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AUSGABE

Kultur l Veranstaltungen l Termine l Aktuelles l Gastronomie l Shopping

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DEZEMBER 2019

Mutmachbuch

Der Narr von Weimar

Stephanie Barth mรถchte allen an Brustkrebs erkrankten Frauen Mut machen

Aus dem Leben von Johannes Daniel Falk


DIE SCHÖNSTEN GESCHENKE GIBT’S BEI EVENTIM.DE

21.12.2019 Erfurt

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Willkommen

| INHALT |

| VORWORT |

Liebe ­Leserinnen, liebe Leser,

Jena

Sie werden da bestimmt zustimmen: Während der ungeschmückte ›Tannenbaum‹ im Wald ganz natürlich wirkt, erscheint einem derselbe Weihnachtsbaum in den eigenen vier Wänden irgendwie seltsam ›nackt‹. Erst Kugeln, Sterne und Kerzenlich­ ter machen den Christbaum zum Christbaum, oder? Menschen schmücken übrigens schon seit ungefähr 600 Jahren ihre Tannenbäume und stellen sie in ihre Häuser — manchmal wurde der Baum sogar an die Decke gehängt, wenn der Platz in der Stube nicht ausreichte. Lametta war damals natürlich Fehlanzeige: Von Beginn an zum beliebten Baumschmuck gehörten stattdessen Äpfel, Nüsse, Schokola­ Johannes Daniel Falk: erst Satiriker, dann Sozialpädagoge 16 de und Zuckergebäck, je nach Geldlage auch Käsestücken oder Wurstzipfel, die mal so für sich und mal in kleinen selbstgebastelten Schächtelchen an den Baum gebunden wur­ den. Jener leckere Behang durfte dann von den Kindern ›geerntet‹ werden. Kein Wunder, dass in manchen Regionen auch vom »Zu­ ckerbaum« gesprochen wurde. 4 26 Neben Essbarem fanden aber auch aller­ lei Tiere ihren Weg in den Baum. Natürlich Keimzeit live im F-Haus 4 Im Labor der jaulenden Amps 28 keine echten, sondern selbst bemalte Figuren aus Pappe. Der Phantasie waren da keine Trafo-Konzerte im Dezember 5 Facetten jüdischen Lebens 29 Grenzen gesetzt: vom Fisch über den Klap­ Märchenhafte Nachmittage 6 Künstlerische Begegnungen perstorch bis hin zum Elefanten war alles mit der Erotik 30 erlaubt, was potenziell bestaunenswert war. Jena für die Wand 7 Und die heuer so geschätzte Christbaumku­ »The Voice of Germany« — live 31 gel? Die ist offenbar eher ungeplant entstan­ »Ein Schaf für’s Leben« am Theaterhaus 8 den, als Glasbläser im thüringischen Lauscha Parkway Drive — live 31 Mutmachbuch für Frauen mit Brustkrebs 10 sich einstmals dachten: Echte Äpfel sind uns Ein Gespräch mit Woody Allen 32 zu teuer — blasen wir uns doch lieber ein Unnützes Wissen 11 paar Kugeln, die aussehen wie Äpfel, das Bildgeschichten in der DDR — Teil 5 33 ist einfacher. Ein findiger Amerikaner auf »Korrespondenzen« im Romantikerhaus 13 Urlaubstour stolperte dann zufällig über den Neue DVDs 34 Lesekonzert mit Peter Wawerzinek 18 eigenwilligen Christbaumschmuck der Lau­ Neue Bücher 35 schaer Glasbläser und verhalf der gläsernen Poetry Slam Jena Weihnachtsspecial 19 Weihnachtskugel zum globalen Siegeszug. Wir fragen, ihr antwortet 46 Soviel zur Geschichte — nun viel Spaß Eine bereichernde Begegnung beim Einkleiden Ihres eigenen Weihnachts­ mit den Rosenthals 20 baums! Und gönnen Sie sich zwischendurch FEWA, Fit und Co. 21 ruhig auch einmal ein Päuschen, beispiels­ Kalender weise um in der Dezemberausgabe des Stadt­ Bewerbungsfristen beachten 21 magazin 07 zu stöbern … Kulturkalender Dezember 2019 36

Lebensweg

Josef Nowinka in der Kunstsammlung

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»Spurensuche« im Kernbergviertel

26

Filmempfehlungen Schillerhof zum Herausnehmen

07 — Das Stadtmagazin für Jena & Region

Augen

Eine gute Adventszeit wünscht Ihnen, 24

auf!

Ihr Stadtmagazin 07

07 — Das Magazin für Gera & Ostthüringen


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September Dezember 2019 2012

| INTERVIEW |

KEIMZEIT

Leisegangs Kindheitserinnerungen MAN KANN ES KAUM ANDERS BENENNEN: Wer »Keimzeit« noch nicht kennt, hat ein Stück deutsche Musikgeschichte verpasst. Seit fast 40 Jahren veröffentlicht die einstmals als Familienband begründete Gruppe nicht nur immer wieder spannende neue Studioalben, sondern ist darüber hinaus auch regelmäßig auf Tour. Wie wir von Sänger Norbert Leisegang erfahren durften, machen sie dabei offenbar besonders gern in Jena Station. Ein Gespräch über erinnerte Schlösser, Poesie und persönliche Zufriedenheit.

Insofern kämpfe ich um meine Zufriedenheit und bin froh, wenn ich bei 90 Prozent lande. Ihr vorletzter Konzerttermin in diesem Jahr führt »Keimzeit« nach Jena. Haben Sie mal nachgezählt, wie oft Sie mit der Band eigentlich schon in unserer Stadt waren? Was genau verbindet Sie mit Jena? Und wieso kommt »Keimzeit« so häufig kurz vor Weihnachten? LEISEGANG: Ich glaube, wenn wir nicht mehr nach Jena kommen würden, schätze ich, würden die Jenaer und die umgebenden Ortschaften uns vermissen, so hoffe ich das mal. Und so bemühen wir uns, dass wir ein­ mal im Jahr nach Jena kommen. Das hat sich mittlerweile auf die Adventszeit eingependelt — und es ist einfach schön zu erleben, wie sich unser Publikum freut, wenn wir dann kurz vor Weihnachten in Jena erscheinen. Hinzu kommt, dass wir seit langer Zeit mit Steffen Bernhardt und seinem F-Haus-Team verbun­ den sind. Ob im Rosenkeller, im damaligen Uniturm oder nun schon seit vielen Jahren im F-Haus: Es waren immer wieder schöne Erlebnisse. Wir haben bislang fast 40 Jahre Bandbestehen und so will ich meinen, dass wir auch schon mindestens 40 Mal in Jena gastierten und die Freude bei uns ist immer wieder groß. Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. Interview: Matthias Eichardt Keimzeit live: »Das Schloss« 20.12.2019, 19 Uhr, F-Haus Jena

Foto: Bernd Brundert

Die aktuelle »Keimzeit«-Deutschlandtour oder andere, der in der Schule nicht beson­ trägt wie auch das neue Album den ders helle war, wie im Fall von »Ac­ etwas enigmatischen Titel »Das tionkalle«, mittlerweile zur Wis­ Stadtma Schloss«. Was verbirgt sich senschaftselite gehört. verlost 2 gazin 07 das »Das ¹ d ie CD dahinter? Sicher nicht nur Schlo sowie 2 ¹  2 Frei­ka ss« das besungene PhantasiTypisch für »Keimzeit«das »Keim rt zeit«-Konen fü r eschloss aus Papier oder? Lieder sind die zumeist Zusendu n zert. g LEISEGANG: Nun es ist recht poetisch formulierten 15.12.2019 en bitte bis zu m so, dass ich mich bei dem leserpost@st per E-Ma il a n: Texte. Sind diese bewusst adtmagazi n07.de so gefasst, dass sie dem Die Gewin »Schloss« daran erinnert ne benachric r werden schrift lich ht igt. habe, wie ich als Kleinkind Hörer bzw. der Hörerin viel is t ausges Der Rechtsweg chlossen. unter anderem ein Papierschloss Raum für eigene Interpretatiogeschenkt bekommen habe und nen lassen? mir meine Mutter später einmal erzählte, LEISEGANG: Nun, ich selbst bin ein wie ich dieses kleine, süße, weiße Papier­ Fan der Poesie, ich bin ein Freund von Meta­ schloss einfach zerschreddert und in den phern und liebe Texte, z. B. von Tom Waits Mund gesteckt habe. Ich habe mich gefragt, und verschiedenen anderen Interpreten und wieso Kleinkinder überhaupt Spielzeug o. ä. Autoren, die sehr poetisch arbeiten und das so gern zerstören und in den Mund nehmen hat wahrscheinlich abgefärbt auf meine eige­ — und bin nicht wirklich auf eine Antwort nen Texte. Letztendlich ist die Poesie ein un­ gestoßen. Ja, und wenn ich keine Antwort glaublich schönes Feld, um sich bestimmten parat habe, dann muss ich ein Lied darüber Themen zu nähern, aber sie nicht unbedingt schreiben. plakativ auszuformulieren. Das kann dann der werte Hörer tun. Ist Ihnen Ihre eigene Biographie eigentlich ein steter Quell der Inspiration? Mit nun doch bald 60 Jahren auf dem LeLEISEGANG: Biografisch bin ich in meinen benskonto: Würden Sie sich als jemanden Texten eigentlich sehr selten, weil ich davon bezeichnen, der ›zufrieden‹ ist? absehen möchte, meine Biografie zu veräu­ LEISEGANG: Bei mir ist es so: Den Status ßerlichen. Natürlich gibt es Ausnahmen, wie der Zufriedenheit strebe ich stets an, erreiche in diesem Fall zum Album »Das Schloss«, auf aber allenfalls 90 Prozent, dann geht es wie­ dem ich verschiedene Kindheitserinnerun­ der runter auf 60 Prozent. Ich weiß, wenn gen verewigt habe — unter anderem auch ein ich extrem zufrieden wäre, würde ich keine Klassentreffen. Ich war dort vor circa einem Songs mehr schreiben. Letztendlich ist es so, Jahr und habe Klassenkameraden wiederge­ dass ich Songs schreibe, um meine eigenen troffen, die ich ungefähr 40 Jahre nicht sah Defizite zu therapieren. Wir Künstler brau­ und habe mich gewundert, wie sehr diese chen Beifall und Zustimmung und deshalb sich doch verändert haben oder dass der eine gehen wir auch immer wieder auf die Bühne.


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Dezember 2019

| KONZERT |

DIE POLNISCHE PIANISTIN HANIA RANI ist auf Festivals und Konzertbühnen gleichermaßen zu Hause und hat bereits das Publikum in der Nationalphilharmonie in Warschau, im Berliner Funkhaus und im Roundhouse in London auf ihre Seite gezogen. Am 17. Dezember, eine Woche vor Weihnachten also, beschließt sie gebührend das ausufernde Konzertjahr im Trafo.

HANIA RANI

Fotos: Kinga Karpati, Cory Bruyea, Sönke Held, LostMap

Das Leuchten von Esja Ehre, wem Ehre ge­ bührt. Der deutsche Rolling Stone kürte Joh n Sout hwor t h s Album »Niagara« seinerzeit zu seinem JOHN SOUTHWORTH Album des Jahres. Mit kleiner Besetzung erschafft Southworth eine traumwandle­ risch schwebende, diffus mitternächtli­ che Stimmung. Dazu ICHI singt der Songwriter mit einer Stimme, die sich nicht entscheiden will, ob sie croont oder raspelt, singt oder flüstert. Leonard Cohen, Randy Newman, Tim Buckley oder Tom Waits sind passende Referenzen für diese Musik, der man als Far­ be wohl Dunkelblau und als Getränk einen guten, schweren Rotwein zuordnen würde. Schon recht früh erblühte Andreas ­Doraus Liebe zur Popmusik. Und doch hat Dorau bis heute nicht so recht eingesehen: Wozu braucht man Strophen? Die Songs auf seinem neuem Album »Das Wesentliche« wirken

durch das Weglassen i nteressa nter weise umso opulenter. Und sie sind schön kurz. Genialer Schachzug, wenn man bedenkt, ANDREAS DORAU dass die Aufmerk­ samkeitsspanne durch Internet und so ja eher ab- als zunimmt. Eh genial, einfach alles, was langweilt oder nervt, weglassen. Ist im Leben schwierig, aber in der Kunst geht es. Mögen es dem Visionär in Zukunft möglichst viele Kollegen gleich tun!

rin oder einfach als Mensch fühle«, sagt die polnische Pianistin und Komponistin Hania Rani. »Die Musik ist nunmal meine Art, mich auszudrücken, und ich betrachte die Kunst, die Musik als Ganzes — ohne Grenzen, Un­ terteilungen, ja sogar ohne Genrebegriffe.« Rani pendelt derzeit zwischen Warschau und Berlin, aufgenommen wurde ihr Debütalbum »Esja« in Polen und Island. Ihre Kompositi­ onen entstehen aus der Faszination für das Klavier als Instrument und ihrem Wunsch, dessen Klang und harmonische Möglichkei­ ten in ihrer Gesamtheit und auf ihre eigene Weise zu interpretieren. »Esja«, das gleicher­ Sonntagnachmittagsdizzkoplätzchen schme­ maßen atmosphärisch wie einfühlsam ist, cken. ICHI, der ausgezeichnete Japaner bäckt zeigt dies eindrucksvoll.(sha) sein Solo-Orchester selbst und kleidet sich auch auffällig. Mit seinem zuverlässigen Sampler, der nie weit weg ist, und bizarren, Dezemberkonzerte im Trafo hausgemachten Instrumenten verbringt ICHI 01.12.2019: John Southworth, 17 Uhr Stunden im Gleichgewicht, bereit, den per­ 13.12.2019: Andreas Dorau, 20 Uhr fekten Wassertropfen kurz vorm Kondensat 15.12.2019: Ichi, 14 Uhr einzufangen. Passend dazu servieren DJ LÉ­ 17.12.2019: Hania Rani, 20 Uhr GÈRES und DJ ILJA GABLER heißen Tee. Vorverkauf via TixforGigs, in der Jenaer Bücherstube & im Radsport »Ich glaube, in meinem Fall macht es keinen Ritzel Unterschied, ob ich mich nun als Künstle­

Wir wünschen starke Weihnachten


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September Dezember 2019 2012

| JENA |

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| JENA |

im Jenaer Paradies wieder mitreißend-famose Kindergeschichten aufgetischt.

Tanze Dich glücklich! TANZSCHULE ›FÜHRBAR‹ WIRD ZWEI JAHRE ALT

| GENIESSEN |

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Kaffee aus aller Welt verschenken AUCH DIESES JAHR HAT DIE MARKT 11 KAFFEERÖSTEREI

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im Glashaus im Paradies

Märchenhafte Nachmittage

Yifat Maor-Tanuschev bringt am 7. Dezember die lustige Ge­ glücklich macht und mehr ist, als schichte »Die Prinzessin und eine bloße Freizeitbeschäftigung. das Schweinchen« von Jonathan Emmett mit ins Glashaus, in der Das komplette Programm findest eine kleine Prinzessin auf dem Du unter www.tanzen-jena.de königlichen Hofe infolge eine Irrtums mit einem Ferkel ver­ wechselt wird und nun bei den Schweinen aufwächst während das Ferkel ihre Prinzessinnen­ rolle übernimmt. Eine Woche später (14.12.) wird nicht nur er­ zählt, sondern auch gesungen: ADTV-Tanzschule ›führbar‹ Der Liedermacher Michael Gün­ Am Alten Güterbahnhof 1, ther kommt singend und lesend 07743 Jena mit seinem Programm von der www.tanzen-jena.de »Schokoladenweihnachtsfrau«.

zu einem Tag der offenen Tür ein. Die ADTV-Tanzschule ›führbar‹ veranstaltet am 11. Januar 2020 einen Tag der offenen Tür für alle Interessierten und Tanzbe­ geisterten. Hier bieten wir u. a. Schnupperworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an, in welchen man sich in verschie­ denen Solotänzen ausprobieren oder auch den einen oder ande­ ren Tanzschritt ins Gedächtnis zurückholen kann. Ab 19 Uhr kannst Du zu den besten Tanz­ hits bei unserer Tanzparty das Tanzbein schwingen. Komm vor­ bei, wir zeigen Dir, dass Tanzen

und lädt

tionen (z. B. unser Fankaffee des FC Carl Zeiss Jena oder unser Weihnachtsespresso) bis hin zu ausgewählten Geschenkpaketen (z. B. unsere aufregend-exotischen Weihnachtsprobierboxen mit Kaffee aus Amerika und Afrika) besondere Ideen. Bring das Feuer und Temperament der Kaffeesor­ ten aus aller Welt in die heimi­ schen Kaffeetassen! Unser gesamtes Angebot findest Du unter: www.markt11.de

Advent Mitmachen dürfen alle großen und kleinen Gäste da natürlich auch — wie auch am letzten Sams­ tag vor Weihnachten (21.12.), wenn die Jenaer Geschichtener­ zählerin Antje Horn mit ihrem Mitmachmärchen »Ricke-RickeTock« so manch Lustiges von listigen Großmüttern, heulenden Wölfen und radfahrenden Füch­ sen aus ihrem Koffer zaubert. Die Veranstaltungen sind für Kinder ab 3 Jahren geeignet. Beginn je­ weils 16 Uhr.(flb) Weitere Informationen: www.glashaus-paradies.de www.lesezeichen-ev.de

Illustration: toci was here

AN DEN ADVENTSSAMSTAGEN WERDEN IM GLASHAUS


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Dezember 2019

| JENA |

AM HOLZMARKT

BUSHALTESTELLE CAPITOL

TAXISTAND HINTER DEM HOLZMARKT

Jena für die Wand NEUER WANDKALENDER MIT HISTORISCHEN STRASSEN- UND ALLTAGSAUFNAHMEN aus dem Bildarchiv des Fotografen Jürgen Hohmuth wartet darauf,

Fotos: Jürgen Hohmuth

Geschichten und Erinnerungen wiederzubeleben. Längst sind sie zu einem in wahrsten Sinne des Wortes gern betrachteten Kulturgut ge­ worden: die Jena-Wandkalender mit Motiven aus der Sammlung des Fotografen Jürgen Hohmuth. Auch für das Jahr 2020 hat der Jenaer Gestalter Peter Mühlfriedel eine gelun­ gene Auswahl eindrücklicher Straßen- und Alltagsmotive aus den 1980er Jahren als Ka­ lendermotive auserkoren, die das Jena der Vorwendezeit ein weiteres Mal charmantnostalgisch aufleben lässt. Auf jeder der Kalenderseiten finden sich großformatige s/w-Fotografien, die den Geist der Zeit im Bilde erfassen: zum einen das mitunter doch schon recht ergraute Antlitz

BEETHOVEN-, ECKE GUTENBERGSTR ASSE

der Stadt wenige Jahre vor der Wende, zum anderen aber auch verschiedenste Facetten aus dem Alltag Jenaer Einwohner im städti­ schen Treiben. Der Berliner Fotograf Jürgen Hohmuth hatte die Bilder im Rahmen eines »kommunalen Praktikums« während seiner Zeit an der Weimarer Hochschule für Bauwe­ sen und Architektur in den Jahren 1988 bis 1990 gemacht. Damaliges Ziel war es festzu­ halten, wie die Stadt funktioniert und sich der Alltag der Jenaer gestaltet. Heute sind diese Aufnahmen natürlich ein Schatz — eben, weil sie eben wirklich dokumentarisch und nicht, wie viele andere Aufnahmen dieser Zeit, ent­ weder nur mit persönlichem Hintergrund

fotografiert oder ganz gezielt als Kunstfotos gemacht wurden. Darüber hinaus vermögen sie natürlich auch, bei jedem Betrachter, der das damalige Jena erlebt hat, ganz ureigene Erinnerungen zu erwecken. Und zu guter Letzt vermögen sie uns nun als Kalendermo­ tiv anschaulich vor Augen zu führen, wie umfassend sich die Stadt an allen Ecken seit dem Fall der Mauer vor 30 Jahren verändert hat …(mei) Der Kalender »Jena in den 80er Jahren« kann in allen Jenaer Buch­läden und in der Jena Tourist-Information erworben werden.

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September Dezember 2019 2012

| THEATERHAUS JENA |

AUCH IN DIESER SPIELZEIT WIRD AM THEATERHAUS JENA wieder ein Fami-

lienstück zu sehen sein. »Ein Schaf für’s Leben« verspricht wunderbare Unterhaltung für die ganze Familie – mit einer anrührenden Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Stadtmagazin 07 traf das Team hinter der Aufführung zu einem Gespräch über die Inszenierung.

TINA KESEROVIC (als Wolf) und DOMINIK PUHL (als Schaf)

»Sei mehr Schaf!« selbst. Soll ich das Schaf jetzt einfach fres­ sen, so wie ich es schon immer mit Schafen gemacht habe? Oder soll ich es lieber lassen, weil mir das Schaf ganz anders begegnet als alles, was ich vorher gejagt habe? Das ist ein ständiger Kampf, den er mit sich führt, denn er ist und bleibt ein Jäger mit großem Hunger. Sein natürlicher Instinkt geht auch während der Zeit mit dem Schaf nicht einfach so ver­ loren.« SEI MEHR SCHAF! Die Geschichte regt also ganz nebenbei auch zum Nachdenken an. Kerstin Lenhart, Regisseurin des Stückes, fasst es schmun­ zelnd kurz zusammen: »Vielleicht kann man es auf einen einfachen Satz herunterbrechen: Sei mehr Schaf! Denn unser Schaf hat keine Vorurteile vor dem Wolf, sondern lässt sich auf ein Abenteuer mit ihm ein. Der Wolf be­ kommt dadurch einen vollkommen neuen Blickwinkel auf seine Beute. Diese Erfahrung macht etwas mit ihm, es ändert etwas in sei­ nem Denkmuster.« Besonderen Wert legt das Team auch auf Bühnenbild und musikalische Untermalung. »Das wird eine tolle Sache«, so Musiker Levi Raphael. »Wir werden mit vielen Soundef­ fekten arbeiten — aber nicht unbedingt im modernen Sinn und mit Hilfe von Compu­ tereffekten, sondern auf ganz althergebrach­ te Art und Weise. Kartoffelstärke in einem Lederbeutel? Das gibt ganz hervorragenden knirschenden Schnee! Ein herzhafter Biss in eine Stange Sellerie? Besser kann man die Geräuschkulisse von brechendem Eis auf einem See nicht imitieren. Wir werden also

tief in die Trickkiste der Film- und Theaterge­ räusche greifen.« All das wird auch live auf der Bühne umgesetzt. Levi Raphael lachend: »Ich bin während des Stückes ebenfalls auf der Bühne zu sehen — und zwar als Tanne. Das passt prima, denn ich kann somit die Na­ tur darstellen und zeitgleich ihre Geräusche erzeugen.« Der Bühnenraum, gestaltet von Bühnenbildnerin Franziska Keune, setzt auf die Phantasie der Kinder und arbeitet mit zei­ chenhaft assoziativen Elementen, die einen parcourartigen Charakter haben. So wird bei­ spielsweise der Schneeberg in der Geschichte auf der Bühne zu einer langen Rutsche. »Ein Schaf für’s Leben« wird ein liebe­ voll gemachtes und humorvolles Stück für die ganze Familie. Die Jüngsten bekommen ein spannendes und kindgerechtes Abenteu­ er präsentiert, die Erwachsenen können sich auf viele kluge Einfälle in Bühnenbild, Ge­ räuschkulisse und Darstellung freuen — und die wunderbare Geschichte drumherum ist für alle da!(mst)

»Ein Schaf für’s Leben«: am 05.12. (10 Uhr, öffentliche Generalprobe), 06.12. (10 Uhr, Premiere), 07.12. (16 Uhr), 10.12. (10 Uhr), 13.12. (10 Uhr), 14.12. (15 Uhr), 18.12. (10 Uhr), 21.12. (16 Uhr), 27.12. (16 Uhr) und 28.12. (16 Uhr) auf der Probebühne des Theaterhauses Jena. Weitere Informationen zur neuen Spielzeit sowie Karten sind erhältlich unter: www.theaterhaus-jena.de

Foto: Theaterhaus Jena

Ein Wolf ist auf der Suche nach Nahrung. Da trifft es sich ganz gut, dass er einem kleinen Schaf begegnet, welches noch dazu keinerlei Angst vor ihm zu haben scheint. Alles sieht also ziemlich vielversprechend für Isegrim aus. Und so macht sich der Wolf auf den Weg und lockt das Schaf während einer Winter­ nacht mit dem Versprechen auf einige »un­ vergessliche Erfahrungen« aus seinem Stall. Es scheint ganz einfach zu werden — bei einer lustigen Schlittenfahrt oder gemeinsamem Seilspringen wird es für den Wolf irgend­ wann schon eine gute Gelegenheit geben, um zuschnappen zu können. Doch ob der Wolf am Ende seine Mahlzeit bekommt oder alles ganz anders ausgeht, soll noch nicht verraten werden … Eines kann aber bereits vorweggenom­ men werden: Sowohl Schaf als auch Wolf machen Erfahrungen, die sie vorher nicht für möglich gehalten haben. Das kleine Schaf, gespielt von Dominik Puhl, ist natürlich ganz aufgeregt und voller Vorfreude auf die bevor­ stehenden Abenteuer. Es wird das erste Mal zur Nacht draußen sein, die Natur in seiner Gänze erleben, völlig neue Spiele entdecken — und irgendwann im Laufe der Geschichte auch erstmals Verantwortung übernehmen. Der Wolf hingegen sieht sich konfrontiert mit seiner Beute, die ihm wegen ihrer Naivi­ tät, ihrer Offenheit und dem damit einherge­ henden blinden Vertrauen mehr und mehr ans Herz zu wachsen scheint. Tina Keserovic, welche den Wolf im Stück spielen wird, er­ klärt es einmal genauer: »Je länger die Bei­ den Zeit miteinander verbringen, umso mehr gerät der Wolf in einen Zwiespalt mit sich


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September2019 Dezember 2012

| KONZERT |

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DE-PHAZZ

Lounge goes Classic am 29. Dezember auf die groovige Lounge-Band De-Phazz trifft, werden die Musiker einmal mehr aufzeigen, wie grandios sie es verstehen, massiven Orchestersound mit elektronischen und groovigen Einflüssen zu durchkreuzen – und daraus einen eigenen originellen Sound kreieren. WENN DIE THÜRINGER STÜBAPHILHARMONIE

STÜBAPHILHARMONIE

Wenn De-Phazz mit einem Sin­ fonieorchester auf die Bühne geht, dann darf man Ungewöhn­ liches erwarten. Die Band, vor zwei Jahrzehnten im beschauli­ chen Heidelberg aufgebrochen, trifft mit ihrem unverkennba­ ren Sound aus souligem Jazz, Dancefloor und Latin-Rhythmen erstmals auf die STÜBAphilharmonie, die sich ebenfalls zu der Zeit gründete und ihre stilistische Offenherzigkeit auf umjubelten Konzerten mit z. B. Singer-Songwritern wie Clueso und Alin Coen schon mehrfach unter Beweis gestellt hat. So auch das ausverkaufte Konzert auf der Kulturarena Jena mit Alin Coen im August 2018. Das sinfonische De-PhazzProjekt wird die beiden Er­ folgsgeschichten nun am 29. Dezember im Volkshaus Jena zusammenführen. Bei aller Studio-Raffinesse und klangma­ lerischen Verspieltheit war DePhazz immer auch eine um Gäste erweiterte Band, die es versteht, ihre Konzerte stets zu ausgelasse­ nen Partys werden zu lassen. Pit Baumgartner, Soundtüftler des Band-Kollektivs ist sich sicher: »Das wird mit der STÜBAphilhar­

monie nicht anders sein, doch gleichzeitig ist da dieses un­ gewisse, spannende Moment: Was wird genau passieren? An welchen Stellen werden wir unsere Musik selbst neu entde­ cken?« — Spannende Fragen, die in der Begegnung zweier MusikPhilosophien ihre Antworten finden werden. Klar ist auf jeden Fall, dass der Abend im Volkshaus nicht den Charakter einer Best-of-Gala mit orchest­ ral ausgebreitetem Flauschtep­ pich haben wird: Hier erhalten nicht nur De-Phazz-Klassiker wie »Cut the Jazz« oder »Belle de Jour«, sondern auch deutsch­ sprachige Perlen wie etwa »Dummes Spiel« sowie unbe­ kanntere oder noch nie live ge­ spielte Stücke ein völlig neues musikalisches Gewand!

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Das Album De-Phazz & STÜBA­ philharmonie »De Capo« ist seit 15.11.2019 im analogen wie auch im digitalen Fachhandel erhält­ lich. schon ab

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Dezember 2019

Mutmachbuch für Frauen mit Brustkrebs

STEPHANIE BARTH

JEDE ACHTE FRAU ERKRANKT IM LAUFE IHRES LEBENS AN BRUSTKREBS. Auch Stephanie Barth hat im vergangenen Jahr diese Diagnose erhalten. Nachdem sie die Krankheit überstanden hat, begann sie ein Buch zu schreiben – und möchte mit »Wunder & Schön« anderen betroffenen Frauen Mut machen.

