBAUER; ILLUSTRATION: B. FÖRTH

34 Thomas Wildberger

Ein Weihnachtsgeschenk macht die Deutsche Bahn ihren Kunden wirklich nicht: Zum 9. Dezember sollen die Preise für Fahrkarten wieder einmal steigen. Aber das sagt der Bahnchef den Kunden so natürlich nicht. In seiner Sprache heißt das: Die Bahn „passt die Preise an“.


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> DIE THEMEN DES MONATS

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Kurz & knapp Zahlen und Fakten, Namen und Neues

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Nah dran Max Maier über das Getränk des Winters: den Glühwein

Leicht

Mittelschwer

Schwer

14 Ja oder nein? Streit-Thema: Fest ohne Geschenke? 21

Mein erster Monat Ric Oquita in Bielefeld

> MEDIEN 28 Kommentare & Nachrichten Mit Meinungen aus Tageszeitung, Handelsblatt, Stuttgarter Zeitung und Heilbronner Stimme; plus: Was heißt Zentralabitur?

> K U LT U R 50 Mein Deutschland-Bild Peter von Felbert über Gastfreundschaft

56 GRÜNES LAND Die Deutschen reden gerne darüber, wie sie die Natur schützen können. Beim Hausbau genauso wie beim Einkaufen: Grünes Denken ist in Mode – und anders als früher passen Ökologie und Ökonomie immer besser zusammen.

52 Der Blick von außen Ephraim Kishon über Schwimmen in der Schweiz 54 Termine Konzerte • Kino • Ausstellungen • Theater • Literatur 61 Was war wann? Jahrestage des Monats

> A L LTAG 64 Tatort Hier passiert’s: die Behindertenwerkstatt 66 Kauf mich! Entdeckungen beim Einkaufen: der Dresdner Christstollen 66 Schmeckt’s? Gutes aus der regionalen Küche: Grießnockerlsuppe

FOTOS: FOTOLIA/M. GRANGER; EMI; STIFT HEILIGENKREUZ; MAURITIUS IMAGES/WORKBOOKSTOCK

68 Interview Sybille Kirchner erfindet Firmennamen 77 Reisetipps Vorarlberg • Amrum und Föhr • Bad Ischl • Sauerland 78 Nächsten Monat ... bei Silvia Müller in München ... im neuen Deutsch perfekt 80 Schlussworte Was Menschen zu sagen haben

24 MENSCHEN, TIERE, SENSATIONEN Nicht nur für die Popsängerin LaFee war 2007 ein besonderes Jahr. Erinnern Sie sich an die Gesichter und Ereignisse des Jahres? Testen Sie sich!

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Marcel Burkhardt Redakteur

Raus aus dem Stress

72 OFFENE TÜREN Früher waren Klöster für die Öffentlichkeit geschlossen. Heute kann man dort Urlaub machen. Wie fühlt sich das an, eine Woche lang wie ein Mönch zu leben?

„Warum willst du denn dorthin?“, fragte mich ein guter Freund. Er sah mich mit großen Augen an, als hätte ich ihm gesagt, dass ich für ein Jahr in die Wüste will. Dabei wollte ich nur eine Woche ins Kloster. Raus aus der Großstadt mit ihrem Lärm, rein in die Stille. Wie in vielen anderen deutschen Städten ist es auch in München im Dezember besonders stressig. Die Straßen sind voller Menschen auf der Suche nach Geschenken. Sehr viele Aufgaben sollen vor Weihnachten noch schnell erledigt werden – das kostet viel Energie. Warum also nicht einmal raus aus diesem Stress? Zu Beginn meiner Zeit im Eggenfeldener Kloster waren die Franziskaner für mich Fremde in einer fremden Welt. Aber dann sind wir in wenigen Tagen Freunde geworden. Warum? Das lesen Sie ab Seite 72.

16 DIE BÜCHER DES JAHRES Um alle neuen Bücher eines Jahres zu lesen, würde man ein ganzes Leben brauchen. Deshalb präsentiert Deutsch perfekt die 15 für Deutsch-Lerner attraktivsten Bücher und Hörbücher, die 2007 auf den Markt gekommen sind. 12/07

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KURZ & KNAPP

FOTOS: WWW.SKYSAILS.INFO; WALTER & PREDIGER GMBH & CO; FOTOLIA/L. MATTSON

Mehr als ein Spiel mit dem Wind Hamburger Ingenieure wollen die Seefahrt revolutionieren. Sechs Jahre lang hat das Team von Stephan Wrage (34) an einem besonderen Drachensegel gearbeitet. Wrage glaubt, dass große Schiffe durch das Segel 15 bis 20 Prozent Diesel sparen können. Das 160 Quadratmeter große Segel wird zurzeit auf einer Fahrt von Europa nach Nordamerika getestet. Es fliegt bis zu 200 Meter über dem Wasser. Auf dem Testschiff spart die Technik täglich Diesel im Wert von mehr als 1000 Euro. Sechs von zehn Schiffen könnten so Energie sparen, sagt Wrage.

MEHR ALS EIN SPIEL MIT DEM WIND Fahren mit einem Schiff auf dem Meer das Dr„chensegel, großes Stück Stoff in spezieller Form hier: Betrag, Preis der Wert die Seefahrt

der Unternehmer, der Familienbetrieb, -e

3 FRAGEN Person: Ihr gehört eine Firma. Firma: Sie gehört einer Familie, und es arbeiten fast nur Personen aus der Familie dort.

der K¢nststoff, -e

z. B. Plastik, Nylon ...

sch•tteln

schnell hin und her von einer Position in eine andere bringen

die Fl¶cke, -n

hier: sehr kleines Teil aus Schnee

vor „llem

≈ speziell

das Gefühl, -e

Emotion

b„steln

kleine Dinge aus Papier, Holz oder Stoff machen

die Mauer, -n

hier: Teil von der früheren Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland

der Auftrag, ¿e

≈ Aufgabe: Man bekommt sie von einem Kunden und wird dafür bezahlt.

DIE BESTEN REGIONEN FÜR FAMILIEN k“nderfreundlich gut für Kinder der L„ndkreis, -e ≈ mehrere Kommunen mit einer Administration die kreisfreie St„dt, ¿e Stadt: Sie gehört nicht zu einem Landkreis. > übersetzungen in 7 sprachen auf seite 47

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FRAGEN an Hans Walter (55), Unternehmer aus Neugablonz (Bayern)

Sie produzieren Schneekugeln. Was heißt das genau? Wir sind ein kleiner Familienbetrieb mit 22 Leuten und stellen Kugeln aus Kunststoff her. Darin ist Wasser. Und außerdem sind darin kleine Welten mit menschlichen Figuren, Häusern, Bäumen und Bergen. Die Kugeln sind meistens sechs Zentimeter hoch und sieben Zentimeter breit. Wenn Sie die Kugel schütteln, schneit es darin große, weiche Flocken. Auch die sind aus einem speziellen Kunststoff. Wer interessiert sich für Ihre Schneekugeln? Früher interessierten sich natürlich vor allem die Kinder dafür. Jetzt produzieren wir vor allem für Erwachsene. Der Markt ist viel größer geworden. Für viele sind Schneekugeln Kult. Sie wecken nostalgische Gefühle. Erwachsene erinnern sich an die Zeit, als sie Kinder waren. Heute verkaufen wir die Schneekugeln in die ganze Welt. Die Leute schicken uns per E-Mail ihre

Wünsche. Dann fangen wir an zu basteln. Jeder Kunde kann sich sein eigenes Motiv wünschen. Wir machen alles: Ob Schloss Neuschwanstein, die Berliner Mauer, den Schweizer Berg Matterhorn oder die Titanic, die Stadtsilhouetten von Zürich, Wien, Paris oder New York – es gibt nichts, was wir nicht in eine Schneekugel stellen können! Seit 1954 haben wir mehr als 3000 Motive hergestellt. Woran arbeiten Sie aktuell? Vor Weihnachten ist bei uns besonders viel los. Gerade arbeiten wir an einer Kugel für einen Kunden aus Leipzig. In der Schneekugel soll der Komponist Johann Sebastian Bach vor der Thomaskirche zu sehen sein. Das ist aber nur einer von vielen Aufträgen. Pro Monat produzieren wir rund 20 000 Schneekugeln.

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Die besten Regionen für Familien Potsdam, Landau, Erlangen und Baden-Baden sind die kinderfreundlichsten Städte in Deutschland. Das meint das Prognos-Institut nach einem Test von allen 439 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland. Auch die Landkreise Nordfriesland, SchleswigFlensburg, Main-Tauber-Kreis, Kitzingen, Bernkastel-Wittlich, Tübingen, Breisgau-Hochschwarzwald und GarmischPartenkirchen sind für Familien top. Besonders schlecht leben Familien in Essen, Bochum und im Ennepe-Ruhr-Kreis. 12/07

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KURZ & KNAPP DIE REICHSTEN DER REICHEN

QUELLE: MANAGER-MAGAZIN

122 Personen oder Familien in Deutschland haben mindestens eine Milliarde (Mill.) Euro – so viele wie noch nie. Die zehn reichsten Deutschen:

Familie Karl Albrecht (Aldi Süd)

17,50 Mill. Euro

Familie Theodor Albrecht (Aldi Nord)

17,00 Mill. Euro

Familie Porsche (Porsche, Volkswagen)

12,45 Mill. Euro

Dieter Schwarz (Schwarz-Gruppe: Lidl, Kaufland)

10,30 Mill. Euro

Familie Boehringer (Boehringer Ingelheim)

9,75 Mill. Euro

Familie von Baumbach (Boehringer Ingelheim)

9,75 Mill. Euro

Susanne Klatten (BMW, Altana)

8,75 Mill. Euro

Hasso Plattner (SAP)

6,55 Mill. Euro

Dietmar Hopp (SAP)

6,30 Mill. Euro

Günter und Daniela Herz (verschiedene Investitionen)

6,10 Mill. Euro

Kinder sind für alle da Kinder können froh sein. Sie dürfen sich auch in Zukunft Kinder nennen, ohne dafür eine Strafe zu bekommen. Nach einem Urteil darf der Süßigkeiten-Produzent Ferrero („Kinderschokolade”) niemandem verbieten, das Wort „Kinder” zu benutzen. Ferrero hat damit einen Streit mit der Firma Haribo verloren. Die hatte Süßigkeiten unter dem Namen „Kinder Kram” angeboten. Auch die Firma Zott darf ihr Milchdessert „Kinderzeit” weiter unter diesem Namen verkaufen.

DER GUTE TIPP

Ältester Baum der Alpen Gute und günstige Handwerker finden Sie über spezielle Internet-Auktionen. Die funktionieren fast wie bei Ebay. Aber anders als bei Ebay wird der Preis während der Auktion nicht höher, sondern niedriger. Denn Handwerker können in dieser Zeit anbieten, für wie wenig Geld sie die Arbeit machen würden. Das Resultat: Der Billigste bekommt den Job. Ihren Auftrag können Sie meistens kostenlos eingeben. Große Auktionshäuser für Handwerker-Arbeiten sind: my-hammer.de blauarbeit.de quotatis.de jobdoo.de 10

Der wahrscheinlich älteste Baum der Alpen steht in der Schweiz, in Obergestein im Wallis: eine rund 1500 Jahre alte Lärche. Das genaue Alter des Baumes ist noch nicht bekannt, sagen Experten. Dazu müssten sie die Jahresringe zählen. Das ist aber nicht möglich: Die Lärche ist innen bis auf circa 20 Meter Höhe hohl. In der Nähe wurden aber viel dünnere Lärchen untersucht – diese sind 800 Jahre alt.

undertool.de jobme.ch my-works.ch

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Märchen-WC

FOTOS: FOTOLIA/V. MOSICHEV, K. BEHRNS; STADT PLOCHINGEN

Der Karikaturist und Kinderbuch-Autor Tomi Ungerer (75) hat ein öffentliches Toilettenhäuschen für die baden-württembergische Stadt Plochingen gestaltet. An den Wänden sind Tiere in vielen Farben zu sehen. Das Häuschen steht vor einer kleinen Kirche in der Nähe des bekannten Hundertwasser-Turms. Zuerst wollte Ungerer ein Kuppeldach in Form eines großen, roten Hinterteils. Muslime kritisierten diese Idee. Deshalb änderte Ungerer sein Projekt. Mit der neuen Version gibt es keinen Ärger mehr. Bürgermeister Eugen Beck lobte das Häuschen wegen seiner „märchenhaften, kindlichen Facette“.

in Zukunft die Strafe, -n das }rteil, -e (das Ger“cht, -e die Süßigkeit, -en der Kram

KINDER SIND FÜR ALLE DA ab sofort und für alle Zeit ≈ Sanktion, weil man etwas Böses gemacht hat ≈ Resultat von einer Untersuchung von einem Gericht offizielle Institution: Dort untersucht man, ob jemand etwas Kriminelles gemacht hat.) süßes Lebensmittel ≈ Sache

eingeben

DER GUTE TIPP Person: Sie arbeitet beruflich mit Händen und Werkzeugen. Veranstaltung: Man bietet Dinge offiziell an. Wer am meisten Geld dafür zahlen will, bekommt die Sachen. in der Zeit ≈ Aufgabe: Man bekommt sie von einem Kunden und wird dafür bezahlt. hier: am Computer schreiben

die Lærche, -n (die Nadel, -n der Jahresring, -e zählen hohl

ÄLTESTER BAUM DER ALPEN Baum mit Nadeln hier: sehr dünner grüner Teil an manchen Bäumen) ≈ Kreis im Holz: Daran kann man sehen, wie alt ein Baum ist. ≈ prüfen, wie viel von etwas da ist ≈ leer

das Märchen, gest„lten die W„nd, ¿e das H“nterteil, -e der B•rgermeister, loben märchenhaft

MÄRCHEN-WC ≈ fantastische Erzählung, z. B. „Hänsel und Gretel“ hier: ≈ mit Bildern dekorieren hier: Grenze zwischen zwei Räumen Körperteil: Darauf sitzt man. Chef einer Stadt hier: sagen, dass etwas gut ist wie im Märchen

der H„ndwerker, die Auktion, -en während der Auftrag, ¿e

> übersetzungen in 7 sprachen auf seite 47

Sicher. Schnell. Unentbehrlich.

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Nur der Duden ist der Duden.

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MAX MAIER SIEHT SEIN LAND

oran erkennt man die Adventszeit in Deutschland? An den Weihnachtskeksen in den Geschäften? Nein, denn die werden schon ab August verkauft. Daran, dass man morgens den Schnee von seinem Auto schippen muss? Nein, denn dank Klima-Chaos sind inzwischen auch im Winter Temperaturen wie im Sommer möglich. Es ist ganz einfach: In Deutschland ist Advent, wenn auf den Marktplätzen Holzstände aufgebaut werden. In allen Städten der Republik gibt es dann Weihnachtsmärkte. Früher sollten die Menschen dort alles Wichtige für die Weihnachtstage kaufen können. Heute machen sie das im Kaufhaus. Auf den Weihnachtsmärkten gibt es aber trotzdem noch immer ein großes Angebot: Süßigkeiten, Schmuck für den Weihnachtsbaum, Pullover, Holzspielzeug, fair gehandelter Tee, Duftkerzen ... Die meisten Menschen kommen aber nur wegen des Glühweins. Glühwein ist ein Phänomen, das nur sehr schwer zu erklären ist. Man braucht dafür sehr billigen Rotwein – würde man diesen Wein in einem Lokal serviert bekommen, würde man sich laut beim Kellner beschweren. Dann kommen Gewürze dazu, zum Beispiel Zimt, Nelken, Anis und Orangenstücke. Das Ganze macht man warm und verkauft es an die Menschen, die schon lange darauf warten. Wahrscheinlich ist das Wort „Gesöff“ zusammen mit dem Glühwein erfunden worden. Nach zwei, drei Gläsern bekommt der Glühwein-Freund garantiert Kopfschmerzen. Außerdem muss er mit Hunderten von anderen Leuten in den engen Straßen zwischen den Ständen warten, um überhaupt ein Glas zu bekommen. Dann ruft man: „Vorsicht, heiß!“, wird ständig angerempelt und tritt anderen auf die Füße.

FOTOS: TOURISMUS-AGENTUR SH (2); BERLIN TOURISMUS MARKETING; BAYER. STAATSMIN. F. LANDWIRTSCHAFT U. FORSTEN; ILLUSTRATION: BERNHARD FÖRTH

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Trotzdem glaube ich, dass die Glühweinstände in den Städten ein wichtiger Teil der deutschen Gesellschaftspolitik sind. Das Weihnachtsfest wird schließlich immer kommerzieller. Die Vorbereitungen werden immer hektischer. Aber am Glühweinstand treffen sich die Menschen. Väter kommen voll Freude zum Weihnachtseinkauf mit. Weil sie wissen, dass sie danach eine Tasse Glühwein bekommen. Gestresste Mütter machen hier einen Augenblick Pause und wärmen an der Tasse ihre kalten Hände auf. Freunde trinken gemütlich ein Glas oder zwei. Kollegen können beim Glühwein den Stress am Arbeitsplatz vergessen. Durch Glühwein werden die Menschen milder. Es gibt kein Problem, das sich nicht durch ein Glas Glühwein lösen lassen könnte: Die Bahn erhöht schon wieder die Fahrpreise? Der Dezember ist der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen? In drei Tagen ist Weihnachten, und ich habe noch kein einziges Geschenk? – Alles nicht so schlimm: Noch einen Glühwein, bitte!

Vielleicht sollte das schöne Gesöff – in Maßen natürlich – auf Rezept von den Krankenkassen bezahlt werden. Denn wie oft kann man schon Zufriedenheit in ein Glas füllen? Dann also Prost und fröhliche Weihnachten! <

» Zufriedenheit im Glas «

die Adv¡ntszeit der Weihnachtskeks, -e sch“ppen d„nk der H¶lzstand, ¿e aufbauen die Süßigkeit, -en fair h„ndeln die D¢ftkerze, -n der Z“mt

Zeitraum von vier Wochen vor Weihnachten ≈ kleiner, harter Kuchen speziell für Weihnachten ≈ mit einem Gerät wegmachen ≈ wegen, durch hier: ≈ kleines Haus aus einzelnen Teilen zusammenbauen süßes Lebensmittel bei den Herstellern zu einem ökonomisch korrekten Preis einkaufen Kerze mit Aroma braunes Gewürz, besonders für süße Speisen

die N¡lke, -n das Gesœff, -e erf“nden stændig „nrempeln h¡ktisch aufwärmen m“ld erhöhen die W¡tteraufzeichnung, -en in Maßen

hier: Gewürz aus der getrockneten Blume eines tropischen Baumes schlecht schmeckendes Getränk sich etwas absolut Neues überlegen hier: oft im Vorbeigehen gegen jemanden stoßen stressig warm machen hier: freundlich höher machen schriftliche Notiz, wie das Wetter ist nicht zu viel und nicht zu wenig

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04.09.2007

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Sabine Leidig ist Geschäftsführerin der globalisierungskritischen Organisation Attac Deutschland.

Die Weihnachtstage könnten so schön sein, wenn nicht die Werbestrategen der Konsumgüterund Kaufhauskonzerne die Stimmung verderben würden. Sie benutzen Bilder, Klänge und Gerüche, um uns den Sinn zu ver-

JA

drehen. Die Leute sollen kaufen, kaufen, kaufen, um die Gewinne zu steigern. Dabei wissen wir eigentlich alle (oder könnten es wissen), dass die meisten Spielsachen, Elektronikteile oder Kleider unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert werden. Sie sind weder umweltverträglich noch sinnvoll. Trotzdem gelingt es kaum, sich dem Kaufrausch zu entziehen. Wer an den Samstagen vor Weihnachten durch die Innenstädte geht, kann in den angestrengten Gesichtern der eilenden Menschen sehen, wie unangenehm das sein kann. „Die Leute sollen kaufen, Ganz bewusst hat kaufen, kaufen, um die Jesus die Händler aus dem Tempel gejagt. Er hat für einen Raum gekämpft, in dem sich Menschen um ihrer selbst willen begegnen. So ein Raum kann Weihnachten sein, ein „Fest der Liebe“ – wenn es gelingt, den Kommerz herauszuhalten. Dadurch werden die Feiertage nicht weniger schön oder weniger froh. Und niemand soll darauf verzichten, die Lieben zu beschenken. Aber eben anders. Mit kleinen Aufmerksamkeiten. Mit Zeit für eine Massage, dem Lieblingskuchen oder Spieleabenden; mit Selbstgestricktem, mit Liedern, einem Gedicht oder mit ganz persönlichen Briefen. Warum nicht bewusst die Menschen in den Mittelpunkt stellen und gemeinsam über den Zustand der Welt nachdenken? Darüber sprechen, was uns freut und was uns bedrückt und an welcher Stelle wir etwas zum Humanismus beitragen können? Wir können gemeinsam entscheiden, für welches Projekt wir das Geld für nicht gekaufte Geschenke spenden. Und dann fröhlich feiern, dass wir den Händlern ein Schnippchen geschlagen haben.

Gewinne zu steigern.“

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BUNTE PÄCKCHEN liegen an Heiligabend unter den meisten Weihnachtsbäumen. Aber viele Menschen überlegen, auf Geschenke zu verzichten. WIR

FRAGTEN:

FEST OHNE GESCHENKE? der Heiligabend, -e verz“chten auf

die Geschæftsführerin, -nen steigern das Konsumgut, ¿er

der Kaufhauskonzern, -e verd¡rben der Kl„ng, ¿e der Ger¢ch, ¿e den S“nn verdrehen

dabei/dabei m¡nschenunwürdig

¢mweltverträglich der Kaufrausch sich entziehen bew¢sst der T¡mpel, jagen aus

Abend des 24. Dezembers hier: nicht kaufen JA hier: Leiterin einer Organisation hier: größer/mehr machen Produkt für den Alltag (z. B. Lebensmittel und Kosmetik) Gruppe von Firmen mit vielen Kaufhäusern hier: kaputt machen (schöner) Laut von: riechen hier: machen, dass man nicht mehr klar denken kann ≈ und das, obwohl das Recht aller Menschen, als Person respektiert und behandelt zu werden, verletzend gut für die Umwelt ≈ intensives Kaufen nicht mitmachen bei hier: gut überlegt, gewollt in manchen Religionen Gebäude für Götter ≈ wegschicken

um … w“llen heraushalten

besch¡nken die Aufmerksamkeit, -en das S¡lbstgestrickte bedr•cken beitragen zu sp¡nden

ein Schn“ppchen schlagen

læstig ausdrücken verm“tteln dienen zu das {pfer, -

der Zauber genießen vermeiden

nur für; wegen hier: ≈ nicht teilnehmen lassen, nicht berücksichtigen ein Geschenk geben hier: freundliche Handlung; auch: kleines Geschenk ≈ selbst gemachte Handarbeit aus Wolle traurig machen hier: ≈ helfen Geld oder andere Dinge schenken, um anderen zu helfen die Pläne stören

NEIN unangenehm, störend hier: zeigen hier: zeigen hier: ≈ gut sein für hier: Ritual, bei dem man Gott Tiere oder Menschen gibt Magie Freude haben an hier: nicht teilnehmen

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Helmuth Berking ist Professor für Soziologie an der Technischen Universität Darmstadt und Geschenkeforscher.

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FOTOS: ATTAC; TU DARMSTADT; MAURITIUS IMAGES/A. CUPAK

INTERVIEWS: KATJA RIEDEL

www.duden.de

NEIN

Zum Schenken gehört einer, der gibt, und einer, der nimmt. Es ist ein alltägliches Ritual des freiwilligen Gebens und Nehmens. Beide spielen ein bisschen Theater. Der Beschenkte muss auch dann Danke sagen, wenn ihm das Geschenk nicht gefällt. Mit dem Schenken sind Risiken verbunden. Deshalb denken viele, dass Schenken mehr lästige Pflicht sei als Freude. Schenken hat aber etwas, was es im Alltag so nicht gibt: Das freiwillige Geben und Nehmen drückt Liebe, Vertrauen, Sympathie und Solidarität aus. Sie können nicht in den Supermarkt gehen und für 20 Euro Vertrauen kaufen. Sie können aber über ein Geschenk Vertrauen vermitteln. Geschenke dienen zur Bestätigung der sozialen Beziehungen. Sie sind Gefühle zum Anfassen. Deshalb gehen sie nur an die wichtigsten Menschen. Es „Es gibt keine schlechten gibt keine schlechten Geschenke. Es gibt nur Geschenke. Es gibt nur schlechte Beziehungen.“ schlechte Beziehungen. Historisch gesehen kommt das freiwillige Geben und Nehmen vom Opfer. Gegenüber Gott hoffte man, etwas Kleines zu geben und etwas Größeres zurückzubekommen. Im Schenken steckt bis heute ein bisschen der Zauber des Opfers. GeschenkeKritiker fragen: Warum soll ich etwas weggeben, was ich selbst genießen könnte? Geschenke sind aber keine käuflichen Waren, auch wenn die Mehrheit der Geschenke Waren sind – von der Schokolade bis zum Diamanten. Dass Geschenke mehr sind, merken wir, wenn wir etwas verlieren, was uns ein geliebter Mensch geschenkt hat. Oder wenn wir uns von einem Partner trennen und in der ersten Wut die Geschenke zerstören. Schenken zu Weihnachten ist etwas Besonderes: Alle schenken gleichzeitig und bestätigen ihre Beziehungen gegenseitig. Sogar wer sich dem entziehen will, ist doch Teil des Rituals, indem er es vermeidet.

Das Werkzeug. Nicht nur für Germanisten.

Fragen zum deutschen Wortschatz gibt es in allen Fächern. Das überarbeitete und jetzt über 2 000 Seiten starke Universalwörterbuch hat die richtigen Antworten. Es bietet ausführliche und präzise Bedeutungserklärungen zu rund 150 000 Stichwörtern und Redewendungen, dazu mehr als 500 000 Anwendungsbeispiele sowie Angaben zu Aussprache, Herkunft, Grammatik und Stil. Eben das richtige Werkzeug für alle.

Nur der Duden ist der Duden.


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LESEN! Weihnachtszeit, Lesezeit: Die Deutsch perfekt-Redaktion hat sich die Neuerscheinungen des Jahres 2007 angesehen – und die 15 besten Bücher und Hörbücher für Deutsch-Lerner ausgewählt.

CORDULA GERNDT:

Das Glückskind und andere Geschichten einfach

ROMANE UND ERZÄHLUNGEN MONIKA FETH: Der Scherbensammler mittel

Als Jette das Mädchen Mina im Garten findet, hat sie Mitleid und nimmt die Unbekannte in ihre Wohngemeinschaft auf. Dort merken sie und ihre Freundin Merle schnell, dass mit Mina etwas nicht stimmt: Sie ist schizophren. Als Minas Vater ermordet wird, verdächtigt die Polizei Mina. Die kann sich aber an nichts erinnern. Jette und Merle glauben nicht, dass ihre neue Freundin etwas mit dem Mord zu tun hat. Sie finden den wirklichen Täter – wie schon in zwei älteren Krimis der Autorin. Gut lesen können das Buch alle, die schon ein bisschen Erfahrung im Deutschen haben. FAZIT: SPANNEND

Fünf kurze Geschichten aus Deutschland, Indien, Persien und Turkestan: Sie zeigen, wie unterschiedlich die menschliche Suche nach Glück aussehen kann. Es gibt optimistische und pessimistische Hunde, die ganz verschiedene Erfahrungen machen. Glückskinder, die das Leben selbst zum Glück führt. Menschen, die das Glück einfach nicht finden, obwohl es zum Greifen nah ist. Wird ein Mensch mit oder ohne Besitz glücklicher? Kann er sein schlafendes Glück selbst wecken? Immer wieder stellt sich die Frage nach dem Weg zum Glück. Zu den zum Teil lustigen, zum Teil auch nachdenklichen Geschichten gibt es Übungen und Erklärungen. Auf der integrierten Audio-CD sind die Geschichten auch zu hören. Das Übungsbuch ist speziell für Lerner ab dem Niveau A2 gedacht. FAZIT: FÜR ANFÄNGER Verlag für Deutsch Renate Luscher, 54 Seiten, 15,50 Euro

C. Bertelsmann Taschenbücher, 384 Seiten, 7,95 Euro

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THOMAS GLAVINIC: Das bin doch ich einfach

Schon wieder eine SMS von Daniel Kehlmann, der vom Erfolg seines Romans Die Vermessung der Welt berichtet. Thomas Glavinic ist genervt von seinem Freund. Das bin doch ich erzählt davon, wie der österreichische Schriftsteller der Veröffentlichung eines eigenen Romans entgegenfiebert. Alkohol, Größenfantasien und Leiden am eigenen Ich bestimmen seinen Alltag. Einmal fällt er beim Skifahren hin. Er blutet nicht, aber er fragt seine Frau mit Sorge: „Glaubst du, ich habe innere Verletzungen und bemerke sie nicht?“ – „Ja, einen Hirnschaden“, antwortet sie. Glavinic hat einen Roman geschrieben, der sich intensiv und ironisch mit dem Ich eines Schriftstellers beschäftigt. Die Sprache ist relativ einfach: klare und sehr lustige Sätze im Präsens! FAZIT: EIN GROSSER SPASS Hanser Verlag, 238 Seiten, 19,90 Euro

MARLENE RÖDER: Im Fluss mittel

WLADIMIR KAMINER: Mein Leben im Schrebergarten mittel

Als seine Frau durchsetzt, einen Garten in einer Kleingartenkolonie zu mieten, ist der russische Ich-Erzähler nicht sehr glücklich. Aber schon bald lernt er das idyllische Leben im Schrebergarten kennen und lieben – mit all seinen strengen Regeln, mit seltsamen Nachbarn und Arbeit für eine ganze Großfamilie. Kaminer – einer der populärsten deutschsprachigen Autoren – schreibt über seine Begegnungen mit dem typisch deutschen Rhabarber, mit den Gesetzen des Kleingartenvereins und über große Mengen von Äpfeln, die sein Leben neu bestimmen. In vielen lustigen Anekdoten macht er sich Gedanken über die kleinen Details des Lebens – innerhalb und außerhalb des Gartens. Trotz der satirischen Elemente ist die Sprache relativ leicht zu verstehen. Aber ein Wörterbuch ist manchmal sicher nötig. Das Buch gibt es auch als Hörbuch. FAZIT: LESENSWERTE REALSATIRE

Das erste Buch von Marlene Röder ist sehr spannend zu lesen. Es geht um drei Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren. Das Mädchen Mia lernt die Geschwister Alex und Jan kennen. Mit ihnen stößt sie auf ein altes Geheimnis. Die Geschichte wird im Wechsel aus der Perspektive der drei jungen Menschen erzählt. Ein gutes Buch für junge Erwachsene und für Erwachsene, die sich gerne an ihre Jugend zurückerinnern – und die die deutsche Sprache auf B2/C1-Niveau beherrschen. FAZIT: NICHT NUR FÜR JUGENDLICHE Ravensburger Buchverlag, 224 Seiten, 14,95 Euro

Goldmann, 192 Seiten, 18,50 Euro; als Hörbuch, vom Autor gelesen: Random House Audio, 130 Minuten, ab 13,95 Euro

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hier: eine Verbindung/Beziehung haben mit Person, die etwas Kriminelles der Täter, gemacht hat das Fazit, -e/-s hier: Zusammenfassung % S. 48 sp„nnend ≈ sehr interessant führen hier: bringen zum Greifen nah sein leicht zu erreichen sein hier: so, dass man beginnt nachdenklich nachzudenken % S. 48 das Niveau, -s franz. hier: ≈ Qualität der Sprachkenntnisse ged„cht sein für ≈ gemacht sein für die SMS, kurz für: Short Message Service ≈ kurzer Brief, den man mit dem Handy schickt die Verm¡ssung, -en genaue Feststellung, wie groß ein Stück Land ist gen¡rvt sein hier: sich gestört fühlen die Verœffentlichung, -en Publikation % S. 48 entgegenfiebern intensiv und nervös warten auf (kranker) Glaube, alles zu köndie Größenfantasie, -n nen zu tun haben mit

das Leiden, best“mmen h“nfallen der H“rnschaden, ¿ (das Geh“rn, -e der Schrebergarten, ¿ d¢rchsetzen die Kleingartenkolonie, -n str¡ng die Begegnung, -en das Ges¡tz, -e lesenswert es geht um stoßen auf das Geheimnis, -se beh¡rrschen

hier: Gefühl von (psychischem) Schmerz hier: einen starken Effekt haben auf auf den Boden fallen Verletzung am Gehirn Organ im Kopf, mit dem man denkt) kleiner Garten in einem Kleingartenverein die eigenen Ziele erreichen größeres Gebiet mit vielen kleinen Gärten hier: strikt, sehr genau Treffen hier: schriftliche Regel, die der Kleingartenverein macht interessant zu lesen % S. 48 das Thema / der Inhalt ist hier: zufällig finden geheime Sache hier: (sprechen und verstehen) können

FOTO: MAURITIUS-IMAGES/WORKBOOKSTOCK

hier: ≈ alle Journalisten einer Zeitschrift % S. 48 die Neuerscheinung, -en hier: neu publiziertes Buch % S. 48 das Hörbuch, ¿er Buchtext, der auf CD oder Kassette gesprochen wurde % S. 48 auswählen hier: aus einem großen Angebot wählen der Sch¡rbensammler, - Person, die Scherben sammelt (die Sch¡rbe, -n Stück eines kaputten Gegenstandes, der z. B. aus Glas ist) m“ttel hier: nicht zu schwierig, nicht zu leicht das M“tleid trauriges Gefühl, das man hat, wenn andere Schmerzen oder Sorgen haben aufnehmen hier: wohnen lassen Gruppe von Personen, die zudie Wohngemeinschaft, -en sammen wohnt erm¶rden einen Menschen absichtlich so verletzen, dass er stirbt verdæchtigen vermuten, dass jemand etwas Kriminelles getan hat die Redaktion, -en

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SACHBÜCHER CUS: Der Coup, die Kuh, das Q mittel

