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Berlin

und die Spionage

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Anatomie einer Nation Wie Deutschlands Kinder leben

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Schreibfehler (die Sie 2014 nicht mehr machen werden)

Sprache & Service 2 Wintersport-Wörter 2 Reklamationen schreiben 2 800 Worterklärungen

Auf den jungen Seiten: Deutscholympiade – wer kommt nach Frankfurt?

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100 Orthografie-Tipps Berlin und die Spionage Was bringt 2014? Deutschlands Kinder Interview: Hacker Götz Schartner

LEARN GERMAN | ESTUDIAR ALEMÁN | APPRENDRE L’ALLEMAND | IMPARARE IL TEDESCO | NAUK A NIEMIECKIEGO | УЧИМ НЕМЕЦКИЙ | ALMANCA Ö GRENMEK 

Interview Ein Hacker über Risiken im Internet

03.12.13 15:51


Gut für den Kopf!

Besser mit Sprachen. Land und Leute verstehen – und nebenbei die Sprache lernen. Jeden Monat neu.

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Editorial

Spielend Berlin entdecken und Deutsch lernen!

MITTEL

Berlin-Krimi

FOTO: GERT KRAUTBAUER

Computer Daten zu kontrollieren hier: Text in einer Zeitschrift ≈ einem zufälligen Gewinner ... schenken die Leserbefragung, -en Umfrage bei Lesern der ChÂĄfredakteur, -e Chef von allen Journalisten bei einer Zeitschrift oder Zeitung

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ANKUNFT

Das Jahr der Spionageskandale – als solches wird uns 2013 in Erinnerung bleiben. Was im Mai in Hongkong begann, erreichte spätestens im Oktober auch Berlin so richtig – als die EmpĂśrung Ăźber das wahrscheinlich abgehĂśrte Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel nur der Anfang eines diplomatischen Orkans war. PlĂśtzlich war Berlin wieder das, was es schon so oft war: die Hauptstadt der Spionage. Bis zu 45 000 Agenten waren in der Stadt in manchen Jahren aktiv. Auch die amerikanische National Security Agency war dort schon frĂźher vertreten. Auf dem Teufelsberg, im Westen der Stadt, betrieb sie bis 1992 eine Spionage-Station. Von dort hĂśrte sie weit in Richtung Osten. In den Ruinen der Station begann unsere Korrespondentin Barbara Kerbel ihre Recherche zur Spionage-Hauptstadt – von der sie am Ende einen echten Berlin-Krimi zurĂźckbrachte (ab Seite 14). Marcel Burkhardt sprach derweil mit dem Hacker GĂśtz Schartner Ăźber Risiken im Internet. In sogenannten Live-Hackings vor groĂ&#x;em Publikum zeigt Schartner regelmäĂ&#x;ig, wie leicht Computer zu attackieren sind. Die Zuschauer sind oft „geschockt, wenn sie sehen, wie einfach Antivirenprogramme und Firewalls umgangen werden kĂśnnen“, sagt der Sicherheitsexperte (Seite 60). Aus der Hauptstadt kommt auch der zweite groĂ&#x;e Beitrag in diesem Heft. 100 typische Fehler, wie sie sie auch von ihren Kursteilnehmern in Berlin kennt, hat die DaF-Dozentin Lisa DĂśrr gesammelt. Ab Seite 28 gibt sie Tipps, wie Sie es richtig machen. Starten Sie orthografisch sicher ins neue Jahr! Deutsch lernen in Berlin, das kĂśnnen bald vielleicht auch Sie: Wir „ls sÂślches hier: ≈ als so ein Jahr so r“chtig hier: wirklich; intensiv verlosen einen einmonatigen Somdie EmpĂśrung ≈ Ă„rger mersprachkurs in der Hauptstadt – „bhĂśren hier: im Geheimen bei Teleunter allen Teilnehmern unserer fongesprächen mithĂśren hier: da sein; an einem Ort vertreten sein Leserbefragung. Was gefällt Ihnen an sein Deutsch perfekt? Und was nicht? Das betreiben hier: haben und dort abhĂśren die Recherche, -n franz. Suchen von genauen Informawollen wir wissen, um ganz nach tionen Ihren WĂźnschen arbeiten zu kĂśnÂĄcht wirklich; hier: so, dass etwas auch in der Realität passiert nen. FĂźr Ihre Antworten danken wir derweil ≈ inzwischen mit einem groĂ&#x;en Gewinnspiel immer wieder, z. B. einmal pro regelmäĂ&#x;ig Monat (mehr Informationen auf Seite 17). hier: etwas tun, um trotz umgehen Ich freue mich auf Ihre Meinung! Antivirenprogramm auf einem

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2011

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Das Spiel zur Stadt – fßr Deutschlerner und Berlin-Fans! Verbessern Sie Ihre Sprachkenntnisse in einer kurzweiligen Spielerunde! Grundkenntnisse in Deutsch reichen schon aus, um mitmachen zu kÜnnen. Fßr 2-5 Spieler ab 14 Jahren. Mit 50 Bildkarten zu den Sehenswßrdigkeiten, 590 Fragen in Deutsch und einem Stadtplan als Spielfeld. In Zusammenarbeit mit: Mehr Informationen auf www.grubbemedia.de

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Die Themen des Monats Januar 2014

28

6

Mein Deutschland-Bild

LEICHT

Patrick Pleul über die Herstellung von Sauerkraut

8

Keine Fehler mehr!

Panorama

Neues, Namen und Zahlen

LEICHT

17

Wie ist es richtig? „Das“ oder „dass“, „ihm“ oder „im“, „deutsch“ oder „Deutsch“? Das Schwierigste an der deutschen Orthografie sind oft die Details. Die 100 wichtigsten Tipps – damit Sie 2014 beim Schreiben sicher sind!

Sagen Sie uns Ihre Meinung zum Heft …

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22

Ja oder Nein?

SCHWER

Streit-Thema: Studieren zu viele?

24

Nachrichten

MITTEL

Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

MITTEL SCHWER

51

Reisetipps

Hochsauerland • Bad Kissingen • Wildkogel

LEICHT

54

Mein erster Monat

PLUS

Anna Zyubanova in Lemförde

LEICHT

56 MITTEL

Ein Bild und seine Geschichte

62

Vor 1200 Jahren: Die Epoche Karls des Großen endet

58 SCHWER

MITTEL

Der Blick von außen

Viel Neues im neuen Jahr: Arbeitnehmer können viel Urlaub mit wenig Urlaubstagen machen, Studieren wird überall kostenlos und Berlin bekommt eine Food Week. Aber das ist noch lange nicht alles.

Adam Fletcher über Feste und Pyromanen

60

Im Interview: Götz Schartner

Der Hacker über Datenspionage und Cyber-Attacken

SCHWER

65

Weltliteratur

Thomas Mann und sein Familien-Epos Buddenbrooks

MITTEL

66 MITTEL

Was bringt 2014?

Kulturtipps

Kino • Ausstellung • Theater • Konzert • Hörbuch • Buch

68

Kolumne

Alia Begisheva über Gäste

SCHWER

69 MITTEL

70

Nächsten Monat

… in Deutsch perfekt D-A-CH-Menschen

MITTEL

Einer von 98 Millionen: Was denkt Frank-Jürgen Schmidt?

14 MITTEL

LEICHT

Die jungen Seiten von Deutsch perfekt

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Internationale Deutscholympiade • Bavaria Filmstadt • Surfen im Schnee • Rapper Eko Fresh • 1. Januar

Spionage-Stadt Berlin Seltsame Details

auf den Berliner Dächern von ausländischen Botschaften bringen nicht nur die Deutschen zum Nachdenken. Das Phänomen ist nicht neu: Schon früher waren in kaum einer anderen europäischen Stadt so viele Agenten aktiv wie in Berlin. Was passiert und passierte da im Geheimen?

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Texte auf Stufe A2 des GER

LEICHT

Texte auf Stufe B1 des GER

Texte auf den Stufen B2 bis C2 des GER

MITTEL

GER Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen

SCHWER

In diesem Heft: 19 Seiten Sprache & Service TITELCOMPOSING: GEORG LECHNER (FOTOS: ISTOCK/THINKSTOCK/MAURITIUS IMAGES/HIROSHI HIGUCHI) FOTOS: ISTOCK/THINKSTOCK (2); PICTURE ALLIANCE/DPA; MAURITIUS IMAGES/IB/UWE UMSTÄTTER

28 MITTEL

35 LEICHT MITTEL SCHWER

36

LEICHT MITTEL

37 LEICHT MITTEL SCHWER

39 MITTEL

40

MITTEL SCHWER

42 MITTEL

48 SCHWER

Viele Erwachsene erinnern sich gern an sie zurück: die Kindheit. Aber wie geht es Deutschlands Kindern heute? Antworten finden Sie im zweiten Teil der Serie „Anatomie einer Nation“.

100 Tipps zur Orthografie Übungen zu den Themen des Monats

Mehr Sicherheit mit Wörtern und Texten Wörter lernen

PLUS

Auf der Piste Schreiben • Sprechen • Verstehen

PLUS

Reklamationen • In der Kneipe • Wörter rund um den Schnee Sammelkarten Raten Sie mal! • Comic

Rätsel zu einem Thema des Monats • Haiopeis Grammatik

PLUS

Adjektive mit präpositionalem Kasus Deutsch im Beruf

PLUS

Krank, was tun?

44

Lösungen • Kundenservice • Impressum

45

Starthilfe

LEICHT SCHWER

Deutschlands Kinder

Richtig schreiben

Lösungen der Übungen • Wer macht was bei Deutsch perfekt? Extra-Service Übersetzungen in Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Russisch, Türkisch Auf www.deutsch-perfekt.com können Sie mit einem Premium-Abo Texte mit diesem Symbol hören. Diesmal:

50 SCHWER

64 MITTEL

Anatomie einer Nation

Helikopter-Eltern mit Träumsuse Das bringt 2014

Mehr Urlaub mit weniger Urlaubstagen

5 LEICHT

Spiel, Spaß, Sprache

Die Olympiade

Mehr als 800 Erklärungen von schwierigen Wörtern

lockere Umgangssprache negativ Vorsicht, vulgär! ungefähr, etwa

Lernen mit

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Gegenteil von ... langer, betonter Vokal kurzer, betonter Vokal ¢ , ¿er Plural-Formen o

-Produkten

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Fotograf: Patrick Pleul

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ressefotografen wie ich fotografieren bekannte Motive immer wieder. So wie dieses hier aus Lübbenau in Brandenburg: drei Frauen mit Kopftuch, die ein paar Meter tief in einem Kessel stehen und Weißkohl mit den Füßen stampfen. Später wird daraus Sauerkraut, das typisch deutsche Gericht. So ein Foto habe ich vor zwei, drei Jahren schon einmal gemacht. Aber die Produktion war zu dieser Zeit schon weiter: Die Damen haben schon oben aus dem Kessel herausgeschaut. Für das Foto habe ich auf einer Leiter gestanden. So habe ich die Frauen aus einer ungewöhnlichen Perspektive fotografiert. Weil der Weißkohl erst langsam zu Sauerkraut wird, hat es gar nicht schlecht gerochen. Der Firma ist Hygiene sehr wichtig. Ich bin nicht in den Kessel gestiegen, habe aber trotzdem Gummistiefel bekommen. Nur so haben sie mich in den Raum gelassen. Im Sommer stehen die Frauen um einen Tisch. Dann legen sie Senfgurken ein. Am Ende meines Besuchs habe ich mir noch ein Glas Sauerkraut gekauft. Ich mag es gern, am liebsten mit Kartoffeln. Geschenke darf ich leider nicht akzeptieren. das K¶pftuch, ¿er der K¡ssel, der Weißkohl st„mpfen das Sauerkraut die Leiter, -n ¢ngewöhnlich der G¢mmistiefel, einlegen die S¡nfgurke, -n

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Stück Stoff: Man legt es um den Kopf. hier: ≈ extrem großer Topf rundes Wintergemüse mit großen, grünen Blättern ≈ mit Energie drücken auf geschnittenes, mit Salz konserviertes Gemüse: Es schmeckt sauer. ≈ Gerät: Man kann es zum Hinauf- und Hinuntergehen wie eine Treppe benutzen. anders als sonst;  normal spezieller Schuh: Man trägt ihn bei Regen. hier: in salziges, saures Wasser legen. So konserviert man ein Lebensmittel. kleine grüne Gemüsepflanze: Sie ist mit harten, kleinen Früchten der Senfpflanze eingelegt.

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Mein Deutschland-Bild LEICHT

FOTOS: PICTURE ALLIANCE/DPA; PRIVAT

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Schweiz

Praktikum im Schnee PRAKTIKUM IM SCHNEE Ski fahren auf zwei langen Teilen auf Schnee einen Berg hinunterfahren die P“stenraupe, schwere, große Maschine -n (Foto): Damit macht man Pisten. (die P“ste, -n ≈ Weg(e) auf einem Berg: Dort kann man Ski fahren.) die Gæstebetreu- Frau: Sie kümmert sich erin, -nen beruflich um Gäste. die Beschneiungs- ≈ technische Konstruktion: anlage, -n Damit macht man Schnee. das PS, kurz für: Pferdestärke: Sie zeigt, wie stark ein Motor ist. das Fühlen; Emotion das Gefühl, -e

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Im Schweizer Wintersportort Grächen (Kanton Wallis) können Gäste nicht nur Ski fahren und einen romantischen Winterurlaub in den Alpen machen. Jeden Donnerstag um 8 Uhr beginnt ein ganz spezielles Praktikum. Urlauber dürfen für 109 Franken (circa 90 Euro) eine Pistenraupe fahren. Genauer: Sie dürfen mitfahren. „Der Tag beginnt mit der Pistenkontrolle am Morgen“, erklärt Gästebetreuerin Melanie Stoffel. „Denn man muss sicher sein, dass die Piste wirklich in Ordnung ist und alle Skifahrer ohne Probleme fahren können.“ Dann lernen die Praktikanten, wie die Beschneiungsanlage funktioniert. Außerdem gibt es ein Mittagessen. Am frühen Nachmittag darf der Gast dann endlich in der Pistenraupe mitfahren. Mit 400 PS geht es hoch und wieder runter – ein sehr spezielles Gefühl. Aber der Schnee muss wieder auf den Berg. „Schlecht ist noch niemandem geworden“, sagt Stoffel. Am Ende bekommen alle ein Diplom. Sie sind dann „Praktikant Schneespezialist“ – ganz offiziell. 1/14

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Panorama LEICHT

Süßer Mozart

Typisch Österreich? Sie sind rund, süß und haben viele Kalorien. Das ist logisch, denn die kleinen Mozartkugeln sind aus Schokolade, Marzipan und Nugat. Die Firma Reber in Bad Reichenhall (Bayern) gibt auch noch ein bisschen Rum dazu. 45 Minuten dauert es bei Reber, bis eine Mozartkugel fertig ist. Rund 500 000 Stück stellt die Firma jeden Tag her, so viele wie keine andere in der Welt. Die meisten der Traditionskugeln kommen also aus Süddeutschland und nicht aus Österreich – auch wenn die süße Kugel eine Idee des Konditors Paul Fürst aus Salzburg war. Die Firma Reber exportiert die Mozartkugeln aus dem 18 Kilometer von Salzburg entfernten Bad Reichenhall in mehr als 50 Länder. Bald will sie ihr Produkt auch in arabischen Ländern anbieten – in einer Variante ohne Alkohol. Die meisten Mozartkugeln bleiben aber in Deutschland. Viele Deutsche mögen nämlich nicht nur die Musik des Komponisten – sondern auch die Kugeln, die seinen Namen tragen.

! Ländertickets Tipp des Monats

Pistenraupen in Aktion Im Schweizer Wintersportort Grächen dürfen Urlauber darin mitfahren

Bis zu fünf Reisende können in einem Bundesland den ganzen Tag in den Nahverkehrszügen und in vielen Verkehrsverbünden fahren – mit einem Länderticket. Die Preise sind in den Bundesländern verschieden. Für fünf Personen liegen sie zwischen 29 und 39,50 Euro. Für eine Person kosten die Tickets meistens 22 Euro. Um Geld zu sparen, darf man sich spontan andere Reisende suchen und dann mit ihnen zusammen fahren. Verboten sind aber Fahrten mit Schleppern: Sie kaufen einen Fahrschein, nehmen so viele Passagiere wie möglich mit – und fahren oft den ganzen Tag von einer Stadt zur nächsten. So wollen sie Geld verdienen. Man darf Passagiere bei den Ländertickets aber nicht austauschen. Wird man kontrolliert, bekommt nicht nur der Schlepper Probleme: Alle, die mit ihm fahren, müssen Strafe zahlen.

TYPISCH die Mozartkugel, -n der Konditor, Konditoren entf¡rnt

ÖSTERREICH? runde Praline Person: Sie stellt beruflich Kuchen und Pralinen her. in einer Distanz von

LÄNDERTICKETS das B¢ndesland, ¿er Teil von einer föderalistischen Republik der Nahverkehrszug, Zug für den Verkehr auf ¿e kurzen Wegen (z. B. Regionalbahn, Regional Express, S-Bahn) Firma: Sie kümmert sich der Verkehrsverbund, -e/¿e um den Straßenbahnund Busverkehr. die Fahrt, -en von: fahren der Schl¡pper, hier: Person: Sie nimmt andere illegal mit. hier: Eine Person steigt austauschen aus, und eine andere fährt an ihrer Stelle mit. die Strafe, -n hier: Gebühr als Sanktion KAUTSCHUK AUS EUROPA ein bisschen nass ≈ z. B. Obst und Gemüse sammeln Parasit; kleines Tier: Es der Schädling, -e macht z. B. Pflanzen oder Lebensmittel kaputt. feucht ¡rnten

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Industrie FOTOS: MAURITIUS IMAGES/IB/NORBERT EISELE-HEIN; ISTOCK/THINKSTOCK

Kautschuk aus Europa

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Naturkautschuk kommt meistens aus Ländern mit einem subtropischen Klima. Der Kautschukbaum mag es nämlich warm und feucht. Deshalb ist es nicht einfach, das Material in Europa herzustellen. Es muss importiert werden. Bald soll es aber auch Naturkautschuk aus Deutschland geben. In Münster (Nordrhein-Westfalen) testen Molekularbiologen vom Fraunhofer-Institut zusammen mit der Reifenfirma Continental jetzt die Herstellung von Naturkautschuk – aus einer russischen Variante der Löwenzahn-Blume (Foto rechts). Der weiße Saft der Blume hat großes Potenzial: Er ist genauso gut wie der Saft aus dem Kautschukbaum. Der russische Löwenzahn braucht aber kein subtropisches Klima. Er kann schon nach einem Jahr geerntet werden. Die Blume hat auch nur wenige Probleme mit Schädlingen. In fünf Jahren sollen die ersten Autos mit Löwenzahn-Kautschukreifen fahren. 9

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FEIERN BIS 2014 die Siegessäule, -n langes, vertikales Monument mit einer Skulptur das Signalhorn, ¿er Gerät: Damit kann man akustische Signale geben. die |nsel, -n Stück Land in einem Meer, See oder Fluss der Partymarathon, ≈ lange und viele -s Partys ohne Pause eiskalt extrem kalt; sehr kalt das Blei sehr schweres, ziemlich weiches, graues Metall gießen hier: hineintun die SMS, kurz für: Short Message Service ≈ kurzer Brief: Man schickt ihn mit dem Handy. versch“cken ≈ schicken die Empfængerliste, Register mit spezieller -n Ordnung: Darin stehen die Empfänger. zeitversetzt hier: so, dass etwas später gemacht wird der Vers„nd hier: das Schicken einer SMS LIEBE NIEDERSACHSEN, BÖSE SAARLÄNDER? das B¢ndesland, ¿er Teil von einer föderalistischen Republik das Ergebnis, -se Resultat erfreulich hier: so, dass man sich darüber freut „ller Zeiten ≈ früher und heute EINKAUFEN 2.0 st„rk “m K¶mmen sehr modern werden sein “m D¢rchschnitt ≈ meistens: Das ist normal. zustellen hier: Post bringen ¢ngefähr/ungefähr nicht ganz genau; circa der Paketdienst, -e Servicefirma: Sie bringt Pakete zu den Empfängern. versch“cken ≈ schicken spätestens ≈ mindestens das |nland  Ausland

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Silvestertradition Bleigießen Kleine Figuren als Prognose fürs nächste Jahr

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Silvester

Klischees

Feiern bis 2014

Liebe Niedersachsen, böse Saarländer?

An keinem anderen Datum feiern so viele Menschen gleichzeitig wie in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar. Die größte Silvesterparty Deutschlands findet in Berlin statt: Zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule stehen jedes Jahr circa eine Million Menschen. Akustisch interessant ist es am Hamburger Hafen. Pünktlich um 24 Uhr sind dort die Signalhörner der Schiffe zu hören. Extravaganter ist es auf Sylt: Deutschlands nördlichste Insel feiert in Wenningstedt einen fünf Tage langen Partymarathon. Am 1. Januar wartet die eiskalte Nordsee – für ein Bad. Viele Familien und Freunde feiern zu Hause. Sehr oft essen sie am Silvesterabend Fondue. Ein populäres Spiel ist das Bleigießen, bei dem man heißes Blei in Wasser gießt. Die kleinen Figuren sollen zeigen, was im nächsten Jahr passiert. Eine andere Tradition: Das Fernsehen zeigt immer den kurzen Film Dinner for One. Zu keinem anderen Termin werden in Deutschland so viele SMS verschickt wie an Silvester. Circa 310 Millionen SMS waren es beim letzten Mal. Es gibt deshalb kurz nach 24 Uhr höhere Kapazitäten. Trotzdem kommen nicht alle Nachrichten pünktlich an. Drei Tipps: Die SMS kurz vor 24 Uhr schicken, die SMS früher schreiben und dann an eine Empfängerliste schicken – oder einen zeitversetzten SMSVersand im Internet wählen.

Die Internetplattform Survey Monkey hat gefragt, welches Bundesland die Deutschen wirklich nicht brauchen. Das Ergebnis: Das Saarland steht auf dem ersten Platz – Niedersachsen auf dem letzten. Auch nicht sehr populär sind Bayern (Platz zwei) und Sachsen (Platz drei). Die Niedersachsen können sich jetzt also über „den erfreulichsten letzten Platz aller Zeiten“ freuen, schreibt Survey Monkey. Warum die Menschen ein Bundesland nicht mögen, ist aber nicht klar. Das hat die Internetplattform nämlich nicht gefragt. Vielleicht ist die Erklärung einfach: Es haben viel zu wenig Saarländer und viel zu viele Niedersachsen mitgemacht.

Zahlenspiel

Einkaufen 2.0 Für 10,78 Milliarden Euro haben Kunden aus ganz Deutschland 2012 Kleidung im Internet gekauft. Das sind elf Prozent mehr als 2011. Auf Platz zwei steht Elektronik (4 Milliarden Euro, plus 25 Prozent), auf Platz drei Bücher (2,59 Milliarden Euro, plus zehn Prozent). Stark im Kommen ist das Einkaufen von Lebensmitteln im Internet. Argumente dafür gibt es genug: 120 Mal im Jahr sucht ein Kunde im Durchschnitt vor dem Einkaufen einen Parkplatz. Der Wocheneinkauf dauert 2,5 Stunden. Fünf Tage steht ein Mensch pro Jahr im Supermarkt, davon einen an der Kasse. Pakete mit Lebensmitteln stellt die Post seit ungefähr einem halben Jahr in Berlin, Köln, München und großen Städten in Nordrhein-Westfalen in den Abendstunden zu: zwischen 18 und 20 Uhr oder zwischen 20 und 22 Uhr. Aber nicht nur Lebensmittel bedeuten mehr Arbeit für die Paketdienste. Vor Weihnachten bestellen und verschicken ungefähr drei Mal so viele Menschen wie sonst Pakete. Spätestens am 23. Dezember, 10 Uhr, muss ein Paket bei dem schnellsten Paketdienst, der DHL, abgegeben sein, damit es bei einem Empfänger im Inland noch zum Fest ankommt. 1/14

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Panorama LEICHT

Vorarlberg

Schöner warten Was machen bekannte Architekten aus Belgien, Chile, China, Japan, Norwegen, Russland und Spanien in dem kleinen österreichischen Dorf Krumbach in Vorarlberg? Sie bauen sieben neue Haltestellen-Häuschen. Geld bekommen sie keines. Sie dürfen aber eine Woche Urlaub in der Region machen. Das Material für die neuen Häuschen wird gespendet – und die Dorfbewohner bauen mit. Offiziell heißt das Projekt „Bus:Stop“. Die Idee hatte ein Kulturverein. Der hat nicht gedacht, dass sich so schnell so viele internationale Architekten finden. Aber die Architekten haben die Idee interessant gefunden. Vorarlberg ist nämlich für eine spezielle Baukultur mit viel Holz bekannt. Der Pavillon des Chilenen Smiljan Radic ist schon fertig. Im Frühjahr sollen dann die anderen Haltestellen-Häuschen fertig sein.

SCHÖNER WARTEN hier: HaltestellenHäuschen machen sp¡nden Geld oder andere Dinge als Hilfe geben der D¶rfbewohner, - Person: Sie wohnt in einem Dorf. Frühling das Frühjahr, -e

FOTOS: PICTURE ALLIANCE/DPA; BUS:STOP KRUMBACH

bauen

Das Erste ist fertig Der Chilene Smiljan Radic in seinem Wartehäuschen (hier steht es noch in einer Ausstellung)

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Wer hat es gesagt?

Robbie Williams

WER HAT ES GESAGT? W¡tten, d„ss …? hier: Ich bin mir sicher, dass dieser Kandidat … mit einem positiven Resultat machen wird. læstern böse über jemanden/etwas sprechen der R¡nnwagen, - Auto: Es kann sehr schnell fahren.

Toni Garrn

Niki Lauda

„Man sitzt auf dem Sofa, und es dauert fünf Stunden.“ a) Robbie Williams. Der Star hat zusammen mit Tom Hanks und James Blunt im britischen Fernsehen über die deutsche TV-Show „Wetten, dass ...?“ gelästert.

POPCORN GEGEN WERBUNG die W¡rbung von: werben = versuchen, ein Produkt sehr bekannt zu machen s“ch m¡rken  vergessen ¢nbewusst ≈ so, dass man es nicht merkt lautlos ohne Laute (der Laut, -e Einen Laut kann man hören.) der F¶rscher, Person: Sie arbeitet für mehr Wissen. s“ch verweigern hier: nicht tun, was man machen soll

b) Topmodel Toni Garrn erzählt das gern, wenn Leute sie nach der New York Fashion Week fragen. Dort ist sie nämlich nur ungefähr fünf Minuten pro Show zu sehen – muss aber sehr oft warten.

HUNDEWÄSCHE die W„schanlage, technische Konstruktion: -n Darin wird z. B. ein Auto gewaschen. das H¡rrchen, Mann: Er hat einen Hund. das Frauchen, Frau: Sie hat einen Hund. der Kn¶pf, ¿e hier: kleines Ding: Darauf kann man drücken. die Badewanne, -n Ding der Sanitäreinrichtung im Bad: Darin kann man baden. der Föhn, -e Gerät: Damit trocknet man die Haare.

Lösung auf Seite 44

c) Der frühere Formel-1-Pilot Niki Lauda. Er musste immer sehr lang warten, bis er sich in den Prototyp eines neuen Rennwagens setzen durfte.

Kino

Popcorn gegen Werbung Werbung für neue Produkte funktioniert im Kino nur bei Menschen, die nichts essen. Denn unbekannte Produktnamen kann man sich nur merken, wenn man sie unbewusst lautlos wiederholt. Das sagen Forscher der Universität Köln. Mit Popcorn im Mund geht das aber nicht. Das Kinopublikum kann sich dem Kommerz also ganz einfach verweigern – durch kollektives Essen.

Bitte duschen! Kunde Eberhard Fischer mit Hund Anna-Lucia an der Hundewaschanlage

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Innovationen

Hundewäsche Ein Auto in die Waschanlage stellen? Kein Problem. Aber funktioniert das auch mit einem Hund? Ja – wenn Herrchen oder Frauchen mit ihm zum Beispiel in Berlin-Biesdorf spazieren geht. Dort gibt es nämlich eine Hundewaschanlage. Der Kunde muss nur auf einen Knopf drücken, dann kann der Hund duschen. Er steht dafür hinter Plexiglas in einer Badewanne. Seife, Shampoo und einen Föhn gibt es auch. Der Service kostet 9,50 Euro. Potenzielle Kunden gibt es viele. In der deutschen Hauptstadt leben rund 150 000 Hunde – und an kalten Regentagen sind sie oft besonders schmutzig. 12

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Panorama LEICHT

3 Fragen

Im Iglu übernachten Benno Reitbauer (48) baut jedes Jahr in den Kitzbüheler Alpen (Österreich) ein Igludorf. Fertig wird es Ende Dezember. Ab Januar dürfen Gäste dort übernachten. Wie bauen Sie Ihre Iglus? Wir machen es anders als die Inuit früher – uns helfen Maschinen. Zuerst nehmen wir einen großen Ballon, der mit Luft gefüllt ist. Darauf kommt Schnee. Das macht eine Schneefräse. Wenn sie fertig ist, lassen wir die Luft aus dem Ballon. Dann kümmern wir uns um Details, bauen zum Beispiel Betten oder auch einen Tisch aus Schnee. Strom und Licht braucht das Iglu natürlich auch. Und dann kann man darin übernachten? Ja, und es ist nicht kalt! Die Betten sind aus Schnee, aber jeder Gast schläft in einem speziellen Schlafsack für Polarexpeditionen. Der ist sehr warm. Aber es kommen auch viele Besucher, die nicht bei uns übernachten. Wir bauen nämlich nicht nur die kleinen Iglus zum Wohnen, sondern auch große Exemplare: ein Restaurant, eine Bar, eine Kirche, ein Iglu für eine große Ausstellung …

Was kann man da sehen? Skulpturen aus Schnee und Eis. Manche sind drei oder vier Meter hoch. Dafür brauchen wir natürlich ein besonders großes Iglu. Wir stellen einfach mehrere Exemplare zusammen und verbinden sie dann – wie bei einer Kette. Die Ausstellung hat jedes Mal ein anderes Motto. Dieses Jahr geht es um zwei sehr bekannte historische Figuren: Kaiserin Sissi und Kaiser Franz.

Rote Liste

FOTOS: PICTURE ALLIANCE/DPA (3); PICTURE DESK.COM; WILDLIFE; RICHARD KIENBERGER/FOTO-TEXT.COM

Neue Heimat für Muschel Flussperlmuscheln waren früher bei reichen Leuten populär. Als Schmuck haben sie sie gern getragen. Auch in Kirchen ist bis heute Kunst aus Flussperlmuscheln zu sehen. Früher haben die Tiere in vielen Flüssen gelebt. Aber heute ist nicht mehr sicher, ob es sie in ein paar Jahren noch gibt. Fast 300 Jahre alt können sie werden. Aber das Leben einer Flussperlmuschel ist kompliziert. Sie braucht nicht nur sauberes Wasser, sondern auch spezielle Fische. Auf ihnen lebt sie am Anfang ihres Lebens für ein paar Monate. Aber immer mehr Flüsse haben Barrieren und viel zu wenig Natur. Die Popularität als Schmuck war für die Flussperlmuschel natürlich auch nicht gut. Im Fluss Mitternacher Ohe im Bayerischen Wald versuchen Fischer jetzt, der kleinen Muschel eine neue Heimat zu geben. Sie haben Barrieren weggemacht und den 17 Kilometer langen Fluss renaturiert. Die Fische, auf denen die Muscheln für kurze Zeit leben, können wieder frei schwimmen. So sollen dort aus den wenigen Muscheln wieder viele werden.

Flussperlmuscheln Gibt es sie in ein paar Jahren noch?

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Kühlschrank unnötig Benno Reitbauer (rechts) in der Bar seines Igludorfs

IM IGLU ÜBERNACHTEN bauen hier: aus Schnee machen der Ballon, -e/-s großes Ding aus elastischem Material f•llen hier: Luft hineinlassen, bis der Ballon ganz rund und groß ist die Schneefräse, ≈ großes Gerät: Man räumt -n damit Schnee weg und bringt ihn von unten nach oben an eine andere Stelle. der Schlafsack, ¿e ≈ große, warme Tasche: Man kann darin schlafen. einfach hier: nur mehrere (-r/-s) mehr als zwei; ein paar ]s geht ¢m ... hier: ≈ Der Inhalt ist … die Kaiserin, -nen oberste Monarchin NEUE HEIMAT FÜR MUSCHEL die M¢schel, -n Tier (Foto): Es hat eine extrem harte Haut und lebt im Wasser. In vielen Jahren formt es eine Perle in sich. (die Haut Organ: Es ist außen am ganzen Körper von Menschen und Tieren.) (die P¡rle, -n ≈ kleines, rundes, meistens weißes, schönes Ding) der Schm¢ck schönes Ding: Man trägt es z. B. am Finger oder am Ohr. die K¢nst ästhetische Dinge (z. B. Bilder, Literatur, Musik oder Skulpturen) der F“scher, Person: Sie holt Fische aus dem Wasser und verkauft sie. renaturieren ≈ machen, dass ein kultiviertes Areal wieder so natürlich wird, wie es früher war

ÜBERSETZUNGEN IN SIEBEN SPRACHEN AUF SEITE 45/46

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Die Stadt der Agenten Geheime Tunnel, Antennen im Wald, Agenten ßberall: Im Kalten Krieg war Berlin die Hauptstadt der Spionage. Barbara Kerbel hat die Spionage-Geschichte untersucht – und festgestellt: Auch heute noch wollen einige viel mehr wissen, als erlaubt ist.

