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02 2011

GAMESTAR

Die ganze Welt der PC-Spiele

TOTAL WAR: SHOGUN 2 BAD COMPANY 2:VIETNAM

Exklusive Abo-Edition 5,50 / 6,30 (XL-Version)

JANUAR 02/2011

WOW: CATACLYSM ASSASSIN’S CREED: BROTHERHOOD

TOTAL WAR

SHOGUN 2

Wir haben dieVorab-Version tagelang getestet: So muss Strategie 2011 aussehen!

VORSCHAU 2011

THEMEN Bad Company 2:Vietnam • WoW: Cataclysm • Assassin’s Creed: Brotherhood DVDs

gs02_2011_Titel_DVD.indd 4

VOLLVERSIONEN Spellforce 2 Gold • Memento Mori VIDEOS Assassin’s Creed: Brotherhood • Dawn of War 2: Retribution • Die Redaktion 62

16.12.10 16:44

02/2011 Vollversion: Auf der Suche nach einem Kunstdieb schlüpfen Sie in diesem spannenden Thriller-Adventure abwechselnd in die Rolle der Interpol-Detektivin Larisa und des zwielichtigen Halunken Max.

Außerdem auf DVD KOMPLETTES SPIEL

Last Chaos

Abwechslungsreiche Schauplätze: Bereisen Sie Russland, Frankreich, Portugal und Finnland, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Acht unterschiedliche Enden: Die Handlungen von Larisa und Max haben Konsequenzen. Welches Ende Memento Mori letztlich findet, hängt allein von Ihren Entscheidungen ab! Topspiel-Video: Die Total-WarReihe kehrt endlich ins mittelalterliche Japan zurück! Von Ninja bis Samurai: Unser vierteiliges VideoSpecial durchleuchtet das neueste Spiel von Creative Assembly.

PREVIEWS

Assassin’s Creed: Brotherhood Dawn of War 2: Retribution Dead Space 2 Test Drive Unlimited 2 Bloodline Champions

VOLLVERSION

TESTS

Nail’d Spider-Man Dimensions Apache: Air Assault Deathspank: Thongs of Virtue Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Minecraft

Memento Mori Shogun 2

SPECIALS

Jahresrückblick 2010 Die Redaktion 62: Terror! Die Redaktion 62: Outtakes Freispiel-Check Rückblick GameStar 02/2001

TOPSPIEL-VIDEO

Planen wie ein Shogun: Vor den Kampf haben die Götter die Planung gesetzt. Unser Video erklärt die Funktionen der Strategiekarte.

DEMOS

Emergency 2012 Create

EXTRAS

Zu Lande und zu Wasser: Wir zeigen, wie Sie Ihre Armee erfolgreich in eine Seeschlacht führen, wie der Kampf zu Felde funktioniert und was Sie bei einer Belagerung einer Stadt beachten müssen.

Trailer: Deus Ex: Human Revolution (ab 18) Trailer: Drankensang Online Trailer: Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden u.v.m.

XL Vollversion: Ein Meisterwerk! Rollenspiel-Action und EchtzeitStrategie in einem coolen GenreMix. Scharen Sie schlagkräftige Helden und ganze Armeen um sich, um die Fantasywelt Eo zu retten.

Außerdem auf XL-DVD HD-SPECIALS

Hall of Fame: Age of Empires Boxenstopp: World of Warcraft: Cataclysm

Addon enthalten: Unsere GoldVersion von Spellforce 2 enthält das Addon Dragon Storm. Das Gesamtpaket von Hauptspiel und Erweiterung bringt es auf gut 90 atemberaubende Spielstunden! Multiplayer-Abenteuer: Spielen Sie Spellforce 2 im Mehrspieler-Modus. Drei Helden können kooperativ gegen die Horden des Bösen antreten! Komplettes Spiel: Zombies wanken heran! Helfen Sie in diesem TowerDefense-Spiel dem knuffigen Wachroboter Udo, die untoten Angreifer abzuwehren, indem Sie Hindernisse aufstellen. 2D in 3D: The Deadline verbindet 2D-Spielebenen zu einem dreidimensionalen Würfel, an dessen Außenkanten Udo herumflitzt. Das erfordert im wahrsten Sinne des Wortes Um-die-Ecke-Denken. Die Herausforderung wartet: Die Entwickler gratulieren jedem, der es schafft, das letzte Level zu absolvieren. Na dann, legen Sie los! GameStar 02/2011

DEMO

Gray Matter

PROGRAMME

VOLLVERSION

Spellforce 2 Gold The Deadline KOMPLETTES SPIEL

7-Zip CPU-Z Datei Commander DirectX 9.0c DosBox Irfan View Irfanview-Plugins SpeedFan VLC Player XP-AntiSpy

TREIBER

ATI Catalyst V10.8 (Vista-64-Bit) ATI Catalyst V10.8 (Vista-32-Bit) ATI Catalyst V10.8 (XP) Nvidia Forceware V258.96 (WHQL, Windows Vista 32-bit) Nvidia Forceware V258.961 (WHQL, Windows Vista 64-bit) Nvidia Forceware V258.96 (WHQL, XP)

3

ab_0

XL_ab_16

XL_ab_18

DVD-Inhalt 02/2011 Daten

Videos TOP-SPIEL

TESTS

EXTRAS

Total War: Shogun 2 - Die Kampagnenkarte - Die Feldschlachten - Die Belagerungen - Die Seeschlachten

- Nail`d - Deathspank: Thongs of Virtue - Minecraft - Spiderman: Dimensions - Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

- Trailer: Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden - Trailer: Deus Ex: Human Revolution (ab 18) - Trailer: Drakensang Online - DVD-Inlay GS 02/2011 (PDF) - Tests zum Rückblick GS 02/2001 (PDF)

KOMPLETTES SPIEL Last Chaos

VOLLVERSION Memento Mori

PROGRAMME

PREVIEWS - Assassin’s Creed: Brotherhood - Dawn of War 2: Retribution - Test Drive Unlimited 2 - Bloodline Champions - Dead Space 2 (ab 18)

SPECIALS - Die Redaktion 62: Terror! - Die Redaktion 62: Outtakes - Freispiel-Check - Rückblick GameStar 02/2001 - Jahresrückblick 2010

Highlights

VIDEO

VIDEO

ASSASSIN’S CREED: BROTHERHOOD

VIDEO

DEATHSPANK: THONGS OF VIRTUE

02/2011

Memento Mori

- SMPlayer - Adobe Acrobat Reader - Core Temp - Evil Player - Secunia PSI - Filezilla - FurMark - Directory Opus

VOLLVERSION Memento Mori

VOLLVERSION Memento Mori

MINECRAFT

Vollständiger Inhalt auf der Rückseite >>

XL

Diese DVD ist nur in der XL-Ausgabe enthalten!

02/2011

XL

02/2011

Diese DVD ist nur in der XL-Ausgabe enthalten!

DVD-XL-Inhalt 02/2011 Highlights

XL

- The Deadline

DEMO-VERSION

Platin-Award

Spellforce 2 • The Deadline Vollständiger Inhalt auf der Rückseite >> Die DVD-Hülle ist für alle GameStar-Ausgaben gleich. Aber nur bei der XL-Ausgabe ist auch eine DVD in der unteren Tasche!

GRAY MATTER

- World of Warcraft: Cataclysm

DEMO - Gray Matter

VIDEO BOXENSTOPP: WOW: CATACLYSM

VIDEO HALL OF FAME: AGE OF EMPIRES

FREEWARE-SPIEL THE DEADLINE

Anregungen und Kritik bitte an: dvd@gamestar.de

02/2011

Vollversionen

- Hall of Fame: Age of Empires

XL

91

VOLLVERSION Spellforce 2 Gold

XL-VIDEOS

VOLLVERSION Spellforce 2 Gold

VOLLVERSIONEN - Spellforce 2 Gold

XL

Programme, Daten, Videos

Gewährleistungshinweis: Benutzung der DVD auf eigene Gefahr! Für eventuelle Schäden, die durch die Verwendung dieser DVD entstehen, übernehmen wir keine Haftung. Umtausch: Falls in dieser Ausgabe eine GameStar-DVD fehlt, wenden Sie sich bitte an Ihren Zeitschriftenhändler. Sollte eine DVD sichtbare Schäden aufweisen, schicken Sie sie bitte zum Umtausch an: GameStar-Kundenservice, ZENIT Pressevertrieb GmbH, Postfach 810580, 70522 Stuttgart, shop@gamestar.de, Service-Telefon: 0180/5 72 72 52-275. /aus dem dt. Festnetz 0,14€/min; aus dem dt. Mobilfunknetz max. 0,42€/min)

Diese DVD liegt jeder GameStar-Ausgabe bei!

02/2011

Vollversion

ab_18

02/2011

Diese DVD liegt jeder GameStar-Ausgabe bei!

ab_16

Editorial WHO IS WHO

GAMESTART

Fabian Siegismund • Daniel Visarius • Michael Löprich • Andrea Maurer Daniel Matschijewsky • Michael Obermeier • Christian Schmidt Christian Schneider • Frank Maier • Florian Klein • Petra Schmitz Hendrik Weins • Sigrun Rüb • Nico Stockheim • Hanno Neuhaus

Minus 1, plus 50% Der Lottse geht von Bord Abschiede fallen immer schwer, aber dieser besonders: Nach 13 Jahren verlässt Gunnar Lott den IDG-Verlag. GameStar-Veteranen kennen Gunnar noch als Trainee aus dem Jahr 1998, als garstigen »Darth Lott« in unserer Kultserie »Raumschiff GameStar«, vor allem aber als GameStar-Chefredakteur. Von 2004 bis 2007 führte er das Heft; zuvor hatte er unser Schwestermagazin GamePro gegründet, später hob er unser Branchenmagazin Making Games aus der Taufe. Nach der Zeit als Chefredakteur betreute er als Online-Verantwortlicher alle Web-Angebote unserer Entertainment-Sparte.

Zum Abschied schenkte die Redaktion dem alten Blattmacher Lott sein eigenes Magazin mit aufwändig recherchierten Personality-Artikeln.

Wie sehr sich Gunnars Arbeit ausgezahlt hat, lässt sich am besten in Zahlen ermessen: Im November wuchs GameStar.de über die Schwelle von zehn Millionen Seitenaufrufen (Visits) im Monat. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Besuche fast verdoppelt. GameStar.de ist damit eines der größten Spiele-Portale Deutschlands. Und es entwickelt sich stetig weiter: Im Dezember haben wir die Startseite modernisiert, sie bietet nun mehr Übersicht und verbesserte Funktionalität – mehr dazu auf Seite 12. Schauen Sie mal rein! Ab Januar wechselt Gunnar in die Spielebranche. Wir wünschen ihm nur das Beste und bedanken uns für die vielen spannenden Jahre! In Gunnar verlieren wir einen hochgeschätzten Kollegen, aber behalten einen Freund. »Die Redaktion« – Staffel 2 In der letzten Ausgabe hatten wir eine DVD-Edition der zweiten Staffel unserer Spieleparodie-Serie »Die Redaktion« angekündigt. Prompt häuften sich im Dezember die E-Mails: »Wo bleibt sie denn nun?!« Nun ja, wie jede DVD braucht auch unsere eine Altersfreigabe der FSK, und dieser Prozess dauert eine Weile. Eine ganz schöne Weile, wie wir feststellen mussten. Wir erklären uns das so, dass die FSK-Prüfer die DVD mit dem Hinweis »Hey, das müsst ihr gesehen haben!« im ganzen Haus herumgegeben haben. Wie dem auch sei: Im Januar erscheint »Die Redaktion 2.0« nun wirklich. Wer bis zum 15.1. vorbestellt, der spart sich die Versandkosten! Mehr dazu finden Sie auf Seite 13.

Viel Spaß beim Lesen und Spielen Ab Januar im GameStarShop: Die lang erwartete Staffel 2 unserer ComedySerie »Die Redaktion«.

GameStar Hardware 02/2011

Ihr GameStar-Team

5

Inhalt

INHALT XXX

Assassin’s Creed: Brotherhood 48

Auf dem PC wird der Actionhit umfangreicher, runder und vor allem deutlich schöner.

Total War: Shogun 2

Crysis 2

16

44

Zurück zu den Wurzeln und doch einen großen Schritt nach vorn: Funktioniert der Design-Spagat? Wir haben den potenziellen Strategiekracher tagelang gespielt – und sind begeistert.

Titelstory

Tests

16 23

64 Das Team 66 Hitlisten / So testen wir 68 World of Warcraft: Cataclysm 72 Battlefield: Bad Company 2: Vietnam 76 Nail’d 80 Greed Corp 82 Apache: Air Assault 84 Alarm für Cobra 11: Das Syndikat 86 Trapped Dead 88 Tales of Monkey Island: Season One 90 Harry Potter und die

Mega-Preview: Total War: Shogun 2 Interview mit Mike Simpson

Aktuell 10 10 11 11 11

Tomb Raider 9 Assassin’s Creed Warface Arcania: Fall of Setarrif Allods Online

Previews 26 28 44 48 54 58 60 62 6

Wir haben Crytek besucht und eine PreviewVersion des hübschen Edel-Shooters gespielt.

Termin-Update Jahresvorschau 2011 Crysis 2 Assassin’s Creed: Brotherhood Dawn of War 2: Retribution Drakensang Online Batman: Arkham City Dungeon Siege 3

92 94 96

Heiligtümer des Todes: Teil 1 Deathspank: Thongs of Virtue Spider-Man: Dimensions MX vs. ATV Reflex

Freispiel 98 98 99 100 100 100 102

Mafia 2: Joe’s Adventures Baldur’s Gate 2 Redux Zuma Blitz Battlefield 2: Project Reality Die Siedler Online Battle of Wesnoth Minecraft

GameStar 02/2011

XXX INHALT

Rückblick 2010 / Vorschau 2011 28/114

Was war 2010? Was kommt 2011? Wir blicken zurück auf ein tolles Spielejahr und verraten Ihnen alles über die kommenden Blockbuster und Geheimtipps.

Minecraft

Bad Company 2: Vietnam

102

72

Vom kleinen Indie-Projekt zum Massenphänomen: Minecraft ist das außergewöhnlichste Spiel des Jahres. Warum auch Sie sich in die Klötzchenwelt wagen sollten.

Dice verpflanzt seinen Shooter-Hit in den Dschungel. Das war nur bedingt eine gute Idee.

Magazin

Spiele in dieser Ausgabe

108 Leserbriefe 110 Fehler! 111 GameStar Interaktiv: »Rück den

Age of Empires.............................................. Klassiker.. 120

Firefall........................................................... Preview.......37

Age of Empires Online.................................. Preview.......37

From Dust...................................................... Preview.......41

Alarm für Cobra 11: Das Syndikat................. Test.............84

Ghost Recon: Future Soldier......................... Preview.......31

Alice: Madness Returns................................. Preview.......31

Greed Corp.................................................... Test.............80

Allods Online................................................. News...........11

Guild Wars 2.................................................. Preview.......32

Apache: Air Assault....................................... Test.............82

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes.Test.............90

Arcania: Fall of Setarrif................................. News...........11

Homefront.................................................... Preview.......40

Assassin’s Creed............................................ News...........10

Mafia 2: Joe’s Adventures............................. Freispiel......98

Assassin’s Creed: Brotherhood...................... Preview.......48

Mass Effect 3................................................. Preview.......43

Baldur’s Gate 2 Redux................................... Freispiel......99

Might & Magic Heroes 6............................... Preview.......29

Batman: Arkham City................................... Preview.......60

Minecraft....................................................... Freispiel... 102

Hardware

Battle of Wesnoth......................................... Freispiel... 100

MX vs. ATV Reflex......................................... Test.............96

Battlefield 2: Project Reality......................... Freispiel... 100

Mythos.......................................................... Preview.......37

124

Battlefield: Bad Company 2: Vietnam.......... Test.............72

Nail’d............................................................. Test.............76

Black Mirror 3................................................ Preview.......43

Need for Speed: Shift 2: Unleashed.............. Preview.......34

SCHWERPUNKT

Brink.............................................................. Preview.......37

Operation Flashpoint: Red River................... Preview.......29

126 128

Company of Heroes Online........................... Preview.......37

Portal 2.......................................................... Preview.......42

Crysis 2.......................................................... Preview.......44

Rage.............................................................. Preview.......29

Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten........... Preview.......40

Spider-Man: Dimensions............................... Test.............94

Dawn of War: Retribution............................. Preview.......54

Star Wars: The Old Republic.......................... Preview.......36

Dead meets Lead........................................... Preview.......34

Starcraft 2: Heart of the Swarm................... Preview.......39

Dead Space 2................................................. Preview.......41

Tales of Monkey Island: Season One............ Test.............88

Deathspank: Thongs of Virtue...................... Test.............92

Test Drive Unlimited 2.................................. Preview.......32

Deus Ex: Human Revolution......................... Preview.......30

The Elder Scrolls 5: Skyrim............................ Preview.......31

Die Siedler Online......................................... Freispiel... 100

The Witcher 2: Assassin of Kings.................. Preview.......40

Die Sims: Mittelalter..................................... Preview.......42

Tomb Raider 9............................................... News...........10

Dirt 3............................................................. Preview.......36

Torchlight 2................................................... Preview.......42

DotA 2........................................................... Preview.......37

Total War: Shogun 2...................................... Titelstory....16

Dragon Age 2................................................ Preview.......28

Trapped Dead................................................ Test.............86

Drakensang Online....................................... Preview.......58

Trine 2........................................................... Preview.......36

Duke Nukem Forever.................................... Preview.......38

Warface......................................................... News...........11

Dungeon Siege 3........................................... Preview.......62

Warhammer 40K: Dark Millenium Online.... Preview.......32

F.E.A.R. 3........................................................ Preview.......30

Warhammer 40K: Space Marine................... Preview.......32

F1 2011.......................................................... Preview.......38

World of Warcraft: Cataclysm....................... Test.............68

Fable 3........................................................... Preview.......30

Zuma Blitz..................................................... Freispiel......99

112 114 120

verdammten Schlüssel raus!« Verlosung Report: Das war 2010 Hall of Fame: Age of Empires

Hardware-News Spiele-PCs von der Stange 10 Spiele-PCs bis 1.500 Euro

TEST

136 Radeon HD 6970 & 6950 gegen Geforce GTX 570 SERVICE

142

Einkaufsführer

Rubriken 5 145 146 GameStar 02/2011

Editorial Die Vorletzte Impressum / Vorschau

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NEWS Aktuell

Tomb Raider 9 GameStar.de/Quicklink/7229 Die Lara ist aus dem Sack! Anfang Dezember hat Square Enix den mittlerweile neunten Teil der Tomb Raider-Reihe endlich offiziell gemacht. Oder eher den »nullten« Teil. Denn ganz nach dem Vorbild bekannter Filmserien-Neustarts wie Batman Begins oder Star Trek wird auch das neue Tomb Raider die

Obwohl Laras neuntes Abenteuer schon 2011 startet, gibt es noch keine Bilder.

Die Zukunft von Assassin’s Creed GameStar.de/Quicklink/7217 PC-Spieler sind bislang noch nicht einmal in den Genuss von Assassin’s Creed: Brotherhood gekommen, da spricht man bei Ubisoft schon über die Zukunftspläne der Actionserie. Geoffery Sardin, Marketing und Sales Manager von Ubisoft verkündete jüngst in einem Interview, dass bereits 2011 das nächste Assassin’s Creed auf den Konsolen erscheinen soll; PC-Spieler werden abermals mehr Geduld benötigen. Ob es sich dabei um einen weiteren Ableger

10

Vorgeschichte seiner Protagonistin erzählen. Darin erleidet die gerade mal 21-jährige Lara Croft Schiffbruch auf einer unbekannten Insel und ist zum ersten Mal auf sich allein gestellt. Im Kern soll erzählt werden, wie aus der unerfahrenen Lara die resolute Draufgängerin wird, die wir aus den Tomb Raider-Spielen kennen. Tomb Raider beschreitet auch spielerisch neue Wege. Erstmals in der Actionserie ist die Welt nicht linear aufgebaut, sondern frei begehbar. Neue Areale werden Sie aber erst entdecken und erreichen können, wenn sich Lara entsprechende Fertigkeiten und Werkzeuge angeeignet hat. Letztere lassen sich im Basis-Camp aus gefundenen Gegenständen kombinieren und zusammenbauen. Noch mehr Survival-Flair soll durch das Sammeln von Nahrung und Wasser aufkommen. Wir hoffen allerdings, dass das Essen und Trinken nicht zur nervigen Routine wird. Nicht zuletzt soll Tomb Raider auch bei Stil und Inszenierung rauere und laut den Entwicklern sogar weit brutalere Töne anschlagen. Lara ab 18? Warten wir’s ab. Eine regelrechte Tomb Raider-Revolution also, die uns mit dem kommenden Serienteil erwartet. Der Crystal Dynamics-Chef Darrel Gallagher bestätigt diesen Kurs: »Vergessen Sie alles, was Sie bisher von Tomb Raider kennen. Wir erkunden Dinge, die so noch nie zuvor in diesem Spiel gemacht wurden.« Große Worte, die vor allem Fans zu denken geben dürften. Licht ins Lara-Dunkel wird wohl erst eine spielbare Version bringen. Mit der rechnen wir im Frühling. Tomb Raider 9 soll irgendwann 2011 erscheinen. DM

Ob wir nach Brotherhood erneut auf Ezio treffen werden, steht noch in den Sternen.

mit Ezio Auditore als Hauptfigur oder um Assassin’s Creed 3 nebst neuem Szenario und Helden handelt, darüber schweigt sich Sardin aber aus. Stattdessen verkündete er stolz, dass sich Assassin’s Creed zu Ubisofts größter Marke etabliert habe und die Firma in den kommenden Jahren viel Mannstärke und Geld in die Serie investieren werde. Etwa in die bereits angekündigten DLCs für Brotherhood, mit denen Ubisoft die Wartezeit auf das nächste Spiel überbrücken will. NIC GameStar 02/2011

Aktuell NEWS

Neuer Crytek-Shooter GameStar.de/Quicklink/7231 Bereits im April hatte sich der Frankfurter Entwickler Crytek den Namen Warface gesichert. Mittlerweile ist bekannt, worum es sich bei dem Titel handelt. Warface wird ein Free2Play-Shooter, der wie Crysis 2 auf der aktuellen CryEngine 3 basiert. Das Spiel entsteht derzeit bei Crytek Seoul und soll hauptsächlich den asiatischen Markt erreichen. Daher überrascht es wenig, dass sich der chinesische Publisher Tencent Games die Rechte für Warface gesichert hat. Das Szenario ist ähnlich wie Battlefield: Bad Company 2 in der nahen Zukunft angesiedelt und will neben klassenbasierten MultiplayerModi und Solo-Aufträgen gegen KI-Bots auch kooperative Missionen bieten. Ob Warface auch in Europa vertrieben wird, bleibt abzuwarten. Das Spiel soll irgendWarface verwendet die brandaktuelle CryEngine 3. wann 2011 erscheinen. NIC

Arcania: Fall of Setarrif GameStar.de/Quicklink/7232 Arcania: Gothic 4 ist gerade mal zwei Monate alt, und schon hat Jowood das erste Addon angekündigt. Das hört auf den Namen Fall of Setarrif und erweitert die Spielwelt um die namensgebende Stadt nebst Umland sowie zahlreiche neue Aufgaben. Die Handlung setzt direkt nach dem (verwirrenden) Ende des Hauptspiels an und erzählt von der Stadt Setarrif, die von einem Chaos­dämon heimgesucht wird. Der Publisher Jowood verspricht rund zehn Stunden Spielzeit, neue Monstertypen und spezielle Gegenstände, die Sie selbst zusammenbauen dürfen. Zudem soll es in Arcania: Fall of Setarrif erlaubt sein, auch andere Charaktere als nur den namenlosen ­Helden zu steuern. Wann es so weit ist, In Fall of Setarrif geht es wenig heimelig zu. verriet der Publisher aber nicht. DA

Gekippt in letzter Minute

Christian Schmidt Stellv. Chefredakteur christian@gamestar.de

Am 1. Januar 2011 hätte der Jugendmedienstaatsvertrag novelliert werden sollen, heißt: geändert, heißt: verschärft. An solche Verschärfungen sind Spieler mittlerweile leidvoll gewöhnt. In diesem Fall wäre eine Alterskennzeichnung für Online-Angebote zur Pflicht geworden. Nicht nur für Spiele, auch für Webseiten wie GameStar.de. Die Gesetzesänderung scheiterte kurz vor der Einführung am Widerstand der CDU. Das ist eine gute Nachricht, denn die Novelle war, milde gesagt, undurchdacht. Die Vorstellung, das gesamte Internet nach Alterseignung zu filtern, ist wahnwitzig. Aber so hatte es die deutsche Politik ausbaldowert. Vorgabe und Strafe standen im Gesetz, aber bei der Umsetzung blieben zu viele Fragezeichen. Die zuständige Aufsichtsbehörde KJM ächzte: unmöglich zu bewältigen. GameStar.de-Leser kommen für den Moment darum herum, Ab-16-Videos nur noch gegen Altersnachweis sehen zu dürfen. Aber die Politik wird weiter danach trachten, Jugendschutz auch im Internet durchzusetzen. Die Spielebranche möchte sich am liebsten freiwillig selbst kontrollieren. Die Zeichen stehen nun besser, dass sie sich damit durchsetzt.

Leser-Charts Dezember

GameStar.de/Quicklink/7202 Das Free2Play-Rollenspiel Allods Online läuft seit Anfang 2010 und erfreut sich einiger Beliebtheit. Dennoch fühlten sich viele Spieler mit dem Begriff »kostenlos« an der Nase herumgeführt. Denn um Allods Online überhaupt sinnvoll spielen zu können, waren spezielle Gegenstände nötig, die man im Shop gegen echtes Geld kaufen musste, etwa ein Parfüm, das die Folgen des virtuellen Ablebens mindert. Anfangs sollten 20 dieser Düfte stolze 10 Euro kosten, später wurde der Preis leicht gesenkt. Um der Entrüstung der Spielergemeinde gegenzusteuern, hat der Entwickler Astrum Nival die Effektdauer dieser und anderer wichtiger Gegenstände nun auf 24 Stunden angehoben und sie über eine täglich wiederholbare Quest auch kostenlos zugänglich gemacht. NIC

GameStar 02/2011

In Allods Online kann man sich nun wieder ohne gravierende Nachteile kostenlos ins Abenteuer stürzen.

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Battlefield: Bad Company 2 Call of Duty: Black Ops Dragon Age: Origins Starcraft 2: Wings of Liberty Mass Effect 2 WoW: Wrath of the Lich King Fallout: New Vegas Diablo 2: Lord of Destruction Call of Duty: Modern Warfare 2 Fallout 3 Civilization 5 Two Worlds 2 Call of Duty: Modern Warfare Risen Assassin’s Creed 2 Warcraft 3: The Frozen Throne Batman: Arkham Asylum Gothic 2: Die Nacht des Raben The Witcher Anno 1404: Venedig

Quelle: GameStar-Mitmachkarten 01/2011. Mitmachen: GameStar.de/Quicklink/4483

Allods Online im Wandel

Platz Vormonat Spiel

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NEWS Aktuell

GameStar.de in neuem Look GameStar.de/Quicklink/7233 Wenn Sie regelmäßig auf GameStar.de fach als URL »www.gamestar.de/Quicklink/xxxx« in die Adresszeile surfen, wird es Ihnen sicher bereits aufgefallen sein: Unsere WebIhres Browsers eintippen, und schon werden Sie zur gewünschten seite hat ein Facelifting bekommen und präsentiert sich seit dem Seite weitergeleitet. Viel Spaß beim Erkunden von GameStar.de! DM 1. Dezember in einem neuen Gewand. Aktuelle Top-Themen mussten sich ihren Platz bisher durch Register teilen, nun ­bekommt jedes Spiele-Highlight sein eigenes Fenster nebst weiterführenden Links spendiert. So verpassen Sie garantiert keinen Blockbuster mehr. Direkt darunter finden Sie wie gewohnt aktuelle News, Videos, Artikel und Lesertests. Die Navigation am Kopf der Seite haben wir ebenfalls vereinfacht: So können Sie nun von jeder Seite aus bequem auf sämtliche Unterbereiche von GameStar.de zugreifen. Zusätzlich sehen Sie in den jeweiligen Rubriken sofort wichtige Inhalte wie Top-News und Screenshots, übersichtlich sortiert nach Genre, Aktualität und unseren Videoformaten wie GameStar TV, Boxenstopp oder Public Viewing. Mit dem neuen Layout haben wir auch die Quicklinks überarbeitet. Künftig können Sie den Seit Anfang Dezember übersichtlicher und leichter zu bedienen: die neue GameStar.de. vierstelligen Code aus dem Heftartikel ein-

Spike Video Game Awards 2010 GameStar.de/Quicklink/7236

Am 11. Dezember haben die Spike Video Game Awards in Los Angeles stattgefunden. Die Erstankündigung einiger großer Spiele ließ die eigentliche Preisverleihung jedoch beinahe in den Hintergrund rücken. So wurden auf der Bühne unter anderem Mass Effect 3, The Elder Scrolls 5: Skyrim und Prototype 2, aber auch die konsolenexklusiven Titel Project Gotham Racing 4 und Un-

Juhu! Mass Effect 3 erscheint bereits in einem Jahr.

charted 3 offiziell bestätigt. Noch überraschender: Fast alle Spiele sollen bereits im kommenden Jahr erscheinen. Die Gewinner der Spike Awards waren indes abzusehen: Red Dead Redemption gewann als Spiel des Jahres, Stacraft 2: Wings of Liberty als bestes PCSpiel, Bioware als Entwicklerstudio des Jahres, Call of Duty: Black Ops als bester Ego-Shooter und Mass Effect 2 als bestes Rollenspiel. NIC

Verkaufs-Charts Dezember

»Wir haben zu wenig Leute dafür.« Blizzard-Designer Greg Street über das Gerücht, Warcraft 4 würde bereits entwickelt.

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World of Warcraft: Cataclysm World of Warcraft: Cataclysm (CE) Call of Duty: Black Ops Need for Speed: Hot Pursuit Fußball Manager 11 Die Sims 3 Die Sims 3: Late Night Fifa 11 Two Worlds 2 Starcraft 2: Wings of Liberty Anno 1404 Civilization 5 Landwirtschafts-Simulator 2011 Fallout: New Vegas WoW: Wrath of the Lich King Arcania: Gothic 4 Fußball Manager 11 (JE) Battlefield: Bad Company 2 F1 2010 Tales of Monkey Island

Stand: 11.12.2010, nach den Verkaufszahlen von Saturn.

Platz Vormonat Spiel

PREVIEW GameStars 2010

In einer großen Jubiläums-Gala zeichnen GameStar und GamePro zum zehnten Mal die Spiele des ­Jahres aus. Sie entscheiden: Was waren die besten Titel 2010? er in einer Disziplin besonders gut ist, der wird in der Regel auch dafür belohnt. Sportler bekommen Bronze-, Silber-, und Goldmedaillen, Helden verleiht man Orden, und Spiele kassieren hohe Wertungen. Aber nur die wirklich überragenden Titel werden wir Anfang 2011 auf unserer traditionellen GameStars-Gala als die besten Spiele des Jahres 2010 prämieren. Welche das sein werden? Das bestimmen nicht wir, sondern die Leser von GameStar und unserer Schwesterzeitschrift GamePro. Mittlerweile vergeben wir die GameStars (früher »Spiel des Jahres«) bereits zum zehnten Mal. Damit gilt unsere Preisgala nicht nur als traditionsreichste der deutschen Branche, ihre Preise gehören auch zu den begehrtesten. Denn seit zehn Jahren entscheidet keine Jury und keine Redaktion über die Preisträger, sondern eine viel wichtigere Gruppe: die Spieler selbst. Also Sie. Dass zehn Jahre eine lange Zeit sind, erkennt man auch an der Technik: Anfangs baten wir Sie noch, Ihre Stimme auf Postkasten abzugeben, mittlerweile läuft die Wahl über das Internet. Auf der eigens dafür eingerichteten Website www.gamestars2010.de können Sie ab sofort bis

Letztes Jahr bewährten sich Nino Kerl und Fabian Siegismund als kongeniales Moderatoren-Duo – deshalb lassen wir sie 2011 gleich noch mal ran.

14

Die festliche GameStars-Preisverleihung finden jedes Jahr im Rahmen einer großen Gala-Feier statt.

Ende Januar in 17 Kategorien die Top-Titel des letzten Jahres wählen. Damit sich das Durchklicken auch lohnt, verlosen wir unter allen Teilnehmern einen topmodernen Spiele-Komplett-PC (siehe Kasten). Anfang Februar werten wir die Abstimmung aus und übergeben die Preise im Rahmen einer feierlichen Gala in München. Der Clou: Zur festlichen Veranstaltung laden wir zwei Leser ( jeweils einen von GamePro und GameStar) auf unsere Kosten ein, die dann mit uns – und den Abstimmungs-Siegern – kräftig feiern dürfen. Selbst wer nicht live dabei ist, kann die Gala mitverfolgen: Wir werden das Ereignis auf GameStar.de gebührend begleiten. Im vergangenen Jahr hieß der große Gewinner Dragon Age: Origins, der neben der Trophäe für das »Spiel des Jahres 2009« auch noch die Rollenspiel-Kategorie gewann. Ebenfalls zwei Trophäen gingen an Modern Warfare 2, das beste Actionspiel und beste MultiplayerSpiel des Jahres 2009. 2010 schicken die Firmen hinter den Absah­ nern erneut starke Kandidaten ins Rennen: Bioware tritt mit Mass Effect 2 an, Activision mit Call of Duty: Black Ops. Aber längst nicht immer gehören die Herzen der Spieler den offensichtlichen Favo­ riten, wie die vergangenen Jahre zeigen. 2008 gewann zum Beispiel überraschend Fallout 3, 2006 landete Gothic 3 trotz aller Bugs an der Spitze. Jenseits aller Wertungen und Animositäten siegen bei den GameStars die Titel, die draußen bei den Spielern den meisten Anklang finden. Da hat auch 2010 genügend spannende Kandida­ ten zu bieten. Blizzard klotzte mit Starcraft 2 und World of Warcraft: Cataclysm, den Verkaufs­zahlen nach riesige Hits in Deutschland. Assassin’s Creed 2 kürten die GamePro-Leser letztes Jahr zum Konsolenspiel des Jahres. Kann die PC-Version diesen Coup wiederholen? Noch dazu gegen starke Action-Konkurrenz wie Battlefield: Bad Company 2, Mafia 2 oder Splinter Cell: Conviction? Rollenspie­ ler werden neben Mass Effect 2 zwischen Fallout: New Vegas und Two World 2 abwägen müssen, vielleicht ehren sie aber auch das GameStar 02/2011

GameStars 2010 PREVIEW delt. Gerade neue Titel wie Siedler Online oder Lords of Ultima begeistern auch Hardcore-Spieler, die zum Beispiel in der Mittagspause eine Runde daddeln wollen. Das Schöne an dieser Kategorie: Viele der Titel kommen aus Deutschland oder werden zumindest von deutschen Publishern veröffentlicht.

Der Vorjahresgewinner: Unsere Leser wählten Dragon Age: Origins zum Spiel des Jahres 2009.

Berliner Studio Radon Labs posthum für Drakensang: Am Fluss der Zeit. Beim Sport treten die Platzhirsche Fifa 11 und Pro Evolution Soccer 2011 gegen den Newcomer F1 2010 an – oder hat das frische Need for Speed: Hot Pursuit dieses Jahr wieder die Nase vorn? Wie jedes Jahr mischen auch ein paar Indie-Favoriten das Feld auf, grundsympathische Titel wie Minecraft, Amnesia und A New Beginning stehen neben Kritikerlieblingen wie Darksiders. Apropos Kritiker: Medal of Honor, Arcania: Gothic 4 und Command & Conquer 4 wurden von Spieletestern heftig abgestraft, so auch von den Redakteuren der GameStar. Aber das muss nicht heißen, dass sie bei den Spielern nicht doch Anklang gefunden haben. Vielleicht wartet hier die eine oder andere Überraschung auf uns. Wir wären schlechte Journalisten, würden wir nicht alle Verände­ rungen und Innovationen in der Spielebranche beobachten. Einem Riesentrend der letzten Jahre tragen wir mit einer neuen Kategorie für die GameStars Rechnung: den Browserspielen. Schließlich hat sich dieses Genre mittlerweile von Simpelspielchen mit Krümelgrafik zu einer echten Konkurrenz für herkömmliche Spiele gewan-

Seit 2007 küren wir in einer Extra-Rubrik das beste Online-Rollenspiel des Jahres; in dieser Kategorie sind auch Addons zugelassen, sofern sie 2010 erschienen sind. Weiter entscheiden Sie auf dem PC über das beste Actionspiel, das beste Strategiespiel, das beste Rollenspiel, das beste Sportspiel, das beste Adventure und das beste Multiplayer-Spiel des Jahres; das macht neben den Browserspielen acht Sub-Kategorien plus den Hauptpreis. Weil die Entscheidung schwer fällt, machen wir Ihnen die Wahl so leicht wie möglich: Abgestimmt wird im Internet über die Webseite www.gamestars2010.de (siehe Kasten »Abstimmen und ­gewinnen!«). Zur Auswahl Juhu, wir haben gewonnen! Im ­stehen alle Spiele, die im Kalvergangenen Jahr sackte Electroenderjahr 2010 erschienen nic Arts gleich vier Trophäen ein. sind; das entspricht den GamePro- und GameStar-Ausgaben 03/10 bis 02/11. In den entsprechenden Menüs haben wie die bestbewerteten Spiele des Jahres als Übersicht aufgelistet, mit einem Klick geben Sie Ihre Stimme ab. Natürlich gibt es auch ein Freitextfeld für eigene Vorschläge, falls Ihr Wunschkandidat doch nicht dabei sein sollte. Über die Gewinner und alle weiteren Nachrichten zur großen Gala berichten wir in den kommenden GameStar-Ausgaben so­ wie direkt auf GameStar.de. Machen Sie mit – damit die besten Spiele 2010 auch die verdienten Preise erhalten! CS

Die Jahre 1999 bis 2009

Abstimmen und gewinnen!

Seit 1999 lassen wir unsere Leser abstimmen, welches Spiel ihnen am besten gefallen hat. Der Sieger bekommt die begehrte GameStar-Auszeichnung »Spiel des Jahres«.

Sie bestimmen, welchen Spielen wir Preise verleihen! Für die Leserwahl haben wir eine Website eingerichtet: Unter www.gamestars2010.de finden Sie Impressionen, Videos und Fotos zur letztjährigen Gala und vor allem den großen »Abstimmen!«-Button. Um am Gewinnspiel (siehe unten) teilzunehmen, geben Sie bitte Ihre korrekten Adressdaten an. Unvollständig ausgefüllte oder mehrfache Einsendungen sind ungültig. Und das sind die Preise:

1999

Age of Empires 2 (Microsoft / Ensemble Studios)

2000

Diablo 2 (Vivendi / Blizzard)

2001

Return to Castle Wolfenstein (Activision / id / Grey Matter)

2002

Mafia (Take 2 / Illusion Softworks)

2003

Knights of the Old Republic (Activision / LucasArts / Bioware)

2004

Half-Life 2 (Vivendi / Valve)

2005

World of Warcraft (Vivendi / Blizzard)

2006

Gothic 3 (Jowood / Koch Media / Piranha Bytes)

2007

Crysis (Electronic Arts / Crytek)

2008

Fallout 3 (Bethesda)

2009

Dragon Age: Origins (Electronic Arts / Bioware)

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• Wer bei der Leserwahl zu den GameStars 2009 mitmacht, nimmt automatisch an den Heftverlosungen der Ausgaben 03/10 von GameStar und GamePro teil. • Zusätzlich loben wir den pfeilschnellen Spieler-PC Gamer’s Dream Revision 3.1 Air Cube von Hardware4u.net im Wert von 1.500 Euro aus (siehe Bild). • Vor allem aber dürfen – wie jedes Jahr – zwei Gewinner zur Gala reisen, um sie als Ehrengäste der Redaktionen von GameStar und GamePro hautnah zu erleben. Eintritt, Anreise und Unterkunft übernehmen selbstverständlich wir. Also: PC an, Browser auf, www.gamestars2010.de aufrufen und mitmachen!

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PREVIEW Titelstory

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Steam-Pflicht Wie seine Vorg채nger Empire und Napoleon wird auch Total War: Shogun 2 die Online-Plattform Steam nutzen. Vor dem ersten Start m체ssen Sie dort ein Konto erstellen und die Ninja-Hatz registrieren. Danach l채sst sich das Spiel auch im Offline-Modus spielen, aber nicht mehr weiterverkaufen.

Total War

Shogun 2 16

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Titelstory PREVIEW

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Eine Schlacht im Detail: Bogenschützen flambieren die Feinde mit Brandpfeilen 1 , Yari-Ashigaru halten sich Reiter mit ihren Speeren vom Leib 2 , Katana-Samurai stürzen sich in den Nahkampf 3 , leichte Kavallerie galoppiert feindliche Fernkämpfer nieder 4 , und hinter der Front wartet der General 5 , der die Moral naher Bataillone hebt und nun mehr Spezialtalente hat.

Der totale Krieg kehrt zurück zu seinen Wurzeln: Rund elf Jahre nach dem ersten Shogun soll die Fortsetzung neue Serienmaßstäbe setzen, mit mehrstufigen Belagerungen, klügeren Gegnern, mehr Rollenspiel und einem Koop-Feldzug. Wir haben Shogun 2 tagelang gespielt und geprüft, was hinter diesen Versprechungen steckt. Ergebnis: Ein großartiger, motivierender, würdiger Strategienspross, der allerdings auch eine Traditionsschwäche erben könnte. Von Michael Graf Angespielt

Genre: Strategiespiel Publisher: Sega Entwickler: Creative Assembly (Napoleon: Total War, GS 04/10: 84 Punkte) Termin: März 2011 Status: zu 80% fertig GameStar.de/Quicklink/7212

Videos auf DVD Auf unserer DVD finden Sie vier Video-Specials zu Shogun 2: Wir entfesseln Clankriege auf der Strategiekarte, schlagen mal mehr, mal weniger siegreiche Landschlachten, bestreiten mehrstufige Belagerungen und üben uns im 3D-Schiffeversenken.

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o kämen wir denn hin, wenn wir uns an japanische Sprichwörter halten würden?! Da könnten wir die folgenden acht Seiten einfach leer lassen und »Raum für Notizen« oder ähnlich Segensreiches drüberkritzeln. Denn wie rät der Insulaner: »Die Redenden wissen nicht, die Wissenden reden nicht.« Wir wissen jedoch so einiges und reden, beziehungsweise schreiben, auch darüber. Denn in einer spielbaren Version von Total War: Shogun 2 haben wir tagelang um das alte Japan gerungen und viele neue Infos gesammelt. Da kann der fernöstliche Volksmund noch so maulen, das müssen wir Ihnen einfach erzählen. Denn Shogun 2 hat das Zeug zum Strategiehit – falls die Entwickler eine alte Serienschwäche in den Griff kriegen. Keine Schwäche, sondern die große Stärke von Shogun 2 ist das bewährte Total War-Prinzip: Auf eiDie Yari ist eine japanische Lanze, der zugehörige Kampfsport heißt Sojutsu.

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PREVIEW Titelstory Im Tutorial-Feldzug gibt uns dieser Berater Tipps zu allen Spielelementen. Wie in den Vorgängern lässt sich der automatische Lehrer auch in der normalen Kampagne sowie in Land- und Seeschlachten zuschalten. Unsere Flotte blockiert den gegnerischen Hafen, denn wie im Vorvorgänger Empire zählt der Seehandel zu den einträglichsten Einkommensquellen. Alternativ könnten wir unseren Verband als Piratentruppe auf Handelsrouten ansetzen, um die Feindgewinne in unsere Schatzkammer umzuleiten. Eigene Warenwege erschließen wir entweder über Abkommen mit anderen Clans oder indem wir mit Handelsschiffen besondere Handelsplätze »besetzen«. Auch das erbt Shogun 2 von seinem Vorvorgänger Empire.

Metsukes (sprich »Metzkes«, das »u« bleibt stumm) können ansonsten unsichtbare Ninja-Attentäter aufstöbern und erledigen. Außerdem schließen sie sich Städten und Armeen an, um sie vor Anschlägen zu schützen. Indem sie gegnerische Spezialeinheiten (Mönche, Generäle, etc.) vor Gericht zerren, schalten sie die Rivalen einige Runden lang aus. Noch dazu dürfen die Geheimpolizisten feindliche Armeen oder sogar ganze Städte bestechen und so zum Seitenwechsel überreden – gegen ein gerüttelt Maß Gold, versteht sich.

Wenn wir den Mauszeiger kurz auf einem Einheitenportrait (unten) ruhen lassen, erscheint dieser hilfreiche Tooltipp, der die Kampfwerte und weiteren Stärken des Truppentyps auflistet. So erfahren wir hier, dass unsere Katana-Samurai besonders schlagkräftige und dick gepanzerte Nahkämpfer sind (wer hätte das gedacht!) und zudem weniger anfällig auf moralschädliche Schockangriffe reagieren: Anstürmende Kavallerie? Denen doch wurscht! So können wir unsere Einheiten schnell vergleichen, etwa beim Ausheben neuer Truppen oder während einer Schlacht.

ner liebevoll gestalteten Japan-Karte verwalten wir rundenweise unser Reich, bauen Städte aus, verschieben Armeen und erobern Provinzen. Wenn unsere Streitkräfte auf Feinde treffen, schlagen wir EchtzeitSchlachten zu Lande oder zur See. Dieser Mix aus Runden- und Echtzeit-Strategie motiviert nächtelang. Im Vergleich zu den Vor-

Stärken + mehr Rollenspiel-Elemente + vielschichtige Reichsverwaltung + packende Massenschlachten + detaillierte Hauptkarte

Schwächen - noch grobe KI-Aussetzer - noch wackelige Balance - wenige Truppentypen

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gängern Empire (GS 04/09: 90 Punkte) und Napoleon (GS 04/2010: 84 Punkte) macht Shogun 2 aber keine revolutionären Fortschritte, vielmehr steckt der Oni im Detail: hier eine Prise mehr Rollenspiel, da überarbeitete Belagerungen, dort neue Multiplayer-Ideen. Was nicht heißt, dass Shogun 2 zum Schnellschuss verkommt. Der Entwickler Creative Assembly verfeinert das Total War-Rezept an den richtigen Stellen. Unsere spielbare Preview-Version umfasst den Tutorial-Feldzug von Shogun 2, der uns gleich eine Neuerung vor Augen führt: Die Strategiekarte lässt sich frei drehen. Das hilft der Übersicht, etwa wenn eine Armee hinter einem Gebirge campiert. Pro Runde vergeht wie in Napoleon eine Jahreszeit, was sich auch spielerisch auswirkt: Heere, die im Winter in Feindprovinzen lagern, erleiden Verluste. Das und mehr erklärt uns

»Oni« ist ein japanischer Ausdruck für Dämon oder Teufel.

Diese Feindarmee hat sich im Wald versteckt. Wenn wir in die Falle getappt wären, hätte uns der Gegner in der EchtzeitSchlacht umzingelt – keine ideale Ausgangslage.

Gemäß der Serientradition werden Armeen von Generälen angeführt, die wie gehabt besondere Talente besitzen. Zum Beispiel sind sie BelagerungsProfis oder versierte Nachtkämpfer. Wie alle Charaktere verfügen die Befehlshaber zudem über einen Talentbaum, in dem wir sie spezialisieren, zum Beispiel auf das Kommando von Land- oder Seestreitkräften. Denn die Anführer dienen gleichzeitig auch als Admirale, die Flotten leiten.

der hilfreiche KI-Berater, der uns auch durch unsere ersten Land- und Seegefechte führt. Am Ende mündet die Lehrstunde in eine eingeschränkte Variante des freien Spiels, in der wir nur einen Ausschnitt der Japan-Karte erobern dürfen. Schade drum, wir hätten uns gewünscht, dass uns Shogun 2 gleich auf das ganze Inselreich loslässt. So müssen

Das Spielprinzip ist über jeden Zweifel erhaben. wir in der normalen Kampagne wieder von vorne anfangen, für Total War-Neulinge lohnt sich die Übungsrunde aber allemal. Die Reichsverwaltung funktioniert ähnlich wie in Empire: Jede Siedlung hat eine beGameStar 02/2011

Titelstory PREVIEW Was wäre ein Spiel über das alte Japan ohne Ninjas? Die unsichtbaren Schleicher dienen als Spione sowie Auftragsmörder, die Spezialeinheiten wie Generäle und Mönche ausschalten. Außerdem sabotieren sie Armeen, damit sich die Soldaten in der nächsten Runde nicht bewegen können. In Siedlungen jagen die Attentäter einzelne Gebäude in die Luft oder zerbomben die Stadttore. Letzteres erleichtert Belagerungen.

Die Minikarte bietet einige neue Funktionen, die wir über die Symbole darunter ansteuern. Hier lassen wir uns beispielsweise alle unsere Armeen anzeigen. Die werden dann auch gleich samt ihrer Stärke (Füllstand der Flaggen) auf der Karte markiert. Das ist nicht übermäßig wichtig, aber eine nette Komfortfunktion.

Wie in Empire stehen auch außerhalb der Städte wichtige Gebäude, die sich grob in drei Kategorien einteilen lassen: Bauernhöfe (erwirtschaften Nahrung), Häfen (dienen als Schiffswerften und Handelsposten) sowie Bauten, die besondere Vorteile bringen. Wenn wir etwa ein Pferdevorkommen erobern, dürfen wir fortan bessere Reiterei ausbilden. Piratennester bringen zähere Schiffe, Schulen steigern das Forschungstempo. Wenn unsere Streitmacht solche Bauten plündert, können wir die feindliche Wirtschaft schwächen, bevor wir die Provinz-Hauptstadt direkt angreifen.

Mönche verbreiten den Buddhismus. Das lohnt sich, denn die Einheitsreligion stimmt die Bürger fröhlicher. Ganz entgegen der buddhistischen Friedenslehre können die Glaubensbrüder allerdings auch Aufstände anzetteln, damit sich Städte erheben und Rebellenheere aufstellen. Armeen darf der Mönch demoralisieren, damit sie im Gefecht früher flüchten. Im Gegenzug inspiriert er verbündete Truppen, um ihre Moral zu erhöhen. Die geborenen Gegenspieler des Klerikers sind die christlichen Missionare, die im späteren Kampagnenverlauf an der japanischen Küste landen und mit ihren Jesus-Geschichten religiöse Unruhen schüren.

Das belagerte Osaka hält dem Bessho-Heer nur einige Runden lang stand, dann kapituliert die Stadt. Wir sollten ihr also tunlichst helfen oder einen Ausfall wagen. Die packenden Belagerungsschlachten laufen in Shogun 2 mehrstufig ab, siehe Seite 21.

stimmte Anzahl Bauplätze, auf denen wir entweder militärische (Bogenschützen-Dojos, Kavallerieställe, etc.) oder zivile Gebäude wie Tempel und Marktplätze hochziehen. Auch außerhalb der Städte stehen wichtige Bauten, etwa Häfen oder Bauernhöfe. Hinzu kommen Rohstoffe, die spezielle Boni bringen. Beispielsweise dürfen wir nur dann schwere Reiterei aufstellen, wenn wir eine Provinz mit besonders zähen Pferden erobern. Ein Waffenschmied erhöht die Kampfkraft aller in der Provinz rekrutierten Einheiten, ein Gebirgs-Unterschlupf die Erfolgschancen der einheimischen Ninjas. So bietet fast jede Provinz einen individuellen Vorteil, was uns ein wenig darüber hinwegtröstet, dass die Fraktionen keine individuellen Truppentypen mehr ins Feld führen. Jeder Clan rekrutiert dieselben Schützen, dieselben, Reiter dieselben Samurai. Das verringert die Vielfalt auf den Schlachtfeldern. GameStar 02/2011

Neben solchen regulären Kriegern bietet Shogun 2 wieder Spezialeinheiten. Unsichtbare Ninjas dienen als Spione, Auftragsmörder und Saboteure, zum Beispiel sprengen sie vor einer Belagerung die Burgtore. Die Gegenspieler der Schleicher sind die Metsuke-Agenten, die Armeen und Städte vor Attentaten schützen. Zudem können die Geheimpolizisten feindliche Siedlungen und Soldaten bestechen und so zum Seitenwechsel überreden. Rivalisierende Spezial­ einheiten dürfen sie vor Gericht zerren, um sie einige Runden lang festzusetzen. Dann wären da noch die Mönche, die die Kampfmoral von Armeen erhöhen und unzufriedene Bürger besänftigen. Gegnerische Städte dürfen sie zur Rebellion anstacheln, gegnerische Krieger demoralisieren. Die einzige Spezialeinheit, die wir nicht ausprobieren dürfen, ist die Geisha, die sich als Spionin oder Auftragsmörderin verdingt.

Durch erfolgreiche Aktionen steigen die Charaktere wie gehabt im Level auf. Neu ist, dass wir ihnen dann in einem Talentbaum neue Fähigkeiten spendieren dürfen. Ninjas etwa spezialisieren wir auf Spionage, Sabotage oder Attentate. Generäle dürfen wir unter anderem zu professionellen Landoder Seekriegern befördern. Denn die Heerführer dienen zugleich als Admirale, die Flotten befehligen. Dank der erweiterten Rollenspiel-Elemente lassen sich die Charaktere also an ihre Aufgaben anpassen – klasse! Und selbst unser ganzes Reich lernt im Spielverlauf dazu, denn im Menü mit dem blumigen Namen »Meisterschaft der Künste« schalten wir neue Fortschritte frei, ähn-

Mehr Rollenspiel hat noch keinem Titel geschadet. lich wie bei der Forschung in Empire. Dabei konzentrieren wir uns auf den Militärpfad »Bushido«, der etwa das Brandpfeil-Talent für unsere Bogenschützen bringt, oder den friedlichen »Weg des Chi«, der unter anderem unsere Wirtschaft stärkt. Der Anführer unseres Clans (also unser »Daimyo«) ist zugleich das Oberhaupt einer Familie. Söhne dienen als Heerführer, Töchter verkuppeln wir mit fremden Herrschern,

Mit 2,6 Millionen Einwohnern ist Osaka die drittgrößte Stadt Japans nach Tokio (8,4) und Yokohama (3,6).

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PREVIEW Titelstory

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Entlang der Mauer verteilen wir Bogenschützen, die Brandpfeile verschießen. Der Feind kontert mit Raketen, die den Wall in Brand stecken, aber nicht komplett zerbröseln.

Also müssen die feindlichen Krieger die Mauern erklettern. Das kann jede Einheit, Kavallerie muss dafür logischerweise absitzen. Leitern wären im alten Japan pure Science-Fiction.

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um Allianzen zu schmieden. Freilich nur, wenn wir mit normaler Diplomatie nicht weiterkommen: Wie in Empire unterbreiten wir anderen Clans in einem simplen Menü Vorschläge wie Handelsabkommen. Falls wir genügend Alliierte haben – oder keine brauchen –, verheiraten wir unsere Töchter mit Landsleuten, um an loyale Generäle zu kommen. Apropos Loyalität: Der Treuewert der Heerführer spielt eine wichtige Rolle, denn je weniger uns die Herren verbunden sind, desto schneller geben sie Bestechungsversuchen nach. Um die Ergebenheit eines Befehlshabers zu steigern, können wir ihm eines von vier Staatsämtern zuweisen, die überdies Boni bringen. Als »Beauftragter für die Kriegführung« etwa profitiert ein General von geringe-

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Wir ziehen unsere Bogenschützen auf die zweite Burgebene zurück, doch die Angreifer setzen unerbittlich nach und erklettern auch den zweiten Mauerring. Das wird eng ...

Auch an der anderen Flanke haben sich die Gegner inzwischen bis in den ersten Burghof vorgekämpft, unsere Naginata-Samurai werfen sich ihnen entgegen – unter hohen Verlusten.

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In einer historischen Belagerungsschlacht verteidigen wir die Burg Kofu gegen zahlenmäßig überlegene Angreifer. Die Festung besteht aus drei Verteidigungsringen – die auch gerade so reichen.

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Bei ihrem Vorstoß erobern die Gegner immer wieder Kontrollpunkte. So öffnen sie die Burgtore und übernehmen noch dazu die automatischen Geschütztürme der Festung.

ren Rekrutierungskosten, außerdem laden die Spezialtalente seiner Einheiten im Gefecht schneller nach. Unser Daimyo selbst hat keinen Loyalitätswert (er kann sich ja nicht selbst verraten), sondern ein Ehrekonto. Das steigt, wenn wir Schlachten gewinnen und Städte friedlich erobern. Falls wir hingegen Niederlagen kassieren und Siedlungen ausplündern, um mehr Gold zu verdienen, fällt das Herrscheransehen – was die Loyalität unserer Generäle verringert und diplomatische Verhandlungen erschwert. Außerdem wirkt sich die Ehre auf die Bekanntheit unseres Clans aus. Erst wenn wir berühmt sind, können wir zum Shogun (obersten Heerführer) aufsteigen und die Kampagne gewinnen. Das geht aber nicht zwischen Acht und Ta-

Die Entscheidungsschlacht steigt direkt vor dem Hauptgebäude: Mit vereinten Kräften schlagen unsere Überlebenden samt General den Feind zurück – ein knapper Sieg.

gesschau, erstmal wollen viele Provinzen erobert und Schlachten geschlagen werden. Gutes Stichwort: die Schlachten. Im Gegensatz zu Empire bietet Shogun 2 keine 300 Truppentypen mehr, sondern nur noch 30. Deren Stärken und Schwächen greifen je-

Die besten Belagerungen seit Medieval 2. doch bestens ineinander, auch wenn die Balance noch wackelt. Sturmangriffe mit Reiterei etwa erscheinen uns zu schwach, Samurai-Bogenschützen teilen im Nahkampf zu stark aus, Brandpfeile richten zu viel Schaden an. Doch – gestatten Sie uns

Die längste Belagerung der Geschichte dauerte 21 Jahre: Von 1648 bis 1669 belagerte Venedig die Stadt Candia auf Kreta – erfolglos.

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Titelstory PREVIEW

Details einer Seeschlacht: Bei Entermanövern springen unsere Soldaten an Bord des Feindschiffs (1), Pfeile bleiben in Rümpfen stecken (2)

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bitte diesen abgenutzten Ausdruck – die Schere-Stein-Papier-Mechanik funktioniert. Yari-Speerträger spießen Kavallerie auf, müssen sich aber vor schwertbewehrten No-Dachi-Samurai hüten, die ihrerseits kein Licht gegen Reiterei sehen, die ihnen in den Rücken fällt. Außerdem gibt’s viele Spezial­ talente, Yari-Infanterie etwa kann einen Speerwall bilden, um sich Reiter vom Leib zu halten. Fernkämpfer dürfen sich zu Schlachtbeginn hinter Metallschilden oder Bambuszäunen verschanzen. Die Schilde halten Beschuss, die Zäune Reiterei ab. Letzteres sieht allerdings dämlich aus, herangaloppierende Pferde werden wie Flipperkugeln nach links oder rechts abgelenkt. Da sollte Creative Assembly noch eine Zurückscheu-Animation einbauen. Generäle erhöhen wie in Napoleon die Kampfmoral naher Bataillone, damit die Soldaten bei Verlusten nicht so schnell flüchten. Außerdem haben die Befehlshaber neue Fähigkeiten. Mit dem »Hold fast«-Talent erhöhen sie etwa die Verteidigungsstärke naher Einheiten – ein wichtiger Vorteil bei Abwehrschlachten.

Brüstung. Wenn feindliche Krieger die Mauer erreichen, können sie hinaufklettern – ganz ohne Leitern. Kavallerie muss hierzu logischerweise absitzen. So gelangen gegnerische Nahkämpfer in die Burg, wir werfen ihnen unsere eigenen Samurai entgegen, während wir die Bogenschützen auf die nächsthöhere Ebene zurückziehen, die der Angreifer dann ebenfalls unter Pfeilbeschuss stürmen muss. So zermürben wir selbst zahlenmäßig überlegene Invasoren, zumal die bei ihrem Vorstoß auch noch Kontrollpunkte einnehmen sollten, um Tore zu öffnen und Geschütztürme zu übernehmen. Die Entscheidungsschlacht steigt dann im Innenhof, wo unsere überlebenden Truppen die Feindreste zurückschlagen. Als Angreifer drehen wir den Spieß um und drängen den Feind Mauerring um Mauerring zurück. Erschwert werden die Belagerungen dadurch, dass die alten Japaner keine Katapulte einsetzen. Und

Schießpulver-Waffen wie Kanonen und Musketen bekommen sie nur, wenn sie sich mit den christlichen Missionaren gut stellen, die im späteren Kampagnenverlauf in Japan eintreffen. Doch selbst die dickste Kanone kann die Burgmauern nicht komplett zerstören, sondern nur ankratzen, um die darauf postierten Verteidiger zu erledigen. Wir kommen also nicht darum herum, mit unseren Nahkämpfern den Wall zu erklettern, um die Verteidiger auszuschalten. Es sei denn, wir haben zuvor auf der Strategiekarte mit einem Ninja die Burgtore gesprengt. So kämpfen wir uns Mauerring um Mauerring zum Burgkern vor – unter hohen Verlusten, versteht sich. Eine gut verteidigte Festung zu erobern, ist dadurch unglaub-

Belagerungen laufen in Shogun 2 mehrstufig ab, denn jede Festung verfügt über bis zu fünf Mauerringe, die der Angreifer stürmen muss. Erst wenn er den Kontrollpunkt im Innenhof erobert, hat er gewonnen. In unserer Preview-Version können wir »dreistufige« Burgen sowohl angreifen als auch verteidigen. Beides macht einen Heidenspaß. Bei Abwehrschlachten postieren wir zunächst unsere Bogenschützen entlang der Mauer, um Feinde mit Pfeilsalven zu begrüßen. Die Aufstellung klappt komfortabler als im fummeligen Empire, brav bilden die Fernkämpfer Zweierreihen entlang der Attentate illustriert Shogun 2 wieder mit Filmchen, hier schaltet unser Ninja einen feindlichen Metsuke aus. GameStar 02/2011

Das Wort »Ninja« bedeutet »Verborgener«.

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PREVIEW Titelstory versprechen die Entwickler die intelligentesten Feinde der Seriengeschichte. Tatsächlich haben die Feinde im Vergleich zum Vorgänger Napoleon, der ja selbst schon eine Intelligenzsteigerung brachte, nochmals dazugelernt. Wenn wir etwa mit Reiterei von hinten auf ein feindliches BogenschützenRegiment zustürmen, drehen sich die Fernkämpfer um und schicken unseren Reitern einen Pfeilhagel entgegen – auch gerne in Form von Brandgeschossen, die Gegner setzen nämlich auch Spezialfähigkeiten ein. Und beim Burgensturm schaffen sie es tatsächlich, unsere Truppen Mauerring um Mauerring zurückzudrängen. Aber die Computerjapaner leiden eben auch unter groben Aussetzern. Bei Feldschlachten lassen sie ihren General (!) manchmal alleine (!!) unseren Truppen entgegen galoppieren, während ihr Heer ans andere der Karte

So sieht in Shogun 2 die ideale Verteidigungslinie aus: Unsere SamuraiMusketiere verschanzen sich hinter Bambuszäunen (oben), unsere YariKrieger bilden einen Speerwall und spießen feindliche Katana-Reiterei auf.

Die Gegner stürmen ins Verderben – mal wieder.

lich befriedigend, was die Belagerungen zu einem Glanzlicht von Shogun 2 macht. Seit Empire ist es in der Total War-Serie üblich, dass wir Seeschlachten selbst befehligen dürfen. Weil die alten Japaner keine Segel-, sondern Ruderboote schippern, spielt die Windrichtung dabei keine Rolle mehr. Auch unterschiedliche Munitionsarten (Kettenkugeln, etc.) sind in Shogun 2 Fehlanzeige, die Schiffe beschießen sich mit Pfeilsalven. Das vereinfacht die Seegefechte, was uns gut gefällt. Schließlich führten der Wind und die Munitionswechsel in Empire zu viel Mikromanagement. Zudem erlauben die Gefechte in Shogun 2 trotzdem taktische Finessen. So gibt’s Boote in unterschiedlichen Größen, die allesamt ihren Nutzen haben. Die kleinen Bow Kobayas etwa sind nicht nur schnell, sondern dürfen gegnerische Pötte auch mit Brandpfeilen beschießen. So fackeln sie selbst größere Kähne ab. Die schwimmenden Bune-Festungen haben dafür besonders viele Soldaten an Bord und glänzen bei den – im Vergleich zu Empire viel wichtigeren – Entermanövern. So können die Bunes mit ihrem »Kampfschrei«-Talent gegnerische Schiffe einschüchtern und verlangsamen, um längsseits zu gehen. Dann springen ihre Soldaten an Deck und schnetzeln die Besatzung. Eroberte Kähne dürfen wir nach der Schlacht in Häfen reparieren und gegen ihre ehemaligen Besitzer einsetzen. Aber natürlich nur, wenn wir uns die hohen

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Schiffs-Unterhaltskosten leisten können. Darüber hinaus verspricht Creative Assembly, dass es in Shogun 2 Angriffe auf Küstenfestungen geben wird, die wir mit Kanonenschiffen knacken, den mächtigen Oatakebune. Selbst in Augenschein nehmen konnten wir diese See-Belagerungen noch nicht, sie klingen aber interessant. Vor allem, wenn wir neben der Festung auch noch eine KI-Flotte ausschalten müssen. Womit wir bei einer möglichen Schwäche von Shogun 2 wären: Der KI, die traditionsgemäß nicht gerade zu den Glanzlichtern von Total War zählt. Für den Japan-Krieg

marschiert. Bei Belagerungsangriffen laufen Regimenter planlos hin und her; abgesessene Reiter warten außerhalb der Burg, statt ins Innere zu kraxeln; demoralisierte Feinde flüchten nicht, sondern bleiben wie angewurzelt stehen. KI-Verteidiger wiederum wagen selbst mit deutlich unterlegen Truppen Ausfälle. Dabei hätten sie bessere Chancen, wenn sie ihre Einheiten in der Burg versammeln und uns ins Abwehrfeuer locken würden. Und bei Seeschlachten verhaken sich Feindschiffe hin und wieder ineinander. All diese Probleme sollte Creative Assembly noch in den Griff bekommen. Allerdings ist Shogun 2 derzeit noch nicht einmal in der Beta-Phase, bis zum Verkaufsstart im März haben die Entwickler also noch drei Monate Zeit, an der KI zu feilen. Apropos Beta: Bei Empire hatte Creative Assembly einen Mehrspieler-Patch für den Rundenfeldzug nachgeschoben, der nie über das Beta-Stadium hinaus kam. Erst NaKleine Kobayas (rechts) können als einzige Schiffsklasse Brandpfeile verschießen und so selbst größere Kähne wie dieses Medium Bune abfackeln.

Aufgrund seines geraden Wachstums und seiner gesunden grünen Farbe gilt Bambus in Japan als Symbol der Reinheit.

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Titelstory PREVIEW

»Diesmal gibt‘s keine Bugs.« Seine Kollegen nennen Mike Simpson liebevoll den »Paten« von Total War. Wir stellen dem Creative Director von Creative Assembly mehr oder weniger kreative Fragen zur Vergangenheit und Zukunft der Serie. Und zu Shogun 2, versteht sich. GameStar Glaubst du, dass ihr mit dem fehlerhaften Empire Vertrauen verspielt habt? Mike Simpson Ja, verbuggte Spiele kosten immer Vertrauen. Wir können es nur zurückgewinnen, indem wir fehlerfreie Spiele veröffentlichen, und das ist ein Drahtseilakt: In den letzten Monaten fügen wir so vieles hinzu, trotzdem müssen wir uns irgendwann auf die Bugsuche konzentrieren. Bei Empire hat das nicht geklappt, weil wir zu viel wollten. Shogun 2 ist schon jetzt viel fertiger als Empire damals, deshalb erwarte ich diesmal keine Bug-Probleme. Warum ������������������������ entwickelt ihr eigentlich Shogun 2 statt, sagen wir, Rome 2 oder Medieval 3? Weil wir’s wollten. Im ersten Shogun konnten wir so vieles nicht richtig umsetzen, dass wir noch mal ran mussten. Für ���������������������������� Europäer könnte das Szenario allerdings uninteressant sein. Schließlich ist das alte Japan so ... alt. Und so weit weg.

Nicht ��������������������������� so weit, wie man denken könnte. Dieses Zeitalter hat die moderne Kultur entscheidend beeinflusst. Und zwar nicht nur die japanische, sondern auch die westliche. Denkt nur an Samurais, Ninjas, Geishas – all das entstammt dieser Zeit. Und wie bringt Shogun 2 die Total-War-Serie voran? Die größten Fortschritte macht es sicherlich bei der KI und beim Mehrspieler-Modus. Warum hattet ihr mit der KI in der Vergangenheit der Serie so große Probleme? Bei ������������������������� Empire haben wir versucht, die KI zu einem gleichwertigen Gegner für den menschlichen Spieler zu befördern. Dabei stießen wir auf viele Probleme. Beispielsweise unterschieden sich die Schlachten von Empire deutlich von denen der Vorgänger, plötzlich gab’s ordentliche Schützenreihen statt klassischer Nahkämpfe. Wir haben lange gebraucht, um das in unsere Köpfe zu kriegen

poleon lieferte die Multiplayer-Option zum Verkaufsstart mit, allerdings für eher uninteressante Kleinkampagnen. Shogun 2 soll nun gleich zwei neue Modi bringen. Der erste ist eine Koop-Funktion für den regulären Feldzug, in dem zwei Spieler gemeinsam um Japan ringen. Jeder davon führt auf der Strategiekarte einen eigenen Clan und kann seinem Kameraden unter anderem Geld schicken. Echtzeit-Schlachten können sie gemeinsam befehligen, indem sie ihre Truppen untereinander aufteilen. Beispielweise bringt ein General die Hauptarmee in Verteidigungsstellung, während der andere dem Gegner mit Reiterei in die Flanke fällt. In der zweiten neuen Multiplayer-Variante erstellt jeder Teilnehmer zunächst einen

und umzusetzen. In Shogun 2 kehrt die KI zum Mix aus Nahund Fernkampf zurück, mit dem wir uns auskennen. Und die Kampagnen-KI, die wir anhand unserer eingeschränkten Preview-Version noch nicht beurteilen können? Die ������������������������ Kampagnen-KI von Empire war so komplex, dass es ewig dauerte, ihr das Chaos auszutreiben. In Shogun 2 zahlt sich diese Arbeit nun endlich aus: Die Gegner sind fordernd und schlagen mich auf den höheren Stufen regelmäßig. Derzeit feilen wir am Verhalten der Spezialeinheiten und tarieren die Aggressivität der Feinde aus. Die Schlachten selbst werden in Shogun 2 aber wieder ein Stück simpler, weil es weniger Einheiten­typen gibt. Es klingt zwar paradox, aber dadurch entfaltet Shogun 2 sogar mehr Vielfalt. Denn die Regimenter lassen sich viel besser individualisieren als in den Vorgängern. So gibt es mehrere

Anführer, dessen Gesicht und Logo er selbst basteln kann. Dieser General führt dann auf einer abgewandelten Strategiekarte eine kleine Startarmee ins Feld. Sein Ziel: Den Herrschaftsbereich ausdehnen, indem er die Multiplayer-Gegner angreift. Eroberte Provinzen bringen Geld, Kampfboni oder Stützpunkte, an denen man Nachschub rekrutieren kann. Zugleich sammelt der Befehlshaber durch Siege Erfahrung, steigt im Level auf, schaltet immer prachtvollere Rüstungen frei und kann neue Talente lernen. So erhöht er beispielsweise die Kampfkraft seiner Kavallerie-Leibgarde oder die Reichweite seiner Jeder Spezialcharakter (hier ein General) hat einen Talentbaum, in dem wir ihn spezialisieren. Jede Fähigkeit lässt sich bis zu dreimal steigern, was Spezialisierungen ermöglicht.

Wege, ihnen Kampfboni zu spendieren, etwa über erforschte Technologien, Generalstalente, errichtete Gebäude, Clan-Fähigkeiten und so weiter. Im Vergleich dazu unterschieden sich die über 100 Truppentypen von Empire fast gar nicht. Neben ����������������������������� Starcraft und Civilization ist Total War die letzte große Strategieserie. Wie siehst du die Zukunft des Genres? Es wird häufig gesagt, dass der Markt für PC-Strategiespiele schrumpft, aber das stimmt nicht. Er dürfte sogar so groß sein wie noch nie, die Fangemeinde von Total War wächst ständig. Außerdem gab es eine Art stille Explosion der Spielerzahlen, nämlich durch Facebook. Dort spielen Millionen Menschen – und zwar Strategiespiele! Das wiederum führt dazu, dass viele dieser Spieler auch mal »richtige« Strategietitel ausprobieren wollen. Das macht sogar meine 70jährige Tante. Danke für das Gespräch.

Bogenschützen. Erfahrene Regimenter lassen sich zudem zu besonders schlagkräftigen Veteranen befördern, sodass sich die Spieler Elitearmeen heranzüchten können. Insgesamt ähnelt diese Variante einer »Kampagne light«, richtige Reichsverwaltung samt Gebäudebau fehlt nämlich. Wir halten den Koop-Modus daher für vielversprechender – freilich nur für eingefleischte Strategen, die genügend Zeit mitbringen, um tage- oder sogar wochenlang an einer einzigen Kampagne zu spielen. Shogun wird man ja nicht mal eben über Nacht, auch nicht im Tandem. GR

Ganbatte! Michael Graf Redakteur micha@gamestar.de

Der Duden definiert »Potenzial« als »Gesamtzahl aller Möglichkeiten«. Eine Potenzialwertung »Ausgezeichnet« bedeutet also: Wenn Shogun 2 all seine Möglichkeiten nutzt, wird es ein exzellentes, motivierendes Strategiespiel. Und das wiederum heißt, dass die Entwickler unbedingt noch die KI-Probleme in den Griff kriegen müssen. Dann kann ich auch die geringe Truppenvielfalt verschmerzen, zumal ich seit Medieval 2 keine so packenden PC-Belagerungen mehr erlebt habe. Also, Creative Assembly, auf zum Endspurt! Oder, wie man in Japan sagt: »Ganbatte!«, zu Deutsch: »Gebt euer Bestes!« Potenzial: Ausgezeichnet

GameStar 02/2011

Bundeswehr-Offiziere dürfen sich nur bei multinationalen Einsätzen »General« nennen.

