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Freitag, 16. November 2012 – 37

healtheconomy Sicherer Atem für 12 Stunden Mundpflege-Mittel gegen Mundgeruch. Aus Ihrer Apotheke.

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Teure Medizinprodukte: Der Preisdruck steigt

© APA/Roland Schlager

short

© ad.hroß

Widerstand So harte, öffentlich geäußerte Kritik sind die Ärzte nicht gewohnt. Vergangene Woche spitzten sich die Wortmeldungen zwischen Ärztekammer-Funktionären und Politiker deutlich zu; Grund dafür sind die Pläne für eine weitere Gesundheitsreform, bei der es, wie berichtet, vor allem Kostendämpfungsmaßnahmen geben soll. Die Ärzte sind dagegen und werfen der Politik Kürzungen vor. Deren Antwort ist ungewohnt deutlich. Selbst Gesundheitsminister Alois Stöger wirft den Ärzten vor, Patienten für ihre Zwecke zu mobilisieren. Seite 38

© panthermedia.net/Meike Gabrielczyk

Neue Wege Die Pharmabranche sieht sich seit einigen Jahren mit zahlreichen Veränderungen konfrontiert, wie etwa Kürzungen bei Personal und Etats, Einstiegsbarrieren für Innovationen, Preiskämpfe und starke Veränderungen des Kundenverhaltens – Veränderungen, die auch andere Branchen kennen. Mit welchen kreativen Marketinglösungen andere Wirtschaftszweige auf diese Herausforderungen reagieren und was man von ihnen lernen kann, damit beschäftigten sich die Besucher des 17. Pharma Marketing Tags des PMCA (Pharma Marketing Club Austria) am Montag. Seite 41

Tagung Bei der Veranstaltung zum 25Jahr-Jubiläum der Einkaufsgenossenschaft PEG zeigten sich internationale Experten überzeugt: Medizinprodukte sind in   Österreich deutlich teurer als etwa in Deutschland – im Schnitt um 30%. Seite 39

inhalt

Healthcare > Gesundheitsreform: ELGA ist beschlossene Sache  38 > Spitalsserie: Reformpläne in Oberösterreich  40

24h Schutz für die Haut! Spezialcreme reichhaltig an den 3 wichtigen Barrierefettstoffen:

Pharmareport und Lifescience > Pfizer verliert ViagraPatent in Kanada  41 > Novartis-Impfstoff ist wieder verfügbar  41 > Pharmig Lounge: Freude über Weiterbildungsangebot  44

Ceramide Freie Fettsäuren Cholesterol Ideal für gestresste, äußerst trockene Haut

Medizintechnik und eHealth > Medizinproduktehersteller Hartmann meldet Minus  39 > Erfolgreiche Pilotstudie der PVA zu Telekardiologie  42

hilft der Haut, sich selbst zu helfen

1

Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft ist die Sozialversicherung für Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich. www.sva-gesundheitsversicherung.at

22.04.11 11:13

H e a lt h : c a r e

38 – healtheconomy

Kommentar

ELGA ist ein ­Meilenstein

Freitag, 16. November 2012

Gesundheitsreform I Länder, Kassen und Gesundheitsminister stellen der Ärztekammer die Rute ins Fenster

Ärztekammer polarisiert, die Gegner formieren sich Ärzte kritisieren Kündigungsmöglichkeit von Verträgen, Behandlungsrichtlinien und Verlagerungen.

B

ereits der antike ÄrzteLehrer Hippokrates schlug seinen Schülern – meist bereits aktive Ärzte – vor, Aufzeichnungen über ihre Patienten zu führen, um sie besser behandeln zu können, den Überblick zu behalten und erfolgreiche oder nicht erfolgreiche Therapien herausfiltern zu können. Datenerfassung scheint also im Gesundheitswesen nicht wirklich Neuland zu sein. Dazu kommt, dass schon jetzt für alle Akteure eine gesetzliche Dokumentationspflicht besteht und nicht zuletzt für Honorarabrechnungen alle erforderlichen Daten erfasst werden müssen. Ohne integrierte EDV wären etwa Krankenhäuser schon jetzt nur noch im Notbetrieb zu führen, sagen Experten. Seit vielen Jahren wird über eine elektronische Gesundheitsakte, kurz: ELGA, diskutiert. Sie wurde so konzipiert, dass sie für die Bevölkerung von Vorteil sein soll, und dazu werden Notfalldaten, aktuelle und zurückliegende Erkrankungen, wichtige Befunde, die eingenommenen Medikamente, natürlich auch die Behandlungen der betreuenden Ärzteschaft, etc. erfasst und können bei Bedarf verknüpft werden. Jetzt wurde dieses System im Parlament beschlossen und soll in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Allein: Die Ärzte fürchten diese Transparenz noch. Sie sollten auch an die Patienten denken.

Wien. So harte, öffentlich geäußerte Kritik sind die Ärzte nicht gewohnt. Vergangene Woche spitzten sich die Wortmeldungen zwischen Ärztekammer-Funktionären und Politikern deutlich zu. Grund dafür sind die Pläne für eine weitere Gesundheitsreform, bei der es, wie berichtet, vor allem Kostendämpfungsmaßnahmen geben soll. Die Ärzte sind dagegen und werfen der Politik Kürzungen vor. Deren Antwort ist ungewohnt deutlich. Die Wiener Gesundheits-Stadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) hat genug von der Kritik der Ärztekammer an der geplanten Spitals-und Gesundheitsreform. „Es reicht“, richtete die Verhandlerin der Interessensvertretung aus. Es sei zwar legitim, wenn die Kammer die Interessen ihrer Mitglieder vertrete. Dann solle sie aber auch sagen, dass sie keine Veränderung für die Ärzte wolle. Sich aber hinter Patienteninteressen zu verstecken, sei „das, was man in Wien Chuzpe nennt“, hielt Wehsely, die in der politischen Steuerungsgruppe für die Länder die Reform mitverhandelt, der Ärztekammer vor.

Ordnungsruf vom Minister Auch Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) zeigte der Kammer die gelbe Karte. Die Ärztekammer, so Stöger, würde Patienten verunsichern, das werde man abstellen. Denn mit der Reform würde sich die Gesundheitsversorgung nicht verschlechtern, sondern verbessern. Es gehört zu Verhandlungen dazu, dass sie zäh seien, sagt Stöger. Aber Störfeuer, indem Patienten verunsichert würden, seien inakzeptabel. Auch die Fakten und Zahlen, die die Ärztekammer ver-

Anteil der Räume, deren Messwerte von den empfohlenen Werten abweichen, in Prozent

