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m채rz 11 www.dermonat.li

elektro-fahrzeuge: Mobilit채t mit elektrischer Energie

sport und wirtschaft: Vorteile f체r alle durch Sponsoring-Pool

uno-jahr des waldes: Der Wald und seine Funktionen

Es ist höchste Zeit für natürliche Energiequellen. Wir beraten, planen und bauen für Sie : - Solaranlagen - Photovoltaikanlagen - Wärmepumpen - Erdwärme - Holzfeuerungsanlagen

www.ospelthaustechnik.li

Starke Bilder wirken

B I LDER.LI

Die Bildagentur aus Liechtenstein

w w w. b i l d e r. l i – E i n U n t e r n e h m e n s b e r e i c h d e r G u t e n b e r g A G

I n h a lt | E d i t o r i a l

Der Frühling ist auch ein Auto-Frühling 3

Im Frühling erwacht die Natur. Dann stehen aber auch die neuesten Modelle von Autos beim AutoSalon in Genf bereit. Das Auto, das dieses Jahr auf eine 125-jährige Geschichte zuNoch nie gab es so viele Varianten rückblicken kann, erlebt derzeit von Antriebssystemen für Autos wie dieses Jahr auch einen Frühling in anderer Hinsicht. Noch nie gab es so viele Varianten von Antriebssystemen für Autos wie dieses Jahr. Die grossen Automarken werfen P a n o r a m a  4 die ersten Grossserien von Elektro-Autos auf den Markt. Offenbar gehen sie da e l e k t r o - fa h r z e u g e von aus, dass dem E-Auto die Mobilität mit elektrischer Energie 6 Zukunft gehört. Noch sind eini r at g e b e r ge technische Hindernisse zu lö Wie kann man der Frühjahrsmüdigkeit trotzen? 9 sen, bis ein E-Auto für einen sport und wirtschaft Einsatz von über 300 Kilometer Vorteile für alle durch Sponsoring-Pool 10 Fahrstrecke in Frage kommt. Daneben gibt es die Hybride energie mit Elektro- und Verbrennungs Heizen und fahren mit einheimischer Energie?12 motor. Aber auch die Verbren k u lt u r Günther Meier nungsmotoren sind offenbar MorgenLand-Festival der Ideen 14 Chefredaktor «Der Monat» nicht voll ausgereizt. VW präsentierte kürzlich einen Proto schönste bücher typ für ein «1-Liter-Auto». 125 Jahre alt ist das Von den Rheinholzern zum Familienbuch Planken 16 Auto – und erlebt einen neuen Frühling!

v e r s i c h e r u n g s s ta n d o r t

uno-Jahr des waldes

Der Wald und seine Funktionen

gesellschaft

Trotz Finanzkrise stetes Wachstum

18 20

Rotary Liechtenstein: Selbstlose Hilfe für andere 22

v 0 r 2 5 J a h r e n

Liechtensteinische Gasversorgung: Verlegung der Erdgas-Leitungen im ganzen Land 24

porträt

Roger H. Hartmann: CEO VP Bank

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jahr der freiwilligen

Das Mittagessen ins Haus gebracht

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rätsel

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S c h l u s s p u n k t 

Impressum: 5. Jahrgang, Nr. 56, März 2011, 18 000 Exemplare Herausgeber: Alpenland Verlag AG, Feld­kircher Strasse 13, FL-9494 Schaan, Tel. +423 239 50 30, Fax +423 239 50 31, office@alpenlandverlag.li Redaktion: Günther Meier, Tel. +423 380 09 30, Fax +423 380 09 31, redaktion@dermonat.li Anzeigen: Tel. +423 239 50 23, Fax +423 239 50 51, annoncen@dermonat.li Gestaltung: Barbara Schmed, Gutenberg AG Satz und Druck: Gutenberg AG, FL-9494 Schaan papier: PlanoJet, 100 g/m², FSC-zertifiziert ONLINE: «Der Monat» im Internet: www.dermonat.li Titelbild: Die Menschen suchen zunehmend Elektro-Unterstützung für das Vergnügen auf dem Rad. (Foto: BionX)

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Feldkircherstrasse 13  |  9494 Schaan Tel. +423 239 50 50

Bücher für Liechtenstein Feldkircher Strasse 13 FL-9494 Schaan •

märz 2011

Pa n o r a m a

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Erneuerbare Energien auf Briefmarken Liechtenstein rüstet schon seit Jahren mit erneuerbaren Energieträgern auf, um die ambitionierten Ziele des «Energiekonzeptes 2013» zu erreichen. Das Thema erneuerbare Energien wird bereits zum zweiten Mal bei Briefmarken aufgenommen. Unter den Marken der März-Ausgabe 2011 befinden sich auch drei Postwertzeichen, die sich erneuerbaren Energien widmen. Der Taxwert von 100 Rappen zeigt eine Photovoltaik-Anlage, die der direkten Umwandlung von Sonnenstrahlen in elektrische Energie dient. Die Wertstufe 110 Rappen zeigt das Thema Sonnenenergie. Die dritte Briefmarke mit dem Frankaturwert von 290 Rappen zeigt einen Propeller, der auf die Windkraft hinweist, deren Nutzung für die Gewinnung von elektrischer Energie sich in Liechtenstein noch im Anfangsstadium befindet. Wie schon bei der ersten Briefmarken-Ausgabe über erneuerbare Energien wurde eine thermosensible Farbe verwendet. Wird ein Finger auf die schwarze Thermofarbe gepresst, erscheint durch die Körperwärme ein farbiges Piktogramm, das für die jeweilige regenerierbare Energie steht.

Was die Landwirtschaft kostet Ohne Stützung durch den Staat könnte die liechtensteinische Landwirtschaft nicht existieren. Das Budget für 2011 sieht etwas über 16 Mio. Franken für die Landwirtschaft vor. Nachstehend die wichtigsten Ausgabeposten. Wirtschaftlichkeitsförderungen

6'696'000 Fr.

Verbesserung des landwirtschaftlichen Einkommens Ökologische Förderungen

6'403'000 Fr.

Abgeltung ökologischer Leistungen, Pflege von Berggebiet und Hanglagen sowie der Alpen Marktförderungsmassnahmen Milchwirtschaft und Agrarmarketing

1'709'000 Fr.

Foto: istockphoto.com

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Die Regierung spart auch bei der AHV Die demographische Entwicklung gehört zu den Herausforderungen der Zukunft, auch bei den Renten. Wenn es immer mehr ältere Rentenbezüger und gleichzeitig weniger junge Beitragszahler gibt, stellt sich die Frage der Finanzierung der AHV. Nun kommt ein weiteres Element dazu. Die Regierung plant, angesichts des Defizits in der Staatskasse, den Staatsbeitrag an die AHV ab 2015 auf 50 Mio. Fr. jährlich – mit Indexanpassung – zu fixieren. Damit spart der Staat, so die Berechnung der Regierung, zuerst ungefähr 15 Mio. Fr. pro Jahr, in den Folgejahren sogar noch mehr. Das wird bedeuten, dass die AHV anderswo zusätzliche Einnahmequellen erschliessen oder die Leistungen kürzen muss.

Liechtensteiner kauften wieder mehr Autos Das Vertrauen in die Aufwärtsentwicklung der Wirtschaft scheint in Liechtenstein wieder vorhanden zu sein. Im vergangenen Jahr wurden 2227 Motorfahrzeuge (inklusive Motorräder) neu in Betrieb gesetzt, ungefähr 5 Prozent mehr als im Jahre 2009. Auch bei den Personenwagen ergab sich ein Zuwachs von 1620 auf 1782 Neuzulassungen, was etwa einer Erhöhung von 10 Prozent entspricht. Deutlich zugenommen hat der Anteil der mit Diesel betriebenen Personenwagen: Machten die Diesel-Fahrzeuge 2009 mit 30,8 Prozent noch knapp ein Drittel der Neuzulassungen aus, so stieg deren Anzahl 2010 auf 38,0 Prozent. Die übrigen Treibstoff-Kategorien nehmen sich bescheiden aus: Hybrid-Fahrzeuge mit Benzin/Elektroantrieb sind 29 verzeichnet, dazu 2 mit Benzin-Erdgas-Antrieb, 1 mit Benzin-Ethanol und 2 reine Erdgas-Fahrzeuge. märz 2011

Zurechtkommen in der Risikogesellschaft Dem «Leben in der Risikogesellschaft» ist eine Veranstaltung an der Privaten Universität in Liechtenstein am 17. März 2011 gewidmet. Der Referent, Klaus Heilmann, hat das Buch «Das Risikobarometer» geschrieben, in dem er untersucht, wie gefährlich das Leben auf unserer Welt eigentlich ist. Der Risikoforscher wägt die statistische Wahrscheinlichkeit für die Menschen ab, zum Opfer zu werden. Nach seinen Einschätzungen ist die Gefahr eines tödlichen Flugzeugabsturzes 1:3'360'000, die Wahrscheinlichkeit für einen Raucher, an Lungenkrebs zu sterben, dagegen bei 1:260. Die Einschätzung von Risiken basiere weniger auf Fakten und Logik als auf Glauben und Hoffnung.

«Null-Toleranz» beim Bargeldverkehr Liechtenstein will sich international als sauberer Staat positionieren. Zur Verhinderung und Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung kann die Polizei künftig von Personen Auskünfte verlangen, wenn sie Barmittel im Betrag von mindestens 10'000 Fr. oder ausländische Währungen in ähnlicher Höhe mitführen. Bei Verdacht auf Geldwäscherei oder Terrorismusfinanzierung können Auskünfte auch unter dieser Schwelle verlangt werden. Die Landespolizei soll auch befugt werden, zur Sicherung von Beweismitteln für ein Strafverfahren die Barmittel einzuziehen. Die Kontrollen erfolgen zumeist an der Grenze, womit die Befugnisse zur Kontrolle von Barmitteln auch an die Grenzwacht übertragen werden.

Schöne Aussichten für unsere Jägerschaft

Foto: Marco Nescher

Wie viele Wildtiere gibt es in Liechtenstein? Diese Frage bewegt nicht nur Jäger und Forstwarte. Das Amt für Wald, Natur und Landschaft hat aufgrund von Beobachtungen und Zählungen den Wildbestand geschätzt. Hirsche gibt es zwischen 350 und 450, Rehe etwa 600–700. Das Gamswild beträgt etwa 600– 650 Stück. Steinböcke dürfte es 80–90 haben, die aber zwischen Graubünden und Liechtenstein pendeln. Die Zahl der Wildtiere verändert sich je nach Jahreszeit, weil die Tiere auch über die Landesgrenze nach Graubünden oder Österreich ziehen.

Hilfeleistungen bei Unruhen im Ausland Als reisefreudiges Volk sind bei Katastrophen oder Unruhen im Ausland meistens auch Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner betroffen, wie sich im Februar in Ägypten zeigte. Ob politische Unruhen, Terror oder Katastrophen, oft brauchen die Leute Hilfe fernab der Heimat. Angehörige anderer Staaten können sich an die Botschaft ihres Landes wenden, doch Liechtenstein unterhält nur in wenigen Ländern eigene diplomatische Botschaften. Seit 1919 aber besteht eine Vereinbarung mit der Schweiz. Liechtensteinische Staatsangehörige, die in einem Land, in dem Liechtenstein nicht vertreten ist, in eine Notlage geraten, können sich an die schweizerische Vertretung vor Ort wenden. Die schweizerische Auslandsvertretung kann bei Verlust des Reisepasses ein neues Reisedokument ausstellen. Möglich ist auch die Hilfe bei der Geldbeschaffung oder die Gewährung einer rückzahlbaren finanziellen Überbrückungshilfe in Notfällen. Die Botschaft kann ersucht werden, dringende Nachrichten an Angehörige weiterzuleiten oder bei einer Verhaftung intervenieren, falls die Haftbedingungen unzureichend sind. Die schweizerischen Auslandvertretungen können jedoch keine Ersatzpapiere für Führerscheine ausstellen. Auch werden keine offenen Hotelrechnungen oder Bussen bezahlt. Bei Geldverlust wird die Fortsetzung des Urlaubs nicht finanziert, ebenso werden keine Mittel für Kautionen oder Anwaltshonorare vorgeschossen. Die Botschaften der Schweiz können auch nicht in laufende Gerichtsverfahren eingreifen oder Weisungen an die lokalen Behörden bei einer Inhaftierung erteilen.