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Termin-Update

Termin-Update

Spiel

Age of Empires Online Echtzeit-Strategie Alice: Madness Returns Actionspiel Arcania: Fall of Setarrif Rollenspiel-Addon Assassin’s Creed: Brotherhood Action-Adventure Back to the Future Adventure Batman: Arkham City Actionspiel Battlefield Play4Free Multiplayer-Shooter Bioshock Infinite Ego-Shooter Black Mirror 3 Adventure Black Prophecy Online-Weltraumspiel Bloodline Champions Online-Rollenspiel Brink Multiplayer-Shooter Bulletstorm Ego-Shooter Company of Heroes Online Echtzeit-Taktik Crysis 2 Ego-Shooter Darkspore Action-Rollenspiel Das Schwarze Auge: Demonicon Rollenspiel Dawn of War 2: Retribution Echtzeit-Taktik Dead Space 2 Actionspiel Defense of the Ancients 2 Strategiespiel Deponia Adventure Deus Ex: Human Revolution Rollenspiel-Shooter Diablo 3 Action-Rollenspiel Die Sims: Mittelalter Strategiespiel Dirt 3 Rennspiel Dragon Age 2 Rollenspiel Drakensang Online Action-Rollenspiel Driver: San Francisco Rennspiel Duke Nukem Forever Ego-Shooter Dungeons Strategiespiel Dungeon Siege 3 Action-Rollenspiel Elder Scrolls 5: Skyrim Rollenspiel Fable 3 Rollenspiel F.E.A.R. 3 Ego-Shooter Fifa Online Online-Sportspiel Firefall Online-Rollenspiel Ghost Recon: Future Soldier Taktik-Shooter Guild Wars 2 Online-Rollenspiel HdR: Der Krieg im Norden Action-Rollenspiel Homefront Ego-Shooter Hunted: Schmiede der Finsternis Action-Rollenspiel Mass Effect 3 Rollenspiel Max Payne 3 Actionspiel Might and Magic: Heroes 6 Rundenstrategie Mytheon Online-Rollenspiel Operation Flashpoint: Red River Taktik-Shooter Portal 2 Actionspiel Rage Ego-Shooter Shogun 2: Total War Strategiespiel Spec Ops: The Line Actionspiel Starcraft 2: Heart of the Swarm Echtzeit-Strategie Star Wars: The Old Republic Online-Rollenspiel Stronghold 3 Aufbauspiel Test Drive Unlimited 2 Rennspiel The Secret World Online-Rollenspiel The Witcher 2: Assassins of Kings Rollenspiel Tomb Raider 9 Actionspiel Warhammer 40k: Dark Millennium Online-Rollenspiel Warhammer 40k: Space Marine Actionspiel You don’t know Jack Quizspiel

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Robot Entertainment Spicy Horse Spellbound Ubisoft Montreal Telltale Rocksteady Easy Irrational Games Cranberry Reakktor Media Stunlock Studios Splash Damage People can fly Relic Crytek Maxis Silver Style Relic Visceral Games Valve Daedalic Eidos Montreal Blizzard The Sims Studio Codemasters Bioware Bigpoint Ubisoft Reflections Gearbox Realmforge Obsidian Bethesda Lionhead Day 1 Electronic Arts Red 5 Studio Ubisoft Paris Arenanet Snowblind Kaos Studios inXile Bioware Rockstar Vancouver Black Hole Petroglpyh Codemasters Valve id Software Creative Assembly Yager Blizzard Bioware Firefly Eden Games Funcom CD Projekt Red Crystal Dynamics Vigil Games Relic Jellyvision

12/10 – – 08/10, 12/10, 02/11 – 12/10, 02/11 – 12/10 – – – 04/10 – – 04/10, 08/10, 02/11 – – 02/11 03/10, 08/10 – 09/09 12/08, 08/10, 10/10 12/08, 11/09, 11/10, 01/11 – 01/11 09/10 02/11 – 01/00, 07/01, 07/09, 12/10 01/11 02/11 – 08/10 – – – – 07/10, 10/10 06/10 08/10 05/10 – 06/09 10/10 – 10/10 08/10 10/09, 07/10 08/10, 11/10, 02/11 02/10 – 12/08, 08/09, 02/10, 01/11 09/10 06/10 06/10 06/10, 10/10 – – – –

Sehr gut – – Sehr gut – – – – – – – – – – Ausgezeichnet – – Sehr gut – – – – Sehr gut – Sehr gut – – – Sehr gut Gut – – – – – – – – – – – – – – Gut – – – Ausgezeichnet – – Gut – Gut – – – – – –

2011 2011 2011 1. Quartal 2011 Dezember 2010 4. Quartal 2011 1. Quartal 2011 2012 1. Quartal 2011 1. Quartal 2011 1. Quartal 2011 1. Quartal 2011 25. Februar 2011 1. Quartal 2011 24. März 2011 Februar 2011 2012 März 2011 27. Januar 2011 2011 2011 Februar 2011 2012 1. Quartal 2011 2. Quartal 2011 11. März 2011 2011 1. Quartal 2011 2011 1. Quartal 2011 2011 11. November 2011 1. Quartal 2011 25. März 2011 2011 2. Quartal 2011 1. Quartal 2011 2011 2011 8. März 2011 2011 4. Quartal 2011 2011 1. Quartal 2011 1. Quartal 2011 2. Quartal 2011 18. April 2011 15. September 2011 März 2011 – 2011 2011 April 2011 11. Februar 2011 2011 17. Mai 2011 2011 2011 3. Quartal 2011 2011

In dieser Ausgabe erstmals vorgestellt. Aktualisierte Daten; rote Schrift zeigt, was sich geändert hat. Eine Potenzialeinschätzung vergeben wir nur bei »Angespielt«- Previews. Für »Angeschaut«- Artikel gibt es keine Wertung.

GameStar 02/2011

Preview Termin-Update

Das kommt im Januar Assassin’s Creed: Brotherhood Was sich in der PC-Version gegenüber den Konsolenfassungen des Spiels verbessert, haben wir selbst ausprobiert.

Tron Evolution Dungeons Dead Space 2 Spellforce 2: Faith in Destiny

Warner Interactive Kalypso Electronic Arts Jowood

20.01.2010 27.01.2010 28.01.2010 Januar 2011

Wie wir bewerten: Wir bewerten das Potenzial eines Spiels in drei Stufen: Gut, Sehr gut und Ausgezeichnet. Allerdings nur Titel, die von uns (möglichst lange) angespielt wurden. Haben wir vielversprechende Spiele nur bei Präsentationen oder auf Screenshots angeschaut, gibt’s keine Potenzial-Note. Ausgezeichnet: Diese Einstufung gibt es nur für weit fortgeschrittene Spiele mit Potenzial auf eine hohe 80er-Wertung oder gar einen der seltenen 90er. GameStar 02/2011

Sehr gut: Dieses Potenzial attestieren wir allen Spielen, die wir für sehr vielversprechend halten. Auch mögliche Superhits, die wir noch nicht ausführlich genug selbst spielen konnten, bekommen vorerst nur ein »Sehr gut«. Gut: Spiele mit »gutem« Potenzial sollten Sie unbe­dingt im Auge behalten, denn für Genrefans kommt mit einiger Sicherheit ein spannender Titel heraus. Und mit deutlichem Tuning ist bis zum Erscheinungstag sogar noch mehr drin.

Rang 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25

Spiel Diablo 3 Dragon Age 2 Crysis 2 Deus Ex: Human Revolution Battlefield 3 The Witcher 2: Assassins of Kings Mass Effect 3 Duke Nukem Forever Star Wars: The Old Republic Guild Wars 2 Assassin’s Creed: Brotherhood Batman: Arkham City Half-Life 2: Episode 3 Assassin’s Creed 3 Portal 2 Dead Space 2 Total War: Shogun 2 Bioshock Infinite Das Schwarze Auge: Demonicon Risen 2 Starcraft 2: Heart of the Swarm The Elder Scrolls 5: Skyrim Grand Theft Auto 5 Might & Magic Heroes 6 Doom 4

Tendenz

Vormonat 1 7 2 4 8 9 6 4 15 16 10 11 14 12 20 24 19 17 – 23 18 – 25 – –

Quelle: Mitmachkarten GameStar-Ausgabe 01/11

Darauf warten die GameStar-Leser

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PREVIEW Vorschau 2011

Auf welche Programme dürfen sich PC-Spieler 2011 freuen? Wir stellen die wichtigsten Titel und Geheimtipps vor. Zudem kürt jeder GameStar-Redakteur seinen Favoriten. Von Nico Stockheim, Daniel Abel und Daniel Raumer

Dragon Age 2 Rollenspiel - Bioware / Electronic Arts »Wenn du wirklich wissen willst, wie die Le­ gende begann, lass es mich dir erzählen ...«, beginnt der Zwerg Varric die Schilderung der Ereignisse in Dra­ gon Age 2. Schon im März erscheint der Nachfolger zum Rollen­ spiel-Hit Dragon Age: Origins. Derzeit wird heiß diskutiert, ob er die Qualität des Vorgängers erreicht und, schwerwiegender, ob Dragon Age 2 noch ein klassisches Rollenspiel wird. Die Spekulation ist nicht ganz unberechtigt, da uns einige Veränderungen erwarten. Kämpfe sollen wesentlich rasanter und actionreicher ausfallen, und statt eine Origins-Geschichte auszuwählen, gibt es nur einen Helden: Hawke. Dessen Ge­ schichte wird in Rückblicken erzählt. Hawke und seine Historie

Zu Beginn wählen wir Hawkes Charakterklasse. Hier ist er eindeutig als ­Magier zu erkennen.

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Nico Stockheim: »Bioware ist ein Gütesiegel, und die Actionkur hat auch bei Mass Effect gewirkt. Ich bin sicher: Dragon Age 2 kann nur super werden!«

sind noch das größte Geheimnis von Dragon Age 2, hier hält sich Bioware bedeckt. Kleines Veteranen-Bonbon: Entscheidungen aus den Spielständen des Vorgängers werden Einfluss auf die Spielwelt von Dragon Age 2 haben. Prognose: Je nachdem, wie gravierend die Änderungen in der Spielmechanik letztendlich ausfallen, könnten viele Fans ent­ täuscht werden, während andere die flüssigeren Kämpfe viel­ leicht sogar begrüßen. Die Story und ihre Charaktere werden mit Sicherheit die gewohnt hohe Qualität erreichen. Grafisch wünschen wir uns allerdings noch etwas Verbesserung. Termin: 11. März 2011

Neue Gefährten gibt es natürlich auch. Die Piratin Isabela dürfte Origins-Spielern noch bekannt sein.

Nach den chinesischen Tierkreiszeichen sind im Jahr des Drachen Geborene besonders leicht zu erregen und hartnäckig.

GameStar 02/2011

Vorschau 2011 PREVIEW

Rage Ego-Shooter - id Software / Bethesda Wenn id Software nach all den Jahren wieder ein PC-Spiel entwickelt, ist das al­ lein schon ein Grund, es sich näher an­ zusehen. Wenn es dabei auch noch so unverschämt gut aussieht, dann ist der Platz unter den Topspielen 2011 schon so gut wie sicher. Die Macher der Quakeund Doom-Reihen arbeiten seit mehreren Jahren an Rage. Der Ego-Shooter mit End­zeitszenario ist bereits seit Sommer 2007 angekündigt, soll aber im Septem­ ber 2011 wirklich erscheinen. Das Spiel hat alle Vorraussetzungen für einen Hit:

ein spannendes Szenario und ein abwechslungsreiches Spielprinzip. Die Zeiten der stupiden Ballerei will id zumindest für Rage hinter sich lassen, hier müssen Sie entdecken, erforschen, handeln und mit den in­ sgesamt vier unterschiedlichen Fraktionen paktieren. Prognose: GameStar-Redakteur Christian Schmidt, als geborener Franke eigentlich nicht zu Gefühlen wie überbordender Eu­ phorie fähig, war sich in seiner letzten Rage-Preview absolut sicher: »Wenn das kein Hit wird, dann fresse ich einen Be­

Christian Schmidt: »Für mich ist 2011 kein anderes Spiel so spannend wie Rage, weil es das Beste aus GTA, Call of Duty und Need for Speed (!) zum Shooter des nächsten Jahrzehnts verbinden dürfte. Und es sieht umwerfend gut aus!«

sen.« Bei allem, was die Erfinder des EgoShooters vom Spiel bisher gezeigt haben, fällt es auch wirklich schwer, diese An­ sicht nicht zu teilen. Eins können wir also jetzt schon verkünden: Der nächste Sep­ tember wird auf jeden Fall bombig! Termin: 15. September 2011

Sie kämpfen mit oder gegen vier unter­ schiedliche Fraktionen.

Die Grafik von Rage ist die beste Werbung für die hauseigene Engine idTech 5.

Operation Flashpoint: Red River

Might & Magic Heroes 6

Taktik-Shooter - Codemasters / Codemasters

Rundenstrategie - Black Hole / Ubisoft

Taktik-Shooter statt Militärsimulation, Multiplayer nur noch als Vier-Spie­ ler-Koop, dafür aber mehr Story in der Kampagne: Code­ masters verabschie­ Tadschikistan, der Schau­ platz von Red River, ist det sich mehr und ländlich und staubig. mehr vom Ur-Spiel­ konzept des Na­ mensgebers Operation Flashpoint, hat offenbar aus manchen Kritikpunkten des Vorgängers Dragon Rising gelernt und schickt Sie 2011 auf Seiten der US-Armee nach Tadschikistan. Dort ste­ hen Sie nicht nur aufständischen Rebellen, sondern auch der chinesischen Volksbefreiungsarmee gegenüber.

Obwohl Ubisoft den Namen der Serie umgestellt hat, ist Might & Magic Heroes 6 ein waschechter Teil der Serie. Fans müssen also keine größeren Änderungen im Spieldesign befürchten, auch wenn die sammelbaren Rohstoffe spürbar reduziert werden. Die Geschichte von Heroes 6 beginnt 400 Jahre vor Teil 5.

Prognose: Das Senken des Anspruchs könnte der richtige Schritt sein, um aus Red River ein abgeschlosseneres Spiel als den Vorgänger zu machen und so die Taktik-Shooter-Lücke zu schließen, die das neue Ghost Recon möglicherweise hinter­ lässt. Andererseits hätten sich Fans des ersten Operation Flash­ point lieber eine Annnährung an den Klassiker gewünscht. Termin: 11. März 2011 GameStar 02/2011

Prognose: Neuerungen muss man in Might & Magic Heroes 6 mit der Lupe suchen, dafür wissen Fans aber auch, was sie er­ wartet und dürften blind zugreifen können. Termin: März 2011

Das erprobte Runden­ kampfsystem bleibt unangetastet.

Rage rückwärts buchstabiert heißt Egar. Egar.de ist eine Internetseite, die Tippfehler im Web aufspürt.

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PREVIEW Vorschau 2011

F.E.A.R. 3 Ego-Shooter - Day 1 / Warner Bros Fettel kann nur im Koop-­

Neues Studio, neues Glück: Der dritte Teil des Modus gespielt werden. Ego-Shooters F.E.A.R. kommt nicht mehr vom Serienerfinder Monolith, sondern von Day 1, wartet aber trotzdem mit etlichen alten Bekannten auf. Horror-Göre Alma, inzwischen zur Frau gewor­ Prognose: Teil 3 kann sich in Sachen Brutalität mit den Vorgängern den, erwartet Nachwuchs – das wollen die Brüder Point Man messen. Bleibt zu hoffen, dass auch das Horrorgefühl stimmt­, und Paxton Fettel verhindern. Alleine ballern Sie sich mit Erste­ sonst verkommt F.E.A.R. 3 zur dumpfen Brutalo-Ballerorgie. rem durch die Levels, im Koop – der größten Neuerung von F.E.A.R. 3 – übernimmt Ihr Mitspieler die Rolle von Fettel. Termin: 25. März 2011

Fable 3

Die Hauptfigur ist einer der Söhne des Helden aus Fable 2.

Rollenspiel - Lionhead Studios / Microsoft Der zweite Teil von Peter Molyneuxs Rollenspielserie Fable er­ schien zwar exklusiv auf der Xbox 360, in Fable 3 dürfen aber auch PC-Rollenspieler endlich wieder durch das Fantasy-Reich Albion ziehen. Allerdings erst mit dreimonatiger Verspätung. König Logan, einer der beiden Söhne des Fable 2-Helden, hat das Land in den Ruin regiert. Als Bruder oder wahlweise Schwester von Logan zetteln Sie eine Revolution an, um Albion letztlich als neuer Herrscher wieder zu altem Ruhm und Ehre zu führen oder selbst zum Tyrannen zu werden.

Prognose: Die be­ reits veröffentlichte Konsolenversion zeigt: Fable 3 ist (mal wieder) nicht das Über-Rollen­ spiel, das der Dampfplauderer Molyneux (mal wieder) versprochen hat, der Titel wird aber dank spannender Story und unendlich vielen Ne­ benquests und -aufgaben über Wochen unterhalten. Termin: 28. Februar 2011

Deus Ex: Human Revolution Rollenspiel-Shooter - Eidos Montreal / Square Enix Beim Namen Deus Ex haben Spieleveteranen heute noch Freu­ dentränen in den Augen, denn zumindest der erste Teil gilt als Meilenstein: Die spielerische Freiheit stellt bis heute eine Refe­ renz, zumal bei Deus Ex die wichtigsten Elemente von Rollen­ spiel und Shooter mit einer unglaublich komplexen und span­ nenden Handlung verknüpft wurden. Ein schweres Erbe also, das Deus Ex: Human Revolution antritt. Wie in den Vorgängern wollen die Entwickler das Beste zweier Genres vereinen: die Action eines Ego-Shooters gepaart mit der Entscheidungsfrei­ heit und dem Umfang eines Rollenspiels. Deus Ex: Human Re­ volution spielt ein Vierteljahrhundert vor dem ersten Teil und will uns mit den An­ fängen der künstlich aufgepeppten Mensch­heit vertraut machen. Es ist an Ihnen­, sich in der Rolle von Adam Jensen durch das undurchsichtige Wirrwarr von Bürgerkrieg, Regierungsverschwörungen und Geheimbünden zu schlagen, um ein globales Komplott aufzudecken. Wie tief ist Adams Arbeitgeber, der größte Her­ steller von kybernetischen Implantaten, darin verwickelt?

ben. Einzig die Grafik des Spiels ist bisher noch nicht auf Referenzniveau. Verzeihlich, wenn der Rest des Spiels stimmt­. Und darauf deutet ja eigentlich alles hin. Termin: 28. Februar 2011 Heiko Klinge: »Ich liebe Rollenspiele, ich liebe intelligent erzählte Science Fiction, ich liebe es, wenn ein Spiel mir die Wahl lässt, und ich liebe das erste Deus Ex. Eigentlich logisch, auf welches Spiel ich mich 2011 am meisten freue, oder?«

Prognose: Eidos Montreal ist mit Hu­ man Revolution auf einem guten Weg: Die Geschichte soll spannend und tiefgründig werden, für jeden Mit unseren Tarn-Upgrades ver­ Auftrag wird es laut der Entwick­ schmelzen wir gleich einem Chamä­ ler verschiedene Lösungswege ge­ leon mit dem dunklen Hintergrund. 30

Das Staatstheater Kassel wollte die Handlung von Deus Ex in einem Bühnenstück verwenden. Publisher Eidos hat das jedoch untersagt.

GameStar 02/2011

Vorschau 2011 PREVIEW

Elder Scrolls 5: Skyrim

Ghost Recon: Future Soldier

Rollenspiel - Bethesda / Bethesda Eigentlich ist es ja keine große Überraschung, denn bei Bethes­ da hat man seit der Veröffentlichung von Fallout 3 2008 be­ stimmt nicht auf der faulen Haut gelegen, und der Erfolg von Oblivion (GameStar-Wertung: 90 Punkte) spricht auch eine deu­ tliche Sprache. Bei den Spike Video Game Awards am 11. Dezember wurde es nun endlich offiziell: Bethesda arbeitet be­ reits seit geraumer Zeit am nächsten Teil der Elder Scrolls-Reihe. Die fünfte Auflage der Saga trägt den Namen Skyrim (wie der gleichnamige Kontinent im Norden der Spielwelt Tamriel) und hat überraschenderweise bereits einen festen Erscheinungster­ min, den 11. November. Inhaltlich ist bislang nicht viel bekannt, aber wir fassen das Wenige zusammen: Erzählt wird die Ge­ schichte einer alten Prophezeiung, in der – wie sollte es anders sein – von ei­ner großen Bedrohung die Rede ist. Allerdings spricht die Legende auch vom Spieler, einem mutigen »DragonBorn«, der aus Cyro­diil stammt und das Böse bezwingen kann. Prognose: Endlich! Darauf wartet die Rollenspieler-Gemeinde seit nunmehr vier Jahren. The Elder Scrolls gehört spätestens seit dem dritten Teil Morrowind zur ersten Liga der Rollenspiele. Auch wenn die Details zur Geschichte momentan eher dünn sind, können wir uns auf einen garantierten Rollenspielhit freuen. Bethesda wird die Fans bestimmt nicht enttäuschen. Termin: 11. November 2011

Leider gibt es bislang noch keine Screen­ shots oder Artworks. Das Bild zeigt ledig­ lich eine Szene aus dem Teaser-Trailer.

Die Ghosts: Klein, aber trotzdem mit enormer Feuerkraft ausgestattet.

Taktik-Shooter - Ubisoft Paris / Ubisoft

Die Ghosts müssen 2011 wieder ran: Im Kampf gegen einen Putsch russischer Nationalisten geht die Spezialeinheit wie schon in den letzten Teilen mit jeder Menge High-Tech-Spiel­ zeug zu Werke, darunter Exoskelett, Unsichtbarkeitsumhang und Schultergranatwerfer. Die Entwickler setzen in Future Soldier also noch mal ein deutliches Maß an Zukunftsmusik drauf, verzichten dafür auf die serientypischen Taktik-Ele­ mente wie Cross-Com und Teambefehle. Prognose: High-Tech-Gadgets schön und gut, aber keine Steuerung der Kameraden mehr? Hoffentlich dummt Ubisoft damit die Ghost-Recon-Serie in Future Soldier nicht zum Sim­ pel-Shooter herunter, denn gerade der taktische Anspruch war es, der die Reihe zu etwas Besonderem gemacht hat. Wir sind gespannt, ob da noch viel von der Ghost-Recon-Reihe übrig bleibt, und wie die Fans reagieren werden.

Alice: Madness Returns Actionspiel – Spicy Horse Games / EA

Wieder verschlägt es uns und Alice in eine verdrehte Horror­ version des Wunderlands.

Spieldesigner American McGee zeich­ nete vor langer Zeit eine verdrehte Version von Alice im Wunderland und verpackte sie in das schaurig-schöne Werk American McGee’s Alice. 2011 erscheint endlich eine Fortsetzung mit dem Titel Alice: Madness Returns. Wie im Vorgänger stehen auch dieses Mal brutal inszenierte Kämpfe, Hüpf­ einlagen und Rätsel im Zentrum des gespielten Wahnsinns.

Prognose: Viel ist noch nicht bekannt, jedoch versprechen die stimmungsvollen Bilder und Trailer einer mörderischen Märchenwelt samt der liebreizend-verrück­ ten Protagonistin eine würdige zweite Reise in McGees Wunderland- Version. Termin: 2011 GameStar 02/2011

Assassin’s Creed: Brotherhood

Termin: 2. Quartal 2011

Dieses Mal begleiten wir Ezio in seinem Kampf gegen die Templer nach Rom. Um gegen die Borgia zu bestehen, braucht er allerdings Verstärkung. Lesen Sie mehr in der ausführlichen Preview auf Seite 48.

Lewis Carrol soll das Kinderbuch »Alice im Wunderland« unter dem Einfluss von Opiaten geschrieben haben.

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PREVIEW Vorschau 2011

Warhammer-40K-Overkill Nächstes Jahr kommen gleich drei Titel aus dem bekannten ScienceFiction­-Universum von Games Workshop auf PC-Spieler zu. Den Anfang macht im ersten Quartal 2011 der Echtzeit-Strategietitel Dawn of War 2: Retribution, ein eigenständig lauffähiges Addon zu Dawn of War 2 (eine ausführliche Preview finden Sie auf Seite 54). Im dritten Quartal soll der Shooter Warhammer 40.000: Space Marine folgen. Dort schlüpfen wir in die Rolle des Ultramarine-Captains Titus und kämpfen uns mit Kettenschwert und Bolter bewaffnet durch Hor­ Im Echtzeit-Strategiespiel Dawn of War 2: Retribution übernehmen Sie wie bisher gewohnt die Kontrolle von oben ...

den von Orks. Das wird laut der Entwickler nicht nur allein, sondern auch im bereits angekündigten Koop-Modus möglich sein. Der dritte Titel im Bunde ist auch gleichzeitig der wohl umfangreichste und ambitionierteste. Bei Warhammer 40.000: Dark Millenium Online handelt es sich – wie der Name schon vermuten lässt – um ein OnlineRollenspiel im unheimlich umfangreichen Warhammer 40K-Universum. Bisher ist nicht viel über das Spiel bekannt, daher bezweifeln wir noch, ob es wirklich schon im nächsten Jahr erscheinen wird.

... während Sie bei Space Marine Ihrem Helden über die Schulter schauen.

Sieht so eine Party aus, die in Dark Milleni­ um einen Dungeon besuchen will?

Guild Wars 2 Online-Rollenspiel - ArenaNet / NCSoft 2011 wird auch das Jahr der Online-Rollenspiele: Florian Klein: »Ich freue mich 2011 am meisten auf Guild Wars 2, weil es viele Blizzard hat World of frische Ideen bringt, toll aussieht und ich Warcraft erst jüngst mit den Machern zutraue, das Ganze auch Cataclysm komplett technisch solide umzusetzen.« umgekrempelt, Bioware versucht es mit der starken Star Wars-Lizenz in The Old Republic, ArenaNet stellt Guild Wars 2 dagegen. Und hat damit ein ganz heißes Eisen im Feuer. Keine Questgeber, eine dynamische Welt, eine ganz individuelle Geschichte für jeden Spieler und der Verzicht auf Heiler – was ArenaNet vorhat, liest sich spektakulär und kann ge­ hörig frischen Wind ins Genre bringen. Da der Publisher wie beim Vorgänger auf Abogebühren verzichten will, spricht umso mehr dafür, dass nicht nur einge­ fleischte Fans sich Guild Wars 2 unbedingt anschauen sollten. Prognose: Das wird sehr innovativ; vielleicht sogar zu innovativ. Wir hoffen, dass die Entwickler nicht am eigenen Anspruch scheitern. Sollten es alle Ideen ins Spiel schaffen und so funktionieren, wie von ArenaNet gewollt, dann könnte Guild Wars 2 Ende 2011 die neue Online-Rollenspiel-Referenz werden.

Test Drive Unlimited 2 Rennspiel - Eden Games / Namco Bandai Eine ganz neue Insel (Ibiza), ein dynamisches Wettersystem, verbessertes Fahrmodell: Die Liste der Verbesserungen von Test Drive Un­ limited 2 gegenüber dem ersten Teil liest sich imposant. Besonders die Fahrphysik war ein Schwachpunkt des Vorgängers. Aus­ gebaut wird auch die Vermischung von Sin­ gle- und Multiplayer, sodass Sie jederzeit an­ dere Spieler auf der Insel fahren sehen. Übrigens: Die komplette hawaiianische Insel Oahu aus Teil 1 gibt’s als Dreingabe.

Die neuen Offroad-Wagen dürfen Sie auch durchs Gelände bewegen.

Termin: 4. Quartal 2011

Auch in Guild Wars 2 wieder mit von der Partie: die animalischen Charr. Auf diesem Bild sehen wir einen Charr-Jäger in Kampfhaltung.

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Prognose: Die schöne Grundidee von Test Drive Unlimited 2 besitzt viel Potenzial, aber das galt auch schon für Teil 1, den tech­ nische Probleme ausbremsten. Das droht auch der Fortsetzung: Unsere Preview-Ver­ sion litt unter zahlreichen Macken. Temin: 11. Februar 2011

Das Warhammer-Tabletop erschien bereits 1983 und zeichnete sich durch die düstere Spielwelt und das schnelle Kampfsystem aus.

GameStar 02/2011

PREVIEW Vorschau 2011

Es gibt im Jahr 2011 …

• • •

… nur wenige Spiele, auf die ich mich freue (18 %) … viele Spiele, auf die ich mich freue (26 %) … ein normales Maß an Spielen, auf die ich mich freue (56 %)

Ergebnis: Die GameStar-Leser sehen dem Spielejahr 2011 ­nüchtern entgegen: Die meisten schätzen das Maß an guten ­Spielen als durchschnittlich oder sogar unterdurchschnittlich ein. Quelle: GameStar.de

Need for Speed: Shift 2 Unleashed Rennspiel - Slightly Mad / Electronic Arts

Dead meets Lead Action-Rollenspiel – Keldyn / Keldyn Nicht mit Sturmgewehr und Schrotflinte, sondern mit Sä­ Willkommen in der grünen Hölle! Dead meets bel und Büchse stürzt sich Lead könnte ein Überraschungshit werden. der Held von Dead meets Lead in die Schlacht gegen Zombies und Monster auf der Tropeninsel El Mirando. Das Spiel beginnt mit einem Schiffsunglück an der Küste des unheilvollen Landflecks, bei dem auch gleich die gan­ ze Armee des Helden er­ trinkt. Pech! Im Actionspiel des Newcomer-Entwicklers Keldyn Interactive steuern Sie die Ein-Mann-Streit­ macht angeblich aus einer »Third-Person-Ansicht«, auf Screenshots erinnert diese aber durch die isometrische Perspektive eher an Action-Rollenspiele.

Crysis 2

Sie mögen die Arcade-Rennen und Explosionen von Need for Speed: Hot Pursuit nicht? Kein Problem, denn 2011 kehrt auch der »Realismus-Bruder« des Rennspiel-Geschwister­ paars zurück. Shift 2 Unleashed ist der 15. Teil der Serie und setzt auf Rennstrecken und Simulationsfahrgefühl. Hier steht nicht die Action im Vordergrund, sondern Beherr­ schung von Fahrzeug und Piste. Nur dann können Sie um Zehntelsekunden an Ihren Bestzeiten feilen. Shift 2 soll aber trotz Simulationsanspruch nicht staubtrocken da­ herkommen, eine neue Engine lässt Unfälle und ka­ Dynamische Lichteffekte machen jedes Ren­ nen zu einem stimmungsvollen Erlebnis. putte Boliden noch echter aussehen. Eine Neuerung wird die Helmkamera sein, die alle Kopfbewegungen eines echten Fahrers nachempfindet, so zum Beispiel auch die Blickdrehung in Richtung Kurveninnenseite. Im Ge­ gensatz zum Vorgänger gibt es diesmal auch Nachtrennen. gewicht auf die Rennspielfans zurollen, denn Hand aufs Herz: Wer steht trotz aller Liebe zur Simulation denn bitte nicht auf Prognose: Es scheint so, als bohre der Entwickler Slightly den spektakuläre Crashs aus der Helmansicht? sehr guten Vorgänger behutsam auf und garniere ihn mit ­sinnvollen Neuerungen. Hier könnte also ein echtes Schwer­ Termin: 1. Quartal 2011

Prognose: Das Szenario ist unverbraucht (von den Zombies mal abgesehen), wobei die Screenshots bisher sehr eintönig wirken. Es bleibt also abzuwar­ten, ob Dead meets Lead aus der Masse von Indie-Produktionen heraussticht. Termin: 2011 34

Apropos Autos: Denken Sie daran: Seit dem 4.12. gibt es die Winterreifen-Pflicht! Ach ja, und fahren Sie vorsichtig!

Vom Dschungel in die Großstadt. Die ­fiesen Aliens aus Crysis greifen die Erde an. Ob der zweite Teil genau so ein ActionFeuerwerk wird? (Lesen Sie mehr in der ausführlichen Preview auf Seite 44.)

Hendrik Weins: »Crysis 2 lässt mich hof­ fen, dass endlich wieder ein Spiel von der höheren Leistung eines PCs profitiert und nicht durch lahme Konsolen-Technik künstlich beschnitten wird. Ach ja, Spaß machen soll es natürlich auch noch!«

GameStar 02/2011

PREVIEW Vorschau 2011

Dirt 3 Rennspiel - Codemasters / Codemasters Obwohl Codemasters den Namen des 2007 verstorbenen Rallyefahrers Colin McRae im dritten Teil der Dirt-Serie end­ gültig aus dem Titel gestrichen hat, soll sich Dirt 3 wieder auf die alten Serientu­ genden zurückbesinnen: den Kampf al­ lein gegen die Uhr und weniger Kurs-, sondern klassische Etappenrennen. Einzige große Neuerung ist der Gymkha­ na-Modus, eine Art Stuntdisziplin, bei der Sie auf einem abgesperrtem Areal Ihr fahrerisches Können beweisen müssen. Die Zeit ist hier eher Nebensache. Gra­ fisch fährt die Serie schon immer auf der

Spitzenposition, und auch am Fahrgefühl gab es bisher nie etwas zu beanstanden. Wir erwarten also, dass sich daran auch bei Dirt 3 nichts ändern wird.

In den schmutzigen Rennmeisterschaften tre­ ten Sie in vollen Kontakt mit den Elementen.

Prognose: Dirt 3 wird mit Sicherheit nicht das innovativste Spiel des Jahres, Code­ masters verbessert eher nach dem »Mehr-Prinzip«: mehr Autos, mehr Strecken, mehr Abwechslung. Aber warum auch nicht? So wird aus dem sehr guten Vorgänger nun möglicherweise ein hervorragendes Rennspiel. Termin: 2. Quartal 2011

Star Wars: The Old Republic Online-Rollenspiel - Bioware / Electronic Arts

Prognose: Bioware entwickelt mit der Star-Wars-Lizenz? Da kann doch nichts mehr schief­

Trine 2 Jump & Run - Frozenbyte / Atlus

Nicht jede Entwicklerfirma hat einen finanzkräftigen Publisher im Rücken. Das Entwicklerstudio Frozenbyte verkaufte sein innovatives StrategieAdventure Trine 2009 ohne kost­ spieliges PR-Gedöns und landete ei­ nen Überraschungshit. Für das nächste Jahr ist Trine 2 angekündigt,

in dem Sie erneut zwischen verschie­ denen Helden wechseln, um mit Spezialfähigkeiten Rätsel und Mon­ ster in zweidimensionalen Levels zu bezwingen. Im neuen Koop-Modus von Trine 2 können Sie einen Mit­ spieler zu sich ins Abenteuer holen. Prognose: Der angekündigte KoopModus ist eine sinnvolle und mit Si­ cherheit spaßige Erweiterung. Wenn die Entwickler auf den Tugenden von Trine aufbauen – kreatives Levelde­ sign, innovatives Spielelemente und eine stimmungsvolle 2D-Engine –, dann wartet ein neuer Hit. Termin: 2011

Die Level zeigen märchenhafte Kulissen in ­satten Farben und wunderlichen Formen.

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Es gibt über 212 Videospiele, die irgendetwas mit Star Wars zu tun haben.

gehen, sollte man meinen. Bis jetzt wirkt Star Wars: The Old Republic jedoch etwas uninspiriert und repetitiv. Hier muss Bio­ ware-Mythic bis zur Veröffentlichung noch nachbessern, um den ganz großen Wurf landen zu können. Termin: 2011 Michael Trier: »Das MMO neu zu erfinden und zu einer echten Rollen­ spielerfahrung zu machen, das ist die Herausforderung für die Spiele-Zukunft. Ein kleines Wunder eben. Wer könnte das leisten, wenn nicht Bioware?«

Shogun 2

Jedi-Ritter und Schmuggler sind zwei von acht wählbaren Klassen.

Bioware macht den Traum aller Star Wars-Fans wahr: In einem Online-Rollen­ spiel durch die Galaxis reisen und wahl­ weise als Jedi oder Sith kämpfen. Genre­ typisch entscheiden Sie sich zu Beginn für eine von acht Klassen und leveln Ihren Charakter dann durch Aufträge hoch. Besonderheiten: Jeder Spieler soll dabei seine eigene Geschichte erleben. Und alle Dialoge im Spiel sind voll vertont.

Die Total-War-Reihe kehrt zurück zu ihren Wur­ zeln: ins mittelalterliche Japan. Lesen Sie mehr in unserer Titelstory ab Seite 14.

Michael Graf: »Der Total-War-Suchtstru­ del funktioniert immer. Immer! Und genau deshalb ist Shogun 2 mein Hoff­ nungsträger des Jahres 2011.«

GameStar 02/2011

www.teufel.de

Brink Multiplayer-Shooter - Splash Damage / Bethesda Geländer sind in Brink kein un­ Brink, das neue Spiel der Enemy Territoryüberwindbaren Hindernisse. Macher von Splash Damage, klingt zunächst recht unspektakulär: Multiplayer-Matches mit zwei Parteien und vier Klassen. Was den Titel aber besonders macht, ist das SMART-­ System, mit dem Sie sich ähnlich wie bei Mirror’s Edge deutlich agiler durch die Levels bewe­ gen können. Die Story über eine Arche als letzten Zufluchtsort der Menschheit wird wohl eher Nebensache. Hochspannend: Das kooperative Spiel mit Teamkollegen und flexiblen Klassen.

Prognose: Splash Damage kann gute Mehrspieler-Shooter machen. Die bisherigen Anspiel-­ Sitzungen mit Brink hinterlassen einen guten Eindruck. Für die Actionfans in der Redaktion ist Brink der mit der größten Spannung erwartete Titel des Frühjahrs. Termin: 1. Quartal 2011

DotA 2 Strategiespiel - Valve / Valve

DotA 2 trägt zwar die entsprechende Zahl im Titel, aber einen echten ersten Teil gibt es eigentlich gar nicht. Das Spiel basiert auf der Mod Defense of the ­Ancients (DotA) für das Strategiespiel Warcraft 3. Die Mod wurde so beliebt und erfolgreich, dass Valve jetzt einen eigenständigen Teil programmiert. Das Spiel­ prinzip bleibt gleich: Zwei Teams mit je bis zu fünf Hel­ den versuchen, das Hauptgebäude (Ancient) des Geg­ ners zu zerstören. In regelmäßige Abständen tauchen auf den drei Verbindungswegen KI-gesteuerte Ein­ heiten auf, deren Zerstörung Erfahrungspunkte gibt.

Andreas Guhde, Entwicklungs-Ingenieur bei Teufel

Prognose: Wenn Valve es schafft, gleichzeitig die Fans der Original-Mod zu fordern und Neulingen den Ein­ stieg zu erleichtern, dann steht hier ein großer Multi­ player-Zeitfresser in den Startlöchern. Termin: 2011

Concept B 200 USB

Free2Play

Kompakte HiFi-Stereo-Anlage für PC/

Der Free2Play-Trend erreichte in diesem Jahr seinen ersten Höhepunkt mit einer fast endlosen Lis­ te an Browserspielen, die allesamt und für jedermann und ganz umsonst spielbar sind. Auch große Online-Rollenspiele wie beispielsweise Everquest 2 und Herr der Ringe Online, die nicht World of Warcraft heißen und demnach keine 13 Millionen Spieler verzeichnen, bieten sich inzwi­ schen unter Wert, soll heißen zum kostenlosen Download an. Dieser Trend wird auch im neuen Jahr seine Fortsetzung finden, denn 2011 erwarten Sie eine ganze Handvoll neuer Schmankerl zum schlanken Einkaufspreis von 0,00 Euro. Mythos: Das Online-Rollenspiel im bunten Comic-Look und mit dem Kampfsystem von Diablo wurde parallel zu Hellgate: London entwickelt, starb mit dem Untergang der Firma Flagship, wur­ de dann in Korea wiedererweckt und kommt 2011 endlich nach Europa. Company of Heroes: Online: Echtzeit-Strategie, die im zweiten Weltkrieg spielt. Die Free2Play-Vari­ ante von Company of Heroes wird außerdem durch ein Heldensystem ergänzt. Drakensang Online: Action-Rollenspiel im Drakensang-Universum. Sie können entweder alleine oder im Koop-Modus mit einem weiteren Mitspieler auf Monsterhatz gehen.

Multimedia-Anwendung: zwei schlanke Boxen und Vollverstärker (120 Watt Sinus) für extrem natürliche Wiedergabe-Qualität. Zur Ausstattung gehören eine integrierte USB-Soundkarte für Mac und PC, zwei Eingänge plus USB Hub (3x) sowie Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer.

Die Teufel Vorteile: 8 Wochen Probe hören mit vollem Umtauschund Rückgaberecht | 12 Jahre Garantie auf Lautsprecher | Bester Sound zu günstigen Preisen durch Direktkauf vom Hersteller | Umfassend informieren und bequem bestellen unter www.teufel.de

Firefall: In dem teambasierten MMO-Shooter jagen Sie monströse Insekten und Außerirdische, die aussehen wie Roboter. Erste Bilder und Videos zeigen eine offene Spielwelt in Cel-Shading-Optik. Age of Empires Online: Im Echtzeit-Strategiespiel begleiten Sie den Aufbau einer Stadt durch ver­ schiedene Epochen. Im Mittelpunkt stehen Online-Kämpfe gegen die Armeen anderer Spieler. Der kostenlose Ableger der klassischen Strategie-Serie klingt jetzt schon vielversprechend.

GameStar 02/2011

Das älteste deutsche Sparschwein stammt aus dem 13. Jahrhundert .

37 ... macht glücklich

PREVIEW Vorschau 2011

Duke Nukem Forever Der Duke macht das, was er am besten kann: Aliens in den Allerwertesten treten.

Ego-Shooter - Gearbox / Take 2

Über 14 Jahre Entwicklungs­ zeit, mehrere Engine-Wechsel, Studiopleite und Gerichts­ streitigkeiten mit dem Pub­ lisher: Dieses Spiel zieht ein Spur der Verwüstung hinter sich her. Der Duke hätte sei­ nen Spaß daran! Anfang 2011 wird das kuriosesten Kapitel der Spielegeschichte tatsächlich (?) zu Ende gehen, denn der Entwickler Gearbox hat die Arbeit an Duke Nukem Forever übernommen und stellt den Ego-Shooter aktuell fertig. Es wird mit Sicherheit nicht das Topspiel, das es vor 14 Jahren hätte sein können, trotzdem dürfte eine launige Ballerei anstehen. Die Story ist nüchtern betrachtet ein Witz: Weil Aliens alle Frauen entführen wollen, die der Duke für sich selbst will, bekämpft er die Außerirdischen mit jeder Menge Großkalibrigem. Das spaßige, einfache Spielprinzip gepaart mit Macho­sprüchen hat vor 14 Jahren blendend funktioniert, jetzt muss es sich abermals beweisen. Prognose: Ein Spiel, das nur deswegen ein Topspiel ist, weil es endlich erscheint? Das ist eben Duke Nukem Forever. Der Zahn der Zeit mag an Spielprinzip und Grafik genagt haben, am Ego und Kultstatus des Dukes allerdings ganz sicher nicht – und allein deswegen werden wir ihn alle spielen. Hail to the King, Baby! Termin: 1. Quartal 2011

F1 2011 Daniel Visarius: »F1 2011 wird mein Highlight, weil Codemasters auf den ge­ lungenen ersten Teil aufbauen wird und ihn hoffentlich mit den Originalanzeigen der Fernsehübertragungen und einem Simulationsmodus aufpeppt.«

Rennspiel - Codemasters / Codemasters

Auch 2011 kommt das offizielle Spiel zur Motorsport-Königsklasse von Co­ demasters aus England. F1 2011 soll im Herbst erscheinen und hat dann natürlich die Lizenz der neuen Saison. Die Entwickler haben zwar angedeutet, dass in der Kürze der Zeit keine umfassenden Neuerungen möglich sind, aber man nehme sich der Kritik und den Fehlern des Vorgänger an. Die Devise lautet also: Evolution statt Revolution. Prognose: Möglicherweise ist dieses eine Jahr genau die Zeit, die F1 2010 am Ende für den Feinschliff gefehlt hat. Mit dem ersten Anlauf als sehr gute Ausgangsbasis könnte den Entwicklern mit F1 2011 diesmal der ganz große Wurf in Sachen Formel-1-Rennsport gelingen. Termin: 4. Quartal 2011

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Kommt erst 2012 Bioshock Infinite: Statt Art-Deco-Archi­ tektur in der Unterwasserstadt Rapture wird uns Bioshock Infinite über die Wol­ ken heben. Leider müssen wir uns dafür aber noch etwas gedulden! Das Schwarze Auge: Demonicon: Totge­ sagte leben länger! 2008 wurde das Rol­ lenspiel offiziell angekündigt, zwischen­ zeitlich ging der Publisher pleite, 2012 könnte es dann endlich kommen. Diablo 3: It’s done when it’s done. Viel­ leicht kommt es ja doch noch 2011, wer weiß. Allerdings halten wir 2012 für wahrscheinlicher. Blizzard ist bekannt dafür, sich lieber etwas mehr Zeit zu las­ sen. Aber wenn das Endprodukt wieder den hohen Erwartungen entspricht, ist auch das zu verkraften. Doom 4: Neben Rage arbeitet id Soft­ ware schon seit einiger Zeit an Doom 4. Das Spiel soll zwar laut Firmenchef John Carmack bereits weit fortgeschritten sein, wir sind aber davon überzeugt: 2011 wird bei id Software das Rage-Jahr, 2012 das Doom-Jahr. Metro 2034: Die Romanvorlage vom russischen Autor Dmitry Glukhovsky ist schon seit 2009 fertig und bereits in verschiedene Sprachen übersetzt. Die Wartezeit lässt sich also mit dem Buch etwas verkürzen. Der Shooter Metro 2034 wird nämlich aller Wahrscheinlich­ keit nach erst 2012 erscheinen. Risen 2: Auf der Gamescom 2010 wurde es offiziell angekündigt: Das ursprüng­ liche Gothic-Team schickt seine neue Se­ rie in die zweite Runde. Viele Informa­ tionen gibt es bislang nicht, daher hal­ ten wir eine Veröffentlichung 2011 dann doch eher für unwahrscheinlich. Stalker 2: Der Entwickler GSC Game­ world kündigte im August 2010 an, mit den Arbeiten an Stalker 2 begonnen zu haben. Das Spiel wird mit einer Multi­ plattform-Engine entwickelt, Stalker macht also auch den Sprung auf die Next-Gen-Konsolen. Starcraft 2: Heart of the Swarm: Zwei weitere Starcraft-2-Ableger wurden be­ reits vor dem Erscheinen von Wings of Liberty angekündigt. Die erste Fortset­ zung Heart of the Swarm dreht sich da­ bei völlig um Sarah Kerrigan und die Zerg – aber erst 2012. Die zweite Erwei­ terung, Legacy of the Void, wird dem­ entsprechend noch später erscheinen und die Protoss ins Rampenlicht rücken. Neues Assassin’s Creed: Der neue Titel ist auf Konsolen bereits für Ende 2011 angekündigt, da aber bisher alle Teile mit einigen Monaten Verspätung für den PC kamen, gehen wir von einem PCRelease 2012 aus. Bisher ist nicht be­ kannt, ob es sich um den dritten Teil der Serie oder einen weiteren Ableger wie Brotherhood handeln wird.

1997, als 3D Realms die Entwicklung von Duke Nukem Forever angekündigt hat, wurde der Buntspecht zum Vogel des Jahres gewählt.

GameStar 02/2011

PREVIEW Vorschau 2011

The Witcher 2: Assassins of Kings Rollenspiel - CD Projekt / Namco Bandai

Großbusige Damen flach- und markige Bösewichte um­ legen sind die zwei Paradedisziplinen des Geralt von Riva aus dem Rollenspiel The Witcher. Das ändert sich auch in The Witcher 2: Assassins of Kings nicht, allerdings hat Entwickler CD Projekt etliche Verbesserung für die Fortsetzung vorgesehen: Eine komplett neue Engine sorgt für eine hübschere Grafik und kürzere Ladezeiten, das neue Kampfsystem soll einsteigerfreundlicher und fordernder zugleich sein. Außerdem sind jetzt Nahkampf­ attacken möglich. Übrigens, wenn Sie Ihr Savegame aus Teil 1 importieren, haben Ihre Entscheidungen Einfluss auf die Geschichte. Prognose: Wenn die Ent­ Daniel Abel: »Mit einem gut bestückten Sexisten durch ein episches Abenteuer wickler nicht wieder wie ziehen und dabei Gutes tun ... darum beim ersten Teil in die Bugliebe ich Computerspiele!« Falle tappen, sondern von Anfang an ein weitgehend fehlerfreies Spiel abliefern, dann wird The Witcher 2 fantastisch. Besonders die 16 alternativen Enden und die verschiedenen Wege dorthin dürften zum mehrfachen Durchspielen motivieren. Die Kämpfe sind deutlich ­dynamischer als im ersten Teil.

Termin: 17. Mai 2011

Wie bewerten Sie die anhaltende Flut von Spiele-Fortsetzungen?

• • •

Finde ich schlecht, weil der Fortsetzungstrend die Entwicklung neuer Spielemarken behindert. (8 %) Finde ich super, weil ich in vertrauten Szenarien neue Geschichten erleben kann. (45 %) Ist mir egal, ob eine Zahl hinter dem Titel steht, solange er etwas taugt. (47 %) Ergebnis: An dieser Frage scheiden sich die Geister. Solange die Mehr­ heit der Spieler zufrieden mit häufigen (qualitativ hochwertigen) Fortsetzungen ist, wird dieser Trend anhalten. Quelle: Gamestar.de

Das Schwarze Auge:

Homefront Ego-Shooter - Kaos Studios / Homefront

Das Szenario des Ego-Shooters Homefront könnte angesichts der aktuel­ len Ereignisse in Korea schneller Realität werden, als es den Entwicklern lieb ist. In Homefront annektiert der kommunistische Norden den Süden und wendet sich im Anschluss gegen die USA. Im Einzelspieler-Modus verteidigen Sie die USA gegen die Invasoren. Im Multiplayer wählen Sie eine Seite und kämpfen mit 32 Spielern um Checkpunkte. Prognose: Interes­ santes Szenario, er­ fahrenes Team, gu­ ter Vorgänger (Frontlines: Fuel of War) – nicht unbe­ dingt die schlech­ testen Vorausset­ zungen für einen Shooter-Hit. Erbittert kämpfen die Amerikaner in ihrer Heimat gegen die Nordkoreaner.

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Termin: März 2011

Satinavs Ketten Adventure - Daedalic / Deep Silver

Daedalic Entertainment (The Whispered World) werkelt an einem Adventure im DSA-Universum. In Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten spielen Sie den unglücklichen Geron, der laut einer Prophe­ zeiung ein noch unspezifiziertes Unheil über die Welt bringen wird. Das klassische Point&Click-Ad­ venture wird sich in zwei ebenso klassischen Di­ mensionen abspielen und auch optisch durch eine Full-HD-Auflösung glänzen. Prognose: Noch ist Satinavs Ketten ganz frisch an­ gekündigt, entsprechend rar machen sich konkrete Informationen. Das Szenario ist bei Ent­ wickler Deadalic auf jeden Fall in besten Händen. Wenn sie eins können, dann Adventures! Termin: 2011

Seit 1984 erschienen für Das Schwarze Auge vier Regelauflagen, über 170 Abenteuerbände und mehr als 120 Romane.

GameStar 02/2011

Dungeon Siege 3

Vorschau 2011 PREVIEW Die Action-Rollenspiel-Serie Dungeon Siege geht in Runde 3. Entwickelt wird die Monsterjagd diesmal von Obsidian Entertainment. Können die RollenspielExperten der Serie neues Leben einhauchen? Lesen Sie mehr in der ausführlichen Preview auf Seite 62.

Was ist eigentlich mit ...? Half Life 2: Episode 3: Hey, Valve! Was ist denn nun? Wir haben schon lange nichts mehr von der dritten HalfLife-Episode gehört. Ob sie jemals erscheinen wird? Max Payne 3: Ursprünglich sollte der Titel bereits Ende 2009 erscheinen. Dann im Oktober 2010. Nun also 2011. Um das dritte Abenteuer des Ex-Cops ist es inzwi­ schen ziemlich still geworden. Thief 4: Noch so ein Spiel im Dornröschenschlaf. Erst die offizielle Ankündig von Eidos Montreal 2009, danach ein paar spärliche Info-Häppchen und seitdem: nichts. Ach doch – Stellenausschreibungen für das Thief-Team! Beyond Good & Evil 2: Der erste Teil war 2003 ein echter Geheimtipp für Action-Adventure-Fans (Game­ Star Wertung: 80 Punkte). Um die 2008 angekündigte Fortsetzung gab es zwischenzeitlich immer wieder Ge­ rüchte über einen möglichen Entwicklungsstopp. Da hilft nur: Daumen drücken und abwarten.

Dead Space 2

From Dust

Actionspiel - Visceral Games / Electronic Arts

Fabian Siegesmund: »System Shock 2 ist das gruseligste Spiel der Welt, aber Dead Space kam da schon nah dran. Ich habe gute Hoffnung, dass Teil 2 diesmal den Gruselthron erklimmt.«

Der arme Isaac Clarke: Nach den Erlebnissen an Bord der Ishimura schicken ihn die Entwickler in der Fortsetzung Dead Space 2 gleich durch eine ganze Raumstation voller Nekro­ morphs. Die »The Sprawl« genannte Minenstation soll dabei optisch wie spielerisch mehr Abwechslung bieten. Spielprinzip und -tempo des Vorgängers sollen trotz neuer Waffen und Geg­ nertypen gleich bleiben. Allerdings darf der Weltraumingenieur nun seine Panik aus vollem Leib herausschreien, denn die Ent­ wickler spendieren Isaac diesmal eine Stimme. Prognose: Wenn die Entwickler die gleiche Balance zwischen subtilem Horror und nacktem Überlebenskampf finden wie im ersten Teil, dann beginnt das Jahr 2011 gleich mit einem Knall. Der neue Multiplayer-Modus verspricht zwar spaßig zu werden. Ob wir allerdings noch Angst vor den Nekromorphs haben werden, wenn wir sie auch selber spielen dürfen? Termin: 27. Januar 2011 Isaac wird öfter ohne Helm zu sehen sein und sprechen.

Die schöne Optik und die interessante Spielidee von From Dust machen das Spiel zu einem unserer Geheimtipps.

Strategiespiel - Ubisoft / Ubisoft

Im Grunde ist From Dust ein riesiger virtueller Sandkasten. Mit dem Mauszeiger tragen Sie den Untergrund ab, der in einer großen Blase zwischengespeichert wird, und schütten ihn an­ derswo wieder aus. So schlürfen Sie zum Beispiel Wasser aus dem Meer, schütten es in eine Talsenke und haben so mit weni­ gen Handgriffen einen funkelnden See kreiert. Das funktioniert im Prinzip nicht anders als bei dynamischen Leveleditoren, ist aber technisch recht ansehnlich umgesetzt. In den Tälern unse­ rer kleinen Welt leben außerdem unterschiedliche Eingebore­ nenstämme, die entfernt an Populous 3 erinnern. Die armen Kerlchen werden allerdings ständig von Katastrophen bedroht, denn die Weltensimulation fährt regelmäßig ganz schöne Ge­ meinheiten auf. Die Katastrophen kündigen sich rechtzeitig an, und Ihnen bleibt dann begrenzte Zeit, um Ihre Mannen zu be­ schützen, indem Sie die Welt passend umbauen. Prognose: From Dust sieht bislang noch nicht besonders tief­ gründig aus, aber Ubisoft verspricht abwechslungsreiche Her­ ausforderungen: mehrere Dörfer, die parallel bedroht sind und zum Teil umgesiedelt werden müssen, weitere Fertigkeiten (etwa Wasser einfrieren) und verschiedene Landschaftstypen. Wir sind gespannt darauf, die Welt nach unseren Vorstellungen verformen zu können und mit unseren Aktionen die friedlichen Eingeborenen vor Katastrophen zu bewahren. Termin: 2011

GameStar 02/2011

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PREVIEW Vorschau 2011

Portal 2 Actionspiel - Valve / Valve

Ursprünglich nur als Mod für Half-Life 2 und als Dreingabe für die Orange Box entwickelt, wurde das Physik-Geschick­ lichkeits-Spiel Portal 2007 schnell zu ei­ nem der beliebtesten Titel des Jahres. So beliebt, dass Valve knapp vier Jahre später einen Nachfolger veröffentlicht. Auch hier rätseln Sie sich durch die Prü­ fungen des fiesen Superrechners GLa­ dOS, indem Sie durch zwei verbundene Portale teleportieren, die Sie mit Ihrer

Waffe in Wände schießen. Die Grundidee bleibt also die gleiche, allerdings wird in Portal 2 alles größer: Mehr Levels, mehr Physikspielereien (unter anderem mit Rutschgel) und sogar einen Koop-Modus spendieren die Entwickler dem Spiel.

Doppelt hält besser. Portal 2 bekommt einen Koop-Modus spendiert.

Prognose: Portal 2 ist schon jetzt ein heißer Anwärter auf den Titel »Spiel des Jahres«, denn es steckt voller neuer, lustiger Ideen: Sprung- und Rutschgel, Traktorstrahl, Spiegelwürfel und etliche andere Neuheiten ergeben den perfekten Rahmen für jede Menge Knobelspaß mit Daniel Matschijewsky: »Das erste Portal war ein Geniestreich. Kann der zweite neuen Physikrätseln. Teil daran anknüpfen? Nein. Denn es wird sogar noch besser!«

Termin: 18. April 2011

Die Sims: Mittelalter Torchlight 2 Strategiespiel - The Sims Studio / Electronic Arts

Action-Rollenspiel - Runic Games / Perfect World

Nach drei Serienteilen und unzähligen Addons will Electronic Arts mit seinen Kauderwelsch plappernden Helden des Alltags etwas leicht anderes ausprobieren. Die Sims: Mittelalter be­ schreitet völlig neue Wege: kein Endlosspiel, kein Hausbau, dafür aber Quests und gleich ein ganzes Königreich. Mit einer Handvoll Helden müssen Sie Aufgaben lösen und sammeln so Erfahrungspunkte. Mit der gewonnenen Erfahrung können Sie dann Ihr Mittelalterland weiter ausbauen. Einzig der putzige Grafikstil und das berühmte Simlisch-Gequassel bleiben dann noch als klassische Elemente der Hauptserie erhalten.

Da der Genre-König Diablo 3 auch 2011 noch auf sich warten lässt, müssen eben andere in die Bresche springen – und ma­ chen das auch ausgesprochen gut. Runic Games lieferte 2009 mit Torchlight einen echten Geheimtipp ab. Der Nachfolger bringt sinnvolle Neuerungen: PvP-Geplänkel, einen Koop-Modus und zufallsgenerierte Oberwelten. Das Spiel soll aber vorerst wieder nur als Download erscheinen, eine Ladenversion wird es nur geben, wenn das Spiel auch Erfolg hat. Prognose: Torchlight 2 bringt genau die Spielelemente, die wir im ersten Teil noch schmerzlich vermisst haben. Daher sieht es so aus, als ob die Entwickler wirklich einen Hit-Kandidaten in der Mache haben, der besonders in der gemeinsamen Monster- und Schätzejagd mit Freunden unzählige Stunden Spaß verspricht. Termin: 1. Quartal 2011 Echte Screenshots von Torchlight 2 lassen noch auf sich warten, daher können wir Ihnen nur eine Konzeptzeichnung zeigen. Aber auch hier lässt sich bereits ein kreatives De­ sign erkennen.

Düster wird das Spiel trotz ­Mittelalter-Szenario nicht.

Prognose: Die Sims: Mittelalter wird ganz bestimmt kein düsteres Rollenspiel, das in Konkurrenz mit Dragon Age oder The Witcher tritt. Aber die geplanten kleinen Anleihen aus die­ sem Genre könnten der Sims-Serie durchaus frischen Wind ver­ leihen. Die Quests sorgen dann außerdem noch für eine Portion Zusatzmotivation. Vielleicht wird der Ausflug ins nicht so dunkle Mittelalter den erfolgsverwöhnten Computermännchen sogar ein noch breiteres Publikum bescheren. Termin: März 2011 42

Kennen Sie eigentlich schon die Flash-Version von Portal? Nein? Dann aber nachholen! -> GameStar.de/Quicklink/7244

GameStar 02/2011

Vorschau 2011 PREVIEW

Black Mirror 3 Adventure - Cranberry / Dtp entertainment

Bei der Grafik hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts getan. Die Schauplätze überzeugen jedoch durch eine düstere und geheimnisvolle Atmosphäre.

Fast eineinhalb Jahre mussten wir nach Black Mirror 2 warten, um endlich zu erfahren, wie die Geschichte von Adrian Gordon weitergeht. Black Mirror 3 schließt nahtlos an die Ereignisse des Vorgängers an und stammt wieder von den deutschen Cranber­ ry Studios. Black Mirror Castle ist abgebrannt, Adrian dringend tatverdächtig, und Sie müssen seine Unschuld beweisen und die Geschichte um den Fluch der Familie Gordon aufklären. Prognose: Grafisch ist Black Mirror 3 etwas veraltet, aber das ist eher Nebensache. Worauf es ankommt, ist eine spannende Sto­ ry kombiniert mit kniffligen Rätseln. Bietet das Spiel das, hat es beste Chancen, den sehr guten Vorgänger würdig zu beerben.

Batman: Arkham City

Termin: 1. Quartal 2011

Rocksteady schickt den dunklen Ritter in die zweite Runde. Da der Vorgänger Arkham Asylum bereit ein Überraschungshit war, sind wir uns­ ­sicher: Auch Arkham City wird super! Lesen Sie mehr in der Preview auf Seite 60.

Zukunftsvisionen Wir haben die magische Glaskugel ausgepackt ... nein, natürlich nicht. Wir haben unseren scharfen Verstand eingesetzt und uns Gedanken gemacht zu Fortsetzungen, die eigentlich längst überfällig sind. Selbst wenn sie nicht 2011 erscheinen, werden wir bestimmt etwas darüber hören! Battlefield 3: Nach Battlefield 2 kamen noch Bad Company 2 und die Ankündigung von Battlefield Play 4 Free. Wir sind uns sicher, dass bei Dice auch an der Hauptserie gewerkelt wird. Call of Duty 8: Weniges ist so sicher wie die Tatsache, dass Acti­ vision auch 2011 wieder ein neues Call of Duty liefern wird. Nach Treyarchs Black Ops ist wohl wieder Infinity Ward dran. Gerüchten zufolge soll das nächste CoD in der Zukunft spielen. Resident Evil 6: Seit Monaten wird bereits gemunkelt, dass eine Ankündigung nicht mehr lange auf sich warten lässt. Bisher herrscht Funkstille, aber wir sind uns sicher: Es wird kommen! GTA 5: Grand Theft Auto gehört mit Fug und Recht zu den bes­ ten und erfolgreichsten Spieleserien. Da kann man sicher davon ausgehen, dass Rockstar bereits am nächsten Teil arbeitet. Weitere Fortsetzungen, die unseres Wissens nach in der Ent­ wicklung sind: Hitman 5, Command & Conquer 5 und Far Cry 3.

GameStar 02/2011

Mass Effect 3 Rollenspiel – Bioware/Electronic Arts Ende Dezember wurde verkündet, was alle schon wussten: Mass Effect 3 ist in Entwicklung. Was wir zumin­ dest nicht mit Sicherheit wussten, war, dass die Science-­ Fiction Trilogie bereits im nächsten Jahr abgeschlossen wird. Schauplatz des lang ersehnten Finales Shepard, Held der menschlichen Rasse, steht wird – zumindest dem vor dem größten Kampf seines Lebens. ersten Trailer nach – un­ sere schöne Erde, die in Teil 1 und 2 bloß eine Statistenrolle gespielt hat. Eine ganze Ar­ mee von Reapern ist gelandet und droht sie zu vernichten. Koor­ dinierte Angriffe auf die Metropolen unserer Welt forderten be­ reits am ersten Schicksalstag 2 Millionen Leben, nach der ersten Woche explodierte die Opferstatistik auf über 9 Millionen Tote. Die außerirdische Invasion erleben wir hautnah aus der rasant geschnittenen Perspektive eines britischen Soldaten. Am Ende des beeindruckenden Kurzfilms richtet der Mann, der sich selbst bereits aufgegeben hat, eine simple Frage an den aufgerissenen Himmel: Wann kommt endlich Commander Shepard? Prognose: Viel ist über Mass Effect 3 noch nicht bekannt. Wird sich das Finale wirklich auf der Erde zuspitzen oder sogar im Heimatsektor der Reaper? Ändert sich etwas am Spielablauf, wird er womöglich noch actionlastiger? Was ist mit unseren Ge­ fährten aus dem zweiten Teil? Und denen aus dem ersten? Wir sind uns jedoch sicher, dass Bioware mit dem letzten Teil der Saga ein ganz spektakuläres Finale abliefern wird. Termin: 4. Quartal 2011

Petra Schmitz: »Ha, es geht zur Erde! War doch klar! Nun muss sich Bioware nur wieder vom episodenhaften Erzählen des Vorgängers verabschieden. Dann wird Mass Effect 3 mein Spielehit 2011!«

Mass Effect wurde in Singapur wegen der Sexszenen mit Aliens kurzzeitig aus den Händlerregalen verbannt. Man sieht doch eh nix!

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PREVIEW Ego-Shooter

Crysis

2

Von der Tropeninsel auf die Halbinsel: Crytek hat Manhattan in Schutt und Asche gelegt, um daraus einen so todschicken wie tödlichen Spielplatz zu machen. Wir haben die Kampagne und den Multiplayer angespielt. Von Petra Schmitz

emper Fi or Die! Immer treu oder sterben! So heißt das Level von Crysis 2, das wir jüngst bei Crytek in Frankfurt ausgiebig spielen konnten. Der Name für den Abschnitt (ungefähr in der Mitte des Ego-Shooters) kommt nicht von ungefähr. Semper Fi – das ist der Name des offiziellen Marsches des Marine Corps der Vereinigten Staaten. Und in besagtem Level trifft der Held Alcatraz das erste Mal auf die Soldaten. Die fischen ihn nach einer bisher nicht näher definierten Katastrophe aus einem Tümpel im Madison Square Park in New York, drücken ihm eine lausige Pistole in die Hand und weisen den Mann an, ihnen zu folgen. Was sich recht bald als »Schieß uns mal den Weg frei!« entpuppt. Logisch, immerhin ist Alcatraz der Typ im Nano-Anzug und kann im Zweifelsfall mehr gegen die überall lauernde Alienbrut ausrichten als eine ganze Armee.

Angespielt

Genre: Ego-Shooter Publisher: Electronic Arts Entwickler: Crytek (Crysis Warhead, GS 09/08: 88 Punkte) Termin: 24. März 2011 Status: zu 90 % fertig GameStar.de/Quicklink/7240

Stärken + sehr gute Grafik + fordernde Feuergefechte + taktische Möglichkeiten

Schwächen - Aliens noch zu stark - zu wenig Treffer-Feedback

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Für die nicht mit Crysis vertrauten Spieler wird die Handlung des Vorgängers in Rückblenden erzählt.

Aber von einer Armee ist in Crysis 2 ohnehin nichts zu sehen. Die Handvoll Soldaten, die wir begleiten, scheinen die einzigen weit und breit im zerstörten Big Apple zu sein. Sie wirken regelrecht verloren zwischen den zerstörten Gebäuden, den klaffenden Wunden im Boden. Wir sehen zwei Hochhäuser, denen buchstäblich der Boden unter den Fundamenten weggezogen wurde. Sie kauern in einem gigantischen Loch und wirken grotesk winzig gegenüber der scheinbar noch intakten Skyline, die sich in der Ferne erhebt. Überall Reste von Straßenzügen, bröckelnde Asphaltrouten, die sich über Abgründe krümmen. Schrott, ehemals Busse, Bahnen, Autos, die New York wach gehalten haben. Sogar ein Schiff sehen wir, wie es an einer Felswand zerschellt liegt. Eine Felswand, die es vor dem Alienüberfall nicht gab. Wir fühlen uns auch verloren. Trotz Nano-Fummel. Und die Pistole in unseren Händen vermag uns auch kein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Größeres Kaliber muss her. Also aktivieren wir eines der neuGameStar 02/2011

Ego-Shooter PREVIEW

In den zerstörten Straßenschluchten von New York muss Alcatraz immer mit einem Angriff aus der Luft rechnen. Extrem großkalibrige Waffen wie eine Bazooka sind in solchen Situationen die besten Helfer.

en Technik-Dingerchen, die in unserem Anzug stecken, nämlich den Scanner. Der sucht die Umgebung nach verwertbarem Kram wie Waffen oder Munitionsdepots ab. Wir können das Entdeckte dann markieren und haben es so im wahrsten Sinne des Wortes immer im Visier. Hossa, gleich ein paar Meter vor unserer Nase lehnt auch schon ein Sturmgewehr an einer Kiste. Das schnappen wir uns, traben ein paar Meter neben unseren Verbündeten her, und dann geht’s auch schon los. Eine Gruppe Seph (so heißen die Aliens) greift uns von der Seite an. Wir stürzen nach vorne und ballern, was das Zeug hält. Aber die Mistviecher halten erstaunlich viel aus. Für unseren Geschmack zu viel, ein gewöhnlicher Seph schluckt in etwa ein halbes Magazin, bevor er das Zeitliche segnet. Und das, obwohl wir nicht einfach draufhalten, sondern natürlich auf die hässlichen Tentakelrüben zielen. Dabei spielen wir nur auf dem Schwierigkeitsgrad »Soldat«, dem zweiten von insgesamt vier. Crytek muss folglich noch an der Balance feilen, sonst wird Crysis 2 für an Maus und Tastatur Ungeübte zur Frusthölle. Zumal es wohl auch am PC kein freies Speichern geben wird. Das Spiel arbeitet mit Checkpunkten, die aktuell noch recht weit auseinander liegen. Auch da gibt es noch Verbesserungspotenzial. Das mit dem halben Magazin wäre ja gar nicht so tragisch, wenn es ausreichend Munition gäbe, aber unsere Knarre ist erschreckend schnell leergeschossen. Und bei dem ganzen Alienstress drumherum haben wir auch echt keine Zeit, die Gegend nach Munition zu scannen. Aber ist das da nicht ein stationäres MG? Das kommt uns wie gerufen. Wir springen mit einem Riesensatz einen kleinen Abhang hinauf (Supersprünge benötigen nicht mehr das Zuschalten von Nano-Stärke, die ist nämlich immer an), GameStar 02/2011

stellen uns hinter die wuchtige Waffe und mähen zwei Seph nieder. Doch die Position des MGs eignet sich nicht, um alle Gegner aufs Korn zu nehmen. Dann nehmen wir eben das MG! Mit einem kräftigen Ruck reißen wir es aus der Verankerung, hopsen den Abhang wieder runter und machen aus den anrückenden Glibberdingern Vanillepudding. Wobei uns allerdings – wir sagen es fast ungern – der Splatter ein wenig abgeht. Oder anders: Crysis 2 gibt noch kein ordentliches Treffer-Feedback. Ob ein Alien tot zu Boden gesunken ist oder sich lediglich duckt, merkt man häufig erst, wenn man noch ein weiteres halbes Magazin in ihn gepumpt hat. Nur um sicher zu gehen. Auch das MG ist bald leer. Aber was für ein Glück, es ist nur noch ein Seph übrig. Den wollen wir zur Abwechslung mal auf die elegante Methode erledigen. Wir schalten den Nano-Anzug auf Unsichtbarkeit, nähern

uns dem Alien und packen ihn an der Gurgel. Unser Messer erledigt den unappetitlichen Rest. So geht das Spielchen einige Male. In jedem etwas größeren Abschnitt auf unserem Weg von Neuem. Dabei nehmen die Marines fast immer feste Stellungen ein, während wir dank der Rüstungsund Unsichtbarkeitsfähigkeiten des Nano-Anzugs hübsch um die Aliens zirkeln

In New York kauern die Hochhäuser in Löchern. können, um sie nach und nach unschädlich zu machen. Das ist ein fulminanter Wechsel zwischen enorm schnellen und fast schon gemächlichem Spieltempo. Brillanter Spaß: Wenn wir Alcatraz sprinten lassen, idealerweise einen kleinen Abhang hinab, und

Crytek nennt den dicken Alien-Mech schlicht Heavy. Dem Ding kann man prima ein Benzinfass in den Rücken sprengen. Ist keines da, hilft nur Blei, viel Blei.

Crysis 2 lief flüssig. Auf einem Intel Core 2 Duo E8500 und einer Geforce 9800 GX2 (zwei Grafik-Chips).

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PREVIEW Ego-Shooter Was da anrückt, sind keine Soldaten, sondern Söldner eines privaten Militärkonzerns. Der hat es auf unter anderem auf unseren Nano-Anzug abgesehen.

dann auf die Ducken-Taste drücken, schmeißt sich der Mann auf den Hosenboden und rutscht mit einem halsbrecherischen Tempo weiter. Wenn man dann dabei einem Seph noch eine Packung Blei in den Leib pusten kann, muss man arg an sich halten, um nicht vor Freude zu juchzen. Toll

Crysis 2 könnte zur Frusthölle verkommen. auch Momente, in denen man einem wuchtigen und enorm gepanzerten Alien, der sonst mehrere Raketen frisst, mit nur einem Schlag von den Beinen holen kann. Man nehme dazu ein Benzinfass, eine Sprengladung, die man aufs Benzinfass pappt, ham-

Flotten Aliens rückt man am besten mit einem flotten MG auf den hässlichen Leib. Man kann sie aber auch einfach mit einem Humvee überfahren, sofern sie mal stillhalten.