CUS ist das Pseudonym des bekanntesten deutschen Rätselmachers. Seine Rätsel im Magazin der Süddeutschen Zeitung (SZ) und der Zeit sind Kult. In seinem neuen Buch mit dem Untertitel „Das erstaunlichste Deutsch-Buch aller Zeiten“ präsentiert er interessante und lustige Phänomene rund um die deutsche Sprache: Welches deutsche Wort hat fünf Vokale hintereinander? Was ist der Plural von Gold? Auf jeder Doppelseite gibt es außerdem eine Frage aus dem Kreuzworträtsel des SZ-Magazins. Die Antwort finden die Leser auf der folgenden Seite. Die Antworten auf die Fragen oben finden Sie hier: Fünf Vokale hintereinander hat das Wort „zweieiig“. Einen Plural von Gold gibt es nicht. FAZIT: RÄTSELSPASS FÜR SPRACHFREUNDE! Eichborn-Verlag, 272 Seiten, 14,95 Euro

FRANK GERBERT: Wandern. Kleine Philosophie der Passionen schwer

19 besondere Geschichten übers Wandern, das viele Deutsche so lieben. „Deutsche wandern, wandern und wandern. In Mittelgebirgen, in Hochgebirgen, in der Arktis, im Urwald. Und wenn es den Mondtourismus schon geben würde, würden sie mit ihren bunten Rucksäcken durchs Mare Tranquillitatis stapfen und auf den Kopernikus-Krater steigen.“ Frank Gerbert schreibt mit viel Sprachwitz über die Erfahrungen, die er bei seinen Wanderungen gemacht hat. Ein unterhaltsames kleines Buch. Weil es oft sehr ironisch ist, ist es für die meisten Deutsch-Lerner aber schwer zu lesen. FAZIT: NICHT NUR FÜR WANDERFANS Deutscher Taschenbuch Verlag, 128 Seiten, 7,95 Euro

JUTTA LIMBACH (HERAUSGEBERIN): Ausgewanderte Wörter mittel

Wussten Sie, dass für manche Australier „Gemütlichkeit“ ein Volksfest ist? Oder dass Hauspersonal in Chile „Suche“ genannt wird? Nicht nur Menschen, auch Wörter emigrieren: Sie werden in andere Sprachen integriert und so verändert, dass sie zur neuen Sprache und Kultur passen. Da entstehen oft originelle Mischungen, wie „I don’t want to schlepp too much around.“ „Schlepp“ kommt von dem deutschen Wort schleppen – tragen. Das Buch stellt 124 deutsche Wörter vor, die in eine Fremdsprache übernommen wurden. Menschen aus der ganzen Welt haben sie gesammelt und kleine Geschichten dazu geschrieben. So ist ein amüsantes, informatives Buch entstanden – attraktiv für alle, die schon ein bisschen besser Deutsch können. FAZIT: ORIGINELL Hueber Verlag, 160 Seiten, 19,95 Euro

FRANK PLASBERG: Der Inlandskorrespondent schwer

„Wenn Politik auf Wirklichkeit trifft“ – mit diesem Satz beschreibt der Fernsehjournalist Frank Plasberg seine Sammlung von elf Geschichten zum deutschen Zeitgeschehen. Plasberg hat die Themen gewählt, über die Deutschland redet: Gesundheitsreform, Gewalt an Schulen, Sterbehilfe oder Arbeitslosigkeit. Es gelingt ihm, die trockenen Themen in spannende, lebensnahe Erzählungen zu packen – ohne den Blick für das Wesentliche zu verlieren. An der einen oder anderen Stelle hätte er dabei gerne ein wenig frecher sein können. Trotzdem würde man sich Plasbergs Ehrlichkeit auch von den Politikern wünschen. FAZIT: POLITIK EINMAL ANDERS Verlag Kiepenheuer & Witsch, 208 Seiten, 17,90 Euro

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C O M I C S U N D K A R I K AT U R E N PETER GAYMANN: Peter Gaymanns Liebesglück einfach

Sie: „Wir haben ein Kommunikationsproblem.“ Er: „Ich versteh nicht.“ So ist das, wenn der Cartoonist Peter Gaymann Paare zeichnet: Sie verstehen sich nicht. Dafür verstehen DeutschLerner Gaymanns Karikaturen umso besser. Denn die Sprache ist wirklich einfach – das gibt es selten bei einem humorvollen Buch. In den 80 Cartoons geht es immer um die Liebe. Manchmal ist Gaymanns Humor ein bisschen zu einfach, aber oft ist er sehr gut. FAZIT: LEICHT VERSTÄNDLICHER HUMOR Mosaik bei Goldmann, 88 Seiten, 14,95 Euro

TOM: Touché 4500 mittel

Die Touché-Comic-Strips von Tom kennen vielleicht manche aus der Tageszeitung. Sie sind ein Spiegel der deutschen Gesellschaft: Da gibt es zum Beispiel Ralf, der versucht, mit dem Rauchen aufzuhören. Oder eine alte Oma, die immer wieder am Postschalter wartet und eine Briefmarke kaufen möchte. Oder zwei Bademeister und einen kleinen Jungen, die im Freibad stehen und philosophieren. Schon nach dem ersten Comic möchte man nicht mehr aufhören zu lesen. Es ist einfach zu schön, über die Deutschen und ihre Eigenheiten herzlich zu lachen – und ihre Alltagssprache kennenzulernen. Denn Toms Figuren reden so locker wie die Menschen auf der Straße. FAZIT: LUSTIG OHNE ENDE Achterbahn Lappan Verlag, 512 Seiten, 10 Euro

KATJA REIDER, FRANZISKA HARVEY: Amelie und die Liebe einfach

Amelie hat eigentlich alles: einen netten Job, eine nette Wohnung, nette Freunde. Was Amelie aber nicht hat, ist ein Mann. Den sucht sie: im Telefonbuch, im Internet, über Partner-Vermittlungsagenturen, auf Partys. Sie trifft einen Mann nach dem anderen, aber der Traummann ist nicht dabei. Schließlich merkt Amelie: Nicht alles muss perfekt sein … Dieses Buch ist es aber schon: ein kleines Bilderbuch, hübsch illustriert – ein Märchen für Erwachsene. Außerdem ist es einfach geschrieben, mit viel Wärme, Witz und feiner Ironie. FAZIT: EINFACHES BUCH MIT CHARME Hoffmann und Campe Verlag, 72 Seiten, 9,95 Euro

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der Sprachwitz unterh„ltsam die Herausgeberin, -nen ausgewandert das V¶lksfest, -e

das Hauspersonal verændern entstehen amüs„nt tr¡ffen auf das Zeitgeschehen die Gew„lt die St¡rbehilfe sp„nnend

≈ Talent, intelligent und lustig zu erzählen % S. 48 ↔ langweilig % S. 48 Frau, die für eine Publikation verantwortlich ist % S. 48 emigriert Veranstaltung mit Attraktionen und großen Zelten, wo man Bier trinken kann alle Personen, die in einem Haushalt arbeiten ≈ ändern hier: gemacht werden ≈ lustig % S. 48 hier: überraschend zusammenkommen aktuelle Ereignisse hier: ≈ Brutalität Euthanasie ≈ sehr interessant % S. 48

lebensnah das Wesentliche fr¡ch humorvoll es geht um das Fazit, -e/-s verstændlich m“ttel der Bademeister, das Freibad, ¿er die Eigenheit, -en l¶cker die Verm“ttlungsagentur, -en der Traummann, ¿er die Wærme der W“tz

wie in der Realität % S. 48 das Wichtigste hier: ≈ ohne Respekt % S. 48 mit viel Humor % S. 48 das Thema / der Inhalt ist hier: Zusammenfassung % S. 48 gut zu verstehen % S. 48 hier: nicht zu schwierig, nicht zu leicht Person, die im Schwimmbad aufpasst öffentliches Schwimmbad, bei dem die Pools draußen sind spezielles Charakteristikum hier: unkompliziert hier: Firma, die hilft, einen Partner zu finden ≈ idealer Mann hier: Herzlichkeit hier: Talent, lustig zu erzählen

FOTO: PRIVAT

das S„chbuch, ¿er Buch, in dem Informationen oder Ratschläge stehen % S. 48 der Coup, -s franz. hier: ≈ Erfolg m“ttel hier: nicht zu schwierig, nicht zu leicht der Rätselmacher, Person, die Ideen zu Aufgaben hat, die man durch Nachdenken lösen kann das Magazin, -e hier: Zeitschrift erstaunlich überraschend hinterein„nder einer direkt nach dem anderen das Kreuzworträt- Rätsel, bei dem man Wörter in horisel, zontale und vertikale Zeilen schreiben soll f¶lgendhier: nächstzweieiig von: zwei Eier (Biologie) das Fazit, -e/-s hier: Zusammenfassung % S. 48 das M“ttelgebirge, Gruppe von Bergen, deren höchste Punkte meistens nicht höher als 1000 Meter sind der Urwald, ¿er ≈ tropischer Wald st„pfen ≈ gehen

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HÖRBÜCHER

FRANZ SPECHT: Die schöne Frau Bär einfach

Carsten Tsara, Detektiv, hat zu kämpfen: mit der Chefin, mit der Midlife-Crisis und mit dem langweiligen Kriminalfall Schneider. Aber plötzlich wird alles anders: Tsara sucht nach dem Unbekannten, der die schöne Frau Bär heimlich fotografiert und ihr dann die Fotos schickt. Aber komisch: Warum geht Frau Bär nicht zur Polizei, sondern zu einem Detektiv-Büro? Welche Rolle spielt sie wirklich? Wird Tsara diesen spannenden Kriminalfall lösen? Das erfahren die Hörer auf der Audio-CD: Sie ist gut zu verstehen, die Sätze sind einfach und werden langsam und deutlich gesprochen. Außerdem gibt es den Text in einem Büchlein zur CD zum Mitlesen. FAZIT: SPANNEND Hueber Verlag, 79 Minuten, 13,50 Euro

CHRISTINE NÖSTLINGER: Babygeschichten vom Franz einfach

Franz ist ärgerlich. Seine beste Freundin Gabi ist seit Monaten komisch, denn sie bekommt ein Baby. Das sagt sie jedenfalls. Eigentlich wird sie nur große Schwester, Franz und Gabi gehen nämlich noch in die Grundschule. Damit Gabi alles kann, wenn das Baby da ist, muss Franz fleißig mit ihr üben. Christine Nöstlinger liest ihr Buch selbst: in ihrem langsamen Wiener Dialekt und mit viel Witz und Ironie. Die Kindergeschichten sind auch für Erwachsene amüsant. FAZIT: HUMOR AUS WIEN Oetinger Audio, 37 Minuten, 9,95 Euro

ANGELICA FLEER, RICHARD SCHÖNHERZ:

Hesse Projekt – Die Welt unser Traum schwer

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben …“ Die Komponisten Angelica Fleer und Richard Schönherz haben weltbekannte Texte des Dichters Hermann Hesse vertont. Bekannte Künstler wie Ben Becker, Annett Louisan, Juliane Köhler und Xavier Naidoo interpretieren die intimen Texte des Romantikers. Die Musik dazu passt perfekt: mal sanft und leise, dann wieder laut und voller Kraft. Das Hörbuch ist eine große Freude für alle, die keine Angst vor anspruchsvoller Poesie haben. Wer die Gedichte und Prosatexte nicht nur hören möchte, kann sie auch im sehr schönen Begleitheft lesen. FAZIT: SINNLICHE SYMBIOSE AUS WORT UND MUSIK Hörverlag, 59 Minuten, 17,95 Euro

Alle Produkte bekommen Sie auf Buchtext, der auf CD oder Kassette gesprochen wurde der Kriminalfall, ¿e kriminelle Sache, die man untersuchen muss sp„nnend ≈ sehr interessant % S. 48 erfahren hier: eine Information bekommen das Fazit, -e/-s hier: Zusammenfassung % S. 48 das Hörbuch, ¿er

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jedenfalls der W“tz amüs„nt der Traum, ¿e “nnewohnen der Zauber besch•tzen

≈ wenigstens hier: Talent, lustig zu erzählen ≈ lustig % S. 48 von: träumen Inhalt sein von ≈ Magie ≈ schützen

vertonen mal s„nft „nspruchsvoll das Ged“cht, -e das Begleitheft, -e s“nnlich

eine Melodie zu einem Text machen hier: manchmal hier: ≈ ruhig, leicht hier: schwierig Lyrik, Poesie % S. 48 hier: Heft, das es zur CD gibt hier: ≈ emotional DEUTSCH perfekt

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MEIN ERSTER MONAT

RIC OQUITA IN BIELEFELD

ch bin in Deutschland einfach in das Leben meiner Freundin Kai geschlüpft. Ich habe ihre Wohnung und ihren Job in Bielefeld übernommen. Kai wollte gerne einmal in Dänemark leben. Deshalb wurde ihre Arbeitsstelle als

I

Regisseurin in der Theaterwerkstatt Bethel frei. Ich hatte in New York Dramaturgie und Tanz unterrichtet. Später habe ich als Chef der Tanzschule viel im Büro gearbeitet. In Bielefeld konnte ich endlich wieder selbst unterrichten. Person: Sie spielt im Film oder im Theater mit. der Regisseur, -e ≈ Person: Sie gibt Schauspielern Infranz. struktionen. schl•pfen hier: ≈ das Leben einer anderen Person leben übern¶mmen Part. Perf. von: übernehmen = hier: mieten und weitermachen w¢rde Prät. von: werden die Theaterwerk≈ Theater: Dort probiert man neue statt, ¿en Ideen fürs Theaterspiel. sich erholen ≈ sich ausruhen der Beh“nderte, -n z. B. Invalider oder Person mit Down-Syndrom das Gefühl, -e Emotion k¶mmen zu hier: Zeit haben für eigentlich ≈ wirklich als Regisseur den Schauspielern InRegie führen struktionen geben zusätzlich hier: außerdem der K•nstler, Person: Sie macht Kunst. (die K¢nst, ¿e ästhetische Dinge (z. B. Bilder, Literatur, Musik oder Skulpturen)) das Thema, Themen hier: Inhalt der Diskussion Was wäre, w¡nn ...? ≈ Wie würde es sein, wenn ...? / Was würde passieren, wenn ...? der Traum, ¿e von: träumen der Fußgänger, Person: Sie geht zu Fuß. f„nd Prät. von: finden die }mwelt hier: alles um eine Person beobachten genau ansehen entsp„nnend ≈ so, dass man sich ausruht ver„rbeiten hier: arbeiten mit der Schauspieler, -

Seite 21

HEIMAT:

USA

ALTER:

45 Jahre

BERUF:

Schauspieler, Regisseur und Lehrer für Dramaturgie und Tanz

ERSTER MONAT: Februar 2006 HOBBYS:

In der ersten Zeit bin ich aber nur durch die Stadt spaziert. Von früheren Besuchen hatte ich schon ein paar Freunde dort. Ich habe sie oft getroffen – und mit ihnen oder auch allein viel in Cafés gesessen. Ich musste mich von New York erholen. Dann habe ich angefangen, für die Theaterwerkstatt mit Schülern und mit Behinderten zu arbeiten. Das war eine neue, sehr interessante Erfahrung für mich. Wir mussten immer wieder die Arbeit stoppen und diskutieren. Viele der Behinderten wollen oft über ihre Gefühle sprechen. Manchmal kamen wir kaum zur eigentlichen Theaterarbeit. Ich musste ihnen erklären, warum ich so und nicht anders Regie führe. So habe ich viel gelernt. Zusätzlich zu der Arbeit in der Theaterwerkstatt habe ich auch eigene Projekte begonnen, zum Beispiel Ric’s Café. An einem Abend im Monat treffen sich dort Künstler und Interessierte. Wir haben immer ein Thema, zum Beispiel: „Was wäre, wenn ...?“ Jeder kann über seine Ideen und Träume

Spazierengehen, Lesen, Reisen, Schwimmen

sprechen. Das sind sehr schöne, interessante Abende. Ich habe auch ein Theaterstück mit dem Namen Grün kommt gemacht. Die deutschen Fußgänger bleiben immer vor allen roten Ampeln stehen. Das hat mich am Anfang sehr überrascht. Wenn in New York bei Rot kein Auto kommt, gehen einfach alle weiter. In Bielefeld bin ich dann selbst einmal bei Rot stehen geblieben. Es war wie ein philosophisches Experiment. Ich fand das lustig: Erst war das Warten langweilig. Aber dann habe ich meine Umwelt gesehen. Ich hatte Zeit, die Autos und Menschen zu beobachten. Es war wirklich entspannend. Wir haben diese Erfahrung dann in mehreren TheaterWorkshops verarbeitet. < MIT RIC OQUITA SPRACH RENATE ZÖLLER

BIELEFELD WO:

in Westdeutschland

FOTOS: PRIVAT; BIELEFELD MARKETING GMBH (4)

EINWOHNER: rund 330 000 BESONDERES: Teutoburger Wald, Sparrenburg, Universität, viele diakonische Werke

die B¢rg, -en (das M“ttelalter das diakonische W¡rk, -e

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≈ großes, massives Schloss aus dem Mittelalter historischer Zeitraum von ungefähr 500 bis 1500 nach Christus) Organisation der evangelischen Kirche: Sie hilft Menschen mit sozialen Problemen.

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QUIZ: ERINNERN SIE SICH? Das Jahr 2007 geht zu Ende. Erinnern Sie sich an besondere Ereignisse und Momente? Testen Sie hier Ihr Wissen! Aus den zehn Buchstaben vor den richtigen Antworten ergibt sich das Wort, das in diesem Satz fehlt. Als der _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ stieg, suchten viele die Schuld bei den Chinesen. Die richtigen Antworten und das Lösungswort finden Sie auf Seite 49.

Dieser kleine Eisbär aus dem Berliner Zoo wurde zum Symbol für den

1

Klimawandel. Besucher und Kameras registrierten jeden seiner Schritte. Wie heißt er? T

2

Bruno x

Z

Petzix

x M Knut

Schon 1934 haben deutsche Ingenieure die Magnetschwebebahn erfunden. Bis heute wird der Transrapid aber nur in China kommerziell genutzt. Wo soll der Zug ab 2012 schweben? I

Zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und dem Flughafen.

E

Zwischen Nürnberg und Fürth.

U Zwischen Hamburg und Berlin.

3

Drei Tage lang trafen sich Anfang Juni die Regierungschefs der G8-Staaten in Heiligendamm (Mecklenburg-Vorpommern). Aus Angst vor Krawallen wurde für das Treffen ein zwölf Kilometer langer Zaun um den Ort herum gebaut. Wie viel kostete er? G

4

560 000 Euro

F

6 Millionen Euro

L

11 Millionen Euro

Deutschland wartete im Frühsommer darauf, dass diese Blumen blühten. Das taten sie aber bis August nicht. Warum wurde dieser Mohn berühmt? H

Forscher wollten eine gentechnisch veränderte Mohnsorte ausprobieren, worüber viel gestritten wurde.

C

Er war ein Kunstwerk auf der größten Kunstausstellung der Welt, der Documenta, die im September nach 100 Tagen endete.

P

Der Mohn wurde zum Symbol für die Klimakatastrophe: Noch nie blühte deutscher Mohn so spät.

Was stand 2007 in Deutsch perfekt? Die Themen aller Hefte dieses Jahres finden Sie jetzt unter www.deutsch-perfekt.com.

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Die Lohnforderung des Jahres: 31 Prozent mehr Geld. Wer wollte so viel mehr Lohn? T

die Berliner Finanzbeamten

H die Lokführer der Deutschen Bahn

S

der Vorstand der Deutschen Bank

Er ist der längste der Alpen, der zweitlängste in Europa und der

6

drittlängste der Welt: der 4,3 Milliarden Franken (2,6 Milliarden Euro) teure neue Lötschbergtunnel in der Schweiz. Wie lang ist er? K

156,3 km

R

94,7 km

P

34,6 km

Österreich hatte Mitte Juli eine der größten Hitzewellen

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seiner Geschichte. Eine Woche lang blieben die Temperaturen gleich – bei welchem Wert? D 35 Grad Celsius

R 40 Grad Celsius

L

45 Grad Celsius

Nach der Trennung von Chrysler musste sich Daimler über-

8

legen, wie die Firma in Zukunft heißen soll. Fast wäre ein Traditionsname zurückgekommen. Welcher? I

Horch

E

Mercedes-Benz

A

Trabant

Im Januar waren in ganz Deutschland schwarz-rot-goldene

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Fahnen zu sehen – und Menschen, die sich einen schwarzen

FOTOS: ULLSTEINBILD/S. MEISSNER; DEUTSCHE BAHN AG; DOCUMENTA/J. FUCHS; TOURISMUS SALZBURG GMBH

Bart über die Oberlippe geklebt hatten. Diese Menschen …

10

E

demonstrierten für eine Mitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union.

I

feierten, dass Deutschland überraschend Handball-Weltmeister wurde.

U

feierten den deutschen Nationalfeiertag.

Wer in einer hessischen Gaststätte nach dem Weihnachtsessen eine Zigarette raucht, der muss mit einer Strafe rechnen. Anders in Bayern: Dort wäre die Zigarette erlaubt. Warum? S

In Hessen ist das Rauchen in Gaststätten seit dem 1. Oktober verboten, in Bayern erst ab dem 1. Januar 2008.

B In Bayern gehört das Rauchen zur Tradition und wird deshalb nie verboten werden. W Bayerische Kellner dürfen die Wünsche ihrer Gäste nicht ablehnen, sonst bekommen sie selbst eine Strafe.

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hier: das Ergebnis sein Verantwortung für etwas Böses, Unmoralisches oder Verbotenes der Eisbär, -en großes, weißes, gefährliches Tier, das in der Arktis lebt der Klimawandel Änderung des Klimas der Schr“tt, -e Bewegen eines Fußes vor den anderen die Magnetschwe- Zug, der auf einer Magnetbahn fährt bebahn, -en erf“nden hier: neue Ideen haben und Neues konstruieren n¢tzen ≈ benutzen schweben hier: fahren der Kraw„ll, -e hier: laute, meist politisch motivierte Aktion, oft mit brutalen Kämpfen der Zaun, ¿e Konstruktion aus Holz oder Metall, die die Grenze zu einem privaten Stück Land markiert blühen Blüten haben (die Blüte, -n Teil der Pflanze, der eine schöne Farbe hat und meistens gut riecht) der Mohn rote Blume der F¶rscher, Person, die systematische Untersuchungen macht gentechnisch so, dass Gene künstlich anders geverændert macht wurden das K¢nstwerk, -e Produkt eines Künstlers die Lohnforderung, ≈ Wunsch nach mehr Lohn -en der L¶kführer, - Fahrer eines Zuges der Vorstand, ¿e hier: Gruppe, die eine Firma oder einen Verein leitet der Fr„nken, Geld in der Schweiz die H“tzewelle, -n ≈ Zeitraum, in dem es sehr heiß ist der Wert, -e hier: Temperatur in Grad Celsius die Fahne, -n großes Stück Stoff in bestimmten Farben als Symbol für eine Nation die Oberlippe, -n oberer Teil des Mundes demonstrieren für hier: sich auf der Straße treffen, um zu erreichen, dass etwas gemacht wird die M“tgliedschaft, Zustand, dass man Mitglied ist -en der W¡ltmeister, - Bester der Welt r¡chnen mit hier: die Konsequenz kennen sich ergeben die Sch¢ld

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10 MENSCHEN DES JAHRES > FLORIAN HENCKEL VON DONNERSMARCK Auf dem Weg nach Hollywood Es ist wie im Märchen: Florian Henckel von Donnersmarck hat mit seinem ersten Spielfilm Das Leben der Anderen den Oscar gewonnen. Acht Jahre arbeitete der 34-Jährige an der Geschichte über einen Stasi-Offizier. In Hollywood fiel der Filmemacher vor allem wegen seiner Größe von 2,05 Meter auf. Bald will er dort auch arbeiten und mit einem englischsprachigen Film das ganz große Publikum erreichen.

> ARIGONA ZOGAJ Mit dem Mut der Verzweiflung Ein Mädchen bringt Österreich zum Nachdenken. Die 15-jährige Arigona Zogaj drohte mit Selbstmord, wenn sie wie ihr Vater und ihre Geschwister in den Kosovo abgeschoben wird. Obwohl die Familie schon fünf Jahre in Österreich lebte und gut integriert war, sollte sie nicht bleiben dürfen. Arigona versteckte sich, lebte dann im Kirchenasyl. Mit ihrer Drohung begann eine nationale Debatte über das strikte Ausländerrecht. Arigona und ihre Mutter durften dann doch erst einmal bleiben – der Rest der Familie aber nicht.

> ERNESTO BERTARELLI Triumph auf dem Meer Dieser Mann macht aus dem Land der Berge noch eine Seglernation. Er gewann zum zweiten Mal beim America’s Cup, dem bekanntesten Segelrennen der Welt. Damit wurde für die Schweiz ein Traum wahr. Das Besondere: Dem 42-Jährigen gehört nicht nur das Siegerschiff Alinghi. Er war auch fit genug, in jedem Rennen mitzusegeln. Inzwischen ist der in Italien geborene Segler eine Legende in der Schweiz. Auch wirtschaftlich hat er Erfolg: Für elf Milliarden Euro verkaufte Bertarelli seine Biotech-Firma Serono.

> GABRIELE PAULI Revolution mit Stil In einem Jahr war diese Regionalpolitikerin so oft in den Nachrichten wie manche Politiker in Top-Positionen während ihrer ganzen Karriere. Gabriele Pauli (51) hielt die CSU in Atem. Zuerst als Kritikerin von Edmund Stoiber, als der noch Parteichef war. Dann als Foto-Modell in einer Boulevard-Zeitschrift. Ihr Vorschlag, eine Ehe auf Zeit einzuführen, machte sie international bekannt. Viele Kritiker lachten über sie. Pauli stört das nicht: Sie sieht sich als ehrliche Frau mit Mut zu neuen Ideen.

> GERHARD ERTL Der perfekte Geburtstag Seinen 71. Geburtstag wird Gerhard Ertl nie vergessen. „Das ist ein Tag, wie jeder andere auch“, sagte er morgens noch zu seiner Frau und ging ins Büro. Dann kam aus Stockholm das perfekte Geschenk: der Nobelpreis für Chemie. Der Berliner weinte vor Glück. Mit seinen Arbeiten hat er Erfindungen wie die Brennstoffzelle oder den Katalysator möglich gemacht. 26

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> PETER LÖSCHER Neuanfang mit frischer Kraft Er kam wie aus dem Nichts. Während der Skandale bei Siemens wurde Peter Löscher der neue Chef des Milliardenkonzerns. Weil der Österreicher seine Karriere vorher auf Stationen rund um den Globus gemacht hatte, kannte ihn in Deutschland zuerst kaum jemand. Das hat sich komplett geändert. Der 50-Jährige macht vieles in der Traditionsfirma neu. Viele Arbeiter sind froh über den frischen Wind

FLORIAN HENCKEL VON DONNERSMARCK der Spielfilm, -e Film, der eine fiktive Erzählung zum Inhalt hat kurz für: Staatssicherheit: Sie war eine Gedie Stasi heimpolizei des DDR-Regimes. der Offizier, -e Person mit hoher Position bei der Armee auffallen hier: deutlich gesehen werden

der Mut die Verzweiflung

an der Spitze.

> FABIAN HAMBÜCHEN Kleiner Mann ganz groß Er ist nur 1,63 Meter groß. Aber in seiner Sportart ist Fabian Hambüchen (20) ein Gigant. Er ist auf dem Weg, der beste deutsche Turner aller Zeiten zu werden. Zuerst wurde Hambüchen Europameister, dann Weltmeister am Reck. Bei der Weltmeisterschaft in Stuttgart holte er auch noch eine Silber- und eine Bronzemedaille.

> LAFEE Pop-Sternchen auf Höhenflug Zwei CDs, zweimal die Nummer 1 in Deutschland und Österreich: LaFee hat mit 16 Jahren schon eine tolle Karriere gemacht. Zweimal gewann Christina Klein, so ihr eigentlicher Name, den Musikpreis Echo. Aktuell gewinnt die Tochter eines Lkw-Fahrers auch in Frankreich viele Fans. Für ihr Konzert in Paris gab es schon nach zwei Stunden keine Karten mehr.

Genial wie der große Richard? Die Urenkelin des Komponisten Richard Wagner zu sein, kann anstrengend sein. Aber Katharina Wagner will die große Familientradition pflegen. Bei den Bayreuther Festspielen inszenierte die 29-Jährige ihre erste Oper und provozierte das Publikum. Wagner hofft, 2013 die Festspiele in Bayreuth leiten zu dürfen – dann ist der 200. Geburtstag von Richard Wagner.

> BERNHARD WEBER

ERNESTO BERTARELLI die Seglernation, -en Land, in dem Segeln Nationalsport ist (segeln mit einem Schiff fahren, das ein großes Stück Stoff hat, das vom Wind bewegt wird) das Segelrennen, - sportliches Kämpfen mit dem Segelschiff: Wer ist am schnellsten? der Traum, ¿e hier: großer Wunsch das Siegerschiff, -e Schiff des Gewinners

in Atem h„lten die CSU die BoulevardZeitschrift, -en auf Zeit der Mut

die Erf“ndung, -en die Br¡nnstoffzelle, -n

GERHARD ERTL Gegenstand oder Geld, das ein Gewinner bekommt absolut neue Idee oder Konstruktion ≈ Konstruktion, die aus chemischer Energie elektrische Energie macht

der Milli„rdenkonzern, -e der fr“sche W“nd die Sp“tze, -n

PETER LÖSCHER Gruppe von Firmen mit gemeinsamer Leitung, die sehr viel Geld verdient hier: ≈ neue Dynamik hier: Leitung

der Preis, -e

FABIAN HAMBÜCHEN Person, die gymnastische Übungen an Geräten macht der Europameister, - Bester in Europa das R¡ck, -e/-s ≈ Gerät für gymnastische Übungen die W¡ltmeisterhier: Treffen von vielen Turnern aus aller schaft, -en Welt, die um den ersten Platz kämpfen der T¢rner, -

das St¡rnchen, der Höhenflug, ¿e der Musikpreis, -e

Wahl der Superlative Bernhard Weber (54) hat ein kleines Wunder erreicht: die Wahl der sieben neuen Weltwunder. Der Schweizer Dokumentarfilmer reiste sieben Jahre lang um die Welt und machte Werbung für seinen Traum. Mehr als 100 Millionen Menschen wählten – fast alle über das Internet. Aus 200 Gebäuden und Monumenten wählten sie die Chinesische Mauer, das Kolosseum in Rom und fünf andere Weltwunder der Neuzeit. Noch nie gab es eine Umfrage mit so vielen Teilnehmern. 12/07

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GABRIELE PAULI ≈ keine Ruhe lassen kurz für: Christlich-Soziale Union Zeitschrift mit Texten über Sensationen und Skandale hier: nur für einen vereinbarten Zeitraum ↔ Angst

die Urenkelin, -nen die F¡stspiele Pl. inszenieren

die Wahl, -en das W¢nder, das W¡ltwunder, der Traum, ¿e die Neuzeit

LAFEE hier: kleiner Star hier: großer Erfolg Gegenstand oder Geld, das ein guter Musiker bekommt KATHARINA WAGNER Tochter des Enkels oder der Enkelin ≈ Festival ≈ auf die Bühne bringen BERNHARD WEBER von: wählen hier: positives, überraschendes Ereignis ≈ eines der sieben berühmten Gebäude und Monumente der Antike hier: großer Wunsch Zeit von ca. 1500 bis heute

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FOTOS: PICTURE-ALLIANCE/SVEN SIMON, DPA (3); WWW.GABRIELE-PAULI.DE; MPG/N. MICHALKE; SIEMENS; EMI; BAYREUTHER FESTSPIELE; WWW.NEW7WONDERS.COM

> KATHARINA WAGNER

br“ngen zu mit S¡lbstmord drohen „bschieben sich verst¡cken das Ausländerrecht

ARIGONA ZOGAJ hier: Energie, Kraft Zustand, in dem man keine Hoffnung mehr hat ≈ motivieren, ein Motiv geben für hier: sagen, dass man sich selbst totmachen wird in die Heimat zurückschicken an einen geheimen Platz gehen ≈ schriftliche Regeln zu Asyl und Immigration


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KOMMENTARE & NACHRICHTEN Ein deutsches Gesetz, durch das das Land Niedersachsen seit 1960 besondere Rechte beim Autohersteller Volkswagen (VW) hatte, ist ungültig.

DIE SCHWEIZ WÄHLT RECHTS

Die Interessen des Kapitalmarktes werden höher bewertet als die der Beschäftigten (…). Die Europäische Union (...) greift damit tief in die (...) Gestaltungsfreiheit ihrer Mitgliedsstaaten ein. [Sie] (...) setzt (...) auf stärkere Liberalisierung – und nimmt in Kauf, dass ihre Bürger (…) Brüssel als Bedrohung wahrnehmen. as Bild der Schweiz in der Welt muss korrigiert werden. Bisher galt die Alpenrepublik als Zentrum der Liberalität. Doch jetzt ist das Land weiter nach rechts gerutscht. Bei der Parlamentswahl holte die Schweizerische Volkspartei (SVP) nach einem ausländerfeindlichen Wahlkampf 29 Prozent der Stimmen. Das ist zwar nur zwei Prozent mehr als bisher. Aber so viel Zustimmung hat noch keine Partei bekommen, seit 1919 das Schweizer Wahlrecht reformiert wurde. Wahlsieger wurde damit der Rechtspopulist und Justizminister Christoph Blocher. Den Grund für dessen Sieg sieht die Neue Zürcher Zeitung aber nicht in der Person des 67-jährigen Milliardärs und seinem hohen Geldeinsatz für den Wahlkampf. „Es sind nicht zuletzt die unangenehmen Themen, die diese Partei meist als Erste aufgreift.“ Als solche gelten Themen wie die Ausländerpolitik und die innere Sicherheit, aber auch die Zukunft der Schweizer Armee und des Gesundheitssystems. Obwohl die SVP gewonnen hat, wird sich politisch nicht viel ändern, prognostiziert

D

Niemand stellt infrage, dass es überhaupt schutzwürdige Industrien gibt. Staatliche Kontrolle wird allgemein akzeptiert, ob für Telekommunikation, Verteidigung, Energie oder Verkehr. (…) Dabei hätten wir aus dem VW-Gesetz doch Lehren ziehen müssen. Es bewahrte Volkswagen nicht vor der Fastpleite. (…) VW ist nur Mittelmaß. Erst unter Porsches Regie wird sich das radikal ändern.