»Im Juni letzten Jahres bekam ich mit 27 Jah­ ren die Diagnose Brustkrebs. Das war natür­ lich ein Schock für mich und mein Umfeld«, schaut Stephanie Barth auf das vergangene Jahr zurück. »Es gab anschließend gar nicht die Zeit, die Diagnose erst einmal zu verar­ beiten. Diese Zeit bekommt kaum jemand mit der Diagnose Krebs. Man wird direkt in das kalte Wasser geworfen, denn die Behandlung muss eigentlich immer relativ schnell losge­ hen. Zwei Wochen nach meiner Diagnose begann dann auch bereits meine Chemothe­ rapie und bis Anfang diesen Jahres hatte ich erst einmal das volle Programm: Operation, Bestrahlung — alles, was zur Behandlung von Brustkrebs dazugehört. Ich habe das aber körperlich gut verkraftet und in dieser Zeit bereits begonnen, viel zu verändern. An mir, meinen Gewohnheiten, meinen Einstellun­ gen und meiner Lebenssituation.« Seitdem ist bei Stephanie Barth viel pas­ siert. »Die Erkrankung wird für jede Frau natürlich zu einem lebenslangen Begleiter. Auch wenn man geheilt ist, ist sie trotzdem in Gedanken immer noch da. Für mich war die Erkrankung der Ansporn, meinen eige­ nen Träumen zu folgen. Ich wusste ziemlich schnell, dass der Brustkrebs eine Erfahrung für mich wird, die mich stark werden lässt und mir die Chance gibt, viel in meinem Le­ ben zu verändern. Es mag vielleicht eigenar­ tig klingen, aber ich hatte ein gutes Gefühl bei der ganzen Geschichte. Ganz besonders,

was meinen weiteren Lebens­ weiterhin alle eint: Wir haben ein Projekt von weg betrifft.« entschieden, dass wir selber Across Borders So h at Steph a n ie Ba r t h die Verantwortung für unse­ zum Beispiel ihre große Lei­ re Gesundheit übernehmen denschaft, die Fotografie, zum möchten. Keine von uns Frau­ Beruf gemacht. »Ursprüng­ en hat nur die Chemothera­ lich habe ich Lehramt in Jena pie durchgestanden, sondern studiert und wäre wohl nie auch selbst viel an sich gear­ auf die Idee gekommen, mein beitet. Sei es mit einer neuen Ein Mutmachbuch für Frauen mit Brustkrebs Hobby zu meinem richtigen Ernährungsweise, mit Zeit in Job zu machen und davon zu der Natur oder durch intensi­ leben. Ich war viel zu unsicher ve Kommunikation und Aus­ und hätte es deshalb wahr­ tausch mit anderen. Das sind scheinlich nie umgesetzt. Aber ja alles Formen der Gesund­ DAS COVER des Mutmachgeträumt habe ich davon schon buchs heit. Uns war bewusst: Mein immer. Und zu meinem neuen Körper möchte mir durch die Weg gehört auch, meine Träume wahr werden Erkrankung sagen, das etwas nicht stimmt. zu lassen. Also habe ich es einfach gemacht« Und das haben wir geändert.« schmunzelt die nun selbstständige Fotografin. »Das klingt jetzt im Rückblick vielleicht et­ DENKANSTÖSSE SETZEN was leichter, als es in Wirklichkeit war. Aber Und so entstand schlussendlich auch das der Brustkrebs war für mich wirklich eine Buchprojekt »Wunder & Schön«. »Viele Leu­ Art Türöffner, um meine Träume anzugehen.« te in meinem Umfeld haben zu mir gesagt: Durch ihre Erkrankung ist Stephanie Du musst ein Buch schreiben, über Deine Barth mit vielen anderen Frauen mit der Dia­ Geschichte und Deinen Weg. Aber ein Buch gnose Brustkrebs in Kontakt gekommen, die nur über mich alleine … nein, das hat sich ähnliche Geschichten wie sie selbst zu erzäh­ von vorn herein nicht richtig angefühlt. Denn len haben. »Das waren sehr intensive und nicht alles, was mir damals gut getan hat und inspirierende Begegnungen, die mich in mei­ auch heute noch gut tut, würde automatisch nen Weg bestärkt haben. Alle Frauen haben auch anderen Frauen helfen. Jede Frau muss ihre Erkrankung als Chance gesehen, jede ihren eigenen Weg finden. Aber verschiedene hat begonnen, auf ihre Art einen neuen Weg Wege aufzeigen zu können, dieser Eifer hat einzuschlagen. Was uns neben der Diagnose mich dann schon schnell gepackt.«

Foto und Cover: Stephanie Barth

| BUCHPROJEKT |


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Dezember 2019

Im Buch »Wunder & Schön« werden des­ halb insgesamt fünf Frauen unterschiedli­ chen Alters und ihr Weg durch die Erkran­ kung vorgestellt. »Als ich die Frauen getroffen habe, wusste ich sofort: dass Buch muss ein Gemeinschaftswerk werden! Es gibt betroffe­ nen Frauen sehr viel Kraft und Mut, die Ge­ schichten von anderen Frauen zu hören, die es bereits geschafft haben und wieder gene­ sen sind. Die teilen möchten, was ihnen gut getan hat, wofür sie dankbar sind und was letztendlich Positives aus der Diagnose und dem schweren Weg entstanden ist.« Stephanie Barth geht es in ihrem Buch aber nicht darum, den Brustkrebs und die da­ mit einhergehenden Umstände für jede Frau als eine Art Neuanfang darzustellen. »Wir wünschen uns, dass jede Frau weiß, dass sie auch schon während der Behandlung etwas für sich tun kann. Aber uns ist natürlich auch bewusst, dass nicht alle Frauen die Behand­ lung gleich gut vertragen und nicht alle Le­ benssituationen es möglich machen, direkt etwas an sich oder dem Umfeld zu ändern. Aber vielleicht können wir Denkanstöße set­ zen. Auf alle Fälle möchten wir mit dem Buch aber Mut machen — wenn wir das erreichen, ist schon viel geschafft!« Um »Wunder & Schön« umsetzen zu kön­ nen, hat Stephanie Barth ein CrowdfundingProjekt ins Leben gerufen. Darüber soll die erste Auflage von 800 Büchern finanziert werden. »Diese möchte ich zunächst kos­ tenlos an Frauen mit Brustkrebs sowie an Frauenärzte- und Ärztinnen oder Selbsthilfe­ gruppen verteilen. Dazu stehe ich auch schon mit vielen Praxen und Gruppen in Kontakt, welche dem Buchprojekt sehr positiv gegen­ überstehen und das Buch an die betroffenen Frauen weitergeben werden.« Das Crowdfunding läuft noch bis zum 18. Dezember 2019. Bis dahin soll das Buch auch schon gedruckt sein, so dass es nach Ende der Kampagne direkt mit der Verteilung los­ gehen kann. »Wenn das Crowdfunding gut angenommen und sogar noch ein bisschen mehr Geld eingenommen wird, dann würde ich die Auflage einfach noch einmal erhöhen. Es klingt vielleicht etwas verrückt, aber mein Wunsch wäre, das jede Frau mit der Diagnose Brustkrebs das Buch zu lesen bekommt — als Mutmacher und Ansporn!«(mst)

| WISSEN |

Hätten Sie’s gewusst? NÜTZLICH WIE EIN SCHOKORIEGEL für Zwischendurch: Stadtmagazin 07 verbreitet unnützes Wissen. Bitte miteinander teilen und schmecken lassen!

1029 Menschen, die im Mai geboren wurden, sind am gesündesten. 1030 Das finnische Wort für Handy »Kännykkä« bedeutet so viel wie »verlängerter Arm«. 1031 Das Prinzip der ›Teleportation‹ wurde in den ersten StarTrek-Folgen als Sparmaßnahme eingeführt – es galt, kostenaufwändige Landesequenzen auf fremden Planeten einzusparen. 1032 Die Lieberoser Wüste in Brandenburg ist mit circa 500 ­Hektar Fläche die größte Wüste Deutschlands. 1033 Ein Meter Autobahn-Leitplanke kostet circa 750 Euro. 1034 In den USA sind neun Milligramm Rattenkot pro Kilo Weizen erlaubt. 1035 Eine gepflückte Ananas reift nicht weiter. 1036 In einem Qualifikationsspiel zur Fußball-WM 1954 trat Deutschland gegen das Saarland an. 1037 Salz hat keinen Geruch, nur Geschmack. 1038 Weniger als 100 Menschen sprechen noch »Unserdeutsch«, die einzige dem Deutschen entsprungene Kreolsprache. 1039 Der VW Käfer heißt in Bulgarien, Bolivien und der Türkei ›Schildkröte‹, in Indonesien und Rumänien ›Frosch‹, und in Honduras und Guatemala ›Küchenschabe‹.

Sie möchten das Projekt unterstützen? Alle Informationen sind zu finden unter www.startnext.com/wunderschoen. Auch auf der Website von Stephanie Barth finden sich weitere Informationen: www.acrossborders.de!

1040 Ein Phillumenist sammelt Streichholzschachteln.

Lesung aus Wunder & Schön: am 15. Dezember um 15 Uhr im Yogastudio Maisha, Rathausgasse 4, Jena. Der Eintritt ist frei, um eine Anmeldung im Yogastudio oder unter steph@acrossborders.de wird gebeten.

1042 Die Abkürzung Inbus ist von »Innensechskantschlüssel ­Bauer und Schaurte« abgeleitet.

1041 Glatte Haare fetten schneller als lockige, weil das Fett eine kürzere Strecke zurücklegen muss.

1043 Pumuckl ist dreihundertzwölfundzwanzig Jahre alt.


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September Dezember 2019 2012

| KONZERT |

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Six Continents — Spannende Begegnungen zwischen Klassik und Weltmusik DER HANG-VIRTUOSE MANU DELAGO

Jenaer Philharmonie.

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MANU DELAGO

und seine Band spielen am 10. Dezember im Volksbad gemeinsam mit der

m Volksbad kommen sie zusammen, die beiden Flaggschiffe der Jenaer Kultur: Im Laufe der nächsten beiden Spielzeiten er­ kundet die Jenaer Philharmonie gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter der Kultura­ rena, Lutz Engelhardt, die Musik der ganzen Welt, die Musik aller sechs Kontinente. »Six Continents« — der Titel ist Programm: Sechs Kontinente, sechs Crossover-Konzerte, sechs Begegnungen zwischen Klassik und Weltmu­ sik; jeweils drei in den Spielzeiten 2019.2020 und 2020.2021. In der Reihe im Volksbad kommt zusammen, was Jena ausmacht: Welt­ offenheit und künstlerische Exzellenz, eine bunte Stadtgesellschaft und ihr Orchester. Mit dem ersten Konzert der aus Guatema­ la stammenden Singer-Songwriterin und Gi­ tarristin Gaby Moreno, die im Rahmen ihrer Deutschlandtour in Jena Station machte, star­ tete die neue Reihe »Six Continents« im Okto­ ber musikalisch in Südamerika. Nun geht die Reise am 10. Dezember im Volksbad weiter nach Europa: Der österreichische Perkussio­ nist, Hangspieler und Komponist Manu Dela­ go und seine Band Manu Delago Handmade sind an diesem Abend Gäste der Jenaer Phil­ harmonie und spielen zusammen mit ihren Musikerinnen und Musikern unter der musi­ kalischen Leitung von Tobias Deutschmann. Manu Delago, der durch sein Video »Mono Desire«, das zu den TOP 30 der am besten bewerteten Musikvideos auf YouTube gehört, berühmt wurde, ist in Jena kein Unbekann­ ter: Bereits 2014 begeisterte er bei der Kultura­ rena die Zuhörer mit seinem ungewöhnlichen Instrument. Das Hang ist ein noch sehr jun­ ges — im Jahr 2000 in der Schweiz entwickel­ tes — Percussion-Instrument, bestehend aus zwei aufeinander geklebten Metallkuppeln

und sieht aus wie ein Doppel-Wok. Manu Delago entdeckte das Instrument und seinen ganz eigenen Klang im Jahr 2003 für sich und löste in den darauffolgenden Jahren einen Hype um das Hang aus, als dessen »Pionier« er bezeichnet wird. So wurde beispielswei­ se auch die isländische Pop-Ikone Björk für Studioaufnahmen und Tourneen auf den Mu­ siker aufmerksam. Daneben musiziert und komponiert er unter anderem gemeinsam mit der Sitar-Spielerin Anoushka Shankar. Für seine Arbeit an ihrem Album »Land of Gold« erhielt Manu Delago eine GrammyNominierung. Verschiedene Konzerte führen ihn in die großen Konzerthäuser auf allen Kontinenten. Auf eine tollkühne musikalische Bergex­ pedition begab sich Manu Delago dann vor zwei Jahren für sein CD- und Filmprojekt »Parasol Peak«: Delagos Heimat sind die Al­ pen — Zentraleuropas größte Gebirgskette, die sich über 1200 Kilometer von der Cote d'Azur im Westen bis zum Wiener Becken im Osten erstreckt. Gemeinsam mit sechs Musikern, begleitet von einem Film- und Audioaufnah­ meteam, hat der Musiker sich auf eine Expe­ dition durch die Tiroler Alpen begeben und eine Woche lang an unterschiedlichen Orten und Höhenlagen Musikstücke aufgenommen. Hierbei wurden dann auch die Klänge der Na­ tur zum Instrument. Manu Delago und Band eröffnen dem Pu­ blikum mit ihrer Musik außergewöhnliche Klangwelten. Wenn sie nun erstmals gemein­ sam mit der Jenaer Philharmonie spielen, wird es zu einer spannenden Verschmelzung verschiedener musikalischer Stile und Klang­ körper kommen. Übrigens: Studierende der Friedrich-Schil­

ler-Universität und der Ernst-Abbe-Hochschu­ le Jena erhalten seit dieser Spielzeit mit dem Kulturticket freien Eintritt in die Konzerte der Jenaer Philharmonie. PROGRAMM Manu Delago: »Another Change« »Missing Link« »Satori« »Seventh Day« »Defense« »Rudi« »You are Famous« »Rising Between the Trains« »Wandering Around« »Sun in the North« »Down to the Summit« »Coincidence« »BFG« »Simon is Psychling« MITWIRKENDE Manu Delago Handmade Manu Delago, Hang & Electronics Isa Kurz, Violine, Klavier & Gesang Alois Eberl, Posaune & Akkordeon Chris Norz, Perkussion & Beats Jenaer Philharmonie Tobias Deutschmann, Leitung Six Continents Nº 2 Manu Delago & Band Jenaer Philharmonie 10.12.2019, 20 Uhr, Volksbad Jena www.jenaer-philharmonie.de


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| AUSSTELLUNG |

Schattenrisse UNTER DEM TITEL »KORRESPONDENZEN« präsentiert das Romantikerhaus derzeit unter anderem höchst eindrückliche Silhouetten-Porträts sowie ausgefallene Postkunstwerke des Dresdner Künstlers Birger Jesch.

Kreative Geschenkideen für Weihnachten gibt es bei uns! Künstler- und Kreativbedarf Kathrin Riedel Schloßgasse 12 · 07743 Jena Tel. 0 36 41 - 44 42 77

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10 — 18.30 Uhr Sa 10 — 14 Uhr Sa im Advent 10 — 16 Uhr

BIRGER JESCH: Serie Marktplatz, Siebdruck Collage, ab 2006

Abb.: Birger Jesch

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ie Verbindungslinien von der Zeit der Romantiker zum 1953 in Dresden gebo­ renen und 1986 nach Thüringen gezogenen Birger Jesch offen­ baren sich schnell. Sie reichen von der Porträtsilhouette bis zur Briefkultur. Doch Jesch wäre nicht der Beobachter, der feinsin­ nige Analytiker, nicht er selbst, wenn daraus nicht künstlerisch Eigenständiges entstanden wäre. 2007 begann der Künstler ihm bekannte Personen aus der Kulturszene zu porträtieren, aber eben nicht mit Pinsel oder Bleistift. Und selbst wenn er den Fotoapparat einsetzte, inte­ ressierte ihn nicht das Gesicht, sondern das im Schwarz-WeißKontrast erfasste Profil — ähnlich den Scherenschnitt-Porträts der Goethe-Zeit. Birger Jeschs »Schattenalbum« kombiniert die fotografisch, und damit in feinsten Silhouetten erzeugten Profilbildnisse zusätz­ lich mit einem Autographen der dargestellten Person. Ein Span­ nungsbogen zwischen textlicher Sentenz einerseits und wahr­

nehmbarer und doch nicht ganz erkennbarer Person andererseits baut sich auf. Welcher Charakter verbirgt sich hinter diesem Profil? Einfallsreich und voller Hin­ tersinn kommen auch die gro­ tesken Silhouetten in der Serie »Marktplatz« daher. Mithilfe ei­ nes transportablen Lichtkastens wurde das Mienenspiel ganz unterschiedlich behüteter und bemützter Jenaer und Erfurter Frauen zunächst fotografisch in Szene gesetzt, mittels Siebdruck reproduziert und durch Struk­ turen handgeschnittener histo­ rischer Musterwalzen ins Proto­ typische gesteigert. Stets erhält der Betrachter den Eindruck, die Dargestellten stünden in perma­ nentem Austausch miteinander. (jüg)

Birger Jesch: »Korrespondenzen«. Autographen — Silhouetten — Collagen noch bis 01.03.2020, Romantikerhaus Jena Di–So, 10–17 Uhr

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| LITERATUR |

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| AKTION |

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DIE BUCHHANDLUNG ALBERT STEEN am Fürstengraben 3

Klein aber Fein BEREITS SEIT 1934 besteht die kleine Albert Steen Buchhandlung gegenüber dem Universitätshauptgebäude in Jena. 2017 hatte Johannes Hädrich das Traditionsgeschäft von seiner Mutter Heidrun Haake übernommen.

Heute wie damals macht schon ein Blick in die liebevoll deko­ rierten Schaufenster der Buch­ handlung klar: Hier verkauft man nicht nur Bücher, hier lebt man Bücher. Immer ein Thema bestimmt für einen Monat jedes Fenster, eines davon ist fest für Kinder- und Jugendliteratur vor­ gesehen, eines stets für christli­ che Literatur. Es zeigt, die kompe­ tente Auswahl der Buchhandlung, die stets auch eine tatsächliche Auswahl ist — fachlich wie in­ haltlich. Das begrenzte Sortiment macht jedoch das vermeintliche Manko des kleinen Buchladens zu dessen eigentlichen Vorteil. Denn, mit den großen Buchhäu­ sern oder gar dem Internet kann und will man hier gar nicht kon­ kurrieren. Trotzdem findet sich auf zwei Etagen eine erstaunli­ che Vielzahl von Büchern aus den Bereichen Belletristik, Sachbuch, Kinderbuch und christliche Lite­ ratur. Zudem ist die Buchhand­ lung für seine große Auswahl an Kalendern, Post- und Umschlag­ karten für jeden Anlass bekannt, die traditionelle Motive genauso wie moderne zeigen. Auch die beliebten Herrnhuter Sterne und christlichen Geschenkartikel können Kunden hier erwerben. So filtert die Buchhandlung aus dem schier grenzenlosen Angebot kompetent die Perlen he­ raus und geht gezielt auf Kunden­ fragen und Wünsche wie: »Mein Neffe ist acht, was würden Sie mir denn da empfehlen?« oder »Meine Mutter mag historische Romane — Gibt es hier etwas Neu­ es?« ein. Viele Kunden sind genau deswegen seit Jahren Stammkun­ den, manche kaufen gar seit meh­

reren Generationen hier ein. Und ist ein Buch, eine CD oder DVD tatsächlich mal nicht verfügbar, besorgen es die Mitarbeiter sogar über Nacht. Wenn Kunden dabei noch vor 16 Uhr bei uns bestel­ len, können Sie Ihre Bestellung bereits am nächsten Werktag ab 9 Uhr abholen. So schnell ist nicht einmal Amazon. Und dank Buchpreisbindung kostet es das Gleiche. Doch auch digital bleibt Johannes Hädrich am Ball. Im neuen Webshop der Buchhand­ lung www.buchhandlung-steen.de kann bequem von zu Hause aus bestellt und gestöbert werden. Sofern man das in diesem Fall überhaupt will.

Buchhandlung Albert Steen Fürstengraben 3 (Neben dem Universitätshauptgebäude), 07743 Jena Telefon: 03641-440967 (auch WhatsApp) Telefax: 03641-441708 E-Mail: info@buchhandlung-steen.de Öffnungszeiten: Mo–Fr: 9–18.30 Uhr Samstag: 9–13 Uhr und an den Adventssamstagen sind wir bis 16 Uhr für Sie da. buchhandlung-steen.de

Verkaufsoffener Sonntag AM 8. DEZEMBER BEGRÜSSEN DIE INNENSTADTHÄNDLER

ihre Kunden von 13 bis 18 Uhr zum letzten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres. Über 150 Geschäfte in der City haben geöffnet und laden in entspannter Sonntagsatmosphäre zum gemütlichen Stadtbummel ein. Der extra Einkaufstag ist für die Händler etwas ganz Besonderes. Was an anderen Tagen »Daily Business« ist, wird am verkaufs­ offenen Sonntag zu einem High­ light. Es gibt zahlreiche Rabatte, Aktionen und Aktiönchen. Dafür wird wieder ein Gutscheinheft mit den verschiedensten Angebo­ ten produziert. Schauen Sie vorbei und genie­ ßen Sie die weihnachtliche Stim­ mung in der City. Auch für eine ausgiebige Beratung oder einen zwanglosen Plausch ist mehr Zeit als sonst.

großen Innenstadt-Stiefeln ein. 18 Geschäfte halten kleine Geschen­ ke bereit. Stiefel-Bastelbögen mit den teilnehmenden Geschäften gibt es u. a. in der Goethe Galerie.

MEET & EAT — KULINARISCHER STADTSPAZIERGANG Am 6., 7. und 8. Dezember je­ weils 14 bis 16 Uhr. Wir besuchen mit Ihnen acht Geschäfte/Gastronomen in der Innenstadt. Die InhaberInnen verraten ihre kleinen Geheim­ nisse und halten kleine Snacks bereit. Die Teilnehmerzahl ist li­ mitiert auf je 15 Personen. Tickets für 5 € gibt es in der Tourismus Information.

100% JENA — WUNSCH­ ERFÜLLER Die Kampagne der Initiative Innenstadt, die JenaerInnen und JenenserInnen in Szene setzt, wird fortgesetzt. Anlässlich des verkaufsoffenen Sonntags wer­ den zwölf Wunscherfüller prä­ sentiert. Es handelt sich um zwölf EinzelhändlerInnen, die einen starken Jenabezug haben und in ihren Geschäften Geschenktipps parat haben.

DAS GROSSE INNENSTADTSTIEFELN Vom 6. bis 8. Dezember laden wir alle Kinder bis 12 Jahren zum

www.innenstadt-jena.de www.100prozentjena.de

GEPÄCKBAHN MIT GEBÄCK Wie im Vorjahr wird es an­ lässlich des Shoppingsonntags eine Gepäckbahn geben. Hier können Kunden ihre Einkäufe deponieren und noch den einen oder anderen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt trinken. Die Gepäckbahn steht am 8. Dezem­ ber von 13 bis 21 Uhr im Löb­ dergraben vor der Durchfahrt Aktionen der Initiative Innen- Holzmarktpassage. Neben einer stadt zum verkaufsoffenen Sonn- Bastelstation in der Bahn gibt es tag: Gebäck und Musik.


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| SPIELSPASS |

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Die Welt mit Kinderaugen sehen ist in Thüringen das erste inhabergeführte Spielzeug-Fachgeschäft, das ausschließlich auf LEGO und LEGOkompatible Qualitätsmarken spezialisiert ist. DAS IN JENA ANSÄSSIGE STEINARIUM

Neben den traditionellen Steinen und Sets so­ wie sorgfältig ausgewählten Marken, bietet der im Jenaer Damenviertel ansässige Store auch LED-Leuchtbausteine, Bio-Bausteine für die kleinen Kunden im DUPLO-Alter, hochwertige LEGO-Kinderbekleidung von K ABOOKI und einzelne Systembausteine ­ aus der Steinewand an. Kein Wunder also, dass die Fangemeinde bei Facebook täglich wächst. Inhaberin Miriam Kubrat war 15 Jahre in­ ternational für das Unternehmen LEGO tätig und hat schon viele Kinderaugen mit den beliebten Klemmbausteinen zum Leuchten gebracht: »Vorstellungskraft und Kreativität bilden sich am besten beim Spielen und sind unverzichtbar für die Entwicklung von Kin­ dern — aber auch für uns Erwachsene in einer sich schnell verändernden Welt. Ich freue

mich jedes Mal, wenn meine Kunden die Zeit beim Bauen vergessen. Das ist der Moment, in dem sie wieder zum Kind werden. Ich sehe es als meine Aufgabe, diese Glücksmomente im STEINARIUM zu schaffen.« Kleine und große Kunden stehen hier ganz klar im Mittelpunkt. Spielen, bauen und ausprobieren ist hier ausdrücklich er­ wünscht! Bei Fragen zu den Produkten und bei der Auswahl eines geeigneten Geschenks hilft Miriam natürlich gerne mit kompetenter Fachberatung weiter. Wer für seine Firmenanlässe oder zu Schulungszwecken bedruckte Bausteine wünscht, ist im STEINARIUM ebenfalls bes­ tens aufgehoben. Hier wird man individuell über die vielen Möglichkeiten der Klötzchen­ welt beraten. Die STEINARIUM Bonuskarte rundet den Einkauf optimal ab. Das tradi­

MIRIAM KUBRAT

tionelle Einkaufserlebnis erfährt dank des STEINARIUMs ein lang ersehntes Revival ­ und bietet unzählige Möglichkeiten, unser geliebtes Spielzeug wieder neu zu entdecken.

STEINARIUM STEINARIUM Am Planetarium 37, 07743 Jena Di–Fr 12–20 Uhr Sa 10–18 Uhr Tel. 03641-5549645 Mehr Infos unter: www.steinarium.de

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| HISTORIE |

BEFLÜGELT VON DER VORSTELLUNG, sich im Schatten von Größen wie Goethe, Herder und Wieland als Schriftsteller ebenfalls der Literaturgeschichte einzuschreiben, zog es Johannes Daniel Falk vor etwas mehr als 230 Jahren nach Weimar. Trotz so mancher Aufmerksamkeit, die ihm und seinen Werken zuteil wurde, sollte er der Nachwelt jedoch weniger als Schriftsteller als vielmehr für seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der Jugendsozialarbeit und Rettungshausbewegung in Erinnerung bleiben – und natürlich auch für dieses eine Weihnachtslied, das heute unter jedem zweiten Weihnachtsbaum gesungen wird.

SCHÖPFERISCHES TALENT UND PASSIONIERTER VIELREISENDER: Hans Christian Andersen

(1805 — 1875) zog es immer wieder nach Weimar zurück — bleiben wollte er jedoch nicht

JOHANN DANIEL FALK (1768 — 1826), porträtiert von Henriette D. Westermayr im Jahre 1805; das Original hängt

heute im Falkmuseum Weimar

Wäre es nach nach seinem Vater gegangen, dann hätte Johannes Falk wohl nie einen Fuß auf Weimarer Boden gesetzt, wahr­ scheinlich auch seiner Heimat­ stadt nie den Rücken gekehrt. Danzig war infolge seiner han­ delsstrategisch hervorragenden Lage an der Ostsee eine Stadt, die vielen Familien ein Leben in Wohlstand ermöglichte — die Falks gehörten allerdings nicht dazu. Als Perückenmacher und Armenvorsteher war Vater Falk

für die seinen ein eher karges Einkommen beschieden und es für ihn ganz selbstverständlich, dass sein 1768 geborener Sohn Johannes so bald wie möglich in seine Fußstapfen treten wür­ de. Da die in pietistischer Fröm­ migkeit lebende Familie — deren Alltag von Gebet und Andacht geprägt war — nicht allzu viel auf eine ›exzessive‹ Schulbil­ dung über zehn oder gar noch mehr Jahre gab, wurde Johannes’ Schulzeit in der Folge bereits

nach dem dritten Jahr für beendet erklärt. Was den Eltern nur na­ türlich war, kam dem bildungs­ hungrigen Zehnjährigen, der sich lieber mit seinen Büchern als mit Haaren, Tressierrahmen und Kardätschen im väterlichen Perü­ ckenbetrieb befasste, einer aus­ gemachten Tragödie gleich: Jahre später sollte Johannes Falk die­ ses beschwerliche Kapitel seiner Kindheit in einem offenbar recht dicht an der Wahrheit gestrickten autobiographischen Briefroman

verarbeiten. »Künftiges Jahr {…} bin ich nun dreizehn Jahr und wachs alle Jahr ein Kopf höher«, schreibt er darin an einen älteren Vetter, »und wer mich sieht, freut sich daran, daß ich so groß bin — aber daß ich mich freute, wenn ich das sagte, so müßt ich lügen – denn ich denk so, ist mancher groß und ein Esel dazu, und was hilft mir, daß ich groß bin, da ich nicht studieren kann.« Daheim ein anderes Buch als die Bibel oder eine erbauli­

Abbildungen: Klassik Stiftung Weimar, Wikipedia

Vom Satiriker zum Sozialpädagogen: Der Lebensweg des ›Johannes von der Ostsee‹ Teil 1: Der Narr von Weimar


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che Andachtslektüre zur Hand zu nehmen, traut er sich nicht — sonst »heißt es gleich, ob mich der Satan schon wieder.« Dafür schleicht er sich immer wieder abends davon, »wenn die andern im Haus und in der Werkstatt Vesper halten«, um im Schein der Straßenlaternen seinen ste­ tig anwachsenden Wissensdurst und die erwachende Begeiste­ rung für die Werke Klopstocks, Lessings, Wielands oder Goethes in all jenen Bücher zu stillen, die er sich ohne Wissen der Eltern in der Bibliothek eines ihm wohlge­ sonnenen Nachbarn regelmäßig ausleihen darf. »Wenn ich dar­ auf nach Hause komme, hab ich auch keinen gnädigen Herrgott ;  da zankt mein Vater und meine Mutter auf mich ein, da setzt es sauere Gesichter und oft wohl gar – nun was hilft’s?  — einmal ist man in der Welt und muß aus­ halten.« Kurz erwägt der heran­ wachsende Knabe gar, auf einem Handelsschiff nach ›Fernost‹ an­ zuheuern, um dem ihm von den Eltern vorgeschriebenen Lebens­ pfad zu entkommen, aber dann zeigt sich das Schicksal ihm doch milde gestimmt: Dank der persönlichen Fürsprache des Ge­ meindepfarrers lassen die Eltern ihren Sohn mit 16 Jahren wieder auf die Schulbank zurückkehren, auch den ihm aufgrund seines großen Lerneifers zugesproche­ nen Freiplatz im Gymnasium gewähren sie ihm, schließlich sogar ein ihm vom Rat der Stadt Danzig bewilligtes Stipendium für ein Theologiestudium in Halle. Ein Pfarrer anstelle eines Perückenmachers ist ihnen auch willkommen. FALK ENTDECKT DIE SATIRE FÜR SICH Johannes Falk ist der zuge­ sprochene Studienplatz in Halle an der Saale gleichfalls willkom­ men — allerdings wäre ihm auch jedes andere Studienfach recht gewesen. Denn dem fast 23-jäh­ rigen galt es im Grunde nur, so schnell wie möglichst die ihm schon lange zu eng gewordene Heimatstadt hinter sich zu las­ sen — und endlich seinen Traum zu verwirklichen: sich ein brei­ tes Wissen aneignen und endlich Schriftsteller werden! So kommt es denn auch, dass Johannes das gesponserte Theo­

logiestudium in Halle schon nach wenigen Semestern sausen lässt und stattdessen mit dem Feder­ kiel in der Hand alles, was ihm durch den Kopf geht, in Literatur zu verwandeln versucht. Und er hat offenbar nicht nur jede Men­ ge Themen und Ideen, die es ihm zu verarbeiten gilt, sondern auch Talent: Das Schreiben geht ihm leicht und elegant von der Hand, insbesondere in der poetischen Satire, wie sie einstmals von Dichtern wie Aristophanes, Ho­ raz oder Lukian zur Perfektion ge­ bracht wurde, fühlt er sich ganz in seinem Element. Mit seinen gesellschaftliche und politische Missstände aufs Korn nehmen­ den und gekonnt auf die Pointe ausgerichteten, gern auch bissi­ gen Spottgedichten und Versepen, die ihm behände aus der Feder fließen, erregt er sogar alsbald die Aufmerksamkeit Wielands, der den jungen Dichter dafür lobt, mit welchem Mut »er dem Geist der Zeit den Fehdehandschuh hinwirft«. Noch breitere Aufmerksam­ keit gewinnt er mit einem öffent­ lich aufgeführten Puppenspiel, das er als eine »dramatischsatirische Rhapsodie mit Chören von Uhu’n, Raben und Nachteu­ len« ankündigt — welches sich in seiner Umsetzung jedoch eher als eine Art ›frühdadaistisches Marionettenspiel‹ entpuppt, in dem Falk vom zeitgenössischen Literaturbetrieb über Immanuel Kant und die allgegenwärtige Zensur bis hin zum preußischen König nahezu alles und jeden ins Fadenkreuz seines ›tierischen‹ Spotts rückt, das bzw. der seinen Unmut erregte. Trotz einer ihm daraufhin anonym zugesandten Warnung aus Berlin, dass er für dieses maßgeblich indignierende

Werk wohl schon in den nächs­ ten Tagen mit Inhaftierung und anschließender Festungshaft rechnen dürfe und es deshalb nur in seinem Interesse sein kann, Halle für eine Weile zu verlassen, bleibt die Aufführung der »Uhus« für den jungen ›Hitzkopf‹ ohne weitere Folgen. Spürbare Konsequenzen hat indes die Vernachlässigung seines Theologiestudiums: Die Danziger Stadträte ziehen ihr Sti­ pendium zurück — was Falk wie­ derum nur noch mehr bestärkt, als Schriftsteller bzw. satirischer Dichter Fuß zu fassen und damit seinen Lebensunterhalt zu ver­ dienen. Themen gab es reichlich und den Mut, diese zu anzuge­ hen, hatte er auf jeden Fall. Wo, war ihm auch sofort klar. Selbst­ verständlich dort, wo die von ihm seit Jugendtagen verehrten Dichtergrößen gleich ›im Bündel‹ lebten, dort, wo die deutsche Klassik gerade ihre größte Blüte erlebte — nach Weimar würde er ziehen. Sowohl mit Wieland als auch mit Schiller und Goethe hat­ te er auf Reisen durch Thüringen während seiner Studienzeit be­ reits mehr oder weniger ausführ­ lich Bekanntschaft geschlossen; erstgenannter hatte ihm Wei­ mar dabei sogar ausdrücklich als Wohnort empfohlen, falls er denn ernsthaft mit Gedanken spiele, sich selbst als dichtender Satiriker niederzulassen. Falk wollte, unbedingt. Gemeinsam mit seiner Frau Caroline Rosen­ feld, einer Hallenser Nachbars­ tochter, die er nach monatelanger Belagerung wenige Woche zuvor endlich hatte heiraten dürfen, siedelte der Satiriker in spe da­ her im Herbst 1797 in die Klassi­ kerstadt an der Ilm um.

