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AUSGABE

Kultur l Veranstaltungen l Termine l Aktuelles l Gastronomie l Shopping

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SEPTEMBER 2016

Peter Ducke

Ausstellung widmet sich der Geschichte der Jenaer Tierarzneischule

Würdigung einer 75-jährigen ­Jenaer Fußballlegende

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›Thierarzneykunst‹

Carl Zeiss Tag Jena, Innenstadt | 11. September 2016

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Willkommen

| INHALT |

| VORWORT |

Liebe ­Leserinnen, liebe Leser,

Jena

Ducke! Zum 75. Geburtstag einer Jenaer Fußballlegende

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Nürnberg Fürth Art Weeks in der Kulturfabrik Apolda

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Carl Zeiss — Die Anfänge

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Die besondere ›Burg‹

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4

Tag des offenen Denkmals

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Familiengeschichten im Café Wagner

4

Mondfest im Paradiescafé

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Konzerte im Glashaus

4

Deaf Row Fest im Kassablanca

5

Kunst & Krempel auf Schloss Friedenstein

24

Alin Coen im Interview

6

Wickie — Das Musical in Erfurt

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Rockmusik im F-Haus

7

Der Jenaer Planetenweg — Venus

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Gypsy Swing im Normannenhaus

7

Unterschätzte Berufe: Pfarrer

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Jenaer Straßengeschichten — letzter Teil 34

Start in die neue Spielzeit am Theaterhaus Jena

9

Neue DVDs

12. Jenaer Freiwilligentag

9

Kleinanzeigen 38

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Mein liebstes Ding — Lost Places

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Unnützes Wissen

11

200 Jahre ›Thierarzneykunst‹ in Jena

12

Sammlung Opitz-Hoffmann in der Kunstsammlung Jena

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Kulturkalender September 2016

Georges Braque im Kunsthaus Apolda Avantgarde

14

Filmempfehlungen Schillerhof zum Herausnehmen

Wir fragen, Jena antwortet

50

Kaum ein Name ist so unmittelbar mit Jena verbunden, kaum eine Person hat mehr Spuren hinterlassen: Carl Zeiss hat unserer Stadt mit dem von ihm begründeten Betrieb ein wahres Vermächtnis hinterlassen. Eben dieses Unternehmen macht sich anlässlich des 200. Geburtstages in diesem Jahr daran, den Unternehmensgründer umfassend zu würdigen. Neben zahlreichen anderen Aktionen und Veranstaltungen dürfte hierbei der 11. September — der Geburtstag von Zeiss — einen besonderen Höhepunkt bilden. Gemeinsam mit Akteuren der Stadt Jena sowie Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft möchte ZEISS seinen Firmengründer an diesem ›Carl Zeiss Tag‹ gemeinsam mit allen Bürgern der Stadt feiern. So kann man beispielsweise zwischen 10 und 17 Uhr entlang einer höchst informativunterhaltsamen ›Carl Zeiss Route‹ für Groß und Klein durch die Stadt spazieren, die zahlreiche Stationen und Orte beinhaltet, welche eine besondere Verbindung zu dem Firmengründer haben. Ein zentraler Punkt dieser Route ist der Marktplatz, auf dem ZEISS mit vielerlei Mitmachangeboten für Kinder und junge Leute für eine gelungene Geburtstagsfeier sorgt. Das ist natürlich bei weitem noch nicht alles: In der Wagnergasse wartet überdies ein Straßenfest auf rege Teilnahme, am Faulloch neben dem Johannistor kann man an optischen Experimenten teilhaben und im Stadtmuseum, im Uni-Hauptgebäude und in der Pelzer-Werkstatt sowie in Schillers Gartenhaus und im ehemaligen Zeiss-Hauptwerk warten spezielle Zeiss-Führungen auf interessierte Besucher. Und wer noch einen Groschen im Portemonnaie übrig hat, kann auch gern die Spendenaktion einer Jenaer Bürgerinitiative unterstützen, die Carl Zeiss zu dem verhelfen wollen, was ihm in Jena seltsamerweise bislang ›verwehrt‹ geblieben ist: ein eigenes Denkmal.

Kalender Man sieht sich am Carl Zeiss Tag, 40 Ihr Stadtmagazin 07

07 — Das Stadtmagazin für Jena & Region

Augen

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auf!

07 — Das Magazin für Gera & Ostthüringen


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September 2016 2012

ME SUCCEEDS

Dem Zufall auf der Spur SEA + AIR

Familiengeschichten DIE EINEN GEHEN ERSTMALIG GEMEINSAM AUF TOUR, die anderen haben sich auf über 700 Konzerten in den vergangenen fünf Jahren als musizierendes Ehepaar bereits einen Namen erspielt. Lessons und Sea + Air gastieren konzertierend im September im Café Wagner.

Auf der Suche nach Inspiration und frischem Wind unterbrechen die Brüder Samu und Ville Kuukka ihre Produktionen und fahren nach Berlin. Die beiden finnischen Filmkomponisten arbeiten an Material für ihre eigene Ambient/Postrockband »The Gentleman Losers« und wollen sich eine Pause gönnen. Sie stolpern in ein Konzert von »Montauk«, einem der vielen Aliasse von Patrick Sudarski, Musiker, Schöngeist und Hans Dampf in allen Gassen. Man kommt ins Gespräch, man tauscht sich aus, man verliert sich danach und findet erneut zueinander. Den folgenden Winter verbringen die drei in Helsinki in einem freudlosen Kellerraum ohne Fenster, der dafür beinahe überquillt mit antiquierten Drum Maschinen und klobigen Synthesizern. Die Musik wird laut, kratzend und treibend. Sie ist unterkühlt und distanziert und bis zum Rand gefüllt mit der Abwesenheit von Tageslicht. Lessons sind entstanden und nun gemeinsam auf Tour … Wie das kleine Griechenland es schafft, das große Deutschland und mit ihm ganz Europa herauszufordern, ist die eine Sache. Wie die Spannung zwischen beiden

Ländern auf musikalische Weise genutzt werden kann, zeigt das griechisch-deutsche Musikerehepaar Eleni Zafiriadou und Daniel Benjamin von Sea + Air. Im Sommer letzten Jahres erschien ihr zweites Album »EVROPI« (griechisch für Europa), das sich auf Anhieb auf Platz #49 der deutschen Charts platzieren konnte. Darauf verweben Sea + Air Eindrücke ihrer mehrere Jahre dauernden Tour durch 26 Länder mit der fast hundertjährigen Familiengeschichte Eleni Zafiriadous. Nach größtenteils ausverkauften Konzerten auf den ersten beiden Tourabschnitten stellt das Duo ihre Songs nun auch in Jena vor. Bei diesem Auftritt wird man einmal mehr die Virtuosität von Sea + Air bestaunen können. Beide Musiker spielen bis zu fünf Instrumente gleichzeitig, wodurch der orchestrale Klang ihres Albums auf erstaunliche Weise reproduziert wird.(gfr) Konzerte im Café Wagner 26.09.2016: Lessons 28.09.2016: Sea + Air Beginn jeweils 21 Uhr Tickets für beide Konzerte im VVK erhältlich

GENAU PASSEND ZUM HERBSTANFANG beginnt die Konzertsaison im Glashaus. Notieren Sie sich folgende, übereinstimmende Koordinaten: Elektronische Musik, Krautrock, Hamburg.

Es heißt, Zufall sei ein Wort ohne Sinn, denn nichts könne ohne Ursache existieren. Diesem unergründlichen Themenspektrum um Fremd- und Selbstbestimmtheit widmet das Hamburger Electro-Pop Duo Me Succeeds sein neues Album »Into Randomness«. Nach dem Weggang von Bassist Sebastian Kokus zu den nicht minder famosen Love-Songs wird weitgehend auf klassische Instrumente verzichtet. Minimalistische Elektronik bestimmt den Klang. Geblieben ist Mona Steinwidders zarte, einnehmende Stimme. Das Album könnte auf dem Heimweg vom Club geschrieben worden sein. Die Rest-Euphorie der Tanzfläche noch im Blut, die Ruhe der blauen Stunde vor den Augen. Eine Symbiose von einer matt aufleuchtenden Energie und dem guten Gefühl von Müdigkeit, die man sich verdient hat. ›Kopfhörermusik‹ mag man im ersten Moment denken, wenn man der Band Saroos Aufmerksamkeit schenkt. Dank der Virtuosität und dem Perfektionismus der einzelnen Mitglieder funktioniert die Mischung aus Electronica, Dub-Elementen, akustischen I nst ru menta l k lä ngen,  Brea kbeats, Kraut- und Postrockelementen auch live hervorragend. Gespielt von Musikern, die sonst

in den Bands Driftmachine, Lali Puna, Console und The Notwist ihrer Leidenschaft nachgehen. Das neue Album »Tardis« ist ein Werk, in dem mehrere Dekaden elektronischer Musik auf ungehörte Weise zusammenfließen. Das Resultat sind sorgsam durchdachte Kompositionen, behutsame Rhythmen, ein sattes modulares Sound-Design und dichte Harmonien. Alles scheint nahbar und doch weit entfernt in Zeit und SAROOS Raum verloren. Ultratreibende, repetitive Kraut-Rhythmik, Texte zwischen geschrien und noch lauter gerappt, ein Bassist, der mit seinen vier Saiten den Takt unterstreicht: Love-Songs kommen aus dem Kosmos um Me Succeeds und lieben Liebeslieder — spielen aber keine.(sha)

Glashaus im Paradies — Konzerttipps: 22.09.2016: Me Succeeds, Special Guest: Anna SchuSchu 28.09.2016: Saroos, Special Guest: Love-Songs Beginn jeweils 20 Uhr Vorverkauf via tixforgigs.com, in der Bücherstube am Johannistor & im Radsport Ritzel in der Saalbahnhofstraße.

Fotos: Alexander Trattler / Misha Shkurat

| KONZERT |

Foto: Tim Dobrovolny

| KONZERT |


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September 2016

| FESTIVAL |

Foto: Kassablanca; Grafik: Kassablanca

DAS DEAF ROW FEST FEIERT IN DIESEM JAHR BEREITS SEINE FÜNFTE AUFLAGE und hat sich längst im

Kassablanca und in der Jenaer Kulturlandschaft etabliert. Hervorstechendstes Merkmal: eine exzellente Bandauswahl. CELESTE

Mächtige Soundwände Wenn man genau hinschaut, ist das Festival ein Sammelbecken musikalischer Gegensätze, die sich anziehen und am Ende ein Publikum vereinen. In diesem Jahr hat man ein Line-Up auf die Beine gestellt, dass nicht nur dem Jubiläum gerecht wird, sondern sich auch im internationalen Kontext, locker mit ähnlichen Festivals, messen kann. Das zeigt schon die Wahl des diesjährigen Headliners. Ce­ leste aus Frankreich sind mit ihren Liveshows, die an Brachialität kaum zu übertreffen sind, schon seit Jahren eine DER Bands aus dem Hause Denovali Records. Richtig überzeugend ist die Band, wenn aus einer dichten Nebelwand plötzlich vier rote Lichter aufblitzen und eine unfassbare

Soundwand jeden Zweifel aus dem Weg räumt. Zwischen Doom und Black Metal bewegen sich Regarde Les Hommes Tomber, die sich gern rarmachen und nur wenige Live-Shows spielen. Dabei kommen sie auch noch ohne die aktuell gängigen Genrehypes aus. Die Vielseitigkeit des Festivals zeigt sich dann wieder mit Jaguwar, die sich mit ihrer experimentellen Shoegaze-Version ganz sicher nicht hinter Bands wie A Place To Bury Strangers oder My Bloody Valentine verstecken müssen. Als »perfekter Soundtrack im Ascheregen« wurde das Album »Har Nevo« von The Black Heart Rebellion beschrieben. Das bringt ihren Sound, der sich in erster Linie aus Doom, Folk und Avantgar-

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de speist, ohne Umwege direkt auf den Punkt. Dass man beim Deaf Row Fest aber auch genreübergreifende Neuentdeckungen erwarten kann, sieht man an vielversprechenden Acts wie Watered und Radare, die sich nicht nur auf tonnenschwere Riffs beschränken wollen. Komplettiert wird der Abend dann mit Ultha, die sich aus ehemaligen Mitgliedern von Goldust, Atka und Planks zusammensetzen. Um dann auch die Pausen zu nutzen, kommt Marco Aehm aus dem Leipziger White Circles Kollektiv und spielt einen Mix aus Drone, IDM und Ambient Sounds. Der 17. September dürfte wieder ein guter Tag für alle Freunde harter und experimenteller Gitarrenklänge werden.(msz) Deaf Row Fest 17.09.2016, Beginn 17 Uhr, Kassablanca, Jena


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September 2016 2012

| KONZERT | Stadtma ga z in 07 ve Kon zert rlost fü r da s a m 24 .09 . im E rfu rt 2 ¹  2 Freika H sD rten . Zusendu n 20.09.2016 gen bit te bis p e rE leserpost @stadtm -Ma il a n: agazi n07. Die Gewin de ne r w erden sc bena chrichtigt. Der Rechhriftlich is t ausges chlossen.tsweg

ALIN COEN

Foto: Sandra Ludewig

Live am intensivsten ALS SIE SICH 2007 DAS ERSTE MAL TRAFEN, war sofort klar, dass es mehr sein würde, als nur ein einziger gemeinsamer Abend. Neun Jahre später hat die Alin Coen Band drei Platten, ein Dutzend Tourneen und mehr als 250 Konzerte im In- und Ausland gespielt. Vorfreudig auf neue Bühnen-Erlebnisse begeben sie sich im September neuerlich auf Tour. Wir haben bei Sängerin Alin Coen vorgefühlt. Im August ist euer Live-Album »Alles was ich hab« erschienen. Nun geht es wieder auf Tour. Wie groß ist die Vorfreude auf die anstehenden Konzerte? ALIN COEN: Also in Quadratmetern gemessen etwa 270 m2 … (lacht). Ich freu mich wirklich auf die Tour. Gerade auch weil wir jetzt live einen neuen Gitarristen dabei haben. Mit diesem hatten wir auch schon zwei Proben und das klang echt toll. Noch einszwei mehr Proben, damit die Lieder richtig gut werden und dann kann’s losgehen!

›Offenen Bühne‹ Leute mit eigenen Liedern habe auftreten gesehen. Ich hab mir danach gedacht: Ich will auch hier auftreten, ich will auch mit eigenen Liedern hier auf die Bühne gehen und diese einem Publikum präsentieren. So hat das damals begonnen. Und tatsächlich hat mich Studioarbeit bislang nie so tief berührt wie Konzertauftritte.

ALIN: Das hat wahrscheinlich schon einen Einfluss darauf gehabt — wobei ich mit Spanisch und Deutsch und nicht mit Englisch und Deutsch groß geworden bin, aber ich denke schon, dass mir dies das Wechseln zwischen zwei Sprachen einfacher macht.

Was gibt dann den Ausschlag, in welcher Sprache der jeweilige Liedtext entsteht? ALIN: Bei unserem letzten Studioalbum ist mir tatsächlich aufgefallen, dass es vor allem an den Melodien liegt. Wir haben für das Album viele Lieder quasi schon musikalisch fertig gehabt, bevor ich überhaupt angefangen habe, einen Text dazu zu schreiben. Als ich mich an die Texte gesetzt habe, hab ich mir zum Teil vorgenommen ›so, da mach ich jetzt was Deutschsprachiges dazu‹, dann aber gemerkt, dass die Phonetik der deutschen Sprache irgendwie nicht so richtig mit der fertigen Melodie harmoniert. Daher ist es vor allem eine musikalische Entscheidung, welche Sprache bei welchem Lied zum Einsatz kommt.

Ist das Konzert am 24. September in Erfurt so etwas wie ein Heimspiel für euch? ALIN: Also, mit den Leuten, die das Erfurter HsD (Gewerkschaftshaus) betreiben, steWas steckt hinter der Idee, gerade ein hen wir schon seit mehreren Jahren in KonLivealbum zu veröffentlichen? takt. Die sind enorm nett. Insofern hat es auf ALIN: Wir haben von Anfang an von so jeden Fall etwas Heimatliches für uns, wobei vielen Leuten zu hören gekriegt, dass sie das dieses Wohlgefühl insbesondere mit dem Ort live so schön finden und immer wieder gesagt zu tun hat, in dem wir da auftreten. bekommen: Macht doch mal ein Live-Album, das hat so viel Energie! Ich selbst bin auch da- Gegründet wurde die Alin Coen Band ja von überzeugt, dass live einfach eine andere, 2007 während eurer Zeit in Weimar. intensivere Art zu spielen entsteht als wenn Wieviel Bezug habt ihr noch zur Klassikerman Sachen im Studio aufnimmt. Als wir stadt? dann 2014 die Möglichkeit hatten, Konzerte ALIN: Von uns wohnt zwar keiner mehr in mitzuschneiden, haben wir uns gedacht ›jetzt Weimar, aber wir haben nach wie vor unsere machen wir Nägel mit Köpfen‹ und haben ein Bandwurzeln dort. Und viele Leute, mit de- Vielen Dank für das Gespräch. Livealbum aus diesen Konzertmitschnitten nen wir dort einst studiert haben, sind nach zusammengestellt. wie vor die Leute, mit denen wir heute noch Interview: Matthias Eichardt zu tun haben. Weimar ist für uns auf jeden Demnach hat die Livepräsenz für Dich auch Fall ein Ort, der Beziehungen hat entstehen Alin Coen Band — oberste Priorität? lassen. ›Alles was ich hab‹-Tour ALIN: Ja, auf jeden Fall. Es war für mich 24.09.2016, 20 Uhr, HsD (Gewerkvon Anfang an klar, dass das mein Weg Du bist bilingual erzogen worden. Ist das schaftshaus), Erfurt ist — ich brauch einfach den Kontakt mit der ausschlaggebende Grund, warum Du VVK-Tickets im Internet unter www. dem ­Publikum. Meine ersten Lieder hab ich sowohl in Englisch als auch auf deutscher eventim.de damals geschrieben, nachdem ich bei einer Sprache singst?


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September 2016 2012

| KONZERT |

| KONZERT | DAS BERLINER PREMIER SWINGTETT spielt am

Gypsy Swing

Stadtm verlost füaga z in 07 ­gena n n r a lle der jeweils 3 ten Kon zerte  ¹ 2 Freik a rten . Zusend spätesten u ngen bit te bis s jeweil ige 2 Tage vor dem n per E-Ma ilKonzert der Wa h l an stadtmag : leserpost@ a zi n 0 7. Die Gewin de ner w erde benachric htigt. Der n schriftlich Rech is t ausges chlossen.tsweg

Rockige Pflichttermine

Foto: Marc Bernot

WER GERN SANFTEN TÖNEN UND HARMONISCHEN MELO­D IEN LAUSCHT, ist bei den Konzerten der J­ enaer

Philharmonie im Volkshaus gut aufgehoben. Das F-Haus hingegen weiß stets aufs Neue alle Freunde der lauten, schnellen und treibenden Rockmusik zu begeistern – auch im September. Vier Empfehlungen. Gleich zu Beginn des Monats beehren Aborted unsere heimelige Saalestadt. 1995 fanden sich vier Belgier zusammen, um ›Lärm‹ zu machen. Seitdem sind neun Alben erschienen, die irgendwo zwischen Death Metal und Grindcore mäandern. Unter eingefleischten Genre-Hörern zählen Aborted zweifellos zur ersten Liga des europäischen ›Krachmachens‹. Wer sich die unglaubliche geballte Durchschlagskraft ihres aktuellen Albums nicht entgehen lassen möchte, sollte am 3. September unbedingt frisch gefönt im F-Haus erscheinen. Die Kyle Gass Band ist zurück! Die selbsternannte Supergroup um den legendären Kyle Gass von Tenacious D ist derzeit wieder auf großer Europatour und macht am 6. September auch im F-Haus Station. Ausnahmesänger Mike Bray und Gitarren-Virtuose John Konesky sind dabei, genauso wie Jason Keene, der wohl beste Fotograf, der jemals Bass gespielt hat und nicht zu vergessen Jungtalent Tim Spier — Drummer und Michael Jackson Double in einem. Angekündigt sind auf jeden Fall »größere Shows, mehr Tiere, breitere Koteletten und ganz vorne Mr. Kyle Gass himself«.

Seit dem Erscheinen ihres ersten Albums im Jahr 2012 stehen Zodiac für höchstqualifizierten Blues-Rock, inspiriert von klassischen Bands der Siebziger und Gitarrengiganten wie z. B. Billy Gibbons (ZZ Top) und Stevie Ray Vaughan. Tausende Fans ließen sich schon von den HardrockÜberfliegern ihren gemeinsamen Tourneen mit Blues Pills, Orchid oder Grand Magus begeistern — in Jena dürften sie am 21. September auch zahlreiche Fans erwarten. Und auch die Jungs von Pot­ head haben in ihrer 25-jährigen Bandgeschichte schon mehr als ein Dutzend Alben veröffentlicht. Wer die Band schätzt, weiß warum er am 22. September ins F-Haus will: Ihre Musik mit den eingängigen Gitarrenriffs, kräftigen Basslines und dem pulsierenden Groove steht für erdigen, authentischen Rock. Was will man mehr?(jüg) F-Haus Empfehlungen im September 03.09., 18 Uhr: Aborted 06.09., 19 Uhr: Kyle Gass Band 21.09., 19 Uhr: Zodiac 22.09., 20 Uhr: Pothead Mehr Infos: www.f-haus.de

Das Premier Swingtett um Max Raabe Gitarrist Uli Hoffmeier singt und swingt in seinem Programm »German Songbook« Tonfilmschlager der 20er und 30er Jahre sowie mit Verve gespielte Eigenkompositionen. Mit jeder Menge Berliner Charme und Schnauze präsentiert, kommen diese daher als seien es Jazzsongs von Cole Porter, Gershwin oder Irving Berlin. In frischen Arrangements spielen die Musiker lausbübisch mit Zitaten aus allen Genres und Zeiten der Musik und demonstrieren ihre unbändige Spielfreude in flotten Improvisati-

Foto: Agentur

POTHEAD

29. September mit viel Witz und Charme im ­Jenaer Normannenhaus auf.

PREMIER SWINGTETT

onen, rasanten Bebopläufen oder einem überraschenden Ensemblechorus. Kuriose Instrumente wie Maultrommel, Nasenflöte oder Singende Säge geben ihrem Gypsy Jazz à la Django Reinhardt eine freche Note, während in unüberhörbarem Großstadtjargon Lieder und durch den Abend führende Conférencen dargeboten werden.(flb) Premier Swingtett 29.09.2016, Normannenhaus Jena, Forstweg 12 Beginn 20 Uhr


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September 2016 2012

| JUBILÄUM |

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Carl Zeiss Tag AM 11. SEPTEMBER JÄHRT SICH DER GEBURTSTAG VON CARL ZEISS zum 200. Mal. Der Mechaniker eröffnete 1846

in Jena eine kleine Werkstatt für Feinmechanik und Optik und legte damit den Grundstein für den heute weltweit tätigen Technologiekonzern ZEISS. Das Unternehmen begeht in diesem Jahr den 200. Geburtstag seines Firmengründers mit vielfältigen Aktivitäten und Veranstaltungen. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der Carl Zeiss Tag am 11. September.

EIN FEINMECHANIKER ­E ROBERT VON JENA AUS DIE WELT 1816 in Weimar geboren, begann Carl Zeiss im Alter von 18 Jahren eine Lehre bei dem Hofmechanikus und Privatdozenten der Universität Jena, Dr. Friedrich Körner, die er 1838 mit sehr guter Beurteilung abschloss. Anschließend ging Zeiss für sieben Jahre auf Wanderschaft mit Stationen in Stuttgart, Darmstadt, Wien und Berlin. In Wien besuchte er unter anderem Vorlesungen über »Populäre Mechanik«. Am 17. November 1846 eröffnete er in Jena eine kleine Werkstatt für Feinmechanik und Optik. Zunächst konstruierte, baute und reparierte Zeiss physikalische Instrumente. Außerdem verkaufte er Fernrohre, Mikroskope, Reißzeuge, Waagen, Thermometer und weitere Instrumente anderer Hersteller. Im Jahre 1847 fing er an, einfache Mikroskope zu fertigen, seit 1857 baute er auch zusammengesetzte Mikroskope. 1860 wurde Zeiss zum Universitätsmechaniker ernannt, 1863 zum Hofmechanikus. Von 1866 an arbeitete er mit Ernst Abbe zusammen mit dem Ziel, Mikroskopobjektive auf rechnerischer Grundlage herzustellen. Seit 1872 wurden nur noch Ob-

jektive verkauft, die nach Abbes Berechnungen hergestellt waren. Der Erfolg dieser Objektive führte zum Wachstum des Unternehmens. 1879 begann die Zusammenarbeit mit Otto Schott, welcher in Jena neue optische Gläser entwickelte und später auch produzierte. Zeiss verstarb am 3. Dezember 1888 in Jena. CARL ZEISS TAG IN JENA Im gesamten Jahr 2016 finden in Jena zahlreiche Veranstaltungen rund um den 200. Geburtstag von Carl Zeiss statt. Höhepunkt der Aktivitäten wird der Carl Zeiss Tag in Jena am 11. September sein, bei dem ZEISS gemeinsam mit Akteuren der Stadt Jena, Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft die Gründerpersönlichkeit feiert.

DAS WOHNHAUS UND VERWALTUNGSGEBÄUDE der Werkstätte

von Carl Zeiss im Littergäßchen (der heutigen Carl-Zeiss-Straße), 1881 von Carl Zeiss bezogen

CARL ZEISS um 1885

An diesem Festtag präsentieren sich zwischen 10 und 17 Uhr Institutionen in der ganzen Stadt, die sich auf einer ›Carl Zeiss Route‹ befinden und aus diesem Anlass spezielle Angebote für die ganze Familie anbieten. Die Route beinhaltet zahlreiche Stationen und Orte, die eine Verbindung zu dem Firmengründer haben, und die sich am Carl Zeiss Tag mit verschiedenen Aktionen präsentieren. Dazu gehören unter anderem das Planetarium, die SCHOTT Villa, der Johannisfriedhof mit dem neugestalteten Grab von Carl Zeiss sowie die FriedrichSchiller-Universität Jena. Ein zentraler Punkt dieser Route ist zudem der Marktplatz, auf dem sich ZEISS präsentiert, unter anderem mit vielerlei Mitmachangeboten für Kinder und junge Leute. Zum Thema Wirtschaft und Wissenschaft wird überdies am 27. und 28. Oktober 2016 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena anlässlich des 200. Geburts-

tages von Carl Zeiss ein öffentliches Symposion stattfinden. ETABLIERUNG DES DEUTSCHEN O ­ PTISCHEN MUSEUMS Um die Leistungen von Carl Zeiss über die Aktivitäten im Jahr seines 200. Geburtstages hinaus in geeigneter Form zu würdigen, fördert ZEISS auch die Entstehung eines »Deutschen Optischen Museums« in Jena — getragen durch Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Stadt. Das bisherige Optische Museum der Ernst-Abbe-Stiftung in Jena soll komplett umgestaltet und als »Deutsches Optisches Museum« in der nationalen und internationalen Museumslandschaft etabliert werden. Neben der Abbildung der Wissenschaftsgeschichte der Optik und der Geschichte des optischen Gerätebaus soll das Museum zugleich eine Begegnungsstätte für die Öffentlichkeit und Experten mit vielfältigen Bildungsangeboten werden.


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September 2016

| THEATERHAUS JENA |

Herbstaussichten startet zwar erst im Oktober in die neue Spielzeit, der Theaterfreund darf sich aber schon jetzt auf vier Höhepunkte der Herbstsaison freuen. sein könne. In der heutigen Situation, in der die Angst vor Terroranschlägen allgegenwärtig ist, bietet das Stück einen blickerweiternden Beitrag zur Debatte und fragt nach der latenten Faszination für den Terror. (05.10., 20 Uhr, Kassablanca)

»Die Gerechten«: Das Stück geht auf eine historische Begebenheit zurück: 1905 ermordete eine linke Untergrundorganisation als Fanal den russischen Großfürsten. Albert Camus beschreibt den Mord aus der Sicht der Attentäter und stellt bereits 1949 die Frage, ob und Avant Art Festival 2016: Dieses Festival der unter welchen Bedingungen Terror berechtigt freien professionellen und nichtprofessionel| AKTION |

Foto: Bürgerstiftung Jena

Mitmachen!

09 *

September

Jubiläumskonzert zum 40-jährigen Bestehen des Knabenchores der Jenaer Philharmonie Leitung: Dr. Michael Pezenburg, Prof. Jürgen Puschbeck, Berit Walther

S1

A1

7. September 2016 Mittwoch · 20 Uhr Volkshaus 1. Mittwochskonzert

»Aufbruch! – Neuer Geist in alter Manier« Andreas Hepp Concerto Grosso Frédéric Chopin Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll op. 11 Jean Sibilius Sinfonie Nr.2 D-Dur op. 43 Klavier: Uta Weyand Basso Continuo und Dirigent: Marc Tardue

10. September 2016 Samstag · 16:30 Uhr Volkshaus 2. Sonderkonzert

Festkonzert zu Ehren von Carl Zeiss Carl Nielsen Helios-Ouvertüre op. 17 Pēteris Vasks Violinkonzert »Distant Light« Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 »Pastorale« Violine: Donata Sailer · Dirigent: GMD Marc Tardue

mal engagieren möchte, kann S2 sich nach seiner Vorliebe richten und aussuchen, was ihm liegt. Grüne Daumen sind genauso gefragt wie Fingerfertige und starke B1 Arme. Die Vielfalt der Aktivitäten zeigt die Bandbreit der Möglichkeiten, sich freiwillig zu engagieren.(flb) 12. Jenaer Freiwilligentag 17.09.2016 Alle Informationen zum Freiwilligentag sowie die Anmeldung gibt’s unter www.buergerstiftung-jena.de/ freiwilligentag.html

5 EUR

4. September 2016 Sonntag · 11 Uhr Volkshaus 1. Sonderkonzert

AM 17. SEPTEMBER VERANSTALTET DIE FREIWILLIGENAGENTUR JENA, ein Projekt der Bürgerstiftung Jena, den

Unter dem Motto »Freiwillig in Jena« bieten viele gemeinnützige Projekte und Vereine am 17. September in ganz Jena über 30 interessante Mitmach-Aktionen an, in denen sich Jenaer Bürger ganz einfach, ohne weitere Verpflichtungen, engagieren können. Beim Freiwilligentag können alle — egal, ob jung oder alt, ob allein oder mit Freunden und Arbeitskollegen — hautnah erfahren, wie spannend und hilfreich gemeinsames Engagement sein kann und wieviel Spaß es macht, anderen Menschen zu helfen. Jeder, der sich an diesem Tag ein-

Alles über die Produktionen und den Spielplan finden Sie unter www.theaterhaus-jena.de

arten nten-K Stude

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12. Jenaer Freiwilligentag.

len Theaterszene Thüringens findet alle zwei Jahre an wechselnden Orten statt und präsentiert ein Spiegelbild aktueller und moderner Theater- und Inszenierungsformen der freien Thüringer Theaterszene. In diesem Jahr (20. — 22.10.) hat eine fünfköpfige Fachjury 6 Inszenierungen nominiert, die in den verschiedenen Spielstätten des Theaterhauses Jena gezeigt werden«(flb)

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22. September 2016 Donnerstag · 20 Uhr Volkshaus 1. Donnerstagskonzert

25. September 2016 Sonntag · 15 Uhr Volkshaus 1. Kaffeekonzert

Unterstützt durch die

»Hoffnungsgesänge« Antonín Dvořák Requiem op. 89 Sopran: Ute Selbig · Alt: Annekathrin Laabs Tenor: Eric Stokloßa · Bass: Andreas Scheibner Philharmonischer Chor und Madrigalkreis der Jenaer Philharmonie Dirigentin: Berit Walther

Generalmusikdirektor Marc Tardue

»Im Haus/Im Tal«: Ein Doppelabend mit zwei brillanten Kurzdramen von Martin Crimp, einem der renommiertesten Autoren des englischen Gegenwartstheaters, eröffnet die neue Spielzeit auf der großen Theaterhausbühne. Die Zusammenschau der beiden Stücke, die in Jena ihre deutschsprachige Erstaufführung erleben, zeichnet poetisch und humorvoll ein Bild von der Verletzlichkeit des Menschen. (13.10., 20 Uhr, Theaterhaus)

»Im Rausch der Zeit« Mit Werken von Leroy Anderson, Ludwig van Beethoven, Léo Delibes, Joseph Haydn, Johann Strauss jr., Frédéric Chopin, Jacques Offenbach und Amilcare Ponchielli Dirigent und Moderation: Thomas Wicklein Karten zum Vorverkaufspreis bei der Jena TouristInformation, Markt 16, Telefon 03641-498 060 oder zum normalen Preis an der Abend- und Tageskasse. | * nur Abendkasse, nicht bei Sonderkonzerten www.jenaer-philharmonie.de

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Tag der offenen Tür: Das Theaterhaus öffnet am 2. Oktober ab 14 Uhr Räume, die normalerweise für Zuschauer nicht zugänglich sind und zeigt, wie Theater gemacht wird. Wie entsteht aus der ersten Idee ein Stück? Wo werden die Kostüme geschneidert? Auf welche Tricks greifen die Requisiteure zurück? Dazu präsentieren die Schauspieler Ausschnitte aus den neuen Inszenierungen, die Künstlerische Leitung stellt den Spielplan vor und die Theaterpädagogen amüsieren die Kinder. Der Eintritt ist frei.

