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Schweizer

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Das aktuelle Monatsmagazin für den Jäger Nr. 10 Oktober 2011 96. Jahrgang Fr. 9.80 (inkl. MWST) ISSN 0036-8016

Sinnvolle Zusammenarbeit zwischen Jägern und Naturfreunden 34

Rehkitzrettung mit Hightech 40

Jägersagen und Jagdgeschichten 56

Ansprechen von Kahlwild 12

WANN IST EIN HIRSCH ALT? 6

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Die Naturschutzorganisation WWF rief in einer im September verteilten Medienmitteilung unter dem Motto «Klima-Zmittag: Weniger Fleisch – weniger heiss» dazu auf, sich am 20. September an einem fleischlosen Mittagessen zu beteiligen. Das Echo war dann auch entsprechend gross. Namhafte Unternehmen wie die Post oder die Migros als Sponsor beteiligten sich daran. Es schadet sicherlich nicht, sich über die eigenen Ernährungsgewohnheiten Gedanken zu machen. So erschien mir der Aufruf auf den ersten Blick durchaus als sinnvoll und nachvollziehbar, denn fleischlose Gerichte verursachen bis zu dreimal weniger CO2 in der Produktion, je nach Herkunft der Zutaten. Das Kalbsgeschnetzelte nach Zürcher Art mit Rösti und Karottengemüse verursacht z.B. 3.96 kg CO2, so der WWF. So weit, so gut. Bei der ganzen Euphorie um das vegetarische Essen wurde bewusst oder eben unbewusst ganz vergessen, dass der nationale Klima-Zmittag mitten in die Wildsaison gefallen ist. Wäre neben dem Aufruf zum Genuss von saisonalem Gemüse nicht auch der Moment gewesen, auf einheimisches Wildbret hinzuweisen? Durch die Jagd ist es möglich, wertvolle, natürliche Ressourcen nachhaltig für den Menschen nutzbar zu machen. Wildfleisch kann auf kürzestem Wege innerhalb der Familie, der Freunde und Bekannten zum Verzehr verteilt werden. Die CO2-Bilanz, die ökologische Bilanz sowie die TierschutzBilanz bei der Fleischbeschaffung durch korrekte Jagdausübung ist nicht zu toppen. Da bleibt dann doch noch ein fahler Nachgeschmack zurück und so ganz vermag die Aktion unter diesem Blickwinkel nicht zu überzeugen. Die Reduktion des CO2Ausstosses wird wohl nur über Gesetzesreformen vernünftig zu reduzieren sein. Deshalb hier nochmals der Aufruf an Jägerinnen und Jäger: Nutzt die Möglichkeit der Wahlen im Oktober und verhelft unseren Jagdkollegen und Kandidaten zu einem tollen Wahlresultat.

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Editorial

Monatsthema

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Rotwild – Alte Hirsche beruhigen die Brunft

Foto: M. P. Stähli

Kaum eine andere Wildart wird durch den Menschen so stark beeinflusst wie das Rotwild. Welchen Einfluss nehmen dabei Fütterung und Jagd auf die Populationsdynamik? Ein Beitrag von Univ. Doz. Dr. Armin Deutz, Wolfgang Rudorfer und Dr. Gunther Gressmann.

Lebensraum Jagd und Naturschutz stehen sich nicht im Wege Ein Beispiel vernetzter Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft und verschiedenen Interessengruppen aus dem Kanton Graubünden.

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Schweizer Jäger 10/2011

34

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INHALT Jagd & Wild

Lebensraum Kitzrettung – Naht bald Hilfe von oben? An den Tänikoner Agrartechniktagen 2011 an der Forschungsanstalt ART wurden zwei Projekte zur Wildrettung beim Mähen von Wiesen vorgestellt. Neue Hoffnungen werden unter anderem in fliegende Trägersysteme gesetzt.

Jagdpraxis «Jägersagen und Jagdgeschichten» von Georg Luck 1923 schrieb der in Chur wohnhafte Georg Luck das interessante Büchlein «Jägersagen und Jagdgeschichten», welches bereits zwei Jahre später vergriffen war. Eine Reise in die Vergangenheit.

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Monatsthema Wildkunde Lebensraum Testen Sie Ihr Wissen Jagdpraxis

6 12 30 54 56

Waffen & Ausrüstung Neuheiten für den Jäger Jägermarkt

43 79

Jäger & Hund 50 Jahre BSC Meldungen Rutenverletzungen

20 22 27

Jagdspektrum Veranstaltungen Satire Sonne Mond Solunar Jagdschiessen Kalender Auflösung Testbogen Literatur Leser schreiben Blattschuss Fehlschuss Jagdgeschichten Schnappschuss Bund und Kantone Abschied Ausland Impressum Wettbewerb

16 16 45 46 50 51 52 60 60 61 62 64 66 74 76 79 82

Vorschau 11/2011 s«Hubertus – Geschichte und Gegenwart einer Legende» sDas Geschoss im Ziel sNeues aus Bund und Kantonen Schweizer Jäger 10/2011

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ROTWILD

Kaum eine andere Wildart wird durch den Menschen so stark beeinflusst wie das Rotwild. Haben Eingriffe wie Fütterung Auswirkungen auf die Populationsdynamik und warum erlegen manche Reviere immer wieder «uralte» Hirsche, während in anderen Regionen Hirsche mit 10 oder 11 Jahren extrem selten sind?

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Schweizer Jäger 10/2011

naturpix.ch/M.P. Stähli

ALTE HIRSCHE BERUHIGEN DIE BRUNFT

Alter und zurückgesetzter, ca. 17-jähriger Hirsch aus der Region Grabs/SG.

naturpix.ch/M.P. Stähli

Foto: A. Deutz

Ca. 9-jähriger Hirsch.

Zuwachsraten stiegen an Heute wird der Zuwachs beim Rotwild meist mit 80 bis 85%, gelegentlich auch mit 90% der Alttiere angenommen oder für Abschussplanungen herangezogen. Vergleicht man diese Zuwächse aber mit Studien, welche sich vor allem zwischen den 1950erund den frühen 1970er-Jahren mit Rotwild auseinandersetzten, fällt auf, dass damals von Ausnahmen abgesehen, die Zuwachsraten durchschnittlich deutlich tiefer angesetzt wurden. So finden sich vorrangig Werte, welche sich zwischen 55 und 70% bewegen. Wurde der jährliche Zuwachs einfach unterschätzt oder erhöhten beispielsweise menschliche Massnahmen, wie die Intensivierung der Fütterung, die Reproduktionsraten? Sicherlich gilt es auch die zu damaliger Zeit regional noch hohen Winterfallwildraten zu berücksichtigen. So verendeten beispielsweise in der Region um Donnersbachwald/Steiermark zwischen 1950 bis Mitte der 1960er-Jahre jährlich 100 bis 200 Stück Rotwild, was sicherlich auch die durchschnittlichen Zuwachsraten nach unten drückte. Zu dieser Zeit wurde in jenem Gebiet aufgrund der hohen Fall-

Schweizer Jäger 10/2011

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Monatsthema

Text und Bilder: Univ. Doz. Dr. Armin Deutz, Wolfgang Rudorfer und Dr. Gunther Gressmann

Anteil beschlagener Schmaltiere Strenge Winter stellen heute für das Rotwild in Gebieten, in denen gefüttert wird, keine allzu grossen Probleme mehr dar, wodurch dichteabhängige Faktoren vermindert werden. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Im Rahmen einer grösseren Studie vor rund 70 Jahren, bei der über 1700 Schmaltiere untersucht wurden, schwankte der Anteil an beschlagenen Stücken zwischen 31% und 63%, vor allem

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Schweizer Jäger 10/2011

naturpix.ch/M.P. Stähli

20-jährige, stark abgemagerte Hirschkuh aus dem Kanton Graubünden.

abhängig von der Höhenlage, mit der Tendenz, in den höchstgelegenen Gebieten fast in Richtung 0% zu gehen. Jüngere Studien zeigen, dass heute bis über 85 % der Schmaltiere bereits beschlagen sein können, wenngleich in unseren Breiten der Anteil beschlagener Schmaltiere durchschnittlich etwas tiefer liegen dürfte. Interessant ist auch die Schwankungsbreite, welche von Jahr zu Jahr auftreten kann. So berichtet eine Studie, dass die Anzahl der beschlagenen Schmaltiere von einem Jahr auf das andere von 16% auf 61% und bei den zweijährigen Tieren von 61% auf 100% anstieg, wofür grösstenteils Lebensraumbedingungen verantwortlich gemacht wurden.

Schematischer Aufbau einer Rotwildpopulation.

Fütterung steigert Zuwachs Lebensraumfaktoren beeinflussen massgeblich die Wilddichte. Ausfälle unter den Kälbern in den ersten Lebenswochen sind in

unseren Breiten durch Beutegreifer wie Steinadler und Fuchs sowie Witterungsextreme bedingt. Zu denken geben sollte die Tatsache, dass für ursprüngliche und halbkultivierte Gebiete, wie in Osteuropa, meist geringere Vermehrungsraten angegeben werden. Auch die Zahlen grossgezogener Kälber je Muttertier variieren in solchen Gebieten stärker und schwanken von 13 grossgezogenen Kälbern bis gegen 0. Überwiegend bedingt durch die Fütterung setzen die meisten Tiere in unseren Breiten nunmehr alljährlich ein Kalb – mit allen Konsequenzen für das Muttertier und den Lebensraum. Unterschätzt werden sollten keinesfalls auch Einflüsse der Jagd auf die Populationsdynamik, natürlich immer in Abhängigkeit von den Zielsetzungen. In Gebieten, in welchen die Jagd eingestellt wurde, konnten zum Teil über 30 Jahre lang Veränderungen

  Anteil an Population in %

Monatsthema

wildverluste ein Zuwachs von 60–70% angenommen, welcher heute höher liegt. Grundsätzlich sollten beim Rotwild, wie bei zahlreichen anderen Wildarten, die Zuwachsraten dichteabhängig sein, was bedeutet: Je niederer die Dichte, desto höher im Verhältnis die Nachwuchsraten, bedingt durch bessere Umweltbedingungen, welche starke Kälber und Schmaltiere in guter Kondition mit sich bringen. Tiere in guter Kondition setzen in den meisten Fällen auch etwas früher und verschaffen so den Kälbern bis zum Winter hin bessere Überlebenschancen. Umgekehrt würde dies bedeuten: Je höher die Dichte, umso höher die Jugendsterblichkeit und desto später das durchschnittliche Alter der Tiere beim ersten Kalb bis hin zu einer erhöhten Sterblichkeit bei älteren Tieren. In Zusammenhang mit strengen Wintern oder grundsätzlich schlechtem Nahrungsangebot wären es diese Faktoren, welche verstärkt auf Populationen wirken. Beim Rotwild ist jedoch noch ein weiterer Faktor zu berücksichtigen. Auch wenn häufig ranghohe Tiere Hirschkälber setzen, werden bei hohen Wilddichten in Summe vermehrt Wildkälber gesetzt, da dies vermutlich weniger Energieaufwand für das Muttertier bedeutet, als ein schwereres Hirschkalb. Was das allerdings in weiterer Folge bedeuten kann, bedarf keiner allzu grossen Rechenkünste – der Zuwachs kann trotz schlechterer Umweltbedingungen anfangs noch weiter ansteigen.

      













   Alter in Jahren







  

bergauf, bergab …

in der Altersstruktur, den Zuwachsraten und der Wildverteilung beobachtet werden. Bei einer Zunahme der Dichte berichten zahlreiche Studien auch von einer verstärkten Trennung der Geschlechter. Interessanterweise nahmen dabei allerdings nicht die Rudelgrössen zu, sondern die Anzahl der Rudel. Rotwild fühlt sich in grösseren Rudelverbänden wohler, die Rudelgrösse wird in erster Linie aber durch die Ungestörtheit der Lebensräume, Deckungsmöglichkeiten, gute und ausreichende Äsung sowie die Sozial- und Altersstruktur innerhalb der Verbände bestimmt. Wann ist ein Hirsch alt? Eine Frage der Wilddichte und Lebensraumressourcen sowie Bejagung ist es sicherlich auch, ob nun alte Hirsche in Gebieten vorkommen oder nicht, auch wenn dies stark von der Verteilung der Tiere im Raum abhängt. Meist wird das Höchstalter im Freiland mit 18 Jahren und in Gefangenschaft mit 20 Jahren angegeben. Allerdings gibt es auch Berichte von wesentlich älteren Tieren. So wurde ein bereits markiertes Tier im Schweizerischen Nationalpark im Alter von 25 Jahren wieder gefangen und in Schottland wurde ein Hirsch sogar 31 Jahre alt. Somit stellt sich auch die Frage, ab wann ein Hirsch tatsächlich alt ist. Zieht man den Höhepunkt der Geweihentwicklung heran, der meist zwischen dem 11. und 14. Jahr erreicht wird oder jenen Zeitpunkt, ab dem er nicht mehr in der Lage ist, aktiv an der Brunft teilzunehmen oder andere Hirsche abzuwehren? Interessant hiezu sind auch die Auswertungen von Wildbretgewichten in

Alter Rothirsch im Winterhaar. einem grossen Rotwildforschungsgebiet, wo im Vergleich zwischen 10-, 11-, 12- sowie 13-jährigen und älteren Hirschen jene Stücke der letztgenannten Altersgruppe im Durchschnitt die höchsten Gewichte auf die Waage brachten. Bei einer Untersuchung im Harz waren bei Hirschen im Alter von 9–16 Jahren weder beim Körper- noch beim Geweihgewicht sowie bei der Geweihstärke Veränderungen zu beobachten. Gewichtsverluste durch die Brunft und den Winter konnten bis zum Alter von 16 Jahren bis zum Beginn der Brunft wieder vollkommen ausgeglichen werden. Je nachdem, ab wann nun seitens der Jagd ein Hirsch als alt angesehen wird, können auch die altersmässigen Strukturen innerhalb von Populationen oder Gebieten schwanken. Grundsätzlich sollten aber bezogen auf die männlichen Stücke im Bestand Hirsche der Klassen I und II mindestens 50% ausmachen. Gut strukturierte Bestände weisen sogar über 15% an zehnjährigen und älteren Hirschen auf. Dies führt einerseits zu einer wesentlich kürzeren Brunft und andererseits erfüllt es auch eine wichtige soziale Aufgabe, da sich brunftige Tiere bevorzugt von älteren Hirschen beschlagen lassen, die ein viel ruhigeres Werbeverhalten zeigen. Gibt es zu wenig reife Hirsche, werden die Tiere oftmals die gesamte Brunft umhergesprengt und nicht erfolgreich beschlagen, was zu Nachbrunften führt. Bei den Tieren bleibt die ebenso wichtige Alterstruktur oftmals allerdings etwas graue Theorie, es können aber die Schmaltiere einen ganz guten Richtwert darstellen, welche um die 15% des weiblichen Bestandes ausmachen sollten.

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Monatsthema

Altersschätzung Hirsch Wie bei anderen Arten kann auch beim Rotwild zwischen einer Altersansprache am lebenden und einer Altersschätzung am erlegten Stück unterschieden werden. Die Altersansprache in freier Wildbahn wird durch das jeweilige Wuchsgebiet und, in Gebieten in denen Rotwild gefüttert wird, durch Menge und Zusammensetzung der Fütterung stark beeinflusst. Abweichungen von den «typischen» Altersmerkmalen finden sich bei Gehegehirschen oder natürlich nach den früher gar nicht so seltenen Einkreuzungsversuchen mit anderen Hirscharten. Am erlegten Hirsch eignen sich Merkmale wie Zahnabrieb, Ersatzdentin- (Schneidezähne) bzw. Ersatzzementbildung (Molaren) im Zahnschliff, Rosenstockmasse oder Zahnhöhe zur Altersschätzung. Die Altersschätzung mittels Zahnschliff-Methode ist bei intensiv gefütterten Stücken schwieriger durchführbar, da es fütterungsbedingt zu keiner Stoffwechselreduktion und damit zu geringerer «Schichtung» der Ersatzdentin- bzw. Ersatzzementzonen kommt. Abwurfstangenserien erleichtern natürlich eine Altersschätzung bei bekannten Hirschen.

Einige Altersmerkmale zur Altersschätzung beim Rothirsch: ■ Gesamteindruck: Wie auch beim Rehbock eignet sich der «Gesamteindruck» am besten für eine Altersschätzung. Bestehen Zweifel, ob es sich um einen Hirsch der Klasse I (10 Jahre und älter) handelt, sind diese meist berechtigt. Gegenüber dem Rehbock findet man beim wirklich alten Hirsch doch regelmässiger zuverlässige Altersmerkmale, wobei sich diese Merkmale aber von der Feistzeit über die Brunft bis in den Winter ändern. Altersmerkmale am lebenden Stück sind in erster Linie Körperbau, Verhalten und Bewegung. Ein reifer Hirsch wirkt allgemein ruhiger und sogar beim Kämpfen sehr überlegt. Die Trägerlänge erscheint durch den gleichmässigen Übergang zum stark hervortretenden, starken Brustkern als sehr lang und die Vorderläufe wirken dadurch nach hinten verschoben. Zusätzlich trägt der reife Hirsch das Haupt nicht mehr hoch, auch der breite Äser und die Wamme werden markant. Ebenso weist ein Senkrücken, ein starker Widerrist und beim Feisthirsch der durchhängende Bauch bis auf Höhe der Sprunggelenke, auf einen reifen Hirsch hin.

Altersmerkmale an einem 17-jährigen ■ Gesichtsausdruck: Das «GeHirsch. sicht» des Hirsches ist, wenn man sich einmal etwas eingeschaut hat, ein gutes Altersmerkmal. Das kindlich, verspielte und zutrauliche Gesicht des Spiessers und Zweijährigen, wird beim 3- bis 4-Jährigen «neugierig-beobachtend», ab dem 5. Lebensjahr wird der Gesichtsausdruck «draufgängerischer», später vorsichtiger, misstrauischer und bei alten Hirschen grimmig, mürrisch bis «feindselig». Bei überalten Hirschen, die auch schon körperlich verfallen, kann der Gesichtsausdruck wieder gleichmütiger und «duldsamer» werden, sie sind auch deshalb oft nicht immer leicht als «Greise» anzusprechen (Menzel, 2002). ■ Wamme (weite «Kehlhaut», die an ein Doppelkinn erinnert):

Haupt

Träger

Körper

Verhalten

Schmalspiesser

Lang gestreckt, spitz

Sehr schlank, stark angewinkelt

Sehr schlank, wirkt hoch

Noch meist Bindung zum Muttertier

2-jähriger Hirsch

Noch lang wirkend

Stark angewinkelt

Masse gleichmässig auf Vorder- und Hinterläufe verteilt, Rücken gerade

Oft im Rudel mit anderen Junghirschen

Junger Hirsch

Von der Seite dreieckig, schon «Hirschgesicht»

Schon stärker, noch aufwärts getragen, Mähne

Wirkt noch hochläufig, Rückenlinie leicht gewölbt

Oft im Rudel mit anderen Junghirschen

Mittelalter Hirsch

Schon breiteres Haupt, von der Seite dreieckig, Wamme angedeutet

Stark und breit, ab der Brunft stärkere Mähne, Träger sinkt nach unten, wird aber noch nicht waagrecht getragen

Ausgewachsen, gut bemuskelt, angedeuteter Hängebauch (nicht bis zu Sprunggelenken reichend) und leichter Senkrücken

Einzelgänger oder in kleinerem Rudel mit älteren Hirschen

Reifer Hirsch

Breit, kurz und «bullig» wirkend, starke Wamme, flach aufsitzende Rosen, bereits breiter Äser

Sehr stark, kurz wirkend, beim Ziehen Haupt und Träger waagrecht getragen, «Einsattelung» am Trägeransatz

Massiger Körper, Vorderläufe scheinen «unter der Körpermitte» zu stehen, deutlicher Vorschlag, starker Widerrist, Rücken nach hinten abfallend, Hängebauch bis zu den Sprunggelenken, Senkrücken

Meist in Kleinrudeln

Alter, zurückgesetzter Hirsch

Breit, knochig wirkend, graue Bereiche, breiter Äser, Haupt schwankt leicht beim Ziehen

sehr tief getragen, oft schon Muskelschwund, deutliche «Einsattelung» am Trägeransatz

Knochig wirkend, Rückenlinie nach hinten abfallend, Hängebauch

Meist Einzelgänger, oft langsam und «müde» wirkend, steifer Gang, heimlich

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Schweizer Jäger 10/2011

■ Allfällige weitere Merkmale: Ein Altersmerkmal, auf das nur selten geachtet wird, sind die im hohen Alter häufig auftretenden Gelenksbeulen. Die häufig als Altersmerkmal genannten Stirnlocken stellen hingegen kein zuverlässiges Zeichen der Reife dar. Ebenso können auch junge Hirsche in der Brunft eine tiefe Stimme zeigen und die Ramsnase ist mehr Veranlagung oder die Folge von Verletzungen als ein sicheres Altersmerkmal. Die sogenannten Kälberflecken sind genetische Veranlagungen und können von jung bis ins hohe Alter ersichtlich sein.

Vierzehnjähriges Tier mit Kalb.

Altersschätzung beim Kahlwild Absolute Priorität beim Ansprechen von Tieren hat das Merkmal «führend» oder «nicht führend» und dazu ist der Blick auf das Gesäuge unbedingt notwendig. Auch von geübten Rotwildkennern könnte bei einer Bewegungsjagd ein starkes Schmaltier mit einem schwachen, jungen

führenden Tier verwechselt werden. Bezüglich der Altersansprache ist das Haupt alleine kein vollkommen verlässliches Altersmerkmal. Wirklich alte Alttiere haben ein langes, helles, «trockenes» Haupt («Geigenkasten»), oft mit weisshaarigen Bereichen um den Äser, oberhalb der Lichter und an den Lauschern. Grundsätzlich sollten auch hiezu wieder der Körperbau und das Verhalten herangezogen werden. Stark hervortretender Brustkern, Senkrücken und tiefer durchhängender Bauch weisen auf ein altes Tier hin. Weiters sind ein langer dünner Träger, hervorstehende Beckenknochen sowie bei führenden Tieren oft ein schwach entwickeltes Gesäuge Altershinweise; insgesamt wirken Alttiere im Vergleich zu jüngeren Tieren grossrahmiger und im hohen Alter oft knochiger. Das Leittier in grösseren Kahlwildrudeln ist immer ein führendes Tier. Diese Tiere sind hauptverantwortlich für das Raum-Zeitverhalten eines Rudels und bestimmen damit auch den Schadensdruck, der von diesem Rudel ausgeht, mit. Wenn von einem Leittier das Kalb erlegt wird, verliert es sofort die LeittierFunktion und das Rudel verändert danach meist sein Raum-Zeitverhalten oftmals hin zu Einständen mit besserem Sichtschutz (schadensanfälligere Einstände?). Das Ansprechen von Kälbern nach ihrem Geschlecht ist bis in den späten Winter nicht eindeutig möglich, ausser man kann das Kalb beim Nässen beobachten. ■ Schweizer Jäger 10/2011

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Monatsthema

Die Wamme ist oft erst bei Hirschen im 12. Kopf voll ausgebildet. Sie lässt das Haupt kürzer und stumpfer erscheinen, kann in Einzelfällen aber auch fehlen. Das Geweih: Viel zuverlässiger als beim Rehbock können einzelne Kriterien am Hirschgeweih als Mitkriterium zur Altersansprache verwendet werden. Vorrangig der Winkel der Rosen, die Verteilung der Masse nach unten sowie eine abnehmende Rosenstockhöhe können zur Altersansprache verwendet werden. Stangenlänge und Länge der Aug- und Eissprossen sind grösstenteils keine sicheren Zeichen des Alters. Ein stark zurückgesetztes Geweih in Verbindung mit geringem Körpergewicht kann unter Umständen auf den ersten Blick auch einen deutlich jüngeren Hirsch vortäuschen. «Eingesattelter» Trägeransatz: Ein «eingesattelter» Trägeransatz, also eine Einsenkung zwischen Widerrist und Träger, ist ein recht verlässliches Altersmerkmal für Hirsche über 10 Jahre. Zeitpunkt des Verfärbens: Ein Hirsch, der am Ende der Brunft noch «hirschrot» ist, ist bei Vorliegen weiterer Altersmerkmale schon ein reifer Hirsch, oder bei Fehlen weiterer Merkmale möglicherweise krank. Zeitpunkt des Verfegens: Ältere Hirsche haben Anfang August ein fertig verschlagenes Geweih, zusätzlich müssen aber auch weitere Alterskriterien erfüllt sein.

Foto: Gunther Gressmann

Älteres Tier und junger Hirsch.

Foto: Gunther Gressmann

Foto: A. Deutz

Langes, «trockenes» Haupt mit weisshaarigen Bereichen eines ca. 18-jährigen Tieres.

SCHMALTIER

ODER

ALTTIER ?

Ansprechen des Kahlwildes im Sommer Das Ansprechen des Kahlwildes im Sommer ist eine heikle Sache und bedarf genauer Beobachtung. Man sollte dabei stets mehrere Faktoren beachten. Markante Merkmale hat Birte Keil in Wort und Bild zusammengestellt. 12

Schweizer J채ger 10/2011

Text und Zeichnungen: Birte Keil Am einfachsten geht das Ansprechen des Rotkahlwildes, wenn das diesjährige Kalb schon grösser ist und mit der Mutter zieht. Dann ist auch das vor dem Setzen abgeschlagene Schmaltier wieder mit dabei, und in dieser

Schmalspiesser und -tier. Da könnte es wegen der Ähnlichkeit im Körperbau schon einmal zu Verwechslungen kommen, wenn die Kolben nicht oder noch nicht zu erkennen sind. Will man ganz sicher gehen, muss man warten, bis das Stück nässt. Anderseits ist das Erlegen eines Schmalspiessers, der bei bestem Willen nicht von einem Schmaltier zu unterscheiden ist, auch kein grosser Fehler.

typischen Dreiergruppe fällt die Unterscheidung durch den Vergleich nicht schwer. Ein einzeln ziehendes Stück hat in der Mehrzahl der Fälle vor kurzem gesetzt und das KaIb abgelegt. Das Schmaltier ist noch nicht wieder geduldet. Allerdings kann das einzeln ziehende Stück aber auch das abgeschlagene Schmaltier sein. Al-

Wildkunde

Einem mittelalten Tier (li.) sind hier (v. re.) ein starkes, ein «durchschnittliches» und ein sehr schwaches Schmaltier gegenübergestellt. Man sieht, dass die Unterscheidbarkeit auch stark von Entwicklungsstand und Kondition der jeweiligen Stücke abhängt. Schwache, spät gesetzte Stücke (2. v. li.) wirken noch kälberähnlich, starke (re.) schon fast wie junge Tiere. Aber auch starke Schmaltiere erscheinen eher hochbeinig und «kurz».

lerdings sollte dies schon durchgefärbt sein, seine Flanken glatt, Bauch- und Rückenlinie völlig gerade verlaufen. Das Tier, das gesetzt hat, zeigt eigentlich immer eine etwas bis stark hängende Bauchlinie (das gedehnte Gewebe ist noch nicht zurückgebildet) sowie Reste von Winterhaar. Weitere Merkmale versuchen die Zeichnungen zu verdeutlichen.

Junges Tier (li.). Der verspätete Haarwechsel ist ebenso wie die hängende Bauchlinie meistens ein Hinweis auf eine «Führungsrolle», obwohl das Tier gering im Wildbret ist. Mit grosser Wahrscheinlichkeit ist das Kalb abgelegt. Der massige Rumpf und der Widerrist lassen kaum Zweifel: ein Tier im besten Alter (re.). Allein deswegen ist schon anzunehmen, dass es ein Kalb hat. Ist es abgelegt, steht das Stück immer in seinem Wind und hält so ständig Kontakt mit ihm. Schweizer Jäger 10/2011

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Wildkunde

Das Kalb ist während der ersten 4–6 Lebenswochen den grössten Teil der Zeit abgelegt. Wenn es gesäugt worden ist, tritt das Tier danach allein zum Äsen aus – mit geleerter und zusammengefallener Spinne! Deshalb ist die Spinne allein kein sicheres Merkmal zum Ansprechen. Bei jüngeren Tieren ist sie oft wegen des längeren Haares zwischen den Keulen verdeckt, erst recht, wenn sie gerade geleert worden ist. Denn dann ist sie oft nicht mehr viel grösser als bei nicht führenden Tieren. Ausserdem gibt es individuelle Unterschiede im Körperbau. Beobachtet man mehrere Tiere mit Kälbern beim Äsen, lässt sich nicht sagen, wer zu wem gehört, da spielende oder äsende Kälber nicht immer dicht bei ihren Müttern stehen. Erst wenn sich der Trupp in Bewegung setzt und weiterzieht, schliessen die Kälber dicht zu ihren jeweiligen Müttern auf und lassen sich dann zuordnen. ■

Rechts: Eine «ganz alte Dame» (li.); aber die deutlich sichtbare Spinne und der verzögerte Haarwechsel sagen uns, dass sie mit grosser Sicherheit führt. Die Gesichter alternder Rottiere scheinen immer länger zu werden (werden sie aber nicht, sie werden lediglich «dünner»). In diesem Alter sind Setzen und Haarwechsel schon eine grosse Anstrengung für das Stück, daher wirkt es jetzt noch «eckiger» als sonst schon. Noch ein «grosser Kasten» (re.). Niemand würde dieses Stück für ein Schmaltier halten. Ausgesprochen stark und gesund, hat es fast ganz verhaart. Die Spinne ist sichtbar. Wer ein Alttier so losstürmen sieht, mit gesträubtem Spiegel und mit Vorderlaufschlägen drohend, kann davon ausgehen, dass es sein in unmittelbarer Nähe abgelegtes Kalb bedroht sieht. Sind die Kälber noch hilflos, werden sie oft sehr energisch verteidigt. Schläge mit den starken Vorderläufen haben schon bei vielen Räubern zu Knochenbrüchen oder Schlimmerem geführt.

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Schweizer Jäger 10/2011

Viele Rotwildkenner halten das Gesicht für die Entscheidungshilfe schlechthin bei der Frage «Alt- oder Schmaltier?» Die obere Reihe zeigt (v. li.) ein Schmaltier, ein mittelaltes und ein sehr altes Stück, die untere Reihe ein junges Alttier (li. und zwei Schmaltiere (beachte die Unterschiede aufgrund der Perspektive!). Der Gesichtsschädel wird zwischen Lichtern und Windfang mit dem Erwachsenwerden immer länger. Das Schmaltier liegt also in der Mitte zwischen Alttier und dem «Kindergesicht» des Kalbes. Hinzu kommt ein kindlicher, neugieriger Ausdruck, dem die Wachsamkeit und Abgeklärtheit der Alttiere fehlt. Dement-

sprechend ist auch das Verhalten. Die Lichter der älteren Tiere werden nicht etwa kleiner, aber der Schädel rundherum kantiger. Durch das «Welken» (Nachlassen des Bindegewebes) treten Jochbeine und Brauen mehr hervor und lassen die Lichter kleiner wirken. Das Gesicht des Schmaltieres ist noch glatt, der Gesichtsanteil kurz. Daher wirken die (quasi gleich grossen) Lichter bei ihnen viel grösser, es gibt halt nicht so viel drumherum. Will man einmal vermenschlichen, so blicken Schmaltiere meist «freundlich» neugierig oder ängstlich, AIttiere eher wachsam oder skeptisch. Dazu haben sie ja auch allen Grund!

FRISST

So habe ich damals unter Kapitel Wildkunde bei der Ernährung des Alpenmurmeltiers Folgendes geschrieben: «Das Alpenmurmeltier ernährt sich vorwiegend von Wurzeln, Gräsern und Kräutern. Obschon das Alpenmurmeltier vor allem ein Pflanzenfresser ist, bedient es sich so ziemlich von allem, was ihm zwischen die Zähne kommt.» Diese meine Version hat sicher bei manchem sogar erfahrenen Jäger ein negatives, unglaubwürdiges Schmunzeln ausgelöst!

David A. Schmidt 1995 – Erstes und bisher einziges deutschsprachiges Jagdlehrbuch in der Walliser Geschichte Mit meinen langjährigen Funktionen in der Jungjägerausbildung – Hege Chef, Instruktor und Prüfungsexperte – habe ich mir das Rüstzeug angeeignet, um 1995 das erste Walliser Jagdlehrbuch (Handbuch für Jäger – grosser Ringordner A4-Format) zu schreiben, womit gleich im ersten Lehrjahr (1996) sämtliche Oberwalliser Kandidatinnen und Kandidaten, als absolute Neuheit in der Walliser Jagdgeschichte, die Jagdprüfung bestanden. Der Walliser Staatsrat, der kantonale Jagddienst und der Walliser Jägerverband beschlossen in meiner Abwesenheit an der kantonalen Delegiertenversammlung vom Mai 1991 in Sitten, dass ich im Alleingang die deutsche Version verfassen solle.

www.schweizerjaeger.ch

VIPER

Martin Weiss hielt in seinen Fotos fest, wie ein Alpenmurmeltier eine Aspis Viper verschlang.

Hier nun meine Bestätigung Martin Weiss aus Berlin verbringt seine Urlaube seit zwei Jahrzehnten immer wieder im Wallis. Im Juli dieses Sommers macht er im Binntal zwischen Imfeld und Freichi eine aussergewöhnliche Entdeckung. Am

Ort genannt «Brunnenbiel» sah er auf einem Felsblock ein Alpenmurmeltier beim Fressen einer Schlange. Es war dabei so vertieft, dass sich der Beobachter problemlos nähern und das Tun fotografieren konnte. Dass Murmeltiere selbst vor Schlangen nicht zurückweichen, scheint doch eher ungewöhnlich! Trotzdem überrascht es nicht, wenn man an Ratten und Mäuse denkt, dass Murmeltiere und Eichhörnchen auch Fleisch fressen. Eichhörnchen beispielsweise räumen ganze Vogelnester leer, wenn sie Nachwuchs haben, so Biologe Ralph Imstepf. Der Name «Murmeltier» hat nichts mit einer Murmel oder murmeln zu tun und heisst auf Althochdeutsch «murmunto», auf Lateinisch «mus montis», was so viel heisst wie «Bergmaus». ■

Schweizer Jäger 10/2011

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Wildkunde

ALPENMURMELTIER

Veranstaltungen

Veranstaltungen Ausstellungen Ausflüge 1. Oktober 2011 – 31. Januar 2012 Bilderausstellung über die Falknerei Foto-Ausstellung Anita Moor im Naturkundemuseum und Wildlife-Show in Bad Säckingen Öffnungszeiten: Mo–Fr 14.00–19.00 Uhr, Sa/So 10.00–19.00 Uhr (siehe auch Seite 18) 21.–23. Oktober 2. Internationale Jagd & Fischerei Messe Dornbirn/Vorarlberg Der Treffpunkt für Jäger, Fischer, Aquarianer und Naturfreunde im Bodenseeund Alpenraum. Erlebnis- und Einkaufsparadies in 7 Hallen auf rund 10 000 m² Fläche. Neu mit Sonderausstellung «Aquaristik-Tage Dornbirn». Erstmals auf der Jagd & Fischerei Messe: Die weltberühmte Ferlacher Büchsenmacherschule.