ANSICHT VON DANZIG aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts

›NARRENARBEIT‹ IN WEIMAR Vor Ort stürzt Falk sich voller Zuversicht und Tatendrang sofort in die Schreibarbeit. Schon im Sommer des gleichen Jahres war ein erster Band seines »Taschen­ buchs für Freunde des Scherzes und der Satire« erschienen. In Absprache mit seinem Leipzi­ ger Verleger sollten in der Folge nun alljährlich weitere Bände folgen — was dem jungen Dichter nicht nur einen zunehmenden Bekanntheitsgrad verschaffen, sondern ihm und seiner Familie auch ein erstes solides Auskom­ men sichern würde. Trotz des Umstandes, dass das künstlerische Weimar gerade um die Jahrhundertwende von allerlei Auseinandersetzungen zwischen den Weimarer Klas­ sikern auf der einen und den Frühromantikern im benachbar­ ten Jena geprägt war, die an Falk nicht gänzlich spurlos vorbeigin­ gen, fiel es diesem nicht allzu schwer, seinen Platz in der Stadt zu finden. Als Dichter, der den Humor in all seinen Spielarten zu bedienen verstand, besetzte er eine Position, die in Weimar in dieser Form und Ausprägung noch völlig unbekannt war: die des Narren. Insbesondere auf Gesellschaften ist er in der Folge gern gesehen, alle schätzen ihn als einen hervorragenden Un­ terhalter und Spaßmacher, der stets einen neuen Einfall hat und nie um einen geistreichen Witz verlegen ist. Falk selbst zieht es allerdings vor, seiner wahren ›Narrenarbeit‹, der Satire, in der Zurückgezogenheit seiner Wohnung am Markt, gleich ne­ ben dem Gasthaus »Elephant«, nachzugehen: »Ich sah Wieland zuweilen, Herder selten, Göthe gar nicht. Ich galt als Original«, bringt er die ersten Jahre seines Weimarer Daseins treffend selbst auf den Punkt. Nicht nur in den Amtsstuben von Polizei und Zensur ist man allerdings wiederholt alles ande­ re als ›angetan‹ von den antifeu­ dalen Ansichten, dem unverhoh­ lenen Spott und den fortwährend scharfzüngig-überspitzten Pole­ miken, die aus all vielen Gedich­ ten und Theaterstücken dieses ›Originals‹ hervorschimmerten: Auch bei Goethe, der ebenso wie die anderen bereits etwas gesetz­ teren Herren der Weimarer Klas­

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sik zunächst ganz angetan ist von den frech-munteren, zumeist sehr treffsicher formulierten Zeilen des jungen Dichters, kühlt sich der Tonfall alsbald merklich ab. Zunehmend stimmt es ihn ver­ drießlich, dass »ein so guter Kopf, wie Falk ist, so wunderliche Din­ ge schreibt, die man in keinem Sinne billigen kann«. Scheu da­ vor, ein vielleicht brisantes oder sensibles Thema besser nicht ins Licht seiner satirischen Betrach­ tungen zu stellen, kannte jener offenbar tatsächlich nicht.

FALK BRINGT GOETHE AUF DIE PALME 1804 treibt der Satiriker den Geheimrat sogar dermaßen zur Weißglut, dass dieser sich allen Ernstes bemüht, ihn des Landes verweisen zu lassen. Anlass ist, so trivial es klingen mag, ein Puppenspiel: »Die Prinzessin mit dem Schweinerüssel«. Hätte er ihn doch nur besser einge­ schätzt. Hätte er sich doch vorab ein wenig mehr für den Inhalt des Stückes interessiert. Denn zu seiner Überraschung nimmt »Die

Wie Johannes Daniel Falk sich infolge der französischen Be­ satzung Weimars in den Jahren 1806 und 1813 von einem Mann des spitzen Wortes in einen Mann der Diplomatie und der Barmherzigkeit verwandelte, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe des Stadtmagazin 07.

| LESEKONZERT |

Partyservice

Foto: Jan Wagner

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großen Freude des vor seinem Hause versammelten Volkes. War es ein ›Sieg‹ für Falk? Vielleicht. — Immerhin, so hitzig beide Literaten bei diesem Vorfall auch aneinander geraten waren, sollte sich ihr persönliches Ver­ hältnis in den nachfolgenden Jah­ ren deutlich verbessern. Zuvor galt es allerdings noch eine ›Kri­ se‹ weitaus größeren Umfangs zu meistern, die in Form eines klei­ nen Mannes mit Zweispitz und großen Eroberungsplänen vom Westen her, aus Frankreich, un­ ter anderem auch auf Weimar zu­ strebte — und aus der zumindest der ›Johannes von der Ostsee‹ als ein ›neuer‹ Mensch hervorgehen würde.(mei)

LESEKONZERT MIT PETER WAWERZINEK UND LUKAS RAUCHSTEIN ­am 13. Dezem-

ber in der Villa Rosenthal.

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»Liebestölpel« »Die Liebe, ach Junge, besser du lässt die Finger davon«, wird der Ich-Erzähler in Peter Wawerzi­ neks Roman von seinem Opa gewarnt. Wären sie beide Vögel, so der Opa weiter, gehörten sie zu den Trottellummen: in der Luft grandiose Segler, doch beim Landeanflug unbeholfen. Und tatsächlich legt der Ich-Erzähler kurz darauf seine erste amouröse Bruchlandung hin: die Kindheits­ freundin Lucretia wird sich bald lieber mit dem Fleischergesellen treffen, dann gar von einem Tag auf den anderen verschwinden. Peter Wawerzinek kehrt nach Jena zurück, um aus seinem neuen Roman »Liebestölpel« zu lesen, dem dritten Teil seiner

PETER WAWERZINEK

Romanreihe, nach »Rabenliebe« und »Schluckspecht«. Musika­ lisch begleitet wird er auch dies­ mal von Lukas Rauchstein, dem jungen Hans Albers mit einem Schluck Tom Waits. »Liebestöl­ pel« ist ein umwerfender Roman über Lebenslieben und -lügen, Familiensehnsucht und -flucht; und über das Festhalten und Ver­ schwinden.(flb) Lesekonzert mit Peter Wawerzinek und Lukas Rauchstein 13.12.2019, 19.30 Uhr, Villa Rosenthal VVK im Ticketshop des Lese-Zeichen e. V.

Abbildung: Wikipedia

BLICK AUS DEM ILMPARK auf das Weimarer Schloss, um 1840

Prinzessin« nicht nur das Weima­ rer Theaterleben gehörig auf die Schippe, sondern erdreistet sich auch, ihn selbst mit so manch süf­ fisanter Persiflage dem Gelächter des Publikums preiszugeben. Das war des Guten zu viel. So wollte ein Goethe — Dichterfürst! Geheimrat! Schauspieldirek­ tor! — nicht mit sich umspringen lassen. Entrüstet und offenbar wirklich verärgert wendet er sich umgehend an den Weimarer Regenten und drängt darauf, den ehrfurchtslosen Verseschmied des Landes verweisen zu lassen. Zum Glück für Johannes Falk, der davon erst Jahre später erfahren sollte, mag Herzog Carl August sich auf die Forderung des wut­ entbrannten Geheimrats nicht einlassen. Eine Ausweisung hält er dann doch für unangemessen. Nichtsdestotrotz erlässt er ein öf­ fentliches Aufführungsverbot für die »Prinzessin mit dem Schwei­ nerüssel« — was den ›Abgestraf­ ten‹ in seiner närrischen Unbe­ kümmertheit wiederum nicht davon abhält, das Stück einfach ›im Privaten‹, am Fenster seiner Wohnstube, noch ein weiteres Mal aufzuführen, natürlich zur


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Dezember 2019

| POETRY SLAM |

NOWINKA

Mädchen vor Blumentapete

Wortgefechte NILS STR AATMANN

Am 8. Dezember heißt es wieder Livelyrix Poetry Slam im Kas­ sablanca! Prosa aus dem Herz der Zeit, Lyrik ohne Respekt vor dem Alphabet. Zum Weihnachtsspe­ cial haben sich besondere Gäste angekündigt: unter anderem Meral Ziegler, bekannt aus den Slam Formaten von ZDF Kultur und Preisträgerin der Konstanzer Förderpreises für Literatur – oder Skog Ogvann, gleich zweima­ liger Gewinner der Thüringer Landesmeisterschaften im Poetry Slam (2016 und 2018). Aber auch internationale Gäste lassen sich sehen, so wie Pia Semorad aus | KINO |

Österreich, Finalistin des Jugend Literatur Preises. Moderiert wird das ganz wie immer vom zweifachen Deut­ schen Meister im Poetry Slam, Nils Straatmann. Und selbstver­ ständlich gestaltet auch das Pu­ blikum den Abend mit, indem es über Sieg oder Niederlage in diesem Dichter*innenwettstreit entscheidet.(jüg) Poetry Slam Jena Weihnachtsspecial 08.12.2019, 20 Uhr, Kassablanca ANZEIGE

Überall kurze Filme

Foto: Tim Jacken

Josef Nowinka, Akt vor Zimmerpflanze,1961

MALEREI

VIELE VERANSTALTUNGEN ZUM 8. KURZFILMTAG AM 21. DEZEMBER IN GANZ THÜRINGEN.

Am kürzesten Tag des Jahres ver­ wandelt sich Deutschland erneut in ein Kurzfilmland. Auf Hun­ derten von Veranstaltungen, u. a. auch in Thüringen, sind dann so viele Kurzfilme zu sehen wie sonst nie. Im letzten Jahr hieß es im Freistaat insgesamt 21 Mal »Kurzfilm ab!«. Einige Events, wie die »Kurzfilmwanderung im Wald« in Erfurt oder der »KURZ­ FILMTAG im lebensArt« in Wei­ mar stehen bereits fest. Viele wei­ tere werden noch hinzukommen. Alle Veranstaltungen verbindet die Idee, sich kurz vor Weihnach­ ten gemeinsam vor Leinwänden und Bildschirmen zu treffen, um in faszinierende Kurzfilm-Welten einzutauchen. Mit speziellen Pro­ grammen in Leichter Sprache, barrierefreien Kurzfilmen sowie

Italienerin am Meer, 1911

Foto: Matthias Nau

MEISTERLICHER AUSTAUSCH ­der ›großen Worte‹ beim Livelyrix Poetry Slam Weihnachtsspecial.

7. Dezember 2019 – 29. März 2020

YOUTUBE-STAR REZO unterstützt den KURZFILMTAG mit einem persönlichen Videoclip

Filmen für Senior*innen, Kinder­ gartenkinder und Schüler*innen gibt es die Möglichkeit für alle, den KURZFILMTAG gemeinsam zu feiern. 8. KURZFILMTAG 21.12.2019 Alle Veranstaltungen tagesaktuell auf www.kurzfilmtag.com

Josef Nowinka, Abreise / Abschied, 2000

KUNSTSAMMLUNG JENA www.kunstsammlung-jena.de

KUNSTSAMMLUNG. Städtische Museen Jena. JenaKultur


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Dezember 2019

| BUCHVORSTELLUNG |

Eine bereichernde Begegnung mit den Rosenthals

HEUTE EIN ORT KULTURELLER BEGEGNUNGEN: die Villa Rosenthal

»Villa Rosenthal. Geschichte und Vermächtnis einer jüdischen Familie« widmet sich der wechselvollen Geschichte, die erst zum Verschwinden und nun zur Wiederentdeckung des jüdischen Paares Rosenthal führte. Insgesamt sechs Kapitel und zahlreiche Abbildungen laden dazu ein, die Rosenthals und das von ihnen einst bewohnte Haus wieder bzw. neu zu entdecken. DAS VOR WENIGEN TAGEN VERÖFFENTLICHTE BUCH

Villa Rosenthal

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RAFFAEL SCHUSTER-WOLDAN:

Porträt Clara Rosenthal, 1896

cken möchte, das Abendrot ihrer Schönheit bewundern, und das hielt eine Reihe von Jahren an.« Clara Rosenthal führt ein gastli­ ches Haus, bevor sie die ersten sc hweren  Sc h ic ksa lssc h lä ge trafen: Der Sohn starb im Ersten Weltkrieg und eine unheilbare Nervenkrankheit stellte sich dau­ erhaft ein. Mitautor Dietmar Ebert hat be­ reits eine Publikation zum Leben von Eduard Rosenthal veröffent­ licht. Im nun vorliegenden Buch widmet er sich dem umfangrei­ chen Schaffen des Juristen und Citoyen Rosenthal, der als Profes­ sor an die Universität kam und

im Verlauf von drei Jahrzehnten dazu beitrug, die Stadt Jena zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Moderne zu führen. Die Grün­ dung der Lesehalle, des Kunstver­ eins und das Statut der Carl-ZeissStiftung gehen auf seine Ideen zurück. Die Stadt Jena dankte ihm mit der Ehrenbürgerschaft: »Dem hochverehrten Staatsrecht­ ler, dem edlen Menschenfreund, dem wohlwollenden und frei­ gebigen Helfer der Armen und Bedrängten hiesiger Stadt, dem staatsmännischen Bildner der Verfassung des geeinten Thü­ ringer Landes, der länger als ein Menschenalter der hiesigen Universität angehört, Herrn Geh. Justizrat Professor Dr. jur. Eduard Rosenthal erteilen wir hiermit das Ehrenbürgerrecht der Stadt Jena.« Durch die Nationalsozialis­ ten verschwand der Geehrte aus dem Gedächtnis der Stadt — zum Glück nur vorübergehend. Mit der Erbauung der Villa und den Nachbarschaften auf dem Plateau über der Kahlaischen Straße beschäftigt sich wieder­ um Autorin Doris Weilandt im Beitrag »Über der Stadt. Die Villa Rosenthal im neuen Gründervier­ tel von Jena«. Darin betrachtet sie die rasante Stadtentwicklung

am Ende des 19. Jahrhunderts, die als Ergebnis der wirtschaftli­ chen Blüte viele Menschen nach Jena lockte. Das Ehepaar Ro­ senthal wählte mit Bedacht ein Grundstück außerhalb der Vil­ lenviertel im Westen mit Blick in das weite Saaletal und auf dem Johannisberg gegenüber. Der Garten wurde nach der Vorliebe der Hausherren als parkähnliche Anlage mit vielen Rosenstöcken gestaltet. Das Buch entstand auf Initiative der jenawohnen GmbH anläss­ lich des 10-jährigen Jubiläums der Eröffnung der Villa Rosenthal nach umfangreicher, denkmalge­ rechter Restaurierung.(mei) Fotos: Jürgen Scheere/jenawohnen, Tina Peißker/jenawohnen, timespin

Noch zu Lebzeiten übereigneten der ›Vater‹ der Thüringer Verfas­ sung, Eduard Rosenthal und sei­ ne Frau Clara ihre Gründerzeit­ villa der Stadt Jena für »ideelle Zwecke«. Doch erst vor zehn Jah­ ren ist das Haus mit seinem park­ ähnlichen Garten ins öffentliche Bewusstsein zurückgekehrt. Auf dem Berg oberhalb der Kahlai­ schen Straße begegnen sich seit­ her Kunst und Literatur. In einem mehrschichtigen Porträt haben sich drei Jenaer AutorInnen nun daran gemacht, auch die Geschichte der jüdi­ schen Familie und ihres Hauses unmittelbar erfahrbar werden zu lassen. So befasst sich unter anderem Stephan Laudien unter dem Titel »Umschwärmt und ge­ achtet, gedemütigt und verhöhnt. Clara Rosenthal — eine Jüdin in Jena« ausführlich mit dem Leben der 1863 in Karlsruhe geborenen Klara Ellstädter, die 1885 den Ju­ risten Eduard Rosenthal heiratete und wenig später mit ihm nach Jena kam. Der einstmalige Jenaer Historiker Alexander Cartellieri (1867 — 1955) bezeichnete sie in seinen Notizen als »die schönste und sicher eleganteste Frau Jenas … Als wir 1902 herkamen, konn­ ten wir noch, wie ich es ausdrü­

»Villa Rosenthal. Geschichte und Vermächtnis einer jüdischen Familie« ist beim Jenaer Verlag Vopelius erschienen und im Buchhandel unter der ISBN 9783-947303-16-8 erhältlich. Villa Rosenthal

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September Dezember Dezember2019 2012 2019

| AUSSTELLUNG |

FEWA, Fit und Co. AUSSTELLUNG IN DER ›KLEINEN GALERIE HERMSDORF‹

Foto: Tobias Merker

rückt Werbung in der DDR in den Mittelpunkt. Exponate aus seiner gebrauchs­ grafischen Sammlung präsentiert das Geraer Museum für Ange­ wandte Kunst derzeit in der Nach­ barstadt. Das Konvolut beinhaltet zahlreiche Vor- und Nachlässe von Gebrauchsgrafikern der DDR. Die meisten Exponate stammen aus den 1950er bis 1970er Jahren und dokumentieren das größten­ teils anerkannt hohe künstleri­ sche Niveau dieses Genres. Die gebrauchsgrafischen Arbeiten jener Jahre sind ein Spiegelbild der Zeit ihrer Entstehung und zugleich auch des oft hohen ge­ stalterischen Anspruches, hand­ werklichen Könnens, der Kreati­ vität und Experimentierfreude.

Symbolisiert wird die Zeit zwischen 1950 und 1970 u.  a. durch zwei typische und allseits bekannte Werbefiguren: FEWAJohanna und Klementine. Erstere versinnbildlicht Werbegeschichte und Traditionen, auf denen nach 1950 in der DDR aufgebaut wur­ de. Als letztere dann in weißen Latzhosen für Waschmittelrekla­ me die Bühne der westdeutschen Fernsehwerbung betrat, begann in der DDR bereits der Rückgang der Werbung.(jüg) »Fewa, Fit und Co.: Werbung in der DDR« bis 10.01.2020, Kleine Galerie Hermsdorf

IN EINIGEN BEREICHEN laufen die Bewerbungsverfahren bereits auf Hochtouren.

Bewerbungsfristen beachten Wer sich für einen Ausbildungsoder dualen Studienplatz 2020 interessiert, sollte jetzt starten, denn in den meisten Branchen laufen die Bewerbungsfristen be­ reits. Vor allem im Öffentlichen Dienst und in Großunternehmen sollten sich Nachwuchskräfte umgehend bewerben, da die Be­ werbungsfrist oftmals zum Jah­ resende abläuft. Die Berufsberater unterstüt­ zen junge Menschen bei der Wahl des passenden Berufes, beraten zum Arbeitsmarkt und den Chan­ cen, ihren Berufswunsch zu rea­ lisieren. Sie weisen Jugendliche in der Beratung auf die Bewer­ bungsfristen hin und erläutern auch, worauf bei einer Bewer­

Foto © Marcel Krummrich

Foto: Agentur für Arbeit

| ARBEITSMARKT |

bung zu achten ist und wie man seine Chancen erhöhen kann. Wer sich für ein Studium interes­ siert, kann gern die Studienbera­ tung der Berufsberatung nutzen. Termine für eine Beratung bei einem Berufsberater können un­ ter Tel. 0800-4555500 vereinbart werden.(ank) Vorab online informieren: • www.planet-beruf.de • www.berufenet.­ arbeitsagentur.de • www.abi.de • www.studienwahl.de • www.berufenet.­ arbeitsagentur.de • www.hochschulstart.de

Di bis So 10-18 Uhr Alte Synagoge Erfurt Waagegasse 8 juedisches-leben.erfurt.de

10 jahre museum 2009-2019


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September Dezember 2019 2012

| AUSSTELLUNG |

DAS KÜNSTLERISCHE WERK VON JOSEF NOWINKA ist

eine Entdeckung wert: Es offenbart einen gerissenen ›DDR-Geschichtenerzähler‹, der seine Bilder durchdacht komponierte und spielerisch leicht Spuren zu Werken großer Künstler legte. Derzeit in der Kunstsammlung Jena zu entdecken.

JOSEF NOWINKA: »UNSER ZIEL« , 1975, Öl auf Hartfaserplatte

Der Maler Josef Nowinka (1919 — 2014) war Zeit seines Lebens ein weitgehend Unbekannter. Als seine Werke am 4. März 1973 erstmals in einer Privatwohnung einem Publikum vorgestellt wur­ den, hatte er bereits das fünf­ zigste Lebensjahr überschritten. Es folgten nur wenige Ausstel­ lungen abseits einer größeren öffentlichen Aufmerksamkeit, bevor das Werk erst vor einigen Jahren eine Entdeckung erfuhr. Zutage gefördert wurde hierbei ein künstlerisches Schaffen, das in seiner Stilistik einzigartig ist und mit einem subversiven Hu­ mor ausgestattet ist.

JOSEF NOWINKA: »JUNGE FRAU MIT BLONDEM HAAR« , 1960er

Jahre, Öl auf Karton

Nowinka war zunächst frei­ schaffend für verschiedene Verlage und Zeitungen tätig, ab 1970 arbeitete er als Grafiker beim Deutschen Fernsehfunk der staatlichen Fernsehanstalt der DDR (ab 1972 Fernsehen der DDR). Daneben malte er bis ins hohe Alter und fertigte Collagen sowie Assemblagen, von deren Existenz nur der engste Freun­ deskreis wusste. Den wenigen Eingeweihten offenbarte sich ein Werk, das alltägliche Begebenheiten eben­ so thematisiert, wie anzüglich frivole Szenerien oder traum­ hafte Sequenzen. Was zunächst den Anschein naiver Malerei er­ weckt, ist nicht nur durch eine akademische Ausbildung unter­ füttert, sondern darüber hinaus auch angereichert mit Stilzitaten als Resultat einer Auseinander­ setzung mit der Kunstgeschichte der Moderne. Dabei tritt er nicht einfach als Kopist auf, vielmehr sind diese Werke ganz eigene Interpretationen fremder künstle­ rischer Handschriften, wie etwa der eines Picassos. Vor allem Nowinkas Frauenbilder lassen dies erkennen, wenn er einen weiblichen Akt nach kubistischer Manier in geometrische Flächen zergliedert. Überhaupt wird sein

JOSEF NOWINKA: »VERWURZELUNG« , 1975, Öl auf Hartfaser-

platte

Schaffen dominiert von der Frau, die, mal lasziv, mal ernüchtert, gern leicht- oder unbekleidet die Bildfläche bevölkert. So räkelt sie sich auf Betten und Sofas, vor Blümchentapete und mytho­ logischen Mensch-Tier-Wesen, tritt als Dompteuse im Zirkus auf oder zerteilt als FleischereiFachverkäuferin, mit Lippenstift und Nagellack in kräftigem Rot, beherzt das tote Tier. Mit seinem Hang zur Narra­ tion grenzt sich Nowinka ent­ schieden von der Art Brut ab und schafft Bilder, die sich als spitz­ züngiger, bisweilen abgeklärter

Kommentar zu Alltag und Politik in der DDR zu erkennen geben. Flugzeuge, die im Hintergrund ungehindert Grenzen überwin­ den, zahlreiche Abschiedsszenen oder das Offenlegen der erlebten Tristesse des real existierenden Sozialismus können als subtile Kritik am vorherrschenden Sys­ tem gelesen werden und eigneten sich somit nicht für eine öffentli­ che Präsentation. Nachdem Nowinkas Werke in den letzten Jahren vereinzelt präsentiert worden sind, widmet sich nun die Kunstsammlung Jena dem eigenwilligen Schaf­ fen mit einer Retrospektive, die Arbeiten aus über fünfzig Jahren zeigt. Damit wird nicht nur auf die künstlerische Entwicklung Josef Nowinkas aufmerksam ge­ macht, sondern überdies auch je­ ner Staat aus einem neuen Blick­ winkel beleuchtet, in dem diese Werke zwar hervorgebracht wur­ den, gleichzeitig aber offiziell nie existierten.(fgo)

Josef Nowinka: »Mädchen vor Blumentapete« 07.12.2019–29.03.2020, Kunstsammlung Jena www.kunstsammlung-jena.de

Abb.: courtesy Galerie LÄKEMÄKER, Berlin/Wustrow; Fotos: © Andreas Labes, Berlin

In vielfacher Hinsicht ungewöhnlich


Highlights — September Dezember Februar 2012 2019 2012 Termine vormerken!

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Musik- und Kunst­ schule Jena Weihnachtskonzerte — traditionell bis jazzig

Burgauer Porzellan. Von Jugendstil bis Art Deco

Mit Ferdinand Selle kann Jena in seiner Geschichte einen wich­ tigen Porzellanfabrikanten vorweisen, der sowohl als Unterneh­ mer als auch als Entwerfer erfolgreich war. Darüber hinaus ist es ihm gelungen, mit Henry van de Velde und Albin Müller nam­ hafte Künstler als Gestalter zu gewinnen. Die Ausstellung gibt den bisher umfassendsten Überblick über die Produkte und die Entwicklung der von 1902 bis 1928 produzierenden »PorzellanManufaktur Burgau a. d. Saale Ferdinand Selle«. 14.12.2019 bis 29.03.2020 Stadtmuseum Jena, Markt 7, 07743 Jena Di, Mi, Fr 10–17, Do 15–22, Sa, So 11–18 Uhr www.stadtmuseum-jena.de

Romantisches ­Weihnachtszimmer — Fotos: Städtische Museen / F. Rebner / Jens Völler / A. Hub / C. Worsch

Weihnachten vor 200 Jahren

Weihnachten, das Fest der Traditionen, kann mit einer romanti­ schen Zeitreise verbunden werden: Ein historisch geschmückter Baum, ein alter Kaufmannsladen, ein antikes Puppenhaus — all das kann im Weihnachtszimmer des Romantikerhauses bestaunt werden — stimmungsvoll vor und während der Feiertage! ab 30.11.2019, Di–So 10–17 Uhr • Führungen für Kinder, Schulklassen und Erwachsene werden mit Lesungen zeitgenössischer Weihnachtstexte verbunden. • Anmeldung unter Tel. 03641 49-8249 oder bildung-romantikerhaus@jena.de • eingeschränkter Zugang für gehbehinderte Menschen www.romantikerhaus-jena.de

Die Vorweihnachts- und Ad­ ventszeit ist die Zeit der Besin­ nung und des Innehaltens. Be­ suchen Sie unsere alljährlichen Weihnachtskonzerte und lassen Sie sich auf das bevorstehende Fest einstimmen. CHRISTINE NITSCHE mit Harfe

Sa., 07.12.2019, 19 Uhr, Großer Saal der Musik- und Kunstschule Jena: Bigband-Weihnachts­ konzert mit den »Masters of Muppet« & Jazz-Projektchor Mi, 18.12.2019, 19 Uhr, Großer Saal der Musik- und Kunstschule Jena: Lehrerweihnachtskonzert »Harfenklänge und Weihnachts­ zauber« mit Einweihung der neuen Konzertharfe Weitere Veranstaltungen unter: www.mks-jena.de

… es weihnachtet sehr Noch bis 22. Dezember: Jenaer Weihnachtsmarkt

Noch nicht das passende Weihnachtsgeschenk gefunden? Die über 100 Stände im Herzen der Lichtstadt halten jede Menge Schönes bereit. Süße Düfte wärmender Leckereien sorgen für Besinnlichkeit. Besonderer Tipp für Freunde vergangener Zeiten: Noch bis 15. Dezember gibt es am alten Stadtmauerensemble zwischen Jo­ hannistor und Pulverturm den Historischen Weihnachtsmarkt mit Märchenhöhle, Mittelaltermusik, Ritterschaukämpfen, Feu­ ershow und vielem mehr!

www.jenakultur.de/maerkte

Denkmale / Kunst im öffentlichen Raum | Ernst-Abbe-Bücherei | Jenaer Philharmonie | Jena Tourist-Information | KulturArena | Kulturförderung | Kulturpreise | Kunstsammlung Jena | Märkte & Stadtfeste | Musik- und Kunstschule Jena | Romantikerhaus | Sonderprojekte | Stadtmuseum | Stadtteilzentrum LISA | Tourismus | Villa Rosenthal | Volksbad | Volkshaus | Volkshochschule Jena


LERHOFT IM SCHIL ARK M &A M

Weil wir wie jedes Jahr am 24.12. geschlossen haben, überreichen wir Ihnen schon den ganzen Dezember über vielfältige cineastische Geschenke. Danke für Ihre Neugier und Ihre Treue 2019! Dafür gibt es auch am 31.12. Filme bei uns. Nur rüberrutschen müssen Sie alleine. Wir sehen uns 2020!

Alle Spielzeiten finden Sie hier: www.schillerhof.org www.kinoammarkt.de

SH

F

LLERHO

IM SCHI

SONDERTERMINE

03.12. 17:00 WITWER MIT FÜNF TÖCHTERN Vorlesung im Kino 04.12. 20:00 THE MODERNS - WILDE JAHRE IN PARIS 35mm-Kino FILM e.V. 06.12. 16:00 E-SPORTS TURNIER 09.12. 19:30 AD ASTRA Schauwert 10.12. 17:00 MEINE FRAU MACHT MUSIK Vorlesung im Kino 12.12. 19:00 SYSTEMSPRENGER Filmgespräch mit Albrecht Schuch 13.12. 19:00 SYSTEMSPRENGER Filmgespräch mit Albrecht Schuch 14.12. 21:15 AD ASTRA Schauwert 17.12. 17:00 KLEINES ZELT UND GROSSE LIEBE Vorlesung im Kino

ab 05.12. bei uns Gatsby Welles ist ein verwöhnter Collegebubi aus New York mit reichen Eltern und dementsprechend großem Selbstbewusstsein. Natürlich hat der Schönling auch eine zauberhafte Freundin, die entzückend naive Ashleigh, die sich in der Redaktion der Collegezeitung als Journalistin profiliert. Gerade hat sie ein Interview mit dem bekannten Filmregisseur Roland Pollard an Land gezogen, für das sie nach New York fahren muss. Dies nimmt Gatsby zum Anlass für ein kuschliges Romantik-Wochenende in seiner Heimatstadt, zu dem er Ashleigh einlädt. Doch kaum sind die beiden angekommen, läuft alles aus dem Ruder. So sieht er sich ganz unerwartet solo, während Ashleigh durch das Interview mit dem vom Leben enttäuschten Filmregisseur Pollard in einen Strudel von Ereignissen gerät, die sie überallhin führen, nur nicht an Gatsbys Seite. Was auf den ersten Blick wie ein Woody Allen-Film as usual aussieht, entpuppt sich als ungewöhnliches Kunstwerk, das mit viel Selbstironie und einer großen Portion Melancholie aufwartet. Das Faszinierendste daran ist wie sehr Woody Allen sein Handwerk beherrscht und aus einer an sich einfachen Grundstory dank seiner originellen Charaktere, geschliffener Dialoge und zahlloser Verwicklungen neunzig Minuten witzige Unterhaltung zaubert, noch dazu mit zwei sehr jungen Protagonisten. Elle Fanning spielt die schwierige Rolle mit viel Sinn für Situationskomik, während das junge Genie Timothée Chalamet mit einer unübertrefflich coolen Arroganz überzeugt. Sie geben New York so viel jugendliche, belebende Frische, dass die Komödie bis zum Ende ihre Spannung hält, auch wenn es weniger zu lachen als zu lächeln gibt. Aber schließlich sollte auch ein Manhattan richtig dosiert und in kleinen Schlucken genossen werden. Gaby Sikorski USA 2019 (92 Min) Regie & Buch: Woody Allen mit Timothée Chalamet, Elle Fanning, Selena Gomez, Jude Law

Markt 5 www.kinoammarkt.de Tel. (03641) 23 61 303

M

RKT

AM MA

21.12. 18:00 BEST OF FILMTHUER 2019 Kurzfilmprogramm

Einsam Zweisam

ab 12.12. bei uns

ab 19.12. bei uns

Rose-Lynne Harlan ist soeben aus einer einjährigen Haftstrafe entlassen worden, als sie ihr erster Weg in eine verranzte Countrykneipe führt, wo sie vor dem Gefängnisaufenthalt mit ihrer Band gesungen hat. Mittlerweile will man sie hier allerdings nicht mehr sehen. So besucht sie ihre Mutter, die während dieser Zeit auf Rose‘s Kinder aufgepasst hat. Die unkonventionelle Familie muss sich erst vorsichtig wieder annähern. Doch die begnadete Sängerin jagt eher ihrem Traum, eine erfolgreiche Künstlerin zu werden, hinterher und stößt ihre Kinder immer wieder vor den Kopf. Eines Tages lernt sie die wohlsituierte Susannah kennen, von der sie sich Hilfe für ihre Karriere verspricht. Ungewöhnlicherweise ergreift Tom Harper kaum Partei für die kantige Protagonistin, sondern vielmehr dafür, sein eigenes Leben beim Schopfe zu packen. Und genau diese Botschaft gelingt mit dieser zwiespältigen Identifikationsfigur, eben weil im Leben nicht alles schwarz und weiß ist. Und so besticht die Geschichte mit Anarchie, Aufrichtigkeit und einer meisterhaften Hauptdarstellerin, die allein bereits das Kinoticket wert ist.

