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Magazin für Berlin

www.berlin030.de

13 / 2010

s

grati

10.06.-23.06.2010

Die Besten

Partys, Raves und Konzerte

WM 2010

Berlin ist im Fußballfieber

Kleinkunst

Berlin lacht (wieder)!

2010 CSD Juni 9. am 1

WM Pu View blic ab 11 ing . Jun i

BERLIN

Berlin Summer Rave am 12. Juni

schLesbi ules schw fest Stadt Juni 3. 12.-1

FEIERT! a el d e e Fêt usiqu uni M 1. J 2 am


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Euer [030] Team

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3—9

Agenda—Thema der Ausgabe

Berlin Live

10—17

Kultur—Comedy—Portraits Programm

Kino

18—29

Musik

30—45

Filmstarts—Index— Programm

Party

Musik

Magazin—Tagestipps— Konzertvorschau—Programm

46—61

Magazin—Tagestipps— Programm

Guide

Party

[030] Online

62—77 GUIDE

Maps—Adressen— Kleinanzeigen—Impressum

Gossip

Berlin Live

Im »Berlin Ticker« lest ihr, was in Berlin passiert, tagesaktuell auf ➜ berlin030.de

Kino

»Schlaaaaand!« Man kommt nicht drum herum. Die Fußball-WM beginnt, und niemand kann sich ihr entziehen. Auch wir nicht. Wie’s denn nun um »Schland« steht, nach dem Ausfall des Käpt’ns, das wird man dann sehen. Aber neben »unseren Jungs« gibt es ja noch eine ganze Menge anderer Spiele, so hochklassige wie zum Beispiel Armenien gegen Slowenien. Zu den Favoriten auf den Titel zählen die beiden sicher nicht, sondern klassisch Brasilien, Italien, Spanien, Argentinien und so. Auch den afrikanischen Teams werden gute Chancen eingeräumt. Wenn man allerdings für Deutschland ist, dann sollte man sich unser Thema der Ausgabe zu Gemüte führen. Dort erfährt man, welche Fandevotionalien die ultimativen sind, um dabei zu sein, und was man beim Public Viewing und auf der Fanmeile machen, oder doch besser lassen sollte, und vor allem, wo man gemeinschaftlich gucken kann. Und obwohl das Public-Viewing-Angebot in der Stadt schier erdrückend ist, gibt es doch auch ein alternatives Programm. Theater, Konzerte, Clubkultur. Was wann und wo, das erfährt man wie immer in dieser Ausgabe. »Olé, Olé.«

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78—82

Kolumnen—Partypics—Society— »Talk Show«

Gossip

Fußball (Was sonst?)

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Editorial

Zum Festival-Sommer ➜ www.berlin030.de/festivals Alle Infos ➜ www.berlin030.de

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Start

Do 10.06.

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Mo 14.06.

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1. Woche

da n e g A

BÜHNE Es ist eine Erzählung voller Schönheit, voller Lebensfreude, voller Optimismus und voller Weisheit. »Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran« ist das Meisterwerk des Franzosen Eric-Emmanuel Schmitt und als Buch wie als Film weltweit erfolgreich. Das Schlossparktheater bringt das Stück nun auch auf die Bühne. Heute ist Premiere. Ab 20 Uhr

SPORT »Fußball ist unser Leben, der König Fußball regiert die Welt.« Selten wird diese Zeile so offenbar, wie in diesen Tagen. Denn es ist Fußball-Weltmeisterschaft, heute ist der erste Tag. Und so ist davon auszugehen, dass alle anderen Themen in den Hintergrund treten, das öffentliche Leben zeitweise zum Erliegen kommen, bzw. vor die Bildschirme verlagert wird. ➜ S. 6

Am 21.06. ist Fête de la Musique

SPORT Finale. Nein, nein, noch nicht beim Fußball. Sondern bei der Berliner Hochschulmeisterschaft im Beachvolleyball. Auf dem Gelände vom Beach Mitte wird geprellt, geblockt und gehechtet. Schließlich geht es darum den sportlichen Sieg für die eigene Hochschule zu holen. Durchaus prestigeträchtig. Und anschließend wird natürlich der Sieg gefeiert.

BÜHNE/SPORT Sehr gut, DT! Vor dem ersten WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft, gibt’s die Aufführung des großartigen Werkes »Leben bis Männer oder: Der Fußballtrainer« von Thomas Brussig. Das endet genau zehn Minuten vor Anpfiff. Und dann: gibt’s Public Viewing des Spiels im DT! Sehr gutes Konzept! Bühnen- und Fußball-Kultur auf den Punkt.

Am 12.06. ist das Finale der Berliner Hochschulmeisterschaften im Beachvolleyball

WELTTAG Blutspende kann Leben retten. Aber wie oft machen wir uns das bewusst? Die UNO rief den Weltblutspendetag ins Leben, um klar zu machen, dass es um so wenig und doch so viel geht: Ein bisschen Blut geben, tut nicht weh, kostet nichts. Wer weiß schon, ob man mal selbst auf den Lebenssaft angewiesen ist? Dann ist man dankbar, dass es die Blutspende gibt.

KONZERT Gleich zwei großartige Konzerte seien dem geneigten Musikliebhaber ans Herz gelegt. Zum einen der Auftritt des Senkrechtstarters Duncan Townsend im NBI Club der Kulturbrauerei. Und zum anderen der musikalische Besuch des wohl agilsten 76-jährigen der Musikszene, des Rhythm-and-BluesUrgesteins John Mayall. Großer Mann, fantastische Musik.

KONZERT Hossa, es geht konzertmäßig voll weiter. Und könnte musikalisch nicht gegensätzlicher sein. Das Sonnenkind Jack Johnson bringt seine Gute-Laune-Songs von Hawaii ins Tempodrom ➜ S. 38, während Coheed and Cambria die Geschichten der beiden Kunst-Figuren Coheed und Cambria erzählen, und das ganze mit feinstem Prog-Rock untermalen. Im C-Club

Am 19.06. ist CSD


KONZERT Leute, Leute, welche eine musisch reichhaltige Stadt haben wir. Konzert der Großen zum Dritten: Die New Yorker Hardcore-Legende Hatebreed beehrt die Stadt, und spielt standesgemäß im SO36. Es ist mit vielen Jungs mit noch mehr Tattoos, in kurzen Hosen, Baseball-Caps und Moshing-Affinität zu rechnen. Das wird zu recht laut. Und gut.

»Leben bis Männer oder: Der Fußballtrainer«

Konzert Damen und Herren, verneigen Sie sich vor zwei Legenden: Paul McCartney und Jeff Mills haben Geburtstag. So unterschiedlich, wie die Stile, die die beiden verfolgen, so vielfältig ist der Sound des Duos Skinnerbox. Fraglos eines der besten elektronischen Kollektive der Stadt, das die unterschiedlichsten Elemente zu einem herrlichen Gefüge mischt. Im Suicide Circus

PARADE Solange Homosexualität von Teilen der Bevölkerung als unnormal angesehen wird, Queers diskriminiert und ausgegrenzt werden, stimmt etwas nicht. Und so gehen auch in diesem Jahr überall auf der Welt Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgenders auf die Straße um mit dem Christopher Street Day genau da gegen zu demonstrieren. ➜ S. 11 und 46

KONZERT Der große Maestro gibt sich in der Philharmonie die Ehre. Die Staatskapelle Berlin dirigierend, und zum Teil selbst am Klavier musizierend, wird Daniel Barenboim Ludwig van Beethovens (ein anderer großer Maestro) Klavierkonzert Nummer 1 und Anton Bruckners Symphonie Nummer 4 präsentieren. Ab 20 Uhr in der Philharmonie. Einführung ab 19.15 Uhr.

MUSIK Es ist Sommeranfang! Und der internationale Tag der selbst gemachten Musik! Moment, da geht doch was zusammen, oder? Genau: es ist Fête de la Musique. Auf 80 Bühnen bieten mehr als 450 bekannte und (noch) unbekannte Musiker und Bands ihre Kompositionen dar. Ab 16 Uhr geht es open air los. Das wird schön. [030] präsentiert drei der Bühnen ➜ S. 32

KONZERT Die »Hells Bells« gehören zum Repertoire jedes Fußballstadions, »Highway to Hell« kann man mitsingen, egal in welchem Zustand man sich befindet und Angus Youngs Schuluniform wurde schon so oft kopiert, dass niemand mehr mitzählt. AC/DC sind, entschuldigt das Wort, Kult. Die Götter kommen heute ins Olympiastadion. Das ist, na klar, ausverkauft.

SPORT Zum dritten und letzten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft wird an diesem Tage die Fanmeile auf der Straße des 17. Juni eröffnet. Damit alle Zeuge werden können, wie Kevin-Prince mit Ghana gegen die, durch Ballacks Verletzung geschwächten, Deutschen »antritt«. Bleibt zu hoffen, dass Schlaaaaand sich qualifiziert. ➜ S. 8

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

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2. Woche

17.06.

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Thema der Ausgabe—WM 2010

Wo die Fußballpartys steigen, wo man gediegen im Biergarten oder gemütlich im Strandstuhl sitzt und wo die Fußball-Nerds abhängen—hier findet jeder seinen WM-Spot! ¶ Zusammenstellung [Stefan Guther & Katrin Ernst]

Fußball & Party Kulturbrauerei Das weitläufige Areal bildet die perfekte Kulisse für Jubelschreie, Freudentränen und Gänsehaut. Neben der offiziellen Fan-Meile am Brandenburger Tor ist das Global Village die größte Anlaufstelle für Fußball-Fans. Alle Deutschlandspiele werden auf einer 23 qm großen LED-Leinwand übertragen. Anschließend steigen Partys im Soda und Club 23. Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg Pfefferberg Hier gibt‘s neben der Übertragung ein Programm für jung und alt: Kicker, L ive -Ka raoke und Partys. Schönhauser Allee 176

Torjubel im Lido, Kreuzberg

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Huxley’s Es gilt: Rock‘n‘Roll + Fußball = Rock‘n‘Ball. Der Ball rollt auf einer Riesenleinwand in HD-Qualität. Zwischen und nach den Spielen legen DJs Rock auf und bei Toren der heimischen Mannschaft gibt’s Frei-Shots. Hasenheide 107, Neukölln ZMF Versteckt im zweiten Hinterhof kann Fußball geguckt werden. Danach gibt‘s elektronische Partys. Brunnenstraße 10, Mitte

Auf‘m Dach Deck 5 Die Bar auf dem Parkdeck der Schönhauser Allee Arcaden i st Be rl i n s höchster Skybeach mit Blick über den Mauerpark und Public Viewing. Schönhauser Allee 80, Prenzl‘Berg

Cosmo Lounge Leinwand, Großbildschirme, Kicker, Cocktails, Burger oder Currywurst mit Pommes und alles bei einer frischen Brise auf dem Dach des Baxpax Hostels: Wer im 11er-Team erscheint, bekommt zwei Flaschen Sekt! Ziegelstraße 28, Mitte

Beach-Flavor Ressort Die Rodeo-Sommerlocation bietet alles auf einmal: Liegestühle und Sandstrand, Sonnendeck und überdachte Halle, Grill und Veggie-Food und eine große Leinwand. Am Wochenende wird im Club gefeiert! Invalidenstraße 50/51, Mitte Arena Hier werden sämtliche Austrag ungen im erneuerten Fuhrpark und Garten der Entschleunigung an der Spree auf Großbildleinwänden gezeigt.

Danach bietet die OhneStrom-Reihe am Badeschiff entspannte Konzerte und der Club Der Visionäre Partys bis tief in die Nacht. Eichenstraße 4, Treptow Johannesburg 24 Neben der Bar25 wurde mithilfe von Adidas diese Location errichtet. Eröffnet wird das Areal samt Skateboardrampe, Grill, WM-Stadion und LED-Wand am 11. Juni. Täglich von 12 Uhr bis Mitternacht kann hier gechillt, gekickt und natürlich die WM geguckt werden. Holzmarktstraße 24/25, Friedrichshain

Unter Experten Astra Kulturhaus Geboten wird beste Sicht von steilen Tribünen auf große Leinwände, sowie ein WMMu s e u m u n d s c h l aue Kommentare von den »11 Freu nde«- C on férenc iers Philipp Köster und Jens Kirschneck und ihren Gästen. Revaler Straße 99, Friedrichshain Hanne am Zoo Ex-Profi, Pokalsieger und Deutscher Meister »Hanne« Weiner führt eine der bekanntesten Fußballkneipen Berlins. Hier sind die Wände zugekleistert mir Wimpeln und Erinnerungen an die guten, alten Zeiten, jeder Blick endet auf einem Bildschirm und die Bier-Lampe überm Tisch signalisiert Nachschubbedarf. Joachimstaler Straße 1, Charlottenburg

Foto Ralf Hanke

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The Art of Public Viewing


FC Magnet Bar Mi t te Einst lief man hier weniger Gefahr auf »Ich finde Fußball kacke, außer während der WM«-MöchtegernFans zu treffen, die Poldi nicht von Schweini unterscheiden können. Jetzt wird hier auch »Germany’s Next Topmodel« übertragen. Dennoch mit Kickern, Stadion-Sitzschalen, Diskokugel und schicken Leuten in Fußball-Montur eine lohnende Atmosphäre. Veteranenstraße 26, Mitte

Biergarten & Co. Schleusenkrug Großbildleinwand und diverse Bildschirme, Grillspezialitäten und Fassbier laden zum Verweilen und Viewing. Müller-Breslau-Straße 1, Tiergarten

Foto Aenneken (Flickr.com)

Golgatha Großbild und LCD mitten im Viktoriapark, jeden Abend Aftergameparty. Dudenstraße 40, Kreuzberg Lido Die Kreuzberger Location verteidigt ihren Ruf als »inoffizieller Fußballmeister der Berliner Clubs« und spannt die Kinoleinwand auf. Zusätzlich stehen im Biergarten Flatscreens und Grillstation zur Verfügung. Cuvrystraße 7, Kreuzberg Rosis Im Hof des Clubs stehen gleich zwei Leinwände. Derweil tischt Grillmeister

Hermann die leckere Stadionwurst auf. Revaler Straße 29, F‘hain

Thema der Ausgabe—WM 2010

International

Der kleine Knigge für die Fußball-WM

Osteria No. 1 Fans der Squadra Azzura sammeln sich im für die WM aufgestellten Zelt des Restaurants am Viktoriapark. Die Osteria ist ein echter italienischer Familienbetrieb und Institution in Berlin. Kreuzbergstraße 71, K‘berg Yaam In Berlins ReggaeStation No.1 werden traditionell die afrikanischen Mannschaf ten angefeuert. Alle WM Spiele werden Indoor und Outdoor über Beamer und Flatscreen übertragen und aus den Speakers und Rappers Cornern gibt’s die Spielkommentare in den jeweiligen L a ndessprachen. G egen Abend folgt ein All-YouCan-Dancehall-Programm. Stralauer Platz 35, F‘hain Haus der Kulturen der Welt Der »Cup Of Cultures« verwandelt die Schwangere Auster zum afrikanischen P ubl ic-View i ng-Fußba l lZentrum. Auf der Dachterrasse werden Konzerte, Lesungen, Performances und Expertenrunden rund um den globalen Fußball veranstaltet. John-Foster-Dulles-Allee 10, Tiergarten G h a n a i s c h e R e v i va l Church Ein kleiner Betrag zur Völkerfreundschaft: Es gibt auch hierzulande Menschen, die zu beiden Boateng-Brüdern halten. Ganz sicher findet man sie hier! Bei ghanaischen und deutschen Leckereien könnte man auch auf den Weddinger Bürgermeister treffen. Maxstr. 5, Wedding

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

Do‘s und Dont‘s ¶ Zusammenstellung [Johannes Brattke]

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Tante K äthe WM Club We r m i t 3 0 - j ä h r i g e n Prenzl’berger Studis fachsimpeln oder in Andacht am Rudi-Völler-Schrei n neben der Theke verweilen möchte, ist hier richtig und mache es sich auf den Holzbänken und Liegestühlen gemütlich. Bernauer Straße 63/64, Prenzlauer Berg

Lieder

Geht gut: »Schlaaaaaaaand«. Weil’s immer geht, in jedem Zustand und unabhängig vom Ergebnis. Geht gar nicht: »Ohne Holland, fahr’n wir zur WM«. Doch. Die sind dabei. Und die sind gut. Werden nach Dänemark zwar nur Gruppenzweiter, aber die sind gut.

Schlagwörter

Geht gut: Andauernd hören werden wir: ohne Ballack, Team, Löw, Zusammenhalt, Ballack, gemeinsam, Turniermannschaft, Lahm, lahm, Schweini, mit Ballack, Dänemark, Überraschungsteam, Tor, Cacau. Und das »massierte« Gequatsche von Netzer. Zum letzten Mal. Dem Fußballgott sei’s gedankt. (Siehe Fragen) Geht gar nicht: Selten bis nie hören werden wir: Klose, Finale, Brasilien.

Fragen

Geht gut: »Hat jemand daran gezweifelt, dass wir ins Finale kommen?« (Natürlich nicht.), »Hört Netzer bald auf?« (Ja, es ist seine letzte WM als ARD-Experte.), »Darf ich Dir ein Bier ausgeben?« (Egal wer, egal bei welchem Spiel. Geht immer klar.) Geht gar nicht: »Ist das jetzt Schweini oder Poldi?« (Wenn Teamkapitän Bastian Schweinsteiger grade einen Zuckerpass in die Spitze gibt.), »Spielt der Schwarze auch bei Deutschland?« (Wenn Cacau grade das 13 Tor macht. Der Fragesteller wird in direkter Folge der Kneipe verwiesen.), »Was ist Abseits?« (Ein Spieler befindet sich in einer Abseitsstellung, wenn er der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der vorletzte Gegenspieler. Und jetzt: nie wieder fragen!)

Klamotten

Geht gut: Völlig egal, Hauptsache Fußball. Weiße / schwarze DeutschlandHemden der WMs 1954 bis 2010 zeigen zugleich die immerwährende Affinität des Anhängers zum Team (-> »In guten, wie in schlechten Zeiten«). Sehr beliebt auch die Vereinstrikots derjenigen Spieler, die im Kader stehen. Vom 11. bis 11. sind Podolski (Bayern-Trikot der Saison 2006/2007. Voll Oldschool, Baby!) und Podolski (Köln-Jersey der Saison 2009/2010) in Liebe vereint. Schließlich geht es um das große Ganze. Geht gar nicht: Nationalmannschaftstrikots anderer Nationen. Wir haben ja nichts gegen die anderen, aber jetzt geht es bitteschön um Deutschland.