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nach r¡chts r¢tschen die Zustimmung, -en der Justizminister, der G¡ldeinsatz, ¿e n“cht zul¡tzt aufgreifen je nach

hier: sich in eine nationalistische Richtung entwickeln hier: deutliches Ja Minister für Recht und Gesetz Geld zur Unterstützung ≈ auch hier: sich beschäftigen mit hier: abhängig von

Fragestellung regiert“, glaubt die Zeitung. Möglich macht dies das Modell der Konkordanz: Auch die neue Regierung, die am 12. Dezember gewählt wird, wird wahrscheinlich wieder aus allen vier großen Parteien gebildet. Sie schließen für einzelne Entscheidungen Koalitionen. Eine klassische Opposition gibt es nicht. Allerdings rütteln die Grünen an der Vormacht der vier Großen: Sie konnten mit einem auf den Klimawandel konzentrierten Wahlkampf so viele Stimmen wie noch nie gewinnen. Mehr als jedes zehnte Mitglied des Nationalrats ist jetzt ein Grüner. In der Debatte um Fremdenfeindlichkeit gibt es Hoffnung: Zum ersten Mal haben die Schweizer mit dem Sozialdemokraten Ricardo Lumengo einen Schwarzen ins Parlament gewählt. Der aus Angola kommende 45-Jährige will sich aber nicht instrumentalisieren lassen. „Ich will kein AntiBlocher sein“, sagte Lumengo der Nachrichtenagentur SDA. b“lden r•tteln an die Vormacht der Klimawandel der Nationalrat die Nachrichtenagentur, -en

hier: zusammenstellen, machen hier: verändern wollen ≈ stärkste Macht Änderung des Klimas hier: Schweizer Parlament Firma, die Bilder und Informationen für Zeitungen und Zeitschriften anbietet

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FOTOS: REUTERS; FOTOLIA/JANRYSAVY; DDP/C. BILAN

hier: sagen, ob etwas wichtig oder unwichtig ist ≈ von außen steuern, stöeingreifen ren oder stoppen die Gest„ltungs- hier: Recht, ein System freiheit selbst zu organisieren s¡tzen auf vertrauen auf in Kauf nehmen ≈ akzeptieren hier: Gefühl, dass die die Bedrohung Existenz in Gefahr ist wahrnehmen hier: ≈ sehen Zweifel haben an infrage st¡llen sch¢tzwürdig hier: so, dass es wichtig ist, etwas rechtlich zu schützen die Verteidigung hier: militärische Einrichtungen dabei/dabei ≈ und das, obwohl Lehren ziehen aus aus Fehlern lernen bewahren hier: schützen die F„stpleite, -n Zustand, in dem man fast kein Geld mehr hat das M“ttelmaß ≈ Durchschnitt die Regie franz. hier: Management, Leitung bewerten

der Tages-Anzeiger. „Die Schweiz wird auch in den nächsten vier Jahren mit wechselnden Allianzen je nach politischer


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STROM UND BAHN WERDEN TEURER Der Strom wird in Deutschland ab Januar deutlich teurer. Obwohl die Berliner Politik schon mehrmals Strafen für die Konzerne angekündigt hat, erhöht Eon seinen Strompreis um bis zu zehn Prozent. Dem größten deutschen Energiekonzern folgen 300 Stromanbieter mit Preiserhöhungen. „Wir sind praktisch in die Hände von Räubern geraten“, sagte der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Aribert Peters, dem Nachrichtensender N24. Im Vergleich wirkt die Deutsche Bahn bescheiden: Bei ihr steigen die Fahrkartenpreise im Durchschnitt um knapp drei Prozent. Gruppe von Firmen mit gemeinsamer Leitung hier: öffentlich bekannt machen hier: wirklich, tatsächlich Person, die anderen etwas mit Gewalt wegnimmt

der Konz¡rn, -e „nkündigen pr„ktisch der Räuber, -

geraten der Vorsitzende, -n der B¢nd, ¿e bescheiden

≈ kommen hier: Leiter Organisation mit wenig zufrieden

ALLEIN ZU HAUS Im Jahr 2025 werden in 80 Prozent der deutschen Haushalte nur noch ein oder zwei Menschen leben, berichtet die Nachrichtenagentur DPA. Trotz sinkender Einwohnerzahlen wächst der Bedarf an Wohnungen. Nach einer Prognose des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung werden 2025 wahrscheinlich nur noch 78,8 Millionen Menschen in Deutschland leben – 3,5 Millionen weniger als heute. Trotzdem wird es 40,5 Millionen Haushalte geben – eine Million mehr als heute. Dass es auf Dauer immer mehr Singles gibt, die viel Geld für Mieten haben, werden Familien zu spüren bekommen. Für sie wird es in boomenden Städten wie München, die Nachrichtenagentur, -en Firma, die Bilder und Informationen für Zeitungen und Zeitschriften anStuttgart oder Frankfurt kaum noch bietet der Bed„rf hier: Menge, die nötig ist bezahlbare Wohnungen geben. das Bauwesen

alle Bereiche, die sich mit Theorie und Praxis des Bauens beschäftigen

ARMEN-LAPTOPS IM TEST Schulkinder in Österreich bekommen bald Laptops, die eigentlich für Schüler in armen Ländern Afrikas, Asiens oder Südamerikas erfunden wurden. Für vier Volksschulen in Wien, im Burgenland, in Niederund Oberösterreich will das Unterrichtsministerium insgesamt 100 dieser 100Dollar-Laptops einsetzen. Dabei soll geprüft werden, wie gut die Geräte der Initiative One Laptop per Child für den Unterricht geeignet sind. Österreich verschenkt außerdem 100 weitere Geräte an arme Länder. Vor Beginn des Tests kritisierte das Ministerium im Fachmagazin Networld zwar die Software. Die wollen die Österreicher nun aber selbst verbessern. die V¶lksschule, -n österr.

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Grundschule

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geeignet versch¡nken

gut passend als Geschenk geben

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat vorgeschlagen, dass Jugendliche als verdeckte Ermittler einkaufen gehen sollen. Damit will die Ministerin kontrollieren, ob Läden Alkohol, Zigaretten oder verbotene Videos an Jugendliche verkaufen.

Würden Sie Ihre 14-jährige Tochter mit amtlicher Genehmigung in den Supermarkt oder an den Kiosk ums Eck schicken mit dem Auftrag, einen Flachmann oder ein Sixpack zu kaufen? Eben. Genau dies will aber Familienministerin Ursula von der Leyen ermöglichen im Dienste des Jugendschutzes. (…) Der Vorschlag muss vom Tisch, und zwar schnell.

Nichts spricht dagegen, dass Jugendliche in Begleitung von erwachsenen Amtspersonen Testkäufe durchführen. 50 000 Euro Strafe sind daher angemessen, solange sich Händler weigern, das Alter der Kunden zu kontrollieren. Beim Verkauf von Killerspielen, Zigaretten und Alkohol wurde zu lange weggeschaut. Es wird Zeit, dass die Öffentlichkeit endlich die Augen öffnet. verd¡ckt geheim; ↔ offen der Erm“ttler, - Polizist, Detektiv ums ]ck in der Nähe der Fl„chmann, ¿er kleine Schnapsflasche das Sixpack, -s hier: Packung mit sechs engl. Flaschen Bier möglich machen ermöglichen hier: ≈ als Unterstützung; im Dienste für Das m¢ss vom Das muss erledigt T“sch. werden. hier: ≈ Das muss weg. Es spr“cht n“chts Es gibt keine Argumente dagegen. dagegen. die Begleitung, Person, die mitgeht -en d¢rchführen machen „ngemessen hier: richtig und vernünftig

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KOMMENTARE & NACHRICHTEN WAS HEISST …

absolvieren hier: machen die B¢ndesb“ldungs- Ministerin, die für Schuministerin, -nen len und Universitäten verantwortlich ist

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Sie ließen während der Nazi-Zeit Tausende Menschen wie Sklaven für ihre Firmen arbeiten: die Industriellen-Familien Flick und Krupp. Nach dem Zweiten Weltkrieg bekamen sie dafür hohe Strafen. Damit war das Thema Zwangsarbeit zum größten Teil beendet. Doch jetzt berichtete ein Fernsehfilm über Taten einer anderen IndustriellenFamilie: der Quandts. Ihnen gehört heute die Autofirma BMW und der Chemie-Konzern Altana jeweils zur Hälfte. Die Familie soll mehr als 20 Milliarden Euro besitzen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung findet die Film-Beweise gegen Harald Quandt glaubhaft: „Das heutige Vermögen der Familie beruht auf der Ausbeutung von Zwangsarbeitern.“ Die Erben des Nazi-Helfers wollen jetzt die Familiengeschichte untersuchen lassen. Außerdem erinnern sie daran, dass sie sich mit Millionenbeträgen am Zwangsarbeiterfonds der Bundesregierung beteiligt haben, der zwischen 2000 und 2007 4,4 Milliarden Euro an frühere Zwangsarbeiter gezahlt hat. der Sklave, -n

die Zw„ngsarbeit der Konz¡rn, -e glaubhaft

Person, die nicht frei ist, sondern einer anderen Person gehört und für sie arbeiten muss Arbeit nicht aus freier Entscheidung Gruppe von Firmen mit gemeinsamer Leitung hier: ≈ überzeugend

das Vermögen, beruhen auf die Ausbeutung, -en der ]rbe, -n sich beteiligen an

Besitz einer Person oder Institution insgesamt (z. B. Geld, Häuser, Autos) als Grundlage haben von: ausbeuten = hier: zum Vorteil der eigenen Wirtschaft arbeiten lassen Person, die nach dem Tod eines Verwandten etwas bekommt hier: gemeinsam mit anderen zahlen

DIGITALE WAHL Hamburg erlebt eine Weltpremiere: Mit einem digitalen Stift wird am 24. Februar 2008 die Bürgerschaft, das Hamburger Landesparlament, gewählt. Die Bürger machen ihr Stimmkreuz dann zwar auf einem normalen Wahlzettel. Im Stift ist aber eine Digitalkamera. Sie registriert, wo die Stimme abgegeben wurde. So steht das Ergebnis schon Minuten nach der Wahl fest. Wie die Welt berichtet, gibt es aber einige skeptische Beobachter. Weil die Technik neu ist, drohen Klagen gegen das Wahlergebnis. Eventuell wird dann doch noch jeder Zettel von Hand kontrolliert werden. das St“mmkreuz m„chen drohen

≈ den Namen eines Kandidaten ankreuzen kurz davor sein, dass etwas Unangenehmes passiert

die Klage, -n

hier: ≈ offizielle Beschwerde, mit der man vor Gericht sein Recht fordert

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FOTOS: DPA; ACTION PRESS/S. ENGELS

Zentralabitur: Sollen Schüler aus allen 16 deutschen Bundesländern zur gleichen Zeit die gleichen Abiturprüfungen absolvieren? Das möchte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Ihr Argument: Ein Abitur aus Hamburg soll in Zukunft genauso viel wert sein wie ein Abitur aus Dresden oder Köln. Schavan will deshalb das Zentralabitur, bei dem die Aufgaben von einem Amt für alle gestellt werden. Der Vorteil: gleiche Inhalte für alle. Noch sind die Prüfungen in jedem Bundesland anders. In 14 von 16 Bundesländern sind die Prüfungen an allen Schulen eines Bundeslands gleich. Schleswig-Holstein führt im nächsten Jahr ein zentrales System ein. Nur RheinlandPfalz will das Zentralabitur nicht. Gegen ein Zentralabitur für ganz Deutschland sind aber nicht nur Kritiker aus Rheinland-Pfalz. Bayern, das Bundesland mit den traditionell schwersten Abiturprüfungen, hat Angst, dass seine Schüler durch ein Zentralabitur weniger können müssen als bis jetzt. Außerdem müssten die Ferien anders als heute in allen Bundesländern gleichzeitig beginnen. Hilfe bekommt Schavan von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie sieht im Zentralabitur ein Mittel für mehr Chancengleicheit.

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Politiker in der ARD-Talkshow „Anne Will“, Firmen in der Werbung oder Paare bei der Trennung – sie alle benutzen oft Wörter, durch die unangenehme Dinge schöner wirken. KATJA

RIEDEL über

SCHÖN-WETTER-DEUTSCH er Kellner mit dem Frack und den weißen Handschuhen bekommt einen roten Kopf. Dann räuspert er sich, zeigt auf eine Treppe im hinteren Teil des Schlosshotels und verbeugt sich leicht. „Wo habt ihr denn euer Klo?“, hat ihn das kleine blonde Mädchen mit dem weißen Kleid gefragt. Die Wortwahl des Mädchens gefällt ihm nicht, aber er bleibt sehr freundlich. Alle anderen Gäste lachen laut. Denn Mädchen in weißen Kleidern dürfen

D

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Männer in schwarzen Fräcken höchstens nach dem „Waschraum“, oder besser danach fragen, wo sie sich „mal frisch machen“ können. Und das, obwohl alle Ausdrücke dasselbe bedeuten. Hinter jedem Wort steckt ein anderes Sprachbild: Der Waschraum ist ein Raum mit Kacheln, in dem es auch eine Toilette gibt. Wie bei „sich frisch machen“ steht aber hier das Bild des Reinigens im Vordergrund. Und ein Klo

ist einfach nur ein Klo. In manchen Situationen ist ein bestimmtes Wort besser als ein anderes. Auch wenn beide dasselbe bedeuten. Wörter und Sätze, die etwas schöner ausdrücken, als es eigentlich ist, nennt man Euphemismen. Jeder Mensch benutzt sie automatisch, abhängig davon, mit wem er spricht und wie gut sich beide kennen. Je offizieller die Situation ist, desto weniger deutlich sagt er, was er eigentlich meint. DEUTSCH perfekt

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Ein geübter Bewerber sagt in einem Vorstellungsgespräch nicht, dass fließend Spanisch zu sprechen für ihn ein „Problem“ ist. Er spricht lieber von einer „Herausforderung“. Das bedeutet: „Ich kann noch nicht so gut Spanisch sprechen, werde mich aber bemühen, mein Spanisch zu verbessern.“ Der Chef hat schon viele ähnliche Gespräche geführt und weiß deshalb, was der Bewerber ihm sagen will. Er weiß jetzt auch, dass der Mann die deutsche Sprache gut beherrscht. Das klingt alles kompliziert. Euphemismen machen aber den Umgang zwischen den Menschen oft einfacher. Der Gesprächspartner fühlt sich durch sie nicht so leicht angegriffen. „Deine Arbeit ist verbesserungsfähig“ hört sich einfach besser an als: „Deine Arbeit ist schlecht.“ Manche Berufsgruppen verwenden Euphemismen besonders oft. Bekannt dafür sind Politiker. Sie verpacken unangenehme Nachrichten gerne in lange, beschönigende Sätze. Denn die Wähler sollen sie trotz der schlechten Nachrichten mögen. „Die Deutschen müssen mehr Eigenverantwortung übernehmen“ kann zum Beispiel bedeuten: Die Menschen bekommen weniger und nur für kürzere Zeit Geld vom Staat, wenn sie ihre Arbeit verlieren. Aber Verantwortung ist ein positives Wort. „Wir haben das intensiv diskutiert“, sagt ein Politiker, nachdem er sich mit einem Kollegen gestritten hat. So klingt es, als ob beide Seiten gemeinsam an der Lösung arbeiten. Das der Fr„ck, ¿e sich räuspern sich verbeugen die W¶rtwahl H“nter jedem W¶rt st¡ckt ein „nderes Sprachbild. die K„chel, -n

sehr feiner, schwarzer Anzug ≈ kurz husten den Kopf und Oberkörper nach unten bewegen, um höflich zu grüßen Art, welche Worte jemand wählt Jedes Wort hat ein anderes Sprachbild zum Inhalt. flaches Stück aus Keramik oder Stein an der Wand oder am Fußboden wichtig sein

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negative Wort „Streit“ wird nicht benutzt. Perfekt beherrschen Diplomaten das Schön-Wetter-Deutsch. Sie sprechen lieber von einem „robusten Auftrag“, einer „humanitären Aktion“ oder einer „Friedensmission“ als von einem bewaffneten Kriegseinsatz. Zivile Tote im Land des Gegners nennen sie lieber „Kollateralschaden“. Das klingt nach Technik statt nach Tragödie. Der schrecklichste Euphemismus des 20. Jahrhunderts war das Wort „Endlösung“. So nannten die Nationalsozialisten die Ermordung von sechs Millionen Juden. Das Wort ist heute – wie viele andere Wörter der Nationalsozialisten – tabu. Unangenehme Inhalte in schöne Worte zu verpacken, ist aber auch im alltäglichen Geschäftsleben wichtig. Der Bahnchef sagt: „Die Ticket-Preise müssen an die steigenden Kosten angepasst werden.“ Er hofft, dass seine Kunden das leichter akzeptieren als Preise, die „erhöht“ werden. Eine Firma wünscht sich „belastbare“ und „motivierte“ Mitarbeiter. Die Chefs würden nie öffentlich sagen, dass die Mitarbeiter unbezahlte Überstunden machen und auch mit Grippe zur Arbeit kommen sollen. An der Börse wird eine „Gewinnwarnung“ ausgegeben – die eigentlich eine Verlustwarnung ist. Auch im Privatleben versuchen viele Menschen, Probleme zu relativieren. In PartnerSuchanzeigen ist oft von „stattlichen Herren“ und „reiferen Damen“ zu hier: wirken ≈ Kontakt hier: kritisiert so, dass man es besser machen kann hier: sagen, dass etwas besser/ schöner ist, als es wirklich ist bew„ffnet mit Waffen (die W„ffe, -n Gerät zum Kämpfen, z. B. Pistole) der Kriegseinsatz, ¿e militärische Aktion mit Waffen der Gegner, hier: Nation, gegen die man kämpft hier: Mensch, der unabsichtlich bei der Kollateralschaden, ¿ einer militärischen Aktion totgemacht wurde das Jahrh¢ndert, -e Zeitraum von 100 Jahren die Erm¶rdung, -en Totmachen Person, deren Religion die Thora als der Jude, -n Basis hat das Geschæftsleben sozialer Bereich der Arbeit kl“ngen der }mgang „ngegriffen verb¡sserungsfähig beschönigen

DIE UNWÖRTER DES JAHRES In Deutschland wird seit 1991 jedes Jahr ein Unwort des Jahres gewählt. Das sind Wörter, die etwas verharmlosen und Menschen dadurch verletzen. Sehr oft sind diese Unwörter Euphemismen. Beispiele aus den letzten Jahren:

2006 Freiwillige Ausreise Amtsdeutsch für eine Abschiebung nach einem abgelehnten Asylantrag 2004 Humankapital der Mensch als ökonomisches Objekt 2002 Ich-AG ein Mensch, der sich selbstständig macht, weil er keine Arbeit findet 2001 Gotteskrieger (vor allem islamistische) Terroristen 1993 Ethnische Säuberung Völkermord verh„rmlosen

sagen, dass etwas weniger schlimm oder gefährlich ist, als es wirklich ist Weggehen aus einem Land Zurückschicken in die Heimat

die Ausreise, -n die [bschiebung, -en der G¶tteskrieger, - Kämpfer im Auftrag Gottes

lesen, fast nie aber von dicken Männern und alten Frauen. Auch wenn die Liebe endet, wird selten Klartext gesprochen. Lars will sich von Meike trennen, weil er sie nicht mehr liebt. Er sagt aber nicht: „Ich liebe dich nicht.“ Er sagt: „Ich bin noch nicht reif für eine feste Beziehung.“ Lars will Meikes Gefühle > „npassen erhöhen bel„stbar der M“tarbeiter, die Überstunde, -n die Bœrse, -n (die [ktie, -n die Gew“nnwarnung, -en ausgeben der Verl¢st, -e st„ttlich Klartext spr¡chen die f¡ste Beziehung, -en

etwas so ändern, dass es zu einer bestimmten Situation passt höher machen hier: so, dass man viel arbeiten kann Angestellter Arbeitszeit, die man länger arbeitet, als im Arbeitsvertrag steht Markt, auf dem Aktien gekauft und verkauft werden Dokument darüber, dass man einen Teil einer Firma besitzt) ≈ Information, dass man vermutlich geringeren Profit macht hier: öffentlich bekannt machen hier: Geldsumme, die man verliert hier: dick offen und direkt die Wahrheit sagen längere Liebesbeziehung zu einem Partner

FOTO: NDR/W. BORRS

im V¶rdergrund stehen ausdrücken hier: sagen, beschreiben persönliches Gespräch bei einer Firdas Vorstellungsgespräch, -e ma, bei der man sich beworben hat die Herausforderung, schwierige Aufgabe, die man interes-en sant findet führen hier: haben beh¡rrschen hier: (gut) können

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nicht verletzen. Deshalb sagt er ihr nicht die harte Wahrheit. Seinen Satz kann sie besser akzeptieren. Das macht vielleicht nicht jeder so, der eine Beziehung beendet. Anders ist es aber, wenn jemand stirbt. Dann heißt es fast immer, dass der Tote – der „Verstorbene“ – „von uns gegangen ist“, „uns verlassen hat“, „friedlich eingeschlafen ist“ oder „zu Gott gerufen wurde“. Das Wort „Tod“ bleibt wenn möglich unausgesprochen – es klingt zu endgültig. Menschen, die Euphemismen benutzen, wirken oft höflicher, intelligenter und sprachgewandter. Und viele Konflikte sind durch die richtige Wortwahl nur noch halb so schlimm. Man muss ja nicht gleich den Müllmann in „Garbologen“ umbenennen. „Das Essen schmeckt aber interessant“ zu sagen statt „es schmeckt mir nicht“, ist manchmal schon genug, um keinen Streit zu beginnen.<

h„rt verl„ssen ¢nausgesprochen ¡ndgültig sprachgewandt ¢mbenennen

hier: ≈ ehrlich, brutal weggehen und nicht mehr zurückkommen nicht gesagt, nicht genannt so, dass es nicht mehr geändert wird sicher im Benutzen von Sprache einen anderen Namen geben

Nicht nur in der Werbung Auch Bewerber sprechen lieber von einer „Herausforderung“ als von einem „Problem“ lesen & hören

„DIE DINGE SCHÖNER MACHEN“ Thomas Wildberger (33) besitzt mit einem Partner die Berliner Werbeagentur Römer Wildberger. Davor hat er als Kreativdirektor für die bekannte Werbeagentur Jung von Matt gearbeitet.

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Lernen Werber während der Ausbildung, wie sie Dinge schöner ausdrücken können? Nein, man lernt, wie man Ideen entwickelt. Aus diesen Ideen ergibt sich dann der Text fast von selbst. Man muss die Sprache der Zielgruppe treffen. Als 22-Jähriger habe ich Werbung für den Audi A8 gemacht, ein sehr teures Produkt. Da kann man nicht sagen: „Super Kiste“. Da muss man sich anders ausdrücken. Das musste ich erst lernen und mich an die Sprache gewöhnen. Es ist aber nicht so, dass wir beim Texten im Kopf haben, dass wir etwas beschönigen wollen. Wenn wir Euphemismen benutzen, dann ist das eher Zufall. Vielleicht ist es für uns aber auch schon so normal, dass es uns gar nicht mehr auffällt. Oft ist es so, dass der Kunde ein Wort durch ein schöneres ersetzen möchte. Mit der Zeit lernt man, welche Sprache sich ein Kunde wünscht. Gibt es Firmen, die absichtlich keine sprachlichen Euphemismen verwenden? Sicher, die gibt es. Ich muss immer wissen, wen ich ansprechen will, und ob es derjenige lieber direkt mag. Clerasil, eine Kosmetikmarke für

Jugendliche, spricht mit voller Absicht von „Pickeln“. Ellen Betrix, eine Marke für ein älteres und reicheres Publikum, benutzt lieber das Wort „Irritationen“. Genauso ist es mit der Hamburger Biermarke Astra. „Hau weg das Ding!“ trifft die Sprache der Käufer eher als: „Genießen Sie Ihr frisches Helles!“ Firma, die für andere Firmen die Werbung macht Worte, die sagen, dass etwas besser/ schöner ist, als es wirklich ist Gase, die von Transportmitteln an die Luft abgegeben werden der Ausstoß Abgeben in die Luft das Triebwerk, -e ≈ Motor eines Flugzeugs zum Ergebnis haben sich ergeben die Zielgruppe, -n ≈ Gruppe von Menschen mit ähnlichen Charakteristika (z. B. Alter) oder Interessen die K“ste, -n hier: Auto eher ≈ mehr auffallen hier: sehen, merken ers¡tzen hier: etwas anderes an die Stelle einer Sache bringen „nsprechen hier: das Interesse wecken von der P“ckel, ≈ roter Punkt auf der Haut ≈ Trink die Flasche / das Glas Hau w¡g das D“ng! leer! tr¡ffen hier: passen zu genießen hier: mit Freude trinken das H¡lle, -n helles (gelbes) Bier mit rund fünf Prozent Alkohol die W¡rbeagentur, -en die Beschönigung, -en die [bgase Pl.

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FOTOS: UPS; PRIVAT

Welche Rolle spielen sprachliche Beschönigungen in der Werbung? Wir versuchen in der Werbung oft, Dinge schöner zu machen als sie eigentlich sind. Das funktioniert vor allem über Bilder. Ein großer Kleiderhersteller wirbt mit tollen Fotos. Wenn wir uns das Kleid dann im Kaufhaus anschauen, sieht es viel billiger aus als auf dem Plakat. Das ist ein bildlicher Euphemismus. Auch der Text ist etwas schöner als die Realität. Besonders längere Texte sind voll von Euphemismen. BMW nennt zum Beispiel in einem Prospekt Abgase „CO2-Ausstoß“. Der Motor heißt „Triebwerk“. In der Überschrift sind Euphemismen aber selten. Da muss man einfach, klar und kurz sein, damit der Kunde den Slogan sofort versteht.

Hören Sie Thomas Wildberger vom 26.11. bis 16.12.2007 ● Tel. 089 / 8 56 81-317 oder ● www.deutsch-perfekt.com (Lesen & Hören)


Politiker-Deutsch Weil sie wiedergewählt werden wollen, benutzen besonders Politiker gern Euphemismen – schöne Worte für unangenehme Inhalte. Hinter Worten wie den folgenden können sich unangenehme Wahrheiten verstecken: Was ist gemeint? kleiner Erfolg Politikern im Parlament mehr Gehalt geben

die Friedensmission, -en Harmonisierung der Pensionen intensiv diskutieren Kollateralschäden ließen sich n“cht vermeiden.

Krieg Senkung der Pensionen viel streiten Zivilisten mussten im Krieg sterben.

Kontinuität verspr¡chen l•ckenlos aufklären

keine neuen Ideen haben alles tun, damit ein Skandal nicht öffentlich bekannt wird

mehr Eigenverantwortung übernehmen der Meinungsaustausch

weniger finanzielle Hilfe vom Staat bekommen Gespräch ohne Ergebnis

Was heißt das wirklich? beträchtlich = viel, groß anpassen = etwas so ändern, dass es zur wirtschaftlichen Situation passt

der Kollateralschaden = Sache, die ohne Absicht durch Militär oder Polizei kaputt gemacht wurde aufklären = entdecken, was und warum etwas passiert ist (und Informationen darüber geben)

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Euphemismus der betræchtliche Erf¶lg, -e die Diäten „npassen

Euphemismen in Wirtschaft und Beruf

die berufliche Neuorientierung bestrebt/bemüht, den [nforderungen ger¡cht zu w¡rden freistellen ges¡llig die Herausforderung, -en k¶stengünstig/preiswert naturidentisch die Preise „npassen

Was ist gemeint? Angestellter, der auch krank zur Arbeit kommt und freiwillig länger und mehr arbeitet Arbeitslosigkeit nur bemüht, aber ohne Erfolg entlassen so, dass man auch während der Arbeit Alkohol trinkt Problem billig künstlich Produkte teurer machen

die Raumpflegerin, -nen / die Reinigungskraft, ¿e das Verb¡sserungspotenzial, -e

Putzfrau Fehler, Schwäche, Risiko

Was heißt das wirklich? belastbar = so, dass man physisch und psychisch viel Kraft hat sich neu orientieren = neue Ziele finden

so, dass man gerne unter anderen Menschen ist schwierige Aufgabe, die man interessant findet

anpassen = etwas so ändern, dass es zur wirtschaftlichen Situation passt verbessern = besser machen

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Euphemismus der bel„stbare und motivierte M“tarbeiter

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% Karte zum Text auf Seite 37 % ≈ doch, halt: So drückt man bei Aufforderungen aus, dass etwas die einzige Lösung für ein Problem ist.

% Ich finde das sehr unhöflich. & Eben!

eben nicht

Wenn du den Kugelschreiber nicht findest, dann nimm eben den Bleistift!

≈ genau: So drückt man (oft ironisch) aus, dass es stimmt, was ein anderer sagt, und erklärt damit gleichzeitig seine Ungeduld.

% Wusstest du von ihrer Krankheit? & Eben nicht! Das ist ja das Schlimme.

betont oder unbetont

% Dein Zug fährt ja schon in 20 Mi-

(oder) eben nicht

≈ gerade, genau: So betont man ein Wort oder einen Sachverhalt besonders.

nuten. & Eben! (= Ja, deshalb kann ich jetzt nicht

≈ nicht: So macht man eine Verneinung stärker.

Ich habe dir doch neulich Bilder von einem Schloss gezeigt. In eben diesem Schloss lebte Friedrich I.

nicht eben

betont

≈ nicht gerade: So drückt man eine verneinte Aussage höflich oder ironisch aus.

≈ genau: So drückt man aus, dass man die gleiche Meinung hat.

mehr länger mit dir reden.)

Er ist nicht eben ein talentierter Sänger.

(= Er ist ziemlich untalentiert.)

≈ nicht: So macht man eine Verneinung stärker.

% Hat Friedrich die Probezeit bestanden? & Mal sehen: Morgen soll er mir zeigen, was er alles gelernt – oder eben nicht gelernt hat.


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Euphemismus n“cht glaubwürdig sein

Was ist gemeint? lügen

die R„ndgruppe, -n die Regierungsverantwortung „nstreben die R¡nten einfrieren r•ckführen sich auf das M„chbare konzentrieren die Steuerreform, -en die ¢neingeschränkte Solidarität

alle Menschen, die nicht von der Gesellschaft akzeptiert sind die Macht wollen (= Kontrolle über ein Land) Rentnern wenig Geld zahlen eine Person, die Asyl sucht, nicht im Land bleiben lassen nur das Nötigste tun; maximal wenig tun mehr Steuern von den Bürgern verlangen Solidarität, aber nicht mehr Geld; auch: Solidarität, die viel Geld kostet und von den Bürgern bezahlt werden muss Wir machen das jetzt so, daran können Sie nichts mehr ändern. Wir wissen nicht, wie wir das Problem lösen sollen. Hoffentlich will nun niemand mehr etwas über den Skandal wissen. Wir wissen noch gar nicht, was wir tun werden.

Wir b“tten um Ihr Verstændnis, dass ... Wir gehen mit großem ]rnst an die S„che her„n. Wir h¶ffen, dass sich die Diskussion nun wieder S„chfragen zuwendet. Wir w¡rden konkrete Maßnahmen ergreifen.

Was heißt das wirklich? glaubwürdig = so, dass man jemandem/etwas glauben kann

einfrieren = hier: für längere Zeit nicht ändern (zu)rückführen = zurückbringen machbar = so, dass ein Ziel erreicht werden kann uneingeschränkt = hier: total, ganz

Sachfragen = objektive Themen die Maßnahme = Aktion

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Im Privatleben Euphemismus das Abenteuer, die Augen für “mmer schließen / entschlafen / heimgehen die dr“tten Zähne korpul¡nt, kræftig l¡rnschwach die Masseuse franz. die reifere Dame, -n die reife Haut die Seniorenresidenz, -en der st„ttliche H¡rr, -en das st“lle Œrtchen, sich fr“sch m„chen / sich die Nase pudern ¢nvorteilhaft aussehen v¶llschlank der W„schraum, ¿e

Was ist gemeint? kurze sexuelle Beziehung sterben künstliche Zähne dick dumm Prostituierte alte Frau ≈ Haut eines alten Menschen mit vielen Linien Altersheim dicker Mann Toilette aufs Klo gehen hässlich sein dick Toilette

zierlich

extrem dünn

Was heißt das wirklich? gefährliches, nicht alltägliches Ereignis

Masseurin; Frau, die beruflich Massagen gibt

pudern ≈ feine Farbe auf die Haut geben unvorteilhaft = so, dass es keinen Vorteil bringt schlank = dünn sehr fein

Eben Adjektiv

= jetzt, in genau diesem Moment

≈ glatt, gerade, ohne Berge

Wo bleibt sie nur? Ah, eben kommt sie zur Tür herein!

Der Tisch steht nicht gut, weil der Fußboden nicht eben ist. Die Landschaft in Schleswig-Holstein ist sehr eben.

= gerade (noch) zum richtigen Zeitpunkt

Eben Partikel Modalpartikeln sind Elemente der gesprochenen Sprache. Sie haben keine eigene Bedeutung. Das Gesagte bekommt durch sie nur eine bestimmte Nuance: freundlich, unhöflich, warnend. Modalpartikeln machen die Sprache lebendig und emotional.

Er hat den Zug eben noch erreicht.

unbetont

Adverb

= nordd.

≈ einfach, halt: So drückt man aus, dass man eine negative Sache nicht ändern kann.

= einen Moment vorher, gerade

Kannst du mir mal eben helfen?

Ich bin eben erst angekommen.

schnell

Das ist schade, aber man kann nichts machen. Das ist eben so.

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Eben haben Tina und Tim das Wort eben sehr oft gesagt. Das Wort hat nicht eben wenig Bedeutungen. Die Karte hilft Ihnen, eben diese zu verstehen.

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% Karte zum Text auf Seite 37 %


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THOMAS SCHÄFER

DARIA MICHALEK

MANNI LANG

GREGOR KAMINSKI

HERTA LEHMANN

MIKIS PAPADOPOULOS

zum Essen einladen, und wir besprechen dann die ganze Sache in Ruhe? TINA Ja, das machen wir! Thomas, Sie sind wirklich genial! Dafür bekommen Sie ein Küsschen!