Rémy ist dreißig Jahre alt und Single. In seinem neuen Job findet er sich nur mühsam zurecht. Und die ihm kürzlich zugelaufene Katze hat sich ebenfalls schneller von ihm verabschiedet, als es ihm lieb war. Seit einem Schwächeanfall in der Bahn geht er regelmäßig zu einem Psychotherapeuten, um seinem niedergeschlagenen Gemütszustand auf den Grund zu gehen. Ganz ähnlich ergeht es nur ein Haus weiter der ebenfalls dreißigjährigen Mélanie. Sie trauert einer unglücklichen Beziehung hinterher, leidet unter Schlaflosigkeit und fühlt sich generell von ihrem Umfeld missverstanden. Zwei Menschen in Paris, mit sich und ihrem Leben unzufrieden und sich stets näher als gedacht, finden sie einfach nicht zueinander… Wenn sich im Kino zwei Menschen ineinander verlieben, dann tun sie das in der Regel ganz am Anfang des Films. Doch was geschieht eigentlich in der Phase davor? Genau diesem Abschnitt widmet sich Cédric Klapisch („Der Wein und der Wind“) und zeigt, dass Rémy und Mélanie einfach noch nicht dafür bereit sind, sich auf jemand Neues einzulassen. Ganz nebenbei ist der Film auch noch ein Porträt über eine in Überfluss und Hektik lebende Generation aus Beziehungsneurotikern, die sich am Ende doch eigentlich nur nach einem Happy End sehnen.

Antje Wessels UK 2019 (101 Min) Regie: Tom Harper mit Jessie Buckley, Matt Costello, Jane Patterson, Lesley Hart, Carol Pyper Rafferty

26.12. 16:00 DAS KALTE HERZ 31.12. 14:00 DER GEHEIME ROMAN DES MONSIEUR PICK Seniorenkino

Wild Rose

Löbdergraben

Helmboldstr. 1 www.schillerhof.org Tel. (03641) 52 36 53

SH IM SCHI

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LLERHO

Antje Wessels FR/BEL 2019 (101 Min) Regie: Cédric Klapisch mit François Civil, Ana Girardot, Camille Cottin

Filmkritiken aus www.programmkino.de · Mit freundlicher Genehmigung der AG Kino. Fotos: Verleiher ·

KINO

A Rainy Day In New York

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SONDERBEILAGE

Gute Filme im Dezember 2019


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The Peanut Butter Falcon ab 19.12. bei uns

The Kindness of Strangers The Farewell - Kleine Wunder unter Fremden

ab 19.12. bei uns

ab 12.12. bei uns

Als Billi erfährt, dass ihre Eltern für die Hochzeit eines Cousins, den kaum jemand kennt, die weite Reise in ihre alte Heimat China antreten wollen, wittert sie sofort Unheil. Bald erfährt sie, dass die Hochzeit nur ein Vorwand ist, denn in Wahrheit ist bei Billis Großmutter Lungenkrebs diagnostiziert worden, es bleiben ihr nur noch wenige Wochen. Nach alter chinesischer Tradition soll sie davon nichts erfahren, weshalb die Hochzeit als Gelegenheit zum möglichst unauffälligen Abschied nehmen gewählt wurde. Billi ist doppelt getroffen: weil ihre geliebte NaiNai todkrank ist, aber auch wegen der Lüge, die ihr von der gesamten Familie aufgetischt wird. Schon der Plot zeigt das Komödienpotential: Hier prallen Weltbilder, Kulturen und Generationen aufeinander, und Lulu Wang macht daraus eine sowohl lebensnahe als auch lebensbejahende Handlung mit viel Humor und Situationskomik. Billi erkennt die Muster in ihrer Familie, sie sträubt sich gegen die Traditionen, aber sie liebt sie auch. Die junge Schauspielerin Awkwafina macht das phänomenal gut. Der Abschied von geliebten Menschen ist eine Prüfung, die früher oder später jeder bestehen muss. Ein Film wie dieser mit so viel Humor, Herzenswärme und Liebe bietet dafür die beste Inspiration.

Mitten im Winter flieht die von ihrem Ehemann misshandelte Clara mitsamt ihrer zwei Söhne in den Schmelztiegel New York und hofft hier auf eine Bleibe. Doch nachdem ihr Auto beschlagnahmt wird, müssen sie sich auf der Straße durchschlagen. Marc, ein ehemaliger Gefängnisinsasse, muss nach seiner Entlassung plötzlich wieder neu lernen, wie es ist, frei zu sein. Die Krankenschwester Alice findet ihre Bestimmung in einer bestimmten Art von Therapie, die sie mit ihren Patienten auf ganz neue Weise zusammenbringt. Der Arbeitslose Jeff verzweifelt dagegen am Arbeitsmarkt. Für sie alle geht das Leben in New York seinen Gang und für sie alle hält die Stadt das ein oder andere Wunder bereit… Als Ensemblestück, in dem jeder Charakter seinen Platz im erzählerischen Gefüge einnimmt, gefällt der Film deutlich besser, denn als Charakterstudie unterschiedlicher Menschen. Inszenatorisch kann er sich aber uneingeschränkt sehen lassen. Kameramann Sebastian Blenkov findet für die dramatischen Schicksale elegantschwelgende Bilder, unterstreicht den Anspruch Scherfigs, gleichermaßen der Überstilisierung zu frönen und letztlich eben doch „nur“ eine Geschichte aus dem Leben erzählen zu wollen. Antje Wessels DK/CAN/SWE/FR/DE/UK/USA 2019 (102 Min) Regie: Lone Scherfig mit Andrea Riseborough, Caleb Landry Jones, Zoe Kazan, Bill Nighy, Jay Baruchel

Gaby Sikorski USA 2019 (100 Min) Buch und Regie: Lulu Wang mit Awkwafina, Tzi Ma, Jim Liu, Gil Perez-Abraham, Ines Laimins

Zak ist glühender Wrestling-Anhänger und träumt davon, einmal die WrestlingSchule seines Idols zu besuchen. Das Problem: Zak hängt in einem Pflegeheim fest, weil er das Down Syndrom hat und ihm die Umwelt nicht zutraut, für sich allein zu sorgen. Eines Nachts gelingt es ihm, aus dem Pflegeheim auszubrechen. Auf seiner Reise trifft Zak zufällig auf Tyler, einen Kriminellen, der eigentlich gerade ganz andere Probleme hat, als Zak bei seiner Odyssee nach Florida zu helfen. Doch aus irgendeinem Grund sind sich die zwei auf Anhieb sympathisch und bestreiten den Weg gemeinsam. Als sich dann auch noch Zaks Pflegerin Eleanor an ihre Fersen heftet, wird die Reise dieses ungleichen Trios zu einem unvergesslichen Abenteuer. Nach „Die Goldfische“ ist es der zweite Film, in dem ein Mensch mit geistiger Behinderung einen Menschen mit geistiger Behinderung spielt. Dadurch, dass die Regisseure kein Mitleid heucheln, sondern jeden ihrer Charaktere gleichwertig betrachten, ist eine warmherzige Tragikomödie entstanden mit der Botschaft, jedem Menschen vorurteilsfrei zu begegnen. Bei dem Trip wär man selbst gern dabei! Antje Wessels USA 2019 (97 Min) Regie:Tyler Nilson und Michael Schwartz mit Shia LaBeouf, Zack Gottsagen, Dakota Johnson, Bruce Dern

Der geheime Roman des Monsieur Pick ab 26.12. bei uns

Weit im Westen Frankreichs, mitten in der Bretagne, liegt eine kleine Insel, die eine ganz besondere Bibliothek beheimatet: Denn darin werden alle Bücher verstaut, die von Verlagen und Publizisten abgelehnt wurden. Ab und zu gibt es allerdings noch idealistische Verleger wie Daphné. Als sie auf ein vielversprechendes Manuskript stößt, entschließt sie sich, die Geschichte zu veröffentlichen. Das Buch wird zu einem Beststeller, doch die Sache hat einen Haken: Der Autor des Werkes ist ein bretonischer Pizzabäcker und bereits seit zwei Jahren tot. Als seine Witwe behauptet, ihren Mann nie etwas schreiben gesehen zu haben, wird der Literaturkritiker Jean-Michel hellhörig und geht der Sache auf den Grund. Bald darauf wird die Literaturwelt erschüttert. Frankreich 2019 (101 Min) Regie: Rémi Bazançon mit Fabian Luchini , Alice Isaaz, Camille Cottin

Kinderkino im Schillerhof Everest - ein Yeti will hoch hinaus Ein kleiner Yeti ist einem Versuchslabor in Shanghai entkommen und sucht Zuflucht auf den Dächern der Millionenstadt. Dort begegnet er dem Teenager-Mädchen Yi und ihren Freunden Jin und Peng. Schnell wird klar, dass sie den kleinen Yeti nur retten können, wenn sie ihn zurück in seine Heimat bringen. Gemeinsam begeben sich die Freunde auf eine faszinierende Reise, um Everest am höchsten Punkt der Erde wieder mit seiner Familie zu vereinen. FSK 6, empfohlen ab 8 UNSA 2019 (97 Min)

KINDERKLASSIKER

Das kalte Herz Da wo der Schwarzwald am dichtesten ist, lebt der Köhler Peter Munk, der die schöne Lisbeth liebt. Um sie zu bekommen, lässt er sich mit dem Holländer-Michel ein und vertauscht sein Herz gegen einen Stein. FSK 6, empfohlen ab 10 DDR 1950 ( 104 Min)

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KT AM MAR

SONDERTERMINE

04.12. 19:30 BEST OF KURZSÜCHTIG 2019 Kurzfilmprogramm 05.12. 20:00 DIE GLITZERNDEN GARNELEN Queerfilmnacht spezial 07.12. 21:30 MIDSOMMAR Schauwert 08.12. 20:15 DIE GLITZERNDEN GARNELEN Queerfilmnacht spezial 09.12. 15:00 DIE SCHÖNSTE ZEIT UNSERES LEBENS Seniorenkino 10.12. 19:30 SILAZKI - FRAUEN DER ERSTEN STUNDE Polnische Filmreihe 11.12. 20:45 MIDSOMMAR Schauwert 13.12. 22:00 THE WILD BOYS FRIDAY.DARK.DIRTY 19.12. 20:00 WILD NIGHTS WITH EMILY Queerfilmnacht 27.12. 22:00 HOLIDAY FRIDAY.DARK.DIRTY


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Dezember Oktober 2019 2012

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Florales zur Weihnachtszeit im Felsenkeller des Erfurter Doms lädt in diesem Jahr unter dem Motto »Holz und Traditionen« zum stimmungsvollen Verweilen ein. DIE BELIEBTE BLUMENBINDESCHAU

Etwas abseits vom Trubel der Vorweihnachtszeit kann man in der stimmungsvollen Ausstellung »Florales zur Weihnachtszeit« den Zauber des Advents in Ruhe genießen und so ganz nebenbei auch die eine oder andere Anre­ gung für die heimische Stube mit nach Hause nehmen. Seit mehr als 30 Jahren präsentiert der egapark Erfurt seine traditionelle Schau im Felsenkeller des Erfur­ ter Doms. In diesem Jahr lädt die Blumenbindeschau unter dem Motto: »Holz und Traditionen« ein. Arrangiert in den mittelal­ terlichen Gewölben des Erfur­ ter Dombergs und unmittelbar neben dem Weihnachtsmarkt präsentieren Floristen aus ganz Deutschland außergewöhnliche und fantasievolle Kreationen zur

Advents- und Weihnachtszeit. Festliche Kränze, Pyramiden und weihnachtliche Accessoires vereinen sich mit außergewöhn­ licher Blumenbindekunst zu stimmungsvollen Szenen. Das Thema der Ausstellung wechselt jährlich. In diesem Jahr dreht sich alles um »Holz und Traditionen«. Jede der 24 Gewölbenischen ver­ wandelt sich in eine einzigartige florale Inszenierung.

Florales zur Weihnachtszeit noch bis 22.12.2019, 10–20 Uhr; 23., 25. und 26.12.2019, 10–18 Uhr; 24.12.2019, 10–13 Uhr Weitere Infos unter: www.egapark-erfurt.de

| BUCHVORSTELLUNG |

NEUE PARADIESBRÜCKE mit Baugebiet »Am Rähmen« (1986)

Geschichte und Geschichten DIE KERNBERGE SIND BEKANNTLICH nicht nur namensgebend für jenen Jena prägenden Muschelkalkbergzug, sondern bezeichnen auch das zugehörige Stadtviertel, das sich zu Füßen der eindrucksvollen Erhebung befindet. Über Geschichten und die Geschichte des Ortsteils informiert auf höchst facettenreiche Weise das von ­André Nawrotzki herausgegebene Buch »Spurensuche«, das dank der großen allgemeinen Nachfrage jüngst wiederaufgelegt worden ist.

Der heutige Ortsteil »Kernber­ ge« mit etwa 4.500 Einwohnern grenzt im Norden an Wenigen­ jena, im Süden an Wöllnitz, im Osten an Ziegenhain und nach Westen bildet die Saale die Trennlinie zum gegenüberlie­ genden Ortsteil »Zentrum« von Jena. Seine Geschichte begann vor ungefähr 110 Jahren, als das Gebiet zwischen dem ursprüng­ lich slawischen Camsdorf, dem Bergdorf Ziegenhain und dem Dorf Wöllnitz zur Stadt Jena

kam. Zuvor wuchsen dort Wein und Obstbäume. Auf den hügli­ gen Wiesen weidete Vieh. Am Ufer der Saale stand eine kleine Schneidemühle — direkt ange­ trieben vom angestauten Wasser des schon um 1300 angelegten Eisrechenwehres. Ende des 19. Jahrhunderts hatte es die Jenaer Schützen hierher verschlagen, die 1882 neben der schon von Goethe genutzten Fähre eine Brü­ cke bauen ließen.

BETRIEBS-SPORT- UND KULTURFEST des VEB Carl Zeiss Jena (ca. 1965)

Fotos: Sammlung Ralph Seide

| EGAPARK |


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SPEERWERFER-PLASTIK vor der »Muskelkirche« kurz vor dem Abriss (1940)

ZEITEN DES WACHSTUMS Mit der Eingemeindung 1909 setzte sich die schon kurz zuvor begonnene Erschließung und Be­ bauung des Gebietes in rasantem Tempo fort. Innerhalb weniger Jahrzehnte entstand bis zum Be­ ginn des Zweiten Weltkrieges der wesentliche Teil der heute beste­ henden privaten und öffentlichen Gebäude — unter anderem auch drei Schulen, eine Turnanstalt sowie ein eigener kirchlicher Sprengel. Auch die meisten der heutigen Straßen wurden ange­ legt. Architekten und Baumeis­ ter, wie Johannes Schreiter und Hans Schlag — die beide auch im Viertel wohnten, Paul Engelhardt sowie Heinrich, Heinz und Rolf Fricke, konnten hier ihre Ideen zum Bau von Villen und auch bei Bauten der Reformbewegung, den Gebäuden der HeimstättenGenossenschaft, verwirklichen.

Der Pädagoge Johannes Trüper fand einen natur- und zugleich stadtnahen Platz für seine Erzie­ hungsanstalt. Namhafte Persön­ lichkeiten, die an der Universität oder in den großen Industriebe­ trieben wirkten, und auch ver­ schiedene Unternehmen ließen sich im Kernbergviertel nieder. Von den Bombardierungen des Zweiten Weltkrieges blieb dieser Teil ­Jenas weitgehend verschont.

MARX-ENGELS-DENKMAL am heutigen Jenaplan (ca. 1956)

dete sich 2012 die Arbeitsgruppe »Chronik«, der zeitweise mehr als zwanzig Mitglieder angehör­ ten. Sie gingen auf »Spurensu­ che«, als sie sich die Aufgabe stellten, Erinnerungsmaterial und Daten zusammenzutragen, um ein möglichst umfassendes Bild des relativ jungen, jedoch außerordentlich vielseitigen Orts­ teiles zeichnen zu können. Dabei konnten allerdings nicht alle Fra­ gen, wie beispielsweise die nach BEGINN DER SPURENSUCHE der Herkunft des Namens »Kern­ Nach der politischen Wende berge«, geklärt werden. 1989/90 nahm das Interesse vie­ ler Menschen deutlich zu, sich NEUAUFLAGE mit Geschichte, auch der des eige­ Verleger und Autor André nen Wohnumfeldes, zu befassen. Nawrotzki, der unter dem Label Der einfachere Zugang zu Quel­ DominoPlan seit mehreren Jah­ len und der offenere Umgang mit ren verschiedene stadtgeschicht­ Geschichte als in den Jahren der liche Publikationen herausgibt DDR trugen sicherlich dazu bei. und zudem seine Kindheit und Aus dem Ortsteilrat des erst Jugend im Kernbergviertel ver­ 2010 entstandenen eigenständi­ brachte, gab dem vorhandenen gen Ortsteiles »Kernberge« grün­ Material eine Struktur, die die

Vielfalt deutlich macht und auch für Nichteinwohner zu unterhalt­ samer Lektüre wird. Aufgrund des überwältigenden Interesses war die 2018 erschienene erste Auflage binnen kurzer Zeit ver­ griffen — inzwischen gibt es die zweite.(flb) André Nawrotzki (Hrsg.)

Spurensuche Geschichte und Geschichten aus dem Jenaer Ortsteil Kernberge

Kernberge

»Spurensuche. Geschichte und Geschichten aus dem Jenaer Ortsteil Kernberge« hrsg. von André Nawrotzki DominoPlan, 200 Seiten (geb.)


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September Dezember 2019 2012

| MUSIKGESCHICHTE |

WEIHNACHTEN STEHT VOR DER TÜR

Die Fender Stratocaster hat die Rockmusik revolutioniert. Ihr Design und ihr Sound sind zum Inbegriff der E-Gitarre an sich geworden. Leo Fender brachte sie 1954 im kalifornischen Fullerton auf den Markt. Das Modell avancierte schnell zu einer Ikone, weil es sich dem Körper des Gitarristen an­ schmiegte und einen kristallklaren Klang hatte. Musiker jedweder Couleur spielen und spielten auf dieser revolutionären Stromgitar­ re mit den zwei Einschnitten, die aussehen wie Hörner: Buddy Holly, Hank Marvin, Jimi Hendrix, Eric Clapton, Jeff Beck, Pete Town­ shend, David Gilmour, Mark Knopfler, Kurt Cobain, John Frusciante. Das von Leo Fender kreierte Kunstwort »Stratocaster« setzt sich zusammen aus dem Begriff Stratosphäre und dem Namen des Vorgängermodells Telecas­ ter, das bereits seit 1950 hergestellt wird. Das futuristische rundliche Design sollte an in­ novative Flugzeugtechnologie erinnern und fortschrittliches Denken widerspiegeln. EIN NATIONALHEILIGTUM Das klassische Design der Anfangszeit ist bis dato mehr oder weniger unverändert geblieben. Trotz des unbequemen Halses und des hohen Gewichts gilt der Klang der 1954er Stratocaster bis heute als einzigartig. Die wenigen Exemplare, die noch existieren, werden wie Kunstwerke gehandelt. Leo Fender wusste schon früh, dass das Holz entscheidend zu den Klangqualitäten beiträgt. Statt Esche verwendete er später Erle, denn dieses Holz gibt Obertöne beson­ ders gut wieder. Den anfangs noch dicken, U-förmigen Hals ersetzte er durch einen an­ genehmen V-förmigen. Und er begann, wi­ derstandfähigen ABS-Kunststoff anstelle von Styropor zu verwenden. 1958 verabschiedete Fender sich bereits wieder von dem beliebten V-förmigen Hals, um ihn durch einen dünne­ ren U-förmigen zu ersetzen. Anschließend ging er dazu über, für den Hals aufgeleimtes hochwertiges brasilianisches Palisanderholz zu verwenden.

Im Labor der jaulenden Amps LEO FENDER und seine frühen Modelle im Fender Guitar Factory Museum

DIE DUNKLE PERIODE Die Vintage-Ära der Fender Stratocaster fand ein jähes Ende, als ihr Erfinder 1965 schwer erkrankte und sich gezwungen sah, seine Firma an den Medienkonzern CBS zu verkaufen — für aus heutiger Sicht lumpige 13 Millionen Dollar (circa 12 Millionen Euro). Mit CBS wurde die Stratocaster in jeder Hin­ sicht billiger. Das Herstellungsverfahren für den Korpus änderte sich, fortan wurde das Holz gefärbt und anschließend gesprüht, es erlaubte CBS, weniger schön aussehendes Holz zu verwenden. Besonders die Strato­ caster Sunburst sah anfangs ziemlich öde aus. Die Ton-Regler bestanden in dieser Zeit aus billigem Plastik, das an Perlen erinnerte. Die Kopfplatten waren in der CBS-Ära volu­ minöser als je zuvor, damit man darauf ein größeres, aber auch hässlicheres Fender-Logo unterbringen konnte. Neben den vielen Pro­ duktionsmängeln gab es auch einige wenige Verbesserungen wie einen völlig neuartigen Tonabnehmer. Alles in allem führten die Ver­ änderungen der CBS-Ära aber dazu, dass die Stratocaster in den frühen 1980er Jahren aus der Mode kam. Die dunkle Periode sollte erst ein Ende finden, nachdem 1985 eine Investorengruppe um den Flugzeugingenieur Bill Schultz die Marke Fender von der CBS erworben hatte. Im Geiste des legendären Firmengründers wurden jetzt wieder qualitativ hochwertige Instrumente gebaut. Zu der neuen Strategie gehörte, Replikate der legendären Model­ le zwischen 1957 und 1962 unter dem Logo »American Vintage Reissues« auf den Markt zu bringen. Heute bietet Fender eine nahezu unüber­ schaubare Palette an Modellen in jedweden Marktsegmenten an. Nach wie vor werden hochwertige Stratocaster von derselben Qua­ lität wie die Vintage-Gitarren hergestellt. Die modernen Modelle lassen sich sogar besser

spielen als ihre historischen Vorgänger. Sie verstimmen sich weniger oft, der C-förmige Hals ist bequemer zu halten, das Griffbrett ist flacher und die Gitarre insgesamt leichter. DIE WELTBESTE GELDANLAGE Leo Fender, der am 10. August 1909 in Anaheim/Kalifornien geborene Instrumen­ tenbauer, hat seine schwere Krankheit übri­ gens überlegt und bis zu seinem Tod im Jahr 1991 weiterhin leidenschaftlich daran gear­ beitet, Gitarren, Bässe, Verstärker, Tonab­ nehmer und Vibrato-Systeme zu verbessern. Das Büro, das CBS ihm damals zur Verfügung gestellt hatte, hat er kein einziges Mal betre­ ten, lieber gründete er neue Firmen wie Mu­ sicMan und G&L Musical Instruments. 1992 wurde er posthum in die Rock’n’Roll Hall Of Fame aufgenommen. Dass sämtliche Model­ le aus der Prä-CBS-Zeit heute teure, sehr ge­ suchte Sammlerstücke sind, versteht sich von selbst. Speziell, wenn sie einen Promi-Faktor haben. Ein amerikanisches Broker-Magazin pries Vintage-Gitarren sogar als eine der weltbesten und sicheren Geldanlagen an. Den bisher höchsten Preis für eine E-Gitar­ re erzielte Bob Dylans kontroverse Sunburst Fender Stratocaster. Sein Auftritt beim New­ port Folk Festival vom 25. Juli 1965 gilt als epochal, weil er Dylans Wechsel vom Folk zum Rock markiert. Die Sunburst Fender Stra­ tocaster, auf der er an jenem Abend erstmals elektrisch spielte — und dafür ausgebuht wur­ de — galt fünf Jahrzehnte lang als verschollen. Eines Tages fanden Historiker heraus, dass diese Strat sich im Besitz einer Dame befand, deren Vater in den Sixties für Dylan tätig war. Der wahre Wert dieses legendären Bretts dürfte ihr nicht bewusst gewesen sein. Sie ließ die Strat später bei Christie’s versteigen für 965.000 Dollar (circa 871.000 Euro). Es ist bis heute die teuerste Gitarre, die je bei einer Auktion den Besitzer wechselte.(one)

Fotos: Mr. Littlehand/Flickr.com

und noch immer keine Idee für ein exklusives Geschenk? Wie wäre es mit einer Vintage-Gitarre? Die Fender Stratocaster gilt als die populärste, meistkopierte und teuerste E-Gitarre der Welt. Auch 65 Jahre nach ihrer Markteinführung sorgt sie dafür, dass der Rock’n’Roll immer noch jung klingt


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Februar 2012 Dezember 2019

| AUSSTELLUNG |

Fotografische Spurensuche

Foto: Marcel Krummrich

DIE ALTE SYNAGOGE IN ERFURT ist mit ihren Bauteilen aus dem 11. Jhd. die älteste, bis zum Dach erhaltene Synagoge in Mitteleuropa. Vor 10 Jahren ist hier ein außergewöhnliches Museum entstanden – ein Ort, an dem einmalige Sachzeugnisse der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde zu sehen sind.

Bereits im Hof sind Grabsteine des zerstörten mittelalterlichen Friedhofs zu sehen, der Kel­ ler beherbergt den in der Nähe gefundenen Schatz, den eine jüdische Kaufmannsfamilie vor dem Pogrom 1349 verbarg; im Erdge­ schoss wird die Baugeschichte thematisiert, die Erfurter Hebräischen Handschriften im Obergeschoss. Das umfangreiche Erbe bietet Aufschluss über das jüdische Gemeindeleben sowie die Koexistenz von Juden und Christen in mittelalterlichen Städten — aber es erzählt auch die Geschichte eines Massenmordes, einer gesteuerten Auslöschung der Jüdischen Gemeinde! Da die Komplexität, mit keiner Stätte vergleichbar ist, strebt Erfurt, hierfür den Titel »UNESCO-Welterbe« an. Im Jahr des zehnjährigen Jubiläums ist es an der Zeit, die zahlreichen »ikonischen« Motive hier künstlerisch neu zu interpretie­ | EVENT |

MARCEL KUMMRICH, »Tanzpaar«

ren und damit frische Blickweisen heraus­ zufordern. Für das ambitionierte Fotoprojekt konnten die Fotografen Ulrich Kneise aus Eisenach und Marcel Krummrich aus Erfurt gewonnen werden. Aus dem Spannungsfeld ihrer Herangehensweisen entsteht eine ganz besondere Kraft: Während Kneise eher spar­ sam komponiert und in Schwarz-Weiß arbei­ tet, steht Krummrich für barock anmutende Farbverläufe und Szenarien, für die Dynamik inszenierter Stadt- und Museumsräume. Im Zusammenspiel mit Texten von Elena Rauch und Henryk Goldberg erzählen die Fotografi­ en von einem urbanen jüdischen Leben, wel­ ches selbstbewusst seinen Platz in der Stadt einnimmt. Die Projektergebnisse finden sich in einem beeindruckenden Fotoband und einer Son­ derausstellung. Ab dem 21. November bietet ANZEIGE

diese ein umfangreiches Begleitprogramm mit den Kuratoren und Fotografen. Im neuen Jahr folgt ein Ferienworkshop mit der Kunstund Designschule IMAGO. Höhepunkt ist am 25. April 2020 die Versteigerung der Fotogra­ fien aus der Ausstellung. Der Erlös kommt dem Kinder-und Jugendtheater der Jüdischen Gemeinde zugute.(flb)

Alte Synagoge Erfurt. Perspektiven Eine fotografische Spurensuche von Ulrich Kneise und Marcel Krummrich zu sehen bis 03.05.2020 Alte Synagoge Erfurt, Waagegasse 8 Di bis So: 10–18 Uhr / Feiertage www.juedisches-leben.erfurt.de

| ERHOLUNG |

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Wellnessurlaub für Zwischendurch ... IN DER VORWEIHNACHTSZEIT in der Avenida-

Therme Hohenfelden. Das mediterrane Flair lädt zum Ausspannen und Wohlfühlen ein – eben ein kleiner Urlaub im Alltag.

DIE GEBÜRTIGE GREIFSWALDERIN CLAUDIA DELL stellt mit regionalen

und nationalen Künstlern vielfältige Veranstaltungen zusammen

Fotos: arcona Management GmbH (Henrike Schunck)

CLAUDIA DELL, Kultur­ managerin im Hotel Elephant Weimar, empfiehlt:

»Ich habe in unserem Lichtsaal einen wunderbaren Raum für Filmvorführungen gefunden — demnächst zu erleben bei unse­ rem Stummfilmabend mit LiveMusik am 21.12.2019: DER BETTELPOET Der gewitzte Vagabund Fran­ çois Villon säuft, stiehlt, gaukelt und dichtet Werke, die auch zu Hofe Ludwig XI. hoch angesehen sind. Ein Zufall bringt ihn mit der Geliebten des Königs zusammen — und das Schicksal nimmt seinen Lauf …«

MIT R. SIEDHOFF (PIANO) UND M. SIEROV (OBOE), engl. UT

Weitere Infos zum Kulturprogramm und Tickets unter: hotelelephantweimar.de/ kulturprogramm Hotel Elephant Weimar info@hotelelephantweimar.de +49 3643 802 631

Stärken Sie Ihre Abwehrkräfte und genießen Sie aromatische Saunaaufgüsse und Saunadüfte in den verschiedenen Saunen im Innen- und Außenbereich. Im Wellnessbereich können Sie sich bspw. bei einer Kräuterstem­ pelmassage, einer klassischen Massage oder einer Aroma-ÖlMassage verwöhnen. Ein Ver­ wöhnprogramm der besonderen Art ist auch das orientalische Hamam, bei der Sie mit Sei­ fenschaum auf einer warmen Steinliege massiert werden. Im Saunarestaurant können Sie sich auch von der kulinarischen Sei­ te verwöhnen lassen. Regionale Zutaten und Fleisch aus artge­ rechter Tierhaltung werden hier

verarbeitet und zu köstlichen Ge­ richten frisch zubereitet — natür­ lich, regional und gesund. Genau das Richtige, um in der Vorweih­ nachtszeit eine kurze Auszeit für sich selbst oder mit dem Partner zu finden. Übrigens sind alle Leis­ tungen der Avenida-Therme auch als Geschenkgutschein erhältlich.