Accessoires

Geht gut: Vuvuzela. Saumäßig angesagt sind in Afrikas Fußballkultur die Vuvuzelas. Das sind Plastiktröten, die mit gefühlten 750 Dezibel mega laut und absolut unmelodiös die ultimative Angstkulisse für den Gegner und den höchstmöglichen Soundsupport für das eigene Team bilden. Das MustHave für diese WM. Geht gar nicht: Vuvuzela. Siehe oben. Das hält kein Mitteleuropäer länger als eine Minute aus, ohne aggressiv zu werden. FIFA-Präsi Blatter ist für ein Verbot. Spießer.

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Thema der Ausgabe—WM 2010

»Yes we Fan«—so lautet der Aufkleberspruch einer großen Sportzeitung zur WM und als solcher wundert man sich schon ein bisschen über die ganze Reklame, die es rund um die Weltmeisterschaft gibt. Jürgen Laarmann hat die Angebote näher beleuchtet Es steht offenbar schlecht um die Chancen Deutschlands Weltmeister zu werden. Wie sonst könnte eine große Elektronikkette ein TippSpiel veranstalten, bei dem man den Kaufpreis seines Fernsehers zurückerstattet bekommt, wenn Deutschland Weltmeister würde und man auch selbiges getippt hat. Wenn Deutschland im Finale verliert (wie zuletzt immer) gibt’s noch 25% Rückerstattung, für die Halbfinalteilnahme 20%, das Viertelfinale 15 % und für das Überstehen der Vorrunde 10%. Und wenn wir in der Vorrunde ausscheiden, gibt’s nüscht. Das gleiche Prinzip haben noch andere Markenartikler, z.B. Transporterhersteller Iveco. Hier gibt’s beim Kauf eines Autos mit jeder weiteren erreichten Runde Tankgutscheine. Man fragt sich: Wäre es nicht viel gerechter, wenn es die Prämien dann gäbe, wenn Deutschland in der Vorrunde ausscheidet, gewissermaßen als Trost und Balsam für die frustrierten Fans? Andererseits ist es natürlich verständlich, wenn sich darauf kein Versicherungsunternehmen einlassen möchte. Nicht versichert war auch das gefühlte Dutzend Unternehmen, das Michael Ballack omnipräsent über den Bildschirm hüpfen lässt und damit vor allen Dingen die Assoziation »Unglücksrabe«, »Trauer« (wegen des schweren Verlusts für die deutsche Equipe) und »Wut« (auf Treter Kevin-Prince Boateng) weckt. Alle Kampagnen laufen trotzdem weiter—nur L’Orea l Men Expert hat seinen Deo-Spot mit dem schweißf reien Michi im Flughafen-Security-Check gekürzt und die Lautsprecheransage »Letzter

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Aufruf für Michael Ballack für Johannesburg« aus dem Spot genommen. Überhaupt hat sich vor allen Dingen die Hygiene-Artikel-Branche stark rund um die WM positioniert. Ziemlich irre ist der Spot von Rexona Man, bei dem ein schüchterner, stinkender Schiedsrichter seine Arme fest anliegend am Körper trägt und sich nicht traut, Karten zu zücken, bis er in der Halbzeit mit dem Rexona Deo erlöst wird und daraufhin total ausrastet und sogar einem Polizist und seinem Hund gelbe und rote Karten zeigt. Nivea hingegen schenkt jedem, der sich für 11 Euro Produkte der Marke gönnt, ein offizielles DFB-Fanshirt mit dem Aufdruck »Jogis 11«. Der Spot, in dem der Bundestrainer als eine Art ekstatischer Schlecker-Verkäufer auftritt und in jedem Deostick eine Art Taktikvorgabe entdeckt, gilt schon als Klassiker. Der Skeptiker hingegen f rag t sic h, ob dergleichen nicht

»Seit Jahren lastet ein Fluch auf Nationalspielern, die in Nutella-Spots mitspielen«

die Autorität des Schwabentrainers untergräbt. »Zeig deine Leidenschaft« fordert dagegen Rasiererhersteller Gilette und das geht seiner Meinung nach so, dass man sich den limitierten FanEdition-Rasierer mit aufgedrucktem Deutschland-Emblem sichert. Wer sich tatsächlich noch mal komplett in den Nationalfarben ausstatten will, aber praktisch kein Geld ausgeben möchte, dem sei das Angebot vom Textildiscounter KIK empfohlen: Basecap 1,99 Euro, DeutschlandHawaii-Ketten, Deutschland-Haarsträhnen, BH-Ketten und Badelatschen alles nur 1 Euro. Große Sorgen muss man sich ja immer machen, wenn Nationalspieler in Spots von Nutella mitspielen. Seit Jahren lastet ein Fluch auf jenen, die in den meist dümmlichen TV-Filmchen für den eher ungesunden Schokoaufstrich mitspielen. Noch vor einem Jahr waren das Manuel Neuer, Jermaine Jones, Simon Rolfes und Tobias Weis. Jermaine Jones wechselte zuerst das Land und wollte für die USA die WM spielen und verletzte sich ebenso schwer wie Simon Rolfes, so dass beide nicht mehr mitspielen. An Tobias Weis erinnert sich kaum einer bundesweit. Bleibt Manuel Neuer, der dem NutellaFluch bisher widerstand und der auch im aktuellen Spot mitspielt, ebenso wie Mesut Özil, Mats Hummels und Benedikt Höwedes. Während letztere zwei mal gleich gar nicht nominiert wurden, hält der Manuel verträumt ein Nutella-Glas in die Luft, als wäre es der WM-Pokal—ist das bereits ein seherischer Hinweis darauf, dass der unerfahrene Jungtorwart auch in den entscheidenden Spielmomenten der Vorrunde pennt? Ach so, wenn man genügend Nutella-Duplo-Hanuta- und sons-

Foto Beiersdorf AG/Nivea, expert/WM-Kampagne, Iveco

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Werbung im WM-Wahn


tige Ferrero- Schokoladenprodu k te kauft, dann kriegt man sogar genug Sammelpunkte zusammen, um ein FanTrikot zu erhalten, gerne eine Größe larger, denn um ans Trikot zu kommen, muss man schon wenigstens an die 10 Kilo Schokoleckereien verzehren. Die kann man sich dann wieder abtrainieren, wenn man beim Funny Frisch-Fußballturnier teilnimmt, Hauptnachteil: dort könnte man den notorischen Oliver Pocher und Rainer Calmund begegnen. Bifi, die zur WM extra eine Guarana-Energy-Wurst rausgebracht hat, wirbt kryptisch mit »Jeder Code ein Treffer«, was im Einzelnen bedeutet, dass man sich Jubelklingeltöne, Nationalhymnen, Bildschirmschoner und ähnliches runterladen kann. Im besten Fall gewinnt man sogar ein Fotoshooting mit Basti Schweinsteiger. Vielleicht ein kleiner Trost für die, die nicht als Kinder zur McDonald‘s Fan-Eskorte-Spieler ins Stadion begleiten durften und auch nicht eine Reise zur WM gewonnen haben, wie sie vor allen Dingen diverse Biermarken ausloben. Andere Nationalspieler können froh sein, dass sie ihre Werbedeals schon vor langer Zeit abgeschlossen haben. Wenn Mario Gomez in seiner Anzeige für das WM-Quiz der Versicherung HanseMerkur tönt »Ich spiele in Südafrika. Sie gewinnen mein Auto«, dann möchte man ihm zurufen: »Alter Angeber, du spielst ja nicht mal bei deinem Verein.« Ein bizarres Highlight sind die Spots mit Bayern-Bankdrücker Miro Klose, der für den Elektronikhändler Expert nicht nur über einen Vogel Strauß hüpft, worauf dann sechs Folklore-Buschpersonen um wahlweise einen Staubsauger oder eine Wasch-

maschine hüpfen und der Miro mit einer Stimme, die so emotional klingt wie Brot vom Vortag, mäandert: »Zum Glück gibt’s Expert.« DahatVWmitseinenTeam-Sondermodellen zeitloser gehandelt und präsentiert im Spot mit Fritz Walter-, Paul Breitner- und Rudi Völler-Doubles nichts weiter als Nostalgie und demonstriert damit eher, dass mit der aktuellen Truppe keine Werbewirkung zu erzielen ist. Allerdings auch mit vielen Fans nicht, wie man auf der DFB-Daimler-BenzSeite »Der vierte Stern für Deutschland« sehen kann, wo die Fans selbst kleine Videos hochladen können, auf denen sie ihre Länderspielrituale zeigen können und dort zumindest auf den ersten zehn Videos, die ich mir angesehen habe, einen Müll produzieren, dass man zumindest darüber nachdenkt, wie viel glücklicher unsere Welt doch noch vor Erfindung der Handykameras war. »Rasiert verliert«, sagt übrigens Per Mertesacker über sein Länderspielritual und konterkariert damit brutal die Bemühungen seines Trainers um Sauberkeit bis in die Haarspitzen. Droht hier Stammplatzverlust? Wirklich trostlos ist dagegen der WM-Song, den »Der vierte Stern für Deutschland« mit Sebastian Hämers »Wir glauben an Euch« mit echter Finanzkrisenlyrik präsentiert: »Wenn nichts im Leben sicher ist, was ist Vertrauen wert?«, kraftloses »Ich-ErSie-Wir glauben an Euch 2010—sieer-wir alle haben das Zeug dazu, die Welt wird es sehen« Gestammel und vollkommen desperates »Schon der Glaube ist der Weg ins Ziel, hast du nie davon gehört—Enttäuschung gab es viel zu viel«. Auch sonst gibt’s dieses Jahr kein spannendes Lied-

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»Sollte es nicht lieber dann Prämien geben, wenn Deutschland in der Vorrunde ausscheidet— als Trost?«

a Themr de e ab Ausg gut zur WM. Olli Pocher versucht sich mit einem lauen Abklatsch seiner alten Werke mit »Wir gehen nur zurück, um Anlauf zu nehmen« und im Netz gibt’s ein paar Schlagerrocker und Atzen-Imitatoren, die eher Bedeutungsloses produzieren. Wenn wir Weltmeister werden, wäre das ziemlich egal—wenn nicht, haben die Sportfreunde Stiller allmählich ein echtes Problem: 54, 74, 90, 2014 klingt ganz schön mies.

»Der Spot, in dem der Bundestrainer in jedem Deostick eine Taktikvorgabe entdeckt—ein Klassiker.«

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Berlin Live Kunst—Berlin Biennale

Berliner Kunstrummel Berlin ist seit einigen Jahren the place to be für internationale Künstler und reckt sich damit auf Augenhöhe mit New York, Paris und London. Mitschuld trägt die Berlin Biennale

Studie zum »Eisenwalzwerk. Moderne Cyklopen«: Sich waschender Arbeiter, Adolph Menzel

Schon Goethe und Herder haben festgestellt, dass das Wesen der Deutschen ein kosmopolitisches ist. Die Herren analysierten: Der vorherrschende liberale Geist erlaubt uns, von jedem Völkchen in der Welt etwas Gutes zu lernen. So werden wir zu einem multinational geprägten Patchworkmenschen. Ähnlich verhält sich die Berliner Kunstszene: Ein bisschen New Yorker Pomp hier, etwas Pariser Klassizismus da und eine dicke Plastikkelle Londoner Indieattitüde werden dank niedriger Mieten im Berliner Schmelzofen zu einem Amalgam, dessen zeitgenössischer Output auf der Berlin Biennale zu sehen sein wird. Kuratorin Kathrin Rhomberg hat in der zentralen Ausstellung in den Kunstwerken Berlin alles versammelt, was in Berlin Rang und Namen hat. Darunter auch Phil Collins, nicht der mit dem tighten Drumfill, sondern der mit dem Autokino in der temporären Kunsthalle. Collins war eigentlich erst Berlin-Feind, hat aber, seit er hier lebt und arbeitet, doch ein warmes Plätzchen in seinem Herzen für seine neue Heimat freigemacht. Thema der Biennale ist das Verhältnis der Kunst zur Wirklichkeit: Wann wird Wirklichkeit zu schmerzhaft, wann ist es Zeit, sich selbst zu täuschen? Neben den Positionen der zeitgenössischen Vertreter stellen der amerikanische Kunsthistoriker Michael Fried auf Einladung von Kathrin Rhomberg in Zusammenarbeit mit der Alten Nationalgalerie und dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin eine Ausstellung der ultrarealistischen Werke Adolph Menzels zusammen. ¶ [l+f] 11. Juni bis 8. August in den Kunstwerken und in der Alten Nationalgalerie und sowie an weiteren Orten

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Foto Jörg P. Anders (Courtesy bpk Kupferstichkabinett, SMB)

Berlin Live

Kultur—Comedy—Programm


»…ne ganze Ecke geiler und lustiger als die Lackaffen von Adoro« Männerwirtschaft ➜ S. 15

Parade—Christopher Street Day

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Foto Burghard Mannhöfer

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als Leitmotiv wurde der Engel gewählt—ein multisexueller, göttlicher Vertreter des Andersseins, der das Monopol der Heteronormativität zerbröseln soll. Außerdem sehen die Flügelchen echt schnieke aus. Schöne Idee, allerdings wirkt es auf Dauer etwas penetrant, dass die Menschen in allen Pressetexten nur über ihre sexuelle Ausrichtung definiert werden. Die Verwendung der Kategorien schwul, lesbisch, trans-, inter-, hetero-, a- und metrosexuell könnten für eine Verbrüderung aller endlich reduziert werden, das mindert Abgrenzung und Berührungsängste. Weniger Koketterie mit der eigenen Sexualität und die Öffnung für heterosexuelles Publikum wären wichtige Schritte—doch die Schriftführer haben das noch nicht ganz verstanden. Es geht auch mit mehr Tiefgang: Im Rahmen des Berlin Pride Festivals gibt es einen Vortrag über queere Politik von Judith Butler, Philosophin und diesjährige Zivilcourage-Preisträgerin des Berliner CSD (18.06., Volksbühne). Auch das lesbisch-schwule Stadtfest vom 12.-13. Juni strebt nach dem Ideal einer aufgeklärten Gesellschaft und bietet neben Musik und Fressbuden Infostände und Interviews. Wer dann doch eher ein Freund kollektiven Hirnlostrubels ist, dem sei der Pink Monday am 14. Juni im Rahmen des Deutsch-Französischen Volksfestes ans Herz gelegt. Das Programm: Pinke Luftballons, Partymucke und Prosecco. Das mutet ziemlich homonormativ an und zeugt vom festen Willen, gängige Klischees auch im neuen Jahrtausend zu pflegen. ¶ [l+f] Alles zu den CSD-Partys auf ➜ S. 56, CSD-Route ➜ S. 69

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

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Berlin Live

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1 Beim Kauf von 8x 90er-Packs bzw. max. 40 € beim Kauf von 8x 30er-Packs DAILIES® AquaComfort Plus®, Focus® DAILIES® und Focus® DAILIES® TORIC. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen bis 25 Jahre. Angebot gültig bei Ihrem teilnehmenden Optiker, solange der Vorrat reicht. | 2 Das Gutscheinheft enthält vier Gutscheine im Wert von je 25 €, jeweils einlösbar beim Kauf von zwei 90er-Packungen bzw. vier Gutscheine im Wert von je 10 €, jeweils einlösbar beim Kauf von zwei 30er-Packungen. DAILIES®, DAILIES® AquaComfort Plus®, CIBA VISION® und das CIBA VISION® Logo sind Marken der Novartis AG. Beim Schwimmen mit DAILIES® Kontaktlinsen unbedingt Schwimmbrille tragen. Danach DAILIES® Kontaktlinsen entfernen und frische einsetzen.


Puppentheater—Puppetmastaz

Frankensteins Rotkäppchen

Die Pimmelnasentruppe um Mr. Maloke löste sich vor nicht allzu langer Zeit in Luft auf. Mit der Veröffentlichung von »The Break Up« wurde die Band beerdigt. Nun wurde es den filzigen Puppen langweilig. Deshalb kehren sie zurück auf die Eichen-

bretter, die die Welt bedeuten. Diesmal allerdings zusammen mit echten Menschen. Der Puppetmastaz Gründervater Paul Affeld alias Paul PM inszeniert mit »Frankensteins Rotkäppchen« eine psychedelische Melange aus der Frankensteinlegende und der schaurigen Version des Märchens aus den Aufzeichnungen der Brüder Grimm. Allerdings werden die Plots natürlich puppetmasterisiert: Rotkäppchens Großmutter ist eine egomanische Sklaventreiberin und Meister Maloke Frankenstein bastelt an seinem Zombie Igor, der auch ohne Gehirn gute Dienste leistet. Abgedrehtes Märchen mit den Berliner Kultpuppen, auf keinen Fall nur für Kinder. ¶ [l+f] 12.-13. Juni in der Volksbühne, 3. Stock

Tanz—Zukunft@BPhil

Dance@Philharmonie

Fotos Thomas Aurin, A. Knapp

Die tighten Brüder von der krassen Checker-Philharmonie smashen euch die übelendgeilsten Dee-Dance-Moves in die Glubscher

Scherz beiseite—die großartige Leistung dieses Nachwuchsprojektes liegt darin, dass 170 Schüler in diesem Projekt mitwirken können und dadurch erfahren, dass Musik mehr sein kann als Mehrzad vs. Menowin. Und da an den Berliner Schulen arger Musiklehrermangel herrscht und Musik und Kunst immer weiter zusammenge-

strichen werden, sind derlei Großprojekt eine Wohltat für unsere in den schönen Künsten arg vernachlässigten Schüler. Das Projekt läuft folgendermaßen ab: Die in New York arbeitende Jazztrompetenlegende Wynton Marsalis schraubt an der »Swing Symphony«, während Rhys Martin in Berlin bereits den 170 Bälgern seine Tanzschritte reinprügelt. Im ständigen Austausch zwischen Berlin und New York entwickeln sich nach und nach die choreografischen Ideen. Erst ein paar Tage vor der Aufführung hören die Teilnehmer das Stück, welches schließlich von den Philharmonikern unter Sir Simon Rattle in der Arena aufgeführt wird. ¶ [l+f] Am 12. und 13. Juni in der Arena Treptow

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

Beim Kauf von 8x 90er-Packs bzw. max. 40€ beim Kauf von 8x 30er-Packs DAILIES® AquaComfort Plus®, Focus® DAILIES® und Focus® DAILIES® TORIC. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen bis 25 Jahre. Angebot gültig bei Ihrem teilnehmenden Optiker, solange der Vorrat reicht. | 2 Das Gutscheinheft enthält vier Gutscheine im Wert von je 25€, jeweils einlösbar beim Kauf von zwei 90er-Packungen bzw. vier Gutscheine im Wert von je 10€, jeweils einlösbar beim Kauf von zwei 30er-Packungen.

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Berlin Live

Die Puppetmastaz sind zurück auf der Bühne

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Straßentheater-festival—Berlin lacht!

Ha-ha-ha

Bartuschka!