Empfohlen: Temperatur: 20–22°C | Luftfeuchtigkeit: 40–60% | CO2: <1.000 ppm*

Schulen

48,6

Hotels, Gaststätten

25,0

Wohnungen

23,7

21,1 Büroräume

Öffentliche Gebäude

19,7

zeiten – wäre nach Ansicht Schellings „wichtiger als die laufende Verunsicherung der Öffentlichkeit durch die Ärztekammern in gesundheitspolitischen Fragen“. „Die Ärztekammer wird offenbar nicht müde, die Patientinnen und Patienten zu verunsichern. Die Versorgung in Wien wird schlechtgeredet. Und das, obwohl die Ärztedichte in der Bundeshauptstadt überdurchschnittlich hoch ist“. Mit diesen Worten kontert auch Ingrid Reischl, Obfrau der WGKK, die jüngsten Vorwürfe aus der Wiener Ärztekammer. Die Ärzte wiederum fordern einen Ausbau der Kassenarztstellen – und zwar um 1.000 Stellen österreichweit. „Der derzeitige Stand bewegt sich auf dem Niveau

aus den 1980er-Jahren.“ Tatsächlich sei die Tendenz sogar sinkend, und das trotz Spitalsschließungen, wettert Ärztekammer-Vize Johannes Steinhart. Für die niedergelassenen Ärzte ist vor allem die Abschaffung eines einheitlichen Gesamtvertrags für Kassenärzte und die Schaffung von Teilkündigungsmöglichkeiten indiskutabel, wie deren Kurienobmann Steinhart versicherte. Ein absolutes No-go für die Ärztekammer ist der Eingriff in die ärztliche Therapiefreiheit durch die vorgesehenen verpflichtenden staatlichen Behandlungsrichtlinien. Genau hier wollen alle anderen Akteure ansetzen – etwa die Disease Managementprogramm für die Betreuung chronische Kranker.

Regierung macht kräftig Druck

RÄ U M E M I T S C H L E C H T E R L U F T Q U A L I T ÄT

Luftfeuchtigkeit zu trocken**

breitet, seien falsch. Das Prinzip der Gesundheitsreform sei, sagt Stöger, die Ausgaben zu dämpfen, ohne an Qualität einzubüßen. Anders gesagt, Patienten sollen nicht merken, dass sich was ändert. Der Vorstandsvorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, übte ebenfalls massive Kritik an der Ärztekammer wegen deren Kampagne gegen die geplante Gesundheitsreform. „Diese Äußerungen der ärztlichen Standesvertretung sind skandalös, geprägt von Unwahrheit und Unterstellungen, und gefährden massiv den künftigen Dialog“, sagte Schelling. Eine konstruktive Initiative der Ärztekammer – etwa zum Thema patientenfreundliche Öffnungs-

Gesundheitsreform II Krankengeld für Selbstständige und ELGA fixiert

GRAFIK DER WOCHE

Temperatur zu warm

Ärztekammer-Chef Wechselberger muss seine Schäfchen wieder beruhigen, sonst kippt die Verhandlungsbereitschaft der Politik.

CO2-Wert zu hoch

28,5

16,0

11,6

22,7

17,5

*ppm = parts per million (1 auf 1 Mio. Teilchen); ** bis 30%; Quelle: APA/MeineRaumluft.at; Grafik: Raimund Appl

54,4

39,1

32,9

23,2

22,5

Wien. „Während anderswo gerade im Gesundheitsbereich drastisch gekürzt wird, hat die österreichische Bundesregierung ein umfassendes Leistungspaket beschlossen“, bekräftigte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) anlässlich der Klausur der Bundesregierung in Laxenburg. Die Regierung bekenne sich dazu, in die Gesundheitsversorgung und soziale Absicherung der Bevölkerung zu investieren und die Leistungen auszubauen, statt zu kürzen. Gerade in Krisenzeiten sei dies notwendig und auch möglich. Für Stöger gehört dazu das Krankengeld für Selbstständige. Das neue Gesetz garantiert selbstständig Erwerbstätigen, die entweder keine oder weniger als 25 Dienstnehmer beschäftigen, hinkünftig einen Anspruch auf finanzielle Unterstützung im Krankheitsfall. Die tägliche Geldleistung beträgt rund 27 €. Der Betrag wird jährlich valorisiert. Auch die Zahnambulatorien der Krankenkassen können durch die neuen gesetzlichen Regelungen ihr Leistungsangebot künftig mas-

siv ausbauen – sehr zum Leidwesen der Zahnärztekammer. Stöger: „Bisher war das Angebot der Zahnambulatorien der Krankenversicherungsträger gesetzlich beschränkt. Diese Einschränkungen sind Geschichte. Nunmehr dürfen die Kassenambulatorien eine umfassende zahnmedizinische Versorgung anbieten. Das bringt für die Patienten echte Wahlfreiheit zwischen Ambulatorien und nie-

dergelassenen Zahnärzten und erweitert das Leistungsangebot.“ Im Leistungspaket sind darüber hinaus enthalten: der Personenkreis für den Unfallversicherungsschutz bei Wegunfällen auf dem Weg in die Schule oder den Kindergarten wird erweitert; die Begleitung von Pflegekindern wird mit einbezogen oder etwa die Begleitung durch Nachbarn, die mit der Aufsicht der Kinder betraut sind. Aktualisiert und erweitert wird auch die Liste der Berufskrankheiten. Und schließlich entfällt mit der Neuregelung auch die E-Card-Gebühr für Angehörige. Diese müssen bis dato ein jährliches Serviceentgelt in der Höhe von 10 € entrichten.

Elga ist beschlossene Sache © APA/Roland Schlager

Martin Rümmele

© APA/Herbert Pfarrhofer

Ina Schriebl

Gesundheitsminister Alois Stöger setzt Elektronische Gesundheitsakte um.

Wichtigster Punkt ist allerdings der Beschluss der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) im Parlament in dieser Woche. Durch die Vernetzung von Daten soll die Behandlung verbessert werden, sagen Befürworter. Kritiker fürchten Datenschutzprobleme.  (iks)

C ov e r

Freitag, 16. November 2012

healtheconomy – 39

Tagung I Einkaufsspezialisten im Krankenhausbereich orten Preisdifferenzen zu Deutschland von insgesamt 30% – in Einzelfällen deutlich höher

„Medizinprodukte sind zu teuer“ Martin Rümmele

Wien. Die knappen Budgets im Gesundheitswesen treffen nicht nur die Pharmabranche, sondern auch Hersteller von Medizinprodukten. Seit einigen Jahren klagt die Branche über steigenden Preisdruck bei teilweise beträchtlich steigenden Rohstoffkosten. Tatsächlich dürfte allerdings noch viel Luft im System sein. Zu diesem Ergebnis kamen zumindest Einkaufsmanager großer Spitalsgruppen kürzlich bei einer Tagung in Wien (siehe unten).