E l e k t r o - Fa h r z e u g e

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Mobilität mit elektrischer Energie

7 Von Günther Meier

125 Jahre nach dem Beginn des Auto-Zeitalters ist Bewegung in die Auto-Szene gekommen. Die Verbrennungsmotoren erhalten Konkurrenz durch andere Antriebssysteme. Das «E» für Elektro ist im Vormarsch bei E-Bikes und E-Autos.

«Der Mensch steht im Mittelpunkt» und «Grün ist Trumpf» – das sind die zwei Hauptbotschaften des Genfer Auto-Salons 2011. Umweltschutzgedanken würden beim Autokauf eine immer tragendere Rolle spielen, lässt der Veranstalter verlauten. Die Besucher würden sich nicht nur für neue Modelle interessieren, sondern möchten auch spezifisch über Zukunftstechnologien informiert werden. Wie wird die Mobilität von morgen aussehen? Welches werden die saubersten Antriebstechnologien sein und wie funktionieren sie? Wann sind sie verfügbar? Solche Fragen beschäftigen auch die Autobauer, die mit zahlreichen Prototypen und neuen Modellen erste Antworten geben. Mindestens ein Dutzend Fahrzeuge mit zukunftsträchtigem Alternativantrieb können im «grünen Pavillon» bestaunt werden, wobei nicht nur Exoten wie Think mit M-Way, sondern auch dominierende Hersteller wie Mercedes, Mitsubishi, Nissan und Renault vertreten sind. Auch in Liechtenstein tut sich was in Sachen umweltfreundlicheres Fahren. Die Liechtensteinischen Kraftwerke (LKW) als

Stromhersteller haben in Vorbildfunktion ihren Fuhrpark mit einem Elektrofahrzeug von Mitsubishi ergänzt, der als «CityCar» auch bei den lokalen Händlern steht. Nissan kündigte an, die gesamte Modellpalette auch auf Elektro-Antrieb umzustellen, wobei der «Leaf» bereits an die Kunden geliefert wird. Hybrid-Modelle, die herkömmliche Verbrennungsmotoren mit ElektroMotoren kombinieren, stehen bei verschiedenen Händlern schon zur Auswahl. Auch die Liechtensteinische Gasversorgung (LGV) steht nicht abseits und bietet unter dem Motto «Gib Erd-Gas» einen Mercedes B180 mit Gasantrieb als Mietauto an. 125 Jahre nach der Geburtsstunde des Automobils, die dieses Jahr gefeiert werden kann, befindet sich die Autobranche in einer Aufbruchstimmung. In der Öffentlichkeit erhalten die Elektro-Fahrzeuge derzeit die höchste Aufmerksamkeit, weil bei dieser Antriebsart die Verbrennung von Treibstoff fehlt. Nicht nur die Benziner und Diesel, auch die Hybrid-Fahrzeuge und die Gasautos verbrauchen fossile Energie, deren Vorräte an einem bestimmten Zeitpunkt einmal auf unserer Erde ausgehen werden.

Foto: Daniel Hermann

Schlechte Öko-Bilanz wegen der Stromerzeugung

Wer von Elektro-Autos schwärmt, gerät leicht in den Verdacht, nicht den Ernst der Situation erfasst zu haben. Von der Steckdose bis zum Fahrvergnügen in einem rasanten, fast unhörbaren Motor ist das E-Mobil ein völlig sauberes Auto. Doch wird die Frage nach der Öko-Bilanz gestellt, so schneiden E-Fahrzeuge nicht besser als her-

Die Autohersteller setzen grosse Zukunftshoffnungen auf die Elektro-Autos, müssen aber noch einige Hindernisse überwinden.

Fotos: Automobilsalon Genf

Heizung oder Klimaanlage kräftig an den Batterien, was sich negativ auf die Reichweite einer Batterieladung auswirkt. Neben den zahlreichen Elektro-Modellen arbeiten die Autohersteller kömmliche Verbrennungsmotoren mit Diesel oder gleichzeitig auch an noch sparsameren Motoren. Benzin ab. Wenn das Fahrzeug im Einsatz ist, dann Diese Entwicklungen werden vor dem Hintergrund ist es absolut sauber. Ein Elektromotor hinterlässt gemacht, dass die Verbrennungsmotoren auch 125 keine Abgase, doch der Strom kommt nicht einfach Jahre nach dem ersten Auto noch immer eine Zuaus der Steckdose, sondern wird zum Teil mit Hil- kunft haben. fe von Kohle oder Erdgas hergestellt. Berechnungen Weiterhin Chancen für die haben ergeben, dass ein Dieselmotor sauberer ar- Verbrennungsmotoren beitet als ein E-Mobil, des- Ebenso sind bisherige Prognosen sen Strom mit Kohle er- Nicht nur die Automobilzeugt wurde. Würde die über Erdöl und Erdgas immer wieder über den Hersteller haben den Elektro- elektrische Energie aus er- Haufen geworfen worden. Nach der in den 1970erneuerbaren Energiequellen Jahren erstellten Prognose des Club of Rome müssAntrieb entdeckt, auch bei wie Wind, Sonne oder Was- ten die Öl-Vorräte schon seit einigen Jahren erden Zweirad-Herstellern ser stammen, so wäre die schöpft sein, während heutige Schätzungen davon Öko-Bilanz in Ordnung. ausgehen, dass die heute verfügbaren Ölreserven tut sich einiges Doch davon sind wir noch mindestens noch ein halbes Jahrhundert reichen weit entfernt. Vorbehalte werden. Verbrauchen die Autos weniger Benzin gegen Elektro-Autos gibt es auch wegen der noch und Diesel, so könnten die heute bekannten Ölvorgeringen Reichweite und der zumeist langen Lade- kommen noch länger ausreichen. So hat VW erst zeit der Batterien. Ausserdem trägt die heutige Her- kürzlich ein Ein-Liter-Auto vorgestellt: Mit dieser stellung der Batterien nicht positiv zur Öko-Bilanz Technologie soll es bald möglich sein, dass ein Auto bei. Zwar wird für die Herstellung neuer Batterien mit zwei Personen hundert Kilometer weit fahren die Forschung intensiv vorangetrieben doch für die kann und dabei nur einen Liter Benzin verbraucht. Elektro-Autos sind noch weitere Probleme zu lösen. Das zigarrenförmige Vehikel, das bei der VorstelBei einem Diesel oder Benziner kann der Innen- lung in Qatar mit einem Zwei-Zylinder-TDI-Motor raum des Autos aus dem Verbrennungsvorgang des mit 48 PS und einem 29 PS starken Elektromotor Motors geheizt werden. Ein Stromauto braucht so- ausgerüstet war, könnte bald in Serienreife gehen. wohl für die Heizung im Winter wie für die Küh- Um das Ziel, 1 Liter pro 100 km zu erreichen, musslung durch eine Klimaanlage zusätzliche Energie. ten noch verschiedene Einbussen in Sachen KomNach dem heutigen Stand der Technik zehrt eine fort verkraftet werden. Aber VW ist zuversichtlich, märz 2011

Foto: Marco Nescher

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und die Konkurrenz schläft sicher auch nicht. Aber nicht nur die Automobil-Hersteller haben den Elektro-Antrieb entdeckt. Auch bei den Zweirad-Herstellern tut sich einiges. Aufgrund ihres geringen Stromverbrauchs steht bei den Elektro-Rädern auch die Stromherstellung nicht zur Debatte. Waren die ersten Elektro-Fahrräder vor einigen Jahren noch grobe, schwere Kolosse, so gibt es inzwischen kaum mehr einen Fahrrad-Typen, der nicht mit Elektro-Unterstützung gekauft werden kann. Weder bequeme Lastesel der umweltbewussten Hausfrau für den Einkauf noch sportliche Mountain-Bikes müssen auf die Elektro-Hilfe verzichten. Die E-Mobilität hat alle Kategorien von Fahrrädern erreicht, aber auch alle Kategorien von

Fahrerinnen und Fahrern, die teilweise den «elektrischen Rückenwind» nicht nur mit der Unterstützung ihrer Muskeln regeln können. Die Vielfalt bei den ElektroBikes bezieht sich inzwischen nicht nur auf die Fahrrad-Formen, sondern auch auf die Leistung des Akkus – ob man mehr oder weniger Unterstützung durch den kleinen Hilfsmotor anfordern möchte. Der Markt der E-Mobilität auf Zweirädern erscheint in diesem Frühjahr recht bunt. Und man wird nicht fehl in der Annahme gehen, dass die Entwicklung noch weitergehen | wird. 

Tesla – der schnelle Flitzer Ein lautloser Flitzer lässt sich von Porsche, Ferrari und Co. kaum überholen. Der Tesla Roadster, der den Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,8 Sekunden schafft. Peter Scrivener, Geschäftsführer der Firma Depac in Eschen, fährt einen dieser ElektroSprinter – und ist begeistert. «Das Fahrgefühl ist sensationell», beschreibt er seine Fahreindrücke. Der Roadster kommt bei ihm nicht nur gelegentlich zum Einsatz, sondern fast täglich. Die Reichweite des Sportwagens ist mit rund 300 Kilometer beachtlich. Gibt es einen Vergleich mit einem anderen Auto? Peter Scrivener: «Vergleichbar mit einem Porsche Turbo – nur viel leiser!» Den zweisitzigen Sportwagen treibt ein ungefähr 250 PS starker Elektromotor im Heck an. Das maximale Drehmoment liegt bei 375 Nm und sorgt für den rasanten Start. Der Auftritt des Tesla erinnert an einen Lotus, was kein Wunder ist, denn bei der Karosserie legten die Designer von Lotus Hand an. Auch die Herstellung hat ein Lotus-Werk übernommen. Der Tesla bringt nur gut 1200 Kilo auf die Waage, wobei der Karosserierahmen aus Aluminium gerade 65 Kilo wiegt und nach Werkangaben nicht geschweisst, sondern verklebt und verschraubt ist. Autotester, die sonst hochkarätige Sportwagen mit Verbrennungsmotoren fahren, sind begeistert von den Fahrleistungen, auch wenn ihnen der Sound eines Ferrari oder Porsche fehlt. Auto-Bild fiel bei einer Testfahrt besonders auf, dass der Tesla geräuschlos Fahrt aufnehme, mehr noch: «Der Roadster zischt ab, als wäre höhere Gewalt im Spiel. Nur dass es nicht zischt. Es ist still wie in einem Sanatorium.» Wenn das die Zukunft sei, meldete Spiegel-Online, dann seien die Sorgen vieler Autofahrer unbegründet: «Auch übermorgen wird man noch kraftvoll Gas geben können – und zwar ohne schlechtes Gewissen, denn umweltfreundliche Autos müssen keine Spassbremsen sein.»

märz 2011

RATGEBER

Wie kann man der Frühjahrsmüdigkeit trotzen?

