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Kammerspiele

S. 3

Krise adé ?

S. 9

Kirchenschätze

S. 11

l a n r u o j s t a n o M s da mit Amtsblatt der Gemeinde Kleinmachnow

www.aerztehauskleinmachnow.de Kleinmachnow – Vorwahl: (03 32 03)

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Flugangst Bei Rechtsabfliegern Immobilienpreisabsturz? Dies und mehr auf Seite 6, 8 und 14

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2 Kleinmachnower Zeitung 10 2010

Aktuelles/Inhalt

Neue Runde Kammerspiele Optionsvertrag soll verlängert werden

Inhalt Regionales • Die Region auf einen Blick • Anschläge • Rand-Glosse: Flugangst? • Kriese adé • Topthema: Die Region macht mobil • Region muss sich das Schwimmbad leisten

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Kommunales • Die Gemeindevertretung tagte • Die Region im neuen Takt • AWO-Ortsverband feierte • 2 Fragen an den Bürgermeister • Straßengespräche • Beim Forschen zum Künstlerort • Schätze auf dem Kirchenboden • BIK

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Kultur

Ein kultureller Mittelpunkt sollen sie werden, die Kammerspiele. Bevor die Gemeinde sich jedoch zum Kauf entschließt, besteht noch ein gerüttelt Maß an Beratungsbedarf. Foto: Palmy Das Sanierungskonzept für die Kleinmachnower Kammerspiele ist erstellt, und sicher wäre es schön, wenn man jetzt endlich einmal loslegen könnte, sodass aus dem traditionsreichen Haus wieder ein kulturelles Zentrum wird. Doch gerade aus dem aktuellen Sanierungskonzept ergeben sich eben auch weitreichende Konsequenzen für die Gemeinde, die einen größeren Beratungsbedarf deutlich werden lassen. Der Optionsvertrag der Gemeinde mit dem derzeitigen Eigentümer der Kammerspiele, Karl-Heinz Bornemann vom 19. April 2010, lief am 30. September aus. Aufgrund eben jenes erhöhten Beratungsbedarfes stellte Bürgermeister Michael Grubert auf der Gemeindeversammlung vom 23. September einen Antrag, der es ihm bei positiver Beschlussfassung ermöglichen würde, mit dem Eigentümer Bornemann eine Verlängerung und Erweiterung des Optionsvertrages auszuhandeln. Die Kleinmachnower Gemeindevertreter beschlossen einstimmig, den Bürgermeister zu beauftragen, mit dem Eigentümer einen erweiterten notariellen Optionsvertrag auf Grundlage des bisherigen Vertrages abzuschließen. Inhalt des Vertrages soll zum einen die Verlängerung der Bindungsfrist zum Erwerb der Kammerspiele bis zum 15. Januar 2011 sein. Zum anderen besteht nun die Option zum zusätzlichen Erwerb des hinKleinmachnower Zeitung 10 2010

ter den Kammerspielen gelegenen Grundstückes in der Karl-Marx-Straße 18a. Außerdem wird der Bürgermeister berechtigt, dem Eigentümer der Kammerspiele zum Zwecke der Beseitigung von Brandschutzmängeln einen Zuschuss von bis zu 15 000 Euro zur Verfügung zu stellen, um den Weiterbetrieb des Hauses zu gewährleisten. Da Bornemann aufgrund des bisherigen Vertrages bereits mit einem möglichen Verkauf der Kammerspiele gerechnet hat und den derzeitigen Kinobetrieb als nicht lukrativ bezeichnet, gewährt die Gemeinde bei Verlängerung des Optionsvertrages einen zusätzlichen monatlichen Zuschuss von 1 500 Euro. Für die Monate der Optionsverlängerung, Oktober, November und Dezember wären das insgesamt 4 500 Euro. Die Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion, Dr. Kornelia Kimpfel, schlug vor, für diese Bezuschussung eine Gegenleistung in Form von Freikarten für beispielsweise Schulen und Senioren anzuregen. Der Vorschlag wurde von den Gemeindevertretern informell größtenteils gebilligt, jedoch nicht in die Beschlussvorlage aufgenommen. Bürgermeister Michael Grubert informierte, dass Karl-Heinz Bornemann laut bisheriger Gesprächslage bereit sei, den Optionsvertrag zu verlängern, sowie auch den hinteren Bereich zu veräußern. Rolf Niebel

• Porträt: Peter Ernst • Tanz den Zehlendorfer Damm! • Die Neuerfindung Teltows • Zum 5o. Todestag – W. Pieck • Vorne Ostsee, hinten Friedrichstraße?

13 16 16 17 18

Jugend/Bildung • Kleinmachnower Märchentage 19 • Neue Statistik 19

Alt und Jung • 60 Jahre Eheglück • Kleinmachnower Kinderfest

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Gesundheit • Selbsthilfegruppen/ Bereitschaftsdienste • Eine Zahnspange ... • Arzeneimittel als Risiko

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Querbeet • Zurückgeblättert • Lokale Agenda 21: Fahrradfreundlicher • Feuerwehrreport • Öko-Schule/Arlecchino

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Sport • 7. Teltowkanal Halbmarathon 30 • Wo geht die Reise hin? 30 • Günstiger Basketball 31

Recht • Kein Lagerfeuer ...

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Heimatgeschichten • Paul Mamroth Teil IV

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Aus der Region

Teltow – Kleinmachnow – Stahnsdorf

Die Region auf einen Blick Teltow Die Toten mahnen – Etwa 30 Leute verschiedener Altersgruppen kamen am 12. September, dem 2. Sonntag im Monat, zusammen, um den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken und ein Zeichen gegen Faschismus zu setzen. In aller Stille legten sie am Mahnmal in der Sandstraße Kränze und Blumen nieder. Norbert Katz, selbst Opfer, machte in seiner sehr persönlichen Rede deutlich, dass heute die Jugend zu gewinnen ist, um den Kampf gegen Krieg und Unterdrückung fortzusetzen. Man müsse gemeinsam für Frieden, Freiheit und Solidarität einstehen, weil die Welt noch immer nicht frei von Unrecht sei. cos

Foto: Kuhlbrodt

Schenkenhorst Wie die Gemeindeverwaltung mitteilte, wird seit Mitte September der Dorfteich in Schenkenhorst saniert. Der Teich nimmt das Regenwasser von der durch den Ort führenden Kreisstraße (K 6903) auf. Er ist aber im Laufe der Jahre stark mit Rohrkolben bewachsen, wodurch er seine Funktion nicht mehr erfüllen kann. Mit der Sanierung, die der Gemeinde rund 30 000 Euro kosten wird, soll die Funktionsfähigkeit wieder hergestellt werden. Die Gemeinde beauftragte ein Planungsbüro, das schon seit Herbst 2008 alle Planungen und die notwendigen vorbereitenden Arbeiten tätigte. B.Ri.

Foto: Cornelia Schimpf

Kleinmachnow Die EMB Energie Mark Brandenburg GmbH eröffnete am 4. September ein Kundenbüro am Rathausmarkt. Den Einzug in die neuen Räume in der Förster-Funke-Allee 102 verband der Energiedienstleister mit einem Energieeinspartag für die ganze Familie. Thoralf Schröder, Leiter des EMB-Regionalbereichs Teltow-Fläming, präsentierte mit Bürgermeister Michael Grubert, Antje Retzlaff und Sören Kosanke (MdL) symbolisch den Büroschlüssel. „Mit dem neuen Büro wollten wir noch näher bei unseren Kunden in den wachsenden Kommunen Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow sein“, so Schröder zur Wahl des Standorts. PM/cos

Foto: Richter

Teltow „Oh, es schmeckt lecker“, urteilte die 10-jährige Paula Plinke über die Rübchensuppe, die anlässlich des Rübchenanstiches am 23. September aufgefahren wurde. Die diesjährige Rübchenprinzessin musste allerdings auf dem Hof des Rübchenbauern Uwe Schäreke in Ruhlsdorf ohne ihren männlichen Gegenpart Mathias Gehrau auskommen, der krank daniederlag. Inmitten zahlreicher Politikgrößen, u.a. waren Staatssekretär Rainer Bretschneider und Landrat Wolfgang Blasig eigens des Teltower Rübchens wegen angereist, legte sie tüchtig mit Hand an. Obendrein wurde die neueste Errungenschaft der Rübe, der Rübchengeist, verkostet. cos

Foto: gewog

Güterfelde Nahe des Seematenweges finden derzeit im Auftrag des Landesbetriebes für Straßenwesen archäologische Grabungen statt. Hier wurden 230 Befunde archäologischer Strukturen aus der Spätbronze- und Früheisenzeit entdeckt. Das teilte die Gemeindeverwaltung mit. Man sei auf einen zwei Meter tiefem gut erhaltenen Brunnen und mehrere Feuerstellen gestoßen. Das Archäologen-Team barg Gefäße, Keramikscherben und Tierknochen, was auf Siedlungsstrukturen hinweist. Einen Baustopp an der L40 neu werde es aber nicht geben. Wenn die Funde aufbereitet und dokumentiert sind, gehen sie in das Zentralamt für Denkmalpflege nach Wünsdorf. Ri.

Foto: Cornelia Schimpf

Kleinmachnow Als Samantha Schmidt und Sofia Ullrich am 26. Juni das Freibad Kiebitzberge betraten, hatten sie wohl im Traum nicht daran gedacht, dass sie es als Lebensretterinnen wieder verlassen würden. An jenem Samstag hatten sie einen bewusstlos im Becken treibenden dreijährigen Jungen entdeckt und aus dem Wasser gehoben. Ein Mann und die Bademeister eilten ihnen zu Hilfe. Für ihre schnelle Reaktion und die mutige Rettung erhielten die beiden Mädchen zum Ende der Badesaison des Freibades Freikarten und Büchergutscheine. Der Junge ist lange wieder wohlauf. R.N.

Foto: Gemeinde Stahnsdorf

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Kleinmachnower Zeitung 10 2010

Regionales

Hab ick letztens im Radio jehört, da jibt´s´n riesiget Ödland und da stehn dicht an dicht so 400 Windmühlen rum. Früher war´n dit sogar 2000. Im 19. Jahrhundat hatte da jeda Bauer eene. Windenergie war schon ma ´n richtiga Brenner. Dit Ödland is die Südhälfte vonne schwedischen Insel Öland. Inne Ecke Teltow und Stahnsdorf tut man sich da schwerer. Will doch die Berlina Stadtgüter GmbH uffe Rieselfelder zwischen Güterfelde, Sputendorf und Schenkenhorst 29 Windräder uffstell´n. Sacht der gemeine Speckjürtelhäuslebesitzer schlicht „Wir wollen die Dinger nicht“, die quietschen wie ´ne „rostige Müllschippe“. Dit wenigstens war unlängst inne PNN zu lesen. Woll´n wa lieba ´n schönet jelbet Rapsfeld. Da könn´ Einjebornen, Zujezogenen und die zwölf Touristen denn im Somma durch die Blütenpracht radeln und im Winta wird dit altlastenkontaminierte Grünzeug zu Biosprit für die jaragengepflegten uffjeblasenen Sport Utility Vehikles der Bessa-

verdienenden raffiniert. Die Jegend sieht schick aus, und man jibt sich umweltfreundlich mit erneuerbaren Enerjieen. Dass so ´n Biodieselbus och janz schön stinkt spielt, da keene Rolle, die faahn ja och nich durch die Rieselfelda. So is der Vorortdeutsche eben. Schick Bio im Discounter inkoofen, wenn denn aba so ´ne emissionsfreie Windmühle vors Jartentor soll, denn wird er rebellisch. Aba die Windradgeschichte kann man jelassen anjehn, jetz mit de Verlängerung vonne Atommeilerlaufzeiten. Alladings fällt denn ja mehr Atommüll an, und der muss irgendwo endjelagert werden, und unta so ´nem Rapsfeld sieht dit och keena. Und kiek ma an, unta der Region liegt och gleich ma ´ne dicke Rupeltonschicht und Tonjestein is ´n Material, dit sich jut zum Endlagern eignet. Die is aba leida vor 400 000 Jahren vonne Eiszeitgletscher zerrammelt worden und würde bei ´ne Klimaerwärmung Wasser durchlassen. Aba die Franzosen ham da ´ne janz andere Lösung jefunden. Im sibirischen Sewersk lagern 13 Prozent des französischen Atomabfalls unter freiem Himmel uff ´m Parkplatz. Kann man hier och prima in´Raps uffe Rieselfelder stelln und im Somma falln die jelben Fässer da och janich uff. Is dit ´ne bessre Alternative? Die Bauern uff Öland ham jedenfalls nich jemeckert, üba ihre Windräder. Hatte sogar jeder ´n eignet. Wat soll ´n dit?

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Kommunales

Rand-GLOSSE Flugangst?

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Gerade noch im Billigflieger aus Bangkok gesessen und schon die Freunde und Verwandten zum Ferienfotogucken eingeladen. Da wackelt die Wand, die Vitrine vibriert, und der Beamer hopst vom Beistelltisch. Wrrroooommm!!! Im Minutentakt donnern Airbusse und Boings in 1 700 Meter Höhe über die Einfamilienimmobilie. Bisher hatte das noch niemand gestört, in Teltow, Kleinmachnow oder Stahnsdorf, solange klar war, dass nur Orte, wie Blankenfelde oder Mahlow in der zukünftigen Flugschneise des BBI Schönefeld liegen würden. Nun, nachdem man offenkundig verschnarcht hatte, dass es bereits seit 2004 eine internationale Richtlinie für Flughäfen mit parallelen Startbahnen gibt, die aus Sicherheitsgründen das parallele Starten untersagt, müssen gleichzeitig startende Flieger unmittelbar nach dem Abheben einen 15-GradSchwenk nach Norden bzw. nach Süden machen. Na und da sind plötzlich Landstriche vom Fluglärm betroffen, in denen man unlängst offenkundig noch nicht wusste, dass der gern genommene Billigflieger, die Business Class und der Bummsbomber auch irgendwo starten und landen müssen. Da fallen die pauschalreisenden Fernferientouristen aus Stahnsdorf oder Teltow plötzlich aus allen Wolken. Berichtete die Kleinmachnower Zeitung aber noch im September von steigenden Immobilienpreisen im Ort, so könnten die sich bald im Sturzflug befinden. Lockt das Investoren in die Region oder verarmen nun die Besserbetuchten in Teltow Seehof und Kleinmachnow? Die Global Avitation Syndicate Ltd. jedenfalls bewirbt jetzt eine Aktie an Billigbusinessfliegern für Reiche: „Verdienen Sie über 1 000 % mit dieser Aktie.“ Wenn du denkst es geht nicht mehr, ... Rolf Niebel

Die Gemeindevertretung tagte: Barrierefrei wohnen: Die Gemüter hatten sich daran schon mächtig erhitzt, an der Debatte um den Bau der altersgerechten Wohnungen in der Heinrich-Heine-Straße. Noch vor den Kommunalwahlen im Jahre 2008 wurde beschlossen, dafür 80 000 Euro in den Haushalt einzustellen. Offenkundig herrschte damals eine gewisse Einigkeit quer durch das Spektrum der Fraktionen. Spätestens seit der Sitzung des Bauausschusses vom 23. August 2010 jedoch kochten die Emotionen zu diesem Thema hoch. Der Bauauschuss hatte die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das seit Jahren von vielen Senioren erwartete Vorhaben „Barrierefreies Wohnen mit Betreuungsangebot“ mehrheitlich abgelehnt. Unter anderem wurde die ablehnende Haltung mit dem Erhalt einer der „letzten verbleibenden grünen Oasen des Ortes“ begründet. In der Gemeindeversammlung vom 23. September 2010 wurde nun der Antrag zur Aufstellung des Bebauungsplanes KLM-BP-019-8

Die Region im neuen Takt Mit Flyern wird das neue ÖPNV-Konzept TKS 2010 beworben, das sich mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember endgültig zu bewähren hat. Endlich ist es gelungen, sich auf ein Konzept zu einigen, welches von den beteiligten Gemeinden Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf, sowie dem Kreis PotsdamMittelmark und der Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH gemeinsam getragen wird. Die heiß diskutierten zusätzlichen 100 000 Euro werden übrigens von Havelbus übernommen. Diese Summe soll durch Einsparungen finanziert werden, so Rene Poleske, Leiter Verkehr bei Havelbus, auf der letzen Sitzung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft der Teltow (Kat). Alle nötigen Informationen erhalten Sie auch unter www.havelbus.de. cos/R.N.

„Barrierefreies Wohnen HeinrichHeine-Straße“ gestellt. Maximilian Tauscher (CDU) warb „im Sinne derer, die sich schon angemeldet haben“ bei den Abgeordneten für ihre Zustimmung zum Antrag. Für die angedachten 45 Wohneinheiten sollen bislang bereits ca. 40 Anmeldungen vorliegen. Die Mehrheit der Gemeindevertreter bekräftigte ihre Zusimmung. Dr. Jens Klocksin sieht jedoch weiterhin Konflikte bezüglich des Standortes. In direkter Nachbarschaft befinden sich die Sportanlagender Maxim-Gorki-Gesamtschule, die Jugendfreizeiteinrichtung JFE und der Affenclub. Hier ist mit einem erhöhten Lärmpegel zu rechnen. „Die Einrichtung ist unumstritten“, so Klocksin, „ der Standort ist es“. Bürgermeister Michael Grubert stellte fest: „Die GEWOG hat keinen anderen Standort angedacht, weil sie keine anderen Grundstücksflächen hat, auf denen 45 Wohneinheiten errichtet werden können. Die Gemeindeversammlung stimmte dem Antrag mehrheitlich zu. R.N.

Anbau Maxim-GorkiSchule:  Für die Realisierung der Konzeption des Projektes „Ganztag“ hat die Maxim-GorkiGesamtschule vor allem in den musischen und künstlerischen Bereichen einen höheren Raumbedarf geltend gemacht. Aus diesem Grund ist ein Anbau angedacht. Dieser könnte durch das Land Brandenburg zu 90 Prozent, also mit 399 000 Euro, gefördert werden. Damit würde die Gemeindekasse lediglich mit 39 900 Euro belastet werden. Um in den Genuss dieser Förderung zu gelangen, müsste das Bauvorhaben allerdings bis zum 5. November 2011 fertiggestellt werden. Der Antrag auf Errichtung eines Anbaus wurde von der Gemeindevertretung mehrheitlich beschlossen, obwohl einige Kritik laut wurde. So wären alle sachkundigen Bürger dagegen gewesen, der Bauausschuss hätte den Entwurf immerhin als nicht gelungen abgelehnt, und auch der Hauptausschuss hätte nur knapp mit Ja gestimmt. R.N.