JenaKultur

Foto: Theaterhaus Jena

DAS THEATERHAUS JENA


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September 2016

| MEIN LIEBSTES DING |

Das WWWW der Liebhaber:

werden Lost Places (verlorene Orte) genannt. Ihre Zukunft liegt oft im Ungewissen. Bebauungspläne, Restaurationen oder ein kompletter Abriss der Lost Places sind meist nicht leicht in die Tat umzusetzen. So üben sie eine besonders starke Anziehungskraft auf Fotografen und Geocacher aus, denn hier werden längst vergessene Geschichten erzählt. OBJEKTE, DIE DEM ZERFALL AUSGESETZT SIND,

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ir trafen zwei, die es sich zum Hobby gemacht haben, ›verlorene Orte‹ zu fotografieren, damit der Glanz unserer Vergangenheit erhalten bleibt. Und das auf eine besondere Art und Weise: sehr humorvoll. Andreas (48) ist Abteilungsleiter eines Elektronikunternehmens und Grit (45) Angestellte. Er kommt aus Dortmund und sie aus Erfurt. In ihrer Freizeit verbindet sie die Fotografie und die Leidenschaft für Lost Places. Warum? Was macht den Reiz aus? »Erstens ist es meistens verboten, die Orte zu betreten, weil es mitunter sehr gefährlich ist, ein Nervenkitzel, dem man sich nicht entziehen kann. Zweitens sind es ›vergessene Orte‹, die erst wieder ins Bewusstsein rücken müssen (was wir u. a. als unsere Aufgabe betrachten). Drittens komme ich mir dabei vor, wie ein kleines Kind, was einstmals auf dem Dachboden gestöbert hat oder in Opas altem Schuppen.«, erzählt Grit. Andreas ergänzt sie: »Dabei hat man immer das Gefühl: das habe ICH gefunden!« Dafür »opfern« sie gern ihre Freizeit. Jedes Wochenende geht es los. In Erfurt, in Thüringen und deutschlandweit. So galt ihr jüngster Besuch dem ehemaligen SED-Hotel »Das Haus der Funktionäre«

in Oberhof. »Wir sind erstaunt; mitten im Thüringer Wald steht versteckt eine außergewöhnlich gut erhaltene Ruine. Ein Haus, das noch immer den Luxus und Komfort der 1960er-Jahre erahnen lässt. Es war die Nobelherberge des SED-Parteichefs Walter Ulbricht, und ohne den Mauerfall wären wir da niemals reingekommen.«, schmunzelt Grit über ihre Gedanken bei dem Besuch. »Jetzt ist alles zertrümmert, es verrottet, die Natur erobert sich ihren ursprünglichen Raum zurück — und doch gibt es eine bizarre Schönheit, die überrascht. Wie die verrostete Lampe, die — so heute noch erkennbar — einst ein Schmuckstück war, ein großer Deckenleuchter. Oder auch das Tauchbecken im Untergeschoss des Hotels, wo einst die Sauna für die Funktionäre stand. Einst sollte von dieser Nobelherberge tunlichst niemand erfahren, heute ist die Existenz freilich kein Geheimnis mehr.« Andere Gedanken kommen den beiden Enthusiasten beim Besuch alter Güterbahnhöfe, Umspannwerke oder Drehlokschuppen, die es nahezu flächendeckend gibt. Nicht nur in Erfurt, nahe dem Hauptbahnhof. So sind sie in ganz Deutschland unterwegs, wie viele andere Lost Place-Fans auch. Ihr eindrucks-

Wer: G  rit und Andreas Was: Hobbyfotografie an Lost Places Seit wann: 2015 Wo: deutschlandweit vollster Besuch: das Gelände der ehemaligen Lungenheilstätte in Beelitz. »Dabei hat mich nicht nur der Verfall und das Gelände fasziniert, sondern vorrangig die Geschichte. Heute ist es ein denkmalgeschütztes Gelände und man kommt nur mit geführten Fototouren hinein.« Die Mischung aus faszinierender Architektur und der Geschichte von Beelitz-Heilstätten sowie der Verfall machen diesen Lost Place zu einem beliebten Motiv für Fotografen und Filmproduktionen. Auch für Andreas und Grit. Das Bild »Die Badende« ist in der Empore des ehemaligen Whitney ­Houston Hauses in Beelitz entstanden. »Es gibt einen Ehrenkodex unter Fotografen und Geocachern«, erzählt Andreas. »Nichts zerstören und nichts mitnehmen, das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Vandalismus provoziert eine Kettenreaktion. Wenn schon etwas kaputt ist, ist die Hemmung geringer, weiter zu zerstören.« Er distanziert sich auch vehement von GrafittiSprayern, welche ebenfalls die alten Gebäude für sich in Anspruch nehmen. Die persönliche Ausstattung besteht aus einer Art Bergsteiger-Ausrüstung, die den Dreck der Ruinen, Taubenkot und andere Unfreundlichkeiten abhält. »Wir tragen immer eine

Fotos: Andreas und Grit

Lost Places


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| WISSEN |

besondere Montur und sind technisch sehr gut ausgerüstet. Natürlich muss an den Orten ausgeleuchtet und ein Detail eventuell mit Nebel versehen werden, damit es deutlicher auf dem Foto dargestellt werden kann. Ich brauche mitunter zwei bis drei Tage, um unser Equipment zu reinigen.«, lacht Andreas. »Wir fühlen uns übrigens immer schmutzig nach unseren Besuchen der Lost Places«, ergänzt Grit — und lacht ebenfalls. Gibt es da eigentlich auch absolute Glücksmomente? »Oh ja, die gibt es!« Das liegt aber vorrangig an ihren Foto-Inszenierungen, die sie an den unterschiedlichsten Orten vollziehen. Denn die beiden wollen nicht nur die Lost Places dokumentieren, sondern ihnen auch ihren eigenen, humorvollen Stempel aufdrücken. Zu dem Bild »die Badende« äußert Grit: »Wenn Ihr wüsstet! Ich saß da zwar in einer Wanne mit einem Badeanzug aus den Sechzigerjahren aber der Schmutz stand kniehoch in der vor Ort gefundenen Wanne, ich habe gefroren, es waren Minusgrade und man hat meinen Atem gesehen! Aber ich war trotzdem happy, diese Bildidee endlich umsetzen zu können.« »Manchmal, wenn alles stimmt: die Rauchbomben, das Licht, der Blitzkontakt — da vergisst man sogar auf den Auslöser zu drücken.«, schmunzelt Andreas. Beide: »Aber es ist UNSER Moment. Der kommt nie wieder!«

Hätten Sie’s gewusst? NÜTZLICH WIE EIN SCHOKORIEGEL für Zwischendurch: Stadtmagazin 07 verbreitet unnützes Wissen. Bitte miteinander teilen und schmecken lassen!

546 Bei bis zu 450 Tierarten tritt Homosexualität auf. 547 Die ersten Zigarette von Marlboro wurde mit rosafarbenen Filtern verkauft, damit Lippenstift darauf nicht zu sehen war. 548 Äthiopiens Kalender ist mehr als sieben Jahre zurück. In dem afrikanischen Land wurde das Millenium im Jahr 2007 gefeiert. 549 In den USA ist nicht nur ein großer Anteil der Menschen zu dick, sondern auch der Pferde. 550 Eine Gruppe von Gänsen auf dem Boden heißt Herde, eine Gruppe Gänse in der Luft dagegen Schwarm. 551 Mit bloßem Auge kann man von der Erde aus gerade einmal rund 6.800 Sterne sehen — und das auch nur dann, wenn man alle Sterne am nördlichen und südlichen Himmel zusammenzählt. 552 Jede fünfte Schönheitsoperation wird heutzutage an einem Mann durchgeführt. 1985 war es noch jede zwanzigste. 553 Der untere Teil der Nase, der die beiden Nasenlöcher voneinander trennt, heißt Kolumella.

Die beiden Hobbyfotografen Grit und Andreas auf der Suche nach dem K(l)ick

Deshalb werden sie auch am nächsten Wochenende in der Frühe starten zum nächsten Lost Place. Bad Blankenburg? Vielleicht. Dort wartet ein ehemaliges Hotel auf Erkundung. »Das verführt, wenn so vieles noch vorhanden ist: altes Geschirr, ein Sofa, Gardinen und sogar Bücher. Im Badezimmer teilweise noch die komplette Ausstattung.«, so Grit und Andreas ergänzt: »Und dann ist da doch wieder etwas Lebendiges (wir) in diesen toten Gemäuern und Gemächern.««(syo) Kontakt zu den Fotografen Andreas und Grit unter: photo-performance@ gmx.de

554 Tabak ist geraucht gesundheitsschädlich, gegessen dagegen nahrhaft. 555 Tagsüber stehen Wolken höher als nachts. 556 Schwarze Kleidung wurde früher bei Totenfeiern nur getragen, um sich vor dem Geist des Toten zu schützen. 557 Auf einem »geputzten« Zahn leben bis zu 100.000 Bakterien, auf einem »ungeputzten« bis zu einer Milliarde. 558 Etwa 90 % aller Menschen haben braune Augen. Nur 6 — 8 % sind blauäugig, 2 — 4 % haben grüne oder grau-grüne Augen. 559 Die Chinesische Rotbauchunke (Bombina orientalis) hat herzförmige Pupillen.


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| MEDIZIN | DIE HISTORISCHE THIERARZNEYSCHULE IN JENA, 1823. Der Mann im Zylinder soll Renner sein

HÄTTEN SIE GEAHNT, dass dort, wo heute am oberen Ende des Fürstengrabens Holz und Holzprodukte im Angebot sind, früher kranke Tiere untersucht und behandelt oder tote seziert wurden? Auf dem Gelände der Holzhandlung Schmidt am Heinrichsberg wurde vor genau 200 Jahren damit begonnen, in Jena Tierärzte auszubilden. Eine Sonderausstellung widmet sich diesem Jubiläum derzeit ausführlich im Phyletischen Museum.

200 Jahre ›Thierarzneykunst‹ in Jena vielen europäischen Ländern gegründet. Die Gründe dafür waren zum einen, dass Tierseuchen eine immer größere Rolle spielten und somit eine der Nahrungsgrundlagen der Menschen bedrohten; zum anderen brauchten die in den kriegsführenden Heeren eingesetzten Pferde eine gesundheitliche Betreuung. Für die Gründung der Jenaer Schule war der Hintergrund jedoch etwas komplexer und sehr eng mit Goethes wissenschaftlichen Interessen an vergleichender Anatomie und Morphologie verknüpft. Den Dichter begeisterte die ›comparirte Anatomie‹, also vergleichende anatomische Studien, zwischen verschiedenen Tierarten. Aus dieser Neigung heraus legte Goethe der Tierarzneischule eine Idee zugrunde, die weit über den unmittelbaren praktischen Nutzen tiermedizinischer Belange hinausging. Es stellt folglich keinen Zufall dar, dass der Lehrbetrieb in der Jenaer Tierarzneischule von Anfang an einen akademischen Charakter hatte und auf die vergleichende Anatomie ausgerichtet war. Da zu Beginn der Ausbildung Lehrmaterial fehlte, stellte Goethe aus seinem privaten Fundus Anschauungsmaterialien und Präparate zur Verfügung, die zum Teil noch heute erhalten sind und u. a. im Phyletischen Museum aufbewahrt werden. AUS GOETHES BEGEISTERUNG Theobald Renner baute die Tierarznei­E NTSPRUNGEN schule in Jena auf und verhalf ihr zu wissenTierarzneischulen wurden gegen Ende schaftlichem Ansehen innerhalb der Univerdes 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts in sität. Johann W. von Goethe und Großherzog

Carl August ahnten 1816 sicher nicht, welchen fruchtbaren Weg die Errichtung der ortsansässigen Thierarzneyschule in Jena über zwei Jahrhunderte hinweg einschlagen sollte. Zwar endete die Ausbildung von Tierärzten in Jena durch Theobald Renner im Oktober 1843 (27 Jahre nach Gründung der Schule) »wegen Mangels der erforderlichen Mittel und durch andere triftige Gründe«, jedoch wurde die Schule 1844 in »Großherzoglich Sächsische Veterinäranstalt« umbenannt, dem Landwirtschaftlichen Institut der Universität Jena zugeordnet, und diente somit weiterhin der Vermittlung von Wissen zur Tiergesundheit. RENNERS ERBE WEITERGEFÜHRT Nach einem, dem Tod von Renner folgenden ›Dornröschenschlaf‹ blühte die Veterinäranstalt im 20. Jahrhundert — verbunden mit den beiden Persönlichkeiten Karl Hobstetter (1875 — 1944) und Victor Goerttler (1897 — 1982) — wieder auf. Hobstetter war ein Visionär, der das Veterinärwesen in Thüringen zu Beginn des 20. Jahrhunderts tiefgreifend reformierte. Nach seiner Berufung an die Universität Jena im Jahre 1911 setzte ein kompletter Umbau der Veterinäranstalt ein. Die alten Gebäude am Heinrichsberg waren verschlissen und wurden verlassen. In einem neu errichteten Gebäudekomplex in der Dornburger Straße 25 begründete Hobstetter eine der fortschrittlichsten veterinärmedizinischen Lehr- und Forschungsanstalten

Fotos: Bildarchiv FLI Jena / Wolfram Maginot

1816: Im Großherzogtum Sachsen-WeimarEisenach spielte Johann Wolfgang von Goethe eine tragende Rolle in der Verwaltung des Weimarischen Staates. So war er unter anderem für den Botanischen Garten, die zoologischen, botanischen, mineralogischen, anatomischen und physikalisch-chemischen Kabinette, die Bibliothek sowie die Sternwarte verantwortlich. Er interessierte sich aber auch für die Lebensvorgänge — und zwar nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Tieren — und dachte darüber nach, in Jena eine Tierarzneischule zu gründen. Großherzog Carl August stimmte seinem Vorschlag begeistert zu. So wurde auf Goethes Wunsch und durch seine Fürsprache Theobald Renner (1779 — 1850), der zuvor in Moskau und Berlin tätig war, als Professor der vergleichenden Anatomie und ›Thierarzneykunde‹ an die Jenaer Universität berufen und zugleich als Ausbilder für Tierärzte an der Jenaer ›Thierarzneyschule‹ bestellt. Die Ausbildung der zukünftigen Tierärzte begann im Wintersemester 1816/17, wobei Renner zunächst folgende Vorlesungen hielt: Veterinärgeschichte, Anatomie und Physiologie der Haustiere, Pathologie und Therapie der Tierkrankheiten.


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der damaligen Zeit. Er umfasste Räume für wissenschaftliche Arbeiten, eine Poliklinik für kleine Haustiere, eine Großtierklinik, Operationssäle, Stallungen, die Hufbeschlaglehrschmiede, Wirtschaftsräume und Wohnungen. Heute werden die Gebäude von der Friedrich-Schiller-Universität bzw. vom Universitätsklinikum der FSU genutzt. Im Jahr 1938 folgte Victor Goerttler auf Hobstetter als Professor an der Universität und als Direktor der Veterinäranstalt mit Tierklinik und Lehrschmiede. Goerttler vollendete das von Renner begonnene und von Hobstetter vorangebrachte Werk. Nach dem 2. Weltkrieg und erfolgreicher Entnazifizierung war Goerttler maßgeblich an der Gründung der neuen Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Jena beteiligt, der er als erster Dekan (1953 — 1955) vorstand, und der die Veterinäranstalt der FSU Jena bis 1969 angehörte. Auf sein Betreiben hin wurde das Institut für bakterielle Tierseuchenforschung Jena (ITSF) der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin gegründet, das am 1. Juli 1954 seine Tätigkeit aufnahm und dessen erster Direktor er wurde. Zugleich war er Leiter des Veterinäruntersuchungs- und Tiergesundheitsamts (VUTGA). Anfang der 1960er Jahre konnten ITSF und VUTGA großzügig gestaltete Neubauten

THEOBALD RENNER

KARL HOBSTETTER

in Jena-Zwätzen beziehen. Der Gebäudekomplex war von Goerttler so konzipiert, dass die direkte Nachbarschaft von ITSF und VUTGA veterinärmedizinische Forschung und Praxis miteinander verband, so dass SynergieEffekte genutzt und Kooperationen erleichtert wurden. In beiden veterinärmedizinischen Einrichtungen wurden unter den geltenden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in der DDR wesentliche Beiträge zur Erforschung und Bekämpfung von Tierkrankheiten geleistet, die untrennbar mit dem Namen Goerttlers und denen seiner Schüler verbunden sind. In den Räumen des ehemaligen ITSF verkörpert heute das Friedrich-Loeffler-Institut,

Weitblick

VICTOR GOERTTLER

Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), modernste veterinärmedizinische Forschung. Aus dem ehemaligen VUTGA wurde später das Bezirksinstitut für Veterinärwesen (BIV). Heute werden die Räumlichkeiten in Jena-Zwätzen von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft genutzt werden. (pre, gsl, uho) Aus Anlass des diesjährigen Jubiläums veranschaulicht eine Sonderausstellung im Phyletischen Museum die 200jährige Geschichte der Veterinärmedizin in Jena (vom 02.09.2016 bis 16.04.2017). Führungen durch die Ausstellung und Vorträge sind auf Anfrage möglich.

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SIGMAR POLKE: »DIE DREI LÜGEN DER MALEREI« — Offsetdruck auf

Büttenkarton, 1995

| AUSSTELLUNG |

Foto: Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, © VG Bild-Kunst 2016

Foto: Kunstsammlung Jena, Dauerleihgabe Opitz-Hoffmann

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GEORGES BR AQUE: »DER VOGEL UND SEIN SCHATTEN II« (L'OISEAU ET SON OMBRE II) — Farbradierung, 1961

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Welch Sammlerglück! Die Dynamik

reicht von Milena Aguilar bis Heinrich Zill: Mit einer eindrucksvollen Ausstellung bedankt sich die Kunstsammlung Jena beim Sammlerehepaar Opitz-Hoffmann für eine der umfassendsten Schenkungen der letzten Jahrzehnte. DIE LISTE DER KÜNSTLERNAMEN

Der Aufbau einer Kunstsammlung ist langwierig, oft mühsam und erfordert einen langen Atem. Umso schöner sind jene Momente, in denen scheinbar alles anders ist und jahrelange Bemühungen plötzlich durch einen Quantensprung geadelt werden. Eine solche Sternstunde erlebte die Kunstsammlung Jena Ende 2014, als das Museum mit einer rheinländischen Privatsammlung beschenkt wurde. Umfang und Qualität machen diese Schenkung zu der mit Abstand wichtigsten Bereicherung, die die Kunstsammlung Jena in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erfahren hat. Neben der Botho Graef-Stiftung, mit der Ernst Ludwig Kirchner 1918 das Andenken seines väterlichen Freundes Botho Graef ehrte, indem er der Kunstsammlung sein gesamtes druckgrafisches Frühwerk schenkte, ist es die bis heute umfangreichste Einzelerwerbung für die Jenaer Sammlung. Die Sammlung Opitz-Hoff­ mann beinhaltet vor allem Arbeiten auf Papier, Zeichnungen, Druckgrafik, Fotografien, Künstlerbücher und Multiples. Von der klassischen Zeichnung bis zur konzeptionellen Plastik, vom aufklärerischen Manifest eines Joseph Beuys bis zur Landkartenüberarbeitung von Nanne Meyer steckt die Sammlung voller Über-

raschungen und liefert einen exzellenten Blick auf viele der innovativsten und eindruckvollsten Positionen der Kunst der letzten Jahrzehnte. Neben den weithin bekannten Arbeiten von Beuys, Anna und Bernhard Johannes Blume, Rosemarie Trockel, Sigmar Polke, Katharina Sieverding oder den oft politisch motivierten Werken von Felix Droese zeugen Werkkomplexe von Rune Mields, Eva-Maria Schön, Nora Schattauer und Nanne ­ Meyer nicht nur für ästhetischen Genuss, sondern belegen die Suche nach jenen besonderen Positionen, die man — trotz aller Nivellierungen im Kunstbetrieb — finden kann. Hinzu kommen Arbeiten jener KünstlerInnen die, wie Jonathan Meese, Peter Doig, Kiki Smith oder Boris Mikhailov, über die verdienstvollen Editionen der Griffelkunst in die Sammlung gelangt sind.(syo) Sammlung Opitz-Hoffmann Zeichnungen, Druckgrafiken, Multiples, Fotografien und Künstlerbücher 03.09.–20.11.2016 Kunstsammlung Jena, Markt 7, 07743 Jena Telefon: 03641-498261

der Flügel

MIT DER NEUEN AUSSTELLUNG »GEORGES BRAQUE. DER ZAUBERER UND DIE VÖGEL« wird im Weimarer Land

erneut ein großer französischer Maler gewürdigt. Nach Ausstellungen zu Pablo Picasso und Henri Matisse kann das Kunsthauses Apolda Avantgarde mit Georges Braque nun einen dritten großen Pionier der französischen Avantgarde zeigen. Im Zentrum der Ausstellung stehen die späte Grafik und die Buchillustrationen Georges Braques von 1932 bis 1963 sowie die damit verbundenen Keramiken. Viele Kritiker und Wissenschaftler rühmten nicht Braques vor dem Ersten Weltkrieg entstandenes umstürzlerisches kubistisches Frühwerk, das er im Austausch mit Picasso gestaltete, sondern sahen gerade im Spätwerk Braques eigentlichen Ausdruck und seine künstlerische Aussage, die von höchst philosophischen Fragestellungen getragen wurde. Oftmals wurde diese mit der buddhistischen Lehre verglichen, die Braque als Bestätigung seiner eigenen Auffassungen begriff, denn er gestaltete eine neue Bildwirklichkeit, in der er die Trennung zwischen Geist und Materie aufhob: Für Braque stand die Kunst stets dem Unbewussten näher als dem Intellekt, den er als »Anbetung von Vorstellungen« begriff. Voraussetzung des Kunstschaffens war für ihn ein meditativer, halluzinativer Zustand, in dem sich seine eigene reale Empfindungswirklichkeit entfalten konnte, die sich aus der

Beziehung zwischen ihm und der Materie ergab. Durch die Entdeckung der Vögel als zentrales Motiv konnte er diesen Raum vollends überwinden und Materie und Geist eins werden lassen. Mit dem Vogelmotiv, das sich mit seinen »Ateliers« ab 1949 immer stärker in sein Werk schob, wurden »Kunst und Leben eins«. Im Gegensatz zu statischen Dingen verkörperten die Vögel mit der Dynamik ihrer Flügel den ewigen Zauber der materiellen Verwandlung auf höchst spielerische Art. Die im Kunsthaus Apolda präsentierten 110 Grafiken, Buchillustrationen und Keramiken aus den Jahren 1921 bis 1963 stammen aus dem Bestand des Pablo Picasso Museums in Münster und der dort als Dauerleihgabe beherbergten Privatsammlung Classen.  (flb)

»Georges Braque. Der Zauberer und die Vögel« 18.09.–18.12.2016, Kunsthaus Apolda Avantgarde www.kunsthausapolda.de


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| AUSSTELLUNG |

| EVENT |

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Von der Leichtigkeit des Seins

Foto: Sylvia Obst

Blick hinter Brauereikulissen AUF GUT 1.500 m² UND VERTEILT ÜBER VIER ETAGEN

präsentieren derzeit 36 Künstlerinnen und Künstler aus Nürnberg und Fürth ihre unterschiedlichsten Sichtweisen auf das Leben und die Kunst in der Kulturfabrik Apolda. Die »Nürnberg Fürth Art Weeks« ist die bisher größte Schau, die in der Kulturfabrik zu erleben ist — einem Gebäude, in dem einst Strickwaren hergestellt wurden und welches heutzutage Künstler-Ateliers und Ausstellungsräume beherbergt. Auf Initiative der Künstler selbst kommt hier eine herrlich abwechslungsreiche lebendige und vielschichtige Ausstellung zustande. »Die Ausstellung umfasst alle Ausdrucksmittel der bildenden Kunst, wie z. B. Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur, Installation oder Videokunst — und zwar nicht themengebunden, sondern in einem möglichst repräsentativen Querschnitt durch das Lokalkolorit der fränkischen Metropolen«, betont voller Stolz die Initiatorin und Geschäftsführerin der Kulturfabrik Apolda Sibylle Müller. In der ersten Etage etwa empfängt den Besucher ein breiter Bilderzyklus »12« des Grafikers Bruno Bradt, den er mit Bleistift und Pastell beeindruckend schuf. Er präsentiert — in Anlehnung an die 12 Apostel — Menschen, die er in einer Suppenküche der Heilsarmee getroffen und porträtiert hat. Beim weiteren Gang durch die Räume empfangen den Be-

trachter die unterschiedlichsten Kunstformen, von farbigen ÖlMalereien des Tibetaners Akbar Akbarpour über die witzigen Betonarbeiten der Steinbildhauerin Claudia Spanhel und die großformatige Öl-Malerei des gebürtigen Teheraners Akbar Akbarpour bis hin zu Thomas Mohi, der als Maler und Grafiker eben auch »Mohichords« entwickelt hat, Holzskulpturen, die zugleich Streichinstrumente für Obertonklänge sind. So ähnlich setzt sich die Schau über alle Etagen fort, bis zum extra für die Schau neu erschlossenen Dachboden. Es gibt hier wahrlich viel zu sehen, zu hinterfragen oder nachzudenken — einer Entdeckungsreise gleich, die sich mit dem Leben und dessen künstlerischer Umsetzung beschäftigt — also: mit der Leichtigkeit des Seins.(syo)

Nürnberg Fürth Art Weeks 13.08.–01.10.2016, Kulturfabrik Apolda, Dr. Külz-Str. 4, 99510 Apolda Telefon: 03644.6525280 www.kulturfabrik-apolda.com

KÖSTRITZER SCHWARZBIERBRAUEREI öffnet zum Tag des offenen Denkmals historisches Gebäude, Sudhaus und Dreiseitenhof.

Bundesweit öffnen immer am zweiten Sonntag im September historische Bauten und Stätten für Besucher ihre Pforten. Seit der Industrialisierung prägen nicht nur barocke Gotteshäuser oder historische Altstädte die Stadtbilder, — auch Technik- und Industriebauten gehören dazu. Ihnen speziell ist der diesjährige Tag des offenen Denkmals gewidmet, gilt es doch, die Gesamtheit der historischen Gebäude-Architecktur zu erhalten. Die Köstritzer Schwarzbierbrauerei ist in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal beim Tag des offenen Denkmals mit von der Partie. Die Besucher können am 11. September das historische Brauereigebäude von außen besichtigen, einen Blick in das aktuelle Sudhaus werfen und den Dreiseitenhof bewundern, in dem das Besucherzentrum der Brauerei sein Domizil hat. Traditionsbewusstsein prägt gleichermaßen die Produkte und das Produktionsgelände des Unternehmens. Das gilt auch für das zwischen 1905 und 1908 erbaute historische Brauereigebäude mit seinen roten Backsteinen und dem charakteristischen Wasserturm, das seit der umfangreichen Modernisierung seit 1990 als Lager und Büro dient.

Auch der vor rund 350 Jahren errichtete Dreiseitenhof wurde denkmalschutzgerecht saniert und dient heute als Besucherzentrum der Spezialitätenbrauerei. »Unsere Brauerei ist dieses Jahr zum zweiten Mal beim Tag des offenen Denkmals dabei. Wir freuen uns auf jeden Besucher, der einen Blick auf die historischen Fassaden unseres Brauereigeländes sowie den Anbau historisches Sudhaus werfen möchte und stellen gern weitere Planungen dabei vor«, wirbt Uwe Helmsdorf, Geschäftsführer der Köstritzer Schwarzbierbrauerei, für einen Besuch.

Tag des offenen Denkmals Köstritzer Schwarzbierbrauerei 11.09.2016, 11–16 Uhr Heinrich-Schütz-Straße 16 07586 Bad Köstritz www.koestritzer.de www.landkreis-greiz.de


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Fotos: Zeiss-Archiv

| HISTORIE |

CARL ZEISS WURDE 1816 IN WEIMAR als Sohn des Drechslermeisters

­ ugust Zeiss und seiner Ehefrau A ­Friederike geboren. Aber nicht ­Weimar, sondern Jena hat er geprägt in Form jenes Unternehmens, das bis heute seinen Namen trägt. Welche Spuren finden sich sonst noch von ihm in unserer Stadt?

1834 kam Carl Zeiss aus dem benachbarten Weimar nach Jena, um beim Universitätsmechaniker Dr. Friedrich Körner eine Ausbildung zu absolvieren. Zunächst wohnte er in der sogenannten ›Körnerei‹ in der Jenergasse 14. Das Haus gehörte allerdings nicht seinem Lehrherrn, sondern Carl Friedrich Christian Körner (1892 — 1875). Es existiert ein Quittungsbuch für die Mietzahlungen, in dem für die Zeit von 1814 bis 1890 insgesamt 391 Namen verzeichnet sind. Die darin aufgeführten Studenten zahlten immer semesterweise, darunter auch so berühmte Personen wie Otto von Bismarck und Ernst Haeckel. Selbst Goethe soll öfter in dem Haus verkehrt haben. Auch Carls Bruder Eduard hatte von 1831 bis 1832 in der Körnerei gewohnt, sein anderer Bruder Gustav ebenso von 1831 bis 1835. Beide hatten an der Jenaer Universität Philologie studiert und wurden Lehrer. Eduard ging zunächst an die Schule in Buttstedt, kehrte 1842 aber als Direktor der Bürgerschule nach Jena zurück. Gustav hingegen promovierte und wurde Gymnasialprofessor in Weimar. Carl selbst wohnte in der Körnerei von 1834 bis 1835. Zeitweise wohnten hier also zwei der Zeiss-Brüder gleichzeitig. Im weiteren Fortgang seiner Lehre soll Carl Zeiss auch bei seinem Lehrmeister Friedrich Körner in der Grietgasse 10 gewohnt haben. Das war damals nicht ungewöhn-

CARL ZEISS um 1850

Die Anfänge einer ­Jenaer Erfolgsgeschichte lich, war das Lehrverhältnis doch nach der damaligen Vorstellung häufig patriarchaler Natur, bei dem der Lehrherr die Stelle des Vaters einnahm. Wann genau Carl in dem Haus in der Grietgasse wohnte, ist ungewiss. Fest steht allerdings, dass sein Lehrherr in dem umfangreichen Gebäudekomplex auch Versuche unternahm, optisches Glas zu erschmelzen. Angesichts des Rauchs und Qualms, den das produzierte, konnte das nicht unbemerkt erfolgen. Carl wurde jedoch nur zu Hilfsarbeiten herangezogen: In alter AlchemistenTradition hielt Körner seine Versuche und die Ergebnisse auch vor seinem Lehrling geheim.