Avenida-Therme ­Hohenfelden Am Stausee 1, 99448 Hohenfelden Weitere Informationen: www.avenida-therme.de


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September Dezember 2019 2012

| MAGAZIN-RELAESE |

MIT EINER FULMINANTEN RELEASEPARTY im ›kinky‹ Outfit hat das

Jena-Weimarer Magazin für Erotik »FLUT« vor wenigen Wochen das Erscheinen seiner ersten Ausgabe gefeiert.

DIE ORGANISATORINNEN der FLUT-Magazin-Release-Party während der Feier im Glashaus

ALLES IST EROTIK … Nach ersten konzeptionellen Absprachen war schnell klar, dass es für die unterschied­ lichen Perspektiven mehr braucht als die ei­ genen Vorstellungen des Erotischen. Ziel ist es, im Magazin die Vielfalt von Erotik und erotischen Ideen zu zeigen, möglichst diverse Sichtweisen auf Erotik abbilden zu können

F LU T Magazin für gegenwärtige Erotik

Vol. 01 Haut

Freitagabend im Glashaus im Paradies: bun­ tes Neonlicht scheint durch die Scheiben in den Park, elektronische Ambient-Musik wird gespielt, der Innenraum ist bereits gut gefüllt, vor der Tür stehen noch einige Gäste und rauchen. Acht Frauen haben am 15. Novem­ ber 2019 eine Party unter dem Motto »kinky space age« im Glashaus in Jena veranstaltet. Einige Gäste sind dem Motto entsprechend in raumanzugähnlicher Ganzkörperbekleidung oder engen Leggins erschienen, aber bei wei­ tem nicht alle. Der Novembernebel lädt nicht ein zu knappen ›kinky‹ Outfits. Anlass für die Veranstaltung ist das Re­ lease der ersten Ausgabe von »FLUT«, einem neuen Magazin für Erotik. Weniger als ein Jahr ist es her, dass die Idee für ein junges, feministisches und sexpositives Erotik-Maga­ zin in Jena geboren war. Inspiriert durch ein ähnliches Heft in Leipzig taten sich drei Stu­ dentinnen aus Jena und Weimar zusammen. »Angetrieben hat uns der Wunsch, alter­ native Perspektiven auf Erotik aufzuzeigen und ihnen Platz zu geben«, so Anna Ebert, eine der Magazingründerinnen. Diese be­ inhalten feministische oder queere Stand­ punkte, wollen mit Schönheitsidealen und Heteronormativität brechen sowie Nacktheit enttabuisieren.

DAS COVER der ersten Ausgabe

und Einseitigkeit zu vermeiden. Im Manifest von FLUT halten die drei Gründerinnen des­ halb unter anderem fest: »FLUT will nicht vorschreiben, was Erotik ist, denn Erotik ist subjektiv!« und »Alles kann als erotisch emp­ funden werden, daher ist Alles Erotik, aber nicht für jede*n.« Also startete das Magazin einen ›Open Call‹, der Künstlerinnen und Künstler der ver­ schiedensten Kunstrichtungen aufrief, ihren Blick auf Erotik im Magazin zu teilen. Trotz der fehlenden Referenzen des neu gegründe­ ten Hefts kamen insgesamt 32 Künstlerinnen und Künstler diesem Aufruf nach und nutzten

für ihren künstlerischen Ausdruck Fotografie ebenso wie Grafiken und das geschriebene Wort in Prosa oder Lyrik. In die erste Ausgabe aufgenommen wur­ den über 20 Künstlerinnen und Künstler. Die erste Ausgabe steht unter dem Thema »Haut« und hat 70 Seiten. Das Team von FLUT wuchs während des Entstehungsprozesses stetig weiter: Aus den drei Gründerinnen sind mitt­ lerweile acht Frauen geworden, die an jenem November-Freitagabend im Glashaus Verant­ wortung für das Magazin und dessen ReleaseParty zeigen und dem Heft einen Ursprung in Jena, Weimar, Berlin und zeitweise sogar in Rom geben. Die Veranstaltung im Glashaus startete mit einem Kulturprogramm und der Vorstellung des Magazins. »Wir wollen hier aber auch Kunstformen zeigen, die man nicht im Heft präsentieren kann«, sagt Paula Willert, eine der Organisatorinnen. Und so werden die Lesungen aus der ersten Ausgabe von FLUT mit Jazz-Musik, erotischen Kurzfilmen, Tango und einem Vortrag zu Pornografie gerahmt. Der Raum des Glashauses ist irgendwann bis auf den letzten Meter mit Menschen gefüllt. Als die auf das kulturelle Programm fol­ gende Party in den frühen Morgenstunden des Samstags zu Ende geht, sind beinahe 100 Hefte verkauft. Die Macherinnen sind glück­ lich, dass ihr Projekt in dieser Stadt so herz­ lich und mit viel offenem Interesse angenom­ men wird.(fgo) Wer noch ein Heft erwerben möchte, kann es per Mail an flut-magazin@ web.de (kostenpflichtig) bestellen — so lange der Vorrat reicht.

Foto: Robert Gruhne; Cover: FLUT-Magazin

Künstlerische Begegnungen mit der Erotik


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Dezember 2019

| KONZERT |

Kuschelstimmung in der Erfurter Messe

Foto: SAT.1-ProSieben, André Kowalski

SIE KOMMEN, UM DIE HERZEN ZU RÜHREN: Die Gewinnerin und alle Finalisten des diesjährigen »The Voice of Germany«-Wettbewerbs gehen auf vorweihnachtliche Tournee.

CLAUDIA EMMANUELA SANTOSO

Claudia Emmanuela Santoso hat ten geholt. Denn die Live-Show setzt sich den Titel »The Voice of auch bei den Konzerten auf die Stadtma verlost fü gazin 07 Germany« 2019 geholt. An­ gemütliche Wohnzimmeratmo­ r das Kon in der Me z fang November gewann die sphäre. Bereits seit der zwei­ sse Erfurtert 1 ¹ 2 Frei­k . a 19-jährige mit über 46 Pro­ ten Staffel (2012) werden die rt e n . Zusendu n g zent der Zuschauerstimmen musikalischen Geschichten 15.12.2019 en bitte bis zu m haushoch das Finale der er­ leserpost@staper E-Ma il a n: um die besten Stimmen dtmagazi n07.de Die Gewin folgreichsten deutschen Mu­ Deutschlands auf der großen ne benachric r werden schrift lic htigt. Der sik Show. Nun, einen Monat Live-Bühne weitergeschrieben. Rechtsweg h is t ausges chlossen. später wird sie, gemeinsam mit On the Road immer mit dabei: der Live-Band, den vier weiteren Die Finalisten der TV-Show sowie Finalisten Lucas Rieger, Fidi Steinbeck, vom Publikum gewählte WildcardFreschta Akbarzada, Erwin Kintop und ei­ Gewinner und natürlich die Tour Live-Band. nem weiteren Wildcard-Gewinner auf große Seite an Seite bringen sie die heimischen Deutschland-Tour gehen. Gänsehaut-Momente in ausgewählte Kon­ Mit dieser Tour des Live-Ablegers »The zerthallen des Landes. Da nur ein Showter­ Voice of Germany — Live in Concert« wird min in Mitteldeutschland geplant ist, sollten die Kuschelstimmung zum Ende des Jahres sich alle »The Voice of Germany«-Fans besser wieder in Deutschlands Veranstaltungsstät­ rechtzeitig um Karten für das vorweihnacht­

liche Konzert am 21. Dezember in der Erfurter Messe kümmern. Eines ist sicher: Sei es die TV-Show oder die gleichnamige Tournee: Beide berühren in gleichem Maße die Herzen des Publikums, ganz egal ob vor dem Fernseher oder in der Veranstaltungsstätte um die Ecke. Bei »The Voice of Germany« zählt lediglich die Stimme und das soll ja am Ende die beste Deutsch­ lands sein. Chapeau!(jüg)

»The Voice of Germany« — Live in Concert 21.12.2019 Erfurt, Messe Tickets gibt es auf www.eventim.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

| KONZERT |

SCHÖNE GESCHENKE

Hitmaschine RÜCKKEHR DER METALCORE-HEROEN: ­Parkway

Drive kehren kommendes Frühjahr für eine große PARKWAY DRIVE Tour nach Europa zurück, unter anderem mit einem The Underdogs — European Revo­ Auftritt in der Arena lution 2020 Arena Tour« Stadtma Leipzig. in Angriff. Die Tour ga z in 07 ve beginnt am 1. April »Reverenrlost 1 ¹ CD c e « u Nach der Veröf­ Leipzig-K nd für das 2020 in der Ham­ fentlichung ihres burger Sporthalle 1 ¹ 2 Fre onzert Zusendu n i­ka rten . weithin gefeier­ und endet am 18. gen b te bis zu m ten siebten Stu­ le 15.12.2019 per Eit-M April 2020 in der serpost@ stadtmag a il a n: dioalbums »Re­ legendären The azin07.de Die Gewin ne r werde verence« (2018) SSE Arena Wemb­

Foto: Kane Hibberd

benachric htigt.

n schriftlic

h

is t ausges Der Rechtsweg und einem äußerst ley in London. Am chlossen. erfolgreichen Festi­ 2. April 2020 werden valsommer 2019, bei dem sie dann auch in Leipzig sie unter anderen als Headliner in der Arena spielen. Der Ticket­ beim Wacken Open Air auftra­ vorverkauf hierfür hat bereits ten, bereitet sich die australi­ begonnen.(flb) sche Metalcore-Combo Parkway Drive derzeit auf ihre Rückkehr Parkway Drive — live nach Europa im kommenden 02.04.2020, 18.30 Uhr, Frühling vor: Im April 2020 neh­ Arena Leipzig men sie ihre spektakuläre »Viva

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September Dezember 2019 2012

| INTERVIEW | AUCH WENN ER IN SPÄTER SCHAFFENS­ PHASE europäische Metropolen in

den filmischen Mittelpunkt stellte, bleibt New York die Kernkompetenz des legendären Regisseurs Woody Allen (84). In »A Rainy Day in New York« verschlägt es das College-Paar Ashleigh und Gatsby nach Manhattan, wo Ashleigh ein Interview mit dem berühmten Filmemacher Roland Pollard ergattert hat. Doch dieser steckt voller Selbstzweifel, hasst seinen neuen Film. Wir sprachen mit Woody Allen über persönliche Parallelen und New York …

TIMOTHÉE CHALAMET in »A Rainy Day In New York«

A Rainy Day in New York

bekomme. Ich nehme so etwas nicht beson­ ders ernst. Aber es freut mich, weil mir vor vielen Jahren bewusst wurde, wie viele Fil­ me Ingmar Bergman gemacht hat. Damals habe ich mich gefragt, ob es mir auch ver­ gönnt sein wird, jemals so viele Filme zu ma­ chen. Und jetzt stehe ich kurz davor. Fünfzig Filme sind eine Menge zum Schreiben und Film dargestellt von Liev Schreiber, der zum Regie führen. Ich hoffe, dass es ein guter den Film plötzlich nicht mehr mag, den er Film wird. Nicht nur der 50ste, sondern auch gemacht hat? ALLEN: Sehr, sehr oft. Ich habe schon oft ein Guter. einen Film fertiggestellt und war danach ent­ täuscht. Und manchmal war ich unzufrieden, Auf der Berlinale von 1975 haben Sie einen aber die Öffentlichkeit hat mir widerspro­ Preis für Ihr Gesamtwerk erhalten. Rückblichen und mochte den Film. Und manchmal ckend wohl etwas verfrüht. ALLEN: Ja. Mein Gott, das war vor einer war ich zufrieden und dachte, ich hätte einen guten Film gemacht, aber das Publikum war langen Zeit. Ich finde solche Sachen immer anderer Meinung und hat sich nicht für den albern. Man kann sich niemals ausrechnen, Film interessiert oder er hat ihnen nicht ge­ wie sich die Dinge entwickeln werden. Ja, es klingt ein bisschen komisch. fallen. Man kann das schlecht vorhersagen.

Ein Gespräch mit Woody Allen

Waren Sie schon mal in derselben Situation wie der Regisseur Roland Pollard, im

Sie kennen Deutschland ein wenig, Sie haben hier Interviews und Konzerte gegeben. Warum war dieses Land nicht für Sie als Drehort attraktiv? ALLEN: Deutschland ist für mich sehr at­ traktiv, aber bislang hat mich niemand einge­ laden, hier zu drehen. Spanien, Frankreich, England oder Italien haben einige meiner Fil­ me unter der Bedingung finanziert, dass ich auch dort drehen würde. Dem bin ich gern Ihr Film zeigt ein romantisch altmodisches nachgekommen. Aber ich hatte noch nie ein vergleichbares Angebot aus Deutschland. New York. Kann man das noch finden? ALLEN: Nicht wirklich. New York hat sich Und der schwierigste Teil des Filmemachens sehr verändert. Heute gibt es kaum noch eine ist nun einmal, das Geld aufzutreiben. Mittelschicht. Die Wolkenkratzer bestimmen das Stadtbild. Die großen, gelben Taxis wer­ Was sagen Sie einem 84-jährigen, der sich den von anderen Unternehmen abgelöst. Es vor dem Tod fürchtet? ALLEN: Das ist doch nur, wie zum Arzt zu gibt ein viel zu großes Angebot an Dingen, die man angeblich sehen muss. Es ist nicht gehen und eine Narkose zu bekommen. Man kriegt es gar nicht mit. Da ist nichts, wovor mehr dasselbe. man sich fürchten müsste. Sie stehen kurz vor Ihrem 50sten Film. Vielen Dank für das Gespräch. Haben Sie etwas Spezielles geplant? ALLEN: Nein. Ich werde einfach die Idee umsetzen, die ich als nächstes für einen Film Interview: André Wesche Sind Sie auch ein wenig wie Selena Gomez’ Figur Chan, eine Person, die ihre romantische Seite hinter Sarkasmus versteckt? ALLEN: Ich denke schon, dass ich die An­ gewohnheit habe, Dinge zu romantisieren. Das kann mir natürlich helfen, wenn ich eine bestimmte Art von Film drehe. Und manch­ mal hilft es eben nicht und steht mir sehr im Weg.

Foto: Jessica Miglio

Mr. Allen, am 18.09.2001 sind Sie nach München gekommen, um über Ihren damals neuen Film, aber auch über die Terroranschläge von 9/11 zu sprechen. Wie haben sich Ihr Manhattan, Ihr New York, Ihr Land seitdem verändert? WOODY ALLEN: Das ist eine interessante Sache. New York hat sich verändert, aber es ist auch gleichgeblieben. Ich bin nur wenige Tage nach 9/11 nach Europa gereist. Jeder hat mich gefragt: »Mein Gott, wird Manhattan je wieder dasselbe sein? Ist das das Ende al­ ler Comedy, das Ende von allem, was New York ausgemacht hat?«. Und ich meinte nur, nein, ganz und gar nicht. Es wird sich nichts Wesentliches, Ernsthaftes ändern. New York hat schon vorher schreckliche Dinge durch­ machen müssen und wird es auch dieses Mal ohne größere Probleme überstehen. Es gibt kleinere Unannehmlichkeiten, zum Beispiel dass es jetzt länger dauert, wenn man von einem Flughafen abfliegt. Oder dass man bei Veranstaltungen überprüft wird und ei­ nem in die Taschen geschaut wird. Aber im Grunde genommen ist alles wie gewohnt. Die Theaterstücke laufen noch, Baseball- und Basketballspiele finden noch statt, Leute ge­ hen in die Restaurants, tausende Menschen besuchen Stadien oder sie gehen shoppen. Sie tun alles weiterhin so, wie sie es vor 9/11 getan haben. Die essentiellen Dinge sind so geblieben, wie sie immer waren. Wenn sie einen Tag vor 9/11 in New York gewesen sind und heute wieder einen Tag hier verbringen würden, dann würden sie als Tourist keinen Unterschied feststellen.


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| DDR-COMICS |

Bildgeschichten in der DDR Teil 5: Harry Schlegel WER IN DER DDR BILDGESCHICHTEN LESEN WOLLTE, kam um die kleine, leider recht mickrige Zeitung »Atze« nicht herum. Monatlich erschienen im DIN A5-Format hauptsächlich Bildgeschichten, die von Revolution, Fortschritt und Kampf für den Sozialismus erzählten. Man las diese zwar, fand aber alles ziemlich öde. Mit wesentlich mehr Hingabe lasen Pioniere und FDJler die Seiten mit Fix und Fax von Jürgen Kieser (siehe vorherige Ausgabe) und die Arbeiten von Harry Schlegel.

Der 1930 im Erzgebirge geborene Harry Schlegel erlernte den Beruf eines Werbe- und Gebrauchs­ grafikers und arbeitete zunächst für die Kinderzeitschrift »Frösi«. Hier entwarf er erste Figuren und illustrierte mit Freude Geschich­ ten und Kinderspäße. 1965 über­ nahm Schlegel dann den Platz seines Kollegen Richard Ham­ bach in der Redaktion der Bild­ geschichtenzeitschrift »Atze«. In den ersten Jahren experimentier­ te der Künstler fleißig mit Figu­ ren und gestaltete verschiedene Mehrteiler, wie zum Beispiel »Die seltsamen Abenteuer des Kapi­ täns Jonathan Pappendick« oder »Pedro und Senior Coco«. Die waren schon sehr unterhaltend und zogen die jungen Leser in ih­ ren Bann. Mit »Pats Reiseabenteuer« ge­ lang Harry Schlegel schließlich der große Coup, denn es wurde die langlebigste Serie in der Ge­ schichte des DDR-Comics: Sie er­ streckte sich über fast 300 Folgen und war von 1967 bis 1991 stets auf einer Doppelseite in der Mitte der »Atze« zu finden. Pat war ein Geselle, der im vorvergangenen Jahrhundert erst durch England, dann durch das Erzgebirge, Hal­ le, Bitterfeld und Thüringen wan­ derte, überall neue Arbeiten aus­ probierte und immer wieder die Ungerechtigkeiten mitbekam, un­ ter denen die jeweiligen Dorfbe­ wohner zu leiden hatten. Grafen, Fürsten und die Pfaffen machten den einfachen Leuten nämlich das Leben schwer, wollten im­ mer mehr Abgaben, sperrten die

PAT WAR DER ERSTE WIRKLICHE REVOLUTIONÄR. Über Jahrzehnte

erkennbar an seinem grünen Wams.

Aufmüpfigen in den Kerker oder bestachen Richter und Polizei. Doch Pat und Freunde (später hauptsächlich sein treuer und sehr starker Begleiter Gottlieb) halfen den armen Menschen, klärten die Missstände auf und sorgten oft dafür, dass die Obrig­ keit ihre gerechte Strafe erhielt. Als Bonus konnte der Leser Dinge in den Zeichnungen suchen, die es zu der beschriebenen Zeit ei­ gentlich noch gar nicht gab. Als dann Willy Moese, der mo­ natlich den Strip »Rolle und Rob­ by« für die »Atze« gestaltete, aus politischen Gründen nicht mehr für Kinderzeitschriften zeichnen durfte, übernahm Schlegel des­ sen Part ab April 1980 mit dem Kinderpärchen »Max und Maxi«. Bis zum Februar 1990 kamen hierbei 111 verschiedene Strips zusammen. Da der Künstler sehr umtriebig war, entstanden auch noch über 100 Titelbilder und viele Comics für die »Frösi«. So geisterte etwa »Korbine Frücht­ chen« durch das Heft und die Brausepulverwerbefigur »Käpt’n C-Vit«. »Korbine Früchtchen«

war übrigens eine Erdbeere, die in Wald, Feld und Flur wichtige Früchte, Kräuter und Gemüse ein­ sammelte, damit der »Tisch unse­ rer Republik« (DDR) noch besser und reichhaltiger gedeckt war. Das bedeutete, dass zum Beispiel die Gartenbesitzer viel von ihrer Ernte dem Obst- und Gemüsehan­ del zur Verfügung stellen sollten. Allerdings war der Weg ein ko­ mischer, denn die Aufkaufprämi­ en entpuppten sich höher als die staatlich gestützten Verkaufsprei­ se. Jugendliche hatten dieses »Ge­ setz der Politischen Ökonomie des Sozialismus« richtig erkannt und nutzten es zur Aufbesserung des Taschengeldes weidlich aus. Leider wurde es nach der Wende sehr ruhig um Harry Schlegel. Er zog sich in seine erz­ gebirgische Heimat zurück und legte keine künstlerischen Spu­ ren mehr. 2004 gab es im klei­ nen Ort Lichtentanne noch eine umfassende Personalausstellung, auf der man endlich wieder »Max und Maxi« bewundern konnte. Im Jahre 2009 verstarb Harry Schlegel.(tbe)


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| FILME |

Neues fürs Heimkino Almodóvars Erinnerungsmosaik Mit einem ganzen Ausband verschiedener Lei­ den hängt der einst berühmt-gefeierte, durchaus wohlhabende Filmregisseur Salvador Mallo (An­ tonia Banderas) in seinem Madrider Apartment fest — bis die Anfrage einer Cinemathek, die jenen Film wiederaufführen möchte, mit dem ihm einst der internationale Durchbruch gelang (und ihn hierfür als Ehrengast gewinnen möchte), ihn un­ vermittelt aus seiner Lethargie wieder herausreißt und auf eine innere Reise durch die eigene Vergangenheit befördert: Im steten Wechsel mit den gegenwärtigen Geschehnissen beginnt Mallo sich seiner Kindheit im Valencia der 60er Jahre zu erinnern, der engen, aber nie einfachen Beziehung zu seiner Mutter und na­

türlich seines wendungsreichen künstlerischen Werdegangs. Sich und seine eigene Lebensgeschichte reflektierend, entwirft Pedro Almodóvar in seinem Spätwerk »Leid & Herrlichkeit« ein farben­ sprühendes Filmpanorama seines eigenen Lebens. In vermeintlich lose assoziativer Erzählweise entsteht dabei ein von Hauptdarsteller Antonio Banderas kongenial getragenes, mehrschichtiges und über­ aus lebendiges Porträt, das in seiner Tonart so stimmig und galant zwischen tiefsinnigem Drama und burlesker Komödie changiert, dass es einfach nur Spaß macht, mit Mallo/Almodóvar durch sein Leben zu marschieren. Man tut allerdings gut daran, nicht aus den Augen zu verlieren, dass es nur ein Film und nicht die Wirklichkeit ist, die man hier zu sehen bekommt … (mei)

LEID & HERRLICHKEIT  Auf DVD und Blu-ray ab 05.12.2019

Die Beatles hat es nie gegeben Was wäre eigentlich, wenn es die Beatles und all ihre großartigen Hits nie gegeben hätte? Das ist die Frage, auf der Danny Boyles nunmehr 16. Spielfilm fußt. Obwohl, genau genommen ist es die ganze Welt minus Jack Malik, der die Existenz der legendären Liverpooler Pilzköpfe plötzlich nicht mehr erinnerbar ist: Während ei­ nes mysteriösen, zwölfsekündigen, weltweiten, nächtlichen Stromausfalls wird eben jener Jack Malik, der tagsüber in einem Baumarkt jobbt und in seiner Freizeit mehr schlecht als recht an seinem Durchbruch als Singer-Songwri­ ter feilt, von einem Bus vom Radel geholt. Als er im Krankenhaus wieder zu sich kommt, erscheint ihm zunächst alles halbwegs nor­ mal. Doch als er kurz darauf Freunden seine eigene Version des

Beatles-Klassikers »Yesterday« vorspielt, muss er zu seiner großen Verwunderung feststellen, dass diese alle Ernstes behaupten, we­ der jenen Song noch eine Band namens »The Beatles« zu kennen. Es ist, als ob die Band nie existiert habe. So bleibt Jack nichts anderes übrig, als all die Beatles-Hits, die in seinem Kopf umherschwirren, selbst zu veröffentlichen — und so über Nacht selbst zum größten Singer-Songwriter aller Zeiten aufzusteigen … Temporeich gedrechseltes Feel-Good-Movie, dem man nicht nur sofort anmerkt, dass es von einem ›Könner‹ in Sachen guter Unterhaltung gemacht ist, sondern auch mit einem Haupthelden aufwartet, der in seiner charmant linkischen Unbeholfenheit von Beginn an so sympathisch rüberkommt, dass ihm wohl selbst die Beatles seine freie Interpretation ihrer Songs ohne weiteres nachse­ hen würden.(mei)

YESTERDAY  Auf DVD und Blu-ray seit 08.11.2019

Zwei Säcke Geld gegen das System geruhsamer ausgebreiteten Ganovengeschichte werden. Gemein­ sam mit einem Ex-Knackie, welcher sich als fabelhaftes Finanzge­ nie entpuppt und einem Escort-Girl, welches ›erstaunlicherweise‹ mehr als nur ein rein finanzielles Eigeninteresse an Pierre-Paul offenbart, bemüht sich der schüchterne Underdog, einen Weg zu finden, eben jenem Gesellschaftssystem ein Schnippchen zu schla­ gen, in dem bekanntlich alles nur auf Geld und Erfolg ausgelegt ist. Denn für Pierre-Paul steht eines fest: Das Geld soll einem höheren Zwecke dienen als schlichter persönlicher Bereicherung. Bissigcharmant erzählt und mit einer offenherzig dargebotenen Portion Kapitalismuskritik versehen, empfiehlt sich diese kleine, feine Low Budget-Produktion als eine der Entdeckungen des Jahres.(mei)

DER UNVERHOFFTE CHARME DES GELDES  Auf DVD und Blu-ray ab 05.12.2019

Cover: Labels

Auch in der frankokanadischen Indie-Krimiko­ mödie »Der unverhoffte Charme des Geldes« kommt ein vermeintlicher Loser in die Gelegen­ heit, seinem bisherigen Leben aufgrund eines unverhofften Zufalls zu einer völlig neuen Aus­ richtung zu verhelfen: Als eingefleischter Kapita­ lismusgegner hat es der philosophiepromovierte Pierre-Paul (Alexandre Landry) wider gängiger Karrierestereotype bislang nicht ›weit gebracht‹ und schlägt sich selbstgenügsam als Paketfahrer durch. Als sol­ cher gerät er eines Tages nicht nur zufällig in eine Gangsterfehde, sondern in der Folge auch an zwei ›herrenlose‹ Säcke voller Geld, die nun wiederum zum Ausgangspunkt einer mal flotter und mal


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| SCHÖNE BÜCHER |

Leseempfehlungen Liebenswert und feinsinnig Wie auch Marcel Proust, James Joyce oder Jorge Louis Borges wurde dem Romancier Vladimir Na­ bokov der mehr als verdiente Literaturnobelpreis bekanntermaßen nie zugesprochen. Wie wir heute wissen, ist dies zu einem sicher nicht unbeträcht­ lichen Teil gängiger Einflussnahme und Kungelei zuzuschreiben, vor der das preisvergebende Ko­ mitee sich nie hinreichend schützen konnte; mögli­ cherweise sahen viele in Nabokov aber auch nur den Verfasser jenes moralisch umstrittenen Bestsellers »Lolita« (oder völlig verquer: gar dessen Protagonisten) — und verkannten dadurch völlig die Qualität seines restlichen Lyrik- und Prosawerks: etwa jenen heiter-melancho­

lischen Klassikerroman »Pnin«, der, von einem geradezu magischen Erzählfluss getragen, die Lebensstationen des etwas ältlichen, reich­ lich kauzigen, stets liebenswerten Collegeprofessors Timofey Pnin nacherzählt, der sich nicht nur einem ihm beharrlich anhafteten Pech, sondern auch seiner ihm etwas zu aufdringlich erscheinenden Erzäh­ lerfigur zur Wehr zu setzen versucht... Neu aufgelegt und famos farbenfroh illustriert von Thomas Müller (nicht dem Fußballer! — vielmehr dem Leipziger Professor für Illustra­ tion) empfiehlt sich der 1955 fertig gestellte Roman zur unbedingten und genüsslichen Wieder- oder Neuentdeckung — und natürlich auch als Weihnachtsgeschenk.(mei)

Vladimir Nabokov/Thomas Müller (Ill.): »Pnin« Büchergilde Gutenberg, 304 Seiten (geb.)

Vom Vergessen und Erinnern Nach »Aus den Winterarchiven« (2018) veröffent­ licht »Matthes & Seitz Berlin« nun auch jenen Ro­ man von Merethe Lindstrøm, für den die Norwege­ rin sowohl mit dem »Kritikerprisen« als auch mit dem »Literaturpreis des Nordischen Rates« ausge­ zeichnet wurde. »Tage in der Geschichte der Stille« führt uns zu Eva und ihrem Mann Simon — sie Mitte sechzig und pensionierte Lehrerin, er mehr als 20 Jahre voraus und ehemaliger Arzt. Ihre drei erwachsenen Töchter sind längst aus dem gemeinsamen Haus in ei­ nem Vorort von Bergen ausgezogen — welches in seiner starr unverän­ derlichen Anordnung all der über ein Leben hinweg angesammelten Dinge wie eine »wundersame Aufstellung von Erinnerungen« wirkt.

Es sind jedoch nicht die gehegten, sondern verdrängte Erinnerungen — Familiengeheimnisse mit zerstörerischem Potenzial, die durch die Oberfläche der scheinbar trauten Zweisamkeit des alten Ehepaars ei­ nen immer tieferen Riss treiben: Als ihr Mann zunehmend verstummt und mit niemandem mehr sprechen will, beginnt die Vergangenheit merklich an Eva zu nagen. Allmählich begreift sie, dass sich manche Dinge trotz eines vermeintlich schützenden Deckmantels gewollten Vergessens einfach nicht begraben lassen wollen... Ein Buch über das Schweigen, das Vergessen und das Erinnern, in dem das Unausgesprochene, das zu lange Verdrängte schon auf der ersten Seite beginnt, mit sanfter Bedrohlichkeit näher und näher zu rücken. Elegant erzählte Winterlektüre.(mei)

Merethe Lindstrøm: »Tage in der Geschichte der Stille« Matthes & Seitz Berlin, 221 Seiten (geb.)

Fotos: Verlage

Entwicklungsgeschichte eines Menschheitstraumes Was dem Vogel natürlich gegeben, ist dem Men­ schen seit eh und je nur über Hilfsmittel möglich: der Blick auf die Welt von oben. Lange Jahrhunder­ te blieb der Wunschtraum, selbst in die Lüfte aufzu­ steigen nur ein die Phantasie anregender Stimulus — bis endlich der Aufstieg der ersten Ballone und die etwas später einsetzende Entwicklung erster Kameras den ewigen Menschheitstraum tatsächlich Wirklichkeit werden ließ. Mitte des 19. Jahrhundert war es, dass sich verwegene Fotografen erstmals in luftige Höhen schwangen, um aus schwankenden Ballonkörben den unten Gebliebenen einen bildhaften Eindruck davon zu verschaffen, was sie denn nun zu sehen bekämen, wenn sie ein Vöglein wären — und lieferten damit die Grundlage für eine ziemlich bildspektakulä­

re Entwicklung der Luftbildfotografie, die sich in der Fotografie aus Flugzeugen und Hubschraubern sowie mittels Satelliten und Drohnen fortsetzte und an der zahlreiche heute namhafte FotokünstlerInnen wie etwa Edward Steichen, Margaret Bourke-White, Rene Burri, Ge­ org Gerster, Yann Arthus-Bertrand, Andreas Gursky, Sebastião Sal­ gado und Edward Burtynsky mit eindrucksvollen ’Schnappschüssen’ mitgeschrieben haben. All dies in chronologischer Reihenfolge an­ geordnet, mit mehr als 200 Bildern und einen Zeitraum von mehr als 150 Jahren überspannend präsentiert der kürzlich erschienene, Bildband »Von oben — die Geschichte der Luftbildfotografie« — selbst­ verständlich im Großformat. Durchweg lesens- und bestaunenswert. (mei)

Eamonn McCabe und Gemma Padley: »Von oben. Die Geschichte der Luftbildfotografie.« Laurence King Verlag, 256 Seiten (geb.)