Der AWO-Ortsverband feierte sein 20-jähriges Bestehen

Foto: Rolf Niebel Honorige Gratulanten waren anwesend, als der Ortsverband der Kleinmachnower Arbeiterwohlfahrt am 16. September sein 20-jähriges Bestehen mit einem Open-Air-Fest auf dem August-Bebel-Platz feierte. Günter Baaske, Brandenburgischer Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie erinnerte an die Zeit, als die Sozialreformerin Marie Juchacz die AWO am 13. Dezember 1919 in Berlin gründete. Doch die Zeiten, als Behinderteneinrichtungen noch Krüppelhäuser hie-

ßen und man häufiger mit der Klingelbüchse durch die Straßen zog, so Baaske, die sind lange vorbei. An diesem Tag würdigte man die Leistungen des AWO-Ortsverbandes Kleinmachnow in den letzten 20 Jahren. Den kulturellen Rahmen der Feier gestalteten u.a Art Dance Unit und die Band ARTGERECHT, die sich vor anderthalb Jahren im Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin zusammenfand. Auf die nächsten 20. R.N.

Kleinmachnower Zeitung 10 2010

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Kommunales

Fragen an den Bürgermeister

Foto: Manfred Thomas KLMZ: Die aktuelle Diskussion um die neuen Flugrouten des BBI heizt die Gemüter auf. Viele sehen dies aber wohl auch gelassener. Wie problematisch wird eine Fluglärmbelästigung wirklich für die Region? Gibt es Lärmpegelmessungen, die über das reale zu erwartende Ausmaß Auskunft geben, und wenn ja, was sagen diese aus? Antworten auf diese Fragen erwarten wir dieser Tage, leider ist Ihre Zeitung dann gerade im Druck. Erstmals sind die Bürgermeister der nun betroffenen Kommunen Teltow, Stahnsdorf, Kleinmachnow und auch des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf am 27. September 2010 zu einem Informationsgespräch im Anschluss einer Sitzung der Lärmschutzkommission eingeladen, und erhalten dort erstmals die Chance, sich für unsere Rechte einzusetzen. Der gerade vorgestellte Entwurf der Abflugrouten kam ja für uns völlig überraschend, und er ist auch überhaupt nicht nachvollziehbar. Seit Beginn der Planungen für den neuen Flugplatz wurde gesagt, dass wir nicht betroffen sein werden. Wir waren daher auch niemals einbezogen in die die Vorbereitungen. Jetzt wollen wir natürlich Mitglied der Lärmschutzkommission werden. Kleinmachnower Zeitung 10 2010

Der Ärger der Bürger ist vollkommen nachvollziehbar und es ist wichtig, dass wir hier alle mit einer Stimme sprechen und unsere Interessen vertreten. Die erste Demo auf dem Rathausmarkt gegen die Flugrouten war da ja schon ein großer Erfolg. Und auch die Zahl der gesammelten Unterschriften steigt täglich. Mittlerweile gibt es auch die Kleinmachnower Bürgerinitiative „WmF – Weg mit den Flugrouten“. Das Interesse ist also riesengroß, und wir werden daher alle neuen Erkenntnisse auf unserer Homepage www.kleinmachnow. de verkünden.

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KLMZ: „Wieder fällt ein Wäldchen“ überschrieb unlängst eine Tageszeitung ihren Artikel zu den Bebauungsplänen an der FörsterFunke-Allee. Wie positionieren Sie sich zur Debatte um den Erhalt von Kleinmachnower Grünflächen, insbesondere um das Gelände des Rathausmarktes? Bereits vor zehn Jahren wurde für das angesprochene Gebiet von der Gemeindevertretung ein Bebauungsplan beschlossen. Damit besteht dort also Baurecht, und das wird nun umgesetzt. Grundsätzlich ändert das nichts daran, dass wir bestrebt sind, die restlichen Grünflächen – und da meine ich mehr als nur den Bannwald – in Kleinmachnow dauerhaft zu sichern und damit eine hohe Lebensqualität in Kleinmachnow zu erhalten. So haben wir gerade erst das Alleewäldchen am Zehlendorfer Damm gerettet, und auch für den Buschgraben wird es noch eine Einigung geben. Natürlich arbeiten wir auch konsequent weiter an unserem Bannwaldkonzept, damit diese wichtige grüne Hauptader des Ortes auch noch den nachkommenden Generationen als Naherholungsgebiet dienen kann.

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Straßengespräche

Lärm oder Idylle? Die Nachricht kam völlig überraschend. Am 7. September wurde bekannt, dass die Flugrouten zum BBI Schönefeld insofern verändert werden müssen, als dass sie in einem 15-Grad-Winkel gespreizt und somit unter anderem über Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf führen werden. Grund dafür sei eine seit dem Frühjahr 2004 geltende internationale Vorschrift für parallel geführte Start- und Landebahnen. Zu Recht fragen sich nun viele Bürger der drei Gemeinden, warum

die Verantwortlichen sechs Jahre brauchten, um diesen Sachverhalt in die Planung der Flugrouten einzubeziehen. Im Planfeststellungsbeschluss vom Sommer 2004 wurde noch von geradlinig verlaufenden Start- und Landerouten ausgegangen. Die am meisten vom Fluglärm betroffen wären in diesem Fall die Gemeinden Großbeeren und Blankenfelde/Mahlow gewesen. Nun regt sich in Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf Protest. Einleitungstext/Umfrage/Fotos: Oehme

Was sagen Sie zu den veränderten Flugrouten?

Arne Wipplinger (17)

Helga Löhrer (42)

Johanna Hubert (73)

Peter Foitzik (68)

Ich habe kein Problem mit den veränderten Flugrouten. Unser Haus und unsere Fenster sind gut isoliert, so dass mir auch der bisherige Fluglärm nicht zu schaffen gemacht hat. Außerdem denke ich, dass die Flugzeuge über Kleinmachnow eine Höhe erreicht haben werden, die nicht mehr relevant für Fluglärm ist. Auch die Abgase finde ich nicht so schlimm, da ist ein Kohlekraftwerk viel schlimmer. Ich bin der Meinung, dass man von den veränderten Flugrouten gar nichts mitkriegt. Solange sie nicht gleich in unserem Garten landen.

Da ich schon ein paar Erfahrungen mit sehr tieffliegenden Flugzeugen über Kleinmachnow gemacht habe, habe ich die Nachricht von den veränderten Flugrouten mit Schrecken in der Zeitung gelesen. Diese Erlebnisse waren zwar die absolute Ausnahme, aber es kam schon vor, dass ich im Garten gesessen habe, Flugzeuge so tief flogen, dass ich dachte, ich kann den Leuten zuwinken. Natürlich weiß ich nicht, wie es später in der Praxis aussehen wird. Ich kann nur hoffen, dass es nicht so kommt, wie ich es damals erlebt habe.

Fluglärm ist immer schlecht. Morgens um sechs werden wir schon mit Fluglärm geweckt. Aber können wir etwas daran ändern? Derzeit werden wir außerdem noch mit Baulärm von der Straße belästigt. Gegen den Straßenbau haben wir auch protestiert, aber genutzt hat das nichts. Natürlich bin ich gegen die neuen Flugrouten, aber zum Glück sind es von hier bis Schönefeld noch ein paar Meter. Die direkt angrenzenden Gemeinden hat es da schon schwerer getroffen. Man muss einfach abwarten, wie es sich entwickelt.

Ich bin der Meinung, dass in der Höhe, die die Flugzeuge hier erreichen werden, der Lärm nicht so belastend sein wird. Ich habe also absolut keine Angst vor einer möglichen Lärmbelästigung. Was sollen denn dann erst die Leute in Tegel oder Tempelhof sagen? Erst gestern habe ich in Großbeeren gestanden, als eine Maschine aus Schönefeld geflogen kam und muss sagen, dass die kleinen Flugzeuge, die am Wochenende über Kleinmachnow fliegen, viel lauter sind, als die großen Maschinen, die tagsüber unterwegs sind.

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Kleinmachnower Zeitung 10 2010

Regionales/Kommunales

Krise adé Fachleute einig: Finanz- und Wirtschaftskrise ist vorbei Der Tenor der Experten ist eindeutig: Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist vorbei. Das Wirtschaftswachstum im 2. Quartal veranlasste die Bundesbank, ihre Wachstumsprognose für 2010 nach oben zu korrigieren. Die Banker rechnen mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) auf rund drei Prozent, wie sie im August bekannt gaben. Demnach hat die deutsche Wirtschaft den krisenbedingten Produktionsrückgang schon zur Hälfte wettgemacht. Ähnlich positiv beurteilen Michael Heise, Chef-Ökonom der Allianz Versicherung und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle die wirtschaftliche Entwicklung. Während Heise von 2,3 Prozent Wachstum für 2010 ausgeht, spricht Brüderle von einem Plus des BIP von weit über 2 Prozent. Bereits im Juli verzeichnete der Geschäftsklima-Index des Ifo Institutes für Wirtschaftsforschung einen Anstieg um vier Punkte – so viel wie nie in den letzten 20 Jahren. Der Index gilt als Konjunkturbarometer für die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland. Er stützt sich auf eine monatliche Umfrage bei Firmen, die sich zu Geschäftsklima, -beurteilung und -erwartungen äußern. „Die deutsche Wirtschaft ist wieder in Partylaune“, kommentierte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Brandenburgs Wirtschaft hat einen ExtraGrund zum Feiern: Das Bundesländer-Ranking 2010 im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und des Magazins „WirtschaftsWoche“ kürte das Land zum dynamischsten Land. Neue Jobs und Lehrstellen sowie eine rasch wachsende Steuerkraft stehen zu Buche. Wissenschaftler der IW Con-

sult führten die Studie durch und ermittelten Werte zur Veränderung der Standort-Qualität im Zeitraum von 2006 bis 2009. Bestwerte erreichte das Land in der Ausbildungsdichte, also dem Verhältnis zwischen offenen Lehrstellen und Nachfragern, das sich stärker verbesserte als in allen anderen Bundesländern. Den Vize-Rang erreichte man sowohl in der Verbesserung der Arbeitsplatzversorgung (Anteil der Erwerbstätigen aller 15- bis 65-Jähriger) als auch im Anstieg der Steuerkraft. Diese stieg um 18,2 Prozent je Einwohner. Brandenburgs Minister für Wirtschafts- und Europaangelegenheiten, Ralf Christoffers, wertete die Resultate als Beleg, dass das Land die Finanzkrise gut überstanden hat. Eine Umfrage der Handwerkskammern in Berlin und Brandenburg im August bestätigt den Trend und ergab, dass die Firmen ihre Lage positiv bewerten und optimistisch sind. Laut Umfrage beurteilen rund 80 Prozent der Betriebe ihre wirtschaftliche Situation als mindestens zufriedenstellend, davon 27 Prozent als gut. „Die Wirtschafts- und Finanzkrise scheint weitgehend überwunden“, so Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin. Eine gute Auftragslage und Neueinstellungen im ersten Halbjahr 2010 hätten sich speziell im Baubereich positiv ausgewirkt. Die Umfrage zeigt aber auch, dass viele Firmen aufgrund des demographischen Wandels Mühe haben, offene Stellen zu besetzen. Laut Handwerkskammer gilt das für jeden vierten Betrieb in Berlin-Brandenburg. Besonders groß ist der Bedarf an Fachkräften und Azubis. Lutz Steinbrück

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Die Kleinen stabil, die Großen bergauf Klein- und Mittelständler aus TeltowKleinmachnow-Stahnsdorf zeigen sich unbeeindruckt von der Finanz- und Wirtschaftskrise. „Wir hatten keine Auftragseinbrüche“, sagte Michael Müller dieser Zeitung. Die Geschäfte seiner Teltower Elektroinstallationsfirma laufen gut. „Seit sechs Jahren expandieren wir. 2010 wurden vier neue Mitarbeiter eingestellt: 2 Gesellen und 2 Auszubildende“, so Müller. „Betriebe, die vernünftig arbeiten und wirtschaften, haben volle Auftragsbücher.“ In der Region kennt er keine Handwerksfirma, die unter der Krise gelitten hätte. Auch Stephan Bölke aus Kleinmachnow ist zufrieden. Für seinen Heizung-Klima-Sanitär-Betrieb hatte die Krise keinerlei Folgen. Als Standort punktet die Region mit global agierenden High-Tech-Firmen wie Vectron (Telefilter u.a.; Teltow) oder Endress+Hauser (Messtechnik; Stahnsdorf ). Sie bekamen die Schwankungen auf internationalen Märkten zu spüren. So hatte Endress+Hauser 2009 einen krisenbedingten Einbruch zu verzeichnen: „Der Umsatz der Gruppe ist um 9,5 Prozent zurückgegangen“, so Firmenchef Klaus Endress. Aber die Talsohle ist überwunden: „Im laufenden Jahr wachsen wir wieder so stark, dass wir den Einbruch wohl wettmachen können.“ Auch Vectron merkte 2009 einen deutlichen Umsatz-Rückgang, so Firmensprecher Gert Schuckel. „Inzwischen sind die Umsätze wieder gestiegen, und wir sehen positiv in die Zukunft.“ Auch Martin Rätz, Wirtschaftsförderer des Landkreises Potsdam-Mittelmark, ist zufrieden mit der Entwicklung: „Die Unternehmen im Landkreis sind recht gut durch die Krise gekommen“, sagt er. Gründe seiNEXRAM en die Konjunkturpakete, die Kurzarbeit sowie die hohe Anzahl robuster kleiner und mittlerer Firmen. Eine weitere Rolle spielt womöglich, dass der Landkreis der wohlhabendste in Ostdeutschland ist (Studie der Gesellschaft für Konsumforschung, 2009) und über eine erstklassige Kaufkraft verfügt. Kleinmachnow erreicht landesweit mit 122,58 pro Einwohner den Top-Wert (Quelle: IBH Retail Consultants). lut

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Kommunalhistorisches

Beim Forschen zum Künstlerort Teil IV Harald Kretzschmar berichtet: Westwärts – und nicht vergessen Die überraschendsten Meldungen kreuzen sich nach wie vor. Wer kannte wen? Wer hat wen beeindruckt und beeinflusst? Wer kam von hier und kann es nicht vergessen? Fragen über Fragen. Da sind musisch interessierte und begabte junge Leute hier aufgewachsen und machten später ihren Weg in der Sphäre von Kunst und Literatur. Oft genug gehörten sie zu denen, von denen man sagen musste – sie sind „weggegangen“. Manche sind kurz nach Ansiedlung ihrer Eltern hier geboren. So 1939 die dann als Mitschülerinnen an Eigenherd- und Weinbergschule bereits miteinander vertrauten Autorinnen Sigrun Casper und Elisabeth Goebel, oder der Schauspieler Andreas Mannkopff. Von unvergesslichen frühen Eindrücken trotz wüster Zeitumstände schwärmen sie alle. Auf gleichzeitig bildhafte wie metaphorische Weise hat Sigrun Casper in ihrem ganz aus Sicht einer Zehnjährigen geschriebenen Buch „Sumsilaizos“ ihre frühe musische Prägung durch ortstypische Umstände dargestellt. Die Adlers, Im Kamp 72 siedelnd, eine brave Wirtschaftsprüferfamilie, hatten drei Kinder. Tochter Sigrun, früh eigenwillig, hatte zwei antipodisch argumentierende Brüder, frühe Ost-West-Kontroversen auslebend. Die Vorstellungskraft der Heranwachsenden orientiert sich dagegen früh an einer komplexen intellektuellen Leitfigur, in der sich Eigenheiten typischer damaliger Mitbürger finden. Etwa von Vilmos Korn, Vater der Schulfreundin Nina und naher Nachbar. Folgerichtig findet sie in Ostberlin nach einem abgebrochenem Schauspielstudium zunächst im Künstlermilieu der „Deutschen Bücherstube“ eine Heimat. Wie sie nach Mauerbau gen Westen kam, dazu sagt sie mit dem nächsten Buchtitel: „Chagall ist schuld“. Über das Weggehen und trotzdem Verbundenbleiben hat sie noch öfter geschrieben.

Ohne künstlerisch-literarische Ambitionen ging es auch bei Elisabeth Goebel nicht ab, die 1961 mit der bisherigen Heimatadresse Elsternstieg 9 auch der DDR den Rücken kehrte. Die dann studierte Anglistin und etablierte Reisepublizistin blieb jedoch dem Mili-

eu des „Ostens“ im weitesten Sinn treu, wenn sie als Buchautorin anrührende Titel wie „Polonia, du Schöne“ oder „Das Petersburger Lächeln“ vorlegte. Früh geweckte vorurteilsfreie und wissbegierige Sicht auf die so abrupt geteilte Lebenswelt zeichnet alle hier Dargestellten aus. So auch den als Sohn eines Offiziers in Wendemarken 74 geborenen Andreas Mannkopff. Er erinnert sich noch an manch Abenteuerliches – das Kartoffel-Sammeln und Bläulinge-Fangen in Düppel. Oder wie der Schwarze

Markt dort florierte, wo vorher provisorisch das Oberkommando der Wehrmacht residiert hatte. Nach der ohnehin drüben in Zehlendorf verbrachten Oberschulzeit und dem Schauspielstudium bei Fritz Kirchhoff, machte er seinen Weg zunächst als Kabarettist an der Seite von Lore Lorentz in Düsseldorf und Wolfgang Neuss in Berlin. Links, wo das Herz ist. So richtig populär agieren konnte er mit Klaus Kinski in „Jack the Ripper“ oder in so mancher Fernsehserie. Wer kennt jedoch den Undergroundfilmer und Sprachkünstler Mannkopff ? Eine noch spannendere Neuentdeckung war für mich die bereits 1927 in Berlin geborene Malerin Susanne Rieé. Seit 1935 wohnte die Familie Riese (so der bürgerliche Name) hier im Sperberfeld 16. Der Großvater war schon Maler und Kunsterzieher, der Vater passionierter Märchenerzähler – kurzum, eine musische Familie. Susanne genoss bereits bewusst Wald und Garten rundherum, bis sie zu ihrem Abitur 1945 in den Kriegswirren beide Eltern und das Dach überm Kopf verlor. Bald stürzte sie sich ins künstlerische Abenteuer, und war eine der ersten Studentinnen für Malerei und Zeichnen bei Oskar Nerlinger und Max Pechstein an der HdK. 1948 lernte sie den in meinem Buch ausführlich gewürdigten Alexander Camaro kennen, und lebte erst in Kleinmachnow, dann in Westberlin bis 1966 mit ihm zusammen. Sie wurde vor allem mit Collagen und baugebundenen Projekten bekannt und betreut heute im Atelierhaus Potsdamer Straße 98 die AlexanderCamaro-Stiftung. Harald Kretzschmar Über all das rund um den Künstlerort und das Buch „Paradies der Begegnungen“ spreche ich mit Bildbeispielen am Mittwoch, 27.Oktober, 19 Uhr 30 im Rathaussaal Kleinmachnow.