22. Oktober 2. Vorarlberger Jägertagung in Kooperation mit der 2. Internationalen Jagd & Fischereimesse» Dornbirn Messegelände Halle 12a, 09.30–14.00 Uhr www.vjagd.at (Suchbegriff Jägertagung) (siehe auch Seite 18) 5. November BKPJV: Aus- und Weiterbildungstag 09.30–16.00 Uhr, LBBZ Plantahof, Landquart (siehe auch Seite 18) 19.–22. Januar 2012 Jagen und Fischen 2012 in Augsburg 27./28. Januar 2012 Jäger Trend Hausmesse, Brünig Indoor Schiess-Sport-Zentrum 16.–19. Februar 2012 Fischen Jagen Schiessen BERNEXPO+ Der Pfad, Natursteine und Adernsteine erleben Sattel-Hochstuckli

Schweiz. Nationalpark Zernez Auskunft: Tel. 081 856 83 78 Fax 081 856 17 40 Bis Ende März 2012 Sonderausstellung «Schillernde Gaukler» Aktuelle Zusammenstellung aller Anlässe und Tagesprogramm unter: www.nationalpark.ch/ veranstaltungskalender Natur-Museum Luzern Kasernenplatz 6, 6003 Luzern Telefon 041 228 54 11 Bis 20. November Sonderausstellung «Pilzgeschichten» Öffnungszeiten: Di–So 10–17 Uhr, Mo geschlossen, geöffnet an Feiertagen www.naturmuseum.ch Monte Generoso Der ideale Ferienausflug ins Tessin: Begleitete Besuche der Bärenhöhle auf dem Monte Generoso. Auskunft erteilt: Ristorante Monte Generoso, Telefon 091 649 77 22

Wildpark Peter und Paul Kirchlistrasse 92, St. Gallen Telefon 071 244 51 13 www.wildpark-peterundpaul.ch Der Wildpark ist bei freiem Eintritt 7 Tage in der Woche geöffnet. Hunde sind an der kurzen Leine zu führen! Schweizer Museum für Wild und Jagd Schloss Landshut 3427 Utzenstorf BE Saison 2011: 8. Mai bis 16. Oktober 2011 Sonderausstellung 2011: «Raben – Schlaue Biester mit schlechtem Ruf» Öffnungszeiten: Di bis Sa 14–17 Uhr; So 10–17 Uhr. Geschlossen: Eidg. Bettag (18. September). Veranstaltungen unter: www.schlosslandshut.ch Natur- und Tierpark Goldau Parkstrasse 40 Telefon 041 859 06 06 www.tierpark.ch Täglich geöffnet 1. April bis 31. Oktober: Mo– Fr 9–18 Uhr, Sa/So 9–19 Uhr 1. November bis 31.März: täglich 9–17 Uhr Galerie «Arche de Noé», Vicques Grösstes Privatmuseum für präparierte Tiere in Europa Öffnungszeiten: Mi 13.30–17.30 Uhr, Sa 14–17.30 Uhr, für Gruppen nach Anfrage www.arche-noe.ch Naturkundemuseum mit Wildlife-Show in Bad Säckingen am Hochrhein Modernes Schiesskino und Nutzungsmöglichkeit des Konferenzraumes durch Jagdgesellschaften Öffnungszeiten: Montag–Freitag 14–18 Uhr Samstag/Sonntag 10–16 Uhr www.golfwelt-hochrhein.de Museum für Urgeschichte(n) Hofstrasse 15, 6300 Zug Telefon 041 728 28 80 Öffnungszeiten: Di–So 14–17 Uhr

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Schweizer Jäger 10/2011

Alpengarten Schynige Platte Öffnungszeiten: täglich 08.30 bis 18.00 Uhr www.alpengarten.ch Internationales Baumarchiv (IBA), Winterthur Öffnungszeiten: Fr 10–12, 15–18 Uhr, Sa 11–17 Uhr Schulklassen-Workshops und Gruppenführungen nach Absprache Telefon 052 212 61 00 www.naturmuseum.tg.ch Naturmuseum Thurgau Freie Strasse 26, Frauenfeld Telefon 052 724 22 19 www.naturmuseum@tg.ch Öffnungszeiten: Di–Sa 14–17 Uhr, So 12–17 Uhr Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern Öffnungszeiten: Mo 14–17 Uhr, Di/Do/Fr 9–17 Uhr, Mi 9–18 Uhr, Sa/So 10–17 Uhr. Waffenmuseum Suhl Öffnungszeiten: täglich von 10.00–18.00 Uhr info@waffenmuseum.eu 0049 36 81 74 22 18 Pro Natura Zentrum Champ-Pittet, Yverdon-les-Bains Ausstellungen und Naturlehrpfade. Informationen: Telefon 024 426 93 41 www.pronatura.ch/champ-pittet Schweiz. Vogelwarte Sempach Vögel sehen und hören: In der neuen Ausstellung sind die Vögel der Vogelwarte-Sammlung nach Lebensräumen gruppiert; ihre Stimmen können an Ort und Stelle gehört werden. Gruppen und Schulen bieten wir spezielle Führungen an. Auskunft und Vorbestellung von Führungen: Tel. 041 462 97 00

Jagdhornbläser Hubertusmessen 16. Oktober Hubertusmesse in der Pfarrkirche Hochdorf, Jagdhornbläser «Auerhahn» Luzern 16. Oktober 09.15 Uhr Hubertusmesse mit Jagdhornbläsern in der Pfarrkirche St. Adelrich, 8807 Freienbach Musikalische Leitung: Peter Korrodi, Hirzel 22. Oktober abends Konzert Jagdhornbläsergruppe Stockental am Wildbuffet auf dem Stockhorn 23. Oktober 09.30 Uhr Gottesdienst in der evangelisch-reformierten Kirche 3232 Ins BE Frau Pfarrerin Ruth Ackermann-Gysin Patentjägerverein Seeland und die Gürbetaler Parforcehorn-Bläser 30. Oktober 09.00 Uhr Jägergottesdienst in der Kirche Plaffeien Wir danken für eine erfolgreiche und unfallfreie Jagd Diana Sense 30. Oktober 09.30 Uhr Jägergottesdienst in der reformierten Kirche Vordemwald Jagdhornbläsergruppe Freiwild-Wiggertal 30. Oktober 09.30 Uhr Hubertusgottesdienst des Jagdvereins Kandertal in der Kirche Frutigen Mitwirkung: Jagdhornbläsergruppe Stockental 30. Oktober Hubertusmesse in der Wallfahrtskirche Hergiswald (Kriens), Jagdhornbläser «Auerhahn» Luzern

30. Oktober 17.00 Uhr Der Jägerverein Laupen lädt herzlich ein zur Hubertusmesse in der Kirche Laupen BE Diana Jagdhornisten Burgdorf, Predigt C. Hämmerly

13. November 10.30 Uhr Hubertusmesse in der reformierten Kirche Enge JagdZürich, unter Mitwirkung der Parforcebläser RondoEs mit anschliessendem Apèro, offeriert von JagdZürich

3. November 19.30 Uhr Walliser Hubertusfeier im Pfynwald (s. auch Seite 73)

13. November 10.30 Uhr Hubertusmesse in der Pfarrkirche St. Martin in Schwyz mit der Nidwaldner Jagdhorngruppe

5. November 17.00 Uhr Jagdschutzverein Hubertus Sense: Hubertusmesse in der Kirche Düdingen, mit Begleitung der Jagdhornbläser, Jägertee 6. November 10.30 Uhr Öffentliche Hubertusmesse in der Pfarrkirche Stans umrahmt von den Nidwaldner Jagdhornbläsern 6. November 17.00 Uhr Hubertusmesse in der Jesuitenkirche Luzern, Jagdhornbläser «Auerhahn» Luzern 6. November Hubertusmesse in der Kirche St. Martin, Malters 12. November 19.30 Uhr Hubertusmesse in der Pfarrkirche St. Jakob Escholzmatt Jagdhornbläser Escholzmatt 13. November 09.45 Uhr Hubertusgottesdienst mit der Jagdhornbläsergruppe «Rätia» in der weltbekannten evangelischen Steinkirche in Cazis GR Jägerverein Ausserheinzenberg 13. November 10.00 Uhr Hubertusmesse in der Pfarrkirche Flühli Sörenberg mit den Jagdhornbläsern Entlebucher Gämsjäger

13. November 10.00 Uhr Hubertusmesse in der katholischen Kirche Dietikon mit den Jagdhornbläsern Züri-Falke 19. November Hubertusmesse in Altendorf 20. November 11.00 Uhr Der Verein Quelle lädt ein zur Hubertusfeier im Zentrum Rössli, Kehrsatz. Diana Jagdhornisten Burgdorf, Jagdhornbläser «Rabeflue» JWVT Thun, Impuls: Fritz Schaller 3. Dezember 20.00 Uhr Kirchenkonzert in der Kirche Blumenstein Jagdhornbläsergruppe Stockental und Alphorngruppe Rockzipfel 4. Dezember 17.00 Uhr Kirchenkonzert in der Kirche Blumenstein Jagdhornbläsergruppe Stockental und Alphorngruppe Rockzipfel 9. Dezember 20.00 Uhr Adventskonzert in der evangelisch-reformierten Kirche 3752 Wimmis BE Jägerchörli Niedersimmental und die Gürbetaler Parforcehorn-Bläser, Kollekte, keine Platzreservation Schweizer Jäger 10/2011

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Veranstaltungen

Bündner Naturmuseum Masanserstrasse 31, Chur Telefon 081 257 28 41 Öffnungszeiten: Di–So 10–17 Uhr Mo geschlossen www.naturmuseum.gr.ch

Veranstaltungen

Fotoausstellung: Anita Moor Vom September 2008 bis Februar 2009 begleitete Anita Moor den damals einzigen im Kanton Aargau ansässigen Falkner und seinen vierjährigen Sakerfalken Gassur (sprich Jassur). Anita Moor publizierte einen geschichtlichen Abriss «Entwicklung der Jagd mit Greifvögeln» und ihre Erlebnisse und Erfahrungen unter dem Titel «Jagd mit Greifvogel im unteren Wiggertal» im Jahrbuch «Heimatkunde», Band 68, 2011, der Heimatvereinigung Wiggertal. Im Verlaufe eines halben Jahres schoss sie über 3000 Fotos. Eine Auswahl davon wird anlässlich des 3. Internationalen Falkner Festivals 2011 in Bad Säckingen ausgestellt. «Ich bin in schriftstellerischer wie falknerischer Hin-

Rotwildreduktion & Weidgerechtigkeit – Gegensatz oder jagdliche Herausforderung? Die Reduzierung des Rotwildes erweist sich in vielen Regionen der Alpen als echte Herausforderung. Die notwendige Erhöhung der Abschüsse bewirkt einen steigenden Jagddruck, das Rotwild reagiert mit veränderter Raumnutzung und wird dadurch schwieriger bejagbar.

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Schweizer Jäger 10/2011

Referenten Univ. Prof. Dr. Fritz Reimoser (Forschungsinstitut für Wildtierkunde Wien); DI Hubert Schatz (Amt der Vorarlberger Landesregierung); OJ Mag. Hubert Stock (Land

Salzburg); DI Peter Lepkowicz (Stadt Wien, FV Nasswald); Ing. Sepp Zandl (Gut Fischhorn, Salzburg); Dr. Helmut Wölfel (Wildbiologe und Jagdwissenschafter, Wien.

Nähere Informationen und Anmeldebedingungen siehe www.vjagd.at (Suchbegriff Jägertagung)

BKPJV: Aus- und Weiterbildungstag

sicht ein Laie. Dennoch habe ich mich entschieden, als Laie für Laien zu schreiben – für Menschen, die wie ich von der Falknerei und der Beizjagd fasziniert sind», so Anita Moor über ihre Arbeit.

Die Falkner-Ausstellung im Wildlife-Naturmuseum in Bad Säckingen dauert vom 1. Oktober 2011 bis am 31. Januar 2012.

Rotwildreduktion & Weidgerechtigkeit 2. Vorarlberger Jägertagung in Kooperation mit der «2. Internationalen Jagd & Fischerei Messe», Dornbirn, Messegelände, Halle 12a, 22. Oktober 2011, 9.30–14.00 Uhr

genstand der diesjährigen Jägertagung.

Viele Jäger scheinen unter den gegebenen Umständen (Reviersystem, Jagd als nachhaltige Einkommensquelle für Grundeigentümer etc.), an die Grenzen des Machbaren zu gelangen. Mit welchen jagdlichen Methoden und Strategien kann das Rotwild vernünftig bejagt und erfolgreich reduziert werden? Stellt die «praktizierte Weidgerechtigkeit» ein Hemmnis für die notwendigen jagdlichen Schritte dar? Diese Fragen sowie praktische Beispiele zur erfolgreichen Regulierung und Reduzierung des Rotwildbestandes aus unterschiedlichen Regionen des Alpenraumes sind Ge-

Bündner Kantonaler Patentjägerverband (BKPJV), organisiert durch die Kommission für die Ausund Weiterbildung der Jäger (KoAWJ) des BKPJV Samstag, 5. November 2011, 9.30 bis 16.00 Uhr, LBBZ Plantahof, 7302 Landquart. Thema: Rückkehrer und Einwanderer – neue Säugetier- und Vogelarten in Graubünden und der übrigen Ostschweiz Vor 100 Jahren wurde der Steinbock wieder eingesetzt, vor 20 Jahren der Bartgeier. Seit einigen Jahren sind Luchse, Wölfe und Bären zu beobachten. Erst kürzlich erschienen ein einzelner Biber und ein einzelner Fischotter. Neben diesen Rückkehrern machen sich auch Einwanderer frem-

der Herkunft bemerkbar: Marderhund, Waschbär, Bisamratte und Rostgans. Vielleicht wandert das Grauhörnchen von Italien kommend bei uns ein. Nicht alle Neuankömmlinge sind willkommen. Neben den Grossraubtieren geben auch die fremdländischen Einwanderer Anlass zu Diskussionen. Tagungsgebühr inkl. Mittagessen CHF 50.– (Ausbildner und Funktionäre der KoAWJ gratis). Zielpublikum: Jägerinnen und Jäger, Jagdkandidatinnen und Jagdkandidaten, Forstleute, Wildbiologen, Naturschützer und weitere Interessierte sind herzlich willkommen! Anmeldung: telefonisch, per Mail oder Post an: J.P. Müller, Science & Communication, Quaderstrasse, 7000 Chur, Telefon 081 252 09 80, juerg.paul@jp-mueller.ch

Programm 09.30 Uhr

Empfang bei Kaffee und Gipfeli

10.00 Uhr

Begrüssung Gabriela Huber, Präsidentin der KoAWJ BKPJV

10. 10 Uhr Einführungsreferat: Fauna im Wandel Dr. Jürg Paul Müller, KoAWJ 10.30 Uhr

Die Grossraubtiere Wolf, Luchs und Bär Mitarbeiter des Amtes für Jagd und Fischerei Graubünden

12.00 Uhr

Mittagessen

13.30 Uhr

Fischotter und Biber Christian Buchli, Stiftung Pro Lutra und Amt für Wald Graubünden

14.00 Uhr

Bisamratte und Nutria – Marderhund , Waschbär und Goldschakal Dr. Simon Capt, CSCF Neuenburg

14.30 Uhr

Wildschwein Dr. Hannes Geisser, Naturmuseum Thurgau

15.00 Uhr

Bartgeier Dr. Daniel Hegglin, Geschäftsführer Stiftung Pro Bartgeier

15.30 Uhr

Die Jägerausbildung in der Zukunft Eine Information des Amtes für Jagd und Fischerei Graubünden

16.00 Uhr

Schluss der Tagung

Naturkundemuseum mit Wildlife-Show in Bad Säckingen Tel. +49 (0) 7761-9380990 www.freizeitwelt-hochrhein.de An der B34 zwischen Bad Säckingen und Murg Schaffhauserstr. 121 Bilderausstellung über die Falknerei vom 1.10. 2011 bis 31.1. 2012 Öffnungszeiten: Mo – Fr: 14.00 – 19.00 Uhr Sa + So: 10.00 – 19.00 Uhr

Der naturkundliche Tipp für Familien und Gruppen: Besuchen Sie unsere faszinierende Welt der Wildtiere aus allen fünf Kontinenten unserer Erde! ● ● ● ●

Nutzung des exklusiven Jagdzimmers für Jagdgesellschaften oder Vereine modernes Schiesskino Restaurant mit Gartenterrasse Führungen nach Vereinbarung

Einkaufsmesse und Treffpunkt für Jäger, Fischer und Naturfreunde im Bodensee- und Alpenraum

    

Vorarlberger Jägertagung Samstag, 22. Okt. 2011 www.vjagd.at

Sonderthema: Aquaristik 

Dornbirn / Vorarlberg Messeareal

tägl. 10 - 18 Uhr

21. - 23. Okt. 2011 Veranstalter: www.uag.de | Tel. +49 (0) 73 45 8 02 82 - 0

Schützen wählen SVP Schweizerische Volkspartei, Postfach 8252, 3001 Bern, PC-Konto 30-8828-5

www.svp-wahlen.ch

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Die SVP ist die einzige Partei, die ohne Wenn und Aber zur Schweiz, ihrem freiheitlichen Waffenrecht und einer starken Milizarmee steht. Die SVP kämpft für unsere Schützentradition und will eine freie, unabhängige und wehrhafte Schweiz.

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Liebe Schützen

Hund

50 JAHRE BÜNDNER SCHWEISSHUNDECLUB (BSC) Jubiläumsanlass am Samstag, 20. August 2011, in Savognin Unter der Leitung von Jürg Obrist, Präsident des BSC, und Sepp Antona Bergamin, Prüfungsleiter, verantwortlicher Organisator dieses Jubiläumsanlasses, führte der Bündner Schweisshundeclub am 20. August 2011 vormittags in Savognin «Radons» zum 50-Jahre-Jubiläum eine erschwerte Schweisshundeprüfung «Alpine Fährte» durch. An der erschwerten Schweissprüfung nahmen zwölf Gespanne aus Graubünden und Deutschland teil. Erstaunlich viele Interessierte beobachteten die Arbeit der Gespanne. Die Bedingungen waren wirklich «erschwert»! Am

Vortag, nachdem die zwölf Fährten zwischen 1900 m ü. M. und 2200 m ü.M. im Gebiet Radons angelegt waren, regnete es in Strömen, am Sonntag herrschte dagegen hochsommerliche Hitze. Keine leichte Aufgabe für die Gespanne. Die Hunde und vor allem die Hundeführer waren gefordert. Dies alles mag wohl ein Grund gewesen sein, dass nur fünf Gespanne die Arbeit erfolgreich beendeten. Positiv festzustellen ist, dass verschiedene Rassen sich rangieren konnten. Dabei auffallend – alles Hündinnen.

Rangliste 1. Heinz Fehr, Serneus; Kleiner Münsterländer, w, Wurfdatum: 16.01.2005; Gefundene Verweiserpunkte: 4, Zeit: 66 Minuten. 2. Ueli Nef, S-chanf; Bayerischer Gebirgsschweisshund, w, Wurfdatum: 01.01.2006; Gefundene Verweiserpunkte: 3, Zeit: 59 Minuten. 3. Marco Brandt, Pratval; Korthals Griffon, w, Wurfdatum: 17.03.2001; Gefundene Verweiserpunkte: 3, Zeit: 75 Minuten. 4. Beat Caspar, Malix; Kleiner Münsterländer, w, Wurfdatum: 16.02.2005; Gefundene Verweiserpunkte: 2, Zeit: 66 Minuten. 5. Andreas Noller, DE-Murrhardt; Slowakische Kopow-Bracke, w; Wurfdatum: 30.11.2005; Gefundene Verweiserpunkte: 1, Zeit: 59 Minuten.

Demonstration mit Drogenhunden Auf sehr grosses Interesse stiess die Demonstration mit zwei Drogenhunden durch Rolf Obrist, selbst Schweisshundeführer des BSC und Züchter der verwendeten Epagneul Breton. Der Hundeführer wusste nicht, wo im

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Schweizer Jäger 10/2011

Fahrzeug die Drogen versteckt waren, er musste sich also voll auf seine vierbeinigen Partner verlassen. Die Drogenverstecke wurden nach kurzer Zeit durch die Hunde «erschnüffelt» und verwiesen. Aufschlussreich waren auch die Informationen über die Ausbildung der Hunde. Jubiläumsfeier Am Abend fand in der Mehrzweckhalle Sala Grava in Savognin bei vollem Saal die Jubiläumsfeier statt. BSC-Präsident Jürg Obrist konnte Ehrenmitglieder, Vertreter verschiedener Gemeinden und des Amtes für Jagd und Fischerei Graubünden, der Sektionen des BKPJV und Vorstandsmitglieder des BKPJV-Zentralvorstandes und

Hund verschiedener Kommissionen sowie auch Sponsoren begrüssen. Speziell begrüsste er die Partner und Partnerinnen mit folgenden Worten: «Vor allem begrüsse ich die nichtjagenden Partnerinnen und Partner.» Diese müssen doch eine grosse Prise Verständnis für einen Jäger haben und wenn es sich noch um die Kombination zwischen Jäger und Schweisshundeführer handelt, so langt eine grosse Prise Verständnis wohl nicht mehr. «Euch einen grossen Dank, dass ihr die Geduld für uns aufbringt und manchmal unsere Misserfolge mit uns teilen müsst.» Ein grosser Dank sei den damaligen Gründern auszusprechen Auf Einladung des damaligen Zentralpräsidenten des BKPJV, Otto Largiadèr, welcher auch als Gründungspräsident amtete, hätten sich in Chur sechs Pioniere zur Gründung des Bündner Schweisshunde Clubs getroffen. Anlässlich dieser für das Schweisshundewesen in Graubünden denkwürdigen Sitzung sei gleich der erste Club-Vorstand gewählt worden. Es seien annähernd genügend Mitglieder anwesend gewesen, um einen funktionierenden Vorstand zu bestellen, zwei seien in Abwesenheit gewählt worden. Es waren dies: Präsident: Lindo Barak, Chur; Kassier und Aktuar Lieni Müller, Chur; Beisitzer: Otto Largiadèr, Vertreter des

BKPJV; Emil Hornauer, Chur, und E. Bonifazi, Thusis; Rechnungsrevisoren: Diethelm Gubser, Chur, und Christian Grischott, Zürich (schon damals haben es Zürcher in wichtige Bündner-Jäger-Organisationen geschafft!). Otto Largiadèr, Gründungspräsident und Ehrenmitglied, war an der Jubiläumsfeier anwesend und wurde durch Jürg Obrist mit folgenden Worten geehrt: «Wir möchten dir, lieber Otto, stellvertretend auch für deine damaligen Gründungskollegen, die zum Teil leider verstorben sind oder hier nicht anwesend sein können, recht herzlich dafür danken, dass ihr damals schon fortschrittliche, zukunftsgerichtete Ideen hattet und diese auch umgesetzt habt, mit dir an vorderster Front. Die heutige bestehende und bestens funktionierende BSC-Organisation ist euch zu Dank verpflichtet.» Des Weiteren erklärte er: «Und unsere Hundeführer müssen doch auch etwas ’verrückt‘ sein, dass sie ihre schon knappe Freizeit nicht für die eigene Jagd, sondern für Dritte zur Verfügung stellen. Auch als Schweisshundeführer braucht man eine Prise Verrücktheit, denn wer kraxelt schon freiwillig mit dem Hund am Riemen in den Legföhren herum, wer läuft kilometerweit zu einem möglichen Anschuss, möglicherweise noch bei schlechtem Wetter oder Schneelage, wer lässt sich dann noch als schlechten

Hundeführer hinstellen, wenn man das nicht getroffene Wild oder eben auch das verletzte Wild nicht findet und der schlechte Ruf schon vor uns wieder im Tal ist? Das kann nur ein Schweisshundeführer wollen. Die Schweisshundeführer brauchen Biss und Durchhaltewillen und deshalb kommt mir immer der Spruch meines Bruders in den Sinn: ’Eine Schweissfährte kann mit einer Ehe verglichen werden. Man weiss wann sie anfängt, aber nicht wann sie aufhört!’» Am Schluss seiner Ansprache dankte Jürg Obrist allen Schweisshundeführerinnen und Schweisshundeführern, den Sponsoren, die diesen Grossanlass ermöglichten, und den vielen Helferinnen und Helfern, die aktiv zum Gelingen dieses Anlasses beitrugen. Der Präsident des BKPJV Auch der Präsident des Bündner Kantonalen Patentjägerverbandes (BKPJV), Beat Angerer, überbrachte dem Bündner Schweisshundeclub die besten Wünsche und Grüsse aus dem Zentralvorstand. So erklärte er u.a.: «Dass wir bald 24 Stunden am Tag auf eure Unterstützung und eure Hilfe zählen können, ist nicht selbstverständlich, ich möchte es betonen, es ist nicht selbstverständlich. Im Namen aller Bündnerjägerinnen und Bündnerjäger danke ich euch ganz, ganz herzlich für euren grossen und selbstlosen Einsatz zu Gunsten des Wildes und der

Die fünf rangierten Gespanne (vlnr): Beat Caspar (4.),Marco Brandt (3.), Heinz Fehr (1.), Ueli Nef (2.), Andreas Noller (5.). Hinten die Verantwortlichen des Tages: Sepp Anona Bergamin und Jürg Obrist. Bündnerjagd. Eine tiergerechte und weidmännische Patentjagd ist ohne eure Organisation mit euren ausgebildeten und geprüften Vierbeinern nicht mehr vorstellbar. Einen speziellen Dank möchte ich auch an den Vorstand unter der Leitung von Jürg Obrist, für die kameradschaftliche und erspriessliche Zusammenarbeit, richten. Für den kommenden Herbst wünsche ich allen Such- und Weidmannsheil, viel Glück und vor allem gute Gesundheit.» Der Jagdinspektor Der Jagdinspektor, Dr. Georg Brosi, dankte im Namen des Amtes für den grossen Einsatz der «Schweisshündeler». Er hielt ausdrücklich fest, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Amt und dem BSC hervorragend sei und die Hundeführer/innen ihre Aufgabe optimal wahrnehmen. Als Beitrag zur Abendunterhaltung führten die Mitglieder der Sektion Montalin eine «Tragig-Komödie» auf, die beim Publikum auf «lachendes» Interesse stiess. Den musikalischen Teil bestritt die Kapelle «Trio Duranand». Ganzheitlich ein erfolgreicher Tag! Besten Dank an alle Beteiligten! ToPfi Schweizer Jäger 10/2011

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Hund

Prüfungsjagen, Ankörung und Gehorsamsprüfung Schweizerischer LaufhundClub SLC Regionalgruppe Mittelland Prüfungsjagen Sa, 19. November 2011 08.00 Uhr: Besammlung der Hundeführer, Leistungsrichter und Richteranwärter bei der Waldhütte Eriswil (Vis-a-vis Restaurant Fritzenfluh). Weitere Details nach Ansage. 12.00 Uhr: Gemeinsamer Aser bei der Waldhütte Eriswil. Es wird eine Suppe serviert, Getränke sind auf Platz erhältlich. Anschliessend erfolgt die Bewertung der Hunde und die Bekanntgabe der Resultate.

Prüfungsbestimmungen Es sind nur Laufhunde mit Ahnentafeln zugelassen. Das Mindestalter beträgt 18 Monate; Ahnentafel mitbringen. Es dürfen keine Hunde im Prüfungsgelände mitgeführt oder geschnallt werden, welche nicht an der Prüfung teilnehmen. Für Schäden, die durch Hunde verursacht werden, haftet der Besitzer. Startgeld: Fr. 40.– für Clubmitglieder; Fr. 80.– für Nichtmitglieder; wird am Prüfungstag eingezogen. Ankörung Das Ankören anlässlich des Prüfungsjagens vom 19. November 2011 findet ab ca.15.00 Uhr bei der Waldhütte Eriswil statt.

Für Clubmitglieder gratis. Für Nichtmitglieder ohne Prüfungsteilnahme Fr. 40.–. Bedingung: Das Mindestalter beträgt 12 Monate; Ahnentafel mitbringen. Gehorsamsprüfung Die Gehorsamsprüfung für Laufhunde mit SKG-Stammbaum findet am 19. November 2011 im Anschluss an das Prüfungsjagen statt. Beginn ca. 15.00 Uhr bei der Waldhütte Eriswil. Startgeld: Fr. 20.– für Clubmitglieder, für Nichtmitglieder Fr. 40.–, wird am Prüfungstag eingezogen. Bedingung: Das Mindestalter beträgt 9 Monate. Ahnentafel mitbringen.

Anmeldung Die Anmeldung für das Prüfungsjagen und die Gehorsamsprüfung nimmt der Prüfungsleiter Matthias Gfeller entgegen. Bitte eine Kopie der Ahnentafel der Anmeldung beilegen (Vorbereitung der Ausweise). Tel. P 034 431 29 13, G 034 429 20 20, E-Mail matthias gfeller@bluewin.ch Meldeschluss: Montag, 31. Oktober 2011 Alle Clubmitglieder, Laufhundefreunde und Gäste sind zu diesem Anlass sowie dem anschliessenden Höck herzlich eingeladen. Für die Leistungsrichter und Richteranwärter gilt diese Einladung als Aufgebot. Im Verhinderungsfall unbedingt frühzeitig abmelden! Der Prüfungsleiter: Matthias Gfeller Trachselwaldstrasse 14 3452 Grünenmatt

Schweissprüfung ohne Richterbegleitung der Welt Union Teckel (WUT) 2011 durchgeführt vom SDC am 27. und 28. August 2011 in der Region Aesch/BL Vielseitige, wesensfeste und leistungsfähige Teckel sind eine unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche, den gesetzlichen Verpflichtungen gerecht werdende Jagdausübung. Um dazu ihren Beitrag zu leisten, hat sich der Schweizerische Dachshundclub an der WUT-Sitzung 2008 bereit erklärt, die diesjährige WUT-Schweissprüfung für die europäischen Teckelfreunde in der Schweiz auszurichten. Die umfangreiche Organisationsarbeit für einen reibungslosen Prüfungsablauf hat der Obmann für das Jagdgebrauchshundewesen im SDC, Ulli Sand, übernommen. Insgesamt 15 Hundeführer/ innen aus sieben Nationen wurden von ihren Landesverbänden zu dieser hochrangigen Prüfung gemeldet. Sieben Ge-

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Schweizer Jäger 10/2011

spanne wollten sich den hohen Anforderungen einer 20-Stunden-Fährte und acht Gespanne gar einer 40-Stunden-Fährte stellen. Entlang dem Höhenzug «Blauen», Ausläufer des Juras, hat die Prüfung stattgefunden. Einem topografisch sehr anspruchvollen Gebiet, das zum Kanton Baselland gehört. Nur dank der Zusage der jagdhundfreundlichen Jagdgesellschaften Nenzlingen, Pfeffingen, Blauen, Ettingen, Bättwil, Witterswil und Hofstetten standen auch genügend Reviere zur Verfügung um die für die Prüfung benötigten Fährten zu legen. WUT 20: Anca de Fojanes, RH-H., F: Ruben Rubio, Spanien. – Bella z Tanaborku, KH-H., F: Zdenka Leonhardtova, Tschechien. – Canella della Val Vezzeno, RH-H., F: Alexandre Gandini, Schweiz. – Diva von Rätien, RH-H., F: Kurt Hartmann, Schweiz. – Eden de la Lisière Solognote, RH-H., F: Frederic Sellier, Frankreich. – Manitou vom Eigenthal, RH-R., F: Hugo Walker, Schweiz. – Zafferano della Val Vezzeno, RH-R., F: Gabriele Fani, Italien. WUT 40: Bera ze Zelené mytiny, KH-H., F: Vaclav Sluka, Tschechien. – Caruso Canjer v. Boyvital,

KH-R., F: G. van Tankeren-Wijnans, Niederlande. – Kobeddus Effendi, RH-R., F: Heike Junge, Deutschland. – Piubello della Val Vezzeno, RH-R. , F: Giovanna Saiu, Italien. – SOL, RH-R., F: Oscar Lopez-Cancio, Spanien. – Vicki vom Queichtal, RH-H., F: René Roger Kirsch, Deutschland. – Volga de l’Ordon des Rois, RH-H., F: Michel Charraix, Frankreich. – Wolf’s Paula, RH-H., F: Wolf Liebhold, Deutschland.

Als Leistungsrichter kamen zum Einsatz Hubertus Brandenburg/ DTK, Antonio Palladini/I, Manuel Sastre/E, Hubert Schildknecht/F, Gerhard Seibel/DTK, Jaroslav Svec/CZ,

Siegfried Urian/DTK, Marcel Kolar/SDC, Hans Meister/ SDC, Edi Schnider/SDC, Ada von Tscharner/SDC. Prüfungsleiter: Ulli Sand/ SDC. Der Samstag... war Anreisetag für Gespanne und Richter und fürs erste Zusammentreffen von Teilnehmern, Ehrengästen und Helfern wurde das Restaurant «Jura» in Aesch bestimmt. Am perfekt organi-

WUT SchwPoR 20/40 (Auszug aus dem Prüfungsreglement vom 10. August 2001) Länge

mindestens 1000 m

Winkel

3

Wundbett

3

Verweiserpunkte (VW) 5 Schweiss

2,5 dl Rehwildschweiss gespritzt

Zeit

90 Minuten

Prüfung bestanden

Jedes Nachsuchengespann, welches innerhalb der vorgegebenen Zeit von 90 Minuten am Stück ist und mindestens 2 Verweiserpunkte vorweisen kann, hat die Prüfung bestanden.

15 Gespanne aus sieben Nationen. sierten Begrüssungsabend wurden Prüfungsteilnehmer, Richter, Ehrengäste und Helfer willkommen geheissen, Jagdhornklänge und «lüpfige» Ländlermusik ergaben einen passenden Rahmen. Nach offeriertem Apéro und gemeinsamem Abendessen eröffnete Prüfungsleiter Ulli Sand den offiziellen Teil der diesjährigen WUT-Schweissprüfung und begrüsste Vertreter des deutschen und spanischen Teckelklubs, wie auch des SDC’s. In den Worten der Offiziellen wurde vom Teckel als Helfer, Allrounder, Begleiter und Familienhund gesprochen, andererseits auch von der Wichtigkeit, im Jagdbetrieb einen passionierten, vierläufigen Jagdbegleiter und guten Schweisshund an der Seite zu haben – somit die Vielseitigkeit unserer Teckel treffend beschrieben. Dann war die Auslosung der Fährten angesagt. Holzscheiben als Verweiserpunkte auf den gespritzten Fährten verwendet (40 Std. mit roten, 20 Std. mit gelben Punkten) dienten als Los. Diese wurden mit der Fährtennummer versehen und zum Halsanhänger umfunktioniert. Eine gute Idee. Noch lange blieb man in gemütlicher Runde sitzen, nutzte die Gelegenheit, alte Freundschaften aufzufrischen und neue zu knüpfen, Erfahrungen unter Hundeführern und Jägern auszutauschen. Doch die Teckel waren nun mal die Hauptdarsteller dieses Anlasses und so durfte man auf deren morgige Leistungen gespannt sein.

Wetterwechsel «Kaiserwetter» für den Prüfungstag. Treffpunkt war um 8.00 Uhr die Schiessanlage «Schürfeld», wo stimmiges, jagdliches Ambiente die Teilnehmer erwartete. Neben brennender Schwedenfackel lag auf Tannengrün eine frische Rehdecke mit Haupt, weidgerecht präsentiert, «umrahmt» von Jagdhornklängen. In der Begrüssung betonte der Prüfungsleiter nochmals, dass die Gespanne mit anspruchsvollem Gelände rechnen müssten. Felsiges Gebiet, dichter Jungwuchs und Brombeeren würden den Schwierigkeitsgrad noch erhöhen und gab Richtern und Hundeführern den Rat, ihre Mobile-Nummern auszutauschen, falls sich jemand verlaufen sollte. Segen der modernen Kommunikation! Nach einigen aufmunternden Worten von SDC-Präsident Leo Hess an die Hundeführer/innen, wurden die

Gespanne mit ihrem zuständigen Richter «versehen», die bevorstehende Suchenarbeit mit Schnaps «angefeuchtet», von Revierkundigen in Empfang genommen und zu den bereitstehenden Autos geführt. Begleitet vom Jagdsignal «Aufbruch zur Jagd» machte sich der Konvoi auf die Reise zu den Revieren. Am Anschuss wurden die Hundeführer von ihren Richtern eingewiesen, die Startzeit protokolliert, um sich dann zum Fährtenende zu begeben und dort auf das jeweilige Gespann zu warten – versteckt notabene – hoffend, dass der Hund findet. Warten und Daumendrücken hiess es für die Zurückgebliebenen. Entsprechend gross war die Freude, als das erste Gespann – mit Bruch für Hund und Führerin – von der Fährte zurückkam. Zdenka Leonhardtova/CZ mit ihrer KH-H. Bella, erfolgreich in 55 Minuten mit 5(!) VW.

Der Sonntag... versprach nach einem abrupten Temperatursturz und

WUT-SchwPoR-Siegerin 2011 auf der 20-Std.-Fährte: Zdenka Leonhardtova, CZ, mit KH-H. Bella z Tanaborku.