Preispolitik unterschiedlich Man könne im Schnitt davon ausgehen, dass die Preise für Medizinprodukte in Österreich in Summe etwa 30% über dem Niveau von Deutschland liegen, schätzt Anton J. Schmidt, Vorstand der PEG Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft eG in München. Tatsächlich

Tagung II Einkaufsverbund

PEG-Jubiläum

Wien. Die Einkaufs- und Wirtschaftsgenossenschaft für Soziale Einrichtungen Gen.m.b.H (PEG) hat ihr 25jähriges Jubilum gefeiert. Der Verband hat 121 private Genossenschafter mit 163 Einrichtungen – vor allem Kur- und Krankenanstalten, Sanatorien, Rehabilitationszentren sowie alten- und Pflegeheime, die in Summe über 13.500 Betten verfügen. Insgesamt setzen die Mitglieder pro Jahr rund 30 Mio. € um.Die Philosophie war von Beginn an ein stetiges, geplantes und koordiniertes Einkaufsmanagement und damit der Schlüssel für die erfolgreiche Beschaffung der von den Mitgliedern benötigten optimalen und zeitgemäßen Güter und Leistungen, sagte PEG-Vorstand Direktor Heinz Linder bei der Eröffnung der Veranstaltung.

dürfte es aber noch höhere Preisunterschiede geben. Erst vor zwei Jahren hatte eine Studie für Aufsehen gesorgt, die Preisdifferenzen zwischen Österreich und Deutschland in einzelnen Produktbereichen von bis zu 300% konstatiert hatte. Der Großteil der Medizinprodukte stamme von international agierenden Unternehmen, die zwischen den einzelnen Ländern eine Preispolitik mit zum Teil erheblichen Preisunterschieden betreiben, sagte auch Til Hornung, Vorstand der Vorarlberg Krankenanstalten BetriebsGmbH. Dazu kommen Unterschiede bei einzelnen Produkten aufgrund

ganz unterschiedlicher Komponenten oder Qualitätsmerkmale. Ein implantierbarer Herschrittmacher kann 25.000 € kosten oder 6.000 €, so die Experten. Top-Geräte könnten etwa telemedizinisch ferngewartet werden, andere nicht. Gerade in der Medizintechnik kommt ein weiteres Problem dazu, das kostentreibend wirkt: Ein Drittel der Umsätze der Medizintechnikhersteller wird mit Produkten erzielt, die jünger als drei Jahre sind, erklärte Schmidt. Nicht zuletzt deshalb bündeln die Einkäufer immer öfter ihre Kräfte, um auch Kostenvorteile zu lukrieren.

Die Medizinproduktebranche dürfte solche Entwicklungen auch bei ihrer Herbsttagung in der kommenden Woche diskutieren, auch wenn das Hauptaugenmerk dort vor allem auf die Leistungen für die Patienten gelegt wird, die der Titel verrät: „MedizinprodukteStandort Österreich – gesicherte Patientenversorgung!“ Die Unternehmen der Branche setzen in Österreich pro Jahr rund 3,5 Mrd. € um – der Großteil allerdings als Vertriebstöchter international tätiger Unternehmen. Doch auch produziert wird kräftig – die Unternehmen haben in Österreich rund 19.000 Beschäftigte.

© panthermedia.net/Sigi Schritt

Krankenhausträger wollen verstärkt auf Preise achten und erhöhen Druck bei Lieferanten.

Die Preise für Medizinprodukte differieren in den einzelnen Ländern enorm.

Connecting with patients

Bilanz Hartmann lässt nach

Ergebnisminus

Heidenheim/Wien. Angesichts eines schwierigen Marktumfelds ist der Gewinn beim Medizinartikelhersteller Paul Hartmann kräftig zurückgegangen. Das Ergebnis verschlechterte sich in den ersten neun Monaten um 11,2% auf 45,1 Mio. €, wie das Heidenheimer Unternehmen mitteilte. Dazu führten demnach hohe Rohstoffpreise und die Schuldenkrise in südeuropäischen Ländern. Die Wirtschaftslage habe auf das Ergebnis der dortigen Tochterfirmen gedrückt. Aber auch Einmaleffekte spielten eine Rolle. Das Unternehmen befindet sich seit August auf Sparkurs. Beim Umsatz erzielte Hartmann von Jänner bis September 2012 mit 1,303 Mrd. € ein Plus von 3,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Knapp 85% des Umsatzes stamme aus dem medizinischen Kernsegment Hartmanns; Inkontinenzprodukte und Artikel zur Wundversorgung spielten dabei die größte Rolle. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sieht sich das Unternehmen für das laufende Jahr gut aufgestellt und erwartet am Ende ein leichtes Umsatzplus.

UCB has a passionate, long-term commitment to finding more effective treatments for several specific diseases in the central nervous system and immunology disorders. Our challenge is to help patients and families living with the physical and social burden of severe diseases. It holds out the promise of a new generation of therapies that will enable them to enjoy more normal, everyday lives. www.ucb.com

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H e a lt h : c a r e

40 – healtheconomy

Freitag, 16. November 2012

Serie Gesundheitsreform in den Ländern – Teil 8: Oberösterreich Die Suche nach jungen Medizinern

GastKommentar

Das Dürsten nach einer Medizin-Universität

Lange Wartezeiten haben ein Ende

Oberösterreich will Mangel an Ärzten durch eine eigene Ausbildung in Linz entgegentreten. Linz. Die Oberösterreicher melden einen ungewöhnlichen Erfolg: Sie brauchen weniger Geld als das Budget vorsieht. „2011 haben die Ausgaben der Spitäler die genehmigten Voranschläge um 12,1 Mio. Euro unterschritten“, sagt Landeshauptmann Josef Pühringer, der auch für die Gesundheitsagenden verantwortlich ist. Auch ist aufgrund einer verbesserten Einnahmesituation der Betriebsabgang um rund 41,2 Mio. € gesunken. Verantwortlich dafür sind die Bündelung der Kompetenzen und die Verhinderung von Mehrgleisigkeiten. „Ein Grund ist auch die schrittweise Ausweitung des tagesklinischen Angebots“, sagt Pühringer. So hat sich deshalb die durchschnittliche Verweildauer zwischen 2009 und 2011 in den Krankenhäusern von 5,2 Tage auf 4,9 Tagen verringert.

Christoph Sauermann

D

Christoph Sauermann, Geschäftsführer mediclass Gesundheitsclub GmbH  www.mediclass.com

Bessere Vorsorge bei Kindern Bei der Gesundheitsvorsorge stehen besonders Jugendliche und Kinder im Fokus. So wurde mit der Gebietskrankenkasse ein Modell zur Zahngesundheit gestartet, das Kinder vom Kindergarten an bis Ende der Schulpflicht begleiten soll. Den Anstoß dafür gaben erschreckende Daten: „Nur 45 Prozent der schulpflichtigen Kinder haben gesunde Zähne ohne Karies“, sagt Pühringer. Daneben gibt es eine gute Zusammenarbeit über die Staatsgrenzen hinweg. So können etwa Kinder aus dem Bezirk Schärding bei planbare Eingriffen auch in Passau behandelt werden. Derzeit fehlen in Oberösterreich 80 Spitalsärzte. „Wir werben an den Medizinuniversiäten, dass Menschen den Ärzteberuf an einem

Wie in anderen Bundesländern fehlen auch in Oberösterreich zunehmend junge Ärzte. Das Land hofft deshalb auf eine Uni.

oberösterreichischen Spital ausüben. Es gibt auch das Angebot von Vorbereitungskursen für die Aufnahmetests für das Medizinstudium“, sagt Pühringer. Doch längerfristig kann er sich nur eine Lösung vorstellen: „Die vorliegenden Zahlen und vor allem die Tendenz zum Ärztemangel unterstreichen die Notwendigkeit einer eigenen Medizinfakultät in Linz. Wir müssen künftig mehr junge Menschen zu Ärztinnen und Ärzten ausbilden und vor allem: Wir müssen sie im Land ausbilden.“ Auch SP-Gesundheitssprecherin, Julia Röper Kelmayr setzt sich massiv für die Errichtung einer Medizinuni ein: „Schon jetzt gibt es zu wenig Fachärzte. Deshalb appelliere ich an die Bundesregierung, mit oberösterreichischen Fachexperten endlich eine ver-

bindliche Roadmap für die Errichtung einer Medizinischen Fakultät in Linz zu erstellen.“ Ein weiteres Anliegen ist ihr die Entwicklung der Arbeitsverdichtung für das medizinische Personal. Ob die Zusicherungen, dass es hier zu keinen Verschlechterungen kommt, auch eingehalten werden, werde

sich zeigen. „Es geht nicht nur darum, die erreichten Einsparpotenziale und Kostendämpfungen zu beobachten; oberstes Prinzip muss die Versorgungssicherheit sein. Medizinische Effizienz und Auslastungen sind dabei wichtige Kriterien, um Verschlechterungen auszuschließen“, stellt sie fest.