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Kleinmachnower Zeitung 10 2010

Kommunales

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Kirchenfunde: Die Gedenktafel von 1816 samt den Fahnenstangen im Turm der alten Dorfkirche. Foto: Rolf Niebel

Kirchenschiff mit Fahnenstangen 1945 Foto: Archiv ev. Kirchengemeinde

Auf einer Bank, stehend an die Wand des zweiten Turmgeschosses der alten Kleinmachnower Dorfkirche gelehnt, hat sie fürs Erste einen provisorischen Platz gefunden, eine fast schmucklose etwa zwei mal einen Meter große Holztafel. Auf dem matt olivgrünen Anstrich des Holzes sind in schnörkeliger Schrift elf Namen verzeichnet. Elf Namen unter einem Eisernen Kreuz, „brave Brandenburger“ und „wehrhafte Männer und Jünglinge aus Klein-Machnow“, die „für König und Vaterland zogen in den heiligen Krieg 1813, 1814 und 1815“. Es war die Zeit der Befreiungskriege gegen Napoleon Bonaparte vor beinahe 200 Jahren. Ingo Saupe vom hiesigen Heimatverein hatte sie während einer Besucherführung gefunden. Wie lange die Tafel ihr unbeachtetes Dasein in jener dunklen Ecke des Dachbodens fristete, ist bislang unklar. Fakt jedoch ist, dass sie einstmals einen mehr oder minder prominenten Ehrenplatz in der Kirche innehatte, denn darauf verweist der Satz am Fuße der Inschrift: „Diese Ehrentafel ist am 18. Jann 1816, als am allgemeinen Friedensfeste zum Andenken in die Machnowsche Kirche gebracht worden.“ Ein Erlass des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III lässt vermuten, dass es sich bei derartigen Devotionalien seinerzeit um keine Seltenheit handelte. Am 5. Mai 1813 erließ besagter König die „Verordnung über die Stiftung eines bleibenden Denkmals, für die,

acht etwa vier Meter lange Fahnenstangen. Sie sind in der historisierenden Form spätmittelalterlicher Lanzen gefertigt und oberhalb des Griffes kanneliert. Einige von ihnen tragen noch eine gut erhaltene kunstvolle Spitze, vermutlich aus Messing. Ob die gleichartige Farbe, wie die der Gedenktafel, Rückschlüsse auf das Alter der Stangen zulässt, müssten etwaige Untersuchungen zeigen. Ein Foto, das Jürgen Flechtner, Vorsitzender des Fördervereins Kirchenbauten Kleinmachnow, präsentiert, beweist, dass diese Fahnenstangen, teils mit Flaggenresten, noch 1945 das Schiff der Dorfkirche schmückten. Wie viele Kirchenschätze hier im Verborgenen schlummern, bleibt Spekulation. Doch, so konstatiert Dr. Axel Mueller vom Heimatverein, „wird dringend ein Heimatmuseum mit Dauerexposition benötigt.“ Ingo Saupe setzt nach: „Immerhin ist Kleinmachnow die größte Gemeinde in Brandenburg und hat kein Heimatmuseum.“ Insbesondere bei der großen Zahl von Neubürgern vermuten die beiden ein großes Interesse an der hiesigen Heimatgeschichte. Als eventuelle, vielleicht auch erst einmal provisorische Möglichkeit, denken Saupe, Mueller und Flechtner über die beiden Räume des Turmes der Dorfkirche nach. Das allerdings wird wohl zumindest mit der Evangelischen Auferstehungsgemeinde abzustimmen sein, und am Ende steht, wie bei fast allem, die Kostenfrage. Rolf Niebel

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so im Kampfe für Unabhängigkeit und Vaterland blieben“. Und so besagt denn auch §3 selbiger Verordnung: „Außerdem soll für alle, die auf dem Bette der Ehre starben, in jeder Kirche eine Tafel auf Kosten der Gemeinden errichtet werden, mit der Aufschrift: Aus diesem Kirchenspiele starben für König und Vaterland: Unter dieser Aufschrift werden die Namen aller zu dem Kirchenspiel gehörig gewesenen Gefallenen eingeschrieben. Obenan die, welche das Eiserne Kreuz erhalten, oder desselben würdig gewesen wären.“ An dieser Stelle tut sich nun vermutlich eine Besonderheit der Kleinmachnower Tafel auf. „Den Tod fürs Vaterland starb bei Belzig“ lediglich „Gothfried Pordemann ein braver und rechtschaffner Mann“. Die übrigen zehn auf der Tafel Verzeichneten, angeführt von „Eduard von Hake, Leiutenant.“, „Adolf von Hake, Leiutenant und Ritter des eisernen Kreuzes.“ sowie „Emil von Hake, Leiutenant und Ritter des eisernen Kreuzes.“, kehrten „siegreich und gesund“ zurück. Ob es sich bei dieser Ehrung von Überlebenden, im Gegensatz zum königlichen Erlass, um eine Kleinmachnower Besonderheit handelt, mag als spannende Frage gelten, der auf den Grund zu gehen wäre. Doch das Halbdunkel des Dachbodens der alten Dorfkirche scheint weitaus mehr parat zu haben für Entdecker, wie jene vom Heimatverein. Im Nachgang der Auffindung jener Gedenktafel fand man

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Kommunales

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An dieser Stelle präsentiert die Kleinmachnower Zeitung Bürgerinitiativen in der Gemeindevertretung. Hier ein Kurzporträt der:

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„Bürgerinitiativen stehen ja häufig in Opposition zu etwas“, sinniert Roland Templin von der BIK und hat damit sicher nicht ganz unrecht. Oftmals werden Bürgerinitiativen ins Leben gerufen, um dem Unmut gegenüber bestimmten Themen, politischen Vorgängen oder bereits geschaffenen Tatsachen eine organisierte gemeinsame und laute Stimme zu verleihen. Bürger für gute Lebensqualität in Kleinmachnow e.V., so der volle Wortlaut des Kürzels BIK, mag wohl ein wenig sperrig erscheinen, drückt aber das aus, wofür diese Kleinmachnower Gruppierung steht. So ist die BIK neben den Ortsverbänden der großen politischen Parteien eine ernstzunehmende Kraft in der Gemeinde. Ursprünglich 1995 gegründet als Initiative für maßvolles Bauen, sah man schnell, dass sich in diesem Zusammenhang weitaus komplexere Problemfelder auftaten. Es war eben nicht nur ein „städtebaulicher Nachwendewildwuchs“, gegen den man sich zu positionieren hatte. Es ging und geht um den Erhalt des Kleinmachnower Siedlungscharakters in einer Landschaft, die durch Wald geprägt ist, um die sinnvolle Gestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs, um ein optimales Bildungsangebot in den Kleinmachnower Schulen oder eine wohlbedachte Entwicklung der gewerblichen und kulturellen Infrastruktur – schlussendlich eben um eine konsistente und hochwertige Lebensqualität im Ort. „Unter Lebensqualität soll“, so kann man auf der Homepage der BIK nachlesen, „die subjektive und objektive Wahrnehmung von Menschen in einem überschaubaren Lebensraum verstanden werden, die ihre Bedürfnissen durch eigenes Tun im gesellschaftlichen Kontext realisieren. Lebensqualität ist als ein ganzheitlicher Aspekt zu verstehen, weil verschiedene Bausteine prägend wirken und unterschiedliche Interessen Einfluss nehmen.“

Das heißt eben u.a. auch, dass man schlicht darum bemüht ist, in einem Ort, wie Kleinmachnow „mal für schmales Geld Essen gehen zu können“. Also, so Templin weiter, „Lebensqualität, die nicht um 22.00 Uhr endet“. Von Törne dazu: „Zur Lebensqualität gehört für uns auch, dass uns Politik einfach Spaß macht.“ Genau darauf kommt es eben an: Mit einer gewissen Leidenschaft kommunale Themen in den politisch-demokratischen Diskurs zu tragen, es dabei aber an der notwendigen Sachkompetenz nicht mangeln zu lassen. So wurde von der BIK seinerzeit u.a. ein Konzept für das gesamte Ensemble „Kiebitzpark“ erstellt. „Auch unsere Arbeit in den Fachausschüssen der Gemeinde ist in der Regel sehr gut vorbereitet“, konstatiert von Törne. „Mit unseren sachkundigen Mitbürgern sind wir beispielsweise vor jeder Bauausschusssitzung auf Besichtigungstour, während andere erst kurz vor der Sitzung ihre Umschläge aufreißen.“ Die BIK, so formulieren es die beiden Gemeindevertreter, passt in keine homogene politische Schublade. Sie spiegelt das gesamte politische Spektrum Kleinmachnows wider, und sie will von parteipolitischen und wirtschaftlichen Interessen unabhängig agieren. Sie wollen Diskussionen im Ort anstoßen ,und eben diese Debatten werden BIK-intern basisdemokratisch geführt. „Ich würde sagen“, schmunzelt Templin, „wir stehen links von Die Linke, sind konservativer als die CDU, liberaler als die FDP, grüner als Die Grünen und sozialer als die SPD“. Die BIK trifft sich an jedem zweiten Dienstag im Monat um 20.00 Uhr im Jägerhorn 50. Rolf Niebel Berichtigung: Die Bürgerinitiative PRO Kleinmachnow trifft sich an jedem 1. Montag um 18.00 Uhr in der 3. Etage des Rathauses. Kleinmachnower Zeitung 10 2010

Porträt des Monats

„Gleichgültigkeit kann ich nicht verstehen.“ Peter Ernst setzt sich für den Erhalt seiner Heimat ein „Ich bin ein echter Gütergotzer und stolz darauf“, sagt Peter Ernst. Dass der Name seines Geburtsortes zu Zeiten des Dritten Reiches in „Güterfelde“ umgetauft wurde, findet der 77-Jährige nicht richtig. Denn der Ursprung von Gütergotz komme von dem Gott der Morgenröte „Jutro“. Aus Jutro sei durch umgangssprachliche Veränderungen später Juterjoz, Juttergatz und schließlich Gütergotz geworden. „Es ist schade, dass der schöne Name einfach kaputt gemacht wurde“, findet der Hobbyhistoriker. Peter Ernst ist ein echtes Gütergotzer Urgestein, der sich beharrlich und mit Leidenschaft für den Erhalt seiner Heimat einsetzt. „Gleichgültigkeit kann ich nicht verstehen“, erklärt er. Sein Terminkalender ist deshalb immer gut gefüllt, und sein Telefon klingelt oft. Peter Ernst engagiert sich unter anderem als SPD-Mitglied in der Gemeindevertretung von Stahnsdorf. Darüber hinaus bringt er sich als sachkundiger Bürger in den Umweltausschuss des Kreistages ein, ist Mitglied im Heimatverein Stahnsdorf, in der Grünen Liga, der Fürst-Pückler-Gesellschaft und im Förderverein Jagdschloss Stern-Parforceheide. Die Parforceheide – das Landschaftsschutzgebiet zwischen Potsdam, Berlin und Stahnsdorf – liegt Peter Ernst besonders am Herzen. Seine Eltern bauten in den 1930er Jahren ein Haus im Ortsteil Kienwerder. „Es war eines der ersten Häuser hier“, schildert er. Damals wie heute gibt es keine starren Abgrenzungen seines Grundstückes. Ein Zaun sei nicht erforderlich. Der Garten habe natürliche Grenzen. Sogar ins Dach seiner selbstgebauten Garage hat er eine alte Kiefer integriert. „Weil sie so schön war“, erklärt er. Als Kind lief der damals Sechsjährige jeden Tag vier Kilometer durch den Wald in die Dorfschule nach Güterfelde. Im Winter, wenn Schnee lag, wurden einfach die Ski angeschnallt. Diese Zeit hat ihn geprägt und mit der Gegend tief verwurzelt. „Die Geräusche und Kleinmachnower Zeitung 10 2010

vor allem Gerüche der Natur sind wunderschön“, beschreibt er. Und deshalb erschrecke es ihn manchmal auch, wenn junge Menschen heutzutage mit Kopfhörern in den Ohren und Sonnenbrille durch den Wald laufen. „Die gegenseitige Ignoranz der Menschen finde ich schlimm“, sagt Ernst. Weil in den 1970er Jahren an den Rändern der Parforceheide immer mehr Waldgrundstücke verkauft, also Bäume gefällt und Häuser gebaut wurden, sorgte sich Peter Ernst zunehmend um seine Heimat. „Ich stellte einen Antrag, dass die Parforceheide zum Landschaftsschutzgebiet erklärt wird“, erinnert er sich. Daraufhin sei erst einmal ein langwieriger, bürokratischer Prozess in Gang gekommen – zunächst ohne Erfolg. Erst 1997 wurde ein 2350 Hektar großes Gebiet im Herzen der Parforceheide offiziell zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. „Das ist zum großen Teil mein Verdienst, und ich bin stolz darauf“, freut sich der Naturliebhaber. Seine Devise lautete: Eine Sache, die nicht angepackt wird, ist schon verloren. Peter Ernst wurde 1933 geboren. Sein Abitur machte er 1952 an der Althoff-Schule in Potsdam. Später studierte der technisch interessierte junge Mann an der Technischen Universität in Berlin-Charlottenburg Elektrotechnik. „Ich weiß noch, wie meine Studienunterlagen an der Grenze jeden Tag kontrolliert wurden“, sagt er. Oft habe er dann seine Unterrichtssachen einfach in Berlin gelassen. 1961 folgte der Bau der Berliner Mauer. Peter Ernst konnte sein Studium nicht zu Ende führen. Er suchte sich eine Arbeit im Mikroelektronik-Werk Stahnsdorf. „Weil ich in West-Berlin studiert hatte, war es dort in der ersten Zeit schwer für mich“, weiß er noch. Eine Stelle in einer gehobenen Position sei sogar unmöglich gewesen. Inzwischen war sein Vater verstorben und seine Mutter aus Kienwerder verzogen. Peter Ernst, der keine Geschwister hatte, lebte fortan allein in seinem Eltern-

haus. „Ich wollte nie weg“, gibt er zu. Die Liebe zu seiner Heimat habe ihn immer festgehalten. Bis 1990 arbeitete Peter Ernst als Techniker im Labor für Umweltsimulation im Mikroelektronik-Werk Stahnsdorf. Er war zweimal verheiratet und hat keine Kinder. Seit er Rentner ist, nahm sein Leben noch einmal richtig an Fahrt auf. „Ich suchte mir Aufgaben, die mich bereichern und am Leben teilhaben lassen“, erklärt der engagierte Senior. Dabei sei er stets offen gewesen und habe Klartext gesprochen. Ein selbst bestimmtes Leben führen und später auch einmal selbst bestimmt sterben – das seien seine Ziele. Er habe sich nie verbogen. Logisch, dass das manchmal auch auf Widerstand stoße. Das störe ihn nicht. Seine Interessen und sein Enga-

gement halten ihn jung. Hinzu kommt ein außergewöhnliches Hobby: Seit 1956 fährt Peter Ernst einen sogenannten BMW-Dixi. Ob in den Urlaub, zur Arbeit oder zum Einkaufen – 150.000 Kilometer hat er mit dem Oldtimer bereits zurückgelegt. „Mich interessierten schon immer die historischen Fahrzeuge, neue Modelle finde ich langweilig“, erklärt er. Und wegen seiner technischen Begabung habe er stets alle Reparaturen selbst erledigen können. Neben seinem Auto ist Peter Ernst auch seit 15 Jahren stolzer Besitzer eines Motorrades. Einmal in den Vereinigten Staaten entlang der Route 66 zu fahren, den Traum hat er sich bereits erfüllt. Es sei wichtig, sich Herzenswünsche zu erfüllen. Denn erst dann könne man das Leben wirklich genießen. Text/Foto: Anett Kirchner

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Topthema des Monats

Die Region macht mobil Massiver Protest gegen möglichen Fluglärm Das Sprichwort „Alles Gute kommt von oben“ klingt in den Ohren vieler Menschen der Region momentan wie blanker Hohn. Seit Anfang September erregt das Thema „Fluglärm“ die hiesigen Gemüter. Denn am 6. September hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) der Lärmschutzkommission im Zuge der BBI-Planungen neue Entwürfe für Anund Abflugrouten präsentiert, von denen die Bürger und Politiker vor Ort erstmals aus der Presse erfuhren. Die neuen Routen berücksichtigen den geplanten Parallelbetrieb. Zeitgleiche Starts auf zwei Landebahnen bedeuten nämlich nach

der EU-Richtlinie der ICAO (International Civil Aviation Organisation), dass Jets nach dem Start um 15 Grad abschwenken müssen, um Zusammenstöße zu vermeiden. Die bisherige offizielle Routenplanung sah diesen Schwenk nicht vor. Die Flieger würden nun über Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf in Richtung Westen aufsteigen und dann in einer Kurve über Berlins Südwesten weiterfliegen. Auf einmal befindet sich die Region in der Flugschneise des Großflughafens, der im Juni 2012 eröffnet werden soll. Kurios: Der Parallelbetrieb und die Vorschrift des 15-Grad-Schwenks sind BBI-Planern, der Flughafengesellschaft und dem Verkehrsministerium lange bekannt. „Wir haben bereits 1998 mitgeteilt, dass die

Flugrouten bei Parallelbetrieb um 15 Grad divergieren müssen“, erklärte DFS-Sprecher Axel Raab im Gespräch mit dieser Zeitung. Trotzdem wurde der Schwenk in den bislang vorgesehenen Flugrouten und in das Planfeststellungsverfahren von 2004 nicht einbezogen. Das Planfeststellungsverfahren ist maßgeblich für Lärmberechnungen und -schutzmaßnahmen, die mit betroffenen Kommunen in der Lärmschutzkommission abgestimmt werden. Kaum denkbar, dass die Planer den vorgeschriebenen Schwenk vergessen haben. Gab es etwa interne Pläne, die von den öffentlich diskutierten abwichen? „Werden die jetzt vorgeschlagenen Routen tatsächlich geflogen, dann sind die Bürger in der Region je nach Flugzeugtyp einem Fluglärm von 60 bis 70 Dezibel ausgesetzt“, sagt Thomas Goldammer. Die Prognose, die der Akustik-Ingenieur aus Stahnsdorf stellt, basiert auf einer veranschlagten Flughöhe von 1,7 Kilometern. Fachleute nennen 60 Dezibel als Grenzwert von Stressbelastung. Die Menschen rund um den Teltowkanal fürchten nun lautstarke Flugbewegungen über ihren Köpfen. Neben hohen Lärmpegeln dürften die Routen in vielen Fällen eine Wertminderung von Grundstücken und Häusern nach sich ziehen. Auf Kundgebungen in Teltow (800 Teilnehmer), Stahnsdorf (400) und Kleinmachnow (1 500) machten Bürger und Politiker der Region gemeinsam mobil gegen die Pläne. Über 4 000 Menschen nahmen an der von Teltows Bürgermeister Thomas Schmidt initiierten Unterschriften-Aktion gegen die neue Flugroutenplanung teil. Die Unterschriften gehen an die zuständigen Behörden. Die drei Kommunen wollen mit einer Stimme sprechen. Sie haben einen Protestbrief an die Landesregierung geschickt, pochen auf die Unterstützung ihres Ministerpräsidenten Matthias Platzeck. Der hat sich bereits an ihrer Seite positioniert. Mit Klaus Wowereit lehnte Platzeck am Rande eines Treffens in Schönefeld die geplante Linienführung ab und forderte eine schnelle, verbindliche Regelung. Beide Landeschefs sitzen im Aufsichtsrat der Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft. Darüber hinaus haben Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf die Auf-

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Foto: Steinbrück Vorschlag der Deutschen Flugsicherung

Startrichtung Ost

Startrichtung West

Kleinmachnower Zeitung 2010 Karte: terra press, Grafik:10Strauer

Topthema des Monats

Hätten Sie es gewusst? Fluglärm über Teltow hat Tradition – jetzt stünde sogar ein rundes Flugplatz-Jubiläum an!