Leo Hess, Präsident SDC; Kurt Hartmann, SDC, 2. Rang; Ulli Sand, Prüfungsleiter; Zdenka Leonhardtova, CZ, 1. Rang; Jaroslav Svec, CZ,Vizepräsident tschechischer Teckelklub (vlnr).

Ein ernüchterndes Ergebnis Zwingend stellte sich die Frage, wo die Latte der Hürde dieser Prüfung zu hoch gestellt war? Waren die Revierverhältnisse für die Hundeführer doch zu schwierig? Waren die heftigen Gewitter schuld, die am Freitag über den frisch gespritzten 40-Std.-Fährten niedergingen? Oder ist der Grund möglicherweise bei den zahlreichen Verleitfährten von Reh- und Schwarzwild zu suchen? Dem deutschen Hundeführer René Kirsch wurde eine flüchtende Sau jedenfalls zum Verhängnis. Seine Hündin fand diese viel verlockender als die Rotfährte, also Suchen

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Hund

Auf die Frage, wie sie mit den Gegebenheiten zurechtgekommen sei antwortete sie: «Das war brutal! Auf dem Ar… bin ich gerutscht und auf allen Vieren gekrochen. Aber ich hab’s geschafft!» Gar nicht so schlecht, hätte man denken können. Nur bis der nächste Erfolg vermeldet werden konnte, dauerte es. Der zweite Glückliche im Bund war dann der Bündner Kurt Hartmann/ CH mit seiner RH-H. Diva, erfolgreich in 84 Minuten mit 3 VW. Das war’s dann auch schon. Die restlichen fünf Gespanne der 20-Std.-Fährten konnten keinen Erfolg verbuchen, auch die Suchen der acht Gespanne auf den 40-Std.-Fährten endeten mit einem Misserfolg.

Hund Ernüchternde Tatsachen. aus! Pech auch für die holländische Hundeführerin Gonny van Tankeren. Das Gespann hat wohl zum Stück gefunden, jedoch ohne VW. Bedenkt man, dass bei dieser Prüfung nur ausgewiesene Hundeführer der Mitgliedsländer vor Ort waren, mit gut vorbereiteten, suchwilligen Teckeln an ihrer Seite, wird aller Vermutungen zum Trotz nur ein grosses Fragezeichen bleiben! Da prüfungsgewandte Teckelleute auch mit Niederlagen umzugehen wissen, war und blieb die Stimmung der Anwesenden gut. Entspannung machte der Nervosität vergangener Stunden und Tage Platz. Nach dem Imbiss war die Dackel-Showgruppe «Kleffer & Smart» deshalb auch eine willkommene Abwechslung im Rahmenprogramm. Nicht nur als Jagdbegleiter, Familien- und Ausstellungshund, auch artistisch stehen diese Allrounder in erster Reihe! Bei der abschliessenden Preisverteilung durften die beiden Prüfungssieger ihren wohlverdienten Pokal entgegennehmen. WUT-SchwPoR-Siegerin 2011 auf der 20-Std.-Fährte: Zdenka Leonhardtova/CZ mit der KH-Hündin Bella z Tanaborku. Herzliche Gratulation an Führerin und Hund, die eine hervorragende Arbeit auf der 20-Std.-Fährte geleistet haben. 2. Rang bei der WUT-SchwPoR 2011 auf der 20-Std.Fährte: Kurt Hartmann/CH mit der RH-Hündin Diva von Rätien. Auch diesem Gespann herzliche Gratulation. Führer

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Schweizer Jäger 10/2011

und Hund haben eine gute Arbeit gezeigt und dürfen stolz auf ihre Leistung sein.

Nach der kurzen Preisverteilung erhielten alle Hundeführer als Erinnerungsgeschenk einen kleinen Pokal. Für deren Vierbeiner gab’s was für den Futternapf und auch die Richter mussten nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten. Auch wenn die diesjährige WUT-SchwPoR das schlechteste Resultat der vergangenen Jahre aufweist, darf der Schweizerische Dachshundclub auf ein hervorragend organisiertes Wochenende zurückblicken. Zahlreiche Helfer der Ortsgruppe Nordwest, der Sektion jagdlich geführter Dackel, befreundete Waid- und

Forstmänner haben tatkräftig mitgeholfen einen reibungslosen Prüfungsablauf möglich zu machen. Die Ausrichtung dieses Grossanlasses ist dem Prüfungsleiter Ulli Sand und seiner starken Mannschaft mit Bravour gelungen. Rosmarie Gerber

Schweizer Niederlaufhundund Dachsbracken-Club In der Oberaargauer-Gemeinde Lotzwil im Langetetal, Kanton Bern, fand am 26. Juni 2011 der diesjährige Körtag des Schweizerischen Niederlaufhund- und DachsbrackenClubs im Wald beim Burgerhaus Lotzwil statt. Erstmals wurde gleichzeitig mit der Formwertbeurteilung

auch der SNLC-Wesenstest (ohne Spurlaut) durchgeführt. Der Spurlaut muss später noch nachgewiesen werden. Bei schönstem Wetter beurteilten die Richter/in Margrit Martegani, Jacques Bosshard, Fredy Kuster und Samuel Kaderli bei 17 Hunden den Formwert.

Wann ist der Körmeister endlich fertig mit meiner Beurteilung?

3 Alpenländische Dachsbracken – Bewertungen: 2 sehr gut (zur Zucht zugelassen); 1 Probewurf (Kontrolle der Nachkommen). 6 Berner Niederlaufhunde – Bewertungen: 4 sehr gut (zur Zucht zugelassen); 2 Probewürfe (Kontrolle der Nachkommen). 3 Jura Niederlaufhunde – Bewertungen: 3 vorzüglich (zur Zucht empfohlen). 3 Luzerner Niederlaufhunde – Bewertungen: 2 sehr gut (zur Zucht zugelassen); 1 Probewurf (Kontrolle der Nachkommen). 1 Schwyzer Niederlaufhund – Bewertung: 1 sehr gut (zur Zucht zugelassen). 1 Westfälische Dachsbracke – Bewertung: 1 vorzüglich (zur Zucht empfohlen). Das Verhalten beim Wesenstest wurde bei 13 Hunden durch die Richter/in Elisabeth Duss und Ueli Eicher geprüft, dabei haben alle Hunde den Wesenstest bestanden. Allen Richtern/innen und allen Helfern besten Dank für die Mitarbeit an diesem gelungenen Anlass. Samuel Kaderli Körmeister SNLC

27./28. August 2011 in den Revieren Unterlunkhofen/Oberwil Bei sehr guten Bedingungen konnten am Samstagabend alle Fährten gespritzt werden. Der Boden war noch leicht feucht vom Regen des Vortages und die Wettervorhersage versprach auch auf den Sonntag schönes Wetter. Um 07.00 Uhr trafen sich die Richter zur Richterbesprechung im Jagdhaus und letzte Details wurden bereinigt. Die Hundeführer waren bereits eingetroffen und in den Gesichtern sah man die Spannung und Nervosität der einzelnen Teilnehmer. Der Prüfungsleiter begrüsste alle Anwesenden und besonders die Jagdpächter von Unterlunkhofen und Oberwil. Er verdankte das kurzfristige zur Verfügung stellen der Reviere, weil ein Sturm mit viel Sturmholz eine vorerst in Bottenwil geplante Durchführung verunmöglichte. Auch Rolf Knapp, vom Revier Unterlunkhofen, begrüsste kurz die Teilnehmer und wünschte ihnen Suchenheil. Nun wurden die Gruppen eingeteilt und die Arbeit konnte beginnen. Bei schönstem Sonnenschein verteilten sich die 16 Hundeführer auf beide Reviere. Man sah sehr unterschiedliche Arbeiten auf den einzelnen Fährten. Einige Erstlingsführer hatten noch einige Mühe, ihre Hunde zu lesen. Ist er nun auf der Fährte oder sucht er etwas anderes? Aber mit ein bisschen Glück fanden auch sie zur Decke am Ende der Fährte. Vier Gäste mit ihren Hunden konnten wir auch bei uns begrüssen. Vom Griechischen Mix, Spaniel, Wachtel und ein

Rangliste 1000-m-Fährten KLM – Gestartet 4 Hunde, bestanden 1 Hund: Peter Marugg, KlostersDorf, mit Ena vom Roggenhorn. Ohne Abruf: Suchensieger. 500-m-Fährten KLM – Gestartet 11 Hunde, bestanden 10 Hunde: Hanspeter Bichsel, Mühleberg, mit Basco vom Valeis; Bernhard Imhof, Termen, mit Branko vom Gonzenbach; Manfred Zeiter, Oberems, mit Eyla vom Hexenwinkel; Ralf Hassler, Maladers, mit Chiara vom Mezzaselverwa, Suchensieger; Ernst Stöckli, Buttisholz, mit Diana vom Keilerwald; Stefan Weber, Hemmiken, mit Betty vom Valeis. Gäste : Toni Bächler, Düdingen, mit Ricco, of Blue Chilren Spaniel; Walter Roth, Mümliswil, mit Kliffy, Deutscher Wachtel; Barbara Eggimann, Weissenberg, mit Theo, griechischer Mix; André Ritz, Täsch, mit Cora von der Salzböde.

Die Suchensieger: 500-m- Fährte Ralf Hassler (links) und 1000-m-Fährte Peter Marugg. Pudelpointer war alles vertreten. Aber alle waren erfolgreich auf der Schweissfährte. Die Fährten wurden dem Gelände angepasst, das heisst, sie führten durch Gebüsch, Dickicht, Brombeeren, Wiese und Hochwald. Es waren sicher keine leichten Fährten, die im Schnellzugtempo nachgesucht werden konnten. Ich gratuliere allen Hundeführern zur bestandenen Prüfung und wünsche Suchenheil. Aber zu guter Letzt haben doch 91% der gestarteten Hunde die Prüfung bestanden. Beim gemütlichen Zusammensitzen wurde noch lange über den vergangenen Tag gesprochen. Mein Dank gehört Robert Bertschinger als Prüfungsleiter. Er hat einmal mehr alles sehr gut vorbereitet. Auch unserem Kassier Ernst Krebst mit seinen Mitarbeiterinnen Vreni Schinz und Cornelia Bögli gehört mein bester Dank für das Führen der kleinen Festwirtschaft. Auch allen Richtern und den Revierinhabern sei nochmals gedankt, denn ohne sie

gäbe es keine Prüfung. Auch die Revierführer und Richteranwärter haben ihren Teil zum guten Gelingen der Prüfung beigetragen, auch ihnen meinen besten Dank. Freuen wir uns schon auf das nächste Jahr im Revier Bremgarten/AG am 25./26.August 2012. Urs Hoppler, Präsident

Hund

Schweissprüfung des Schweizerischen Klubs für Kleine Münsterländer-Vorstehhunde

Weitere Mitglieder haben eine Schweissprüfung absolviert und bestanden: Rosmarie Schuhmacher, Laupen, am 20. August mit ihrem Kleinen Münsterländer (Bern). Auch Gerhard Allemann, Welschenrohr, mit seinem KLM-Rüden (Kanton Solothurn). Den beiden unsere herzliche Gratulation.

Herzliche Gratulation Schweiz. Niederlaufhund- und Dachsbracken-Club Wir gratulieren den Mitgliedern zum Geburtstag Oktober Zum 60. Zum 65. Zum 70. Zum 73. Zum 75. Zum 84.

Christina Fritsch-Flück, Mörigen (5.) Florian Vetsch, Schiers (28.) Adolf Wipfli, Mollis (30.) Jakob Trümpi, Ennenda (10.) Hugo Lattmann, Bauma (14.) Karl Jordan, Appenzell-Meistersrüti (16.) Peter Ammon, Rütihof (23.) Willy Hofstetter, Hersberg (29.) Roman Harzenmoser, Bernhardzell (14.) Fred Oesch, Thun (18.) Franz Rhomberg, Zürich (30.)

Präsident SNLC: Fredy Kuster, Gräbackerstrasse 117, 5735 Pfeffikon, Tel. 062 771 82 01 Sekretariat SNLC: Gertrud Fehlmann, Forchenmattweg 4, 8624 Grüt, Tel. 044 932 29 74 Zuchtwart: Samuel Kaderli, Kreuzfeldstrasse 44, 4932 Lotzwil, Tel. 062 922 16 87

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RUTENVERLETZUNGEN

Rasse

Deutsch Drahthaar Deutsch Kurzhaar Weimaraner Deutsch Langhaar Magyar Vizsla Griffon, KlM, andere Total

variousity, L & A Moreno, Basel

Vor rund 14 Jahren hat die Schweiz (BVET) das von der EU erlassene Verbot des Kupierens der Ruten an Hunden in Kraft gesetzt. 2002 wurde zudem das Importieren von kupierten Hunden, das bis anhin unter gewissen Voraussetzungen erlaubt war, generell verboten. In unserem nördlichen Nachbarland kann eine Rutenkürzung vorgenommen werden, «wenn der Eingriff im Einzelfall, bei jagdlich zu führenden Hunden für die vorgesehene Nutzung des Tieres unerlässlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen» (§6 Abs. 1 DTschG). In der Praxis wurde das so umgesetzt, dass alle für den jagdlichen Einsatz bestimmten Welpen kupiert werden können. Da in Deutschland seit Jahrzehnten kupiert wird, gibt es dort auch keine Untersuchung über die Verletzungshäufigkeit bei unkupierten Vorstehhunden. Eine Untersuchung in Schweden aus den Jahren 1990/1991 wird aber als Argumentarium angeführt (http:// www.weimaraner-kennel.de/ wunderlich-1.pdf).

Viermonatiger Welpe, der sein erstes Rebhuhn vorsteht und das auch mit seiner Rutenhaltung klar erkennen lässt. Der Schweizer Vorstehhund-Club hat seine rund 330 Mitglieder im Juli 2011 zu ihren Erfahrungen mit Rutenverletzungen befragt. 82 Hundehalter haben Aussagen zu 88 Hunden gemacht. Davon führen 12 Halter noch einen älteren Hund mit kupierter Rute, zwei Halter einen mit verletzungsbedingt kupierter Rute. Somit konnten von 70 Führern Aussagen zu 76 unkupierten, in der Schweiz jagdlich eingesetzten Vorstehhunden

gemacht werden auf folgende Fragen: – Welche Hunderasse, Rutenverletzungen aufgetreten? – Verletzung aus jagdlicher oder nicht-jagdlicher Tätigkeit (z.B. Stuhl/Tischbein, Wandverputz, Beisserei, Autotüre, Unfall etc.) ? – Verletzung wiederholt aufgetreten? Tierärztlich behandelt? (Siehe Tabelle 1)

Anzahl

% Anteil

Verletzt

%

Nicht verletzt

%

Jagdlich bedingt

%

Nicht jagdlich bedingt

%

23 18 12 8 5 10 76

30 24 16 11 7 13

4 6 3 2 2 0 17

17 33 25 25 40 0 22

19 12 9 6 3 0 59

83 66 75 75 60 0 78

2 4* 2 0 2* 0 10

9 22 17 0 40 0 13

2 4* 1 2 2* 0 11

9 22 8 25 40 0 14

*Verletzungen haben bei 2 Kurzhaar und 2 Vizsla jagdliche und nicht jagdliche Ursache.

Tabelle 1 Rasse Deutsch Drahthaar Deutsch Kurzhaar Weimaraner Deutsch Langhaar Magyar Vizsla Griffon, KlM, andere Total

Tabelle 2

Anzahl

Wasserjagd

Nachsuche, Schweissarbeit

Stöbern im Wald

Stöbern im Feld

23 18 12 8 5 10 76

23 13 10 8 4 5 63

17 18 10 8 5 6 64

19 8 6 8 1 6 48

17 11 8 3 3 4 46

Ist eine Rute einmal verletzt, tritt die Verletzung wiederholt auf (16 von 17). Zwei Hunde wurden nach wiederholt auftretender Verletzung vom Tierarzt kupiert. Fünf von 17 mussten tierärztliche Behandlung in Anspruch nehmen. Von den 70 Führern der 76 nicht kupierten Hunde gaben elf an, dass sie lieber einen kupierten Hund führen würden. Zusätzlich wurde nach dem Einsatzbereich der Vorstehhunde in der Schweiz gefragt: (Siehe Tabelle 2) Die Befragung macht keine Aussage zum Verhältnis von Rutenverletzungen zu anderen Verletzungen aus jagdlichem Einsatz, wie Verletzungen an Augen, Pfoten, Behang, Bauch/Lenden etc. durch Äste, Glasscherben, Dornen, Schilf, Maispflanzen. Diese Verletzungen sind erfahrungsgemäss wesentlich häufiger und treten im Jagdbetrieb einsatzgemäss immer wieder auf. Diese Befragung kann keine Aussage zum Sinn oder Unsinn des Kupierens von Ruten an Jagdhunden machen. Diese Aussage kann einzig der Hundehalter für sich, bzw. seinen Hund machen. Marc Lenzlinger, Schweiz. Vorstehhund Club Schweizer Jäger 10/2011

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Hund

bei nicht kupierten Vorstehhunden

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Die Jagd in den Werken Karl Mays

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Lebensraum

DURCH BERGE UND PRÄRIEN Jagdabenteuer im «Wilden Westen»

Repro: Verfasser

Am bekanntesten, und dies sicher aus gutem Grund, wurde Karl May durch seine so genannten Reiseerzählungen, die zutreffend besser als Reiseromane – wie sie anfangs auch teilweise hiessen – zu bezeichnen wären. Immerhin einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, nämlich Ernst Bloch (1885–1977), der Karl May im Übrigen «einen der besten deutschen Erzähler» nannte, lobte und empfahl sie als «Reiseerzählungen konkreter Phantasie, die jeden Baedeker kreuzen.» Die Erzählungen spielen im Wesentlichen in zwei Regionen der Welt, nämlich im «Wilden Westen» der Vereinigten Staaten von Amerika und in den Ländern des östlichen und südlichen Mittelmeerraumes bis in den Nahen und Mittleren Osten.

Überaus deutlich erinnert diese Szene aus dem Reisewerk «Die Indianer Nordamerikas» des Malers George Catlin an die Bisonjagd im ersten Teil der Winnetou-Trilogie und ist einer der Hinweise auf die intensive Nutzung dieses Berichtes als Quelle durch Karl May.

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Schweizer Jäger 10/2011

nahe an meinem Beine vorbeistiessen. Unser Sprung ging grad in die Schlammlache hinein, in welcher der Büffel sich gewälzt hatte; ich sah es und nahm die Füsse aus den Bügeln, zu meinem Glücke, denn das Pferd glitt aus und wir stürzten. Wie das so schnell geschehen konnte, ist mir heut noch unbegreiflich, doch stand ich schon im nächsten Augenblicke aufrecht neben der Lache, das Gewehr noch fest in der Hand. Der Büffel hatte sich nach uns umgedreht und sprang in ungelenken Sätzen auf das Pferd zu, welches sich auch aufgerafft hatte und im Begriffe stand, zu entfliehen. Dabei bot er mir seine Flanke zum Schusse; ich legte an; jetzt sollte sich der schwere Bärentöter zum erstenmal im Ernste bewähren. Noch einen Sprung, so hatte der Bison den Rotschimmel erreicht; ich drückte ab – – er blieb mitten im Laufe stehen, ob vor Schreck über den Schuss oder weil ich gut getroffen hatte, das wusste ich nicht; ich gab ihm sofort auch die zweite Kugel. Er hob langsam den Kopf, stiess ein mir durch alle Glieder gehendes Brüllen aus, wankte einigemal hin und her und brach dann auf derselben Stelle, wo er stand, zusammen.» Ein Denkmal für die «rote Rasse» Auffallende Ähnlichkeit bis in Details hat diese – fiktiv-chronologisch gesehen – erste Jagdszene des angehenden Westläufers mit einer Büffeljagd, wie sie der amerikanische Maler George Catlin (1796–1872) ebenfalls als seine

erste Jagd auf Bisons beschreibt. Catlin, ursprünglich Jurist, unternahm in den 30er-Jahren des 19. Jahrhunderts ausgedehnte Reisen in die damals von der Kultur der Weissen noch fast unberührten Indianergebiete am Missouri, am Platte River und am oberen Mississippi und gilt als einer der zuverlässigsten Schilderer vergangenen indianischen Lebens. Sein Werk «Die Indianer Nordamerikas» befand sich nach dem im Jahre 1923 erstellten Verzeichnis seiner mehr als 3000 Bände umfassenden Bibliothek in einer Ausgabe von 1884 auch in Karl Mays Besitz. Erworben oder zumindest intensiv genutzt hat er das Buch aber wohl erst um 1893, als er mit dem ersten Teil der «Winnetou»Trilogie eines seiner schönsten Bücher schrieb und der roten Rasse «das wohlverdiente Denkmal» setzen wollte – was ihm zumindest im deutschen Sprachraum zweifelsfrei auch gelungen ist. Passagen über das tragische Schicksal der Indianer und die schwere Schuld der weissen Invasoren in Mays Werk sind deutlich von den Gedanken Catlins beeinflusst und sogar Menschen tauchen in den Berichten des Amerikaners auf, die May – allerdings neben anderen Personen aus Literatur und Geschichte – als Vorbild für einige seiner Gestalten wie Sam Hawkens oder Klekih-petra, den weissen Lehrer der Apatschen, gedient haben könnten. Von den zahllosen weiteren Gemeinsamund Ähnlichkeiten in beiden Werken sei hier nur noch erwähnt, dass auch für die Erlegung des GrizzSchweizer Jäger 10/2011

31

Lebensraum

Die Geschichten, die «im fernen Westen» – so auch der Titel einer frühen Buchausgabe – spielen, nehmen hierbei den deutlich grösseren Raum ein und sind mit zahlreichen Jagderzählungen ausgeschmückt. Die eingangs wiedergegebene Szene einer Bärenjagd stammt aus dem dritten Teil der «Winnetou»-Trilogie, als der Ruhm des Ich-Erzählers Old Shatterhand und seines Blutsbruders bereits längst über alle Berge und Prärien gedrungen war. Jeder Karl-May-Leser weiss aber, wie alles begann, nämlich im ersten Teil dieser Trilogie, als der noch völlig unbekannte deutsche Hauslehrer «Charley» bei einem Vermessungstrupp für den Bau einer Eisenbahnlinie anheuerte, ins Land der Apatschen kam und nach vielen Abenteuern und Gefahren schliesslich zum «Westmann» avancierte. Schon bald erhielt er wegen seines «Jagdhiebes», ein Faustschlag, der den stärksten Gegner sofort fällte, den Namen «Old Shatterhand» und musste natürlich auch seinen Mut und seine Treffsicherheit unter Beweis stellen, nämlich bei der Erlegung eines Grizzlys, mit dem die Landvermesser in Konflikt geraten waren, beim Fang wilder Mustangs, denen jedoch dann ein Maultier vorgezogen wurde, für seinen Lehrmeister und alsbaldigen Freund Sam Hawkens und schliesslich bei der aufregenden Jagd auf Präriebüffel: «…Dem Bison eine Kugel geben, war unmöglich, denn erstens stand er mir nicht schussgerecht und zweitens wollte mir das Pferd nicht gehorchen; es schoss vor Angst grad auf die drohenden Hörner zu. Um es aufzuspiessen, warf der Büffel seine Hinterbeine zur Seite und den Kopf mit einem gewaltigen Stosse in die Höhe; mit Anstrengung aller Kräfte gelang es mir, den Schimmel ein wenig abzubringen; er flog in einem weiten Satze über das Hinterteil des Bullen hinweg, während in demselben Augenblicke dessen Hörner ganz

Solche Szenerien wandernder Bisonherden, wie sie der Schweizer Maler Karl Bodmer (1809–1893) hier dargestellt hat, konnten jene Reiseschriftsteller, von denen Karl May sich inspirieren liess, bis in die 60er-Jahre des 19. Jahrhunderts noch erleben.

Quelle: Wikipedia, public domain

Von Klaus Böhme

Karl May und die Werke Möllhausens An weiteren populären, auch gegenwärtig, zumindest antiquarisch noch erhältlichen Berichten und Erzählungen aus dem Wilden Westen Nordamerikas fanden sich in der vielseitig bestückten Bibliothek unter anderen die «Reisen und Abenteuer im Apachenlande» des irisch-amerikanischen Künstlers und Schriftstellers John Ross Browne (1817–1875) und die «Fahrten im Lande der Sioux» des deutschen Journalisten und Malers Rudolf Cronau (1855–1939), der unter anderem mit dem berühmten Sioux-Häuptling Sitting Bull persönlich bekannt war. Vor allem aber gehörten dazu die beiden Reiseerzählungen des deutschen Abenteurers Balduin Möllhausen (1825–1905), der jahrelang die Prärien, Gebirge und Wüsten des westlichen Nordamerika durchwanderte, als Trapper lebte und später, nachdem er sich als Schriftsteller in Potsdam niedergelassen hatte, in höchsten Kreisen am Berliner Hof verkehrte. Für Karl May waren Möllhausens Werke, auch einige seiner späteren Romane, wohl in noch grösserem Masse als Catlins Buch eine äusserst ergiebige Quelle für unzählige Motive. Zu vielen seiner prägenden Gestalten, zu den beeindruckenden Landschaftsschilderungen, insbesondere der Gegend im Gebiet des Colorado auf dem Ritt zum Silbersee, aber auch zu einzelnen Begebenheiten und geschilderten Bräuchen finden sich mehr oder weniger deutliche, manchmal sogar fast wörtliche Entsprechungen in den Beschreibungen und Erzählungen des Rheinländers, der den erfolgreicheren Sachsen deswegen auch offen als Plagiator anprangerte. Aber er schrieb nicht etwa nur mehr oder weniger ab;

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Schweizer Jäger 10/2011

dies war, ganz im Gegensatz zu dahingehenden abwertenden Äusserungen über den Schriftsteller, in der Regel überhaupt nicht seine Art und genügte seiner oft überbordenden Phantasie keineswegs. Interessant erscheint als Beispiel hierfür die blosse Schilderung einer Kolonie von Präriehunden im Reisewerk Möllhausens, die May mit seiner im literarischen Umfeld nahezu beispiellosen Begabung, aus einer sachlichen Beschreibung eine aktionsgeladene Handlung zu entwickeln, in dem Jugendroman «Der Schatz im Silbersee» zu einer lustigen Jagd auf diese Tiere entfaltete: «Dort gab es eine Kolonie von Prairiehunden, wie die amerikanischen Murmeltiere wegen ihrer kläffenden Stimme genannt werden. Sie sind harmlose, unschädliche und sehr neugierige Geschöpfe und wohnen sonderbarerweise gern mit Klapperschlangen und Eulen beisammen. Wenn sich ihnen jemand naht, so richten sie sich auf, um ihn anzuäugen; dabei gibt es sehr possierliche Stellungen und Bewegungen. Schöpfen sie Verdacht, so tauchen sie blitzschnell in ihre Röhren nieder und sind nicht mehr zu sehen. Der Jäger, wenn er einen andern Brocken bekommen kann, verschmäht das Fleisch dieser Tiere, nicht etwa aber, weil es ungeniessbar ist, sondern weil er ein Vorurteil gegen dasselbe hat. Will er trotzdem einen Prairiehund erlegen, so darf er nicht versuchen, sich heimlich anschleichen zu können, denn diese Geschöpfe sind zu aufmerksam, als dass ihm dies gelingen könnte. Er muss ihre Neugierde erwecken und so lange zu fesseln suchen, bis er in Schussweite gekommen ist. Das kann er aber nur dadurch erreichen, dass er selbst auch die lächerlichsten Stellungen annimmt und die possierlichsten Bewegungen macht. Der Prairiehund weiss dann nicht, woran er ist und was er von dem Nahenden zu halten hat. Das wusste Old Shatterhand. Er machte also, sobald er bemerkte, dass er von den auf ihren Haufen sitzenden Tieren bemerkt worden war, allerlei Kreuz- und

Quelle: Wikipedia, public domain

Lebensraum

lybären und den Wildpferdefang George Catlin zumindest die Ideen lieferte bis hin zu der Bemerkung, dass sich bei den Mustangherden häufig Maultiere befanden, die wertvoller als die Pferde eingeschätzt wurden.

Diese Illustration aus dem Jahrgang 1894 der populären Familienzeitschrift «Die Gartenlaube» könnte zu Karl Mays lustiger Jagdszene aus der Erzählung «Der Schatz im Silbersee» passen, die er sich allerdings einige Jahre zuvor erdachte.

Quersprünge, duckte sich nieder, fuhr wieder hoch empor, drehte sich um sich selbst, bewegte die Arme wie die Flügel einer Windmühle und hatte dabei nur den Zweck im Auge, immer näher zu kommen.» Vorlagebücher vernichtet? Im Gegensatz zu den genannten und vielen ungenannten Büchern nicht im Bibliotheksverzeichnis aufgeführt sind hingegen mehrere Werke, die – wie sogar aus einigen Erzählpassagen zu erkennen ist – ganz sicher zu den Quellen Karl Mays gehört haben. So lässt er in dem 1882/1884 geschriebenen Kolportageroman «Das Waldröschen oder Die Verfolgung rund um die Erde» eine der Gestalten sagen: «Habe viele Romane gelesen, Reisebeschreibungen. Cooper, Marryat, Möllhausen, Gerstäcker…» und im zweiten Teil der «Winnetou»-Trilogie verspottet Old Death, eine der seltsamsten und abschreckendsten Figuren in Mays WildWest-Kosmos, Old Shatterhand, den er zu diesem Zeitpunkt noch nicht kennt und für ein «Greenhorn» hält: «Habt wohl früher manche schöne Indianergeschichte von Cooper und Anderen gelesen? Haben Euch wohl sehr gefallen, diese hübschen Sachen? … Cooper ist ein ganz tüchtiger Romanschreiber gewesen, und auch ich habe seine Lederstrumpferzählungen genossen; aber im Westen war er nicht …».

derrist über zwei Meter hoch, mit kurzem, plumpem Leibe und langen Beinen, breit überhängender Oberlippe und struppigem Kinnbarte» beschrieben und hat dazu einen «hässlichen Kopf mit … breiten, gewaltigen Schaufeln». Daneben werden gelegentlich – und sei es, um mit deren Blut dem Verdursten zu entgehen – sogar Kojoten erlegt, ferner natürlich auch, um deren Felle zu verkaufen, Biber gefangen und unfreiwillig gerät man mit Opossums und sogar Skunks in Konfrontation. Die bunte Palette der Jagden in den Prärien und Gebirgen des amerikanischen Westens soll ein Hinweis die Erzählung «Unter Geiern» abschliessen; dort wird ein lustiges Forellenangeln in der Gegend des Big Horn River geschildert – einer Region, die in der realen Geschichte der nordamerikanischen Indianer zu überaus tragischer Bedeutung gelangt ist. Fortsetzung folgt

Karl Mays Bearbeitung von Gabriel Ferrys «Waldläufer», im Karl-May-Verlag als Reprint erhältlich, ist mit zeitgenössischen Farbillustrationen ausgestattet; diese zeigt, wie ein erlegter Puma mit dem Lasso hinter dem Pferd her geschleift wird.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Karl-May-Verlags Bamberg

Viele weitere Quellen Eine besondere Stellung in den literarischen Quellen nimmt der Roman «Le Coureur de Bois» des «französischen Cooper» Gabriel Ferry (1809–1852) ein, das einzige Werk eines anderen Schriftstellers, das von Karl May bearbeitet bzw. nacherzählt wurde. Die Bearbeitung unter dem Titel «Der Waldläufer» eröffnete ihm die Apacheria im Südwesten der Vereinigten Staaten als Handlungsspielraum für seine weiteren Indianererzählungen und in Ferrys Indianer Rayon Brûlant, der bei May Falkenauge heisst, fand er das Vorbild für die weitere Entwicklung seines Winnetou. Als nahezu einzige jagdliche Szenerie wird in der Erzählung die Erlegung zweier Jaguare, gelegentlich auch als Tiger bezeichnet und als relativ harmlos geschildert, sowie der Fang eines Pumas mit dem Lasso erwähnt. Unter den vielen weiteren tatsächlichen und vermuteten Quellen, die hier unmöglich alle auch nur aufgezählt werden können, wären auf jeden Fall noch zwei Werke zu erwähnen: Zum einen der Roman «Freikugel» des französischen Seemanns, Abenteurers und Schriftstellers Gustave

Aimard (1818–1883), in dem sich zahlreiche, in fast allen Amerikaerzählungen Karl Mays wiederkehrende Motive finden und letztlich die Erzählungen des irischen Auswanderers Thomas Mayne Raid, wie Aimard 1818 geboren und 1883 gestorben. In dessen Roman «Bruin» geht es um Bärenjagden in aller Welt und für den nordamerikanischen Grizzly taucht dort die Bezeichnung «Vater Ephraim» auf, die von Karl May im letzten Band der «Old Surehand»Trilogie bei Schilderung der Bärenjagden im «Kui-erant-yuaw», dem «Bärental» verwendet wird. Im «Wilden Westen» galt die Jagd neben Büffel und Bär häufig auch dem Elk; hiermit meint Karl May, obwohl dies eigentlich die Bezeichnung für den Wapitihirsch ist, offenbar meist den Elch, denn wenn das Wort erläutert wird, erfolgt ein Hinweis auf das «Elen» oder «Elenthier» und in einer Erzählung wird das Tier als am «Wi-

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Lebensraum

Diese Erwähnungen werden als deutlicher Hinweis darauf angesehen, dass Karl May – und anders kann man es sich bei seiner intensiven Art des Quellenstudiums auch nicht vorstellen – sowohl James Fenimore Coopers (1789– 1851) berühmte Lederstrumpferzählungen als auch die Werke des 1816 in Hamburg geborenen und 1872 in Braunschweig gestorbenen Weltreisenden und Erzählers Friedrich Gerstäcker kannte. Wenn die entsprechenden Werke nicht in seiner Büchersammlung zu finden waren, dann kann dies an der berüchtigten «Bereinigungsaktion» seiner Witwe Klara gelegen haben, die offensichtlich vieles vernichtete, was an der für den Schriftsteller letztlich so verhängnisvollen «Old-ShatterhandLegende», nach der er alle Abenteuer selbst erlebt haben wollte, hätte rütteln können.

Lebensraum

JAGD UND NATURSCHUTZ stehen sich nicht im Wege

Ein Beispiel vernetzter Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft und verschiedenen Interessengruppen zur Förderung und Erhaltung der Biodiversität aus dem Kanton Graubünden zeigt, dass Initiative, Bereitschaft zur Zusammenarbeit sowie Beharrlichkeit und Ausdauer auch grössere Projekte verwirklicht und danach auch unterhalten und gepflegt werden können.