ANTRAG FÜR FEINMECHANISCHE ­W ERKSTATT Nach Beendigung seiner recht umfangreichen Wanderschaft, die er 1838 begonnen hatte, kehrte Carl Zeiss im September 1845 nach Jena zurück, um hier eine Werkstatt zu eröffnen. Oft wurde behauptet, er habe sich ursprünglich in Weimar niederlassen wollen. Dafür gibt es aber keine Belege. Das Gerücht taucht erst 1920 auf und basiert auf Hörensagen: Jemand erzählte, dass ihm jemand erzählte habe, dass ihm die Schwestern von Carl Zeiss erzählt hätten … Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das Patenkind des regierenden Landesfürsten Carl Friedrich


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ANZEIGE VON CARL ZEISS in den Jenaer Wochenblättern vom 18.11.1848

von Sachsen-Weimar-Eisenach, zudem Sohn eines angesehenen Handwerkers in Weimar, eben dort abgewiesen wurde, ohne dass dies einen schriftlichen Niederschlag gefunden hätte. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass sich Carl Zeiss ganz bewusst in Jena niederließ. Sein einstiger Lehrherr Friedrich Körner war inzwischen vom Alter gezeichnet: Er starb im Februar 1847. Den tatsächlichen Ausschlag für Zeiss, zurück nach Jena zu gehen, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit der Biologe Matthias Schleiden gegeben. Als einer der Begründer der Zelltheorie, nach der alles Leben auf Zellen basiert, war Schleiden das Mikroskop das wichtigste Forschungs- und Arbeitsinstrument. Bereits Körner hatte er dazu gebracht, einfache Mikroskope zu bauen. Carl Zeiss quartierte sich zunächst im ›Schoemanschen Haus‹ ein, das bis 1900 dort stand, wo sich heute das Post-Carré befindet. Er schrieb sich in der Universität ein — auch um eine Aufenthaltsgenehmigung für Jena zu bekommen. Zugleich besuchte er Vorlesungen im Physiologischen Institut, das sich im ›Ludwig Weimarschen Haus‹ am Markt befand. Schleiden hatte dieses 1845 gegründet, unter anderem auch um Studenten im Mikroskopieren zu unterrichten. Vor diesem Hintergrund kann davon ausgegangen werden, dass Zeiss sofort nach seiner Rückkehr begonnen hat, sich mit Mikroskopen zu beschäftigen. Etwas mehr als ein halbes Jahr später, am 10. Mai 1846 stellte er einen Antrag auf Genehmigung einer feinmechanischen Werkstätte in Jena. Bereits einige Jahre zuvor hatte ein anderer Lehrling Körners einen solchen Antrag gestellt. Damals hatte das Ministerium auch festgelegt, wie in einem derartigen Fall zu verfahren sei: Da es bislang keine Mechaniker-Zunft oder -Innung gab, war für die Niederlassung eine Prüfung erforderlich, die mangels einer anderen Behörde, die der Mechanik fachlich näher gestanden hätte, bei der Weimarer Oberbaubehörde zu erfolgen hatte. Das seinerzeit vorgelegte Prüfungsstück fand allerding vor den Prüfern keine Gnade — in der Folge wurde jenem Kandidaten auch keine förmliche Genehmigung für die gewünschte Niederlassung gegeben. Die Prüfung war also keine reine Formalität. Umso erstaunlicher ist die Unbefangen-

heit, mit der Carl Zeiss sie anging: Er wies den Prüfer nicht nur auf die mangelnde Präzision seiner Fragen hin, sondern auch darauf, dass die Prüfungen ihm einen großen Teil seiner »kostbaren Zeit rauben« würde. Das zeigt, dass Zeiss sich seiner fachlichen Kompetenzen sehr bewusst war — und darüber hinaus nicht bereit war, in einer an und für sich heiklen Situation vor der Bürokratie zu kuschen. Der Prüfer erkannte in der Folge zwar die fachlichen Kompetenzen von Carl Zeiss an, war ob seines Aufbegehrens aber ›verschnupft‹ und hielt die Genehmigung für die feinmechanische Werkstatt erst einmal zurück. Als Carl im Oktober noch immer keine Antwort erhalten hatte, wandte er sich an die Stadtverwaltung. Nun erhielt er endlich die gewünschte förmliche Genehmigung, ausgestellt auf den 19. November 1846 und Zeiss konnte mit der Einrichtung seiner Werkstatt beginnen. ERSTE WERKSTÄTTEN Am 5. Mai 1847 inserierte er erstmalig in den Jenaischen Wochenblättern. Er habe nunmehr »Brillen, botan. und andere Lupen u.s.w. … vorrätig. Auch werde ich in einigen Tagen mit einer Auswahl billiger Thermometer versehen sein.« Er sei »wohnhaft in der Neugasse bei dem Herrn O[ber]A[mts] G[erichts]Rath Schüler, parterre«. Heute ist dies die Neugasse 7. Einen guten Monat später am 19. Juni inserierte er allerdings bereits erneut: Er wohne nun in der Wagnergasse zur Miete. Sein Vater, August Zeiß, schreibt am 3. Juli 1847 an seinen Sohn Eduard, er habe beim Umzug von Carl in die Wagnergasse 32 geholfen. Bei dieser Gelegenheit habe er auch ein erstes Mikroskop gesehen. Carl könne aber erst daran weiterarbeiten, wenn eine dafür erforderliche Maschine aus Berlin geliefert werde. Während der ersten Monate hatte Zeiss nur einen gelegentlichen Helfer mit dem Namen Dietrich. Der Vorname ist unbekannt. Im August 1847 jedoch inserierte Zeiss, er suche »einen armen ehrlichen Jungen von 14 — 16 Jahren zu einigen leichten Arbeiten«. Er fand August Löber, der bei ihm lernte und zu seinem ersten und lange Zeit einzigen Mitarbeiter wurde. Er blieb dem Unternehmen viele

Jahre treu und wurde zum Ahnherrn vieler Optiker, die er oft mit sehr strenger Hand ausbildete. In seinem Domizil in der Wagnergasse 32 hatte Carl Zeiss Laden und Werkstatt im Erdgeschoss, er selbst wohnte im Obergeschoss. 1849 heiratete er die Pfarrerstochter Berta Schatter, die aber schon 1850 bei der Geburt des ersten Sohnes Roderich verstarb. 1853 heiratete er erneut — abermals eine Pfarrerstochter: Ottilie Trinkler. Mit ihr hatte er die Kinder Otto, Hedwig und Sidonie. Der Handwerksbetrieb wuchs in den 1850er Jahren langsam. Carl Zeiss wurde ein angesehener Bürger der kleinen Stadt Jena. Als Zeichen seines unternehmerischen Erfolges kann man den Kauf des dreigeschossigen Hauses am Johannisplatz 10 (zeitweise auch Johannistorplatz) im Jahr 1858 betrachten. Da er kurz darauf die alte Ladentür des Hauses und Fenster zum Kauf anbot, ist davon auszugehen, dass er Umbauten vorgenommen hatte. Im Erdgeschoss befand sich der Laden, in der ersten Etage wohnte die Familie. Die obere Etage war an den Professor der Geburtshilfe Bernhard Schultze vermietet. Die Werkstätte befand sich im hinteren Teil des Gebäudes. Da die Werkstatträume allerdings schon bald nicht mehr reichten, wurden 1870 und 1875 die Nachbargebäude am Johannisplatz mit den Hausnummern 5 und 6 gekauft, die über den Hof zu erreichen waren. Hier befanden sich fortan Tischlerei, Optik, Mechanik und Lager. STETIGER BETRIEBSAUSBAU Das Ladengeschäft am Johannisplatz 10 wurde erst im Jahr 1880 aufgegeben, als der weltweite Absatz von Mikroskopen immer weiter zunahm. Carl Zeiss war inzwischen Universitäts- und Hofmechaniker und bei weitem der größte Unternehmer am Ort. Am 3. Dezember 1879 beantragte er eine Baugenehmigung für ein Wohnhaus und einige Werkstattgebäude im Littergäßchen, das nach dem Tod von Carl Zeiss in »Karl-ZeißStraße« umbenannt wurde. Er versicherte, dass der Betrieb »keinerlei die Nachbarschaft belästigende Übelstände« mit sich bringen würde. Carl Zeiss’ langjähriges Wohnhaus im Littergäßchen stand etwa dort, wo sich heute

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die Einfahrt zur Tiefgarage in der Carl-ZeißStraße befindet. Das Haus war mit roten und gelben Klinkern verziert. Auch hier befanden sich im Erdgeschoss die Geschäftsräume, während die Familie in den oberen Etagen wohnte. Hinter dem Haus wurde eine große Werkstatt errichtet, in der wiederum im Erdgeschoss die Mechaniker und im ersten Stock die Optiker untergebracht waren. Weitere Grundstücke wurden in den nachfolgenden Jahrzehnten zu teils horrenden Preisen aufgekauft, um dem rapiden Wachstum des Unternehmens Platz zu schaffen. Für die Mitarbeiter bot die zentrale Lage den Vorteil, dass sie nahe wohnen konnten. Da zur damaligen Zeit die Mittagspausen noch sehr lange waren, gingen viele zum Essen nach Hause. Erst in den 1920er Jahren wurde die Mittagspause verkürzt und betriebsinterne Versorgungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter geschaffen. In dieser Zeit gelang es dem Unternehmen auch, nach langjähriger Suche endlich die dringend benötigten neuen und stadtnahen Ausbauflächen zu erwerben. Seinen Anfang fand dies im 1923 errichteten ›Bau 23‹ — heute ein Gebäude der Firma Jena­pharm. Zusätzliche Erweiterungsbauten wurden 1882 und 1885/86 errichtet. 1886 wurden die ersten Dampfmaschinen aufgestellt. Aus dieser frühen Zeit sind heute keine Gebäude mehr erhalten. Die meisten von ihnen wurden schon vor dem Ersten Weltkrieg komplett umgebaut oder abgerissen, um Platz für Neubauten zu schaffen. Die Werkstattgebäude waren auch nicht mit Toiletten ausgestattet, weil man meinte, es wäre gut für die Mitarbeiter, wenn sie bei ihrer anstrengenden Arbeit gelegentlich an die frische Luft kämen. Stattdessen wurde

Abbildung: Zeiss-Archiv

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HAUPTWERK UND DREI WERKSTÄTTEN auf einer Postkarte von 1896

eine markante Abortanlage errichtet, wegen des Baustils ›Schweizerhäuschen‹ genannt. Im Obergeschoss befanden sich die Toiletten, darunter konnten die Güllewagen an- und abfahren. Trotz der Erweiterungen arbeiteten viele Optiker zu Hause. Um dem Bedarf an mehr Arbeitsfläche Herr zu werden, wurden mehrere Häuser in Jena angemietet, in denen provisorisch Fertigungen untergebracht waren — etwa in der sogenannten ›Weidigei‹ in der Bachstraße 21. Diese hatte zuvor die Klavierfabrik Weidig beherbergt. 1885 zogen hier etwa 40 Mechaniker und Tischler ein. Letztere bauten vor allem die Transportkästen für die Mikroskope und die Objektive. Auch ein Teil der Mikroskopmontage wurde 1885 ausgelagert: ins Hinterhaus der Kollegiengasse 23. Schöner Nebeneffekt für die Mitarbeiter war die direkte Verbindung zur Gaststätte ›Gambrinus‹ im Vorderhaus. Unangenehm war allerdings, dass das Gebäude von Ungeziefer befallen war — weshalb es auch »Wanzenburg« genannt wurde. Aus

KRYOLIPOLYSE Fettreduktion durch Kälte-Einsatz

Telefon 03641 - 637819 I Johannisstraße 21 in Jena

diesem Grund erfolgte bereits 1887 der Wiederauszug. Carl Zeiss verstarb nach mehreren Schlaganfällen am 3. Dezember 1888. Sein Sarg wurde von sechs der ältesten Werksangehörigen in die Garnisonkirche (heute Friedenskirche) getragen. Viele weitere Mitarbeiter hatten sich am Straßenrand aufgereiht, um dem Prinzipal die letzte Ehre zu erweisen. Beigesetzt wurde Carl Zeiss auf dem Johannisfriedhof. Ein Messingkreuz mit eingelegten Objektivlinsen, das in der Optischen Werkstätte angefertigt worden war, zierte den Sarg. Sein Wirken hat die Stadt von Grund auf verändert. Aus dem kleinen Universitätsstädtchen wurde eine moderne Industriestadt mit Zukunft.(wwi) Zum Weiterlesen: Stefan Paetrow und Wolfgang Wimmer: Carl Zeiss 1816 — 1888. Eine Biografie. Köln 2016 Eine ähnliche Stadtführung steht auch als App – Jena: Zeiss & Abbe – für Android und iOS zur Verfügung.


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| JENA |

DAS NORMANNENHAUS AM

gehört zweifellos zu den baulichen Kostbarkeiten Jenas. Ursprünglich als studentisches Verbindungshaus errichtet, erwächst es gerade zum Hort für Kulturbegeisterte. FORSTWEG

HISTORISCHE ZEICHNUNG des

1897 errichteten Gebäudes.

Himmelblau, Gold und Rot — das sind die Farben, die einst vom Turm des Normannenhauses wehten. Die Trikolore mit den frischen Farben gehörte zur Jenaer Turnerschaft Normannia. Hervorgegangen aus dem 1843 gegründeten Pharmazeutisch-Naturwissenschaftlichen Verein zu Jena und in keinem Fall mit der gleichnamigen 1999 gegründeten rechtextremen Jenaer Burschenschaft Normannia zu verwechseln, beschloss diese wohl älteste Turnerschaft der Welt Ende des 19. Jahrhunderts, ein eigenes Verbindungshaus in der Saalestadt zu errichten. Um das Vorhaben umzusetzen, wurde zunächst ein zentrumsnahes Grundstück am Forstweg erworben, nachfolgend über zehn Jahre hinweg ein eigens hierfür angelegter Hausbaufonds genährt und schließlich, als genug Geld beisammen war, der Wormser Architekt Georg Ludwig Freed beauftragt, ein repräsentatives Verbindungshaus für die Burschenschaft zu entwerfen. Repräsentativ war das Gebäude, das Freed nach der Grundsteinlegung 1897 innerhalb von 16 Monaten errichten ließ, allemal: Errichtet im monumentalromanischen Baustil mit gotischen Elementen zitiert das burgartig gestaltete Haus sowohl in Form, Materialauswahl und Detailausführung romanische Burgen- und Kirchenbauten vergangener Jahrhunderte. Um den wehrhaften Eindruck des Baus zu unterstreichen, ließ Freed das massive Haus nicht nur mit einem Zinnenkranz am Dach und mächtigen Säulen mit Würfelkapitellen versehen, sondern

fügte dem Anwesen auch ganz ›burgtypisch‹ einen vorgelagerten ›Bergfried‹ und einen kleinen ›Fuchsthurm‹ hinzu. Im Erdgeschoss wurde das Kneipzimmer mit Raum für 44 Personen eingerichtet, das im Bedarfsfall vergrößert werden konnte, im Obergeschoss wiederum ein Festsaal für über 100 Personen. Beide Räume erhielten prächtige Holzdecken und -vertäfelungen, Parkettböden und massiven Holztüren, die auch heute noch ihren Eindruck nicht verfehlen. In den Händen der Normannia blieb das ›Normannenhaus‹ bis 1938, dann wurde die Verbindung von den Nazis verboten, das Haus enteignet. 1945 wiederum wurde es wie auch alle anderen Verbindungshäuser im Lande auf Befehl der sowjetischen Militäradministration hin zunächst konfisziert, wenig später dann der Friedrich Schiller Universität übereignet. Diese ließ 1947 zahlreiche ›zweckmäßige‹ Umbaumaßnahmen am und ums Haus herum durchführen: Die Südfenster im oberen Saal wurden zugemauert, bauplastische Embleme mit Bezug zur früheren Nutzung entfernt und verschiedene Grundrissänderungen vorgenommen, in deren Folge unter anderem auch der ursprüngliche Treppenaufgang von der Grete-Unrein-Straße verschwand. In den nachfolgenden Jahrzehnten erhielt das Normannenhaus immer wieder neue Mieter. Zunächst war es Hort der Christengemeinschaft, danach ein Kindergarten, anschlie-

ßend Heim des Instituts für Dialektischen Materialismus, schließlich über viele Jahre hinweg das beliebte Jugendclubhaus »Magnus Poser« und schlussendlich während der Wendezeit Probestelle der Jenaer Philharmonie. 1992 wurde das Haus geschlossen, dann kurzzeitig noch als mittelalterliche Gaststätte genutzt, 1996 schließlich von den neuen Besitzern, einer Erbengemeinschaft, aufwendig restauriert, aber nicht weiter genutzt. Ab 2001 fungierte das Normannenhaus als Veranstaltungsort für exklusive Events. Vor Kurzem hat das Normannenhaus nun erneut den Besitzer gewechselt: Ein Jenaer Arzt möchte Haus und Grundstück — in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt — wieder in seinen originalen Zustand zurück verwandeln. In den Außenanlagen haben erste Arbeiten bereits begonnen, am und im Haus selbst soll die Restaurierung im kommenden Frühjahr beginnen. Bis dahin lädt das Normannenhaus regelmäßig zu Konzertveranstaltungen ein — ganz ohne Exklusivität, dafür mit durchaus erlesener Bandauswahl. Den Anfang macht hierbei das Berliner Premier Swingtett am 29. September. Ein guter Anlass, dem ›alten Gemäuer‹ mal wieder einen Besuch abzustatten.(mei) Weitere Informationen zum Normannenhaus und der neuen Veranstaltungsreihe: www.normannenhaus-jena.de

Foto: Stadtarchiv Worms

Die besondere ›Burg‹


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| KULTUR |

UNTER DEM MOTTO »GEMEINSAM DENKMALE ERHALTEN«

steht der diesjährige ›Tag des offenen Denkmals‹ am 11. September ganz im Zeichen des gemeinschaftlichen Handelns. In Jena öffnen an diesem Tag mehr als 30 Stätten ihre Pforten für interessierte Besuche. RATHAUS LOBEDA

Zu Besuch bei ›Zeitzeugen‹ Es ist nur scheinbar eine Binsenweisheit, dass man gemeinsam oftmals viel mehr erreichen kann als allein. Uns erscheint heute eine Bürgergesellschaft mit allen Möglichkeiten der Partizipation als selbstverständlich. Ein breites öffentliches Bewusstsein für

Fotos: M.Rupp/UDSchB, Michael Miltzow

ZEISS-GRAB — Johannisfriedhof

in ihrem Handlungsspielraum eingeschränkten Denkmalpflege der DDR, die selbstverständlich der Doktrin des Zentralkomitees folgen musste. Obwohl die zur Verfügung stehenden Baumaterialien und Geldmittel knapp waren, konnten so im Osten des Landes viele kostbare historische Bauten vor dem Abriss bewahrt und erhalten werden. Unter dem Motto »Gemeinsam Denkmale erhalten« würdigt der diesjährige ›Tag des offenen Denkmals‹ auch in Jena die Früchte bürgerlichen Engagements und partnerschaftlichen Miteinanders. Rund 30 Denkmale gewähren hierfür am 11. September den interessierten Besuchern tiefere Einblicke: So öffnet beispielsweise das 1926 errichtete ehemalige Umspannwerk des E-Werks — die Imaginata — seine Tore für eine umfassende Besichtigung und in dem sonst nicht zugänglichen Kloster Zum Heiligen Kreuz am Engelplatz werden archäologische Führungen durch

die Bedeutung eines zu erhaltenden baukulturellen Erbes ist in den vergangenen Jahrzehnten allerdings zum Teil erst langsam erwachsen. Zu sehr war man im Westen des Landes in der Nachkriegszeit und in den Jahren des Wirtschaftswunders mit der Schaffung von neuen Infrastrukturen, Absatzmärkten und gesellschaftlichem Wohlstand beschäftigt, als dass sich mehr als eine Handvoll Fachleute öffentlich für Denkmalschutz und Denkmalpflege einsetzten. In der ehemaligen DDR setzten sich Bürgerinnen und Bürger hingegen bereits sehr früh ehrenamtlich für die Erhaltung gefährdeter Bausubstanz ein. KLOSTER ENGELPLATZ — Sakristei Dies geschah häufig parallel zur staatlichen Denkmalpflege über die einstige Niederlassung des den Kulturbund und oft durch- Jenaer Karmeliterordens angeboaus im Einvernehmen mit der ten.

Empfohlen werden kann allerdings auch der Besuch des ehemaligen Rathauses in Alt-Lobeda, das 1683 nach einem Brand neu errichtet wurde oder eine Führung durch das achteckige Ratund Brauhaus in Laasan, das 1998 aufwendig saniert wurde. Seltene Einblicke in laufende Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten erhält man darüber hinaus im ehemaligen Handels- und Kontorhaus am Fürstengraben 25, einem der ältesten Gebäude der

Stadt sowie beim dort benachbarten Burschenschaftsdenkmal, das derzeit erneuten Konservierungsmaßnahmen unterzogen wird. Das Gesamtprogramm zum ›Tag des offene Denkmals in Jena‹ gibt’s als Faltblatt in der Jena Tourist-Information.(mei) Tag des offenen Denkmals 11.09.2016, verschiedene Orte in Jena


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| SPORT |

AM 14. OKTOBER MÜSSEN IN JENA EINFACH DIE FUSSBALLFAHNEN

D

en bösen Beinbruch 1966 in Mexiko, das mühsame, sodann triumphale Comeback, die unvergesslichen Spiele 1970 gegen Ajax Amsterdam, wunderbare Hat-Tricks, Pokalsiege gegen Dynamo-Mannschaften, 207 Tore bei 466 Spielen, DDR-Meisterschaften, 68 ALänderspiele mit 15 Toren, Olympia Teilnahmen, Torschützenkönig, Fußballer des Jahres und die Wahl zum »Sportler des Jahrhunderts« in Jena. Und als einziger Ostdeutscher kam er bei deutschen Sportjournalisten in der Rubrik »Spieler des Jahrhunderts« unter die besten zehn Kicker (Rang 9 gemeinsam mit Jürgen Klinsmann). Der Carl Zeiss Jena wäre froh, wenn er im Moment einen solchen Spieler in seinen Reihen hätte. Er bräuchte nicht mehr Jahr für Jahr vergeblich in der Regionalliga nach Luft zu schnappen und andere ostdeutsche Mannschaften, wie Magdeburg, Leipzig oder Zwickau vorbei ziehen lassen. Peter Ducke kam im Sudetenland, in Bensen, auf die Welt, ganz in der Nähe von Tetschen an der Elbe, dem heutigen Decin. Die Mutter Hausfrau, der sehr autoritäre Vater Maler und die Geschwister Heinz, Walter, Erich, Helga, Roland und der Rainer. Gerade mal 15 und 17 Jahre alt, wurden die Brüder Heinz und Walter an Hitlers Mobilmacher verraten. Sie mussten in die letzten Sturm-

Ducke, Jena und 207 Tore

trupps und sind seither verschollen. Nach der Vertreibung aus dem Sudetenland landete die Familie Ducke zunächst in Salzelmen, später in Schönebeck, wo die Brüder bei Chemie Schönebeck anfingen zu trainieren und zu spielen. Schon in Schönebeck entwickelte sich Peter zu einem tollen Fußballer, immer seinen Bruder Roland und später den Ungarn Ferenc Puskàs als Vorbild. Ende der 1950er Jahre bekamen die Jenaer mit, dass da in der Magdeburger Bezirksauswahl ein besonderer Spieler agiert, dessen Bruder Roland Ducke bereits für sie spielte und Tore schoss. Also beknieten Georg Buschner und Funktionäre der Betriebssportgemeinschaft die Eltern, damit diese Peter nach Thüringen ziehen lassen würden. Als Halbprofi, er musste sich noch von 8 Uhr bis 12 Uhr im Jenaer Werk sehen lassen, begann er Tore zu schießen. Mal aus aussichtsreicher Position, dann wieder aus dem Idiotenwinkel oder einfach vom Elfmeterpunkt. Am 30. Oktober durfte Ducke erstmals das Nationaltrikot der DDR-Nationalmannschaft tragen und erzielte in Rostock gegen Finnland auch gleich das erste Tor, das 3:0 (Endstand: 5:1). Nachdem Georg Buschner Jena in Richtung Nationalmannschaft verlassen hatte, wurde er von Hans Meyer ersetzt, der bis

PETER DUCKE

heute in aller Munde ist und auch nach der Wende Karriere machen konnte. Meyer war es, der einmal gefragt wurde, ob er nicht gerne Weltstars, wie Ronaldinho, trainieren wollte. Darauf antwortete er mit dem schönen Kompliment für Peter Ducke: »Junger Mensch, ich hab’s in Jena doch gehabt, Peter Ducke!« Zunächst konnten Meyer und Ducke nicht so richtig miteinander, da der Trainer jünger als der Spieler war. Doch nach einer Sperre, weil Ducke das Training sausen ließ und lieber mit der Klasse seines Sohnes und einer schönen Lehrerin auf einen Ausflug gefahren war. Doch Meyer, der bereits als Assistenztrainer bei Buschner agierte, wusste Peter Ducke zu nehmen. Er konnte mit dessen Emotionen (massiv impulsiv, aufbrausend bis hin zu jähzornig) auf dem Platz umgehen. Manchmal musste sein Bruder Roland während eines Spiels den Peter wegziehen, wenn dieser sich mal wieder mit dem Schiedsrichter angelegt hatte. Einmal bekam Ducke eine Sperre von zehn Wochen Saison-Spielzeit, weil es einen zweifelhaften Elfmeter für den 1. FC Magdeburg gab. Es stand in der 82. Minute, beim Pokalfinale 1965, noch 1:1. Da aber die Friedensfahrt unmittelbar im Stadion gestartet werden sollte, durfte es keine Verlängerung geben. Nach dem zweiten Tor wurde

Fotos: Peter Poser / Verlag Neues Leben

WEHEN, und ein Denkmal sollte aufgestellt werden, denn der genialste Fußballer des FC Carl Zeiss Jena, ­Peter Ducke, wird 75 Jahre alt. Was hat der Fan nicht alles mit dieser Mannschaft, mit diesem Spieler erlebt …


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abgepfiffen und Ducke rief voller Zorn: »Den Scheißpokal könnt ihr selber behalten.« Mit Leib und Seele war Peter Ducke Fußballer und immer für den Carl Zeiss Jena. Für seinen Verein lehnte er sogar ein Angebot von Werder Bremen ab. Bei einem Bankett in Malmö, 1962, bat ihn ein Funktionär aus Bremen vor die Tür, wo ein Mercedes stand. Der Mann bot ihm 80.000 Mark direkt auf die Hand und meinte: »Sie werden wegfahren und brauchen sich um nichts zu kümmern«. Doch Peter Ducke, der sein Hobby zum Traumjob gemacht hatte, lehnte ab und blieb in Jena. Ganz begeistert waren die Ducke Brüder von Georg Buschner, der beide auch zur Nationalmannschaft holte. Buschner trainierte mit den Spielern kein einfallsloses Krafttraining, sondern setzte als Sportwissenschaftler auf Beweglichkeit, Schnelligkeit, mit Gymnastik und Akrobatik. In einem Interview

sagte Ducke: »Wenn Buschner sprach und seine Gedanken mit großen Gesten untermauerte, dann hörten alle zu.« Besonders durch den Trainingsstil spielte Peter Ducke technisch beschlagen, athletisch, schnell, einen schön anzusehenden Fußball. Doch auch Tiefen musste der Jenaer Spieler bewältigen. So brach er sich während eines Freundschaftspiels, in Mexiko 1966, Schien- und Wadenbein. Der Verteidiger Jiri Tichy, vom Gegner Sparta Prag, stoppte mit gestrecktem Bein Duckes Angriff, der einige Gegner ausgespielt hatte und gerade abziehen wollte. Die Rehabilitation galt als lange Leidenszeit und dauerte vierzehn Monate. Danach spielte er zunächst in der Reservemannschaft, kämpfte sich aber wieder heran. Hans Meyer meinte dazu nur, dass er hinkend immer noch besser als die meisten anderen Fußballer gewesen war. Eine weitere Verletzung zog sich Ducke 1974 bei einem Spiel gegen den BFC Dynamo

LÄNDERSPIEL FR ANKREICH — DDR 1974 IN LEIPZIG mit Peter Ducke (9)

THOMAS STRIDDES »PETER DUCKE — HELD UND REBELL« — soeben erschienen im Verlag

Neues Leben Verlag Neues Leben)

zu: Meniskus- und Innenbandschaden. Abermals arbeitete er sich heran und fuhr sogar mit zur WM, als Ersatzspieler. Im Spiel gegen Westdeutschland ließ der Trainer Buschner ihn draußen und setzte Sparwasser ein, der das Siegtor schoss. Anfang der 1980er Jahre arbeitete Peter Ducke als Jugendtrainer beim Jenaer Verein. Besuch aus dem Westen wurde ihm allerdings zum Verhängnis, da er mit deren Citroen, dem Auto des Klassenfeindes, durch die Gegend fuhr. Es folgte die Verbannung in den Landkreis, als Stützpunkttrainer in Kahla und Eisenberg. Danach qualifizierte er sich zum Sportlehrer. Bis zum Vorruhestand 2005 agierte er im Neubaugebiet Lobeda. Mit seinem Heimatverein kann Peter Ducke mittlerweile nicht mehr viel anfangen, obwohl er die Mannschaft in der Welt bekannt gemacht hat. Ducke geht selten zu Spielen, und wenn er im Stadion ist, hat er immer den Eindruck, dass die vom Verein nur misstrauisch sind. Wer noch mehr über Peter Ducke erfahren möchte, sollte unbedingt zu Thomas Striddes Buch »Die Peter-Ducke-Story« (Verlag Neues Leben) greifen. Spannend und ganz hervorragend schildert der Journalist das Leben eines Typs mit Ecken und Kanten. Er sprach mit Trainern, Mitspielern, Gegner und Freunden, mit Peter selbst und seinem Bruder. Hier liegt ein sehr persönliches Porträt des »Schwarzen Peters« vor, das auch ein spannendes Kapitel DDR-Fußballgeschichte aufzeigt.(tbe) Vormerken: Buchpremiere »Peter Ducke — Held und Rebell« 06.11.2016, 17 Uhr Goethe Galerie Jena In Anwesenheit von Peter Ducke und Thomas Stridde


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| EVENT |

Mondfest

FAMILIENSCHÄTZE ENTDECKEN: Die beliebte Sende­

reihe des BR macht im Oktober Station im Gothaer Schloss Friedenstein.

Kunst & Krempel

ANLÄSSLICH SEINES FÜNFJÄHRIGEN JUBILÄUMS feiert der Deutsch-Chinesischer Verein in Jena im Paradiescafé ein fernöstliches Familienfest. Was vor mehr als 30 Jahren im

Es gehört in China zu dem beliebtesten Festen: das traditionelle Mondfest. Mitte August wird im Reich der Mitte der Höhepunkt der Erntezeit und mit ihm der Vollmond gefeiert. Auch die Sage des Heldens Hou Yi, der neun von zehn Sonnen vom Himmel schoss und dessen schöner Frau Changé bejubeln die Menschen. Sie versprechen den Feiernden Glück und Sicherheit. Am Nachmittag des 18. September wird in diesem Sinne rund um das Jenaer Paradiescafé ein besonderes Familienfest gefeiert. Verschiedene Vereine und Einrichtungen präsentieren | EVENT |

fernöstliche Traditionen wie Ayurveda, chinesische Medizin und Philosophie. Auch diverse Sportarten und Kunstfertigkeiten können entdeckt werden. Kinder dürfen bunte Laternen und ein chinesisches Schattentheater im Schuhkarton basteln. Geschmückt wir die ganze Szenerie mit zahlreichen chinesischen Lampions. Das vollständige Programm wird einige Tage im Vorfeld veröffentlicht und liegt vor Ort aus.(ndr) Mondfest 18.09.2016, 14–18 Uhr, Paradiescafé Jena

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Fernsehen als ein Fernsehflohmarkt begann, hat sich längst zur Kultsendung entwickelt: die Antiquitätenberatung ›Kunst & Krem­ pel‹. Das Prinzip ist einfach: ein Familienschatz, sein Besitzer und die Experten treffen vor laufender Kamera im Bayrischen Rundfunk zusammen, spontan, ohne große Vorbereitung. Aus den Erzählungen der Besitzer erfährt man, wie sich große Geschichte in persönlichen Geschichten widerspiegelt — und die Experten sorgen immer wieder für manche Überraschung: das Unscheinbare entpuppt sich als Kostbarkeit, das Prunkvolle als Nachahmung.

ANKE WENDL — Thüringer Expertin für »Kunst & Krempel«

Vom 6. bis 9. Oktober kommt ›Kunst & Krempel‹ nach Gotha ins Schloss Friedenstein. Ratsuchende Antiquitätenfreunde, die teilnehmen möchten, können sich bis zum 25. September mit einem Foto des Objekts beim BR bewerben. Unter Stichwort »Kunst & Krempel in Gotha« an kunstundkrempel@br.de oder per Post an Bayerischer Rundfunk, Kunst & Krempel, 81011 München.(jüg) Kunst & Krempel 06.–09.10.2016, Schloss Friedenstein, Gotha

| EVENT |

Seien Sie herzlich willkommen! Am Freitag, den 9. 9. um 20 Uhr begrüßt Sie der Schauspieler Volker Ranisch zu einem Porträt über Theodor Fontane. Der Bogen spannt sich von Briefen an seine Frau Emilie über Reiseberichte und die Wanderungen durch die Mark Brandenburg bis hin zu den Balladen und »Effi Briest«. Mit Kammermusik von Arenski und Rachmaninow lädt das ETHOS-Ensemble mit Camelia Sima, Klavier; Marius Sima, Vi-

oline und Robertas Urba, Violoncello, am 10. 9. um 20 Uhr zu einer Nowgoroder Soireé ein. Antonín Dvoráks grandioses Requiem op. 89 am 24. 9. um 20 Uhr beschließt unseren diesjährigen Konzertreigen. Weitere Informationen sowie Kartenbestellungen: www.klosterkirchethalbuergel.de Ev.-Luth. Pfarramt Bürgel Telefon 036692.222 10

Foto: Semmel

Wickie — 44. Konzertsommer Thalbürgel

Foto: Wendl

Foto: Agentur

| FAMILIENFEST |

Das Musical

entern die Wikinger die Bühne. »­Wickie – Das Musical« kommt nach Erfurt. IM HERBST 2016

Der kleine, schlaue Wikingerjunge und die starken Männer werden durch Sänger und Tänzer zum Leben erweckt und natürlich wieder einmal in ein spannendes Abenteuer verwickelt. Lieder mit Ohrwurmgarantie, herrliche Kostüme und ein fantastisches Bühnenbild nebst Drachenboot, geheimnisvoller Eishöhle und dem Wikingerdorf Flake nehmen die Zuschauer mit auf eine abenteuerliche Reise in Wickies Welt — Mitwippen ist dabei vorprogrammiert. Die

musikalische und künstlerische Leitung übernimmt Komponist und Erfolgs-Produzent Thomas Schwab. Insgesamt über 30 Charaktere singen während der knapp 100-minütigen Show live. Dabei darf, neben den insgesamt 15 eigens komponierten Songs, natürlich auch der weltbekannte Hit »Hey hey Wickie« nicht fehlen. (jüg) Wickie — Das Musical 05.10.2016, 15 Uhr, Messe Erfurt


JenaKulturParadies.25

September Februar 2012 2012 2016

JenaKultur September-Highlights — Termine vormerken!

KARUSSELL

Fotos: Agentur / Städtische Museen / Frank Rebner / VHS Jena

Jena lädt Groß und Klein zum Altstadtfest ein 16. — 25.09.2016, M ­ arktplatz und Eichplatz

Fahndung nach einem Ehren­ bürger: Johannes R. Becher Sonderausstellung zum Zehn Tage lang erleben Besu- 125. Geburtstag des Dichters cher beim Altstadtfest auf der Romantikerhaus Jena Bühne des historischen Markt- 25.06. — 06.11.2016 platzes ein buntes Programm von Rock über Cover und Jazz Die Ausstellung lädt ein, über bis hin zur Lichtbildarena und Glanz und Elend eines zerrisdem Märchenteppich. senen Dichters in zerreißender Zu den diesjährigen musi- Zeit nachzudenken: Johannes R. kalischen Highlights auf der Becher galt jahrzehntelang als Marktbühne gehört unter ande- der berühmteste Student der Unirem Gleis 8 am 16. September: versität, die ihren Ehrensenator Dahinter verbergen sich die bis 1989 mit »Becher-Tagen« geals Sängerin von Rosenstolz ehrt hat, während es an der EOS bekannt gewordene Anna R., »­Johannes R. Becher«, dem heutidie nach 20 Jahren eine neue gen Anger-Gymnasium, »BecherHerausforderung suchte, und Wochen« gab. Ganze Generatiozwei Hamburger Mitstreiter. nen von Schülern und Studenten Ebenso freuen darf man sich wuchsen mit Legenden auf. auf Sachsens vielseitigste PartyDie wirkliche Biografie des band — Jolly Jumper (17.09.), auf späteren Staatsdichters aber ein mitreißende Live-Show der zwingt zur Auseinandersetzung Lokalmatadoren ROSA (22.09.) mit Widersprüchen, die heumit fetzigen Songs aus den te wieder von neuen Legenden Charts, legendären Rock-Klas- überlagert werden: 1891 als Sohn sikern, angesagten Party-Hits eines Staatsanwaltes geboren, und sprühenden südländischen wurde Becher zum aufbegehrenRhythmen — sowie auf die le- den »Dichter der Jugend«, zum gendäre Rockband Karussell, Sprachrebellen, der vor dem die mit ihrer Jubiläumstour »40 Weltkrieg in exzessiven MorJahre Karussell« am 18.09. in phiumrausch floh, 1917/18 in der Jena Halt macht. Der Eintritt ist Jenaer Psychiatrie behandelt wie immer bei allen Konzerten wurde, sein Medizinstudium der Jenaer Stadtfeste frei. fortsetzen wollte, mitten in den Auf dem angrenzenden Eich­ Revolutionswirren 1919 jedoch platz bieten während des Alt- wegen Fehlen eines polizeilichen stadt festes  za h l reiche  Fa h r- Führungszeugnisses abgewiegeschäfte und Rummelstände sen, wieder zu schreiben begann. Belustigung der verschiedens- Er träumt mit Majakowski von ten Art und auch das Feuerwerk der »Weltrevolution«, steht auf wird nicht fehlen. Wie gewohnt Hitlers Todeslisten und lernt bei ist auch für das leibliche Wohl Stalin das Fürchten, organisiert bestens gesorgt. in Paris 1935 einen Kongress zur Verteidigung der Kultur und Öffnungszeiten: schreibt im Exil berührende GeFr und Sa 10 – 23 Uhr dichte auf deutsche Städte, darSo bis Do 10 – 22 Uhr unter auch auf Jena …

Musikschulshow im Rahmen des Altstadtfestes 24.09. 2016 von 14 — 17 Uhr Marktplatz, Jena Seit 2010 präsentiert sich die städtische Musik- und Kunstschule Jena im Zweijahresrhythmus auf dem Jenaer Altstadtfest mit der ganzen Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksformen, die es an der Schule gibt. Auf der Bühne stehen dann verschiedene Orchester und Chöre, Bands von Schülern aus den verschiedensten Musikrichtungen, Solisten und kleinere Ensembles aus Klassik, Rock und Pop sowie abwechslungsreiche Tanzchoreografien. Das Bühnenprogramm wird in diesem Jahr vom Fachbereich JazzRockPop gestaltet: Zwei Bigbands der Schule »R&BeBees« und »Masters of Muppet« laden mit ihrer explosiven Mischung aus Swing, Rock, Funk, Latin und Jazz zum Tanzen und Mitswingen auf dem Marktplatz ein. Weiterhin wird es einen besonderen Auftritt von Schülern aus der Gesangsklasse von Ines Agnes Krautwurst geben. Sie singen einen Auszug aus der Jazzmesse von Peter Schindler. Begleitet von einer Combo bestehend aus Saxophon, Orgel und Percussion vertont der Jazzchor katholische Liturgiegesänge. Ein ganz besonderes Hörerlebnis! Des Weiteren werden andere Bands und Schüler aus dem Bereichen Jazz, Rock und Pop für Abwechslung auf der Bühne sorgen.