Foto: GA KLM

Foto: Stadt Teltow

nahme in die Lärmschutzkommision beantragt. Sie fühlen sich in den bisherigen Planungen übergangen. Wenn ihre Interessen nicht angemessen berücksichtigt werden, wollen sie notfalls gegen das Planfeststellungsverfahren klagen. „Es kann doch nicht sein, dass die internationalen Vorschriften für die Flugrouten bereits vor dem Planfeststellungsverfahren geändert wurden und niemand hat‘s gemerkt“, ärgerte sich Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert im Tagesspiegel. „Es geht nicht darum, den Flughafen BBI in Frage zu stellen. Er hat große Bedeutung für die Region und ist ein wichtiger Job-Motor“, sagte Thomas Schmidt dieser Zeitung. „Aber die Sicherheit und die geringstmögliche Lärmbelastung für die Bevölkerung müssen bei den Planungen ganz oben stehen, und zwar vor der Wirtschaftlichkeit.“ Sein Stahnsdorfer Amtskollege Bernd Albers sieht den Einsatz seiner Gemeinde für Grünflächen und eine hohe Lebensqualität durch die Flugrouten in Gefahr. In Teltow hat sich die Initiative „Teltow gegen Fluglärm“ formiert. Ihr 2. Vorsitzender, Thomas Czogalla, hält das Planfeststellungsverfahren für sinnentleert, wenn die Flugrouten nahezu beliebig festgelegt und geändert werden können. „Das Wichtigste bei der Planung eines Flughafens sind schließlich die Flugrouten. Die Bürger, die sich nach den bisherigen Planunterlagen nicht betroffen wähnten, konnten nicht erkennen, dass sie später doch betroffen sein würden. Sie wurden durch das Vorspiegeln falscher Flugrouten in der Planungsphase in Sicherheit gewogen.“ Die DFS reagierte auf die laute Kritik. Sprecherin Anja Naumann erklärte, den Entwürfen nach würden die Jets deutlich höher über Teltow und angrenzende Berliner Stadtteile unterwegs sein, als heute, wenn Flugzeuge aus Schönefeld die Region überqueren. In Teltow werde die Flughöhe von 1 000 Meter auf 2 300 Meter klettern, in Wannsee von 1 300 auf 2 700 Meter. Ab 3 300 Meter gilt die Lärmbelastung als nicht mehr relevant. Allerdings sollen auf dem BBI viel mehr Jets starten und landen als bisher – ab 2012 knapp 800 Maschinen pro Tag, bis 2015 bis zu 900, von denen laut Naumann weniger als die Hälfte über unsere Region fliegen soll. Nach Informationen der Berliner Morgenpost prüft die DFS jetzt, ob Flieger, die in Richtung Westen starten, nicht doch in gerader Linie von der Nordbahn starten können. Damit wären Überflüge von Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf kein Thema mehr und der vorgeschriebene 15-Grad-Schwenk für Parallelstarts könnte ebenso eingehalten werden. Von der Südbahn könnten die Flieger im 15-Grad-Winkel abheben. Auf einer Veranstaltung mit der Lärmschutzkommission informiert die DFS auch Vertreter unserer Kommunen über den neuesten Stand zu erwartender Flughöhen und Lärmprognosen. Über die endgültigen Routen soll nach Angaben der DFS erst ab Mitte 2011 abschließend beraten werden. Viel Lärm um nichts also von Seiten der Bevölkerung und der lokalen Politik? Mitnichten. Die Reaktion der DFS ist mit hoher Wahrscheinlichkeit den massiven Protesten gegen möglichen Fluglärm zuzuschreiben, den die Bürger und Politiker der Region und aus dem Süden Berlins artikuliert haben. Das ist ein erster Erfolg. Lutz Steinbrück Kleinmachnower Zeitung 10 2010

Quelle: Heimatverein Stadt Teltow Am 2. Oktober wäre das alte Flugübungsfeld-Teltow 100 Jahre alt geworden. Weil aber, mal abgesehen von Straßennamen, nichts mehr daran erinnert, soll wenigstens im Rahmen der Fluglärmdiskussion darauf eingegangen werden. Im Sommer 1910 begann der deutsche Flugschifferverband in Teltow am Großbeerener Weg ein Flugfeld zu bauen. Fünf Flugzeugschuppen mit Betonboden und ein Restaurant entstanden unweit des Bahnhofes auf dem Gebiet des heutigen Musikerviertels. Am besagten 2. Oktober 1910 startete von dort der Wright-Pilot Theodor Schauenburg zum ersten Flug. Fortan kamen viele Berliner mit der Anhalter Bahn nach Teltow, um den Flugveranstaltungen beizuwohnen. Zu den Ausbildern in der Fliegerschule Teltow gehörte neben Schauenburg auch Franz Rode. Die Schüler der beiden waren August Rütger, Alfred Friedrich (er flog 1913 als erster Deutscher mit einer Etrich-Rumpler-Taube nach Paris), Friedrich Müller oder Karl Mohns. Erst mit dem Flugpionier Gustav Witte begann der eigentliche Flugbetrieb. Witte eröffnete eine Fliegerschule und war neben Walter Stein, dem späteren Begründer der Walter Stein Aeroplanbau in Teltow, der erste ortsansässige Flieger im Ort. Wittes Mondscheinflug vom 4. März 1912 ging als erster Nachtflug in die deutsche Fliegergeschichte ein. Kurz darauf, am 12. März 1912, verunglückte Witte bei einer Flugschau in Teltow tödlich. Die Fliegerschule aber bestand weiter. Auch Flugzeuge wurden in Teltow gebaut. Die allgemeine Resonanz war so groß, dass sogar 1912 von der Biomalzfabrik ein Sonderflugwettbewerb, der „Biomalz-Preis“, ausgeschrieben wurde. Alleine für das Jahr 1913 sind insgesamt 1 434 Starts überliefert. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges endete 1914 in Teltow der zivile Flugbetrieb. Die „Norddeutsche Flugzeugwerke GmbH Teltow i. d. Mark“ baute und reparierte hier zwar noch während des Krieges Flugzeuge, und auch Übungsflüge zwischen Teltow und Johannisthal wurden noch bis 1918 durchgeführt, aber spätestens durch die Auflagen des Friedensvertrages von Versaille war die Teltower Luftfahrtgeschichte vorbei. In den Nachrichten für Luftfahrer Jahrgang 1927 ist ab Seite 246 das „Verzeichnis der deutschen Lande- und Notlandeplätze nach dem Stande von 1. Mai 1927“ abgedruckt. Unter der Nummer 57 wird der Notlandeplatz Teltow mit den Worten „... Sandboden mit Grasnarbe... Norddeutsche Flugzeugwerke, Verwaltungsgebäude und Flugzeughallen... Landung in jeder Richtung gut.“ beschrieben. In den kommenden Jahren wurden die Hallen für die Produktion von Autos und Booten genutzt. Ab 1934 wurden endgültig die letzten Gebäude abgerissen und der Flugplatz aus dem Bewusstsein getilgt. cos

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Kultur

Tanz den Zehlendorfer Damm!

Die Neuerfindung Teltows

Engagement für Z 200 auf Kleinmachnower Kunstwoche Ein Lagerfeuer brennt. Unter einem Baldachin zelebriert die Kapelle namens „Die Folksvertretung“ Musik, irgendwo zwischen Polka, Punk, Singer/Songwriter und Rock ´n´ Roll. Das marode Gehöft am Zehlendorfer Damm 200, es lebt, es tanzt. Der morbide Charme des von Wildwuchs umgebenen Innenhofes bildet die Kulisse am späten Abend des 4. September. Für den gemeinen Teilhaber am Durchgangsverkehr auf dem Zehlendorfer Damm scheint es, wenn es überhaupt wahrgenommen wird, dem Verfall preisgegeben, das Landarbeiterhäuschen mit der Hausnummer 200. Doch es gehört, im alten Kleinmachnower Ortskern gelegen, zum Nukleus dieser Gemeinde. Seit geraumer Zeit steht eben dieses Gehöft wieder im Focus der lokalen öffentlichen Diskussion. Ebenso in der Diskussion steht die Frage nach einem kulturellen Zentrum der Gemeinde Kleinmachnow. Initiativen, wie KultRaum, haben da einiges vorgelegt, und der Kunstverein „Die Brücke“, unter maßgeblicher Federführung Malers und Karikaturisten Rainer Ehrt, versuchen nun, die etwas biedere Siedlung Kleinmachnow aus ihrem kulturellen Halbschlaf zu wecken. Sicher, der Bürgersaal des Rathauses hat eine volle Programmpalette, und auch das Augustinum brilliert mit E-Kultur. Wo aber bleibt Kunst und Kultur, die etwas anders ist, und die der interessierte Kleinmachnower zumeist immer noch in der großen Nachbarstadt sucht? Aber nun tritt „Die Brücke“ auf den Plan. Zusammen mit dem KultRaum und anderen schafften sie am Zehlendorfer Damm 200 für die Woche vom 29. August bis 4. September eine kulturelle Insel, die ihresgleichen schon ordentlich suchen muss. Eingebettet in den Verfall des Gehöftes hatten bildende Künstler, wie Jens Kanitz, Solveig Karen Bolduan, Jost

Löber oder Heike Adner eine Woche lang die Möglichkeit, ihre Arbeiten teils entstehen zu lassen, zumindest aber, sie am 4. September einer Finissage-Öffentlichkeit zu präsentieren. Rainer Ehrt und seine Mitstreiter möchten hier eine kulturelle Oase für moderne Kunst schaffen. Doch dazu benötigen sie die Unterstützung der Gemeinde, der das Haus gehört. „Die Sanierung müsste schon die Gemeinde machen“, sagt Ehrt. „Da kann man sie wohl nicht aus der Verantwortung entlassen.“ Immerhin, so Ehrt weiter, habe der Bürgermeister Michael Grubert mehrfach gesagt, dass hier nur eine kulturelle Option beibe. Allerdings wird die Gemeinde sich kaum zwei teure Kulturstätten leisten können und die Entscheidung zum Kauf der Kammerspiele steht noch aus. Am 23. September erst hatten die Gemeindevertreter den Bürgermeister aufgefordert, mit dem Besitzer der Kammerspiele eine Verlängerung des Vertrages über die Kaufoption bis zum 15. Januar 2011 auszuhandeln. Die Zukunft des Zehlendorfer Damms 200 ist also noch in der Schwebe. Die Künstler allerdings tanzten erst einmal zur Polka der „Folksvertretung“. Text/Foto: Rolf Niebel

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Kultur

Zum 50. Todestag

Der Computerspezialist (Tipp 191)

Wilhelm Pieck und Kleinmachnow Am 07.09.2010 hatte Wilhelm Pieck seinen 5o. Todestag. Er ist 84 Jahre alt geworden. Es fiel dabei auf, dass in der regionalen Presse dieser Termin nicht wahrgenommen wurde. Immerhin war Wilhelm Pieck vom 11.10.1949 bis zum 07.09.1960 der erste und einzige Präsident der ehemaligen DDR. Aber was hat Wilhelm Pieck mit Kleinmachnow zu tun? Es gab verschiedene Berührungspunkte so sie bis jetzt bekannt sind. Wilhelm Pieck als Vorsitzender der KPD und später zusammen mit Grotewohl Vorsitzender der SED hat auf dem Seeberg in der Parteihochschule „Karl Marx“ diverse Vorträge gehalten. Dies ist durch Photos in dem Buch von Hubert Faensen „Hightec für Hitler“ (2001) dokumentiert. Es gab einen Gedenkstein, der vor ca. 30 Jahren mit dem Text „Wilhelm Pieck zum Gedenken“ vor einer Schule gesetzt wurde und bis 2009 vor der Allgemeinen Förderschule am Schleusenweg 84 stand. Auf etwas ungewöhnliche Weise wurde der Stein im Jahr 2009 entfernt und befindet sich nun unzerstört in der Obhut

einer Privatperson. Im Kreistag wurde der bemerkenswerte Umgang mit der Entfernung des Steines diskutiert, doch hatte dies nicht zur Konsequenz, dass der Stein zurückgesetzt wurde. Der Kleinmachnower Bildhauer Otto Maerker hatte für verschiedene DDR-Prominete Köpfe porträtiert und in Metall gegossen, u.a. Ernst Thälmann (für die ehemalige Ernst-Thälmann-Schule), Otto Grotewohl und auch Wilhelm Pieck. Ein Kopf von Wilhelm Pieck befindet sich noch als „Denkmal“ vor der ehemaligen Wilhelm-Pieck-Schule in Guben. Ob der Kopf in Guben von Otto Maerker ist, konnte noch nicht eruiert werden. Auch nach dem Tode von Wilhelm Pieck und Otto Maerker haben die Frauen privaten Kontakt gehalten und Porträt-Köpfe wurden weiterhin von Frau Maerker vermittelt. Es gibt Patenkinder von Wilhelm Pieck in Kleinmachnow. Es handelt sich dabei um Kinder von Familien, die als 7. Kind,8. Kind usw. geboren worden sind. Wie das nach dem Tod des Präsidenten praktiziert wurde, ist noch zu klären. Rudolf Mach

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Kultur

Vorne Ostsee, hinten Friedrichstraße? Kleinmachnower Siedlungsgeschichte im Focus der Wissenschaft

Nicola Bröcker

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„Der Grund, weshalb ich mich damit beschäftigte, war der, dass ich beim Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege gearbeitet habe und dieses Gebiet noch unbekannt, letztlich kaum bearbeitet war.“ Die Berliner Kunsthistorikerin Dr. Nicola Bröcker hat sich mit ihrem 2010 erschienenen Buch „Kleinmachnow bei Berlin – Wohnen zwischen Stadt und Land 1920 – 1945“ auf wissenschaftlich wenig beackertes Terrain begeben. „Bis 2004“, so schreibt sie in der Einleitung, „hatte der Berliner Vorort in wissenschaftlichen Publikationen über die historische und aktuelle Stadtentwicklung Berlins und seines Umlandes kaum Beachtung gefunden.“ Im Jahr 2004, also zum 100-jährigen Gründungsjubiläum, erschien der Band „südwestlich siedeln“ von Nicola Bröcker und Celina Kress, der sich erstmals umfassend mit der Planungs- und Besiedlungsgeschichte des Vorortes auseinandersetzt. Das durch die Industrialisierung immer dichter mit mehrgeschossigen Häusern bebaute Berlin und sein direktes Umland, ließ die romantische Sehnsucht nach Wohnen in Ruhe und Abgeschiedenheit der Natur aufkeimen. Seit den 1860er Jahren entstanden insbesondere im Südwesten von Berlin größere Ansiedlungen mit landhausartiger Bebauung. Die vermehrte Entstehung von Landhauskolonien zwischen Berlin und Potsdam, wie Lichterfelde, Zehlendorf oder Glienicke, war einerseits der Attraktivität der

wald- und wasserreichen Gegend geschuldet. Andererseits war es eine vorwiegend bürgerliche und mittelständische Klientel, die dem proletarisch-industriellen Moloch der wachsenden Metropole entfloh. Schaut man sich die Lage der guten Villenvororte in anderen Städten an, so Bröcker, findet man diese fast überall im Südwesten. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Industrieabgase aufgrund der vorherrschenden Westwinde in den Osten ziehen. Die Tatsache, dass die 1904 begründete Villenkolonie Kleinmachnow etwa hundert Jahre darauf zur größten Gemeinde Brandenburgs avancierte, hatte den Ort lange Zeit nicht davor bewahrt, in der Senke wissenschaftlicher Nichtbeachtung zu schlummern. Selbst in einer 1987 erstellten Karte zur städtebaulichen Situation Berlins und seines Umlandes um 1914 wurde die Villenkolonie vernachlässigt. Dennoch war die Gleichgültigkeit der Forschung nicht ausschließlich einer gewissen wissenschaftlichen Ignoranz geschuldet. Zum Einen war es sowohl im Osten, als auch im Westen wohl lange Zeit opportuner, proletarisches Wohnen zu untersuchen und weniger die bürgerliche Lebensart. Zum Anderen war Kleinmachnow zwischen 1961 und 1989 von drei Seiten eingemauert. Vom Westen war es sowieso schwer zu erreichen und selbst in der DDR bildete der Ort so etwas wie eine Beinahe-Exklave, erreichbar nur über drei Brücken.

Was jedoch macht Kleinmachnow jenseits der bisherigen Nichtbeachtung durch die Wissenschaft so interessant für eine Berliner Kunsthistorikerin? „Kleinmachnow hat einen besonderen Bestand an qualitätvoller Architektur“, erzählt Bröcker. „Das sind hauptsächlich Einfamilienhäuser aus den 1920er und vor allem 1930er Jahren.“ Weiterhin gibt es hier eine Reihe von Gemeinschaftsbauten, die architektonisch für ihre Zeit repräsentativ sind. Die Zeiten mit ihren Spannungen spiegeln sich deutlich in der Architektur wider. Und gerade in Kleinmachnow, so konstatiert Bröcker weiter, gibt es einen architektonisch wertvollen Bestand von sehr hoher Dichte. Baute man hier in den frühen 1920er Jahren noch hauptsächlich mit Holz, so entstanden am Ende der 1920er schon größere steinerne Einfamilienhäuser für gutsituierte Mittelständler. Es finden sich Häuser im Stil des Neuen Bauens, ebenso wie solche mit historisch regionalistischen Tendenzen – jene waren während der NS-Zeit besonders beliebt. Flachdächer beispielsweise entsprachen wiederum nicht der nationalsozialistischen Baugesinnung. Wie moderne Architekten in Kleinmachnow kreativ mit den Dogmen der Diktatur umgingen, lässt sich am 1933 unter Walter Gropius entstandenen Haus in der Tucholskyhöhe 11 betrachten. Es wirkt wie ein Flachdachhaus, hat aber doch ein niedriges Walmdach. Ein vermutliches Frühwerk Egon Eiermanns, des Architekten der neuen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, steht Am Weinberg 5. Ebenfalls interessant und speziell an Kleinmachow ist der Umstand, dass die Gemeinde bis zur Eröffnung des Rathausmarktes im Jahre 2004 ein Ort ohne eigentliches architektonisches und soziales Zentrum war. An dieser Stelle tut sich auch eine der großen Stärken von Bröckers Ausführungen auf. Ihr Buch erschöpft sich nicht nur in kunsthistorischen, architektonischen und städtebaulichen Betrachtungen.