Text und Fotos: Toni Pfiffner Leider steht der Jäger noch heute im Verruf, er wolle nur ernten. Verschiedene Beispiele schweizweit beweisen jedoch, dass die Jägerschaft zur Erhaltung der Biodiversität mit verschiedenen Projekten durch ihre Arbeit einiges mehr beiträgt als manche Organisationen. Auch die Öffentlichkeit zieht aus solchen Projekten Nutzen. Dies wird jedoch sehr oft seitens der Gemeinden, des Staates und verschiedener Institutionen kaum zur Kenntnis genommen und selten «honoriert». Dies liegt wohl auch darin, dass wir Jäger mit unseren Leistungen zu wenig an die Öffentlichkeit treten und auch zu wenig die Initiative zur Zusammenar-

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beit mit den verschiedenen Interessengruppen suchen. Glücklicherweise gibt es jedoch Regionen, in denen die Vertreter der Jägerorganisationen die Initiative ergreifen und die Zusammenarbeit mit gleich- oder ähnlich interessierten Organisationen zu bewerkstelligen wissen. Dadurch findet eine zielgerichtete Zusammenarbeit statt und die Leistungen werden auch bekannt gemacht, nicht nur in der Jagdpresse. Ein Beispiel ist die Entstehungsgeschichte des heutigen Kantonalen Naturschutzgebietes Munté in Cazis, bei welchem von Beginn weg die Jäger eine wichtige Rolle spielten und mit dem jährlichen Unterhalt wesentlich zum Erhalt beitragen. So hatte Christian Geiger, Pro Natu-

ra Graubünden und Mitglied der Biotopkommission, mit seiner Aussage den Nagel auf den Kopf getroffen: «Erst die menschliche Vernetzung zugunsten eines gemeinsamen Ziels ebnete den Weg für das erstaunliche Ergebnis des Projekts Munté!» Der nachfolgende Text ist eine Zusammenfassung der Entstehungsgeschichte und der heutigen Situation. Vorgeschichte Bis vor 200 Jahren bildete die Talsohle vom Heinzenberg und Domleschg eine sich selbst überlassene Naturlandschaft. Sie war durchzogen mit unzähligen Flussläufen, mit Auenwäldern, Fliessund Standgewässern, Sumpfgebieten sowie Trockenstandorten. Sie bildete ein natürliches, fast

unerschöpfliches Äsungs-, Futterund Fortpflanzungsgebiet für unzählige Tierarten. Auch als Rastplatz für viele Zugvogelarten war dieses natürliche Reservat speziell geeignet. Es fanden nur kleinflächige Nutzungen durch die Landwirtschaft statt. Für die Bewohner des Tales bildeten jedoch die immer wiederkehrenden Überflutungen des Rheines in der Talsohle und die durch die Bäche am Heinzenberg bei Gewittern entstandenen Hochwasser eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Um die Gefahren zu bannen, um den Ansprüchen der Landwirtschaft zu genügen und nicht zuletzt wegen des Baues der RhB-Linie Chur– Thusis wurde der Hinterrhein Ende des 19. Jahrhunderts in ein begradigtes Flussbett verlegt.

Flugaufnahme von S nach N des Kantonalen Naturschutzgebietes Munté, Cazis.

Mit dem Schlemmmaterial der Nolla wurde kolmatiert (aufgeschlemmt) d.h. die Ebene nutzbar gemacht. Dadurch ging der grösste Teil an Rast-, Futter- und Nistplätzen verloren. Auch die Einstandsgebiete für das Hirsch- und Rehwild wurden dadurch stark vermindert. Initiativen zur Erhaltung der letzten naturnahen Flächen Im 1958 unternahm der Apotheker Ulrich Suter aus Thusis einen Vorstoss beim Kanton Graubünden, ein bestimmtes Gebiet zu Gunsten des Wasserflugwildes als Schutzgebiet auszuscheiden. Er hatte bereits die Zusage von Dr. Alfred Schifferli, Direktor der Schweiz. Vogelwarte in Sempach. Auch Vertreter des Jägervereins Ausserheinzenberg wurden im 1962 beim Kanton vorstellig und wollten grosse Teile des Gebietes unter Bejagungsverbot für Niederwild stellen (Niederjagdasyl). Die Vorstösse scheiterten allesamt, entweder aus jagdpolitischen Gründen oder an den Zielsetzungen des kantonalen Gutsbetriebes Realta, das Gebiet zur landwirtschaftlichen Nutzung zu vergrössern. Im 1971, im Umfeld des europäischen Naturschutzjahrs, gab der Kanton auf Ersuchen von Jägern, Ornithologen und der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden grünes Licht, die ersten fünf Abschnitte unter Schutz zu stellen. Die drei Abschnitte im nördlichen Teil wurden auf Initiative der Pro Natura Graubünden ab 1988 in das Schutzgebiet eingebunden.

Lage des Naturschutzgebietes Munté Gemeinde: Parzellen-Nr.: Eigentümer: Fläche: Höhe über Meer: Länge: Breite: Koordinaten:

7408 Cazis 758, 759, 760 Kanton Graubünden 12 ha 640 – 645 m 970 m max. 195 m, min. 75 m 752 700 / 177 450, LK 1 : 25 000 Blatt Nr. 1215 Thusis

Entstehung des heutigen Kant. Naturschutzgebietes Am 8. Juli 1970 fand eine Begehung des Gebietes Munté statt. Daran waren Vertreter folgender politischer und privater Organisationen beteiligt: Regierung des Kantons Graubünden, Jagdinspektorat Graubünden, Bündner Kantonaler Patentjägerverband (Jägerverein Ausserheinzenberg), Gutsbetrieb Realta (Kanton), Naturforschende Gesellschaft Graubünden, Vogelschutzverein Chur und Umgebung, Ornithologische Gesellschaft Graubünden, Tierschutzverein Graubünden. Daraufhin wurde am 21. Dezember 1971 durch den «Kleinen Rat» (Regierung) beschlossen, das Gebiet Munté entlang dem linken Rheinufer als Lebensraum für Vögel und Wild zu erhalten. Es wurde wohl eine Grundwasserpumpe erstellt, die notwendige Zuleitung zum Reservat konnte jedoch nicht erstellt werden. Da die vorhandenen Teiche nur durch den während der Schneeschmelze und Regenfälle viel Schlamm führenden Fluss «Nolla» gespiesen wurde, verlandete das Gebiet Munté soweit, dass nur mehr kleinste Wasserflächen vorhanden waren. Im Jahre 1976 intervenierten der Jägerverein Ausserheinzenberg und Traversina sowie der Verein für Vogelschutz, Chur, und Ornithologen beim Kanton. Es wurde darauf hingewiesen, dass das Gebiet verlande und somit seiner Zweckbestimmung nicht mehr dienen könne. Daraufhin wurde mittels Departementsverfügung des Justiz- und Polizeidepartements die «Biotop-Kommission Munté» Schweizer Jäger 10/2011

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Letzte im 2007 erstellte Wasserfläche 1,3 ha.

Lebensraum eingesetzt. Diese setzte sich zusammen aus folgenden Vertretern: Kantonale Betriebe Cazis Peider Ganzoni; Bündner Naturschutzbund (Pro Natura) Christian Geiger; Bündner Naturmuseum Dr. Jürg Paul Müller; Amt für Landschaftspflege und Naturschutz Georg Ragaz; Jagdinspektorat Graubünden Dr. Peider Ratti; Jägerverein Ausserheinzenberg Ernst Senteler und Toni Pfiffner. Die Kommission kam zum Schluss, dass drei südliche Flächen teils maschinell gestaltet werden müssen. Entsprechende Projekte wurden erarbeitet und nach langwierigen Bewilligungsverfahren in den Jahren 1979 bis 1981 durch private Firmen und Handarbeiten durch die Insassen der Strafvollzugsanstalt Realta und des Jägervereins Ausserheinzenberg ausgeführt. Die fünf Abschnitte umfassten nun drei Wasserflächen mit Inseln, eine Ruderalfläche (Rohboden) und Mischwald mit Grasfluren.

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Zweck des Kantonalen Naturschutzgebietes Munté, 7408 Cazis – Biotopvernetzung im Raume Reichenau – Thusis – Erhaltung der Biodiversität – Rast- und Futterplatz für Zugvögel – Brutplatz für vorkommende Vogelarten, im speziellen Wasser- und Sumpfvogelarten – Untersuchungsgebiet für wissenschaftliche Arbeiten – Naherholungsgebiet (markierter Wanderweg)

Leider genügte die Abdichtung des dritten Teiches nicht, sodass ab 1992 kein Wasser mehr vorhanden war und sich ein Bewuchs mit verschiedenen Baumarten einstellte. Deshalb wurde durch den Jägerverein Ausserheinzenberg ein Projekt mit Kostenvoranschlag ausgearbeitet und der Biotopkommission zur Genehmigung unterbreitet. Im 2007 bis 2008 wurde der Abschnitt neu gestaltet und besteht heute aus zwei Inseln inmitten einer grossen Wasserfläche.

Ausschnitt von Teil 3 vor und nach dem Aushub als Vorbereitung für eine neue Wasserfläche.

Unten links: Auch die Schüler der Gemeinde Cazis setzten sich bei der Bekämpfung der kanadischen Goldrute ein. Unten rechts: Anblick eines Ausschnittes des Teils 5 nach einem Pflegeeinsatz 2011.

Im Kolmatierungsgebiet südlich des Bahnhofes Rodels standen im 1987 noch einige kleine Flachwasserflächen zur Verfügung. Der Bündner Naturschutzbund (heute Pro Natura) gelangte mit der Bitte an den Kanton, auch dieses an das bestehende Schutzgebiet angrenzende Gebiet unter Schutz zu stellen. Diesem Wunsche wurde entsprochen. Bevor diese Flächen dem eigentlichen Zwecke zugeführt werden konnten, musste jedoch vorerst die Wasserzufuhr ohne den oft Sediment führenden Nollakanal für das ganze Gebiet gesichert werden. Dafür wurde der Summapradabach gefasst und ein Kanal von rund einem Kilometer gebaut und damit eine konstante, saubere Wasserzufuhr gewährleistet. Die Gestaltung der drei zusätzlichen Teiche wurde durch das Luftschutzbataillon 35 während zwei WK-Wochen gratis ausgeführt. Es wurden fünf Baumaschinen und sechs Lastwagen

FLINTEN

eingesetzt. Der Gegenwert der geleisteten Arbeit betrug zur damaligen Zeit in etwa Fr. 300 000.–. Unterhalt und Pflege des Naturschutzgebietes Dem Jägerverein Ausserheinzenberg wurden auf dessen Wunsch offiziell der Unterhalt und die Pflege der südlichen 5 Abschnitte (ca. 8 Hektaren) des Naturschutzgebietes übertragen. Der Grund, dass der Jägerverein Ausserheinzenberg diese Verantwortung übernahm, lag in der obligatorischen Hegepflicht (ab 1974) der Jägerkandidaten. Diese mussten nämlich vor der Jagdprüfung 30 Hegestunden leisten (heute 50 Stunden). Da die Verantwortlichen des Jägervereins Ausserheinzenberg die damals übliche Fütterung des Schalenwildes richtigerweise als nicht notwendig erachteten, suchte man andere Möglichkeiten, die Jägerkandidaten zu beschäftigen. Mit dem Unterhalt und der Pflege des Gebietes Munté bot und bietet sich auch heute ein sinnvoller Einsatz für die Jäger. Die nördlichen drei Abschnitte werden durch die Pro Natura gepflegt. Die Jägerschaft leistet jährlich nach einem Pflegeplan und je nach situativem Bedarf zwischen 300 und 500 Mannstunden, wohlverstanden in Fronarbeit.

Das Räumen der Flächen kann nur maschinell bewerkstelligt werden. Schutzbestimmungen Im 1989 wurde durch die Regierung des Kantons Graubünden das Gebiet Munté zur Kantonalen Naturschutzzone erklärt. Gleichzeitig erliess die Regierung die entsprechenden Verbote und Gebote. Im Schutzgebiet sind sämtliche Veränderungen, Vorkehren und Störungen, die dem Schutzziel zuwiderlaufen, untersagt. Ausgenommen sind u.a. natur- und landschaftsschützerische Pflegeund Gestaltungsmassnahmen, Einrichtungen zur Besucherlenkung, das Sammeln von Tieren und Pflanzen zur Grundlagenbeschaffung für Gestaltungsmassnahmen usw. Vielfältiges Pflanzen- und Tiervorkommen Das Naturschutzgebiet Munté liegt auf Territorium der Gemeinde Cazis und ist Eigentum des Kantons. Die Meereshöhe beträgt 645 m ü.M. Das Klima entspricht einem inneralpinen Trockenklima (90 cm Jahresniederschlag). Im ganzen Gebiet sind sechs Wasserflächen mit Vorkommen von Schilf, Röhricht und höherer auenwaldähnlicher Vegetation. Die Pflanzenwelt umfasst Elemente von der inneralpinen Trockenvegetation über

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Lebensraum Ruderalflora bis zu Pflanzen der Feuchtgebiete und Waldflora. Eine vielfältige Insektenwelt hat sich angesiedelt. Grillen, verschiedene Heuschreckenarten, Laufkäfer, mehrere Libellen- und Schmetterlingsarten und unzählige weitere Insekten können beobachtet werden. An Vögeln halten sich im und um das Schutzgebiet rund 160 Arten auf. Während der Beringungsaktion der Vogelwarte Sempach 1987 und 1989 wurden 57 bzw. 66 Vogelarten registriert, darunter auch seltene wie der «Sprosser» (Nachtigall). Sehr positiv bewährt hat sich das Gebiet als Brutplatz für Wasservögel. So gab es in diesem Jahr eine Vielzahl an Nachwuchs bei den Blässhühnern, Zwergtauchern, Stockenten und sogar von Reiherenten. Auch Amphibien wie Grasfrosch, Erdkröte und Bergmolch sowie Reptilien z.B. Ringelnatter, Schlingnatter, Zauneidechse und Blindschleiche kommen häufig vor. Es dient auch als Einstand für Hirsch und Reh sowie für Fuchs, Dachs, Marder und Hermelin. Wissenschaftliche Arbeiten haben eine ungeahnte Fülle von Arten ergeben: 303 Pflanzenarten, 29 Libellen- und 46 Tagfalterarten sowie gegen 70 weitere, meist grössere Insektenarten, vier Reptilien- und drei Amphibienarten (163 Vogelarten, 12 Kleinsäuger Insektenfresser und Nagetiere) und fünf mittlere und grössere Wildtierarten. Konflikte Trotz mehreren Tafeln, worauf die Schutzbestimmungen aufge-

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führt sind, gibt es leider auch hier unbelehrbare Hundehalter, Reiter und Spaziergänger, die kreuz und quer durch das Schutzgebiet wandern, und damit die Brutvögel stören. Ein weiteres Problem stellen die Kolkraben und die in grosser Anzahl vorkommenden Rabenkrähen für die brütenden Vögel dar. Diese rauben die Eier, Vogelkücken und sogar die erstmals schwimmenden Kücken der Wasservögel. Den allergrössten negativen Einfluss haben die Neophyten, allen voran die Kanadische Goldrute und der Japanische Ginster sowie der «Sommerflieder». Diese bedecken ganze Flächen, auf denen keine einheimische Pflanze mehr wächst. Den Sommerflieder konnte man dank «Ausgrabungsaktionen» fast zum Verschwinden bringen, die anderen hingegen bereiten grosse Mühe! Man versucht mit zweimaligem jährlichen Mähens die Kanadische Goldrute wenigstens teilweise zum Verschwinden zu bringen.

Ausschnitt von der seit 1970 bestehenden Wasserfläche (Restfläche, die nicht fertig kolmatiert wurde).

Unten links: Zahlreiche Libellenarten bevölkern das Naturschutzgebiet. Unten rechts: Blässhuhn beim Nestbau.

Zukunft Die Jägerschaft der Region, im Speziellen der Jägerverein Ausserheinzenberg unter Miteinbezug von Helfern aus verschiedenen Interessengruppen (Gemeinde, Schulen, Strafvollzugsanstalt Realta) usw. wird auch zukünftig das südliche Gebiet unterhalten und pflegen. Mit eingebunden werden immer wieder Fachpersonen des Kantons, der Pro Natura und Wissenschaftler, um auf dem neuesten Stand einer zweckmässigen Pflege zu sein. Der Gutsbetrieb der Strafvollzugsanstalt Realta wird zusätzliche Hecken entlang des Wasserzufuhrkanals pflanzen und zwischen dem landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebiet entsprechende Öko-Streifen anlegen. Alljährlich finden Beobachtungstage (organisiert durch Ornithologische Institutionen) und Führungen für allgemein am Naturschutz und dem Beispiel Munté Interessierte statt (Führungen nach Absprache mit dem verantwortlichen des Jägervereins Ausserheinzenberg, Tel. 078 626 46 55). Dieses Angebot will man vor allem für Schulen ausbauen, um der Jugend den Sinn und Zweck eines naturnahen Gebietes und der möglichen Konfliktsituationen näher zu bringen und auch aufzuzeigen was es bedeutet solche Gebiete zu erhalten. Literaturnachweis: Separatdruck «Reservat Munté: Entstehungsgeschichte, Artenvielfalt und Pflege» aus Jahresbericht der Naturforschenden Gesellschaft Graubünden, Chur, Band 109, S. 125-218, Jahr 2000. Autoren: Guido Ackermann, Albin Bischof-Hüsser, Peider Ganzoni, Hans Gartmann, Christian Geiger, Dr. Josef Hartmann, Hannes Jenny, Monica Kaiser-Benz, Mario Lippuner, Dr. Jürg Paul Müller, Toni Pfiffner, Georg Ragaz, Dr. Erwin Steinmann, Peter Weidmann.

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Rehkitze verstecken sich im hohen Gras und ducken sich bei Gefahr.

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Foto: CLAAS/DLR

VON OBEN ?

Lebensraum

Foto: Nicole Berger

Foto: CLAAS/DLR

Foto: Michael Götz

Ein Quadrokopter mit vier Rotoren dient als Sensorträger.

Ein Oktokopter mit acht Rotoren der Firma Astech bei der Nahsuche.

Der Quadrokopter der Schweizer Forschergruppe mit Kamera.

Die Entwicklung technischer Kitzretter schreitet fort An den Tänikoner Agrartechniktagen 2011 an der Forschungsanstalt ART wurden zwei Projekte zur Wildrettung beim Mähen von Wiesen vorgestellt. Neue Hoffnungen werden unter anderem in fliegende Trägersysteme gesetzt. etwa 100 000 sind, berichtet Günter Schlagenhauf von der Firma CLAAS. In der Schweiz sollen es etwa 2000 sein. Günter Schlagenhauf ist Leiter eines Teams, das sich aus Fachleuten der Industrie und der Forschung zusammensetzt (siehe Kästchen) und es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine technische Lösung zum Auffinden von Rehkitzen zu finden.

Michael Götz, Eggersriet SG Auch wenn Landwirte und Jäger am Abend vor dem Mähen Scheuchen optischer, akustischer und geruchlicher Natur aufstellen, um die Tiere zu vergrämen und die Wiese kurz vor dem Mähen sorgfältig nach Rehkitzen absuchen, werden trotzdem immer noch Rehkitze vermäht. Zu gut sind diese manchmal im hohen Gras versteckt. Man schätzt, dass es in Deutschland pro Jahr

Tragbare Infrarotsensoren Bis jetzt sind vor allem Teleskopstangen mit Infrarotsensoren

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Ferngesteuerter Quadrokopter.

Foto: CLAAS/DLR Foto: CLAAS/DLR

Foto: Michael Götz

Die GPS-Koordinaten, wo der Multikopter suchen muss, werden am Computer eingegeben und per Funk übertragen.

der Firma ISA im Einsatz, wie sie unter anderen vom Schweizer Tierschutz STS empfohlen werden. Die Stangen werden mittels eines Nackengurtes vom Suchenden über das Feld getragen. Setzt man sie frühmorgens ein, wenn es noch kühl ist, dann findet man mit dieser Methode fast alle Tiere, die sich im Feld aufhalten. Die Fehlerquote liege gemäss Ernst Moser, der das Gerät seit Jahren in der Praxis testet, bei nur fünf Prozent, wobei die Sorgfalt der Suchenden eine nicht unbedeuten-

Prototyp eines Auslegerarmes mit verschiedenen Sensoren. Schweizer Jäger 10/2011

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Von der Mähmaschine oder aus der Luft? Einfacher wäre es, die Sensoren am Traktor selbst zu befestigen. Die Firma CLAAS hat dazu einen Sensorträger entwickelt. Der Auslegerarm ist seitlich am Mähwerk angebracht, so dass die Sensoren immer die nächste Mahd absuchen. Es gibt zwar eine Vielzahl von technischen Hilfsmitteln oder Sensoren, welche ein Rehkitz «entdecken» können, wie Infrarot-, Mikrowellen- und Abstandssensoren, Infrarotkameras und Kameras im sichtbaren Spektralbereich, doch sind sie im praktischen Einsatz für sich allein mit «Fehlern» behaftet. Indem man sie miteinander kombiniert, lässt sich die Trefferwahrscheinlichkeit erhöhen. Allerdings ist die Kombination aufwändig und teuer. Und selbst, wenn alles funktioniert, muss bei der Auslegerarm-Methode die Mähmaschine bei jedem Alarm anhalten. Eine vielversprechende, neue Methode erschien dem Referenten im Jahr 2010, die fliegende Wildretter-Plattform. Dazu dienen sogenannte «Multikopters». Dies sind Modellhelikopter ähnliche Fluggeräte mit mehreren Rotoren. Je nach Anzahl der Rotoren spricht man von Quadrokopter (4), Hexakopter (6), Oktokopter (8) etc. Auf einem solchen Multikopter wird eine Infrarot-Kamera

Der Bayrische Jagdverband brachte im Jahre 2005 Landwirte, Jäger, Industrie und Forschung an einem runden Tisch zusammen. Es entstand das Projekt «Entwicklung und Erprobung eines Trägersystems mit Sensortechniken zur Auffindung wild lebender Tiere beim Mähen landwirtschaftlicher Flächen – Wildretter». Eine leitende Stellung nahmen die Firma CLAAS Saulgau GmbH, das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt DLR in Oberpfaffenhofen und die Firma ISA in Weiden ein. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF unterstützt das Projekt finanziell. Weitere Informationen zum deutschen Projekt: www.forschung.wildretter.de

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Foto: Michael Götz

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de Rolle zukommen dürfte. Der Nachteil sei, dass das Gehen im ungemähten Feld anstrengend sei und die Methode den Einsatz vieler Personen benötige, bemerkt Günter Schlagenhauf.

Beim ISA-Wildkitzretter mit Infrarotsensoren muss man zu Fuss durch die Wiese gehen. Die Trefferquote ist hoch, aber die Suche ist aufwändig und funktioniert nur, so lange es nicht warm ist.

aufgebaut, womit dieser das Feld von oben absucht. Anfangs zeigten sich damit gute Erfolge, doch inzwischen sei er «etwas ernüchtert», sagt Günter Schlagenhauf. «Wenn es warm ist, dann sieht man mit der Infrarotkamera praktisch nichts mehr.» Die besten Erfolge lassen sich in den frühen Morgenstunden erzielen. In den nächsten zwei bis drei Jahren erwartet der Projektleiter allerdings keine verkaufbaren Produkte, da die Schwierigkeiten mit der Technik «einfach noch zu gross» seien. Neues Projekt in der Schweiz Parallel zum deutschen Projekt läuft seit 2011 ein Projekt der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft SHL in Zollikofen und ihrer Projektpartner, welche auf die Erfahrungen aus Deutschland aufbauen können. Die Referentin und Projektleiterin Nicole Berger suchte zuerst Attrappen, welche dem Körper eines Rehkitzes am ähnlichsten kommen. Gut eignen sich dazu PET-Flaschen, welche mit einem Fell überzogen sind. Die Eidgenössische Technische Hochschule ETH entwickelt die Ortungsgeräte. Als Träger setzen die Forscher wie die Forschergruppe in Deutschland Multikopters ein und statten sie mit Sensoren aus. Den Fluggeräten geben sie über Sattelitennavigation (GPS) das abzusuchende Gebiet ein, welches diese dann mittels Infrarotsensoren bei einer optimalen Flughöhe von etwa 50 m das Gebiet absuchen.

«Am Anfang eines sehr spannenden Projektes» Problematisch sei nicht nur die Umgebungswärme, sondern auch, wie gut sich die Tiere verstecken. Wenn sie von Gras bedeckt sind, finde man sie mit Hilfe des Wärmebildes nicht mehr, erklärt die Referentin. Doch gibt sie sich optimistisch. «Wir sind am Anfang eines sehr spannenden Projektes», sagt sie. Die Genauigkeit dürfte besser werden, wenn sich der Infrarotsensor mit einem Mikrowellensensor kombinieren lässt. Damit lassen sich stark wasserhaltige Objekte und somit auch der Rehkörper entdecken. Noch wird an der Genauigkeit der Apparate gearbeitet. Die Flächenleistung dürfte kein Problem darstellen. Nach den Erfahrungen von Günter Schlagenhauf lassen sich mit Multikoptern innerhalb von zehn Minuten bis zu sechs Hektaren absuchen. Für Nicole Berger spielt nicht nur die Technik eine Rolle, sondern auch die Organisation des Einsatzes. Landwirte und Jäger müssen im Voraus einander zugeordnet werden. Jeder muss wissen, was er zu tun hat. Nur durch ein gemeinsames koordiniertes Vorgehen kann die teure Technik sinnvoll zum Einsatz kommen.

Autor: Michael Götz (Dr. Ing. Agr.), LBB-Landw. Bauberatung-GmbH, Säntisstr. 2a, 9034 Eggersriet, Tel. 071 877 22 29, migoetz@paus.ch,www.goetz-beratungen.ch

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Ausrüstung

Neues Spitzenglas von Swarovski Optik EL Range: Neues Spitzenglas mit integriertem Entfernungsmesser und Winkelschussprogramm von SWAROVSKI OPTIK Mit dem EL Range 8x42 und 10x42 wird die Jagdausrüstung neu definiert. SWAROVSKI OPTIK stellt ein neues Fernglas mit brillanter Optik und präzisem Entfernungsmesser vor. Kompromisslose Transmissionswerte, exakte Messung und das von SWAROVSKI OPTIK entwickelte, weltweit einzigartige Winkelschussprogramm sind wertvolle Voraussetzungen für einen sicheren Schuss auf grosse Distanz. Somit ist das EL Range ein optimaler Partner für die erfolgreiche Jagd. Brillant sehen – Optik, die besticht Die Transmission beträgt in beiden Fernglashälften 91% und ausgestattet mit einem 61°-Weitwinkelokular ermöglicht es ein Sehfeld von 137 m (8x42) bzw. 110 m (10x42). Der grosse Augenabstand bietet vier Positionen zur individuellen Einstellung der Augenmuschel. Somit ist der brillante Sehkomfort auch für Brillenträger zu 100% nutzbar. Präzise messen dank ausgeklügelter Ergonomie Um bei weit entfernten Zielen präzise zu messen gilt es, eine ruhige Hand zu bewahren. Der bewährte EL-Durchgriff erlaubt stabiles Halten des Fernglases und somit das Anvisieren selbst kleinster Ziele auf grosse Entfernung. Das geringe, perfekt ausbalancierte Gewicht von nur 900 g sowie die charakteristischen Messfinnen gewährleisten zudem die Messung der exakten Entfernung zum gewünschten Ziel, sogar mit nur einer Hand. Somit ist das EL Range das Leichteste in der Premiumklasse. Über den gesamten Messbereich (30–1375 m) misst das EL Range mit einer Messgenauigkeit von +/– 1 m. Der

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Messknopf ist ergonomisch an der Brücke platziert und somit auch bei Dämmerung für eine schnelle Bedienung intuitiv erreichbar. Die kleine Zielmarke ermöglicht ein präzises Messen auf grosse Entfernungen. Die Helligkeit des Displays kann individuell auf persönliche Bedürfnisse eingestellt werden.

Das EL Range zeigt wahlweise den Winkel oder die korrigierte Schussentfernung an. So ist selbst auf sehr grosse Distanzen bei Winkelschüssen «Fleck halten» kein Problem mehr. Jäger müssen wie gewohnt die Entfernung zum Ziel messen, die korrigierte Entfer-

nung für den Winkel ablesen und den Ballistikturm einstellen oder den entsprechenden Haltpunkt im Distanzabsehen wählen. Bei Nichtgebrauch im flachen Gelände kann das Programm im Menü mühelos deaktiviert werden.

SWAROAIM für exaktes Zielen Bergauf oder bergab den gewünschten Fleckschuss zu platzieren, erfordert Gefühl und ballistische Erfahrung – oder eben ein messgenaues und korrigierendes Instrument. SWAROVSKI OPTIK hat ein völlig neuartiges, weltweit einziges Winkelschussprogramm entwickelt, das SWAROAIM. Integriert in jedem EL Range Fernglas ermöglicht es einfach und präzise die Bestimmungen für korrigierte Schussentfernung – für einen sichern Schuss im steilen Gelände.

Neu bei hunting-adventure.ch

Weitere Infos: www.el-range.swarovskioptik.com

hunting-adventure.ch bietet neu Jagd-DVD’s an Die weltweiten Jagdmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Grosse Hirschjagden, Steinwildjagden in Kasachstan, Big Five, Jagden in Afrika usw. Sechs auserwählte DVD aus der berühmten Produktion von «Jagen weltweit» können ab sofort gegen Rechnung bei hunting-adventure.ch erworben werden.

Nissan Navara: Robust, effizient, vielseitig Der Vierzylinder-Diesel wurde grundlegend überarbeitet, ein brandneuer V6-Diesel markiert die neue Leistungsspitze. Mit 230 PS und 550 Nm ist der Navara 3.0 DCI bärenstark. Mit einem dumpf-hintergründigen Grollen erwacht der V6 zum Leben. Den sanften Ton behält die Maschine auch während der Fahrt bei. Die Gangwechsel erledigt die Schaltbox standesgemäss sanft und unscheinbar. Wirklich bemerkenswert ist allerdings das Vertrauen auf die Power des Navara. Schon bei niedriger Geschwindigkeit werden die hohen Gänge ausgewählt. Dies trägt viel zum geringen Verbrauch des Navara bei. Sofern Sie es nicht eilig

haben, werden Sie die Drehzahlmesser-Nadel kaum jenseits der 2000er-Marke sehen. Der Navara glänzt daher auch gleich zweimal mit 9.5. Der Navara brilliert mit einem Verbrauch von 9.5 Litern auf 100 km. Zudem beschleunigt er in 9.5 Sekunden aus dem Stand von 0 auf 100 km/h.

Der Nissan Navara eignet sich mit seiner hervorragenden Bodenfreiheit, einer Steigfähigkeit von bis zu 60° und einer Nutzlast von 1175 kg perfekt für den Einsatz im Gelände. Volvo Truck Center Dällikon, Lindenstrasse 6, 8108 Dällikon, Tel. 044 847 61 11

Heizbare Weste und Schuheinlagesohlen für kalte Jagdtage Frieren auf dem Ansitz ist zweifellos eine der unangenehmsten Erscheinungen. Das muss nicht sein! Die Artikel von active-heat sorgen mit einem High-Tech-Heizsystem für eine lang andauernde Wärme an Körper und Füssen. Und das bequem aktiviert mit einer Funkfernsteuerung. active-heat-Heizweste Die active-heat-Heizweste (Gilet) ist leicht, atmungsaktiv und winddicht und passt sich den Bewegungen des Körpers geräuschlos an. Das unter dem Innenfutter integrierte Heizsystem besteht aus drei Heizpads, die im Nierenbereich und wahlweise im Brust- oder Schulterbereich angeordnet werden können. Zum Wechseln der Heizpads und zum Waschen der Weste können diese einfach herausgenommen werden. Die Weste kann auch ohne Heizsystem getragen werden. Die Heizpads werden von einem kleinen, leichten Lithium-Polymer-Akku gespiesen, dessen Wärmekapazität bis zu 15 Stunden reicht und dessen Lebensdauer ca. 500 Ladezyklen beträgt. Die Aufladung erfolgt über eine normale Steckdose oder mit einem Adapter an der Autobatterie. Eine digitale Anzeige informiert jederzeit über den Ladezustand und über die entsprechende Heizleistung. Mit einer handlichen Funkfernbedienung können die vier Heizstufen von 40°– 70° bequem geregelt werden, auch wenn über der Heizweste noch andere Kleidungsstücke getragen werden. Die active-heat-Heizwesten sind in den Grössen XS – XXXL für Damen und Herren, in den Farben schwarz oder braun und in 3 Akku-Leistungsstufen lieferbar. active-heat-Schuheinlagesohlen Die active-heat-Schuheinlagesohlen wärmen die Zehen und den Zehenballenbereich.

Mit der handlichen Funkfernsteuerung lässt sich die Sohlenheizung bequem und ohne zu bücken ein- und ausschalten. Ein Sensor regelt die Heizung automatisch in einem Temperaturbereich von 30° bis 45°. Der flache Lithium-Polymer-Akku ist im Fersenbe-

reich integriert. Seine Kapazität reicht für bis zu 12 Stunden konstante Wärmeabgabe. Die Aufladung erfolgt über eine normale Steckdose. Die Lebensdauer des Akkus beträgt ca. 500 Ladezyklen. Erhältlich sind die Einlagesohlen in den Schuhgrössen 36–47, wobei immer drei Grössen abgedeckt sind und die Sohlen auf die gewünschte Grösse zugeschnitten werden können. Die Sohlen werden mit einem Ladegerät, Funkfernsteuerung und Betriebsanleitung in einem Nylonbeutel geliefert.

active heat Handelsagentur Schnellmann & Koch, Bülachstrasse 9, 8154 Oberglatt, 079 623 36 74 oder 079 692 51 82, activeheat@bluewin.ch www. active-heat.ch

Sonne Mond Solunar Aufgang

Untergang

Aufgang

Untergang

Oktober So 16. Mo 17. Di 18. Mi 19. Do 20. Fr 21. Sa 22. So 23. Mo 24. Di 25. Mi 26. Do 27. Fr 28. Sa 29. So 30. Mo 31.

07.46 07.47 07.49 07.50 07.52 07.53 07.54 07.56 07.57 07.59 08.00 08.02 08.03 08.05 08.06 07.08

18.38 18.36 18.35 18.33 18.31 18.29 18.27 18.26 18.24 18.22 18.21 18.19 18.17 18.16 18.14 17.12

20.53 21.45 22.44 23.50 –– 01.00 02.13 03.29 04.47 06.07 07.30 08.52 10.11 11.22 11.22 12.11

12.05 12.56 13.42 14.21 14.55 15.25 15.52 16.19 16.45 17.14 17.47 18.26 19.14 20.10 20.14 21.22

02.51 03.46 04.41 05.35 00.13 01.03 01.49 02.34 03.19 04.06 04.59 05.58 00.44 01.19 01.26 02.33

09.04 09.59 10.54 11.48 06.27 07.15 08.02 08.46 09.32 10.20 11.14 12.13 07.03 08.11 08.18 09.23

15.16 16.12 17.07 18.01 12.39 13.28 14.14 14.59 15.45 16.34 17.28 18.29 12.43 13.55 14.03 15.08

21.29 22.24 23.20 –– 18.52 19.41 20.27 21.12 21.58 22.48 23.43 –– 19.34 20.42 20.48 21.51

November Di 1. Mo 2. Do 3. Fr 4. Sa 5. So 6. Mo 7. Di 8. Mi 9. Do 10. Fr 11. Sa 12. So 13. Mo 14. Di 15.

07.09 07.11 07.12 07.14 07.15 07.17 07.18 07.20 07.21 07.23 07.24 07.26 07.27 07.29 07.30

17.11 17.09 17.08 17.06 17.05 17.03 17.02 17.01 16.59 16.58 16.57 16.56 16.54 16.53 16.52

12.49 13.20 13.46 14.09 14.31 14.52 15.13 15.36 16.02 16.32 17.08 17.51 18.41 19.38 20.42

22.31 23.39 –– 00.45 01.49 02.52 03.54 04.56 05.59 07.01 08.02 09.00 09.53 10.40 11.21

03.37 04.34 05.25 00.18 00.56 01.32 02.08 02.45 03.25 04.09 04.57 05.48 00.30 01.26 02.22

10.21 11.13 11.49 06.29 07.06 07.42 08.18 08.56 09.36 10.21 11.09 12.01 06.42 07.38 08.35

16.08 17.01 17.47 12.39 13.17 13.53 14.29 15.07 15.48 16.32 17.21 18.13 12.55 13.51 14.47

22.47 23.37 18.10 18.50 19.27 20.03 20.39 21.17 21.59 22.44 23.33 –– 19.08 20.04 21.00

Solunarzeiten: Die fettgedruckten Zeiten erstrecken sich auf einen Zeitraum von 2½ Stunden, während die normal gedruckten Zeiten ungefähr 1½ Stunden andauern. Die Solunarzeiten sind Beisszeiten der Fische, können aber auch für den Jagderfolg günstig sein. Entsprechenden Rückmeldungen sehen wir mit Interesse entgegen. Die Redaktion Schweizer Jäger 10/2011

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Jagdschiessen

Hasen, Hühner & Co.: Die Kugelund Metallsilhouetten-Anlagen.

Modernste Technik im Dienst des Jägers.