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Termine & Tagestipps Dezember 2019

NOCH BIS ZUM 18.12.2019 Stadtteilbüro Lobeda »Herbstsonate — Eine Farbsinfonie in 3 Akten« Ausstellung von Heike Burkhard, Brigitte Patzer und Dr. Ingrid Nebe NOCH BIS ZUM 19.12.2019 MPI für chemische Ökologie, HansKnöll-Straße 8, Mo — Fr 9 — 16 Uhr »The Natural Cut« Linolschnitte von Fraga Santos Unter dem Titel »The Natural Cut« (Der natürliche Schnitt) zeigt der junge portugiesische Künstler Fraga Santos großformatige Linolschnitte, die vom fotografischen Werk des deutschen Fotografen und Bildhauers Karl Blossfeldt (1865 — 1932) inspiriert sind. NOCH BIS ZUM 13.12.2019 Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek, Zimelienraum »Do wart och Mildenfort reformert — Neue Einblicke in die alte Mildenfurther Klosterbibliothek« NOCH BIS ZUM 16.01.2020 Universitätshauptgebäude, Ausstellungskabinett E0025 »Gegen den Strom« — Ausstellung zur Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie. NOCH BIS ZUM 01.02.2020 Theologische Fakultät »Salvador Dalís Zyklus »Biblia Sacra«« Salvador Dalí (1904 — 1989) zählt zu den großen Malern des 20. Jahrhunderts. Weltberühmt sind eine Bilder von zerfließenden Uhren, brennenden Giraffen oder Elefanten. Auch sein exzentrisches, selbstzerstörerisches Leben machte ihn bekannt. Dass er auch bedeutende Illustrationen zur Bibel geschaffen hat, ist dagegen weniger bekannt. Seit Beginn des Wintersemesters sind in der Theologischen Fakultät Jena zwölf Originallithografien von Dalí zu Texten und Szenen aus der Bibel ausgestellt. Obwohl diese Werke zu den bedeutenden Bibelillustrationen des 20. Jahrhunderts gehören, werden sie nur selten in Ausstellungen gezeigt. NOCH BIS ZUM 11.02.2020 Archäologische Sammlung, ­Fürstengraben 25 »Kinder! Der Olymp ruft!« Museumspädagogisch orientierten Sonderausstellung des Lehrstuhls für Klassische Archäologie. NOCH BIS ZUM 19.02.2020 Villa Rosenthal Jena »Auf dem endlosen Weg zum Hause des Nachbarn — Johannes Bobrowskis Orte in den Fotografien von Dmitry Vyshemirsky« NOCH BIS ENDE 02.2020 Universitätsbibliothek, Bibliotheksplatz 2, »Kunst macht sICHtbar — 14 GesICHter und die Sonne der Medusa«

NOCH BIS ZUM 09.03.2020 Mineralogische Sammlung, Sellierstraße 6 »Die Lagerstätte Kamsdorf und ihre Minerale« NOCH BIS ZUM 29.03.2020 Stadtmuseum Jena »Leuchten der Moderne. Jenaer Beleuchtungsglas in der Bauhauszeit« NOCH BIS ZUM 01.11.2020 Phyletisches Museum »10 Tons — Medusen — Ernst Haeckel« Was hat Haeckel so an Medusen fasziniert, wie hat er wissenschaftlich und künstlerisch gearbeitet? VOM 01.12. BIS 31.12.2019 Romantikerhaus Jena »Das romantische Weihnachtszimmer — Weihnachten vor 200 Jahren« VOM 04.12.2019 BIS 31.01.2020 Campus FSU, Carl-Zeiss-Straße 3, Foyer »Gesichter und Vielfalt Südosteuropas« — Fotoausstellung

So, 1. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 14.30 Uhr »Ein Maskenball (Un ballo in maschera)« Oper von Giuseppe Verdi In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 15+17 Uhr »Frau Holle« (5+) oder guter Schnee fällt nicht von selbst DNT Weimar, Großes Haus, 16 Uhr »A Christmas Carol« Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, ab 6 J. Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 17 Uhr »Eröffnung des Adventskalenders« bis 23. DEZ täglich 17 Uhr, am 24. DEZ 11Uhr ab 3 J. Theater Rudolstadt, Schminkkasten, 18 Uhr »Das letzte Mal« Ein Liebesthriller von Emmanuel RobertEspalieu

VOM 07.12.2019 BIS 16.01.2020 Hotel & Kneipengalerie Zur Noll »Eckard Weder: »Kirchen um Jena«« VOM 07.12.2019 BIS 29.03.2020 Kunstsammlung Jena »NOWINKA. Mädchen vor Blumentapete« Josef Nowinka (1919 — 2014) | Malerei Das malerische und skulpturale Werk von Josef Nowinka ist eine Entdeckung, die bis vor kurzem in der Wohnung der Familie schlummerte und keinerlei Öffentlichkeit erfahren hat. Das ist erstaunlich, war doch Nowinka ein pointierter Zeichner und Grafiker, der für verschiedene Zeitschriften und das Fernsehen der DDR gearbeitet hat. Auf den ersten Blick wird der 1919 in Schlesien geborene und 2014 in Berlin gestorbene Künstler vorschnell als Naiver katalogisiert oder der Art Brut zugeschlagen. Doch weit gefehlt. Nowinka war in seiner Kunst ein gerissener Geschichtenerzähler, der seine Bilder durchdacht komponierte und spielerisch leicht Kunststile zitierte. Das Werk offenbart eine bewusste Auseinandersetzung mit der DDR einerseits sowie der Kunstgeschichte der Moderne andererseits. Die Gemälde legen Spuren zu Werken großer Künstler, sind nie epigonal, sondern immer ganz eigen.

KONZERT Hotel Schwarzer Bär, 11 Uhr »Jenaer Philharmonie/ Kulinarische Sonntagsmatinee Nº 2« »Zu Gast bei Rossini« Kirche Kunitz (Martinskirche), 15 Uhr »Christmas lights« Weihnachtliche Chormusik — von traditionell bis modern Stadtteilzentrum LISA, 15 Uhr »Adventskonzert« Mit dem Akkordeonorchester Carl Zeiss Jena e. V. Kirche Ziegenhain, 17 Uhr »Macht hoch die Tür, die Tor macht weit« Weihnachtliche Chormusik KuBuS, 17 Uhr Folk Club: »Lavendel« Klassische Geige trifft Bluesgitarre, klare Frauenstimme auf raue Rockröhre. TRAFO, 17 Uhr »John Southworth« Elegant klingt die Musik von John Southworth. Seine Begleitband heißt The South Seas, sie spielt wie ein Barorchester, das aber lieber zum Tee aufspielt als zum Schnaps. Dazu singt der Songwriter mit einer Stimme, die sich nicht entscheiden will, ob sie croont oder raspelt, singt oder flüstert.

VOM 14.12.2019 BIS 29.03 2020 Stadtmuseum Jena »Die Erzeugnisse der »Porzellanmanufaktur Burgau a.d. Saale Ferdinand Selle«. Modernes Kunsthandwerk von Jugendstil bis Art déco«

VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG TRAFO, 15 Uhr »Führung durch die Ausstellung« Forum Konkrete Kunst«« AUSGEHEN Café Wagner, 18 Uhr »Spieleabend mit Tischtennis, Tischkicker, Brettspielen & Videogames« KINDER & FAMILIE Volksbad Jena, 10 Uhr »Toni Geiling: Der Wintertroll« Der mehrfach ausgezeichnete Kinderliedermacher Toni Geiling lädt das Publikum zu einer winterlichen Liederreise ein. Als Wintertroll verkleidet stapft der Multiinstrumentalist mit Gitarre, Maultrommel, singender Säge und einer Violine durch seine besinnlichsten, fröhlichsten und kältesten Lieder. Ab 3 J. Stadtmuseum Jena, 15 Uhr »Kindersonntag: Die drei Weisen aus dem Morgenland« ZEISS-PLANETARIUM »Der Weihnachtsstern«, 10 Uhr »Adventskonzert — Weihnachtskonzert mit dem SCHOTT Blasorchester Jena«, 14+15.30 Uhr SONSTIGES Innenstadt Jena, »historischer Weihnachtsmarkt am alten Stadtmauerensemble/ Weihnachtsmarkt« Restaurant Bauersfeld, 10 Uhr »Sonntagsbrunch« Stadtkirche St. Michael, 10 Uhr »Kantatengottesdienst mit Teilen aus dem 1. Teil des Oratoriums« »Der Messias« von Georg Friedrich Händel für Soli, Chor und Orchester Solisten Kantorei St. Michael Collegium musicum Leitung: KMD Martin Meier REGION DNT Weimar, Weimarhalle, 19.30 Uhr »4. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar« Maurice Ravel: Rhapsodie espagnole, Joaquin Rodrigo: Concierto de Aranjuez, Manuel de Falla: Suite Nr. 2 aus »Der Dreispitz« und Claude Debussy: »Iberia« (aus »Images« pour orchestre) Dirigent: Fabrice Bollon, Solist: Thomas Müller-Pering (Gitarre)

Mo, 2. Dezember THEATER & BÜHNE Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 9+11 Uhr »Frau Holle« (5+) oder guter Schnee fällt nicht von selbst DNT Weimar, Großes Haus, 10+12.30 Uhr »A Christmas Carol« Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, ab 6 J. VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Sellierstr. 6, 18 Uhr »Die Alphons-Stübel-Sammlung früher Orientfotografie« Vortrag mit Dr. Babett Forster AUSGEHEN Café Wagner, 19.30 Uhr »Lesebühne: Sebastian ist krank« Café Grünowski, 20 Uhr »Jazz-Sessions Jena«

Josef Nowinka: »Unser Ziel«, 1975, Öl auf Hartfaserplatte. Courtesy Galerie LÄKEMÄKER, Berlin/Wustrow; Fotos: © Andreas Labes, Berlin

NOCH BIS ZUM 05.12.2019 Hotel & Kneipengalerie Zur Noll »Karin Schielke: »Rotweinmalerei««

NOCH BIS ZUM 01.03.2020 Romantikerhaus Jena »Korrespondenzen. Autographen — ­Silhouetten — Collagen. Arbeiten von Birger Jesch«

Foto: Cory Bruyea

NOCH BIS ZUM 01.12.2019 TRAFO & Nebengebäude, Nollendorfer Straße 30 »Ausstellung »Forum Konkret Kunst««


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Telefon: 036 41-42 43 35 Keßlerstraße 27, 07745 Jena KINDER & FAMILIE Sparkassen-Arena, 16 Uhr »Feuerwehrmann Sam LIVE! — Das große Campingabenteuer« Verkleidet Euch! Feuerwehrmann Sam lädt alle jungen Besucher ein, sich als Feuerwehrmann oder Pfadfinder zu verkleiden. SONSTIGES Rosenkeller, 21 Uhr »Greenpeace Make Something Week — Kleidertauschparty« REGION DNT Weimar, Weimarhalle, 19.30 Uhr »4. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar« Maurice Ravel: Rhapsodie espagnole, Joaquin Rodrigo: Concierto de Aranjuez, Manuel de Falla: Suite Nr. 2 aus »Der Dreispitz« und Claude Debussy: »Iberia« (aus »Images« pour orchestre) Dirigent: Fabrice Bollon, Solist: Thomas Müller-Pering (Gitarre)

Di, 3. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 9+11 Uhr »Ox und Esel« · ab 5 Jahren Eine Art Krippenspiel von Norbert Ebel Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 9+11 Uhr »Frau Holle« (5+) oder guter Schnee fällt nicht von selbst DNT Weimar, Foyer, 20 Uhr »Blühende Landschaften für alle?« »Zwischen Subkultur und Solidarität: Alternative Lebensentwürfe in der DDR und heute« Stammtischgespräch in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!« KONZERT Café Wagner, 19 Uhr Thüringer Jazzmeile »Daniel Erdmann — Velvet Revolution« VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Volkshochschule Jena, 16.30 Uhr »Deutschlands Kunst vor 100 Jahren — Teil IV: Bauhaus I — Kunsthandwerk« Kunstsammlung Jena, 19.30 Uhr »Lesung: Slobodan Šnajder — Die Reparatur der Welt« Slobodan Šnajder liest aus seinem Buch »Die Reparatur der Welt«, ein sprachmächtiges, europäisches Epos von den

Weihnachtskrippen aus fernen LänDern 1. Dezember – 12. Januar burg-posterstein.De

Extremen des 20. Jahrhunderts, erzählt am Schicksal einer deutsch-kroatischen Familie. URANIA Volkssternwarte, 20 Uhr »Kuppelführung und Beobachtung des aktuellen Sternhimmels« AUSGEHEN Campus FSU, Carl-Zeiss-Straße 3, Foyer, 18 Uhr »Eröffnung der Fotoausstellung »Gesichter und Vielfalt Südosteuropas«« Kassablanca, 21 Uhr KINO: »Als wir träumten« (D 2015), Regie: Andreas Dresen KINDER & FAMILIE Ernst-Abbe-Bücherei, 9 Uhr »Biboknirpse« Volkshaus Jena, 18 Uhr »Frank Schöbel & Gäste »Fröhliche Weihnachten in Familie«« SONSTIGES Innenstadt Jena, 8 Uhr »Jenaer Wochenmarkt« Stadtteilbüro Lobeda, 10 Uhr »Beratung zum ALG II« Frauenzentrum TOWANDA im Rathaus Jena, 10 — 20 Uhr »Interkulturelle Frauenweihnacht 2019« Mit buntem Programm und der Möglichkeit zum fröhlichen Tanzen für Frauen und Kinder. Zum internationalen Buffet kann jede Frau etwas mitbringen. Jena Tourist-Information, 15 Uhr »NIKOLAUS-AKTION — Deine personalisierte Jena-Tasse!« Rosenkeller, 20 Uhr »DYP Kicker Turnier« REGION Seitenroda, Leuchtenburg, »Die Glücksritter — Weihnachtsshow auf der Leuchtenburg« Erleben Sie ein urkomisches Programm, mit einer eigenen Moral, die zeigt: In uns allen steckt ein wenig Don Quijote, der sich zwischen Größenwahn und krachenden Niederlagen immer wieder neu den Weg zu seiner Bestimmung sucht. (Die Veranstaltung muss gebucht werden)

Mi, 4. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 9+11 Uhr »Ox und Esel« · ab 5 Jahren Eine Art Krippenspiel von Norbert Ebel Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 9+11 Uhr »Frau Holle« (5+) oder guter Schnee fällt nicht von selbst Bühnen der Stadt Gera, Konzertsaal, 19.30 Uhr »4. Philharmonisches Konzert« Anton Zimmermann: Sinfonie C-Dur Sinfonia militare Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61

Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 36 C-Dur KV 425 Linzer Reussisches Kammerorchester Violine: Daniel Hope Dirigent: Werner Ehrhardt 18:45 Einführung mit Birgit Spörl DNT Weimar, / Junges DNT , Großes Haus, 19.30 Uhr »Hinterm Horizont macht Schule« Musicalprojekt der Udo-Lindenberg-Stiftung mit der Lobdeburgschule, der Freien Ganztagsschule Milda und der Freien Ganztagsschule Leonardo DNT Weimar, e-werk weimar, 20 Uhr »Der zerbrochene Krug« Heinrich von Kleist Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!« KONZERT Volkshaus Jena, 19 Uhr »CITY & Dirk Michaelis »Das Weihnachtsfest der Rockmusik«« VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Rosensäle, Kleiner Sitzungssaal, 16 Uhr »Worum geht es? Eine Erzählung von Lev Tolstoj und ihre Verfilmungen« Lehrveranstaltung zum Schnuppern mit Dr. Olga Sazontchik Café Wagner, 18 Uhr »Research goes Public — On Intersections of Research and Filmmaking: Protests in Romania and the documentary film »Portavoce«« Vortrag von Henry Rammelt zur Entstehung des Filmes »Portavoce« mit anschließender Filmvorführung Zur Rosen, Johannisstr. 13, Auditorium, 18 Uhr »Eine kleine politische Sensation zwischen Ost und West. Der Film »Der 8. Wochentag« als erste deutsch-polnische Spielfilmproduktion nach dem II. Weltkrieg« Vortrag mit Dr. des. Thomas Schmidt FSU Jena, Raum 384, 19.30 Uhr »Lichtbildvortrag: »MADAGASKAR — INSEL DER LEMUREN«« NABU Jena, Referent: Dr. Jochen Wiesner, Jena AUSGEHEN Café Wagner, 19.30 Uhr »UFC-Kino: TBA« Kassablanca, 23 Uhr »Schöne Freiheit« Live: Leshrac DJ: Fujimi Rosenkeller, 23 Uhr »Weihnachtsfeier Anglistik« KINDER & FAMILIE Ernst-Abbe-Bücherei, 16 Uhr »Entdeckerzeit: Experimentieren mit Licht« SONSTIGES Kunstsammlung Jena, 12 — 16 Uhr »Nachverkauf zur 14. Jahresauktion des Jenaer Kunstvereins« In Zusammenarbeit mit der Kunsthandlung Huber & Treff (Jena) Stadtteilbüro Lobeda, 14 Uhr »Knotenpunkt — Strick- und Häkeltechniken mit Carola Lück/ Offener Malkreis « Goethe Galerie Jena, 16.30 Uhr »Show-Ballett Formel I« Stadt Jena / Beratungsraum EG, 18 Uhr »Zeitzeugenpodium: »Die Stasi verbrennt Akten!« — Das Ende der Staatssicherheit in Jena« Steigenberger Esplanade Jena, 19 Uhr »ABBA DINNER: Die Tribute Dinnershow«

Do, 5. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 9 Uhr »Ox und Esel« · ab 5 Jahren Eine Art Krippenspiel von Norbert Ebel Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 9+11 Uhr PREMIERE: »Der glattrasierte Weihnachtsmann« Weihnachtsspaß mit Liedern von Gerhard Schöne Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 9+11 Uhr »Frau Holle« (5+) oder guter Schnee fällt nicht von selbst Theaterhaus Jena, 10 Uhr Öffentliche Generalprobe »Ein Schaf für’s Leben« für Kinder ab 5 Jahren DNT Weimar, Goethe-Nationalmuseum, 19 Uhr »Lotte in Weimar« nach dem Roman von Thomas Mann DNT Weimar, / Junges DNT , Großes Haus, 19.30 Uhr »Hinterm Horizont macht Schule« Musicalprojekt der Udo-Lindenberg-Stiftung mit der Lobdeburgschule, der Freien Ganztagsschule Milda und der Freien Ganztagsschule Leonardo Bühnen der Stadt Gera, Konzertsaal, 19.30 Uhr »4. Philharmonisches Konzert« Anton Zimmermann: Sinfonie C-Dur Sinfonia militare Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61 Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 36 C-Dur KV 425 Linzer Reussisches Kammerorchester Violine: Daniel Hope Dirigent: Werner Ehrhardt 18:45 Einführung mit Birgit Spörl Theaterhaus Jena, 20 Uhr »alien(n)ation« KONZERT Neuapostolische Kirche, 18 Uhr »Joy to the world!« — Adventskonzert des Kinder- und Jugendchores der Musik- und Kunstschule Jena Café Wagner, 20 Uhr »Lady Crank + URST« [Altenative / Stoner] F-Haus Jena, 20 Uhr Live: »RUSSKAJA« + COFFEESHOCK COMPANY «No One Is Illegal — Tour« Pici Café & Vinothek, 20 Uhr »Roots Up« Stefan Nagler — Hammondorgel, Nils Alf — Saxophon, Kay Kalytta — Schlagzeug Innovativ, groovy und tanzbar ! Mit wichtigen Vertretern der Jazzgeschichte als Vorbild, wie Jimmy Smith, Dr. Lonnie Smith, Joey DeFrancesco und Larry Goldings, widmet sich das Trio dem Sound der Hammondorgel. Mit eigenen Kompositionen und innovativen Arrangements beliebter Jazzstandards. Rosenkeller, 20 Uhr »Bernd Begemann LIVE« VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Haus auf der Mauer, 15 Uhr »Die Faszination und Vielfalt Südosteuropas, Kultur- und Informationstage Südosteuropastudien« Volkshochschule Jena, 18 Uhr »Theodor Fontane zum 200. Geburtstag — Teil III. Romane: Vor dem Sturm. Unterm Birnbaum.«


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Intershop Tower, 21. Etage, Seminarraum, 19.30 Uhr »Prof. Dr. Stefan Lorenz Sorgner: Würde von Menschenaffen, Menschen und künstlichen Intelligenzen?« Gemäß Grundgesetz kommt nur Menschen Würde zu. Dieses Verständnis wird jedoch in der Zwischenzeit weithin als unplausibel angesehen. Verdienen menschliche Embryonen, die weder ein Gehirn noch ein Nervensystem besitzen und folglich nicht einmal leiden können, mehr Respekt als erwachsene Schimpansen, die Selbstbewusstsein und Empfindung besitzen?

KINDER & FAMILIE Goethe Galerie Jena, 12 — 18 Uhr »Stiefel-Füll-Aktion zum Nikolaus« Ernst-Abbe-Bücherei, 17 Uhr »Vorhang Zu! — Vorlesen am Freitag« ZEISS-PLANETARIUM »Dinosaurier — und das Abenteuer des Fliegens«, 14.30 Uhr »Explore — Expedition Weltraum«, 18.30 Uhr SONSTIGES Innenstadt Jena, 8 Uhr »Jenaer Wochenmarkt« Kunstsammlung Jena, 12 — 16 Uhr »Nachverkauf zur 14. Jahresauktion des Jenaer Kunstvereins« In Zusammenarbeit mit der Kunsthandlung Huber & Treff (Jena) ÜAG gGmbH Jena — Bereich Arbeit, 13 Uhr »Fahrradauktion« Öffentliche Versteigerung von Fundrädern

Foto: Agentur

AUSGEHEN

SONSTIGES Innenstadt Jena, 8 Uhr »Jenaer Wochenmarkt« Kunstsammlung Jena, 12 — 19 Uhr »Nachverkauf zur 14. Jahresauktion des Jenaer Kunstvereins« In Zusammenarbeit mit der Kunsthandlung Huber & Treff (Jena) Ernst-Abbe-Bücherei, 14 Uhr »Digital-Sprechstunde« Stadtteilbüro Lobeda, 16 Uhr »Piano Christmas« — Weihnachtliche Klaviermusik zum Adventskalendertürchen des Stadtteilbüros

Fr, 6. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 9+11 Uhr »Der glattrasierte Weihnachtsmann« Weihnachtsspaß mit Liedern von Gerhard Schöne Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 9+11 Uhr »Ox und Esel« · ab 5 Jahren Eine Art Krippenspiel von Norbert Ebel Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 9+11 Uhr »Frau Holle« (5+) oder guter Schnee fällt nicht von selbst Theaterhaus Jena, 10 Uhr »Ein Schaf für’s Leben« für Kinder ab 5 Jahren Treffen sich ein Schaf und ein hungriger Wolf — was normalerweise bereits das Ende der Geschichte ist, stellt sich in »Ein Schaf für‘s Leben« als Anfang heraus. Denn das Schaf (das nicht weiß, dass es Wolfsfutter sein soll) begegnet dem Wolf mit großer Freundlichkeit und stürzt ihn so in eine tiefe Identitätskrise ...

Sa, 7. Dezember Wir sind immer an Ihrer Seite, z. B. mit persönlicher Beratung zum Thema Pflege.

Erfahren Sie mehr über unsere Leistungen: DAK-Gesundheit Jena Löbderstraße 7 07743 Jena Telefon: 03641 531 760 Fax: 03641 531 767 110 E-Mail: service725400@dak.de www.dak.de/pflege

Foto: Theaterhaus Jena

Volkshaus Jena, 19 Uhr »Russisches Ballettfestival Moskau: Schwanensee« Der »Schwanensee« verkörpert alles, was klassisches russisches Ballett ausmacht: Anmut, Grazie und vor allem tänzerische Perfektion. Die unvergleichbare Musik von P.I. Tschaikowsky vereinigt sich mit dem gefühlsstarken Tanz zu einer eigenen Sprache, die jeder unmittelbar versteht. Das Zusammenspiel von Liebe und Sehnsucht, Einsamkeit und Eifersucht, Wut, Schmerz und Glück fasziniert seit Generationen immer wieder aufs Neue

DNT Weimar, Studiobühne, 10.30 Uhr »Die Sprache des Wassers« Sarah Crossan ab 10 J. DNT Weimar, Goethe-Nationalmuseum, 19 Uhr »Lotte in Weimar« nach dem Roman von Thomas Mann DNT Weimar, Großes Haus, 19.30 Uhr »Hoffmanns Erzählungen« Jacques Offenbach Theater Rudolstadt, Schminkkasten, 20 Uhr »Schnucki, ach Schnucki« Hermann Leopoldi- ein Klavierkabarettist und seine Lieder Theaterhaus Jena, 20 Uhr »Geht das schon wieder los — White Male Privilege« KONZERT Café Wagner, 19 Uhr CCC presents: »HC Baxxter + Snarg + tba« [Elektropunk/ Hardcore/ Punk] F-Haus Jena, 20 Uhr Live: »STOPPOK SOLO«

Kassablanca, 20 Uhr live: »Boris« (JPN) & »Arabrot« (NOR) Kulturbahnhof Jena, 22 Uhr FREAK OUT präsentiert: »aJan« aJan kreiert eine einzigartige Kombination aus Wüsten-Groove und einer raveartigen Atmosphäre. Mit ansteckenden afrikanischen und middle-eastern Grooves, energetischen Rockgitarren und dem Einfluss der Berliner Elektro-Szene...Im Anschluss Vintage World Music Grooves mit Gwendolyn Millhill (funkige afrikanische & arabische Platten) VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Innenstadt Jena, 14 Uhr »Meet & Eat Kulinarischer Stadtspaziergang in Jena« Haus auf der Mauer, 15 Uhr »Die Faszination und Vielfalt Südosteuropas, Kultur- und Informationstage Südosteuropastudien« AUSGEHEN Villa Rosenthal, 19.30 Uhr Kinoabend: »Levins Mühle.« Mit einer Einführung von Martin Straub PhonTon — Probehaus, Am Steinbach 15, 20 Uhr »13. Jenaer Schallspielnacht« Rosenkeller, 23 Uhr »ESN pres. Erasmus Nikolaus Party« Café Wagner, 24 Uhr »Sinus« [House / Tech-House]

THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 15 Uhr »Ox und Esel« · ab 5 Jahren Eine Art Krippenspiel von Norbert Ebel DNT Weimar, Junges DNT, Foyer, 16 Uhr »Weihnachten international« Adventslesung für kleine und große Märchenfans Theaterhaus Jena, 16 Uhr »Ein Schaf für’s Leben« für Kinder ab 5 Jahren DNT Weimar, Großes Haus, 19.30 Uhr »Urfaust« Johann Wolfgang Goethe Bühnen der Stadt Gera, Bühne am Park, 19.30 Uhr »Furor« Schauspiel von Lutz Hübner und Sarah Nemitz Anschließend Nachgespräch Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 19.30 Uhr »Weihnachtskonzert: Tausend Sterne sind ein Dom — Weihnachten in der DDR« Theater Rudolstadt, Schminkkasten, 20 Uhr »Der dressierte Mann« Komödie von John von Düffel Theaterhaus Jena, 20 Uhr »Geht das schon wieder los — White Male Privilege« KONZERT Musik- und Kunstschule Jena, 19 Uhr »Bigband-Weihnachtskonzert« Café Wagner, 20 Uhr »Los Banditos« [Surf] Kulturbahnhof Jena, 20 Uhr Cosmic Dawn präsentiert: »Kaleidobolt, Grimeny« ...fetter Stoner Rock trifft Experimental. VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Innenstadt Jena, 14 Uhr »Meet & Eat Kulinarischer Stadtspaziergang in Jena« Romantikerhaus Jena, 15 Uhr »Ost-West-Begegnungen unterm Palmbaum.« Lesung und Gespräch mit dem HeinrichMann-Preisträger Gunnar Decker über das Indien-Bild Hermann Hesses und mit dem Slawisten Gerhard Schaumann über die »russische Seele«.


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AUSGEHEN Rosenkeller 20 Uhr »Antillectual + Bob Ross Effect LIVE« 23 Uhr »Rose Samstagsdisko — IndiePop/-Rock vs. Charts/Trap/R&B« Theatercafe Jena, 21 Uhr »Disco Royale« Mitchi Nagler & Gast F-Haus Jena, 22 Uhr »Piu Piu Konfetti Party« Kassablanca, 23 Uhr »ORANGE JUNGLE’ S HAPPY 19TH« KINDER & FAMILIE Ernst-Abbe-Bücherei, 10 Uhr »Tüftlerzeit!« Glashaus im Paradies, 16 Uhr »Märchen im Glashaus: Objekttheater — Die Prinzessin und das Schweinchen« ZEISS-PLANETARIUM »Lars — der kleine Eisbär«, 11.30 Uhr »Der Notenbaum«, 14.30 Uhr SPORT Ernst-Abbe-Sportfeld, 14 Uhr »FC Carl Zeiss Jena — SpVgg Unterhaching« SONSTIGES Innenstadt Jena, 8 Uhr »Jenaer Wochenmarkt« Kunstsammlung Jena, 12 — 16 Uhr »Nachverkauf zur 14. Jahresauktion des Jenaer Kunstvereins« In Zusammenarbeit mit der Kunsthandlung Huber & Treff (Jena) REGION Seitenroda, Leuchtenburg, 11 Uhr »Weihnachtsmarkt der Wünsche« Weihnachten duftet, klingt und funkelt mit Aktivitäten und Aktionen für Jung, Alt und die ganze Familie. TIPP: Reisen Sie ökologisch an! Der Shuttlebus vom Bahnhof Kahla zur Leuchtenburg fährt um 11.05, 12.05 und 13.05 Uhr zur Burg und um 16.05, 17.05 und 18.05 Uhr wieder zurück zum Bahnhof! Bad Sulza, Toskana Therme, 21 Uhr »Liquid Sound Club mit Oliver Goldt«

So, 8. Dezember THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Foyer, 11 Uhr »Kammermusik-Matinee »Serenata Italiana«« Weihnachtliche Concerti v. Antonio Vivaldi, Arcangelo Corelli, Francesco Geminiani u. Pietro Locatelli, Mit dem Ensemble Hofmusik Weimar Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 14.30 Uhr »Der Nussknacker« Ballett mit Orchester von Birgit Scherzer Musik von Peter Tschaikowski Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 15 Uhr »Ox und Esel« · ab 5 Jahren

zu nutzen wissen und den improvisatorischen Drahtseilakt zelebrieren. Grab, Favre und Steiner sind allesamt wagemutige und dennoch hochsensible Improvisatoren und alle bringen auch ihre kompositorischen Erfahrungen in die Musik ein. VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Innenstadt Jena, 14 Uhr »Meet & Eat Kulinarischer Stadtspaziergang in Jena« AUSGEHEN Volkshaus Jena, 16 Uhr »Uwe Steimle — Hören Sie es riechen?«

Eine Art Krippenspiel von Norbert Ebel Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 15 Uhr »Hilfe, die Mauer fällt!« Komödie von Karsten Laske und Steffen Mensching (Mitarbeit Michael Kliefert) Theater Rudolstadt, Schminkkasten, 16 Uhr »Die Prinzessin auf der Erbse« (4+) Eine Produktion des theater-spiel-laden Rudolstadt DNT Weimar, Großes Haus, 16 Uhr »A Christmas Carol« Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, ab 6 J. Bühnen der Stadt Gera, Konzertsaal, 19 Uhr »Weihnachtskonzert« Veranstaltung des Rutheneums

Kassablanca, 20 Uhr »Poetry Slam Jena — Weihnachts­ special« Prosa aus dem Herz der Zeit, Lyrik ohne Respekt vor dem Alphabet. Zum Weihnachtsspecial haben sich besondere Gäste angekündigt, unter anderem Meral Ziegler, bekannt aus den Slam Formaten von ZDF Kultur und Preisträgerin der Konstanzer Förderpreises für Literatur — oder Skog Ogvann, gleich zweimaliger Gewinner der Thüringer Landesmeisterschaften im Poetry Slam (2016 u. 2018). Aber auch internationale Gäste lassen sich sehen, so wie Pia Semorad aus Österreich, Finalistin des Jugend Literatur Preises. Moderiert wird das ganz wie immer vom zweifachen Deutschen Meister im Poetry Slam, Nils Straatmann.