Es ist auch eine sozialgeschichtliche Studie aus einer sehr bewegten Zeit, die bisweilen Parallelen bis in die heutigen Tage aufweist. Bereits damals hatten die Kleinmachnower eine große Affinität zu Berlin. Sie arbeiteten dort, sie erledigten dort ihre Besorgungen und nutzten das dortige kulturelle Angebot. Gewerbetreibende hatten es lange Zeit schwer, in Kleinmachnow Fuß zu fassen. Einer Eingemeindung in die Metropole setzte man 1920 jedoch Widerstand entgegen. Der Kreis Teltow bot u.a. günstigere Steuern und Grundstückspreise. „Die Kleinmachnower waren damals stolz, dass sie eine Zehlendorfer Telefonnummer und ein Berliner Autokennzeichen hatten“, resümiert Bröcker. „Zugleich hieß es selbstbewusst: Wir sind Kleinmachnower.“ In seinem Gedicht, „Das Ideal“ karikierte Kurt Tucholsky diese Art zwiegespaltener Identität mit folgenden Worten: „Ja, das möchste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße“. Ein Kapitel widmet Bröcker den Lebensräumen Kleinmachnower Künstler im Zeitraum von 1920 bis 1945. Eindruck davon, in welchen Häusern Künstler damals lebten und arbeiteten, wie ihre Ateliers und Arbeitsplätze aussahen, vermitteln die zahlreichen Fotos. 36 dieser Orte kann man mit Hilfe einer Karte schnell auffinden. Es ist etwas anders an diesem Buch, als an herkömmlicher wissenschaftlicher Literatur. Akribisch zusammengetragene Details, umfassende Bebilderung und der klare Schreibstil der Autorin – es klingt nicht nach akademischem Elfenbeinturm. Vorstadtgeschichte, die lebendig wird – dieses Buch studiert man nicht, man saugt es auf. Am 17. November stellt Nicola Bröcker ihr Buch mit einem Vortrag im Bürgersaal des Kleinmachnower Rathauses vor. Abb.: Gebr. Mann Verlag/ Foto: privat/ Text: Rolf Niebel Kleinmachnower Zeitung 10 2010

Jugend und Bildung

20. Kleinmachnower Märchentage Es ist schon eine 20-jährige Tradition in Kleinmachnow, alte Volksmärchen durch das gesprochene Wort lebendig werden zu lassen. Die Initiatorin der Kleinmachnower Märchentage war vor 20 Jahren die Märchenerzählerin Ursula Pitschke in Zusammenarbeit mit dem Berlin-Brandenburgischen Märchenkreis, der sich 1993 gründete. Seit 20 Jahren können die Kinder und auch Erwachsene an den verschiedensten Orten zahlreiche Märchen, Mythen und Geschichten verschiedenster Kultur- und Märchenkreise der Erde kennen lernen. Bis heute waren Tausende Märchenfans begeistert. In diesem Jahr können viele Kinder den „Märchen von Armut und Reichtum“ lauschen. Dieses Thema ist ein großes Anliegen in volkstümlichen Überlieferungen, zeugen sie doch von den reichhaltigen Erfahrungen der Menschen. Wie in den vorangegangenen Jahren gibt es auch wieder einen Aufruf zum Märchenmalwettbewerb. Bis zum 8. Oktober können die Kinder ihre Bilder zu Märchen von Armut und Reichtum im Gemeindeamt, Zi. 1.25

oder 1.26, abgeben. Die Preisverleihung findet am 2. November um 14.00 Uhr im Rathaus Kleinmachnow statt. Die Bilder des Malwettbewerbes sind vom 29. Oktober bis zum 8. November im Rathaus ausgestellt. Am Sonntag, dem 31. Oktober werden die Märchentage um 15.00 Uhr, mit der Veranstaltung „Märchen vom Zauber der Musik“ eröffnet. Am Samstag, dem 6. November, 14.00 Uhr führt das Tourneetheater Remscheid traditionell das Märchen „Pinocchio“ nach Carlo Collodi (Bühnenfassung von Frank Pinkus) in märchenhaften Kostümen und mit aufwendiger Dekoration für die ganze Familie auf. Ebenso bildet der Märchenabend „Der Traum der Meerjungfrau“ u.a. Märchen von Liebe und Treue mit Erzählerinnen und dem Harfenduo „Saitenzauber“ seinen Höhepunkt. Das Gemeindeamt Kleinmachnow lädt in Zusammarbeit mit dem Berlin-Brandenburgischen Märchenkreis alle kleinen und großen Märchenfreunde herzlich ein. Nähere Angaben finden Sie unter Tipps u. Termine. S. Schmidt

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Neue Statistik offenbart Missstände Mit Beginn des laufenden Schuljahres werden im Schulportal des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport nun sämtliche Bestandteile des Unterrichtsausfalls und die getroffenen Maßnahmen zur Vermeidung desselben eingestellt. Auf einer Podiumsdiskussion der Elterninitiative „Kinder ohne Lehrer“ 2008 konnte dem Minister das Versprechen abgerungen werden, die Reformierung der Ausfallstatistik zu prüfen. In der Vergangenheit sprach man von einem landesweiten UnterrichtsKleinmachnower Zeitung 10 2010

ausfall i.H.v. nur 1,9 %. Die nun veröffentlichten Zahlen sprechen jedoch eine völlig andere Sprache: zählt man zu dieser offiziellen Darstellung die Zusammenlegung von Klassen, Stillbeschäftigungen etc. wieder dazu, errechnet sich ein tatsächlicher Ausfall in Höhe von mindestens 8 %. Dem steht eine Vertretungsreserve an den Schulen von nur 2 % gegenüber. Die Zahlen der Schulen: www. bildung-brandenburg.de/schulportraets PI/KLMZ

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Standpunkt

Region muss sich das Schwimmbad leisten Harald Mushack von der AG Schwimmbad Kiebitzberge, zur Schwimmbad-Problematik:

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Seit vielen Jahren, genauer seit dem Jahre 2004, bemüht sich der Förderverein Freibad Kiebitzberge e.V. mit seinen weit über 100 Mitgliedern um den Erhalt des Freibades. Jedes Jahr nutzen durchschnittlich 75.000 Besucher hauptsächlich aus unserer Region das Schwimmbad. Es ist deshalb nicht zu verantworten, dass diese Freizeiteinrichtung wegen fehlender Finanzen geschlossen werden müsste. Eine Sanierung ist auch deshalb notwendig, da zur Zeit jährlich mehr als 75.000 Euro (je Besuchereintritt 1 Euro) nur für die Instandhaltung aufgewendet wird. Dank des ständigen Druckes des Vereins konnte in einem ersten Schritt der umfassenden Sanierung das Planschbecken im letzten Jahr den Jüngsten übergeben werden. Grund zum Feiern gab es aber nicht, da die drei Orte sich in den fünf Jahren nicht über die weiteren Schritte einigen konnten. Seit mehr als einem Jahr beschäftigt sich nun eine Arbeitsgruppe der drei Orte, deren Mitglied ich bin, wie wir gemeinsam das Projekt so aufbereiten können, damit die Politiker der drei Orte mit einer Stimme das Vorhaben nun endlich umsetzen. Seit gut 2 Monaten liegt der Arbeitsgruppe ein Sanierungskonzept mit einer Kostenschätzung sowie eine Kostenanalyse des Freibades für

die Jahre 2007 bis 2009 vor. 30 000 m² stehen zur Verfügung, um neben dem Schwimm- und Badbetrieb auch gezielt Veranstaltungen zu organisieren. Dazu bedarf es aber eines Verantwortlichen, der das Objekt nicht neben vielen anderen Objekten betreut, sondern vor Ort die Fäden in der Hand hält. Uns liegen drei Sanierungsvarianten mit verschiedenen Modulen vor. Aus der Presse war das schon zu vernehmen, dass es eine Minimal- oder auch Mindestsanierungslösung (BronzeVariante), eine Ich-wünsch-mirwas-Variante (Gold-Variante) und eine Lösung, die über die Mindestsanierung hinaus geht, aber nicht alle Wünsche befriedigt (Silber-Variante) gibt. Im vorliegenden Konzept wurde uns am Ende der Ausführungen noch eine Alternative aufgezeigt, die mein Interesse beflügelte und ich mich deshalb intensiv über ähnliche Lösungen in Deutschland informierte. Das Ingenieurbüro hat sich mit dem Thema Überdachung im Winter, das auch schon vom Förderverein mehrfach gefordert wurde, beschäftigt. Sie schlägt eine temporäre Überdachung mittels einer Traglufthalle (wie für Tennisplätze – nur andere Größe) für die Monate Oktober bis April vor. Eine solche Traglufthalle kostet

laut einem vorliegenden Angebot 385 000 Euro brutto inklusive Verbindungsgang zu den Umkleideräumen. Die Betriebskosten für Aufbau, Abbau Wartung, Strom und Heizung werden mit 82.000 Euro brutto angegeben. Andere Orte, die eine solches Tragluftschwimmhalle für den Winterbetrieb haben, sind unter anderen das Stadionbad Neustadt (Moby Dick), das Freibad Solimare in Moers oder das Waldschwimmbad Rosenhöhe in Offenbach. Da wir bisher laut Kostenanalyse an Personal sowieso kaum zusätzliches Personal für die Wintermonate benötigen, da inklusive dem Personal für die Sauna 9 Vollbeschäftigte das ganze Jahr beschäftigt sind, fallen neben den obigen Betriebskosten keine weiteren Kosten an, wenn man nach Auskunft des Bieters sogar die Betriebskosten in zusätzliche Personalkosten umwidmet. Denn der Auf- und Abbau nach einmaliger Einweisung durch die Fachfirma kann später von den Mitarbeitern des Schwimmbades selbst ausgeführt werden. Mit der Nutzung des Schwimmbades im Winter werden neue Einnahmen generiert und Kosten gespart. Kosten gespart, welch einen Unsinn denken Sie als Leser jetzt wohl. Aber alle drei Orte können Kosten sparen. Viele werden es nicht wissen, dass der Schwimmunterricht

jährlich in den Wintermonaten mit fünfstelligen Summen für Schwimmhallen in Potsdam und den Transport der Schüler dorthin von jedem der drei Orte bezuschußt wird. Insgesamt haben alle drei Orte für dieses Jahr mehr als 140 000 Euro für den Schwimmunterricht geplant und in den letzten Jahren ausgegeben. Davon war maximal die Hälfte für den Transport notwendig, deren Kosten durch den kurzen Weg nach Kleinmachnow entfällt oder wesentlich geringer wird. Aufgrund der Daten schlage ich auch vor, die Sauna, die mehr Kosten verursacht als Eintrittsgelder bringt, also subventioniert wird, nicht mit im Konzept umzusetzen. Es gibt ja eine Sauna auch schon nebenan im SPOK (Sportstätten Kleinmachnow). Eine Sanierung der Gaststätte ist auch nicht unbedingt Aufgabe für das Freizeitbad. Nach dem ich mich umfassend mit dem Thema beschäftigt habe, komme ich zum Schluss und werde mich dafür einsetzen, dass alle drei Orte Eigentümer der Fläche sein sollten (zum verbilligten Kaufpreis mit Rückkaufrecht der Gemeinde Kleinmachnow). Es sollte dann entsprechend der Kommunalverfassung § 91 geprüft werden, ob eine GmbH gegründet werden darf, die dies dann umsetzt. Nach § 92 der Kommunalverfassung Brandenburgs sind Bürgschaften für Darlehen, die die GmbH aufnimmt, um die notwendigen Kosten für die Sanierung aufzubringen, von allen drei Orten zu übernehmen. Dem Schlüssel der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAT) entsprechend sollten dann die notwendigen jährlichen Zuschüsse geeigneterweise bereitgestellt werden. Da damit zu rechnen ist, dass die zur jetzigen Zeit günstigen Konditionen für Darlehen in den nächsten Monaten wieder steigen werden, sollte nicht viel Zeit für die Entscheidung und Umsetzung ins Land gehen. Harald Mushack, Foto: J. Müller Kleinmachnower Zeitung 10 2010

60 Jahre Eheglück

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Alt und Jung

Heidepflanzen werden vom Rehwild nicht verbissen

Foto: Privat Als Stellvertreter des Bürgermeisters gratulierte Kleinmachnows Kämmerer Michael Ecker (rechts) den Eheleuten Renate und Manfred Walter am 26. August zur Diamantenen Hochzeit. Mit einem großen Blumenstrauß überraschte der das Jubelpaar, das vielen alteingesessenen Kleinmachnowern bekannt sein dürfte. Renate Walter versorgte in der Gemeindebibliothek über Jahre alle Bücherwürmer des Ortes mit Lesestoff. Manfred Walter war seit 1963 Lehrer und stellvertretender Leiter an der Eigenherdschule.

Im Sommer 1961 kamen beide als junges Ehepaar nach Kleinmachnow. Sie wollten weg aus dem Grenzgebiet in Eichsfeld und freuten sich nun auf das vielfältige Berliner Kulturangebot, das von Kleinmachnow doch so leicht zu erreichen war. „Und dann kam der Mauerbau, und man musste Stunden fahren, um nach Berlin zu kommen“, erinnert sich Renate Walter. Ein Rezept für 60 glückliche Ehejahre können beide nicht nennen, „Wenn es das gäbe, ginge es Allen gut“. Doch sicher sind sie sich in Einem: „Der Wille muss einfach da sein, zusammenbleiben zu wollen!“ GA

Kleinmachnower Kinderfest Kleinmachnow fühlt sich als kinderfreundliche Gemeinde besonders auch seinen jüngsten Bewohnern verpflichtet. So wundert es nicht, dass das Kleinmachnower Kinderfest un zu einer Tradition geworden ist und in diesem Jahr bereits zum fünften Male stattfindet. Am 11. September wird von 14 bis 19 Uhr wieder einiges geboten, um den Kindern Spaß, Spannung, Spiel, kreative Beschäftigung und viel Bewegung auf dem Rathausmarkt zu bieten. Rund um ein Bühnenprogramm von Kindern für Kinder, unter dem Titel „Clown Herzchen will zum Zirkus…“, erleben die Kinder eine spannende MitmachGeschichte. Kleinmachnower Zeitung 10 2010

Zuschauen, staunen, und aktives Mitmachen vor der Bühne und an den Bastelbereichen, stehen hierbei im Mittelpunkt. So können sie dann auch das passende Zirkuszubehör basteln, sich schminken lassen, mit Geräten üben wie die Artisten und vieles mehr. Das Bühnenprogramm wird von den Kleinmachnower Schulen wie BBIS, Eigenherdschule, Grundschule Auf dem Seeberg, Steinwegschule und anderen gestaltet. würdigen Abschluss. Kinder, die einmal ungestört spielen möchten, können Ihre Eltern im Elterngarten abgeben. Die Eltern werden hier pädagogisch sinnvoll betreut und auch für deren leibliches Wohl ist gesorgt. GA

Auch wenn der sommerliche Blütenflor vergangen ist, muss es in der Herbst- und Winterzeit im Garten und auf dem Balkon nicht trostlos aussehen. „Mit ihren leuchtenden warmen Farben sorgen Heidepflanzen in den kommenden Wochen für Lichtblicke“, weiß Dina Tradowsky vom „Jahreszeitengarten“ am Südwestkirchhof in Stahnsdorf. Kein Wunder, dass Eriken in der Beliebtheitsskala für die Herbstbepflanzung ganz oben stehen. Der „Jahreszeitengarten“ hat sich mit seinem Sortiment darauf eingestellt und bietet eine Vielzahl schöner Heidearten an. Am farbintensivsten ist die Topfheide – Erica gracilis. Sie blüht nicht nur in typischem Purpur, sondern auch in Rosatönen und in Weiß. Erica gracilis verträgt keinen Frost, behält ihre trockenen Blütenstände jedoch bis weit in den Winter hinein. Unbeschadet übersteht die Besenheide, Calluna vulgaris, den Winter im Kübel oder Balkonkasten. Ob solo oder mit anderen Herbstblühern kombiniert, machen die rosa, roten, violetten oder weißen Calluna-Sorten immer eine gute Figur. Besonders ideal ist eine Bepflanzung mit den knospenblühenden Sorten der Besenheide. Aus einer Laune der Natur entstanden und züchterisch weiterentwickelt, verharren die Blüten im Knospenstadium und setzen so

Farbakzente bis weit in den Winter hinein. „Doch die Heide taugt nicht nur zur Herbstbepflanzung. Sie hat das ganze Jahr hindurch Saison“, unterstreicht Dina Tradowsky. „Mit Erica carnea, der Winter- oder Schneeheide, und Erica darleyensis, der Englischen Heide, gibt es zwei Arten, die schon im zeitigen Frühjahr ihren Charme entfalten.“ Die Blüten der Erica carnea öffnen sich ab Dezember und blühen bis Mitte April. Die Englische Heide blüht sogar bis Mitte Mai. Für Eriken wie Calluna-Sorten gilt, dass ihre Schönheit nur dann lange anhält, wenn sie ausreichend Wasser bekommen. Erst wenn sie nach vielen Jahren ein sehr tiefes Wurzelnetz entwickelt haben, sind sie trockenheitsunempfindlicher. Heidekrautgewächse entwickeln sich gut in sonniger Lage und in sandigem, nährstoffarmem und saurem Boden. Damit sie kompakt wachsen, werden die pflegeleichten Zwergsträucher nach der Blüte um ein Drittel zurückgeschnitten. „In den großen Heidelandschaften“, so Dina Tradowsky, „übernehmen die Heidschnucken diese Arbeit.“ Der Jahreszeitengarten im Haupteingang des Stahnsdorfer Südwestkirchhofes ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. · kleine Auswahl an Schnittblumen · Saisonpflanzen · Stauden und Gehölze · Inkarho – Rhododendren · Rosenstöcke · Obst- und Wildgehölze Öffnungszeiten: Di–So: 10.00–17.00 Uhr Mo: Ruhetag