Frischer Wind an der VHS Jena Bereits zu einer kleinen Tradition ist die Semestereröffnung im Herbst an der Volkshochschule Jena geworden. In diesem Rahmen lassen wir Sie zum zweiten Mal vor dem offiziellen Semesterstart vom 6. bis 8. September 2016 einige Angebote kostenfrei ›probieren‹. Als Literaturliebhaber sollten Sie dabei unsere ›Genre-Achterbahn‹ nicht versäumen. Kleine ›Sprachreisen‹, z. B. nach Japan oder Schweden, geben Ihnen Einblicke in andere Sprachen und Kulturen. Oder wie kommt man mobil in die Cloud? Wir informieren Sie dazu. Weitere Angebote aus dem Kreativ- und Gesundheitsbereich runden das Programm ab. Natürlich können Sie die Schnupperangebote auch dazu nutzen, sich bei uns anzumelden. Seit dem 22. August besteht die Möglichkeit sich persönlich, telefonisch, schriftlich oder online (über unsere neue Internetseite www.vhs-jena.de) anzumelden. Die Programmhefte liegen u. a. in der Jena Tourist-Information, dem Bürgerservice, im Burgaupark, in den Krankenkassen und natürlich in der VHS-Geschäftsstelle, Grietgasse 17a, aus. Nutzen Sie bitte auch die angebotenen persönlichen Beratungsmöglichkeiten. Wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen! Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VHS Jena.

Denkmale / Kunst im öffentlichen Raum | Ernst-Abbe-Bücherei | Jenaer Philharmonie | Jena Tourist-Information | KulturArena | Kulturförderung | Kulturpreise | Kunstsammlung Jena | Märkte & Stadtfeste | Musik- und Kunstschule Jena | Romantikerhaus | Sonderprojekte | Stadtmuseum | Stadtteilzentrum LISA | Tourismus | Villa Rosenthal | Volksbad | Volkshaus | Volkshochschule Jena


24 Wochen

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ab 22.09. bei uns

Früher war alles besser. Da begann immer (!) am 1. September die Schule, da war der Sommer wirklich erst im Herbst zu Ende, es gab genügend Ärzte auf dem Land und die Beat-les machten noch richtige Musik. Heute müssen Sie schon ins Kino kommen, wenn Sie letztere noch einmal sehen oder mit Maik und Tschick die Langeweile der großen Ferien überlisten wollen. Ein französischer Landarzt bewegt sich dank „Ziemlich beste Freunde“ - Star François Cluzet fernab von jedem Schnulzenklischee, und Virginie Efira liebt ihren “Ziemlich kleinen Freund” ebenso tapfer wie vor kurzem den scheuen Pierre zwischen den Lavendelfeldern. Mit dem Gilde-Filmpreis-Gewinner “24 Wochen” holen wir Sie zurück in die Realität, denn auch das vermag das Kino auf berührende Weise. Wir sehen uns!

SONDERTERMINE IM SCHILLERHOF 07.09. 20:00 „DAS MESSER IM WASSER“ 35mm Kino des FILM e.V. 17.09. 18:15 „24 WOCHEN“ Premiere in Anwesenheit der Regisseurin 27.09. 10:00 „DER VOLLPFOSTEN“ Seniorenkino

Astrid ist erfolgreiche Kabarettistin, ist ein Energiebündel und wirkt manchmal etwas hyperaktiv. Ihr Mann Markus ist ihr Manager und die Ruhe selbst. Eine prachtvolle Konstellation also für eine junge Familie, zu der auch Tochter Nele gehört, die sich ein kleines Brüderchen wünscht. Die Schwangerschaft verläuft ruhig, Astrid tritt weiter auf und macht Witze über ihren Zustand. Doch nach einer Routineuntersuchung erfahren sie, dass ihr Kind mit großer Wahrscheinlichkeit das Downsyndrom haben wird. Die beiden entscheiden sich dafür, ihr Kind zu bekommen. Als eine weitere Untersuchung ergibt, dass das Baby zusätzlich mit schweren Herzdeformationen geboren werden wird, steht plötzlich ihr ganzes Leben auf der Kippe, und die sonst so taffe Astrid droht zu zerbrechen. Das ist alles so dicht und schmerzlich an der Realität, dass sich niemand mit einem halbwegs mitfühlenden Herzen dem Dilemma entziehen kann, das Julia Jentsch mit viel glaubhafter Zurückhaltung verkörpert. Gleichzeitig wandelt sich Bjarne Mädel zum aufbegehrenden Rebellen, der in der Krise eine neue Rolle als Mann und Familienvater für sich finden muss. Der Film von Anne Zohra Berrached ist in der Verbindung von Spielfilm, Improvisation und Dokumentation ein extrem intensives Werk, das viele Fragen stellt und nur einige beantworten kann. Die beteiligten Fachleute, von der Sozialberaterin über die Hebamme bis zum Chirurgen, sind allesamt „echt“, also nicht mit Schauspielern besetzt. Und Julia Jentsch und Bjarne Mädel spielen als Paar ganz überragend authentisch. Weder tränenselig noch schnulzig, geht der Film absolut unter die Haut und ans Herz, ist vollkommen kitschfrei und vielleicht gerade deshalb so glaubwürdig und spannend. Gaby Sikorski

u.a. Gilde Filmpreis 2016 Deutschland 2016 (103 Min.) Regie: Anne Zohra Berrached Darsteller: Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Emilia Pieske, Johanna Gastdorf, Maria Dragus

Premiere am 17.09. in Anwesenheit der Regisseurin 24 Wochen

SONDERTERMINE AM MARKT 02.09. 19:00 „JULIETA“ 25 Jahre Frauenhaus Jena 20.09. 10:00 „RICKI - WIE FAMILIE SO IST“ Seniorentage

Mein ziemlich kleiner Tschick ab 15.09. bei uns Freund ab 01.09. bei uns „Wie alle kleinen Mädchen habe ich vom großen starken Prinzen geträumt, der mich auf sein Schloss trägt“, gibt die geschäftstüchtige Anwältin Diane zu. Doch von dieser Vorstellung muss sie sich endgültig verabschieden, als sie Alexandre kennenlernt. Der erfolgreiche Architekt besitzt nämlich keine Gardemaße. Obwohl sie ihn um mehr als nur eine Kopflänge überragt, bemüht sie sich um Haltung. Nachdem er sie auf die verrücktesten Dates ihres Lebens entführt, will sie ihre Empfindungen nicht von Konventionen beeinflussen lassen und muss ziemlich hart lernen, mit gesellschaftlichen Zwängen, Spott und Vorurteilen umzugehen. Als überforderte Diane zeigt die belgische Schauspielerin Virginie Efira erneut beeindruckend ihr emotionales Ringen zwischen Sehnsucht und Anpassung, wodurch sie schon im französischen Arthouse-Hit „Birnenkuchen mit Lavendel“ überzeugte. Jean Dujardin als Alexandre, der für seine grandiose Darstellung des scheiternden Stummfilmstars George Valentin in „The Artist“ einen Oscar erhielt, triumphiert nun auch in der hinreißenden Liebeskomödie über die kleingeistige Haltung seiner Umwelt. Luitgard Koch

Alle Spielzeiten finden Sie hier: www.schillerhof.org www.kinoammarkt.de

Frankreich 2016 (99 Min) Regie: Laurent Tirard Darsteller: Jean Dujardin, Virginie Efira, Cedric Kahn, Stéphanie Papanian

Eigentlich kann sich der 14-jährige Maik Klingenberg nicht beschweren, denn dank seiner wohlhabenden Eltern verbringt er seine Tage in einer schicken, luxuriösen Villa mit Swimmingpool. Nur leider droht ihm für die großen Ferien auch die große Langeweile, denn seine Mutter steckt in einer Entzugsklinik und sein Vater muss auf „Geschäftsreise“ mit seiner Assistentin. Doch dann kreuzt Tschick auf - und der Sommer scheint gerettet. Denn Tschick, der aus Russland stammt und in einem der Hochhäuser in Berlin-Marzahn lebt, hat einen Kleinwagen geklaut. Prompt brechen die zwei Freunde ohne Karte, Kompass und Ziel auf und machen gemeinsam die ostdeutsche Provinz unsicher. Verfilmung des gleichnamigen Romans von Wolfgang Herrndorf. Deutschland 2016 Regie: Fatih Akin Darsteller: Anand Batbileg, Tristan Göbel, Nicol Mercedes Müller, Sammy Scheuritzel

Tschick

Filmkritiken aus www.programmkino.de · Mit freundlicher Genehmigung der AG Kino. Fotos: Verleiher ·

SONDERBEILAGE

Gute Filme im September


Exklusiv bei uns

Kinderkino

The Beatles: Eight Days a Week The Touring Years

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Ritter Trenk

Termine Kino am Markt 15.9. / 17.9. / 20.9. / 22.9. / 24.9. / 26.9. / 28.9. / 30.9. / 2.10. / 04.10.

Marcus Wessel

Frankreich, Deutschland 2016 (113 Min) Regie: François Ozon Darsteller: Paula Beer, Anton von Lucke, Pieere Niney, Ernst Stötzner, Marie Gruber

Italien 2016 (86 Min) Regie: Gennaro Nunziante Darsteller: Checco Zalone, Eleonora Giovanardi, Sonia Bergamasco, Maurizio Micheli

Frantz

ANIMATION Deutschland 2015 (81 Min) FSK 0, empfohlen ab 6 Jahren

Markt 5 www.kinoammarkt.de Tel. (03641) 23 61 303 str.

Christian Horn

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Der Erste Weltkrieg ist gerade zu Ende gegangen und die Wunden sind noch nicht verheilt. Auch nicht für Anna, die jeden Tag den schweren Gang zum Grab ihres Verlobten Frantz auf sich nimmt, welcher an der französischen Grenze gestorben ist. Doch eines Tages wird sich alles für sie ändern, als ein Unbekannter ebenfalls Blumen auf das Grab niederlegt. Adrien kommt aus Frankreich, und sucht ihre Nähe. Genau wie Anna hat er eine enge Verbindung zu Frantz, die jedoch zunächst unerklärlich und geheimnisvoll bleibt. Überhaupt wirft seine Anwesenheit im deutschen Dorf viele Fragen auf. Der „Jung & schön“- Regisseur François Ozon arbeitete für „Frantz“ mit namenhaften Schauspielern aus Frankreich und Deutschland zusammen. AdrienDarsteller Pierre Niney wurde 2015 mit einem „César“ ausgezeichnet („Yves Saint Laurent“). Die deutsche Schauspielerin Paula Beer war im vergangenen Jahr in „4 Könige“ zu sehen.

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Der Landarzt von Chaussy

ab 29.09. bei uns

Als der Fürst des Landes verspricht, demjenigen einen Wunsch zu gewähren, der es schafft, das Reich von einem gefährlichen Drachen zu befreien, beschließt der Bauernsohn Trenk, sich der Herausforderung zu stellen. Im Falle eines Erfolges will er sich wünschen, dass seinem zu Unrecht im Kerker sitzenden Vater die Freiheit geschenkt wird. Um das ritterliche Recht zu erlangen, mit dem Heer des Fürsten im Rücken einen Angriff auf den im Wald hausenden Drachen zu starten, gilt es allerdings zunächst, ein knallhartes Turnier zu gewinnen. Und so macht sich Trenk auf, ein waschechter Ritter zu werden. Doch der Weg dahin ist lang und äußerst beschwerlich. Bloß gut, dass ihm bei seinen turbulenten Abenteuern stets der Gaukler Momme Mumm, die junge Ritterstochter Thekla und der Ritter Hans tatkräftig zur Seite stehen. Der kleine Ritter aus den Kinderbüchern erlebt hier sein erstes großes Abenteuer auf der Kinoleinwand.

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F 2015 (102 Min) Regie: Thomas Lilti Darsteller: François Cluzet, Marianne Denicourt, Isabelle Sadoyan, Félix Moati

Frantz

Wie schon sein Vater hat sich Checco Zalone wunderbar mit seiner Festanstellung als italienischer Verwaltungsbeamter im Ressort Jagd und Fischerei eingerichtet. Ein bißchen Bestechung hier, eine Handvoll Sonderzahlungen da und Arbeitsplatzgarantie auf Lebenszeit. Als die Personalchefin Sironi im Zuge einer Reform Kürzungen im Verwaltungsapparat vornimmt, will sie auch Zalone loswerden und stellt ihn vor die Wahl: Kündigung oder Versetzung. Zalone entscheidet sich natürlich für zweiteres, auch wenn die erboste Chefin ihn in die afrikanische Savanne und schließlich sogar an den Nordpol schickt. Hier lernt der unfreiwillig weltreisende Beamte die Umweltaktivistin Valeria kennen, und die Kulturschocks, die er in Afrika und Norwegen erlebt, gipfeln in dieser Liebesbeziehung. Aber Zalone ist nicht ausschließlich ein „Vollpfosten“, sondern ein Typ, dem das Drehbuch durchaus Erkenntnis- und Lernprozesse zugesteht. Das ist ziemlich unterhaltsam und mit satirischen Seitenhieben auf die Korruption im italienischen Staatswesen und die Untiefen der Bürokratie gespickt.

Helmboldstr.

Dr. Jean-Pierre Werner scheint der Prototyp des pflichtbewussten Dorfarztes zu sein, der seine Arbeit seit über 30 Jahren weniger als Beruf denn als Berufung versteht. Doch dann wird bei ihm ein Tumor entdeckt und er ist gezwungen, eine Vertretung einzustellen. Mit der selbstbewussten, charmanten Dr. Nathalie Delezia findet er sie schneller als gedacht. Als verkitschte Sehnsuchtsfigur und vermeintlicher Heilsbringer musste der Landarzt in zahllosen Romanen und Fernsehserien jedes erdenkliche Medizinerklischee erfüllen. Doch Regisseur Thomas Lilti, selbst studierter Mediziner, betrachtet den Beruf aus einem erfreulich realistischen Blickwinkel. Und trotz der vermeintlich schweren Thematik verbreitet die Inszenierung Hoffnung, Freude und sehr viel Lebenslust. Vor allem im Zusammenspiel des großartigen „Ziemlich beste Freunde“ – Stars François Cluzet und Marianne Denicourt schimmert die menschliche Tiefe dieses in Frankreich zum Publikumsliebling avancierten Arthouse-Hits durch.

ab 22.09. bei uns

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ab 08.09. bei uns

Dokumentation USA, GB 2016 (120 Min) Regie: Ron Howard Mit: John Lennon, Ringo Starr, George Harrison und Paul McCartney

Der Vollpfosten

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Der Landarzt von Chaussy

1960 kamen in der englischen Stadt Liverpool vier junge Männer zusammen und formten eine Rockband – der Rest ist Geschichte: Fortan traten sie unter ihrem Bandnamen „The Beatles“ auf und sollten die moderne Musikgeschichte entscheidend mitprägen. In dem neuen Dokumentarfilm wird die legendäre Formation bei ihren frühen Tour-Jahren begleitet, von ihren Anfängen im Hamburger Star Club bis zu ihrem letzten Gig im Candlestick Park in San Francisco 1966. Mithilfe von exklusivem, sehr seltenen Bildmaterial entsteht ein Porträt von vier ganz verschiedenen Persönlichkeiten, die gemeinsam Entscheidungen treffen, Lieder komponieren und perfekt als Einheit funktionieren, während sie die Welt im Sturm erobern.

ab 04.09. im Schillerhof

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Der Vollpfosten

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Helmboldstr. 1 • www.schillerhof.org Tel. (03641) 52 36 53

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September 2016 2012

WAK SON J SHL A P H T G H U SÖM WE EF | ERNÄHRUNG |

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die uns häufig gestellt werden, steht der Wunsch zu erfahren, woher die bei uns angebotenen Waren kommen, an vorderster Stelle. So möchten wir nun an dieser Stelle die Karten offenlegen und eine Aufstellung anbieten. Sicher gibt es immer wieder Veränderungen: Je nach Absatz kommen Lieferanten hinzu oder ziehen sich zurück. Diese Entscheidungen liegen in der Regel nicht einzig in unserer wirtschaftlichen Betrachtung, sondern auch im Ermessen der Erzeuger und Lieferanten. Denn der Weg zu uns soll sich nicht nur für die Kunden lohnen – für die Erzeuger muss er sich lohnen. Unser Anliegen bleibt dabei stets, möglichst authentische, nach höchsten ökologischen Richtlinien erzeugte Ware von Kleinerzeugern aus der Region zu beziehen.

…UNTER DEN VIELEN FRAGEN,

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on Anfang an, und dankbarer Weise inzwischen nun schon über zwölf Jahre, ist unser Großhändler Naturkost Erfurt. Zweimal die Woche versorgt der in 50 km Entfernung sitzende Großhändler mit überwiegend regionaler und frischer Ware. Zum Beispiel Demeter Molkereiprodukte vom Gutshof Hauteroda (67 km entfernt). Unser Hauptlieferant ist der Großhändler Dennree. Alle Warenbereiche einbeziehend versorgt uns der in Töpen sitzende (90 km) kompetente Partner sowohl mit regionalen als auch überregionalen und internationalen Waren. Egal, ob Spezialitäten oder Waren des täglichen Bedarfs, sechs Mal pro Woche kommen diese bei uns an. Als Lieferant neu hinzugekommen ist eine regionale Vermarktungsgemeinschaft aus Ost-Thüringen: Zweimal die Woche bekommen wir die frische Ware vieler kleiner Erzeuger von der Ökomarktgemeinschaft aus Braunichswalde (60 km) geliefert. Einmal die Woche liefert die Familie Voigt aus Willschütz (25km) das noch warme Brot vom selbsterzeugten und verarbeiteten Korn. Auch frischvermahlen ist das Brot von der Lebens­ gemeinschaft Schloss Tonndorf (53 km), das wir drei Mal pro Woche anbieten können.

Frisch geerntetes Gemüse aus Tissa (17 km) wird uns in der Saison derzeit zwei Mal pro Woche vom Lindenhof Geßner geliefert. Auch immer frisch sind die Tomaten, Gurken und Eier vom Biohof Aga (48 km). Zwei Mal pro Woche fährt dieser uns an. Leider nur einmal in der Woche bekommen wir die tolle Ware des auf Obst spezialisierten Betriebs von Axel Senst aus Plößnitz (112 km). Die nachfolgend aufgeführten Lieferanten liefern uns ihre Produkte wiederum nach unserem Bedarf und Absatz. Da wäre als erstes das Jena Original Lutz Eggert mit seinem Honig aus Jena und Umgebung. Auch aus der Umgebung stammt der Honig von Peter Thar aus Tautenburg (19 km). Aus Thüringen und darüber hinaus stammen die Erzeugnisse der Honigmacher vom Schloss Tonndorf. Der Thüringer Imker Ronny Kern aus Steinsdorf (50 km) schließlich ist für seine selbst geernteten und schmackhaft veredelten Honige sehr bekannt und beliebt. Most und Säfte beziehen wir zum einen von der Kelterer Veith aus Crossen (44 km), zum anderen aus Streuobstprojekten von Obst Natur aus Weimar (37 km). Ebenfalls aus Weimar stammen die auf Kichererbsen basierenden süßen und würzigen Knusper-

waffeln der FoodConnection. Einen kurzen Weg legen auch die Eier der Familie Köber aus Thalbürgel (14 km) zurück. Der vom dortigen Auenhof stammende Sohn ist übrigens auch Teil unseres Biomarkt-Teams. Unter der Marke Thüringer Landgarten bieten wir schließlich auch noch Obst- und Gemüse-Konserven aus Großengottern (109 km) an. Und je nach Angebot bekommen wir Wurstwaren von Ralf Demmerle vom NaturErlebnisHof Hausen. Der Bildungs- und Archehof liegt in Wipfratal (80 km). Alle Produkte regionale Zulieferer sind bei uns im Laden entsprechend gekennzeichnet. Wer mehr über sie erfahren mag und nicht das zu viel wissende Netz bemühen möchte, ist gern auch auf ein Gespräch bei uns gesehen. In der Hoffnung eines »nachhaltigen Mehrs«, Euer Bioladenteam

Bio-Markt Jena Zwätzengasse 15, 07743 Jena Telefon: 03641-440167


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September 2016

| ASTRONOMIE |

SAMMLUNG

OPITZ· HOFMANN

Wanderungen in unserem Sonnensystem. Der Jenaer Planetenweg 2. Planet:

Venus

Die Umdrehung der Ve- Oberfläche wird beherrscht von Strukturen nus erfolgt im Gegensatz früheren Vulkanismus und Einschlagereigzu den anderen Planeten nissen. Der atmosphärische Druck an der rückwärts. In ihrem In- Oberfläche ist 90-mal so groß wie auf der neren befindet sich ein Erde. Die sturmgepeitschte Atmosphäre beEisen-Nickel-Kern von steht zu 95 % aus Kohlendioxid mit Spuren circa 6.000 km Durch- von Schwefelsäure und verursacht durch messer, darüber ein geschmolzener Felsman- ihre Dichte einen unkontrollierbaren Treibtel und eine dünne, feste Gesteinskruste. Die hauseffekt.(ana) Mittlere Entfernung von der Sonne: · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · 108 Mio. km Durchmesser:· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · 12.100 km Umdrehung (Merkurtag): · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · 243 Tage

JosephBeuys,OhnedieRosetunwirʼsnicht,1973,Farboffsetdruck,Plakat GalerieKlein©VGBild-Kunst,Bonn2016 

Umlaufdauer (Merkurjahr):· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · 225 Tage

ZEICHNUNGEN · DRUCKGRAFIKEN · MULTIPLES · FOTOGRAFIEN · KÜNSTLERBÜCHER

Oberflächentemperatur:· · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · · um +460 °C

Bildgrundlage: The International Astronomical Union / Wikimedia / Ekkehard C. Engelmann

Das astronomische Symbol des Planeten Venus zeigt den Handspiegel der namensgebenden römischen Liebesgöttin Venus. Ihre Erkennungszeichen sind u. a. Schwan, Gans und Taube. ›Dies veneris‹ hieß den Römern der Freitag, der Tag der Venus. Die Germanen ersetzen die Venus durch ihre Göttin Freya.

FriederikePezold,Dieschwarz-weißeGöttin,1974,Fotografie

Erdähnlicher Planet mit dichter Atmosphäre und geschlossener Wolkendecke

TimmUlrichs,Cecinʼestpasunepipede Magritte,1968,©VGBild-Kunst,Bonn2016

4. SEPTEMBER – 20. NOVEMBER 2016

KUNST· SAMMLUNG JENA

Die Tafel für die Venus befindet sich vor dem Kirchturm von St. Michael im Pflaster.

Markt 7 Di, Mi, Fr 10 – 17 Uhr Do 15 – 22 Uhr Sa, So 11 – 18 Uhr JonathanMeese,SiegfriedimTurmzimmer,2005, Blatt5einerSerie,FHS,©VGBild-Kunst,Bonn20 16

www.kunstsammlung.jena.de KUNSTSAMMLUNG.StädtischeMuseenJena.JenaKultur


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September 2016 2012

| SCHÖNHEIT |

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cool my beauty Frau Dr. Runnebaum, das Coolsculpting ® bieten Sie ja schon länger in Ihrer Praxis an. Nun können Ihre Patienten auch mit der Laserbehandlung SculpSure® ihren Körper formen lassen. Was sind denn die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser Methoden? DR. RUNNEBAUM: Der Unterschied liegt darin, WIE die Zellen zerstört werden. Beim CoolSculpting® passiert dies durch das Kühlen auf 2 — 4 °C. Beim SculpSure® dagegen erwärmt ein Diodenlaser das Gewebe auf 42 — 47 °C. Beide Methoden wirken ausschließlich auf die Fettzellen und lassen Nerven und Muskeln ohne Schaden. Selbst die Haut wird nicht verletzt, sondern gefestigt. Die Hitze des Lasers SculpSure® erreicht die Hautfestigung etwas effektiver. Das Wirkprinzip ist bei beiden dasselbe. Während der Behandlung sterben die Fettzellen in den behandelten Arealen ab. Die toten Zellen werden in den Wochen danach abgebaut und durch körpereigene Mechanismen abtransportiert und ausgeschieden. Ist das schmerzhaft? DR. RUNNEBAUM: Prinzipiell ist die Hitze etwas schmerzärmer als die Kälte. Vor allem direkt nach der Behandlung wird bei der Kälte ein Auftauschmerz wahrgenommen, vergleichbar mit dem, wenn kalte Hände wieder warm werden.

Die meisten Patienten berichten von einem leichten, anfänglich unbehaglichen Gefühl, nicht von Schmerzen. Die Anwendungen dauern beim Coolsculpting® mit den neuen Advantage Aufsätzen 35 Minuten pro Region, beim SculpSure® 25 Minuten.

Winkearme oder zu dicke Waden plus oben genannte kleine Zonen anpassen können. Wir haben in der Praxis unterschiedliche Geräte getestet. Nur diese beiden Geräte haben uns überzeugt. Leider ist auch hier der Markt von Nachahmern schon übersät.

Wie effektiv ist das?

Vielen Dank für das Gespräch.

DR. RUNNEBAUM: Beide Geräte erzielen

garantierte Erfolge. Die Kälte zeigt bis zu 40 % Fettreduktion, die Hitze bis zu 25 %. Der Effekt der Behandlung ist nach 8 — 12 Wochen erreicht. Je nach Anspruch kann eine zweite Behandlung erfolgen, um noch mehr Fett zu reduzieren. Ist mit einem Gewichtsverlust zu rechnen? DR. RUNNEBAUM: Nein, Gewicht kann mit beiden Methoden kaum reduziert werden. Fett wiegt sehr wenig, weswegen der Behandlungserfolg nicht auf der Waage sichtbar sein wird, dafür aber sehr deutlich und dauerhaft im Umfang. Welche Problemzonen können Sie mit diesen Treatments behandeln? DR. RUNNEBAUM: Jede erreichbare Region kann mit beiden Geräten behandelt werden. Für kleinste Fettdepots wie z. B. Doppelkinn oder Kniepölsterchen hat Coolsculpting® einen Mini-Aufsatz entwickelt. Beim Sculp­Sure® haben wir 4 Paddles, die an sich an Bauch, Hüften, Love Handles, Reiterhosen,

MEDIZINISCHE DOKUMENTATION: Bild 1 und 3 direkt vor der Behandlung, Bild 2 und 4 nach der Behandlung (v.l.n.r.)

Dr. med. Marion Runnebaum Fachärztin für Dermatologie und Venerologie Haut- und Lasermedizin am Landgrafen Schillbachstraße 1, 07743 Jena Tel. 03641-221606 Fax 03641-221607 www.hautarzt-jena.de www.dr-marion-runnebaum.de info@dr-marion-runnebaum.de


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September 2016

| STADTFEST |

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DER TRADITIONELLE APOLDAER ZWIEBELMARKT zusammen mit dem

großen Bockbieranstich der Vereinsbrauerei Apolda verwandelt Apolda vom 23. bis 25. September zum größten Jahrmarkt der Stadt. Mit nahezu 300 Ständen und Top-Programmen auf sieben Bühnen bietet das Stadtfest ein vielfältiges und attraktives Angebot in der Glockenstadt an: Zwiebelprodukte aller Art, Korbwaren, Keramik, Kunstgewerbe und mehr. Das beliebteste »Mitbringsel« ist und bleibt der kunstvoll geflochtene Zwiebelzopf, der in verschiedenen Farben und Größen erhältlich ist und deshalb besonders viele Liebhaber jedes Jahr nach Apolda zieht. Auf dem Schulplatz wird der diesjährige Zwiebelmarkt am 23. September um 15 Uhr eröffnet. Alle Bühnen bieten hochklassige Programme unterschiedlichem Genre mit mehr als 60 Künstlern und Gruppen an. Die »ZwiebelAP« hilft den Gästen, sich aktuell über die Programmangebote zu informieren. Der romantische Mittelaltermarkt um das Apoldaer Schloss zeigt Handel, Ritter, Gaukler und Musik. Im Innenhof des Schlosses präsentiert sich ein Kunst- und Handwerkermarkt. Erstmalig zum Zwiebelmarkt findet in | IMMOBILIEN |

Apoldaer Zwiebelmarkt 2016 den Räumen des Schlosses der »3. Apoldaer Werksverkauf« von Strick- und Textilfirmen aus Apolda und der Region statt. »Apolda von oben« erleben Zwiebelmarktbesucher bei einer Turmbesichtigung der Apoldaer Lutherkirche. Schausteller, Stelzenläufer im Clownskostüm und Comedy ergänzen das abwechslungsreiche Rahmenprogramm dieses gemütlichen familiären Stadtfestes. Mittlerweile seit 1990 eröffnet Apoldas Bürgermeister das Bockbierfest. Höhepunkt am Samstag, 24. September, 19 Uhr, in der Festhalle der Vereinsbrauerei Apolda ist der Anstich des ersten Bockbierfasses mit der Band »Frankenfieber« bei freiem Eintritt. Am Samstag, 1. Oktober, 20 Uhr, sorgen die

»Partyfürsten« für gute musikalische Unterhaltung. Kommen Sie zum Apoldaer Zwiebelmarkt und zum großen Apoldaer Bockbieranstich, wenn es wieder heißt: Von »A« wie angezapft bis »Z« wie Zwiebel! Kaufen Sie die personalisierten Dauerkarten im Vorverkauf für die 4. Thüringer Landesgartenschau »Blütezeit Apolda« vom 29.04. bis 24.09.2017 in der Tourist-Information im Apoldaer Rathaus. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.zwiebelmarkt.apolda.de, www.apolda.de, www.apoldaer.de und www.apolda2017.de.

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Zinsen im Tiefflug

Gute Zeiten für Häuslebauer Das Zinsniveau ist auf einem historischen Tiefpunkt und der Zeitpunkt ideal, um in Wohneigentum zu investieren – schöner Wohnen inklusive. Im Augenblick sind Darlehen mit langer Zinsbindung von 20, oder sogar 30 Jahren, interessant und Kreditnehmer profitieren von hoher Planungssicherheit. Wer Eigenkapital in die Finanzierung einbringt, darf sich – je nach Laufzeit – über einen Effektivzins von bis zu 1,3 Prozent freuen. Der Staat unterstützt Bauherren und Immobilienkäufer auf ihrem Weg in die eigenen vier Wände. Vom energetischen Bauen über barrierefrei Sanieren bis Riestern kann man mit Förderan-

geboten bares Geld sparen. Für die Anschaffung einer Immobilie sollten Sie sich fachkundig beraten lassen, Angebote vergleichen und verschiedene Beleihungsszenarien durchspielen – beispielsweise bei einem unabhängigen Finanzierungsmakler wie AREG.

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Grafik: Martina Grimm; Foto: Tim Wache

| BERUFSLEBEN |

Von Hirten und Schafen UNTERSCHÄTZTE BERUFE:

Was ich schon immer über Pfarrer wissen wollte.

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uf dem kleinen Tisch vor mir, liegt ein Terminkalender, wie ich ihn noch nie gesehen habe: Nicht nur, dass alle Zeilen gänzlich überfüllt sind, nein, auch von rechts und links versuchen sich überall noch weitere Termine andersfarbiger Stifte hineinzuquetschen. Der Terminkalender gehört Sven Hennig, einem Pfarrer. Einem Mann, der ganz genau zu wissen scheint, was Terminstress bedeutet und dennoch mit einer fast selbstverständlichen Gelassenheit voller Respekt über sein Metier spricht — einem in vielerlei Hinsicht unterschätzten Beruf. WISSEN SIE, WAS EIN ›GODSPOT‹ IST? Ein ›Godspot‹ ist ein kostenloser WLANHotspot in immer mehr deutschen Kirchen — ein kurioses wie beinahe geniales Beispiel für eine Entwicklung, die den christlichen Kirchen kaum mehr einer zugetraut hätte. Denn inzwischen ist ein klarer Trend erkennbar, sich in dieser schnelllebigen, von hektischen Medien geprägten Zeit wieder auf alte Rituale zu besinnen. Und ich glaube, dieser Trend hat neben den gesamtgesellschaftlichen Faktoren auch personenbezogene Gründe, denn Menschen wie Sven Hennig hauchen dem alten Glauben neues Leben ein.