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Berlin und die Spionage

Berliner Teufelsberg Heute ist die früher so wichtige Spionage-Station eine Ruine

MITTEL

A

m Anfang steht ein Rätsel. Zwei Geschichten aus dem Kalten Krieg: Eine ist wirklich passiert, die andere hat sich ein Schriftsteller überlegt. Die erste Geschichte beginnt an einer Tür im Bahnhof Friedrichstraße in BerlinMitte. Nur wenige kennen diese Tür, die von einer Welt in die andere führt. Durch sie geht eines Tages ein wichtiger Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Er trägt zwei Koffer, voll mit geheimen Dokumenten. Der Agent gibt sie der Westberliner Polizei: Er kooperiert mit dem Geheimdienst der Bundesrepublik. Dafür bekommt er eine neue Identität. Der Überläufer wird im Westen zum Star – und im Osten zum Staatsfeind Nummer eins. Die zweite Geschichte beginnt in London. Ein DDR-Spion wird in die englische Hauptstadt geschickt. Dort wird er zum Mörder. Die Polizei sucht ihn. An allen Flughäfen, Bahnhöfen und Häfen hängt sein Foto. Trotzdem gelingt ihm die Flucht zurück nach Ostberlin. Der britische Geheimdienst hat mit dem Deutschen nämlich einen Pakt geschlossen. Von diesem Zeitpunkt an arbeitet der Top-Kommunist für die Briten. Aus dem Ministerium für Staatssicherheit schickt er seine Informationen nach London. Jahrelang. Welche Geschichte ist wahr? Der Name des DDR-Spions, der in London zum Doppelagenten wird, ist Hans-Dieter Mundt. Er ist eine fiktive Figur aus John Le Carrés 50 Jahre altem Agententhriller Der Spion, der aus der Kälte kam. Aber den geheimen Ausgang im Bahnhof Friedrichstraße gab es wirklich. Der Agent aus der ersten Geschichte, der im Januar 1979 diesen Weg in die Bundesrepublik wählte, heißt Werner Stiller. Er war der populärste Überläufer im Kalten Krieg und enttarnte viele ostdeutsche Agenten in der Bundesrepublik. Und er zeigte dem Westen das Gesicht eines der mysteriösesten Agenten des Ostens: DDR-Auslandsspionage-Chef Markus Wolf. Mit der Hilfe der CIA kam Stiller später mit falscher Identität in die USA, studierte Wirtschaft und hatte Erfolg als Investmentbanker in London und % ≈ Konflikt zwischen Staaten mit verschiedenen Ideologien im Zeitraum 1945 bis 1990 das Rätsel, Aufgabe, die man durch Nachdenken lösen kann der M“tarbeiter, - Angestellter die Staatssicherheit Geheimpolizei der Deutschen Demokratischen Republik der Geheimstaatliche Organisation, die dienst, -e geheime Informationen aus anderen Ländern mithilfe von Agenten holt und geheime Dinge des eigenen Landes vor fremden Agenten schützen soll der Überläufer, hier: Agent, der auf die Seite der Feinde geht  Freund; hier: Nation oder (der Feind, -e Ideologie, gegen die man kämpft) der Staatsfeind, -e Person, die durch ihre Aktivitäten dem Staat Probleme macht und ihn in eine gefährliche Situation bringt der Mœrder, Person, die in krimineller Absicht einen Menschen so verletzt, dass dieser stirbt die Fl¢cht, -en hier: geheime Reise aus einem Land einen P„kt schließen einen Pakt machen der Zeitpunkt, -e Moment entt„rnen hier: die wahre Identität eines Agenten öffentlich bekannt machen mysteriös hier: ≈ so, dass man wenig über ihn weiß der K„lte Krieg

Bis zu 45 000 Agenten waren in der Stadt gleichzeitig aktiv. FOTO: PICTURE ALLIANCE/DPA

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FOTO: PICTURE ALLIANCE/DPA

Frankfurt am Main. Über seine Flucht aus der DDR und das vom Bundesnachrichtendienst (BND) unterstützte Versteckspiel

Er war der „Mann ohne Gesicht“ Erst als ihn der Agent Werner Stiller 1979 identifizierte, wurde im Westen ein aktuelles Foto des ostdeutschen Auslandsspionage-Chefs Markus Wolf bekannt

Berlin mit den Augen der Agenten sehen 2

STASI-GEFÄNGNIS IN BERLIN-HOHENSCHÖNHAUSEN Die Staatssicherheit (Stasi), die Geheimpolizei der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), spionierte nicht nur gegen die westlichen Regierungen – sondern vor allem gegen die eigenen Bürger. Regimekritiker wurden ins Gefängnis nach Hohenschönhausen gebracht und brutal verhört. Manche davon führen heute durch das Gefängnis, das zum Museum wurde. www.stiftung-hsh.de

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STASIMUSEUM AN DER NORMANNENSTRASSE Die Normannenstraße war zu Zeiten der DDR ein gefürchteter Ort: dort hatte die Staatssicherheit ihre Zentrale. Heute informiert ein Museum über die Arbeit der Geheimpolizei. www.stasimuseum.de

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GLIENICKER BRÜCKE Die Glienicker Brücke zwischen Potsdam (siehe Deutsch perfekt 8/2010) und dem früheren Westberlin ist ein magischer Ort des Kalten Kriegs: 1962, 1985 und 1986 tauschten Ost und West dort Agenten aus. Berühmt wurde die Brücke vor allem durch den Austausch 1986, der als Spektakel inszeniert und von Fernsehkameras dokumentiert wurde.

2

TEUFELSBERG Die Westberliner nannten die Anlage mit den großen weißen Kugeln im Grunewald nur „Radarstation“, obwohl eigentlich jeder wusste, was Briten und Amerikaner dort taten: Sie hörten die Kommunikation der DDR und anderer sozialistischer Staaten ab. Die Ruine kann man besichtigen. www.berlinsightout.de

das Gefængnis, -se brutal verhören (der Verdæchtige, -n gef•rchtet der K„lte Krieg austauschen inszenieren die [nlage, -n die Kugel, -n „bhören

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Gebäude, in das Kriminelle geschlossen werden hier: so, dass jemand verletzt oder krank wird als Polizist einem Verdächtigen Fragen stellen Person, von der man glaubt, dass sie etwas Kriminelles getan hat) schrecklich; so, dass man große Angst vor etwas hat ≈ Konflikt zwischen Staaten mit verschiedenen Ideologien im Zeitraum 1945 bis 1990 hier: einen Ost-Agenten wieder nach Ostdeutschland schicken, ein West-Agent darf dafür wieder nach Westdeutschland hier: ≈ eine Show für die Medien machen hier: größeres Gebiet mit technischen Konstruktionen ≈ Ball hier: im Geheimen bei Telefongesprächen mithören

sagte Stiller Anfang der 90er-Jahre dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel: „Das war wie Abenteuerurlaub.“ Geheime Türen und Tunnel, ausgetauschte Agenten, abgehörte Telefone: Das war Berlin im Kalten Krieg. Schriftsteller wie John Le Carré brauchten gar nicht so viel Fantasie, um ihre Thriller zu schreiben. Eigentlich mussten sie nur Zeitung lesen – spektakuläre Nachrichten gab es genug. Vielleicht hat Le Carré ja an George Blake gedacht, als er seinen Klassiker schrieb. Dieser britische Doppelagent verriet in den 50er-Jahren viele Geheimnisse an die Sowjetunion. Seine spektakulärste Aktion war die Enthüllung eines Tunnels, aus dem Briten und Amerikaner Ostberliner Telefone abhörten: Während die Westmächte sehr stolz auf ihren Tunnel waren, wussten die Sowjets von Anfang an ganz genau, wo welche Verbindungen abgehört wurden. Berichte von damals lesen sich heute wie Nachrichten aus einer absurden Welt – und wie ein Krimi. „Das war es ja auch“, sagt Christopher McLarren. Der frühere US-Soldat war mittendrin. Von 1973 bis 1975 arbeitete der heute 66-Jährige an einem der mysteriösesten Orte des Kalten Kriegs: auf dem Teufelsberg im Grunewald, im Westen der Stadt. Dort hatten US-Amerikaner und Briten ihre wichtigste Abhörstation. Vom Teufelsberg aus hörten sie Hunderte Kilome- % der B¢ndesnachrichtendienst das Verst¡ckspiel, -e (s“ch verst¡cken das Nachrichtenmagazin, -e der Abenteuerurlaub, -e austauschen

Geheimdienst der Bundesrepublik Deutschland gemeint ist hier: Strategie, dass jemand oft seine Identität und den Wohnort wechselt an einen geheimen Platz gehen, wo man nicht leicht zu finden ist) Zeitschrift mit aktuellen Nachrichten

Urlaub mit gefährlichen, nicht alltäglichen Ereignissen hier: einen Ost-Agenten wieder nach Ostdeutschland schicken, ein West-Agent darf dafür wieder nach Westdeutschland „bhören hier: im Geheimen bei Telefongesprächen mithören spektakulär hier: überraschend; nicht alltäglich verraten etwas sagen, was geheim ist das Geheimnis, -se geheime Sache die Enth•llung, -en von: enthüllen = eine geheime Sache öffentlich bekannt machen die W¡stmacht, ¿e westliche Nation, die im Krieg gewonnen hat; hier: USA und Großbritannien der Soldat, -en Person, die in Uniform für ein Land kämpft m“ttendr“n im Zentrum; in der Mitte

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FOTOS: PICTURE ALLIANCE/DPA; BARBARA KERBEL

Dach der US-Botschaft in Berlin Haben die Amerikaner von dort aus der Bundeskanzlerin beim Telefonieren zugehört?

≈ Ball hier: Teil der Armee; Division die Berliner Mauer Teil der Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland, die von 1961 - 1989 durch Berlin ging die Bes„tzungsNation, die ein Gebiet mit macht, ¿e ihrer Armee in Besitz genommen hat; hier: USA, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion hier: jeder Macht ein verteilen Gebiet geben zwei oder mehr Teile teilen machen s“ch nahe sein hier: am gleichen Ort sein der Sch¢tt Steinreste in kleinen Stücken, die man nicht mehr braucht zerstören kaputt machen erk¡nnen hier: sehen, was wichtig ist der Tr•mmerberg, -e Berg aus kaputten Gebäuderesten einer neben dem anderen nebeneinander/ nebenein„nder von: auswerten = analyder Auswerter, sieren, um die Ergebnisse zu verwenden der F¢nkspruch, ¿e Nachricht, die man per Radiokommunikation sendet der Sch“chtdienst hier: wechselnde Arbeitszeit, manchmal nachts, manchmal am Tag die Kleinigkeit, -en Detail; nicht so wichtige Sache gehören zu hier: ein Mitglied sein von den K¶pf sch•tteln hier: durch eine Geste mit dem Kopf Nein sagen læcheln hier: ein bisschen lachen m“t den Sch¢ltern die beiden Körperteile z¢cken zwischen Hals und Arm kurz nach oben bewegen, um zu zeigen, dass man etwas nicht weiß vor … gewesen sein … her sein

ter in die sozialistischen Staaten im Osten hinein. In großen weißen Kugeln waren gigantische Antennen versteckt. Damit wurde die komplette Telekommunikation der ostdeutschen und sowjetischen Trup-

die Kugel, -n die Tr¢ppe, -n

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pen abgehört. Bis zum Bau der Berliner Mauer 1961 war die Stadt ein Eldorado für Spione: eine Metropole, vier Besatzungsmächte, verteilt auf vier Sektoren. Nur in Wien, das auch geteilt war, waren sich Ost- und Westmächte so nahe wie in Berlin. Nachdem die DDR die Grenzen 1961 geschlossen hatte, wurde die Arbeit für die Agenten immer schwieriger. Umso wichtiger waren andere Wege, an Informationen zu kommen – vor allem das Abhören mit Antennen.

Christopher McLarren Seine Arbeit in der SpionageStation auf dem Berliner Teufelsberg war absolut geheim

Dafür war der Teufelsberg ideal. Er ist kein natürlicher Berg. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden bis 1972 Millionen Tonnen Schutt aus der Stadt in den Grunewald gebracht: die Reste von jedem dritten zerstörten Haus Berlins. So wurde der 120

Meter hohe Teufelsberg zum höchsten Berg der Stadt. Die Westmächte erkannten schnell, wozu sie den Trümmerberg benutzen konnten. Ende der 50er-Jahre stellten Briten und Amerikaner ihre ersten Apparate auf den Berg, später wurden die Gebäude gebaut – und die Antennen in den Kugeln versteckt. Briten und Amerikaner arbeiteten nebeneinander, aber nicht miteinander. „Es gab keine Kooperation“, sagt Christopher McLarren. Wer mit dem 66-Jährigen auf den 69 Meter hohen Turm der früheren Abhörstation steigt, der lernt: Geheim war geheim. Das galt nicht nur zwischen Briten und Amerikanern, sondern auch unter den amerikanischen Kollegen. Wenn sich McLarren mit Kollegen in der Kantine zusammensetzte, sprachen sie über das Wetter, die Familie, Sport. Nie über die Arbeit. „Das tat man nicht“, sagt der ExSoldat. Jeder hatte seine Aufgabe – und fragte nicht, was der Kollege zu tun hatte. „Die Informationen waren top secret“, sagt McLarren. „Jeder wusste das.“ McLarren war Auswerter. Neun Stunden am Tag saß er in seinem kleinen Büro ohne Fenster und las Berge von Dokumenten: die Transkripte von abgehörten Telefongesprächen und Funksprüchen. „Ich sollte feststellen: Wer spricht da, und was haben sie vor?“ Die Pausen waren kurz, die Arbeit oft anstrengend, manchmal auch langweilig. 24 Stunden am Tag arbeiteten die Soldaten auf dem Berg, in ruhigen Zeiten im Schichtdienst, rund 100 Soldaten gleichzeitig. Insgesamt arbeiteten mehr als 1000 Menschen auf der Abhörstation. „Die Arbeit war wie ein Puzzlespiel“, sagt McLarren. „Jede Kleinigkeit war wichtig.“ Zum Beispiel Informationen darüber, wie viel Essen ein Kommandant bestellte: Dadurch wussten die Analysten, wie viele Soldaten zu seiner Division gehörten. Kann er sich an etwas Spektakuläres erinnern? McLarren schüttelt den Kopf, lächelt, zuckt mit den Schultern: „Das ist alles so lange her, ich weiß nicht mehr viel“, sagt er. Vielleicht will er auch nur nicht mehr sagen – oder er darf es nicht: Fast alle US-Dokumente über den Teufelsberg sind bis heute geheim. Zum Beispiel % 1/14

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Berlin und die Spionage MITTEL

die Information, wie weit man mit den Antennen hören konnte. McLarren sagt nur so viel: „Wir konnten sehr weit hören. In einer Berliner Tageszeitung stand einmal, dass wir 300 Kilometer weit hören konnten. Ich bin sicher, dass es noch viel weiter war.“ Heute liegen die weißen Kugeln wie kaputte Golfbälle im Wald. Das Areal ist eine Ruine. 1992 zogen die Westmächte vom Teufelsberg ab. Bis 1999 benutzte die Bundesregierung die Anlage als Radarstation. Seitdem stehen Häuser und Turm leer. Das Gelände gehört einem Investor, der dort ein Hotel und Wohnungen bauen wollte. Die Bauarbeiten wurden begonnen – und wieder gestoppt, weil Nachbarn protestierten und das Projekt zu teuer wurde. Seit 2011 veranstaltet eine Initiative Führungen. Was mit der Ruine passiert, weiß niemand. Abgehört wird inzwischen woanders:

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Wilmersdorf Asylbewerber nach ihrer Einreise befragt wurden – von den Geheimdiensten. Die deutschen Sicherheitsbehörden sind sehr interessiert an Informationen aus Krisengebieten. Und dann ist da noch die Mega-Baustelle in Berlin-Mitte: Dort baut der Bundesnachrichtendienst seine neue Zentrale (siehe Kasten). Tausende Agenten haben dort bald ihre Büros – mitten im Wohngebiet. John Le Carré und seine SchriftstellerKollegen dürften sich freuen. In Berlin geht der Stoff für Krimis so schnell nicht aus. 2

hier: weggehen und nicht mehr zurückkommen die [nlage, -n hier: größeres Gebiet mit technischen Konstruktionen das Gelænde, hier: Areal mit genauen Grenzen wo„nders an einem anderen Ort das Regierungs- Stadtteil, in dem viele viertel, Gebäude der Regierung sind ]s geht ¢m ... Das Thema / Der Inhalt ist ... das Ausmaß, -e hier: ≈ Größe; Intensität: wie oft und bei welchen Personen spioniert wurde die Überw„chung Kontrolle; hier auch: Spionage etwas tun, was man nicht zu weit gehen mehr akzeptieren kann gr¢ndsätzlich hier: ≈ eigentlich; prinzipiell sei Konj. I von: sein überhaupt hier: ≈ außerdem versuchen, geheime Inforausspionieren mationen zu bekommen über Berlin jedenfalls Es wirkt auf jeden Fall so, dass man glaubt, dass Berlin scheint … … die Ag¡ntentätig- Arbeiten als Agent keit, -en Er s¶ll ... Man sagt, dass er ... die Behörde, -n Amt; offizielle Institution Fragen stellen zu einem befragen Thema Megaextrem groß ausgehen hier: zu Ende gehen der St¶ff, -e hier: Material für den Inhalt eines Buches „bziehen

Ab 2016 spioniert Deutschland hier Der Bundesnachrichtendienst baut seine neue Zentrale in Berlin-Mitte

Die neue Spionage-Zentrale Gut, bunte Fassaden wären vielleicht unpassend für die Zentrale eines Geheimdienstes. Aber muss es gleich so viel Grau und Beige sein? Monumental sehen sie aus, die Häuser, die an der Chausseestraße in Berlin-Mitte gebaut werden. Schön werden sie nicht. Auf dem Areal, in das 35 Fußballfelder passen würden, entsteht die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND). Der BND ist der deutsche Auslandsgeheimdienst. Zurzeit liegt seine Zentrale noch in Pullach, einem kleinen, reichen Ort im Süden von München. Bis Ende 2016 sollen rund 4000 BNDMitarbeiter nach Berlin umziehen. Der Neubau hat schon als Baustelle viele Schlagzeilen gemacht – und zwar negative.

Besonders peinlich war, dass geheime Baupläne gestohlen wurden. Dann explodierten die Kosten, auf mehr als eine Milliarde Euro. Und es gab Fehler auf der Baustelle, weshalb der BND ein Jahr länger als geplant in Bayern bleibt. Im Café gegenüber freut man sich auf die neuen Nachbarn. Sein Name: Top Secret. der Geheimdienst, -e staatliche Organisation, die geheime Informationen aus anderen Ländern mithilfe von Agenten holt und geheime Dinge des eigenen Landes vor fremden Agenten schützen soll das Fußballfeld, -er ≈ Fußballplatz entstehen hier: gebaut werden der M“tarbeiter, Angestellter Schlagzeilen m„chen der Grund für viele Medienberichte sein peinlich unangenehm hier: in kurzer Zeit schnell mehr explodieren werden

FOTO: PICTURE ALLIANCE/OLIVER LANG

am Pariser Platz, direkt neben dem Brandenburger Tor, auf dem Dach der US-amerikanischen Botschaft. Hinter einer grauen Wand hört die NSA, der Auslandsgeheimdienst der USA, bei Gesprächen im Berliner Regierungsviertel mit. Spioniert wird heute unter Freunden. Das wurde durch den früheren NSA-Mitarbeiter Edward Snowden bekannt. Diskutiert wird in Berlin nicht mehr darüber, wie viele Hundert Kilometer die Amerikaner nach Osten hören können. Heute geht es um rund 500 Meter. So weit ist es vom Pariser Platz bis zum Kanzleramt. Auch das Mobiltelefon von Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde abgehört (siehe Deutsch perfekt 12/2013). War der frühere Teufelsberg-Soldat McLarren überrascht über die Antennen auf der US-Botschaft? Der 66-Jährige überlegt, lacht ein bisschen. „Nein, eigentlich nicht“, sagt er. „Das Ausmaß der Überwachung hat mich schon überrascht. Ich finde auch, dass die USA zu weit gehen.“ Aber grundsätzlich sei die Arbeit der Geheimdienste wichtig – für die Sicherheit. Und überhaupt: „Wer weiß, was die Deutschen auf ihrer Botschaft in Washington haben?“ Ja, wer weiß das? Wer weiß, wer wen wo ausspioniert, und warum? Berlin jedenfalls scheint für Agenten aus aller

Welt immer noch sehr wichtig zu sein. Das zeigt ein Blick in die Nachrichten – in einer ganz normalen Woche Ende 2013. In Berlin läuft ein Prozess gegen den Syrer Mohamad K., wegen „geheimdienstlicher Agententätigkeit“. Er soll syrische Oppositionelle abgehört haben. Die Süddeutsche Zeitung berichtet in der gleichen Woche davon, dass in einer deutschen Behörde in Berlin-

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Ja oder Nein? SCHWER

Etwa die Hälfte der deutschen Schüler studiert nach dem Ende der Markus Kiss ist Ausbildungsreferent beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag.

Schulzeit. Einige Experten meinen, dass das Land noch mehr junge Menschen an Hochschulen braucht. Kritiker sagen aber, dass bald praktisch ausgebildete Arbeitnehmer fehlen werden. Wir fragten:

Studieren zu viele?

Ja Es ist schon fast absurd: Die ganze Welt beneidet Deutschland um sein erfolgreiches duales Ausbildungssystem, doch im eigenen Land gilt das Idol immer weniger. Die Hörsäle an den Hochschulen sind mehr als nur voll, während Betriebe dringend Bewerber für Ausbildungsplätze suchen. Inzwischen gibt es mit rund 500 000 jungen Menschen fast ebenso viele Studienwie Ausbildungsanfänger. Aber nicht für jeden ist ein Studium wirklich der beste Weg. Rund 25 Prozent der Studienanfänger – in den Ingenieurwissenschaften sogar fast 50 Prozent – brechen ihr Studium ab, weil sie falsche Vorstellungen hatten. Der deutschen Wirtschaft fehlen gleichzeitig die praktisch ausgebildeten Fachkräfte. Bis Ende dieses

„Berufliche Karriere ist nicht nur durch ein Studium möglich!“

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JA Person, die sich in einer Organisation um den Bereich Ausbildung kümmert Organisation für ganz der Deutsche Industrie¢nd H„ndelskammertag Deutschland für die wirtschaftlichen Interessen von Firmen unzufrieden sein, weil man beneiden ¢m etwas gerne hätte, was andere haben sehr großer Raum für den der Hörsaal, -säle Unterricht an der Universität „bbrechen hier: aufhören mit die F„chkraft, ¿e Person mit einer speziellen Berufsausbildung Person, die an einer Unider Akademiker, versität studiert hat die Fähigkeit, -en Können entspr¡chend passend zu s“ch entf„lten individuelles Talent und Können entdecken ¢m jeden Preis unbedingt die B“ldung hier: Lernen in Kursen der Weiterbildung verm“tteln hier: erklären der F„chwirt, -e Person, die in einer Abteilung für den Einkauf/Verkauf eine leitende Position hat

der Betriebswirt, -e

der Ausbildungsreferent, -en

erleichtern der Absolv¡nt, -en

Person mit einer Ausbildung für Organisation und Management einer Firma leichter/einfacher machen Person, die eine Ausbildung abgeschlossen hat

NEIN ≈ Rente; Pension hier: zurückbleiben hier: ≈ ein Problem sein für die [nforderung, -en hier: Erwartung, was ein Arbeitnehmer können und leisten soll „nheben hier: länger dauern lassen und mehr Kenntnisse verlangen erf¶rdern nötig machen ein gutes Geschæft sein (viel) Geld bekommen durch hier: der Grund sein, dass einbringen man … bekommt der Aufruf, -e öffentliche Aufforderung bestehen hier: existieren; leben und arbeiten können massiv hier: sehr stark spr¡chen für hier: Argumente sein für der Ruhestand zur•ckfallen entgegenstehen

FOTOS: PICTURE ALLIANCE/DPA; PRIVAT; DEUTSCHER INDUSTRIE- UND HANDELSKAMMERTAG E. V.

Jahrzehnts werden bis zu 1,4 Millionen Facharbeiter in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) fehlen – aber nur 150 000 MINT-Akademiker. Was also ist zu tun? Jeder sollte sich seinen Talenten und Fähigkeiten entsprechend entfalten können. Aber der Trend zur Akademisierung um jeden Preis muss gestoppt werden. Die vielen Karrieremöglichkeiten in der beruflichen Bildung sollten Abiturienten noch besser vermittelt werden. Wer kennt schon wirklich alle 340 spannenden Ausbildungsberufe und weiß, dass nach einer erfolgreichen Ausbildung sehr viele Entwicklungsmöglichkeiten zum Meister, Fachwirt oder Betriebswirt offen stehen? Zum anderen wollen die Industrie- und Handelskammern dabei helfen, Studienabbrechern den Umstieg in eine duale Ausbildung zu erleichtern. Denn am Ende gilt: Deutschlands Firmen brauchen beide, sehr gute Absolventen der beruflichen Bildung ebenso wie wissenschaftlich geschulte Fach- und Führungskräfte. Berufliche Karriere und ein erfülltes Berufsleben sind nicht nur durch ein Studium möglich!

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Walter Müller ist Soziologieprofessor im Ruhestand und Experte für Bildungssysteme.

Nein

Mehr Sprache können Sie . n e p p o h s o w d n nirge lich. Individuell.

n Kompetent. Persö

Das Land braucht nicht nur mehr Studenten, sondern vor allem mehr Hochschulabsolventen. Deutschland ist hier hinter anderen Ländern zurückgefallen. So ist bei den heute 55- bis 64-Jährigen die Quote der Hochschulabsolventen nur um ein Prozent niedriger, als im Durchschnitt aller OECD-Länder (15 Prozent gegenüber 16 Prozent). Bei den 25- bis 34-Jährigen ist diese Differenz auf neun Prozent (19 Prozent versus 28 Prozent) gestiegen. Der geringen Zahl der Akademiker stehen zunehmend größere Anforderungen entgegen. Arbeitsplätze entstehen vor allem in wissensintensiven Branchen wie etwa der Medizintechnik oder der Softwareentwicklung. Außerdem verlangt die moderne Arbeitswelt fast überall, auch in der Industrie, mehr abstrakte Fähigkeiten.

„Arbeitsplätze entstehen vor allem in wissensintensiven Branchen.“ In manchen Berufssegmenten sind die Anforderungen so stark gestiegen, dass mit guten Gründen gefordert wird, die Ausbildung dafür weiter anzuheben. Dazu gehört beispielsweise das Fachpersonal in der frühkindlichen Erziehung. Auf verschiedenen Gebieten, die eine Hochschulbildung erfordern, fehlen heute schon Fachkräfte. Zum Beispiel fehlen Ingenieure, Informatiker und Ärzte. Hochschulbildung ist aber auch für den Staat und die Gesellschaft, die sie bezahlen, ein gutes Geschäft: Jeder Hochschulabsolvent bringt während seines Lebens dem Staat im Durchschnitt 100 000 Euro mehr ein, als nur beruflich qualifizierte Mitbürger. Ökonomische Betrachtungen allein reichen aber nicht aus. Seit der Soziologe Ralf Dahrendorf 1965 seinen Aufruf Bildung ist Bürgerrecht formulierte, ist die Welt viel komplexer geworden. Damit Bürger in einer solchen Welt selbstbestimmt bestehen, kann es kaum zu viel Bildung geben. Und immer noch gibt es massiv ungleiche Chancen. Viele Kinder können ihr Potenzial für höhere Bildung nicht nutzen. All dies spricht für höhere Studierquoten.

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Die drei neuen Koalitionspartner Sozialdemokrat Sigmar Gabriel mit Christdemokratin Angela Merkel und Christsozialem Horst Seehofer (von links)

die Koalitionsverhandlung, -en

Diskussion von Koalitionsparteien, um gemeinsame politische Ziele zu vereinbaren die SPD kurz für: Sozialdemokratische Partei Deutschlands der M“ndestlohn, ¿e Lohn, den jemand mindestens bekommen muss die CSU kurz für: Christlich-Soziale Union die Pkw-Maut, -en Gebühr für Pkws auf Autobahnen die CDU kurz für: Christlich Demokratische Union d¢rchsetzen die eigenen Ziele erreichen gest„lten hier: ≈ organisieren; planen s“ch r“chten „n für eine bestimmte Gruppe sein die Einnahme, -n Geld, das man bekommt Änderung der Energiedie Energiewende politik hin zu erneuerbaren Energien Energien, die immer (die erneuerbaren wieder neu entstehen, Energien Pl. z. B. Wasserkraft, Wind und Solarenergie) “n Einklang br“ngen hier: verschiedene Aspekte kombinieren der Ökostromanteil, Strommenge, die aus -e erneuerbaren Energien produziert wird ≈ Staatsangehörigkeit die Staatsbürgerschaft, -en hier: außerdem; noch zusätzlich dazu s“ch kritisch äußern kritisch sein und es sagen m„ngelnd nicht ausreichend; fehlend die Generationen- soziale Gerechtigkeit gerechtigkeit zwischen allen Altersgruppen der Entscheid, -e hier: Entscheidung zu Redaktionsschluss hier: ≈ als dieser Text geschrieben wurde

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Der große Kompromiss Am Ende wochenlanger Koalitionsverhandlungen haben sich alle als Sieger gesehen. Die SPD, weil es den von ihr geforderten Mindestlohn geben wird. Die CSU, weil ihre Pläne für eine Pkw-Maut geprüft werden. Die CDU, weil es in den nächsten vier Jahren keine Steuererhöhungen geben soll. Koalition heißt Kompromiss, und so konnten alle einige ihrer wichtigsten Pläne durchsetzen, wenn auch in reduzierter Form. „Deutschlands Zukunft gestalten“ ist die Überschrift des Koalitionsvertrags, in dem CDU, CSU und SPD ihre Ziele für die nächsten vier Jahre vereinbart haben. So soll 2015 der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde kommen. Allerdings können Gewerkschaften und Arbeitgeber bis 2017 auch Verträge vereinbaren, die unter 8,50 Euro liegen. SPD-Chef Sigmar Gabriel sagte, der Koalitionsvertrag richte sich vor allem an „die kleinen und fleißigen Leute“. Die SPD habe mit dem Mindestlohn eine Forderung der Gewerkschaften durchgesetzt. Das Streitthema Maut wird die Regierungspartner auch in Zukunft beschäftigen: Während die CSU fest mit der Pkw-Maut plant, sprechen einige CDU- und SPD-Politiker nur von einem Prüfauftrag. Bedingungen sollen sein, dass die Maut nur für ausländische Autofahrer gilt, dass sie nach dem Europarecht legal ist und genug

Geld bringt. Die Einnahmen sollen dann in die Verkehrsinfrastruktur gehen. sagte Zum Thema Energiewende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Wir müssen die Bezahlbarkeit und die Umweltfreundlichkeit in Einklang bringen.“ Bis zum Jahr 2030 soll es in Deutschland einen Ökostromanteil von 55 bis 60 Prozent geben. Zurzeit sind es fast 25 Prozent. Auch im Streit um die doppelte Staatsbürgerschaft einigten sich die Regierungspartner. Danach dürfen in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern in Zukunft zwei Staatsbürgerschaften behalten. Da die Bundesregierung in den nächsten vier Jahren 23 Milliarden Euro zusätzlich ausgibt, wird sie stark kritisiert. „Dieser Koalitionsvertrag wird richtig teuer“, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Auch die zukünftige Opposition äußert sich kritisch. Der Koalitionsvertrag sei „enttäuschend“ und löse keine Probleme, sagte zum Beispiel Dietmar Bartsch (Die Linke) im ZDF. Anton Hofreiter (Bündnis 90 / Die Grünen) kritisiert mangelnde Generationengerechtigkeit. Damit die neue Regierung starten kann, braucht der Koalitionsvertrag die Unterstützung der Mehrheit der 470 000 SPD-Mitglieder. Das Ergebnis des Mitgliederentscheids war zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt. 1/14

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Nachrichten SCHWER

Rechtsextreme Partei soll verboten werden Die Bundesländer wollen die rechtsextreme Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) verbieten lassen. Der Grund: Sie fürchten um die nationale Sicherheit. In dem 244 Seiten langen Verbotsantrag wird der Partei unter anderem vorgeworfen, eine „eindeutig und nachhaltig nationalsozialistische Ideologie“ zu vertreten, berichtet die Zeitung Die Welt. Im Jahr 2003 war der erste Versuch für ein NPD-Verbot gescheitert, weil Informanten des Verfassungsschutzes, sogenannte V-Leute, Richtung und Ziel der Partei entscheidend mitbestimmt hatten. Seither haben die Behörden ihre Informanten nach eigenen Aussagen abgezogen. Der neue Antrag soll ohne Material von V-Leuten geschrieben worden sein.

vorwerfen eindeutig nachhaltig vertreten

hier: sagen, dass der andere etwas Illegales macht ohne Zweifel; ganz klar hier: so, dass man an dieser Ideologie auch in Zukunft festhalten wird hier: eine Meinung haben und sagen

scheitern der Verf„ssungsschutz die Behörde, -n „bziehen

Bundesrepublik lägen seit sechs Jahren über der erlaubten Grenze, sagte Währungskommissar Olli Rehn. Der EU-Grenzwert für Exportüberschüsse liegt bei sechs Prozent der jeweiligen Wirtschaftskraft eines Landes. Im ersten Halbjahr dieses Jahres betrugen die deutschen Überschüsse laut ifo-Institut 7,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. Insgesamt hat Deutschland im Jahr 2013 wieder einen Rekordhandelsüberschuss von rund 200 Milliarden Euro erreicht. Schon 2011 und 2012 hatte die Bundesrepublik die höchsten Exportüberschüsse weltweit. Ungleichgewichte in den Handelsbilanzen gelten als einer der Auslöser der internationalen Finanzkrise. Rehn rät den Deutschen, ihren Binnenmarkt zu stärken, mehr Geld in die Infrastruktur zu invesder Internationale spezielle Organisation der Vereinten Nationen (UN), tieren und die Löhne zu erhöhen. die z. B. Kredite an Staaten mit wirtschaftlichen Währungsfonds

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MITTEL

FOTOS: PICTURE ALLIANCE/DPA (2)

Nach den USA und dem Internationalen Währungsfonds kritisiert nun auch die Europäische Union (EU) die deutsche Exportstärke. Die Handelsüberschüsse der

Problemen gibt Münzen und Scheine, die in einem Staat als Geld verwendet werden) der H„ndelsüberschuss, ¿e mehr Gewinne aus Handelsgeschäften, als kalkuliert waren jeweilig hier: speziell für jedes Land das ifo-Institut kurz für: Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung das }ngleichgewicht, -e hier: fehlende finanzielle Gleichheit auf beiden Seiten einer Bilanz der Auslöser, hier: Grund der B“nnenmarkt, ¿e Wirtschaftsgebiet innerhalb bestimmter Grenzen

Maulwurf

Misserfolg haben staatliche Institution, die die Regeln in einem Staat schützt Amt hier: zurückholen

Kritik an deutschem Export-Erfolg

(die Währung, -en

Was heißt …?