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pele vor der Nase des Monstrums auf und ab, um seine Aufmerksamkeit zu haben, lasse sich verfolgen und drücke genau in dem Moment auf den Auslöser der Sprengladung, wenn der Seph das Fass passiert hat. Kawumm, Seph tot. Die dicken Dinger sind nämlich am Rücken weniger geschützt. Irgendwann haben wir endlich unser Ziel erreicht, eine Art Minibastion der Marines. Sandsäcke schützen ein beachtliches Waffen­arsenal: Scharfschützengewehre, Raketenwerfer mit Lasersucher, Raketenwerfer, die ganze Salven explosiver Körper in auf einmal verschießen können. Schick! Und bitter nötig, denn nun steht der Endkampf des Abschnitts an. Ein Gunship der Aliens kreist über uns, wirft zunächst eine Welle weiterer Seph vor unsere Stellung, um schließlich selbst mit aller Wucht anzugreifen. Wir suchen Deckung, werden aber böse von den Energieladungen der fliegenden Festung getroffen. Das Bild beginnt zu fla-

ckern, der Nano-Anzug warnt uns, dass unsere Gesundheit niedrig ist. Wäre nicht nötig gewesen, lieber Nano-Anzug, aber trotzdem danke. Nach etlichen Minuten, in denen das Schiff immer wieder neue Angriffe fliegt und wir uns immer wieder aufmunitionieren, um Rakete nach Rakete in den Himmel zu schicken, explodiert das Gunship endlich in einer pompösen Feuerwolke. Wir haben’s geschafft. Der Abschnitt ist zuende und unsere Zeit mit dem Singleplayer auch. Im Anschluss fragen wir den Producer Nathan Camarillo, ob man Crysis 2 denn auch auf die heimliche Methode meistern könne. Also ob man viele der Kämpfe vermeiden kann, indem man Gegner schlicht im Unsichtbarkeitsmodus umläuft. Ja, antwortet Camarillo, nur koste das enorm viel Zeit und Nerven. Außerdem würde man nur über erledigte Aliens an die nötigen Mittelchen kommen, um den Nano-Anzug immer weiter aufzurüsten und zu verbessern. Aha! Nach New York geht’s für uns noch nach Nottingham. Hä? Ja, Nottingham. Aber nur datentechnisch. In Nottingham sitzt nämlich das Crytek-Team, das den Multiplayer von Crysis 2 entwickelt. Mit ein paar der Entwickler stürzen wir uns ins MehrspielerGetümmel. Das klappt prima, deutlich besser als auf dem EA Showcase vor einem Monat in London, wo wir schon ein paar Runden Deathmatch ausprobieren konnten. Aber in London gab’s Crysis 2 nur auf der Xbox 360. Nun aber ist’s ein PC mit gescheiter Maus und gescheiter Tastatur. Der Multiplayer von Crysis 2 ist vergleichbar mit dem der aktuellen Call of Duty-Teile. Zunächst gibt es nur vorgefertigte Klassen wie Soldat oder Scharfschütze. Die haben zu Beginn nur zwei Besonderheiten im Nano-Anzug stecken. Im Falle des Soldaten sind es Rüstung und Unsichtbarkeit. Mit Erfolgen schalten Sie allerdings weitere Fähigkeiten frei und können damit Ihren Fummel an-

Nano stammt aus dem Griechischen oder Lateinischen und steht für Zwerg. Alcatraz trägt folglich einen Zwergenanzug, höhö.

GameStar 02/2011

Ego-Shooter PREVIEW

Uff! Was muss da passiert sein, dass der Fackelarm der Freiheitsstatue am Madison Square Park so ziemlich in der Mitte von Manhattan rumliegt?

passen. Vielleicht addieren Sie den Fußspuren-Sensor, der für eine kurze Zeit die Routen von gegnerischen Spielern auf dem Boden anzeigt. Oder das Stampf-Perk, mit dem Ihr Charakter so hart auf den Boden springen kann, dass eine Druckwelle entsteht, die alle nahen Feinde von den Füßen hebt. Wir konnten von den besonderen Fähigkeiten des Nano-Anzugs leider noch nichts selbst ausprobieren, denn die Entwickler haben uns mit ganz frischen Charakteren in den Mehrspieler geschickt. Ob das also alles so wie angedacht klappt? Ob die Perks sinnvoll oder nur aufgesetzter Schnickschnack sind? Wir können es noch nicht sagen. Was aber schon mal sicher ist: Auch ohne besondere Perks hat uns die Ballerei mit und gegen Nottingham schon viel Freude bereitet. Denn das Spieltempo variiert ähnlich wie im Singleplayer, es gibt dank des Supersprungs viel Bewegungsfreiheit und das Hosenbodenrutschen macht im Multiplayer fast noch mehr Spaß als in der Einzelspieler-Kampagne. Zumindest dann, wenn man dabei erfolgreich einen Gegner aufs Korn nehmen kann. PET

Pier 17 Die Multiplayer-Karten von Crysis 2 fallen hübsch abwechslungsreich aus. Am Pier 17 geht’s sowohl durch Häuser, über ein auf Grund gelaufenes Schiff als auch durch Wasser. Die Pfeile auf der Karte markieren die Zugangsrouten zu den einzelnen Arealen.

Das Stampf-Perk sieht auf einem gestellten Screenshot schon sehr beeindruckend aus. Aber ob’s im Multiplayer wirklich was nützt?

Flüssig durch Manhattan Petra Schmitz Redakteurin petra@gamestar.de

Was mir am besten an Crysis 2 gefallen hat? Dass man nicht mehr ständig zwischen den Modi des Nano-Anzugs hin- und herschalten muss, um etwa besonders hoch zu springen. So spielt sich die Manhattan-Fortsetzung deutlich flüssiger als das erste Crysis. Nur an der Balance und am Speichersystem sollte Crytek noch nachbessern. Manche Kämpfe erschienen selbst mir zu hart, und ich bin nun wirklich alles andere als ein Shooter-Noob. Potenzial: Ausgezeichnet GameStar 02/2011

Perk ist Englisch und bedeutet Sonderzulage oder Vergünstigung.

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PREVIEW Actionspiel

Assassin’s Creed

Brotherhood

Stärken + glaubwürdige Spielwelt + mitreißende Handlung + cooler Held

Schwächen - Kämpfe recht simpel - öde Nebenaufgaben Ein Monitor ist gut, drei sind besser. Daniel Matschijewsky behält Ezio beim Anspielen in Montreal im Blick.

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Ubisoft Montreal wurde 1997 gegründet und zählt mittlerweile 2.200 Mitarbeiter.

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Actionspiel PREVIEW

Während Konsolenbesitzer bereits seit einem Monat über die Dächer Roms hüpfen dürfen, müssen wir PC-Spieler uns noch bis zum nächsten Frühling gedulden. Doch das Warten lohnt sich. Von Daniel Matschijewsky und Thomas Wittulski

Angespielt

Genre: Actionspiel Publisher: Ubisoft Entwickler: Ubisoft Montreal (Splinter Cell: Conviction, GS 06/10: 90 Punkte) Termin: 1. Quartal 2011 Status: zu 90 % fertig GameStar.de/Quicklink/7217 Auf DVD: Preview-Video

reffen sich zwei Redakteure auf dem Flur. »Na, hast du auch schon Assassin’s Creed: Brotherhood durchgespielt?« – »Nein, ich konnte noch gar nicht damit anfangen. Auf dem PC erscheint es erst im Frühling.« Der konsolenspielende Kollege grinst hämisch, doch wir winken wissend ab. Denn der Entwickler Ubisoft Montreal nutzt die zusätzliche Zeit, um in seinem auf der Xbox 360 und Playstation 3 bereits seit November erhältlichen Actionhit (unsere Schwesterzeitschrift GamePro vergab 90 Punkte) nicht nur bestehende Bugs zu beheben, sondern Brotherhood technisch wie inhaltlich auch derart auszubauen, dass unserem gehässigen Freund garantiert das Lachen im Halse stecken bleibt. Davon haben wir uns bei einem Studiobesuch überzeugt.

Zeitlich knüpft die Geschichte von Assassin’s Creed: Brotherhood direkt an den zweiten Teil an, sowohl was die Abenteuer von Desmond Miles in der nahen Zukunft angeht als auch die von Ezio Auditore im Spätmittelalter. Zu Beginn erlebt Desmond jedoch eine kleine Überraschung: Als er aus dem Animus-Schlaf erwacht (die Maschine, die ihn über seine DNS in die Welt seiner Assassinen-Vorfahren versetzt), steht er mitten in Monteriggioni der Neuzeit, also jenem Dorf, das er als Meuchelmörder Ezio in Assassin’s Creed 2 besucht hat. Seine Mit­ streiter haben ihn mitsamt Animus drumherum in einem LKW dorthin gekarrt. Das Wissen über das Örtchen hilft Desmond und seinem Team, ein sicheres Versteck vor den Templern zu finden. Auch Ezio kehrt 500 Jahre früher zusammen mit seinem Onkel Mario nach Monteriggioni zurück.

Doch schon tags darauf überrennen Cesare Borgia und seine Truppen die Siedlung, steh­len den Edenapfel und verziehen sich wieder nach Rom. Ezio folgt in die ewige

Ezio erobert Rom. Durch Renovierungsarbeiten. Stadt. Sein Ziel: die Borgia ein für allemal zu vernichten und sich zurückzuholen, was ihm gehört. Verwirrt? Nun, wer die beiden Vorgänger nicht kennt, der wird alle Mühe haben, den komplexen Handlungssträngen zu folgen. Serienfans hingegen werden dank der famos gefilmten Zwischensequenzen und zahlreichen (wahlweise in Deutsch, Englisch oder Italienisch gesprochenen) Dialoge

Ezio geht in Assassin’s Creed: Brotherhood deutlich rabiater in die Kämpfe, als bisher von der Serie gewohnt. Was aber gut zu seiner Motivation passt.

GameStar 02/2011

Bereits 2011 soll ein weiterer Assassin’s-Creed-Teil erscheinen.

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PREVIEW Actionspiel

Ezio bekommt Unterstützung von alten Bekannten wie Leonardo da Vinci. Leider taucht das Genie nur noch am Rande auf.

Zwei Neuerungen auf einen Blick: Wir dürfen innerhalb der Stadt reiten und KI-gesteuerte Assassinen zu Hilfe rufen.

vorbildlich in die spannende Geschichte gezogen. Allerdings versäumt es auch Brotherhood, seine Handlung befriedigend zum Abschluss zu bringen. Da werden wir wohl auf Assassin’s Creed 3 warten müssen.

rade eine Ansprache auf seiner privaten Orgie hält. Hier ist nun allerhöchste Vorsicht geboten, denn zahlreiche Soldaten bewachen die Party. Also schmuggeln wir uns in einer Ansammlung von Gästen hinein und huschen anschließend von Grüppchen zu Grüppchen, um in der Menge nicht aufzufallen. Während angeheuerte Kurtisanen die Wachen ablenken, gelangen wir zum Hauptplatz, wo sich die knapp bekleideten Römer zwischen Säulen und Ruinen vergnügen. Mitten unter ihnen: Juan, Ezios Ziel. Nun müssen wir nur noch den richtigen Moment abpassen, um den Borgia-Mann möglichst unauffällig mit unserer versteckten Klinge auszuschalten – spannend!

Am Grundprinzip des Spiels hat sich nicht viel geändert: Ezio klettert, rennt und hüpft behände wie eh und je über die Dächer Roms, meuchelt fiese Borgia-Anhänger und versteckt sich inmitten von Menschengrup-

Das Zauberwort lautet: Gratis-DLC. pen, um von Feinden nicht entdeckt zu werden. Unentdeckt zu bleiben gehört nun häufiger zur Missionsvorgabe. Ein Beispiel: Soldaten erpressen Schutzgeld von Bürgern, Ezio verfolgt den langen Weg der Beutekiste zum dicklichen Bankier Juan Borgia, der ge-

Freilich hat es Ezio auch mit Aufträgen zu tun, deren Hauptziel nicht der Tod einer Person ist. So soll er beispielsweise für Leonardo da Vinci Prototypen seiner Kriegsmaschinen stehlen und die zugehörigen Baupläne zerstören. Eine dieser Missionen endet in ei-

ner wilden Verfolgungsjagd, in der Ezio auf einer Kutsche flieht und mit da Vincis Schnellschussmaschine auf seine Verfolger ballert. Auch die an Prince of Persia erinnernden Kletterrätsel in speziellen Katakomben sind wieder dabei. Die fallen sogar ein wenig abwechslungsreicher und kreativer aus als in Assassin’s Creed 2. Doch während die Story-Missionen in Sachen Design und Inszenierung den bereits großartigen Vorgänger sogar überbieten, fallen die meisten Nebenaufträge vor allem durch Ideenarmut auf. Zwar verteilen sämtliche Fraktionen (Kurtisanen, Diebe und Söldner) wie auch Händler (etwa Schmiede oder Ärzte) und hilfsbedürftige Bürger jede Menge Aufgaben. Die beschränken sich aber meist auf lapidares »Finde das!«, »Sammle dies!« oder »Töte jenen!«. Das ist jedoch Kritik auf hohem Niveau. Zum einen müssen wir die Mini-Quests nicht erfüllen. Zum anderen wird die PC-Fassung von Brotherhood alle handlungsrelevanten DLCs enthalten, die

Konsole vs. PC 360

PC

3

4

3

4

1

1 2

2

Während die Texturen 1 keine Unterschiede zur Konsolenfassung aufweisen, fallen auf dem PC vor allem die deutlich weicheren Schatten 2 ins Auge. Zudem sind in der Ferne mehr Details 3 zu erkennen, und Kantenglättung 4 sorgt für ein ruhigeres Bild.

360

2 1

PC

2 1

3

3

Das PC-exklusive Ambient Occlusion 1 erzeugt dank indirekter Beleuchtung eine realistischere Lichtstimmung als auf der Konsole. Staubpartikel 2 sorgen zusätzlich für Atmosphäre. An den Charakterdetails 3 hat sich indes nicht merklich etwas getan.

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In Mecklenburg-Vorpommern gibt es ebenfalls eine Stadt namens Rom. Sie zählt knapp 900 Einwohner.

GameStar 02/2011

PREVIEW Actionspiel

Die coolen Klettereinlagen gehen gewohnt locker von der Hand und machen wieder jede Menge Spaß.

Ubisoft bislang veröffentlicht hat (etwa die gelungene, bislang Playstation-3-exklusive »Kopernikus-Verschwörung«) und bis zum Frühling noch veröffentlichen will. Während Konsolenbesitzer extra in die Tasche greifen müssen, bekommen wir PC-Spieler das Mehr an Geschichte also umsonst. Rom, die ewige Stadt, wurde von den Entwicklern enorm abwechslungsreich und detailliert gestaltet und ist etwa dreimal so groß wie Florenz aus Assassin’s Creed 2. Um die Metropole langsam, aber sicher von den Borgia zu befreien und selbst Einfluss zu gewinnen, muss Ezio die als Borgia-Gebiet gekennzeichneten Areale erobern. Prinzipiell laufen diese Eroberungszüge immer gleich ab: In jedem Viertel befindet sich ein Hauptmann, den es zu erledigen gilt. Im Anschluss daran brennt der Held den Turm der Unterdrücker nieder. Was in der Theorie eintönig klingt, stellt sich schnell als Herausforderung mit hohem Abwechslungsfaktor heraus. Grund sind die unterschiedlichen Anforderungen. Es kann zwar schon mal passieren, dass Ezio relativ einfach in das Gebiet eindringen und den Hauptmann durch einen beherzten Sprung von einem Hausdach umlegen kann. Im nächsten Areal mag das aber schon wieder ganz anders aussehen, etwa weil es nur einen Eingang gibt, das Viertel besonders gut bewacht wird oder Ezio sich durch ein verwinkeltes Kellerverließ kämpfen muss, um sein Ziel zu erreichen. Das, sollte es den Helden entde-

Ezio hoch 3: Assassin’s Creed: Brotherhood unterstützt AMDs Eyefinity-Technologie. Wer also drei Monitore sein Eigen nennt, der darf mit Ezio im Superbreitbild-Format (bis zu 5760x1080 Pixel) über die Dächer hüpfen. Assassin’s Creed: Brotherhood soll auch mit der 3D-Vision-Brille von Nvidia funktionieren. Letzteres konnten wir allerdings noch nicht ausprobieren.

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Kaufbare Fernkampfwaffen wie die Armbrust machen die Kämpfe noch leichter, als sie ohnehin schon sind.

cken, zudem oft einfach wegläuft. Die Eroberung feindlicher Borgia-Gebiete hat noch einen weiteren Zweck. Denn je mehr Areale Ezio befriedet, desto mehr Hilfs­ assassinen darf er einsetzen, die größte Neuerung von Brotherhood. Im Kampf und bei Schleichmissionen greifen die KI-gesteuerten Nachwuchs-Mörder Ezio unter die Arme. So stürzen sie sich auf anvisierte Gegner oder lenken Wachen von Ezio ab. In der Nähe von Taubenschlägen kann der Meisterassassine ins Nachwuchsprogramm eingreifen und die Azubis zu diversen im Hintergrund ablaufenden Missionen ins Ausland schicken. Mit jedem erledigten Auftrag steigen die Fähigkeiten (Waffen und Rüstung) der Assassinen, sie sind währenddessen aber für einige Minuten nicht einsetzbar. Einziges Problem der an sich coolen Rekrutierungs-Idee: Die Kämpfe in Brotherhood werden dadurch noch leichter als ohnehin schon. Ubisofts Plan, das Kampfsystem komplexer und anspruchsvoller zu gestalten, funktioniert nur bedingt. Zwar reicht es nicht mehr, lapidar auf die Kontertaste zu hauen. Doch wer einmal einen erfolgreichen Todesstoß platziert hat, der legt jeden weiteren Gegner durch das Drücken der entsprechenden Taste ganz automatisch um. So sind selbst zwei Dutzend waffenstarrende Ritter kein Problem für Ezio.

grammierer von Brotherhood. »Zudem werden auch in der Entfernung kleinste Details sichtbar sein.« Leistungsbedingt vernebeln nämlich auf der Xbox 360 und Playstation 3 Verwischeffekte entfernte Objekte und Gebäude. Das Team baut auch die Unterstützung von AMD Eyefinity sowie Nvidias 3DVision ein und feilt an der Beleuchtung, etwa durch das so genannte Ambient Occlusion, das für ein insgesamt echteres Bild sorgt. Steigen dadurch auch die HardwareAnforderungen? »Nur minimal«, beruhigt uns Eric. »Wer Assassin’s Creed 2 flüssig spielen konnte, der wird auch mit Brotherhood keine Probleme haben.« Ein Grund dafür dürfte sein, dass Ubisoft auf die aktuelle Schnittstelle DirectX 11 verzichtet und wie schon beim Vorgänger auf Version 9 zurückgreift. »Wir hätten zu viel im Programmcode umbauen müssen«, erklärt uns der Brotherhood-Producer David Coulombe. »Dann hätte sich die PC-Fassung noch weiter verzögert.« Sehr gut, dass sich Ubisoft dagegen entschieden hat. DM

Bereits auf den Konsolen ist Assassin’s Creed: Brotherhood eine Augenweide. Die aufwändig gestalteten Gebäude, liebevollen Details, butterweichen Animationen und die immense Weitsicht machen einiges her. Auf dem PC legt Ubisoft noch eine ordentliche Grafikschippe obendrauf (siehe Kasten). »Wir werden die Auflösung aller Schatten und Reflexionseffekte um ein Vielfaches erhöhen«, verrät uns Eric Le, leitender Pro-

Erst habe ich geflucht, dass ich so viel länger auf die PC-Fassung warten muss, dann gejubelt. Denn mein Besuch bei Ubisoft hat mich überzeugt: Die Jungs nutzen ihre Zeit, um den Assassinen-Hit angemessen auf den PC zu portieren. Weniger Bugs, zusätzliche Missionen und die deutlich hübschere Optik sind Argumente genug für mich, noch bis zum Frühling auszuharren.

In Rom nebst Umland wohnen 3,3 Millionen Menschen, genauso viele wie in Berlin.

1:0 für den PC Daniel Matschijewsky Redakteur danielm@gamestar.de

Potenzial: Sehr gut

GameStar 02/2011

PREVIEW Echtzeit-Taktik

Dawn of War 2

Retribution Taktische Raffinesse und Rollenspiel-Helden machten Dawn of War 2 zum Hit. Die Fortsetzung lockt mit mehr Bauoptionen und ­Kampagnenvölkern. Von Heinrich Lenhardt

Angespielt

Genre: Echtzeit-Taktik Publisher: THQ Entwickler: Relic (Dawn of War 2: Chaos Rising, GS 05/10: 83 Punkte) Termin: März 2011 Status: zu 80% fertig GameStar.de/Quicklink/7206

ie konservativ muss Echtzeit-Strategie sein? Zwölf Jahre brauchte Blizzard, um Starcraft neu aufzulegen, ohne dabei am Spielablauf ernsthaft zu rütteln: schnell Ressourcen sammeln, große Armeen aufbauen und ab in die Materialschlacht. Relic Entertainments Dawn of War 2 ist ein erfolgreicher Genre-Gegenentwurf, bestimmt von wenigen charakteristischen Helden, die wie in einem Rollenspiel Erfahrung sammeln und ausgerüstet

Stärken + sechs Völker zur Wahl in der Kampagne + wahlweise heldenlastig oder größere Einheitenmengen + zwischen den Schlachten viel zu planen + neue Fraktion Imperial Guard für Dawn-of-War-Einsteiger

Schwächen - weiterhin kein Gebäudebau - Engine kommt in die Jahre

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werden. Taktische Raffinesse, Klasse statt Masse. Dieses Erfolgsrezept findet sich auch in der kommenden Fortsetzung Retribution wieder, der zweiten nach Chaos Rising (GS 05/10: 83 Punkte). Zugleich macht das Entwicklungsstudio Relic Zugeständnisse an die Genre-Traditionalisten. »Eine Menge Leute wollen immer noch die herkömmliche Art von Spielerlebnis, sie möchten am liebsten Hunderte von Panzern bauen und damit den Feind überrollen«, analysiert der Lead Designer Dan Kading. Deshalb will man’s diesmal beiden Lagern recht machen: Der Einheitenbau zieht ein, die Helden bleiben. Vielseitiger gibt sich Retribution auch bei der Anzahl der spielbaren Völker, mit der Sie die neue, 16 Missionen starke Kampagne bestreiten dürfen. In früheren Versionen war man außerhalb des Mehrspieler-Bereichs auf die Space Marines beschränkt; jetzt stehen sechs verschiedene Fraktionen zur Verfügung. Neben den Marines sind das Chaos, Eldar, Orks, Tyraniden und – ganz neu – die Imperial Guard. Jede Fraktion hat exklusive Einheiten, ihre eigene Story und einen speziellen Charme. Zwar bestreiten alle Parteien in der Kampagne die gleichen Aufgaben, für jedes Volk ändern sich aber Details des Missionsdesigns. »Idealerweise hätten wir gern sechs völlig einmalige Kampagnen gehabt«, räumt Dan Kading ein, »aber aufgrund des verfügbaren Zeitrahmens wäre es unmöglich gewesen, diese Menge wirklich gut hinzukriegen.« Das Hauptspiel Dawn of War 2 litt unter einer Flut generischer Missionen, die sich zu ähnlich spielten. »Wir haben daraus gelernt«, versichert Kading. »Deshalb wollten wir bei Retribution, dass jede Mission von Grund auf neu gebaut wird und einmalige Ereignisse enthält, die in Erinnerung bleiben. Wiederholtes Durchspielen lohnt sich, auch

Eine Zeitlang war geplant, die Tyraniden nur als Gegnerfraktion in der Kampagne zu haben, bevor sie zur spielbaren Rasse wurden.

GameStar 02/2011

Echtzeit-Taktik PREVIEW

Ab ins Schlachtengetümmel mit der neuen spielbaren Fraktion Imperial Guard. Unten rechts bufft der Lord Commissar die Kampfkraft der Infanteristen.

wenn die Kampagnenmissionen dann auf den bekannten Karten stattfinden. Aber die Handlung ändert sich, je nach gewähltem Volk triffst du auf andere Gegner.« Die Story-Ausgangslage ist für alle Seiten gleichermaßen brenzlig: Zehn Jahre sind seit den Ereignissen der letzten Erweiterung Chaos Rising vergangen. Das Imperium ist angenervt vom ständigen Ärger im Subsektor Aurelia und ordnet den »Exterminatus« an. Der ist mindestens so bedrohlich, wie er klingt: Eine Flotte rückt an, um mit Energiesalven aus dem Orbit einen Planeten nach dem anderen komplett zu zerstören. Das Reinmachen nach imperialer Art versuchen Sie zu verhindern, indem Ihre Armee mithilfe alter Teleporteranlagen von Planet zu Planet reist, um Aurelias Geheimnisse zu lüften. Dan Kading erklärt, warum ausgerechnet die Imperial Guard als neue spielbare Frak­ tion aufgenommen wurde: »Im Gegensatz zu den Space Marines handelt es sich hier um ›normale‹ Menschen, mit denen man sich gut identifizieren kann. Es ist die einsteigerfreundlichste Rasse, die wir bisher kreiert haben, weil sie viele defensive Spielmechaniken besitzt.« Im Vergleich zu den durchgeknallten Aliens und Superwesen der anderen Völker wirken die Gardisten vergleichsweise brav; fast könnte man meinen, sie seien aus Relics Weltkriegsspiel Company of Heroes entlaufen. Vorteile bei der Vehikelausstattung sorgen dafür, dass die Burschen nicht als Kanonenfutter enden; die Garde besitzt die schwersten Panzer und Artillerieeinheiten im ganzen Spiel. Im Mehrspielerbetrieb hat sie als einzige Fraktion schon auf GameStar 02/2011

Forschungslevel 1 Zugriff auf ein Fahrzeug. Die Guard kann Geschütztürme und Deckung errichten, Verstärkung und Bombardements anfordern – alles, was der Schildkröten-Freund zum Glück braucht. Und bei aller Liebe zur relativen Normalität hat auch die Imperial Guard ihre Helden. In Mehrspieler-Partien wählen Sie zwischen Inquisitorin (offensive Fernkämpferin), Lord General (defensiver Heiler) und Lord Commissar (Nahkämpfer mit Support-Fähigkeiten). Während unseres Hausbesuchs bei Relic im kanadischen Vancouver konnten wir die ersten vier Missionen der Retribution-Kampagne ausprobieren. Dabei fiel unsere Wahl auf die »Neuen« von der Imperial Guard. In der

Einführungsmission steuern wir die Helden Castor, Adrastia und Merrick. Dawn of Wartypisch hat jeder spezielle Fähigkeiten, die taktisch sinnvoll eingesetzt werden müssen. Zum Beispiel kann Castor Truppen heilen oder Verstärkung aus der Luft anordnen, Merrick sich unsichtbar machen und Adrastia einzelne Feinde mit einer Salve Hexenfeuer anbrennen. Durch die Eroberung des ersten Stützpunkts werden Bauoptionen für weitere Truppen zugänglich. So kostet ein Guardsmen-Squad 280 Requisition-Punkte, die man einfach durchs Aufklauben von Kisten kommt. Ein komplexes Bau- und Ressourcen-System gibt es nicht. Dafür müssen wir auf die Einheiten-Obergrenze achten – ist die erreicht, kann nicht weiter produziert

Mehr Einheitenbau in den Kampagnen-Missionen. Rechts oben am Bildrand zeigt eine Leiste die Fülle an Truppen und Helden, die zu dieser Space-Marine-Streitkraft gehören.

Lead Designer Dan Kading ist seit neun Jahren bei Relic und arbeitet seit Dark Crusade an der Dawn-of-War-Serie mit.

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PREVIEW Echtzeit-Taktik

Die sechs Fraktionen In früheren Dawn-of-War 2-Kampagnen war man auf die Space Marines beschränkt, doch bei Retribution gibt’s freie Wahl zwischen sechs Fraktionen aus der Spielwelt von Warhammer 40K.

Imperial Guard: Lord General Castor führt die wackeren Menschen an, die auf starke Fahrzeuge und Artillerie vertrauen. Als fleißige Deckungs- und Geschützturm-Bauer defensivstark. Coolste Einheit: Der XXL-Tank Baneblade ist der stärkste Panzer im Spiel.

Space Marines: Die genetisch aufgemotzten Elite-Soldaten des Imperiums hören auf Captain Apollo Diomedes. Neue Einheit: Der Land Raider transportiert eine kleine Armee, heilt nahegelegene Einheiten und verfügt über Bord-Flammenwerfer.

Chaos: Chaos-Lord Eliphas hütet die dämonisch orientierte Black Legion, deren Kernkompetenzen im Nahkampf liegen. Neue Einheit: Chaos Noise Marines können feindliche Infanterie vom Feuern abhalten.

Tyraniden: Alles hört auf den Hive Lord: Die in Massen herumwuselnden Aliens sind die ungewöhnlichste aller Rassen. Neue Einheit: Der riesige Tyranid-Swarmlord macht nahe Einheiten schneller und dient als mobile Nachschubstation.

Eldar: Mit Psi-Fähigkeiten gesegnete Weltraum-Elfen; Autarch Kayleth leitet die Verbände der CraftwoodEldar. Neue Einheit: Der Autarch wird vom Himmel herbeigerufen und beschert den Eldar-Einheiten zusätzliche Fertigkeiten.

Ork: Erst zuschlagen, dann fragen: Die kriegslüsternen Ork Freebooterz von Kaptin Bluddflagg sind gleichermaßen derb wir komisch. Neue Einheit: Je mehr Orks an Bord sind, desto stärker wird der Truppentransporter Battlewagon.

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Lord Eliphas, den todenschädelsammelnden Anführer der Chaos-Streitkräfte, sollte man morgens nicht vor der zweiten Tasse Kaffee ansprechen.

werden. Eine Portion Guardsmen kostet uns acht Punkte. Das ist es uns wert, denn sie können bereits in der Grundversion Fahrzeuge und Gebäude reparieren, später lassen sich weitere Fertigkeiten freischalten. Schon im Laufe der Auftaktmission werden zusätzliche Truppentypen zugänglich, etwa die nahkampfstarken Catachan Devils, die Stormtroopers mit ihren Laserknarren oder ein MG-Squad, das prima für Unterdrückungsfeuer sorgt. Zusammen mit den Helden nimmt die Anzahl der verschiedenen Einheiten stattliche Ausmaße an.

der aus dem Schmorbereich der Orbitalwaffen laufen, deren Einschläge sich durch ein Fadenkreuz ankündigen. Zudem tickt ein Zeitlimit von knapp 20 Minuten, innerhalb dessen wir den Fluchtpunkt erreichen sollen. Oh, und damit es nicht langweilig wird, verwickeln Verbände anderer Völker uns immer wieder in Scharmützel. Der hier verwendete Terraintyp namens »Blasted Lava« gesellt sich zu den bisherigen Karten, die für Mehrspieler-Partien gewählt werden dürfen. Da steht man sich wieder in Teams mit bis zu drei Spielern pro Seite gegenüber oder kämpft im »Free for all«-Modus nach dem Prinzip »Jeder gegen jeden«.

Nach einem Bosskampf gegen den regio­ nalen Ober-Tyraniden gibt’s schöne Belohnungen in Rollenspiel-Manier: neue Ausrüstungsgegenstände und dick Erfahrungspunkte für die Helden. Statt eine bessere Waffe für einen der Heroen zu kassieren, können wir für die produzierbaren Truppen einen Bonus ergattern. Die Imperial Guard besitzt acht Einheitentypen, die sich durch jeweils drei Upgrades aufbessern lassen. Dazu kommt die Charakterentwicklung der Helden, die in den Kategorien Ausdauer, Offensive und Willenskraft mit jedem spendierten Punkt eine weitere Fertigkeit lernen. Vor der nächsten Mission wählen wir, ob wir den einen oder anderen der drei Helden durch zusätzliche Support-Truppen ersetzen, die zudem die Einheitenobergrenze ordentlich steigern. Rollenspielerischer Aufbau und taktischer Einsatz von Helden sind intakt, aber wer möchte, kann bei Retribution den Fokus seiner Armeen auf größere Einheitenverbände legen.

Dawn of War 2: Retribution soll im März 2011 zum Erweiterungspreis erscheinen, ist aber ein eigenständiges Programm, der Besitz vorheriger Serienteile ist nicht erforderlich. Ob die aktuelle Genera­tion von Dawn of War damit abgeschlossen ist und als nächstes Dawn of War 3 ansteht, wagt Dan Kading noch nicht vorherzusagen: »Beim ersten Dawn of War hieß es, nach Dark Crusade werde es keine Erweiterungen mehr geben ... und drei Monate kam der Produzent an und meinte: ›Okay, lasst uns über Soulstorm reden!‹ Im Moment ist mir nichts zu Dawn of War 3 bekannt.« Und grinst dabei unschuldig. Heinrich Lenhardt

In den Auftaktmissionen hält uns nicht nur das Management der vergrößerten Truppenschar auf Trab. In den Tempelruinen von Ladon sind wir auf der Flucht vor einem superschweren Baneblade-Panzer, der sich am Ende nur durch Umprogrammierung einiger Geschütztürme knacken lässt. Richtig hektisch wird es dann bei der Flucht vom Planeten Typhon, denn das Exterminatus-Bombardement hat hier schon begonnen. Unsere Truppen müssen dabei immer wie-

Retribution einfach als »Erweiterung« zu bezeichnen wäre ein schwerer Fall von übertriebener Bescheidenheit. Endlich kann ich die Kampagne mit anderen Völkern als den Space Marines erleben und in den Missionen mit neuen Einheitenbau-Optionen experimentieren. Mein Fokus bleibt wohl trotzdem auf der Helden-Aufzucht, da mir die Rollenspiel-Elemente gefallen und ich kleinere Einheitenmenge schätze.

Ehrgeiziger Nachschlag Heinrich Lenhardt Freier Autor redaktion@gamestar.de

Potenzial: Sehr gut

Das Relic-Hauptquartier liegt in Vancouvers Innenstadt, nahe Canada Place (wo letztes Jahr nebenan das olympische Feuer loderte).

GameStar 02/2011

PREVIEW Online-Rollenspiel

Drakensang Online Stärken

Drakensang ist tot, es lebe Drakensang! Die ­Entwickler der klassischen Rollenspielreihe entwerfen eine ­moderne Version ihres Erfolges. Oder doch nur ein Simpel-Browserspielchen? Von Michael Trier Angeschaut

Schwächen - nichts für DrakensangTraditionalisten - kein DSA-Regelwerk - wohl wenig Story

Genre: Online-Rollenspiel Publisher: Bigpoint Entwickler: Bigpoint Berlin (als Radon Labs: Drakensang: Am Fluss der Zeit, GS 03/10: 85 Punkte) Termin: 2. Quartal 2011 Status: zu 50 % fertig GameStar.de/Quicklink/7155 Auf DVD: Trailer

an stelle sich vor, Gene Roddenberry hätte 1966 die Frage beantworten müssen: »Wie viele verschiedene Völker hat die Föderation in Star Trek?«, entgegnet der Entwicklungsleiter der Drakensang-Serie Bernd Beyreuther auf unsere Frage nach dem ungefähr zu erwartenden Umfang von Drakensang Online. Damit hat er klar gemacht, wie der Hase läuft. Es geht um dynamische Entwicklung, um ein wirklich großes Projekt.

Die Spielwirklichkeit ist längst online. Keine Spur von Rückzug, keine Verweise auf etwaige Beschränkungen der neuen Plattform (Browser) oder des neuen Bezahlmo­ dells. Denn Drakensang Online wird komplett kostenlos spielbar sein, wenn auch mit integriertem Item-Shop. Bedeutet so ein Laden im Spiel, in dem man Ausrüstung ge-

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+ dynamisch erweiterbar + flexibles Regelsystem + kostenlos spielbar + massig Items + k eine Installation, trotzdem gute Grafik

gen reales Geld erstehen kann, nicht legitimiertes Cheaten, Siegen durch Euros Segen sozusagen? »Es ist Bigpoint-Philosophie und Teil des Erfolgs: Die Spiele sind wirklich Free2Play, alles ist erspielbar«, antwortet Beyreuther. Bigpoint ist einer der größten Browserspiel-Hersteller der Welt und Beyreuthers neuer Arbeitgeber. Man merkt ihm an, wie sehr ihm Drakensang Online am Herzen liegt, wie wichtig ihm seine Botschaften sind. Das ist verständ­ lich, schließlich geht es hier nicht nur um die Geschichte von Radon Labs oder einer einzelnen Rollenspielreihe. Nein, dieses Projekt steht symbolisch für den Zustand und die Entwicklung des PC-Spielemarktes allgemein. Vielleicht werden wir an ihm ablesen können, in welche Richtung die Reise geht. Um die wahre Bedeutung dieses (von der Rollenspiel-Community im Moment als »dieses Browserspielchen« oder gar »Schande« wahrgenommenen) Projekts zu erfassen, müssen wir einen kurzen Blick zurück auf das Drakensang-Drama werfen. Im Jahr 2008 erschien Das Schwarze Auge:

Jedes Level in Drakensang Online wird auf 25 MByte begrenzt sein.

Drakensang, ein etwas betuliches Solo-Rollenspiel mit komplexem Regelwerk und Rundenkämpfen (Grundlage: das deutsche Pen&Paper-Rollenspielsystem Das Schwarze Auge, kurz DSA). Ein typisch deutsches Produkt, auf das zahlreiche Rollenspieler hier­zulande gewartet haben. Gut eineinhalb Jahre später kam mit Drakensang: Am Fluss der Zeit ein im Detail verbessertes, ansonsten aber baugleiches Rollenspiel. Beide Titel erhielten in der deutschen Fachpresse hohe Wertungen und wurden zudem von vergleichsweise großen Marketingkampagnen begleitet. Unterm Strich, und das ist das Dramatische, reichten die Verkäufe aber trotz hoher Produktqualität und entspre­ chendem Medienrummel nicht aus. Das preisgekrönte Studio ging pleite. Bigpoint griff zu und übernahm das komplette Drakensang-Team, das fortan Bigpoint Berlin heißt. Als erster Titel wurde im Juni 2010 Drakensang Online angekündigt, ein kostenloses Browserspiel ohne DSA-Lizenz. Wie aber kann ein solches Studio Pleite gehen? Sind die Raubkopierer schuld? Bernd Beyreuther: »In das seit 20 Jahren gesunGameStar 02/2011

Online-Rollenspiel PREVIEW Die Welt ist klassische Fantasy, die detaillierte Grafik für ein Browserspiel eine Sensation.

Dungeons und Drachen werden auch in Draken­ sang Online spielbe­ stimmend sein, besonders in den Instanzen.

gene Lied über Raubkopien möchte ich nicht einstimmen. Der Kreis der Käufer, den die Spiele mit der DSA-Lizenz angesprochen haben, ist treu, existiert aber leider nur in Deutschland und ist inzwischen viel zu klein geworden. Ein repräsentables Rollenspiel benötigt heutzutage ein Budget, das nicht mehr in einem einzelnen Land eingespielt werden kann. Internationale Reichweite muss für einen solchen Titel einfach sein, sonst ist es unmöglich, die notwendige Qualität zu garantieren. Außerdem war Am Fluss der Zeit retro bis in die tiefste Pore. Das hat zu viel Sympathie geführt, aber nicht zu vielen Verkäufen. Warum? Weil die Spielwirklichkeit für die meisten Leute heute eine ganz andere ist: nämlich online!« Und so ist Drakensang Online dann auch der krasse Gegenentwurf zur DrakensangReihe, mit einem Wort: Diablo. Actionorien-

tiertes Kampfsystem, feste Iso-Perspektive, item- statt storygetrieben. Nur die Grafik kommt uns bekannt vor, das ist schon irgendwie Drakensang. Und tatsächlich kommt die hauseigene Nebula-3-Engine aus den Vorgängern zum Einsatz. Und das soll im Browser laufen? Ja, es läuft sogar schon. Für Browserspiele ist diese Qualität eine Sensation, und auch verglichen mit »normalen« PC-Spielen schneidet die Grafik nicht schlecht ab. Doch wenn man schon ein anderes Spiel baut, warum dann den Namen Drakensang weiter benutzen? Beyreuther: »Drakensang Online ist die nächste Generation in der Reihe. Es ist vom Grafikstil über die NPCs bis hin zu Humor und Vertonung sofort als Drakensang erkenn­bar. Liebe zum Detail und Wärme in der Gestaltung sind Eigenschaften, die Drakensang immer Sympathie eingebracht haben und die Drakensang Online ausmachen

werden. Die Community kann mitbestimmen, wir können das Spiel organisch an den Vorlieben der Spieler ausrichten. Wir fangen mit vier oder fünf Klassen an, das wird aber lange nicht das Ende sein. Wir haben so viele Möglichkeiten, es wird ständig neue Inhalte geben. Und dann Koop-Schlachten mit Hunderten Spielern, das wird toll!« Man kann Beyreuther das glauben, er war nie ein Dampfplauderer. Trotzdem wird es für die Fans des klassischen Rollenspiels wieder einen Titel weniger geben, in dem sie nächtelang in Charaktergenerierung versinken können. Für diese Gruppe ist Drakensang Online eine schlechte Nachricht. Für den Rest der Welt heißt es: Achtung, hier kommt ein ganz neues Spiel, gemacht von Spieldesign-Experten, veröffentlicht von internationalen Vertriebs­ profis, auf so ziemlich jeder Mühle dieses Universums ohne Installation oder auch nur einen Cent Einsatz lauffähig; das hat das Zeug zum Ereignis. Und so ist das Ende von etwas auch hier der Beginn von etwas Neuem – das in diesem Fall vielleicht nicht allen schmecken dürfte. MT

Beeindruckt & traurig Michael Trier Chefredakteur michael@gamestar.de

Die Lichtstimmung und Detailverliebtheit sind typisch für die ­bisherigen Draken­ sang-Spiele.

GameStar 02/2011

Ich bin beeindruckt. Von der Vehemenz und Klarheit, mit der Drakensang-Chef Beyreuther mit der alten Rollenspielwelt bricht und sich aufmacht zu neuen Ufern. Die aber – weil er viel von Spieldesign versteht – gar nicht so weit entfernt liegen. Denn Draken­ sang Online scheint viel näher dran an ­Diablo als an einem beliebigen Browser-Pausenspielchen. Ich bin allerdings auch traurig. Denn ich mag zwar Diablo, tüftle aber auch gern stundenlang an einem Rundenkampf oder Charakterwerten. Altes Drakensang: Du wirst mir fehlen. Neues Drakensang: Du hast eine Chance, nutze sie!

Radon Labs hat auch für den Nintendo DS entwickelt. Die Schwäche dieses Marktes ist ein weiterer Grund für die Insolvenz.

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PREVIEW Action-Adventure

Batman

Arkham City

Schlaflos in Gotham: Mit dem Vorgänger rettete Rocksteady den Ruf der BatmanSpiele, jetzt drehen die Entwickler erst richtig auf. Von Markus Schwerdtel Angeschaut

Genre: Action-Adventure Publisher: Warner Interactiv Entwickler: Rocksteady (Batman: Arkham Asylum, GS 11/09: 87 Punkte) Termin: 4. Quartal 2011 Status: zu 60% fertig GameStar.de/Quicklink/7214

aum ein Land der Welt hält so viele seiner Bürger hinter Gittern wie die USA. Kein Wunder, dass die Gefängnisse im wahrsten Sinne des Wortes kriminell überfüllt sind. In Gotham City umgeht der Bürgermeister Quincy Sharp das Problem wenig elegant, aber wirkungsvoll: Er lässt kurzerhand einen ganzen Stadtteil einzäunen und erklärt ihn in Batman: Arkham City zum gleichnamigen Superknast. Direktor des Gefängnisses ist der zwielichtige Hugo Strange. Wobei nicht klar ist, worin die Arbeit von Strange eigentlich besteht, schließlich sind die Häftlinge komplett sich selbst überlassen. Dass sich die Insassen dabei nicht von selbst friedlich und demokratisch zu einer Gesellschaft gleichberechtigter Individuen organisieren, liegt auf der Hand. Vielmehr tobt ein gnadenloser Krieg um die Vorherrschaft in Arkham City. Normalerweise würde sich selbst Batman nicht freiwillig in diese Hochsicherheits-Hölle wagen – hätte nicht Harvey »Two Face« Dent Batmans Freundin Catwoman + riesige, offene Spielwelt entführt ... + vielseitiges Kampfsystem + irre Charaktere Arkham City ist groß, viel größer als die Spielwelt in Arkham Asy- »alte« Spielmechanik lum. Zudem ist Batman nicht mehr nur in geschlossenen Gebäuden oder gar engen Lüftungsschächten unterwegs, sondern an der vergleichsweise frischen Luft über den Dächern der Anstalt. Stellt das die Unreal-Grafikengine, die Rocksteady für Arkham City verwendet, nicht vor große Probleme? »Die offene Welt ist eine technische Herausforderung«, sagt Rocksteadys PR-Chef Dax Ginn bei seiner Präsentation des Spiels.

»Aber wir arbeiten sehr eng mit Epic, den Machern der Unreal-Engine, zusammen. Momentan sieht die PC-Version am besten aus, sie liegt uns auch sehr am Herzen.« Das Resultat ist eine wirklich beeindruckende, riesige Stadt mit vielen Details wie Neonreklame oder Wasserspeiern oben an den Gebäuden. Diese so genannten Gargoyles sind wichtig, denn an ihnen macht Batman seinen berühmten Enterhaken fest, um sich daran über die Dächer der Stadt zu schwingen. »Wer mag, gelangt von einem Ende Arkham Citys zum anderen, ohne auch nur einmal den Boden zu berühren«, verspricht Ginn. Schön, dann würde man aber das ausgebaute Kampfsystem versäumen, das sich an den Schergen in Gothams Straßen gut ausprobieren lässt. Wie die Prügeleien in Arkham City funktionieren, zeigt uns Dax Ginn gleich in einer Mission: Batman ist dem Hilferuf von Catwoman in eine alte Kirche gefolgt. Dort hat Two Face sie kopfüber aufgehängt und hetzt nun seine Handlanger auf die Fledermaus. Waren es in Arkham Asylum noch

Stärken

maximal sechs Gegner gleichzeitig, muss sich Batman nun mit bis zu 30 Angreifern auf dem Bildschirm herumschlagen, die noch dazu alle möglichen herumliegenden Gegenstände als Waffe missbrauchen. Zum Glück hat sich Bats vom Kollegen Ezio Auditore aus Assassin’s Creed: Brotherhood den Trick mit der Rauchbombe abgeschaut und kann so brenzligen Situationen entkommen. Gepanzerten Gegnern heizt Batman mit dem Beatdown-Schlaghagel ein, nachdem er sie mit einem Schwung seines Capes betäubt hat. Idealerweise aber erledigt er seine Feinde still und leise mit einem »Silent Takedown«. Das gilt erst recht, wenn sie Zivilisten als Geiseln genommen haben (etwa die Ärzte des Gefängniskrankenhauses). Denn bei der kleinsten Unregelmäßigkeit sterben die Gefangenen, Batman muss vom letzten Checkpoint neu anfangen. Doch selbst als die Gegnerhorden verprügelt sind, ist in unserer Demo-Mission noch Bis zu 30 Gegner gleichzeitig stürmen in Kämpfen nun auf Batman los. In Arkham Asylum waren es noch maximal sechs.

Schwächen

60

2008 saßen 7,3 Millionen US-Bürger hinter Gittern, rund jeder 32. Erwachsene.

GameStar 02/2011

Action-Adventure PREVIEW

Über den Dächern von Arkham City ruht sich Batman aus. Wer geschickt ist, braucht dank des Enterhakens den Boden der Arkham-Anstalt so gut wie nie zu berühren.

keine Ruhe: Flirrend huscht der Laser eines Scharfschützengewehrs durch den Raum. Allerdings sehen wir statt des üblichen roten Punkts einen grünen Smiley über Catwoman und unseren Helden wandern: Der Schütze gehört zum Joker! Ein Schuss fällt – und geht zum Glück daneben. Gut, denn nun kann Batman den Detektivmodus aktivieren und anhand des Einschussloches im Fenster und der Kugel-Abprallspuren am Boden die Position des Angreifers ermitteln. Generell soll der Detektivmodus jedoch nicht mehr so übermächtig werden wie in Arkham Asylum. Dax Ginn: »Batmans Gegner haben seit dem letzten Spiel gelernt, seine Detektivfähigkeiten auszuhebeln oder

zumindest zu behindern. Der Einsatz wird jetzt seltener nötig, ist dafür aber immer sinnvoll.« Zum Beispiel, um die Flugbahn der Sniper-Kugel zu berechnen, die schnurstracks auf einen alten Kirchturm führt. Was Batman dort oben erwartet, wollen wir allerdings noch nicht verraten. Abseits der Haupthandlung um Hugo Strange, Quincy Sharp & Co. gibt es in Arkham City jede Menge zu tun und zu sammeln. Kein Wunder, schließlich erinnert die Spielstruktur mit ihrer offenen Welt eher an Per Bat-Seilbahn geht’s von Dach zu Dach. Ausrüstung wird wieder eine wichtige Rolle spielen.

Assassin’s Creed: Brotherhood als an den direkten Vorgänger. »Es wird aber keine stupiden Sammelquests geben«, verspricht Dax Ginn. Stattdessen sollen sich alle Nebenaufträge um Personen aus dem Batman-Universum drehen. Da wäre zum Beispiel der Telefonkiller, dem man nur auf die Schliche kommt, wenn man die klingelnden Telefone in der Stadt abhebt. Jeder Anruf liefert einen Hinweis, den Batman in seiner VerbrecherDatenbank speichert und der sich dort automatisch mit allen anderen Informationen darin verknüpft. So bekommt man nach und nach ein immer genaueres Bild von den Machenschaften in Arkham City und bringt schließlich den Mann hinter Gitter, der das tatsächlich verdient – den Joker. MS

Assassin’s Arkham Markus Schwerdtel Chefredakteur GamePro markus@gamepro.de

Raus aus dem Lüftungsschacht, rauf auf die Dächer von Gotham! Wie vielen Spielern war mir Arkham Asylum manchmal zu eingeschränkt und linear – das kann man dem riesigen Gefängnis-Stadtviertel Arkham City sicher nicht mehr vorwerfen. Schon jetzt sieht man auch an unzähligen Details, wie sehr die Rocksteady-Entwickler das Batman-Universum lieben. Beispiel? Im Keller des Gotham-Gerichtsgebäudes sitzt Calendar Man und erzählt – abhängig vom Systemdatum des PCs – Erinnerungen aus seiner Verbrecherkarriere. Irre! GameStar 02/2011

Der Fachausdruck für eine weibliche Katze ist im Englischen »Queen« (Königin).

61

PREVIEW Action-Rollenspiel Diese hübsche Anlage ist die letzte Zuflucht der zerschlagenen zehnten Legion.

Die Dialoge sind vollvertont und werden wie in echten Rollenspielen in der Nah­ ansicht präsentiert.

Dungeon Siege 3

Stärken +D  ialogsystem wie in echten Rollenspielen + flotte und taktische Kämpfe

Schwächen - Grafik nicht zeitgemäß

Obsidian, die Experten für klassische Rollenspiele, wagen sich nach Fallout: New Vegas nun an ein Action-Rollenspiel. Wir haben schon mal reingespielt. Von Patrick C. Lück Genre: Action-Rollenspiel Publisher: Square Enix Entwickler: Obsidian (Fallout: New Vegas, GS 12/10: 88 Punkte) Termin: 2011 Status: zu 60% fertig

er Titel »Schönster Bildschirmschoner der Welt« kann sehr ehrenvoll sein – vorausgesetzt es handelt sich um einen. Für ein Action-Rollenspiel ist es eher ein vernichtendes Urteil. So erging es den ersten beiden Dungeon Siege-Teilen von Chris Taylor (Supreme Commander), die trotz ihrer unbestreitbaren Qualitäten durch zu viel Automatismen bei der Begleiter-Party praktisch zum Selbstläufer verkamen. Dem Spieler blieb nur noch wenig zu tun. Mit Dungeon Siege 3 übernimmt nun anstelle von Chris Taylors Gas Powered Games das für seine Rollenspiele bekannte Studio Obsidian Entertainment (Neverwinter Nights 2, Fallout: New Vegas) die Entwicklung. Aller­ dings bleibt der Serienvater Taylor in einer

62

Beratungsfunktion erhalten; und wie uns der Associate Producer Alvin Nelson von Obsidian bei unserem Besuch versicherte, macht er davon regen Gebrauch. Wer überlässt schon gerne sein Baby fremden Eltern? Wir hatten vor Ort beim Publisher Square Enix die Gelegenheit, in die ersten Spielstunden von Dungeon Siege 3 hineinzuschnuppern. Erste Überraschung: Neben der PC-Variante sind auch Xbox-360- und Playstation-3-Versionen spielbar, die beiden Teile zuvor waren noch PC-exklusiv. Mit einer eigens für diesen Titel angefertigten Engine entwickelt Obsidian simultan alle Fassungen. Demzufolge erleben wir gleich die zweite Überraschung: Auch beim Anspielen am PC müssen wir zu einem Gamepad als Steuerinstrument greifen.

GameStar.de/Quicklink/7237

Das funktioniert aber tadellos und intuitiv. Auf unsere Nachfrage hin beruhigt Alvin Nelson zudem alle PC-Spieler: Die gewohnte Maus- und Tastatur-Steuerung wird bis zur Veröffentlichung noch implementiert. Eine dritte Überrasch­ung erwartet uns noch, diesmal aber eine der ernüchternden Art: Eine Schönheit ist Dungeon Siege 3 nicht mehr. Zwar punktet das Spiel mit hübschen Zauber- und Lichteffekten, bleibt aber bei Detailgrad und Polygonzahl weit hinter aktuellen Standards zurück, selbst für Konsolenverhältnisse. Allerdings stört uns das ziemlich bald nicht weiter, denn der Stil ist in sich stimmig, und schließlich verzichtet auch der überlebensgroße Konkurrent Dia­ blo 3 auf High-End-Grafik. Außerdem spielen wir die meiste Zeit aus einer leicht isometrischen Vogelperspektive, sodass

Obsidian Entertainment wurde von ehemaligen Mitarbeitern der legendären Black Isle Studios (Fallout 2, Planescape: Torment) gegründet.

GameStar 02/2011

Action-Rollenspiel PREVIEW

1

2

4

3

8 5 6 7 Die (alles andere als wehrlose!) Bossgegnerin 1 lässt sich von Bogenschützen 2 und Hexen 3 beschützen. Letztere zaubern Fallen 4 auf den Boden. Lösen wir diese versehentlich aus, erheben sich untote Skelette 5 , die sich dann zusammen mit den restlichen Nahkämpfern 6 auf den Helden 7 stürzen. Zum Glück tragen wir ein Flammenschwert 8 , das Gegner praktischerweise gleich in Brand steckt.

grafische Details in den Hintergrund treten zugunsten der eigentlichen Spielmechanik – und die stimmt in Dungeon Siege 3. Das Spiel beginnt mit der Heldenauswahl. In der finalen Fassung können wir einen aus mehreren vorgefertigten Helden wählen, die unterschiedliche Klassen re­prä­sen­tieren. Je nach Wahl besitzt unser Held eine andere Hintergrundgeschichte, dementsprechend soll der Einstieg in die Handlung für jeden Charakter anders verlaufen. Wir haben bei unserer Probesitzung allerdings nur den Nahkämpfer Lucas zur Auswahl. Mit ihm übernehmen wir die Rolle eines Mitglieds der Zehnten Legion, die von einem unbekannten Feind angegriffen und zerschlagen wird. Nach einer explosiv endenden Flucht aus dem von Feinden überrannten Legionshauptquartier, die zugleich als Tutorial dient, sammeln sich die letzten Überlebenden der Legion an einem abgelegenen Zufluchtsort. Hier erhalten wir vom Ordensführer unsere erste Quest. Während uns die meisten Action-Rollenspiele an dieser Stelle

absolvieren. Auch sind mehrere Enden für das Spiel geplant. Die bislang rein englischen Sprecher sind hervorragend besetzt, es macht Freude, ihnen zuzuhören. Wir ziehen los, um die Hintergründe für den Angriff zu erfahren. Die Spur führt in ein nahegelegenes Dorf, in dem wir im Gespräch mit den Dorfbewohnern noch weitere Quests auflesen können. Unterwegs kommt es immer wieder zum Kampf. Da wir bislang alleine unterwegs sind, konzentrieren wir uns auf unsere individuelle Kampftaktik. So kann unser Nahkämpfer Lucas die drei Kampfhaltungen Einhändig, Zweihändig oder Defensiv einnehmen. Je nach Haltung stehen uns unterschiedliche Fähigkeiten zur Verfügung, die wir auch alle nutzen sollten. So treffen wir zum Beispiel auf eine Horde von Söldnern. Aus dem Hinter­grund beschießen uns deren Fernkämpfer sowie Hexen. Da wir diese zuerst aus­schalten wollen, stürmen wir mit einem Rammangriff in der zweihändigen Haltung blitzartig durch die Reihen der Nahkämpfer und stoßen diese so zur Seite. Die Hexen und Bogenschützen betäuben wir anschließend einhändig mit einem Schildangriff und wechseln dann in die Defensivhaltung, um einen Heilzauber zu aktivieren, der uns über Zeit mit neuen Lebenspunkten versorgt. Zurück im Zweihänder-Stil können wir nun erst mal unter den verbliebenen Feinden aufräumen. Gelegentlich erwarten uns noch knackige Bossgegner, die jeweils über individuelle Fertigkeiten verfügen. Für jeden besiegten Widersacher gibt es genretypisch massig Gold und Ausrüstung.

2011 angegeben, wir rechnen eher mit der zweiten Jahreshälfte. So konnten wir zum Beispiel das serientypische Zusammenspiel mit einer Party noch nicht austesten. Als wir unser erstes Partymitglied rekrutieren, die Gefangene Anjali, endet unsere Demo. Anjali ist übrigens eine Heldin, die wir selbst wählen und spielen können; ihr Weg wäre also entsprechend anders verlaufen. Die Begleiter sollen wie in einem echten Partyrollenspiel mit einer eigenen Persönlichkeit und Hintergrundgeschichte aufwarten, zudem verspricht Alvin Nelson von Obsidian, dass sie diesmal dem Spieler nicht die ganze Arbeit abnehmen. Diese Kernelemente des Spiels konnten wir also noch nicht anspielen, ebenso wenig wie den Koop-Mehrspieler-Modus. Deshalb verzichten wir vorerst auf eine Potenzial-Einschätzung. Auch wenn noch viel Arbeit auf Obsidian wartet, der Titel »Schönster Bildschirmschoner der Welt« wird diesmal wohl (zum Glück!) an ihnen vorbeigehen.  Patrick C. Lück

Hat Charakter

Die Hexen bekommen unseren Schild an die Rübe. entweder mit schlichten Textkästen oder starr ablaufenden Dialogen aus der Vogelperspek­tive abspeisen, wechselt Dun­ geon Siege 3 in ein vollwertiges Dialogsystem wie in Mass Effect 2 oder Dragon Age. Aus der Nahan­sicht sehen wir unsere Gesprächspartner und können über eine Dialogauswahl den Verlauf des Gesprächs mitbestimmen. In späteren Quests sollen wir sogar die Möglichkeit bekommen, die Aufgaben auf unterschiedliche Arten mit entsprechenden Lösungsmöglichkeiten zu GameStar 02/2011

Dungeon Siege 3 ist von der Fertigstellung noch ein ganzes Stückchen entfernt. Als Erscheinungstermin wird bisher vage das Jahr

Patrick C. Lück Freier Autor redaktion@gamestar.de

Ja, die Grafik ist nicht mehr ganz taufrisch. Und ja, die Zugeständnisse an die Konsolenversionen schränken das Spielerlebnis etwas ein. Trotzdem freue ich mich schon sehr auf Dungeon Siege 3. Welches ActionRollenspiel hat sonst noch vollwertige Quests mit einem echten Dialogsystem und professionellen Sprechern? Das Kampfsystem verspricht zudem gleichzeitig taktisch und eingängig zu werden. Außerdem überbrückt Dungeon Siege 3 locker die Zeit bis zum Erscheinen von Diablo 3, auch mangels gleichwertiger Alternativen.

Chris Taylor und Gas Powered Games arbeiten derzeit an Echtzeit-Strategietitel »Kings and Castles«.

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Das Test-Team

Michael Trier, Chefredakteur michael@gamestar.de Zuletzt gesehen »Breaking Bad«, Staffel­ finale, meine Güte! Das war mal echt hart, die coolste Serie zur Zeit. Und sowas bei Arte ... Zuletzt gehört The National: »High Violet« (CD) & tolles Konzert im WDR-Rockpalast. Zuletzt gedacht Noch schlimmer als die Leute, die sich über die Kälte beschweren, ist, dass man nicht Motorrad fahren kann. Früüühling, los! Meine Meinung zu: WoW Cataclysm Super. Für mich als Zwischendurch-WoW-Spieler genau richtig!

Christian Schmidt, Stellv. Chefredakteur christian@gamestar.de Zuletzt gesehen Entourage (Staffel 3). Hug it out! Zuletzt gelesen Ayn Rand: »Atlas Shrugged«. Ist auch nach 50 Jahren noch aktuell, wenn man die USA grad so anschaut. Zuletzt gedacht Noch schlimmer als die fiese Kälte sind Leute, die sich über die fiese Kälte beschweren. Meine Meinung zu: WoW Cataclysm So eine Enttäuschung: Da hoffe ich auf den Untergang von Azeroth, und dann existiert das blöde Spiel weiter! BC2: Vietnam Nicht gespielt. – Nail’d Für den kleinen Adrenalinschub.

BC2: Vietnam Wärmt etwas neu auf, das mich schon früher nicht interessiert hat. – Nail’d Durchgeknalltes Streckendesign gibt’s schon seit Jahren in Trackmania.

BC2: Vietnam Nicht gespielt. – Nail’d Schnell, schick und vor allem im Multiplayer eine Spaßbombe.

Petra Schmitz, Redakteurin petra@gamestar.de Zuletzt gesehen Die brillante BBC-Verfilmung von »Pride & Prejudice«. Kann man mindestens einmal pro Jahr schauen. Zuletzt gelesen Neil Gaiman: »The Graveyard Book«. Hübsche kleine Geschichte. Zuletzt gedacht Wie mache ich ihm nur unauffällig klar, was ich gerne zu Weih­ nachten hätte? Meine Meinung zu: WoW Cataclysm Ist mir zu bunt und zu albern. Da spiele ich ohne Jux doch lieber Dark Age of Camelot.

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Heiko Klinge, Redakteur heiko@gamestar.de Zuletzt gesehen Einen Bollerwagen voller Glühwein, zwei professionelle Boßelkugeln und sieben wunderbare Freunde. Zuletzt gehört Jede Menge Ratschläge – sowohl gute als auch gut gemeinte. Zuletzt gedacht Das Problem an Junggesellen-Abschieden ist, dass man danach heiraten muss. Sonst würde ich das häufiger machen. Meine Meinung zu: WoW Cataclysm Mir hat sich die Faszination schon vor fünf Jahren nicht erschlossen.

Fabian Siegismund, Redakteur fabian@gamestar.de Zuletzt gesehen »Changeling«. Angelina Jolie kann ja fast sogar ein bisschen schauspielern! Zuletzt gelesen Dmitry Glukhovsky: »Metro 2033«. Die Übersetzung ist ja schlimm. Welcher Penner benutzt denn noch Wörter wie »Schlafmütze«? Zuletzt gedacht So viel Schnee, und keine Zeit für Skiurlaub. Meine Meinung zu: WoW Cataclysm Wenn’s das Spiel nicht gäbe, gäbe es viel mehr andere, schönere Spiele. BC2: Vietnam Das Hauptspiel liegt mir dann doch mehr. Nail’d Hach, diese Rennspiele immer ...

Michael Graf, Redakteur micha@gamestar.de Zuletzt gesehen Merlin (Staffel 2, DVD). »In a land of myth ...« Zuletzt gelesen Plätzchenrezepte Zuletzt gedacht Hm, ich hätte doch Jura studieren sollen ... Meine Meinung zu: WoW Cataclysm Gut, aber man merkt dem Online-Opa sein Alter mittlerweile doch an. Hört World of Warcraft eigentlich auf, wenn ich die Tastenkombination Alt+Entfernen drücke?

BC2: Vietnam Da gibt’s Panzer. Ich finde Panzer in Multiplayern doof. Ist aber trotzdem gut.

BC2: Vietnam Alles! Zerstören! Okay, üblicherweise werde eher ich zerstört, weil ich’s nicht so wirklich gut kann.

Nail’d SSX Tricky auf Rädern. I like!

Nail’d Mir ist das zu hektisch. Fail’d.

GameStar 02/2011

Das Test-Team Hendrik Weins, Redakteur hendrik@gamestar.de Zuletzt gesehen »Die Säulen der Erde«. Das Buch war um Welten besser. Trotzdem sehenswert. Zuletzt gelesen Karin Slaughter: »Entsetzen«. Uiuiui, schreibt die Frau blutig. Zuletzt gedacht Noch die eine Quest, dann geh ich ins Bett, ehrlich! Meine Meinung zu: WoW Cataclysm Endlich neue Quests, endlich neuer Inhalt, endlich fliegen in Azeroth. Cataclysm rockt!

Nico Stockheim, Praktikant redaktion@gamestar.de Zuletzt gesehen »The Walking Dead« (Staffel 1). Coole Umsetzung der KultComics! Zuletzt gelesen »Bei den Linien U1 und U2 kann es zu Verzögerungen kommen.« Grrr ... Zuletzt gedacht 2011 wird geil! Dragon Age, Mass Effect und Deus Ex. Mehr brauch ich auch gar nicht! Meine Meinung zu: WoW Cataclysm Gewohnt cool. Freue mich richtig drauf, mal wieder zu spielen.

BC2: Vietnam Nicht gespielt. – Nail’d Nett, aber für mich ist Pure definitiv das bessere Spiel. Die Ninja-Reflexe in Nail’d fehlen mir dann doch.

Daniel Abel, Praktikant redaktion@gamestar.de Zuletzt gesehen Eine Möwe. Zuletzt gelesen »Reckless«, ein Märchen für Jung und Alt. Ist aber totaler Mist und viel zu teuer. Zuletzt gedacht Was macht denn in München ... eine Möwe? Meine Meinung zu: WoW Cataclysm Ich hab solange Lust, es zu spielen, bis ich einen Screenshot davon sehe. Dann fällt mir schlagartig wieder ein, warum ich es nicht spiele. BC2: Vietnam Da fällt mit jetzt leider überhaupt nichts zu ein. – Nail’d Dumm, dumm, dumm, schnell, aber dumm.

BC2: Vietnam Vietnam geht immer! Nail’d Rennspiele sind nicht meins. FunRacer schon gar nicht.

Team GameStar-Leser fragen

Daniel Matschijewsky* Du als Rennspiel-Experte: Was ist dein Lieblingsauto? (Bernd Achleiter) Ich war immer überzeugter VW-Fan, aber mit einem Golf kommt man ja nicht vom Fleck. Wenn ich es mir leisten könnte, würde ich mir einen Porsche GT3 in die Garage stellen. Aus welcher Motivation heraus lernst du Japanisch? (Markus Erwig) Aus Interesse an dem Land, der Kultur und den Menschen dort. Parallel lerne ich auch noch Chinesisch. Was übrigens einfacher ist als gedacht, weil beide Sprachen ähnlich funktionieren und aufeinander aufbauen. Wo ist denn das Versteck für den Spielearchiv-Schlüssel? (Birgit Feichtner) Soll ich das verraten? Schließlich besteht die Gefahr, dass die Kollegen das spitzkriegen und mir das Archiv leerräumen. Okay, gut: Der Schlüssel liegt in meiner Schreibtischschublade. Direkt hinter der scharfen Mausefalle.

GameStar 02/2011

Daniel Matschijewsky, Redakteur danielm@gamestar.de Zuletzt gesehen Die zeitlose »Zurück in die Zukunft«-Trilogie auf Blu-ray. Great Scott! Zuletzt gelesen Patrick Süskind: »Die Geschichte von Herrn Sommer«. Toll, aber das Ende kapiere ich noch immer nicht. Zuletzt gedacht Mache ich diesen Job wirklich schon seit über sechs Jahren? Meine Meinung zu: WoW Cataclysm Mit World of Warcraft habe ich vor einer gefühlten Ewigkeit aufgehört. – BC2: Vietnam Allein wegen dieser Soundkulisse musste ich dieses Spiel haben. Nail’d Ziemlich durchgeknallt. Aber auf Dauer leider auch viel zu eintönig.

Daniel Visarius, Ltd. Redakteur daniel@gamestar.de Zuletzt gesehen Eine große MafiafilmRetrospektive, angefangen beim Paten, den guten Scorsese-Sachen und so weiter. Zuletzt gelesen Endlich Truman Capotes »Frühstück bei Tiffany« Zuletzt gedacht 6970, 5870, 6990, 6870, 6950, .... Meine Meinung zu: WoW Cataclysm Wenn das das Highlight des Monats ist, dann bin ich froh, dass zuletzt so viele tolle Spiele erschienen sind. BC2: Vietnam Ein bissl klein, aber doch ziemlich spaßig. Nail’d Muss man mögen. Ich tue das nicht. Ich hab F1 2010.

* Im nächsten Heft: Fabian Siegismund. Welche Fragen haben Sie an Fabian? Schreiben Sie an team@gamestar.de!

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Genre-Charts

Genre-Charts Leveldesign / Charaktere

KI / Teamwork

Waffen / Items Kampfsystem

Handlung / Multiplayer-Modi

9 9 9 8 7 9 7 9 10 9 9 7 9 8 8

10 10 10 10 10 10 10 10 10 9 9 10 10 10 10

7 9 9 9 8 10 7 8 9 9 10 8 8 7 9

10 7 9 10 10 8 8 9 6 8 6 7 6 10 9

10 9 9 9 9 8 10 8 8 9 10 9 9 7 9

7 8 9 9 8 9 8 8 7 7 6 7 7 6 8

10 10 9 10 9 10 9 8 10 10 10 8 10 10 10

10 10 8 6 9 9 9 8 10 8 8 10 9 10 7

Items / Rätsel

9 9 8 9 7 8 10 8 9 7 9 9 8 7 9

Kampfsystem / Dialoge

9 9 10 9 9 10 9 10 9 9 9 8 9 9 8

Charaktersystem / Teamwork

7 6 9 7 7 8 7 7 8 7 5 6 7 8 7

Quests / Handlung

92 90 90 88 88 88 87 87 86 86 86 86 85 85 85

Umfang

Wertung

12/09 09/10 08/10 NEU 12/10 03/10 10/10 11/09 01/10 10/09 09/09 04/09 01/11 03/10 11/09

Bedienung

Test in Heft

Atmosphäre

Electronic Arts/Bioware LucasArts Deep Silver/Funcom Blizzard / Blizzard Bethesda/Obsidian Electronic Arts/Bioware Deep Silver/Animation Arts Deep Silver/Piranha Bytes Crimson Cow/Pendulo Studios Deep Silver/Daedalic LucasArts Kalypso/Realmforge Topware/Reality Pump Dtp/Radon Labs Dtp/Cranberry Production

Balance

Publisher/Entwickler

Rollenspiel Adventure Online-Rollenspiel Online-Rollenspiel Rollenspiel Rollenspiel Adventure Rollenspiel Adventure Adventure Adventure Adventure Rollenspiel Rollenspiel Adventure

9 10 9 9 9 9 9 9 10 10 10 9 9 8 10

9 8 8 9 8 9 9 8 8 8 7 10 7 7 9

10 8 9 9 10 9 8 10 6 8 8 8 10 9 9

10 10 9 10 9 9 9 8 9 10 10 8 9 7 9

10 10 9 9 10 10 8 9 10 10 10 9 9 10 8

10 10 10 8 9 8 8 9 9 10 10 9 7 10 9

9 10 9 9 10 8 10 9 8 7 8 10 10 10 7

9 9 9 10 9 9 9 10 9 10

9 9 7 9 8 8 7 7 8 8

Kampagne / Endlosspiel

10 8 8 9 10 10 8 8 10 9

Einheiten

93 90 90 90 90 88 87 87 84 83

KI / Teamwork

Wertung

04/10 10/10 07/09 05/09 04/09 06/10 11/10 05/09 04/10 06/10

Missionsdesign / Startpositionen

Test in Heft

Umfang

Ubisoft/Related Designs Activision Blizzard/Blizzard EA/EA Redwood Shores Ubisoft/Massive Sega/Creative Assembly Ubisoft/Blue Byte 2K Games/Firaxis EA/EA Phenomic Sega/Creative Assembly Relic Entertainment/THQ

Bedienung

Publisher/Entwickler

Aufbauspiel Echtzeit-Strategie Aufbauspiel Echtzeit-Taktik Strategiespiel Aufbauspiel Rundenstrategie MP-Strategie Strategiespiel Echtzeit-Strategie

Atmosphäre

Sub-Genre

Anno 1404: Venedig Starcraft 2 Die Sims 3 World in Conflict CE Empire: Total War Die Siedler 7 Civilization 5 Battleforge Napoleon: Total War Dawn of War 2: Chaos Rising

Balance

Name

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Sound

In dieser Liste finden Sie die besten Strategiespiele der letzten zwei Jahre. Sobald ein Titel die Zweijahresgrenze überschreitet, wird er gegen einen aktuelleren ausgetauscht.