KONZERT Romantikerhaus, 15 Uhr »Lieder wider besseres Wissen« mit Sebastian Krämer, dem Liedermacher des schwarzen Humors Goethe Galerie Jena 15.30 Uhr »Männerchor Zöllnitz« 17 Uhr »Gotthilf Fischer« Schillerkirche, 17 Uhr »Chorkonzert in der Schillerkirche« Werke von Rolf Lukowsky, Heinrich Schütz, Leonhard Schröter, Nikolaas Schmeer, Melchior Vulpius, Hellmut Wormsbächer, Karl Riedel, Gunter Raphael, Jens Klimek, Erik Witacre, Gordon Young, Ulrich Schicha, Michael Praetorius und Willy Trapp Peterskirche Lobeda/Altstadt, 18 Uhr »Volkschor Lobeda 1847 e.V. — Wir singen für Sie zur Advents- und Weihnachtszeit.«

KINDER & FAMILIE Abantu Kulturlabor, 13 — 19 Uhr »Interkulturelle Kreativwerkstatt« (mit Anmeldung) Viele bunte Aktionen in der Druck-, Holz-, Koch-und Medienwerkstatt für 10 — 27-Jährige (jüngere Kinder mit Begleitung der Eltern). Archäologische Sammlung, Fürstengraben 25, 15 Uhr »Griechische Götter in einem anderen Licht. Taschenlampenführung für Familien«

Sparkassen-Arena, 18 Uhr »MAX RAABE & PALAST ORCHESTER« Mit Leichtigkeit verbindet sich die feine Ironie der Lieder aus den 20ger und 30ger Jahren mit dem schrägen Humor in den »Raabe-Pop«-Songs. Kassablanca, 20 Uhr »Wohnzimmerkonzert« live: Rookling Villa Rosenthal, 20 Uhr »Escape Argot« Hier versammeln sich drei enorm umtriebige Exponenten der Schweizer Jazzszene, die den Freiraum in dieser Musik

SONSTIGES Frauenzentrum TOWANDA, 9.30 Uhr »Selbstheilung — Ein Geschenk für mich: Mein individueller Weg zu mehr Gesundheit, Kraft und Leichtigkeit!« Anmeldung bis 02.12.2019 Innenstadt Jena, »historischer Weihnachtsmarkt am alten Stadtmauerensemble/ Weihnachtsmarkt« Café Wagner, 11 Uhr »Wagnerbrunch: Veganes & Vegetarisches Frühstücksbuffet« KuBuS, 14 Uhr »Sonntagskaffee« REGION Seitenroda, Leuchtenburg 11 Uhr »Weihnachtsmarkt der Wünsche« 13 Uhr »Advent im Weinberg«

Mo, 9. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 9+11 Uhr »Der glattrasierte Weihnachtsmann« Weihnachtsspaß mit Liedern von Gerhard Schöne DNT Weimar, Großes Haus, 10+12.30 Uhr »A Christmas Carol« Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, ab 6 J.

KONZERT FSU, Aula, 19.30 Uhr »Christmas lights« — Weihnachtliche Chormusik — von traditionell bis modern Kulturbahnhof Jena, 19.30 Uhr Cosmic Dawn präsentiert: »Brother Grimm« Minimalistisch arrangierte Songs zwischen experimentellem Noise-Dröhnen, düsterem Experimentalblues und hypnotischem Postrock auf der Suche nach dem Licht. Brother Grimm wird live von Musikern von HODJA und COOGANS BLUFF unterstützt F-Haus Jena, 20 Uhr Live: »BATTLE BEAST« «No More Hollywood Endings TOUR 2019« + CYHRA VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Campus FSU Jena, Carl-Zeiß-Str. 3, Seminarraum 308, 16 Uhr »Die arabische Manuskriptkultur — Eine Einführung mit Beispielen« Vortrag mit Prof. Dr. Tilman Seidensticker Café Wagner, 19 Uhr »Science-Pub: Projekt Unsterblichkeit: Möglichkeiten und Grenzen der Alternsforschung« mit Prof. Dr. Christoph Englert. AUSGEHEN Rosenkeller, 23 Uhr »Weihnachtsfeier Pharmazie« SONSTIGES Kassablanca, 18.30 Uhr »Podiumsdiskussion: Vielfalt auf und hinter der Bühne — Wie divers ist Jenas Musikszene?« REGION Seitenroda, Leuchtenburg, »Die Glücksritter — Weihnachtsshow auf der Leuchtenburg«

Di, 10. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 9+11 Uhr »Der glattrasierte Weihnachtsmann« Weihnachtsspaß mit Liedern von Gerhard Schöne Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 10 Uhr »Ox und Esel« · ab 5 Jahren Eine Art Krippenspiel von Norbert Ebel Theaterhaus Jena, 10 Uhr »Ein Schaf für’s Leben« für Kinder ab 5 Jahren DNT Weimar, Großes Haus, 10.30 Uhr »Wilhelm Tell« Friedrich Schiller DNT Weimar, Foyer, 11 Uhr »Lieblingslieder »Le Papillon et la Fleur«« Werke v. Gabriel Fauré, Arnold Schönberg, Francis Poulenc, Richard Strauss u. Robert Schumann Mit Susann Günther (Sopran), Uwe Schenker-Primus (Bariton) und Daniel Heide (Klavier) Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 15 Uhr »Die Welt auf der Welle« Eine poetische Überfahrt für Schauspieler und Orchester Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!« KONZERT Volksbad Jena, 20 Uhr »Jenaer Philharmonie/ Six Continents Nº 2« Manu Delago Quartett


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DNT Weimar, Großes Haus, 10+12.30 Uhr »A Christmas Carol« Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, ab 6 J. Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 19.30 Uhr »MMM — Was bin ich?« Die beliebte Rateshow »Heiteres Beruferaten« Theaterhaus Jena im Jena Center der FSU Jena, 19 Uhr »Das neue Wir. Warum Migration dazugehört: Eine andere Geschichte der Deutschen.« Buchvorstellung & Podiumsdiskussion DNT Weimar, Studiobühne, 20 Uhr »Oldtimer — als der Mauerfall, mein Ford Fiesta und ich 30 wurden« Theaterprojekt von Ulrike Günther und Isabel Tetzner Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!« KONZERT

Volkshaus Jena, 19 Uhr »Octavians : Coming Home for Christmas« Beschwingt und geswingt begeben sie sich auf eine musikalische Schlittenfahrt durch den weißen Winterwald und erreichen schließlich ihr Ziel, pünktlich zum Fest der Liebe, im trauten Schoß der Familie. Auf dem Weg dorthin begegnen ihnen zahlreiche neukomponierte Arrangements populärer und traditioneller Weihnachtslieder aus dem Jazz, Swing, Pop und Barbershop.«

VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Volkshochschule Jena, 16.30 Uhr »Deutschlands Kunst vor 100 Jahren — Teil V: Bauhaus II — Architektur: Das Haus und sein Garten« Kleiner Rosensaal, 20 Uhr Goethe Gesellschaft Jena e.V. »Goethes und Schillers Rechtsdenken vor dem Hintergrund der Aufklärung« Vortrag von Prof. Dr. Udo Ebert (FSU Jena) URANIA Volkssternwarte, 20 Uhr »Kuppelführung und Beobachtung des aktuellen Sternhimmels« AUSGEHEN Café Wagner, 19.30 Uhr »Shropshire Shows: »Arcadia« (Englisches Theater) — Vorstellung I« F-Haus Jena, 22 Uhr »Fachschaftsparty« Rosenkeller, 23 Uhr »Weihnachtsfeier Fachschaftsräte Psychologie, Chemie und Physik«

Mi, 11. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 9+11 Uhr »Der glattrasierte Weihnachtsmann« Weihnachtsspaß mit Liedern von Gerhard Schöne Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 9+11 Uhr »Frau Holle« (5+) oder guter Schnee fällt nicht von selbst Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 10 Uhr »Ox und Esel« · ab 5 Jahren Eine Art Krippenspiel von Norbert Ebel

VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Jena Tourist-Information, 14 Uhr »Öffentliche Stadtführung: Jena — zwischen Historie und Hightech« AUSGEHEN Café Wagner, 19.30 Uhr »UFC-Kino Stummfilmabend: Kurzfilme« Kassablanca, 20 Uhr »Punkrockkaffee« live: Loitrabeuys, Zabel KINDER & FAMILIE Phyletisches Museum, 14.30 Uhr »Spuren im Schnee — wer war das denn?« Winteraktion für Kinder (für 6- bis 7-Jährige)

KuBuS, 16 Uhr »Lasst Lobeda leuchten! — Das weihnachtliche Stadtteilfest« Lichterglanz, weihnachtliche Leckereien, eine Vielzahl an Mitmach- und Kreativangeboten: Als 11. Türchen in »Lobedas lebendigem Adventskalender« laden wir gemeinsam mit vielen Kooperationspart­ ner*innen aus dem Stadtteil auch in diesem Jahr wieder alle Kinder und ihre Familien ein, in der Vorweihnachtszeit einige Stunden bei uns zu verweilen und Lobeda zum Leuchten zu bringen. Aktiv im Lichterlabyrinth, kreativ in der Druckwerkstatt oder beim Gestalten von Windlichtern, gemütlich im Weihnachtscafé und am Lagerfeuer — kommt vorbei und erfreut Euch gemeinsam an der Adventszeit.

DAMENWAHL

ZEISS-PLANETARIUM »Milliarden Sonnen — Eine Reise durch www.theaterhaus-jena.de die Galaxis«, 10 Uhr

»Kosmische Dimensionen — Die Faszination des Unvorstellbaren«, 11.30 Uhr SONSTIGES Stadtteilbüro Lobeda, 14 Uhr »Offener Malkreis« Frauenzentrum TOWANDA, 16 Uhr »Jahresabschlussfeier & Begrüßung der Raunächte«. Anmeldung bis 06.12.2019 Goethe Galerie Jena, 18 Uhr »Jenaer Tanzhaus« Kassablanca, 19 Uhr »King Pong«

Do, 12. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 9+11 Uhr »Der glattrasierte Weihnachtsmann« Weihnachtsspaß mit Liedern von Gerhard Schöne Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 9+11 Uhr »Frau Holle« (5+) oder guter Schnee fällt nicht von selbst Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 10 Uhr »Ox und Esel« · ab 5 Jahren Eine Art Krippenspiel von Norbert Ebel DNT Weimar, Großes Haus, 10 Uhr »A Christmas Carol« Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, ab 6 J. Theater Rudolstadt, Schminkkasten, 17 Uhr »Die Tür nebenan« Stück von Fabrice Roger-Lacan DNT Weimar, Großes Haus, 19.30 Uhr »Tosca« Giacomo Puccini Theaterhaus Jena, 20 Uhr »Wo ist das Theater?« KONZERT F-Haus Jena, 20 Uhr Live: »SACRED REICH« «Awakening European Tour« + NightDemon Pici Café & Vinothek, 20 Uhr »Gunnar Nilson« Irisches zum Schmunzeln, Mitsingen, Träumen. Interessante Geschichten zu den Liedern werden zu hören sein, so dass ein facettenreiches Bild vor dem Auge des Zuhörers entstehen kann, so man sich darauf einlassen möchte. VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Volkshochschule Jena, 18 Uhr »Theodor Fontane zum 200. Geburtstag — Teil IV: Irrungen, Wirrungen. Effi Briest.« FSU Jena, Raum 384, 19.30 Uhr »VIDEOABEND: AUF DEN SPUREN DES BIBERS AN DER SAALE« NABU Fachgruppe Ornithologie, Referent: Helmut Berndt, Jena

WO IST DAS THEATER? www.theaterhaus-jena.de

AUSGEHEN Jena Tourist-Information, 17 Uhr »BALKON JENAs. Der Landgrafen.« Neuer Dokumentarfilm von Uwe Germar Café Wagner, 19.30 Uhr »Shropshire Shows: »Arcadia« (Englisches Theater) — Vorstellung II« Kassablanca, 22 Uhr »Weihnachtsparty MT/BT und SciTec/ MB« KINDER & FAMILIE Phyletisches Museum, 14.30 Uhr »Spuren im Schnee — wer war das denn?« Winteraktion für Kinder (für 8- bis 11-Jährige)

Fr, 13. Dezember THEATER & BÜHNE Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 9 Uhr »Frau Holle« (5+) oder guter Schnee fällt nicht von selbst Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 9+11 Uhr »Der glattrasierte Weihnachtsmann« Weihnachtsspaß mit Liedern von Gerhard Schöne Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 10 Uhr »Das Traumfresserchen« · ab 3 Jahren Puppentheater nach dem Märchen von Michael Ende Theaterhaus Jena, 10 Uhr »Ein Schaf für’s Leben« für Kinder ab 5 Jahren Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 15 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!« Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 19.30 Uhr »Danke für das Geräusch« Ein Heinz-Erhardt-Abend DNT Weimar, Großes Haus, 19.30 Uhr »Lanzelot« Paul Dessau Koproduktion mit dem Theater Erfurt Theaterhaus Jena, 20 Uhr »Wo ist das Theater?« KONZERT Kirche Cospeda, 19 Uhr »Adventskonzert des Otto-Schott-Chores« Rosenkeller, 20 Uhr »Abstürzende Brieftauben« TRAFO, 20 Uhr »Andreas Dorau« Bis heute hat es Andreas Dorau nicht so recht eingesehen: Wozu braucht man Strophen? Auf den berechtigten Einwand hin dass er schließlich auf seinen zahlreichen Alben selber dauernd Strophen gesungen und geschrieben hat entgegnet der Künstler: »Da haben mich die Plattenfirmen zu gezwungen!« Wie konnten sie nur! Kulturbahnhof Jena, 21 Uhr FREAK OUT präsentiert: »Gemma & The Travellers« Die Sensation aus Frankreich! Die Band mixt Early Deep Soul, R&B, Northern Soul und 60s Funk auf äußerst eigenständige Weise! Im Anschluss Soulparty! Tanzschuhe nicht vergessen!


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AUSGEHEN Rathausdiele, 18 Uhr »Eröffnung der Ausstellung »Die Erzeugnisse der Porzellanmanufaktur Burgau a.d. Saale Ferdinand Selle. Modernes Kunsthandwerk von Jugendstil bis Art déco.« Kassablanca, 23 Uhr »Filia« DJs: Kangding Ray, Yuna 743, Wuh Café Wagner, 24 Uhr »Kernschmelze« [Techno] KINDER & FAMILIE Ernst-Abbe-Bücherei, 17 Uhr »Vorhang Zu! — Vorlesen am Freitag« ZEISS-PLANETARIUM »Tabaluga und die Zeichen der Zeit«, 9 Uhr

SONSTIGES AWO Wohnpark/Mehrgenerationenhaus, 15.30 Uhr »Rudolfs Weihnachtsmarkt« Kassablanca, 18 Uhr »Frauenzimmer — DJ Wworkshop für Frauen« Café Lenz, 19.30 Uhr »Großer Heinz Erhardt Dinnerabend« Zum 3. Mal — Mit Vinzenz Grahl & Volker Siegmund

Sa, 14. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Bühne am Park, 14.30 Uhr »Theatercafé« Veranstaltung der Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 15 Uhr »Das Traumfresserchen« · ab 3 Jahren Puppentheater nach dem Märchen von Michael Ende Theaterhaus Jena 15 Uhr »Ein Schaf für’s Leben«, für Kinder ab 5 Jahren 16.30 Uhr »Kinderdisco« (mit DJ Rot&Honig) 20 Uhr »Wo ist das Theater?« DNT Weimar, Studiobühne, 16 Uhr »Der Eisblumenwald« Jörn Arnecke nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Jörg Steiner, ab 5 J.

Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 18 Uhr »Der Nussknacker« Ballett mit Orchester von Birgit Scherzer Musik von Peter Tschaikowski Es das wohl bekannteste und beliebteste Ballett zur Weihnachtszeit — ein echter Klassiker mit der traumhaften Musik von Peter Tschaikowski. Frisch und farbenfroh vertanzt das Thüringer Staatsballett die turbulente Geschichte: Clara bekommt einen Nussknacker geschenkt, der in ihrem Traum zum Leben erwacht und sie mit auf einen Abenteuerreise durch das Land des Schnees bis hinein ins Königreich der Süßigkeiten nimmt. DNT Weimar, Großes Haus, 19.30 Uhr »Face Me — Le Sacre du printemps« Tanztheater von Ester Ambrosino Koproduktion von Tanztheater Erfurt, DNT Weimar und Theater Erfurt Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 19.30 Uhr »Weihnachtskonzert: Tausend Sterne sind ein Dom — Weihnachten in der DDR« Bühnen der Stadt Gera, Tonhalle TheaterFABRIK, 20 Uhr »Literarischer Salon« »Geisterfahrten eines Liebestölpels« Musikalische Lesung mit Peter Wawerzinek und Lukas Rauchstein Eine Veranstaltung von Corvus e. V. Theater Rudolstadt, Schminkkasten, 20 Uhr »Die Tür nebenan« Stück von Fabrice Roger-Lacan Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!« KONZERT Peterskirche Alt-Lobeda, 15 Uhr »Adventskonzert des Otto-Schott-Chores« Kirche Wöllnitz, 17 Uhr »Adventskonzert des Otto-Schott-Chores« Kassablanca, 19 Uhr live: »MINE« Kunstsammlung Jena im Botanischen Garten, 20 Uhr Thüringer Jazzmeile Jazz! am schönen Ort — »COŞKUN WUPPINGER DUO« Bipolarer könnten die beiden Gitarristen Frank Wuppinger und Ozan Coşkun kaum sein, und genau darin liegen die Spannung und die große Energie ihres Zusammenspiels. Mit den beiden tauchen die Zuhörer ein in eine Welt zwischen Jazz, Klassik und orientalischer Musik. Kulturbahnhof Jena, 20 Uhr Cosmic Dawn präsentiert: »Magnificent Music X-Mas Night« mit Wucan, Ouzo Bazooka und Deviltrain Die Dresdener Band um Sängerin und Multiinstrumentalistin Francis Tobolsky hat sich mit zwei Alben, einer EP und unzähligen Liveauftritten als feste Größe in der deutschen Rockszene etabliert. Ihr Soundmix aus 70s Hard Rock, Prog, Kraut und Psych mit gelegentlichem Einsatz von Flöte und Theremin trägt inzwischen einen ganz eigene Handschrift, die man als WUCAN-Sound bezeichnen kann... Sparkassen-Arena, 20 Uhr Live: »SUZI QUATRO & Band« …an evening with SUZI QUATRO!!

Volkshaus Jena, 20 Uhr »Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys« VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Hörsaal IAAC, Humboldtstr. 8, 10:30 Uhr »Öffentliche Samstagsvorlesung: Wechselwirkung intensiver Laserpulse mit Materie« Referentin: Prof. Dr. Stefanie Gräfe, Institut für Physikalische Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena AUSGEHEN Rosenkeller 20 Uhr »Kneipenquiz — Runde Finale Winter 2019« 23 Uhr »Rose Samstagsdisko — 90er/00er vs. Rock« Stadtteilzentrum LISA, 21 Uhr »Familientanz mit DJ Watzl« F-Haus Jena, 22 Uhr Oops!… I Did It Again Café Wagner, 23 Uhr »80er Party« [Wave/ Pop] KINDER & FAMILIE Ernst-Abbe-Bücherei, 10 Uhr »Tüftlerzeit!« Glashaus im Paradies, 16 Uhr »Märchen im Glashaus: Die Schokoladenweihnachtsfrau«

Gustav Holst: Christmas Day Philharmonisches Orchester Altenburg Gera · Philharmonischer Chor Gera Kinder- und Jugendchor des Theaters Altenburg Gera Solisten des Thüringer Opernstudios: Heain Youn, Juliane Bookhagen, Gustavo Mordente Eda, Ratislav Lalinský Dirigent und Moderator: Thomas Wicklein Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 15 Uhr »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« · ab 5 Jahren Marionettentheater nach dem Märchen von Božena Němcová DNT Weimar, Großes Haus, 16 Uhr Weihnachtskonzert der Staatskapelle Weimar für die ganze Familie »Peterchens Mondfahrt« Josef Achtélik Dirigent: Dominik Beykirch, Solistin: Heike Porstein (Sopran), Erzähler: Max Landgrebe mit dem Kinderchor der schola cantorum weimar Theater Rudolstadt, Schminkkasten, 18 Uhr »Leben ist immer lebensgefährlich« Sirenengesänge von Erich Kästner DNT Weimar, E-Werk, 20 Uhr »Brüder und Schwestern« nach Birk Meinhardt KONZERT Foto: LostMap

VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Villa Rosenthal, 19.30 Uhr »Liebestölpel« — Lesekonzert mit Peter Wawerzinek und Lukas Rauchstein Peter Wawerzinek kehrt nach Jena zurück, um aus seinem neuen Roman »Liebestölpel« zu lesen, dem dritten Teil seiner Romanreihe, nach »Rabenliebe« und »Schluckspecht«. Musikalisch begleitet wird er auch diesmal von Lukas Rauchstein, dem jungen Hans Albers mit einem Schluck Tom Waits. »Liebestölpel« ist ein umwerfender Roman über Lebenslieben und -lügen, Familiensehnsucht und – flucht; und über das Festhalten und Verschwinden.

Foto: Sabina Sabovic

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Imaginata-Tonhalle, Löbstedter Str. 67, 16 Uhr Weihnachtsmärchen im technischen Denkmal: »Rapunzel« Das Theater im Globus ist ein Klassiker in der Imaginata-Weihnachtszeit. Mit großer Spielkunst, Geschicklichkeit und Witz erzählt es altbekannte Märchen neu, für Menschen von vier bis 100 Jahre! info@imaginata.de, www.imaginata. de, Tel.: 03641-889920 SONSTIGES Innenstadt Jena, 8 Uhr »Jenaer Wochenmarkt« Goethe Galerie Jena, 12 — 18 Uhr »Weihnachtsbäckerei«

TRAFO, 14 Uhr »Ichi« Sonntagnachmittagsdizzkoplätzchen schmecken. ICHI, der ausgezeichnete Japaner bäckt sein Solo-Orchester selbst und kleidet sich auch auffällig. DJ LÉGÈRES und DJ ILJA GABLER servieren heißen Tee dazu.

REGION Seitenroda, Leuchtenburg, 11 Uhr »Weihnachtsmarkt der Wünsche« Messe Erfurt, 20 Uhr »Xavier Naidoo : Mit dem Besten aus 25 Jahren — Hin und Weg Tour 2019«

Kirche Kunitz, 15 Uhr »Adventskonzert des Otto-Schott-Chores« Volkshaus Jena, 17 Uhr »Traditionelles Weihnachtskonzert des Sinfonieorchesters Carl Zeiss Jena e. V.« Schillerkirche, 18 Uhr »Macht hoch die Tür, die Tor macht weit« Weihnachtliche Chormusik Kassablanca, 19 Uhr »The Fuck Hornisschen Ochestra« Die Weihnachtsschmonzette

So, 15. Dezember

AUSGEHEN Café Wagner, 19.30 Uhr »Improtheater mit dem Rababakomplott«

THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 11 Uhr »Der glattrasierte Weihnachtsmann« Weihnachtsspaß mit Liedern von Gerhard Schöne Bühnen der Stadt Gera, Konzertsaal, 14.30+19.30 Uhr »Traditionelles Weihnachtskonzert« Ein Traum von Weihnachten Engelbert Humperdinck: Bübchens Weihnachtstraum

KINDER & FAMILIE KuBuS, 10 Uhr Sternstunden Familienkino Film: »Neues von den Kindern aus Bullerbü« SE 1987, Spielfilm, 85 min, FSK 0, JMK 6 In kuscheliger Atmosphäre können sich Kinder und Eltern diesmal von dem Spielfilm »Neues von den Kindern aus Bullerbü« begeistern lassen. Im Anschluss gibt es einen Mittagssnack und danach die Möglichkeit, sich knopfige Weihnachtskarten zu gestalten.


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SONSTIGES Innenstadt Jena, »historischer Weihnachtsmarkt am alten Stadtmauerensemble/ Weihnachtsmarkt« Restaurant Bauersfeld, 10 Uhr »Sonntagsbrunch« REGION Seitenroda, Leuchtenburg, 11 Uhr »Weihnachtsmarkt der Wünsche« Kirche Schlöben, 17 Uhr »Adventskonzert des Otto-Schott-Chores«

Mo, 16. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 9+11 Uhr »Der glattrasierte Weihnachtsmann« Weihnachtsspaß mit Liedern von Gerhard Schöne DNT Weimar, Großes Haus, 10 Uhr Schülerkonzert der Staatskapelle Weimar für Vor- und Grundschulkinder »Peterchens Mondfahrt« Josef Achtélik Dirigent: Dominik Beykirch, Solistin: Heike Porstein (Sopran), Erzähler: Max Landgrebe mit dem Kinderchor der schola cantorum weimar

Weihnachtsspaß mit Liedern von Gerhard Schöne Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 10 Uhr »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« · ab 5 Jahren Marionettentheater nach dem Märchen von Božena Němcová Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 15 Uhr »Vor Sonnenaufgang« Stück von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann DNT Weimar, Studiobühne, 20 Uhr »Das Recht des Stärkeren« Dominik Busch Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!« KONZERT Stadtkirche St. Michael, 20 Uhr »Gloria! Festliches Adventskonzert« Erstklassiges Konzert mit zeitgenössischen Werken, traditionellen Weihnachtsliedern und Vivaldis »Gloria« für Chor, Soli und Barockorchester TRAFO, 20 Uhr »Hania Rani« Die gefeierte, polnische Komponistin und Musikerin Hania Rani, die zwischen Warschau und Berlin pendelt, hat unter anderem die Nationalphilharmonie in Warschau, das Berliner Funkhaus und das Roundhouse in London bespielt. Foto: Kinga Karpati

SPORT Ernst-Abbe-Sportfeld, 14 Uhr »FF USV Jena — 1. FFC Turbine Potsdam« Sparkassen-Arena, 16 Uhr »Science City Jena vs. Artland Dragons«

Dezember 2019

KONZERT FSU, Aula, 20 Uhr »Jena Jubilee Singers Adventskonzert« AUSGEHEN F-Haus Jena, 19 Uhr »Fachschaftsparty Biochemie« Café Wagner, 19.30 Uhr »Poetry-Slam: Die Wagner-Slam-Spiele im Dezember: Diary Spezial«

Di, 17. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 9+11 Uhr »Der glattrasierte Weihnachtsmann«

AUSGEHEN Café Wagner, 20 Uhr »Wagners Corner — Open Stage« F-Haus Jena, 22 Uhr »Fachschaftsparty Zahnmedizin« KINDER & FAMILIE Ernst-Abbe-Bücherei, 9 Uhr »Biboknirpse« SONSTIGES Innenstadt Jena, 8 Uhr »Jenaer Wochenmarkt«

Rosenkeller, 20 Uhr »DYP Kicker Turnier« REGION Messe Erfurt, 20 Uhr »Night of the Proms« Unter dem Motto »Klassik trifft Pop« beweist der Veranstalter, dass klassische Musik auch außerhalb typischer KlassikKonventionen funktioniert — dargeboten in einer Form, die so ungewöhnlich wie einmalig ist. Unterstützt durch eine spektakuläre Lichtshow und Großprojektionen wird die dreistündige Show zum audiovisuellen Vorweihnachts-Happening.