Wer einen Garten hat, der mag das kleine schwarze Tier meistens nicht so gern. Ein Maulwurf baut sein Zuhause nämlich im Boden, mit Ausgängen nach oben – dort schiebt er auch die Erde nach oben. Das Ergebnis: viele ungefähr 25 Zentimeter hohe Maulwurfshügel. Aber auch ein Mensch kann ein Maulwurf sein. Der schiebt zwar keine Erde nach oben. Aber er trägt Geheimes nach außen – er ist nämlich ein Spion. Der Fußballtrainer des FC Bayern München, Josep Guardiola, hat einen dieser Maulwürfe in seinem Team. Er weiß das, weil er vor einem wichtigen Spiel in verschiedenen Zeitungen Details zur Bayern-Taktik lesen konnte. Diese Informationen hatten aber nur die Spieler und wichtige Personen aus dem Team. Guardiola ist deshalb sauer. Wenn er herausfindet, wer der Maulwurf ist, bekommt dieser große Probleme. Vor schlimmen Konsequenzen mussten früher auch Maulwürfe im Garten Angst haben. Seit 1988 stehen die kleinen Tiere aber unter Naturschutz. Man darf sie, anders als Maulwürfe in Fußballmannschaften, nicht stören. der Maulwurfshügel, - ≈ kleiner Berg, den ein Maulwurf gemacht hat der Spion, -e ≈ Agent der FC kurz für: Fußballclub hier: ärgerlich; sauer böse herausfinden entdecken ¢nter Naturschutz davor geschützt sein, kaputtgemacht zu stehen werden

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Schweizer Rentner Beste Chancen auf ein langes Leben

SCHWEIZER HABEN HÖCHSTE LEBENSERWARTUNG das W“rtschaftsWachsen der Wirtschaft wachstum der/die Krebstote, -n Person, die an Krebs litt und gestorben ist hier: gefährliche (der Krebs Krankheit, bei der sich Tumore entwickeln) zur•ckgehen hier: sinken die Ges¢ndheitsInformationen und prävention medizinische Untersuchungen, um Krankheiten zu verhindern oder früh zu erkennen der T„bak- ¢nd Trinken von Alkohol und Alkoholkonsum Zigarettenrauchen BAHNCHEF WARNT VOR VERKEHRSCHAOS drohen hier: kurz davor sein, dass … gemacht werden muss die Br•ckensperrung, ≈ Barriere, damit eine -en Brücke nicht mehr benutzt werden kann so, wie etwas zurzeit ist; derzeitig aktuell die Fin„nzaus≈ Geld, das man ausstattung, -en geben kann einen (ungefähren) bez“ffern auf Betrag nennen

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Schweizer haben höchste Lebenserwartung Die Schweizer sind Weltmeister im Altwerden. Mit einer Lebenserwartung von 82,8 Jahren liegen sie zum ersten Mal vor den Japanern. Die Österreicher kommen in der OECD-Statistik mit 81,1 Jahren auf Platz 14, die Deutschen mit 80,8 Jahren auf Platz 18. Die Gründe für den positiven Trend in der Schweiz liegen laut der Zeitung Schweiz am Sonntag beim höheren Wirtschaftswachstum der Schweiz, den höheren Ausgaben für das Gesundheitssystem und einer deutlich gesunkenen Zahl von Krebstoten. Auch die Zahl der Suizide gehe zurück. Positive Folgen hat offenbar die Gesundheitsprävention in der Schweiz. Der Tabak- und Alkoholkonsum sei stark zurückgegangen. Die Lebenserwartung bei Geburt hat sich in der Schweiz seit 1900 fast verdoppelt. Der Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern wird seit Jahren weniger. Er beträgt noch 4,2 Jahre.

Bahnchef warnt vor Verkehrschaos Bei der Deutschen Bahn drohen nach Aussage ihres Chefs bald erste Brückensperrungen. „Leider sind wir nicht mehr weit davon entfernt“, sagte Rüdiger Grube im Interview mit der Wirtschaftswoche. Rund 1400 Brücken müssten dringend saniert werden. „Mit der derzeitigen Finanzausstattung schaffen wir pro Jahr aber nur 125 Brücken“, sagte Grube. Es gebe einfach nicht genug Geld für die nötigen Reparaturen. Würden tatsächlich wichtige Brücken gesperrt, müssten Bahnkunden mit viel längeren Fahrzeiten rechnen. Den „Sanierungsstau“ bei der Bahn bezifferte Grube auf inzwischen 30 Milliarden Euro. Gleichzeitig forderte er weitere Hilfe vom Staat. Die Bahn brauche „1,2 Milliarden Euro mehr pro Jahr für das bestehende Schienennetz“, sagte er. Zurzeit investieren Regierung und Bahn rund drei Milliarden Euro ins Netz. 1/14

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Nachrichten SCHWER

Osten wird beliebter

Auf den zweiten Blick MITTEL

Mehr als 20 Jahre lang verließen mehr Menschen die ostdeutschen Bundesländer als dort hinzogen. Es

Der Tagesspiegel

Drohnen beflügeln die Forschung

hieß, der Osten entwickle sich immer mehr zum „Altenheim der Republik“. Vor allem die Jungen, die gut Qualifizierten und die Frauen gingen nämlich. Diese Entwicklung scheint nun gestoppt. Im letzten Jahr seien erstmals seit 1990 ungefähr so viele Menschen von Ost- nach Westdeutschland gezogen wie in die andere Richtung, heißt es im neuen Bericht zum Stand der deutschen Einheit. Die Bundesregierung, die den Bericht jedes Jahr veröffentlicht, kommt zu dem Ergebnis: So gut wie jetzt sei die Lage in Ostdeutschland seit 1990 noch nie gewesen. So steigt die Geburtenzahl im Osten wieder an. Inzwischen liegt sie über der Zahl im Westen. Mit den positiven wirtschaftlichen Trends habe sich auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessert. Insgesamt ist die Arbeitslosigkeit im Osten mit rund zehn Prozent auf dem niedrigsten Stand seit 1991. Der Bericht spricht auch von einer „beeindruckenden Reindustrialisierung Ostdeutschlands“. In den letzten Jahren sei aus der früheren Planwirtschaft „eine wissensbasierte Industrieregion mit zunehmend wettbewerbsfähigen Unternehmen geworden“, heißt es. Die ostdeutschen Arbeitnehmer gehörten „im Hinblick auf Qualifikation, Engagement und Flexibilität zur weltweiten Spitzengruppe“. Trotz aller Euphorie verschweigt der Bericht aber nicht, dass der Osten Deutschlands im Vergleich mit dem Westen wirtschaftlich noch im Rückstand ist. Die Arbeitslosenquote ist noch immer fast doppelt so hoch wie im Westen, Löhne und Renten sind deutlich niedriger. Es gebe deshalb weiter „Aufholbedarf“.

Eine Drohne ist eine männliche Biene. Da sie Flügel hat, ist sie beflügelt – in der wörtlichen Bedeutung. Drohnen sind aber auch kleine technische Fluggeräte, die bis jetzt vor allem vom Militär benutzt wurden. Inzwischen benutzt aber auch die Wissenschaft Drohnen: zum Beispiel, um Vulkane zu erforschen oder um zu zählen, wie viele Orang-Utans es noch gibt. So kommt es, dass Drohnen die Forschung beflügeln: Das heißt, sie helfen, dass die Wissenschaft schneller zu neuen Ergebnissen kommt. Der Stern

Schnupperkurs Können Vögel an einem Schnupperkurs teilnehmen? Eigentlich nicht. Denn ein Schnupperkurs ist in der Umgangssprache ein Kurs, an dem man teilnimmt, um etwas kennenzulernen: „Kommst du mal mit zum Yoga? Am Wochenende gibt es einen Schnupperkurs, da könntest du es für wenig Geld ausprobieren!“ Aber vielleicht könnte man bei dem Vogel auf dem Foto einen Kurs im Schnuppern machen: Denn durch seine besondere Nase kann er sicher gut schnuppern: Das macht man nämlich, wenn man einen Geruch intensiv wahrnehmen will. Süddeutsche Zeitung

En passant

FOTOS: ISTOCK/THINKSTOCK (2)

Der Ausdruck en passant kommt aus dem Französischen, wird aber auch auf Deutsch benutzt. Übersetzt heißt er: auf der Durchreise. Jemand, der auf der Durchreise ist, bleibt nicht für immer; nach einiger Zeit geht er wieder weg. Der berühmte Kabarettist Dieter Hildebrandt (siehe Deutsch perfekt 5/2013) ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Auch er war auf der Erde auf Durchreise. En passant bedeutet aber auch: nebenbei, ohne große Wichtigkeit, im Vorbeigehen. „Auf dem Weg zur Arbeit habe ich en passant Schuhe gekauft.“ Hildebrandt war ein großer Kabarettist, der sich gerne kleiner machte, als er wirklich war. Für das deutsche Kabarett, die Kulturszene und die Politik war er ein wichtiger Begleiter und Kritiker. Das große Pathos liebte er nicht, meistens kritisierte er Politik und Gesellschaft en passant – wichtig war er trotzdem.

OSTEN WIRD BELIEBTER hier: bestimmte Phase innerhalb einer Entwicklung die deutsche Einheit Union von Ost- und Westdeutschland die Planwirtschaft von einer staatlichen Stelle zentral geplante Wirtschaft w¡ttbewerbsfähig stark genug, um im wirtschaftlichen Kampf um Vorteile bestehen zu können das Unternehmen, - Firma “m H“nblick auf ≈ wegen; durch das Engagement hier: ≈ freiwillige Arbeit franz. hier: ≈ Absicht, sich an den die Flexibilität Wünschen des Arbeitgebers zu orientieren, z. B. mehr Stunden zu arbeiten oder viel zu reisen die Sp“tzengruppe, -n Gruppe der Besten verschweigen mit Absicht nicht sagen “m R•ckstand sein weniger fortgeschritten sein als andere Notwendigkeit, Unterder Aufholbedarf schiede zu kompensieren der St„nd

DROHNEN BEFLÜGELN DIE FORSCHUNG beflügeln Flügel geben; motivieren einer der beiden Körper(der Flügel, teile, mit denen z. B. Vögel fliegen) die F¶rschung Arbeit für mehr Wissen Insekt, das Honig herstellt die Biene, -n gelbe oder braune süße (der Honig Masse) das Militär Armee die W“ssenschaft, spezieller Bereich (z. B. -en Chemie), in dem viel Wissen gesammelt wird erf¶rschen arbeiten für mehr Wissen SCHNUPPERKURS die }mgangssprache gesprochene Sprache im Alltag der Geruch, ¿e von: riechen wahrnehmen hier: riechen; merken EN PASSANT einige Zeit hier: ein paar Jahre der Kabarett“st, -en ≈ Schauspieler, der Politiker und aktuelle Ereignisse auf lustige Art kommentiert und kritisiert die Kulturszene, -n ≈ alle Personen, die im Bereich Kultur arbeiten hier: Person, die aktuelle der Begleiter, Ereignisse kommentiert

Zentrum von Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) Ostdeutschland steht so gut da wie noch nie

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Richtig schreiben „Das“ oder „dass“, „ihm“ oder „im“, „deutsch“ oder „Deutsch“? Das Schwierigste an der deutschen Orthografie sind oft die Details. Lisa Dörr macht Sie fit – mit den 100 wichtigsten Tipps!

Übungen zu diesem Text finden Sie auf Seite 35.

Klein oder groß?

1. Im Deutschen schreibt man viele Wörter mit einem Großbuchstaben am Anfang. Zum Beispiel immer dann, wenn sie am Satzanfang stehen:

Wir haben gut gegessen. Danach waren alle müde.

2. Namen schreibt man immer groß: Juliane, Moritz, Berlin, Deutschland

3. Auch Substantive werden auf Deutsch immer großgeschrieben:

der/ein/kein/mein/dieser … Beruf

4. Viele andere Wörter (zum Beispiel Verben, Adjektive, Adverbien) können substantiviert werden: Sie haben dann die Funktion von Substantiven. Man schreibt sie deshalb groß:

Der alte Mann ist Kommissar. ) Der Alte ist Kommissar.

7. Sprachen werden großgeschrieben, wenn sie als Substantiv verwendet werden, also einen Artikel haben oder zusammen mit den Präpositionen „in“ oder „auf“ stehen oder man mit „Was?“ fragen kann:

Wir sprechen Deutsch. (Was sprecht ihr?)

8. Sprachen werden kleingeschrieben, wenn sie Adjektive sind, also wenn sie ein Substantiv begleiten oder man „Wie?“ fragen kann. Genauso Adjektive, die die Zugehörigkeit zu einem Ort bezeichnen:

Ich mag die deutsche Küste. begleiten die Zugehörigkeit, -en bezeichnen

hier: dabeistehen von: zugehörig sein ≈ ein Teil sein von nennen

9. Achtung! Adjektive aus Städtenamen mit „-er“ werden großgeschrieben:

der Berliner Bürgermeister, der Kölner Dom

5. Man erkennt substantivierte Wörter auch daran, dass sie nach einer Kombination aus Präposition + Artikel stehen, zum Beispiel „im“ (in dem), „zum“ (zu dem), „aufs“ (auf das):

Ich hatte heute keine Zeit zum Lesen.

6. Aber Achtung! Superlative mit „am“, nach denen man mit „Wie?“ fragen kann, sind keine Substantive – man schreibt sie klein!

Ich finde die vier Hosen schön, aber diese hier ist am schönsten. (Wie findest du diese Hose hier?)

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100 Fehler MITTEL

10. Bei einem mehrteiligen Namen schreibt man alle Teile (außer Präpositionen und Artikel) groß:

das Institut für Deutsche Sprache

11. Bei Straßennamen schreibt man das erste Wort groß und auch Adjektive und Zahlwörter, die zum Namen gehören:

Am Tiefen See gehören zu

hier: ≈ Teil einer Gruppe sein

12. Zahlen unter einer Million werden normalerweise kleingeschrieben. Sie gelten als Adjektive. Aber auch sie können als Substantiv benutzt und dann großgeschrieben werden:

Meine Tochter hat eine Fünf in Mathematik (= eine schlechte Note). g¡lten „ls

hier: akzeptiert sein als

13. Genauso Ordinalzahlen: Am ersten Tag jedes Monats überweise ich das Geld. Am Ersten jedes Monats überweise ich das Geld.

14. Auch Bruchzahlen werden in ihrer Funktion

nachts (die Nacht), morgens (der Morgen), montags (der Montag), täglich (der Tag) hier: formen aus; eine neue Form machen aus

„bleiten

die Br¢chzahl, -en Zahl, die aus zwei Zahlen über und unter einer Linie besteht

15. Das gilt auch bei Uhrzeiten:

18. Temporale Ausdrücke können auch Substantive sein. Dann schreibt man sie groß. Sie können dann einen Artikel haben:

Am Abend gingen sie ins Kino (Aber: abends!). Jeden Mittwoch besucht sie ihre Oma (Aber: mittwochs!).

19. Solche Substantive werden auch nach temporalen Adverbien großgeschrieben, obwohl sie keinen Artikel haben:

Ich glaube, heute Nachmittag kommt Tante Paula. Wo waren Sie gestern Morgen um zehn Uhr? (Aber: gestern früh!) s¶lche (-r/-s)

die Probe, -n die Ausnahme, -n auswendig l¡rnen die Säule, -n

Test Sache, die anders ist als normal;  Regel ≈ sehr genau lernen dünner, langer, vertikal stehender Gegenstand, der eine Decke stabil in ihrer Position hält

23. Für den Diphthong [ai] wird normalerweise „ei“ geschrieben. Es gibt nur wenige Wörter, die man mit „ai“, „ay“ oder „ey“ schreibt:

Wir gehen einkaufen: ein Kilo Fleisch, drei Eier, Reis und zwei Flaschen Wein. (Aber: der Mai, der Hai, Bayern, Meyer) der Hai, -e

gefährlicher Meeresfisch

von der genannten Art

20. Die Höflichkeitsform „Sie“ und alle ihre Formen schreibt man groß:

Wo wohnen Sie? Wie geht es Ihnen? Wie ist Ihre Adresse?

Schreiben, wie man spricht?

21. Diphthonge sind Kombinationen aus zwei Vokalen. Es gibt im Deutschen drei: [au], [oy] und [ai]. Nur [au] schreibt man so, wie man es spricht:

der Baum, bauen

22. Den Diphthong [oy] schreibt man oft mit „eu“ und manchmal mit „äu“:

Leute, Euro, Mäuse, Häuser

Mäuse (die Maus), Häuser (das Haus), sie läuft (laufen)

24. Achtung! „ie“ sieht ähnlich aus, aber es steht für ein langes „i“ = [i:]! Bitte unterscheiden!

das Lied – Es tut mir leid. er bleibt – Er ist geblieben.

25. Am Wort- oder Silbenende hören Sie oft ein schwaches „a“ oder „ea“. Aber Achtung: Nur wenige Wörter haben wirklich ein „a“ am Wortende!

das Sofa, die Oma, die Cola Bei den meisten Wörtern steht am Wortende ein „-er“. Man spricht es wie ein kurzes, offenes „a“, schreibt aber „-er“:

Die Kinder spielen wieder im Wasser. das S“lbenende, -n

Ende des Teils eines Wortes

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Wenn das Wort von einer Form mit „au“ kommt, schreibt man immer „äu“! Machen Sie also die Probe:

Es ist (ein) Viertel vor fünf, Viertel nach sechs (Aber: halb fünf, dreiviertel vier!).

dig, wie zum Beispiel:

die Säule, enttäuscht

als Substantiv großgeschrieben:

Ein Viertel der Schüler fährt mit dem Fahrrad zur Schule.

Wenn das Wort von keiner Form mit „au“ kommt, schreibt man fast (!) immer „eu“. Ausnahmen lernt man am besten auswen-

16. Temporale Adverbien schreibt man klein: gestern, heute, immer, früher

17. Das gilt auch für temporale Adverbien, die von Substantiven abgeleitet sind: 1/14

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26. Wenn die Buchstaben „b“, „d“ oder „g“ am 30. Am Wortanfang hört man [0] oft in der Ende eines Wortes (oder Wortteiles) stehen, werden sie nicht [b], [d], [g] ausgesprochen, sondern [p], [t] und [k]. Deshalb weiß man manchmal nicht, ob man ein Wort mit „b“, „d“, „g“ schreibt oder mit „p“, „t“, „k“:

der Typ, aber: das Lob die Welt, aber: der Held der Zweck, aber: der Weg

der H¡ld, -en der Zw¡ck, -e b“lden

Mann, der ohne Angst gefährliche Aufgaben löst ≈ Ziel hier: formen; machen

sp„nnend

billig (Sie sprechen: „billich“) – billiger (Sie sprechen: „billiger“) Aber: ängstlich – ängstlicher verlængern

Wenn Sie Probleme haben, den Unterschied zwischen dem [ç]-Laut („-ig“) und dem [0]-Laut („-isch“) zu hören, hilft es Ihnen auch, das Wort zu verlängern:

windig (man spricht: „windich“) – windiger Aber: stürmisch – stürmischer

29. Für den Laut [0] steht im Deutschen normalerweise die Buchstabenkombination „sch“:

Es ist regnerisch, aber ich wünsche mir Schnee.

„S“, „ss“ oder „ß“?

Bus, Fluss, Fuß: Es ist nicht so einfach, zu erkennen, wann man „s“, „ss“ oder „ß“ schreibt.

32. Die wichtigste Regel zuerst: Wenn Sie ein

„weiches s“ [z] hören, dann schreiben Sie immer „s“, niemals „ss“ oder „ß“. Das „weiche s“ [z] kann übrigens nur am Wortanfang oder vor einem Vokal stehen:

sagen, Sonne, lesen, Reise

33. Am Wortende oder vor einem Konsonanten gibt es nur den „harten“ Laut [s]. Oft schreibt man dann auch „s“:

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Den Buchstaben „ß“ gibt es übrigens nur als Kleinbuchstaben. In der Schweiz gibt es ihn gar nicht. Dort schreibt man an seiner Stelle immer „ss“. s“ch „bwechseln gießen

hier: einmal steht eine Variante, ein anderes Mal die andere Wasser geben

37. Der Buchstabe „z“ steht nicht für den Laut [z], sondern für den Laut [ts]:

Sie war seit zu langer Zeit nicht mehr beim Zahnarzt.

38. Nach kurzen Vokalen schreibt man „tz“: Die Katze benutzt Zunge und Tatzen zum Putzen. die Z¢nge, -n die T„tze, -n

Organ im Mund für das Sprechen und Schmecken Fuß eines großen Tieres

es, das, eins, Haus, Eis, Glas, fast

34. Die Buchstabenkombination „ss“ und der Buchstabe „ß“ signalisieren, dass ein hartes [s] und kein weiches [z] gesprochen werden muss. Dieser Unterschied ist eigentlich nur in der Position zwischen oder vor Vokalen wichtig.

reisen – reißen, lesen – essen, Nase – Tasse reißen

in Stücke teilen

35. Wörter mit einer Silbe schreibt man nur dann mit „ss“ oder „ß“ am Ende, wenn es eine mehrsilbige andere Form des Wortes mit „ss“ oder „ß“ gibt.

Spaß (Späße), Fuß (Füße), Fluss (Flüsse), er aß (essen), weiß (wissen) Aber: er las (lesen), das Los (die Lose) Ausnahmen sind Fremdwörter wie Bus (Busse) oder der Nebensatzkonnektor dass. das Los, -e

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sie wissen – ich weiß, wir essen – wir aßen, er gießt – er goss

den [ç]-Laut (wie in ich), den [x]-Laut (wie in Buch) oder manchmal für [k] (wie in sechs).

länger machen

28. Es gibt auch viele Adjektive auf „-isch“.

auch beide Varianten bei einem Wort abwechseln:

 langweilig

31. Die Buchstabenkombination „ch“ steht für

27. Viele Adjektive enden auf „-ig“. In Süddeutschland spricht man zwar [ik], aber die Standardaussprache ist [iç], also genau wie bei den Adjektiven auf „-lich“. Wird ein Adjektiv mit „-ig“ oder „-ich“ geschrieben? Machen Sie den Test! Wenn man das Wort verlängert und ein [g] hört, schreibt man „-ig“, sonst nicht:

man „ss“ und wann „ß“? Ganz einfach: Nach einem langen Vokal oder Diphthong schreibt man „ß“. Nach einem kurzen Vokal schreibt man „ss“. Deshalb können sich

Im Programm steht, dass der Film sehr spannend ist.

Versuchen Sie, andere Formen des Wortes zu finden, es also länger zu machen. Bilden Sie zum Beispiel den Plural bei einem Substantiv oder den Infinitiv bei einem Verb. Dann erkennen Sie, welcher Buchstabe richtig ist:

die Typen, aber: loben die Welten, aber: die Helden die Zwecke, aber: die Wege

36. Die zentrale Frage ist also: Wann schreibt

Kombination mit [t] und [p]. Man schreibt aber nur „s“:

kleiner Zettel, mit dem etwas zufällig entschieden wird

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100 Fehler MITTEL

39. Komposita werden oft durch das sogenannte Fugen-s verbunden. Bei Wörtern, die auf „-t“ enden, entsteht „ts“. Bei diesen Wörtern darf man nicht „z“ schreiben:

44. In Fremdwörtern schreibt man den Laut [v] 50. Wörter mit nur einer Silbe haben am Ende mit dem Buchstaben „v“:

Die zwei Privatdetektive kaufen eine Blumenvase.

Hochzeit + s + Tag = Hochzeitstag entstehen

hier: ≈ gemacht werden; geformt werden

40. Für den Laut [ks] findet man drei Schreibweisen: „chs“, „ks“, „x“. Es gibt keine Regel. Sie müssen die Schreibung der Wörter auswendig lernen:

Meine sechs Kinder sind in Sachsen aufgewachsen. Der Taxifahrer möchte Geld wechseln, um Kekse zu kaufen. die Schreibweise, -n hier: Variante, ein Wort zu schreiben aufwachsen als Kind leben der K¡ks, -e ≈ sehr kleiner flacher Kuchen

„F“, „v“ oder „w“?

41. Der Laut [f] wird in den meisten Wörtern auch „f“ geschrieben:

Fischers Fritz fischt frische Fische.

nicht immer einen Doppelkonsonanten, obwohl der Vokal kurz gesprochen wird. Diese Wörter müssen Sie lernen. Vergleichen Sie:

Lang oder kurz?

45. Vielleicht haben Sie auch das Gefühl, dass man oft ein „h“ schreibt, es aber selten hört? Das stimmt! Nur am Anfang eines Wortes oder Wortteils spricht man ein [h]. In anderen Fällen signalisiert das „h“, dass der vorangehende Vokal lang ist:

Hallo Johannes! Gehst du heute zu Fuß, oder fährst du mit der U-Bahn? vor„ngehend

wen – wenn Aber: der Weg, das Lob (lang) – weg, ob (kurz)

51. Diphthonge sind immer lang. Deshalb kann danach kein Doppelkonsonant („mm“, „nn“, „ll“ …), „ck“ oder „tz“ kommen:

Schnauze, Kreuzung, Schweizer, Weizen die Schnauze, -n ≈ Mund (und Nase) beim Tier Pflanze, aus deren kleinen, harten der Weizen Früchten man Mehl macht (Foto)

hier: so, dass er vor … steht

46. Ein langer Vokal wird in wenigen Wörtern auch durch Doppelvokal signalisiert. Es gibt nur „aa“, „ee“, „oo“ (nicht „ii“ oder „uu“!). Diese Wörter sollten Sie kennen:

das Haar, das Paar, der Staat die Beere, die Idee, der Kaffee, leer, das Meer, der Schnee, der See, der Tee der Zoo, das Boot

52. Ein langes [i:] schreibt man meistens „ie“, nur in Fremdwörtern „i“:

Die Liebe besiegt viele Schwierigkeiten. Im Kino esse ich am liebsten Mandarinen oder Sardinen. besiegen

47. Achtung! Es gibt auch viele Wörter mit 42. Es gibt aber auch einige Wörter, in denen [f] durch „v“ dargestellt wird. Diese Wörter sollten Sie kennen:

Dazu gehört auch das wichtige Präfix „ver-“:

vergessen, verlieren, der Versuch einige darstellen

ein paar; mehr als zwei hier: zeigen

43. Deutsche Wörter mit dem Laut [v] schreibt man mit „w“:

Mein Wörterbuch ist schon wieder weg! Weißt du, wo es ist?

das Leben, die Frage, holen, die Ware

48. Sie können sich aber merken: Nach einem langen Vokal stehen nie Doppelkonsonanten. Ein Doppelkonsonant signalisiert nämlich, dass der vorangehende Vokal oder Umlaut („ä“, „ö“, „ü“) kurz ist:

das Hobby, dumm, die Rolle, offen, Gitarre

53. Nur in diesen Wörtern gibt es „ih“: ihnen, ihm, ihn, ihr(e) …

54. Die Buchstabenkombination „ieh“ ist relativ selten. Diese Wörter sollten Sie kennen:

du siehst (sehen), ich lieh (leihen), er verzieh (verzeihen), es geschieht (geschehen) relativ geschehen

FOTOS: THINKSTOCK (4)

der Vater, viel, vielleicht, vier, der Vogel, das Volk, voll, von, vor, vorn

langen Vokalen ohne ein orthografisches Signal dafür:

der Gewinner sein

ziemlich passieren

49. Die Konsonanten „k“ und „z“ kann man nicht verdoppeln. Es gibt sie als Doppelkonsonant nur in Fremdwörtern. Sonst schreibt man sie als „ck“ und „tz“:

Der Akku ist originalverpackt. Jetzt setzen wir uns und essen Pizza. verd¶ppeln

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hier: zweimal schreiben

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Getrennt schreiben – oder zusammenschreiben?

55. Kombinationen aus Substantiven und Verben schreibt man normalerweise getrennt:

62. Konstruktionen mit „sein“ schreibt man immer getrennt:

da sein, dabei sein

63. Adjektiv plus Adjektiv können zu einem Adjektiv kombiniert werden, wenn es einfache Adjektive sind. Dann schreibt man zusammen:

Rad fahren, Cello spielen

56. Kombinationen aus Adjektiven und Verben kann man getrennt oder zusammenschreiben, wenn es ein einfaches Adjektiv ist, das das Ergebnis der Aktivität bezeichnet:

klein schneiden oder kleinschneiden, warm machen oder warmmachen

blaugrau, nasskalt, dunkelgrün

64. Zusammensetzungen aus Substantiv und Adjektiv schreibt man zusammen (und klein!):

butterweich, jahrelang

57. Wenn Adjektiv und Verb in Kombination eine 65. Im Deutschen gibt es sehr viele zusammenneue, eigene Bedeutung entwickelt haben, schreibt man sie immer zusammen:

gesetzte Substantive, also Wörter mit einem festen Artikel, bei denen mindestens der zweite Teil ein Substantiv ist. Man schreibt diese komplexen Substantive zusammen, nicht getrennt!

großschreiben/kleinschreiben, fernsehen, schwarzarbeiten entw“ckeln großschreiben schw„rzarbeiten

hier: zu etwas Neuem werden mit großem Anfangsbuchstaben schreiben illegal arbeiten

58. Kombinationen aus Verben schreibt man normalerweise getrennt:

das Schuhgeschäft, aber nicht: das Schuh Geschäft das Hochhaus, aber nicht: das Hoch Haus f¡st

Wörter trennen

66. Man trennt Wörter nach Sprechsilben. Diese Regeln helfen: Wenn zwischen zwei Vokalen ein Konsonant steht, gehört er zur Silbe des zweiten Vokals und kommt deshalb in die zweite Zeile. Wenn zwischen zwei Vokalen mehrere Konsonanten stehen, wird die Silbe vor dem letzten Konsonanten getrennt: Nur dieser kommt in die zweite Zeile:

le-sen, ler-nen, fah-ren, wis-sen, sit-zen, kosten, Wör-ter, Klas-se, Com-pu-ter

67. Buchstabenkombinationen, die nur einen Laut repräsentieren (wie „ch“, „ck“, „sch“) oder Diphthonge (wie „au“ oder „eu“) darf man nicht trennen:

Bü-cher, ba-cken, Fla-sche, freu-en, Bau-er repräsentieren

hier: Symbol sein für

68. Einzelne Vokale am Wortanfang und Ende darf man nicht abtrennen:

Esel, oder, aber – nicht: E-sel, o-der, a-ber der Esel, -

graues Tier, einem Pferd ähnlich (Foto)

hier: so, dass der Artikel immer für dieses Substantiv benutzt wird

spazieren gehen, sich scheiden lassen, lesen lernen, stehen bleiben s“ch scheiden l„ssen

≈ zu einer öffentlichen Institution gehen, wo eine Ehe geschieden wird

59. Wenn die Kombination mit „bleiben“ oder „lassen“ eine neue, eigene Bedeutung hat, kann man auch zusammenschreiben:

sitzenbleiben, sitzenlassen s“tzenbleiben s“tzenlassen

eine Klasse wiederholen müssen (eine Person) verlassen

60. Kombinationen aus Partizipien und Verben schreibt man getrennt:

getrennt schreiben, verloren gehen

61. Zusammensetzungen aus Adverbien (oft geben sie eine Richtung an: „herein-“, „weg-“, „zurück-“ ...) und Verben schreibt man normalerweise zusammen:

zusammenschreiben, vorbeigehen, hereinkommen, weglaufen die Zus„mmensetzung, -en

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69. Zusammengesetzte Wörter werden zwischen den einzelnen Teilen getrennt:

Feier-tag, Abend-essen

Gleiche Aussprache, anderes Wort

70. Es gibt einige Wörter, die man gleich spricht, aber anders schreibt. Die Orthografie ist hier eine Hilfe, um die Wörter zu unterscheiden. Hier einige Beispiele:

die Leere – die Lehre, das Meer – mehr, der Wal – die Wahl, war – wahr, sechs – der Sex der Wal, -e

größtes Tier im Meer

von: zusammensetzen = hier: aus zwei Wörtern eins machen

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100 Fehler MITTEL

71. Besonders schwierig ist die Unterscheidung von „wieder“ (= noch einmal) und „wider“ (= „gegen“). Beide Wörter findet man auch oft in Zusammensetzungen:

76. Auch bei Vergleichen mit „wie“ oder „als“ steht kein Komma, wenn es sich nicht um zwei Sätze, sondern nur um einen Satz handelt!

widersprechen, der Widerstand, Aber: wiederholen

Er ist größer als ich. Er ist so groß wie ich. (Aber: Er ist so groß, wie ich auch gern wäre.)

widerspr¡chen

77. Zwei Hauptsätze werden durch ein Komma

eine andere Meinung haben und diese sagen der Widerstand, ¿e ≈ Protest

72. Die Wörter „morgen“ (= am nächsten Tag) und „morgens“ (= (immer) am Morgen) schreibt man klein, „der Morgen“ aber groß:

Wir gehen morgen wieder ins Schwimmbad, wie jeden Morgen.

verbunden:

Ich habe keine Zeit, deshalb komme ich nicht mit. Natürlich kann zwischen zwei Hauptsätzen auch ein Punkt stehen.