Foto: Günther Meier

Die Tage werden länger, die Natur erwacht, die Temperaturen steigen. Doch die Menschen beginnen zu gähnen, kommen trotz ausreichend Schlaf nur schwer aus den Federn. Die Frühjahrsmüdigkeit hat uns voll erwischt. Wie kann man der Frühjahrsmüdigkeit trotzen? Mit ein paar wirkungsvollen Tipps und Tricks kann man der Müdigkeit und ähnlichen Erscheinungen ein Schnippchen schlagen, weiss Walter Meier, Drogerie im Städtle, Vaduz. Besondere Bedeutung hat der ausgiebige Nachtschlaf von 7–8 Stunden. Den Tagesrhythmus sollte man nach der Sonne und dem Tageslicht ausrichten: Früh aufstehen, früher zu Bett gehen. Sich wach klopfen: Mit lockeren Fäusten den ganzen Körper von unten nach oben abklopfen, zuerst die linke, dann die rechte Seite. Damit wir der Lymph- und Blutfluss stimuliert. Auch Trockenbürsten mit einer Massagebürste oder einem Massagehandschuh erfüllt den gleichen Zweck. Wechselduschen und kalte Güsse am Morgen oder Morgengymnastik am offenen Fenster kurbeln den Kreislauf an. Auch ein wöchentlicher Saunabesuch stärkt das Herz-Kreislauf-System. Viel Bewegung an frischer Luft bringt den Kreislauf zusätzlich auf Touren. Zu empfehlen sind Ausdauersport wie Laufen, Radfahren, Nordic Walking, Skaten oder Schwimmen. Egal, welches Wetter gerade herrscht, auch bei bewölktem Himmel werden die UV-Strahlen über die Haut und die Augen aufgenommen. Durch das Sonnenlicht wird verstärkt das Vitamin D gebildet und die SerotoninAusschüttung beschleunigt. Mit der Steigerung von Serotonin wird gleichzeitig die Produktion von Melatonin gedrosselt. Das so genannte Schlafhormon sorgt dafür, dass wir in der Nacht erholsam schlafen. Ausreichend trinken! Müdigkeit ist oft auf einen niedrigen Blutdruck infolge Flüssigkeitsmangel zurückzuführen. Als «goldene Regel» wird emp-

fohlen, pro Kilogramm KörperWalter Meier: Viel Bewegung an frischer Luft bringt den Kreislauf gewicht 30 ml Flüssigkeit aufzuzusätzlich auf Touren. nehmen, bei 70 Kilo Gewicht also 2,1 Liter: An Getränken bieten sich Quellwasser, Kräutertees, verdünnte Fruchtoder Gemüsesäfte oder auch eine Gemüsebouillon an. Ein Energiekick durch ätherisches Öl: Ein Morgenbad in Rosmarin erfrischt und belebt. Für zwischendurch ein paar Tropfen Minzenöl auf die Schläfen reiben. Wichtig ist auch ein Speiseplan mit frischem Obst, Gemüse und Salaten, angereichert mit Sprossen und Keimlingen. Die Brötchen am Morgen ersetzen durch Obst, Milch oder Milchprodukte, z.B. in einem Birchermüsli, ergänzt mit natürlichen Vitaminspendern. Joghurt und Quark eignen sich auch gut als Zwischenmahlzeit, sind leicht verdaulich und machen nicht müde. Bestimmte Milchmischgetränke wie Buttermilch oder Molke liefern zusätzlich noch grosse Mengen an Lezithin, das die Nervenfunktion und das Konzentrationsvermögen stärkt. Ist die Kohlenhydratzufuhr ausreichend? Kartoffeln, Reis, Vollkornbrot, Getreideflocken und Dörrobst liefern schnell Energie und fördern ausserdem die Neubildung des «Glückshormons» Serotonin. Wer jetzt noch seine Leberfunktion unterstützt und damit die Verdauung und den Stoffwechsel aktiviert, wird von der Frühjahrs| müdigkeit schon bald nichts mehr spüren.  märz 2011

SPORT UND WIRTSCHAFT

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Vorteile für alle Abenteuerspielplatz durch Sponsoring-Pool rund um den Walensee

11 Von Günther Meier

Sportveranstaltungen gehören immer noch zu den wichtigsten Imageträgern. Die Kosten dafür aber sind hoch, die Sponsoren derzeit zurückhaltend. Eine neue Idee macht die Runde: Die Bildung eines Sportsponsoring-Pools in Liechtenstein.

Die europäische Elite der Mountainbiker steht am 26./27. März 2011 am Start in Schaan. Der Radfahrerverein Schaan unter dem Präsidenten Reinhold Hartmann gibt nicht einfach den Startschuss für ein Rennen, vielmehr handelt es sich um die Startveranstaltung des internationalen Racer Bikes Cup. Die schöne, aber selektive Rennstrecke oberhalb der Gemeinde Schaan hat die Veranstalter veranlasst, das Rennen bereits zum dritten Mal an den Radfahrerverein Schaan zu vergeben. Noch öfter gastierte die Tour de Suisse in Liechtenstein, die erstmals 1947 Für die Vermarktung eines einen Abstecher nach Vaduz machte. Die Schweizer RundStandortes sind vor allem fahrt feiert 2011 das 75-jährige auch sportliche Grossanlässe Bestehen, durchfährt alle Landesteile der Schweiz und krönt von Bedeutung den Einbezug der Nachbarländer mit einer Etappenankunft in Österreich und Liechtenstein. Dieses Jahr weilt die Tour de Suisse sogar zwei Tage in unserem Land. Malbun dient am 16. Juni wiederum als Etappenziel, was von der Tour-Leitung mit den folgenden Worten angekündigt wird: «Mit dem Anstieg von Triesenberg hoch nach Malbun warten wohl die härtesten Kilometer der 75. Tour de Suisse auf die Rennfahrer.» Am folgenden Tag erfolgt der Start zur nächsten Etappe ins österreichische SerfausFiss-Ladis in Vaduz, wo die Startvorbereitungen vom Publikum und die neutralisierte Startphase durch das Städtle Vaduz mitverfolgt werden können. Der Radsport, ob Mountainbiker im Gelände oder Rennfahrer auf der Strasse, hat trotz Dopingvorfällen noch nichts von seiner Faszination beim Publikum eingebüsst, im Gegenteil: Die Veranstalter der grossen Rundfahrten konnten sich auch in

den letzten Jahren an dichten Zuschauerspalieren entlang der Strecke und insbesondere an spektakulären Abschnitten wie steilen Steigungen oder Zielsprints erfreuen. Etwas anders sieht die Situation im Bereich des Sponsorings aus. Langjährige Sponsoren haben sich aus dem internationalen Radsport zurückgezogen, lokale Sponsoren für spezielle Veranstaltungen wie eine Etappenankunft oder ein Etappenstart der Tour der Suisse halten sich mit finanziellen Engagements zurück. Verantwortlich dafür ist weniger das Imageproblem des Radsports in den letzten Jahren als vielmehr die wirtschaftliche Unsicherheit. Verständlich, dass Unternehmen mit Sportsponsoring zurückhaltend sind, wenn der Belegschaft nur eine Null-Runde bei den Löhnen zugestanden werden konnte, wenn die Kurzarbeit eben erst beendet wurde oder eventuell sogar Entlassungen anstehen. Die Krise wird oft aber auch als «Chance» betrachtet, das Sponsoring generell zurückzufahren. Aufstrebende Touristik-Gebiete haben allerdings erkannt, wie wichtig der Sport für die Touristik-Werbung heute ist. Vorreiter spielte in dieser Hinsicht Tirol, das an verschiedenen Radrundfahrten präsent war und immer noch ist.

Sportliche Grossanlässe für den Tourismus-Standort

Auch in unserem Land beginnt die Idee, eine Verbindung zwischen Sport und Tourismus herzustellen, langsam zu greifen. Wirtschaftsminister Martin Meyer betonte im vergangenen Herbst an einer Veranstaltung des Liechtensteinischen Olympischen Sportverbandes LOSV, für die Vermarktung des Tourismus-Standortes Liechtenstein in Zukunft noch stärker die hervorragende Infrastruktur im Bereich des Sports einzu-

Die Rennfahrer nehmen auch 2011 den Anstieg nach Triesen-

Foto: Günther Meier

berg/Malbun in Angriff.

Live-Übertragungen des Fernsehens. Beim Tour de Suisse-Prolog 2009 von Mauren nach Ruggell ermittelte das Schweizer Fernsehen nicht weniger als 1,2 Millionen Zuschauer. Bei der diesjährigen Etappe nach Malbun ist das Fernsehen während der letzten Rennstunde live beim Renngeschehen dabei: Von der Luziensteig weg über Triesenberg nach Malbun werden nicht nur die Rennfahrer gezeigt, sondern die Kameras schwenken immer wieder auf landschaftliche Besonderheiten, umkreisen beispielsweise die Burg Gutenberg, zeigen die Schönheiten der liechtensteinischen Bergwelt, während die Kommentatoren über Geschichte, Wirtschaft und Tourismus plaudern, wenn nicht gerade Attacken auf den steilen Kehren erfolgen. «Praktisch unbezahlbar, wenn diese Fernseh-Minuten als Werbung berappt werden müssten», ist Peter Rutz überzeugt.

beziehen: «Nicht nur das Wandern, das Skifahren und das Biken sollten uns bei der wirtschaftlichen Bedeutung des Sports und der Vermarktung des Tourismus-Standortes beschäftigen. Bedeutend sind vor allem auch sportliche Grossanlässe.» Was die Tour de Suisse wirtschaftlich für Liechtenstein bringt, ist bisher nicht genau erfasst worden. Die Wertschöpfung dürfte aber ziemlich hoch sein, schätzt Peter Rutz, OK-Präsident der Tour 2011 in Liechtenstein. Rund 800 Personen, darunter 200 Radrennfahrer, kommen für zwei Tage ins Land, brauchen Unterkünfte, Verpflegung und kaufen vielleicht auch ein. Tausende von Zuschauern, darunter auch viele aus dem Ausland, die sich das Spektakel der Etappenankunft in Malbun oder die nahe Tuchfühlung mit den Fahrern bei den Starvorbereitungen in Vaduz nicht entgehen lassen wollen, traSponsoring-Pool? gen ebenfalls zur Wertschöpfung bei. Ebenfalls Trotzdem, die Suche nach Sponhoch einzuschätzen sind laut OK-Präsident Peter Rutz die Image-Vorteile für Liechtenstein durch die soren ist für Sportveranstalter ein steiniges Gelände. Peter Rutz stellt deshalb eine Idee zur Diskussion, der die oft schwierige Situation entschärfen Radsport Grossanlässe könnte: Die Schaffung eines Sponsoring-Pools. Staat und Gemeinden, Tourismus und StandortförIn der ersten Jahreshälfte 2011 finden in Liechtenstein zwei grosse derung, aber auch private Sponsoren und UnterRadsport-Veranstaltungen statt. nehmen sollten ihr Sponsoring in einen «Topf» einRacer Bikes Cup: Die europäische Mountainbike-Saison wird am bringen. Aus diesem Pool könnten dann die grossen 26./27. März in Schaan mit dem Racer Bikes Cup eröffnet. Am Start Sportveranstaltungen nach bestimmten Kriterien ist die Elite der Mountainbiker. www.racerbikescup.ch gesponsert werden, wobei der Gewinn für das Land Tour de Suisse: Die Tour de Suisse kommt 2011 für zwei Tage nach durch Fernseh-Präsenz und internationale BeachLiechtenstein. Am Donnerstag, 16. Juni ist Malbun das Ziel der 6. tung im Vordergrund stehen müssten. Ein SponsoEtappe. Am Freitag, 17. Juni startet die Tour de Suisse zur 7. Etappe ring-Pool würde Vorteile für alle bringen – nicht von Vaduz aus nach Serfaus-Fiss-Ladis im Tirol. zuletzt Planungssicherheit für die Veranstalter.  | märz 2011

ENERGIE

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Heizen und fahren mit einheimischer Energie?

13 Von Günther Meier

Energie gehört zu den wichtigsten Faktoren der Weltwirtschaft. Erneuerbare Energie gewinnt zunehmend an Bedeutung, weshalb auch in kleinräumigen Regionen wie der Bodensee-Region untersucht wird, ob man energieautark werden könnte.

Erdöl und Erdgas sind die wichtigsten und nur schwer ersetzbaren Energieträger der Industriestaaten. Neue Konsumenten wie China und Indien sorgen für einen schnell wachsenden Energieverbrauch, der nach Schätzungen der Internationalen «Energieregionen» wollen Energie-Agentur IEA bis 2030 sich vom Import fossiler um jährlich 1,6 Prozent ansteigen wird. Absehbar scheint, dass Energie unabhängig machen dadurch neue Zielkonflikte zwischen neuer Klimapolitik und klassischer Energiepolitik entstehen werden. Vor diesem Hintergrund sind die Bemühungen zu verstehen, auf erneuerbare Energien zu setzen, deren Vorkommen nicht wie Erdöl und Erdgas auf wenige Länder verteilt sind, sondern (fast) überall produziert werden können. Doch können Wind und Sonne, Wasser und Biomasse ein Land gesamthaft mit Energie versorgen?