Platz

10 10 10 9 9 10 8 7 9 9

10 9 7 10 7 7 10 9 7 7

10 10 10 8 10 7 10 9 9 7

9 9 10 9 10 9 9 9 7 8

7 8 9 7 7 10 6 10 8 8

9 9 10 9 10 8 10 10 10 9

10 9 10 10 10 10 10 8 7 8

Test in Heft

Wertung

Umfang

Realismus / Fahrverhalten

KI

Management / Tuning

Spielzüge / Streckendesign

EA Sports/EA Canada Konami/Konami Tokyo 2K Sports/Visual Concepts Codemasters/Swordfish Studios Codemasters

Bedienung

Publisher/Entwickler

Sportspiel Sportspiel Sportspiel Rennspiel Rennspiel

Atmosphäre

Sub-Genre

Fifa 11 Pro Evolution Soccer 2011 NBA 2K11 F1 2010 Colin McRae: Dirt 2

Balance

Name

1 2 3 4 5

Sound

In dieser Liste finden Sie die besten Sportspiele der letzten zwei Jahre. Sobald ein Titel die Zweijahresgrenze überschreitet, wird er gegen einen aktuelleren ausgetauscht.

Platz

xxxxx

10 10 10 10 9 9 9 10 8 9 9 10 9 9 8

Sound

Sub-Genre

Dragon Age Monkey Island 2 SE Age of Conan: Rise of the G. World of Warcraft: Cataclysm Fallout: New Vegas Mass Effect 2 Lost Horizon Risen Runaway: A Twist of Fate The Whispered World Secret of Monkey Island SE Ceville Two Worlds 2 Drakensang: Am Fluss d. Zeit Black Mirror 2

66

8 8 8 9 9 6 10 8 9 8 8 9 8 8 7

Grafik

Name

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15

Sport-Charts

91 90 90 90 88 88 87 86 87 86 85 85 85 85 85

In dieser Liste finden Sie die besten Abenteuerspiele der letzten zwei Jahre. Sobald ein Titel die Zweijahresgrenze überschreitet, wird er gegen einen aktuelleren ausgetauscht.

Platz

Strategie-Charts

Wertung

06/10 06/10 04/10 08/09 04/10 02/10 11/09 NEU 08/09 11/10 01/11 10/10 04/10 02/10 12/09

Grafik

Abenteuer-Charts

Test in Heft

Umfang

Rockstar Ubisoft/Ubisoft Montreal Electronic Arts/Dice Capcom Ubisoft Electronic Arts/Valve Eidos/Rocksteady Electronic Arts / Dice Ubisoft/Techland THQ/Vigil Activision/Treyarch 2K Games/2K Czech THQ/4A Games Electronic Arts/Pandemic Bitcomposer/GSC Gameworld

Bedienung

Publisher/Entwickler

Actionspiel Actionspiel Multiplayer-Shooter Prügelspiel Actionspiel Multiplayer-Shooter Actionspiel Multiplayer-Shooter Ego-Shooter Actionspiel Ego-Shooter Actionspiel Ego-Shooter Actionspiel Ego-Shooter

Atmosphäre

Sub-Genre

GTA 4: Episodes from L.C. Splinter Cell: Conviction Battlefield: Bad Company 2 Street Fighter 4 Assassin’s Creed 2 Left 4 Dead 2 Batman: Arkham Asylum BF: Bad Company 2 : Vietnam Call of Juarez: Bound in Blood Darksiders Call of Duty: Black Ops Mafia 2 Metro 2033 Saboteur Stalker: Call of Pripyat

Balance

Name

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15

Sound

Platz

Grafik

In dieser Liste finden Sie die besten Actionspiele der letzten zwei Jahre. Sobald ein ­ Titel die Zweijahresgrenze überschreitet, wird er gegen einen aktuelleren ausgetauscht.

Grafik

Action-Charts

11/10 11/10 12/10 11/10 01/10

90 90 90 89 87

8 8 9 9 10

9 8 9 9 10

10 10 9 8 8

9 9 10 8 9

9 9 9 10 8

10 9 9 10 7

9 10 10 8 8

9 9 8 8 9

8 8 8 9 8

9 10 9 10 10

GameStar 02/2011

90

Platin-Award

TERMIN

85

für herausragende Story

PREIS

13 Euro

ab 18 Jahren

USK

Bad Company 2 Publisher Entwickler Sprache Ausstattung

Electronic Arts Dice Englisch, Deutsch Download

Kopierschutz

Keycode

GENRE-CHECK

2

Gold-Award

18.12.2010

Actionspiel-Addon

1Vietnam

ACTION

»Die Begeisterung für das neue Szenario vergeht.«

SPASS

Test

Testsystem

EINSTIEG

HAUPTSPIEL

ENDSPIEL

SZENARIO realistisch linear FREIHEIT einfach HANDLUNG keine GEWALT Action SPIELABLAUF

fiktiv offene Welt komplex brutal Taktik

MULTIPLAYER SPIELMODI (SPIELER) Conquest (32), Rush (32), Squad-Rush (8), SquadDeathmatch (16) SPIELTYPEN Internet DEDICATED SERVER ja SERVERSUCHE intern MULTIPLAYER-SPASS 100 Stunden »Ära-bedingt dünner ausgestattet als das Hauptspiel.«

3

GRAFIK

Å imposante Physik-Engine Å schicke Charaktermodelle

Vegetation 4ÍÍ klobige teils grobe Leveltexturen

8/10

SOUND

Å fantastische Waffensounds und Explosionen Å gute Surround-Positionierung Å Soldatensprüche Å cooler Soundtrack

10/10

BALANCE

Å Soldatenklassen anpassbar Å Angreifer-Tickets im RushModus Å Fahrzeuge nicht übermächtig Í teils unterschiedliche Startbedingungen

9/10

ATMOSPHÄRE

So werten wir:

GameStar 02/2011

Å durchdachter, spannender Rush-Modus Å Squad-Deathmatch für schnelle Ballereien Å Hardcore-Option Í nur vier Modi

5 TT

EN l

ARD Pentium D STAND +AMD, Ge 960 force 4200 A64 X2 AM, 2,5 GB Fes 9800 tplatte R 2,0 GB

E 00

IS

e

k Loo er

7

mit alten W aff

6 Phe OPT n I 4,0 o GB

86

n

Das Ergebnis zeigt an, wie viel Euro Sie pro Spielstunde zahlen. Diesen Wert rechnen wir wie folgt in eine Note um: bis 1 Euro Sehr gut bis 2 Euro Gut bis 3 Euro Befriedigend bis 4 Euro Ausreichend bis 5 Euro Mangelhaft darüber Ungenügend

RI

PR OF

8/10

8

re i

s / Le

g

nd e

Preis in Euro Solo-Spielzeit + (Multiplayer-Spielzeit : 2)

8/10

MULTIPLAYER-MODI

is t un g : S ehr

S PI E

St u

Hier schlüsseln wir auf, wie leicht oder schwierig ein Spiel ist: Richtet es sich nur an Profis oder können dank der Spielhilfen auch Einstiger zuschlagen? Das hilft Ihnen dabei, zu überprüfen, ob ein Spiel Ihrem Erfahrungsniveau entspricht.

Å zeitgenössisches Arsenal Å jede Klasse kann ab Level 1 ihre Funktion voll erfüllen Í vietnamtypische Waffen fehlen

00

Anspruch

WAFFEN / ITEMS

Preis / Leistung Die Preis-Leistungs-Note soll Ihnen zusätzliche Kaufberatung zur Spielspaßwertung geben: Manches 60er- oder 70er-Spiel entpuppt sich als langfristig motivierend, während nicht wenige sehr gut bewertete Titel arg kurz sind. Die Formel:

8/10

ut

Jedes Spiel bewerten wir in sechs generellen Kategorien (blau) und vier genrespezifischen Kategorien (schwarz) jeweils mit einer Punktzahl von 0 bis 10. Ausführliche Pround Kontrapunkte begründen das Urteil.

Å Gegner-Markierung Å Belohnungen für Zusammenarbeit Í Punkteanreiz, das Match zu gewinnen, zu niedrig Í Teamwork-Ausrüstung aus dem Hauptspiel fehlt

eu

Einzelwertungen

8

Die Gesamtwertung des Spiels ergibt sich aus der Addi­ tion der zehn einzelnen Kategoriewertungen. über 90 Absolutes Ausnahmespiel, Pflichtkauf! 80 bis 89 Sehr gut; reizt das Genre voll aus. 70 bis 79 Gut, aber nicht genial; kleinere Fehler. 60 bis 69 Noch okay für Fans des Genres. 50 bis 59 Durchschnittskost mit diversen Macken. 10 bis 49 Nicht mal für wenig Geld zu empfehlen. unter 10 Definitiv ein grausames Spiel.

8/10

00 d Q93 0 Qua GTX 20 e 2 orce tte la Cor , Gef M 950 B Festp MU II X4 9 , 2,5 G m RAM

Der Multiplayer-Modus eines Spieles fließt nicht in die Gesamtwertung ein, sondern wird separat benotet – es sei denn, das Spiel ist ein reiner Multiplayer-Titel. Außerdem finden Sie hier Details zu den jeweiligen Spielmodi.

Spielspaß-Wertung

TEAMWORK

9/10

Å lokale Skriptsequenzen Å cooler Vietnam-Flair Í keine Stadtkarten Í kein allzu dichter Dschungel Í hässlicher Hügel 137

R FOR MINIM TG Athlon 3 UM 3 ES ,4 CH 20 1,5 GB 0+AMD GHz RAM I , , 2,5 Gefo nte GB rce Fes 86 tpl att N

Multiplayer-Modus

LEVELDESIGN

EINST EIGE

7

Å vier variable Karten für alle Modi Å motivierende Erfahrungspunkte Í kein High-Level-Content

Die Systemanforderungen des Spiels, eingeteilt in drei Kategorien. Minimum: Das Spiel läuft mit reduzierten Details so, dass es Spaß macht. Standard: Flüssig, aber nicht mit vollen Details. Optimum: Das Spiel läuft flüssig mit allen Details.

P

5

Die Spielverlauf-Kurve veranschaulicht stark vereinfacht, wie sich der Spaß im Laufe des Spiels entwickelt. Damit wird optisch deutlich, wenn Spiele ihr Niveau nicht halten oder erst spät richtig zünden. Eine Kurzbeschreibung erklärt die Kurve. Der Genre-Check gibt Ihnen Basisinformationen über wesentliche Spielelemente, die ein Genre definieren. Die Ausprägung zeigen wir durch Balken an. So überprüfen Sie, ob sich das Spiel mit Ihren individuellen Vorlieben deckt.

PC-Konfiguration

. en

4

Spielverlauf und Genre-Check

6

8/10

UMFANG

:

3

Alle Basisinfos zum Spiel: Wer macht es, wann erscheint es, wie viel kostet es? Wenn der verwendete Kopierschutz Besonderheiten erfordert, etwa eine Online-Aktivierung, dann weisen wir in einem separaten Kasten darauf hin.

Å klassische Battlefield-Steuerung Å Squad-Einstieg Í Spielfigur bleibt an Objekten hängen Í Minimap-Zoomstufe zu hoch

PR UC H

2

Allgemeines

10/10

BEDIENUNG

A NS

1

Å unglaublich packende Schlachtfeld-Atmosphäre Å zerstörbare Umgebung Å Soldaten rufen sich Statusmeldungen zu

L ZE

IT

1

67

TEST Online-Rollenspiel

Stärken + Sanierung der alten Welt + zwei neue spielbare Völker + fünf neue High-Level-Gebiete + bessere Questführung

Schwächen - vergleichsweise wenig hochstufiger Inhalt - zu schnelles Leveln von 80 auf 85 - schwacher neuer Beruf Archäologie

World of Warcraft Cataclysm

88 Mit der dritten Erweiterung wälzt Blizzard seine Online-Welt um. Gelingt das so gut, wie der Betatest vermuten ließ? GameStar macht den Tiefentest. Von Knut Gollert

Gold-Award

für exzellentes Quest-Design

Genre: Online-Rollenspiel Publisher: Activision Blizzard Entwickler: Blizzard (World of Warcraft: Wrath of the Lich King, GS 01/09: 89 Punkte) Termin: 7.12.2010 Spieler: unbegrenzt Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch Preis: 35 Euro (zzgl. ca. 12 Euro/Monat) GameStar.de/Quicklink/7227

m 7. Dezember hat Blizzard World of Warcraft: Cataclysm veröffentlicht, wie üblich begleitet von Mitternachtsverkäufen. In jedem größeren Dorf mit Elektrofachmarkt schoben die Verkäufer Überstunden, um die

neuen Abenteuer unters Volk zu bringen. Doch war der Andrang so mancherorts nur gemächlich. Was nicht daran lag, dass niemand die Erweiterung kaufen wollte, sondern daran, dass niemand die Erweiterung im Laden kaufen wollte. Ungeduldige Naturen hatten das Paket nämlich schon Tage

Die Elementarfürstin Therazane muss man für den Kampf gewinnen.

68

Todesschwinge ist der Gegner mit den meisten Lebenspunkten: 85 Millionen!

vorher bei Blizzards Online-Shop erworben. Installiert werden musste, dank großer Patches im Oktober und November, nichts. Und auf das schlanke Handbuch kann man sowieso verzichten. Der Vorteil der OnlineBesteller? Sie konnten alle Punkt Mitternacht losspielen – so die überlasteten Ser-

Coole Quests: Dieser Goblin nimmt die Helmpflicht sehr ernst. GameStar 02/2011

Online-Rollenspiel TEST

Mit und ohne Addon Wir klären, für welche Inhalte man ­Cataclysm kaufen muss – und welche man auch durch die Patches bekommt. Nur mit der Erweiterung verfügbar  orgen und Goblins als W spielbares Volk neuer Nebenberuf Archäologie neue Maximalstufe 85  eue High-Level-Zonen plus n ­Dungeons und Raid-Instanzen Fliegen in ganz Azeroth (ab Stufe 60)  eue Maximalfähigkeit bei n Berufen von 525 Nutzen von Gilden-Belohnungen Auch ohne die Erweiterung verfügbar  lle inhaltlichen und optischen a ­Änderungen des klassischen Azeroths neue Quests in den alten Gebieten neue Musik in allen Gebieten Der mächtige Neptulon wartet am Ende der Instanz »Der Thron der Gezeiten«.

ver sie denn einließen – und mussten nicht im Schneeregen anstehen. Doch egal ob online geordert oder an der Kasse bezahlt, einen Rekord hat Cataclysm schon mal geknackt: Binnen 24 Stunden verkaufte es sich weltweit 3,3 Millionen Mal, so häufig wie kein Spiel zuvor in diesem Zeitraum. Und das, obwohl der Kauf der Erweiterung nur die Eintrittskarte zu

Das neue Azeroth gibt es auch ohne Addon. einem Teil der Neuerungen ist, die Cataclysm bringt. Die Umgestaltung der alten Welt Azeroth, in der alle Spieler ihre Helden von Stufe 1 bis 60 bringen, ist nämlich einer der Hauptbestandteile des Programms und netterweise für jeden zu haben – selbst für Abenteurer, die nur das ursprüngliche Hauptprogramm besitzen. Die Sanierung begründet Blizzard mit einem Story-Twist: Der Riesendrache Todes-

schwinge, ehemals Wächter der Erde und seit einigen Tausend Jahren mehr irre als boshaft, ist aus seiner Ruhestätte ausgebrochen und hat die Welt verwüstet. Ergo hat Blizzard so gut wie alle Landstriche umgestaltet. Besonders deutlich zu erkennen ist dies im guten, alten Brachland, durch das sich eine Lavakluft zieht und dessen südliche Hälfte fast komplett neu gestaltet wurde. Auch der Canyon Tausend Nadeln existiert nicht mehr – er ist überflutet. In anderen Zonen wie den Pestländern, Winterquell oder der brennenden Steppe hat sich grafisch hingegen wenig getan. Hier wurden, wenn überhaupt, lediglich Stützpunkte der Spielerfraktionen versetzt oder umgebaut. Das Herz der neuen alten Welt sind die Quests. Bereits seit Ende November freuen sich die Spieler über mehr als 2.500 neue Aufträge, die in ihrer Originalität mittlerweile sogar die Aufträge so manchen So­loRollenspiels schlagen. Die Zeiten von Anweisungen à la »Töte zwölf Gammel­fleischHändler« oder »Sammle fünf schmutzige

Der Ork Garrosh Höllschrei ist der neue Chef der Horde. GameStar 02/2011

s ämtliche Klassenänderungen und das neue Talentsystem  nderungen der Kampfwerte Ä und Attribute  eue Volks- und Klassenn Kombinationen neue Benutzeroberfläche neues Glyphensystem  eue Rüstmeister in den n Hauptstädten technische Neuerungen wie Wasser-, Lava- und Lichteffekte Auch ohne die Erweiterung verfügbar (nur für Besitzer von Burning Crusade und Wrath of the Lich King) Meisterschaftssystem Umschmieden

Bomben ein« sind zwar noch lange nicht passé, dafür gibt es aber eine unerwartet hohe Anzahl guter, mal spannender, mal lustiger Quests. So müssen Hordespieler unbedingt die grandiose Auftragskette im Silberwald gespielt haben, die den Krieg der Verlassenen gegen die Worgen behandelt. Toll, dass Blizzard es gelernt hat, so gute Geschichten in WoW zu erzählen. Wer lachen

Al’Akir ist der Endboss der Raidinstanz Thron der vier Winde.

Hogger, der sagenumwobene Level-11-Elitegegner im Wald von Elwynn, ist endlich ein Instanzboss im Dungeon »Das Verließ«.

69

TEST Online-Rollenspiel Sie dann nachspielen – klasse! Solche Highlights gibt es in ganz Azeroth. Und sie sind es, die WoW zu einem kurzweiligen Ereignis machen. Zumal die neuen Aufträge auch ohne die Erweiterung spielbar sind.

In Cataclysm ist man in Hochlevel-Gebieten schneller auf 85, als manchem lieb ist.

will, fliegt hingegen ins Ödland. Hier gibt es nicht nur ein Wiedersehen mit den drei Zwergen aus dem Blizzard-Klassiker The Lost Vikings, sondern auch eine Missionsreihe, in der drei Freunde berichten, wie sie To-

Die Anfängerin

Der Wiedereinsteiger

Petra Schmitz Redakteurin petra@gamestar.de

Michael Trier Chefredakteur michael@gamestar.de

Ja, ich habe World of Warcraft bis zum Erscheinen von Cataclysm ungefähr fünf Stunden gespielt. Viereinhalb Stunden vor etlichen Jahren während eines Studio­ besuchs bei Blizzard, als es noch in der Entwicklung war, und ungefähr eine halbe Stunde ebenfalls vor etlichen Jahren an ­Fabians oder Michaels Rechner. Ich bin also Neueinsteigerin. Und wie finde ich dieses Cataclysm nun so? Och, naja. Die Quests, die ich als Goblin erlebt habe, sind zwar hinreißend abwechslungsreich und kommen locker an die eines OfflineRollenspiels ran. Aber diesen Kindergartenhumor in den Auftragsbeschreibungen halte ich nur schwerlich aus. So kommt bei mir jedenfalls keine Heldenstimmung auf. Das Spiel will mich oft auch gar nicht richtig belohnen für meine Bemühungen. Wie doof ist es bitte, dass ich bei Aufträgen oft nur Zeug angeboten bekomme, das meine Klasse gar nicht nutzen kann? Das hat beispielsweise der Konkurrent Warhammer Online deutlich besser hinbekommen. Auch die Questführung, die sich Blizzard beim EA-Mythic-Spiel für Cataclysm abgeschaut hat, erscheint mir unausgereift, weil die Karte oft zu ungenau ist, um den entsprechenden Ort korrekt zu lokalisieren. Und wo wir schon beim Komfort sind: Dass man für World of Warcraft nach sechs Jahren noch immer von Fans programmierte Zusatzprogrämmchen benötigt, um das Interface nach Lust und Laune anzupassen, halte ich für grotesk. Ob ich’s weiter spiele? Ich probiere vielleicht noch eine andere RasseKlasse-Kombi aus. Aber eigentlich hab ich jetzt schon keine rechte Lust mehr.

70

desschwinge höchstpersönlich vermöbelt haben. Angeblich, versteht sich. Das reicht von »ins Gesicht hauen« bis hin zu »den Drachen aus dem Himmel klauben und bis nach Kalimdor wegwerfen«. All das dürfen

Für mich bietet Cataclysm das beste WoWErlebnis bisher. Ich bin allerdings nicht der typische WoW-Spieler: Ich habe mit der Beta 2004 begonnen und schon damals hauptsächlich gequestet, die großen Dungeons und Raids waren mir immer zu stressig, fast wie Arbeit. So habe ich zwar immer noch eine Gilde (danke Humpen!), spiele aber bis heute WoW eher wie ein riesiges Solo-Rollenspiel mit temporären PvP-Scharmützeln oder Verbrüderungen. Vor etwa drei Jahren habe ich dann aufgehört, WoW zu spielen, das Einsamer-Wolf-Dasein war mir mangels neuer origineller Aufgaben zunehmend fad geworden. In Wrath of the Lich King absolvierte ich kurz die Todesritter-Questreihe, mit dem Highlevel-Zeugs konnte ich nicht viel anfangen. Aber jetzt, welch eine Freude: Für jemanden wie mich, bei dem die Spielfreude eher aus dem Erkunden kommt, der Spaß an originellen Aufgaben hat, ist Cataclysm eine Offenbarung. Ich reite auf meinem Widder durch jedes neu gestaltete Gebiet; da einfach drüberzufliegen ginge mir viel zu schnell. Anspielungen auf jahrelang zurückliegende Abenteuer geben der im Grunde statischen Welt eine Tiefe, die ich in der verwirrenden Hintergrundgeschichte nie finden konnte. Mit den reduzierten Talentbäumen komme ich prima zurecht, der neue Beruf ist mir schnuppe, und wer über das Interface jammert, hat sonst zu wenig zu tun. Ich bin wieder dabei, mit großer Freude und jeder Menge spannender Aufgaben, die ich, besser als je zuvor, entspannt alleine und immer, wenn mal Zeit ist, erledige. Danke, Blizzard.

Die Überarbeitung der Scherbenwelt und Nordends hat Blizzard für die nächste Erweiterung angekündigt.

Wofür genau braucht man dann eigentlich das Addon? Nur Cataclysm-Käufern stehen die beiden neuen Völker (Goblins und Worgen-Werwölfe) sowie die High-Level-Zonen (ab Stufe 80) zur Verfügung, sofern sie auch die beiden Vorgänger-Addons Burning Crusade sowie Wrath of the Lich King besitzen. Selbst in den Profigebieten ist erstaunlich, wie kreativ und ideenreich die Entwickler waren. In Cataclysm gipfelt jede hochstufige Auftragsfolge in etwas Großartigem: Sei es in einer Zwischensequenz, in einer lustigen bis abstrusen Abschluss-Mission oder in einem packenden Finale, das einen echten Spannungsbogen auflöst. Hinzu kommt, dass die Geschichten in famose Kulissen gebettet sind. Vor allem die Unterwasser-Zone Vashj’ir und die monströse Höhle Tiefenheim beeindrucken mit stilsicherem Design. Was Blizzard aus der betagten Engine herauskitzelt, ist beeindruckend. Allerdings gibt es nur wenige hochstufige Gebiete, in denen man zudem sehr schnell durch die Heldenstufen rauscht. Wer gemütlich die ersten drei Gebiete Hyjal, Vashj’ir und Tiefenheim durchspielt und manchmal eine der sieben neuen Instanzen erkundet, hat die neue Maximalstufe 85 erreicht, bevor er Uldum abgeschlossen oder das Schattenhochland gesehen hat – also die beiden Zonen für die Levels 83 bis 85. Das mag Fans, die möglichst schnell an Raids teilnehmen wollen, erfreuen, andere werden aber regelrecht überrumpelt. Ebenfalls weniger gelungen ist der neue Beruf: Archäologen bereisen die Welt, um in einem Minispiel Artefakte auszugraben. Wer das massenhaft betreibt, setzt die

Der Profi Knut Gollert Freier Autor redaktion@gamestar.de

Um es auf einen Punkt zu bringen: Cata­ clysm ist der Hammer! Nie war WoW so gut. Das zieht sich durch jeden Aspekt des Spiels. Kritische Töne dürfen trotzdem angeschlagen werden: Mir persönlich ist das Endgame von Cataclysm einen Tick zu leicht. In der Beta wurde man vor allem in den Dungeons deutlich schneller niedergestreckt. Das hat Blizzard entschärft. Schade. Und auch die Geschwindigkeit, mit der man auf der neuen Maximalstufe landet, ist einen Tick zu hoch. Der ohnehin nicht gerade überwältigend riesige Inhalt ab Stufe 80 ist damit schnell zerspielt. Dem gegenüber stehen originellere Quests als in jedem anderen Online-Rollenspiel. Und das Beste daran ist, dass das Glanzlicht der Erweiterung, die fulminante Umgestaltung der alten Welt, den Kauf von Cata­ clysm nicht mal voraussetzt.

GameStar 02/2011

Online-Rollenspiel TEST hat. Unterm Strich hat Blizzard es geschafft, seinen Online-Koloss so zu verändern, dass er wieder spannend wird. Denn auch bei den Klassen und beim überarbeiteten Talentsystem hat sich einiges getan. Zahlreiche Heldentypen wurden komplexer und sind aktiver ge­worden. Die so genannten Rotationen im Kampf, die viele Spieler für eine maximale Effizienz ihres Helden aufrecht erhalten müssen, wurden von Blizzard aufgeweicht, teilweise ganz gebrochen. Zufallsabhängige Spezialfähigkeiten, die »Proccs«, halten den Spieler aufmerksam und erfordern schnelle Reaktionen sowie eine gewisse Anpassungsfähigkeit. Sehr umstellen müssen sich derzeit die Heiler, die im hochstufigen Bereich wieder lernen müssen, mit ihrem Mana zu haushalten und entsprechende Prioritäten zu setzen. Das macht WoW endlich wieder anspruchsvoller und ist besonders sinnvoll nach Wrath of the Lich King, in dem keine Klasse Mana- oder Ener-

Schnarchäologie und Level-Hetze – Cataclysm macht nicht alles richtig. Aber wir mäkeln auf hohem Niveau: Alles, was durch Todesschwinges Katastrophe in World of Warcraft erneuert wird, hat Hand und Fuß, ist durchdacht und macht nachhaltig Spaß. So werden sich die beiden neuen Völker der Goblins und Worgen gewohnt schnell ins Bild von Azeroth einfügen. Zudem gehören ihre Startgebiete zum Besten, was das Cataclysm-Kino zu bieten

gieprobleme kannte. Ob dieser ausgewogene Schwierigkeitsgrad auch für perfekt ausgerüstete Helden gilt, lässt sich zurzeit allerdings kaum abschätzen. Knut Gollert TERMIN

7.12.2010

35 Euro

PREIS

ab 12 Jahren

USK

World of Warcraft

Online-Rollenspiel

Cataclysm

Activision Blizzard Blizzard Entertainment Englisch, Franz.,Span., Russ. DVD-Box, 1 DVD, 35 Seiten Handb., 10-Tages-Testvers. für WoW + SC2 Online-Aktivierung (Battlenet)

Publisher Entwickler Sprache Ausstattung Kopierschutz

GENRE-CHECK

SPASS

Fundstücke zu vorerst wertlosen Gegenständen zusammen. Später lassen sich Reittiere und sogar epische Waffen »ausgraben«. Das hört sich gut an, kostet aber extrem viel Zeit für einen sehr geringen Nutzen. Das Schlimme daran: Einen Großteil des Archäologen-Daseins reist man auf dem Rücken des Fluggauls in das Gebiet, in dem gerade Ausgrabungen stattfinden. Diese »Downtime« – Zeit, in der nichts passiert – ist viel zu lang.

ROLLENSPIEL

»Immer top mit Schwächen während der Halbzeit« EINSTIEG

HAUPTSPIEL

ENDSPIEL

SPIELSTIL Kampf CHARAKTER simpel FREIHEIT linear KÄMPFE Action HANDLUNG einfach

Handwerk/Quests komplex offene Welt Taktik komplex

GRAFIK

Å abwechslungsreiche Gebiete Å schicke Zaubereffekte Å aufpolierte Wassereffekte Í generell detail- und polygonarme Darstellung

7/10

SOUND

Å extreme stimmungsvolle Musik Å deutlich mehr Sprachausgabe Å passende Umgebungsgeräusche Í nicht alles vertont

9/10

BALANCE

Å optimierte Lernkurve Å bei vielen Klassen anspruchsvollere Spielmechaniken Å abgespecktes, effektiveres Talentsystem Å harte heroische Dungeons Í normale Dungeons zu seicht

9/10

ATMOSPHÄRE

Å häufige, gut gemachte Ingame-Cutscenes Å stimmige Spielwelt Å längere Handlungsstränge in den Zonen Í der »alte« Content zerbricht das Gefüge ab Level 60 bis 80

9/10

BEDIENUNG

Å bessere Quest-Führung Å aufgeräumtes, benutzerfreundliches Interface Å einfache, logische Steuerung Í Interface ohne Addons kaum individualisierbar

9/10

UMFANG

Å über 3.500 neue Quests Å komplett umgearbeitetes, fast neues, riesengroßes Azeroth Í nur fünf neue Highlevel-Questgebiete

9/10

QUESTS / HANDLUNG

Å viele Questreihen mit langer Story Å teilweise sehr ideenreiches Questdesign Å spannende Miniboss-Kämpfe Í MMO-typisch kaum voranschreitende Haupthandlung

10/10

CHARAKTERSYSTEM

Harte Zeiten, harte Maßnahmen. Da hängt man einen Oger schon mal über einen Rotor.

Å zehn wohl abgestimmte Klassen Å klassisch gutes Erfahrungs/Level-Up-System Å neues, übersichtliches Talentsystem Í langweiliger neuer Beruf Archäologe

9/10

KAMPFSYSTEM

Å bewährtes Taktik-Kampfsystem Å Latenzpuffer-System Å endlich gute Anzeigen für Spielergruppen Í wenige neue Mechaniken Í weniger Alleinstellungsmerkmale der Klassen

8/10

ITEMS

Å Tausende unterschiedlicher Items Å viele neue Items, auch im Low-Level-Bereich Å praktische Umschmiede-Funktion Å viele neue Rezepte für Handwerker Í rigorose Item-Inflation PR OF

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Nach dem Endkampf winkt ein Sonnenblumen-Haustier: Plants vs. Zombies in WoW. GameStar 02/2011

In Deutschland gibt es 21 Telefonbucheinträge mit dem Namen Azeroth.

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TEST Actionspiel

Bad Company 2

Vietnam Das Addon bereichert den Multiplayer-Hit um packende Dschungelgefechte, beraubt ihn dabei aber auch einiger taktischer Finessen. Von Fabian Siegismund

86 Gold-Award

Genre: Actionspiel-Addon Publisher: Electronic Arts Entwickler: Dice (Bad Company 2, GS 04/10: 90 Punkte) Termin: 18.12.2010 Spieler: 1-32 Sprache: Deutsch, Englisch Preis: 13 Euro

echseinhalb Jahre nach Battlefield: Vietnam schicken uns EA und Dice mit dem ersten Addon zu Bad Company 2 wieder nach Südostasien. Dabei liefert der Downloadable Content (DLC) auf den ersten Blick alles, was man von einem solchen Spiel er+ cooles Vietnam-Flair warten würde: + zeitgenössische Ausrüstung Dschungel, Reis+ grooviger Soundtrack felder, zeitgenössische Waffen und einen Soundtrack mit - reduziertes Arsenal Hits wie Fortuna- kein High-Level-Content te Son. Doch mit

Stärken

Schwächen

Cool: Die Mini-Map links unten dreht sich nun mit. Blöd: Der dargestellte Kartenausschnitt ist viel zu klein.

dem stimmungsvollen Szenario haben sich die Entwickler auch viele spielerische Schranken auferlegt. Oder haben Sie in den 60ern schon mal Rotpunkt-Visiere, Bewegungssensoren oder Lenkraketen gesehen? Bad Company 2: Vietnam bietet 14 neue Waffen, allesamt ab Level 1 verfügbar. Die kommen aber strenggenommen nicht auf das stattliche Arsenal von 43 Knarren aus dem Hauptspiel obendrauf, denn Vietnam und Bad Company 2 laufen getrennt von­ einander: Sie wählen im Haupmenü aus, ob Sie das DLC oder die Grundfassung spielen wollen, ein Großteil der Waffen ist dann szenarioexklusiv. Das M16A1 etwa gibt’s nur in Vietnam, das M16A2 nur im Hauptspiel. Lediglich die M1911-Pistole, die

GameStar.de/Quicklink/7032

!

Nur als Download Alle Spieldateien für das Addon sind bereits im 2,5 GByte großen R10Patch für Bad Company 2 enthalten. Entsprechend enthält die Ladenversion des DLCs nur einen Keycode, mit dem Sie das Addon freischalten.

Thompson-MP, das 870MCS-Schrotgewehr und das M1 Garand sind gleichermaßen in beiden Spielen verfügbar. Bizarr: Die Uzi und das M60 gibt’s in beiden Szenarios, sie haben aber je nach Spiel unterschiedliche Werte und verfügen entsprechend über ­eigene Statistiken und Abzeichen. Die Hilfsgeräte aus Vietnam tragen hingegen an­ dere Bezeichnungen als ihre Pendants des Hauptspiels, zählen aber in der Statistik als

Facts 4 neue Karten 7 neue Fahrzeuge 14 neue Waffen 60er-Jahre-Soundtrack

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»Fortunate Son« prangert an, dass »glückliche Söhne« von Senatoren und Millionären nicht in den Vietnamkrieg ziehen mussten.

GameStar 02/2011

Actionspiel TEST Statt C4 kommt in ­Vietnam TNT zum ­Einsatz. Die Anwendung ist identisch.

ein und dieselbe Waffe. So wird aus dem Unterlauf-Granatwerfer des Hauptspiels der M79-Launcher in Vietnam, C4 heißt nun TNT und statt des Defibrillators gibt’s in den 60ern eine Adrenalinspritze. Die Ausrüstung funktioniert aber in beiden Varianten absolut gleich. Allerdings fehlen im Addon sechs Gadgets aus dem Basisprogramm, darunter die Minen, der Bewegungssensor oder der Rauchwerfer. Außerdem müssen 60er-Jahre-Krieger auf neuzeitliche Spezialisierungen wie Lichtpunkt-Optik, ACOG-Zielfernrohr oder Schutzwesten ersatzlos verzichten. Nach alledem schrumpft das Bad Company 2-Arsenal in Vietnam auf 18 Waffen, 10 Ausrüstungsgegenstände und 20 Spezialisierungen zusammen. In Vietnam gibt’s natürlich auch ein paar neue Knarren. Jede der vier Soldatenarten kann zwischen je drei klassenspezifischen Waffen wählen, der Sani zum Beispiel das M60, das XM22 oder das RPK-MG mitnehmen. Die Kanonen sind innerhalb der jewei-

Die Waffen sind gut ­ausbalanciert. Das XM22 ist schwächer als die anderen, hat dafür ein größeres Magazin.

ligen Gattung recht gut ausbalanciert, auch wenn die PPSh-Maschinenpistole den beiden anderen Pionier-MPs überlegen scheint. Die einzige Waffe, die aus dem bisherigen Bad Company 2-Arsenal heraussticht, ist der Flammenwerfer, der allen Klassen zur Verfügung steht. Das Ding verursacht auf kurze Distanz immensen Schaden, lässt sich aber nur sehr selten sinnvoll einsetzen, denn die Schlachtfelder von Vietnam sind allesamt recht weitläufig. Enge Räume, in denen die Feuerspritze ihre volle Wirkung entfalten könnte, gibt es kaum. Außerdem nimmt uns der Flammenwerfer derart stark die Sicht, dass wir nach dem ersten Schuss schon nicht mehr sehen, wohin wir eigentlich leuchten. Obendrein ist die Reichweite recht kurz. Pyromanen können sich also nur dann austoben, wenn sie im Rush-Modus die M-Coms aus nächster Nähe verteidigen.

hasst wie geliebt – oder Punji-Fallen mit im Boden versteckten Bambusspießen hätten gut ins Arsenal gepasst. Und warum befehligt der Späher Mörserangriffe und nicht etwa Napalm-Abwürfe? Apropos: Diese Klasse hat nun neben dem Artillerie-Zielgerät zugleich auch TNT dabei; im Hauptspiel muss man sich für eins der beiden entscheiden. Dadurch wird der Recon-Soldat in seinem Aufgabenspektrum flexibler. Damit der Bursche im Grünzeug des Dschungels nicht unsichtbar wird, sind die Ghillie-Tarnanzüge aus dem Hauptspiel in Vietnam passé. Der US-Sniper trägt nur Barett und Tarnuniform, doch bei seinem Vietcong-Counterpart ist Dice übers Ziel hinausgeschossen: Als wäre dessen leuchtende Glatze nicht schon Blickund Kugelfang genug, trägt der Arme auch noch ein rotes Halstuch. Eine etwas unglückliche Balance-Entscheidung.

Was uns in Vietnam fehlt, sind szenariotypische Ausrüstungsgegenstände. ClaymoreMinen – in Battlefield 2 gleichermaßen ver-

Das Patrouillenboot ist vorne und hinten mit MGs ausgestattet. Weil’s im Addon keine Lenkraketen gibt, halten die Helikopter viel weniger aus als im Hauptspiel.

GameStar 02/2011

Der Flammenwerfer wurde 1901 vom deutschen Ingenieur Richard Fiedler erfunden.

73

TEST Actionspiel

Kopierschutz

Keycode

GENRE-CHECK

SPASS

EINSTIEG

Das US-Militär benutzte in Vietnam Hueys mit Lautsprechern für die psychologische Kriegsführung.

ENDSPIEL

fiktiv offene Welt komplex brutal Taktik

MULTIPLAYER SPIELMODI (SPIELER) Conquest (32), Rush (32), Squad-Rush (8), SquadDeathmatch (16) SPIELTYPEN Internet DEDICATED SERVER ja SERVERSUCHE intern MULTIPLAYER-SPASS 100 Stunden »Ära-bedingt dünner ausgestattet als das Hauptspiel.«

GRAFIK

Å imposante Physik-Engine Å schicke Charaktermodelle Í klobige Vegetation Í teils grobe Leveltexturen

8/10

SOUND

Å fantastische Waffensounds und Explosionen Å gute Surround-Positionierung Å Soldatensprüche Å cooler Soundtrack

10/10

BALANCE

Å Soldatenklassen anpassbar Å Angreifer-Tickets im RushModus Å Fahrzeuge nicht übermächtig Í teils unterschiedliche Startbedingungen

9/10

ATMOSPHÄRE

Å unglaublich packende Schlachtfeld-Atmosphäre Å zerstörbare Umgebung Å Soldaten rufen sich Statusmeldungen zu

10/10

BEDIENUNG

Å klassische Battlefield-Steuerung Å Squad-Einstieg Í Spielfigur bleibt an Objekten hängen Í Minimap-Zoomstufe zu hoch

8/10

UMFANG

Å vier variable Karten für alle Modi Å motivierende Erfahrungspunkte Í kein High-Level-Content

9/10

LEVELDESIGN

Å lokale Skriptsequenzen Å cooler Vietnam-Flair Í keine Stadtkarten Í kein allzu dichter Dschungel Í hässlicher Hügel 137

8/10

TEAMWORK

Å Gegner-Markierung Å Belohnungen für Zusammenarbeit Í Punkteanreiz, das Match zu gewinnen, zu niedrig Í Teamwork-Ausrüstung aus dem Hauptspiel fehlt

8/10

WAFFEN / ITEMS

Å zeitgenössisches Arsenal Å jede Klasse kann ab Level 1 ihre Funktion voll erfüllen Í vietnamtypische Waffen fehlen

8/10

MULTIPLAYER-MODI

Å durchdachter, spannender Rush-Modus Å Squad-Deathmatch für schnelle Ballereien Å Hardcore-Option Í nur vier Modi PR OF

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8/10

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Die meisten der im Addon enthaltenen Waffen waren spezielle Entwicklungen für den Vietnam-Krieg, so etwa das M16-Sturmgewehr. Das M16A1 versagte anfangs: Es war im Matsch sehr störanfällig und musste häufig gesäubert werden. Entsprechendes Reinigungsmaterial gehörte zu Beginn des Kriegs noch nicht zur Standard-Ausstattung jedes Soldaten. Der Holzkorpus des M40-Scharfschützengewehrs hatte ebenso seine Tücken. Er verformte sich im Tropenklima und wurde daher später durch Kunststoff ersetzt. DR

HAUPTSPIEL

SZENARIO realistisch FREIHEIT linear HANDLUNG einfach GEWALT keine SPIELABLAUF Action

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Bei Fahrzeugen und Waffen bemüht sich Dice um historische Genauigkeit. Vom UH-1 »Huey« Helikopter wurden über 7.000 Stück in Vietnam eingesetzt, denn das unwegsame Gelände ließ den Transport von Mensch und Material oft nur auf dem Luftweg zu. Die Haifischmaul-Lackierung im Spiel ist das Erkennungszeichen der 174th Assault Helicopter Company, die von 1966 bis 1971 in Vietnam stationiert war. Der US-Panzer M48 Patton und der russische T54 auf Seiten des Nordens wurden tatsächlich in Vietnam eingesetzt, Dice stattet beide Fahrzeuge aber historisch falsch mit Flammenwerfern aus. Es gab zwar den M48 »Zippo« mit Flammenwerfer, der hatte aber kein reguläres Geschütz mehr.

»Die Begeisterung für das neue Szenario vergeht.«

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Eine »Operation Hastings« hat in Vietnam 1966 stattgefunden. 8.500 Marines und 2.500 südvietnamesische Soldaten versuchten dabei, die Truppen des Nordens hinter die so genannte Demarkationslinie zurückzudrängen. 126 Marines und 900 NVA-Soldaten starben während der zweiwöchigen Operation, schlussendlich zog sich die NVA zurück.

ACTION

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Electronic Arts Dice Englisch, Deutsch Download

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US-Soldaten begutachten die zerstörten NVA-Stellungen am Hamburger Hill.

Publisher Entwickler Sprache Ausstattung

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Zwei der fünf Karten aus dem Addon basieren auf realen Orten in Vietnam, zwei auf bekannten Schlachten. »Hill 137« wird im Rundenabspann »Hamburger Hill« genannt. Der Hügel Dong Ap Bia erlangte tatsächlich diesen Spitznamen, weil dort die US-Truppen nach eigenen Angaben »zu Hackfleisch gemacht« wurden. Nach zehntägigen Kämpfen konnte der Hügel schließlich genommen werden, wurde aber wenige Tage später wieder aufgegeben – er war strategisch un-

wichtig. Fehler von Dice: Der Hamburger Hill trug nicht die Nummer 137, sondern die 937.

ab 18 Jahren

USK

Actionspiel-Addon

Vietnam

EINST EIGE

Vietnam war zwischen 1965 und 1975 Schauplatz eines Krieges zwischen dem kommunistischen Norden und dem mit den USA alliierten Süden. Er endete mit der Niederlage der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten, die die Nordvietnamesische Armee (NVA) trotz ihrer technischen Überlegenheit nicht zurückzudrängen vermochten. Die NVA wurde im Krieg von einer Guerilla-Organisation namens Vietcong unterstützt.

13 Euro

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Hintergrund Der Vietnam-Krieg

PREIS

Bad Company 2

Fabian Siegismund Redakteur fabian@gamestar.de

Mit Vietnam büßt Bad Company 2 Abwechslung ein, weil viele Ausrüstungsgegenstände ersatzlos wegfallen. Zunächst hat mich das nicht gestört, dafür ist die Atmosphäre zu cool, aber auf lange Sicht werde ich wohl zum Hauptspiel zurückwechseln. Aber vorher hole ich mir noch die 14 Goldmedaillen für jede neue Waffe.

18.12.2010

FOR MIN TG Athlon 3 IMUM 3 ES ,4 CH 20 1,5 GB 0+AMD GHz RAM I , n G , 2,5 efo te GB rce Fes 86 tpl att N

Weniger ist weniger

TERMIN

PR UC H

Die Gefechte auf den vier Karten von ­Vietnam spielen sich meist auf mittlere ­Distanz ab, in leicht bewaldeten Außen­ arealen. Nur »Hill 137« bietet einen Scharfschützen-Spielplatz entlang eines verkohlten Hügels. Orts- und Häuserkampf in einer Stadt gibt’s in Vietnam nicht. In Sachen Gebäude liefert das Spiel nur unzerstörbare Tempelruinen oder Strohhütten, wobei Letztere natürlich sofort von Kugeln durchsiebt werden. Seine große Stärke, die zerstörbare Umgebung, spielt Bad Company 2 mit Vietnam also nicht aus. Doch all das ist Genörgel auf hohem Niveau: Nichtsdestotrotz sind die vier Karten hübsch anzuschauen, sie verbreiten passenden Dschungelkriegs-Flair. Und im Kern von Vietnam steckt nach wie vor das

großartige Bad Company 2-Spielprinzip mit seinen packenden Rush-, Conquest- und Deathmatch-Modi, dem coolen Squad-System und allem Drum und Dran. Wir hätten uns von Vietnam nur mehr Abwechslung gewünscht. Die kommt womöglich mit der fünften Map »Operation Hastings«, die Shooter-Veteranen aus Battlefield: Vietnam kennen. Das Schlachtfeld wird allerdings erst freigeschaltet, sobald die Community 69 Millionen Hilfspunkte in Vietnam erspielt hat, etwa durch Heilungen oder Reparaturen. Weil wir »Operation Hastings« nicht ausreichend testen konnten, fließt die Karte nicht in unsere Wertung ein. FAB

A NS

Wer nicht durch den Urwald rennen will, schnappt sich eins der sieben Fahrzeuge von Vietnam. Pro Seite gibt’s einen bewaffneten Jeep und einen Panzer mit sekundä­ rem Flammenwerfer, dazu kommen der mit Raketen und zwei MGs bestückte Huey-Helikopter, ein Patrouillenboot und ein unbewaffnetes Tuk-Tuk-Moped. Jedes Fahrzeug hat ein Radio, das auf Wunsch 49 Songs der Ära spielt. Mit dem Huey Attacken fliegen, während Rock’n’Roll aus den Außenlautsprechern plärrt – das hat was!

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GameStar 02/2011

TEST Rennspiel

Nail’d

Haarsträubendes Tempo, Hunderte Meter weite Sprünge, Gefälle wie in einer Achterbahn: Nail’d ist das durchgeknallteste Rennspiel des Jahres. Von Daniel Matschijewsky

Genre: Rennspiel Publisher: Deep Silver Entwickler: Techland (Call of Juarez: Bound in Blood, GameStar 08/09: 87 Punkte) Termin: 26.11.2010 Spieler: 1-12 Sprache: Deutsch, Englisch Preis: 40 Euro

endrik kreischt: »Wo geht’s lang?« – »Na, dort drüben!«, ruft Daniel. »Aber da hört doch die Strecke auf.« – »Nee! Die geht ein paar Hundert Meter tiefer weiter.« Hendrik rast auf den Abgrund zu, kneift die Augen zusammen und brettert über die Rampe. Während sein Quad in den Schlund stürzt, halten beide Redakteure die Luft an. Gefühlte Ewigkeiten später setzt das Fahrzeug hart auf – bam! –, heizt dann aber unbeeindruckt weiter. Im wahren Leben wäre von Hendrik höchstens ein qualmender Krater übriggeblieben. In Nail’d gehören derart haarsträubende Stunts zum guten Ton. Denn das Rennspiel des Call of Juarez-Entwicklers Techland pfeift auf Realismus und setzt stattdessen auf Hochgeschwindigkeit, abgedrehtes Spektakel und jede Menge Kurzweil. Was leider wörtlich zu nehmen ist: Das Spiel weilt nur kurz. Schon nach den ersten Metern steht fest: Nail’d ist ein wenig durchgeknallter als andere Action-Rennspiele. Mit einem Affenzahn brettern wir fast senkrechte Steilhänge hinauf oder hinab, umkurven unzählige Hindernisse wie Bäume, Felsen oder heran-

GameStar.de/Quicklink/7207

Auf DVD: Test-Video

Wir fahren die steile Mauer eines Staudamms entlang und neigen unweigerlich unseren Kopf.

rauschende Schnellzüge, springen über bodenlose Abgründe und erfreuen uns an knalligen Explosionen, wenn mal wieder ein Kontrahent an einem startenden Heißluftballon zerschellt. Nail’d fühlt sich dabei wie eine auf Irrsinn getrimmte Mischung aus Disneys Offroad-Raser Pure und dem StuntRennspiel Trackmania an und sorgt regel-

mäßig für spektakuläre Szenen. Da hüpfen wir über an Hubschrauber baumelnde Wellblech-Rampen, rasen auf achterbahnmäßig konstruierten Pipelines oder fliegen in 300 Metern Höhe durch skurrile Felsformationen. Dabei bieten die organisch wirkenden Strecken jede Menge Alternativrouten, die zum wilden Ausprobieren einladen und von denen eine absurder ist als die andere.

Kann ich bitte eine Brechtüte haben?

Das taktisch angehauchte Tuning wirkt sich nur unwesentlich aufs Fahrverhalten aus.

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Die brachialen Rennen erfordern jedoch nicht nur einen starken Magen, sondern vor allem auch gute Reflexe und höchste Konzentration, denn Nail’d ist rasend schnell und bestraft Fehler rigoros. Eine halbe Sekunde zu spät reagiert, und wir landen am nächsten Brückenpfeiler. Nur ein wenig zu langsam über die Rampe gefahren, schon knallt unser Quad gegen den Fels. Einsteiger dürfte das trotz der drei Schwierigkeitsgrade schnell überfordern. Selbst fortgeschrittene Raser-Fans werden in Nail’d eine gehörige Portion Frustresistenz mitbringen müssen, wenn sie aufs Siegertreppchen wollen. Das Siegertreppchen ist auch bitter nötig, denn nur so schalten wir weitere Tur-

Techland wurde 1991 gegründet. Das erste selbstentwickelte Spiel (Crime Cities) erschien aber erst neun Jahre später.

GameStar 02/2011

Rennspiel TEST

Unrealistisch, aber spaßig: Selbst in luftigen Höhen dürfen wir lenken und bremsen. Und schubsen sowieso. (1680x1050, volle Details)

niere in der halblinearen Einzelspieler-Kampagne frei. Die ist in vier von Beginn an verfügbare Szenarien (Arizona, Griechenland, Yosemite-Nationalpark und die Anden) unterteilt und bietet diverse Meisterschaften. Das Problem dabei: Nach ein, zwei Spielstunden wiederholen sich die jeweils nur vier Strecken bereits, und auch die Modi gewinnen weder Umfangs- noch Innovationspreise. Neben klassischen Rennen gibt es lediglich Stunt-Herausforderungen, die im Grunde ebenfalls normale Rennen auf bereits bekannten Kursen sind, nur dass wir hier Punkte durch riskante Manöver sammeln müssen. Das zieht die ohnehin recht lieblos präsentierte Kampagne zusätzlich in die Länge und nimmt dem Spiel auf Dauer viel von seinem anfangs eindrucksvollen Aha-Effekt. Denn selbst eine haarsträubende Slalomfahrt zwischen umherkullernden Felsbrocken verliert irgendwann ihren Reiz, wenn man sie immer und immer wieder meistern muss.

zeugen dürfte das Spiel gar einen Negativrekord aufstellen, denn es bietet gerade mal ein Quad und ein Motorrad, die sich zudem fast identisch steuern. Etwas taktische Vielfalt versprechen die zahlreichen Tuningteile wie Reifen, Lenker, Stoßdämpfer und Motoren, die unterschiedliche Auswirkungen auf das Beschleunigungs- und Lenkverhalten sowie die verfügbare Reserve an Nitro-Energie haben. Zumindest theoretisch. In der Praxis wirken sich die verfügbaren Bausätze aber kaum merklich auf die Fahrphysik aus. Die ist dafür konsequent auf unkomplizierten ArcadeSpaß getrimmt. Bremsen? Ist nicht nötig. Windschattenfahren? Wird ohnehin über-

Aus dem Weg, du blöder Heißluftballon!

!

Online-Aktivierung Um Nail’d spielen zu können, müssen Sie den Titel einmalig über das Internet aktivieren. Das ist auf bis zu drei Rechnern möglich. Ist das Kontingent aufgebraucht, müssen Sie 30 Tage warten. Dann wird Ihnen je eine weitere Aktivierung gewährt.

schätzt. Und selbst während der teils absurd langen Sprünge dürfen wir die Flugrichtung beeinflussen, was viel Spaß macht und sowohl auf der Tastatur als auch mit einem analogen Gamepad sehr gut von der Hand geht. So präzise die frei konfigurierbare Steuerung auch ausfällt, so sehr vermissen wir aber genretypische Standards. Ein

Überhaupt ist der mangelnde Umfang ein großes Problem von Nail’d, nicht nur bei den Strecken und Rennmodi. Bei den Fahr-

Stärken + enorm hohes Tempo + irres Streckendesign

Schwächen - Gegner-KI cheatet - hoher Schwierigkeitsgrad - auf Dauer wenig Abwechslung GameStar 02/2011

Berühmte letzte Fotos. Einsteiger werden häufig gegen die zahlreichen Hindernisse knallen.

Als »Ur-Quad« wird meist der Kraka genannt, der 1962 in Deutschland für die Bundeswehr entworfen wurde.

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TEST Rennspiel 26.11.2010

TERMIN

PREIS

40 Euro

USK

ab 12 Jahren

Nail’d

Rennspiel

Deep Silver Techland Deutsch DVD-Box, 1 DVD, 20 Seiten Handbuch Online-Aktivierung

Publisher Entwickler Sprache Ausstattung Kopierschutz

GENRE-CHECK

SPORT

SPASS

»Auf Dauer bietet Nail’d zu wenige Strecken und Modi.« EINSTIEG

HAUPTSPIEL

ENDSPIEL

LIZENZ keine MANAGEMENT keines SPIELABLAUF Action KARRIERE keine REALISMUS Arcade

komplett komplex Taktik ausgefeilt Simulation

MULTIPLAYER SPIELMODI (SPIELER) einfaches Rennen (12), freies Rennen (12), StuntHerausforderung (12) SPIELTYPEN Internet, Netzwerk DEDICATED SERVER nein SERVERSUCHE intern MULTIPLAYER-SPASS 10 Stunden WERTUNG Befriedigend »Kurzweiliger Raserspaß, der auf Dauer zu wenig Abwechslung bietet.«

Magen festhalten! Wir stürzen mehrere Hundert Meter in die Tiefe eines Steinbruchs.

GRAFIK

Å organisch wirkende Landschaften Å stimmige Beleuchtung Å viele Details Í teils schwammige Texturen Í triste Bereiche

9/10

SOUND

Å knackige Motorensounds Å passende Unfallgeräusche Å gut ortbarer Surround-Sound Å lizenzierte Musik Í keinerlei Sprachausgabe

9/10

BALANCE

Å leichter Einstieg Å gutes Tutorial Í Niveau der Kampagne schwankt Í geringe Fehlertoleranz Í für Einsteiger zu hart

6/10

ATMOSPHÄRE

Å launige Offroad-Raserei, haarsträubende Stunts Å enorm hohes Tempo Å viele Staunmomente Í Kampagne lieblos präsentiert

9/10

BEDIENUNG

Å präzise Lenkung Å sehr gut mit Tastatur und Gamepad Å frei konfigurierbar Í fehlende Komfortfunktionen Í teils mangelnde Übersicht

9/10

UMFANG

Å zahlreiche Turniere Í nur wenige Strecken, Fahrzeuge und Modi Í keinerlei freischaltbare Extras Í Kampagne künstlich gestreckt

Nail’d bietet reihenweise spektakuläre, aber auf Dauer stets gleiche Skriptereignisse.

5/10

KI

6/10

STRECKENDESIGN

Å magenumdrehende Kurven, Steilhänge und Sprünge Å spektakuläre Aha-Momente Å jede Menge Alternativrouten Í nervige Hindernisse PR OF

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ARD C2 Duo E6600 STAND 6000+AMD, Geforce A64 X2 AM, 2,1 GB Fes 9800 tplatte R 2,0 GB

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9/10

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Quads und ATVs mit einem Hubraum über 50 cm werden in der Versicherung als PKW eingestuft.

Å angemessene Auswahl an Lacken und Tuningteilen Å Hauch von Taktik durch Vor- und Nachteile Í Tuning wirkt sich nur unwesentlich aus

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8/10

TUNING

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Holla, was für eine Gaudi! Nail’d ist derart schnell und durchgeknallt, dass mir als ­Action-Rennspieler das Herz aufgeht. Zumindest für ein paar Stunden, denn dann bin ich über jede Rampe gesprungen, habe jeden noch so absurden Stunt gemeistert. Techlands Rennspiel bietet einfach zu wenig, um mich dauerhaft zu motivieren. Szenarien, Modi, Fahrzeuge, all das kann ich an einer Hand abzählen. Schade um die abgedrehten Ideen und das tolle Streckendesign. Aber zur Abwechslung wäre mehr diesmal wirklich mehr gewesen. Als Raserspaß für zwischendurch taugt Nail’d dennoch allemal.

Davon abgesehen lässt Nail’d kaum Wünsche offen. Die Motoren röhren ordnungsgemäß, und der lizenzierte Soundtrack mit Punk- und Metal-Bands wie Rise Against oder Slipknot passt hervorragend zu der brachialen Pistenbügelei. Neben dem Sound überzeugt uns auch die Grafik. Vor allem die hübsch gestalteten Landschaften, die enorme Weitsicht sowie die generelle Beleuchtung können sich sehen lassen. Zwar trüben teils schwammige Texturen den Gesamteindruck, bei den extremen Geschwindigkeiten fällt das aber kaum ins Gewicht. Wer hier die Zeit hat, über grafische Mankos nachzudenken, der klebt eh gerade am Felsen. DM

Å konsequent auf unkomplizierte Action getrimmt Å selbst in der Luft gut kontrollierbar Í Quad und Motorrad unterscheiden sich kaum

EINST EIGE

Daniel Matschijewsky Redakteur danielm@gamestar.de

7/10

FAHRVERHALTEN

:

Pausenraser

Å fährt und schubst aggressiv Å nutzt Abkürzungen und Alternativrouten Í lässt sich nicht abhängen Í KI cheatet

PR UC H

Verbesserungsfähig ist auch die Gegner-KI, denn ähnlich wie bei Need for Speed: Hot Pursuit wurden die Kontrahenten von den Entwicklern in ein Skriptkorsett gezwängt. Das Resultat: Die Burschen lassen sich nicht

abhängen, ganz egal wie gut wir fahren. Das sorgt zwar einerseits für Dramatik bis zur allerletzten Sekunde, andererseits kommt beim kleinsten Fehler aber auch schnell Frust auf. Immerhin fährt die KI nicht im Pulk; wir landen bei einem Unfall also nicht gleich auf dem letzten Platz. Auch die Rangeleien untereinander machen Laune und heben den Actionanteil von Nail’d fast auf Referenzniveau. Wobei es noch cooler gewesen wäre, wenn die Burschen bei fiesen Attacken entsprechend schimpften. Eine Sprachausgabe fehlt jedoch komplett.

A NS

Rückspiegel etwa fehlt in Nail’d ebenso wie unterschiedliche Kameraperspektiven.

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GameStar 02/2011

TEST Strategiespiel

Greed Corp Hunderte von Einheiten, gigantische Schlachten, See- und Luftgefechte – all das finden Sie hier nicht. Aber den Beweis, dass man mit einem einzigen Truppentyp verflixt spannende Auseinandersetzungen erleben kann. Von Martin Deppe Genre: Strategiespiel Publisher: Dtp Entwickler: W!Games (My Horse & Me, nicht getestet) Termin: 3.12.2010 Spieler: 1 bis 4 Sprache: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Niederländisch Preis: 20 Euro

owas können sich echt nur Niederländer einfallen lassen, deren Küste ja auch immer mehr bröckelt: Im rundenbasierten Strategiespiel Greed Corp errichten Sie auf Hexfeldern Rohstoff-Fabriken, die Ihnen jede Runde Geld in den Kriegsklingelbeutel werfen. Soweit, so klassisch. Doof nur, dass diese stampfenden »Buddler« jede Runde das Hex+ leicht erlernt, schwer gemeistert feld absacken + ausgefuchstes Spielprinzip lassen, auf dem + prima für zwischendurch sie stehen. Nach spätestens sechs Runden stürzt das Feld ins Bo- wenig Drumherum denlose und - auf Dauer ähnlicher Ablauf reißt alles mit,

Stärken

Schwächen

was darauf steht. Damit nicht genug: Die Buddler senken auch alle angrenzenden Felder ab, ebenfalls bis zum Absturz. Das klingt nicht fürchterlich dramatisch, sorgt aber sehr schnell für gehörig Platzangst. Die Schlachtfelder sind nämlich nicht sonderlich groß. Und: Wenn ein Buddler einmal platziert ist, lässt er sich nicht mehr abreißen, ruckelt also jede Runde erbarmungslos tiefer. Über fiesen Strategen blinkt jetzt bestimmt hektisch eine imaginäre Glühbirne: »Hey, da könnte ich doch ...« Richtig! Wenn Sie so einen Buddler beim Feind platzieren, ist der völlig wehrlos und sollte seine Einheiten schnell verlegen, bevor sie hilflos aus der Karte purzeln. Aber welche Einheiten eigentlich? Greed Corp kennt exakt einen Truppentyp, den Schreiter. Mit dem nehmen Sie neutrale oder

GameStar.de/Quicklink/7228

!

Steam-Pflicht Sie können Greed Corp entweder bei Steam herunterladen oder als verpackte Version im Laden kaufen. In jedem Fall ist aber eine SteamAktivierung nötig. Zum Online-Spielen ist Steam ebenfalls Pflicht. Nach der Aktivierung ist Greed Corp an das Steam-Konto verbunden und kann nicht weiterverkauft werden.

feindliche Hexfelder ein. Um ein Hexfeld zu erobern, auf dem bereits feindliche Schreiter stehen, müssen Sie mindestens die gleiche Anzahl hinschicken. Es gibt also keine uneinnehmbaren Positionen; wenn Sie ein Feld mit den maximal möglichen 16 Schreitern sichern, lässt es sich mit ebenfalls 16

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Mit Schreitern 1 erobern wir neutrale und feindliche Hexfelder. Fabriken 2 stellen bis zu acht Schreiter pro Runde her. Ein Buddler 3 bringt Extra-Einkommen, stampft aber alle angrenzenden Felder runter. Geschütze 4 sind teuer, aber verheerend. Dieses kritische Feld 5 steht kurz vor dem Absturz. Ein Symbol zeigt die aktuelle Höhe eines Feldes an, wenn Sie mit der Maus darüberfahren. Wir haben einen Transportflieger 6 gekauft, den wir aber nur einmal einsetzen können. Mit fortschreitender Rundenzahl kassieren alle Parteien mehr Fixeinkommen 7 .

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Der zweibeinige Walker in »Das Imperium schlägt zurück« heißt AT-ST (All Terrain Scout Transport). Sein Spitzname: Chicken Walker.

GameStar 02/2011

Strategiespiel TEST

Wann kommt das Brettspiel? Martin Deppe Freier Autor redaktion@gamestar.de

Ich hätte nicht gedacht, dass ein Strategiespiel mit nur einem Truppentyp dermaßen Laune machen kann. Doch die Idee mit den abbröselnden Kartenteilen ist schlicht genial und fordert fiese Entscheidungen: Setze ich wirklich einen Buddler in mein enges Hinterland, kassiere mehr Geld, habe aber keine Rückzugsfläche mehr? Greed Corp spielt gekonnt mit der natürlichen Platzangst und setzt das eigentlich simple Prinzip nahezu perfekt um. Wenn Sie also mal was anderes jenseits ausgefahrener Strategie-Autobahnen ausprobieren wollen, erleben Sie hier für 20 Euro eine spannende Trampelpfad-Tour. Greed Corp kann ich mir übrigens richtig gut als Brettspiel vorstellen, mit schönen Figuren und runterpurzelnden Hexfeld-Kartenstapeln.

Schreitern knacken. Gewonnen hat, wer als Letzter noch mindestens einen Schreiter oder ein Gebäude besitzt. Diese einfachen Regeln bergen Sprengstoff. Sie können zum Beispiel größere Schreiterstapel des Gegners isolieren, indem Sie die Landverbindung mit Buddlern kappen. Vor allem in der Endphase einer Partie werden daher Transportflieger immer wichtiger, die einen Trupp Schreiter von einem Hexfeld zu einem beliebigen anderen befördern. Zu guter Letzt gibt’s noch zwei Gebäude: Waffenfabriken produzieren bis zu acht Schreiter

pro Runde. Stationäre Geschütze verballern eine Granate zwei bis fünf Felder weit, die auf dem Zielfeld die Schreiter dezimiert und es ein Stück absacken lässt. Besonders gemein wird der Beschuss eines ohnehin kritischen Feldes, denn dann stürzen benachbarte bröckelnde Sechsecke ebenfalls ab. Schluss, Aus, Ende: Mehr Einheiten und Gebäude gibt’s nicht. Die Regeln sind schnell kapiert (zumal ein sehr gutes Tutorial dabei hilft). Doch wie bei jedem guten Spieldesign feilen Sie auch bei Greed Corp noch nach Stunden an immer neuen Taktiken. Vor allem der Eiertanz zwischen frühem Geld durch Buddler und gleichzeitig frühem Landverlust zaubert schnell Schweißperlen auf Strategenhäupter. Gleichzeitig spielt sich Greed Corp dadurch fluffig-schnell (vor allem mit Zeitlimits von 60, 75 oder 90 Sekunden). Eine Partie dauert im Schnitt rund zehn Minuten, dann sind höchstens noch ein paar einsame Landfelder intakt, während der Rest der Karte im Nirwana geendet ist. In der Kampagne spielen Sie je acht Missionen der vier Parteien. Die unterscheiden sich allerdings nur optisch voneinander. Besonders spannend sind Gefechte gegen mehrere Gegner gleichzeitig. Weil sich die KI-Spieler auch untereinander bekriegen, lassen sie sich mit etwas Geschick gegen­ einander ausspielen. Noch mehr Spaß macht das ungewöhnliche, spaßige Spielprinzip, wenn man es im Multiplayer mit bis zu drei Mitspielern angeht, am besten im Hotseat an einem PC (das automatische Online-Matchmaking ist extrem unflexibel und erlaubt keine gezielten Partien mit

Freunden). Wildes Fluchen über zu spät ­erkannte Fehlzüge, angeknabberte Fingernägel im hochspannenden Endspiel und herrliche Schadenfreude über ins Nichts fallende Einheiten gehen dabei Hand in Hand. Selten haben Abstürze auf dem PC so viel Spaß gemacht! Martin Deppe TERMIN

3.12.2010

PREIS

20 Euro

USK

Greed Corp

ab 12 Jahren

Strategiespiel

Dtp W!Games Deutsch, Englisch, 4 weitere DVD-Box, 1 DVD, Handbuch als PDF (18 Seiten) Steam

Publisher Entwickler Sprache Ausstattung Kopierschutz

MULTIPLAYER SPIELMODI (SPIELER) Deathmatch (4) SPIELTYPEN Internet, abwechselnd an einem PC DEDICATED SERVER nein SERVERSUCHE Steam MULTIPLAYER-SPASS 6 Stunden WERTUNG Sehr gut »Mit echten Gegnern wird der hohe Schadenfreude-Faktor noch größer. Gut: Hotseat-Modus. Schlecht: anonymes Matchmaking, fehlende Chat-Funktion.«

GRAFIK

Å schöne Abbrösel-Effekte Å nette Pausenanimationen der Schreiter Í keine Kampfeffekte Schreiter gegen Schreiter

7/10

SOUND

Å wuchtige Explosionen bei Geschützfeuer Å nette, unaufdringliche Swing-Musik Í insgesamt abwechslungsarme Soundkulisse Í keine Sprachausgabe

6/10

BALANCE

Å drei Schwierigkeitsgrade Å sehr ausgefeiltes Zusammenspiel der Einheiten und Gebäude Å gutes Tutorial

9/10

ATMOSPHÄRE

Å Spielwelt und Drumherum aus einem Guss Å viel Nervenkitzel durch bröckelnde Felder Í nur Textmeldungen

7/10

BEDIENUNG

Å sehr intuitive, flotte Steuerung Å Übersichtskarte per Leertaste Í kein Speichern während der Missionen Í nur spartanische Mehrspieler-Funktionen (kein Chat!)

7/10

UMFANG

Unsere Kanone links oben schießt drei Feindfelder auf einmal in die Tiefe.

Å je zwölf Karten für zwei, drei und vier Spieler Å Solo-Kampagne mit 24 Missionen Í kein Editor

7/10

KARTENDESIGN

Å sehr unterschiedliche Karten (Inseln, Landmassen, etc.) Å Karten müssen freigespielt werden ... Í ... aber keine Info, wie man welche Karten bekommt Í nur symmetrische Karten

7/10

KI

Å glaubwürdige KI auf drei Stufen Å KI-Gegner macht auf den beiden niedrigeren Stufen auch mal Fehler Í keine Wortmeldungen oder Kommentare

8/10

EINHEITEN

Å Schreiter, Buddler, Geschütze und Flieger perfekt aufeinander abgestimmt Å Buddler vielfältig einsetzbar, auch als Falle Å Gelände taktisch nutzbar

8/10

KAMPAGNE

Å angenehm fordernde Kampagne Å vor allem Gefechte mit drei und vier Parteien spannend Í Fraktionen unterscheiden sich nur optisch Í maue Alibi-Handlung PR OF

EINST EIGE

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73 Pre

i s / Le i st u n g : G u t S PI E

GameStar 02/2011

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A6 4 4,0 GB

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Riskantes Zusatzeinkommen: Zwei Buddler bringen uns 24 Extramünzen, dezimieren aber unser Hinterland.

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ARD C2 Duo E4300 STAND 4400+AMD, Geforce A64 X2 AM, 2,0 GB Fes 7600 tplatte R 2,0 GB

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R FOR MINIM TG A64 X2 3 UM 3 ES CH 800+ ,0 G 1,0 GB R AMD Hz I AM, , n G 800 efo te r MB ce Fes 61 tpl Schnel at le

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7/10

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Der AT-ST sollte schon in »Das Imperium schlägt zurück« länger zu sehen sein, doch die Kampfszene wurde verpatzt.

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TEST Action-Simulation

Apache

Air Assault Als Mix aus Actionspiel und Simulation sorgt das Hubschrauberspiel für einige Spielspaß-Bruchlandungen. Von Christian Schneider Genre: Action-Simulation Publisher: Activision Entwickler: Gaijin Entertainment (Wings of Prey, GS 04/10: 75 Punkte) Termin: 19.11.2010 Spieler: 1-4 Sprache: Deutsch, Englisch Preis: 35 Euro GameStar.de/Quicklink/7150

ie erste Kampagnenmis­ sion im Hubschrauberspiel Apache: Air Assault geht vielversprechend los. Eine kurze Rendersequenz zeigt unseren Stützpunkt, der gerade angegriffen wird. Irgendwer brüllt: »In den Apache!«, und schon sitzen wir drin im Cockpit dieser fliegenden Kriegsmaschine. Während wir starten, schlagen rundherum Explosivgeschoss ein, ein Infanterist schießt wenige Meter neben uns wild in die Luft, direkt vor der Nase des Apaches walzt noch schnell ein M1A1-Panzer vorbei. Dann sind wir in der Luft, drehen nach links und sehen zwei Armeen, die aufeinander zurollen. Im Funk schreit jemand, dass wir bei der Verteidigung der Basis helfen und die anrückenden Feinde zerstören sollen. Was folgt, sind Tiefflüge und Raketenregen. Wenige Minuten später ist der Feind auf dem Rückzug, und wir jagen ihm in Begleitung eines Flügelmanns hinterher. Solch ein Mittendringefühl kann Apache: Air Assault in seinen besten Momenten liefern, doch die sind spärlich über die 16 Missionen der Solo-Kampange verteilt. Stattdessen führt uns die minimalistisch erzählte Handlung durch lieblos umgesetzte Standard-Einsätze in drei fiktiven Krisenherden, die an Somalia, Afghanistan und

Im Schwierigkeitsgrad »Veteran« haben wir nur ein Leben und müssen uns vor Feindbeschuss besonders in Acht nehmen.

Kolumbien erinnern. Für etwas Abwechslung sorgen Aufträge, in denen wir mit unserem Bordgeschütz Luftunterstützung liefern sollen. So müssen wir bei der Eroberung einer Bohrinsel die Spezialeinheit vor gegnerischen Infanteristen schützen. Also wird der Apache im Schwebemodus geparkt, und wir wechseln in die jederzeit anwählbare Kanonenoptik. Hier

Dank WärmebildKamera erkennen wir den Gegner genau und können ihn mit der 30-mmKanone aufs Korn nehmen.

können wir dann noch zur Infrarotsicht umschalten und erkennen warme Objekte – wie Menschen oder Motoren – deutlich ­besser. Einziger Knackpunkt: Diese Beschützer-Einlagen sind meist unnötig in die Länge gezogen. Ein Problem, das auch in anderen Missionen auftaucht. Da sollen wir beispielsweise eine Kolonne von GiftgasTransportern aufhalten. Nicht etwa zehn oder zwölf, sondern gefühlte 50 Stück. Überhaupt zeigt der Entwickler Gajin mit Apache: Air Assault deutlich, was sich bereits beim letzten Spiel des Teams, der ­Action-Flugsimulation Wings of Prey andeutete: Das Studio hat kein Händchen für spannende Einsätze oder deren Inszenierung. Was bei der Zweiter-Weltkrieg-Fliege-

!