78. Zwischen einem Hauptsatz und einem Nebensatz muss immer ein Komma stehen:

73. In Nebensätzen werden „das“ und „dass“ oft verwechselt. Der Unterschied ist: „Das“ ist ein Relativpronomen, das sich auf ein Wort im Neutrum bezieht. Den Nebensatzkonnektor „dass“ benutzt man zum Beispiel nach Wörtern wie „sagen“, „denken“, „finden“, „fühlen“ und „sich freuen“:

Das Haustier, das am besten zu dir passen würde, ist ein Hund. Ich finde, dass das nicht richtig ist. s“ch beziehen auf eine Beziehung/Verbindung haben zu

74. Das Wort „man“ wird benutzt, wenn man von keiner konkreten Person spricht. Verwechseln Sie es also nicht mit „der Mann“:

79. Zwischen zwei Nebensätzen steht ein Komma: Ich komme nicht mit, weil ich keine Zeit habe, obwohl ich eigentlich gern mitkommen würde!

80. Zwischen zwei Nebensätzen, die durch „und“ oder „oder“ verbunden sind, steht kein Komma:

Ich komme mit, weil ich Zeit habe und weil du auch mitkommst.

81. Eingeschobene Nebensätze haben am Anfang und am Ende ein Komma:

Der berühmte Sänger, der in Köln wohnt, kommt eigentlich aus New York. einschieben

hier: in eine Reihenfolge hineintun

dem Hauptsatz stehen. Auch dann muss ein Komma gesetzt werden:

Bevor wir frühstücken, rufe ich noch schnell meine Schwester an.

83. Infinitivkonstruktionen mit „als“, „(an)statt“, „außer“, „ohne“ oder „um“ werden durch ein Komma vom Hauptsatz getrennt:

Sie ist nach Deutschland gekommen, um eine neue Arbeit zu finden.

84. Bei Infinitivkonstruktionen ohne „als“, „(an)statt“, „außer“, „ohne“ oder „um“ muss man manchmal ein Komma setzen, manchmal nicht. Es gibt dazu verschiedene Regeln. Tipp: Wenn Sie sich nicht sicher sind, setzen Sie einfach ein Komma, das ist immer richtig:

Wir versuchen zu schlafen. (korrekt) Wir versuchen, zu schlafen. (korrekt) Denk daran Milch zu kaufen. (nicht korrekt) Denk daran, Milch zu kaufen. (korrekt)

85. Achtung! Nach einer Angabe auf Position 1 im Satz (zum Beispiel temporal, kausal, modal) steht kein Komma, weil es sich nicht um einen Nebensatz handelt. Das Verb bleibt auf Position 2:

Vor dem Frühstück rufe ich noch schnell meine Schwester an. (Nicht: Vor dem Frühstück, ich rufe …) die [ngabe, -n

FOTOS: THINKSTOCK (4)

In Deutschland spricht man Deutsch. Der Mann neben mir spricht kein Deutsch.

Ich komme nicht mit, weil ich keine Zeit habe.

82. Natürlich kann der Nebensatz auch vor

hier: ≈ Information

Komma, Punkt und mehr

75. Ein Komma benutzt man, wenn man in einem Satz verschiedene Elemente aufzählt, die nicht durch die Wörter „und“, „oder“, „sowie“ (und noch einige wenige andere) verbunden sind:

Wir brauchen Salat, Brot, Butter, Wasser und/oder/sowie Wein. aufzählen sowie

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der Reihe nach nennen und

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86. Bei Datumsangaben steht ein Komma. Das 89. Das Komma wird im Deutschen auch als Gleiche gilt für Orts- und Datumsangaben in Briefen:

Der Deutschkurs beginnt am Montag, (den/dem) 13. Januar 2014. Lübeck, 5. Mai 2014

Der Wein kostet 5,99 Euro. (nicht: 5.99 Euro!)

90. Einen Punkt setzt man am Ende eines Satzes. Danach schreibt man groß weiter:

87. Nach der Anrede in Briefen steht ein Komma. Danach schreibt man klein weiter:

Sehr geehrte Frau Müller, vielen Dank für Ihren Brief.

97. Nach einem Doppelpunkt (:) schreibt man

Dezimaltrennzeichen benutzt (kein Punkt!):

Judith stand um 7 Uhr auf. Nachdem sie sich die Zähne geputzt hatte, duschte sie.

91. Man setzt auch einen Punkt nach indirekten Fragen, wenn der Hauptsatz keine Frage ist:

Ich möchte gern wissen, wann er kommt. Aber: Weißt du, wann er kommt?

92. Einige klassische Abkürzungen werden mit

groß weiter, wenn ein kompletter Satz folgt:

Du darfst nie vergessen: Ich liebe dich! f¶lgen

kommen nach

98. Nach einem Doppelpunkt schreibt man klein weiter, wenn eine Aufzählung folgt:

Vergiss nicht: eine Flasche Olivenöl und ein Glas Senf.

99. Im Genitiv benutzt man im Deutschen keinen Apostroph (’). Normalerweise gilt das auch für Namen:

die Tasche des Lehrers (nicht: Lehrer’s) Tinas Blumenladen

einem Punkt geschrieben. Diese sollten Sie kennen:

bzw., z. B., u. a., ca., usw., Mio., Mrd. Aber: m, cm, kg, qm, km/h, Lkw, Pkw In der Schweiz endet die Anrede meistens ohne Satzzeichen. die [nrede, -n

hier: Begrüßungsformel

88. Nach der Grußformel am Ende eines Briefes steht kein Komma! Das machen auch viele Muttersprachler falsch.

Viele Grüße Anna

die [bkürzung, -en

wenige Buchstaben, die an der Stelle eines Wortes stehen

93. Obligatorisch ist ein Punkt auch bei Datumsangaben und Ordinalzahlen:

Ich habe am 15. September (am 15. 9.) Geburtstag. obligatorisch

so, dass man sich an einer Regel orientieren muss

94. Bei Uhrzeiten setzt man einen Punkt oder einen Doppelpunkt (kein Komma!):

95. Bei Zahlen ab 1000 kann man auch einen Punkt (kein Komma!) setzen:

Tina’s Blumenladen

100. Im Plural gibt es keinen Apostroph, auch nicht bei Abkürzungen:

das Auto – die Autos, die CD – die CDs (nicht: Auto’s, CD’s) 2

FOTOS: THINKSTOCK (4)

Um 20.30/20:30 Uhr fährt der Zug ab. (Man spricht: Um 20 Uhr 30 fährt der Zug ab.)

Aber: Bei Personennamen wird die Schreibung mit Apostroph inzwischen akzeptiert:

1000 Euro oder 1.000 Euro (nicht: 1,000 Euro)

96. Anführungszeichen („…“) setzt man, wenn man zitiert, was jemand gesagt hat. Man setzt die Anführungszeichen am Anfang unten, am Ende oben:

Er sagte: „Ich komme später.“ zitieren

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Worte nennen, die eine andere Person gesagt oder geschrieben hat

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Lösungen auf Seite 44

Übungen zu den Themen des Monats

1

Seite 28 Richtig schreiben

Klein oder groß?

2

Seite 29 Richtig schreiben

„Ei“ oder „ie“?

Ergänzen Sie die Wörter! LEICHT

Was passt: „ei“ oder „ie“? Ergänzen Sie!

___estern (1) war ich im ___ino (2). Um ___iertel (3) vor acht wurde ein ___eutscher (4) Film gezeigt. Ich

Hallo, spreche ich mit Frau Schmidt? N____n (1)? Und wer sind

will ___mmer (5) Filme aus ___eutschland (6) sehen,

S____ (2)? Ach so, d____ (3) Schwester. Es tut mir l____d (4),

um die Sprache ___chnell (7) zu lernen. Am

wenn ich S____ (5) störe. Ich h____ße (6) Mayer und bin

___chnellsten (8) geht das, wenn ich jeden Tag

____ne (7) Freundin Ihrer Schwester. Ich bl____be (8) noch

___erne (9). ___orgens (10) lerne ich ein paar neue

zw____ (9) Tage in der Stadt. Könnten S____ (10) das Ihrer

___örter (11). Und ___ittags (12) lese ich immer ein biss-

Schwester bitte sagen? Danke! Auf W____derhören (11).

chen. Manchmal habe ich aber zum ___esen (13) keine Zeit. Dann versuche ich, mir am ___bend (14) einen Film auf ___eutsch (15) anzusehen – zu ___ause (16) oder im Kino.

3

Seite 32 Richtig schreiben

Wörter trennen Trennen Sie die Wörter, wenn möglich! SCHWER

4

1. sitzen

5. aber

2. wissen

6. Garage

3. kosten

7. Schreibtischstuhl

4. Flasche

8. Bäckerei

Seite 30 Richtig schreiben

„Dass“ oder „das“? Was passt: „dass“ oder „das“? Ergänzen Sie!

4. Natürlich habe ich dir gesagt, _________ du _________ Buch

kaufen sollst! 5. Hast du dann wenigstens an _________ Auto gedacht? Es steht

noch auf der Straße. 1. Ich weiß, _________ Carola später kommt.

3. Hast du _________ Buch gekauft, _________ ich

ihr schenken wollte?

1/14

Garage fahren kannst!

FOTO: HEMERA/THINKSTOCK

2. _________ hat sie mir schon heute Morgen gesagt.

6. Ich habe dich doch gefragt, ob du _________ Auto in die

7. _________ hast du also auch nicht gemacht? Sag, _________

_________ nicht wahr ist!

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Mehr Übungen finden Sie im aktuellen Übungsheft Deutsch perfekt Plus (siehe Heftrückseite) und im Internet auf www.deutsch-perfekt.com/deutsch-lernen.

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Lösungen auf Seite 44

Wörter Wörter lernen lernen

LEICHT

PLUS

Auf der Piste der (Ski-)Tourengeher, süddt., österr., schweiz.

die (Spr¢ng)Sch„nze, -n

der R¢cksack, ¿e

die M•tze, -n das Snowboard, -s engl.

der (Ski-)[norak, -s

die G¶ndel, -n

der (Ski-)H¡lm, -e

die P“stenraupe, -n

die Skibrille, -n der Skipass, ¿e

der Skilift, -e der L„ngläufer, -

der (Ski-)St¶ck, ¿e der H„ndschuh, -e

die Loipe, -n die (Ski-)P“ste, -n

1

der Ski, -/-er

der Skischuh, -e (auch: der Skistiefel, -)

Kleidung auf der Piste Was passt? Setzen Sie ein!

die Skihose, -n

2

Ski Ergänzen Sie die Komposita mit „Ski“!

LEICHT

Skibrille 2 Mütze 2 Skihose 2 Anorak 2 Handschuhe 2 Helm

MITTEL

-pass 2 -schuhe 2 Après- 2 -lift 2 -fahren 2 -kurs 2 -stöcke

1. An den Händen trägt man __________________.

1. Ute möchte Ski__________ lernen.

2. Auf dem Kopf trägt man eine __________________

2. Sie kauft sich Ski und dazu passende

gegen die Kälte. Und mit einem ____________ schützt man sich vor Verletzungen.

Ski__________. 3. Sie möchte auch Ski__________, denn sie

findet es einfacher, zu fahren, wenn sie diese in der 3. Man trägt keinen Mantel, sondern einen

__________________. Darin kann man sich besser

Hand hat. 4. Dann meldet sie sich für einen Ski__________ an.

bewegen. 5. Am ersten Tag auf der Piste bekommen alle 4. Um gut sehen zu können, auch wenn es stark schneit, trägt

5. Und an den Beinen trägt man eine warme

__________________.

den Ski__________ benutzen können.

ILLUSTRATION: BERNHARD FÖRTH

man eine __________________.

Kursteilnehmer ihren Ski__________, damit sie

6. Am Abend gehen alle noch zum __________-Ski:

Sie gehen in eine Kneipe und trinken etwas zusammen.

36

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1/14

03.12.13 15:49


Briefkopf

Inhalt

Ihre Adresse mit Telefonnummer und am besten auch Ihre E-MailAdresse stehen oben links, wenn Sie die Reklamation als Brief schreiben. Nennen Sie auch Ihre Kunden- oder Vertragsnummer! Dann kommt die Adresse der Firma, an die Sie schreiben. Vergessen Sie das Datum nicht! Vor der Anrede steht der Betreff (= der Grund, warum Sie der Firma Wenn Sie per E-Mail reklamieren, brauchen Sie schreiben). die Adresse der Firma nicht zu nennen. Der Betreff Danach kommt die Anrede: kommt (oft mit der Kundennummer) in die Sehr geehrte Damen und Herren, …

In einer Reklamation sollten diese Informationen stehen: – Was haben Sie gekauft? – Wann und wo haben Sie es gekauft? – Wie viel hat es gekostet? – Was ist das Problem, also der Grund für die Reklamation? – Welche Lösung schlagen Sie vor? (Also: Was soll die Firma tun?) – Wenn Sie denken, es wäre nötig: Schreiben Sie Nennen Sie eventuell freundlich, höflich und sachlich! Konsequenzen. Was tun Sie, Nennen Sie mögliche Konsequenzen am wenn die Firma nicht reagiert? besten erst, wenn Sie

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Sie gehen in eine Kneipe und bestellen ein Bier? Dann bekommen Sie in Bayern wahrscheinlich etwas anderes als in Berlin. Allgemein gilt: Im Süden Deutschlands bekommen Sie ein Helles (oft 0,5 Liter), im Norden ein Pils (= bitteres helles Bier; oft 0,33 Liter). Bestellt man 0,5 Liter Bier, bestellt man oft auch eine Halbe. Vorsicht – beim Bestellen hat Bier keinen Plural: ein Bier, zwei Bier.

Sind Sie im Winter gerne draußen? Hier finden Sie wichtige Wörter rund um den Schnee! der Pulverschnee

(= Schnee, der frisch gefallen ist) Heute Nacht gab es vier Zentimeter Neuschnee.

(= sehr feiner und leichter Schnee) Dieser Pulverschnee ist einfach ideal zum Skifahren!

der Pappschnee

der Tiefschnee

(= Schnee, der sehr langsam wieder zu Wasser wird und deshalb klebt (= pappt)) Wir können einen Schneemann bauen. Mit dem Pappschnee geht das sehr gut!

(= sehr tiefer Schnee) Was? Da willst du runterfahren? Das mache ich nicht. Ich kann nicht gut im Tiefschnee Ski fahren!

(= künstlich hergestellter Schnee aus Schneekanonen) Ich weiß, dass kein Neuschnee gefallen ist. Aber hier kann man auch auf Kunstschnee Ski fahren. der Schneematsch

(= Kombination aus (schmutzigem) Wasser und Schnee) Meine Schuhe sind komplett nass. Die Das ist doch Schnee von gesStraßen sind voll mit tern! bedeutet: „Das ist doch Schneematsch. nichts Neues!“

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der Neuschnee

der Kunstschnee

Sammelkarte VERSTEHEN

Schnee von gestern

% Hallo. Was darf’s denn sein? & Ich hätte gern ein Bier, bitte. % Und was möchten Sie? $ Für mich ein großes Wasser. Oder haben Sie auch eine Apfelsaftschorle? % Apfelschorle haben wir auch. $ Dann eine große Apfelschorle, bitte. % Wird gemacht. Ist schon unterwegs. (= Es wird gleich da sein.)

SCHWER

der/das Spezi: Für mich bitte ein Bier. Mixgetränk aus Cola und Limonade Ich hätte gern ein Glas die/das Schorle: Rotwein. Mixgetränk aus Wasser und Saft Könnte ich bitte ein oder Wein kleines Wasser haben? Ein(e) Cola, bitte. Könnten Sie mir bitte ein/eine … machen? Haben Sie auch …?

1/14

Ein Beispiel

Ob nur kurz auf ein Bier nach der Arbeit oder gemütlich den ganzen Abend – ein Kneipenbesuch mit Freunden ist für viele etwas Schönes. Lesen Sie hier ein paar Tipps und wichtige Wörter rund um Kneipe und Bar.

Bestellen

Sammelkarte SPRECHEN

PLUS

FOTO: THINKSTOCK

In der Kneipe

zum zweiten Mal an die Firma schreiben.

LEICHT

Betreffzeile. Am E-Mail-Ende steht Ihr Name. Darunter nennen Sie die Informationen über sich selbst.

Sammelkarte SCHREIBEN

Ist die neue Waschmaschine defekt? Oder die Handyrechnung zu hoch? Hier lesen Sie, worauf Sie bei einer Reklamation achten sollten!

MITTEL

Die Reklamation

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Forderungen

Gruß

So können Sie formulieren, warum Sie reklamieren wollen: Die Rechnung, die Wenn durch die Schuld Sie mir am … einer Firma oder einer anderen Person etwas geschickt haben, ist kaputt gemacht wurde, das Ihnen gehört, dann haben nicht korrekt / ist Sie einen Schaden. Die Firma oder die Person muss zu hoch. dann den Schaden reparieDas Gerät ist ren oder Ihnen Geld dafür (= Schadenersatz) bezahlen. kaputt/fehlerhaft. Die Ware kam schon defekt an. Sie haben leider das falsche Produkt geliefert. Meine Bestellung wurde … zu spät geliefert. Das Gerät entspricht nicht dem Angebot/Bild im Katalog.

So schreiben Sie, was die Firma tun soll: Ich möchte das Gerät (bitte) umtauschen/ zurückgeben. Bitte schicken Sie mir eine neue Rechnung. Bitte prüfen Sie die Rechnung, und schicken Sie mir eine neue mit dem korrekten Betrag. Ich möchte bitte mein Geld zurückbekommen. Hiermit stelle ich Ihnen … Euro als Schadenersatz in Rechnung. Ich erwarte, dass Ihre Firma die Kosten für … übernimmt (= bezahlt). Ich bitte Sie, die Angelegenheit (= die Reklamation) so schnell wie möglich zu klären (= bearbeiten).

Reklamieren Sie per Brief, unterschreiben Sie ihn per Hand. Bei einer E-Mail ist das nicht nötig (außer die Firma wünscht das von Ihnen). Mit freundlichem Gruß Mit freundlichen Grüßen

1/14

Gründe

Bezahlen Ein Beispiel

Die Rechnung, bitte. Könnten wir bitte zahlen? Entschuldigung, wir möchten zahlen, bitte. Wir zahlen dann. Wir würden dann gerne zahlen.

% & % $ % $ % & % & %

In der Kneipe ist es oft informeller als in einem Restaurant. Manchmal duzen sich dort auch Erwachsene, die sich nicht kennen.

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In Deutschland gibt man meistens fünf bis zehn Prozent Trinkgeld.

Möchten Sie noch etwas? Nein, danke. Wir würden dann gerne zahlen. Gern. Zusammen oder getrennt? Getrennt, bitte. Ich hatte die Apfelsaftschorle und den Kaffee. Das macht 5,30 Euro. Stimmt so. Danke. Und ich hatte zwei Bier. 5,60 Euro sind das dann bei Ihnen. Machen Sie 6 Euro, bitte. Danke. Einen schönen Abend noch!

der Eiszapfen

eingeschneit sein

(= langes, dünnes Eisstück) Schau mal! An unserem Dach hängen total viele Eiszapfen!

(= ganz voll mit Schnee sein; wegen tiefen Schnees nicht von einem Ort wegfahren/-gehen können) Mein Auto war total eingeschneit. Ich habe zehn Minuten gebraucht, bis ich losfahren konnte. Ich habe im Radio gehört, dass die Straße wegen des Schnees gesperrt ist. Wir sind eingeschneit!

(= sehr kleines Teil des Schnees) Wusstest du das? Jede Schneeflocke sieht anders aus!

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In Deutschland sieht man oft Schilder, auf denen steht: Dieser Weg ist nicht geräumt und nicht gestreut. (Schnee) räumen = Wege von Schnee frei machen streuen = hier: sehr kleine Steine auf eine Fläche verteilen, damit man nicht fällt, wenn man darauf geht

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FOTO: THINKSTOCK

die Schneeflocke

verschneit sein

(= ganz voll mit Schnee sein) Die Landschaft sieht sehr schön aus, wenn alles so verschneit ist. vereist sein

(= voll mit Eis sein) Sei vorsichtig! Die Straßen sind total vereist!

tauen

(= (langsam) zu Wasser werden) Oh nein, es taut! Unser Schneemann geht kaputt!

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Lösungen auf Seite 44

Raten Sie mal! | Comic

Seite 70 D-A-CH-Menschen

W i e d e n ke n S i e ü b e r d a s L e b e n , F ra n k- J ü rg e n S c h m i d t ? Der 57-Jährige arbeitet als Kapitän auf dem Containerschiff Hamburg Express. Finden Sie zwölf weitere Nomen, die zu dem Thema „Schiffe“ passen, und markieren Sie die Wörter! MITTEL

W

I

N D

T

U W A

A

S

O H N O

L

G W A U

S

E

E

F

E

Z

U

E

I

K

G W A N

S

X

B O O

L

E

R

P M Ü W S

E

Ö

S

S

A

Q N D R

A H R

T

R

F

V

N

R

A U O

L

A T

R

F

E

U

J M

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K

L

S

O

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P

B

L

C

F

I

S

C

H

E

V

K

E

T

S

H

L

E

T M A

S

R

E M Ä

X

E

U R U O W E

L

L

E

R U R

S

I

A

P W J

U

C M E

E

A

L M K U O

F

G

R

L

N

Wie kann man Komma / Komm ma’ hier verstehen? Kreuzen Sie an! FOTO: HAPAG-LLOYD; AUS: HAIOPEIS © SIEMENSEN/ACHTERBAHN VERLAG, OLDENBURG

Satzzeichen, das eine kurze Pause zeigt ≈ Situation, in der man nichts denken, sehen oder sagen kann kurz für: Komm mal her! MITTEL

Wo waren wir stehen geblieben? Meine Güte! stændig

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hier: An welcher Stelle im Text waren wir? ≈ Oje! oft

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Grammatik

SCHWER

PLUS

1

„Er ist glücklich über den Erfolg seiner Frau.“ – Adjektive mit präpositionalem Kasus

Familienstreit Welche Präposition passt? Ergänzen Sie! MITTEL

1. Claudia ist wütend _________ ihre

Wenn Adjektive prädikativ verwendet werden, ist das oft eine Kombination aus Adjektiv und dem Verb „sein“, zum Beispiel: Sie ist zufrieden. Diese Kombination kann man meistens durch andere Satzglieder ergänzen. Die Ergänzung ist oft nicht nur ein Wort, sondern es sind mehrere Wörter. Wenn so eine Ergänzung eine Präposition enthält, nennt man sie Präpositionalgruppe: Sie ist zufrieden mit ihrer Arbeit.

Familie. 2. Sie hat mit ihrem Vater telefoniert,

und jetzt ist sie böse _________ ihn. 3. Denn ihr Vater hat wieder nur von

Hans gesprochen. Claudia ist ziemlich

Satzbau

eifersüchtig _________ ihren Bruder

Im Aussagesatz steht die konjugierte Form des Verbs „sein“ auf Position II. Danach folgt entweder die Präposition (dann steht das Adjektiv am Satzende), oder es folgen zuerst Adjektiv und dann Präposition. Dann folgt die Ergänzung:

Hans. 4. Hans ist verheiratet _________ einer

reichen Frau. konj. Verb Präposition Präpositionalgruppe Adjektiv Sie ist mit einer berühmten Schauspielerin verwandt. konj. Verb Adjektiv + Präposition Präpositionalgruppe Sie ist verwandt mit einer berühmten Schauspielerin.

5. Und er ist _________ vielen

Menschen sehr beliebt. 6. Aber Hans ist sehr unglücklich

_________ den Ärger seiner Wenn nach dem Hauptsatz ein dass-Satz oder ein Infinitivsatz folgt, dann steht im Hauptsatz ein Platzhalter aus da(r) + Präposition: Er ist interessiert daran, dass die Schauspielerin ihn bemerkt. Er ist interessiert daran, die Schauspielerin kennenzulernen.

Schwester. 7. Denn Claudia ist sehr wichtig

_________ ihn.

Bei Fragen wird zwischen Personen und Sachen unterschieden: An wem ist er interessiert? – An der jungen Schauspielerin. Woran ist er interessiert? – Am Talent der jungen Schauspielerin.

Adjektive mit Präposition + Dativ 2 bei:

Die Schauspielerin ist sehr beliebt beim jungen Publikum. Aber sie ist eher unbekannt bei Menschen über 30. Auch so: angesehen 2 gegenüber:

Sie ist ihren Kollegen gegenüber sehr aufgeschlossen. Sie ist gegenüber ihren Fans ziemlich zurückhaltend.

Die Präposition gegenüber kann vor oder nach der Ergänzung stehen!

2 mit:

Sie ist mit vielen anderen Schauspielern befreundet. Sie ist sehr mit ihrer Arbeit beschäftigt. Auch so: einverstanden, fertig, verheiratet, verwandt, (un)zufrieden 1/14 Mehr Übungen finden Sie im aktuellen Übungsheft Deutsch perfekt Plus (siehe Heftrückseite) und im Internet auf www.deutsch-perfekt.com/deutsch-lernen.

40-41_DP_0114.pdf 1

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Lösungen auf Seite 44

2 nach:

2 vor:

Sie ist verrückt nach Erfolg.

Manchmal ist sie blass vor Angst. Ihre Kolleginnen sind oft grün vor Neid. Auch so: stumm

2 von:

Sie ist unabhängig von ihrem Mann. Er ist begeistert von ihrem Erfolg. Auch so: entfernt, enttäuscht, frei, müde, überzeugt, voll

2

Im Büro

2 zu:

Sie ist sehr nett zu ihren Kollegen. Sie ist dazu entschlossen, viel Erfolg zu haben. Auch so: bereit, (un)fähig, (un)freundlich, gut

Ergänzen Sie das passende Pronominaladverb SCHWER (= da(r) + Präposition)!

1. Heike arbeitet jetzt im internationalen Verkauf? Aber ____________ ist sie

doch gar nicht geeignet! Sie kann ja gar keine Fremdsprachen! 2. Mir gefällt meine Stelle einfach nicht. ____________ bin ich schon lange

unzufrieden. 3. Klaus schafft das schon bis morgen, ____________ bin ich überzeugt. 4. Warum soll Karen nicht mehr an diesem Projekt arbeiten? ____________

Adjektive mit Präposition + Akkusativ 2 auf:

Sie ist angewiesen auf gute Rollen. Ihr Mann ist stolz auf ihren Erfolg. Auch so: ärgerlich, eifersüchtig, gespannt, neidisch, neugierig, wütend 2 für:

Sie ist für ihren Charme bekannt. Sie ist offen für verschiedene Rollen. Auch so: (un)angenehm, bezeichnend, charakteristisch, dankbar, entscheidend, (un)geeignet, nützlich 2 gegen:

Sie ist unempfindlich gegen Kritik. Sie ist gegen Neid immun. 2 über:

Ihr Mann ist über schlechte Kritik ärgerlich. Aber er ist froh über gute Kritiken.

war sie doch von Anfang an beteiligt! 5. Ich weiß, dass Sie den Bericht sofort brauchen, aber mein Kollege ist noch

____________ beschäftigt. In einer Stunde liegt der Bericht auf Ihrem Schreibtisch. 6. Jochen hat gekündigt? ____________ bin ich aber sehr verwundert.

Er machte eigentlich einen ganz glücklichen Eindruck hier.

2 um:

Er ist oft besorgt um ihre Gesundheit.

Adjektive mit Präposition + Dativ oder Akkusativ 2 an:

3

Alles neu

Schreiben Sie Sätze wie im Beispiel. Achten Sie SCHWER dabei auf den richtigen Kasus!

1. Georg – interessiert sein – neue Medien

Georg ist an neuen Medien interessiert. _________________________________________________________ 2. Sybille – begeistert sein – ihr neues Smartphone

_________________________________________________________ 3. Hubert – zufrieden sein – der neue Fernseher

_________________________________________________________

Sie ist an neuen Rollen interessiert. (+ Dativ) Sie ist an viel Arbeit gewöhnt. (+ Akkusativ) Auch so: schuld (+ Dativ), beteiligt (+ Dativ), arm/reich (+ Dativ), adressiert (+ Akkusativ) 2 in:

Sie ist sehr gut in ihrem Beruf. (+ Dativ) Er ist immer noch sehr verliebt in seine Frau. (+ Akkusativ) Auch so: (un)erfahren (+ Dativ), nachlässig (+ Dativ), tüchtig (+ Dativ), unterteilt (+ Akkusativ)

4. Linda – enttäuscht sein – die neue Version ihres Lieblingsspiels

_________________________________________________________

Adjektive mit „als“ + Gleichsetzungskasus

5. Jan – neugierig sein – seine neuen Facebook-Freunde

6. Gitta – froh sein – ihr neuer Laptop

_________________________________________________________ 1/14

40-41_DP_0114.pdf 2

2 als:

FOTO: ISTOCK/THINKSTOCK

_________________________________________________________

Sie ist seit Langem anerkannt als große Schauspielerin. Sie ist auch als Kinderbuchautorin bekannt. 41

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Deutsch im Beruf

MITTEL

PLUS

Krank, was tun? Schnupfen, Husten, der Kopf schmerzt: Krankheit im Job, das passiert fast jedem einmal. Was tun, außer im Bett zu bleiben und Tee zu trinken? In Deutschland gibt es ein paar Regeln, die man beachten muss, wenn man krank wird.

Halten Sie sich am besten immer an diese Regeln. Wenn Sie sich nicht vor dem normalen Beginn Ihrer Arbeit krankmelden, sondern zum Beispiel zuerst zum Arzt gehen und dann erst mittags bei Ihrem Arbeitgeber anrufen und sich krankmelden, kann das ein Grund für eine Abmahnung oder auch für die Kündigung sein! Das gilt auch, wenn Ihr Arbeitgeber Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu spät bekommt.

hier: sich orientieren an hier: ≈ Brief, mit dem offiziell mitgeteilt wird, dass man einen schlimmen Fehler gemacht hat. Nach einer Abmahnung darf gekündigt werden. die Arbeits¢nfähigkeits- schriftliche Bestätigung, bescheinigung, -en dass jemand krank ist und nicht arbeiten kann

s“ch h„lten „n die [bmahnung, -en

Krank als Angestellte(r) Wann müssen Sie sich krankmelden?

Ein Arbeitnehmer ist in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet, seinen Arbeitgeber vor dem normalen Arbeitsbeginn zu informieren, wenn er krank ist. Er muss also seinem Arbeitgeber, genauer gesagt seinem Vorgesetzten, so schnell wie möglich seine Arbeitsunfähigkeit melden und außerdem sagen, wie lange die Krankheit wahrscheinlich dauern wird. Wie können Sie sich krankmelden?

Manchmal steht im Arbeitsvertrag, wie man sich krankmelden soll. Oft kann man aber wählen: Sie können sich zum Beispiel persönlich krankmelden, bei Ihrem Arbeitgeber anrufen, eine E-Mail schreiben oder ein Fax schicken. be„chten s“ch kr„nkmelden

ges¡tzlich verpfl“chtet sein zu ... der/die Vorgesetzte, -n die [rbeitsunfähigkeit

42

42-43_DP_0114.pdf 1

hier: achten auf sagen, dass man krank ist, oder eine schriftliche Bestätigung vom Arzt schicken, die sagt, dass man krank ist Man muss … tun, weil es schriftliche Regeln vom Staat dafür gibt. Chef/Chefin von: arbeitsunfähig = so, dass man nicht arbeiten kann

Wenn Sie krankgeschrieben sind, wird Ihr Lohn normalerweise maximal sechs Wochen lang weiterbezahlt (wenn Sie schon länger als vier Wochen für die Firma arbeiten). Nach diesen sechs Wochen können Sie Krankengeld bekommen. Das bezahlt die Krankenversicherung.

m¡lden kr„nkschreiben

nachsehen ¢nbedingt/unbed“ngt best“mmte (-r/-s) der Zeitraum, ¿e

hier: sagen, dass man krank ist schriftlich bestätigen, dass jemand wegen Krankheit nicht zur Arbeit gehen kann prüfen; kontrollieren auf jeden Fall hier: so, dass es eine Regel dazu gibt ≈ Zeitintervall

Wann müssen Sie sich vom Arzt krankschreiben lassen?

Sehen Sie in Ihrem Arbeitsvertrag nach! In manchen Verträgen steht, dass man schon am ersten Krankheitstag eine sogenannte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung braucht. Diese wird im Alltag oft auch Attest oder Krankschreibung genannt. Das ist ein gelber Zettel, den Sie vom Arzt bekommen, wenn er entscheidet, dass Sie zu krank zum Arbeiten sind. Steht nichts darüber in Ihrem Arbeitsvertrag, dann gilt: Für die ersten drei Tage der Krankheit brauchen Sie keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Sie müssen also nicht unbedingt zum Arzt gehen. Sind Sie aber länger als drei Tage lang krank, müssen Sie zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen. Der Arzt gibt Ihnen dann die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für einen bestimmten Zeitraum. 1/14

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Lösungen auf Seite 44

1 Auch bei einem Minijob (siehe Deutsch perfekt 11/2013) bekommt man seinen Lohn sechs Wochen lang weiterbezahlt, wenn man krank ist. Aber nur, wenn der Vertrag schon mindestens vier Wochen gilt.

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung besteht aus zwei Zetteln. Einen davon müssen Sie Ihrem Arbeitgeber geben, und zwar so schnell wie möglich. Sie können ihn zum Beispiel persönlich vorbeibringen oder per Post schicken. Den zweiten Zettel müssen Sie an Ihre Krankenversicherung schicken – auch so schnell wie möglich. Was passiert, wenn Sie länger krank sind, als auf der Krankschreibung steht? Rufen Sie am besten wieder bei Ihrem Arbeitgeber an, und melden Sie sich weiter krank. Gehen Sie dann wieder zum Arzt und holen Sie sich eine neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Schicken Sie diese wieder so schnell wie möglich an Arbeitgeber und Krankenversicherung.