Ein breit angelegtes Forschungsprojekt der Universität Liechtenstein, in Kooperation mit verschiedenen anderen Hochschulen und Universitäten rund um den Bodensee, geht der Frage nach, ob die Voraussetzungen in der Region Alpenrhein – Bodensee vorhanden sind, sich aus eigener Kraft mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Das Projekt BAER – die Abkürzung steht für Bodensee-Alpenrhein Energieregion – läuft noch bis Oktober 2012, doch ein erster Zwischenbericht gelangte zur vorläufigen Schlussfolgerung, dass die Vision der Selbstversorgung mit erneuerbarer Energie durchaus im Bereich des Möglichen liege. Interessant am Projekt ist, dass versucht wird, über die Grenzen hinweg Forschung zu betreiben. «Globale Probleme können nur grenzüberschreitend gelöst werden», ist Wirtschaftsminister Martin Meyer, in dessen Zuständigkeitsbereich die Energiepolitik gehört, überzeugt. Das Projekt BAER geht noch einen Schritt weiter und untersucht nach Angaben von Projektleiter Prof. Peter Droege auch die Wirkungen und Chancen für Raumentwicklung und Städtebau, Landschaft und Architektur – immer mit dem Fokus Energie-Autarkie.

Fotos: Marco Nescher

Grenzüberschreitendes Forschungsprojekt

Energiepolitische Ziele der Regierung

Auch die Politik in Liechtenstein hat sich in den letzten Jahren mit erneuerbarer Energie beschäftigt. Schon im Energiekonzept 2013, das im Sinne einer rollenden Vision überarbeitet wird, scheint erneuerbare Energie unter den energiepolitischen Zielen der Regierung auf: Anhebung des Anteils der erneuerbaren Energieträger am Ge-

Auch in kleinen Regionen werden Überlegungen angestellt, wie man unabhängig von Energiezukäufen werden könnte.

samtenergieverbrauch auf über 10 Prozent bis 2013, insbesondere durch die erweiterte Nutzung der heimischen Biomasse auch in Form von Biogas sowie durch die erweiterte Nutzung der Sonnenenergie. In einem «Ausblick bis 2013» wurde das mögliche Potenzial heimischer Energien am Gesamtverbrauch dargestellt, wobei der Nutzung des Wassers der Hauptanteil zukommt: Nach dieser Darstellung könnte mit Wasserkraft ein Anteil von 49,9 Prozent erreicht werden, Biogas würde 4,4 Prozent beitragen, Brennholz mit 13,6 Prozent, Wärme aus Blockheizkraftwerken 4,5 Prozent und thermische Sonnenkollektoren 3,6 Prozent. In dieser theoretischen Auflistung befindet sich das Projekt «Rheinkraftwerk» mit einem Anteil von 22,3 Prozent, das nach der Ablehnung der geplanten Rheinkraftwerke in den 1980er-Jahren aber wohl wenig Chancen auf Realisierung besitzt.

Die Alpen müssen energieautark werden

Nicht nur die Region Alpenrhein – Bodensee befasst sich mit der Frage der Autarkie von Energie. Die CIPRA fordert sogar kategorisch «Die Alpen müssen energieautark werden!» Die CIPRA hat festgestellt, dass überall «Energieregionen» entstehen, die ein gemeinsames, ehrgeiziges Ziel haben: Sie wollen sich vom Import fossiler Energie unabhängig machen! Für eine solche Zielsetzung gibt es laut CIPRA eine Reihe guter Gründe. Mit der Umstellung auf erneuerbare Energien und dem Verzicht auf Erdöl und Erdgas können Klima und Umwelt geschützt werden. Ein weiteres Argument sind stabile Preise und gesicherte Versorgung, denn die Erdöl- und Erdgasvorkommen ge-

hen einmal zu Ende, was für die Zukunft bedeutet, dass die Preise aufgrund der steigenden Förderungskosten ansteigen werden. Der Aufbau einer energieautarken Region hat laut CIPRA positive Auswirkungen auf den regionalen Arbeitsmarkt, nicht zuletzt, weil erneuerbare Energien als Zukunftstechnologien gelten. Während beim Energie-Import das Kapital nach draussen fliesst, bleibt bei erneuerbaren Energien die Wertschöpfung in der Region. Im Hintergrundbericht «Energieautarke Regionen» hält die CIPRA aber auch fest, dass der Verkehr nicht ausgeblendet werden dürfe. Der hohe Energieverbrauch des Verkehrs könne jedoch durch raumplanerische Konzepte gesenkt werden, und zudem ebneten öffentlicher Verkehr und langsamere Mobilitätsformen wie zu Fuss oder per Fahrrad den Weg in die Energieautarkie. Und noch eines ist für die CIPRA wichtig: Nicht gegen die Natur! Energieautarkie darf nicht als Alibi zur Verbauung der letzten naturnahen Gewässer und zur grossflächigen Bestückung unberührter Landschaften mit Wind- und Solarenergie missbraucht werden!  |

BAER – Bodensee-Alpenrhein Energieregion Bei diesem Projekt, das hauptverantwortlich vom Institut für Architektur und Raumentwicklung an der Universität Liechtenstein durchgeführt wird, werden die technologischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der Bodensee-Region untersucht, sich selbst mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Informationen unter www.baernet.org

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KULTUR

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MorgenLand Festival der Ideen

15 Von Kornelia Pfeiffer

Wie ein riesiger Off-off-Broadway wird sich das MorgenLand-Festival im Mai durch Schaan und einen Tag durch Vaduz winden. Mit Theater, Konzerten, Performances, Talks, Workshops und einem Demo-Koch. Niemand ist nur Zuhörer. Jeder darf mitdenken.

Fotos: TaK

«Wenn die Energie der Anwesenden nicht mehr gegeneinander, sondern parallel zueinander verläuft, hat die Performance stattgefunden.» So erklärt der deutsche Künstler Jürgen Fritz, was mit Akteur und Zuschauer Beim Festival können passiert. Wie bei seiner Performance geht es beim gesamten Bauern und Banker, Enkel MorgenLand-Festival um die geund Grosseltern, Politiker meinsam verbrachte Zeit und um das Ringen um ein gemeinund Künstler kreative sames Bild. «Hier soll etwas dritIdeen einbringen tes Neues entstehen», sagt Barbara Ellenberger, Künstlerische Leiterin des Festivals und des TAK in Schaan. «Das Festival ist ein Ort, an dem Bauern und Banker, Enkel und Grosseltern, Politiker und Künstler, Wissenschaftler und Aktivisten kreative Ideen einbringen, um Probleme der Zukunft lösen zu helfen», beschreibt Christof Brockhoff, Dass auch Kochen eine politische Geschäftsführer des Vereins Handlung ist, davon ist der MorgenLand. Kunst, Wirtschaft, Holländer Demo-Koch Wam Kat Wissenschaft und bürgerliches überzeugt. Engagement müssten verknüpft

werden, um die Zukunft «enkeltauglich» zu machen. Das findet auch die liechtensteinische Regierung gut und hat gleich fünfköpfig das Patronat übernommen.

Mit schockierenden Reden

Jeder öffentliche Raum um den Lindenplatz in Schaan und den Landtagsplatz in Vaduz entdeckt vom 18. bis 22. Mai, dass er eigentlich eine Bühne ist. Und darauf stehen Weltklasseleute. So die Kommunikations-Guerilla für eine bessere Welt «The Yes Men». Wo die zwei US-Politaktivisten absurd-komische Reden halten, bleibt dem Zuschauer das Lachen fast immer im Hals stecken. Sie sorgten 2004 mit der Fälschung der Webseite der Welthandelsorganisation WTO für Wirbel. Sie kopieren Webseiten grosser Konzerne und lassen sich als angebliche Vertreter von Wirtschaftsunternehmen und Regierungen zu Konferenzen einladen. Mit schockierenden Reden machen sie dann auf die Auswüchse der globalisierten Wirtschaft aufmerksam. Beim MorgenLand-Festival demonstrieren sie, wie politisches Engagement im Digitalen funktioniert. Dass auch Kochen eine politische Handlung ist, davon ist der Holländer Wam Kat überzeugt. Wenn Tausende lautstark protestieren, rückt der Demo-Koch mit riesigen Töpfen an. Als ihn der Einsatzleiter der Polizei am letzten Tag der Proteste beim G-8-Gipfel 2008 in Heiligendamm aufforderte, er soll ihm verraten, wie das gehe, rein organisatorisch, warme Suppe, stets pünktlich, für Tausende von Demonstranten, sagte er: «Das funktioniert, weil wir es freiwillig tun. Und weil wir voller Energie sind.» Nun wird Wam Kat gemeinsam mit Sternekoch Martin Real und Benjamin Kranz

Wo die zwei US-Politaktivisten «The Yes Men» absurd-komische Reden halten, bleibt einem das Lachen im Hals stecken.

in Schaan für friedliche Weltverändererdenker aus Liechtenstein, Vorarlberg und der Ostschweiz kochen, mit regionalen Produkten aus dem Alpenrheintal. Steht die «Digitale Revolution» am 21. Mai im Mittelpunkt, laufen die Veranstaltungen am 20. Mai unter der Überschrift «Kulturwandel». Dazu wird Deutschlands bekanntester Sozialpsychologe Harald Welzer an trostlose Aussichten erinnern, die es zwingend machen, den Klimawandel anzupacken. In seinem Buch «Klimakriege» warnt er, dass nicht das Austrocknen des Aralsees oder steigende Meeresspiegel die Katastrophe ausmachen, sondern die sozialen Folgen. Der Klimawandel würde Afrika, Teile Asiens und grössere Gebiete Lateinamerikas mit voller Wucht treffen. Seine verheerenden Folgen und die begonnene Aufholjagd der Schwellenländer würden im Überlebenskampf immer wieder von Massakern begleitet. In Form von Elendsmigrations-Strömen werde die Gewalt jedoch auch gegen die Grenzen Europas und Nordamerikas anbranden.

Pullover aus Plastikflaschen

Das Elend ist ungerecht, aber man kann es aus der Welt schaffen, redet derweil der weltweit vielleicht bekannteste Philosoph Thomas Pogge den Menschen ins Gewissen. Die Weltordnung sei eine Form von Massenmord, sagt er, an dem die Bürger in den reichen Ländern mitschuldig seien. Armut sei kein Naturereignis und die Weltgesellschaft kein moralfreier Raum. Pogge geht es nicht um Barmherzigkeit, ihm geht es darum,

die Markt- und Institutionengefüge so zu ändern, dass die Ärmsten der Armen davon profitieren. Um das grösste Elend aus der Welt zu schaffen, müssten die einkommensstarken Länder ihren Lebensstandard gerade mal um ein Prozent einschränken. Die Gegenargumente gegen Reformen kann Pogge im Schlaf entkräften. Den «Kulturwandel» befördern will auch ein Workshop mit dem Schweizer Pionier der Nachhaltigkeit Albin Kälin. Er zeigt Entwicklern wie Vermarktern aus der Industrie, wie Cradle-to-Cradle-Design entsteht. Die Grundidee der Wiederverwertung der Bestandteile eines Produktes ist dabei an sich nicht neu. Wohl aber die Lösung des «Upcycling», wobei das recycelte Material nach der Wiederverwertung zu einem hochwertigeren Stoff wird. Wie etwa Pullover aus Plastikflaschen. «In zahlreichen Workshops kann man lernen, Vertrautes neu zu sehen, und wie unterhaltsam es sein kann, einen Beitrag für eine gute Zukunft zu leisten», sagt Christof Brockhoff. Umgarnt von Strassenkünstlern und Musik-Bands aus der Region klingt das MorgenLand-Festival am 22. Mai aus. Wer sich entschliesst, zum BarCamp zu gehen, einer (Un)Konferenz, muss allerdings eins vorher | wissen: Einfach bloss zuhören ist verpönt.