EINE PERLE

IM JAGD- UND SCHIESSSPORTWESEN Einige Kilometer vom geschichtsträchtigen Kantonshauptort Schwyz entfernt befindet sich eine der modernsten Jagd- und Sportschiessanlagen Europas. Diese bietet optimale Bedingungen für individuelle Schiesstrainings oder -veranstaltungen, wie Schützen sie nur selten finden. Diese Erkenntnis war die Geburtsstunde von Selgis Shooting. 46

Schweizer Jäger 10/2011

nicscheibe und die zwei Zugscheiben, die sich bei 25, 35, 50, 75 und 100 Meter anhalten lassen werden auch von High-Tech-Muffeln nach einer kurzen Instruktion selbständig und sicher bedient.

JAGDSCHROT PAT RO N EN Qualität und Erfahrung

Von Markus-Urs Felder Im urigen Muotathal empfängt uns Hubert Häusler vor dem Schiessbüro der weitläufigen Anlage. Unser Rundgang beginnt in den neuerstellten Geschäftsräumen von Büchsenmacher- und Schäftermeister Markus Ulrich. Auf rund 250 m2 finden Jagd- und Sportschützen passende Flinten, Büchsen, Kurzwaffen, Munition, Zubehör, Bekleidung und – die kompetente und freundliche Beratung eines Könners. Der Schiesstunnel – 24 Stunden einschiessen und üben Wenige Schritte neben der Büchsenmacherei befindet sich der Schiesstunnel. Hier können Neuwaffen und Occasionen vor dem Kauf zur Probe geschossen werden – eine gute Sache! Hier schiesst der Jäger an sechseinhalb Tagen ungestört seine Büchse ein und übt mit der Kurzwaffe. Die fixe Polytro-

Die Kugel- und Metallsilhouetten-Anlage – spannend und realitätsnah Die Kugel- und Metallsilhouetten-Anlage von Selgis Shooting gehört zu den modernsten und vielseitigsten Europas: Mit der Büchse auf Gams, Keiler, Fuchs und Rehe, die auf 100 Meter verhoffen oder auf den laufenden Keiler auf 50 Meter. Mit der Flinte auf Laufscheiben bis 35 Meter… wenn es die Schneeverhältnisse zulassen auch im Winter. Die elektronische Trefferanzeige lässt dabei keinen Raum für Latein! Einen besonderen Reiz bietet das Schiessen auf Metallsilhouetten. Realitätsnah präsentieren sich Hühner, Truthahn und Widder auf 25 bis 100 Meter. Selbst Armbrust- und Bogenschützen kommen bei den neuen Laufscheibenanlagen auf Entfernungen von 10 bis 30 Meter auf ihre Kosten. Flintenschiessen bei jedem Wetter – bis zum Abendrot Davon träumt jeder passionierte Flintenschütze: An fünf Tagen in der Woche Compak-Parcours mit interessanten jagdlichen Zielen und Trap schiessen – unabhängig vom Wetter, denn beide Anlagen sind überdacht. Die persönliche Chipkarte, die jeder Schütze nach der obligatorischen Instruktion erhält, ermöglicht individuelles Üben, auch ausserhalb der Ladenöffnungszeiten des Schützenmeisters Markus Ulrich. Ob Flinte, Büchse, Faustfeuerwaffe oder Armbrust: Optimale Bedingungen für individuelles Schiesstraining erwarten Sie – Auf nach Selgis! ■

Erfahrene Jäger verlassen sich auf die Markenprodukte von Rottweil® – und das millionenfach! Dank fundiertem Know-How, technischer Kompetenz sowie ausgeklügeltem Innenaufbau sind Rottweil® Schrotpatronen kleine Meisterwerke, bei denen vom Pulver bis zur Schrotladung alles exakt zusammenwirkt. Höchste Qualitätsansprüche gepaart mit jahrzehntelanger Erfahrung garantieren Ihren jagdlichen Erfolg. Mehr Info unter: www.rottweil-ammunition.com

Bezug nur über den Fachhandel Importeur: Glaser Handels AG

www.glaser-handels.ch

Jagdhof Felder Entlebuch Jagd- und Sportwaffen – Schiesszentrum – Schiessschule Die Innenschiessanlage ist während der Geschäftszeit geöffnet. Di–Fr: 8.00–12.00 und 13.30 –18.00 Uhr, Sa 9.00–15.00 durchgehend, Do Abendverkauf bis 20.30 Uhr, Mo geschlossen

10. Oktober Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal Schrotanlagen Parcours, Schrotanlagen Hase 17.00–19.00 Uhr 14. Oktober Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal Kugel 150 m, Schrotanlagen Trap, Schrotanlagen Hase 17.00–19.00 Uhr 21. Oktober Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal Kugel 150 m, Schrotanlagen Trap, Schrotanlagen Hase 17.00–19.00 Uhr 22. Oktober Jagdschiessverein Gampel und Umgebung Trainingsschiessen Jungjäger 14.00–17.00 Uhr 26. Oktober Jagdschiessverein Gampel und Umgebung Trainingsschiessen Jungjäger 15.00–17.00 Uhr 28. Oktober Oberwalliser Jagdschiessverein, Schiesscenter Riedertal Kugel 150 m, Schrotanlagen Trap, Schrotanlagen Hase 17.00–19.00 Uhr 29. Oktober Jagdschiessverein Gampel und Umgebung Prüfungsschiessen Jungjäger 08.00–12.00 Uhr

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Schweizer Jäger 10/2011

ohne Gewähr

5. November Obwaldner Patentjäger-Verein Hubertusschiessen 2011 Schiessplatz Alpnach 10–12 / 14–16 Uhr Das aktuelle Programm kann auf www.jagdobwalden.ch eingesehen werden 6. November 100-Tauben-Match 08.30–17.00 Uhr Kugelübung 09.00–12.00 Uhr Auskunft bei F. Gertsch, Tel. 062 961 25 04 oder www.jagdschuetzen-berken.ch 19. November Goldener Fuchs 12.30–17.00 Uhr Auskunft bei F. Gertsch, Tel. 062 961 25 04 oder www.jagdschuetzen-berken.ch

Jagd- und Sportschützenverein Selgis 6436 Ried (Muotathal) www.selgis.ch

Besuchen Sie unsere top moderne Trainingsund Schiessanlage im schönen Muotathal SZ Öffnungszeiten Schiesstunnel

während des ganzen Jahres rund um die Uhr für Vereinsmitglieder mit Vereinbarung, ausser montags von 08.00–16.00 Uhr (Unterhaltsarbeiten)

Aussen-, Dienstag bis Samstag, 08.00–12.00 und Jagdparcours- 13.30 bis Dämmerung, max. 21.00 Uhr und Trapanlage Instruktion

Für die selbständige Benützung der verschiedenen Anlagen ist eine Instruktion obligatorisch; Termine auf Anfrage bei: Waffen-Ulrich, Selgis, Tel. 041 811 64 40 oder waffen-ulrich@bluewin.ch Vereinsmitglieder mit Vereinbarung können die Anlagen nach Anmeldung bei WaffenUlrich selbständig nützen.

Planen Sie frühzeitig Ihre Geburtstagsfeier, ein Jubiläum, Ihr Weihnachtsessen oder Jahresschlusshock mit Führung im SELGIS Wir empfehlen uns für Versammlungen, Schulungen, Geburtstags- oder Weihnachtsfeiern und Jahresschlusshock oder starten Sie mit einem Kick-Off ins neue Jahr. Reservieren Sie unsere gemütliche Schützenstube (ca. 80 Personen) und fragen Sie nach unseren Menüvorschlägen (041 810 37 90).

Massive Lärmreduktion im Bergfeld Jagdschützen Bern: Einzigartige Lärmschutzanlage installiert Die Jagdschützen Bern haben den Kugelstand mit acht modernen Lärmschutztunneln ausgerüstet. Dieses Novum bedeutet für die Bevölkerung von Hinterkappelen und Umgebung eine massive Lärmreduktion.

Mit den hoch wirksamen Ruag-Lärmschutztunneln wurden acht Kugelstände auf die 100- bis 200-Meter-Distanzen ausgerüstet. Eine besondere Herausforderung war die Montage, damit die Tunnel für alle Schiessstellungen justiert werden können. JSB-Geschäftsführer Walter Ramseier: «Diese Konstruktion ist schweizweit

einzigartig. Wir sind überzeugt, damit für die Schützen und für die umliegenden Bewohner eine optimale Lösung gefunden zu haben.»

Schweizweit einzigartig: Bewegliche Lärmschutztunnel in der Jagdschiessanlage Bergfeld bei Hinterkappelen BE.

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Jagdschiessen

Jagdschiessen Daten 2011

Der innovative Jagdausrüster

10. Herbst-Jagdparcours von Berken Am 28. August führten die Berkener Jagdschützen den 10. Herbst-Jagdparcours durch. Auf sechs Maschinen, vier Taubenmaschinen, einer Tealmaschine und einem rollenden Hasen, wurden die Schützen aus jeweils vier Standpositionen auf ihre Reaktionsfähigkeit gemessen. Der Anlass wurde von 38 Schützen besucht. Der Tagessieger hiess Gyula Széchényi aus Thun mit 67 Treffern von total 75 Wurfzielen!

Herzlichen Dank allen Teilnehmern und Gratulation den Gewinnern. Besten Dank ebenfalls allen Sponsoren und Helfern des Vereins. Fritz Gertsch, Präsident Jagdschützen Berken Aus der Rangliste Kat. Senioren: 1. Beat Matti, Saanen, 65; 2. Carlo Pestoni, Avenches, 63; 3. Jerimy Rosset, Prezvers-Noreaz, 60; 4. Carsten Janke, Schlieren, 60; 5. Marco Allenbach, Adelboden, 58; 6. Thomas Fink, Welschenrohr, 57; 7. Ueli Lischer Lätten, St. Niklausen, 57; 8. Nino Iodice, Thun, 57; 9. Sylvein Rosset, Prez-versNoreaz, 56; 10. Ruedi Meyer, Langenthal, 56; 11. Rudolf Graber, Niederönz, 53; 12. Lothar Völker, Sax, 53; 13.

Jean-Benoit Rosset, Prez-vers-Noreaz, 52; 14. Ludovic Wicht, Prez-vers-Siviriez, 47; 15. Uebelhart Jörn, Laupersdorf, 47; 16. Jean-Marc Terrapon, Chesalles Oron, 45; 17. Sven Lienhard, Zug, 42; 18. Lutz Dembowski, Wolfisberg, 41; 19. Beat Kübler, Oberwil, 41; 20. Gerry Kuchta, Niederbipp, 37; 21. Stefan Dobler, Gelterkinden, 36; 22. Thomas Brönimann, Wolfisberg, 25. Kat.Veteranen I & 11: 1. Gyula Széchényi, Thun, 67; 2. Bela Széchényi, Hünibach, 63; 3. Martin Reiter, St. Gallen, 61; 4. Hans Wenger, Bühl b. Aarberg, 53; 5. Werner Gasser, Heimenschwand, 46; 6. Bruno Erni, Corcelles, 46; 7. Toni Fritschi, Reigoldswil, 41. Kat. Junioren: 1. Blaise Jobin, Belfaux, 57; 2. Prèlaz Jean-Bastiste, Rue, 42. Kat. Damen: 1. Sahra Reichenbach, Saanen, 62; 2. Bonnie Hamann, Zürich, 51; 3. Ivana Mellon, Hünibach, 44; 4. Christine Marti, Wangen, 43; 5. Susanne Hutmacher, Interlaken, 35; 6. Claudia Pacelli, Schlieren, 33; 7. Martine Pestoni, Avenches, 22.

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Die verschiedenen Preisgewinner stellten sich zum Gruppenfoto. Bei prächtigem Wetter erkoren die Schützen im modernen Schiesscenter Riedertal vom 26.–28. August 2011 ihre Meister. Ein lukrativer Gabentempel im Wert von über Fr. 15 000.– lockte 152 Sportschützen und Jäger an. Diese hohe Teilnehmerzahl übertraf die Erwartungen des Oberwalliser Jagdschiessvereins. Die Einführung des Jägerglückstichs «Riedertal» war ein Glücksfall und bot zusätzlich zur Meisterschaft einen spannenden Wettkampf. Liegend aufgelegt galt es drei Schuss auf die 100er-Scheibe zu absolvieren. Alle 33 Jäger durften einen der begehrten Preise nach Hause nehmen. Die ersten drei Preise bestanden aus einem Blaser R8 Professional, einem Feldstecher Swarovski 10x42 SLC und einem Steinbockabschuss im Wert von Fr. 1000.–.

Prominente Vertreter wie der Departementsvorsteher und Staatsratspräsident Jacques Melly, der Chef der Dienststelle Peter Scheibler und das Vorstandsmitglied von JagdSchweiz, Adrian Zumstein, liessen es sich nicht nehmen, dem Anlass ihre Reverenz zu erweisen. Bewährtes soll man nicht abschaffen. So wird nächstes Jahr im Juni auf die «Goldene Taube vom Riedertal» und im August anlässlich des Jagdschiessens des Vereins, der dieses Jahr erstmals durchgeführte und gelungene Jägerglückstich auf dem Jahresprogramm stehen. Am Sonntag gegen 16.00 Uhr durfte OK-Präsident Anton Nellen die erfolgreiche und unfallfreie Walliser Meisterschaft mit der Preisverteilung schliessen. w.r.

Rangliste Wallisermeister Hochjagd: 1. Bernhard Lauber, 60 Punkte Gams / 6 Muschen; 2. Raoul Berner, 60/6; 3. Sébastien Revaz, 60/5; 4. Fabian Venetz, 60/5; 5. Marco Manz, 60/4; 6. René Arnold, 60/4; 7. Egon Anthamatten, 60/4; 8. Dionys Imboden, 60/4; 9. Philippe Guigoz, 60/4; 10. David Gruber, 60/4; 11. José Mabillard, 60/3; 12. Pius Ebener, 60/3; 13. Stefan Amherd, 60/3; 14. Anton Gruber, 60/2; 15. Pascal Marty, 60/2; 16. Iwan Bumann, 60/2; 17. Joel Eyholzer, 60/2; 18. Amadeus Schmid, 60/1; 19. Fredy Brantschen, 60/1; 20. Hermann Imboden, 60/1; 21. Anton Nellen, 60/1; 22. Markus Brix, 60/1; 23. Valerie Besse, 59/4; 24. Rainer Schnyder, 59/4; 25. Bernhard Truffer, 59/3. Wallisermeister Kombination: 1. Anton Gruber, 110; 2. Florian Lauber, 108; 3. Bernhard Lauber, 107; 4. Alfredo Zurbriggen, 106; 5. Hermann Imboden, 105; 6. Dionys Imboden, 104; 7. Stefan Amherd, 104; 8. Raymund Lauber, 103; 9. Patrick Lavanchy, 103; 10. Sébastien Revaz, 102; 11. Egon Anthamatten, 102; 12. Iwan Bumann, 101; 13. Pascal Marty, 101; 14. Fabian Nellen, 101; 15. Fabian Venetz, 100; 16. Kilian Margelist, 100; 17. Mischa Gruber, 100; 18. Anton Nellen, 99; 19. José Mabillard, 98; 20. Martin Eyholzer, 98; 21. Raoul Berner, 96; 22. Alain Vouillamoz, 96; 23. Xaver Zimmermann, 96; 24. Heinrich Heynen, 96; 25. Roland Heinzmann, 96. Glücksstich: 1. Pascal Marty, 298; 2. Raoul Berner, 297; 3. Anton Nellen, 296; 4. Kilian Margelist, 296; 5. Raymund Lauber, 295; 6. Fabian Venetz, 295; 7. Hermann Imboden, 294; 8. René Arnold, 294; 9. Sébastien Revaz, 294; 10. Amadeus Schmid, 294.

Zubehör

Stahl-Gehäuse CHF 79.Baumhalterung CHF 49.Kabelschloss CHF 22.90

Die Programmierung der Kamera wird durch uns vorgenommen. Erhältlich im Fachhandel Weitere Informationen bei

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Kalender

Kalender für den Jäger

Jagdkalender 2012, Wild und Hund. Eine abwechslungsreiche Bilderschau aus seltenen, schönen Wildtierporträts, Landschaftsaufnahmen und Jagdszenen. Woche für Woche vermittelt dieser Kalender dem Betrachter die Stimmung und Spannung der freien Wildbahn. 21x24,5 cm, Fr. 26.60.

Rien Poortvliets grosser Tierkalender 2012. 13 faszinierende Blätter mit Reproduktionen nach Gemälden des grossen, unvergesslichen Tierund Jagdmalers Rien Poortvliet. 43x50 cm, Fr. 51.50.

Fisch&Fang Anglerkalender 2012, Wandkalender. Die Welt des Fischens von ihrer schönsten Seite. 33x48 cm, Fr. 28.40.

Greifvögel und Eulen 2012. Freibeuter der Lüfte und Schatten der Nacht erstmals vereint und eindrucksvollen Naturaufnahmen Monat für Monat präsentiert. Der Jahreskalender für alle Naturfreunde, die für den besonderen Reiz unserer Greife und Eulen offen sind. Fotografiert von Naturfotograf Reinhard Lodzig. 49x34,5 cm, Fr. 22.90.

Burkhard Winsmann-Steins 2012, Erlebte Natur. Fantastische Aufnahmen des grossen Meisters der Wildtierfotografie. Der Meister der Wildtierfotografie, der seit Jahrzehnten dem geheimnisvollen Leben der Wildtiere auf der Spur ist, hat seine schönsten Aufnahmen für seinen Kalender zusammengestellt. Lassen Sie sich von diesen fantastischen Bildern verzaubern. 50x43 cm, Fr. 41.20.

Jagd & Hund 2012. 14-tägiges Kalendarium; Mondphasen; Sonnenlauf; Auf- und Untergangszeiten; Namenstage; Texte zum Jagdjahr von F. K. v. Eggeling; Wire-O-Bindung in der Mitte; Halbjahresplaner zum Heraustrennen; verstärkte Öse zum Aufhängen; Raum für eigene Notizen. 29x40 cm, Fr. 24.50.

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Unsere Jagd 2012, Wandkalender. Der Kalender für Jäger und andere Naturfreunde. 12 Kalenderblätter mit grossformatigen Porträts heimischer Wildtiere, jeweils mit Monatskalendarium. Fr. 24.90.

50

Schweizer Jäger 10/2011

Bergjagd 2012. Zwölf grossformatige Stimmungsbilder der Alpen-Bergjagd geben Monat für Monat faszinierende Einblicke in den Lebensraum der wetterharten, urwüchsigen Wildtiere der Berge. 49x34,5 cm, Fr. 22.90.

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Unsere Jagd 2012. Der Taschenkalender für Jäger und andere Naturfreunde. Der Kalender im handlichen Einsteckformat mit Informationen zur Jagdpraxis und Platz für eigene Notizen. Fr. 19.90.

Fisch&Fang Taschenkalender 2012. Handlicher Taschenkalender und Nachschlagewerk in einem: Im Fisch&Fang-Taschenkalender findet der Angler neben dem Kalendarium viele Praxistipps. Fr. 17.90.

Bezugsquellennachweis siehe 1. Seite «Jägermarkt», oben links. Alle Kalender zuzüglich Versandkosten!

Ein einmaliges Erlebnis Am 14. September 2011 ist im Hotel Scesaplana in Seewis der Tierkalender 2012 vorgestellt worden. Vorgestellt wurde der Tierkalender von Kurt Gansner durch den ehemaligen Bündner Jagdinspektor Peider Ratti. Darin waren sich die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Vernissage «Tierkalender Kurt Gansner» im Hotel Scesaplana am vergangenen Mittwochabend einig: Das war ein einmaliges Erlebnis. Peider Ratti, der dem Amt für Jagd und Fischerei während 37 Jahren vorstand und massgeblich dazu beigetragen hat, dass die Bündner Patentjagd nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Ausland ein hohes Ansehen geniesst, stellte die Bilder des Tierkalenders 2012 in seiner unnachahmlichen Art und Weise vor: Mit grosser Sachkompetenz, gewürzt mit einer Prise von hintergründigem Humor. «Diese herrlichen Bilder einheimischen Wildes fallen nicht vom Himmel», meinte der ehemalige Bündner Jagdinspektor. «Sie müssen mit viel Wissen, Anstrengung und Ausdauer mit den eigenen Augen aufgesucht und eingefangen werden.» Für ihn sei die Fotojagd auch eine Art Jagd, so Ratti weiter. «Das Bild ist auch eine Beute.» Und an die Jäger gewandt: «Jagd ist wie die Liebe, man muss sie, um sie zu verstehen, ausüben.» Ein Kunstwerk Nach dieser Einleitung kam er auf die einzelnen Kalenderbilder – für jeden Monat eins – zu sprechen. Um es gleich vorwegzunehmen: Jedes Kalenderbild ist ein kleines Kunstwerk. Und diese Kunstwerke sind das Ergebnis eines Teamworks zwischen Kurt Gansner, einem begnadeten Naturfotografen und ausgewiesenem Kenner der einheimischen Flora und Fauna und – das darf in diesem Zusammenhang auch einmal gesagt sein – den sachkompe-

tenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Druckereien Schiers und Landquart. Ratti konnte aus dem Vollen schöpfen Um unsere Leserinnen und Leser auf Kurt Gansners Tierkalender 2012 «glustig» zu machen, wollen wir auf ein paar Bilder etwas näher eingehen. Dabei handelt es sich um keine Jagd- und Trophäenfotos, sondern um Tierbilder. Wir halten uns dabei an die Ausführungen von Peider Ratti, der dabei aus dem Vollen schöpfen konnte und mit seinen Feststellungen wahrscheinlich auch routinierte Jäger überrascht haben dürfte. Besonders angetan hatte es ihm das Januar-Bild mit einer Rehgeiss. Der Boden ist schneebedeckt. Von Westen her sendet die Abendsonne die letzten, wärmenden Strahlen. Eine prächtige Geiss mittleren Alters steht zwischen zwei Buchenstämmen. Die Geiss ist gut genährt und ihr Fell glänzt. Auf ihrem Rücken befinden sich ein paar Schneekörner. Für Peider Ratti ist das kein Zufall, sondern eine Folge der Isolation, welche die Fettschicht unter dem Fell sicherstellt. Wäre dem nicht so, wären die Schneekörner schon lange abgefallen. Eine Frage dränge sich in diesem Zusammenhang auf, so Ratti: Ruht die Natur? Was die Umwelt betreffe, könne man diese Frage mit Ja beantworten. Nicht aber bezogen auf die Rehgeiss, denn in ihrer Gebärmutter entwickle sich das Embryo, das bis vor kurzem eine so genannte Keimruhe durchgemacht habe... Bruder Sonne Das März-Bild zeigt ein Rotkehlchen, das auf einem Baumstrunk sitzt und zur Sonne schaut. Das aus dem Mittelmeerraum hergezogene Rotkehlchen, das sein Köpfchen in die Sonne streckt, erinnere ihn an den «Sonnengesang» von Franz von Assisi, meinte Peider Ratti. Und ich frage

Thomas Ambühl, Geschäftsleiter der Druckerei Landquart, Naturfotograf und Chefredaktor Kurt Gansner und Dr. Peider Ratti anlässlich der Kalendervernissage in Seewis (vlnr). mich, wem ist diese Strophe, die er rezitierte, nicht unter die Haut gegangen? Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, zumal dem Herrn Bruder Sonne; er ist der Tag, und du spendest uns das Licht durch ihn. Und schön ist er und strahlend in grossem Glanz, dein Sinnbild, o Höchster. Vom Steinadler zum Krönler Das Juni-Bild ist ein beeindruckendes Bild: Ein Steinadler auf einem Jagdflug. Um seine Jungen aufzuziehen, sei der Adler auf Beute aus, so Ratti. Diesbezüglich unterscheide er sich vom Menschen. Und im Gegensatz zum Menschen gelinge es dem Adler nicht, seine Beutetiere auszurotten. Er sei aber auch ausserstande, eine Population zu regulieren. «Das ist die Aufgabe der Jäger.» Und was wäre dieser Bericht über die Vernissage des Tierkalenders 2012, wenn man das

September-Bild mit einem jungen Kronenhirsch beiseite lassen würde? Für Peider Ratti ist der abgebildete «Krönler» – jung und kräftig – eine Augenweide. Der partielle Schutz des Kronenhirsches, der bei den Jägern zum Teil auf Unverständnis stosse, sei zur Erhaltung der Altersstruktur unumgänglich. «Damit in einem Bestand Ruhe herrscht, braucht es junge, mittelalte und alte Stiere.» Das sei übrigens bei den Menschen dasselbe... Die Naturfotografie habe ihn immer begleitet, erklärte Kurt Gansner. Dabei habe er die Erfahrung gemacht, dass der Weg zum Bild entscheidend sei. «Heute bin ich stolz auf die Druckerei Landquart, die diesen Tierkalender ermöglicht hat (es ist bereits der sechste). Und ebenso stolz bin ich auf meinen ehemaligen Chef Peider Ratti, der meinen Kalender vorgestellt hat.» Edy Walser Der Kalender, der nur in einer begrenzten Auflage verfügbar ist, kann über die Druckerei Landquart bezogen werden. Tel. +41 (0)81 300 03 60, www.druckereilandquart.ch, www.fotonatur.ch

Testen Sie Ihr Wissen

Seiten 54/55

Auflösung 1 2 3 4 5 6

A+C B B B B durch Verwendung von Streupatrone (z.B. 2,7 mm) 7 A+C 8 A+B+C

9 B 10 einzelne Schrote in Herz oder Lunge 11 B 12 B 13 durch Rollieren 14 B 15 B 16 B+C 17 C

18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28

B B B B B+C C B C A+B B+C A+B+C

Schweizer Jäger 10/2011

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Kalender

Tierkalender 2012 von Kurt Gansner

Literatur

Gemütliches Wandern Zurückgekehrt in Graubünden Steinböcke im Sarganserland

Herbstzeit, Wanderzeit! Doch nicht immer hat man Zeit und Lust, eine sechs- bis siebenstündige Bergwanderung unter die Füsse zu nehmen. In zwei bis drei Stunden möchte man dennoch etwas sehen und erleben. Für diesen neu überarbeiteten Führer haben die Autoren 30 Wanderungen in ganz Graubünden erkundet. Die Kunst des Wanderns ist auch die Kunst des Verweilens, des Schauens, des Geniessens, des Lauschens und Sich-Freuens. Der Wanderführer beschreibt detailliert Sehenswürdigkeiten am Wegrand, bald ist es ein bekanntes oder auch kaum bekanntes Kulturgut, bald eine landschaftliche Eigenart, eine Naturschönheit oder eine Erinnerung an einen besonderen Menschen, der hier gewirkt hat. Jeder einzelne Wandervorschlag wird detailliert beschrieben und charakterisiert, mit entsprechender Routen-

und Höhenkarte illustriert und mit Hinweisen auf Einkehrmöglichkeiten, mögliche Variationen sowie Anschlüsse an öffentliche Verkehrsmittel vervollständigt. Die schönsten Wanderfotos des Domleschger Fotografen Romano Pedetti runden dieses Taschenbuch ab zu einem ebenso schönen wie praktischen Wanderführer. Leicht zu begehen, gut zu erreichen: Die 30 Wanderrouten im Wanderführer «Gemütliches Wandern in Graubünden» liegen voll im Trend, ist jetzt doch – nach der Erstauflage 2002 – die zweite, überarbeitete Auflage erschienen. Ein idealer Wanderführer für die ganze Familie und jedes Alter. In derselben Buchreihe von Terra Grischuna sind auch die ebenfalls sehr empfehlenswerten Wanderführer «Märchenhaftes Wandern in Graubünden» und «Winterwandern in Graubünden» erschienen. Nina Hemmi

Barandun Stefan, Hess Katharina und Müller Paul Emanuel, Gemütliches Wandern in Graubünden. 2., überarbeitete Auflage 2011, 112 Seiten, mit Farbabbildungen, Routen- und Höhenkarten, broschiert, ISBN 978-3-7298-1172-0. Fr. 21.–.

Neue DVD über Schwarzwild Dieser informative Film richtet sich an alle Jäger, die ein Schwarzwildrevier bejagen und die Sauen nicht nur «kurz halten», sondern mit Freude weidwerken und reife Keiler heranhegen möchten. Die richtige Bejagung in Verbindung mit sinnvollen Hegemassnahmen, wie z.B. Kirrung und Ablenkfütterung, mindert die Wildscha-

52

Schweizer Jäger 10/2011

densgefahr und erhöht die Freude an der Jagd. Anschaulich und mit spannenden Filmsequenzen belegt der schwedische Jagdpraktiker Mikael Tham, wie das Schwarzwild vom Ansitz oder auf der Drückjagd erfolgreich bejagt werden kann. Natürlich kommen auch die Themen Jagd mit Hunden sowie die Nachsuchen nicht zu kurz. Mikael Tham, Schwarzwild, Hege & Bejagung – Teil 1. Spielzeit ca. 60 Minuten. NeumannNeudamm; Fr. 35.–. Bezugsquellennachweis siehe 1. Seite «Jägermarkt», oben links.

Das Buch unterscheidet sich klar von anderen Werken zum Steinwild. Der Autor Ignaz Bleisch aus Schwendi in Weisstannen/SG hat ein zeitgeschichtliches Werk geschaffen und greift die 100-jährige Geschichte des Steinwildes im Sarganserland auf. Auf 64 Seiten finden sich viele interes-

sante Bilddokumente über die Aussetzung des Steinwildes im Sarganserland. Aber auch Episoden aus dem Alltag der Talbevölkerung und der Jäger sind mit Fotos und Texten auf spannende Weise dokumentiert. Mit diesem Werk möchte der Autor auch Menschen ansprechen, die nicht mit der Jagd verbunden sind, aber sich für die geschichtlichen Abläufe im Tal interessieren. Ignaz Bleisch, selbst Jäger und Naturfreund, ist 1948 in Glarus geboren und wohnt seit 1951 im Weisstannental. Für den Logistiker und Vater von zwei erwachsenen Töchtern ist es bereits das zweite Buch, das er in Eigenregie verwirklicht. Kurt Gansner Das Buch kann direkt über den Autor zum Preis von Fr. 27.– plus Fr. 6.– Porto bezogen werden. i.bleisch@bluewin.ch oder 081 723 51 65

Hüeterbueb und Heitisträhl Die Nutzung des Waldes in der Schweiz hat sich in den letzten 200 Jahren grundlegend verändert. Noch um 1800 waren im Wald die Ziegenweide und die Gewinnung von Viehfutter, Streue und Beeren ebenso wichtig wie die Holzproduktion. Erst im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts verloren diese agrarischen und familienwirtschaftlichen Nutzungen an Bedeutung oder wurden gar aufgegeben. In den traditionellen Formen der Waldnutzung kommen das gesammelte Wissen und die akkumulierten Erfahrungen ganzer Generationen zum Ausdruck. Dieser Erfahrungsschatz droht zu verschwinden, denn das Wissen von «Hüeterbueben» und

die Umstände der Verwendung des «Heitisträhls» wurden kaum dokumentiert, obschon sie aus kulturhistorischer und ökologischer Sicht von grossem Interesse sind. Für die vorliegende Stu-

in werden in sechs Kurzfilmen wichtige Arten der traditionellen Waldnutzung vorgestellt. Gespräche mit Zeitzeugen und historisches Bild- und Filmmaterial ermöglichen Einblicke in die Vielfalt alter Formen der Waldnutzung in der Schweiz. Die Dokumentarfilme «Hüeterbueb und Heitisträhl» sowie der ebenfalls in Zusammenarbeit mit der WSL entstandene Film «Von Menschen, Bäumen und Werkzeugen» sind als Teil der ständigen Ausstellung im Forsthaus des Freilichtmuseums Ballenberg auf Vorführstationen zugänglich. Nina Hemmi

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Literatur

die wurden in fünf Regionen (Saanenland, vorderes Vispertal, Fankhausgraben, Schächental, Prättigau) Zeitzeugen zu ihren Erfahrungen im Wald befragt. Damit liegt nun erstmals eine Übersicht über die verschiedenen Formen traditioneller Waldnutzung vor. Als beeindruckend und geradezu spannend kann aus der Vielzahl von Erlebnissen und Ergebnissen herausgehoben werden, dass die Autoren 60 verschiedene Waldnutzungen nachgewiesen haben. «Not macht erfinderisch» geht einem während der Lektüre dieses Buches durch den Kopf. Selbstversorgung war entbehrungsreich, wie man sich das heute überhaupt nicht mehr vorstellen kann. Dem Buch beigelegt ist eine DVD mit Dokumentarfilmen von Rahel Grunder. Dar-

Jetzt anfordern!

Stuber Martin und Bürgi, Matthias, Hüeterbueb und Heitisträhl. Bristol-Schriftenreihe 30, 1. Auflage 2011, 302 Seiten + DVD, 120 Abb., 1 Tab., kartoniert, 17x24 cm, 887 g, ISBN 978-3-258-07693-5, Fr. 48.–. Bezugsquellennachweis siehe 1. Seite «Jägermarkt», oben links.

Interessantes für den Jäger Kräling, Aus dampfenden Dschungeln und eisigen Höhlen. Neumann-Neudamm; Fr. 70.90. Es gibt nur wenige Menschen, die jagdlich so viel unterwegs sind, wie das Dortmunder Jägerpaar Cordelia und Rudolf Kräling. Und bekanntlich kann, wer eine Reise tut, auch etwas erzählen. Dass die beiden nicht nur gute Jäger und Schützen sind, sondern auch spannend zu erzählen wissen, dokumentieren sie in diesem Buch. Hichert, Verraten, Vergessen, Verklungen das Horn. Neumann-Neudamm; Fr. 30.50. Walter Hichert war passionierter Jäger, Familienvater, einer, aus dem etwas werden sollte. Er unterschied zwischen Gut und Böse und musste erfahren, wie we-

nig aufrechte Haltung manchmal zählt. Das Buch zeichnet sich durch die Authentizität und Vielschichtigkeit seiner Beschreibungen aus, die den Menschen im Spiegel seiner Zeit zeigen und die Jagd im Kontext eines gravierenden gesellschaftlichen Wandels nachempfinden lassen. Fuhr/Schmitz, Lob der Jagd. Kosmos; Fr. 34.90. Augenzwinkerndes über die grüne Zunft. Das etwas andere Jagdbuch. Für jagdbegeisterte Freunde nicht alltäglicher Literatur ein wahres Lesevergnügen! Möllers, Wildschweine. Kosmos; Fr. 27.50. So hautnah hat man Wildschweine noch nie erlebt! Ein faszinierender Bildband. Bezugsquellennachweis siehe 1. Seite «Jägermarkt», oben links.

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Amtsgericht Coesfeld, eingetragen HRB/6840 - Geschäftsführer: Paul Brüggemann, Heike Wagner, Rüdiger Walter

Es gelten unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen am Ende des gültigen Hauptkataloges und unter www.askari-jagd.ch. Dieser Artikel ist nur über den Versand erhältlich, nicht in den Läden! Lieferung solange der Vorrat reicht!

Schweizer Jäger 10/2011

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SCHROTSCHUSS, ZEICHNEN UND NACHSUCHE AUF NIEDERWILD 1

Für welche jagdlichen Situationen wird der Schrotschuss in Deutschland verwendet?

A

zur Erlegung von zumeist laufendem oder fliegendem Niederwild (ausser Rehwild)

B

als Fangschuss für alle Wildarten

C

zur Tötung von wildernden Hunden und Katzen

6

Wie kann man mit einer eng schliessenden Flinte bei be stimmten jagdlichen Situationen eine bessere Streuung erzielen?

7

Auf welche Schrotgrössen kann man im normalen jagdlichen Alltag in der Regel verzichten?

A

2 mm

2

Welche Aussage über die Wirkung eines Schrotschusses ist richtig?

A

durch eine Vielzahl von Schroten sollte ein lebenswichtiges Organ getroffen werden

8

Was sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schuss auf sich bewegendes Wild?

B

eine Vielzahl von Treffern verursacht Hautreflexe, die zu einer schlagartigen Nervenlähmung mit Schocktod führen

A

3

Wie weit reicht je nach Schrotstärke die sofort tödliche Wirkung eines Schrotschusses auf Niederwild?