Sp itäler im L andesver g leic h

Bezeichnung Veränderung/Spitalsbetten Stationäre Aufnahmen Pflegepersonal Spitalsärzte Ausgaben für Personal Pflegepersonal/Bett Betten/Arzt Aufnahmen/Bett Einwohner/Bett

Oberösterreich* Österreich 0% –0,40 –0,5% +3,50 +2,04% +0,90% +1,25% +3,60% +1,9% +2,70% 1,55 1,41 2,58 2,81 49,20 50,16 376,8 261,80

Bestes Bundesland –1,95% (Sbg) –0,80% (NÖ) –1,90% (Bgld) –0,90% (Ktn) +0,50% (Ktn) 0,94 (Vbg) 2,43 (NÖ) 44,20 (W) 196,10 (W)

Quelle: medianet/Statistik Austria, *) Daten nur Gespag

Interview Landeshauptmann und Gesundheitsreferent Josef Pühringer (ÖVP) sieht sich auf gutem Weg

„Wir müssen Mehrgleisigkeiten verhindern“ healtheconomy: Wie wird die Gesundheitsreform umgesetzt? Josef Pühringer: Die Ausgaben der vorläufigen Rechnungsabschlüsse 2011 der Krankenanstalten unterschreiten die genehmigten Voranschläge um 12,1 Millionen Euro. Dazu kommt, dass aufgrund der Verbesserung der Einnahmensituation der Betriebsabgang aller Spitäler in Oberösterreich insgesamt um rund 41,2 Mio. € gesunken ist.

healtheconomy: Wo greift die oö. Spitalsreform? Pühringer: Die Analyse der Belegstage je 1.000 Einwohner zeigt bereits einen leichten Rückgang in der Entwicklung der Jahre 2009 bis 2011. Die durchschnittliche Verweildauer ist im Verlauf der Jahre 2009 von 5,2 Tage/Aufnahme auf 4,9 Tage/Aufnahme im Jahr 2011 leicht gesunken. Diesen Daten zufolge spürt man eine schrittwei-

se Ausweitung der tagesklinischen Angebote von 2009 bis 2011. healtheconomy: Wo gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten, etwa bei Parallelstrukturen? Pühringer: Das Verhindern von Mehrgleisigkeiten ist ein Herzstück der Spitalsreform. Mit der Schaffung von Schwerpunkten und Bündelung der Kompetenzen können wir das künftig verhindern. healtheconomy: Wo liegen die Stärken und Schwächen der Gesundheitsvorsorge? Pühringer: Die Stärke liegt aus meiner Sicht darin, dass wir im Rahmen der Dachmarke ‚Gesundes Oberösterreich‘ flächendeckend sind. Natürlich gibt es auch in vielen Bereichen Handlungsbedarf. Ein Beispiel: Von der Auswertung der schulärztlichen Daten wissen wir, dass nur 45% der schulpflichtigen Kinder in Oberösterreich gesunde Zähne ohne Karies haben.

© APA/Rubra

iese Woche ist nach vielen Versuchen endlich ein wichtiger innovativer Schritt für das österreichische Gesundheitssystem gemacht worden. Es wird noch ein komplizierter Weg, bis das System der elektronischen Gesundheitsakte reibungslos in allen Bereichen des Gesundheitswesens funktionieren wird, aber ich erwarte mir einen deutlichen Qualitätssprung für alle Beteiligten – in erster Linie uns Patienten. Selbst Zweifler werden schnell erkennen, wenn sie mit einem komplizierten gesundheitlichen Problem bei einem Arzt sitzen, dass die Möglichkeit, auf alle Befunde zuzugreifen zu können, einen großen Vorteil hat und ihr Problem besser und schneller lösen könnte. Dieses Konzept wird in modernen Gesundheitszentren wie „mediclass – Ihr Gesundheitsclub“ bereits erfolgreich umgesetzt. Patienten sind dankbar für die fachübergreifende Diagnose und Therapie, unkompliziert und schnell. Keine langwierigen Überweisungen zu anderen Ärzten, verbunden mit Wartezeiten für einen Termin und Doppeluntersuchungen, weil Befunde fehlen. Als Patient wünscht man sich eine rasche, qualitativ hochwertige und kompetente Lösung. Das ist jetzt möglich mit einem neuen Konzept für gesundheitsbewusste Menschen. mediclass – Ihr Gesundheitsclub ist die Innovation am Gesundheitsmarkt. In dem modernen Gesundheitszentrum werden Sie von privaten Fachärzten und Therapeuten übergreifend betreut und müssen nicht umständlich lange nach dem richtigen Arzt oder Therapeuten suchen. Es stehen Ihnen einerseits ausgewählte erstklassige private Fachärzte aus 14 Fachrichtungen wie zum Beispiel Innere Medizin, Gynäkologie, Orthopädie, Augenheilkunde, HNO, Dermatologie, Kinderheilkunde, Urologie, Kardiologie, Chirurgie oder Allgemeinmedizin zur Verfügung. Andererseits werden im Zentrum auch Komplementärmedizin und Physiotherapie sowie Psychologen/innen, Heilmasseure/innen und weitere Gesundheitstherapeuten/innen angeboten. Damit deckt mediclass erstmals ein umfangreiches Spektrum der ambulanten Gesundheitsversorgung und alles unter einem Dach ab – mit dem zusätzlichen Vorteil eines „Mini-ELGA“, wo der Patient als Ganzes gesehen wird und alle Ärzte und Therapeuten die Gesundheit des Patienten als gemeinsames Ziel sehen.

© Stadt Linz

Christian Resei

Oö-Landeshauptmann Josef Pühringer will Jungärzte im eigenen Land halten.

healtheconomy: Welche Neuerungen wird es im nächsten Jahr im oö. Gesundheitssystem geben?