1. MorgenLand-Festival Festival für eine «enkeltaugliche» Zukunft; Mittwoch, 18. Mai – Sonntag, 22. Mai 2011; SAL Saal und Lindenplatz in Schaan; Vaduzersaal und Landtagsplatz in Vaduz www.morgenland.li

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SCHÖNSTE BÜCHER

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Von den Rheinholzern zum Familienbuch Planken

17 Von Günther Meier

Beim Wettbewerb «Schönste Bücher aus Liechtenstein 2010» haben zwei Bücher eine Auszeichnung erhalten, die bei der Druckerei Gutenberg, entstanden sind: Rheinholzer und Familienbuch Planken.

Das Buch fasziniert auch heute noch. Trotz einem enormen Angebot an Lesestoff mit Hilfe moderner Kommunikationstechnologie. Die Erfindung des Buchsdrucks durch Johannes Gutenberg ist eine jener menschlichen Leistungen, die über JahrDie Entscheidung im hunderte die Menschheit geprägt Wettbewerb um die schönsten hat und weiterhin prägt. Schon bevor Gutenberg mit seinen beBücher aus Liechtenstein weglichen Lettern den Grunddes Jahres 2010 ist gefallen stein für den Druck von Büchern legte, waren die Menschen begeistert von Geschriebenem, das abgelesen werden konnte. Das war bei den Papyrusrollen vor rund 5000 Jahren so, denen die Griechen und Römer mit ihren Weiterentwicklungen folgten und verschiedene Blätter zusammenhefteten, so dass daraus eine Art Buch entstand.

Ein Buch ist ein Kunstwerk Ein heutiges Buch, ob ein einfa- Kompetente Verlagsleistungen Am Beispiel des Buchs Rheinholches Taschenbuch oder ein luxuriöser Bildband, ist immer noch ein Kunstwerk, dessen Herstellung zer kann aufgezeigt werden, wie die Druckerei Gutenberg AG und der Alpenland Verlag AG bei der Buchherstellung sämtliche Arbeitsschritte vom Manuskript bis zum Druck und Vertrieb, kompetent ausführen. Autor Kuno Bont, der zuerst einen ebenfalls ausgezeichneten Film über die Rheinholzerei drehte, suchte nach einem Verlag mit Erfahrung in der Region. In der Rückschau bezeichnet er die Zusammenarbeit mit der Gutenberg AG und dem dazugehörenden Alpenland Verlag, welche in relativ kurzer Zeit von der Idee zum fertigen Buch geführt hat, als sehr gut. Moderne Technik bei der Herstellung sei gepaart mit hohem Interesse an der Verwirklichung eines Werkes der BuchdruckerFotos: Marco Nescher

eine Reihe von Prozessen erfordert, bis es die Leserinnen und Leser erreicht. Das war auch bei den zwei von einer Jury zu den «schönsten Büchern Liechtensteins 2010» gewählten Titeln so, genauso wie bei den rund 130 Millionen verschiedenen Büchern, die es derzeit auf der Welt geben soll. Die beiden Bücher – Rheinholzer und Familienbuch Planken – sind sehr unterschiedlich, was Grösse, Umfang und Inhalt anbelangt. Unterschiedlich waren auch die Arbeiten, die von der Gutenberg AG bei den zwei Büchern ausgeführt wurden. Während beim Plankner Familienbuch für die Gestaltung Karin Beck, beck grafikdesign, Planken, zuständig war, besorgte die Gutenberg AG den Druck. Beim Buch über die Rheinholzer hingegen waren die Gutenberg AG und der Alpenland Verlag AG von der Gestaltung bis zur Auslieferung mit eingebunden und besorgten jeden einzelnen Schritt bei der gesamten Herstellung.

Karin Beck, Remi Nescher (unten links) und Mike Trummer freuen sich über die Auszeichnungen.

derte Leistungen beziehen, wie: Projektplanung, Marktbeurteilung, Fundraising, Budget, Konzeption, Gestaltung, Layoutvorschläge, Grafik, Fotografie, Textund Bildredaktion, Bildbearbeitung, Text- und Bildintegration, kunst. «Das Buch Rheinholzer hat, den Vorstellun- Lektorat, Korrektorat, Druck, Einband, Marketing, gen des Films folgend, eine gewisse Dramaturgie», Vertrieb, Online-Buchshop. betont Kuno Bont, «die bei der Herstellung des BuVon der Druckerei bis zum ches von den Gutenberg-Mitarbeitern sofort er- Buchzentrum kannt und aufgenommen wurde.» Das Buchzentrum.li vertreibt Ein langer Weg bis zur alle Bücher des Alpenland Verlags. Auch der Verlag Fertigstellung der Liechtensteinischen Akademischen Gesell Die Herstellung eines Buchs ver- schaft und der Historische Verein des Fürstentums läuft in der Regel in mehreren Stufen, die sich zum Liechtenstein und weitere Verlage, Organisationen Teil wechselseitig beeinflussen, was eine intensive aber auch Privatpersonen nutzen diese Leistungen. Zusammenarbeit voraussetzt. Der Alpenland Ver- Das Buchzentrum.li beliefert sowohl Buchhandlag AG und die Gutenberg AG bieten ihre Leistun- lungen als auch Einzelpersonen, die eine Bestellung gen in der Realisierung von Büchern, im Baukas- am Schalter oder über den Online-Shop aufgeben. tensystem an. Ob Jubiläumsbuch, Unternehmens- Innert 24 Stunden erfolgt die Anlieferung an die geschichte, Sachbuch, Kunst- oder Fotobuch, der Post. Der Buchhandel wird, wenn es eilt, mit einem | Kunde kann auf seine Bedürfnisse massgeschnei- Kurierdienst direkt beliefert. 

Rheinholzer – Die andere Generation

Familienbuch Planken

Herausgeber: Kuno Bont, Werdenberg

Herausgeber: Plankner Familienbuch-Stiftung

Verlag: Alpenland Verlag AG, Schaan

Redaktion: Rainer Beck, Irene Lingg-Beck,

Satz: Simona Specker, Werdenberg

Manfred Wanger

Gestaltung: Gutenberg AG, Mike Trummer, Schaan

Grafische Gestaltung: Karin Beck-Söllner und

Druck: Gutenberg AG, Schaan

Barbara Sankofi, beck grafikdesign est. Planken

Buchbindung: Buchbinderei Burkhardt AG, Mönchaltdorf

Druck: Gutenberg AG, Schaan

Preis: CHF 58.00

Buchbindung: Buchbinderei Thöny AG, Vaduz

Verkauf: www.buchzentrum.li, Alpenland Verlag AG,

Preis: CHF 85.00

oder im Buchhandel

Verkauf: Gemeindeverwaltung Planken

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V ERSICHERUNGSSTANDORT

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Trotz Finanzkrise stetes Wachstum

19 Von Günther Meier

Innovative und flexible Versicherungslösungen, welche an die Gesetzgebungen in den Zielmärkten angepasst sind, haben zum Wachstum des Versicherungsplatzes beigetragen. Die Standortvorteile Liechtensteins will der Versicherungsverband weiter nutzen.

«Die Stärke der liechtensteinischen Versicherer sind innovative Produktlösungen, die sie weltweit als einzige sowohl in der Schweiz als auch im gesamten EU-Raum vertreiben können», umschreibt PhiFür Liechtenstein besteht lippe Moser, Präsident des Liecheine echte Chance, sich als tensteinischen Versicherungsverbandes, die Vorteile des Versicheattraktiver Standort für rungsstandortes Liechtenstein. Pensionsfonds zu etablieren Im Zusammenhang mit dem EWR-Beitritt wurde 1995 der entscheidende Grundstein für den Versicherungsplatz Liechtenstein gelegt, doch die ersten Jahre verliefen eher in bescheidenem Rahmen. Erst ab

Wichtige Standortvorteile Der Versicherungsplatz Liechtenstein verfügt über eine Reihe von Standortvorteilen, die zur Attraktivität der Branche beitragen. Zu diesen Vorteilen gehören: n  Einzigartiger Zugang zum EWR und zur Schweiz

2005 setzte ein deutlicher Aufschwung ein, der vom Versicherungsverband mit Zahlen über zugelassene Versicherungsunternehmen, die Prämieneinnahmen und die verwalteten Kapitalanlagen belegt werden kann. Wurden 2005 erst 31 Versicherungsunternehmen in Liechtenstein registriert, so waren Ende 2009 bereits 41 Versicherer zugelassen. Noch deutlicher kann diese Entwicklung an der Anzahl Mitarbeitenden in den Versicherungsgesellschaften abgelesen werden: Innerhalb von fünf Jahren stieg die Zahl der Beschäftigten von 182 auf 507 an – ein Wachstum von beinahe 300 Prozent! Die Prämieneinnahmen haben sich zwischen 2005 und 2009 von 4210 auf 8980 Millionen Franken mehr als verdoppelt. Erheblich auch die im gleichen Zeitabschnitt erfolgte Steigerung der von den Versicherungen verwalteten Kapitalanlagen: 2005 machten die Anlagen über Lebensversicherungen erst 8,5 Milliarden Franken aus, Ende 2009 hatte das Volumen bereits 27 Milliarden Franken erreicht.

Versicherungsgesellschaften können ihre Produkte aus dem EWRLand Liechtenstein in den EU-Ländern absetzen. Ausserdem haben sie freien Zugang zum schweizerischen Markt. n  Versicherungsfreundliche Rahmenbedingungen Liechtenstein verfügt über eine versicherungsfreundliche Gesetzgebung, die innovative Versicherungslösungen erlaubt und den Kunden Schutz und Sicherheit bietet. n  Transparenz dank verstärkter Regulierung Liechtenstein hat ein präzises Versicherungsaufsichtsrecht, eine kompetente Aufsichtsbehörde. Regulierungen schaffen zudem Transparenz und Rechtssicherheit im Versicherungsgeschäft. Erschwerend wirkt sich für den Versicherungsstand Liechtenstein die geltende Umsatzabgabe aus. Andere Länder, die zu den Konkurrenten gehören, kennen keine entsprechende Abgabe.

Interessante Produkte für vermögende Kunden

Sichere, innovative und flexible Versicherungslösungen, die auf die rechtlichen und steuerlichen Gesetzgebungen der Zielländer massgeschneidert wurden, sind nach Angaben von Philippe Moser die Hauptursachen für den Erfolg und das Wachstum des Versicherungsplatzes Liechtenstein. Die Zugehörigkeit zum Wirtschaftsraum Schweiz und zum Europäischen Wirtschaftsraum mache Liechtenstein zu einem attraktiven Standort für die Niederlassung von Versicherungsgesellschaften. Im Unterschied zu den anderen Branchen des Finanzdienstleistungsplatzes konnte die Versi-

Nach dem EWR-Beitritt 1995 wurde mit dem Aufbau des Versicherungsplatzes Liechtenstein begonnen – mit Erfolg.

Foto: istockphoto.com

cherungswirtschaft von der internationalen Steuerdiskussion sogar profitieren: Fondsgebundene Lebensversicherungen entpuppten sich als interessante Produkte für vermögende Kunden, die im Rahmen von Steueramnestien ihre vorher nicht versteuerten Vermögen deklarierten. Lebensversicherungen erweisen sich für Kunden als attraktiv, weil die private Vorsorge in den meisten Ländern gefördert und steuerlich begünstigt wird. Allerdings sorgt die Steuerdebatte auch in diesem Bereich für Forderungen nach Privilegienabbau und weiteren Regulierungen, die in den nächsten Jahren möglicherweise auch das Geschäft der liechtensteinischen Versicherungsunternehmen beeinflussen werden. Das Versicherungsgeheimnis jedenfalls steht, wie das Bankkundengeheimnis, in verschiedenen Ländern ebenfalls zur Debatte.