Modern, kulturinteressiert, der Welt und Gesellschaft mit all ihren Veränderungen offen zugewandt, übt er seit gut 20 Jahren seinen Beruf aus. Pfarrer zu sein, so erklärt er mir, ist großartig. Es ist spannend, niemals alltäglich, immer wieder herausfordernd, voller Verantwortung und gibt einem die Möglichkeit, sich mit seiner ganzen Persönlichkeit einzubringen. Er arbeitet, so wie er es sich immer gewünscht hat, mit und für die Menschen in seiner Gemeinde, nimmt Teil an ihrem Leben, an den besonders schönen, aber auch an den sehr, sehr traurigen Momenten. Pfarrer ist ein Beruf, den man nie ganz ablegen kann, ganz gleich ob man morgens zum Bäcker oder abends zur KulturArena geht. Es gehört zu den Herausforderungen des Hirten, seinen Schafen das Gefühl zu geben, für jedes einzelne da zu sein, auch wenn das im Grunde unmöglich ist. Offiziell hat Sven Hennig eine 54(!)-Stunden-Woche, verteilt auf mindestens sechs Tage bei nur einem freien Wochenende im Monat, für welches er auch noch selbstständig eine Vertretung organisieren muss. Denn: eine Gemeinde muss zu jeder Tages- und Nachtzeit die Möglichkeit haben, einen Pfarrer zu kontaktieren.

»Wenn jemand verzweifelt ist oder im Sterben liegt und mich sehen möchte, komme ich sofort, wenn das irgendwie möglich ist.« Neben vielen bewegenden Erlebnissen ist ihm eines ganz besonders im Gedächtnis geblieben — eine Nottaufe im Krankenhaus. Er wurde herbeigerufen, weil nicht klar war, ob ein neugeborenes Baby überleben würde und der Vater sich eine Taufe wünschte. »Es war sehr intim und eine ganz eigene ­Atmosphäre.« In solchen Momenten, zwischen Hoffen und Bangen, weiß auch Sven Hennig manchmal nicht weiter. Dann greift er auf besondere Psalmen oder Strophen aus bestimmten Liedern zurück. Oder schweigt einfach mit. Und hofft. Und betet. Und bangt. In der Not auch die ganze Nacht. Das Kind überlebte, Gott sei Dank. Doch nicht nur die Seelsorge ist fester Bestandteil im Kalender von Sven Hennig, er kümmert sich zudem auch um sämtliche organisatorischen und bürokratischen Anliegen seiner Gemeinde: Kirchensanierungen, Projektplanungen, Fördermittelbeantragungen, ja sogar statistische Erfassungen liegen regelmäßig auf seinem Schreibtisch. Dazu gesellen sich dann Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen, die Organisation und Durchführung


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von Jugendfreizeiten, die Junge Gemeinde, das Sommer-Theater, der Konfirmationsunterricht und natürlich auch die Gottesdienste. Es scheint unvorstellbar, all dem gerecht zu werden. Und genau an dieser Stelle verbirgt sich auch die Kehrseite dieses Berufes: er verlangt enorm viel persönliche Aufopferung, ist nicht gerade familienfreundlich und hinterlässt ein permanent schlechtes Gewissen. »Ein Pfarrer arbeitet im Grunde immer, vor allem dann, wenn alle anderen frei haben.« Mehr als 16 Jahre war Sven Hennig für die Menschen in Nerkewitz und sechs umliegenden Dörfern als Pfarrer zuständig. Sonntage, nahezu alle Feiertage, Weihnachten — es ist nicht einfach, mit einem solchen Terminkalender ein Familienleben intakt zu halten. Zudem ist der Einfluss groß, den Kirche und Gemeinde auch auf das Privatleben eines Pfarrers ausüben. Das Beispiel Präsenzpflicht, welches spontane Ausflüge und Übernachtungen praktisch unmöglich macht ist eines. Das Beispiel der Residenzpflicht, die man ansonsten eigentlich nur im Zusammenhang mit Asylverfahren kennt, ein anderes, denn Umziehen ist nicht vorgesehen. Der Pfarrer wohnt im Pfarrhaus, was in aller Regel zwar angenehm, weil großzügig und hübsch ist, aber dennoch bindend. Ob jemand zu ihm ziehen darf, muss vom Kirchenvorstand abgesegnet werden. Wobei es zudem nicht jedermanns Sache ist, sein Privatleben im doch sehr öffentlich kontrollierten Pfarrhaus zu verbringen. Es scheint also insgesamt kompliziert, als Pfarrer eine Familie zu gründen und dieser dann auch gerecht werden zu können. In Kombination mit der Belastung wirkt selbst das gute, von der Landeskirche bezahlte Gehalt des Beamten, vergleichbar mit dem im öffentlichen Dienst, kaum angemessen.

SVEN HENNIG

Menschen mit seiner Kunst von der Bühne aus etwas mitgeben. Er hatte auch keine besonders christlich geprägte Kindheit und ging nur zu Weihnachten in die Kirche. Später machte er jedoch die Erfahrung, dass es mit der eigenen Meinung in der DDR sehr kompliziert war — einzige Ausnahme: der Konfirmandenunterricht und die Junge Gemeinde. Hier waren die eigenen Gedanken und Überlegungen gefragt und wurden gefördert. Und so ergab es sich, dass er in der Zeit seiner Möbeltischlerlehre mit Abitur bei einem Pfarrerehepaar im Pfarrhaus leben durfte. Dort war man modern und trennte bereits Müll, was ihn genauso faszinierte, wie die vielen sehr interessanten Menschen, die damals ein- und ausgingen und den Pfarrer an dem, was sie bewegte wirklich teilhaben ließen. VOM SCHAUSPIELER ZUM THEOLOGEN Sieht man Sven Hennig von dieser Zeit erEigentlich, so sagt er mit einem Schmun- zählen, dann ist sofort spürbar, dass er sich zeln, wollte er Schauspieler werden und den letztlich aus seinem Glauben heraus für ein

Theologiestudium entschieden hat, denn dieser war und ist ihm wichtig. Inzwischen sind zwanzig Berufsjahre vergangen. Ja, er stand auch schon einmal unmittelbar vor einem Burn-Out. Dennoch hat er nie vergessen, warum er sich für den Beruf des Pfarrers entschieden hat: Weil er es liebt mit Menschen und für Menschen zu arbeiten. Ihnen zu helfen, beizustehen und von der Liebe Gottes zu erzählen. Und er hat gelernt, dass es sich lohnt, nach Wegen zu suchen, wie man diesen wunderschönen Beruf nachhaltig und gern ausüben kann. Seit etwa vier Jahren ist er nun Pfarrer im Albert-Schweitzer-Sprengel in Jena-Ost und in den Dörfern Jenaprißnitz, Wogau und Groß- wie Kleinlöbichau. Seit kurzem hat er einen Sekretär im Büro. Er konnte die Gemeinde, die dies bewilligen und auch bezahlen muss, davon überzeugen, dass es besser ist, wenn der Hirte mehr Zeit für seine Schafe hat und in bürokratischen wie organisatorischen Aufgaben entlastet wird. Nach zweieinhalb Stunden wird mir immer klarer, warum die Kirche — trotz einem letztlich kontinuierlichen Mitgliederrückgang — wieder mehr und mehr Zuspruch erhält, auch und gerade von jungen Leuten. Es sind nicht nur die Ängste, ausgelöst durch Katastrophen und deren medialer Berichterstattung, es ist vor allem das gesteigerte Bedürfnis nach einem echten Gemeinschaftsgefühl in dieser immer schneller, immer unpersönlicher werdenden Welt, in der es vielen schwer fällt sich zu orientieren. Und es sind Menschen wie Sven Hennig, dank denen diese Suchenden in der Kirche, die sich zweifelsohne verändert, auf offene, vertrauensvolle Arme stoßen. Es ist wie früher, nur anders. Und offensichtlich gut.(tiw)

Sie haben auch einen oft unterschätzten Job? Schicken sie eine E-Mail an tim@ stadtmagazin07.de und erzählen Sie mir davon!


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| STADTGESCHICHTE | DER APOTHEKER JOHANN WOLFGANG DÖBEREINER (1780 — 1849) wurde 1810 von Herzog Carl August von SachsenWeimar-Eisenach als Professor für Chemie, Pharmazie und Technologie an die Universität Jena berufen. Er war ein weltbekannter Forscher und ein hervorragender Hochschullehrer. 1816 erhielt er durch Bemühungen von Johann Wolfgang von Goethe das sogenannte »Hellfeldsche Haus« (heute Neugasse 23) als erstes separates Gebäude für das Chemische Labor und als Wohnhaus. Hier entdeckte er auch die katalytische Wirkung des Platins.

Jenaer Straßengeschichten Letzter Teil: Orte der Chemie in Jena

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Von der ›Gesellschaft Deutscher Chemiker‹ wird dieses Haus 2016 als »Historische Stätte der Chemie« ausgezeichnet. Der Jenaer Stadt- (1955, Humboldtstr. 10, [305]) und das ›Institut plan von 1858 zeigt das »Hellfeldsche Haus« für Physikalische Chemie‹ (1962, Lessingstr. frei stehend in einem weiten Garten [1]. Nach 10, [209]). Das ›Institut für Technische CheDöbereiners Tod wurde das Gebäude als Phy- mie‹ befand sich 1939 — 1968 und 1984 — 1988 sikalisches Kabinett und als Wohnhaus für in einer ehemaligen Privatvilla am Ricardaden Physiker Karl Snell (1806 — 1886), den Huch-Weg 16. 1988 erhielt es den Neubau mit Schwiegervater Ernst Abbes, genutzt. Das Technikumshalle in der Lessingstr. 12 [214]. In zweite, kleinere Gebäude im Garten war das das ehemalige ›Geologischen Institut‹ (Fraunfür Döbereiner 1833 errichtete Laborhaus, das hoferstr. 6, [205]) zog 1984 das ›Otto-Schottanlässlich des Baus des neuen Physikalischen Institut für Glaschemie‹ ein. und Zoologischen Instituts Ende des 19. JahrNach der politischen Wende wurden die hunderts abgerissen wurde. Derselbe Plan meisten Gebäude ([205], [209], [214], [303], pe s Co zeigt auch das 1856 in einem umgebauten Gar- [305]) gründlich rekonstruiert. Das ›Institut tenhaus bescheiden eingerichtete neue Che- für Anorganische und Analytische Chemie‹ mische Institut in der Krautgasse [2], das von verließ das Haus [301] und bezog 2011 einen den Professoren Carl G. Lehmann (1812 — 1863) modernen Neubau in der Humboldtstraße 8 und J. G. Anton Geuther (1833 — 1889) erfolg- [304]. (ana/pha) 1901 reich genutzt wurde. Erst nach der Berufung von Ludwig Knorr (1859 — 1921) als Professor der Chemie konnte 1892 ein neues Institutsgebäude für die Chemie an der Ecke Schillerstraße/Krautgasse eingeweiht werden (siehe Stadtplan 1901). sti Dieses Gebäude wurde allerdings im Frühjahr ff e n Pf a 2 Am 1945 durch Bomben zerstört. An seiner Stelle entstand 1959 — 1965 das Forschungshochhaus des Zeiss-Werkes, der sog. Bau 59. rweg Zenke Das von 1902 bis 1922 von Eduard Vongee ß a r t S g bur uxem richten (1852 — 1930) geleitete Institut für TechStra a-L ße Ros nische Chemie (Neugasse 24, [43] im Stadtplan ße Weinbergst raße a Am bisWeinbergstr a von 1908) befand sich in den Räumen des an Schw en grab An de r Dobeneckerstr. e n n b n o e S rgstra den Fuß des »Landgrafen« verlegten PhysikaWei d ig s ße Schillbach m ü h le straße tto-D lischen Instituts (heute: OHelmholtzweg 5). Das evrie nt-St raße »Hellfeldsche Haus« [57] wurde zu der Zeit als 1908 312 raße M Beeth Gillestraße üh ovens ›Pharmakologisches Institut‹ genutzt. Damit BeethovWenilst lta traße dst l 206 r. ergab sich in der Neugasse ein komplexer UniFritz-K ers rieger versitätsstandort (ebenfalls tra 316 Stadtplan E1908) -Straß ße e rfurt e r St raße Wilds mit den Instituten für Pharmakologie [57], traße 311 An der 315 Mikroskopie [43], Pharmazie [43], Technische Weidigs mühle B7 314 Chemie [43] und Zoologie [47] einschließlich 307 306 des Phyletischen Museums [47a]. Schae 313 fferstr aß e 313-316 Lut T a Nach dem Krieg erhielten die chemischen l s her traße 305 310 stra An de ße rL Fachrichtungen schließlich eigene Institute, Humb oldtstr 309 aß e 304 die der Stadtplan von 2015 zeigt. Im ehemaligen Amtsgericht (August-Bebel-Str. 2, [301]), in 302 405 308 einer ehemaligen Versicherungsanstalt (AuAugust gust-Bebel-Str. 6 — 8, [308]) und in einem Neu-Bebe 1 l-Straß e Am 404 Tat bau von 1954 (Steiger 3, Haus 4, [303]) richtete zen He T als rd e d 406 t raß rst sich das ›Institut für Anorganische Chemie‹ raß e e ein. Ebenfalls neu gebaut wurden das ›Ins402 S em mel titut für Organische Chemie und Biochemie‹ 1858 2015 w ei ss

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Harte Schale, weicher Kern Ove (Ralf Låssgard) lebt in einer, nun ja, gut aufgeräumten Vorstadtsiedlung und hat dort ganz offenbar die Rolle des Griesgrams gepachtet. An allem hat der betagte Pedant etwas zu meckern: Er meldet Falschparker, wühlt in den Mülltonnen, um die korrekte Mülltrennung durchzusetzen, brüllt die Frau an, die ihren Hund auf den Gehweg pinkeln lässt. Richtig zu brodeln beginnt er dann, wenn es jemand wagt, mit dem Auto durch die Wohnsiedlung zu fahren — was natürlich auch verboten ist. Auch sonst sieht er sich nicht wirklich auf der Sonnenseite des Lebens. Seine geliebte Frau ist ihm weggestorben, aus dem gern ausgeübten Beruf wurde er in den Vorruhestand entlassen und

an die Regeln scheint sich ja auch keiner mehr zu halten. Warum dann noch länger leben? Doch gerade, als Ove sich die Schlinge um den Hals legen will, um endlich Schluss zu machen, sieht er, wie jemand vor seinem Fenster versucht, einen Wagen mit Anhänger zu parken. Das geht natürlich gar nicht. Wütend eilt er hinaus, um die neuen Nachbarn zusammenzustauchen — und stößt auf eine lebensfrohe, junge Immigrantin, die seinem rostigen Dasein in der Folge zu erheblich neuem Schwung verhelfen soll … Bestseller-Verfilmung des gleichnamigen Romans von Fredrik Backman, die das Motiv des grantigen Misanthropen, der unter seiner harten Schale einen butterweichen Kern verbirgt, gekonnt humorvoll umsetzt..(flb)

EIN MANN NAMENS OVE  Auf DVD seit 18.08.2016; 14,99 Euro

Athen bei Nacht Düsterer Thriller, der auf drastische Weise die derzeitige krisengeschüttelte Realität in Griechenland wiederspiegelt. Um seine Athener JazzBar zu renovieren und mehr Gäste anzulocken, nimmt Clubbesitzer Stelios einen Kredit in Höhe von 150.000 Euro auf — bei der rumänischen Mafia. Was er nicht ahnen kann: Kurz darauf bricht die griechische Wirtschaftskrise los, womit der Plan, den Geldbetrag wie ursprünglich vereinbart zurückzuzahlen, in weite Ferne rückt. Das sieht die Mafia natürlich ganz anders. Stelios wird ein Ultimatum gesetzt: Entweder

er bezahlt seine Schulden binnen 32 Stunden oder er ist seinen Jazzclub los. Also hastet Stelios los, um wiederum bei all jenen, denen er in der Vergangenheit Geld geliehen hat, ausstehende Schulden einzutreiben — stets die Deadline vor Augen: Mittwoch 04:45. Die Spirale aus Lug, Trug und Gewalt, die er damit in Gang setzt, setzt sich quasi zwangsläufig in Bewegung — von Regisseur Alexis Alexious trotz kleinerer inhaltlicher Schwächen in einen hochstilisierten Neo-Noir-Film übersetzt — und von einem finalen Showdown gekrönt, der in seiner Machart an Genre-Spezialisten wie Michael Mann oder John Woo erinnert. Wie heißt es so schön: Spannend bis zur letzten Minute!(mei)

MITTWOCH 04:45  Auf DVD ab 09.09.2016; 17,98 Euro

Schon seit seiner Kindheit träumt Michael »Eddie« Edwards (Taron Egerton), ein etwas pummeliger Kamerad aus dem englischen Badeort Cheltenham davon, einmal bei den Olympischen Spielen dabei zu sein. Das Problem: Es gibt keine Sportart, in der der Junge mit der dicken Brille wirklich begabt ist. Doch gegen den Rat seiner Eltern und wiederholter körperlicher Rückschläge sucht Eddie immer wieder Wege, seinem Lebensziel näher zu kommen. Ende der 1980er Jahre entdeckt er schließlich das Skispringen für sich — im Selbststudium. Um sich auf eine etwaige Olympia-Teilnahme vorzubereiten, fährt er zum Trainingscamp nach Garmisch-Partenkirchen, landet dort

aber fast ausschließlich nur auf der Nase oder dem Hosenboden. Erst mit Hilfe des in die Jahre gekommenen, versoffenen amerikanischen Ex-Skispringer Bronson Peary (Hugh Jackman) lernt er, was einen richtigen Skispringer ausmacht — und schafft es schließlich tatsächlich, 1988 nach Calgary zu fahren. Als einziges Mitglied der britischen Skisprung-Mannschaft landet er dort zwar nur auf dem letzten Rang, erobert als »Eddie, the Eagle« jedoch im Handstreich die Herzen von Millionen Zuschauern. Dexter Fletchers Biopic zeichnet den britischen ›Skiflug-Star‹ als kauzig, chaotisch und blauäugig, präsentiert ihn aber nie als Lachnummer — vielmehr als Underdog, der sich seine 15 Minuten Ruhm durch grenzenlose Beharrlichkeit verdient. Saukomisch erzählte Lebensgeschichte eines echten Sportfanatikers.(flb)

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Cover: Labels

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Bei Interesse melde dich bitte unter Tel. 0179-3484904 Super zentrales WG-Zimmer! Ich suche einen neuen Mitbewohner für meine 2er WG. Ich habe einen kleinen Hund (West Highland Terrier Mischling) der weder haart noch stinkt. Generell schläft er den ganzen Tag und ist sehr pflegeleicht. Mich würde es freuen, wenn auch ihr beide euch verstehen würdet, was wirklich nicht schwierig ist. Ich hab keinen Putzfimmel, es ist mir jedoch wichtig, die Wohnung so ordentlich zu halten, dass man jederzeit Gäste ohne Scham empfangen kann. Zu deinem Zimmer: Es ist 17m² groß, die Gesamtmiete beträgt 297 Euro. Es gibt ein gemeinsames Bad und eine gemeinsame Küche. In der Küche kann man gemütlich zu zweit kochen und sitzen, vier Personen passen auch problemlos rein, es wird dann aber schon eher kuschelig. Kontakt: Tel. 0170-3442235 Nachmieter gesucht Wir suchen ab sofort einen Nachmieter für unsere wunderschöne, gepflegte 3-Zimmer-Wohnung am Rande von Lobeda West. Die Wohnung befindet sich in der obersten Etage eines halbhohen Wohnblocks. Sie ist 60m² groß und ausgestattet mit einer Küche (Kühlschrank, Herd und Geschirrspüler sind vorhanden). Im komplett gefliesten Tageslichtbad steht eine große Eckbadewanne. Schlaf- und Wohnzimmer mit Balkon geben den Blick auf einen ruhigen, begrünten Innenhof frei. Die Kaltmiete beträgt 450 Euro (NK:115 Euro). Gern könnt ihr die Wohnung besichtigen, ruft einfach an und wir vereinbaren einen zeitnahen Termin. Kontakt: Tel. 0175-88485157

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Latin und Funk und proben einmal pro Woche (jeweils dienstags), machen aber auch öfter im Jahr ein ProbenWochenende, haben zudem ein paar Konzerte pro Jahr und sind Preisträger der Landesorchesterwettbewerbe 2000, 2004, 2008, 2015. Wir suchen noch w/m Schlagzeuger, Altsaxophonisten, Pianisten, Bassisten, Trompeter und Gitarristen zur Verstärkung. Macht euch einen Eindruck von uns und kommt am 24. September zu unserem Auftritt beim Altstadtfest auf dem Marktplatz. Mehr Infos unter mks.jena.de oder Tel. 03641-496610 Tanzpartnerin gesucht! Hallo liebe tanzsportbegeisterten Mädchen. Ich suche ab sofort eine neue Tanzpartnerin für Turniertanz Latein. Meine Lieblingstänze sind Samba und Jive. Am Tanzen gefällt mir besonders, dass man seine Lebensfreude in den Bewegungen ausdrücken kann. Ich bin 18 Jahre alt und 1,74m groß. Seit meiner Kindheit tanze ich leidenschaftlich gern. Momentan bin ich in der Klasse HGR B gestartet. Trainiert habe ich zuletzt in Zwickau und in Gera. Ich suche eine ehrgeizige und zielstrebige Tanzpartnerin mit Interesse an der Teilnahme an Turnieren. Du solltest bereits Turniererfahrung besitzen und die notwendige Zeit für Trainingseinheiten und freies Training mitbringen. Was Trainingsort und –zeit angeht, bin ich sehr flexibel. Ich freu mich auf deinen Anruf. Kontakt: Tel. 0162-3410248

JOBS Aushilfe gesucht Hast Du Lust an Wochenenden auf Mittelaltermärkten, Stadtfesten etc. mitzuwirken? Wir betreiben Marktstände(Gastro), mit denen wir an Wochenenden auf Veranstaltungen wie Mittelaltermärkte und Stadtfeste reisen. Und genau dafür suchen wir Mitarbeiter. Zu deinen Aufgaben gehören u.a. die Vorbereitung, die Zubereitung und der Verkauf der Speisen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Du wirst vernünftig eingearbeitet. Kontakt: Tel.0179-5083496

Telefon: 036 41-42 43 35 Keßlerstraße 27, 07745 Jena


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September 2016

Das Stadtmagazin 07 sucht für verschiedene Stadtgebiete noch Kuriere zur Auslieferung des Stadtmagazin 07! Bedingung ist ein eigener PKW. Gute Bezahlung ist zugesichert. Kontakt: Tel. 54 34 48 oder Mail an: info@stadtmagazin07.de Youtube-Projekt sucht Unterstützung Für unser Youtube Projekt suchen wir noch dich! Wenn Du Lust hast, mit deiner Stimme und deinem Gesicht dem Zuschauer in unserem Youtube Kanal zum Thema Finanzen Tricks und Kniffe beizubringen und ihm zu erklären wie er sich nebenbei ein passives Einkommen aufbauen kann, dann bist Du bei uns genau richtig! Voraussetzungen: Interesse am Thema Finanzen, Affinität zu Youtube und anderen Social Media Plattformen, Konzeption und Erstellung von Inhalten zum Thema Finanzen, Erfahrungen im redaktionellen Bereich; kreative, offene und lebensfrohe Lebenseinstellung Vergütung wäre eine direkte Beteiligung an den Einnahmen durch den Kanal sowie natürlich der Aufbau einer Marke mit deinem Gesicht. Bei Interesse Kontakt Tel. 036413207194 Reinigungskraft gesucht Wir suchen ab sofort eine Reinigungskraft zur Reinigung unserer Büroräume auf Stundenbasis. Reinigungszeiten können innerhalb der Bürozeiten frei vereinbart werden. Stundenlohn 8,50 Euro. Interesse? Dann telefonisch melden unter Tel. 03641-470220 Nebenjob gesucht? Im Reitsportzentrum Jena warten Pferde, Ziegen und Hasen auf dich (Tier-

Aktion des Monats:

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pflege), Arbeit an der frischen Luft, Muskelsport und Fitness – oder Kindergruppenbetreuung (Voltigieren, Märchenstunde, Lehrgänge, Geburtstagsgruppen) Interesse geweckt? Dann melde dich bei uns. Kontakt: Tel. 0174-3286757 Hilfskräfte gesucht Wir, die Speisegaststätte »Am Brauhaus« in Dornburg suchen für ständig an den Wochenenden gastgewerbliche Hilfskräfte. Wenn Sie gern mit Menschen in Kontakt treten, sind Sie hier richtig. Ihr Aufgabenfeld umfasst Kellner-Tätigkeiten, Tätigkeiten in der Kaffeeküche und der Speisenvorbereitung. Interesse vorhanden – nehmen Sie Kontakt zu uns auf! Tel. 036427-70503

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SONSTIGES »Milonga la Mujerzuela« — Kommt zum Tango-Workshop! Wer Tango (kennen) lernen will aufgepasst: Wir veranstalten am 18. September einen Tango-Workshop im Glashaus im Paradies. 18 Uhr geht’s los, anschließend gibt’s ab 19:30 Uhr eine Milonga für Paare und Singles. Du musst nichts können, nur Lust haben auf Musik & Tanz – und solltest keine Gummisohlen tragen! Wir sorgen überdies für Getränke und Köstlichkeiten aus Argentinien. Eintritt 5 Euro.

So funktioniert’s: Ihr sucht etwas oder habt etwas abzugeben? Dann gibt es hier einen neuen kostenlosen Weg dafür: Schickt uns einfach euren Text und die passende Rubrik und schon in der nächsten Ausgabe wird eure Kleinanzeige auf dieser Seite erscheinen. Das ganze per Post an: Stadtmagazin 07, Am Planetarium 37, 07743 Jena oder per eMail an leserpost@stadtmagazin07.de Einsendeschluss für die Oktoberausgabe 2016 ist der 19. September 2016.

| ARBEITSMARKT |

Die eAkte kommt JOBCENTER SAALE-HOLZLAND-KREIS führt die elektronische Akte (eAkte) ein. Keine Originalunterlagen mehr einreichen.

Grafik: Agentur für Arbeit

Mit Hilfe der elektronischen Akte werden ab Mitte September 2016 im Jobcenter SaaleHolzland-Kreis die klassischen Aktenberge und alle Dokumente nach und nach abgelöst. Das Jobcenter wird hierdurch zu einem papierarmen Dienstleister — Kundinnen und Kunden können aber weiter wie gewohnt ihre Anliegen per Brief adressieren. Der Nut-

zen für die Kundinnen und Kunden: weniger ans Jobcenter senden, wenn diese ausdrückWartezeiten und schnellere Auskünfte, weil lich angefordert wurden. Meistens genügt es, die Akte sofort auf den Bildschirmen verfüg- wenn Sie Kopien bei uns einreichen. (ank) bar ist. Elektronische Aktenführung heißt, dass eingehende Kundenpost unter Beachtung des Datenschutzes gescannt, gespeichert und automatisch zugeordnet wird. Wichtig für alle, die Post ans Jobcenter schicken: Eingereichte Unterlagen werden nach der Digitalisierung noch 8 Wochen aufbewahrt und danach datenschutzkonform vernichtet. Am besten also nur dann Originale

Termin im September: Die Job-Messe »Thüringen ist Zukunft« 17.09.2016, von 10 bis 13 Uhr, Agentur für Arbeit Jena, Stadtrodaer Straße 1, 07749 Jena


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Termine & Tagestipps September 2016 NOCH BIS ZUM 04.09.2016 Glashaus im Paradies e.V. »In der Wildnis mach ich es mir schön« Eine Installation von Daniela Schönemann Mit »In der Wildnis mach ich es mir schön« zeigt Daniela Schönemann eine großflächige Installation. Figürliche Holzschnitzereien in Modellgröße werden zur Landschaft und utopischen Szenerie. Hier, in diesem wilden, unberührten Raum, gibt es keine Schranken. Nicht immer ist das ungefährlich, aber das ist die Wildnis nun mal nicht. NOCH BIS ZUM 23.09.2016 Hotel & Kneipengalerie Zur Noll »Schmunzeltypen« Collagen von Gerlinde Böhnisch-­ Metzmacher NOCH BIS ZUM 28.09.2016 Villa Rosenthal, 13 - 17 Uhr Ausstellung von »Eve Trzewick – ›­COLLAGIERTE WELT‹« Die Collage verwebt verschiedene Zeitebenen und Welten miteinander: Gegenwart und Geschichte, Wirklichkeit und Fantasie, das Spiel von Tempo und Information. Elemente werden aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst und neu erfunden. So ist die Collage Ausdruck eines Lebensstils, in der sich Wandlungen im Denken spiegeln. Die Material- und Fotocollagen der Jenaerin Eve Trzewick zeigen Bilder aus der »realen Welt« der Künstlerin, die im sozialen und philosophischen Kontext stehen. In jeder Collage verbirgt sich eine Botschaft aus der »eigenen Gedankenwelt«. Eve Trzewick (er)schafft neue Räume für Perspektivwechsel und ermöglicht somit eine persönliche Auseinandersetzung mit dem aktuellen Zeitgeschehen. NOCH BIS ZUM 30.09.2016 Botanischer Garten »Willi Weiner: Stahlplastiken im Botanischen Garten« NOCH BIS ZUM 01.10.2016 Kunsthandlung Huber & Treff »Kammwege« Unter dem Titel »Kammwege« stellt die Galerie Huber & Treff neue plastische Arbeiten und Holzschnitte der letzten Jahre des Thüringer Bildhauers Timm Kregel vor. »Timm Kregel zeigt nicht die Welt, wie sie ist, sondern ersinnt einen Gegenkosmos zu unserem realen tradierten gesellschaftlichen Dasein. Kregels Formenschatz wird dabei gespeist von Naturprozessen, von vegetativen pflanzlichen Formungen, die sich teilen, vermehren, kreisförmig in Spiralen den Raum erobern, sich entwickeln, reifen, stagnieren, mutieren, und die oft erscheinen wie durch ein Mikroskop betrachtet, als Neuentdeckungen einer Spezies, einer bislang unbekannten Lebensform. Dass nun dort, im Unendlichen, im Unscheinbaren auch Leben möglich ist, mag auch den Wissenschaftler, den Biologen, in den Bann ziehen, aber Kregel sieht dies als Künstler.« (Reinhard Muschik, 2011) NOCH BIS ZUM 21.10.2016 Praxis-Galerie Dr. Zollmann im PostCarré »Ansichten« – Arbeiten des Weimarer Künstlers Dieter M. Weidenbach NOCH BIS ZUM 26.10.2016 Stadtmuseum Jena »Man muss sich nur zu helfen wissen. Selbermachen in der DDR.«

NOCH BIS ZUM 06.11.2016 Romantikerhaus »Ein ungeliebter Ehrenbürger: Johannes R. Becher« NOCH BIS ZUM 31.12.2016 Foyer der JENOPTIK AG »LightScapes« NOCH BIS ZUM 31.12.2016 KSJ / Stadtforstverwaltung »NaturParadies – Erlebnisausstellung« Erkennen – Erleben – Verstehen – Handeln Entdecke die Geheimnisse der Natur in den Räumen der Stadtforstverwaltung. Hier sind die Besonderheiten der Natur unserer Region dargestellt. Unsere Mitarbeiter führen durch die verschiedenen Erlebnisbereiche. Dabei dürfen die kleinen und großen Besucher die Natur unter die Lupe nehmen. Projekt des Kommunalservice Jena – Stadtforst und der ÜAG NOCH BIS ZUM 26.01.2017 Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek »Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 – 1716) – Leben, Werk, Wirkung« NOCH BIS ZUM 16.04.2017 Phyletisches Museum »200 Jahre ›Thierarzneykunst‹ in Jena (1816 – 2016)« Sonderausstellung zur Geschichte der Veterinärmedizin NOCH BIS ZUM 31.12.2017 Stadtmuseum Jena »Zwischen Bildersturm und Wiederauferstehung – die Jenaer Marienkrönung« VOM 03.09. BIS 14.10.2016 Jenaer Kunstverein e.V. im Stadtspeicher, Markt 16, »David Borgmann/Timo Herbst/Alexander Schellbach, Leipzig – »Dimensional Sights«. Zeichnung, Malerei, Keramik, Fotografie, Videoperformance« VOM 03.09. BIS 20.11.2016 Kunstsammlung im Stadtmuseum »Sammlung Opitz-Hoffmann« Zeichnungen, Druckgrafiken, Multiples, Fotografien und Künstlerbücher Die Sammlung Opitz-Hoffmann beinhaltet vor allem Arbeiten auf Papier, Zeichnungen, Druckgrafik, Fotografien, Künstlerbücher und Multiples. Von der klassischen Zeichnung bis zur konzeptionellen Plastik, vom aufklärerischen Manifest eines Joseph Beuys bis zur Landkartenüberarbeitung von Nanne Meyer steckt die Sammlung voller Überraschungen und liefert einen exzellenten Blick auf viele der innovativsten und eindruckvollsten Positionen der Kunst der letzten Jahrzehnte. VOM 14.09. BIS 24.09.2016 neue mitte jena »Bilderausstellung des ›Theaterhaus Jena‹« In der 11-tägigen Bilderausstellung werden mitreisende Aufnahmen aus Vorführungen des Theaterhauses gezeigt. VOM 24.09. BIS 04.11.2016 Hotel & Kneipengalerie Zur Noll »›NEXUS III‹ 2016« Isabel Wiesener (Gemälde und Stiftzeichnungen) und Dieter Urban (Fotografie)

Do, 1. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Redoute, 19:30 Uhr »KULA – nach Europa« (Uraufführung) Ein deutsch-französisch-afghanisches Theaterprojekt DNT, Kunstfest Weimar, Theater Freiburg & weitere Partner KONZERT Rosenkeller Jena, 21 Uhr PostPunk: »Schubsen + Kopf Hoch Herz Raus« VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Optisches Museum, 14 Uhr »Führung zur Geschichte der Planetariumstechnik« (Sonderführung im Rahmen des 90jährigen Jubiläums des Zeiss-Planetariums Jena) AUSGEHEN Pici Café & Vinothek, Westbahnhofstr. 5, 20 Uhr »The Green Rose« Ein Duo mit Anne Schuster (Violine) und Mark Hargrave (Guitarre und Gesang) für traditionelle und moderne irische Musik zum Tanzen oder zum einfach Zuhören. SONSTIGES Café Lenz, 18:30 Uhr »Dinner im Schimmer« REGION Weimar, Gartenhaus Weimarhallenpark, 12 – 19 Uhr Ausstellung: »Wanderungen in urbanen Zeiträumen« Kunstfest Weimar Weimar, Frauenplan, 17 Uhr Kunstfest Weimar »Ofir Yudilevitch – Gravitas« Avenida-Therme Hohenfelden 20 – 23 Uhr »After-Work-Sauna« … mit Live-Musik vom Duo Gitarrenzeiten in der Saunenwelt, aromatischen Saunaaufgüssen in der 85°C-Eventsauna, kulinarischen Köstlichkeiten aus der Wellnessgastronomie und textilfreiem Baden im Freizeit- und Familienbad. Es wird der Saunazuschlag erhoben.