Pühringer: Wir setzen uns massiv für die Einrichtung einer medizinischen Fakultät an der Uni Linz ein. Derzeit laufen Verhandlungen mit dem Ministerium. Unser Ziel bleibt ein Start der Medizinfakultät im Wintersemester 2014. healtheconomy: Gibt es Ambitionen, wie in anderen Bundesländern, junge Ärzte verstärkt anzusprechen? Pühringer: Natürlich, denn in Oberösterreich fehlen derzeit 80 Spitalsärzte. Als Sofortmaßnahme bemühen wir uns, an den bestehenden Unis zu werben, den Ärzteberuf in einem oberösterreichischen Spital auszuüben. Es gibt auch das Angebot von Vorbereitungskursen für die Aufnahmetests für das Medizinstudium; eine Mittel- und Langfristlösung kann das aber nicht sein. Vielmehr unterstreichen die Zahlen und vor allem die steigende Tendenz beim Ärztemangel die Notwendigkeit einer eigenen Medizinfakultät. Wir müssen künftig mehr junge Menschen zu Ärzten ausbilden und vor allem: Wir müssen sie im Land ausbilden.  (cr)

Freitag, 16. November 2012

P h a r m a r epo r t: l i f e s c i e n c e

healtheconomy – 41

Tagung Pharma Marketing Club Austria analysierte beim PMCA-Tag am Montag Entwicklungen und Modelle aus anderen Branchen

Der Blick über den Tellerrand Wien. Die Pharmabranche sieht sich seit einigen Jahren mit zahlreichen Veränderungen konfrontiert, wie etwa Kürzungen bei Personal und Etats, Einstiegsbarrieren für Innovationen, Preiskämpfe und starke Veränderungen des Kundenverhalten. Veränderungen, die auch andere Branchen kennen. Mit welchen kreativen Marketinglösungen andere Wirtschaftszweige auf diese Herausforderungen reagieren und was man von ihnen lernen kann, damit beschäftigten sich die Besucher des 17. Pharma Marketing Tages des PMCA (Pharma Marketing Club Austria) am Montag in Wien. PMCA-Präsidentin Ines Windisch dazu: „Wir haben uns sehr intensiv mit Erfolgsmodellen aus anderen Branchen auseinandergesetzt und uns angesehen, was wir dabei für das Pharma Marketing lernen können. In der Vorbereitung der Impuls-Sessions haben wir herausgefunden, dass es viele Par-

allelen zwischen anderen Branchen und der Pharmabranche gibt. Das wollen wir als Chance nutzen.“ Fast alle Sparten stehen vor den gleichen Herausforderungen. Dabei gibt es vier große Themenkomplexe: Ressourcenmanagement, Business-Kooperationen, neue Businessmodelle und neue Kundengruppen. Mögliche Antworten auf diese Herausforderungen gab Gerd W. Stuerz, Consultant beim Wirtschaftsberatungsunternehmen Ernst & Young mit seiner KeyNote zum Thema „Pharma 3.0 - die Evolution des Pharma Geschäftsmodels.“ Das Pharma-Businessmodell ändert sich von Blockbuster-

Medikamenten über ein Portfolio mit diversifizierten Arzneimitteln hin zu deutlich mehr Serviceorientierung. Bei den Kunden verschiebt sich daher der Fokus vom Arzt immer mehr in Richtung Patient und Kostenträger. Verbesserte Behandlungsresultate sind laut Stürz die neue Währung im Gesundheitswesen und zahlreiche bereits laufende Initiativen unterstreichen diese Analyse. Dadurch werden auch Branchen als neue Kooperationspartner relevant, mit denen Pharmaunternehmen kaum Berührungspunkte hatten, wie Unterhaltungselektronik oder Einzelhandel. (iks)

© ad.hroß

Neue Businessmodelle und neue Kundengruppen sind nötig.

Beim PMCA-Tag zeigte Präsidentin Ines Windisch (Mi.) Modelle aus anderen Branchen.

Klage Panne für Viagra

Patentstreit

Ottawa. Das Oberste Gericht Kanadas hat dem US-Pharmakonzern Pfizer das Patent für das Potenzmittel Viagra entzogen. Nach kanadischem Recht müsse ein Erfinder genaue Auskunft über seine Erfindung und deren Funktionsweise geben, um dafür das exklusive Verkaufsrecht zu haben, begründete das Gericht in Ottawa seine Entscheidung. Pfizer habe gewusst, jedoch nicht bekanntgemacht, dass Sildenafil der einzige von mehreren Bestandteilen der Pille sei, der bei impotenten Männern eine Erektion auslöse. Das israelische Generikaunternehmen Teva hatte gegen Pfizer geklagt in der Hoffnung, schon vor Auslaufen des Patents ein gleichwertiges Medikament auf den Markt bringen zu können. Teva kündigte nun an, bald mit der Produktion zu beginnen.

mySugr.

DiABeTeS BeSSeR iM gRiFF. MiT DeR NeueN APP FüR TyP 1 DiABeTikeR.

Qualität Novartis punktet

Impfstoff ist gut Wien/Basel. Die aufgrund des Verdachts auf einen Qualitätsmangel vor zwei Wochen vorübergehend gesperrten Chargen der Novartis-Influenza-Impfstoffe „Fluad“ und „Sandovac“ sind von den zuständigen österreichischen Stellen wieder freigegeben worden. „Die Überprüfung durch die in der EU zuständige italienische Arzneimittelbehörde (Agencia Italiana del Farmaco, AIFA) ergab, dass mit der Anwendung dieser Chargen kein zusätzliches Risiko verbunden ist“, teilte das BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen) mit. Damit sollte auch ein allfälliger Engpass an Impfstoffen zur Vorbeugung gegen die saisonale Influenza behoben sein. „Gemäß den vorgelegten Unterlagen des Zulassungsinhabers handelt es sich bei den weißen Partikeln um Aggregate (kleine Verklumpungen) von normalen Eiweißbestandteilen des Impfstoffs. Solche Aggregate können bei der Herstellung des Impfstoffs entstehen, lösen sich bei korrekter Anwendung der Spritze wieder auf“, wurde in einer schriftlichen Mitteilung festgestellt.

Rund 600.000 Menschen leiden laut Bevölkerungsumfrage in Österreich an Diabetes. Aufklärung, Prävention und Früherkennung sind wesentliche Ziele für die Zukunft, ebenfalls die Aufarbeitung struktureller Mängel und eine optimierte Therapie. Der wichtigste Faktor einer erfolgreichen Diabetestherapie ist jedoch der Patient selbst. Nun gibt es von mySugr eine iPhone-App, die es für Diabetiker besonders schnell und einfach macht, ihre Diabetes relevanten Daten zu notieren. Die Nutzer werden zusätzlich motiviert diese dauerhaft in die App einzutragen. Dafür erhält man Punkte und wird im Programm von einem Avatar begleitet. Die Daten können, falls vom Anwender ge-

wünscht, aus der App direkt an den Arzt zur Analyse geschickt werden. Für Diabetespatienten in Österreich gibt es einen besonderen Anreiz: Sanofi Österreich und mySugr haben zwei „Health Challenges“ entwickelt. Schafft der Nutzer die erste Challenge – nämlich „sein Diabetes-Monster zu zähmen“ und gibt dabei regelmäßig seinen Blutzuckerwert ein, erhält er die Nutzung für einen Monat gratis. Damit „spielt“ sich der user den Zugang zur zweiten Health Challenge frei – und kann nach Bewältigung dieser Aufgabe die mySugr-App ein gesamtes Jahr kostenlos nutzen. Mehr infos unter www.mysugr.com

M e d i z i n t e c h n i k : e- H e a lt h

42 – healtheconomy

short

y-doc profitiert von EU-Verordnung

Freitag, 16. November 2012

Versicherungen Pilotstudie der Pensionsversicherungsanstalt

short

Telekardiologie

Verfassungsrechtliche Bedenken bei ELGA Wien. Im Rahmen einer von der Wiener Ärztekammer initiierten Unterschriftenaktion haben sich allein in Wien bisher 28.532 besorgte Patienten – österreichweit sind es 103.111 – gegen die Speicherung von Gesundheitsdaten in der geplanten Form, nämlich gegen die automatische Teilnahme, ausgesprochen.

