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Matterhorn Museum Zermatlantis.

Einzigartig authentisch traditionell erlebnisreich arch채ologisch lehrreich Interessant wahr attraktiv originell

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zermatt.ch

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Zermatt um 1850 EinE einmalige Erlebnisinszenierung Unter dem Glasdach neben der Dorfkirche eröffnet sich unter Tage eine versunkene Welt: Zermatlantis. Sie betreten die Räume des alten Zermatt. Sie erleben wie die Menschen des armen Bauerndorfes versuchen, mit Gottes Hilfe die Naturgewalten zu bannen. Wie Alpinisten die umliegenden Berge und 4’000er erobern und der Absturz von vier Bergsteigern bei der Erstbesteigung des Matterhorns für immer das Leben in Zermatt verändert. Mittels der Möglichkeiten modernster Inszenierung erleben Sie den Mythos Zermatt – Matterhorn. Das Bauerndorf, das zum Weltkurort wurde. Und wer das gerissene Original-Seil der Erstbesteigung nicht bestaunt hat, der war nicht wirklich in Zermatt. Eine vergangenen Welt wird ausgegraben, ein vergessenes Dorf kommt wieder zum Vorschein. Besichtigen Sie die alten Häuser, tauchen Sie ein in die Welt der Bergbauernfamilien, der Säumer, Bergführer und ersten Touristen. Hier können Sie erleben, wie die Zermatter im 19. Jahrhundert lebten, als es noch keine Bergbahnen und Skilifte gab und die ersten englischen Alpinisten im Bergdorf eintrafen.

Sonderausstellungen Das Museum zeigt regelmässig Sonderausstellungen und bietet beste Kulisse für kulturellen Darbietungen.

Private und Firmenanlässe Die Räume des Museums können ausserhalb der Öffnungszeiten (auf Anfrage) für Ihre private Veranstaltung, sowie für Firmenanlässe genutzt werden.

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Museumskonzept & Gestaltung: Steiner Sarnen Schweiz

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Highlights A Sicherungsseil der Erstbesteigung Das originale Seil der Erstbesteigung – ein Hanfseil, liegt im B Museum wie ein wertvolles Relikt hinter Sicherheitsglas. Es C wurde 2005 von der Schweizer Seilmanufaktur Mammut original D nachgebildet und auf seine Reissfestigkeit geprüft. Ein solches E Seil vermag nur 300 Kilogramm zu halten – die vier ErstbesteiF ger, die 1865 trotz des Hanfseils abgestürzt sind, hatten somit keine Chance. G H I A J B

Fund menschlicher Überreste auf dem TheodulK gletscher C L Der «Söldner», der Fund menschlicher Überreste mit Münzen, D Schuhen, Kleidungsfragmenten und zahlreichen Waffen ist eine M E archäologische Sensation. Er wurde 1985 am Theodulgletscher N F von Einheimischen gefunden. Dabei handelt es sich um den O G zweitwichtigsten Fund menschlicher Überreste im Alpenraum – P nach «Ötzi», dem Eismann, der 1991 auf einem österreichischen H Q Gletscher zum Vorschein kam. I R J A S K B T L C

Prähistorisches Steinbeil aus der Jungsteinzeit Das eindrückliche Beil aus Grüngestein (Eklogit) wurde 1959 auf V dem Weg zum Theodulpass, oberhalb Furgg, gefunden. Ein ReiN E sender könnte es verloren haben. Da es eine ansehnliche Grösse W O F hat und zu seiner Zeit sehr wertvoll war, scheint dies eher unX P G wahrscheinlich. Die Wissenschaft geht davon aus, dass es abY Q H sichtlich, als Weihgabe dort hingelegt wurde. Es stammt aus der Z R Jungsteinzeit (ca. 3. bis 5. Jahrtausend v. Chr). I U M D

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A B C D E F G A H B I C J D K E L F M G N H O I P J Q K R L S M T N A U O B V P C W Q D X R E Y S F Z T G U H V I

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Audioguide Mit dem Audioguide (gebührenpflichtig) haben Sie die Möglichkeit, das alte Zermatt aus Sicht zweier verschiedener Persönlichkeiten kennenzulernen: Edward Whymper 1850 – 1911 Edward Whymper wurde am 27. April 1840 in London geboren. Wie schon sein Vater erlernte er den Beruf des Holzstechers. Berühmt wurde er durch die tragisch endende Erstbesteigung des Matterhorns am 14. Juli 1865. Er schrieb Bücher und Reiseführer und unternahm unzählige Expeditionen. Edward Whymper starb am 16. September 1911 in Chamonix. Hannes Taugwalder 1910 – 2007 Hannes Taugwalder wurde am 21. Dezember 1910 in Zermatt geboren und ist dort aufgewachsen. Nachdem er das Tal verliess, arbeitete er als Direktor einer Strickwarenfabrik und war selbständiger Fabrikant von Damen- und Kinderkleidern. Er hat mehrere Romane, Kurzgeschichten, Gedichte, Hörspiele und Theaterstücke geschrieben. In seinem Buch «Das verlorene Tal» beschreibt er seine Kindheitserinnerungen in Zermatt im Alltag einer Bergbauernfamilie in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg.