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Auf DVD: Test-Video

Online-Pflicht Apache: Air Assault muss beim Online-Dienst yuPlay registriert und an ein kostenloses Konto gebunden werden. Zum Spielen (auch der Solo-Kampagne) muss eine Internetverbindung bestehen.

Die Konsolenversion von Wings of Prey erschien einige Monate vor der PC-Fassung unter dem Titel IL-2 Sturmovik: Birds of Prey.

GameStar 02/2011

Action-Simulation TEST TERMIN

So nah würde sich ein Apache-Pilot in der Realität wohl nicht an sein Ziel heranwagen.

19.11.2010

PREIS

35 Euro

USK

Apache: Air Assault

ab 16 Jahren

Action-Simulation

Activision Gaijin Entertainment Deutsch, Englisch DVD-Box, 1 DVD, 1 Seite Handbuch yuPlay

Publisher Entwickler Sprache Ausstattung Kopierschutz

MULTIPLAYER SPIELMODI (SPIELER) Koop (4) SPIELTYPEN Internet DEDICATED SERVER nein SERVERSUCHE intern MULTIPLAYER-SPASS 6 Stunden WERTUNG Befriedigend

»Gut: 13 Missionen im Koop-Modus. Schlecht: keine Gegeneinander-Option.« GRAFIK

Å gelungene Lichtstimmungen Å schöne Landschaften ... Í ... die stellenweise kantig wirken Í schwankende Effektund Texturqualität

7/10

SOUND

Å gute (deutsche) Sprecher Å ordentliche Effekte Í generell dünne Soundkulisse Í nervige Missionsmusik

7/10

BALANCE

Å mehrere Leben Å drei Realismusgrade ... Í ... trotzdem unfaire Situationen Í nervige Waffenladezeiten

7/10

ATMOSPHÄRE

Å gelegentliche Großeinsätze Å gutes Fluggefühl Í als Actionspiel zu fad ... Í ... als Simulation zu anspruchslos Í schwache Inszenierung

6/10

BEDIENUNG

Die Cockpit-Ansicht bietet weniger Übersicht, sorgt aber für Authentizität.

Å zwei Steuermodelle Å frei belegbar Å gut mit Joystick und Gamepad Å Track-IR-Unterstützung Í fehlende ProfiFunktionen Í keine Befehle für Flügelmänner

9/10

UMFANG

Å 16 Missionen & 13 Koop-Missionen (auch allein spielbar) Å optionsreicher Freiflugmodus Í nur zwei Hubschrauber ... Í ... nur einer davon (in drei Varianten) in der Kampagne

7/10

MISSIONSDESIGN

Das ist Massenvernichtung statt Präzisionsschlag.

Apache: Air Assault möchte sowohl Action­ spiel als auch Simulation sein. Deshalb ­dürfen wir vor dem Missionsstart aus zunächst zwei, nach einmaligem Abschluss GameStar 02/2011

6/10

WAFFEN / ITEMS

Å viele Bemalungen freischaltbar Å FLIR/DVO-Modus für Bordkanone Í keine eigene Bewaffnungswahl Í geringe Gegnervielfalt

7/10

HANDLUNG

Å drei Handlungsorte/Geschichten Í Story sehr langweilig erzählt Í keine Identifikation mit den Piloten PR OF

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ARD C2 Duo E4300 STAND 6000+, Geforce 880 A64 X2 M, 2,0 GB Fe 0 GT stplatte RA 1,0 GB

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FOR MINIM TG Athlon 6 UM 3,2 ES 4 3,2 CH G GHz Hz In 2,0 GB , Ge te RAM , 5,0 forc l e GB Fes 860 tpl Hubsch att r

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4/10

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rei noch nicht sonderlich störte (immerhin sorgten die spannenden Dogfights für Ausgleich), fällt dem Hubschrauberspiel nun auf die Füße. Spannend sind die Kämpfe in Apache: Air Assault nämlich nur selten.

Simulations-Puristen wird Apache: Air Assault auch im realistischen Modus nicht gerecht, dafür fehlen schlicht zu viele Optionen und Einstellmöglichkeiten. Air Assault ist in erster Linie eine Arcade-Simulation mit aufgeflanschter Realismus-Option, schon weil die Missionen auf Massenvernichtung statt auf Präzisionsschläge ausgelegt sind. Passend dazu werden die WaffenBestände in der Luft automatisch nachgeladen. Bei ungelenkten Raketen dauert es nur sieben Sekunden, bis die 38 Geschosse wieder vollzählig sind. Gelenkte Hellfire-Raketen lassen hingegen knappe drei Minuten auf sich warten. Wer seine Missionsziele also aus der Entfernung zer-

Å nutzt Täuschkörper Å durchaus gefährlich Í unzuverlässiger Bordschütze Í dämliche Infanteristen Í Flügelmänner sind kaum eine Hilfe

Hz 2,4 G 50 Duo TS 2 C2 260, G latte UM II X2 B Festp TIM thlon , 5,0 G D A RAM en.

Dieses Spiel hat’s mir angetan. Nicht weil es besonders toll ist. Sondern weil ich endlich mal wieder Hubschrauber fliegen kann, ohne zwischendurch aussteigen zu müssen. Dafür muss man ja heute schon dankbar sein, selbst wenn Air Assualt sowohl als Actionspiel als auch als Simulation letztendlich enttäuscht. Wer aber wie ich unbedingt ein actionreiches Helikopterspiel braucht, muss wohl trotzdem zugreifen und Apache: Air Assault seine Fehler verzeihen – denn es gibt (bis auf den Arcade-Modus in DCS: Black Shark) schlicht keine aktuelle Alternative. Einen würdigen Nachfolger zum Genre-Klassiker Comanche darf man hier aber nicht erwarten.

6/10

KI

PR UC H

Christian Schneider, Online-Redakteur chs@gamestar.de

Å ordentliche Unterstützungseinsätze ... Í ... der Rest meist recht einfallslos Í oft völlig ungeeignet für den Veteranen-Modus

A NS

Kein Comanche!

der Kampagne aus drei Realismusgraden wählen: »Training«, »Realistisch« und »Veteran«. Bei »Training« ist das Flugmodell unseres Hubschraubers spürbar vereinfacht. Der fliegerische Anspruch bewegt sich nur leicht über dem Niveau der Helikop­ termissionen aus Call of Duty: Black Ops. Auf »Realistisch« hingegen fühlt sich die Bedienung schon deutlich glaubwürdiger an, entsprechend anspruchsvoll ist es, die Maschine im Tiefflug in der Luft zu halten. Der »Veteran«-Modus letztendlich ändert nichts mehr am Flugmodell, doch hier gibt es keine zusätzliche Leben, die uns in den anderen Modi nach einem Abschuss an gleicher Stelle wieder einsteigen lassen.

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stören will, wie es Apache-Piloten in der ­Realität tun würden, muss viel Geduld mitbringen. Als Alternative können wir Landeplätze anfliegen und nachladen. Veteranen müssen dies sogar tun, weil sie nur so an neue Munition herankommen. CHS

2003 gab es bereits ein Spiel namens Apache AH-64 Air Assault. Der Titel hat aber nichts mit dem neuen Air Assault zu tun.

83

TEST Action-Rennspiel

Alarm für Cobra 11 Das Syndikat

Die seit Jahren zu Unrecht unterschätzte Rennspiel-Serie liefert ­erstmals einen Online-Modus und eine dynamische Kampagne. Trotzdem ist Teil 7 schwächer als seine Vorgänger. Von Heiko Klinge

Stärken + spannende Verfolgungsjagden + glaubwürdiger Stadtverkehr + frei befahrbare Spielwelt

Schwächen - nervige Fleißaufgaben - kaum echte Polizeimissionen - Story extrem dünn

Genre: Rennspiel Publisher: Dtp Entwickler: Synetic (Alarm für Cobra 11: Highway Nights, GameStar 01/10: 75 Punkte) Termin: 23.12.2010 Spieler: 1 bis 8 Sprache: Deutsch Preis: 30 Euro

erichte schreiben, ereignisloses Streifefahren, stundenlange Beschattungen: 90% der Polizeiarbeit sind in der Realität langweilige Fleißaufgaben. Davon wollen wir im Krimi freilich nichts sehen, schon gar nicht in RTLs Verschrottungsorgie Alarm für Cobra 11. Auch die Spiele zur TV-Serie waren diesbezüglich immer wunderbar unrealistisch und gerade deshalb auch wunderbar unterhaltsam. Der siebte Serienteil Das Syndikat setzt nun erstmals auf eine dynamische Kampagne und damit auch auf – au weia – mehr Authentizität. Ein Schuss, der fast schon zwangsläufig nach hinten losgeht. Dabei beginnt das neue Abenteuer der ­Autobahnpolizisten Ben Jäger und Semir Gerkan (gesprochen von den Serien-Schauspielern Tom Beck und Erdogan Atalay) durchaus vielversprechend, von den langweilig geschnittenen Zwischensequenzen in Spielgrafik einmal abgesehen. In einem Unfallwagen werden Einschusslöcher entdeckt, während der ersten linearen Missionen stoßen Ben und Semir auf die Spur eines Undercover-Agenten. Ein paar actionreiche Checkpoint-Rennen, Verfolgungsjagden und Beschattungsaufträge später erfahren wir, dass der Kollege in ein mächtiges Verbrecher-Syndikat eingeschleust wurde, das mittlerweile halb Köln kontrolliert. Er fürchtet, dass er bald auf-

84

fliegt, und bittet uns um Hilfe. Wir sollen die Stadt überwachen, Organisationsverstecke ausfindig machen, Informationsquellen erschließen und natürlich möglichst viele Syndikatsmitglieder dingfest machen. Ab diesem Zeitpunkt verlässt Alarm für Cobra 11: Das Syndikat die linearen Pfade, und wir können selbst entscheiden, welche Aufgabe wir in den zwei frei befahrbaren Spielgebieten als Nächstes angehen. Neben dem traditionellen Autobahnkreuz brettern wir dabei erstmals auch durch die zwar nicht originalgetreue, aber immerhin doch klar

GameStar.de/Quicklink/7243

erkennbare Kölner Innenstadt samt Dom, Hauptbahnhof und Rheinbrücken. Klingt doch alles soweit ganz spannend. Jedoch nur, solange man die Aufträge nicht mit Spielprinzip-Deutsch übersetzt. »Die Stadt überwachen« bedeutet etwa »Fahre 155 vorgegebene Kamerapositionen an«. »Organisationsverstecke ausfindig machen« heißt wiederum nichts anderes als »144 kleine rote Lupen in Garagen, Innenhöfen oder auf Parkhausdächern aufstöbern«. Mit diesen spaßfreien Fleißaufgaben

Der dichte Innenstadtverkehr macht die Verfolgungsjagden wunderbar unberechenbar.

Seit April 2010 ist Alarm für Cobra 11 nicht nur bei RTL, sondern auch bei Bundeswehr TV zu sehen.

GameStar 02/2011

Action-Rennspiel TEST verbringen wir fast die Hälfte der rund acht Stunden langen Kampagne. Selbst bei den zufällig generierten Festnahme-Einsätzen kommt viel zu schnell Routine auf. Denn letzten Endes ist es völlig egal, ob nun gerade ein Tanklaster beschossen wird, ein Auto mit einer Bombe in Richtung Hauptbahnhof rast oder wir einen Gefangenentrans-

Teil Highway Nights waren es mehr als 40, die dank eines motivierenden Bewertungssystems sogar einen recht hohen Wiederspielwert besaßen. In Das Syndikat heißt es nur noch »Schaffen oder Scheitern«. Ein vollkommen unverständlicher Rückschritt, zumal man das Bewertungssystem wunderbar mit den erstmals eingebauten ­Windows Live Achievements hätte verknüpfen können.

aber mangels Extrawaffen und Erfahrungs­ punkte­system nicht mal ansatzweise die spielerische Klasse eines Need for Speed: Hot Pursuit oder Blur. Beides übrigens ­Spiele, die auf Realismus pfeifen – so wie es Cobra 11 früher auch mal getan hat. Das waren noch Zeiten! HK TERMIN

port eskortieren. In 90 Prozent der Fälle ­endet das Ganze ohnehin in einer Verfolgungsjagd, bei der wir das Fluchtfahrzeug entweder ausbremsen oder schrottreif rammen bzw. schießen. Das alles wird mit der Zeit nicht nur immer langweiliger, sondern kurioserweise auch immer leichter. Denn während wir im Kampagnenverlauf oder in optionalen Rennmeisterschaften schon früh schnellere Autos freischalten, ändert sich beim Syndikat weder was am Fuhrpark noch an den Fahrkünsten. Einzig beim Anwerben neuer Informanten, denen wir zuvor natürlich grundsätzlich ­einen Gefallen tun müssen, läuft der Spaßmotor von Cobra 11: Das Syndikat auf Hochtouren. Denn dann bekommen wir endlich wieder genau das, was die Vorgänger zum echten Geheimtipp für alle Actionraser gemacht hat: ebenso wahnwitzige wie absurde Fahrprüfungen, die sich einen Dreck um Realismus und die Gesetze der Physik scheren. Wir schroten mit einem Golfwagen über einen Campingplatz, pflügen im Monstertruck durch eine Tagebaugrube samt riesigem Schaufelradbagger, hüpfen mit Hilfe von Sprungschanzen über die Container am Rheinhafen oder ballern mit 250 Sachen durch den dichten Innenstadtverkehr, um unter Zeitdruck Lösegeld einzusammeln. Allerdings gibt’s inklusive Prolog und Finale gerade mal knapp 20 dieser speziell designten Missionen. Im letzten

PREIS

30 Euro

ab 12 Jahren

USK

Alarm für Cobra 11

Es ist egal, ob gerade ein Tanklaster ­beschossen wird oder ein Bombenauto zum Hauptbahnhof rast.

Auch wenn Alarm für Cobra 11: Das Syndikat vieles schlechter macht als sein Vorgänger: Die wilden Slalomfahrten durch den glaubwürdig simulierten Großstadtverkehr sind nach wie vor ebenso adrenalinfördernd wie einzigartig im Genre. Und wer sein Spiel mit Games for Windows Live verknüpft, darf sich seine Gegner auch online oder im Netzwerk suchen. Neben den obligatorischen Rundkurs- und Checkpoint-Rennen (mit oder ohne Verkehr) stehen sogar ­Deathmatches inklusive Schusswaffen­ einsatz auf dem Programm. Das alles macht kurzfristig durchaus Laune, erreicht

23.12.2010

Action-Rennspiel

Das Syndikat

Dtp Synetic Deutsch DVD-Box, 1 DVD, 20 Seiten Handbuch Protect DVD

Publisher Entwickler Sprache Ausstattung Kopierschutz

MULTIPLAYER SPIELMODI (SPIELER) Rennen (8), Deathmatch (8) SPIELTYPEN Internet, Netzwerk, Splitscreen DEDICATED SERVER nein SERVERSUCHE Games for Windows Live MULTIPLAYER-SPASS 4 Stunden WERTUNG Befriedigend FAZIT »Für eine Runde zwischendurch recht unterhaltsam.«

GRAFIK

Å frei befahrbare Spielwelt mit vielen Hinguckern Å gute Physikeffekte Í viele Gebäude arg detailarm Í teils später Objektaufbau

7/10

SOUND

Å TV-Schauspieler als Sprecher Í dünner Motorensound Í belanglose Musik Í wenige Umgebungsgeräusche

5/10

BALANCE

Falsch verstanden Heiko Klinge Redakteur heiko@gamestar.de

Å drei Schwierigkeitsgrade Å viele optionale Spielhilfen Í schnelle Autos zu früh verfügbar Í wird im Kampagnenverlauf immer leichter

6/10

ATMOSPHÄRE

Å der glaubwürdigste Großstadtverkehr im Genre Å halbwegs originalgetreues Köln Í kaum Story Í Fleißaufgaben statt Kriminalfälle

6/10

BEDIENUNG

Und ich Depp habe beim Vorgänger noch gemeckert, dass die Spielwelt zu leer sei! Jetzt ist sie voll, aber dummerweise voll mit Langeweile. Köln wird doch nicht interessanter, nur weil man dort 144 Lupen versteckt! Das Open-World-Experiment von Cobra 11 ist gründlich in die Hose gegangen. Die Fleißaufgaben nerven, bei den zufällig generierten Verfolgungsjagden fehlen sowohl echte Herausforderungen als auch spielerische Überraschungen. Für ein paar Minuten fröhliche Autobahn-Randale taugt zwar auch Das Syndikat, angesichts des deutlich besseren Vorgängers hatte ich aber erheblich mehr erwartet.

Å präzise Gamepad- und Tastatursteuerung Å einblendbare Ideallinie Å Navigationssystem Å erstmals Force Feedback Í wirre Menüs

9/10

UMFANG

Å 100 Straßenkilometer Å über 40 Fahrzeuge Å endlich mit Online-Modus Í wenige echte Missionen Í kurze Kampagne

6/10

KI

Å Verkehrsteilnehmer verhalten sich nachvollziehbar Å Verfolgte wechseln die Route Í Renngegner fahren im Pulk und sind leicht zu überholen

7/10

FAHRVERHALTEN

Å actionreich, aber stets nachvollziehbar Å tolles Geschwindigkeitsgefühl Å launige Drifts Í teils merkwürdiges Kollisionsverhalten

8/10

TUNING

Å freie Fahrzeugwahl vor jeder Mission Å erstmals Lackierungsvarianten Í langweiliges Boost-System Í kein Leistungs-Tuning

5/10

STRECKENDESIGN

Å sehr abwechslungsreiches Straßen- und Streckenprofil Å authentisches Autobahn-Feeling Í einige nervige Sackgassen PR OF

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9/10

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Fahrprüfung im Monstertruck: Die Informanten-Missionen sind eine nette Abwechslung. GameStar 02/2011

Mit Mercedes Benz World Racing entwickelt Synetic bereits 2003 eines der ersten Rennspiele mit frei befahrbarer Welt.

85

TEST Echtzeit-Taktik

Stärken + Taktik mit Zombies! + gelungenes Leveldesign

Schwächen - miese Steuerung - schlechte KI

Auf der Suche nach weiteren Überlebenden und überlebenswichtiger Munition durchsuchen wir eine Boutique. Finden allerdings nur weitere Zombies.

Trapped Dead Commandos mit Zombies: Die Grundidee funktioniert, allerdings ist das Spiel so kantig, dass es stellenweise zum hirnlosen Alptraum wird. Von Nico Stockheim Genre: Echtzeit-Taktik Publisher: Headup Games Entwickler: Crenetic Termin: 16.12.2010 Spieler: 1-4 Sprache: Deutsch Preis: 40 Euro

ombies sind Kult! Seit George A. Romeros Die Nacht der Lebenden Toten gehören sie zur Popkultur, auch in Computerspiele funktionieren die schlurfenden Monster prima. Von Entwicklerteam Crenetic kommt nun ein Echtzeit-Taktikspiel mit Zombies. Da malt sich der leidenschaftliche Spieler direkt ein Idealbild: Packende Gruselstimmung à la Dead Space, hungrige Horden wie in Left 4 Dead und dazu eine Spielmechanik, wie wir sie aus dem Klassiker Commandos kennen!

So schnell dieser Wunsch formuliert ist, so schnell landet man bei Trapped Dead auf dem harten Boden der Realität. Die Geschichte ist schnell erzählt: Bewohner einer Kleinstadt verwandeln sich in Wiedergänger, die außer Stöhnen und Zubeißen keine nennenswerten Fähigkeiten mehr besitzen. Ein junger Mann auf der Durchreise will eigentlich nur tanken und landet im Alptraum. Im Spielverlauf stößt er auf Überlebende, mit denen er sich in einem Bunker

Die Geschichte wird durchweg über comicartige Sequenzen erzählt.

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GameStar.de/Quicklink/7215

verschanzt und von dort aus Erkundungs-, Rettungs- und Versorgungsmissionen startet. Erzählt wird die Story dabei durch vertonte Comicstrecken mit Sprechblasen.

Zombies und Intelligenz – das passt nicht zusammen. Unsere Aufgabe ist es, die Gruppe Überlebender durch ihre Missionen zu führen. Wir steuern unsere Helden genretypisch vor al-

Unsere Gruppe besteht immer aus vier Leuten.

Ein so genannter Zombie Walk ist eine öffentliche Veranstaltung, bei der sich die Teilnehmer als Zombies verkleiden und schminken.

GameStar 02/2011

Echtzeit-Taktik TEST

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Online-Aktivierung Um Trapped Dead spielen zu können, müssen Sie mit der Seriennummer ein Benutzerkonto bei Crenetic anlegen und das Spiel über das Internet aktivieren lassen.

16.12.2010

PREIS

40 Euro

Trapped Dead Headup Games Crenetic Deutsch DVD-Box, 1 DVD, 32 Seiten Handbuch Online-Aktivierung

Publisher Entwickler Sprache Ausstattung Kopierschutz

Bei größeren Untoten-Horden müssen wir trotz Munitionsmangels zu Schusswaffen greifen.

GameStar 02/2011

»Im Testzeitraum funktionierte der Online-Modus nicht, deshalb ist noch kein Urteil möglich.« GRAFIK

Å hübsche Schauplätze Í detailarme Charaktermodelle Í teils matschige Texturen Í plumpe Animationen

5/10

SOUND

Å stimmige Hintergrundmusik Å gelungene Geräuschkulisse Í miese Synchronisation

8/10

BALANCE

Å leichter Einstieg Í nur ein Schwierigkeitsgrad Í teilweise zu schwer Í kein freies Speichern möglich

4/10

ATMOSPHÄRE

Å glaubwürdige Zombie-Apokalypse Å Munitionsknappheit Å detailliert ausgestattete Gebiete Í Klon-Zombies

8/10

BEDIENUNG

Å sinnvolle Tastenbelegung Å Kamera frei beweglich Í viel Gefummel Í oft zu träge Í unpraktisches Inventar

4/10

UMFANG

Å realistisches Waffenarsenal Å Koop-Spiel möglich Í wenig Wiederspielwert Í keine eigenen Multiplayer-Missionen

6/10

MISSIONSDESIGN

Å abwechslungsreiche Schauplätze Å viele Fallen ... Í ... die manchmal sinnlos sind Í keine optionalen Missionsziele

6/10

KI

Å Zombies reagieren auf Geräusche Í Mitstreiter sterben oft kampflos Í Friendly Fire

4/10

EINHEITEN

Å nicht jede Figur kann alle Gegenstände sinnvoll nutzen Å alle Teammitglieder haben besondere Stärken ... Í ... aber keine speziellen Fähigkeiten Í spielen sich im Grunde alle gleich

Braaaaaaiiiiiiins

Å freie Missionswahl Å Geschichte mit Trash-Faktor ... Í ... aber dementsprechend dünn Í stereotype Charaktere

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ARD C2 Duo E4300 STAND 4000+ AMD, Geforce 8 A64 X2 RAM, 12 GB Fest 800 platte 2,0 GB

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7/10

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Ich persönlich fand Zombies schon immer super, sei es in Filmen wie Dawn of the Dead oder in Computerspielen. Dementsprechend hoch war die Vorfreude, dass Crenetic die Untoten nun in ein Taktik-Spiel verpackt. Allerdings stellte sich schnell Ernüchterung ein. Potenzial ist ja durchaus vorhanden, allerdings hat das Spiel so viele Ecken und Kanten, dass es mich nicht wirklich überzeugen kann. Auf der einen Seite fordert es nicht den hohen Grad an Planung wie ein Commandos, auf der anderen reicht es nicht an die Action eines Left 4 Dead oder Resident Evil heran. Trapped Dead kann zwar durchaus Spaß machen, fühlt sich aber in keiner Situation richtig an. In der Schule hätte man gesagt: Aufsatz okay, Thema verfehlt.

6/10

KAMPAGNE

PR UC H

Nico Stockheim Praktikant redaktion@gamestar.de

Pre

Optisch ist Trapped Dead nicht zeitgemäß. Vor allem die Charaktere wirken detailarm und aufgrund der schlechten Animationen oft plump. Dafür ist das Leveldesign gelungen. Straßenzüge, Gebäude und verlassene Läden sind detailliert und vermitteln eine tolle Stimmung. Einzig der Sound kann

Von Gegner-KI merken wir auch nichts. Aber Zombies und Intelligenz – das passt eh nicht zusammen. Anders bei unserem Team, hier hätten wir uns wirklich etwas Schläue gewünscht. In Trapped Dead sind unsere Mitstreiter aber genauso hirnlos wie die Untoten. Eigentlich sollten sie in der Lage sein, sich zu verteidigen, allerdings lassen sie sich gern fressen, obwohl die Schrotflinte durchgeladen ist. Außerdem schießen sie auch gerne mal die eigenen Leute an. Der größte Schwachpunkt von Trapped Dead ist allerdings die behäbige Steuerung. Protagonisten dort abzustellen, wo man sie haben möchte, ist oft Fummelei. Die schlechte Wegfindung sorgt dann häufig auch noch dafür, dass unsere Figuren hängenbleiben. Wenn wir mehrere Charaktere auf einmal steuern, stören die unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten. Die Kamera lässt sich zwar frei bewegen, drehen und zoomen, das sorgt aber in hektischen Situationen für eine Extraportion Stress. NIC

SPIELMODI (SPIELER) Koop (4) SPIELTYPEN Netzwerk, Internet DEDICATED SERVER nein SERVERSUCHE intern MULTIPLAYER-SPASS Bewertung noch nicht möglich WERTUNG Bewertung noch nicht möglich

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Auch wenn die Perspektive von Trapped Dead an Action-Rollenspiele erinnert, spielt es sich wesentlich langsamer und überlegter. In den ersten Levels lassen sich die wankenden Fleischklumpen noch einfach mit dem Baseballschläger umknüppeln, ab dem zweiten sind sie jedoch in einer solchen Überzahl, dass wir Alternativen brauchen. Natürlich könnten wir auf Konfrontationskurs gehen, das tut aber dem knappen ­Munitionsvorrat nicht gerade gut. Es gibt elegantere Lösungswege, etwa den geschickten Umgebungseinsatz. So locken wir zum Beispiel eine Horde Zombies unter einen Kronleuchter und lassen ihn herabfallen. Alternativ können wir auch versuchen, uns am genretypisch klar definierten ­Sichtbereich der lebenden Leichen vorbei­ zuschleichen. Die Handlungsalternativen kommen allerdings selten zum Einsatz, viele Situationen lösen wir deshalb einfach mit der spartanischen Methode: Wir locken die Verwesenden in einen Engpass und mal­ trätieren die anstürmenden Horden mit Baseballschläger und Axt.

überzeugen. Die Hintergrundmusik ist ­passend und die Hintergrundgeräusche ­stimmig, die Vertonung der Charaktere ­allerdings eher mäßig.

MULTIPLAYER

A NS

lem per Maus und können jederzeit zwischen den Mitgliedern wechseln. In Kämpfen geben wir wahlweise einzelne Schüsse ab oder befehlen unseren Figuren, so lange zu ballern, bis die Toten endgültig liegen bleiben. Unsere Recken kämpfen allerdings nicht automatisch, sondern wollen klare Befehle bekommen. Da man nicht immer alle Figuren im Auge hat, kann das mitunter frustrierend sein. Wer dieses Dilemma umgehen will, lädt sich wahlweise menschliche Kollegen in den Koop-Modus ein. Interessant werden dann auch die Stärken und Schwächen der Spielfiguren. So ist der Arzt des Teams beispielsweise der einzige, der Erste-Hilfe-Kästen effektiv nutzen kann. Er sitzt aber im Rollstuhl, ist daher relativ langsam und kann keine Treppen steigen.

ab 18 Jahren

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Echtzeit-Taktik

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Der Begriff Zombie leitet sich von dem Wort nzùmbe aus der zentralafrikanischen Sprache Kimbundu ab und bedeutet Totengeist.

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TEST Adventure

Nach Flotsam Island verschlägt es uns im Laufe der fünf Episoden immer wieder.

Stärken + herausragend witzig +d  enkwürdige Charaktere und Dialoge + exzellente Vertonung

Tales of Monkey Island

Schwächen

- schwache Grafik - umständliche Steuerung - Rätsel weitgehend anspruchslos

2009 abenteuerte und kalauerte sich der berühmteste Pirat der Spielewelt, Guy­ brush Threepwood, durch fünf Download-Episoden. Ein Jahr später gibt’s die kom­ plette Staffel nun in einer Schachtel und auf Deutsch. Von Patrick C. Lück Genre: Adventure Publisher: Daedalic Entwickler: Telltale (Puzzle Agent, GS 09/10: 67 Punkte) Termin: 9.11.2010 Spieler: einer Sprache: Deutsch, Englisch Preis: 40 Euro

ir Deutschen sind synchronverwöhnt. Nahezu jeder Film, jede Serie und jedes Spiel wird in unsere Muttersprache übersetzt. Dabei gehen durch die gnadenlose Eindeutschung oft viele versteckte Anspielungen verloren. Das ist besonders schade bei Serien wie den Simpsons oder bei Filmen wie Shrek. Und Tarantinos Inglourious Basterds, das seinen Englisch-Deutsch-Französisch-Italienisch-Sprachenwirrwarr zum Thema erhebt, wird sogar teilweise im Sinn entstellt. Dem Adventure-Klassiker Monkey Island um den Möchtegern-Piraten Guy­ brush Threepwood blieb dieses Schicksal erspart. Schon die Ur-Übersetzung der ersten beiden Teile durch den damaligen Spiele-Redakteur Boris Schneider genießt noch heute (trotz einiger Ungenauigkeiten) Kultstatus unter den Fans. Und auch die Stimmsyn-

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GameStar.de/Quicklink/7222

chronisation von The Curse of Monkey Island (GS 01/1998. 92 Punkte) gilt als gelungen. Kann Daedalic (A New Beginning, GS 11/2010, 84 Punkte) da mit seiner Lokalisierung der Tales of Monkey Island-Episoden von Telltale Games mithalten? Ja, Daedalic kann. Im Gegensatz zur eingedeutschten zweiten Staffel von Telltales Sam & Max (07/2010, 78 Punkte), die von Atari eine monotone Dialog­ regie spendiert bekam, leisteten die Adventure-Spezialisten ganze Arbeit. Für Serienkenner mit am wichtigsten: Die Hamburger konnten mit Norman Matt den Originalsprecher von Guybrush Threepwood aus den beiden Vorgänger-Adventures verpflichten. Er und die anderen Sprecherkollegen erledigen ihren Job professionell und mit Elan. Das knorrige Piraten-»Arrr!« klingt auch in den Fluch der Karibik-Filmen nicht besser, der

Marquis de Singe französelt wunderbar, und der größenwahnsinnige Totenkopf Murray klappert und plappert seine Bosheit nur so heraus. Wer einwendet, die englische Sprachfassung sei trotzdem besser, hat zwar (minimal) recht, da zum Beispiel Guybrushs Erzfeind LeChuck dort deutlich voller klingt, muss sich aber nicht grämen: Auch die englische Originalfassung liegt mit auf der DVD.

Die Häppchen haben Deutsch gelernt. Und zwar gut! Die Übersetzung bemüht sich eher um Nähe zum Original als um einen eigenen Stil. Das ist einerseits gut, da wir die Handlung und Dialoge so weitgehend originalgetreu erleben dürfen. Allerdings bringt das auch einige Probleme mit sich. So laufen die deutschen Übersetzungen in der Dialogaus-

Ein Zwergseidenäffchen (die kleinste Affenart) wiegt rund 100 Gramm, ein Gorilla (die größte Art) bis zu 200 Kilogramm.

GameStar 02/2011

Adventure TEST

Beinharte Monkey-Island-Fans der ersten Stunde (so wie ich einer bin) kämpfen seit dem etwas unglücklichen vierten Teil und den neuen Telltale-Episoden mit ihrer Enttäuschung. So recht will der Funke von damals nicht überspringen. Hat das etwas mit einer überbordenden Erwartungshaltung zu tun? Mag sein. Aber es ist auch eine Frage des Stils. Bei Sam & Max passt der reduzierte und polygonarme Telltale-Stil in meinen Augen sehr gut, aber nicht bei Monkey Island. Hier will ich liebevolle Details, warmes Design und einmaliges Flair. Das bieten mir die Tales of Monkey Island ebenso wenig wie die legendären anspruchsvollen Rätselketten von damals. Spaß machen die witzigen Episoden trotzdem, und sowohl die englischen wie auch die deutschen Sprecher verstehen ihren Job. Wer die Tales bis jetzt noch nicht hat, sollte zuschlagen.

wahl manchmal weit aus dem dafür vorgesehen Kasten (und selten mal auch aus dem Bildschirm) heraus. Zudem funktioniert nicht jeder erhaltene Wortwitz in seiner deutschen Übersetzung. Wer des Englischen nicht mächtig ist, wird zum Beispiel kaum verstehen, warum der Glasbläser, der U-förmige Glasröhren verkauft, auf einmal englisch etwas von »U-Tubes« (sprich wie »YouTube«) faselt. Auch die Übersetzung des in Amerika sehr beliebten »Root Beer« mit »Malzbier« ist unglücklich, da wir eine Wurzel (englisch: »root«) und kein Malz

Inhaltlich und spielerisch bleiben die fünf Episoden originalgetreu, so wie sie Telltale von Juli bis Dezember 2009 als englische Downloads veröffentlicht hat. Nach wie vor muss Guybrush eine fiese Voodoo-PockenEpidemie eindämmen, für die er mit verantwortlich ist. Zu allem Überfluss jagen ihm der französische Arzt Marquis de Singe und die Piratenjägerin Morgan LeFlay hinterher, dafür scheint der Erzbösewicht LeChuck plötzlich ein netter Typ zu sein, wovon wir uns bei der Voodoo-Lady später nicht mehr sicher sind. Zudem tauchen alte Bekannte wie die Quasselstrippen Stan und Murray wieder auf. Das Ganze ist in gewohnt absurde und groteske Dialoge verpackt und spielt teilweise an ungewöhnlichen Schauplätzen, wie zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt einer riesigen Seekuh. Bei der Rätselqualität und dem Rätselanspruch richtet sich die Serie dagegen durchgehend an Einsteiger, die Vorgänger waren im Vergleich kniffliger und hatten längere Rätselketten. Auch die polygonarme Grafik sowie die etwas umständliche Direktsteuerung erfüllen kaum noch aktuelle Mindeststandards. Da wir pro Episode aber drei bis vier Stunden beschäftigt sind, summiert sich die gesamte Spieldauer auf 15 bis 20 Stunden, was für ein Adventure ein sehr guter Umfang ist. Zudem liegen auf der DVD zahlreiche Goodies wie Trailer oder Wallpaper. Patrick C. Lück

TERMIN

9.11.2010

PREIS

40 Euro

USK

Tales of Monkey Island Daedalic Entertainment Telltale Games Deutsch, Englisch Retro-Spiele-Karton, DVD-Box, 1 DVD, 16 Seiten Handbuch Kein Kopierschutz

Publisher Entwickler Sprache Ausstattung Kopierschutz

GRAFIK

Å passable Animationen Å stilsicherer Comic-Look Í generelle Detailarmut Í Texturschärfe schwach Í keine Echtzeit-Schatten

5/10

SOUND

Å hervorragende englische und sehr gute deutsche Sprecher Å beide Sprachversionen wählbar Å stimmungsvolle Musik Í dünne Effekt- & Soundkulisse

9/10

BALANCE

Å angemessene Hinweise für Rätsel Å Guybrush kann nicht sterben Í Anspruch auf Einsteiger-Niveau Í unnützes Hilfesystem

7/10

ATMOSPHÄRE

Å motivierende Aufgaben Å unterhaltsamer Humor Å viel Karibik- & Meeresflair Í weitgehend leblose Welt

8/10

BEDIENUNG

Å ordentliches Inventar Å ein Klick für die meisten Aktionen Í reine Maussteuerung ist umständlich Í teils unpraktische Kameraperspektiven

7/10

UMFANG

Å fünf Episoden Å lange Spieldauer Å viele Schauplätze Å Extras auf DVD

9/10

HANDLUNG

Å viele (zum Teil unerwartete) Wendungen Å Pocken als ständige Bedrohung Í wechselnde Handlungsqualität in den einzelnen Episoden Í episodenübergreifender Spannungsbogen dünn

7/10

RÄTSEL

Å originelle Aufgabenstellungen Å teils hübsch groteske Lösungen Í Rätselketten zu kurz Í zu schnell gelöst Í viele unnütze Laufwege

6/10

DIALOGE

Å Auswahl-Dialoge Å witzige, unterhaltsame Wortwechsel Å ufern nicht aus Å treffende Sprachstile der Personen

10/10

CHARAKTERE

Å sympathischer Hauptcharakter Å viele alte Bekannte Å viele neue Bekannte passen sich gut ein ... Í ... ein paar aber auch nicht

Der neue LeChuck: menschlich, einsichtig, nett. Kann Guy­ brush ihm trauen?

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Adventure

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Patrick C. Lück Freier Autor redaktion@gamestar.de

brauchen, um das (gewöhnungsbedürftige) Erfrischungsgetränk zu brauen. An solchen Stellen hätte es nicht geschadet, ein wenig mehr Mut zu eigenen Interpretationen aufzubringen. Allerdings ist das Kritik auf hohem Niveau, da die Dialoge in den meisten Fällen gut und passend übersetzt wurden.

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Eine Frage des Stils

Selbst sein Tod kann einen mächtigen Piraten nicht aufhalten.

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Manchmal läuft die Dialogauswahl aus dem Kasten.

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Die einzige freilebende Affenart Europas sind die Berberaffen von Gibraltar, die wahrscheinlich von Menschen eingeführt wurden.

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TEST Actionspiel

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1

Schlechter war Harry nie: Der Auftakt zum Zauberlehrling-Serienfinale entpuppt sich als chaotische und dümmliche Klickmaschine. Von Petra Schmitz Genre: Actionspiel Publisher: Electronic Arts Entwickler: Bright Light (Harry Potter und der Halbblutprinz, GS 09/09: 69 Punkte) Termin: 18.11.2010 Spieler: einer Sprache: Deutsch Preis: 40 Euro GameStar.de/Quicklink/7203

as letzte Harry PotterBuch war schon vergleichsweise lahm (Zelten, Action, wieder Zelten, wieder Action). Das dazugehörige Spiel Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1 ist zwar alles andere als lahm, ärgert aber mit einer verkorksten Steuerung, mit blödem Missionsdesign und mit mieser Grafik. Gleich zu Beginn geht’s los: In sich ewig anfühlenden Minuten sitzt Harry im Beiwagen von Hagrids fliegendem Motorrad und muss zig Todesser von ihren Besen runterzaubern. Die Steuerung ist schwammig, die Todesser im Fadenkreuz zu halten gestaltet sich schwierig. Wie gut, dass es über die rechte Maustaste eine Aufschaltfunktion

gibt. Die funktioniert aber nicht richtig und löst sich immer wieder vom Gegner. So wird der Motorradflug zur nervigen Klickorgie. Gleiches gilt für die restlichen Zaubereinsätze. Sobald es im ersten Teil von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes zu Kämpfen kommt, fühlt sich das Spiel wie ein hochchaotischer Shooter an. Dazu passt das unausgegorene Deckungssystem. Harry will zuweilen nicht in Deckung gehen, er will sich manchmal hinter niedrigen Barrieren nicht hinhocken, er will oft auch nicht die Deckung verlassen, um sich zu wehren. Außer-

Auf DVD: Test-Video

dem taugen viele der Deckungsmöglichkeiten schlicht nicht, unser Zauberlehrling wird trotzdem getroffen. Also ist es sinnvoller, in Bewegung zu bleiben, um so den feindlichen Attacken auszuweichen. Was die Kämpfe dann noch chaotischer werden lässt.

Nicht mal beinharten Fans zu empfehlen.

Wenn der Held nicht gerade wieder eine Wirrwarr-Zauberei gegen Todesser oder Dementoren veranstaltet, dann muss er sich beispielsweise unter dem Unsichtbarkeitsumhang getarnt durch feindverseuchtes Gebiet wie das Ministerium für Zauberei schleichen und in Büros rumlaufen. Die sehen alle gleich aus, gleich

Harry, Ron und Hermine kämpfen auf einem Schrottplatz gegen immer wieder neu auftauchende Anhänger Voldemorts.

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Die Potter-Bücher haben sich weltweit über 400 Millionen Mal verkauft.

GameStar 02/2011

Actionspiel Der Schwachsinn des Todes Petra Schmitz, Redakteurin petra@gamestar.de

Ich habe das letzte Buch der Potter-Reihe gleich am Erstverkaufstag zu lesen angefangen und habe ewig gebraucht, um es zu beenden. So unfassbar öde fand ich es. Das dazugehörige Spiel beziehungsweise der erste Teil des Finales dauert nur rund sechs Stunden, ist aber eine ähnliche Qual. Langweilig ist es, wirr ist es, die Steuerung ist ein Witz. Und Letzteres liegt nicht mal an einer miesen Portierung, auf den Konsolen schneidet der Titel nämlich genau so schlecht ab. Ich kann nur hoffen, dass man sich bei Electronic Arts auf ein Mindestmaß an Qualität für den zweiten Teil besinnt. Ich fürchte allerdings, die Hoffnung ist vergebens. Allein über den zugkräftigen Namen wird das Spiel ausreichend Geld abwerfen, um eine ähnliche Katastrophe für den zweiten Teil der Heiligtümer zu rechtfertigen.

langweilig. Und erst, wenn sechs Tippstuben abgeklappert sind, verrät das Spiel, dass die nächste Station für Harry der Gerichtssaal ist – ohne dass man in den zuvor betretenen Räumen auch nur einen Hinweis darauf gefunden hätte. Wer Logik in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes sucht, sucht vergebens. Sollte man bei den Schleicheinlagen fahrlässig sein und Harry in irgendeine Gestalt hineinlatschen lassen, ist die Tarnung hin­ über, und die Mission im Regelfall auch. Doch es liegt nicht nur am vielleicht schludrigen Spieler, dass Harry bei den Heimlichtouren immer und immer wieder entdeckt wird. In neun von zehn Fällen ist das Spiel Schuld. Wenn Harry den Mantel überwirft, schaltet das Programm in die Ego-Perspektive und schrumpft so den Sichtradius auf ein klaustrophobisches Minimum zusammen. Der Überblick geht komplett flöten. Außerdem teleportieren

An der Kiste und den Zauberern führt kein Weg vorbei, Harry muss sie weiträumig umlaufen.

die anderen Zauberer ständig hin und her, oft direkt vor Harrys Nase. Ein Ausweichen ist dann einfach nicht mehr möglich. Wer gesteigerten Wert auf eine stringente und nachvollziehbare Story legt, war bei den Potter-Spielen schon immer an der falschen Adresse. Aber selten hat ein Titel der Reihe so sinnlos Missionen aneinandergereiht wie Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1. Harry muss ständig so blöde wie langweilige Aufgaben (Flucht aus Drachenhöhle oder Muggelbefreiung) absolvieren, die nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun haben. Statt diese nervigen Fleißeinsätze einzubauen, hätte der Entwickler Bright Light lieber mehr Energie in die Hauptaufgaben investieren sollen. Oder in die Grafik. Die schaut dank klobiger Objekte und hakeliger Animationen nämlich aus, als sei sie fünf bis zehn Jahre alt. Immerhin sind einige Landschaften wirklich hübsch geworden und die Zwischensequenzen können sich auch sehen lassen. Und immerhin hört man sogar ein paar der Originalsprecher aus den Kinofilmen. Aber alles in allem ist der erste Teil von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes nicht mal für beinharte Fans des Zauberlehrlings zu empfehlen. Und das haben wir bisher noch über kein Spiel der Reihe sagen müssen. PET

Wer Logik sucht, sucht vergebens.

TERMIN

18.11.2010

40 Euro

PREIS

ab 12 Jahren

USK

Harry Potter

Actionspiel

und die Heiligtümer d.T. Electronic Arts Bright Light Deutsch DVD-Box, 1 DVD, 12 Seiten Handbuch DVD-Abrage

Publisher Entwickler Sprache Ausstattung Kopierschutz

GRAFIK

Å gelungene Zwischensequenzen Å Hauptfiguren gut erkennbar Í kaum Details Í matschige Texturen Í klobig Í hakelige Animationen

5/10

SOUND

Å professionelle Sprecher Í ständige Wiederholungen Í schwache Soundeffekte

5/10

BALANCE

Å drei Schwierigkeitsgrade Å Tipps Í für Kinder zu schwierig ... Í ... für erfahrene Spieler zu leicht

5/10

ATMOSPHÄRE

Å bekannte Schauplätze Å bekannte Figuren Í Klongegner Í sinnloses Umherwandern der Figuren

4/10

BEDIENUNG

Å wahlweise Gamepad oder Maus und Tastatur ... Í ... wobei beide Varianten schlecht funktionieren Í mieses Deckungssystem Í fehlende Bildschirmanzeigen Í kein freies Speichern

3/10

UMFANG

Å Herausforderungen Å versteckte Gegenstände Í nur sechs Stunden lange Kampagne Í kein Wiederspielwert

5/10

LEVELDESIGN

Å teilweise abwechslungsreich Å viele Deckungsmöglichkeiten ... Í ... die oft keinen Schutz bieten Í zumeist lahme Schlauchlevels

6/10

KI

Å Ron und Hermine kämpfen selbstständig ... Í ... sind aber kaum von Nutzen Í Gegner dumm wie Brot

4/10

WAFFEN & EXTRAS

Å viele Zaubersprüche und Tränke Í wenig Abwechslung Í man braucht nur wenige Sprüche

6/10

HANDLUNG

Å Eckpunkte der Buch- bzw. Filmhandlung Í unvermittelter Einstieg Í ohne Kenntnis der Vorlage verwirrend Í sinnbefreite Lückenfüller-Missionen PR OF

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Joanne K. Rowling ist die erste Schriftstellerin, die über eine Milliarde Dollar verdient hat.

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GameStar 02/2011

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In den Herausforderungen muss Harry etwa schnell eine bestimmte Anzahl Gegner erledigen.

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TEST Action-Rollenspiel

Stärken + famoser Wortwitz + stimmige Präsentation + mehr Abwechslung

Schwächen - simple Charakterentwicklung - lascher Koop-Modus

Wie im Vorgänger muss Deathspank einige seltsame Obelisken untersuchen.

Deathspank Thongs of Virtue

Im zweiten Abenteuer des trotteligen Helden Deathspank geht’s um sechs ­mächtige Unterhosen. Und wieder um reichlich Humor und Wortwitz. Von Petra Schmitz Genre: Action-Rollenspiel Publisher: Electronic Arts Entwickler: Hothead Games (Deathspank, GS 01/11: 71 Punkte) Termin: 30.11.2010 Spieler: 1-2 Sprache: Englisch Preis: 13 Euro GameStar.de/Quicklink/7209

as mit den sechs Tangas der Tugend (au weia!) ist gran­ dios in die Hose gegangen. Die Schlüpfer, einst in den Flammen des Schinkens (au weia!) geschmiedet, um der Menschheit zwischen die Bein... erm, unter die Arme zu greifen, haben ihre Träger in machtgierige Bösewichter verwandelt, die nun alles andere als Gutes tun. Selbst eine

Ölgemälde von Häschen, die putzige Dinge tun. Nonne ist dem Fummel verfallen. Doch kleine Korrektur: Einem der Unterhosenbesitzer geht’s noch vergleichsweise gut in Hirn und Herz, nämlich dem muskelbepackten Ein-

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Auf DVD: Test-Video

faltspinsel Deathspank. Also muss der Held des Action-Rollenspiels Deathspank: Thongs of Virtue ran, um die anderen fünf Höschen einzutreiben, auf dass sie in den Flammen des Schinkens (au weia!) zerstört werden.

Nordpol für eine geplante Invasion kartographieren oder aus einem Kriegsgefangenenlager entkommen, indem Sie mit einer Klopapierrolle einen Passierschein fälschen. Auftraggeber und Questgegner sind teilweise identisch mit denen aus dem ersten Teil

Sie merken schon, liebe Leser: Das zweite Abenteuer des großmäuligen Helden Deathspank steht dem ersten in Sachen Beklopptheit in nichts nach. Im Gegenteil, Deathspank: Thongs of Virtue ist noch mal einen Grad abgedrehter, noch einen Grad witziger und glücklicherweise auch einen Grad anspruchsvoller und abwechslungsreicher als der Vorgänger.

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Vor allem die Quests haben zugelegt. So sollen Sie etwa den Weihnachtsmann vermöbeln, die Ruinen einer zerstörten Stadt für einen Sensationsreporter fotografieren, den

In Australien und den USA ist ein »thong« auch eine Zehensandale (Flipflop).

Steam-Pflicht Deathspank ist nur als Download via Steam zu beziehen. Das Spiel lässt sich mit Kreditkarte oder über einen Bankeinzug bezahlen. Anschließend ist der Titel ans jeweilige Steam-Konto gebunden und kann nicht weiterverkauft werden. Zudem liegt der einzige Speicherstand nicht lokal auf dem PC, sondern wird auf den Steam-Servern (in der »Cloud«) gesichert. GameStar 02/2011

Action-Rollenspiel TEST finden. Etwa »Die Liebe in den Zeiten des Management Meetings«. Oder einfach nur Unsinn wie »Ölgemälde von Häschen, die putzige Dinge tun«. Und die Gespräche mit den vielen Auftraggebern reizen immer wieder die Lachmuskeln.

Wie schließt man noch gleich ein Schiff kurz?

(etwa der Höhlenforscher, der sich nicht in Höhlen traut), aber Deathspank: Thongs of Virtue fährt auch einen ganzen Schwung neuer Gestalten und verkloppbarer Viecher auf. Letztere und die zahlreichen neuen Schießprügel verleihen dem Spiel mehr Tiefe als dem Vorgänger. Denn wenn Flammenwerfer-Orks oder Kamikaze-Orks (mit brennendem Dynamit auf dem Rücken) antraben, greift Deathspank tunlichst zu Bazooka oder Maschinengewehr, um sich über sichere Distanz zu verteidigen. Nach wie vor so mager wie im ersten Teil: das Charaktersystem. Noch immer gibt’s bei Levelaufstiegen lediglich maximal drei Heldenkarten, aus denen Sie wählen dürfen, um Deathspank beispielsweise härter zuhauen zu lassen oder ihm das Tragen von besseren Rüstungen zu ermöglichen. Letztlich ist das ganze Action-Rollenspiel-Drumherum aber ohnehin nur Mittel zum Zweck. Kern des Spiels ist noch immer der Humor und der überall lauernde Blödsinn, der vor allem medial gestählte Spieler köstlich unterhält. Die übergreifende Geschichte ist eine herrliche Persiflage auf Der Herr der Ringe. Beim Ausbruch aus dem Kriegsge­ fangenenlager fühlen sich Filmkenner sofort an den Klassiker Gesprengte Ketten mit ­Steve McQueen erinnert. Wer in der Bibliothek des Hauptörtchens in den Büchern stöbert, wird einige vermeintlich bekannte Titel

Was blöderweise auch wieder fehlt: Eine rechte Motivation für einen zweiten Spieler. Wie schon der Vorgänger verfügt Deathspank: Thongs of Virtue über einen Koop-Modus, aber nicht über einen vollwertigen zweiten Helden. Ihr Begleiter (wird über ein Gamepad gesteuert) teilt sich mit Ihnen die Gesundheitsleiste, hat kein eigenes Inventar und steigt auch nicht im Level auf. Aber zuweilen können der kleine Zauberer Sparkles oder der Barde Steve (neu) schon ganz hilfreich sein, denn ein paar der Aufträge sind dann doch recht knackig geraten. Allerdings lässt sich der Schwierigkeitsgrad bei Bedarf auch einfach mitten im Spiel nach unten (oder nach oben) regulieren.

warten. Wer sich jedoch lieber von Wortwitz und sinnbefreiten Aufgaben unterhalten lässt, liegt bei Thongs of Virtue goldrichtig. Voraussetzung ist jedoch, dass man die englische Sprache beherrscht. Denn auch das zweite Deathspank-Abenteuer gibt’s wieder ausschließlich auf Englisch. PET TERMIN

30.11.2010

13 Euro

PREIS

USK

Deathspank

ab 12 Jahren

Action-Rollenspiel

Thongs of Virtue Publisher Entwickler Sprache Ausstattung

Electronic Arts Hothead Games Englisch – (Download)

Kopierschutz

Steam

MULTIPLAYER SPIELMODI (SPIELER) Koop (2) SPIELTYPEN an einem PC DEDICATED SERVER nein SERVERSUCHE – MULTIPLAYER-SPASS WERTUNG Mangelhaft

4 Stunden

»Für den zweiten Spieler gibt’s keinen vollwertigen Helden. Doof!« GRAFIK

Deathspank: Thongs of Virtue ist kein Titel, den man Fans von beinharten Action-Rollenspielen uneingeschränkt empfehlen kann. Wer Wert auf komplexen Heldenbau mit zig Variablen legt, sollte auf Diablo 3

Å schräge Comic-Grafik Å abwechslungsreiche Landschaften Í sich wiederholende Objekte Í kein Ausblend-Effekt

6/10

SOUND

Å gute englische Sprecher Å knuffige und puffige Soundeffekte Å gut gelaunte Dudelmusik ... Í ... die nach einer Weile nervt Í kein Umgebungssound Í keine deutsche Übersetzung

7/10

BALANCE

Besser als der erste Teil Petra Schmitz Redakteurin petra@gamestar.de

Thongs of Virtue ist länger, witziger und ­abwechslungsreicher als der erste Teil. Also schlicht besser. Und auch wenn das zweite Abenteuer des trotteligen Haudraufs ans ­erste anschließt, braucht man keine Vorkenn­t­­ nisse der Geschichte, um Spaß zu ­haben. Die vielen Anspielungen auf Filme, ­Bücher und den ganz normalen Alltagswahnsinn unterhalten auch so ganz prächtig. Für einen ­weiteren Deathspank-Teil wünsche ich mir ­lediglich ein etwas ausgebauteres Charaktersystem. Oder wahlweise mehr von dem brillanten Humor eines Deathspank für Diablo 3. Ich fürchte aber, da kann ich in beiden Fällen warten, bis ich schwarz werde.

Å drei frei einstellbare Schwierigkeitsgrade Å Tipps für Quests Í an einigen Stellen arg schwierig

9/10

ATMOSPHÄRE

Å absurder Humor in Wort und Bild Å überdrehte Welt mit schrägen Figuren Å herrlich blödsinnige Aufgaben

10/10

BEDIENUNG

Å zoombare Kamera Å schnelles Reisen über Klohäuschen Í kein freies Speichern

8/10

UMFANG

Å lange Einzelspieler-Kampagne Å viele optionale Aufgaben Í kein Wiederspielwert Í unbefriedigender Koop-Modus

7/10

QUESTS

Å teilweise große Questfolgen ... Å ... mit prima Ideen Å kleine, gelungene Rätsel Í oft stumpfes Vermöbeln von Fantasy-Viehzeug

9/10

CHARAKTERSYSTEM

Å leicht verständlich Í keine Spezialisierungen Í keine Zauberei Í keine besonderen Fertigkeiten

4/10

KAMPFSYSTEM

Å schneller Waffenwechsel Å aufladbare Super-Attacken Å wahlweise Nah- oder Fernkampfangriffe

6/10

ITEMS

Å massig schräge Klamotten und Waffen Å viele Tränke Å Nahrungsmittel wie Nachos für langsames Heilen Í Klamotten oft nur mit Gesundheitsbonus PR OF

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Mit einem Maschinengewehr kann Deathspank mehrere Gegner gleichzeitig aufs Korn nehmen.

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»Die Liebe in den Zeiten der Cholera« ist eines der bekanntesten Bücher des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez.

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TEST Actionspiel

Noir-Spidey kann seine Gegner nur aus dem Hinterhalt heraus einspinnen.

Spider-Man

Dimensions

Vier Spideys, brüderlich vereint, um die Welt zu retten! Doch vier Superhelden in vier Parallelwelten bedeutet nicht unbedingt vierfachen Spielspaß. Von Fabian Siegismund Genre: Actionspiel Publisher: Activision Entwickler: Beenox (Transformers: Die Rache, GS 09/09: 60 Punkte) Termin: 26.11.2010 Spieler: einer Sprache: Englisch (deutsche Untertitel) Preis: 30 Euro GameStar.de/Quicklink/7235

pider-Man ist nicht gleich Spider-Man. Spider-Man ist nicht einmal zwangsläufig Peter Parker. Der Marvel-Verlag hat im Laufe von knapp 50 Jahren Spinnenmann-Abenteuern gleich mehrere Parallelwelten erschaffen, alle mit ihren eigenen Spider-Männern. Das Actionspiel Spider-Man Dimensions von Activision vereint nun vier dieser an sich unabhängigen Helden in einer Geschichte. Bei einem Kampf mit seinem Erzfeind Mysterio zerdeppert der klassische Spider-Man (Peter Parker) eine magische Steintafel und reißt damit ein Loch in das Geflecht des Universums, oder vielmehr: der Universen. Deshalb erteilt ihm die seherisch begabte Telepathin Madame Web den Auftrag, die Bruchstücke der über vier Dimensionen verteilten Zauberplatte schleunigst wieder einzusammeln. Nun muss in jeder dieser Parallelwelten der ortsansässige Spider-Man losziehen, um Peter Parkers Tolpatschigkeit auszubügeln: Der futuristische Spider-Man des Jahres 2099, der Ultimate Spider-Man mit seinem schwarzen Symbionten-Kostüm und der Netzschwinger des farbreduzierten Noir-Universums der 30er-Jahre.

den. Am Ende jedes Levels wartet schließlich ein bekannter Superschurke als Bossgegner, darunter illustre Gestalten wie Kraven, Deadpool oder Sandman. SpiderMan Dimensions leidet dabei an der klassischen Konsolenportierungs-Krankheit: schlechte Steuerung. Wenn sich Spidey durch die Levels schwingt, kann er immer wieder bestimmte Punkte mit einem gezielten Netzschuss erreichen. Bei der Konsolenversion funktioniert das mit Zielautomatik, doch auf dem PC gibt’s die nicht. Das wird spätestens dann zum Problem, wenn wir in einem Bosskampf solche Punkte anspringen

Auf DVD: Test-Video

sollen und ständig verfehlen. Obendrein endet jede Superschurken-Konfrontation mit einer Minispiel-Klopperei aus der Ego-Perspektive, bei der wir die Maus loslassen müssen, um mit beiden Händen auf dem Keyboard herumzuhacken. Warum die Entwickler dafür nicht einfach die Maustasten miteinbezogen haben, bleibt ein Rätsel, das wohl nur Madame Web lösen kann. Bei vier Dimensionen hätten wir auch vier unterschiedliche Spider-Men erwarten, doch hier macht uns Madame Web einen Strich durch die Rechnung. Die Tante ver-

Ständig hagelt’s Erfolge, mit denen wir uns neue Kombos kaufen können, die wir nicht brauchen.

Spider-Man Dimensions ist in 14 streng lineare Levels eingeteilt. In jedem Abschnitt harren Hunderte von hirn- und kraftlosen Handlangern darauf, von der jeweiligen Spider-Man-Inkarnation mit Hilfe von simplen Kombos (Dauerklicken) verprügelt zu wer-

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Im Ultimate-Universum hat Marvel einige Comic-Helden der 60er und 70er neu erfunden, um sie aktuellen Zeiten anzupassen.

GameStar 02/2011

Actionspiel TEST passt allen vier Helden die nahezu gleichen Fähigkeiten. Was bleibt, sind lediglich kleine Unterschiede: Während Ultimate SpiderMan mit seinem Symbionten-Kostüm regelmäßig einen Wutmodus aktivieren kann, der mehr Schaden verursacht, aktiviert Spider-Man 2099 auf ähnliche Weise eine Art Zeitlupe, mit der er seine Gegner noch besser vertrimmen kann. Nur Noir-Spidey tanzt aus der Reihe. Dessen nahezu schwarz-weiße Abenteuer im Look von Sin City bieten nicht nur ein wenig optische Abwechslung zu den drei anderen, knallbunten Welten, der 30er-Jahre-Held ist auch nicht so mächtig wie seine Kollegen. Stattdessen sollte er seine Feinde nur aus den Schatten heraus angreifen, denn im offenen Zweikampf streckt er schnell die Beine in die Höhe. Das fühlt sich zunächst ein bisschen wie Splinter Cell an, nutzt sich aber sehr schnell ab. Insbesondere, weil die KI selten dämlich ist. Da stehen zwei Schurken nebeneinander im Scheinwerferlicht, von denen wir einen aus der Dunkelheit heraus mit einem Spinnennetz zu uns ziehen. Den anderen juckt das nicht. Er wartet brav, bis wir die SchurkenEinspinn-Animation abgespult haben, und lässt sich danach ebenfalls einfangen.

Spider-Man Dimensions wird trotz freispielbarer Kombos und Kostüme schnell eintönig. Dabei gibt’s durchaus spielerische Höhepunkte. Im Jahr 2099 stürzen wir zum Beispiel dem Hobgoblin durch Straßenschluchten hinterher und müssen dabei Schwebeautos ausweichen. Im Kampf mit Sandman, der sich in einen Sandsturm verwandelt hat, müssen wir von einem herumfliegenden Trümmerteil zum nächsten springen. Allerdings ziehen die Entwickler

viele dieser Passagen künstlich in die Länge. Der Hobgoblin etwa entkommt uns nach der Verfolgungsjagd, nur um uns noch ein paar Dutzend weitere Handlanger aufzuhalsen und dann die gleiche Sturz-Sequenz zweimal zu wiederholen, bis es endlich zum echten Endkampf kommt. Was Spider-Man Dimensions gerade noch rettet, sind die ständigen Witzeleien seiner vier Helden, die wie alle Charaktere im Spiel sehr gut vertont sind – wenn auch nur auf Englisch. FAB TERMIN

4D und trotzdem flach

PREIS

30 Euro

USK

Spider-Man

12 Jahren

Actionspiel

Dimensions

Fabian Siegismund Redakteur fabian@gamestar.de

Wäre Spider-Man Dimensions ein Comic, würde ich wohl zu den coolen Stellen vorblättern. Davon gibt’s durchaus ein paar, aber sie werden von Monotonie begraben. Da muss man schon ein Spidey-Fan mit Durchhaltewillen sein. In jedem Fall empfehle ich ein Gamepad. Dann beschwert sich auch der Zimmernachbar nicht mehr über das nervige Dauergeklicke.

26.11.2010

Activision Beenox Englisch (deutsche Untertitel) DVD-Box, 1 DVD, 24 Seiten Handbuch Securom

Publisher Entwickler Sprache Ausstattung Kopierschutz

GRAFIK

Å stimmige Comic-Grafik Å tolle Spider-Man-Animationen Å stylischer Noir-Look Å gute Lichteffekte Í teils öde Leveltexturen Í Klon-Gegner und -Zivilisten

8/10

SOUND

Å sehr gute englische Sprecher Å schwungvoller Soundtrack Í Sprüche der Nebenfiguren wiederholen sich häufig Í keine deutsche Vertonung

8/10

BALANCE

Å drei Schwierigkeitsgrade, vor jedem Level einstellbar Å Spinnensinn als Navigationssystem Í zu leicht

7/10

ATMOSPHÄRE

Å lustige Sprüche von Spider-Man Å schicker Zeichentrick-Flair Å viele bekannte Gesichter aus den Comics ... Í ... die sich nicht immer an ihre Comic-Vorgaben halten Í künstlich gestreckt

8/10

BEDIENUNG

Å gute Gamepad-Steuerung Í Netzsprünge sind Glückssache Í Bosskampf-Minispiele ohne Mausunterstützung Í kein freies Speichern

6/10

UMFANG

Å freispielbare Kombos und Kostüme Å unzählige Herausforderungen erhöhen den Wiederspielwert ... Í ... der ansonsten aber recht mäßig ist Í kurze Kampagne

5/10

LEVELDESIGN

Å gelegentliche Highlights (Sturz-Verfolgungsjagd, Sandsturm) Å zerstörbare Gegenstände Í Level-Bausteine wiederholen sich Í recht leblose Schauplätze

7/10

KI

WAFFEN

Å Netz als Fortbewegungsmittel und Waffe Å Zeitlupen- und Wutmodus Å zahlreiche Kombos ... Í ... die allesamt nicht gebraucht werden

6/10

HANDLUNG

Å schicke Zwischensequenzen Å witzige Dialoge Å nettes Ende Å coole Ausgangslage ... Í ... verkommt zu monotoner Prügelorgie PR OF

ARD X2 5200+ AMD STAND 2,4 GHz, Geforce 8600, C2 Duo , 14 GB Festplatt RAM e 2,0 GB

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7/10

t u n g: M a n g e

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Spider-Man hieß in Deutschland einige Zeit »Die Spinne«, aus den Fantastic Four wurden derweil »Die Fantastischen Vier«.

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GameStar 02/2011

5/10

St

Spielerische Abwechslung gibt es nur selten, wie etwa bei der Verfolgung des Hobgoblin.

Ultimate Spider-Man trägt weiterhin das schicke, organische Symbionten-Kostüm.

Å zahlreiche Endgegner erfordern spezielle Taktiken Í zu häufige Wiederholungen bei den Bossen Í Handlanger stellen keinerlei Herausforderung dar Í Noir-KI unterirdisch

IT

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TEST Rennspiel

Die gewaltigen Super Trucks sind relativ harmlos zu fahren. Mit ihnen ähnelt MX vs. ATV Reflex am ehesten einem normalen Rennspiel.

Stärken + Vielfalt an Strecken, Wett­ bewerben und Fahrzeugen + herausfordernde KI + dynamische Fahrspuren

MX vs. ATV Reflex

Schwächen

- unausgeglichener Schwierigkeitsgrad - teilweise seltsame Fahrphysik - liebloser Karrieremodus

THQ liefert in einem Spiel die ganze Welt des Offroad-Rennsports. Der eigentliche Fahrspaß bleibt dabei mitunter auf der Strecke. Von Michael Orth Genre: Rennspiel Publisher: THQ Entwickler: Double Helix Games (Silent Hill: Homecoming, GS 04/09: 69 Punkte) Termin: 26.11.2010 Spieler: 1-12 Sprache: Deutsch Preis: 30 Euro

HQs Offroad-Serie ist so eine Art Überlebenskünstler: Dreckund-Matsch-Rennspiele sind nicht gerade garantierte Millio­ nenseller. So war auch die MX vs. ATV-Reihe bislang eher sel­ ten Gast in den Verkaufscharts, trotzdem hält der Publisher an ihr fest. Und traut sich sogar, zehn Monate nach der Konsolenfas­ sung eine PC-Version des dritten Ablegers MX vs. ATV Reflex nachzuschieben. Aber bes­ ser spät als nie, denn nach dem mittelmäßi­ gen 2006er-Debut MX vs. ATV Unleashed wurde der PC bei dessen Nachfolger Untamed (2008) schließlich ganz übergangen.

Vielleicht liegt die fortwährende Existenz aber auch an den Entwicklern. Die Rainbow Studios machen schließlich seit rund 15 Jah­ ren nichts anderes (die PC-Umsetzung stammt von Double Helix). Da dürften eine gewisse Effizienz und damit preisgünstige Produktion zur Routine geworden sein. Das erste ATV erschien 2001, im MX-Bereich ge­ hen die Wurzeln gar bis zu den seligen Motocross Madness-Teilen zurück, die Rainbow Mitte der 90er für Microsoft programmierte. Zurück zur Gegenwart: Mit Reflex wollen die Rainbow Studios und THQ der Serie frische Impulse verleihen. Ob es geklappt hat, kann

!

Steam-Pflicht MX vs. ATV Reflex benutzt die ­Online-Plattform Steam als Kopier­ schutz, die eine Anmeldung über das Internet erfordert. Anschlie­ ßend ist der Titel an das SteamKonto gebunden und kann nicht weiterverkauft werden.

der PC-Spieler mangels direktem Vorgänger schlecht überprüfen. Eine der Neuerungen steckt dabei bereits im Namen. Das Reflex weist auf schnelle Reaktionen hin, die jetzt ab und an nötig werden. Fiel ein MX/ATV-Pi­ lot früher bei schlecht ausgeführten Sprün­ gen oder extrem harten Landungen sprich­ wörtlich auf die Schnauze, so kann er dies jetzt blitzartig verhindern. Eine grüne Anzei­ ge weist darauf hin, in welche Richtung der

Die Quads springen auf buckligem Terrain umher wie Grashüpfer. Es kommt zum Mehrfach-Sturz samt gummiartiger Ragdoll-Physik.

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ATV steht für »All Terrain Vehicle«, zu Deutsch schlicht Geländefahrzeug. Hierzulande werden sie vornehmlich als Quad bezeichnet.

GameStar 02/2011

Rennspiel TEST und Rennstrecken, Fahrzeuge oder ganze ­Serien frei. Der Schwierigkeitsgrad hat sich dabei zumindest bei den Rundstreckenren­ nen gewaschen. Mit dem serienmäßigen Standardmodell ist selbst für echte Talente anfangs kaum was zu holen, entsprechend muss man erst mal Geld scheffeln, um die Kiste ordentlich aufzubohren. Zumal sich die Computergegner gar nicht dumm anstellen und ebenso fähige wie authentisch wirkende Gegner abgeben. Der von vielen Arcade-Rennspie­ len bekannt-berüchtigte Gummiband-Effekt bleibt zudem aus, ein klar distanzierter Kontrahent hängt nicht auf einmal drei Kurven später wieder am eigenen Hinterrad.

Fahrrillen. Das Blöde dabei: Die Reaktion des Fahrzeugs bleibt auf Dauer unberechenbar. Mal werden selbst gewaltige Sprünge wie nichts weggesteckt, dann haut einen auf einmal schon ein kleines Ästchen um. Das frustriert und lässt sich auch mit viel Erfah­ rung kaum kompensieren. Michael Orth TERMIN

Michael Orth Freier Autor redaktion@gamestar.de

Bei MX vs. ATV Reflex geht es nicht nur im Gelände gehörig rauf und runter. Eine ähn­ liche Berg- und Talfahrt macht während des Spiels auch die Stimmungslage. Den Spaßfaktor bestimmt vor allem die Kombi­ nation aus Fahrzeug, Strecke und Wettbe­ werb. Die Spannweite reicht dabei von »todlangweilig« bis hin zu »richtig gut«, bleibt aber meist im gehobenen Mittelmaß stecken. Mir ist das letztendlich alles viel zu bieder, trotz leicht bekleideter Mädchen und krachender Metal-Mucke. Abgesehen von ein paar netten Ideen wie der ReflexSteuerung oder den dynamischen Fahrspu­ ren kommt MX vs. ATV nicht über die Beur­ teilung »War stets bemüht« hinaus.

Kopierschutz

MULTIPLAYER SPIELMODI (SPIELER) Minispiele (12), Einzelrennen (12) SPIELTYPEN Internet DEDICATED SERVER ja SERVERSUCHE intern MULTIPLAYER-SPASS 10 Stunden WERTUNG Befriedigend

»Spielerisch etwas mager, aber technisch gibt es keine Probleme.« GRAFIK

Å detaillierte Fahrzeuge Å teilweise schön ausgestaltete Strecken Í übertriebener Blur-Effekt Í Slowdowns und Framedrops

7/10

SOUND

Å satte Motorensounds Å beinharte Metal- und Punk-Songs passend zur Thematik Í nur wenige Musikstücke Í Soundkulisse etwas spärlich Í keinerlei Sprachausgabe

6/10

BALANCE

Å vier verschiedene Schwierigkeitsgrade Í stark schwankender Anspruch in den Disziplinen Í viele frustige Momente

5/10

ATMOSPHÄRE

Å dynamische Fahrspuren sorgen für Offroad-Feeling Å bei den Rennen nette Intro- und Schlusssequenzen Í insgesamt etwas spröde und schlichte Präsentation

8/10

BEDIENUNG

Å einfache Fahrzeugsteuerung Å Tastatur, Maus und Gamepad gleichermaßen nutzbar Í teilweise miese Menüführung Í Steuerung wirkt etwas überladen

6/10

UMFANG

Å viele verschiedene Fahrzeugklassen Å viele Strecken Å abwechslungsreiche Wettbewerbe Í Gesamtumfang eher enttäuschend Í uninspirierter Karriere-Modus

7/10

FAHRVERHALTEN

Å gutmütige Trucks Å halbwegs realistisch wirkende Motorräder Å Reflex-Steuerung gut nutzbar Í besonders bei den ATVs unberechenbare Physik

7/10

KI

Å anspruchsvolle, realistisch wirkende KI Å kein Gummiband-Effekt Í macht teilweise dumme Fehler Í unvermeidbare Kollisionen

8/10

TUNING

Å Einstellungen mit deutlichen Auswirkungen Å diverse Upgrades Í Tuning nicht besonders umfangreich

6/10

STRECKENDESIGN

Å dynamische Fahrspuren Å Strecken größtenteils recht lang Å viele kleine, das Spiel beeinflussende Streckendetails Í Streckenführung teilweise öde und ohne Ideen

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GameStar 02/2011

ab 0 Jahren Rennspiel

THQ Double Helix Games Deutsch DVD-Box, 1 DVD, 18 Seiten Handbuch Steam

Publisher Entwickler Sprache Ausstattung

PR OF

In den Supercross-Stadien ist eine gekonnt eingesetzte ReflexSteuerung ein Muss, sonst sind die vielen Wellen und Buckel kaum ohne Sturz zu schaffen.