Feuerspieler

Artist Simon

Amtierende slowakische Weltmeisterin der Langstrecken-Pantomime, prämiert mit dem »Cabinet« Kleinkunstpreis, Fachkraft für subversives Entertainment: Bartuschka ist all das und mehr! Seit 1997 ist die diplomierte Pantomime auf den Bühnen der Welt unterwegs—von China bis Spanien, von Straßenperformances zu Gastspielen in Theatern—und entwickelte den speziellen Bartuschka-Stil: visuelle Verbal-Comedy. »Die Scheinbar ist mein Probiertempel. Als Clown, als Comedien, immer entwickelt man sich weiter. Manchmal muss man scheitern, um Gutes zu kreieren. Jedes Publikum ist eine tolle Herausforderung«. Und Bartuschka moderiert, provoziert, jongliert, mimt Rapunzel, mimt gleichzeitig den Prinzen, tanzt mit einer eigenwilligen zwei-MeterPuppe und tut vor allem eines: sie begeistert. Immer wieder. 2004 gründete sie »StageDiven!«, bis heute einzige All-Women Varieté Show Berlins, jeden zweiten Donnerstag im BKA und regelmäßig auf Tour.

Brennende Poi zischen haarscharf an weiten Pluderhosen vorbei, die nächtliche Luft ist durchtränkt von Spiritusgeruch und inmitten der Feuerkreise entdeckt man drei Gestalten, die anmutig flammende Kugeln um ihre Körper schwingen. Dance in Fire—das sind Dörtje, Basti und Fio, drei Schüler, die gern mit Feuer spielen, jonglieren und auch mal Feuer spucken. »Es tut gar nicht weh«, meint Basti, der sich einen schwarzen Rußfleck vom spritzenden Lampenöl aus dem Gesicht wischt. Was wie eine grazile Mischung aus Tanz und Kampfkunst wirkt, ist für Dance in Fire vor allem eines: intensive Leidenschaft. Die Utensilien immer im Rucksack verstaut, wird geübt, wo und wann es möglich ist, im Monbijou- und Mauerpark oder in den Kreuzberger Jonglierkatakomben, ein Mekka der Jonglierbegeisterten. »Wir machen es für den Fun«, sagen die Drei. Dennoch bekommen sie regelmäßig Anfragen und begeistern überraschte Anzugträger auf Weihnachtsfeiern oder kreischende Kids bei Geburtstagen.

Simon ist Allround-Artist: Breakdance, Capoeira, Akrobatik—viele schöne Künste vereinen sich in seinem Stil. Seine Crew Battle Beasts ist eine feste Größe im Gala- und Varieté-Geschäft. Simon: »Das richtige Training ist sehr wichtig! Man sollte nicht übertreiben und seinen Körper vor allem fit halten.« Das Talent jedoch scheint ihm in die Wiege gelegt. Simons Vater ist Vollblutmusiker, holte seinen Knirps früh auf die Bühne. So glatt war der Weg aber nicht. Mit neun Jahren zog Simon von St.Petersburg nach Tel Aviv, wenige Jahre später nach Berlin, neue Sprachen, Schulen und Menschen. Man merkt es ihm an: Simon schaut dir direkt in die Augen, ist charismatisch und voller Leben. Bühnenerfahrung sammelte er schon europaweit: Spanien, Berlin, Paris, Hamburg, Hannover, München—das nächste Projekt ist schon geplant. Doch auch heute erprobt Simon seine Kunst in Straßenperformances. »Hier ist die richtige Schule! Ob kleine oder große Bühne— wichtig ist, dass man mit seiner Energie das Publikum berührt!«

www.stagediven.de

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www.battle-beasts.com

Foto Karime Benzakour

Berlin Live

Vom 11. bis 13.06. findet das 7. Internationale Straßentheater Festival »Berlin lacht!« auf dem Mariannenplatz statt. Wir trafen drei herausragende Acts ¶ [Katrin Ernst]


Kulturtipps theater—PREMIERE AM sa 12.06. UM 20.30 UHR

Die Produktion »Aus freien Stücken« der Jugendtheatergruppe »Die Zwiefachen« scheint an einen in Deutschland sehr geschätzten Mannschaftssport angelehnt zu sein. Stehen doch elf Spieler auf der Bühne. Jedoch sind sie kein Team. Sie kämpfen gegeneinander, tanzen oder erzählen sich was, um sich im nächsten Moment wieder anzuschweigen. Jede der elf Rollen ist individuell: Der Rapper allein auf dem Sofa, Punkerratte

Misty, ein Blutelfenmagier 76 oder ein hitlerisiertes Geburtstagskind. Die elf Jugendlichen werden unter der Regie von Uta Plate zum Mitspieler oder Requisit und spielen ihre freien Stücke nebeneinander, miteinander und schließlich ineinander und offenbaren uns ihre Träume. Die guten—und vor allem die schlechten. ¶ [l+f] Schaubühne, Kurfürstendamm 153, Charlottenburg

theater—BEINAHE TÄGLICH

AUSSTELLUNG—BIS so 13.06. TÄGLICH 14-20 UHR

Das Hexenkessel Hoftheater hat Ende Mai das hölzerne Amphitheater wieder eröffnet, in dem es nach einem prächtigen Sommerplatzregen so schön nach Chlor und Pipi vom Kinderfreibad nebenan riecht. Kurz vor Erscheinen dieses Heftes feierte Moliéres »Don Juan« im sattgrünen Monbijoupark Premiere. Es ist das Eröffnungsstück der Trilogie unter dem Leitmotiv der Liebe. Don Juan praktiziert sie. Don Juan ist tief gläubig. Seine Religion ist Sex, sein Körper Tempel und er selbst sein Gott. Er macht’s mit jeder (vielleicht sogar mit dem Publikum), geht dafür über Leichen und landet dafür schließlich in der Hölle. Wem das zu gefühlsduselig ist, der kann in der Strandbar nebenan auch Fußball gucken. ¶ [l+f]

Unter dem Spielplatz am Wasserturm Prenzlauer Berg schlummert ein gigantischer Backsteinkomplex, der ein Wasserspeicher war und eine düstere Geschichte hat. Der Wasserturm und die unterirdischen Bauten waren 1933 ein Konzentrationslager. Heute findet sich dort eine ungewöhnliche Galerie: Die »singuhr hoergalerie« zeigt Kunst für Augen und Ohren, audiovisuelle Installationen, raumbezogene und konzertante Werke, Kunstaktionen im Quartier und Klangkunst im Speicher. Zum Auftakt präsentiert der Berliner Künstler Alex Arteaga das Projekt »sururb.wasserspeicher«, für das Performer mit Mikrofonen durch den Kiez geschickt werden. Zeitgleich machen Braunschweiger Studenten für »Klangluminiszenz« Leuchtstoffröhren zu Instrumenten. Peng! ¶ [l+f]

Don Juan

singuhr hoergalerie

Amphitheater Monbijoupark, vis à vis zum Bode-Museum

Singuhr Hoergalerie, Unter dem Wasserturm, Prenzlauer Berg

THEATER/MUSIK—sA 19.06. AB 16 UHR

comedy—sa 19.06. UND do 24.06. UM 20 UHR

»Pack was zu essen ein, wir gehn nach Brandenburg!« Diese Zeile aus Rainald Grebes berühmtem Brandenburg-Lied entspricht nicht der eigentlichen Überzeugung Grebes. Eigentlich würde er lieber wie all die anderen schwarzgrünen Prenzl’berger auf einem Bauernhof in der brandenburgischen Provinz leben. Doch die mächtige Stadt hält ihre Schäfchen beisammen. Das Gorki entflieht diesem Sog des bereits vom Expressionisten Georg Heym beschworenen Dämons der Stadt und macht einen Brandenburg-Tag. Mit netter Führung zu poetischen Orten rund ums Gorki mit Fontane-Gedichten, Tucholskys »Rheinsberg« im Foyer und dem abschließenden Konzert »Zurück zur Natur« von Grebe und der Kapelle der Versöhnung. ¶ [l+f]

Der Fronter der Männerwirtschaft sieht ein bisschen aus wie der Schreihals der Metalkapelle Machine Head. Männerwirtschaft sind fünf Berliner Sänger, die sich nach über zehn Jahren auf deutschsprachigen Bühnen zu einer der vielseitigsten und unterhaltsamsten Vokalgruppen Deutschlands entwickelt haben. Sie präsentieren den wahnwitzigen Spagat zwischen Mama Loo und Macarena, zwischen David Hasselhoff und Ennio Morricone, zwischen Roy Black und Ivan Rebroff bis hin zu immergrünen Kakteen, kastilischen Isabellas und duftenden Veronikas der Comedian Harmonists. Das ist ne ganze Ecke geiler und lustiger als die Lackaffen von Adoro—außerdem haben sie den höchsten als auch den tiefsten Bass Deutschlands am Start. ¶ [l+f]

Brandenburg-Tag im Gorki

foto bernd schönberger, roman märz, bettina stöß, www.maennerwitschaft.de

Berlin Live

Aus freien Stücken

Im Gorki Theater

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

Männerwirtschaft

Im Admiralspalast

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Kino Kino

Filmstarts—Index—Programm

Michelle Williams

Globalisierungsdrama—Start am 10.06.

spielte in der Serie »Dawson’s Creek« und in Filmen wie »Species« oder »Station Agent«, feierte ihren Durchbruch 2005 an der Seite von Heath Ledger in »Brokeback Mountain« und wurde für diese Rolle für den Golden Globe und den Oscar nominiert.

Mammut

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rend Leo das große Los gezogen hat und mit einem Internetdienst zu viel Geld gekommen ist, geht Ellen voll in ihrem Job als Chirurgin auf. Ihre gemeinsame Tochter Jackie (Sophie Ny weide) wird so aus elterlichem Zeitmangel meistens von der philippinischen Nanny Gloria (Marife Necesito) beaufsichtigt. Die hat selbst in ihrer Heimat zwei kleine Kinder, die von der Großmutter erzogen werden, während Gloria in New York das benötigte Geld verdient. Als Leo bei einer seinen vielen Geschäftsreisen nach Thailand länger aufgehalten wird, da ein höchst lukrativer Deal nicht so leicht unter Dach und Fach zu kriegen ist, trifft er einige weitreichende Entscheidungen. Die hat derweil in New York auch Gloria zu treffen, als sie erfährt, dass einer ihrer Söhne einen schweren Unfall hatte.

Moodysson erzählt in diesem feinsinnig beobachteten, ebenso intensiv wie ruhig inszenierten Globalisierungsdrama von den komplexen zwischenmenschlichen Verf lechtungen in einer immer stärker zusammenwachsenden Welt, in der die Entfremdung paradoxerweise jedoch eher zu- als abnimmt, was zu allerlei absurden Ver werfungen und Verzerrungen führt. Das Ganze wirkt nie künstlich oder bemüht, ist zudem in wunderschöne Bilder verpackt und ergibt so ein großartig gespieltes, anrührendes Meisterwerk des anspruchsvollen, europäischen Kinos. ¶ [DiLü] »Mammoth«, Schweden/Deutschland/ Dänemark 2009, 125 Min., R: Lukas Moodysson, D: Gael Garcia Bernal, Michelle Williams, Sophie Nyweide, Marife Necesito

foto Memfis Film

Der Schwede Lukas Moodysson gehört zweifelsfrei zu den europäischen Regisseuren, deren Namen man sich merken sollte. Seine bezaubernde Coming of Age- Geschichte »Raus aus Amal«, die 70er-JahreDramödie »Zusammen« und das an die Nieren gehende Prostitutiertendrama »Lilja 4-ever« zeugten bereits von großem erzählerischen Talent, das auf kein Genre festgelegt war. Dies hat sich auch außerhalb seiner Heimat herumgesprochen, und so konnte Moodysson für seinen letzten Film, der schon 2009 im Wettbewerb der Berlinale zu sehen war und kontrovers diskutiert wurde, mit Gael Garcia Bernal und Michelle Williams eine hochkarätige, internationale Besetzung verpflichten. Die beiden spielen das in New York lebende Ehepaar Leo und Ellen. Wäh-


Im polnischen Original heißt der Film »Swinki«, zu deutsch »Schweinchen«.

zitty feiert mit !

»Ich, Tomek« ➜ S. 22

und präsentiert die Fete de la Musique am 21.6. 2010

Kuchen-Kaiser-Bühne

Sommerromanze—Start am 10.06.

Oranienplatz 11-13 / Naunynstr. 46, 10999 B.-Kreuzberg www.kuchenkaiser.de Programm: Musik für-mit-von Kindern, Weltmusik & Puppentheater, Open Air 14–22 Uhr Fête de la Nuit: Weiter indoor ab 22–0 Uhr

Marcello Marcello

STATTBAD Wedding

Gerichtstr. 65, 13347 Berlin-Wedding, www.stattbad.net Programm: Elektronische Musik, Open Air 15–22 Uhr Fête de la Nuit: Weiter indoor ab 22–6 Uhr

Insel der Jugend

Alt-Treptow 6, 12435 Berlin-Treptow www.kulturalarm.com Programm: Singer-Songwriter, Kleinkunst, Loopartists, Open Air 16 –22 Uhr

Wir schreiben das Jahr 1956, und auf einer italienischen Insel hat sich eine eigenartige Tradition etabliert: Wird ein Mädchen 18, müssen die jungen Männer, die eine Verabredung mit ihr wollen, ein Geschenk bei ihrem Vater abliefern. Der entscheidet dann, welcher Jüngling sich mit seiner Tochter treffen darf. Marcello (Francesco Mistichelli) hat bei diesem Geschenkemarathon bisher nie mitgemacht, bis er sich Hals über Kopf in die zauberhafte Elena (Elena Cucci) verliebt. Er hat zuerst keine Ahnung, was er Elenas Vater schenken soll, um das ersehnte Date zu bekommen. Bis ihm einfällt, dass es da den Hahn des örtlichen Fleischers gibt, der Elenas Vater jeden Morgen unsanft aus dem Schlaf reißt. Um an den Gockel zu kommen, wird eine aberwitzige Kette an Tauschgeschäften in Gang gesetzt, die Marcello in die Vergangenheit des Dorfes und ihrer Bewohner eintauchen lässt, bis es immer knapper bis zur Geschenkübergabe wird. Zwar wirkt der Plot nüchtern betrachtet etwas überkonstruiert, seinem italienischen Charme kann man sich trotzdem nicht so einfach entziehen. Nicht zuletzt, da Regisseur Denis Rabaglia Marcellos Wettlauf gegen die Zeit spritzig inszeniert hat und damit so, wie man es von solchen Geschichten erwartet: Als unbeschwerten Gute-Laune-Film in kraftvollen, sepiasommersatten Bildern mit einem märchenhaft überstilisierten Szenario, der das in uns schlummernde Sehnsuchtsgefühl nach Italien geschickt zu wecken weiß. ¶ [DiLü] Schweiz/Deutschland 2008, 97 Min., R: Denis Rabaglia, D: Francesco Mistichelli, Elena Cucci, Renato Scarpa Alle Infos ➜ www.berlin030.de

Fotos: Alexander Laljak und Kai Bienert

Liebe in den Zeiten von merkwürdigen Traditionen


Melodram— Start am 17.06.

Kino

Five Minutes of Heaven

Drama—Start am 17.06.

La Nana—Die Perle

Düstere Vergangenheit. Alistair (Liam Neeson) Raquel (Catalina Saavedra) verteidigt ihre Pfründe

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Es ist 1975 und der 16-jährige Alistair Little entschließt sich, einen Mord zu begehen. Die katholische IRA und die protestantische Ulster Volunteer Force (UVF) bekämpfen sich in Nordirland bis aufs Blut, Alistair will ein Zeichen setzen. Er erschießt den Katholiken James Griffin—vor den Augen von dessen 11-jährigem Bruder Joe. 30 Jahre später spürt ein Fernsehteam die beiden auf, vor der Kamera soll eine Versöhnung inszeniert werden. Doch weder Alistair noch Joe haben ihren Frieden gefunden— den einen quälen die Schuldgefühle, den anderen Hass und Rachegelüste. Das Fernsehprojekt ist zum Scheitern verurteilt, denn Joe will nur eins: Seine himmlischen fünf Minuten, seine persönliche Vendetta—Alistairs Tod. Der Film handelt von zwei realen Personen: Produzent O’Callaghan hatte Alistair Little zufällig kennengelernt und Drehbuchautor Guy Hibbert beauftragt, dessen Geschichte mit der von Joe Griffin zu verknüpfen. Hibbert interviewte beide immer wieder getrennt voneinander, las ihnen die Gedanken des jeweils anderen vor und rekonstruierte den Verlauf der Mordnacht, Oliver Hirschbiegel (»Der Untergang«) übersetzte dies in einen halbfiktionalen Film über zwei Menschen, die sich im wahren Leben nie begegnet sind. »Five Minutes of Heaven« ist eine stille Studie über die Dynamik der Gewalt. Die Bilder sind jedoch mehr Fernsehspiel als Kino, die Charaktere zu oberflächlich angekratzt. Allzu aufdringlich werden Erkenntnisse serviert, zu plakativ Gedanken verbildlicht. Das eindringliche Spiel von Liam Neeson und James Nesbitt hätte das nicht nötig gehabt. Die spannende Geschichte noch weniger. ¶ [Lydia Brakebusch]

Seit 23 Jahren Hausmädchen bei der Familie Valdez: Tag und Nacht ist Raquel für die Familienmitglieder in einem noblen Haus in Santiago de Chile da, kocht, putzt, rackert, kümmert sich um die Kinder. Genau dieses »Leben« gerät in Gefahr, als Raquels Migräne zunimmt und die Familie beschließt, ihr eine Hilfskraft zur Seite zur stellen. Diverse Nebenbuhlerinnen sind durch gezielte Fiesheiten Raquels schnell aus zum Hause vertrieben. Doch dann steht eines Tages Lucy in der Tür. An der positiven Lebenseinstellung der etwa gleichaltrigen Hilfskraft scheinen alle Angriffe Raquels abzuprallen. So kommen sich die beiden Frauen näher. Der chilenische Autor und Regisseur Sebastian Silva, Jahrgang 1979, hat sich für seine zweite Regiearbeit an seine Kindheit und Jugend in einem gutbürgerlichen Heim sowie an das dortige Hausmädchen erinnert und mit der filmischen Umsetzung diverse internationale Filmpreise abgeräumt. Und das verdient, besticht doch der durchweg mit Handkamera gedrehte und ohne zusätzliche Musik auskommende Film—die Dogma-Werke lassen grüßen—durch eine Figurenzeichnung, die unter die Haut geht. Denn die Sturheit der nicht eben sympathischen Hauptfigur (hinreißend gespielt von Catalina Saavedra) lässt eine merkwürdige Spannung entstehen: Diese Frau in ihrem Kampf um den Platz in der Familie Valdez scheint zu allem fähig. So geht regelrecht die Sonne auf, als sich diese so einsame und unglückliche Person ganz langsam ihrer Umgebung— und sich selbst—öffnet. ¶ [Martin Schwarz]

Großbritannien/Irland 2009, 89 Min., R: Oliver Hirschbiegel, D: Liam Neeson, James Nesbitt

Chile 2009, 94 Min., R: Sebastian Silva, D: Catalina Saavedra, Claudia Celedón, Mariana Lodola


Roadmovie—Start am 10.06.