Fr, 2. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, E-Werk, 10+18 Uhr Teatret Gruppe 38 »Keine Angst vor gar nichts« (Familienstück) Kunstfest Weimar DNT Weimar, Schießhaus Weimar, 17:30 Uhr Kunstfest Weimar »GOETHE :: VOM VERSCHWINDEN« Szenische Installation für je einen Zuschauer Einlass alle 12 Min DNT Weimar, Notenbank Weimar, 19+20:30 Uhr Kunstfest Weimar Peter Weiss: »Die Ästhetik des Widerstands« Lesereihe »Teil VI: Die Rote Kapelle« KONZERT Jena OT Krippendorf, Bockwindmühle, 19 Uhr »Mühlenkonzert 2016 mit Andres Böhmer und Freunden«

VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Optisches Museum, 14 Uhr »Führung zur Geschichte der Planetariumstechnik« (Sonderführung im Rahmen des 90jährigen Jubiläums des Zeiss-Planetariums Jena) Rosensäle der FSU Jena, 15 Uhr »5. Jenaer Sportmanagement-Tagung an der Friedrich-Schiller-Universität« Die diesjährige Sportmanagement-Tagung befasst sich mit dem Thema ›Effiziente Steuerung von Sportvereinen‹.

Villa Rosenthal, 19:30 Uhr »Literarischer Salon« »Monika Maron ›Krähengekrächz‹« Die Krähen begleiten die Geschichte der Menschheit von der Urzeit bis heute. Sie sind klug, erkennen unsere Gesichter; studieren unser Verhalten und sind zum Gegenstand unserer Mythen und Märchen geworden. In ihrem berührenden Buch schildert Monika Maron ihre Beobachtungen und Gedanken, die nicht zuletzt durch die Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Tier grundiert sind. Was als Romanrecherche beginnt, wird zu einer selbständigen Betrachtung. AUSGEHEN Jenaer Kunstverein e.V. im Stadtspeicher, Markt 16, 19 Uhr »Vernissage der Ausstellung: David Borgmann/Timo Herbst/Alexander Schellbach, Leipzig – ›Dimensional Sights‹. Zeichnung, Malerei, Keramik, Fotografie, Videoperformance« Restaurant Bauersfeld, 19 Uhr »Live-Piano-Abend« Zeiss-Planetarium, 20 Uhr »Filmmusikkonzert mit dem ›Freien Orchester Jena‹« Kassablanca, 22 Uhr »Boomshakalaka Dailyconcept Lablenight« mit: Beppo S & Peter B, ChezZ.One & Damian, Soulmade, Warpath, Classic der Dicke, Django, 7 Schläfer DJ: J Ra Rosenkeller Jena, 23 Uhr »Shake & Bake feat. RK Bashment Yard« Dancehall/Dub/Jungle KINDER & FAMILIE Volkshaus Jena, 17 Uhr »Vorhang Zu!« – Vorleseprojekt am Freitag SONSTIGES Ernst-Abbe-Sportfeld, 15:15 Uhr »20. Jenaer Sommernachtslauf« »9. Lauf SaaleCup 2016« Jena OT Wöllnitz, 18 Uhr »800 Jahre Wöllnitz« Ein buntes Programm lädt zur 800-JahrFeier in den Jenaer Ortsteil Wöllnitz ein. REGION Bad Köstritz »38. Köstritzer Dahlienfest« Weimar, Gartenhaus Weimarhallenpark, 12 – 19 Uhr Ausstellung: »Wanderungen in urbanen Zeiträumen« Kunstfest Weimar Weimar, Theaterplatz, 15 Uhr Anke Heelemann / Fotothek »500 Meter Weimar Stadtspaziergang« Kunstfest Weimar Weimar, mon ami, 15, 17+19 Uhr »Rimini Protokoll« (Daniel Wetzel) »Evros Walk Water« (Ein John-Cage-ReEnactment) Kunstfest Weimar


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Erfurt, Messe, 20 Uhr »The BossHoss – Dos Bros Vamonos«

VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Marktplatz Jena, Johann-FriedrichDenkmal, 14 Uhr »Sibylle von Kleve erzählt von der Reformation in Jena« Begleiten Sie die Herzogin von Sachsen, gekleidet im Renaissance-Stil, auf den Spuren der Reformation in Jena!

Sa, 3. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Junges DNT, Studiobühne, 16 Uhr Uraufführung / Premiere »Der Bärbeiß. Herrlich miese Tage« nach den Kinderbüchern von Annette Pehnt mit Musik von André Kassel ab 4 Jahren DNT Weimar, E-Werk, 17 Uhr Kunstfest Weimar Teatret Gruppe 38 »Keine Angst vor gar nichts« (Familienstück) DNT Weimar, Schießhaus Weimar, 17:30 Uhr Kunstfest Weimar »GOETHE :: VOM VERSCHWINDEN« Szenische Installation für je einen Zuschauer Einlass alle 12 Min DNT Weimar, Redoute, 19:30 Uhr Kunstfest Weimar »KULA – nach Europa« (Uraufführung) Ein deutsch-französisch-afghanisches Theaterprojekt Theater Rudolstadt, Rokokosaal Heidecksburg, 19:30 Uhr »1. Schlosskonzert« Werke von Glinka, Haydn, Mozart u.a. KONZERT F-Haus Jena, 19 Uhr Live: »ABORTED + KALI YUGA« VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Optisches Museum, 11:30 Uhr »Führung durch die Historische ZeissWerkstatt um 1866« Optisches Museum, 14 Uhr »Führung zur Geschichte der Planetariumstechnik« Zum 90- Jährigen Jubiläum des Zeiss-­ Planetariums Jena Jena Tourist-Information, 14 Uhr Allgemeiner Stadtrundgang »Jena – ­zwischen Historie und Hightech« AUSGEHEN Hotel & Kneipengalerie Zur Noll, 19:30 Uhr »Musikabend mit der ›Old Time Memory Jazz Band‹« F-Haus Jena, 22 Uhr »(Un)treu Party« Kassablanca, 23 Uhr »fünf10 Jahre Fatplastics« Djs: DJ Nature (UK), Monkey Maffia, ­Legeres Rosenkeller Jena, 23 Uhr »Rose Summerclubbing mit Aika Aka. DJ Set & x Mr.T x« KINDER & FAMILIE Reitsportzentrum Jena, 10 Uhr »Märchenstunde mit Kinderreiten« AWO Wohnpark Lebenszeit/Mehrgenerationenhaus, 10-14 Uhr »KLICK! Fotografie für Kinder – spielen, experimentieren, verstehen« Für Kinder ab 5 Jahren. Mit kleinen Mittagsimbiss. Burgaupark Jena, 10 – 16 Uhr »Verkehrssicherheitstag für Schulanfänger« ZEISS-PLANETARIUM »Der Regenbogenfisch«, 11 Uhr »Die Rückkehr zum Mond«, 13 Uhr »Im Jahreskreis der Sonne«, 14 Uhr

AUSGEHEN Kassablanca, 20 Uhr »Livelyrix Literatursonntag«

SONSTIGES Goethe Galerie Jena »König sucht Königin« Das Autohaus König veranstaltet eine Casting-Show. Die Gewinnerin nimmt am Endausscheid teil und kann einen Werbevertrag gewinnen. Rosenkeller Jena, 10 Uhr »Kickern« »Sportfreunde Socca Challanger Cup – Einzel« REGION Bad Köstritz »38. Köstritzer Dahlienfest« Weimar, Gartenhaus Weimarhallenpark, 12 – 19 Uhr Kunstfest Weimar Ausstellung: »Wanderungen in urbanen Zeiträumen« Weimar, mon ami, 13, 15, 17, 19+21 Uhr Kunstfest Weimar »Rimini Protokoll« (Daniel Wetzel) »Evros Walk Water« (Ein John-Cage-ReEnactment) Weimar, KET-Halle Weimar, 15 Uhr Kunstfest Weimar Schlagquartett Köln »Der aufgefaltete Raum« Weimar, Theaterplatz, 15 Uhr Kunstfest Weimar Anke Heelemann / Fotothek »500 Meter Weimar Stadtspaziergang« Erfurt, Messe, 16 Uhr »Nachtflohmarkt« Antik- und Trödelmarkt Schöngleina, Kirche, 18 Uhr »Langer Abend der Musik« mit blechartig/ Madrigalchor Weimar/ handycap Benefizveranstaltung

So, 4. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Eiskeller, Humboldtstr., 11 Uhr Kunstfest Weimar Peter Weiss: »Die Ästhetik des Widerstands« Lesereihe »Teil VII: Pergamon-Altar II« DNT Weimar, Schießhaus Weimar, 17:30 Uhr Kunstfest Weimar »GOETHE :: VOM VERSCHWINDEN« Szenische Installation für je einen Zuschauer Einlass alle 12 Min DNT Weimar, Redoute, 19:30 Uhr Kunstfest Weimar »KULA – nach Europa« (Uraufführung) Ein deutsch-französisch-afghanisches Theaterprojekt KONZERT Volkshaus Jena, 11 Uhr Jenaer Philharmonie/ 1. Sonderkonzert »Jubiläumskonzert zum 40-jährigen Bestehen des Knabenchores der Jenaer Philharmonie«

KINDER & FAMILIE Imaginata, 10 – 18 Uhr »Stationenpark geöffnet« SONSTIGES Rosenkeller Jena, 10 Uhr »Kickern« »Sportfreunde Socca Challanger Cup – Team« Jena OT Wöllnitz, 10 Uhr »800 Jahre Wöllnitz« Ein buntes Programm lädt zur 800-JahrFeier in den Jenaer Ortsteil Wöllnitz ein. Restaurant Bauersfeld, 10 – 15 Uhr »90 Jahre Zeiss-Planetarium Jena« Sonntagsbrunch Spezial KuBuS, 14-17 Uhr »Sonntagskaffee« REGION Bad Köstritz »38. Köstritzer Dahlienfest« Thüringer Freilichtmuseums Hohenfelden, Museumsgelände ›Am Eichenberg‹, 10 – 17 Uhr »8. Thüringer Käsemarkt« Thüringer Käsereien präsentieren ihre handgefertigten Spezialitäten von Schaf, Ziege und Kuh, weitere regionale Köstlichkeiten ergänzen das Angebot

Leuchtenburg, 11 – 14 Uhr »Sonntagsbrunch« Uriges Schlemmen nach Herzenslust! Nehmen Sie Platz im historischen Ambiente des Rittersaals und genießen Sie einen gemütlichen Sonntagmittag mit kulinarische Köstlichkeiten. Weimar, Gartenhaus Weimarhallenpark, 12 – 19 Uhr Kunstfest Weimar Ausstellung: »Wanderungen in urbanen Zeiträumen« Weimar, mon ami, 13, 15+17 Uhr Kunstfest Weimar »Rimini Protokoll« (Daniel Wetzel) »Evros Walk Water« (Ein John-Cage-ReEnactment) Weimar, Theaterplatz, 15 Uhr Kunstfest Weimar Anke Heelemann / Fotothek »500 Meter Weimar Stadtspaziergang«

Mo, 5. September SONSTIGES Goethe Galerie Jena »Ausstellung ›Carl Zeiss (1816 – 1888)‹« neue mitte jena »Carl Zeiss Ausstellung« Schüler aus dem 1963 erbauten Carl Zeiss Gymnasium werden unter dem Motto ›200. Geburtstag von Carl Zeiss‹ unterschiedlichste selbsthergestellte Werke präsentieren.

Di, 6. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Studiobühne, 20 Uhr »Goethe mit Schlagwerk und Geige« Balladen, Lieder und Texte von J. W. Goethe KONZERT Volkshaus Jena, 11 Uhr »Jean Sibelius (1865 – 1957): Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43« empfohlen für 10.-13. Klasse F-Haus Jena, 20 Uhr Live: »KYLE GASS BAND« (TENACIOUS D / USA) Was macht Kyle Gass (Tenacious D) eigentlich, wenn er nicht mit der großartigsten Band der Welt unterwegs ist? Er versammelt ein überirdisches Super-Team aus knallharten Dudes für sein eigenes Projekt: KGB aka The Kyle Gass Band. Bestehend aus dem langjährigen Tenacious D Gitarristen John ­Konesky, dem Sänger und Gitarristen Mike Bray, den Fans von The D auch als ­Sasquatch kennen, Percussion Frauenschwarm Tim Spier und Uncle Jazz Jason Keene, durchkreuzt-und-quert dieses Gentlemen-Ensemble übermütig die Lande, um hunderten begeisterten Fans markerschütternden Rock’n’Roll zu liefern ... VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Volkshochschule, 17 Uhr »Schnuppertage: Auftakt zum Tag des offenen Denkmals« Referentin: Elke Zimmermann Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September kann man ungewöhnliche und sonst oft nicht mögliche Einblicke in unsere Geschichte gewinnen. Dann wird bundesweit zum Tag des offenen Denkmals eingeladen, der erstmals 1993 stattfand. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto ›Gemeinsam Denkmale erhalten‹. Welche Denkmale Sie in Jena am 11. September besichtigen können, wird Ihnen die Teamleiterin Untere Denkmalschutz-


42 behörde, Frau Elke Zimmermann, erläutern. Volkshochschule, 17 Uhr »Schnupperangebot zur Semestereröffnung: Fitness« Referent: René Friebel Volkshochschule, 18 Uhr »Schnupperangebot zur Semestereröffnung: Taijiquan« Referentin: Elke Grunow AUSGEHEN Rosenkeller Jena, 20+23 Uhr »Kickern & Dancen« Kassablanca, 20:30 Uhr Kino: »Sons of Norway« (2012) R: Jens Lien Irish Pub Fiddler’s Green, 21 Uhr »Live – Rudi – Tuesday« KINDER & FAMILIE Ernst-Abbe-Bücherei, 9 Uhr »Biboknirpse« ZEISS-PLANETARIUM »Chaos and Order«, 17:30 Uhr »Unser Weltall – deutsch«, 19 Uhr SONSTIGES Jena, Marktplatz, 8 – 17 Uhr »Jahrmarkt« Goethe Galerie Jena, »Ausstellung ›Carl Zeiss (1816 – 1888)‹«

Mi, 7. September THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Konzertsaal, 19:30 Uhr »1. Philharmonisches Konzert« Johannes Brahms (1833 – 1897): Violinkonzert D-Dur op. 77 Peter Tschaikowski (1840 – 1893): Sinfonie Nr. 6 Pathétique h-Moll op. 74 Violine: Sebastian Breuninger · Dirigent: GMD Laurent Wagner 18:45 Uhr Einführung mit Laura Knoll DNT Weimar, Foyer, 20 Uhr »Nur wer die Sehnsucht kennt« Liederabend Heike Porstein singt Mignon-Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann und Hugo Wolf, Klavier: André Kassel KONZERT Volkshaus Jena, 20 Uhr Jenaer Philharmonie A1 | »Aufbruch! – Neuer Geist in alter Manier« Werke von: Hepp, Chopin, Sibelius Stadtkirche »St. Michael«, 20 Uhr »12. Jenaer Orgelnacht« Orgelkonzert mit Macel van Westen, Orgel (Aachen) VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Lutherhaus Jena, 9:30 – 12 Uhr »Licht und Farben« Referent: Prof. Dr. Bernd Adler Volkshochschule, 17 Uhr »Schnupperangebot zur Semestereröffnung: ›Genre-Achterbahn‹ durch Prosa, Lyrik und Drama« Referentin: Franziska Brünner Volkshochschule, 18 Uhr »Schnupperangebot zur Semestereröffnung: Yoga« Referent: René Urban Volkshochschule, 18:15 Uhr »Schnupperangebot zur Semestereröffnung: Japanisch« Referentin: Yusuke Takei Jenaer Senfmanufaktur, 18:30 Uhr »Vorführung der Senfherstellung«

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AUSGEHEN Kassablanca, Turmbühne, 20 Uhr »Punkrockkaffee« SONSTIGES Jena, Marktplatz, 8 – 17 Uhr »Jahrmarkt« neue mitte jena »Carl Zeiss Ausstellung«

Do, 8. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Junges DNT, Studiobühne, 10 Uhr »Der Bärbeiß. Herrlich miese Tage« nach den Kinderbüchern von Annette Pehnt mit Musik von André Kassel ab 4 Jahren DNT Weimar, Redoute, 19:30 Uhr »KULA – nach Europa« Ein transnationales Theaterprojekt Bühnen der Stadt Gera, Konzertsaal, 19:30 Uhr »1. Philharmonisches Konzert« Johannes Brahms (1833 – 1897): Violinkonzert D-Dur op. 77 Peter Tschaikowski (1840 – 1893): Sinfonie Nr. 6 Pathétique h-Moll op. 74

Fr, 9. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Schießhaus Weimar, 17:30 Uhr Kunstfest Weimar »GOETHE :: VOM VERSCHWINDEN« Szenische Installation für je einen Zuschauer Einlass alle 12 Min DNT Weimar, Redoute, 19:30 Uhr Kunstfest Weimar »KULA – nach Europa« (Uraufführung) Ein deutsch-französisch-afghanisches Theaterprojekt KONZERT Kulturbahnhof, Cosmic Dawn, 19 Uhr »Magnificent Music Festival« mit KADAVAR, SIENA ROOT, THE FLYING EYES, WUCAN uvm. AUSGEHEN Restaurant Bauersfeld, 19 Uhr »Live-Piano-Abend« Rosenkeller Jena, 22 Uhr »Devote Jena pres. Future Perfect Party« Kassablanca, 23 Uhr »Dubliftment!« DJs: Junior Dread, Lions Den, Basskateers

KONZERT Rosenkeller Jena, 20 Uhr »Bob Wayne (USA) + Cowboy Bob & ­Trailer Trash«

KINDER & FAMILIE Volkshaus Jena, 17 Uhr »Vorhang Zu!« – Vorleseprojekt am Freitag

VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Haus 4 (EAH Jena), 10 Uhr »Vorführungen der Historischen Automatendreherei« Jena Tourist-Information, 14 Uhr Allgemeiner Stadtrundgang »Jena – zwischen Historie und Hightech« Volkshochschule, 17 Uhr »Schnupperangebot zur Semestereröffnung: Arabisch« Referent: Omar Falfala Volkshochschule, 17 Uhr »Schnupperangebot zur Semestereröffnung: Malerei in der Bob Ross® Technik« Referentin: Gisela Kallies Volkshochschule, 17:30 Uhr »Schnupperangebot zur Semestereröffnung: Häkeln« Referentin: Heike Veit Volkshochschule, 18:15 Uhr »Schnupperangebot zur Semestereröffnung: Persisch« Referent: Saki Soroor

ZEISS-PLANETARIUM »Entdecker des Himmels«, 11 Uhr »Best Of Show«, 15:30 Uhr »Star Rock Universe – aktuelle Musik und Hits der 70er, 80er & 90er«, 19:30 Uhr

AUSGEHEN Pici Café & Vinothek, Westbahnhofstr. 5, 20 Uhr »Tillerman’s Friend« Es werden eigene Interpretationen von Liedern großer Geschichtenerzähler unter den bekannten Songschreibern wie Bob Dylan und Cat Stevens zu hören sein. SONSTIGES Jena, Marktplatz, 8 – 17 Uhr »Jahrmarkt« Goethe Galerie Jena »Ausstellung ›Carl Zeiss (1816 – 1888)‹« neue mitte jena »Carl Zeiss Ausstellung« – Schüler aus dem 1963 erbauten Carl Zeiss Gymnasium werden unter dem Motto ›200. Geburtstag von Carl Zeiss‹ unterschiedlichste selbsthergestellte Werke präsentieren. Kassablanca, 14 Uhr »Nähkaffee« Café Lenz, 18:30 Uhr »Dinner im Schimmer«

SONSTIGES Jena, Marktplatz, 8 – 17 Uhr »Jahrmarkt« Goethe Galerie Jena »Ausstellung ›Carl Zeiss (1816 – 1888)‹« neue mitte jena »Carl Zeiss Ausstellung« Schüler aus dem 1963 erbauten Carl Zeiss Gymnasium werden unter dem Motto ›200. Geburtstag von Carl Zeiss‹ unterschiedlichste selbsthergestellte Werke präsentieren. Café Lenz, 19 Uhr »Lenzer Weinlust« – ein Verkostungsabend mit dem Weingut Steinmeister aus Roßbach/ Naumburg. Neben diversen Weinen gibt es auch Musik & Kulinarisches vom Feinsten. Karten nur im VVK in der Tourist Info Jena. REGION Bad Blankenburg, Stadthalle, »InKontakt« – Berufsorientierungs- und Fachkräftemesse der Region Saalfeld-Rudolstadt Erfurt, Messe, 20 Uhr »VAN MORRISON« ERSATZTERMIN FÜR DOMPLATZ

Sa, 10. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Junges DNT, Studiobühne, 10 Uhr »Der Bärbeiß. Herrlich miese Tage« nach den Kinderbüchern von Annette Pehnt mit Musik von André Kassel ab 4 Jahren Theater Rudolstadt, Theatervorplatz, 15 Uhr »Großes Theaterfest« Aktionen auf mehreren Bühnen, bunte Kostüme, Platzkonzerte und vieles mehr

DNT Weimar, Schießhaus Weimar, 17:30 Uhr Kunstfest Weimar »GOETHE :: VOM VERSCHWINDEN« Szenische Installation für je einen Zuschauer Einlass alle 12 Min DNT Weimar, Redoute, 19:30 Uhr Kunstfest Weimar »KULA – nach Europa« (Uraufführung) Ein deutsch-französisch-afghanisches Theaterprojekt Theater Erfurt, Studiobühne, 19:30 Uhr »Die Heimkehr des Odysseus« Oper von Claudio Monteverdi, Koproduktion mit dem Puppentheater Waidspeicher, Theater Rudolstadt, Großes Haus, 19:30 Uhr »RAMPENFIEBER!« Ein Estradenprogramm der Theatermitarbeiter mit Roberto Lembke KONZERT Volkshaus Jena, 16:30 Uhr Jenaer Philharmonie »2. Sonderkonzert« Festkonzert Carl Zeiss Werke von: Nielsen, Vasks, Beethoven Kulturbahnhof, Cosmic Dawn, 19 Uhr »Magnificent Music Festival« mit KADAVAR, SIENA ROOT, THE FLYING EYES, WUCAN uvm. VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Botanischer Garten, 10 Uhr Führung: »Kakteen im Botanischen Garten« Leitung: Tobias Pfeil Hörsaal Max-Wien-Platz 1 (FSU), 10:30 Uhr »Öffentliche Samstagsvorlesung« Prof. Dr. Thomas Henning: »Astronomie mit Großteleskopen – Intelligente Spiegel und gemeinsames Licht« Optisches Museum, 11:30 Uhr »Führung durch die Historische ZeissWerkstatt um 1866« Historischer Johannisfriedhof, 15 – 17 Uhr »Der schöne Ort« Die Geschichte des Johannisfriedhofs und des Grabes von Carl Zeiss in Jena URANIA Volkssternwarte, 15 – 17 Uhr »Kuppelführung und Beobachtung der Sonne« AUSGEHEN Kassablanca, Turmbühne, 18 Uhr »Finde deine Szene« live: »Finlay, Jessy Djs: LeonSounds, ­JayAge« Stadtteilzentrum LISA, 21 Uhr »Familientanz mit DJ Tino« F-Haus Jena, 22 Uhr »IT’S MY LIFE« :: DEINE 80er / 90er / 2000er PARTY :: Rosenkeller Jena, 23 Uhr »Rose Summerclubbing mit DJ Sheperd (Eburg) + DJ Voodoo Child« KINDER & FAMILIE Reitsportzentrum Jena, 10 Uhr »Märchenstunde mit Kinderreiten« SONSTIGES Goethe Galerie Jena »Ausstellung ›Carl Zeiss (1816 – 1888)‹« neue mitte jena »Carl Zeiss Ausstellung« Schüler aus dem 1963 erbauten Carl Zeiss Gymnasium werden unter dem Motto ›200. Geburtstag von Carl Zeiss‹ unterschiedlichste selbsthergestellte Werke präsentieren. Jena, Innenstadt »Carl Zeiss – zum 200. Geburtstag«


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Das Unternehmen ZEISS feiert gemeinsam mit vielen Akteuren der Stadt den 200. Geburtstag des Firmengründers Carl Zeiss. REGION Bad Blankenburg, Stadthalle »InKontakt« – Berufsorientierungs- und Fachkräftemesse der Region Saalfeld-Rudolstadt

So, 11. September THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Salvator-­ Kirche, 9:30 Uhr »Theatergottesdienst« zum Schauspiel »Mutter Courage und ihre Kinder« Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 11 – 15 Uhr »Tag des offenen Denkmals« Möglichkeiten zur Besichtigung des Theaters mit stündlichen Führungen Bühnen der Stadt Gera, Theater­ FABRIK Tonhalle, 11 Uhr Eintritt frei »FABRIKfrühstück« Programmvorstellung der neuen Spielzeit mit Anmeldung zu Kursen und Projekten DNT Weimar, Redoute, 17 Uhr Kunstfest Weimar »KULA – nach Europa« (Uraufführung) Ein deutsch-französisch-afghanisches Theaterprojekt KONZERT

Café Wagner, Live on Stage: »Back Oak« (NL) // Support: »Hello Piedpiper« Die neue Band BLACK OAK entstand um die Singer-Songwriter Geert van der Velde (The Black Atlantic) und Thijs Kuijken (I Am Oak). Genau wie der Bandname eine Synthese der Namen ihrer anderen Bands ist, ist auch die Musik von BLACK OAK eine Mischung aus dem Besten was The Black Atlantic und I Am Oak zu bieten haben. 2015 haben Black Oak ihr Debutalbum ›Equinox‹, das im April 2016 erschien, geschrieben und aufgenommen. Benannt ist ›Equinox‹ nach dem Moment des Jahres an dem Tag und Nacht exakt die gleiche Länge haben. Und auch das Album erzählt von Tag und Nacht. I Am Oak’s düsterer, nachtschwärmender Folk, geht eine perfekte Verbindung zur hellen Grande der Melodien von The Black Atlantic ein. Dieser Kontrast durchzieht die Musik von Black Oak. Wundervoll erdige Akustikgitarren und schwebende Melodien erzeugen eine knisternde Atmosphäre. und dann ist da natürlich die magische Kombination zweier herausragender Stimmen des Indie Folk. Sie verweben sich in der besten Tradition von Crosby, Stills, Nash and Young, den Fleet Foxes oder Bon Iver. VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Optisches Museum, 13 Uhr Führung »Aus dem Leben von Carl Zeiss« Forststernwarte, 13 – 16 Uhr »Öffnung zum Tag des offenen Denkmals« Ernst-Abbe-Denkmal, 14 Uhr »Fünf Erfindungen aus dem Hause Zeiss auf verschiedene Weise entdecken« Werden Sie selbst aktiv beim Kennenlernen von fünf Erfindungen aus dem Hause Zeiss! Voranmeldung (03641-634302) unbedingt erforderlich!

Optisches Museum, 15 Uhr »Führung durch die historische ZeissWerkstatt« KINDER & FAMILIE Imaginata, 10 – 18 Uhr »Stationenpark geöffnet« Optisches Museum, 11:30 Uhr »Kinderführung durch die historische Werkstatt« SONSTIGES Goethe Galerie Jena »Ausstellung ›Carl Zeiss (1816 – 1888)‹«

Carl Zeiss Tag Jenaer Innenstadt ZEISS und viele Akteure der Stadt laden zu einer großen Geburtstagsfeier mit vielen Mitmachangeboten ein. Auf einer Carl Zeiss Route sind Wissenschaft und Technik hautnah zu erleben und Orte zu entdecken, an denen das Leben und Wirken von Carl Zeiss Spuren hinterlassen hat. Der Besuch dieser Einrichtungen und Veranstaltungen ist kostenfrei. www.zeiss.de/carlzeisstag Café Lenz, 10-14 Uhr »Familienbrunch« Kassablanca, 19 Uhr »King Pong« REGION Thüringer Freilichtmuseums Hohenfelden, Museumsgelände ›Am Eichenberg‹, 14:30 Uhr »Denkmaltag (Spezialführung und Handwerksvorführung)« DNT Weimar, ccn weimarhalle, 19:30 Uhr »1. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar« Franz Liszt: Sinfonische Dichtung Nr. 6 ›Mazeppa‹, Maurice Ravel: ›Shéhérazade‹. Trois poèmes. nach Texten von Tristan Klingsor, Richard Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64 Dirigent: Kirill Karabits / Solistin: Johanni van Oostrum

Mo, 12. September VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Jena Tourist-Information, 14 Uhr Allgemeiner Stadtrundgang »Jena – zwischen Historie und Hightech« Beratungsraum 01.02_40 im Gefahrenabwehrzentrum, 17 Uhr »Sitzung AG Bürgerhaushalt« Haus 5 (EAH Jena), 19 Uhr »Infoveranstaltung ›Patentingenieurwesen (M.Eng.)‹« SONSTIGES Goethe Galerie Jena »Ausstellung ›Carl Zeiss (1816 – 1888)‹« REGION DNT Weimar, ccn weimarhalle, 19:30 Uhr »1. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar« Franz Liszt: Sinfonische Dichtung Nr. 6 ›Mazeppa‹, Maurice Ravel: ›Shéhérazade‹. Trois poèmes. nach Texten von Tristan Klingsor,

Richard Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64 Dirigent: Kirill Karabits / Solistin: Johanni van Oostrum

Di, 13. September THEATER & BÜHNE Theater Rudolstadt, Stadtbibliothek, 16 Uhr »BB – Bücherbühne« Ein Premierenvorspiel für Theatermäuse und Leseratten DNT Weimar, Studiobühne, 20 Uhr »Störfall. Nachrichten eines Tages« Christa Wolf VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Gefahrenabwehrzentrum (GAZ), 17 Uhr »8. Sitzung des Beirates Radverkehr« Stadtverwaltung Jena / Beratungsraum 1-03, 17 Uhr »Sitzung Naturschutzbeirat« Fuchsturm Jena, 20 Uhr »Ich bleib dann mal jung« Lesung mit Sissi Perlinger AUSGEHEN Rosenkeller Jena, 20+23 Uhr »Kickern & Dancen« Kassablanca, 20:30 Uhr Kino: »Looking for Eric« (2009) R: Ken Loach Irish Pub Fiddler’s Green, 21 Uhr »Live – Rudi – Tuesday« SONSTIGES Goethe Galerie Jena Ausstellung »Carl Zeiss (1816 – 1888)«

Mi, 14. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Junges DNT, Studiobühne, 19 Uhr »Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute« Jens Raschke ab 9 Jahren Theater Rudolstadt, Großes Haus, 19:30 Uhr »MMM – Was bin ich?« Die beliebte Rateshow »Heiteres Beruferaten« KONZERT Stadtkirche »St. Michael«, 20 Uhr »12. Jenaer Orgelnacht« Abschlußkonzert des diesjährigen ›Internationalen Orgelsommers‹mit Werken von Scheidt, Cholley, Eben, Reger und Boellmann (›Suite gotique‹) VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Lutherhaus Jena, 9:30 – 12 Uhr »Botschaften aus dem glücklichen Arabien: Sabäische Landschaften auf Stein und Holz« Referent: Dr. Peter Stein

Jenaer Senfmanufaktur, 18:30 Uhr »Vorführung der Senfherstellung« Seminarraum 308 (FSU), 19:30 Uhr »Ein Streifzug durch die Pilzflora um Jena« Lichtbildvortrag des NABU Jena e.V., AUSGEHEN Kassablanca, 23 Uhr »Schöne Freiheit – Muna Nacht« DJs: Franz!, Carina Posse ZEISS-PLANETARIUM »Die Rückkehr zum Mond«, 10 Uhr »Die Entdeckung des Weltalls – Mit Galileo auf Forschungsreise«, 11:30 Uhr »Milliarden Sonnen – Eine Reise durch die Milchstraße«, 13 Uhr »Best Of Show«, 19 Uhr SONSTIGES Goethe Galerie Jena Ausstellung »Carl Zeiss (1816 – 1888)« neue mitte jena, 10 – 17 Uhr »Ausstellungseröffnung in Form vieler Stationen im Center geben: Modenschauen mit kleinen Darbietungen, Schminkstand von Maskenbildern, eigene Bilder in ausgewählten Kostümen machen und vieles mehr.«

Do, 15. September THEATER & BÜHNE Theater Rudolstadt, theater tumult, 10+12 Uhr Premiere: »35 Kilo Hoffnung« Stück von Petra Wüllenweber nach dem Roman von Anna Gavalda (10+) Über einen Jungen, der eine Maschine erfindet, die die Zahnpasta automatisch aus der Tube drückt, müssten sich doch alle freuen. Tun sie aber nicht. Im Gegenteil, Mama, Papa und die Lehrer sind der Meinung, David müsse mehr und besser lernen. Seitdem er in die Vorschule geht, ist er unglücklich. Nur Marie, seine erste Grundschullehrerin, schien den kleinen Tüftler zu verstehen. Sie schrieb in sein Zeugnis: »Dieser Junge hat ein Gedächtnis wie ein Sieb, Finger wie eine Fee und ein riesengroßes Herz. Es müsste gelingen, etwas daraus zu machen«. Nun ist er dreizehn, 35 Kilo schwer und zweimal sitzen geblieben. Keine Schule will diesen Klassenclown mehr aufnehmen. Opa Léon, genau wie David mit einem goldenen Händchen ausgestattet, hat die rettende Idee: David soll auf ein Internat, das seine speziellen Begabungen fördert. Und weil beim Großvater die Tür zum Bastelschuppen immer offen steht und er dem Enkel jede Menge Mut zuspricht, sieht David Licht am Ende des Tunnels... DNT Weimar, Schießhaus Weimar, 17:30 Uhr »GOETHE :: VOM VERSCHWINDEN« Szenische Installation für je einen Zuschauer Einlass alle 12 Min DNT Weimar, Redoute, 19:30 Uhr »My Fair Lady« Frederick Loewe / Alan Jay Lerner


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REGION Leuchtenburg, 17 – 21 Uhr »Grillabend« Heute können Sie die Leuchtenburg in ihren Abendstunden von 17 bis 21 Uhr kostenfrei besuchen und kulinarische Köstlichkeiten vom Grill und in der Burgschänke genießen! Auf dem Rost: Thüringer Leckereien und vegetarische Variationen! Wir freuen uns auf Sie!