Eine kleine Checkliste Sie müssen sich krankmelden. Was machen Sie zuerst? Bringen Sie die Liste in die richtige Reihenfolge! MITTEL

– zum Arzt gehen – den Arbeitgeber anrufen – die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an den Arbeitgeber und an die Krankenkasse schicken – den Arzt anrufen und einen Termin vereinbaren 1. ____________________________________________ 2. ____________________________________________ 3. ____________________________________________ 4. ____________________________________________

2

Angestellt oder selbstständig? Was gilt? Verbinden Sie! MITTEL

Was passiert, wenn Sie im Urlaub krank werden?

Wenn Sie im Urlaub krank werden, sollten Sie zum Arzt gehen. Denn mit einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung werden Ihnen die Krankheitstage im Urlaub nicht von Ihrem Jahresurlaub abgezogen. Aber Vorsicht! Sie können nicht so viele Tage, wie Sie krank waren, länger Urlaub machen. Sie müssen an Ihrem ersten Arbeitstag wieder in die Arbeit kommen. Aber die Urlaubstage können Sie zu einer späteren Zeit noch einmal nehmen. Das gilt auch, wenn Sie schon krank sind, bevor Ihr Urlaub anfängt.

a) Krankentagegeld, wenn er dafür 1. Ein Angestellter bekommt 2. Ein Selbstständiger bekommt 3. Ein Angestellter, der erst drei

Wochen in einer Firma arbeitet, bekommt 4. Ein Selbstständiger braucht

Krank als Selbstständiger

5. Eine Angestellte braucht

FOTO: ISTOCKPHOTO/THINKSTOCK

Wann müssen Sie sich krankmelden?

Für Selbstständige gelten keine festen Regeln wie bei Angestellten. Trotzdem sollten Sie natürlich Ihren Kunden so schnell wie möglich Bescheid geben, wenn Sie zum Beispiel Termine oder Abgaben nicht einhalten können. vorbeibringen „bziehen f¡st die [bgabe, -n einhalten

1/14

42-43_DP_0114.pdf 2

≈ zu einem Ort bringen hier: reduzieren; weniger machen hier: schriftlich vom Staat gemacht von: abgeben hier: pünktlich erledigen; zum vereinbarten Termin erledigen

eine Versicherung abgeschlossen hat. b) keine Arbeitsunfähigkeitsbe-

scheinigung vom Arzt, wenn er keine KrankentagegeldVersicherung hat. c) seinen Lohn bei Krankheit nicht

weiterbezahlt. d) eine Arbeitsunfähigkeitsbescheini-

gung, wenn sie länger als drei Tage krank ist. e) bei Krankheit sechs Wochen lang

seinen Lohn vom Arbeitgeber bezahlt.

Für Selbstständige gibt es verschiedene Angebote von Krankenkassen, um im Krankheitsfall Geld zu bekommen. So eine Krankentagegeld-Versicherung ist dazu da, bei Arbeitsunfähigkeit weiter Geld zu bekommen.

der Kr„nkheitsfall, ¿e ≈ Situation, dass man krank ist die [rbeitsunfähigkeit von: arbeitsunfähig = so, dass man nicht arbeiten kann

43

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Lösungen Seite 12 a) Robbie Williams Seite 35 1 1. Gestern; 2. Kino; 3. Viertel; 4. deutscher; 5. immer; 6. Deutschland; 7. schnell; 8. schnellsten; 9. lerne; 10. Morgens; 11. Wörter; 12. mittags; 13. Lesen; 14. Abend; 15. Deutsch; 16. Hause 2 1. Ne ein; 2. Siie; 3. diie; 4. leeid; 5. Siie; 6. heeiße; 7. eine; 8. bleeibe; 9. zweei; 10. Siie; 11. Wiiederhören 3 2. wis-sen; 3. kos-ten; 4. Fla-sche; 5. –; 6. Ga-ra-ge; 7. Schreib-tisch-stuhl; 8. Bä-cke-rei 4 1. dass; 2. Das; 3. das, das; 4. dass, das; 5. das; 6. das; 7. Das, dass, das Seite 36 1 1. Handschuhe; 2. Mütze, Helm; 3. Anorak; 4. Skibrille; 5. Skihose 2 1. -fahren; 2. -schuhe; 3. -stöcke; 4. -kurs; 5. -pass, -lift; 6. Après-

Seite 39 Rätsel: W A L S E G E L S X C A

I S G E Z W U C H E M F

N O W E U A J F L U E G

D H A F E N M I E R E L

T N U A N S I S T U R M

U O L H I X K C M O L K

W P Ö R K B L H A W R U

A M A T R O S E S E U O

S Ü Q R A O O V R L R P

S W N A U T I K E L S W

E S D F O R P E M E I J

R E R V L F B T Ä N A U

Comic: richtig: Satzzeichen, das eine kurze Pause zeigt; kurz für: Komm mal her! falsch: ≈ Situation, in der man nichts denken, sehen oder sagen kann Seite 40 - 41 1 1. auf; 2. auf; 3. auf; 4. mit; 5. bei; 6. über; 7. für 2 1. dafür; 2. Damit; 3. davon; 4. Daran; 5. damit; 6. Darüber 3 2. Sybille ist von ihrem neuen Smartphone begeistert. 3. Hubert ist mit dem neuen Fernseher zufrieden. 4. Linda ist von der

Seite 42 - 43 1 1. den Arbeitgeber anrufen; 2. den Arzt

2

anrufen und einen Termin vereinbaren; 3. zum Arzt gehen; 4. die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an den Arbeitgeber und an die Krankenkasse schicken 1. e; 3. c; 4. b; 5. d

neuen Version ihres Lieblingsspiels enttäuscht. 5. Jan ist auf seine neuen FacebookFreunde neugierig. 6. Gitta ist über ihren neuen Laptop froh.

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44_DP_0114.pdf 1

LESERSERVICE Birgit Hess MARKETINGLEITUNG Holger Hofmann LEITUNG MARKETING B2C & PR Heidi Kral LEITUNG MARKETING B2B & KOOPERATIONEN Susanne Mürbeth VERTRIEB HANDEL MZV, Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim BANKVERBINDUNGEN Commerzbank AG, Düsseldorf (BLZ 300 800 00) Konto-Nummer 02 128 652 00 Credit Suisse AG, Zürich (BC 48 35) Konto-Nummer 554 833 41 GESAMT-ANZEIGENLEITUNG Axel Zettler Tel. +49 (0)89/8 56 81-130, Fax +49 (0)89/8 56 81-139 E-Mail: anzeige@spotlight-verlag.de SPRACH- & REISEMARKT CROSSMEDIA Eva-Maria Markus Tel. +49 (0)89/8 56 81-131, Fax +49 (0)89/8 56 81-139 E-Mail: e.markus@spotlight-verlag.de E-Mail: anzeige@spotlight-verlag.de MEDIA CONSULTANT Martina Konrad Tel. +49 (0)89/8 56 81-132, Fax +49 (0)89/8 56 81-139 E-Mail: m.konrad@spotlight-verlag.de E-Mail: anzeige@spotlight-verlag.de ANZEIGENPREISLISTE Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 9 ab Ausgabe 1/14. ISSN 1861-1605 © 2014 Spotlight Verlag, auch für alle genannten Autoren, Fotografen und Mitarbeiter

REPRÄSENTANZ EMPFEHLUNGSANZEIGEN iq media marketing GmbH Österreich Patrick Priesmann, Leiter Marketing Internationale Medienvertretung & Kasernenstraße 67, 40213 Düsseldorf Service proxymedia e.U. Tel. +49 (0)2 11/8 87-23 15 Wiesengasse 3, A-2801 Katzelsdorf Fax +49 (0)2 11/8 87-97-23 15 Tel. +43 (0)26 22/3 67 55 E-Mail: patrick.priesmann@iqm.de Fax +43 (0)12 53 30 33 39 89 Lina Cicelyte, Product Manager E-Mail: michael.schachinger@ Kasernenstraße 67, 40213 Düsseldorf proxymedia.at Tel. +49 (0)2 11/8 87-23 67 Schweiz Fax +49 (0)2 11/8 87-97-23 67 Top Media Sales GmbH E-Mail: lina.cicelyte@iqm.de Chamerstrasse 56, CH-6300 Zug Tel. +41 (0)41/7 10 57 01 Nielsen 1, 2, 5, 6, 7 Fax +41 (0)41/7 10 57 03 iq media marketing GmbH E-Mail: walter.vonsiebenthal@ Kasernenstraße 67, 40213 Düsseldorf topmediasales.ch Tel. +49 (0)2 11/8 87-20 53 Fax +49 (0)2 11/8 87-97-20 99 International Sales E-Mail: marion.weskamp@iqm.de iq media marketing Gmbh Gerda Gavric-Hollender Nielsen 3a Kasernenstraße 67, 40213 Düsseldorf iq media marketing GmbH Tel. +49 (0)2 11/8 87-23 43 Eschersheimer Landstraße 50 Fax +49 (0)2 11/8 87-97-23 43 60322 Frankfurt E-Mail: gerda.gavric@iqm.de Tel. +49 (0)69/24 24-45 10 Fax +49 (0)69/24 24-45 55 E-Mail: eva-maria.glaser@iqm.de Nielsen 3b, 4 iq media marketing GmbH Nymphenburger Straße 14 80335 München Tel. +49 (0)89/54 59 07-26 Fax +49 (0)89/54 59 07-24 E-Mail: katja.foell@iqm.de

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Starthilfe

Leichte Texte noch leichter lesen: Die erklärten Wörter von Seite 8 bis 13 werden hier übersetzt. Trennen Sie diese Seite heraus, und legen Sie sie neben den Text, den Sie gerade lesen.

DEUTSCH

ENGLISCH

SPANISCH

FRANZÖSISCH

ITALIENISCH

Ski fahren die Pistenraupe die Piste die Gästebetreuerin

to ski snow groomer slope hostess

esquiar la máquina quitanieves la pista la azafata

PRAKTIKUM IM SCHNEE SEITE 8 faire du ski sciare la dameuse il gatto delle nevi la piste la pista la responsable la gestrice

die Beschneiungsanlage das PS das Gefühl

snow cannon

el cañón de nieve

le canon à neige

il cannone da neve

POLNISCH

RUSSISCH

kayak yapmak pist tırtılı pistler misafir ilişkileri sorumlusu kar makinesi

jeździć na nartach ratrak stok narciarski animatorka rekreacji

PS (Beygir gücü) his

koń mechaniczny uczucie

кататься на лыжах ратрак лыжная трасса организатор досуга гостей установка искусственного оснежения лошадиная сила чувство

Mozart’ın fondanı

pralinka „kula Mozarta“

шарик Моцарта

pastacı uzak

cukiernik oddalony

кондитер удалённый

Federal eyalet banliyö treni taşımacılık birliği yolculuk korsan taşımacılar

land pociąg podmiejski związek przedsiębiorstw komunikacyjnych jazda przemytnik

değiştirmek ceza

zmieniać kara

федеральная земля пригородный поезд транспортное объединение поездка человек, иллегально перевозящий других пассажиров менять штраф

nemli toplamak haşere

mokry zbierać szkodnik

влажный собирать урожай паразит

zafer kulesi sinyal kornası

Kolumna Zwycięstwa róg sygnałowy

триумфальная колонна здесь: сигнальный гудок остров много вечеринок подряд холодный как лёд свинец лить смс посылать список адресатов смещённый во времени отправка (смс)

armatka śniegowa

die Fahrt der Schlepper

le ch (cheval-vapeur) il cv la sensation l’emozione TYPISCH ÖSTERREICH? SEITE 9 la boule de Mozart Mozart (chocolate) ball el bombón Mozart cioccolatino tondo ripieno di gianduia e marzapane le pâtissier confectioner el pastelero il pasticcere à une distance de away alejado lontano LÄNDERTICKETS SEITE 9 l’état fédéré; ici : le Land il Land federale (individual) German state el estado federado le train de banlieue local train los trenes de cercanías il treno locale linked transport system La Sociedad Cooperativa la régie des transports l’associazione delle en commun de Transporte società dei trasporti le trajet journey el viaje il viaggio le passeur ticket tout el “remolcador“ il procacciatore di clienti

austauschen die Strafe

to swap here: fine

intercambiar la multa

feucht ernten der Schädling

humid to harvest parasite

húmedo cosechar el parásito

die Siegessäule das Signalhorn

victory column here: foghorn

la columna del triunfo la sirena

échanger scambiare l’amende la multa KAUTSCHUK AUS EUROPA SEITE 9 humide umido récolter raccogliere le parasite il parassita FEIERN BIS 2014 SEITE 10 la colonne de la victoire la colonna della vittoria la corne de brume il corno

die Insel der Partymarathon

island party marathon

la isla un maratón de fiestas

l’île la soirée-marathon

l’isola la Party-Marathon

ada parti maratonu

wyspa maraton imprez

eiskalt das Blei gießen die SMS verschicken die Empfängerliste zeitversetzt

freezing cold lead to pour text message to send list of contacts pre-scheduled

helado el plomo verter el SMS enviar la lista de destinatarios diferido

glacial,e le plomb verser le texto, le SMS envoyer la liste de distribution en différé

freddo gelido il piombo versare l’sms spedire la lista dei destinatari in differita

buz gibi soğuk kurşun dökmek SMS göndermek alıcı listesi ertelemek

lodowaty ołów wlewać sms wysyłać lista odbiorców opóźniony

gönderim

wysyłka

Federal eyalet sonuç mutluluk verici tüm zamanların revaçta olmak

land rezultat radosny wszech czasów stawać się modnym

федеральная земля результат радостный всех времён становиться очень популярным

ortalama teslim etmek yaklaşık kurye servisi

przeciętnie dostarczać około firma przesyłkowa

göndermek ≈ en geç yurt içi

wysyłać najpóźniej na terenie kraju

в среднем доставлять почту примерно служба доставки посылок посылать самое позднее внутри страны

die Mozartkugel der Konditor entfernt das Bundesland der Nahverkehrszug der Verkehrsverbund

horse power feeling

el caballo de potencia la sensación

l’envoi la spedizione LIEBE NIEDERSACHSEN, BÖSE SAARLÄNDER? SEITE 10 l’état fédéré; ici : le Land il Land federale (individual) German state el estado federado das Bundesland le résultat result el resultado das Ergebnis il risultato réjouissant,e enjoyable agradable erfreulich gradito de tous les temps of all times de todos los tiempos aller Zeiten di tutti i tempi être de plus en plus poniéndose de moda stark im Kommen sein to be on the rise andare molto di moda tendance EINKAUFEN 2.0 SEITE 10 en moyenne on average por término medio im Durchschnitt in media distribuer to deliver entregar zustellen consegnare à peu près about aproximadamente ungefähr circa parcel service el servicio de paquetes le service de livraison der Paketdienst il servizio spedizioni der Versand

FOTO: ZEFA

TÜRKISCH

verschicken spätestens das Inland 1/14

45-46_DP_0114.pdf 1

sending

to send no later than here: one’s own country

el envío

enviar a más tardar el territorio nacional

envoyer au plus tard l’intérieur du pays

spedire al più tardi il territorio nazionale

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Starthilfe

DEUTSCH

ENGLISCH

SPANISCH

bauen spenden der Dorfbewohner das Frühjahr

to build to donate villager spring

construir donar el aldeano la primavera

Wetten, dass ...? lästern der Rennwagen

You bet ...! to denigrate racing car

¿Apostar a que ...? criticar el automóvil de carreras

die Werbung sich merken unbewusst lautlos der Laut der Forscher sich verweigern

advertising to remember subconsciously soundlessly sound researcher to evade

la publicidad acordarse inconscientemente silencioso el sonido el investigador rehusar

die Waschanlage das Herrchen das Frauchen der Knopf die Badewanne der Föhn

car wash master mistress button bathtub hairdryer

la instalación de lavado el dueño la dueña el botón la bañera el secador

bauen der Ballon füllen die Schneefräse

to build balloon to fill snow blower

construir el globo llenar la fresadora de nieve

der Schlafsack einfach mehrere (-r/-s) Es geht um ... die Kaiserin

sleeping bag simply several It’s about ... empress

el saco de dormir simplemente varios Se trata de ... la emperatriz

die Muschel die Haut die Perle der Schmuck die Kunst der Fischer renaturieren

mussel skin pearl jewellery art fisherman to rewild

la almeja la piel la perla la joya el arte el pescador devolver a la condición natural

FRANZÖSISCH

ITALIENISCH

TÜRKISCH

POLNISCH

SCHÖNER WARTEN SEITE 11 construire costruire kurmak donner, faire don de donare bağış yapmak le villageois il paesano köy halkı le printemps la primavera ilkbahar WER HAT ES GESAGT? SEITE 12 On parie que ...? Scommettiamo che ...? Bahse var mısın...? dénigrer sparlare çekiştirmek la voiture de course l’auto da corsa yarış arabası POPCORN GEGEN WERBUNG SEITE 12 la publicité la pubblicità reklam retenir ricordarsi akılda kalmak inconsciemment inconsapevolmente farkında olmadan sans bruit in silenzio sessizce le bruit il suono ses le chercheur il ricercatore araştırmacı se refuser à rifiutarsi karşı koymak HUNDEWÄSCHE SEITE 12 la station de lavage impianto di lavaggio yıkama tesisi le maître il padrone di un cane köpek sahibi erkek la maîtresse la padrona di un cane köpek sahibi kadın le bouton il bottone düğme la baignoire la vasca da bagno küvet le sèche-cheveux l’asciugacapelli fön makinesi IM IGLU ÜBERNACHTEN SEITE 13 construire costruire inşa etmek le ballon il pallone balon remplir riempire doldurmak le chasse-neige à fraise, lo spazzaneve kar süpürücü la fraise à neige le sac de couchage il sacco a pelo uyku tulumu simplement semplicemente sadece plusieurs numerosi birçok Il s’agit de ... si tratta di ... içerik l’impératrice l’imperatrice İmparatoriçe NEUE HEIMAT FÜR MUSCHEL SEITE 13 le coquillage la conchiglia midye la peau la pelle deri la perle la perla inci le bijou il gioiello takı l’art l’arte sanat eseri le pêcheur il pescatore balıkçı régénérer naturellement renaturalizzare tekrar doğallaştırma

RUSSISCH

konstruować ofiarować datek mieszkaniec wioski wiosna

строить жертвовать житель деревни весна

Zakład, że ...? obgadywać kogoś samochód wyścigowy

Спорим, что ...? клеветать гоночный автомобиль

reklama zapamiętywać nieświadomy bezgłośnie dźwięk naukowiec odmawiać

реклама запомнить неосознанный беззвучный звук исследователь здесь: противостоять

myjnia pan (właściciel psa) pani (właścicielka psa) przycisk wanna suszarka

автомойка владелец собаки владелица собаки кнопка ванна фен

budować balon wypełniać odśnieżarka

строить шар наполнять фрезерный снегоочиститель спальник просто многие Речь идёт о ... императрица

śpiwór po prostu kilka Chodzi o ... cesarzowa muszla skóra perła biżuteria sztuka rybak przywracać naturalne właściwości

ракушка кожа жемчужина украшение искусство рыбак рекультивировать

spalić na stosie raca petarda rakieta zapalać petarda wysadzić w powietrze zimne ognie zawyć odbijać znikać pójść z dymem proch czarny

сжигать пиротехника петарда ракета поджигать хлопушка взрываться бенгальский огонь вскрикивать отскакивать рикошетом исчезать загораться чёрный порох

Gut zu wissen Wichtige Wörter aus schweren Texten: Wie werden sie übersetzt? Eine Auswahl zum Thema Silvester: verbrennen der Feuerwerkskörper der Böller die Rakete anstecken der Knallkörper sich in die Luft jagen die Wunderkerze aufkreischen abprallen verzischen in Flammen aufgehen das Schwarzpulver

46

46_DP_0114_KORR.pdf 1

to burn firework firecracker rocket to ignite banger to blow oneself up sparkler to shriek to ricochet to fizzle out to burst into flames black powder

quemar el objeto pirotécnico el petardo el cohete prender el petardo hacerse volar por los aires la bengala gritar rebotar desaparecer silbando prenderse en llamas la pólvora

FESTE UND PYROMANEN SEITE 58 - 59 brûler bruciare yakmak la pièce d’artifice il razzo pirotecnico havai fişek le pétard il fuoco d’artificio torpil la fusée il razzo raket ici : allumer accendere ateşlemek le pétard il petardo fişekler se faire exploser farsi saltare in aria kendini havaya uçurmak le cierge magique la candela magica maytap pousser des cris strillare improvvisamente bağırmak rebondir rimbalzare çarpmak s’éteindre en sifflant sibilare tıslamak prendre feu andare in fiamme alevlenmek la poudre noire polvere da sparo barut

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Wie die Deutschen

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FOTO: MAURITIUS IMAGES/FIONA FERGUSSON

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ihre Kindheit erleben

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Anatomie einer Nation SCHWER

Ihr Zimmer ist voller Spielzeug, ihr Kalender voller Termine. Eva Stern fragt: Wie geht es Deutschlands Kindern? onnenschein und Kinderlachen. Das Wetter zeigt sich im Stadtpark von seiner besten Seite. „Ene mene Miste. Es rappelt in der Kiste. Ene mene muh, und raus bist du!“, hört man vom Spielplatz. Aha! Der alte Abzählreim funktioniert immer noch. Jetzt nur nicht sentimental werden. Das letzte Reim-Wort hat den Kleinsten in der Runde getroffen. Er hält sich die Augen zu und zählt langsam bis zehn. Blitzschnell verstecken sich die Kinder. Dann rennt der Kleine los und sucht sie. „Ene-mene“-Reime und Versteckenspielen gehören auch heute zum Kinderleben in Deutschland. Trotz Smartphone, Tablets und Spielekonsolen. Ansonsten hat die Kindheit der heutigen Großeltern aber nicht viel gemeinsam mit der ihrer Enkelkinder. Kindern in Deutschland geht es trotz Wirtschaftskrise so gut wie noch nie, sagen nationale und internationale Studien. „Wohlstand ist gut fürs Wohlbefinden“, bestätigt der bekannte Jugendforscher Klaus Hurrelmann. Und was sagen die Kinder? „Ich hab’ ein schönes Leben“, sagt der zwölfjährige Moritz. „Aber ich habe ganz schön Stress.“ Das sind die zwei Seiten ein und derselben Medaille. Montagnachmittags Hockey, mittwochs Chor, donnerstags Hockey, freitags Klavier. Bleibt der Dienstag, um sich mit Freunden zu treffen, ins Kino zu gehen oder einfach mal abzuhängen. Moritz’ Schwester Hannah ist zehn – sie hat nicht einmal den Dienstag frei. Denn sie spielt in zwei Orchestern Bratsche und im Verein Hockey. An den Wochenenden ist sie oft auf Turnieren. „Ich stehe im Tor. Deshalb bin ich auch bei jedem Spiel dabei“, erzählt Hannah. „Manchmal ist mir das zu viel. Aber ich will das so. Es ist cool, wichtig für das Team zu sein. Und es ist so ein gutes Gefühl, einen Ball zu halten. Erst recht, wenn man vor dem Gegner Angst hat“, sagt die Schülerin. Das ist ziemlich typisch für Kinder von heute. „Die haben ganz konkrete Ziele, die

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sie ganz pragmatisch verfolgen. Das sind wirklich Realisten. Sie möchten ernst genommen und anerkannt werden, selbst gestalten und Erfolg im Leben haben. Sie wollen Leistung zeigen und unterwerfen sich dafür den Spielregeln“, sagt Hurrelmann. Werte wie Fleiß, Ordnung und Disziplin sind wieder wichtig. Wo bleibt da der Spaß? Das wilde Toben? Das Träumen? Die unbeschwerte Kindheit, von der Erwachsene so schwärmen? Kinder haben heute viel weniger Freiräume als früher, heißt es. „Ich bin vorsichtig mit solchen Einschätzungen“, sagt der Wissenschaftler. „Kinder haben heute auch viel mehr Möglichkeiten als früher, und sie machen Gebrauch davon.“ Wenn sie können. Denn eines zeigen Studien auch immer wieder: Die Entfaltungsmöglichkeiten der Kinder hängen in Deutschland stark von den finanziellen Möglichkeiten einer Familie ab. Mehr Ganztagesschulen mit kostenlosem Mittagessen und guten Freizeitangeboten könnten das ändern. Aber davon gibt es in Deutschland wenige. Stattdessen fließen jedes Jahr 200 Milliarden Euro in 154 Einzelmaßnahmen für Ehepaare und Familien, die den wirklich armen Familien nicht weiterhelfen. „Arme Kinder spüren ganz genau, dass sie weniger Chancen haben. Sie glauben nicht daran, dass sie erfolgreich sein können“, sagt Hurrelmann. Immerhin jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut betroffen oder armutsgefährdet. „Gerade weil sich die Lebensbedingungen für die allermeisten Kinder in Deutschland immer weiter verbessert haben, reagieren die abgehängten Kinder umso empfindlicher auf die Benachteiligung. Sie fühlen sich ungerecht behandelt.“ Im Gegenzug spüren Kinder aus Mittelund Oberschicht-Familien auch, dass sie auf der Gewinnerseite stehen: Sie können sich ausprobieren und werden gefördert. Ein Instrument zu lernen und im Verein %

hier: Laute machen, wie wenn ein Gegenstand immer wieder gegen etwas schlägt die K“ste, -n ≈ Kasten der [bzählreim, -e Vers, mit dessen Hilfe ein Kind durch eine Zufallsentscheidung für ein Spiel gewählt wird die R¢nde, -n hier: kleine Gruppe tr¡ffen hier: erreichen und dadurch wählen ans¶nsten ≈ wenn man das nicht berücksichtigt die Studie, -n wissenschaftliche Untersuchung der Wohlstand gute finanzielle Situation das Wohlbefinden gutes körperliches und psychisches Gefühl g„nz schön ziemlich „bhängen hier: ≈ sich ausruhen; sich erholen die Bratsche, -n Musikinstrument in der Form eines kleinen Cellos erst r¡cht hier: ≈ genau deswegen, noch mehr der Gegner, hier: andere Mannschaft verf¶lgen hier: versuchen, zu erreichen ¡rnst nehmen hier: glauben, dass jemand etwas (selbstständig) kann „nerkennen akzeptieren; verstehen gest„lten hier: organisieren; planen s“ch unterw¡rfen hier: akzeptieren und sich passend zu den Regeln verhalten toben hier: beim Spielen Lärm machen und sich viel bewegen ¢nbeschwert ohne Sorgen und Probleme schwærmen mit Enthusiasmus von etwas sprechen der Freiraum, ¿e Möglichkeit, eigene Ideen wirklich zu machen die Einschätzung, ≈ Vermutung; hier auch: -en Urteil die Entf„ltungsMöglichkeit, individuelles möglichkeit, -en Können und Talent zu entdecken stattd¡ssen hier: ≈ im Gegenteil dazu die Einzelhier: finanzielle Untermaßnahme, -n stützung für einzelne Aktionen/Projekte “mmerh“n ≈ wenigstens betr¶ffen hier: so, dass man den Effekt von etwas spürt / einen Nachteil hat „rmutsgefährdet in Gefahr, arm zu werden „bgehängt hier: so, dass man nicht wie die anderen an sportlichen und kulturellen Angeboten teilnehmen kann empf“ndlich hier: so, dass man sich beleidigt fühlt die Benachteilihier: schlechtere Chancen gung, -en für Ausbildung und Entwicklung “m Gegenzug hier: ≈ im Gegenteil dazu die Obersch“cht, -en die oberste soziale Klasse fœrdern unterstützen r„ppeln

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Diesen Text können Sie mit einem Premium-Abo hören: www.deutsch-perfekt.com/service

nen: 1,1 Millionen Schüler erhalten

Wie sieht eine Gesellschaft ihre Kinder und Eltern? Manchmal gibt die Analyse von typischen Ausdrücken darauf die beste Antwort: Der Begriff Rabenmutter wird als Beleidigung für Mütter gebraucht, die sich (angeblich) nicht gut, nicht oft genug und vor allem nicht selbst um ihre Kinder kümmern. In der Natur verlassen junge Rabenkinder das Nest, bevor sie fliegen können. Deshalb dachte man, sie werden von ihren Eltern vernachlässigt. Heute weiß man, dass Rabeneltern sehr fürsorglich sind. Latte-Macchiato-Mütter ist eine oft negative und sarkastische Bezeichnung für Mütter mit einem großstädtischen Lebensstil. Ähnlich wie das Trendgetränk Latte Macchiato ist das eigene Kind (angeblich) ein Statussymbol der Großstadt-Mutter, die sich damit selbst verwirklicht. Mutti-Tasking: eine witzige Variante des Wortes „Multitasking“. Das Wort beschreibt die Fähigkeit der Mutter („Mutti“), viele verschiedene Dinge fast gleichzeitig zu tun – zum Beispiel zu arbeiten, einzukaufen und Hausaufgaben zu kontrollieren. Helikopter-Eltern kreisen wie ein Helikopter die ganze Zeit um ihre Kinder. Der Ausdruck kommt aus dem Englischen. Gemeint sind Eltern, die es mit der Förderung und der Fürsorge für ihre Kinder übertreiben. Zappelphilipp und Träumsuse sind im Volksmund Bezeichnungen für Kinder, die auffallen: Sie sind entweder sehr unruhig (Zappelphilipp) oder sehr introvertiert und unkonzentriert (Träumsuse). Oft leiden diese Kinder unter dem AufmerksamkeitsDefizit-Syndrom. Schlüsselkinder sind Kinder, die nach der Schule regelmäßig allein zu Hause sind, zum Beispiel weil die Eltern arbeiten. Die Kinder haben deshalb ihren eigenen Wohnungsschlüssel. Der Begriff wird heute selten benutzt und war früher mit Kritik verbunden – vor allem an den sogenannten Rabenmüttern. der Begr“ff, -e das Rabenkind, -er

Wort ≈ Baby von einem großen, schwarzen Vogel das N¡st, -er Wohnplatz, den ein Vogel für seine Eier baut vernachlässigen sich nicht gut kümmern um fürsorglich so, dass man sich gut kümmert die Bezeichnung, -en Name; Wort s“ch s¡lbst persönliche Ziele erreichen verw“rklichen die Fähigkeit, -en Können; Talent die Fœrderung, -en Unterstützung; Hilfe hier: sich mehr kümmern, als es übertreiben nötig wäre “m V¶lksmund hier: in der gesprochenen Sprache / Alltagssprache hier: gesehen werden, weil sie sich auffallen ungewöhnlich verhalten

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FOTO: EVA STERN

Helikopter-Eltern mit Träumsuse

„Ich hab’ ein schönes Leben“ Der zwölfjährige Moritz ist zufrieden – trotz Stress

Sport zu machen, ist für die meisten von ihnen selbstverständlich. Mehr als 70 Prozent der Kinder aus der Oberschicht glauben an das eigene Abitur. Kein Wunder, dass die Schule eine große Rolle in ihrem Leben spielt. Oft machen die Eltern zusätzlichen Druck. Genau wie ihre Kinder sind viele Eltern gestresst. Es ist nicht einfach, Beruf und Familie zu vereinbaren. Eltern, besonders Mütter, stehen oft in der Kritik: entweder weil sie sich – in den Augen anderer – zu viel oder weil sie sich zu wenig um ihre Kinder kümmern (siehe Kasten links). Alle Eltern wissen, wie wichtig gute Bildung ist und wollen nur das Beste. Aber: „Mich nervt es, dass sie dauernd nachfragen, ob ich gelernt habe“, sagt Hannah. Moritz fühlt sich glücklich, wenn er gute Noten hat. Schlechte Noten machen ihm zu schaffen. Auch weil er weiß, dass seine Eltern sich dann Sorgen machen. „Manchmal habe ich Angst, dass ich das nicht schaffe“, verrät der Zwölfjährige. Mit der Angst vor schlechten Noten lässt sich in Deutschland viel Geld verdie-

bezahlten Nachhilfeunterricht. Die Eltern im Land geben nach Schätzungen insgesamt mehr als eine Milliarde Euro im Jahr für Nachhilfe aus. Trotz Druck und manchmal sogar Angst: Die Zukunft sehen die meisten Kinder in Deutschland positiv. „Ich kann das erreichen, was ich möchte“, erklärt Hannah. Im Moment steht „Kommissarin“ ganz oben auf der Berufswunschliste der Zehnjährigen. „Da löst man spannende Fälle. Man muss sich viel bewegen und sorgt für Gerechtigkeit. Man braucht Mut, Köpfchen und Ehrgeiz. Ich finde, das hab’ ich“, sagt sie selbstbewusst. Moritz will sein eigenes Restaurant managen: ein „Weltrestaurant“ mit Gerichten aus allen Kontinenten. „Ich möchte gern Chef sein und meine eigenen Ideen realisieren. Aber das schafft man nur mit guten Mitarbeitern“, sagt der Hobbykoch. Familie und Freunde gehören zu einer guten Zukunft unbedingt dazu. „Ich glaube, das ist sogar am wichtigsten“, sagt Hannah, „auch wenn mich mein großer Bruder gerade wirklich nervt.“ 2

„Die Kinder von heute sind wirklich Realisten.“ Klaus Hurrelmann, Jugendforscher

hier: versuchen zu erreichen, dass die Kinder gut lernen zusätzlich hier: noch dazu vereinbaren hier: kombinieren die B“ldung hier: Lernen in Schule und Ausbildung n¡rven ärgern; stören hier: der Grund sein, zu sch„ffen m„chen warum man sich schlecht oder schuldig fühlt der Nachhilfeunterricht Extra-Unterricht gegen Geld die Schætzung, -en Vermutung das Kœpfchen hier: ≈ Intelligenz; Klugheit sehr starker Wunsch nach der Ehrgeiz Erfolg s¡lbstbewusst ≈ so, dass man sich gut findet, wie man ist Dr¢ck m„chen

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Reisetipps LEICHT

Wildkogel

Bahn, Berg, Bob Mindestens eine halbe Stunde geht es immer nur nach unten. Vorbei an schneeweißen Bäumen und vielleicht auch an anderen Fahrern. Traditionelle Holzschlitten genauso wie schnelle Bobs – sie sind alle auf dem Weg ins Tal. Nach 14 Kilometern und 1300 Höhenmetern endet im österreichischen Salzachtal die längste beleuchtete Rodelstrecke der Welt. Wer dann noch nicht genug hat, der fährt noch einmal auf den Berg. Eine Bahn bringt Rodler ganz komfortabel nach oben. Auch nach Sonnenuntergang ist noch nicht Schluss. Die Naturrodelstrecke ist bis 22 Uhr beleuchtet. Neben der besonders langen Rodelstrecke vom Wildkogel gibt es noch andere, kürzere Strecken. Gäste können Schlitten im Ort leihen.