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Der Artikel „Streit um Bauen in der Ortsmitte“ (MAZ extra vom 28.08.10) stimmte mich nachdenklich. Bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit in der Seniorenfreizeitstätte „Toni Stemmler“ der Volkssolidarität Kleinmachnow konnte ich erfahren, mit welcher Freude die Seniorinnen und Senioren die Planung von seniorengerechten Wohnungen im Bereich Goethestraße/Maxim-GorkiSchule aufgenommen haben. In der Folgezeit haben sich viele ältere Menschen für eine dieser geplanten Wohnungen angemeldet. Groß war die Entäuschung nach dem erscheinen des Artikels. Ich wurde von Bürgern angesprochen und die sagten, dagegen muss etwas unternommen werden. Es stimmt schon verwunderlich, wenn Herr Krüger (CDU) erklärt, „Wir wollen das letzte Grün im Ortszentrum nicht zerstören“, aber auf der anderen Seite die CDU keinen klaren Standpunkt bei der Bebauung des Buschgrabengebietes bezieht. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Grünfläche von historischer Bedeutung ,wie Herr Dr. Casperson, Vorsitzender des Fördervereins Landschaftsschutzgebiet Buschgraben/Bäketal e. V., auf einer Veranstaltung am 02.09.10 im Bürgersaal der Gemeinde Kleinmachnow zur Bebauung des Buschgrabengebietes ausführte. Diese Fläche hat nicht nur

Bedeutung für das Mikroklima von Kleinmachnow, sondern, auch für Berlin. Oder spielen hier persönliche Interessen eine Rolle, da es sich bei dieser Fläche um Privatbesitz handelt? Und wenn man bedenkt, dass Hr. Krüger auch Bürgermeister von Kleinmachnow werden wollte, dann kann man nur erahnen, welche Bedeutung die alten Menschen in unserer Gemeinde Kleinmachnow gespielt hätten. Könnte auch etwas anderes an dieser Stelle gebaut werden? Ich sage Nein, da die Maxim-Gorki-Schule mit Sportplatz wegen des zu erwartenden Lärms stört, wie es sich auch schon bei der Turnhalle der Eigenherdschule zeigte. Oder gibt es schon Überlegungen die Maxim-Gorki-Schule mit Sportplatz zu liquidieren, um eine Gesamtbebauung anzustreben? Gerade für unsere älteren Menschen wäre es wichtig, in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten, Ärztehaus, Sparkasse, Post und Apotheke eine Heimstatt zu finden. Hier könnten sie auch noch mit dem Rollator kommen und so am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Nachdem solange über den Bau des seniorengerechten Wohnen geredet wurde und sicherlich etliche Euro in die Planung geflossen sind, sollte endlich eine Entscheidung im Interesse unserer alten Menschen getroffen Ingrid Haak werden.

Zu: Verlorenes wiedergewinnen (KLMZ September 2010) Seit ich vor einigen Jahren Kleinmachnow kennenlernte und auch die Hakeburg, hat mich dieses Gebäude sofort interessiert. Inzwischen habe ich mich etwas in die Geschichte eingelesen. Herr und Frau Winzer haben recht. Die Zeiten der Geheimniskrämerei sind vorbei. Die neue Hakeburg sollte wieder sichtbar gemacht werden. Klaus Eisenschmidt Bloherfelder Str. 212 D 26129 Oldenburg Kleinmachnower Zeitung 10 2010

Leserpost

Zu: Viel los bei der Feuerwehr (KLMZ September 2010)

Noch einmal … Zu: Der Gott der anderen (KLMZ August 2010) … der Gott der anderen ist „die Vielfalt in der Einheit“, mit der wir leben, bis wir alle hinan kommen zu einem Glauben und Erkenntnis…“ (Paulus an die Epheser), denn es gibt nur einen Schöpfer und nur eine Schöpfung. Diese ist geistig und vollkommen. Peter Hahne, ein bekannter TV-Journalist, schrieb einst: „Die Christen müssen nicht wesentlich mehr, aber mehr Wesentliches tun, um … konkurrenzlos wichtig zu bleiben.“ Damit meinte er zweifellos alle. Doch dazu müssen wir das Göttliche, die Leben gebende, Leben ordnende und Leben erhaltende Quelle des Seins mehr zur Basis unseres Denkens machen und einen höheren Sinn von Liebe erlangen, selbstlos, wohlwollend, allumfassend.

„Der Glaube sollte seine Grenzen erweitern und seinen Grund festigen, indem er sich auf Geist anstatt auf das Materielle stützt. – Uneigennütziges Streben, edle Lebensmotive und Reinheit – diese Bestandteile des Denkens bilden … für den einzelnen wie für die Gesamtheit wahres Glück, wahre Stärke und Beständigkeit,“ lesen wir in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur heiligen Schrift“ von Mary Baker Eddy. Die sinnliche Vernunft kann sich die wahre Anschauung vom Sein, das ohne Krankheit, Alter und Tod ist, aber durch Christus Jesus in einem unvergleichlichen Vollendungsgrad in dieser Welt sichtbar wurde, nicht vorstellen. G.H. Elter

Louis und die Feuerwehr In der Kleinmachnower Zeitung (Ausgabe September 2010) stand: Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat Besichtigung der Wache. Wir Großeltern dachten: KLASSE – diesen Mittwoch kommt unser kleiner Louis zu uns und dann ab mit ihm zur Feuerwehr „TATÜTATA“. Gesagt getan – aber offiziell war dieser Mittwoch doch nicht der Richtige – keiner da! Aber auf den Hof wurde ge-

Liebe LeserInnen,  die Redaktion weist darauf hin, dass Artikel, die namentlich oder als Leserpost veröffentlicht werden, nicht immer der Meinung der Redaktion entsprechen. Verantwortlich für den Inhalt ist der Verfasser. Aufgrund der oft sehr langen Zuschriften behält sich die Redaktion das Recht der auszugsweisen Wiedergabe von Zuschriften vor. Wir bitten um Verständnis. Bitte nutzen Sie für Leserpost auch unsere E-Mail-Anschrift: redaktion@­k leinmachnower-zeitung.de 108108g.FH9 Thu Nov 06 11:56:45 2008

Foto: Falk

werkelt. Die sagten sofort – kein Problem – wir sind doch an Nachwuchs interessiert und zeigten unserem Louis den gesamten Wagenpark einschließlich Blaulichtsignal. Auf diesem Wege nochmals ein großes DANKE – für unseren Louis war es ein unvergessliches Erlebnis und für uns natürlich auch! Familie Peter und Uta Falk sowie der Enkelsohn Louis aus Kleinmachnow

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Mit der Einweihung des Albert-Schweitzer-Hauses in Teltow am 17. Juni 2010 entstanden auch zwölf Plätze in der Tagespflege. In der Seniorentagesstätte Teltow können ältere und pflegebedürftige Menschen in netter Gesellschaft eine Auszeit vom Alltag nehmen. In ergotherapeutischer und pflegegerechter Umgebung können die Senioren dort den Tag genießen. Dabei werden sie rundum von speziellem Fachpersonal betreut und versorgt. Um 8 Uhr beginnt die Tagespflege vor Ort in Teltow. Selbstverständlich werden die Senioren zuvor von zu Hause abgeholt. Anschließend erwartet die Tagesbesucher ein Frühstück. Aber auch Mittages-

sen und ein gemütliches Kaffeetrinken gehören zum Service der Einrichtung dazu. In der Zeit zwischen den Mahlzeiten stehen den Senioren verschiedene Beschäftigungsangebote, wie Singen, Vorlesen oder besondere Bastelarbeiten zur Verfügung. Darüber hinaus werden Tagesausflüge in die Parklandschaft des benachbarten Potsdams oder Dampferfahrten organisiert. In einer Schnupperwoche können sich Senioren von der Tagespflegestätte einen eigenen Eindruck machen, ohne sich vertraglich binden zu müssen. Kontakt: Seniorentagesstätte Teltow Potsdamer Straße 11, 14513 Teltow Tel.: (0 33 28) 3 39 20 12 biermaier@gzg-teltow.de Kleinmachnower Zeitung 10 2010

Bohren: Nein danke!

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Gesundheit

Kariesbehandlung ohne Bohren ist heute möglich Karies ist eine Art „Osteoporose des Zahnes“ und die häufigste Ursache einer Zahnbehandlung. Sie entsteht bevorzugt in den Zahnzwischenräumen. Bisher musste die kariöse, erweichte Zahnsubstanz mit einem Bohrer entfernt werden, und eine Füllung oder Krone wurde notwendig. Heute gibt es eine beeindruckende Alternative dazu, wenn die Karies rechtzeitig entdeckt wird. Der Zahnarzt sollte routinemäßig als Vorsorgeuntersuchung strahlungsarme Röntgenbilder machen, so genannte Bissflügelaufnahmen. Damit kann er ohne zu bohren sehr genau feststellen, ob eine Karies überhaupt vorhanden ist oder wie tief diese sich bereits ausgebreitet hat. Vorausgesetzt, dass die Karies nicht bereits zu tief in Richtung des Nervs vorgedrungen ist, ist es heute möglich, auf das Bohren komplett zu verzichten! Stattdessen wird sie chemisch „eingefroren“. Dazu isoliert der Zahnarzt den zu behandelnden Zahn mit einem kleinen Gummituch. Er trägt ein Gel zur Vorbehandlung auf, um dann den sogenannten „Infiltranten“, eine Art Versiegler, in die kariöse Stelle eindringen zu lassen. Die Karies saugt sich innerhalb von 2 Mi-

nuten ähnlich einem Schwamm mit dem Versiegler voll, der dann gehärtet wird. Die Kariesbakterien werden damit sozusagen „eingefroren“ und so die Karies gestoppt. Oft zeigen Frontzähne nach einer kieferorthopädischen Behandlung mit einer festsitzenden Zahnspange weißliche, entkalkte Flecken. Auch diese beginnende Karies kann ohne weiteren Substanzverlust „eingefroren“ werden. Die Zahnoberfläche wird zusätzlich gefestigt und sogar widerstandsfähig gemacht; alles ohne Bohren, ohne Verlust gesunder Zahnsubstanz und natürlich ohne Schmerz. Es ist nun möglich: Kariesbehandlung und trotzdem können Sie hinterher sagen: „…es wurde nicht gebohrt!“. In Zusammenarbeit mit der Universitätszahnklinik Kiel wollen wir Behandlungsfälle über 5 Jahre dokumentieren. Als Gegenleistung können wir Ihnen die Behandlung kostenfrei anbieten. Gerne informieren wir Sie in unserer Praxis! Ihre Dr. med. dent. Saskia Kießling Priv.-Doz. Dr. Michael Naumann Zahnärzte an der Kleinmachnower Schleuse

Selbsthilfegruppe Stahnsdorf Weil unsere Kinder anders sind: 04.10., 19 Uhr; neue Interessenten bitte anmelden: (0 33 29) 61 23 25 Kleinmachnow Deutsche Rheuma-Liga e.V. AG Kleinmachnow/Stahnsdorf • Wassergymnastik, 14-tägig: mittwochs, 11.30, 17 und 18 Uhr; Wohnstift Augustinum, Erlenweg 72 • Trockengymnastik 14-tägig: mittwochs 11.30 Uhr, 12.30 Uhr und 18 Uhr; JFE, F.-Funke-Allee 106 a; Tel. (03 32 03) 2 48 33 Rolligruppe Teltow – Donnerstagstreff: jeden 2. Do. um 14 Uhr, Rathaus Kleinmachnow, A.Grimme-Ring 10 Einzel-, Paar-, Familien- und Lebensberatung, dienstags 9.00–11.30 Uhr nach Vereinbarung, Kath. Kirchengemeinde, Hohe Kiefer 113, Klm., Tel. (03 32 03) 2 21 82 Rat bei Pflege: mittwochs 9–10 Uhr Pflegende Angehörige/Angehörige von Alzheimer-Erkrankten: 20.10., 15.30 Uhr im AWO-Treff, Förster-Funke-Allee 108, Tel. (03 32 03) 8 73 64 Teltow Gesundheitszentrum Teltow, Potsdamer Str. 7–9, 6. Ebene SHG Alkoholkranke/Medikamentenabhängige: freitags, 18 Uhr SHG Fibromyalgie: 12.10., 17 Uhr SHG Schlaganfall: 13.10., 14 Uhr (vorher 0 33 29/61 23 25 anrufen) SHG Leben ohne Alkohol: mittwochs, 17.30 Uhr SHG Parkinson: Gesprächsgruppe 06.10.,15 Uhr: Spezifische Bewegungstherapie bei Parkinsonpatienten, Privatdozent Dr. med. Ebersbach, Neurologisches Fachkrankenhaus Beelitz Heilstätten

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Lachen ist eine körperliche Übung von größtem Wert für die Gesundheit. von Aristoteles

Kleinmachnower Zeitung 10 2010

4. Okt.: 10 Uhr, Gesprächsrunde mit dem Bürgermeister im Rathaus; 11. Okt.: 10.00 Uhr Allg. Treff im Rathaus; 18. Okt.: Kegeln im Sportpark, Treff: 10.00 Uhr Kegelhalle; 23. Okt.: Fahrt nach Meißen; 25. Okt.: Ausstellungsbesuch „Historisches zur Charité“, Treff: 9.45 Uhr Bus 115

Kinderärzte Bereitschaftsdienst: Montag–Freitag: 17–19 Uhr Samstag, Sonntag und Feiertage: 10–12 Uhr Nach 19 Uhr: Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst: (0 18 05) 5 82 22 31 30, im akuten Notfall: 112 27.09.–03.10.2010 Dr. von Saurma (03 32 03) 7 92 98 04.10.–10.10.2010 Dr. Block-Schmidt (03 32 03) 86 26 40 11.10.–17.10.2010 Dipl.-Med. Grundig (0 33 28) 42 73 13 18.10.–24.10.2010 Frau Grit Thieme (0 33 28) 47 07 12 25.10.–31.10.2010 Dr. Schramm (0 33 29) 69 63 22

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Gesundheit

Eine Zahnspange schafft Selbstbewusstsein

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Mit einer Zahnbürste bewehrt, lustig schmunzelnd und mit erhobenem Zeigefinger stehen die beiden Freunde in der kieferorthopädischen Praxis von Dr. med. Irene Franz. Auf den Lehnen von zwei Kinderstühlen mahnen Ernie und Bert regelmäßiges Zähneputzen an. Allerdings lassen sich nicht alle Zahnprobleme durch vorbildliche Zahnpflege vermeiden. Gegen Zahnfehlstellungen ist auch eine Zahnbürste machtlos. An einer kieferorthopädischen Behandlung kommt man dann in der Regel nicht vorbei. Wichtig, so Dr. Franz, ist ein rechtzeitiger Behandlungsbeginn. „Wenn der Verdacht besteht, dass eine kieferorthopädische Behandlung nötig ist, dann sollten die Eltern frühzeitig einen Fachzahnarzt für Kieferorthopädie konsultieren.“ Zahnärzte warten oft den Durchbruch der oberen Eckzähne ab, bevor sie zum Kieferorthopäden überweisen. Dies stellt sich häufig als falsch heraus! Ein gesundes Gebiss ist nicht nur der Optik wegen wichtig. Zwar appelliert Dr. Franz insbesondere bei den Mädchen häufig mit dem Argument eines strahlenden Lächelns, dennoch sind richtig stehende Zähne natürlich in erster Linie für eine gesunde Ernährung wichtig. Stehen die Zähne beispielsweise zu eng, kann unter Umständen die vorbildlichste Zahnpflege Karies nicht verhindern, und mit dem makellosen strahlenden Lächeln ist es möglicherweise schon in der Pubertät vorbei. Letzten Endes, so betont Dr. Franz, schaffe eine Zahnspange Selbstbewusstsein, auch wenn man dies zuerst einmal nicht vermutet.