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Die Matterhorn Erstbesteigung Vorgeschichte Von 1857 bis 1865 wurden am Matterhorn von Italien aus fünfzehn, von der Schweiz aus drei erfolglose Besteigungsversuche unternommen. Im Juli 1865 will es der Londoner Edward Whymper mit dem italienischen Bergführer Jean-Antoine Carrel erneut versuchen. Als Whymper in Breuil/ Cervinia auf gutes Wetter wartet, vernimmt er, dass Carrel mit einer italienischen Seilschaft zum Matterhorn aufgebrochen ist. Zufällig trifft Whymper Lord Francis Douglas und erfährt von dessen Vorhaben, mit Peter Taugwalder den Gipfel von Zermatt aus zu erobern.

Aufbruch Am 12. Juli erreichen Whymper und Douglas über den Theodulpass Zermatt und treffen auf den Bergführer Michel Croz, der mit Reverend Charles Hudson und D. Robert Hadow ebenfalls den Aufstieg plant. Sie beschliessen, das Unternehmen gemeinsam durchzuführen und engagieren neben Peter Taugwalder noch dessen Sohn Peter. Am 13. Juli übernachten sie am Fusse des Matterhorns und steigen am 14. Juli 1865 um 3.40 Uhr am Hörnligrat in die Felspyramide ein. Je höher sie kommen, umso schwieriger wird der Aufstieg – der unerfahrene Hadow ist auf Hilfe angewiesen.

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Der Triumph 14. Juli 1865, 13.40 Uhr: Die Gruppe steht gemeinsam auf dem Matterhorn-Gipfel. Keine Spuren der italienischen Konkurrenten sind zu sehen. Whymper entdeckt die Italiener weit unten. Mit Jauchzern und Steinbrocken, die sie hinunter poltern lassen, machen die Sieger auf sich aufmerksam. Carrel erkennt Whymper an seiner hellen Hose und tritt entt채uscht den R체ckzug an.

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Die Katastrophe Nach einer Stunde seilt Croz Hadow, Hudson und Douglas an sein kräftiges Clubseil an und steigt ab. Vater Taugwalder sichert Douglas, den letzten dieser Seilschaft, zusätzlich. Er benutzt dafür das dünne Reserveseil, das ihm als einziges zur Verfügung steht. Als zweite Seilschaft folgen Whymper, Vater und Sohn Taugwalder. Douglas bemerkt Hadows Unsicherheit und bittet Whymper, sich an Vater Taugwalder anzuseilen. Die sieben Männer bilden jetzt eine einzige Seilschaft. Um sich zu sichern, legt Vater Taugwalder das feste Clubseil, das ihn mit Whymper verbindet, um einen Felsvorsprung. Plötzlich rutscht Hadow aus und reisst Croz, Hudson und Douglas mit sich. Der Schlag des Hilfsseils trifft Vater Taugwalder und verletzt ihn an Händen und Brustkorb, dann zerreisst es. Die vier Unglücklichen fallen die Nordwand hinunter. Die drei Überlebenden sind tief geschockt und verbringen die Nacht unterhalb der Hörnli-Schulter. Whymper schreibt später, sie hätten bei Sonnenuntergang über dem Liskamm Schatten gesehen, die wie Kreuze aussahen. Am Samstagmorgen, 15. Juli, erreichen sie Zermatt.

Die Bergung Am Tag darauf steigt Whymper mit drei anglikanischen Geistlichen und fünf auswärtigen Bergführern zum Matterhorngletscher auf. Sie entdecken die zerschmetterten Leiber von Hadow, Croz und Hudson. Von Douglas finden sie nur die Handschuhe, einen Schuh und den Gürtel. Der Leichnam bleibt verschollen. Die drei Toten werden im Gletscherfirn bestattet. Auf Anordnung kirchlicher und weltlicher Behörden werden die Leichen am 20. Juli nach Zermatt überführt. Croz wird nach römisch-katholischem Ritus auf dem Friedhof beerdigt, Hadow und Hudson werden ausserhalb des Friedhofes durch einen anglikanischen Geistlichen beigesetzt. Hadows Gebeine sind später nach England überführt, jene von Hudson in den Altar der anglikanischen Kirche in Zermatt eingemauert worden.

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Das Nachspiel Das Gericht entschied, dass Hadow der Verursacher des Unglücks war. Jedoch liege kein Verbrechen vor. Böse Zungen behaupteten später, Whymper oder Vater Taugwalder hätten, um sich zu retten, das Seil durchschnitten. Die beiden litten schwer unter dieser Anschuldigung. Die Tragödie machte Zermatt weltweit bekannt und beeinflusste die touristische Entwicklung des Dorfes nachhaltig.

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Matterhorn Museum Kirchplatz 11 CH-3920 Zermatt Tel. +41 (0)27 967 41 00 matterhornmuseum@zermatt.ch Mehr Informationen & Ă–ffnungszeiten: www.matterhornmuseum.ch www.facebook.com/matterhornmuseum

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