USK

Pre

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nd

Eingebettet ist das Ganze in einen KarriereModus. Insgesamt 19 Mini-Serien gilt es zu absolvieren, bis man sich König der Offroader nennen darf. Gefahren wird nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern auch um Platzierun­ gen und Geld. Die Kohle steckt der Fahrer in neue Maschinen, Trucks und allerlei Tuning­ teile. Kassiert wird dabei praktisch immer, selbst wenn nur eine hintere Platzierung im meist 12-köpfigen Fahrerfeld rausspringt. Wirklich voran kommt man allerdings nur mit einem Sprung auf das Treppchen. Erst dann schaltet MX vs. ATV ­Reflex neue Läufe

Ein ewiges Auf und Ab

30 Euro

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Auch das dritte MX vs. ATV präsentiert sich grundsätzlich als Sammelsurium aus Off­ road-Fahrzeugen, Spielmodi und Strecken­ typen. Auch wenn es vom reinen Umfang her nicht an die Platzhirsche wie etwa Codemasters Dirt-Serie heranreicht: Die Aufgabenstellungen und damit das Spielge­ fühl fallen überaus abwechslungsreich aus. Mal geht es in klassischen RundstreckenRennen um Siege und Platzierungen, mal muss man Fahnen als Checkpoints abklap­ pern, mal gilt es kleine »Quests« in einer frei befahrbaren Welt zu erledigen. Etwa eine Strecke in einer bestimmten Maximal­ zeit zu bewältigen oder so weit wie mögli­ che einen steilen Berg hinaufzukommen.

Den – prinzipiell durchaus vorhandenen – Rennspaß von MX vs. ATV trüben diverse Macken. Das geht los bei einer mitunter missraten Menüführung, auf dem Sattel der Motocross-Maschinen nervt die aggressive KI: Trucks fahren einen einfach von hinten über den Haufen, ohne dass man sich groß wehren kann. Am schlimmsten hat es die ATVs erwischt. Eigentlich machen die Quads mit am meisten Spaß, allerdings sind sie sehr anfällig für Buckel, Wellen und tiefe

PREIS

MX vs. ATV Reflex

Der berühmt-berüchtigte Gummiband-Effekt bleibt zum Glück aus. auf seinem Fahrzeug »auszurichten«. Man kann sich in die Kurve hineinlehnen, sich nach vorne oder hinten beugen und das ständige Gehoppel ausbalancieren. Im Renn­ betrieb ist Reflex – was nur die Motocrosser und Quads beherrschen – für vordere Plat­ zierungen somit unverzichtbar.

26.11.2010

5S

Knopf oder Stick gedrückt werden muss, um im Sattel zu bleiben. Zeit ist dafür nur sehr wenig: Durch die Reflex-Steuerung dauer­ haft zeitraubende Stürze zu verhindern, be­ nötigt neben schnellem Reagieren auch viel Training. Die Unfallvermeidung ist aber nur ein Aspekt der Reflex-Funktion. Grundsätz­ lich dient sie dazu, den Piloten über den Ana­ logstick des Gamepads oder über die Maus

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Das Gummiband wurde 1845 in England erfunden.

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Mods

Freeware

DLC

Social Games

Browserspiele

Free2Play

Mods

Freeware

Mafia 2: Joe’s Adventure Anfangs noch in gewohnter Mafia-Manier mit dichter Atmosphäre präsentiert, geht es sowohl mit Protagonist Joe als auch dem DLC schnell bergab.

DLC

WAS Download

Content (DLC) WER 2K Czech

WO GameStar.de/Quicklink/7208 WANN bereits

Der neue und – laut 2K Czech – letzte DLC für Mafia 2 hätte eigentlich so toll werden können. Das Spiel setzt im Februar 1945 ein, während Joe zwei Bordsteinschwalben zu Besuch hat und Vito wegen eines verpatzten Deals verhaftet wird. Joe macht sich umgehend auf den Weg, um den Kerl stillzulegen, der gesungen hat und vor Gericht gegen Vito aussagen soll. Das macht zunächst auch verdammt viel Spaß, da viele Zwischensequenzen für Stimmung sorgen. Würde sich der Rest des DLCs auf diesem Niveau bewegen, wäre Joe’s Adventures ein Pflichtkauf für alle Mafia-Fans. Allerdings ist der größte Teil des Addons ziemlich öde. Statt den DLC weiterhin fulminant in Szene zu setzen, werden wir in einen Open World-Teil entlassen, der stark an den Vorgänger-DLC

erschienen GELD 8 Euro

Auf DVD: Freispiel-Check

Jimmy’s Vendetta erinnert. Zwischensequenzen gibt es von da an nur noch selten, stattdessen fahren wir zu blinkenden Missionssymbolen und bekommen dort kurze Anweisungstexte. Speicherpunkte sind äußerst rar und meist frustrierend gesetzt. Es kommt regelmäßig vor, dass man eine ohnehin schon langweilige Mission wiederholt neu starten muss, wodurch die Gesamtspielzeit künstlich in die Länge gezogen wird. Nicht einmal die gelungenen Missionen, die Joes Geschichte vorantreiben, können die Kohlen aus dem Feuer holen. Joes Werdegang und sein Einstieg in die Mafia-­Familie von Carlo Falcone hätte definitiv mehr zu bieten gehabt, als uns 2K Czech hier auftischen möchte. NIC

Fazit: Für Fans

Freeware

DLC

Social Games

Browserspiele

Free2Play

Mods

Freeware

DLC

Social Games

Browserspiele

Free2Play

Mods

FREISPIEL

Mods

Bei dem Überfall auf einen Supermarkt geht ziemlich viel zu Bruch.

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»Vendetta« ist ein anderes Wort für »Blutrache«.

Joe’s Modegeschmack hat sich im eigenen DLC kein Stück verändert. GameStar 02/2011

DLC

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Social Games

FREISPIEL Browserspiele Free2Play

Mods

Freeware

DLC

Social Games

Browserspiele

FREISPIEL

Baldur’s Gate 2 Redux Mod

WAS Mod

für Dragon Age: Origins WER Team Baldur’s Gate 2 Redux erschienen GELD kostenlos

WO GameStar.de/Quicklink/7205 WANN bereits

Der Held erwacht unter Schmerzen in einem Kerker. Bald zeigt sich ein dunkler Erzmagier mit Namen Irenicus. Der spricht vom gro��en Potenzial, das in seinem neuen Opfer schlummere, nachdem er dessen körperliche Belastbarkeit mit einer Reihe von Zaubern auf eine grausame Probe gestellt hat. So beginnt die Handlung des BiowareKlassikers Baldur’s Gate 2 (2000), und nun auch originalgetreu der Auftakt des Remakes Baldur’s Gate 2 Redux, einem Mod-Projekt für Dragon Age: Origins. Die Texte und Dialogoptionen sind dabei 1:1 (in englischer Sprache) aus dem Vorbild übernommen, und natürlich treffen Sie die bekannten Begleiter, sorgfältig in 3D nachmodelliert. Die Kreativität und Vielfalt in der Levelarchitektur findet man heutzutage nur noch selten in Rollenspielen: ein besonderes Erlebnis für jeden Fan der Baldur’s Gate-Serie. DA Unsere Gruppe liefert sich einen Kampf mit den Schattendieben.

Fazit: Unbedingt spielen!

Pirates of the Burning Sea Free2Play

WAS Online-Rollenspiel WER Flying

Lab / Sony Online Entertainment erschienen GELD kostenlos

WO GameStar.de/Quicklink/4473 WANN bereits

Das Online-Rollenspiel Pirates of the Burning Sea erschien bereits Anfang 2008, GameStar ehrte den Titel mit 82 Punkten. Jetzt kann man die Völker-Seeschlachten kostenlos spielen. Genauer: Der Publisher Sony Online Entertainment hat sich ein Mischangebot ausgedacht. Wer nichts berappen möchte, darf etwa nur zwei Charaktere erstellen, hat nur zwei Slots für Schiffe zur Verfügung und nur eingeschränkten Zugang zu den Quests. Wer mehr will, muss im Shop Zusatzinhalte für echtes Geld kaufen. Anders ein Mitglied des so genannten Kapitänclubs: Eine Mitgliedschaft ermöglicht schrankenloses Spielen und kostet knapp 15 Euro im Monat, ist also ein gewöhnliches Abonnement. Pirates of the Burning Sea ist kein Grafikbrett, aber ein ungewöhnliches MMO mit einem eigenen Charme, das viel Eigeninitiative und Planung fordert, ähnlich wie Eve Online. Wer dazu bereit ist, wird lange Spaß an dem Programm haben. PET Jetzt sind die Seeschlachten in der Karibik kostenlos.

Fazit: Unbedingt spielen!

Zuma Blitz Social Game

WAS Facebook-Geschicklichkeitsspiel WER Popcap WO GameStar.de/Quicklink/7218 WANN bereits

Ein Frosch verschießt Kugeln auf andere Kugeln, die sich ihm auf einem Förderband nähern. Hat er mindestens drei der gleichen Farbe beisammen, explodieren sie, und es hagelt Punkte. Diese kuriose, aber perfekt ausbalancierte Mischung aus Bejeweled, Puzzle Bobble und Reaktionstest hat bereits als Casual Game prächtig funktioniert, entfaltet jedoch erst in der FacebookVariante sein volles Spaß-Potenzial – obwohl oder gerade weil jede Partie nur eine Minute dauert. Denn nach jeder Runde erhalten wir Erfahrung und verdienen uns so Level-Aufstiege, die GameStar 02/2011

erschienen GELD kostenlos

wiederum neue Extrawaffen freischalten. Bomben lassen etwa ganze Kugelsammlungen zerplatzen, der Speed Ball erhöht unsere Schussfrequenz. Der Kniff: Je nach Level dürfen wir maximal drei Extras einsetzen, müssen diese jedoch teuer mit der Spielwährung Mojo bezahlen. Also hamstern wir ein paar Runden lang das nötige Mojo zusammen, um schließlich die ultimative Highscore-Attacke zu starten. Denn die Punktzahlen unserer Facebook-Freunde müssen doch zu knacken sein! HK

Fazit: Unbedingt spielen!

Bomben schrauben unseren Kombozähler in die Höhe. Das ursprüngliche Zuma erschien vor sieben Jahren, im Dezember 2003.

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Freeware

DLC

Social Games

Browserspiele

Free2Play

Mods

Freeware

DLC

Social Games

Browserspiele

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FREISPIEL

Mods

Freeware

Social Games

Browserspiele

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Mods

Freeware

Battlefield 2: Project Reality 0.95 Mod

WAS Mod

für Battlefield 2 WER BlackSandStudios erschienen GELD kostenlos

WO GameStar.de/Quicklink/7213 WANN bereits

Allein die Installationsdateien der Battlefield 2-Mod Project Reality sind satte 3,9 GByte groß. Darin steckt ein ausgewachsener MilitärShooter, der so ziemlich jeden realen Konflikt der Gegenwart (Afghanistan, Irak, Gaza-Streifen) sowie ein paar fiktive Szenarien nachstellt. Neben realitätsgetreuen Infanteriewaffen wartet auch ein riesiger Flug- und Fuhrpark passend zur jeweiligen Fraktion auf Sie. Die Kämpfe spielen sich meist auf immens großen Karten ab, konzentrieren sich dank der vorgegebenen Ziele aber auf einzelne Punkte. Die militärisch enge Zusammenarbeit mit den Teamkameraden ist dabei praktisch Pflicht. Nicht nur, um die Einsatzziele zu erreichen, sondern auch, um wirklich Spaß in Project Reality zu haben. Wenn Sie sich darauf einlassen, kommt kein anderer Titel der erschreckenden, aber auch packenden Kriegsrealität näher. FK Realistisch: Aufständische kämpfen mit veralteter Ausrüstung.

Fazit: Unbedingt spielen!

Die Siedler Online Browserspiel

WAS Aufbau-Strategiespiel WER Blue

Byte

WO GameStar.de/Quicklink/7210 WANN Dezember

2010 GELD kostenlos

Holzfäller, Steinmetze, Köhler und Bauern wuseln erneut in liebevollen Animationen auf dem heimischen Computerbildschirm durcheinander. Diesmal aber nicht als Vollpreis-Programm, sondern im neuen Browserspiel Die Siedler Online. In dem kostenlosen Aufbauspiel liegt es an Ihnen, aus dem Nichts ein ertragreiches Königreich aufzubauen. Auf Ihrem Weg erschließen Sie in motivierenden Schritten und Level-ups ein komplexes Wirtschaftssystem. Die Spielmechanik entspricht dabei dem klassischen Siedler-Standard: Die Holzfällerhütte liefert Holz, das im Sägewerk zu Baubrettern verarbeitet wird, und so weiter. Besonders reizvoll ist dabei die Möglichkeit, mit anderen Spielern Handel zu betreiben, vorausgesetzt, Sie besitzen eine Handelsgilde. Für Siedler-Nostalgiker und Aufbau-Einsteiger ist das Spiel gleichermaßen einen Blick wert. DA Unsere Siedlung wächst: Zunächst benötigen wir Holz und Nahrung.

Fazit: Für Fans

Battle for Wesnoth Freeware

WAS Rundenstrategie WER David White

& Co

WO GameStar.de/Quicklink/7216 WANN bereits

erschienen GELD kostenlos

Hexfelder waren vor 20 Jahren allgegenwärtig, inzwischen gehört Rundentaktik eher zu den Exotengenres. Das Freeware-Spiel Battle for Wesnoth ist eine Verbeugung vor großen Klassikern wie Warlords oder Fantasy General, mehr noch: Es ist ein würdiger Nachfolger. In charmanter 2D-Pixelgrafik heben Fantasy-Strategen Einheiten aus, grübeln über Positionen und Gelände, setzen die Stärken unzähliger Truppentypen richtig ein und fechten in abwechslungsreichen Karten meist an mehreren Fronten. KI-Übermacht und knackige Zeitlimits legen die Stirn in strenge Denkfalten, umso größer ist aber die Befriedigung, wenn man erfahrene Truppen ins nächste Level rettet und sie durch Levelaufstiege verbessert. Der Motivationssog des durchdachten Spielsystems ist beachtlich, und dank des beiliegenden Editors gibt’s zahlreiche exzellente Kampagnen. CS

Fazit: Unbedingt spielen!

Mods

DLC

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Unsere Truppen stehen im Wald, der Gegner muss durch den Fluss.

Battle of Wesnoth gibt es seit 2003. Inzwischen haben mehr als 1.000 Menschen daran mitgearbeitet.

GameStar 02/2011

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Mods

Freeware

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Social Games

Browserspiele

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Mods

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Mods

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Social Games

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Social Games

Browserspiele

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Mods

FREISPIEL

Die Welt von Minecraft besteht ausschließlich aus quadratischen Blöcken, die das Spiel zu vielfältigen Landschaften auftürmt.

Minecraft Ein Indie-Spiel zeigt den Brachengrößen, wie man klotzt, ohne zu kleckern: Der ­geniale Kreativbaukasten Minecraft ist 2010 der wahre Block-Buster. Von Christian Schmidt WAS Aufbauspiel WER Mojang

Specifications WO GameStar.de/Quicklink/7225 WANN 20.12.2010 (Beta) GELD 15 Euro

Wenn jedes Jahr seinen überraschenden Indie-Hit hat, 2008 sein Braid, 2009 sein Plants vs. Zombies, dann steht 2010 im Zeichen von Minecraft; und man kann mit einiger Berechtigung sagen, dass dieses Download-Päckchen zwischen all den Call of Dutys, Gothics, Starcrafts das beste Spiel des Jahres ist. Das Kleinprojekt des Schweden Markus Persson wuchs durch Mundpropaganda zu einem respektablen Untergrund-Erfolg an, 750.000 Menschen haben für die unfertige Alpha-Version von Minecraft bislang 10 Euro ausgegeben. Die meisten, die den krude anmutende Klötzchen-Sandkasten ausprobieren, werden zu Missionaren: Sie tragen die Botschaft »Das müsst ihr spielen!« in Foren, Blogs und Gespräche. Die Begeisterung entspringt der Freude darüber, etwas Wundervolles entdeckt zu haben. Und zwar nicht nur im Spiel, sondern durch das Spiel etwas in einem selbst. Computerspielen wird gewöhnlich abgesprochen, zur Erkenntnis der Welt beizu­ tragen, und man darf sich die Frage stellen: Was soll ich auch aus einem Call of Duty mitnehmen, wo es meine Aufgabe ist, hundertfach Menschen zu erschießen? Aus einem Arcania, in dem ich mich durch Orkhorden schneide? Aus einem Starcraft 2, in

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dem ich Heere am Feind aufreibe? Computerspiele sind ein aktives Medium, anders als Bücher oder Filme, sie erfordern die Mitwirkung des Spielers. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Film spult sich auch ohne meine Hirnleistung ab, ein Buch kann ich geistlos herunterlesen, aber Computerspiele setzen Mitdenken und Verstehen voraus, sonst gehen sie nicht weiter. Jedes

Stein für Stein wachsen Häuser, Höhlen oder Konstruktionen wie unser Treppensaal heran.

Minecraft wurde inspiriert von Infiniminer, einem Multiplayer-Spiel, in dem zwei Mannschaften Edelmetall-Blöcke abbauen.

GameStar 02/2011

DLC

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Social Games

FREISPIEL Browserspiele Free2Play

Mods

Freeware

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Social Games

Browserspiele

FREISPIEL

Hintergrund Prozedurale Welten Wer die Welt von Minecraft komplett erforschen will, ist ­lange beschäftigt: Die Ausdehnung beträgt 4.096 Millionen Quadratkilometer, rund achtmal größer als die Oberfläche der Erde. Lange bevor ehrgeizige Geografen das Ende der Welt errei­chen, dürfte ihnen aber der Festplattenspeicher übergelaufen sein: Die 524 Quadrillionen Blöcke einer vollständigen Minecraft-Karte belegen, so hat ein Spieler ausgerechnet, in etwa 7.200 Terabyte. Diese immensen Werte erreicht das Programm, weil es seine Landschaften prozedural generiert, sprich: zufällig. Dabei füttert das Spiel eine beliebige Ausgangszahl in eine Rechenformel, die dann das individuelle Terrain ausspuckt. Zufällig ausgewürfelt wird nur dieser Grundwert, »seed« (Same) genannt, aus dem sich die Welt nach festen Regeln entfaltet. Schmeißt man zweimal den gleichen Samen in die Maschinerie, kommt auch zweimal die gleiche Karte heraus. Minecraft erstellt seine Landschaften in zwei Durchgängen: Zuerst gießt

der Algorithmus das Relief der Rohwelt aus Stein in die Leere, danach pappt er passende Oberflächen aus Erde, Sand und Wasser darauf, schneidet Höhlen in den Untergrund und salzt Rohstoffe ins Gelände. Das Ganze dauert auf modernen PCs keine zehn Sekunden. Das flotte Tempo schafft Minecraft nur, weil es nicht die gesamte Spielwelt auf einmal erstellt, sondern nur kleine Segmente, »Chunks« genannt. 81 dieser Chunks, gut 2,5 Millionen Blöcke, generierte das Programm zu Beginn, der Rest wird im Hintergrund nachberechnet, wenn der Spieler die Welt erforscht. Wer sich auf einer frisch erstellten Minecraft-Karte einmal um die eigene Achse dreht, kann sehen, wie sich die Berge am Horizont aufbauen. Entsprechend wird der Speicherstand auf der Festplatte immer größer, je mehr von der Welt man kennt. Einzig in der Tiefe ist Minecraft beschränkt: Von ganz oben bis ganz unten misst die Vertikale 128 Blöcke. Wer ganz nach unten buddelt, stößt auf eine undurchdringliche Steinschicht.

Spiel ist in jeder Sekunde eine Lektion im Problemlösen. Was verlangen all die Top-Hits des Jahres vom Menschen vor dem Bildschirm? Ein Fadenkreuz auszurichten. Mit rhythmischen Mausklicks ein Schwert zu schwingen. Autos auszuweichen – es ist zum Heulen, wie jeden Tag Millionen Spieler ihren Geist öffnen, um dann damit beschäftigt zu werden, die Maus von links nach rechts zu schieben. Dabei sind gerade die Programme, die ihren Spielern etwas mehr zutrauen als das Laufen von A nach B, die erfolgreichsten der Welt: Die Sims, das zum Gestalten anregt; Grand Theft Auto, in dem man in der offenen Welt experimentieren kann; World of Warcraft, das die Selbstorganisation von Gruppen fördert.

Die 2D-Schlachtfelder von Worms Reloaded entstehen prozedural. Die Idee, Spielwelten zufällig zu bauen, geht auf die Zeit zurück, als Speicherplatz ein ausgesprochen knappes Gut war. In den frühen 1980er-Jahren quetschte der clevere Weltraum-Klassiker Elite ganze Galaxien in die 16 Kilobytes des Heimcomputers BBC Micro, indem er Planeten aus einer Formel errechnen ließ. Das Rollenspiel Rogue (1980) fügte unterirdische Kerkersysteme aus zufälligen Bausteinen zusammen, was ein bekannter Ableger erbte: Diablo. Dass der Computer ganze Landschaften auswürfelt, bleibt zwar bis heu-

te selten, etwa wenn die Worms-Spiele 2D-Schlachtfelder zeichnen oder Spore seine unzähligen Planeten aus der Retorte züchtet. Prozedurale Berechnungen finden sich trotzdem in vielen Spielen, wenn auch in anderen Bereichen. Die millionenfachen Waffenkombinationen in Borderlands stammen ebenso aus der Formelkiste wie die Speedtree-Bäume in Oblivion oder die künstliche Intelligenz des »AI Director«, der in Left 4 Dead die Zombies immer neu auf der Karte verteilt. CS

zu frech wortkarg, es setzt einen allein und erklärungslos mitten in eine klobige Klötzchen-Landschaft. Kein Tutorial, keine Hilfetexte. Dann steht man da so rum und fragt sich, was man hier soll. Ziemlich schnell findet man heraus, dass man die dicken Quader, aus denen das Terrain besteht, kaputtmachen kann. Also buddelt man eine Schneise ins Terrain und ein Loch in den Boden, in das man hineinfällt und nicht mehr herauskommt. Bis einem einfällt, dass man sich ja eine Treppe aus dem Boden brechen kann, um wieder an die Oberfläche zu steigen. Die abgebauten Blöcke verschwinden nicht, sondern landen im Inventar, und sie lassen sich zurück ins Gelände stellen. So türmt man probeweise ein Podest auf, springt darauf und schaut sich um.

Minecraft ist ein solches Spiel, und es ist von allen aufgezählten das kreativste, weil es seinen Spielern die wenigsten Vorgaben macht. Um genau zu sein: überhaupt keine. Minecraft ist gerade-

Aus seinen Blockbausteinen türmt Minecraft eine durchaus hübsche, überraschend vielfältige Landschaft auf: klobige Berge ragen in den Himmel (in dem, augenzwinkernd konsequent, eckige Wolken treiben und eine viereckige Sonne strahlt), Wälder säumen die Hügelketten, in Steinwänden führen Höhlen hinab in dunkle Tiefen, denn der gesamte Boden ist durchzogen von Höhlen, durch die unterirdische Flüsse plätschern und Lavaströme wälzen. Über die Oberfläche ziehen Tierherden, in der Ferne locken neue Regionen: riesige Meere, Savannen, verschneite Bergkuppen, Sandwüsten mit Kakteen. Man fühlt sich wie Robinson Crusoe auf der einsamen Insel: Was mag hinter dem nächsten Hügel liegen? Welche Geheimnisse birgt diese farbenfrohe Welt? Genau wie für Robinson Crusoe geht es auch in Minecraft ums Überleben, denn nachts tauchen Monster in der Welt auf, die schutzlose Abenteurer zerfleischen. Wer überleben will, muss Vorkehrungen Nachts erscheinen Monster in der Welt. Wer nicht verschanzt oder bewaffnet ist, stirbt schnell. treffen, neugierig sein und lernen.

GameStar 02/2011

Eine Quadrillion ist eine Eins mit 24 Nullen.

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Im Inventar setzt man Gegenstände zusammen.

Wer ein Bewässerungssystem anlegt, kann Getreide und Schilfrohr züchten.

Minecraft ist ein Entdeckerspiel. Die Welt, die so simpel anmutet, erweist sich als überraschend komplex. Denn die Blöcke der Landschaft lassen sich nicht nur abtragen und zurücksetzen, sondern im Inventar auch neu kombinieren. So entstehen Gerätschaften. Aus Holzstämmen werden Planken, aus Planken Stangen, aus Planken und Stangen wiederum Schaufeln, Hacken oder Schwerter. Mit einer Holzhacke lässt sich Stein zerklopfen, aus Stein entsteht ein besserer Kopf für die Hacke, nun werden Kohleflöze und Erzadern erreichbar. Wer Kohlefackeln wickelt, kann sich ins Dunkel der Erde hinabwagen und findet tief unten neue Rohstoffe, Gold, Diamant. Doch durch die Höhlen geistern Zombies und Skelette, deshalb sollte man ein Schwert und eine Rüstung gebaut haben.

wenigen, klaren Regeln den Handlungsspielraum ab und setzt Anreize, die Mechanismen einzusetzen. Alles Weitere überlässt es dem Spieler. So wird Minecraft zu einer eindrücklichen Demonstration dafür, welcher Ideenreichtum in jedem einzelnen von uns sprudelt, wenn man ihm nur eine Möglichkeit zur Entfaltung gibt. Und welchen Stolz man über die eigene Leistung fühlen kann, die man selbst erdacht, geplant und umgesetzt hat. Minecraft ist ein Bastelspiel, eine Werkstatt, ein Experimentierlabor. Mit den fortgeschrittenen Elementen, die man später entdeckt (Sprengstoff, Schienensysteme, elektrische Leitungen) haben Spieler Katapulte gebaut, Abschussrampen, Binärcomputer, automatische Verladebahnhöfe. Alles aus dicken, quadratischen Blöcken.

Die Sogkraft von Minecraft liegt darin, dass es einen kreativen Strom im Spieler entfesselt, den viele gar nicht in sich vermutet hätten – wie auch, wenn sie ihn aus kein einem anderen Spiel kennen. Jede Entdeckung führt in Minecraft zu neuen Möglichkeiten, und weil das Spielprinzip so simpel ist (letztendlich geht’s immer um das Umbauen von Blöcken), erscheint alles umsetzbar. So führt eine Idee zur nächsten, und auf einmal hat man einen ungeheuren Spaß am Gestalten. Wer am ersten Spieltag anfängt, bei Einbruch der Nacht panisch eine schützende Höhle aus dem Fels zu hauen oder vier Wände um sich herum zu ziehen, der macht an Tag 2 die Erfahrung, dass ihn die krude Behausung zwar völlig vor den Monstern schützt, ihm aber trotzdem nicht ausreicht. Denn wer ein Haus hat, möchte auch eine Tür, Fenster, ein Dach haben. Oder einen zweiten Raum. Mit einem Keller. Dessen Wände man mit Holz auskleidet. Ein Turm wäre nicht schlecht. Aber der Turm von Tag 4 ist, mit den Augen aus Tag 10 betrachtet, erbärmlich. Inzwischen könnte man ihn größer, effizienter bauen, mit neuen Materialien. Also wird er umgestaltet.

Zum Redaktionschluss dieser GameStar-Ausgabe war Minecraft noch im Alpha-Stadium. Am 20. Dezember soll es in die Beta übergehen; dann steigt auch der Preis auf 15 Euro. Mit der neuen Phase wird Minecraft konkretere Spielziele und Abenteuerelemente enthalten. Geplant ist unter anderem ein Modus, in dem man in unterirdischen Dungeons Kämpfe bestreitet und Schätze findet. Dann soll auch der Multiplayer-Part ausgereift sein, in dem Weltenbauer auf Online-Servern gemeinsam Klötzchen setzen. Inwiefern sich die Änderungen auf die Spielweise auswirken, wird sich erweisen müssen. Dass Minecraft in regelmäßigen Abständen um neue Inhalte erweitert wird, trägt in jedem Fall zur Langzeitmotivation bei. Auch für 15 Euro ist Minecraft eine uneingeschränkte Empfehlung, insbesondere im Vergleich zu Vollpreistiteln wie Call of Duty. Weit über 100 Millionen Dollar hat Activision in Black Ops investiert, um ein Spiel zu erschaffen, das seine Käufer zerstreut. Man muss froh sein, dass es Ein-MannProjekte wie Minecraft gibt, die zeigen, dass Computerspiele so viel mehr sein können als nur das. CS

Mit der Kraft der Kreativität frisst sich die Zivilisation in eine unberührte Welt, in der jeder Minecraft-Spieler seine eigenen Geschmack erprobt und, wie nebenbei, verfeinert. Minecraft hat kein Ziel. Die Herausforderungen setzt sich jeder Spieler selbst. Was langweilig klingt, erweist sich als krachende Hymne für die Kraft der Kreativität: Wer sich um zwei Uhr nachts zwingen muss, ins Bett zu gehen, statt den Minenschacht voranzutreiben, der hat etwas sehr Wertvolles über die eigene Schöpfungsgabe gelernt. Wer sich selbst erreichbare Ziele setzt, der verfolgt dieses Aufgabe mit jener Motivation, die man im Alltag, bei Hausaufgaben oder dröger Routinearbeit verloren geglaubt hat. Minecraft ist die Essenz eines exzellenten Spiels: Es stellt sein einfaches Grundprinzip in den Dienst konstruktiven (statt destruktiven) Denkens, steckt mit

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Tief unter der Erde fließt Lava, außerdem warten Bodenschätze wie dieses Kohleflöz.

Minecraft-Spieler erfanden den Multiplayer-Modus »Spleef«: Spieler entfernen Blöcke einer schwebenden Arena, wer fällt, scheidet aus.

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S

MAGAZIN Leserbriefe

Leserbriefe GameStar 01/2011 ten. Und nicht ständig unkreative Klone zu machen. Sonst wird es ihnen wie dem Imperium gehen. Aaron Leufen

Mysteriöse Science Fiction

Star Wars: The Old Republic EA produziert Klone Als jahrelanger GameStar-Leser setze ich in euer Urteil großes Vertrauen, und dementsprechend froh war ich über eure ehrlichen Worte zu Star Wars: The Old Republic. Ich bin enttäuscht über einen der Hoffnungsträger des MMO-Genres. Als Star-Wars-Fan habe ich mit Sehnsucht auf eine Preview gewartet, die sich nicht nur mit Vorhaben des Entwicklers auseinandersetzt. Was ist The Old Republic nun? Ein schicker WoW-Klon? Aber das kann’s doch nicht sein! Ich will nicht schon wieder dröge Töte-dies-sammel-jenes-Quests lösen, um Gold zu farmen oder violetten Gegenständen nachzuhirschen. Lichtschwertduelle, eine maßgeschneiderte Story, Gut und Böse, das würde zu Star Wars passen. Ich habe keine Lust mehr, dümmliche KIGrüppchen abernten und wie auf Schienen durch vorhersehbare Quest-Klone bis zum Maximallevel durchgezogen zu werden. Es wäre zu wünschen, dass sich gerade ein Platzhirsch wie EA traut, Neuland zu betre-

The Old Republic macht schon jetzt einen sehr guten Eindruck. Deshalb wünsche ich Bioware und LucasArts, dass es ein großer Erfolg wird. Ich bin der Meinung, dass es zu Blizzards World of Warcraft auch ein Scifi-Pendant geben sollte, das eine genauso große Beliebtheit genießt. So werden beide Lager bedient: die Freunde des Mittelalters, der Elfen und der Magie; und die Freunde der kühlen und mysteriösen Science Fiction. Johannes Thomas Mages

Bessere Potenzial-Wertung Petra schreibt in ihrem Preview-Urteil: »Ich kann nur hoffen, dass EA Bioware Zeit einräumt, um ein großartiges Spiel zu machen. Potenzial ist allemal vorhanden.« Trotz dieser Einschätzung urteilt sie am Ende nur mit der Potenzialwertung »Gut«. Warum dieser Pessimismus? Was haltet ihr davon, eine Potenzialeinschätzung der eigentlichen Idee und den daran arbeitenden Programmierern sowie eine (meinetwegen prozentuale) Darstellung eures Optimismus abzugeben? So stünde bei The Old Republic beispielsweise Potenzial: Ausgezeichnet / Optimismus: 60% Volker Heinemann Danke für den Vorschlag! Aber diese Lösung wäre nicht unbedingt klarer. Letztendlich fließt der Vertrauensbonus, den ein erfahrenes Entwicklerteam verdient, schon in

unsere Einschätzung ein. The Old Republic hat uns ernüchtert, vor allem aber erscheint es uns ausgesprochen unwahrscheinlich, dass das Grundgerüst des Spiels noch einmal umgebaut wird. Deshalb die vorsichtige Potenzial-Note. Wir lassen uns aber gern positiv überraschen. Petra Schmitz

Two Worlds 2 Nervig für die Augen Ihr habt in eurem Test zurecht auf die Vorzüge und diversen Probleme von Two Worlds 2 hingewiesen, und da ich mich durchaus als passionierten Rollenspieler bezeichnen würde, war der Test eine Empfehlung für mich. Doch ein Kritikpunkt ist mir während der ersten Spielstunden wortwörtlich ins Auge gestochen, den ihr in eurem Test nicht entsprechend berücksichtigt habt: Was sollen diese elenden Verwischeffekte, wenn man die Spielfigur schnell um die eigene Achse dreht? Um so unscharf zu sehen, wie in Two Worlds 2 dargestellt, muss man schon einiges im Tee haben. Das sieht aber nicht nur unschön aus, sondern strengt das Auge auch ungemein an. Lieber Entwickler: Baut doch bitte im Optionsmenü eine Funktion ein, wo man diesen Quatsch ausschalten kann. Und wenn ihr schon dabei seid, ein solche Funktion bitte auch für die arg übertriebenen HDR-Effekte.  Matthias Koletzko Bis Topware einen Patch nachreicht, lassen sich die Effekte manuell ausknipsen: Dazu erstellt man im Spielverzeichnis von Two Worlds 2 einen Unterordner namens »Parameters« und legt darin eine Textdatei an, die man in »AutoexecGame2.con« umbenennt. In die Datei kommen die Zeilen: Engine.HDR 0 Engine.DOF 0 Damit verschwinden die Unschärfe-Effekte aus dem Spiel. Patrick C. Lück

Einkaufsführer Präzise Urteile

Star Wars: The Old Republic: »Das Spiel macht schon jetzt einen sehr guten Eindruck. Ich wünsche Bioware und LucasArts, dass The Old Republic ein großer Erfolg wird.«

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Überarbeitet doch bitte die Präzisionsangaben beim ansonsten sehr nützlichen Einkaufsführer für Mäuse. Dort gibt es ganze sechs Präzisionsstufen: »präzise« und »sehr präzise« sind ja sinnvoll, aber wo liegt der Unterschied zwischen »extrem präzise«, »extreme Präzision«, »perfekte Präzision« und »maximale Präzision«? Matthias Gidda GameStar 02/2011

Leserbriefe MAGAZIN

Fehler! Es gibt eine Sache, da kann der stille, ja in sich ruhende GameStar-Chefredakteur Michael Trier fuchsteufelswild werden, da bricht sich sein Zorn naturkatastrophal Bahn und walzt in einer Schneise der Vernichtung durchs Büro. Der Auslöser sind Fehler. Also die der anderen. Insbesondere von Redakteuren. Neulich hat Michael wieder nachgesehen, was die Leser an redaktionellen Hirnausfällen an brief@gamestar.de gemeldet haben. Dann ging’s rund.

News

Two Worlds 2: »Um so unscharf zu sehen, muss man schon einiges im Tee haben.«

Matthias, ich muss schon sagen: Mit maximaler Präzision ins Schwarze. Das ist natürlich alles extremer Unsinn und wurde von uns in dieser Ausgabe präzise und perfekt angepasst. Hendrik Weins

The Force Unleashed 2 The Force Limited Ich habe mir The Force Unleashed 2 vor zwei Tagen gekauft, abends ausgepackt, installiert und auf eine spannende, neue Geschichte gehofft. Um mich völlig frei von Einflüssen darauf stürzen zu können, habe ich auch extra keine (Test-)Berichte im Voraus gelesen. So ging der Anfang des Spiels furios vonstatten, aber nach nicht einmal sechs Stunden Spielzeit lief der Abspann ab. Ende: unbefriedigend! Nun muss ich mich ärgern, dass ich 45 Euro ausgegeben habe, anstatt erst mal euren Bericht zu lesen und festzustellen, dass dieses Spiel dieses Geld nicht wert ist. Nicht falsch verstehen – ich bin ein großer StarWars-Fan und quasi süchtig nach jedem Fitzelchen Lichtschwertkampf. Auch dieses Spiel habe ich genossen. Doch wo es bei Teil 1 noch einfach war, die Kampagne mehrmals anzugehen, habe ich mich jetzt zum zweiten Durchspielen ZWINGEN müssen, weil sich der Kauf ja immerhin ein bisschen lohnen muss.  Raphael Sickert

Tolles Testvideo! So sehr mir auch die verkorkste Neu­ auflage eines hervorragenden Spieles schmerzt, hat mir euer dazugehöriges Testvideo sehr gut gefallen. Michael Obermeier schafft es mit großem Erfolg, innerhalb von wenigen Minuten einen Spieletest sachlich, informativ und gleichzeitig witzig zu gestalten. Nur selten hatte ich nach einem Testvideo so sehr das Gefühl, sowohl blendend unterhalten als auch gut informiert worden zu sein. Christoph Ortner

Call of Duty: Black Ops Deutsche Nachteile Ich finde es eine Frechheit, dass ich Call of Duty: Black Ops in Deutschland nicht in der englischen Synchronisation spielen kann. Indem die internationale Version in Deutschland nicht aktiviert werden kann, wird mir als deutscher Bürger quasi verboten, mir meine Lieblingssprache auszuwählen. Zumal diese (mal wieder) viel besser gelungen ist als die deutsche. Warum kann Steam nicht wenigstens die Möglichkeit bieten, die Sprache zu ändern? In Team Fortress 2 und vielen anderen Spielen ist das ja auch möglich. Verständlicher finde ich die Zensierung der Folterszene. Trotzdem ist es ärgerlich, wenn ich mit meiner Volljährigkeit ein Computerspiel – ein Kul-

Die Schallfrequenz, bei der die Fundamente des IDG-Büroturms so stark vibrieren, dass die obersten zwei Stockwerke wegbrechen und in die Tiefe stürzen, ist normalerweise nur mit Flugzeugturbinen erreichbar; oder eben mit einem knallroten Chefredakteur, der o-förmig aufgerissene Mund heftig flatternd und einen durchdringenden Ton ausstoßend, der kleinere Lebenwesen im Umkreis von 25 Metern sofort dazu bringt, sich auf den Rücken zu drehen und ihre Kleintierseelen auszuhauchen. Dieser Ton lautet »Stockheeeeim!« Hatte Nico Stockheim doch im News-Ticker geschrieben, das Oberlandesgericht Leipzig habe die GEZ-Pflicht für PCs für rechtens erklärt, allerdings: In Leipzig gibt es gar kein Oberlandesgericht, wie Christian Kunze richtigstellt, nur in Dresden. Das GEZ-Urteil stammt auch nicht von dort, sondern vom Bundesverwaltungsgericht. Wie ein Blitzschlag fährt der Chefredakteur ins Büro des Schuldigen und zerhackt umstehende Büromöbel mit der bloßen Faust, doch wie alle GameStar-Praktikanten hat auch Nico schon am ersten Tag gelernt, bei ersten Anzeichen von Gefahr (Arbeit, Menschen) in Schockstarre zu fallen und sich tot zu stellen – eine lebensrettende Maßnahme. Als das Toben des Chefs den Gang hinunter verklingt, sitzt inmitten von Trümmern ein zitternder Praktikant.

Star Wars: The Old Republic

Erst vernehmen die GameStar-Redakteure nur ein dumpfes Rattern, das im Gebäude nach unten zu wandern scheint; kurz darauf stellt sich heraus, dass sich Michael Trier vom zweiten Stock bis in die Tiefgarage und dort 1,20 Meter tief ins Erdreich hineingestampft hatte. Die Hand des Rasenden umkrampft den Ausdruck einer E-Mail von (schon wieder!) Christian Kunze, Inhalt: Kritik an Petra Schmitz’ Preview zu Star Wars: The Old Republic. Der Soldat als spielbare Klasse, schrieb Petra, entfalte sein Potenzial »vor allem über die Kugeln aus seiner Waffe«. Im Star-Wars-Universum wird aber nicht mit Kugeln geschossen, sondern mit Partikelstrahlen aus Blastern. Sekundenschnell hat sich Michael aus dem Tiefgaragenkrater herausgearbeitet, das Rumpeln im Treppenhaus gibt erfahrenen Redakteuren Zeit genug, sich unter ihrem Schreibtisch zusammenzurollen. Durch die berstende Tür erreicht der in eine Glutwolke gehüllte Chef die sprungbereit am offenen Fenster stehende Petra gerade noch rechtzeitig, um sie zu packen und in sein Büro zu schleifen. Als das Gebrüll drei Stunden später endet, die Türe aufspringt und Petra in hohem Bogen hinausfliegt, sieht sie 20 Jahre gealtert aus, was aber alles in allem keinen großen Unterschied macht.

Force Unleashed 2: »Ich ärgere mich, dass ich 45 Euro ausgegeben habe, statt euren Test zu lesen.« GameStar 02/2011

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MAGAZIN Leserbriefe ten erst einmal ab, wie Staffel 2 läuft. Wenn es genügend Kaufwillige gibt, starten wir eventuell eine Vorbesteller-Aktion. Besteht daran Interesse? Fabian Siegismund

Cataclysm-Sonderheft Verdientes Lob Euer Sonderheft zu World of Warcraft: Cataclysm hat ein dickes Lob verdient. Gut aufbereitet, übersichtlich, schön, nützlich auch für Profis, die nicht an der Beta teilgenommen haben.  Wolfgang Steinorth

Von wegen Internet: Zu Weihnachten erreichte uns eine wahre Flut von guten, altmodischen Postkarten zur Teilnahme an unserer Verlosung, viele davon liebevoll gestaltet und geschmückt. Das hat der uns große Freude bereitet – herzlichen Dank allen Einsendern!

turgut – nicht so erleben darf, wie der Hersteller es vorhatte. Das ist, als würde man ein Gemälde betrachten, dem eine Ecke fehlt. Man hat das Gefühl, man würde nicht vollständig verstehen, was der Maler aussagen wollte. Selbst wenn diese Szene gewaltverherrlichend und nur des Effekts wegen im Spiel wäre, so würde uns ja selbst das etwas mitteilen. Um Kindern und Jugendlichen vor solchen Szenen zu bewahren, muss es andere Wege geben.  Ramin Siegmund

GameStar-Rückblick Hendriks Wiederholung Ich habe mir gerade eben den VideoRückblick auf eure Ausgabe 01/2001 angeschaut und musste ständig lachen. Ich schätze, es war Absicht, dass Hendrik bei jedem Spiel denselben Schlusssatz hatte: »Also das Spiel in einer ansprechenden Optik heutzutage würde ich immer noch spielen.« Ich finde das einfach nur genial. War das Absicht oder ein Versehen?  Jannik Schmidt Kommt drauf an, wessen Absicht man meint: Henrik hat den Satz nur einmal gesagt (über No One Lives Forever). Dann hat ihn der Herr Schmidt beim Auswählen der Szenen vervielfältigt. Mit voller Absicht. Mr. Weins nahm’s mit Humor.  Daniel Matschijewsky

Marmelade Daniel, so geht‘s Auf der Teamseite fragt sich Daniel Abel, wie die Marmelade in den Krapfen kommt. Hier eine kleine Nachhilfestunde: Es gibt ein Tube mit einer Einfuhrspritze. Die Tube wird mit Marmelade gefüllt (in der Regel ... es gibt genug kranke Leute, is all I’m saying), und die Einfuhrspritze wird in den Krapfen eingeführt. Am Besten nicht durch, sonst kommt die Marmelade eher raus als rein! Das wollen wir ja nicht! Also mittig reinstecken und dann die Mar-

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melade hineindrücken. Dann aufhören zu drücken und raus mit dem DING! Tadaaaaaaa, die Marmelade ist im Krapfen!  Sandra Kaffenberger

Umschlagwerbung Ein schlechter Witz Ich lese eure Zeitschrift nun schon lange und finde sie grandios. Als ich heute meine GameStar aus dem Briefkasten holte, fand ich allerdings kein schönes Cover vor (so wie ich es von euch gewohnt bin), sondern ein durch Werbung verschandeltes »Klappen-Dingens«. Das kann doch nur ein schlechter Witz sein! Werbung in der Zeitung schön und gut, aber auf dem Cover?  Christian Oschütz Unser Cover ist für Werbung Tabu, deshalb war der kleine Aufdruck auf eine separate Flappe aufgedruckt, wie das bei vielen Zeitschriften üblich ist. Die lässt sich abschneiden und entfernen. Wir haben nicht damit gerechnet, dass die Werbung viele Abonnenten verstimmt, aber die Botschaft hat uns deutlich erreicht. Ist für die Zukunft vermerkt! Michael Trier

Die Redaktion Danke für Staffel 1! Ich wollte hier einmal ein Dankeschön loswerden. Ich habe vor kurzer Zeit mitbekommen, dass bald die zweite Staffel eurer Comedy-Serie »Die Redaktion« auf DVD erscheinen soll. Nachdem ich die erste nicht habe und auch nirgendwo kaufen konnte, habe ich in der GameStar-Redaktion angerufen und nachgefragt. Zwei Tage später bekam ich ein Paket mit der ersten Staffel - und das auch noch kostenlos. Ich habe mich riesig gefreut, vielen herzlichen Dank dafür! Florian Kern Die erste Staffel von »Die Redaktion« ist leider vergriffen und mittlerweile ein Sammlerstück. Wir überlegen, ob wir eine zweite Charge nachproduzieren sollen, aber war-

Spam Business Vorschlag Lieber Freund, ich bin Mrs. Wan Yonghong, ich habe einen geschäftlichen Vorschlag wert Vierzehn Millionen sieben hundert tausend U.S.A Dollars. I haben wird wie die Einführung zu you. If Sie interessiert sind, um wieder zu mir Slips und Verfahren. kontaktieren Sie mich unter meiner privaten EMail: (Ist der Redaktion bekannt) Liebe Frau Wan, wir sind interessiert! Bitte teilen Sie uns mit, was wir mit den Slips machen sollen. Christian Schmidt

GameStarSonderheft zu WoW: Cataclysm: »Gut aufbereitet, übersichtlich, nützlich!«

So erreichen Sie uns • Per Post: IDG Entertainment Media GmbH, GameStar-Leserbrief, Lyonel-Feininger-Str. 26, 80807 München • Oder per E-Mail an: brief@gamestar.de Bitte achten Sie darauf, bei Briefen und E-Mails Ihren vollständigen Namen und (für Rückfragen) Ihre Postadresse an­ zugeben. • Wenn Sie technische Probleme mit ­Ihrem Rech­ner haben, benutzen Sie bitte das Kennwort »Techtelmechtel« bzw. die ­E-Mail-Adresse: tech@gamestar.de. • Für Fragen und Anregungen zur GameStar-DVD schreiben Sie an: dvd@gamestar.de. • Beschädigte DVDs werden unter folgen­ der Adresse umgetauscht: GameStar ­Leserservice, Tel.: 01805 / 72 72 52-275 (0,14 Euro/Min. Festnetz, max. 0,42 Euro/Min. aus Mobilnetzen), Fax: 01805 / 72 72 52-377, E-Mail: shop@gamestar.de. Dort können Sie auch form­los ältere ­GameStar-Ausgaben nachbestellen – einfach die Ausga­ben-Nummer angeben und die Rechnung abwarten. GameStar 02/2011

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GameStar Interaktiv

»Rück den verdammten Schlüssel raus!«

Bildquelle: iSt ock / Ersteller : dlerik

In unserer letzten Ausgabe konnten Sie uns mit einer möglichst kreativen, jedoch kinderfreundlichen Verhörmethode beweisen, welch teuflisches Genie in Ihnen schlummert. Fabian Rötzschke aus dem schönen Freising war kein Mittel zu grausam (oder einfach zu bescheuert), um in unser vergoldetes und mit Edelsteinen verziertes Spielearchiv zu kommen (das von einem recht kleinen, aber persönlichkeitsstarken Nilpferd bewacht wird). Den Archivschlüssel können wir ihm leider nicht schenken, aber er erhält von uns das gelungene Rollenspiel Two Worlds 2. Für die zweit- und drittplatzierten Einsendungen hatten wir noch Platz, wir sind ja keine Unmenschen.

1. Vernehmung sprotokoll

Um einen Üb ­aniel M. erblick über die D Verhaltens zu erhalt nicht nähe en we r genannte , nutzen wir zunä isen des folgende chst eine In te rnetseite Informatio und gelang nen: en an 1.) ein Ha ss gegenü 2.) verträ ber Laubge gt ni bläsen 3.)  liebt sein cht so viele Käse cr e größere Su Heimkinoanlage un acker ­ mme an Bl d besitzt uRays eine Nun können Herr M. di wir mit dem Verhör e falsche be ärztlich Antwort gi ginnen. Immer we ko nn flößt. Um ntrollierte Menge bt, wird ihm eine de an Käsecr chen, werd n Willen des Subj ackern ei ngeen alle Ge ektes weit ersetzt. Falls dies räuschquellen durc er zu bresollten, e Schritte h Laubgebl da äse sels lüft mit Daniel M. das noch nicht ausrei et, werden chen Geheimnis folgende des Schlüs Optionen *  vorgeschla alle BluR gen: ays werden breitet. ei nz eln vo Be der Fragen i jeder Falsch- bz r Herrn M. ausgew. Nichtb Schredder wird eine in eine ea n bereitge ntwortung gegeben. stellten *  Die Geräus ch und von de e der Läubgebläs e werden r Heimkino aufgenomme anlage ab *  der Fernse n gespielt. her wird Schadens, verkauft, de um einen (Schlüssel n Herr M. angeri Teil des ch di beliebigen enst!). Dieser Sc tet hat, zu behebe hrit n Zeitpunkt durchgefüh t kann zu jedem rt werden ! Um Herrn M. lassen, be dennoch mit eine m guten Ge haupten wi war, man fühl zu en nie so et r noch, dass das twas tun wü al tion nur als Szenen rde und ma les nur Spaß indem man n diese Si für einen ei tuamöglich ha n solches Gesche Film gebraucht ha hen so re t, lten woll alitätstre te. u wie Fabian Rö tzschke

2.

Verhör er Matsch : »Also, leg cie... e Matsch n wir los, M iev... a Matsch ... Matshi.. Daniel iv...« . : ich sa »Oh Gott, hö ge all es!!!« ren Sie bitt e auf, Brian Heath

3. er en p werd t grün e s g s u ie A ange lä Stück r t, d . ssel rwerk O nden am ogramm) e f e u h g n (U r 48 St ches Pr r den ird e w t l n l i e a e ähnl ug, abe en, wen m fgeh n muss Dani ein n e g au ck en a d n ü g r d a r e t w s r d d i Z u , un auen (o n Folte tens ra icht, m h ßen) r scho ätes e sc ersp 9Liv st zwar d er sp lefon v r i n Te nn. l wi Das a r ei üsse Schl hm dafü rufen k n i a h c man ndli er e igl x We Feli

Die nächste Aufgabe Um uns und vor allem Ihnen die Weihnachtsstimmung zu erhalten, haben wir uns dieses Mal eine ganz besondere und bestimmt festtagstaugliche Aufgabe ausgedacht: Sie dürfen uns ein Bild der Krippenszene (Maria und Josef im Stall mit Baby-Jesus ...) malen, fotografieren oder als Collage anlegen, sofern Sie alle Beteiligten durch GameStar-Redakteure ersetzen. Das hat unser Praktikant hier schon mal peinlich schlecht vorgemacht. Dem Gewinner schenken wir den schnellsten Fun-Racer dieses Jahres, Nail’d. Einsendeschluss ist der 12.1. 2011

Bitte schicken Sie uns Ihre Ideen samt Ihrer vollständigen Post­adresse. Entweder per Post: IDG Entertainment Media GmbH GameStar Interaktiv Lyonel-Feininger-Straße 26 80807 München Oder per E-Mail an: interaktiv@gamestar.de, Betreff: »Krippenszene«

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MAGAZIN Verlosung

Mitmachen & Gewinnen

Bigfoot Networks

Snakebyte

»Aber ich hab’ doch getroffen!« Wenn Lags flüssiges Spielen verhindern, treibt das so manchen Multiplayer-Fan zur Weißglut. Wir sagen ruckeligen Online-Partien den Kampf an und verlosen fünf Exemplare der Killer 2100 von Bigfoot Networks (www.bigfootnetworks.com). Dank eines eigenen Prozessors mit 400 MHz nimmt die topmoderne Gigabit-Karte Ihrer Haupt-CPU sämtliche Netzwerkberechnungen ab, was für verbesserte Latenzzeiten und dadurch flüssigere Internetgefechte sorgt. Damit Sie diesen Vorteil auch nutzen können, legen wir jeder Killer 2100 noch den aktuellen Mehrspieler-Hit Call of Duty: Black Ops bei.

Online-Rollenspiele verschlingen Zeit. Schwupps, und schon wieder sind vier Stunden vergangen. So lange vor dem Computer zu hocken, geht schnell ins Kreuz. Nicht jedoch, wenn Sie mit dem Final Fantasy 14 Controller von Snakebyte abenteuern. Das stilvolle Gamepad bringt die Bequemlichkeit eines Controllers und die Vielseitigkeit einer Tastatur auf einen Nenner; Zauber und Talente lassen sich mit dem Gerät auch bequem vom Sofa aus aktivieren. Gemeinsam mit Snakebyte verlosen wir acht Exemplare des Final Fantasy 14 Controllers und legen Sqare Enix‘ namengebendes Online-Abenteuer Final Fantasy 14 obendrauf.

Wert der Preise: etwa 700 Euro.

Wert der Preise: etwa 800 Euro.

Capcom

Immer mehr Spiele erstrahlen in schicker DirectX11-Optik. Zumindest, wenn Sie eine entsprechende Grafikkarte besitzen. Gemeinsam mit Capcom verlosen wir eine Geforce GTX 480 von Zotac (www. zotac.de). Die pfeilschnelle Grafikkarte (GameStarWertung: 91 Punkte) taktet mit 700 MHz, besitzt satte 1,5 GByte Speicher sowie einen HDMI-Ausgang und unterstützt DirectX 11. Fünf weitere Gewinner freuen sich über ein exklusives Capcom-Paket bestehend aus Lost Planet 2, zwei passenden Actionfiguren, einem T-Shirt sowie einer Bazooka, die Schaumstoff-Kugeln verschießt.

Wert der Preise: etwa 1.000 Euro.

So machen Sie mit Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie bitte unsere OnlineMitmachkarte aus. Diese finden Sie unter www.gamestar.de/magazin/mitmachkarte oder unter uQuicklink/3980. Leser ohne InternetAnschluss schicken uns eine Postkarte mit Namen, Adresse und der Nummer der Ausgabe. Der Einsendeschluss ist der 17. Januar 2011.

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Gewinner 12/2010 M. Gerken, Wilhelmshaven C. Kampzyk, Schwäbisch Hall J. Posch, Inchenhofen L. Reichhardt, Berlin S. Wegemund, Wandlitz

Gewinner der Abo-Verlosung 02/2011 M. Brötsch, Landshut M. Fuhrmann, Odenthal M. Greulich, Oberhaching M. Tilke, Olpe P. Willems, Paderborn

GameStar 02/2011

MAGAZIN Report

2010 gehörte Activision-Blizzard. Zumindest auf der Sonnenseite. Auf der ­Schattenseite unter anderem: Electronic Arts und Jowood. Und Ubisoft schaltete ein neues Hass-Level bei den Spielern frei. Von Petra Schmitz

Auf DVD: Video-Jahresrückblick

as Jahr 2010 wird uns vor allem als jenes in Erinnerung bleiben, in dem drei bekannte Serien grandios in den Sand gesetzt wurden. Electronic Arts’ Versuch, sich mit dem runderneuerten Medal of Honor etwas vom Erfolgskuchen der Call of DutyReihe abzuschneiden, mag in den Bilanzen geklappt haben, der Ego-Shooter hat sich

Drei große Namen, drei große Reinfälle. ganz ordentlich verkauft. Bei den Wertungen indes scheiterte der Titel. Die internationale Presse verpasste der PC-Version im Schnitt gerade mal 72 Punkte, GameStar

blieb darunter und zückte nur eine 68. Dabei hatte sich Electronic Arts doch solche Mühe gegeben, um einen rechten Pressewirbel zu veranstalten. Immerhin hatte man sich als Szenario den aktuellen Afghanistan-Konflikt ausgesucht, was vor allem bei Vertretern des Militärs und der Politik auf wenig Gegenliebe stieß. Trotzdem reichte das nicht, um über die unausgereiften Missionen hinwegzutäuschen. Auch der Mehrspieler-Modus von Medal of Honor konnte nicht überzeugen, obwohl der bei den Multiplayer-Spezialisten von Dice (Batt­ lefield-Serie) entstand. Bitter auch die Wertungen, die Command & Conquer: Tiberian Twilight verpasst bekam. Der Durchschnitt lag bei 63 Punkten, von uns gab’s immerhin noch eine 76. Doch wen wundert das Ergebnis, wenn Electronic Arts förmlich damit hausieren ging, dass man das Entwickler-

Die Verkaufshits 2010 Wenn dieser Artikel in Druck geht, ist das Jahr noch nicht vorbei, abschließende Verkaufszahlen existieren folglich noch nicht. Aber dass Cataclysm die Hitliste der am meisten verkauften Titel 2010 anführen wird, steht außer Frage. Das Addon hat sich, wie Sie vielleicht bereits gelesen haben, in den ersten 24 Stunden nach Erscheinen weltweit 3,3 Millionen Mal verkauft. Direkt darauf dürfte Starcraft 2 folgen, abermals ein Blizzard-Titel und nach Angaben der Entwickler das am schnellsten verkaufte Strategiespiel aller Zeiten. Doch dann? Call of Duty: Black Ops oder das deutlich länger verfügbare, weil schon im März veröffentlichte Bad Com­ pany 2. Und dann gibt’s wie immer die üblichen Kandidaten, die schon seit Jahren in den Topplätzen vertreten sind: Counterstrike: Source, World of Warcraft und seine älteren Addons, Die Sims 3 samt Addons und (erstaunlich, aber kein Jux) der aktuelle Landwirtschaftssimula­ tor. Wie auch immer sich aber die genauen Verkaufszahlen am Ende des Jahres verteilen, ­sicher ist eines: Activision-Blizzard ist der große Gewinner von 2010.

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Der Landwirtchaftssimulator 2009 lag auf Platz 9 der Verkaufshits von 2009.

Team nach Fertigstellung des Spiels entlassen werde? Wer auch immer bei EA für die Mitarbeiter-Motivation verantwortlich ist, hat seinen Job gehörig missverstanden. Ti­ berian Twilight sollte eigentlich der letzte Teil der Reihe um Kane und Co. werden, nun ist aber schon der nächste angekündigt. Der dritte große Reinfall von 2010 heißt Ar­ cania: Gothic 4. In den Ankündigungen pries

Die Top-Spiele 2010 Anno 1404: Venedig

93

GTA 4: Episodes from Liberty City

91

Age of Conan: Rise of the Godslayer 90 Battlefield: Bad Company 2

90

Fifa 11

90

Monkey Island 2 SE

90

NBA 2K11

90

Pro Evolution Soccer 2011

90

Splinter Cell: Conviction

90

Starcraft 2: Wings of Liberty

90

... und die Nieten Vancouver 2010

50

Pole Position 2010

50

Chronostorm

44

I’m Not Alone

42

Bagger-Simulator 2011

30

GameStar 02/2011

Report MAGAZIN

Getestete Spiele 2010

Action Strategie Abenteuer Sport

• • • •

(59) (36) (35) (23)

Wertungsverteilung 2010

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der Publisher Jowood das Spiel als Fortsetzung in der Tradition der Serie mit viel spielerischer Freiheit und einer belebten Welt, in der es an jeder Ecke etwas zu entdecken geben sollte. Wir wollten es zu gerne glauben, waren wir doch nach einem langen Besuch beim Entwickler Spellbound von den Bemühungen überzeugt. Und doch sollten

30-39 40-49 50-59 60-69 70-79 80-89 90-100

Ein weiteres großes Thema des Jahres nahm seinen Auftakt bereits Anfang 2010: Ende Januar 2010 stellte Ubisoft erstmalig seinen Game Launcher vor. Game Launcher, also Spielstarter – ein Name, der den Zweck des Tools verschleiert. Denn man benötigt es nicht nur, um ein Ubisoft-Spiel zum Laufen zu bringen, sondern vor allem, um es am Laufen zu halten. Voraussetzung: eine permanente Internet-Verbindung, über die der Publisher sicherstellt, dass es auch ein Originalspiel ist, das auf der Festplatte arbeitet. Zu Beginn sorgte der Launcher nicht nur wegen des Internet-Zwangs für Unmut, sondern auch, weil die Server von Ubisoft die Datenmengen nicht verarbeiten konnten und es zu stundenlangen Ausfällen kam, in denen man weder Die Siedler 7 noch Assassin’s Creed 2 spielen konnte. Die beiden sehr guten Titel waren die ersten, die das Tool zwingend voraussetzten.

pierschutz zumindest für Assassin’s Creed 2 längst ausgehebelt ist und auch wenn Spieler und sogar Ubisoft-Angestellte nicht glücklich mit dem Internet-Zwang sind, so bleibt der französische Publisher doch seiner Linie treu und will den Game Launcher sogar noch verschärfen. Kleine und wichtige Spielelemente sollen demnächst nur über die Internet-Verbindung zur Verfügung gestellt werden. Man plant also, eine Art Streaming einzubauen, um den Crackern endgültig einen Riegel vorzuschieben. Die jüngst veröffentlichten Geschäftszahlen scheinen Ubisoft bei der Marschrichtung Recht zu geben: Der Umsatz für das abgeschlossene Geschäftsjahr liegt um 57 Prozent höher als der des Vorjahrs. Ob das al-

Mittlerweile laufen die Server stabil. Und auch wenn der Ko-

den niedrigsten die Actionspiele (70).

Ubisofts neue Logik: Ohne Internet kein Offline-Spiel.

Spiele

all die Anstrengungen nicht reichen. Am Ende war Arcania nur ein Schlauch-Rollenspiel, das wenig belebte Welt und noch weniger Story bot. Auch das Charaktersystem blieb weit hinter dem der Vorgänger zurück. Aber immerhin klappten die Kämpfe. Und Bugs gab’s auch kaum. Trotzdem reichte es nach unserem Wertungssystem lediglich für mickrige 69 Punkte, der internationale Durschnitt lag bei gerade mal 63 Punkten. Obwohl Arcania weder Presse noch Spieler begeisterte, will der Publisher Jowood nachlegen und hat für 2011 das erste Addon namens Fall of Setarrif angekündigt.

Durchschnittswertung 2010

73

Den höchsten Schnitt hatte die Abenteuer-Rubrik (76),

Mass Effect (88)

Assassin’s Creed 2 (88)

Battlefield: Bad Company 2 (90)

GTA 4: Episodes from Liberty City (91)

Überraschung im Januar: King Arthur (82)

Überraschung im Februar: Ninja Blade (73)

Überraschung im März: Just Cause 2 (80)

Überraschung im April: Lead & Gold (71)

Enttäuschung im Januar: Dark Void (70)

Enttäuschung im Februar: Cursed Mountain (55)

Enttäuschung im März: Command & Conquer 4 (76)

Enttäuschung im April: Black Sails: Das Geisterschiff (66)

Januar

News

• • • • • • •

(1) (3) (14) (42) (41) (42) (10)

Im Januar hat Modern Warfare 2 bereits eine Milliarde Dollar eingespielt. Außerdem: Epic arbeitet an einer Version der Unreal Engine 3, die auch auf dem iPhone laufen soll.

GameStar 02/2011

Februar Der Bundesgerichtshof entscheidet, dass Download-Anbieter wie Steam ihren Kunden verbieten dürfen, heruntergeladene Spiele weiterzuverkaufen. Außerdem: Activision schließt aufgrund von ­finanziellen Verlusten zwei Studios und entlässt knapp 150 weitere Mitarbeiter.

März

April

Valve kündigt endlich das heiß erwartete ­Portal 2 an.

Apple veröffentlicht mit dem iPad ein neues Spielzeug für Besserverdienende.

Außerdem: Gegenüber ­einem englischsprachigen Magazin verspricht ValveBoss Gabe Newell, dass Half-Life: ­Episode 3 wieder düsterer werden soll. Wann’s genau erscheinen wird, verrät er indes nicht.

Die Wertung der Einzelspieler-Kampagne von Battlefield: Bad Company 2 beträgt nur 76 Punkte.

Außerdem: In Südkorea haben Starcraft-Profis angeblich Spiele manipuliert, um bei illegalen Wetten Geld einzustreichen.

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MAGAZIN Report lerdings mit am Game Launcher gelegen hat, darf bezweifelt werden. Wir vermuten vielmehr, dass vor allem Assassin’s Creed 2 für den Umsatzschub gesorgt hat. Zumindest für die beiden Konsolen-Varianten liegen nämlich Zahlen vor. Die Xbox-360- und Playstation-3-Version haben in der ersten Verkaufswoche 32 Prozent mehr abgesetzt, als der Serienauftakt von 2007 es im gleichen Zeitraum schaffte. Streaming ist ein schönes Stichwort, das zu OnLive überleitet. Der Spiele-StreamingDienst startet in Europa erst in ein paar Monaten, in den USA wurde der Betrieb hingegen schon im Sommer 2010 aufgenommen.

Bei OnLive gibt’s gerade mal drei Dutzend Spiele.

Spiele

Mit den üblichen Startschwierigkeiten. Zu Beginn klagten Spieler über Lags; eine 6.000er-Leitung ist das Minimum, das man zur Verfügung haben sollte, damit der Spielestream halbwegs flüssig abläuft. Kein Wunder: Die Technik, die OnLive zugrunde liegt, sieht vor, dass auf der Hardware des Spielers lediglich Bilddaten ankommen, das Spiel aber auf den Servern von OnLive läuft. Das bedeutet, dass Steuerungsbefehle, die man daheim auf dem eigenen Rechner eingibt, zunächst zu den Servern übertragen werden müssen. Das Ergebnis wird anschließend wieder auf den heimischen PC (oder Mac) geladen. Enorme Datenmengen müssen also permanent übertragen werden. Dafür verlangte OnLive in den ersten Monaten noch richtig viel Geld. Neben den

News

Für eine andere und traditioneller funktionierende Spielevertriebsplattform hingegen war 2010 das bisher beste Jahr einer bereits seit September 2003 anhaltenden Erfolgsgeschichte. Die Nutzerzahl von Steam wuchs auf 30 Millionen, nicht zuletzt wegen der seit Mai verfügbaren Spiele für Mac OS X. Der Steam-Betreiber Valve konnte ein Umsatzwachstum von 200 Prozent verbuchen. Der Erfolg von Steam ist allerdings manchen ein Dorn im Auge. Randy Pitchford, Boss von Gearbox (Borderlands), äußerte sich in den vergangenen Monaten mehrfach negativ über das geschlossene System von Steam, das Kunden fessele und plattform- sowie community-übergreifende

Multiplayer-Spiele nicht zuließe. Pitchford machte auch noch anders von sich reden. Als Chef von Gearbox ist er seit einigen Monaten dafür verantwortlich, dass der längste Running Gag der Spielegeschichte endlich eine Pointe erhält. Gearbox stellt derzeit das vor mehr als 13 Jahren von 3D Realms begonnene Duke Nukem Forever fertig. Der Titel soll 2011 erscheinen. Dass 2011 auch wieder ein Modern War­ fare-Spiel von Infinity Ward erscheinen wird, müsste eigentlich Gesetz der Serie sein, immerhin stammt der aktuelle Titel Black Ops von Treyarch, also wäre gemäß dem steten Wechsel des Entwicklers Infinity Ward als nächstes dran. Aber seit März 2010 ist bei den Call of Duty-Erfindern nichts mehr so, wie es war, von Infinity Ward gibt’s eigentlich nur noch den Namen. Zunächst wurden die beiden Gründer Jason West und Vince Zampella von der Mutterfirma Activision entlassen, dann brach eine regelrechte Kündigungswelle bei Infinity Ward los. Activision unterstellte Zampella und West Vertrauensbruch, die Gegenseite klagte, weil der Publisher angeblich massive Boni im Zusammenhang mit dem Erfolg von Modern Warfare 2 nicht ausgezahlt habe. Eine Weile wurde im Internet schmutzige Wäsche gewaschen; ehemalige Mitarbeiter von Infinity Ward warfen Activision beispielsweise vor, bei dem Publisher gehe es zu wie in einem Polizeistaat. Man sei vom Vorstand »verhört worden«, während interne Sicherheitsleute die Ausgänge der Büros bewacht hätten. Mittlerweile wird die Schlammschlacht nur noch im Verborgenen geführt, auf Interview-Anfragen zum Thema antwortet keiner der Beteiligten mehr. Zampel-

Split/Second: Velocity (82)

Blur (85)

Monkey Island 2: Special Edition (90)

Starcraft 2 (90)

Überraschung im Mai: Heroes of Newerth (78)

Überraschung im Juni: Grotesque Tactics (75)

Überraschung im Juli: Sniper: Ghost Warrior (72)

Überraschung im August: R.U.S.E. (80)

Enttäuschung im Mai: Serious Sam HD: The Second Encounter (62)

Enttäuschung im Juni: Prince of Persia: Die vergessene Zeit (74)

Enttäuschung im Juli: All Points Bulletin (59)

Entäuschung im August: Kayne & Lynch 2 (73)

Mai

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üblichen Ladenpreisen für Spiele wie Assassin’s Creed 2 oder Splinter Cell: Convic­ tion fielen auch noch Abogebühren von knapp fünf Dollar im Monat an. Einen Preisvorteil bot OnLive also nicht. Und auch die noch nicht ausgereifte Technik sprach nicht für den Streaming-Service. Mittlerweile sind die Verbindungsprobleme wohl im Griff, und der Dienst hat sich inzwischen von den monatlichen Mitgliedsbeiträgen verabschiedet, angeblich aufgrund des großen Erfolgs. Wie der zustande gekommen sein soll, ist uns indes schleierhaft: Derzeit finden sich lediglich drei Dutzend Spiele in der Bibliothek. Immerhin sind einige davon echte Blockbuster wie das bereits erwähnte Assassin’s Creed 2 oder Batman: Arkham Asylum. Doch wer aktuelle Titel sucht, sucht noch vergebens. Für Deus Ex: Human Revo­ lution wurde zwar eine release-nahe Umsetzung für OnLive angekündigt, es ist aber nicht abzustreiten, dass das Spielestreaming noch in den Kinderschuhen steckt.

Electronic Arts verpasst seinen Spielern per Key einen ­personalisierten Online-Pass. Gebrauchtspielkäufer müssen dafür zehn Euro ­berappen. Außerdem: Das Berliner Studio Radon Labs (Drakensang) ist pleite.

Juni

45.600 Besucher kamen zur E3 2010, um sich dort die Produkte von 300 Ausstellern anzuschauen. Außerdem: Rockstar stellt klar, dass es doch keine PCVersion von Red Dead Re­ demption geben wird.

Juli

Blizzard will die echten ­Namen seiner Spieler in den Foren lesen, entscheidet sich aber schnell um, als ein Mitarbeiter, der seinen Namen angegeben hatte, anschließend terrorisiert wurde. Außerdem: Der Berliner ­Publisher TGC ist pleite.

City Interactive, die Macher von Sniper: Ghost Warrior, haben sich jüngst die Cry Engine 3 lizenzieren lassen.

August Sony Online Entertainment kündigt ein neues, mittlerweile drittes EverquestSpiel an. Erscheinungstermin? Noch unbekannt. Außerdem: Bethesdas ­Mutterfirma Zenimax kauft die französischen ­Arkane Studios (Dark ­Messiah of Might & Magic).

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Genre-Check 2010 Online-Rollenspiele

Actionspiele

Aufbauspiele

Die Fans von Actionspielen kamen 2010 voll auf ihre Kosten. Vielseitig ging’s zu. Oder witzig. Oder satirisch. Oder spannend. Die zwei neuen Episoden aus Liberty City konnten sogar alles zusammen.

World of Warcraft: Cataclysm. Age of Conan: Rise of the Godslayer. Eve Online: Tyrannis. Runes of Magic: The Elder Kingdoms. Viermal gut bis sehr gut bis ausgezeichnet, aber blöderweise alles nur Addons.

Aufbauspiele – was war das gleich nochmal? Das Schaffe-Schaffe-Genre kratzt an der Grenze zur Bedeutungslosigkeit, aber mit Die Siedler 7 und Civilization 5 hielten zwei famose Spiele tapfer die Fahne hoch.

GTA 4: Episodes from Liberty City (91), Splinter Cell: Conviction (90), Assassin’s Creed 2 (88), Darksiders (86)

Rise of the Godslayer (90), Cataclysm (88), Tyrannis (84), The Elder Kingdoms (80)

Anno 1404: Venedig (93), Die Siedler 7 (88), Civilization 5 (87), Tropico 3: Absolute Power (80)

Rollenspiele

Rennspiele

Sportspiele

2010 kam endlich wieder die Königsklasse der Rennspiele zurück auf den PC. Schöner noch: F1 2010 soll der Auftakt einer Formel1-Simulationsserie werden. Doch auch für die Anhänger von Fun-Rasern gab’s in diesem Jahre einige Strecken abzufahren.

Der traurige Tiefpunkt der R ­ ollenspiele 2010: die Gothic-Fortsetzung Arcania. Ansonsten gab’s zwar nicht viel f­ür Fans des Genres, aber das, was es gab, war sehr gut bis ausgezeichnet. Auch wenn Mass Effect 2 weniger Rollenspiel als erwartet war.

Stagnation auf hohem Niveau ist auch Stagnation. Nun ja, wir wollen nicht ungerecht sein, immerhin ist das aktuelle Fifa endlich im neuen Jahrhundert angekommen. Und Pro Evolution Soccer 2011 ist auch um einiges besser als der Vorgänger.