Maria (Anne Schäfer) mag’s gern abwechslungsreich. Darum ist sie sowohl mit dem Barkeeper Franz (Clemens Schick) als auch mit David (Peter Weiss), seines Zeichens Referendar bei der örtlichen Staatsanwaltschaft, zusammen. Natürlich wissen beide Männer nichts vom jeweils anderen. Dies ändert sich, als Maria plötzlich verschwindet. Bei ihren Nachforschungen treffen ihre so ungleichen Liebhaber aufeinander und wollen von nun an gemeinsam nach ihrer verschwundenen Liebe suchen. Auf der diesjährigen Berlinale lief »Cindy liebt mich nicht«, der so heißt wie die Bar, in der Franz hinter dem Tresen arbeitet, in der Sektion Perspektive Deutsches Kino. Dort passt das Langfilmdebüt von Hannah Schweier noch am ehesten hin, spiegelt jedoch zugleich das in diesem Jahr miserable Niveau der Nebensektion wieder. Die entwickelt sich immer mehr zu einem Schaufenster für die Abschlussfilme von Hochschulabsolventen, verliert dabei jedoch die Kinoqualität der Werke aus dem Blick. Dies gilt auch für Schweiers Roadmovie, das nie in Gang kommt und sich immer mehr zu einer inhaltsleeren Selbstbespielung der beiden männlichen Protagonisten steigert. Als knackiger Kurzfilm hätte die ungelenk erzählte Romanverfilmung

Liebe oder Abhängigkeit? Die mysteriöse Maria (Anne Schäfer)

mit ihren hölzernen Dialogen noch funktioniert—über die Dauer von 90 Minuten fällt es einem jedoch schwer, diesem Männerfilm irgendeine Art von Liebe entgegenzubringen. ¶ [DiLü]

Deutschland 2010, 90 Min., R: Hannah Schweier, D: Clemens Schick, Peter Weiss, Anne Schäfer

Kino

foto av medien penrose/c. laube

Cindy liebt mich nicht


Bollywooddrama—Start am 10.06.

My Name is Khan Wenn Bollywood auf Holly wood trifft, wird entweder das Beste aus beiden Welten vereint oder es passiert das Gegenteil—wie hier. Zwar konnte man die indischen Superstars Shah Rukh Khan und Kajol für die Hauptrollen verpflichten, hat mit der Story aber nicht viel mehr als eine einfallslose »Forrest Gump«-Variation hinbekommen. Der in den USA lebende, indische Moslem Rizvan Khan (Shah Rukh Khan) hat das Asperger-Syndrom und verliebt sich in die hübsche Mandira (Kajol). Die beiden werden ein

Paar und bekommen einen Sohn—bis die in den USA nach 9/11 auftretenden Anfeindungen von Fremden ihre heile Welt zerstören. Es folgen Schicksalsschläge im Minutentakt, was der Film in Tränenrührer- und Schnulzenpotenzial ummünzt. Wenngleich Shah Rukh Khan in der Rolle des Rizvan glänzt, gelingt dies diesem Einwanderer-Drama nur selten. ¶ [DiLü] Indien 2010, 125 Min., R: Karan Johar, D: Shah Rukh Khan, Kajol

Kino

Kinderprostitution—Start am 10.06.

Ich, Tomek

Tomek (der Debütant Filip Garbacz wurde mehrfach ausgezeichnet) träumt von einem Fernrohr für das Schullabor und nimmt an Treffen junger Katholiken teil. Durch seine Beziehung zu Marta (Anna Kulej) steigen seine Ausgaben immens. Der einzige schnelle Weg zu Geld, den Tomek kennt, ist der seines Kumpels Ciemny: Er verschwindet öfter in luxuriösen Autos von Deutschen hier im Grenzort Gubin. Die Produzenten auf beiden Seiten der Oder (42Film auf der deutschen und Widark auf der polnischen Seite)

Kinderfilm—Start am 17.06.

Hanni & Nanni Berlin im Jahr 2009. Die Zwillinge Hanni und Nanni Sullivan haben wieder Mist gebaut. Die Folge: Schulverweis. Als sich Mama Sullivan an ihre glücklichen Jahre auf dem Mädcheninternat Lindenhof erinnert, glaubt sie die Lösung gefunden zu haben. Doch die sind von der Internatsidee alles andere als begeistert und rebellieren. Das schreit nach mehr Mist, und so kommt es auch. Aber wer kann sich auf Dauer dem Reiz heimlicher Mondpartys, spannender Sportwettkämpfe und gefährlicher Schulstreiche erwehren?

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Vielleicht waren die Schauspielerinnen Katharina Thalbach, Hannelore Elsner, Suzanne von Borsody und Co. selbst überzeugte Leserinnen der Kinderbuchreihe von Enid Blyton und die Rollen der Lindenhof-Belegschaft damit Ehrensache. In jedem Fall ist mit ihnen harmlose, sehr gute Unterhaltung für Groß und Klein gelungen. ¶ [Franziska Klün]

Deutschland 2010, 85 Min., R: Christine Hartmann, D: Sophia und Jana Münster, Hannelore Elsner, Katharina Thalbach

entwickeln hauptsächlich Dokumentarfilme. Doch »Ich, Tomek« ist kein wahrheitstreues Abbild der lokalen Realität. Viel weniger überzeugend als in seinem großartigen Film »Hi Tessa« versucht Robert Glinski, die Kinder der Unterschicht zu porträtieren. Der Wandel vom braven Jungen zum minderjährigen Freier wirkt aber ziemlich unwahrscheinlich. ¶ [Agata Michalak] Polen/Deutschland 2009, 100 Min., R: Robert Glinski, D: Filip Garbacz, Anna Kulej


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Musik Musik

Magazin—Tagestipps—Programm

Spielen am 21.06. kostenlos auf der Berliner Fête de la Musique (siehe ➜ S. 32) in der Bar 25

Bonaparte

Schwitz dich gesund! Mit einer exaltierten Live-Show, Zeitgeist-Parolen und Songs, die kompromisslos auf Tanzbarkeit gebürstet sind, hat die Zirkus-Truppe Bonaparte in den letzten zwei Jahren einen Gefolgschaft hinter sich versammelt, auf die so mancher Kriegsfürst neidisch wäre. Songs wie »Anti Anti« und »Too Much« vom Debütalbum avancierten zu UndergroundHits, die Gruppe um Sänger, Gitarrist und Band-Diktator Tobis Jundt zierte Magazin-Cover und spielte weit über 100 Shows in ganz Europa. Nach einer selbst verordneten Konzert-Pause, in der Jundt das zweite Bonaparte-Album »My Horse Likes You« fast im Alleingang einspielte, entert er mit seinem wahnsinnigen Band-Tross nun endlich wieder deutsche Bühnen. Ihren ersten Berliner Gig seit langem absolvieren Bonaparte dort, wo für die Band vor gut

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drei Jahren alles begonnen hatte, in der Bar 25. Schon jetzt steht fest, dass das kostenlose Konzert am 21. Juni einen Höhepunkt der diesjährigen Fête de la Musique (siehe ➜ S. 32) markieren wird. Denn live leben Bonaparte mit einem Dutzend, Tänzern, Artisten, Feuerspuckern und anderen Wahnsinnigen regelmäßig alles aus, wofür im geregelten Alltag kein Platz ist. Auf die exzessive Live-Show angesprochen, erklärte Tobias Jundt im Interview mit uns, übrigens folgendes: »Ich muss meinen Neurosen eben eine Plattform geben. Warum Geld für einen Psychiater bezahlen, wenn man Geld verdienen kann, indem man es einfach auslebt?« In diesem Sinne, viel Spaß beim Therapie-Schwitzen! Live am Mo 21.06. um 19.15 Uhr in der Bar 25

Foto Melissa Hostetler

Mit einem kostenlosen Konzert zur Fête de la Musique stellen Bonaparte ihr neues Album vor


»Genauso souverän, wie ehemals mit der Kultband Mutabor«

Axl Makana ➜ S. 33

Devin the Dude

Der Kumpeltyp Der US-Rapper lädt zum freundschaftlichen Stelldichein ins Bohannon Am Kap der guten Hoffnung steht der Cup

Musik

Alle vier Jahre ist es wieder soweit. Fußball-Hymnen werden angeboten. Ans Licht der breiteren Öffentlichkeit schaffen es die Titel der großen Werbekampagnen und die FIFA-gestempelte Machwerke, wie Shakira, K’Naan oder Parlotones, oder aber alte Bekannte wie Oliver Pocher oder die Sportfreunde Stiller. So weit, so geschmacklich fragwürdig. Was dem Konsumenten und Mediennutzer aus gutem Grund verborgen bleibt, sind die Songs unbekannter »Künstler« und selbsternannter Fußball-MusikPatrioten, denen mal jemand sagen sollte, dass sie lieber die Finger von Sachen lassen sollten, von denen sie nichts verstehen, Musik machen nämlich. Die landen aber leider trotzdem auf dem Tisch des Musikredakteurs: »Dieses Jahr holen wir uns den Pokal«, »I Love German Boys«, »Auf geht’s Deutschland«, »Weltmeister Jungs«, »Siegesfunken«, »Wir hören nie zu träumen auf« und dann wissen Die Gestiefelten Zwerge noch zu verkünden: »Am Kap der Hoffnung steht der Cup«. Der Redakteur meint: Stadionhymnen sollen in den Stadien und auf den Fanmeilen bleiben, denn: weniger ist mehr, der Ball ist rund und: einfach mal die Klappe halten.

Viel Holz hinter der Hütte: Devin The Dude

Geht man nach seinen FacebookFreundschaften, dann ist Devin the Dude ein Star. Über 14.000 Fans folgen dem Texaner, der sich seit Erscheinen seines Debüts »The Dude« und nach zahlreichen Kollaborationen mit HipHop-Großmeistern wie Dr. Dre, Snoop Dogg, NAS, Xzibit oder De La Soul zu einer festen Größen im US-Rap gemausert hat. Devin Copeland, wie The Dude bürgerlich heißt, zählt zu den gemäßigten Vertretern seines Fachs. Zwar drehen sich die Texte des Dudes ebenfalls um die großen HipHop-Themen Sex, Drugs und was man für einen Spaß damit haben kann. Durch seinen individuellen Rap-Style, einer Mischung aus gerappten und gesungenen Parts, schafft er es, alt bekannte Inhalte geistreich, charmant und humorvoll zu präsentieren. Das hat ihm mit fast all seinen Platten zu

guten Platzierungen im Mittelfeld der amerikanischen Billboard Charts verholfen. Berücksichtigt man die Größenordnung der USA und die damit verbundene Anzahl an Verkäufen, die man benötigt, um in die Hitlisten zu kommen, ist das ein achtbarer Erfolg für einen Rapper, der sich seit 12 Jahren für niemanden verbiegt. »Fakeness ist eine Sache, die zerbröselt und immer schief geht. Ich verstehe nicht, warum manche Menschen überhaupt erst damit anfangen«, so Devin über sein Verständnis von Realness im HipHop gegenüber dem Online-Portal rap.de. Diese Bodenständigkeit macht Devin the Dude für seine Fans so sympathisch. Kein Wunder also, dass so viele mit ihm befreundet sein wollen. ¶ [ts] Sa 19.06. ab 22 Uhr im Bohannon

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

Fragen, Kritik und bitte keine WM-Hymnen mehr an: patrick.ressler@rbb-online.de

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13 Die Ska und Reggae Band aus SO36 Berlin Boom Orchestra spielt um 20 Uhr im Yaam

s grati Fête de la Musique in Berlin am 21.06.

Danser dans les rues: Die Musik ist überall 1 16.30 Uhr—Georg Levin Soul und groovy Popsongs für den Klub und fürs Herz »Colours Of Hope«—Stage, Schönfließer Straße 7, Innenhof, Prenzlauer Berg

19 Uhr—[trap] Drum’n’Bass, live performt. Verrückt. Und mit diesem Schlagzeuger ist es eines der Highlights der Fête. Rosi’s, Revaler Straße 29a, Friedrichshain

10 21 Uhr—The Butlers Berliner Ska-Legende der ersten Stunde, nach Auf lösung doch wieder am Start Lovelite, Simplonstraße 38-40, Friedrichshain

2 17.15 Uhr—Neôfarius abge fahrene Balkan-Klezmer-Polka-Band, deren Name zu lang ist, um ihn hier auszuschreiben »shake!«—Das Zelt am Ostbahnhof / Postbahnhof, gegenüber vom YAAM, Friedrichshain

20 Uhr—Miss le Bomb Lustiger Show-Elektro? Comedy mit Musik? Ein Gesamtkunstwerk. Heroes Block Party, Friedelstraße 49, Neukölln

11 21.20 Uhr—Bosse beherzter Indierock, bei dem »Rock« groß geschrieben wird ZumDrittenMann-Stage, Kollwitzstraße / Ecke Sredzkistraße, Prenzlauer Berg

8 20.30 Uhr—Fetsum Fesselnder Soul- und Akustik-Pop für mehr Spiritualität und Hoffnung »Colours Of Hope«—Stage, Schönfließer Straße 7, Innenhof, Prenzlauer Berg

12 21.30 Uhr—ZPYZ schweißtreibender Elektro-Rock von und für stadtbekannte Partypromis »Colours Of Hope«—Stage, Schönfließer Straße 7, Innenhof, Prenzlauer Berg

9 20.40 Uhr—Monkeytown DJ Team Die besten Pferde aus dem Modeselektor-Stall drehen den Bass auf laut »OYE Blockparty«, Oderberger Straße 4, Prenzlauer Berg

Das komplette Program zur Fête de la Musique Berlin ➜ S. 42

3 18 Uhr—Jan Driver & Sirius Mo zwei Über-Producer basteln aus überdrehten Basslines und rauhen Beats ein Set, das keine Genregrenzen kennt »OYE Blockparty«, Oderberger Straße 4, Prenzlauer Berg

18.30 Uhr—Hunger trashiger Disco-Punk. Irgendwie kaputt, irgendwie lustig und irgendwie super. Kosmetiksalon Babette, Karl-Marx-Allee 36, Mitte 4

5 18.40 Uhr—Blake Worrell dicker HipHop mit Soul-Einschlag und PartyGarantie aus dem Puppetmastaz Dunstkreis Cassiopeia Innenhof-Stage, Revaler Straße 99, Friedrichshain

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Fête de la Musique Die »Fete« ist ein auf Initiative des französischen Kulturministers ins Leben gerufenes Musikfest, das im Jahr 1982 in Paris erstmalig stattfand. Die Idee dabei ist, Musiker aller Größen, vom Amateur bis zum Profi, und aller Genres auf die Bühnen zu bringen, und dem Publikum kostenlos zu präsentieren. Seit 1995 findet die FdlM auch in Berlin statt, in diesem Jahr mit weit über 450 Bands und Künstlern auf mehr als 80 Bühnen in der ganzen Stadt. Dass das Spektakel ausgerechnet an einem Montag stattfindet, ist dem fixen Datum des Festes geschuldet: Immer am Sommeranfang, und der ist am 21. Juni. Der Eintritt ist frei. Bis 22 Uhr wird open air gespielt, danach geht es mit der Fête de la Nuit auf sieben Bühnen indoor weiter. [030] präsentiert diese Bühnen: »Heroes Block Party«, »Kosmetiksalon Babette«, »Rosis«. ¶ [jb] Das komplette Programm ➜ www.fetedelamusique.de

Foto Melissa Hostetler, MOMO, Philip Poppek

Musik

Am 21. Juni treten auf Berlins größtem kostenlosem Musikfest wieder einige Musiker auf, für die man sonst schon ein paar Scheine springen lassen muss ¶ [Michael Schneider, Johannes Brattke]


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Countdown

10 Platten Die Lieblingsalben von Roman Fischer Indiepopper Roman Fischer hat eine bewegte musikalische Vergangenheit. Über Bravo Hits ’94 und die Deutschrock-Meister Tocotronic fand der gebürtige Bayer den Weg in die Welt der melancholischen Seitenscheitel. Bereits in Jugendjahren veröffentlicht er seine ersten eigenen Platten. Schafft es damit bis ins Vorprogramm der Arctic Monkeys. Ende Juli erscheint Romans neues Album. Poppige Leichtigkeit, die man diesem einstmals schwermütigen jungen Mann gar nicht zugetraut hätte. ¶ [Tim Schäfer]

Musik

Mein allererstes Album. Ich möchte nicht zu sehr auf Details eingehen, aber diesen Sampler habe ich von meinen Grundschulfreunden zu meinem neunten Geburtstag bekommen. Vertreten waren unter anderem K2 mit »Der Berg ruft«, sowie Lucy Electric mit »Mädchen«. Ich bin definitiv ein Kind der 90er.

2 Weezer—»The Blue Album«

Ich war 12 Jahre alt und zu Besuch bei einer Party von Freunden. Dort lernte ich jemanden kennen, der mir damals das »BLAUE Album« von Weezer gab. Es war mein Ticket in eine geschmackssicherere Musik, als die, die ich vorher kannte. Besonders das letzte Stück »Only in Dreams« hat mich durch meine Pubertät begleitet.

3 Tocotronic— »K.O.O.K«

Der Anfang einer langjährigen Liebe. Ich fing an, mich chronologisch durch ihre Alben zu arbeiten. Ließ mir meine Haare lang wachsen und trug Schlaghosen. Damals war ich 14 und meine Mitschüler verspotteten mich. Das bestätigte mich noch mehr darin, etwas Besonderem angehören zu wollen. Drei Jahre später trugen die meisten anderen ebenfalls Schlaghosen.

Placebo— 4 »Without You I’m Nothing«

Ich weiß noch, wie verwirrt ich mit 14 war, als ich das Video im Fernsehen sah und merkte, dass hinter der weib-

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lichen Fassade des Sängers ein Mann steckte. Ich war irritiert und gefesselt zugleich. Ich entdeckte damals meine weibliche Seite und empfand es als provokativ und rebellisch.

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The Cardigans—»Long Gone Before Daylight«

Ich besuchte die Fachoberschule für Kunst und Gestaltung und zog deswegen mit 17 Jahren nach Augsburg. Diese CD begleitete mich durch lange Nachmittage, an denen ich lernte und mich auf mein Abitur vorbereitete. Sie strahlt Wärme, Schönheit und Sicherheit aus. Ich habe mich selten so sicher gefühlt wie damals. Alles war noch offen, ich hatte keine Sorgen, war jung und durfte nebenbei an meinem ersten Album arbeiten.