MAHLZEIT! 26 Es ist noch einmal gut gegangen: kein Skandal in der Fleischerei Lang! Thomas hat sich bei Tina und Tim entschuldigt, und die Zusammenarbeit funktioniert jetzt noch besser als früher. Aber die Langs haben nicht vergessen, was Gregor getan hat. Wie werden sie reagieren?

THOMAS Ach, so originell ist die Idee nun auch wieder nicht. Aber es freut mich, dass das heute Abend klappt. Ich hole Sie um 7 Uhr ab, okay?

(Mikis kommt herein.) TINA Oh, Mikis. Das habe ich ja ganz ver-

gessen! MIKIS (ärgerlich) Aha, ich störe wohl.

(Das Telefon klingelt.) THOMAS Fleischerei Lang, Schäfer. Guten Tag.

MANNI Was heißt da: schon wieder? Ich habe Hunger. Und da wollte ich mir etwas Leckeres bei euch kaufen.

GREGOR Thomas, ich sage Ihnen nur eins:

TINA Das hättest du doch auch vor einer hal-

Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Wenn Sie mich anzeigen, dann sorge ich dafür, dass Sie Ihren Meisterbrief verlieren. Ich habe gute Kontakte.

ben Stunde machen können, als du das letzte Mal hier warst. Sag mal, ist dir langweilig?

THOMAS Sie können mir keine Angst

machen! Schließlich habe ich Daria als Zeugin. Und … GREGOR (lacht) Daria ist auf meiner Seite. Ich warne Sie also: Halten Sie den Mund, oder … (legt auf)

Lang? MANNI Hm, vielleicht ein Schnitzel. Oder nein, vielleicht doch lieber ein paar Würste? Töchterchen, was machst du denn heute Abend? Wie wär’s, wenn ich dich zum Essen einlade? TINA Papa, ich habe dir doch schon gesagt,

dass ich mit Mikis verabredet bin.

THOMAS (ärgerlich) So ein …

MANNI Ah, stimmt ja.

(Tina kommt herein.)

THOMAS Also, Schnitzel oder Würste?

TINA War das eben Mikis am Telefon? THOMAS Nein, das war Herr Kaminski. Er

MANNI Moment noch. Wo ist denn Tim?

hat mich noch einmal gewarnt. Tina, ich finde, wir sollten ihn anzeigen. Wirklich. Mir kann doch nichts passieren! TINA Ich bin mir da nicht so sicher. Gregor

FOTOS: GETTY IMAGES (5); IMAGE SOURCE (2); B. SIEG; ILLUSTRATION: G. LECHNER

THOMAS Was möchten Sie denn, Herr

kennt viele Leute. Wichtige Leute. Und außerdem würde ich ihm viel lieber eins auswischen. Wissen Sie, ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen. Damit er selbst einmal fühlt, wie es ist, der hilflose Verlierer zu sein. THOMAS Wenn Sie meinen. TINA Ja, das meine ich. Wo ist denn Tim? THOMAS In der Mittagspause.

(Manni kommt herein.) MANNI Mahlzeit! TINA Hallo, Papa! Was machst du denn schon wieder hier?

TINA (leicht genervt) In der Mittagspause! MANNI Was ist denn heute los mit dir? Hast

du schlechte Laune? Dann gehe ich eben. Tschüs! (Thomas und Tina lachen.) TINA So sehr ich meinen Vater auch liebe – manchmal ist er wirklich nervig. THOMAS Ach was! Ich finde ihn sehr nett … Was ich Ihnen noch sagen wollte: Ich habe da eine neue Geschäftsidee. Wie wäre es, wenn wir unsere Snacks direkt in den Firmen verkaufen würden? Ich meine jeden Vormittag: Belegte Brötchen, Salate und was uns sonst noch so einfällt. TINA Das ist eine super Idee, Thomas! Dass ich darauf noch nicht selbst gekommen bin! THOMAS Vielleicht darf ich Sie heute Abend

TINA Du glaubst doch nicht etwa, dass Thomas und ich ...? MIKIS Ich habe es mir ja schon die ganze Zeit gedacht! TINA Was hast du dir gedacht? MIKIS Ach, jetzt tu nicht so! Herr Schäfer und seine Chefin, ja, ja. Mann, war ich naiv! Das war’s dann wohl, Frau Lang. Sie haben mich lange genug zum Narren gehalten!

> Im nächsten Heft geht’s weiter! hier: Guten Appetit! auch: Gruß zwischen Kollegen die Fleischerei, -en Geschäft, in dem Fleisch und Wurst ostd. verkauft werden „nzeigen hier: der Polizei mitteilen, dass jemand etwas Kriminelles gemacht hat s¶rgen für alles tun, was nötig ist, damit etwas Bestimmtes passiert der Meisterbrief, -e Dokument, das zeigt, dass ein Handwerker die Qualifikation hat, andere auszubilden die Zeugin, -nen Frau, die eine kriminelle Sache gesehen hat w„rnen hier: sagen, dass man etwas Unangenehmes tun wird, wenn der andere nicht macht, was man will den M¢nd h„lten nichts sagen, still sein auflegen hier: ein Telefongespräch beenden eins auswischen ≈ zur Strafe ärgern mit den eigenen ≈ die Strategie des Rivalen beW„ffen schlagen nutzen und damit gewinnen h“lflos hier: ohne Chance das Schn“tzel, hier: dünnes, gebratenes Stück Fleisch gen¡rvt ärgerlich n¡rvig sein stören das belegte BrötBrötchen mit Käse oder Wurst chen, k¶mmen auf hier: eine Idee haben bespr¡chen sprechen über wohl hier: wahrscheinlich ¡twa hier: vielleicht, wirklich Tu n“cht so! ≈ Lüg/Simulier nicht! zum N„rren h„lten hier: ≈ lügen; falsche Emotionen zeigen Mahlzeit!

Hören Sie MAHLZEIT! auf Deutsch perfekt Audio! (Informationen siehe Seite 4) Alles über MAHLZEIT! und eine Übung finden Sie auf www.deutsch-perfekt.com

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) Deutsch lernen )

Mahlzeit!


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ÜBUNGEN

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ZU DEN THEMEN DES MONATS

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SEITE 66 - 67 SCHMECKT’S?

Österreichische Wörter

Wenn Sie die Prüfung Zertifikat Deutsch machen möchten, müssen Sie auch ein paar österreichische Wörter kennen. Ersetzen Sie die grünen Wörter durch das österreichische Wort! die Matura ◆ das Spital ◆ die Semmeln ◆ die Stiege ◆

SEITE 50 - 51 MEIN DEUTSCHLAND-BILD

Alte Zeiten

1

Der Fotograf Peter von Felbert beschreibt die Geschichte seiner Großeltern. Er spricht über die Vergangenheit – das, was vor langer Zeit war. Setzen Sie das Partizip Perfekt ein! 1. Man hat meine Großeltern von Oberhausen nach Springstille _________________. (bringen) 2. Die Familie Wilhelm hat meinen Großeltern sehr _________________. (helfen) 3. Meine Großmutter hat die Hilfe der Wilhelms nie _________________. (vergessen) 4. Jahrelang hat sie ihnen Briefe _________________. (schreiben) 5. Erst nach der Wiedervereinigung habe ich die Familie Wilhelm _________________. (besuchen) 6. Ich habe dort eine Idylle _________________ und sie _________________. (finden, fotografieren)

die Volksschule ◆ der Fleischhauer ◆ die Rettung ◆ die Schwammerln ◆ die Erdäpfel 1. % Stell dir vor, Marika ist die Treppe hinuntergefallen. _________________ die Stiege Wir mussten den Krankenwagen rufen. _________________

& Konntet ihr sie nicht selbst ins Krankenhaus fahren? _________________ 2. % Meine Tochter hat im Sommer das Abitur gemacht. _________________

& Wie die Zeit vergeht! Ich erinnere mich noch an die Zeit, als sie in die Grundschule ging. _________________ 3. % Du, wir brauchen noch Kartoffeln und Brötchen. _________________ ________________

& Ich kaufe welche. % Ach ja, und geh doch bitte auch beim Metzger vorbei. _________________ 4. % Im Herbst war ich oft im Wald, Pilze suchen.

& Und? Hast du viele gefunden? _________________

3

SEITE 32 – 34 SCHÖN-WETTER-DEUTSCH

Politiker-Sprache

Die Politiker-Sprache ist keine individuelle Sprache: Sie besteht aus bestimmten Floskeln und Phrasen, die großartig klingen, aber wenig aussagen. Wie gut verstehen Sie deutsche Politiker? Ordnen Sie den Politiker-Floskeln die passende Bedeutung zu! a) Ich weiß sowieso nicht, was ich dazu sagen soll.

2. Mit uns wird es keine Steuererhöhungen geben.

b) Wir haben viele gute Ideen, leider versteht die kein Mensch.

3. Ich werde mich um Ihr Anliegen persönlich kümmern. 4. Ich lasse das jetzt mal unkommentiert.

c) Falls es höhere Steuern geben sollte, sind die anderen Parteien daran schuld!

5. Wir müssen den Haushalt über die Einnahmeseite konsolidieren.

d) Wir haben keine Ahnung, was wir tun sollen. Gebt uns mehr Zeit.

6. Wir werden das Problem gründlich durchleuchten und eine tragfähige Lösung finden.

e) Um Geld in die Kassen zu bekommen, müssen wir die Steuern erhöhen.

FOTOS: PETER VON FELBERT; PITOPIA/K. KRÜGER; SÜDPFALZWERKSTATT

1. Wir haben ein Vermittlungsproblem.

f) Meine Sekretärin wird Ihnen mit einem Standardbrief antworten.

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SEITE 21 MEIN ERSTER MONAT

Deutscher Straßenverkehr

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Ric Oquita ist über manches in Deutschland überrascht. Die Menschen dort reagieren oft anders, als er es kennt. Sätze mit trotzdem kann man auch anders sagen: Bilden Sie Nebensätze mit obwohl (= auch wenn). Achten Sie auf die Satzstellung im Nebensatz! 1. Die Straße war frei. Trotzdem sind alle Menschen vor der roten Ampel stehen geblieben. obwohl die Straße frei war = Alle Menschen sind vor der roten Ampel stehen geblieben, ______________________________________________. 2. An der Kreuzung war kein anderes Auto. Trotzdem hat der Autofahrer bei Rot gehalten. = Der Autofahrer hat bei Rot gehalten, ________________________________________________________________. 3. Den meisten Deutschen geht es gut. Trotzdem sind viele Menschen unzufrieden. = Viele Menschen sind unzufrieden, __________________________________________________________________. 4. Deutschland ist ein schönes Land. Trotzdem machen viele Deutsche lieber im Ausland Urlaub. = Viele Deutsche machen lieber im Ausland Urlaub, ______________________________________________________.

5

SEITE 56 - 60 GRÜNE WELLE

Alles Müll! Die Deutschen sind Profis im Mülltrennen. Wohin muss welcher Abfall? Ordnen Sie zu! 1. Obstreste und Pflanzenabfälle landen im …

a) Hausmüll

2. Joghurtbecher und Plastiktüten sind …

b) Altglascontainer

3. Alte Zeitungen kommen in den …

c) Verpackungsmüll

4. Abfälle, die nicht in 1., 2. oder 3. landen, kommen in den …

d) Altpapiercontainer

5. Leere Flaschen und Marmeladengläser kommen in den …

e) Bioabfall

6. Müll, der in privaten Häusern entsteht, nennt man …

f) Sperrmüll

7. Batterien und alte Farbdosen müssen in den Giftmüll oder …

g) Restmüll

8. Alte Möbel, die zu groß für die Mülltonne sind, müssen zum …

h) Sondermüll

SEITE 64 - 65 TATORT: BEHINDERTENWERKSTATT

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Arbeitswelt

Das Arbeitsleben ist bunt: Man kann im Büro arbeiten, in einer Fabrik oder auf einer Baustelle. Man kann Lohn oder Gehalt bekommen … Wie gut kennen Sie die Wörter aus der Arbeitswelt? Setzen Sie ein! Schichten ◆ Kantine ◆ Vollzeit ◆ Mitarbeiter ◆ Abteilung ◆ Angestellter ◆ Werkstatt ◆ Aushilfe 1. Das Essen in unserer _________________ ist wirklich schlecht. Alles nur aus der Dose! 2. Roland arbeitet jetzt als Mechatroniker in einer ziemlich großen Auto- _________________. 3. Wegen der Kinder kann Ina nur acht Stunden pro Woche arbeiten. Deshalb sucht sie einen Job als _________________. 4.Gesucht werden _________________ für unser Lager. Wir arbeiten in drei _________________.

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5. Als _________________ bekommt man jeden Monat ein festes Gehalt. 6. Die Arbeitszeiten sind von Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr. Sie sehen: Wir bieten Ihnen eine _________________ -Stelle an. 7. In unserer _________________ sind wir nur zehn Personen, deshalb müssen wir uns das Fax mit den Kollegen vom Export teilen.

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GANZ GENAU

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Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung … Die Inversion

ROKIA TEMORI, POSTANGESTELLTE, ERLANGEN

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„In meiner Sprache kommt das Verb immer erst nach dem Subjekt. Meine Lehrerin sagt, auf Deutsch ist das anders. Aber ich verstehe das nicht.“

Die Syntax im Hauptsatz Im deutschen Hauptsatz hat nur das Verb eine feste Position: die Position 2. Wenn das Verb zwei Teile hat – zum Beispiel bei trennbaren Verben oder Zeitformen wie Perfekt, Passiv oder Futur –, steht der zweite Teil am Ende des Satzes. Bäcker Müller fängt um zwei Uhr morgens mit der Arbeit an.

Auf Position 1 steht sehr oft das Subjekt. Aber es kann auf die Position 3 (manchmal auch Position 4) wechseln. Ein anderes Satzglied bekommt dann die Position 1. So ein Satzglied kann zum Beispiel sein:

2 modale Angaben und Adverbien wie wahrscheinlich,

vielleicht, normalerweise, tatsächlich … Normalerweise steht Nora um sechs Uhr auf, aber heute ist sie erst um sieben aufgestanden. Die Konnektoren aber, denn, und, oder, sondern stehen immer vor dem Subjekt. Das Subjekt wechselt nach ihnen nicht in die Position 3! 2 ein Objekt: Dieses wird so besonders betont.

Meinen Schlüssel habe ich immer noch nicht gefunden. 2 eine temporale Angabe wie heute, jeden Tag, jetzt, in der

Nacht, um sieben Uhr … Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung. 2 eine lokale Angabe wie hier, dort, draußen, an der Ampel …

Sie suchen Frau Weber? Hier gibt es keine Frau Weber.

2 ein Nebensatz

Dass du mir nicht helfen willst, verstehe ich nicht.

Der Sinn des Satzes ändert sich durch die Umstellung – Inversion – kaum. Aber durch die Variation werden Texte weniger monoton. Oft ist die direkte Verbindung zum Satz vorher wichtig. 1899 reist der Autor Thomas Mann nach Dänemark. Dort schreibt er die Novelle Tonio Kröger.

1

Mein Morgen Stellen Sie die grün markierten Wörter auf Position 1 und schreiben Sie die Sätze neu!

1. Ich stehe jeden Morgen um sieben Uhr auf. ___________________________________________ 2. Ich mache mir dann Kaffee und drei große Marmeladenbrote.

2

Wohnungssuche Schreiben Sie Sätze! Beginnen Sie mit den grün markierten Wörtern!

1. nach München / Mona / nächsten Monat / zieht

Nächsten Monat zieht Mona nach München. ___________________________________________ ___________________________________________ 3. Ich lese beim Frühstück Zeitung.

2. sie / dort / hat … gefunden / eine Stelle im Hotel ___________________________________________

___________________________________________ 4. Ich dusche nach dem Frühstück und ziehe mich an.

3. im Zentrum / möchte … wohnen / sie / am liebsten ___________________________________________ 4. dort / leider / sind / die Mieten / sehr hoch

___________________________________________ 5. Ich gehe um acht Uhr aus dem Haus und fahre ins Büro. MEHR ÜBUNGEN zur Satzstruktur im Hauptsatz

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2 im aktuellen Übungsheft Deutsch perfekt Plus (Informationen siehe Seite 4)

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LÖSUNGEN auf Seite 49

2 im Internet auf www.deutsch-perfekt.com ) Deutsch lernen ) Grammatik

5. ihr Arbeitgeber / kann … helfen / vielleicht / bei der Wohnungssuche ___________________________________________ ___________________________________________

DEUTSCH perfekt

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FOTO: PRIVAT

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41-Situation_quark7_1207.qxd:DP Einstiegsseiten 4c

08.11.2007

16:25 Uhr

Seite 41

AUF DEM WEIHNACHTSMARKT das Lam¡tta

der Weihnachtsbaum, ¿e (auch: der Chr“stbaum, ¿e)

die Bude, -n (auch: der St„nd, ¿e)

der St¡rn, -e

der Weihnachtsbaumschmuck (auch: der Chr“stbaumschmuck)

die L“chterkette, -n

die Kr“ppenfigur, -en der Heizstrahler, die Kr“ppe, -n

der ]ngel, -

die Weihnachtskugel, -n (auch: die Chr“stbaumkugel, -n)

1

ILLUSTRATION: BERNHARD FÖRTH

das Schaf, -e

der Esel, -

der {chse, -n

Auf dem Weihnachtsmarkt gibt es viel zu sehen, zu essen und zu trinken. Was kennen Sie? Ordnen Sie zu!

a) b) c) d) e) f)

alkoholisches Getränk: warmer Wein mit Zucker, Honig und Gewürzen wie Anis warmes Getränk für Kinder aus Tee und Saft kleines Geschäft, oft nur ein Tisch, auf einem Markt süßer Kuchen: Man isst ihn zur Weihnachtszeit. Frucht von einem Baum: Man kann sie braten und essen. schöne Dinge zum Dekorieren des Weihnachtsbaumes

Da stimmt etwas nicht … Manchmal ist es vor Weihnachten ein bisschen chaotisch. Was macht man zuerst und was kommt danach? Nummerieren Sie die Verben!

1. den Weihnachtsbaum 2. die Kerzen 3. den Glühwein 4. die Lebkuchen 5. die Geschenke

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der Lebkuchen, -

Was ist denn das?

1. die Esskastanie/Marone 2. der Lebkuchen 3. der Glühwein 4. der Weihnachtsbaumschmuck 5. der Kinderpunsch 6. der Stand

2

die K¡rze, -n

DEUTSCH perfekt

. dekorieren 3 ansehen . . kochen . essen . schenken

. kaufen 2 anzünden . . betrunken sein . backen . einpacken

. ins Wohnzimmer stellen 1 auf den Baum stecken . . trinken . kalt werden lassen . auspacken

Üben Sie weiter! Sie finden Übungen zu diesem Thema im aktuellen Übungsheft Deutsch perfekt Plus (Informationen siehe Seite 4).

LÖSUNGEN auf Seite 49

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42-Raten_1207_quark7.qxd:DP Einstiegsseiten 4c

RATEN

1

08.11.2007

16:09 Uhr

Seite 42

SIE MAL! Viele Firmen produzieren Süßigkeiten speziell für Kinder. Aber auch Erwachsene essen gerne Süßes – besonders zu Weihnachten. Kombinieren Sie die Silben mit den Bildern zu typischen Weihnachtssüßigkeiten und finden Sie so das Lösungswort!

SEITE 10 Kinder sind für alle da

Zeit für Süßigkeiten

MAR * PAN * ZI

DEN * KO * KO * LA * LAUS * NI * SCHO

________

___________________

2

1

CHEN * PLÄTZ

7

CHEN * KU * LEB

_________

LEN * STOL

_________

4

_______

5

6

3

Wenn ein Kind zu viel Süßes isst, sagen seine Eltern zu ihm: „Du sollst nicht so viel __ __ __ __ __ __ __ !” 1

2

2

3

4

5

6

SEITE 77 BAD ISCHL ö = oe ü = ue

Winterspaß

7

In vielen Wintersportorten kann man zu den Übernachtungen im Hotel gleich einen Skipass bekommen. Was braucht man noch zum Skifahren? Gleiche Zahl = gleicher Buchstabe. „Auf dem Lösungswort“ fahren Kinder im Winter gern den Berg hinunter.

1. Wenn es schneit, setzt man die … auf die Nase.

_S _K _I _B _R _I _L _L _E 1

2. Wenn die Sonne scheint, setzt man eine … auf.

2

3 4

6

6

7

8

9

9

7

9

4

5

3

6

6

7

__ A _ _ _ _ _ _ _H _

3. An den Händen trägt man warme …

10 11

9 12

1

13 10 14 10 7

__________

4. In den Händen hält man die …

1

2

3

1

15 8

7

13 2

7

_ M _U _ E _T _ Z _E

5. Auf den Kopf setzt man eine warme …

16 14 7

15 17

7

_ _ _ _ _ _ _ _F _ _

6. An den Füßen trägt man …

1

2

3

1

15 3

7

18 7

6

_________ 13 10

6

3

15 15

7

9

SEITE 72 - 76 URLAUB IM KLOSTER

Klosterleben

Wollen Sie Ihren nächsten Urlaub auch im Kloster verbringen? Dann sollten Sie sich einige wichtige Wörter merken. Setzen Sie ein! Aus den markierten Buchstaben ergibt sich von oben nach unten der Name für einen kurzen Gottesdienst, in dem vor allem gebetet wird.

1. Den Leiter eines Klosters nennt man …

ö = oe

2. Die Klosterschwester heißt auch … 3. Franziskaner, Benediktiner und Jesuiten sind christliche … 4. Die meisten christlichen Klöster sind nicht evangelisch, sondern … 5. Einen Mann, der im Kloster lebt, nennt man … 6. Morgens treffen sich die Brüder zum Morgen… Lösung: die

42

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LÖSUNGEN auf Seite 49

DEUTSCH perfekt

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FOTO: PIXELIO (2); J.G. NIEDEREGGER GMBH & CO KG; LINDT; CMA-BESTES VOM BAUERN; ILLUSTRATION: B. FÖRTH

1

3

3

____________ 1

Lösung: der

5


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08.11.2007

16:10 Uhr

Seite 43

GESEHEN & GELESEN > SPARKASSE

> IKEA

Seinen Geist frei entfalten

Den Weihnachtsstress schenken Vor Weihnachten haben die meisten Menschen viel Stress. Ob ein Buch oder einen Luxusurlaub: Es ist üblich, Familie und Freunden zu Weihnachten etwas zu schenken. Der Satz Jetzt kannst du dir den Weihnachtsstress schenken! wirkt deshalb wörtlich genommen ein bisschen komisch. Wer will sich denn selbst Stress schenken? Die Redensart sich etwas schenken können bedeutet, dass man

etwas, was viel Arbeit und Stress macht, nicht tun muss, weil es keinen Vorteil bringt. „Den Weg zum Bäcker kannst du dir schenken. Der hat schon zu.“ Ikea will mit der Werbung also sagen, dass es in seinen Läden genug Geschenke und Weihnachtsdekoration gibt – ganz ohne Weihnachtsstress.

Seinen Geist auch in Zukunft noch frei entfalten zu kön-

nen, ist wirkliches Glück. So sagt die Werbung der Sparkasse. Dabei spielt sie mit den beiden Bedeutungen des Wortes Geist: Die Postkarte zeigt einen Flaschengeist wie aus einem Märchen aus 1001 Nacht, der sich wieder zu voller Größe entfaltet hat. Aber der Geist, den ein Mensch hoffentlich frei entfalten kann, ist kein Dämon. Auch der Intellekt, der es dem Menschen möglich macht zu denken, heißt Geist. Wer seinen Geist frei entfalten kann, der kann zu einem intelligenten, freien Individuum werden. Der Flaschengeist aus dem Märchen erfüllt der Person, die ihn freilässt, oft Wünsche. Genauso möchte es auch die Sparkasse machen: Sie verspricht ihren Kunden die freie Entfaltung in der Zukunft – mit einer privaten Rentenversicherung.

> APOLLO OPTIK Wir haben nur Ihre Augen im Kopf. Wessen Augen haben Sie im Kopf? Meine? Die Angestellten des großen Augenoptikers Apollo haben doch sicher auch eigene Augen! Mit dem Werbeslogan will die Firma aber zeigen, dass für sie die Augen ihrer Kunden am wichtigsten sind. Denn wer nur eine bestimmte Sache im Kopf hat, der denkt an nichts anderes: „Toni hat nie mehr Zeit. Er hat nur noch seine Arbeit im Kopf.“

> DIE WELT Der Service-Wüstling Die Deutschen nennen ihr eigenes Land oft Service-Wüste. Denn oft sind Verkäufer, Berater und andere Angestellte in typischen Service-Berufen unfreundlich und desinteressiert. Es gibt also kaum Service. Besonders bekannt für ihre fehlende Kundenfreundlichkeit ist die Telekom. Die Welt drückt das hier durch die Wortkreation Service-Wüstling besonders hart aus. Wüstling kommt von verwüsten, also kaputt machen. Ein Wüstling ist ein brutaler Mensch, der nicht auf andere Menschen achtet – so wie der ServiceWüstling nicht auf seine Kunden achtet. 12/07

DEUTSCH perfekt

> FREUNDIN Schöner Schein Die beiden Wörter schön und Schein zusammen bedeuten normalerweise, dass etwas schöner wirkt, als es in der Realität ist. Denn der Schein ist die Wirkung oder ein bestimmtes Aussehen einer Sache, die eigentlich ganz anderes ist. „Sie war nur zum Schein so freundlich. In Wirklichkeit wollte sie sein Geld.“ Mit dieser und einer zweiten Bedeutung des Wortes Schein spielt die Überschrift: Denn auch das Licht von einer Kerze oder einer Lampe heißt Schein – aber der Schein der Kerzen auf dem Bild ist nicht nur schöner Schein. 43


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08.11.2007

11:39 Uhr

Seite 44

SCHREIBEN Einen persönlichen Brief schreiben E-Mails sind praktisch, schnell und billig. Aber eine Liebeserklärung, ein Dankesschreiben, eine Entschuldigung oder gute Wünsche für einen Freund im Krankenhaus? – Manche Briefe sind handschriftlich einfach schöner. Natürlich können Sie Ihre persönlichen Briefe sehr individuell gestalten. Aber ein paar Regeln gibt es trotzdem. Auch für die Prüfung Zertifikat Deutsch sollten Sie die Regeln kennen. Denn in einer der Prüfungsaufgaben müssen Sie einen persönlichen oder einen halb-offiziellen Brief schreiben. Die Karte rechts zeigt Ihnen ein paar Tipps und Tricks zur Struktur und zur äußeren Gestaltung Ihrer persönlichen Briefe.

h„ndschriftlich gest„lten die Regel, -n der Tr“ck, -s

≈ mit einem Kugelschreiber/Bleistift ... geschrieben hier: ≈ eine Form geben ≈ Norm hier: ≈ einfache Methode

SPRECHEN Sie stehen genau davor! Kennen Sie diese Situation? Sie suchen ein Geschäft oder ein Museum, und nach einiger Zeit denken Sie sich: Wo ist das nur? Jetzt frage ich jemanden! Die Antwort: „Sie stehen genau davor!“ Leider steht man nicht immer zufällig schon direkt vor seinem Ziel. Vor allem in fremden Regionen und Städten ist es wichtig, nach dem Weg fragen und die Wegbeschreibung verstehen zu können. Vielleicht kommen in Ihre Stadt auch viele Touristen, denen Sie den Weg erklären müssen?

Damit Ihnen dann nicht die passenden Worte fehlen, hilft Ihnen die Karte rechts.

nach einiger Zeit zufällig das Ziel, -e vor „llem die Wegbeschreibung, -en

hier: ein paar Minuten oder Stunden später ≈ einfach so hier: Ort: Dort will man ankommen. ≈ speziell Erklärung: So muss man gehen.

VERSTEHEN Stürmische Zeiten

44

Einige „naturgewaltige“ Sprichwörter und Wendungen finden Sie rechts auf der Karte. verschl¢cken glætten die Woge, -n das Spr“chwort, ¿er die W¡ndung, -en

≈ essen; hier: machen, dass etwas nicht mehr zu sehen ist glatt machen Bewegung des Wassers (z. B. bei Wind) ≈ bekannter Satz hier: idiomatischer Ausdruck

DEUTSCH perfekt

ILLUSTRATION: BERNHARD FÖRTH

Immer wieder zeigt die Natur den Menschen, dass sie stärker und mächtiger ist als alle Technik. Wie viel Angst die Menschen früher vor der Gewalt der Natur hatten, zeigt sich schon an den vielen Redensarten, in denen die Kräfte der Natur vorkommen. Eine Sache, die plötzlich nicht mehr zu sehen oder zu finden ist, ist wie vom Erdboden verschluckt, wenn man beruhigend auf etwas wirkt, dann glättet man die Wogen, und stürmische Zeiten sind Zeiten voller Unruhe und Schwierigkeiten.

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11:39 Uhr

Seite 45

SAMMELKARTE SCHREIBEN

08.11.2007

Einen persönlichen Brief schreiben 1

Rom, 1. Dezember 2007

Liebe Emma,

* 3

wie geht es Dir? Vielen Dank für Deinen letzten Brief aus Hamburg. Ich habe mich so sehr darüber gefreut! Bist Du wieder gut nach Hause gekommen? 4 Stell Dir vor: Fast wäre ich auch nach Hamburg gefahren, weil dort eine Konferenz von meiner Firma war. Das Flugticket hatte ich schon, aber dann wurde ich krank. So ein Pech! Aber jetzt bin ich schon wieder gesund, und es geht mir gut. Was machst Du eigentlich an Silvester? Hast Du schon etwas vor? Oder hättest Du Lust, mich in Rom zu besuchen und zu meiner Party zu kommen? Das wäre doch toll! Du kannst gerne ein paar Tage bei mir wohnen, das ist gar kein Problem. Was meinst Du dazu? Ich freue mich schon auf Deine Antwort. 5 Jetzt muss ich aber aufhören, denn ich bekomme noch Besuch von einer Freundin.

Lassen Sie *hierbedeutet: eine Zeile frei!

*

Nach dem Weg fragen

Nach dem Weg fragen Wie komme ich (bitte) nach/zu …? Wie fahre ich am besten nach/zu …? Was ist der kürzeste Weg nach/zu …?

Den Weg beschreiben Zu Fuß Gehen Sie geradeaus und dann links in die Schulstraße. Dort ist ... Laufen Sie über die Fußgängerbrücke. Danach geht gleich rechts die Hauptstraße ab. Gehen Sie hier durch die Fußgängerzone. Das Kino kommt nach 100 Metern auf der linken Seite.

Mobil Das Parkhaus? Da fahren Sie die dritte Straße rechts und dann bei der nächsten großen Ampel noch mal rechts. Biegen Sie an der nächsten Kreuzung links ab. ... kommt dann nach 100 Metern auf der rechten Seite. Im Kreisverkehr nehmen Sie die dritte Ausfahrt. Fahren Sie geradeaus bis zur zweiten Querstraße. An der Ecke ist ein großer Supermarkt. Biegen Sie dort rechts ab. Kurz vor … ist ein Autobahnkreuz. Fahren Sie in Richtung … Nach fünf Kilometern kommt die Ausfahrt … Dort fahren Sie ab.

Ebbe in der Kasse / im Portemonnaie

(die Ebbe = Sinken des Wassers im Meer) = sehr wenig oder kein Geld in der Kasse / im Geldbeutel Kannst du mir Geld leihen? Bei mir ist mal wieder Ebbe in der Kasse. eine Flut von etwas

(die Flut = Steigen des Wassers im Meer) = große Menge von etwas, die plötzlich da ist Auf ihre Kontaktanzeige bekam Pia eine Flut von Briefen.

= große finanzielle Probleme haben

sich über Wasser halten

= die eigene Existenz erhalten, gerade noch genug Geld zum Leben haben

Max steht das Wasser bis zum Hals. Er kann nicht mal mehr seine Miete zahlen.

Karl arbeitet pausenlos, um sich wenigstens über Wasser zu halten.

die Wogen glätten

(die Welle = Bewegung des Wassers. z. B. bei Wind) = der Grund für große Aufregung sein, großes Interesse wecken

hohe Wellen schlagen

(die Woge = Bewegung des Wassers, z. B. bei Wind) = beruhigend wirken, (z. B. nach einem Streit) wieder für Ruhe sorgen Die Vermittler versuchten vergebens, die Wogen zu glätten, um eine Revolution zu verhindern.

Die unüberlegte Äußerung des Ministers hat im Ausland hohe Wellen geschlagen.

DEUTSCH perfekt

Wasser und Erde

jemandem steht das Wasser bis zum Hals

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Naturgewalten in der Sprache

SAMMELKARTE VERSTEHEN

12/07

Nach einem Ort fragen Entschuldigung, wo ist (denn) hier …? Könnten Sie mir sagen, wo … ist? Wo finde ich / finden wir (denn) …? Ist hier nicht irgendwo …? Entschuldigung, wissen Sie (vielleicht), wo … ist? Ich suche / Wir suchen … Wissen Sie, wo der/das/die ist? Könnten Sie mir … bitte auf dem Stadtplan / der Karte zeigen? Hier muss doch irgendwo … sein. Wissen Sie, wo der/das/die ist?

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Viele liebe Grüße und bis bald Deine Valeria

SAMMELKARTE SPRECHEN

6 7

DEUTSCH perfekt

2

DEUTSCH perfekt

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11:39 Uhr

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1 Ort und Datum stehen immer rechts oben. 2 Anrede: 2 Nach dem Namen steht ein Ausrufezeichen oder ein Komma. Schreiben Sie nach dem Komma klein weiter: ..., wie geht es Dir? / ..., vielen Dank für Deinen Brief. 2 Benutzen Sie den Vornamen und „Du“ für den Empfänger. Achten Sie auch auf die anderen Formen der Personal- und Possessivpronomen: Wenn Sie an zwei Personen schreiben: Liebe Emma, lieber Martin! Wie geht es Euch? Was macht Ihr in Euren Ferien?