Neue Technik bringt frühere und nachhaltigere Reintegration nach Herzinfarkt.

Wien/Brüssel. In Zukunft werden gesundheitsbezogene Aussagen strengeren Einschränkungen unterliegen als bisher: Mit dem 14. Dezember tritt in allen EU-Mitgliedsstaaten eine neue EU-Verordnung in Kraft, die festlegt, welche Inhaltsstoffe mit welchen gesundheitsbezogenen Aussagen beworben werden dürfen und welche Aussagen nicht mehr erlaubt sind. Durch diese Bestimmung gewinnen gesundheitsbezogene Medien weiterhin an Bedeutung. y-doc Wartezimmer-TV etwa nutzt diese Entwicklung für weitere Werbestratgien. Laut einer y-doc Studie seien 91% der Ärzte überzeugt, dass sich Werbung auf den y-doc Screens positiv auswirke. Das medizinisch-seriöse Werbeumfeld und die hohe Aufmerksamkeit der Patienten während der Wartesituation begünstigen die Rezeption, die Patienten-Ärzten-Kommunikation werde angeregt.

Gesundheitsministerium erkärt Nanotechnik

© APA/Harald Schneider

Wartezimmer-TV ermöglicht eine optimale Zielgruppen-Erreichung.

Wien. Die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) führt in der Sonderkrankenanstalt-RZ Großgmain die Pilot-Studie „Rehabilitation bei koronarer Herzerkrankung mit anschließendem telemedizinisch überwachtem Trainingsprogramm“ durch. Ziel der Studie, kurz TRIC für „TeleRehabilitation In Coronary Artery Disease“, ist es, festzustellen, ob die medizinischen Ergebnisse bei den Telereha-Patienten besser sind als bei jenen, die eine traditionelle vierwöchige stationäre Rehabilitation absolvieren. Durch entsprechende Ernährung und Bewegungsprogramme werden während eines vierwöchigen stationären Aufenthalts oft eindrucksvolle Ergebnisse in der Reduktion der Risikofaktoren, wie Blutfette, Rauchen, Bewegungsmangel und hoher Blutdruck, erzielt. Häufig gelingt es jedoch nicht, diesen Erfolg im Alltag nachhaltig aufrechtzuerhalten. „Es sollte gelingen, Lebensstilmodifikationen in den Alltag zu integrieren und somit in die eigenen vier Wände zu transferieren“, ist Kardiologie Johann Altenberger überzeugt. Im Rahmen einer TeleRehabilitation erfährt der Patient nach einem Herzinfarkt nur eine kurze stationäre Rehabilitation und wird danach mit einem zehnwöchigem Fortsetzungsprogramm mittels Telemetrie im gewohnten privaten

© panthermedia.net/Fabrice Michaudeau

© y-doc

ulli moschen

Ein Einsatzgebiet der Nanotechnik sind verbesserte Arzneimittel. Salzburg hat neben gesundheitlichen Aspekten auch den Arbeitsmarkt-Effekt im Auge.

Lebensumfeld begleitet. Die Studie wird mit 150 Patienten, 75 in der Interventions- und 75 in der Kontrollgruppe innerhalb 15 Monaten durchgeführt, eine Kosten-NutzenRechnung gehört dazu.

Hauptziel Reintegration „Die Pensionsversicherungsanstalt übernimmt mit ihren eigenen

Rehabilitationskliniken eine wichtige Vorreiterrolle ein“, erklärt Manfred Felix, Obmann der Pensionsversicherungsanstalt. „Die möglichst frühzeitige Reintegration der Patientinnen und Patienten in ihr berufliches und gesellschaftliches Leben ist immer das vorrangige Ziel. Am Beispiel dieses Pilotprojekts lässt sich dies besonders gut darstellen.“

Wien. Das österreichische Gesundheitsministerium will auf einem Informationsportal im Internet über die Nanotechnik, eine neue Technik, die bei Konsumgütern und in der Medizin – etwa Sonnenschutzmittel und Beschichtungen – vermehrt zum Einsatz kommt, aufklären. Die Bevölkerung soll auf www. nanoinformation.at über Chancen und Risiken umfassend und seriös informiert werden.

Gesundheit ist unser Wertvollstes Gut und sie braucht mehr als medikamente.

Gemeinsam für eine gesündere Welt.

EXT­12­22/1/21.08.2012

Wir sorgen uns um das Wohl von Jung und Alt. Pfizer ist nicht nur das größte forschende biopharmazeu­ tische Unternehmen der Welt, sondern auch Vorreiter in der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität der Menschen weltweit zu verbessern: Das erreichen wir nicht nur mit innovativen Medikamenten, sondern auch durch die Entwicklung von Lösungen im Gesundheitsbereich. Weltweite Koopera­ tionen mit NGOs und Hilfsorganisationen sorgen dafür, dass unsere Hilfe global dort ankommt, wo sie benötigt wird. Im Zuge unserer Corporate Volunteering Days in Wien werden unsere Mitarbeiter auch vor Ort für soziale Projekte aktiv. www.pfizer.at

© Klaus Pichler

Verantwortung

Life:science

Freitag, 16. November 2012

healtheconomy – 43

Neuentwicklung Kärcher drängt mit Wasserspender in den Gesundheits- und Krankenhausmarkt und sagt Trinkflaschen den Kampf an

Frisches Wasser für Spitäler freut. Im Landesklinikum St. Pölten werden jährlich 55.000 Patienten stationär versorgt – dass die Flaschen Mineral überhaupt von der Küche ins Krankenzimmer gelangen, dafür sorgt eigenes Personal. Wasserspender machen Lagerung und Leergut hinfällig, ebenso das Heben schwerer Kisten. Rund 18 Monate wurden verschiedene Wassersysteme auf Herz und Nieren getestet: „Was uns bei Kärcher überzeugt hat, war die berührungslose Zapfmöglichkeit“, erklärt Kadlec. Das verdeckte Ausgabeventil beugt der Infektionsgefahr vor, die Bedienung des Spenders ist trotzdem einfach. Neben dem patentierten

Christian Resei

Wien. Richtig trinken ist hierzulande keine Kunst. Trotzdem erreichen viele Österreicher nicht die gesunde Mindestgrenze von 1,5 l Wasser pro Tag. Für Patienten ist die Versorgung mit Trinkwasser ein wesentlicher Faktor beim Krankenhausaufenthalt. Doch die bereitgestellten Flaschen Mineralwasser sind ein relativ kostenintensives wie aufwendiges System. Als neue Lösung fungieren Trinkwasserspender – etwa der nun präsentierte „Kärcher WPD 100“.