Muse—»Abso6 lution«

Ich bin 2004 extra zu Rock im Park gefahren, um Muse live zu sehen. Die Musik erschien mir wie pure Magie, sie erzählte von geheimen Verbündnissen. Zu dieser Zeit fing ich gerade an, mich für okkultes und antikes Wissen zu interessieren. Das passte so zu dieser Musik! Heute entspricht dies nicht mehr ganz meinem Lebensgefühl, damals war ich jedoch zutiefst beeindruckt vom Bombast und der spielerischen Raffinesse der Band.

Jeff Buckley— 7 »Grace«

Dieses Album ist mein Lieblingsalbum aller Zeiten. Ich denke, Jeff Buckley war ein sehr gläubiger Mensch. Das hat mich immer sehr beeindruckt und mich dazu inspiriert, mich mit dem Thema Glauben offener auseinanderzusetzen. Zu dieser Zeit setzte ich mich auch manchmal in die hinterste Reihe einer Kirche gleich bei

mir um die Ecke. Einfach nur, weil mir die Stimmung gefiel und es für mich ein Ort war, der mir Ruhe und Geistlichkeit vermittelte.

The Blood 8 Brothers— »Young

Machetes«

An einem Tag im Jahr 2007. Ich hatte mich gerade von meiner ersten langjährigen Freundin getrennt. Ich fühlte mich, als wenn sich mein Leben in einer Sackgasse befinden würde. Ich war unzufrieden und wollte etwas Neues. Ich hatte dieses Album in einem Plattenladen entdeckt, weil mich das Cover faszinierte. Es war ungewöhnlich hart und sehr zerstörerisch! Ich verbinde damit die Phase, in der ich mich von Augsburg löste. Mein Soundtrack für den Neuanfang in Berlin.

Joan As 9 Policewoman— »Real Life«

Kurz nachdem ich meinen Wohnsitz nach Berlin verlegt hatte, entdeckte ich ihre Musik. Ihre Musik klingt so, wie ich Berlin kennenlernen durfte: Bunt, lässig, melancholisch, ein bisschen verrückt, aber mit viel Seele. Kurz danach spielte sie ein wunderschönes Konzert in der Volksbühne in Berlin.

The 10 Roots— »Rising Down«

Ich bin schon immer ein Fan von Hip Hop gewesen. Ich mag das Urbane und habe mich intuitiv davon angezogen gefühlt. Manche dieser Geschichten, von denen diese Musiker erzählen, passieren vor diesen Haustüren oder im Park nebenan. Ich mag die Texte. Mein Lieblingstrack ist »Criminal«.

Fr 18.06. live im Magnet Club

Foto Michael Mann, Inga Fuhrmann (Straßenmusik)

»Bravo Hits 1 ‘94«


Vom Bordstein zur Skyline—Die Ohrbooten

Straßenmusik

Übung macht den Meister

Lange Zeit dachte man beim Wort »Straßenmusiker« zuerst an peruanische Flötisten, nordamerikanische Indianer oder hippieske Großfamilien in Fußgängerzonen. Dieses Bild hat sich mittlerweile gewandelt—zum Positiven. Neben den Abteilungen »Weltmusik« und »HippieNomaden«, finden immer mehr junge Bands den Weg auf die Plätze und in die Bahnhöfe, um ihre Kunst zu präsentieren. Alexanderplatz-Fans erinnern sich vielleicht noch, wie die schwedische Band By Heart vor zwei Jahren mit melodiösem Power-Rock große Menschenansammlungen um sich scharte und mehr selbstproduzierte CD’s an den Mann brachte, als mancher Chart-Act. Die Chance, einen kleinen Hype zu kreieren, sind in einer Stadt wie Berlin

zwar immer noch größer als in Klein Pichelsberg. Dennoch sind Geschichten wie die von By Heart eine schöne Ausnahme. Bands wie die Berliner Ohrbooten, deren Karriere ebenfalls auf der Straße begann, haben ihren Erfolg nicht zuletzt dem unermüdlichen Einsatz in eigener Sache und der Qualität ihrer Musik zu verdanken. Musik und ein dicker Geldbeutel vertragen sich in den allermeisten Fällen wie Feuer und Wasser. Für den Nachwuchs gilt trotzdem: Spielen, spielen, spielen, denn Übung macht den Meister. Die Erfahrungen als Straßenmusiker werden also zumindest nicht schaden.

Musik

Immer mehr Musiker verlagern den Übungsraum auf die Straße. Auch wenn man dort nicht reich wird, schaden kann es nicht ¶ [Tim Schäfer]

Siehe auch: Fête de la Musique auf ➜ S. 32

BITTE EINSTEIGEN! JIM BEAM bringt Euch mit dem WM-Shuttle zum Public Viewing Berlin: In wenigen Tagen rollt weltmeisterlich der Fußball ins Tor. JIM BEAM, der amerikanische Nr. 1 Bourbon aus Kentucky, stellt allen Fußballfans ab 18 Jahren kostenlos einen WM-Shuttle Bus in Berlin zur Verfügung. Vom 13.06. bis zum 11.07. fährt dieser an acht Spieltagen zu den Public Viewing Orten am „Olympischen Platz“ sowie zur „Straße des 17. Juni“ und wieder zurück. An verschiedenen Haltestellen kann beliebig zuund ausgestiegen werden. Für die Verpflegung an Bord ist bestens gesorgt. Eisgekühltes JIM BEAM & Cola, das eigens zur WM im coolen Zebra-Design erhältlich ist, steht für alle während der Fahrt bereit. Wer Interesse hat mitzufahren, findet den Tourenplan unter: www.jim-beam.de

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

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Neueen Platt

Berghain, das allein reicht schon für weltweiten Ruhm als DJ. Ben Klock darf nun seinen Sound of bester Club der Welt präsentieren in diesem DJ-Mix. Spektakuläre Überraschungen gibt es nicht, Ben Klock arbeitet sich durch detroitigen Minimal, von Tyree zu Rolando. ¶ [ah]

Allerdings bekommt seine Partnerin stets mehr Aufmerksamkeit als er. Denn er ist zusammen mit dem Supermodel Eva Padberg, mit der er auch gemeinsam Musik macht. Auf vorliegender Werkschau versammelt er Tracks der letzten zehn Jahre, auf CD 2 gibt es Remixe von diesem okayen Qualitätsminimal. ¶ [ah]

hat sich einmal mehr neu erfunden, jetzt schon vielleicht so oft wie Madonna. Allein: die Sache mit dem Dance geht ordentlich in die Hose. Der neue Sound von Kelis ist weder besonders cheesy, noch hat er echte Clubqualitäten. »Flesh Tone« ist ein Versuch. Leider ein gescheiterter. ¶ [ah]

Musik

R&B Rox—Memoirs—[Rough Trade] Rox ist eine Art Lauryn Hill aus England. Allerdings hat sie nicht die Stimme und die Aura der in der Versenkung verschollenen R&B-Diva aus den USA. Rox klingt doch arg brav, poppig und wenig soulful. Vielleicht fehlen auch bloß passende Produzenten wie die Neptunes, die diese Platte etwas aufgetuned hätten. ¶ [ah]

Platte der Ausgabe

Indiefolk Stornoway—Beachcomber‘s Windowsill—[4AD] Weird Folk ist glücklicherweise vorbei. Was dagegen geblieben ist, das ist Folk, ganz einfach nur Folk. So wie dieser hier. Schön mit Geigen, Piano und unaufge r e g te n S ong st r u k t uren. Dazu ein knödeliger Gesang, der einen sofort für sich einnimmt. Eine Platte, die eigentlich nie ein Ende finden müsste. ¶ [ah]

Piano Cover Maxence Cyrin—Novö Piano— [Kwaidan] Das Konzept von Maxence Cyrin ist simpel - aber funktioniert bestens. Der Mann mac ht nä m l ic h n ic ht s anderes, als bekannte Gassenhauer der Pop - und Clubmusik auf dem Flügel nachzuklimpern. Nummern der Pixies, von Nirvana, MGMT und Justice sind es dieses Mal beispielsweise. Aus großen Hits werden hier intime Piano-Kleinode. ¶ [ah]

Neo-Soul J a n e l l e M o n á e —T h e Archandroid—[Bad Boy] Was ist bloß mit dem R&B los. Außer Erykah Badu scheint da niemand mehr etwas zustande zu bringen. Auch Janelle Monáe präsentiert sich als R&B-CyberQueen und man ist eigentlich ganz gespannt. Leider fehlt hier ganz klar die Deepness. Vielleicht liegt es aber auch bloß daran, dass Sean »Diddy« Combs mitproduziert hat. ¶ [ah]

Minimal Dapayk Solo—Decade One (2000-2010)—[Mo‘s Ferry] Der Berliner Dapayk ist ein guter Minimal-Produzent.

Dance Kelis—Flesh Tone—[Universal] Kelis macht jetzt Dance. Allein dafür sollte es schon Respektpunkte geben. Sie

Disco Walter Gibbons—Jungle Music—[Strut] Disco. Immer wieder. Weil es so schön ist. Vorliegende Doppel- C D versa m melt Remixe, die die Disco-Ikone Walter Gibbons zwischen 1976 und ‘86 für Acts wie A r thur Russell, Gladys Knight oder das Salsoul Orchestra verfertigt hat. Soul und Latin schwingt gehörig mit in diesen Produktionen für die Ewigkeit. Essentiell. ¶ [ah]

Die Platte ist… DJ-Mix Ben Klock—Berghain 04— [Ostgut Ton] Ben Klock ist Resident im

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meisterhaft empfehlenswert solide enttäuschend Mist


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2 TICKETS FÜR DIE WÜHLMÄUSE

Das Programm der Wühlmäuse umfasst etablierte Künstler aus dem Kabarett und Comedy-Bereich, Konzerte sowie Lesungen. Auch junge Künstler wie Johann König, Florian Schroeder und Bodo Wartke dürfen ihr Können unter Beweis stellen. Das Theater wird 364 Tage im Jahr bespielt und bietet ein abwechslungsreiches Programm, das für jeden Geschmack das Passende bereithält. www.wuehlmaeuse.de

04.07. Horst Evers 16.07. Bernd Begemann 15.08. Jörg Knör 30.08. Ingo Appelt 06.09. Sieben auf einen Streich 25.09. Mathias Tretter 29.09. Bodo Wartke im Admiralspalast 10.10. Kabarettbundesliga 23.10. Axel Hacke 25.10. Zwangsensemble 31.10. Andreas Thiel 01.11. Sieben auf einen Streich 15.11. Comedy Company 17.11. Jazz Orchestra

Wunschtermin wählen—Abonnenten-Service anrufen: [030] 29021 504. Oder per Post/Fax:

Musik

1 Jahr [030] Magazin Berlin im Abonnement + 2 Tickets für die Wühlmäuse —alles für nur 26 Euro

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zum Preis von nur 26 Euro im Jahresabonnement. Ich erhalte außerdem zwei Karten für die Wühlmäuse. Das Abo läuft unbefristet, kann aber nach einem Jahr jederzeit mit einem Vorlauf von zwei Ausgaben gekündigt werden. Im Voraus bezahlte Beträge werden erstattet.

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Konzerttipps do 10.06. um 20 Uhr

Dillon

Hätten Peaches und Regina Spektor ein Kind, es würde möglicherweise Dillon heissen. Die blutjunge Dominique Dillon de Byington erschafft am heimischen Laptop Song-Fragmente, die zwar auf das Nötigste reduziert sind, aber maximale Intensität entfalten. Minimale Piano- und Synthie-Arrangements treffen auf schleppende, reduzierte Hip Hop-Beats und die gesprochenen oder zerbrechlich gesungenen Lyrics Dominiques. Vor gut zwei Jahren erlebte die Wahlberlinerin einen kleinen Hype in der Stadt und veröffentlichte erst eine Single und dann ein Album. Viel Neues gehört hat man seither nichts. Vielleicht ja heute Abend. ¶ [ms] Im Ressort

do 10.06. um 21 Uhr

Fr 11.06. um 20 Uhr

Nachdem die letzten Soloversuche des ehemaligen The Verve-Sängers Richard Ashcroft irgendwie im Sande verlaufen sind und sich niemand mehr so richtig für den hageren Briten zu begeistern schien, hat sich Ashcroft nun eine musikalische Frischzellenkur verordnet. Sein neues Album hat er mit dem US-HipHop Produzenten No I.D. aufgenommen und sich mit The United Nations Of Sound eine neue Band gesucht. Das Album heisst »Redemption«, heute stellt er es live in Berlin vor—und wir sind gespannt. ¶ [ms]

Sie kommen aus Kalifornien und taten das, was drei von vier Teenagern tun, wenn sie in Kalifornien Musik machen wollen: Surfbretter zu Gitarren, Vier vorgezählt und ab dafür mit Ska-Punk-SkateSurf-Songs. Und wie es immer so geht, wenn Teenager aus Kalifornien dergleichen tun, ließ der Erfolg nicht lange auf sich warten. Bereits das erste Album der RX Bandits war in den USA ein Hit. Allerdings blieben die Jungs nicht stur auf der Erfolgsspur sondern veränderten ihren Sound. Nach einer Zwischenstation im Alternative- und Indie-Bereich ist ihre neue Platte vielschichtiger denn je. ¶ [z]

Fr. 11.06. ab 21 Uhr

Sa 12.06. ab 23 Uhr

Der Name ist nicht weniger als eine Liebeserklärung an »Brideshead Revisited«. Auch das Quintett war dem Charme der englischen Kultserie erlegen. Erzählt werden die Abenteuer der Oxford Studenten Sebastian und Charles inkl. homoerotischer Zwischenspiele. Die Liebe des Aristokraten wird aber nicht erwidert, weil Charles in seine Schwester verliebt ist. Musikalisch pflegen die Wiesbadener eine Vorliebe für Gitarrenpop aus den 80s, aus jenem Jahrzehnt das Musiker wie die Schotten Orange Juice mit Sänger Edwyn Collins und Lloyd Cole hervorbrachte und an C 86 Vertreter wie Mighty Mighty oder McCarthy anknüpft. Auf »In and out of love« reigt sich denn auch feingliedriger Tweepop zu verträumten Melodien. ¶ [pam]

Die Faröer Inseln. Wo sind die nochmal? Egal, es reicht zu wissen, dass das die Inseln irgendwo im Norden Europas sind, gegen die die Österreicher immer bei EM-Qualifikationsspielen verlieren. Von diesen trostlosen Schollen, wo man normalerweise entweder Fischer oder Schafshirt wird, kommt das Popduo The Ghost, das gerade in England so richtig durchstartet. Ihre Musik wird gerne als Mischung aus The Strokes und den Flaming Lips beschrieben, und tatsächlich hat man es hier mit einer Art Losgehrock mit psychedelischem Touch zu tun. Begrüßen wir als voller Erwartung die Hipster von den Faröer Inseln. ¶ [ah]

Musik

Richard Ashcroft & The United Nations Of Sound

Im Postbahnhof

Brideshead

Im NBI

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RX Bandits

Im Magnet Club

The Ghost

Im Magnet Club


10.06.-23.06. So 20.06. ab 21 Uhr

Ariel Pink’s Haunted Graffiti Ariel Pink kommt aus dem Dunstkreis der großen Animal Collective. Wie diese Band arbeitet er hart an einer Fusion aus dem Pop der Beach Boys und völlig durchgeknallten abstrakten Klängen. Die ersten Platten von Ariel Pink glichen eher Skizzen denn fertigen Platten. Die Geste war klar: da könnte einer geniale Popplatten abliefern, die man sogar im Radio spielen könnte, wenn er denn nur wollte.

Erst jetzt, auf seiner neuen Platte, scheint Ariel Pink zu akzeptieren, dass er ein Genie ist und dass seine Fans von ihm erwarten, dass die Welt davon erfahren soll. Ariel Pink hat jetzt ein anständiges Studio bei der Plattenproduktion aufgesucht und das hört man auch. Der Mann wird einer der Hypes des Jahres und tritt jetzt in Berlin auf. ¶ [ah] Im Lovelite

am 13.6. um 11 Uhr

Mi 16.06. ab 21 Uhr

Einmal im Monat laden ein paar Verrückte zum sonntäglichen MusikBrunch in den Senatsresevespeicher in der Kreuzberger Cuvrystrasse. Dort erwartet die Besucher ein üppiges Brunch-Buffet, eine Live-Band und ein besonders dekoriertes Ambiente, alles abgestimmt auf ein bestimmtes Motto. Das lautet diesmal »Tastes like Fu*k«. Live spielt die Berliner Funk-Macht Lucasonic, spezialisiert auf Bläsersätze, knackiger als der Arsch von Michael Ballack. Und weil »funky« letztlich ja nur ein anderes Wort für »sexy« ist, finden sich auf dem Buffet ausschließlich aphrodisierende Speisen. Wir tippen auf obszönes Obst, geiles Gemüse und alles, was darum fleht, in den Mund genommen zu werden. Wer jetzt plötzlich Lust bekommt checkt www.artitu.de ¶ [ms]

Es gibt sie noch, die großen Posen, lauten Boxen, dicken Hosen und den wertekonservativen Männerrock. Die vier Herren, die ihre Musikgruppe »Hot« nennen—eine durchaus leicht zu durchschauende Namensgebung—leben diesen Stil, in all seinen Facetten. Das heißt dann »Animalistic Rock’n’Roll« und legt vor allem auf die Show wert. Ein bisschen Glitzer, ganz viel ernst gemeinter Unernst, weiße Anzüge und Schminke. Und absolut nach vorn gehender, fetter Rock. Die neue Platte ist grade draußen, dass soll im Burger zünftig gefeiert werden. Man kann lachen, moshen oder sein Motörhead-Shirt aus dem Schrank holen und mit der Lederhose kombinieren. Für alles ist Platz. ¶ [jb]

Mi 16.06. ab 20 Uhr

Fr. 18.06. ab 21 Uhr

Surferboys sind ja generell sehr lässig drauf und kommen im Idealfall aus Hawaii. Der allerlässigste von ihnen ist natürlich auch Hawaiianer. Und macht Musik, die laid-back, gechillt, gut gelaunt und lebensbejahend über die Welle kommt. Jack Johnson sein Name, Surfen seine Passion, Musik anfangs nur sein Hobby und Film sein Studium. Und weil er für die Filme, die er machte, Musik brauchte, und das möglichst billig, schrieb er selbst Songs, spielte sie ein. Und zappzarapp: hörten Leuten von Freunden von Bekannten, die einen kannten, der einen kannte, der einen Film mit wunderbarer Musik gesehen hatte. So begann das Musik-Phänomen Jack Johnson. Sein sechstes Studioalbum präsentiert der Sänger nun der Welt. ¶ [jb]

James Yuill entspricht der Vorstellung vom englischen Singer-Songwriter, der sich in poetischen Bildern verliert und die Schönheit der Melancholie gefangen hält. Der Londoner ist ein stiller Typ, der mit sehnsuchtsvollen Blicken und leisen Tönen in jeder Hinsicht anbetungswürdig ist. Mit einem eigensinnigen Kleidungsstil und eigentümlichen Humor nebst einer Vorliebe für verschrobene elektronische Spielereien wirkt er dabei aber auch ein wenig nerdig. Mit Laptop, Mixer und klassischer Gitarre erzeugt er drakeske Welten, die von leicht bekleideten Daft Punk- und Justice Raketen durchbrochen werden. ¶ [pam]

Im Senatsreservespeicher

Jack Johnson

Im Tempodrom

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

Hot

Musik

Lucasonic

Im Kaffee Burger

James Yuill, 1000 Robota u. a.