2 Die persönlichen Formen der Pronomen „du/dein/…“ und „ihr/euer/…“ können Sie groß oder klein schreiben. Üblich sind große Buchstaben. Aber: Wählen Sie eine Variante und wechseln Sie nicht innerhalb eines Briefes!

3 Briefanfang: Oft mit der Frage „Wie geht es Dir?“. Schreiben Sie dann etwas, was sich auf ein gemeinsames Erlebnis oder auf den letzten Brief bezieht. 4 Hauptteil des Briefes: Schreiben Sie, was Sie möchten, was für Sie wichtig oder interessant ist. Stellen Sie dann Fragen an den Empfänger oder schreiben Sie über etwas, was in die Zukunft zeigt, zum Beispiel:

DEUTSCH perfekt

Ich freue mich schon auf Deinen Besuch / Deinen nächsten Brief / unsere gemeinsame Reise …

In der Prüfung Zertifikat Deutsch schreiben Sie einen Antwortbrief. Im Hauptteil Ihres Briefes müssen Sie etwas zu allen vier Punkten schreiben, die Ihnen schriftlich genannt werden.

5 Schlusssatz: Signalisieren Sie, dass Sie jetzt den Brief beenden. 6 Grußformel: Zum Beispiel: (Ganz) Viele (liebe) Grüße / Herzliche Grüße Nicht: Mit freundlichen Grüßen – denn das passt nur in offiziellen Briefen.

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7 Ihr Vorname: Unterschreiben Sie nur mit Ihrem Vornamen.

Wichtige Wörter „bbiegen „bfahren „bgehen die [bzweigung, -en die (Autobahn-)Ausfahrt, -en das (Autobahn-)Kreuz, -e der verkehrsberuhigte Bereich, -e

die Einbahnstraße, -n sich einordnen entl„ngführen an die L„ndstraße, -n der Kreisverkehr, -e

mehrspurig die Querstraße, -n die R“chtung, -en die S„ckgasse, -n die Seitenstraße, -n die Spielstraße, -n die Spur, -en die Unterführung, -en die Vorfahrtsstraße, -n der Zebrastreifen, -

mit mindestens zwei Spuren Straße: Sie geht links und rechts von einer anderen (größeren) Straße weg. z. B. rechts, links, geradeaus (kurze) Straße: Sie endet z. B. vor einem Haus, sodass man nicht weiterfahren kann. ↔ Hauptstraße/Vorfahrtsstraße Straße: Dort dürfen Kinder spielen. Deshalb müssen Autos langsam fahren. Stück einer Straße: Dort fahren die Autos in die gleiche Richtung. Straße: Sie geht unter einer anderen Straße oder einer Bahnlinie. Straße: Dort darf man immer als Erster fahren. ≈ weiße Linien: Dort müssen Autos stoppen, wenn Fußgänger über die Straße gehen möchten.

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DEUTSCH perfekt

die B¢ndesstraße, -n

die Richtung (nach rechts oder links) ändern von einer (großen) Straße auf eine kleinere fahren von einer größeren Straße weggehen ≈ Kreuzung Straße: Dort fährt man z. B. von der Autobahn weg. Stelle: Dort treffen sich zwei Autobahnen. Zone (in der Stadt): Dort müssen die Autos langsam fahren. relativ breite Straße: Sie verbindet größere Teile des Landes. Straße: Man darf sie nur in eine Richtung fahren. ≈ auf eine spezielle/andere Spur der Straße wechseln neben etwas sein/gehen Straße zwischen zwei Orten/Dörfern ≈ Straße: Sie geht (nur in einer Richtung) um einen kleinen Platz herum.

Wind und Sturm Daher weht/pfeift der Wind!

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DEUTSCH perfekt

= Das ist also der Grund dafür! Jetzt verstehe ich mehr!

Blitz und Donner Hier weht ein anderer/schärferer Wind.

= Hier ist die Situation unfreundlicher/ härter/schwieriger.

wie ein Blitz aus heiterem Himmel

= völlig unerwartet (bei unerfreulichen Dingen)

Was, Karl ist mit der Chefin liiert? Ach, daher weht der Wind! Jetzt verstehe ich, warum er schon nach so kurzer Zeit eine Gehaltserhöhung bekommen hat.

Mein neuer Job ist sehr anstrengend. Da weht ein ganz anderer Wind als in der alten Firma.

Die Nachricht von seinem Unfall traf mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Der Wind hat sich gedreht.

von etwas Wind bekommen

wie vom Blitz getroffen / wie vom Donner gerührt

= Die Verhältnisse haben sich geändert.

= etwas, was geheim bleiben sollte, erfahren

= extrem erschrocken, geschockt

Früher konnten sich die Männer wie Machos benehmen. Aber der Wind hat sich gedreht: Heute sind die Frauen viel selbstbewusster.

Wenn seine Frau von der Sache Wind bekommt, kann Peter seine Koffer packen.

Noch nach Minuten stand er wie vom Donner gerührt da und wusste nicht, was er sagen sollte.


Starthilfe 12_Dezember_07.qxd:Starthilfe

08.11.2007

16:10 Uhr

START DEUTSCH

ENGLISCH

Seite 47

HILFE SPANISCH

FRANZÖSISCH

ITALIENISCH

MEHR ALS EIN SPIEL MIT DEM WIND SEITE 8 la navigation maritime il viaggio per mare la voile volante la vela ici: le prix qui: il prezzo 3 FRAGEN SEITE 9 l’entrepreneur l’imprenditore l’entreprise familiale l’azienda a conduzione familiare la matière plastique la plastica secouer scuotere ici: un flocon de neige qui: il fiocco di neve surtout specialmente le sentiment il sentimento bricoler fare bricolage le mur il muro la commande l’incarico DIE BESTEN REGIONEN FÜR FAMILIEN SEITE 9 adapté aux enfants a favore dei bambini

here: shipping here: towing kite value

la navegación la vela aquí: el valor

der Unternehmer der Familienbetrieb

businessman family business

el empresario la empresa familiar

der Kunststoff schütteln die Flocke vor allem das Gefühl basteln die Mauer der Auftrag

plastic to shake here: snowflake in particular feeling here: to build, make wall here: order

el plástico agitar aquí: el copo de nieve sobre todo el sentimiento hacer algo a mano el muro el encargo

kinderfreundlich

child-friendly

apto para niños

der Landkreis die kreisfreie Stadt

administrative district town which is an administrative district in its own right

el distrito rural le district ciudad que no pertenece la ville ne faisant pas a un distrito partie d’un district

in Zukunft die Strafe das Urteil das Gericht die Süßigkeit der Kram

in future punishment here: verdict here: court sweet stuff

en el futuro el castigo el juicio el tribunal el dulce el trasto

der Handwerker die Auktion während der Auftrag eingeben

workman auction here: during here: job here: to enter

el trabajador manual la subasta durante el encargo aquí: escribir en el ordenador

die Lärche die Nadel der Jahresring

larch needle tree ring

el alerce aquí: la pinocha el anillo del tronco

KINDER SIND FÜR ALLE DA SEITE 10 à l’avenir in futuro l’amende la multa le jugement il verdetto le tribunal il tribunale, la corte la sucrerie la leccornia le bazar la roba DER GUTE TIPP SEITE 10 l’artisan l’artigiano la vente aux enchères l’asta pubblica pendant durante la commande l’incarico ici : entrer dans l’ordina- qui: digitare al computer teur ÄLTESTER BAUM DER ALPEN SEITE 10 le mélèze il larice l’aiguille l’ago le cerne l’anello annuale

zählen hohl

to count hollow

contar hueco

compter creux

das Märchen gestalten die Wand das Hinterteil der Bürgermeister loben märchenhaft

fairy tale here: to design wall backside mayor to praise fairy-tale

el cuento de hadas aquí: diseñar la pared el trasero el alcalde elogiar fabuloso

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DEUTSCH perfekt

RUSSISCH

denizcilik özel bir yelken burada: değer

rejs żagiel tutaj: wartość

мореплавание верхний летучий парус здесь: стоимость

işveren, girişimci aile firması

przedsiębiorca zakład rodzinny

предприниматель семейная фирма

plastik madde sallamak burada: kuşbaşı kar her şeyden önce heyecan amatörce bir şeyler yapmak burada: duvar sipariş

tworzywo sztuczne potrząsać tutaj: płatek przede wszystkim uczucie majsterkować tutaj: mur zlecenie

синтетический материал трясти здесь: снежинка прежде всего чувство мастерить Берлинская стена заказ

çocuksever

przyjazny dzieciom

ориентированный на детей район, округ город окружного значения

ilçe il distretto regionale città che non appartiene bir ilçeye bağlı olmayan bir şehir a un distretto

contare vuoto MÄRCHEN-WC SEITE 11 le conte la fiaba ici : décorer qui: illustrare le mur la parete le postérieur il posteriore le maire il sindaco faire l’éloge de lodare féerique da fiaba

POLNISCH

powiat miasto bezpowiatowe

gelecekte ceza mahkeme kararı mahkeme şeker eşya, pılıpırtı

w przyszłości kara wyrok sąd słodycze rzeczy, graty

в будущем наказание решение суд сладость мелочной товар

zanaatçı, esnaf artırma ile satış iken sipariş burada: vermek

rzemieślnik aukcja podczas zlecenie tutaj: wprowadzić do komputera

ремесленник аукцион во время заказ здесь: вводить

kara çam burada: kozalak ağacın yaşını berlirten kısmı saymak oyuk, içi boş

modrzew tutaj: igła słój roczny liczyć pusty

лиственница здесь: иголка годичное кольцо (древесины) считать здесь: дуплистый

masal burada: biçimlendirmek burada: duvar arka kısım, kıç belediye başkanı övmek, methetmek şaşkınlık yaratıcı

bajka tutaj: zbudować tutaj: ściana tyłek burmistrz tutaj: chwalić bajkowy

сказка здесь: оформлять здесь: стена зад бургомистр здесь: хвалить сказочный

FOTO: ZEFA

die Seefahrt das Drachensegel der Wert

TÜRKISCH

Leichte Texte noch leichter lesen: Die erklärten Wörter von Seite 8 bis 11 werden hier übersetzt. Trennen Sie diese Seite heraus und legen Sie sie neben die Texte, die Sie gerade lesen.


Starthilfe 12_Dezember_07.qxd:Starthilfe

08.11.2007

16:11 Uhr

Seite 48

GUT ZU WISSEN DEUTSCH

ENGLISCH

SPANISCH

FRANZÖSISCH

ITALIENISCH

Wichtige Wörter aus mittelschweren und schweren Texten: Wie werden sie übersetzt? Eine Auswahl zu den Themen Bücher, Umwelt und Kloster.

TÜRKISCH

POLNISCH

RUSSISCH

die Redaktion die Neuerscheinung das Hörbuch das Fazit nachdenklich

BÜCHER: LESEN! SEITE 16 - 20 editorial team la redacción la rédaction la redazione recent publication aquí: la novedad literaria la nouvelle parution la nuova pubblicazione audio book el audiolibro le livre audio l’audiolibro here: summary aquí: el resumen ici : le résumé qui: il riassunto here: thought-provoking aquí: que hacen pensar ici : qui donne à réfléchir qui: che fa riflettere

burada: redaksiyon burada: yeni çıkan eser konuşulmuş kitap burada: toplam, sonuç burada: düşündürücü

die Veröffentlichung lesenswert

publication worth reading

la publicación digno de leerse

la publication qui mérite d’être lu

yayın, neşriyat okumaya değer

das Sachbuch

nonfiction book

el libro de no ficción

le livre spécialisé

der Sprachwitz unterhaltsam die Herausgeberin amüsant spannend lebensnah frech humorvoll verständlich das Gedicht

here: wit entertaining (female) publisher amusing exciting true to life cheeky humorous here: easy to follow poem

la agudeza lingüística entretenido la editora divertido muy interesante realista aquí: descarado con mucho humor comprensible el poema

l'esprit l’acutezza linguistica divertissant divertente l’éditrice l’editrice amusant divertente captivant emozionante réaliste realista ici : insolent qui: irrispettoso plein d’humour ricco di umorismo compréhensible comprensibile le poème la poesia UMWELT: GRÜNE WELLE SEITE 56 - 60 la protection de l’environ- la difesa dell’ambiente nement l’isolation l’isolante temico la chaleur il calore écologique ecologico, non inquinante le panneau solaire il panello solare le recyclage il riciclaggio le secteur de l’environne- il settore ecologico ment l'agriculteur biologique l’agricoltore biologico l’énergie renouvelable l’energia rinnovabile

mizah eğlenceli editör (kadın) eğlendirici enteresan, ilginç gerçek yaşama benzer yüzsüz, utanmaz şakacı anlaşılır şiir

książka popularnonaukowa humor językowy zabawny wydawca wesoły interesujący bliski rzeczywistości tutaj: bezczelny dowcipny zrozumiały wiersz

çevre korunması

ochrona środowiska

la cellule solaire la cellula solare la centrale éolienne la centrale eolica la conscience écologique la coscienza ecologica

güneş enerjisi hücresi rüzgâr santralleri çevre bilinci

солнечный коллектор утилизация отрасль охраны окружающей среды rolnik ekologiczny био-фермер regenerująca się energia возобновляемые источники энергии ogniwo słoneczne солнечная батарея turbina wiatrowa ветросиловая установка świadomość ekologiczna экологическое сознание

ici: économique en qui: con un consumo énergie energetico ridotto KLOSTER: ZEIT DER STILLE SEITE 72 - 76 le monastère, le couvent il convento le moine il monaco croyant credente la réflexion la riflessione ici : la communauté qui: la comunità sonner suonare (le campane) la cloche la campana le père spirituel il padre spirituale la religieuse la suora

burada: tutumlu, idareli

tutaj:oszczędny

здесь: экономный

manastır rahip, keşiş dindar şuur burada: cemaat çalmak zil papazlıkçı rahibe

klasztor mnich wierzący zaduma tutaj: wierni dzwonić dzwon duszpasterz zakonnica

монастырь монах верующий размышление здесь: приход, община звонитъ колокол духовник монахиня

der Umweltschutz

environmental protection la protección del medio ambiente die Dämmung insulation el aislamiento die Wärme here: heat el calor umweltfreundlich environmentally friendly, no daña el medio ecofriendly ambiente der Sonnenkollektor solar panel el panel solar die Wiederverwertung recycling el reciclaje die Umweltbranche environmental sector el sector de productos ecológicos der Biobauer organic farmer el campesino ecológico die erneuerbare renewable energy la energía renovable Energie die Solarzelle solar cell la célula solar die Windkraftanlage wind farm la planta eólica das Umweltbewusst- environmental awarela conciencia ecológica sein ness sparsam here: economical aquí: ahorrativo

das Kloster der Mönch gläubig die Besinnung die Gemeinde läuten die Glocke der Seelsorger die Nonne

monastery, convent monk religious here: contemplation here: congregation to ring, peal (the bells) bell pastor nun

el monasterio el monje creyente la reflexión aquí: la parroquia tocar la campana el padre espiritual la monja

la pubblicazione che vale la pena di leggere il libro di divulgazione

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yalıtım sıcaklık çevre koruyucu

tutaj: redakcja tutaj: nowość książka audio tutaj: podsumowanie tutaj: skłaniający do refleksji publikacja wart lektury

здесь: редакция здесь: новинка Аудио-книга здесь: итог, вывод наводящий на размышления публикация заслуживающий быть прочитанным научно-популярная книга словесный юмор занимательный издательница забавный увлекательный жизненный дерзкий с юмором понятный стихотворение

охрана окружающей среды izolacja изоляция ciepło тепло przyjazny dla środowiska экологичный

enerjisini toplayan bünye kolektor słoneczny atıkların yeniden kullanımı wtórne przetwórstwo çevre branşı firmy proekologiczne biolojik üreten çiftçi yenilenebilir enerjisi

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PRODUKTE

Deutsches Neologismenwörterbuch Wissen Sie, was ein Flachbildfernseher ist? In diesem aktuellen Wörterbuch finden Sie die Erklärung: ein Fernsehapparat in extrem flacher Bauweise. Er heißt auch LCD- oder Plasmafernseher. Die Technik existiert erst seit wenigen Jahren. Insgesamt 2284 neue Wörter aus den Jahren 2000 bis 2006 sind in diesem Wörterbuch gesammelt. Sicher keine Investition für Deutsch-Lerner, die schnell ein unbekanntes Wort nachschlagen wollen. Aber eine interessante Informationsquelle für alle, die auf einem hohen Niveau Deutsch verstehen wollen. Wer zum Beispiel oft deutschsprachige Zeitungen liest, findet hier viele Wörter aus Politik und Wirtschaft, die noch in keinem anderen Wörterbuch stehen. Ein Vorteil ist auch, dass nicht nur die Bedeutung des Wortes genannt wird. Auch seine Entstehungsgeschichte und die gesellschaftlichen Hintergründe werden erklärt.

Kontakt Deutsch – Deutsch für berufliche Situationen Mehr als 1000 Redeformeln für berufliche Situationen sind in dieser Sammlung zu finden. Sie sind nach Themen geordnet: zum Beispiel Small Talk, Telefonieren, Konferenztechnik. So finden Sie schnell die passenden Sätze für jede typische Situation des Berufslebens. Am Ende des Büchleins helfen ein englisch-deutsches und ein spanisch-deutsches Register, ein ganz bestimmtes, gesuchtes Wort zu finden. Mit diesem Buch können Sie Ihre sprachlichen Kenntnisse erweitern und Varianten entdecken für ein und denselben Inhalt. Schließlich kann man zum Beispiel sein Nichtwissen nicht nur mit einem simplen „Keine Ahnung!“ ausdrücken, sondern auch mit „Da bin ich leider überfragt.“ oder „Da kenne ich mich leider nicht aus.“. Fazit: eine gute Hilfe für die sprachliche Vorbereitung auf berufliche Situationen. Langenscheidt, ISBN 978-3-468-90521-6; 11,95 Euro

De Gruyter, ISBN 978-3-11-018869-1; 29,95 Euro

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2

3. Erdäpfel, Semmeln, Fleischhauer; 4. Schwammerln

1. Knut; 2. Zwischen dem Münchener Hauptbahnhof und

dem Flughafen. (Von Nürnberg bis Fürth fuhr die erste deutsche Eisenbahn.); 3. 11 Millionen Euro; 4. Er war ein Kunstwerk auf der größten Kunstausstellung der Welt, der

3

1. b; 2. c; 3. f; 4. a; 5. e; 6. d

4

2. obwohl an der Kreuzung kein anderes Auto war; 4. obwohl Deutschland ein schönes Land ist

5. die Lokführer der Deutschen Bahn; 6. 34,6 km

Deutschland überraschend Handball-Weltmeister wurde. (Den Bart klebten sie sich an, weil Trainer Heiner Brand

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1

1. e; 2. d; 3. a; 4. f; 5. b

2

1. kaufen (1), ins Wohnzimmer stellen (2), dekorie-

3. obwohl es den meisten Deutschen gut geht;

Documenta, die im September nach 100 Tagen endete. 7. 40 Grad Celsius; 8. Mercedes-Benz; 9. … feierten, dass

LÖSUNGEN

1. die Rettung, Spital; 2. die Matura, Volksschule;

5 6

ren (3); 3. kochen (1), trinken (2), betrunken sein 1. e; 2. c; 3. d; 5. b; 6. a; 7. h; 8. f

(3); 4. backen (1), kalt werden lassen (2), essen (3); 5. einpacken (1), schenken (2), auspacken (3)

1. Kantine; 2. Werkstatt; 3. Aushilfe; 4. Mitarbeiter,

Schichten; 5. Angestellter; 6. Vollzeit; 7. Abteilung

einen trägt.); 10. In Hessen ist das Rauchen in Gaststätten seit dem 1. Oktober verboten, in Bayern erst ab dem

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1. Januar 2008.

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1

1 Marzipan, Schokoladennikolaus, Plätzchen,

1. Jeden Morgen stehe ich um sieben Uhr auf.

Lebkuchen, Stollen

der ganzen Welt immer mehr Milch getrunken. Besonders

2. Dann mache ich mir Kaffee und drei große

Lösung: naschen

viele Chinesen, die früher keine Milch tranken, mögen sie

Marmeladenbrote. 3. Beim Frühstück lese ich

nun. Deshalb gibt es immer weniger Milch – und sie wird

Zeitung. 4. Nach dem Frühstück dusche ich und

teurer.)

ziehe mich an. 5. Um acht Uhr gehe ich aus dem

Lösungswort: Milchpreis (In den letzten Jahren wird in

2

2. Sonnenbrille; 3. Handschuhe; 4. Skistöcke; 6. Skistiefel

Lösung: der Schlitten

Haus und fahre ins Büro.

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2

2. Dort hat sie eine Stelle im Hotel gefunden. 3. Am

liebsten möchte sie im Zentrum wohnen. 4. Leider

1

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1. gebracht; 2. geholfen; 3. vergessen; 4. geschrie-

sind dort die Mieten sehr hoch. 5. Vielleicht kann ihr

ben; 5. besucht; 6. gefunden, fotografiert

Arbeitgeber bei der Wohnungssuche helfen.

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1. Abt; 2. Nonne; 3. Orden; 4. katholisch; 5. Mönch; 6. gebet

Lösung: die Andacht

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Mein Deutschla 50

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lesen & hören Peter von Felbert spricht diesen Text vom 26.11. bis 16.12.2007 ● Tel. 089 / 8 56 81-318 oder ● www.deutsch-perfekt.com (Lesen & Hören)

Fotograf: PETER VON FELBERT Meine Großeltern wurden im Zweiten Weltkrieg aus Oberhausen evakuiert. Sie wurden nach Springstille gebracht. Das ist ein kleiner Ort im Thüringer Wald. Eine Familie hat sie dort herzlich aufgenommen. Das war nicht selbstverständlich, denn die Wilhelms mussten meine Großmutter, meinen Vater, meine Tante und meinen Onkel zu sich nehmen. Mein Großvater war im Krieg. 1945 sind meine Großeltern vor den Russen in den Westen geflohen. Die Gastfreundschaft der Wilhelms hat meine Großmutter 45 Jahre lang nicht vergessen. Sie hat ihnen immer wieder geschrieben und zu Weihnachten Pakete geschickt. Im März 1990 bin ich als Erster der Familie nach Springstille gefahren. Wilhelms haben nur wegen mir einen Kuchen gebacken und sich viel Arbeit gemacht. Das war so schön, ich konnte vor Freude nichts mehr sagen. Die Freundschaft zwischen unseren Familien gibt es immer noch. Das ist für mich der schönste Aspekt der Wiedervereinigung. Eigentlich wollte ich 1990 den Umbruch fotografieren. Gefunden habe ich aber eine Konstante: eine Idylle, eine wirkliche Dorfgemeinschaft. Ich habe eine Frau getroffen, die in ihrem Leben nur bis Schmalkalden gekommen war und einmal bis Zella-Mehlis. Das ist ein Lebensradius von 25 Kilometern. Daran änderte die Öffnung der Grenze nichts. In den Bildern aus dieser alten Zeit liegt meine Sehnsucht: nach Kind-Sein, nach Heimat. Ich habe Dinge gefunden, die es in unserer Welt nicht mehr gibt. Meine Großeltern w¢rden evakuiert. der W¡ltkrieg, -e aufgenommen

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≈ Streit zwischen vielen Nationen Part. Perf. von: aufnehmen = hier: wohnen lassen geflohen vor Part. Perf. von: fliehen vor = schnell weglaufen wegen die G„stfreundschaft Mentalität: Man empfängt Gäste besonders freundlich. die Freude von: sich freuen die Wiedervereinigung von: wiedervereinigt werden = wieder ein Land werden eigentlich ≈ wirklich der }mbruch, ¿e große Änderung die D¶rfgemeinschaft, Gruppe von Personen: Sie leben zusammen -en in einem Dorf. der Lebensradius, hier: ≈ Region: So weit ist man in seinem -radien ganzen Leben gereist. starker Wunsch die Sehnsucht, ¿e

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FOTOS: PETER VON FELBERT (2)

nd-Bild

Man hat meine Großeltern evakuiert.


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DER BLICK VON AUSSEN EPHRAIM KISHON ÜBER

SAUBERKEIT

ie viel zitierte Schweizer Sauberkeit kennt keine Grenzen. Davon konnte ich mich beim Eintritt in das Schwimmbad von Sankt Moritz überzeugen. Schon auf den ersten Blick konnte ich feststellen, dass das Wasser klar war wie eine Steuerhinterziehung. Man sah bis auf den Grund und auf diesem auch nicht den kleinsten Fremdkörper, nirgends ein weggeworfenes Papier oder sonstige Abfälle, überall Sauberkeit und Zivilisation. Auf Zehenspitzen näherte ich mich der Kasse: „Bitte um eine Eintrittskarte.“ „Grüezi, mein Herr“, sagte der Kassierer. „Wir grüßen hier mit Grüezi.“ „Grüezi“, sagte ich und wurde rot vor Scham. (...) Auf dem Weg zur Kabine wurde ich durch ein ohrenbetäubendes Pfeifsignal aufgehalten. Das „Huiiihuiii“ schnitt so scharf in meine Membranen, dass ich zusammenfuhr und stehenblieb. Es kam aus der (...) Alarmpfeife des Bademeisters. „Bitte den Schwimmanzug in der Kabine anzulegen“, rief er mir zu. „Selbstverständlich“, antwortete ich. „Ich bin ja gerade auf dem Weg dorthin.“ „Dann bitte etwas schneller, mein Herr, um Missverständnissen vorzubeugen.“ (...) In der Kabine entledigte ich mich meiner Kleider, hängte sie auf die nagelneuen Plastikbügel und übergab sie dem jungen, adrett gewandeten Kabinenwärter. (...) Kaum hatte ich den Kabinenraum verlassen, überfiel mich abermals das schneidende „Huiii-huiii“ des Bademeisters. Es sei, so ließ er mich wissen, aus hygienischen Gründen verboten, den Raum um das Schwimmbecken in Sandalen zu betreten. (...) Widerspruchslos schlüpfte ich aus meinen Sandalen und trug sie in der Hand weiter. Wenn ich geglaubt hatte, dass damit alles in Ordnung sei, belehrte mich ein scharfer Doppelpfiff sogleich eines anderen: „Fußbekleidungen welcher Art immer dürfen nicht zum Schwimmbecken mitgenommen werden, auch nicht von Hand“, instruierte mich das hochschwebende Aufsichtsorgan. Es blieb mir nichts übrig, als meine Sandalen

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EPHRAIM KISHON wurde 1924 als Kind jüdischer Eltern in Budapest geboren. 1949 ging er nach Israel und wurde dort zu einem der bekanntesten Satiriker der Welt. Dieser Text ist aus seinem Buch Das große KishonKarussell. Kishon starb 2005. das Karuss¡ll, -s

zitieren

die Steuerhinterziehung, -en die Zehenspitze, -n Grüezi! schweiz. die Scham ohrenbetäubend das Pfeifsignal, -e (die Pfeife, -n aufhalten schneiden zus„mmenfahren der Bademeister, „nlegen zurufen vorbeugen sich entledigen nagelneu der Pl„stikbügel, adr¡tt gew„ndet der Kabinenwärter, -

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große, runde Konstruktion, die sich im Kreis dreht und auf der man mitfahren kann

Worte nennen, die jemand anders gesagt oder geschrieben hat kriminelle Tat, bei der man Steuern nicht bezahlt, sondern das Geld im Geheimen behält ≈ vorderster Teil des Fußes Guten Tag! hier: schlechtes Gefühl, weil man etwas falsch gemacht hat sehr laut hohes Signal, das mit einer Pfeife produziert wird hier: ≈ kleines Instrument) hier: ≈ stoppen hier: Schmerzen verursachen hier: erschrecken Person, die im Schwimmbad aufpasst hier: anziehen aus der Entfernung rufen hier: verhindern, dass … entsteht hier: ausziehen absolut neu Gegenstand aus Plastik, auf den man z. B. Kleider hängt hübsch und gepflegt gekleidet Person, die die Kabinen betreut

Schwimmen in der Schweiz: Wegen der strikten Hygiene-Regeln war der Besuch des Schwimmbads von Sankt Moritz für den israelischen Satiriker ein Experiment mit überraschendem Ende. zurückzutragen und sie der Obhut des adretten Jünglings zu übergeben. Auf dem Rückweg zum Schwimmbecken erreichten mich abermals Pfiff und Mahnung des Bademeisters: „Wünschen Sie nicht vielleicht, eine Dusche zu nehmen, mein Herr?“ Seine taktvolle Frage bedeutete nichts anderes, als dass die Benützung des Schwimmbeckens ohne vorherige Säuberung verboten war. Noch während ich unter der Dusche stand, ertönte das „Huiii-huiii“ aufs Neue; diesmal kam sein Erreger sogar eigens herabgestiegen und auf mich zu: „Entschuldigen Sie, mein Herr, aber Ihre Schwimmhose macht einen übermäßig lockeren Eindruck. Bitte wählen Sie eine andere, die nicht herunterrutschen kann. Und wählen Sie bitte rasch.“ (...) Ich nickte respektvoll, begab mich zur Verleihstelle für Schwimmanzüge, sagte Grüezi, bat um ein Paar Schwimmhosen mit straffem Gummizug, legte sie an, trat hervor, schlug den Weg zum Schwimmbecken ein und hörte einen schrillen, pfeifenden Ton, der wie „Huiii-huiii“ klang. Es dauerte nicht lange, bis ich entdeckte, dass es der Bademeister war. Er unterrichtete mich, dass man beim Verlassen des SchwimmbeckenAreals in den Status eines Neuankömmlings versetzt werde und gut daran täte, eine Dusche zu nehmen. Ich nahm eine zweite Dusche und wollte mich nach all den Anstrengungen auf einem der ums Bassin angeordneten Liegestühle ausruhen – aber „Huiiihuiii“: Es war verboten, die Liegestühle in nassem Schwimmanzug zu benützen. (...) Um diese Zeit traten bei mir die ersten Anzeichen von Verfolgungswahn auf. Ich kroch auf allen vieren zur Schmalseite des Bassins und machte zwischen Umrandung und Wasserspiegel eine Stelle ausfindig, wo ich mich hinter einer dicken Betonsäule dergestalt verbergen konnte, dass ich nur den Schweizer Himmel sah und niemand auf Erden mich. Dort fühlte ich mich verhältnismäßig sicher und schlief ein. Es überraschte mich nicht im geringsten, durch ein schrilles „Huiii-huiii“ geweckt zu werden. Die Überraschung bestand lediglich darin, dass es aus nächster Nähe an mein Ohr drang. Er selbst stand vor mir und rüttelte mich sanft an der Schulter: DEUTSCH perfekt

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hier: in einen bestimmten Zustand kommen gut dar„n tun zu sollen; richtig handeln, indem „nordnen hier: an einen bestimmten Platz stellen auftreten hier: plötzlich entstehen das [nzeichen, - Zeichen, das auf etwas Zukünftiges hinweist der Verf¶lgungs- krankhafter Glaube, dass man wahn verfolgt wird (verf¶lgen hier: an jeden Ort nachkommen) auf „llen vieren sich auf Händen und Knien vorkriechen wärtsbewegen die Umr„ndung, hier: äußerer Bereich um das -en Bassin der W„sserspiegel glatte Oberfläche des Wassers ausfindig m„chen entdecken die Betonsäule, -n dünner, langer, vertikal stehender Gegenstand aus Beton (der Beton sehr harter Baustoff) dergestalt ≈ so; auf diese Art sich verb¡rgen sich verstecken verhæltnismäßig relativ dar“n bestehen hier: sein lediglich nur dr“ngen hier: erreichen, kommen zu r•tteln schnell hin und her bewegen s„nft hier: leicht, vorsichtig die Sch¢lter, -n Körperteil zwischen Hals und Arm so handeln, dass man mit negasich aussetzen tiven Konsequenzen rechnen muss der S¶nnenstich gesundheitliche Störung (z. B. starke Kopfschmerzen), weil man zu lange in der Sonne war pr¶mpt schnell, sofort plötzlich und unerwartet jäh der [nlauf, ¿e kurzer, schneller Lauf sich st•rzen in hier: schnell springen in ≈ neu, wiederholt neuerlich hier: nicht in eine unangenehme entgehen Situation kommen erw“schen hier: entdeckt werden „nsteckend ≈ leicht an andere weiterzugeben ≈ bekommen sich zuziehen ≈ von außen steuern, stören oder eingreifen stoppen mit langsamen, feierlichen zuschreiten auf Schritten in eine Richtung gehen sich „nschicken zu kurz davor sein, etwas zu tun der K¶pfsprung, Sprung (ins Wasser), mit den ¿e Händen und dem Kopf voraus erkl“ngen zu hören sein das Tr„mpolin, -e hier: Turm oder Startblock, von schweiz. dem man ins Wasser springt Mir r“ss die GeIch verlor die Geduld. d¢ld. (die Ged¢ld hier: ≈ Ruhe) Zum Teufel! Jetzt ist es genug! br•llen sehr laut rufen der }mkreis nahe Umgebung s¡nken hier: nach unten bewegen sch¢ldbewusst so, dass man sich schuldig fühlt hier: ins Wasser gehen, ohne gleiten einen Laut zu produzieren ¢nauffällig hier: so, dass man kein Interesse / keinen Verdacht weckt ¢ntertauchen unter Wasser gehen vorbildlich ≈ ideal einen Str“ch durch einen Plan verhindern die R¡chnung m„chen auftauchen aus dem Wasser hochkommen chlorhaltig sein Chlor enthalten spr“tzen hier: die Umgebung nass machen ertr“nken sterben, weil man zu lange unter Wasser war vers¡tzen

„Huiii-huiii“ erklang es. „Gesprungen wird nur vom Trampolin. Überall anders ist es verboten.“ Jetzt riss mir die Geduld: „Zum Teufel!“, brüllte ich. „Was ist hier eigentlich erlaubt?“ „Huiii-huiii“, antwortete der Bademeister. „Kein Lärmen und Schreien im Umkreis des Schwimmbeckens.“ Ich senkte schuldbewusst den Kopf, (...) glitt unauffällig ins Wasser und tauchte unter, in der Hoffnung, dass er mich nicht sehen würde. Die vorbildliche Sauberkeit des Wassers machte mir einen Strich durch die Rechnung. Kaum war ich aufgetaucht, pfiff er mich aufs Neue an: „Huiii-huiii, Sie dürfen nicht mit offenen Augen schwimmen. Das Wasser ist chlorhaltig.“ Ich schwamm mit geschlossenen Augen weiter. „Huiii-huiii, spritzen Sie nicht!“ „Ohne Spritzen kann ich nicht schwimmen.“ „Dann schwimmen Sie nicht.“ Ich hörte auf zu schwimmen und ertrank. <

überf„llen hier: plötzlich und überraschend zu hören sein abermals ≈ wieder das Schw“mmSchwimmbad-Bereich, in dem man schwimmen becken, kann; Swimming-Pool die Sandale, -n offener Schuh für den Sommer betreten hineingehen in widerspruchslos ohne Protest schl•pfen aus hier: ausziehen beweisen, dass man sich irrt eines „nderen belehren der D¶ppelpfiff, -e hier: doppelter, kurzer, hoher Laut aus der Pfeife sogleich sofort die Fußbekleidung, z. B. Schuhe, Stiefel ... -en instruieren unterrichten, erklären hochschwebend hier: auf einer Art hohem Stuhl sitzend das Aufsichtsorgan, -e Person, die etwas kontrolliert ≈ Ich musste ... Es blieb mir n“chts übrig, als ... die {bhut Schutz und Pflege der J•ngling, -e junger Mann die Mahnung, -en hier: Aufforderung, die Vorschriften zu beachten t„ktvoll diskret

die Ben•tzung Benutzung südd., österr., schweiz. ertönen zu hören sein aufs Neue wieder, noch einmal der Erreger, hier: Verursacher eigens ≈ extra her„bsteigen heruntersteigen, herunterkommen übermäßig extrem, zu sehr l¶cker hier: ↔ fest, sicher her¢nterrutschen hier: den Halt verlieren und sich nach unten bewegen r„sch schnell sich begeben zu an einen bestimmten Ort gehen die Verleihstelle, -n Ort, an dem man etwas leihen kann str„ff ≈ fest der G¢mmizug, ¿e hier: ≈ Ring aus elastischem Material, das oben in die Hose genäht wird hervortreten herauskommen einschlagen hier: in eine bestimmte Richtung gehen schr“ll hier: sehr hoch und laut der Ton, ¿e hier: Laut kl“ngen hier: ähnlich wirken Person, die das erste Mal kommt der Neuankömmling, -e

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© 1990 BY LANGEN MÜLLER IN DER F.A. HERBIG VERLAGSBUCHHANDLUNG GMBH, MÜNCHEN; FOTOS: G. STOCKINGER; LANGENMÜLLER; FOTOLIA/J.M.; F. BARNI; PIXELIO.DE

„Hier dürfen Sie nicht schlafen, mein Herr. Sie setzen sich ja der Gefahr eines Sonnenstichs aus. Gehen Sie doch ins Wasser!“ Meine Absicht, diese Aufforderung prompt zu befolgen, wurde von einem „Huiii-huiii“, in meinem Rücken jäh gebremst: „Zuerst auf die Toilette!“ „Aber ich muss ja nicht ...“ „Doch, Sie müssen!“ Ich ging, blieb drei Minuten, kam heraus und wollte mich mit Anlauf ins Wasser stürzen, um einem neuerlichen „Huiii-huiii“ zu entgehen – aber da hatte es mich schon erwischt. Der Bademeister winkte mich zu sich und untersuchte mich von allen Seiten, ob ich mir in der Zwischenzeit nicht vielleicht eine ansteckende Krankheit zugezogen hätte (...). Obwohl er nichts finden konnte, schickte er mich aufs Neue unter die Dusche. (...) Langsam, um nur ja kein Eingreifen höherer Mächte zu provozieren, schritt ich auf das Schwimmbecken zu und schickte mich zu einem Kopfsprung an.