F1 2010 (89), NfS: Hot Pursuit (86), Blur (85), Split/Second (82)

Mass Effect 2 (88), Fallout: New Vegas (88), Drakensang: Am Fluss der Zeit (85), Alpha Protocol (83)

Fifa 11 (90), Pro Evolution Soccer 11 (90), NBA 2K11 (90), Tiger Woods PGA Tour Online (77)

Adventure

Ego-Shooter

Echtzeit-Strategie

2010 war nicht das Jahr der Ego-Shooter. Erstens gab’s nicht viele, zweitens waren nur wenige sehr gut. Selbst ein Black Ops blieb hinter unseren Erwartungen zurück, zumindest in der Einzelspieler-Kampagne.

Neben viel mittelprächtigen Rätseleien ragten einige sehr spielenswerte Kleinode aus der Masse heraus, etwa Amnesia. Traurig: Das beste Abenteuer 2010 war die Neuauflage von Monkey Island 2.

Ja, sie leben nach wie vor, die Echtzeit-Strategiespiele. Jedoch mehr schlecht als recht. Daran ändert auch der immense Erfolg von Starcraft 2 nichts, der 2010 die Ausnahme war und leider nicht die Regel.

Battlefield: Bad Company 2 (90), Call of Duty: Black Ops (85), Metro 2033 (85), Bioshock 2 (85)

Monkey Island 2 SE (90), Lost Horizon (87), A New Beginning (84), Amnesia (80)

Starcraft 2 (90), Dawn of War: Chaos Rising (83), Supreme Commander 2 (80), R.U.S.E. (80)

la und West waren in der Zwischenzeit allerdings nicht untätig und haben ein neues Studio namens Respawn gegründet. Ein neuer Geldgeber und Publisher ist auch schon gefunden: Electronic Arts. Damit sind die zwei sozusagen wieder in der alten Hei-

mat gelandet, denn die beiden hatten bereits 2002 für Electronic Arts in leitenden Rollen an Medal of Honor gearbeitet. Modern Warfare 2 oder Call of Duty: Black Ops mit Playstation Move oder Kinect? Nö!

Für beide in diesem Jahr veröffentlichten alternativen Eingabegeräte (September: Playstation Move, November: Kinect) für die Xbox 360 und die Playstation 3 gibt’s zwar Titel, aber aktuell nichts, was den HardcoreGamer in irgendeiner Weise reizen könnte.

Fifa 11 (90)

Fallout: New Vegas (88)

Call of Duty: Black Ops (85)

WoW: Cataclysm (88)

Überraschung im September: BlazBlue: Calamity Trigger (83)

Überraschung im Oktober: Lara Croft & the Guardian of Light (81)

Überraschung im November: Two Worlds 2 (85)

Überraschung im Dezember: Deathspank: Thongs of Virtue (73)

Enttäuschung im September: World Rally Championship (65)

Enttäuschung im Oktober: Arcania: Gothic 4 (69)

September Auch der Firefox-Erfinder Mozilla will ein Stück vom Spielekuchen abhaben und gründet die Marke »Mozilla Labs Gaming«, die Browserspiele veröffentlichen soll. Außerdem: Im ersten Monat nach Veröffentlichung wurden von Starcraft 2 drei Millionen Exemplare verkauft. Strategie-Rekord!

GameStar 02/2011

Oktober Ein Mitarbeiter von EA Mythic veröffentlicht anonym unschöne Firmeninterna und erklärt im Detail, warum Warhammer Online kein Erfolg wurde. Außerdem: Activision streicht abermals Stellen, diesmal beim Traditionsentwickler Raven (Singularity, Wolfenstein).

Enttäuschung im November: The Force Unleashed 2 (67)

November

Electronic Arts kündigt ein Free-to-Play-Battlefield für den PC an. Das zweite nach Battlefield: Heroes. Außerdem: Zenimax kauft MachineGames, ein Studio, das von ehemaligen Starbreeze-Mitarbeitern (Chronicles of Riddick) gegründet wurde.

Enttäuschung im Dezember: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (48)

Dezember Beim deutschen Entwicklerpreis sackt Die Siedler 7 gleich drei Preise ein, unter anderem den für das beste deutsche Spiel. Außerdem: Nur ein paar Tage nach dem Erscheinen von Cataclysm hatte eine russische Gilde bereits alle neuen Bosse des MMO-­ Addons besiegt.

Die beste Waffe im Multiplayer von Black Ops ist die Ak 47 (mit Schalldämpfer). Ohne Witz! Gibt’s aber erst ab Level 38.

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MAGAZIN Report

Seit 2010 kostenlos: Everquest 2, Pirates of the Burning Sea und Der Herr der Ringe Online.

Keine Blockbuster zum Start, nur Simpelspielchen wie Kinect Adventures, eine An­ einanderreihung von Hüpf- und In-der-LuftRumpatsch-Einlagen oder Sportspiele wie Tiger Woods PGA Tour 11 für Move. Bis mit den beiden Controllern auch Top-Shooter oder gar Rollenspiele gesteuert werden dürfen, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Das zweite große Technik-Thema des Jahres war 3D. Auf den beiden Riesenmessen E3 und Gamescom warben viele Hersteller mit dreidimensionalen Varianten ihrer Titel. Dabei ist es in der Regel nicht das Spiel, das den 3D-Effekt schafft, sondern die entsprechende Hardware, da die Programme ohnehin schon über alle 3D-relevanten Daten verfügen. Lediglich bei Crysis 2 ist es eine Mischung aus beidem. Aber ob nun rein hardwarebasiertes 3D oder eine Mischung: Ein 3D-Erlebnis reißt nach wie vor ein Loch in den Geldbeutel. 200 bis 250 Euro mehr muss man berappen, wenn man sich ein dreidimensionales Erlebnis vor die Augen zaubern will, denn neben einem speziellen Monitor und einer Brille benötigt man noch eine leistungsstarke Grafikkarte. Erst wenn beispielsweise Nvidias 3D Vision-Kit billiger geworden ist oder wenn die Konkurrenz zum Preiskampf bläst, wird sich 3D verbreiten und zu einer echten Alternative werden.

In den ersten 24 Stunden 3,3 Millionen Verkäufe! Ein nicht tot zu kriegendes Phänomen: die Online-Rollenspiele, die auch 2010 Schlagzeilen machten. Allen voran natürlich Cata­ clysm, die dritte Erweiterung von World of Warcraft, die abermals für Schlangen bei den inzwischen traditionellen Mitternachtsverkäufen mit angeflanschtem Spiel und Spaß (Kostüm-Wettbewerbe, Gewinnspiele) sorgte. Der Spiegel nannte das in insgesamt 300 Läden stattfindende Tamtam einen »inszenierten Shopping-Hype«, weil man das Addon auch bequem hätte bestellen oder schlicht herunterladen können. Haben sicher auch viele gemacht. In den ersten 24 Stunden nach Veröffentlichung wurde das Addon 3,3 Millionen Mal verkauft. Rekord!

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Aber nicht nur bei WoW tat sich etwas, viel interessanter waren die Veränderungen, die sich bei vielen anderen MMOs vollzogen. Sony beispielsweise stellte den Betrieb von Everquest 2 auf Free2play um, Gleiches passierte erst jüngst mit Pirates of the Burning Sea. Codemasters ging mit Der Herr der Rin­ ge Online auch diesen Weg. Offenbar hat man eingesehen, dass man gegen die treue Abonnenten-Gemeinschaft von World of Warcraft nicht angehen kann, und sucht das Heil im Mikrotransfer. Im Falle von Der Herr der Ringe Online gibt der Schwenk dem Publisher Codemasters Recht. Im ersten Monat nach der Umstellung der Server haben sich Spieleranzahl und Umsatz verdoppelt, zumindest in den USA. Und die anderen Spiele des Jahres? Wenig überraschend wurde Starcraft 2 von jetzt auf gleich zum schnellstverkauften Strategiespiel aller Zeiten. So hat Blizzard zusammen mit World of Warcraft: Cataclysm für 2010 gleich zwei Mega-Erfolge zu verbuchen. Mafia 2, eine gute, aber nicht überragende Fortsetzung, enttäuschte schließlich durch zwei halbgare DLCs, die das im Hauptspiel vermisste vernünftige Ende auch nicht brachten. Weitere Zusatzinhalte sind für Vito Scalettas Abenteuer nicht geplant. Auch für Mass Effect 2, den ersten großen Hit von 2010, gab’s Zusatzinhalte zum Runterladen. Satte 20 bisher. Einige davon umsonst, andere waren im Zuge von Promo-Aktionen erhältlich, wieder andere wollten bezahlt werden, darunter sogar vergleichsweise unnütze Dinge wie neue Klamotten für Teammitglieder oder zusätzliche Waffen. So addierte sich zum grundsätzlich großartigen Mass Effect 2-Erlebnis der bittere Beigeschmack der Abzocke.

Eine freudige Überraschung bescherte uns das Rollenspiel Two Worlds 2, das erstaunlich gut gelungen ist. Neben Fallout: New Vegas, Mass Effect 2 und Drakensang: Am Fluss der Zeit blieb es das einzige gescheite Futter des Jahres für Fans des Genres. Und dann war da noch Call of Duty: Black Ops, das – obwohl vom weniger etablierten Studio Treyarch – in den ersten fünf Tagen nach Verkaufsstart plattformübergreifend sage und schreibe 650 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftete. Das sind 100 Millionen mehr, als der direkte Vorgänger Modern Warfare 2 im gleichen Zeitraum 2009 einspielte. Womit mal wieder bewiesen wäre: Viele Spieler greifen gerne zu mehr vom Gleichen. Aber 2010 war auch Platz für Innovation: die gewagte Optik von Kane & Lynch 2, der subtile Grusel eines Amnesia, und natürlich das zerstörbare Terrain im Multiplayer-Modus von Battlefield: Bad Company 2. Das ist zwar nicht neu, gab’s aber in dieser ausgefeilten Form bisher nicht. Wir sind gespannt, ob wir das genauso in Battlefield 3 erleben werden. Einer der zweifelhaften Haupttrends des Jahres 2010 dürfte die Ver-Action-isierung sein. Weniger Rollenspiel in Mass Effect 2, weniger Schleichen in Splinter Cell: Convic­ tion, stattdessen der brutale, der einfache Weg. Ähnlich wird’s zu Beginn von 2011 mit Dragon Age 2 weitergehen. Wir können nur hoffen, dass Eidos uns wirklich die Option lässt, Deus Ex: Human Revolution auch ohne große Ballerei zu lösen, dass wir in The Witcher 2 nicht ständig das Schwert ziehen müssen und dass wir Ghost Recon: Future Soldier nicht wie einen Ego-Shooter spielen müssen. Die kommenden Monate werden es zeigen. Auf ein vielfältiges 2011! PET

Eines der ersten Multiplayer-Spiele mit zerstörbarem Terrain war Söldner von den deutschen Wings Simulations.

GameStar 02/2011

MAGAZIN Hall of Fame

Hall of Fame

Age of Empires Das Strategie-Epos der Ensemble Studios surft 1997 auf der Echtzeit-Welle ganz vorne mit. Obwohl es direkt aus der Steinzeit kommt ... Von Martin Deppe Auf XL-DVD: Video-Special

Martin Deppe Freier Autor redaktion@gamestar.de

Es ist das Jahr der Echtzeit-Strategie: 1997 erscheint ein Genre­ vertreter nach dem anderen. Darunter Gurken wie Beasts and Bumpkins (»Bestien und Landeier«), aber auch Toptitel wie Total Annihilation und Dark Reign. In

strategisch mittlerweile völlig übersättigt, »Begeisterung ist schließlich sein Job«. Doch Boris hat Recht. Age of Empires begeistert mich vom ersten Klick an. Es erfindet das Rad der Spielegeschichte zwar nicht neu, aber macht es runder, schneller, griffiger. Das beginnt schon beim Ressourcenabbau: Meine Altsteinzeit-Dörfler jagen Vieh, fischen frische Fische und pflücken Beeren, klopfen Bäume

Age of Empires erfindet das Rad der Spielegeschichte zwar nicht neu, aber macht es runder, schneller, griffiger. dieser Echtzeit-Welle saufen selbst gute Genre-Vertreter wie Akte Europa ab (wozu der selten dämliche Name allerdings einiges beigetragen haben dürfte). Als Redakteur der frisch geschlüpften GameStar will ich für die Erstausgabe 10/97 eine Preview über Age of Empires schreiben. Microsoft lädt zur Pressevorführung, der ­Senior Product Manager Boris Schneider verspricht mir am Telefon ein tolles Erlebnis. »Klar tut er das«, denke ich noch, echtzeit-

um und Steine klein, hauen Goldklumpen aus Adern. Klar, das habe ich alles schon woanders gesehen, aber hier ist’s ein echter Hingucker. Denn jede noch so unwichtige Einheit ist prima animiert. Ein Jäger-Dorfbewohner schleudert seinen Speer gen Reh, weidet es aus, schleppt den Rehrücken ins Dorfzentrum, während sein Sammler-Kollege bereits mit den gerupften Preiselbeeren im Korb anrückt. Allein schon diese bunte Welt mit ihren emsigen Arbeitern, herumflatternden Vögeln,

Deswegen legendär perfekter Mix aus Aufbau und Kampf vier Epochen zahlreiche Upgrades sehr schöne Animationen spannendes Missionsdesign Auftakt der erfolgreichen Serie

mit ihren Löwen, Elefanten und Krokodilen könnte glatt für ein Aufbauspiel durchgehen. Tatsächlich gibt es Spieler (darunter mein damaliger Schwiegervater), die in Age of Empires einfach nur bauen – und neu anfangen, sobald ein Gegner vorbeischaut und die Idylle mit ein paar Keulenhieben stört. Feinde gibt’s nämlich auch. Und mit etwas Pech kommen die nicht nur mit Keulen an, sondern schon mit Äxten. Weil wir vor lauter Idylle nämlich verpennt haben, eine Kaserne zu bauen und Krieger zu rekrutieren. Oder noch besser – in die nächste Epoche zu kommen. Denn das ist der größte Clou bei Age of Empires: Bis zu viermal springen wir – genug Rohstoffe und errichtete Gebäudetypen vorausgesetzt – eine historische Epoche weiter. Von der Alt- zur Jungsteinzeit, dann zur Bronze- und Eisenzeit, schließlich zur »Nach-Eisenzeit«, die im Spiel so ungefähr um 500 vor Christus angesiedelt ist. Grob gerechnet umspannen die Epochen rund 10.000 Jahre. Typisch amerikanisch: Mit der Realität nehmen es die Entwickler nicht ganz so ernst. So dürfen wir bereits mit Onager-Katapulten und Ballisten um uns schießen, während sie in Wirklichkeit noch längst nicht erfunden waren. Doch das ist mir völlig egal, als ich zwei Monate und GameStar-Ausgaben später endlich das Testmuster von Age of Empires in den Händen halte. Denn jetzt zeigt sich, ob die Begeisterung vom Microsoft-Besuch länger anhält als beim rund einstündigen Probespielen in Unterschleißheim.

Sturmangriff auf unsere Pyramide! Wir wehren uns mit Streitwagen gegen Ballisten.

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Boris Schneider war von 1993 bis 1996 Chefredakteur der Zeitschrift PC Player.

Sie hält an. Und wie! Der Wettlauf um den nächsten Epochensprung fesselt über Wochen, ja Monate. Age spielt sich von Anfang an wie Civilization auf Speed. Was auch daran liegt, dass der Civilization-Mitdesigner Bruce Shelley federführend an Age of Empires geGameStar 02/2011

Hall of Fame MAGAZIN

Auf einer Inselwelt sollen wir sechs Artefakte (unten) bergen.

Unsere Transportflotte fällt japanischen Katapultkähnen zum Opfer.

Hier sehen Sie alle Rohstoffe: Nahrung, Holz, Stein und Gold.

Wir schleichen uns in eine Festung. Stadttore gab’s erst in Teil 2.

schraubt hat. Die Auswirkungen der Epochen sind zwar nicht so extrem wie in Sid Meiers Rundenklassiker, in dem schon mal Speerträger gegen Panzer und Triremen gegen Schlachtschiffe antreten. Doch vor allem in den Multiplayer-Gefechten in unserer Redaktion bricht schnell Panik aus, wenn unser Gegner im Zimmer nebenan einen Zeitsprung schafft und ab sofort mit Bogenschützen vorbeigucken kann. Auf Kriegselefanten! Für diesen Artikel habe ich Age of Empires natürlich wieder installiert und mich auf die typische Ernüchterung eingestellt, die einem beim Wiederspielen uralter Titel oft aus den verklärten Wolken der Erinnerung auf den Boden der Tatsachen purzeln lässt. Doch hier bleibt der harte Aufprall aus! Das beginnt bereits mit der Installation: Statt eines Microsoft-typischen Fortschrittbalkens türmen hier putzig animierte Arbeiter Steine zu einem Bauwerk – je höher der Bau, desto weiter die Installation. Auch die Spielgrafik verursacht kein akutes Augenbrennen, und auf der höchsten der drei Auflösungen, 1.024 mal 768, sieht das antike Spiel immer noch hübsch aus. Weniger hübsch endet mein erster Ausflug in die Vergangenheit. 13 verspielte Jahre später werde ich ja das erste Szenario der zweiten Kampagne locker gewinnen, oder? GameStar 02/2011

Unbekümmert schicke ich meine blauen ­Arbeiter in den Wald und auf Hirschjagd. Postiere meine Krieger. Baue eine Kaserne, klicke ein paarmal auf das KeulenträgerSymbol, um frische Truppen zu rekrutieren. Und warte. Und warte. Und warte. Mittlerweile schauen rote und gelbe Keulenträger vorbei, hauen meinen Arbeitern auf den Kopf. Meine Truppen greifen erst ein, als die Flüchtenden sie fast umrennen. Wo bleibt die Verstärkung – die wird doch nicht ...? Entsetzt stelle ich fest, dass ich damals (und somit heute noch) nur einzelne Einheiten in Auftrag geben kann. Ein Klick, warten bis Einheit fertig, neuer Klick und so weiter. Produktionsschlange? Nö. Die gibt’s zwar 1997 schon bei der Konkurrenz, doch Age zeigt sich hier spröde. Im Klartext heißt das, dass ich mit meinen hektischen Klicks auf den Truppen-Button jedes Mal einen Krieger in Auftrag gegeben und gleich wieder storniert habe. Auch andere Komfortfunktionen fehlen: Ich kann zwar einen Rahmen um Einheiten ziehen und den Angewählten eine Zifferntaste zuweisen. Aber so neumodischen Schnickschnack wie der Doppelklick auf eine Einheit, um alle identischen Truppentypen anzuwählen, den gibt es nicht. Es kommt, wie es kommen muss: Gelb und Rot zerlegen erst meine Arbeiter, dann mei-

ne kümmerliche Fünf-Mann-Streitmacht. War das Spiel damals auch schon so schwer? Fehlen mir einfach die Komfortfunktionen? Oder, schlimmer, bin ich etwa eingerostet, verweichlicht durch PopcornStrategie à la Command & Conquer 4 und Dawn of War 2? Ich studiere meinen fünfseitigen Test-Artikel von damals, ignoriere geflissentlich mein peinliches Foto und stolpere über den beruhigenden Satz: »Schämen Sie sich nicht, wenn Ihnen der Computergegner oft eins auf den Deckel gibt: Schon die mittlere der fünf Schwierigkeitsstufen ist äußert knackig.« Na also, ich bin gar nicht eingerostet. Ich war einfach damals schon zu langsam. Martin Deppe

Age of Empires Echtzeit-Strategie PUBLISHER

Microsoft Game Studios

ENTWICKLER

Ensemble Studios

QUELLE

AK Tronic, Age of Empires Collector’s Edition, ca. 8 Euro

SPRACHE

Deutsch

MINIMUM

90 MHz, 24 MB RAM

SO LÄUFT’S

Age of Empires lässt sich unter Windows Vista und Windows 7 problemlos spielen. Lieber erst testen? Hier gibt‘s die Demo: Quicklink/7211

Fazit Echtzeit-Strategie mit einer Prise Civilization.

Mit dem Update 1.0c erhielt Age of Empires eine Funktion, um über die Punkt-Taste unbeschäftigte Arbeiter aufzurufen.

121

HARDWARE News

Starcraft-2-Hardware GameStar.de/Quicklink/7238

Kurz vor Redaktionsschluss trafen von Razer Marauder (Tastatur), ­ pecter (Maus) und Banshee (Headset) bei uns ein. Zu knapp für einen ausführlichen Test, aber S Zeit genug für einen ersten Eindruck. Im Vergleich zu anderen Gaming-Tastaturen ist die Marauder wesentlich schmaler – vorteilhaft für LAN-Partys. Um das zu erreichen, integriert Razer die Pfeil-Tasten sowie den Block mit f, y und Co. in den Nummernblock. Alle Tasten sind gummiert und hintergrundbeleuchtet, der Tastenanschlag präzise. Für einen Preis von über 100 Euro bringt die Marauder aber zu wenige Extras mit. Bei der 60 Euro teuren Specter können Sie entweder im Treiber oder per Taste die Abtastrate von 100 bis 5.600 dpi regeln. Wer mag, kann die Beleuchtung in nahezu jeder Farbe einstellen und mit Ihren Klickrhythmen synchro­ nisieren. Wenn Sie gemütliche 40 Mal pro Minute klicken, leuchtet ­ die Maus grün. Je schneller und häufiger Sie schalten, desto mehr wechselt die Farbe zu rot. Einen ausführlichen Test der Starcraft 2Peripherie lesen Sie bald auf GameStar.de. HW

Mit Marauder (Tastatur), Specter (Maus) und Banshee (Headset) bringt Razer 2011 spezielle Starcraft-2Peripherie auf den Markt.

!

Referenzklassen Spiele-PCs Standard-PC

Hardware-Details Prozessor Arbeitsspeicher Grafikkarte

Mittelklasse-PC

High-End-PC

Athlon 64 X2/5000+ 2,0 GByte Geforce 8800 GT

Core 2 Duo E8500 4,0 GByte Radeon HD 4870

Core 2 Quad Q9300 4,0 GByte Radeon HD 5870

1280x1024, hohe Details 1680x1050, Einstellung: gut 1280x1024, mittlere bis hohe Details 1280x1024, minimale Details, ruckelt 680x1050, niedrige bis mittlere Details

1920x1200, maximale Details 1920x1080, Einstellung: hoch 1680x1050, hohe Details 1920x1200, hohe Details 1920x1200, max. Details und Kantenglättung

1920x1200, max. Details und Kantenglättung 1920x1080, Einstellung: Ultra, 8xAA 1920x1200, hohe Details 1920x1200, hohe Details, Kantenglättung 1920x1200, max. Details und Kantenglättung

Spiele-Details

Call of Duty: Black Ops WoW: Cataclysm Crysis Warhead Mafia 2 F1 2010

Spiele-PCs Die GameStarReferenz­klassen geben drei typi­sche PC-Konfigurationen der Mehrzahl der GameStar-Leser wieder. Die SpieleDetails verraten, in welcher Einstellung die angegebenen Titel flüssig gespielt werden können.

Grafikkarten-Prozessor-Index Grafikkarten Geforce 8/9

Einsteiger 8600 GTS | k. A.

Mittelklasse

8800 / 9800 GT | 80 €

Geforce 200 Radeon HD 3/4

GTS 250 | 110 € 3850 | k. A.

4670 | 70 €

Radeon HD 5/6

4830 | 80 € HD 5670 | 80 €

HD 4850 | 90 €

HD 5750 | 80 €

HD 5770 | 110 €

Einsteiger

Athlon Phenom

X3 8450 | 60 €

II X2 260 | 70 € X3 8850 | k. A.

X4 9650 | 80 €

Phenom II Core i

124

E4300 | k. A.

E4600 | k. A.

E6600 | 170 €

GTX 275 | 190 €

HD 4870 | 100 € HD 5850 | 200 €

GTS 450 | 110 €

X2 6000+ | 60 €

Core 2

GTX 2602 | 180 €

4770 | k. A.

Geforce 400

Prozessoren

!

High-End

8800 / 9800 GTX | 130 €

HD 4890 | 200 €

GTX 285 | 290 € HD 4850 X2 | k. A.

GTX 295 | 450 € HD 4870 X2 | k. A.

HD 6850 | 160 €

HD 6870 | 210 €

HD 5870 | 290 €

HD 6950 | 260 €

HD 6970 | 330 €

HD 5970 | 520 €

GTX 460 768 MB | 150 €

460 1,0 GB | 170 €

GTX 470 | 210 €

GTX 480 | 350 €

GTX 570 | 360 €

GTX 580 | 450 €

Mittelklasse II X3 435 | 70 €

High-End

II X4 645 | 110 €

X4 9750 | 80 € II X2 550 | 90 €

II X3 720 | 80 €

II X4 920 | 150 €

II X4 940 | 100 €

II X4 970 | 160 €

E7500 | 110 €

E8200 | 140 €

E8500 | 170 €

Q6600 | 210 €

Q9300 | 170 €

Q9550 | 230 €

i3 540 | 110 €

i5 650 | 170 €

i5 750 | 170 €

i7 870 | 270 €

AMD krempelt mit dem Catalyst 10.12 die Bedienoberfläche um und macht sie übersichtlicher.

II X6 1055T | 150 €

II X6 1090T | 200 €

II X6 1100T | 260 €

Leistungsindex Der GrafikkartenProzessor-Index ordnet Grafikchips und CPUs nach ihrer Spieleleistung. Ab der Mittelklasse können Sie moderne Titel meist problemlos spielen. Maximale Grafikdetails sind bei grafisch anspruchsvollen Titeln in der Regel erst ab der gehobenen Mittelklasse oder dem High-End-Segment möglich.

QX9770 | 1.530 € i7 920 | 250 €

i7 875K | 320 €

i7 980X | 1.000 €

GameStar 02/2011

News HARDWARE

Neue Intel Core-i-­Prozessoren ab Januar CPU-Name

Kerne

Hyper­threading

Takt­frequenz

Strom­verbrauch

Preis

Core i7 2600K

4

ja

3,4 GHz

95 Watt

317 US-Dollar

Core i7 2600

4

ja

3,4 GHz

95 Watt

294 US-Dollar

Core i7 2600S

4

ja

2,8 GHz

65 Watt

306 US-Dollar

Core i5 2500K

4

nein

3,3 GHz

95 Watt

216 US-Dollar

Core i5 2500

4

nein

3,3 GHz

95 Watt

205 US-Dollar

Core i5 2500S

4

nein

2,7 GHz

65 Watt

216 US-Dollar

Core i5 2500T

4

nein

2,3 GHz

45 Watt

216 US-Dollar

Core i5 2400

4

nein

3,1 GHz

95 Watt

184 US-Dollar

Core i5 2400S

4

nein

2,5 GHz

65 Watt

195 US-Dollar

Core i5 2300

4

nein

2,8 GHz

95 Watt

177 US-Dollar

Core i3 2390T

2

ja

2,7 GHz

35 Watt

195 US-Dollar

Core i3 2120

2

ja

3,3 GHz

65 Watt

138 US-Dollar

Core i3 2100

2

ja

3,1 GHz

65 Watt

117 US-Dollar

Core i3 2100T

2

ja

2,5 GHz

35 Watt

127 US-Dollar

Pentium G850

2

nein

2,9 GHz

65 Watt

86 US-Dollar

Pentium G620

2

nein

2,8 GHz

65 Watt

75 US-Dollar

Pentium G620T

2

nein

2,6 GHz

65 Watt

64 US-Dollar

GameStar.de/Quicklink/7239

Die ersten Sandy-BridgeProzessoren sollen offiziell ab dem 9. Januar 2011 erhältlich sein. Intel wird demnach zunächst zehn QuadCore-Prozessoren veröffentlichen – vom 3,4 GHz schnellen Core i7 2600K mit Hyperthreading für 317 US-Dollar bis hin zum 2,5 GHz schnellen Core i5 2400S ohne Hyperthreading für 195 Dollar. Die K-Modelle haben dabei einen freien Multiplikator, was sie besonders für Übertakter interessant macht. Wenn ein »S« hinter der Typenbezeichnung steht, verbraucht der Prozessor weniger Strom als die Standard-Modelle. Am 20. Februar folgen dann Dual-Core-Versionen, die wie der 3,3 GHz schnelle Core i3 2120 für 138 Dollar Hyperthreading unterstützen. Das untere Ende der Skala bilden Prozessoren, die unter der Bezeichnung Pentium verkauft werden. Diese Dual Cores unterstützen kein Hyperthreading. Am 27. Februar wird als Erstes der Pentium G620T mit 2,2 GHz für 70 Dollar erscheinen. Schnellere Pentium-Modelle mit bis zu 2,9 GHz sollen im 2. Quartal 2011 folgen (die Euro-Preise stehen noch nicht fest). HW

»Auf welcher Plattform spielen Sie vorrangig?« GameStar-Leser spielen am liebsten auf dem PC, über 80 Prozent ziehen den Desktop-­Rechner an­ deren Spiel-Geräten vor. Immerhin noch 8 Prozent bevor­zugen das Notebook für eine gepflegte Partie, Desktop-PC............. (82 %) Spielekonsolen belegen mit 7 P ­ rozent Platz 3. Apples Notebook.................(8 %) Rechner oder Notebooks nutzen nur verschwindend Spielekonsole.................(7 %) ­geringe 2 Prozent unserer Leser. Mac oder Macbook.................(2 %) Quelle: Umfrage auf GameStar.de, 8.053 Teilnehmer Handheld, Smartphone.................(1 %)

• • • • •

3DMark 11 GameStar.de/Quicklink/7223

Futuremarks 3DMark 11 setzt zwingend Direct-X11-Hardware voraus und läuft dementsprechend nur mit Windows Vista oder 7 – unter Windows XP oder mit einer DirectX-10-Grafikkarte startet das Programm nicht. Der DX11-Neuerung »Tesselation« widmet die neue Benchmark-Software besondere Aufmerksamkeit. Drei der vier Grafiktests nutzen diese dynamische Steuerung des Detailgrades. Im »Physics«- sowie dem so genannten »Combined«-Test prüft der 3DMark 11 die Leistung bei physikalischen Berechnungen – sowohl seitens der Grafikkarte als auch seitens des Prozessors. Futuremark bietet den 3DMark 11 in drei Versionen an. Die »Basic«-Variante ist kostenlos, allerdings stark abgespeckt und nicht werbefrei. So können Sie nur in der Auflösung 1280x720 benchen und nicht festlegen, welche Grafikeinstellungen genutzt werden sollen. Knapp 20 Dollar, umgerechnet um die 15 Euro, zahlen Sie für die »Advanced«-Edition. Mit ihr haben Sie Zugriff auf alle Einstellungen. In unserem Test mit Geforce GTX 580, Geforce GTX 460, Radeon HD 5870, Radeon HD 5870 und Radeon HD 5770 schnitt erwartungsgemäß die GTX 580 am besten ab. Mit einigem Abstand folgt die Radeon HD 5870 vor der Radeon HD 6870. Die beliebte Geforce GTX 460 belegt Platz 4 und schlägt die weitaus günstigere Radeon HD 5770 um etwa 20 Prozent. Auf Der DirectX-11-exklusive 3DMark 11 testet neben GameStar.de finden Sie einen ausder Grafikkarte auch die Physik-Fähigkeiten der CPU. führlichen Test. HW GameStar 02/2011

News-Ticker VGA stirbt: Ab 2015 verzichten Intel und AMD auf den VGA-Anschluss. Stattdessen sollen digitale Verbindungen wie Displayport und HDMI vorangetrieben werden. Der DVI-Port bleibt bestehen. Windows 8: Laut einer italienischen Webseite soll Windows 8 in der 64-Bit-Version einen »Wind« getauften 3D-Desktop mitbringen. Ob die Windows-7-Variante »Aero« als 2D-Lösung erhalten bleibt, wissen die Kollegen allerdings nicht. Monitor: LG kündigt einen 23-Zoll-TFT mit 240 Hz und IPS-Panel an. Aufgrund der 240 Hz soll das Bild bei Bewegungen noch schärfer sein und selbst im 3D-Betrieb mit Nvidias 3D Vision noch flimmerfreie 120 Hz pro Auge liefern. Preis oder Verkaufsstart sind noch nicht bekannt. Notebook: In einem Protoypen von Alienware steckt ein Sandy-Bridge-Prozessor sowie eine noch unbekannte Radeon Mobility 6900M. Zusammen erreicht das Gespann im 3DMark 2006 über 20.000 Punkte, während eine Geforce GTX 460M nur auf rund 16.000 Punkte kommt.

Nvidia veröffentlichte den Geforce-Treiber 263.09, der hauptsächlich die beiden neuen Grafikkarten Geforce GTX 580 und GTX 570 unterstützt.

125

HARDWARE Schwerpunkt

Spiele-PCs von der Stange Was zeichnet einen guten Spiele-Rechner aus? Wie teuer darf er sein? Sind FertigPCs schlechter als Marke Eigenbau? Wir haben zehn Komplett-PCs zum Test bestellt und nachgeprüft. Von Hendrik Weins GameStar.de: Radeon-Treiber konfigurieren: Quicklink/6087 / Geforce-Treiber konfigurieren: Quicklink/6504

ameStar-Leser sind Bastler. Über zwei Drittel bauen sich lieber selber einen Rechner zusammen, als ihn fertig beim Händler um die Ecke oder im Elektronik-Markt zu kaufen. Gute Gründe für den Selbstbau gibt es viele: So lernen Schrauber den Aufbau eines Rechners spie-

Leistung ist nicht das Problem, sondern Liebe! lend kennen, müssen mit eventuellen Problemen selbst fertig werden, wissen aber genau, was in Ihrem PC steckt, und sparen dabei meist noch Geld. Allerdings hat die Bastelei gegenüber einem Fertig-PC auch

gewichtige Nachteile. So gibt es keine zentrale Anlaufstelle im Fall eines Hardware-Defekts, ungeübte Bastler müssen zudem viel Zeit in Konfiguration und Montage stecken. Und wenn der Rechner nach dem Zusammenbau nicht läuft, hilft ein Griff zum Telefon und eine Beschwerde nicht – dann muss akribisch gesucht und eine Komponente nach der anderen überprüft werden. Nur Fortgeschrittene und Profis kennen die meisten Fehlerquellen und brauchen keine lange Recherche vor dem Kauf. Einsteiger oder Spieler mit kurzem Geduldsfaden sollten dagegen eher zu einem Komplett-PC greifen. Im Kasten »Checkliste PC-Kauf« geben wir Tipps, welche Hardware wenigstens in einem Spiele-Rechner stecken sollte und wie Sie PC-Krücken zuverlässig erkennen. Zehn Spiele-Rechner stellten sich unserem Test. Während der Predator G5900 des internationalen Herstellers Acer potente Hardware in einem auffälligen, orangeschwarzen Gehäuse lieblos zusammengeklatscht, überzeugen viele andere SpielePCs der kleineren Hersteller mit deutlich mehr Liebe zum Detail. Als Faustregel für ­einen Spiele-PC gilt: Die Grafikkarte sollte etwa 30 Prozent des Kaufpreises ausmachen, sonst sind Prozessor- und Grafikleistung außer Balance. Im Testfeld hielten sich die meisten Hersteller an diese inoffizielle Regel, nur Atelco und Nenotec verbauten gemessen am Verkaufspreis zu schwache Grafikkarten. Einen negativen Trend verfolgen wir mit Sorge: Nur zwei Hersteller rüsten ihre Rechner mit richtigen Soundkarten aus – der Rest vertraut auf Onboard-Sound, die im Fall des Acer Predator G5900 sogar nur Stereo liefert. Blu-ray etabliert sich erst langsam. Von sieben Rechnern für 1.500 Euro können nur die PCs von Arlt und PC King die HD-Scheiben lesen. Zudem verbauen diese beiden Hersteller noch eine pfeil-

schnelle Solid State Disk, wodurch das Betriebssystem und auch die auf der SSD installierten Programme spürbar schneller starten. Windows 7 in der 64-Bit-Version ist mittlerweile Standard und so können alle Rechner mit mehr als 4,0 GByte Arbeitsspeicher umgehen, auch wenn nur Ultraforce (8,0 GByte), Arlt (8,0 GByte), Mifcom (6,0 GByte) und Acer (6,0 GByte) mehr verbauen. Alle Komplett-Rechner im Test haben mehr als genügend Leistung, um aktuelle Spiele in maximalen Details mit Bildverbesserungen wie Kantenglättung oder anisotroper Texturfilterung ruckelfrei darzustellen. Erst mit High-End-Techniken wie AMDs Eyefinity für Spielspaß auf mehreren Monitoren oder Nvidias 3D-Brille 3D Vision können Sie dieses Potenzial ausreizen. Allerdings muss die Grafikkarte das Doppelte leisten, soll sie Spiele auf zwei Monitoren oder im 3D-Modus wiedergeben. Ein Beispiel: Call of Duty: Black Ops per 3D Vision Surround auf drei Monitoren verlangt der Grafikkarte das Sechsfache gegenüber dem normalen EinschirmBetrieb ab. Statt das Spiel in 1920x1080 auszugeben, muss die Grafikkarte die drei­ fache Auflösung von 5760x1080 Pixeln berechnen und diese für 3D nochmals verdoppeln. So werden aus anfangs 2.073.600 Bildpunkten (1920x1080) theoretisch unglaubliche 12.441.600 Bildpunkte (5760x1080 x 2) – zu viel für die Test-PCs. Die Rechner mit Geforce GTX 580 oder einem SLI-System aus zwei GTX 470 bewältigen 3D Vision auf ei-

Viele Spieler verschenken wertvolle Leistung, indem sie die Grafikkarten-Treiber nicht auf dem aktuellsten Stand halten.

126

Laut Umfrage auf GameStar.de halten 53,2 Prozent unserer Leser die Treiber von Nvidia für die besseren, nur 23,4 Prozent stimmten für AMD.

GameStar 02/2011

Schwerpunkt HARDWARE

Checkliste PC-Kauf Ein Schnäppchen beim Elektronikmarkt um die Ecke? Mit Hilfe unserer Checkliste PCKauf finden Sie heraus, ob sich das vermeintliche Angebot wirklich lohnt.

Grafikkarte Auch wer nur maximal 500 Euro für einen Spiele-PC ausgeben will, muss nicht auf eine leistungsfähige Grafikkarte verzichten. Achten Sie darauf, dass zumindest eine Geforce GTX 460 oder Radeon HD 6850 im PC steckt. Beide Karten kosten etwa 160 Euro und bieten eine Menge Spieleleistung für ihr Geld. Teurere Modelle mit höheren Versionsnummern wie Geforce GTX 570 oder Radeon HD 6970 leisten zwar mehr, lohnen sich aber erst bei sehr hohen Monitorauflösungen und Kantenglättungseinstellungen.

Prozessor Vierkern-Prozessoren sind in neuen Rechnern Pflicht, Dreikerner aber eine preis­­ günstige Alternative. Alle aktuellen Modelle der Serien Intel Core i5, Core i7 oder AMDs Phenom II haben genügend Leistung, um alle Spiele in maximalen Details zu befeuern. Im unteren Preissegment sind AMD-CPUs und passende Mainboards die bessere Wahl, da sie weniger k­ osten als die Intel-Pendants. Übertakter greifen zu Corei5-CPUs, denn diese lassen sich mit wenig Aufwand und und sehr guten Erfolgsaussichten weit übertakten.

Arbeitsspeicher

nem Monitor problemlos, für den 3D-Mehrschirmbetrieb anspruchsvoller Spiele reicht aber selbst deren immense Grafikleistung nicht aus. AMDs Grafikkarten setzen auf die einfache 2D-Unterstützung von mehreren Monitoren. Im Gegensatz zu Geforce-Karten brauchen Sie für drei bis fünf TFTs lediglich eine einzige Karte. Die Radeon HD 6870, auf die vier PC-Hersteller setzen, stellt alle Spiele ruckelfrei auf zwei Monitoren dar. Für die in den meisten Spielen wesentliche brauchbare Konfiguration mit drei Monitoren sollten Sie jedoch besser eine zweite Karte ver­ bauen (bei zwei Monitoren liegt etwa das Fadenkreuz genau hinter den Rahmen).

Wir scheuchen alle Rechner durch Crysis und Dirt 2 (1680x1050 und 1920x1080). In zwei weiteren Durchgängen aktivieren wir noch vierfache Kantenglättung sowie achtfache anisotrope Filterung. Treiber und Software-Installation lassen wir unangetastet, um die Rechner im Auslieferungszustand zu prüfen. Im Vordergrund steht die Spieleleistung, die mit 40 Prozent in die Gesamtnote einfließt. Ausstattung und Technik (Verarbeitung, Bedienung) gewichten wir mit je 20 Prozent. Lautstärke und Aufrüstbarkeit haben einen Anteil von 10 Prozent. HW Spielen auf mehreren Monitoren stellt immense Anforderungen an die Grafikkarte – mancher Rechner im Test hat genügend Reserven für ein oder zwei zusätzliche Bildschirme.

Die Speicherpreise sind im Keller. Weniger als 4,0 GByte Arbeitsspeicher sollten in keinem Spiele-Rechner stecken. Mehr RAM bringt allerdings kaum Vorteile. Investieren Sie das Geld besser in eine potentere Grafikkarte, einen schnelleren Prozessor oder eine SSD. Teure Core-i7-Systeme auf Sockel1366-Basis haben meist 6,0 GByte RAM, da für optimale Leistung die drei Speicherkanäle der CPU bestückt sein sollten.

Laufwerke Ein DVD-Brenner gehört in jeden aktuellen PC, Blu-ray-Laufwerke oder -Brenner sind noch Exoten. Die Investition in ein solches lohnt nur dann, wenn Sie hochauflösende Filme auf Blu-ray schauen möchten. In nächster Zukunft wird die blaue Scheibe im Spielebereich keine Rolle spielen.

Festplatte Festplatten mit 1.000 GByte Speicherplatz gehören zur Standardausstattung. Einen spürbaren Geschwindigkeitsschub für das Betriebssystem bringen schnelle SSDs, die aber noch recht teuer sind. SSDs finden Sie erst in PCs ab etwa 1.000 Euro.

Soundkarte Onboard-Soundkarten beherrschen zwar Raumklang, zum optimalen Spielerlebnis gehört aber eine Soundblaster X-Fi.

Netzteil Das Netzteil ist wichtig für künftige PC-Erweiterungen. 500 Watt empfehlen wir als Standard, SLI- oder Crossfire-Systeme mit mehreren Grafikkarten verlangen nach deutlich potenteren Netzteilen.

GameStar 02/2011

Wer lieber selbst zusammenschraubt, findet auf GameStar.de eine detaillierte Anleitung unter Quicklink: 6568.

127

HARDWARE Schwerpunkt

10 Spiele-PCs bis 1.500 Euro

Wer keine Lust auf Basteln hat, greift zu einem ­Komplett-PC. Wir haben zehn Rechner namhafter Hersteller von 800 bis 1.500 Euro im Test. Von Michael Löprich und Hendrik Weins irectX 11, schnelle Grafikkarten und Prozessoren mit mindestens vier Rechenkernen sind heutzutage Pflicht. Selbst der günstigste Rechner im Test bietet mit einer Vierkern-CPU, Radeon HD 6870 und schneller SSD Spieleleistung satt. Teurere Rechner setzen auf eine Geforce GTX 580 oder gar ein SLI-Gespann aus zwei GTX 470. Zudem dämmen zwei Hersteller die Gehäuse der Spiele-PCs mit dicken Schaumstoffmatten, um jegliche Lüftergeräusche zu ersticken. Sieben der zehn Rechner haben Intel-CPUs, sechs PCs Geforce-Karten. Den neuen Erweiterungsstandard USB 3.0 unterstützen bis auf den Acer Predator G5900 alle Modelle.

1. Platz Hardware4u.net Gamers Dream Revision 3.1 Air SLI Mit enormer Leistung, perfekter Verarbeitung und nahezu geräuschlosem Betrieb schnappt sich der Gamers Dream Revision 3.1 Air SLI den Testsieg.

Lian-Li-Gehäuse, um allen Komponenten Platz zu bieten. Herumhängende Kabel oder Patzer beim Einbau suchten wir vergebens. Zudem ist der Rechner komplett gedämmt, sodass wir ihn selbst unter Last kaum wahrnehmen (0,7 Sone). Angesichts derart viel Liebe zum Detail und der extremen Leistung fällt der Lieferumfang hingegen verhältnismäßig klein aus. Sie müssen auf mitgelieferte Eingabegeräte, eine zusätzliche Soundkarte, ein Blu-ray-Laufwerk und eine Solid ­State Disk verzichten. Dafür ist eine Vollversion von Dirt 2 und ein eingebautes Kartenlesegerät mit dabei.

2. Platz PC King Maximus SE Im Maximus SE von PC King finden Sie hochwertige Ausstattung und viel Leistung für 1.500 Euro – Platz 2 im Test.

Weiterer Pluspunkt ist die umfangreiche Ausstattung. So sorgt eine 60-GByte-SSD für schnelle Boot-Zeiten, während die X-FiSoundkarte den Spielesound um zusätzli-

Der Hersteller PC King schickt mit dem Maximus SE für 1.500 Euro einen optisch aggressiven Rechner ins Rennen. Im kanti-

Bereits im letzten Komplett-PC-Test in Ausgabe 02/2010 gewann der Rechner von Hardware4u.net unseren Vergleichstest und auch diesmal haben wir fast nichts zu meckern. Im 1.500 Euro teuren Gamers Dream Revision 3.1 Air SLI sitzen zwei von 607/1.215/3.348 auf 775/1.550/3.550 MHz übertaktete Geforce GTX 470 mit extra-leisen Kühlaggregaten im SLI-Modus. Auch den Takt des Intel Core i5 760 lässt der Hersteller nicht unangetastet, sondern hebt ihn von 2,8 GHz auf rasante 4,0 GHz an. Konkurrenzlos schnell meistert der PC zum Beispiel den Crysis-Benchmark in 1920x1080 mit vierfacher Kantenglättung und achtfacher anisotroper Filterung mit 72,8 Bildern pro Sekunde – die Konkurrenz ist mit einem Abstand von mindestens 20 fps oder 30 Prozent erheblich langsamer. Auch die 30-ZollAuflösung 2560x1600 mit extrem feiner Kantenglättung stellt für den 1.500-Euro-PC keinerlei Probleme dar. Neben der brachialen Spieleleistung widmet sich der Hersteller besonders der Verarbeitung und Laufruhe. So verwendet Hardware4u ein edles

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gen Coolermaster-Gehäuse steckt neben einem Intel Core i7 860 (2,8 GHz) die momentan schnellste Grafikkarte der Welt – die Geforce GTX 580. PC King verzichtet ­allerdings auf eine Übertaktung, und dementsprechend bleibt der Maximus SE bei der Leistung hinter dem Testsieger zurück. Unterstützt von 4,0 GByte Arbeitsspeicher auf einem P7P55D-Pro-Mainboard von Asus liefert der Maximus SE dennoch durchschnittlich flüssige 79,8 Bilder pro Sekunde. Selbst wenn Sie die Auflösung auf 2560x1600 schrauben und Kanten­ glättung hinzuschalten, kommt der PCKing-Rechner nicht in Stottern.

Der Gesamtwert der getesteten Rechner beträgt 14.500 Euro.

Der Testsieger Gamers Dream Rev. 3.1 Air SLI von Hardware4u. net läuft dank Dämmung flüsterleise – trotz SLI-Gespann und gigantischem CPU-Kühler.

GameStar 02/2011

Schwerpunkt HARDWARE

Das Colossus-Gehäuse des Phantom i7 von Ultraforce ist alles andere als unauffällig.

che Effekte erweitert. Film-Liebhaber werden aufgrund des Blu-ray-Laufwerks ebenfalls glücklich. Einzig auf mitgelieferte Maus und Tastatur sowie ein zusätzliches Laufwerk müssen Sie verzichten. Ein starker Zalman-CPU-Kühler sorgt für sehr gute Kühlleistung. Während des Idle-Betriebs nehmen Sie den PC kaum wahr, unter Last steigt der Pegel vor allem durch den Grafikkartenlüfter auf leicht hörbare 1,7 Sone.

3. Platz Ultraforce Phantom i7 Sehr hohe Spieleleistung bei geringer Lautstärke und ein gigantisches Gehäuse verhelfen dem 1.500-Euro-PC Phantom i7 von Ultraforce auf den dritten Platz. Der Core i7 875K im 1.500 Euro teuren Phantom i7 wurde mithilfe seines freien Multiplikators von 2,93 GHz auf heftige 3,9 GHz übertaktet, was ihn zusammen mit der Geforce GTX 580 zum zweitschnellsten Rechner in unserem Vergleichstest macht. Wenn Sie Freude am Basteln haben und ausladende Gehäuse mögen, werden Sie den Phantom i7 lieben. Das Colossus-Gehäuse von Bitfenix hält, was der Name verspricht: Es ist einfach riesig (24,5 x 55,8 x 58,2cm, 16 Kilo Leergewicht) und bietet dank schraubenloser Montage einen leichten Ein- und Ausbau von Komponenten. Ein wahrer Hingucker auf LAN-Partys ­dürfte die LED-Beleuchtung sein. So strahlt das gigantische Gehäuse – je nach Vorliebe – in rot oder blau und wird gleichmäßig oder pulsierend beleuchtet. Allerdings ist die Ausstattung des Phantom i7 letztlich nur unterdurchschnittlich. Eine zusätzliche Soundkarte sowie ein Bluray-Laufwerk gibt’s nicht. Auch ein zweites Laufwerk und eine SSD fehlen. Einzig mit USB 3.0 kann der Rechner von Ultraforce aufwarten, was aber, bis auf den Acer ­Predator G5900, alle anderen Rechner ebenfalls bieten. Aufgrund seines hohen Eigengewichts und der dadurch verminderten Schwingungen arbeitet auch der Phantom i7 unter Last kaum hörbar. GameStar 02/2011

4. Platz Nenotec EcoLine Intel Core Flüsterleiser Betrieb und gute Spieleleistung zeichnen den EcoLine Intel Core von Nenotec aus – die Ausstattung ist mau. Der 1.500 Euro teure EcoLine Intel Core ist neben dem Testsieger Gamers Dream Revision 3.1 Air SLI von Hardware4u.net der leiseste Rechner in unserem Vergleichstest. Er ist komplett gedämmt und arbeitet auch bei Höchstleistung mit maximal 0,8 Sone nahezu unhörbar. Innen herrscht Ordnung: Alle Kabel sind an Ort und Stelle fixiert, nichts baumelt herum, nichts wackelt. Wie auch Hardware4u.net setzt Nenotec auf ein edles Lian-Li-Gehäuse, das viel Platz und komfortable Aufrüstmöglichkeiten bietet. In dieser aufgeräumten Umgebung berechnen ein Core i5 760 mit 2,8 GHz Standardtakt und eine Radeon HD 6870 jede Pixelwelt ruckelfrei. 30-Zoll-Auflösungen sind beim Nenotec-PC zwar möglich, bei hohen Kantenglättungsmodi geht ihm aber dann zunehmend die Luft aus. In Sachen Ausstattung lässt aber auch der EcoLine Intel Core Punkte liegen, denn hier bekommen Sie nur Onboard-Sound und einen einfachen DVD-Brenner – Blu-ray fehlt. Ebenfalls sind weder Maus und Tastatur noch ein zweites Laufwerk im Preis inbegriffen. Allerdings unterstützen sowohl Mainboard als auch Gehäuse bereits den USB 3.0-Standard, zudem bietet der EcoLine Intel Core ein Kartenlesegerät. Mit einem guten Verhältnis zwischen Leistung und Laufruhe erobert der Rechner von Nenotec den vierten Platz.

5. Platz Arlt Gamer GTX 580 Mit hoher Leistung und guter Ausstattung schafft es der Gamer GTX 580 von Arlt gerade noch unter die Top 5. Im 1.500 Euro teuren Arlt Gamer GTX 580 ist ein Core i5 760 für den Sockel 1156 verbaut. Im Standard-Takt passiert er gemein-

sam mit einer sehr schnellen Geforce GTX 580 unseren Benchmark-Parcours mit im Schnitt 78,8 Bildern pro Sekunde. Auch mit sehr hohen Auflösungen und aktivierter Kantenglättung zwingen den Rechner keine Spiele in die Knie. Dabei bleibt er zudem weitgehend leise (1,3 Sone unter Windows). Nur unter voller Auslastung ist er mit 1,6 Sone leicht wahrnehmbar, aber keinesfalls nervig. Eingabegeräte, ein zweites Laufwerk und eine extra Soundkarte fehlen dem Arlt Gamer GTX 580 zwar, doch ein Blu-ray-Laufwerk und eine 2,0 TByte große Festplatte machen das allemal wett. Zudem steckt im Arlt-PC noch eine schnelle SSD mit 60 GByte. Letztere bringt beim Hoch- und Herunterfahren sowie bei Zugriffen auf Dateien einen enormen Geschwindigkeitsbonus gegenüber herkömmlichen Festplatten und verkürzt so die Ladezeiten von Spielen deutlich. Auch USB 3.0 finden wir bei diesem Rechner vor. In Sachen Arbeitsspeicher übertrumpft der Gamer GTX 580 sogar das gesamte Testfeld, 8,0 GByte RAM bietet kein anderer PC. Dadurch sind zwar alle RAM-Bänke belegt, aber mehr RAM wäre zum Spielen ohnehin überflüssig, da kein Titel momentan mehr als 4,0 GByte Arbeitsspeicher nutzt. In Sachen Leistung wäre bei diesem Rechner sogar noch etwas mehr drin gewesen, denn mit der ordentlichen Kühlung (weniger als 55° unter Last) hätte man den Core i5 760 problemlos über die 3,0-GHz-Grenze hinaus übertakten können.

6. Platz One Computer Phenom II X6 1055T One Computer stellt ein solides und preiswertes AMD-System mit Sechskern-CPU und Radeon HD 6870 zusammen. Dicht hinter dem fast doppelt so teuren Gamer GTX 580 von Arlt folgt der SpieleRechner von One und der nutzt durchgehend AMD-Technik: Für faire 900 Euro verbaut der Hersteller den 2,8 GHz schnellen Sechskern-Prozessor Phenom II X6 1055T und eine Radeon HD 6870 auf einem aktuellen AM3-Mainboard von Gigabyte. Diese berechnen Crysis in Full-HD-Auflösung mit aktivierter Kantenglättung mit ruckelfreien 45,7 Bildern pro Sekunde. Wem das noch nicht genügend Spieleleistung ist, der kann problemlos aufrüsten. Zwei freie RAM-Bänke, ein PCIe- und zwei PCI-Slots können Sie mit weiterer Hardware bestücken – und das sogar schraubenlos. Allerdings müssen Sie auch auf Extra-Hardware zurückgreifen, wenn Sie diesen Rechner multimediatauglich machen wollen. Denn der PC von One Computer bietet für seinen günstigen Preis weder ein Bluray-Laufwerk noch eine extra Soundkarte. Genauso vermissen wir eine SSD und ein zweites Laufwerk zum einfachen Kopieren von CDs oder DVDs. Einzig ein Kartenleser sowie Maus und Tastatur befinden sich im Lieferumfang. Die sind ­jedoch wegen mangelnder Präzision nur bedingt zum Spielen zu gebrauchen. ­Während der Rech-

Nur der Atelco-PC gewährt mit einem Seitenfenster Einblicke in das Innere des PCs.

129

HARDWARE Schwerpunkt

Dirt 2 DirectX 10, maximale Details

Spiele-Benchmarks

Crysis DirectX 10, 64 Bit, maximale Details 1680x1050

1680x1050 4xAA / 8xAF

1920x1080

ruckelt

1680x1050 4xAA / 8xAF

77,5 72,8

Ultraforce Phantom i7 Mifcom Mafia II Light Edition

73,9

60,4

Acer Predator G5900

51,7

58,3 61,7

66,5

53,2

52,6

Nenotec EcoLine Intel Core

50,1 44,1

One Phenom II X6 1055T

45,7

Grey Computer Combat Ready! AMD X4 640 ATI6870

42,1

41,0

59,9

55,4

130

89,5

90

fps 0

7. Platz Grey Computer Combat Ready! AMD X4 640 ATI6870

109,2

108,8 103,9

78,3

68,0 72,7 62,5 70,1 66,7 68,9 64,5 69,3 58,0 65,7 55,4 59,6 56,6 57,2 54,1

Atelco 4Gamez! AMD Phenom II X6 1055T HD 5850 60

110,4 105,2

95,3 99,7

94,2

Nenotec EcoLine Intel Core

53,1

Solid State Disks (SSDs) kosten zwar vergleichsweise viel, sorgen aber für kurze Ladezeiten von Spielen oder dem Betriebssystem, zudem beschleunigen sie Dateiübertragungen spürbar.

ner im Leerlauf mit ­angenehm leisen 1,1 Sone vor sich hin schnurrt, so ist er unter Last bereits gut hörbar (1,9 Sone). Im Test störte vor allem der ratternde Frontlüfter, der sich mit ­einem Drehregler an der Rückseite des ­Gehäuses im Zweifelsfall zwar von Hand drosseln lässt, doch selbst auf der geringsten Stufe vernehmbar bleibt – hier hilft nur ein Auswechseln des nervigen Lüfters. Wegen seines gün­stigen Preises und der dabei guten Leistung schafft es der PC von One Computer auf den sechsten Platz im Testfeld.

85,7

Grey Computer Combat Ready! AMD X4 640 ATI6870

50,6 46,3 47,8

30

90,5

Arlt Arlt Gamer GTX 580

55,1

57,4 51,0 53,5

48,7

95,5

One Phenom II X6 1055T

57,2 60,7

116,7 100,3 109,2

113,9 96,9 105,1

87,1

Acer Predator G5900

57,4 61,1

63,8

Arlt Arlt Gamer GTX 580

90,2

PC King Maximus SE

64,8

PC King Maximus SE

141,5 130,0 136,9 124,5

Mifcom Mafia II Light Edition

67,5

52,9

gut spielbar

Ultraforce Phantom i7

71,1

55,0

1920x1200 4xAA / 8xAF

Hardware4u Gamers Dream ­Revision 3.1 Air SLI

87,2 83,9

80,8

63,3

1920x1200

ruckelt

gut spielbar

Hardware4u Gamers Dream ­Revision 3.1 Air SLI

Atelco 4Gamez! AMD Phenom II X6 1055T HD 5850 fps 0

1680x1050

1920x1080 4xAA / 8xAF

30

60

90

120

150

schnelle, 60 GByte große SSD mit in den Rechner und achtet nebenbei noch auf die Lautstärke. Denn mit 1,7 Sone unter Last läuft der PC auch in Spielen nur leicht hörbar. Dass der Hersteller irgendwo auch den Rotstift ansetzen musste, merkten wir besonders beim Prozessor. Zwar leistet der verbaute AMD Athlon II X4 640 mit 3,0 GHz mehr als genug, kann aber mit Phenom-II-Modellen oder der Core-i-Serie von Intel nicht mithalten. In Zusammenarbeit mit 4,0 GByte DDR3-RAM und einer Radeon HD 6870 läuft Crysis (1920x1080, 4xAA, 8xAF) in hohen Details mit 42,1 Bildern pro Sekunde – völlig ausreichend. An die Leistungsgrenze stößt der Combat Ready! AMD X4 640 ATI 6870 erst bei noch höheren Kantenglättungseinstellungen oder in extremen Auflösungen. Neben der bereits erwähnten SSD gibt’s keine Extras mehr.

8. Platz Mifcom Mafia II Light Edition

Vergleichsweise günstig, aber clever konfiguriert. Der Combat Ready! AMD X4 640 ATI 6870 holt den Preis-Leistungs-Sieg!

Mifcom steckt in den Mafia II Light Edition extrem schnelle Hardware, vergisst dabei aber, auf die wichtigen Disziplinen Lautstärke und Ausstattung zu achten.

Trotz des mit 800 Euro niedrigsten Preises im Testfeld müssen Sie beim Combat Ready! AMD X4 640 ATI6870 von Grey Computer auf fast nichts verzichten. So packt der Hersteller Grey Computer selbst eine

Während das übrige Testfeld auf Core-i7Prozessoren im Mainstream-Sockel 1156 setzen, verpasst Mifcom seiner Mafia II Light Edition für 1.500 Euro die High-EndVariante für den Sockel 1366. Den 2,66

Kein einziger PC verwendet die Standard-Kühler von Intel oder AMD.

GameStar 02/2011

PC-Benchmarks

HARDWARE Schwerpunkt

Performance-Rating

Lautstärke

Alle Spiele-Benchmarks im Durchschnitt

Leerlauf

ruckelt

Hardware4u Gamers Dream ­Revision 3.1 Air SLI

Acer Predator G5900

106,8

Ultraforce Phantom i7 Mifcom Mafia II Light Edition PC King Maximus SE

79,8

Nenotec EcoLine Intel Core

Arlt Arlt Gamer GTX 580

78,8

Ultraforce Phantom i7

Acer Predator G5900

78,5

Arlt Arlt Gamer GTX 580

fps 0

1,5 1,3

0,5

1,7

0,8

1,1

1,6

0,7 4,0 4,0

PC King Maximus SE

57,2

1,0

One Phenom II X6 1055T

51,7

30

0,6

3,0

Atelco 4Gamez! AMD Phenom II X6 1055T HD 5850

58,7

Atelco 4Gamez! AMD Phenom II X6 1055T HD 5850

1,3

Hardware4u Gamers Dream ­Revision 3.1 Air SLI

61,1

Nenotec EcoLine Intel Core

2,3

2,4

Grey Computer Combat Ready! AMD X4 640 ATI6870

82,2

Grey Computer Combat Ready! AMD X4 640 ATI6870

1,8

Mifcom Mafia II Light Edition

85,8

One Phenom II X6 1055T

60

GHz schnellen Core i7 930 übertaktet der Hersteller auf 3,6 GHz und packt für optimale Ergebnisse noch 6,0 GByte DDR3-Arbeitsspeicher in den Rechner. Für genügend Grafikleistung sorgt eine Geforce GTX 480 mit 1.536 MByte Videospeicher. Mit Spielen ist der PC kaum an die Leistungsgrenze zu bringen, selbst Crysis läuft in hohen Einstellungen in der Full-HDAuflösung 1920x1080 sowie mit vierfacher Kantenglättung und achtfacher anisotroper Filterung noch mit ruckelfreien 52,9 Bildern pro Sekunde. Dirt 2 beschleunigt der Mafia II Light Edition in der gleichen Auflösung mit sehr hohen Einstellungen und 4xAA/8xAF auf 87,1 fps. Allerdings hat Mifcom bei all der Leistung vergessen, diese auch ohrenschonend zu kühlen. So röhrt vor allem die Geforce GTX 480 unter Last deutlich hörbar los (3,0 Sone) – da wäre ein anderer Kühler für die schnelle Grafikkarte die bessere Lösung gewesen. Selbst unter Windows lärmt der PC noch mit gut hörbaren 2,3 Sone – gleichteure Konkurrenten laufen bei nahezu identischer Leistung mit unhörbaren

132

Volllast

gut spielbar

90

120

1,7

1,1

0

1

1,9

2

3

Crysis (unteres Bild) von 2007 gehört noch immer zu den hardwarehungrigsten Spielen überhaupt und stellt aktuelle Spiele bei der Grafikpracht locker in den Schatten – obwohl der Ego-Shooter nur DirectX 10 unterstützt. In maximalen Einstellungen überfordert Crysis noch immer einen Großteil der aktuellen Grafikkarten. Eines der DirectX-11-Vorzeigespiele ist das Rallye-Spiel Dirt 2 (links), welches als erstes Spiel Ende 2009 Techniken wie Tesselation anwendete und mit detaillierten Fahrzeugen, Umgebungen und Wassereffekten glänzt.

Waren früher beigelegte Vollversionen noch weit verbreitet, legen im Test nur zwei Hersteller ihren PCs Spiele bei.

GameStar 02/2011

4

HARDWARE Schwerpunkt 0,5 Sone! Selbst die Festplatte, eine Western Digital Black Series, ist bei jedem Zugriff aus dem Gehäuse zu vernehmen. Bei der Ausstattung spart Mifcom und verzichtet auf sinnvolle Extras wie eine SSD oder eine richtige Soundkarte, legt aber die Vollversion von Mafia 2 bei. Das Gehäuse Coolermaster CM690 ist solide und groß, sämtliche Kabel sind ordentlich verlegt. Eine Dämmung mit Schaumstoff wäre ob der lärmenden Hardware aber angebracht.

9. Platz Atelco 4Gamez! AMD Phenom II X6 1055T Der günstige, aber flotte 4Gamez! AMD Phenom II X6 1055T von Atelco disqualifiziert sich durch viel zu hohe Lautstärke. Im 900 Euro teuren Atelco 4Gamez! AMD Phenom II X6 1055T arbeitet der namensgebende, 2,8 GHz schnelle Sechskern-Prozessor AMD Phenom II X6 1055T, der trotz extrem leistungsfähiger Kühlung (35° unter Last) nur auf Standardtakt läuft – Bastler können die Taktfrequenz also noch prob-

lemlos um mehrere Megahertz-Schritte erhöhen. Im Vergleich zum übrigen Testfeld steckt nur eine vergleichsweise schwache Radeon HD 5850 mit 1,0 GByte Videospeicher im Rechner. Doch auch dieser PC durchläuft den Crysis-Benchmark in 1920x1080 mit vierfacher Kantenglättung und achtfacher anisotroper Filterung mit 41,0 Bildern in der Sekunde – völlig ausreichend für ruckelfreien Spielspaß. Neben dem vergleichsweise günstigen Preis war es das aber auch schon mit den positiven Seiten des 4Gamez! AMD Phenom II X6 1055T. Bei der Ausstattung knausert Atelco nämlich: Einzig USB 3.0 ist mit an Bord. Auf eine zusätzliche Soundkarte, eine SSD, ein Blu-ray-Laufwerk oder Eingabegeräte müssen Sie verzichten. Viel schlimmer aber noch ist die immense Lautstärke im Betrieb. Bereits im Leerlauf ist der 4Gamez! AMD Phenom II X6 1055T lauter als alle anderen PCs unter Last. Schuld ist die Grafikkarte, die mit extrem lauten 4,0 Sone vor sich hin rauscht und damit mehr als viermal so viel Lärm erzeugt wie der gleichteure One ­Phenom II X6 1055T. Dieser Wert verändert sich unter voller Aus-

lastung nicht mehr, da bereits alle Lüfter auf vollen Touren ­rauschen. Abhilfe schaffen manuelle Drosselung des CPU-Lüfters im Bios (Silent-Modus) und Herabsetzen der Lüfterdrehzahl der Grafikkarte mit einem zusätzlichen Programm wie etwa dem MSI Afterburner. Dieser dicke Patzer beschert dem Rechner neben der mauen Ausstattung den vorletzten Platz.

Maximus SE

4

10. Platz Acer Predator G5900 Acers sehr schneller Predator G5900 sieht martialisch aus, liegt bei Verarbeitung, Lautstärke und Aufrüstbarkeit aber teilweise deutlich hinter der Konkurrenz. Vier Rechenkerne mit 2,93 GHz, 6,0 GByte Arbeitsspeicher sowie eine Geforce GTX 480 verhelfen dem Acer Predator G5900 zu einer sehr hohen Spieleleistung. Selbst in Crysis (hohe Details, 1920x1080, 4xAA, 8xAF) schickt er über 50 Bilder pro Sekunde an den Monitor. An der Spieleleistung liegt das schlechte Abschneiden in unserem Vergleichstest also nicht, doch in vie-

TestErgebnisse Testsieger

für glaubwürdige Spielwelt

1

Gamers Dream ­Revision 3.1 Air SLI

Hersteller / Preis Hardware4u / 1.500 Euro

2

3

Phantom i7

EcoLine Intel Core

5

Arlt Gamer GTX 580

PC King / 1.500 Euro

Ultraforce / 1.500 Euro

Nenotec / 1.500 Euro

Arlt / 1.500 Euro

Core i5 760 @ 4,0 GHz / Sockel 1156 Asus P7P55D-E Pro / Intel P55 2x Geforce GTX 470 / 2x 1.280 MByte 4,0 GByte DDR3 / 1.000 GByte DVD-Brenner 0,5 Sone / 0,7 Sone

Core i7 860 @ 2,8 GHz / Sockel 1156 Asus P7P55D PRO / Intel P55 Geforce GTX 580 / 1.536 MByte 4,0 GByte DDR3 / 60 GByte SSD / 1.000 GByte BD-ROM inklusive DVD-Brenner 1,0 Sone / 1,7 Sone

Core i7 875K @ 3,9 GHz / Sockel 1156 Gigabyte P55A-UD3 / Intel P55 Geforce GTX 580 / 1,5 GByte 8,0 GByte DDR3 / 1.000 GByte DVD-Brenner 1,1 Sone / 1,5 Sone

Core i5 760 @ 2,8 GHz / Sockel 1156 Asus P7P55D-E / Intel P55 Radeon HD 6870 / 1,0 GByte 4,0 GByte DDR3 / 1.000 GByte DVD-Brenner 0,6 Sone / 0,8 Sone

Core i5 760 @ 2,8 GHz / Sockel 1156 MSI P55-G55 / Intel P55 Geforce GTX 580 / 1.536 MByte 8,0 GByte DDR3 / 60 GByte SSD / 2.000 GByte BD-ROM inklusive DVD-Brenner 1,3 Sone / 1,6 Sone

40/40 schnellster PC im Test schafft 2560x1600 mit 8xAA 3D Vision Surround tauglich auch in DirectX 11 13/20 Dirt-2-Vollversion USB 3.0 nur Onboard-Sound keine Eingabegeräte kein Blu-ray nur ein Laufwerk 20/20 voll DX11-kompatibel sehr aufgeräumt sehr gutes Gehäuse komplett gedämmt 10/10 nahezu unhörbar, auch unter Last Festplatten entkoppelt Laufwerk leise ... ... aber nicht unhörbar 7/10 Raum für zusätzliche Laufwerke 1 PCIe-Slot frei 2 RAM-Slots frei nur teils schraubenlos

34/40 sehr schnell schafft 2560x1600 mit 4xAA 3D Vision tauglich auch in DirectX 11 18/20 Blu-ray-Laufwerk schnelle SSD X-Fi-Soundkarte USB 3.0 keine Eingabegeräte nur ein Laufwerk 16/20 voll DX11-kompatibel sehr aufgeräumt solides Gehäuse nicht gedämmt 8/10 kaum hörbar unter Windows Festplatten entkoppelt Laufwerk leise leicht hörbar unter Last 9/10 Raum für zusätzliche Laufwerke 2 PCI-Slots frei 1 PCIe-Slot frei 2 RAM-Slots frei nur teils schraubenlos

36/40 extrem schnell schafft 2560x1600 mit 8xAA 3D Vision tauglich auch in DirectX 11 11/20 USB 3.0 nur Onboard-Sound kein Blu-ray keine Eingabegeräte nur ein Laufwerk 18/20 voll DX11-kompatibel sehr aufgeräumt sehr gutes Gehäuse nicht gedämmt 9/10 kaum hörbar, auch unter Last Festplatten entkoppelt Laufwerk leise ... ... aber nicht unhörbar 10/10 Raum für zusätzliche Laufwerke 3 PCI-Slots frei 1 PCIe-Slot frei 2 RAM-Slots frei schraubenlos

30/40 schnell schafft 1920x1200 mit 4xAA Eyefinity-tauglich auch in DirectX 11 12/20 Kartenlesegerät USB 3.0 nur Onboard-Sound kein Blu-ray keine Eingabegeräte nur ein Laufwerk 20/20 voll DX11-kompatibel sehr aufgeräumt gutes Gehäuse komplett gedämmt 10/10 nahezu unhörbar, auch unter Last Festplatten entkoppelt Laufwerk leise ... ... aber nicht unhörbar 8/10 Raum für zusätzliche Laufwerke 1 PCI-Slot frei 1 PCIe-Slot frei 2 RAM-Slots frei nur teils schraubenlos

34/40 sehr schnell schafft 2560x1600 mit 4xAA 3D Vision tauglich auch in DirectX 11 15/20 Blu-ray schnelle SSD USB 3.0 nur Onboard-Sound keine Eingabegeräte nur ein Laufwerk 17/20 voll DX11-kompatibel sehr aufgeräumt gutes Gehäuse nicht gedämmt 6/10 nur leicht hörbar unter Windows Laufwerk leise ... ... aber nicht ­unhörbar leicht hörbar unter Last 7/10 Raum für Laufwerke 3 PCI-Slots frei PCIe-Slot frei keine RAM-Bank mehr frei nur teils schraubenlos

Dank schneller SSD, guter Soundkarte, leisem Betrieb, Blu-ray-Laufwerk und hervorragender Spieleleistung geht der zweite Platz an den 1.500 Euro teuren Maximus SE von PC King.

Mit brachialer Übertaktung, schneller Geforce GTX 580 und riesigem Platzangebot schnappt sich der leise, aber eher dünn ausgestattete Ultraforce Phantom i7 Platz drei.

Der Nenotec EcoLine Intel Core läuft flüsterleise, und die Leistung stimmt dank Core i5 760 und Radeon HD 6870 ebenfalls. Die magere Ausstattung kostet wertvolle Punkte.

Eine 60 GByte große SSD sowie eine Geforce GTX 580 und ein Core i5 sichern dem weitgehend leisen Arlt-PC Platz 5. Die Spieleleistung ist hervorragend, die Ausstattung passt.

Ausreichend

Ausreichend

Mangelhaft

Mangelhaft

Technische Angaben

CPU / Sockel Mainboard / Chipsatz 3D-Karte / Videospeicher Arbeitsspeicher / Festplatte DVD-ROM / Brenner Lautstärke Leerlauf / Last Bewertung Spieleleistung 40% Pro & Kontra

Ausstattung 20% Pro & Kontra

Technik 20% Pro & Kontra

Lautstärke 10% Pro & Kontra

Aufrüstbarkeit 10% Pro & Kontra

Fazit Mit deutlichem Vorsprung ist der Ga-

mers Dream Rev 3.1 Air SLI von Hardware4U verdienter Testsieger – flüsterleise und dank deutlicher Übertaktung extrem schnell!