Erfolge in St. Pölten

Hygienekonzept aus einem ActivePure-Filter (gesinterter Aktivkohleblock) und einem Hy-Protect-Filter (Ultrafilter) punktet das System durch Natürlichkeit: Die Desinfektion erfolgt rein thermisch, Chemie ist nicht vonnöten. Jeder Spender kann bis zu 100 l Wasser pro Stunde produzieren; die Palette reicht dabei vom „klassisches Wasser“ über heißes Wasser bis zum gekühlten und sprudelnden Nass. Kadlec: „Mit dem System ersparen wir uns Kosten für die Lagerung, die Verteilung und die Kühlung der Wasserflaschen.“ Als ökonomisch vernünftige Lösung beurteilt auch Friedrich

Schneider, Professor am Institut für Volkswirtschaftslehre an der Johannes Kepler Universität Linz, den Einsatz solcher Wasserspender. Seine Studie ergab: Zwar sind die Anschaffungskosten höher als die eines herkömmlichen Flaschensystems, doch das Sparpotenzial überwiegt. Bei einer Auslastung von 100% und 45 Belegungen pro Jahr und Spitalsbett könnten die österreichischen Spitäler nach drei Jahren 28% der gängigen Kosten einsparen – nach vier Jahren sind es bereits 42%. Der deutlich kleinere ökologische Fußabdruck als bei klassischen Trinkflaschen spreche zudem für sich.

© Kärcher GmbH/APA-Fotoservice/Schedl

Untersuchung belegt Kosteneinsparungen in der Höhe von 42 Prozent in vier Jahren.

Kärcher-Geschäftsführer Schwab und Studienautor Schneider zeigten Vorteile.

Im Landesklinikum St. Pölten sind derzeit 50 Wasserspender in Betrieb. „Bisher müssen wir pro Jahr 70.000 Euro für Flaschenwasser ausgeben“, weiß Bernhard Kadlec. Der kaufmännische Direktor zeigt sich über die Alternative er-

Neuentwicklung Dr. Böhm

Winter-Vitamin

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Therapeutische und komplementärmedizinische Behandlungen optional

Vorteile mediclass Mitarbeitergesundheit � Vorsorgemedizinische Einrichtung für Ihr Unternehmen (inklusive jährlichem Vorsorge-Check im Wert von € 400,-) � Offen für alle – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Gesundheitszustand! � Bis zu 80% Ersparnis beim Wahlarzt � Mehr als 30 Ärzte & Therapeuten unter einem Dach � Einfache, schnelle Terminvereinbarung und lange Öffnungszeiten � Hohe Qualität, moderne Ausstattung und erstklassige Behandlung von privaten Fachärzten/innen � Das mediclass Gesundheitszentrum ist direkt an der U2 Station Krieau

Neue Studie vorgestellt Auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie wurde erst kürzlich eine neue Studie vorgestellt, die einen Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und entzündlich-rheumatischen Erkrankungen aufzeigt, teilt das Unternehmen mit. Ein ausreichend hoher VitaminD-Spiegel ist für die Gesundheit also von größter Bedeutung. Allerdings besteht in unseren Breiten vor allem in den Wintermonaten bei vielen Menschen ein deutlicher Vitamin D-Mangel. Die notwendige Menge kann im Winter durch das Sonnenlicht kaum von der Haut selbst gebildet werden; eine entsprechende Vitamin D-Zufuhr durch Nahrungsergänzung ist deshalb zu empfehlen. (rüm)

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Wenn Sie an mediclass Mitarbeitergesundheit interessiert sind und Ihre Mitarbeiter langfristig leistungsfähig und gesund bleiben sollen, kontaktieren Sie uns. Wir machen Ihnen gerne ein individuelles Angebot! © Apomedica

Unter der Marke Dr. Böhm hat Apomedica ein Vitamin-D-Präperat entwickelt.

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Graz. Vitamin D ist ein wahres Multitalent, das den Körper auf vielerlei Weise gesund erhalten kann, sagt das Grazer Unternehmen Apomedica (Dr. Böhm®): Neben der allgemein bekannten Funktion als Regulator des Kalzium-Stoffwechsels und Schutz vor Knochenfrakturen kenne man heute eine Vielzahl an weiteren positiven Eigenschaften dieses Vitamins: „Die Resultate einer englischen Metaanalyse zeigten eine signifikante Assoziation zwischen hohem Vitamin D-Spiegel und reduziertem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Typ 2-Diabetes und metabolischem Syndrom“, so Apomedica. Neuere Forschungsergebnisse bestätigen zudem, dass Vitamin D auch zu einem gesunden Immunsystem beiträgt. Das Vitamin liefert einen Beitrag zur Erhaltung der Muskelfunktion.

www.mediclass.com

M E N S C H E N & KA R R I E R E N

44 – healtheconomy

Freitag, 16. November 2012

Austausch Pharmig Lounge: Die bereits 8. Ausgabe des Get-together der Pharmaindustrie fand in Wien statt

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Pharmig Academy wächst

GSK fördert Frauen im Pharmaunternehmen

Wien. Bei der 8. Ausgabe der Pharmig Lounge betonte der Generalsekretär der Pharmig, Jan Oliver Huber, die erfreuliche Entwicklung der Pharmig Academy, dem Weiterbildungsinstitut des Branchenverbands. Der Zustrom an Teilnehmern zeige, dass man einen guten Weg eingeschlagen habe und sich die angebotenen Seminare explizit am Bedarf der Unternehmen im Gesundheitsbereich orientieren.

Neue Healthcare-Tagung „Wir setzen diesen Weg fort und werden mit unserem HealthcareSymposium im nächsten Jahr den Startschuss für eine neue Informationsplattform für die Gesundheitsbranche geben“, so Huber. Das Symposium wird am 5. und 6. März in Wien stattfinden und sich schwerpunktmäßig der Entwick-

Sanofi ehrte erneut Nachwuchsforscher

Technologie Janssen Connected Health Challenge

Forschung Beste Publikationen wurden ausgezeichnet

Wien/Berlin. Das Pharmaunternehmen Janssen hat die Gewinner der „Janssen Connected Health Challenge Europe 2012“ (gesamtes Preis-

Wien. Vergangene Woche wurden im Novomatic Forum in Wien die diesjährigen Preisträger des „Austrian Life Science Award (ALSA)“ 2012 ausgezeichnet. Beim traditionellen Hotspot der heimischen Life Science-Szene begrüßten Gastgeber Novomatic-Generaldirektor Franz Wohlfahrt und Chemiereport-Herausgeber Josef Brodacz rund 200 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Der Hauptpreis in Höhe von 10.000 € ging an Günter Klambauer von der Uni Linz, der eine Methode präsentierte, um die Kopienzahlvariationen im menschlichen Genom, basierend auf Daten von „next-generation“-DNA-Sequenzierern, zu detektieren. Ein Anerkennungspreis in Höhe von 1.000 € ging an Julia Kargl (Meduni Graz);

© sanofi-aventis

Zukunft der Pflege verbessern

© Janssen

Sanofi-Geschäftsführung und Preisträger bei der Feier in Innsbruck.

Innsbruck. Die „Sanofi Stiftung“ fördert die medizinische Forschung in Österreich; in der Aula der Meduni Innsbruck wurden kürzlich die diesjährigen Preisträger von SanofiGeschäftsführer Roman Gamerith geehrt. Ausgezeichnet wurden Julia Höfer und Oliver Nussbaumer von der Universitätsklinik für Urologie sowie Denise Tischner von der Sektion Entwicklungsimmunologie des Innsbrucker Biozentrums.