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Die Tipps des Monats von TIM

OLAND. Mehr Infos auf www.deutsch-perfekt.com ) Aktuelle Termine

> AUCH AUF TOUR Die Ärzte • Anajo • Bishop Allen • Bläck Fööss • The Busters • Paul Carrack • Jan Delay • Digitalism • DJ Ötzi • Down Below • Bob Geldof • German Brass • Heiter bis Wolkig • Neil Hickethier • Al Jarreau • Karpatenhund • LaFee • Annett Louisan • Maroon 5 • Die Mimmis • Kate Nash • The Peacocks • Schäl Sick Brass Band • Scout Niblett • Seidenmatt • Silverstein • Tinariwen • The 12 Tenors

> JETZT IM KINO

> DIETER GLOGOWSKI

MEINE SCHÖNE BESCHERUNG

Jährlich sind circa 1000 Kinder aus dem von China besetzten Tibet auf der Flucht und riskieren ihr Leben. Vor einem Jahr begleitete der Fotograf und Filmemacher Dieter Glogowski (51) zwei tibetische Kinder auf ihrer Flucht. Drei Wochen liefen sie zu Fuß durch den Himalaja nach Ostnepal. Den Weg der Kinder hat Glogowski in einem Bildband beschrieben: Tibet. Flucht vom Dach der Welt. Glogowski präsentiert die Geschichte als Diashow.

Sara liebt ihren Mann Jan und ihre Kinder aus verschiedenen Ehen. Zum Weihnachtsfest lädt sie ihre drei Ex-Ehemänner ein. Sie kommen mit ihren neuen Familien. Aus dem Fest der Liebe wird ein Fest der Gemeinheiten. Sara hat auch ein hübsches Geschenk für Jan. Sie ist schwanger – aber nicht von ihm. In Vanessa Jopps Komödie spielen die Stars Meret Becker, Heino Ferch, Martina Gedeck und Jasmin Tabatabai.

28.11. Coburg 29.11. Bamberg 30.11. Marktredwitz

01.12. Bad Nauheim 03.12. Hoyerswerda 05.12. Cottbus

06.12. Großröhrsdorf 07.12. Kelkheim 08.12. Kempten

COMEDIAN HARMONISTS

SCHILF

Vor 80 Jahren gründeten sechs Männer in Berlin eine Vokalgruppe, die dann international berühmt wurde. Aus der Geschichte der Sänger wurde 1997 mit großem Erfolg ein Film gemacht. Aus demselben Jahr sind der Text und die Musik dieses Theaterstücks. Regie: Gil Mehmert.

Der neue Roman von Juli Zeh (33) kommt auf die Bühne. Bettina Bruinier inszeniert die Geschichte vom sterbenden Kommissar. Sein letzter Fall führt ihn in die Welt der höheren Physik. 13.12. (Uraufführung), München, Volkstheater

01.12. (Premiere), Essen, Schauspiel

> DIE FANTASTISCHEN VIER Hip-Hop aus Deutschland? Klar! Als sie jung waren, hörten die Stuttgarter Musiker das amerikanische Militär-Radio AFN Europe. 1992 hatten sie ihren ersten Erfolg mit der Single Die da?!. Weitere Hits: „Lass die Sonne rein“, „Sie ist weg“ und „MfG - Mit freundlichen Grüßen“. Auf dem aktuellen Album Fornica hört man die Musik der 80er-Jahre mit viel Synthesizer. Sie wirkt frisch, und die Texte sind originell. 27.11. 28.11. 29.11. 01.12. 02.12.

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Hannover Bremen Berlin Oberhausen Bielefeld

03.12. Hamburg 05.12. Passau 06.12. Wien 07.12. Stuttgart 08.12. Stuttgart DEUTSCH perfekt

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> KALENDER bis 13.01.

Eine Liebe. Max Klinger und die Folgen. Über 200 Graphiken, Gemälde und Skulpturen des Symbolisten (1857 - 1920). Hamburg, Kunsthalle

bis 03.02.

Bob Dylan. The Drawn Blank Series. Auf der ganzen Welt die erste Ausstellung mit Skizzen, Zeichnungen und Gemälden des Rockmusikers. Chemnitz, Kunstsammlungen

bis 24.03.

Maria, Magdalena, Mauritius. Umgang mit Heiligen. Sonderausstellung mittelalterlicher Holzfiguren. Zürich, Schweizerisches Landesmuseum

28.11. - 17.02.

Gehen Bleiben. Bewegung, Körper, Ort in der Kunst der Gegenwart. Installationen, Objekte, Videos und Fotos internationaler Künstler seit den 60er-Jahren. Bonn, Kunstmuseum

30.11. - 24.12.

Nürnberger Christkindlesmarkt. Deutschlands berühmtester Weihnachtsmarkt. Nürnberg, Hauptmarkt

Eröffnung des Grassi Museums für Angewandte Kunst. Eine Reise durch 2500 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte.

01.12.

Leipzig, Grassi Museum

07.12. - 16.12.

Arosa Humor-Festival. Internationale Komiker präsentieren zehn Tage lang ihre Highlights. Arosa, Zelt bei der Tschuggenhütte und Kino im Kursaal

JETZT IM KINO eine schöne Bescherung hier: eine unangenehme Überraschung (die Bescherung, -en Geben der Weihnachtsgeschenke) die Gemeinheit, -en böse, moralisch schlechte Sache DIETER GLOGOWSKI bes¡tzt hier: von Militär in Besitz genommen begleiten hier: dabei sein, mitgehen die Fl¢cht Weglaufen der B“ldband, ¿e großes Buch mit vielen Bildern das D„ch der W¡lt Himalaya die Diashow, -s Zeigen von Fotos mit einem Projektor KALENDER die F¶lge, -n hier: Ergebnis, Konsequenz das Gemälde, Bild der }mgang Kontakt der Heilige, -n Person, die vor langer Zeit ein sehr religiöses Leben gelebt hat und die in der katholischen Kirche besonders respektiert wird die Gegenwart Zeit, die jetzt ist der Chr“stkindlesmarkt, Markt in der Zeit vor Weihnachten, wo ¿e südd. man z. B. süße Spezialitäten oder Spielsachen kaufen kann die Erœffnung, -en ≈ erstes Öffnen die [ngewandte K¢nst z. B. dekorative Möbel oder Gegenstände der Komiker, Künstler, der die Menschen zum Lachen motiviert COOP HIMMELB(L)AU gr•nden starten ]twas ist gefragt. Es gibt Interesse für etwas. die Ausstellungshalle, sehr großer, hoher Raum für Ausstel-n lungen erœffnen zum ersten Mal öffnen COMEDIAN HARMONISTS gr•nden starten die Regie hier: Person, die den Schauspielern Instruktionen gibt

WINTERZAUBER

EIN AMERIKANISCHER TRAUM?

GREGORIANISCHE GESÄNGE

Seit Hunderten von Jahren kommen berühmte Gäste in den bayerischen Kurort Bad Kissingen. Auch die Kultur kann sich sehen und hören lassen. Das jährliche Festival verbindet Kunst, Literatur, Theater und Musik verschiedenster Stile.

Sie sind in der mittelalterlichen Klosterkirche Zinna (Sachsen) im Licht Hunderter Kerzen zu hören. Beim jährlichen Weihnachtskonzert singt das Ensemble Clairvaux, das seinen Namen nach einem Zisterzienser-Mönch

07.12. - 05.01. Bad Kissingen, verschiedene

Der amerikanische Pop-Art-Bildhauer Duane Hanson (1925 - 1996) porträtierte den amerikanischen Alltag. Ein kritischer Blick auf die Mittel- und Unterschicht. „Sculptures of the American Dream“ zeigt 22 Werkgruppen von Hanson.

Veranstaltungsorte

20.10. - 30.03. Völklingen, Völklinger Hütte

26.12. Jüterbog, Klosterkirche

wählte.

SCHILF ≈ dickes Gras, das an Seeufern wächst ≈ auf die Bühne bringen hier: kriminelle Sache, die untersucht werden muss höher hier: komplex WINTERZAUBER der W“nterzauber ≈ Faszination/Magie des Winters der Kurort, -e Ort, wo sich kranke Menschen erholen können EIN AMERIKANISCHER TRAUM? hier: Wunsch, Ideal der Traum, ¿e der B“ldhauer, Künstler, der Skulpturen macht die M“ttelschicht, -en soziale Klasse, der es finanziell relativ gut geht die }nterschicht, -en unterste soziale Klasse die W¡rkgruppe, -n hier: Gruppe von Skulpturen GREGORIANISCHE GESÄNGE der Ges„ng, ¿e von: singen m“ttelalterlich aus dem historischen Zeitraum von ungefähr 500 bis 1500 nach Christus die Klosterkirche, -n Kirche, die Teil eines Klosters ist (das Kloster, ¿ Kirche mit Wohn- und Arbeitsgebäuden, in denen sehr religiöse Männer oder Frauen leben und arbeiten) der Mœnch, -e Mann, der nur für seine Religion lebt, z. B. auch nicht heiratet das Sch“lf inszenieren der F„ll, ¿e

> COOP HIMMELB(L)AU

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FOTOS: X VERLEIH; BMG; OTS

Das Wiener Architekturbüro wurde 1968 von Wolf Prix und Helmut Swiczinsky gegründet. Ihre Arbeiten sind auf der ganzen Welt gefragt. Eines ihrer vielen spektakulären Projekte ist die Ausstellungshalle BMW Welt. Sie wurde Ende Oktober in München eröffnet. Die Ausstellung „Beyond the Blue“ zeigt Modelle, Skizzen, Zeichnungen, Projektionen und Animationen zu fertigen und geplanten Gebäuden in Europa, Asien und 12.12. - 11.05. Wien, Museum für angewandte Kunst Amerika.


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GRÜNE WELLE Lange war Umweltschutz vor allem das Thema einer kleinen Gruppe: der „Ökos“. Heute ist Umweltschutz modern, im Alltag, in der Politik, in der Wirtschaft – und auf dem Arbeitsmarkt. Alte Utopien sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen, berichtet EVELYN

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ußen normales Haus, innen modernste Umwelttechnik: Gerd Reuter und seine Familie leben in einem Passivenergiehaus: Sie haben keine Heizung, trotzdem ist es immer warm. „Das Wichtigste ist die Dämmung“, sagt Reuter (39). Die Dämmung ist 38 Zentimeter dick. Bei normalen Häusern sind es nur zwölf Zentimeter. „Das Haus verliert so wenig Wärme, dass wir nur sehr wenig Energie brauchen, um es zu heizen. Für die 150 Quadratmeter würde ein Föhn genügen.“ Nicht nur in seiner Heimatstadt Spangenberg (Hessen) ist Gerd Reuter ein Pionier. In ganz Deutschland gibt es kaum mehr als 5000 Passivenergiehäuser. Aber der Markt wächst: „Immer mehr Menschen wollen Energie sparen. Und immer mehr Menschen wollen unabhängiger von Gas und Öl sein“, sagt Reuter, der als Ingenieur auch Immobilienbesitzer berät. Die Deutschen und der Umweltschutz: Lange dachte man bei dieser Kombination vor allem an Mülltrennung und an das Klischee der „Ökos“ im Wollpullover. Heute ist Umweltschutz auch für konservative Politiker und die Industrie ein wichtiges Thema. Denn immer mehr Wähler wollen ökologische Produkte kaufen, dem Klima helfen – und Geld sparen: Denn Öl, Gas und Strom werden immer teurer. Für Gerd Reuter und seine Frau Tatjana (36) war das ein wichtiges Argument, als sie sich für ein Passivenergiehaus entschieden. Auch wenn es draußen minus zehn Grad

FOTOS: FOTOLIA/A1X; PRIVAT

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Celsius hat: Das Ehepaar und seine Kinder Paul (8) und Ida (6) haben es warm in ihrem Haus ohne Heizung. Die Wärme ihrer Körper und von Geräten wie Waschmaschine, Spülmaschine oder Fernseher reichen. Nicht nur bei der Heizung haben sich die Reuters für eine umweltfreundliche Lösung entschieden. Die Toiletten spülen sie mit Regenwasser. „Das warme Wasser, das wir brauchen, heizen wir zu 60 Prozent über die Sonnenkollektoren“, sagt Reuter. Und vor dem Haus der Familie steht ein ErdgasAuto.

Deutsche Umwelttechnik steht auf dem Weltmarkt auf Platz eins. So vorbildlich leben nicht viele Deutsche. Dabei steht deutsche Umwelttechnik auf dem Weltmarkt auf Platz eins: Deutsche Anbieter von umweltfreundlicher Energie aus Sonne, Wind und Wasser haben international einen Marktanteil von 30 Prozent. Bei Trennung und Wiederverwertung von Abfall liegt der Weltmarktanteil bei 25 Prozent. In Deutschland arbeiten mehr als 1,5 Millionen Menschen in der Umweltbranche. Und manche Firmen machen Milliarden-Umsätze mit Umwelttechnik. Lange wurden Umweltschützer „Ökos“ genannt. Sie hatten ein schlechtes Image, obwohl sie ein besseres Leben wollten: Menschen, die lieber bei regionalen Bauern als im Supermarkt kaufen, mit dem Fahrrad

Haus ohne Heizung Bei Familie Reuter ist es im Winter trotzdem warm 12/07

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statt dem Auto zur Arbeit fahren oder selbst Pullover stricken. Die meisten Menschen meinten, die Ideen der „Ökos“ von einem Leben mit der Natur, von Solidarität und gerechtem Welthandel seien Utopien. Aber heute denken viele Menschen anders: Es ist modern, etwas für die Umwelt zu tun. Es ist schick, sich vom Biobauern frisches Gemüse nach Hause liefern zu lassen oder samstags auf dem Markt einzukaufen. Viele Produkte tragen nun das Wort „Bio“ im Namen – und manche, wie die Bionade, eine ökologisch produzierte Limonade (siehe Deutsch perfekt 10/2006), werden heute auch in vielen Kneipen angeboten. Öko ist zum Lifestyle geworden – und zum Dauerthema in der Politik. Ein aktuelles Beispiel: Ab 2008 gibt es einen Energiepass. Das ist ein Ausweis für Wohnhäuser. Darin steht, wie viel Energie eine Wohnung oder ein Haus braucht – eine wichtige >

≈ Situation, dass Autofahrer nicht halten müssen, weil die Ampeln alle grün zeigen; hier: ökologischer Prozess, der gute Fortschritte macht der }mweltschutz von: die Umwelt schützen % S. 48 die Dæmmung, -en ≈ Material, das warme Luft nicht nach außen lässt und kalte Luft nicht nach innen % S. 48 die Wærme Zustand, wenn es warm ist % S. 48 der Föhn, -e Gerät, um die Haare zu trocknen genügen genug sein der Pionier, -e Person, die etwas als Erste macht ¢nabhängig hier: ohne Gas oder Öl zu brauchen der Immobilienbesitzer, Person, der ein Gebäude oder ein Stück Land gehört reichen hier: genug sein ¢mweltfreundlich gut für die Umwelt % S. 48 der S¶nnenkollektor, ≈ technische Konstruktion, um die -en Energie von Sonnenlicht zu sammeln % S. 48 vorbildlich als positives Beispiel dabei/dabei ≈ und das, obwohl der M„rktanteil, -e Menge der verkauften Produkte einer Firma im Vergleich zur Menge der verkauften Produkte aus dem ganzen Wirtschaftsbereich die Wiederverwertung, Prozess, bei dem Material ein -en zweites Mal verwendet und etwas Neues daraus hergestellt wird % S. 48 die }mweltbranche alle Firmen, die im Bereich Umfranz. weltschutz oder Umwelttechnik arbeiten % S. 48 der }msatz, ¿e Summe aller Verkäufe in einer bestimmten Zeit str“cken ≈ mit zwei langen Metallteilen eine Handarbeit aus Wolle herstellen ger¡cht hier: ökonomisch korrekt der W¡lthandel globaler Kauf und Verkauf von Waren seien Konj. I von: sein sch“ck hier: im Trend Bauer, der ökologisch produziert der Biobauer, -n % S. 48 die grüne W¡lle

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Grüne Politik Karlsruhe, 13. September 1980. Eine neue Partei wird gegründet: Die Grünen wollen eine Alternative zu den anderen Parteien sein. Auf ihre Plakate drucken sie Sonnenblumen. Ihr Programm: „Ökologisch, sozial, basisdemokratisch, gewaltfrei.“ Unter den Mitgliedern sind bekannte Personen wie der Künstler Joseph Beuys und der Schriftsteller Carl Amery. Bei der nächsten Bundestagswahl im Jahr 1983 bekommt die neue Partei 5,6 Prozent und sitzt zum ersten Mal mit im deutschen Parlament. Trotzdem sind viele Bürger sehr kritisch: Sie halten die Umwelt-Ideen der Grünen für industriefeindlich. Heute sind die Grünen eine professionelle Partei – und die stärkste Umweltpartei in Europa. Schon lange haben aber auch andere Parteien gemerkt, dass Umweltschutz den Wählern wichtig ist – und dass Umwelttechnik ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte im Juli 2007, die Trennung zwischen Ökonomie und Ökologie sei „passé“. Besonders der Klimaschutz ist der früheren Umweltministerin wichtig: Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sollen bis Ende 2007 ein Programm für mehr Klimaschutz und bessere Energie-Effizienz präsentieren. Ziel ist, bis 2020 20 Prozent der Energie aus regenerativen Ressourcen zu produzieren. Zurzeit sind es zwölf Prozent.

gr•nden die S¶nnenblume, -n gew„ltfrei die B¢ndestagswahl, -en h„lten für industriefeindlich der }mweltschutz der W“rtschaftsfaktor, -en die CDU sei passé franz. die CSU die SPD die Effizi¡nz die regenerative Ressource, -n franz.

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starten große, gelbe Blume ≈ ohne Brutalität, ohne Diktatur das Wählen der Repräsentanten des deutschen Parlaments meinen, dass gegen die Industrie von: die Umwelt schützen % S. 48 Komponente für die Wirtschaft kurz für: Christlich Demokratische Union Konj. I von: sein vorbei kurz für: Christlich-Soziale Union kurz für: Sozialdemokratische Partei Deutschlands hier: ≈ Kriterium dafür, dass etwas (ökonomisch) Sinn macht Energie, die von der Natur immer wieder neu produziert wird (z. B. Wasserkraft, Wind und Solarenergie)

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Information für Mieter und Käufer. Außerdem fördert die staatliche Bankengruppe KfW die Sanierung von Gebäuden mit 1,4 Milliarden Euro – pro Jahr. Aber vielleicht spielt dabei nicht nur Umweltschutz eine Rolle: Deutschland ist abhängig von Gasund Öl-Lieferungen aus dem Ausland. Die Europäische Union will, dass bis 2020 circa 20 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen. Ein Projekt der Superlative ist der Bau einer Windkraftanlage vor der deutschen Nordsee-Insel Borkum. Die Offshore-Anlage liegt 100 Kilometer vom Festland entfernt – so weit wie keine andere Windkraftanlage der Welt. Mit einer Leistung von 400 Megawatt ist sie die größte Offshore-Anlage der Welt. Der Umsatz der deutschen Hersteller von Windkraftanlagen lag 2007 bei geschätzten 2,6 Milliarden Euro im Inland und 4,59 Milliarden Euro im Ausland. Die deutsche Solarzellen-Produktion wuchs von Januar bis Juli 2007 um ein Drittel. 40 Prozent der Zellen werden exportiert. Bis 2008 sollen 15 neue Solarfabriken gebaut werden. Auch im Alltag wollen viele Deutsche umweltfreundlich leben. Bei vielen gibt es nicht weniger als drei Mülltonnen: eine für Papier, eine für Bio-Abfall, eine für Restmüll – und oft auch eine für Verpackungen. Die Deutschen sind Meister im Mülltrennen. Sie werfen zum Beispiel ihre leeren Joghurtbecher nicht einfach weg, sondern trennen vorher den Plastikbecher vom AluminiumDeckel. In Deutschland werden mehr als 75 Prozent der Verpackungen wiederverwertet. Auch die Ernährung wird immer wichtiger: In wenigen Jahren hat sich der Markt für Bio-Lebensmittel total geändert. Jetzt gibt es Bio-Essen nicht mehr nur in kleinen Bioläden. Es gibt Bio-Lebensmittel bei normalen Discount-Supermärkten wie Aldi, Lidl oder Plus. Und es gibt spezielle Bio-Supermärkte.

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2006 wurden in Deutschland 4,5 Milliarden Euro Umsatz mit ökologischen Lebensmitteln gemacht – das sind 16 Prozent mehr als 2005. Das sind große Zahlen, aber trotzdem nur drei Prozent des gesamten Marktes für Lebensmittel. 1996 wurden auf 354 171 Hektar ökologische Lebensmittel angebaut. 2006 waren es rund 833 000 Hektar, fünf Prozent der landwirtschaftlichen Fläche. Trotzdem können die deutschen Biobauern nicht genug produzieren: Sehr viele Bioprodukte müssen nach Deutschland importiert werden.

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Was beim Essen heute normal ist, ist bei Kleidung noch etwas Besonderes: Nur wenige Firmen bieten Öko-Mode an. Eine der größten ist die Firma Hess Natur: Nicht nur der ökologische Anbau der Baumwolle ist ihr wichtig, sondern auch soziale Standards und faire Preise. Obwohl die Firma seit 30 Jahren Öko-Kleidung produziert, bietet sie erst seit Frühling 2007 Mode für junge Leute an. Vom Bio-Boom profitieren auch Firmengründer – wie Olaf Schnelle (42) und Ralf Hiener (41). Seit acht Jahren existiert ihre Firma Essbare Landschaften. Der Name >

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fœrdern die Sanierung, -en die erneuerbare Energie, -n

die W“ndkraftanlage, -n die Leistung, -en

schætzen die Solarzelle, -n

der Meister, der Joghurtbecher, der D¡ckel, ges„mt der H¡ktar, „nbauen l„ndwirtschaftlich die Flæche, -n die Baumwolle

fair engl. profitieren der F“rmengründer, ¡ssbar

hier: finanziell unterstützen ≈ Renovierung Energie, die von der Natur immer wieder neu produziert wird (z. B. Wasserkraft, Wind und Solarenergie) % S. 48 technische Konstruktion, die mithilfe von Wind Energie produziert % S. 48 hier: ≈ Ergebnis der Arbeit, die ein Gerät produziert als physikalische Größe hier: vermuten elektrisches Bauteil, mit dem man aus Sonnenlicht Strom produzieren kann % S. 48 hier: der/die Beste Gegenstand aus Plastik für Joghurt oberer Teil zum Öffnen und Schließen ganz, komplett Größe: 1 Hektar = 10 000 Quadratmeter hier: ≈ Pflanzen in die Erde setzen ≈ agrarwirtschaftlich ≈ Bereich, Gebiet Pflanze, deren weiße, wollige Frucht man für die Herstellung von Kleidung verwendet hier: ökonomisch korrekt Vorteile haben Person, die eine Firma startet ≈ so, dass man es essen kann

Sonnenenergie 15 neue Solarfabriken bis 2008

Top-Thema Umweltschutz

QUELLE: UMWELTBUNDESAMT/PHILIPPS-UNIVERSITÄT MARBURG; FOTOS: ULLSTEINBILD/AP; KEYSTONE/V-SCHULZ; BMU/BRIGITTE HISS

Alle zwei Jahre untersucht die Universität Marburg für das Umweltbundesamt das Umweltbewusstsein der Deutschen. Immer mehr Menschen finden es wichtig, die Umwelt zu schützen: 2006 sagten 25 Prozent der Deutschen, dass der Umweltschutz eines der größten Probleme Deutschlands ist (2004: 18 Prozent; 2002: 14 Prozent). Zum ersten Mal ist der Umweltschutz nach dem Arbeitsmarkt (63 Prozent) auf Platz zwei der größten Probleme. 70 Prozent der Deutschen finden, dass die Politik mehr für die Umwelt tun soll (2004: 63 Prozent). Die Marburger Experten fragten auch: „Tun Sie persönlich etwas für den Umweltschutz?“ Hier die Antworten: AM WICHTIGSTEN IST DEN DEUTSCHEN (IN PROZENT; MEHRERE ANTWORTEN WAREN MÖGLICH) … GESAMT

FRAUEN

MÄNNER

1. sorgsamer Umgang mit Müll

65

69

60

2. sparsamer Umgang mit Energie

26

27

25

3. sparsames, umweltfreundliches Autofahren

24

20

27

4. umweltfreundliches Verkehrsverhalten

20

20

21

5. umweltfreundliches Konsumverhalten

13

17

8

6. sparsamer Umgang mit Trinkwasser

9

11

7

7. umweltfreundliche Gartennutzung

8

9

7

8. bürgerschaftliches Engagement

4

4

4

8. generell umweltfreundliches Verhalten

4

3

5

8. umweltfreundliches Bauen und Renovieren

4

2

6

der }mweltschutz das }mweltb¢ndesamt das }mweltbewusstsein ges„mt s¶rgsam der }mgang

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von: die Umwelt schützen % S. 48 Amt, das das Umweltministerium unterstützt ökologisches Denken % S. 48 hier: alle hier: gut organisiert, gut geplant hier: Art, etwas zu benutzen

sparsam ¢mweltfreundlich das Verkehrsverhalten die G„rtennutzung das b•rgerschaftliche Engagement, -s franz.

hier: ohne großen Energiekonsum % S. 48 gut für die Umwelt hier: Art, wie jemand fährt und welche Verkehrsmittel er benutzt ≈ Prinzip, wie man seinen Garten pflegt hier: ≈ freiwillige Arbeit ohne Bezahlung im ökologischen Bereich

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Ökologie und Ökonomie

Öko-Mode Bald so normal wie heute Bio-Lebensmittel?

die Kräuter Pl. ¡rnten das/der Gelee, -s franz. der/die Pesto ital. das Chutney engl.

Pflanzen, von denen man Teile als Gewürz oder Medizin verwendet ≈ z. B. Obst oder Gemüse sammeln, das man gepflanzt hat ≈ Marmelade aus Fruchtsaft Gewürzsoße auf italienische Art Gewürzsoße auf indische Art

hier: alle Geschäfte, die direkt an die Konsumenten verkaufen der Feinkostladen, ¿ Laden, der sehr leckere, meistens teure Lebensmittel verkauft hier: Gegenstand oder Geld, das ein der Preis, -e Gewinner bekommt Firma, die z. B. Gemüse und Blumen die Gärtnerei, -en produziert zur•ckschrecken vor etwas nicht tun, weil man Angst vor negativen Konsequenzen hat der Einzelhandel

Es schien … unüberw“ndbar/ ¢nüberwindbar der Gegensatz, ¿e der Mobilfunk s¶lchh„ndeln das Geschæft, -e

Es wirkte so, als ob … hier: ≈ sehr schwierig, problematisch Gegenteil Telekommunikation mit Handy von der genannten Art hier: ≈ tun, machen hier: Geld, das man verdient; Profit

Erfolg mit Bio-Kräutern Olaf Schnelle (links) und Ralf Hiener

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FOTOS: HESS NATUR; FOTOLIA/C. PITHARDT, A. GAYMARD; A. FREIDANCK

ist Programm: Hiener und Schnelle bauen in 2008 ziehen sie nach Stahlbrode im Norden Boltenhagen, einem Dorf in Mecklenburg- von Mecklenburg-Vorpommern und expanVorpommern, Kräuter an. Mit sieben Ange- dieren. Hiener und Schnelle bauen ihre Kräuter stellten ernten sie mehr als 80 verschiedene Kräuter. Sie machen Apfel-Gelee, Pesto, ökologisch an: ohne Pestizide und mit viel Handarbeit. Ihren Chutney und BratapKunden sagten sie fel-Marmelade. Diese Viele Deutsche haben das aber am Anfang Produkte liefern sie nicht weniger als nicht: „Vor sieben an bis zu 300 Resdrei Mülltonnen. Jahren schreckte die taurants in ganz Deutschland, außerdem an den Einzelhan- Gastronomie noch vor Bio-Essen zurück“, sagt Ralf Hiener. Früher gehörte ihm selbst del und an Feinkostläden. Für ihre innovative Idee haben Olaf ein Restaurant. „Bio-Essen hatte ein schlechSchnelle und Ralf Hiener in den letzten Jah- tes Image. Aber heute fragen immer mehr ren viele Preise bekommen. Jetzt ist ihre Kunden: Produziert ihr eigentlich ökoloGärtnerei zu klein geworden. Im Sommer gisch?“ <

Auf der einen Seite die Industrie, auf der anderen Seite die Umweltschützer: Bis vor wenigen Jahren schien das ein unüberwindbarer Gegensatz zu sein. Jetzt ändert sich das, nicht nur im Denken der Politiker. Viele Umweltorganisationen arbeiten lieber mit der Industrie zusammen, als gegen sie zu protestieren. Zum Beispiel der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) – mit 420 000 Mitgliedern die größte Umweltorganisation in Deutschland. Für ihn ist Kooperation wichtiger als Konfrontation: Mit Volkswagen bietet der Nabu Kurse an, in denen Autofahrer lernen, wie sie Benzin sparen können. Auch für das Recycling von Handys kooperieren Umweltorganisationen und die Industrie. Man kann sein altes Handy zum Beispiel zur Deutschen Umwelthilfe schicken: Für jedes alte Mobiltelefon bekommt die Umweltorganisation von einem Mobilfunk-Anbieter mehrere Euro. Für Firmen sind solche Kooperationen Teil der sogenannten Corporate Social Responsibility (CSR): Sie können zeigen, dass sie verantwortlich handeln wollen – und so neue Kunden gewinnen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: „CSR ist nicht nur wichtig für die Umwelt, sondern auch gut fürs Geschäft.“


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Was war wann?

DEZEMBER

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23.12.1507

500

In der thüringischen Stadt Nordhausen beschließen die Männer im Stadtrat eine neue Steuer. Sie ist für ein Getränk mit dem Namen „bornewyn“ – Branntwein. Was für Griechen der Ouzo ist, ist für die Deutschen der Korn. Unter diesem Namen wird der Schnaps berühmt, der aus Getreide hergestellt wird. Noch heute trinken viele den Nordhäuser Doppelkorn.

7.12.1807

200

Mit dem Königreich Westphalen gründet der französische Kaiser Napoleon einen künstlichen Modellstaat. Im August 1806 endete das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Diesen Staatenbund hatte es viele Hundert Jahre lang gegeben. Napoleon will den deutschen Aristokraten zeigen, wie ein moderner Staat funktioniert. Er schafft deshalb in Westphalen eine neue Administration und führt ein Rechtssystem ein, das bis heute auf die deutschen Gesetze wirkt. Als Napoleon 1813 die Völkerschlacht bei Leipzig verliert, löst sich das Königreich auf.