Tourismusbüro Neukirchen Tel. +43 (0) 65 65/62 56 www.neukirchen.at

Bad Kissingen

Wellness für Monarchen Die Stadt im Norden Bayerns ist eine der ältesten und bekanntesten Kurstädte Deutschlands. Monarchen aus der ganzen Welt haben sich dort schon erholt: Zar Alexander II. war in Bad Kissingen zu Gast, genauso Österreichs Kaiser Franz Joseph mit seiner Sissi. Aus der kleinen Kurstadt mit der großen Tradition ist ein moderner Wellness-Ort geworden. Aber das Alte ist noch da: der Regentenbau und das Kurtheater erinnern zum Beispiel an eine Zeit, in der man sich in Bad Kissingen entspannt hat, aber auch Politik gemacht hat. Kur- und Touristen-Information Tel. +49 (0) 971/8 04 82 11 www.badkissingen.de

Hochsauerland

Wandern im Winter

Touristen-Information Winterberg Tel. +49 (0) 29 81/9 25 00 www.winterberg-touristik.de

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FOTOS: FERIENWELT WINTERBERG; KUR- UND TOURISTENINFORMATION BAD KISSINGEN; WILDKOGEL ARENA NEUKIRCHEN UND BRAMBERG

Im Winter gehört die Natur nicht nur Snowboardern & Co! Spezielle Winterwanderwege werden immer populärer. Darauf kann man auch bei Schnee und niedrigen Temperaturen wandern. Die Wege sind kürzer, es gibt mehr Lokale für Pausen am Weg und oft auch ein spezielles Schild: Ein weißer Wanderer auf blauem Hintergrund ist das Symbol für einen Premium-Winterwanderweg. Auf diesen Wegen wird der Schnee zuerst geräumt. So ist es auch ohne spezielle Schneeschuhe möglich, dort zu laufen. In Winterberg (Nordrhein-Westfalen) gibt es zum Beispiel acht von diesen Wegen – vom kurzen Rundweg um den Berg Kahler Asten bis zur schwierigeren Zehn-Kilometer-Wanderung.

WILDKOGEL der H¶lzschlitten, - Transportmittel aus Holz: Damit kann man auf Schnee und Eis fahren. ≈ Landschaft: Sie liegt tief das Tal, ¿er zwischen Bergen. der Höhenmeter, - hier: vertikale Distanz: Man fährt sie mit dem Schlitten. beleuchtet mit Licht die Rodelstrecke, -n Weg aus Schnee für Schlittenfahrten der S¶nnenunter≈ Prozess: Die Sonne geht gang, ¿e langsam am Horizont hinunter. BAD KISSINGEN die Kurstadt, ¿e Stadt: Dort können sich kranke Menschen ausruhen. hier: sich ausruhen und s“ch erholen wieder gesund werden der Kaiser, oberster Monarch der Reg¡ntenbau, großes Haus: Dort waren -ten früher große Treffen mit Tanz und Musik für die Monarchen. das Kurtheater, Theater in einem Kurort entsp„nnt Part. II. von: sich entspannen ≈ sich ausruhen HOCHSAUERLAND hier: ≈ und anderen Alpin-Wintersportfans der H“ntergrund, ¿e hier: Teil vom Bild: Es zeigt, was hinter der weißen Figur ist. Wege vom Schnee frei Schnee räumen machen  leicht schwierig & Co

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Historie absolut; sicher hier: ≈ später hier: ≈ also ≈ fantastische Erzählung, z. B. „Hänsel und Gretel“ Unterricht nur für eine Person allein hier: Sache: Man kann sie nicht so gut. ≈ Sache: Man weiß sie nicht. Diese Sprachschule hat mir geholfen, … absolut Emotion hier: Motiv: Warum macht man etwas? Anmeldung als Student an einer Universität

Lesen, Yoga Mein Tipp

FOTOS: PRIVAT; ALTES AMT LEMFÖRDE

D

ie Kultur, die Sprache, die Geschichte, aber auch die Wirtschaft Deutschlands haben mich schon lange interessiert. Deshalb war es klar, dass ich als Au-pair auf jeden Fall nach Deutschland gehen will. Meinen zukünftigen Wohnort habe ich auch schon gekannt. Jedenfalls fast: Lemförde liegt in der Nähe von Bremen – die Stadt habe ich von dem populären Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ gekannt. Ich habe schon etwas Deutsch gesprochen. Schnell habe ich aber gemerkt: Es ist ein großer Unterschied, ob man mit einem russischen Lehrer Deutsch spricht oder mit einem Deutschen. Aber ich hatte Glück, auch wenn ich das erst später gemerkt habe. In Lemförde hat es keinen Gruppenunterricht gegeben, weil die Sprachschule sehr klein war. Ich habe mich geärgert: So kann ich gar nicht mit anderen Deutschlernern sprechen! Der Einzelunterricht war auch teuer. Erst später habe ich gemerkt: Der Lehrer hat viel mehr Zeit, sich auf meine Schwächen und Wissenslücken zu konzentrieren. Dieser Sprachschule verdanke ich auch, dass ich heute in Deutschland studiere. Ein Lehrer hat mich gefragt, ob ich den TestDaF machen 54

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In Deutschland habe ich ein neues Wort gelernt: Tagesausflug. In meiner Heimat liegen die Städte weit auseinander, deshalb gibt es so etwas gar nicht. In Deutschland habe ich fast jedes Wochenende eine andere Stadt besucht. Heute gibt es viele Fernbusse. Damit kann man oft billiger fahren als mit dem Zug.

will. Ich habe gar nicht gewusst, wofür ich ihn brauche. Die Prüfung habe ich trotzdem gemacht – und bestanden. Wie habe ich mich gefreut, als ich die Resultate bekommen habe! So konnte ich an einer deutschen Universität studieren. Ein tolles Gefühl – und ein Grund, auch nach dem Jahr als Au-pair in Deutschland zu bleiben. Einen anderen Grund habe ich bei der Immatrikulation kennengelernt. Einen Mann aus Bremerhaven. Seit dem Sommer sind wir verheiratet. 2 Interview und Text: Tanja Haas

Lemförde Wo es liegt: Niedersachsen Wie viele dort wohnen: 2977 Einwohner Was interessant ist: Hauptort der Kommune Altes Amt Lemförde, Naturpark Dümmer mit dem zweitgrößten See Niedersachsens

weit ausein„nder einer weit weg vom anderen der F¡rnbus, -se Bus: Er fährt zwischen großen Städten.

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Die jungen Seiten von

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Der Vater Europas Armeechef, Christ, Intellektueller, Vater von vielen Kindern: Vor 1200 Jahren stirbt Karl der Große, der wichtigste Herrscher seiner Epoche. Ohne ihn wären Nationen wie Deutschland und Frankreich heute nicht das, was sie sind.

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der H¡rrscher, -

Person, die ein Land regiert (z. B. König) ≈ Schmuck, den ein die Krone, -n Monarch auf dem Kopf trägt w¡rtvoll hier: finanziell viel wert sehr teures Mineral, z. B. der Edelstein, -e Rubin, Saphir ≈ langes Messer aus das Schwert, -er Metall die Kugel, -n ≈ kleiner Ball großes Gebiet, in dem das Reich, -e ein Monarch oder Diktator regiert der römische Kaiser, - hier: oberster Monarch, der im historischen Rom und einem Gebiet westlich und nördlich davon regierte der Schn¢rrbart, ¿e Bart zwischen Nase und Mund Gesch“chte sein hier: schon lange tot sein das Porträt, -s franz. gemaltes Bild gehören zu ≈ ein Teil sein von ein Loch in die Erde begraben machen und einen Toten hineinlegen Platz, an dem ein Toter das Grab, ¿er liegt Mann mit der höchsten der Papst, ¿e Position in der katholischen Kirche in einer Zeremonie ... ... krönen zu zum Monarchen über ein spezielles Gebiet machen das M“ttelalter historische Zeit von ungefähr 500 bis 1500 nach Christus hier: Person, über die das Mysterium, Mysterien man wenig weiß ≈ zwei oder mehr Teile aufteilen machen

Karl der Große So sah ihn der Maler Albrecht Dürer fast 700 Jahre nach seinem Tod

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in großer Mann mit langem Bart und ernstem Blick. Auf dem Kopf trägt er eine Krone mit wertvollen Edelsteinen. In der rechten Hand hält er ein Schwert, in der linken Hand eine goldene Kugel, den sogenannten Reichsapfel. Krone, Schwert und Reichsapfel sind Symbole der Herrscher, sogenannte Reichskleinodien. Das

Bild zeigt Karl den Großen, den legendären Frankenkönig und ersten römischen Kaiser. Aber auf diesem Bild ist fast alles falsch. Einen Vollbart hat der König nie getragen. Karl trug wahrscheinlich einen eleganten Schnurrbart. Die Reichskleinodien wurden erst viele Jahre nach Karls Tod hergestellt – für spätere Kaiser. Und der Frankenkönig selbst war schon lange Geschichte, als Albrecht Dürer (siehe Deutsch perfekt 12/2013) zwischen 1511 und 1513 im Auftrag der Stadt Nürnberg sein Karl-Porträt malte: Karl der Große starb am 28. Januar 814 in Aachen (heute Nordrhein-Westfalen). Sein Todestag gehört zu den wenigen Dingen, die Historiker heute sicher über Karl den Großen sagen können. Sicher ist auch, dass der Kaiser nur wenige Stunden nach seinem Tod im Aachener Dom begraben wurde. Aber sein Grab konnte nie gefunden werden – obwohl schon viele Archäologen danach gesucht haben. Karl der Große war von 768 bis 814 König der Franken. Im Jahr 800 wurde er von Papst Leo III. außerdem zum ersten römischen Kaiser gekrönt. Karl der Große wurde zum wichtigsten Herrscher des Mittelalters. Vor allem aber ist er: ein Mysterium. Es fängt mit seinem Geburtstag an: Keiner weiß, ob Karl am 2. April 747 oder 748 geboren wird. Auch der Ort ist unklar. Über seine Kindheit ist fast nichts bekannt. Es steht aber fest, dass das Reich nach dem Tod seines Vaters Pippin 768 zwischen Karl und seinem jüngeren Bruder Karlmann aufgeteilt wird. Nach Karlmanns Tod 771 ist Karl allein König der Franken. 1/14

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Ein Bild und seine Geschichte MITTEL

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Der Mythos des Frankenkönigs als Vater Europas ist bis heute aktuell. Vor allem in Aachen, wo seit 1950 jedes Jahr der Karlspreis verliehen wird – an Personen, die für Europa besonders aktiv waren. 2 Barbara Kerbel

Was im Januar

hier: so, dass jemand verletzt oder totgemacht wird der Kriegsherr, -en ≈ oberster Chef einer Armee s“ch unterw¡rfen hier: einen fremden Kriegsherrn akzeptieren und tun, was er will h“nrichten zur Strafe totmachen n¢tzen hier: benutzen, um ein Ziel zu erreichen hier: erreichen, dass verbreiten viele Menschen Christen werden hier: mit … eine sehr … nahestehen enge Verbindung haben erobern hier: in Besitz nehmen die Thermalquelle, -n Stelle, an der Thermalwasser aus der Erde kommt hier: einen Effekt haben prägen auf die B“ldung hier: Lesen, Schreiben, Lernen fœrdern unterstützen die [nfänge ≈ erklären, dass die zur•ckführen auf … Anfänge in der Zeit von … liegen der K„rlspreis, -e Medaille und Geld für Personen, die etwas Gutes für Europa gemacht haben hier: bei einer Feier verleihen geben brutal

noch passiert ist Vor

60 Jahren

AM 4. JANUAR 1954 Dürfen die das? Das war die Frage, als die Stadt Duisburg (Nordrhein-Westfalen) im Januar 1954 in der Straße Am Buchenbaum 20 neue Apparate aufstellen ließ: die ersten Parkuhren in Deutschland. Autofahrer sollten Geld einwerfen und so für einen Parkplatz bezahlen. Viele Menschen ärgerten sich, manche beschwerten sich bei der Justiz. Denn 1954 gab es noch kein Gesetz, das erlaubte, dass Parkplätze Geld kosten dürfen. Das Gesetz wurde wenig später geschrieben – und in ganz Deutschland wurden Parkuhren aufgestellt. Heute gibt es die Technik nur noch in wenigen Städten. Das Bezahl-Prinzip ist aber geblieben.

25 Jahren

AM 12. JANUAR 1989 Es war der Beginn einer ganz besonderen binationalen Zusammenarbeit, als in Böblingen (BadenWürttemberg) die erste Deutsch-Französische Brigade stationiert wurde. Beschlossen wurde die militärische Kooperation 1987 vom deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem französischen Staatspräsidenten François Mitterrand. Im Oktober 1989 nahmen 3200 Soldaten offiziell ihren Dienst auf. Zuletzt hatte die Brigade 6000 Soldaten. Jetzt wird sie aufgelöst.

aufstellen

hier: an einen speziellen Platz stellen

das Ges¡tz, -e

schriftliche Regel, die die Regierung macht und an der sich alle orientieren müssen

bes¶ndere (-r/-s)

spezielle (-r/-s)

stationieren

als Armee an einem Ort sein, um dort für längere Zeit spezielle Aufgaben zu erledigen

… beschließen

hier: entscheiden, dass es … geben soll

militärisch

hier: ≈ in der Art einer Armee

den Dienst aufnehmen ≈ mit den Aufgaben einer Armee beginnen der Soldat, -en

Person, die in Uniform für ein Land kämpft

auflösen

hier: beenden

FOTO: WIKIMEDIA.ORG

Karl ist – wie andere vor und nach ihm – ein Reisekönig. Um sein großes Reich zu kontrollieren, muss er die ganze Zeit unterwegs sein. Überall gibt es sogenannte Pfalzen: kleine Residenzen, in denen der König wohnen und sich der Öffentlichkeit zeigen kann. Für die Menschen ist ein Besuch des Königs in ihrer Region aber kein Grund zur Freude: 1000 bis 2000 Personen sind mit ihm unterwegs. Sie alle wollen etwas essen und trinken. Fast jedes Jahr führt Karl irgendwo in Europa Krieg. Sehr oft gewinnt seine Armee. So wird Karls Reich immer größer. Um 800 herrscht er über ein Gebiet, das von der Nordsee bis nach Süditalien geht, von der Elbe bis zum heutigen Katalonien. Karl ist ein sehr brutaler Kriegsherr. Immer wieder attackiert er zum Beispiel die Sachsen, ein Volk im Nordosten des Frankenreichs. Mehrere Kriege dauert es, bis es sich unterwirft. 4500 Sachsen lässt er brutal hinrichten. Karl nutzt seine Kriege, um den christlichen Glauben zu verbreiten. Als König steht er der Kirche sehr nahe – seine Allianz mit Papst Leo III. bringt ihm schließlich den Kaisertitel. Das Frankenreich war schon lange vor Karls Geburt christianisiert. Die Menschen in den von ihm eroberten Gebieten müssen Christen werden. Obwohl er der Kirche so nahesteht, kümmert sich Karl wenig um deren Ideale. Er heiratet mehrmals, hat mehrere Frauen gleichzeitig. Von acht oder mehr Frauen hat er mindestens 18, wahrscheinlich 20 Kinder. Die letzten 20 Jahre seines Lebens verbringt Karl fast komplett in Aachen. Der König hat gesundheitliche Probleme. Die heißen Thermalquellen in Aachen tun ihm gut. Er stirbt am 28. Januar 814 nach einer Krankheit. Nach seinem Tod wird Karl der Große zum Mythos. Für viele ist er der Vater Europas. Er hat sein Reich nämlich vor allem kulturell geprägt: Er hat die lateinische Sprache und Schrift und den christlichen Glauben verbreitet, und er hat Kultur und Bildung gefördert. Das prägt Europa bis heute. Sowohl Deutschland als auch Frankreich führen die Anfänge ihrer Staaten auf Karl, der im Französischen Charlemagne heißt, zurück.

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Adam Fletcher über

die Ausrede, -n n¡rvig d¡nnoch ehe s“ch betr“nken

Feste und Pyromanen

≈ Entschuldigung ≈ ärgerlich trotzdem bevor so lange Alkohol trinken, bis man betrunken ist ≈ kleiner Berg; auch: viel ≈ in ein kurzes Koma fallen

der Haufen, das Bew¢sstsein verlieren der Fauxpas, - franz. Handlung gegen eine gesellschaftliche Regel/Konvention begehen machen; tun womöglich vielleicht „bblasen hier: mitteilen, dass man nicht feiern wird ≈ große Unruhe, Lärm und viele der Trubel Menschen zunächst zuerst derjenige der ¢mgekehrt genau das Gegenteil mehr oder weniger ≈ eigentlich f„llen auf hier: sein an; ≈ stattfinden an lediglich nur das Konz¡pt, -e Idee besagen bedeuten; heißen „necken hier: einen negativen Eindruck machen „lbern hier: ≈ blöd gnadenlos rücksichtslos s“ch “ns R„mpenlicht ≈ sich zur wichtigsten Person drængen machen und von allen beachtet werden hier: auf einen anderen Tag verlegen verschieben der Leib, -er Körper vertreiben ≈ wegschicken erf¶lgversprechend so, dass man auf einen Erfolg hoffen darf der Schw“ndler, Person, die beim Erzählen nicht immer bei der Wahrheit bleibt hier: sich selbst Probleme s“ch aufladen machen durch von: Aberglaube = Glaube an abergläubisch Dinge, die Glück oder Pech bringen die F¢rcht Angst der Ehrentag, -e hier: Geburtstag präzise sehr genau „nkommen auf hier: wichtig sein genaue Informationen suchen Nachforschungen „nstellen „bgelegen isoliert; weit entfernt von Dörfern/Städten stændig immer; dauernd n„ckt ohne Kleidung

Den eigenen Geburtstag darf man in Deutschland nicht einfach an einem anderen Tag feiern, weiß der Autor. Aber das ist noch nicht das Schlimmste: An Silvester ist das Land auch noch voller Pyromanen. Und die sind natürlich das größte Risiko.

I

n Deutschland sind Geburtstage nicht bloß eine willkommene Ausrede fürs Kuchenessen und für die nervige, dennoch oft und gern wiederholte Frage, wie es sich anfühlt, einen Tag älter als gestern zu sein, ehe man sich dann betrinkt und unter einem Haufen Mäntel das Bewusstsein verliert. Nein, Geburtstag feiern ist hier eine ernste Sache. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit, einen Fauxpas zu begehen, so hoch, dass man die ganze Sache womöglich besser abbläst und ganz im Stillen, ohne Trubel, älter wird. Zunächst mal musst du wissen, dass du derjenige bist, der für alle Kuchen mit ins Büro bringen muss. Obwohl es doch dein Geburtstag ist und eigentlich die andern etwas Nettes für dich tun sollten. Nicht umgekehrt. Außerdem ist es lebenswichtig, dass du genau an dem Tag feierst, an dem du auch geboren wurdest. In Großbritannien konnten wir uns als Kinder den Tag mehr oder weniger aussuchen. Wenn unser Geburtstag also auf einen Dienstag fiel, schoben wir ihn einfach aufs Wochenende davor. Das war dann unser Geburtstag. Wir kriegten unsere Geschenke, alle gratulierten uns, wir feierten eine Party. Dann kam der Dienstag und wurde behan„Teile des Landes erinnern an delt wie jeder andere Dienstag auch. Wir Silvester an die Innenstadt von hatten schließlich am Bagdad in schlimmsten Zeiten.“ Samstag Geburtstag gehabt. Geburtstage

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waren lediglich ein abstraktes Konzept, das besagte, dass man ohne anzuecken alberne Hütchen tragen und sich gnadenlos ins Rampenlicht drängen konnte. In Deutschland verlegt man seinen Geburtstag nicht mal eben so. Du bist am 1. März geboren. Das ist dein Geburtstag. Der Tag deiner Geburt. Genau zu diesem Datum bist du aus dem Leib deiner Mutter vertrieben worden. Seinen Geburtstag zu verlegen ist ebenso erfolgversprechend wie der Versuch, sich eine zweite Nase wachsen zu lassen. Also probiere es gar nicht erst, du Schwindler. Und wenn du die Feier aus logistischen Gründen unbedingt verschieben musst, dann jedenfalls auf einen Tag nach deinem richtigen Geburtstag. Denn hier lädt man sich schreckliches Unglück auf, wenn man sich vor seinem Geburtstag zum Geburtstag gratulieren lässt. Nach der abergläubischen Furcht der Leute zu urteilen, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, noch vor seinem Ehrentag zu sterben, um etwa 74 Prozent. Ebenso entscheidend ist es, die Uhrzeit seiner Geburt auf die Minute genau zu kennen. Damit man seinen Geburtstag umso präziser und korrekter begehen kann, denn darauf kommt es schließlich an. (...) Drei Viertel des Films The Wicker Man handeln von einem Mann, der Nachforschungen auf einer abgelegenen Insel anstellt, deren nette, gastfreundliche, aber etwas seltsame Bewohner sich ständig nackt ausziehen. Während er noch 1/14

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Blick von außen SCHWER

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hier: verrückt werden hier: Ratschläge/Entscheidungen akzeptieren von verschl¡ppen jemanden gegen seinen Wunsch an einen anderen Ort bringen verbr¡nnen hier: durch Feuer töten ) S. 46 beibringen hier: sagen; erklären das [llergefährlichste das extrem Gefährliche „bgesehen v¶n außer der R“ngkampf, ¿e Kampf, bei dem zwei versuchen, sich gegenseitig nach unten zu drücken und dort zu halten. Der Stärkere gewinnt. der Löwe, -n wilde, große, gelbbraune Katze, die vor allem in Afrika lebt die Erdnussbutter ≈ Creme aus einer harten Frucht, die unter der Erde wächst einschmieren m“t ≈ eine weiche Substanz tun auf „ntreten hier: machen; teilnehmen an jegliche (-r/-s) jede (-r/-s) der Feuerwerks≈ kleiner Flugkörper, der durch körper, Explosion viele bunte Lichter am Nachthimmel zeigt ) S. 46 der Bœller, Feuerwerkskörper, der sehr laut explodiert ) S. 46 die Rakete, -n hier: ≈ kleiner Flugkörper, der durch Explosion viele bunte Lichter am Nachthimmel zeigt ) S. 46 „nstecken hier: anzünden ) S. 46 auf der St¡lle gleich; sofort der Kn„llkörper, Böller; Rakete ) S. 46 ur„lt sehr alt der Fluch, ¿e hier: magische Worte, die Böses wünschen die Zigeunerin, Frau, die zum Volk der Sinti -nen und Roma gehört l„sten auf große Probleme machen seither seitdem s“ch “n die L¢ft sich selbst durch eine jagen Explosion töten ) S. 46 die W¢nderlanges, dünnes Ding, das viele kerze, -n kleine Lichter macht, wenn man es anzündet ) S. 46 die K“ssenKampf aus Spaß mit Kissen schlacht, -en d“cht gedrængt eng zusammenstehend aufkreischen plötzlich mit lauter, hoher Stimme schreien ) S. 46 „bprallen beim harten Treffen auf etwas zurückgeworfen werden ) S. 46 verz“schen ausgehen mit einem Laut, wie wenn Wasser auf einen heißen Gegenstand fließt ) S. 46 ¢nspektakulär ≈ langweilig “n Fl„mmen beginnen, zu brennen aufgehen ) S. 46 ¶ffensichtlich deutlich erkennbar “ns Gefængnis ins Gebäude, in das Kriminelle w„ndern geschlossen werden, gehen müssen risikoscheu so, dass man kein Risiko will das Schw„rzpulver trockene Substanz zur Herstellung von Feuerwerkskörpern ) S. 46 schw“ngen durch die Luft bewegen todessüchtig so, dass man sterben möchte s“ch verw„ndeln “n werden zu fahrlässig unverantwortlich der Überschwang Freude und Enthusiasmus eher hier: ≈ mehr geraten “n ≈ gekommen in der Trost ≈ etwas Gutes oder sehr Schönes in einer schrecklichen Situation schiefgehen nicht klappen; nicht funktionieren

FOTO: ISTOCK/THINKSTOCK

d¢rchdrehen hören auf

den mit fahrlässigem Überschwang Feuerwerkskörper. Teile des Landes erinnern dann eher an die Innenstadt von Bagdad in schlimmsten Zeiten. Wenn man in Deutschland am Silvesterabend das Haus verlässt, kommt man sich vor, als sei man in einen 80-Millionen-Multiplayermodus von Bomberman geraten. Der einzige Trost, der einen an diesen Abenden vielleicht beruhigen kann: Wenn tatsächlich mal etwas schiefgeht, sind alle ausreichend versichert. 2

Adam Fletcher © 2013 VERLAG C.H. BECK, MÜNCHEN

versucht, sich dieses Verhalten zu erklären, wird plötzlich ein Fest gefeiert, und alle drehen komplett durch. Er versucht, Ruhe und Ordnung wiederherzustellen und alle daran zu erinnern, wie gefährlich ihr Verhalten ist, doch die Bewohner hören nicht auf ihn, ja schlimmer, sie verschleppen ihn und verbrennen ihn schließlich. Dies ist kein fiktiver Filmplot. Es ist die präzise Beschreibung eines Silvesterabends in Deutschland. In England bringt man uns bei, das Allergefährlichste auf der Welt – abgesehen von einem Ringkampf mit einem Löwen, den man mit Erdnussbutter eingeschmiert antritt, oder jeglicher Aktivität bei Schneefall – sei das Anzünden von Feuerwerkskörpern. Jedes Mal, wenn man einen Böller oder eine Rakete ansteckt, besteht eine etwa fünfzigprozentige Wahrscheinlichkeit, dass man auf der Stelle stirbt. Ich weiß nicht, ob das mit den Knallkörpern selbst zusammenhängt oder mit dem uralten Fluch einer Zigeunerin, der auf dem englischen Volk lastet, sodass wir uns seither ständig in die Luft jagen. Feuerwerk ist so riskant, dass es landesweite Fernsehkampagnen gibt, die uns an die Gefahren von Wunderkerzen erinnern sollen. Ja genau, Wunderkerzen. Ich glaube, im Jahresdurchschnitt verletzen sich mehr Menschen bei Kissenschlachten oder durch Kokosnüsse, die vom Baum runterfallen. In Deutschland habe ich Leute gesehen, die bei einem Konzert inmitten einer dicht gedrängten Menschenmenge Wunderkerzen anzündeten, und andere, die sie auf Torten steckten oder sie sogar in ihren Wohnungen abbrannten. In geschlossenen Räumen! Unvorstellbar. Einmal habe ich beobachtet, wie jemand mit voller Absicht eine Rakete auf eine Fahrradfahrerin abschoss. Er traf sie auf die Brust. Die Frau kreischte auf, die Rakete prallte irgendwie ab und verzischte unspektakulär. Ziemlich enttäuschend. Meine englische Erziehung hatte mich erwarten lassen, dass die Frau in Flammen aufgehen und der Mann für einen so offensichtlich terroristischen Akt sofort ins Gefängnis wandern würde. Silvester in Deutschland ist der Abend, an dem all die netten, normalen, praktischen, risikoscheuen Menschen sich in Schwarzpulver schwingende, todessüchtige Pyromanen verwandeln. Sie rennen durch die Gegend und entzün-

Der Autor ist Engländer und lebt in Berlin. How to be a German begann als Blog, das bald über eine Million Leser hatte. Daraus wurde jetzt das zweisprachige Buch Wie man Deutscher wird / How to be a German, aus dem dieser Text ist. Fletcher erklärt darin mit viel Humor, was man alles wissen muss, um wirklich Teil des Landes zu werden. Es ist eine kuriose Anleitung von Apfelsaftschorle bis Tschüss. die [nleitung, -en die/das [pfelsaftschorle, -n

hier: Text, der sagt, was man tun soll Mischung aus Apfelsaft und Mineralwasser

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„Die Leute sind geschockt“ Auch die deutsche Regierungschefin ist nicht sicher vor Datenspionage. Jetzt will die Politik einen besseren Schutz vor Cyber-Attacken. Wird nun alles gut? Überhaupt nicht, sagt der Hacker Götz Schartner im Interview mit Marcel Burkhardt. Private Internetnutzer und Firmen bleiben weiter schutzlos.

≈ Benutzer ≈ staatliche SpionageOrganisation hier: sich besonders interessieren für h„rmlos nicht gefährlich versuchen, geheime Inforausspionieren mationen zu bekommen über der R¡chner, hier: Computer gew“sse (-r/-s) hier: ein wenig; so, dass man es … nennen kann herausfinden entdecken hier: so, dass sie nicht sensibel öffentlich gemacht werden sollen die Stromversorgung, Lieferung von Strom -en “n kleinerem }mfang hier: mit geringem Effekt und nur auf einen kleinen Bereich bezogen verhæltnismäßig hier: passend zur Gefahrensituation ¢nbedarft naiv; nicht misstrauisch s“ch „bsichern für größtmögliche Sicherheit sorgen hier: eine bestimmte wahrnehmen Meinung haben von hier: zu Ende oder zur austragen Entscheidung bringen Datenschutzvorschrift die Datenschutzr“chtlinie, -n das N¡tzwerk, -e ≈ System der/die Staat, der mit anderen Verb•ndete, -n Staaten vereinbart hat, sich in einem Krieg gegenseitig zu helfen massiv hier: sehr stark verl¡tzen hier: nicht beachten w“rksam hier: erfolgreich h„rt hier: sehr genau so verändern, dass ein kaschieren positiver Effekt erreicht wird und die eigentlichen Probleme nicht mehr sichtbar sind ≈ (Versprochenes) nicht versagen tun können der N¢tzer,der Spionagedienst, -e “ns Visier nehmen

„Im Prinzip wird nichts gegen die CyberSpionage getan.“ 60

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Herr Schartner, sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel ist wohl seit Jahren ein Opfer von Datenspionage. Kann sich irgendjemand noch sicher fühlen? Dem US-Spionagedienst NSA sind Gesetze – ob deutsche, europäische oder die der USA – einfach egal. Das haben die Datenskandale der letzten Zeit gezeigt. Wenn einen die NSA ins Visier nimmt, gibt es keinen Schutz. Es ist egal, ob man ein harmloser Bürger ist oder die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Ganz einfach macht man es der NSA übrigens, wenn man Daten in einer Website von amerikanischen Anbietern speichert. Das zeigen die jüngsten Beispiele des millionenfachen Ausspionierens von Adressbüchern von Servicefirmen wie Googlemail oder Yahoo. Wie sicher sind auf privaten Computern gespeicherte Daten? Auch für den Rechner zu Hause gilt, dass man einen Schutz nicht nur durch gekaufte Systeme erreicht. Man muss sehr viel Zeit und auch Geld investieren, um einen gewissen Grundschutz zu bekommen. Antivirenprogramme und Firewalls reduzieren dabei zwar die Gefahr, Opfer von Cyber-Attacken zu werden, mehr aber auch nicht. Ihr neues Buch Tatort www liest sich wie ein Kriminalroman. Die Beispiele kommen aber aus Ihrer Arbeitspraxis. Mit welchen Problemen und Sorgen kommen die Kunden zu Ihnen? Firmen, denen wir helfen, sind oft Daten gestohlen worden. Sie wissen nicht, wer das war. Um das herauszufinden, sind wir da. Wir helfen aber auch, sensible Daten und Infrastrukturen vor Attacken zu schützen. Da geht es zum Beispiel um das Sichern der Stromversorgung. In arabi-

schen Ländern wollten Kriminelle schon die Stromnetze manipulieren. Auch in Deutschland gab es das in kleinerem Umfang schon. Die Deutschen gelten international als vorsichtige Menschen. Wie gehen sie mit ihren Daten um? Das ist immer eine Frage des Vergleichs. Also: Im Vergleich zu US-Amerikanern sind deutsche Privat-Internetnutzer verhältnismäßig aufmerksam und vorsichtig im Internet. Im Vergleich zu vielen Arabern sind die Deutschen aber noch sehr unbedarft. Aus der Arbeitspraxis weiß ich, dass die Araber bereit sind, viel mehr Geld in den Schutz ihrer Systeme zu investieren. Der Wunsch, sich abzusichern, ist dort viel stärker als in Deutschland. Wie erklären Sie sich das? Dort werden Gefahren anders wahrgenommen und jeder weiß, dass dort einige Staaten nicht wirklich in friedlicher Partnerschaft miteinander leben. Das Internet ist inzwischen auch zu einer großen Plattform zum Austragen von Konflikten geworden. Deshalb wird dort sehr viel für Sicherheit getan. Verbessern die neuen Datenschutzrichtlinien der Europäischen Union (EU) die Situation in Deutschland? Prinzipiell sind sie eine tolle Idee, aber tatsächlich leider ein reines Placebo. Seit 2001 wussten die Regierungen innerhalb der EU von einem Spionagenetzwerk ihrer Verbündeten und dass dadurch massiv die EU-Bürgerrechte verletzt werden. Dagegen getan wurde leider gar nichts. Ich sehe auch jetzt nicht, dass die EU wirksam agiert. Härtere Datenschutzrichtlinien sollen die Probleme nur kaschieren. Im Prinzip wird nichts gegen die Spionage getan. Auch die Bundesregierung ver1/14

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Interview SCHWER

auf g„nzer Linie ausgeliefert sein

umgehen

sagt beim Schutz von Internetnutzern auf ganzer Linie. Bürger und Firmen sind den Spionagediensten auch weiter ausgeliefert.

die Intimsphäre, -n begehen die S“cht betr¶ffen

machen; tun hier: Perspektive; Meinung hier: so, dass man den Effekt von etwas spürt / einen Nachteil hat die SMS, kurz für: Short Message Service ≈ kurzer Brief, den man mit dem Handy schickt die M¡sse, -n hier: Ausstellung, auf der neue Produkte vorgestellt werden der …-Spr¡ch (meistens) Sprachmischung aus Englisch und Deutsch in einem Fachbereich; hier: ≈ Fachsprache w¡gfegen hier: die Produkte so gut vorstellen, dass eine andere Firma keine Chancen mehr hat die Konkurr¡nz hier: Geschäfte/Firmen, die das Gleiche anbieten f¡stnehmen hier: ≈ auf die Polizeistation mitnehmen als Polizist einem Verdächverhören tigen Fragen stellen die Durchsuchung, hier: Suche der Polizei nach -en einem Beweis für eine kriminelle Handlung das S¶nderein≈ speziell ausgebildete satzkommando, -s Polizeigruppe ... verbr¡chen etwas Kriminelles tun fl„psig ≈ frech; informell; unhöflich die Bem¡rkung, Aussage -en

Sie veranstalten regelmäßig sogenannte Live-Hackings, wo Sie Leuten zeigen, wie leicht deren Daten zu stehlen sind. Wie reagieren die Menschen darauf? Erst einmal sind sie häufig geschockt, wenn sie sehen, wie einfach Antivirenprogramme und Firewalls umgangen werden können. Wenn die Schutzwand erst einmal weg ist, kommen Hacker über Webcams und Mikrofone in die Intimsphäre der Menschen. Sie können Onlinebanking-Überweisungen umleiten, die Online-Identität ihrer Opfer annehmen und dabei schwere Straftaten begehen.