Janssen zeichnete Unternehmen und Start-up-Firmen aus.

Jörg Zittlau: Langweiler leben länger – über die wahren Ursachen eines langen Lebens. Gütersloher Verlagshaus, 2012, 192 Seiten, ISBN-10: 3579066471, 17,99 €

sie beschäftigte sich mit der zellulären Regulierung eines erst kürzlich entdeckten Proteins und dessen Rezeptoren. (fei)

Günter Klambauer (mi.) erhielt den diesjährigen ALSA für Gen-Sequenzierung.

Menschen, über die man spricht

© Apotheke Itzling

Margot Opferkuch ist die älteste „Jung-Apothekerin“

© ratiopharm

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Die Frage aller Fragen: Wie schafft man es, im Club der Hundertjährigen eingelassen zu werden? Viel Tee und Knoblauch, Rotwein in Maßen, kein Fleisch, regelmäßiger Sport? Langweilige Ehe oder aufregendes SingleDasein? Jörg Zittlau zeigt, was wirklich zur Lebensverlängerung beiträgt: das richtige Erbgut – und das Leben eines Langweilers mit Tugenden wie Selbstdisziplin, Verlässlichkeit und Bescheidenheit. Ein regelmäßiger Tagesablauf, ein pragmatischgelassener Pessimismus oder Berechenbarkeit sind Tugenden, die als Jungbrunnen wirken. Zu langweilig? Im Gegenteil! So ein Leben mag öde wirken, doch innerlich ist es spannend und voll anregender Intensität. Zittlaus Plädoyer für einen Lebensstil der unangestrengten Askese ist ein echter Alternativentwurf zur neurotischen Selbstüberschätzung und hektischen Betriebsamkeit unserer Zeit.  (fei)

Life Science Award vergeben

geld 32.500 €) bekannt gegeben. Unternehmen und Start-ups wurden eingeladen, Technologie-Lösungen zur Verbesserung der Pflege in drei Bereichen vorzuschlagen: 1. Ermöglichung einer persönlichen Gesundheitsförderung durch technologische Neuerungen; 2. Bereitstellung einer qualitativ hochwertigen Pflege in häuslicher Umgebung und 3. Förderung der Einhaltung von Behandlungsvorgaben. Gewinner in Kategorie 1: DuoFertility, Cambridge, eine telemedizinische Anwendung zur Behandlung von Unfruchtbarkeit; Kategorie 2: Patients Know Best, London, eine patientenkontrollierte Patientenakte zum sicheren Austausch von Daten; Kategorie 3: Handle My Health, London, ein nutzerzentriertes Informationssystem. (fei)

buch-tipp

© Gütersloher Verlagsha

Pharmig-Spitzen Robin Rumler und Jan Oliver Huber (v.re.) luden zum Austausch.

© Publish Factory/APA-Fotoser

Wien. Evelyn Schödl, General Managerin von GlaxoSmithKline Österreich, tritt für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Industrie ein und hat kürzlich die Deklaration österreichischer Industrieunternehmen für Frauen in Führungspositionen unterschrieben. 70% des 150köpfigen GSK-Teams sind Frauen. Von 32 Positionen mit Personalverantwortung sind bereits 17 mit Frauen besetzt – das sind stolze 53%.

Salzburg. Die 80 Jahre alte Margot Opferkuch dürfte die älteste „Jungunternehmerin“ Österreichs sein. Kürzlich eröffnet die gebürtige Tirolerin ihr erstes eigenes Geschäft – eine Apotheke im Salzburger Stadtteil Itzling. Opferkuch wartete 13 Jahre lang auf die Erteilung der Konzession für eine Apotheke, sie sei aber „voller Elan“, schließlich werde nun ihr Lebenstraum wahr. „Dadurch, dass ich mit einem Textilkaufmann verheiratet war, ist alles ein bisschen anders gelaufen. Und außerdem habe ich vier Kinder großgezogen. Jetzt endlich – kurz vor Torschluss – geht es noch“, sagte die Frau, die sich selbst als Feministin bezeichnet. In der Firma ihres Mannes hatte sie die Personalabteilung übernommen und gründete Salzburgs ersten ­Betriebskindergarten. (fei)

C hrist ina B a r o u sch, q ua l it ä t sC he f in , rat io p harm

Mit Oktober 2012 hat Dr. Christina Barousch die Leitung des Qualitätsmanagements bei der ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH, der österreichischen Tochter des internationalen Pharmaunternehmens TEVA Pharmaceutical Industries, übernommen. Die promovierte Medizinerin verfügt über langjährige Erfahrung in der österreichischen Pharmaindustrie und war zuletzt bei der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH AGES tätig.

Cl aud ia Hajd i n yak , ne ue P RC he fin , Pf izer Aus tria

Anfang November übernahm Claudia Hajdinyak die externe Unternehmenskommunikation und Medienbetreuung beim Pharmaunternehmen Pfizer Österreich. Hajdinyak arbeitet seit 2009 bei Pfizer in der Abteilung Public Affairs. Davor war sie in mehreren internationalen pharmazeutischen Unternehmen in Österreich in unterschiedlichen Positionen tätig; diese Erfahrung und die dort gewonnenen Brancheninsights unterstützen sie fortan bei ihrer täglichen Arbeit.

© Confraternität

Setzt sich für mehr Frauen in Führungspositionen ein: Evelyn Schödl.

lung des Gesundheitssystems in Österreich und aktuellen europäischen Themen widmen. In der entspannten Atmosphäre der Pharmig Lounge plauderten unter anderem Apothekerverbands-Präsident Christian Müller-Uri, der Stv-Generaldirektor des Hauptverbands, Josef Probst, Christa Wirthumer-Hoche von der AGES Medizinmarktaufsicht und Sozialmediziner Michael Kunze. Anhaltspunkte für Gespräche gab die Begrüßungsrede des Pharmig-Präsidenten Robin Rumler, in der er die aktuellen Rahmenbedingungen der Branche nachzeichnete; Rumler freute sich besonders über die große Zahl der Projekteinreichungen zur Gesundheitsförderung bei Kindern und Jugendlichen: „Noch heuer werden 2,25 Mio. Euro an Fördergeldern für ausgesuchte Leuchtturmprojekte ausbezahlt. Bis 2015 stehen insgesamt 6,75 Mio. Euro zur Verfügung.“

© Markus Prantl

andreas feiertag

© Pfizer

© GlaxoSmithKline Pharma Österreich

Präsident lobt Beitrag der Pharmaindustrie zur Gestaltung eines solidarischen Gesundheitswesens.

J ohannes Drach , är ztlicher direkto r in wien

Der 48-jährige Facharzt für Innere Medizin, Johannes Drach, ist neuer Ärztlicher Direktor der ConfraternitätPrivatklinik Josefstadt. Der Tiroler war in verschiedenen Funktionen im AKH Wien, zuletzt als Stlv. Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie der Uniklinik für Innere Medizin I in Wien, tätig. Weitere berufliche Stationen waren die Uniklinik Innsbruck und die University of Texas, Houston. Betrieben wird die Einrichtung von der PremiQaMed Privatkliniken GmbH.


medianet healtheconomy