15.12.1957

50

In Deutschland gibt es viele Städte – aber nur wenige sehr große. Nach Berlin und Hamburg hat jetzt auch München mehr als eine Million Einwohner. 1933 wohnten in München noch 840 000 Menschen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Flüchtlinge in die Stadt. Weil es in München kaum hohe Häuser gibt und weil die Stadt so gemütlich wirkt, bekommt sie den inoffiziellen Namen „Millionendorf“. Heute ist Köln die vierte deutsche Millionenstadt.

beschließen der St„dtrat der Br„nntwein, -e das Getreide

das Königreich, -e gr•nden der Kaiser, der Staatenbund, ¿e sch„ffen das R¡chtssystem, -e das Ges¡tz, -e

3.12.1987

20

Der Bundestag beschließt, dass an deutschen Tankstellen kein Benzin mehr verkauft werden darf, in dem Blei ist. Es ist zu giftig. Ab Februar 1988 müssen Autofahrer, deren Autos Benzin mit Blei brauchen, das Schwermetall extra in das Benzin mischen.

die Vœlkerschlacht, -en sich auflösen der Fl•chtling, -e

der B¢ndestag beschließen das Blei

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FOTOS: PICTURE-ALLIANCE/ZB; AKG IMAGES; ULLSTEINBILD; ADAC

w“rken auf

hier: entscheiden, dass etwas gültig ist Parlament in einer Stadt sehr starkes alkoholisches Getränk alle Pflanzen, aus deren kleinen Früchten man Mehl machen kann großes Gebiet, in dem ein König regiert hier: neu machen oberster Monarch ≈ Verbindung von autonomen Staaten hier: machen System der Regeln eines Staates schriftliche Regel, die der Staat macht und an der sich alle orientieren müssen hier: ≈ einen bestimmten Effekt haben bei schwerer Kampf der Armeen verschiedener Nationen hier: aufhören zu existieren hier: Person, die im Krieg aus ihrer Heimat weggehen musste deutsches Parlament hier: entscheiden, dass etwas gültig ist sehr schweres, relativ weiches, graues Metall


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Der große Spezialshop rund ums Thema Sprachenlernen

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Fröhliche Weihnachten

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Rufus hilft den Weihnachtsmännern

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Die besten deutschen Weihnachtslieder auf insgesamt zehn CDs: CD 1 ist zum Beispiel dem berühmten Klassiker Stille Nacht, heilige Nacht gewidmet; auf CD 2 und 6 präsentiert der Tölzer Knabenchor Lieder zur Weihnachtszeit; auf CD 5 begleiten Sie die Wiener Sängerknaben durch den Advent und auf CD 10 hören Sie die Weihnachtsgeschichte und die schönsten Lieder. Eine wunderbare Sammlung, auch zum Verschenken.

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Rufus der Polarforscher kommt ins Weihnachtsdorf. Dort bereitet man sich gerade auf das Fest vor. Am Heiligen Abend aber möchte Rufus gern wieder bei seiner Familie sein. Leider kommt immer wieder etwas dazwischen, und dann wird auch noch einer der Weihnachtsmänner krank. – Ein lustiger Klassiker, als Buch oder als Audio-CD mit Plätzchenrezept und einer Bastelanleitung. Deutsch. 2 Audio-CDs (112 Min.). Art.Nr. 78025. € 13,95 (D)/€ 13,95 (A). Buch (114 Seiten). Art.Nr. 75087. € 12,90 (D)/€ 13,30 (A).

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Dieses Buch trainiert die wichtigsten Präpositionen und zeigt die Bedeutungen in authentischen Beispielsätzen. Die Übungen sind nach Schwierigkeit (A2 bis C2) und nach Thema unterteilt, z. B. „Wegbeschreibungen“ oder „typische Fehler“. Am Ende gibt es eine Übersicht der Regeln, Lösungen und ein Register zum Nachschlagen. Ein sehr nützliches Buch für den Unterricht und fürs Selbststudium.

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Professor Habakuk lebt auf einer einsamen Insel. Dort experimentiert er mit einer Medizin, die Tiere zum Sprechen bringt. Eines Tages landet das Urzeittier Urmel auf der Insel. Als der Professor seinem Kollegen davon erzählt, schickt dieser Jäger dorthin. – Eine der beliebtesten Geschichten mit den Marionetten der Augsburger Puppenkiste auf DVD und auf zwei AudioCDs. Limitierte „Gold-Edition“! Deutsch mit deutschen Untertiteln. 4 DVDs (ca. 115 Min.) + 2 Audio-CDs (ca. 113 Min.) + Booklet. Art.Nr. 71009. € 29,99 (D)/€ 29,99 (A).

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Die Grammatik Eine Grammatik für Deutsch-Lerner der Stufen A1 bis B1. Sie eignet sich sehr gut zur Prüfungsvorbereitung, zum Wiederholen oder zum Nachschlagen von Basiswissen. Die Regeln sind in einfacher Sprache erklärt. Dazu gibt es Beispiele, Tabellen und Zeichnungen. Im Anhang finden Sie die wichtigsten unregelmäßigen Verben und Verben mit Präpositional-Objekt. Deutsch. Niveau A1 - B1. 87 Seiten. Broschiert. Art.Nr. 75089. € 10,00 (D)/€ 10,30 (A).

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Sprache

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Das Buch erklärt alles, was man über die neue Zeichensetzung wissen muss – klar gegliedert, übersichtlich und mit vielen Beispielen. Für schwierige Fälle bietet es einfache Regeln und Tipps. Die Neuauflage wurde komplett auf die neue deutsche Rechtschreibung umgestellt. Alle Texte sind allgemein verständlich geschrieben. Grundregeln und schwierige Spezialfälle werden unterschiedlich dargestellt.

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Bei diesem neuen Konzept kaufen Sie nicht nach Sprachniveau, sondern nach Anzahl von Stufen, um die Sie sich verbessern möchten (2, 5 oder 10). Ein Test auf der DVD ermittelt das aktuelle Wissen. Dann werden die passenden Lernstufen aktiviert: Anfänger z. B. steigen auf der ersten, Fortgeschrittene auf der sechsten Lernstufe ein. Jede der insgesamt zehn Stufen (Stufe 10 ≈ Niveau C1) umfasst ca. 100 Stunden an Unterrichtsprogramm. Man wählt zwischen drei Lernmodi: Der dynamische Modus erkennt z. B. Schwächen und präsentiert entsprechende Übungen.

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Die Einstiegs-, Lernfortschrittsund Zertifikatstests orientieren sich an den Stufen des Europäischen Referenzrahmens. Wöchentlich gibt es eine EuroNewsLektion gratis zum Download. Als Grundsprache kann man zwischen verschiedenen Sprachen wählen. Weitere Informationen unter www.SprachenShop.de. Deutsch/Engl./Franz./Ital./Span. Niveau A1 – C1. DVD-ROM (PC ab Win. 2000) + Headset. 2 von 10 Lernstufen. Art.Nr. 73014. € 49,95 (D)/€ 49,95 (A). 5 von 10 Lernstufen. Art.Nr. 73015. € 99,95 (D)/€ 99,95 (A). 10 von 10 Lernstufen. Art.Nr. 73016. € 149,95 (D)/€ 149,95 (A).

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Ja, ich bestelle: Per Post an Spotlight Verlag GmbH, Kundenservice SprachenShop, Postfach 81 06 80, 70523 Stuttgart, Deutschland, per Fax (0 711) 72 52-366, per Telefon (0 711) 72 52-245, per E-Mail an Bestellung@SprachenShop.de oder online unter www.SprachenShop.de. Art. Nr.

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HIER PASSIERT’S

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tatort Viele Frauen und Männer machen dort mehr als nur einen Job. Für ihre Arbeit bekommen sie auch mehr als nur Geld. Sie merken: „Ich kann etwas, ich bin etwas wert“ – trotz geistiger oder körperlicher Behinderung. CLAUDIA

SCHUH war in einer

BEHINDERTENWERKSTATT der Tatort, -e die geistige Beh“nderung, -en bieten der Hebel, der Betrieb, -e gemeinnützig gehören zu der M“tarbeiter, das m“ttelständische Unternehmen, ]twas ist gefragt. be„rbeiten montieren nähen bügeln længst die [nerkennung beschæftigt sein sch„ffen der Meister, der R„nd f¶rdern möglichst normal führen die Kantine, -n

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Ort eines kriminellen Tuns (hier ironisch) hier: Behinderung im Verstehen, Denken und Lernen ≈ anbieten ≈ Arm an einer Maschine Firma, Fabrik hier: ≈ sozial; so, dass es Menschen hilft ≈ ein Teil sein von Angestellter hier: durchschnittlich große Firma Es gibt Interesse für etwas. hier: an etwas arbeiten und es dabei ändern hier: ≈ zusammenbauen Kleidung machen, aus Stoff etwas machen mit einem heißen elektrischen Gerät glatt machen hier: ≈ gar, überhaupt Respekt und positive Reaktionen hier: einen Arbeitsplatz haben hier: machen hier: Bester in einer Sportart hier: ↔ Zentrum sagen, was man haben will so normal wie möglich hier: haben ≈ Restaurant in einer Firma

in langes, dünnes Stück Metall liegt in dukte bis nach England, Lettland und Litauen. Timos Hand. Der 30-Jährige steckt es in Besonders gefragt ist ihre Arbeit aber in der Pfalz. eine Maschine, drückt einen Hebel herun- Die Mitarbeiter erledigen viele Aufgaben: Sie bearter, zieht es wieder heraus und legt es in eine Kiste. beiten Metall, montieren Maschinen, nähen, Jetzt hat das Metall Löcher. Timo holt ein neues waschen, bügeln, drucken oder arbeiten in Gärten. Und das ist noch längst nicht alles. Stück. Er sieht zufrieden aus. Timo arbeitet 36 bis 38 Stunden in der Woche. Die Werkstatt, in der Timo arbeitet, ist hell und groß. Die Wände sind grau wie die Maschinen. In der Werkstatt arbeitet jeder so lange und so viel, Auf den Tischen im Flur stehen Kaffeeautomaten wie er kann und will. „Wir bieten Arbeit für Menschen, nicht Menschen für und Tassen. Ein ganz normaler Betrieb – nur dass Timo und „Wir bieten Arbeit für Arbeit“, sagt Christof Müller. seine Kollegen behindert sind. Timo verdient 240 Euro im Menschen, nicht MenTimo arbeitet in der SüdpfalzMonat. Reich wird er so nicht. schen für Arbeit.“ werkstatt in Offenbach (RheinAber er bekommt jeden Tag die land-Pfalz). Zu dem gemeinnütAnerkennung, dass er eine gute zigen Betrieb gehören vier Werkstätten. Dort Arbeit macht, obwohl er geistig behindert ist. arbeiten fast 1000 Menschen. Ungefähr 750 davon In ganz Deutschland gibt es fast 700 Behinsind körperlich oder geistig behindert. dertenwerkstätten. 260 000 Menschen sind dort „1975 fing alles mit zehn behinderten Mitarbei- beschäftigt. Auf dem normalen Arbeitsmarkt hättern an“, erzählt der Leiter des Rehabilitations- ten sie keine Chance. Ohne diese Betriebe teams, Christof Müller. „Heute sind wir ein mit- müssten sie bei ihren Familien oder in Heimen sittelständisches Unternehmen. Wir haben 300 bis zen. Viele würden sich langweilen. 400 Kunden.“ Die Südpfalzwerkstatt verkauft ProDie Arbeit in der Werkstatt schafft auch sozia-

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le Kontakte. Mittendrin sein im Leben, heißt das Motto. Neben der Arbeit spielt Timo auch Fußball in der Werkstatt-Mannschaft. Und das sehr gut: In einem Behinderten-Turnier wurde das Team Meister von Rheinland-Pfalz. Kollegen von Timo sind deutsche Judo-Meister. Früher lebten Behinderte in Deutschland am Rand der Gesellschaft. In den 60er-Jahren forderten aber immer mehr Menschen: Lasst auch Behinderte ein möglichst normales Leben führen! Die Politik entschied 1974: Spezielle Werkstätten sollten Behinderte integrieren. Die Zeit der Diskriminierung sollte vorbei sein. In der Südpfalzwerkstatt kennt jeder jeden. Viele grüßen sich mit Vornamen. In den Pausen treffen sich die Arbeiter in der Kantine, essen etwas Warmes oder trinken eine Tasse Kaffee. Gleichzeitig sitzen auch in einem Nachbarraum Arbeiter an Tischen. Sie essen und trinken aber nicht. Sie verpacken Autoteile für Daimler. „Da muss die Qualität natürlich 100-prozentig stimmen“, sagt Christof Müller. Sein Kollege Enrico Schulte geht von Tisch zu Tisch und achtet darauf, dass jeder Arbeiter beschäftigt ist. „Es gibt nichts Schlimmeres als Langeweile“, sagt er. Weiter hinten im Daimler-Raum, wie sie das Zimmer nennen, gibt es nie Langeweile. Dort

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werden Felgen verpackt. „Wir müssen manchmal auch Überstunden machen“, sagt Müller. Er lacht: „Dann haben wir immer zu viele, die freiwillig Spätschicht machen wollen.“ Ein Stock über dem Daimler-Raum ist der „Arbeitsförderbereich“. Dort sitzen Menschen mit schwersten Behinderungen. Ohne Hilfe könnten sie kaum arbeiten. Aber auch sie produzieren Dinge – für eine Küchenfirma in der Region. Einer der Arbeiter heißt Michael. Er ist Spastiker. Wegen der Krankheit kann er zwar keine Schrauben in Tüten verpacken. Er kann sie aber zählen: „Eins, zwei, drei, vier, fünf.“ Fertig. Dann kann ein anderer Arbeiter die Schrauben in eine Tüte packen. Gruppenleiter Thomas Henkel kümmert sich um viel mehr als nur die Organisation der Arbeit. Er bringt Menschen wie Michael auch zur Toilette, gibt ihnen Medikamente, Essen und Getränke. Viele Menschen denken, dass in Behindertenwerkstätten nur Streichhölzer oder Holzspielzeug hergestellt werden. Christof Müller will dieses Klischee aus der Welt schaffen. Saisonale Produkte gibt es in Offenbach nur in Form von Eiskratzern und anderen Winterprodukten für Autos. „Viele denken, dass wir hier mit Behinderten basteln. Wenn wir denen

sagen, dass wir 50 Arbeitsräume haben und bis zu 30 000 Glühbirnen am Tag für Daimler verpacken, staunen sie immer.“ Werkstatt, das klingt nach einem Familienbetrieb mit wenigen Arbeitern. Aber viele Behindertenwerkstätten sind mittelständische Unternehmen. Sie müssen genauso mit Niedrigpreisen aus Osteuropa konkurrieren wie andere auch. Was bei ihnen von Hand gemacht wird, erledigen in anderen Firmen Maschinen. <

hier: Teil am Autoreifen aus Metall Arbeitszeit, die man länger arbeitet, als im Arbeitsvertrag steht die Spätschicht, -en hier: Arbeitszeit am Abend die Schraube, -n kleiner Stift aus Metall, mit dem man etwas stabil zusammenbauen kann zählen hier: feststellen, wie viele Schrauben in eine Tüte sollen das H¶lzspielzeug, -e Ding zum Spielen aus Holz aus der W¡lt sch„ffen machen, dass etwas aufhört zu existieren saisonal für eine Saison der Eiskratzer, Gegenstand, mit dem man Eis vom Autofenster wegmacht Teil der Lampe, der Licht macht die Glühbirne, -n staunen überrascht sein kl“ngen nach hier: wirken wie der Familienbetrieb, -e Firma, die einer Familie gehört und in der fast nur Familienmitglieder arbeiten konkurrieren hier: dieselben niedrigen Preise anbieten die F¡lge, -n die Überstunde, -n

CHANCEN UND INTEGRATION

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2 Deutsches Recht definiert Behindertenwerkstätten nicht als Erwerbsbetriebe: Sie sind Institutionen der beruflichen Rehabilitation. Für sie ist nicht Geld oder Produktion das Wichtigste, sondern die geschützte Beschäftigung in der Region mit besonderen Konditionen: Jeder Behinderte bekommt eine individuelle Arbeit und Förderung. Jede Werkstatt bietet neben der Arbeit Sport, Projekte oder Kulturveranstaltungen an. Die Mitarbeiter sind kein Teil des offiziellen Arbeitsmarkts.

ausgrenzen das B¢ndessozialhilfegesetz, -e die geistige Beh“nderung, -en das Konz¡pt, -e „nerkannt der Betrieb, -e der M“tarbeiter, erkr„nken das R¡cht der Erw¡rbsbetrieb, -e die Fœrderung

nicht teilnehmen lassen schriftliche Regel darüber, wer finanzielle Hilfe vom Staat bekommen soll Behinderung im Verstehen, Denken und Lernen Idee, Programm hier: staatlich akzeptiert Firma, Fabrik Angestellter krank werden Regeln eines Staates Firma, in der man für die Arbeit bezahlt wird Unterstützung, Hilfe

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FOTOS: SÜDPFALZWERKSTATT GMBH (2)

2 Früher waren Behinderte von der Arbeitswelt ausgegrenzt. Mit dem Bundessozialhilfegesetz änderte sich das 1961: Der Staat begann, Menschen in die Arbeitswelt zu integrieren, die wegen körperlicher oder geistiger Behinderung ohne seine Hilfe keine Chancen gehabt hätten. 1974 wurde das Konzept der Behindertenwerkstätten eingeführt. 2 Heute gibt es 687 anerkannte Behindertenwerkstätten in Deutschland. Auch Österreich und die Schweiz haben „geschützte Werkstätten“ oder „integrative Betriebe“. 2 Fast 80 Prozent der Mitarbeiter sind geistig behindert, 16 Prozent psychisch und vier Prozent körperlich erkrankt.


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KAUF MICH! > DRESDNER CHRISTSTOLLEN PREIS: 1000 Gramm ab 12 Euro

Nur 150 Bäckereien dürfen ihn backen: den originalen Dresdner Christstollen. Die Dresdner sind sehr stolz auf ihr Weihnachtsgebäck, das ein bisschen aussieht wie ein Brot: Denn den Stollen gibt es schon seit mehr als 500 Jahren. 1474 wurde er zum ersten Mal schriftlich genannt. Damals war der Stollen noch nichts Besonderes. Mehl, Hefe und Wasser – mehr durfte in der Fastenzeit vor Weihnachten nicht gegessen werden, sagte die Kirche. Inzwischen kommt viel mehr in den Stollen: Butter, Mandeln, Rosinen, Orangeat. Am Ende kommt Puderzucker darauf. So sieht der Stollen noch weihnachtlicher aus. Am besten schmeckt er, wenn er schon ein paar Wochen alt ist. Manche Stollenfreunde essen ihn deshalb erst an Ostern.

das Weihnachtsgebäck hier: Kuchen speziell für Weihnachten helle Substanz, die man beim die Hefe Backen verwendet, damit die Kuchenmasse größer wird die F„stenzeit, -en Zeitraum, in dem man aus religiösen Gründen weniger isst die M„ndel, -n harte Frucht eines Baumes, aus der man auch Marzipan macht getrocknete Weintraube die Rosine, -n (die Weintraube, -n grüne, rote oder blaue Früchte, die man als Obst isst und aus denen man Wein macht) gezuckerte Orangenschale das Orangeat (die Schale, -n hier: äußere Haut der Orange) besonderer Zucker, der so fein der Puderzucker ist wie Mehl

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Sie zählt zu den ältesten Gerichten überhaupt: die Suppe. Sie wärmt von innen und ist oft der Beginn eines guten Menüs. So zum Beispiel die österreichische

Grießnockerlsuppe n einer klaren Fleischbrühe schwimmen Nockerln wie kleine Schiffe. Nockerln, das sind mit einem Löffel geformte Teigklößchen. Sie sind aus Grieß, Butter und Ei gemacht. Das, was in der Suppe schwimmt, nennt man die Einlage. Einlage kann außer Grießnockerln auch Gemüse sein, geschnittenes Fleisch oder kleine Knödel. Vor allem die österreichische Küche ist bekannt für ihre verschiedenen Suppeneinlagen. Norbert Payr ist Besitzer des Gasthofs Zum lustigen Bauern in Zeiselmauer (Niederöster-

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reich), und er kocht auch selbst. Er sagt: „Die Geschichte des österreichisch-ungarischen Reichs hat Spuren in unserer Küche hinterlassen.“ Suppen waren in Ungarn immer wichtig auf dem Speiseplan. Auch in den deutschsprachigen Regionen waren Suppen früher fester Bestandteil der bäuerlichen Küche. Um 1900 gab es sie bis zu dreimal täglich. Sehr verbreitet war damals auch die Morgensuppe. Suppen hatten aber kein besonders hohes Ansehen. Früher aßen vor DEUTSCH perfekt

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SCHMECKT’S? allem arme Leute Suppen. Inzwischen sind sie als Vorspeisen aber wieder sehr beliebt. Vor allem, weil es so viele Varianten gibt. Küchenchef Norbert Payr gibt den Lesern von Deutsch perfekt einen besonderen Tipp: „Wenn einige Nockerln übrig bleiben, kann man sie in Butter anbraten und als Beilage zu Fisch oder Fleisch servieren.“ ANDERE SPEZIALITÄTEN AUS DER REGION Frittaten: in Streifen geschnittene Pfannkuchen, die

als Suppeneinlage verwendet werden Wiener Schnitzel: sehr dünnes, paniertes Stück Kalbfleisch DOKUMENTATION: FRIEDERIKE NAGEL

ZUBEREITUNG 1. Rindfleisch waschen, in grobe Würfel schnei-

den und in einen Topf mit zwei Liter kaltem Wasser geben. Dann auch die Knochen dazulegen. 2. Die halbe Zwiebel in einer Pfanne an der

Für 4 bis 6 Personen braucht man … Für die Wiener Rindssuppe: • 500 g Rindfleisch (aus der Schulter) • 500 g Rinderknochen • 1 Bund Suppengrün • eine halbe Zwiebel • • • • •

3 bis 4 Eiweiß Salz 2 l Wasser Liebstöckel Schnittlauch

Für die Wiener Grießnockerln: • 1 Ei • 20 g weiche Butter • 100 g Grieß • Salz • Muskat

Schnittfläche ohne Fett braun braten. So bekommt die Suppe später eine schöne Farbe. 3. Das Suppengrün, den Liebstöckel und die

Zwiebel in den Topf geben. 4. Alles aufkochen und rund zwei Stunden lang

auf kleiner Flamme köcheln lassen. 5. Suppe abkühlen lassen und das Fett von

10. Die Nockerln in kochendem Salzwasser einmal aufkochen lassen und danach sofort vom Herd nehmen. 11. Zugedeckt rund 20 Minuten ziehen lassen.

In dieser Zeit sollen die Nockerln zu Boden sinken. Sie werden dabei doppelt so groß.

6. Eiweiß mit 250 ml kaltem Wasser schlagen

12. Nockerln in die Suppe geben und servieren.

und langsam in die Suppe rühren. 7. Die Suppe weiterköcheln lassen, bis sie klar ist. Durch ein Küchentuch abgießen und mit Salz abschmecken. Mit fein gehacktem Schnittlauch bestreuen. 8. Ei, Butter und Grieß zu einem Teig vermischen. Mit Muskat und Salz würzen. 9. Mit einem Teelöffel schöne Nockerln ausste-

chen, diese auf ein Backpapier legen und für rund zehn Minuten in den Kühlschrank stellen.

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Gasthof Zum lustigen Bauern Kirchenplatz 1 A 3424 Zeiselmauer Tel. A 0 22 42/7 04 24 www.zumlustigenbauern.at 67

FOTOS: DRESDNER BACKHAUS GMBH; STOCKFOOD/SPORRER/SKOWRONEK; GASTHOF ZUM LUSTIGEN BAUERN

oben abschöpfen.

zählen zu Teil einer Gruppe sein klar hier: transparent die Fleischbrühe, -n würziges Wasser, das man nach dem Kochen von Fleisch erhält das Teigklößchen, - hier: ovales Klößchen aus einer weichen Masse der Grieß sehr kleine Getreidekerne großes Gebiet, in dem ein das Reich, -e Monarch regiert Spuren hinterl„ssen etwas Charakteristisches zurücklassen der Best„ndteil, -e ≈ Komponente hier: bekannt, häufig verbreitet das [nsehen ≈ Prestige „nbraten die Außenseite braun braten der Streifen, langes, schmales Stück vor dem Braten in Ei und panieren eine Art Mehl aus sehr kleinen Brotstückchen legen die R“ndssuppe, -n Rindersuppe österr. die Sch¢lter, -n Körperteil zwischen Hals und Arm der R“nderknochen, - Teilstück des Skeletts von einem Rind der B¢nd, -e hier: mehrere Pflanzen, die man zusammen kauft das S¢ppengrün ≈ Pflanzen zum Würzen einer Suppe Pflanze, deren frische Blätter der Liebstöckel man zum Würzen verwendet der Schn“ttlauch Pflanze, deren lange, dünne Blätter man zum Würzen verwendet der Muskat, -e Gewürz in Form einer Nuss die Zubereitung Herstellung von Speisen grob ↔ fein der W•rfel, hier: Stück die Schn“ttfläche, -n Fläche, die durch Schneiden entsteht kurz so heiß machen, dass aufkochen es kocht auf kleiner Fl„mme bei niedriger Temperatur kœcheln leicht kochen „bkühlen kühl werden „bschöpfen mit einem Löffel herausnehmen schlagen hier: kräftig mischen mit einem speziellen Kürühren chengerät oder einem Löffel mischen „bgießen hier: in einen anderen Topf gießen und dabei feste Teile von der Suppe trennen „bschmecken den Geschmack einer Speise prüfen und, wenn nötig, Gewürze dazugeben geh„ckt in kleinen Stücken z. B. Zucker, Salz, Pfeffer auf bestreuen Lebensmittel geben ausstechen ≈ aus dem Teig schneiden das B„ckpapier, -e spezielles Papier, damit Kuchen nicht in der Form kleben bleibt zugedeckt hier: im geschlossenen Topf hier: eine Speise liegen lasziehen l„ssen sen


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Originelle Namen zu finden, ist der Alltag von SYBILLE

KIRCHER. Froop für einen Joghurt

und Arcandor für eine Firma sind zwei von circa 40 Kreationen, die ihr Team jedes Jahr entwickelt.

ANNETTE LEYSSNER hat mit ihr über ihren interessanten Job gesprochen.

„Alles ist erlaubt“ Wie bekommen Sie Ideen für einen neuen Namen?

Oft gibt es die Produkte noch gar nicht, für die wir einen Namen suchen. Das ist fast immer so bei Autos. Die Firma gibt uns Informationen zum Produkt: Wer soll es kaufen? Was ist anders als bei der Konkurrenz? Ungefähr sechs unserer Leute sitzen dann um einen Tisch und sagen, was ihnen zu dem Konzept der Firma einfällt. Was brauchen Sie, um Namen zu erfinden?

Warum kommen Firmen zu Ihrer Agentur? Haben die keine eigenen Ideen?

Das ist ein Grund. Das Suchen des Namens ist aber nur ein kleiner Teil der Arbeit. Dafür braucht man nur circa vier Monate, die juristische Prüfung dauert dann oft ein halbes Jahr oder länger. Man muss prüfen, ob der Name überhaupt frei ist. In der ganzen Welt sind schließlich schon 25 Millionen Marken registriert. Allein in Deutschland sind es rund 750 000.

Am Anfang brauchen wir nur Papier und Stift, um Ideen zu notieren. Es gibt Computerprogramme, die Silben von Wörtern nach dem Zufallsprinzip neu kombinieren. Aber die besten Namen werden von Menschen gemacht. Freie Mitarbeiter in der ganzen Welt helfen uns, Ideen zu finden. Das sind kreative Leute, zum Beispiel Schauspieler und Musiker. Das kann aber auch ein Ingenieur sein. Der ist auf seine Art kreativ, denkt ganz anders als ein Schauspieler oder Musiker.

Was für Probleme kann es geben, wenn eine Firma keine professionelle Hilfe hat?

Sie haben für die alte Karstadt-Quelle AG den Namen Arcandor erfunden. Was bedeutet das Wort?

Welche Namen finden Sie besonders schön?

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Apple ist ein guter Name für eine Computerfirma. Er fällt auf. Man würde ihn in Zusammenhang mit Technik nicht vermuten. Gleichzeitig macht er Sinn – er ist ein Hinweis, wie einfach man die Produkte bedienen kann. Von welchem Auftrag träumen Sie?

Ich würde gerne einen Namen entwickeln für ein neues Land oder für eine neue Insel, die plötzlich aus dem Meer auftaucht. <

Sybille Kircher (42) ist seit 1996 Geschäftsführerin von Nomen International Deutschland in Düsseldorf. Die Namensagentur hat Büros in zehn europäischen Ländern und den USA, Japan und China. Die Diplom-Wirtschaftsromanistin arbeitete schon als Studentin für das französische Büro der Agentur. Dann stand fest: Namen zu suchen, ist ihr Traumberuf. Sprachen faszinieren Kircher seit ihrer Kindheit. Neben ihrer Muttersprache Deutsch spricht sie fließend Französisch, Italienisch und Englisch. die Geschæftsführerin, -nen die Namensagentur, -en die W“rtschaftsromanistin, -nen

Leiterin einer Firma

≈ Firma, die Namen für neue Produkte sucht Frau, die sich systematisch mit Wirtschaft und Sprache romanischsprachiger Länder beschäftigt (z. B. Frankreich, Italien, Spanien) der Traumberuf, -e Wunschberuf

FOTO: NOMEN INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

Es geht um eine Dachgesellschaft. Das sieht man in der Silbe „arc“, wie das französische Wort für Bogen. Dann sollte der Name nach hoher Qualität klingen. Das sieht man in der letzten Silbe „or“. Darauf sind wir wieder über das Französische gekommen, wo „or“ Gold heißt. Der Name sollte auch zeigen, dass es eine große Firma ist: Deshalb durfte er länger sein.

Es kann sein, dass ein Name in einer Sprache gut klingt, in einem anderen Land aber ein Schimpfwort ist. Meine Agentur prüft den Namen in circa 20 Sprachen darauf, ob es Schwierigkeiten geben könnte. Der Name für ein Modell der Autofirma Ford ist zum Beispiel schlecht: Es heißt Probe. Das klingt für Deutsche so, als wäre das Auto noch nicht fertig entwickelt.

von: kreieren = etwas Neues machen hier: sich überlegen hier: alle Firmen, die das gleiche Produkt anbieten das Konz¡pt, -e Idee, Programm erf“nden hier: sich etwas absolut Neues überlegen die S“lbe, -n Teil eines Wortes das Zufallsprinzip, Prinzip, bei dem man Ergebnisse durch -ien zufälliges Wählen erreicht der freie M“tarbei- Person, die für ein Projekt arbeitet, ter, aber nicht angestellt ist es geht um hier: das Thema ist die D„chgesellhier: Firma, zu der sich mehrere Firschaft, -en men verbunden haben hier: Konstruktion in der Form von der Bogen, ¿ einem halben Kreis; hier auch: Tor kl“ngen nach hier: wirken wie k¶mmen auf eine Idee haben, einfallen die Agentur, -en Firma, die einen Service anbietet jur“stisch hier: so, dass man genau auf die schriftlichen Regeln des Staates achtet die M„rke, -n Ware mit bekanntem Namen hier: nur allein das Sch“mpfwort, ¿er ≈ böses Wort die Probe, -n Test, Übung auffallen hier: deutlich zu erkennen sein der Zus„mmenhang, Beziehung, Verbindung ¿e der H“nweis, -e ≈ Signal bedienen hier: benutzen auftauchen aus dem Wasser hochkommen die Kreation, -en entw“ckeln die Konkurr¡nz

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Ausgabe 03/08 â&#x20AC;˘ Reisen: Lausitz â&#x20AC;˘ Reportage: Die Meyer-Werft Anzeigenschluss: 23.01.08; Erstverkaufstag: 27.02.08 Ă&#x201E;nderungen vorbehalten.