Im Magnet

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Party Magazin—Tagestipps—Programm

Pride Week und CSD Special

Normal ist anders!

Wenn es am 19. Juni heißt: »Spannt auf eure Flügel, es ist Christopher Street Day«, liegen bereits einige Tage des bunten Treibens hinter uns. Das Pride Festival startete bereits am 1. Juni und findet mit der CSD-Parade seinen Abschluss und glamourösen Höhepunkt. Die Parade beginnt um 13 Uhr am Ku’damm/Ecke Joachimstaler Straße und endet in diesem Jahr erstmalig am Brandenburger Tor mit der Abschlusskundgebung. Die CSD-Route gibt es in den Guide Maps Charlottenburg & Mitte ➜ S. 68

Party

Wir verlosen 3 x 2 Plätze auf dem ersten Truck. Wer gern feiert und dabei sein möchte, schickt eine Mail mit Stichwort »Pride« ➜ verlosung@berlin030.de

Sa/So 12.+13.06. Lesbisch-schwules Stadtfest

Wieder lädt der Regenbogenfonds e.V. zu Europas größtem lesbisch-schwulem Stadtfest rund um den Nollendorfplatz. Unser Tipp: Sa 21 Uhr Ben Klock auf der Connection Bühne.

Am CSD-Wochenende u. a. im Tresor und Dice Club zu erleben: Gloria Viagra, das »Empire State Building« unter Berlins Transen

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Bereits am Abend vor der großen Parade lädt der Tresor zur OpeningSause. Unter dem Motto »O.M.G.!!! Queer Bonito goes Berzerk« liefern Snax (Foto), Massimiliano Pagliara, Cath’n’Dan und Handmade den Sound, während Gloria Viagra (Foto) gewohnt souverän das Popklo betreut. Im Tresor ab 23 Uhr

foto krizzy-k.com

Freitag 18.06. Opening Party


»›Drei Tage wach‹-Hitgarant Lützenkirchen übernimmt die Rolle des ›Jungspundes‹.« Berlin Summer Rave ➜ S. 49

UNDERWORLDLIVE.COM / UK NEW ALBUM "BARKING" OUT ON SEP 13 TH 2010

Sex Dance XXL (Men only)

Unser Lieblingsladen für Obskures zwischen Goa und Menonly-Partys, der Fate Club, lädt an diesem Abend zur PreCSD-Party. House in seinen animierenden Spielarten dient hier als Appetizer. Frank Wild aus der kalifornischen GayMetropole San Francisco, Scorpio aus Atlanta und DJ Pitrox aus der Dritte-Welt-Großstadt Saarbrücken bestimmen die Taktzahl. Der Dresscode ist leger: Unterhose, Leder oder nackt. Jeans müssen draußen bleiben. Miau! Im Fate Club ab 23 Uhr

ARMADA MUSIC / NETHERLANDS VANDIT RECORDS / GERMANY

www.o2world.de · www.weareonefestival.com www.paulvandyk.com · www.underworldlive.com · www.arminvanbuuren.com

CSD ohne GMF? Kaum vorstellbar. Nachdem sich die GMFler tagsüber in ihrem »Football‘s Coming Out« betitelten Tanzwagen ausgetobt haben, geht es abends im Weekend weiter. Chris Bekker, Zoe, Super Zandy, Maringo, Barbie B. und Gloria V. stehen zum Amüsement bereit. Im Weekend ab 23 Uhr

KitKat-Clubnacht: »Normal ist anders«-CSD-Party

Und CSD ohne KitKat-Club ist wie Ausgehen ohne Kondome. Irgendwie blöd. Problem erkannt! Problem gebannt! Mit KK-Hausmeisterin Drama Nui, Catchy Jordan, Mister Supermuscles Clark Kent und Hardy Heller steht einem heißen Abend im U-Bahn-Schacht mit Elektrotechno, NuTrance und Progressive-Dusche nichts mehr im Wege. Im KitKat-Club ab 23 Uhr

Tickets an allen Vorverkaufsstellen

Ticket-Hotline 01803 / 20 60 70

Tickets online www.o2world.de

(0,14€/Minute, Mobil max. 0,42€/Minute)

GEWINNSPIEL zum neuen ESSEN +TRINKEN 2010 /2011

Party

Samstag 19.06. GMF

Instinct/Official Closing Party

Zur offiziellen Abschlussparty werden 2.000 Gäste erwartet. Zwei Floors, eine Outdoor-Cruising-Area, der DarkRoom und die Cocktail-Lounge dienen zur Balz. Für angemessenen Tech-EleKtro-Sound sorgen DJ Moussa, Cambis, Mataina Ah-wie-süß, Polla Disaster und Kasper Kamäleon. Im Dice Club ab 23 Uhr

Sonntag 20 .06. Freaks CSD-Special ab 18 Uhr

»Missing Link« lautet der Suchauftrag für die letzte Party des CSD-Wochenendes. Schräg ist willkommen. Alles geht, nichts muss. Kostümierungen gern gesehen. Warbear, Hanno Hinkelbein, RYBA, Franklin De Costa und Paul Frick machen Musik. Im Suicide Circus

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

Eine Nacht für 2 Personen im Casa Camper Eine GastroRallye für 2 Personen mit Berlinagenten Ein literarisches Paket zum Thema Essen & Trinken von zitty & Dussmann E-Mail an: gewinnspiel@zitty.de, Stichwort: Lecker Einsendeschluss: 15.06.2010

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Partytipps

he c o 1.W

Fr 11.06. ab 24 Uhr

Gruppenzwang The Rapper schickt die Tänzer in die Endlosraveschleife à la Bar 25. So bezieht sich der Konformitätsdruck dieser Partyreihe schlicht aufs Tanzen und nicht auf die MinimalStyles der elektronisch variantenreichen DJs. Damit können sogar langweilige TanzflächenRandsteher ins Feiervolk integriert werden. ¶ [sg] Im Suicide Circus

Do 10.06. ab 24 Uhr

Fr 11.06. ab 23 Uhr

Die Wechselstaben wurden nicht verbuxt. Der Partytitel verweist auf Musik eines nicht existierenden Science-Fiction-Soundtracks. Konzeptionell geht’s um die Schmelze von gestern, heute und morgen. Dafür bürgen die versammelten DJs und Live-Acts. Emotional und extravagant lebt und atmet Cio D’Or (Foto) mit jeder Faser ihres Köpers die elektronische Tanzmusik. Mehr Techno als House, geht‘s bei der Kölner Produzentin von Minimal bis Maximal und wieder zurück, immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Samples. Indessen verquicken David Sumner alias Function One und Dystopian-Resident Rødhåd die wiedererstarkten Technosounds der 90er mit neuesten Entwicklungen. ¶ [sg]

Matias Aguayo, namhafter Gast der heutigen Kompaktorama, hatte, wie so viele Exil-Chilenen, auf der Flucht vor dem Militärregime um General Pinochet mit seinen Eltern den Weg gen Deutschland gewählt. Zehn Jahre in Köln konnten ihm keinen Schaden zufügen. Sein zurückliegendes Album »Ay Ay Ay« vereint südamerikanische Verspieltheit mit wärmender Electronica und war eines der spannendsten Hörerlebnisse des vergangenen Jahres. Zusammen mit Tobias Becker und Dominik Eulberg gibt er heute den Ton in der Panorama Bar an, während im Berghain die synkopierte Old-SchoolElectro-Disco brodelt. Der britische Electro-Veteran Ed Upton alias DMX Krew trifft auf sein US-Pendant Greg Broussard alias Egyptian Lover. ¶ [ts]

Fr 11.06. ab 23 Uhr

Fr 11.06. ab 24 Uhr

Die Vernetzung der deutschen Drum’n’ Bass-Crews bei der Refloat-Session im Josef schreitet voran. Nach Köln ist diesmal Hamburg im Warehouse. DJ Fu (Foto) ist ein trickreich scratchender Jumpup DJ und Kopf der Drumbule-Crew, die sich Ende 2002 während der Kämpfe um den Bauwagenplatz Bambule in St. Pauli gründete. Deren Drum’n’Bass-Partys im Hafenklang sind nach wie vor rebellisch und komplex. Nebenbei fördert Fu den Nachwuchs und zeigt jungen DJs, wie man politisch korrekt mixt und scratcht. Zweiter im Bunde von der Waterkant ist der DJ und Plainaudio-Chef Iaka. Gemeinsam stehen sie für die norddeutsche Maxime »Unabhängigkeit, Selbstvertrauen und Originalität« ein. ¶ [sg]

Wie in Berlin gibt es auch in Amsterdam eine große Szene für detroit af f ine Techno Sounds. Mag man gar nicht glauben—bei all dem Lethargie erzeugendem grünen Dunst. Ist aber so. Ein Beispiel? William Kouam Djoko (Foto) mischt dort seit 2003 mit und zählt zur niederländischen Minimal Nu School. Mitgebracht hat er seinen Landsmann und Kollegen Lauhaus. Aus Brüssel stößt Pipo Vitch von Toys For Boys hinzu, Italien ist vertreten durch Andrea Fiorito und Lokalkolorit kommt von Boris Werner. Ein multinationales Stelldichein zu Beginn der Fußball-WM. ¶ [sg]

Party

Techon Edition

Im Horst KRZBRG

Refloat-Session Vol. 6

Im Club Josef

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Kompaktorama

In der Panorama Bar

Lessizmore Amsterdam Night

Im Arena Club

foto Philipp Bögle

Wodka, Tomatensaft, Salz, Pfeffer, Tabasco, Worcestersauce. Die Ingredienzien des Drinks passen auch auf DJ Bloody Mary (Foto) aus dem mediterranen Aix en Provence. Mi n imal m it tech noidem Touch, düster und deep, ist das Markenzeichen der charmanten Französin mit Wohnsitz Berlin. Bei Stil-vor-TalentMann Niko Schwind geht’s in die Autistic Disco und Jake


10.06.-16.06. Sa 12.06. ab 21 Uhr

A&P Berlin Summer Rave Der A&P Rave lädt auf das Gelände des stillgelegten Flughafens Tempelhof. Mit Westfalica Bambataa aka Westbam, einem der Initiatoren des 1990er Jahre Technohypes, und seiner ebenso legendären Kollegin Marusha, die sich einst mit ihrer geträllerten Techno-Version des Judy Garland Evergreens »Somewhere Over the Rainbow« in die Herzen der Technojünger spielte, gibt man sich legendenlastig. Der »Drei Tage wach«Hitgarant Lützenkirchen übernimmt da gerne die Rolle des umtriebigen

Jungspundes. Des weiteren mit Elektro Ferris aka HipHop-Head Ferris MC, dem Ostfunk-Duo Boon & Tatsch, Stereojack, Chopstick & Johnjon und vielen anderen Plattendrehern, die bis in die frühen Morgenstunden die Bässe aus den Boxen kloppen werden. ¶ [ab] Auf dem Flughafengelände Tempelhof [030] verlost 3x 2 Gästelistenplätze ➜ www.berlin030.de/verlosung, Stichwort »A&P Rave«

Sa 12.06. ab 23 Uhr

Sa 12.06. ab 20 Uhr

Andy Eichhorst alias DJ Oak (Foto) vermisst die Zeit, als die Indierockwelle gerade wie ein junger Spross am Ausbrechen war. Früher war zwar nicht alles besser, aber Oak will wieder mehr Gitarrenmusik und weniger Electrogezwirbel. Mit Waldprojektionen, Eichenbildern, seinen Lieblingsliedern und einer ordentlichen Packung Deutschpop verwandelt er den Grünen Salon einmal pro Monat in seinen Zauberwald. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen zu sehr nach Lagerfeueridylle, entwickelt sich aber im Laufe des Abends garantiert zur exzessiven Arm-in-Arm-Schunkelei. ¶ [ts]

Funklöcher entstehen durch elektromagnetische Störungen: Das Handy ohne Netz und der DJ ohne Musik—ein Albtraum. Bei der Funkloch-Reihe ist natürlich alles anders. Gemeint ist »ein Ort der Sehnsucht, der den Alltag vergessen macht, um sich mit nur einem Privileg auseinander zu setzen: Dem Feiern«, erklärt der Veranstalter sein Partyanliegen. Wer also den Ort des Electro-Feierglücks sucht, könnte bei Oliver Ton und seinen Kumpels Namito, Ralph Ballschuh und Bjoern Larsen fündig werden. Altmeister Mijk van Dijk war schon dort und bringt seine musikalischen Impressionen mit, während Sono (Foto) aus Hamburg das elektronische Paradies hymnisch besingen. ¶ [sg]

Im Grünen Salon

Sa 12.06. ab 23.30 Uhr

»Have a break«

Aus der Kultserie »Simpsons« stammt der Satz: »Wer hart arbeitet darf auch feiern.« Und genau aus diesem Grund wird der diesjährige Werbekongress mit einer zünftigen Sause beendet. Nach drei Tagen Kopfzerbrechen, Brainstorming und wenig Schlaf, gibt es für die Kreativen nun erst recht keine Zeit zum Ausruhen. Denn die Studenten haben sich da ein feines Line-up zusammengestellt. Die Stadtbekannten Gebrüder Teichmann versüßen den Abend. Auch Umami und Bar25-DJ Red Robin werden die Nacht zum Tag und dann fließend den Tag zum Tag machen. ¶ [jb]

In der Maschinenhalle der Malzfabrik

[030] verlost 5x 2 Gästelistenplätze ➜ www.berlin030.de/ verlosung, Stichwort »Werbekongress«

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

Funkloch

In der Maria am Ostbahnhof

Party

Oak im Grünen

Sa 12.06. ab 24 Uhr

»Berghain 04«-Record Release

Den Berlinern Ben Klock vorzustellen, kommt uns nicht in den Sinn. Der Berghain-Resident ist seit Jahren eine bestimmende Größe am Berliner Abendhimmel. Der Club, dessen Kompilation wir an dieser Stelle erwähnen möchten, ebenfalls. Auf der vierten Ausgabe der Labelschau treffen wir auf alte Bekannte wie DJ-Legende Rolando, die Junior Boys, Martyn und James Ruskin. Außerdem gibt es unveröffentlichte Tracks von ACT, DVS1 und Klock himself, der mit seinem The-Echologist-Edit »Dirt« einen exklusiven Beitrag leistet. Wer die DJ-Sets von Ben kennt, der weiß, was er hat: Faszinierende Technokonstrukte, denen eine Spur House zur absoluten Vollkommenheit verhilft. Mit ihm am Start: Robert Hood, James Ruskin, Marcel Dettmann und DVS1. ¶ [ts]

Im Berghain

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Partytipps

he c o 2.W

Sa 19.06. ab 24 Uhr

One in Other Zeit ist ein Luxusgut, von dem Chloé Thevenin (Foto) genug zu haben scheint. Für ihr 2007 erschienenes Debüt-A lbum »The Waiting Room« ließ sich die französische Techno-Produzentin eine ganze Dekade Zeit. Seit 1997 ist sie international als handfeste DJane zwischen Dirty Electro und MinimalTechhouse bekannt, umso zarter agiert sie auf ihren Alben. Wie auf dem Debüt verwischt

Chloé auch auf dem Anfang Mai bei Kill The DJ Records erschienen Nachfolger »One in Other« die Grenzen zwischen Minimal, Pop und Psychedelic. Damit setzt sie eigene Akzente und gehört zur Speerspitze der Pariser Electro-Szene. Während der Albumtour peformt Chloé erstmals live, wofür sie sich wieder viel Zeit lässt. ¶ [sg] Im Watergate

Fr 18.06. ab 20 Uhr

Fr 18.06. ab 23 Uhr

Was haben der Berliner Techno-Produzent Redshape und der Londoner Bassmusiker Fake Blood (Foto) gemeinsam? Beide versuchen ihre Identität zu verbergen. Warum diese Geheimniskrämerei? Wegen des alten, von Underground Resistance aus Detroit eingeführten Techno-Grundsatzes, dass der Musiker gefälligst hinter seiner Musik verschwinden und diese für sich selbst sprechen lassen soll. Erreicht wird damit nur das Gegenteil. Auch im Fall von Fake Blood wurde fleißig spekuliert. Dahinter steckt der Londoner Produzent Theo Keating alias DJ Touché. In den Neuzigern war er das Mastermind der Big-Beat-Band The Wiseguys. Heute ist Theo einer der gefragtesten Electro-Bass-Remixer. ¶ [sg]

Kiffen ist out, mag man meinen. Künstler wie der Berliner Ganjaman sehen das vielleicht anders. Mag am Namen liegen. Verspricht der Titel seines letzten Albums »Das gleiche alte Lied« neue Erkenntnisse? Kann ein wahrer Dancehall-Reggae-Head sich vollkommen von seiner alten Liebe Mary Jane verabschieden, ohne dass das Image darunter leidet? Wir sind gespannt. Löst man sich allerdings von Ganjamans plakativ im Namen getragener Leidenschaft, bietet der Berliner beschwingte Sounds, die sich dem Hörer auch nüchtern ausreichend erschließen. Support-Act Uwe Banton und die Begleitung der Feueralarm Band erledigen den Rest, bevor es mit Cornadoor und Soundquake in die Feiervollen geht. ¶ [ts]

Party

Indeed

Im Weekend

Im Yaam

Fr 18.06. ab 23 Uhr

Fr 18.06. ab 24 Uhr

Bootie möchte Stile miteinander vernetzen. Neue Energien bündeln und mit ungezügelter Kraft auf das Publikum loslassen. Soundpiraten auf einjähriger Mission. Herzlichen Glückwunsch! Dafür schmeißen die Gastgeber DJ Morgoth, Dr. Waumiau, Mash-upGermany und ihr Gaststar Mark Vidler aka Go Home Productions (Foto), der als einer der umtriebigsten Aktivisten des Genres bekannt ist, Mash-ups, Bootlegs, Bastards und Elektromonster auf die kampfbereiten Plattenteller. Und damit der Spaß bei all dem Gebratze auch nicht zu kurz kommt, haben sich die Geburtstagskinder etwas ganz Besonderes ausgedacht: Gäste im stilechten Seeräuberkostüm haben Eintritt frei. ¶ [ts]