Preis/Leistung Befriedigend

134

90

85

84

80

Verbauten die Firmen in unserem letzten Schwerpunkt ausschließlich Intel-CPUs, sind AMD-Prozessoren nun wieder vermehrt im Einsatz.

79

GameStar 02/2011

Schwerpunkt HARDWARE len anderen Disziplinen schwächelt der PC. Als einer der wenigen PCs verfügt der G5900 Predator über ein Blu-ray-Laufwerk, für Spieler wichtigere Komponenten wie eine ordentliche Soundkarte, Vollversionen oder eine schnelle SSD für das Betriebssystem fehlen aber. Die beigelegte Maus-Tastatur-Kombination ist Office-Arbeiten zwar gewachsen, bei Spielen reagiert die Maus aber nicht präzise genug.

Da kann man nicht meckern: Im Preis-Leistungs-Sieger von Grey Computer steckt sogar eine schnelle SSD, zudem ist die Verkabelung ordentlich.

Auch bei der Lautstärke liegt der Acer-PC höchstens im Mittelmaß, zu laut dröhnen die 2,3 Sone unter Last. Bei der Verarbeitung holt sich Acer die rote Laterne ab: Die Plastik-Halterungen des DVD-Laufwerks sind alles andere als vertrauenserweckend, zumal die Verkabelung im Inneren des kleinen Gehäuses chaotisch ist. Wer später einmal den PC aufrüsten will, der findet kaum Platz, denn das Micro-ATX-Board bietet wenige freie Schnittstellen. Alles in allem überzeugt der Acer G5900 Predator zwar bei der Spieleleistung, fällt bei den anderen Wertungsdisziplinen aber teils deutlich hinter die Konkurrenz zurück – trotz des hohen Preises von 1.400 Euro. HW ML

für glaubwürdige Spielwelt Preis-LeistungsSieger

6

Phenom II X6 1055T

7

Hersteller / Preis One Computer / 900 Euro

Combat Ready! AMD X4 640 ATI6870

8

Mafia II Light Edition

9

4Gamez! AMD Phenom II X6 1055T HD 5850

10

Predator G5900

Grey / 800 Euro

Mifcom / 1.500 Euro

Atelco / 900 Euro

Acer / 1.400 Euro

Phenom II X6 1055T / Sockel AM3 Gigabyte GA-880GA-UD3H / AMD 880G Radeon HD 6870 / 1,0 GByte 4,0 GByte DDR3 / 1.000 GByte DVD-Brenner 1,1 Sone / 1,9 Sone

Athlon II X4 640 / Sockel AM3 Gigabyte GA-870A-UD3 / AMD 870 Radeon HD 6870 / 1,0 GByte 4,0 GByte / 60 GB SSD + 1.000 GB DVD-Brenner 1,3 Sone / 1,7 Sone

Core i7 930 @3,6 GHz / Sockel 1366 Gigabyte GA-X58A-UD3R / Intel X58 Geforce GTX 480 / 1.536 MByte 6,0 GByte DDR3 / 1.000 GByte DVD-Brenner 2,4 Sone / 3,0 Sone

Phenom II X6 1055T @ 2,8GHz / AM3 ASUS M4A88TD-V EVO / AMD 880G Radeon HD 5850 / 1,0 GByte 4,0 GByte DDR3 / 1.000 GByte DVD-Brenner 4,0 Sone / 4,0 Sone

Core i7 870 / Sockel 1156 Acer Mainboard / Intel H57 Geforce GTX 480 / 1.536 MByte 6,0 GByte DDR3 / 1.000 GByte BD-ROM inklusive DVD-Brenner 1,8 Sone / 2,3 Sone

32/40 schnell schafft 1920x1200 mit 8xAA Eyefinity-tauglich auch in DirectX 11 12/20 Maus und Tastatur dabei Kartenlesegerät USB 3.0 Onboard-Sound kein Blu-ray nur ein Laufwerk 15/20 voll DX11-kompatibel aufgeräumt solides Gehäuse nicht gedämmt 7/10 kaum hörbar unter Windows Laufwerk leise ... ... aber nicht ­unhörbar hörbar unter Last 10/10 Raum für zusätzliche Laufwerke 2 PCI-Slots frei 1 PCIe-Slot frei 2 RAM-Slots frei schraubenlos

31/40 schnell schafft 1920x1200 mit 8xAA Eyefinity-tauglich auch in DirectX 11 14/20 schnelle SSD USB 3.0 nur Onboard-Sound kein Blu-ray keine Eingabegeräte nur ein Laufwerk 16/20 voll DX11-kompatibel sehr aufgeräumt solides Gehäuse nicht gedämmt 6/10 nur leicht hörbar unter Windows Laufwerk leise ... ... aber nicht unhörbar leicht hörbar unter Last 8/10 Raum für zusätzliche Laufwerke 3 PCI-Slots frei 2 PCIe-Slot frei 2 RAM-Slots frei nicht schraubenlos

35/40 27/40 extrem schnell schafft 2560x1600 noch ausreichend schnell schafft mit 4xAA 3D Vision tauglich 1920x1200 mit 4xAA teils Eyefinityauch in DirectX 11 tauglich auch in DirectX 11 12/20 11/40 Vollversion Mafia 2 USB 3.0 nur USB 3.0 nur Onboard-Sound Onboard-Sound kein Blu-ray keikeine Eingabegeräte kein Blu-ray ne Eingabegeräte nur ein Laufwerk nur ein Laufwerk 16/20 15/20 voll DX11-kompatibel voll DX11-kompatibel sehr aufgeräumt solides Gehäuse aufgeräumt solides Gehäuse nicht gedämmt nicht gedämmt 4/10 2/10 Laufwerk leise ... ... aber nicht Laufwerk leise ... ... aber nicht ­unhörbar deutlich hörbar unter Last ­unhörbar laut unter Last hörbar unter Windows laut unter Windows 8/10 10/10 Raum für zusätzliche Laufwerke Raum für zusätzliche Laufwerke 1 PCI-Slot frei 1 PCIe-Slot frei 2 PCI-Slots frei 1 PCIe-Slot frei 3 RAM-Slots frei nicht schraubenlos 2 RAM-Slots frei schraubenlos

34/40 sehr schnell schafft 2560x1600 mit 4xAA 3D Vision tauglich auch in DirectX 11 12/20 Maus und Tastatur dabei Blu-ray Kartenlesegerät Onboard-Sound nur ein Laufwerk kein USB 3.0 10/20 voll DX11-kompatibel Kabel hängen lose im Gehäuse Plastikgehäuse nicht gedämmt 5/10 Laufwerk leise ... ... aber nicht ­unhörbar hörbar unter Last leicht hörbar unter Windows 4/10 Raum für Laufwerke 1 PCI-Slot frei 1 RAM-Slot frei kein PCIe-Slot frei nicht schraubenlos

Der günstigste Rechner im Test beeindruckt mit guter Spieleleistung trotz günstiger CPU – selbst eine SSD ist im Paket enthalten. Souveräner PreisLeistungs-Sieger!

Der Mifcom Mafia II Light Edition setzt als einziger PC auf die teure Intel-Basis Sockel 1366. Trotz hoher Spieleleistung: Die hörbaren Lüfter und die maue Ausstattung kosten Punkte.

Extrem laute, ungeregelte Lüfter sowie eine schwache Ausstattung retten den Atelco-Rechner nur durch den niedrigeren Preis und die noch gute Spieleleistung vor dem letzten Platz.

Trotz sehr guter Spieleleistung geht der letzte Platz an Acer: Verarbeitung und Aufrüstmöglichkeiten sind unterdurchschnittlich und die hohe Lautstärke von 2,3 Sone nervt auf Dauer.

Sehr Gut

Mangelhaft

Befriedigend

Ungenügend

Technische Angaben

CPU / Sockel Mainboard / Chipsatz 3D-Karte / Videospeicher Arbeitsspeicher / Festplatte DVD-ROM / Brenner Lautstärke Leerlauf / Last Bewertung Spieleleistung 40% Pro & Kontra

Ausstattung 20% Pro & Kontra

Technik 20% Pro & Kontra

Lautstärke 10% Pro & Kontra

Aufrüstbarkeit 10% Pro & Kontra

Fazit Für 900 Euro ist der One Phenom II X6

1055T ein guter Spiele-PC mit schnellem Sechskern-Prozessor und starker Grafikkarte, aber hörbarem Lüfter und mauer Ausstattung.

Preis/Leistung Gut

GameStar 02/2011

76

75

Keiner der Test-PCs besitzt mehr als ein optisches Laufwerk.

75

65

65 135

HARDWARE Test des Monats

OberklassenOverkill

AMD Radeon HD 6970 & HD 6950 gegen Geforce GTX 570

Nächste Runde im Duell AMD gegen Nvidia: Mit Radeon HD 6950 und HD 6970 will AMD im High-End-Segment wieder Boden gut machen. Nvidia kontert mit der brandneuen Geforce GTX 570. Von Daniel Visarius und Florian Klein GameStar.de/Quicklink/Mehr Benchmarks/7241

achdem die Radeon HD 5870 lange Zeit die schnellste ­Grafikkarte mit einem Grafik­chip war, wurde sie Anfang 2010 von der Geforce GTX 480 überholt. Die war zwar schneller, fraß aber unheimlich viel Strom und nervte mit lautem Lüfter, um der massiven Hitzeentwicklung Herr zu werden. Noch bevor AMD der Geforce GTX 480 im High-End-Segment (ausgenommen der Dual-Chip-Radeon HD 5970) wieder etwas entgegensetzen konnte, verpasste Nvidia der GTX 480 eine Generalüberholung und hat mit der im November vorgestellten GTX 580 wieder eine rundum solide, aber auch 480 Euro teure High-End-Karte im Programm, die neben einem deutlich leiseren Lüfter noch etwa 25 Prozent mehr Spieleleistung gegenüber der GTX 480 drauflegt. In der Zwischenzeit brachte AMD zwar Radeon HD 6850 und HD 6870 auf den Markt, allerdings basieren die noch auf der HD-5000-Archi-

136

tektur, sind in der Mittelklasse bis etwa 200 Euro angesiedelt und damit keine High-EndKonkurrenz. Das soll sich nun ändern: Mit Radeon HD 6950 (260 Euro) und HD 6970 (330 Euro) greift AMD den Erzkonkurrenten Nvidia im High-End-Segment wieder an. Beide Platinen setzen auf eine neue Chiparchitektur und sollen vor allem in modernen DirectX-11-Titeln deutlich schneller als die Vorgänger sein. Um die beiden Neulinge gebührend zu empfangen, stellte Nvidia bereits eine Woche vor deren Veröffentlichung die Geforce GTX 570 vor. Die ist eine leicht abgespeckte GTX 580 und steht mit einem Preis von 350 Euro in direkter Konkurrenz zur Radeon HD 6970 (330 Euro). Wir lassen die beiden High-End-Boliden im Folgenden gegeneinander antreten. Die Radeon HD 6950 hat mit einem Preis von 260 Euro dagegen keine aktuelle Konkurrenz von Nvidia, muss in unseren Benchmarks aber den ­Aufpreis gegenüber der 210 Euro teuren ­Radeon HD 6870 rechtfertigen.

Im Test bieten Radeon HD 6950 und HD 6970 aber noch Spannenderes außer dem Versprechen von mehr Performance: Statt den bisher üblichen 1,0 GByte haben beide gleich 2,0 GByte Videospeicher an Bord, um im Eyefinity-Betrieb mit drei oder mehr Bildschirmen zusätzliche Leistung zu bringen. Über den Treiber lässt sich eine Art TurboModus aktivieren, mit dem Übertakter bis zu 20 Prozent mehr Energie als von AMD vorab eingestellt in die Grafikkarte pumpen und der Platine damit leichter höhere Taktfrequenzen entlocken können. Ein Backup-Bios schützt die Platine vor allzu wagemu­tigen Modifikationen oder einem fehlgeschlagenen Bios-Update. Darüber hinaus will AMD sowohl Qualität als auch Performance der Kantenglättung verbessert haben. Beide Platinen setzen dazu auf den neuen »Cayman«Chip, bei dem die interne Organisation der Ausführungseinheiten in den Shader-Prozessoren umgestellt wird. Denn alle DirectX11-Radeons vor der Radeon HD 6900 arbei-

Im Januar will Nvidia seine GTX-500-Serie weiter ausbauen: Die Geforce GTX 560 soll die Nachfolge der starken Geforce GTX 460 antreten.

GameStar 02/2011

Test des Monats HARDWARE

Anhand des Drahtgittermodells erkennen Sie, wie fein die Gebirge ausmodelliert werden.

ten pro Shader mit fünf dieser Rechenwerke, von denen nicht alle die gleichen Fähigkeiten besitzen. Die zu berechnenden Aufgaben mussten mitunter aufwändig neu arran­giert werden, um die optimale Leistung abzurufen. Jetzt gibt’s nur noch vier Ausführungseinheiten, dafür aber mit identischem Funktionsumfang, was die Effizienz pro Quadratmillimeter Chipoberfläche laut AMD um rund 10 Prozent erhöht. Die Radeon HD 6970 nutzt mit 1.536 alle Shader-Einheiten des Cayman-Chips, die HD 6950 mit 1.408 Rechenwerken noch etwas weniger. Wegen der Umstellung der internen Organisation sind die Zahlen aber nicht ohne weiteres mit den 1.600 Shader-Prozessoren der Radeon HD 5870 vergleichbar (und noch weniger mit den 480 Einheiten der Geforce GTX 570). Gegenüber der Radeon HD 5870 konnte AMD den Chiptakt der HD 6970 nur geringfügig von 850 auf 880 MHz steigern, die HD 6950 taktet mit 800 MHz. AMD hat aber auch den Tesselator überarbeitet, also die Einheit, die in entsprechenden DirectX-11Spielen wie beispielsweise H.A.W.X. 2 den Polygongrad dynamisch regelt. Zwar war AMD als Erster mit DirectX-11-Hardware auf dem Markt, integrierte aber nur einen Tesselator in die HD 5870, sodass die Geforce GTX 480 mit ihren sieben Tesselatoren in Extremfällen wie dem Unigine Heaven-Benchmark ein leichtes Spiel hatte. Cayman greift deshalb nun auf zwei Tesselatoren zurück, die ungefähr dreimal so schnell arbeiten sollen wie die einzelne HD-5870-Einheit, weil ein Flaschenhals beseitigt wurde: Bei extremer Tesselation laufen bei Radeon HD 5000 und HD 6800 mitunter die chipinternen Zwischenspeicher voll. Die Geforce GTX 570 dagegen kennt dieses Problem nicht, weil sie über einen für einen Grafikprozessor giganGameStar 02/2011

An den Bergkämmen und dem Lichteinfall macht sich Tesselation (oben) bei H.A.W.X. 2 sichtlich bemerkbar.

tischen L2-Cache verfügt, der den Baustein aber größer und somit teurer macht und sich fast nur bei Tesselation sowie in nicht grafischen Anwendungen auszahlt. AMD setzt stattdessen auf eine etwas langsamere, aber kostengünstigere Auslagerung der Geo­metriedaten in den Videospeicher. Optimierungen an den so genannten ROP-Einheiten im Speicher-Controller sollen zudem Kantenglättung und die Bearbeitung einiger Datenformate beschleunigen. Zu guter Letzt dürften auch Nicht-Grafikanwendungen auf der Radeon HD 6900 schneller laufen. Zusammengefasst ist die Radeon HD 6900 technisch mindestens einen Schritt weiter als die Radeon HD 6800, die eher einer minimal getunten, preiswerteren Radeon HD 5800 entspricht. Als Gimmick für Übertakter lötet AMD zudem einen zweiten ­Bios-Chip auf die Platine. Zwischen den beiden Chips lässt sich bei ausgeschaltetem Rechner über einen Schalter direkt an der Grafikkarte hin und her wechseln. Der zweite Chip ist schreibgeschützt, während der erste nach Belieben modifiziert werden kann – etwa mit anderen, fest eingestellten Taktraten als den von AMD garantierten oder mit einer benutzerdefinierten Lüftersteuerung.

wodurch die Geforce GTX 570 standardmäßig mit 1.280 MByte Video-RAM auskommen muss (GTX 580: 1.536 MByte). Der RAM-Takt liegt mit effektiv 3.800 statt 4.008 MHz ebenfalls niedriger. Das sind recht moderate Einschnitte gegenüber der GTX 580, die auf viel Leistung der Geforce GTX 570 in den Spiele-Benchmarks hoffen lassen. Die gängigen Nvidia-Techniken 3D Vision und PhysX beherrscht die GTX 570 natürlich ebenfalls. AMD unterstützt auch mit der Radeon HD 6900 anders als Nvidia kein Supersampling in DirectX 10 und 11 (Supersampling glättet anders als normale Multisampling-Kantenglättung nicht nur Polygonkanten, sondern auch Texturen). Aber wie die GeforceGrafikkarten seit langem bieten die neue

Powertune und Backup-Bios – Tüftler greifen zu den neuen Radeons.

Die Geforce GTX 570 arbeitet dagegen wie die große GTX-580-Schwester mit dem GF110-Chip. Allerdings besitzt der bei der GTX 570 im Vergleich zur GTX 580 nur 480 statt 512 Shader-Einheiten. Außerdem arbeitet die GTX 570 mit 732 statt 772 MHz Kernund 1.464 statt 1.544 MHz Shader-Takt etwas langsamer als die GTX 580. Das Speicher-Interface stutzt Nvidia ebenfalls auf 320 Bit Breite zusammen (GTX 580: 384 Bit),

Radeons jetzt auch einen schnelleren Kantenglättungsmodus namens »Enhanced Quality Anti-Aliasing« (bei Nvidia »Coverage Sample Anti-Aliasing«), der je nach Spiel bei gleicher Qualität deutlich schneller arbeiten soll als das herkömmliche Supersampling. In einigen Titeln dürfte, wie bei Coverage Sample Anti-Aliasing, eine Qualitätsverbesserung jedoch ausbleiben. Um EQAA einfacher zu aktivieren, lässt sich über den Treiber die Anwendungseinstellung erweitern. Generell wird Kantenglättung dann wie bei Nvidia nach Möglichkeit direkt im Spiel angeschaltet und über den Treiber nur noch aufgebohrt. Der anisotrope Texturfilter entspricht dem von Radeon HD 6870 und ­Radeon HD 6850, sodass Texturen in der

Ebenfalls Anfang des Jahres könnte AMD seine Zwei-Chip-Platine Radeon HD 6990 an den Start bringen.

137

HARDWARE Test des Monats Standardeinstellung des Treibers sichtbar flimmern. Wie gehabt schalten wir für die Benchmarks die Optimierungen aus (Catalyst-A.I.-Regler auf Maximum und zusätzlich das Häkchen bei »Enable Surface Optimization« entfernen). Alles in allem liefern Geforce-Grafikkarten weiter die bessere Bildqualität, sofern die dortigen Treiberop­ timierungen ebenfalls deaktiviert werden.

Mit BackupBios und flexiblen Stromver­brauch besitzt die HD6900-Serie tolle Übertaktungsfunktionen.

Die Spieleleistung messen wir mit unserem etablierten Grafikkarten-Testsystem (Core i7 965, 6,0 GByte Arbeitsspeicher, Asus-Mainboard P6T6 WS Revolution, Windows 7 Ultimate 64 Bit). Alle Benchmarks der NvidiaGrafikkarten haben wir mit der aktuellen Treiber-Version 263.09 durchgeführt, die Radeon-Karten wurden vom Catalyst 10.11e angetrieben. Für Radeon HD 6970 und HD 6950 kam eine Vorabversion des Catalyst 10.12 zum Einsatz. Unser Benchmark-Parcours basiert wegen der besseren Vergleichbarkeit zu früheren Tests vorerst weiter auf den DirectX-10-Spielen Crysis, Far Cry 2 und H.A.W.X. sowie den DirectX-11-Titeln Colin McRae: Dirt 2 und Battleforge. In den normalen Benchmarks ohne Kantenglättung langweilen sich Oberklasse-Grafikkarten wie die Geforce GTX 570 oder die Radeon HD 6970 allerdings – für solche Einstellungen genügt auch ein Modell der 150-Euro-Klasse. Die

Spiele-Benchmarks

GTX 570 übertrifft hier das nur zehn Monate alte, ehemalige Topmodell Geforce GTX 480 (ebenfalls ab 350 Euro zu haben) mit durchschnittlich 87,2 zu 79,0 fps deutlich, was vor allem auf die höheren Taktraten zurück­zu­ füh­ren ist, da beide Platinen gleich viel Shader- und Textur-Einheiten besitzen. Etwa elf Prozent schneller als die GTX 570 sind GTX 580 und Radeon HD 5970 mit 97,2 respektive 97,7 fps. AMDs neues Flaggschiff erreicht ­lediglich 74,6 Bilder pro Sekunde und bleibt damit noch hinter der GTX 480 zurück, nur in 2560x1600 liegt die HD 6970 auf Augenhöhe. Der Vorsprung der HD 6970 auf Radeon HD 5870 und die in etwa gleich schnelle Radeon

(Battleforge, Crysis, Far Cry 2, H.A.W.X., Dirt 2)

Performance-Rating Standard-Grafikeinstellungen 1680x1050

1920x1200

1680x1050 4x AA / 8x AF

ruckelt

gut spielbar

78,3 115,6

105,3 63,2 95,3 57,2 87,5 57,9 80,2 52,7 78,2

80,7 46,3 75,8 47,8 68,2

fps 0

43,9 67,2 57,7 37,8 64,8

138

56,7 40,0 49,4 30,7

60

46,9 66,5 59,6 41,9 68,4 57,5 38,4 62,3 54,1 37,6 60,5 53,1 38,4 58,6

90

120

50,0 32,4 53,3

Radeon HD 6850 1.024 MByte

32,0

Radeon HD 5850 1.024 MByte

32,0

Radeon HD 5770 1.024 MByte

43,4

30

73,5 65,1

Geforce GTX 460 1.024 MByte

60,3

Radeon HD 6850 1.024 MByte

47,9

Radeon HD 5870 1.024 MByte

66,9

Geforce GTX 460 1.024 MByte

83,8 71,3

Radeon HD 6870 1.024 MByte

69,5

Radeon HD 5850 1.024 MByte

50,4

Geforce GTX 470 1.280 MByte

71,4 52,8

Radeon HD 6870 1.024 MByte

87,9 75,9

Radeon HD 6950 2.048 MByte

70,8

Geforce GTX 470 1.280 MByte

91,4 79,0 56,0

Radeon HD 6970 2.048 MByte

78,5

Radeon HD 6950 2.048 MByte

59,2

Geforce GTX 480 1.536 MByte

84,3

Radeon HD 5870 1.024 MByte

101,1 87,6

Geforce GTX 570 1.280 MByte

93,1

Radeon HD 6970 2.048 MByte

gut spielbar

Radeon HD 5970 2.048 MByte

103,6 72,3

Geforce GTX 480 1.536 MByte

2560x1600 4x AA / 8x AF

Geforce GTX 580 1.536 MByte

103,5

Geforce GTX 580 1.536 MByte

1920x1200 4x AA / 8x AF

ruckelt 111,3

Radeon HD 5970 2.048 MByte

Radeon HD 5770 1.024 MByte

Performance-Rating Hohe Qualität (4x AA / 8x AF)

2560x1600

Geforce GTX 570 1.280 MByte

HD 6950 beträgt solide, aber in der Praxis selten spürbare 10 Prozent, die GTX 470 hinkt noch einmal um fünf Prozent hinterher. Laut AMD spielt die Radeon-HD-6900-Serie ihr Potenzial erst mit aktivierter Kantenglättung aus. Zumindest im vierfachen Modus

fps 0

Die Geforce-GTX-400-Karten werden wie die Radeon HD 5800 in den nächsten Monaten auslaufen.

46,3 50,9 44,4 34,9 31,3 21,4

30

60

90

120

GameStar 02/2011

Test des Monats HARDWARE können wir das nicht bestätigen: Mit durchschnittlich 61,8 zu 67,7 fps verliert die Radeon HD 6970 erneut gegen die Geforce GTX 480, einzig in der extrem seltenen 30-ZollAuflösung 2560x1600 kann die R ­ adeon HD 6970 aufschließen. Die Geforce GTX 570 schafft unerreichbare 71,4 fps, liegt damit aber noch deutlich hinter der GTX 580 (82,6 fps). Gegenüber der HD 6970 nicht allzu

6950 erreicht noch sehr gute 57,4 fps, womit sie sich ziemlich genau zwischen der günstigeren Radeon HD 6870 mit 53,2 fps und der teureren Radeon HD 6970 mit 63,6 fps positioniert und bestens für Auflösungen bis 1920x1200 mit vierfacher und je nach Titel auch achtfacher Kantenglättung geeignet ist.

tungsstufe, desto besser steht die Radeon HD 6970 im Vergleich zur GTX 570 da, ohne sie allerdings zu überholen oder gar abzuhängen. Unangefochten an der Spitze steht die Geforce GTX 580 mit rasend schnellen 72,5 fps. Die Radeon HD 6950 wiederum ist mit durchschnittlich 48,8 fps etwa 10 Prozent langsamer als die große Schwester HD 6970 (54,4 fps) und etwa 10 Prozent schneller als die Radeon HD 6870 (44,9 fps). Die Geforce GTX 470 liegt mit 47,5 fps annähernd gleich auf, während sich die ­Radeon HD 5870 mit 39,8 fps zum ersten Mal deutlich geschlagen geben muss – mit extremen Bildqualitätseinstellungen kommt die HD6000-Serie besser zurecht als die HD 5000.

Im DirectX-11-Benchmark Unigine Heaven liegt die Geforce GTX 570 etwa 18 Prozent hinter der GTX 580, kann ihren Vorsprung vor der GTX 480 aber von 5 auf 11 Prozent ausbauen. Bisher nutzt zwar noch kein Spiel die dem Benchmark zugrunde liegende 3DEngine beziehungsweise derart intensive Tesselation, der Test gibt aber einen Ausblick auf das Leistungsgefüge bei intensivem Einsatz dieser Funktion. Durch die überarbeiteten Tesselatoren beziehungsweise deren verdoppelte Anzahl schneidet die Radeon HD 6970 im Vergleich deutlich besser ab als in den Spiele-Tests. Mit normaler Tesselation trennen sich HD 6970 und GTX 570 unentschieden 52,9 zu 52,7 fps. Gegenüber der Radeon HD 5870 steigt die Bildwiederholrate in dieser Einstellung um 60 Prozent von 33,0 auf 52,9 fps. Die HD 6950 liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der in Spielen spürbar schnelleren GTX 480 und ist nur 10 Prozent langsamer als die GTX 570. Mit extremer Tesselation setzt

Bei der Bildqualität hat die ­Geforce weiter die Nase vorn. weit abgeschlagen folgt die Radeon HD 6950 mit durchschnittlich 56,0 statt 62,7 fps oder zehn Prozent Rückstand. Damit ist die kleinere der zwei neuen Radeons etwa 10 Prozent schneller als Radeon HD 5870 (50,6 fps) und HD 6870 (51,3 fps). Allein die Geforce GTX 470 kann mit 54,8 fps aufholen und rechnet praktisch genauso schnell. Auch mit achtfacher Kantenglättung verändert sich das Leistungsgefüge nicht: Die ­Radeon HD 6970 folgt der Geforce GTX 570 mit einem Respektsabstand von 10 Prozent, lediglich in 2560x1600 ist sie genauso schnell. Insgesamt messen wir 54,4 fps für HD 6970 und 58,9 fps für die Geforce GTX 570. Je höher Auflösung und Kantenglät-

Entgegen unseren Erwartungen und den im Vorfeld kolportierten Leistungsdaten ist die Radeon HD 6970 keine absolute High-EndGrafikkarte wie GTX 570 und GTX 580, sondern über alle Tests mit 63,6 zu 72,5 fps knapp 15 Prozent langsamer als die Geforce GTX 570. In Spielen merken Sie von dem gemessenen Leistungsunterschied allerdings wenig: Beide Karten haben genug Leistung, um bis zur extremen 30-Zoll-Auflösung von 2560x1600 Pixeln achtfache Kantenglättung flüssig darzustellen. Die kleinere Radeon HD

Performance-Rating Hohe Qualität (8x AA / 16x AF) 1680x1050 8x AA / 16x AF

1920x1200 8x AA / 16x AF

ruckelt

42,2 90,2

73,9 39,9 73,0 40,4 65,2 40,6 58,8 36,3 59,7

55,1 32,3 48,9 27,7 47,2 40,4 27,6 48,2 40,7 25,3 41,2

Radeon HD 5850 1.024 MByte

GameStar 02/2011

74,6 61,8 54,4 67,5 56,0 48,8 65,5 54,8 47,5 63,5 51,3 44,9 67,9 50,6 39,8 54,2

Geforce GTX 460 1.024 MByte

38,1

Radeon HD 6850 1.024 MByte

43,9 38,4

47,0 53,8

57,5

Radeon HD 5850 1.024 MByte

34,9 23,1 28,0 25,2

Radeon HD 5770 1.024 MByte

16,1

30

59,0

Radeon HD 5870 1.024 MByte

42,9

Geforce GTX 460 1.024 MByte

79,0 67,7

Radeon HD 6870 1.024 MByte

47,2

Radeon HD 6850 1.024 MByte

58,9

Geforce GTX 470 1.280 MByte

50,5 32,2

Radeon HD 5870 1.024 MByte

87,2 71,4

Radeon HD 6950 2.048 MByte

51,4

Radeon HD 6870 1.024 MByte

97,7 75,5 58,6

Radeon HD 6970 2.048 MByte

57,3

Geforce GTX 470 1.280 MByte

72,5

Geforce GTX 480 1.536 MByte

63,4

Radeon HD 6970 2.048 MByte

97,2 82,6

Geforce GTX 570 1.280 MByte

63,0

Geforce GTX 570 1.280 MByte

gut spielbar

Radeon HD 5970 2.048 MByte

75,2 52,1

Geforce GTX 480 1.536 MByte

8x AA / 16x AF

Geforce GTX 580 1.536 MByte

62,2

Radeon HD 6950 2.048 MByte

4x AA / 8x AF

ruckelt

71,3

Geforce GTX 580 1.536 MByte

fps 0

1x AA / 1x AF

gut spielbar

Radeon HD 5970 2.048 MByte

Radeon HD 5770 1.024 MByte

Performance-Rating Durchschnittswerte

2560x1600 8x AA / 16x AF

60

90

120

fps 0

42,4 33,1 41,2 29,2 23,1

30

60

90

2011 werden zunehmend mehr Spiele mit DirectX-11-Unterstützung erscheinen.

120

139

HARDWARE Test des Monats

Lautstärke Volllast

Stromverbrauch

Leerlauf

Volllast

Geforce GTX 480 1.536 MByte Radeon HD 5970 2.048 MByte Radeon HD 6970 2.048 MByte Geforce GTX 470 1.280 MByte Geforce GTX 580 1.536 MByte Radeon HD 6950 2.048 MByte Geforce GTX 570 1.280 MByte Radeon HD 6870 1.024 MByte Radeon HD 6850 1.024 MByte Radeon HD 5870 1.024 MByte Radeon HD 5850 1.024 MByte Radeon HD 5770 1.024 MByte Geforce GTX 460 1.024 MByte Sone 0

4,2 1,6 3,9 2,0 3,9 1,4 3,8 1,6 3,6 1,6 2,8 1,2 2,7 1,0 2,7 1,0 2,7 1,0 2,4 1,0 2,3 1,0 2,0 1,0 1,3 0,9

0,9

1,8

2,7

sich die ­Geforce GTX 570 mit 42,1 zu 32,7 fps bei der HD 6970 allerdings wieder deutlich ab. Gegenüber der HD 5800 steigt die Tesselation-Leistung dennoch enorm: In der Extreme-Einstellung ist die HD 6950 mit 29,5 fps etwa 50 Prozent schneller als die HD 5870 mit 19,2 fps! PREIS 350 Euro

HERSTELLER Nvidia

Geforce GTX 570 GF110 732 / 1.464 / 3.800 MHz 1.280 MByte GDDR5 320 Bit 11.0 PCIe 16x

SPIELELEISTUNG

Å sehr schnell Å teils schneller als Zwei-Chip-Karte Radeon HD 5970 Å auch achtfache Kantenglättung jederzeit flüssig Í etwas langsamer als GTX 580 BILDQUALITÄT

Å beste Kantenglättung Å Supersampling auch in DirectX 10 und 11 Å bis zu 32fache Kantenglättung Å sehr guter anisotroper Texturfilter Í AF winkelabhängig TECHNIK

Å DirectX 11 Å SLI Å 3D-Vision-Unterstützung Å GPU-PhysX Å Spielen auf bis zu zwei TFTs Í immer noch hoher Stromverbrauch Í drei TFTs nur mit SLI KÜHLSYSTEM

39/40 20/20 18/20 8/10

Å unter Windows sehr leise Å auch unter Last nur leicht hörbar Å kein nerviges Lüftergeräusch AUSSTATTUNG

5/10

Å 1.280 MByte Å 2x DVI Å Mini-HDMI 1.4a Í Mini-HDMI erfordert Adapter Í keine weitere Ausstattung, da Referenzkarte FAZIT

140

eis

/ Le

nd

90 Pr

Etwas abgespeckt gegenüber der Geforce GTX 580 bietet die GTX 570 immer noch absolute High-End-Leistung, bleibt im Betrieb aber spürbar leiser und besitzt insgesamt das deutlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Vergleich zur HD 6970 etwas schneller und leiser, aber auch ein Stück teurer.

4,5

Geforce GTX 580 1.536 MByte Geforce GTX 480 1.536 MByte Radeon HD 5970 2.048 MByte Geforce GTX 570 1.280 MByte Radeon HD 6970 2.048 MByte Geforce GTX 470 1.280 MByte Radeon HD 6950 2.048 MByte Radeon HD 5870 1.024 MByte Radeon HD 6870 1.024 MByte Radeon HD 6850 1.024 MByte Geforce GTX 460 1024 MByte Radeon HD 5850 1.024 MByte Radeon HD 5770 1.024 MByte Watt 0

Statt noch akzeptablen 2,7 Sone auf der Radeon HD 6870 produziert der äußerlich weitgehend identische Radiallüfter auf der HD 6970 deutlich hörbare 3,9 Sone und geht damit ungefähr so laut zu Werke wie eine Geforce GTX 580. Beide Kühlsysteme sind aus dem Gehäuse heraus zwar eindeutig hörbar, das Geräusch selbst aber noch erträglich. Die Geforce GTX 570 produziert für die Leistung noch zufriedenstellende 2,7 Sone, die HD 6950 dreht mit 2,8 Sone un­ wesentlich lauter auf. Im Leerlauf bleibt die HD 6950 mit 1,2 sehr leise und die GTX 570 mit 1,0 Sone praktisch unhörbar. Da­gegen ist die HD 6970 mit ihren 1,4 Sone durchaus wahrnehmbar. Für rund 15 Prozent weniger Leistung als die Geforce GTX 570 braucht die Radeon HD 6970 genauso viel Strom: Unser Testsystem zieht mit beiden Karten jeweils rund 380 Watt aus der Steckdose. Im Leerlauf ist der Rechner mit der Radeon allerdings etwas genügsamer (151 statt 160 Watt). Der Stromverbrauch der Radeon HD 6950 geht mit 148 Watt im Leerlauf und 326 Watt unter Last in Ordnung. Insgesamt liegt die Karte damit in etwa auf dem Niveau der im Schnitt etwa 10 Prozent langsameren HD 5870. Nvidias ähnlich teure Geforce GTX 470 verbraucht mit 153 Watt im Leerlauf und 361 Watt u ­ nter Last spürbar mehr Energie, zudem nervt der beim Referenzdesign mit 3,8 Sone unter Last sehr deutlich hörbare Lüfter.

Grafikkarte

Grafikchip GPU-/DDR-Takt Video-RAM RAM-Anbindung DirectX-Version Steckplatz

3,6

Leerlauf

i stung : Ausreich

e

Die Geforce GTX 570 profitiert von den gleichen Weiterentwicklungen, die bereits der GTX 580 geholfen haben: Bei deutlich mehr Leistung bleibt der Stromverbrauch zur GTX 470 beziehungsweise GTX 480 weitgehend unverändert. AMD hat das Energiemanagement für die Radeon-HD-6900-Serie dagegen generalüberholt: Eine i­ ntegrierte Steuerungs-

410 163 415 174 398 166 381 160 380 151 361 153 326 148 318 141 304 148 273 151 265 146 265 136 212 149

90

180

270

360

450

einheit über­wacht alle Bauteile des Chips und erlaubt direkte Kontrolle über die Stromaufnahme anstatt der bloßen Änderung von Spannung und Taktfrequenzen. Mit der PowerTune genannten Technik will AMD sicherstellen, dass der Grafikprozessor auch in theoretischen Extremfällen wie dem Stabilitätstest Furmark nicht außerhalb der Spezifikation läuft. Laut AMD verbraucht eine Grafikkarte im Furmark mitunter 20 Prozent mehr Strom als im anspruchsvollsten Spiel. Die maximal zulässige Stromaufnahme und vor allem auch die leistungsrelevanten Taktfrequenzen müssten daher in erster Linie auf theoretische Anwendungen und nicht auf die alltägliche Spielepraxis ausgelegt werden. Tatsächlich bedeutet dies nichts anderes, als dass der Grafikchip seine Taktfrequenz reduziert, sobald der Stromverbrauch die Vorgabe von AMD übersteigt (was Nvidia bei den Geforce-GTX500-Karten über eine Programmerkennung bei den Lasttests Furmark und OCCT nicht anders macht). In Spielen soll diese Automatik allerdings nicht greifen, und zumindest bei unseren Benchmarks konnten auch wir keine Taktdrosselung feststellen. PowerTune lässt sich im Treiber konfigurieren. Bis zu 20 Prozent mehr Stromaufnahme dürfen Sie erlauben, aber auch bis zu 20 Prozent weniger. Wenn Sie mehr freigeben, übertaktet sich die Karte zwar nicht von selbst, erreicht aber auch in Extremsituation häufiger ihren maximalen Takt von 880 MHz und bietet mehr Übertaktungsspielraum (in beiden Fällen verlieren Sie die Garantie Ihrer Grafikkarte). Wenn Sie die erlaubte Stromauf­nahme senken, springt der Taktbegrenzer früher an. Das kann den Energieverbrauch ein ganzes Stück reduzieren, ohne allzu viel Leistung zu kosten. Unterm Strich bietet die Geforce GTX 570 gegenüber der GTX 580 eine nur um 16 Pro-

Die Oberfläche des Radeon-Treibers will AMD demnächst modernisieren. Eine Vorschau können Sie auf AMDs Internetseite herunterladen.

GameStar 02/2011

Test des Monats HARDWARE 250 Euro. Mehr nicht

High-End für mich

Daniel Visarius Ltd. Redakteur Hardware daniel@gamestar.de

Florian Klein Redakteur Hardware florian@gamestar.de

Im Segment um 260 Euro ist die Radeon HD 6950 momentan allein auf weiter Flur und für mich die interessantere Karte als die teurere HD 6970 oder gar die Geforce GTX 570. Wie ich haben die meisten Spieler nämlich maximal einen 24-Zoll-Monitor. Vor allem als leistungsstarkes Upgrade von einer Radeon HD 4800 oder (in meinem Fall) einer Geforce GTX 200 mache ich mit der Platine nichts falsch. Allerdings warte ich noch auf die 1,0-GByte-Version, die im Januar folgen soll, kaum langsamer sein dürfte, und durch einen Preis von vermutlich rund 230 Euro ein nochmals besseres Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen kann.

Ich habe zwar wie Daniel auch einen 24-Zoll-Monitor, nehme aber dicke Leistungsreserven gerne mit. Deshalb ziehe ich das Preissegment ab 300 Euro vor. Und da ist mir die Geforce GTX 570 lieber als die unterm Strich ähnlich starke R ­ adeon HD 6970: Zum einen kann ich in (leider seltenen) Titeln wie Mafia 2 oder Metro 2033 spektakuläre PhysX-Effekte anschalten oder mit Nvidias 3D Vision vernünftig mit einer 3D-Brille spielen – AMDs vermeintliche Alternativen dazu sind für mich keine. Zudem laufen viele moderne DirectX-11-Spiele auf der Geforce in der Regel schneller als auf der Radeon, und der Lüfter ist leiser.

PREIS 330 Euro

HERSTELLER AMD

Grafikkarte

Radeon HD 6970 Grafikchip GPU-/DDR-Takt Video-RAM RAM-Anbindung DirectX-Version Steckplatz

Cayman XT 880 / 880 / 5.500 MHz 2.048 MByte GDDR5 256 Bit 11.0 PCIe 16x

SPIELELEISTUNG

Å sehr schnell Å 8x AA in den meisten Spielen bis 2560x1600 flüssig Å 20 Prozent schneller als Radeon HD 5870 Í etwas langsamer als Geforce GTX 570 BILDQUALITÄT

Å sehr gute Kantenglättung Å winkelunabhängiger Texturfilter Å Optimierungen abschaltbar Í Texturfilter flimmert dennoch minimal Í kein Supersampling in DirectX 10 & 11 TECHNIK

39/40 19/20 19/20

Å DirectX 11 Å Spielen auf bis zu sechs TFTs Å Backup-Bios Å Energiemanagement für Profis Í hoher Stromverbrauch KÜHLSYSTEM

7/10

Å unter Windows relativ leise Í unter Last hörbar bis deutlich hörbar

GameStar 02/2011

6/10

Å 2.048 MByte Å 2x DVI Å HDMI 1.4a Å 2x Mini-Displayport Í keine weitere Ausstattung, da Referenzkarte FAZIT

PREIS 260 Euro

90 eis

/ Le

nd

Sehr schnelle DirectX-11Grafikkarte mit Profi-Funktionen für Übertakter. Im Vergleich zur Geforce GTX 570 etwas langsamer und lauter, aber auch preiswerter. Die 2,0 GByte Videospeicher bringen in der Praxis nur in extremen Auflösungen und mit feiner Kantenglättung spürbare Vorteile.

i stung : Ausreich

e

HERSTELLER AMD

Grafikkarte

Radeon HD 6950 Grafikchip GPU-/DDR-Takt Video-RAM RAM-Anbindung DirectX-Version Steckplatz

Cayman Pro 800 / 800 / 5.000 MHz 2.048 MByte GDDR5 256 Bit 11.0 PCIe 16x

SPIELELEISTUNG

Å sehr schnell Å 8x AA in den meisten Spielen bis 1920x1200 flüssig Å 10 Prozent schneller als Radeon HD 5870 Í etwa 10 Prozent langsamer als Radeon HD 6970 BILDQUALITÄT

Å sehr gute Kantenglättung Å winkelunabhängiger Texturfilter Å Optimierungen abschaltbar Í Texturfilter flimmert dennoch minimal Í kein Supersampling in DirectX 10 & 11 TECHNIK

38/40 19/20 19/20

Å DirectX 11 Å Spielen auf bis zu sechs TFTs Å Backup-Bios Å Energiemanagement für Profis Í relativ hoher Stromverbrauch KÜHLSYSTEM

8/10

Å unter Windows leise Å auch unter Last nur leicht hörbar AUSSTATTUNG

6/10

Å 2.048 MByte Å 2x DVI Å HDMI 1.4a Å 2x Mini-Displayport Í keine weitere Ausstattung, da Referenzkarte FAZIT

Radeon HD 6970, HD 6950 und G ­ eforce GTX 570 messen alle knapp 27,5 cm in der Länge. Zum Vergleich oben die kürzere HD 6870.

Flotte und recht leise DirectX-11-Karte. Auch ohne Übertaktung spielen Sie auf 24-Zoll-TFTs meist problemlos mit maximalen Details sowie achtfacher Kantenglättung flüssig. Mangels echter Konkurrenz ist die Radeon HD 6950 die beste Platine zwischen 250 und 300 Euro.

90 is/

Pre

Geforce GTX 570 heran: Mit rund 15 Prozent weniger Spieleleistung zu einem 15 Prozent niedrigeren Preis bietet sie aber noch ein akzeptables Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Stromverbrauch entspricht ungefähr dem der GTX 570, der Lüfter ist aber deutlich lauter. Für uns ist die GTX 570 somit die insgesamt rundere Oberklasse-Grafikkarte als die HD 6970. Da helfen auch die durchaus praktischen Übertakterfunktionen wie Power­tune zur stabileren Stromversorgung oder das BackupBios nicht mehr, weil sie der breiten Mehr­heit der Spieler einfach egal sein werden. Die 2,0 GByte bringen in der Praxis sowieso kaum Leistung, es sei denn, Sie betreiben die Karte im Eye­finity-Betrieb mit wenigstens drei Monitoren. Aber dennoch machen Sie mit der HD 6970 nichts falsch, so­

Der Preis von 260 Euro ist der Performance der Radeon HD 6950 angemessen: So bekommen Sie etwa 10 Prozent mehr Spieleleistung als bei der 220 Euro teuren HD 6870. Und eine deutlich höhere TesselationLeistung, was mehr Zukunftssicherheit für kommende DirectX-11-Spiele bedeutet kann. Auch die aufgebohrten Übertakterfunktionen sprechen für die HD 6950, falls Sie sich dafür interessieren. Andererseits ist die HD 6870 der HD 6950 sehr dicht auf den Fersen, und nur 10 Prozent weniger Leistung machen praktisch nie den Unterschied zwischen einem ruckeligen und einem flüssigen Spielablauf. Insofern stellt die HD 6870 für Sparfüchse eine günstigere und kaum langsamere Alternative zur HD 6950 dar. Sollte AMD bald eine 1,0-GByte-Variante der HD 6950 bringen, dürfte deren Preis um etwa 20 Euro niedriger liegen, und die Karte wäre so durchaus ein Schnäppchen – vor allem da Nvidia in dem Preissegment bislang nur die ältere, etwas langsamere und brutal laute Geforce GTX 470 anzubieten hat. DV FK

AUSSTATTUNG

Le i s

nd

Endlich wieder Auswahl in der Oberklasse

lange Sie nicht allzu empfindliche Ohren ­haben oder vorrangig mit Headset spielen.

Pr

zent niedrigere Spieleleistung. Und das reicht immer noch locker aus, um auf 30-Zoll-TFTs in höchster Bildqualität flüssig zu zocken. Oder bietet wahlweise genug Reserven für den 3D-Vision-Modus oder aktivierte PhysX-Effekte, sofern ein Spiel diese unterstützt. Für 350 Euro ist die Geforce GTX 570 zwar immer noch kein Schnäppchen, gegenüber der 480 Euro teuren GTX 580 besitzt sie aber das deutlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Das sich noch deutlich verbessert, wenn Sie den leiseren Lüfter und den geringeren Strombedarf einberechnen. Einen 24-Zoll-TFT sollten Sie aber in jedem Fall besitzen, sonst ist die GTX 570 ­eindeutig überdimensioniert. Das neue Radeon-Spitzenmodell kommt in unseren Benchmarks alles in allem nicht ganz an die

tung: Befr ied

Das neue, übersichtlichere Design des Catalyst Control Centers nur unter Windows 7 und Windows Vista unterstützt.

i ge

141

Einkaufsführer

HARDWARE Service

In diesem Monat gab es trotz vieler neuer Grafikkarten wenig Bewegung im Einkaufsführer. Außer ein paar kleineren Preisänderungen blieb es der Jahreszeit entsprechend besinnlich.

­

500-Euro-PC

Legende NEU

markiert Neuzugänge.

UPDATE

kennzeichnet Preisoder Wertungsänderungen mittels und .

PREISTIPP

Produkte mit besonders gutem Preis-LeistungsVerhältnis.

KAUFTIPP

Redaktionsempfehlung­en für Produkte ohne vollständige Liste.

1

2

zeigt Platzierungsänderungen im Vergleich zum Vormonat an.

Mehr Hardware-Bestenlisten Quicklink: 6630 Hardware-Preisvergleich Quicklink: L52 

Die besten Selbstbau-Spielerechner

Alle Hardware-Tests im Internet Quicklink: 5102

1.000-Euro-PC

1.500-Euro-PC

Preise

Preise

Preise

NEU Prozessor Sockel AM3 Phenom II X3 450 Boxed___________75 € Prozessorkühler bei CPU mitgeliefert_ ____________ 0 € Mainboard Sockel AM3 MSI 870-C45_________________ 60 € Arbeitsspeicher Kingston Value RAM 4,0 GB DDR3-1333_ 50 € Grafikkarte MSI N460GTX Cyclone / 768 MByte_ _ 145 € Soundkarte auf dem Mainboard_ ____________ 0 € Festplatte WD Caviar Blue 640 GByte_________ 50 € DVD-Brenner Sony Optiarc 7240S_____________ 20 € Gehäuse Cooltek CT-K3 Evolution___________35 € Netzteil Sharkoon SHA550_ _____________ 50 €

UPDATE Prozessor Sockel AM3 Phenom II X6 1055T Boxed_ ______ 155 € Prozessorkühler Scythe Mugen 2 Rev. B____________35 € Mainboard Sockel AM3 Asus M4A88TD-V Evo__________ 110 € Arbeitsspeicher Kingston HyperX 4,0 GB DDR3-1600___ 60 € Grafikkarte Sapphire HD 6870 / 1,0 GByte_ ____ 215 € Soundkarte Creative X-Fi Titanium Bulk_ _______ 60 € Festplatte / SSD WD Caviar Black 1TB/ Intel X25-V 40 GB_160 € UPDATE Blu-ray-Combo-Laufwerk Samsung SH-B123L_ ___________ 60 € Gehäuse Antec Sonata 3 inkl. 500 Watt_ ____ 120 € Netzteil im Gehäuse mitgeliefert___________ 0 €

Prozessor Sockel AM3 Phenom II X6 1090T Boxed_ ______ 200 € Prozessorkühler EKL Alpenföhn Matterhorn_ ________50 € UPDATE Mainboard Sockel AM3 MSI 890FXA-GD70_ ___________ 155 € Arbeitsspeicher Kingston HyperX 4,0 GB DDR3-1600___60 € UPDATE Grafikkarte EVGA Geforce GTX 580_ __________ 470 € Soundkarte Creative X-Fi Titanium Bulk_ _______ 60 € Festplatte / SSD WD Caviar Black 1TB/ Intel X25-V 40 GB_ _ 160 € UPDATE Blu-ray-Combo-Laufwerk Samsung SH-B123L_ ___________ 60 € Gehäuse Coolermaster HAF-X_ __________ 165 € Netzteil Corsair HX 850 Watt_ __________ 140 €

GESAMTPREIS__________ 485 €

GESAMTPREIS__________ 975 €

GESAMTPREIS________ 1.520 €

Günstigere Grafikkarte –35 € Club 3D Radeon HD 5770_ _______ 110 € Bessere Soundkarte +60 € Creative X-Fi Titanium Bulk_ _______ 60 €

Günstigere Grafikkarte –55 € Gigabyte GTX 460 OC 1,0 GByte_ ___ 160 € Keine Extra-Soundkarte –60 € Onboard-Sound________________ 0 €

Günstigere Grafikkarte -115 € MSI Geforce GTX 570___________ 355 € Größere SSD +70 € Intel X25-M 80 GByte_ _________ 150 €

Fazit Flotter Spiele-PC für wenig Geld, der mit allen aktuellen Spielen fertig wird. Dank etablierter Standards auch zukünftig leicht aufzurüsten.

Fazit Sehr schneller Rechner mit überragendem Preis-Leistungs-Verhältnis. Mehr Geld müssen auch anspruchsvolle Spieler nicht investieren.

Fazit Extrem schneller High-End-PC mit umfangreicher, zukunftssicherer Ausstattung und pfeilschneller Grafikkarte für optimale Spieleleistung.

Preis/Leistung Sehr gut

Preis/Leistung Sehr gut

Preis/Leistung Sehr gut

Grafikkarten BIS 100 EURO

BIS 200 EURO

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

1 Asus EAH4770 Formula u77

PREISTIPP

u90 € u09/09 uQuicklink: 7086

schnell, leise, sparsam, DX 10.1 / Radeon HD 4770 / 512 MByte

2 Asus EAH5670 u74 u 80 € u04/10 uQuicklink: 7087

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

1 MSI N460GTX Hawk u92

180 € u–

UPDATE

uQuicklink: 7192

sehr schnell, leise, übertaktet, DirectX 11 / Geforce GTX 460 / 1,0 GByte

2 MSI NGTX460 Cyclone 768DS OC u90

AB 300 EURO

BIS 300 EURO

PREISTIPP

u145 € u09/10 u Quicklink: 7091

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

1 XFX Radeon HD 5850 Black u92

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

PREISTIPP

u 200 € u09/10 uQuicklink: 7059

1 Sapphire Rad. HD 5870 Vapor-X PREISTIPP u94 300 € u04/10 uQuicklink: 7062

sehr schnell, leise, DirectX 11 / Radeon HD 5850 / 1,0 GByte

extrem schnell, relativ leise, DirectX 11 / Radeon HD 5870 / 1,0 GByte

2 Club 3D Radeon HD 5850 OC Edition UPDATE u91 200 € u09/10 uQuicklink: 7060

2 XFX Radeon HD 5870 UPDATE u92 300 € u12/09 uQuicklink: 7063

flott, Displayport, HDMI, leise, DX 11 / Radeon HD 5670 / 1,0 GByte

sehr schnell, leise, sparsam, DirectX 11 / Geforce GTX 460 / 768 MByte

sehr schnell, übertaktet, leise, DX 11 / Radeon HD 5850 / 1,0 GByte

extrem schnell, relativ leise, DirectX 11 / Radeon HD 5870 / 1,0 GByte

3 Xpertvision 9600 GT Sonic u69 u90 € u05/09 uQuicklink: 7088

3 Sapphire Radeon HD 6850 UPDATE u90 160 € u– u Quicklink: 7091

3 5 Zotac Geforce GTX 460 1,0 GByte u90 u 200 € u09/10 uQuicklink: 7061

flott, Displayport, HDMI, leise, DX 10.0 / Geforce 9600 GT / 1,0 GByte

sehr schnell, leise, DirectX 11 / Radeon HD 6850 / 1,0 GByte

sehr schnell, relativ laut, DirectX 11 / Geforce GTX 460 / 1,0 GB

3 Sapphire Radeon HD 5970 Toxic u92 u1.100 € uonline u Quicklink: 6906

4 Palit Geforce GT 240 u65 u70 € u03/10 uQuicklink: 7089

4 Gigabyte Geforce GTX 460 OC u90 u 160 € u– u Quicklink: 7189

3 XFX Radeon HD 6870  4 u90 u 210 € uonline uQuicklink: 7046

sehr leise, HDMI-Ausgang, DirectX 10.1 / Geforce GT240 / 1,0 GByte

sehr schnell, leise, übertaktet, DirectX 11 / Geforce GTX 460 / 1,0 GByte

sehr schnell, relativ leise, DX 11 / Radeon HD 6870 / 1,0 GB

extrem schnell, relativ leise, DirectX 11 / Radeon HD 5870 / 1,0 GByte

5 Sparkle SF-PX98GT512D3 u65 u90 € u10/08 uQuicklink: 7090

u88

5 4 Zotac GF GTX 460 1,0 GByte AMP! u90 u 200 € uonline uQuicklink: 7045

5 Zotac Geforce GTX 480 AMP! UPDATE u91 475 € uonline u Quicklink: 6986

schnellste Karte im Segment, leise, DX 10.0 / GF 9800 GT / 512 MByte

sehr schnell, leise, DirectX 11 / Geforce GTX 460 / 768 MByte

sehr schnell, übertaktet, relativ laut, DX 11 / Geforce GTX 460 / 1,0 GB

relativ leise, übertaktet, DirectX 11 / Geforce GTX 480 / 1,5 GB

142

5 Zotac GTX 460 768 MByte

u 165 € u10/10 u Quicklink: 7092

extrem schnell, übertaktet, DirectX 11 / Radeon HD 5970 / 2x 2,0 GByte NEU

4 Powercolor HD 5870 PCS+ UPDATE u91 300 € u06/10 u Quicklink: 7064

GameStar 02/2011

Service HARDWARE

Monitore

Eingabegeräte

TFTs 22 ZOLL

TFTs 24 ZOLL

BIS 200 EURO

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

1 2 Samsung Syncmaster BX2240 u84

PREISTIPP

180 € u09/10 uQuicklink: 7067

BIS 300 EURO

MÄUSE BIS 40 EURO

MÄUSE AB 40 EURO

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

1 2 Asus VK246H u85

u210 €

u04/10 uQuicklink: 7082

1 Logitech G500

u 40 € u11/09 uQuicklink: 7076

u95

1 Logitech G700 UPDATE u96 75 € u11/10 uQuicklink: 7074

voll spieletauglich, Full-HD-Auflösung, HDMI, Breitbild, HDCP

voll spieletauglich, Webcam, Full-HD-Auflösung 1920x1080

extrem präzise, tolle Verarbeitung, drei Daumentasten

extrem präzise, vier Daumentasten, kabellos

2 HP Compaq LA 2205wg u82 u 200 € uonline uQuicklink: 7219

3 Samsung Syncmaster 2494HM UPDATE 2 u84 230 € u04/10 uQuicklink: 7083

2 Sharkoon Fireglider PREISTIPP u86 u20 € u07/09 uQuicklink: 7080

2 Steelseries Xai PREISTIPP u95 u60 € u04/10 uQuicklink: 7073

voll spieletauglich, Breitbild, Full-HD-Auflösung 1920x1080

voll spieletauglich, USB-Hub, Full-HD-Auflösung 1920x1080

viele Funktionen, interner Speicher, 3.600 dpi, nur für rechte Hände

extrem präzise, guter Treiber, für Links- und Rechtshänder

3 Samsung Syncmaster B2230W u81 u150 € u07/10 uQuicklink: 7068

4 Iiyama B2409HDS 3 PREISTIPP u81 190 € u06/09 u Quicklink: 7084

3 Steelseries Ikari Optical u82 u40 € u04/08 uQuicklink: 7077

3 Logitech G9x u95 u65 € u03/09 uQuicklink: 7074

voll spieletauglich, gutes Bild, spartanische Ausstattung, 1920x1080

voll spieletauglich, vielseitig verstellbar, 1920x1080

präzise, sechs Tasten, 1.600 dpi, keine Makros, nur für rechte Hände

extrem präzise, super Ausstattung, nur für rechte Hände

4 LG W2253TQ u81 u 160 € u10/09 uQuicklink: 7069

1 Acer GD245HQ NEU u81 u300 € uonline uQuicklink: 7221

4 Razer Salmosa u80 u35 € u10/08 uQuicklink: 7078

4 Roccat Kone+ UPDATE u95 70 € u10/10 uQuicklink: 7072

voll spieletauglich, kräftige Farben, kein HDMI, 1920x1080

voll spieletauglich, 3D-fähig, neigbar, 1920x1200

sehr präzise, Makrofunktionen, symmetrisch 1.800 dpi, nur zwei Tasten

extrem präzise, flexibler Treiber, nur für Rechtshänder

5 NEC Multisync E222W UPDATE u77 190 € u09/10 uQuicklink: 7070

5 LG W2486L UPDATE u80 250 € u04/10 u Quicklink: 7085

5 Microsoft Sidewinder X5 u78 u 35 € uOnline 10/08 uQuicklink: 7079

5 Razer Mamba u95 u100 € u06/09 uQuicklink: 7190

voll spieletauglich, gute Bildqualität, HDMI, HDCP, 1680x1050

voll spieletauglich, viele Schnittstellen, 1920x1080

präzise, Makrofunktionen, 2.000 dpi, nur für rechte Hände

extrem präzise, hoch konfigurierbar, optional mit Funkverbindung

TASTATUREN

TASTATUREN

Mainboards SOCKEL 1156

SOCKEL AM3

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

CORE i3/i5 & i7/8xx

1 Asrock P55 Deluxe u92

PHENOM II / ATHLON II

PREISTIPP

120 € u12/09 uQuicklink: 7095

schnell, lautlos / DDR3-2600 / Crossfire und SLI / Intel P55

2 MSI P55-GD80 u92

BIS 50 EURO

150 € u12/09 uQuicklink: 7096

1 MSI 790FX-GD70  u93

u140 € u09/09 uQuicklink: 7109

vier Grafikkarten-Slots / DDR3-1600 / Crossfire / AMD 790FX

2 Asus M4A78T-E u90

u 90 € u09/09 uQuicklink: 7110

schnell, lautlos / DDR3-2133 / Crossfire und SLI / Intel P55

Mini-Linux, Onboard-Grafik / DDR3-1600 / Crossfire / AMD 790GX

3 Gigabyte P55-UD6 u90 u 220 € u12/09 uQuicklink: 7097

3 Gigabyte MA790XT-UD4P u89 u110 € u09/09 uQuicklink: 7111

schnell, lautlos / DDR3-2600 / Crossfire und SLI / Intel P55

Übertakter-Mainboard / DDR3-1666 / Crossfire / AMD 790X

4 Asus P7P55D u88 u 110 € u12/09 uQuicklink: 7098

4 Gigabyte 890GPA-UD3H  u87 u110 € u06/10 uQuicklink: 7112

schnell, lautlos / DDR3-2133 / Crossfire / Intel P55

unterstützt USB 3.0 und SATA3 / DDR3-1666 / Crossfire / AMD 890GX

5 Elitegroup P55H-A u85

90 € u12/09 uQuicklink: 7099

schnell, lautlos / DDR3-2133 / Crossfire / Intel P55

5 MSI 770-C45  u83

PREISTIPP

u60 € u09/09 uQuicklink: 7113

Übertakter-Mainboard / DDR3-1666 / kein Crossfire oder SLI / AMD 770

Sound

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

1 Microsoft Sidewinder X4

2 Microsoft Sidewinder X6 u82 u50 € u12/08 uQuicklink: 7115

2 Logitech G19 u87 u120 € u06/09 uQuicklink: 7120

präziser Tastenanschlag, viele Sondertasten, bis zu 30 Makros

Luxustastatur mit Farbdisplay, Makrotasten und USB-Hub

3 Roccat Arvo UPDATE u80 40 € u03/10 uQuicklink: 7116

3 Logitech G110 PREISTIPP u85 u60 € u02/10 uQuicklink: 7121

kleines Layout, Makrofunktion, guter Tastendruckpunkt und Anschlag

tolle Verarbeitung, umfangreiche Makrofunktionen, Soundchip

4 Logitech G11 u79 u50 € u11/09 uQuicklink: 7117

4 Roccat Valo u84 u80 € u11/09 uQuicklink: 7122

viele Extras wie Minidisplay, 41 Makrotasten und interner Speicher

viele Extras wie Minidisplay, 41 Makrotasten und interner Speicher

5 Microsoft Reclusa u76 u40 € u08/07 uQuicklink: 7118

5 Logitech G15 Refresh u80 u70 € u12/08 uQuicklink: 7123

Hintergrundbeleuchtung, gutes Schreibgefühl

gute Verarbeitung, Display, Makros, guter Anschlag

JOYSTICKS

GAMEPADS u Note uPreis uTest in uGameStar.de

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

1 Teufel Motiv 5 u94 u500 € u05/10 uQuicklink: 7100

1 Razer Megalodon u90 u130 € u10/09 uQuicklink: 7105

u83

perfekter Klang, tiefer Bass, Fernbedienung, keine PC-Kabel

komfortabel, präziser Raumklang, kräftige Bässe / USB-Soundkarte

USB-Headset mit Raumklangoptionen und Stimmveränderung

3 Teufel Concept E 300 u92 u280 € u08/09 uQuicklink: 7102

3 Sennheiser PC 330 UPDATE u89 100 € u08/10 uQuicklink: 7107

hervorragender Klang, pegelfest, 6 Endstufen, keine PC-Kabel

präziser Klang und klasse Sprachübertragung

4 Logitech Z-5500 u86

u260 € u05/10 uQuicklink: 7103

4 Steelseries Siberia v2 u88

PREISTIPP

u70 € uonlineuQuicklink 6840

KAUFTIPP

UPDATE Logitech Freedom 2.4 50 € u02/07 uQuicklink: 7124

sehr präzise, viele Knöpfe, kein Force Feedback

Thrustmaster Flightstick X u25 € u02/08 uQuicklink: 7125

KAUFTIPP

u73

solider Joystick für unkomplizierten Flugspaß, viele Knöpfe

Microsoft Xbox 360 Wireless u40 € u04/07 uQuicklink: 7126

KAUFTIPP

u78

präzise, auch Xbox 360, rüttelt in einigen älteren Spielen nicht, kabellos

Microsoft Xbox 360 Controller u30 € u02/07 uQuicklink: 7127

KAUFTIPP

u77

präzise, auch Xbox 360, rüttelt in einigen älteren Spielen nicht, Kabel

SOUNDKARTEN

LENKRÄDER

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

u Note uPreis uTest in

Creative X-Fi Titanium Bulk u60 € u– u–

KAUFTIPP

u84

toller Klang, tiefer Bass, Fernbedienung und Kabel inklusive

komfortabel, guter Spiele-Klang, sehr gute Sprachübertragung, Klinke

sehr guter Klang, EAX Advanced HD 5.0, PCI-Express-1x-Anschluss

5 Teufel Concept E 200 PREISTIPP u84 u230 € u07/10 uQuicklink: 7104

5 Creative WoW Wireless Headset UPDATE u88 90 € u05/10 uQuicklink: 7108

u84

toller Klang, druckvoller Bass, keine Kabel oder Fernbedienung

drahtlos, inklusive X-Fi-USB-Soundkarte, WoW-Design, beleuchtet

sehr guter Klang, EAX Advanced HD 5.0, PCI-Anschluss

GameStar 02/2011

1 Logitech G510 UPDATE u87 85 € u11/10 uQuicklink: 7119 Display, Soundchip, Makrotasten, abnehmbare Handballenauflage

u Note uPreis uTest in

toller Klang, sehr pegelfest, 6 Endstufen, Kabel und Adapter dabei

u Note uPreis uTest in uGameStar.de

präziser Tastenanschlag, viele Sondertasten, Makros

HEADSETS

2 Logitech G35 u89 u100 € u06/09 uQuicklink: 7106

PREISTIPP

u40 € u04/10 uQuicklink: 7114

u83

SURROUND-SETS

2 Edifier S550  u93 u300 € u03/10 uQuicklink: 7101

AB 50 EURO

Creative Xtreme Gamer u 80 € u02/07 uQuicklink: 7130

KAUFTIPP

Logitech G27 u260 € u01/10 uQuicklink: 7128

KAUFTIPP

u89

extrem präzise, knackiges Force Feedback

Logitech Driving Force GT u 100 € u08/10 uQuicklink: 7129

KAUFTIPP

u84

präzises, starkes Force Feedback, insgesamt gut

143

Vorletzte MAGAZIN

Der Brandbrief Der Geschäftsführer von Electronic Arts hat der Weltpresse eine 60.000 Wörter lange E-Mail geschickt, in der er sich über das vergangene Jahr beschwert.

GR

GameStar-Fotoroman Folge 137: Alles Vorurteile Das ZDF hat neulich schon wieder behauptet, dass Spiele dumm machen.

GameStar 02/2011

Das ist alles miese Hetze und Propaganda. Und jetzt noch mal auf drei. Eins, zwei ...

.... drei, zieh en!

Schicken Sie lustige Bilder aus Spielen an vorletzte@gamestar.de, sonst schicken wir Ihnen eine E-Mail!

Irge ndw ie mus s das Ding doch aufg ehen !

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VORSCHAU GameStar 03/11

GameStar 03/2011 erscheint am 26.1.2011

MEDIA GMBH

Verlag IDG Entertainment Media GmbH Lyonel-Feininger-Str. 26, 80807 München Tel.: 089 / 360 86-0, Fax: -118 www.idgmedia.de Geschäftsführer York von Heimburg Verlagsleitung André Horn Veröffentlichung gemäß §8, Absatz 3 des ­Gesetzes über die Presse vom 08.10.1949: ­Alleiniger Gesellschafter der IDG Entertainment Media GmbH ist die IDG Communications Media AG, München, die 100%ige Tochter der International Data Group Inc., Boston, USA ist. Vorstand York von Heimburg, Keith Arnot, Bob Carrigan, Mitglieder der Geschäftsleitung Michael Beilfuß (Business), Canio Martino (Magazine), André Horn (Entertainment) Aufsichtsratsvorsitzender Patrick J. McGovern

Redaktion IDG Entertainment Media GmbH Redaktion GameStar Lyonel-Feininger-Str. 26, 80807 München Telefon: 089 / 360 86-660, Fax: -652 brief@gamestar.de Chefredakteur Michael Trier (verantwortlich) Stellv. Chefredakteur Christian Schmidt Leitender Redakteur Daniel Visarius Redaktion Michael Graf, Florian Klein, Heiko Klinge, Daniel Matschijewsky, Petra Schmitz, Fabian Siegismund, Hendrik Weins, Daniel Abel (Praktikant), Nico Stockheim (Praktikant), Andrea Maurer (Praktikantin), Michael Löprich (Praktikant) Director of Online and New Business Gunnar Lott Online Frank Maier (ltd.), René Heuser, Christian Merkel, Michael Obermeier, Christian Schneider, Hanno Neuhaus (Praktikant) Medien-Produktion David Bhulapatna (ltd.), Alexander Beck, Christoph Klapetek, Sascha Mutschler, William Patin, Bernd Fischer, Oliver Steffens (Praktikant) Ressortleitung Layout und Grafik Sigrun Rüb Layout und Grafik Kosta Christinakis, Jakob Scheikl, Oliver Thomas (Trainee) Special Projects Dirk Steiger (ltd.), Stefanie Kautschor, Nino Kerl, Maxi Gräff, Yassin Chakhchoukh Redaktionsassistenz Isa Stamp, Anita Thiel Freie Mitarbeiter Uwe Miethe, Anita Blockinger, Eva Zechmeister, Martin Deppe, André Linken, Georg Wieselsberger, Patrick C. Lück, Daphne Cisneros, Michael Orth, Heinrich Lenhardt, Knut Gollert Abonnement Abonnement, Einzel- und Nach­bestellungen, Umtausch defekter Datenträger GameStar Kundenservice, ZENIT Pressevertrieb GmbH Postfach 810580, 70522 Stuttgart Telefon: 01805/727252-275 (*aus dem dt. Festnetz nur € �0,14 pro Minute, Mobilfunkpreise max. � € 0,42 pro Minute), Fax: -377 Österreich: 01 / 219 55 60, Schweiz: 071 / 314 06-15 E-Mail: shop@gamestar.de Web: www.gamestar.de/shop Jahresbezugspreise DVD-Version: Inland: 59,00 €� (Studenten: 54,00 �€) Österreich und sonstiges Ausland: 68,00 €� (Studenten: 63,00 �€) Schweiz: 108,80 SFR (Studenten: 100,80 SFR) XL-Version (2 DVDs): Inland: 69,00 € �(Studenten: 64,00 �€) Österreich und sonstiges Ausland: 78,00 �€ (Studenten: 73,00 �€) Schweiz: 124,80 SFR (Studenten: 116,80 SFR) Preise jeweils inklusive Versand (ausgenommen sonstiges Ausland). Eine Abo-Kündigung ist immer zur kommenden Ausgabe möglich (Mini-Abos ausgenommen). Zahlungsmöglichkeit für Abonnenten Postgiroamt Stuttgart, Konto-Nr. 311 704, BLZ 600 100 70 ISSN Nummern ISSN 1610-6547 (DVD), ISSN 1610-6520 (Unplugged)

Vertrieb Handelsauflage M  ZV GmbH & Co. KG Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim Telefon: 089 / 319 06-0, Fax: -113 E-Mail: info@mzv.de Web: www.mzv.de

Verkaufte Auflage Online-Reichweite (IVW 11/2010)

(IVW Q III/2010): 115.805 verkaufte Hefte 55.678.232 Page Impressions 10.201.281 Visits Mitglied der Informations­gemein­schaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V. (IVW), Berlin Erscheinungsweise: GameStar erscheint monatlich, in der Regel am letzten Mittwoch des Vorvormonats.

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Dead Space 2

Test Dead Space 2 markiert als erster großer Titel den Auftakt ins Spielejahr 2011. Wird die Fortsetzung genauso wunderbar gruselig?

Dungeons

Test Einer der außergewöhnlichsten Titel des Jahresanfangs: Wir schnallen den Lampenhelm auf und steigen in die dunklen Gemäuer ab.

Homefront

Preview Die Kaos Studios möchten mit Homefront kein Actionfeuerwerk zünden, sondern einen atmosphärischen Shooter schaffen. Wird das gelingen?

Anzeigen Anzeigenleiter (verantwortlich) Senior Sales Manager Sales Manager Trainee Sales Service Manager Digitale Anzeigenannahme ­ IDG Global Solutions Anzeigenpreise Zahlungsmöglichkeiten Erfüllungsort, Gerichtsstand Leitung CRM und Marketing

Produktion, Rechtliches Produktionsleitung Jutta Eckebrecht Druck und Beilagen Oberndorfer Druckerei, A-5110 Oberndorf, digiCon AG, Osswald GmbH & Co, Megapac © Copyright IDG Entertainment Media GmbH Layout-Entwurf Sabine Hell, Sigrun Rüb Design Wertungskasten Uwe C. Beyer Titel H2DESIGN.de Fotos Uwe Miethe (Pressematerial ausgenommen)

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Hardware-Trends 2011

Hardware Wir richten den Blick nach vorn: Was brauchen PC-Spieler 2011 wirklich, was können sie links liegen lassen?

Themen können sich kurzfristig ändern, alle Angaben ohne Gewähr.

Anschrift der Redaktion Ralf Sattelberger (-730) Annika Gradelewski (-625) Susanne Fütterer (-670) Patrick Yayah (-609) Daniela Kretschek (-691), Fax: -99691 Manfred Aumaier (-602) für ­ausländi­sche IDG-Publikatio­nen: Tina Ölschläger (ltd.) (-116) Es gilt die Preisliste Nr. 13 vom 1.10.2009. Deutsche Bank München, Konto-Nr. 668 868 300, BLZ 700 700 10 München Matthias Weber (-154)

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