A

bis 20 m

B

bis zirka 35 m

C

bis 60 m

A

Wie zeichnen hochfl üchtige Hasen und Kaninchen, wenn die Schrotgarbe die vordere Körperhälfte getroffen hat?

es streicht zunächst normal ab, wird aber dann immer langsamer

B

ein schneller Anschlag

B

es himmelt (fliegt steil nach oben)

C

das Mitschwingen

C

es fällt schwingenschlagend zu Boden

9

Wie zeichnet ein Hase nach einem Kopfschuss?

A

durch blitzartiges Zusammenbrechen und Verenden durch mehrmaliges Hochschnellen vor dem Verenden er läuft ohne zu zeichnen noch wenige Meter weiter und verendet

Bei einem Kesseltreiben wird ein Hase beschossen. Er zeichnet im Schuss nicht und fl üchtet wie gesund weiter. Nach zirka 250 m verhofft der Hase, fällt auf die Seite und verendet. Welcher Treffersitz kann angenommen werden?

30 m

11

Ein Fuchs wird mit Schrot beschossen und fl üchtet unter steilem, krampfhaftem Hochhalten der Lunte. Was kann daraus geschlossen werden?

5 A

2 mm

A

der Fuchs wurde gefehlt

B

2,5 bis 2,7 mm

B

der Fuchs ist tödlich getroffen

C

3,2 bis 3,5 mm

C

es wurden nur die Keulen getroffen

Schweizer Jäger 10/2011

13

4 mm

Welche Schrotstärke ist für Jagd auf Kaninchen besonders geeignet?

54

Hinterlaufschuss

A

Wenn Niederwild auf zu nahe Entfernung mit Schrot beschossen wird, führt dies zu einer Wildbretentwertung. Welche Schussentfernung sollte nicht unterschritten werden?

C

B

eine gute Reaktion des Schützen

B

20 m

Vorderlaufschuss

Wie zeichnet Federwild auf einzelne Treffer in Kopf oder Lunge?

C

B

C

A

14

10

10 m

3 mm

Mit welchem Schuss ist ein Hase stärker in der Fort bewegung behindert?

Testlänge: Testzeit:

28 Aufgaben 15 Minuten

Auswertung: 25 Fragen 22 Fragen weniger

sehr gut ausreichend ungenügend

Abdruck aus den Lehrheften für Jungjägerausbildung mit freundlicher Genehmigung von Heintges Lehr- und Lernsystem GmbH. (Vervielfältigung, Fotokopie und Nachdruck verboten!) Bezugsquellennachweis siehe Rubrik «Jägermarkt», Seite 1, oben links. Antworten Seite 51

Foto: Werner Nagel

4

B

12

A

auf jeden Fall sofort

B

am nächsten Morgen

C

nach einer Wartezeit von 1 Stunde mit der Taschenlampe

20

15

Wann erfolgt die Nachsuche beim Niederwild (ausser Rehwild)?

A

nach 2 bis 3 Stunden

B

sofort

C

immer erst am nächsten Tag

16

Bei einem Kesseltreiben wird ein Hase krankgeschossen. Der Hase fl üchtet innerhalb eines Kessels hin und her. Wie verhalten Sie sich?

A

ein Hund sollte geschnallt werden

B

der Hase sollte möglichst von den Schützen erlegt werden

C

erst beim Verlassen des Kessels wird der Hund geschnallt

17

Welches Niederwild ist vergleichsweise am schusshärtesten?

A

der Hase

B

die Schnepfe

C

der Fuchs

18

Wie verhalten sich Fasane und Rebhühner nach Schwingentreffern beim Auftreffen auf den Boden?

Beim Abendstrich an einem Schilfweiher wurde eine Ente gefl ügelt. Das Büchsenlicht ist schon fast vorbei. Wann wird diese Ente nachgesucht?

Wie verhalten sich weidwund geschossene Enten, nach dem sie auf einer Wasserfl äche eingefallen sind?

A

sie schwimmen bis zum Verenden in der Mitte des Weihers

B

sie steigen am Ufer aus und verenden dort

C

sie tauchen unter und verbeissen sich in Unterwasserpflanzen

21

Wie verhalten sich gefl ügelte Ringeltauben?

A

sie laufen sehr weit

B

sie laufen selten weite Strecken

C

sie drücken sich in die dichteste Bodendeckung

22

Eine auf dem Feld weidwund geschossene Ringeltaube streicht ab und fällt am Waldrand in einen dichtbelaubten Baum ein. Die genaue Stelle ist nicht auszumachen. Wie verhalten Sie sich?

A

sofort hinlaufen und einen Fangschuss geben

B

in entsprechender Entfernung warten, bis die Taube schwerkrank aus dem Geäst fällt

C

23

nur bei sichtbaren und schwerkranken Tauben kann sofort ein Fangschuss gegeben werden

Wo ist die Nachsuche auf eine gefl ügelte Ente am schwierigsten?

24

Wie wird ein kranker Fuchs am erfolgsversprechendsten nachgesucht?

A

zirka 1 Stunde krank werden lassen und dann entweder durch Riemenarbeit mit Schnallen des Hundes am Wundbett oder mit einem sicheren Verlorenbringer

B

am besten ist eine sofortige Hetze mit einem raubwildscharfen Hund

25

Ein Hase wird bei einem Vorstehtreiben auf zirka 30 m krankgeschossen und hoppelt schwerkrank weiter. Wie wird dieser kranke Hase tierschutzgerecht getötet?

A

indem man sofort den Hund schnallt

B

durch sofortiges Hinlaufen und Abschlagen

C

durch Fangschuss, da die Entfernung dies zulässt

26

Wie wird ein Kaninchen fachgerecht getötet, das der Jagdhund lebend apportiert hat?

A

durch einen Schlag mit der Handkante hinter die Löffel

B

durch einen Schlag mit einem Stock hinter die Löffel

C

durch Blattfang mit dem Jagdnicker

27

Wie wird z.B. ein krankgeschossener Fuchs tierschutzgerecht getötet?

A

durch Erschlagen mit einem Knüppel

B

durch einen Fangschuss mit Schrot

C

durch einen Fangschuss mit der Kugel aus Lang- und Faustfeuerwaffe

28

Welche Methoden zum Töten von krankem Flugwild gibt es?

A

sie drücken sich fest in die Bodenvegetation

A

auf einem Stoppelfeld

A

durch Abschlagen mit einem Stock

B

die laufen am Boden sofort davon

B

in einem Weiher mit Schilf

B

durch Umdrehen des Kopfes

C

sie versuchen, durch Flattersprünge wieder abzustreichen

C

in einem Fliessgewässer

C

durch Abnicken mit dem Waidmesser

www.schweizerjaeger.ch

Schweizer Jäger 10/2011

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Testen Sie Ihr Wissen

19

Jagdpraxis

Churer Jäger mit Hirsch.

Spannendes Zeitdokument von 1923:

JÄGERSAGEN UND

JAGDGESCHICHTEN von Georg Luck

1923 schrieb der in Chur wohnhafte Georg Luck das interessante Büchlein «Jägersagen und Jagdgeschichten», welches bereits zwei Jahre später vergriffen war. Als Dankeschön eines langjährigen Jagdkameraden erhielt unser Leser Arturo Casutt eines dieser seltenen Zeitdokumente über die Jagd in Graubünden und dessen Jäger. Gemäss seinen Recherchen ist das Büchlein weder im Bündner Staatsarchiv noch in der St. Galler Stiftsbibliothek vorhanden. Der «Schweizer Jäger» gewährt Einblicke. 56

Schweizer Jäger 10/2011

Aus dem Vorwort «Das ist der Niederschlag einer langjährigen Beschäftigung mit Jagd und Jägerwesen. Man ist nicht umsonst im Waldhaus (in Chur) geboren und im Schatten des Fürstenwaldes aufgewachsen. Ich bekam Briefe von unseren bekanntesten Gamsjägern, die die Feder fast ebenso gewandt wie den Jagdstutzer zu handhaben wissen.» Der Verfasser: Georg Luck, Januar 1923

Gamswild lassen gute Bestände vermuten. Zu dieser Zeit waren keine offiziellen Abschusslisten des Kantons oder Vorweispflichten vorhanden, wie wir sie heute kennen.

Text: Nina Hemmi Fotos: Abzüge aus dem Buch von Georg Luck «Jägersagen und Jagdgeschichten» Erfolgreiche Gämsjäger Die Tabelle unten zeigt eine Aufzählung bekannter Bündner Jäger aus dieser Zeit. Die extrem hohen Abschussstrecken beim

Name

Wohnort

Alter

Bär

Lingenhag A.

Seraplana

63

1

Näf Anton

Arosa

64

1

Hirsch

6

Abschussstatistiken wie die untenstehende aus dem Jahr 1912 sind eindrücklich, aber deshalb auch mit Vorsicht zu geniessen.

Fremde Jäger Wir lesen aus dem Protokoll zu Ilanz aus dem Jahre 1650: «Dass viele fremde Jäger so nicht Bündner sind, sich in unserem geliebten Vaterland aufhalten und unsere Jagdbarkeit fast gänzlich ruinieren, sollen selbe an allen Orten wo sie sich aufhalten, intimiert werden, sich aus unserem Lande begeben, bei höchster

Gemsen

Rehe

Murmeltiere

Füchse

Hasen

Marder

1023

140

400

145

805

70

205

23

Adler

Fischotter

5

Levy Joh. Anton

Disla b. Disentis

50

396

25

490

150

259

19

1

Lozza Nicolaus

Marmels

52

329

113

1471

118

454

50

6

Campell Andrea

Ardez

45

238

15

163

Rauch Andrea

Pontresina

49

236

Näf Christian

Churwalden

46

232

58

320

Grischott Moritz

Ausser-Ferrera

37

102

5

65

Gemperle Alex.

Bärenb. Andeer

42

168

11

480

Dettli Caspar

Sufers

53

121

60

3

Eugster Joachim

Lenz

38

Bäder Simon

Maladers

78

Thöni Martin

Grüsch

45

Gredig Jeremias

Splügen

69

22

105

86

200

80

236

366

10

63

11

84

3

90

556

15

Kunfermann Chr.

Avers-Juf

30

20

Vicosoprano

57

100

Feuerstein Joh.

Fuldera

48

150

72

210

Jenny Jost

Fardün Schams

56

405

2

510

Hunger Louis

Safien-Neukirch

54

Caviezel Constanz

Schuls

55

1

132

8

300

15 70

Luzi Valentin

Sent

66

300

Luzi Luzi

Cinuos-chel

52

700

Zernez

67

Feuerstein Toni

Schuls

48

www.schweizerjaeger.ch

111

161 160

Giacometti Arnold

Grass Curdin

758

700

505

140

400

62

1 350 Schweizer Jäger 10/2011

57

Jagdpraxis

Georg Luck, anno 1923, Autor, mit seinem Fox Fly.

Jagdpraxis

Von links nach rechts: Andrea Lingenhag von Seraplana; Peter Bäder, 79-jähriger Gamsjäger; Andrea Rauch aus Pontresina, Wildhüter ab 1916; Luzi Valentin aus Sent.

Ungnad fallen, Wegnehmung ihres Gewehrs und Wildbrets. Wenn derjenige sich noch Ungehorsam erzeigen sollte, solle er Vogelfrei erklärt werden. Auch ein jeder der ihn beherbergte allemal ohne Gnad in fünf Kronen Buss verfallen sein.» Diese Verordnung wurde nach der Überlieferung zwei Mal angewandt, scheint aber nicht allzu viel genützt zu haben. Abschussprämien und hohe Bussen Bereits Ende des 18. Jahrhunderts fehlen ausser der Gämse fast alle Huftierarten im Kanton. Die grossen Raubtiere wurden intensiv bejagt und in der Folge zuerst Wolf und Luchs, dann auch Bär und Bartgeier ausgerottet. Die Abschussprämien beliefen sich für einen Bären, Wolf oder Luchs auf Fr. 100.–, für Adler und Uhu auf Fr. 10.– und der Abschuss eines Fischotters wurde gemäss Bündner Jagdgesetzgebung von 1905 mit Fr. 30.– belohnt. Die Patentgebühren wurden 1905 auf Fr. 12.– für Kantonseinwohner und Fr. 40.– für Nichtkantonseinwohner, für Ausländer sogar auf Fr. 100.– festgesetzt. Die in der Jagdgesetzgebung bezifferten Bussen beliefen sich zwischen Fr. 5.– und 30.– für die Ausübung des Jagdrechtes ohne Mitnahme der vorgeschriebenen Ausweise und bis zu Fr. 500.– für die Anwendung von Schlingen und Drahtschnüren oder das Anbringen von Selbstschuss-Apparaten. Jagdfrevel bei geschlossener Jagd und solche, begangen zur Nachtzeit, waren mit der doppelten Busse zu belegen.

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Phänomen Bündner Jagd Auszug aus der Broschüre zum Jubiläum «125 Jahre Bündner Patentjagd»: Phänomen Bündner Jagd Hannes Jenny und Jürg Paul Müller, 2002

Die Bündner Jagd hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Im Jahre 1526 ging das Jagdrecht vom Adel an die Gerichtsgemeinden über, ab 1803 übernahm der neugegründete Kanton Graubünden immer mehr das Zepter und im Jahre 1877 wurde die Patentjagd nach vier erfolglosen Versuchen definitiv eingeführt. Neben dem Wald präsentierten sich zum Zeitpunkt der Einführung der Patentjagd auch die Wildbestände in einem desolaten Zustand. Von den Schalenwildarten kam nur die Gämse in nennenswerten, aber ebenfalls bedrohten Beständen vor. Ohne Massnahmen musste sogar eine Ausrottung auch dieser Art befürchtet werden. Die kostengünstige Abgabe alter Militärwaffen nährten diese Befürchtungen. Auf der Grundlage des ersten eidgenössischen Jagdgesetzes von 1875 wurde ein neues Jagdgesetz erarbeitet. Am 12. August 1877 stimmte das Bündner Volk der Einführung der Patentjagd endlich zu. Jagdgebühren wurden erhoben und die Jagdzeit eingeschränkt. Vorübergehend, beispielsweise in den Jahren 1888, 1905, 1908 und 1910, wurde die Gamsjagd eingestellt. Erste eidgenössische Jagdbanngebiete wurden ausgeschieden und von Wildhütern beaufsichtigt. Eine der wichtigsten Massnahmen in dieser Phase war der konsequente Schutz der Mutter- und Jungtiere.

1880 Mit der ersten Generation der Jagdgesetze wird eine Trendwende eingeleitet. Um die schwachen Huftierbestände aufzubauen, werden die Patentjagd eingeführt, die Jagdzeiten verkürzt und vor allem die Mutter- und Jungtiere geschützt. Grossflächige Jagdbanngebiete werden ausgeschieden und von staatlich angestellten Wildhütern betreut. Die Ausrüstung des Bündner Jägers ist einfach. Die normalen Arbeitskleider der Bergbauern tun auch auf der Jagd ihren Dienst. Der erste Feldstecher wird erst später, im Jahre 1893, gebaut. Optische Hilfsmittel, wie das Münchner Auszugsfernrohr sind für den normalen Jäger nicht erschwinglich. Als Waffe dient in der Regel ein grosskalibriger Hinterlader, wie sie vom Militär in grossen Mengen billig verkauft werden: Peabody, Milchbank-Amsler, Vetterli. Gelöst wurden 1039 Hochjagdpatente zu einer Gebühr von Fr. 8.–. 1920 Die Jagd hat sich nur wenig verändert und konzentriert sich vor allem auf die Gämse. Der Schutz der Mutter- und Jungtiere wird durchgesetzt und zeigt schon Wirkung. Langsam beginnen die Strecken zu steigen, so werden im Jahre 1916 erstmals mehr als 2000 Stück Schalenwild erlegt. Grosse Diskussionen drehen sich um die Frage des Jagdsystems, nachdem die Regierung ein externes Gutachten zur Prüfung der Einführung der Revierjagd in Auftrag gegeben hatte. Vor allem auch einzelne Gemein-

1960 Die Jägerzahlen nehmen vor allem nach 1956 stark zu. Um eine Überbejagung des Schalenwildes zu verhindern, wird der Jungtierschutz fälschlicherweise noch ausgebaut. Als Wildschutzgebiete werden wenige, aber relativ grosse Gebiete ausgeschieden. Oft dienen diese mehr der Abgrenzung gegenüber möglichen Konkurrenten. Die Abschusszahlen während der Hochjagd gehen zurück. Die Wildbestände werden nicht durch die Jagd, sondern durch Wintersterben, Krankheiten und Verkehrsunfälle reguliert, wie dies der Winter 1969/70 eindrücklich beweisen wird. Der Bündner Jäger rüstet sich nach wie vor recht einfach aus.

2010 Die Jägerzahlen pendeln sich ein, nachdem sie zu Ende der 1980er-Jahre einen Höhepunkt erreicht hatten. Die neuen Jagdgesetze, die eine nachhaltige Nutzung der Wildbestände anstelle eines Bestandesanstieges bei den Huftieren proklamieren, fordern ein Umdenken bei der Jägerschaft. Lange Zeit gültige und richtige Massnahmen müssen abgelöst werden. Aber die Abschusszahlen zeigen es deutlich: seit es Statistiken gibt, wurden in Graubünden noch nie so viele Huftiere erlegt wie in den letzten Jahren. Abschusszahlen widerspiegeln die Grösse der Bestände, vor allem wenn man sie über längere Zeitreihen betrachten kann. So werden im 2010 die Bestandesgrössen folgendermassen einge-

Kapitaler Bock aus der Bündner Jagd «anno dazumals», Herkunft unbekannt.

Unten: Vater und Sohn Feuerstein. Unten rechts: Otto Rauch und Paul Danuser.

Jagdpraxis

den erhofften sich davon einen finanziellen Beitrag. Als Folge dieser Diskussionen werden relativ hohe Patentpreise an der Urne akzeptiert. 15 Jahre später, in den Krisenjahren, wird die Diskussion noch einmal aufgerollt und wieder ein Gutachten erstellt. Es kommt aber nie zu einer Abstimmung über die Systemfrage. Die Ausrüstung des Bündner Jägers ändert sich nur wenig. Neben den Arbeitskleidern werden immer mehr auch Militärkleider getragen. Die ersten Feldstecher und Zielfernrohre werden eingesetzt. Das «Bündner Kaliber» wurde im Jahre 1902 gesetzlich verankert. Der Martini, ein umgebauter Scheibenstutzer von hoher Präzision und relativ kurzer Bauart wird für Jahrzehnte zum Bündner Jagdgewehr schlechthin. Gelöst wurden 2949 Hochjagdpatente zu einer Gebühr von Fr. 40.–.

Neben alten Militäruniformen und selbstgenähten Kleidern werden auch die grauen Jägerkleider der Firma Truns getragen. Neben dem Martini und den umgebauten Karabinern setzen sich immer mehr auch Stutzer mit Zylinderverschlüssen wie Mauser, Mannlicher, Sauer und weitere durch. Einen Entwicklungsschub erfahren die optischen Geräte, vor allem die Feldstecher. Verglichen mit 1920 sind die Patentkosten tief. Gelöst wurden 4100 Hochjagdpatente zu einer Gebühr von Fr. 60.–.

schätzt: 13 500 Stück Hirschwild, 14 500 Stück Rehwild, 24 000 Stück Gämswild und 5600 Stück Steinwild. Der Bündner Jäger rüstet sich immer mehr mit der funktionalen Gebirgsausrüstung aus, die mit ihren Vorteilen, leicht, atmungsaktiv und wasserdicht, zunehmend den Markt erobert. Die traditionellen Stutzer wie Martini, umgebauter Karabiner oder der seit Mitte der 70er-Jahre beliebte Ruger, werden von neuen Gewehrtypen, beispielsweise dem Blaser R93 abgelöst. Seit 1989 ist das Zielfernrohr für alle Bündner Jäger frei. Einen weiteren Entwicklungsschub erfahren die Feldstecher, die Fernrohre und die Zielfernrohre (Leuchtabsehen). Gelöst wurden 5432 Hochjagdpatente zu einer Gebühr von Fr. 690.–. Beachtlich dabei ist, dass 148 Jägerinnen an der Bündner Hochjagd 2010 teilgenommen haben. ■

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Erfolgreicher Start der Rotwildjagd in Bern

Blattschuss

Erfolgreiche Glarner Hochwildjagd

Blattschuss

Gemäss einer Medienmitteilung vom 14. September im Berner Oberländer übertraf die Hirschstrecke in den ersten 11 Jagdtagen mit 171 erlegten Hirschen alle Erwartungen. Davon wurden alleine 56 Hirsche im Wildraum 11 erlegt. Wie der Berner Jagdinspektor Peter Juesy gegenüber den Medien mitteilte, sieht der Abschussplan einen Gesamtabschuss von 281 Stücken Rotwild vor. Mittels einer Nachjagd im November soll dieses Ziel schlussendlich erreicht werden. Zunehmende Rotwildbestände Die Rotwildbestände im Kanton Bern sind in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen und auf der diesjährigen Frühlingszählung wurden 930 Hirsche erfasst. Dass mit dem Anstieg der Bestände auch die Problematik zwischen Land- und Forstwirtschaft und dem kantonalen Jagdinspektorat zunimmt, ist keine neue Erscheinung. Um die Wildschadenproblematik, vor allem im Gebiet östlich des Thunersees (Wildraum 11), in den Griff zu bekommen, sollen lokal die Bestände reduziert oder stabilisiert werden. Neue Regelung greift Auf die diesjährige Jagdsaison hin wurden durch den Volkswirtschaftsdirektor, Regierungsrat Marcel Rickenbacher, die Abschussvorgaben gelockert. Bis anhin bezahlte ein Jäger für den Abschuss einer führenden Kuh zwischen 600 und 1000 Franken. Mit der neuen, herabgesetzten Pauschale von 400 Franken erhofft man sich nun eine vermehrte Bejagung des Kahlwildes. Werden Kuh und Kalb gemeinsam erlegt, wird der Jäger von der Pauschale ganz entbunden. Kurt Gansner

Foto: Adrian Fahrni

Die 27-jährige Berner Jägerin Désirée Sigrist, im 5. Jagdjahr, ist überglücklich vor Freude. Am 1. September erlegte sie im Kreis Oberland einen ungeraden 14-Ender, aufgebrochen 198 kg. Ihre Jagdkameraden und die Redaktion gratulieren zu diesem Erfolg und wünschen weiterhin viel Weidmannsheil.

Über Positives und Vorbildliches wollen wir unter dieser Rubrik berichten. Wir freuen uns über jede Kurzeinsendung!

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Erster Glarner Hochwildjagdtag, Montag, 5. September 2011, und zugleich Geburtstag der Glarner Jägerin Madeleine Stüssi. «Eher aussergewöhnlich» begann die diesjährige Hochwildjagd – wohl die schönste Zeit des Jahres für ein Jägerinnenherz. Nicht das Wetter hat gestrahlt, denn es regnete in Strömen, aber ihr Jägerinnenherz erstrahlte nach der erlebten Krönung dieses Tages. Die Morgenstunde begann trotz Regen erfolgreich – «oh guter Bock, heute darf Madeleine es wagen, dies Geschoss dir anzutragen». Und in der Abenddämmerung kam die grosse Überraschung – der König der Berge, ein Zehnender mit knapp 120 kg. Der Sonntag, 11. September, rundete den Erfolg noch auf mit dem Abschuss einer guten Gamsgeiss. Bereits zum dritten Mal in all ihren 34 Jagdjahren hatte sie gehörig Glück, den

Abschuss von Hirschen zu tätigen. Auch unzählige Erlebnisse hängen an der Trophäenwand im liebevoll gestalteten Jagdstüblein. Sie wird sicher in stillen Stunden immer wieder nachvollziehen, wo jedes Wild erlegt und wie es ins Tal gebracht wurde. Liebes Mami und Grosi, wir wissen, für dich ist Jagd viel mehr als Beute machen. Es ist eine deiner grossen Leidenschaften, nebst deinem mit viel Blumen geschmückten Haus und Garten. Du darfst auf ein erfülltes Jägerinnenleben mit vielen Jagderlebnissen und Jagdfreundschaften mit Dankbarkeit zurückblicken. Wir wünschen dir weiterhin noch viele erfolgreiche Pirschgänge, schöne Erlebnisse und erholsame Stunden in deiner sehr geliebten Bergwelt. Deine Tochter Cornelia mit Rachel

Liebe Jägerfreunde Am 23. Oktober 2011 sind Nationalratswahlen. Sylvia Flückiger, AG, angehende Jägerin, und Jon Peider Lemm stellen sich zur Wahl in den Nationalrat. Meine Aargauer Jägerfreunde möchte ich bitten, Sylvia Flückiger-Bäni wieder zu wählen. Sie hat in den letzten vier Jahren als Nationalrätin hervorragende Arbeit geleistet, wie sich jeder überzeugen konnte. Setzen Sie sie bitte zweimal auf Ihre Liste. Meine Bündner Jägerfreunde haben mit dem Jäger Jon Peider Lemm einen hervorragenden und kompetenten Na-

tionalrats-Kandidaten. Über seine Eignung und Qualitäten gibt es keinen Zweifel. Ich möchte Sie bitten, Jon Peider Lemm Ihre Stimme zu geben, und ihn auf Ihre Liste zu setzen. Ich denke, dass jeder Schweizer Jäger weiss, dass wir Jäger als kleine Minderheit nicht genug Vertreter und Vertreterinnen in Bern haben können. Denn nur sie können mit jagdlichen Angelegenheiten fachlich und sachlich umgehen und unseren Gegnern die Stirn bieten. Josef Griffel

Reaktion auf den Beitrag «Bald EU-Bestimmungen?» Unser Leser Stefan Zurschmitten sandte uns dieses Bild zum Thema Wildbrethygiene und fragt sich spasses-

halber: «Sieht Aufbrechen in der Zukunft bei Annahme von EU-Vorschriften so aus?» Die Redaktion

Gleich zwei Rothirsche erlegt Missliebiges und Negatives finden Sie unter diesem Titel. Entsprechende Kurzmeldungen aus dem Leserkreis publizieren wir an dieser Stelle.

Deutschland: Ungewöhnliche Jagdbeute – Plastekeiler vom Polenmarkt mit Blattschuss zerlegt

Fehlschuss Am Samstag, 17. September 2011, wurde das lange Warten belohnt. Bruno Baumgartner aus Zollbrück konnte gleich seinen zweiten Rothirsch erlegen. In der Nähe Honegg, Schangnau, bemerkte Bruno eine Hirschfährte. Nach mehrtägigem Pirschen entdeckte Bruno in den dichten Stauden den König. Schon Sekunden später trat der Stier aus zum

Äsen. Mit einem gezielten Blattschuss traf es den König tödlich. Jetzt war natürlich die Freude von Bruno gross. Ein Zehnender mit stolzen 158 Kilo lag vor ihm. Fazit: Es erlegte ihn genau der, der ihn auch öfters beobachtet hatte. Weidmannsheil deine Jagdkollegen.

Nicht erlegt, sondern wortwörtlich zerlegt hat ein deutscher Jäger bei Bitterfeld einen stattlichen Keiler. Den prächtigen Burschen hatte ein Dorfbewohner in einem Garten am Dorfrand erblickt. Ein Jäger zögerte nicht lange: Mit dem Auto die Sau anleuchten, einen sauberen Blattschuss abgeben. Die Wirkung war fatal: Wie bei einem Explosivgeschoss zerlegte es den Keiler, das Haupt flog meterweit. Die Lösung: Der bedrohliche Keiler war aus Plaste, wie man in Ostdeutschland Plastikmaterial nennt. Ein Bauer hatte sie vor 16 Jahren geschenkt bekommen. Die von einem Polenmarkt stammende Plastiksau stand lange auf seinem Hof, bevor er sie, um Dorfkindern ein Spielzeug zu bieten, in den Dorfgarten umsiedelte. Da hiess es dann nächtens «Sau tot»! Für den Jäger gab es Spott satt. P.B. Schweizer Jäger 10/2011

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Leser schreiben

Jägerinnen und Jäger in den Nationalrat

Jagdgeschichten

FÜR MICH EIN BASSE Im Norden Deutschlands ist «Basse» die Bezeichnung für einen starken Keiler oder eben ein Hauptschwein. Nach dem Lehrmittel sind Keiler bis zum fünften Lebensjahr «angehende Schweine», dann «hauende Schweine» und in ihrer vollen Reife ab dem achten Lebensjahr «Hauptschweine». Soweit die Theorie, die Einschätzungen des Jägers nach einem erfolgreichen Abschuss sind vielfach euphorischer und in der Skala weiter oben gelegen. Ja, manchmal wird man von Diana geküsst, ohne dass man dies erwartet. So geschehen am 9. Mai 2011 in einem Elsässer Revier, nahe der Schweizer Grenze.

Jagd- und Naturerlebnisse Der «Schweizer Jäger» veröffentlicht regelmässig Beiträge unserer Leserschaft. Sollten Sie nach dem Lesen der Beiträge selbst Lust verspüren, Ihre Erlebnisse niederzuschreiben, melden Sie sich bei der Redaktion – veröffentlichte Beiträge werden mit einem Jagdbuch honoriert. Die Redaktion

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Schweizer Jäger 10/2011

«Wir fahren morgen» teilte mir mein Jagdfreund Peter, mit dem ich seit vielen Jahren im Elsass jage am Telefon mit, «willst du mitfahren»? Und ob ich wollte! Ich durfte schon einige Male in diesem landschaftlich abwechslungsreichen und interessanten, rund 450 Hektaren grossen Revier weidwerken. Und nachdem mir Peter mitteilte, dass Sauen im Revier gespürt wurden und dass Mais und Weizen noch so klein seien, dass man die Schwarzkittel noch gut sehen und ansprechen kann, folgte ich der Einladung mit Freuden. Wir trafen uns, wo sich vor allem im Herbst alle Elsassjäger aus der Schweiz treffen, in der Autobahnraststätte Pratteln. Nach einer kurzen Fahrt durch weite Feldflächen und malerische Dörfer waren wir im Revier, trafen dort Hausi und Oswald, die ebenfalls voll Ungeduld, aber mit bernerischer, respektive obwaldnerischer Gelassenheit auf den Abendansitz warteten. Christian stiess kurz vor Jagdbeginn zu uns. Nach einer ausführlichen Inspektion der «heiklen» Örtlichkeiten, die aufzeigten, dass Sauen die fast ausgetrockneten Suhlen kürzlich besuchten, waren die Ansitzplätze schnell verteilt und mit einem herzlichen «Weidmannsheil» gingen wir über trockene, staubige Wege auf den Ansitz. An der Ferme Mir wurde ein Hochsitz an einem Wagenschopf, eben an der Ferme, zugeteilt. Bei heissem und schwülem Wetter und der seit Wochen herrschenden Trockenheit versprach ich mir nicht viel. Trotzdem freute ich mich auf einen interessanten Abend und hoffte auf guten Anblick. Bei der ersten 360-GradInspektion sah ich einen langen Waldsaum, Maisfelder mit kleinen Keimlingen und vor mir ein kniehohes Weizenfeld,

an das zur Rechten ein kleines Wäldchen lehnte. Nach meiner Einschätzung konnte das Schwarzwild aus dem Wald in die Äcker austreten, die bereits Spuren von nächtlichen Streifzügen aufwiesen. Sehr weit entfernt, bemerkte ich im grossen Weizenfeld Eindrücke, wie wenn der Wind sich im Spiel mit den noch jungen Pflanzen gemessen hätte. Das könnten, so schätzte ich, auch Sauschäden sein. Dabei liess ich es, bereitete mich optimal auf alle Fälle vor und begann auf einem gut gepolsterten Bürodrehsitz den Abendansitz zu geniessen. Warm war es, so dass ich alle Fensterchen öffnen konnte und der Abendwind wohltuend kühl durch den Hochsitz strich. Ich liebe solche Ansitze, da bin ich fern der Welt ganz bei mir. Mögliche Schussdistanzen werden festgelegt, die Gedanken bewegen sich frei im grossen Raum und eine entspannende Ruhe lässt einen schläfrig werden. Da war doch was im Weizen, sofort wich die Schläfrig-

keit einer gespannten Erwartung, ach ja, ein Hase hoppelte gemütlich, da und dort ein Blättchen zupfend gegen den Hochsitz. Feldstecher und Spektiv konnte ich auf diesen munteren Gesellen gut einstellen. Die Jäger hatten von diesem Hochsitz oft einen Fuchs beobachtet und ich stellte mir das Schauspiel Fuchs gegen Hase vor, das man doch seit Kindsbeinen aus der Fabelwelt kennt. Interessiert beobachtete ich den Hasen und vergass so fast die Zeit. Bewegung im Weizen Etwas schläfrig machte ich wieder einmal die Runduminspektion. Da, wo der Weizen schon arg ramponiert und auf den Boden niedergedrückt war, tauchten um 20.45 Uhr aus dem nahen Wäldchen Sauen auf. Plötzlich war ich hellwach, zählte und staunte. Sicher ansprechen konnte ich anfänglich drei Überläufer, drei Bachen und, wie eine Kugel aus dem Rohr, schoss eine schwarze Sau in die friedliche Run-

Der innovative Jagdausrüster

de und benahm sich wie ein Elefant im Porzellanladen. Die Bachen brachten sich am Waldrand in Sicherheit und standen wie Statuen im Bild, die Überläufer hatten keine ruhige Minute mehr. Jeder, der ihm in den Weg kam, wurde mit einem wuchtigen Stoss vertrieben und quietschte unter seinen nicht gerade feinen Attacken. Als er gar versuchte, die Kleinen zu besteigen, war für mich die Sache klar, das kann nur ein Keiler sein! Schiessen oder nicht? Und mit der Sicherheit einen Keiler vor mir zu haben, begann die harte, nervenaufreibende Zeit des Zögerns, des Entsicherns, des Sicherns und des Überlegens, ob ein Schuss auf die Distanz von über 200 Meter weidmännisch oder ganz simpel gesagt erfolgreich sein wird. Für mich gab es, wenn überhaupt, nur eine Möglichkeit: Die Bachen waren tabu, die Überläufer zeigten sich nur mit ihrem Ziemer oder allenfalls den Lauscherspitzen auf Weizenhöhe, unmöglich ihnen einen Schuss anzutragen. Also konzentrierte ich mich auf den Störenfried Keiler. Meine einzige Chance kam dann, wenn er sich in einer der Traktorfahrspuren breit stellen sollte. Daran dachte der Angesprochene aber überhaupt nicht. Er tobte in den Weizenstengeln, legte sich auf den Ziemer, streckte alle Viere von sich, löste wahre Staub-

wolken aus, um sogleich wieder wie ein Tornado mitten in die Kleinen zu fahren. Gut 25 lange Minuten, mit einem gefährlich hohen Puls, entsicherte und sicherte, zielte und setzte ich wieder ab, bis, ja da stand er plötzlich für einen kurzen Moment breit. Mein Schuss wirkte wie eine Bombe in der munteren Schar, in alle vier Himmelsrichtungen verstoben sie. Auch der beschossene Keiler floh einige Meter in den Weizen, kam offenbar mit dem Geschehenen nicht klar und hatte die Absicht, seinen flüchtenden Gesellen zu folgen. Zum Nachladen kam ich nicht mehr, er sank ohne einen Laut in die noch jugendlich frische Saat und war einfach verschwunden. Ein kurzes Schlegeln und sich im Kreis-Drehen konnte ich nur anhand einer grossen Staubwolke erahnen. Nach einem tiefen Durchatmen und einer wohltuenden Entspannung rief ich Peter an, der den Schuss gehört hatte. «Hast du geschossen, liegt sie»? waren die ersten Fragen, «wir kommen nach dem Ansitz zu dir». Also wartete ich ungeduldig, bis endlich ein ferner Autoscheinwerfer die dunkle Nacht durchstach. In der Nacht ist alles anders Ich meinte genau zu wissen, wo der Keiler im Weizen verschwand und wies meine Helfer Peter und Christian auch entsprechend ein. Selbst die BGS-Hündin Nina versuch-

te im halbhohen Weizen den Keiler zu finden, spürte mit ihrer feinen Nase die Fährten der Geflüchteten sofort auf, Schweiss fanden wir keinen. Seltsam, ich habe den Keiler doch zusammenbrechen gesehen. Bereits nagten erste Zweifel an meiner Überzeugung: Hast du ihn wirklich im Weizen verschwinden gesehen, ist er nicht gar mit den andern gezogen oder hast du ihn überhaupt nicht getroffen? Der gut ausgebildete und auf Schweiss hervorragende BGS müsste doch eigentlich den Bassen finden. Weiter, such weiter und dann endlich der erlösende Ausruf in die dunkle Nacht: «Da liegt er»! Wir alle staunten nicht schlecht, als wir die grosse Sau vor uns liegen sahen, der Hund behandelte sie anfänglich mit Respekt, um dann freudig lautend den Abschuss zu vermelden. In der schwarzen Schwarte fanden wir anfänglich weder Ein- noch Ausschuss und nirgends war Schweiss zu finden, was die Schwierigkeiten beim Nachsuchen von Nina erklärte. Später fanden wir den Einschuss, einen Ausschuss hatte das Tier nicht. Die Waage zeigte nach dem Aufbrechen 87 Kilogramm an, also hatte der Keiler ein Lebendgewicht von über 100 Kilogramm. Gross war die Freude bei allen und lang nach Mitternacht sanken wir alle geschafft auf unsere Lager. Ich konnte lange nicht einschlafen, sah immer wieder die Situation vor mir und war einfach glücklich über die erfolgreiche Jagd. Das Alter des Keilers schätzten wir auf 5–7 Jahre. Ob «hauendes Schwein» oder «Hauptschwein» war für mich zweitrangig, er war mein Basse. Werner Grond

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Könige der Alpen Steinböcke am Heustock Das tolle Bild der Steinböcke am Heustock hat uns Wisi Schuler aus Ennenda/GL zugesandt.