Ausstellung: Carl Zeiss (1816 — 1888) — Ein visionärer Unternehmer 5. — 17. September 2016 Goethe Galerie Jena Das Unternehmensarchiv von ZEISS hat anlässlich des 200. Geburtstages von Carl Zeiss eine Ausstellung konzipiert, in der nicht nur der Unternehmer, sondern auch der Familienmensch und Bürger gewürdigt wird. KONZERT Rosenkeller Jena, 20 Uhr »Wiegedood (Belgien) + Mutilation Rites (USA)« VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Hotel & Kneipengalerie Zur Noll, 19:30 Uhr Lichtbilder-Vortrag: »Mexiko (Yucatan) oder die Gattung Maxillaria« Veranstalter: Orchideenstammtisch Jena Vortrag von Herrn Dr. Norbert Baumbach AUSGEHEN Kassablanca, 19 Uhr »Peace Please« Café Wagner, 19:30 Uhr »Wagners Corner – open Stage« Pici Café & Vinothek, Westbahnhofstr. 5, 20 Uhr »Patrice« – improvisiertes Jammen zwischen Soul & Easy Rhythm SONSTIGES Goethe Galerie Jena Ausstellung »Carl Zeiss (1816 – 1888)« Universitätssportzentrum, 15:30 Uhr »Paarlauf 2« Bei den 2 Laufveranstaltungen im Frühjahr und Herbst können Kinder und Erwachsene als 2er oder 3er Teams im Halb- bzw. Stundenlauf ihre Runden auf dem Gelände des USV Jena drehen. Café Lenz, 18:30 Uhr »Dinner im Schimmer«

Fr, 16. September THEATER & BÜHNE Theater Rudolstadt, theater tumult, 10+12 Uhr »35 Kilo Hoffnung« Stück von Petra Wüllenweber nach dem Roman von Anna Gavalda (10+) DNT Weimar, Schießhaus Weimar, 17:30 Uhr »GOETHE :: VOM VERSCHWINDEN« Szenische Installation für je einen Zuschauer. Einlass alle 12 Min DNT Weimar, Redoute, 19:30 Uhr »My Fair Lady« Frederick Loewe / Alan Jay Lerner Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 19:30 Uhr Sonderveranstaltung – »Eröffnungsgala« Ausschnitte aus Don Pasquale, An der Arche um Acht, Tschitti Tschitti Bäng Bäng, Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, Masepa, Piaf – La vie en rose, Anita Berber – Göttin der Nacht, Mutter Courage und ihre Kinder u. v. m. Moderation: Kay Kuntze AUSGEHEN Restaurant Bauersfeld, 19 Uhr »Live-Piano-Abend« JG Stadtmitte, 20 Uhr »Spielen nur mit Erlaubnis? Alternative Musikszenen in der DDR« Gespräch mit Zeitzeugen und Konzert mit /Kariäs/ (Punkrock aus Jena) Kassablanca, 22 Uhr »Celebration & Record-Release-Show« DJs: Culture Dub & Sista Bethsabée, Sticky Joe, J.Pattersson, Basskateers Rosenkeller Jena, 23 Uhr Bad Taste »Come as your Mom« 70/80/90er Party KINDER & FAMILIE Volkshaus Jena, 17 Uhr »Vorhang Zu!« – Vorleseprojekt am Freitag SONSTIGES Goethe Galerie Jena Ausstellung »Carl Zeiss (1816 – 1888)« Jena, Marktplatz »Jenaer Altstadtfest« Ein buntes musikalisches Programm, ein abwechslungsreicher Rummel und vielseitige gastronomische Verpflegung – das und noch viel mehr erwartet die Besucher beim jährlichen Jenaer Altstadtfest. REGION Erfurt, Messe »Grüne Tage Thüringen« Leuchtenburg, 20 Uhr »Wein und Geist ›verBUSCHt und verHÖFERt‹« Literarischer Spaziergang der quicklebendigen Rosi Höfer mit dem bereits über 100 Jahre toten Wilhelm Busch. Ihre größte Gemeinsamkeit ist wohl die Liebe zum Reimen. Den musikalischen Part übernimmt Tim Liebert (alias Doc Fritz) mit den passenden Zwischenklängen. Inkl. Weinverkostung des neuen Leuchtenburgweins. Kartenvorverkauf!

Sa, 17. September THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Konzertsaal, 19 Uhr Gastspiel/ Eintritt frei »Earth People Ensemble« Deutsch-Israelisches Jugendprojekt in Gera DNT Weimar, Redoute, 19:30 Uhr »Sein oder Nichtsein (To Be or Not To Be«) Komödie von Nick Whitby nach dem Film von Ernst Lubitsch DNT Weimar, Junges DNT, Studiobühne, 20 Uhr »Reigen!« nach Arthur Schnitzler / Produktion mit Jugendlichen ab 15 Jahren

Theater Rudolstadt, ­Schminkkasten, 20 Uhr Premiere: »Eins, zwei, drei im Sauseschritt« Die Kabinettstücke des Wilhelm Busch Wer kennt sie nicht, die herrlich bizarren Gestalten des Wilhelm Busch! Sie sind allesamt kleine Übeltäter des Alltags: tollkühn, heimtückisch und ängstlich zugleich – eben Zeitgenossen wie du und ich! Freche Buben, fromme Mädchen, dumme Onkel, schräge Tanten, eigenwillige Künstler, gemeine Tierquäler und, und, und ... Unendlich wie sein Personal sind auch seine pointierten Zweizeiler, die als Sprichwörter bis heute in unseren Köpfen spuken und uns flott über die Zunge gehen: »Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr« oder »Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich«…Wilhelm Busch hegte keine Illusionen über die »Lumpigkeit« des Menschen. Seine Weltsicht brachte der Einsiedler auf eine prägnante Formel: »Das Gute, und dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, das man lässt.« Erleben Sie das humorig-makabre Universum des Wilhelm Busch jenseits biedermeierlicher Gemütlichkeit in Wort und Bild – seine satirischen Geschichten, melancholischen Aphorismen und skurrilen Spielereien. KONZERT Volksbad Jena, 20 Uhr »Jodymoon« Eine einzigartige Mischung aus Folk, Pop, Klassik, Americana und Singer/Songwritertum. Das holländische Duo JODYMOON bestehend aus Sängerin/Pianistin Digna Jansen und Multiinstrumentalist Johan Smeets, kreiert eine einzigartige Mischung aus Folk, Pop, Americana und moderner Klassik. Bereits seit 2006 machen sie erfolgreich zusammen Musik, was nicht nur die Auszeichnung mit dem ›Public‘s Choice Award Of The Great Price Of Holland‹ belegt. Sie erzählen ihre Geschichten sowohl mit Intensität, als auch mit Authentizität. Es geht um Liebe, Auseinandertreiben, Erwachsenwerden und Zurückkommen. VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Optisches Museum, 11:30 Uhr »Führung durch die historische ZeissWerkstatt« Optisches Museum, 14 Uhr »Testen Sie Ihre Augen!« Lassen Sie sich durch SchülerInnen der Augenfachschule Jena Ihre Augen testen! Jena Tourist-Information, 14 Uhr Allgemeiner Stadtrundgang »Jena – zwischen Historie und Hightech«

AUSGEHEN Kassablanca, 17 Uhr »Deaf Row Fest V live:: »Ultha, Radare, Celeste, Jaguwar, The Black Heart Rebellion, Watered ,Regarde Les Hommes Tomber« Volkshaus Jena, 20 Uhr »Uwe Steimle: ›Heimatstunde‹« Der äußerst vielseitige Uwe Steimle – Kino-Held mit eigener TV-Sendung ›Steimles Welt-Kulturerbe‹ und ausgewiesener Bestseller-Autor – präsentiert sein neues Kabarett-Programm mit neuen Texten und viel Spielwitz nach seinem gleichnamigen und neuesten Buch ›Heimatstunde‹. Aus dem Osten kommt das Licht – und Uwe Steimle erklärt uns, warum. Er beschreibt sich gerne als den größten Kleinbürger. Mit seiner lakonischen Art und seiner feinen Ironie hat er sich ein treues Publikum erobert. Nach seinem erfolgreichen Buch und Programm ›Meine Oma, Marx und Jesus Christus‹ legt er nun mit ›Heimatkunde‹ nach: »Jetzt, wo die Zukunft Wirklichkeit wird … haben wir in Wirklichkeit keine Zukunft mehr.« Lassen wir uns wieder gefangen nehmen vom Zauberer von Ost, der es wie kaum ein anderer schafft, scharfzüngig und zugleich charmant den Finger in die zahlreichen westöstlichen Wunden zu legen. Eine Interpretation der Welt nach 1989 – neue Geschichten von Uwe Steimle. Scharfzüngig und charmant, liebenswert und skurril, lakonisch und authentisch – getragen vom Bemühen Brücken zu bauen. KuBuS, 20 Uhr »Salsa Party mit Crashkurs« Irish Pub Fiddler‘s Green, 21 Uhr Live: »Julia Toasperm & Band« Die gebürtige Potsdamerin Julia Toaspern war zuletzt viel als Straßenmusikerin in Dublin, London, New York und Berlin unterwegs, hat auf Kuba gespielt, in New York City aufgenommen – doch zu Hause gefühlt hat sie sich in den schottischen Highlands, wo sie neben dem Musizieren Schafe hütet, Ziegen melkt und sich von der Klarheit inspirieren lässt – auch bei Nebel. F-Haus Jena, 22 Uhr »WE LIKE BIRTHDAYS...« Rosenkeller Jena, 23 Uhr »Rose Summerclubbing mit DJungle + Maya the Bee« ZEISS-PLANETARIUM »Der Kleine Tag – Familienmusical«, 15 Uhr »Kosmische Dimensionen«, 19 Uhr »Pink Floyd – Reloaded«, 20 Uhr SONSTIGES Jena, Marktplatz, 8 – 17 Uhr »Trödelmarkt« Jena OT Leutra, Dorfplatz, 9 – 12 Uhr »Biotoppflegeeinsatz im NSG Leutratal« (wenn möglich Rechen mitbringen) Agentur für Arbeit Jena, Stadtdrodaer Str. 1, 10 – 13 Uhr »Thüringen ist Zukunft« Messe für Arbeits- und Ausbildungsstellen Arbeitgeber präsentieren Karrierechancen in ihren Unternehmen. Goethe Galerie Jena Ausstellung »Carl Zeiss (1816 – 1888)« Jena, Marktplatz »Jenaer Altstadtfest« REGION Bucha, Agrargenossenschaft eG, 10 – 16 Uhr Großes Hoffest für die ganze Familie Milda, Galerie Plinz, 20 Uhr »FRAU LEHMANN« Chanson mit Klavier & Vogel


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So, 18. September THEATER & BÜHNE Theater Rudolstadt, Schillerhaus, 10 Uhr »Premieren-Matinee« Unterhaltsames zur neuen Inszenierung Bühnen der Stadt Gera, Bühne am Park, 11 Uhr Eintritt frei Matinee zum Schauspiel »Mutter Courage und ihre Kinder« Mit dem Inszenierungsteam und Darstellern Moderation: Svea Haugwitz DNT Weimar, Foyer, 11 Uhr »Kammermusik-Matinee der Staatskapelle Weimar« Werke von Johann Sebastian Bach, Michael Haydn & S. Prokofjew Mit: Pauline Reguig (Violine), Annemarie Birckner (Viola), Christian Bergmann (Kontrabass), Elisabeth Anetseder-Meyer (Harfe), Jan Doormann (Klarinette) und Mariko Okuda (Oboe) DNT Weimar, Redoute, 17 Uhr »Sein oder Nichtsein (To Be or Not To Be)« Komödie von Nick Whitby nach dem Film von Ernst Lubitsch Theater Erfurt, Studiobühne, 19:30 Uhr »Die Heimkehr des Odysseus« Oper von Claudio Monteverdi, Koproduktion mit dem Puppentheater Waidspeicher, Diese erfolgreiche Inszenierung aus der Spielzeit 2015/16 steht nun erneut auf dem Spielplan! Nach einer Idee von Regisseur Christian Georg Fuchs agieren auf der Studiobühne 8 Sänger und 5 Puppenspieler. Fuchs adaptiert die Geschichte um den Helden Odysseus, der nach Krieg und jahrelangen Irrfahrten auf den Weltmeeren nach Hause zurück kehrt, in die heutige Zeit. Einer Zeit, in der immer mehr Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Leid ihre Heimat verlassen (müssen) auf der Suche nach einem Ort, der Platz für neue Wurzeln bietet. Claudio Monteverdis vorletzte Oper erlebte ihre Uraufführung während der Karnevalssaison 1640 im venezianischen Theater San Cassiano, seit 1637 das erste öffentliche Opernhaus Italiens. DNT Weimar, Junges DNT, Studiobühne, 20 Uhr »Reigen!« nach Arthur Schnitzler / Produktion mit Jugendlichen ab 15 Jahren Theater Rudolstadt, Schminkkasten, 20 Uhr »Eins, zwei, drei im Sauseschritt« Die Kabinettstücke des Wilhelm Busch

KONZERT Kirche Cospeda, 17 Uhr »Celarda – Keltisch inspirierte Musik« Café Wagner, 20 Uhr »Omri Vitis + Guy Strier« (ISR) [Folk/Rock]

große Welt. Erlebt gemeinsam viele lustige Abenteuer zum Mitmachen, Mitlachen und Miterleben. Ein Musicalspaß für Jung und Alt, mit tollen neuen Songs und ganz viel Charme. ›Conni – Das Musical‹ einzigartig und besonders, jetzt erstmalig und exklusiv auf großer Musical-Tournee!

KINDER & FAMILIE Imaginata, 10- 18 Uhr »Stationenpark geöffnet«

SONSTIGES Jena, Marktplatz »Jenaer Altstadtfest«

Volksbad Jena, 11 Uhr »Wie die Buchstaben entstanden« (von Tom Teuer) Buchstaben in der Steinzeit? Ein spannendes Rätselabenteuer auf das Tom Teuer den Zuschauer dieses Mal mitnimmt. Die bereits 14. erfolgreiche Kindertheaterproduktion ›Wie die Buchstaben entstanden‹ des in Deutschland, Belgien und Italien bekannten Tom Teuer Theaters gastiert endlich wieder auch im Volksbad Jena und berichtet dem Publikum begeistert, spielerisch und voller Leidenschaft vom Leben in der Steinzeit. Basierend auf der Geschichte des Dschungelbuchautors Rudyard Kipling spielt das Theater Tom Teuer mit der Hauptfigur Taffy, dem neugierig kreativen SteinzeitMädchen, das beim Malen von Höhlenbildern auf die Welt der Geräuschbilder stößt – der Buchstaben. Tausende von Jahren später macht sich der Maler und Höhlenmalereiforscher Salvatore Dal auf die Reise nach der Entschlüsselung dieser mysteriösen Höhlenbilder. Ein Stück über die Lust am Malen, den Spaß am Entdecken, über Geräusche, die zu Buchstaben werden und über die Freude am Lesen und Schreiben können … Für Kinder ab 4 Jahren. Stadtmuseum Jena, 15 Uhr »Geschichten ausgraben« Kindersonntag zum Thema Archäologie in Jena Volkshaus Jena, 15 Uhr »Conni – Das Musical« nach den Conni-Büchern von Liane Schneider aus dem Carlsen Verlag Conni ist noch fünf, aber nicht mehr lange, denn morgen schon wird sie endlich sechs Jahre alt. Das muss natürlich gefeiert werden! Denn mit sechs ist man schon groß und die Einschulung ist nicht mehr weit weg. Conni ist schon sehr aufgeregt auf ihren Geburtstag, den sie am liebsten sofort vorbereiten würde. Doch zuerst heißt es für sie noch mal in den Kindergarten zu gehen. Dort erwarten sie auch schon sehnsüchtig ihre besten Freunde Julia und Simon. Auch Erzieherin Hanne hat sich für diesen Tag tolle Spiele ausgedacht… Freut euch auf unvergessliche Musicalstunden, und taucht ein in Connis kleine

DAS HIGHLIGHT IN IHRER REGION!

SCHILLER LIVE 2016 EINE ATEMBERAUBENDE REISE AUS LICHT UND KLANG SURROUND SOUND

DAS NEUE ALBUM

03.10.2016 Erfurt Messe Tickets erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder unter 03641 / 49 80 50

REGION Erfurt, Messe »Grüne Tage Thüringen« Thüringer Freilichtmuseums Hohenfelden, Museumsgelände ›Am Eichenberg‹, 14 Uhr »Historische Führung«

Mo, 19. September THEATER & BÜHNE Theater Rudolstadt, theater tumult, 10+12 Uhr »35 Kilo Hoffnung« Stück von Petra Wüllenweber nach dem Roman von Anna Gavalda (10+) VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Jena Tourist-Information, 14 Uhr Allgemeiner Stadtrundgang »Jena – zwischen Historie und Hightech« Braugasthof »Papiermühle«, 17 – 21 Uhr »Brauereiführung« SONSTIGES Goethe Galerie Jena »Autopräsentation« Verschiedene Autohäuser der Region präsentieren ihre neuesten Modelle. Jena, Marktplatz »Jenaer Altstadtfest«

Di, 20. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Junges DNT, Studiobühne, 10 Uhr »Der Bärbeiß. Herrlich miese Tage« nach den Kinderbüchern von Annette Pehnt mit Musik von André Kassel DNT Weimar, Studiobühne, 20 Uhr »Störfall. Nachrichten eines Tages« Christa Wolf KONZERT Irish Pub Fiddler’s Green, 21 Uhr Tuesday-Special!!! »SHRED KELLY« (Canada) In Kanada haben Shred Kelly neu definiert, wofür Folk Musik stehen kann: traditionellem Folksound mit ihrem eigenen Upgrade verstärkt und pushen damit die Genregrenzen. Seitdem steht die Band für DEN modernen Folkrock Kanadas, spielen in ausverkauften Hallen, haben die großen Festivals bereist und einige Preise gewonnen. Darunter für die beste LivePerformance: sie stechen einfach durch ihren spürbaren Spaß auf der Bühne und ihrer Liebe für Live-Musik immens heraus. Ihr Markenzeichen – die unglaublichen Banjo-Riffs, unterlegt von Synthies, Powerrock und Harmoniegesängen. Eintritt frei! VORTRAG, LESUNG &FÜHRUNG Volkshochschule, 18 Uhr »Entscheidungen treffen – aber wie?« Referentin: René Knizia Volkshochschule, 18 Uhr »Spanische Malerei – Das Goldene Zeitalter von El Greco bis Velázquez« Referent: Dr. Thomas Frantzke

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Normannenhaus Forstweg 12 07743 Jena Kartenvorverkauf in der Jenaer Bücherstube und Jacques‘ Weindepot VVK: 15€ AK: 18€


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September 2016

Rathaussaal, 19:30 Uhr »19. BürgerEnergieTreff zu ›Unternehmensstrategie der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH‹« Referenten: Vertreter der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH

aufgüssen in der 85°C-Eventsauna, kulinarischen Köstlichkeiten aus der Wellnessgastronomie und textilfreiem Baden im Freizeit- und Familienbad. Es wird der Saunazuschlag erhoben.

AUSGEHEN Rosenkeller Jena, 20+23 Uhr »Kickern & Dancen«

Do, 22. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Hotel Elephant, 19 Uhr »Lotte in Weimar« nach dem Roman von Thomas Mann

KINDER & FAMILIE Volkshaus Jena, 9 Uhr »Biboknirpse« SONSTIGES Goethe Galerie Jena »Autopräsentation« Verschiedene Autohäuser der Region präsentieren ihre neuesten Modelle. Jena, Marktplatz »Jenaer Altstadtfest «

Mi, 21. September KONZERT F-Haus Jena, 20 Uhr Live: »ZODIAC + RAVENEYE + HONEYMOON DISEASE« VORTRAG, LESUNG &FÜHRUNG Lutherhaus Jena, 9:30 – 12 Uhr »Goethe zwischen Weimar und Wörlitz« Referent: Prof. Dr. Detlef Jena Jenaer Senfmanufaktur, 18:30 Uhr »Vorführung der Senfherstellung« AUSGEHEN Kassablanca, Turmbühne, 20 Uhr »Punkrockkaffee« SONSTIGES Goethe Galerie Jena »Autopräsentation« Verschiedene Autohäuser der Region präsentieren ihre neuesten Modelle. Jena, Marktplatz »Jenaer Altstadtfest« REGION Erfurt, Messe, 20 Uhr »BÜLENT CEYLAN – ›KRONK‹ 2016« Avenida-Therme Hohenfelden 20 – 23 Uhr »After-Work-Sauna« … mit Live-Musik von Günter v. Dreyfuß in der Saunenwelt, aromatischen Sauna-

KONZERT Volkshaus Jena, 20 Uhr Jenaer Philharmonie B1 | »Hoffnungsgesänge« Dvorák Café Wagner, 20 Uhr »Final Stair + Eardrum Damage + Junksound« [Rock/Metal] Pici Café & Vinothek, Westbahnhofstr. 5, 20 Uhr »NIHZ« Duo aus der Niederlande mit jüdischer Musik aus den unterschiedlichsten Stilrichtungen

Glashaus im Paradies, 20 Uhr »Me Succeeds« Special Guest: Anna SchuSchu Wie schon bei früheren Veröffentlichungen von Me Succeeds vermischen sich auch auf der neuen Platte Houseund Hip-Hop-Beats mit Experimentalund Pop-Musik-Einflüssen – umgarnt von Sängerin Mona Steinwidders zarter, einnehmender Stimme. F-Haus Jena, 21 Uhr Live: »25 Jahre POTHEAD« VORTRAG, LESUNG &FÜHRUNG Volkshochschule, 17:30 Uhr »Spielen, Spielen, Spielen ...« Referentinnen: Anne Franko, Conny Beeker Seminarraum 308 (FSU), 19:30 Uhr »Urlaubsbeobachtungen« – Arbeitsabend der Fachgruppe Ornithologie ZEISS-PLANETARIUM »Milliarden Sonnen – Eine Reise durch die Milchstraß«e, 11 Uhr »Kosmische Dimensionen«, 19 Uhr »Queen Heaven – The Original!«, 20 Uhr

Spielstart

SONSTIGES Goethe Galerie Jena »Autopräsentation« Verschiedene Autohäuser der Region präsentieren ihre neuesten Modelle. Jena, Marktplatz »Jenaer Altstadtfest« Kassablanca, 14 Uhr »Nähkaffee« Café Lenz, 18:30 Uhr »Dinner im Schimmer« REGION Erfurt, Messe, 19:30 Uhr Basketball: »Oettinger Rockets – MesseOpening NINERS Chemnitz«

Fr, 23. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Redoute, 19:30 Uhr Zum letzten Mal! »Sein oder Nichtsein (To Be or Not To Be)« Komödie von Nick Whitby nach dem Film von Ernst Lubitsch Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 19:30 Uhr PREMIERE »Mutter Courage und ihre Kinder« Drama von Bertolt Brecht · Musik von Paul Dessau »Ich lass mir von euch den Krieg nicht madig machen!« Mutter Courage In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges zieht Anne Fierling, genannt Mutter Courage, gemeinsam mit ihren drei Kindern durch Europa und versorgt die Truppen mit Waren. Durch ihren Handel hält sie ihre Familie in der wirtschaftlich schweren Zeit über Wasser. Doch der Krieg fordert auch von Mutter Courage seinen Tribut: Ihren ersten Sohn verliert sie an einen Offizier und wenige Jahre später wird ihr jüngster Sohn in Kriegsgefangenschaft genommen. Noch während die Mutter um die Freilassungssumme verhandelt, wird der Sohn erschossen. Nun muss sie allein mit ihrer stummen Tochter Kattrin gegen die Widrigkeiten des Krieges kämpfen. Betrug, Raub und Misshandlungen haben die beiden Frauen zu ertragen. Umso länger der Krieg andauert, desto mehr hält Courage an ihrer Prämisse fest: Der Krieg ist ein Geschäft und Mitleid macht niemanden satt.

p  09.+10.10.2016

p  11.+12.09.2016

p  15.10.2016

p  01.10.2016

p  22.10.2016

1. Sinfoniekonzert Theaterfest

KONZERT Rosenkeller Jena, 20 Uhr SkaPunk: »The Offenders (Ita) + Arthur And The Spooners« VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Villa Rosenthal, 14 Uhr Sonderführungen durch die Ausstellung »COLLAGIERTE WELT« mit der Künstlerin Eve Trzewick Fuchsturm Jena, 20 Uhr »Ausstieg links? Eine Bilanz« Lesung & Talk mit Gregor Gysi AUSGEHEN Kino im Schillerhof, 20 Uhr »The true cost – Der Preis der Mode« Café Wagner, 23 Uhr »DeMo & Dark Classics«

2016/17

p 01.09.2016

KULA – nach Europa

Theater Rudolstadt, Schminkkasten, 20 Uhr »Eins, zwei, drei im Sauseschritt« Die Kabinettstücke des Wilhelm Busch Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Family on Eis- Wir lassen die Revue passieren« Bühnen der Stadt Gera, Bühne am Park, 22:30 Uhr PREMIERE »Zwei Männer ganz nackt (Deux hommes tout nus)« Komödie von Sébastien Thiéry Deutsch von Jakob Schumann Deutschsprachige Erstaufführung Die temporeiche Komödie Zwei Männer ganz nackt führt Homophobie ad absurdum und ist dabei voller Wortwitz und Situationskomik. In der stilvoll eingerichteten Wohnung Kramers, mit Chansons von Juliette Gréco, live gesungen, entfalten sich die Verwirrungen und Widrigkeiten des wohlsituierten Ehepaares immer wieder aufs Neue. Das Stück wurde im September 2014 in Paris mit großem Erfolg uraufgeführt. Der französische Schauspieler und Autor Sébastien Thiéry (*1970) spielte dabei eine der beiden Männerrollen selbst. Dem Titel seines Stückes folgend, hat er im April 2015 einen besonderen Auftritt bei der Verleihung des französischen Theaterpreises Molière geboten: Thiéry trat nackt auf die Bühne und forderte in seiner Rede an die französische Kulturministerin mehr Rechte und Sicherheiten für Autoren. Dieser Auftritt ist beispielhaft für die Kunst des Autors, wichtige Themen mit einer gehörigen Portion Humor zu bearbeiten.

2. Sinfoniekonzert Die Italienerin in Algier Rocco und seine Brüder

p  06.10.2016

Du kommst wie ein reines Glück ungebeten

p  03643 / 755 334 p  www.nationaltheater-weimar.de


47

September 2016

Kassablanca, 23 Uhr »Filia« live: An On Bast Djs: Jeremias Künstler, Martin Anacker KINDER & FAMILIE Kino im Schillerhof, 10 – 12:30 Uhr »The true cost – Der Preis der Mode« Wo wird die Kleidung hergestellt, welche Arbeitsbedingungen herrschen dort, wie steht es um den Umweltschutz? … Ernst-Abbe-Bücherei, 17:30 Uhr »Vorhang Zu!« – Vorleseprojekt am Freitag SONSTIGES Goethe Galerie Jena »Autopräsentation« Verschiedene Autohäuser der Region präsentieren ihre neuesten Modelle. Jena, Marktplatz »Jenaer Altstadtfest« Institut für Interkulturelle Kommunikation e. V. Jena (IIK e. V.), Grietgasse 11, 10 – 16 Uhr »Tag der offenen Tür ›25 Jahre IIK e.V. Jena‹«

Sa, 24. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Schießhaus Weimar, 17:30 Uhr »GOETHE :: VOM VERSCHWINDEN« Szenische Installation für je einen Zuschauer Einlass alle 12 Min DNT Weimar, Redoute, 19:30 Uhr »My Fair Lady« Frederick Loewe / Alan Jay Lerner Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 19:30 Uhr »Mutter Courage und ihre Kinder« Drama von Bertolt Brecht · Musik von Paul Dessau Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Family on Eis- Wir lassen die Revue passieren« KONZERT Volkshaus Jena, 16 Uhr »Die große Schlager Hitparade 2016« ein Muss für jeden Schlager-Fan: Die meist gefragteste Tournee des Jahres! Rosenkeller Jena, 20 Uhr »The EX« (Amsterdam / Avantgarde Jazzpunk) Café Wagner, 21 Uhr »Metalcore« VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Optisches Museum, 11:30 Uhr »Führung durch die historische ZeissWerkstatt« Waldtor zur Trießnitz – Altwinzerla, 13 – 18 Uhr »Waldwuchs – Eine biografische Reise« – von Wurzeln/ Kraftquellen/ Losgehen (Für Familien mit Kinderbetreuung) Jena Tourist-Information, 14 Uhr Allgemeiner Stadtrundgang »Jena – zwischen Historie und Hightech« Optisches Museum, 14 Uhr »Einblicke in das Leben von Carl Zeiss« Sonderführung im Rahmen des 200. Geburtstagsjubiläums von Carl Zeiss URANIA Volkssternwarte, 15 – 17 Uhr »Kuppelführung und Beobachtung der Sonne« AUSGEHEN Musik- und Kunstschule Jena, Bühne am Markt, 14 – 17 Uhr »Musikschulshow« Showprogramm der Musik- und Kunstschule Jena zum Altstadtfest, u.a. mit den

Big Bands, einem Jazzchorprojekt sowie weiteren Bands aus dem Bereichen Jazz, Rock und Pop Villa am Paradies, Tanzhaus, 20+21:30 Uhr »Crash Kurs Salsa und Tango, Salsaparty und Tangomilonga« Kassablanca, 22 Uhr »Überschall« F-Haus Jena, 22 Uhr »pump up the 90’s – Die 90er Jahre Party« Rosenkeller Jena, 23 Uhr »Rose Summerclubbing mit Carlo Bonanza + Voodoo Child« KINDER & FAMILIE Burgaupark Jena, 10 – 18 Uhr »Kinderflohmarkt« Reitsportzentrum Jena, 10 Uhr »Märchenstunde mit Kinderreiten« KuBuS, 11 – 14 Uhr »Kinderakademie« Thema: »Sehen und Staunen – Sinneswahrnehmung und Sinnestäuschung« Traust du manchmal deinen Augen nicht? Glaubst du einfach nicht, was du da vor dir siehst? Oder musst du zweimal hingucken, um ein Rätsel wirklich zu erkennen? Bei dieser Kinderakademie solltest du deinen Augen nicht immer trauen, sonst entgeht dir vielleicht ein Geheimnis oder ein ganz besonderer Anblick. Eine Voranmeldung ist erwünscht. Für Kinder im Alter von 5 bis 9 Jahren. SONSTIGES Goethe Galerie Jena »Autopräsentation« Verschiedene Autohäuser der Region präsentieren ihre neuesten Modelle. Jena, Marktplatz »Jenaer Altstadtfest« Sportplatz Am Jenzig, 10 Uhr »12. Jenzig-Berglauf« »11. Lauf SaaleCup 2016« Jena-Maua, Vereinsheim des Feuerwehrvereins, 21 Uhr Kabarett »Heidecksburger Spötter« Sie präsentieren Ihr neues Programm: »Frauen sind … aber Männer auch«

So, 25. September THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Konzertsaalfoyer, 11 Uhr »244. Foyerkonzert« »Aus der neuen Welt – Musikalische Eindrücke aus Übersee« ensemble diX · Flöte: Andreas Knoop · Oboe: Albrecht Pinquart · Klarinette: Hendrik Schnöke Fagott: Roland Schulenburg · Horn: Rainer Ossott DNT Weimar, Schießhaus Weimar, 17:30 Uhr »GOETHE :: VOM VERSCHWINDEN« Szenische Installation für je einen Zuschauer Einlass alle 12 Min Theater Erfurt, Großes Haus, 18 Uhr »Das Land des Lächelns« Operette von Franz Lehár Franz Lehárs Operette ›Das Land des Lächelns‹ gehört zu den Klassikern der Gattung und enthält eine ganze Reihe von bekannten Operettenmelodien, die der Komponist dem berühmten Tenor Richard Tauber zugedacht hatte – allen voran: ›Dein ist mein ganzes Herz‹. Das Theater Erfurt hat die prachtvolle und vom Publikum gefeierte Inszenierung von Guy Montavon auch in dieser Spielzeit im Programm. Neben dem musikalischen Reichtum fesselt das Werk jedoch mit einer anrührenden Story zweier Men-

schen, die weder im aufgeklärten Europa noch im archaischen China einen Ort finden können, um ihre Liebe zu leben: Lisa, Tochter aus gutem Wiener Hause, verliebt sich in den chinesischen Prinzen SouChong. Sie begleitet den exotischen Gast in die Heimat und wird seine Frau. Doch die kulturellen Gegensätze erweisen sich schon bald als unüberwindbar und lassen die Liebe zerbrechen. DNT Weimar, Redoute, 19:30 Uhr Zum letzten Mal! »My Fair Lady« Frederick Loewe / Alan Jay Lerner KONZERT Volkshaus Jena, 15 Uhr Jenaer Philharmonie 1. Kaffeekonzert »Im Rausch der Zeit« Stadtkirche »St. Michael‹, 16 Uhr »Herbstkonzert der Musik- und Kuntschule Jena« Kirche Jena-Göschwitz, 18 Uhr »Chorkonzert« Zimet Chor, Ltg. Dorothea Hultzsch VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Bockwindmühle Krippendorf, 13 – 17 Uhr »Mühlenöffnung« Nur wenn genug Wind vorhanden ist, kann die Mühle sich drehen. AUSGEHEN Kassablanca, 15 Uhr »Sunday Boogie« Live: iUll / Marktplatz, Djs: Carina Posse, C/M Café Wagner, 20 Uhr »Improtheater mit dem Rababakomplott« KINDER & FAMILIE KuBuS, 10 Uhr »Sternstunden Familienkino« Film: »Lucas, der Ameisenschreck« (USA, 2006) In kuscheliger Atmosphäre können sich Kinder und Eltern diesmal von dem Animationsfilm ›Lucas, der Ameisenschreck‹ begeistern lassen. Im Anschluss gibt es einen Mittagssnack und es können wunderschön verzierte Teelichter hergestellt werden. Imaginata, 10 – 18 Uhr »Stationenpark geöffnet« Kunstsammlung im Stadtmuseum, 11 Uhr »Familiensonntag in der Kunstsammlung: Ist das Kunst oder …?!« Die Kunst der 50er und 60er birgt viele Überraschungen – das Farbmonster zeigt Groß&Klein wie eine ganze Sammlung voller Überraschungen entstanden ist und bastelt mit den Kindern ein eigenes ›modernes Kunstwerk‹. Jena Paradies / Rasenmühleninsel, 14 – 18 Uhr »Eröffnung der ›Interkulturellen Woche 2016‹ mit dem Weltkindertag« Der Weltkindertag lädt alle ein, gemeinsam das Fest für die Rechte der Kinder z Die Besucher er wartet die Friedensbilderausstellung des Malwettbewerbes, eine Friedensrallye, vielfältige Spiel-, Aktions- und Informationsstände, sowie ein buntes Bühnenprogramm mit Clown, Tanz und Musik.u feiern. Schwerpunkt wird das Thema ›Frieden‹ sein, denn jedes Kind hat das Recht in Frieden zu leben. SONSTIGES Jena, Marktplatz »Jenaer Altstadtfest« Café Lenz, 10 – 14 Uhr »Familienbrunch«

Café Wagner, 11 Uhr »Wagnerbrunch: lecker vegetarisch/veganes Frühstücksbuffet« Stadtteilzentrum LISA, 15 Uhr »Tanzcafé am Nachmittag mit DJ Lippy« REGION Hohenfelden, Gelände um Pfarrhof und Feldscheune, 10 – 17 Uhr »Großes Erntefest« – Erleben Sie ein buntes Fest rund um die Ernte und Herbst, mit Vorführungen historischer Landtechnik, traditionellem Markt und Herbstbasteln Avenida-Therme Hohenfelden, 11 – 17 Uhr »Großes Piratenfest« … alle Kinder können sich auf eine spannende Schatzsuche durch die Erlebniswelt freuen. Außerdem Ballonmodellage und Kindersauna.