Kinder mit vorstehenden Zähnen sind nicht selten Hänseleien ausgesetzt. Eine kieferorthopädische Behandlung geht zwar nicht von heute auf morgen, diesen Kindern kann aber auf mittelfristige Sicht geholfen werden. Ordentlich aufgereihte Zähne stützen sich gegenseitig. Befinden sich dagegen Lücken im Frontzahnbereich, ist die Gefahr, dass Zähne bei Unfällen abbrechen, folglich größer. Dr. Franz beherrscht eine ganze Reihe von Methoden, wenn es darum geht, Zahnfehlstellungen zu korrigieren. In einem fünfjährigen Studium der Zahnmedizin ließ sich Dr. Franz zum Zahnarzt ausbilden. Weitere fünf Jahre Ausbildung waren erforderlich, um Fachzahnarzt für Kieferorthopädie zu werden. Grundsätzlich behandelt der Kieferorthopäde Zahnfehlstellungen mit herausnehmbaren und festen Zahnspangen. Es liegt auf der Hand, dass sich herausnehmbare Zahnspangen leichter und gründlicher reinigen lassen als Zahnspangen die im Mund fest eingeklebt sind. Gleiches gilt und das ist noch viel wichtiger für die Zähne. Bei einer festen Zahnspange werden Teile der Zahnoberfläche durch Drähte verdeckt. Es leuchtet ein, dass auch eine coole Zahnbürste von Dr. Best Schwierigkeiten haben kann, zwischen Draht und Zahn zu gelangen. Die Disziplinanforderungen beim Tragen einer herausnehmbaren Spange an Kinder und Eltern sind vergleichsweise hoch. Eine feste Spange entfaltet ihre Wirkung Tag und Nacht, eben weil sie sich nicht aus dem Mund nehmen lässt. Eine herausnehmbare Spange sollte ebenfalls ständig getragen werden,

wenn die gleiche Wirkung wie bei einer festen Zahnspange erzielt werden soll. Anfänglich freuen sich gerade die jüngeren Kinder häufig auf eine Spange. Freundinnen und Freunde haben oft bereits schon eine. Je älter die Kinder jedoch werden, desto mehr wächst in der Regel die Abneigung gegen den Draht im Mund. Den größeren versucht Dr. Franz klarzumachen, dass sie die Spange schneller wieder los sind, wenn sie prima mitarbeiten. Nicht alle Zahnfehlstellungen lassen sich jedoch mit herausnehmbaren Spangen behandeln. Runde Zähne wie die Eckzähne beispielsweise lassen sich nur sehr schwer in die erforderliche Position bewegen. Da sollte dann eben mal eine feste eingeklebt werden. Eine weitere Möglichkeit, bestimmte Zahnstellungen zu korrigieren, ist eine „passive“ Zahnspange, ein sogenannter Funktionsregler, bekannter als Bionator. Ein Funktionsregler normalisiert Muskeldruck auf den Zähnen und lässt so die Entwicklung der natürlichen Zahnstellung zu. Stress, der erhöhte Muskelspannung des Gesichts oder der Zunge hervorruft, lässt Zahnfehlstellungen entstehen. Hier wäre ein Funktionsregler genau das richtige Instrument, die Muskelfehlfunktion zu korrigieren. In der Praxis Franz ist man weit entfernt von einer einseitigen Orientierung auf bestimmte Behandlungsmethoden. „Wir praktizieren hier eine ganzheitliche Kieferorthopädie“, erklärt Irene Franz. „Kieferorthopäden bemerken zum Beispiel früh Sprachprobleme, aber häufig auch Haltungsschäden, wie Rundrücken oder Schiefhals.“ In derartigen Fällen versichert sich Irene Franz der fachlichen Unterstützung von Logopäden oder Orthopäden. In jedem Fall sollten Eltern eine kieferorthopädische Beratung in Anspruch nehmen, wenn das Kind eine asymmetrische Unterkieferlage, eine Unter- oder Überentwicklung des Unterkiefers, zu eng oder zu weit auseinander stehende Zähne aufweist, oder die Frontzähne des Ober- und Unterkiefers sich bei geschlossenem Gebiss nicht berühren. Für Ernie und Bert ist jegliche derartige Beratung allerdings überflüssig, und das Argument mit dem strahlenden Lächeln wird bei ihnen wohl auch nicht fruchten. Die beiden haben nämlich gar keine Zähne. Kontaktdaten:

Praxis Dr. Franz Geschwister-Scholl-Allee 54 14532 Kleinmachnow Tel.: (03 32 03) 2 41 31 www.kieferorthopädie-franz.de Kleinmachnower Zeitung 10 2010

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Etwa jedes fünfte Arzneimittel kann die Fahrtüchtigkeit negativ beeinflussen. Dass sich Alkohol und Drogen mit Autofahren nicht gut vertragen, ist hinlänglich bekannt. Dass aber auch Medikamente die Reaktionsfähigkeit am Steuer einschränken können, ist eine Gefahr, die vielen nicht bewusst ist. „Etwa jedes fünfte Arzneimittel wirkt sich negativ auf die Fahrtüchtigkeit aus“, sagt Franziska Bukowski, Pressesprecherin der Apotheker im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Dazu zählen rezeptpflichtige, aber auch viele freiverkäufliche Mittel wie Hustenblocker oder Schmerzmittel. Umgekehrt gibt es Menschen, die nur mit Medikamenten überhaupt fahren dürfen. Dazu gehören Diabetiker, Schmerzpatienten oder Menschen mit Bluthochdruck. „Im Gegensatz zu Alkohol ist die Wirkung von Arzneimitteln von Fall zu Fall unterschiedlich zu beurteilen. Daher lassen sich bei Medikamenten keine Grenzwerte wie die Promillegrenze bei Alkohol festlegen“, erklärt Apothekerin Franziska Bukowski. Am häufigsten sind veränderte Reaktionszeiten, unrealistische Einschätzungen von Gefahrensituationen, schlechtes Sehvermögen, Müdigkeit oder ein aggressiver Fahrstil zu beobachten. „Meist werden Menschen durch Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie Psychopharmaka fahruntauglich. Aber auch Blutdrucksenker, Hustenblocker oder Schmerzmittel können problematisch sein. Hinzu kommt, dass viele Menschen mehrere Mittel gleichzeitig einnehmen, die sich gegenseitig beeinflussen könKleinmachnower Zeitung 10 2010

nen“, sagt Franziska Bukowski. Wer trotz Erkrankung mobil bleiben muss, dem rät Franziska Bukowski, zunächst den Arzt oder Apotheker zu fragen, wann man sich nach der Einnahme des verschriebenen Arzneimittels wieder ans Steuer setzen kann. Gegebenenfalls könne dann auf ein anderes Präparat ausgewichen werden. „Auch bei nicht verschreibungspflichtigen Schmerz- und Hustenmitteln sowie flüssigen homöopathischen Präparaten sollte der Beipackzettel aufmerksam gelesen werden“, empfiehlt die Pressesprecherin. „Die Apotheker helfen dabei und informieren über mögliche Nebenwirkungen.“ Generell gilt: Medikamente nie unkontrolliert einnehmen und unbedingt die angegebene Dosierung einhalten. Was kaum ein Verkehrsteilnehmer weiß: Wer Medikamente einnimmt und sich nicht über deren Wirkung informiert, handelt fahrlässig. Als rechtliche Konsequenzen drohen bei einem Unfall der Führerscheinentzug oder der Verlust des Versicherungsschutzes. Vorsicht bei folgenden Mitteln: • Schmerzmittel • Blutdrucksenker • Schlaf- und Beruhigungsmittel • Antiallergika • Augentropfen • Psychopharmaka • Muskelentspannende Präparate • Hustenblocker • Insulin/Diabetes-Präparate • Alkoholhaltige Medikamente • Epilepsie-Präparate Quelle/Foto: Apotheker P-M

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Querbeet

Zurückgeblättert

Gottesdienste

Fahrradfreundlicher Kleinmachnows erste Einbahnstraße, die für Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet ist, finden wir im Schulcampus Am Weinberg. Das ist ein großer Fortschritt hin zu mehr Fahrradfreundlichkeit. Und für die Arbeit der Agenda-Verkehrsgruppe ein schöner Erfolg, der zum Weitermachen anspornt.

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In diesem Jahr wurde der Tag des offenen Denkmals am 12. September begangen. Vor zehn Jahren konnte man am Tag des offenen Denkmals, dem 10. September, mit dem Kleinmachnower Heimatverein die Überreste der Hakeburg besichtigen. Der TFH-Student Sven Hannemann hatte in seiner Diplomarbeit “Gartendenkmalpflegerische Untersuchung zum ehemaligen Gutspark Kleinmachnow“ eine Umgestaltung des Geländes empfohlen, durch die das Flair des Hakeschen Gutshofes neu entstehen sollte. Das Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert sollte zunächst einer Fundamentrestauration unterzogen werden. Der alte Turm sollte rekonstruiert und die Ausgrabungen gesichert werden. 80 000 DM waren veranschlagt. Davon hätte die Gemeinde Kleinmachnow 10 000 DM zu tragen. Im 2. Weltkrieg wurde der Lehmbau Opfer von Brandbomben. Angeblich wurde das Feuer nicht gelöscht, weil man die Rettung der Weinvorrräte für wichtiger erachtete. Später wurde die Ruine abgerissen. Von vielen Kleinmachnowern wurde angenommen, dass sich unter den Trümmern der Hakeburg möglicherweise noch slawische Siedlungsreste aus dem 5. Jahrhundert befinden. Rolf Niebel

Kleinmachnow hat nach seiner Lage, Größe, Erreichbarkeit und seiner Topographie die besten Voraussetzungen, eine Musterkommune für’s Fahrradfahren zu sein. Aber es liegt noch immer vieles im Argen: Viele Fahrradwege sind einfach zu schmal oder wie am Zehlendorfer Damm in Richtung Berlin baulich falsch angelegt. Für Gegner einer Benutzungspflicht ist es da ein Leichtes, diese wegzuklagen. So bereits geschehen am Stahnsdorfer Damm, am Schleusenweg und entlang der Karl-Marx-Straße vom OdF-Platz bis zum Zehlendorfer Damm. Der Agenda ist es mit zu verdanken, dass die anschließend als Fußwege gewidmeten Verkehrsanlagen von Radfahrern wieder mitbenutzt werden dürfen. Dazu ist es aber deren Pflicht, sich mit ihrer Geschwindigkeit den Fußgängern anzupassen und diese nicht zu behindern oder gar zu gefährden. Solche Behinderungen und Gefährdungen von Fußgängern und jungen Radfahrern (die bis 8 auf Fußwegen fahren müssen und dann noch bis 10 dort fahren dürfen ) waren dagegen. Am Weinberg inzwischen schon fast an der Tagesordnung. Die enorme Zahl der Radfahrer dort suchte sich den Fußweg gleichsam als Bypass aus, um das Verbot zu umgehen, gegen die Einbahnstraßenrichtung von den Schulen wieder Richtung Ortszentrum nach Hause zu fahren. Mit der Öffnung der Einbahnstraße für Radfahrer in Gegenrichtung ist die „illegale“ Gehwegnutzung ein Stück Vergangenheit. Ein Glück, dass es viele dem Radverkehr gewogene Gemeindevertreter gibt, die den Bürgermeister massiv unterstützt haben, die Untere Verkehrsbehörde zu dieser Entscheidung zu bewegen.

Nur noch rechts parken! Jetzt muss die Neuregelung auch angenommen werden. Ein besseres Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer bedeutet, Regeln einzuhalten und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Im Moment funktioniert das Am Weinberg noch nicht so richtig: Die Radfahrer können nicht in Gegenrichtung auf der Fahrbahn fahren, weil sich ihnen links parkende PKW in den Weg stellen. Dabei ist es so einfach zu verstehen: Mit der Öffnung der Einbahnstraße für Radfahrer in Gegenrichtung ist diese logischerweise keine Einbahnstraße mehr. Der Autofahrer, der hier natürlich weiter nur in Pfeilrichtung fahren darf, muss sich wie auf einer Straße mit Zweirichtungsverkehr verhalten: Rechts fahren, beim Linksabbiegen nur bis zur Mitte einordnen und vor allem nur rechts halten und parken. Wenn das gelingt, sollte der Fortschritt Am Weinberg schnell zum Muster für ganz Kleinmachnow werden. In anderen Kommunen funktioniert das schon seit mehr als zehn Jahren. Peter Sahlmann Sprecher der Agenda 21 Arbeitsgruppe Verkehr Am Samstag, dem 2. Oktober um 10.00 Uhr, findet gemeinsam mit Bürgermeister Michael Grubert eine mobile Bürgerversammlung statt. Etwa eine Stunde lang werden in Kleinmachnow neuralgische Punkte für den Fahrradverkehr abgefahren. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion im Bürgersaal des Rathauses. Bitte Fahrrad mitbringen!

Ev. Auferstehungskirchengemeinde 2. Oktober: 18.00 Uhr Auferstehungskirche, Gottesdienst in anderer Gestalt, team 3. Oktober: 10.30 Uhr, Dorfkirche, Goldene Konfirmation, 10. Oktober: 9.30 Uhr, Augustinum, 10.30 Uhr Auferstehungskirche, Taufen, Pfr. Duschka 17. Oktober: 10.30 Uhr, Auferstehungskirche 24. Oktober: 9.30 Uhr, Augustinum, 10.30 Uhr, Auferstehungskirche, Abendmahl, Pfr. Möllering 31. Oktober: 10.30 Uhr, Augustinum, 18.00 Auferstehungskirche, Pfrn. Rosenthal

Kath. Pfarrgemeinde Ss. Eucharistia Klm. So.: 10.30 Uhr, Klm., Mi.: 8.30 Uhr, Klm., Do.: 18.30 Uhr, Kleinmachnow.; ab 18.00 Rosenkranzgebet, Sa.: 18.00 Uhr Vorabendmesse, Klm.

Paul-GerhardtGemeinde der ELFK 3. Oktober: (Erntedankfest) 10.00 Uhr, Gottesdienst mit hlg. Abendmahl, 7. Oktober: 18.00 Uhr, 19.00 Uhr, Bibelabend anschl., Chorstunde 10. Oktober: (19. Sonntag n. Trin.) 10.00 Uhr, Gottesdienst 17. Oktober: (20. Sonntag n. Trin.) 10.00 Uhr, Gottesdienst 24. Oktober: (21. Sonntag n. Trin.) 10.00 Uhr, Gottesdienst 28. Oktober: 18.00 Uhr,19.00 Uhr, Bibelabendanschl., Chorstunde 31. Oktober: (Reformationsfest) 10.00 Uhr, Festgottesdienst

Kleinmachnower Zeitung 10 2010

Querbeet

Doppelausstellung „Blickwechsel“ K.D. Plewe und B. Sander-Berghäuser zeigen vom 19. September bis 30. Oktober 2010 Aquarell, Gouache, Mischtechnik. Ausstellungseröffnung: 19. September 2010, Sonntag, 11 bis 17 Uhr. Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag 11 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 14 Uhr. Stuben Galerie am Puschkinplatz, Zehlendorfer Damm 104,14532 Kleinmachnow

Volkslauf Zum Tag der Deutschen Einheit am 3.10.2010 gibt das Laufteam Kleinmachnow mit einem Volkslauf im Europarc Dreilinden seinen sportlichen Einstand. Der Start erfolgt um 10 Uhr. Für Erwachsene und Jugendliche geht die Strecke, die zum Teil auch auf dem ehemaligen Grenzstreifen verläuft, über eine Distanz von 7 km, für Kinder über 3,5 km und die Jüngsten laufen 600 m dem Ziel entgegen. Die Meldegebühren betragen 4 Euro für Erwachsene, 1 Euro für Jugendliche und Kinder. Die Jüngsten starten „gebührenfrei“. Diverse Auszeichnungen und Pokale winken den Teilnehmern. Die aktivste Schule wird mit einem Pokal ausgezeichnet. Anmeldungen werden unter mario.holstein@kleinmachnow.de oder direkt im Wettkampfbüro am 3.12.2010 im Europarc entgegengenommen. Das Laufteam wurde vor einem Jahr ins Leben gerufen und wird durch den weit über die Grenzen Kleinmachnows hinaus bekannten Laufsportler und Trainer Horst Heilmann geleitet. K.H. für Laufteam Kleinmachnow Kleinmachnower Zeitung 10 2010

Auch nebenbei einiges los

Öko-Schule

Es ist nicht immer ganz einfach für mich als „Hobbyredakteur“ mit dem Fachgebiet Feuerwehr über selbige zu berichten, wenn kein aufregender Einsatz passiert ist im Berichtsmonat. So will ich versuchen, in dieser Ausgabe der KLMZ über andere Seiten der Freiwilligen Feuerwehr Kleinmachnow zu berichten.

Am 16. September trafen sich die Schüler der Leistungskurse Biologie und Geografie der Klassenstufe 12 und umweltinteressierte Schüler aus den naturwissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft in der Aula der Schule. Winfried Lücking vom BUND informierte zum Verkehrsprojekt Deutsche Einheit NR. 17 (Havelausbau) und zum geplanten Ausbau der Kleinmachnower Schleuse. Die Schüler erhielten interessante Einblicke in die Arbeit des BUND und in das Engagement gegen den geplanten Ausbau der Wasserstraßen in und um Berlin. Mit Hilfe umfangreichen Zahlenmaterials konnte Lücking darlegen, dass der geplante Ausbau aus Sicht des BUND ökonomisch wenig sinnvoll und ökologisch nicht vertretbar ist. Viele Abbildungen und Statistiken verdeutlichten den Schülern die vorgesehenen Maßnahmen sowie Hintergründe und zeigten Alternativen auf. Brigitte Nikoleit/KLMZ

Die energetische Sanierung und Erweiterung Der aufmerksame und regelmäßige Leser weiß, dass aus Geldern der Gemeinde und aus Fördermitteln des Konjunkturpaketes II die Aufenthaltsräume unserer Wache saniert bzw. erweitert werden sollen. Nun, die Sache ist in vollem Gange. Erste Garagen, welche früher mal zur Feuerwehr gehörten und immer noch ein Ensemble mit unserem Objekt bilden aber viele Jahre vom Bauhof genutzt wurden, sind abgerissen und bereits die Außenwände neu aufgebaut. Wenn das Wetter entsprechend mitspielt und uns bzw. der bauausführenden Firma keinen Strich durch die Rechnung macht, kann noch in diesem Jahr Richtfest sein für das neuaufgestockte Obergeschoß. Der Heimkehrer Vor 3 Jahren hat er uns beruflich verlassen müssen. Schon damals war klar, befristet. Und auch war schon damals klar, Er kommt wieder. Er ist wieder da: Kay Pilarski. Aus den USA ist er nun wieder in unsere Reihen zurückgekehrt. Schutzanzug und Helm hat er wieder, den Piepser auch. Und die ersten Alarme ist er auch schon wieder gefahren. Die Neueinsteiger(innen) Zwei neue Gesichter in unseren Reihen, 21 und 28 Jahre alt. Beides Frauen, und beide wollen nicht nur die sportliche Frauentruppe verstärken, sondern vor allem auch die män-

nerdominierende Einsatztruppe. Jetzt müssen sie erst einmal die Grundausbildung absolvieren. Und wer weiß, wenn der Zufall mitspielt, steigen mit den „Neuen“ vielleicht gleich sechs Frauen auf einen Streich aus einem roten Auto, denn vier haben wir ja bereits, die nicht nur am Herd stehen, sondern gelegentlich eben auch am Brandherd. Die Feierer Natürlich wird auch bei der Feuerwehr mal gefeiert. Feuerwehrball ist klar, Weihnachtsfeier? Natürlich auch. Aber noch ein Fest feiern wir gern, das Sommerfest. In aller Regel immer am letzten Augustwochenende. Und gern laden wir Gäste ein, Freunde und Sympathisanten, Bürgermeister, Gemeindevertreter. Ganz nach dem Motto: „Wer kommt, der kommt“. Die Fortgebildeten Erstmals haben wir auf vielfachen Wunsch unserer Einsatzkräfte in den sechs Wochen Sommerferien nicht mit der Ausbildung pausiert, sondern im gewohnten Rhythmus weiter gemacht. Immer am 1. und 3. Montag und 2. und 4. Mittwoch eines jeden Monats war Ausbildung. Wir waren schon selbst überrascht, wie viele Feuerwehrleute auch in den Ferien zu Ausbildungsabenden erschienen. Ich hoffe, ich konnte Ihnen, werte Leser, auch mit diesem Artikel Kurzweil bescheren. Oder habe ich vielleicht sogar mehr Interesse bei Ihnen an der Feuerwehr geweckt? Dann schauen Sie gern einmal persönlich bei uns vorbei. Neben passiven, fördernden Mitgliedern suchen wir natürlich auch immer neue Kameraden für den Einsatz. Mario Grocholski Gemeindewehrführer FFw Kleinmachnow

Arlecchino und Paul Klee Das ArlecchinoTheater an der Steinweg-Schule e.V. präsentiert mit den Kooperationspartnern Ballettschule Hans Vogl, Stahnsdorf und Kreismusikschule E. Humperdinck das Theaterstück „Kunst macht sichtbar – Die Zeichensprache von Paul Klee“. Die Premiere findet am Freitag, dem 1. Oktober, um 18.00 Uhr im Bürgersaal des Kleinmachnower Rathauses statt. Am Sonntag, dem 3. Oktober ist das Stück dort um 16.00 Uhr ein weiteres Mal zu sehen. Unterstützt wurde das Gesamtprojekt unter anderem von regionalen Künstlern wie Eberhard Trodler, Fridolin Frenzel oder Harald Kretzschmar. KLMZ