Im Zeichen des Smileys haben sich an diesem Freitag zwei Party-Reihen zusammen getan. Das doppelte Partylottchen, bestehend aus der Housemouse Jack Off und den raueren Electronica-Experimenten von The Dusty Cabinets, vermischt sich zu einem prickelnden Gebräu, das nicht nur lecker schmeckt, sondern auch die Laune gehörig hebt. Musikalischer Vertreter ist Soundstream aka Frank Timm (Foto), Berliner Technovirtuose, der von Kollegen gerne als musikalischer Sternekoch beschreiben wird. Seine Platten werden von Hardwax vertrieben, was die Beschreibung »fernab vom Fast Food« unterstreicht. Außerdem: Jenne Grabowski, John Osborn und Elie Edelman. ¶ [ts]

1 Jahr Bootie Berlin

Im Cassiopeia

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Ganjaman

The Dusty Cabinets & Jack Off

Im Horst KRZBRG


17.06.-23.06. Sa 19.06. ab 22 Uhr

Möbelrücken—Ein Sommernachtstraum Shakespeare is in the House. In Anlehnung an das komödiantische Theaterstück des englischen Meisters, das Ende des 16. Jahrhunderts seine Uraufführung erfuhr, machen sich die Möbelrücker auf in den Sommer. Dafür ist natürlich insbesondere das Mädcheninternat mit seinen Draußen-Flächen geeignet—es ist Sommer. Diesen versprühen in Form betäubender Tieftonigkeit Sze-

negröße und Lautsprecher Der EKreisel, King Roc, Niko Schwind (Foto), Cinthie sowie eine Vielzahl weiterer Klangvirtuosen. Allesamt ausgewiesene Kenner des Shakespearschen Gesamtwerkes. ¶ [ts] Im Mädcheninternat [030]verlost3x2Gästelistenplätze ➜ www.berlin030.de/verlosung, Stichwort »Shakespeare«

Fr 18.06. ab 24 Uhr

Sa 19.06. ab 21 Uhr

Menschenansammlungen und Watergate gehören zusammen. Fast kein Wochenende ohne das meterlange Hindernis vor der Tür, dass noch vor den bulligen Türstehern für eine Vorselektion sorgt. Sven Väths Lieblingsclub muss sich auch in Zeiten der allgemeinen Krise nicht sorgen. Der Laden brummt. Moonbooticas Sound tut das ebenfalls. Heute ist es wieder soweit, dass Toby Tobsen und Kowe Six ans Spreeufer kommen, um ihren gefälligen Großraum-Sound auf das willige Publikum abzufeuern. Dieses Mal im Rahmen des fünfjährigen Sportclub Jubiläums. Genauer: Labelchef und somit Geburtstagskind Axel Bartsch macht zusammen mit den Hamburgern die Fünfe grade. Vanguard-Kollege Asem Shama hilft dabei. ¶ [ts]

Urban Tropical Music ist der Sound des neuen Berliner Labels Chusma Records. Spezialisiert haben sich die zwei Betreiber Steen Thorsson alias Tio Changó und Lukasz Tomaszewski alias Don Chicharrón vom La-Chusma-DJ-Kollektiv auf Cumbia Electrónica. Gespeist wird dieser Dance-Music-Bastard mit kolumbianischem Pop, HipHop-Beats, Electro-Basslines und anderem Samplefutter. Gefeiert werden als Debüt-Veröffentlichungen des Labels: Der Sampler »Cumbia Bestial« und das neue Album der siebenköpfigen Band Systema Solar, die in voller Besetzung auftritt. Neben La Chusma und Cucurucho aus Dublin stehen der spanische Ojos-deBrujo-DJ Panko und MC Kumar an den Decks. ¶ [sg]

Sa 19.06. ab 24 Uhr

Sa 19.06. ab 24 Uhr

Im Schweiße seines Angesichts rockt Guillaume Berroyer alias Ark (Foto) jeden Club, als stünde der Weltuntergang unmittelbar bevor. Folgerichtig hat das Enfant Terrible der französischen Technoszene seine aktuelle Doppel-EP für das Berliner Underground-Label Perlon »Arkpocalypse Now« getauft. Mit dreckigen Sounds und funky Beats brach der musikalische Querulant 2002 die Filter-House-Vormachtstellung in Paris. Als ehemaliger Gitarrist der Funk-Rock-Band THC packt Ark live gerne seine E-Gitarre aus, um noch mehr Druck auf die Tanzfläche auszuüben. Zur elektronischen Musik fand er über den holländischen Gabba. So erklärt sich die exzentrische Performance-Ader. ¶ [sg]

Mit dem Doppelalbum »The 10th Floor«, auf dem sich dem Plattenbau Label nahestehende Künstler wie Drehkontrolle, DJ Jordan, Alec Troniq oder Roberto Mozza (Foto) in typisch techhousig-pumpender Manier präsentieren, haben die Labelmacher gerade ein heißes Eisen im Feuer. Das gilt es zu feiern. Nachdem man Anfang des Monats bereits die Münchner Szene im dortigen Palais um den Verstand geballert hat, heißt es nun: Willkommen im Centrum der Hauptstadt am Alex. Neben dem zuvor genannten Roberto Mozza stehen TonkBerlin, Vinylkid, dessen Geburtstag gefeiert wird, Obaron, Blondee, Mayson und Whiteboy an den Decks. Als Gast-DJ haben sich die Architekturfans Get Physicals Someone Else (Foto) geladen. ¶ [ts]

Im Watergate

Klubnacht

Im Globus/Tresor

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

Cumbia Bestial Party

Im Festsaal Kreuzberg

Party

Moonbootica

Plattenbau Music

Im Centrum

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Guide

Shopping—Maps—Adressen—Kleinanzeigen—Impressum

WM-Artikel

Pünktlich zur Weltmeisterschaft haben wir aktuelles WM-Merchandise unter die Lupe genommen—und sind fündig, wenn auch nicht immer glücklich geworden ¶ [Recherche: Katrin Ernst, Michael Schneider] Deutsche Fan-Maske

Was ist das denn? Die Maske für schlechte Verlierer oder grausame Gewinner? Fest steht: Sympathien gewinnt man mit diesem Fan-Souvenir nirgends—trotz, oder besser, gerade wegen der fies lächelnden Mundpartie. Bleibt noch die Frage, ob dieses Produkt unter das Vermummungsgesetz fällt? Wollen wir’s hoffen. Gefunden bei: www.yatego.com

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Vibratoren »Olli K.« und »Michael B.«

Ein tiefes Raunen ging durch die Redaktion als uns folgende Pressemitteilung erreichte: »Der Erotikversand Beate Uhse nimmt die Vibratoren ‹Olli K.› und ‹Michael B.› vom Markt, nachdem eine Klage der Nationalspieler Ballack und Kahn drohte.« Glücklicherweise hatte sich ein Redaktionsmitglied zu diesem Zeitpunkt schon je ein Exemplar der indizierten Lustknochen gesichert. Und eines muss man den Produkt-

foto photocapy

Guide

Nichts, was es nicht gibt


Dekadent wird es zugehen, bei der »Peep Shopping Night«. Guide Map Mitte ➜ S. 66

Designern des Herstellers lassen: sie haben sich wirklich Gedanken gemacht. Das Modell »Olli K.« ist klein aber dick, Modell »Michael B.« hingegen dünn aber lang. Wie im echten Leben eben und für jede/n was dabei.

Landes-Farben-Pasta

Na bitte! Das macht doch mal Sinn und ist an symbolischer Kraft kaum zu überbieten. Für den Fall, dass die deutsche Fußballnationalmannschaft in den kommenden Wochen gegen Angstgegner Italien antritt, heisst es spätestens in der zweiten Halbzeit: Wasser aufsetzen, und den Gegner wortwörtlich weich kochen. Gefunden bei: www.box24.de

Deutschland-Fackel

Ganz ehrlich: Als wir diese entdeckten, waren wir nicht sicher ob wir lachen oder besser den Verfassungschutz informieren sollten. Der Erfinder hat entweder ein eigenartiges Verständnis von Stadion-Atmosphäre oder verdammt viele Geschichts-Stunden geschwänzt. Deutsche Fackelmärsche müssen nun wirklich nicht sein. Gefunden bei: www.echterfanshop.de

Tipp Kick »Afrika Edition«

Frage: Was tut man als Hersteller von Tischfußball-Spielen und die WM ist in Südafrika? Antwort: Man designt eine Afrika-Edition—mit »typisch afrikanischen« Elementen. Frage: Ja, was ist denn »typisch Afrika«? Antwort: Sonne, Dürre, Zebra, Giraffe, Elefant und dunkelhäutige Spieler, natürlich. So in etwa muss das Brainstorming für das Produkt gelaufen sein. Sonst wäre wohl kaum ein so selten dämlich designtes Spiel heraus gekommen. Die Figuren sind schwarz, irgendwo stehen ein Zebra und eine Giraffe herum und das Muster des Spielfeldes imitiert einen verdörrten Wüstenboden, wie man ihn aus Fernsehberichten über Dürrekatastrophen kennt. Gab es vor vier Jahren eigentlich auch eine Deutschland-Edition? Und wie sah die aus? Wahrscheinlich »typisch deutsch«. Also: Bierkrüge, Schäferhunde und irgendwo steht ein Golf in der Gegend rum. Gefunden bei: www.amazon.de

100 schwarz-rot-goldene Rosenblätter

Wie romantisch! Rosenblätter für den ganz besonderen, völkisch-nationalen Heiratsantrag. Vielleicht auf einem kuschelweichen, braunen Biber-Bettlaken? Neun Monate nach der WM gibt es dann wieder ein zweites Sommermärchen: den traditionellen Post-WM Baby Boom. Gefunden bei: www.myrose.de

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

WM-Spezial zum Sommerauftakt am Freitag, 11.Juni 2010 25x2 Leser/Innen erhalten einen SuperSommer-Tag inklusive: Freiem Eintritt für das Badeschiff WM-Gratis-Getränk beim Public Viewing im Fuhrpark Freiem Eintritt für die Party danach: La Regla auf der Hoppetosse und Koalas Desperados im Glashaus 50% Rabatt beim Bootsverleih 25% Rabatt auf alle Gerichte auf der Hoppetosse Die ersten drei Gewinner erhalten zusätzlich zwei Freikarten für das Education Projekt der Berliner Philharmoniker am 12. Juni in der Arena. Starte mit uns in den Sommer – schick’ eine Mail an sommerquartier@zitty.de und gewinne einen Super-Sommer-Tag!


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»workaholic fashion« heimer Str. U ist kein herstr. kömmliches Modelabel. »workaholic« Eisenacher Ei enacher cher Strr. U err Pl. P ei walddt st hinaus ist Str. ist Herzblut, blutrot. Darüber r . Monumentenstr. ulusa P l oste tr. s Ap e . . ll rgstr »workaholic fashion« eher magenreaber St r Wartbu C r e zig burgstr. Bel K olonn ta und cyan. Die Workaholics lieben enr. r St zigeArbeit. Und sie lieben das Leben. ihre B el tr. Den gemeinsamen Nenner bildet die Leidenschaft für elektronische Musik. Und Berlin—wo man von überall her gestrandet und aus Überzeugung hängen geblieben ist. Die »workaholic«-Klamotten sind einfach nur cool, treffen den schmalen Grat zwischen Eyecatcher und Understatement. Wer mit einem Shirt eine von elektronischer Musik inspirierte Geschichte erwerben möchte, für den sollte sich ein Besuch des Webshops oder des Ladens in der Ritterstraße 12-14 lohnen. Dort gibt es neben tragbarer Mode eine große Portion Idealismus sowie die wohl außergewöhnlichste Schaukel der Stadt. Rox en-

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Party & Musik, Bühne, Bars & Cafés, Restaurants 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22

Solar A2 Tommy Weissbecker Haus A2 Pussy Galore C1 tazpresso A2 C-Club A2 Schwuz A2 C-Halle A2 Silverwings A2 Junction Bar A2 Kunstraum Kreuzberg Bethanien B2 Privat Club B2 Weltrestaurant Markthalle B2 Passionskirche A2 Druide II B1 Aki Tatsu Sushi B2 Tempodrom A2 Umspannwerk B2 Ankerklause B2 Huxley's Neue Welt B2 Blauer Affe B2 Möbel Olfe B2 Roses B2 Ballhaus Naunynstraße B2

23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49

Monster Ronsons B2 Molotow Cocktail B2 SO 36 B2 Festsaal Kreuzberg B2 Morena Bar B2 Watergate C2 Bar 11 B2 Babel C1 Lido B2 Lux B2 Turbine B2 San Remo C2 Kato B2 Frittiersalon C1 Spindler & Klatt B2 Barbie Deinhoffs C2 Konrad Tönz B2 Tabou Tiki Room B2 Club der Visionäre C2 Freischwimmer C2 Radialsystem B1 Curry-36 A2 BKA-Theater A2 Haifischbar A2 Kuchenkaiser B2 Tanzpalast X A2 Vor Wien B2

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

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Heinz Minki C2 Hoppetosse C2 Brauhaus Südstern B2 Anhalter Bar A2 HAU 1 A2 HAU 2 A2 HAU 3 A2 Studio XX B2 Salon Schmück B2 Golgatha A2 Beach Park 61 A2 Flying Steps Dance Academy A2 Monarch B2 Kreuzkeller A2 K 17 C1 Die Turnhalle C1 Yaam B1 Die Dachkammer C1 Oststrand B2 Papa Nô C1 Intimes C1 Geburtstagsklub B1 Schoenbrunn B1 Künstliche Beatmung C1 U5 C1

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Zebrano C2 Café 100 Wasser C1 Euphoria C1 Umspannwerk-Ost B1 Oranke Orange B1 Abgedreht C1 Kosmos C1 Wild West Strand-Markt B1 83 Maria am Ostbahnhof B1 84 FritzClub Postbahnhof B1 85 PHB B1 86 Speicher C2 87 Berghain B1 87 Panoramabar B1 88 Bierhof Rüdersdorf B1 89 Theaterkapelle 10245 C1 90 Stereo 33 C1 91 Luxomat C1 92 Exes Pool Cocktailbar C1 93 RAW Tempel C1 94 Raumklang C1 95 Cassiopeia C1 96 Rosi's C2

97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113

Schneeweiß C1 Propeller C1 Lovelite C1 Lunas Strandgarten C2 Mal Pais C2 Margarete F. C2 Brezel Bar A2 Matrix C2 Glühlampe C2 Narva Lounge C2 Sanatorium 23 C1 Haus B C2 Pavillion B1 Spreebar C2 MTV/VIVA C2 Arena/Glashaus C2 Burgeramt C1

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Party & Musik, Bühne, Bars & Cafés, Restaurants 01 02 03 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24

Nola’s am Weinberg B1 Fire Club B1 Acud B1 Calabash Club B1 KingKong Club B1 Ackerkeller A1 Ambulance Bar A1 Schokoladen A1 Reingold A1 Hafenbar A1 Bellini Lounge A1 Tape A1 Kunst Werke Berlin A1 Andy's Diner A1 Fate Club A1 Clärchens Ballhaus A1 b-flat B1 Kaffee Burger B1 Zosch A1 Aufsturz A1 Kalkscheune A1 Quatsch Comedy Club A1 Admiralspalast A2 Centrum B2 Deponie No.3 A2 Baxpax Downtown A2

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2be Club A1 Traumstrand A1 Tacheles A1 Studio 54 A1 Fire Bar A1 Mudd Club B1 Kopierbar B1 Sophienclub B1 Park Inn B2 Ruderclub Mitte B2 Coffee Connection B2 Dante B2 Oxymoron B1 Delicious Doughnuts B1 Cookies A2 Monsieur Vuong B1 Lux 11 B1 Roter Salon B1 Volksbühne B1 Zoe Berlin B2 Bohannon Club B2 BR 101 B1 M-Bia B2 XO Berlin B1 Cha cha-Restaurant A2 Splendid Kaffeehaus A2 Weekend B2

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

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M12 B2 Alpenstueck A1 Das Moskau B2 A-Lounge/ Cafe Alberts B2 unsicht-Bar B1 Klub International B2 Bar 33 B2 Podewil B2 C-Base B2 Ballhaus Berlin A2 Werk 9 A2 Red Rocket B2 Andy's Diner A2 Label 205 A2 Borchardt A2 Weltempfänger B1 ewerk A2 Felix Club Restaurant A2 Sarah Wiener A1 New Hot Dog World B1 PanAsia B1 Basi´l B2 Kiki Blofeld B2 Bang Bang Club A1 Cafe Bar 103 B1 Sage Club B2

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Discothek Sound A1 Konzertsaal der UDK A1 Cafe Hardenberg A1 Kuchi A1 Abraxas A1 A-Trane A1 Kant Cafe A1 Cafe Savigny A1 BOND A1 Hefner A1 Anda Lucía Tapasbar A1 Stilwerk A1 Paris Bar A1 Schwarzes Cafe A1 Club Cascade A1 Quasimodo A1 Theater des Westens A1 Cafe Einstein B1 PanAm Lounge B1 Vapiano A1 Far Out / Maxxim A1 Q-Dorf A1 Bar im Hotel Q A1 Schlüter 52 A1 Petrocelli A1 + A2 Goldrot A1 Café Aroma B2

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Bar jeder Vernunft A1 Schaubühne A1 Universum Lounge A1 Tasty A1 Pasta Nova A1 Cyclo A1 Magnifica Lounge A2 Lang Nuong A2 Las Vegas A2 Juleps A1 Deutsche Oper Berlin A1 San Giorgio A1 Schleusenkrug A1 La Batea A1 Liquor Store A1 Tuffstein B2 Harry's New York Bar B1 Maxx Bar B1 MaultaschenManufaktur B1 Tim's Canadian Deli B1 Maigold B2 Kleine Philharmonie B1 Baccara Berlin A1 Goya B1 Café Berio B1 Lochner Restaurant B1

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Man merkt, dass sich hier jemand Gedanken gemacht hat. Unter dem offenbaren Arbeitstitel »Französisches Café«, wird hier auf eben jene Ganzheitlichkeit wert gelegt. Angefangen bei der Ausstattung und Dekotstr. Trif ration, über das U Flair und die Kaffee- und ume umers er r. sonstigeAmrumerstr Produktpalette. Jeden Morgentr. ab tr. a rs Lyn versieben Uhr können hier Kaffee in den N or schiedensten Sorten und dazu Croissants duf er N o r d ufe r oder die in der Hausküche frisch produr Ufe F r ie d r i c h - K r a u s ezierten Bircher-Müsli und Mango-MohnWesthafen Quarks genossen werden. Täglich wechU We selnd gibt es Mittagsspezialitäten und andere kulinarische Besonderheiten. An strr. Quitzow einer der belebtesten Ecken der Stadt gelenstr. pha e t S gen (Schönhauser / Danziger) sei denjenigucken tr. Birkenst irkenstr rkdie am r. liebsten Menschen-Kino Ugen, pps Kru Birk . ein Platz an einem der riesigen Fenster ens tr tr. S r ge Sicht nach draußen ans Herz mit direkter er leb -S er P itz c Kamera gelegt. Mit der dort platzierten darf ausdrücklich gespielt werden. Für die