Weichen für internationalen Pensionsfonds-Standort

Nicht allein die Umschichtung von Vermögen veranlasst die Versicherungsbranche zu einem optimistischen Ausblick in die Zukunft. Liechtenstein hat auch die Weichen für den «Pensionsfonds-Standort» frühzeitig mit der Übernahme der Europäischen Pensionsfonds-Richtlinie gestellt. Die entsprechenden Vorstellungen sind bereits in nationales Recht übernommen worden. Schon 2005 hat die Regierung eine Studie zur Abklärung in Auftrag gegeben, ob der Aufbau eines «Pensionsfonds-Standortes Liechtenstein» möglich wäre. Die Studie gelangte zur Schlussfolgerung,

dass die traditionellen umlagefinanzierten Altersversorgungssysteme an Grenzen gestossen seien. Die Nachfrage nach betrieblicher Altersversorgung werde in den meisten Ländern Europas zunehmen, womit ein neues, grosses Marktpotenzial geschaffen werde – mit hoffnungsfrohen Aussichten für unser Land: «Für Liechtenstein besteht eine echte Chance, sich als attraktiver Standort für Pensionsfonds zu etablieren und dadurch den Finanzplatz weiter zu diversifizieren.»

Erfolgsgeschichte trotz verhaltenem Start

Der Versicherungsstandort Liechtenstein wird trotz der eher langsamen Entwicklung als «Erfolgsgeschichte» bezeichnet. Als sich die Baloise Life in Balzers ansiedelte, erklärte Wirtschaftsminister Martin Meyer, dass die Rahmenbedingungen für die Ansiedlung weiterer Versicherungsunternehmen weiterhin vorhanden seien: Dazu gehörten stabile wirtschaftliche Verhältnisse und – nicht zuletzt für Versicherungen – die Nähe zu Banken. Hier könne Liechtenstein als Standort ebenfalls punkten: Mit einem stabilen Bankensystem und mit Banken, die über eine hohe Kompetenz im Private Banking und im Private Wealth | Management verfügen.  märz 2011

UNO - JAHR DES WALDES

Der Wald Abenteuerspielplatz und Funktionen rundseine um den Walen-

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Wälder haben verschiedene Funktionen. In Liechtenstein

Von Felix Näscher

kommt dem Schutzwald eine besondere Bedeutung zu. Wälder dienen aber auch als Erholungsraum für Menschen. Für viele Tiere sind die Wälder ein einzigartiger Lebensraum.

Der Wald bedeckt rund 43 % der Landesfläche: Der Waldwirtschaft kommt für die Gestaltung der Landschaft und für die nachhaltige Erhaltung deren Wirkungen die tragende Rolle zu. Dabei haben sich die Erkenntnisse über die komplexen Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Natur, Umwelt, Wirtschaft und gesellschaftlicher Wohlfahrt in neuerer Zeit enorm vertieft. Neue Herausforderungen bildeten denn auch Anlass für den Erlass des heute geltenden Waldgesetzes. Dieses Ein leistungsfähiger Schutz- moderne Waldgesetz aus dem wald ist in Liechtenstein Jahre 1991 setzt der Liechtensteiner Waldwirtschaft wichtige von existentieller Bedeutung Leitplanken: So zielt es einerseits darauf hin, den Akzent von der bis dahin schwergewichtig quantitativen zur zukünftig betont qualitativen Walderhaltung zu verschieben; andererseits legt das Waldgesetz das Hauptaugenmerk darauf, unter Respektierung der unterschiedlichen Waldstandorte alle massgeblichen Nutzungsinteressen an spezifischen Waldleistungen ausgewogen und nachhaltig zu befriedigen. Um Nutzungsdilemmas zu lösen, werden denjenigen Waldbeständen, von denen spezifische Waldleistungen verlangt werden, jeweils auch spezifische Vorrangfunktionen zugeordnet: Als Ergebnis einer gesellschaftlich breit abgestützten Waldfunktionen-Planung sind heute diejenigen Waldflächen gekennzeichnet, in welchen die

Zur Person Dr. Felix Näscher ist Leiter des Amtes für Wald, Natur und Landschaft in Liechtenstein.

Schutzfunktion gegenüber Naturgefahren, die Rohstoff- und Holzproduktionsfunktion, die Natur- und Landschaftsschutzfunktion, die Erholungsfunktion oder die Wohlfahrtsfunktion, ausgedrückt beispielsweise als Quellschutzgebiet, jeweils von besonderer Bedeutung sind. Die rund 6 625 ha bestockte Waldfläche teilt sich auf folgende Vorrangfunktionen auf: 3 705 ha oder 56 % der Gesamtwaldfläche: Schutzwald, wovon 642 ha: sehr wichtige Schutzfunktion (Menschenleben / erhebliche Sachwerte); 1 116 ha: wichtige Schutzfunktion (erhebliche Sachwerte); 1'947 ha: Standortschutzfunktion 1 178 ha oder 18 % der Gesamtwaldfläche: Waldreservate oder Naturschutz-Vorrangflächen; 1 670 ha oder 25 % der Gesamtwaldfläche: Rohstoff- und Holzproduktionsfunktion; 73 ha oder 1 %: Erholungsund Wohlfahrtsfunktion. Kennzeichnend für die Liechtensteiner Waldwirtschaft ist die strikte Ausrichtung der waldpflegerischen Massnahmen an der Vorrangfunktion. Diese Massnahmen umfassen im Wesentlichen folgende Tätigkeiten: Wälder mit vorrangiger Schutzfunktion: Verjüngung der Bestände, Förderung standortsgerechter, naturnaher Waldgesellschaften mit hohem Selbstregulierungsvermögen, Pflege instabiler und labiler Bestände, Bestandesbegründungen auf lawinen-, steinschlag- und erosionsgefährdeten Standorten in Kombination mit biologischen oder technischen Verbauungsmassnahmen; integrale Beseitigung oder Verminderung der den Schutzwald und dessen Entwicklung negativ beeinflussender Faktoren; Wälder mit vorrangiger Natur- und Landschaftsschutzfunktion: Durchführung von Schutzmassnahmen ge-

Waldbeständen, von denen spe-

Foto: Amt für Wald, Natur und Landschaft

zifische Waldleistungen verlangt werden, werden jeweils auch spezifische Vorrangfunktionen zugeordnet.

strukturierter Bestände sowie Begünstigung von alten Bäumen und Anlage von Erholungseinmäss spezieller Naturschutzplanung; in Wäldern richtungen. Für die Regierung und die verantwortmit besonderer Bedeutung für jagdbare Tierarten lichen Behörden stellt sich die Daueraufgabe, zur Verzicht auf die Erstellung von dauernden Erschlies- nachhaltigen Sicherstellung dieser Waldfunktiosungsanlagen, Verbesserung der Biotopqualität nen geeignete Vorsorgestrategien und -massnahund Schaffung sowie Erhaltung von Biotopver- men zielorientiert, effektiv und effizient umzusetbundsystemen und Rückzugsinseln. Wälder mit zen. Die Waldwirtschaft vermag dies zu gewährvorrangiger Rohstoff- und Holzproduktionsfunk- leisten: So prägen beispielsweise Naturgefahren das tion: intensive Pflege im Hinblick auf maximale Leben in Liechtenstein seit jeher. Im Verlaufe der Holzqualität und Wertleistung der Bestände sowie Jahre haben sich nicht etwa die von NaturereignisOptimierung der Nutzungsverfahren unter Be- sen ausgehenden Gefahren an sich vermehrt: In den rücksichtigung der standörtlichen Gegebenheiten; von Naturgefahren bedrohten Gebieten zugenomWälder mit vorrangiger Wohlfahrts- und Erho- men haben vielmehr die Anzahl gefährdeter Menlungsfunktion: Sicherung einer dauernd reichhal- schen und Objekte; gleichzeitig enorm angestiegen tigen Strauch- und Baumbestockung, Förderung sind zudem die Werte der Schutzgüter – und damit des Anteils standortstauglicher wintergrüner und einher geht ein zusehends erhöhtes Schutz- und Sifruchttragender Baumarten und Erhaltung ab- cherheitsbedürfnis der Bevölkerung: Ein leistungswechslungsreicher Bestandesstrukturen; Schaffung fähiger Schutzwald ist im Gebirgsland Liechtenund Förderung abwechslungsreicher und reich stein von existenzieller Bedeutung. Was aber ist der ökonomische Wert dieses Schutzwaldes und was darf uns seine Fotowettbewerb «Unser Wald» Erhaltung kosten? Gut zu wissen, dass uns die Erhaltung der 640 Beitrag der liecht. Regierung zum UNO-Jahr des Waldes Hektaren Schutzwald mit sehr Die Blickwinkel auf den Wald sind so vielfältig wie seine wichtiger Schutzfunktion, deren Besucher. Der eine sieht den Wald als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, der andere Fläche gesamthaft etwa derjeals Arbeitsplatz oder Erholungsraum. Der Veranstalter freut sich deshalb auf faszinierennigen von 1 000 Fussballplätzen de Bilder vom heimischen Wald in allen seinen Facetten und im Spiegel der Jahreszeientspricht, heute nur rund 1 500 ten. Die Aufnahmen müssen in Liechtenstein oder im Rheintal entstanden sein. Franken pro ha/Jahr kosten; Einreichung der Bilder Beispiele eingesandter Bilder auf www.awnl.llv.li. Max. 10 Bilder per E-Mail oder CD an: info@awnl.llv.li dies dank einer zielorientierten Einsendeschluss: 31. Oktober 2011 Amt für Wald, Natur und Landschaft, Fotowettbewerb Waldbewirtschaftungspolitik Wald, Dr. Grass-Strasse 12, 9490 Vaduz, Fotoausstellung und dank leistungsfähigen ForstDie Bildgrösse muss mindestens 6 Megapixel betraDie prämierten Einzelfotos und Schulklassen-Portgen. Die Bilder in der grössten Auflösung im JPEGfolios werden Ende 2011 an einer Fotoausstellung betrieben der Gemeinden und Format (.jpg) einsenden. Weitere Informationen und präsentiert. | Bürgergenossenschaften.  Regierung des Fürstentums Liechtenstein

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GESELLSCHAFT

Foto: Marco Nescher

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Rotary Liechtenstein Selbstlose Hilfe für andere

Dienstag-Treffen von Rotary

Ein gewohntes Bild in Vaduz hat Liechtenstein mit Präsident Volker sich verändert. Über ein halbes Rheinberger, flankiert von Jahrhundert trafen sich gut geGieri Blumenthal und Rolf Geiger. kleidete Herren am Dienstag zur Mittagszeit im «Real« in Vaduz. Anlass des wöchentlichen Treffens war das RotaryMeeting. Schweren Herzens musste der RotaryClub Liechtenstein nach der Schliessung des legendären «Real» auf Ende Jahr 2010 ein neues Club-Lokal suchen. Nun treffen sich die Mitglieder von Rotary Liechtenstein jede Woche neu im Gasthof «Löwen», aber wie gewohnt zur gleichen Zeit und am gleichen Wochentag. Der Rotary-Club Liechtenstein wurde 1957 in Vaduz gegründet. Liechtenstein hatte damals die Ehre, als 100. Land in die weltweite Bewegung von Rotary International aufgenommen zu werden. Lange Zeit blieb dieser Club der einzige Rotary-Club in Liechtenstein: Erst 1998 wurde als zweiter Club der Rotary Club Eschnerberg aus der Taufe gehoben. Die beiden Clubs sind in ihrem Programm unterschiedlich, doch was Mitglieder-Rekrutierung und Ausrichtung anbelangt, halten sie sich an die Regel, die Rotary-Gründer Paul Harris vor über hundert Jahren aufgestellt hat: Persönliche und berufliche Vielfalt bei den Mitgliedern, von der Philosophie eine weltanschaulich nicht gebundene und politisch neutrale Vereinigung, die sich über die Grenzen für humanitäre märz 2011

Hilfe und Völkerverständigung einsetzt. Der Grundstein für die heute weltweite Rotary-Bewegung wurde 1905 in Chicago gelegt. Paul Harris, ein junger Rechtsanwalt, trifft sich, enttäuscht über die damaligen Geschäftspraktiken in Amerika, mit Geschäftsfreunden. Nach einigen Treffen, jeweils am Abend bei einem anderen Geschäftsfreund, entsteht die Idee zur Gründung einer Vereinigung von Berufstätigen, die Fairness und guten Willen im Wirtschaftsleben einsetzen wollen, nicht zuletzt zum Nutzen von Ärmeren. Weil sich die Geschäftsfreunde abwechselnd rundum getroffen haben, liegt bereits der Name der Vereinigung vor – nämlich Rotary. Die Rotary-Bewegung breitete sich ab 1905 zuerst in den USA aus, aber schon 1911 entstehen die ersten Clubs in Grossbritannien und Irland. Als Symbol des Clubs dient in den Gründungsjahren ein einfaches Rad, das später mit einem Zahnrad vertauscht wird und das seither jeder Rotarier als stolzes Erkennungszeichen trägt. Der Gründer Paul Harris, der 1947 stirbt, hat sein Lebenswerk blühen und teilweise auch welken sehen, denn die Weltwirtschaftskrise und der Zweite Weltkrieg gehen nicht spurlos an Rotary vorbei. Sein Tod aber wirkt wie ein Impuls für einen neuen Aufschwung, denn überall werden Clubs wieder aktiviert, zudem neue Clubs gegründet. Die 1916 gegründete Stiftung, «The Rotary Foundation», wird mit den Spenden zu Paul Harris Tod mit neuem Leben erweckt: Junge Leute erhalten Stipendien und soziale Projekte werden gefördert. Aus den Zielsetzungen von Rotary entwickelten sich vier Dienstzweige, die noch heute die Basis für die Aktivitäten der einzelnen Clubs darstellen. Der Clubdienst fördert den freundschaftlichen Umgang und stellt sicher, dass der Rotary-Club seine Aufgaben erfüllen kann. Im Berufsdienst stellen Rotarier ihr berufliches Fachwissen zur Verfügung und fördern die Entwicklung berufsethischer Standards. Der internationale Dienst schliesslich umfasst Massnahmen, die geeignet sind, um Rotarys humanitäre Zielsetzungen zur Geltung zu bringen und damit dem Frieden so| wie der Völkerverständigung zu dienen.