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Auf der Bündner Jagd Angehender Jungjäger Früh übt sich, wer ein richtiger Bündner Jäger werden will: Der 16-jährige Mèn aus Stierva trägt mit grosser Freude Vaters Rehbock. 64

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Schnappschuss

Ungewöhnlicher Spielpartner Rehkitz mit Hündin Unser Sohn hat bei uns in Willisau eine schöne Beobachtung gemacht und gleich eine Foto geschossen. Unsere Hündin Mira spielte bereits zum zweiten Mal mit diesem Kitz auf unserem Rasen. Rita Küng-Rinderknecht, Willisau, hat uns das ungewöhnliche Bild geschickt.

Überraschende Begegnung Keine Scheu Im letzten Sommer war ich mit meiner Kamera im Wald unterwegs, um Rehe zu fotografieren. Ich stand unter einer Tanne und bemerkte oberhalb von mir ein Eichhörnchen. Dieses kam bis auf 3 Meter heran und «knurrte» mich richtig an. Text und Fotos stammen von Eduard Isch aus Zell.

Seltener Gast Gänsegeier im Nanztal VS Die schönen Aufnahmen des jungen Gänsegeiers sind den Brüdern Ralf und Erich Zimmermann aus Visperterminen bei der sonntäglichen Wildbeobachtung am 3. Juli 2011 im Nanztal VS (Chritzerhorlini) geglückt.

www.schweizerjaeger.ch

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CH

Bund und Kantone

Lysser Wildtiertage 2011

Am 19./20. August 2011 fanden die 6. «Lysser Wildtiertage» statt. An diesem jährlich stattfindenden Anlass treffen sich Fachleute der Wildtierbiologie. Die Tagung wird von der Schweizerischen Gesellschaft für Wildtierbiologie und der Sektion Jagd, Fischerei und Waldbiodiversität des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) gemeinsam organisiert und stand unter dem Motto «Der Alpensteinbock überrascht immer noch – selbst 100 Jahre nach seiner Rückkehr in die Schweiz». Nachstehend eine Zusammenfassung von «Schweizer Jäger»-Korrespondent Georg Iten. Die harten Winter 1998/ 1999 und 2000/2001 haben zu einem markanten Rückgang der Steinbockpopulationen geführt. Seit 1977 kann der Steinbock wohl unter strengen Vorgaben wieder bejagt werden. Hannes Jenny, Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, blickte in seinem Referat zuerst auf die wissenschaftlichen Forschungsprojekte, die am Alpensteinbock in der Zeitspanne von 1961 bis 2000 vorgenommen wurden. Er beschrieb auch den starken Bestandesrückgang zwischen 1998 und 2002, der mit genetischen Faktoren, Krankheiten, Konkurrenz mit Schafen oder eventuell durch Fehler in der jagdlichen Planung in Zusammenhang gebracht werden könnte. Auf Grund dieser Ausgangslage lancierten die Kan-

Pierre Mollet, Präsident der SGW, begrüsste die Teilnehmer und eröffnete die Lysser Wildtiertage.

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tone in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt und den Hochschulen ein umfassendes Forschungsprojekt um den Alpensteinbock. Geringe genetische Vielfalt Iris Biebach und Lukas Keller untersuchten in 1200 Proben das genetische Bild von 42 Steinwild-Populationen. Ihre Untersuchungsergebnisse zeigen beim Schweizer Steinwild eine geringe genetische Vielfalt und einen hohen In-

Kein negativer Einfluss durch die Jagd Benedikt Gehr benützte für seine Untersuchungen über die Auswirkung der Jagd auf die Steinbockpopulation Jagdstreckendaten und Fallwildstatistiken. Seine Analysen zeigen, dass die Jagd die Zusammensetzung einer Steinwildkolonie stark mitbestimmt. Bei der Jagd werden junge und alte Tiere erlegt und die Mittelklasse wird geschont.

Dominante Böcke sind Garanten Christian Willisch befasste sich in seinem Referat mit der Fortpflanzungsökologie. In einer mehrjährigen Studie wurde untersucht, welche Rolle das Alter, der soziale Rang oder sogar die Hornlänge auf den Fortpflanzungserfolg haben. Die Resultate zeigen eindeutig, dass das Alter und sogar die Hornlänge die Dominanz der Böcke positiv beeinflusst. Gerade dominante Böcke sind Garanten für den Fortpflanzungserfolg. Beim Alpensteinbock dauert die Fortpflanzungsphase relativ lang. Schon 2-jährige, selbst aber auch 12-jährige Böcke

Die Ausführungen der Referenten weckten bei den Tagungsteilnehmern grosses Interesse. zuchtgrad, was selbst 100 Jahre nach dem erstmaligen Aussetzen feststellbar und auf eine geringe Anzahl von Gründertieren zurückzuführen ist. Hätte eine hohe Anzahl von Tieren aus diversen Populationen mit unterschiedlicher genetischer Zusammensetzung die Population gegründet, wäre die genetische Vielfalt grösser und der Inzuchtgrad umso geringer. Es zeigt sich, dass der Inzuchtgrad beim Schweizer Steinwild so hoch ist, dass eine Einschränkung des gesundheitlichen Wohlbefin-

Hannes Jenny vom Iris Biebach und Lukas Keller, Universität Amt für Jagd und Zürich, befassten sich mit der Genetik des Steinbocks. Fischerei Graubünden erörterte das Forschungsprogramm Steinbock des BAFU und der Kantone.

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dens durch Inzucht zu erwarten wäre. Mit den zurzeit zur Verfügung stehenden Daten können obgenannte Befürchtungen jedoch nicht bestätigt werden.

Führende Geissen dürfen nicht bejagt werden. Gegenüber unbejagten Kolonien erhöht sich der Anteil von ein- und zweijährigen Tieren. Jedenfalls sollten die Auswirkungen der Jagd beim Planen von Strategien zur Erhaltung einer Steinwildpopulation über einen längeren Zeitraum berücksichtigt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt, kommt Benedikt Gehr zum Schluss, funktioniert das Jagdsystem in der Schweiz gut und nimmt keinen negativen Einfluss auf die Bestände.

Benedikt Gehr, Universität Zürich, beleuchtete den Einfluss der Jagd auf die Zusammensetzung und Populationsdynamik von Steinwildkolonien.

Christian Willisch, Universität Neuchâtel, sein Thema war die Fortpflanzungsökologie.

können sich vermehren. Am erfolgreichsten sind jedoch 10- bis 11-jährige Böcke. Überlebensstrategie im Winter Claudio Signer untersuchte an 10 besenderten Steinböcken und Steingeissen die Herzfrequenz, die Körpertemperatur und die Bewegungsaktivität im harten Gebirgswinter. Seine Untersuchungen zeigen, dass die täglichen Herzschlagfrequenzen der Steintiere im Winter rund 60 % unter dem Sommermaximum liegen.

Claudio Signer,Veterinärmedizinische Universität Wien, legte die Anpassungen des Steinwildes an den harten Gebirgswinter dar.

Marie-Pierre Ryser, Universität Bern, stellte den möglichen negativen Einfluss von Krankheitserregern auf Fortpflanzung und Mortalität vor.

Klaus Robin von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ging der Frage nach, ob es zwischen gesömmerten Schafen und Steinböcken Konkurrenz um Nahrungs-Ressourcen gibt.

Geissel Gämsblindheit Marie-Pierre Ryser befasste sich in ihrem Referat mit den negativen Auswirkungen von Krankheitserregern auf Fortpflanzung und Todesursachen. Bei den Alpensteinböcken wurden, ganz im Gegenteil zu den Nutztieren, nur wenige Krankheitserreger gefunden, was aufzeigt, dass Nutztiere unter sich Krankheiten übertragen und der Steinbock eine geringfügige Infektionsquelle darstellt. Fünf Krankheiten wurden beim Steinbock am häufigsten festgestellt: die Gämsblindheit, Moderhinke, Lippengrind und Lungenund Gehirnentzündungen. Es konnte auch der Nachweis erbracht werden, dass der Erreger der Gamsblindheit nicht vom Steinwild auf die Nutztiere übertragen wird, sondern gerade umgekehrt von den Nutztieren (Schafe) auf das Steinwild. Sömmerung und Wildtiere Klaus Robin prüfte, ob zwischen Schafen, die den Sommer auf Alpweiden verbringen und dem Steinwild ein Konkurrenzkampf um Futter stattfindet. Da keine räumlichen Daten über die Sömmerung von Schafen zur Verfügung stehen, ist es nicht möglich Gebiete mit Schafsömmerung und Steinbockkolonien regelmässig zu überwachen. Somit

kann die Frage einer allfälligen Konkurrenz um Nahrungsressourcen nicht beantwortet werden. Klaus Robin fordert, dass die wichtigsten Gesetzeswerke betreffend Landnutzung durch Sömmerung so geändert werden, dass eine vermehrte Rücksichtnahme auf Wildtiere gewährleistet ist.

Wer glaubt, mit dem Leben der Alpensteinböcke vertraut zu sein, wurde durch die an den Lysser Wildtiertagen präsentierten Forschungsergebnisse mit neuen wertvollen Erkenntnissen bereichert. Georg Iten www.wildkunde-georg-iten.ch

antwortungsbewussten Jäger eine Selbstverständlichkeit, das Vertrauen in die eigene(n) Jagdwaffe(n) Schlüssel zum Erfolg. Wir sind als Jäger verpflichtet, dem angesprochenen Wild die Kugel weidmännisch anzutragen.

zug auf die in der Westschweiz langsam aber sicher sich im Vormarsch befindende Wildschweinpopulation. Gottlieb Dändliker, Herr über die im Kanton Genf für die Wildsauregulierung zuständigen Umwelthüter: «Wir greifen jedes Jahr ab Mitte Juli ein, um die Schwarzwildpopulation zu regulieren (!)». Pro memoriam: Im «jagdfreien» Genf erlegt die Wildhut Jahr für Jahr eine grössere Anzahl an Wildschweinen als die gesamte Jägerschaft im Patentkanton Waadt. Das ist schlechthin eine skandalöse Entwicklung: Die schlauen Sauen haben längst gemerkt, dass sie sich ein paar hundert Meter – auf Genfer Gebiet – zumindest tagsüber sicher fühlen können. Bei Dunkelheit werden sie dann von den Genfer Scharfschützen, mittels Einsatz von Infrarot-Geräten auf offenem Feld geschossen …

Die DRS1-Diskussion mit dem Thema Jagd …, … ausgestrahlt am Freitagmorgen, 16. September, habe ich im Auto auf besagter Strecke, entlang dem Genfersee, mitverfolgt. Nun ja, da war viel von Töten die Rede und wenig vom Jagen. Einmal mehr wurde ein Zerrbild der wahren Beweggründe eines Jägers geschaffen. Zwar schlugen sich die Befürworter und Jäger/innen brav, indes, gegen den im «Volkshirni» eingebrannten Stereotyp über die Ausübung der Jagd ist kein Kraut gewachsen. Zum besseren Verständnis muss sich jeder Jäger zu seinem Tun öffnen, die Diskussion aufnehmen und für seine Passion einstehen. In ländlichen Gegenden ist die Akzeptanz sicher grösser, in urbanen Gebieten herrschen Verwirrung und Unverständnis. Ich lebe im jagdlosen Genf, erlauben Sie mir deshalb diese Aussage. A propos Genf: Im Nachbarkanton, der Waadt, hat am 1. September die Jagd auf das Schwarzwild begonnen, im Kanton Jura bereits Mitte Juli, am 1. August in Neuenburg. Das ist aussagekräftig in Be-

Tödlicher Unfall eines Gämsjägers Unter einem unglücklichen Stern stand die Eröffnung der Hochjagd für einen 74-jährigen Gämsjäger oberhalb von Leysin (VD). Zusammen mit seinem 78-jährigen Jagdkollegen unterwegs, stürzte er bei der Gämspirsch auf einem Grat 400 Meter in die Tiefe. Nachdem sein Jagdpartner Alarm geschlagen hatte, setzte sich nach Dunkelheit eine Rettungskolonne in Bewegung, welche in einem auf 1600 Meter gelegenen Couloir nur noch den Tod des Verunglückten feststellen konnte. Aus Sicherheitsgründen führte die Rega den Bergungsflug erst am Tag nach dem Unfall aus. Das Gebiet oberhalb von Leysin, rund um den «Tour d’Aï», ist bei den alpinen Jägern für seine wilde Schönheit bekannt. Der Verunfallte, so die Mitteilung, war mit dem Jagdgebiet und dessen Gefahren äusserst vertraut. Anfangs September gelangte eine andere Todesmeldung an die Öffentlichkeit: Im Alter von erst 59 Jahren verstarb am 6. September der Waadt-

FR

Lettre de la Romandie Die schönste Jahreszeit hat auch in der Westschweiz Einzug genommen. Wenn die Winzer entlang dem Nordufer des Genfersees, von der La Côte bis hinauf ins Chablais, die Traubenernte vorbereiten, dann ist auch für uns Jäger Hoch-Zeit. Die Jagdschiessstände haben im August und September nochmals Hochkonjunktur. Ich selber schiesse meine Jagdwaffen im Stand von Villeneuve ein – dort finde ich alles, was ich brauche. Jean Pittier, seines Zeichens Waffenschmied und Leiter der dortigen Anlage, legt selber Hand an. Bereitwillig steht er einem Jungjäger mit Rat und Tat zur Seite oder berät einen bestandenen Jäger beim Einschiessen der persönlichen (neuen!) Waffe. In Villeneuve herrscht eine kameradschaftliche Stimmung. Nachdem der Jagdstutzen wieder verstaut ist, bildet sich schnell eine sich gegenseitig austauschende Gesprächsgruppe. Übrigens: Wer von einem Jahr auf das andere die Jagdmunition wechselt, soll daran denken, dass jede Patrone seine Eigenheiten hat. Das Schiessen im Jagdschiessstand hat ja eine Multifunktion: Die Waffenhandhabung soll dem Jäger geläufig sein, so wie die Bedienung seines eigenen Fahrzeuges. Sich mit gutem Gewissen von der Schiessanlage ins Feld zu begeben, das ist für jeden ver-

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Die Körpertemperatur und die Bewegungsaktivität werden im Winter ebenfalls drastisch reduziert. Eine besondere Strategie zum Einsparen von Energie hat das Steinwild wie folgt entwickelt: In den kalten Winternächten nehmen sie eine Abkühlung in Kauf ohne durch Bewegung dagegen anzukämpfen. Somit können sie einen unnötigen Energieverbrauch vermeiden. Dasselbe in den Vormittagsstunden, in denen sie sich möglichst nicht bewegen, sondern sich liegend einem Sonnenbad hingeben und sich auf diese Weise ohne Energieverlust wieder aufwärmen. All dies sind Strategien, um den harten Bergwinter besser zu überstehen.

Bund und Kantone

Staatsrat Jean-Claude Mermoud musste diese Welt allzu früh verlassen. (Aufnahme von Frühjahr 2011, anlässlich eines Sportanlasses in Les Diablerets VD.) länder Staatsrat Jean-Claude Mermoud. Mermoud war von seiner Partei (UDC = SVP) für die bevorstehenden Ständeratswahlen vorgeschlagen. Der Verstorbene amtierte im Jahre 2003 als Präsident des Staatsrates. Während Jahren führte er das Departement für Sicherheit und Umwelt und war somit auch für die Belange der Waadtländer Jagd zuständig.

AG

Man erinnert sich gerne an die bedachten Worte, welche der ehemalige Landwirt anlässlich der Delegiertenversammlungen jeweils an die Jäger richtete: Die Erhaltung der Jagd, das spürte man, stand ihm nahe. Jean-Claude Mermoud hinterlässt seine Frau und drei Kinder. John Stucki

BE

Hunde im Revier

Wo immer man hinhört, beklagt sich die Jägerschaft über freilaufende Hunde im Revier. Wir Jäger von der Jagdgesellschaft Rupperswil-Lenzhard haben dieses Problem schon vor Jahren an der Wurzel gepackt und suchen bewusst, mit den Hundehaltern ins Gespräch zu kommen. Dazu eig-

net sich erfahrungsgemäss besonders unsere jährliche Teilnahme am traditionellen Hundemilitary, das am 4. September 2011 schon in seiner dreizehnten Auflage durch den Kynologischen Verein Niederlenz durchgeführt wurde. Auf einem anspruchsvollen Parcours quer durch unser Re-

Auf Posten 8 der Jagdgesellschaft Rupperswil-Lenzhard.

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vier mit zehn Stationen, durften wir bei unserer Jagdhütte wiederum einen Posten betreuen, an dem verschiedene Fragen über frei lebende Tiere, heimische Pflanzen, aber auch zum Thema Leinenpflicht im neuen Jagdgesetz des Kantons Aargau, beantwortet werden mussten. Die dabei erzielten Resultate konnten auch diesmal wieder zu einer guten Platzierung des Gespanns beitragen. Gegen dreihundert Teilnehmer aus der ganzen Schweiz und sogar aus dem angrenzenden Ausland waren durchwegs des Lobes voll, dass wir Jäger mit dabei waren und das Gespräch mit den Hundeführern auch spontan gesucht haben. Gar manche Unsicherheiten konnten dabei in einem sachlichen Dialog geklärt werden. Die Tatsache, dass wir in unserem Revier seit Einfüh-

rung der gesetzlich vorgeschriebenen Leinenpflicht im Wald und am Waldrand in den Monaten April bis Juli seit vergangenem Jahr keinen einzigen Riss durch wildernde Hunde beim Rehwild beklagen mussten, stimmt uns jedenfalls zuversichtlich. Zu diesem erfreulichen Resultat haben sicher auch unsere Informationstafeln am Eingang der stark begangenen Waldwege wesentlich beigetragen. Wir Lenzhardjäger sind fest davon überzeugt, dass auch diese Art von Öffentlichkeitsarbeit zu einem guten Einvernehmen zwischen Hundehaltern und der Jägerschaft führen wird und wesentlich zum besseren Verständnis für unsere Anliegen beitragen kann. Ruedi Holliger, Jagdleiter Revier Rupperswil-Lenzhard

Informationsanlass der besseren Art

Am 18. August lud die Comestibles- und Courmet-Service AG von Fritz Gertsch zu einem Informationsanlass über die Jagd und das Wild in der Schweiz ein. Über 50 Köche, Küchenchefs, Jungköche sowie Gastronomen aus der gesamten Deutschschweiz folgten dieser Einladung nach Thun, zum Hauptsitz mit Verarbeitungs- und Produktionsräumen auf dem Areal der Schlachtanlage Thun auf dem Lärchenfeld. Zu meiner Überraschung fanden die Produkt-Präsentationen sowie Produkt-Information in dieser Veranstaltung einen angemessenen, jedoch nicht zu grossen Stellenwert, sodass wir nach einer kurzen Einleitung bereits von Gerhard Tschannen (seinerseits Jäger aus Thun) in Empfang genommen und in das «Jägerstübli» geführt wurden. In der umfunktionierten Lagerhalle stiessen die Gäste auf eine Vielzahl von präparierten Tieren, Abwurfstan-

gen, Gamskrickeln, Trophäen, div. Waffen und Munition (natürlich getrennt!), Optik, Lehrmitteln, Postern usw. Alles zur Präsentation schön einladend auf Fichtenreisig gebettet, sodass man sich am Anblick erfreute. Man merkte, dass weder Kosten noch Mühen gescheut wurden, um eine gemütliche und dem Thema angepasste Umgebung zu schaffen. In einem ausführlichen Vortrag von Geri Tschannen wurde dann dem interessierten Zuhörer eine fachlich versierte Erläuterung über die Jagd geboten, bei welcher sämtliche Themen von A wie Ansitzjagd, bis Z wie Zieloptik, ihren Platz fanden. Aber auch kritisches, wie beispielsweise die umstrittene Bejagung von Luchs, Bär und Wolf, wurde thematisiert. Nach diesem interessanten Vortrag wechselten wir die Kulisse an ein Lagerfeuer im Freien. Dort nahm uns Stefan Steuri mit seinem Fal-

Gourmet-Service AG in Thun gibt, die die Jagd in der Schweiz als fest verankerten Teil im Brauchtum unseres Landes sehen. Dazu innovative Jäger wie Gerhard Tschannen (Geri) und Stefan Steuri, die die Möglichkeit bieten, unsere Passion einer breiten Bevölkerung wieder ein Stück näher zu bringen. Vielen Dank an alle Beteiligten. Daniel Wüthrich, Jagd und Wildtierschutzverein Grindelwald

FR

Gut gerüstet für die Herbstjagd Die Freiburger Jäger und Jägerinnen haben – nach guter Tradition – am Montag nach dem Bettag, am 19. September, mit der Herbstjagd begonnen. Ob auf Ansitz oder bei der lauten Jagd: allen ist «Gut Schuss!» und «Weidmannsheil!» zu wünschen. Leider gehören zur Jagd auch der Fehlschuss oder der vermeintliche Fehlschuss. Hat das beschossene Wild gezeichnet, dann ist die Entscheidung schnell getroffen: eine Nachsuche ist fällig. Hat sich das beschossene Wild hoch flüchtig abgesetzt oder ins Unterholz verdrückt, dann gilt

ebenfalls die Regel, dass nachgesucht wird. Das Vorgehen ist allen Jagdausübenden bekannt: Abwarten, bis das Treiben zu Ende und abgeblasen ist, Jagdleiter informieren, Verbrechen des Standortes des Schützen und des Anschusses, vorsichtige Kontrolle des Anschusses, ohne nach Elefantenmanier im Gelände herum zu trampeln oder gar noch dem flüchtigen Wild nachzusetzen. Es folgt die Nachsuche mit einem autorisierten Schweisshundeführer (SHF). Nicht jede Jagdgruppe verfügt über einen Schweisshundeführer.

Bei einem Schuss im Gebirge, der eine Nachsuche erfordert, wird die Sache noch komplizierter. Aber dank einer guten Organisation wird in jedem Fall ein SHF schnell erreichbar sein. 59 Schweisshundeführer und -führerinnen! Den rund 800 Jägern und Jägerinnen stehen im Kanton Freiburg fast 60 SHF zur Verfügung: im Saanebezirk 11, im Greyerzer Land 16, im Seebezirk 2, die individuell telefonisch erreichbar sind, im Glanebezirk 4, im Broyebezirk 7, im Vivisbachbezirk 4 und im Zuständigkeitsbereich der «Roten Fährte Sense» (Seeund Sensebezirk zusammen) 14. Die Aufstellung zeigt, dass gerade für die Bergregionen in Sense und Greyerz ausreichend SHF abrufbar sind. See- und Sensebezirk nehmen eine Sonderstellung ein: im Einsatzgebiet von «Rote Fährte Sense» hat man sich für das neue System (vgl. Freiburger Kolumne, «Schweizer Jäger» Nr. 7 /Juli 2011) entschieden. Das neue System Während in den übrigen Bezirken die Schweisshundeführer persönlich über die Handynummer erreichbar sind, können sich Jäger und Jägerinnen in See und Sense direkt an eine Koordinations-

stelle wenden. Es ist die Telefonnummer 079 944 66 13. Der Koordinator ist jederzeit erreichbar, er nimmt den Anruf entgegen, füllt ein Formblatt mit den nötigen Angaben aus und wählt aus der Pikettliste einen SHF aus, der die Nachsuche übernimmt. Er kontaktiert den Jäger und vereinbart den Treffpunkt. Die erfolgreiche Kontaktnahme wird dem Koordinator durch einen kurzen Rückruf bestätigt, und die Nachsuche wird durchgeführt. Ist sie beendigt, erhält der Koordinator vom SHF einen kurzen Bericht über Erfolg bzw. Misserfolg. Hier die SHF aus dem Seeund dem Sensebezirk, die nach dem neuen System arbeiten: René Baur (Ulmiz), Willy Buchs (Brünisried), Anne-Marie Clément-Sautaux (Grandsivaz), Manfred Dirren (Vallamand), Stefan Heiter (Cressier), Hans Julmy (Düdingen), Armin Leicht (Magnedens), Beat Loretan (Courtepin), Andrea Perrig (Büchseln), Heidi Perrig (Murten), Walter Pfäffli (Wünnewil), Estelle Preti (Heitenried), Jean-Claude Ravaz (Düdingen), Urs Stocker (Uebertorf) und Philippe Volery (Jeuss). Allen SHF, die sich für die verdienstvolle Arbeit auf der «roten Fährte» einsetzen, sei Weidmannsdank und stets «Suchen Heil!» EM

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Bezug über den Fachhandel

Bund und Kantone

ken in Empfang und brachte uns eine ganz andere Jagdart etwas näher. Die Rede ist von der Falkenjagd, bei der hier in der Schweiz Rabenkrähen und Elstern bejagt werden dürfen. Am gemeinsamen Aser, mit zünftiger Wildwurst und Wein, beim gemütlichen Feuer, wurden dann noch rege Gespräche über die Jagd geführt, bevor wir uns dann auf den Heimweg machten. Fazit: Es hat mich sehr gefreut, dass es Betriebe wie die Gertsch Comestibles und

Bund und Kantone

Sondierung bei den Freiburger Kandidaten Aktion des VFJ zu den Wahlen 2011 Vor einem «heissen Herbst» Im Vorfeld der kantonalen und eidgenössischen Wahlen im Herbst dieses Jahres hat der Verband der Freiburger Jäger bei den zur Wahl (und Auswahl) stehenden Kandidierenden (für Staatsrat und Grossrat) eine schriftliche Meinungsumfrage gestartet, die das Verhältnis zur Jagd sondieren möchte. Immerhin stellt die Jägerschaft im Kanton Freiburg mit rund 800 Jägern und Jägerinnen (plus deren Angehörigen) ein ansehnliches Wählerpotenzial dar. Darauf weist auch der Begleitbrief zum Fragebogen hin.

Bruno Fasel, Präsident des VFJ, betont darin die politische Unabhängigkeit des Verbandes. Er weist aber zugleich darauf hin, dass die Jägerschaft ein Interesse an der Einstellung der Kandidaten und Kandidatinnen zur Jagd hat. Gerade angesichts der aggressiven Kampagnen jagdfeindlicher Kreise, die auf mehr und mehr Einschränkungen der Jagd drängen, ist dieser Vorstoss des Jägerverbandes vor dem «heissen Herbst» sicher ein probates Mittel, um sowohl die Wahlberechtigten als auch die zur Wahl stehenden Kandidaten und Kandidatinnen zu sensibilisieren: die einen, umsichtig zu wählen, und die anderen herauszufordern, ihren Standpunkt gegen-

über Problemen der Freiburger Jagd offen zu erläutern. Denn die Ergebnisse sollen, so beabsichtigt der Verband, anfangs November zusammengestellt und in den Jagdzeitschriften publiziert werden. Die Fragen Der Verband legt vier Fragen vor und bittet um kurze und prägnante Antworten. Frage 1: Neben der von der Mehrheit der Bevölkerung als sinnvoll beurteilten Regulationsjagd auf Schalenwild gibt es Jagdarten, die vor der Öffentlichkeit umstritten und «unattraktiv» sind, wie z. B. die Federwildjagd, die Baujagd auf den Fuchs und die Hasenjagd.

Kapitale Trophäen Rehbock Gross ist die Freude, wenn ein Bock mit kapitalen Trophäen erlegt werden kann, wohlwissend, dass Hegeabschüsse für die Entwicklung einer Population von grosser Bedeutung sind. Der «Schweizer Jäger» bietet den Service der Trophäenbewertung weiterhin an. Mit Ruedi Suter, Muotathal, und Röbi Nigg, Gersau, konnten dafür zwei anerkannte Juroren gewonnen werden. Damit die Bewertung transparent wird und die Leserschaft daraus lernen kann, publizieren wir jeweils das Bewertungsblatt mit Foto. Wenn Sie eine Trophäe bewerten lassen wollen, schicken Sie diese gut verpackt und eingeschrieben an: Ruedi Suter, Schützenstrasse 5, 6436 Muotathal. Notieren Sie neben Ihrem Namen diejenigen Angaben, die Sie auf dem Bewertungsblatt erwähnt haben wollen. Bei grossen Trophäen und

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Erleger: Hans Reber, Trub Datum: 16. Oktober 2010 Messung

links rechts

Durchschnitt

24.0 cm 24.35 24.7 cm Gewicht 330 g Gehörnvolumen 145.2 ccm Auslage 9.5 cm 39.0% (Bewertung vor Ablauf von 3 Monaten) Farbe Perlung Rosen Spitzen der Enden Regelmässigkeit und Güte Abzüge Gesamtsumme

Frage 2: Sie schneidet das «heisse» Thema des Grossraubwildes in der Schweiz an (Luchs-, Wolf- und Bär-Problematik), dem Nutz- und Wildtiere (und auch die Steuerzahler!) einen ansehnlichen Tribut zollen müssen. Hier sollen die Befragten Stellung beziehen zur Anwesenheit, zu einer möglichen Regulierung und zu Umsiedlungsaktionen. Frage 3: Hier geht es um die Frage, ob man es befürworten würde, dass Jäger an Regulierungsjagden, die bisher nur der Wildhut vorbehalten sind, aktiv beteiligt werden sollten (z. B. Jagden in Schutzzonen, Jagden ausserhalb der ordentlichen Jagdzeiten, Jagd bei Nacht). Frage 4: Sie betrifft das Befahren von Strassen (Alpstrassen, Fahrwege zur Waldbewirtschaftung im Flachland), die seit einiger Zeit für den motorisierten Verkehr generell gesperrt sind. Sollten Jägern und Jägerinnen, die mit der Jagd einen wichtigen Beitrag zur sinnvollen Bewirtschaftung der Wälder im Flachland und im Gebirge leisten, Erleichterungen bei der Benutzung des Fahrzeugs zum Zwecke der Jagd gewährt werden?

Vollpräparaten vereinbaren Sie mit Ruedi Suter einen Termin (Tel. 041 830 22 59). Eine Bewertung inkl. Rücksendung der Trophäe und detailliertes Bewertungsblatt mit Foto kostet Fr. 40.–. Bitte diesen Betrag beilegen. Die Veröffentlichung im «Schweizer Jäger» geschieht nach der Reihenfolge der Eingänge.

Stangenlänge

Hier wird um die Meinung zu diesen umstrittenen Jagdarten gebeten.

Faktor

Punkte

x 0.5

12.175

x 0.1 x 0.3

33.000 43.560 2.000

0–4 P. 0–4 P. 0–4 P. 0–2 P. 0–5 P. 0–5 P.

3.000 2.000 1.500 1.500 4.500 1.000 102.235

Man kann gespannt sein, wie die Reaktion der angeschriebenen Kandidaten und Kandidatinnen auf diese Einladung zur offenen und ehrlichen Meinungskundgabe ausfallen wird. Eine kleine Zahl von Antworten ist bereits eingetroffen. Es ist zu hoffen, dass das Echo gross ausfallen wird und sich der Aufwand gelohnt hat. Vom Echo der Umfrage wird man auch ablesen können, welches Gewicht die Freiburger Jagd in der öffentlichen Meinung hat. EM

Achtung: Neue Anmeldefristen! 1. Anmeldung Wer die Eignungsprüfung für Jäger ablegen will, hat sich vom 1. November 2011 bis und mit 30. November 2011 anzumelden. Die Bewerber müssen im Jahre 2012 mindestens das 18. Altersjahr erfüllen (Jahrgang 1994 und älter). Für Kandidaten, welche die gesamte Prüfung ablegen müssen: Bei der Anmeldung ist ein gültiger Personalausweis vorzulegen und eine Prüfungsgebühr wie folgt zu entrichten: Bei erstmaliger Anmeldung Fr. 300.–; bei der Wiederho-

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lung der Prüfung Fr. 250.–. Die Kanzleigebühr beträgt Fr. 20.–. Die Anmeldung gilt für die theoretische Waffenprüfung sowie die Waffenhandhabungs- und Schiessprüfung in den Monaten Juli/August des Jahres 2012 und für den theoretischen Teil der Prüfung (Wild und Jagd) in den Monaten März/April des Jahres 2013.

a) Theoretische Waffenprüfung: Fr. 50.– b) Waffenhandhabungs- und Schiessprüfung: Fr. 100.– c) Theoretische Prüfung Wild und Jagd: Fr. 100.– Die Kanzleigebühr beträgt: Fr. 20.–. Unterbricht ein Kandidat die Prüfung für mehr als ein Jahr, hat er bei einer Wiederaufnahme der Prüfung die volle Gebühr zu entrichten.

Für die Wiederholung einzelner Prüfungsfächer werden folgende Gebühren erhoben: Bei der Anmeldung ist ein gültiger Personalausweis und das Prüfungs- und Hegebüchlein vorzulegen.