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Zeit der

Stille

Ins Kloster zu gehen, ist meistens ein Schritt fürs Leben. Inzwischen entwickeln sich Klöster aber immer mehr zu Oasen der Ruhe für gestresste Mitteleuropäer. MARCEL

BURKHARDT hat in einem bayerischen

Kloster eine Woche wie ein Mönch gelebt.

a ist sie noch einmal, die Angst des Eindringlings, die Angst vor eigenen Fehlern in einer fremden Welt. Ein letztes Zögern an der Klostertür. Der Zeigefinger liegt auf der Klingel. Stille. Warten auf ein Zeichen. Dann ein lauter Klingelton. Nach einiger Zeit öffnet sich die Holztür: „Hallo! Hast du also den Weg gefunden!“, ruft ein groß gewachsener Franziskaner, Pater Josef

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Breunig (51). Seine Stimme klingt freundlich. Er gibt dem Gast die Hand, bittet hinein und will beim Tragen der Tasche helfen. Die erste Lektion: Hier hilft jeder jedem. Und Besucher sind herzlich willkommen in der Gemeinschaft. „Kloster zum Mitleben“, so nennen die sieben Franziskaner im niederbayerischen Eggenfelden ihr Angebot. Die über 120 DEUTSCH perfekt

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ins Gastzimmer so: „Immer mehr Leute empfinden die Welt draußen als zu stressig, zu laut. Sie kommen hierher, um in der Stille neue Kraft zu schöpfen.“ Lutz Lyding (29) ist zum zweiten Mal Gast im Kloster. Der Psychologie-Doktorand aus Wiesbaden hat keine Startprobleme. Beim ersten gemeinsamen Abendessen spricht er mit den Franziskanern wie mit alten Freunden. Auch bei den ersten Gebeten zeigt er keine Unsicherheit. Er kennt die Lieder. Er weiß, wann der Vorbeter spricht und wann alle antworten. Der Klosterköchin hilft er jeden Tag beim Kochen. Nach der Schule hat er das in einem

Bei der Meditation fliegen die Gedanken herum wie Vögel. Hotel gelernt. Waltraud Mayer ist froh über die professionelle Hilfe. Nach einer Weile ruft sie: „Halt! Jetzt machen wir mal Pause!“ Und stellt eine Kanne Kaffee auf den Tisch. Dazu Brot, Butter und Wurst. Im Herd brennt ein Holzfeuer. Lutz sieht zufrieden aus. „Genau das ist es wohl“, sagt er und trinkt einen Schluck Kaffee: „Mal Pause machen, Pause vom Alltag.“ Sich Zeit nehmen fürs Reden oder einfach nur ruhig zusammensitzen, das ist für ihn Luxus. Draußen hat er ein hektisches >

das Kloster, ¿

der Mœnch, -e

der Eindringling, -e

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Nach Geld für den Aktivurlaub fragen die Franziskaner ihre Gäste nicht: „Jeder gibt, was er kann.“ Manche können gerade noch die Fahrkarte nach Eggenfelden bezahlen. Andere – darunter Chefärzte, Schauspieler und Manager – haben dem Kloster viel Geld gespendet. Warum aber gehen diese Menschen ins Kloster? Pater Josef erklärt es auf dem Weg

sp¡nden empf“nden „ls schœpfen der Doktor„nd, -en

der Vorbeter, eine Weile h¡ktisch

FOTOS: M. BURKHARDT (2)

Gäste im Jahr erwartet kein Spaßprogramm, sondern authentisches Miterleben katholischen Glaubens. Bis zu vier Männer können eine Woche lang am Klosterleben teilnehmen: mitbeten, mitarbeiten, mitfeiern. „Wir nehmen die unterschiedlichsten Gäste auf – angeblich Nichtreligiöse genauso wie gläubige Muslime“, sagt Pater Josef. Frauen müssen allerdings draußen bleiben.

zögern der Kl“ngelton, ¿e kl“ngen die Lektion, -en gläubig

Kirche mit Wohn- und Arbeitsgebäuden, in denen sehr religiöse Männer oder Frauen leben und arbeiten % S. 48 Mann, der nur für seine Religion lebt, z. B. auch nicht heiratet % S. 48 ≈ Person, die ohne Erlaubnis in ein fremdes Haus geht mit einer Entscheidung warten hier: Laut der Türklingel hier: wirken Lehre, Unterrichtsstunde von den Idealen einer bestimmten Religion überzeugt % S. 48 Geld oder andere Dinge schenken, um anderen zu helfen das Gefühl haben, dass hier: bekommen Person, die eine wissenschaftliche Untersuchung macht, um den Titel Doktor zu bekommen hier: Person, die bei gemeinsamen Gebeten die Leitung hat längere Zeit stressig

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Oasen des Minimalismus Ein paar Tage oder Wochen im Kloster leben – immer mehr Menschen wählen diesen Urlaub der etwas anderen Art. „Das Interesse ist stark gestiegen“, sagt Arnulf Salmen von der deutschen Ordensobernkonferenz. Er sieht eine Gegenreaktion auf den Leistungsdruck im Job und Privatleben: „Die Menschen kommen ins Kloster, weil sie auf der Suche sind nach echten Werten und Orientierung in einer Welt mit einem Überangebot an Möglichkeiten.“ In den Oasen des Minimalismus fällt der Blick aufs wirklich Wichtige oft leichter. In mehr als 300 katholischen und evangelischen Klöstern in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Laien zum Mitleben willkommen. Mehr als 200 000 Tages- und Seminargäste zählten allein die 17 niedersächsischen Klöster im letzten Jahr. In vielen Häusern sind Schweigeseminare oder spezielle Seminare für Manager bis weit ins nächste Jahr ausgebucht. Normalerweise akzeptieren Frauenklöster als Übernachtungsgäste nur Frauen, Männerklöster nur Männer. Manche Klöster bieten aber auch professionelle Ferienprogramme für die ganze Familie an. Andere – vor allem kleinere Häuser – verstehen sich als Orte der Besinnung und des religiösen Suchens. Je nach Orden werden die Gäste unterschiedlich intensiv in das Leben der Ordensleute integriert. Immer besteht die Möglichkeit zu einem Gespräch mit einem Geistlichen. Wichtig: Wer Urlaub im Kloster machen will, muss Stille und Alleinsein verkraften. Nachdem große Klöster wie Maria Laach (Rheinland-Pfalz), Bursfelde (Niedersachsen) oder Münsterschwarzach (Bayern) seit Jahren gute Geschäfte mit ihren Gästen machen, sind nun auch kleinere Häu- das Kloster, ¿ Kirche mit Wohn- und Arbeitsgebäuden, in denen sehr religiöse Männer ser sehr beliebt. Manchmal wird die oder Frauen leben und arbeiten % S. 48 Beliebtheit zum Problem. So bedauert die {rdensobern- Organisation der Leiter von katholischen konferenz Orden in Deutschland Schwester Clara von der bayerischen (der {rden, hier: Gruppe von Menschen, die gemeinsam nach strikten Regeln ihrer Abtei Frauenwörth am Chiemsee: „Der Religion leben) Ansturm ist so groß, dass wir leider der Leistungs- (psychischer) Stress, viel Leistung brindruck gen zu müssen immer wieder Leute abweisen müs- das Überangebot, zu großes Angebot sen.“ Sie empfiehlt dann andere Klös- -e leichtfallen nicht schwierig sein ter. „Es gibt so viele gute Häuser an der Laie, -n hier: ↔ Mönch, Theologe herrlichen Orten wie Inseln oder in den (der Mœnch, -e Mann, der nur für seine Religion lebt, z. B. auch nicht heiratet) % S. 48 Bergen mit besonderen Programmen allein hier: nur – da ist für jeden etwas dabei.“ ausgebucht so, dass es keine freien Plätze mehr gibt die Bes“nnung je nach der Geistliche, -n verkr„ften

Mehr Informationen finden Sie vom 26.11. bis 16.12.2007 auf www.deutsch-perfekt.com Gut zu wissen

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bedauern die Abtei, -en (der [bt, ¿e der [nsturm, ¿e „bweisen

≈ Nachdenken % S. 48 hier: ≈ bei jedem hier: Mönch stark genug sein, um mit einer schwierigen Situation zurechtzukommen schade finden Kloster, das von einem Abt geleitet wird Titel des Leiters eines Klosters) hier: Menschenmenge, die kommen will wegschicken

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Leben: Neben seiner Arbeit an der Dissertation bereitet er seine Hochzeit vor und jobbt als Flugbegleiter. „Zurzeit habe ich fast zu viele Aufgaben – hier im Kloster kann ich mal abschalten, über das wirklich Wichtige nachdenken.“ Rudi, der sich neben ihn gesetzt hat, lächelt und nickt zustimmend. Der 60 Jahre alte Franke ist mindestens einmal jährlich Gast bei den Franziskanern. Nach einer schweren Operation vor neun Jahren suchte er zum ersten Mal die Stille des Klosters. „Hier lebe ich auf“, sagt der pensionierte Lehrer mit freudiger, leichter Stimme: „Hier kann ich zu mir selbst finden,

„Gebe Gott, dass wir eine Zukunft haben.“ Pater Albin Brandl

Gott danken.“ Das Besondere am Eggenfeldener Kloster ist für ihn die intime Atmosphäre: „Hier wirst du nicht in einem Massenprogramm abgefertigt. Hier bist du Teil einer intakten Gemeinschaft.“ Fünf feste Gebetszeiten, zwei Meditationen und drei gemeinsame Mahlzeiten geben dem Tag im Kloster eine feste Struktur. Morgens um sechs läuten die Kirchenglocken. Um halb sieben treffen sich die Franziskaner mit ihren Gästen zum Morgengebet im Schein einer großen Kerze. Es ist kalt. Rudi reibt seine Hände aneinander, Lutz versteckt sein Gesicht unter seinem Schal. Die Franziskaner tragen ihre wärmenden Habite. Gemeinsam stehen alle im Halbkreis. Sie sprechen mit kräftigen Stimmen: „Der Morgen kommt, der Tag bricht an: Ein neuer DEUTSCH perfekt

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„Seit mehr als 1000 Jahren“ Gibt es einen neuen Durst nach Spiritualität? Ja, viele Menschen suchen nach einer tieferen Dimension des Lebens. Im Alltag finden sie ja kaum noch Ruhe. Allerdings ist mir wichtig, dass sich evangelische Spiritualität als gelebte konkrete Religion darstellt. Die bezieht sich für uns auf die Bibel, da liegt ihr Grund.

Wie erklären Sie sich den Boom? Wenn ein Mensch beginnt, über das eigene Leben intensiver nachzudenken, sucht er nach besonderen Räumen dafür. Unsere Klöster bieten solche Räume der Stille und Hilfe für neue Wege seit mehr als 1000 Jahren. Ich denke, die Menschen spüren, dass es durchbetete Räume sind.

Wie wirkt die Zeit im Kloster auf den LaienBesucher? Natürlich verändern drei Tage im Kloster nicht das ganze Leben. Die Zeit dort bietet aber Raum für neue Gedanken. So sehr ich persönlich mit Gott im Gespräch sein kann, so ist christliche Spiritualität aber keine WellnessKur – es geht um eine Lebenshaltung aus

Stern geht strahlend auf, vor dessen Schein das Dunkel flieht.“ Ein Bus fährt an der Kirche vorbei. Das Kloster liegt mitten in Eggenfelden, einer Kleinstadt, in der 14 000 Menschen leben. Rund um das Kloster liegen Geschäfte, die Stadtkirche, der Friedhof und ein Hotel. Mit der Zeit ist die Stadt um das 350 Jahre alte Kloster herum gewachsen.

Wie die meisten ihrer Nachbarn haben auch die Mönche alle einen festen Job. Bruder Christian Maria pflegt den Garten. Norbert schneidert und backt. Gregor arbeitet als Seelsorger im Krankenhaus, Vinzenz ist Kaplan der Stadtkirche. Albin, der Chef im Kloster, organisiert und sieht zu, „dass der Laden läuft“. Pater Josef kümmert sich um die Gäste. Sein Namensvetter Bruder Josef ist Tischler. Er hilft auch beim Verteilen von Lebensmitteln an Arme, die jeden Mittag um eine warme Mahlzeit bitten. Nach der Arbeit beginnen die stillen Stunden im Kloster, in denen auch Lutz und Rudi allein sind. Lutz hat ein Keyboard mitgebracht – für den Fall, dass er die Stille nicht aushält. Aber es bleibt in der Tasche liegen. Das Handy: ausgeschaltet. Wer einige Stunden allein im Gästezimmer sitzt, spürt, wie viel Kraft es braucht, ganz bei sich zu sein. Der Jesus am Kreuz über dem Bett schaut auf den Gast. Über dem Schreibtisch wacht mit strengem Blick der Heilige Franziskus von Assisi. Ein großes Fenster gibt den Blick frei auf den Garten, in dem ein kalter Wind weht. Sonst ruht alles. > die Dissertation, -en

Routinierter Klostergast Lutz Lyding 12/07

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der Flugbegleiter, -

wissenschaftliche Untersuchung, um den Titel Doktor zu bekommen Person, die sich im Flugzeug um die Fluggäste kümmert

Gottvertrauen. Die wird sich immer eine Gemeinde suchen. die L„ndesbischöfin, Frau mit hoher Position in der Kirche -nen hier: ↔ Mönch, Theologe der Laie, -n (der Mœnch, -e Mann, der nur für seine Religion lebt, z. B. auch nicht heiratet) % S. 48 Kirche mit Wohn- und Arbeitsgedas Kloster, ¿ bäuden, in denen sehr religiöse Männer oder Frauen leben und arbeiten % S. 48 der Raum, ¿e hier: ≈ Bereich, Möglichkeit durchbetet so, dass dort schon oft gebetet wurde der D¢rst hier: starker Wunsch gelebt hier: wirklich, wahr sich darstellen sich zeigen ≈ Urlaub, in dem man sich (nach die Kur, -en einer Krankheit) ausruhen kann die Lebenshaltung, ≈ individuelle Überzeugung, Ansicht -en die Gemeinde, -n hier: Gruppe von Christen, die alle in dieselbe Kirche gehen % S. 48

hier: ≈ sich erholen Ja sagen Person aus der Region Franken in Bayern hier: wieder froh werden und aufleben neue Energie bekommen „bfertigen hier: unpersönlich behandeln int„kt hier: ≈ harmonisch mit einer Glocke Laute produläuten zieren % S. 48 (die Gl¶cke, -n Gegenstand aus Metall, der einen Laut produziert) % S. 48 der Schein hier: Licht anein„nderreiben ≈ aneinanderlegen und massieren hier: ≈ dunkler Mantel der der Habit, -e Franziskaner „nbrechen hier: beginnen hier: langsam über den Horiaufgehen zont steigen strahlend hier: hell schnell weglaufen; hier: wegfliehen gehen und nicht mehr zu sehen sein der Friedhof, ¿e Ort, an dem die Toten liegen Kleidung machen und reparieschneidern ren ≈ Pater, der Beratung und Hilfe der Seelsorger, anbietet % S. 48 zusehen, dass der Laden dafür sorgen, dass alles läuft gut funktioniert der Namensvetter, -n Person mit gleichem Namen der T“schler, Person, die Möbel herstellt hier: eine (unangenehme) Siaushalten tuation akzeptieren, wie sie ist hier: Konstruktion aus zwei das Kreuz, -e Holzteilen: Ein Holzteil ist horizontal, das andere liegt in der Mitte vertikal darüber. w„chen hier: aufpassen str¡ng ≈ autoritär wehen blasen „bschalten zustimmen der Fr„nke, -n

FOTOS: M. BURKHARDT (2); EVLK; LOOK/J. GREUNE

Margot Käßmann (49) ist Deutschlands bekannteste Protestantin. Die Landesbischöfin von Hannover freut sich über das starke Interesse an Angeboten für Laien in evangelischen Klöstern.

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Lauter Maschinenlärm weckt einen aus leicht. Meinen Weg habe ich aber nie dem Schlaf. Handwerker montieren ein bereut.“ Der letzte Abend vor der Abreise – vor Schneefanggitter ans Dach. Höchste Zeit, scherzt Albin wenig später: „Dass wir nicht dem Abschied von neuen Freunden. Vor der Rückkehr in die Großdurch Dachlawinen noch mehr Personal „Ich bin ungezwungen stadt mit ihrer Hektik, ihrem Lärm. Die Franverlieren!“ Er lächelt, für viele Menschen da.“ ziskaner sitzen zusamtrotz der ernsten LaPater Josef Breunig men, diskutieren über ge: Die Franziskaner Gott und die Welt, trinhaben Nachwuchssorken Bier und Wein. gen. Um die 14 bayeriLutz schaut auf die schen Klöster kümUhr: kurz vor halb mern sich heute nur acht. Er steht auf, entnoch 100 Mönche. Vor schuldigt sich und 50 Jahren waren es steigt hinauf in den viermal so viele. 400 Meditationsraum, diFranziskaner – so viele rekt unter dem Dach. gibt es heute in ganz Dort meditieren die Deutschland. Zwei Eggenfeldener einmal Drittel von ihnen sind pro Woche mit den zwischen 60 und 80 Gästen. „Alle GedanJahre alt. Bis 2010 wird ken zulassen, sie bewahrscheinlich jedes grüßen und verabschiezweite Franziskanerden – leer werden für kloster geschlossen. Albin spricht das Wort aus: „Klosterabbau!“ das Größere“, hatte Pater Josef gesagt. Rudi schaut in diesem Augenblick ganz Jemand hat Kerzen angezündet, es riecht erschrocken. In Deutschland ist Eggenfel- weihnachtlich. Für Lutz ist die Meditation keine leichte den eines von sechs Franziskanerklöstern, in dem Laien auf Zeit mitleben können. Die Übung: „Ich mache sonst jeden Augenblick Gemeinschaft ist Rudi eine zweite Familie irgendwas. 60 Minuten still sitzen und nichts geworden. Leise sagt er: „Die sollen zuse- tun, das ist hart.“ Stille aushalten kostet hen, dass sie das erhalten. So einen Ort Kraft. Ganz bei sich sein, in sich hineingibt’s kein zweites Mal.“ Pater Josef betet hören. Die Gedanken fliegen herum wie für den Erhalt des Klosters. Er liebt das Vögel. Der Lohn am Ende: ein Gefühl wie Leben dort. Er feiert Hochzeiten, tauft Kin- nach einem heißen Bad. Innerer Frieden. Am der, betreut Kranke, begleitet Sterbende. Boden liegt ein Zettel. Darauf steht: „Die Mit 26 entschied er sich für ein Leben im Stille der Gedanken ist entspannend für den Kloster. Er sagt: „Inzwischen fällt der Ver- ganzen Menschen. Stille ist heilsam. Der zicht auf eine eigene Familie nicht immer Lärm verbraucht, die Stille ernährt.“ <

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Für Buddhisten sind alle Menschen Suchende. „Sie haben einen Durst nach Wahrheit, Geborgenheit, Frieden und Freiheit“, sagt Marcel Geisser, Leiter des buddhistischen Meditationszentrums Haus Tao in Wolfhalden (Schweiz). Auf das steigende Interesse am Buddhismus reagiert er mit einem großen Angebot an Meditations- und Philosophiekursen. In einigen buddhistischen Zentren in der Schweiz, Österreich und Deutschland sind neben Gruppen- und Familienkursen auch individuelle Aufenthalte möglich. Aber anders als christliche Klöster nehmen die Buddhismus-Zentren kaum Leute mit wenigen Vorkenntnissen als Urlauber auf. Gerhard Weißgrab, Präsident der Österreichischen Buddhistischen Religionsgemeinschaft, empfiehlt Menschen, die eine Zeit lang wie ein buddhistischer Mönch oder eine Nonne leben möchten, bekannte Klöster in Asien. der D¢rst hier: starker Wunsch die Geb¶rgenheit Gefühl, sicher und geschützt zu sein Kirche mit Wohn- und Arbeitsgebäudas Kloster, ¿ den, in denen sehr religiöse Männer oder Frauen leben und arbeiten % S. 48 Wissen, das man mitbringt die Vorkenntnisse Pl. der Mœnch, -e Mann, der nur für seine Religion lebt, z. B. auch nicht heiratet % S. 48 die N¶nne, -n Frau, die nur für ihre Religion lebt, z. B. auch nicht heiratet % S. 48

erh„lten taufen begleiten leichtfallen der Verz“cht bereuen

die R•ckkehr zulassen entsp„nnend heilsam

hier: schützen, damit es noch lange so bleibt durch ein Ritual zum Christen machen hier: sich kümmern um, helfen nicht schwierig sein von: verzichten = hier: freiwillig nicht haben hier: sich wünschen, dass man etwas nicht gemacht hätte Zurückkommen hier: erlauben hier: so, dass man sich mental und körperlich erholt gesund machend DEUTSCH perfekt

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FOTOS: M. BURKHARDT (2); FOTOLIA/S. KRAUS

hier: freiwillig und natürlich hier: festmachen (z. B. mit Schrauben) das Schneefanggitter, - Metall-Konstruktion, die verhindert, dass Schnee vom Dach fällt sch¡rzen einen Spaß/Witz machen die D„chlawine, -n Schneemasse, die vom Dach fällt hier: Personen, die im Kloster das Personal arbeiten; Mönche hier: Problem, dass kaum die Nachwuchssorgen Pl. junge Männer Mönch werden wollen der Klosterabbau ≈ Reduzierung von Klöstern der Laie, -n hier: ↔ Mönch, Theologe zusehen hier: sorgen für ¢ngezwungen montieren

Besser gleich nach Asien


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REISETIPPS > Bad Ischl Ski und Wellness Die Kurzreise nach Bad Ischl hat den Titel Therme und Ski: Das Vier-Sterne-Thermenhotel Bad Ischl bietet drei Übernachtungen mit Halbpension, einen ZweiTages-Skipass für die Dach-

> Vorarlberg Kalter Spaß Im Eisklettergarten Lech zeigen Experten den Gästen, wie dieser Sport funktioniert. Für Anfänger genauso wie für Könner: Im Klettergarten gibt es viele Geräte und Konstruktionen zum Trainieren. Zweimal in der Woche können Touristen mit den Trainern des Alpincenters Lech zwei Stunden lang klettern lernen. Das Center organisiert auch längere Alpincenter Lech Tel. A 0 55 83/3 98 80 Eistouren. www.alpincenter-lech.at

stein-Region und den Eintritt in die Kaisertherme an (ab 249 Euro pro Person). Oberösterreich Touristik Tel. A 07 32/7 27 72 00 www.touristik.at

> Sauerland Winter-Wandern

> Amrum und Föhr

FOTOS: MARKUS AMANN; KAISER THERME; FÖHR TOURISMUS; SCHMALLENBERGER SAUERLAND

Zweimal auf die Insel Zwei auf einmal: Die beiden Nordseeinseln Amrum und Föhr gibt es jetzt im Paket. Beide liegen nah beieinander im Nationalpark Wattenmeer. Das Klima ist dort besonders gesund. Zwei Übernachtungen auf Föhr und Amrum, die Fahrt mit dem Schiff auf die Inseln, Leihfahrräder und das Taxi vom Hafen zum Hotel und zurück gibt es ab 224 Euro pro Person.

der Eisklettergarten, ¿ (kl¡ttern der [nfänger, die Eistour, -en

der Ski, -s/-er das Vier-St¡rne-Th¡rmenhotel, -s der Skipass, ¿e

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Tourismus GmbH Wyk auf Föhr Tel. 0 46 81/300 www.foehr.de

VORARLBERG Region: Dort kann man im Eis auf einen Berg klettern. ≈ mit Händen und Füßen auf einen Berg gehen) ↔ Könner ≈ Kletterwanderung durchs Eis BAD ISCHL langes Teil (früher aus Holz): Damit kann man auf Schnee einen Berg hinunterfahren Thermenhotel mit dem Stern-Symbol für hohe Qualität. Fünf Sterne bedeuten höchste Qualität. Ticket fürs Skifahren

Die Tour startet immer sonntags und führt auf dem Rothaarsteig über die höchsten Berge Nordrhein-Westfalens. Neben fünf Übernachtungen sind auch der Transfer zu den Start- und Zielorten und ein Wanderführer inklusive (pro Person ab 187 Euro). Gästeinformation Schmallenberger-Sauerland Tel. 08 00/0 11 41 30 www.schmallenberger-sauerland.de

die |nsel, -n nah beiein„nder das W„ttenmeer, -e der Hafen, ¿

AMRUM UND FÖHR Stück Land in einem Meer, See oder Fluss hier: eine Insel nicht weit weg von der anderen hier: Teilbereich des Meeres in der Nordsee Ort: Dort fahren Schiffe ab und kommen an.

führen der Steig, -e der Zielort, -e

SAUERLAND hier: gehen ≈ Bergwanderweg Ort: Dort will man ankommen.

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KUNDENSERVICE ABONNENTEN- UND KUNDENSERVICE CUSTOMER SERVICE, SUBSCRIPTIONS Deutschland, Österreich und übriges Ausland Privatkunden und Buchhandlungen: Spotlight Verlag GmbH, Kundenbetreuung Postfach 1565, 82144 Planegg/Deutschland Tel. +49 (0)89/8 56 81-16, Fax +49 (0)89/8 56 81-159 Montag bis Donnerstag: 9 bis 18 Uhr, Freitag: 9 bis 16 Uhr abo@spotlight-verlag.de Lehrer, Trainer und Firmen: Tel. +49 (0)89/8 56 81-152, Fax +49 (0)89/8 56 81-159 Montag bis Donnerstag: 9 bis 18 Uhr, Freitag: 9 bis 16 Uhr lehrer@spotlight-verlag.de Schweiz: Spotlight Verlag GmbH, Affolternstrasse 52, 8050 Zürich Tel. +41 (0)44/3 66 99 11, Fax +41 (0)44/3 66 99 49 www.spotlight-verlag.de Einzelverkaufspreis Deutschland: € 5,90 HERAUSGEBER UND VERLAGSLEITER Dr. Wolfgang Stock CHEFREDAKTEUR Jörg Walser REDAKTION Marcel Burkhardt, Barbara Duckstein, Christiane Keders, Sonja Krell, Ulrich Miksa, Daniela Niebisch, Katja Riedel, Barbara Schiele (Deutsch perfekt im Unterricht), Anne Wichmann (Deutsch perfekt Audio) BILDREDAKTION Judith Rothenbusch REDAKTIONELLE MITARBEIT Karl Braun, Petra Daniell, Agnès Lemonnier, Ewa Lobozek, Friederike Nagel, Giancarlo Sánchez-Aizcorbe, Yulia Strigo, Andrea Uysal, Valeria Vairo AUTOREN Gabriele Bauer (Deutsch perfekt Plus), Andrea Benda, Ralf Isermann, Max Maier, Tim Oland, Evelyn Runge, Martina Tichy KORRESPONDENTEN Bettina Oberhauser (Frankfurt), Barbara Dittrich (Leipzig/ Erfurt), Astrid Labbert (Bremen), Dominic McVey (Köln), Heike Platow (Hamburg), Eva Dorothée Schmid (Berlin) GESTALTUNG BfGuK, 80469 München; Georg Lechner (Art Director), Klaus Niedermeier PRODUKTIONSLEITUNG Ingrid Sturm LITHO H.W.M. GmbH, 82152 Planegg DRUCK Vogel Druck und Medienservice GmbH & Co. KG, 97204 Höchberg Deutsch perfekt wird besonders umweltfreundlich auf chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt.

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ziehen mein Freund Stefan und ich in unsere erste gemeinsame Wohnung. Sechs Jahre lang sind wir schon ein Paar. Und so lange haben wir eine Fernbeziehung zwischen München und Stuttgart. Freitags in den Zug oder auf die Autobahn, sonntags zurück. Vor zwei Jahren war die Distanz noch größer. Da hat Stefan ein halbes Jahr lang in Südafrika gelebt, und wir haben meistens nur telefoniert. Jetzt ist Stefan mit dem Studium fertig. Nun will er zu mir nach München kommen. Wir suchen gerade eine günstige Wohnung. Das ist gar nicht so einfach, weil Wohnungen in München sehr teuer sind und wir beide noch wenig Geld verdienen. Das Datum steht also fest – wo wir wohnen werden, aber noch nicht. Zur Not müssen wir am Anfang in meinem 27-Quadratmeter-Apartment leben. Ich freue mich schon sehr darauf, unsere erste gemeinsame Wohnung einzurichten. Auch wenn wir jetzt erst einmal alle unsere alten Möbel in die neue Wohnung mitnehmen. Austoben kann ich mich besonders beim Dekorieren: Ich will eine Designertapete mit tollen Mustern an der Wand. Auch wenn sie teuer ist: Ein Streifen davon muss sein. ziehen gemeinsam das Paar, -e die F¡rnbeziehung, -en (die Beziehung, -en f¡ststehen zur Not erst einmal sich austoben die Designertapete, -n (die W„nd, ¿e das M¢ster, der Streifen, -

hier: ≈ einziehen hier: für beide zusammen hier: Partner und Partnerin Beziehung: Die Partner leben an verschiedenen Orten. hier: ≈ Liebe zwischen Mann und Frau) sicher sein hier: ≈ wenn wir keine Wohnung finden hier: am Anfang hier: etwas mit viel Energie tun ≈ Papier an der Wand von einem Designer hier: ≈ Grenze zwischen zwei Räumen) hier: Kombination von Formen und Farben langes, dünnes Stück DEUTSCH perfekt

FOTOS: PRIVAT; STEFFEN JÄNICKE; THÜRINGER TOURISMUS GMBH; DAK

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> BEI SILVIA MÜLLER (28)

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GWP media-marketing GmbH Manuela Fuchs, Leiterin Marketing Kasernenstraße 67, 40213 Düsseldorf Tel. +49 (0)2 11/8 87-2326, Fax +49 (0)2 11/8 87-97-2326 E-Mail: m.fuchs@vhb.de Petra Lachenicht, Product Manager Kasernenstraße 67, 40213 Düsseldorf Tel. +49 (0)2 11/8 87-2468, Fax +49 (0)2 11/8 87-97-2468 E-Mail: p.lachenicht@vhb.de Nielsen 1, 5, 6, 7: GWP media-marketing GmbH, Matthias Meißner Brandstwiete 1 (Neuer Duvenhof), 20457 Hamburg Tel. +49 (0)40/3 01 83-210, Fax +49 (0)40/ 3 01 83-283 E-Mail: m.meissner@vhb.de Nielsen 2 GWP media-marketing GmbH, Hans-Joachim Beier Kasernenstraße 67, 40213 Düsseldorf Tel. +49 (0)2 11/8 87-2061, Fax +49 (0)2 11/8 87-2099 E-Mail: h.beier@vhb.de Nielsen 3a GWP media-marketing GmbH, Axel Ude-Wagner Eschersheimer Landstraße 50-54, 60322 Frankfurt Tel. +49 (0)69/24 24-4500, Fax +49 (0)69/ 24 24-4555 E-Mail: a.ude@vhb.de Nielsen 3b GWP media-marketing GmbH, Andreas Vester Werastraße 23, 70182 Stuttgart

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08.11.2007

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MONAT > IN DEUTSCH perfekt IM JANUAR > OST UND WEST Sehr viele junge Ostdeutsche ziehen in den Westen – im Osten fehlen oft Jobs und Perspektiven. Jetzt ziehen immer mehr Senioren aus dem Westen in den billigeren Osten. Wird der Osten zum Rentnerparadies?

> DIE POST WIRD BUNT

DEUTSCHLAND 2020 Das Wohnen, Arbeiten, Konsumieren und die Lebensstile der Zukunft: Wohin gehen die großen Trends? Ein Blick weit nach vorn.

Die Privaten kommen: Im Januar verliert die Deutsche Post ihr Briefmonopol. Was heißt das für die Konsumenten?

> IHRE MEINUNG, BITTE! Gewinnen Sie einen Sprachkurs am Goethe-Institut oder einen von 50 anderen Preisen für Ihre Kommentare zu Deutsch perfekt!

WINTER IN DEUTSCHLANDS ZENTRUM

> DAS JANUAR-HEFT GIBT ES AB 19. DEZEMBER x/06

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EN

„Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“, heißt es in der Medikamentenwerbung. Aber wie? Wichtige Sprachtipps, die Sie hoffentlich so schnell nicht brauchen.

IN D

Ein Wald der Athleten – mitten in Deutschland: Im Thüringer Wald trainierten früher Olympiasieger. Bis heute ist die Region bei nordischen Wintersportlern populär, nicht nur wegen ihres fast 170 Kilometer langen Rennsteigs.

EN ONAT M N STE > Muslime H C Wie gut leben sie in Deutschland? NÄ > Köln im Karneval Die Metropole am Rhein in der „fünften Jahreszeit“

> Falco Österreichs legendärer Sänger


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08.11.2007

16:17 Uhr

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SCHLUSSWORTE „Ich sag mal so: Man steht um halb sechs morgens auf, geht aber nicht abends um 20 Uhr schlafen.“ Heike Makatsch, Schauspielerin, auf die Frage, ob sie als Mutter eines Babys immer nur müde sei

„Wenn ich mal Letzter werde, höre ich auf.“ Heinz Sowinski (70), Rentner, nachdem er am Ironman auf Hawaii teilgenommen hatte

„Mir scheint, je höher sie aufsteigen in der Welt der Männer, umso mehr Anpassung wird ihnen abverlangt.“ Christa Wolf, Schriftstellerin, über Frauen, die Karriere machen

„Alle 20 Jahre kommt offenbar eine Welle, da heißt es dann, eine andere Generation sei nachgewachsen, und nun müsse ein Schlussstrich gezogen werden. Aber dann passiert immer das Gegenteil.“ Saul Friedländer, israelischer Historiker, über die Beziehung der Deutschen zu ihrer Nazi-Geschichte

„Ich konzentriere mich jetzt wieder auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Ein Porsche Boxter reicht mir vollkommen!“

„Die kopieren uns.“ Kurt Beck, SPD-Chef, über das neue Grundsatzprogramm der CDU

Tan Siekmann, früherer Chef der hessischen Computerfirma Biodata, über den Verkauf seines Learjets und seines Ferraris

„Unternehmen benötigen Teams mit Spitze – und nicht Teams als Spitze.“

„Manche sagen ‚Kohlrabi‘ und meinen Blumenkohl.“

Helmut Maucher, früherer Chef des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns Nestlé

Annavita, Berliner Schülerin, über die kulinarische Alles-Egal-Haltung ihrer Freunde

sei Mir scheint … aufsteigen die [npassung

¶ffenbar/offenbar die W¡lle, -n

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nachwachsen m•sse einen Schl¢ssstrich ziehen reichen v¶llkommen/vollk¶mmen die SPD das Gr¢ndsatzprogramm, -e die CDU

UND WAS SAGEN SIE?

hier: groß werden, aufwachsen Konj. I von: müssen eine Sache beenden genug sein hier: total kurz für: Sozialdemokratische Partei Deutschlands hier: ≈ politisches Programm

das Unternehmen, benötigen die Sp“tze, -n die Sp“tze, -n der Nahrungsmittelkonzern, -e der Kohlrabi, -s der Blumenkohl, -e die H„ltung, -en

kurz für: Christlich Demokratische Union

Schreiben Sie uns an redaktion@deutsch-perfekt.com. Leser-Kommentare, Meinungen, Lob und Kritik auf www.deutsch-perfekt.com ) Sie & wir

Firma brauchen hier von: spitze = super, toll hier: Leitung, Chef Gruppe von Firmen, die Lebensmittel produzieren rundes, hellgrünes Gemüse großes, weißes Gemüse ≈ Meinung

DEUTSCH perfekt

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FOTO: DPA

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Konj. I von: sein Ich glaube, dass … hier: in eine höhere Position kommen Prozess, bei dem man sich so ändert, dass man mit einer neuen Situation gut zurechtkommt etwas Schwieriges oder Unangenehmes wollen ≈ wahrscheinlich hier: Tendenz, Trend


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Deutsch perfekt erscheint im Spotlight Verlag, Fraunhoferstraße 22, 82152 Planegg/Deutschland, Amtsgericht München HRB 153576, Geschäftsführer: Dr. Wolfgang Stock


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