P u b l i r e p o r ta g e

Erdgas Energieträger für die Zukunft Der Energieverbrauch steigt weltweit an und damit verbunden ist ein Anstieg der Emissionen. Erdgas spielt in der umweltbewussten Energieversorgung eine wichtige Rolle, weil Erdgas vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bietet – von der Heizung und Warmwasseraufbereitung über die Kälte- und Stromerzeugung bis zum Treibstoff für umweltschonende Fahrzeuge. Erdgas ist ein brennbares natürliches Gas, das aus dem Erdinnern gefördert wird. Zum überwiegenden Teil besteht Erdgas aus dem farb- und geruchlosen Naturgas Methan, das auch an der Erdoberfläche bei Gärungsprozessen entsteht, etwa in Kläranlagen oder in der Nutztierhaltung. Einen weiteren Vorteil bringt Erdgas bei der sauberen Verbrennung mit sich, dabei entstehen keine Feinstaubemissionen, kein Rauch sowie keine Russpartikel. Die Liechtensteinische Gasversorgung (LGV) beliefert die rund 4200 Kunden in Liechtenstein seit 25 Jahren zuverlässig und ohne Unterbrechung mit Erdgas. Die LGV bezieht das Erdgas von der Liefergemeinschaft E.ON Ruhrgas AG und der Gasversorgung Süddeutschland GmbH. Das Erdgas stammt aus verschiedenen Bezugsquellen, wie Norwegen, Russland, Holland und Dänemark, was zur Versorgungssicherheit beiträgt. Auch die Sicherheit im Inland wird von der LGV gross geschrieben. Seit Anfang an unternimmt die Gasversorgung grosse Anstrengungen, um die SicherErdgas bietet zurzeit die klimaschonendste heit beim Umgang mit Erdgas zu gewährleisTechnologie bei serienmässigen Fahrzeugen ten. Hochwertige Erdgas-Leitungen liegen mit Verbrennungsmotor. geschützt unter der Erde und werden durch Mess- und Regelanlagen betrieben, unterhalten sowie permanent überwacht. Erdgas kommt in Liechtenstein in privaten Haushalten zur Anwendung: Zum Heizen, zur Warmwasseraufbereitung, für Erdgas-Grills und Gas-Cheminées, zum Betrieb von kleinen Blockheizkraftwerken zur Erzeugung von Wärme und Strom. Zum Einsatz gelangt Erdgas auch in den Produktionsanlagen von Gewerbe- und Industriebetrieben. Ebenso wird Erdgas zur Herstellung von Strom und Warmwasser für Bürohäuser sowie für Schulanlagen und Schwimmbäder gebraucht. Die LGV als umweltbewusstes Unternehmen setzt mit dem künftigen Produkt Bio-Erdgas einen weiteren Akzent zur Verminderung des Schadstoffausstosses. Bio-Erdgas wird künftig für ErdgasFahrzeuge sowie im Erdgasnetz für Heizzwecke zur Verfügung gestellt werden.

Wärme und Mobilität

Dietmar Sartor, LGV-Geschäftsleiter Mit dem Produkt Bio-Erdgas setzt die LGV einen weiteren Schritt zur Zielerreichung der CO2-Reduktion. Silvan Kieber, LGV-Geschäftsleitungsmitglied Seit 25 Jahren beliefert die Liechtensteinische Gasversorgung ihre rund 4200 Kunden ohne Unterbrechung mit Erdgas. Informationen: www.lgv.li Liechtensteinische Gasversorgung Im Rietacker 4 · FL-9494 Schaan Telefon +423 / 236 15 55 Überblick: Erdgasnetz Europa

vor 25 jahren

Liechtensteinische Gasversorgung Verlegung der Erdgas-Leitungen im ganzen Land des mit Erdgas zu sichern. Um die Erdgas-Leitungen verlegen zu können, schuf der Landtag 1985 ein Gesetz über Rohrleitungsanlagen. Im Herbst 1985 unterzeichnete Liechtenstein mit der Ruhrgas AG und der Gasversorgung Süddeutschland den Lieferungsvertrag. Aufgrund der Tatsache, dass das Erdgas nicht direkt von einem Nachbarstaat nach Liechtenstein gelangt, musste zusätzlich ein Durchleitungsvertrag mit Österreich abgeschlossen werden. Die Regierung bestellte den Verwaltungsrat der neuen Gesellschaft, dem als erster Präsident der frühere Regierungschef-Stellvertreter Hilmar Ospelt vorstand. Der Verwaltungsrat setzte eine Geschäftsführung für die Gasversorgung ein, an deren Spitze Anton Gerner und Günther Matt gesetzt wurde. In den vergangenen 25 Jahren hat sich die Erdgas-Versorgung in Liechtenstein etabliert. Knapp ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs wird durch Erdgas abgedeckt. Die gesamte Netzlänge belief sich Ende 2009 auf 386 km, womit total 4045 Kunden erreicht werden konnten. Neben der traditionellen Versorgung mit Erdgas für Haushalte, Gewerbe- und Industriebetriebe beschäftigt sich die Liechtensteinische Gasversorgung auch mit dem Thema Biogas, das in grösseren Mengen derzeit vor allem in der Abwasserreinigungsanlage ARA in Bendern anfällt. Dort wird das Biogas für die ARAeigenen Blockheizkraftwerke verwendet. Auch im Verkehr sind Erdgas-Fahrzeuge anzutreffen, doch ist bei den Privatautos noch kein Durchbruch gegenüber den Benzin- und Dieselfahrzeugen festzustellen. Hingegen setzt die Liechtenstein Bus Anstalt LBA auf Erdgas-Fahrzeuge. Laut Geschäftsbericht 2009 bestreiten die 31 Erdgas-Busse mit 2 Millionen Kilometer pro Jahr rund zwei Drittel der LBA-Verkehrsleistungen. Die Erdgas-Busse hatten Ende 2009 bereits rund 15 Millionen Kilometer zu| rückgelegt.  Foto: Landesarchiv/Klaus Schädler

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Nach der Verlegung der Erdgas-

Nur noch wenige Busse der Liechleitungen konnte die Gasversortenstein Bus-Anstalt fahren mit gung am 20. Oktober 1984 in Diesel, die meisten werden mit Betrieb genommen werden. Erdgas angetrieben. Die GasverHilmar Ospelt entzündete in sorgung Liechtenstein bietet FahrRuggell die erste Erdgasflamme. zeuge mit Erdgas-Antrieb zur Miete an. Auch der Staat hat einige Erdgas-Autos in Betrieb. Während in vielen Städten in Europa die Laternen lange vor der Elektrifizierung des Kontinents mit Gas befeuert wurden, gelangte Erdgas erst spät nach Liechtenstein. Dieses Jahr sind es gerade erst 25 Jahre her, seit die ErdgasLeitungen durch das Land gelegt und die Feinverteilung in den Wohnquartieren begonnen wurde. Die Erdgas-Versorgung hatte in Liechtenstein eine längere Vorgeschichte. Im Jahre 1983 erteilte die Regierung der Firma Ruhrgas AG den Auftrag, eine Studie für die Erdgas-Versorgung zu erstellen. Nach sorgfältigen Vorabklärungen bei Industrie und Gewerbe, als den potenziellen Abnehmern und nach der Vorstellung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit, erging im Herbst 1984 der Auftrag der Regierung für ein Projekt an die Schweizer Firma Helbling AG. Auf der administrativen Ebene erfolgte die Errichtung der Liechtensteinischen Gasversorgung als selbständige Anstalt des öffentlichen Rechts, die laut Gesetz zum Zweck errichtet wurde, den Endverbraucher mit Erdgas zu beliefern und die Versorgung des Lanmärz 2011

PORTRÄT

Roger H. Hartmann CEO VP Bank Bank 25

Foto: VP Bank

sich vor allem in Kleinstaaten wohl, die ihre Vorzüge aber erst offenbarten, wenn man sich intensiv mit ihnen auseinandersetze. Die Reputation Liechtensteins ist nach seiner Einschätzung von aussen zu negativ und zu einseiDie Reputation Liechtensteins ist von tig geprägt. Dennoch glaubt Roger H. Hartmann fest an die Zuaussen zu einseitig geprägt kunft des Finanzplatzes Liechtenstein, zumal Liechtenstein Führungserfahrung im internationalen Private mit der Zugehörigkeit zu den zwei WirtschaftsBanking, verbunden mit der Kenntnis wichtiger räumen Schweiz und EWR ein wichtiges AlleinMärkte und Kundensegmente der VP Bank Grup- stellungsmerkmal habe: der Zugang zum grossen pe, zählten zu den entscheidenden Kriterien für EU-Binnenmarkt kombiniert mit dem Wirtden Verwaltungsrat, den Schweizer Roger H. Hart- schaftsraum Schweiz und dem mann als Chief Executive Officer an die Spitze «sicheren Hafen» Schweizer der drittgrössten Bank in Liechtenstein zu stellen. Franken. Der Finanzplatz LiechVP Bank-Präsident Hans Brunhart erklärte vor ei- tenstein ist für ihn international nem Jahr, dass angesichts der momentanen Situa- ein starker Nischenplayer und tion des Finanzplatzes ein Mann mit internatio- in vielen Belangen innovativ. naler Erfahrung, der sich in verschiedenen Verän- Die Stärken würden jedoch nicht derungsprozessen bewährt habe, das Steuer in die immer voll ausgespielt. LiechHand nehmen müsse: «Mit seiner Private-Ban- tenstein ist nach seiner EinRoger H. Hartmann king-Erfahrung insbesondere in der Schweiz, in schätzung, neben der Schweiz CEO der VP Bank Singapur und in Luxemburg sowie seinem beein- und Luxemburg, einer der wenidruckenden Netzwerk und Know-how in der Po- gen Finanzplätze in Europa, der sitionierung von Privatbanken in verschiedenen über Know-how im Bereich von grenzüberschreiJurisdiktionen kann er die strategische Entwick- tender Vermögensverwaltung verfügt. Wenn dielung der VP Bank massgeblich prägen und die be- ses Know-how vertieft würde, vor allem in Bezug stehende Organisation konsequent und mit Au- auf Anlageprodukte unter Berücksichtigung der verschiedenen lokalen regulatorischen Rahmengenmass weiterentwickeln.» Seit fast einem Jahr steht Roger H. Hart- bedingungen, hätte Liechtenstein ein weiteres mann nun an der Spitze der VP Bank. Der West- wichtiges Differenzierungsmerkmal. schweizer, der vorher die Existenz Liechtensteins Bei seinem Antritt an der Spitze der VP Bank hauptsächlich aus den Medien kannte, gibt sich hat es Roger H. Hartmann, der auch als Gastprobeeindruckt: «Land und Leute in Liechtenstein fessor an der Luxembourg School of Finance und sind noch besser, als ich mir vorgestellt habe.» am Europa-Institut der Universität Basel wirkt, Liechtenstein müsse man erleben, meint er, um es nicht an klaren Worten fehlen lassen. Die VP Bank zu begreifen: «Die intakte Natur, die hervorra- sieht er in Zukunft als international erfolgreich gende Infrastruktur, das kompetitive Staatswesen, agierende Privatbank mit einem starken Univerdas Familiäre und der Zusammenhalt, die sich salbanken-Standbein im Heimmarkt. Bis es so durch den ganzen Staat ziehen, erlebe ich als etwas weit ist, braucht es nach seiner Einschätzung noch sehr Schönes.» Roger H. Hartmann, der in der mehr Dynamik in der Kundenakquisition und ein | Schweiz, in Singapur und Luxemburg lebte, fühlt starkes Kostenbewusstsein.  märz 2011