2. Durchführung Die Prüfungen werden nach der Kantonalen Jagdprüfungsverordnung (KJPV) vom 27. März 2007 abgenommen.

3. Anerkennung bestandener Waffen- und Schiessprüfungen Das Gesuch um Anerkennung einer im In- oder Ausland bestandenen Waffen- und Schiessprüfung ist schriftlich und mit den entsprechenden Unterlagen (Kopien) gleichzeitig mit der Anmeldung der Anmeldestelle einzureichen. 4. Anmeldestelle Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, Loëstrasse 14, 7001 Chur, zu Bürozeiten, Tel. 081 257 38 96 (gegen Rechnung bei Bestellung auf dem Postweg, sofern die nötigen Unterlagen beigelegt sind). Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, Dr. Georg Brosi

Freundschaft lebt von gemeinsamen Erlebnissen vorstehende Herbstjagd ein. Das etwas unsichere Wetter am ersten September-Sonntag veranlasste die Organisatoren, statt im Reider Tannwald in die im 18. Jahrhundert erbaute prächtige Pfarrkirche einzuladen. Bei hervorragender Akustik kamen die Vorträge der Jagdhornbläser unter der Leitung von Joseph Koller besonders gut zur Geltung. Die Gottesdienstbesucher, da-

Foto: H. Büttiker

Reiden: Hubertusmesse mit den Jagdhornbläsern «Auerhahn» Mit einer gehaltvollen Predigt von Pfarrer Jaroslav Platunski und der Darbietung der Grossen St. Hubertusmesse von Hermann Neuhaus durch die Jagdhornbläsergruppe «Auerhahn», Luzern, läuteten die Jagdgesellschaft Reiden und die Sektion Hinterland von Revierjagd Luzern die be-

Die Jagdhornbläser «Auerhahn» mit dem musikalischen Leiter Joseph Koller.

runter recht viele Grünröcke, spendeten zum Dank einen grossen Applaus. «Eine solche Messe ist ein instrumental erklingendes Ereignis und ein Dankeschön für die wunderbare Natur.» Mit diesen Worten eröffnete Pfarrer Jaroslav Platunski den Gottesdienst. Wenn von Jagd die Rede ist, weiss er von was man spricht, denn er ist in einem der schönsten Jagdgebiete Eu-

ropas aufgewachsen, nämlich in den polnischen Masuren. Was schafft Freunde? Seine Predigt widmete er der Freundschaft, ein zentrales Element der Jäger und Jägerinnen. «Ich nenne euch Freunde, hatte Jesus gesagt und ich halte es für eines der schönsten Worte, die er gesagt hat. Freund ist ein sehr kostbares Wort. Nicht jeder Kum-

Pfarrer Jaroslaw Platunski spendete den Segen. Schweizer Jäger 10/2011

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Eignungsprüfung für Jäger 2012/2013

Foto: H. Büttiker

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Weitere Hubertusmessen mit der Jagdhornbläsergruppe «Auerhahn»: 16. Oktober, 10.00 Uhr: Pfarrkirche Hochdorf 30. Oktober: Wallfahrtskirche Hergiswald, Kriens 6. November, 17.00 Uhr: Jesuitenkirche Luzern 15. Januar: Pfarrkirche Eich

Foto: H. Büttiker

Bund und Kantone

pel ist auch ein Freund. Dazu braucht es gegenseitige Sympathie, die auch Macken und Fehler aushalten kann. Und es braucht Vertrauen. Ich muss mich auf ihn verlassen können, dass er mich nicht ausnutzt und ich ihm im Vertrauen alles erzählen kann. Das ermöglicht das Gespräch in Freundschaft und gegenseitigem Zuhören. Freundschaft lebt nur, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht und sie lebt von gemeinsamen Erlebnissen.» Pfarrer Platunski schloss mit dem Sprichwort: «Mit ei-

Richard Zihlmann lud zum Aser ein. nem Freund an der Hand ist kein Weg zu lang.» Nach dem Gottesdienst lud Richard Zihlmann, namens der Jagdgesellschaft Reiden, zum gemeinsamen Aser im Pfarreizentrum ein. Neben dem traditionellen Menu mit Suppe und Spatz gab es auch Grilladen und Desserts. Es war die Gelegenheit Freundschaft zu pflegen, nicht nur unter Jägern, auch mit der nichtjagenden Bevölkerung. Hermann Büttiker

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Jägerverein March im Jubiläumsjahr Hegearbeit Am 15. und 16. Juli führte man in der March Hegearbeiten aus. Am Freitag wurden Brombeeren gemäht und Stauden geschnitten. Anderntags wurde das Ganze gehäckselt und in die Fässer gefüllt. Durch gutes Organisieren und vielen tüchtigen Helfern ka-

men die Arbeiten gut voran, so dass man mittags bei Wurst und Brot noch ein wenig bei Jägerlatein zusammensitzen konnte. Da der Jägerverein March dieses Jahr sein hundertjähriges Bestehen feiert, hat sich unser Hegeobmann Hermann Mäder noch etwas ganz Be-

Gemütliches Beisammensitzen im Selgis.

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sonderes ausgedacht. Er hat ein Rehbockschiessen der anderen Art organisiert. Mit Dartpfeilen mussten wir auf den Bock schiessen. Die Treffsicherheit mit den Pfeilen auf diese kurze Distanz liess zwar zu wünschen übrig, aber es war ein gemütlicher und amüsanter Anlass. Auch konnten die fünf besten Schützen noch einen Preis in Empfang nehmen. Herzlichen Dank den Organisatoren. Jubiläumsschiessen Am Samstag, 6. August, hat der Jägerverein March für seine Vereinsmitglieder in der Schiessanlage Selgis im Muotathal eine Jagdmeisterschaft organisiert. Das Programm umfasste fünf Schuss auf die Gams (100 m), fünf Schuss auf den laufenden Keiler und zehn Schuss auf den Kipphasen. Die Rangliste wird an der Jubiläumsfeier vom 19. November bekanntgegeben. Auch wird an diesem Anlass ein grosser Gabentempel bereitstehen. An diesem Samstagmorgen konnten unsere Vereinsmit-

glieder die Selgisanlage frei nutzen. So fanden auch einige den Weg zur Tontaubenanlage und zum Jagdparcours, wo uns ein Instrukteur gute Tipps zur Treffsicherheit geben konnte. Herzlichen Dank an die Helfer von Selgis. Der Jägerverein March hat seinen Mitgliedern ein köstliches Mittagessen aus der Selgisküche offeriert. Man ist noch gemütlich zusammengesessen und hat gespannt auf die Verlosung des Lebendpreises, der von der Regierung gesponsert wurde, gewartet. Unser Präsident Josef Knobel hat von jedem Vereinsmitglied, welches dieses Jahr die Jagd gelöst hat, ein Los in einen Topf getan. Erika, eine gute Fee vom Selgis, war fürs Ziehen des Loses zuständig. Das Glück traf Alfred Diethelm, Innerthal. Wir wünschen Weidmannsheil! Ein herzliches Dankeschön möchte ich noch unserem Präsidenten aussprechen, der diesen Anlass so gut organisiert hat. Für den Jägerverein March: Irene Mächler

Jägervereinspräsident Josef Knobel mit Glücksfee.

Die Gewinner des «Hegeschiessens»: Priska Market, Sepp Mächler, Christian Ziegler (vlnr).

Der neue Vorstand des Kantonalen Walliser Jägerverbandes

Die Delegierten wählten für die nächsten fünf Jahre ihren Vorstand. Turnusgemäss zog der Vorort vom Mittelwallis ins Unterwallis. Nach dieser Periode stellt das Oberwallis den Vorort. Das Unterwallis belegt im Vorstand vier Plätze und stellt in der Person von Patrick Lavanchy den Präsidenten. Das Mittelwallis nimmt mit zwei Personen Einsitz und das Oberwallis mit drei Personen. Somit ist gewährleistet, dass keine der drei Regionen die absolute Mehrheit besitzt. Daniel F. Lauber aus Zermatt ist zweiter Vizepräsident, Delegierter des SPW, Mitglied für das Oberwallis in der konsultativen Jagdkommission und verantwortlich für die Biotope. Bruno Oggier aus Visperterminen betreut als Delegierter des KWJV das Schweisshundewesen und Schiessen. Roland Walker aus BrigGlis befasst sich für den KWJV mit der Jungjägerausbildung, der Webseite, der Presse und den Fuchsprämien.

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Der neue Vorstand: Daniel F. Lauber, Roland Walker, Michel Cretton, Fernand Pitteloud, Michel Bonvin, Christine Mayor, Patrick Lavanchy, Präsident, Benoit Martinet und Bruno Oggier (vlnr).

Hubertusfeier im Pfynwald

Die Mitglieder des Kantonalvorstandes sind Bindeglieder und nicht Ressortleiter. Die Organisation der einzelnen Sparten wie Jungjägerausbildung usw. obliegt den gewählten Sachverantwortlichen. r.w.

Am Donnerstag, den 3. November 2011, findet im Pfynwald die traditionelle Walliser Hubertusfeier statt. Die Jägerschaft aus allen Teilen des Kantons besammelt sich mit ihren Angehörigen und Bekannten um 19.30 Uhr am üblichen Treffpunkt.

Der Gottesdienst wird zweisprachig zelebriert, sowie musikalisch und gesanglich umrahmt. Die Feier findet bei jeder Witterung und unter freiem Himmel statt. Die Dianas werden gebeten, mit ihren Vereinsstandarten anwesend zu sein.

Kanton plant neue Jagdschiessanlage in Bülach

wissen Bedingungen weiterbetrieben werden. Die Baudirektion plant indes eine neue Anlage auf dem neusten Stand der Technik, die hinsichtlich Lärm- und sonstigen Umweltimmissionen den modernsten Anforderungen entspricht und die Auenlandschaft in Embrach vom Schiessbetrieb befreit.

Der Kanton verlangt von den Jägerinnen und Jägern grosses Können im Umgang mit der Jagdwaffe. Damit dieses trainiert und geprüft werden kann, braucht es eine geeignete Trainingsanlage. Da die Lage der heutigen Anlage in Embrach nicht ideal ist, plant der Kanton in Bülach eine neue Jagdschiessanlage auf dem neusten Stand der Technik und des Umweltschutzes. Mit der Hege und Pflege des heimischen Wildbestandes erfüllen die Jägerinnen und

Jäger im Kanton Zürich eine Aufgabe im Dienst der Allgemeinheit. Der Kanton stellt an die Weidmänner und -frauen bezüglich Schiessfertigkeit, Treffsicherheit und dem sicheren Umgang mit der Jagdwaffe hohe Anforderungen – im Interesse von Sicherheit und Tierwohl. Bevor Zürcher Jägerinnen und Jäger einen Jagdpass erhalten, müssen sie eine Schiessprüfung bestehen. Anschliessend müssen sie alle zwei Jahre ihr Können unter Beweis stellen. In Anbetracht dieser Anforderungen muss der Kanton eine Trainings-

möglichkeit anbieten und über eine Anlage verfügen, auf der er die Prüfungen durchführen kann. Ersatz für nicht ideal gelegene Anlage Bis heute trainieren die Zürcher Jägerinnen und Jäger grösstenteils auf der Anlage Au in Embrach. Die seit über 40 Jahren bestehende, in einer geschützten Auenlandschaft gelegene Anlage muss wegen zu hoher Schadstoffbelastung saniert werden. Rechtlich gesehen könnte sie jedoch nach der Sanierung unter ge-

Standort bezüglich Lärm gut geeignet Die Suche der Baudirektion anhand eines genauen Anforderungskatalogs ergab als optimalen Standort die heutige Kiesgrube Widstud in Bülach. Hinsichtlich Lärmbelastung ist die Lage in einer Grube und abseits grosser Wohngebiete ideal. Die Verkehrserschliessung der Kiesgrube erfolgt Schweizer Jäger 10/2011

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Informationsveranstaltung für die Bevölkerung von Bülach

Emil Klaus

Regierungsrat Markus Kägi und die Verantwortlichen des Amts für Landschaft und Natur informieren die Bevölkerung von Bülach detailliert über die geplante neue Jagdschiessanlage in der Kiesgrube Widstud und beantworten Fragen. Stadtpräsident Walter Bosshard und Stadtrat Hanspeter Lienhart vertreten die Sicht der Stadt Bülach.

11. März 1920 – 20. August 2011

Montag, 24. Oktober 2011 Stadthalle Bülach 19.00 Uhr bis ca. 20.30 Uhr ausschliesslich von Norden ab dem Kreisel zwischen Eglisau und Bülach über die Marterlochstrasse, weshalb keine Wohnquartiere mit zusätzlichem Verkehr belastet werden. Ausserdem dürfte der Verkehr zur Kiesgrube eher abnehmen, denn der Kiesabbau und die Rekultivierungen führen heute zu verhältnismässig viel Lastwagenverkehr. Dank der Lage und Architektur der geplanten Jagdschiessanlage sowie modernen Lärmschutzeinrichtungen werden die Planungswerte der Lärmschutzverordnung überall eingehalten und teilweise sogar erheblich unterschritten. Modernste Technik stellt Umweltschutz sicher Die von der Fischerei- und Jagdverwaltung des Amts für Landschaft und Natur (ALN) geplante Jagdschiessanlage verfügt über sämtliche spezifischen Einrichtungen, welche für das jagdliche Schiesstraining erforderlich sind und über genügend Kapazitäten für die ganze Zürcher Jägerschaft. Zahlreiche Massnahmen sorgen dafür, dass die Umwelt nicht belastet wird. So werden Eisenschrot statt Bleischrot sowie umweltfreundliche Wurfscheiben eingesetzt und die Geschosse aufgefangen. Die Wurfscheiben- und Geschossrückstände werden eingesammelt und entsorgt. Eine Abdichtung mit Entwässerung verhindern, dass Schadstoffe ins Grundwasser gelangen. Aus Lärmschutzgründen werden möglichst viele Schiessdisziplinen ins Innere verlegt. Eine Gefahr für die Umgebung durch Geschosse kann dank Sicherheitsblenden genauso ausgeschlossen werden

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wie eine Gefahr für die Schützen auf der Anlage. Das bereits realisierte Biotop am Simeligraben wird von der geplanten Jagdschiessanlage nicht tangiert und bleibt erhalten. Anlage von kantonalem Interesse – Start ab 2015 möglich Da es sich um eine Infrastruktur von kantonsweitem öffentlichem Interesse handelt, benötigt die neue Jagdschiessanlage einen Eintrag im kantonalen Richtplan, über den der Kantonsrat entscheidet. Auf dieser Grundlage kann ein kantonaler Gestaltungsplan erarbeitet werden, der von der Baudirektion festgesetzt wird. Eine Inbetriebnahme der neuen Jagdschiessanlage ist nach heutiger Planung ab 2015 möglich. Der Termin ist jedoch vom weiteren Verlauf der Planungsverfahren abhängig. Wann die Anlage in Embrach stillgelegt wird, kann erst entschieden werden, wenn die Planung für die neue Anlage in Bülach weiter fortgeschritten ist. Kostendeckender Betrieb angestrebt Die Kosten der neuen Anlage können erst nach Abschluss einer detaillierten Planung beziffert werden. Der Betrieb der Jagdschiessanlage soll nach dem Willen der Baudirektion kostendeckend sein, also durch die Benutzer finanziert werden. Die Fischerei- und Jagdverwaltung prüft momentan verschiedene Modelle der Trägerschaft. Kommunikationsabteilung des Regierungsrates

Ein erfülltes Leben ist still und leise zu Ende gegangen. Emil ruhe in Frieden! Mehr als die Hälfte der geschenkten Lebenszeit durfte Emil Klaus seiner Leidenschaft – der Jagd – frönen. Von 1946–1949 war er Mitglied der Gossauer Patentjagdgruppe und von 1950–2004 Pächter im Jagdrevier Gossau. Wahrlich ein eindrückliches Gossauer-Jägerleben. Während dieser Zeit war er ausserdem zeitweilig Pächter in den Revieren Pizol und in Österreich und über viele Jahre nahm er auch die Gelegenheit wahr, in Ungarn seiner Passion nachzugehen. Seine markanten Spuren sind in unserer Jagdgesellschaft wohl tief eingeprägt. Nach Schätzungen hat Emil über 250 Rehe – von Hasen, Füchsen, Mardern, Krähen, Elstern, Hähern und so weiter ganz zu schweigen – in Gossau zur Strecke gebracht. Seine Schiessfertigkeit bestätigte er sowohl bei den Feldschützen als auch bei Jagdschiessen und vor allem praktisch angewandt auf der Jagd. Als Jagdkamerad zeichnete sich Emil aus durch klare Prinzipien, gradliniges

Verhalten und kameradschaftliche Treue. Der Abschied aus der aktiven Jagd im Jahre 2004 fiel ihm schwer, aber die Vernunft und seine Prinzipientreue übersteuerten seine Gefühle. «Jedes Ding hat seine Zeit», diese Haltung entsprach dem Charakter von Emil. Kameradschaftliche Gemütlichkeit und geselliges Beisammensein bedeuteten Emil sehr viel. Es war für alle ein Genuss, von seinen Jagderlebnissen zu erfahren. «Früher war noch….» so begannen viele Geschichten, sie wurden dann ausgeschmückt mit vielen lustigen und auch erfahrenen, fachmännischen Einzelheiten. Singen war eine weitere Leidenschaft. Emil kannte alle geläufigen und auch weniger geläufigen Jägerlieder, sein Repertoire war unergründlich. Als begabter Sänger fand er besonderen Spass, wenn er eine Koloraturstimme zum «Cantus firmus» intonieren konnte. Vielstimmig endeten viele frohen und schönen Stunden. Wenn man all die eindrücklichen Erlebnisse dieser gemeinsam verbrachten Zeit zu einem Film zusammenstellen würde, könnten frohe Szenen ein ganzes Abendprogramm füllen. In unserem Gedächtnis und in unseren Herzen sind sie aber besser und umfassender aufbewahrt. In stiller Trauer und im Gedenken an einen lieben Jagdkameraden nehmen wir Abschied von Emil und entbieten der Trauerfamilie unsere herzliche Anteilnahme. Für die Jagdgesellschaft Gossau Paul Rickert

Jakob Bohner

Alois Döbeli

Am 27. August 2011 verstarb nach langer Leidenszeit, jedoch unerwartet rasch an einem Herzinfarkt, unser langjähriger Jägerkollege Jakob Bohner. Wir werden ihn in lieber Erinnerung behalten. Die Jägerkollegen

Andreas Meyer 1.5.1959 – 18.8.2011 wenn sich die Augen eines Vaters und eines Bläserfreundes schliessen, zwei Hände ruh’n, die stets so treu geschafft und der Schall des Jagdhorns für immer verstummt. Der liebe Verstorbene war für uns ein wunderbarer Kamerad, ein hochgeschätzter Bläser mit lauterem Charakter und ein gütiger Mensch. Wenn auch heimlich die Tränen fliessen, bleibt uns der Trost: «Gott hat es wohl gemacht».

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht im Herzen seiner Mitmenschen Liebe Verena, liebe Trauerfamilie Mit unendlicher Trauer und Anteilnahme haben wir Gürbetaler Parforcehorn-Bläser vom Heimgang eures Familienmitgliedes und unseres lieben Bläserfreundes Kenntnis genommen. Im Alter von erst 52 Jahren hat die lange, schwere Leidenszeit ein Ende gefunden. Es ist so schwer,

Liebe Trauerfamilie, wir Gürbetaler Parforcehorn-Bläser sprechen euch unsere tiefempfundene Teilnahme aus und wünschen euch für die kommende schwere und stille Zeit viel Kraft und Zuversicht. Res, wir werden dich vermissen und dir ein ehrendes Andenken bewahren. Wenn einst nach vielen Jahren mein Name wird genannt, so denk daran und sage, den Res hab’ ich auch gekannt. In stiller Trauer Die Gürbetaler Parforcehorn-Bläser

Alois Döbeli wurde am 13. September 1930 in Oeschgen im Fricktal geboren. Seine Kindheit verbrachte er im Hause seiner Eltern und Grosseltern am Holenweg in Oeschgen. Alois absolvierte eine berufliche Grundbildung bei der Firma Bally in Schönenwerd in der Zuschneiderei, anschliessend arbeitete er bei den SBB im Streckenunterhalt sowie bei der Post. Im Jahr 1951 erfolgte sein Eintritt in die Möbelfabrik Ströbel in Frick als Automechaniker und Privatchauffeur. Alois durfte in der Folge seinen Chef Jakob Ströbel, Inhaber der Möbelfabrik, auf dessen Reisen begleiten und schloss so Bekanntschaft mit der Jagd. Die Fahrten führten oft ins Jagdrevier des Patrons im Tirol. Während dieser Aufenthalte erlernte Alois das Weidwerk. 1953 heiratete er in Wegenstetten Myrtha Brogle. Dem jungen Ehepaar wurden zwischen 1953 bis 1968 sechs Kinder geschenkt. 1955 absolvierte er die Jägerprüfung. In improvisierten Einrichtungen züchtete er Spaniel-Hunde. Im weiteren wurden mit für die Jagd abgerichteten kurzhaarigen deutschen Vorstehhunden Leistungsprüfungen, unter anderem im Badischen und im Elsass, absolviert. Neben der Jagd und der Hundezucht stellte der Pferdesport eine weitere grosse Lei-

denschaft von Alois dar. Besonders ab 1970 begann er sein Engagement im Reitund Fahrsport, zuerst bei Reitställen mit Mietpferden, dann bei privaten Pferdehaltern und schliesslich im leerstehenden Stall der Eltern. Trotz Teilinvalidität jagte Alois auch nach seiner Pensionierung 1995 in verschiedenen Aargauer Revieren als gern gesehener Gast, unter anderem in ErlinsbachBerg. In Eisenbach im schönen Schwarzwald durfte er ein eigenes Revier bejagen. Er pflegte ausgezeichnete Beziehungen zu den dortigen Verpächtern und Jägern. Vor zehn Jahren erlegte er bei einem Jagdaufenthalt in Ungarn, der von seinem ebenfalls jagenden Sohn Hans organisiert wurde, sein erstes Mufflon. Seinen 80. Geburtstag durfte Alois letztes Jahr im schönen Wildpark Roggenhausen in Aarau unter den Klängen der Jagdhornbläsergruppe SonatEs und im Kreise seiner Angehörigen und Freunde feiern. Nach stationärer Pflege zuerst in Frick und dann in Laufenburg verstarb Alois am 23. Juni 2011. Wir behalten Alois als einen liebenswerten Jäger von altem Schrot und Korn in Erinnerung, dem viel an weidmännischem Verhalten lag, an Kameradschaft, Zuverlässigkeit und selbständigem sowie verantwortungsvollem Handeln. Alois, wir bewahren dir ein ehrendes Andenken. Hans Döbeli, Aarau

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Abschied

10.02.1934 – 27.08.2011

SA

Ausland

«Einhorn» gerettet Das «Arabische Oryx» ist wohl der Ursprung der Legende über das sagenhafte «Einhorn». Ihre beiden Hörner sehen aus der Seitenansicht wie ein Einziges aus. Vor 40 Jahren galt die Antilopenart als ausgerottet. Gezielten Zuchtprogrammen und Auswilderungen ist es zu verdanken, dass es wieder einen ansehnlichen Bestand in freier Wildbahn lebender Tiere gibt. Rund 1000 Exemplare leben heute in den Wüsten von Saudi-Arabien, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel gibt die Internationa-

le Union für die Bewahrung der Natur (IUCN) in Genf bekannt. 1982 begannen in Oman Bemühungen um den Arterhalt, nachdem 1972 das offenbar letzte Arabische Oryx getötet worden war. Das Arabische oder Weisse Oryx lebt in kleinen acht bis zehn Köpfe starken Rudeln und windet ausgezeichnet über mehrere Kilometer Entfernung. In arabischen Ländern lautet ihre Bezeichnung «Al Maha». Sie erscheint häufig in der arabischen Dichtung und Malerei. Dieter Kannengiesser

Kunststoff statt Elfenbein

USA

Im Jahre 1863, als man fürchtete, Wilderer könnten die letzten afrikanischen Elefanten abschiessen, setzte ein amerikanischer Hersteller zehntausend Dollar als Preis für die Entwicklung künstlichen Elfenbeins aus. John Wesley Hyatt aus New York liess sich daraufhin 1869 Zelluloid, ein festes Kollodium und der erste synthetisch hergestellte Kunststoff, patentie-

ren. Der Schiessbaumwolle ähnlich und leicht entflammbar, wies Zelluloid eine Dehnfestigkeit auf, die es auch zu einem idealen Material für Stehkragen, falsche Zähne, Klaviertasten, Knöpfe und Billardkugeln machte. Erfunden, um Elfenbein nachzuahmen, ist Zelluloid allerdings den Ruf einer billigen Imitation nie losgeworden. G.G.v.H.

DE

34 000 000-$Auftrag für S&B 34 000 000-Dollar-Auftrag vom US Verteidigungsministerium für Schmidt & Bender Das bekannte, im hessischen Biebertal ansässige und in der Fernoptik tätige Familienunternehmen Schmidt & Bender hat mit der PSR (Precision Sniper Rifle) Ausschreibung den bedeutendsten Militärauftrag für Zielfernrohre der letzten Jahre über 34 209 500 US Dollar in den USA gewonnen. Schmidt & Bender beliefert somit die Spezialeinheiten von Army, Navy, Air Force und Marines mit dem Schmidt & Bender 5–25x56 PMIIZielfernrohr in der PSR-Sonderausführung für bestehende und künftige Scharfschützengewehre. Das Zielfernrohr wird damit nicht nur auf der ganzen Welt eingesetzt, sondern kommt auch unter unterschiedlichsten Umweltbedingungen zum Einsatz: Unter Wasser ebenso wie in Küstennähe, in der Arktis, im Dschungel und nicht zuletzt in städtischen Gebieten. Mit diesem weiteren Meilenstein in der Geschichte des Traditionsunternehmens setzt Schmidt & Bender seinen Erfolgskurs in den USA kontinuierlich fort: Nach dem Wett-

bewerbserfolg des 3–12x50 PMII-Zielfernrohres, welches nach einer zweijährigen Testphase durch den US Marine Corps unter 25 Zielfernrohren als Sieger hervorgegangen ist, dem daran anschliessenden Servicevertrag für die Marines ist dies schon der dritte grosse Erfolg . Die positiven Auswirkungen für Schmidt & Bender sind nicht nur auf den für seine harten Tests bekannten Militärmarkt der USA beschränkt, sondern betreffen die Militärund Polizeimärkte der ganzen Welt. Auch auf dem Jagdund Sportmarkt wird dieser Erfolg positive Auswirkungen haben: Die Produkte von Schmidt & Bender – Jagd und Sport, ebenso wie Militär und Polizei, werden alle nach den gleichen Qualitätsstandards gefertigt und geprüft. Einen besseren Nachweis für Qualität, Präzision und Zuverlässigkeit für ihre jagdlichen Produkte als diesen Erfolg der Firma Schmidt & Bender wird es auf dem Jagdmarkt kaum geben.

Erste elektronische Wildwarnanlage Schleswig-Holsteins installiert

DE

Eine neue Wildwarnanlage soll für mehr Sicherheit auf der B 202 sorgen. Bis zu 15000 Fahrzeuge passierten täglich den neuralgischen Verkehrsknotenpunkt bei Preetz im Kreis Plön. Rund 30 Wildunfälle sind pro Jahr zu beklagen – mitunter mit für die Autofahrer tödlichem Ausgang. Abhilfe verspricht sich das Verkehrsministerium vom neuen «Hirsch-Radar», das

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kürzlich offiziell scharf geschaltet wurde. Das Prinzip: Infrarot-Sensoren längs der Strasse erfassen nahendes Wild und lassen ein Schild «Achtung Wildwechsel» aufleuchten, samt Tempo-70-Signal. Das vom Bund bezahlte 800 000 Euro teure Projekt umfasst den Bau zweier je vier Kilometer langer Schutzzäune und die Warnschilder. Letztere werden

aufgestellt, wo der Wildwechsel am stärksten ist. Dort sind die Zäune unterbrochen und die Fahrer werden automatisch gewarnt, sobald Tiere der Querungsstelle nahe kommen. Bislang gibt es nur in Baden-Württemberg eine ähnliche Anlage. Ziel ist es, die Tiere gezielt an die beiden Wechselstellen zu führen und die Jahrhunderte alten Fernwechsel zu erhalten ohne un-

überwindbare Barrieren zu errichten. Die Wildwarnanlage ist nicht mit einem kostspieligen Wildtunnel oder einer Wildbrücke vergleichbar. Im Rahmen einer Langzeitstudie mit dem Titel «Wildunfälle verhindern: Was hilft wirklich? – Präventionsmassnahmen auf dem Prüfstand» soll sie wissenschaftlich begleitet werden. G.G.v.H

DE

Gänseschützer erneut vor Gericht

AT

Jäger bei Entenpirsch angeschossen Wie gefährlich die Wasserjagd aus einem Boot ist, zeigt wieder einmal ein Jagdunfall aus dem österreichischen Burgenland. Dort erlitt ein 69-jähriger Jäger einen Durchschuss durch den Oberschenkel. Mit seinem langjährigen Jagdkollegen war er abends in einem Boot in einem Schilfkanal am Neusiedlersee auf

AT

Entenpirsch. Als eine Ente anflog, stand der 62-jährige Jagdfreund im Boot auf. Der Rückstoss der Waffe liess ihn ins Wasser stürzen. Beim Zurückklettern ins Boot löste sich aus seiner Flinte der zweite Schuss. Die Schrotgarbe durchschlug auf die nahe Entfernung glatt den Oberschenkel des Jagdfreundes. P.B.

Jäger verirrte sich

Ein österreichischer Jäger hatte sich im Burgenland derart verirrt, dass er die Polizei um Hilfe bat. In seiner Panik hatte er sich auch noch am Fuss verletzt. Drei Stunden

suchte ihn die Polizei, bis ihn nachts ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera ortete. P.B.

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schelte es im Busch. Der Jäger riss seine Büchse hoch, sah schwarz und drückte ab. Da lag wenige Meter weiter tatsächlich eine kapitale Beute: Doch statt des kapitalen Keilers lag ein 220 Kilo schweres Highland-Rind auf der Strecke. P.B.

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Statt eines kapitalen Keilers lag ein Highland-Rind (220 Kilo schwer) eines nahen Bauern auf der Strecke eines luxemburgischen Jägers. Der war in aller Herrgottsfrühe durch das Unterholz auf Schwarzwild gepirscht. Er träumte wohl vom gewaltigen Keiler – ausgerechnet da ra-

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Kapitaler Keiler war Highland-Rind LU

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urteilt worden. Der Naturfotograf darf das Jagdgebiet nicht mehr betreten. Er wehrt sich, weil er Verstösse bei der Jagd nicht dokumentieren kann. G.G.v.H.

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Am Amtsgericht Aurich, Ostfriesland, begann die Berufungsverhandlung um eine angebliche Jagdstörung. Ein 63 Jahre alter Vogelschützer war in erster Instanz zu einem Ordnungsgeld von 2000 Euro ver-

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Ausland

AT

EB

Jäger Diebstahl von stürzen ab Nashorn-Horn aus Museum verhindert

Zwei schwere Unfälle durch Abstürze ereigneten sich Anfang September in Österreich. In Kärnten kam ein 72-jähriger Jäger mit seinem Geländewagen von der Forststrasse ab. Er stürzte 100 Meter in die Tiefe und starb noch an der Unglücksstelle. Bei einer Pirsch in Finkenberg im Zillertal stürzte ein deutscher Jäger beim Überqueren eines felsigen Hanges 50 Meter ab.

Der 40-Jährige zog sich dabei Kopfverletzungen und einen Oberschenkelbruch zu. Er hatte an dem steilen Felshang den Halt verloren und musste mit einem Hubschrauber geborgen und in die Klinik geflogen werden. P.B.

Eisbär tötet 17-Jährigen

NO

Ein Eisbär hat in einem Zeltlager auf Spitzbergen einen 17-jährigen britischen Schüler getötet und zwei Jugendliche sowie zwei ältere Gruppenleiter verletzt. Die Gruppe der British Schools

SE

Schmuckstücke und in der traditionellen chinesischen Medizin als Aphrodisiakum begehrt. Auch aus deutschen Museen wurden in letzter Zeit Nashorn-Hörner gestohlen, so aus einem Jagdmuseum in Oerrel im Kreis Gifhorn, aus dem Bamberger Naturkundemuseum, aus dem Zoologischen Museum in Hamburg (vier Hörner und einen gesamten Oberkiefer mit zwei Hörnern). Drei Nashörner wurden in Florenz gestohlen. Hier liessen sich die Diebe einschliessen. Ähnlich gingen die Täter im Haslemere Educational Museum in Surrey vor. Da die Hörner in Museen oft unzureichend gesichert sind, werden sie zur leichten, aber wertvollen Beute für die Diebe. Dieter Kannengiesser

Betrunkene Elchkuh hing im Apfelbaum fest

Das hätte doch was, wenn zum Beispiel bei der Bündner Hochjagd alkoholisch be-

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Exploring Society befand sich auf einer Naturexkursion. Zuletzt hatte es vor 16 Jahren eine tödliche Eisbär-Attacke auf Spitzbergen gegeben. G.G.v.H.

Nach dem Bericht der Nachrichtenagentur Belga haben Diebe versucht, aus dem Naturkundemuseum in Lüttich das Horn eines präparierten Nashorns zu entwenden. Wachleute waren durch verdächtige Geräusche aufmerksam geworden, als die Diebe dem Nashorn den Kopf abrissen, um die Hörner zu stehlen. Einer der Diebe sprühte den Wächtern Reizgas in die Augen und floh samt Horn in einem PKW mit niederländischem Kfz-Kennzeichen. Der sofort verständigten Polizei gelang es, den Wagen an einer Strassensperre zu stoppen. Die beiden Insassen wurden festgenommen und das Horn dem Museum zurückgegeben. Nashorn-Hörner bestehen vorwiegend aus Keratin und bringen auf dem asiatischen Schwarzmarkt bis zu 10 000 Euro pro Stück. Sie sind als

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rauschte Hirsche im Hausgarten lagern. Ein Schwede staunte nicht schlecht, als er

von einem Nachbargrundstück verdächtige Geräusche hörte. Eine ausgewachsene

Elchkuh hatte sich so in einem Apfelbaum verfangen, dass sie sich selbst nicht mehr befreien konnte. Der Grund: Das Tier hatte einen gehörigen Rausch. Es hatte zuviel vergorenes Fallobst gegessen, das unter dem Baum lag. Erst Polizei und Feuerwehr konnte die stark alkoholisierte Elchdame befreien. Da sagt man boshafterweise hin und wieder Jägern den Genuss von Alkohol nach. Das aber kann auch bei ihren Beutetieren vorkommen, wie das Beispiel zeigt. P.B.

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IMPRESSUM

ISSN 0036-8016

Publikationsorgan für JagdSchweiz Geschäftsstelle: PF 2, 7605 Stampa www.jagdschweiz.org Schweizerischer Patentjäger- und Wildschutzverband SPW Sekretariat: Bernstrasse 65, 3175 Flamatt www.spw.ch Schweizerischer Laufhundclub Schweizer Niederlaufhund- und Dachsbracken-Club Schweizerischer Club für Deutsche Jagdterrier Der Grüne Bruch Jagdgruppe Schweizerischer Foxterrier-Club Schweizer Klub für Österreichische Bracken Schweizerische Falkner-Vereinigung Förderverein Magyar Vizsla

www.schweizerjaeger.ch

Organisation SPW-Vorstand Präsident Tarzisius Caviezel Eisbahnstrasse 5, Postfach 121 7270 Davos Platz Tel. 081 413 22 56, Fax 081 413 22 57 t.caviezel@burkhalter.ch Finanzen Stefan Frischknecht, Vizepräsident Dürrhalde 24, 9107 Urnäsch Tel. P 071 364 23 31, G 071 364 16 25 frischknecht4@bluewin.ch Sekretariat Philippe Voler y Präsident SPW-Stiftung Naturland Gässli 2, 1793 Jeuss Tel. 031 741 36 40, Mob. 079 322 12 90 phvoler y@hispeed.ch

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Titelbild: Ein alter Kämpfer Foto: Michael Breuer

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Sonntag, 20. November, 11.00 Uhr: Der Verein Quelle lädt herzlich ein zur Hubertus-Feier im Zentrum Rössli, Kehrsatz. Diana Jagdhornisten Burgdorf, Jagdhornbläser «Rabeflue» JWVT Thun, Impuls: Fritz Schaller

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Nächste Nummer: 10. November

Inseratenschluss: 20. Oktober Schweizer Jäger 10/2011

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Wettbewerb

Nach wie vielen Monaten ist das Milchgebiss beim Rotwild komplett?

Der Experte Auflösung Wettbewerb Ausgabe 8/2011: Karl May bereiste die Schweiz drei Mal.

Herzliche Gratulation den Gewinnern! 1 LED-Taschenlampe «Wild Finder» mit grünem Licht: Josef Wermelinger, Hergiswil. 1 Jagdbuch: Andreas Werder, Lustmühle. 1 JägerTool von Victorinox: Fritz Bürkin, Lengnau. Je 1 Taschenmesser Victorinox «Waiter»: Heinz Wyrsch, Reidermoos; Peter Dönni, Wolfenschiessen.

Mitmachen beim Wettbewerb lohnt sich! Unter den richtigen Einsendern werden jeweils 1 LED-Taschenlampe «Wild Finder» mit grünem Licht, Wert Fr. 206.– 1 Jagdbuch, Wert Fr. 60.– 1 JägerTool von Victorinox, Wert Fr. 52.– 2 Taschenmesser Victorinox «Waiter», Wert je Fr. 14.– verlost. Senden Sie Ihre Antwort mit Angabe des Absenders bis zum 10. November 2011 an: Verlag Schweizer Jäger, «Der Experte», Postfach 261, CH-8840 Einsiedeln, oder per E-Mail an: kontakt@schweizerjaeger.ch

Die Gewinner/innen erhalten den Preis persönlich zugestellt. Wir danken fürs Mitmachen und muntern Sie auf, die gestellten Wettbewerbsaufgaben weiterhin zu lösen!

Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeiter/innen des Verlages, der Redaktion und der RG Annoncen und ihre Angehörigen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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