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Der Internet-Kommissar

FOTO: LENSAVENUE.COM/RALF STUMMEYER

Trotzdem zeigen aktuelle Umfragen, dass sich eine Mehrheit der Deutschen keine Sorgen um ihre Daten macht. Wie ist Ihre Sicht auf dieses Phänomen? Dazu nur eines von vielen sehr guten Beispielen zum Thema NSA-Datenspionage, das zeigt, wie schwer der Einzelne davon betroffen sein kann: Ein Verkaufsleiter einer kanadischen Telekommunikationsgesellschaft hatte seinen Leuten eine SMS geschickt, als die auf dem Weg zu einer Messe in den USA waren. Der Inhalt der Nachricht war typisches Marketing-Sprech: „Blow them away!“ – Fegt sie weg! Gemeint war die Konkurrenz. Der Mann wollte sein Team einfach motivieren. Aber dann wurde die NSA aktiv: Die Leute wurden bei der Einreise in die USA festgenommen und 24 Stunden verhört. Bei dem Mann gab es zu Hause und in seinem Büro Durchsuchungen eines Sondereinsatzkommandos. Inzwischen ist er arbeitslos. Seine Firma hat ihm gekündigt – obwohl er nichts verbrochen hat außer einer flapsigen Bemerkung, die fast jeder machen könnte. 2

völlig; total in einer Situation sein, in der jemand mit einem machen kann, was er will hier: etwas tun, um trotz Antivirenprogramm auf einem Computer Daten zu kontrollieren Privatleben; private Daten

Götz Schartner ist professioneller Hacker, Blogger und Gründer der Firma 8com, die sich auf den Kampf gegen Cyber-Spionage-Attacken und InternetBetrügereien spezialisiert hat. In seinem aktuellen Buch Tatort www beschreibt Schartner, wie sich Internetnutzer schützen können.

die Betrügerei, -en der N¢tzer,-

hier: Handlung, die krimineller Betrug ist ≈ Benutzer

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Zwei Türme mehr für Frankfurt

Es wird eines der wichtigsten Bankgebäude der Welt: In Frankfurt am Main baut sich die Europäische Zentralbank eine neue Zentrale. Ende 2014 werden die zwei bis zu 185 Meter hohen Türme fertig. Als Deutschlands Geldmetropole hat Frankfurt einen eigenen Banken-Stadtteil. Dort haben zum Beispiel die vier größten deutschen Geldhäuser ihre Zentralen. Aber die Zentralbank baut das 1,2 Milliarden Euro teure Gebäude fern der normalen Ban-

Neue Zentralbank-Türme 1,2 Milliarden Euro teuer

ken – so eine ist sie eben nicht. f¡rn eben

weit weg von hier: ≈ aber

Das bringt 2014 Wieder beginnt ein neues Jahr – was erwartet uns? Jörg Walser und Claudia May haben eine erste Prognose über Ereignisse und Veränderungen.

die Verænderung, -en

von: sich verändern = anders werden

Die neue Gesundheitskarte

Wer in Deutschland krankenversichert ist, muss sich jetzt fragen: Ist mein Foto auf der Krankenversicherten-Karte? Wer keines von sich darauf hat, sollte sich schnell bei der Krankenkasse melden. Denn spätestens ab Oktober funktionieren die alten Exemplare nicht mehr. Die meisten Ärzte und Krankenhäuser verlangen die neue Gesundheitskarte auch schon ab dem 1. Januar. Eigentlich sollten diese Kar62

62-64_DP_0114.pdf 1

ten viele Daten über den Besitzer speichern – zum Beispiel, welche Krankheiten er schon hatte. Aber das passiert jetzt noch nicht. Der wichtigste Unterschied zur alten Karte ist das Foto. Dadurch kann nur noch der die Karte benutzen, dem sie gehört. s“ch m¡lden verl„ngen

hier: mitteilen, dass man noch kein Foto hat ≈ haben wollen

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Prognose 2014 MITTEL

Sparsamer im Haushalt

Sie sollen Staub schlucken. Viele schlucken aber auch viel Strom: Solche Staubsauger sind ab September in Europa verboten. Dann dürfen keine Modelle mehr verkauft werden, die mehr als 1600 Watt stark sind. Das soll Strom sparen und dem Klima helfen. Sparsamere Geräte müssen nicht schlechter sein: Den letzten Staubsauger-Test der Stiftung Warentest hat ein 1000-Watt-Modell gewonnen. sparsam der Staub schl¢cken s¶lche (-r/-s) der Staubsauger, die St“ftung Warentest

hier: so, dass etwas nicht zu viel Energie braucht ganz kleine schmutzige Teile in der Luft hier: in sich hineinziehen von der genannten Art elektrisches Gerät, mit dem man den Boden reinigt Organisation, die Preise und Qualität von Waren vergleicht

Jahr der Romantik?

Wenn wahr wird, was so mancher Brautmoden-Händler hofft, werden 2014 deutlich mehr Paare heiraten als 2013. Der Grund solcher Spekulationen: Wegen der 13 in der Jahreszahl könnten viele Paare mit der Hochzeit gewartet haben – die Zahl symbolisiert traditionell Unglück. die Brautmoden Pl. Mode für die Frau kurz vor und am Tag ihrer Hochzeit der Hændler, Verkäufer deutlich hier: viel s¶lche (-r/-s) von der genannten Art

Wer ist schuld?

Drei sehr unterschiedliche Prozesse werden 2014 für großes Interesse sorgen. Das erste Urteil wird im Februar erwartet: In Hannover steht mit Christian Wulff zum ersten Mal ein früherer Bundespräsident vor Gericht. Hat er einem Filmproduzenten geholfen, weil der einen Teil einer teuren Hotelrechnung für ihn bezahlt hat? Um Geld geht es auch in dem Prozess gegen den Präsidenten des FC Bayern: Ab März muss Uli Hoeneß wegen nicht bezahlter Steuern vor Gericht. Erst Ende des Jahres wird das Urteil in dem Prozess gegen Beate Zschäpe (Foto) und vier andere erwartet: Zehn Menschen mussten wegen des rechtsextremen Terrors des Nationalsozialistischen Untergrunds sterben. für großes Inter¡sse s¶rgen das Urteil, -e (das Ger“cht, -e vor Ger“cht stehen ]s geht ¢m ... der FC r¡chtsextrem der Nationalsozialistische }ntergrund

der Grund für großes öffentliches Interesse sein Entscheidung eines Gerichts hier: öffentliche Institution: Dort wird entschieden, ob sich jemand nicht an den Regeln des Staates orientiert hat.) ins Gericht zum Prozess gehen müssen Das Thema / Der Inhalt ist ... kurz für: Fußballclub extrem nationalistisch rechtsextreme terroristische Organisation

Punktereform für Autofahrer

Europa wählt

Bis zu 380 Millionen Europäer wählen im Mai ihr Parlament. 1/14

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der P¢nkt, -e das Vergehen, “n Gefahr sein

hier: Punkt-Symbol als negative Notiz kriminelles Tun in einer gefährlichen Situation sein

%

FOTOS: PICTURE ALLIANCE/DPA (2); ISTOCK/THINKSTOCK

Die Bürger der Europäischen Union (EU) wählen ein neues Parlament. Vom 22. bis 25. Mai 2014 finden die Europawahlen statt. Jeder der 28 Mitgliedstaaten der EU kann selbst entscheiden, an welchem oder welchen dieser vier Tage seine Bürger wählen dürfen. In Deutschland und Österreich wird es, wie in den meisten EU-Staaten, Sonntag, der 25. Mai.

Wer beim Autofahren Fehler macht, kann Ärger bekommen – und Punkte in einem zentralen Register in Flensburg (Schleswig-Holstein). Wer zu viele Punkte sammelt, verliert seinen Führerschein. Ab dem 1. Mai gilt eine neue Skala: Ein bis drei Punkte gibt es pro Vergehen. Aber nur noch, wenn die Verkehrssicherheit in Gefahr war. Bei acht Punkten ist der Führerschein weg. Aktuell geht die Skala noch bis sieben Punkte pro Vergehen, bei 18 Punkten ist Schluss.

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Mehr Urlaub mit weniger Urlaubstagen

2014 wird ein gutes Jahr für viele Arbeitnehmer: Wer seinen Urlaub intelligent plant, kann dann aus 22 Urlaubstagen fast zwei Monate Ferien machen. Jeder der neun Feiertage, die in ganz Deutschland gelten, liegt nämlich auf einem Werktag. Mehrmals liegt dann nur ein Arbeitstag zwischen einem Feiertag und dem Wochenende. Wer an so einem Brückentag Urlaub nimmt, macht aus einem Urlaubstag vier freie Tage. Pech nur, wenn zu viele Kollegen so denken. der W¡rktag, -e

hier: Montag bis Freitag

Hunger auf Berlin

In der deutschen Hauptstadt gibt es nicht nur die meisten Sternekochs des Landes. Gourmets haben ab Oktober eine neue Attraktion: die erste Berlin Food Week. Ein großer Marktplatz von Berliner und Brandenburger Restaurants ist geplant. Für ein „Stadtmenü“ sollen 100 Restaurants zu einem festgelegten Thema kochen. Das Motto für das erste Mal: „Gemüse ist mein Fleisch.“ die Attraktion, -en f¡stlegen

etwas Spezielles; hier auch: Sehenswürdigkeit hier: offiziell sagen, welches Thema gilt

Heavy-Metal-Festival feiert Geburtstag

Jubiläum für Heavy-Metal-Fans: Zum 25. Mal findet am ersten August-Wochenende das populäre Wacken Open Air in SchleswigHolstein statt. 75 000 Tickets gab es. 43 Stunden nach Verkaufsstart waren alle weg – ein neuer Rekord. Wer trotzdem zum Festival möchte, hat vielleicht noch eine Chance: Ein kleines Kontingent zurückgegebener Tickets wird es sicher geben. das Jubiläum, Jubiläen

hier: ≈ Feier; Fest

Wächst die Wirtschaft weiter?

Doch nicht kaufen kostet

Die deutsche Wirtschaft wird 2014 um 1,6 Prozent wachsen. Das ist die Prognose von fünf bekannten Ökonomen. In Deutschland werden dann bis zu 42,1 Millionen Menschen mit ihrer Arbeit Geld verdienen, glauben die Experten – so viele Menschen wie noch nie.

14 Tage lang dürfen Kunden im Internet bestellte Ware in Deutschland zurückgeben. Sie müssen auch kein Porto bezahlen, wenn diese mindestens 40 Euro wert ist. Viele nutzen diese Möglichkeit und bestellen Produkte zum Test – bis zu 50 Prozent gehen zurück an die Online-Händler. Ab Juni sollen die Kunden die Porto-

Kostenloses Studium

kosten für die Rücksendung immer selbst zahlen. So will es die Europäische Union. Ob das wirklich der neue Standard wird, ist aber offen: Viele große Händler werden die Rücksende-Kosten auch in Zukunft übernehmen – weil sie sonst Kunden verlieren. n¢tzen der Hændler, ¶ffen übernehmen

hier: zum eigenen Vorteil benutzen Verkäufer hier: noch nicht entschieden hier: bezahlen

FOTOS: ISTOCK/THINKSTOCK; PICTURE ALLIANCE/DPA

Gute Nachricht für Studenten: Im Herbst will Niedersachsen als letztes Bundesland die Studiengebühren abschaffen. So sollen mehr junge Menschen unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Eltern studieren können. Bis jetzt mussten Studenten dort pro Semester 500 Euro bezahlen. Davor hatte schon Bayern zum Wintersemester 2013/2014 die Gebühren abgeschafft. Das Erststudium ist dann in ganz Deutschland wieder kostenlos. das B¢ndesland, ¿er Teil von einer föderalistischen Republik „bschaffen hier: ≈ machen, dass es … nicht mehr gibt

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Weltliteratur

Bücher, die um die Welt gingen Teil 7: Thomas Manns Buddenbrooks

MITTEL

Thomas Mann Mit 27 schon Bestsellerautor

Die Familie In seinem berühmten Epos Buddenbrooks beschreibt der Schriftsteller Thomas Mann die reiche deutsche Bürgerfamilie – vor allem seine eigene.

H

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Als der 1131 Seiten dicke Roman 1901 in zwei Bänden publiziert wurde, freuten sich nicht alle über das Buch. Mann hatte darin nämlich nicht nur seine Familie zum Vorbild genommen, sondern auch viele Bürger seiner Heimatstadt. Nicht alle parodierten Personen fanden das lustig. Eine Lübecker Buchhandlung verteilte Listen, in denen die Leser lesen konnten, wer welcher Figur als Vorbild diente. Besonders ärgerlich über die literarische Würdigung war Manns Onkel Friedrich, der das Vorbild für den Bohemien Christian Buddenbrook war: Er schaltete eine Anzeige in der Lübecker Zeitung, in der er seinen Neffen als Nestbeschmutzer beschimpfte. Andere lachten über ihre plötzliche Popularität. Und das Buch wurde ein Erfolg, wenn auch erst 1902 mit der billigeren einbändigen Ausgabe. Buddenbrooks ist vielleicht der Roman von Mann, der am meisten mit dem Schriftsteller selbst zu tun hat. Es war sein erster Roman, er schrieb ihn mit 25. Viele Jahre später, 1929, bekam er für die Buddenbrooks den Nobelpreis für Literatur. Obwohl er da schon viele andere berühmte Romane geschrieben hatte, bekam er den Preis ausdrücklich für dieses Buch. Die Buddenbrooks sind zu einer deutschen Familie geworden: Fast jeder Deutsche kennt die Geschichte. Und auch die Familie, die Mann selbst gründete, wurde zu einer der bekanntesten Familien Deutschlands. Sich selbst hat Mann übrigens als Vorbild für Hanno Buddenbrook benutzt. Hanno ist oft krank und schlecht in der Schule. Musikalisch ist er aber sehr begabt. Hannos Leben ist die Kunst. Auch Mann war schlecht in der Schule. Der spätere Schriftsteller begann schon als Schüler zu schreiben und wollte für die Kunst leben. Hanno Buddenbrook hat er sterben lassen. Er selbst wurde zu einem der wichtigsten deutschsprachigen Autor aller Zeiten. 2 Barbara Kerbel

Fast jeder Deutsche kennt die Geschichte.

FOTO: PICTURE ALLIANCE/AKG

anno Buddenbrook hat es gespürt: Seine Familie hat keine Zukunft. Er ist noch ein Kind, als er in der Familienchronik unter seinen Namen eine dicke Linie macht. Die seit Generationen geschriebene Chronik ist das wichtigste Dokument der stolzen Familie. Sein Vater ist schockiert und fragt Hanno, was er da tut. Das Kind antwortet: „Ich glaubte … ich glaubte … es käme nichts mehr!“ Es ist eine unheimliche Szene, die Thomas Mann (1875 -1955) in den Buddenbrooks beschreibt. Aber bald wird klar, dass Hanno recht hat. Wenige Jahre später ist von der Macht der Familie nicht mehr viel übrig. Hanno stirbt kurz vor seinem 16. Geburtstag an Typhus. Sein Vater ist da schon tot, das Vermögen kleiner geworden. Seine Mutter verkauft das Haus, verlässt die Stadt. Am Ende ist fast alles kaputt. „Verfall einer Familie“ hat Mann unter den Namen des Romans geschrieben. Wenn etwas verfällt, dann ist es für immer verloren. Der Roman beschreibt, wie eine reiche Familie über Jahre hin immer mehr an Kraft und Macht verliert. Trotzdem ist Buddenbrooks kein trauriges Buch. Es ist eine oft sehr witzige Parodie des gehobenen Bürgertums im 19. Jahrhundert. Der Roman beschreibt über vier Generationen das Leben der reichen Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook. Mann, der selbst in einer reichen Kaufmannsfamilie aus der norddeutschen Hafenstadt aufwuchs, hat darin auch seine eigene Familie porträtiert – und parodiert. Alle Figuren sind starke Personen, die dem Leser sympathisch werden, über die man aber auch lachen muss. Da ist die naive Tony Buddenbrook, die zwei unglückliche Ehen erlebt und immer wieder sagt: „Ich kenne das Leben.“ Der disziplinierte Kaufmann Thomas Buddenbrook, der seine Arbeit immer weiter erfüllt, obwohl er psychisch immer schwächer wird. Thomas’ Bruder Christian, der witzige Geschichten erzählen kann, aber sonst nicht viel leistet.

spüren hier: fühlen; merken die Generation, -en Altersgruppe in einer Familie, z. B. Großeltern, Eltern, Kinder … käme Konj. II von: kommen ¢nheimlich so, dass es Angst macht die M„cht hier: ≈ Kontrolle über andere durch Geld und gesellschaftliche Position Besitz einer Person oder das Vermögen, Institution insgesamt (z. B. Geld, Häuser) verl„ssen weggehen und nicht mehr zurückkommen w“tzig lustig das gehobene höhere gesellschaftliche B•rgertum hist. Klasse das Jahrh¢ndert, -e Zeit von 100 Jahren Person, die im Einkauf/ der Kaufmann, die Kaufleute Verkauf arbeitet porträtieren hier: genau beschreiben erleben hier: als Erfahrung machen erf•llen hier: erledigen leisten gute Arbeit tun der B„nd, ¿e hier: eines von zwei Büchern, die inhaltlich eine Geschichte haben hier: ideales Beispiel, an das Vorbild, -er dem man sich orientiert verteilen hier: geben dienen „ls hier: benutzt werden als die W•rdigung, -en ≈ Lob sch„lten hier: publizieren der N¡stbePerson, die schlecht schmutzer, über die eigene Familie oder das eigene Land redet besch“mpfen böse Worte gegen jemanden benutzen die Ausgabe, -n hier: Version zu tun haben m“t eine Verbindung/Beziehung haben mit der Nob¡lpreis für Geld für den besten Autor Literatur oder die beste Autorin ausdrücklich hier: speziell; genau gr•nden starten begabt mit großem Talent „ller Zeiten ≈ früher und heute

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Ausstellung

Das schwache Geschlecht Wann ist ein Mann ein Mann? Popsänger Herbert Grönemeyer stellte die Frage in seinem 80er-Jahre-Song „Männer“. Wenn sich das Rollenbild der Frauen verändert, dann verändert sich auch das der Männer. Die Gruppenausstellung „Neue Mannsbilder in der Kunst“ untersucht das veränderte Männerbild in der Kunst. Mehr als 30 internationale Künstler zeigen Beiträge zu Themen wie Emotionen, Kritik und Krise und Männlichkeit als Maskerade. bis 9.2. Bern, Kunstmuseum das R¶llenbild, -er

s“ch verændern das M„nnsbild, -er südd., österr. der Beitrag, ¿e

Idee von der Rolle, die jemand in einer Funktion oder sozialen Position zu spielen hat anders werden Mann; hier auch: Bild/Idee von einem Mann hier: Produkt eines Künstlers

Konzert

Die CubaBoarischen Bayerische Volksmusik passt prima zu kubanischem Salsa. Das hat Hubert Meixner beim Urlaub auf der Karibikinsel verstanden. Seit dieser Zeit kombiniert seine Band die beiden Musikstile. Die CubaBoarischen singen auf Bayerisch, Deutsch und Spanisch über Che Guevara und den Wilderer Jennerwein. Das gefällt vielen Leuten sowohl in Bayern als auch auf Kuba, wo sie immer wieder Konzerte geben. Ausstellung

Außer Kontrolle? Leben in einer überwachten Welt Big Brother ist überall. Agenten lesen private EMails und hören Telefone ab. Firmen überwachen ihre Angestellten und sammeln Informationen über ihre Kunden. Endlich gibt es eine Ausstellung zum Thema. Objekte aus dem Überwachungsfundus von Staat und Wirtschaft zeigen die Fakten. Die Kunst fragt nach der Legitimität. bis 23.2. Frankfurt am Main, Museum für Kommunikation

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4.1. 5.1. 6.1. 10.1. 11.1.

Rosenheim Erding Pfarrkirchen Berchtesgaden Deggendorf die V¶lksmusik der W“lderer, -

überw„chen „bhören der Überw„chungsfundus der/das F„kt, -en die Legitimität

12.1. 17.1. 18.1. 19.1. 21.1.

Altötting Günzburg Memmingen Ingolstadt München

24.1. 25.1. 26.1. 31.1.

Gersthofen Passau Geiselhöring Weilheim

traditionelle Musik eines Landes oder einer Region Person, die ohne Erlaubnis Wildtiere fängt und totmacht

aufpassen; kontrollieren im Geheimen bei Telefongesprächen zuhören ≈ alle Objekte, die man zur Überwachung braucht Sache, die Wirklichkeit ist; hier: Zahl; Information von: legitim = hier: so, dass sich die Kontrolle an den schriftlichen Normen eines Staates orientiert

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Kulturtipps MITTEL

Ausstellung Hörbuch

Kindheit Bis zur Industrialisierung hatten Kinder keine speziellen Rechte. Sie waren billige Arbeitskräfte. Weil sich die Menschen aber immer mehr an der Zukunft orientierten, wurden auch die Kinder wichtiger. Eine Ausstellung über die Anfangstage der Kindheit mit Bildern, Spielen und Schulmaterial. bis 9.3. Baden-Baden, Museum LA8, Kulturhaus das R¡cht, -e die [rbeitskraft, ¿e

Regeln eines Staates; hier: ≈ garantierte Möglichkeit, z. B. Ausbildung, keine körperlichen Strafen … hier: jeder Mensch, der arbeiten kann

Theater

Alltag & Ekstase Wir beobachten uns selbst. Wie ein Kaufhausdetektiv sitzen wir vor den Monitoren, die uns selbst zeigen. Wir stellen uns die Frage: Wie lässt sich das eigene Leben optimieren? Wie werde ich intelligenter, schöner, glücklicher, besser? Rebekka Kricheldorfs Drama beobachtet eine Familie von IchOptimierern auf der Suche nach der Ekstase im Alltag. Uraufführung 17.1. Berlin, Deutsches Theater, Kammerspiele beobachten die Uraufführung, -en

genau ansehen erstes Mal, dass ein Theater oder Film vor Publikum gezeigt wird

Kino

Der blinde Fleck

SCHWER

Eine neue Version der Märchen der Brüder Grimm hat Bestsellerautor Philip Pullman geschrieben. Populäre Märchen wie „Schneewittchen“ sind dabei, aber auch weniger bekannte wie „Die drei Schlangenblätter“. Hören kann man sie auf zwölf CDs, insgesamt rund 830 Minuten lang. Man merkt sofort: Pullman weiß viel über die Epoche der Grimm-Brüder. Der Autor hat viele neue Informationen gesucht und auch gefunden. Gelesen werden die Märchen von Walter Kreye, dem Schauspieler aus der Fernsehserie „Der Alte“. Pullman und er sind eine fantastische Kombination aus großer Erzählkunst und magischer Märchenstimme. In einem Satz: tolles Hörbuch – nicht nur für Märchenfreunde Hörbuch Hamburg, 29,99 Euro Buch

Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen SCHWER

Jennifer Teege ist 38 Jahre alt, als sie in einer Bibliothek in Hamburg zufällig entdeckt, wer ihr Großvater ist: Amon Göth. Göth war Kommandant des Konzentrationslagers Plaszow bei Krakau. Viele kennen ihn aus Steven Spielbergs Film Schindlers Liste. Darin ist zu sehen, wie Göth auf dem Balkon steht und ohne eine Emotion zu zeigen, Menschen erschießt. Teege ist schockiert. Wie konnte ihr Großvater Spaß dabei haben, Tausende Menschen zu töten? Wie soll sie selbst als seine Enkelin normal weiterleben? Und was werden ihre jüdischen Freunde denken? Zusammen mit der Journalistin Nikola Sellmaier reist sie in der Familiengeschichte zurück. Sie sucht nach Antworten – und findet den Weg zu ihrer persönlichen Befreiung.

FOTOS: 2013 PRO LITTRIS, ZÜRICH; MUSEUMSSTIFTUNG POST UND TELEKOMMUNIKATION; ASCOT ELITE FILMVERLEIH

Am 26. September 1980 explodiert eine Bombe auf dem Münchener Oktoberfest. 13 Menschen sterben, mehr als 200 werden verletzt, manche davon schwer. Reporter Ulrich Chaussy untersucht das Ereignis. Er kommt zu einem anderen Ergebnis als die Polizei. Diese sagt nämlich, dass es nur einen Täter gibt. Aus Chaussys mutiger Untersuchung hat Regisseur Daniel Harrich einen sehr aktuellen Thriller gemacht. Filmstart: 23.1.

Grimms Märchen

In einem Satz: emotionale Reise in die Vergangenheit Rowohlt Verlag, 19,95 Euro

das Hörbuch, ¿er das Schl„ngenblatt, ¿er (die Schl„nge, -n (das Bl„tt, ¿er

Stelle im Auge, wo keine Lichtrezeptoren sitzen; auch: Bereich der Charakteristika eines Menschen, den er nicht kennt oder nicht kennen will explodieren ≈ plötzlich mit Lärm und Feuer kaputtgehen der Täter, Person, die etwas Kriminelles gemacht hat mutig ohne Angst der Regisseur, -e franz. Leiter, der Schauspielern Instruktionen gibt der bl“nde Fl¡ck

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GRIMMS MÄRCHEN Buchtext, der z. B. auf CD gesprochen wurde Blatt, das eine Schlange gebracht hat Reptil mit sehr langem Körper, aber ohne Beine) kleines, grünes Teil einer Blume oder eines Baumes)

AMON. MEIN GROSSVATER HÄTTE MICH ERSCHOSSEN hætte … ersch¶ssen Konj. II der Vergangenheit von: erschießen = mit einer Pistole totmachen töten totmachen jüdisch von: Jude = Person, deren Religion die Thora als Basis hat die Befreiung von: sich befreien = sich frei machen der Verlag, -e Firma, die Zeitungen, Zeitschriften oder Bücher herstellt

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Kolumne SCHWER

Alia Begisheva über

Gäste

Lädt man Deutsche zu sich ein, kann es anstrengend werden. Ihre Schuhe ziehen sie an der Haustür

ILLUSTRATION: BERNHARD FÖRTH

A

ls meine Oma noch lebte, erzählte ich ihr oft über das Leben in Deutschland. Sie war sehr interessiert, denn sie hatte auch in Deutschland gelebt. Zuerst als Zwangsarbeiterin in Stuttgart, später in der sowjetischen Besatzungszone, wohin ihr Mann zur Demontage musste. Nichts schien die Oma zu schockieren. Auch nicht, dass ich berichtete, dass in einem der reichsten Länder der Welt manchmal immer noch mit Kohle geheizt wird. Da zeigte sie – anders als meine Freunde – vollstes Verständnis: „Ja, ja, mit Briketts!“ Nur eine Sache konnte sie nicht verstehen: dass Deutsche ihre Schuhe nicht ausziehen, wenn sie irgendwo eingeladen sind. „Und was ist, wenn sie auf der Straße in die Spucke eines Tuberkulosekranken treten und die Krankheit zu dir nach Hause bringen?“, fragte sie entsetzt. Dass Bürgersteige in Deutschland mit Seife gereinigt werden und Tuberkuloseerkrankungen zur Vergangenheit gehören, ließ sie nicht gelten. Die Oma ist vor sieben Jahren gestorben. Aber jedes Mal, wenn ich Gäste habe, muss ich an sie denken. Russen, Amerikaner, Brasilianer, Ungarn, Türken, Griechen – alle, die in meine Wohnung kommen, ziehen an der Haustür ihre Schuhe aus. Ungefragt. Nur Deutsche nicht. Im besten Fall fragen sie: „Soll ich die Schuhe ausziehen?“ Und stehen dabei auf der Badezimmermatte. Meistens sage ich einfach Nein und hoffe, dass sie nicht gerade die Spucke des einzigen Tuberkulosekranken an ihren Schuhen haben, der in Deutschland unterwegs ist. Schuhe auszuziehen, gilt in Deutschland als total uncool. Also habe ich mich daran gewöhnt, meine Schuhe anzubehalten, wenn ich eingeladen bin. Ich habe mich auch daran gewöhnt, 68

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nämlich sicher nicht aus. Auch beim Essen sind sie spartanisch – bringen es aber oft selbst mit.

die Zw„ngsarbeiterin, -nen

Frau, die zur Strafe unter schlechten Bedingungen schwere körperliche Arbeit tun muss die Bes„tzungszone, -n ≈ Zone, in der Militär regiert die Demontage, -n franz. hier: Fabrikanlagen in einzelne Teile machen und wegbringen die Sp¢cke ≈ Wasser aus dem Mund ents¡tzt schockiert der B•rgersteig, -e Weg für Fußgänger neben der Straße ≈ Tuberkulosekrankheit die Tuberkuloseerkrankung, -en die Badezimmermatte, -n kleiner, flacher, weicher Teppich im Badezimmer „nbehalten nicht ausziehen ≈ sehr kleiner, flacher, harter der Keks, -e Kuchen in Mengen von einem oder literweise mehreren Litern auf „llen vieren kriechen sich auf Händen und Knien vorwärtsbewegen begleiten mitgehen; mitkommen das schl¡chte Gew“ssen hier: Gefühl, etwas Falsches zu tun das Spr“chwort, ¿er ≈ bekannter Satz ohne Lärm; ohne ohne großes Trara Probleme n•chtern hier:  emotional Intensität, wie stark man der hohe Grad der Integration integriert ist “n Ohnmacht f„llen ≈ in ein kurzes Koma fallen hier: ≈ Kultur, in der man sich die Zuprostkultur zuprostet und dabei einen Toast ausspricht vor dem Trinken von Alkohol (zuprosten „Prost!“ sagen) Feier eines Geburtstags oder die Jubiläumsfeier, -n Jahrestags die D„nksagung, -en formelles, offizielles Aussprechen eines Dankes belæstigen ≈ auf unangenehme Art stören

dass es dann oft nur eine Tasse Kaffee und zwei, drei Kekse gibt. Ich finde es sogar sehr praktisch, dass man nicht den Kühlschrank leer essen und literweise Wodka trinken muss, um zu zeigen, wie großzügig man den Gastgeber findet. Auch ganz angenehm: Wenn man sagt, dass man gehen muss, lassen die Deutschen einen einfach gehen. Sie erwarten nicht, dass man hundert Mal sagt, dass alles fantastisch geschmeckt hat und eine Million Mal verspricht, ganz bald wiederzukommen. Noch nie bin ich aus einer deutschen Wohnung auf allen vieren gekrochen – begleitet vom Gastgeber, der einen unbedingt noch bis zur nächsten Busstation bringen will. Die Deutschen schließen einfach die Tür. Freundlich und ohne schlechtes Gewissen. Ganz

Der Gast ist wie ein Fisch: Nach drei Tagen fängt er an, zu stinken. nach dem lustigen deutschen Sprichwort: „Der Gast ist wie ein Fisch: Nach drei Tagen fängt er an, zu stinken.“ Genauso schnell und ohne großes Trara verabschieden sie sich auch selbst. Und beweisen einmal mehr, wie nüchtern sie sind. Die Deutschen bringen sogar ihr eigenes Essen mit. Ich habe inzwischen einen ganz hohen Grad der Integration erreicht: Wenn mich jemand fragt, ob er etwas mitbringen soll, sage ich voller Freude: Ja! Und nenne ein paar Sachen. Meine Oma wäre in Ohnmacht gefallen. Auch die anstrengende Zuprostkultur habe ich hinter mir gelassen. In Deutschland können ganze Jubiläumsfeiern und Hochzeiten ohne einen Toast stattfinden. Man sitzt da, oft in Jeans und T-Shirt, isst und trinkt, ohne andere mit Glückwünschen und Danksagungen zu belästigen. Die Deutschen sind Traumgäste! Bis auf ihre coolen, dreckigen Schuhe vielleicht ... 2 1/14

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Nächsten Monat in Deutsch perfekt Das Februar-Heft gibt es ab 29. Januar

Glücklich sein FOTOS: WARTH-SCHRÖCKEN TOURISMUS; ISTOCK/THINKSTOCK

Glück möchte jeder haben. Aber wie funktioniert der Cocktail der Euphorie? Und warum sind die Westdeutschen zufriedener als die Menschen im Osten des Landes? Im dritten Teil der Serie „Anatomie einer Nation“ zeigen wir, wo und wie das Glück in Deutschland zu finden ist.