JAHR DER FREIWILLIGEN

Foto: Günther Meier

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Das Mittagessen ins Haus gebracht

Die freiwilligen Helferinnen Lisbeth

Das EU-Jahr der FreiwilligenarLampert, Heidi Gassner und beit ruft wieder einmal in ErinMonika Lampert holen das Essen nerung, dass es in unserer Gesellab und bringen es den betagten schaft viele Menschen gibt, die Mitmenschen ins Haus. freiwillig Arbeiten verrichten und damit Mitmenschen einen Dienst erweisen. Zu dieser wertvollen Freiwilligenarbeit zählt der Mahlzeiten-Dienst, über den wir uns in Vaduz informiert haben. Ältere Menschen wollen möglichst lange in ihrem eigenen Haus oder in der Wohnung bleiben, auch wenn sie nicht mehr alle Hausarbeiten selbst besorgen können. Oft bereitet schon der Einkauf der Lebensmittel für den täglichen Gebrauch Schwierigkeiten, weil Arme und Beine nicht mehr so leistungsfähig und belastbar sind. Auch das Kochen kann für früher begeisterte Köchinnen zu einem Problem werden. Ganz zu schweigen von rüstigen Rentnern, die sich die Kochkunst nicht aneigneten und nach dem Tod ihrer Frau etwas hilflos in der Küche stehen. Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, dass ältere oder behinderte Personen darauf angewiesen sind, eine Mahlzeit von aussen zu erhalten. Der Mahlzeiten-Dienst löst dieses Problem. Und viele märz 2011

freiwillige Helferinnen stehen täglich zur Verfügung, um das Essen von der zentralen LAK-Küche zu den Mitmenschen zu bringen. Im ganzen Land bieten die Familienhilfe-Vereine dieses «Essen auf Rädern» an. Das Essen kann ganz individuell, ausgerichtet auf die Bedürfnisse und Wünsche der Betagten und Behinderten geliefert werden: Jeden Tag, nur an bestimmten Tagen oder auch nur vorübergehend. Bestellungen und Änderungen werden kurzfristig geändert, ein Anruf am Vortag genügt. Das fertige Mittagessen wird ebenfalls ganz nach den Bedürfnissen und Wünschen zubereitet. Jeden Tag steht auf dem Speiseplan ein normales Menü, dazu gibt es ein Angebot für ein vegetarisches Essen. Ältere Menschen bevorzugen oder brauchen oft auch Schonkost, die in diversen Varianten zur Verfügung steht. Nach ärztlichen Verordnungen werden zudem Diäten zubereitet, bei Bedarf wird das Essen püriert oder schon geschnitten. In der Regel wird das Essen von den freiwilligen Helferinnen kalt ins Haus geliefert. In jedem Haushalt mit Mahlzeiten-Dienst steht jedoch eine Induktionsplatte, mit deren Hilfe das Essen zum gewünschten Zeitpunkt aufgewärmt werden kann. Die freiwilligen Helferinnen in der Gemeinde Vaduz treffen sich ungefähr um 10 Uhr beim Betagtenwohnheim, wo die «Essen auf Rädern» angeliefert werden. Jede Helferin betreut für eine bestimmte Zeit einen zugewiesenen Ortsteil, in der Regel jene Gegend, in der sie selber wohnen und die zu beliefernden Männer und Frauen kennen. Die in praktischen Gefässen eingepackte Mahlzeit wird dann vor der Mittagszeit verteilt. An vielen Haustüren werden die freiwilligen Helferinnen freudig erwartet. «Viele warten auch auf einen kleinen Schwatz, der etwas Abwechslung in den Tag bringt», weiss Lisbeth Lampert aus jahrelanger Erfahrung. In Vaduz stehen derzeit 24 Frauen für den Mahlzeiten-Dienst zur Verfügung, von denen täglich einige im Einsatz sind. Im vergangenen Jahr wurden 6768 Mahlzeiten durch die freiwilligen Helferinnen allein in der Gemeinde Vaduz verteilt.  |

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Schlusspunkt

Liechtenstein ist keine Insel. Globale Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft, in Umwelt und Wissenschaft verändern nachhaltig unser soziales, kulturelles und politisches Leben. Die demografischen Veränderungen in Mitteleuropa, der rasante Wissenszuwachs sowie eine immer höher werdende Flexibilität Die Universität ist gefordert, ihre Weiterbildungsangebote zeitnah, des Arbeitsmarktes bedingen, dass wir uns vom frühkindli- flexibel sowie massgeschneidert auf die Bedürfnisse anzupassen chen Alter bis weit über das Erwerbsleben hinaus bilden. Diese Fähigkeit, uns sozusagen lebensbegleitend aus- und weiterzubilden, ist nicht nur bedeutend für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung, sondern bildet auch eine wesentliche Grundlage für ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben eines jeden Menschen. Für unsere Gesellschaft wird die Bildung ausschlaggebend sein, ob sie sich erfolgreich im globalen Wettbewerb zu behaupten und auch nachhaltig zu entwickeln vermag. Europa nimmt diese Herausforderungen an. Der Europäische Rat hat sich zum Ziel gesetzt, die Europäische Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Erde zu machen. Bildung, Wissenschaft und Innovation nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Entsprechend sollen Bildungssysteme geschafKlaus Näscher fen werden, die auf das Leben und Arbeiten in der Rektor der Universität LiechtenWissensgesellschaft vorbereiten. In dem neuen eustein ropäischen Gesellschaftsmodell kommt dem Lebensbegleitenden Lernen (Lifelong Learning) eine wesentliche Bedeutung zu. Lebensbegleitendes Lernen umfasst dabei alles formale, nicht-formale und informelle Lernen an verschiedenen Lernorten – von der frühen Kindheit bis einschliesslich der Phase des Ruhestands. Vor diesem Hintergrund gewinnt auch die Weiterbildungsstufe der Universität Liechtenstein erheblich an Bedeutung. Die Universität ist gefordert, ihre Weiterbildungsangebote zeitnah, flexibel sowie massgeschneidert auf die Bedürfnisse anzupassen. Die Studiengänge, Tagungen und Symposien müssen sich nicht nur durch den kontinuierlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft auszeichnen, sondern auch gleichzeitig eine direkte Umsetzung des erworbenen Wissens in der Berufspraxis ermöglichen. Dabei sollen die Themen direkten Bezug auf die Berufs- und Lebenserfahrung der Studierenden nehmen und so konzipiert sein, dass sich Studium, Beruf, Familie und Freizeit unter einen Hut bringen lassen | – und zwar ein Leben lang. Foto: Universität Liechtenstein

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Klaus Näscher Lernen – ein Leben lang

März 2011

Unternehmertag 2011 Zentrale Unternehmerplattform P u b l i r e p o r ta g e 31

Highflyers – Unternehmerisch zu neuen Erfolgen Unternehmertag für die Region am 31. März 2011 Der «Unternehmertag – Liechtenstein, Rheintal und Vorarlberg» gehört zu den zentralen Plattformen für das Unternehmertum in der Region. Das Patronat für die Veranstaltung haben wiederum die Regierung und die Universität Liechtenstein übernommen. Dieses Jahr steht der Unternehmertag unter dem Motto «Highflyers – Unternehmerisch zu neuen Erfolgen». Der Unternehmertag wird von Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Martin Meyer mit einer Begrüssungsrede eröffnet. Hauptreferent der Veranstaltung ist der Schweizer Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, der seit dem 1. November 2010 das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) leitet. Der schweizerische Wirtschaftsminister wird zum Thema «Politik und Wirtschaft zu neuen Erfolgen» sprechen und damit auf aktuelle wirtschaftspolitische Fragen eingehen. Weitere Referenten sind Klaus W. Wellershoff, CEO der international tätigen Unternehmensberatung Wellershoff & Partners Ltd. in Zürich, sowie Harry Hohmeister, CEO der Fluggesellschaft Swiss. Wellershoff zählt zu den bekanntesten Ökonomen im deutschsprachigen Raum und wird am Unternehmertag seine Einschätzung über die Perspektiven der Weltwirtschaft und des Euro abgeben. Das Thema von Harry Hohmeister ist die Flugbranche, wobei in seinem Referat die Aussichten der Schweizer Fluggesellschaft im Vordergrund stehen wird. Im Cockpit-Gespräch geht es um eine echte Hihgflyer-Story aus der Wirtschaft. Moderatorin Katharina Deuber, Redaktorin der Sendung «Cash TV» im Schweizer Fernsehen, befragt Karl Müller jr. und Claudia Minder über den Erfolg der Joya-Schuhe und die dahinter stehende Erfolgsstrategie.

Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Martin Meyer: Der Unternehmertag zählt zu den zentralen Plattformen für das Unternehmertum in Liechtenstein und der Region.

Ado Vogt, Leiter des KMU-Zentrums an der Universität Liechtenstein: Neben den Referaten zählt das Networking zu den zentralen Programmpunkten des Unternehmertages 2011.

Der Unternehmertag bildet auch die Plattform für den Start der Kampagne «Entrepreneur of the Year Liechtenstein 2011». Bei der ersten Durchführung wurde der bekannte Ex-Skirennfahrer und Unternehmer Harti Weirather zum «Unternehmer des Jahres» gekürt.

Unternehmertag 2011 Highflyers – Unternehmerisch zu neuen Erfolgen lautet das Motto für den Unternehmertag Liechtenstein, Rheintal und Vorarlberg, der am Donnerstag, 31. März 2011 an der Universität Liechtenstein stattfindet. Der Unternehmertag wird von Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Martin Meyer eröffnet. Prominentester Gast und Referent ist der Schweizer Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann. Am Unternehmertag wird auch die Kampagne «Entrepreneur of the Year Liechtenstein 2011» gestartet. Informationen und Tickets: www.unternehmertag.li

K U N O B O NT

RHEINHOLZER

D I E A N D E R E G E N E R AT I O N

it en: h m e n s be er Soe nung v er h h zeic te Büc 010 s u s 2 A der Schön steins hten Liec

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Rheinholzer – die andere Generation Kuno Bont Sie sind in ganz Europa einzigartig – die Rheinholzer am Alpenrhein. Immer dann, wenn der Rhein Hochwasser führt und an seiner Oberfläche ganze Baumstämme mitschwimmen, kommen sie an den Rhein und holen sich mit Wurfhaken, langen Stangen und anderem selbst gefertigtem Werkgeschirr das Schwemmholz aus dem Fluss. Das ist keine ungefährliche Sache, aber abhalten lassen sich die Rheinholzer von ihrer gefährlichen Beschäftigung nicht. Herausgeber Kuno Bont, Werdenberg, Verlag Alpenland Verlag AG, Schaan Autoren Jolanda Spirig, Andrea Kobler-Kobelt, Chantale Küng, Werner Wolgensinger, Kuno Bont Fotos Kuno Bont, Marco Nescher, Druck Gutenberg AG, Schaan Umfang 184 Seiten, durchgehend vierfarbig, Format 23,5 x 28,5 cm, CHF 58.– / EUR 40.– ISBN 978-3-905437-18-8

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Der Monat | März 2011