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Fitness First A1 Jugendmode A1 Das Drehmoment A2 Club Sounds Records A2 05 Treibhaus A1 06 Cool-HouseBoarding A2 07 White Water Boardstore A2 08 HYPOXI Zentrum Prenzl. Berg A2 09 Iberika Sprachschule A2 10 Fahrradstation A2 11 Maaßen Zehn A1 12 UKO-Fashion A1 13 Goldhahn & Sampson A2 14 Bike Store Berlin A1 15 scratch 'n cut A1 16 Schumann's Company A2 17 Float Berlin A2 18 Jimmy's A2 19 Kauf Dich Glücklich A2 20 Aehrenkranz A1 21 Doppelleben A2 22 Stiefelkombinat-Berlin A2 23 Möbelkombinat A2 24 Hoolywood Gegenwear A2 25 Prenzl'berger Friseure A2 27 Zwischenlager A2 28 Meldestelle A2 29 conexion Berlin A1 30 optiKing A2 31 Bodystreet Prenzlauer Berg A1 32 Brillen in Berlin B2

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Schall und Rauch A1 Duncker Klub A1 Greifbar A1 Stiller Don A1 Schwalbe A1 Marietta A1 Icon A1 Zum goldenen Hirschen A1 Intersoup A1 Wohnzimmer A1 Tres Tapas A2 Grand Hotel A2 Klub der Republik A2 August Fengler A2 Zu mir oder zu Dir A2 Schönwetter A2 Druide Bar AW2 Dazzle Danz Club A2 Rice Queen A2 Konnopkes Imbiss A2 Oki A2 Pizzeria Presento B2 Stadtbad Oderberger Straße A2 SchwarzSauer A2 Prater Restaurant A2

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Hecht Club A2 Bastard im Prater 9 A2 Villa Rodizio A1 Tante Käthe A1 Deck 5 A1 Strap On A2 SODA Club/ Restaurant A2 31 Club 23 A2 32 Nbi A2 33 Alte Kantine A2 34 Palais A2 35 Kesselhaus A2 36 Maschinenhaus A2 37 Frannz A2 38 NOTIX A2 39 June Bar A2 40 Zum schmutzigen Hobby A2 41 Fluido A2 42 Café Liebling A2 43 Zander A2 44 Zentrale Randlage A2 45 Eingang 28 A2 46 8mm Bar A2 47 Pfefferberg/ Pfefferbank A2

Alle Infos ➜ www.berlin030.de

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Salon Ost A2 I Due Forni A2 Fellas A1 Magnet Club A2 Knaack Klub A2 White Trash Fastfood A2 Last Cathedral A2 Roadrunners Club A2 A Cabana A2 Mädcheninternat A2 Steinhaus A2 Hazelwood A2 An einem Sonntag im August A2 Esquina A2 Frida Kahlo A1 Kookaburra A2 Art Pub Wallywoods A2 X-Bar A2 Rakete A2

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Gossip Xxx

Kolumnen—Partypics—Society—Talk Show

»Sex and the City 2«-Preview im Kino International, präsentiert von Mykita mit Klaus Unrath, Lisa Martinek & Ivan Strano

KISS in der O2 World: Gene Simmons (re.) mit seinem deutschen Look-alike Thorsten Hänsel

Models Franziska Knuppe & Eva Padberg bei der »P&C Sex and the City 2 Movie Night« am Tauentzien Fashion-Blogger »Facehunter« Ivan Rodic mit Emma beim Volvo-Subject-60-Event in »The Station-Berlin«

Tobias Schenke mit Freundin Mona Birzad beim Volvo-Subject60-Event

All Yesterday‘s Parties

Der Sex und die Brille

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Der Hype begann lange vorher: Sarah Jessica Parker trägt in »Sex & the City 2« eine Sonnenbrille aus Berlin. Da vor allem Fashionistas & Shopaholics Fans der Serie sind, war klar, dass Königin der Szene wird, wer zuerst mit einer Mykita-Brille Modell »Franz« durch Mitte spaziert (ca. 290

Euro, limited in 24K Gold ca. 459 Euro, entworfen von Bernhard Willhelm)—dank guter Beziehungen und dem Internet hatte Berlin dann doch mehr als eine »Franz«-Queen. Die Party zum Film, zur Serie und zum Hype fand im Kino International statt. ¶ [ab]

Fotos aedt.de

Gossip

Ein Film und eine Sonnenbrille halten die Stadt in Partylaune


Die Shelley Masters Kolumne

»Für Unkundige sah es aus, als ob flüchtige Insassen einer Entzugsklinik öffentliche Plätze besetzten.« Marcello über dinner en Blanc ➜ S. 80

»GNTM« Barbara Meier und Hubertus Regout beim »P&C SATC2« Event mit Stargast Patricia Field (Stylistin der Serie und Filme)

Wattn, WM? Na jetze mal! Alles dreht sich nur noch um Fußball. Ich weiß nicht, ob ich das, angesichts der weltwirtschaftlichen Lage, gutheißen soll. Werden mehr C u r r y w ü r s t e v e rkauft, wenn der Stand mit Schwarz-Rot-Gold beflaggt ist? Ist es wichtig f ür Deutschland, mehr Curry würste zu verkaufen, jetzt, da BILD meldet, dass jeder zweite Deutsche eh zu dick ist? Überhaupt: schwarz-rot-gold, warum eigentlich? Erinnern wir uns: die Truppen gegen Napoleon kamen 1813 aus allen deutschen Landesteilen zusammen und hatten verschiedene Uniformen. Eine erste deutsche optische Einheit wurde erschaffen, indem alle Jacken schwarz gefärbt wurden, man goldene Messingknöpfe vernähte, rote Ärmelaufschläge anbrachte. Die Farben sind geblieben. Und damit es keinen Krieg mehr gibt, hat man nun die Fußball-WM. Brot und Spiele, das lenkt seit Jahrhunderten von politischen und wirtschaftlichen Missständen ab. Aber ich will gar nicht gegen Fußball wettern. Zugegeben, ich verstehe—wie übrigens alle mir bekannten Frauen—die Hysterie um diesen Sport nicht. Wenn es nach uns ginge, wäre die Weltmeisterschaft der Ringer oder Wasserspringen vom Zehner das eigentlich zu beachtende Jubel-Massenereignis. Nicht, dass die Kicker nicht schick wären! Aber das Styling… Seit Jahren bemängeln Damen an den zum Teil recht smarten Fußballern, dass die Höschen unverhältnismäßig riesig geworden sind, genauso wie die Strümpfe, die die noch so muskulösesten Männerbeine optisch verkrumpeln. Von diesen unförmigen Trikots ganz zu schweigen. Aber gefragt werden darf ja wohl schon: warum müssen gerade die Männer, die sich sehen lassen können, ihre schicken Oberkörper in sackartigen Polyestherbahnen verstecken? Immerhin, ein Stückchen Wahrheit kann ich euch Jungs so näher bringen: wenn eure Mädels auf einmal begeistert Fußballbildchen sammeln, wenn sie sich in gelb-blau (Ukraine) oder in rot-weiß-blau (Paraguay) kleiden, dann wohl nicht, weil eine plötzliche Liebe zu dem jeweiligen Land entbrannt ist, sondern eher, weil Andrej Schewtschenko oder Roque Santa Cruz ihre Leidenschaft entflammen. Gerade habe ich in einer »Frauen«-Kolumne lesen müssen, dass Frauen »gerne zum Fussball mitgehen, um dem Partner nah zu sein«. Da sag ick ma‘ stellvertretend für uns alle: Na danke, wir entdecken die brasilianischen Schenkel lieber mit unseren schwulen Freunden beim Private Viewing als dem »Partner« mit Quadrataugen in biertrunkener Laune »nahe sein zu wollen«.

Gossip

Alles ist Fußball

¶ Love [Shelley Masters]

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ello c r a M

Satire

Jack the Spree-Ripper

Essen außerhalb der Anstalt? Diner en Blanc!

»Diner en Blanc«—weiße Massenessen sind seit sieben Jahren Pariser Tradition. Spécialité à la Spree: Jan-April Geborene zu Treff 1; MaiAug Treff 2; Rest zu Treff 3! Eine Facebook-Gruppe forderte auf, alles mitzubringen: Tische, Stühle, Kleidung. Für Unkundige sah es aus, als ob flüchtige Insassen einer Entzugsklinik öffentliche Plätze besetzten. Sitz-

streik-Demo in Anstaltskleidung für freien Konsum? Die Clubgemeinde zelebrierte dagegen deftige Barbecues. Kaum war es warm, wollten es alle heißer. Zum Beispiel bei Paul van Dyks zehnjährigem »Vandit-Jubiläum« gab‘s heiße Würstchen, die »Stadt.

Strand.Fluss«-Party feierte im Barbeque-Bootshaus ihren Auftakt mit Grill statt Nebelmaschine. Am gleichen Abend legte Jimi Blue im Tresor Platten auf und draußen legten »die Rodeos« heiße Hamburger auf den Grill. Fehlen nur noch saftige Spanier in Tortillas oder deftige Dänen auf Knäckebrot. Ich habe mich schon immer gefragt, wo das Grillgut herkommt?! Wenn ich nicht selber grille, mache ich mir nach den Gammelfleischskandalen schon Sorgen. Wie entstand Barbecue? In den Armenvierteln der Südstaaten war es üblich, billiges Fleisch heißzuräuchern. Und heute? Die Krise zwingt viele zu unorthodoxen Maßnahmen. Einige züchten Tiere auf dem Land. Eine makabere Alternative der Fleischbeschaffung zeigt der

Gossip

Thomas Kleutgen, Rainer Schmidt, Bob Shahrestani @ Bootshaus Barbecue (s.Text): Die Veranstalter und der Star-Autor beim Auftakt der Stadt•Strand•Fluss Partys: furios!

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Ich mit Brigitte Nielsen. Aus Alt mach neu... ich traf das dänische OP Wunder bei der Movie Night »Sex and the City 2« @ Peek & Cloppenburg. »Titte Nielsen« spielte u.a. in Rocky IV mit Sylvester Stallone. Der Boxfilm spielte weltweit über 300 Millionen Dollar ein. Sie heiratete Stallone 1985 und ließ sich 1987 wieder scheiden–seitdem floppten ihre Filme. Zuletzt schied sie bei »Let‘s Dance« aus.

Martin Kann und Isan Oral @ Baambi Lounge (Voltairestr.5): Die perfekte Koop. Baambi Lounge steigt beim Dice ein

Fotos marcello

Trend: Feiern und fressen. Flashmob-Dinner oder BBQs bieten immer eine gute »Grundlage« vor dem Party-Absturz


Club News Aus fürs »Schmutzige Hobby«? Das Amt will die Prenzlberger Institution nach 5 Jahren schließen. Tofu-Mütter sind eben nur solange tolerant, wie ihre Terrorzwerge nicht mit »schmutzigen« Dingen konfrontiert werden. So reagieren Bezirke auf die Beschwerden von gealterten Ex-Freaks mit Schließungen. Dice verkauft? Quatsch, im Gegenteil! Was auch immer zwischen Schließung oder Verkauf kursiert, ist falsch! Wahr ist, Oliver Rother und Martin Kann von der Baambi Lounge sind mit Isan Oral eine Koop eingegangen. Unter dem Slogan »Dice in Progress« wird viel passieren: Ein- und Umbauten, neues Booking etc. Der Außenbereich wird zum WM-Wohnzimmer. Die generelle Ausrichtung bleibt aber elektronische Musik!

»Guss Brooks«, »Hoss Power«, Ben Becker und »Boss Burns« @ Eingedeckt! Das Sage Hospital Dinner: Boss Hoss und Bibel Becker brachten 15.000 Euro zusammen!

Alex M.O.R.P.H, Natascha van Dyk, Giuseppe Ottaviani, Paul van Dyk @ 10 Jahre Vandit im Astra (s.Text): ab 8 gab’s Grill-Würstchen zur Geburtstagstorte

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Berlin Mitte Boy

Private Viewing Jeder hat seine Art, sich auf die WM vorzubereiten. Doch keiner hat es gründlicher gemacht, als mein Freund A., dem ich eine Woche vor dem Anpfiff in Südafrika einen Besuch abstattete. A. begrüßte mich mit lautem Tröten seiner Vuvuzuela und hatte bereits seine WM-Kluft angezogen, einen Kaftan und eine Leopardenfellmütze, mit der er aussah wie eine Mischung aus Zaire-Diktator Mobutu und illegalem Sonnenbrillenhändler—nur die blasse Hautfarbe und der blonde Haarschopf sahen nicht so richtig schwarzafrikanisch aus. Zwei Minuten nachdem ich sein Appartement betreten hatte, brachte der Getränkeservice 16 Kisten südafrikanischen Rotwein, was von ihm mit einem jovialen »das wird maximal bis zur Vorrunde reichen« kommentiert wurde. Auf dem Balkon brutzelten bereits einige Schwenksteaks auf einem neuen Grill und auf dem Tisch stand eine Auswahl aller Produkte mit Afrika-Anmutung, die es in den letzten Monaten bei Galeria Kaufhof gegeben hatte. »Hier probier mal, ZuluSauce mit Kreuzkümmelgeschmack—der Hammer« schrie A. und kippte mir etwas höllisch Scharfes auf‘s Fleisch. Schmeckte tatsächlich großartig. Beim näheren Hinsehen stellte sich heraus, dass es sich hierbei um die Geschäftsidee eines süddeutschen Senfherstellers handelte. A. schwadronierte »Private Viewing, mein Freund, das ist mein WM-Trend dieses Jahr. Keine Ansteherei für warme Getränke, keine überteuerten Preise, keine wildfremden Vollidioten, die dir in die Arme fallen und dummes Geschwätz nur von denen, die man selber eingeladen hat. Keine Weiber, die dir erzählen, Spanien wird wahrscheinlich Weltmeister, weil die die ›süßesten‹ Spieler haben, immer Nachschub und kein schlimmer Nachhauseweg.« A. geriet ins Schwärmen: »Zu jedem deutschen Vorrundenspiel gibt’s bei mir ein eigenes kulinarisches Fest. Wir grillen und verputzen Australien mit Straußenschnitzel, Serbien mit Räuberteller und Ghana mit SpringbockSteak.« Ich fragte mich, wie es in seiner WM-Höhle wohl nach Ende der Vorrunde aussehen würde und wie es sich mit seinem Afrika-Feeling nach Ausscheiden der deutschen Mannschaft verhalten würde. Auf dem Nachhauseweg traf ich Johnny, unseren einzigen afrikanischen Freund, der schon vom WM-Durchdrehen von A. gehört hatte. »Ich sag Dir, mein Freund, ist ja schön gut, dass alle gute Laune haben und auf Gruppentanz machen. Aber dies Jahr wird’s anders und in unserem Land hauen wir Euch endlich mal raus und holen uns den Pokal und dann werden wir sehen, wir dann noch tanzt ...« Interessante Vorstellung.

Gossip

Fall des englischen Armbrust-Kannibalen. Der Kriminologiestudent (43 J.) Stephen Griffith studierte die Fälle des »Jack the Spare-Ripper«, um selbst das Er- und Zerlegen von Ludern zu lernen. Er wurde erwischt, weil ein Knabber-Kopf aus seinem Rucksack kullerte. Na Mahlzeit, Haupt-Sache die Sauce passte! Griffith war ein Außenseiter, ging Gassi mit einer Eidechse, trug fettige Haare, eine Sonnenbrille und lebte von Sozialhilfe. Berlin zieht diese kauzigen Künstler in Scharen an. Also: Obacht beim nächsten BBQ!

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Talk Show Wenn man Nacht für Nacht unterwegs ist, trifft man die unterschiedlichsten Menschen: Verrückte und Egozentriker, Stilikonen und Modeopfer, Lichtgestalten und Nachteulen. Das ist nie langweilig, es gibt immer etwas zu erzählen. Und wir stellen die knallharten Fragen ¶ [AEDT]

Tanja & Kim Florian Chris Tanja und Kim gehen nicht nur immer zu zweit auf die Toilette. Auch im Berliner Nachtleben sind sie unzertrennlich.

Gossip

Fesch im K aro-Hemd entdeck t, zücken wir die Kamera. Da wird gleich der Schmollmund aufgelegt und Chris fängt an zu posieren.

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An dir ist auch ein Luder vom Roten Teppich verloren gegangen, oder? Wer sagt denn, dass das nicht noch kommen kann? Das Luder oder der Rote Teppich? Beides, mein Lieber. Beides! Arbeitest du denn drauf hin? Leg mir einen Teppich aus und wir sind im Geschäft, Baby. Karo ist auch wieder total in, habe ich gehört. Was sagst du dazu? Hast du was gegen mein Hemd? Nein, niemals. Soll ich es ausziehen? Nein! Willst du es mal anziehen? Nein, ich muss dann auch weiter. Wollen wir noch ein paar Fotos machen? Nein!

Ihr macht alles zusammen? T: Alles K: Ja, eigentlich schon. Auch Duschen? T: Davon träumst du sicher. K: Wer, ich? Ich sehe, ihr versteht euch. Wo habt ihr euch kennen gelernt? K: Wir studieren Medizin zusammen. Wohnt ihr schon zusammen? T: Die Frage ist doch langweilig K: Ja, eben. Wen interessiert das denn? Dann fragt euch doch selber mal was. K: Tanja, findest du mich heiß? T: Ja. Wäre es nicht toll, wenn wir zusammen wohnen würden? K: In einer WG zum Beispiel. T: Wir könnten gemeinsam frühstücken und dann ab in die Wanne! K: Jetzt stellt sich das sicher jeder vor, der das liest. Ich müsste noch ein Foto machen T: In der Wanne? K: Ha ha. Nein, hier! Beide: Ok, gerne.

Gut gelaunt, trotz Regenwetter und lässig einen Drink in der Hand: Florian wollten wir ein paar Fragen stellen.

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Alle »Talk Show«Interviews gibt‘s für euch auf: ➜ berlin030.de

Was trinkst du da? Ist doch egal. Wurdest als Kind of t gehä nselt? Wie bitte? Nun… ja, wegen meiner

Größe. Und was haben die anderen gesagt? Erdnuckel! Oh je, das hat sicher bleibende Schäden hinterlassen. Bist du jetzt mein Psychologe? Frag mich was. Na gut, wo hast du denn das T-Shirt her? Komm lass sein. Das endet sicher auch wieder in einem Mobbing. Na gut. Warst du schon mal mit einer gleich großen Frau zusammen und wenn ja, wo hast du sie gefunden? Also, mal ehrlich. Druckt ihr das, wenn ich dich jetzt beleidige? Versuch’s! Ars*#+och! Erdnuckel! Ha ha. Der war gut!


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