Wintersport Zwei österreichische Dörfer streiten seit Jahren darum, in welchem von beiden so viel Schnee fällt wie an keinem anderen Ort in Europa. Für Urlauber ist das kein Problem: Die beiden sind Nachbarn – und zwei der besten Wintersportziele in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die wir vorstellen.

Deutsch beim Arzt Der Sprachretter für Krankheitstage: 24 Extraseiten gratis im Heft zum Heft! Das große Paket aus Sprachtipps und viel Service für den Besuch beim Arzt – im praktischen Jackentaschenformat.

TV-Small-Talk: Reden Sie mit!

Wie wichtig ist es für junge Deutsche? Was machen sie damit? Und vor allem: Wie viel Geld haben sie eigentlich?

IN DEN NÄCHSTEN MONATEN Hamburg Deutschlands Weltmetropole

XXXXXXX: DDDD EEEE RRRRR WWWWW

Sie sind Kult. Jeder kennt sie – und alle reden darüber: das Wichtigste zu den populärsten TV-Serien und Sendungen. Damit reden Sie beim Small Talk mit.

Alles über Geld

Arbeitsmarkt Wo Deutschland Sie braucht Nordrhein-Westfalen Ein Deutsch-pperfekt-Spezial

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D-A-CH-Menschen MITTEL

Einer von 98 Millionen: Wie denken Sie über das Leben,

Frank-Jürgen Schmidt? Als Kapitän ist er sechs Monate im Jahr auf den Weltmeeren unterwegs, auf einem der größten deutschen Containerschiffe. So global der 57-Jährige arbeitet, so wichtig ist ihm seine Heimat – ein kleines Dorf in Brandenburg.

Was ist Heimat für Sie? Ein Lebensgefühl. Mit Breese, meinem Dorf, fühle ich mich sehr stark verbunden. Hier habe ich meine Frau kennengelernt, mein Sohn ist hier groß geworden. Ich freue mich immer wieder, nach Hause zurückkommen zu können.

FOTO: HAPAG-LLOYD

Was lieben Sie an Ihrem Beruf? Er ist nicht langweilig. Als Kapitän fahre ich immer wieder in neue Gebiete, lerne Menschen kennen, muss Probleme lösen. Ich bin zuständig für den kompletten Betrieb auf der Hamburg Express. Aufgerichtet wäre sie so hoch wie der Berliner Fernsehturm. Und wenn man alle Container einen hinter den anderen stellen würde, wäre die Strecke fast 80 Kilometer lang. Die Verantwortung ist groß. Aber man lernt, damit umzugehen. Was fehlt Ihnen, wenn Sie unterwegs sind? Der tägliche Austausch mit meiner Familie. Wir können ziemlich günstig telefonieren und auch E-Mails schreiben. Aber das kann den direkten Kontakt nicht komplett kompensieren, gerade jetzt, wo ich einen Enkel bekommen habe. Worauf sind Sie stolz? Auf meine Frau, meinen Sohn und meine Arbeit. 70

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die Seefahrt der Schl•ssel, -

Schifffahrt auf dem Meer hier: ≈ Hilfe, durch die ein Ziel erreicht werden kann s“ch verb¢nden fühlen ≈ eine positive Beziehung m“t haben zu der Betrieb hier: alle Aktivitäten an Bord hier: so, dass das Schiff in seiner aufgerichtet ganzen Länge in vertikaler Position ist der F¡rnsehturm, ¿e sehr hoher Turm, über den Radio- und Fernsehprogramme gesendet werden die Str¡cke, -n Weg ¢mgehen m“t hier: auf positive Art arbeiten mit der Austausch hier: Unterhaltung; Gespräch die }mgangsform, Normen im Zusammenleben, -en z. B.: Wie grüßt und isst man richtig, wie zieht man sich richtig an? „ngehören hier: haben das Gebot, -e Sache, die man (nicht) tun soll so intakt wie möglich möglichst int„kt (int„kt  kaputt) hier: eine Information bekomerfahren men Person, die beruflich auf einem der Matrose, -n Schiff arbeitet die Nautik ≈ Wissen über Navigation das Pat¡nt, -e hier: amtliches Dokument, das zeigt, dass man eine berufliche Qualifikation erreicht hat Ein Traum w¢rde wahr. ≈ Ein großer Wunsch wurde Wirklichkeit. Öffnung der Grenze zwischen der Mauerfall West- und Ostdeutschland hier: nachdenken, ob im politiinfrage stellen schen System alles richtig war zus„mmenbrechen hier: kaputtgehen hætte ... ged„cht Konj. II der Vergangenheit von: denken

Eine Übung zu diesem Text finden Sie auf Seite 39.

Was hoffen Sie, bleibt einmal von Ihnen? Dass die jungen Leute, mit denen ich zusammengearbeitet habe, sagen: Das haben sie bei mir gelernt. Wissen ändert sich ja schnell. Aber die Umgangsformen zwischen den Menschen, die würde ich gerne verbessern.

Wie wichtig ist Religion für Sie? Ich gehöre keiner Konfession an. Ich denke aber, dass ich religiös bin. Die universellen Gebote finde ich sehr wichtig. Deshalb finde ich auch Religion wichtig. Wo wollen Sie alt werden? In meiner heimatlichen Umgebung, bei möglichst intakter Natur. Bei uns ist die auch noch relativ intakt. Hier wohnen nämlich so wenige Menschen wie in kaum einem anderen Teil Deutschlands. Dafür, dass die Natur so bleibt, will ich in Zukunft aktiv werden.

„Die Seefahrt war der Schlüssel, um in die Welt zu kommen.“ Was war das größte Glück Ihrer Jugend? Zu erfahren, dass ich bei der Seefahrt anfangen kann. Das war der Schlüssel, um in die Welt zu kommen. Ich habe noch richtig Matrose gelernt, später Nautik studiert und auch noch ein technisches Patent gemacht. Mit der Hamburg Express wurde 2012 ein Traum wahr. Was war die größte Überraschung Ihres Lebens? Der Mauerfall. Ich musste mich komplett neu orientieren und alles infrage stellen, was mal richtig gewesen war. Für mich ist damals eine Welt zusammengebrochen. Dass ich danach so weit kommen würde, hätte ich nie gedacht. 2 Interview: Jörg Walser 1/14

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Die jungen Seiten von

Januar 2014 Alle Texte auf Stufe A2 LEICHT

Bavaria Filmstadt Das Kino wie Insider sehen Seite 6

Auf nach Frankfurt! Internationale Deutscholympiade 2014 – bist du dabei? Seite 4

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KALEIDOSKOP die Ausrüstung, -en das Surfbrett, -er ¡twa die Kufe, -n das T¡mpo

hier: Dinge: Man braucht sie zum Surfen. Sportgerät: Darauf stellt man sich zum Surfen. nicht ganz genau; circa hier: langes, dünnes Metallteil unten am Surfbrett Schnelligkeit: Wie schnell fährt jemand?

Surfen im Schnee

Windsurfer mögen den Winter nicht. Denn wie sollen sie da ihren Sport machen? Die Ausrüstung kommt also jedes Jahr in den Keller. Aber das muss nicht sein. Es gibt nämlich eine Alternative: Surfen auf Schnee und Eis. Man braucht dazu ein spezielles Surfbrett, das auf diesem Material funktioniert – den Snowfer. Das Brett ist etwa zwei Meter lang und hat Kufen. Ist genug Wind da, können Schneesurfer sehr schnell werden: Möglich ist ein Tempo von fast 80 Kilometern pro Stunde. Besonders schwer ist der Sport nicht. Windsurfer fühlen sich auf dem Snowfer meistens sofort sicher.

m August hat Rapper Eko Fresh sein siebtes Soloalbum publiziert, Eksodus. Damit war er das erste Mal auf Platz eins der deutschen Charts. Aber seine Fans wollen ihn natürlich nicht nur zu Hause hören. Für sie gibt es eine gute Nachricht: Ende Januar startet Eko Fresh seine Tour und besucht 14 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er ist nicht allein – Rapper MoTrip („Guten Morgen NSA“) begleitet ihn. Das Motto des Duos ist Programm: „Jetzt kommen wir wieder auf die Tour.“ Die beiden wollen dem Publikum nicht nur bekannte Hits präsentieren. Premiere feiern sollen auch neue Songs. Für Fans des Deutsch-Rap wird die Tour ein Spaß.

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begleiten auf die Tour k¶mmen präsentieren

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hier: zusammen auf Tour gehen mit gemeint ist hier auch (bei betontem „die“): etwas (wieder) bei einer anderen Person versuchen, zu bekommen hier: offiziell vorstellen

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DEIN WORT

TITELFOTO: ISTOCK/THINKSTOCK; FOTOS: 7 DAYS MUSIC; SCREENSHOT SFR; CHARLES CHEPREGI; FOTOLIA/Y. ARCURS

der Br“nger Viel Geld braucht man nicht. Auch kein Abitur oder andere Prüfungen. Man muss auch nicht zu einer bestimmten Uhrzeit da sein. Nötig ist aber Internet. Dann kann man Online-Kurse von bekannten Universitäten besuchen – kostenlos. 2011 hat der deutsche StanfordProfessor Sebastian Thrun damit angefangen. 160 000 Menschen haben seinen Kurs über künstliche Intelligenz besucht – mehr als zehnmal so viele Studenten, wie die kalifornische Universität insgesamt hat. Jetzt gibt es auch in Europa Online-Kurse in mehreren Sprachen (www.openuped.eu). Alle, die sehr gut Deutsch sprechen, können auf dieser Webseite Kurse besuchen: www.iversity.org.

(Nomen) In der Alltagssprache ist eine Sache der Bringer, wenn sie einen positiven Effekt hat oder sehr gut ist: „Hey, hast du schon Teil 2 von Der Hobbit gesehen? Den Film musst du dir unbedingt ansehen, der ist echt der Bringer!“ Auch eine Person kann damit gemeint sein: „Wir haben einen neuen Nachbarn bekommen. Aber der ist leider nicht so der Bringer! Er ist ziemlich langweilig.“

das Abitur best“mmte (-r/-s)

Prüfung am Ende vom Gymnasium hier: so, dass es eine Norm oder Vereinbarung gibt die k•nstliche Können mancher Computerprogramme, Intellig¡nz menschliche Intelligenz zu imitieren insges„mt/“nsgesamt im Ganzen mehrere (-r/-s) ein paar; mehr als zwei

die Matura iz. österr., schwe h isc ss nö ge eid le, -n die Hochschu „blehnen überspr¢ngen

sium de vom Gymna Prüfung am En schweizerisch Universität il Nein sagen zu hier: einen Te erspringen = Part. II von: üb undschule nicht machen Gr r der Klassen de

Jahren Mit neun ilian im ax schreibt M iner se Janisch an a in ur at M Schule die rich Zü n vo der Nähe der Prüfung in i Be . vier ik e at in m ke Mathe weil er sich mic dabei – er Co n n en ne w ei , er hat Also liest er trieren kann. Er en t. nz gu ko n hr se de Stun am Ende: cht. Seine Note ts au ch br ni e ik us at Pa eine in Mathem in der Schule er n ss ne da ei t, tz rn je te weiß len seine El nn. Also wol le ka hu en sc rn ch le Ho r meh Technischen dgenössischen einen so Platz an der Ei ETH akzeptiert ihn. Aber die r fü ) TH t Zürich (E tä si h Züric die Univer n nicht. Auch te en ud MatheSt s en Da jung mpromiss: bt es einen Ko gi t tz m der Je . m ra ab t og lehn eziellen Pr rf an einem sp da ie n hat en he oc -G W ik mat . Alle zwei h teilnehmen ric ProZü t m tä si ne ei er i Univ terricht be hrige Privatun jä men hn m Ze t sa tz zu je – der dem noch le geht er trotz hu drei Sc n r ho Zu . sc or h fess hat nämlic . Maximilian en rig äh -J 14 mit rungen. Klassen übersp

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Spiel, Spaß, Sprache Millionen Deutschschüler sind zur Internationalen Deutscholympiade (IDO) 2014 eingeladen. Die Besten aus rund 60 Ländern reisen im August nach Frankfurt zum Finale – wie der Bulgare Daniel Lyubomirov (18) vor zwei Jahren. Bist du dieses Mal vielleicht auch dabei?

aniel, du bist 2012 bis ins Finale der IDO gekommen. War das kompliziert? Es war kompliziert. Die ganze Olympiade hat aus drei Runden bestanden. Erst in der Schule, dann in unserer Hauptstadt Sofia. Dort war ich der Beste auf dem Niveau B2. Zusammen mit einem Mädchen, der Besten auf dem Niveau A2, durften wir nach Frankfurt zum Finale reisen.

D

Wie war es dort? In Frankfurt waren 100 Jugendliche aus 50 Ländern. Wir waren eigentlich die Besten auf der ganzen Welt. Aber ne das Problem war, dass wir verschiede Eineinem mit es hat lb Desha n. hatte Niveaus ich stufungstest begonnen. Komischerweise hatte Niveau C1.

Was zum Dann habt ihr Aufgaben bekommen. Beispiel? für eine Zuerst mussten wir in die Stadt gehen, um zum haben he Manc en. rchier reche zu g Wandzeitun sie noch Beispiel über die S-Bahn geschrieben, weil im Bankenviertel. nie eine S-Bahn gesehen haben. Ich war nkfurt-Bewey-Fra Occup der ger Zu der Zeit war dort ein Zeltla der Proeinen habe Ich hat. stiert prote n gung, die gegen die Banke testierer für meine Zeitung interviewt. Später habt ihr in der Gruppe gearbeitet? Märchen so beschreiben, dass Ja, jede Gruppe musste eine Szene aus einem konnte. Da mussten wir zeigen, ein Künstler ein gutes Bild davon malen Gruppe waren Teilnehmerinnen r meine wie gut wir Deutsch sprechen. In n. Belgie und ien aus Kanada, Serbien, Alban ochen? Und ihr habt die ganze Zeit Deutsch gespr ch, aber das war nicht das Englis alle auch ten konn Auf jeden Fall! Wir echen. Das hat sich auch Ziel. Die Leute hatten Spaß am Deutschspr Präsentation über ein eine en im dritten Teil gezeigt. Wir musst Talkshow über Geld eine für sich hat e Thema machen. Meine Grupp die R¢nde, -n aus ... best„nden das Niveau, -s franz. der Einstufungstest, -s komischerweise die W„ndzeitung, -en recherchieren franz. das B„nkenviertel, das Z¡ltlager, (das Z¡lt, -e

malen Auf jeden F„ll! das Ziel, -e das Thema, Themen

Ort: Dort gibt es viele Zelte. ilen: Man Konstruktion aus Plastik und langen, dünnen Metallte stellt sie draußen auf und kann darin schlafen.) hier: organisierte Gruppe mit der gleichen Idee ≈ fantastische Erzählung, z. B. „Hänsel und Gretel“ oder Skulpturen. Person: Sie macht ästhetische Dinge, z. B. Bilder arben Wasserf mit B. z. , machen ein Bild hier: Sicher! hier: Resultat: Das will man erreichen. hier: Inhalt der Präsentation

FOTOS: IDO 2012 (3)

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Glücklicher Zweitbester Daniel Lyubomirov

die Bewegung, -en das Märchen, der K•nstler, -

hier: eine von mehr als zwei Phasen ... Part. II von: bestehen aus ... ≈ gemacht sein aus hier: ≈ Qualität der Sprachkenntnisse für die Olympiade. hier: Test: Damit findet man das richtige Niveau so war hier: so, dass er nicht verstanden hat, warum das mit InformaZettel man macht Darauf Papier: Bogen hier: großer tionen und Bildern. nach genauen Informationen suchen Stadtteil: Dort gibt es viele Banken.

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≈ wählen Part. II von: sich entscheiden für entschieden etwas anderes dafür bekommen und geben etwas tauschen Geldstück die M•nze, -n Nase sauber kleinen Stück Papier oder Stoff die s“ch die Nase p¢tzen mit einem machen anfangen sprechen zu; als Erster ein Gespräch „nsprechen ert sich um Jugendliche. kümm Sie n: Perso hier: der Betreuer, so, dass man gerne hilft h“lfsbereit toll großartig Emotion das Gefühl, -e rsitäten oder Organisationen: hier: Geld für Studenten von Unive ren. das Stip¡ndium, sie ohne finanzielle Probleme studie en könn So ndien Stip¡ möchte ten/tun, weil man etwas bekommen arbei viel hier: ¢m hen s“ch bemü r Sekto ≈ hier: die R“chtung, -en

Gruppenarbeit Alle sprechen Deutsch

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n wir mit anderen entschieden. Am letzten Tag habe getauscht, sondern Teilnehmern nicht nur Adressen enen Ländern. auch ein paar Münzen aus verschied kfurt? Was hat dich überrascht in Fran Nase putzt, macht die Wenn man sich in Deutschland Überrascht hat eter. diskr das en man das laut. Wir mach Die Menschen t. Stad der ät nalit natio Inter mich auch die genauso auf aber an, sprechen einen dort auf Deutsch gar nicht n sche Deut Englisch. Außerdem waren die mal versich n habe euer Betr die immer pünktlich – auch denken arien Bulg In ock. ursch Kult ein spätet! Das war sind. sch mati prag sehr viele, dass die Deutschen kalt und behilfs und e dlich freun Aber das sind eigentlich ganz reite Leute. n? Ist dein Deutsch besser geworde ich den ganzen Tag habe n Tage Definitiv! An manchen war ein ganz großkein Wort auf Bulgarisch gesagt. Das Deutschen ganz die artiges Gefühl. Außerdem sprechen en. Gar nicht kenn t rrich Unte anders, als wir es aus dem so formell. auf dem Niveau C1. Am Ende warst du Zweitbester hl? Gefü ein Was war das für Namen gehört habe, Das war großartig. Als ich meinen habe einen Laptop Ich haben mir die Worte gefehlt. . Es hat noch er imm ich gewonnen. Den benutze s tolle ein so ich dass t, mich überrasch r der Geschenk bekomme. Das war eine glücklichsten Tage meines Lebens. Was willst du jetzt machen? g. Im Mai bin ich mit der Schule ferti m ndiu Stipe ein Ich werde mich um nd bemühen, um später in Deutschla noch weiß Ich en. könn zu ieren stud die nicht genau was. Aber es geht in ist r Dafü . technische Richtung lär. popu m extre Deutschland Interview: Jörg Walser

DIE OLYMPIADE Von Afghanistan bis Zypern – rund um den Globus startet die Internationale Deutscholympiade, diesmal in rund 60 Ländern. Alle zwei Jahre lädt das Goethe-Institut Deutschschüler im Alter von 14 bis 19 Jahren zu dem Wettbewerb ein. Mehr als zwölf Millionen aus der ganzen Welt sind 2014 eingeladen. Chancen haben nicht nur Teilnehmer, die die Sprache schon besonders gut sprechen. In Vorrunden sucht jedes Teilnehmerland die besten Deutschschüler in zwei Niveaustufen. Die beiden reisen in Begleitung eines Lehrers nach Frankfurt am Main: In der Banken-Metropole findet vom 3. bis zum 16. August das Finale statt. Wichtig ist dabei nicht nur, wie gut die Teilnehmer Deutsch sprechen. Extrapunkte gibt es auch für besonders originelle Arbeiten und Antworten. Außerdem gibt es ein großes Begleitprogramm. Darin lernen die Finalisten mehr über Deutschland. Zu gewinnen gibt es Praktika in deutschen Firmen, ein Schnupperstudium an einer deutschen Universität und viele andere Preise. Mehr Informationen stehen auf www.goethe.de/ido/2014. der W¡ttbewerb, -e die Vorrunde, -n die Niveaustufe, -n franz. die Begleitung das Begleitprogramm, -e das Schn¢pperstudium, -studien der Preis, -e

≈ Suche nach den Besten Phase der Qualifikation hier: Qualität der Sprachkenntnisse von: begleiten = mitkommen hier: Programm: Es findet neben dem Wettbewerb statt. Studium: Man bekommt die Chance, ein Studium kennenzulernen. hier: Ding oder Geld: Ein Gewinner bekommt es.

International Die 100 Teilnehmer aus 50 Nationen 2012 vor dem Frankfurter Rathaus

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Die Magie des Films In einem der größten deutschen Filmstudios können Besucher Führungen machen und in ein ganz spezielles Kino gehen. Im Süden von München hat Claudia May die Bavaria Filmstadt mit ihren vielen Extras besucht.

auf das neugierig Besonders

s Wien Verena au 4-D-Kino

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≈ sehr neugierig gesp„nnt Es beginnt. / Es fängt an. ]s geht los. hier: schnell die Position ändern n s“ch bewege die [chterbahn- Fahren mit einer Achterbahn fahrt, -en auf (die [chterbahn, Bahn mit kleinen Wagen: Sie fahren Gleisen nach oben und unten.) -en Es soll der S“cherheits- hier: schweres, dickes Metallteil: helfen, dass ein Kinobesucher sich nicht bügel, verletzt. hier: ≈ verrückt und mit viel Energie w“ld der Kaiser, die Baumrinde, -n nah blasen auf v¶ll die Kul“sse, -n

oberster Monarch ≈ harte, dünne, äußere Seite von einem Baum hier: direkt; genau neben oder vor hier: Luft lassen auf total; ziemlich hier: hier: Dekoration/Ort: Dort spielt ein Film.

FOTOS: CLAUDIA MAY; BAVARIA FILMSTADT (2)

t erena steht im Regen und wartet. Sie komm ht besuc r Mutte ihrer mit men aus Wien, zusam ist es sie die Bavaria Filmstadt. Für die 15-Jährige das wie nnt, gespa ders beson eine Premiere. „Ich bin nicht man sieht etwas „So 4-D-Kino ist“, sagt sie. Kino und jeden Tag.“ Aber noch muss sie warten. Das Füheiner hmer Teilne als nur die Filmstadt darf man , Uhr?“ 10.17 um Tour die hat rung besuchen. „Wer das über Fuß zu los, es geht ruft eine Frau. Schon Ombeline. große Areal. Geführt wird die Gruppe von len und erzäh viel en Stund zwei Sie wird die nächsten erklären. a so Zuerst geht es zum 4-D-Kino, auf das Veren film. rheits Siche ein läuft gespannt war. Im Foyer in dieAnders als bei einem 3-D-Film bewegen sich um Publik das denen auf l, Sesse sem Kino auch die en. roblem Herzp mit hen Mensc sitzt – schlecht für rAchte eine als mer schlim Ist das 4-D-Kino also

auf Die Tür öffnet sich. Schnell setzen sich alle Nase. Die einen Sessel – und 3-D-Brillen auf die sich Hände nehmen die Besucher nach oben, damit dunwird der Sicherheitsbügel schließen kann. Es aus dem Figur eine Lissi, sie sehen Dann kel. . Sie steht Animationsfilm Lissi und der wilde Kaiser nimmt sie in den Bergen und will schnell weg. Also schnelle ein Stück Baumrinde und startet eine Lissis Snowboardfahrt. Die Besucher sehen en Bäum Perspektive: Sie fahren gefährlich nah an bewer vorbei, fallen viele Meter nach unten. Imme auf das gen sich die Sessel mit. Als dann noch Wind lett. Publikum geblasen wird, ist die Illusion komp . Fahrt Nur rund fünf Minuten dauert die wilde len“, „Voll cool, aber meine Brille ist runtergefal men sagt ein Junge. „Und als der Wind dann gekom ten möch ist … super“, antwortet sein Freund. Sie nächs den Film gern noch einmal sehen. Aber die in jetzt te Gruppe wartet schon. Und Ombeline will die Kulissen der Filmstadt.

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Filmstudio (links) und Wetterstudio (rechts) Mehr als 300 000 Menschen besuchen die Filmstadt pro Jahr

das Areal Alle steigen in einen Zug ein. Denn 300 000 fähr unge ist ios mit seinen vielen Stud größer: noch wird pe Grup Quadratmeter groß. Die lz) d-Pfa inlan (Rhe z Main Eine Berufsschulklasse aus eLehr zwei ihren mit ler kommt dazu. Die 20 Schü cht. gebu Kino 4-Drinnen haben die Tour ohne . Ombeline Der Zug hält vor einer großen Halle steht ein Vorn . Raum führt in einen dunklen en Film klein m eine bei Polizeiauto. „Wer möchte aus der as Thom und Fabio mitmachen?“, fragt sie. spielt Fabio . vorn nach Berufsschulklasse gehen t ein steig Er will. len steh einen Dieb, der das Auto wirk t nich Auto das fährt und fährt los. Natürlich der auf , Wand eine sich lich. Hinter ihm bewegt Eine Illusion für Häuser und Straßen zu sehen sind. r. sehe das Publikum vor dem Fern läuft vor das Thomas will den Dieb stoppen. Er ierig ist. Das schw sehr das Auto und tut so, als ob Auto sehr das dass en, Publikum soll nämlich denk kurzer nach isst verg as schnell fährt. Aber Thom andeDie aus. g lusti sehr t Zeit das Laufen. Es sieh Er zu. Dieb dem er ruft “, ren lachen. „Steig aus! noch t lach ikum Publ Das . versucht, böse zu sein die beiden 18lauter. Am Ende dürfen sich Jährigen verbeugen. sten Stopp Zum Glück müssen sie beim näch in die geht pe Grup e nichts machen. Die ganz ional rnat inte Der . Boot Filmkulisse von Das o Fabi bt. geha iere Prem bekannte Film hat 1981 ihn en kenn egen lkoll Schu und die meisten seiner historisches Uaber nicht. Interessant ist ein die Teenager für es ist r Boot trotzdem. Aber meh , die den cher Besu nur en nicht. Eine Magie fühl Film gesehen haben. onen, wo sie Dann gibt es aber wieder zwei Stati io erklärt Stud m eine In mitmachen dürfen. cht wergema hten chric erna Ombeline, wie die Wett , zu chen versu t selbs auch den. Die Gäste dürfen es ist So . grün plett kom ist moderieren. Das Studio

en digital in das Fernsehbild einmöglich, Regen, Sonne und Wolk es aus, wenn jemand mit grüner zuarbeiten. Besonders lustig sieht Studio steht. Dann fliegen die Jacke oder grünem Pullover im s Berufsschulklasse ist das inteWolken über den Körper. Für Fabio schon lange in der digitalen Welt ressant, aber nichts Neues. Sie sind zu Hause. d Aeneas eine kurze Episode Später darf Fabios Klassenkamera “ spielen. Es ist einer der weniaus der Fernsehserie „Sturm der Liebe e Kamera in der Hand hält. Er gen Momente, in denen Aeneas kein Freunde machen, der alle an die will nämlich einen Film für seine Aber ist es nicht paradox, einen Fahrt nach München erinnern soll. zu machen? Er muss lachen. „Ich Film über Filme und eine Filmstadt absurdum führen kann“, sagt er. mag es, wenn ich ein Prinzip ad zu Ende. 2 Kurze Zeit später ist die Führung die H„lle, -n der Dieb, -e stehlen losfahren die W„nd, ¿e so tun, „ls ¶b ... schwierig zurufen s“ch verbeugen das Boot, -e moderieren digital einarbeiten der Kl„ssenkamerad, -en der St¢rm, ¿e … „d abs¢rdum führen

sehr großer, hoher Raum s weg. Person: Sie nimmt anderen etwa rem gehört ande nd jema was en, etwas nehm beginnen, zu fahren f zeigt man Filme oder hier: technische Konstruktion: Darau Bilder. ... simulieren ÷ leicht von weit weg rufen unten gehen, um Danke hier: mit Kopf und Oberkörper nach sagen zu us Appla für den unter Wasser fahren. Schiff; hier: U-Boot = Schiff: Es kann wird r Wette das wie , hier: sagen wird so, dass mit Computern gearbeitet im Fernsehbild sehen kann r späte sie man dass en, hier: mach e. Klass e Junge: Er geht in die gleich ionen wegen sehr starker Wind; hier: starke Emot zeigen, wie absurd … ist

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CARTOON

FÜNFPUNKTE Das musst du wissen über den

1. Januar

Plätzen und Straßen liegen. Deshalb hat die Straßenreinigung an Neujahr besonders viel zu tun. n Auch Sportler sind an dem Tag aktiv: zum Beispiel beim traditionellen Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen (Bayern).

n Der 1. Januar ist ein populärer Tag für gute Vorsätze: Manche wollen nicht mehr rauchen, andere mehr Sport machen. Viele Fitnessstudios sind deshalb am Anfang des Jahres sehr voll. n Pünktlich zu Beginn des neuen Jahres treten auch neue Gesetze oder Änderungen von Gesetzen in Kraft. 2014 zum Beispiel bei den steuerlichen Regelungen zu Reisekosten.

CARTOON: DIEKLEINERT.DE/GUNGA.DE

n Der 1. Januar ist der erste Tag des Gregorianischen Kalenders und damit der erste Tag des neuen Jahres. Deshalb hat er auch den Namen „Neujahr“. n Für die meisten Menschen ist dieser Tag ein Feiertag – Urlaub haben aber nicht alle. Viele Menschen lassen an Silvester Glas und anderen Müll auf

das Silv¡ster der Sp¶rtler, das Neujahrsspringen

letzter Tag im Jahr; 31. Dezember Person: Sie macht viel Sport. von: an Neujahr Ski springen = an Neujahr mit zwei langen Teilen einen Berg hinunterfahren und ein Stück weit fliegen der Vorsatz, ¿e ≈ Sache: Man will sie in der nächsten Zeit tun oder nicht mehr tun.

das F“tnessstudio, -s “n Kr„ft treten das Ges¡tz, -e

die Regelung, -en

Sportklub: Dort trainiert man an Geräten. ≈ offiziell richtig werden schriftliche Norm: Die Regierung macht sie, und alle müssen sich daran orientieren. ≈ Norm: Sie sagt, was gemacht werden soll.

RÄTSEL Waagerecht (= horizontal) 1. 2. 3. 4. 5.

„Hast du Lust, mich am Wochenende zu …?“ „Messer und Löffel sind schon da, es fehlt nur noch eine …“ das Gegenteil von „Anfang“: das … das Gegenteil von „darunter“ kurz für „in das“ ü = ue

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Senkrecht (= vertikal)

Die Lösung findest du im nächsten Heft – und schon jetzt im Internet: www.deins.de/ loesung

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Lösung vom Rätsel 12/2013 Waagerecht: 1. -geschenke; 2. Briefkasten; 3. Glas; 4. auf; 5. nie; 6. -braten Senkrecht: 1. gern; 2. Croissant; 3. fuer; 4. an-; 5. dauern; 6. muede

deins! liegt jeden Monat Deutsch perfekt bei. Alle Texte sind auf Stufe A2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens. ABONNENTEN- UND KUNDENSERVICE Spotlight Verlag GmbH, Kundenbetreuung Postfach 1565, 82144 Planegg/Deutschland Tel. +49 (0)89/8 56 81-16, Fax+49 (0)89/8 56 81-159 abo@spotlight-verlag.de Lehrer, Trainer und Firmen: Tel. +49 (0)89/8 56 81-150, Fax+49 (0)89/8 56 81-159 lehrer@spotlight-verlag.de

H

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1. Adjektiv zu „Gift“ 2. „Ich bin schon sehr müde, ... ich will noch nicht ins Bett gehen.“ 3. „Hey, ,dass’ schreibt man nicht mehr mit scharfem ß!“ – „Oh, diesen … mache ich immer wieder!“ 4. Im Winter ist die Haut oft sehr trocken. Da braucht man eine gute … 5. Der 1. Januar ist ein Feiertag. Er heißt auch: … 6. positive Antwort auf eine negative Frage: … 7. „Maria, dein … ist sehr schön!“ – „Danke, findest du es nicht zu kurz?“

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lockere Umgangssprache negativ Vorsicht, vulgär! ungefähr, etwa

HERAUSGEBER UND VERLAGSLEITER Dr. Wolfgang Stock CHEFREDAKTEUR Jörg Walser REDAKTION Petra Daniell, Barbara Duckstein (in Elternzeit), Katharina Heydenreich, Sonja Krell, Claudia May, Barbara Schiele, Janina Schneider-Eicke (in Elternzeit) BILDREDAKTION Judith Rothenbusch GESTALTUNG BfGuK, 80469 München, Georg Lechner (Art Director) REDAKTIONELLE MITARBEIT Anne Wichmann LITHO H.W.M. GmbH, 82152 Planegg PRODUKTIONSLEITUNG Ingrid Sturm VERTRIEBSLEITUNG Monika Wohlgemuth

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Gegenteil von ... langer, betonter Vokal ¢ kurzer, betonter Vokal , ¿er Plural-Formen o

VERLAG UND REDAKTION Spotlight Verlag GmbH Postanschrift: Postfach 1565, 82144 Planegg Hausanschrift: Fraunhoferstr. 22, 82152 Planegg Tel. +49 (0)89 / 8 56 81-0 Fax +49 (0)89 / 8 56 81-105 redaktion@deutsch-perfekt.com GESAMT-ANZEIGENLEITUNG Axel Zettler Tel. +49 (0)89 / 8 56 81-130 DRUCK Medienhaus Ortmeier, 48369 Saerbeck © 2014 Spotlight Verlag, auch für alle genannten Autoren und Mitarbeiter

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Deutsch perfekt 01 2014  
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