Mi, 18. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 9+11 Uhr »Der glattrasierte Weihnachtsmann« Weihnachtsspaß mit Liedern von Gerhard Schöne Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 9+11 Uhr »Frau Holle« (5+) oder guter Schnee fällt nicht von selbst Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 10 Uhr »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« · ab 5 Jahren Marionettentheater nach dem Märchen von Božena Němcová Theaterhaus Jena, 10 Uhr »Ein Schaf für’s Leben« für Kinder ab 5 Jahren DNT Weimar, Großes Haus, 10 Uhr »Hänsel und Gretel« Engelbert Humperdinck ab 6 J. DNT Weimar, Studiobühne, 19 Uhr »Familienfest« Generationsübergreifendes Theaterprojekt über Zivilcourage und das Ringen miteinander zu reden Theaterhaus Jena, 20 Uhr »Nackt« Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!« KONZERT Volkshaus Jena, 17.30 Uhr »Jenaer Philharmonie/Philharmonischer Salon Nº 2«

Rosenkeller, 20 Uhr »Sham 69 — LIVE« VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Jena Tourist-Information, 14 Uhr »Öffentliche Stadtführung: Jena — zwischen Historie und Hightech« AUSGEHEN Café Wagner, 19.30 Uhr »UFC-Kino: The Lobster« (2015, GRC, UK, FRA, Giorgios Lanthimos, 109 min) Kassablanca, 23 Uhr »Schöne Freiheit« DJs: Filburt, Daniel Hauser SONSTIGES Stadtteilbüro Lobeda, 14 Uhr »Smartphonetreff — Tipps mit Carola Lück« Paradiescafe, 18 Uhr »Podiumsgespräch: Freiheit als Herausforderung — 30 Jahre Friedliche Revolution« REGION Seitenroda, Leuchtenburg, »Die Glücksritter — Weihnachtsshow auf der Leuchtenburg«

Do, 19. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 9+11 Uhr »Der glattrasierte Weihnachtsmann« Weihnachtsspaß mit Liedern von Gerhard Schöne Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 9+11 Uhr »Frau Holle« (5+) oder guter Schnee fällt nicht von selbst Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 10 Uhr »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« · ab 5 Jahren Marionettentheater nach dem Märchen von Božena Němcová

Ein Schaf für’s Leben Schauspiel für Kinder ab 5 nach Maritgen Matter in einer Fassung von Kerstin Lenhart

Ab 06. Dezember 2019 www.theaterhaus-jena.de


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KONZERT Goethe Galerie Jena 16.30 Uhr »Toledos« 18 Uhr »Holzblasensemble Cara Nova« Schillerkirche, 18 Uhr »Ein Gefühl von Weihnacht — Adventskonzerte Otto-Schott-Chor« Kulturbahnhof Jena, 20 Uhr Offbeat Club präsentiert: »New York SkaJazz Ensemble« Die Zahl all jener, die das wechselvolle Lineup der Band über die Jahreausmachte, ist Legion: Toasters, Skatalites, Scofflows, *you name it*, Musikern dieser und einem Haufen weiterer Bands war und ist die Brooklyner Kapelle ein Heim. Bis heute schafft sie es wie keine Zweite, auf der Grundlage grandioser Bläsersätze Ska und Rocksteady mit traditionellem und modernem Jazz zu vereinen. Pici Café & Vinothek, 20 Uhr »Stefan Nagler Band« »Weihnachts-Edition«... mit wichtigen Vertretern der Jazzgeschichte als Vorbild, mit innovativen Arrangements beliebter Jazzstandards und eigenen Kompositionen entführt das Trio seine Zuhörer in bekanntes und unbekanntes Terrain. Rosenkeller, 20 Uhr »Deaf Row Shows pres.: wy & Sam Florian — LIVE« Volkshaus Jena, 20 Uhr »Jenaer Philharmonie/Donnerstagskonzert Nº 3« Werke von Bach, Barber und Mozart — ARTIST IN RESIDENCE: Lise de la Salle VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Volkshochschule Jena, 18 Uhr »Theodor Fontane zum 200. Geburtstag — Teil V. Romane: Der Stechlin. Alterslyrik.« Kassablanca, 19 Uhr »Peace Please: Das Kapital im 21. Jahrhundert« F-Haus Jena, 20 Uhr Live: »WLADIMIR KAMINER« »Die Kreuzfahrer«

AUSGEHEN Café Wagner, 20 Uhr »Smells like Rap — Freesytle Cypher« [Hip-Hop] SONSTIGES Innenstadt Jena, 8 Uhr »Jenaer Wochenmarkt« Stadtteilbüro Lobeda, 14.45 Uhr »PC-Café — VHS-Werkstatt Laptop und PC mit Frank Rutkowski«

Fr, 20. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 10 Uhr »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« · ab 5 Jahren Marionettentheater nach dem Märchen von Božena Němcová DNT Weimar, Großes Haus, 10 Uhr »A Christmas Carol« Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, ab 6 J. DNT Weimar, Großes Haus, 19.30 Uhr »Hänsel und Gretel« Engelbert Humperdinck (für alle ab 6 Jahren) Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 19.30 Uhr »Die Welt auf der Welle« Eine poetische Überfahrt für Schauspieler und Orchester Theaterhaus Jena, 20 Uhr »Nackt« KONZERT F-Haus Jena, 20 Uhr Live: »KEIMZEIT« »Das Schloss« Kulturbahnhof Jena, 20 Uhr »Rope Sect« Rope Sect spielen geradlinige, eingängige Musik und schlugen bereits mit ihrem 2017er Debut »PERSONAE INGRATAE » voll ein. Diese Band schreibt gloomy Hits! VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG URANIA Volkssternwarte, 20 Uhr »Kuppelführung und Beobachtung des aktuellen Sternhimmels« AUSGEHEN Café Wagner, 24 Uhr »Goawabohu #78« [Psychedelic Trance] KINDER & FAMILIE Ernst-Abbe-Bücherei, 17 Uhr »Vorhang Zu! — Vorlesen am Freitag« ZEISS-PLANETARIUM »Das Kleine 1x1 der Sterne«, 9 Uhr Unser Weltall, 10+13 Uhr SONSTIGES Innenstadt Jena, 8 Uhr »Jenaer Wochenmarkt« Kassablanca, 18 Uhr »Finde deine Szene«

Sa, 21. Dezember THEATER & BÜHNE Theaterhaus Jena, 16 Uhr »Ein Schaf für’s Leben« für Kinder ab 5 Jahren DNT Weimar, Junges DNT, Foyer, 16 Uhr »Weihnachten international« Adventslesung für kleine und große Märchenfans DNT Weimar, Großes Haus, 19.30 Uhr »Tosca« Giacomo Puccini Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 19.30 Uhr »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« · ab 5 Jahren Marionettentheater nach dem Märchen von Božena Němcová In der Reihe Puppenspielkunst für Erwachsene; Anschließend Künstlergespräch bei Speis und Trank Foto: Ronny Ristok

DNT Weimar, Großes Haus, 10+12.30 Uhr »A Christmas Carol« Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, ab 6 J. Bühnen der Stadt Gera, Konzertsaal, 19.30 Uhr »Weihnachtliches Orgelkonzert« Die Königin der Instrumente in Weihnachtsstimmung Orgelmusik vom Solo bis zu sechs Händen und Füßen Werke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Max Reger u. a. sowie Improvisationen Orgel: Benjamin Stielau, Kantor Martin Hesse, Schlossorganist Felix Friedrich DNT Weimar, Foyer, 20 Uhr »Love Letters« Schauspiel von A. R. Gurney Theaterhaus Jena, 20 Uhr »Nackt« Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!«

Programm Dezember 2019 Fr. 1.12., 15 Uhr Puppenspiel Der gestiefelte Kater mo. 9.12., 19 Uhr jazz, ballads & songs

Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 19.30 Uhr »Die verkaufte Braut« Komische Oper in drei Akten Musikalische Leitung: Mark Niemann (Bewerber um die Stelle des GMD) Bedrich Smetanas komödiantische wie tiefsinnige Oper fasziniert mit böhmischer Volkstümlichkeit, großem Melodienreichtum und vielfarbigen Orchesterklängen. Marie und Wenzel sollen gemäß dem Wunsch ihrer Väter heiraten. Marie wehrt sich, denn sie liebt den Knecht Hans. Die Familien versuchen Maries Schicksal zu beeinflussen. Doch was hat es mit Hans wirklich auf sich? Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 19.30 Uhr »Hilfe, die Mauer fällt!« Komödie von Karsten Laske und Steffen Mensching (Mitarbeit Michael Kliefert) Theaterhaus Jena, 20 Uhr »alien(n)ation« Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!« KONZERT F-Haus Jena, 17.30 Uhr Live: »ANY GIVEN DAY« + BLEED FROM WITHIN + LANDMVRKS AUSGEHEN Kassablanca, 19 Uhr »Boomshakalaka« live: Morlockk Dilemma & DJ Access warmupdjing: 3Zoo F-Haus Jena, 22 Uhr »IT’S MY LIFE« Café Wagner, 23 Uhr »Rotzfrech« [Hip-Hop] Rosenkeller, 23 Uhr »Bass Up X-Mas Session« KINDER & FAMILIE Ernst-Abbe-Bücherei, 10 Uhr »Tüftlerzeit!« Glashaus im Paradies, 16 Uhr »Märchen im Glashaus: MitMachMärchen — Ricke-Ricke-Tock!«

So. 15.12., 16 Uhr Weihnachtliche Mitmach-Märchenstunde Di, 17.12. 19 Uhr Weihnachtliches Weimar & sagenhaftes Thüringen Fr. 20.12., 18 Uhr Weimar und die Musik Sa. 21.12., 20 Uhr Stummfilm & Live-Musik: „The Beloved Rogue“ Di. 25.12., 16 Uhr Weihnachtskonzert mit dem Klavierduo FourTe mi, 26.12., 16.30 Uhr Mitsingkonzert am Kamin Do. 27.12., 19 Uhr Hommage an Hildegard Knef „Ich glaub‘ ne Dame werd‘ ich nie!“ Weitere infos und ticketshop hotelelephantweimar.de/ kulturprogramm

Hotel elepHant Weimar autograph Collection Hotels Markt 19, 99423 Weimar info@hotelelephantweimar.de T +49 3643 8020 hotelelephantweimar.de


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So, 22. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 15 Uhr »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« · ab 5 Jahren Marionettentheater nach dem Märchen von Božena Němcová Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 15+17 Uhr »Frau Holle« (5+) oder guter Schnee fällt nicht von selbst DNT Weimar, Studiobühne, 16 Uhr »Der Eisblumenwald« Jörn Arnecke nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Jörg Steiner, ab 5 J. DNT Weimar, Großes Haus, 18 Uhr »On the edge« Performance mit Tanz, Musik und Sprache Koproduktion mit dem Ballett des Landestheaters Eisenach Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 18 Uhr »Der Nussknacker« Ballett mit Orchester von Birgit Scherzer Musik von Peter Tschaikowski Theater Rudolstadt, Schminkkasten, 18 Uhr »Das letzte Mal« Ein Liebesthriller von Emmanuel RobertEspalieu KONZERT Stadtkirche St. Michael, 15 Uhr »Weihnachtskonzert des Knabenchores« Werke von Rolf Lukowsky, Heinrich Schütz, Leonhard Schröter, Nikolaas Schmeer, Melchior Vulpius, Hellmut Wormsbächer, Karl Riedel, Gunter Raphael, Jens Klimek, Erik Witacre, Gordon Young, Ulrich Schicha, Michael Praetorius & Willy Trapp ZEISS-PLANETARIUM »Die Magie der Schwerkraft«,11.30 Uhr SONSTIGES Restaurant Bauersfeld, 10 Uhr »Sonntagsbrunch«

Mo, 23. Dezember THEATER & BÜHNE DNT Weimar, Großes Haus, 15+19 Uhr »Hänsel und Gretel« Engelbert Humperdinck ab 6 J. (für alle ab 6 Jahren) KONZERT Goethe Galerie Jena, 16.30 Uhr »Geschwister Taktlos« VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Jena Tourist-Information, 14 Uhr »Öffentliche Stadtführung: Jena — zwischen Historie und Hightech« SONSTIGES Stadtteilbüro Lobeda, 16 Uhr »Punsch & Stollen am Weihnachtsvorabend –Adventskalendertürchen des Ortsteilrates«

Dezember 2019

Di, 24. Dezember AUSGEHEN Kassablanca, 22 Uhr »Oh du heilige...Spielzeit«

Mi, 25. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 10 Uhr »Ox und Esel« · ab 5 Jahren Eine Art Krippenspiel von Norbert Ebel DNT Weimar, Großes Haus, 16 Uhr »A Christmas Carol« Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens, ab 6 J. Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 17 Uhr »Weihnachtskonzert: Tausend Sterne sind ein Dom — Weihnachten in der DDR« Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 18 Uhr »Der Nussknacker« Ballett mit Orchester von Birgit Scherzer Musik von Peter Tschaikowski Theater Rudolstadt, Schminkkasten, 20 Uhr »Leben ist immer lebensgefährlich« Sirenengesänge von Erich Kästner DNT Weimar, Foyer, 20 Uhr »Love Letters« Schauspiel von A. R. Gurney KONZERT Volkshaus Jena, 17 Uhr »Jenaer Philharmonie/Weihnachtskonzert« Werke von Mozart, Nicolai und Tschaikowski AUSGEHEN Kassablanca, 22 Uhr Weihnachts Blue Night« live: The Hypnotunez (UKR) DJ Smoking Joe ZEISS-PLANETARIUM »Der Weihnachtsstern«, 16 Uhr REGION Seitenroda, Leuchtenburg, 11 Uhr »Weihnachtsbrunch«

Do, 26. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 10 Uhr »Ox und Esel« · ab 5 Jahren Eine Art Krippenspiel von Norbert Ebel Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 15+17 Uhr »Frau Holle« (5+) oder guter Schnee fällt nicht von selbst Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 16+18 Uhr »Der glattrasierte Weihnachtsmann« Weihnachtsspaß mit Liedern von Gerhard Schöne DNT Weimar, Großes Haus, 18 Uhr »Hoffmanns Erzählungen« Jacques Offenbach Theater Rudolstadt, Schminkkasten, 20 Uhr »Schnucki, ach Schnucki« Hermann Leopoldi- ein Klavierkabarettist und seine Lieder Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!«

KONZERT Kath. Kirche St. Johannes Baptist, 16 Uhr »Jena Jubilee Singers Weihnachtskonzert« AUSGEHEN Jembo Park, 19 Uhr »Tanzabend mit Livemusik von Claus Henneberger« Kassablanca, 21 Uhr »Skankin round the X-Mas Tree« live: The Magnetics, Susan Cadogan, Return of the big Guns REGION Seitenroda, Leuchtenburg, 11 Uhr »Weihnachtsbrunch«

Fr, 27. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 15 Uhr »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« · ab 5 Jahren Marionettentheater nach dem Märchen von Božena Němcová Theaterhaus Jena, 16 Uhr »Ein Schaf für’s Leben« für Kinder ab 5 Jahren Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 19.30 Uhr »Ein Maskenball (Un ballo in maschera)« Oper von Giuseppe Verdi In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln DNT Weimar, Großes Haus, 19.30 Uhr »Urfaust« Johann Wolfgang Goethe Theaterhaus Jena, 20 Uhr »BACH — Tanztheater zu den GoldbergVariationen« Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!« KONZERT F-Haus Jena, 20 Uhr Live: »KRACH & STILLE« AUSGEHEN Restaurant Bauersfeld, 18 Uhr »AFTER WORK JENA — Das Original« Kassablanca, 23 Uhr »Freude am Tanzen Jahresabschluss« DJs: Jus-Ed, Monkey Maffia KINDER & FAMILIE Ernst-Abbe-Bücherei, 17 Uhr »Vorhang Zu! — Vorlesen am Freitag« ZEISS-PLANETARIUM »Die Magie der Schwerkraft«, 11.30 Uhr

SONSTIGES Innenstadt Jena, 8 Uhr »Jenaer Wochenmarkt« REGION Seitenroda, Leuchtenburg, 11 Uhr »Familienführung« Sie denken, Porzellan sei langweilig und Kinder könnten vielleicht viel kaputt machen im Museum? Mitmachen, Anfassen und Spaß haben ist ausdrücklich gewünscht!

Sa, 28. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Puppentheater, 15 Uhr »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« · ab 5 Jahren Marionettentheater nach dem Märchen von Božena Němcová Theaterhaus Jena, 16 Uhr »Ein Schaf für’s Leben« — ab 5 Jahren Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 19.30 Uhr »Monty Python‘s Spamalot« Musical von John Du Prez und Eric Idle DNT Weimar, Großes Haus, 19.30 Uhr »Lanzelot« Paul Dessau Koproduktion mit dem Theater Erfurt Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 19.30 Uhr »Elvis First!« Ein Spiel um Kult und Legende Theater Rudolstadt, Schminkkasten, 20 Uhr »Die Tür nebenan« Stück von Fabrice Roger-Lacan Theaterhaus Jena, 20 Uhr »BACH — Tanztheater zu den GoldbergVariationen« Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!« KONZERT F-Haus Jena, 19.30 Uhr Live: »DIE APOKALYPTISCHEN REITER« + special guests DISASTER KFW + DÉCEMBRE NOIR Kulturbahnhof Jena, 20 Uhr »Dietmar & Klaus Bluesband« VORTRAG, LESUNG & FÜHRUNG Jena Tourist-Information, 20 Uhr »Öffentliche Kostümführung »Galgen, Gassen und Ganoven«« AUSGEHEN Kassablanca, 20 Uhr »Jenaer Trallalla« mit Projekt Steine, .leaves, The Fryology Theatre, Bonny & The Scotts


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Rosenkeller, 23 Uhr »Rose Samstagsdisko — Rose Classics« KINDER & FAMILIE Ernst-Abbe-Bücherei, 10 Uhr »Tüftlerzeit!« ZEISS-PLANETARIUM »Unser Weltall«, 14.30 Uhr »Tabaluga und die Zeichen der Zeit«, 16 Uhr »Explore — Expedition Weltraum«, 17.30 Uhr »Best Of Show«, 19 Uhr »Space Rock Symphony«, 20 Uhr SONSTIGES Innenstadt Jena, 8 Uhr »Jenaer Wochenmarkt« REGION Messe Erfurt, 19.30 Uhr »Clueso — Das Weihnachtskonzert 2019«

So, 29. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Großes Haus, 18 Uhr »Monty Python‘s Spamalot« Musical von John Du Prez und Eric Idle DNT Weimar, Großes Haus, 18 Uhr »A Clockwork Orange« nach Anthony Burgess Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 18 Uhr »Elvis First!« Ein Spiel um Kult und Legende Theaterhaus Jena, 20 Uhr »BACH — Tanztheater zu den GoldbergVariationen« Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!« KONZERT Stadtkirche St. Michael, 17 Uhr »Johann Sebastian Bach: WeihnachtsOratorium, Kantaten 1 und 4 bis 6« Solisten — Kammerorchester der Jenaer Philharmonie Kantorei St. Michael, Jena Leitung: KMD Martin Meier Eintritt frei! F-Haus Jena, 19.30 Uhr Live: »RYKER’S + BORN FROM PAIN + SLOPE« Volkshaus Jena, 20 Uhr »De-Phazz & STÜBAphilharmonie« AUSGEHEN Kassablanca, 23 Uhr »Überschall« SONSTIGES Restaurant Bauersfeld, 10 Uhr »Sonntagsbrunch«

REGION Seitenroda, Leuchtenburg, 11 Uhr »Familienführung« Messe Erfurt, 19.30 Uhr »Clueso — Das Weihnachtskonzert 2019«

Mo, 30. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Konzertsaal, 19.30 Uhr »Konzert zum Jahresausklang« Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 dMoll op. 125 Philharmonisches Orchester Altenburg Gera Opernchor des Theaters Altenburg Gera · Philharmonischer Chor Gera Choreinstudierung: Gerald Krammer Sopran: Anne Preuß · Mezzosopran: EvaMaria Wurlitzer Tenor: Isaac Lee · Bass: Alejandro Lárraga Schleske Dirigent: Ingo Martin Stadtmüller (Bewerber um die Stelle des GMD) Kurz & Kleinkunstbühne Jena, 20 Uhr »Mensch, ärgere Dich nicht!«

Di, 31. Dezember THEATER & BÜHNE Bühnen der Stadt Gera, Konzertsaal, 19.30 Uhr »Konzert zum Jahresausklang« Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 dMoll op. 125 Philharmonisches Orchester Altenburg Gera Opernchor des Theaters Altenburg Gera · Philharmonischer Chor Gera Choreinstudierung: Gerald Krammer Sopran: Anne Preuß · Mezzosopran: EvaMaria Wurlitzer Tenor: Isaac Lee · Bass: Alejandro Lárraga Schleske Dirigent: Ingo Martin Stadtmüller (Bewerber um die Stelle des GMD) Theater Rudolstadt, Theater im Stadthaus, 19.30 Uhr »Hilfe, die Mauer fällt!« Komödie von Karsten Laske und Steffen Mensching (Mitarbeit Michael Kliefert) DNT Weimar, Großes Haus »Silvester im DNT« 19.30 Uhr »Der Gott des Gemetzels« 22.30 Uhr »Dinner for One« 23 Uhr »Tanz ins neue Jahr« AUSGEHEN Stadtteilzentrum LISA, 20 Uhr »Silvesterparty im LISA« F-Haus Jena, 22 Uhr »Silvesterparty« Rosenkeller, 23 Uhr »Rose Silvesterparty« SONSTIGES Stadtkirche St. Michael, 23 Uhr »Orgelmusik zum Jahresausklang« KMD Martin Meier, Orgel (Jena) Werke von Bach, Boëly u.a. Eintritt frei Anschließend um 23.30 Uhr: Jahresschlussandacht

BACH – Tanztheater zu den Goldberg-Variationen www.theaterhaus-jena.de

REGION DNT Weimar, Weimarhalle, 16 Uhr »Silvesterkonzert der Staatskapelle Weimar« Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 dMoll op. 125 für Solostimmen, Chor und Orchester Dirigent: Michael Sanderling, Solisten: Aga Mikolaj (Sopran), Sayaka Shigeshima (Mezzosopran), Corby Welch (Tenor) und Uwe Schenker-Primus (Bariton)

Veranstaltungsadressen ADRESSEN JENA Abantu Kulturlabor www.kulturlabor-jena.space Café Wagner Jena e. V. Wagnergasse 26 Telefon: 036 41-47 21 53 www.wagnerverein-jena.de Internationales Centrum Haus auf der Mauer Johannisplatz 26 07743 Jena www.haus-auf-der-mauer.de Ernst Abbe Bücherei Carl-Zeiß-Platz 15 Telefon: 036 41-49 81 52 www.stadtbibliothek.jena.de F-Haus Johannisplatz 14 Telefon: 036 41-55 81 11 www.f-haus.de Jenaer Philharmonie im Volkshaus Jena Carl-Zeiß-Platz 15 Telefon: 036 41-49 81 15 www.philharmonie.jena.de Kassablanca Gleis1 FelsenkellerStr. 13a Telefon: 036 41-28 26 0 www.kassablanca.de Kulturbahnhof im Saalbahnhof Spitzweidenweg 28 Telefon: 0178-479 59 95 www.kulturbahnhof.org KuBuS Theobald-Renner-Straße 1 a Telefon: 036 41-53 16 55 www.kubus.jena.de Kurz & Klein Kunstbühne Teutonengasse 3 Telefon: 036 41-22 14 90 www.kurz-und-kleinkunst.de Optisches Museum Carl-Zeiß-Platz 12

Telefon: 036 41-44 31 65 www.optischesmuseum.de Rosenkeller e. V. Johannisstraße 13 Telefon: 036 41-93 11 90 www.rosenkeller.org Theaterhaus Jena Schillergäßchen 1 Telefon: 036 41-88 69 0 www.theaterhaus-jena.de Volksbad Knebelstraße 10 Telefon: 036 41-49 82 90 www.volksbad.jena.de Volkshaus Carl-Zeiß-Platz 15 Telefon: 036 41-49 81 80 www.volkshaus-jena.de Volkshochschule Jena Grietgasse 17 a Telefon: 036 41-49 82 00 www.vhs-jena.de Villa Rosenthal Kahlaische Straße 6 Telefon: 036 41-49 82 71 www.villa-rosenthal-jena.de GALERIEN UND KUNST Galerie Kunsthof Jena e. V. Ballhausgasse 3 Telefon: 0178-14 56 704 www.kunsthof-jena.de galerie pack of patches Lutherstraße 160 Telefon: 036 41-54 34 57 www.packofpatches.com Galerie eigenSinn Wagnergasse 36 Telefon: 036 41-42 66 82 www.eigensinn.de Kunsthandlung Huber-Treff Charlottenstraße 19 Telefon: 036 41-44 28 29 www.huber-treff.de

Stadtmuseum & Kunstsammlung Jena Markt 7 Telefon: 036 41-49 82 61 www.stadtmuseum.jena.de Galerie Schwing Johannesplatz 10 Telefon: 036 41-44 92 08 www.galerie-schwing.de ADRESSEN REGION

Thüringer Landestheater Rudolstadt Anger 1, 07407 Rudolstadt Telefon: 036 72-42 27 66 www.theater-rudolstadt.com Theater Gera Theaterplatz 1 07548 Gera Telefon: 0365-827 91 05 www.tpthueringen.de Puppentheater Gera Gustav-Hennig-Platz 5 07545 Gera Tel. 0365-827 91 05 www.tpthueringen.de Jenaer Kunstverein im Stadtspeicher Markt 16, 07743 Jena www.jenaer-kunstverein.de Deutsches National­ theater (DNT) Weimar Theaterplatz 2 99401 Weimar Telefon: 036 43-75 50 www.nationaltheaterweimar.de M-Pire Music Club Prüssingstraße 18 Telefon: 036 41-56 46 565 www.mpire-jena.de

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Beilagen-Hinweis Kino Empfehlung Schillerhof Dezember 2019

Redaktion Lindenhöhe 16 07749 Jena Autoren dieser Ausgabe (mit Kürzel) Florian Berthold (flb), Thomas Behlert (tbe), Nancy Droese (ndr), Dr. Matthias Eichardt (mei), Florian Görmar (fgo), Jürgen Grohl (jüg), Stefan Haake (sha), Anke Klein (ank), Olaf Neumann (one), Michael Stocker (mst), André Wesche (anw) Anzeigenleitung Florian Görmar, Telefon: 036 41-54 34 48 oder schriftlich an die Verlagsadresse. Druck Lehmann Offsetdruck GmbH, Gutenbergring 39, 22948 Norderstedt

Titel: Stephanie Barth, Klassik Stiftung Weimar Seite 3: Klassik Stiftung Weimar, Bernd Brundert, Sammlung Ralph Seide Nicht immer gelingt es, die Rechteinhaber von Fotos zweifelsfrei zu ermitteln. Berechtigte Anspruchs­­­in­haber wenden sich bitte an den Verlag.

Abonnement 11 Ausgaben 28,— € incl. Porto im Inland Erscheinungsweise elfmal pro Jahr Anzeigen- und Redaktionsschluss 10.12.2019 für die Januar-Ausgabe 2020 Veranstaltungshinweise werden kostenlos abgedruckt, aber eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann nicht übernommen werden. Veranstalter, die honorarpflichtige Fotos zur Ankündigung ihres Programms an das Stadtmagazin 07 übergeben, sind für die Forderungen des Urhebers selbst verantwortlich. Für den Inhalt geschalteter Anzeigen wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht in jedem Fall die Meinung des Herausgebers wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und sonstige Unterlagen kann keine Gewähr übernommen werden. Die Urheberrechte für gestaltete Anzeigen, Fotos, Berichte sowie der gesamten graphischen Gestaltung liegen beim Verlag und dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung und gegebenenfalls gegen Honorarzahlung weiterverwendet werden. Gerichtsstand ist Jena. Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.


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Dezember 2019

| WIR FRAGEN, IHR ANTWORTET |

Welchen Teil deines Körpers magst Du am liebsten?

ANA RITA, 23 — Tänzerin:

Meine Haut

Meine Haut besteht aus Narben von dem Boden, auf dem ich stolpere. Er verbrennt meine Haut. Prellungen sehen immer aus wie kleine Galaxien. Je mehr Galaxien ich als Kind auf meinen Beinen hatte, desto lieber habe ich Röcke getragen. Warum sollte ich mich tätowieren lassen, wenn meine Haut mir immer wieder neue und wunderschöne Bilder schenkt. Durch Tanz male ich mit mei­ nem Körper und in Verbindung mit anderen Tänzern werden wir zu Künstlern, die kleine Kunstwerke auf den Körpern anderer hinter­ lassen. So kann ich mich erinnern und Erin­ nerungen hinterlassen.

RUI, 35 — DJ: Meine Augen

Interviews und Fotos: Florence Schmalz

VALENTINA, 37

Meine Lippen

Ich mag meine Augen am meisten. Grund­ sätzlich mag ich Augen. Sie sind ein Bestand­ teil unseres Körpers, den wir sehen und berühren können. Augen haben aber auch etwas Übernatürliches. Ich glaube, dass ich die Sprache dieses Körperteils besser »lesen« kann als die der anderen. Die Regeln der At­ traktivität sind hier viel reiner und ehrlicher. Arme, Beine, Münder können lügen und ich glaube wir messen ihnen mehr Bedeutung zu, als sie es vielleicht verdienen. Man kann ei­ nen Arm fünf Minuten ansehen — nichts und er kann sich nicht bewegen, aber schauen Sie dagegen mal einem anderen Menschen zwei Minuten in die Augen …

Meine Lippen sind stark. Sie bringen starke Worte heraus, ich kann mich selbst ausdrü­ cken und mich positionieren. Meine Lippen sind schwach. Wenn ich kraftlos bin, haben sie manchmal auch keine Kraft und der Atem, der durch sie hinausgeht, ist ganz fein und tief. Meine Lippen sind sinnlich. Sie können andere Lippen zum Zittern bringen und Spu­ ren von Liebe hinterlassen. Meine Lippen sind nicht perfekt. Denn sie können ein Feuer aus­ pusten, es aber nicht neu auferstehen lassen.

VICTORIA, 27 — Studentin:

VITOR, 28 — Chemiker: Meine Augen

Mein Nacken

TIM, 40 — Lehrer: Meine Füße

Warum meine Augen? Ganz einfach: Sie sind eine Reflektion meiner selbst, meiner Seele (wenn sie denn existiert). Immer, wenn ich glücklich bin, zeigen sie es, indem sie sich zu einer Art »Augen-Lachen« formen. Auf der anderen Seite ziehen traurige, hasserfüllte Momente meine Augenlieder nach unten und starren das Objekt direkt an. Reagiere ich, reagieren auch meine Augen, sodass andere meine Reaktion an meiner Körpersprache sehen können. In einer Welt, in der Worte manchmal nicht genug sind, sind meine Au­ gen das Schiff für meine Ausdrücke und ich kann mir selbst immer treu bleiben.

Mein Nacken ist die Verbindung vom Rücken zu meinem Haupt. Oben befinden sich mit die lebenswichtigsten Organe. Von dort aus wird alles gesteuert. Manchmal habe ich ei­ nen steifen Nacken und dann kommt jemand mit warmen Händen und es wird ein biss­ chen besser. Ich bin empfindlich am Nacken und es ist vielleicht eine der verwundbarsten und intimsten Stellen, die ich mir vorstellen kann. Ein Kuss auf den Nacken bewegt mich manchmal mehr als einer auf den Mund. Au­ ßerdem ist er mysteriös, weil ich ihn selbst noch nie richtig gesehen habe. Manchmal vergesse ich sogar, dass er da ist.

Meine Füße tragen meinen Körper. Sie sind vielleicht nicht sonderlich schön anzusehen, sind aber dafür verantwortlich, dass ich jeden Morgen aufstehen kann und hin gehen kann, wohin ich will. Mit meinen Füßen kann ich bis zum Morgengrauen zu meiner Lieblings­ musik tanzen, ein Tor schießen oder durch die kühle Saale gehen und mich erfrischen. Wie sehr ich auf meine Füße angewiesen bin, habe ich mal gemerkt, als ich mich dort ver­ letzt habe. Plötzlich war alles im Ungleichge­ wicht und ich und alles um mich herum geriet ins Wanken. Ich bin dankbar, dass das kein Dauerzustand war.


06.12. boris

14.12. mine

dezember 2019

25.12.

26.12.

bluenight:

skankin round the x-mas tree

the hypnotunez

susan cadogan

Di.03.12. | 20:30 | ak: 2,- | kino als wir träumten (d 2015) r: andreas dresen

So.15.12. | 19:00 | vvk: 10,- ak: 14,The Fuck hornisschen orchestra - die weihnachtsschmonzette

Mi.04.12. | 23:00 bis 00.00 | 3,- ab 00:00 5,Schöne Freiheit Live: Leshrac | DJ: Fujimi

Mi.18.12. | 23:00 bis 00.00 3,- ab 00:00 5,Schöne Freiheit: Filburt | Daniel Hauser

Fr.06.12. | 20:00 | Vvk: 18,- Ak: 22,live: Boris (JPN) | Arabrot (NOR)

Do.19.12. | 19:00 | Eintritt frei Peace Please! das kapital im 21. jahrhundert

Sa.07.12. | 23:00 | vvk: 10,- ak: 12,ORANGE JUNGLES HAPPY 19TH

Fr.20.12. | 18:00 | ak: 3,- | turmbühne finde deine szene: vokalmaradoren | timson

So.08.12. | 19:00 | ak: 7,livelyrix poetry slam

Sa.21.12. | 19:00 | Beginn: 20:00 | Vvk: 18,- Ak: 21,Boomshakalaka live! Morlockk Dilemma & DJ Access

So.08.12. | 20:00 | Eintritt frei | Turmkaffee Wohnzimmerkonzert mit Rookling

Di.24.12.2019 | 22:00 Oh du froehliche... Spielzeit

Mo.09.12. | 18:30 | Eintrit frei Vielfalt auf und hinter der Bühne - Podiumsdiskussion Wie divers ist Jenas Musikszene?

Mi.25.12. | 22:00 | VVK: 10,- AK: 12,Weihnachtsbluenight: The Hypnotunez (UKR) | DJ Smoking Joe

Mi.11.12. | 19:00 | Eintritt frei King Pong

Do.26.12. | 21:00 vvk: 12,- ak: 15,skankin round the x-mas tree: The magnetics | susan cadogan | return of the big guns

Mi.11.12. | 20:00 | eintritt frei punkrockkaffee live: loitra beuys | zabel

Fr.27.12. | 23:00 | ak: 8,Freude am Tanzen Jahresabschluss DJs Jus-Ed | Monkey Maffia

Do.12.12. | 22:00 | Vvk: 3,- Ak: 4,Weihnachtsparty MT/BT und SciTec/MB Fr.13.12. | 18:00 | eintritt frei frauenzimmer - dj workshop für frauen

Sa.28.12. | 20:00 | ak: 8,jenaer trallalla mit: projekt steine | .leaves | bonny & the scotts | the fryology theatre

Fr.13.12. | 23:00 | ak: 10,filia DJs: Kangding Ray | Yuna 743 | Wuh

So.29.12. | 23:00 | ak: 6,Überschall: alles bass, nichts muss

Sa.14.12. | 19:00 | vvk: 24,- ak: 30,Landstreicher Konzerte präsentiert: MINE

Sa.04.01. | 20:00 | vvk: 5,- ak: 7,breaking beats

ticketvorverkauf direkt im Kassablanca, Jena Tourist Information und www.tixforgigs.com sowie den Häusern der Zeitungsgruppe Thüringen und der tourist-info deiner stadt | kassablanca, Felsenkellerstr. 13a, 07745 jena | Tel +49(0)3641-28 26 0 | www.kassablanca.de


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07 Das Stadtmagazin für Jena & Region, Ausgabe 116, Dezember 2019  

(c) Florian Görmar Verlag

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