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Sport

Startschuss für 7. Teltowkanal Halbmarathon Inzwischen fragen die Bürger regelrecht nach diesem Familien-Event, so Bürgermeister Thomas Schmidt auf der Pressekonferenz zum 7. Teltowkanal Halbmarathon am 10. September im Neuen Rathaus Teltow. Am 7. November geht es ab 10.30 Uhr wieder sieben mal über zwei Brücken – weil mehr dem Nachbarschaftslauf von Steglitz-Zehlendorf und Teltow einfach nicht zur Verfügung stehen. Auch in diesem Jahr hat sich der Veranstalter VGS Kiebitz e.V. bekannte Paten mit ins Boot geholt: Die Fußballnationalspielerinnen von Turbine Potsdam, Bianca Schmidt und Babett Peter, sowie Basketballer Michael Haucke vom RSV Eintracht unterstützen den traditionellen Lauf entlang des Mauerstreifens im Gedenken an 1989. Alle Informationen rund um den Lauf, inklusive Anmeldeformulare und Strecken, erhalten Sie im Internet unter www.teltowkanal-halbmarathon.de. C. Schimpf

Th. Schmidt (Mitte) und Gernot Mann, Referent des Bürgermeisters Steglitz-Zehlendorf (re) mit den Profis Babett Peter, Bianca Schmidt (vorn v.l.) und Michael Haucke (hinten) Foto: cos

Wo geht die Reise hin? Saisonstart des Teltower FV II mit gemischten Eindrücken Die ersten Spiele der Saison 2010/11 sind in der 2. Kreisklasse absolviert. Die Vertretungen unserer Region hatten bislang nur bedingt Anlass zur Freude. Während der RSV Eintracht Teltow III seine Auftaktpartien allesamt in den Sand setzte, hat der Teltower FV II wenigstens schon mal drei Punkte auf seinem Konto. Allerdings war das Startprogramm hier wie da nicht gerade einfach. Am ersten Spieltag musste der Teltower FV II beim hohen Aufstiegsfavoriten Lok Seddin antreten. Die Gastgeber haben einige Fußballer in ihren Reihen, die bereits auf Landesebene aktiv waren und zudem mit Thomas Giese einen professionell arbeitenden Trainer, der deutlich höhere Ansprüche hat. Unter diesen Umständen war die 2:4-Niederlage aus Teltower Sicht verschmerzbar. In Seddin werden es auch alle anderen Mannschaften sehr schwer haben. Erstaunlicherweise lag aber die TFVZweite nach dem Treffer von Chris Dahlmann nicht nur mit 1:0 vorn, sondern sie hatte außerdem das Geschehen vor der Pause im Griff. Der 1:1-Halbzeitstand war vollauf verdient. Als dann der Favorit mit Beginn der zweiten 45 Minuten das Tempo jedoch enorm verschärfte, wurden die Fronten relativ schnell geklärt. Beim Stande von 4:1 für die Lok-Elf gelang Rico Haym in der Schlussminute wenigstens noch eine Resultatsverbesserung. Mit dieser Niederlage auf dem Buckel sollte zur Heimpremiere gegen Germania Berge ein Sieg her. Das Unterfangen war aber weitaus schwieriger, als es sich so manche ausgemalt hatten. Berge stellte sich als kompakte Mannschaft vor, die keineswegs daran dachte, klein bei zu geben. Zweimal lag der Gast vorn, und als es bis in

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die Schlussminute hinein weiterhin 1:2 stand – Thomas Bath hatte zwischenzeitlich ausgeglichen –, wäre man beim TFV II sicherlich bereits mit einem Remis zufrieden gewesen. Die Nachspielzeit war nichts für schwache Nerven. Erst erzielte Steve Wehle den befreienden Ausgleichstreffer, und dann setzte Stefan Fellenberg sogar noch einen drauf, indem er einen Freistoß aus 20 Metern mit unfassbarer Selbstverständlichkeit krachend in den Dreiangel zum 3:2-Endstand jagte. Ein solches Finale hätte wenige Minuten zuvor kaum jemand für möglich gehalten. Allerdings überschattete eine schwere Verletzung von Martin Dähne diese Partie. Für das folgende Auswärtsspiel hatte sich die Mannschaft von Trainer Marcus Lukas dann viel vorgenommen. Doch obwohl in Groß Behnitz durch einen Treffer von Chris Dahlmann die 1:0-Führung gelang, musste sie als Verlierer den Platz verlassen. Zwei Unaufmerksamkeiten kurz hintereinander sorgten für den Rückstand, und als der TFV II in den Schlussminuten alles nach vorn warf, fiel im Gegenzug das 1:3. Ein wirklich guter Saisonstart ist damit nicht gelungen. Noch ärmer ist aber der punktlose RSV III dran. Die nächsten Wochen werden hier wie da zeigen, in welche Richtung es in der Spielzeit 2010/11 gehen wird. Volk. Martin Dähne – hier in einer früheren Partie Sieger im Kopfballduell – zog sich im Spiel gegen Berge einen Wadenbeinbruch zu. Er wird monatelang ausfallen. Gute Besserung! Foto: Marcus Lukas

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Günstiger Basketball Es gibt Saisontickets mit vielen Rabatten Die vergünstigsten Saisontickets für Nicht-Vereinsmitglieder (49 Euro) schmiss der RSV Eintracht zwar nur bis zum 18. September raus, mit anderen Vorzugspreisen und Rabatten lockt der Verein aber weiterhin. Alle aktuellen und auch ehemaligen Vereinsmitglieder aller Abteilungen erhalten das für alle elf regulären Saisonspiele in der 2. Bundesliga Pro B gültige Saisonticket zum Vorzugspreis von 19 Euro. Der gleiche Preis gilt generell auch für Kinder oder Schüler. Auch normale Saisontickets sind natürlich weiterhin vor Ort erwerbbar, allerdings nun zum Preis von 59 Euro. Alle Tickets können wie gewohnt online über das entsprechende Formular auf der Vereinshomepage bestellt werden. Die Eintrittspreise zu den Heimspielen in der regulären Saison bleiben ansonsten gegenüber der letzten Spielzeit unverändert bei 7 Euro für Normalzahler, 5 Euro für alle gängigen Ermäßigungen und 2 Euro für Kinder und Schüler. Für einen Platz im Halleninnenbereich fällt jeweils ein zusätzlicher Euro an. Dementsprechend kann man beim Kauf eines Saisontickets bis zu 44 Prozent Ersparnis erzielen. Weitere spezielle Ersparnisse ergeben sich bei einigen Partnern und Sponsoren des Vereins. Wie gewohnt erhalten alle Saisonticketinhaber auf jedes Kinoticket in der UCI-Kinowelt Potsdam 1 Euro Erlass. Zudem sind alle Ge-

tränke und Speisen zum Mitarbeiterpreis zu erwerben, so dass bei Cola, Popcorn und Co. noch einmal zusätzlich (je nach Produkt zwischen 30 und 50 Prozent) deutlich gespart werden kann. Ebenso wird man auch in Zukunft bei Tele Pizza in Kleinmachnow Rabatte erhalten, die je nach Spieltag variieren können. Bei www.caroweb.de bekommt man zehn Prozent Erlass auf alle Produkte mit gleichzeitig entfallender Einrichtungsgebühr. Neu im Rabattangebot ist das Burger King Restaurant am Ruhlsdorfer Platz. Dauerhaft erhält man dort als Saisonkartenbesitzer zehn Prozent Erlass auf alle Speisen und Getränke, an Heimspieltagen des RSV Eintracht sogar einen Rabatt von 20 Prozent. „Dies ist der Beginn einer Kooperation mit Burger King.“, verkündet Manager Daniel Fritzsche. „Weitere Aktionen und Ideen werden folgen und müssen noch detailliert werden“, ergänzt Fritzsche. Die Aktion „19/49“ geht auf das Gründungsjahr des Vereins zurück. Und so bestimmt in der Saison 2010/2011 das Jahr 1949 die Preise für die Saisontickets. Nächstes Heimspiel: 24. Oktober, 17.30 Uhr: RSV – Bayer Giants Leverkusen Ticket-Kontakt: Andreas Zahn andreas.zahn@rsv-basketball.de www.rsv-basketball.de PM/cos

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Mindestens 50 Meter vom Wald entfernt und maximal einen Meter hoch – Lagerfeuer im ländlichen Raum. Foto: FFw Klm Es ist Herbst, die Blätter fallen, und die ersten Gartenbesitzer halten schon die Zündhölzer bereit, um ihre Laubhaufen mittels Feuer zu entsorgen. Dies aber ist grundsätzlich nicht erlaubt, darauf weist das Ordnungsamt Kleinmachnow hin. Zwar dürfen kleine Lagerfeuer im eigenen Garten durchaus gelegentlich und genehmigungsfrei entzündet werden, doch darf dafür nur trockenes naturbelassenes Holz verwendet werden und keinesfalls Gartenabfälle. Diese gehören auf den Kompost. Im Landesimmissionsschutzgesetz ist festgelegt, dass das Abbrennen von Stoffen im Freien untersagt ist, sofern Nachbarn oder die Allgemeinheit belästigt oder gar gefährdet werden. Am besten, man klärt also vorher mit den Nachbarn, ob sie ein Lagerfeuer nebenan tolerieren. Bei stärkerem Wind sowie ab Wald-

brandstufe 2 sind offene Feuer aber auf jeden Fall verboten. Das Landesumweltministerium empfiehlt, bei Lagerfeuern eine Größe von einem Meter im Durchmesser und in der Höhe nicht zu überschreiten. Diese Faustregel gilt aber in erster Linie für den ländlichen Raum. In Wohngebieten sollten offene Feuer kleiner gehalten werden, und es ist auf ausreichend Abstand zu Gebäuden und anderen brennbaren Materialien zu achten. Im Wald ist offenes Feuer grundsätzlich verboten. Keinesfalls dürfen Brandbeschleuniger verwendet werden, außerdem ist das Feuer ständig unter Beobachtung zu halten und zur Sicherheit Löschmittel bereit zu halten. Der Abstand eines Feuers zum Wald muss mindestens 50 Meter, bei selbstgenutzten Grundstücken in Waldnähe mindestens 30 Meter betragen. PI GA Kleinmachnower Zeitung 10 2010

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F E R N O S T G A R N E L E

Auf ein letztes Wort zur letzten Gemeindeversammlung (GV) Da sind wohl einige Profilneurosen prächtig erblüht, während der langen Sommerpause. Wie anders ist es zu erklären, dass im beschließenden Gremium immer und immer wieder Debatten mit ewig langen Redebeiträgen aufkeimen, die doch längst hätten in den Fachausschüssen geführt werden sollen? Ist es tatsächlich wegen der zu vermutenden Presseanwesenheit von so überaus wichtigen Blättern, wie bspw. der Kleinmachnower Zeitung? Sicher, die politische Willensbildung soll in der modernen Demokratie durch dialektischen Diskurs zustande kommen. Nichts desto weniger basiert die Praktikabilität einer demokratisch organisierten Gemeinschaft, wie wir u.a. seit Rousseau wissen, auch auf Selbstbeschränkung. Wenn aber ein nicht namentlich zu nennender Abgeordneter wortgewaltig ein flammendes Plädoyer für die Befreiung der GV von überflüssigem Geschwafel hält, dann sollte seine Wortmeldung nicht die mit Abstand längste sein. ionische Höcker- Insel, Grietier chenland Kleiderschädling

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Vielleicht kann man künftig die für Pressevertreter reservierten Plätze in derartigen Gremien aus der Katzentischecke in die Sichtachse der Volksvertreter rücken. Wenn nämlich absolut alle dort platzierten Schreibknechte plötzlich mit Unverständnis im Blick in die Runde schauen, dann ist dies vielleicht ein Alarmsignal. Spricht einer von ihnen endlich verhalten das aus, was alle anderen mit Befremden umtreibt – „Die streiten sich jetzt nicht ernsthaft über den Glanzgrad von glasierten Dachziegeln, oder?“ – dann könnte man darüber nachsinnen, nächstens Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen. Und wenn selbst Volksvertreter laut und öffentlich den Vergleich mit jenem fiktiven Städtchen namens Schilda ziehen und auf den hinteren Rängen halblaut über Langnese-Werbung und den Verkauf von Eintrittskarten bezüglich derartiger Veranstaltungen sinniert wird, dann sollten die Volksvertreter vielleicht für einen Moment in Selbstreflexion verharren. Rolf Niebel

Schlagersänger (Bata)

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Fremdwortteil: selbst

Rechtsgültigkeit Schliff im Benehmen

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‚und‘Zeichen (,&‘)

Roman von King

Glockenklang ein weiches Metall

im Dezember blühende Pflanze

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B O A S

Heimatgeschichten

Paul Mamroth

Günter Duwe über einen vergessenen Teltower Teil IV: Die Früchte seiner Arbeit

Dieses Bild vom Teltower Fotograf Otto Semler entstand um das Jahr 1914. Zu sehen sind die bereits beschriebene Funkstation, das Gutshaus sowie die Mamroth-Villa. Quelle: Heimatverein Stadt Teltow Im Jahre 1922 verlor Paul Mamroth einen Menschen, mit dem er sich über Jahrzehnte tief verbunden fühlte – ein großer Schmerz! Denn Walther Rathenau, er war zu dieser Zeit deutscher Außenminister, wurde am 24. Juni das Opfer eines politisch motivierten Attentats. Ich hatte schon im Teil I berichtet, dass Paul Mamroth schon in jungen Jahren im Hause seines Chefs, Emil Rathenau, eine über das Berufliche hinausgehende freundliche Aufnahme gefunden hatte. Zwischen ihm und dem Sohn, der noch Gymnasiast war, entstand ein freundschaftliches Verhältnis und auch zur Mutter entwickelte sich eine anhaltende persönliche Beziehung. Wie eng Mamroths Verhältnis zur Familie Rathenau war, erfahren wir aus seinen Aufzeichnungen, in denen es heißt: „Mir stellte sich die fast übermenschliche Aufgabe, seiner Mutter die Ermordung ihres Sohnes mitzuteilen.“ Hier erkennen wir Mamroths menschliche Stärke. Im Jahr darauf (1923) begeht Mamroth sein 40. AEG-Dienstjubiläum. Er ist jetzt 64 Jahre alt und noch immer sehr agil und vital. Neben seiner zeitlich und physisch sehr belastenden Tätigkeit als

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verantwortlicher Finanzmanager im Vorstand der AEG wirkt er auch noch zum Wohle vieler namhafter Unternehmen in deren Aufsichtsräten mit. Es ist wohl die Freude, dadurch Zukunftsträchtiges zu fördern, die ihm die Kraft gibt. Besonders viel Zeit und Aufmerksamkeit hat er natürlich seinem liebsten Kind, der Telefunken, geschenkt, wie bereits im dritten Teil dieser Heimatgeschichte berichtet (siehe Foto). Jetzt in den zwanziger Jahren reifen hier die Früchte der von ihm geförderten Entwicklungen heran. Wenn wir heute Rundfunk hören oder vor dem Fernsehapparat sitzen, denken wir natürlich nicht an Mamroth. Doch wir hätten allen Grund dazu; denn die Gelder für die Entwicklung dieser innovativen Technik – ohne die ja bekanntlich nichts läuft – wurden von ihm bereitgestellt. Er hatte ein Gefühl für Zukunftsträchtiges. So kam bereits 1923 der von Telefunken hergestellte erste Rundfunkempfänger auf den Markt und – was manchen erstaunen mag – die ersten Telefunken-Fernsehgeräte (Empfänger) konnte man schon 1928 auf der Funkausstellung in Berlin sehen. Versuche für Programmsendungen gab es erst 1932. Die Voraussetzung für

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all das war die Entdeckung der elektromagnetischen Wellen durch Heinrich Hertz. Die Verleihung einer Medaille mit dessen Namen durch die Heinrich-Hertz-Gesellschaft im Jahre 1930 bildete für Paul Mamroth die Krönung seiner Ehrungen. Es heißt: „Für hervorragende Verdienste um die Entstehung und wirtschaftliche Förderung des deutschen Funkwesens.“ Dass Paul Mamroth auch ein Mensch mit guter Selbsteinschätzung war, zeigt mir sein Handeln im Hinblick auf seine Leitungstätigkeit in der AEG: Als er merkt, dass ihn die Vorstandsarbeit zu sehr anstrengt, legt er diese Tätigkeit auf eigenen Wunsch 1928 nieder. Allerdings bleibt er noch in vielen fremden Aufsichtsräten tätig und übernimmt auch eine solche Aufgabe in der AEG. Nun findet er endlich mehr Zeit für sein Privatleben. Das bedeutet, er kann sich länger in Seehof in seiner schönen, im Grünen gelegenen Villa aufhalten, wo er mit seiner Frau wohnt. Hier, wo er schon immer die Erholung vom beruflichen Stress fand, will er seinen Ruhesitz nehmen. Das heißt auch, er möchte sich langsam aus der Öffentlichkeit zurückziehen. Doch das Gegenteil tritt im Folgejahr ein. Anlass ist sein 70. Geburtstag am 21. September. – Wir befinden uns nun übrigens seit einem Jahr in der Weltwirtschaftskrise. – In den vielen persönlichen Glückwunschschreiben namhafter leitender Manager aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen kommt immer wieder die Würdigung seiner Leistungen und die Dankbarkeit für sein persönliches Engagement zum Ausdruck. In Betriebszeitungen werden seitenlange Berichte über seine Lebensleistung gegeben. So gilt er auch als Senior der Glühlampenindustrie. Generationen haben die Glühlampe täglich genutzt. Doch nur Insider – Mitarbeiter der Osram KG – kannten seine Verdienste für den Aufbau und den Erhalt dieses vielen Menschen Arbeit gebenden Industriezweiges. Günter Duwe Lesen Sie in der November-Ausgabe den letzten Teil über Mamroths bewegtes Leben! Berichtigung: Mamroth heiratete nicht, wie in der September-Ausgabe dargestellt, 1922, sondern am 22. Dezember 1923.

Druck: Druckerei Grabow Zur Zeit gilt die Anzeigenliste 11/09 und die Kleinanzeigenliste Nr. 04/09. Für unaufgeforderte Zuschriften, Bilder und Zeichnungen übernehmen wir keine Haftung. Copyright und Copyrightnachweis für alle Beiträge bei der Teltower Stadt-Blatt Verlags- und Presse GmbH. Bei Nichtlieferung ohne Verschulden des Verlages oder in Fällen höherer Gewalt und Streiks kein Entschädigungsanspruch.

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KLMZ Okt 2010