Mo, 26. September THEATER & BÜHNE Theater Rudolstadt, theater tumult, 10+12 Uhr »35 Kilo Hoffnung« Stück von Petra Wüllenweber nach dem Roman von Anna Gavalda (10+) KONZERT Café Wagner, 20 Uhr »LESSONS« Mehr geht fast gar nicht: Eine zufällige Begegnung in einer Sommernacht. In Berlin. Ein singender und songwritender Singer/Songwriter, zwei spleenige Nerds aus Finnland. Zwei, drei Schaffenskrisen, Auszeit in Buenos Aires. Internet, ein unübersichtlicher Berg analoger Synthesizer und – natürlich – ein fensterloses Kellerloch irgendwo in Skandinavien. Hier sind Lessons. Kulturbahnhof, FREAK OUT, 21 Uhr in Concert: »Les Fils de Teuhpuh« Diese Band klingt als würde Frank Zappa mit Monty Python und Eläkeläiset zusammen Chanson, Jazz und Reggae/SkaSounds fabriziert. ›Wer einen Spaten mit zwei Nylonsaiten bespannt und diesen als Kontrabass benutzt, wer auf Riesenmuscheln Rocksoli intoniert oder mit einer Posaune scracht, der ...‹ (HNA 04/2006) ...muss jegliche Rock- und Konsumstandards ignorieren können ... und ziemlich verrückt sein. VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Stadtverwaltung Jena, Beratungsraum EG, 18 Uhr »Kulturen treffen sich im Klassenzimmer – Wir stellen unsere Arbeit vor«. Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2016 SONSTIGES Gemeinschaftsunterkunft »Am Gries«, 14 – 18 Uhr »Vielfalt, Integration – Internationaler Tag der Sprache« Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2016 Die ÜAG lädt über alle Grenzen zu einem gemeinsamen Nachmittag ein. Zusammen mit den Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft heißen wir Sie zum Essen, Spielen und Kennenlernen willkommen.

Di, 27. September THEATER & BÜHNE Theater Rudolstadt, theater tumult, 10+12 Uhr »35 Kilo Hoffnung« Stück von Petra Wüllenweber nach dem Roman von Anna Gavalda (10+)


48 Bühnen der Stadt Gera, Bühne am Park, 18 Uhr »Zwei Männer ganz nackt« (Deux hommes tout nus) Komödie von Sébastien Thiéry Deutsch von Jakob Schumann DNT Weimar, Extra, Foyer, 20 Uhr »Neonazismus und Rassismus in der DDR und die Folgen bis heute« Vortrag und Gespräch mit Dr. Harry Waibel VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e. V., 14 Uhr »Akademie der Kulturen – Auftaktveranstaltung« Eingeladen sind Menschen mit Migrationshintergrund und Akteure der Integrationsarbeit (auch Ehrenamtliche). Stadtverwaltung Jena / Beratungsraum 1-03, 17 Uhr »Sitzung des Kleingartenbeirates« jenawohnen GmbH, 17 Uhr »Freiwillig engagiert in aller Welt« Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2016 Vier Menschen aus verschiedenen Ländern berichten darüber, wie man sich in ihrer Heimat für Mitmenschen engagiert und ermöglichen uns so einen Blick über unseren kulturellen Tellerrand. Volkshochschule, 18 Uhr »Spanische Malerei – Francisco de Goya« Referent: Dr. Thomas Franzke Rathaus, 19 Uhr »Neues Bauen in Kopenhagen« Vortrag: Dr. Anke Schettler (Architektin, Weimar) – Vortrag der Reihe ›Inspiration für Jena‹

Ernst-Abbe-Bücherei, 19:30 Uhr »Todschick – edle Labels, billige Mode unmenschlich produziert.« Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2016 Wenn wir Markenmode kaufen, glauben wir, der höhere Preis sei durch eine bessere Qualität gerechtfertigt – auch bei den Produktionsbedingungen. Falsch! Teure Modelabels lassen ihre Ware oft unter denselben erbärmlichen Bedingungen fertigen wie Textildiscounter. Hauptsache billig, selbst wenn es Menschenleben kostet. Lesung und Diskussion mit Gisela Burckhardt.

AUSGEHEN Rosenkeller Jena, 20+23 Uhr »Kickern & Dancen« Kassablanca, 20:30 Uhr Kino: »The Ides of March« (2011) R: George Clooney Irish Pub Fiddler’s Green, 21 Uhr »Live – Rudi – Tuesday«

Mi, 28. September THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater Saal, 10 Uhr »Die große Reise« Eine theatrale Auseinandersetuung mit dem Roman von Jorge Semprún KONZERT Café Wagner, 20 Uhr Live:» SEA+AIR- EVROPI«

Glashaus im Paradies, 20 Uhr »Saroos« Special Guest: Love-Songs Das Trio Saroos begibt sich auf einen Trip entlang von Hip-Hop-Samples, hinein in sphärische Instrumentalarrangements. Hier verspielt, da verkopft. Postrock mit Herz. Irgendwie intellektuell und doch ganz entspannt. Sperrig und besänftigend zugleich. Linke und rechte Gehirnhälfte wippen in seltener Übereinkunft mit. VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Lutherhaus Jena, 9:30 – 12 Uhr »Das merkwürdige Leben der GoetheFreundin Marianne von Eybenberg (1770 – 1812)«. Referent: Dr. Holger Thuß Beratungsraum 03.01_05 Saalbahnhofstraße 15 a, 18 Uhr »Sitzung Beirat Lokale Agenda 21« Jenaer Senfmanufaktur, 18:30 Uhr »Vorführung der Senfherstellung« AUSGEHEN AWO Fachdienst für Migration & ­Integration, 16:30 – 21 Uhr »Filmkofferkino mit Barbecue« – Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2016 Das Filmkofferkino lädt ein, gemeinsam zu lachen und über interkulturelles Zusammenleben nachzudenken. Zwischen den Filmvorstellungen gibt es Vielfältiges vom Grill.

16.30 Uhr: Lola auf der Erbse (für Kinder) 19.30 Uhr: Ummah – Unter Freunden (Drama/Komödie) und Monsieur Claude und seine Töchter (Komödie) Kassablanca, 23 Uhr »Schöne Freiheit« – Solid Rotation Nacht DJs: Julius Herfurth, Maik Grötzschel

Do, 29. September THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater Saal, 10 Uhr »Die große Reise« Eine theatrale Auseinandersetuung mit dem Roman von Jorge Semprún Bühnen der Stadt Gera, Bühne am Park, 19:30 Uhr Gastspiel »Der rauschende Gesang der Sterne Ein Kurt Weill-Abend mit Anne Simmering (Gesang) und Ulrich Pakusch (Klavier) KONZERT Kulturbahnhof, Council of Sloths, 20 Uhr »Bleib Modern, Poison Point, The Colder Sea, Creams« (Post-Punk) VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Haus 4 (EAH Jena), 10 Uhr »Vorführungen der Historischen Automatendreherei« Hörsaal der Zoologie, 18 Uhr Vortragsreihe zum Jubiläum »200 Jahre Tiermedizin in Jena« »Kann ich durch mein Tier krank werden? Tollwut und andere Zoonosen« (in Kombination mit einem Tag der offenen Tür von Jenaer Tierarztpraxen an dem darauffolgenden Wochenende) Volkshochschule, 18 Uhr »Syrien – wie es einmal war« Referent: Ulli Hoffmann Martin-Niemöller-Haus, Martin-­ Niemöller-Straße 4, 20 Uhr »Religion im Kontext – Überlegungen zur Begegnung zwischen Christen und Muslimen« – Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2016 Die Menschen, die in unser Land kommen, bringen fast immer eine religiöse Bindung mit. So erhält der interreligiöse Dialog eine zunehmende Bedeutung in unserer Gesellschaft. Der Abend dient seiner Vertiefung durch eine fundierte Information über die christliche und islami-

Nur wenige wissen sicherlich, dass in Apolda die Glocke des Kölner Doms gegossen wurde, fast dreißig Jahre eher als in Jena die Eisenbahn fuhr, der »Vater« des MICHEL-Briefmarkenkataloges einst einen Laden hatte und der Hund Dobermann von dort stammt. Das gerade erschienene Heftchen gibt Auskunft über die durchaus spannende Geschichte der Stadt Apolda, die im kommenden Jahr die 4. Thüringer Landesgartenschau ausrichtet.

Bisher sind in dieser Serie erschienen: Winfried Haun André Nawrotzki

1600

Apolda

1630/32

17. Jahrhundert

ca. 3.000 Einwohner (um 1600)

Teile von Wallensteins Heer in der Stadt

Jahrhundertschritte durch die Stadtgeschichte 1633 Gut und Schloss, einschließlich aller stadtherrlichen 1631

Tod von Anton Friedrich Vitzthum; Ende der Herrschaft der Familie Vitzthum über Apolda

Rechte, werden der Universität Jena zur finanziellen Sicherstellung als Schenkung (Dotation) übertragen 1639

Durchzug von Truppen, Einquartierungen, Übergriffe, Hungersnot, viele Typhus-Tote

1654

Strümpfe aus Apolda erstmals auf der Leipziger Messe angeboten

1700

18. Jahrhundert

ca. 3.400 Einwohner (um 1780)

1708

erstmals ein Arzt urkundlich

1722

Beginn des Glockengießer-Gewerbes durch Ansiedlung des »Wandergießers« Johann Christoph Rose (1759 Übernahme durch J. G. Ulrich, 1826 Teilung in Gebr. Ulrich und Carl Friedrich Ulrich)

1725

arbeiten ca. 480 Wirkerstühle und 60 Verleger sind tätig; Apolda ist eine bedeutende Manufakturstadt im Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach

1727

Stadtapotheke am Markt wird privilegiert

1760

Herzogliche Feuerordnung für Apolda und Umgebung

1671

Herzogliche Bestätigung einer neuen Stadtordnung 1771

Einsatz eines Turmwächters auf dem Rathaus

1672

Apolda zu Sachsen-Jena, ab 1691 zu Sachsen-Weimar-Eisenach gehörend

1775

Gründung einer Büchsenschützengesellschaft

1673

Rathausbrand

1775/77

große Stadtbrände

Umbau der Martinskirche in etwa heutige Gestalt, u. a. mit barockem Turm (Weihe im Jahre 1700); Pest fordert zum wiederholten Male Todesopfer

1779

Goethe dienstlich in Apolda, u. a. zur RekrutenAushebung und bei einem Stadtbrand (1798 bis 1803 Besitzer eines Gutes in Oberroßla)

erster Strumpfwirkerstuhl; erste »Verleger«, d. h. Kaufleute, die Geld und Material bringen und die Ware vertreiben

1780/90er Abbruch von Resten der mittelalterlichen Stadtbefestigung, u. a. von zwei Stadttoren

ab 1683

1690

1789

André Nawrotzki

Thomas Pester André Nawrotzki

Werner Marckwardt André Nawrotzki

Jena

Zwätzen

Lobeda

Jahrhundertschritte durch die Stadtgeschichte

Jahrhundertschritte durch die Ortsgeschichte

Jahrhundertschritte durch die Ortsgeschichte

Christian Zimmermann gründet ein »Manufactur-Verleger-Geschäft für Wollwaren« Karte 1791

Wirkerstuhl (um 1800)

Format: DIN lang · 98 x 210 mm Umfang: 16 Seiten Preis: 1,00 Euro

... AUS LIEBE ZUM DETAIL

Eine weitere Stadtgeschichte in Jahrhundertschritten

Martinskirche

Schloss heute

Baustil: ab etwa 1600 Barock um 1600 Beginn von Hexenverfolgungen, 1618 – 1648 Dreißigjähriger Krieg, 1613 sog. Thüringer Sintflut, Ludwig XIV. gen. der Sonnenkönig (*1638), Peter der Große (*1672), Rembrandt van Rijn (*1606), Issac Newton (*1642), Johann Sebastian Bach (*1685)

Markt 1727

Rekrutenaushebung · Goethezeichnung

Baustil: ab etwa 1770 Klassizismus, Zeitalter der Aufkärung 1756 – 1763 Siebenjähriger Krieg, 1776 Gründung der USA, 1789 Französische Revolution, Katharina die Große (*1729), Johann Wolfgang Goethe (*1749), Herzog Carl August (* 1757), Friedrich Schiller (*1759), Maria Pawlowna (* 1786), Wolfgang Amadeus Mozart (*1756), Alexander Puschkin (*1799)

ISBN 978-3-9817215-4-6

Erhältlich im Buchhandel, in der Jena Tourist-Information und über: www.dominoplan.de

DominoPlan

Theater Erfurt, Großes Haus, 11 Uhr »Onkel Tschang« Kinderfassung der Operette Das Land des Lächelns von Franz Lehárs Onkel Tschang basiert auf der aktuellen Neuinszenierung Das Land des Lächelns am Theater Erfurt. Das Stück erzählt von der jungen Witwe Lisa, die sich in den chinesischen Prinzen Sou-Chong verliebt. Hals über Kopf verlässt sie Freunde und Heimat und zieht an der Seite SouChongs ins ferne China. Dort angekommen muss sie aber schon bald erfahren, dass das Land des Lächelns zu einem Tal der Tränen für ihre Liebe wird. Der Erzähler Tschang fasst die Ereignisse um die tragische Liebe zwischen Lisa und ihrem Traumprinzen im fernen China zusammen. Für die jungen Zuschauer ergibt sich so die Möglichkeit, die Geschichte im kleinen Format, aber im originalen Bühnenbild der großen Operette und mit der mitreißenden Musik Lehárs zu erleben. Theater Rudolstadt, Großes Haus, 15 Uhr »Das muss ein Stück vom Himmel sein« Ein Schlagerabend über Werner Richard Heymann von Steffen Mensching (Uraufführung) »Sie kennen mich nicht, aber Sie haben schon viel von mir gehört.« Mit diesem Spruch stellte sich der Komponist Werner Richard Heymann häufig selbst vor. Der Witz verbirgt eine tiefere Wahrheit. Seinen Namen kennen nur wenige, aber seine Lieder sind jedem, der mit offenen Ohren durch die Welt geht, bestens vertraut. Heymann schrieb Hits am laufenden Band, Evergreens und Ohrwürmer. »Das ist die Liebe der Matrosen«, »Ein Freund, ein guter Freund«, »Irgendwo auf der Welt«. Er gilt heute als der Filmkomponist der UFA in den Goldenen Zwanzigern. Mit einer turbulenten Revue für Schauspieler und großes Orchester präsentieren wir einen Mann mit Esprit, seine beispiellose Karriere, seine Freunde, seine Erfolgsgeschichte, seine Flucht, das Leben im französischen und amerikanischen Exil, seine Heimkehr – und natürlich seine besten Lieder, die bekannten, mit denen Stars wie Heinz Rühmann oder Lilian Harvey Erfolge feierten, aber auch unbekannte Raritäten, die nur in Kabaretts und auf Brettlbühnen zur Aufführung kamen. Es gibt Musik, die nicht veraltet. Einige Stücke von Werner Richard Heymann gehören mit Sicherheit in diesen goldenen Schatz.

September 2016


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September 2016

20er-JahreNacht

SAUNANACHT 30. September 2016, 20 bis 1 Uhr • 20er Jahre-Schlager von TINGEL TANGEL • verführerische Aufgüsse • Wellness: Bürstenmassage (30 min) für 23 € Jenaer Bäder & Freizeit GmbH Telef on : 03641 429-231

sche Religion und deren Begegnungsmöglichkeiten. Referent: Hubertus Staudacher (Islambeauftragter des Bistums Erfurt). AUSGEHEN Jenaer Kunstverein e.V. im Stadtspeicher, Markt 16, 18 Uhr »GalerieTreff zur Ausstellung ›Dimensional Sights‹ mit den Künstlern David Borgmann, Timo Herbst, Alexander Schellbach / Leipzig« Café Wagner, 20 Uhr »Wagners Corner – Open Stage« Pici Café & Vinothek, Westbahnhofstr. 5, 20 Uhr »Uwe Kühn« – Roots, Acoustic-Rock, Eigenes & Bekanntes neu interpretiert Kassablanca, 20 Uhr »A TASTE OF MOLOKO+« 20 Years of a Record Label live: Herbst in Peking, Phil Shoenfelt & David Babka, Machine de Beauvoir Irish Pub Fiddler’s Green, 21 Uhr »Traditional Irish & Folk Session« SONSTIGES Stadtkirche »St. Michael«, 13 Uhr »Interreligiöses Friedensgebet« – Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2016 Das Gebet für den Frieden gehört selbstverständlich zu den Religionen. Die Liebe gehört zu dem Schöpfer und zu der Schöpfung – damit verbindet sie alle Menschen miteinander. KuBuS, 14:30 Uhr »KUBB-Turnier« Im Rahmen der Interkulturellen Woche laden die Kindersprachbrücke Jena und der KuBuS alle Interessierten ein, sich am KUBB-Turnier auf der Freifläche vor dem KuBuS zu beteiligen. 14:30 Uhr Kinder-KUBB 17:00 Uhr KUBB-Turnier Café Lenz, 18:30 Uhr »Dinner im Schimmer« REGION Diakoniestiftung Rudolstadt, Kirchhof 3, 9:30 Uhr Job Café »Berufliches Comeback nach einer Familienphase«. Um Anmeldung wird gebeten: Tel.: 03641 379-626 Avenida-Therme Hohenfelden, 20 – 23 Uhr »Badeschlager-Saunaabend« … mit Live-Musik von Tingel Tangel – Schlager der 20er & 30er Jahre, aromatischen Saunaaufgüssen in der 85°C-Eventsauna, kulinarischen Köstlichkeiten aus der Wellnessgastronomie und textilfreiem Baden im Freizeit- und Familienbad. Es wird der Saunazuschlag erhoben.

Fr, 30. September THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Hotel Elephant, 19 Uhr »Lotte in Weimar« nach dem Roman von Thomas Mann Theater Erfurt, Studio, 19:30 Uhr »The Turn of the Screw« Kammeroper von Benjamin Britten

Als die Gouvernante auf dem Landgut Bly ankommt, findet sie die pure Idylle und zwei engelsgleiche Kinder vor, die sie betreuen soll. Dann beginnt sie jedoch, unheimliche Erscheinungen zu sehen. Die Schraube von Desorientierung, Täuschung, Verführung und Wahnsinn dreht sich immer weiter zu, bis sie vollends durchdreht. Theater Rudolstadt, Großes Haus, 19:30 Uhr »Ein Sommernachtstraum« Komödie von William Shakespeare Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 19:30 Uhr PREMIERE: »Meisterklasse« Komödie von Terrence McNally Deutsch von Inge Greiffenhagen und Bettina von Leoprechting Musik von Vincenzo Bellini, Giacomo Puccini und Giuseppe Verdi Die 1996 mit dem Tony Award ausgezeichnete Komödie Meisterklasse des amerikanischen Dramatikers Terrence McNally (*1939) spielt eine solche Lehrstunde in all ihren Facetten nach. Sie ist außerdem eine Aufarbeitung verschiedener Aspekte des Lebens und Wirkens der Callas, thematisiert die Bedingungen, denen sich Meisterschüler stellen müssen, und kulminiert in einem Appell für die Wahrhaftigkeit der Kunst. Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Family on Eis- Wir lassen die Revue passieren« KONZERT Rosenkeller Jena, 19 Uhr Metal: »Baphemots Blood (Ita) + Violentor (Ita)« Kulturbahnhof, Cosmic Dawn, 20 Uhr »Greenleaf + Fatso Jetson« (Stoner-, ­Desert-Rock) AUSGEHEN Restaurant Bauersfeld, 19 Uhr »Live-Piano-Abend« Café Wagner, 23 Uhr »Goawabohu« Kassablanca, 23 Uhr »Globalista! Tropical Edition« DJs: Mango Park, Pablo Gunzales KINDER & FAMILIE Abenteuerspielplatz, 15 – 16 Uhr »6. Jenaer Jungentage« – Survival – Überlebenstraining für Jungs (bis 02.10.2016) Ernst-Abbe-Bücherei, 17:30 Uhr »Vorhang Zu!« – Vorleseprojekt am Freitag SONSTIGES Stadtteilbüro Lobeda, 14 – 17 Uhr »Interkultureller Seniorennachmittag« Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2016 Stadtteilbüro Lobeda, 18 Uhr »Interkultureller Frauenabend« – Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2016 Ein Treffen für Frauen, um einen gemütlichen Abend in angenehmer und offener Atmosphäre zu verbringen, andere Kulturen kennenzulernen und sich über Erfahrungen auszutauschen.

Veranstaltungsadressen ADRESSEN JENA Café Wagner Jena e. V. Wagnergasse 26 Telefon: 036 41-47 21 53 www.wagnerverein-jena.de Internationales Centrum Haus auf der Mauer Johannisplatz 26 07743 Jena www.haus-auf-der-mauer.de Ernst Abbe Bücherei Carl-Zeiß-Platz 15 Telefon: 036 41-49 81 52 www.stadtbibliothek.jena.de F-Haus Johannisplatz 14 Telefon: 036 41-55 81 11 www.f-haus.de Jenaer Philharmonie im Volkshaus Jena Carl-Zeiß-Platz 15 Telefon: 036 41-49 81 15 www.philharmonie.jena.de Kassablanca Gleis1 FelsenkellerStr. 13a Telefon: 036 41-28 26 0 www.kassablanca.de Kulturbahnhof im Saalbahnhof Spitzweidenweg 28 Telefon: 0178-479 59 95 www.kulturbahnhof.org KuBuS Theobald-Renner-Straße 1 a Telefon: 036 41-53 16 55 www.kubus.jena.de Kurz & Klein Kunstbühne Teutonengasse 3 Telefon: 036 41-22 14 90 www.kurz-und-kleinkunst.de Optisches Museum Carl-Zeiß-Platz 12 Telefon: 036 41-44 31 65 www.optischesmuseum.de

Rosenkeller e. V. Johannisstraße 13 Telefon: 036 41-93 11 90 www.rosenkeller.org Theaterhaus Jena Schillergäßchen 1 Telefon: 036 41-88 69 0 www.theaterhaus-jena.de Volksbad Knebelstraße 10 Telefon: 036 41-49 82 90 www.volksbad.jena.de Volkshaus Carl-Zeiß-Platz 15 Telefon: 036 41-49 81 80 www.volkshaus-jena.de Volkshochschule Jena Grietgasse 17 a Telefon: 036 41-49 82 00 www.vhs-jena.de Villa Rosenthal Kahlaische Straße 6 Telefon: 036 41-49 82 71 www.villa-rosenthal-jena.de GALERIEN UND KUNST Galerie Kunsthof Jena e. V. Ballhausgasse 3 Telefon: 0178 — 14 56 704 www.kunsthof-jena.de galerie pack of patches Lutherstraße 160 Telefon: 036 41-54 34 57 www.packofpatches.com Galerie eigenSinn Wagnergasse 36 Telefon: 036 41-42 66 82 www.eigensinn.de Kunsthandlung Huber-Treff Charlottenstraße 19 Telefon: 036 41-44 28 29 www.huber-treff.de

Stadtmuseum & Kunstsammlung Jena Markt 7 Telefon: 036 41-49 82 61 www.stadtmuseum.jena.de Galerie Schwing Johannesplatz 10 Telefon: 036 41-44 92 08 www.galerie-schwing.de ADRESSEN REGION Thüringer Landestheater Rudolstadt Anger 1, 07407 Rudolstadt Telefon: 036 72-42 27 66 www.theater-rudolstadt.com Theater Gera Theaterplatz 1 07548 Gera Telefon: 0365-827 91 05 www.tpthueringen.de Puppentheater Gera Gustav-Hennig-Platz 5 07545 Gera Tel. 0365-827 91 05 www.tpthueringen.de Jenaer Kunstverein im Stadtspeicher Markt 16, 07743 Jena www.jenaer-kunstverein.de Deutsches National­ theater (DNT) Weimar Theaterplatz 2 99401 Weimar Telefon: 036 43-75 50 www.nationaltheaterweimar.de Jugend- und Kultur­ zentrum mon ami Goetheplatz 11 99423 Weimar Telefon: 036 43-84 77 0 www.monami-weimar.de

| IMPRESSUM |

Verlag Florian Görmar Verlag Am Planetarium 37, 07743 Jena Telefon: 036 41-54 34 48 eMail: info@stadtmagazin07.de Internet: www.stadtmagazin07.de Herausgeber, Eigentümer und verantwortlicher Chefredakteur i. S. d. P. Florian Görmar Am Planetarium 37, 07743 Jena Redaktion Am Planetarium 37, 07743 Jena Autoren dieser Ausgabe (mit Kürzel) Florian Berthold (flb), Thomas Behlert (tbe), Dr. Matthias Eichardt (mei), Nancy Droese (ndr), Gordon Frey (gfr), Jürgen Grohl (jüg), Stefan Haake (sha), Dr. Peter Hallpap (pha), Uwe Hoßfeld (uho), Georgy S. Levit (gsl), Sylvia Obst (syo), Petra Reinhold (pre), Michael Stocker (mst), Anke Klein (ank), André Nawrotzki (ana), Tim Wache (tiw), Dr. Wolfgang Wimmer (wwi), Martin Schröder Zabel (msz)

Anzeigenleitung Florian Görmar, Telefon: 036 41-54 34 48 oder schriftlich an die Verlagsadresse. Druck Lehmann Offsetdruck GmbH, Gutenbergring 39, 22948 Norderstedt

Fotos / Bildnachweis Titel: Bildarchiv FLI Jena / Wolfram Maginot; Peter Poser / Verlag Neues Leben Seite 3: Peter Poser / Verlag Neues Leben; Alexander Trattler Nicht immer gelingt es, die Rechteinhaber von Fotos zweifelsfrei zu ermitteln. Berechtigte Anspruchs­­­in­haber wenden sich bitte an den Verlag.

Beilagen-Hinweis Kino Empfehlung Schillerhof September 2016 Abonnement 11 Ausgaben 20,— € incl. Porto im Inland Erscheinungsweise elfmal pro Jahr Anzeigen- und Redaktionsschluss 19.09.2016 für die Oktober-Ausgabe 2016 Veranstaltungshinweise werden kostenlos abgedruckt, aber eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann nicht übernommen werden. Veranstalter, die honorarpflichtige Fotos zur Ankündigung ihres Programms an das Stadtmagazin 07 übergeben, sind für die Forderungen des Urhebers selbst verantwortlich. Für den Inhalt geschalteter Anzeigen wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und sonstige Unterlagen kann keine Gewähr übernommen werden. Die Urheberrechte für gestaltete Anzeigen, Fotos, Berichte sowie der gesamten graphischen Gestaltung liegen beim Verlag und dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung und gegebenenfalls gegen Honorarzahlung weiterverwendet werden. Gerichtsstand ist Jena. Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.


50

September 2016

| WIR FRAGEN, JENA ANTWORTET |

Wozu hättest du eigentlich lieber Nein sagen sollen?

Interviews und Schnappschüsse: Tim Wache

FALK, 30

SUSANN, 25

ANNE, 18

Nicht-mehr-Student

Studentin

Studentin

Ich hätte lieber Nein sagen sollen, als ich vor ein paar Jahren gefragt wurde, ob es ein guter und testenswerter Einfall wäre, Gin mit geschälten Fliegenpilzkappen zu kombinieren. Das war eine wilde Idee, die wir irgendwo aufgeschnappt hatten. Was soll ich sagen? Mir ging es sehr lange sehr interessant. Ich würde es aber sicher nicht noch einmal machen, denn die erhoffte Wirkung wurde wohl im Keim des Gins erstickt.

Ich war leider ziemlich lange ziemlich anfällig für Zusatzkäufe, zu denen ich im Nachhinein viel lieber Nein gesagt hätte. Manchmal lässt man sich so sinnloses Zeug noch an der Kasse aufquatschen. Man weiß, man wird es eh nicht benutzen, hört sich aber — zur eigenen Überraschung — im Affekt plötzlich Ja sagen. Schuheinlagen zum Beispiel. Oder Reinigungsspray. Oder kleine Parfümfläschchen. Ein Glück bin ich mittlerweile nahezu geheilt und versuche konsequent Nein zu sagen.

In der fünften Klasse hatten alle Mädchen Ohrringe. Alle! Nur ich nicht, weil meine Mutti es mir verboten hatte. In einem Anfall von jugendlichem Übermut griff ich daher zur Nadel, jedoch nicht etwa desinfiziert, heiß und dann mit Eis, nein, einfach so. Ich habe fürchterlich geschrien und sehr, sehr lange versucht das Malheur mit offenem Haar zu verbergen. Eigentlich bis heute, denn Sie weiß es noch immer nicht. An dieser Stelle: Viele Grüße an meine Mutti!

MAIK, 19

VIKTORIA, 20

FELIX, 22

Azubi

Studentin

Student

Vor ein paar Jahren war ich noch etwas fülliger und suchte nach Klamotten, als mir eine ungewöhnliche Hose in die Hände fiel. Sie war extrem breit, hatte ordentlich Schlag und ich hielt sie für eine gute Idee. Am nächsten Tag trug ich sie in der Schule und das Feedback war, sagen wir mal, vernichtend. Und zwar so sehr, dass ich sie nie wieder anzog. Ich weiß auch nicht, was mich geritten hatte, aber zu dieser Hose hätte ich lieber Nein sagen sollen!

Ich bin noch ganz unentschlossen, ob es richtig war Nein zu sagen oder ob ich es nicht gar bereue: Ein paar meiner Freunde waren dieses Jahr auf dem Cherry Beach Festival und es war wohl ganz großartig. Ich hab nach langem Hin und Her abgesagt — wegen der Uni. Zwei Hausarbeiten und eine Nachprüfung; die Vernunft hat gesiegt und ich hoffe jetzt nur, dass es sich wenigstens auch gelohnt hat zu verzichten. Wenn nicht, wäre das natürlich doppelt blöd.

Nein zu sagen ist ein Grundsatzproblem bei mir, denn ich sollte es viel, viel öfter tun. Ich gehe viel zu gerne feiern, habe viel zu viele Interessen und bin auch ziemlich leicht für Allerlei zu begeistern. Das führt zwangsläufig irgendwann zu Problemen. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass ich wohl deutlich leistungsfähiger sein könnte, wenn ich nur ab und an mal Nein sagen würde. Andererseits läuft man dann natürlich auch Gefahr, Wundervolles zu verpassen.


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Ausstellung Carl Zeiss (1816 - 1888) – Ein visionärer Unternehmer

5. - 17. September 2016 | Goethe Galerie Jena Weitere Informationen zur Person Carl Zeiss unter www.zeiss.de/carlzeiss

200. GEBURTSTAG

07 Das Stadtmagazin für Jena & Region, Ausgabe 80, September 2016  

(c) Florian Görmar Verlag

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